Tierisch Menschlich· Folge 9

009: Martins Tierschutzreise

Donnerstag, 23. April 2026 · 1 h 05

MP3

Shownotes

Kurze Entwarnung vorweg: Mit Martin ist alles bestens – das Lispeln ist nur ein technischer Defekt.

Diese Folge dreht sich fast vollständig um Martins Reise nach Rumänien mit „Adoptieren statt Produzieren". Er nimmt uns mit in die Smeura – das größte Tierheim der Welt – und berichtet von Kastrationsprojekten, bewegenden Begegnungen und Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Außerdem erklärt er, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Tierschutzsituation in Rumänien so ist, wie sie heute ist – und was jeder von uns tun kann, um zu helfen.

Im Rasseportrait: Fällt diese Woche aus.

Tierhilfe Hoffnung - tierhilfe-hoffnung.com
Nathan - How to Kill a Puppy (Dokumentation) - joyn.de/serien/how-to-kill-a-puppy-und-get-ric…
Pfotenherz-Tierschutz mit Verstand e.V. - pfotenherz-tierschutz.com
MaiThink X - zdf.de/video/shows/mai-think-x-die-show-102/ma…
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Du siehst sehr siegesgewiss aus. Das nervt mich irgendwie. Und da hat eine Rumänin versucht, mich zu entführen. Nein! Kein Witz, kein Witz. Herzlich willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adik und Hundeprofi Martin Rütter. So, diesmal höre ich es auch. Martin Lispelt, es hat sich leider ein technischer Defekt eingeschlichen. Im normalen Leben spricht der Fehler frei.

Tut uns leid, wir wollten jetzt diese Folge deswegen auch nicht nochmal neu aufnehmen, weil die Eindrücke aus Rumänien einfach so stark waren. Und bitten um Entschuldigung. Wir hoffen, ihr könnt es irgendwie ausblenden und beim nächsten Mal besser. Nach schnellem Schluck Farko hast du gesagt und dann kannst du auch schon losgehen.

Was ist Faco? Fanta Cula, äh, Fanta Korn. Fanta Korn? Wie ekelhaft der Gedanke. Bah, eklig. In meiner Heimat ist das eine Spezialität. Du beleidigst meine Kultur. Bah, nur der Gedanke alleine. Nee, hab ich nicht gesagt. Lügen, Presse. Okay, geht ja schon gut los. Ja, ja. Pass auf, also nur zur Info an alle. Es ist Sonntag, 17.30.

Du weißt schon, dass der Wahl, laut Pressekonferenz der aktuellen heute Nacht befreit wird. Und weißt du, warum nachts? Damit keiner das Elend sieht? Ich habe jetzt gelesen und bei Insta gesehen, da gibt es eine Frau, die stellt die Tee-Sau. Der Staat hat den Wal an einer Leine und einem Anker im Meer befestigt.

Und deshalb kann der da nicht weg. Weil man möchte auf den richtigen Zeitpunkt kommen, wo man den heimlich entfernt. Aber man hätte schon Geld kassiert von höherer Stelle, um mit dem Wahlexperimente zu machen. Also ich weiß nicht, warum du das mit so einem ironischen Unterton sagst. Ich finde, das klingt alles sehr plausibel. Absolut.

Das hat wahrscheinlich auch was mit den Reptiloiden zu tun. Man muss diese Kette, glaube ich, nur weiterverfolgen. Eben. Und ich könnte mir auch vorstellen, also ich weiß nicht genau, dass das auch nur ein Ablenkungsmanöver ist. Dass also quasi die da oben den Wal da geparkt haben, um auf andere Missstände von anderen Missständen abzulenken. Das ist so meine Theorie.

Ja, zum Beispiel von den Kürzungen im Sozialsystem. Aber solche Nachrichten werden tatsächlich durch den Wal verdrängt gerade. Es ist Wahnsinn, oder? Es ist Wahnsinn, Wahnsinn. Also ich meine, wir müssen jetzt hier nicht betonen, dass wir alle mitleiden und dass es wirklich bitter ist für so ein Tier.

Aber was da für einen Wirbel nach wie vor draus gemacht wird, finde ich schon sehr, sehr lustig. Ich muss aber sagen, ich verfolge es schon auch noch mit großem Interesse und ich hoffe natürlich auch, dass das doch noch irgendwie gelingt. Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich habe jetzt auch gelesen, dass der Kapitän von dem Schlepper, der sowas natürlich auch noch nie in seinem Seemannsleben gemacht hat, davon ausgeht, dass das so ungefähr sechs Tage dauern wird mit dieser Fracht, die er da hinter sich herziehen wird.

Also das wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen, sicherlich auch noch in der nächsten Folge. Und das, obwohl kein Sommerloch ist. Aber inzwischen, also wir alle wissen, dass wir da empathisch sind und so, aber inzwischen finde ich es alles nur noch skurril und ich warte auf das nächste Duschvideo.

So viel kann ich schon mal sagen. So, pass auf. Bevor wir, wir werden sicherlich über Rumänien reden, ich war jetzt drei Tage in Rumänien, habe ich hier so zwei, drei Fragen, die ich mal weitergeben will aus der Hörerschaft. Mhm. Ich begrüße Sie. Die Hörerpost. Die Rubrik Höreranliegen. Freunde, wenn ihr noch was braucht, ruf einen anderen an. Oder anderen.

Hallo Martin. Wie kann es denn sein, dass Katharina einfach bestimmt, dass der Dog-Song verschwindet? Das ist ja absolut intolerant dir gegenüber. Immerhin bist du tolerant genug, um weiter dein lästiges Rasseporträt weiter zu beantworten. So. Ja, das stimmt ja schon mal nicht. Ich habe darauf keine Antwort. Ich schon.

Es stimmt einfach nicht. Es ist einfach nicht richtig. Ich habe das nicht bestimmt. Ich habe mich zwar immer gegen den Dorksong ausgesprochen, aber wir haben gesagt, neuer Podcast, neues Intro. Moment, nicht wir. Da möchte ich kurz sagen, mit wir meinst du dich und deine, sozusagen, wie nennt man das, deine Schergen in der Redaktion.

Meine willigen Vollstrecker. Ich bin mir sicher, dass es von meiner Seite nichts an Belegen geben könnte, wo ich gesagt habe, ja gut, wir nehmen den Doxon raus. Das glauben wir aber nicht. Ich glaube, vielleicht hast du es einfach versäumt. Aber das jetzt mir anzukreiden, das finde ich schon wild. Also die Wahrheit ist, dass du und deine Gefolgen quasi über meinen Kopf hinweg das einfach festgelegt habt.

Darf ich da mal eine Gegenfrage stellen? Ja, immer. Wieso ist es eigentlich egal, dass ich dir. So einen gewissen Prozentsatz des Podcasts ja auch mitbestreitet. Ja, total. Also, wieso ist es egal, dass ich so unter diesem Song leiden muss? Ist gar nicht egal. Das ist doch die Frage. Nein, es ist gar nicht egal und deshalb kann ich da auch tolerant sein.

Aber wieso ist es dir denn egal, dass ich unter diesem scheiß Rasseporträt leide? Okay, gut. Ich würde sagen, da überwiegt das Aufklärungsinteresse. Das sind Informationen, von denen haben auch andere etwas. Ja, doch, da ist die Abwägung ganz andere. Okay, wenn es dir nur um die Informationen ginge, dann könntest du einfach jede Woche eine neue Rasse vorlesen.

Und dann sage ich, oh, das ist zwar sehr interessant. Und dann gehen wir zum nächsten Punkt. Im Prinzip geht es um deine perfide Freude an meinem Leid. Nein, das ist einfach so. Der Weg ins Gehirn geht durch den Bauch. Das heißt, jede Information, die du mit einer Emotion verknüpfst, die bleibt auch noch besser hängen. In dem Fall ist es so, Unterhaltung, Schadenfreude und natürlich auch dieser Quizcharakter, zu Hause mitraten, Spannung.

Tja, was zu beweisen galt. Warum ich übrigens jetzt gerade, ich habe gerade einen ganz anderen Gedanken. Ich war vor, ich glaube 15 Jahren bei Eckart von Hirschhausen mal auf einer Live-Veranstaltung. Und da hat er die Frage gestellt, wenn die Liebe doch durch den Magen geht, wo landet sie, wenn die weg ist?

Und was wird aus der Liebe, wenn sie wieder raus ist? Und das fand ich einen sehr interessanten Gedanken. Dieb, ganz schön dieb. Sehr. Mit anderen Worten, wir warten mal die Abstimmung ab bei unserer Live-Veranstaltung zum Podcast, ob es dann den Docksong noch gibt. Du siehst sehr siegesgewiss aus. Das nervt mich irgendwie. Absolut.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menschen da live vor Ort alleine schon nur aus reiner Gehässigkeit gegen mich da abstimmen werden. Das tun wir einfach nicht. Es gibt übrigens ein spezielles Kontingent noch an Tickets zu einem vergünstigten Preis. Da folgt mir gerne bei Insta. Es gibt einen Rabattcode. Es stimmt nicht.

Der Rabattcode ist Dorksong. Ja, genau. Und der spart ganze 4 Cent. So, komm jetzt hier. Bist du schon mal vom Dortmunder Flughafen geflogen? Ist schon sehr lange her, aber ich habe deiner WhatsApp entnommen, dass sich seitdem nichts am Dortmunder Flughafen geändert hat. Das war so lustig. Wir sind von Dorf und nach Bukaris geflogen.

Und ich kam in den Flughafen rein und sagte, krass, wir sind ja schon in Rumänien, aber in den 30er Jahren. Wahnsinn, wie vergammelt und versifft so ein Flughafen. Aber fandst du es nicht auch irgendwie interessant, also wenn man die Augen so ein bisschen unscharf stellt und so an verschiedenen hygienischen Mängeln auch vorbeiguckt, dass so allein das Raumkonzept oder auch die Farbgebung schon ganz interessant ist? Ging dir das nicht auch so?

Absolut. Und der Flughafen muss aus einer Zeit stammen, wo die Menschen maximal 1,12 Meter groß wurden. Ah ja, deswegen habe ich mich dann doch so wohl gefühlt. Alleine wie niedrig die Decken waren. Und dann bei Highlight. Im Food-Bereich gibt es eine Raucher-Lounge, die so groß ist wie eine Doppelgarage.

Aber wie man im Robot so isst, man ist halt praktisch veranlagt. Man schließt diese Lounge nicht. Infolgedessen der komplette Food-Bereich hat gestunken. Das kannst du dir nicht vorstellen. Sensationell. Und ich hatte eigentlich vor, mich darüber ein bisschen aufzuregen. Und dann sind wir mit Whiz Air gefahren und die Leute, die bei Ryanair zu unfreundlich waren, die landen dann bei Whiz Air.

Ich fand das so schlimm, weil ich meine, das ist ja eine regelmäßige Strecke Dortmund-Bukarest. Und wie unfassbar respektlos und unverschämt da das Personal von Whiz Air den Rumänen gegenüber war. Natürlich waren da ganz viele dabei, die kein Deutsch sprechen, so wie ich halt kein Rumänisch spreche. Ey, glaubt man nicht, hat einer von denen auch sich nur eine hundertstel Sekunde am Schalter die Mühe gemacht, das auf Englisch zu versuchen.

Also echt, echt assi, muss man wirklich sagen. Aber, und auch so richtig so Machtdemonstrationen, ich entscheide, wo sie stehen und wo sie nicht stehen. Fieschen. Total. Und eigentlich hatte ich da schon so ein bisschen den Papp auf. Und wenn du dann aber drei Tage in Rumänien verbracht hast, dann weißt du, dass das, was du da am Flughafen in Dortmund erlebt hast, wirklich First World Problems sind.

Also das war eine sehr, sehr spannende Reise. Einen Schlenker noch. Let's play. Ich habe diese Rückmeldungen auch gehört zur letzten Folge oder zu den beiden letzten Folgen. Ich habe drei Nachrichten bekommen. Ja, es gab ein paar Kommentare auch bei Spotify und ich habe das alles nochmal abgehört. Also es ist nicht so, als wäre ich für den technischen Zustand dieser Aufnahmen zuständig. Ich war so ganz objektiv.

Ich habe das nicht gehört. Mir ist das zwar auch schon einmal aufgefallen bei einer anderen Folge, aber jetzt nicht bei diesen beiden. Aber ist es dann Lispeln im Sinne von die Zunge kommt füschen die Zähne? Weil, weil ich hatte ja im letzten Jahr vier Kieferoperationen. Aber eigentlich, es ist ja alles total verheilt. Ich habe für mich gar nicht das Gefühl, dass ich anders spreche als sonst.

Aber interessant ist, dass ja doch einige Leute das so wahrgenommen haben. Ja, aber das ist dir doch analog noch nie jemals gesagt worden. Oder meinst du, dass die alle so viel Angst vor dir haben? Nein, nein, nein, überhaupt nicht. Nein, nein, das unterscheidet uns beide ja. Vor mir hat ja keine Angst.

Nein, aber ich... Nee, ich glaube, es klingt eher so, als hätte man sich so die Zungenspitze verbrannt. Das ist auch der Effekt, den ich auch kenne, wenn bestimmte Wellen, wenn ich das jetzt mal so technisch ausdrücken darf, in dieser Atomspur so rausgefiltert werden. Ich könnte mir nur vorstellen, also eine Theorie bei mir war, dass ich vielleicht sehr müde war.

Nein, aber es ist nicht reproduzierbar. Ich habe es selber mit Kopfhörern über den Handy-Lautsprecher und im Auto abgehört und ich konnte es nicht reproduzieren. Für mich waren alle S-Laute sauber. Wir bewegen uns hier immer um Profi-Qualität. Wir gehen der Sache auch weiter nach, aber vielleicht haben Leute, die eine S-Lautstörung vernommen haben, eine Sache gemeinsam und das würde mich mal sehr interessieren, ob die vielleicht alle über eine Bluetooth-Box gehört haben oder.

Gerne Feedback dazu. Sonst kommt am Ende doch noch raus, dass ich aktuell die dritten Szene von Goschak auftrage. Das wäre doof. Was ein sehr nachhaltiger Ansatz ist, finde ich. Warum muss immer alles neu sein? Ja. Okay, also auf jeden Fall, es ging nach Rumänien. Und wir waren, ich habe gelernt, in der Smeora.

Ich habe tatsächlich früher immer Smeura gesagt. Es ist aber nicht Smeora. Ein Tierheim, geführt von einem Deutschen, namens Matthias. Wahrscheinlich einer der herzlichsten Menschen, die mir je in meinem Leben begegnet sind. Was für ein Typ. Also der Dreiviertel seines Körpers besteht aus Herz, würde ich jetzt mal so sagen.

Gott sei Dank der Rest aus Verstand, weil der wirklich sehr, sehr klug die Sachen angeht. Aber auf jeden Fall muss man sich eben vorstellen, 6.000 Hunde, also 6.000, das muss man mal einfach so kurz sacken lassen. Wenn wir sonst in Tierheimen drehen, reden wir von 60, vielleicht in großen Tierheimen von 100.

In Berlin vielleicht auch sogar 300, weiß ich nicht. Aber 6.000 ist natürlich unfassbar. Davon viele große Herdenschutz- und Artige, also die auch wenig bis keine Vermittlungschance haben. Also gar nicht so nur vom Verhalten, sondern weil die Leute da nicht drauf anspringen. Aber es ist natürlich total krass.

Und was mich beeindruckt hat, ich habe mit Matthias natürlich viel auch geredet darüber, wie war denn so sein Lebensweg. Und angefangen hat das, dass er also mit 18 die Frau Langkamp kennengelernt hat, die Gründerin des Ganzen. Und als 18-Jähriger, was macht man so nach dem Abitur? Reisen, jobben. Genau, und chillen und Party und keine Ahnung.

Und der 18-jährige Matthias dachte sich, ich nehme einen Bulli und fahre mal Futter nach Rumänien und helfe da. Also da war das schon so in ihm. War eine ganz, ganz tolle Begegnung, mal unabhängig von den ganzen anderen Sachen, die wir erlebt haben. Wirklich ein Typ, den man einfach auch braucht. Und wo man sagt, hey, so jemand müsste mal als Tierschutzbeauftragter irgendwo landen, weil er total klar ist im Kopf.

Also er weiß, er kann aktuell nicht alles retten und er muss sich fokussieren und so weiter. Was er aber sehr interessant erzählt hat, die Smeora gibt es jetzt wohl seit 26 Jahren. Und 2013 gab es in Rumänien eine Gesetzesänderung. Es wurde ein fähiges Kind gebissen auf der Straße von einem Straßenhund.

Und darüber entstand dann noch mehr Panik. Die Straßenhunde sind gefährlich. Und dann hat eine Partei das Tötungsgesetz 2013 erlassen. Das heißt, jeder Hund, der auf der Straße rumrennt, kann von lizenzierten oder beauftragten Hundefängern eingefangen werden. Dann kommen die in eine Tötungsstation. Und wenn die innerhalb von 14 Tagen nicht abgeholt werden, werden die getötet.

Und der sagt, das Versprechen an die Bevölkerung war, und es war wirklich eine richtig regelrechte Hetzkampagne, wir machen euch die Straßen wieder sicher. Und wie beim Jagen in Deutschland wissen wir ja auch, dass das gezielte Töten von Tieren, wenn man es nicht schafft, alle zu töten, ja eigentlich nur Populationen wachsen lässt.

Es entsteht wieder mehr Lebensraum für andere und so weiter und so fort. Also das heißt, die Population der Straßenhunde in Rumänien ist seitdem gewachsen. Es sind also nicht weniger Straßenhunde. Das Einzige, was passiert ist, dass das Töten der Straßenhunde eine wirklich widerwärtige Industrie mit sich bringt.

Und ich will kurz den Schlenker machen zu dem Beißvorfall. Oder dass da ein Kind gebissen wurde. Wir sind in diesen drei Tagen, wir waren auch in der Smeura, einen Dreiviertel-Tag und die restliche Zeit haben wir da uns andere Projekte angeguckt. Also Johanna war dabei von Adoptieren statt Produzieren, Diana Hoga von Peter und der Julius hat halt gefilmt.

Und da waren wir einmal in einem kleinen Dorf. Da haben wir viele Videos gemacht, muss man sich vorstellen. Kleines Dorf, fast ausschließlich aus Sinti und Roma bestehend. Und die wirklich so auch da an den Rande der Gesellschaft gedrückt werden, und zwar im wörtlichsten Sinne. Und hinter dem Dorf gibt es wie eine Müllkippe, die schmeißt also einfach random ihren Müll dahin. Und da siedeln sich Hunde an.

Und jetzt musst du dir das so vorstellen, dann liegt halt einfach mittendrin eine Mutter mit ihren Welpen und die Kinder, die da wohnen, rennen aber dahin, nehmen sich mal so einen Welpen unter den Arm, werfen sich den so gegenseitig zu wie ein Spielzeug. Spielzeug. Eins dieser Mädchen, das war so vielleicht acht, neun Jahre alt, hat sich x-mal auf einen großen Herdenschutzhund gelegt.

Und dieser Hund hat schon zigmal abgeschnappt und so weiter. Und dann kam ich mit dem Vater ins Gespräch. Ich würde den so auf 40 schätzen und haben gesagt, ey, der ist total gefährlich, was da gerade passiert. Also guck mal, dieser Hund ist total nett. Und da sagte er, ja, aber da an den Schwarzen, da kann man nicht ran. Der ist ganz gefährlich, ganz gefährlich. Und das war der Hund.

Johanna saß neben diesem Hund und kuschelte völlig entspannt mit diesem Hund rum. Und er erzählte mir, also die müsste magische Fähigkeiten haben. Also dieser Hund wäre total gefährlich. Und das könne er auch demonstrieren, wenn er dahin ginge. Ja, was macht der? Der treibt und jagt die in der Ecke und irgendwann kommt eine defensive Aggression.

Das heißt, ich habe ihm dann immer wieder erklärt, schau mal, dass deine Tochter sich für Hunde interessiert, ist super schön, aber so und so könnten wir es vielleicht verändern, dass es nicht gefährlich ist. Das heißt, Die Straßenhunde sind nicht per se gefährlich, so wie der Wolf in Deutschland nicht per se gefährlich ist.

Wenn der aber irgendwann im Einkaufszentrum landet und irgendjemand sagt, ich drücke den mal, ist das ein Problem. Und das ist mir da nochmal sehr, sehr bewusst geworden, wie wichtig da die Aufklärungsarbeit von der Bevölkerung oder für die Bevölkerung da ist. Ist aber natürlich total schwer. Und womit wird das viele Geld verdient in den Tötungsstationen?

Also das heißt, der Hund wird eingefangen, da gibt es zwischen 200 und 400 Euro dafür. Da gibt es einen Leistungskatalog. Also die rechnen dann ab, wir haben den Hund kastriert, wir haben den medizinisch versorgt und, und, und, und, und. Ja, ist nicht abgeholt worden, jetzt töten wir ihn. Und jetzt wird es wirklich perfide. Diese ganzen Leistungen werden natürlich überhaupt nicht erbracht.

Und eigentlich sollen die unter anderem mit Ketamin euthanasiert werden. Und andere Betäubungsmittel. Und jetzt ist das aber so, dass der Handel mit Ketamin ein sehr, sehr spannender Handel ist. Das heißt, man bekommt also Geld von europäischen Steuergeldern. Die werden in die Kommunen weitergeleitet, die wiederum an die Tötungsstationen.

Jetzt geht aber der, der die Tötungsstation betreibt, geht aber nicht hin und euthanasiert einen Hund, wie wir es sagen würden, human. Er schlägt den einfach kaputt oder die spritzen den Klebstoff in die Venen. Nein. Ja, und zwar auf sehr bestialische Art und Weise ist dieser Tod und Handeln aber parallel mit dem Ketamin.

Das heißt, es ist auch da, wie mit dem Welpenhandel, wieder eine absolut organisierte, mafiöse Struktur entstanden. Dazu können wir auch gleich nochmal in die Show Notes packen, die Repochtage, die bei Joyn läuft. How to kill a puppy, werde reich davon. Die der Nathan gemacht hat und wo Diana Hoga auch mitgedreht hat.

Da ist es eigentlich nochmal sehr, sehr detailliert erklärt, wie pervers dieses System eigentlich ist. Und jetzt kommt eigentlich das Verrückte. Die gründen also die Smeura, das größte Tierheim der Welt. Und 2013, als das Tötungsgesetz erlassen wurde, bauen die, und wir reden von 80 Metern entfernt, eine Tötungsstation.

Also mehr kann man als Staat oder als Regierung nicht mehr demonstrieren, was man von Tierschutz hält. Und das ist wirklich pervers. Ja, also für mich wäre es wirklich nicht schwer gewesen, vom Parkplatz aus den Tennisball da reinzuwerfen. Also es war wirklich im Prinzip teilsicht ein Parkplatz. Also es ist absolut zynisch und pervers.

Und jetzt geht es los. Jetzt sagt der Matthias, also der Leiter der Smiova, sagt er, aber guck mal, wir sind jetzt hier und ich kann da drüben zugucken. Wie Hunde gebracht werden und wie die umgebracht werden. Und zwar bestialisch. Also, was passiert? Man hat einen Deal mit denen und sagt, hey, Wenn die Hunde nach 14 Tagen nicht abgeholt werden, übernehmen wir die.

Und dann reden wir mal ganz schnell von ein paar Hundert im Monat. Das heißt inoffiziell, die rechnen das ab? Nein, nein, nein. Ja, abrechnen tun die das sowieso. Die behaupten dann, die haben alle medizinischen Versorgungen gemacht und so weiter. Und der Matthias übernimmt die dann einfach kostenlos. Also er zahlt nicht, die Hunde muss die nicht auslösen.

Aber sie geben auch Matthias nichts. Das heißt, das gehört dann der Tötungsstation. Und die Arbeit hat die Smehora. und die Kosten auch. Da wird dir heiß und kalt, wenn du diese Scheiße siehst und das macht einen schon sehr wütend. Und auch da wieder alle wissen es. Und spätestens, wenn man die Reportage sieht, das ist eine ganz toll gemachte Reportage von Nathan, wo man wirklich sagen muss, das ist voll auf die Zwölf.

Die war im Fernsehen leider überhaupt nicht erfolgreich, haben gerade mal 400.000 Leute gesehen. Ich glaube, weil die Bilder ein bisschen zu hart waren und ich glaube auch, weil es ein Fehler war, sechs Folgen a 30 Minuten hintereinander wegzusenden. Und jetzt steht auch ProSieben natürlich klassischerweise 20.15 Uhr nicht für Tiersendungen.

Finde ich eigentlich schade und deshalb hoffe ich, dass das in der Join-App. Funktioniert und möglichst viele Leute von dieser Reportage erfahren. Aber es ist so beklemmend, dass Europa das weiß. Also die EU weiß das ja. Das ist ja kein Geheimnis. Und es wird einfach nichts gemacht. Es werden Steuergelder verblasen und verpulvert.

Und das Problem löst sich nicht, außer dass eben wirklich krass viel Geld verdient wird. Und das ist schon echt heftig. Also das war schon sehr bedrückend, nenne ich das jetzt mal, so das ganze Szenario. Unvorstellbar auch, wenn man sich das vorstellt, was das für den, Christian heißt da, ne? Matthias. Matthias. Was das für den Matthias bedeutet, das jeden Tag zu sehen, was da abgeht. Und noch spannender ist ja, weil er es ja jetzt schon sehr lange macht, der sagt, weißt du, wie wir das früher gemacht haben?

Wir haben, also nur zur Info, es gab Regionen, da haben wir alle 20 Meter einen Hund an der Straße sitzen sehen. Es gab aber auch Regionen, da gab es keine Hunde, erzähle ich dir gleich, von Flavia werde ich dir noch erzählen. Und der Matthias sagt, alle Hunde, die du jetzt hier siehst, und wir reden bei 6.000 Hunden auch davon, dass in relativ überschaubar großen Zwingern teilweise acht, neun Hunde sitzen.

Und er sagt, ich kann es ja nicht ändern. Und er sagt, unsere größte Challenge ist es, die Hunde zu vergesellschaften. Er sagt, ich kann ja nicht einfach einen Käfig auf einen Hund reinsetzen. Er sagt, was meinst du, was das für Ressourcen bündelt? Immer zu gucken, welchen Hund kannst du wohin setzen, damit wir keine schlimmen Beißereien in den Käfigen haben und so.

Und er sagt, früher haben wir Folgendes gemacht. wir haben einen Hund gefangen, haben den kastriert, geimpft, gechippt, haben ihn genau da wieder hingebracht, wo wir ihn her hatten und haben zweimal in der Woche da alles abgesichert durch eine Futterstelle. Das war es. Und er sagt, wir konnten wirklich sehen, wie die Zahlen runtergehen.

Wir konnten sehen, wie die Gebiete weniger werden. Und dann kommt das Tötungsgesetz und er sagt, alle Hunde, die jetzt hier sitzen, der sagt, natürlich vermitteln wir viele und wir haben ja Partner, Tierheime und so weiter. Das ist ja alles klar. Das ist ja ein deutscher Tierschutzverein. Auch die werden wir nochmal verlinken.

Das heißt, sie haben natürlich Partner-Tierheime in Deutschland, die haben Pflegestellen. Das heißt, regelmäßig werden Hunde aus der Smiora nach Deutschland gebracht. Unter anderem dein Hund kommt ja daher. Ich weiß, ja. Das heißt, die sind schon gut aufgestellt. Aber der sagt, natürlich haben wir trotzdem 6000 Hunde und einen hohen Durchlauf. Ich wollte nämlich auch schon fragen, also wenn ich mir so vorstelle, ein Ort, an dem 6.000 Hunde leben.

Ist das so, wie man sich das denkt oder warst du von dem Eindruck vor Ort dann auch überrascht oder wie war das? Ich war ganz positiv überrascht, ehrlicherweise, denn du kommst dahin, es ist unfassbar gepflegt alles. Also erstmal ist es gut gemacht, dass die 6.150 Hunde waren da, als wir da waren. Die sind hinten untergebracht und solange da nicht Fremde rumlaufen, ist es sogar relativ ruhig.

Läufst du da durch, ist es das Lauteste, was du jemals gehört hast. Also wenn wir sonst in Tierheimen drehen und wir stehen vor Zwingern und da wird man ein bisschen gebellt, kannst du trotzdem irgendwie noch ein Gespräch führen. Keine Chance. Also das heißt, wenn wir da jetzt nochmal hinfahren würden zum Drehen, würde ich sogar dafür sorgen, dass die Kameraleute Kopfhörer bei haben oder Ohrstöpsel, weil du kannst dir nicht vorstellen, wie laut das ist.

Also das war wie ein Bienenschwarm vom dauerhaften Pegel, aber halt in extrem laut. Das war schon krass. Aber was mich so positiv überrascht hat, ist, ja natürlich, wenn du da durch die Zwingeranlage läufst, da wird dir anders. Vor allen Dingen, wenn du auch nur ein bisschen verstehst, wie Hunde funktionieren und wie Hunde fühlen oder wie Hunde miteinander umgehen, was das für ein Wahnsinn ist für die Hunde.

Trotzdem schaffen die das aber, die haben dann da hinten noch so ein Waldrefugium, nennen die das. Das ist in so einem etwas weltlicheren Gebiet, also gehört auch noch zum Gelände, ist aber so ganz hinten raus. Und da haben die relativ große Freiläufe, also 50 mal 50 Meter, wo dann drei, vier Hunde nur sind.

Und der sagt, das sind aber Hunde, die im Grunde nicht vermittelbar sind. Oder der sagt, hier vermitteln wir vielleicht fünf Hunde. Wenn überhaupt, weil die schon so starke Schädigungen von Menschen erlebt haben oder so aggressiv und ängstlich mit Menschen sind, der sagt, die könnten wir auch nicht mehr vorne in die Zwinger packen.

Das schaffen die dann einfach nicht mehr. Aber auch, dass sie sich darüber Gedanken machen und sagen, auch so einen Raum versuchen wir zu schaffen. Oder die haben ein Indoor-Seniorenheim. Also wir saßen da und hatten 12, 13, 14, 15 Jahre alte Hunde da. Wo der sagt, wir wissen, also der sagt, es sind alle vermittelt.

Jeder Hund geht raus. Aber ich sage, wir wissen, dass wir einen zwölf Jahre alten Hund, der 60 Kilo wiegt und eigentlich nur noch aufs Sterben wartet, wer soll den nehmen? Aber wir haben für uns gesagt, sagt er, wenn es medizinisch vertretbar ist, dann bleiben die Hunde hier und dann sterben die eben hier mit Würde.

Und das fand ich sehr schön, das fand ich einen schönen Gedanken. Und das ist eigentlich so ein bisschen auch der Spirit da. Und jetzt, die brauchen 5,1 Millionen im Jahr. Was, genau, ich fand es eher, dass ich gedacht habe, boah, wie schaffen die das? Ja, am Ende, wenn man sich es überlegt, weil was wir wissen von Tierheimen hierzulande, die ja nur einen Bruchteil der Tiere haben, ist das tatsächlich erst mal, beim zweiten Mal darüber nachdenken, ist es krass, dass sie es damit schaffen.

145 Mitarbeiter. Ja. Aber eben rumänische Löhne. Der sagt, also das könnten wir, wenn wir dieses Konzept nach Deutschland bringen würden, der sagt, es wäre völlig utopisch. Der sagt, da ist es so, dass die rumänischen Arbeiter und die Leute, die dort leben, so um die 980 Euro netto verdienen. Und der sagt, damit ist das möglich und damit geht das. Was ich aber auch da wiederum schön fand.

Du kamst dahin und im Prinzip ist es ja von der Mitarbeiterzahl und so eher ein mittelständisches Unternehmen. Und ich habe sofort gesagt, ey, wenn wir 5 Millionen umsetzen würden und ich muss 150 Mitarbeiter ernähren, das kann ja nicht erfolgreich sein. Und er sagt, nee, ist auch nicht erfolgreich. Er sagt, wir sind total auf Spenden angewiesen und wenn wir zwei Monate keine Spenden bekämen, wären wir durch, wären wir kaputt.

Also da zählt jeder Cent und natürlich haben wir auch was dazu getan. Ist ja klar, aber der sagt, das ist dann so die Aufgabe unseres Vereins in Deutschland, also immer wieder dran zu bleiben. Aber was ich so schön fand, ist, alle Mitarbeiter, die uns da begegnet sind, und du kannst dir sicher sein, von denen wusste genau niemand, wer ich bin.

Alle gut drauf, alle freundlich und wir haben uns ja auch ohne den Matthias da bewegt. Also es war jetzt nicht so, oh, der Chef kommt jetzt mal alle gucken und so, die Leute gut drauf, der sagt, wir haben Mitarbeiter, die haben es mit gegründet. Das war übrigens eine ehemalige Pelztierfarm. Ach was. Ja, er sagt, als sie es übernommen haben, war es eine Petschefarm.

Und er sagt, da sind Mitarbeiter dabei, die haben es von Anfang an mitgegründet. Und das war ganz schön zu sehen, dass das ein Ort mit viel Arbeit, mit viel Know-how, mit viel Kompetenz, aber mit wahnsinnig viel Herzblut ist. Und dann hat er uns, ich zitiere, das Herzstück des Ganzen gezeigt. Und zwar haben sie vor einiger Zeit dort eine Kastrationsklinik reingebaut.

Und er hat da jetzt ein Pilotprojekt gegründet. fünf Jahre lang soll das laufen, seit anderthalb Jahren läuft das. Wo er an Zahlen, Daten, Fakten belegen will. Die Leute können also dafür Noppes, also die zahlen keinen Cent, können ihre Tiere da zum Kastrieren hinbringen. Und die sind mit acht mobilen Kastrationsfahrzeugen unterwegs, den ganzen Tag, fahren den ganzen Tag acht Autos über die Dörfer, sprechen die Leute an, hey, können wir euren Hund kastrieren, kostet euch nichts, hier kriegt er noch einen Sack Futter und schönen Tag.

Und er sagt, wir haben jetzt ein Pilotprojekt und hat die Hoffnung, dass er in den fünf Jahren beweisen kann, dass die Population kleiner wird, wenn sie das machen dürfen in der Region. Wir gehen ja immer nur von der Region. Der sagt, es gibt nicht in Rumänien Bundesländer wie bei uns, sondern eher so Landkreise.

Und er sagt, für diesen Landkreis wollen wir in fünf Jahren den Beweis antreten, dass wir die Population nach unten kriegen, und dann die Hoffnung haben, weil es doch dann auch ein, zwei Lokalpolitiker gibt, die es unterstützen und dann die Hoffnung haben, dass man das dann rumänienweit ausrollen kann.

Und ich liebe das wirklich sehr, dass jemand da auch dann natürlich weiß, er muss politisch aktiv werden. Ja, jetzt profitieren ja auch sehr viele Leute von diesem System und Korruption ist ja auch ein Riesenthema. Andererseits hört man ja doch auch immer mal wieder Nachrichten, dass sich bei bestimmten Themen so der politische Wind auch dreht.

Kann man sagen, also gibt es da Grund zur Hoffnung, dass man sich dann von solchen Belegen auch überzeugen lässt und das vielleicht auch nicht nur auf die Region bezogen? Also der Matthias hat mich gefragt in dem Interview, glaubst du, dass wir das hier hinkriegen? Und. Also, ich muss das glauben, dass sie das hinbekommen, weil das sonst ganz tragisch wäre, das nicht zu glauben.

Aber er selber sagt auch, dass er eigentlich ganz wenig Hoffnung hat, weil es immer so politische Geschenke gibt. Er sagt, vor den Wahlen kommen zig Politiker zu den Kastrationsfahrzeugen, stellen sich mit einem Welpen auf den Arm und sagen, guck mal hier, was wir hier machen, toll, toll, toll. Und er sagt der Gleiche, eine Sekunde nach der Fall, den siehst du gar nicht mehr wieder.

Dann geht es wieder darum, wie verdiene ich Knete daran, wie kann ich korrupt sein. Er sagt, das Problem ist, dass die Leute ja in einer, also die Älteren sind in einer Diktatur unter Ceausescu aufgewachsen. Und haben wahnsinnig harte Zeiten erlebt. Die hatten nichts. Und er sagt, wenn jemand nichts zu fressen hat, kommt der nicht auf die Idee noch, darüber nachzudenken, wie kann ich einen Hund schützen. Ja klar.

Genau. Und die nächste Generation, die gekommen ist, die lebte von Korruption. Der sagt, es ist in dem Land überhaupt nicht verpönt, korrupt zu sein. Oder niemand sagt, boah, wie ist der denn drauf? Das ist ein Teil der Gesamtstruktur des Landes. Das ist also, da ist kein Aufschrei, wenn Korruption entsteht, sondern, Jeder kummelt mit dem Nächsten und hier wird noch ein Autolenkrad abgebaut und da wird noch das. Und er sagt, das ist einfach ein Teil dieses Systems hier.

Und er sagt, deshalb hofft er im Grunde gar nicht, dass keine Subventionsgelder mehr fließen, sondern dass sie von irgendwas mit irgendwas anderem dann bescheißen können, aber eben nicht mehr mit Tierleid. Und der spricht natürlich, der spricht absolut perfekt die Sprache. Der ist total integriert, involviert.

Seine Frau ist auch Tierschützerin. Die pendeln zwischen Deutschland und Rumänien. Haben also an beiden Stellen irgendwie einen Wohnsitz. Und der sagt, wenn ich jetzt die Hoffnung gar nicht mehr hätte, dann könnte ich ja jetzt auch genau hier an der Stelle aus dem Fenster springen. Aber er sagt, das 2013er-Gesetz, das kann man sich nicht vorstellen, wie schlimm das für uns alle war. und der sagt, was ihn so verrückt macht.

Und er sagt, er leidet auch darunter. Und er sagt, er wird auch buchstäblich krank dadurch, dass die Lösung so banal wäre. Er sagt, die Lösung liegt auf der Hand. Übrigens für jede Tötung könnte man dasselbe Tier vom Kreis her siebenmal kastrieren. Boah, das ist ja noch wahnsinniger. Eine Kastration kostet ungefähr ein Siebtel von einer Tötung.

Und da fliegt dir natürlich einer weg, wenn du das hörst. Also wo du sagst, also wenn wir jetzt schon so argumentieren können und sagen, wir brauchen viel wieder Knete, werden wir kastrieren. Das ist absoluter Irrsinn. Und dann haben die, was die zum Beispiel auch, die haben aktuell, haben die da 1100 Welpen.

Von den 6.500 Hunden sind 1100 davon Welpen. Und der sagt, schau mal, wir haben hier einen Welpenspielplatz gebaut. Übrigens einer der besten Welpenspielplätze, die ich je gesehen habe. Da ist unter anderem ein Auto, steht da. Das heißt, die Welpen können spielerisch ins Auto klettern. wieder rein und wieder raus. Und so fand ich eine gute Idee. Ja, klar. Fand ich eine richtig gute Idee.

Und der sagt, guck mal, wir haben ja sogar die Challenge, dass wir hier 1100 Welpen sozialisieren müssen, in irgendeiner Art und Weise. Und der sagt, wir haben Welpen, die kommen hier hin, das sind die, sieben Tage alt, mit der Flasche aufpäppeln, dann kommen Weltmeister, 14 Wochen alt. Das ist natürlich eine riesen Herausforderung.

Aber trotzdem stellen die sich diese Herausforderung. Also die verwahren nicht nur, sondern die versuchen natürlich das Größtmögliche zu tun, dass die Hunde eine Vermittlungschance haben. Und das ist schon echt ein Brett. Auf jeden Fall. Bei Vermittlung, ich habe eine Frage und zwar, das ist ja eine deutsche Organisation, kann man sagen, wie viel Prozent der Hunde, die aus der SMIU-Ber vermittelt werden, nach Deutschland gelangen?

Boah, da müsste ich ihn fragen. Das habe ich gar nicht gefragt. Aber bevor ich jetzt eine falsche Zahl sage, ich meine, dass ungefähr zweieinhalb Tausend im Jahr rüber oder vermittelt werden. Davon, glaube ich, 300 schaffen es gesundheitlich nicht. Irgendwie so, aber ich glaube, das ist jetzt wirklich Kaffeesatzlesen.

Das müsste ich mal eigentlich, müsste Johanna uns mal nachreichen. Das können wir vielleicht in der nächsten Folge nochmal nachreichen. Das weiß ich schlichtweg nicht. Das würde mich wirklich interessieren, weil was man ja zum Beispiel bei deutschen Tierheimen, was mich da bei den Drehs immer erstaunt hat, dass die ja manchmal sagen, wenn man fragt, wie lange ist denn eigentlich so ein Hund hier, dann sagen die ja ganz oft, ja, wenn der jetzt nichts hat, keine Hinderungsgründe, der ist jetzt auch nicht steinalt, nicht ganz krank, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Hund so vier bis sechs Wochen hier ist, was ich am Anfang immer viel kürzer, also das war viel kürzer, als ich es erwartet hatte.

Und das würde mich auch mal interessieren, wie da bei denen so die Durchschlagszahlen sind. Aber da darfst du nicht vergessen, du hast jetzt gesprochen von einem jungen Hund, der klein und niedlich ist. Genau. Wenn der im deutschen Tierheim sitzt, der ist sechs Jahre alt, ist groß und schwarz, da reden wir von Jahren.

Ja, ja, aber genau, stimmt. Aber die haben ja auch sehr viele super junge und niedliche Hunde. Du sagst auch so viele Welpen. Und die kriegen die auch unter die Leute. Und ich habe da ganz viele auch erwachsene Hunde gesehen, wo ich sagen würde, ey, hol den mal raus. Wir gucken mal, wie der so ein Halsband findet.

Und dann direkt mitnehmen ab die Fahrt. Also da waren viele Hunde, die absolut vermittelbar waren. Aber es waren eben auch ganz viele Hunde, wo ich weiß, no fucking way, keiner wird die nehmen. Also da sind dann in einem Käfig sieben, acht Herdenschutzhunde, die super smart und nett mit sich und mit anderen Hunden sind, die aber einfach keiner nimmt. Die sind dann groß, die sind schwer, die sind laut.

Die nimmt halt einfach keiner. Das ist nach wie vor der Niedlichkeitsfaktor. Und da bleiben die aber auch total dran. Und das ist super. Das heißt, die Idee ist natürlich, jetzt so wenig wie möglich Langzeitinsassen zu haben. Aber der sagt, wir euthanasieren hier keine Tiere. Wir gehen nicht hin und sagen, hier sitzt ein gesunder, dreijähriger Herdenschutzhund. Und den schläfer ich jetzt ein, um Platz zu machen. Das mache ich einfach nicht.

Das ist eine hochmoralische und schwierige Frage auch, ehrlicherweise. Ja, klar. Aber auf jeden Fall muss ich ehrlich sagen, ich habe mich richtig gefreut, dass wir uns getroffen haben. Und was auch wieder spannend ist, und es hat mich wirklich getriggert, und leider habe ich auch reagiert, er hat dann ein Interview mit mir gepostet, und er fing an mit, boah, schön, dass du endlich da bist.

Und mit dem endlich meinte der nicht, du hättest schon mal vor zehn Jahren kommen können, du Penner, sondern wir haben jetzt einfach die letzte halbe Jahr, war es schwierig, einen Termin zu finden, aber Johanna hatte gesagt, ey, der kommt auf jeden Fall. Und sofort geht es wieder los, dass Leute posten, Ja, ja, der Rütter, jetzt wo die Reportage von dem Nathan gelaufen ist, springt er auf den Rumänienzug ab.

Und ich muss wirklich sagen, ich habe dann auch mit einer Frau hin und her geschrieben, die wirklich richtig dumme Scheiße geredet hat. Also richtig dummes Zeug. Verdient sich dumm und dämlich an den Hunden nie, spendet er irgendwas, bla bla bla. Und das ist so empörend. Und komischerweise triggert mich das Thema dann wirklich sehr.

Und ich kriege dann richtig Wut. Ich habe es dann nicht so richtig rausgelassen. Aber es ist natürlich total bescheuert. Ja, natürlich. Und ich meine jetzt ernsthaft, also du musst ja wirklich dich nur eine Minute mit mir beschäftigen, um zu wissen, okay, so ein bisschen Engagement zeige ich schon im Tierschutz. Und weißt du, Das ist auch gar nicht das, was man da vor Ort so erlebt. Vor Ort ist der Spirit, alle sind willkommen, wir freuen uns über jeden und super, dass du da bist und so.

Und dass ich da das Rad nicht neu erfinden kann vor Ort und dass ich auch nur eine Hilfe für die sein kann, nämlich darüber zu reden, ist ja völlig klar. Also sie braucht mich nicht, um denen zu erklären, wie die Hunde händeln sollen oder wie ich eine Schubkare von A nach B fahre. Naja, aber wir haben für dich etwas. Und zwar haben wir Trudis Akte rausgefischt.

Ach was? dass sie, ja, ja, die sind ja absolut lückenlos, dokumentieren die alles über die Hunde. Und sie haben eine super, super, super Software da. Wo jede Nummer dokumentiert war. Und wir haben ja dann die Chipnummer von Trudi genommen und haben festgestellt, dass Trudi scheinbar gar nicht so auf der Straße gelebt hat.

Also es hat einen Mann, ich habe das auch alles abfotografiert, kann ich dir noch schicken. Es hat einen Mann, die Trudi gebracht, der mit Trudi in Bukarest gelebt hat. Das heißt, vielleicht so ein bisschen die Erklärung, dass die gar nicht so extrem total auffällig ist draußen auf der Straße, also im Stadtverkehr.

Das heißt, die kommt aus Bukarest und er hat sie gebracht. Da muss die, ich glaube, fünf, sechs Monate alt gewesen sein. Und war dann, glaube ich, fünf Monate oder vier Monate da in der Smeora oder drei Monate, ich weiß nicht genau. Habe ich aber alles brav notiert. Und interessanterweise hat dieser Mann sechs Monate später drei weitere Hunde gebracht.

Denn die können auch, und das ist spannend, die können, wenn sie den Menschen da vor Ort haben, nehmen die auch die Daten auf und dann können in der Suchfunktion seinen Namen eingeben. Das heißt also, Trudi hat eine Akte, aber auch er hat eine Akte, die Geschwister, also keine Geschwister, aber die, die da auch gelebt haben, die Hunde. Das heißt, er hat die Trudi abgegeben und danach hat er nochmal drei Hunde gebracht, die aber alle drei am gleichen Tag.

Und könnten das Geschwister gewesen sein von hier? Also ja, theoretisch ja, aber da gibt es auch Fotos von. Die sahen auch sehr, sehr anders aus. Aber glaube ich nicht, weil diese Hunde nicht der Altersschwister, also es könnten sozusagen um drei Ecken Geschwister sein, aber nicht aus einem Wurf. Ja.

Und meine erste Frage war natürlich, naja, aber wenn der jetzt schon wieder Hunde bringt, wer sagt uns, dass es nicht ein Händler ist? Da hat der so gelacht. Da hat er gesagt, wenn er ein Händler ist, der macht alles, der bringt mir keine Hunde. Wenn er die nicht loswirft, schmeißt die irgendwo gegen den Baum.

Der Klassiker ist, dass dann die Welpen loswerden wollen, haben eine Mutterhunde, aber kastrieren die dann einfach nicht. Oder dass der kommt und sagt, ja, ich bringe jetzt übrigens einen Hund, den ist mir über, und drei Nachbarn sagen, hör mal, ich habe auch noch einen, kannst du den mal mitnehmen? Also die müssen dann nicht automatisch in seinem Besitz gewesen sein.

Aber wir haben, wie gesagt, ich kann dir das mal schicken, wir haben seinen Namen, wir haben, wo der, also zumindest, dass er aus Bukarest kommt und da haben die anderen Hunde auch abfotografiert. Aber dass sie dann doch in Bukarest auf der Straße geliebt hat und er sie vielleicht gefunden hat oder so, ist... Das ist theoretisch möglich.

Aber nicht sehr wahrscheinlich. Es ist eher unwahrscheinlich. Es ist eher unwahrscheinlich, weil der sagt, dass jetzt so jemand aus Bukarest, übrigens Bukarest nahezu hundefrei, das war das politische Versprechen und da sind die in der Innenstadt von Bukarest, aber die Randbezirke, alles voll mit Hunden.

Also du fährst 30 Minuten aus Bukarest raus und alles ist voll mit Straßenhauen. Wie weit ist das entfernt eigentlich? Also wie weit ist die Smiura nochmal von Bukarest entfernt? Ich hätte jetzt aus dem Bauch heraus, weil wir sind so viel kreuz und quer gefahren. Wir sind ja von Bukarest erst nach Pitesch gefahren.

Ich sage mal anderthalb Stunden. Ah, okay. Ja. Das macht man ja auch. Wir sind insgesamt nicht wahnsinnig weit rumgefahren. Also es gibt ja dann auch andere Möglichkeiten, den Hund loszuwerden, die für den Hund nicht so schön sind. Ja, total. Und die Person, die das wissentlich macht und diese Reise auf sich nimmt, die hat ja schon mal einen ganz anderen Zugang zu Hunden. Voll.

Total. Und jetzt kommt ja eigentlich das Schöne. Wir haben ja über die ganzen doofen Sachen geredet. Es passiert schon etwas. Das merkt man. Ich bin gestern Abend durch Pitesch gelaufen. Das ist so ein nettes kleines Städtchen. Ich bin da durchgelaufen. Die hatten so eine Fußgängerzone. Und in dieser Fußgängerzone siehst du Hunde an der Leine.

Manche auch mit Stachelhalsband. Manche mit Halti. Also den ganzen Zivilisationsscheiß. Aber das sind dann immer Rassehunde. Das bedeutet, die Leute, die sich einen Hund halten, mit dem sie spazieren gehen, es ist immer ein Rassehund. Also, dass sie ein Mischling als wirkliches Familienmitglied betrachten, das ist eher die Ausnahme.

Was aber passiert und was wirklich fand ich schon ganz interessant, als 2013 das Tötungsgesetz erlassen wurde, hat der Matthias gesagt, haben wir noch nie so viel, verunfallte Hunde im Straßenverkehr gehabt wie vorher. Der sagt, die Leute haben sich einen Spaß daraus gemacht, da sitzt ein Hund, ich gebe Gas und fahre einfach drüber.

Und der sagt, das ist zurückgegangen. Er sagt, wir haben noch viele totgefahrene Hunde und wir haben es auch erlebt. Wir haben es tatsächlich einmal vor Ort erlebt. Wir gehen jetzt gedanklich kurz aus der Smeora raus und dann haben wir den Verein Pfotenherz getroffen, Der eine ist noch ein sehr junger Verein, aber die unterstützen dort eine junge Frau, Flavia.

Flavia ist 40, hat zwei Studiengänge hinter sich und hat jetzt aber mit 40 gesagt, ich studiere doch noch mal Tiermedizin. Ich mache das noch mal so, ich vorbeilaufen. Ganz, ganz tolle Frau, ihr Mann auch dabei, ihr Mann Ingenieur. Und die haben da ein Projekt gestartet, die hat in so einer kleinen dörflichen Wohnsiedlung haben die mithilfe des Vereins für einen sehr smarten Preis ist so alte Ruinenhäuser gekauft und die umgebaut.

Ganz anderer Schnack. Also die haben, weiß ich nicht, wie viele Hunde werden die haben, 50, 60, 70. Die für rumänische Verhältnisse im Paradies leben, machen auch Vermittlungen nach Deutschland, immer auch wieder mit Patenschaften, mit Kooperationen mit Tierheimen über Pfotenherz. Eine dieser Hunde wird jetzt bei den Unvermittelbaren auch sein.

Die Suri, also auch eine von den Tierschützerinnen, hat diesen Hund übernommen. Eine Sensation, diese Geschichte. Aber bei der Flavia ist die Idee, sie ist Einheimische, sie kennt die Leute und sie sagt, ich möchte hier vor Ort noch mehr Kastrationskampagnen machen und noch mehr den Leuten sagen, worauf kommt es hier an?

Und was total schön war, ich habe sie getroffen und dann sind wir mit dem Auto rumgefahren, bestimmt 25 Minuten. Und dann hat sie mit einem glühenden Gesicht gesagt, wie viele Hunde haben wir getroffen? Keinen. Also sie alleine war schon in der Lage, in einer dörflichen Region im Grunde die Straßen nur nur frei zu kriegen.

Klar, es ist ein Dörfchen, es ist überhaupt keine Frage. Man sieht, dass es funktioniert. Es funktioniert total. Es funktioniert total. Und das war ganz beeindruckend. Die hatten an dem Tag einen Kastrationstag einberufen. Die haben also aus total verlotterten Bruchbuden, haben die also einfach da eine kleine Tierärztpraxis reingebaut und voller Stolz präsentiert, dass sie alles umgebaut haben.

Noch ein Katzenhaus gebaut und dies und das. Also sensationell. Hat natürlich nichts mit unseren Maßstäben zu tun, muss man ganz klar sagen. Aber da kommt eine junge Tierärztin, die macht da Rabbelnitzapp an einem Tag 32 Tiere kastriert. Das ist natürlich super. Und was ich interessant fand, die Leute kamen mit den Tieren zu der Flavia. Aha.

Das heißt, die hat die Leute jetzt so weit, dass sie es rumspricht. Mal der eine mit dem. Und die haben immer Angst davor, dass ein kastrierter Hund nicht mehr aufs Haus aufpasst. Und die sagen, das passiert ganz oft, dass die Leute fünf Hunde haben. Und Flavia kommt und sagt, komm, ich kastriere die euch. Nein, deine passt nicht auf. Und dann sagt sie, komm, ich nehme einen Rüden.

Kastriere den euch und in drei Monaten komme ich wieder und ihr sagt mir, ob der noch bellt. Und wenn der noch bellt, nehme ich die anderen auch mit. Also so ist die. Und das ist super, super spannend zu sehen und sehr beeindruckend einfach. Also zu sehen, dass so eine schau mal, die hat eine vierjährige Tochter, die hat einen Mann, die hat einen Beruf, nebenbei macht die das noch, nebenbei studiert die noch Tiermedizin.

Unglaublich. Ich habe gesagt, wann schläfst du denn mal? Wann schläfst du? Also wann schläfst du? Und wir haben da so verrückte Sachen erlebt. Wir sind dann, da gibt es einen Wald hinter diesem Dörfchen. Und früher sagt sie, haben die Leute, wenn sie einen Hund entsorgen wollten, den Hund einfach dann in den Wald gebracht.

Da haben die Hunde da gelebt. Und dann sagt sie, wir haben den Hund, den Wald innerhalb von einem Jahr Hunde reingehabt. Wir haben alle eingefangen, kastriert, vermittelt, Ende der Durchsage. Und dann kam Weihnachten. So, was denkst du jetzt? Warum ist der Wald nach Weihnachten wieder voll? Es gab Hunde zu Weihnachten als Geschenk. Das war auch meine Lösung.

Und da hat sie gelacht und gelacht. Das machen die natürlich nicht. Sorry, sagt sie, du denkst zu deutsch. Ja. Die hat hier kleiner den Mann an den Knut. Nee, weißt du was die machen? Die räumen auf für Weihnachten. Wie? Ja, die räumen auf. Die machen ihre Häuser schön, die Garten sauber. Kommt ja bei Weihnachten. Und dann betrachten diese Leute den Hund als Müll.

Ach so. Der ist hier der Stadt. Wir haben einfach drei Hunde im Garten und wir machen jetzt aber hier mal alles sauber. So, hör mal, wer bringt denn den Schrott weg? Ich. Ja, wer schmeißt den Hund raus? Ja, ich. Und die sagt dann, ist einfach, in drei Wochen kann ich wieder 30 Hunde da einfangen. Und das ist natürlich crazy. Und umso wichtiger ist das Thema immer wieder, auch wenn man es jetzt als Zuhörer oder Zuhörerin kaum noch hören kann, ist das Thema Kastrieren.

Und wir haben eine Situation auf der Straße gehabt, die ich ganz beklemmend eigentlich fand. Die Leute kennen die jetzt inzwischen alle. und wir sind zu einer Familie gefahren und wollten da einen Hund abholen für den Kastrationstermin und dann sagt sie schon vorher, pass auf, diesmal, vielleicht bleibt ihr im Auto, die sind nicht ganz einfach, die Leute und dann kommt ihr da angerannt und Kamera und du und irgendwie doof, aber da gegenüber wohnen alte Leute mit ihren Enkeln, die Eltern gibt es nicht mehr, die haben gerade Babys.

Ja, wir gehen da gleich mal rüber und dann impfen wir mal die Welpen und geben mal ein Wurmmittel und so weiter. Und dann kamen wir da rüber, eine uralte Frau, dann die Enkel waren so 10, 12, 14 und die waren eher so, was wollt ihr denn hier, was wollt ihr denn hier, ja, wir haben doch Welpen, wir wollen mal gucken und so.

Und was ich so schön fand, dass die Flavia nicht dahin gegangen ist und hat den Kindern gesagt, gib mal eben den Welpen her, ich mach das jetzt, sondern sie hat das mit den Kindern gemacht. Sie hat den Kindern gezeigt, wie kriegen die die Wurmtablette da rein, dass der Welpe das nicht wieder ausspuckt.

Wo können sie selber mal gucken? Kleine, guck mal hier ins Ohr und mach mal da. Und die Kinder sofort Feuer und Flamme. Und dann waren sie, mit mir waren sie so ein bisschen skeptisch und dann haben sie gefragt, wer ist das denn? Ja, ist irgendwie ein Hundetrainer? Haben sie sich kaputt gelacht. Also, dass es den Beruf gibt, kaputt gelacht.

Und dann hatte ich aber einen Trumpfass. Eins der Kinder hatte ein Barcelona-Trikot an. Und da bin ich hin und habe gesagt, Barcelona kann ja nichts. Madrid, das ist der Verein. Und da kam der andere Junge und sagt, ja, ja, Madrid. Und dann kann ich natürlich ein Rumpf was rausholen. Und dann habe ich ein Foto gezeigt, wo Toni Kroos sein letztes Spiel hatte.

Und der Verein hat im Stadion nach dem Spiel alle Pokale aufgestapelt. Und da gibt es ein Foto von Toni und mir an den Pokalen. Und dann habe ich gesagt, hier, guck mal, Madrid. Ich habe früher auch bei Madrid gespielt und habe mir was gezeigt. Und dann war der fix so fertig. Das hat er doch nicht gekauft, oder? natürlich hat der das gekauft, weil in dem Moment sieht der nur, ich, die Armin, Armin, Toni Kroos, im Stadion von Madrid.

Und dann haben wir noch eine Viertelstunde über Fußball geplaudert. Und das war so schön. Also insgesamt hatten wir auch so schöne Erlebnisse, aber auch immer wieder sehr beklemmende. Also einen Hund, kann ich mich erinnern, auch ein Riesenhund. So verfilzt, das hast du noch nie gesehen. Dieser Hund war zur Kastration da, Und bei der Gelegenheit wurde der Hund geschoren. Da sind, ich weiß nicht, drei Müllsäcke voll mit verfilztem Fell.

So, dann sehe ich schon, aha, Halsband und Kette. Der Hund lebt an der Kette. Mit den Leuten, mit der Kette und so. Die Kette machen sie auch nur ganz selten. Dann mussten wir diesen Hund narkotisiert zurückbringen zu den Leuten. Weil der so wachsam ist. Der war zu wachsam. Die haben gesagt, wir kommen an den Hund nicht ran, wir müssen ihn narkotisiert wieder zurückbringen, das geht nicht anders.

Auf so einer Bahre bringen wir den Hund zurück. Ja, wo soll der denn hin? Ja, zu seinem Schlafplatz. Reden wir also einfach von einem verrosteten Zwinger. So, legst du wieder da rein. Kannst du nichts machen, ist dann einfach so. Ich meine, by the way, passiert in Deutschland immer noch Zwingerhaltung.

Auch wenn der Jäger Blumentöpfe an den Zwinger macht, ist das ja dasselbe. Aber dann kamen wir da rein, dann waren wir einmal im Haus drin und dann kam der Opa. Da gibt es, ich zeige dir Videos, Bilder für die Ewigkeit, hakt sich direkt bei mir und Johanna ein und macht erstmal eine Hausführung. Sind wir erstmal mit dem durch den Garten gelaufen, hat er uns die Hühner gezeigt, dann noch einen anderen Hund, der an der Kette lebt, dann aber einen Hund, der frei läuft und so weiter.

Das war so interessant, auch mit den Leuten da ins Gespräch zu kommen und das war, wirklich für mich auf eine Art nochmal eine sehr klare Bestätigung dafür, dass Tierschutz keine Grenzen haben darf und dass die Leute da vor Ort, zumindest die, die wir da kennenlernen, echt mit Sinn und Verstand da rangehen und das wirklich gut und vernünftig machen und dass man einfach ein paar Dinge akzeptieren muss.

Wir kamen aus diesem Haus raus und da hielt ein Auto auf der Straße an, sprich die Flavia an und sagt, können ihr mir helfen? Ja, der hat gerade einen Hund überfahren. Ob wir ihm helfen können? Können wir den jetzt aber helfen? Der Hund ist angefahren worden, ist aber weitergerannt. Er will mit uns den Hund suchen. Und da sagt sie, das wäre vor zehn Jahren überhaupt nicht denkbar gewesen.

Nicht passiert. Wäre dem scheißegal gewesen. Aber... Und ja, der Hund ist dann gefunden worden, er hat es auch nicht geschafft. Und wir haben auch den Halter dann ausfindig gemacht, der sagt, ja mein Gott, wenn er so böse bis Straße zu laufen, bla bla bla. Aber trotzdem spürt man, dass jeder Einzelne, der sich da engagiert, in seinem Umfeld was bewegen kann.

Und das fand ich wirklich, wirklich schön. Nochmal so ein Beleg dafür, ja, stimmt, es ist Korruption, es ist einer bescheißt den anderen. Aber trotzdem kann man trotzdem was erreichen. Und das fand ich eigentlich, das waren drei, vier unglaublich anstrengende Tage mit wenig Schlaf und vielen Emotionen und viel Eindrücken.

Aber es war auch total gut. Es ist wieder das Thema Ehrenamt, sich umgucken, nicht weggucken. Also das kann ich echt nur jedem empfehlen. Wenn man das jetzt alles so hört, dann kann man ja, also man muss ja aufpassen, dass man nicht in so eine kulturelle Arroganz verfällt. Das habe ich keinen Tag, keine Sekunde davor gehabt, gar nicht.

Also, dass du das nicht hast, ist ja klar. Aber man muss ja bei vielen Sachen auch sagen, dass es, wie du eben schon meintest, bei uns auch noch gar nicht so lange her. In meiner Kindheit waren Zwingerhunde auch der Standard oder Kettenhunde. Und was auch in meiner Region zumindest auch ein verbreiteter Sport war, war, wenn man eine Katze auf der Straße gesehen hat, dass man da drauf gehalten hat.

Das war also auch nichts Besonderes, also worüber man geredet hat und das waren irgendwie so die 90er Jahre und ich finde auch, dass. Dass man sich nochmal klar machen muss, wie unterschiedlich die Lebensverhältnisse sind. Wir sind ja vor Jahren auch mal mit dem Zug nach Sofia gefahren, nach Bulgarien und dabei auch durch Rumänien.

Und das, was du gesagt hast, dass eben manche Bevölkerungsgruppen ja im wahrsten Sinne des Wortes so derartig an den Rand gedrängt werden und wirklich existenzielle Nöte haben. Oder auch, dass ich finde, dass es auch, wenn man jetzt so das Thema Korruption sich noch mal vor Augen führt, dass es nachvollziehbar ist, wenn du seit Generationen nur Scheiße vom Staat erfahren hast, entweder durch die Diktatur oder weil deine Bevölkerungsgruppe, deine ethnische Zugehörigkeit einfach rassistisch behandelt wird.

Dann ist es doch klar dass man auch dem Staat gegenüber kein Vertrauen hat, sondern zusieht dass man sich irgendwie durch. Ja, aber es geht noch einen Schritt weiter. Der Staat lebt die Korruption offensiv vor. Das ist ja auch das. Also da schluckt jetzt keiner groß, wenn da irgendwie eine Scheiße aufblöppt.

Oder rausfindet ja der Bürgermeister, der kassiert ja bei der Hundetötung ab. Da machen die, okay, er hat ein großes Haus mit Pool jetzt. Also das ist ja wirklich das Krasse. Und es war auch total spannend, auch da wieder zu sehen, Unterschied Mann-Frau. Also wenn ich mit Johanna irgendwo hinkam oder mit Jana, und die kennen sich da tausendmal besser aus als ich. Ich kannte mich ja gar nicht aus.

Es wurde erst mal nur mit mir gesprochen. Und auch ein, sag ich mal, sehr abfälliger Umgang mit Frauen, extrem. Wir reden jetzt von der Bevölkerung auf dem Land. Wenn du in Bukarest in die Innenstadt gehst, das ist wie jede europäische Großstadt, da hast du keine, also in Bukarest rausgehen, da hast du keine Sekunde das Gefühl, du bist auf einem anderen Planeten gelandet, aber du gehst 40 Minuten außerhalb von Bukarest und dann stand die Zeit still.

Also wir haben nicht nur einen Pferdewagen gesehen. Also Leute, die haben kein Auto, die haben ein Pferd und eine Kutsche und dann haben die Schrott da hinten drin, dann fahren die los. Und mit Schrott ist wirklich Metallschrott gemeint. Der steht da hoch im Kurs. Aber auch da zu sehen, in diesen ländlichen Regionen, kommen wir da hin, da waren drei Schweine in so einem Holzstall eingefährt, ganz dunkel, saßen, lagen in der Scheiße.

Da stehst du da und sagst, boah, das ist schon krass. Und dann habe ich mal abgemessen und festgestellt, die hatten ungefähr die doppelte Größe eines Schweines. Das in Deutschland in der Maschentierhalter ist. Da muss man sich wohl nichts vormachen, wenn man sich diese hunderte Millionen von Nutztieren anguckt.

Und da ist ja, Deutschland ist ja die größte Schlachtfabrik ganz Europas. Aber da habe ich auch ein Video zugemacht, wo man sagt, ja, ja, man kommt hierher, wir hatten über kulturell überheblich sein oder unsere Maßstäbe da ansetzen und sagen, ja, ja, man kann jetzt hier vor diesem Schweinestall stehen und denken, warum, hier ist doch so viel Platz. Also Platz hatten die da alle auf dem Land.

Lass doch die Schweine hier raus. Ja, dann redest du mit dem und sagst, ey, wir haben hier Schakale und Bären. Ich lasse mein Schwein auf keinen Fall hier raus. Oder zum Beispiel eine Kuh, die an der Kette war. Aber diese Kette war bestimmt 25 Meter lang. Der ist damit doch deutlich besser als in der deutschen Anbindehaltung.

Absolut. Das ist ein Luxusparadies, hatte die im Vergleich zu deutschen Kühen. Und dann habe ich mit ihm darüber geredet und habe gesagt, warum denn diese Länge? Und dann hat er gesagt, er hätte einmal den Fehler gemacht bei einer früheren Kuh mit einer längeren, aber die wäre so losgerannt, dass die Kette gerissen wäre und die Kuh wäre angefahren worden.

Also er ist einfach losgerannt, hat auf der Wiese rumgespielt, stand auf der Straße rumgefahren worden. Er hätte jetzt also so aus der Erfahrung, wüsste er, so mit 20 Schritten Anlauf würde sie die Kette nicht kaputt kriegen. Ah, okay. Also banal praktisch. Und ich glaube, dass das die Leute da auch wieder gespürt haben.

Vor allen Dingen auch die Flavia sowieso, weil die ja weiß, warum wir da sind. Aber auch... Eigentlich haben uns alle die Tür aufgemacht, weil alle sehr schnell gespürt haben, ich habe mit ganz vielen Männern gesprochen, die in Deutschland gearbeitet haben, die auch ziemlich okay Deutsch gesprochen haben und gesagt haben, ja, ich habe zehn Jahre da als Eisenbieger gearbeitet.

Er sagt, ja, aber warum bist du wieder zurückgegangen? Und er sagt dann, ja, ich habe eigentlich so wenig Geld verdient, dass ich in Deutschland auch nicht richtig davon leben konnte. Und so wie immer alle denken, das ganze Geld dann, was ich da verdiene, schicke ich hier ins Dorf, so war es dann auch nicht.

Und er sagt, und dann ist es auch so etwas wie die Heimat fehlt. Und das sind ja alles Dinge, die man so verstehen kann einfach. Aber wir haben natürlich auch echte Arschlöcher getroffen, wie in jedem Land. Das ist ja auch völlig klar. Aber insgesamt war das für mich ein totaler Bereich und ich habe mich jetzt im Nachhinein ehrlich gefreut, dass ich das in den Kalender noch reingestopft habe, weil die letzten Tage dachte ich immer, oh nein, jetzt noch nach Rumänien, weil im Moment der Kalender so voll ist.

Aber ich bin total froh, dass ich das gemacht habe. Es ist ja mein zweiter Besuch in Rumänien. Meine Schwester kann dir erzählen, wir waren als ich drei Jahre alt war, waren wir in Rumänien im Amalia im Urlaub. Und da hat eine Rumänin versucht, mich zu entführen. Nein. Kein Witz. kein Witz. Ich war ja blond, ich war so blond, lockig als Kind.

Hat sich also den Blonden gelockten unter den Arm geklemmt und ist losgerannt. Aber deine Schwester hat doch sicherlich zu verhindern gewusst. Nein, nein, nein. Die haben mich gesucht, eine halbe Stunde. Und meine Tante hat die Frau dann entdeckt, die mit dem Kind gerade abbauen wollte. Die These ist aber, sie hätte mich nach zehn Minuten zurückgebracht.

Ich kann mir das auch nicht anders vorstellen, nach allem, was deine Schwester von dir als Dreijährige mir zählt. Die hätte doch drei Stunden spätestens gedacht, was habe ich getan? Was habe ich getan? Schnell weg mit dem. Nein, also lange Rede, kurzer Sinn. Wir haben da insgesamt vor Ort hat der Verein Adoptieren statt Produzieren da 30.000 Euro gespendet an die beiden Einrichtungen.

Wohl wissend, dass das, also wir haben 10.000 Euro an die Smeora gespendet und 20.000 an Pfotenherz beziehungsweise an die Flavia da vor Ort, wohl wissend, dass das immer nur eine kurze Hilfe ist und würde da wirklich, also guckt euch bitte die beiden Projekte an und jeder Euro zählt da wirklich. Ihr könnt auch das an adoptieren statt produzieren spenden und wir leiten es weiter. Ihr könnt es aber einfach direkt dahin spenden.

Sind wirklich zwei super Projekte, kann ich echt nicht anders sagen. Sehr schön. Ist das schon dein Tipp des Tages? Ja, das ist mein Tipp des Tages im Prinzip, genau. Wir werden natürlich, also der Julius hat viel gefilmt, auch viele spontane Sachen, da werden auch ein paar Wackelbilder dabei sein, aber wir werden das, ich sag mal, das wird bestimmt zwei Wochen dauern, bis der das ganze Material gesichtet hat, weil wir natürlich rund um die Uhr gedreht haben und wir werden mit Sicherheit, Also viele kürzere Filmchen, drei, vier, fünf Minuten, aber auch bestimmt mal einen von 30, 40 Minuten machen und werden den natürlich auch hochladen, ist ja klar.

In der nächsten Folge gibt es etwas Neues aus der Rubrik Neues aus der Wissenschaft und wir haben ja noch die Rubrik Kuriose Kreaturen. Da gibt es auch eine besonders witzige Geschichte aus der Welt der Oktopusse. Und wir beantworten noch zwei Fragen aus der Hörerschaft. Okay. Ja, dann kommt ja dein Tipp des Tages noch. Stimmt. Also ich schließe mich natürlich erstmal deinem Tipp an.

Und dann würde ich gerne noch hinweisen auf unsere letzte Folge aus der My Thing X Staffel. Es ist schon wieder soweit. Die letzte Folge, heute ist ja Sonntag, läuft heute. Und zwar zum Thema Musik. Und ich finde, es ist auch vor dem Hintergrund der Themen, die wir hier so im Podcast besprechen, eine ganz versöhnliche Folge, weil es nämlich darum geht, wieso eigentlich das Hörempfinden auch im Ursprung total subjektiv ist.

Es gibt so einen Test, den haben wir auch in der Folge gemacht. Mit Höher und Tiefer Töne. Ja, genau. Ich habe den Clip gesehen. Ich habe den Clip bei dir gesehen, ja. Ja, und ich finde, das ist eine ganz kurzweilige Folge geworden, in der man auch sehr viel Spannendes erfährt. Unter anderem auch, warum so, egal ob Boomer oder Millennials, gerne propagieren, dass die Musik in der eigenen Jugend einfach die allerbeste gewesen ist.

Und ja, genau, das kann man sich doch schön angucken. Und da würde ich doch direkt meinen Musikwunsch anschließen. Und zwar von Tristan Busch. Der Song heißt Grundsolider Schläger. Über Reportage eines AfD mit jedes? Nein, es ist ein Lied, das er für einen Freund geschrieben hat. Und der ihm immer wieder gesagt hat, dass er sich um ihn keine Sorgen machen muss. Er es aber trotzdem getan hat.

Und Tristan Busch fällt mir jetzt ein, weil ich da am Anfang auch von diesen Kürzungen gesprochen habe, was jetzt zum Beispiel auch Sanktionen betrifft für Bürgergeldempfänger oder auch sehr viele Organisationen, die sich so um Demokratieerhalt oder auch gesellschaftlichen Zusammenhang kümmern, dass da jetzt so viele Mittel gestrichen werden.

Das ist ja auch eine große Katastrophe, die hinter dem gestrandeten Wald vielleicht auch irgendwie ein bisschen zu sehr zurücktritt und hinter anderen Themen wie dem Tankrabatt und so weiter natürlich auch. Und ich habe das vor kurzem im Radio gehört, da es war ein Interview mit dem Sänger und ich habe den aber nicht sofort identifizieren können.

Ich habe da reingeschaltet und er erzählte von einer Phase in seinem Leben, in dem es ihm überhaupt nicht gut ging. Da war er psychisch krank und krank. Er sagte, er wäre in dieser Phase überhaupt nicht in der Lage gewesen, einen Termin zu machen, geschweige denn wahrzunehmen und da aufzukreuzen. Und er wäre einfach so schnell, so am Ende gewesen, wenn es da schon diese schärferen Regeln gegeben hätte.

Ja, dachte ich so zum Schluss nochmal als leichtes Thema zum Rausgehen. Wunderbar. Ich habe dann noch, es kommt ein Wolle-Petri-Lied auf die Liste. Ich kann noch nicht sagen, welches, weil ich heute nicht die Liste von Stefan bekommen habe, welche Wolle-Petri-Lieder schon drauf sind. Das ist auch nicht schlimm, weil der Stefan genug um die Ohren hat.

Wir werden also ein Wolle-Petri-Lied nachreichen. Und hier nochmal, bitte schreibt Wolfgang Petri an, er möge sich bei mir melden, weil ich ja ein Konzert mit ihm veranstalten möchte. Und ein Lied, das mich wirklich sehr berührt und ich möchte, dass du dich auch mal eine Sekunde darauf einlässt, von der Sängerin Lilly. Das Lied heißt Pause.

Und das ist eine wirklich schöne, finde ich wunderbare Liebeserklärung, weil es in dem Lied darum geht, dass ja alles immer so schnell und hektisch ist. Aber wenn du bei mir bist, dann kannst du jeden Termin verpassen und dann kannst du wirklich Pause machen. Und das Sinnbild für eine Liebe zu sagen, hier kannst du echt mal einfach durchschnaufen.

Hier kannst du einfach du sein, du musst keine Hektik verbreiten, kein gar nichts. Pause machen. Schönes Lied. Das wird auch dein Herz erwärmen. Okay, sie rollt wieder mit den Augen. Nein, ich überlege nur. Ich teste das. Ich bin nur skeptisch. Teste es. Gut, Leute, dann nächste Woche geht es mit diesem schlimmen Rasse-Porträt wieder los.

Legt euch wieder hin. Hier noch ein kurzer Hinweis und zwar auf den Verein, von dem Martin so geschwärmt hat. Es ist der Verein Tierhilfe Hoffnung. Hilfe für Tiere in Not e.V. solltet ihr diesen Verein unterstützen wollen. Hier nochmal Tierhilfe Hoffnung, Hilfe für Tiere in Not e.V.

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