
Tierisch Menschlich· Folge 8
008: Von großer Politik und ziemlich nackten Hunden
Donnerstag, 16. April 2026 · 1 h 17
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Shownotes
In dieser Folge ist mal wieder alles dabei. Martin berichtet von seinem spannenden Besuch bei einer Anhörung zum Thema Tierschutz im Bundestag, bei der er wieder allerhand interessante Begegnungen aus der Welt der Politik hatte. Wird es bald einen großen Schritt in Richtung Tierschutz in Deutschland geben?
Außerdem: Wie erkenne ich, ob mein Hund eine Gastritis hat? Und auf welche, teilweise auch subtile Wege, zeigt mein Hund, dass er gerade Schmerzen hat?
Im Rasseportrait diesmal ein Hund, mit einem ganz wesentlichen äußerlichen Merkmal, das Katharinas Fassade bröckeln lässt. Wird es Martin diesmal erraten können oder kann Katharinas Pokerface Martins Blicken doch standhalten?
Anhörung im Bundestag nachschauen:
bundestag.de/ausschuesse/Landwirtschaft/a10_an…
Jenny Klemmt und das Projekt HundeDoc:
hundedoc-berlin.de
„Gastritis beim Hund - Wenn der Magen rebelliert“, Kleintierexpertise:
youtube.com/watch?v=j6TcdZEW7JE
Tierisch Menschlich Live am 20.11.26:
emschertainment.de/veranstaltungen/tierisch-me…
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B-I-A-S B-I-A-S Ist bestimmt was Gehässiges, ne? Ne, das ist was Wissenschaftliches. Das ist eine wissenschaftliche Erklärung für große Teile deines Verhaltensspektrums. Oh Gott, jetzt habe ich richtig Angst. Und dann frage ich mich immer, was motiviert denn so eine junge, kluge Frau, Wow, so einen Posten zu bekleiden, sich also proaktiv dafür einzusetzen, dass Tiere in schlimmster Art und Weise gequält werden und erzählt dann da Frank und Freida, dass das ja alles nicht so sei.
Aber dass ich mich so emotional auf sie eingelassen habe, wie ich es jetzt habe, dass es erst passiert, nachdem sie eingezogen ist. Und das hat mich auch nochmal extrem überrollt. Also ich habe damit so gar nicht gerechnet. Das hat mir auch schon wieder Angst gemacht, muss ich auch sagen. Herzlich willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adig und Hundeprofi Martin Rütter.
So Leute, es ist Dienstagmittag, würde ich mal sagen. Halb zwölf kann man schon sagen, fast Mittag. Also für Studenten guten Morgen. Ich komme aus Berlin, ich war gestern im Bundestag zu einer Anhörung. Aber mein Tag startete, dass Katharina mir eine... Sag ich mal, WhatsApp geschickt hat, die mich, ich hoffe, das versteht jeder richtig, doch leicht amüsiert hat. Möchtest du es erzählen?
Dass wir beide quasi schon die Schwimmflügel gepackt haben. Es ist ein neuer Wal gesichtet worden, ein Beluga-Wal in deutschen Gewässern, in die er nicht hineingehört. Und weißt du, woher das kommt? Ich habe jetzt mehrmals, haben sich Tierkommunikatoren zu Wort gemeldet im Internet, die also jetzt vor Ort sein wollen und dort Walgesänge loslassen.
Eine davon hat gesagt, sie hätte im Urlaub mal mit einem Wal unter Wasser Zeit verbracht und hätte ihn angesungen und einen gemeinsamen Tanz aufgeführt. Also ich könnte mir vorstellen, dass es schief gegangen ist, dass durch das viele intensive Gesinge von Menschen und Getanze im Wasser noch mehr kommen.
Es ist traurig. Ich weiß, dass viele Leute nach dieser magischen Verbindung zwischen Mensch und Wal suchen. Tatsache ist aber, dass wir dem Wal im besten Fall egal sind. Irgendeine der Protagonistin, die wirklich Ahnung von der Materie hat, wobei ich gelernt habe, dass Experte heutzutage auch ein Schimpfwort ist.
Aber ich vermeide deswegen auch das Wort absichtlich. Aber sie sagte sowas wie, für den Wals sind wir Schmeißfliegen. Und ungefähr so muss man sich das leider vorstellen. Es gibt diese wunderbare Connection nicht. Woher sollte sie auch kommen? Also, naja. Naja, also lange Rede kurzer Sinn. Wir leiden natürlich alle mit und finden es ernsthaft und aufrichtig schrecklich, was da passiert.
Auch mit dem anderen Kerl. Ich möchte aber nochmal einmal sagen, dass das Problem, das dahinter steckt, wohl deutlich größer ist als der Einzelne. Wobei auch jeder Einzelne zählt. Diese Woche oder morgen werde ich nach Rumänien fliegen. Und auch da wird es immer ums große Ganze gehen, aber ziemlich sicher auch um Einzelschicksale.
Ich würde auch gerne noch eine Sache dazu sagen. Erstens glaube ich, dass dieser Beluga-Wall, die sehen ja sowieso immer aus, als hätten die gerade einen sehr guten Witz gemacht, über den sie selbst aber auch am meisten lachen. Ich glaube, dass das ein reiner Witz von ihm gewesen ist, diese Idee jetzt.
Aber auch, was jetzt gerade so abgeht noch an Konflikt rund um dieses Thema. Ich glaube, es würde allen ganz gut tun, wenn wir das jetzt mal wieder so ein bisschen runterkochen. Und es gibt weder eine einzelne Person, die diesen Wahl retten kann, noch gibt es eine einzelne Person, die man dafür verantwortlich machen kann, dass es dem Wahl jetzt so geht, wie es ihm geht.
Die bittere Wahrheit ist, das sind wir wohl alle gewesen. Absolut. Und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Als ich gestern da im Bundestag war, kam ich raus, war eine Einzeldemonstrantin vor der Tür und hatte so DIN-A4-Zettel auf den Boden geklebt. Kam rein oder ich kam raus und guck so auf die Zettel und da irgendwie stand, danke Regierung, dass ihr wieder zu fossilen Brennstoffen zurück wollt.
Ernst gemeint oder als sarkastischer Kommentar? Sarkastisch gemeint, also total angenervt davon, dass jetzt wirklich ernsthaft darüber nachgedacht wird, wir kehren voll zurück zu fossilen Rennstoffen. Und stand dann da so, jetzt hatte ich aber, ich hatte einen schwarzen Pullover und ich will jetzt nicht sagen, dass ich sehr seriös aussah und beugte mich da so. Von deinen Verhältnissen?
Ich, der Vati hatte sich schick gemacht. Ja. So, auf jeden Fall sagt sie so, ja gehören Sie zu all denen? Äh, ja, zu wem auch immer, aber schon, was meinen Sie denn? Ja, können Sie denn nicht auch mal was dazu beitragen? Und dann habe ich gesagt, hör mal, wir können alle was dazu beitragen. Du und ich, zu allem können wir immer etwas beitragen.
Und ich bin jetzt auch nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist, die Mineralölsteuer zu senken. Aber wir können vielleicht alle ein kleines bisschen dazu beitragen. Und dann hat sie aber relativ schnell verstanden, dass ich nicht ein politisches Amt bekleide. Und wir haben uns so ein bisschen unterhalten.
Die wird so in meinem Alter gewesen sein, sehr nette Frau. Und dann habe ich sie gefragt, was sie denn so motiviert, hier hinzugehen. Und warum sie jetzt so ganz alleine hier vorm Eingang steht und so. Und dann hat sie gesagt, ja, sie hätte das sich heute spontan überlegt. Und irgendwie wäre das für sie ein besseres Gefühl, als nichts getan zu haben.
Und das fand ich irgendwie schön. Also ihr ist völlig bewusst, dass sie damit jetzt nicht die Welt aus dem Angeln hebt. Aber sie hatte so im Kopf und hat so gesagt, naja, aber guck mal, wenn jetzt jeder immer nur sagt, man kann ja nichts machen, Das bringt ja auch nichts. Und das finde ich irgendwie schön.
Das finde ich auch gut. Das finde ich auch ein guter Geist. Aber man muss aufpassen, dass man die Sachen auch nicht so stark relativiert, indem man so sagt, solange wir alle, jeder von uns einen kleinen Schritt und ich nehme schon die Tüte mit zum Supermarkt. Das Problem ist ja schon, dass leider die großen Hebel ja woanders auch umgelegt werden.
Und damit will ich jetzt nicht irgendwelche, die da oben Verschwörungserzählungen anfeuern. Ich meine jetzt nicht die Rotschild, sondern tatsächlich auch solche Leute wie so die Fossilindustrie und wie unglaublich scheiße das jetzt ist, dass wir alle noch so am Nippel von diesen fossilen Brennstoffen hängen. Das sieht man jetzt.
Jeder weiß jetzt, was die Straße von Hormuz ist, weil das jetzt einfach so innerhalb von wenigen Wochen die ganze Welt irgendwie auf den Kopf gestellt hat. Und wir können ja noch irgendwie damit umgehen. Jetzt wird es wahrscheinlich irgendwie verschiedene Sachen geben, die diese Kosten wieder so ein bisschen abpuffern sollen.
Ich will das auch nicht kleinreden, was das so in Deutschland für einige Leute bedeutet, aber ich habe auch gesehen, dass zum Beispiel in Bangladesch die Leute jetzt einfach so um ihr Überleben fürchten, weil die Jobs weggehen, dadurch, dass die Spediteure so viel Geld eben ausgeben müssen für den Treibstoff oder dass er einfach nicht da ist.
Und da geht es tatsächlich auch so um Leben und Tod. Also dieser ganze Wahnsinn ist doch... Ich habe jetzt vor kurzem mitbekommen, dass Leute dabei sind, ein Haus zu suchen und um Köln herum. Gehen auch immer weiter so in die Randbezirke, weil das natürlich auch eine kostenspielige Angelegenheit ist.
Aber da sieht man ganz häufig, dass noch so 21, 22 neue Gasheizungen eingebaut worden sind. Und da siehst du wirklich so die Torschusspanik der Leute, die das noch eben gemacht haben, weil sie Angst hatten, dass sie sich ja um Gottes Willen jetzt nicht eine Wärmepumpe einbauen müssen. Was wären die schlau gewesen, wenn die es gemacht hätten?
Aber du hast was ganz Wichtiges gesagt. Ich glaube, das haben wir vor einem Jahr oder zwei Jahren, hast du das schon mal im Podcast erzählt, dass wir uns, also es ist richtig, dass jeder was dazu beiträgt, aber man darf sich auch nicht einreden lassen von den Leuten, die an den großen Stellschrauben sind.
Ja, wenn Frau Kasupke sich eine Plastiktüte vermeidet, dann sind wir schon mal ganz weit vorn. Da bin ich voll bei dir. Also das ist genau mein Thema, weil ich auch manchmal sehr genervt davon bin. Ich tue in meinem Rahmen schon eine Menge. Vielleicht auch nicht genug, ist keine Frage. Aber ich bin schon mit einem gewissen Bewusstsein und mit ein paar Veränderungen unterwegs.
Und umso mehr fuckt einen das ja ab, wenn du dann erlebst, dass die, die es entscheiden könnten, denen es einfach aus wirtschaftlichen Interessen scheißegal ist. Und das finde ich schon ziemlich, ziemlich, ziemlich bitter. Und da schließt sich fast ein bisschen der Kreis zu der Veranstaltung, die ich da gestern hatte. Ja.
Das ist schon abenteuerlich. Man kann es ein bisschen erklären. Es gab eine Anhörung. Die Partei Die Linke haben einen Antrag gestellt, das Tierschutzgesetz nochmal zu überarbeiten beziehungsweise die Novelle, die damals nicht verabschiedet wurde, also nicht genommen wurde quasi, nochmal aufzugreifen.
Und was kann man denn da im Zweifel dann auch besser machen? Ja, und dann passiert Folgendes. Dann gibt es dann eine Anhörung und die im Bundestag sitzenden Parteien kommen dann dahin Und die können, wenn sie möchten, Experten nominieren und sagen, hey, ich möchte gerne, dass der Herr Rütter was dazu sagt, die Frau Adig, die Frau Schmitz.
Und da fängt es ja eigentlich schon sehr interessant an. Welche Partei lädt denn da welchen Experten ein? Und da kannst du schon sofort die Geisteshaltung festlegen. Also ganz ehrlich, wenn mich die AfD als Experten vorschlagen würde, Ich glaube, dass ich die Mail nicht mal beantworten würde. Würde sie allerdings auch nicht. Ich glaube, die Chance ist doch relativ gering, dass die AfD mich anschreibt.
Aber den, den ich da jetzt kennengelernt habe von der AfD, ich glaube, der wäre auch gar nicht in der Lage, eine fehlerfreie E-Mail zu verfassen. Der wird wahrscheinlich jemand haben, der es für ihn macht. Also wieder einen wirklich wahnsinnig dummen Menschen kennengelernt. War ganz interessant. So, jetzt wirst du also da nominiert. Und zwar saßen da folgende Experten.
Die Frau Dr. Esther Müller vom Deutschen Tierschutzbund wurde berufen von der SPD. Der Rüdiger Jürgensen von Vier Pfoten wurde von den Linken bestellt. Ich wurde von den Grünen bestellt. So jetzt, Achtung, von der CDU, CSU wurden bestellt. Erstmal denkst du, ja, Dr. Andreas Palzer, Bundesverband praktizierender Tierärzte.
Habe ich erstmal gedacht, naja, warum nicht? Ist ja, also Tierärzte damit reinzunehmen, macht ja Sinn. Stellt sich so im Vorbeilaufen und beim ersten Satz schon raus, ist Tierarzt, der in große landwirtschaftliche Betriebe geht und absolut da vor Ort die Interessen im Prinzip der Schweinebauern vertreten hat.
Also der war beim Thema Tierschutz auf einem ganz anderen Planeten. Also hat auch relativ schnell kein Hehl mehr daraus gemacht, dass es ja immer nur darum ging, den Schweinebauern und den Tier- und Fleischproduzenten das Leben nicht zu schwer zu machen. Interessanterweise vor der Anhörung waren die alle so richtig, dass sie sich auf mich gefreut haben.
Also der, dann der von der AfD und CDU und alle so, Mensch Herr Rütter, schön, dass Sie da sind, machen da ja wirklich eine feine Arbeit. Stimmung kippte dann ein bisschen. Also Dr. Andreas Palzer, Bundesverband Praktizierender Tierärzte von CDU-CSU, nominiert. Dann Dr. Nora Hammer vom Bundesverband Rind und Schwein.
Auch von CDU, CSU nominiert. Was keine Interessenvertretung von Rindern und Schweinen ist, muss man dazu sagen. Nein, nein, der Bundesverband Rind und Schwein sagt nicht, wir setzen uns für die Rechte von Rindern und Schweinen ein. Sondern die sagen klipp und klar, wir setzen uns dafür ein, dass alle, die diese Tiere produzieren, noch mehr Geld verdienen.
Und dann gab es halt Dr. Dirk Hesse. Da dachte ich erst, der sei Tierarzt, ist er aber überhaupt nicht, ist ein Agrarwissenschaftler. Der wurde von der AfD nominiert. Und dementsprechend war der auch drauf. Das war wirklich sehr interessant. Der hat unter anderem, also Dr. Dirk Hesse, der für die AfD da war, hat unter anderem veröffentlicht, dass wenn er es entscheiden würde, wäre die Freilandhaltung von Sauen gesetzlich verboten.
Und der, der hat da Thesen aufgestellt, da hat es dich aus den Schuhen gehauen. Der hat so Sätze gesagt wie, also wenn wir Tierwohlzertifikate sehen, stellen wir fest, je höher, also je mehr Tierwohl... Je mehr Tierwohl da sozusagen festgelegt wird, je größer werden die Erkrankungen der Tiere. Hör mal, der hat eine Scheiße gelabert, das kannst du dir nicht vorstellen.
Der hat so Sätze gesagt wie, ja, also wir möchten gerne Tierschutz aus Sicht des Tieres machen und nicht dieser sozusagen dieser Tieraktivisten, was der AfD-Mann ihm immer zugeworfen hat. Und das war wirklich lustig, dass er gesagt hat, also er würde sich regelmäßig zu den Sauen in die Kästenstände setzen und er wäre mit seinen Tieren auf Augenhöhe.
Also, by the way, produziert er scheinbar Fleisch. Interessant, er sagt also ganz klar, so ein Schwein, das will nicht so gerne sich suhlen und je mehr es sich quasi im Heu und in der Matsche wälzen kann, je unglücklicher sei so ein Schwein. Und das sagt er dann mit einem Selbstverständnis. Und jetzt ist das Problem aber an dieser Anhörung, dass es keine Diskussionen gibt.
Also du kannst nicht in einen Dialog gehen. Du kannst nicht sagen, ganz kurz nur, das finde ich eine steile These. Kannst du einfach nicht. Jeder sagt so sein Zeug. Darf ich da kurz was zu fragen? Ich habe ja zwischendurch auch immer reingeschaltet und habe ab und zu bemerkt, dass du dann doch bei deinen Wortbeiträgen immer mal wieder was aufgenommen hast, was vorher schon jemand gesagt hatte, um das mal so ein bisschen gerade zu rücken oder einzuordnen.
Aber gibt es jetzt nach dieser Anhörung, gibt es noch die Möglichkeit, da nochmal was nachzuschießen? Weil was ja so von der Grundkonstellation ein bisschen irritierend ist, ist, da sitzen erstmal gewählte Vertreter, die suchen ihrerseits wieder Leute aus, von denen sie sagen, das sind die Fachleute, die wir dazu hören sollten.
Aber wonach sich das ja zum Beispiel überhaupt nicht richtet, ist ja, was hat denn zum Beispiel eine Person dazu schon geforscht? Und das könnte man ja zum Beispiel sagen, dass jemand da vielleicht sitzt, der sagt, wir haben uns hier mit dem Tierwohl in der Massentierhaltung befasst. Das sagt er ja. Also Dr. Dirk Hessel sitzt da und sagt, er hätte also valide Studien, dass ein Tier...
Krank wird. Der behauptet, dass er bezieht sich auf die, aber er ist ja selber niemand, der diese Arbeiten gemacht hat oder diese Studien auch. Aber das ist das Interessante. Die sitzen dann einfach da und knüppeln raus. Das finde ich schon bedenklich. Total, total. Und das war wirklich sehr, sehr spannend.
Dann sitzt eine Dr. Nora Hammer da, Bundesverband Rind und Schwein von CDU CSU bestellt und erzählt dann, da ging es um die Überwachung von Schlachtbetrieben, dass da jetzt ja verpflichtend Kameras installiert werden müssen. Und sagt dann, ja, ja, da wäre sie auch fein mit, aber es wäre natürlich ganz wichtig, dass das Material niemals der Öffentlichkeit zugänglich wäre.
Das würde dann nach einem Vier-Augen-Prinzip gelöst werden. Wenn es also Bedenken gäbe, würde dann quasi der Betreiber der Anlage, Und der ortsassessige Veterinär, der diese Anlage betreut, die würden dann zu viert dann da gucken und sagen, ja, so haben wir es dann. Also ich wäre fast geplatzt, als ich das gehört habe. Ich habe mich ja schon viel mit diesen Thematiken beschäftigt.
Und da ist immer das Problem, und das ist ein systematisches Problem, dass die Amtsveterinäre selber daneben stehen, wenn sowas passiert oder die Sachen nicht vernünftig ahnden. Das gilt nicht für alle Leute, die in dem Bereich arbeiten, aber für viele. Es gibt dazu auch ein Rechtsgutachten. Das ist stichhaltig, das zu sagen, dass das wirklich ein allgemeines Problem ist.
Das heißt, man hätte da überhaupt gar keinen Gewinn, wenn man dann weiter auf dieses Vier-Augen-Prinzip setzen würde. Genau. Und das Interessante war, dass alle Parteien, die sozusagen ihre Experten nominiert haben, auch nur ihre eigenen Experten befragt haben. Du musst also vorstellen, es werden vorher die Fragen ausgetauscht.
Da kriegst du dir irgendeine Frage geschickt und dann reichst du am besten noch deine Antwort ein, weil es läuft ja ein Countdown. Alle Experten haben ihre Antworten vorgelesen. Ich war der Einzige, der weder einen Zettel noch einen Stift dabei hatte. Ja, das habe ich auch gedacht. Im Prinzip so. Und dann sage ich, ja, aber warum? Ich kriege eine Frage gestellt, gebe ich eine Antwort. Ende der Durchsage.
Aber war schon sehr interessant, weil außer Zoe Meyer von den Grünen, die Grünen hatten ja mich bestellt, die hat auch andere befragt. Die hat mir Fragen gestellt und natürlich haben wir auch im Vorfeld kommuniziert, welche Themen sind wichtig, was wollen wir angehen. aber die hat mir auch Fragen gestellt, die wir vorher nicht besprochen hatten.
Und weil ich das auch explizit mir gewünscht habe und gesagt habe, hey, du kannst mich ja alles fragen und alle, die da sitzen, können mich alles fragen zu dem Thema, wo ich mich auskenne. Und pass auf, und jetzt wird es interessant. Also Dr. Nora Hammer, übrigens auch ganz interessant, finde ich das psychologisch, Jetzt kommt man ja in diesen Raum rein. Und ich komme ja so in diesen Raum rein und sage, ja Mensch, Mahlzeit, hier hängt der Bundesadner, da hängt eine Fahne.
Irgendwie ein witziger Moment, wenn ich hier so sitze. So, irgendwie lustig. Und komme ja wirklich mit so einer positiven Grundstimmung da rein und freue mich und sage dann allen brav, hallo, die meisten kenne ich ja gar nicht, jetzt der AfD, Mann, wusste ich gar nicht, wer da ist. Weil nur auffällig, also sagen wir mal, der stach so ein bisschen raus aus der Gruppe.
So, dass die Mutti auch mal sagen würde, hör mal, so ein bisschen waschen wäre nicht schlecht. Also so kommst du da schon rein. Irgendwie das schlecht sitzende Sakko und guten Tag. Aber wer bin ich, dass ich über Design und Mode spreche? Egal, lange Rede, kurzer Sinn. Du kommst also da rein, ich kenne die Leute alle nicht, sage allen freundlich Hallo. Silvia Breher war auch übrigens da.
Tierschutzbeauftragte. Achtung, habe ich nicht in ihrer Funktion als Tierschutzbeauftragte, sondern sie hat ja einen zweiten Job. Sie ist ja Staatssekretärin. Sie war also als Staatssekretärin da. Im Grunde saß sie da, hat am Handy getippt, die ganze Zeit sich im Grunde für die Anhörung nicht interessiert und hat dann nochmal mir erklärt, dass sie sich jetzt ein Martin-Rütter-Bett gekauft hätte und das wäre wirklich ganz prima und dann entspannt sie.
Ich wollte dich fragen, weil ich musste nämlich zwischendurch mal was anderes machen und telefonieren und ich habe irgendwie immer den Moment verpasst, dachte ich, wo die Bundestierschutzbeauftragte mal was zum Thema sagt. Aber es gab diesen Moment offenbar gar nicht. Naja, zwei Themen sind ja da. Das eine ist, wozu soll sie was sagen? Sie kennt sich mit nichts aus.
Ausrufezeichen, das ist Punkt eins. Punkt zwei ist aber viel spannender. Die Hauptkritik an der Position Silvia Breher und der Tierschutzbeauftragten in dem Fall ist, dass die Ariane Kari, die Vorgängerin, ja keine Parteizugehörigkeit hatte und kein politisches Amt bekleidet hat. Sie ist aber eine tief eingefleischte CDU-Frau, die extrem eng mit Alois Reiner, einem Metzger, der fälschlicherweise auch ein politisches Amt hat, ist.
Und sie ist CDU-Staatssekretärin. Das heißt, sie hat einen großen Interessenskonflikt, nämlich eigentlich soll sie Tierschutz machen, ist aber sehr verkummelt mit den Interessen der CDU, sprich auch mit Fleischproduktioninteressen. Also sie, selbst wenn sie wollte, könnte sie ehrlich gesagt beim Thema Tierschutz gar nichts groß erreichen.
So, jetzt sitzt die also da, steht dann auch drauf, sie ist heute als Staatssekretärin da. Ist einfach drei Viertel der Zeit mit dem Handy beschäftigt, ist ganz woanders auf dem Planeten. Aber egal, was ich eigentlich sagen wollte, ich komme ja da gut gelaunt und fröhlich rein. Und ich hatte auch das Gefühl, dass außer Frau Breher alle...
Latent fröhlich waren, dass ich da war. Und ich glaube, unter anderem so eine Nora Hammer vom Bundesverband Rind und Schwein, weil die gar nicht wusste, wer ich bin. Und das ist ja auch so schön. Man kommt da rein, sagt, Mensch, Nora, schön, dass wir uns sehen. Und redest mit der vorher und denkst, was für eine angenehme, nette Frau.
Also wirklich. Also mit der geplaudert und gesagt, ach toll und so. Und dann sehe ich, ach so, Bundesverband Rind und Schwein? Mal interessant. Und dann frage ich mich immer, was motiviert denn so eine junge, kluge Frau so einen Posten zu bekleiden, sich also proaktiv dafür einzusetzen, dass Tiere in schlimmster Art und Weise gequält werden und erzählt dann da Frank und Frey, dass das ja alles nicht so sei.
Also ich habe mich dasselbe gefragt. Ich habe wirklich genau dieselbe Frage im Kopf gehabt, weil ich nämlich auch fand. Bei ihr auch? Ja, ja, bei ihr. Weil man nämlich gar nicht so den Eindruck hatte, dass das so gepasst hat, also zu ihrer Rolle. Und das ist ja so, du unterschreibst ja dann dafür, Dinge zu relativieren, die ganz offensichtlich nicht mit dem Tierwohl in Einklang zu bringen sind.
Und das war ja auch so eine Quintessenz und roter Faden von dieser ganzen Veranstaltung. Immer wieder kam man ja an den Punkt, egal ob es jetzt irgendwie um Tiertransporte bei über 30 Grad oder oder ging, dass gesagt wurde, ja, aber dann können wir das nicht mehr machen. Dann kommen wir nicht mehr innerhalb von vier Stunden zu den Schlachthöfen.
Was ist denn die Folge dann? Da muss man es doch einfach lassen. Wenn man doch so feststellen muss, dass es eben nicht in Einklang zu bringen ist. Vielleicht könnte man auch eine Struktur bauen, wenn man schon dabei bleiben will, regionale Schlachtungen einzuführen. Weißt du, aber es wurde immer nur mit Kosten. Hier, der Dr.
Dirk Hesse von der AfD, also der von der AfD bestellt wurde, der war für mich eigentlich der Schlimmste, weil der ja nur davon redete, ein gesundes Tier kann Leistung bringen, nur gesunde Tiere können Leistung bringen. Und da habe ich ja auch mich eingeklingt, also ich kann nicht reinreden, während die dran sind.
Aber als ich dann eigentlich zum Thema Hund gefragt wurde, habe ich nochmal einmal gesagt, also das große Problem, was wir hier erleben ist, dass hier das Wort Tierwohl auf zynischste Art und Weise benutzt wird. Weil ja hier nicht von Tierwohl geredet wird, sondern die Bestrebung zu haben, dass Tier Leistungsfähigkeit hat.
Das fand ich sehr gut. Und das ist ja eigentlich das Beschämende an so einer Runde. So, jetzt sagt also Dr. Nora Hammer, wir haben hier das Vier-Augen-Prinzip mit den Kameras, wenn unter anderem dieser Kehlschnitt oder Ausblutungsschnitt da gemacht wird. Zoe Meyer nutzt ihre Redezeit und fragt, hören Sie mal, wenn das doch so zum Schlachten dazugehört, warum können denn die Bürger das nicht sehen?
Warum dürfen die das denn nicht sehen? Also kurze Frage an Frau Dr. Norama. Und dann ging es los. Ja, wir wissen ja alle, das gehört auch zum Schlachten dazu. Also da war sofort fertig mit Schönschreiben. Und dann kam ja, wir wissen ja auch, wenn man diese Menschen da zeigt, was mit denen so öffentlich passiert.
Kurzer Einwand kam dann von Sohimae noch mal. Na ja, man könnte die ja, das ist also heute ja in Zeiten von KI das Kleinste, unkenntlich machen. Und zwar nicht nur in schwarzen Balken über die Augen, wie Markenzeichen XY, sondern wir können die komplett über jedes System unkenntlich machen. Warum dürfen die Leute das nicht sehen? Gehört doch dazu. Ist doch ein Teil der Wahrheit. Warum zeigen wir die denn nicht?
Genauso mit der CO2-Vergasung, dass also das oft genug schief läuft. Ja, da steht ja auch kein Mensch daneben. Das müsste man ja dann eigentlich zeigen können. Ja, genau. Ja, der Betriebsrat und das und dies und anders. Also ein Geschwurbel vom Feinsten und dann hieß es, nee, die Bürger können doch dabei sein. Die können zu jeder Zeit, dürfen Menschen da gucken kommen.
Und jetzt, Achtung, Trommelwirbel, meine Mail geht raus an Dr. Nora Hammer. Ich bin am Start. Ich komme mir das angucken. Und wenn sie möchte, dann würde ich das auch so filmen und zeigen, dass der Mensch gar nicht im Bild ist. Wäre doch mal eine super Idee. Ich bin mal gespannt, wie das so mit der Einladung läuft, weil sie hat da explizit gesagt, jeder Bürger ist eingeladen, sich das anzuschauen.
Dann ole ole, willkommen. Und das ist, weißt du, das war ein Quatsch alles. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Was ein bisschen beruhigend war, Dr. Esther Müller vom Tierschutzbund, sehr klug, sehr vernünftig geredet. Und auch der Rüdiger Jürgensen von Vier Pfoten, der hat auch klar Stellung bezogen und sehr deutlich gesagt, die Tiertransporte sind schlimme Quälerei, weil ja auch da wieder Dirk Hesse dargestellt hat, das wäre ja so eine Art Butterfahrt für die Tierchen, die legen sich dann gemütlich hin und dösen.
Er ist mir auch positiv aufgefallen, hat auch viel abgelesen, aber auch einfach, weil er sehr viele sehr kompakte Fakten auch vermitteln wollte. Das hat man ihm angemerkt und hat ja auch die Zeit genutzt, um auch nochmal ein paar eindrückliche Geschichten zu erzählen. Also eine Sache ist mir sehr in Erinnerung geblieben, als es um diese Stahlbrände ging.
Es gibt ja dann irgendwann so Viehbestände. Wenn man jetzt dem AfD-Experten Glauben schenken darf, sind ja eigentlich erst große Bestände ein Zeichen dafür, dass es diesen Tieren gut geht. Weil dann muss der Bauer auch nichts anderes mehr machen. Dann kann er sich nur noch um seine Schweine kümmern. Pass auf, das ist ja das Allerlächerlichste, dass also Dirk Hesse da erzählt hat, dass also die ganze Bürokratie, wenn also eine lückenlose Dokumentation über die Tiere und so gefordert wäre, dass der Bauer ja im Grunde keine Zeit mehr für seine Tiere hat.
Der stellt es also so dar, dass wenn die Auflagen erfüllen müssen, dass die Zeit, die der Bauer also streichelnd am Tier verbringt, das den armen Tieren abgeht. Das ist so eine unverstimmte, zynische Scheiße. Und bei den Tierbränden oder bei den Stallbränden, da ist ein Stall abgefackelt, da sind 60.000 Schweine abgebrannt.
Ja, und er hat erzählt, dass die Feuerwehr... In einem Betrieb, also nicht in acht Betrieben kumuliert. Wahnsinn, 60.000 Schweine, die Zahl musst du dir brauchen. Und er hat auch erzählt, dass die Feuerwehrleute, die an den Löscharbeiten beteiligt waren, dass die noch Wochen und Monate später psychologische Betreuung gebraucht haben, weil die diese Bilder, die sie dort gesehen haben, nicht verarbeiten konnten.
Es kam eigentlich überall, kam es raus, dass es im Grunde wirklich nur darum geht, mit dem größtmöglichen Zynismus da noch irgendwelche Margen zu retten. Und was ich auch einfach nicht mehr hören kann, ist, wenn dann die Rede von Ernährungssicherheit ist. Das ist natürlich, also da musst du erstmal ernst bleiben.
Dann sitzt da, also Dirk Hesse, also ich wusste, dass er das Zitat gemacht hat, also er würde gesetzlich verbieten, dass Sauen draußen gehalten werden. Also Freilandhaltung für Sauen wäre also nicht angemessen. Ich wusste, dass der schwer einen am Helm hat. Aber dass der dann die Schaltplatte spielt, wenn wir quasi diese Art der Tierhaltung, wie wir sie jetzt betreiben.
Verändern, dann würde ja quasi... Und nicht gewährleistet sein, dass die Menschen hier nicht Hunger leiden. Das ist einfach, das ist echt beschämend. Und das ist ja das Schlimme an so einer Anhörung, dass du da nicht sagen kannst, was laberst du da eigentlich? Also ich kann mir ja noch vorstellen, dass mit gut gemeint nicht immer gut gemacht ist.
Also dass man zum Beispiel, wenn man sich jetzt so ein neues Stallkonzept ausdenkt und man denkt, ach komm, wir schicken die einfach alle raus und dann sind die auf dem Stroh, dass man dann auch Rückschläge erlebt, weil Schweine ja auch eine sehr empfindliche Gesundheit haben. Das glaube ich und auch, dass man da ganz genau hingucken muss und auch an jeder Verklärtheit oder auch im weltanschaulichen ideologischen Verklärtheit irgendwie vorbei.
Ganz genau gucken, wie geht es den Viechern dabei. Aber es kann doch nicht sein, dass das, was wir jetzt gerade sehen, was wirklich anerkanntermaßen mit dem Tierschutz nicht in Einklang zu bringen ist, dass das jetzt die bessere Wahl ist. Und das ist so eine Verkehrung. Ich habe mich zwischendurch gefragt und das ist auch eine Frage aus der Hörerschaft, wie du dabei so ruhig bleiben konntest, weil einfach so viel Haarfolgen da misserzählt wurde.
Da antworte ich gleich drauf. Ich will nur eine Sache noch sagen. Guck mal, als du Studentin warst, hättest du dir dieses Auto leisten können, was du gerade fährst? Nee. Was hast du dann gemacht? Ich bin viel Bahn gefahren. Ist doch ungerecht, oder? Ist es nicht ungerecht, dass so eine 19-jährige Studentin nicht einfach ein totales High-End-Auto fahren kann?
Ja, stimmt. Jetzt, wo du es sagst, ist es total ungerecht. Es ist eine Sauerei. Wo bleibt denn da deine Freiheit und deine Selbstbestimmung in dem Land? Weißt du, worauf ich hinaus will? Nee. Es ist einfach, ich finde es wirklich zum Kotzen, dass wir immer argumentieren, ja, aber wenn wir das Tierwohl nach vorne stellen, damit Fleisch zu teuer.
Ja, dann ist Fleisch teuer. Und jetzt? Was ist das fucking Problem an der Sache? Interessanterweise, wenn wir jetzt sehen, wie die Benzinpreise nach oben schießen. Und ehrlicherweise ja nicht nur, weil ein Krieg da ist, sondern weil man auch sagt, hör mal, steuerlich passt uns das gerade ganz gut, die, die wir die Steuern erheben.
Das sagt ja auch keiner. Ja, hör mal, da kann jetzt nicht mehr jeder tanken. Das ist denen ja auch mit Verlaub gesagt scheißegal. Und das ist ja, wir müssen uns ja mal wieder ein Stückchen daran gewöhnen, dass 500 Gramm Hühnerbrust eben nicht 2,99 Euro kosten dürfen. Das geht einfach schlichtweg nicht.
Und dann ist eben irgendwann wieder die Zeit, dass es genau den Sonntagsbraten gibt und eben nicht sieben Tage die Woche einen Klumpen Müllfleisch auf dem Teller legt, wo viele Tiere sehr, sehr leiden mussten. Und das ist so diese Schallplatte, die Ernährungssicherheit des Volkes ist da nicht sicher.
Das ist echt unverfroren. Und deshalb die Frage, also wir haben hier ein paar Fragen gesammelt, die aus der Community kamen, Also sowohl bei mir, ich weiß nicht, was bei dir gelandet ist, aber bei adoptieren statt produzieren ist viel gelandet. Und die Frage, wie kannst du da so ruhig bleiben? Also zwei, drei Dinge helfen mir da.
Das eine ist, ich weiß, wenn ich mich jetzt in deren Welt komplett daneben benehme, dann wird es immer schwerer, mich auch als Experte da einladen zu lassen. Das heißt, ich muss, so schwer mir das fällt, ein paar Spielregeln einhalten. Das heißt, also dazwischenlabern ist da nicht angesagt. Und das ist auch in Ordnung. Aber was mir extrem hilft, es war ja eine öffentliche Anhörung, man konnte sich als Zuschauer bewerben, war aber ein mini kleiner Saal, da passten 20, 30 Zuschauer rein.
Infolgedessen war das dann doch sehr limitiert, aber saßen oben auf der Empore Reinhardt, Johanna und Julius. Und das hilft mir schon sehr, da mal hochgucken zu können und zu sehen, dass nicht nur drei fassungslose Menschen da sind, sondern die Johanna sagt mir dann, sie hat hinterher immer, wenn der AfD mal eine Frage gestellt hat und der Hesse geantwortet, so richtig schwitzige Hände gehabt und war so zwischen, ich möchte vor Wut ins Geländer beißen oder in hysterisches Lachen.
Ausbrechen, was die da für ein Bauerntheater abgezogen haben. Und das ist so auch so ein bisschen der, Der Weg, den ich da so gehe, dass ich versuche zu sagen, Martin, du sitzt hier im Bundestag, du kannst ja ein Stück weit zumindest mitgestalten und ich kann ja jetzt nicht sagen, nur weil da Leute sitzen, die wirklich bewusst Tiere quälen möchten, kann ich ja nicht jetzt da nicht hingehen.
Das ist so, wie meine Oma immer gesagt hat, der Klügel gibt nach, ist falsch. Denn wenn der Klügel immer nachgibt, haben nur noch die Blöden das Sagen. Und deshalb muss man eben ein paar Sachen aushalten. Das fällt mir nicht ganz leicht. Es hilft mir extrem, darüber zu reden. Also es war dann wirklich für mich sehr hilfreich, nicht alleine da gewesen zu sein, sondern hinterher dann auch noch lange mit Johanna oder mit Julius und Rainer zu reden und so. Das hilft natürlich extrem.
Und dann habe ich auch direkt danach zwei, drei Leute angerufen. Ich habe dich bewusst nicht angerufen, weil ich ja wusste, dass wir hier reden werden. Aber das ist schon schwer auszuhalten. Ich habe hinterher auch mit der Zoe Meyer darüber geredet und gesagt, ey, wie hältst du das denn so aus? Das ist ja dein tägliches Brot.
Sagt sie, naja, das ist ein Teil des Deals, dass man in Politik gewisse Komödien aushalten muss, dass man gewisse Dinge einfach mitgehen muss und jeder kann seinen Part dazu beitragen, dass sich Dinge ändern. Aber schwierig ist es schon manchmal. Und deshalb fand ich auch gut, dass die da auch, die war ja da auch wieder sehr klar und fand ich auch da wirklich gute Fragen gestellt.
Ja, soll man nochmal hier so Fragen beantworten, die da kamen? Bitte. Also eine Frage zum Beispiel ist ja, wie erfolgreich fandest du die Anhörung? Wie ist dein Fazit? Ja, da muss man erfolgreich definieren. Was ja in jedem Fall ein Erfolg ist, dass man sich da immer wieder als Experte positionieren kann und immer wieder sagen kann, schaut mal, ich komme da wirklich aus der Praxis, aber nicht nur aus der Praxis, sondern wir sind wirklich sehr nah wissenschaftlich an allen Themen dran.
Aber ich kann wirklich sagen, wie ist die Stimmung bei Hundehaltern, wie ist die Stimmung bei Tierhaltern. Ich kann sagen, was braucht ein Hund, um glücklich zu sein. Und insofern ist es schon erfolgreich, finde ich, dass man da sitzen kann. Und da jetzt nicht auch noch einer sitzt und sagt, ja, ich bin ja der erste Vorsitzende der Deutschen Schutzundvereinigung.
Das ist doch alles kokolos. Also von daher, das finde ich schon ganz gut. Erfolgreich im Sinne von, da ändert sich jetzt morgen was, das natürlich nicht. Aber die Erwartungshaltung habe ich an so einem Termin auch nicht. Wie fandest du die Politiker? Also, sagen wir mal so, es ist schon, also, ich will mal so sagen, ich, Man merkt schon bei vielen Politikern, besonders bei den Älteren, dass die eine Sache sehr gut können, ist kungeln, also Seilschaften pflegen.
Und an vielen Stellen bin ich doch bestürzt über so eine Schlichtheit. Das erlebe ich wirklich sehr, sehr häufig, dass mir wirklich sehr, sehr viele sehr schlichte Menschen begegnen. Ich treffe auch sehr, sehr viele kluge Menschen. Das ist ja auch klar. Aber ich stelle fest, dass diese jüngere Generation, vor allem in der Politikerinnen, da echt heraussticht.
Also das ist wirklich für mich krass auffällig, dass es ein Unterschied ist, ob ich da mit einer 30- oder 35-jährigen Politikerin, egal welcher Zugehörigkeit, spreche, oder so einem Kerl, der 60 plus ist und der eigentlich parallel noch einen Betrieb führt. Das ist für mich zum Beispiel auch sehr irritierend, dass jemand, der ein politisches Amt hat, selber eine eigene Selbstständigkeit noch haben kann.
Also Ingo Bottke von der FDP, den ich getroffen habe, der hat eine Versicherungsagentur. Und also weiß ich jetzt nicht. Ja, wobei, da bin ich mir nicht sicher, ob man das so, da bin ich ein bisschen hin und her gerissen, weil es ist ja für Freiberufler an sich, ist es ja gar nicht schlecht, wenn du jetzt nicht nur Politiker hast, die immer schon Politiker waren.
Nee, das meine ich. Stopp, das will ich einmal kurz erklären. Das meine ich nicht. Ich meine nicht, dass die nicht aus einer Unternehmerschaft kommen, dass die nicht aus einer Selbstständigkeit kommen, das meine ich nicht. Aber es hat ja schon ein hohes Konfliktpotenzial, wenn ich selber sozusagen einen Vor- oder einen Nachteil habe, wenn ich an politischen Stellschrauben drehe.
Ja klar, also vor allem, wenn du da irgendwie als Landwirt sitzt und über solche Sachen mit entscheidest. Aber trotzdem ist es, glaube ich, ist es schon eine schwierige Sache, wenn ich mir jetzt vorstellen würde, ich bin ja auch Freiberuflerin und ich würde jetzt doch mal denken, ach, ich lasse mich jetzt mal in den Bundestag wählen. Ja, ja.
Und dann müsste ich ja jetzt erst mal meine komplette wirtschaftliche Existenz ruinieren. Findest du 12.000 Euro im Monat zu wenig, um davon leben zu können? Nein, auf keinen Fall. Da wäre ich gut dran. Ja, aber ich weiß ja nicht, wie lang, weißt du? Und wenn ich dann da wieder rauskomme. Bist du immer noch voll berentet?
Auch wenn ich erst, wenn ich da nur eine Legislaturperiode hatte. Yes. Und das ist ohne Abzüge. Du hast vollen Rentenanspruch, Punkt. Ei, ei, ei. Warum mache ich das nicht? Genau. Also ich treffe da wirklich sehr, sehr viele, gerade ältere Leute, die sehr gut in Seilschaften sind. Und was mich immer wieder ein bisschen beruhigt, dass ich echt auch immer wieder Leute treffe, die unabhängig von ihrer Partei offen sind.
Also ich habe jetzt mehrmals auch Leute getroffen, die auch zuhören, wenn eine andere Partei mal eine kluge Idee hat. Und auch durchaus mal sagen, das finde ich gut, was die da machen. Aber jetzt sind die aber in einem System und in einer Struktur, wo die das gar nicht ausleben dürfen. Also wenn der SPD-Politiker jetzt sagt, ey, das, was die CDU da gerade vorschlägt, finde ich eigentlich eine gute Nummer.
Dann geht sofort innerhalb der Partei los, ja, Moment mal eben, die Idee kam aber nicht nur von uns zu. Und das finde ich eben hart. Ich habe ja viele Gespräche mit Lehrer und Lehrerinnen. Und weil ich immer sage, ich wünsche mir doch schon, dass Leute Lehrer werden, die mal so ein bisschen mehr Herzblut für Kinder haben und so.
Und ich treffe ganz viele Lehrer, die sagen, hey, das trifft mich so tief, wenn du sowas sagst, weil ich das habe und weil ich wirklich engagiert bin. Aber ich werde auch oft in einem Schulbildungssystem ganz schön mürbe gemacht. Und das erlebe ich tatsächlich, dass ab einem gewissen Alter die Politiker, die ich da so treffe, wirklich nur noch ein Ziel haben, ihren eigenen Posten zu erhalten.
Und das ist natürlich schon frustrierend, aber das ist vielleicht auch menschlich. Ja, wir haben einige der Fragen, die hier stehen, eigentlich schon mit beantwortet. Aber eine Frage noch, also du hast ja schon gesagt, dass du dich nicht vorbereitest, also dass du nichts abliest, weil du ja nichts ablesen musst.
Aber gibt es sonst irgendwas anderes, womit du dich vorbereitest? Ja, absolut. Ich war da wirklich vorbereitet, weil was ich natürlich nicht möchte ist, dass ich zum Beispiel mit Zahlen schwammig werde. Also ich würde da immer sagen können, die Zahl habe ich jetzt nicht parat, aber ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass auch Leute, die mit mir kritisch sind von anderen Parteien, mir Fragen stellen.
Aber es ging in der Anhörung eigentlich viel mehr um landwirtschaftliche Dinge und um Schweinebetriebe und Rinderbetriebe, als um den Tierschutz von Haustieren, muss man sagen. Und jede Partei hat eine gewisse Anzahl an Redezeit. Und dann verplempern die ihre Fragen natürlich nicht an mich. Habe ich aber mich darauf vorbereitet? Und in erster Linie muss ich da immer Johanna ein Riesenkompliment machen, weil die mich darauf vorbereitet.
Also das heißt, ich kriege ein relativ genaues Briefing. Welcher Experte sitzt da? Welche Aussagen hat dieser Experte getroffen? Wir konnten ja eine Stellungnahme schriftlich einreichen. Johanna fasst mir dann diese Stellungnahmen zusammen. Also die bereitet mich dann wirklich sehr darauf vor. Aber ich will dann keine Frage ablesen und ich muss da auch nichts auswendig lernen, weil ich dazu viel zu tief im Thema bin.
Und weil ich, jetzt muss man auch mal sagen, der Herr Jürgensen von Vier Pfoten, der da viel vorgelesen hat, der hat mich tatsächlich sogar vorher darauf angesprochen und hat gesagt, so haben Sie nichts zu schreiben dabei. Und dann habe ich gesagt, nö, weiß ich nicht. Und dann sagt er, ich gucke ja manchmal Ihre Sendung und so und ich bewundere das sehr.
Der sagt, ich wäre zu aufgeregt dafür. Und der sagt, ich will nicht, weil ich ja nicht gewöhnt bin, dauernd vor Leuten zu reden, jetzt irgendwas Wichtiges vergessen haben. Und das kann ich voll nachvollziehen. Deshalb verstehe ich auch, dass eine Nora Hammer von einem Verband als Verbandsvertreterin sagt, jede Frage habe ich hier schriftlich stehen, damit sie im Prinzip ja vielleicht keine Auseinandersosität, keinen Fehler macht oder so. Das verstehe ich schon.
Johanna hat uns dankenswerterweise auch ein bisschen aufgedröselt, wie es jetzt weitergeht. Also was jetzt als nächstes passiert, das war nämlich auch eine Frage. Ganz kurz, ich will dich einmal kurz unterbrechen, weil ich fand hier noch ein, zwei Fragen ganz interessant. Da war nämlich die Frage, A, würdest du da wieder hingehen? Ja, natürlich.
Aber vor allen Dingen, wie wird man eigentlich Sachverständiger in einer Anhörung im Bundestag? Es ruft einfach jemand an und sagt, du bist das jetzt. Ja, das habe ich jetzt so verstanden eben. Ja, und das ist ja auch interessant. Das ist hartsträumend, ehrlich gesagt. Das ist ja auch wirklich interessant. Jetzt muss man aber fairerweise sagen, dass natürlich alle, die da saßen, in ihren Themen auch tief drin sind.
Sie haben jetzt ja keinen hingeladen, der eine private Kanarienvogelzucht hat und der sollte jetzt über Schweinemastbetriebe reden, das ist ja klar. Aber es gibt da jetzt nicht irgendwie, du musst das und das gemacht haben, du musst das und das vorweisen oder so, sondern du wirst als Sachverständiger geladen von jemandem, der dich für sachverständlich hält oder der am besten deine Interessen vertreten kann. Das ist dann der Sachverstand.
Das fand ich eigentlich toll. Ja, und ich glaube so, dass alles andere haben wir eigentlich. So, was als nächstes passiert, da wolltest du ansetzen. Genau, also der Ausschuss berät jetzt über die Änderungen am Entwurf. Dann wird eine Beschlussempfehlung verabschiedet und die kommt dann zusammen mit einem Bericht an das Plenum des Bundestages.
Anschließend folgen die zweite und dritte Lesung im Bundestag zur endgültigen Abstimmung, bevor der Bundesrat dann einbezogen wird. Und wenn der auch zustimmt, unterzeichnen Bundeskanzler und Präsident das Gesetz und es wird mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt geltend. Ich bin gespannt, was sich jetzt noch so tut, weil was für mich schwer auszuhalten war, das war eigentlich noch schlimmer, als man das sonst so von Talkshows kennt.
Also ich war ja auch sehr froh, dass du da gesessen hast und auch wie du die Dinge vorgetragen hast. Ich fand auch, was Herr Dr. Jürgensen gesagt hat, auch sehr gut nachvollziehbar, sehr fundiert, sehr kompakt. Trotzdem hatte man irgendwie so die Sorge, jetzt entsteht so eine False Balance. Jetzt kommen irgendwie all diese Einlassungen, seien sie noch so abstrus wie das jetzt mit der Strohfläche und die fließen jetzt alle in diesen Prozess ein.
Und ich hoffe doch irgendwie, ich sage ja jetzt auch nicht, dass jede Entscheidung auf der Welt immer von einer Wissenschaftlerin getroffen werden muss, aber ich hoffe doch, dass irgendwie doch so ein bisschen mit da reinspielt, dass man auch solche Studienergebnisse zum Beispiel mit einbezieht, woran man zum Beispiel sieht, dass irgendwie jedes fünfte Schwein das gar nicht in den Schlachthof schafft, weil es vorher krepiert, also aus Gründen der Haltungsbedingungen und solche Geschichten.
Hoffe ich ja, dass da doch noch ein bisschen Substanz einfließt. Ja, also ich gehe davon aus, dass gar nichts passiert. Also, dass nichts verändert wird. Also, ich würde mich extrem wundern, wenn auch nur die kleinste Kleinigkeit angepasst würde. Aber es ist trotzdem das Thema, da habe ich auch mit Zoe Mayer noch darüber gesprochen im Anschluss und auch noch mit anderen Politikern, so dieses, ja, dieses, manchmal muss auch das Momentum so sein.
Weißt du, beim Thema Hundeführerschein ist es gerade total da. Die Menschen sind bereit. Also, die Hundealter sind bereit, bin ich mir sicher. Aber man muss so dranbleiben. Und das ist auch so ein bisschen für mich so seit Jahren eigentlich doch eine ziemlich neue Erfahrung. Je mehr ich da politisch irgendwie ein bisschen mich einbringen kann, je mehr verstehe ich auch, dass gewisse Dinge eben dauern, auch wenn der gesunde Menschenverstand sagt, das ist ja absurd.
Und für meine Verhältnisse bin ich da sogar erstaunlich geduldig. Also muss man echt sagen. Aber ich will nochmal zwei Sachen eben erzählen, weil wir hatten ja hier über Silvia Breher gesprochen, beim letzten Mal Tierschutzbeauftragte. Das Wort ist schon absurd mit ihr in Verbindung zu bringen. Aber jetzt habe ich ja hier beim letzten Mal in meinem Podcast ja schon relativ deutlich gesagt, wie ich sie so finde.
Und wir haben im Vorfeld, hat mich Johanna gefragt, was glaubst du, wie die Brea auf dich reagiert, wenn sie dich sieht? Und dann habe ich gesagt, ey, die ist Profi. Die kommt ganz normal, sagt Hallo und fertig. Also warum soll die da jetzt irgendwie? Ja, okay, sie kommt rein. Mensch, hallo Herr Rütter, alles wie immer.
Und dann noch am Ende so, ja, also sie hätte jetzt bei sich im Haus auch ein MR-Hundebett und so. Wäre irgendwie alles super. Bis dahin, alles denke ich, sie wirkte so, als hätte sie den Podcast nicht gehört. Und das finde ich auch wieder interessant. Dass sie das nicht hört, ist klar, weil sie sich für Tiere nicht interessiert.
Aber ich hätte gedacht, dass das Team von ihr, gerade. Und jetzt so auf meine Person, die immer schon mal so ein bisschen updatet, was ich poste und so. War aber scheinbar nicht so. Jetzt hatte ich aber in der Anhörung gesagt, da ging es so um Qualzuchten und dann habe ich irgendwie Professor Gruber nochmal irgendwie so eingewoben.
Kommt sie nach der Anhörung zu mir und sagt, also eins will ich Ihnen aber mal sagen, der Herr Gruber ist aber sehr wohl für die Rückzüchtung des Retromopses, und das ist ja ein toller Mann und das und das macht er ja. Hör mal, da hatte die schon wieder vergessen, also erstmal, dass sie denkt, ich kenne den nicht gut, also hatte sie schon wieder vergessen und sie wollte mir jetzt quasi dokumentieren, dass sie aber tief im Thema ist und den Achim Gruber wirklich sehr gut kennt und dass das ja ein toller Mann ist Und als ich das erste Mal bei ihr war, war sie eine Woche vorher bei Gruber und konnte den Namen nicht zuordnen, als wir uns getroffen haben.
Weil so musste quasi abfragen bei ihren Mitarbeitern, wer ist das nochmal. Und kommt jetzt, und das zeigt alles über sie, dass sie das gar nicht versteht. Also die kommt jetzt und will mir nach der Anhörung, will sie mir nochmal erzählen, was zum Thema Qualsucht. Und das ist ja fast schon putzig. Das ist kurios auf jeden Fall. Das ist wirklich strange so, oder?
Naja, sie war ja als Staatssekretärin da. Vielleicht hat sie da als Staatssekretärin geantwortet. Ja. Das ist nicht verrückt alles. Naja, ich würde gerne einen Schlenker machen zum Fachseminar. Ja, bitte drum. Ich bitte drum. Wir hatten am Wochenende ja das Fachseminar in Wolfsburg. 600 gut gelaunte Menschen vor Ort.
Und da muss man einmal dem örtlichen Veranstalter Undercover ein echtes Kompliment machen. Also Lisa und Lena bei uns aus dem Team hatten das ja organisiert. Gemeinsam mit Undercover. Und es ist für mich so schön, wenn nach einem Seminar mit 600 Menschen, die alle becatert werden müssen, wo es einen Einlass gibt und so weiter, durch die Band weg alle sagen, ey, was eine geile Organisation.
Das stimmte wirklich alles von A bis Z. Essen, obwohl es natürlich kein Fleisch gab, alle happy mit dem Essen, alle happy mit der Abwicklung und sowas spielt eine große Rolle. Weil da kann eine Veranstaltung noch so geil sein, wenn die Organisation scheiße ist. Es ist halt immer irgendwie schwierig. So, und dann kommt, wir hatten ja sozusagen die erste Kombination von Rütters Team da.
Also an Tag 1 haben Marcel und Ellen geredet und an Tag 2 Sophie und Melle oder wie auch immer umgekehrt, keine Ahnung. Und das war so schön, das war so schön. Jeder von denen hatte so ein, dreiviertel Stunde Redezeit und dann haben wir immer noch so eine kleine gemeinsame Fragerunde gemacht. Ey, die Leute waren drauf, als wäre da eine Popband aufgetreten.
Das war so lustig für mich zu sehen, dass die Menschen, die da hinkamen, alle so Hundeprofi Rütters Team Ultras waren. Das war total schön, war das, dass, Der Fokus da nicht so nur auf mehr lag. Das war ein super schöner Moment, nämlich zu sehen, ey, guck mal, bei der Melle Autogramme schreiben, Schlange 100 Meter, bei Marcel Autogramme schreiben 100 Meter.
Super einfach. Also, dass die Menschen total verstanden haben, Martin ist ein Teil des Ganzen, aber er ist nicht alleine. Und das war ja immer die Zielsetzung des Netzwerkes, dass die Leute verstehen, guck mal, da sind coole Leute dahinter. Und dann haben sie es auf der Bühne auch alle mega gemacht. Also total, also klar, fachlich eh fundiert. Die Frage habe ich mir nicht gestellt, ob die jetzt wissen, wovon sie reden. Aber auch sehr präsent.
Also der Marcel, der kam auf die Bühne, der war fünf Minuten vor Beginn. Habe ich noch gedacht, okay, der wird jetzt ohnmächtig vor Aufregung. Die waren alle so aufgeregt vorher und er wirklich sehr. Und dann kommt er auf die Bühne, als hätte der nie was anderes gemacht. Einfach nie. Ich saß da hinten, ich hatte richtig Gänse und dachte, das gibt es doch überhaupt nicht.
Und dann hat er sich auch so Sachen getraut. Direkt so in den ersten fünf Minuten, es ging bei dem Seminar um das Thema Beziehung, Bindung, wie entsteht sowas, was können wir in gewissen Dingen tun und dann auf verschiedene Themen aufgedröselt. Und dann sagte der, ach wisst ihr, Beziehung, eine Beziehung ist eigentlich ganz einfach, aber es ist sehr schnell hergestellt und so. Also eine Beziehung entsteht sofort.
Also ich komme hier raus und wir sind sofort in Beziehung. Wir haben sofort hier eine Beziehung zueinander. Die Wahrheit ist aber auch, ihr seid für mich austauschbar. Ich habe so gelacht, ich habe so gelacht, weil ich musste so lachen, dass er sich das traut. Und da war auch so ein leichtes Raun in der Bude, aber weil der ja, der ist ja so sehr Charming irgendwie, der hat was sehr Charmantes.
Das war wirklich lustig. Und dann, weißt du, dann kommt so eine wuselige Melle auf die Bühne. Rennt erst mal zehn Minuten im Kreis und ist wuselig und braucht ein bisschen, bis sie reinkommt und ist dann komplett on point. Ein Ding nach dem anderen. Also alle und auch Sophie, die ja dann sozusagen auf der Bühne eher die ruhigste von denen ist.
Auch bei ihr konntest du aber merken, wie die so von Minute zu Minute lockerer wurde und ihre eigenen Themen erzählt hat und so. Ellen hatte das Thema Tierschutz und Tierschutzhund und so. Also mehr Veranstaltungen. Ich habe mich so gefreut, dass das so aufgegangen ist. Also ich sitze da wirklich da wie Papa Schlumpf, der den Schlümpfen beim Spielen zuguckt.
Das war echt Einfach ein total schönes Gefühl und das Feedback der Leute extrem toll. Und eben nicht so dieses, ja, aber der Vortrag von Martin, das war es ja so. Überhaupt gar nicht. Das reihte sich so alles aneinander. Das war einfach geil. Das war wirklich richtig schön. Schön. Wird es das nochmal geben in ähnlicher Form?
Ja, das wird es bestimmt geben, aber das wird es jetzt nicht geben, während ich auf Tour bin. Also ich könnte mir vorstellen, dass wir vielleicht 2028 oder so das oder 29 nochmal machen. Aber jetzt sicherlich nicht in den nächsten zweieinhalb Jahren. Okay. Er uns hat ein kleiner Nachtrag erreicht und zwar hatten wir hier mal eine Frage aus der Hörerschaft beantwortet über einen Chihuahua.
Da ging es so um den verhaltensbiologischen Aspekt bei der Geschichte. Dieser Chihuahua stammte aus dem Tierschutz und hatte die Angewohnheit in seinem neuen Zuhause alles zu fressen. Und mit alles meinen wir alles. Er hat einfach alles gefressen. Du hattest schon deinerseits dazu gesagt, was du denkst, was dahinter stecken könnte oder wie man das vielleicht auch trainieren könnte.
Und jetzt saß Jenny Klemmt, die vielleicht einigen Leuten aus der Hörerschaft ein Begriff ist. Ärztin, Tierärztin aus Berlin, fährt eine mobile Tierarztpraxis. Super Frau, ein tolles Projekt in Berlin. Wir sind schon zweimal da gewesen und haben mit ihr gedreht, weil sie tatsächlich ja auch immer mit Leuten zu tun hat, die in sehr schwierigen Lebenssituationen sind. Da sind viele Leute, die obdachlos sind.
Da sind viele Leute, die Drogenprobleme haben, die sich aber trotzdem gut um ihre Hunde insbesondere kümmern wollen. Und für all diese Menschen ist Jenny Klemmt dann da und berät und behandelt die Leute, also behandelt die Tiere, berät die Leute und redet ihnen mitunter auch mal sehr hart ins Gewissen, wenn sie denkt, dass es nötig ist.
Und sie hat jetzt gesagt, ist denn mal bei diesem Hund abgeklärt worden, ob der vielleicht eine Gastritis hat, also eine Magenschleimhautentzündung. Da sollte man doch mal nachgucken. Ich gehe mal davon aus, dass unsere Hörerin das jetzt schon getan hat. Fand diesen Hinweis aber trotzdem nochmal ganz interessant, weil diese Gastritis, die Magenschleimhautentzündung mitunter auch relativ subtil auftritt.
Also das kann zum Beispiel sein, dass der Hund nachts schmatzt, dass der viel Gras frisst, dass er morgens eher nicht isst, dann später nochmal morgens Galle wirkt, nachts zächelt. Und das kann alles auch völlig harmlos sein. Für sich gesehen sind diese Symptome auch mitunter bei einem ganz normalen, ganz gesunden Hund vorhanden.
Allerdings muss man eben, wenn sie gehäuft auftreten, mal den Eindruck hat, dem Hund könnte es vielleicht auch schlecht gehen, noch einmal lieber noch einmal mehr nachgucken als einmal zu wenig. Ich habe mich jetzt mit dem Thema Gastritis nicht so eingehend beschäftigt, habe aber einen interessanten Podcast dazu gefunden.
Gastritis beim Hund, wenn der Magen rebelliert. und der Podcast heißt Kleintierexpertise, wird gemacht von Dr. Christine Schenk, ist ein Podcast, der Tiermedizin einfach und verständlich erklärt. Da wird da zum Beispiel auch beantwortet, was man so von so Säureblockern erwarten kann oder auch von anderen Medikamenten. Das ist die Folge 58.
Hier schon mal eine kleine Empfehlung dazu. Cool. Und was fand ich jetzt ganz gut dazu passte, war eine aktuelle Studie dazu, wie gut Menschen darin sind, Schmerzen beim Hund zu erkennen. Und zwar hat die Uni Utrecht da eine Untersuchung gemacht, eine Online-Befragung mit Hundehaltern und Leuten, die keine Hunde halten.
Und es gab so verschiedene Aufgaben. Einmal sollte man 17 verschiedene Anzeichen bewerten, ob die was mit Stress zu tun haben können oder nicht. Also da stand dann sowas drin wie Veränderung der Persönlichkeit, vermehrtes Kratzen, vermehrtes Blinzeln, Lecken der Luft, Erstarren, Lecken von Oberflächen, was man übrigens auch bei Gastritis-Patienten häufig sieht, dass die irgendwie versuchen, sich darüber Linderung zu verschaffen.
Und dabei ist rausgekommen. Dass bei diesen ganz auffälligen Anzeichen für Schmerz da durchaus die Hundehalter überlegen waren, nicht aber bei den subtilen. Also das, was man vielleicht erst auf den zweiten Blick als Schmerzanzeichen erkennt, da sind tatsächlich die Nicht-Hundehalter genauso gut gewesen wie die Hundehalter.
Was bedeutet, dass Leuten, die Hunde halten, die solche Anzeichen eben aufweisen, dann auch öfter mal was durch die Lappen geht. Und das gilt es natürlich zu vermeiden. Man kann davon ausgehen, dass man mit so ein bisschen Aufklärung dazu da schon einiges bewerkstelligen kann. Und da kommt natürlich auch wieder das Thema Fundeführerschein und Sachkundenachweis ins Spiel.
Auch diese Dinge könnte man darin ja sehr schön aufnehmen und darüber aufklären. Und ich finde es ja auch immer gut, wenn man das bei sich selber auch nochmal so reflektiert. Ich würde jetzt zum Beispiel von mir selber sagen, dass mir solche Dinge nicht so schnell auffallen, dass es mir auch schwerfällt, bestimmte Regelmäßigkeiten zu erkennen, auch bei mir selber.
Ich bin auch über 40 geworden, um zu checken, dass ich abends keinen Knoblauch mehr essen sollte, weil ich da nicht gut schlafen kann. Das fällt anderen vielleicht nicht, das fällt ihnen vielleicht irgendwie früher auf. Und was man dann aber machen kann, ist zum Beispiel auch ein Tagebuch zu führen, dass man, wenn man den Eindruck hat, der Hund hat irgendwie eine Unregelmäßigkeit beim Fressen oder spuckt häufiger, dass man sich mal anguckt.
Wann frisst er denn zuletzt oder wie spät kotzt er, wann nähert er sich nochmal dem Futternapf. Denn das war auf jeden Fall ein Tipp, der so eher minimalinvasiv war aus dem Podcast, dass man Futterportionen, also lieber kleinere Futterportionen am Tag häufiger füttert und auch guckt, dass diese nüchterne Phase in der Nacht, dass die nicht zu lange ist, weil dann natürlich die Magensäure Zeit hat, sich aufzubauen und so weiter.
Also das ist ja das, was wir immer sagen, wenn wir einen Hund haben, der eine Auffälligkeit zeigt. Also wir reden jetzt nicht von einem Hund, der nicht so gerne Sitz macht, weil er es nie gehört hat, sondern bei einer wuchtigen Aggression, bei einer Angst, bei Stereotypenverhaltensmustern, bei komischen Marotten, bei frisst alles, was nicht nie gut nachher fest ist, ist für uns immer parallel angesagt, bitte beim Tierarzt einmal auf links drehen lassen.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und das Thema Tagebuch, ich lasse Leute ja ganz häufig Tagebuch führen, auch beim Thema, Achtung, Aggressionsverhalten. Weil auch da müssen die Leute oder haben die Leute oft genug rausgefunden, ach krass, immer vier Tage nach Beginn der Läufigkeit oder immer, wenn wir vorher bei der Oma waren.
Also manchmal sind da so Sachen, die im Hintergrund noch eine Rolle spielen, die aber natürlich, wenn du nicht wirklich detailliert ein Tagebuch führst, niemals zutage treten würden. Und die Menschen tun sich im Tagebuch manchmal schwer und finden es manchmal ein bisschen zäh, verstehe ich auch, aber quengel ich manchmal drauf.
Ich glaube, man muss da ein bisschen reinkommen. Man kann ja auch mal mit Stichpunkten anfangen. Aber weil du gerade auch noch das Verhalten angesprochen hast, das war zumindest auch von einem der Forscher an dieser Arbeit zu hören, dass ja auch die Auswirkungen auf die Sozialkontakte von einem kranken Hund ja auch nicht zu vernachlässigen sind.
Also ein Hund, der Schmerzen hat, ist vielleicht auch schon mal schneller aggressiv, oder? Total und genervt einfach. Also jeder von uns kennt das. Wenn du drei Wochen einen Fuß hingibst, hast du schon schlechte Laune. Oder ich sag mal, wenn du... Bis zu meinem 20. Lebensjahr wirklich harte Migräne-Probleme gehabt.
Und da bist du auch nicht nur gut drauf, das kann ich dir wirklich sagen. Also wenn irgendwas mit dem Körper durcheinander gerät, ist meistens die Stimmung auch im Eimer. Interessant ist, dass jetzt erst das Wort Hundeführerschein gefallen ist, denn ich war natürlich nicht im Bundestag, um über Schweine zu reden, weil ich mich da ja nur sehr, sehr peripher auskenne, sondern natürlich ging es da um Sachkunde, um Qualzuchten und so weiter.
Das wäre auch übrigens mein Tipp des Tages auf Bundestag.de. Wir sind heute am Dienstag. Der Podcast wird am Donnerstag rauskommen und spätestens bis da sollte es möglich sein, die Aufzeichnung dieser Anhörung bei Bundestag.de zu finden. Also die Aufzeichnung wird nochmal hochgeladen. Ja, super. Das klingt fast so, als wolltest du dich ums Rasseporträt drücken.
Wir gehen ja jetzt schon auf die volle Stunde zu. Nö, wir können. Also ich habe, nein, ich wollte nur meinen Tipp, damit den wir nicht durchgehen sollen. Ich freue mich richtig aufs krasse Porträt. Dachte ich es doch. Das ist meine Lieblingsrubrik. Du hast schon das Video gesehen von Chantal und mir, was Chantal sich den Doc-Song wieder wünscht.
Und auf dem Seminar sind sehr viele Menschen zu mir gekommen und haben gesagt, also, da habe ich gesagt, ja, schreibt der Diktatorin. Google doch nochmal das Wort Bias. B-I-A-S. Bias. Das ist die FCI Nummer 234. Was war das Wort nochmal? Das schreibe ich mir bei ihm auf. B-I-A-S. B-I-A-S. Ist bestimmt was Gehässiges, ne?
Ne, das ist was Wissenschaftliches. Das ist eine wissenschaftliche Erklärung für große Teile deines Verhaltensspektrums. Oh Gott, jetzt habe ich richtig Angst. Jetzt kommt wieder was Gemeines, echt. So, der Kopf. Breit und kräftig, keilförmig, von oben gesehen breit und elegant. Keil? Keilförmig? Breit und elegant, verjüngt sich bis zum Fang mit schwach ausgeprägtem Hinterhauptkamm.
Fast parallele kraniofaziale Linien. Der Stopp, leicht, aber gut sichtbar. Ich könnte vielleicht sogar schon mal was zum Charakter sagen. Ruhiger und leiser Hund. Stopp mal eben. Wenn du jetzt in den Charakter springst. Guck, das wird übrigens hier unser Teaser, dieses Lachen. Ich weiß genau, wenn du so schnell zum Charakter kommst, werden die optischen Merkmale dieses Hundes so verräterisch sein, weil sonst reitest du so ewig lang auf diesem ganzen Kappes der optischen Beschreibung rum.
Wenn du jetzt schon gefällt, guck wie sie guckt. Dann machen wir mit den Ohren weiter. Das ist ja wirklich lächerlich. Bei beiden Varietäten sind die Ohren groß, lang, ausdrucksstark, sehr elegant und von feiner Struktur. Sie erinnern an Federmaushorn. Ich sehe an deinem Blick, dass der Hund und das jetzt parallel, während ich rede, arbeitet mein Gehirn, es muss ein Hund sein, der optisch so, prägnant ist, dass wenn du die kleinste Kleinigkeit so viel verrätst, dass völlig klar, welcher Hund es ist, sonst würdest du nie so rummeiern.
Okay, warte, warte, warte, lass mich mal kurz spekulieren. Also es wird ein Hund sein, der entweder so viele Falschen hat, dass man es sofort weiß, der sowas wie Dreadlocks hat, der keine Haare vielleicht hat oder irgendwie sowas, wo du saßt und sie hält sich die Antwort auf. Ich würde mal mein Gesicht nicht lesen können. Okay, aber du hast es bei keiner Haare gemacht. Bei den anderen Sachen bist du... Das war Zufall.
Mhm, das ist gelogen. Das sehe ich jetzt schon. Okay, es ist ein Hund, der keine Haare hat, oder? Es war aber tatsächlich Zufall. Ja. Es ist ja kein Haarad. Ach, okay. Und dann habe ich auch gleich schon eine Theorie. Warte, ich muss mir noch aufschreiben, dass ich nie mit dir Poker spiele. Nee, aber du bist auch wirklich, also jetzt, ich gebe zu, dass ich ein bisschen Übung habe in Menschenlesen, aber du bist dann auch bei solchen Sachen, ich glaube auch bei mir, weil dir diese diebische Freude schon so abzusetzen ist. Ach, herrlich.
Ja, also und ich glaube, es wird nicht so ein Schopfhund sein. Ich glaube, weil das das perfide System Katharina Adik ist, dass du einen Hund nimmst, über den ich auch in einem Bühnenprogramm geredet habe, als wir das Alphabet durchgegangen sind. Ich habe bei Nachsitzen, bin ich ja jeden Buchstaben durchgegangen und für X muss man ja erstmal was finden.
Es ist ein, ne? Scholoitzko-Indli. Ja, ich glaube, noch nie hat das jemand so gut ausgesprochen wie du. Ich bin auch froh, dass du es übernommen hast. Man soll ja nicht richten, aber ich finde, das ist wirklich der hässlichste Hund, der sich unter diesen ganzen Hunden, die wir bislang im Rasseporträt haben, befindet.
Ich finde den sogar ein bisschen spooky. Ich habe eben noch ein paar Bilder, gesehen, den gibt es ja auch in verschiedenen Schattierungen. Der hat mitunter sowas Menschliches. Also der sieht aus wie ein Hybridwesen aus Mensch und Hund. Wie ein Möter. Halb Mensch, halb Kröter. Das finde ich nicht. Doch. Ich schicke dir mal das Foto gleich. Ich finde aber, dass der eher so bei den Rasse-Seiten sehr häufig so aussieht, wie diese Nacktkatzen.
Ich finde, dass der diese Nacktkatzen so ähnlich sieht. Ja, also wenn der schwarz, wenn der schwarz ist, das verstehe ich schon, was du meinst. Ich habe auch ein ungefähres Gefühl davon, wie der sich wohl anfasst, wenn man ihn streichelt. Hast du das mal erlebt? Ja, habe ich. Aber im Grunde fühlt er sich weniger eklig an, als du denkst.
Der fühlt sich im Grunde am ganzen Körper wie ein nackter Welpenbauch an. Wenn die Welpen noch nicht so behaart am Bauch sind, dann haben die ja so ein bisschen so eine speckige Hautstruktur. Ja, aber schon weich eher. Ja, schon weich. Ja, da sind jetzt keine Stoppeln drauf. Der ist jetzt nicht so schlecht rasiert quasi.
Ja, also kurzer geschichtlicher Abriss. Es handelt sich um eine sehr alte Rasse. Das Fleisch dieser Hunde galt im prähispanischen Mexiko als Delikatesse, die die mexikanischen Ureinwohner bei speziellen Zeremonien, zum Beispiel religiösen Ritualen, verspeisten, kennt man von Indiana Jones. Der Hund wurde als Abbild des Gottes Xolotl gesehen, von dem sich sein Name offensichtlich ableitet.
Seine Aufgabe war es, die Seelen der Toten in die Ewigkeit zu begleiten, weshalb er so selten wurde, dass die Rasse beinahe ausgestorben wäre. Ja, das ist ein sehr plausibler Mechanismus. Die Fédération Canavola Mexikaner rettete diese autochtone Rasse und zeigt sie seit 1940 einen solchen Hund in ihrem Logo.
Die Varietät ohne Haar wird auch als mexikanischer Nackthund bezeichnet. Die mit Haar war bei den Eingeborenen als Itzgrüntle bekannt. Ich glaube, Eingeborene sagt man nicht mehr. Man sagt indigene Völker. Und die Sache mit Indiana Jones ist natürlich auch völliger Quatsch. Das war nämlich alles ganz anders. So, aber jetzt wissen wir schon mal, was...
Ja, ich kann dir auch über Verhalten dieser Hunderasse eigentlich genau gar nichts sagen. Ich kannte einen aus dem Tierschutz und das ist wirklich creepy, weil es relativ früh war. Warte mal, 95 habe ich offiziell eröffnet. Ich glaube, da war es schon 96 oder 97, weil ich da so eine Phase hatte, wo ich viel in Tierheimen rumgegangen habe.
Und da ist eine, die so nah abgegeben worden. Und ich muss jetzt lachen, aber es ist wirklich gemein. Der vererbt wurde und die Erben den Hund so eklig fanden. Die haben ihn wirklich abgegeben mit den Worten. Wurde der denn schon aus Niedertracht vererbt? Achso, du meinst, dass die Oma gesagt hat, so, ich habe mich jetzt 30 Jahre gequält, jetzt kriegt er diesen Hund.
Nee, das glaube ich nicht. Also der Hund hatte ja auch eigentlich überhaupt keine Verhaltensauffälligkeiten. Der ist jetzt da nicht abgegeben worden, weil die Leute gesagt haben, Mama, das kriege ich nicht hin. Nee, gar nicht. Das war da, also dieser Hund, den ich da kennengelernt habe, das war ein netter.
Anschmiegsamer, mit Hunden eher schüchtern bis ängstlicher Hund, zeigte da keine großen Fallensauffälligkeiten und ist tatsächlich bei einer Tierheim-Mitarbeiterin geblieben. Ja, ich kann mir das auch vorstellen. Also das wäre jetzt nichts, was man sich freiwillig aussuchen würde, aber bis auf dieses eine Tier, was ich dir gleich noch schicken werde.
Ach, das ist aber auch ein peruanischer Nackthund. Ja. Ich glaube das auch. Also wenn so einer angespült würde, dann würde ich irgendwann auch mein Herz dranhängen. Ist doch klar. Man kann sich auf der Seite Qualzucht-Evidenz-Netzwerk mal wieder Lehrreiches zum Thema Haarlosigkeit durchlesen. Da ist nicht nur der mexikanische Nackthund genannt, sondern auch der peruanische, die chinesischen Schopfhunde und, und, und.
Und ist klar, viele Hautprobleme, Augen, Infektionen, höheres Risiko für Krebs und Sonnenbrand und so weiter und so fort. Ja, also bin ich mir relativ sicher, dass man solche Hunde eincremen sollte. Aber lange Rede, kurzer Sinn, ich glaube, dass das auch eine Rasse ist, die wirklich special interest ist.
Es ist nicht zu erwarten, dass Hubert Winkel da ein großes Geschäft mitmachen wird. Das glaube ich ehrlicherweise nicht. Aber ich kann wirklich überhaupt nichts dazu sagen. Ich kannte nur diesen einen und der war einfach nur ein bisschen schüchtern mit Hunden, ansonsten sehr nett. Also wie immer, wer auch immer vielleicht im Besitz eines solchen Hundes ist, schreibt uns gerne.
Und ja, dann würde ich sagen, könnten wir doch eigentlich zu unseren Tipps kommen, oder? Du bist ja schon einen losgeworden, ich auch. Wolltest du das noch erweitern? Ja, ich wollte noch was erzählen, weil du hast mich in der letzten Folge gefragt, wenn es jetzt ausgestrahlt wird, bin ich schon in Rumänien.
Und du hast mich ja gefragt, sag mal, ist nicht vielleicht doch so der latente Gedanke, dass dir dein Hund begegnen könnte? Und ich habe das ja ziemlich kategorisch ausgeschlossen in unserer Folge. Und ich bin in meinem Seminar gefragt worden, ey, jetzt ist Emma ja fast ein Jahr nicht mehr da. Wie fühlt sich das denn so an? Und das ist echt interessant, weil...
Es sich eben genau nicht anfühlt wie ein Jahr. Und deshalb ist auch, also ich laufe hier eigentlich nicht durchs Haus. Und also ich denke schon manchmal, boah, das ist jetzt ziemlich leer. Also nicht nur, weil die Kinder ausgezogen sind, sondern weil auch der Pfiffi nicht mehr da ist. Aber ich merke und habe das auch bei den Gesprächen, in meinem Seminar immer wieder gemerkt, dass das für mich noch nicht so weit weg ist.
Also es fühlt sich nicht so an, boah, ich bin schon ewig ohne Hund unterwegs. Oder ich fühle mich so nicht ohne Hund. Ich kann das schlecht erklären. Irgendwie ist sie noch zu da. Deshalb bleibe ich nach wie vor dabei. Ich glaube nicht, dass ich nächste Woche einen Hund mitbringe. Aber wer weiß. Stell dir das mal vor. Ich komme nächste Woche und sage, darf ich vorstellen? Das ist der Fifi.
Neun Jahre alt, 91 Kilo schwer. Keiner wollte ihn. Passt gut in mein Leben. Ist nicht verträglich mit Kindern. Mit Menschen, hast Hunde, fährt nicht gerne Auto. Also bei mir ist es ja so, ich habe ja recht früh gewusst, dass uns einfach auch ein Hund fehlt. Und auch für mich im Alltag, dass ich extrem traurig darüber war, dass Alma nicht mehr da ist, mit all dem, was einfach zu Alma gehört.
Aber ich habe irgendwann auch gemerkt, dass es auch, Einfach ohne Hund kein schönes Leben ist. Und ich hätte es ja so schnell gar nicht angeschoben, wenn sich nicht die Todigelegenheit ergeben hätte. Und ich immer wieder gehört habe, wie gut das eigentlich passen würde. Und bei mir ist es ja ähnlich wie bei dir.
Ich muss den Hund ja überall mit hinnehmen können. und ich habe einfach gedacht und das war eine rein rationale Entscheidung erstmal, ich wäre ja blöd, wenn ich mir diesen Hund nicht angucken würde. Weil ich könnte sie zum Beispiel ja auch immer wieder zu Johanna geben, wenn ich mal einen Dreh habe, die würde sich freuen, die kennt die jetzt schon so gut, die hat die schon überall getestet.
Es gibt ein paar Sachen, die kann man grob jetzt schon abschätzen, aber dass ich mich so emotional auf sie eingelassen habe, wie ich es jetzt habe, dass es erst passiert, nachdem sie eingezogen ist. Und das hat mich auch nochmal extrem überrollt. Also ich habe damit so gar nicht gerechnet. Das hat mir auch schon wieder Angst gemacht, muss ich auch sagen.
Nee, auf eine Art aber ja auch schön, weil du ja dann im Prinzip dann auch für eine Sekunde nochmal so eine Seite an dir entdeckst, nenne ich es jetzt mal. Weil du ja schon jemand bist, der sehr viel über den Kopf regelt. Und auch, keine Ahnung warum das so ist, das auch sehr, sag ich mal, massiv machst, nenne ich es jetzt mal.
Und das ist jetzt bei, ja, finde ich schon, denke ich schon. Für mich ist das ja normal. Genau, absolut, aber für mich ist es ja massiv. Also übrigens, es haben mich zwei Frauen angesprochen, die so herzlos sind wie du. Ich hatte doch... Gleichgesinnte. Ja, total schlimm. Ich hatte doch irgendwie den Film letztes Mal erfunden, für immer ein Teil von dir.
Und beide Frauen sagen, wir haben uns den deshalb angeguckt. Was gab es denn da zu heulen? Ich 80 Minuten ohne Pause im Wasser gelegen und die beiden so, ja, war schon, Mal romantisch und mal traurig, aber heulen weiß ich jetzt nicht. Beide Frauen ungefähr in meinem Alter. Herzlos, echt herzlos. Nein, aber was ich sagen wollte ist, ich habe das gemerkt, dein Gefühl für Trudi, also es war zu Anfang, das war so von außen so, also von außen habe ich das so wahrgenommen, von, ja, ich klappe mal so die Punkte ab, passt das, passt das nicht, ach, ich finde die hübsch, ja, ich finde die auch nett, ja, sehen wir mal.
Und dann auf einmal, aber ging so die Explosion los, als sie einzog. Und da war es auch, fand ich zu sehen, das war nicht von Tag 1, sondern das war so, als ich so das Gefühl hatte, ach, der Hund kommt an. Zu Anfang war ja noch so, oh, mit der Stubenreinheit, das hat sich wieder ein bisschen verändert, jetzt kriege ich das hin und so.
Und auf einmal war das aber so, dass es wirklich zu sehen war, wie du immer verknallter warst und auf einmal so richtig der Knoten aufging, die Bombe explodierte, das war schon krass. Und das ist schön. Das ist ja total schön. Ja. So war's. Dann muss ich ja jetzt aber auch noch auflösen. Ich hatte ja auch angekündigt, dass ich vielleicht noch einen Filmtipp dabei habe.
Ich war ja in Hoppers lieber in Biber am vergangenen Sonntag. Es ist ein Disney-Kinderfilm. Vielmehr muss man darüber, glaube ich, gar nicht wissen. Mit allem, was dazugehört. Es gab ein paar richtig gute Gags. Es ist aber auch und vielleicht kommt mir da auch wieder meine... Verstockt halt in die Quere oder so, aber mir war es manchmal zu schwülstig einfach.
Mir war es manchmal zu emotional, aber ich finde auch einfach diese Disney-Kinderfilme, wir haben uns zu lange von den Amerikanern erzählen lassen, dass das gute Filme sind und dass das wirklich so sein muss. Weil es gibt doch zum Beispiel auch so viele lustige Kinderfilme, wenn ich mir zum Beispiel diese ganze Wallace und Gromit-Reihe angucke.
Da kannst du dich auch als erwachsener Mensch reinsetzen und du findest jeden Moment gut. Und die sind auch nicht weniger emotional, Die machen das nur alles etwas subtiler als die Armys. Und das ist mir schon so ein bisschen gegen den Strich gelaufen zwischendurch. Aber wie gesagt, es gab auch einige lustige Sachen dabei.
Und es ist in jedem Fall natürlich ein guter Kinderfilm, also ein guter Film, in dem man mit Kindern reingehen kann. Aber ich würde es jetzt ohne Kind nicht empfehlen. Aber ich weiß es gar nicht. Also vielleicht bin ich da jetzt auch, ich bin ja sehr kindlich. Oder man könnte auch sagen, zurückgeblieben.
Ich kann mich auf sowas total einlassen und das war ja auch bei dem Film, den ich empfohlen habe so, dass es so ein, zwei Szenen gab wo ich dachte, wie können die das so auflösen das können die nicht ernst meinen, das macht mir aber nicht das Gesamte kaputt und bei einem Zeichentrickfilm da sitze ich da mit dem Eimer Popcorn und freue mich und lache und heule und habe dann auch fünf Minuten später wieder vergessen also das bleibt dann nicht nachhaltig das passiert relativ regelmäßig, dass die Leni sagt, hä, da waren wir doch im Kino also die Filme sind dann nie nachhaltig für mich, das ist schon so also der Film hat auf jeden Fall eine gute Botschaft und einige gute, Lacher und auch eine überraschende Wendung der fängt erstmal,
der kommt so angeplätschert und dann geht es nochmal richtig rund das kann man schon sagen, mehr will ich dazu jetzt gar nicht erzählen ich habe aber noch, genau, ich wollte ja noch diesen Podcast Kleinteexpertise empfehlen und den Livestream hatte ich mir auch notiert, aber das hast du ja auch schon gesagt, Genau. Und dann habe ich Musik. An der Stelle bitte wieder die Community.
Schreibt Wolle Petri an, dass er sich bei mir meldet. Habt da keine Angst. Er freut sich über jede Nachricht. Kurze Lobpreisung, dass ihr den wirklich super findet und die Musik eine Sensation. Und dass er sich bitte bei Martin Rütter melden soll. Und ich wünsche mir diesmal von Wolle Petri das Lied Ruhrgebiet.
Das kann man auch nur gut finden. Das kannst auch nur du gut finden. Das ist wirklich gut. Ich habe aber von Milja noch einen Wunsch. Sie wünscht sich von Siennas Pyro, ich weiß nicht, wie sie ausgesprochen wird, das Lied The Visitor. Okay. Ist notiert. Zum Thema Ruhegebiet. Nicht vergessen, Mitgliederversammlung 20.
November in Gelsenkirchen. Verschiedene Sachen werden zur Abstimmung gelangen. Unter anderem auch die Rückkehr des Dog-Songs. Das wollte ich noch loswerden und dann bleibt mir noch... Ach ja, stopp. Stopp. Wann ist unser... Sag mir nochmal, wo wir Live-Podcast sind. Wann ist es nochmal? Das ist der 20.11.
20.11. Und Leute, wir werden da abstimmen. Ihr kommt dahin und wir werden dort eine Abstimmung machen. Und wenn wir uns dafür den Doc-Song aussprechen, dann ist der wieder im Intro, richtig? Ja, ich stehe vorne an der Tür. Ich mache so eine kleine Sicherheitskontrolle. Das wollte ich mir vorher schon mal ankündigen. Also ich komme ein bisschen früher.
Ja, mein Musikwunsch ist von Superpunk und zwar neue Zähne für meinen Bruder und mich. Ich hoffe nicht, dass es dem nicht darum geht, dass sie die Zähne ausgeschlagen bekommen. Unter anderem, nee, man wendet sich ab von uns. Was mich nicht wundert, denn wir sehen aus wie Kranke aus dem letzten Jahrhundert. Ist eine Liedzeile?
Oder auch, ich bin nicht böse geboren, ich wollte nur neue Zähne für meinen Bruder und mich. Ich kann damit relaten. Ob ich ein Anwaltsschreiben kriege, weil ich gesagt habe, der Kollege von der AfD so ein bisschen waschen wäre nicht schlecht? Egal. Man muss es immer dreimal sagen, bevor das Schreiben kommt.
Also du müsstest es jetzt noch einmal sagen. Ach, ich gehe davon aus, dass die nicht in der Lage sind, den Absender richtig zu formulieren oder so. Das sagt es auch aus. Ja, genau. Egal. Vielleicht, nee, vielleicht, naja, ich glaube doch. Man kann es einfach mal so stehen lassen. Gut, Leute, in diesem Sinne, legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin.