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NOW Days: Pflichttermin für Wiener Founder

Freitag, 9. Oktober 2026 · 29 min

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Shownotes

Von Green Economy über Innovation und Tech bis zu Tax & Finance: Mit den NOW Days (wko.at/wien/veranstaltungen/now-days) hat die Wirtschaftskammer Wien eine neue Veranstaltungsreihe gestartet, die sich über vier Leitevents von September bis ins Frühjahr zieht. Die Idee dahinter geht in zwei Richtungen: Unternehmen sollen mitnehmen, was sie heute brauchen, und die Kammer will im Gegenzug hören, wo es in den Betrieben wirklich klemmt.
Dahinter steht eine Maschinerie, die man von außen kaum sieht. Mehr als 2.500 Veranstaltungen pro Jahr organisiert die Wirtschaftskammer Wien, im Schnitt also fast sieben pro Tag. Der nächste Termin der Reihe sind die NOW Innovation Days Anfang November im Haus der Wiener Wirtschaft, Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz.
Darüber sprechen wir heute im Podcast mit Silvia Spendier, Leiterin des Service-Bereichs der Wirtschaftskammer Wien, und Constantin-Otto Wollenhaupt, Leiter des Veranstaltungsmanagements. Die Themen:
• Bedarf: Was Gründer:innen heute von ihrer Wirtschaftskammer am dringendsten brauchen, und wie stark sich dieser Bedarf in den vergangenen Jahren verschoben hat.
• 7 Events pro Tag: Wie man ein Programm dieser Größenordnung im Überblick behält, und warum es neben Webinaren, Podcasts und Online-Angeboten weiterhin Offline-Formate braucht.
• Vier Themenblöcke: Warum die Reihe auf Green Economy, Innovation, Tax & Finance und Founder aufgebaut ist, und welcher Dramaturgie die vier Einzelveranstaltungen folgen.
• Format: Was die NOW Days von klassischen WKW-Veranstaltungen unterscheidet, und was bewusst weggelassen wurde.
• KI in der Praxis: Wie man jene Betriebe abholt, die Künstliche Intelligenz ausprobiert haben und dann steckengeblieben sind, und welche KI-Services für Startups und Gründer:innen zum Einsatz kommen.
• Frühwarnsystem: Woher eine Institution weiß, was morgen wichtig wird, zwischen Daten, Beratungsgesprächen, Netzwerk und Bauchgefühl, und wie kurz die Reaktionszeit von der Idee bis zum fertigen Event ist.
• Rückkanal: Welche Kritik das Team bei solchen Events zu hören bekommt, die sonst nie ankommt, und wie diese Learnings in künftige Angebote zurückfließen.
• Anmeldung: Was man außer der Visitenkarte mitbringen sollte, und wie man zu einem Platz bei den NOW Innovation Days kommt.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

speaker-1: Hallo und herzlich willkommen im Podcast von Trending Topics. Achtung, Pflichttermin für alle Gründerinnen und Unternehmerinnen in Wien. Mit den Nowadays gibt es jetzt eine sehr spannende neue Veranstaltungsreihe, die von Green Economy über Innovation und Tech bis hin zu Finance alles abdeckt, was ein Startup heute mit auf den Weg braucht. Hinter der Eventreihe steckt die Wirtschaftskammer Wien und lädt zu den Events auch ein, selbst mehr Feedback von den Unternehmen zu bekommen. Zwei der Macherinnen der Nowadays sind Silvia Spentier, die Leiterin des Servicebereichs in der Wirtschaftskammer Wien und Konstantin Otto Wollenhaupt, Leiter des Veranstaltungsmanagements der Wirtschaftskammer Wien und sie beide begrüße ich jetzt recht herzlich im Podcast. Hallo.

speaker-2: Hallo!

speaker-0: Hallo!

speaker-1: Genau, liebe Silvia, du bist ja als Leiterin des Service-Bereichs in der Wirtschaftskammer Wien, wo Gründerinnen und Unternehmerinnen von der Gründungs-IT bis zur Nachfolge begleitet werden. Was brauchen die Gründer da draußen aktuell eigentlich am dringendsten von der Wirtschaft?

speaker-2: Kann ich ganz klar sagen, aktuell brauchen die Gründer und Gründerinnen Orientierung, Reduktion der Komplexität und einen Sparing Partner. Wir wissen, Information ist wirklich 24-7 zur Verfügung. Auf jede Frage kann die KI in Sekunden schneller eine Antwort geben und die Herausforderung für Gründer und Gründerinnen ist aber dabei oft selber einzuordnen, was brauche ich für mein Unternehmen, was sind meine nächsten Schritte. und stimmen diese Informationen, die ich da habe überhaupt. Und da sehe ich die Rolle der Wirtschaftskammer Wien ganz klar und deutlich, denn wir möchten hier unterstützen, Komplexität in diesem Informationsübermaß zu reduzieren. Dadurch können wir Orientierung geben, somit ein Stück Sicherheit. Und ja, wenn dann die Gründerinnen und Gründer vor wichtigen Entscheidungen stehen, komplexe Fragestellungen haben, stehen wir auch als Baring-Partner zur Verfügung.

speaker-1: Ganz klar, Informationsflut hat natürlich drastisch zugenommen. kann in Echtzeit auf jede Frage eine Antwort bekommen. Wie hat sich das entwickelt über die letzten Jahre, Jahrzehnte? Wie hat sich das verschoben?

speaker-2: Ich würde das gern unterscheiden in zwei unterschiedlichen Dingen und zwar in das Was und das Wie. Denn das Was hat sich meines Erachtens wenig verändert und da sind oft die Fragestellungen, die Begründungen sehr ähnlich. Am Anfang hat man Fragen, was muss ich rechtlich beachten, wie kann ich mein Vorhaben finanzieren, wie kann ich Kunden für mein Produkt, für mein Unternehmen gewinnen. Da sind natürlich neue Themen hinzugekommen wie Nachhaltigkeit oder KI. Aber die Fragestellungen, wie gesagt, sind immer sehr ähnlich geblieben. Meines Erachtens hat sich das Wie aber sehr deutlich verändert. Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Kommunikationskanäle, wo man Informationen abrufen kann und Gründer, Gründerinnen, all solche Unternehmen erwarten sich heutzutage, dass ihre Antworten sehr rasch bekommen, sehr schnell. Einfach muss es sein, es darf keine juristische Sprache sein. Und es muss genau auf Ihre Unternehmenssituation angepasst sein, die Antwort und die Information.

speaker-1: Alles klar. Herr Wollenhaupt, sind der Veranstaltungsmanager der Wirtschaftskammer Wien. Gefunden über 2500 Events werden veranstaltet. Das heißt, ist eines der größten Veranstaltungsprogramme Österreichs. Im Schnitt sind das sieben Events pro Tag. Wie schafft man das, einen Überblick zu behalten?

speaker-0: mit Schweiß und Disziplin, ich jetzt mal. Eventmanagement ist im Prinzip auch nichts anderes wie Projekt- und Prozessmanagement. Ich vergleiche das immer wie ein Autokatalog. Also, sind hunderte Optionen möglich, Farbe, Ledausstattung, Skibedacht oder nicht, Anhängerkupplung und so weiter. Und da geht der Kunde nicht ins Autohaus und überlegt dann mit dem Verkäufer kreativ, wie könnte man denn so ein Auto bauen, brauche ich drei oder fünf Räder und wo kriegen wir die her? sondern das ist alles so, vorher verhandelt, Lieferkonditionen, Abwicklungen, ich nicht was, Sicherheitsthemen, die Abstimmung in der Produktion und so weiter. Das egal, was man ankreuzt, das ineinander abgestimmt ist und dahinter bereits die Verträge und die ganzen Abwicklungen laufen. Und nach dem Ansatz haben wir das Veranstaltungsmanagement organisiert und so läuft das als skalierbarer Serviceprozess.

speaker-1: Wie viel Prozent davon sind online? Wie viel Prozent sind Präsenz-Events?

speaker-0: Also so ungefähr ein Drittel ist online, wobei wir natürlich auch so viele Drehveranstaltungen auch haben.

speaker-1: Alles klar, das heißt die Mehrheit sind offen. in Zeiten von Social Media, Podcasts, Webinaren usw. die physische Präsenz offenbar immer noch sehr viel wert. Warum ist das so? glaube, während Corona haben wir alle gedacht, Events werden nur mehr online stattfinden. Das hat sich nicht bewiesen. Warum ist das so?

speaker-0: Danke. Also ich glaube, vor 20 Jahren kam schon in eine Agentur zu mir und hat gesagt im Marketing, kein Mensch macht mehr Events. Das kann man alles über online messen und sowas machen. ich glaube, heute noch, dass der damals falsch lag. Ich habe auch während Corona nicht daran geglaubt, weil ich muss einfach erzählen, von gestern war ich auf einem Event, das nicht von uns war, mal als Gast. Und da bin ich wieder mit Leuten in Kontakt gekommen, mit denen wäre ich geplanterweise. mit einem geplanten Teams-Meeting oder sowas niemals ins Gespräch gekommen. Aber das war so wertvoll und wir haben so viele Gemeinsamkeiten entdeckt und voneinander lernen können. Und diese Resonanz und auch dieser Vertrauensaufbau, der da ganz schnell in zehn Minuten passiert, den kriegst du digital so nicht abgebildet. ich denke, alles, was so reine Wissensvermittlung ist, hier Gesetz A, folgende fünf Punkte sind jetzt, das kann man online wunderbar machen, aber alles wo es ums gemeinsame Schaffen, ums Nachdenken, ums Erfahren geht. Das geht nur in Präsenz.

speaker-1: Also sehr wertvoll, diese Offline-Events zu haben und teilnehmen zu können. Jetzt gibt es eben diese neuen Nowadays. Warum macht das ausgerechnet die Wirtschaftskammer Wien und nicht ein privater Veranstalter? Was kann die Wirtschaftskammer in Wien als andere nicht können?

speaker-2: Also wir sind nicht nur eine Beratungsstelle als Wirtschaftskammer Wien, wir sind auch eine Plattform, wir sind eine Wissensträhscheibe und wir sind auch ein alter Begegnung des Vernetzens und das das ganze Jahr über. Und unsere Berater und Beraterinnen sind auch tagtäglich mit den Gründern und Unternehmen in Kontakt. Das heißt, wir bekommen da ganz genau die Bedürfnisse mit und welche Themen gerade aktuell sind. hast das Wort vorhin erwähnt, Konstantin, das würde ich gerne aufgreifen. Wir sind nämlich auch eine Art Resonanzkörper der Wiener Wirtschaft, würde ich mal so sagen. Das ist das eine. Zusätzlich haben wir, wir sind ja auch Sozialpartner, sehr, großes Netzwerk Richtung Politik, Richtung Behörde, Richtung verschiedenste Einrichtungen, Bildung, Wissenschaft, Forschung etc. Das heißt, wir bekommen auch dort sehr, viele Perspektiven und Entwicklungen mit und wir können all diese Ebenen quasi zusammenfügen. Und was meines Erachtens auch noch ganz ausschlaggebend ist, ist der Ausgangspunkt. Wir sagen nicht, brauchen jetzt das Event, sondern für uns steht zuerst einmal der Need des Unternehmens im Vordergrund, also welche Themen sind gerade aktuell und dann erst sprechen wir darüber, welches Format ist eigentlich geeignet, da die Inhalte zu vermitteln.

speaker-1: Das heißt, diese vielen Events sind so eine Art Seismograf der Wiener Wirtschaftslandschaft, oder? Alles klar. Jetzt gibt es diese neuen Nowadays. Was unterscheidet diese von klassischeren Wirtschaftskommandienveranstaltungen? Und was habt ihr bewusst möglicherweise weggelassen oder hinzugefügt, was es anderswo nicht gibt?

speaker-0: Also erstmal möchte ich dazu sagen, dass man wegkommt von diesen Folien schlachten hin zu mehr erfahren und Kollaboration ist jetzt keine reine Nowadays-Angelegenheit, sondern das merken wir bei allen Events auch der Wirtschaftskammer Wien überhaupt, dass die Leute nicht mehr irgendwo hinkommen, sich dann eine Folie durchzulesen und dann wieder zu gehen. Und das versuchen wir natürlich überall immer weiter umzusetzen. Der Bedarf ist jedenfalls da und den versuchen wir auch zu erfüllen. Bei Nowadays ist es so, dass es ganz besonders kuratiert ist. und eben wirklich für sehr stark auf strategische Themen, die im Prinzip querschnittlich alle Unternehmerinnen und Unternehmer gehen, dass wir da entlang sehr stark kuratiert haben und ein Format gefunden haben, das dann auch wieder, wie mein Autokatalog, kopierbar ist. Also wenn der Rahmen jetzt steht, dann können wir das mit verschiedenen Themen immer wieder so machen. Und wir arbeiten hier deutlich interdisziplinärer als bei manchen anderen Veranstaltungen, was jetzt nicht mehr sehr besser oder schlechter ist. Und ich kann nur nochmal betonen, auch Silvia, was du gesagt hast, wenn man, so wie wir das jetzt auch vermehrt tun, uns von der ersten Planung, ersten Gedanken an ein Event bis zum Abschließen der Türe, nachdem der letzte Gast gegangen ist, immer fragen, Was davon ist jetzt konkret der Nutzen für unsere Mitglieder, für die Teilnehmer, Teilnehmerinnen? Dann macht man, glaube ich, automatisch fast alles richtig. Oder besser als wenn man sagt, mir ist wichtig, dass ich auf der Bühne stehe.

speaker-1: Okay, also mehr Interaktion, weniger Folien. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Lasst uns mal reintauchen in die vier Themen. Black-Ether, Nowadays, zu Anfang schon gesagt Green Economy, Innovation, dann Tax und Finance und schließlich Founder. Warum genau diese vier Themen? Welche Bedürfnisse, Nachfrage?

speaker-2: Also wir haben uns für die vier Themen entschieden. Also du hast das schon gesagt, Kündung, Nachhaltigkeit, Innovation, Steuern und Finanzierung. Weil das eigentlich vier Themen sind die vier Kernthemen einer unternehmerischen Reise. Wir wissen, zu Beginn steht die Gründung. Im Laufe des Unternehmerdaseins muss man sich sehr oft mit rechtlichen Themen beschäftigen. Man muss darüber nachdenken, wie kann mein Unternehmen wachsen. Das betrifft wieder die Finanzierung. und natürlich welchen Einfluss hat die KI oder generell Digitalisierung auf mein Geschäftsmodell. Und genau deshalb haben wir uns für diese vier Themen entschieden. Und die Eventlogik, der Konstantin hat es vorher schon kurz angesprochen, ist für alle vier dieselbe. Das heißt, wir beschäftigen uns immer mit dem Morgen, also sehr viel, was kommt auf uns standart oder auch wirtschaftspolitisch auf uns zu, wo wir auch eine Diskussion und einen offenen Dialog ermöglichen wollen. Und wir beschäftigen uns auf der anderen Seite aber auch ganz, ganz speziell mit dem Hier und Jetzt. Welche Lösungen braucht man jetzt? Welche Anwendungen gibt es jetzt für die Unternehmen?

speaker-1: Welche Logik folgt die Dramaturgie eines Events? Führen Sie uns mal ganz kurz durch. kommen am Morgen dort an. Was erwartet mich dann?

speaker-0: Also zu den inhaltlichen Themen haben wir natürlich auch eine jahreszeitliche Dramaturgie drin, dass wir uns sagen, wann beschäftigen sich Unternehmerinnen und Unternehmer mit Strategie, Budgetplänen, fürs nächste Jahr und so weiter. Das ist natürlich so im Herbst. Und da starten dann auch diese strategischen Themen wie Nachhaltigkeit, KI, Innovation. Am Jahresende haben wir dann was beschäftigt uns alle, Jahresende, Jahresabschluss, Abschreibung und so weiter. haben wir dann die ganzen steuerlichen Themen, zu passen zum Jahresstart, das Neue, der Aufbruch, das sind dann die Founder Days. Vom Tag, vom Ankommen bis zum Gehen ist eigentlich das, dass wir gesagt haben, wir machen immer den ersten Teil, was in der Regel bei den Nowadays der erste Tag ist, dass wir genau diese Inspiration haben, Keynotes haben, auch freie Vernetzung haben schon unter denen, es möchten, dort wo wir auch Ausstellungen schon haben, also dass man sich mal so, dass man ankommen eintauchen kann und in die Zukunft schauen kann, was ist heute, was kommt morgen. Und der zweite Tag, oder der zweite Teil soll dann ganz konkret das sein, wo wir immer den Anspruch haben, dass du mit Fragen reingehst und mit Antworten nach Hause gehst. Und das ist dann sehr hands-on. Das heißt, da lernt man wirklich an seinem konkreten Problem auch, an seinen Herausforderungen, an seinen Ideen zu arbeiten, statt nur theoretisch zu schauen, wie haben sie das jetzt andere gemacht und was sagt der aus dem Silicon Valley jetzt dazu, sondern auch was bedeutet das jetzt für mich als EPU, als KMU, Was davon kann ich morgen, wenn ich wieder in Betrieb bin, umsetzen?

speaker-1: ganz großer themenschwerpunkt bei den innovation days im november wird künstliche intelligent sein da kommt man heutzutage nicht dran herum betriebe probieren es aus nicht jeder schafft manche bleiben stecken manche geben es wieder auf wo wollt ihr die leute beim thema k.i. dieses November abholen

speaker-2: Also einerseits wollen wir auch sie mit Erfahrung abholen. Sagen wir so, wir als Wirtschaftskammer Wien, beschäftigen uns auch schon seit mehreren Jahren mit KI, haben auch schon KI-Projekte umgesetzt, sind teilweise auch gescheitert, haben sehr, sehr viel daraus gelernt. Und deshalb wissen wir, wie wichtig es ist, dass wir auch Programmpunkte so gestaltet haben, dass sie auch für KI-Einsteiger sinnvoll sind. Also wir unterscheiden hier wirklich zwischen KI-Einsteiger und KI für Fortgeschrittene. Bei den Einsteigern ist es wirklich so, dass man mal anschaut, wie muss mein Unternehmen jetzt aufgestellt sein, damit ich überhaupt KI implementieren kann. Man muss nicht gleich von Anfang an das ganze Unternehmen mit KI neu definieren. Dann schaut man sich mal an, welcher Use-Case ist überhaupt geeignet. Also man fängt einmal mit kleineren Anwendungsbeispielen an und arbeitet sich so durch quasi und schaut, funktioniert das überhaupt, bin ich effizienter etc. Und wie gesagt, wir selbst haben sehr, sehr viel auch schon gelernt über die letzten Jahre. Und eines kann ich sagen, wenn die KI gut und sinnvoll in Prozessen implementiert ist, kann es sehr unglaublich hergehebar sein zur Effizienzsteigerung.

speaker-1: Die Bandbreite eurer Kundschaft ist eine sehr große. Das geht vom Hightech-Unternehmen, die KI sehr naheliegend ist, bis zu traditionelleren Unternehmen, die vom KI-Thema sicher weiter entfernt sind. Denkt ihr, es irgendwelche Themen, die dann trotzdem für alle gleich spannend sind?

speaker-2: Ich glaube schon. Also ich glaube, das Thema, was wir auch ganz stark im Programm verankert haben, ist das Thema Datensouveränität, Datensicherheit. Das geht uns alle an. Was passiert mit unseren Daten? Wie sicher sind wir da, wo sind sie gespeichert? Also da möchten wir auf alle Fälle Sichtbarkeit schaffen, was das Thema betrifft. Cybersecurity betrifft uns alle. Und wie gesagt, Use Cases sind von klein bis groß unterschiedlich zu definieren.

speaker-1: Die Wirtschaftskammer Wien selbst bietet ja mittlerweile auch KI-Services ihren Kunden an, unter anderem auch der Zielgruppe der Start-ups, der Gründerinnen. Was habt ihr da aufgebaut in letzten Monaten?

speaker-2: Also wir selber bieten als Services bereits unsere Voice-Agenten an. Also wir sind wirklich 24-7 erreichbar und unsere Voice-Agenten beantworten mittlerweile die häufigsten oder die wichtigsten Fragen zur Unternehmensgründung und allgemeine Fragen zum Unternehmertum. Zusätzlich bieten wir bei der persönlichen Beratung eine KI-gestützte Sprachübersetzung. Da arbeiten wir auch mit einem österreichischen Anbieter zusammen, weil das auch sehr wichtig war. Was wir noch machen, und das passt auch sehr gut, weil da wird es auch einen Workshop oder einen Programmpunkt bei den New Innovation Days geben. Wir sind auch gerade dabei, KI-gestützte Unternehmens-App zu entwickeln, WKWNOW, und die wird man vor Ort auch testen und ausprobieren können.

speaker-1: Da sind wir schon gespannt, wie die funktionieren wird. Was wird an den beiden Tagen der Innovation Days konkret passieren, abgesehen vom Kreativität?

speaker-0: gesehen vom KU-I-Thema. Also ich habe es vorhin schon kurz angesprochen, dass es nicht nur darum geht, hier Keynotes zu sehen und Live-Demos, sondern wirklich auch in Runden sich auszutauschen. Und es ist auch nicht so, dass wir alles wissen und jetzt kommen alle zu uns und wir erzählen ihnen, wie die Welt funktioniert. Wir haben viel und viel gebündelt, das Wissen, aber wir wollen das auch immer challengeen und wir wollen hier auch die Sichtweise aus dem unternehmerischen Alltag unterschiedlicher Branchen haben. Und letzten Endes sollen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander sich helfen und sagen, das habe ich schon mal so probiert, da hatte ich den Fallstrick. Aber wir machen das immer mit Anleitung. Das heißt, wir haben juristischen Experten dabei oder wir haben Unternehmensberaterinnen mit dabei an so Themen tischen zum Beispiel, wo man dann wirklich auch konkret sagen, was bedeutet das, auf was muss ich noch achten? Und Kai ist ja Die meisten denken dann irgendwelche Chatprogramme natürlich. Die können natürlich auch schnell überfordern, weil wenn ich heute eine Businessidee habe, da brauche ich bloß Stichpunkte reingeben, dann kommt der fertige Businessplan raus, sieht alles super aus. Die KI sagt auch immer, egal wie drauf die Idee ist, du bist super, du bist ganz großartig, grandios, mach das und mach mir die Webseite fertig. Zehn Minuten später ist das Unternehmen voll da nach außen, aber es ist irgendwie nichts dahinter. Das heißt, man auch zu schauen, wie binde ich das jetzt wirklich bei uns ein und das wollen wir quasi ohne jetzt das. Konkrete Programm wieder zu geben. Das wird dort passieren. ich habe immer so ein Schlagwort, sage, sich inspirieren lassen, geht viel, geht überall. Das sind diese Showcases und wir wollen Use Cases haben und nicht nur Showcase.

speaker-1: Das heißt, es geht nicht nur ums Zuhören, sondern auch ums Mitmachen. Gibt es ein Programmelement, auf das du dich ganz besonders verweist?

speaker-0: Ich glaube total überraschend kommt jetzt raus Hands-on-Formate. Ich bin ein pragmatischer Mensch. Ich mag das, wenn man konkret sieht, was erledigt wird oder erledigt wurde. Und das ist auch mein Ziel für alle, die zu uns kommen. Das heißt, die sollen nicht nach Hause gehen und eine Mappe voller lustigen Notizen haben, sondern wenn jemand sagt, ich habe jetzt einen sofort anwendbaren Prozess, ein Tool, das sich morgen bei mir im Betrieb einsetzen kann, dann finde ich war das Event erfolgreich.

speaker-1: Gehen wir vielleicht bisschen zurück in die Vogelperspektive. Woher weiß die Wirtschaftskammer Wien eigentlich, was morgen wichtig sein wird. Jetzt haben wir vorher schon gehört, diese Events sind so eine Art Seismograph. Wie setzt sich euer Frühwarnsystem zusammen, dann zu wissen, zum Beispiel bei den Now Innovation Days müssen wir auf diese Themen sitzen.

speaker-2: Da haben wir natürlich verschiedene Quellen oder mit Boden. Unsere Experten und Expertinnen haben zusätzlich auch den Auftrag, dass sie die Entwicklungen aus ihren Fachbereichen wirklich ganz genau beobachten, dass sie dann natürlich auch in die unternehmerische Praxis übersetzen. Dann, wie gesagt, wie ich zuvor erwähnt, wir haben ein sehr, großes Netzwerk, bekommen da laufend die Entwicklungen und Perspektiven mit, tagtäglich der Kontakt mit den Unternehmen und wir selber als Wirtschaftskammer. Wir monitoren natürlich ganz genau, wir machen Umfragen, machen Datenanalysen, wir sind mit anderen großen Einrichtungen in Austausch. Das heißt, da haben wir wirklich sehr viele verschiedene Quellen und wir selbst sind auch Anwender und wir kommen da auch unseren Lernungs mit.

speaker-1: Die Entwicklungen gerade in den Innovations- und Tech-Bereichs sind natürlich sehr schnell. Es sind so große Institutionen wie die Wirtschaftskammer Wien. Kein Speedboot wie ein Startup ist. Wie kurz ist eure Reaktionszeit von der Idee bis zum fertigen Event? Wie schnell muss man manchmal reagieren? Und Anschlussfrage, welche Hypes muss man auch gezielt auslassen?

speaker-0: den Vergleich gebracht hast mit großen Organisationen wie die Wirtschaftskammer, ist kein Speedboot, muss ich immer fragen, als erstes ist das so. Weil ich finde, dass das etwas mit dem Mindset zu tun hat, der Menschen, in einer Organisation arbeiten und nicht mit der rechtlichen Organisationsform. Das ist mal so meine erste Meinung. Ich habe immer gesagt, ein Konzern beginnt ab fünf Personen. Da fangen manche an mit irgendwelchen Prozessen, Regelungen und schriftlichen, weiß nicht, früher Durchschlagspapieren, heute acht Freigabeschleifen. Also das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun. Wenn wir jetzt die Gewinne oder das Veranstaltungsmanagement anschauen durch dieses Konzept, ist es so, dass wir Formate, auch große Formate innerhalb weniger Wochen auf die Beine stellen können, manche auch innerhalb von Tagen, wenn eben das ganze Drumherum, das Konzept einmal zur Veranstaltung, aber auch Organisation dahinter gesetzt sind und funktionieren. Aber das ist jetzt so eine Innensicht, das interessiert, ich sage jetzt mal, unsere Mitglieder in der Regel nicht, wie wir innen funktionieren, sondern die Außensicht muss eben die sein, was ist da jetzt der Nutzen für die Eventteilnehmerinnen und Eventteilnehmer. Und das ist schon wieder das Thema Hype. Es gibt natürlich diverse Technologien, Trends, welches Thema, egal wo man hinschaut, was es betrifft. Und wir schauen dann immer, wir haben das alles am Blick, und wir schauen dann immer, Was davon kann jetzt interessant sein für, und jetzt sind wir die Wirtschaftskommabien, Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer, ob EPU, ob Mittelständler. Und was kann der jetzt zum Beispiel morgen effizienter in seinem Betrieb machen? Was sind die Themen, die drei Fragen eines Unternehmers sind? Wo kriege ich Kunden her? Wie spare ich Geld? Und wie kann ich schneller sein? Nehmen wir uns dazu Herzen und versuchen es dann so herunterzubrechen, dass es für die Zielgruppe, für die das Event ist, dann auch passt. Das passt dann zu unserem Mindset.

speaker-1: Weil ich denke mal, bei manchen Hype-Themen, mir fehlt spontan ein Metaverse, ER-Brillen, Blockchain-Token, das sind möglicherweise Themen, die man auch getrost auslassen kann und es vermisst sich dann letztlich doch keiner,

speaker-0: haben wir aber nicht ausgelassen, auch das haben wir gemacht. Also einer der wenigen oder vielleicht sogar ersten, die ein Metaverse zum Anfassen bei uns gemacht haben, auch letztes Jahr. War super, man kann auch mal was machen, was Spaß macht und dort hineinschauen. Aber wir haben dann auch gesehen, dass es jetzt nicht der Maße so groß dass wir da jetzt ein Riesenveranstaltungsangebot zu dem Thema machen. Da kriegen wir dann zurückgemeldet, das ist super spannend, lustig, aber es ist jetzt nicht das drängende Thema. Und dann haben wir natürlich eine Prioritätenauswahl. Was sind jetzt die Themen, die wir wirklich jetzt brauchen und in Zukunft brauchen? Was sind die, die wir im Blick behalten, die immer mal wieder drauf schauen, am Ball bleiben, aber jetzt nicht groß ausrollen? Mit der Hörst zum Beispiel.

speaker-1: Die Nowadays sollen ja keine Einbahnstraße sein. Was wollt ihr umgekehrt von den Besucherinnen lernen? Die kommen natürlich zu euch, was zu erfahren, was zu erleben. Aber umgekehrt, welche Learnings erwartet ihr euch von den Besucherinnen, die dann möglicherweise in künftige Angebote rückführen?

speaker-2: Also das gehen wir eigentlich sehr systematisch an, denn nach jedem Light Event stellen wir ja eine ganze detaillierte Wirkungsanalyse und erheben auch das Feedback von unseren Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Wir wollen ja wissen, was hat gepasst, hat irgendein Inhalt gefehlt, irgendein Thema gefehlt, was war vielleicht zu viel, was ist nicht so gut angekommen und das machen wir eben nach jedem Light Event und sprich jedes Event ist eigentlich durch das wieder Basis für das nächste Event. Wir möchten diese Weiterentwicklung der Events nicht im stillen Kämmerchen machen, sondern wirklich aufbauend auf das Feedback von den Besuchern.

speaker-1: Die Wiener und Wienerinnen können ja manchmal durchaus direkt sein. Gibt es da manchmal so Situationen bei Events, wo dann Kritik geäußert wird, wo ihr euch denkt, ok, das ist interessant, das müssen wir berücksichtigen.

speaker-0: Danke, dass du direkt nach dem Lob fragst, dass wir direkt vor Ort kriegen. Natürlich ist das auch ein Vorteil von so Live Events, dass man da auch mal nebeneinander steht oder viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unterwegs und kriegen dann aus einem Gespräch von zwei Event-Teilnehmerinnen mit. Das war nicht so gut mit dem Formular, aber der Inhalt war super. Und manchmal kriegt man ja auch etwas mit. Das würde nie jemand in ein Feedback-Formular schreiben, weil es ihm vielleicht nicht wichtig genug ist. Aber wir hören es dann drei, vier, fünf Mal und dann können wir anpassen. Nicht selten ist es auch etwas, wo wir sagen, das können wir während des laufenden Betriebs anpassen. Wie liegt es das Beispiel, die fünf Leute aus der hinteren Reihe sagen, das war so leise, ich habe nichts gehört, dann ist der nächste Vortrag lauter. Also das ist überhaupt kein Problem. Das will ich nicht im Feedback-Formular drei Tage später lesen. Das brauche ich vor Ort. Und das nächste ist auch für mein Team ist das eine Sinn-Erfüllung, weil niemand arbeitet im Event-Management, weil er am Computer Preise vergleichen will. Die wollen vor Ort sein und die wollen sehen und Feedback bekommen von den Menschen, für die sie arbeiten. Das sind wesentlichen unsere Mitglieder und das funktioniert hervorragend.

speaker-1: Jetzt wollen wir zum Lob auch noch kommen, ist größte Lob für euch bei solchen Events, das ihr hören könnt.

speaker-0: Wie gesagt, wenn wir das Gefühl haben, dass die Leute sagen, nur, das Getränk war super und das Buffet war nett, sondern dass sie sagen, damit konnte ich was anfangen. Oder ich habe da schon Monate dran getüftelt und es gibt diverse Angebote im Netz und auf Social Media tausende Experten. Aber bei euch habe ich das Vertrauen, dass wenn ihr sagt, dieses Tool A statt Tool B dass das dann auch vertrauenswert geprüft ist und dass man das dann nutzen kann. ist so unser Lob, wenn man so sagen will. wenn wir letztes auf einem Event kommen, ich war letztes Jahr schon da, ich würde wieder dabei sein. Wir sehen es auch bei den Wiederholungstätern, die letztes Jahr auf einem ähnlichen Event waren, haben beim ersten Safe-Date für die Now-Invasion-Days, also sich in großer Anzahl wieder angemeldet. Dann haben wir jetzt ein Feedback bekommen, dass das, spät aber doch, letztes Jahr wohl gut funktioniert hat.

speaker-1: Jetzt sind sicher nicht viele, vielleicht einige wenige unter den Zuhörerinnen mit dabei, die sagen, klingt spannend, aber da habe ich jetzt doch keine Zeit dafür. Gegen Botschafter und die, was soll die überzeugen, dass sie dann durchkommen.

speaker-2: Das Thema mit der Zeit kann ich natürlich verstehen, weil Zeit ist das, was sehr wertvoll ist und von dem wir alle zu wenig haben. Aber ich würde sagen, wenn man sich die Zeit nicht nimmt, verpasst man möglicherweise den Vorsprung, den man morgen braucht.

speaker-1: Eine letzte Frage, was sollten alle mitbringen außer den Visitenkarten zu den Events?

speaker-0: wurde gestern auch ein paar Mal nach Visitenkarten gefragt. Ich hatte keine dabei und ich weiß nicht noch, wo sie sind, wo ich suchen müsste. Müssen wir hier welche bestellen und dann verwaulen die irgendwo in der Schublade. Also was die Leute mitbringen sollen, ist bitte nach Möglichkeit, wenn man es hat, eine konkrete Frage aus dem eigenen täglichen unternehmerischen Alltag und zumindestens auch die Offenheit, sich damit auseinanderzusetzen und an konkreten Lösungen zu arbeiten.

speaker-2: den Blick nach vorne. ist ganz wichtig, wenn man dann kommt und mit den neuen Themen sich beschäftigt, wirklich den Fokus nach vorne zu haben. Was möchte ich verbessern? Wo möchte ich mich weiterentwickeln? Und vielleicht kurz zur Ergänzung noch, was das Lob und Feedback betrifft, was im letzten Jahr auch ganz großartig war, die Stimmung, die hier entstanden ist. Wenn so viele Start-ups, Gründer, Unternehmen ... wirklich nach vorne blicken, an ihren Geschäftsmodellen arbeiten. Das war wirklich eine ganz unglaubliche Stimmung letztes Jahr. Das war für mich auch ein ganz positives Feedback.

speaker-0: wird. Auf jeden Fall.

speaker-1: Zum Abschluss noch für alle die dabei sein wollen, wie kommt man zu einem Platz bei den Now Innovations.

speaker-0: Ganz einfach. Auf die Webseite der Wirtschaftskammerbienen schauen. Für alle, schnell sind, den tippen wko.info slash now minus innovation minus days oder einfach now innovation days googeln. Oben erster Treffer nehme ich an. Aber diese Arbeitsformate, da gibt es dann eine Aussendung, wo man sich extra anmelden kann. Die sind natürlich begrenzt. Thementische können wir nicht mit 100 Personen machen. Das sind ein paar weniger. Also das sollte man dann schnell sein, wenn man sich dafür interessiert. Und das Ganze ist selbstverständlich kostenvoll.

speaker-1: Super, das waren Silvia Spendier und Konstantin Otto Wollenhop von der Wirtschaftskammer Wien über die Nowadays. Vielen Dank fürs Zuhören und vielen Dank fürs Interview.

speaker-2: Sehr gerne. Danke.

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