
Mistral Large 4: Der große KI-Wumms aus Europa?
Montag, 12. Oktober 2026 · 37 min
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Shownotes
Europa ist zurück im KI-Rennen, zumindest ein bisschen: Mit Mistral Large 4 (trendingtopics.eu/mistral-large-4-open-weight-…), intern liebevoll „le Chonk“ genannt, hat das Pariser Startup soeben ein Modell mit einer Billion Parametern vorgestellt, das bei Artificial Analysis auf 38 Punkte und Platz 8 unter den offenen Modellen (trendingtopics.eu/mistral-large-4-artificial-a…) kommt. Das reicht nicht für die Spitze, die chinesischen Open-Weight-Modelle wie Xiaomis MiMo-V2.6-Pro liegen weiter vorne und kosten pro Aufgabe nur ein Zehntel. Wie hart der Wettbewerb ist, zeigt ausgerechnet die europäische Suchmaschine Ecosia: Sie hat Mistral kürzlich gegen offene Modelle aus China getauscht (trendingtopics.eu/ecosia-mistral-chinese-ai), weil die Qualität nicht mehr gereicht habe.
Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Clemens Wasner, Gründer von enliteAI und Vorsitzender von AI Austria. Die Themen:
• Der Narrative Shift: Warum Mistral Large 4 weniger wegen der Benchmarks zählt, sondern weil der Westen viel früher als erwartet wieder ein konkurrenzfähiges Open-Weight-Modell hat, nachdem chinesische Modelle ihren Anteil bei OpenRouter über den Sommer verdreifacht hatten.
• Benchmarks und Kosten: Wo sich Mistral Large 4 zwischen DeepSeek V4.1 und GPT-6 Luna einreiht, und warum Mistral Large 5 schon im Pretraining sein soll.
• Mistral als Neocloud: Warum das Unternehmen mit der eigenen App Vibe, Partnermodellen wie GLM 5.3 und 3.800 Blackwell-Chips den ganzen Stack anbieten will.
• Das Open-Weight-Paradox: Warum Unternehmen offene Modelle bevorzugen, aber nur wechseln, wenn sie auf Augenhöhe sind, und warum der Abstand zu den Closed-Modellen nur noch vier bis sechs Monate beträgt.
• Die Konkurrenz: Aleph Alphas kleines Modell Kolibri (trendingtopics.eu/aleph-alpha-kolibri-open-wei…), Nvidias Nemotron und DeepSeek in Windows sowie neue Surface-Laptops ab 2.500 Euro für lokale KI.
• Ecosia steigt aus: Warum Gründer Christian Kroll das bessere Open-Weight-Modell wählt, und warum chinesische Modelle mit Kohlestrom und US-Modelle mit Gaskraft beim Klima wohl schlechter abschneiden als das vermutlich mit Atomstrom trainierte Mistral-Modell.
• Grüne Tokens: Wie das französische Startup Proxima Green KI-Workloads dorthin schickt, wo der Strom am saubersten ist.
• Super-App aus Europa? Warum Clemens in Vibe den Ansatz für eine europäische White-Label-Lösung für digitale Identität und Behördenwege sieht.
• Ausblick: Warum Clemens fast ganz zu OpenAI zurückgewechselt ist, und warum sich die Umsätze von OpenAI und Anthropic kaum vergleichen lassen.
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Jakob Steinschaden: Ist es der große Wumms aus Paris, den Europa braucht?
Clemens Wasner: Ja und nein.
Jakob Steinschaden: Hallo und herzlich willkommen bei Wasner und Steinschaden, deinem allerliebsten KI-Podcast auf YouTube und auf allen gängigen Podcastkanälen. Mein Name ist Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics und der allerbeste Co-Moderator wie immer ist bereit und er heißt...
Clemens Wasner: Clemens Wasner, Gründer von ENLITE und Vorsitzender von EI Austria.
Jakob Steinschaden: Lieber Clemens, spürst du auch den Wind der KI-Renaissance durch Europa-Wen diese Woche? Es ist unglaublich, oder?
Clemens Wasner: Als Kind der 80er den Wind of Change, da denke ich an die Scorpions und die Berlin Wall. Ja, nee, aber schon. muss sagen, wir haben jetzt in den letzten sieben Tagen ungewöhnliche Häufung an News gehabt, es rund europäische Unternehmen, Investments, Exits und Modelle geht. Also, welch bessere Gelegenheit als heute, sich endlich einmal auch wieder mit Europa zu beschäftigen in einer Episode.
Jakob Steinschaden: Absolut und das wollen wir hiermit tun und zwar zaghaft begonnen hat sie mit Colibri, einem wie der Name schon sagt sehr kleinem KI-Modell aus dem Hause Aleph Alpha. Das ist ja, man erinnert sich noch quasi der ehemalige deutsche KI-Möchtegern-Champion, der jetzt mit den kanadischen Co-Hero fusioniert hat, aber die haben halt auch ein KI-Modell rausgehauen. Ich glaube man kann es lokal laufen lassen, es ist ganz gut. Aber dann der große Knüller kam dann aus Paris und zwar aus dem Hause Mistral natürlich nennt sich Mistral Large Four oder Le Chet oder so haben sie es genannt glaube ich.
Clemens Wasner: Le-Le-Le-Le-Le-Chonk!
Jakob Steinschaden: Le Chond, genau richtig. Und schon die Tage vorher, vor dem Release kamen richtig so die Gerüchteküche auf und da hat man sich Großes erwartet, weil und das haben wir auch schon öfter behandelt, Europa ist ja ordentlich ins Hintertreffen geraten, wenn man sich die KI-Modell-Charts anschaut. Ich weiß nicht, vorher waren wir irgendwie so auf den hinteren Rängen ab Platz 50 zumindest noch vertreten und mit Mistral Large 4 soll sich das ändern, hat sich auch geändert und da wollen wir uns heute ein bisschen reingraben, was kann dieses neue KI-Modell wirklich, ist es wirklich der große Knüller, wie es viele in Europa natürlich sehen wollen, wie ist es einzuordnen, was kann es und Was kann es auch nicht, Clemens? Was ist so dein erster Take? Du hast es natürlich mitverfolgt. Ist es der große Wumms aus Paris, den Europa braucht?
Clemens Wasner: Ja und nein. Also sagen wir mal so, ich glaube, dass das im Mindset-Shift wahrscheinlich jetzt den größten Impact haben wird, mein, gut, wem sage ich das? Deine Startseite ist Artificial Analysis und die Benchmarks, die zitierst
Jakob Steinschaden: Wir können mal...
Clemens Wasner: du in jeder Folge fünfmal. Also welches Modell jetzt gerade vorne liegt und so weiter, das ist auf gut wienerisch wirklich vollkommen Pro-Widl, weil, weißt du, das ist der der... Da reicht wieder ein Point-One-Update und das schaut alles schon wieder komplett anders aus. Also Looking at You-Chat, GPT und Opus. Aber was jetzt schon passiert ist, finde ich, Narrative-Shift, eigentlich, wenn du die letzten drei Jahre im Zeitraffer Revue passieren lässt, dann war Mistral der first very large mover, was Open-Ved-Modelle betrifft. Europa hatte damals dank Mistral auch knapp 50 % Open-Token und Open-Ved-Marktanteil. was dann bis zum März diesen Jahres eigentlich sich vollkommen in Luft ausgelöst hat und Europa überhaupt keine Rolle mehr gespielt hat. Zur selben Zeit, das hat Mörgschneid ein paar Mal drinnen, sind aber auch interessanterweise US-Open-Ware-Anbieter vollkommen zurückgefallen, weil die dort ein Copyright-Thema haben, ob Distillation erlaubt ist oder nicht. Und dementsprechend ist das Feld aufgeräumt worden von chinesischen Anbietern, wo sich der auf Open-Router, der Anteil, der jetzt... Also die Tokens, die von chinesische Open-Wet-Modelle quasi prozessiert werden, hat sich verdreifacht über den Sommer. Das ist zwischen Juni und September, 3x, ist jetzt so über die Hälfte. Und man hat eigentlich erwartet, dass es jetzt dann schon passieren wird, dass das Bandle zurückschlägt in Richtung Westen. Aber Punkt eins, erstens hätten wir erwartet, dass das länger dauern wird. Damit meine ich, im ersten, zweiten Quartal nächstes Jahr hätten wir gedacht, jetzt wirklich kompetitive Open-Bet-Modelle vom Westen kommen und wenn Westen, dann ganz klar USA. Und da ist es jetzt natürlich im positiven Sinne Narrative Violation, das plötzlich Le Chanc, was übrigens nach einem dicken, fetten Schweinchen-Pokémon nachempfunden ist, also gewisse Kompatibilität mit unseren Maskottchen. das Mistrahlen ums Eck kommt und jetzt etwas released, was aktuell voll auf der Höhe der Zeit ist. dementsprechend könnte es zeigen, es sollte eigentlich jetzt europäische Unternehmen dazu anspornen, auch in dem Bereich wieder stärker tätig zu sein. Und ich glaube, dieses Narrativ, China hat in Open-Way diesen unglaublichen Vorteil und die USA werden das dann mit riesen viel Kapital im Hintergrund und National Interest irgendwann ausgleichen. Ich finde, das ist eigentlich Wie du jetzt siehst, das Feld ist weiter offener, als man es vermutet hätte vor ein Monaten.
Jakob Steinschaden: Absolut. Ich würde vorschlagen, wir schauen gleich einmal hinein in die Benchmark. Hier seht ihr schon meine allerliebste Startseite. Artificial Analyzes, der quasi Standard, der KI-Tests da draußen. Wann immer ein neues KI-Modell rauskommt und man wissen will, wie es sich so einordnet in der Landschaft, dann kann man dorthin schauen und aktuell, ihr werdet es ahnen, Cloud Opus 5.5 ist natürlich vorne und dann muss man schon ein bisschen nach hinten scrollen, nach hinten, zoomen, Mistral Large 4 hier in der Preview zu finden mit 38 Punkten im Intelligence Index, reiht sich ein zwischen Deep Seek V4.1 und GPT-6 Luna, also eher auf den hinteren Rängen zu finden, aber es ist im Vergleich zum Vorgänger Mistral 3.5, was glaube ich dann doch ein ordentlicher Sprung nach vorne. Was man noch nicht sieht, ist, wie es sich in den Open-Weight-Modellen einreit, weil es ist ja noch nicht Open-Weight. Die Gewichte, die sogenannten, die kommen erst auf den Markt und erst dann wird Artificial Analyzes dann noch wirklich sagen, welches Ranking es für Mistral Large 4 bei den Open-Weight bekommt. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, bei den 38, 39 Punkten, dann wird es sich so auf Platz 7, Platz 8 bei den Open-Weight einreihen bedeutet es wird halt schon ein Stück hinter den chinesischen Open Source Modellen liegen also die Top Modelle in dem Bereich aus China die haben dann schon noch deutlich mehr Punkte aktuell führt dieses Feld MIMO V 2.6 Pro von Xiaomi an da ist schon noch ein Stück hin aber man muss sagen sie haben sich auf jeden Fall Sie haben zurückgeschlagen, haben sich wieder einen Platz erobert und dann kann man sich noch anschauen hinsichtlich der Kosten. Da wird immer berechnet, Cost per Task. Also wie viel muss man quasi an, in dem Fall Dollar, einrechnen, wenn man das KI-Modell bemüht und es eine durchschnittliche Aufgabe löst und da ist Mistral Large 4. irgendwo so bei ungefähr einem Dollar pro Task angesiedelt und ist damit dann doch ein Stückerl günstiger als zum Beispiel ein Chemica 3, ein Muse Spark 1.3, aber halt auch ein bisschen teurer als viele andere Open-Weight Modelle, insbesondere eben das vorgenannte MIMO-V 2.6 Pro von Xiaomi, das er bei den Open Weights anführt, ist dann eigentlich ein Zehntel, also hat ein Zehntel der Kosten für die gleiche Aufgabe. da ist noch, sagen wir mal, Luft nach unten in dem Fall. Kann durchaus noch billiger werden. Aber es ist auch, muss man natürlich auch sagen, deutlich, deutlich günstiger als das, was halt die Top-Modelle vor allem aus den USA kosten. Genau, soweit von der Benchmark-Front. Was hast du so gehört? Was kann Mistral Large 4? Ist das gut oder nicht?
Clemens Wasner: Naja, man muss vielleicht das Setting verstehen, in dem das Ganze released wird, weil wenn wir jetzt die chinesischen Modelle als Vergleich nehmen, die werden im Endeffekt in die freie Wildbahn entlassen, also so richtig integriert, gehostet und kommerzialisiert, wie wir das von Anthropic und OpenAI kennen, werden die nur in China. Sonsten sind die gratis zum runterladen. Natürlich ein bisschen was über Openrouter, aber der Großteil lädt die runter und dockt da dann selbst damit rum. Was ich mit dem Setting mein, beim Mistral ist, Mistral geht ja ganz klar in Richtung Neo Cloud. Haben Sie auch gerade im Juli oder im August verkündet, dass das jetzt eigentlich der Way forward ist. Und natürlich ist es dann schon von Interesse, wenn du jetzt auch stärker Workloads im Bereich Cyber Security hast. Das wird auch in dem Blogbeitrag, der zum Release jetzt veröffentlicht worden ist, zu LeChonk die Wochen dargelegt. musst du schon auch jetzt deine eigenen Modelle machen, damit du besseres Narrativ erzählst. Nicht unbedingt, dass du überall State of the Art bist. Das geben sie auch gar nicht davor, das zu können, weil das kann eigentlich kein Hersteller, ist überall immer führend. Aber dass du zum Beispiel keine offenen Flanken hast beim Thema Cybersecurity oder Multimodalität. Was in dem Announcement aber generell interessant ist, du hast, und da folgt jetzt der Mist, eigentlich auch in die Fußstapfen von den US-Modellanbietern mittlerweile. sogenannten Frontier Labs, dass sie sagen, die Series D mit drei Milliarden, die sie vor kurzem graced hatten, die hat jetzt die 3600 oder so graced Blackwell-Chips finanziert und der erste Output davon war Mistral 4 Lejonc. Und das jetzt aber eine ganze Modellfamilie da entstehen wird und je länger das Posttraining läuft, desto mehr Versionen werden wir kriegen. Also es ist Der Blogpost liest sich so, dass man eigentlich damit rechnen kann, dass wir bald einen 4.1, 4.2, 4.5 etc. haben, so wie wir es mittlerweile in den letzten zwölf Monaten von Anthropic und OpenAI kennen. Also wenn du so haben willst, haben die jetzt eine ähnliche Versionierungspolitik angekündigt. Das finde ich aber besonders interessant. Mistral war ja in der Vergangenheit schon gut bei Spezialmodelle. Du erinnerst dich, sie haben für Document Processing also quasi für Dokumentenverarbeitung ein eigenes Modell released, was Fabelwerte in Benchmarks erreicht hat. Da hat man dann auch auf X gewitzelt, ja, das ist so the most European thing ever. Gerade europäisches Modell am besten ist, Rechnungen, Belege und Amtszettel einzuscannen und auch zu verarbeiten. Also da waren die wirklich auf einem eigenen Planeten, was die Benchmarks betrifft. Und da sagen sie ebenfalls jetzt in der Pressemitteilung oder in Blogpost zu Mistral 4 drinnen, dass man noch mehr erwarten kann von spezialisierten Modellen. Das
Jakob Steinschaden: Mhm.
Clemens Wasner: wirft dann natürlich auch die Frage nicht nur nach Paris, sondern auch nach Linz auf, wie das ehemalige EMI AI Team und Engineering AI dort reinpasst. Weil am Ende des Tages, das ist ja auch so, soll ich sagen, das vorweggenommene Versprechen von Openglow, du zu einem Bit Steinberger denkst, Das Versprechen von Agentic ist ja, dass irgendwann einmal alles vertratet wird innerhalb einer Firma mit einem Open-Claw-ähnlichen Software-Hallness oder AI-Hallness. das wird ja quasi Mistroll oben als Fernsteuerung, hast du unter Anführungszeichen, die dann je nachdem andere Modelle oder Instanzen aufruft, je nach Workload, da passt dann natürlich ein EMI total rein. Also es wird interessant, was da jetzt in den nächsten sechs Monaten released wird.
Jakob Steinschaden: Absolut. Was die Spatzen von den Dächern schon trällern ist, Mr. Rall Large 5 soll schon im Pre-Training sein. Das heißt, es passt zu dem, was du gerade erzählst, die, wie sagt man bei so Softwareunternehmen, die Cadence, also die Abfolge von neuen Releases ist dort sehr kurz. Das heißt, ich glaube, es wird nicht allzu lange dauern, wahrscheinlich weniger als ein Jahr lang, dass man dann quasi die fünfte große Version des Mistral Modells zu Gesicht bekommen wird. Das wird dann noch spannend. Also da kann es natürlich sein, dass sie sich dann über die nächsten, sage ich mal, 10, 12, vielleicht 18 Monate in diesen Charts, denen, meiner Lieblingsstartseite, weiter nach oben boxen werden. Zu hoffen ist es auf jeden Fall. Vielleicht noch ein ganz kurzes Wort zu KI Modellen und Mistral generell. Das haben wir ja schon mal auch diskutiert. Also Mistral wird immer mehr zur Neo Cloud. Das heißt, sie haben jetzt nicht nur die Modellentwicklung bei sich, sondern wollen so den ganzen, wie man so schön sagt, ganzen Stack anbieten, also von der Infrastruktur mit den GPUs und den Rechenzentren bis hinauf zur Anwendersoftware, also zur Applikation. Da gibt es ja Wipe mittlerweile, quasi so das JetGPD Pendant von Mistral. Das hat früher eben Le Jet geheißen. und wurde jetzt ein bisschen maßentauglich in Vibe umbenannt. Und da haben sie dann quasi alles drin aus einer Hand, wenn man so will. Und sie arbeiten halt nicht nur mit eigenen KI Modellen, sondern sie haben andere, zumindest eines bis dato, andere Open-Weight-Modelle mit dem Programm, die sie ihren Kunden anbieten können und wollen. In dem Fall ist es glaube ich mittlerweile GLM 5.3 von Set.ai. Das ist ja auch ein sehr beliebtes Open-weight-Modell und kann natürlich sein, dass da noch andere dazu kommen. Das heißt, ist ein bisschen so ein Mischladen hauseigene Modelle neben Modellen von Drittanbietern. Aber die Prämisse, die grundlegende ist jetzt glaube ich immer durchgehend, das soll halt immer Open-weight sein. Das war ja bei Mistral auch nicht immer so eindeutig, die waren ja irgendwie so begonnen mit mit Open Source und dann ist man gewechselt zu Closed, also geschlossenen Modellen und jetzt ist man wieder zurück bei diesem Open Weight Thema, wahrscheinlich stark getrieben durch diese Tech-Souveränitätsthema in Europa und da passt halt Open Weight super dazu.
Clemens Wasner: Ja, ja, Also, wie soll ich sagen? Das ist ja wie bei App… man hat immer gesagt, das Privacy Paradox, das war immer bei dieser Diskussion von Android versus Apple oder generell surveillance economy versus Apple. Und mit Privacy Paradox ist gemeint, die Leute… also in der Regel, wenn du Leute fragst, werden 100 Prozent sagen, ja, Privacy wäre nicht schlecht oder bisschen mehr Privacy. Aber das Paradox entsteht dadurch, dass die… Menschen nur aktiv auf eine Privacy Preserving Solution switchen, wenn die mindestens genauso gut ist oder adäquat wie die Privacy Violating Solution. Das ist das Paradox, weil du da eigentlich siehst, dass die Leute da nicht wirklich dafür sind, ein Premium zu bezahlen. Und gewissermaßen hast du da das Open-weight-Paradox, also Firmen bevorzugen Open-weight gegenüber Closed-weight oder Closed-source-Modelle. Warum? Weil sie das Notfalls auf der eigenen Hardware hosten können. Lock-in-Effekte, Pipapo, und du findest die hundertmal mehr Tooling zu Open-Way-Geschichten als zu Closed-Way. Aber gleichzeitig sind sie nur bereit, das Ganze zu tun, wenn die Open-Way-Modelle wirklich auf Augenhöhe sind. Das ist vielleicht auch das Interessante an der ganzen Open-Way-Sage in den letzten drei Jahren. Wenn du dir anschaust, wie hoch der Gap zwischen Linux und Windows damals war oder Mac, also das war gigantisch. ist irgendwie so, in den letzten zehn Jahren ist das geklost worden. Bei AI sind wir mittlerweile bei vier bis sechs Monaten. Das ist auf einer Ebene, dass das Firmeneinglück vollkommen egal ist. Vier Monate brauchst du sowieso, zu verstehen, was du mit Opus 5.5 eigentlich machen kannst. Ab dem Zeitpunkt, wo du es gekneisst hast, gibt es ein Open-Vet-Modell und du kannst das bei dir im Rechenzentrum haben. Dementsprechend es für Mistral und die NeoCloud anbietend auch extrem wichtig, Kompetenz zu haben, damit die das gegen ihre Kunden glaubhaft vertreten können.
Jakob Steinschaden: Absolut. Das wird noch spannend im Bereich Open-Waid. Das ist ja auch ein roter Faden durch unsere Sendungen hier. Haben wir ja immer wieder besprochen. Die Chinesen natürlich immer noch Vorreiter. Jetzt hat man Mistralquals, ihr erster neuen europäischen Lichtblick. Und jetzt ist ja noch abzuwarten, was aus den USA noch daherkommt. Meta hat ja eigentlich schon die Fahnen wieder so in Richtung Open-Waid gehisst. muss man noch warten, wie sich das dann wirklich ausgestaltet. Und dann gibt es ja noch andere Unternehmen, ein nicht kleines Unternehmen namens Nvidia zum Beispiel hat ja mit NemoTron ein Open-Waid-Modell, was ja neuerdings ja auch bei Windows eingebaut wird. Also wenn man quasi am PC Windows benutzt und die KI die integrierten Verwendmildern kann man auch so ein Open-Wade-Modell von Nvidia namens NemoTron nutzen. Und ist mir auch aufgefallen, im Press-Release hat mich ein bisschen amüsiert. Diese Woche hat Microsoft eben so diese, wie nennen sie es glaube ich, Hybrid Intelligence bei Windows verkündet, also wo es quasi so den Spagat gibt zwischen den lokalen KI-Modellen und denen, die aus der Cloud kommen. Naja, und neben diesem Nemo-Tron von Nvidia kommt dann auch noch DeepSeek aus China zum Zug. Also bei Windows und nicht etwa GPT-6 von OpenAI, zum Beispiel, wo Microsoft mit 27 % investiert ist. Die gehen Hardcore auf Openweight. Einerseits Nvidia, andererseits DeepSeek. Also hat mich verblüfft, aber irgendwie ist es dann noch gleichzeitig naheliegend, eben wenn man vor allem Unternehmenskunden im Orgatt.
Clemens Wasner: Wenn du die Microsoft und Nemotron gerade erwähnst, diese Woche hatte Microsoft nach langer Zeit wieder mal eine neue Generation von Surface, Laptops und Microsoft Surface Hardware vorgestellt. Also wir erinnern uns, das waren eigentlich immer diese sehr coolen Two-in-ones mit der Aufschlappbandtastatur und dem Kickstand, es irgendwie ab 2012 hat es die gegeben. Die waren eine Zeit lang auch sehr weit verbreitet, wenn ich so Momentaufnahmen von Starbucks-Filialen in den letzten Jahren Revue passieren lasse. Also die sind sehr beliebt, weil leicht. Das Ganze ist aber bisschen eingeschlafen, auch wie der Hardware-Chef abgewandert ist, der Panas Panet. Und diese Woche haben die wieder mal einen größeren Aufschlag gemacht. Und ihr werdet's aber nur lachen müssen, wenn du sagst, mit Hybrid AI und Nemo-Tron und ja, das quasi die neue Generation, die haben es geschafft, diese Kollaboration mit NVIDIA so zu frameen, als ob da jetzt ein neues massentaugliches Gerät vorgestellt wird. Dabei ist der Einstiegspreis von den 2.500 Euro, das geht bis 4.000 5.000 Euro drauf. Also die sind wie die MacBook Pros mit dem M5 Max Prozessor. Man redet da nicht davon an der Hardware, so wie damals das Surface war, ich quasi 1.000 Euro oder teilweise 800 Euro dabei bin. Das ist absolute State of the Art Hardware, die dort dringend verbaut ist, die Nvidia RTX. Also den man auch von der RTX-Spark kennt. naja, da laufen dann natürlich schon Modelle wie Deepseek drauf und GLM und whatsoever. bis wir da wirklich End-Consumer-Versionen haben werden, die auch auf einem 1200-Euro-Laptop laufen, ja, ich würde sagen wahrscheinlich noch einmal zwölf Monate. Das ist eigentlich
Jakob Steinschaden: Hm.
Clemens Wasner: auch so. Man glaubt auch, dass bei Apple mit der M7-Generation als Anfang wird, dass du die Tipps auf dem Leistungsfähigkeitslevel, also auf dem Leistungsniveau hast, plus dass die Modelle noch einmal kleiner worden sind.
Jakob Steinschaden: Okay, das heißt KI, Souveränität im Privatbereich und Ramageddon ist ein bisschen widersprüchlich. Also diese teuren Hardware-Preise sind wahrscheinlich auch dieser Teuerung am Markt für die GPUs geschuldet vermutlich. Die Displays werden es nicht sein, die die Geräte teuer machen.
Clemens Wasner: Richtig, sind einerseits die Nvidia-Chips selbst und sonst der RAM, also der RAM, Sie üblichst bemessen, der in diesen Laptops drinnen ist, die sind ja etwa 128 oder 256 GB RAM, weil du dann auch wirklich ein größeres Modell im RAM haben kannst. Und ja, das ist fast ein bisschen wie Baron Münchhausen, der sich selbst aus dem Wasser zieht. Du hast ein bisschen einen Circuit-Bezug drinnen. du hast die RAM-Pokalypse. die gestiegenen FAP-Kosten für Chip-Produktion, was die NVIDIA-Chips immer teurer macht. Und diese Kosten aus den Data Centers werden natürlich an Endkunden und Kundinnen weitergegeben. Das kommt man dann auf die Idee einer Hopperler Digital Sovereignty heißt nicht nur, dass es mir niemand abschießen kann, sondern auch, dass ich die Kostenkontrolle habe. Nur leider geht es, sitzt man auf derselben Wertschöpfungskette und die Chips werden immer teurer. Das perfekte Pepetto-Mobile.
Jakob Steinschaden: Naja, absolut. Wird noch spannend, wie sich das so entwickeln wird. Vielleicht noch zurück zu Mistral. Jetzt ist es so, dass Mistral viele Fans hat in Europa natürlich. Vor allem aber nicht nur Fans. Und zwar eine Firma namens Ecosia. Viele Zuseherinnen und Zuseher werden sie natürlich kennen aus einer europäischen Suchmaschine. Die hat jetzt irgendwie genau diese Woche rauspro-sahen, dass sie die KI-Modelle, die sie bei sich eingebaut haben, auswechseln und zwar sie werfen Mistral raus und packen dafür Open-weight-KI-Modelle rein. Vermutlich kommen die eher aus der chinesischen Richtung und die haben irgendwie so gemeint, naja, sie sehen Mistral jetzt als nicht so wettbewerbsfähig, waren ein bisschen enttäuscht von der Leistung. gemerkt muss man sagen sie haben halt Mistral 3.2 oder Mistral Small 4 verwendet das heißt sie haben noch nicht dieses neue KI-Modell im Einsatz gehabt wird wahrscheinlich für die Anwendungen auch nicht so wirklich passen da geht es halt was Endnutzer bekommen zum Beispiel im Bereich von KI-Zusammenfassungen da brauchst du halt ein schnelles und vor allem günstiges Modell weil sonst laufen dir die Kosten davon Naja, also das hat dann auch für bisschen Aufregung gesorgt, dass sich halt dann gerade so eine europäische Suchmaschine, die sich als Alternative zu Google positioniert, halt dann von Mistral abwendet, was sich als Alternative zu Open AI und Co positioniert. Hätten natürlich viele gerne gesehen, dass sich quasi so eine europäische Allianz bildet, aber in dem Fall passiert das leider nicht. Aber so ist es halt, aber im Nachgang hat dann der CEO von Icosi oder Christian Kroll dann noch betont, es geht ihm jetzt gar nicht irgendwie Europa versus China, sondern es geht ihm halt darum, im Open-Way-Bereich das beste bzw. ihre Zwecke beste KI-Modell einsetzen zu wollen und das findet sich jetzt halt an der Zeit nicht bei Mistroll. Naja.
Clemens Wasner: Ja gut, das ist ja fair und quer. Und wenn Meta das beste Open-Bed-Modell veröffentlichen wird und das vielleicht noch mit Solarstrom trainiert wurde, dann umso besser, dann wird Ecosia switchen. Aber was Ecosia halt stark durchgeschlagen ist, die haben sich immer schon positioniert als die grüne Suchmaschine. Dort hast du ja auch Chats für EcoMotor, wie bei der Waschmaschine. Klingt komisch, ist aber so. Und der Kroll war ja auch auf diverseste Klimademos etc. unterwegs. Also der kommt wirklich aus dem Aktivistbereich und dem ist Klima ein sehr großes Anliegen. Dass der, also das E &C Unternehmen sich jetzt gegen Atomkraft in Frankreich stellt, das wundert mich dann eigentlich gar nicht so sehr, weil es ja eigentlich genau dem deutschen Klimaschützernarrativ entspricht. Ich sag das auch vollkommen wertlos. Jeder Person ihret seine Meinung, aber für das, was er macht, ist das eigentlich schon konsequent.
Jakob Steinschaden: Aber das ist ja auch himmisch.
Clemens Wasner: Die Inkonsequenz kommt vielleicht daraus, dass die chinesischen Modelle natürlich sehr viel in Rechenzentren entstanden sind, wo mit Kohlekraft der Strom erzeugt wird. gut, die Wertschöpfungskette, also die Wertschöpfungskettenbetrachtung ist ja fluide auch bei Großunternehmen.
Jakob Steinschaden: Wichtiger Punkt anzumerken, wie in China halt KI-Modelle gerechnet werden, also da steckt natürlich viel Kohlekraft dahinter. Auch anzumerken, meine, wann auch immer man KI-Modelle aus den USA benutzt, seien sie closed oder open oder was auch immer, es ist dahinter ziemlich sicher ein Gaskraftwerk zu finden, was die Energie geliefert hat. Hatten wir kürzlich auch einen Bericht darüber. Die Zahl der Neuplanungen für Gaskraftwerke in den USA hat sich dieses Jahr gegenüber 2023 verdreifacht. Und durch was ist es getrieben? die Energienachfrage von KI-Rechenzentren. diese Geschichten, dass da viele Solarpanele und Windräder stehen oder sich neuartige Mini-Atomkraftwerke dann so als Energiequellen anzapfen lassen. Das ist irgendwie nur die halbe Geschichte oder vielleicht nur 10 Prozent der Geschichte. Aber es ist letztendlich Gaskraft, was aktuell hinter vielen, vielen, KI Modellen steckt. Also das muss man halt auch immer berücksichtigen, was auch immer man benutzt. Das heißt, da ist in Sachen CO2 das Mistralmodell wahrscheinlich noch am klimafreundlichsten, wenn es mit Atomkraft oder vorwiegend mit Atomkraft gerechnet wurde. Das wird mal spannend, ob die Anbieter das dann ausweisen müssen. In Europa ist es ja mittlerweile so lustigerweise, im Kryptobereich muss irgendwie auch gezeigt werden, welche Energiequellen stecken dahinter und gibt es dann grünere oder nicht so grüne Token. KI-Bereich wird ähnlich sein.
Clemens Wasner: Ja, also wir hatten das schon einmal in einer Episode. Es gibt eine französische Start-up, die auch in Wien gerade dabei sind, Standort aufzumachen, die heißen Proxima Green. Und da ist wirklich der Name des Programms, also wo in meiner Nähe kann ich ein AI Workload Grün durchführen lassen. zwar ist deren, also gedanklich ist das eigentlich sehr nahe an dem, Ecosia macht, dass du halt Keine Ahnung, wenn du sagst, du einen Trainingsrand, zwei oder vier Wochen dauert, wo kannst du den mit dem geringsten CO2-Footprint machen? Und
Jakob Steinschaden: Mhm.
Clemens Wasner: da landest du dann typischerweise in die skandinavischen Staaten, allen voran Norwegen, weil die dort den kompletten Hydro-, also Energiemix haben die gar nicht möglich, Hydrobauer. Oder halt, wenn es solarbetrieben ist, du kannst dir sagen, ob du den Nuklear- oder Nonnuklear-Option hast. Also das ist so bisschen wie vegetarisch und vegan, wenn du das haben willst. Ja, da gibt es sicher einen großen Markt in der Zukunft dafür, weil irgendwann einmal die Firmen in ihrer CO2-End-to-End-Betrachtung mit aufnehmen müssen.
Jakob Steinschaden: Absolut. So und jetzt wollen wir uns von der Theorie ganz kurz in die Praxis hineinbegeben. Wir wollen jetzt auch mal ganz kurz herzeigen, wo man dieses neue Mistral-Modell nutzen wird können. Also noch ist es ja noch erst in einer Preview und auf Anfrage, also wer es über EPI beziehen will, verfügbar und wird erst dann breiter ausgerollt. Aber jedenfalls, wie schaut das bei Mistral aus? Ja, nicht viel anders als bei den Konkurrenten aus den USA, also bei JetJPG oder bei Claude. Man hat mit Wipe hier eine App, Notebook, Smartphone und so weiter. Und da kann man eigentlich das machen, was man im Jahr 2026 so von einem KI-Anbieter sich erwartet. Also natürlich kann ich mit dem chatten, ich kann zwischen Work und Code hin und her schalten. Ich kann meine Skills anlegen, kann Konnektoren. reinhauen, also du kannst dein Gmail anbinden, dein Microsoft Teams, dein Notion, dein Google Drive, you name it, Airtable, wie sie alle heißen, alles mit dabei. Der Katalog ist lang und ich habe es ein wenig so benutzt und es ist ja noch gar nicht das Mistral Large 4 drinnen. Ich finde es eigentlich ziemlich gut, ja. Also man kann sich durchaus mal drauf einlassen. wenn man nicht die ganz großen Aufgaben hat, die man vielleicht einem Cloud Opus 5.5 umhängen müsste. Aber die Durchschnittsnutzung ist mit so einem Vibe und den neuen KI Modellen von Mistral durchaus genüge getan. Also finde ich eigentlich ganz cool, kann man sich auf jeden Fall mal anschauen und gratis Version gibt es natürlich. funktioniert ganz gut und ist so in den letzten Monaten auch hergerichtet worden, wirklich zeitgemäß so daherzukommen, wie man es hier sieht.
Clemens Wasner: Ja, ich frage mich, ob wir da in erster Ansätze die europäische Version von einer Super-App sehen oder von einem Aggregator. Weil in China, wenn ich an das WeChat-Ekosystem denke, da kannst du vom Führerschein bis zum Meldezettel bis zur Stromrechnung, Ummeldung, kannst du dort alles machen, bis zu deinen Freunden schreiben und Newskanäle folgen. In den USA hat das Smartphone diese zentrale Rolle, wo du zum Beispiel den Führerschein, ID-Cards etc. in den meisten Bundesstaaten schon hochladen kannst auf dein iPhone oder dein Google Wallet. jetzt auf Europa umgemüht, du hast ja etwas Vergleichbares mit ID-Austür in andere europäische Staaten, du hast die europäische digitale ID, du hast bald die europäische digitale Währung usw. Du wirst irgendwann einmal logischerweise auch einen Player haben, der sehr ähnlich wie in China und in den USA das Ganze wirklich mit einem nativen System bespielt. In Indien hast du es mit dem Indias Stack zum Beispiel, der vom Government-Seite vorgegeben ist und spezifiziert. Ich frage mich, ob das nicht so die Early Innings von einem Play in diese Richtung sind, weil am Ende des Tages wird es ein europäischer Player machen müssen. Es ist genauso wenig, wie es in Indien ein amerikanischer Player machen könnte.
Jakob Steinschaden: Ja, beim Mistral bin ich mir diesbezüglich nicht so sicher, weil ja die Ausrichtung ja schon sehr, sehr stark Richtung B2B ist. Und was du gerade beschreibst, würde eher in Richtung B2C Super App deuten. Da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob Mistral vor allem mit diesem Pivotin zum Neo Cloud so die richtige Firma ist, der das Super App narrativ umzuhängen. Aber sagen wir mal so, wenn ... die Jungs und Mädels in Paris das hören, dass du ihnen das Super App narrativ anhängst, dann freuen sie sich auf jeden Fall.
Clemens Wasner: Danke sehr. Aber vielleicht ein bisschen konkreter. Das wird nicht in 27 EU-Staaten in derselben Qualität entstehen können. Und genauso, wenn du jetzt z.B. in Deutschland unterwegs bist und die Öffi-Apps anschaust, die haben auch Ressourcen gepoolt und die unterschiedlichen Gemeinden, Kommunen und Städte verwenden dieselbe gewhite-levelte App. Und da ist das technisch komplett andere Baustelle, etwas wie Vibe zu bauen und das quasi die das Mistral die White-Label-Lösung zur Verfügung stellt und das hast dann in Österreich, in Frankreich, in Deutschland und so weiter zum Einsatz, das wird mir überhaupt nicht wundern, wenn die quasi das Backend sind und der Agents workflow im Hintergrund.
Jakob Steinschaden: Ok, alles klar. Also liebe Business Developer bei Mistral, Clemens Wasner hat ausgezeichnete Ideen, welche Richtung man Vibe und Co noch treiben kann.
Clemens Wasner: Genau, also wie geht das Spruch? if you want to become a millionaire, start as a billionaire and ask for my advice.
Jakob Steinschaden: Okay, perfekte, wunderschöne Abschlussworte. Dabei wollen wir es für heute belassen, lieber Clemens. Wir wieder eine Ehre und Freude und freue mich schon auf nächste Woche. Bin schon gespannt, welche Themen da auf uns warten. Ich weiß eigentlich aktuell noch gar keins, aber du bist wahrscheinlich schon mir ein Stückchen voraus.
Clemens Wasner: Let me think, Fable 5.5 hätte eigentlich diese Woche erscheinen sollen. Ja, jetzt ist es nächste Woche, aber es könnte genauso gut übernächste sein. Weil bei OpenAI hatten wir gerade wieder an 28 Tage Marathon für Releases, da sind jetzt größere und kleinere Sachen drin, da könnte aber auch was weltbewegendes dabei sein. Also ich wart ganz heiß ersät schon auf ein Update von Dots von den Agents, weil dort bin ich wirklich heavy user, bin eigentlich wieder deswegen fast großteils wieder zur Open AI konvertiert und da die nächsten Schritte werden interessant.
Jakob Steinschaden: Okay, Wahnsinn. Das haupt mich jetzt fast vom Hocker. Du bist wieder zu OpenAI konvertiert, du alter Anthropic Hase. Aber naja, nichts hält ewig.
Clemens Wasner: Die letzten sechs Monate waren Eustella und jetzt halt OpenAI. Auch OpenAI eine Chance geben. Wenn man es so formulieren will wie eine Spiegelschlagzeile.
Jakob Steinschaden: Genau, ja, du musst ihnen unbedingt eine Chance geben. habe kürzlich wieder Gerüchte gelesen zum Thema Umsatz. Da ist noch Luft nach oben. Da fehlen irgendwo plötzlich 20 Milliarden Dollar. Aber das ist vielleicht eine andere Geschichte.
Clemens Wasner: Das ist Schrödinger als Umsatz, da grad passiert, weil irgendwie keiner will auch den Umsatz von OpenAI und Anthropic wirklich Apple-to-Apple vergleichen. Das fällt total auf, weil der eine rechnet quasi den Umsatz, der über Partner zustande kommt, einfach eins zu eins mit ein, der andere tut die Kosten abziehen, die an den Partner fließen, als quasi Partnerfee und so weiter. Und das jetzt zu normalisieren, das wäre jetzt nicht so aufwendig. Aber es ist interessant, die Financial Times, die diese Lawine gestern losgetreten hat, die verweigert sich irgendwie der Diskussion. Auf X
Jakob Steinschaden: Mhm.
Clemens Wasner: findest du auch entweder das eine Narrativ oder das andere. Aber niemand sagt, wenn du das gleich rechnest, dann stehen die zwei so nebeneinander. Oder wenn du es anders rechnest, stehen sie so nebeneinander. Das ist total auffällig. Es ist sogar schon, bring your own numbers, bring your own arithmetics.
Jakob Steinschaden: Gut, meine, solchen Sachen sind ja Medien wie die Financial Times auf Leaks letztlich angewiesen. Selber nachrichten kannst du das schwer. Also wie würdest du nachrichten, wie viel Geld, ich weiß nicht, Cognition oder Cursor an Anthropic für Cloud-Code-Integration bezahlt oder nicht? Also wenn, dann musst du das aus dem die selber im Unternehmen liegen. Von außen ist das unmöglich zu messen.
Clemens Wasner: Ja, das schon. Aber ich find's lustig, dass da nicht einmal die Bemühungen gemacht werden, die zwei zu vergleichen. Man nimmt das halt einfach hin. Das eine wird so gerechnet, das andere so dann irgendwie so, ja, so was.
Jakob Steinschaden: Aber dem können wir uns vielleicht im Detail widmen. Vielleicht gibt es bis zur nächsten Folge Aufklärung in dieser Angelegenheit. Für heute würde ich sagen, war's das. Vielen Dank lieber Clemens, schönes Wochenende und bis bald.
Clemens Wasner: Danke, gleichfalls. Schönes Wochenende, ciao.