UNFILTERED Podcast· Staffel 1· Folge 5

Ep. 5, Konstantin Kirchfeld – vom P&C-Manager zum globalen Sourcing-König der Fashion-Branche

Samstag, 20. September 2025 · 1 h 01

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Shownotes

Heute bei Unfiltered by UNHYDE: Konstantin Kirchfeld, einer der spannendsten Köpfe der deutschen Modebranche.
Wir sprechen über seinen Einstieg bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf, über die Führung der Eigenmarken mit über 250 Mio. € Umsatz, bis hin zum Managing Director der internationalen Beschaffungsagentur GMS in Hongkong – Konstantin hat sich ein einzigartiges Know-how im Fashion-Sourcing aufgebaut.
Nach über einem Jahrzehnt in Top-Positionen gründete er sein eigenes Unternehmen The Source, das heute mit über 100 Mitarbeitern in Dubai, Hongkong, Bangladesch und Italien aktiv ist und globale Marken in Design, Sourcing und Produktion unterstützt.
In dieser Folge sprechen wir über:
•Seinen Karriereweg vom Einstieg bis ins Top-Management
•Was er über Ausbildung vs. Studium denkt
•Wie man sich ein globales Netzwerk aufbaut – und auch hält
•Die wichtigsten Learnings aus 25 Jahren in der Fashion-Industrie
•Warum Sourcing der unterschätzte Karriere-Booster ist
•Was junge Leute unbedingt wissen sollten, wenn sie in Mode, Management oder Unternehmertum starten wollen
👉 Ein Gespräch voller Insights, klarer Learnings und ehrlicher Antworten.
Wenn du wissen willst, wie man Karriere, Netzwerk und Unternehmertum wirklich verbindet – hör rein!

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Wie schafft man es, in der Mode wahre Macht aufzubauen? Produkt, Marke oder Supply Chain? In unserer heutigen Podcast Folge sprechen wir mit einem ganz besonderen Gast. Konstantin Kirchfeld erzählt von seinem Einstieg bei Pic und Cloppenburg Düsseldorf. Bis hin zur Verantwortung mit 29 Jahren der globalen Beschaffungsagentur von Pic und Cloppenburg.

Nach seiner Zeit bei Pic und Cloppenburg gründete er sein eigenes Unternehmen The Source und schafft es hiermit zu einem globalen Sourcing Unternehmen für zahlreiche große Textilbrands aus der ganzen Welt, ergibt praxisnahe Tipps und erzählt von seinen Learnings und Erfahrungen und wie man international Teams führt. Eine unfassbar spannende Folge und ich wünsche euch ganz viel Spaß damit.

Haut unbedingt rein. Derjenige, der sich heute nicht mehr verändert, der geht dann wirklich. Hat nie wirklich abgezielt, eine echte Marke zu kreieren. Wie groß war das Team? Circa 20 Leute, so ein großes Haus von P und C hat 15 bis 17000 Quadratmeter. Jetzt so eine Produktionsstätte besuchst. Auf was achtest du dieses? Ganze Thema Kinderarbeit.

Das habe ich jetzt schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Penny Stock macht immer noch 16 Milliarden, wenn man fürs Geld arbeitet, hat man eigentlich schon verloren. Grüß dich. Hey Konstantin, freut mich dich hier treffen zu dürfen. Wir sind in Dubai derzeit und Konstantin muss ich wirklich sagen, ganz besonderer Gast.

So wie ein Art Mentor für mich, der mir viel gezeigt hat auch in letzter Zeit auch natürlich ein Grund warum ich hier nach Dubai gezogen bin, bist auf jeden Fall du langjähriger Familienfreund. Danke, danke, danke. Ja, fühle mich auch sehr wohl hier. Seit vielen Jahren glaube ich kann ich schon verstehen. Jetzt ist derzeit noch sehr warm, jetzt sind wir hier im Hochsommer in Dubai, aber es ist auf jeden Fall ganz trotzdem ganz angenehm.

Die gute Zeit kommt noch. Definitiv. Also, wenn wir mal anfangen bei dir. Du bist in Düsseldorf aufgewachsen, gab es da in der Zeit, sage ich mal, jetzt beschäftigst du dich viel mit Mode, natürlich auch mit anderen Thema, aber hauptsächlich mit der Mode, das gab es da schon so die ersten Dinge, wo du dich früh derzeit mit mit Mode befasst hast, in der Kindheit oder in der Jugend. Ja gut, Düsseldorf war ja schon auch seit jeher mein Standort, wo viel Modehandel betrieben wurde. Immer noch damals noch die CPD, die es heute so in der Form nicht mehr gibt, wurde dort sowieso immer mit konfrontiert und man wollte oder nicht und ich denke da haben sich so die ersten Grundsteine gelegt, warum

mich das einfach von Anfang an sehr interessiert hat, immer schon als als Schüler und und dann später auch als Student ausgeholfen in Showrooms und und in irgendwelchen Modeläden. Und so bin ich dann da immer weiter reingewachsen, während ich familiär da nie irgendwie schon Themen hatte, die in die Mode führten. Das das, das kam einfach ganz, ganz natürlich. Und anfangs hast du dich da entschieden. Ja, Betriebswirtschaftslehre zu.

Spielen. Genau. Genau an derselben Uni, wo ich auch studiert habe. In der Munich Business School. Wie war das damals für dich? Gut, ich finde, Betriebswirtschaftslehre ist immer ein guter, ein guter Grundstein, eine gute Basis für grundsätzlich alles, was man beruflich im Leben macht. So nach dem Betriebsrat. Studium muss man sich dann nur eben entscheiden, in welche Industrie man gehen möchte.

Das ist nicht immer ganz einfach, erinnere ich mich auch noch an dem Alter, man hat viele Wünsche, viele Träume, wird dann mit der Realität konfrontiert und dann irgendwann sucht einen der Job auch aus und und nicht umgekehrt also du. Hast dann damals schon während dem Studium umgejobbt, oder? Ja, ja klar, klar. Also als Schüler habe ich immer ausgeholfen. In verschiedenen, ja Modeläden im Holesale, welche welche Marken vertrieben und repräsentiert haben. Aus allen anderen Ländern gab es da immer irgendwelche Möglichkeiten ein bisschen Geld zu verdienen und und so ist das dann Stück für Stück entstanden.

Also dir war dann während dem Studium auch schon klar, du willst in die Mode modeprobe. Gehen also fortführen vom betriebswirtschaftlichen Studium habe ich dann ja. Ja so n so n dualen Modestudiengang gemacht in Nagold, da bin ich dann sowieso alle 23 Monate lang zwischen Praxis und Theorie hin und her gependelt.

Das war so für mich das das optimale ja, also so n sehr wissenschaftliches Studium, das fand ich zwar immer spannend, aber ich glaub das war für mich nie das Richtige. So, so ein bisschen mehr Praxisbezug war dann schon etwas, wo ich mich viel wohler gefühlt habe, ja. Und die Nagold, die ist ja wirklich super im Ruf auch.

Ja, heute weiß. Ich das nicht mehr so. Nicht, weil es mich nicht interessiert, aber weil ich, weil ich da einfach zu weit weg von bin. Aber es hatte immer einen guten Ruf, wenn man in dieser Industrie arbeiten möchte in Deutschland, da gab es auch nicht so viele Auswahlmöglichkeiten und und. Die AMD gab es. Die AMD gab es, wenn es dann ein bisschen mehr technischer werden sollte.

Gab es natürlich noch Reutlingen und dann die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Also die 4. Auswahl gab es. Alle mit so einem etwas unterschiedlichen Ursprung. Nagold war immer sehr handelsbezogen, Reutlingen natürlich sehr Industrie, also produktionsbezogen die AMD sehr kreativ designbezogen und Uni Reutlingen hat eigentlich so alles nicht, Reutlingen Quatsch, Mönchengladbach hat. Mehr oder weniger alles abgebildet also. Damals war Nagold die einzige Uni, die so einen dualen Studiengang ermöglicht hat, also mit Praxis und Theorie. Deswegen fand ich das ganz gut.

Und wie lange, wie lange ging der Studiengang ein? 2 Jahre oder? Nee, der ging. Zweieinhalb bis 3 Jahre. Ach Wahnsinn. Und das hat dich dann auch geprägt. Für später würdest du es, klar. Machen. Also ich war, glaube ich, wie jeder dann irgendwann sehr froh, als Schule und Studium endlich vorbei war.

Aber ja, das hat hat noch viel Kontakt zu alten Mitschülern oder Kommilitonen und und da habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen. Dran. Was waren dann so die nächsten Schritte? Ich habe immer das getan, was mir wirklich Spaß gemacht hat. Ich bin immer der Meinung, dass so die Leidenschaft wahnsinnig wichtig ist. Denn in egal welchem Beruf arbeitet man häufig stark am Limit und und wenn, dann so.

Dass das Thema, mit dem man sich beschäftigt, etwas ist, was man mit Leidenschaft verbindet. Dann fällt einem das einfach einfacher, man, man verbindet es nicht immer unmittelbar mit Arbeit, so hab ich auf der Basis immer entschieden für mich ja will ich sagen, dass es für jeden richtig ist, aber mit den meisten, mit denen ich dann über solche Themen spreche, bestätigen wir das auch. Ja, da nanntest du das Netzwerk ja. Was nicht dieses gewollte Socializing unterstreichen soll, sondern in jedem Beruf.

Gibt. Ja genau finde ich ehrlicherweise auch, aber aber ein Netzwerk in seinem Beruf, in seiner Industrie ist zwingend notwendig, egal wie groß, toll, erfolgreich oder auch vielleicht nur auf kleinem Niveau, jeder dann beruflich unterwegs ist. Es ist immer eingeben und nehmen und. Parteien unterstützen sich und müssen sich unterstützen, wollen sich unterstützen.

Jetzt wird es etwas moderner wieder, dass viele über Partnerschaften sprechen, ja, und das finde ich eigentlich sehr schön und sehr wichtig, weil. In keiner Industrie kann einer allein überleben, also zu jeder Industrie gibt es vorlieferanten oder Distributeure oder einen Austausch über Mitarbeiter, die man gegebenenfalls einstellen möchte. Dementsprechend ist das Netzwerk einfach unbezahlbar und das wächst.

Ja, das hört ja nie auf, fängt in frühen Jahren im Berufsleben an oder vielleicht sogar schon im Studium und und, und. Daraus zehrt sich dann zu einem großen Teil auch der Erfolg. War das damals für dich schon so ein entscheidender Faktor, warum du dann im Handel auch geblieben bist? Nee, also ich würde nicht von mir behaupten, dass ich das jetzt alles von vornherein so geplant habe.

Meine Oma hat immer gesagt, willst du kurz zum Lachen bringen, mach einen Plan, also ich finde das zwar trotzdem wichtig, dass man einen hat, aber man muss auch auch offen sein für Veränderungen und und immer wieder dynamisch bleiben und und neu überlegen, aber um deine Frage zu beantworten, ich.

Das so nicht alles geplant, kann jetzt natürlich Rückblinkend sagen, was von dem was ich gemacht habe hilfreich war und was ich jetzt keinem empfehlen würde noch mal zu tun, weil das reicht ja, wenn den Fehler einer gemacht hat, aber so hat sich das von jeher von von von Anfang an ganz gut entwickelt und dementsprechend habe ich nie bereut in der Branche zu arbeiten und habe auch. Neben den üblichen Stunden Freitag Mitternacht, wo ich mich gefragt hab, warum ich diesen Mist überhaupt tue, das tut glaube ich auch jeder in solchen Momenten aber aber hab wollte ich eigentlich damit ausdrücken, nie bereut in der Branche tätig zu sein.

Ja, jetzt ist sie aktuell, wie wir alle wissen. Nicht die einfachste, aber jede Krise ist auch eine Chance. Ich bin fester Überzeugung, dass die Leute schon nicht nackt rumlaufen werden, sieht zumindest nicht danach aus und und muss nur eben neu denken, neu planen, neu agieren, hört sich in der Tat immer recht einfach an und ist dann sehr komplex, insbesondere in größeren Unternehmen, weil es am Ende wie in jeder Unternehmung ums Geldverdienen geht und auch Restrukturierungen kosten Geld. Gerade auf europäischem Rechtsboden und und nichtsdestotrotz ist es jetzt Zeit, sich zu verändern. Nicht mehr, weil wir es vielleicht wollen, sondern weil wir es müssen.

Ja also derjenige, der sich heute nicht mehr verändert, der geht dann wirklich pleite. Jetzt aber noch mal zurückzukommen nach deiner Zeit in Nagold bist du dann zu Pik und Cloppenburg gegangen. Genau, genau da war ich. Viele, viele Jahre, habe auch sehr gute Erinnerungen an die, an die, an die Unternehmung und auch an die Familie, bin da sehr dankbar, dass ich dort dort anfangen konnte und und viele Jahre das Unternehmen begleiten durfte.

Das ist dann auch eben wichtig. Ja, ich hatte das Glück, dass ich dort Anschluss gefunden habe, ich hatte das Glück, dass ich dort zusehends in Position war, wo ich auch 4 kreieren konnte, das ist. Ist dann mindestens genauso wichtig wie das Studium. So die ersten ein 23 Stationen heute glaube ich ist es nicht mehr so üblich, dass ja im Schnitt die Leute 1015 Jahre in einem Unternehmen bleiben, das war schon in meiner Generation nicht der Fall, aber da hatte ich einfach Glück. Ja das das gehört auch immer mit zum Leben dazu. Und was waren da für Faktoren?

War es die Kultur bei PIK und Cloppenburg Düsseldorf oder. Genau das war PIK und Cloppenburg Düsseldorf. Ich eben sagte ab einem gewissen Grad. Hat. Insbesondere würde ich jetzt Reflektierend sagen, wenn man dann arbeitet, arbeitet man, vieles wird nicht mehr ganz so strategisch, weil es einfach operativ ist und Peek und Cloppenburg ist ein tolles Unternehmen, hat viele Möglichkeiten, sind im Handel, sind in Eigenmarken und da gab es einfach sehr viele Möglichkeiten, sich auch im Unternehmen zielgerichtet.

Aufzustellen und auch mit zu verändern und somit ja 15 Jahre später stellte ich fest, dass es eine lange Zeit ist. Aber. Es lag ja sicherlich auch an deiner Qualität. Ich habe auch nicht einmal alles richtig gemacht. Das tut glaube ich keiner. Ich würde von mir behaupten, dass ich in den Ergebnissen in der Tat sehr erfolgreich war, mit einer einzigen Ausnahme, ich habe mal eine Abteilung geführt in Frankfurt, das weiß ich noch, das war eines der. Ersten Station, Ich glaub da war ich wirklich nicht besonders gut danach.

War es zweifelsohne. So dass dass, dass das, was ich verantwortet hab, erfolgreich war. Klar, ich bin dankbar für all die Erfahrungen, da war auch nicht immer alles toll. In den Erfahrungen, aber im Nachhinein und mit ein bisschen Abstand und Reflektion bin ich da, um die 15 Jahre, die wirklich eine lange Zeit sind, sehr dankbar. Einkauf und Beschaffung hast du dann gemacht. Ja, ich habe den den Handelseinkauf verantwortet für also einen Teilbereich.

Ich habe dann mal für 2 Jahre oder 3 Jahre fast in einer der Eigenmarken gearbeitet, das war hochgradig spannend, da hatte ich auch einen super Mentor. Und, und dann hab ich, das war die längste Station, 13 Jahre das Sourcing für die Eigenmarken betreut und zeitgleich dann in den letzten 23 Jahren neben dem Sourcing auch auch auch die Gesellschaft für alle Eigenmarken. Ja, das war einfach das Spannende bei Pick und Cloppenburg, du konntest Handel, Einzelhandel. Vom E Commerce war ich immer am E Commerce war ich immer interessiert, da war ich aber persönlich nie wirklich tief involviert, aber dann eben die Kreation der Eigenmarken und die Beschaffung dahinter, das war dann schon einfach eine komplette Supply Chain und

dementsprechend fand ich das sehr interessant. Und, und weil vielen das wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist, wie wie groß sind denn eigentlich diese Eigenmarken, oder gibt es da bekannte Namen, die man auch kennt von den von den Eigenmarken? Sind Eigenmarken. Wie wir in der Industrie sagen.

Wir haben eine Umfrage gemacht. Damals erinnere ich mich noch sehr genau daran. Der Endkonsument unterscheidet da in der Regel nicht, also da gibt es Marken bei PEEK und Cloppenburg, die haben unabhängig von von PEEK und Cloppenburg Kunden einfach auf der Straße einen einen hohen Bekanntheitswert und das hat sich über 3035 Jahre entwickelt, und das ist sehr wertvoll, ist auch in der heutigen Zeit.

Als das implementiert wurde, vor 35 Jahren, war es relevant, sonst hätten sie es nicht gemacht. Aber in der heutigen Zeit, wir merken ja, dass gerade im kommerziellen Bereich alte, ja Systeme alte Marken, womit ich nicht sage, dass die Marke alt ist, aber die, die das Angebot, die Kreation, das Produkt dahinter einfach so nicht mehr funktioniert und in der Größe wie Peek und Cloppenburg heute dasteht, entsteht dadurch ein großer Gap und.

Wenn man es im freien Handel nicht findet, dann muss man es halt selber machen, ja. Also waren es dann wirklich meist die Kunden, die das Kaufhaus schon betreten haben, also die übliche Frequenz. Und dann war das so. N add on die Eigenmarke zu kaufen. Zweifelsohne also Beck und Cloppenburg hat nie wirklich abgezielt darauf, eine echte Marke zu kreieren.

Ich glaube, das hatten wir immer vor. Aber natürlich war uns dann irgendwann, wie sagt man das auf Deutsch, das Hemd näher als die Hose. Das musste sich halt verkaufen und wir haben immer geguckt, wo gibt es eine Nachfrage, aber kein Angebot, das war mal so in den ganz frühen Zeiten war natürlich die Eigenmarke immer so die die die günstige Variante von so wie man das im Lebensmitteleinzelhandel, glaube ich auch viel hat, hat sich dann aber stark verändert und wurde mehr.

Ein eigenes Profil in der Eigenmarke und das hat sich auch als richtig erwiesen. Ja, also früher gab es viele Stammabteilungen, sprich du brauchst eine Jeans und ein bisschen die Jeans zur Stammabteilung frei, das ist zu einem gewissen Grad, sonst hätte das Lodenfrei, weil du das gerade sagst heute auch nicht mehr.

Bodenfrei ist ein fantastischer Laden, natürlich sehr, sehr hochwertig im Vergleich Pik und Cloppenburg ist ja in der Preislage schon im Schnitt, bieten auch hochwertig an, aber im Schnitt eben deutlich kommerzieller und viel breiter aufgestellt, also ein großes Haus von von P und C hat meiner Erinnerung nach 15 bis 17000 Quadratmeter, und die müssen bespielt werden und die müssen mit Emotionen bespielt werden und früher war es mehr die Stammabteilung nach Bedarf.

Und da war die Eigenmarke dann die günstige Variante von und größere Flächen zu bespielen. Schaffst du aber nicht mit 30 verschiedenen Jeans zu unterschiedlichen Preislagen, das ist dann der Bedarfskunde, die Emotion, die die Mode ja heute verkauft oder verkaufen muss, weil weil der Endkonsument in der Regel Klamotten genug im Kleiderschrank hat, dann müssen da Vollkollektionen kreiert und angeboten.

Werden habt ihr praktisch um das Bedarf um das Eigenprodukt ein ganzes Team aufgebaut? Klar. Genau, genau ja also das Team. Ja, aber ich rede jetzt gerade noch vom Produkt, das musste eine Kollektion sein mit einem roten Faden in einer sehr anspruchsvollen und und gerechtfertigten Preislage. Anspruchsvoll.

Damit will ich ausdrücken, in einer relevanten, und da hatte Peek und Cloppenburg natürlich bis heute immer fantastische Chancen, weil sie die Flächen besitzen in Eigenregie und sich nicht abstimmen müssen mit Tausenden von holzerk Kunden. Und. Und Marketing wurde gemacht, wird auch bis heute noch immer wieder gemacht, aber das beste Marketing findet natürlich auf der Fläche statt, also wenn sich das Teil verkauft, das Teil sitzt, der Artikel jährlich ist auch noch über den Kauf hinaus, dann ist das das beste Marketing was man machen kann, also nimm bis heute die Inditex Gruppe, die wir ja mein Gott, manchmal kann ich es auch schon nicht mehr hören, weil sie sind einfach so fantastisch, das ist

so Marketing betreiben sie kaum. Also die Schaufenster sind sehr überschaubar. In Printmedien sieht man kaum was, bis hinzu gar nicht in Social Media Kanälen müssten wir jetzt beide auch drüber nachdenken, wenn wir da oder überhaupt mal irgendwas gesehen haben, also sie verkaufen sich übers Konzept und fantastisches Produkt und eine sehr ansprechende Preislage, ja. Ich habe gesehen, praktisch welche Produkte nachgefragt werden und demnach dann oder?

Das ist natürlich der große Vorteil von Peonce. Also einfach einfach die Summe von Daten, die Peek und Cloppenburg bis heute hat. Die ist Gold wert, sie können genau sagen, was der Kunde gerade sucht, dass. Korreliert dann manchmal so mit den Vorlaufzeiten in der Produktion in heute bei heißem Wetter der Kunde Badehose haben möchte, dann ist die, dann ist die Badehose nicht morgen fertig produziert im Laden, aber nichtsdestotrotz mit den Daten kann man natürlich wahnsinnig viel anfangen, vor allem über ich habe jetzt die Zahl vergessen, dazu ist auch schon zu lange her, ich weiß nicht 1000 fremdmarken über beide gender bis hinzu Kindern damals noch du genau weißt welche Farben, welche Schnitte. Und so weiter funktionieren.

Dann ist es immer noch anspruchsvoll, eine eigene Kollektion zu machen, aber du machst nichts mehr, nicht nicht mehr ins Blaue hinein. Also ich hatte ja auch extrem viele Datenpunkte, wie du schon angesprochen hast. Das war natürlich ein riesiger Vorteil und auch um die Eigenmarken zu skalieren. Klar.

Und bei der bei der Beschaffung. Was waren da die Hebel, vielleicht auch das große Volumen, oder? Ja, was war der? Hebel also erst mal. Als ich damals nach Hongkong gezogen bin, hatte ich natürlich erst mal überhaupt keinen Hebel, also genau das Gegenteil. Weil die Firma Sourcing betrieben hat über damals 20 Jahre ohne Büros vor Ort. Es war damals auch in Ordnung, ist dann aber so gewachsen, dass die Unternehmung erkannt hat, jetzt müssen wir das so aufstellen, dass wir auch mit eigenen Leuten näher vor Ort sind, um A die Produktionsprozesse zu kontrollieren, heute sprechen wir viel über Compliancy, das waren dann damals auch schon die Gründe. Und gleichzeitig gab es natürlich Lieferantenbeziehungen aus Fernost direkt nach

Düsseldorf. Deswegen habe ich mich damals nicht so furchtbar beliebt gemacht im Unternehmen, war aber zwingend erforderlich, ja, und wir haben es geschafft, dort die Supply Chain, das hat aber auch lange gedauert, ja, also würde ich nicht behaupten, dass das besonders einfach war, über 1015 Jahre nicht nur zu stabilisieren, sondern wirklich für die Zukunft richtig aufzustellen.

Richtig heißt also, flexibel in mehreren Produktionsländern. Im Risikomanagement über die Produktionsländer, so dass es einigermaßen ausgewogen war, eine eine, eine vertrauenswürdige Qualitätskontrolle und, und, und. Klar spielen die Preise auch immer eine Rolle, auch das haben wir geschafft, enorm zu verbessern. Ich habe immer versucht, auch dort die richtige Balance zu finden zwischen Requirement und und und dem Produkt, was man in der Hand haben wollte, um es erfolgreich zu verkaufen, also wir haben dann dort kein kein Preisdumping. Betrieben, und das würde ich heute auch nicht tun in meiner Unternehmung, das muss ja eine langfristige Zusammenarbeit sein und, und das hat, wie ich eben

sagte, lange gedauert, sind wir auch durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Aber würde ich behaupten, dass das dann nach ja 678 Jahren wirklich sehr erfolgreich und auch langfristig heute noch für das für das Unternehmen richtig aufgestellt? Ist und warum der Standort Hongkong damals? Ja, gute Frage.

Kann ich aber. Ganz einfach beantworten damals waren die Volumina noch insbesondere in in Asien, in China. Heute sind die Volumina wenn dann in Asien immer noch in China. Aber nicht mehr zu dem Volumen, wie es damals war. Dann kamen Produktionsländer hinzu wie Vietnam, Kambodscha, Indonesien, wo ich persönlich nie wirklich Fuß gefasst hatte, aber nicht aus irgendeinem Grund, sondern einfach, weil wir für dieses Land dort keine Produkte hatten, die notwendigerweise dort produziert hätten werden müssen, und dann habe ich mich zusehends sehr auf Bangladesch konzentriert, das hat sich auch als richtig erwiesen, bin dann damals sogar dahin gezogen, für 2, zweieinhalb Jahre.

Und das sind dann die neuen Produktionsländer geworden. Wichtig ist mir dabei aber auch, immer wieder hervorzuheben, das heißt nicht, dass sie China komplett abgelöst haben, China ist immer noch nicht nur interessant, sondern super relevant und wenn es dann mal nicht das fertige Produkt ist, dann sind es die Rohwaren, die dort herkommen, also Bangladesch kann ohne Rohwarenhersteller überhaupt nicht existieren, ne, die haben zwar lokale Betriebe, aber die beziehen alles von außerhalb, ich glaube die letzte Zeit die ich gesehen habe waren waren 75 oder 80. Prozent ja, Wahnsinn.

Und dementsprechend deine Frage zu beantworten, damals Hongkong neben den genannten Punkten war es dann auch noch so, dass natürlich eine gute Rechtssicherheit hatte und man sich da entsprechend wohlfühlt, auch gesellschaftsrechtlichen Unternehmen aufzusetzen. Und wie groß war das Team, das du damals aufgebaut hast? Das waren, glaube ich, in der Spitze circa 180 Leute. Wahnsinn, Wahnsinn.

Du warst ja noch relativ jung. Damals muss man auch sagen. Ja gut, das war natürlich nicht von Anfang an so viele Mitarbeiter. Ich war auch nie stolz darauf, besonders viele Mitarbeiter zu haben. Ich hatte immer eher den Anspruch, mit besonders wenig Mitarbeitern möglichst viel Umsatz zu machen, aber es ist einfach ein sehr Labour Intense Job im Sourcing.

Ja, nichtsdestotrotz darf man auch nicht vergessen, es waren einfach viele Länder und sind bis heute viele Länder. Und und wir wollten ja mit dem Sourcing auch den Job für die Entscheidungsträger in Düsseldorf einfacher machen. Viele Funktionen in Asien. Die. Hätte man aus Düsseldorf gar nicht heraus vollbringen können.

Ja, also wir haben ja nie etwas dort draußen gemacht, was wir vorher schon in Düsseldorf gemacht haben. Sonst hätten wir das Sourcing nicht gebraucht, zusätzlich aber Qualitätskontrolle in den Fabriken vor Ort, Auswahl von Fabriken, Preisverhandlungen auf der entsprechenden Sprache in der entsprechenden Kultur steht sonst ständig, also heißt jeden Tag auf den Märkten unterwegs zu sein, auf den Stoffmärkten und so weiter, um nach neuen Verarbeitungen, neuen Farbvarianten und so weiter zu schauen, das sind einfach Tätigkeiten. Die bekommt man nicht hin von 10000 Kilometer entfernt. Klar, also da musste jemand vor Ort sein. Klar, die Brücke dann immer zu zu schlagen, also auf dem Papier ist das einfach einfacher.

Dann zu sagen, Gut, Beyonce hat auch noch Mitarbeiter in Fernost, aber man muss das natürlich dann auch emotional entsprechend hinbekommen, dass wenn du jetzt in Düsseldorf säßest und ich in Hongkong. Dass wir uns auch wirklich so fühlen, ja, selbst wenn 10000 Kilometer Entfernung dazwischen liegen, das klingt heute, jetzt hör ich mich schon an, wie mein Vater damals, deutlich einfacher, weil wir es sehr viel mehr gewohnt sind. Ja, also damals gab es noch keinen Zoom und kein Teams Calls, vielleicht gab es das schon technisch und und. Wir haben uns danach damit nicht beschäftigt. Es kann sein, aber wir hatten dann auch damals so diese ganz teuren Videokonferenzanlagen können wir uns, glaube ich, alle noch dran erinnern im

Berufsleben heute, mein Gott, macht man das schnell übers Handy, ja und und sieht sich trotzdem, das macht so in der emotionalen Bindung, die Dinge schon deutlich einfacher, ja, nichtsdestotrotz, man muss sich immer noch sehen und ich halte das auch für sehr wertvoll und wichtig. Klamotte ist einfach ein emotionales Produkt und man muss es anfassen und man muss es fühlen und teilweise sogar auch mal riechen. Wir reden viel über Digitalisierung, was ich auch in meiner Unternehmung heute sehr stark forciere, aber ab einem gewissen Punkt muss das Produkt angefasst werden und das Produkt muss auch produziert werden.

Die Digitalisierung behaupte ich zum Stand heute, wird sich auch weiterentwickeln, aber zum Stand heute. Führt sie zur besseren Entscheidungsfindung, also mit dem ganzen Thema AI und und 3 D Visualisierung führt dazu, dass wenn du eine Anfrage an mich hast und wir das entsprechend aufbereiten, anhand von Daten und und und dann auch in einer 3 d Visualisierung, dass du direkt sagen kannst gefällt mir, gefällt mir nicht oder folgendes noch ändern, wir haben noch keine Muster hin und her geschickt, haben noch keinen Sample Room belästigt, aber. Und das Ganze hat vielleicht 2 Tage gedauert versus in der Vergangenheit, also Vergangenheit, sprich jetzt von 3 d ist ja auch nichts mehr was, was nicht jeder Dritte auch schon macht 67 Wochen ja hat das

in der Vergangenheit, sprich von vor 15 Jahren gedauert und das schaffen wir heute so ja, aber dann erwartest du auch irgendwann ein Produkt was du anfassen kannst und dann drücken wir auf den Knopf und dann lassen wir es produzieren, ja werden da in Summe schneller Kosten sparen wir nicht wirklich, das dachte ich früher immer, weil diese ganzen.

Gerade genannten Dinge kosten auch sehr viel Geld. Ja, aber wir sind auf jeden Fall schneller und nach hinten raus in der Mathematik sind wir dadurch erfolgreicher, weil Mode ist im stetigen Wandel, im High Fashion noch viel mehr als im kommerziellen Bereich, nichtsdestotrotz, je später wir entscheiden, desto besser ist es in der Regel fürs Produkt.

Für schnelle Produktion behaupte ich immer das Gegenteil. Wenn es nämlich um die Rohwaren geht. Da müssen wir eigentlich Frühzeitigst entscheiden, heißt, wenn Rohwaren fertig produziert in den Fabriken liegen und wir wissen, es ist immer das gleiche weiße t Shirt, nur vielleicht ändert sich mal der Schnitt. Oder der Print, Wenn wir durch die Inditex Läden gehen, haben es eben schon gesagt und man sich wirklich auf die Rohwaren konzentriert.

Beim Durchgehen stellt auch jeder fest, meine Güte, die machen sehr sehr viel auf sehr wenigen Warentypen und sind dadurch so enorm schnell. Also liegt dies auch an dem an dem geballten Know How wo die wo die über Jahrzehnte? Haben also ich glaube derjenige, der heute behauptet, er möchte Inditex schlagen, ich weiß nicht, ich glaube, das ist so, wie die heute aufgestellt sind, schlicht nicht schlicht nicht möglich. Mit einem sehr anderen Konzept kann man immer auch Marktanteile gewinnen, aber aber zarer, so wie sie das machen in ihrem Konzept, sind meiner Meinung nach unschlagbar. Und noch mal zurückzukommen zur Hongkong Zeit. Wie war das damals nur für dich?

Also wie hast du dir ein Netzwerk aufgebaut? Du hast ja gesagt, du hast mit mit 0 dort angefangen, bist dort drüber gezogen, wie lange hast du dort gelebt und und wie war es in Hongkong. Bin dort hingezogen mit 29. Das war für mich nicht einfach, dort ein verlässliches Netzwerk aufzubauen, weil. Ja, fast jeder Lieferant vermeiden wollte, dass wir mit der neuen Sourcing Einheit von Peek und Cloppenburg dort neue Wege gehen.

Da wurden uns schon viele Steine in den Weg gelegt. Nichtsdestotrotz, wenn man sich da durchbeißt, haben wir oder wir haben uns dann da durchgebissen, wir haben dann auch vertrauenswürdige Partner gefunden, auch aus der Vergangenheit, die uns dann geholfen haben, ich hatte auch natürlich Unterstützung von der eigenen Unternehmung, Gott sei Dank. Ich hatte auch ein 2 Berater zur Seite, die mir sehr geholfen haben mit ihrem Know How, weil die das einfach vorher schon getan hatten und dann haben wir definiert basierend auf Performance wer weiter mit uns zusammenarbeiten, wenn er denn dann möchte kann und wer eben nicht. Wie viele Produktionsstätten waren damals dann involviert? Es waren 800.

Wahnsinn. Wenn nicht sogar mehr. Deswegen sagte ich, es hat auch lange gedauert. Kann man nicht mit der Brechstange machen, weil weil am Ende des Tages hat natürlich gezählt, dass dass die Produkte vernünftig produziert werden und entsprechend im Lagen zum guten Verkauf liegen. Da wollte ich dann oder hab ich natürlich teilweise auch Dinge durchgewunken, nur um das gerade genannte zu ermöglichen und dann ne Saison später zu sagen, jetzt Stopp und jetzt machen wir es auch mal bitte anders.

Weil alles, was man tut, und das ist wahrscheinlich so die was Peek und Cloppenburg uns immer sehr gut beigebracht hat, alles was man tut, soll auf den Endkonsumenten bezogen sein, ja, und was nützt es einem, wenn ich in der Fabrik in in Nordchina irgendwas ausgetauscht hab, weil nicht preislich interessant in der Lea Time zu langwierig oder in der Compliancy?

Nicht so. Es gibt natürlich Minimum Requirements, die haben wir nie in Frage gestellt, aber Dinge besser machen kann man ja dennoch, aber das Produkt wär nicht zur richtigen Zeit im Laden gewesen, das hätte dem Unternehmen auch nicht geholfen. Ja muss man immer abwägen zwischen. In eigenem Anspruch Supply Chain, aber eben auch auch auch auch der Nachfrage dann.

Wenn du jetzt noch mal so eine Produktionsstätte, das würde mich wirklich auch mal interessieren, wenn du jetzt so eine Produktionsstätte besuchst, auf was achtest du da eigentlich letztendlich? Du hast so viele Produktionsstätten gesucht, was sind für dich so Qualitätsmerkmale? Also das Allerwichtigste ist mir der Inhaber, die Inhaberstruktur oder eben derjenige, der die Firma leitet, weil das wird immer der wichtigste Ansprechpartner sein und. Und dann das Gefühl für deren Kultur. Das sind ja Länder, in denen ja Gesetzeslagen herrschen, die nicht mit unseren zu vergleichen sind, also das funktioniert entsprechend alles auf Personal relationship. Dementsprechend habe ich mich immer insbesondere auf das konzentriert, neben dem

Selbstverständlichen, also nicht selbstverständlichen, aber selbstverständlich neben dem technischen, der technischen Capability. Welche Maschinen wie viele Maschinen, also diese ganzen Factory Profiles, die du auch kennst, da muss man kann man schnell einen Taschenrechner rausziehen und merken, passt die Maschinenanzahl zum zum Monsley Output oder nicht oder passt die Mitarbeiteranzahl zu dem dargestellten Umsatz und so weiter und sofort.

Also man stellt da fest, dass auf jeden Dritten eigentlich völliger Blödsinn steht. Weil die sich überschätzen, oder? Ach, ich weiß es immer gar nicht. Also einige Lügen. Bei uns in der Branche lügen ja sowieso so viele Leute, ist fürchterlich, aber also Betrug gibt es immer, insbesondere in dem Teil der Supply Chain, aber teilweise sind sie es auch gar nicht gewöhnt, sich zu vermarkten, dann macht das irgendeine kleine Abteilung, die gar nicht genau weiß, wieviel Maschinen auf welchem Flur stehen und so.

Es war mir am Ende des Tages auch egal. Es muss einfach unterm Strich eine Fabrik sein. Also egal war mir der kleine Fehler auf dem Factory Profile. Wichtig war mir die Fähigkeit, unterstützt durch Maschinen und Mitarbeiter und die Kultur und selbstständig die Compliancy. Die Compliancy ist aber auch ein sich stetig verändernder Prozess oder weiter wachsender Prozess, da habe ich mich auch.

Zeitweise fürchterlich gestritten mit gewissen Leuten, weil wir können nicht, auch wenn das unser Anspruch ist. Aber wir können nicht erwarten, dass in Nordchina oder südbangladesch, ich sag mal Compliance Levels herrschen, die mit unseren in. Hamburg zu vergleichen, dass wir den Anspruch haben, nach vernünftigem Standard zu produzieren, da bin ich der Erste, der das unterstreicht.

Aber wir müssen uns weiterentwickeln und wir müssen uns auch auf die lokalen Gegebenheiten einstellen und wissen ja, dass die Muslime einfach am Freitag nicht arbeiten, das ist deren Religion, dafür arbeiten sie dann am Sonntag und dieses ganze Thema Kinderarbeit, was mich dann immer so jeder dritte Bekannte irgendwie.

Die beim beim Abendessen fragt, das habe ich jetzt schon seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Das sind dann andere Themen, die es heute herausfordernd machen. Aber um deine Frage ursprünglich zu beantworten, das Waren so die Auswahlkriterien, also also Fähigkeit, und da hatten wir oder insbesondere einen Mitarbeiter, hatte ich da immer Peek und Cloppenburg im Sourcing, der mir da sehr unter die Arme gegriffen hat, diesen Maschinenpark intensiv zu durchleuchten, die Prozesse intensiv zu durchleuchten. Und ich hab mich dann viel auf die Kultur, die Inhaberstruktur, die Personen dahinter konzentriert. Und so hat das dann dann n ganz gutes Bild ergeben. Um zu entscheiden, wollen wir die Fabrik Onboarden oder nicht oder werden wollen wir sie

vielleicht auch die Listen. Ja, und wie kann man sowas erkennen? Ob da jetzt jemand ehrlich gegenüber mir ist? Letztendlich. Gerade also wenn ich dir das beantworten könnte, da wär ich glaub ich schon viel weiter im Leben. Man weiß es dann immer erst, wenn es mal schief geht. Nein, es ist nicht ganz so schlimm, man kann die Fabrik natürlich auch testen, gibt mir immer was zur Ausarbeitung, macht selber mal einen Fehler bewusst ins Techpack rein um um festzustellen erkennt er das oder lässt das unter den Tisch fallen und so weiter es ist zwar vielleicht nicht immer ganz fair, aber wir haben alle keine Zeit um heraus zu.

Zu finden in 3 Jahren. Ob die eine Fabrik dann vielleicht doch nicht so ganz ehrlich ist oder nicht, da bin ich dann vielleicht lieber am Anfang ein bisschen strenger, um herauszufinden, ob da alles koscher ist. Und auf wieviel hast du das dann reduziert? Die 800 vom Anfang oder was waren wir müssen.

Natürlich immer unterscheiden zwischen Fabrik und Produktionsstätten. Also eine Fabrik kann ja mehrere Produktionsstätten haben, ich glaube. Ist an dem Tag wo ich mich dann selbstständig gemacht habe beziehungsweise bei Ping und Cloppenburg aufgehört habe, waren es so circa 100. Das waren so dann die Hauptlieferanten. Ich meine, ein Thema hat P und C natürlich immer gehabt und wird es auch immer haben und das ist nicht negativ. Sind natürlich sehr breit aufgestellt, also wir haben beide Gender, sie haben verschiedene Stilrichtungen, sie bieten alle Produktgruppen an.

Und dadurch und dann immer, wie ich es eben sagte, in mehreren Ländern, um in all denen unterwegs zu sein und Preise vergleichen zu können und ein Risikomanagement zu haben, da landet man sehr, sehr schnell bei circa 100. Klar kann man das auch mit 20 Lieferanten machen in nur China, aber das würde ich heute auch keinem mehr empfehlen.

Und du hast den Kulturunterschied schon angesprochen, da würde mich auch mal interessieren, wie stellt man Menschen aus, also. Wie sind da die Prozesse beim Hiring auch? Also wie hast du das geschafft, Menschen aus verschiedenen Ländern gab es da damals schon Portale, wo man die angestellt, also wo man die gefunden hat oder übers Netzwerk? Ja, gab es.

Leute zu finden, die interessiert sind, da hatten wir nie Probleme mit. Also Leute, gibt es genug, die Herauszukristallisieren, die wirklich relevant sind fürs Unternehmen, ja, also dort viel mehr, weil unterschiedliche Kulturen muss den Leuten in die Augen gucken. Man muss man, man erfährt mehr über deren Familien, weil die, die die Firmen dort eigentlich ne eigene Infrastruktur bilden, insbesondere in Ländern wie Bangladesch, Pakistan, Indien, China, ist da vielleicht noch n bisschen was anderes und Hongkong sowieso, aber man muss sich einfach mehr Zeit nehmen, um herauszufinden, was ist das für ein Mensch, der vor dir sitzt, ja. Neben seinen Fähigkeiten im Job und auf der Basis dann entscheiden ihr.

Kamt euch dann als Team auch noch mal viel näher als jetzt in Deutschland sein würde. Das ist so, das ist so, habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass häufig Mitarbeiter sehr viel mehr intega sind. Das ist ein deutsches Wort, mehr intega ich versuche mal, dieses Wort Loyalität zu vermeiden, weil das hat auch negative Aspekte, also intega waren die Mitarbeiter dort tendenziell sehr viel mehr als ich das aus Europa erkannte. Also die haben fürs Unternehmen gelebt. Ja.

Das ist so also im. Positiven Sinne ja, also also sowohl für den Mitarbeiter wie auch das Unternehmen. Und das war damals und jetzt kommen wir dann zum nächsten Schritt, weil du hast ja schon angesprochen, du hast ja dann dein eigenes Unternehmen gegründet, das hast du dann praktisch auch geschafft aufs Neue, also beim neuen Unternehmen wieder diese integer, die Einstellung.

Also jedes neue Unternehmen hat ja immer in den ersten Jahren auch viele Herausforderungen. Herausforderungen hören zwar nie auf, aber so. Die ersten 3 Jahre sind sind bekanntlich immer die, wo so die Grundstruktur gelegt werden muss. Und dann gibt es ein neues IT System und Banken mit denen man noch nie zusammengearbeitet hat und neue Prozesse und dies und das und jenes wird behaupten, dass das eine sehr ähnliche Aufbauarbeit war wie damals, als sich die Sourcing Einheit von Peek und Cloppenburg mit aufgebaut hat, ja in vielen Dingen anders, aber.

Aber in so den grundlegenden Dingen doch vergleichbar. Ja, die Kultur, die kann man vorleben und immer wieder auf viele Zettel und sonst was schreiben, weil die muss einfach gelebt werden, ja und ich würde nicht behaupten, dass ich eine Kultur in 3 Jahren entwickeln kann, ich hab da von Tag 1 an alles für getan und ich denke, wir wir leben das auch ganz gut, aber es wäre jetzt fatal. Und falsch von mir zu behaupten, dass wir nach 3 Jahren eine eine echte Kultur etabliert haben, die ohne jegliche Fragen erlebt wird.

Das das das dauert mindestens 10 Jahre in egal welcher Industrie, in egal welchem Job, nach 3 Jahren kannst du gerne. Wo habt ihr das erste Büro eröffnet? Das erste Büro eröffnet haben wir in. Dubai als sozusagen rechtliches Hub, das war das erste und das zweite in Bangladesch. Ja, und dann kamen die anderen, ja, das Waren die ersten beiden. Jetzt ist es ja wirklich international, muss man sagen, ja.

Das sind natürlich auch nicht immer alles riesengroße Büros, aber in der heutigen Zeit. Wir lesen alle jeden Tag in der Zeitung über diese neuen Zollkriege und und und und so weiter, da müssen wir jetzt nicht zwingend drüber reden, weil wir das ja sonst auch schon ständig tun, doch im Privaten aber. Man muss einfach flexibel sein und mehrere Lösungsmöglichkeiten haben.

Neben nur einer ja. Dementsprechend haben wir uns da einfach recht breit aufgestellt, um das anbieten zu können. Und um den Service noch mal genau zu beschreiben, letztendlich was was bietet ihr genau an, wer sind eure, wer ist das ideal? Customer Profile. Wir kochen natürlich auch nur alle mit Wasser.

Nichtsdestotrotz versuchen wir die Dinge auch nicht. Nicht nur besser, sondern auch anders zu machen. Wir wir investieren sehr viel in Produktdesign, eigenes Produktdesign wie auch eigenes Research and Development, also wir bieten dem Kunden an, sich anhand von Daten und zahlen, Daten, Fakten bei uns zu orientieren, um die für ihn richtige Kollektion zu entwickeln.

Da nehmen wir ihm sehr viel ab, man sagte eben, er kann uns sagen, machen wir mal auf der Basis einen designvorschlag, wir arbeiten darüber hinaus mit ausschließlich eigenen Mitarbeitern. Wir wir haben auch in der Qualitätskontrolle beispielsweise nur eigene Mitarbeiter, um wirklich auch bis zu der, wie soll ich sagen, das ist ja fast das Ende der ganzen Wertschöpfungskette, wirklich den Kunden zu verstehen und das Produkt zu verstehen, uns nicht an fremden Dritten zu verteilen, der das dann nur noch auf dem Excel Sheet entscheidet. Und ja, nannte eben, wir sind recht breit aufgestellt und und daneben sind wir natürlich auch ein junges Unternehmen. Was vor und Nachteile hat, aber dementsprechend können wir auch sehr gut vermitteln, dass wir

das sehr langfristig machen möchten, was wir tun. Während viele Sourcing Unternehmen im Unternehmen, im in, in der Industrie ja sehr alt eingesessen sind, was auch gut ist, ja, aber viele davon wissen auch, dass sie dann in den nächsten 45 Jahren gut sein lassen werden, ja. Und da gibt es in der neuen Generation auch viele gute Wettbewerber. Von uns schätzen uns da.

Nichtsdestotrotz müssen wir natürlich gucken, dass wir die Dinge am besten machen, ja, und und wir haben viel vor, wir bedienen. Zu 70% des Umsatzes europäische Kunden und zu 30% amerikanische Kunden. Wir können heute im Grunde das ganze Produktportfolio, auch wenn ich das immer hasse, was sie gesagt haben, sie können alles, wir können tatsächlich alles, wenn du mich jetzt aber fragst, ob wir alles gleich gut können, dann müsste ich natürlich offener und ehrlicherweise sagen, Nein, natürlich nicht, wir haben auch Stärken und schwächen, eine besondere Stärke von uns sind bestimmt Jacken, Mäntel und.

Konfektion Wir machen sehr viel t Shirts, Sweatshirts, kappen, weil wir einfach sehr viel streetware Kunden haben. Wir können mittlerweile auch sehr gut Sneaker, Hosen, Denims, Blusen, Kleider, Kleider ist zum Beispiel etwas, wo ich behaupten würde, das können wir, aber das können wir auch noch besser machen, sind wir gerade stark dabei das das zu verändern und.

Und das ist im Grunde das, was wir heute unseren Kunden auch auch verkaufen. Ja, also die wenigsten unternehmen können sich es heute noch leisten, Hundertschaften von Mitarbeitern in den westlichen Ländern zu bezahlen, sie müssen auch von den 800 auf 100 Lieferanten runter, runter mindestens und heute will ich da wahrscheinlich noch einen Schritt weiter gehen. Ich würde mir eine Handvoll Fremder Sourcing Unternehmen suchen und die dafür verantwortlich machen. Es kostet mehr, es kostet weniger, es kostet mehr es selbst zu machen.

Und das ist einfach. Dynamischer sie haben mehr Know How und man kann sie auch unter Wettbewerb stellen. Ja, was im eigenen Unternehmen immer sehr viel schwieriger ist. Also es ist die Zeit von Partnerschaften. Jeder tut das, was er am besten kann, wenn es ein Sourcing unternehmen ist, dann soll sie verdammt noch mal sourcen, wenn es ein Handelsunternehmen ist, dann sollen sie Handel betreiben, auch da wieder die Inditex Gruppe, die hat natürlich überall Büros, aber im Grunde sind das alles qualitätskontrolleure und und und.

Die Sourcing Unternehmen sollen das selber machen, ja. Die wollen keine eigene Merchandiser einstellen. Wir sind ist ein Handelsunternehmen, obwohl voll vertikal und so würde ich das heute tun, als Weiterentwicklung dessen, was ich damals bei Peek und Cloppenburg gemacht habe. Also da war die Reduktion der Lieferanten noch das Relevante, heute würde ich das wahrscheinlich noch weiter reduzieren, ja und? Um um das vielleicht noch mal zu weiter. Reduzieren mit unabhängigen dritten ja. Um um das vielleicht noch mal zu erklären, was viele werden es wahrscheinlich gar nicht wissen, was vertikal überhaupt ist, was sie in die Textgruppe da so besonders macht. Vielleicht ganz einfach zu erklären sie. Sie entwickeln die Kollektion

selbst und verkaufen sie über eigene Läden. Und klassischerweise gibt es in der Industrie in der Regel das eine oder das andere. Sie sind damit auch nicht die einzigen, also es gibt sehr, sehr viele vertikal aufgestellte Unternehmen. Auch sehr, sehr viele erfolgreiche. Aber Inditex ist natürlich mit Abstand die größte. Und es schließt praktisch, aber die Produktionsstätten nicht mit ein.

Nein, das wird immer sehr viel in den Medien so dargestellt, dass Inditex überall eigene Fabriken hätten. Das haben sie natürlich mitnichten, ich war da noch nie, aber es mag irgendwo eine spanische kleine Testfabrik geben, vielleicht haben Sie irgendein Joint Venture für ein Spezialgebiet mit irgendeiner chinesischen Fabrik, aber ansonsten besitzen die nicht nicht eine.

Produktionsstätte ja, wie gesagt, ich kenne das Unternehmen ein bisschen, ich weiß, aber weiß Gott nicht alles solch wie solche gerade genannten Joint Ventures oder sonstige Ownerships mag es geben. Aber 95% der Volumen, die wird über fremde Dritte produziert. Doch klar wie. Wird man auf euch meist aufmerksam, ist durchs Netzwerk durch Messen.

Auf uns. Ja, das ist so ein bisschen die Story of my Life. Also das ist ist ein People's Business, also wir betreiben auf unserem leistbaren Niveau auch auch Marketing auf linkedin, und jetzt machen wir bald vielleicht auch ein bisschen Instagram und Co. Weil ich es einfach falsch finde, wenn man es heute gar nicht tut. Da wirkt man ja schon fast unseriös, wenn man das nicht tut, aber am Ende des Tages ist es ein B 2 B Geschäft und man muss sich bewerben bei interessanten Kunden, man muss denen Lösungsansätze geben für ihre Problemstellung, mal sind es die Mengen, mal sind es die Preise, mal ist das Produkt an sich, mal sind es die Lead Times um Don. Deren Problem für Sie zu lösen,

ja und ja, da sind wir wieder bei dem, was wir ganz am Anfang sagten, dem Netzwerk. Ja, also das ist, das ist ein persönliches Netzwerk und wird meiner Meinung nach zu einem großen Teil auch so bleiben, ja. Wenn wir jetzt, dann ich würde mich da ja nicht gehen, wären irgendwann mal ganz groß und fast gar Corporate wären, dann mag sich das vielleicht ein bisschen ändern. Also bei Liam fung, glaube ich, läuft auch nicht jeder Kunde über über den Kontakt von Viktor Fung, ja, aber wie gesagt, das sind andere Sphären, ich glaube Liam fung, obwohl heute Penny Stock macht immer noch 16 Milliarden, das ist n toller Anspruch den zu haben, aber natürlich noch ne weite Reise bis dahin.

Ja, die die Sourcen ja für alle, also für ganz große Marken teilweise auch, oder ich hab gesehen, die zum Beispiel auch für Disney Merchandise oder so, also schon schon relativ groß. Gut, Disney Merchandise macht ja das n Lizenzprodukt das das das tun viele ja. Also für Disney direkt tun es nicht viele, aber das Disney die Disney Lizenz kann kann jeder kaufen für sein t Shirt ja okay aber Liam Funk ist ein ist ein mit Sicherheit nach wie vor sehr relevanter, sonst würden sie nicht so viel Umsatz machen. Sourcing Partner für viele Unternehmen ich mir war das immer von außen betrachtet viel zu technisch heißt es gab keinen, Wir haben da eben auch drüber gesprochen keine keine Leidenschaft.

Das Produkt war eigentlich nie im Fokus, sondern nur die Preise. War nie mein Ansatz, aber wenn es nicht richtig wäre, wird es sie nicht geben und sie sind durchaus, wie ich eben sagte, noch sehr sehr groß, ja. Aber ihr seid ja wirklich ein Schnellboot. Muss man dann auch sagen. Wir sind. Noch überschaubar groß. Wir sind erst 3 Jahre alt, uns auch nur ansatzweise mit Leon Funk zu vergleichen, das klappt vielleicht im Geschäftsmodell, da kann man diesen Vergleich ziehen, aber. Das ist ein ganz anderer Ansatz, auch vom vom vom Ursprung her. Wir arbeiten für wirklich viele echte Modeunternehmen, Lian Fung hat da ja auch viele Unternehmen, die die ja Klamotte verkaufen, aber keine Mode, aber

nochmals, ich habe höchsten Respekt vor Lian Fung ist ein sehr relevanter Player, sonst würden sie nicht den hohen Umsatz noch fahren, den sie heute noch fahren. Aber wir haben einen ganz anderen Ansatz, ist gar nicht zu vergleichen. Also Lian Funk ist mit Sicherheiten unternehmen was Relevantes für sehr sehr große Accounts, wo es insbesondere um Preisthemen geht.

Ich wenn ich eine Modemarke wäre, würde nie mein Account an Lian Funk vergeben, weil mir dann einfach die Emotion fehlt, ja. Aufs Produkt also. Die entwickeln praktisch den 3. Manager zuständig. Die entwickeln den Preis, die entwickeln aber nicht das Produkt mitwollt damit ausdrücken, als du sagst.

Was macht ihr, wenn du eine Modemarke bist? Wir wollen im Grunde oder haben den Anspruch, das Produkt für dich mitzuentwickeln, also wenn wir nach 23 Saisons wissen, du magst gerne, ich nenn jetzt irgendein blödes plumps Beispiel, weil du es gerade anhast. Dunkelblaue. Strick Polo Piquets in deiner Kollektion? Dann werden wir mit unseren Mitarbeitern das verstehen und sollten wir in den Produktionsstätten auf den Märkten in den Rowanernstellern relevante Dinge suchen, finden die in deine Kollektion passen, dann ist das genau der Mehrwert. Das ist nicht wie ein Funkansatz. Das heißt dann also, Ihr habt wirklich dieses Research and Development, kommt dann auch noch dem Kunden zugute. In der Regel ja, also das

dauert. Das geht auch nicht von heute auf morgen, man muss sich eben erst kennenlernen und wirklich verstehen, sie haben meistens diese Dinge, die man nicht so richtig aufs Papier bringen kann, was du als wichtig empfindest für deine Kollektion und dann, ja, das muss integrativ stattfinden und dann haben alle einen Mehrwert, wir wollen ja im Grunde dein Repräsentant in der im Sourcing sein, zusammen mit den Fabriken. Um schneller, besser, günstiger und so weiter zu. Damit der Kunde sich auch auf Marke konzentrieren. Genau, genau das ist, das ist eben das haben uns unsere Eltern oder deine Eltern, die auch schon gesagt, Schuster, bleib bei deinen Leisten, dabei wollten sie damals uns andere Dinge sagen als.

Als das, was wir hier besprechen. Aber wenn man sich auf das konzentriert, was man wirklich kann, dann ist das mit Sicherheit in den meisten Fällen sehr vorteilhaft. Nochmal vielleicht zur Unternehmensgründung. Wie wie hast du es geschafft damals das Unternehmen aufzubauen und was waren so die ersten Schritte letztendlich, du hast dann auch noch im Ausland gemacht in Dubai, wie war die Erfahrung dort?

Ja, was sind die ersten Schritte, also die ersten Schritte? Das ist natürlich die Idee, da muss man sich sehr viel Zeit vernehmen, dann die Kultur, die Vision, hieß das, jenes, was sich immer so nach leichten Themen anhört, da muss man sich ziemlich ziemlich konzentrieren, das dauert auch Business Case rauf und runter, Cash Flow, Planung rauf und runter und dann natürlich mit der rechtlichen Struktur intensiv auseinandersetzen, die man dort aufsetzen möchte, das ist hier im Ausland noch viel wichtiger, als es in Deutschland der Fall ist.

Ja, und dann habe ich angefangen, also. Also immer nur zu tun ohne nachzudenken, ist fatal, aber auch zu viel Nachdenken und Nichtstun, bis man dann zu dem Punkt kommt und dem man behauptet, Gott sei Dank habe ich den Fehler nicht gemacht, den findet man dann immer diesen Punkt. Also da muss man einfach den Mittelweg finden und man braucht da eben auch drüber gesprochen, man braucht einfach die, die die richtigen Mitarbeiter, die diesen Weg mit einem gehen, das ist eine tolle Zeit, super intensiv. Und macht Spaß.

Aber klar, da erinnere ich mich auch noch an viele Nächte, wo ich dachte, meine Güte, wird das so klappen oder eher nicht? Und Dubai? Jetzt stellt sich auch nachher als der richtige Standort raus, oder? Ja, zweifelsohne. Also ich fühle mich hier prügelwohl es ist logistisch gut, also bin sehr schnell bei europäischen Kunden. Jetzt bin ich gestern Nacht aus Bangladesch wieder gekommen, das hat auch nur 4 Stunden gedauert.

Pakistan, Indien ist um die Ecke. China ist ein bisschen weiter entfernt, aber es ist auch heute nicht mehr ganz so relevant. Deswegen fliege ich da nur viermal im Jahr hin. Hongkong als Standort gar nicht mehr relevant? Ich habe, wir haben heute ein Hongkong Büro, da kann man sich darüber streiten, ob China besser wäre. Heute ist China auch nicht mehr günstig und ich behaupte, in Hongkong findet man tendenziell die besser ausgebildeten Mitarbeiter.

Für den Standort hier in Dubai. Wie groß muss man sich das Office da vorstellen? Hier haben wir. Darüber nachdenken 16 Mitarbeiter. Hier sind das ja einige Designfunktionen. Wir haben hier CSR, wir haben HR, Wir haben Logistik, IT und Finanzen, Wir haben hier keinen einzigen Merchandiser so. Wieso so ein Admin praktisch? Das ist Admin, aber ein bisschen mehr, weil eben auch CSR und Design hier sitzen.

Vor allem 3 d Design. Ist ein bisschen mehr als das und das Merchandising und die QC, die QC, die haben wir in den Länderbüros. Das Design haben wir in der Regel in Standorten der Abverkaufsmärkte, also in Mailand und in London und in Paris. Das sind auch keine Ortsdesigns. Genau weil das kannst du nur in den Abverkaufsmärkten machen. Das sind keine Büros in dem Sinne, das sind Mitarbeiter, die uns arbeiten, aber in der Regel.

Das dann über über hier so re work Spaces abdecken, da braucht man kein ganzes Büro für finanzieren, das wäre viel zu teuer. Die Zeit ja, aber auch schon knapp 100 Mitarbeiter. Ja, wir sind knapp 100 Mitarbeiter, das musste ich auch lernen zwingendermaßen wir haben eben über die Peek und Cloppenburg Zeiten gesprochen, ein ein Sourcing für fremde Dritte ist etwas aufwendiger, weil die Prozesse nicht so ganz integriert sind und das ist auch das, was mich heutzutage noch sehr.

Sehr umtreibt nämlich erst dann, wenn es nicht nur eine strategische, sondern eine echt eng verzahnte Arbeit mit einem Kunden von uns wäre. Heißt, du machst jetzt für uns, ich sag mal exklusiv das Bangladesch Büro, dann kann man wieder auf ein Mitarbeiterniveau kommen, wie ich das aus Peek und Cloppenburg Zeiten kannte. Für fremde Dritte hat man ansonsten viel zu hohe Aufwände und kann nicht richtig planen.

Also man hat immer zu wenig, weil man sich auf nichts verlassen kann oder investiert zu viel, weil man dachte das ja nichtsdestotrotz 100 hört sich viel an, ist auch viel davon, sind aber allein ein Drittel der Qualitätskontrolleure, weil das etwas ist, was wir wirklich versprechen, nämlich gute Produkte nicht nur zu produzieren, sondern auch zu verschicken. Heißt nicht, dass ich in meinem Leben noch nie ein Claim hatte, aber wir haben also, das wäre gelogen. Aber wir, wir investieren da wirklich viel Zeit und Geld, das sicherzustellen.

Wie ist das so internationale Teams zu führen? Ich denke, du bist viel im Flugzeug auch. Ja, meine zweite Heimat. Ach du, ich habe mich letztens erst mit jemandem darüber unterhalten, ich lebe jetzt schon seit eigentlich fast der Hälfte meines mehr als der Hälfte meines Berufslebens im Ausland.

Für mich ist das die Normalität, für mich ist das gar nichts Spezielles oder besonders herausforderndes. Also es ist herausfordernd, aber ich kenne ja gar nicht mehr die Zeit, so richtig, in der es mal anders war in Deutschland. Also gibt es für dich gar keinen Ort, wo du. Also auch gerade. Wie ist das, internationale Teams zu führen und so? Ja ich kann dir das sagen wie das ist. Ich finde das fantastisch spannend, sehr anders, weil andere Kulturen in einem, also viele andere. Oder viele unterschiedliche Kulturen in einem Meeting in einem Raum mit einem Anspruch.

Man muss auf andere Dinge achten, als wenn man das oder im Vergleich zu Deutschland beispielsweise aber noch mal. Für mich ist das die Normalität und ich, ich, ich müsste mich, glaube ich, wenn ich ähnliche Verantwortung hätte in Deutschland, müsste ich mich erstmal total neu ausrichten und und zurechtkommen, dementsprechend ja.

Ist das für mich fast immer schon schwierig zu beantworten, weil es. Für dich zur Normalität geworden ist. Und wenn du jetzt rückblickst, würdest du das alles noch mal so auf jeden Fall machen mit der eigenen Firma. Also alles würde ich nicht noch mal genauso machen. Ich habe natürlich viel Lehrgeld bezahlt, auch auf dem Weg hierhin, aber würde ich diesen Weg wieder wählen? Ja, hundertprozentig.

Das ist Selbstständigkeit auf jeden Fall der richtige Weg. Meiner Meinung nach ja. Ich würde auch nicht jedem empfehlen, sich selbstständig zu machen, das. Ja, also Selbstständigkeit ist immer das Beste, was es gibt, wenn es läuft. Und das Schlimmste, was es gibt, wenn es nicht läuft. Aber es liegt in der eigenen Hand, in der Regel auch nicht immer in der Regel, die Dinge zu verändern und und ich würde von mir behaupten, dass das für mich das Richtige ist. Das mag aber nicht für jeden das Richtige sein, da muss man auch so ein bisschen auf seinen seinen Bauch hören und. Nicht denken, dass es immer nur ums Geld geht und also sowieso man fürs Geld arbeitet, hat man eigentlich schon verloren. Natürlich brauchen wir alle ein

gewisses, ja gewissen finanziellen Spielraum, um um unser Leben zu bestreiten, ich habe aber noch nie fürs Geld gearbeitet. Ja, natürlich möchte ich Geld verdienen mit dem Unternehmen, aber aber ich mache es nicht des Geldes wegen ja. Das Geld kommt dann automatisch wenn wenn wenn wir erfolgreich sind und gerade im Sourcing müssen wir sowieso jeden Cent dreimal umdrehen und es sind ganz niedrige knappe Margen. Also wir müssen immer im Sourcing investieren und gleichzeitig sparen in anderen Bereichen ne und das tut auch so.

Es tut ganz gut. Es ist zwar manchmal sehr zermürbend, aber es tut einem auch selbst ganz gut, nicht immer zu denken, man bräuchte jetzt das 10. Paar Schuhe. Ja, auch wenn das jetzt gerade schlecht von mir ist, dass ich das empfehle für die Branche, aber da ein bisschen bescheiden zu sein und und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren, das schadet nicht.

Aber die Branche war die Richtige jetzt im Nachhinein. Definitiv, definitiv, definitiv. Und das wusstest du, sag ich mal seit dem. Step mit mit GMS, also mit der mit der Beschaffungsagentur von PIK und Cloppenburg, oder oder wann wurde das dir bewusst? Also zu Anfang wusste ich das noch nicht so richtig, aber du, ich mache jetzt das Sourcing seit fast 20 Jahren und wenn ich das nicht als richtig empfinden würde für mich, würde ich es heute nicht mehr machen.

Natürlich habe ich auch manchmal Momente und Tage wo ich mich frage, ob ich noch mal. Nebenbei auch dies und das und jenes machen kann. Aber das ist einfach meine Leidenschaft und auch meine meine Kernexpertise und es macht mir Spaß, macht mir Freude. Ich behaupte, dass ich in der Branche grundsätzlich, aber insbesondere im Sourcing schon so einigermaßen weiß, was zu tun ist.

Natürlich mache ich trotzdem genug Fehler, aber in der neuen Industrie, da fängst du wirklich bei 0 an und da werde ich schon Respekt. Vor und wo siehst du deine eigene Firma in den nächsten 5 Jahren? Also ich konzentriere mich momentan. Sehr viel auf strategische Partnerschaften. Ich glaube, es ist jetzt wirklich an der Zeit, wo eigene Büros der Großen abgebaut werden, Partnerschaften so vertragliche wie auch emotionale, Persönliche angegangen werden müssen mit fremden Dritten.

Deswegen hoffe ich, dass wir dort uns richtig aufstellen und das für viele tolle Unternehmen tun können, um für die gleichen. Erfolgreich Sourcing zu betreiben. Sourcing can make up Brake brand, das sagt man so, da glaube ich auch dran und das ist im Grunde das, worauf wir uns schon heute, aber auch insbesondere für die nächsten 3 bis 5 ist ja in unserer Branche schon viel, aber auf jeden Fall für die nächsten 3 Jahre zu konzentrieren.

Und denkst du, wir kommen aus dieser Rezession, aus dieser Zeit der Rezession oder vielleicht aus dieser Konsumflaute in der nächsten Zeit auch auch raus, oder? Also ich bin. Ich bin kein Makroökonomiker, aber selbst heute sieht man ja, dass viele Dinge erfolgreich sich verkaufen, wenn man sie richtig macht.

Die Dinge, die nicht funktionieren, sind meistens alte Strukturen, Produkte, die nicht mehr angesagt sind, also ich würde behaupten, heute verkaufen sich immer noch Produkte sehr sehr gut, die einen angemessenen Preis haben, die richtige modische Ausrichtung und im richtigen Kanal verkauft werden und in der Tat auch richtig.

Vermarktet also durch Marketing meine ich emotionalisiert werden. Da könnte ich, da könnten wir beide jetzt wahrscheinlich 100 Beispiele aufzählen. Daneben könnten wir auch 100 Beispiele aufzählen von Produkten und Vertriebskanälen, die einfach nicht funktionieren, aber da würden wir auch relativ schnell immer wieder drauf kommen. Ja klar, das ist immer weil Geri Weber, weil. Und so weiter.

Als Prival also im Grunde ist das natürlich schlimm für die Leute, die dort in den Unternehmen so lange gearbeitet haben, auf der anderen Seite, die die Ausrichtung war einfach nicht mehr die richtige und sie haben sich über Jahrzehnte nicht mehr richtig verändert. Weil man muss sich stetig neu erfinden. Stetig.

Das ist ja auch Sau anstrengend und das dürfen wir uns nicht vertun, sich immer wieder neu zu erfinden ist auch Sau anstrengend, aber gerade in der Mode überlebst du es uns nicht. Bin ich mal gespannt. Auf jeden Fall, wie sich das weiterentwickelt. Ich danke dir heute, danke dir damals für den Podcast. War super spannend, doch die ganzen Akte werden. Kommen.

We re Stain Touch ja, vielen 1000 dank. Ciao ciao ciao.

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