
WR197 - Atomwaffen und Dialog? Der Nato-Doppelbeschluss und seine Geschichte
Freitag, 12. Dezember 2025 · 48 min
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Shownotes
Zehn Minuten. So viel Zeit blieb den Politikern in den frühen 1980er Jahren, um über einen nuklearen Gegenschlag zu entscheiden – und damit möglicherweise über das Ende der menschlichen Zivilisation.
Dieser Folge erzählt die Geschichte des NATO-Doppelbeschlusses vom 12. Dezember 1979: eines der umstrittensten Kapitel des Kalten Krieges.
Sie handelt von sowjetischen SS-20-Raketen, die ganz Europa bedrohten, und von der westlichen Antwort – Pershing II und Cruise Missiles.
Sie handelt von Helmut Schmidt, der den Beschluss initiierte und dafür von seiner eigenen Partei gedemütigt wurde. Von Hunderttausenden Menschen, die auf die Straßen gingen, weil sie Angst hatten vor dem Atomkrieg.
Und von einem scheinbar unmöglichen Happy End: dem INF-Vertrag von 1987, der erstmals in der Menschheitsgeschichte eine komplette Waffengattung von der Erde verschwinden ließ.
Eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, über Angst und Hoffnung – und über die Frage, die uns bis heute beschäftigt: Wie viel Abschreckung braucht der Frieden?
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#NATO-Doppelbeschluss #Pershing II #INF-Vertrag #Zeitgeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa #Osteuropa
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20. Oktober 1971 Bonn, Plenarsaal des Bundestags wissensreisende wir sind da, aufstehen. Und warum genau musste ich mich jetzt aus meinem Alkoven abkoppeln? Weil du es sehen musst. Mit eigenen Augen, warte da, schau raus, was siehst du? Ich sehe einen Saal und ich glaube, den kenne ich. Holzvertäfelt, feierlich. Hunderte Männer in grauen Anzügen, ein paar wenige Frauen sind auch dazwischen, die Sitzen in Reihen wie in einem Amphitheater, und vorne, da steht jemand am Rednerpult, warte, der sieht aus wie.
Bundestagspräsident Kai Uwe von Hassel er wird gleich etwas verkünden, das Deutschland verändern wird. Oh, er hebt die Hand. Meine Damen und Herren, ich unterbreche unsere Sitzung für einen Augenblick. Alle werden still. So still, dass ich glaube, ich kann schon fast das Ticken der Uhr an der Wand hören.
Ich erhalte soeben die Nachricht, dass die Nobelpreiskommission des norwegischen Parlamentes heute dem Herrn Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland den Friedensnobelpreis verliehen hat. Wow. Der Friedensnobelpreis für den deutschen Kanzler. Die Gesichter der Abgeordneten, naja, die zeigen aber, dass sich wohl nicht alle freuen.
Manche lächeln, andere sehen schon richtig grimmig aus. Und jetzt steht er auf nicht besonders groß, kräftige Statur, volles Haar, die Leute um ihn herum klatschen, aber nicht alle, manche bleiben demonstrativ sitzen, die Arme verschränkt. Das ist er. Willy Brandt, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und ab heute Friedensnobelpreisträger.
Wofür genau hat er den Friedensnobelpreis bekommen? Für etwas, das damals absolut unerhört war. Er hat die Hand ausgestreckt, und zwar nach Osten, nach Polen, in die Sowjetunion, in die DDR. Nach 20 Jahren schweigen 20 Jahren Mauern und Stacheldraht, hat er gesagt, wir müssen reden. Jetzt geht er nach vorne. Ganz schön langsam, fast schon zögernd. Die Leute stehen auf, ja, die meisten zumindest. Heute würde man sagen, das sind Standing Ovations, aber sein Gesicht so wirklich triumphierend sieht er nicht aus, eher nachdenklich, ich würde sagen fast schon traurig. Vielleicht ahnt er, was kommen.
Wird was meinst du? Dieser Moment hier, das ist der Höhepunkt, der Höhepunkt einer Hoffnung. Brand glaubt, dass man den kalten Krieg beenden kann durch Gespräche, durch Verträge, durch Annäherung, Wandel, durch Annäherung, nennt er das Konzept. Und hat er Recht behalten? Für ein paar Jahre schon, dann ändert sich alles. Die Sowjets bauen neue Raketen, die Amerikaner antworten, und plötzlich reden alle wieder vom Krieg statt vom Frieden. 8 Jahre nach diesem Tag, fast auf den Tag genau, werden die Nato Minister einen Beschluss fassen, der Deutschland an den Rand des Abgrunds bringt.
Was für ein. Beschluss. Sie nennen ihn den doppelbeschluss, Nachrüstung und Verhandlung, neue Atomraketen in Europa oder Abrüstung auf beiden Seiten. Und dieser Mann da unten, dieser Friedensnobelpreisträger, wird zusehen müssen, wie alles, wofür er gekämpft hat, in Frage gestellt wird und trotz.
Allem sieht er irgendwie doch hoffnungsvoll aus. Das ist das Tragische daran. Er glaubt fest daran. Er glaubt an den Frieden, an die Vernunft und auch an die Menschen, behalte dieses Gesicht im Kopf, Jan diese Hoffnung, denn gleich erzähle ich unseren Zuhörern und dir, was aus ihr geworden ist. Es ist die Geschichte vom Nato doppelbeschluss, die Geschichte von der Zeit, als die Welt im Abgrund stand. Hallo.
Liebe Hörerinnen und Hörer, und herzlich willkommen zu einer neuen Folge bei Wissensreisende, dem Podcast über Geschichte, Menschen und Hintergründe. Jede Woche treffen wir uns hier im Podcast Studio direkt hinter dem Cockpit von unserem Raumzeitschiff, um uns gegenseitig an einen besonderen Ort in der Geschichte zu fliegen und uns dann die Geschichte dahinter zu erzählen oder die Geschichte dazu, das machen wir auch diese Woche wieder und darum sitzt mir gegenüber schon der Chris. Hallo ihr.
Lieben und ich bin der Jan. Und ihr wisst, worum es heute geht. Wir werden uns heute den Nato doppelbeschluss angucken und direkt damit übergebe ich das Wort auch an den Chris, weil du hast uns das Thema mitgebracht heute. Das ist in der Tat richtig. Ich halte dieses Thema einfach für unfassbar relevant in der Zeit, in der wir gerade leben. Und ich finde, es ist Wahnsinn, wie sehr wir gerade wieder an einen Punkt kommen, wo wir Gefahr laufen, dass, wenn wir uns nicht an die Geschichte erinnern, wir sie einfach noch mal machen.
Ja, stellt euch mal vor, ihr Wacht eines Morgens auf und erfahrt aus den Nachrichten, dass die Vorwarnzeit für einen nuklearen Angriff auf eure Heimatstadt gerade auf unter 10 Minuten geschrumpft ist. 10 Minuten, also weniger Zeit, als ihr für das Frühstück braucht, wahrscheinlich sogar weniger Zeit, als ihr morgens unter der Dusche verbringt.
In diesen 10 Minuten müssten Politiker entscheiden, ob sie den Gegenschlag auslösen, der das Ende der menschlichen Zivilisation bedeuten könnte. Klingt abstrakt, klingt nach einem schlechten Science Fiction Film, leider nein, genau das war die Realität, in der eure Eltern und Großeltern in den frühen 1900 80er Jahren lebten, heute vor 46 Jahren am 12.
Dezember 1979 stand etwas im Zentrum dieser existenziellen Krise der Nato doppelbeschluss. Das ist 1 dieser Schlagworte, dass man auf jeden Fall schon mal irgendwo gehört hat. Doch viele wissen gar nicht, was sich dahinter versteckt, was ich euch heute erzählen möchte, ist die Geschichte einer Zeit, in der die Menschheit dem nuklearen Abgrund so nahe kam wie selten zuvor. Es ist eine Geschichte voller Widersprüche von Politikern, die glaubten, nur durch mehr Waffen den Frieden sichern zu können und von 100 tausenden Menschen, die auf die Straßen gingen, weil sie an genau das Gegenteil glaubten. Es ist aber auch die Geschichte eines Mannes, und das war Helmut Schmidt, der den Doppelbeschluss
initiierte und dafür von seiner eigenen Partei gedemütigt wurde. Und es ist die Geschichte eines scheinbar unmöglichen Happy Ends, des Inf Vertrags von 1987, der erstmals in der Menschheitsgeschichte eine komplette Waffengattung von der Erde verschwinden ließ. Ah, da hast du auch schon in der Folge zu Matthias Rust erzählt von richtig.
Ganz genau so gewisse Kreise schließen sich heute aber. Beginnen wir, wieso oft erstmal mit den Grundlagen, denn um den Nato doppelverschluss zu verstehen, müsst ihr zunächst einmal verstehen, in welcher Welt er geboren wurde, Stichwort das Gleichgewicht des Schreckens oder wie böse Zungen behaupten würden, die Geschichte, warum man lernte, die Bombe zu lieben.
Ende der 1900 70er Jahre war die Welt in einem Zustand, den die Militärstrategen euphemistisch Gleichgewicht des Schreckens nannten. Der englische Begriff dafür lautete Mutual isural destruction, also gegenseitig gesicherte Zerstörung. Die Abkürzung MAD oder MAD, also verrückt, war dabei kein Zufall, der amerikanische Stratege Donald Brennan, der den Begriff 1962 prägte, wollte damit ausdrücken, wie wahnsinnig diese Logik eigentlich war.
Und was bedeutete Mad jetzt ganz, ganz konkret? Es bedeutete, dass sowohl die USA als auch die Sowjetunion über so viele Atomwaffen verfügten. Dass sie die jeweils andere Seite mehrfach komplett vernichten, konnte der amerikanische Verteidigungsminister Robert mcnamara definierte das 1965 ganz nüchtern, um die Sowjetunion gesichert zu zerstören, müsste man mindestens ein Viertel der Bevölkerung töten und 2 Drittel der Industrie vernichten.
Boah. Alter Schwede, was für ne Kalkulation. Das ist einfach nur grausam. Ja, es ist wirklich so ein Ding. Man möchte da gar nicht drüber nachdenken, in was für Dimensionen damals gedacht wurde und gleichzeitig, ja, man sollte drüber nachdenken, ganz, ganz dringend, um diese Ziele zu sichern. Würde man etwa 400 Atomwaffen nutzen, 400 würden ausreichen, um mehr als 100000000 Todesopfer zu verursachen.
Die USA hatten zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht 400 Sprengköpfe, sondern über 10000 und die Sowjetunion. Stand dem kaum nach. Die perverse Logik dahinter war diese, wenn beide Seiten die Fähigkeit zur totalen Vernichtung besitzen, wird keiner von beiden angreifen wollen, denn wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter der Friede, wenn man das überhaupt so nennen will, wurde durch die Gewissheit der totalen Zerstörung garantiert, klingt verrückt, ja, das war es auch, aber es funktionierte zumindest oberflächlich betrachtet, denn keiner der beiden Supermächte wagte jemals den direkten Angriff.
In den 1900 70er Jahren schien sich die Lage zunächst zu entspannen. Diese Entspannungspolitik, auf Englisch Ditoned genannt, brachte wichtige Durchbrüche, 1972 unterzeichneten Richard Nixon und Leonie Brasniav den Salt One Vertrag, der erstmals die Zahl der strategischen Atomwaffen begrenzte, 1975 folgte die Helsinki Schlussakte in der 35 Staaten die Unverletzlichkeit der europäischen Grenzen anerkannten und sich zu Menschenrechten bekannten. Hier bei uns in Deutschland war es Willy Brandt, der mit seiner Ostpolitik Geschichte schrieb.
Sein Kniefall von Warschau am 7. Dezember 1970 das ist auch so n Ding, darüber könnten wir auch ne Folge machen, das ist auch so n wichtiger Moment, oh ja, ja, dieser Kniefall war damals vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoausstandes, wurde zum Symbol der Aussöhnung. Brandts Konzept hieß Wandel durch Annäherung die Idee, dass man den Osten nicht durch Konfrontation, sondern durch Dialog verändern könnte.
Für diese Politik erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. Das konnten wir ja auch schon im Intro verfolgen, doch unter der Oberfläche der Entspannung ging das Wettrüsten weiter und hier liegt der entscheidende Punkt, der Salt One Vertrag begrenzte zwar die interkontinentalen Raketen, die von Amerika nach Russland umgekehrt fliegen konnten, aber er klammerte eine ganze Kategorie von Waffen komplett aus, die Mittelstreckenraketen, diese Raketen hatten eine Reichweite von etwa 1000 bis 5500 Kilometern.
Genug, um ganz Europa zu erreichen, aber zu wenig, um andere Kontinente zu bedrohen. Und genau diese Lücke sollte zum Problem werden. Im Jahr 1976 begann die Sowjetunion ein neues Waffensystem zu stationieren, das alles veränderte die SS 20 Rakete, offiziell hieß sie RSD 10 Pionär, aber im Westen wurde sie unter ihrer Nato Bezeichnung eben SS 20 berühmt oder besser gesagt berüchtigt, um zu verstehen was diese SS 20 so besonders machte.
Müsst ihr euch die Vorgänger ansehen? Das sind die SS 4 und die SS 5. Die waren seit den 50er Jahren in der Sowjetunion stationiert und sie brauchten Tage heute der Vorbereitung, wenn man sie starten lassen wollte, und das lag daran, dass sie mit Flüssigtreibstoff betankt werden mussten, sie waren an einem festen Standort und sie waren leicht zu lokalisieren, ihre Treffgenauigkeit lag bei etwa 2 Kilometern, das ist genug, um eine Stadt zu zerstören, aber nicht präzise genug für einen gezielten Erstschlagigen Militäranlagen. Die SS 20 hingegen war ein völlig anderes Kaliber mit einer neuen Fähigkeit.
Sie war mobil auf Lastwagen montiert und konnte innerhalb weniger Minuten abgefeuert werden, ihre Reichweite betrug bis zu 5000 Kilometer genug, um von der westlichen Sowjetunion aus jede einzelne Stadt in Westeuropa zu erreichen, und hier kommt das Entscheidende. Die SS 20 trug nicht wie alle ihre Vorgänger einen Sprengkopf, sondern 3 Sprengköpfe, die unabhängig voneinander auf verschiedene Ziele gelenkt werden konnten. Die Treffgenauigkeit dabei lag jetzt bei 300 bis 550 Metern, also zehnmal besser als bei den Vorgängern bis 1979 hatte die Sowjetunion etwa 140 dieser Raketen stationiert, bis 1983 waren es schon über 350 mit insgesamt schon mehr als 1000 Sprengköpfen.
Und das war noch nicht alles. Die SS 20 konnte zwar ganz Europa erreichen, aber eben nicht die USA treffen und genau hier lag das strategische Problem. Joa, mir war nichts Gutes. Ja, und das beantworte ich mal mit einem ganz lapidaren ja. Stellt euch folgendes Szenario vor. Die Sowjetunion greift mit konventionellen Truppen Westeuropa an, die Nato, die den Warschauer Paktstaaten bei konventionellen Streitkräften deutlich unterlegen war, steht vor einer furchtbaren Wahl.
Sie könnte taktische Atomwaffen einsetzen, um den Vormarsch zu stoppen. Aber was dann? Die Sowjetunion könnte mit den SS 20 Antworten und genau auf europäische Städte zielen und jetzt kommt die entscheidende Frage, würde der amerikanische Präsident in diesem Moment bereit sein, seine Interkontinentalraketen auf die Sowjetunion abzufeuern, wohl wissend, dass die Sowjetunion dann ihre eigenen Interkontinentalraketen auf New York, Chicago oder Los Angeles feuern würde?
Würde Amerika seine eigene Zerstörung riskieren, um Hamburg, München oder Frankfurt zu rächen? Diese Frage nennt man das Entkopplungsproblem die SS 20 ermöglichte es der Sowjetunion theoretisch, einen begrenzten Nuklearkrieg zu führen, begrenzt auf Europa, und die Europäer fragten sich. Sind wir den Amerikanern wirklich genug wert? Oh ja, das ist wieder ne Frage, die man sich die sich gerade ganz viele Leute stellen sollten. Richtig Geschichte ist gerade wieder dabei, sich in einem beunruhigenden Maße zu wiederholen. Der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt war einer der ersten, der dieses Problem öffentlich ansprach, am 28. Oktober 1977 hielt er vor dem International Institute vor Strategic Studies in London eine
Rede, die in die Geschichte eingehen sollte. Denn hier erklärte ein Hamburger der Welt die Strategie. Helmut Schmidt war kein gewöhnlicher Politiker der SPD Mann aus Hamburg hatte als Verteidigungsminister gedient, also quasi die ganz klassische Stufe zum späteren Kanzlertum und hatte sich den Ruf als knallharter Stratege erworben.
Und knallhart. Den Mann haben wir ja auch schon kennengelernt, wenn man mal an unsere Folgen zur RAF und der Folge zum deutschen Herbst zurückdenkt. Korrekt, der hatte auch gar keine einfache Amtszeit. Er war berüchtigt für seine Arroganz und bewundert für seinen messerscharfen Verstand. Wenn Schmidt sprach, hörten die Mächtigen der Welt zu, an jedem Herbsttag 1977 in London warnte Schmidt wörtlich vor den Disparitäten auf Nukleartaktischem und konventionellem Gebiet zwischen Ost und West. Er argumentierte, dass die Salt Verträge zwar das strategische Gleichgewicht zwischen den Supermächten stabilisierten, aber gleichzeitig eine gefährliche Lücke in Europa entstehen ließen.
Die SS 20 Raketen drohten Westeuropa vom amerikanischen Atomschild abzukoppeln. Das bedeutete, Europa könnte politisch erpressbar werden. Schmidt schlug eine Lösung vor, die Nato müsse eigene Mittelstreckenwaffen in Europa stationieren, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, gleichzeitig, und das war ihm ebenso wichtig, müsste man anfangen, mit der Sowjetunion zu verhandeln.
Ja, reden ist meistens der beste Anfang, wenn man vielleicht irgendwie zu einem Konsens kommen möchte. Richtig, einfach immer weiter reden, niemals das Reden einstellen. Jede andere Option ist schlimmer. Diese Rede war der Startschuss zu einem Prozess, der 2 Jahre später zum Nato Doppelbeschluss führen sollte. Doch der Weg dahin war steinig, im Januar 1979 trafen sich 4 der mächtigsten Männer der westlichen Welt auf der karibischen Insel Guadeloupe.
Der französische Präsident Valerie Giscardistin hatte eingeladen, mit dabei US Präsident Jimmy Carter, der britische Premierminister James Caligan und natürlich Helmut Schmidt. Das Treffen war informell, kein großes Protokoll, keine Fernsehkameras, nur 4 Männer, die über das Schicksal Europas diskutierten, Carter, der zunächst skeptisch gegenüber landgestützten Mittelstreckenraketen gewesen war, zeigte sich nun offen für eine Nachrüstung, Schmidt bestand auf einer Bedingung.
Jede Nachrüstung müsste mit einem Verhandlungsangebot an die Sowjetunion verbunden sein. Das Prinzip des Doppelbeschlusses war geboren, Aufrüstung und Verhandlung, Stärke und Dialog, beides gleichzeitig, beides untrennbar verbunden, und dann war es soweit, am 12 Dezember 1979 versammelten sich außen und Verteidigungsminister der NATO Staaten in Brüssel zu einem Sondertreffen, Frankreich nahm nicht teil. Paris wollte seine eigene Nuklearstreitmacht, die Force de Frap, nicht in irgendwelche Verhandlungen einbeziehen lassen.
Der Beschluss, der an diesem Tag gefasst wurde, war in seiner Struktur so elegant wie gefährlich, er bestand aus 2 Teilen 2 Spuren, weshalb er im englischen Dual Track Decision genannt wurde, die erste Spur war das Verhandlungsangebot, die Nato bot die Sowjetunion an, über die beiderseitige Begrenzung oder sogar Abschaffung der Mittelstreckenraketen zu verhandeln.
Man würde ihnen dafür 4 Jahre Zeit geben. Bis Ende 1983. Die zweite Spur war die Nachrüstungsdrohung sollten die Verhandlungen scheitern, würde die NATO ab Ende 1983 neue amerikanische Mittelstreckenwaffen in Westeuropa stationieren. Konkret ging es dabei um 108 Pershing 2 Raketen und 464 Marschflugkörper vom Typ BGM 109 G Gryffon die Pershing 2 war eine Waffe von erschreckender Präzision.
Sie konnte von Süddeutschland aus innerhalb weniger als 10 Minuten Ziele in der westlichen Sowjetunion erreichen. Ihre Treffgenauigkeit lag dabei bei etwa nur 50 Metern. Das ist präzise genug, um einen einzelnen Bunker zu zerstören, die sowjetische Führung sei in ihr eine potenzielle sogenannte Enthauptungswaffe, die die Kommandozentralen in Moskau ausschalten könnte, bevor eine Reaktion möglich wäre, die Cruise Missiles hingegen waren anders, langsamer, aber unauffälliger. Diese kleinen Marschflugkörper flogen in niedriger Höhe und waren für feindliches Radar schwer zu entdecken. Ihre Reichweite betrug dabei aber nur 2500 Kilometer. Insgesamt sollten 572 neue Sprengköpfe nach Europa kommen, im Gegenzug würden 1000 ältere
amerikanische Atomwaffen aus Europa abgezogen werden, die Stationierungsländer waren die Bundesrepublik Deutschland, Italien, Großbritannien, Belgien und die Niederlande. Die Sowjetunion hatte ihrerseits den Doppelbeschluss kommen sehen und alles versucht, ihn zu verhindern. Bereits im Oktober 1979 2 Monate vor der Nato Entscheidung, war Außenminister Andrej Gromiko nach Bonn gereist und hatte eindringlich an die Bundesregierung appelliert, dem Beschluss nicht zuzustimmen. Dieser wird die Basis für Verhandlungen zerstören, warnte er.
Leonid Bresniew, der sowjetische Staatschef sei die Sache anders als der Westen in seiner Perspektive war das Gleichgewicht längst hergestellt die. Die SS 20 ersetzten lediglich ältere, veraltete Systeme. Die sowjetische Propaganda stellte den Doppelbeschluss als aggressive Aufrüstung dar, als Versuch der USA, die militärische Überlegenheit zu erlangen, was die Sowjetunion besonders verbitterte, war, dass die Nato verlangte, dass die SS 20 komplett abgebaut werden sollten, während die britischen und französischen Atomwaffen nicht Teil der Verhandlung sein würden. Aus sowjetischer Sicht war das zutiefst ungerecht. 2 Wochen nach dem Nato Doppelbeschluss am 25 Dezember 1979 marschierten sowjetische Truppen in
Afghanistan ein. Die Entspannungspolitik war damit gestorben, der kalte Krieg, den manche schon als überwunden ansahen, kehrte jetzt mit voller Wucht zurück. Für Helmut Schmidt begann nun die schwierigste Phase seiner politischen Karriere, er hatte den Doppelbeschluss initiiert, er stand dahinter, er verteidigte ihn, aber seine eigene Partei wandte sich gegen ihn.
Die SPD war in den frühen 1900 80er Jahren tief gespalten. Auf der einen Seite standen Schmitt und seine Unterstützer, die den Doppelbeschluss für unverzichtbar hielten, ich werde mir das Wort Friedenspolitik und den Inhalt unserer Friedenspolitik von niemandem abhandeln lassen, erklärte Schmitt trotzig im Oktober 1981 auf der anderen Seite stand ein wachsendes Lager von Kritikern Erhard Eppler, das SPD Präsidiumsmitglied wurde zum Hauptredner auf Friedenskundgebung. Der junge Oskar Lafontaine, damals Oberbürgermeister von Saarbrücken, gehörte zu seinen schärfsten Gegnern. Und die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, liefen Sturm gegen den Kurs ihres eigenen Kanzlers. Besonders kompliziert war die
Position von Willy Brandt, dem Parteivorsitzenden und ebenfalls Friedensnobelpreisträger, Brandt war innerlich zerrissen, einerseits hielt er Schmidt den Rücken frei, so gut er konnte, andererseits stand er der Friedensbewegung nahe und sympathisierte mit ihren Zielen, die Spannung zwischen den beiden Männern wuchs, die. Im September 1981 sprach Schmitt vor SPD Funktionären in Recklinghausen eine kaum verhüllte Rücktrittsdrohung aus. Es stehe oder falle mit dem Nato Doppelbeschluss im Mai 1981, drohten sowohl Schmitt als auch sein Außenminister Hans Dietrich Genscher von der FDP zurückzutreten, wenn ihre Fraktionen ihnen nicht folgen würden. Die Atmosphäre wurde zunehmend vergiftet, die Debatte über die Nachrüstung wurde zur
Zerreißprobe für die SPD, wie Zeitgenossen es nannten. Oppositionsführer Helmut Kohl von der CDU beobachtete es genüsslich. Sie kämpfen mit dem Rücken zur Wand, um die Glaubwürdigkeit ihrer Politik am 1. Oktober 1982 dann kam das Ende, Helmut Schmidt wurde durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt, es war das erste erfolgreiche in der Geschichte der Bundesrepublik mit 256 gegen 235 Stimmen wählte der Bundestag Helmut Kohl zum neuen Bundeskanzler. Der Bruch der sozialliberalen Koalition hatte viele Ursachen. Wirtschaftliche Differenzen, persönliche Konflikte, die Frage der Staatsverschuldung.
Aber die Nachrüstungsdebatte war ein wesentlicher Faktor. Die FDP, die den Doppelbeschluss Mittrug, wechselte zur Union, in der SPD wurde der Koalitionsbruch von vielen als Verrat empfunden, Kohl stand fest hinter dem Doppelbeschluss. Unsere Sicherheit, der Schutz unserer Freiheit gebietet nunmehr mit der Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen zu beginnen, erklärte er im Bundestag. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl am 6. März. 1983 erreichte die Union 48,8% ihr zweitbestes Ergebnis überhaupt.
Der Raketenwahlkampf der SPD war gescheitert, doch für Helmut Schmidt kam die schlimmste Demütigung noch. Am 18 und 19 November 1983 versammelte sich die SPD zu einem außerordentlichen Parteitag in Köln, dem sogenannten Raketenparteitag. Die Stationierung der neuen Raketen wurde mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, nur 14 von 400 Delegierten hielten zu Schmidt das gesamte Führungspersonal, auch Willy Brandt und Fraktionschef Hans Jochen Vogel, fielen ihrem ehemaligen Bundeskanzler in den Rücken. Schmidt musste sich vom linken Flügel beschimpfen lassen. Er sei ein nützlicher Idiot der US amerikanischen Angriffskrieger.
Der Kölner Parteitag wurde zum Trauma, das die SPD noch jahrzehntelang verfolgen sollte, während die Politiker stritten, geschah anderswo etwas Außergewöhnliches, in der Bevölkerung formierte sich Widerstand gegen die Nachrüstung in einem Ausmaß, das die Bundesrepublik noch nie erlebt hatte, die Friedensbewegung der frühen 80er Jahre wurde zur größten außerparlamentarischen Bewegung in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Wie jede Bewegung hatte auch diese Vorläufer die Ostermarsch Bewegung der 1960er Jahre, die gegen Atomwaffen protestiert hatte.
Die Anti Atomkraft Bewegung der 1970er Jahre die 8. Und 60er Generation, die inzwischen älter geworden war, aber ihre Ideale zumindest noch nicht vergessen hatte. Doch die neue Friedensbewegung war breiter, sie vereinte Studenten und Rentner, Kirchenleute und Gewerkschafter, Künstler und Hausfrauen. Sie hatte keinen einzelnen Anführer, keine zentrale Organisation, sie war dezentral, bunt, vielfältig und erstaunlich friedlich.
Und das ist echt ein wichtiger Faktor, denn du hast es vorhin schon gesagt, wir haben ja schon mal diese ganze ganze Zeit des rf Terrors durchgemacht und wir wissen, wie explosiv eigentlich die Grundstimmung war, dass jederzeit irgendwo auch Gewalt ausbrechen konnte, und jetzt werden wir gleich ein paar Zahlen hören und einfach Dinge hören, wo es echt Wahnsinn ist, dass es sehr in einer sehr ähnlichen Zeit passiert ist.
Die Angst war die Triebfeder der Menschen, die nackte, existenzielle Angst vor dem Atomkrieg in Umfragen von 1983 glaubte jeder vierte Deutsche, ein Atomkrieg sei wahrscheinlich bis zu 72% der Bevölkerung lehnten die Stationierung neuer Atomwaffen ab, die Parolen der Bewegung waren eingängig, Frieden schaffen ohne Waffen stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin, und das aus der DDR importierte Bibelzitat Schwerter zu Flugschaden. Es war ein Aufstand der Angst, aber auch ein Aufstand der Hoffnung, der Hoffnung, dass eine andere Politik dann doch irgendwie möglich sein könnte.
Am 15 und 16 November 1980 versammelten sich etwas mehr als 1500 Menschen im Seidenweberhaus in Krefeld, es waren weit mehr, als die Organisatoren erwartet hatten, sie verabschiedeten einen Appell unter der Überschrift der Atomtod bedroht uns keine neuen Atomraketen in Europa der Krefelder Appell wurde zur erfolgreichsten Unterschriftenaktion und der Geschichte der Bundesrepublik innerhalb eines halben Jahres hatten 800000 Menschen unterschrieben, bis November 1981 waren es über 2000000 und am Ende waren es mehr als 4000000 Unterschriften, die der Bundesregierung übergeben.
Wurden ja, und Westdeutschland hatte was 60000000 Einwohner. Bei 4000000 ja, wir reden da schon von wirklich hier. Das geht so auf die keine Ahnung 6 bis 8% zurück. Ja, vor allen Dingen muss man dabei auch noch darüber nachdenken. Es gab noch kein Internet, es war einfach diese Tatsache, keiner konnte irgendwie digital mit seinem Smartphone oder am Rechner irgendwo draufklicken und sagen, ich habe unterschrieben, nein, Leute standen in Fußgängerzonen mit Klemmbrettern, mit kopierten Zetteln, und Menschen haben dort ihren Namen eingetragen und ihre Unterschrift draufgegeben 4000000 Menschen.
Zu den Initiatoren gehörten Persönlichkeiten von Großer moralischer Autorität. Martin Niemöller, der evangelische Theologe, der im Dritten Reich die bekennende Kirche mitbegründet hatte und dafür ins KZ gekommen war, die Schriftstellerin Luise Rinser, der ex Bundeswehrgeneral Gerd Bastian, dessen Wandlung vom Militär zum Friedensaktivisten der Bewegung große Glaubwürdigkeit verlieh.
Und dann war doch noch eine gewisse Petra Kelly, die charismatische Mitbürgerin der Grünen. Der Appell war von Anfang an umstritten. Kritiker wiesen darauf hin, dass unter den Organisatoren auch Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei waren. Das Verteidigungsministerium unter Hans Apel verteilte Broschüren, die behaupteten, alle Initiatoren seien von der Sowjetunion finanziell abhängig, die Medien sprachen ganz brutal von Moskaus nützlichen Idioten, ja, und das tun?
Sie leider Gottes heute nie. Ja, da hast du recht. Aber war der Krefelder Appell wirklich so kommunistisch unterwandert? Nun. Die Wahrheit ist, wieso oft komplizierter. Schwarz und Weiß gibt's im echten Leben ja irgendwie nie. Die DKP versuchte tatsächlich, die Friedensbewegung zu beeinflussen, auch die Stasi setzte Agenten ein, aber die große Mehrheit der Unterzeichner und Demonstranten waren keine Kommunisten, es waren ganz normale Bürger, die Angst hatten, Erhard Eppler, selbst ein Kritiker des Doppelbeschlusses, weigerte sich, den Krefelder Appell zu unterschreiben, weil er die kommunistische Beteiligung problematisch fand. Am 10.
Oktober 1981 erlebte die Bundesrepublik etwas, das viele nicht für möglich gehalten hätten, etwa 300000. Menschen strömten in den Bonner Hofgarten, um gegen die Nachrüstung zu protestieren. Es war die größte Demonstration seit Gründung der Bundesrepublik. Die Organisatoren, die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, hatten 5 Auftaktkundgebungen in verschiedenen Teilen Bonns angesetzt, von denen dann aus Sternmärsche zum Hofgarten folgten. Die Menschen reisten mit Sonderzügen aus dem ganzen Land an.
Die Bonner Geschäftsleute voller Sorge vor Ausschreitung, Vernagelten ihre Schaufenster mit Brettern. Ein Demonstrant schrieb darauf mit einem Augenzwinkern, Jetzt bin ich extra aus Moskau gekommen, um hier einzukaufen, ist außerdem selbst Graffiti, war damals gefühlt kreativer. Der Hauptredner war Heinrich Böll, der Literaturnobelpreisträger, eine der moralischen Instanzen in der Bundesrepublik, seine Worte waren eindringlich, die.
Die Politiker haben ja die Wahl, uns zu apathischen Zynikern zu machen. Das ist sehr leicht geschehen, sie können es haben, sie können eine gelähmte Bevölkerung auf der ganzen Welt haben, die gelähmt ist von diesen Waffenpästen und waffenzahlen, wir wollen uns nicht lähmen lassen. Böll bat die Demonstranten zur Gewaltfreiheit, wenn sie Steine in den Händen hätten, lassen sie diese doch bitte leise fallen, ist auch sehr schön, oder?
Die Demonstration verlief vollkommen friedlich. Später würdigte das Bundesverfassungsgericht in einem wichtigen Urteil dem Brockdorfbeschluss von 1985, diese Kundgebung als positives Beispiel für eine friedliche Großdemonstration. Noch größer wurde es dann am 10 Juni 1982 Anlass war der Besuch von US Präsident Ronald Reagan zum Nato Gipfel in Bonn, die gesamte linksrheinische Innenstadt wurde zur Bannmeile erklärt, also wichen die Demonstranten auf die Rheinwiesen in Bonn Beuel aus.
Je nach Zählung kamen 350 bis 500000 Menschen. Die größte Kundgebung der bundesrepublikanischen Geschichte bis dahin die Theologin Dorothee Sölle wandte sich direkt an den Mächtigen Wir haben eine andere Idee von Freiheit, Mister Reagan, und wir haben eine andere Idee von der Bergpredigt der Bundeskanzler, der Künstler Joseph Beuys, sang sein selbstgedichtetes Lied Sonne statt Reagan und die Kölner Band BAP verewigte den Tag später in ihrem Lied 10.
Juni Den Höhepunkt erreichte die Bewegung im Oktober 1983 einen Monat vor der entscheidenden Bundestagsabstimmung am 22 Oktober demonstrierten bundesweit schätzungsweise 1,3 bis 1,5 Millionen Menschen gleichzeitig, so viele waren noch nie zuvor und noch nie wieder danach in der deutschen Geschichte auf die Straße gegangen.
In Bonn versammelten sich wieder etwa 500000 Menschen im Hofgarten, die. Weitere 150000 bildeten eine Menschenkette um das Regierungsviertel. In Hamburg kamen 400000 zusammen und zwischen Stuttgart und neu Ulm formierte sich eine 108 Kilometer lange Menschenkette, symbolisch für die 108 Böschigen 2 Raketen, die in Deutschland stationiert werden, sollten zwischen 200000 bis 400000 Menschen reihten sich dafür ein. Ein Augenzeuge erinnert sich später, es war 06:00 Uhr, die Sonne war noch nicht aufgegangen und die morgendliche Kälte vertrieb kaum die Müdigkeit.
Die Züge sind von weit her gekommen, aus allen Ecken und Winkeln der Bundesrepublik Deutschland. Ein anderer beschrieb das Gefühl, das allgemeine Gefühl damals, wir sind so viele, da können die im Bundestag doch nicht gegen uns entscheiden. Erstmals sprach auch ein Vertreter der DDR Friedensbewegung auf einer westdeutschen Kundgebung, der Theologe Heino Falke trug das Symbol Schwerter zu Flugscharen, das damals in der DDR ironischerweise als Staatsfeindlich galt.
Und Willy Brandt, der SPD Vorsitzende, der sich so lange zurückgehalten hatte, sprach nun selbst im Hofgarten. Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Mittel zur Massenvernichtung, wir brauchen weniger. Eines der bewegendsten Bilder der Friedensbewegung entstand im September 1983 in Mutlangen, einem kleinen Ort bei Schwäbisch Gmünd. Dort sollten 36 Pershing 2 Raketen stationiert werden, die Friedensbewegung hatte zu einer prominenten Blockade aufgerufen. Vom ersten bis 3.
September blockierten etwa 1000 Menschen die Zufahrt zum US Stützpunkt. Unter ihnen waren rund 150 prominente Heinrich Böll, obwohl er bereits schwer erkrankt war und dazu kam Günther Gras, Walter Jens, Dorothee Sölle, Erhard Äppler, Oskar Lafontaine und natürlich auch Petra Kelly und Gerd Bastian. Von Petra Kelly stammt das ikonische Foto mit dem Blumenhelm, ein Bild, das die Friedensbewegung weltweit repräsentierte.
Die zierliche Frau mit den großen Augen, den Helm mit Blumen geschmückt, wurde zum Symbol des gewaltfreien Widerstands. Der damalige Innenminister von Baden Württemberg, Roman Herzog, soll gesagt haben, ich werde der Weltpresse doch nicht das Schauspiel bieten, den Nobelpreisträger Böll von deutschen Polizisten von der Straße tragen zu lassen, und das ist auch wieder so ein Ding, wo man sagen muss, ja, er hat damals schon Größe bewiesen, die ihn später dann halt zum Präsidenten gemacht hat.
Am Ende bildeten etwa 5000 Menschen eine 5 Kilometer lange Menschenkette bis Schwäbisch Gmünd. Aus der Friedensbewegung heraus entstand eine neue politische Kraft am 13 Januar 1980 gründeten Umweltaktivisten, Friedensbewegte und linke Bürgerrechtler in Karlsruhe eine neue Partei, die Grünen. Sie verstanden sich als Anti Parteien Partei, wie Petra Kelly es formulierte, die Grünen forderten den Austritt der Bundesrepublik aus der Nato, die Stilllegung aller Atomanlagen und einseitiger Abrüstung.
Bei der Bundestagswahl 1983 zogen sie mit 5,6% erstmals in den Bundestag ein. Mit 28 Abgeordneten, darunter Petra Kelly und Gerd Bastian. Während der entscheidenden Bundestagsdebatte im November 1983 entrollte Otto Schilly ein Tuch mit der Parole Umkehr zum Leben, Petra Kelly hielt ein Plakat hoch wirst du sagen, du hast nichts gewusst, es waren theatralische Gesten, aber sie zeigten, dass die Friedensbewegung nun auch im Parlament angekommen war.
Am 21 und 22 November 1983 debattierte der Deutsche Bundestag über die Stationierung der US Mittelstreckenraketen. Zwar eine der dramatischsten Debatten der deutschen parlamentsgeschichte, Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte, die Entscheidung betreffe die Grundsatzfrage, wie in unserem Land, wie in Westeuropa Frieden und Freiheit gesichert werden könnten die Opposition argumentierte, dass die Stationierung die Kriegsgefahr erhöhe und gegen den Willen der Bevölkerung erfolge.
Am Ende stimmten 285 Abgeordnete mit ja. Die Abgeordneten von SPD und Grünen lehnten das Gesetz ab. Mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP war die Stationierung aber beschlossen, gegen 72% der Bevölkerung nur einen Tag später am 23 November 1983, trafen die ersten Pershing 2 Raketen in Deutschland ein, die Sowjetunion reagierte umgehend.
Die Delegation in Genf, wo seit November 1981 über Mittelstreckenraketen verhandelt wurde, verließ den Verhandlungstisch in den Jahren vor der Stationierung hatte es Momente gegeben, in denen ein Kompromiss zum Greifen nah schien, der berühmteste ereignete sich am 16 Juli 1982 in den Wäldern bei Genf der amerikanische Chefunterhändler Paul Nitz und sein sowjetischer Gegenpart Julie Quisinski gingen im Wald spazieren, ohne Protokoll, ohne Aufpasser, nur 2 Männer, die über das Schicksal der Welt redeten.
Sie entwickelten einen Kompromiss. Die Sowjetunion würde auf 75 SS 20 Raketen verzichten, die nato auf 74 Chris Missiles maximal 300 Nuklearsprengköpfe pro Seite in Europa. Dieser Waldspaziergangskompromiss hätte funktionieren können, intern schätzten die Amerikaner, dass die meisten westlichen Regierungen ihn als akzeptables Ergebnis begrüßt hätten, doch als Nizz und Kwysinsky in ihre Hauptstädte zurückkehrten, wurden sie ausgebremst. In Washington wie in Moskau setzten sich die Hardliner durch.
Der Kompromiss war tot, und die Geschichte hätte ich hier enden können, und zwar als Tragödie. Doch dann kam ein Mann, den wir auch schon in der Folge zu Matthias Rust hatten, nämlich Michail Gorbatschow, und damit ihr die Rustfolge nicht hören müsst. Zwingend vorher fasse ich noch mal kurz zusammen, was damals halt das bedeutet hat, dass Michail Gorbatschow an die Macht kam.
Im März 1985 wurde der 54 jährige Reformer zum Generalsekretär der KP DSU gewählt. Anders als seine verstorbenen Vorgänger Bresniew Androkow Tschernikow war Gorbatschow jung, dynamisch und zu echten Veränderungen bereit, er sprach von Glasnost, also Offenheit und Perestroika, also Umgestaltung, und er war bereit zu verhandeln, die Genfer Gespräche wurden im März 1985 wieder aufgenommen, es folgten dramatische Jahre. Im Oktober 1986 trafen sich Regan und Gorbatschow von Reykjavik.
Sie kamen einer umfassenden Abrüstung so nah wie nie, scheiterten dann aber am amerikanischen SDI Programm. Was ist das SDI Programm? Das SDI. Programm ist das, was auch als Star Wars Programm letztendlich bekannt wurde. Das ist Strategic Defense Initiative und es ging darum, letztendlich Satelliten ins allzu bringen, die Laserwaffen an Bord haben, um im Endeffekt ein komplettes Laserschutzschild vor amerikanischen Atomraketen zu erzeugen. Etwas, das damals Teil technisch überhaupt nicht im Ansatz möglich gewesen wäre.
Aber es hat gereicht, um halt wirklich die Weltgeschichte zu verändern. Alleine die Tatsache, dass darüber gesprochen wurde im Februar 1987, ließ Gorbatschow die Verknüpfung mit SDI fallen, im April bot die Sowjetunion eine Doppel 0 Lösung an, den Abbau aller Atomraketen mit mehr als 500 Kilometern Reichweite auf beiden Seiten.
Am 8. Dezember 1987 geschah dann das bis dahin undenkbare im Weißen Haus in Washington unterzeichneten Ronald Reagan und Michail Gorbatschow den Inf Vertrag, den Vertrag über nukleare Mittelstreckenraketen zum ersten Mal in der Geschichte sollte eine komplette Kategorie von Waffen nicht nur begrenzt, sondern vollständig vernichtet werden, die Zahlen waren beeindruckend, insgesamt wurden 2692 Raketen verschrottet. 846 amerikanische und 1846 sowjetische, die SS 20, die den ganzen Konflikt ausgelöst hatte, verschwand ebenso wie die Pershing 2 und die Christmishers. Die gegenseitigen Inspektionen, etwa 1000 bis zum Jahr 2001, schufen ein Maß an Transparenz, das im Kalten Krieg undenkbar gewesen wäre.
Am 27 September 1990 verließen die letzten Pershing 2 Raketen Deutschland die. Am 31. Mai 1991 wurde die letzte Rakete weltweit demontiert. Die Krise war vorbei die Frage, ob der Nato Doppelbeschluss zum Frieden beigetragen hat, wird aber bis heute kontrovers diskutiert. Die Befürworter, darunter sowohl Helmut Schmidt als auch Helmut Kohl, argumentierten, dass erst die konsequente Bereitschaft zur Nachrüstung zur Sowjetunion an den Verhandlungstisch gezwungen habe, ohne die Stationierung der Pershing 2 hätte es keinen INF Vertrag gegeben.
Die wirtschaftliche Belastung durch das Wettrüsten habe zum Zusammenbruch der UD SSR beigetragen. Die Formel lautete Stärke führte zu Verhandlungen, die Kritiker, viele von ihnen aus der Friedensbewegung, sahen das anders, sie betonten, dass der entscheidende Faktor Gorbatschow war, nicht die westliche Aufrüstung.
Gorbatschow selbst erklärte später, der Austausch mit Vertretern der Friedensbewegung hätte ihn bewogen, die Mittelstreckenraketen getrennt zu verhandeln. Die offizielle Geschichtsschreibung es sei gelungen, die Sowjetunion totzurüsten, sei Quatsch, wie es ein Friedensaktivist formulierte. Die Wahrheit liegt, wie schon so oft, vermutlich irgendwo dazwischen. Der Doppelbeschluss schuf den Rahmen für Verhandlungen, aber ohne einen Partner wie Gorbatschow auf der anderen Seite wäre er wohlmöglich tatsächlich im Desaster geendet. Beide Faktoren waren notwendig, die westliche Entschlossenheit und der sowjetische Reformwille.
Was der Nato doppelbeschluss zeigt, ist die bleibende Relevanz dessen, was man die Amel Doktrin nennt. Der belgische Außenminister Pierre Amel hatte 1967 in einem wegweisenden Bericht die Doppelstrategie der Nato formuliert, Verteidigung und Entspannung, militärische Stärke und Dialog, Abschreckung und Kooperation, die Formel Sicherheit gleich Verteidigung plus Entspannung war der Kern des Doppelbeschlusses man rüstete nach, um zu verhandeln, man war stark, um Schwächen zu vermeiden.
Aber man verlor nie das Ziel aus den Augen. Abrüstung, nicht Aufrüstung, das klingt wie eine Binsenweisheit, aber es ist eine Lektion, die eben immer wieder neu gelernt werden muss, stärker allein führten, nicht zum Frieden, aber Schwäche eben auch nicht, es braucht beides, die Fähigkeit zur Verteidigung und die Bereitschaft zum Gespräch im August. 2019 trat der Inf Vertrag dann außer Kraft, die USA hatten ihnen im Februar 2019 gekündigt, Russland folgte.
Der Vertrag, der 32 Jahre lang bestand hatte und eine ganze Waffengattung eliminierte, existierte nicht mehr. Die amerikanische Begründung, Russland verletzte den Vertrag mit dem Marshall Coerper 9 m 729, der eine Reichweite von über 500 Kilometern habe. Russland bestritt dies und beschuldigte die USA ihrerseits mit Raketenabwehrsystemen in Rumänien und Polen gegen den Vertrag zu verstoßen.
Im Juli 2024 kündigten die USA und Deutschland an, ab 2026 wieder amerikanische Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren. Tomahawk Marshall Körper SM 6 Raketen und Hyperschallwaffen die Debatte, so bemerkten Beobachter, wird mit zum Teil Wortgleichen Behauptungen, Rechtfertigungen und Argumenten geführt, wie die kontroverse Ende der 70er Anfang der 80er Jahre die Geschichte wiederholt sich nicht, aber man könnte sagen, sie reimt sich, sie ist immer wieder gleichartig. Die Fragen von damals sind aktuell die. Wieviel Abschreckung ist nötig?
Wo liegt die Grenze zwischen Verteidigung und Provokation, wie kann man verhandeln, wenn das Vertrauen fehlt, was können wir, die im Jahr 2025 leben, aus der Geschichte des Nato Doppelbeschlusses lernen? Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir so ein bisschen Gedanken gemacht und euch die Antworten, die ich so gefunden habe, mitgebracht zum einen.
Die Angst war berechtigt, aber sie war eben auch übertrieben. Der Atomkrieg, den die Friedensbewegung fürchtete, ist nicht eingetreten, aber das lag nicht daran, dass die Angst unbegründet war. Es lag daran, dass letztendlich verantwortungsvolle Politiker auf beiden Seiten den Abgrund sahen und zurückwichen, also das Gegenteil, was wir aktuell aus Washington so gewohnt sind. Oder aus Moskau.
Richtig. Stimmt, du hast vollkommen recht. Zweitens, demonstrieren kann etwas bewirken, aber nicht immer so wie man denkt. Die Friedensbewegung hat den Bundestagsbeschluss nicht verhindert, aber sie hat das politische Klima verändert. Sie hat Druck aufgebaut, sie hat die öffentliche Debatte geprägt.
Gorbatschow selbst nannte den Dialog mit der Friedensbewegung als einen der Faktoren, der sein Denken beeinflusst hatte. Ja, und darum sollte auch niemand denken, dass zu Tausenden auf die Straße geht. Unnütz ist auch, wenn es vielleicht nicht unbedingt ein ein direktes Ergebnis ein oder. 2 Tage später bringt richtig, es ist unbequem, aber es ist wert.
Ja. Drittens, Kompromisse sind möglich, wenn beide Seiten es wollen. Der Waldspaziergang von Nizz und Kwesinski zeigt, dass selbst in den dunkelsten Momenten des Kalten Krieges Menschen auf beiden Seiten nach Lösungen suchten. Der Inf Vertrag zeigt, dass diese Lösungen am Ende auch gefunden werden konnten. Viertens Führung erfordert Mut Helmut Schmidt bezahlte für seine Überzeugung mit seiner politischen Karriere. Er wurde von seiner eigenen Partei gedemütigt, aber er hielt an dem Fest, was er für richtig hielt. Man muss nicht seine Meinung teilen, aber seinen Mut sollte man durchaus respektieren und fünftens, nichts ist endgültig. Der Inf Vertrag der 1987 wie ein Wunder erschien, existiert nicht mehr, die Waffen die damals
verschrottet wurden, werden in neuer Form wieder gebaut, die Sicherheit die wir einmal hatten kann verloren gehen, Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, er muss immer wieder Neuerungen bewahrt werden. Wenn ich an die Geschichte des ganzen Nato doppelbeschlusses, die wir jetzt gerade erlebt haben, denke an Helmut Schmidt, der so überzeugt war, das Richtige zu tun, dass er dafür bitter bezahlen musste an Heinrich Böll, der schwer krank in Mutlangen saß, weil er glaubte, jeder Mensch müsse Zeichen setzen und an die 100 Tausenden im Bonner Hofgarten, die durch ihre Angst in der Lage waren, Hoffnung aufzubauen und eben auch an Michael Gorbatschow, der den Mut hatte, anders zu denken als seine
Vorgänger und. Der einfach eine Person war, die wir heute so dringend bräuchten. Sie alle, die Befürworter wie die Gegner des Doppelbeschlusses, handelten aus Überzeugung, sie alle glaubten für den Frieden zu kämpfen, nur auf verschiedenen Wegen. Am Ende wurden alle überrascht von dem, wie die Geschichte ausgegangen ist.
Niemand hatte vorausgesehen, dass die Mauer fallen würde, dass die Sowjetunion zusammenbrechen würde, dass das nukleare Wettrüsten zumindest für eine Weile ein Ende finden würde. Die Welt von heute ist nicht die Welt von 1979 die Sowjetunion existiert nicht mehr, die Mauer ist gefallen, Europa ist größtenteils vereint, aber die alten Fragen sind zurückgekehrt. Wieder reden wir über Mittelstreckenraketen, wieder stehen wir vor der Frage, wieviel Abschreckung Wir brauchen und wieviel Dialog wir wagen können und wollen die Menschen von damals, die Politiker, die Demonstranten, die Soldaten, die Diplomaten haben uns ein Vermächtnis hinterlassen, und jetzt liegt es an uns, was wir daraus machen, denn.
Geschichte geht nie vorbei, sie wird jeden Tag neu geschrieben von uns und ich meine bitte es nicht die Wissensreisenden, sondern jeden einzelnen von euch da draußen. So ist es. Und das Bewusstsein, dass sich komischerweise in unserer aktuellen Geschichte einfach zu viele Dinge wiederholen, die wir schon erlebt haben, die sollte allen zu denken geben. Und jeder sollte sich einfach seine eigenen Gedanken machen, was er damit tut.
Auf jeden Fall. Es ist einfach sehr, sehr wichtig es ist. Die Regierung da draußen ist nicht irgendein abstraktes Gebilde, sollte letztendlich eigentlich unser Vertreter sein, also der von uns allen hier. Ja, und es ist manchmal nötig, dieses Organ daran zu erinnern, für was es da ist. Das ist, so Chris, vielen, vielen Dank, dass du uns diese Geschichte mitgebracht hast, dass du das Ganze aufbereitet hast.
Und ja, dass du wirklich noch mal noch mal, du hast es vorhin so schön gesagt, die Geschichte ist vielleicht nicht unbedingt gleich, aber sie reimt sich. Das ist eigentlich ganz treffend so. Es ist nicht unbedingt genau gleich, aber es kommen einem noch viel zu viele Dinge aktuell viel zu bekannt vor und das nicht unbedingt auf gute Art und Weise es. Ist einfach wie eine neue Strophe eines alten Liedes. So ist es ja.
Schauen wir einfach mal, was die Zeit bringt. Richtig, sorry, dass ich euch in der in der Adventszeit mit solchen Grimm Themen letztendlich hier mal überfallen habe, aber. Es war einfach das Datum. Ich bin einfach am Datum hängen geblieben, dass genau heute eben dieser dieser wichtige Tag war, mit dem Nato doppelbeschluss und dass es wirklich etwas ist, wo ich einfach weiß, dass ungefähr jeder Nato doppelbeschluss schon mal gehört hat, aber ich wette mit dir, die Hälfte der Menschen, die du fragen würdest, könnten dir nicht erklären, worum es damals darum ging.
So ist es wohl darum auch vielen Dank von mir und vielen Dank von unseren Hörern. Gut liebe Leute, damit sind wir dann auch am Ende der Folge angekommen. Wenn ihr uns Feedback geben wollt, dann könnt ihr das über die Kommentare bei Spotify, Apple Podcasts, in den sozialen Medien oder auch gerne per E Mail machen.
Dafür könnt ihr uns schreiben an Feedback at wissensreisende. De oder wenn ihr uns direkt anschreiben wollt, dann nutzt einfach Jan at wissensreisende. De. Oder Chris at wissensreisende de. Das ist Chris ohne H, also Cris, genau. Es ist auch möglich, unseren Podcast direkt zu unterstützen. Wir kommen ja so ein bisschen in die Weihnachtszeit.
Ja, vielleicht denkt ja der ein oder andere, er möchte uns ein Geschenk machen und genau dafür gibt es die Premium Mitgliedschaft über Spotify oder Steady links dazu findet ihr in den Shownotes für alle unsere Unterstützer gibt es auch regelmäßig eine Sonderfolge als kleines Dankeschön und ich würde sagen mir bleibt jetzt nichts anderes mehr übrig als zu sagen ich freue mich auf die nächste Woche, dann bin ich wieder dran.
Ich hab auch schon was Schönes für euch alle in Vorbereitung. Das ist dann nämlich auch die letzte Folge, die wir noch vor Heiligabend haben, aber ich glaube, bevor das soweit ist, sagen wir jetzt besser noch das eine Wort, das jede Folge zu Ende bringt in diesem Podcast nämlich. Tschüss.