
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Der neue „Zur Sache“-Podcast der Automobilwoche befasst sich mit den Hintergründen zur Ankündigung Audis, ein neues Werk in den USA bauen zu wollen. Im Gespräch von Burkhard Riering und Frank Volk geht es um die Vorteile eines solchen Werks in Zeiten der Lokalisierung, aber auch um den internen Unmut über die Art und Weise, wie das Werk angekündigt wurde – nämlich auf der Bühne von Donald Trump.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Burkhard: Herzlich willkommen bei mir heute Automobilwoche Bayern Reporter Frank Volk. Hallo Frank.
Frank Volk: Hallo Burkhard, grüß dich!
Burkhard: Wo noch nie hat in der Öffentlichkeit die Ankündigung eines in einem Land für so viel Aufmerksamkeit gesorgt. glaube jedes Kind weiß jetzt, dass Audi in Georgia ein Werk bauen möchte. Was für eine Woche. Ich war drei Tage in Wolfsburg bei der internationalen Zulieferer Börse. Auch da kannst du dir vorstellen, eins der Smalltalk Themen. Audi hätte sicherlich gerne etwas weniger Publicity denn bei dem unappetitlichen Wahlkampf-Event von Donald Trump wurde das verkündet, wie wahrscheinlich alle wissen und hat zu dem Automotive Shitstorm des Jahres geführt. Aber wir wollen heute natürlich auch als B2B-Medium, was wir sind, über das Werk, über die dafür und über die Strategie Frank, zunächst einmal, was hast du gedacht, als du die ersten Bilder am Sonntagmorgen wahrscheinlich beim Frühstück gesehen hast, wie Audichef Gernot Döllner bei Donald Trump auf der Bühne steht und eine johlen Menge dort versammelt saßt?
Frank Volk: Also ich war nicht auf der IZB, ich war zu dem Zeitpunkt im andalusischen Hinterland bei Malaga und hatte mir gerade frisch vom Baum vor der Ferienwohnung eine Mango gepflückt und die wäre mir also dann schier aus dem Gesicht gefallen. Mein erster Gedanke war tatsächlich, sind sie jetzt übergeschnappt? Weil der erste Gedanke war natürlich schon auch tatsächlich derjenige zu sagen, jetzt hat man diese dringend notwendige Entscheidung endlich mal vom Tisch gebracht, wird ja seit fünf Jahren über dieses Werk diskutiert. Und ziehen Sie es durch und verhunzen Sie diesem Auftritt. Es war ja mit Ansage, was da jetzt hinterher passieren würde und das war dann doch sehr... Erstaunlich. Ich habe da lange gegrübelt, ob es denn so sein musste, was man hätte anders machen können. Es war von Kommunikationsseite sicherlich eher suboptimal, es mal ganz freundlich auszudrücken.
Burkhard: Das hast du sehr freundlich gesagt. Wie gesagt, ich war in Wolfsburg, natürlich sind auf der internationalen Zuliefererbörse die Hausmesse des Volkswagen Konzerns hunderte und aber hunderte Volkswagen-Manager und Mitarbeiter. Und von denen habe ich gehört, die haben das zunächst nicht geglaubt, als sie die ersten Bilder gesehen haben, sondern dachten, das sei KI eine Verballhornung von Audi, weil sie jetzt ein Werk in den USA... Das Kommunikationsdesaster hast angedeutet, also 90 Sekunden auf der Bühne, auch mit Donald hat sich vor den Karren spannen lassen, irgendwo wehtut, wenn du weißt, wie Donald Trump mit Europa und Deutschland umgeht. fragst nach dem, Du Das kann nicht freiwillig gewesen sein. Er wird wohl die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen und kriegt dafür was. wir bauen ein Werk in den USA, wir spielen da mit, wir nehmen den Kampf an, wir geben Gas. kostet übrigens nicht Mitarbeiter in Deutschland. Meiner Meinung nach rettet das Mitarbeiter in Deutschland. Denn wenn Audi jeden Tag dort Geld verbrennt, dann ist auch nicht gut für uns hier.
Frank Volk: Aber das Tragische ist an der Geschichte, also wenn man es denn als Tragik bezeichnen möchte, ist du hast ein Thema, das drängend ist, das wirklich gelöst werden muss. Und dann hast durch diesen Auftritt im Grunde genommen, tritt das eigentliche Thema in den Hintergrund. Du hast die Person Döllner, an dem sich alles entzündet, an dem sich dann auch alle abarbeiten in den sozialen Medien, aber auch den anderen Medien. bist du natürlich sehr schnell Position, dass tatsächlich über das Thema überhaupt nicht mehr gesprochen wird. Und du kannst dann auch nicht mehr kommen mit irgendeiner sachlichen Argumentation. Das, was das Futter für die Leute ist halt Döllner, Auftritt an der Seite Trump. Du hast dann ja auch sehr schnell gesehen, wie die Nummer eskaliert. wurde ja dann auf eine, also der Maga-Befürworter, der Trump-Unterstützer und weißer Gockel, was da alles rumgekommen ist. Die Diskussion läuft jetzt seit vier Tagen, die wird ja immer schräger zum Teil. wenn man dann auch sieht, dass auch Medien wie jetzt, ich möchte jetzt Blaming betreiben, wenn dann eine SZ. ja, und die großen Feinde, die sich jetzt Düllner geschaffen hat und kommt dann mit einem Thema, das sich Düllner schon immer gerne an der Seite der Mächtigen gezeigt hat. Dann wird als Beispiel genannt Söder in Bayern. Da wird es dann natürlich schon relativ albern. Jetzt wir nicht vertiefend darauf einzugehen. das Übel an der Geschichte ist natürlich, dass sich das Thema jetzt hier auf die Person Düllner fokussiert und dass Inhalt in den Und der muss eigentlich jedem klar sein, wenn er jetzt mal auf die Zahlen guckt, jetzt Audi zum Beispiel gemeldet hat. Da siehst du halt, nicht nur, und das ist ja nichts Neues, die haben nicht nur in China ein Riesenproblem. Das Problem in den USA ist genauso groß. Und du kannst halt nicht hingehen. Mercedes BMW, denen geht es auch nicht gut, aber die können diesen Wahnsinnseinbruch in China ein bisschen abfedern über ein gut laufendes US-Geschäft. fehlt Audi. Die sitzen voll in der Zange. in USA das selbe Problem wie in China. Und die können niemals im Leben diese zwei großen Baustellen kompensieren. ohne dass in den USA aktiv werden. Und das müssen sie tun. Und da bin ich bei dir. Wenn sie das nicht machen und sagen, wie kann der jetzt mit dem Trump auftreten und da muss man doch die Größe haben, nicht in die USA zu gehen. Ja, dann macht das mal. Dann guckst du aber mal hin, was mit Audi in Summe passiert. Und da bin ich ganz bei dir. Dann reden wir über ganz andere Größenordnungen von Personalabbau.
Burkhard: Also ich habe in Wolfsburg gehört, dass Audi jeden Tag in den USA zwei Millionen Dollar verbrennt. Jeden einzelnen Tag. da musst du handeln. Wie es dann passiert ist, also bei mir war es sonntags morgens, ich habe dann vormittags in die E-Mails mal geschaut und hatte eine Einladung zu einem Pressebriefing mit Gernot Döllner, der ja in Georgia saß. seiner neuen Kommunikationschefin. Und da waren wir so 10, 15 Journalisten dann 12 Uhr unserer Zeit. Und ich habe sofort gemerkt an den ersten Fragen, es geht nicht die Sache. Es ging natürlich nur das Politische. kam dann irgendwann auch dran und wollte mal was mit dem Werk und die Gründe dafür und nochmal aus seinem Mund aber. war auch schon sehr kurz angebunden, hat auch an den Fragen und wie die Fragen gestellt waren, dass das Hauptthema war, wie man Donald Trump gemeinsame Sache machen kann. Was ja auch stimmt und richtig ist, aber die Frage die du ja auch gesagt hast, also dieses Werk. ist sehr nötig. BMW wächst zum Beispiel in den USA, Mercedes wächst in den USA, Audi geht weiter runter. Zwei Millionen Dollar jeden Tag. Also wenn das stimmen sollte, dann kann man sich ausrechnen, wie viel Geld Audi dort verbrennt und ungesund das für ein Unternehmen ist. Und wenn du in China nicht mehr aufholst und USA in ein zweites China wird, Dann hast du nur noch Europa und Europa ist aber auch schwer, weil Audi auch kein Fuß auf die Erde bringt. die Probleme von Audi, muss man sagen, die beginnen jetzt auch nicht mit einem Auftritt bei Trump, sondern Versäumnisse, die du zurückführen eine Zeit, als Audi hätte ein Werk bauen sollen, vor 15, 20 Jahren in den USA. Martin Winterkorn, der auch noch Vorstandschef war und dann gab es einen Hubert Statler, der ins Gefängnis musste. Dann hattest du einen Vorstandschef, der ja irgendwie nicht viel gemacht hat und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Im Gegenteil, wo so viel verpasst worden ist technologisch, innovativ etc. im Marketing, in Markenidentität bei Audi. das ganz schön schwierig ist, der Delle, aus dem Tal wieder herauszukommen. Und da ist gerade Audi. Porsche übrigens auch, aber bei Porsche fühlt sich das anders an. Porsche ist auch kleiner und demnach vielleicht einfacher zu sanieren, zu restrukturieren, wieder frisch aufzusetzen. Aber Audi, wenn man bedenkt, was für eine Heritage Audi hat. dann kann man da natürlich nicht einfach zuschauen als CEO. Und deswegen das Werk, was kommt, wo die großen SUVs dann gebaut werden für den amerikanischen Markt und sollte das klappen, haben sie was gewonnen. Aber die Situation in dieser Woche war sicherlich nicht schön und hat nicht dazu beigetragen. Aber du hast gesagt, es wurde immer schräger. Es gibt ja auch immer eine Gegenreaktion zum Beispiel auf LinkedIn. Meine Bubble war einfach, mein Algorithmus, meine Timeline war einfach voll mit nur einem Thema. Das habe ich so noch nie gehabt, dass es nur noch ein Thema gab. dann sieht man nach 48 Stunden, wo alle das Gleiche schreiben. Also viele Menschen, die nicht in der Autoindustrie sind, empören sich. Also 83 Millionen Audi Kommunikationsexperten hatten wir. Und dann gibt es die Gegenreaktion. Schaut mal, sie brauchen doch das Werk, weil muss in die Offensive gehen und muss was tun. Also da fand ich schon, dass es eine Gegenreaktion gab. Und trauen uns ja sachlich das Ganze anzuschauen und nicht nur moralisch ethisch.
Frank Volk: Ja, das ist, ich auch tatsächlich wohltuend und es ist auch dringend nötig. Aber du bleibst halt immer in der der Person. Ich meine, Döllner gibt ja auch einiges her dazu. Mit seinem doch immer recht breitbeinigen Auftritt passt er so mit in das Bild des Das Macho-Manager ist ein bisschen, aber muss auch durchziehen. Es ist viel versäumt worden bei Audi in der Vergangenheit. ist eigentlich zu hoffen, dass sich die Diskussion jetzt beruhigt, weil irgendwann, wenn eine Person zu sich zur Belastung wird, Du sagst, können wir mit dieser Person die Sache noch durchziehen? Können wir das zu einem Ergebnis führen? Auch in den Verhandlungen dem Betriebsrat? wird es natürlich dann schon eng. Ich glaube nicht, es gibt ja auch Spekulationen. Es könnte jetzt Döllners Kopf gehen. glaube ich aus mehreren Gründen nicht. Zum einen ist wenig wahrscheinlich, dass man im Konzern nichts gewusst hat. Das ist ein Alleingang. Von ihm war er da in den USA. Es gibt ja auch ein Gruppenbild, da aus der Entourage des Konzerns dabei war. Da saß Marco Schuberter, der Nordamerika-Chef des Konzerns und es waren auch andere noch dabei. Also es war definitiv kein Alleingang. Aber trotzdem, wie gesagt, muss man jetzt natürlich gucken, was aus der Geschichte wird. Döner gilt ja als sehr gut auch Richtung Konzernvorstand Blume. ist, sitzt selber im Konzernvorstand. Also ich denke nicht, dass es darauf hinauslaufen wird, dass es ihn letztlich seinen Kosten kostet. Aber wie gesagt, am Ende zählt dann, Wie sehr kann eine zur Belastung werden für Verhandlungen? mit dem Betriebsrat über weitere Sparmaßnahmen, auch insbesondere es Werkschließungen geht, wie Und wenn man mal die super aggressiven Töne sich anhört, die jetzt zum Beispiel vom Konzernbetriebsrat gekommen sind, dann ist es natürlich schon eine etwas kritische Situation. Zudem muss man natürlich auch eins sehen. Also wenn man jetzt mal vorausblickt auf die anstehenden Verhandlungen, die gehen ja jetzt los. Und da hast du jetzt natürlich, da hast du natürlich einen Verhandlungspfund aus der Hand gegeben. es hat es, glaube ich, noch nie gegeben. Also mir ist kein Fall bekannt. Es ist absolut außergewöhnlich, dass ein Vorstand öffentlich auftritt, Multimilliardeninvestition in ein neues Werk bekanntgibt. Und es ist zu Hause, also zwischen den Protagonisten, die es letztlich durchfechten müssen, noch nichts dazu vorbesprochen. Es ist noch kein Weg geklärt. Er hat da natürlich schon wahrscheinlich unter dem Druck der da aufgebaut wurde von der US-Seite, Arbeitgeber-Seite. Also auch der Konzern viel Verhandlungs- Munition aus der Hand gegeben, weil eigentlich ich will jetzt nicht sagen, dass sie sich ein bisschen das Fäustchen reiben, aber mit dem, was jetzt vorab und ohne Verhandlungsmaßes bekannt gegeben wurde, haben sie natürlich für ihre internen Verhandlungen, wenn es darum geht, welches Werk wird denn leicht geschlossen oder auch nicht, haben sie den Ball schon auf die Seite der Arbeitnehmer rüber gespielt. die reden da auch ganz locker darüber, die Freude wäre angesichts der schwierigen Situation zu groß. Aber unglücklich sind die jetzt über diese Lage nicht wirklich. Also die können jetzt aus einer ganz, ganz guten Position der Stärke raus, mal diese Verhandlungen angehen.
Burkhard: Wir riskieren ja gerade mit dem etwas, weil zeitgleich die Sondersitzung des Aufsichtsrats läuft müssen so bisschen antizipieren, was die vielleicht entscheiden oder ob sie überhaupt etwas announcen, aber die Öffentlichkeit wartet vielleicht darauf, dass sie irgendwas dazu sagen. Ich glaube auch, dass man Gernot Dölder nicht vorwerfen kann, dass er ein Werk in den USA baut, aber Er hat sich jetzt wirklich erpressbar gemacht über den Betriebsrat und das nicht abzusprechen mit wichtigen Menschen. Hans-Dieter Pötsch soll getobt haben, habe ich mir sagen lassen, als er davon erfahren hat, ohne Beschluss etwas zu announcen, nach dem Motto, ja also den vorzugreifen. Und das zweite ist, etischen Richtlinien des Konzerns missachtet zu haben. Ich glaube, das kann man irgendwie noch wegmoderieren. Aber wenn der VW-Konzern jetzt in einer misslichen Lage ist, weil die Arbeitnehmerseite wirklich alle Karten in der Hand hat, dann bin ich mal gespannt, wie das dann in den nächsten Wochen und Monaten noch laufen soll. Aber ich meine, der VW-Konzernchef Oliver Blume wusste ja auch über den Auftritt, glaube ich, Bescheid. Es gab zwar keine offizielle Zustimmung, aber das gab ja dann auch keine Gegenwehr. Es ist passiert. Jetzt müssen sie die Kastanien aus dem Feuer holen. Mit der Kommunikation haben sie es nicht aber das zieht sich ja das ganze Jahr irgendwie durch im VW-Konzern. Jetzt muss man schauen, was der deutsche Betriebsrat für die deutschen Werke rausholt im Zweifel. das Problem liegt, glaube ich, bei Bratislava erstmal, Modelle in die USA gehen sollen, die gerade in Bratislava gebaut werden mit Q7, Q8 und jetzt Q9. Die sind schon mal weg. Also man muss tatsächlich schauen, was in der Slowakei passiert. CEO von Volkswagen der das Werk leitet, geht auch zurück zu Porsche, wie wir letztens exklusiv berichtet haben. Jetzt gehen dann wichtige Modelle laufen noch große, starke Modelle. Laufen die da auch noch in den 30er Jahren. Wird ein Werk in Europa geopfert für das Werk in den USA? Also das sind natürlich Dinge, wirklich relevant sind für die Menschen und dieser eine Auftritt, von dem man sagen kann, er wird vielleicht verpuffen. Aber Gönner Döllner hat es vielleicht verpasst, auch als CEO so zu positionieren, dass es der Marke gut tut, ist halt sehr sachbezogen. sehr konsequent, ohne jetzt viel Lametta an seine Entscheidung zu hängen. Dafür ist er nicht der Typist. Drei Jahre CEO, da gab es schon welche, die sich weniger gehalten haben. Drei Jahre ist er das, die drei Jahre hat er geschafft. Was jetzt gerade bei der Aufsichtsratssitzung passiert, weiß ich nicht. Wir hatten in Wolfsburg am Dienstagabend ein Private Dinner im Ritz-Carlton von Automobilwoche, wo auch Aufsichtsräte von Audi eingeladen waren. Die sind dann nicht gekommen. hatten tatsächlich dann, das waren No-Shows, die hatten tatsächlich dann was anderes zu tun, was wir dann in dem Fall auch akzeptiert haben. Frank, sag nochmal was. heute Morgen sind auch Zahlen gekommen zu Audi. Die hattest du gerade kurz angesprochen.
Frank Volk: Ja, die Zahlen, die waren, ja erwartet worden. meine, nach den Konzernzahlen war es jetzt nur absehbar, dass auch Audi schlecht sein würde. Aber im dritten Quartal sind sie relativ dicht den roten Zahlen vorbei haben noch 95 Millionen Euro Gewinn. ausgewiesen, 87 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Du hast das Thema China natürlich wie bei allen, wobei sie da in Relation zum Gesamtmarkt eigentlich gar nicht so schlecht sind. Aber ich weiß nicht, ob man bei minus 24, zigzag Prozent von gar nicht so schlecht sprechen will.
Burkhard: und öchne man nicht.
Frank Volk: In USA sind sie bei minus Prozent, wobei Nordamerika richtigerweise, die fassen ja in das Nordamerika-Geschäft, bildet sich aus Kanada und den USA ex Und dann muss man davon ausgehen, in Kanada läuft es ja nach wie vor gar nicht so schlecht für sie, dass sie in den USA auch deutlich größeren Markt auch deutlich über minus 20 Prozent liegen. Also vermutlich so irgendwo auf der Ebene mit China. Und das ist halt das Thema. Du kannst ja nicht, solange du so ein gigantisches Problem hast wie China, wo auch BMW nicht in der Lage ist, den Rückgang in China durch insgesamt in allen anderen Märkten ordentlich laufendes Geschäft auszugleichen. An zwei Fronten abzustürzen, das funktioniert halt nicht. Und alle, sagen, ja, bleib mal weg den USA. Die müssen dann aber auch mal drauf gucken, wenn sich Audi auf eine europäische Marke reduziert, dann sind sie im Bereich des Nichtigen gelandet, das wird so nicht funktionieren, auch nicht. machen, wäre ja auch eigentlich irrsinnig. Wobei es ja auch keine hohe Manager-Schule du jetzt ein Werk in den USA brauchst. Das Einzige, was man natürlich sagen kann, ist, dass alles viel zu spät kommt. Und das hat auch nichts mit Trump oder was auch immer zu tun. alle gehen in die Regionalisierung, in die Lokalisierung, in die Regionalisierung. Und da kannst du halt nicht hinstellen und sagen Ja, wir bedienen den US-Markt aus Europa. Was jetzt Anmerkung zu den Modellen, die ja auch adressiert sind, das wurden ja benannt, die großen SUVs als die Fahrzeuge, dann ab 2030 in den USA produziert werden sollen. Das sind die großen SUVs, die kommen aus Bratislava. Wenn die jetzt aber Bratislava zumachen würden, so einfach ist es ja nun nicht. Das wäre natürlich gesellschaftspolitisch der lockerste Weg, aber Das wäre wieder so ein typischer VW-Weg, sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. In Deutschland gibt es Zofan Alnik, N. Manuel Bratislava zu. Da würden sie halt das einzige Werk zumachen, das so richtig effizient arbeitet. Nur, dass er im Grunde genommen so arbeitet, auf Plattform Ebene, wie es dem Konzern vorschwebt und das funktioniert dort. Und ausgerechnet das Werk, würde man dann zumachen, wäre natürlich auch wieder der Wahnsinn. Was man ja sagen muss mit Blick auf Audi. Letztlich wird ja die ganze Schoße auf Konzernebene entschieden. hat jetzt Gernot Döner den Querschuss dazu geliefert mit seinem Auftritt. Aber letztlich ist es ja eine Konzernsache, wo ja ganz viele Werksbelegungen letztlich dranhängen. Also mein zweiter Gedanke war ja derjenige, das war es jetzt für Neckars Ulm. Darüber habe ich diese Woche... Seit ich wieder zurück bin aus meinem hübschen Urlaub, habe ich mit ein paar Leuten gesprochen. sehen das ganz entspannt. Also ganz entspannt nicht, aber sie sehen es entspannter, weil sie sagen, naja, durch dieses Werk und die Belegung, die dort vorgesehen stillen Neckars Ulm. sehen Sie nicht mehr in der ersten Reihe der bedrohten Werke, weil das wird ja kein einziges Fahrzeug, das in den USA gebaut werden soll, außer vielleicht dem A8, der ja ohnehin dann wohl nach Leipzig wandern würde. Es da kein einziges Werk gebaut. es wäre mit einer, so zu sagen, machen wir eine Kasur im Dicht, wäre arg. Also da sehen Sie sich jetzt eher weniger in der Schusslinie als vor der Verkündung des OGS-Werks. Dasselbe Gut Ingolstadt steht ja sowieso nicht so stark im Fokus, wobei da auch eingespart werden muss. Also das wird jetzt schon eine hochspannende Angelegenheit, wenn es den dann am Ende treffen wird. wird ein Werk treffen.
Burkhard: Ja, glaube auch, das Neckars Ulm, da muss es was geben, da muss es eine Lösung geben. Also Ingolstadt ist sowieso Heimatstandort. Neckars Ulm ist ein gefühlter zweiter Heimatstandort. Der Audi Nuvolari, da soll die Karosserie in Neckars Ulm gebaut werden. Vielleicht hat man die Idee für einen weiteren Topseller. Da gibt es im Hintergrund Ideen, denke ich, die ab 2030 dort wirken könnten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Cassoulm bei der Qualität dieses Werks zugemacht wird.
Frank Volk: Wobei sie was man jetzt immer deutlicher sagt, Kostenproblem haben. Also sie sind wohl auch im Vergleich zu den anderen Werken, da hinterher, das hört sich ein bisschen zynisch an, im Ausscheidungsrennen befinden. Da haben sie wohl nicht die günstigsten Kostenstrukturen. Gut, haben natürlich ihre Edelschmiede, in der sie alle möglichen neuen Produktionsformen ausprobieren. Das läuft da wohl sehr gut. Nuvolari wird sie kaum retten. halt eine Produktion in der Nische sein. Also das wird schon sehr spannend. Aber wie gesagt, Audi war die Tonalität oder ist die Tonalität nach dem Auftritt von Gernot Döllner eigentlich sehr viel zahmer als die Tonalität, die auf Konzerne-Ebene angeschlagen wird. die haben ja auch, gab ja auch die Meldung, ja und nicht nur Shitstorm extern, sondern auch intern auf Konzerne-Ebene hat man ja dann auch die Kommentarfunktionen. Abgeschalten hat man aber zum Beispiel bei Audi nicht gemacht. es wohl auch relativ viele Reaktionen. deutlich über 100 Kommentare, die es gab zu Dillners Auftritt. Aber da war es wohl deutlich weniger unflähtig als auf Konzern-Ebene. Zumindest sah man sich nicht genötigt, die Kommentarfunktion stumm zu schalten. Und man ist ja auch schon in Ingolstadt und in der Kassol einen konstruktiven Ton anzuschlagen. Also da wird zum Beispiel Die Notwendigkeit US-Produktion, die wird auch von Jörg Schlagbauer, dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden, nicht in Zweifel gezogen. Die sagen halt, wir brauchen eine belastbare Zukunft für die Werk in Deutschland und wenn es da eine belastbare Zukunft gibt, dann sind wir auch offen für eine Produktion in den USA. Auf der anderen Seite Wenn du ein US-Werk hast, halt die Frage, brauche ich noch drei Werke in Europa? für Audi arbeiten. Da nehme ich jetzt Bratislava mal mit rein. Und wie gesagt, wenn du diesen auch nicht nur bei Weitem nicht nur von den USA forcierten Weg der Lokalisierung, wie es ja im Grunde genommen China seit Jahrzehnten vormacht, wo du ja erst ohne Joint Venture überhaupt nichts bauen kannst, also ohne lokale Fertigungen, ohne lokale Tiefe. Jeder der deutschen Hersteller hat auf seiner Prioritätenliste ganz oben eine forcierte Lokalisierung. Das globale Modell funktioniert halt in der Form nicht mehr. Und jetzt gehen sie alle auf die Lokalisierung. Da musst du, da kannst du jetzt mal über Döner reden und denken, wie du willst. Da kommst du halt nicht dran vorbei. ich einen relevanten Markt habe, den ich auch relevant bespielen möchte, dann muss ich dort produzieren. Punkt.
Burkhard: Die große Frage, die bleibt ist und die wir nicht welche bekommt Audi dadurch? ich glaube die Subventionen in Georgia, vom Bundesstaat Georgia, das ist ja eine Gouverneursgeschichte und keine Trump-Geschichte, die werden immens sein, weil Audi sehr lange gesucht hat und mit sehr vielen Bundesstaaten Standorte. angeschaut hat. 70 Standorte wurden begutachtet. Die kann es natürlich dann auch gut gegeneinander ausspielen. Ich kann mich erinnern, dass vor anderthalb Jahren es hieß in Ingolstadt, Texas scheint wohl das Rennen zu machen. Jetzt ist es Georgia geworden. Also da gibt viele Erleichterungen und die Zoll-Erleichterungen. Ich glaube darum dreht sich auch alles in dieser Trump-Show, die wir gesehen haben. Du hast bei mir aufzutreten, weil du willst ja Zollerleichterungen haben. Und dann schluckst du diese Kröte. Ich kann es mir vorstellen, dass es so gelaufen ist. Und dann ist die Frage, muss Audi jetzt ab 1. November nur noch 10 % Zoll aus Europa zahlen oder ab 1. Januar 0 % und aus Mexiko, wo sie ja 25 % Zoll einführt? das dann auch ein 10 % oder ein 0 % gar und das wird Audi natürlich immens Das ist die Frage, die wir vielleicht nicht beantwortet bekommen, die vielleicht hinter verschlossenen Türen beleibt. Frank, ich glaube wir eigentlich alles besprochen, obwohl man über dieses Thema, das ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Jetzt haben wir es auch noch gemacht. Aber ich glaube, dass wir weniger mit Empörung arbeiten, die ja auch überall zu lesen war und zu sehen war, sondern dass wir mal schauen, wie es weitergeht. Zeitgleich, wie gesagt, läuft eine Sondersitzung des Aufsichtsrats. Mal gucken, ob sich dieser Podcast in irgendeiner Form überholt, aber auf der Website werden wir sicherlich heute Abend nochmal ein Update machen. Frank, vielen Dank für das gute Gespräch.
Frank Volk: Ja, keine.
Burkhard: Auf bald, ciao!