
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Der Podcast behandelt die jüngsten Entwicklungen bei Volkswagen, darunter die überraschende einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats zum Restrukturierungsplan. Er beleuchtet die Auswirkungen des Plans auf die Arbeitsplätze und die Zukunft der Volkswagen-Aktivitäten in Amerika.
Außerdem wird die Ernennung eines neuen Amerika-Chefs und deren Folgen thematisiert. Das Gespräch umfasst verschiedene Themen rund um Audi, darunter die Ernennung von Martin Sander, die Scout-Produktion, die Auswirkungen von Zöllen und die Zukunft der Audi-Werke. Diskutiert werden auch die Herausforderungen und Entscheidungen, vor denen Audi im aktuellen Automobilmarkt steht.
Die wichtigsten Themen der Automobilindustrie von Burkhard Riering direkt in ihr Postfach: Melden Sie sich hier (link.automobilwoche.de/join/7b5/newsletter-sig…)für den "Zur-Sache"-Newsletter an.
Aktuelle News auf Automobilwoche.de (automobilwoche.de)
Automobilwoche bei LinkedIn (linkedin.com/company/automobilwoche)
Automobilwoche bei Facebook (facebook.com/automobilwoche.de)
Automobilwoche bei Instagram (instagram.com/automobilwoche/?hl=de)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Max Walbersdorf: Zur Sache der wöchentliche Automobilwoche Podcast zur aktuellen Lage in der Autobranche mit Chefredakteur und Herausgeber Burkhard Rehring und einem Redaktionsmitglied der Automobilwoche. Viel Spaß. Hallo und herzlich willkommen zu Zur Sache dem Automobilwoche Podcast. Ich bin Michael Gebhardt, Managing Editor bei der Automobilwoche. Und mein Name ist Hans Ebert, Korrespondent der Automobilwoche in Berlin. Hans und ich haben vergangene Woche schon ausführlich über Volkswagen geredet und natürlich müssen wir das auch in dieser Woche tun. Da ist gestern einiges passiert am Abend. Jetzt ist aber so, eigentlich haben wir diesen Podcast schon am Donnerstag ⁓ 15 Uhr aufgezeichnet, weil zu erwarten war, dass die alles entscheidende Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen erst am heutigen Freitag stattfindet und wir gesagt haben, okay, wir bringen das nicht in diesem Podcast unter. Jetzt ist es aber so, dass uns Volkswagen etwas überrascht hat. Deswegen reagieren wir ganz aktuell. Ich habe Hans als Gast eingeladen. Wir sprechen über das, was gestern passiert ist. Und ihr, liebe Hörer, bekommt einen besonders langen Podcast. Denn das, was ich gestern mit Frank Volk, unserem Bayern-Reporter besprochen habe, wollen wir euch nicht vorenthalten. Da geht es auch ⁓ Volkswagen, da geht es ⁓ Audi, da geht es ⁓ die Situation in Amerika. Da schauen wir dann aber später drauf. Denn gestern ist etwas passiert, Hans. Ja, Volkswagen ist immer für eine Überraschung gut. Das hat sich gestern eindrucksvoll gezeigt, denn die Aufsichtsratssitzung, für Freitag im 4. September erwartet worden war, fand schon am Donnerstag statt und mit einer überraschenden einstimmigen Einigung des Aufsichtsratssitzungsplans den Sanierungsplan des Vorstands. Einstimmig ist ja etwas, was es im Volkswagen-Aufsichtsrat zuletzt so nicht gegeben hat. Die Fronten waren verhärtet. Du hast das auch sehr deutlich geschrieben auch bei Automobilwoche, dass da wirklich zwei Welten aufeinandergebrannt sind. Es konnte niemand damit rechnen, dass diese Einigung erzielt wird. Man hat ja extra eine Präsidiumssitzung eigentlich für den Donnerstag eingerufen, ⁓ dann vorzubereiten, dass es am Freitag vielleicht einigermaßen geordnet ablaufen kann. Wie hast du das gestern erlebt? Also es war überraschend, es liefen Eilmeldungen. Es kamen dann natürlich auch Informationen vom Unternehmen mit den Statements aller Beteiligten des Aufsichtsrats. Und wie du schon gesagt hast, es hat eigentlich alle Beobachter auch uns überrascht. Auch wir hatten, ich hatte in den Tagen zuvor was anderes geschrieben, nämlich dass es sehr unsicher ist, dass es bei der Hauptversammlung eine Einigung geben wird. Aber wie ich erfahren habe, war es wohl so, dass Hans-Dieter Pötzsch, der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, sehr entscheidende Rolle in dieser Woche gespielt hat. Und ihm ist es dann wohl angeblich gelungen, schon am Mittwoch mit den wichtigsten Personen des Aufzitsrats im Präsidium eine Einigung zu erzielen. diesem Präsidium sitzen halt auch alle wichtigen Vertreter der Familien Porsche und Piersch, die über 50 Prozent der Anteile erhalten, aber auch vom Land Niedersachsen und von der Arbeitnehmerseite. Und dann war es wohl so, habe ich gehört, dass nachdem man da in diesen kleinen Kreisen eine Einigung erzielt hatte. Man sich einig war, jetzt müssen wir aber auch ganz schnell den gesamten Aufsichtsrat zusammentrommeln und dann eine Abstimmung herbeiführen, damit nicht wieder Leaks an die Presse kommen. Und deswegen hat man das schon am Donnerstag dann gemacht und so kam es dann zu dieser überraschenden, schnellen Einigung. Der Plan von Volkswagen hat funktioniert. Es ist nichts rausgedrungen im Vorfeld, weil einfach auch gar keine Zeit im Vorfeld da war. Du hast gerade Herrn Pötsch, den Aufsichtsratsvorsitzenden angesprochen. Ich fand es ganz spannend. Ich habe gestern Morgen noch einen Artikel gelesen, in dem Oliver Blume und Pötsch als die schwachen Personen bei Volkswagen dargestellt wurden, die schwachen Manager. Dabei bräuchte der Konzern jetzt starke Leute. Das haben sie wiederlegt, haben doch noch Stärke bewiesen. Genauso hat aber auch nach Ihrer Aussage die Arbeitnehmerseite rund ⁓ die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo und auch die IG Metall-Steffin Christiane Benner hat sich ja geäußert, Stärke bewiesen. Kannst du den Kompromiss ein bisschen einordnen? Jeder geht bei so etwas immer als Sieger hervor. Sind es wirklich alles Sieger? Versucht das natürlich jeder so bisschen darzustellen, aber wenn wir schon in dieser Terminologie von Sieg und Niederlage bleiben wollen, dann hat schon Der Vorschau ein bisschen mehr gewonnen ist schon eher der Sieger, denn worauf sich da geeinigt wurde, ist schon im Wesentlichen der Sanierungsplan, den Oliver Blume, der Vorschau, erarbeitet hat und der im Juli noch bei einer Aufsichtsratssitzung durchgefallen ist, wegen des Vetums des Landes Niedersachsen und der Arbeitnehmervertreter. Denn wenn wir raufschauen, worauf sich Volkswagen jetzt verständigt hat, 50.000 Jobs werden jetzt noch einmal abgebaut, weltweit etwa die Hälfte davon. werden in Deutschland abgebaut. Dazu muss man sagen, die 5000 Arbeitsplätze, die bei Porsche jetzt unlängst vereinbart wurden, sind da schon mit drin. Trotzdem bleiben 20.000 Arbeitsplätze, die bis 2030 sozialverträglich abgebaut werden sollen, durch Frühverrentung oder Abfindung. Und im nächsten Jahr wird dann auch über die Zukunft der vier Werke entschieden werden. Also die sind letzt nicht gesichert. Genau, das war ja im Vorfeld ein bisschen verkürzt dargestellt worden. gab einige Berichte, in denen es in den letzten Tagen hieß, Vorstand hat beschlossen, vier Werke dicht. Das kann der Vorstand für sich auch beschlossen haben, aber das kann er eben nicht alleine tun. Du hast es auch sehr ausgewogen dargestellt. Es musste durch den Aufsichtsaal. Wie ist jetzt da der Stand? Also, nicht gerettet, hast du gesagt? Da wird im Juni 2027 genau aufgeguckt. Bis dann haben die vier Werke Ende, Hanoverzwicker und Neckarsunne Zeit. Kostensignifikanz zu reduzieren. Jedes Werk hat individuelle Ziele bekommen. Und dann wird geschaut, ob sie denn noch eine Chance haben, wenn sie die Kosten reduziert haben, eine sogenannte Produktionsbelegung oder Werksbelegung in Volkswagen-Konzernen zu bekommen. Sprich, verantwortlich gesagt, ob sie weiterhin Autos aus dem Volkswagen-Reich produzieren werden. Parallel wird aber auch geschaut, ob es eine alternative Verwendung für diese Werke geben wird. Da ist unter anderem mal wieder Rüstung im Gespräch. Wenn Sie gehört haben, könnte das eine Option für das Werk in Hannover sein, wo die Nutzfahrzeuge gebaut werden, aber auch in N wird da immer wieder drüber spekuliert. Zwickau steht wohl angeblich ganz guter vergleichsweise, was die Kosten betrifft. Da wird spekuliert, ob da chinesische VW-Modelle mal gebaut werden könnten. Ja, und dann bleibt noch Neckarsuln. Da reden wir nachher auch noch drüber, bzw. darüber habe ich gestern mit Frank Volk auch gesprochen. Da ging jetzt auch so bisschen schon das Hauen und Stechen. Das hat übertrieben gesagt, los. der Betriebsratschef aus Neckarsulm hat bei Automobilwoche das Thema Audi Q4-Verlagerung von Zwickau nach Neckarsulm ins Gespräch gebracht. Das ist natürlich jetzt bis Juni 27, ein knappes Jahr. Da wird es schon zwischen den Werken jetzt relativ heiß hergehen. Du hast dich so bisschen mit diesen offenen Fragen beschäftigt. Ich glaube, das ist definitiv eine davon. Wer nimmt jetzt vielleicht auch noch wem was weg oder kann sich irgendwo wie positionieren? wird wahrscheinlich in einem Wettstreit oder Wettbewerb der Werke enden, was vom Vorstand sicherlich auch gewünscht ist. Gibt es aktuell noch ein paar mehr offene Fragen, denke ich, die du dir angeschaut hast, oder? Hier gibt es durchaus. Der Sitz hat gerade aktuell einen Artikel, der demnächst auf Automobilwoche.de erscheint. Neben den Werken ist ganz interessant, und da muss ich mal aus den etwas sperrigen Formulierungen vorlesen, die nach der Aufsichtsratssitzung veröffentlicht wurden und an die Presse geschickt wurden. Da heißt es unter anderem, der Aufsichtsrat bittet den Konzernvorstand, ein Modell für eine fortentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur des Volksbringungskonzerns zu entwickeln. Und da geht es darum, dass eine fortentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur eine klare Zuordnung der Verabschiedung der Verantwortlichkeiten und eine schnellere, effizientere und moderne Konzertsteuerung ermöglichen. Da dreht sich mir schon der Kopf, wenn ich das höre, was damit gemeint ist, was damit eigentlich gesagt wird. Das wird es jetzt auch nicht niedergeben. Ich überprüfe jetzt nicht, ob du zugehört hast und das so wiedergeben kannst. Also zwei Sachen verbergen sich dahinter. Zum einen geht es ⁓ die Satzung des Volkswagen-Konzerns, die sieht derzeit unter anderem vor, dass zum Beispiel für relativ geringfügige Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro, 50 Millionen Euro sind viel Geld, aber Volkswagen macht über 300 Milliarden Euro Jahresumsatz, dass für solche Investitionen, bislang der Aufsichtsrat zustimmen muss, also der Vorstellungsprozess mit jedem etwas größeren Projekts zum Aufsichtsrat gehen. Das soll geändert werden, da soll der Vorteil der Beinfreiheit bekommen. Und das Zweite, das ist etwas, was Konfliktstoff birgt. Da geht es ⁓ die Rolle von VW-Pkw und VW-Komponente, die bislang eine Gesellschaft mit dem VW-Konzern sind. Und da wird immer wieder drüber spekuliert, dass die auch ausgegründet werden könnten, sprich dann einfach nur eine Tochtergesellschaft, wie zum Beispiel Audi, werden könnten. Und da ist der Vorstand gehalten, jetzt einen Plan zu entwickeln. Da spielt ja dann auch das Thema, du hast das auch schon mal geschrieben, VW-Gesetz wieder eine Rolle bei dieser Ausgliederung, beziehungsweise es könnte ein Weg sein, ⁓ das VW-Gesetz ein wenig auszuheben. Das ist wahnsinnig komplexer juristischer Prozess, der dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität zusichert. Vereinfacht gesagt, habe ich das richtig dargestellt? Ja. Ich will jetzt nicht ins Detail einsteigen, dann verheilern wir uns wieder in einer sehr langen juristischen Wendung. Das ist auf jeden Fall eine der offenen Baustellen, wo man wahrscheinlich jetzt noch nichts zu sagen kann. Da müssen wir gucken, was in den nächsten Wochen, Monaten, vielleicht auch Jahren sogar passiert. Das Thema wird uns noch länger beschäftigen. Wir hatten vorhin schon diskutiert, es gibt natürlich die offene Frage nach der Technologie. Man möchte sich auf weniger Plattformen konzentrieren. Das war gestern wohl auch noch so ein... Punkt in dem Thema und natürlich auch die große Amerika-Frage. Regionalisierung, Lokalisierung ist ein ganz großes Thema. Man hat die In China, For China Strategie vor ein paar Jahren ins Leben geworfen, hat jetzt in China große Entwicklungskompetenzen aufgebaut und natürlich die Fertigungsanlagen in China vor Ort, baut dort relativ autark und unabhängig von Wolfsburg Autos. Das erscheint ja so, als ob das auch ein Weg für die USA sein könnte, wo der Konzern auch große Probleme hat. Ich danke dir erstmal, Hans, für diese spontane Einordnung für mich und für unsere Zuhörer. Wir bleiben am Ball auf automobilwoche.de. Kann man quasi ständig aktualisiert lesen, was gerade passiert. Es passiert ja auch ständig was. Wir sind dran, du bist dran und vielen Dank dir erstmal, Hans. Ja, vielen Dank. zum nächsten Mal. Und wir schalten jetzt sozusagen zu gestern 15 Uhr, wo ich mit Frank Volk über Amerika gesprochen habe, denn Volkswagen hat in dieser Woche auch einen neuen Chef für Amerika installiert. Marco Schubert, bislang Vertriebsvorstand bei Audi, wechselt in die USA, löst damit eine große Personalrohschade aus. Und das schauen wir uns jetzt genauer an oder hören uns genauer an. Es hat ja schon seit Wochen Spekulationen gegeben. Das heißt, es war eigentlich schon mehr als Spekulationen, dass eine große Vertriebsroschade ansteht. So wurde es adressiert. Letztlich ging es darum, ⁓ den Austausch des Nordamerikas, Chefs, das ist eigentlich die Königspersonalie, also der Weggang Marco Stuberts von Audi, was da natürlich eine kleine Lawine in Bewegung gesetzt hat, die von Ingolstadt bis nach Südafrika runterreicht. Also wenn ich es kurz aufschlüsseln kann. Schubert geht ab 1. Oktober, übernimmt erst Nordamerika, Chef, löst dort Kiel Gruner ab. Schubert rückt in Ingolstadt Martin Sander nach und übernimmt dort das Vertriebsresort. Dann braucht natürlich VW PKW auch einen neuen Vertriebschef. Das ist Martin Jahn. Und damit es wenigstens bei den Vornamen nicht allzu kompliziert wird, rückt dann bei Skoda. Martina Biene aus Südafrika wechselt nach Mlada Boleslav. Sie hatte erst vor zwei Tagen als Länderchefin in Südafrika 75 Jahre VW Südafrika gefeiert. Jetzt beginnt für sie also das Abenteuer in Tschechien. Wir haben zwei Martins, wir haben eine Martina und wir haben den Marco Schuppert, also alle mit ⁓ Marco Schuppert ist davon natürlich die spannendste Personalie jetzt. Er wechselt nach Amerika. Bevor wir gucken, was ihn da erwartet, würde ich einmal noch auf Cary Gruner schauen, der bislang Amerika, Nordamerika verantwortet, die Region. Nicht nur die Vertriebsseite, sondern er ist CEO und President von Volkswagen Group of America. Und der war ja gar nicht so lange im Amt. Cary Gruner kam 2024, ist länger schon im Konzern unterwegs, war zuletzt beim Partner Rivian, bevor man ihn dann auf die CEO-Stelle gesetzt hat. Und ich glaube, man hat sich damals mit ihm viel erhofft. VW stand in Amerika schon nicht so gut da, der IT-Bus lief nicht so richtig an und irgendwie musste man da neuen Schwung reinkriegen. Das hat der Krone aber nicht so ganz geschafft. Ich fand er nicht für alle Gründe was, die die E-Auto-Förderung gestrichen wurde, dass Bevs nicht mehr gefragt sind. Das kann man ihm jetzt schlecht anlasten. Die Zölle, für die kann er auch nichts, die das Geschäft sehr belasten. Es gibt aber einen Punkt, den man aus Konzernkreisen hört, der schon zum Teil zumindest auf seine Rechnung geht. Das ist der neue Atlas. Das ist ja das große US SUV. In Amerika entwickelt die neue Generation und der Atlas war immer eine Cash-Kauf der Volkswagen. Man sagt, sie haben bis zu 10.000 Dollar mit einem Auto verdient. Das ist super. Und gerade in Zeiten, wo man mit den anderen Autos, mit dem Tiguan, der aus Mexiko kommt, mit dem Taos und dem Chatter, den kleineren Modellen aus Mexiko und den importierten Autos aus Deutschland nicht mehr wirklich viel Geld verdienen kann, ist natürlich so ein Produkt im Portfolio wahnsinnig wichtig. Jetzt ist aber die Entwicklung der neuen Generation, die Claire Krone zum Großteil angeblich mitzuverantworten hatte, so teuer geworden und man hat auf so teure Komponenten gesetzt und das immer hochwertiger entwickelt, dass man jetzt nur noch 5000 Euro. Pro-Autom verdient, was immer noch gut ist, aber die Hälfte von dem, was man bislang hatte. Und das, so heißt es aus Konzernkreisen, ist ein Grund, den man den Kjell Krona jetzt anlastet und der am Ende auch mit dazu geführt hat, dass er gehen muss. Das ist jetzt natürlich was, was Marco Schubert nicht mehr rückgängig machen kann so schnell, Frank. Aber er hat ja noch andere Baustellen in Amerika. Ja, und vielleicht noch ein Satz zur Kjell Krone. Es wird mehrere Gründe haben. Natürlich in der derzeitigen Situation. Jeder Rückgang an Gewinn pro Auto ist natürlich schmerzlich. brauchen es natürlich auf jeder Ebene. Es könnte aber auch ein Signal sein. Zum einen haben sie, glaube ich, schon festgestellt, dass es einen gravierenden kulturellen Unterschied zwischen Rilien und VW gibt. Und es könnte natürlich auch ein Zeichen sein, dass man jetzt die Produktionsthemen vielleicht bei Scout so weit im Griff hat, dass man nun an dieses drängende Vertriebsthema gehen muss. Und da kommt natürlich Marco Schubert ins Spiel. Er ist ja über die Personalie hinaus eine super interessante Figur, was Nordamerika anbelangt. sind wir sehr schnell bei Audi, auch bei Porsche. Marco Schubert hat ja selten ein Hehl daraus gemacht. Zumindest wenn man mit ihm direkt gesprochen hat, offiziell hat er sich dann da immer ein bisschen mehr zurückgenommen. Aber er hat von Anfang an, ersten Tag an, den er bei Audi war, was übrigens auch nicht viel länger als zwei Jahre her ist, hat er ja gesagt, erstens USA explizit, Nordamerika ist ja bei denen auch Kanada. Kanada läuft ja nicht so schlecht, das muss man da ein bisschen ausklammern. Dafür läuft es in den USA umso schlechter. Er hat erstens immer gesagt, wichtigster Absatzmarkt, Wachstumsmarkt für Die Marke Audi muss USA sein. Zweitens, diese Wachstumsrolle kann die USA nur einnehmen mit einer lokalen Produktion in den USA. Sprich, es kommt jetzt ein Mann in die USA als Nordamerika-Chef, der als Befürworter der eindeutigem Lager der Befürworter einer lokalen Produktion in den Staaten ist. Und das wird natürlich das spannende Thema an der ganzen Geschichte werden. Was sie lösen müssen, haben die Absatzentwicklung in Nordamerika ist noch schlechter als die in China. Das muss man sagen. Audi leidet wie Porsche. Ich glaube, das sind die härtest getroffenen Marken, was die Zollpolitik anbelangt, weil sie tatsächlich jedes Fahrzeug importieren in die USA. Das heißt, sie sind da wirklich schwer getroffen. Und das zeigt sich natürlich in den Absatzzahlen, die Sie in den USA vermelden, wo es ja dick zweistellig an den Keller geht. Und das wird natürlich die Herausforderung sein, da die Kirtwände zu bringen. Sie haben jetzt ein Modell, das Sie explizit für die USA entwickelt haben, wollen Sie natürlich auch anderen Ort verglauben, das ist der Q9 von ein Wochen. in New York vorgestellt, konnte sich Schubert auch schon mal bisschen warmlaufen, auch sehr bekannt machen. Da warberten die Gerüchte schon, dass das der neue Schiff wird. Auch dieser Q9 kommt natürlich genauso wie der relevante Q7 nicht. Wird nicht in den USA gebaut, sondern er wird halt in Bratislava gebaut. So, und da wird es jetzt nun spannend zu sein. Ich würde die Berufung Schubert schon ein bisschen zumindest als Indiz nehmen. dass man diesem Thema einer lokalen Produktion herrückt? Auf jeden Fall. Da spricht sehr vieles dafür. Du hast ja schon gesagt, es trifft Audi richtig hart. Q7, Q9, Q7 ist einer der Bestseller in Amerika. Q9 brauchen wir jetzt, glaube ich, keine Glaskugel, ⁓ vorherzusagen, dass dieses Auto für Amerika gemacht ist und dort gut ankommen wird. Die ersten Reaktionen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, des Marktes und der Händler waren durchaus positiv. Die warten auf dieses Auto. Wird in Bratislava gebaut, oder werden beide in Bratislava gebaut. Q5 ist auch noch eine große Nummer in Amerika, in den USA wird in Mexiko gebaut. Muss also auch importiert werden. Drei Modelle, die viel Geld bringen könnten, was zum Großteil oder zu großen Teilen von Zöllen aufgefressen wird aktuell. heißt das Thema Werk ist definitiv eins. Kommen wir gleich auch nochmal drauf, auch in Verbindung mit Scout. hast es schon angesprochen. Kannst du über Marco Schubert noch ein bisschen was sagen? Ich weiß tatsächlich wenig über das Verhältnis zwischen Gel Gruner und dem Konzernvorstand, auch zu Olli Blume speziell. Ist mir nicht bekannt, dass es da eine besonders enge Verbindung gab. meine, Marco Schubert ist schon einer, der, ich sag jetzt mal, sehr auf Konzernlinie ist, oder? Ja, eindeutig. war ja auch seither im Konzern, hat ja auch die Vertriebsthemen im Konzern Vorstand vertreten. Er berichtet jetzt dann direkt an Oliver Blume. Er ist ein selbstbewusst auftretender Typ. Also ich fand ihn ein sehr eloquenter Redner. ist ein offener Typ. Also die Treffen mit ihm, die waren eigentlich immer sehr klar und auch Gut, also ist jemand, dem man auch gerne zuhört, der glaube ich auch Menschen mit mitreisen kann. Sein Verhältnis zu Döllner soll ja ein bisschen speziell, also zu Gernot Döllner, dem CEO von Audi, soll ein bisschen speziell sein. Da gab es die wildesten Gerüchte über die, über das Verhältnis der Herren, wobei dann nichts tatsächlich belegt ist. Jetzt ist es so, dass Gernot Döllner hat ihm noch mal einen schönen Abschiedsgruß hinterhergerufen. Ich glaube, für Gernot Döllner ist der Abgang Marco Schubertz kein Problem, aber nicht zwingend, weil die nicht miteinander konnten, sondern weil Döllner meines Erachtens, wenn man es so sagen in dieser schwierigen Lage sagen will, ein Gewinner der Situation ist. Er weiß nun einen Mann an der Konzernspitze in den USA, an dem die Probleme von Audi und auch Porsche sehr, sehr präsent sind. Der weiß, wo es hakt. Und auf der anderen Seite bekommt er mit Martin Sander einen Rückkehrer zu Audi. Der ist ja damals gegangen. Das heißt, er habe sich da mit der Vorgängerin von Marco Schuber, Tildegard Wortmann, das hätte nicht funktioniert und dann ist er gegangen. Jetzt ist er wieder da, gilt nach wie vor als bestens vernetzt in Ingolstadt und in der gesamten Audi-Welt hat er einen wirklich guten Ruf. Ich habe ihn ein bisschen umgehört, mal die Tage. Da freut man sich eigentlich auf Martin Sander. Und Gernot Düllner weiß natürlich, dass er jetzt einen kriegt in dieser Situation, der braucht ja keine Warmlaufzeit. Der kommt und kann eigentlich morgen in das operative Geschäft einsteigen, ohne dass er sich vorstellen muss, ohne dass er irgendeinen Ringelpiz veranstalten muss. Also das passt aus Döllners Sicht. Vermutlich würde er sich vielleicht ein Gläzchen Bier gegönnt haben. Für Audi definitiv kein großer Verlust. Du sagst, Herr Döllner ist sogar der Gewinner bei Audi. geht es reibungslos weiter. Wie reibungslos der Staat von Schubert in den USA ist, wird man sehen. hat, ich meine, in Skandinavien an der Region ein Land geleitet. Ich meine, das war Schweden. Amerika-Erfahrung, meine ich, in der Vita jetzt noch nicht so groß vorhanden, aber er wird sich da reinfuchsen und er hat ja seine Aufgaben. Also das einmal das Gute, dass man ihm Zölle etc. nicht anlasten kann. Da kann er auch nicht viel machen. Umso wichtiger, dass er sich natürlich ⁓ seine Baustellen kümmert. Und die größte Baustelle ist die Audi-Produktion. Und da kommt auch das Scout-Werk ins Spiel, das du schon angesprochen hast, was im Grunde die zweite große Baustelle ist. Der Konzern hat vor ein paar Jahren beschlossen, die Marke Scout wiederzubeleben mit großen Pick-ups, die nur für die USA gemacht sind. Ich bin einmal neben dem Scout-Modell. gestanden. bin 1,96. Wenn ich neben einem normalen Q7 hier stehe, dann wirkt der nicht besonders riesig. Neben dem Scout-Pickup habe ich mich verloren gefühlt. Das sind wirklich riesige Schiffe, die perfekt für Amerika gemacht sind. Das Problem ist, man hat vor ein paar Jahren, als Amerika auch in einem Elektrohype war, diese Autos ja als reine Elektroautos konstruiert. Man hat dann gemerkt, okay, die Stimmung kippt so ein bisschen. Dann ist man auf den Range-Extender. Umgestiegen, hat dann auch gesagt, wir führen die erstmal, den Pickup und das SUV, wird es beides geben, führen die erstmal mit Range Extender ein, hat dann auch die Einführung des Dev nach hinten geschoben. Mittlerweile hört man aus Konzernkreisen, dass sogar ein reiner Verbrenner ernsthaft diskutiert wird, bis hin zu eventuell schon beschlossen ist. Da gibt es noch keine offiziellen Statements zu. Würde mich jetzt nicht ganz überraschen, der Schritt. Das größere Problem ist, egal welchen Scout man dann baut und wie man ihn baut und mit welchem Antrieb, man braucht eine Fabrik dafür. die wird neu aufgezogen. Amerika redet von einem Volumen von rund 3 Milliarden Dollar, investiert werden, was natürlich in Zeiten wie diesen, wo der Konzern sparen muss, sparen will, sparen muss, ein Rieseninvest ist, das sich am Ende lohnen muss. Und die Frage, ob man das mit dem Scouts allein ausgelastet kriegt, ist glaube ich mehr als offen derzeit. Da kommt jetzt Audi ins Spiel. Es sind jetzt alles Spekulationen, was wir hier betreiben, aber natürlich gibt es diese Gedankenspiele, dass man ja eventuell Audis auch im Scoutwerk produzieren könnte, oder Frank? Ja, das wird eine Überlegung sein. Also gerade vom Schwenk jetzt wieder eher Richtung Verbrenner bei Scout. Im Moment werden alle nicht so wirklich glücklich die Elektroautos anbieten in den USA. Und was sich VW ganz sicher nicht leisten kann und sicherlich auch nicht leisten will, ist ein neues Werk, das mit einer Unterauslastung an den Start geht. Ich meine, wenn die umbauen, tatsächlich auch verbrennen, dann wird sich das Thema nochmal verzögern mit Sicherheit. Also das wird schon auch nochmal ein echtes Brett, je nachdem, welche Entscheidung da gefällt wird. Und nun könnte man natürlich schon auf den Gedanken kommen, hey, packst du den Q9 und den Q7? Guckst du dir mal, dass du da Linien hinkriegst bei Scout, das könnte dann schon funktionieren. Da könnte man sogar noch vielleicht Porsche auch noch etwas aus der US-Patsche helfen bei der Gelegenheit. Das Problem dahinter ist, dass ja all die Fahrzeuge, die werden alle in Bratislava gebaut. Und nun ist Bratislava natürlich ein Werk, das eines der ganz wenigen ist, das als Konzern Produktionswerk funktioniert und wirtschaftlich ist. Das jetzt nun unbedingt zu zerlegen, also eigentlich das Werk auseinanderzunehmen, ⁓ neue zu befruchten oder andere, ist natürlich auch eine schwierige Kiste, weil wie gesagt, es ist ja auch bei Audi in Produktionsnetzwerk einiges Flickwerk, was noch zu begradigen gilt. Und wenn man jetzt dieses nur ausgerechnet ein funktionierendes Werk und ein Werk, offensichtlich, so wie ich hörte, trotz Zölle profitabel arbeitet. Also, dass die Fahrzeuge, die in Patislara gebaut werden und exportiert werden in die USA, trotz Zölle profitabel sind. Das ist natürlich eine harte Entscheidung, wenn man dagegen dann Werke hat, die eben nicht ausgelastet sind und die zu teuer in der Fertigung sind. Also, das wäre eine richtig harte Entscheidung und wird auch wirklich spannend sein zu verfolgen. Was jetzt bei den anstehenden Gesprächen im Aufsichtsrat rauskommt, da soll es ja dann auch ⁓ Werke gehen. Also es schon nicht so trivial, was sich da gerade abspielt. das hängt natürlich, kommen wir auch gleich noch zu, wenn wir dann über das Werk in Neckar-Sulm reden, es hängt natürlich alles zusammen. Und wenn Audi wirklich mit dem Q7 und dem Q9 nach Amerika geht und vielleicht Porsche noch mitgeht, die beide, auch Cayenne wird in Bratislava gebaut, umziehen. wird natürlich auch platzfrei in Partis Lada, von allen Umbau, Umstrukturierungskosten mal abgesehen, die man ja aber vielleicht am Ende auch braucht, weil derzeit laufen Diskussionen, es gibt vier deutsche Standorte, Empfen, Zwickau, Hannover und eben Neckarsolem, die zur Disposition stehen. Da werden ja gerade Autos gebaut. Die Werke sind nicht ausgelastet, sie bauen zu teuer, aber diese Autos, die man hier baut, die braucht man ja trotzdem. Die müssen ja irgendwo herkommen. Eventuell kommt da dann wieder Bratislava ins Spiel. Aber ⁓ nochmal nach Amerika zu schauen, Scoutwerk, ich glaube jede weitere Verzögerung, jetzt da passieren würde, die kostet natürlich auch wieder immense Geld. Man muss da jetzt schon relativ schnell eine Entscheidung treffen und ich glaube, das liegt auch ganz stark dann eben in den Händen von Marco Schubert zu sagen, wo da die Reise hingeht. Machen wir den Scout mit Verbrenner, machen wir ihn wie geplant mit dem Range Extender. Immerhin hat man Range Extender vorgesehen. Die Plattform kann also mit Verbrennern umgehen. Das ist schon mal etwas, was es ein bisschen leichter macht. Aber diese Entscheidungen, müssen, glaube ich, jetzt relativ schnell getroffen werden. kann sich jetzt Marco Schubert nicht erst mal ein halbes Jahr hinsetzen und sich mal alles anschauen auf der Baustelle in South Carolina, wie es da voran geht und dann überlegen, was er macht, weil die Zeit drängt ja auch. Auf der anderen Seite hat die Zölle, über die wir gerade reden, die ja mit der Haupttreiber sind, einen Präsident ins Leben gerufen, dessen Amtszeit auf endlich ist. Hast du in deinen Gesprächen, ist das ein Thema, ist das auch so eine Option, dass man eventuell sagt, wir halten da durch oder ist diese Diskussion ⁓ bräuchten eine Produktion, auch unabhängig davon, wer nachher Herrn Trump kommt. Irgendjemand hat mal gesagt, Tariffs are here to stay und werden selten wieder zurückgenommen. Wir wissen nicht, was mit einem neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin passiert. Kann sich Audi das leisten, das abzuwarten oder sagst du auch, die müssen jetzt handeln? Also man muss ja sagen, die warten ja schon zwei, drei Jahre. Ich kann gar nicht mehr zurückerinnern, wie lange man schon ⁓ eine Audi-Produktion in den Straßen ringt. Ich meine sogar mich zu erinnern, dass auch das Werk in Mexiko schon damals, wollte der damalige Audi-Vorstand ja ein Werk in den USA und ist dann der Konzernressort gefolgt und hast dann letztlich in Mexiko gefolgt. das ist ja das, was du da ansprichst, auch mit der Endlichkeit von Trumps. Was kommt nach Trump? Wenn du richtig Pech hast, dann stellst du jetzt ⁓ auf Verbrenner und bis der Verbrenner entwickelt wird, ist Trumps Amtszeit ⁓ Und wenn du dann wiederum Pech hast, Dann kommst du dann zu einem neuen Modell, das dann auch wieder falsch liegt. Sie sitzen da schon in der Zwickmühle aufgrund auch schon, weil halt so bisschen die Langfristigkeit in der Strategie schon auch fehlt. Da ist auch Marco Schubert nicht zu beneiden, auch wenn man noch mal ganz kurz zu Scout kommt. Ich war neulich in den USA mit einem anderen Hersteller und habe da mit amerikanischen Journalisten gesprochen. und auch mit Leuten, da am Rahmen eines Events waren. Es ist nicht so, dass in den USA die Kunden auf das Revival der Marke Scout warten. Also das wird schon ein hartes Stück Arbeit. Also man muss halt auch so lange her, dass man die Menschen ja schon dran erinnern muss, wer Scout überhaupt war. Also irgendein Freund oder Journalist, hat es damit verglichen mit Borgwardt in Deutschland. Die alten Sentimentalen, die haben dann gesagt, super, Borgwardt muss wiederkommen. Wenn du einen U40 gefragt hast, der geguckt hat, hat gefragt, was Borgwardt ist. Das ist schon auch immer so eine Sache. Das ist noch eine harte Nuss, sowohl von der zeitlichen Planung, dann die Entscheidung, was baut man, und dann natürlich auch die Modelle zu verkaufen. muss man natürlich zur Ehrenrettung Borgwats sagen, dass was die chinesischen Hersteller, die die Marke Borgwats gekauft haben, auf den Markt gebracht haben, hatte jetzt nichts mehr mit dem Charme einer Borgwats Isabella zu tun, sondern war ein komplett neues Auto. Da ist der Scout natürlich neuer, enger dran an dem Ur-Scout. Das ist noch eine eigene Plattform mit Leiterrahmen. Der wird auch richtig gut sein im Gelände, gehen wir mal davon aus. Aber klar, größte Manko vielleicht in dieser Zeit ist schon der Elektroantrieb, der nichts mehr mit früher zu tun hat und der eben gerade nicht hoch im Kurs steht. Aber du sagst es, man kann es nicht planen. Das ist ja auch ein Problem, was Konzernchef Oliver Blume immer anspricht. Wir haben vor jetzt knapp zwei Jahren das Weihnachtswunder gefeiert. Man hat sich geeinigt mit der IG Metall, mit dem Betriebsrat, hat ein Programm aufgelegt. Es schien auch mal wieder so, jetzt wird alles gut. Und am Ende tut es niemandem weh, weil man verschiebt ein paar Gehaltserhöhungen. stellten Leute mit niedrigen Gehältern ein, aber keiner, da ist, verliert irgendwas. Das war irgendwie für alle fein und man dachte, das wird jetzt gut. Wahrscheinlich, wenn man es ganz nüchtern betrachtet, hat es auch damals schon nicht funktionieren können. Aber in diesen zwei Jahren haben sich auch die Rahmenbedingungen noch mal komplett geändert und noch weiter verschärft. Das ist das, was Olli Blumer immer wieder getont, dass man gar nicht so lange planen kann, sodass wir jetzt eben die Situation haben, dass wir wieder darüber diskutieren oder Volkswagen wieder darüber diskutiert, wie es weitergeht. Sagt auch, also alle sagen eigentlich einhellig, die Lage ist so ernst wie nie. Der Fortbestand des Konzerns wird zur Diskussion gestellt und alles dreht sich eben ⁓ diese vier schon genannten Werke oder auch sehr vieles dreht sich ⁓ diese vier Werke. Deutschland, über die haben wir schon vergangene Woche ausführlich gesprochen. Deswegen würde ich jetzt einmal mit dir, du bist unser Reporter Bayern und unser Audi-Experte, einmal kurz noch nach Neckar-Sulm schauen. ⁓ Unser Kollege Luca Schönauer war in Neckarsulm und hat mit dem dortigen Betriebsratschef Alexander Reinhardt gesprochen. der hat ja etwas gesagt, das Gerücht gab es schon, aber so ausgesprochen hat es, glaube ich, vorher keiner so offen. Er hätte gern den Q4 e-tron, der aktuell in Zwickau gebaut wird und sieht darin neben einem A8-Nachfolger, der nach wie vor aufsteht, die große Chance für Neckarsulm. Sagst ist eine abwegige Idee vom Betriebsrat oder? Steckt da ein Plan dahinter? Und wie schätzt du das ein? Fangen jetzt die Werke an, sich gegenseitig auszuspielen und man nimmt jetzt dem anderen was weg? Fangen wir mal mit dem Letzteren an. Also ich fand es schon eine äußerst bemerkenswerten Satz. Man beschwört ja gerade die Konzerninterne Solidarität unter den Arbeitgängern. Man weiß es ja auch aus der Vergangenheit, dass es dann, wenn es dann zur Sache geht, dann ist einem da die, was ist näher? Das Hemd als die Jacke oder auf jeden Fall ist es schon schwierig, wenn in der Phase jetzt schon geht, ach komm, nimm doch mal den Q4e drunter auszüge raus und verlagert den nach Neckars-Ull. Also wenn es jetzt so an diesen Verteilungskampf geht, das ist schon relativ krass, ist aber vielleicht auch zum Beispiel ein Auslaufen eines Werks, geht ja nicht ⁓ die Schließungen, geht vielleicht... den Beteiligtenentscheidern gar nicht so unrecht, wenn man sich auch an der betrieblichen Basis nicht mehr ganz so einig ist. Grundsatz, also wenn ich jetzt auf das Modell geguckt, könnte natürlich ein Q4 e-Tron, das ist ein sehr gut laufendes, das wichtigste Elektromodell von Audi, mit den vier Ringen drauf. Und das ist natürlich ein enorm wichtiges Modell, aber auch da geht es ja schon wieder los. Also ich fand diesen Satz, was du vorhin sagtest, du hast es angedeutet. glaube, Blume war es ja gesagt, wir sollten jetzt eine Einigung für den gesamten Weg erzählen, damit wir nicht nächstes Jahr wieder diskutieren. Und da hat er, also ich finde das Agieren von Blume nicht immer glücklich, wobei er auch wirklich wahrscheinlich den un dankbarsten Job hat, man in der Industrie haben kann. Momentan. Aber da hat er recht. Und ich glaube auch, die haben ihre Lehren gezogen aus dem, was vor aus der letzten Einigung das eben gesehen ist. Schon damals konnte man es ja eigentlich wissen. 50.000 Stellen abbauen und alle Werke weiterlaufen lassen wie bisher. Und dann redet man über solche Nebenwerke. Sorry für die Leute, die dort arbeiten wie Osnabrück als Lösungsanker, dass man die umwidmet. Das kann es natürlich nicht sein und ist auch klar, dass es nicht funktioniert. Und eins muss man ja sagen, bei aller Dramatik der Lage, wenn wir über ein Auslaufen eines Werks Neckars unsprechen, dann sprechen wir vom Jahr 2034. Das ist alles nicht schön, aber man hat auch acht Jahre Zeit, einen Übergang zu moderieren, neue Lösungen zu finden. Es ist ja nicht so, dass die Leute morgen auf der Straße stehen. Noch schlimmer wäre eigentlich, und da zurückkommend auf diesen Satz, wenn man jetzt noch mal, noch mal Stückwerk, noch mal Stückwerk und dann eigentlich aber auch diese Zeit verspielt, die einem bleibt, ⁓ einen vernünftigen Übergang hinzukriegen. Ich glaube nicht, dass die vier Werke auslaufen lassen in Deutschland und Bratislava zum Beispiel, ⁓ auf die Frage von vorhin zurückzukommen, und dann Bratislava befüllen, dann steigen ihnen die Leute. glaube ich endgültig aufs Dach, dann kracht es da wirklich. Aber man muss sich einfach auch den Realitäten stellen, die da sind und was nicht, was keine Realität ist, ist zu sagen, okay, wir lassen jetzt alle Werke weiterlaufen, wie sie sind und warten dann, bis dann der Laden auseinanderfällt. Das würde nämlich definitiv passieren. Es gibt ja für eine Produktion nichts Schlimmeres als ein nicht ausgelastetes Werk. Die werden jetzt sagen, machen natürlich maximal den Druck. Die Effizienzsteigerungen in den Werken sind übrigens auch mit Stellenabbau verbunden, ⁓ das mal nur ganz am Rande zu erwähnen. Auch dieses überraschtige Tue hoch. Ich brauche ja für die Produktion eines Elektroautos nicht so viele Menschen wie früher für den Bau eines Verkörnerfahrzeugs. Das haut mich ja sicher vom Sockel manchmal, weil das ist ja nun... wirklich sehr bekannt. Neckars Ulm muss man sagen, ist jedes dieser Werke hat seine Historie und hat auch seine Bedeutung und hat auch seine, seinen, sein Recht auf einen Bestand, wenn es ein vernünftiges Szenario gibt. Für Neckars Ulm muss man nur leider sagen, es gibt halt dieses vernünftige Szenario nicht im Moment. haben jetzt A5 neu, A6 neu, alles schön und gut, sind aber alles Verbrenner. Die werden auslaufen und jetzt geht es ⁓ die Nachfolgebelegung und da geht es halt ⁓ die E-Modelle. Okay, jetzt kommt der Q4 e-Tron ins Spiel. Da könnte eine Lösung sein. Es kann aber nicht die Lösung sein, dass man immer weniger Kapazitäten auf gleich viele Werke verteilt. Und da schließt sich eigentlich auch der Kreis zu Amerika. Wenn ich eine Audi-Produktion in den USA aufbaue, Dann wird es nur dann passieren, wenn man irgendwo anders Produktion rausnimmt. Es ist ja nicht so, dass sie fünf neue Modelle bringen, die sie dann in den USA an den Markt schieben, sondern da muss Produktion raus. Und wenn man auf die Produktionsstruktur von Audi guckt mit zwei Werken in Deutschland, einem in Bratislava, einem in Mexiko und der Rest in China, dann ist die Struktur, was die globale Bedienung der Märkte anbelangt, halt nicht optimal. So, jetzt haben wir es natürlich super easy als Journalisten. gucken uns das von außen an, sagen, die sind aber langsam und die kommen nicht voran. Ich freue mich, dass ich das nicht entscheiden muss. Mir tut auch jeder Leid im Grunde genommen, der Moment. Also gerade jetzt in diesem VW-Konzern mit diesen Strukturen, die ja kaum zu händeln sind. Und wie gesagt, vielleicht sollte man sich auch mal überlegen, die Zeit, einem für einen geordneten Umbau bleibt. jetzt auch mal zu nutzen für Überlegungen, wie man denn zu anderen Lösungen kommen kann und sich jetzt nicht jahrelang zu streiten oder gar aus einem Kompromissdenken heraus wieder auf eine Lösung zu einigen, von der man weiß, dass in anderthalb Jahren auch schon jeder obsolet ist. Problem ist natürlich, finde ich schon, du brauchst natürlich, ⁓ seinen Übergang zu moderieren. Und wenn du den Leuten in die Augen schaust, Pass auf, wir machen das werkticht. Da brauchst du natürlich ein Management, das ein großes Vertrauen auch in der Belegschaft hat. Und das ist natürlich schwierig im VW-Konzern in der jetzigen Situation. Das ist im Grunde ein wunderschönes Schlusswort, du gerade gesprochen hast, Frank. Dieses Vertrauen wird sich zeigen, wir nächste Woche mehr wissen nach der Aufsichtsratssitzung. Es geht einmal ⁓ das Vertrauen der Belegschaft. Da hat Daniela Cavallo ja schon mal vorgebaut bei den Betriebsversandlungen, die Gesamtbetriebsratsvorsitzenden hat gesagt, Dr. Blume, sonst hat sie ihn Olli genannt, so wie er sich auch als angefangen hat vorgestellt hat, als der Olli. Jetzt ist er schon Dr. Blume. Da hat er hat einen Großteil des Vertrauens verspielt. Also es ist noch ein Rest, scheinbar noch da, aber Viel gibt es ihm gerade nicht mehr. Genauso braucht er aber ja auch das Vertrauen des Aufsichtsrats. Blume hat selbst wohl gesagt, er möchte einen einstimmigen Aufsichtsratsbeschluss, also ihm reicht auch keine Mehrheit, sondern er möchte, alle dahinterstehen. Das halte ich stand heute für sehr ambitioniert, auch für nahezu unwahrscheinlich, dass es passiert. wie du schon sagst, ich glaube, das Schlimmste, was diesem Konzern jetzt passieren könnte, wäre wieder ein Kompromiss. der das Problem nur überdeckt und vielleicht nochmal ⁓ ein halbes Jahr verschiebt oder ⁓ ein Jahr verschiebt und der das Problem nicht löst. Du hast es schön beschrieben. Wir haben es gut. Wir sitzen am Rand. Wir schauen zu. Wir können analysieren. Wir können berichten. Wir müssen es nicht lösen. da bin ich eigentlich auch ganz froh drum, dass wir das nicht müssen in dieser Situation. Das war es für diese Woche von Zur Sache. Vielen Dank, Frank. Hat Spaß gemacht und hat uns, mich zumindest hast du auch wieder deutlich schlauer gemacht als ich vorher war. Unsere Zuhörer hoffentlich auch. Wenn es euch gefallen hat oder ihr Anmerkungen und Kritik habt, schreibt uns gerne an redaktion-wett-automobil-woche.de. Wir freuen uns über euer Feedback und natürlich freuen wir uns, wenn ihr auch nächste Woche wieder dabei seid. Abonniert am besten den Kanal, damit ihr keine Folge verpasst und noch besser, für die, es noch nicht haben, ist natürlich auch ein Abo der Automobilwoche. Wir haben unser Sommer-Special verlängert für 99 Euro. Statt 399 gibt es das Premium-Abo bei uns auf der Homepage automobilwoche.de. Wir freuen uns, wenn ihr uns da auch regelmäßig lest. Bis dahin vielen Dank fürs Zuhören und dank dir, Frank.