Zur Sache· Staffel 1· Folge 26

Wohin steuert BMW? | #26

Freitag, 18. September 2026 · 31 min

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Shownotes

„Wohin steuert BMW?“ – die Frage stellen Chefredakteur Burkhard Riering und Bayern-Reporter Frank Volk in der neuen Podcast-Folge „Zur Sache“. Es geht um die Neue Klasse in China, um die künftige Modellpalette – und um den Sparkurs im Vorfeld des Kapitalmarkttages Ende September.

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Burkhard: Hallo, ich bin Burkhard Rehring, Chefredakteur der Automobilwoche.

Frank Volk: und ich frag Volk Reporter Bayern.

Burkhard: Frank, du bist heute bei uns als Bayern-Reporter, weil wir über BMW sprechen wollen. Die Headline des Podcasts lautet, wohin steuert BMW? Denn es bahnt sich vieles an, was wichtig ist, über das wir reden wollen. Wir hatten, als die Autokrise begann, ein starkes BMW, was sehr stabil geblieben ist und auch die Wettbewerber vor sich hergetrieben hat unter Oliver Zipse. Jetzt ein neuer Chef, aber auch vieles anderes in der Gemengelage. Da wollen wir genau drauf schauen. Beginnen wir doch mit China, denn ich glaube der IX3, das sozusagen erster Aushängeschild in China, startet jetzt.

Frank Volk: Das ist richtig und das wird in der Tat, in der Autoindustrie spricht man ja auch mal vom Game-Changer, der es werden könnte und auch müsste aus BMW Sicht. Und da muss man ein bisschen vorsichtig sein, aber die Vorzeichen, sich jetzt die letzten Tage und Wochen verdichtet haben, insbesondere seit der Messe in Chengdu, die deuten schon darauf hin, dass es was werden könnte. Warum? Also es gab sehr euphorische und sehr intensive Berichte über diesen Vorverkaufsstart von BMW. In München hält man sich da vornehm zurück. Chinesische Medien haben von Zehntausenden Vorbestellungen auf den ix3 gesprochen. Es gab lokale Medien, die sind wohl losgerannt haben bei BMW-Händlern, nachgefragt, da 80 Bestellungen pro Tag eingegangen sein. nachdem man den Vorverkaufsstart rausgehauen hat. Nun, wie gesagt, muss man da ein bisschen vorsichtig sein, dass Vorverkäufe sind in China ein populäres Marketinginstrument und da werden ja astronomische Zahlen bisweilen vermeldet und manchmal fällt man auch böse auf die Nase, wie das Audi beispielsweise erlebt hat mit dem E5 Sportback, als das erste Modell kam. Da waren auch in einer halben Stunde 10.000 Autos weg und In Ingolstadt haben sie nun... bisschen die Sektkorken geknallt, dass man jetzt die Wände hinkriegt. Das hat sich natürlich alles nicht materialisiert. Im Nachhinein Grund, die Anzahlungen, die aufgerufen werden, die sind so quasi im Peanuts-Bereich gemessen, am Fahrzeugpreis letztlich und da kommt dann halt oft nicht rüber. ist aber, wie gesagt, wenn man mal nimmt die Berichte aus China... Dann findet eine sehr intensive Auseinandersetzung statt mit der Technologie. Auch chinesische Medien beschreinigen BMW, dass sie im Grunde genommen auf Augenhöhe sind mit den chinesischen führenden Marken. die Reichweite des X3 beeindruckt in China könnte schon was werden. WMW ist jetzt natürlich bemüht, da möglichst schnell nachzuziehen und stellt gerade auch alle Weichen auf die neue Klasse Modelle.

Burkhard: Genau, neue Klasse gestartet, IX3. Die neue Klasse ist ja eine Technologieplattform und damit könnten sie dann ja in China ja auch einen Nerv treffen. Aber ich glaube auch die Bestellungen und Abverkäufe in Europa sind gut gelaufen. Auch wenn sich BMW ja immer vornehm zurückhält. Aber hier und hat man ja schon Zahlen gesehen, dass es wohl ganz gut anläuft, auch wenn die nie Sektkorken knallen lassen, sondern erst mal immer abwarten, wie wir wissen.

Frank Volk: Also ganz gut angelaufen, ist tatsächlich wohl ein bisschen untertrieben in dem Fall. Also Jochen Goller, alter Fahrensmann, Vertriebsschrefer von BMW und ja auch kein Lautsprecher der Szene. hat da schon, selbst der ist da in Jubelstimmung verfallen und hat vom besten Anlauf eines neuen BMW Modells in einem Jahr gesprochen. Das sind die 100.000 Einheiten. Die 100.000 Bestellungen, die es in Europa gibt für den iX3. Und das ist natürlich schon eine wuchtige Zahl. Und die Fieberkurve, die ist jetzt natürlich insofern hoch, weil der i3 steht ja im Grunde genommen vor der Tür. Soll in diesem Jahr die Produktionsvorbereitungen, sind abgeschlossen auf die Serie. Das Auto kommt noch in diesem Jahr in Deutschland an den Markt und wird dann analog iX3. in ersten drei Monaten ausgerollt in Europa. Und da ist es ja nun so, dass da alle sagen, also die BMW-Insiders und auch die führenden Köpfe sagen, die Resonanz auf den i3 ist noch mal deutlich oberhalb ix3. wenn sich das bewahrheitet, dann haben die natürlich schon auch die ersten Hürden genommen für die neue Klasse. natürlich, wenn man es vergleicht, wenn man auch von der Krise der Autoindustrie spricht, haben da natürlich im Vergleich zu anderen ein echtes Pfund in der Hand.

Burkhard: Also die Limousine könnte nochmal das SUV toppen am Ende. Das schwer zu prognostizieren. Für uns hätte ich gar nicht so erwartet. Klingt aber spannend. Wir haben über Europa gesprochen, wie untertrieben ich den großen Erfolg angesprochen habe. Nun muss man sagen, Europa ist Home-Turf und China lässt sich gut an. Aber in China werden es ja auch immer mehr Premiumhersteller. Der Markt ist natürlich auch brutal wettbewerbsintensiv. Und da stellt sich die Frage, was ist für BMW überhaupt noch zu holen und wie der Absatz dieses Jahr werden wird. Ich glaube, die ersten fünf, sechs Monate waren noch nicht so berauschend. Gab es schon ein Halbjahresabsatz in China?

Frank Volk: Also die sind nicht nur nicht berauschend, sind auch, die sind eigentlich katastrophal, kann man sagen, wie bei vielen anderen Wettbewerbern. Die haben verkauft im ersten halben Jahr knapp 262.000 Fahrzeuge in China. Ist natürlich immer noch jede Menge, ist aber, sind aber 20 Prozent weniger. als im Vorjahreszeitraum. Und so richtig schlimm wird es ja, wenn man auf das zweite Quartal schaut. Das war dann letztlich auch die Initialzündung für die Gewinnwarnung und auch für das dann aufgesetzte Sparprogramm. Weil in dem ersten Quartal lag das Minus bei 10 Prozent und im zweiten Quartal lag es bei minus 30 Prozent. Warum? Da kam der Krieg im Nahen Osten dazu. China ist ja auch ein Land, das sehr abhängig von Öl importen ist. Mit der Folge, die Spritpreise in China sind stark gestiegen und die schon schwachen Verkäufe bei den Verbrennern, sind quasi zum Erliegen gekommen. Und das trifft natürlich jetzt die deutschen Hersteller oder überhaupt alle westlichen, die ja immer noch am Verbrenner hängen in China, was ja im Grunde genommen auch noch gar kein so ein schlechtes Geschäft ist. Aber das ist natürlich jetzt quasi auf Stillstand gekommen und das ist eine harte Nummer insofern. Der Bogen zurück, es ist toll, wenn die neue Klasse im Westen und in Europa läuft. Letztlich entscheidend wird halt schon werden, ob es gelingt über die neue Klasse eine Wende in China hinzukriegen.

Burkhard: BMW hat in internationalen Märkten, die jetzt keine Automobilindustrie Nation sind, so die 4 % Marktanteil im Schnitt. Das wären in China bei 25 Millionen verkauften Fahrzeugen pro Jahr, wären 4 % eine Million Autos. Das wäre natürlich schön. Aber der Wettbewerb hat natürlich derart angezogen. Wir wissen ja, dass jeder chinesische Hersteller teilweise zwei bis drei Premium-Marken hat und deswegen ... frage ich mich, wie viel überhaupt möglich ist. Also wenn dies Jahr 500.000 Fahrzeuge möglich sind, gut die neue Klasse Gamechanger, wie du sagst, kann das noch mal ändern, dann hätte es BMW aber wirklich geschafft. auch Vergleich zu Mercedes-Benz und Audi, wo wir erstmal schauen müssen, wo die rauskommen. Große Frage ist ja immer, kommt dieser Markt für die Deutschen nochmal zurück? Ich denke, er stabilisiert sich irgendwo und dann hat man einen Bodensatz erreicht. Millionen Fahrzeuge werden das wahrscheinlich nie wieder werden. Deswegen ist das schon ein Aufbäumen vom BMW. So sehe ich das jetzt mit der neuen Klasse da so reinzugehen. Und es wird ja viele viele Fahrzeuge geben, die neue Klasse Technologie haben. Also wenn wir mal drauf schauen, BMW bis Ende 2040 neue oder überarbeitete Modelle auf Basis der neuen Klasse. Das heißt, Es gibt die neue Klasse Modelle selbst. Dann beginnt man weiter mit den guten Fahrzeugen, dann geht man vielleicht in die Mittelklasse und dann in die kleineren Autos und daraus ergibt sich das. In China haben wir dann aber auch den I3 haben wir dann auch schon nächstes Jahr in China.

Frank Volk: Ja, der i3 kommt in der ersten Jahreshälfte nächstes Jahr in China, genauso wie der iX5. i3 haben sie auch vorgestellt in Chengdu, der war da zu sehen. Soll auch auf eine exzellente Resonanz gestoßen sein, wobei man ja immer warten muss, wie es mit dem Limousinen-Format insgesamt weitergeht. Die sind jetzt nicht gerade high ranked, wenn man mal guckt, was so an Elektroautos in der Gegend rumfährt, da ist die Limousine ja fast schon eine Rarität, was aber auch sicher an dem etwas aufwendigeren Technologiekonzept liegt, was für die Limousine. notwendig ist. der i3, also jetzt rollt die neue Klasse schon, jetzt gewinnt es schon eine große Wucht, jetzt kommen eigentlich permanent neue Modelle und wenn wir noch mal auf China blicken, also du hast natürlich vollkommen recht mit diesem enormen Konkurrenzkampf, der da herrscht und wenn du mal guckst wie der iX3 eingepreist ist in China, da kann man schon einiges lernen, der ist nämlich, wenn man es umrechnet 30.000 Euro billiger als in Europa, was hier durchaus für ein bisschen Diskussionen sorgt unter der Kundschaft. sagen, da müssen wir jetzt eigentlich für die Renditen sorgen, damit BMW sein China-Geschäft quer subventioniert. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber BMW geht beim ix3 in China schon mit, ich will mal das Wort Kampfpreise benutzen, sie liegen preislich genau auf auf dem Modus. von Tesla. Und das zeigt schon, also so eine gemähte Wiese wird es nicht. Also die flankierenden Maßnahmen, die sind schon da und Ernst der Lage, der ist da natürlich bewusst. Und was auch noch interessant, ich fand es zumindest mal interessant, BMW hat ja im Vorfeld der Vorstellung des iX3 in China die Produktion gestoppt für die noch aktuellen in China produzierten Elektroautos, sind die Modelle. Das ist der iX3, also der eine Zeit lang in alle Welt exportiert wurde. Es ist der i5 und es ist der iX1 und für den iX3 ist es natürlich nicht nur eine Pause, sondern auch das Ende, der wird auch nicht mehr... den lassen ja auch nicht mehr anlaufenden Eltern, sondern der geht natürlich nahtlos über dann in den iX3 neue Klasse. Vermutlich wird es bei den anderen auch so sein und warum ist es interessant? Die Verkäufe dieser Fahrzeuge gehen weiter. Also geh mal davon aus, dass eine ordentliche Halte von diesen älteren Elektrofahrzeugen von BMW, die in China gebaut werden, auf Halte stehen.

Burkhard: Ja und auch dort bleiben. Wer weiß. Okay. Der Preiskampf ist bekannt auch unter den Chinesen. Also die zerfleischen sich ja gerade auch gegenseitig und ich weiß auch nicht wie profitabel die überhaupt noch arbeiten. Wenn man an BYD etc. denkt, die mit ihrer Expansion sich so viel vorgenommen haben, was da letztlich übrig bleibt und wann die auch mal dann wieder ein... Schritt zurückgehen müssen. Das werden wir sehen. Vielleicht mal zur Modellpalette insgesamt. Ich glaube du warst auch in Regensburg dieser Tage und hast dir ein bisschen was angeguckt. Was kommt denn in nächster Zeit?

Frank Volk: Na ja, in Regensburg war ich nicht direkt, aber in Regensburg wird im Moment die Produktion, das neue Klasse IX1 vorbereitet. kommt Ende, ist noch nicht alles so richtig kommuniziert, der wird Ende nächsten Jahres kommen und ich gehe mir mal davon aus, da gibt es ja noch einen hübschen Termin. glaube, IAA nennt sich das Ding im September in München. Da wäre eine schöne Plattform, wo man dieses Auto dann auch hinstellen könnte. Es kommt natürlich als nächstes der i3 und dann kommt der i3 Touring relativ dicht dahinter. Wenn man mal auf die, und das sind schon richtig wichtige Modelle, die da sind. Und dann gibt es natürlich eine ganze Reihe an Fahrzeugen, die dann über Facelift, auch bei den 40... Modellen ist ja alles dabei. Da sind auch die Facelifts dabei, auch die Verbrenner zum Beispiel, die dann eben aber Technologie von der neuen Klasse bekommen. Also das wird jetzt Schlag auf Schlag gehen. Und jetzt, Ende September, ist er... hausintern bei BMW so bezeichnet, die bayerischen Festspiele in Dingolfing. Das ist am 29.30. September eine sehr spannende Geschichte, weil da wird zum einen der Dreier, der komplett neue Dreier, Verbrenner vorgestellt, der in Dingolfing dann auch produziert wird. Das ist die Verlegung aus dem Werk München. wo ja jetzt nur noch neue Klasse der i3 produziert wird dann in Zukunft. Und dann gibt es aber auch den Start der Produktion der Hochvoltbatterie für den i3, was ja direkt in der Nachbarschaft dann passiert. Und was angeblich ein Zufall sein soll, ich kann mir das aber bei BMW immer nur schwerlich vorstellen, dass solche Termine dann zufallsgetrieben sind. Am Tag vor diesen bayerischen Festspielen in den Werken findet ein Investorentag statt. Und bei diesem Investorentag, ich könnte mir da gut vorstellen, diese Kombination der Ereignisse vielleicht auch die eine oder andere positive Nachricht erwarten lässt. Investoren wollen bei Laune gehalten werden. Am besten macht man es, indem man ordentliche Zahlen verkündet und bevorstehende große Ereignisse. Es ist das erste Mal, dass Milan Nadelkovic, der CEO, an diesem Investorentag seit der Bekanntgabe des Sparpaketes auftritt. Deshalb ist auch davon auszugehen, dass in diesem Umfeld es auch Nachrichten gibt, wie es denn das Sparprogramm, mit dem man Milliarden einsparen möchte, Effizienzen steigern und auch Jobs streicht, wie es denn darum bestellt ist. Dieses Programm soll ja, ist in Vorbereitung im Gegensatz zu VW und Audi, geschieht das in aller Stille, wie üblich, soll ja im Oktober anlaufen. Da wird es dann auch diese Angebote geben an die 40 bis 50.000 Mitarbeiter in Deutschland, immerhin von 85.000, für ein freiwilliges Ausstiegsprogramm. Das wird man ordentlich versüßen. Die Details sind da noch nicht bekannt und da möchte man ja aus dem Bereich der Verwaltungs- und Entwicklungsbeschäftigten 8.000 Stellen bis Ende 2027 abbauen. Und da, wie gesagt, da ist schon mit zu rechnen, dass da bei dem Investorentag, das wäre äußerst verwunderlich, wenn da nicht erste Details dann auch bekannt gegeben werden.

Burkhard: Ja, muss glaube ich, Also der BMW muss im Finanzmarkt. eine Börsenstory erzählen können. Die neue Klasse war eine gute Story, aber sie ist schon ein bisschen eingepreist. Der Erfolg der neuen Klasse wird sicherlich positiv darauf einzahlen. der anderen Seite Kostensenkungen. 8.000 Menschen, die Zahl ist jetzt auch bekannt, aber du hast recht. Sie müssen ja auch noch was bieten. Welche Geschichte erzählst du dem Finanzmarkt in den nächsten Jahren? Wenn du schaust die Aktie seit Januar 26. Bis heute ist ja auch fast ein Drittel eingebrochen. Ich die Aktie steht heute bei 63. Bernstein sagt zum Beispiel Outperform, BMW ist Outperform, ist 82 Euro wert statt 63, wie es jetzt ist, hat aber auch noch nicht verfangen. Also man wartet noch ab. Ich glaube, das wird der Kapitalmarkt-Tag dann sein. Und sie müssen, ich sage es nochmal, sie müssen eine Story erzählen können. Sie haben in den letzten Jahren in der Autokrise eine gute Story erzählt. Das Narrativ der Technologieoffenheit haben sie ja so gut geplayt. geht ja gar nicht besser und die Autos haben weiter verkauft. Also Technologieoffenheit heißt ja nichts anderes als wir machen was der Kunde will und haben auch noch flexible Produktion, ganz profan gesagt. Das haben sie also einfach besser gespielt als die anderen, hat funktioniert. Aber welche Geschichte erzählst du als nächstes? Ich glaube, dass du sagst, wir machen gute Autos. Das ist so ein bisschen 80er Jahre. Das wird vielleicht nicht reichen. Deswegen wird es eine Mischung aus einem Kostensenkungsprogramm sein, also einer Art Strategieplan 2030. Ich glaube, da wird es auch noch einen Namen für geben, Frank. Alle haben ja diese tollen Namen für Kostensenkungsprogramme, die sehr progressiv immer klingen sollen. glaube, so etwas kriegt das Ding auch noch. Vielleicht wird das auch am Kapitalmarkttag noch verkündet, aber auch der Aktie muss man helfen zur Refinanzierung all der Investitionen, die gemacht worden sind, obwohl der BMW ja auch noch mit am stabilsten ist.

Frank Volk: Ich denke schon auch, dass von Letelkovitsch eine Vision 2030, 2020 oder darüber hinaus erwartet wird. Das würde ihm auch gut zu Gesicht stehen, in seiner Rolle als CEO da nochmal ganz klare Akzente zu setzen. Und das wird er sich auch nicht rausgehen lassen.

Burkhard: Das muss er machen, das muss er auch hinkriegen, auch wenn Milan Nedelkovic auch ein eher zurückhaltender Mensch ist. Aber der CEO steht natürlich immer für das Unternehmen und ein Bühnenauftritt ist demnach auch immer wichtig. Und die Überzeugungskraft und die Durchsetzungskraft, also Wasser sagt es das eine, aber wir, die die Analysten und Investoren mitnehmen kann, wird sicherlich das andere sein. Ich glaube, hast noch zum Wasserstoffauto recherchiert.

Frank Volk: Ja, war ja in Steyr, vergangen war es, ja, vergangene Woche war das und habe mir mal die Wasserstoffbemühungen, Entwicklungen bei BMW angeschaut. Das war ja so eins der ersten Themen, als das Sparprogramm durchkam, da hätte man ja Witten laufen lassen können, dass die, also Topfavorit auf der Streichliste wäre Wasserstoffprojekt gewesen. haben den nicht. Sie ziehen das Ding durch. 2028 kommt der EX5 Filtrogen an den Markt und es ist schon... Jetzt kann man natürlich drüber grübeln, ob Wasserstofftechnologie im PKW-Bereich sich durchsetzen wird. Sie sind ja relativ einsam auf weiter Flur unterwegs. Selbst Ihr Technologiepartner Toyota sagt ja, LKW hat sich jetzt auch einiges getan auf der IAA Transportation dazu. Aber man muss schon sagen, die sind da relativ gut, wie gesagt. Es ist immer noch kein Signal, dass es am Ende des Tages wirklich funktionieren wird. Aber die technologischen Fortschritte sind schon bemerkenswert, die sie gemacht haben. Der Projektleiter, der Josef Hochreiter, der macht auch ganz klare Ansagen. Der hat gesagt, er hat nie gezittert sein Projekt, weil es war von Anfang an klar, dass dieses Vorhaben, wenn es zur Serienreife geführt werden soll, strengen Effizienzkriterien unterliegt. Er sagt auch, wir sind auf einem Weg. dass wir auch für Privatkunden ein interessantes Angebot am Ende letztlich machen können. Insofern muss natürlich eine Skalierung dahinterstehen. Deshalb haben sie aber den X5 genommen als Trägerfahrzeug. Konnten sie sich da wohl austoben, was den Raum anbelangt, den so einen Wasserstoffantrieb dann am Ende dann doch benötigt. Und er sagt auch klar, wir sind angetreten, ein Serienfahrzeug zu bauen und kein Nischenfahrzeug technologisch. finde ich, halte ich es tatsächlich für ein Kunststück, wie sie es geschafft haben, diese sieben Wasserstoffpatronen oder Tanks genau auf dem Bauraum unterzubringen, den auch der E-Antrieb, die Hochvoltbatterie Gen6 benötigt. Das heißt, auch da können sie wieder in Grunde genommen auf einer Linie die Fahrzeuge bauen. Also das machen sie schon hoch ambitioniert und interessant. Wie gesagt, ob der Wasserstoff-Pkw sich durchsetzt, weiß ich nicht. was natürlich... Da kommt ja wieder dieses Technologieoffenheitsthema ins Rennen. Und wir hatten da viele Diskussionen mit Experten und eins, bei einem muss ich da natürlich schon inzwischen zustimmen. von vorneherein Technologien auszuschließen und nicht an diesen zu arbeiten, weil vielleicht auch die politischen Rahmenbedingungen, die da ein bisschen die Suppe versalzen oder die Laune nehmen, ist natürlich im Grunde genommen keine Idee. Und das Wasserstoff bei allen Hürden... die es noch gibt, schon zu bieten hat. Man kann sich natürlich ein Stück weit unabhängig machen von der Abhängigkeit, von den vielfältigen Abhängigkeiten, die man zu China hat. Und dann sollte man natürlich nicht vergessen, auch das war Teil der Diskussion da unten, dass im Fünfjahresplan im fortgeschriebenen China eines der Top-Themen ist die Weltmarktführerschaft bei Wasserstofftechnologie. Und schon allein das müsste einen im Prinzip ein bisschen aufwecken, denn alles was die Chinesen bisher in ihrem Fünf-Jahres-Plan angekündigt haben, haben sie dann letztlich auch so durchgezogen und hinterher standen, dann standen wir im Westen wieder da mit verheulten Augen und haben gestaunt und gedacht, hoppla, was ist denn jetzt los, wie kann denn das passieren?

Burkhard: Also Technologieoffenheit muss ich sagen, ist ein Narrativ, das kannst du aber auch nicht ewig spielen wegen den hohen Kosten. Ich weiß nicht, also ich kenne glaube ich kein Wasserstoff-Pkw-Projekt, was wirklich irgendwie Erfolg zeigt oder verfangen hat. Ich über wie viele Start-ups wir 2017, 2018 berichtet haben, die alle reich und berühmt werden wollten im Bereich Wasserstoff. Nie wieder was gehört. Können wir mal die Widervorlagen wieder rausholen, was aus denen geworden ist. Ich persönlich halte es für eine Spielerei, die vielleicht endlich ist, die nicht ... bis in alle Ewigkeit geht, aber noch gibt es viele Befürworter vom Wasserstoff bei BMW. Sie machen es gemeinsam mit Toyota. Die Kooperation ist bestimmt toll und fruchtbar und technologisch beeindruckend, aber als Serienfahrzeug ist es doch eine Mega-Nische. Und für Jahresplan China, da wird es drin stehen. was die Plan gelingt, wird China ein Wasserstoffmarkt werden. Also wenn ja und wenn BMW da mit vorne spielt, dann Hut ab, dann mehr Kulpararbeit als ich. persönlich in meinem als Nicht-Ingenieur muss ich sagen da da fehlt mir dann das Herzblut dafür wäre auf meiner persönlichen Streichliste wahrscheinlich etwas gewesen. Die meisten Premiumhersteller und auch Volumenhersteller haben ja gerade Streichlisten in den Modellpaletten. Ich glaube der VW-Konzern will ja 50 Prozent der Modelle rausnehmen. Derivate, Baureihen, die nicht funktionieren. Wie macht es denn BMW? Sind die so stabil, dass sie sagen, wir stehen zu jedem Auto, zu jedem Derivat, was wir tun? Oder gibt es hier und da beim BMW auch etwas, wo man sagt, muss nicht sein, kostet nur Geld?

Frank Volk: Ja, die werden mit Sicherheit ausdünnen. ich bin ganz sicher, die gucken zurzeit genau hin, wo denn verzichtbare... Modelle sitzen. Der Achter ist ja schon draußen, der Roadster ist auch draußen. Der i4 steht ganz stark auf der Kippe, weil da wird natürlich die Lücke, die dann noch bleibt nach dem i3, die wird schon verdammt eng. Also die werden auch reduzieren, sie werden wahrscheinlich irgendwelche exotischen Antriebsantriebe rausnehmen. Wobei sie nicht hingehen werden und werden rasieren oder so eine Ankündigung wie jetzt zum Beispiel von VW, dass man 50 Prozent der Modelle streichen wird. Das werden sie nicht machen. Aber sie haben ja auch die Chance jetzt relativ mit dem Übergang in die neue Klasse. Technologien in ihrer Modellpalette. Jetzt bauen sie erstmal ihre Modellpalette ordentlich aus. Aber dahinter hat man natürlich dann die Chance auch Modelle auszufaden. Die werden sie nutzen.

Burkhard: Wahrscheinlich, Frank, werden wir in ein paar Wochen hier noch mal zusammensitzen und über BMW sprechen, wenn der Kapitalmarkttag gewesen ist, und weitere Infos haben. Ich glaube, wir sollten eine weitere Folge, machen und noch mal drauf schauen. Mir bleibt noch zu sagen, BMW ist auf dem Automobilwoche-Kongress 2026. ist am 11. und 12. November in Berlin im Grand Hyatt. Es wird groß, es wird voll, es wird intensiv. Wir haben, glaube ich, inzwischen 35 Speaker. Wir haben 27 Slots. Die beiden Tage sind pickepackevoll. Von BMW Seite kommt Tim Beltermann, der Deutschlandchef, der im Vertriebs- und Handelspanel sitzen wird, gemeinsam mit Händlern und Handelsexperten. Bei den CEOs kommen alles was ran und Namen hat. Ich freue mich besonders, dass Porsche CEO Michael Leiter es kürzlich noch zugesagt hat. Das Ganze wird eröffnet am 11. November 10 Uhr mit Ola Kelenius, dem Mercedes CEO. Es hat dieser Tage noch zugesagt der CEO von Seat Cupra, Markus Haupt, auf den ich mich sehr freue, der natürlich auch Rede und Antwort steht, wie es denn jetzt weitergeht mit dem zwei Markenhersteller der eventuell Anfang der 30er Jahre nur noch ein Einmarkenhersteller ist, nämlich das erfolgreiche Cupra und Seat wird dann auch leer laufen. Wir haben aber auch Klaus Zelmer, mit dem ich über die chinesischen Wettbewerber sprechen möchte, dem Skoda CEO, denn die Volumenhersteller aus China gehen ja auch in seinen Bereich und er geht mit neuen Elektromodellen gerade in die Offensive. Wir haben die führenden Zulieferer, Top-Manager wie Matthias Mietreich, den ZF-CEO und den Vorstand Bosch Mobility Christoph Hartung und so weiter und so fort. Also es wird richtig voll, es wird richtig gut, die ganze Branche trifft sich da. Frank, du weißt das alles, was ich dir gerade erzähle, du schaust trotzdem interessiert. Danke dafür. Ich habe es den Zuhörern einmal erzählt. Frank, ich danke dir dafür und wir sprechen in ein paar Wochen nochmal über BMW und gucken, was der Investor-Untag gebracht hat.

Frank Volk: Okay, gerne doch!

Burkhard: Das war's für diese Woche, Dank, ciao!

Frank Volk: tschüss.

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