
040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 79
Highlight Folge: Anwalt Ingo Bott über seine Strategie im Block-Prozess
Freitag, 31. Juli 2026 · 1 h 01
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Shownotes
Er ist die neue Speerspitze an der Seite von Unternehmerin Christina Block: Anwalt Ingo Bott. In dieser Sonderfolge von "040. Hamburg streng vertraulich" stellt er sich exklusiv den Fragen von Chefredakteur Lars Haider.
Bott, der neben Gerhard Delling als Blocks wichtigster Vertrauter gilt, spricht offen über seine Mission: Wie will er den massiven Druck von seiner Mandantin nehmen? Er verrät die zwei entscheidenden Punkte im gesamten Verfahren und erklärt, warum der Fall aus seiner Sicht neu bewertet werden muss.
Hören Sie jetzt das intensive Gespräch über die Hintergründe, die Strategie und die brisante Frage: Wie wird der Prozess um die Entführung der Block-Kinder ausgehen? Einblick in einen der aufsehenerregendsten Hamburger Justizfälle, den Sie so noch nicht gehört haben.
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040. Streng vertraulich. Die Lage in Hamburg. Herzlich willkommen. Ich bin Lars Heider. Und ich bin Matthias Iken. Und wir erscheinen heute schon einen Tag vor dem normalen Termin mit diesem Podcast. Das ist hoffentlich für alle eine gute Nachricht, denn es hat geklappt, lieber Matthias. Ich habe eben gerade eine gute Stunde mit Ingo Bott zusammengesessen.
Ich habe mich sogar beim Rausgehen gesehen. Genau, mit dem Anwalt von Christina Block und mit ihm über den Prozess gesprochen, aber auch über andere Dinge. Weißt du, was ich interessant fand, was eine der häufigsten Fragen war, die mir Kolleginnen insbesondere mit auf den Weg gegeben haben? Nein. Frag ihn nach seinen Anzügen.
Ah, die Pin-Up-Girls. Frag ihn nach der Weste mit den Pin-Up-Girls. Frage ihn insgesamt, warum er so ist, wie er ist. Ich habe daraus verstanden, warum er so aussieht, wie er aussieht. Und das Interessante war, ich habe ihn das natürlich dann auch gefragt, freundlich, wobei ich dann zwischendurch gedacht hätte, das ist eine Sache, die ich so niemals machen würde, insbesondere weder bei Frauen noch bei Männern.
Aber in dem Fall spielt es offensichtlich für viele, die ihn sehen, eine Rolle. Und tatsächlich, er setzt das alles ganz durchaus bewusst ein. Und das Gute ist, wir haben ja damals gesagt. Hast du dir auch so ein Jackett gleich besorgt? Nein. So eine Weste, das wäre lustig. Wir haben ja damals gesagt, du erinnerst dich, das eine seiner Strategien ist, die Aufmerksamkeit durch das, was er macht, aber auch dadurch vielleicht auch.
Dass er bestimmte Dinge anzieht und sich benimmt, so wie er benimmt, die Aufmerksamkeit von Christina Block so ein bisschen wegzunehmen. Und tatsächlich ist das ein Teil seiner Strategie. Gut, ob dir am Ende vor Gericht aufgeht, das wird die Zeit zeigen. Da bin ich noch ein bisschen skeptisch. Ich bin auch gespannt, was du da sagst.
Du wirst dir jetzt ja auch gleich mal dieses Gespräch anhören. Und wir werden dann morgen in einer zweiten Folge in dieser Woche auch über das Gespräch nochmal sprechen und über viele andere Themen. Aber jetzt, wie versprochen, das längere Gespräch, und ich kann sagen, es lohnt sich, weil wir irgendwann auch an den Punkt kommen.
An dem es um die zwei entscheidenden Fragen aus meiner Sicht und ich glaube auch aus seiner Sicht in diesen Blog-Prozess kommen. Und wir haben Antworten auf diese Fragen gefunden. Und ganz am Ende geht es dann natürlich auch darum, wie das Ganze ausgeht. Und da hat er was, finde ich, sehr Interessantes gesagt.
Also, liebe Hörerinnen und Hörer, hört mal rein. Hier kommt das Interview mit Ingo Bott, dem Anwalt von Christina Block. Und natürlich haben wir, das gehört sich so, auch die Gegenseite, den Anwalt der Gegenseite gefragt, ob er Lust hat, in diesem Podcast zu kommen, zu einem Gespräch. Das würdest du dann vielleicht führen, lieber Matthias, ich kann es auch machen.
Noch haben wir keine Zusage, aber wer weiß, das klappt noch. Also jetzt viel, sagt man viel Spaß, ja doch, also viel Interesse, viel Erkenntnisgewinn, Ohrenspitzen und dann hören wir uns morgen wieder mit der regulären Folge von 040 Hamburg streng vertraulich. Bis morgen und jetzt viel Spaß beim Zuhören.
Herzlich willkommen, ich bin Lars Haider und ich freue mich sehr, dass ich heute einen Mann hier habe, der wahrscheinlich bei den Jahresrückblicken, die es in ein paar Monaten geben wird, immer dabei sein wird. Und das war am Anfang des Jahres, glaube ich, ohne ihm zu nahe treten zu wollen, so nicht absehbar.
Er tauchte auf einmal an der Seite einer Frau auf, über die in Deutschland alle sprachen, weil es einen Prozess gibt, über den in Deutschland alle sprachen. Und man dachte, wer ist dieser Mann? Wo kommt der auf einmal her? Und jetzt ahnen viele, um wen es geht. Es geht um Ingo Bott. Und ich würde es jetzt, wenn ich es jetzt sagen würde, den Anwalt von Christina Block, sie wäre es total reduziert, weil sie sind ja nicht nur der Anwalt von Christina Block, sondern sie sind Anwalt, sie sind Krimi-Autor, sie sind Lehrender und über all das wollen wir heute sprechen.
Die erste Frage, die Sie natürlich allen stellen, ist die, wie war das? Wie sind Sie an Christina Block gekommen? Kurz vor dem Prozess, wo alle dachten, Ottmar Curi ist der Pflichtverteidiger, das haben wir jetzt auch gelernt. Wie ist das zustande gekommen, der Kontakt mit Ihnen und Christina Block? Also, hallo erstmal, ich bin Ingo Bott. Ich freue mich, zu Gast sein zu dürfen bei Ihnen und stehe Rede und Antwort.
Natürlich auch zu der Frage, wie ist es zu dieser Vertretung von Frau Block gekommen. Frau Block ist auf mich zugekommen. Frau Block hat mich kontaktiert, ich meine einige Wochen vor Verhandlungsbeginn, rief sie an. Das ist halb so kompliziert und mysteriös. Die Nummer steht ja im Internet über die Kanzlei und hatte dann Kontakt aufgenommen.
Um zu fragen, ob ich mir vorstellen könne, Sie in Hamburg in der laufenden Strafsache zu verteidigen. Und dann habe ich Sie darauf hingewiesen, dass ich tatsächlich viel Erfahrung habe mit Kindesentziehungsfällen, dass ich in solchen Mandaten schon sehr viel gearbeitet habe, dass ich aber Zweifel hätte, ob, das ein Fall sei, der zu meinem Profil passe, weil ich in der Vergangenheit immer Menschen begleitet habe.
Bei denen Kinder entzogen worden sind, die darunter gelitten haben, dass Kinder auf einmal verschwunden sind, ins Ausland verbracht worden sind, ihnen vorenthalten worden sind. Und dass hier, nach allem, was ich wusste, darum gehen würde, jemanden zu verteidigen, den man einen solchen Vorwurf macht. Und dann habe ich sie darauf hingewiesen, ihr das so erklärt.
Und dann sagte sie, bitte schauen Sie sich doch mal den Fall etwas genauer an. Befassen Sie sich doch mal mit den Details. Und das habe ich dann getan und ihr gesagt, Wir können, weil ich noch unterwegs war auf dem Weg zurück nach Düsseldorf, wir können dann am Abend vielleicht nochmal sprechen. Und dann habe ich angefangen, mich einzulesen und mit dem Fall zu befassen.
Und dazu kann ich nur einladen, weil hier vieles nicht so ist, wie es scheint. Das lernte ich dann auch, dass in den Medien auch ein Bild entstanden sein mag, das ganz, ganz anders ist als das, was sich tatsächlich zugetragen hat. Jedenfalls, wenn man genauer hinschaut. Sicher, es steht die Entführung an Silvester im Raum. Das ist auch das, worum das Verfahren jetzt kreist.
Aber man muss weiter Fragen stellen, was ist denn tatsächlich geschehen? Und dann habe ich, als ich angefangen habe, mich näher mit dem Fall zu befassen, verstanden. Es geht tatsächlich um eine Kindesentziehung und es ist sogar eine Anklage anhängig gegen den Ex-Mann wegen eines Entziehens der Kinder 2021, weil die Kinder bei ihm in Dänemark einbehalten worden sind.
Und damit habe ich festgestellt, ist das eigentlich ganz klassisch ein Fall, wie ich ihn sonst schon oft vertreten habe. Und das war mir bis dahin, weil ich einfach nur die Überschriften kannte, noch nicht in dieser Form klar. Und als ich das verstanden habe, habe ich ja auch gesagt, dann komme ich gerne nach Hamburg.
Und dann sprechen wir auch gerne drüber, ob und wie wir vielleicht für eine Beratung, für ein Mandatsverhältnis zusammenfinden. Und damit haben wir die wichtigste Frage, die alle Interessierte gleich am Anfang abgeräumt. Und jetzt machen wir einen Schritt zurück, um dann nachher wieder zum Fallblock natürlich zu kommen, um zu wissen, wer ist dieser Ingo Bott eigentlich?
Es gibt, sie schreiben ja, ich habe es gesagt, auch Romane mit einer Figur Pirlo und wenn man da so ein bisschen sich das anguckt, wie der auch aussieht auf dem Cover, wie der so ist, der ist so ein bisschen so ein Typ wie sie, nämlich jemand, und das müssen Sie erzählen, der aus einer großen Kanzlei kommt und dann eine Wohnzimmerkanzlei aufgemacht hat, ein Begriff, den ich bis dahin gar nicht kannte, das heißt, was war das, wie hat das was mit ihrem Leben zu tun, umso nicht viel?
Die Pirlo-Bücher sind eine Romanreihe, die erscheint bei einem großen Verlag, bei Fischer und dort bei Scherz, bei der Abteilung für Unterhaltung und das sind Bücher, die unterhalten sollen, die sollen Spaß machen. Das sind Bücher über Strafverteidiger, über zwei, über Anton Pirlo und Sophie Mahler und die sind in Fällen aktiv verteidigen im Gericht.
Es geht aber auch um das, was rechts und links davon passiert, insbesondere auch um Kriminalität unserer Zeit, um organisierten Sozialversicherungsbetrug, um die Mafia unserer Zeit, also zum Beispiel auch um Clans, um so ein Schlagwort zu verwenden. Es geht einmal auch um Corona-Kriminalität, um Kriminalität im Sport, also um Dinge, die, im Strafrecht von Interesse sind, die die Gesellschaft auch beschäftigen und die knüpfen an, an Personen, wie sie im Leben vorkommen und Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger kommen im Leben vor.
Ich bin einer davon und es war ganz bestimmt am Anfang, als die Reihe entstanden ist, da war ich schon ein vergleichsweise bekannter Anwalt, auch so eine Spielerei zu sagen, wie viel könnte denn dann möglicherweise authentisch sein, wenn ein Strafverteidiger über einen Strafverteidiger schreibt und wenn das dann auch noch jemand ist, der in gewisser Weise jemand ist, den man sich vielleicht auseinandersetzen kann, der vielleicht auch Menschen in irgendeiner Form interessiert, der polarisiert und das ist die Figur Pirlo.
Aber die Figur Bott hat früher in einer Kanzlei gearbeitet, in einer großen Kanzlei und sich dann selbstständig gemacht. Das stimmt. Mit einer Wohnzimmerkanzlei, also mit einer kleinen Kanzlei. Das war ja eigentlich meine Frage. Das stimmt auch. Und die Kanzlei heißt Plan A. Und da habe ich gedacht, das ist natürlich ein großes Versprechen, weil man sagt, wir sind die Kanzlei Plan A.
Das heißt, einen Plan B gibt es nicht. Der Plan A muss immer funktionieren. Ein Plan B ist möglicherweise sinnvoll, aber wer Plan A hat, braucht keinen Plan B. Das ist der Marketing-Slogan auf der Homepage und ich fand das eigentlich ganz gut. Also ich finde das gut, wenn man nach außen tritt und sagt, wir sind selbstbewusst, wir trauen uns was zu.
Wir begleiten ja Menschen, wenn wir verteidigen, so wie jetzt hier in dieser Konstellation, die haben die Übermacht des Staates gegen sich. Da ist eine Anklage erhoben worden. Das heißt, die Staatsanwaltschaft sagt, wir glauben, das war auf eine gewisse Weise so. Ein Gericht hat diese Anklage zugelassen. Und dann kommt die Verteidigung und sagt, nachdem sie das alles selbst geprüft und verstanden hat, das glauben wir nicht. Das ist falsch.
Und da braucht man ein gewisses Selbstvertrauen. Da braucht man auch eine gewisse Kernigkeit, eine gewisse Persönlichkeit, eine gewisse Bereitschaft auch, sich hinzustellen und zu sagen, ich vertrete das. Und dann ist es gut, wenn ein gewisses Selbstvertrauen... Das heißt, sie haben tatsächlich auch keinen, also sie denken nicht in Plan B, sondern sagen, das ist unser Plan und dem halten wir fest, komme was da wolle. Das ist ja eine gute Strategie, glaube ich, weil wenn man immer eine Rückfalloption hat, dann ist im Zweifel, glaubt man dem ja selber nicht an seine erste Option.
Also Plan A ist erstmal ein Slogan und das ist natürlich auch cool, wenn man in der Kanzlei arbeitet. Das ist ja jung, ein junges Team. Viele Leute machen da den ersten Schritt, würde man im Sport sagen, in ihrer Karriere. Wir bekommen ganz, ganz viele Bewerbungen von tollen Anwältinnen und Anwälten oder von Menschen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, die da wirklich einen Start hinlegen wollen, wenn das Plan A heißt und nicht Kanzlei, Bot und Kollegen.
Dann ist es erstmal auch eine tolle Sache sich zu identifizieren, es wirkt nach außen es funktioniert in allen Sprachen in denen wir beraten, also die ich auch dann spreche, wir Mandantinnen und Mandanten sprechen Spanisch, Französisch, Englisch Deutsch natürlich, das funktioniert das erklärt sich und.
Wenn es ums Verteidigen geht, dann werden sie natürlich immer alles in jeder Form durchdenken, überlegen und Rückfallebenen würde ich jetzt nicht Plan B, Plan C nennen, sondern es gehört zu dem Plan A dazu, auch das auf dem Schirm zu haben, was passieren kann. Aber natürlich ist es absolut wichtig zu verstehen, zu begreifen, was ist wirklich geschehen, sich mit den Menschen zu befassen, die das betrifft, das Verfahren.
Hier in diesem Fall mit meiner Mandantin. Und dann, weil man ja ein anderes Wissen hat, als es die Staatsanwaltschaft hat, die in dieser Form nicht alle Hintergründe kennt, weil sie nicht mit meiner Mandantin hat sprechen können, dann auch da zu stehen und zu sagen, dazu stehe ich, davon bin ich überzeugt, dann glaube ich. Das ist der Plan.
Wir kommen gleich zu dem Plan in diesem speziellen Fall, der ja viele interessiert. Mich würde noch was anderes interessieren, weil ich das doch dann besonders fand, nämlich die Reaktion, als sie auftauchten. Als sie plötzlich auftauchten, ich habe noch nie so viele Menschen auch in den Medien über einen Anwalt diskutieren sehen, auch im Sinne von.
Also auch über Äußerlichkeiten. Also niemand hat darüber diskutiert, wie Gerhard Strate aussieht, bekannter Rechtsstrafverteidiger. Niemand hat darüber diskutiert, wie Ottmar Curi aussieht. Aber da bei ihm ging es dann, wer ist der Typ, warum hat der so Haare, wer ist der mit dem Vollbart irgendwie, was trägt der für Anzüge.
Wir kommen dann gleich noch zu den, da müssen sie erklären, was ist mit den Pin-Up Girls auf ihrer Weste. Aber ist das ein bewusst, sie sehen aus, wie sie aussehen oder ist das bewusst so? Spielen sie damit? Also spielen sie zum Beispiel damit, dass sie dann das Sakko ausziehen und dann sieht man, der hat eine Weste und da rauf hinten sind Pin-Up-Girls und alle sprechen darüber.
Also jeder schaut ja auf seine Weise aus. Strate, Curi, tolle Verteidiger, tolle Typen. Sehen auch interessant aus, haben auch ihre interessanten Seiten. Bei mir hat das jetzt tatsächlich sehr, sehr viel Berichterstattung darüber gegeben. Das mag daran liegen, dass meine Haare etwas länger sind, als das, sagen wir mal, den klassischen Anwaltsbild entsprechend mag.
Vielleicht auch mag es daran gelegen haben, dass es schon viele bekannte Fälle gab oder diese Romane, dass es vielleicht auch sowas figurenhafters dann wird. Ich verrate Ihnen jetzt aber kein Geheimnis. Wenn Sie sehr unter Druck stehen, wenn Sie sehr medial vorverurteilt worden sind, wenn Sie wirklich, komplett auch unter dem Brennglas stehen und zum Beispiel, wie in diesem Fall hier, wissen, die einzige Möglichkeit, zu Ihren Kindern durchzudringen, die seit vier Jahren verschwunden sind, mit denen Sie nicht sprechen dürfen, die mit Ihnen nicht sprechen dürfen, dann sollten Sie bei sich bleiben, sich konzentrieren und dann sollten Sie auch atmen können und so ein bisschen frei sein können in Ihren Gedanken.
Und dann hilft das, wenn Sie jemanden haben, der vor Ihnen steht. Der so ein bisschen Aufmerksamkeit auf Sicht zieht. Medienberichterstattung vielleicht nicht nur an Ihnen und an Ihren vermeintlich schlimmen Taten anknüpft, sondern sich mit jemandem befasst, der ein bisschen längere Haare und eine tiefe Stimme hat.
Also das gehört dann schon auch zu der Rolle und zu der Aufgabe dazu. Und ich habe ja auch, als ich nach Hamburg gekommen bin, tatsächlich auch Ihre sehr netten Kolleginnen und Kollegen eingeladen. und habe gesagt, so, ich bin jetzt da. Ich bin der Neue. Ich, genau, ich bin jetzt hier. Sie kennen mich und wenn Sie mich nicht kennen, dann lernen Sie mich gerne kennen.
Ich habe mir das alles angeschaut. Ich bin überzeugt von dem, was ich mache. Wenn Sie mögen, kommen Sie vorbei. Ich habe Räume angemietet und dann hatten wir eine Gesprächsrunde für diejenigen, die das interessiert haben. Und dann haben Sie jemanden, der vor Ihnen steht. Und dann haben Sie jemanden, der auch bereit ist.
Sich daran messen zu lassen, im Guten wie im Schlechten übrigens, was Aufmerksamkeit anbelangt. Das kommt ja auch mit einem Preis, das muss man auch wollen. Wenn man nur das sieht und sagt, ja jetzt macht er da seine Artikel und das sieht ja alles ganz toll aus, dann schreiben die Leute drüber. Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Sie müssen schon auch die Bereitschaft haben, sich dann in diesen Sturm zu stellen für jemanden.
Aber na klar, das mache ich. Okay, Pin-Up-Girls, das muss man mal erklären. Sie haben in einer Pause das Sakko kurz ausgezogen und dann sah man diese Weste und auf der Weste müssen irgendwelche Pin-Up-Girls. Das Thema ist ja, dass man bei jemandem wie Ihnen denkt, so einem gewiefen Anwalt, der macht ja nichts, ohne dass es irgendeinen Zweck erfüllen soll.
Und dahinter verbirgt sich eine Frage. Warum? Oder einfach nur nicht daran gedacht, dass Sie gerade die Weste anhatten? Das lasse ich mal offen und lade zur freien Interpretation ein. Richtig ist, ich mag schöne Anzüge. Private trage ich Kapuzenpullis, Flipflops. Ich bin ein sehr entspannter Typ. Aber ich habe Freunde, denen gehört ein Anzugunternehmen tatsächlich.
Und die schneidern diese Anzüge, die ich sehr schön finde. und dann trage ich die tatsächlich auch ganz gerne. Und ich habe einen Anzug, der hat im Innenfutter dieses Muster von Pin-up-Girls, übrigens bekleideten Pin-up-Girls aus den 50ern. Und ob das jetzt so ist, dass an einem Tag, an dem der Druck da ist, hilfreich ist, ja, nein, vielleicht, wenn man so eine Weste trägt.
Und ob das dann sinnvoll ist, wenn darüber geschrieben wird und über andere Dinge nicht, das muss ich ja nicht interpretieren. Ich habe es zur Kenntnis genommen. Genau. Ich habe verstanden, dass sozusagen die eine Idee dahinter ist, so ein bisschen Aufmerksamkeit, Druck von insbesondere Christina Block, aber vielleicht auch von anderen Angeklagten zu nehmen.
Sie sind der Antwort von Christina Block. Ja, wenn man so, oder andersrum. Ist dieser Prozess auch deshalb so besonders, weil er so öffentlich ist? Sie haben es beschrieben und das ist ja eine Sache, die ganz interessant ist. Aus Ihrer Sicht hat eine Vorverurteilung stattgefunden. Man stellt fest, wenn man sich das objektiv anguckt, dass ganz viele Informationen, insbesondere aus den Ermittlungsakten.
Vorher bekannt waren, aber interessanterweise nur in bestimmten Kreisen. Und da muss man ja sagen, diese Informationen aus Ermittlungsakten, die können nur die Richterin, die Staatsanwältin oder die Angeklagten verbreiten. Würden Sie im Nachhinein sagen, boah, da hat die Gegenseite, das muss ja dann die Gegenseite gewesen sein, einen guten Job gemacht, weil die vorher ganz, ganz viele Informationen gestreut hat, die deren Mandanten nutzen?
Jetzt haben Sie in der Aufzählung ja einen Teil vergessen oder weggelassen. Es gibt ja nicht nur Gericht, Anklage, Verteidigung, sondern auch Nebenklage. Richtig, genau. Also alle, die da beteiligt sind. Das ist ja eine Strafverfolgung, dass hier der Herr Hänsel, der Ex-Mann meiner Mandantin, vertritt.
Ich habe das an dieser Stelle nicht zu bewerten, wer wann welche Unterlagen rausgegeben hat an wen. Richtig ist, dass es nicht erlaubt ist. Richtig ist, dass es strafbar ist und das finde ich auch richtig so. Es sollte im Gericht entschieden werden können, ob und wie jemand strafrechtliche Verantwortung trifft.
Es sollte nicht davor spekuliert werden können, zumal diese Ermittlungsakten ja immer, wenn sie dann ausgewertet werden, tendenziös leitend sind, die Darstellung verkürzt sein mag. Sicher finde ich es nicht gut, wenn solche Ermittlungsakten dann ein Wasserzeichen einer Kanzlei tragen. Aber wie sich das im Zweifel zugetragen haben mag, wenn es denn so sein sollte, das will ich hier nicht bewerten.
Ich habe zur Kenntnis genommen, dass möglicherweise genau aus solchen Grundlagen meine Mandantin sehr, sehr hart vorverurteilt war und dass eine Geschichte sich möglicherweise verfestigt hatte und eine Geschichtsdeutung, die ich nur absolut bedauern kann und zwar insbesondere, vor allem mit Blick auf die Kinder.
Um die geht es ja eigentlich, weil die Kinder sind diejenigen, das haben wir gestern erst im Verfahren gelernt, die nicht mit meiner Mandantin in Kontakt sind oder sein können. Aus welchen Gründen, dass wir das weitere Verfahren noch mehr zeigen haben. Ich glaube, dazu haben wir gestern auch viel gelernt.
Und diese Kinder haben, wenn sie vielleicht heimlich auf dem Klo oder sonst irgendwo mal... Mit ihrer Mutter in Kontakt kommen können, mittelbar über Medien, ein Bild, das einfach nicht zutrifft, nach meiner Überzeugung. Ein Bild, das vielleicht auch Gedanken, Gefühle, die ihnen eingepflanzt werden, die immer wieder sich manifestieren sollen, tatsächlich verfestigt.
Und das kann und darf nicht richtig sein. Und das gerade noch in diesem Verfahren, in dem so vieles berichtet wird. Und da gibt es solche sich verstärkenden Effekte. Medien merken, es gibt Aufmerksamkeit dafür. Medien wollen dann auch verkaufen. Und mir ist voll und ganz bewusst, dass ich das gerade in einem Medienorgan sage. Und das kann man selbstkritisch hinterfragen.
Man kann aber auch sagen, es dient einer anderen Sichtweise und es ist insbesondere auch dazu da, den Kindern zu zeigen, für ihre Mutter, ich bin da. Ich spreche im Gericht und außerhalb des Gerichts macht das jemand für mich und der vertritt diese Position. Und das finde ich an der Stelle richtig und sinnvoll. Wir können gerne darüber sprechen, warum ist das in diesem Verfahren überhaupt notwendig?
Warum ist das so, dass wir hier diese ganze Aufmerksamkeit überhaupt haben? Weil eigentlich geht es um Kinder, eigentlich geht es um eine familienrechtliche Angelegenheit. Das ist richtig. Das ist ja die große Frage, die wir uns auch in so einer Redaktion stellen. Wenn man ehrlich wäre, müsste man eigentlich sagen, zum Schutz der Kinder, das habe ich auch mal mit Gerhard Derning und Christina Block besprochen.
Müsste man eigentlich gar nicht darüber berichten. Das wäre eigentlich so. Oder dürfte oder sollte. Oder dürfte oder sollte. Aber wir sind ja auch in einer ganz anderen Richtung unterwegs, weil es läuft ja darauf hinaus, dass eventuell, verbessern Sie mich bitte immer, wenn ich Quatsch erzähle, zwei Kinder sogar vor Gericht aussagen.
Das ist im Augenblick nach meinem Verständnis wirklich noch nicht entschieden. Würden Sie dafür plädieren, dass es nicht so kommt? Das ist im Augenblick noch nichts, was entschieden wurde. Da werden bestimmt noch einige Gedanken sich gemacht. Ich glaube, alles, wirklich alles ausnahmslos, was gut ist für die Kinder, sollte man unbedingt machen.
Und ob das dann dazugehört, dass sie vor Gericht aussagen, nachdem auch schon Medien geschrieben haben, dass das so geschehen solle, nachdem ich gestern auch in der Verhandlung gehört habe, durch den Ex-Mann, durch den Vater der Kinder, durch Herrn Hänsel, dass die Tochter unbedingt aussagen solle, Er sage das so, weil er das so zu wissen glaube, dann weiß ich nicht, wie viel Instrumentalisierung uns da erwarten könnte.
Ich finde das im Zweifel nicht gut, wenn es in irgendeiner Form das Trauma dieser Kinder noch weiter verfestigt. Insofern werden wir das abzuwarten haben. Jetzt beginnt die Beweisaufnahme erst einmal ohne diesen Schritt. Es war jetzt das erste Mal eine familienrechtliche Sachverständige und eine kinderpsychologische Sachverständige mit anwesend.
Das finde ich gut und richtig und würde mir sehr gewünscht haben, dass das vorher stattgefunden hat. Sie haben gerade die Frage gestellt, warum ist das Interesse eigentlich so groß und da muss man. Nicht rumlügen und sagen, wir sehen das ja auch bei uns, wann immer ein Prozesstag ist, sind das Texte, die von hunderttausenden Menschen gelesen werden.
Und zwar, da gibt es einen Text, der wird vielleicht von 150.000 und der nächstbessere Text auch schon wieder von 120.000. Das Interesse ist riesengroß und wir beide können immer überlegen, warum ist das so? Es gibt verschiedene Faktoren. Einerseits ist Christina Block die Tochter eines bekannten Hamburger Unternehmers.
Aber so bundesweit bekannt ist Eugen Block, glaube ich. Ich weiß nicht, kannten Sie Blockhaus vorher, bevor Sie... Ich kannte die Restaurantkette als Gast. Okay, so, da kann sie so. Aber das ist das eine. Okay, dann ist ihr Lebensgefährte Gerhard Delling ein früherer Sportmoderator, passt zusammen. Aber ich frage mich, ob das, oder was ich erlebe in Gesprächen mit Lesern und mit Menschen, die sich dafür interessieren...
Im Kern ist es halt das erste Mal, dass man all das, was in ganz, ganz vielen Familien in Deutschland passiert, so sehr und so detailliert präsentiert bekommt. Ist es das? Wenn man vergleicht mit Dingen, die einem selber passiert ist, wie viele Leute melden sich bei uns, die unter Kindesentziehung leiden, unter Entfremdung, unter Scheidung.
Ist es im Kern das, dass man das Gefühl hat, jetzt bin ich bei einer Sache so hautnah dabei, die unglaublich vielen Menschen in Deutschland passiert? Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine Kombination ist, dass viele Faktoren hier eine Rolle spielen, dass sowas Multikorsales geworden ist, dass das, was jetzt gerade passiert, aber auch irgendwann ab einem bestimmten Punkt größer geworden ist, dass sie so mit der einzelnen Teile, also ich glaube, dieser Faktor Öffentlichkeit, öffentliches Interesse, an Personen und Persönlichkeiten, auch dieses manchmal sehr deutsche, wir wollen die Großen scheitern sehen und sagen können, die sind auch nicht besser als wir, das mag eine Rolle spielen, Dann ist es aber sicherlich,
genau wie Sie ansprechen, auch so. Ich meine in Deutschland, ich kenne die Zahl nicht genau, werde jede zweite Woche geschieden. Das stimmt. Wir kennen alle hoffentlich nur mittelbarst, aber trotzdem ist es etwas, was irgendwo bekannt ist. Menschliche Dramen in zum Beispiel Trennung, Enttäuschung auseinandergehen, auch mit Kindern sind solche Dinge greifbar.
Und ich glaube, das ist was, was dazu einlädt, dass diese Debatten stattfinden, dass Menschen sich auch in Team Block oder Team Hänsel aufsortieren. Und dass diese gefühlte Expertise, obwohl das ja ein hochkomplexes Strafverfahren ist, dann manchmal aufkommt und dass sich das so aufsummiert. Ich beobachte das mit wirklich Erstaunen und mit einem gewissen Befremden und wenn wir an die Kinder denken, natürlich mit riesen Bedauern, weil die sollen ja auch in Zukunft noch ein Leben haben.
Die sollen ja auch in der Lage sein, irgendwann zum Beispiel selbst hoffentlich glückliche Liebesbeziehungen eingehen zu können. Und dann wird man irgendwann, wenn man deine Partnerin, Partner, was auch immer gefunden hat, wahrscheinlich auch darüber sprechen, wer bist denn du so? Wo kommst du eigentlich her? Was machen denn deine Eltern? Also ganz normale Gespräche, die sich irgendwann ergeben.
Wenn man dann sagen muss, ja, Mensch, ich bin die oder der. Und jeder kennt die Geschichte. Und das ist ja eine Hypothek auch fürs Leben. Und da ist schon sehr viel passiert und ich kann das wirklich nur bedauern, welchen Hype geradezu das genommen hat. Nachvollziehen kann ich es nicht. Ich habe in anderen wirklich sehr großen Verfahren verteidigt, zum Beispiel im Lovebraid-Verfahren.
Das Lovebraid-Verfahren knüpfte eine Katastrophe an, die fand 2010 statt. Damals galt Deutschland noch, 15 Jahre her, als großes Organisationsland. Da würde man sich gar nicht vorgestellt haben können, dass so eine Tragödie bei einer Veranstaltung, die organisiert wird, im öffentlichen Raum tatsächlich stattfindet. Mehrere zwölf Tote waren das damals, wie viele waren das damals?
21 Menschen sind verstorben. Verstorben, leider aus China, aus Australien, aus Spanien. Also wirklich auch internationale Aufmerksamkeit, weil man sich auch diese Frage gestellt hat, wie kann das in Deutschland passieren, ausgerechnet in diesem Land, wo man vermuten würde, es gibt bürokratische Bestimmungen für jeden Glasuntersetzer.
Ich weiß es nicht, womöglich gibt es die sogar, aber dann gibt es so ein Ereignis. Und dann war das wirklich auch eine Aufmerksamkeit, die sehr, sehr groß war, die dann aber schnell auch eine Normalität erreicht hat im Sinne von, gut, das wird jetzt aufgeklärt und das werden dann vergleichsweise rechtliche Vorgänge.
Und dann hat das nicht mehr diesen Hype, diese Hysterie. Das heißt, es war am Anfang des Prozesses so? Am Anfang des Prozesses war es etwas vergleichbar. Und hier hat man das Gefühl, es wird von Prozesstag zu Pressstag, würden Sie sagen, hysterischer? Es wird dynamischer noch. Es akkumuliert so das Interesse, weil mittlerweile jeder mal davon gehört zu haben scheint.
Und jeder hat eine Meinung dazu. Das ist ja das, was ich teilweise jetzt, wenn ich in der Hamburger Gesellschaft unterwegs bin, wo dann Leute einen zur Seite nehmen und sagen, Herr Heider, Sie wissen schon, dass Christina Block ihre Kinder böse behandelt hat. Das weiß doch jeder in Hamburg. Und dann denkst du, dann guckst du die Leute an und sagst, woher wissen Sie das denn?
Und dann kommt halt sowas wie, das weiß ja jeder, das ist das, worauf Sie hin zielten vorhin. Da hat sich was festgesetzt offensichtlich und dann wird das weitererzählt. Ich glaube, wir sind alle, also natürlich sind wir alle nur Menschen und wir haben alle auch eine Neigung zu Unterhaltung und das ist ein Stück weit Unterhaltung geworden. Das sehen Sie auch an der Berichterstattung zum Beispiel.
Ohne das explizit als Kritik zu meinen, aber die Journalistinnen und Journalisten, die da sind. Es sind andere als sonst, oder? Häufig Boulevard-Journalistinnen und Journalisten. Ich habe im letzten Jahr ein Cum-Ex-Verfahren verteidigt. Da waren Bloomberg Handelsblatt und die Wirtschaftswoche und solche Formate, die hatten mindestens so viel Ahnung von diesem Cum-Ex-Sachverhalten als solchen wie ich.
Das waren also Spezialisten auf diesem Gebiet. Jetzt hier ist es Boulevardesk geworden. Nimmt immer mehr an Aufmerksamkeit zu. Und natürlich ist es dann, wenn andere drüber reden, auch was, was mich vielleicht selbst beschäftigt, wozu ich dann eine Meinung habe. Und für eine Meinung brauche ich nicht unbedingt viel Ahnung.
Und dann mögen diejenigen, um es mal so plakativ zu formulieren, die Corona-Experten gewesen sind, dann zu Ukraine-Experten wurden und dann in den Nahost-Konflikt-Experten-Status gewechselt sind, jetzt zu Block-Experten. Das bedeutet nicht zwingend, dass jeder immer genau weiß, was passiert hier gerade und ist das, was meine Meinung ist, auch nur im Ansatz etwas, was mit den Personen zu tun hat, um die es geht und verhalte ich mich möglicherweise auch fair, wenn ich das dann nach außen trage.
Bei all dem, was Sie sagen, würde man denken, am besten wäre es doch, wenn tatsächlich kurzer Prozess gemacht werden würde und nicht im Sinne von, sondern im Sinne von schnell. Weil je mehr Prozestage es gibt, so länger leiden alle Beteiligten. Das habe ich jetzt in vielen auch seriösen Blättern natürlich gelesen, auch bei uns.
Kann es am Ende Gewinner geben? Wahrscheinlich nicht. Es geht gar nicht darum, dass es Gewinner gibt, sondern es geht ja darum, irgendwie... Die Kinder, soweit es geht, zu schützen. Wie sehen Sie dann, dass man jetzt den Eindruck hat, dass dieser Prozess ja nicht nur bis Ende Dezember gehen wird, sondern eher ins nächste Frühjahr rein?
Also in diesem Verfahren, in dem ich verteidige, geht es um die Frage, wer trägt Verantwortung an einem Entführungsgeschehen in Anführungszeichen in der Silvestre nach 23, 24. Das ist das, was die Kammer verhandelt und ich beneide die Kammer wirklich überhaupt nicht darum, dass sie immer wieder auch daran zu erinnern hat, das ist das, worum es in diesem Verfahren geht.
Und dann mal so etwas doch auch klare Kritik an den Strafverfolgungsbehörden zu üben. Es gab und gibt eine Anklage gegen Herrn Hänsel und dessen Lebensgefährtin, also den Vater der Kinder wegen Kindesentziehung nach Dänemark aus 2021. Das ist seit 2023 anhängig. Würde man das behandelt haben und würde man das aufgeklärt haben, würde man zu dem Ergebnis gekommen sein, völlig zu Recht, dass er da strafrechtliche Verantwortung trägt, dann wären die Kinder möglicherweise 2023 schon dahin gebracht.
Wo sie nach der Rechtslage, wie sie völlig klar war in Deutschland, die ganze Zeit nach Ansicht der Gerichte und der entsprechenden angehörten Personen richtigerweise hätten gewesen sein sollen, nämlich zu ihrer Mutter. Und dann würde es das vielleicht nicht gegeben haben. Das heißt, die Strafverfolgungsbehörden haben sich im Gesamtzusammenhang jetzt nicht gerade, unbedingt mit Ruhm bekleckert, darin schnell zu sein.
Dass das Verfahren, in dem ich verteidige, jetzt lange dauert, das obliegt der Kammer, die wir die Wahrheit aufklären wollen, das ist hier kompliziert und wie gesagt, ich beneide sie da nicht rum. Ich finde, Qualität geht vor Zeit. Es ist wichtiger, die Wahrheit zutage zu fördern und ich finde, da ist die Kammer sehr engagiert und macht einen guten Job.
Aber das ist das Problem, dass man jetzt manchmal den Eindruck hat, dass in diesem Prozess auch das verhandelt wird, was eigentlich in dem von ihm eben angesprochenen Anklage behandelt werden müsste. Ja, unbedingt. Denn das eine kann man ohne das andere nicht verstehen. Unbedingt. Man muss ja die ganze Vorgeschichte kennen und deshalb ufert das jetzt aus, aber deshalb geht es zum Beispiel darum, wie hat der Ehemann die Kinder behandelt, wie hat die Ehefrau die Kinder behandelt. Also was ist alles davor passiert? Ja, aber unbedingt.
Also habe ich jetzt dreimal gesagt, meine ich aber auch in dieser Deutlichkeit. Natürlich, weil es, wenn es um eine Kindesentziehung geht, 2023 denklogisch ausgeschlossen ist, nicht zu besprechen, wer sind denn diese Menschen, was ist ihnen denn geschehen und ob eine Kindesentziehung überhaupt rechtstechnisch in einer solchen Form denkbar sein kann, wenn aus einer Entziehungslage entzogen worden sein soll, das ist natürlich zu besprechen.
Ich finde es auch gut, ich finde es richtig, dass die Kammer mit der Aufklärung entsprechend begonnen hat. Es ist natürlich dann auch die Aufgabe der verschiedenen Verfahrensbeteiligten, dazu nachzuhaken. Ich habe ja in den letzten zwei Tagen... Die Uhr dazu nicht im Blick gehabt, weil ich konzentriert war.
Ich glaube fünf, sechs, sieben Stunden auch den Herrn Hänsel befallen, natürlich, weil diese Dinge unbedingt wichtig sind. Und er hat sich da um Kopf und Kragen geredet, nach meinem festen Überzeugen. Und das wird in einem Verfahren, das nach meiner Überzeugung schon längst hätte stattfinden sollen, dann auch eine Rolle spielen.
Sie haben gesagt, eigentlich geht es ja um die Entführung dieser Kinder. Das ist sozusagen der Anklagepunkt, der entscheidende Anklagepunkt, Richtig? Ja, also nochmal die Anklage gegen Herrn Hänsel, die bezieht sich auf das Entziehen der Kinder. Aber da gibt es keinen Prozess bisher, es ist kein Prozess eröffnet worden. Aber eine Anklage und jetzt wird das, wenn man so will, mitverhandelt.
Das ist die Entziehung der Kinder nach Dänemark 2021. Und in dem Verfahren, in dem ich jetzt verteidige, geht es darum, dass zwei der Kinder aus Dänemark in der Silvesternacht 23, 24 nach Deutschland kommen. Und die Frage ist sozusagen, konnte das überhaupt eine Entführung sein, wenn vorher diese Kindesentziehung vorgelegen hat?
Wobei wir ja immer alle jetzt gelernt haben, bei dem was sie sah und was Christina Block sagt, sie hatte damit nichts zu tun. Ich habe eigentlich nur zwei Fragen, die, wenn ich mir das angucke, als Laie bei diesem Prozess. Nur zwei Fragen zu dem Prozess. Herr Haider, wenn Sie und ich jetzt das Prozessgeschehen in zwei Fragen klären, dann wird die Kammer wahrscheinlich die glücklichste Organisation der Hamburger Innenstadt sein. Also zwei Fragen, ich bin gespannt, was Sie dazu sagen.
Die erste ist folgende. Nehmen wir an, es gäbe eine Entführung. In diesem Umfang, wie sie beschrieben wird, mit den vermeintlichen Experten, mit all den Leuten, die da waren, da muss es doch irgendwo Geld geben, das in irgendeiner Weise geflossen ist. Und da reden wir nicht über diese 120.000 Euro, die immer im Raum stehen, die die inzwischen verstorbene Mutter von Christina Block mal offensichtlich irgendwo abgehoben hat, sondern da fiel, ich höre mich mal irgendwann im Prozess neulich gehört, eine Summe von sieben Millionen.
Und wenn man mit Leuten spricht, die sich auskennen, sagen, wenn du das wirklich Experten in die Hand gibst, dann ist es schnell siebenstellig drei, vier, fünf Millionen. Und die einfache Frage ist doch, angesichts der ganzen Ermittlungen, die es gegeben hat, Razzien bei Eugen Block, bei Gerhard Delling, bei Christina Block, im Grand Elysee, überall.
Man hätte dann doch eigentlich irgendeinen Hinweis darauf finden müssen, dass eine große Geldsumme irgendwie geflossen ist. Das ist meine ganz einfache Frage. Gibt es diese Geldsumme? Hat man da irgendeinen Hinweis drauf? Nach meinem Überzeugen nein. Sonst würden wir das vielleicht auch in der Anklage schon gelesen haben.
Es wurde ja ungemein umfangreich ermittelt. Es gibt in der Anklage ja überhaupt keinen Beweis, dass meine Mandantin in irgendeiner Form mit diesem Geschehen in der Silvesternacht zu tun hat. Sondern das wird insinuiert, das wird rückgeschlossen aus Indizien. Und es ist hier so, dass schon in der Silvesternacht, Der Ex-Mann bei der Polizei hat anrufen lassen und kommuniziert hat und auch selbst mit ihnen in Kontakt war. Das war ganz bestimmt jemand aus der Familie Block. Das war jedenfalls auch ganz bestimmt die Ex-Frau.
Und deswegen hat das dann diese Prägung bekommen. Aber tatsächlich würde man, im Strafrecht spricht man dann oft von so einer Smoking Gun, wenn es sie denn gegeben haben würde, bei den umfangreichen Ermittlungen, das womöglich gefunden haben. Vielleicht müssen wir uns alle mal langsam an den Gedanken gewöhnen, dass es nicht so einfach ist, wie es scheint und dass es eben nicht möglich ist zu sagen, Frau Block kann da etwas dafür, sondern dass das, was ich von Anfang an gesagt habe und was ich nach meiner Überzeugung auch bis zum Ende sagen werde, dass die Zweifel, die an diesen Geschichten, an diesen Darstellungen bestehen, sich durchziehen werden, weil sie berechtigt sind, weil es keine Antworten gibt.
Auf diese vermeintlich leichten Fragen. Und wenn wir dann solche Thesen in die Welt stellen und sagen, ja, das waren doch bestimmt 27 Millionen oder was auch immer. Nein, sieben hatten sie gesagt. Sieben, also das kam glaube ich von der Hänsel-Seite, das ist irgendwann gesagt worden. Ja, aber das war in den Raum gestellt. Genau, ich glaube die Frage war sowas wie, was war mit den sieben Millionen? Dann kann ich auch fragen, was war mit dem Helikopter oder mit den motorisierten Maulwürfen, die versucht haben, sich unter der Grenze durchzugraben.
Und danach schreibt irgendwer, motorisierte Maulwürfe, das klingt verdächtig. Das werden die Leute klicken, wenn das jemand schreibt, weil klingt spannend und ich habe das gelesen und andere haben es ja auch geschrieben und in fünf Wochen debattieren wir dann darüber, wo die motorisierten Maulwürfe denn für alle anderen, die daran interessiert sein könnten, herkommen.
Also diese Dinge verselbstständigen sich in diesem Verfahren. Wir tun gut daran, wenn wir über das sprechen, was ist. Und das ist die Aufgabe des Gerichts und da machen wir das. Genau, und Sie kennen ja die Akte und in dieser Akte gibt es keinen einzigen Hinweis auf irgendeine Zahlung, also nach meinen Informationen gibt es keinen Hinweis auf irgendeine Zahlung, auf irgendeine Überweisung, man hat schlicht nichts gefunden und Sie sagen das Smoking Gun, das ist so, wenn man sagt, Haider, du hast den da hinten erschossen, und ich sage, weil da liegt einer tot.
Und sage ich, aber wo ist denn die Pistole? Und dann sind sie eben zum Beispiel froh, wenn sie einen Verteidiger haben, der sagt, Moment mal, sollten wir da nicht drüber nachdenken. Nur weil das jemand gesagt hat und weil das vielleicht jemand sagen oder sehen will, ist es ja noch lange nicht richtig.
Und wenn das Geschrei dann lauter wird, werden sie umso mehr froh sein, wenn jemand sagt, das stimmt doch gar nicht. Aber das meine ich, könnte man das dann nicht abkürzen? Das andere, verbessern Sie mich damit, wir sind ja der Anwalt. Indizien, Indizien, Aussagen, Aussagen, Beweis. Beweis ist das Wichtigste, oder? Man muss so etwas beweisen können.
Und ein Beweis wäre ja, wenn man jetzt sehen könnte, man hätte eine Überweisung von wem auch immer, von Christina Block, sieben Millionen an XYZ. Dann wäre es einfach. Jetzt sind wir gerade bei so einem Priming-Effekt. Das ist eigentlich eine ganz interessante Sache mit Anker-Effekten in der kognitiven Lehre.
Wenn wir beide jetzt noch zwei, dreimal über sieben Millionen sprechen, weil wir alle nur Menschen sind, dann bleibt bei uns und die Hörerinnen und Hörer hängen. Deswegen erwähne ich jetzt nicht noch mal zehnmal die motorisierten Rollwürfe. Aber Sie wissen, was ich meine. Irgendwann verselbstständigen sich diese Dinge.
Und man sagt dann, Heider und Bott, Mensch, die haben doch da irgendwie drüber gesprochen. Da war doch was. Der Bott hat doch gesagt, das sind sieben Millionen gewesen. Also, Fakt ist, zur Ermittlungsakte werde ich keine Stellung nehmen, weil dazu ist das Verfahren da. Das wollen wir bitte seriös trennen, weil das soll ja auch dann verteidigt werden.
Aber wenn es Anhaltspunkte für diese Dinge gäbe, gerade weil angeblich möglicherweise die Ermittlungsakte in die Welt gebracht wurde, dann wäre das vielleicht auch bekannt. Fakt ist nach meiner Überzeugung, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass meine Mandantin in irgendeiner Form hinter dieser Entführung.
Ich komme hier immer wieder an den Mikrofon, weil ich mit Händen und Füßen spreche, aber dass meine Mandantin das organisiert oder gewünscht oder gewollt haben könnte. Im Gegenteil, es gibt erhebliche Zweifel daran, dass dem so gewesen sein könnte. Zum Beispiel, warum sollte sie gewollt haben, dass ihre Kinder in einer solchen Art in Gefahr kommen?
Warum sollte sie gewollt haben, wenn die Kinder zu ihr kommen sollten und wenn die Rechtslage auch vorgesehen hatte, dass sie bei ihr sein sollen, dass sie dann nach Süddeutschland verbracht werden? Welchen Sinn würde das geben? Und warum sollte sie auf so eine Art plötzlich aufbrechen, wenn es einen Plan gegeben haben würde?
Warum wusste meine Mandantin dann nichts davon? Ich habe noch, das ist jetzt bei meiner zweiten Frage. Wir sagen die Summe jetzt nicht, aber klar ist glaube ich auch, das stelle ich mal so in den Raum, wenn es einen Beweis, Sie können über die Akte nicht sprechen, wenn es einen Beweis gäbe in der Akte, dass Geld geflossen wäre von Christina Block an einen, der an der Entführung beteiligt wäre, wenn es einen Beweis dafür gäbe und ich wäre der Anwalt, ich wäre der Staatsanwalt, dann würde ich diesen Beweis in den Mittelpunkt stellen.
Da müsste man viele Dinge, andere Dinge gar nicht mehr besprechen im Zweifel. Frau Block ist gläsern. Wir wissen alles über sie. Wir kennen ihre ganzen persönlichen privaten Verbindungen. Wenn es irgendetwas gäbe, was sie mit dieser Tat in Verbindung bringen würde, dann würde die Strafverfolgungsbehörde, das wäre dann auch ihr Job, darauf hingewiesen haben.
Aber ich glaube, das gibt es nicht. Zweite Frage, die ich mir stelle, als jemand, der von außen drauf guckt. Also wenn das ein Plan gewesen ist von Christina Block, dann frage ich mich. Und warum endet dieser Plan in dem Moment, wo sie die Kinder in Empfang nimmt? Also nehmen wir mal, ich hätte so eine Entführung geplant, dann hätte ich mir vielleicht über die Entführung Gedanken gemacht, aber natürlich insbesondere, was passiert denn danach, wenn die Kinder da sind?
Und offensichtlich, da endet das ja. Und das würde für mich jetzt, also wenn ich jetzt ihr Anwalt wäre, würde ich sagen, das macht das Ganze relativ unglaubwürdig, dass jemand, der anscheinend so detailliert irgendetwas geplant hat, dann in dem Moment, wo die Kinder da sind, nicht mehr weiß, was mache ich denn jetzt eigentlich mit den Kindern?
Naja, eine Mama, eine Mutter geht mit den Kindern gut um. Und das ist nach meinem, wirklich festen Verständnis und Überzeugung das, was passiert ist. Frau Block hat die Kinder, als sie sie in Süddeutschland gesehen hat, wieder gesehen hat, nach Jahren nach Hamburg, unmittelbar zurückgebracht. Sie hat sich nicht etwa ins Ausland abgesetzt oder vergleichbar.
Das ist ja vorstellbar gewesen. Das meine ich ja. Wenn man es geplant hätte, hätte man gesagt, was machen wir als nächstes, gehen wir ins Ausland. Was ja in anderen Fällen möglicherweise auch so ist. Nein, sie ist nach Hamburg gefahren, womit diese ganze Süddeutschland-Geschichte noch rätselhafter wird und unplausibler.
Sie ist nach Hamburg gefahren, hat sich dort mit den Kindern aufgehalten und, nachdem dann klar war, was sie ja gar nicht wusste, was sich in der Silvesternacht ereignet hatte, dass die Kinder etwas Katastrophales für die Kinder erlebt haben, hat sie die behördliche Entscheidung, die Kinder herauszugeben, auch unmittelbar respektiert.
Sie hat die Polizei ins Haus gelassen, das Jugendamt natürlich ins Haus gelassen. Sie hat sich der ganzen Situation gestellt, die sie nach meiner Überzeugung weder verstanden hat, noch in irgendeiner Form einordnen konnte, warum hätte sie das getan haben sollen, wenn das Anliegen gewesen wäre, die Kinder, so wie sie vorher 2021 in Dänemark behandelt worden sind, quasi gegenstandshaft zu haben.
Ein zu behalten, in irgendeiner Form verschwinden zu lassen. All das hat sie nicht gemacht, sondern im Gegenteil, sie hat die Kinder, was unheimlich schmerzhaft ist, weil sie hat sie auch seitdem nicht gesehen, an die Behörden herausgegeben. Und würde man ihr vorher gesagt haben, würde man ihnen oder mir, irgendjemandem vorher gesagt haben, das passiert in der Silvesternacht, glaubst du, oder glauben sie, das ergibt Sinn, glauben sie, das geht gut so, dann würden wir wahrscheinlich gesagt haben, nee, das klingt echt komisch, das wäre ein so krasses Eigentor, das ist ja eigentlich nur für die andere Seite gut.
Das würden wir so nicht machen. Ich würde es unbedingt machen, wie dieser Fall, den Sie glaube ich auch betreut haben mit den Kindern, die nach Paraguay, also man würde dann tatsächlich sagen, okay, wenn wir das durchziehen, dann müssen wir es so durchziehen, dass wir das Land verlassen, dass wir untertauchen.
Also das Einzige, was man nicht machen würde tatsächlich, deshalb frage ich mich manchmal, ob dieser Prozess nicht… Wenn ich sie da unterbrechen darf. Es gab ja ein Playbook dafür. Es gab ja quasi eine Anleitung dafür, wie man es macht. Man verbringt Kinder ins Ausland, man lässt sie verschwinden und man ruft dann immer die Polizei und macht ein riesen Theater und insinuiert, da habe es dann was auch immer Gewalt gegeben.
Eben irgendwelche Dinge, die bei den Kindern dann in, wie die Behörden sagen, unplausibler Art übertrieben sich selbst revidierend dargestellt werden sollen. Also wie man Kinder entzieht, das wusste Frau Block leider ganz genau, weil das hat ihr Ex-Mann ja jahrelang erfolgreich vorgemacht. Also dass Frau Block nicht gewusst haben würde 2023, wie man so etwas erfolgreich macht, das war wahrscheinlich, also das hatte ich für abwegig.
Das ist ja der Mensch, der am besten wahrscheinlich von allen wusste, wie man Kinder erfolgreich entzieht und wie man das machen muss, damit man auch Behörden so instrumentalisiert, dass sie im Zweifel kämpfen. Die deutschen Behörden waren ja wehrlos, die hatten ja keinen Zugriff. Es gibt eine Kindersachverständige, auch das kam in meiner Zeugenbefragung raus, die bei einem längeren Zeitraum, egal was sie unternommen hat, keine Chance hatte, an die Kinder ranzukommen, weil sie unter Ausnutzen eines Systems, wie es in Dänemark, nur in Dänemark besteht, einfach nicht greifbar waren.
Also meine Mandantin würde möglicherweise ganz genau gewusst haben, wie das geht. Nichts davon ist passiert. Es war Chaos, es war Überforderung. Es hat sie aus dem Nichts erreicht, dass ihre Kinder irgendwo seien bei vermeintlich Personen, denen sie würde vertrauen können, bei diesen israelischen Menschen, die sie in ihrem Hotel kennengelernt hatte und mit denen sie zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gemacht hatte an anderer Stelle.
Und dann ist sie dahin geeilt. Nichts spricht dafür, dass das geplant war. Das wäre ein ganz, ganz, ganz befremdlicher Plan. Interessant war ja, da waren Sie noch nicht dabei, es noch eine andere Erzählung gab. Nämlich die Erzählung, dass die Mutter, die Mutter von Christina Block, die inzwischen verstorben ist, dahinter steckt.
Mit angeblich 120.000 Euro, die offensichtlich auch, die man auch irgendwie dokumentieren konnte. Wie passt das zusammen? Erst erzählt man, die Mutter war es und dann sagt man, das ist alles Quatsch, es war gar keiner von uns Beteiligten. Ich freue mich, dass Sie das fragen, weil ich gerne mal die Gelegenheit nutzen mag, um das, was so als Verteidigungsstrategie auch medial oder in diesem Verfahren vielleicht stammtischhaft diskutiert wird, so ein bisschen zu beleuchten.
Verteidigungsstrategie im Sinne des Erzählens einer Geschichte, im Sinne des Etablierens eines Narrativs, so war das. Gibt es nicht. Kann es auch nicht geben. Das wäre gar nicht sinnvoll. Weil ein Strafverfahren funktioniert so, dass die Staatsanwaltschaft sagt als Strafverfolgungsbehörde, hier in diesem Staat ist etwas geschehen, das verstößt gegen die Regeln, die wir uns gegeben haben und deswegen ermitteln wir, weil wir sind, deswegen heißen wir so, die Anwälte des Staates.
Und weil das Freiheiten beschneiden könnte von den Menschen, die das betrifft, zum Beispiel, weil sie ins Gefängnis sollen oder weil es strafprozessuale Maßnahmen gibt, Durchsuchungen, Beschlagnahmen, ähnliches. Deswegen müssen wir erklären, ob das so zutreffen könnte. Und deswegen müssen Gerichte auch sagen, so eine Maßnahme finden wir in Ordnung oder das Verfahren finden wir in Ordnung, das eröffnen wir.
Und dazu muss man zeigen, dass etwas auf eine gewisse Art verdächtig war. Für eine Anklage hinreichend verdächtig. Dass jemand hinreichend verdächtig ist, etwas getan zu haben. Und das braucht ein Narrativ. Da muss man sagen, ich glaube, das ist dann und dann passiert. Das hat aufeinander aufgesetzt.
Und dann kann es Beweise geben. Die gibt es hier nicht. Oder Indizien. Die soll es hier geben, so sagt das die Staatsanwaltschaft. Und dann sagt die Staatsanwaltschaft, das ist die Geschichte. An die knüpfen wir an. Davon geben wir aus. So ist das passiert. Die Verteidigung hat die Aufgabe zu sagen, ob und wie das zutrifft oder ob und wie das nicht zutrifft.
Sie kennen diesen Satz, der in dem allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, in Zweifel für den Angeklagten, in dubio pro reo. Das heißt, meine Aufgabe ist es nicht zu erklären, wie ist etwas tatsächlich geschehen. Um bei Ihrem Beispiel von vorhin zu bleiben, wenn jemand in der Ecke liegt und wurde erschossen und jemand sagt, der Haider hat doch geschossen, dann ist es nicht meine Aufgabe als Ihr Verteidiger zu sagen, nein, nein, es war jemand anderes, es war der nette Tontechniker.
Sondern meine Aufgabe ist es zu sagen, es war der Herr Haider nicht. Ich habe Zweifel daran, dass es gewesen sein könnte. Der hatte doch gar keine Waffe in der Hand, der war gar nicht da. Und weder Frau Schubert noch der Tontechniker noch sonst irgendjemand hat ihn dabei gesehen, um mal hier in diesem Raum zu blicken. Genau, das sind die Kollegen im Raum. Aber das war ja vorher genau das Gegenteil.
Das kam ja von der Verteidigung, das hieß, nein, das war irgendwie, die Oma war es. Ich bin wirklich überzeugt, dass das mediale Verselbstständigungen waren, weil eine Verteidigung nicht sagt, und das sage auch jetzt ich nicht, die Mutter war es, das wäre befremdlich. Das sind dann möglicherweise auch Berichterstattungen, weil man auch die Klickzahlen vielleicht im Blick hat und dann sagen kann, naja, das ist ja dann etwas, was funktioniert.
Wenn man sagt, hier gibt es eine neue Geschichte. Als ich die Verteidigung übernommen habe, habe ich dasselbe erlebt. Ich habe gesagt, was ich für plausibel halte, auf Grundlage dessen, was ich gelesen habe. Und dann hieß es, Bot sagt, die und die waren es. Das stimmt aber nicht. Ich habe gesagt, so hätte es gewesen sein können. Und genau dasselbe gilt hinsichtlich, eventuell geflossener Gelder.
Das sind Möglichkeiten, wie es gewesen sein kann. Und auf dieser Grundlage sage ich, ich habe absolute Zweifel, dass wir sagen können, was ist wirklich geschehen und nur dann können wir verurteilen. Und deswegen schließt das eine das andere gar nicht aus, sondern es kann so gewesen sein, es kann so gewesen sein. Und ich glaube, wir hören gerade im Saal sehr häufig, welche Möglichkeiten es noch gegeben haben kann.
Entscheidend ist für mich, meine Mandantin hat mit dem Verfahren nichts zu tun, beziehungsweise mit dem, was man ihr vorwirft. Und ich habe sehr starke Zweifel, dass man ihr diesen Weg, den die Staatsanwaltschaft eingeschlagen hat, mit ihr diesen Weg zu Ende gehen kann und sagen kann, sie hat an der Stelle Verantwortung.
Sondern im Gegenteil, ich glaube, die Zweifel, die ich am Anfang formuliert habe, werden uns bis zum Ende begleiten. Und dann wird das Verfahren eingestellt? Dann muss man die Kammer erstmal entscheiden. Gäbe es eigentlich noch die Möglichkeit, das hat ja einer dieser israelische Angeklagte, hat ja, ich will nicht sagen, die Eltern angefleht, aber zumindest gebeten, rauft euch doch zusammen, macht doch was für die Kinder.
Gäbe es das eigentlich noch, wahrscheinlich jetzt eine ganz naive Frage, wenn die beiden jetzt sagen, was ist für die Kinder bescheuert? Wir rauchen uns jetzt zusammen. Komm, wir klären das jetzt. Wir finden irgendwie eine Lösung, damit das nicht noch weiter ausufert. Ich glaube, als Menschen können wir uns das alle nur wünschen.
Ich glaube, für die Kinder können wir uns das nur wünschen. Ich kann an der Stelle nur für meine Mandantin sprechen. Ich glaube, die Bereitschaft ist groß. Frau Block hat im Verfahren ja auch immer wieder die Behörden kontaktiert. Die Behörden haben aber auch, da erinnere ich an einen Vorhalt, den ich gestern als ihr Verteidiger gemacht habe, teilweise über ihre Vertreter bedrückende, uns nachdenklich machende Dinge festgehalten.
Wie zum Beispiel, dass der Vater die Trennung von der Mutter und vielleicht auch das Scheitern in dem Konzern der Familie. Nicht verwunden hatte und dass er seine Sorgen, Ängste und das, was er damit verbindet, aufarbeiten sollte, statt sie zu projizieren. Dass die Kinder vielleicht auch, dass meine Interpretationen Mittel zum Zweck einer Rache geworden sein könnten.
Ich glaube, es ist sehr schwer, das aufzubrechen. Ob ich es mir wünschen würde, kann ich Ihnen klar beantworten. Absolut. Ich fände es unbedingt richtig, wenn alle Seiten auch Hilfe bekommen, wenn alle Seiten die Möglichkeit bekommen, das kinderpsychologisch, zum Beispiel familienpsychologisch aufzuarbeiten.
Ich glaube, wir können uns das nur wünschen, dass es tatsächlich einen Weg gibt, um diesen Kindern die Möglichkeit zu geben, ein freies und gutes Leben zu führen. Ob das hier möglich ist, ich habe angesichts dieser anhängigen Verfahren etwas Bedenken, aber den Wunsch kann ich trotzdem haben. Aber es wird ja egal, nicht ganz egal, wie das ausgegeben wird, wenn das Verfahren endet, dann ist vielleicht geklärt, was ist mit dieser Entführung gewesen in die eine oder andere Richtung.
Aber all die anderen Fragen sind ja nach wie vor offen. Also das geht dann ja endlos weiter. Die Frage, die ja über allem schwebt ist und die auch viele Menschen sich stellen, wie kann es sein, dass ein Elternteil, Egal, Mutter oder Vater. Wie kann es sein, dass ein Elternteil seine Kinder wie lange nicht gesehen hat?
Vier Jahre. Wie kann das sein? Wir haben das Beispiel hier. Und die Kinder die Mutter. Genau. Und wir haben dann ein Beispiel, dass selbst eine Mutter, die schwer drogenabhängig war, die schwer alkoholkrank war, die dazu neigte. Die Kinder haben beim Vater gelebt, aber natürlich hat sie alle zwei Wochen, unter Aufsicht die Kinder gesehen.
Und das ist ja die große Frage, wie kann das sein? Und das muss ja danach ja auch wieder weitergeklärt werden, oder? Unabhängig davon, wie dieser Prozess ausgeht. Was mich absolut bedrückt und auch wirklich beschäftigt, sehr auch in meiner Rolle hier in diesem Mandat beschäftigt ist, warum wir das als Rechtsgemeinschaft zulassen.
Die Kinder sind jetzt wieder in Dänemark und sie sind an einem Ort und jetzt haben wir auch erfahren durch Herrn Hänsel, dass es da Gewaltvorwürfe gegen Frau Block gegeben haben soll. Wir haben aber auch erfahren, woran die anknüpfen sollen, wie er davon erfahren haben soll. Für mich ist das absolutes Geschwurbel. Für mich ist das unplausibel.
Für mich ist es auch nicht mal greifbar, wer wann was mitgeteilt haben soll. Hänsel hat auch mitgeteilt, in den sieben Jahren, in denen meine Mandantin alleinerziehend war und der die Kinder nur alle zwei Wochen gesehen hat, da sollen Dinge passiert sein, nie Gewalt, das hat er nie behauptet. Das soll nur an einem Wochenende dann kompakt erzählt worden sein.
Aber die Kinder sollen zum Beispiel gestunken haben. Ja und schon gibt es hier so eine Überschrift, Christina Block, vermeintliche Millionärserbin, lässt ihre Kinder stinken und die Leute klicken drauf, weil es verkauft sich. Wenn sieben Jahre lang Kinder nur alle zwei Wochen duschen dürfen, dann wissen Sie und ich, dass wir uns alle als Gesellschaft, wenn diese Kinder in die Schule gehen, in den Sportverein, irgendwann Fragen stellen würden.
Dass man dann irgendwann sagen würde, hey, das sollte mal einer nachgucken, wenn die so verwahrlost sind. Solche Geschichten sind es, die hier erzählt werden. Solche Geschichten sind es, mit denen wir überzeugt werden sollen, dass dieser Mensch, der dann zum Beispiel sagt, ja die Kinder haben oft Angst, diese ganz befremdlichen.
Monotonen Stimme, die ich in keiner Form abnehme, die Kinder haben oft Angst, aber dann berühren sie mich und dann haben sie keine Angst mehr. Dieser Mensch sagt solche Sachen. Warum lassen wir die Kinder dort? Warum gibt es keine Aufforderung, jetzt, wo er in Deutschland ist, wo er in einem deutschen Gericht ist, sich mal psychologisch untersuchen zu lassen? Und nochmal, ich bin an der Stelle Anwalt von Christina Block. Ich bin auch ein Mensch.
Mir geht es nicht darum, Herrn Hänsel in irgendeiner Form zu diskreditieren, sondern mir geht es darum, ihm vielleicht auch zu helfen, vor allem den Kindern zu helfen und zu sagen, was müssen wir denn tun, damit das mal aufbricht? Das ist ja das, was hier im Raum steht. Und wir erfahren so viel über diese Kinder, dass besorgniserregend ist, dass nicht sein kann, dass wirklich dazu verleitet zu sagen, Mensch, die sind da eingesperrt.
Herr Hänsel hat gesagt, meine Kinder haben nie Stress, schon gar nicht mit mir. Zitat, unsere Kinder funktionieren. Welcher Elternteil kann sagen, es gibt nie Stress, die Kinder funktionieren, das sind doch keine kleinen Soldaten. Das wirkt sektenhaft und schwierig und ich hoffe sehr, aber das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin der Verteidiger von Frau Block.
Ich bin nicht ein Familiengericht oder eine sonstige Institution, die solche Gutachten in Auftrag geben kann oder gibt, dass jemand an der Stelle hilft. Und da würde ich meine Mandantin mit einnehmen. Man sollte diesen Menschen insgesamt die Gelegenheit geben, zu schauen, ob es noch einen Weg gibt. Dieses Strafverfahren ist der schlechtest mögliche Rahmen dafür.
Es trägt mir diese ganzen Hysterie außenrum. Aber wir dürfen ja trotzdem Hoffnung haben. Das wäre jetzt schon fast ein gutes Schlusswort. Ich muss Sie natürlich trotzdem nochmal fragen. Sie haben noch jemanden an Ihre Seite geholt, den viele Leute kennen. Wir insbesondere bei Journalisten, nämlich den Kollegen Bela Ander, früher bei der Bild-Zeitung, dann bekannt geworden als Regierungssprecher von, Gerhard Schröder, dem damaligen Bundeskanzler.
Also jemand, der unter anderem dann die Agenda 2010 verkaufen musste. Auch kein einfacher Auftrag. Den haben Sie jetzt dazugehört, für was? Was ist dessen Aufgabe? Also ich mag und schätze erneinander und ich hatte tatsächlich vorgeschlagen ihn dazu zu nehmen, weil ich in diesem Saal bin und ich bin ja auch nicht alleine.
Ich bin da mit meiner Kollegin von Plan A aus der Kanzlei mit Paula Wlodarek. Paula hat die Akte inhaliert. Das ist auch der Anspruch. Ihr kennt jede Seite, hat das alles super präsent. Ich habe meine Möglichkeiten auch, aber ich bin auch damit befasst. Verfahrensschritte vorzubereiten, die Zeugenbefragungen vorzunehmen und im Verfahren das zu tun, was für Frau Block wichtig ist, für die Verteidigung wichtig ist.
Außerdem nehme ich Termine wie diesen hier, um als Anwalt von Frau Block auch die Gelegenheit zu nutzen, vielleicht gegenüber den Kindern in irgendeiner Form, falls das möglich sein sollte, ein freundliches, authentisches, ehrliches Gehör zu finden. In diesem Verfahren ist es so, dass wenn ich um 9.30 Uhr in den Saal komme und nachdem ich gestern umfänglich war, gelobe ich nochmal eine Gebesserung, falls das die Kammer hören sollte.
Also, wenn ich um 9.30 Uhr da reinkomme und den Saal um 16 Uhr verlasse, bis dahin dauern die Verhandlungen, die Lage oft eine andere ist, medial als das, was ich erlebt habe und, eine komplett unübersichtliche Lage entstanden ist von all diesen Dingen, Gerüchten und was sonst noch so in der Welt steht über dieses Verfahren.
Wenn ich danach mich hinsetzen würde und das alles lesen würde, dann wäre ich wahrscheinlich am nächsten Tag um 9 Uhr noch immer nicht damit fertig und würde dann schon wieder im Saal sein und das nächste passiert erneut. Das heißt, ich wollte Unterstützung dabei haben, einen Überblick zu bekommen und auch eine Bewertung. Es geht ja auch darum, zum Beispiel die Rechte der Kinder zu schützen.
Natürlich auch die Rechte von meiner Mandantin. Und dazu jemanden zu haben, wir haben das am Anfang auch als Team aufgefangen in der Kanzlei, Aber das ist hier in diesem Verfahren durch diese Verstärkereffekte so groß geworden, da jemanden zu haben, der das einordnen kann und der auch einen gewissen Überblick für sich behält.
Das war mir ganz wichtig und da finde ich das toll, dass Herr Ander dabei ist. Weil da ja auch tatsächlich etwas passiert, was so man nicht kennt. Es gibt praktisch Live-Ticker aus dem Gerichtssaal, oder? Ja, und auch nicht nur einen. Nicht nur einen, genau. Ich persönlich weiß nicht mehr, wie viele es gibt.
Ich beneide auch da, ich beneide nicht die Kammer um diesen Druck in diesem Verfahren und auch nicht die Journalistinnen und Journalisten, die wir jetzt einige kennenlernen dürfen, auch persönlich. Alles super nette Leute, aber was sollen sie denn machen? Das ist ein Verfahren, in dem es um familienrechtliche Themen geht im Rahmen eines Strafverfahrens und man braucht Klickzahlen, die Konkurrenz ist da, es gibt andere Ticker, dann gibt es diese plakativen Äußerungen, zum Beispiel gestern des Nebenklägers.
Und natürlich, wenn ich dann mehrere Stunden das Vernehmensgeschehen geprägt habe, weil ich nun mal das Fragerecht hatte. Ich lese das danach nicht, aber ich bekomme es manchmal dann zugerufen und sei es aus der Kanzlei, das und das und das hat die, welche Zeitung auch immer geschrieben. Und dann steht da so ein Satz des Nebenklagevertreters, der klingt kernig, zum Beispiel sowas wie, ich fühle mich wie in einer Quizshow.
Das wird dann zur Überschrift, weil die Leute ja hinten drin sitzen und wissen, ahnen, erfahren haben, das verkauft sich, da klicken die Leute drauf, das ist spannend. Aber natürlich fühlt sich jemand, der als Zeuge da sitzt, befragt in einer Fragesituation. Also es erklärt sich aus der Natur der Sache. Wenn man dann aber so einen kernigen Satz raushaut, ob man den vorbereitet haben mag oder nicht, dann bestimmt das die Überschrift.
Und dann braucht man schon wieder drei Minuten und vielleicht andere Dinge, die ganz interessant sind, die aber mit Behörden zu tun haben, mit den Abläufen, wie sie dann waren, wer hat wann welche Schritte unternommen, um sich um die Kinder zu kümmern, wann hat wo der Vater die Kinder doch einbehalten, was abgesagt.
Das ist, das habe ich dann auch gelesen, weil es mir zugeschickt wurde, kleinteilig. Natürlich ist das kleinteilig, weil es um kleine Teile eines langen Geschehens gibt, in dem die Kinder entzogen waren. Und das ist dann manchmal... Eine ganz, ganz große Besonderheit dieses Verfahrens, dass Dinge medial sich möglicherweise verselbstständigen.
Und dass es wichtig ist, dem doch wieder ein Rat zu. Das ist wirklich für die Kinder, für das Gericht, das ist ja egal, oder? Das Gericht hört das, was es hört und kann sich davon freimachen. Davon bin ich überzeugt, ja. Wie geht das Ganze aus? Allerletzte Frage. Ich wünsche mir, dass die Kinder eine vernünftige und gute Zukunft haben können und dass sie frei leben können und dass sie Kontakt haben können mit beiden Elternteilen. Darum geht es in meinem Verfahren aber nicht.
Das ist mein Wunsch, den ich als Person habe. Als Anwalt von Christina Block bin ich davon überzeugt, dass die Wahrheit ans Licht kommt, dass es gelingt, das auch gemeinsam mit der Kammer rauszuarbeiten. Und die Wahrheit ist, sie ist in das, was in der Silvesternacht passiert ist, nicht einbezogen gewesen.
Und deswegen gehe ich davon aus, wenn das bis zu einem Urteil kommen sollte, dass es ein Freispruch ist. Lieber Herr Bott, vielen Dank, dass Sie hier sind. Nicht, dass einer denkt, oh, guck mal, das Hamburger Anwalt gibt dem Herrn Bott die Möglichkeit, hier zu sprechen. Wir haben natürlich auch dem Anwalt der Gegenseite die Möglichkeit gegeben.
Ich bin gespannt, ob er kommt. Bisher hat er nicht zugesagt, aber vielleicht kommt er nach diesem Gespräch. Vielen Dank, dass Sie heute hier waren. Sehr gern.