
040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 77
Highlight Folge: "White Tiger" - der Fall, der Hamburg sprachlos macht
Freitag, 17. Juli 2026 · 34 min
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Shownotes
Wir überbrücken die aktuelle Ferienzeit mit einem echten Hinhörer und bringen euch im Rahmen unserer „Best of“-Reihe noch einmal eine Folge, die ganz Hamburg bewegt und die Hamburger Polizei sprachlos gemacht hat. Matthias Iken und Lars Haider blicken zurück auf den erschütternden Fall um einen 20-jährigen Mann aus dem beschaulichen Stadtteil Marienthal. Unter dem Pseudonym „White Tiger“ soll er jahrelang Kinder weltweit im Internet gequält, sexuell missbraucht und mindestens in einem Fall sogar in den Tod getrieben haben. Im Fokus der Analyse steht die brennende Frage, wieso es trotz klarer Hinweise des FBI bereits im Jahr 2023 so lange gedauert hat, bis der Täter endlich in Untersuchungshaft genommen wurde.
Darüber hinaus beleuchtet dieses Highlight-Paket weitere brisante Themen der Stadt: Bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) knirscht es gewaltig zwischen den Eigentümern und dem Vorstand. Zudem blicken wir auf die trotz verschärfter Grenzpolitik steigenden Flüchtlingszahlen in Hamburg. Auch für Kulturliebhaber ist etwas dabei, denn Milliardär Klaus-Michael Kühne hat bereits einen klaren Lieblingsentwurf für die neue Oper, die er der Stadt schenken will – während sich offiziell fünf Architekturbüros um das Projekt bewerben. Zu guter Letzt widmen sich unsere beiden Analysten der Frage, was das Wort „Drecksarbeit“ eigentlich über Friedrich Merz aussagt. Ein absolut packender Themenmix für eure Urlaubszeit!
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Willkommen, ich bin Lars Haider. Matthias Siegen und ich, wir sprechen heute natürlich über den Fall, über den ganz Hamburg spricht und der Hamburgs Polizei sprachlos gemacht hat. Es geht um den 20 Jahre alten Mann aus Marienthal, der unter dem Namen White Tiger jahrelang Kinder auf der ganzen Welt, im Internet gequält, sexuell missbraucht und mindestens in einem Fall sogar in den Tod getrieben hat.
Darüber werden wir gleich sprechen und auch über die Frage, warum es eigentlich so lange gedauert hat, dass dieser Mann dingfest gemacht wurde. Weitere Themen werden die HALA sein, die Hamburger Hafen- und Logistik AG, in der es offensichtlich Uneinigkeiten zwischen den Eigentümern und dem Vorstand gibt.
Und man sich fragt, wie lange geht das mit dem Vorstand und insbesondere mit der Vorstandsvorsitzenden noch gut? Finden wir vielleicht auch eine Antwort. Und außerdem werden wir über die Flüchtlingszahlen in Hamburg sprechen, über die Drecksarbeit, wie Friedrich Merz, der Bundeskanzler, den Krieg zwischen Israel und dem Iran nennt und über die Opernpläne für Hamburg, die eine neue Dimension erreicht haben.
Lieber Matthias, erstmal, da haben wir wirklich was vor, aber erstmal geht es natürlich um White Tiger, um diese Nachricht, die Anfang der Woche alle aufgerüttelt hat. Ich erinnere, dass unsere Kollegin Luisa Rascher, die bei der Pressekonferenz war, wiederkam und dann erstmal auf das Gespräch suchte, weil da Bilder gezeigt wurden, die also mindestens verstörend waren, wenn nicht noch viel mehr, weil dieser Mann aus Marienthal, eigentlich ein gut netter Stadtteil in Hamburg.
Andere Kinder über das Internet gezwungen hat, zum Beispiel, ich sag nur die harmlosen Sachen, so harmlos ist es nicht, aber zum Beispiel sich so zu ritzen und mit dem Blut dann den Namen White Tiger zu schreiben und ihm das dann über das Netz zu zeigen. Alles live, sexueller Missbrauch, hat eine Frau dazu gebracht, sich mit.
Einem Messer im Unterleib zu verletzen, um zu erzählen, was da passiert ist. Und das Interessante, was mich so sprachlos gemacht hat, sind natürlich einer der Zitaten, aber andererseits, dass die Hamburger Polizei im 2023 offensichtlich vom FBI einen Tipp bekommen hat. Und dann schon bei diesem jungen Mann war und offensichtlich mit ihm gesprochen hat, mit den Eltern gesprochen hat und das es dann aber zwei Jahre gedauert hat und in diesen zwei Jahren wahrscheinlich weitere Taten begangen hat, weil man keinen Zugriff auf ihn hatte.
Und am Ende hat man das ja dann in dieser Woche, ist man um drei Uhr nachts dann in dieses Haus, in diese Wohnung gegangen, der wohnt zusammen mit den Eltern, aber in einer eigenen Wohnung, abgetreten Wohnung, in der Hoffnung, ihn in flagranti zu erwischen am Computer. Man hat ihn dann im Schlaf erwischt und da fragt man sich, wie kann das sein?
Wie kann man einen Hinweis 2023 kriegen und dann bis 2025 warten, so jemanden zu verhaften? Ja, das sind natürlich wirklich Fragen, die einen auch ein bisschen ratlos zurücklassen. Es zeigt sich, das sagen ja zumindest auch Polizeivertreter, dass vielleicht das ganze Instrumentarium, was man bräuchte, Gesichtserkennung zum Beispiel, um solche Täter auch schneller zu überführen, bei uns nicht existiert.
Und da, finde ich, stellt sich jetzt wirklich langsam die Frage, ob wir nicht etwas naiv dieses Neuland, wie Angela Merkel das mal genannt hat, betreten haben. Mich erinnert eigentlich alles das, was wir gerade an Cyberkriminalität erleben, an mangelnder Regulierung im Netz, ein bisschen an die Geschichte, dass es ja bis Ende der 50er Jahre auch kein Tempolimit in Städten gab.
Das heißt, da konnte man, wenn man wollte, auch mit 100 Sachen durch die Stadt jagen. Es war erlaubt, weil das Auto auch Neuland war. Heute für uns völlig unvorstellbar. Heute haben wir längst Spielstraßen, Tempo-30-Zonen und Sicherheitsgebiete. Damals, als eine Technik neu war, haben wir gedacht, geht auch so.
Und es geht halt nicht so. Das hat sich jetzt wieder, wie ich finde, ganz deutlich gezeigt. Was ich mich dann auch frage ist, der junge Mann war 16, als er die ersten Taten begangen hat. Insgesamt konnten ihm die Polizei 120 Taten nachweisen. Sie waren dann, wie gesagt, bei ihm und haben 74 Stunden Material.
Kinderpornografisches und schlimmeres Material festgestellt, das gesichtet wurde. Wir haben darüber berichtet, dass die Polizisten, die das gesichtet haben, psychologische Betreuung brauchten, weil das, was sie gesehen haben, eben so schlimm war. Dann hat es die Ansprache an die Eltern gegeben, schon damals.
Was ist mit den Eltern los? Dass, wenn die Polizei kommt, wenn da sowas gefunden wird, wenn die merken, das hat der Vater jetzt in einem Interview gesagt, ja, seit Corona war mein Kind eigentlich, mein Sohn eigentlich nur noch zu Hause. Wie kann das sein, dass Eltern das nicht bemerken? Naja, das ist natürlich immer schwer, auch wenn man mit vielen Leuten spricht, von Weitem zu betrachten. Aber ich glaube, dass auch Eltern dazu neigen, Probleme schönzureden.
Es gab ja, wie du selber sagst, diese Gefährdeansprache und da wurden ja offenbar auch ausgeweidete Tiere gefunden bei dem betreffenden Deutsch-Iraner. Wo man sich also schon die Frage stellt, wie war der sonst so drauf. Aber ich vermute, dass Eltern dazu neigen, einfach auch mit unter die Augen zu verschließen und das Gute zu sehen und zu hoffen, es wird schon inzwischen gefruchtet haben, weil natürlich werden sie nicht dabei gestanden haben, als der sich in seine kranken Fantasien, in seine sadistischen Fantasien ergeben hat.
Das Schlimme ist ja, das gab es früher auch schon alles, Es war noch früher. Ungemein schwieriger für solche Täter, die Opfer zu bekommen. Und heute kann man übers Internet, gerade auch weil es einfach viel zu wenig Schutzmechanismen gibt. Sich die Opfer suchen, sie ansprechen in den einschlägigen Foren und das zeigt er ja auch.
Also er scheint ja sozial völlig quasi isoliert gewesen zu sein, aber das, was er konnte, war diese psychisch labilen jungen Menschen, die Kinder, die Jugendlichen dazu zu bringen, diese furchtbaren Dinge an sich vorzunehmen. Und dann denkt man jetzt immer, wenn man das hört, ah, das ist bestimmt dieses Darknet gewesen, wo man ganz schwierig reinkommt. Nein, wir reden über ganz normal, also wir reden auch über Instagram.
Ja, deshalb habe ich ja auch diesen sehr, sehr zornigen Leitartikel diese Woche wieder verfasst und wirklich gesagt, Leute, es muss jetzt was passieren. Wir müssen die Zugänge für die sozialen Netzwerke und das ist nicht nur Instagram, das ist ja auch, also wenn du sonst guckst, Telegram ist schon eher was für Feinschmecker, aber Discord ist ja ein soziales Netzwerk.
Das nutzen viele Kinder schon, weil sie sich damit quasi Austauschen überspiele. Da hast du also gleich eine Zielgruppe, sage ich mal, der ganz, ganz jungen Leute und du musst, glaube ich, alle Social Networks bis 16 sperren. Du musst es über die Handyhersteller machen oder sonst über die Netzwerke. Und wenn die, was eigentlich kein Problem ist, diese Altersverifikation nicht ordnungsgemäß durchführen, dann muss man sie bestrafen. Jeder Kioskbesitzer, der irgendwie 14-Jährigen eine Flasche Schnaps verkauft, wird zu Recht bestraft.
Die billionenschweren Internetkonzerne aus den USA oder aus China, die können machen, was sie wollen. Auch weil Politik sich nicht traut. Ich kriege schon wieder Temperatur. Wir haben ja schon mal darüber gesprochen und ich verstehe gar nicht, warum die Menschen sich damit so schwer tun. Ich habe jetzt gehört, dass die Behörden, ich habe jetzt gehört, dass in Schleswig-Holstein, da geht es wirklich jetzt Schritt für Schritt voran.
Die wollen einen Erlass machen, dass an den Schulen ab dem nächsten Schuljahr bis Klasse 9 die private Nutzung von Handys verboten wird. Das ist ja schon mal ein Schritt und da gibt es auch die Initiative von Daniel Günther, dem Ministerpräsidenten, dass insgesamt Social Media bis ab 16 verboten werden soll.
Und hier zeigt sich ja, man muss die Kinder einfach schlicht dafür schützen. Man muss sagen, wäre es so gewesen... Hätte dieser White Tiger überhaupt niemanden gehabt wahrscheinlich, mit dem er in Kontakt treten kann? Ja, also zumindest wäre es deutlich schwieriger gewesen. Das muss man halt wissen. Ja, es kommt auch wieder das beliebte Argument der ganzen Großstrategen, die dann sagen, ja da müssen die Eltern drauf aufpassen. Aber liebe Leute.
Wer das sagt, hat glaube ich keine Ahnung von der digitalen Wirklichkeit im Jahre 2025. Man kann nicht hinter jedem Kind, hinter jedem 13, 14, 15-Jährigen stehen, der ein Handy in der Hand hat. Um zu sehen, was er da gerade macht. Also die Macht des Handys, die Macht des Smartphones ist inzwischen so groß geworden, dass da kein Lehrer, kein Elternteil gegen ankommt.
Umso lustiger ist es, lustiger ist es gar nicht, aber umso verrückter, wie der Vater das umgekehrt hat und hat gesagt ja auf die Frage, wie das denn passieren konnte, naja in Deutschland sei das ja alles frei zugänglich, das sei ja zum Beispiel im Iran ganz anders. Also das ist eine Umkehrung dessen, was wir eben gesagt haben.
Aber entweil ist natürlich, man darf dieses Internet, so ähnlich wie früher den Straßenverkehr, nicht unreguliert lassen. Und den Eindruck hat man, dass da jeder tun und machen kann, was er möchte und offensichtlich ja auch dann Kinder, die reden über kleine Kinder zu Dingen bringen kann, die sich da niemand angucken kann, selbst Polizisten nicht.
Wir werden an diesem Fall natürlich dranbleiben und wir werden mal gucken, ob wir herausfinden, wie das eigentlich sein kann schon wieder, dass irgendwie die Polizei zwar auf der richtigen Spur ist, aber so lange braucht, um dann einen Zugriff machen zu können. Und ich bin sehr gespannt, wie das Ganze ausgeht in den Ermittlungen, aber dann auch in dem Prozess.
Punkt an der Stelle. Kommen wir zu der Hala. Hala. Großer Hafenkonzern, der Hafenkonzern eigentlich in Hamburg, gehört ungefähr Hälfte der Stadt und MSC, der Schweizer Reederei. Leider ein bisschen mehr als die Hälfte den Italienern bzw. dem Schweizer Unternehmen MSC. Wieso leider? Das ist Unsinn. Die Mehrheit gehört der Stadt. Es wäre, glaube ich, wünschenswert, um das Unternehmen richtig neu aufzustellen, sinnvoller, dass es nicht die Stadt ist, die die Mehrheit hat. Aber das ist politisch nicht durchsetzbar.
Und jetzt ist etwas passiert, wo man erst denkt, ist das wirklich wichtig? Aber anscheinend scheint es wichtig zu werden. Ich versuche es zu erklären. Einmal im Jahr gibt es ja an die Aktionäre eine Ausschüttung, eine Dividende und normalerweise wird das vom Vorstand und dem Aufsichtsrat vorgeschlagen und der Vorstand und der Aufsichtsrat haben in diesem Jahr gesagt, wir würden gerne je Aktie 16 Cent zahlen.
So weit, so gut. Alles völlig normal, alles völlig harmlos. Jetzt kommt es aber, nun haben die Eigentümer, die Stadt und die MSC, die zusammen ungefähr 90 Prozent haben gesagt, nein, Das möchten wir nicht. Das ist zu hoch. Wir möchten nur 10 Cent, die Aktie. Heißt also, wir verzichten auf Geld, was an uns ausgezahlt wurde als Eigentümer, weil wir möchten sozusagen die Liquidität des Unternehmens der Hala stärken.
Und dann denkt man so, das ist ja nett von den Eigentümern, aber du guckst schon so kritisch, weil es ist ein Vorgang, weil normalerweise. Machen die Eigentümer das, was der Aufsichtsrat und der Vorstand beschließen. Beziehungsweise der Vorstand weiß, was die Eigentümer gerne hätten. Deshalb gibt es ja diesen Ausdruck auch über den Aufsichtsrat.
Auf einer Hauptversammlung sagt man quasi, der Dividendenvorschlag, den weisen wir zurück. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich. Es gab schon andersweitige oder andere Geschichten, da wurden die Dividenden mal erhöht, weil die Aktionäre dachten, wir haben aber einen größeren Schluck aus der Pulle verdient.
Und dass die Dividende gekürzt wird, ist eher ein auffälliges Zeichen dafür, dass es zwischen dem Vorstand und den Eignern, gerade also MSC und dem HALA-Vorstand, nicht allzu rund läuft. Das heißt, man ist sich einig, zeigt das, dass man sich nicht einig ist, in welche Richtung das Unternehmen gehen soll.
Ja, wobei, also der Unterschied zwischen 16 und 10 Cent ist auch nicht so dramatisch. Es gab auch schon Fälle, da haben Vorstände 2 Euro vorgeschlagen. Und am Ende waren es dann vier Cent. Da ist es dann wirklich erheblich. Ich glaube, das ist mehr so eine Machtdemonstration. Also das, was man ja schon lange sieht, ist, dass es nicht so rund läuft.
Die Stadt ist nicht zufrieden gewesen mit der Performance der Hala. Der neue Eigner ist es auch nicht so. Da werden irgendwann natürlich, das ist ein ganz normaler Vorgang, nach so einem spektakulären Einstieg werden Köpfe rollen. Und das ist halt so, wir können den Namen ja auch nennen, die Mahler-Vorständin Frau Titzrasch auch ein gewisses Sitzfleisch mitbringt und sagt, die können mir gar nichts, ich bleibe erstmal hier.
Und die Frage ist nur, wie lange? Die ist ja schon relativ lange, Vorstandsvorsitzende der HALA. Also wenn man das so lange ist, hat man den Eindruck, dass die Stadt mit ihr ganz zufrieden gewesen ist bisher. Du schuldest wieder mit dem Kopf. Aber warum hält man sie dann so lange? Ja gut, man hat sie auch verlängert.
Also die Stadt war, erstmal ist es immer, glaube ich, eher normal, dass man verlängert, als dass man wirklich jemanden, den Vertrag nicht verlängert. Das ist immer schon ein relativ großer Vorgang. Man braucht natürlich auch einen Nachfolger oder noch besser eine Nachfolgerin. Man war ja damals ja auch ganz stolz, dass man gerade in diesem männerlastigen Geschäft der Schifffahrt auch eine Frau auf einen Vorstandsposten setzen konnte.
Und da ist es der Weg des geringeren Widerstands, dass man sagt, komm, wir winken das durch. Jetzt hat man aber mit MSC natürlich da einen Player mit drin, der durchaus andere Ziele verfolgt. Dass ich ja auch einen höheren Return of Investment haben will. Und ich glaube nicht, dass wir in zwei Jahren noch Frau Titzrat da im Vorstand sehen. Ich hatte gerade jemanden hier, der sich im Hafen auch sehr gut auskennt, der einer der Spieler da am Hafen ist.
Der ging sogar weiter und sagte, er rechnet im Juli damit, dass es Veränderungen im Vorstand geben wird. Kann das so schnell jetzt gehen? Das kann jederzeit gehen. Also das ist am Ende ja eine Frage. Wie golden wird der Handschlag? Weil die hat ja gerade erst einen neuen, also Frau Titzrat hat gerade erst einen neuen Vertrag bekommen, auch gar nicht so einen kurzfristigen.
Und wir wissen, sie ist die bestbezahlte Managerin eines öffentlichen Unternehmens und ist die Hala kein rein öffentliches Unternehmen, aber eines Unternehmens, in dem die Stadt Hamburg die Mehrheit hat. Also da geht es dann, theoretisch kann die sich jetzt ganz entspannt zurücklegen und sagen, wenn ihr mich nicht mehr haben wollt, dann zahlt mir einfach die restlichen Millionen aus.
Und davon, das wird auf jeden Fall teuer. Also da werden sicher auch noch einige kritische Fragen gestellt werden, warum man denn damals den Vertrag dann auch so noch verlängert hat. Aber das ist jetzt eine Verhandlungssache zwischen ihr und den Eignern und da versucht jeder die besten Bedingungen rauszuholen. für das Unternehmen ist das eher nicht so doll, aber es gibt ja auch eine kleine Geschichte, die hat ja auch gezeigt.
Es gab ja am vergangenen Wochenende diese wirklich ganz beeindruckende Taufe. Das hat MSC ja auch wirklich so ein bisschen deutlich gemacht, der ganzen Stadt. Hamburg ist für uns jetzt auch ein Heimathafen. Das darf man nicht unterschätzen. Das war ja ein relativ großer Auflauf. Haben ein Containerschiff getauft. Haben ein Containerschiff getauft.
Vor den Landungsbrücken mit einem Konzert, mit Zoo Wies und alles. Und haben in den Hafenclub auch wirklich Multiplikatoren eingeladen, da waren die betreffenden Senatoren, der Dressel war natürlich da, Frau Leonhardt war da, wer nicht da war, war Frau Titzrath. Also es ist ein bisschen so, muss ich einfach die Frage stellen.
War die nicht eingeladen? Natürlich war sie eingeladen. Also wenn du jetzt eingeladen würdest, Funke macht ein großes Fest, dann würdest du dir wahrscheinlich auch zweimal überlegen, ob du dir wirklich leisten kannst, da nicht hinzugehen. Also selbst, man weiß jetzt nicht, es waren private Gründe. Ich will da auch nicht spekulieren, aber ich weiß wohl, es gibt so ein paar Anlässe, da würde ich auch mit dem Kopf unterm Arm hinlaufen und der würde dazugehören.
Absolut, wenn der neue Eigentümer ein großes neues Schiff tauft in deiner eigenen Stadt. Wir werden das verfolgen und werden gucken, ob wir da mit unserer Analyse richtig liegen. Mal sehen, wie der Vorstand der Harler in den nächsten zwei, drei, vier, fünf Wochen oder Monaten aussieht. Kurzer Break, wieder neues Thema Flüchtlinge. Da erinnern wir uns alle daran, dass Bundeskanzler Friedrich Merz gesagt hat, in dem Moment, wo er Kanzler wird, weist er das Innenministerium an, an die Grenzen dicht zu machen letztendlich.
Hat er ja auch gemacht. Hat er auch gemacht. Am ersten Tag. Am ersten Tag hat er gemacht. So und jetzt aber kommt, das sind auch Zahlen, die du herausgefunden hast, jetzt kamen die Zahlen, die Mai-Zahlen Flüchtlinge in Hamburg. Und erstaunt habe ich zumindest registriert, dass die, man hätte jetzt gedacht, jetzt sind die Grenzen dicht. Jetzt kommt quasi keiner mehr nach Hamburg.
Aber es waren mehr als im April. Es waren mehr als im April. Es waren deutlich weniger als im Mai des letzten Jahres. Das gilt auch für den April auch. Trotzdem war der spannende Vergleich und das war ja am 8. Mai. Insofern muss man schon sagen, hätten eigentlich die Maßnahmen dann auch wirken können. Zumindest für den zweiten Teil, aber so schnell geht das nicht und so einfach wird es auch nicht werden.
Das zeigen ja auch viele kleinere Dinge. Also erstmal kannst du unsere langen Grenzen nicht lückenlos schützen. Dann gibt es natürlich auch immer noch Ausnahmen, also zum Beispiel wenn jetzt, Minderjährige kommen oder Kranke kommen, dann werden die ja weiterhin auch durchgewinkt. Dann hast du natürlich auch diesen relativ spektakulären Fall der drei Somalis gehabt, die sich quasi eingeklagt haben.
Dass sie kommen können, also es ist nicht so einfach, wie wir vielleicht gedacht und gehofft haben und deshalb wird man auch in den kommenden Monaten noch etliche Flüchtlinge unterzubringen haben. Ich bin jetzt gespannt auf die Juni-Zahlen, weil man natürlich sagen kann, das sind auch manchmal Verzögerungseffekte, wer also quasi illegal einwandert, der überlegt sich schon, wo gehe ich denn hin.
Und es ist ja sehr, sehr interessant, wenn du dir anschaust, welche Gruppen versuchen hier in Hamburg einen Asylantrag zu stellen. Es sind mit großem Abstand Afghanen, viel mehr als deutschlandweit Afghanen nach Deutschland kommen. Warum? Weil das hier eine große Community ist. Genau, eine riesen Community.
Und auf Platz 2, das ist wirklich interessant, sind in Hamburg schon Ghana. Sonst taucht Ghana da kaum auf. Also man sucht sich auch gezielt Hamburg als den Ort aus. Auch nachvollziehbar, weil vielleicht der Onkel, der Freund, die Nichte, die hier wohnen, wo man versucht, also seinen Asylantrag zu stellen.
Und dementsprechend sind das auch so ein bisschen quasi Verzögerungen. Man weiß gar nicht, der Der Afghane, der jetzt seinen Antrag gestellt hat, Mitte Mai, wann ist der eigentlich eingereist? Und wo war der vorher? Das sind ja alles so ein bisschen Blackbox-Geschichten. Aber trotz alledem, es zeigt sich, es wird schwer, die Zahlen runterzubringen.
Ich sage aber auch, es ist alternativlos, die Zahlen runterzubringen. Denn das ist eines der zentralen Versprechen dieser Regierung. Und wenn sie daran scheitert, wird auch wahrscheinlich eine Wiederwahl scheitern. Deshalb ist da enormer Druck drauf und machen wir uns nichts vor. Da macht, da kommen wir gleich noch hin, die CDU die Drecksarbeit.
Es gibt in der SPD eigentlich zwei Parteien. Es gibt auf der einen Seite die, die wirklich empört sind und sagen, Deutschland muss also weltoffen bleiben, muss vor allen Dingen auch europarechtlich konform handeln. Das ist ja umstritten. Aber es gibt in der SPD auch ganz viele, die sagen, endlich ziehen die es durch und die drücken Merz und Dobrindt die Daumen.
Und man darf ja nicht vergessen, ich habe es gesagt, im April waren die Zahlen niedriger als im Mai. Wenn man es mit dem Vorjahr vergleicht, deutlich niedriger, 60, 70 Prozent niedriger die Zahlen. Es kann ja durchaus auch sein, dass Friedrich Merz von dem profitiert, was die Ampel auf den Weg gebracht hat.
Denn selbst wenn die Zahlen jetzt so bleiben, auf dem Stand bleiben von Mai, dann sind die deutlich niedriger als vor einem Jahr. Und im Gesamtjahr wird man sagen, guck mal, es sind doch viel, viel weniger Menschen nach Deutschland gekommen. Aber nochmal, interessant wird es sein, schafft er es sozusagen die Zahlen unter die Werte, das ist ja sein Anspruch, unter die Werte der Ampelregierung zu drücken?
Da werden wir gucken. Davon gehe ich aus. Wir werden spätestens im Juli, im Juli werden wir dann die Zahlen vom Juni haben. Jaja, genau. Und dann musst du natürlich sehen, dass traditionell, du kannst ja über die Fluchtrouten schon sehen, wie viel nachrücken. Und da hast du gerade über Italien schon wieder steigende Zahlen.
Also jetzt auch durch die Weltlage wahrscheinlich mehr Flüchtlinge. Das wird auch noch herausfordernd werden. Aber am Ende des Tages... Haben wir zehn Jahre in Deutschland die Politik gemacht, wir machen anders als Europa die Grenzen auf und jetzt nach zehn Jahren hat es dann auch die Politik begriffen, dass das nicht funktioniert.
Wobei, da kann man jetzt lange drüber sprechen, ob das nicht tatsächlich schon unter der Ära Scholz begriffen wurde und angefangen wurde. Und jetzt, wir gucken uns die Zahlen ganz in Ruhe an und kommen zu dem, wo ich mich aufgeregt habe. Als, das muss man nochmal für die, die es nicht gerichtet haben, Friedrich Merz wurde, es ging um, glaube ich, auf dem G7-Gipfel, wurde er dann befragt.
Fernsehen, ARD, ZDF und die Fragestellerin sagte, gab ihm als Vorgabe, kann es sein, dass Israel im Iran die Drecksarbeit macht für Europa und Deutschland. Und als ich das hörte, dachte ich, naja, machte ich kurz die Augen zu und dachte, was hätte jetzt Olaf Scholz und was hätte Angela Merkel gemacht?
Die hätten gesagt, ich danke Ihnen für diese Frage, Drecksarbeit ist kein Begriff, der mir in Zusammenhang mit einem Krieg anfällt, in dem Menschen sterben. So, Friedrich Merz hat diesen Begriff mit einer solchen Inbrunst und Wonne aufgenommen und hat das bestätigt. Ja, die machen die Drecksarbeit, die nehmen uns die Drecksarbeit ab, wo ich wirklich ein solches schweres Störgefühl habe, weil ich denke, okay, ist das das Menschenbild, das dieser Kanzler hat, dass wenn andere Menschen umgebracht werden.
Egal, warum das nötig ist oder nicht nötig ist, dass das für den Drecksarbeit ist, so wie wenn man in den Keller geht und einmal feucht durchfischt, das muss ich sagen, das ist aus meiner Sicht, und da bin ich mir zum Beispiel mit meinem lieben Kollegen Christoph Schwennige von T-Online einig, eine, unentschuldbare Entgleisung. Und genauso, ja wirklich.
Aber du kannst doch nicht über, also jetzt wollen wir mal einen Gang zurückschalten, oder? Aber Drecksarbeit, Drecksarbeit, wenn Menschen getötet werden, ist doch keine, das kann man doch nicht. Sag mal, erst mal, Merkel, Scholz, Schmidt, Schröder, selbst Schröder. Aber Schröder wäre ich mir nicht so sicher. Schröder war ja auch dafür bekannt, ich weiß doch, als er die Lehre als faule Säcke bezeichnet hat und so, also der war auch immer für einen Satz gut, den er raus hat.
Ja, auf der einen Seite stimme ich dir zu. Ich habe auch geschluckt und habe auch gedacht, boah, das ist jetzt wieder so ein typischer März. Irgendwann alle drei Monate haut da einen raus, wo man denkt, hättest du dich da nicht ein bisschen klüger ausdrücken können. Ich finde aber auch, sage ich jetzt, diese Empörung, dieses Moralinsaure etwas drüber, weil am Ende des Tages muss man schon sagen, das was Israel da tut und ich meine, ich habe nicht erfunden, den Satz, den Angela Merkel ja damals mit der.
Staatsräson erfunden hat. Und das meint ja nichts anderes. Wenn also die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson ist, dann müssen wir, zumindest in dieser Logik, auch tolerieren, dass sie einen Staat angreifen, der nun wirklich sich zum Ziel gesetzt hat und da auch gar kein Geheimnis draus macht, Israel vernichten zu wollen.
Dass der Begriff Drecksarbeit dämlich ist, ja, aber am Ende des Tages ist das vielleicht auch nicht. Der Funke Ehrlichkeit, der im politischen Betrieb abhandengekommen ist. Denn wenn wir uns alle nur so äußern wie Merkel und Scholz und wir fanden das ja eine Zeit lang alle ganz toll, dann schlafen einem die Füße ein.
Guck dir an, wen die Menschen wählen und wen sie haben wollen. Wir erleben überall immer drastischere quasi Vertreter des Rum-Tata-Stil. Ich meine Donald Trump, aber auch in Polen, in Frankreich, in Italien, in Holland sehen wir den Aufmarsch der Populisten derer, die sagen, wir haben eine ganz scharfe Rhetorik.
Und da sollten wir uns vielleicht mit unserer Empörung, wenn dann Herr Merz mal dieser Unsinn-Satz rausrutscht, uns etwas zurückhalten, weil am Ende des Tages wollen die Menschen, glaube ich, wieder Vertreter, die halt nicht nur irgendwie, sorgsam abgewogene Sätze, sondern manchmal auch direkte Sätze sprechen.
Also ich finde ja, dass er auch durchaus jemand ist, der deutlich mehr und klarer Klartext spricht als Olaf Scholz, sowieso als auch Angela Merkel. Mein Problem ist nur, dass selbst eine einfache Reporterin ihn mit so einem Satz triggern kann. Ja, das stimmt. Und ich frage mich, wenn sowas mal in einer Situation passiert, wo es drauf ankommt.
Ob es mit Donald Trump ist, da hat er jetzt das gut gemacht. Ob es mit jemand anders ist, ob es irgendwie in einem Gespräch mit Wladimir Putin ist. Dieser Kanzler neigt leider dazu, sich in irgendeiner Form provozieren zu lassen und zumindest dann in dem Moment nicht darüber nachzudenken. Er hätte ja genauso... Aber deine Freundin Annalena Baerbock hat sich ja auch mehrfach um Kopf und Kragen geredet.
Die hat also Xi als Diktator bezeichnet. Hat Russland den Krieg erklärt. Fand ich furchtbar. Ja, okay, dann sind wir uns doch einig. Aber das muss man sagen, ist als Außenministerin auch echt scharfer Tobak. Und da fand ich die Aufregung überraschend milde. Ja, das kommt drauf an. Im Vergleich zur Drecksarbeit des Kanzlers. Aber ich stimme dir ja zu.
Ich habe auch geschluckt. Ich hätte es auch nicht so gesagt, aber... Aber es ist leider, es ist nicht das größte Problem, was wir auf der Welt haben. Da haben wir gerade im Augenblick echt deutlich massivere Probleme als die verbalen Entgleisungen unseres Bundeskanzlers. Aber ich finde, das Problem ist, dass es eben zeigt, dass es keine Entgleisung ist, sondern dass er so denkt.
Er denkt so, dass es Drecksarbeit ist. Und es war so, das ist so, da ist zu Tage getreten, wie er wirklich offensichtlich über sowas sich Gedanken macht. Und es ist nicht rausgerutscht. Das zeigt, das war das Problem, was ich habe, das zeigt dieses Menschenbild. Und ich möchte einen Kanzler haben, so wie du geantwortet hast eben auf die Frage.
So hätte er doch auch antworten können, mit der Staatsräson und so weiter. Das hätte auch jeder verstanden. Man muss aber doch als Kanzler, dann darf man sich doch nicht sozusagen Worte zu eigen machen, die irgendjemand anders sagt. Wenn der Nächste sagt, was ist das hier für ein Scheiß mit den Flüchtlingen?
Das ist eine große Scheiße. Ich finde, das geht nicht. Thema Abgehakt. Zum Schluss wollen wir noch was Versöhnliches machen. Was Schönes. Das ist ganz wichtig. Es sei denn, du wolltest noch... Nee, also die Drecksarbeit haben wir ja jetzt gemacht. Haben wir gemacht. Hamburgs Opa. Bekannt ist Klaus Michael Kühne, Deutschlands reichster Unternehmer, hat angekündigt, dass er der Stadt eine Oper schenken möchte. Koste es, was es wolle.
Ja, das hat er so nicht gesagt. Koste es, was es wolle. Er zahlt alle Kosten, dachte ich. Ja, von Karl Gernot. Eine Milliarde darf es nicht sein. Also es gibt da schon einen Kostenrahmen, wie der genau gestrickt ist. So doof sind sie nicht, dass sie uns den verraten, weil dann würde natürlich jeder ausreizen.
Aber ich würde mal sagen, 500 Millionen teurer soll es nicht werden. Okay, das ist interessant, weil ich dachte immer, 300 Millionen war so die Planung. Aber Kühne hat doch aber in dem Fall der Stadt vertraglich zugesichert, dass er alle Kosten, auch anfallende Mehrkosten übernimmt. Ja, aber er hat sich natürlich ausbedungen, dass wenn jetzt alles soweit fertig ist, die Detailplanung und dann Preisschild dran hängt, dann kann er noch davon zurücktreten.
Dann müsste jetzt zwar die Kosten, die jetzt entstanden sind, wir haben ja jetzt am Freitag fünf wirklich hochkarätige Büros beauftragt. Jetzt beginnen halt in so einer Art, ja Wettbewerb darf es nicht heißen, es heißt also Qualifizierungsverfahren. Aber jetzt beginnen halt auch Kosten aufzulaufen. Es gibt auch schon intensive Vorplanungen. Wie groß soll die Bühne sein? Wie sehen die quasi Randbebauung aus? Wie viele Plätze bekommt die Oper übrigens?
Auch das ist ganz spannend. Die neue Oper wird kleiner als die, die wir jetzt haben. Okay. Weil das von der Akustik so ist, das wusste ich auch nicht, dass wohl 1500 bis 1600 Plätze so... Optimum und das Höchstmaß sind. Wir haben jetzt 1700, da sagen halt Akustiker, das ist fast ein bisschen drüber. Und so bekommen wir einen etwas kleineren Bau als den, den wir jetzt haben.
Aber gut, wenn du dich in der Oper so umguckst, ist ja meist auch noch ein bisschen was frei. Außer Weihnachten ist noch ein Platz, also an den Feiertagen. Es sind jetzt fünf Architekturbüros, richtig? Ja, richtig. Die im Rennen sind. Woher kommen die? Das ist ganz interessant. Zwei kommen aus Hamburg. Das ist sicher auch ein deutliches Zeichen dafür, dass man die eigene Kompetenz stärken will.
Einmal GMP, Gerkan Mark & Partner, weltweit bekannt, auch muss man sagen, gerade in China sehr aktiv, was Konzerthäuser, Museen etc. betrifft. Dann das Studio PFP von Professor Jörg Friedrich, der war ja kürzlich bei mir auch im Podcast. Und der hat auch schon diverse. Schauspielhäuser, Opern gebaut, saniert, renoviert. Und dann eigentlich so, ja, derzeit eines der wohl hipsten Büros weltweit aus Oslos, Nühetta.
Die haben ja auch dieses wirklich spektakuläre Konzerthaus in Oslo gebaut. Dann Bjarke Ingels aus Kopenhagen, noch ein skandinavisches Büro, auch eines, was wirklich sehr, sehr innovativ ist. Und dann noch Su Fujimoto aus Tokio. Also muss man wirklich sagen, wir haben uns da auch sehr breit aufgestellt. Fujimoto, ist das nicht derjenige, der auch mit an der Elbphilonie gebaut hat? Nee.
Das war der nicht. Aber die sind auch sehr, sehr, also schon sehr abgedreht, möchte man fast sagen. Das sind auch wohl fünf Büros, wo der Oberbaudirektor auch seine Finger mit drin hatte, was ja auch sinnvoll ist. Und damit, und das ist auch als Signal wichtig, sagt die Stadt halt, es ist nicht nur so, der...
Der Stifter hat eine Idee und das baut er sich dann und die Stadt muss es nehmen, friss Vogel oder stirbt, sondern es wird wirklich jetzt ein Verfahren aufgelegt, wo nochmal die besten, klügsten Köpfe gegeneinander antreten, ihre Ideen präsentieren, dann wird gemeinsam entschieden. Gemeinsam von Stadt und Stifter zusammen? Stadtstifter, Oberbaudirektor, also eine Jury.
Und das ist auch sinnvoll. Natürlich, am Ende des Tages, wenn ich dir was schenken will, dann hast du auch nicht jetzt irgendwie groß zu sagen, was du gerne... Wer die Musik bezahlt... Wenn du dir ein Buch wünschst, dann suche ich das Buch aus, das kriegst du dann geschenkt. Du kannst es umtauschen, bei der Oper ist das ein bisschen schwieriger.
Also von daher finde ich, hat schon der, der schenkt, gewisse Rechte, was auszusuchen. Aber sie wollen es einvernehmlich machen, sie wollen es gemeinsam machen und die Stadt wird auch mitsprechen. Und ich glaube auch, dass es ein Verfahren gibt, wo am Ende wirklich eine große Lösung ist. Es gibt ja diesen Entwurf, in den Klaus-Michael Kühne schon verliebt ist.
Dieser Entwurf wird ja also besser geschützt als der Goldschatz von Fort Knox. Den hat kaum einer gesehen. Manche sagen ja, es ist ein Entwurf von Snöhetta. Ich glaube eher, dass der von den Kopenhagenern ist. Aber am Ende des Tages weiß ich... Das heißt, die haben das schon... Es gibt einen Entwurf, der kam ja quasi, der stand am Anfang.
So ein bisschen wie bei der Elfphilharmonie, nur dass er nicht so öffentlich gemacht wurde. Und da pitchen jetzt die anderen mit. Aber das Bessere ist der Feind des Guten. Also ich glaube, dass da die Messe noch nicht gelesen ist. Und für Hamburg, muss man ganz ehrlich sagen, auch wenn jetzt wieder rumgenült wird, das ist ja kein richtiger Wettbewerb.
Muss man ganz ehrlich sagen, ey Leute, wir haben die Chance, das größte Geschenk. Dieses Jahrhunderts in Hamburg zu bekommen. Und die Alternative ist, wir werden mit Steuergeld aufwendig das Opernhaus sanieren. Also wer da wieder rummäkelt, da muss man manchmal auch die Frage stellen, ey Leute, es ist nicht alles schlecht.
Das ist ein schönes Stoff, es ist nicht alles schlecht. Wir hören uns nächste Woche am Freitag wieder. Bis dahin. Tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.