
Adoptieren statt Produzieren - Der Tierschutzpodcast
Patrick: Wie leiste ich Erste Hilfe am Hund?
Freitag, 2. Oktober 2026 · 49 min
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Shownotes
Niemand möchte in so eine Situation kommen, doch vorbereitet sein sollte man trotzdem: In dieser Folge widmen wir uns dem Thema "Erste Hilfe beim Hund".
Patrick Rüß ist Ansprechpartner für Erste Hilfe-Aus- und Fortbildung beim DRK Kreisverband Lübeck und natürlich auch selbst Hundehalter.
Wir sprechen in dieser Folge darüber, worauf es wirklich ankommt in Notsituationen, was man alles da haben sollte und wie man sich optimal vorbereiten kann, egal ob beim eigenen Hund oder im Tierschutz.
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Johanna: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge Adoptieren statt Produzieren. Und ich freue mich auf das Thema. Wir mussten es schon ein paar Mal verschieben. Also mein Spannungsbogen ist auch jetzt schon richtig groß, denn es geht ein Thema, was für mich sehr nah am Tierschutz liegt, aber was vielleicht nicht auf den ersten Blick man direkt verorten würde. Denn wir sprechen heute über Erste Hilfe am Hund. Und da habe ich mir einen Experten eingeladen, beziehungsweise Du hast dich ja quasi selbst vorgeschlagen oder das Thema selbst bei uns auf die Agenda gebracht, wofür ich sehr, dankbar bin. Der liebe Patrick ist da und der Patrick arbeitet beim Deutschen Roten Kreuz in Lübeck. Und ich würde sagen, Patrick, wenn du Lust hast, stell dich doch einmal kurz vor.
Patrick Rüß: Ja, vielen Dank. Ja, du sagst schon das total richtig. Ich habe mich irgendwie selbst eingeladen, aber ich hoffe, das ist nicht so schlimm. Also es ist ja schon verdammt wichtig.
Johanna: Gar nicht. Das meinte ich auch positiv.
Patrick Rüß: Und ja, also mein Name ist Patrick Rüß. Ich bin angestellt beim DRK-Kreisverband in Lübeck. Bin da jetzt seit sieben Jahren angestellt und zuständig für die Planung der Organisation für erste Hilfekurse und für Notfallschulungen. Vor ca. drei Jahren kam uns die Idee, weil wir immer mehr Anfragen bekommen haben, wie es aussieht mit dem Erste-Hilfe-Kurs am Hund. Das wurde von einigen Seiten erst mal belächelt. Ich habe mich dann mal schlau gemacht, ob es sowas in Deutschland schon gibt. ja, tatsächlich. Zu der Zeit war das in Baden-Württemberg ganz aktuell. Die haben dann auch Fortbildung angeboten und Ausbildung angeboten. Dann habe mich da einfach mal angemeldet, weil ich wollte, dass es in Schleswig-Holstein auch bisschen mehr Gewicht bekommt, weil das Thema einfach verdammt wichtig ist. Wir kennen alle den Erste-Hilfe-Kurs. Hilfekurs am Menschen, den haben wir alle mal zum Führerschein machen besucht und dann regelmäßig alle zwei Jahre, wenn ich irgendwo angestellt bin. Aber ein erster Hilfekurs am Hund war zu der Zeit ziemlich unbekannt und das Ding ging total, muss ich sagen, schon durch die Decke. Also Anfragen kamen immer mehr rein, auch von TV und Radiosstudios, aber wir sind froh,
Johanna: Transn.
Patrick Rüß: dass wir das jetzt an Liebick anbieten können, weil das Thema einfach verdammt wichtig ist. Dazu habe ich immer dabei, sofern sie nicht gerade mal irgendwie einen Infekt hat. Die kleine Anni, die ist jetzt fünf Jahre alt, ist eine kleine Havanese-Rin und war auch mit zur Schulung. Also sie ist dann mit in den Kursen auch dabei und dann kann ich bei ihr mal so bisschen zeigen, wie wir einen Pfotenverband machen, wenn wir ihn brauchen, vielleicht auch mal einen Kopfverband. Das ist schon ganz gut. Aber natürlich hat sie auch mal Tage, wo sie sagt, heute habe ich gar keinen Bock und dann... Da ist das halt so, dann geht das halt nicht. Aber
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: ich glaube verdammt, richtig das Thema. Ansonsten, ich komme aus Schabuitz, ich bin 40 Jahre alt, arbeite wie gesagt an Lübeck und bin froh, dass das heute hier mit uns geklappt hat.
Johanna: Das heißt, wie häufig könnt ihr denn den Kurs anbieten dann in Lübeck? Wie häufig finden denn Termine statt?
Patrick Rüß: Also es ist tatsächlich im Moment so, dass viele Anfragen kommen, die unabhängig von unseren festgebuchten Kursen sind. haben auf unserer Internetseite
Johanna: Aha.
Patrick Rüß: Angebote. Die nächsten Termine, ich muss gerade mal gucken, ist der 22.09. diesen Monat noch und am 11.11. haben wir noch einen Termin. Da kann zwischenzeitlich immer noch mal wieder ein Termin reinkommen, wenn die Anfrage da ist. Aber was ich jetzt gerade erst vorgestern wieder gehört habe, war eine Anfrage aus der Nähe von Hamburg von einem Tierschutzverein, die fragten, ob wir nicht auch dahin kommen könnten. Die würden das gerne bei sich auf dem Hof durchführen. weil sie es total wichtig ansehen und sie immer die Frage stellen, was mache ich in der Situation, ich mit meinem Hund meinetwegen am Strand unterwegs bin, in den Bergen unterwegs bin, trampelt sich irgendwas in die Fote, wie gehe ich dann in der Erstversorgung vor. Das soll
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: auch nicht falsch verstanden werden, denn der Kurs ist nicht dafür da, dass ich jetzt nicht mehr zum Tierarzt gehe, sondern einfach die Erstversorgung und den Weg zum Tierarzt so gut wie möglich gestalte.
Johanna: Ich muss lachen, 11.11. daran merkt man, dass ihr da oben im Norden seid. Das wäre bei uns, glaube ich, kein gewälter Termin.
Patrick Rüß: Nicht nur dich. Ich hab' auch schon gedacht, als ich den Termin rausgehauen habe, dachte, ist das gut? Naja, wir sind in Schleswig-Holstein, also was wollen wir machen?
Johanna: Ja, also es ist auch ein wichtiges Thema. Ich finde, dafür kann man sich dann auch an solchen Tagen mal die Zeit nehmen. Ja, du hast es jetzt schon so bisschen angerissen, auch so dieses Thema, was kann ich tun oder wann muss ich dann zum Tierarzt, muss ich eigentlich überhaupt zum Tierarzt? Hast du denn das Gefühl, dass die Menschen da sowieso ein bisschen nervös bei dem Thema sind, gerade auch wenn es den eigenen Hund geht? Also vielleicht Ganz komisch, ich kenne das auch von mir selbst. Ich habe schon Hunde mit allen möglichen Verletzungen gesehen und schlimm und gar nicht schlimm und viel Blut und gar kein Blut. Aber der Gedanke, mein eigener Hund muss nur in Narkose gelegt werden und das bei einem Tierarzteam, das ich total schätze und wirklich zu 100 Prozent vertraue, da wird mir schon ein bisschen mulmig irgendwie. Kennst du das auch?
Patrick Rüß: Ja, total. Also ich glaube, das ist halt auch der Faktor, wo wir merken, wie dick das Band zwischen uns und unseren Hunden ist, dass wir da einfach in eine völlige Schockstarre verfallen, weil es ist ein Familienmitglied und du willst natürlich, dass es ihm gut geht. So und da tust du auch alles für und da sind dir auch sämtliche Kosten egal. Aber das Gefühl ist natürlich kein schönes. Wir versuchen auch in den Kursen so ein bisschen darauf zu sensibilisieren, dass wenn es jetzt angebracht ist, es ist ja als Mensch auch so, wenn du irgendwas hast, was dringend operiert werden muss, dann lässt du es in der Regel machen. So beim Hund ist es so, da lässt du es auch machen das Gefühl, sagt mir aber, es ist nochmal wieder was anderes.
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: Das Band ist verdammt Ich höre das immer
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: wieder bei den Leuten, die in den Kursen auch sind, dass sie dann sagen, ja, aber wenn man wohnt jetzt in Narkose nicht, dass er nicht wieder wach wird. meine, die Medizin ist ja mittlerweile schon so weit, dass man da schon mit einem Risiko, aber doch gesichert sagen kann, in der Regel wird er wach. Es kommt aber auf die Schwere der Verletzung drauf an. Und es ist immer was anderes. Mache ich jetzt prophylaktisch vielleicht sogar, ich habe es bei Anni öfter schon gehabt, eine Zahnreinigung, wo sie auch in Narkose gelegt werden muss. Ist natürlich das Gefühl auch blöd. Aber will nachher im Alter, soll sich auch keine Probleme mit den Zähnen haben. Mittlerweile, Gott sei Dank, habe ich schon jemanden gefunden, die machen das ohne Narkose. Und das ist natürlich wesentlich schonender. Das heißt, wenn es sein muss, ist es nicht schön, aber wir kommen halt nicht drum herum in manchen Situationen.
Johanna: Auf jeden Fall. Bevor wir so bisschen zu den wirklich praktischen Tipps kommen und ich dann so habe ich so ein paar Szenarien, vielleicht jeder, vor denen man ein bisschen Angst hat natürlich, aber die vielleicht auch jeder schon mal durchgespielt hat oder vielleicht sogar kennt. Hast du denn einen Tipp, aus dieser, per se egal worum es jetzt genau geht, dieser Schockstarre einmal rauszukommen und irgendwie ja nicht in Panik zu verfallen, dann in Momenten, wo man denkt, hier könnte es gerade irgendwie in die falsche Richtung gehen?
Patrick Rüß: Meinst du, wenn jetzt ein Notfall vorliegt beim eigenen Hund
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: zum Beispiel? Er ist schon schwierig, Selbstbeherrschung sagt sich immer so leicht, aber auf jeden Fall atmen. Atmen nicht vergessen in der Situation und die Situation erstmal einschätzen. Begebe ich mich in der Gefahr, wenn ich jetzt zu meinem verunfallten Hund, Hündin laufen möchte und das ist ja ganz normal, wir das wollen, wir wollen ja gucken, wie geht es oder ihr. Aber trotzdem erstmal die Situation einschätzen. Geht es mir gut damit oder begebe ich mich da selber in der Gefahr und dann... Vorsichtig dem Hund nähern, nicht unbedingt von oben herab, weil er wird in der Situation auch in einer Schock-Situation sein und einen wahrscheinlich gar nicht erst als Herrchen, Frauchen erkennen, als Besitzer, Besitzerin erkennen in der Situation, erstmal die Zeit lassen, dass er sich orientiert. Auch die Möglichkeit lassen, dass er weglaufen kann. Denn Hunde sind tatsächlich, das wirst du ja auch kennen, wahre Meister darin Schmerzen zu verstecken. Und ich habe das bei Anni erlebt, als sie Probleme mit ihrer Bauchspeichelduse hatte, wir hatten im Vorfeld ja schon leicht darüber gesprochen, die hat mir Schmerzen gezeigt, indem es einfach nur Sie hechelt und hechelt, aber mehr war da auch nicht. Das aber erst mal zu deuten und gerade bei Temperaturen über 30 Grad da nicht zu denken, ihr ist wahrscheinlich einfach nur warm, das ist dann auch eine Sache, da muss man erst mal hinterkommen. Und in der
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: Situation, ja, das klingt immer so leicht, ich weiß, dass es nicht ist, aber Ruhe bewahren und im besten Fall vielleicht sogar andere Leute noch dazu bringen, dass die einen unterstützen können. Denn wenn man in der Situation
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: wahrscheinlich auch ins eigene Hund finden ist, kann keinen klaren Gedanken fassen.
Johanna: Und wenn man dann jetzt in so eine ungeklärte Situation kommt, bevor wir, glaube ich, jetzt so die Spezialfälle einmal durchgehen, gibt es denn irgendwie Tipps oder Dinge, wo du sagen musst, die muss wirklich jeder Hundehalter können. Also ein Beispiel, was ich habe, was finde ich gar nicht so einfach ist und ich glaube,
Patrick Rüß: Hm?
Johanna: wenn man mal so Umfragen machen würde, hey, kannst du den Puls deines Hundes fühlen beispielsweise.
Patrick Rüß: Ja. Das ist immer ein Knaller, auch in den Kursen.
Johanna: Oder?
Patrick Rüß: Wo ich dann auch sage, habt ihr schon mal den Puls gefühlt? Wisst ihr, wie hoch der Puls überhaupt so ist im Normalzustand? Und da gucke ich dann immer an leere Gesichter. Dann heißt es ja, aber ihr habt euch doch damit befasst. Ihr euch den Hund angeschafft, dann müsst ihr doch mal gucken, was in der Situation ist. Das macht man bei sich ja selber auch. Wenn ich aufgeregt bin oder bin an einer Stresszeit, oder zu mir geht es nicht gut, dann gucke ich, wie ist meine Körpertemperatur, was macht der Blutdruck und der Puls. So, beim Hund den Puls zu messen, geht ganz gut. Hinten in der Leiste mit zwei Fingern. mal leicht reingreifen und dann mal zu fühlen. Da wird dann auffallen, dass beim Menschen ist meistens so, dass der Puls ja sehr regelmäßig ist. Wenn das nicht so ist, haben wir ein Problem. Aber beim Hund ist es oft so, dass er nicht regelmäßig ist. Und das ist das total normale. Denn auch da spielt die Atmung noch
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: eine Rolle, die Situation in der er sich gerade befindet, Stressfaktoren. Deswegen empfiehlt sich immer den Puls bei einem Hund auch mal so eine Minute durchzuzählen. Bei Menschen machen wir das immer ganz gerne so. Wir zählen 15 Sekunden mit und dann nehmen das Und beim Hund
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: aber richtig gutes Ergebnis und das vernünftigste Ergebnis zu bekommen, empfiehlt sich wirklich eine Minute durchzählen. Und auch gucken in welcher Situation. Bin ich in Ruhe? Komm ich gerade vom Gassi gehen? Habe ich gerade irgendwie Spiele, Sport gemacht oder sonstiges? Und dann auch zu Hause auf der Couch mal hin wirklich in Ruhe, damit ich weiß auch, wie verhält sich der Puls in der Situation eigentlich. Der würde einen vielleicht
Johanna: Mmh.
Patrick Rüß: beim ersten, zweiten Mal ein bisschen blöd angucken, was ist da los oder vielleicht ist auch die Berührung schon total normal. dann hat man schon mal so einen Einblick, weil oftmals wird man da auch schon, wenn es mal wirklich ernst wird, auf den Weg zur Klinik per Telefon gefragt, haben sie schon mal Puls gemessen, haben sie schon mal Temperatur gemessen. Wie geht es dem Hund in der Situation? Zeigt er irgendwelche Anzeichen von Appetitlosigkeit oder Sonstiges? Und das ist dann schon mal eine gute Sache, dass man diesen Weg so kurz wie möglich halten kann, dass die Fachleute in den Kliniken beim Tierarzt dann nachher auch schnell reagieren können und das einschätzen können.
Johanna: Und jetzt die entscheidende Frage, wie hoch sollte denn der Puls sein?
Patrick Rüß: Ja, das ist immer eine gute Frage. liegt tatsächlich so bei 60 bis 80. Bei Menschen kennen wir das ja auch, so 80 Schläge
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: die Minute, aber ich sollte das wirklich durchzählen. Einige machen da noch Unterschiede zwischen großen und kleinen Hund. Ehrlicherweise, wo fängt der große Hund an, wann hört der kleine Hund auf? Und deswegen sagen wir immer so pauschal, auch in den Lehrunterlagen, 60 bis 80 Schläge pro Minute in Ruhe, aber tatsächlich. Das wird gerne auch verwechselt.
Johanna: Okay. Und, ja, das stimmt. Und vielleicht auch da, ich glaube auch generell auch der Tipp, viele der Sachen, die du ja ansprichst und gerade so was wie Puls messen, vielleicht in den Fang greifen und so was sind ja auch alles Sachen, die man sehr gut vorher trainieren kann. Stichwort Medi-Medical Training. Kann ich meinen
Patrick Rüß: Unbedingt muss. Unbedingt muss. Ja.
Johanna: Hund irgendwie die Zähne kontrollieren, ins Ohr fassen, Puls messen, bleibt er auch so lange
Patrick Rüß: Genau.
Johanna: quasi liegen oder? findet er das so komisch. Denn ich glaube, wenn er dann wirklich in einer Notfallsituation ist und man macht das dann zum ersten Mal, nicht nur, dass man dann die Vergleichswerte nicht kennt, so wie es ist eigentlich normal, und dann halt auch noch dieses Thema, kennt der Hund das überhaupt, dann so angefasst zu werden. Vielleicht schon
Patrick Rüß: Genau. Das ist halt, das haben wir auch
Johanna: mal das Stichwort.
Patrick Rüß: in den Kursen drin. Das sind dann diese notwendigen Gewöhnungsübungen. Ich hab mal, naja, eine Dame im Kurs gehabt, die hat mir gesagt, mein Hund ist zu Hause, der beißt mich regelmäßig, den kann ich gar nicht anfassen. So, die kam zu mir in den Kurs und würde dann gern wissen, wie geht sie damit Ich sag, sorry, ich bin kein Hundetrainer, aber ich kenn mich mit der Medizin aus. Da müssten sie dann tatsächlich schon zu anderen, zu Martin zum Beispiel, aber... So, da seid ihr dann die Fachleute für.
Johanna: Da können wir dann übernehmen, ja.
Patrick Rüß: Aber in der Situation stellte sich dann in dem Kursverlauf immer weiter so auch raus, dass man sagen konnte... Das tut mir wahnsinnig leid, aber das ist nicht ihr Hund. Da ist schon so eine Aggressivität im Spiel. Da brauchen wir uns hier nicht drüber unterhalten. Wie machen Sie den Verband? Wie gehen Sie daran? Das ist ja für Sie schon fast lebensgefährlich, wenn Sie da rangehen. Da müssen Sie ganz anders anfangen. Natürlich schön, dass die Dame da war zum Kurs und die Infos bekommen hat, die sie ja dann auch weitergeben kann. Aber für Sie hat das den Tag wahrscheinlich nicht so wirklich viel gebracht, weil sie es nicht umsetzen kann. Weil da vermutlich schon in der Erziehung irgendwie dann was falsch gelaufen ist. Oder aber, es gibt Menschen, die kann man nicht. Riechen. Hund und Hunde können vielleicht Menschen auch mal nicht riechen und vielleicht war das dann der Situation bei dir auch so. Ich hoffe, denen geht es beiden gut, aber da hat es dann tatsächlich nicht so viel gebracht.
Johanna: Aber hast du denn so eine Checkliste von Dingen, die du sagst, hey, das wäre ideal, wenn ich das bei meinem Hund machen könnte oder wenn das irgendwie möglich
Patrick Rüß: Ja, das ist...
Johanna: wäre?
Patrick Rüß: Klar, also die Berührung generell. Einige Hunde mögen das überhaupt nicht, wenn man sie an den Ohren anfasst. Das soll ja auch kein Zwang sein. Ich würde da mal spielerisch rangehen und auch immer irgendwie den Lieblingskeks, Schmako, Leckerli, wie man es auch immer nennen möchte, dabei haben, einfach den Hund auch so bisschen dran zu gewöhnen. Und das auch nicht, dass ich es jetzt will, sondern dass ich das Gefühl habe, mein Hund, Hündin ist jetzt entspannt, jetzt kann ich da mal bisschen rangehen und diese Übung durchführen. Und das auch nicht auf Zwang jetzt über eine Stunde oder zwei, sondern immer mal so leicht Gewöhnungsübung. Das fängt am besten im Welpenalter schon an, dass ich
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: wirklich die Berührung durchführen kann. Anni kommst du mal bitte. Und ja, da ist sie wieder, dass man einfach wirklich gucken kann, dass sie das zulässt, dass man auch mal an den Pfoten gucken kann, ob da irgendwas drin ist oder auch in den Zehen einfach mal reinschauen. Das finde ich, das sollte schon die Voraussetzung sein, weil wenn das nicht geht, dann wird es nachher mit Verbänden, mit der Versorgung schon ziemlich schwierig werden. Das ist halt ein riesiger
Johanna: Mmh.
Patrick Rüß: Teil, der einfach im Vorfeld schon dazu gehört. Und da wäre es natürlich auch super,
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: wenn man das schon irgendwie vielleicht sogar in Hundeschulen gerade diese Gewöhnungsübung damit beihert. Für einen Tierarzt nachher auch super.
Johanna: Genau.
Patrick Rüß: weil wenn da mal was sein sollte, dann ist da in der Tierarztpraxis schon mal Ruhe.
Johanna: Super. Und jetzt hoffen wir alle nicht, dass das passiert, aber ich merke, hier ist gerade irgendwie ein Notfall am Start. Was sind denn so die Situation oder die Notfälle, die ich bestenfalls erkennen sollte bei meinem Hund?
Patrick Rüß: Das Riesenthema ist immer Vergiftung. Ein Riesenthema, egal
Johanna: Okay.
Patrick Rüß: zu welcher Jahreszeit, ist immer Vergiftung. Wie reagiert mein Hund, wenn er kühlflüssig getrunken hat? Auf Parkplätzen im Sommer ist da vielleicht mal was ausgelaufen, liegt was rum, schmeckt für den Hund tatsächlich sehr süß, möchte er immer mehr von, vergiftet den Hund aber auch schon massiv. Und da sollte man schon gucken, zeigen sich irgendwelche Auffälligkeiten. Ist der Hund irgendwie apathisch? Steht völlig neben sich, zeigt keinen Appetit? Taumelt vielleicht auch sogar. Also ich sag mal so, wenn so was zusammenkommt, sitze ich nicht mehr ruhig zu Hause und blätter in mein Buch vom ersten Hilfekurs rum, sondern dann bin ich auf dem Weg in die Klinik. Das kann ich
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: tatsächlich zu Hause nicht leisten. Immer wenn ich den Verdacht habe auch, dass da vielleicht irgendwie was reingekommen ist durch Nahrung, vielleicht auch Pflanzen draußen, da sind ja auch diverse Sachen, die schon giftig sind, aber nun muss man ja auch sagen, unsere Hunde sind ja auch nicht wirklich blöd, wenn sie was aufnehmen, denn es ist ja meist irgendwie, weil Reste irgendwo mit drin sind. Und wenn sich dann solche Symptome zeigen, wie völlig apathische Leben, vielleicht extrem immer Speichelfluss, es tränt aus den Augen. Also dann bin ich mit meiner ersten Hilfe vor Ort am Ende und dann bin ich auf jeden Fall auf dem Weg in die Klinik zu Fachleuten. Also da muss
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: ich auf jeden Fall hin. Temperatur kann ich dann auch immer messen. Der Körper reagiert ja so, dass er versucht Sachen auszuscheiden und bringt die Temperatur hoch, weil er arbeitet, irgendwas passiert ja im Körper. Die kann ich dann auch noch mal messen. Wenn die über 39 ist, spricht man schon von Fieber. Und dann bin ich
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: auf jeden Fall in der Kombination auf dem Weg in die Klinik.
Johanna: Ein ganz großes Thema, ist gerade vor der Jahreszeit, rutschen wir ja wieder in den Herbst, aber in letzten Wochen
Patrick Rüß: Mhm.
Johanna: und Monaten noch ein Riesenthema sind auch Hitzeschläge, Überhitzungen.
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: Und da hat man ja wahnsinnig viele verschiedene Tipps. Ich glaube, so diese Kerndiskussion ist immer, wie schnell kühlt man den Hund ab,
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: kaltes Handtuch von unten von oben, wie macht man das?
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: Hast du da Tipps, wie geht man da vor?
Patrick Rüß: Also die beste Erfahrung, und das gebe ich auch immer den Kosen, so preis habe ich gemacht, dass ich die Pfoten leicht runterkühle. Aber jetzt nicht eisekaltes Wasser nehmen, sondern wirklich lauwarmen verändert zur Umgebung. So ein bisschen zur Körpertemperatur angepasst, leicht runterkühlen. Ich kann auch den Raum vielleicht so bisschen vernebeln, dass ich so bisschen Flüssigkeit zersprühe mit dem Zerstäuber, dass der Hund das aufnehmen kann. Weil er versucht das ja zu regulieren über die Pfoten, über die Atmung dann und wenn ich das dann so bisschen leicht runterkühle. Es gibt Kühlmatten, die Kühlmatten sind aber nicht dafür da, dass ich in einer Notsituation meinen Hund jetzt damit runterkühle, sondern damit es gar nicht erst zu der Notsituation kommt.
Johanna: eine Erleichterung im, ja.
Patrick Rüß: Und da auch immer so bisschen vorsichtig. Na klar, kann ich im weiteren Verlauf dann so eine Kühlmatte hinlegen. In der Regel beißen die da nicht auf rum, aber wenn es doch mal passieren sollte und die gehen auf, das was da drin ist, das ist schon nicht unbedingt mehr so gesund, dann
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: sollte man schon gucken, dass das nicht dazu kommt. Aber ansonsten leichtes runterkühlen, die Pfoten befeuchten, vielleicht auch in der Dusche leicht abspülen und mit leicht abspülen mache ich wirklich nicht unter hohem Druck und nicht zu kalt, sondern wirklich angepasst in der Situation. Dann gucken, wie reagiert der Hund. So ein Hund kann auch einen Hitzestich bekommen, kann auch tierische Kreislaufprobleme dadurch bekommen, Flüssigkeitsverlust
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: zeigt sich und vielleicht ist das noch auch schon eine Sache, ich zu Hause nachher gar nicht mehr leisten kann, weil der Hund keine Flüssigkeit aufnimmt und dann bräuchte der auch wieder Fachmann, Fachfrau, Tierarzt, Tierklinik, dass man da einfach eine Infusion anhängt, den Hund einfach wieder kreislaufmäßig zu stabilisieren. Da sind wir
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: dann nachher auch schon, wir haben ja eben schon darüber gesprochen, in dem Schockbereich, der dann auftreten könnte, auch da kann ein Hund, so blöd das jetzt auch klingt, aber auch auskühlen. Also in so einer Schocksymptomatik
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: ist das nicht ungewöhnlich. Da muss man schon ein bisschen schauen.
Johanna: Aber hast du denn sowieso eine Maßgabe, an die man sich halten kann, die vermittelt, hey, das ist jetzt wirklich nichts mehr, was du zu Hause im Wohnzimmer regeln kannst? Ich glaube, das ist ja ein Thema, nicht nur Tierärzte, natürlich auch Humanmediziner haben, so diese
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: Anrufe, hey, ich hab das und das, muss ich jetzt schon kommen? Oder vielleicht auch Leute, sagen, ach, das ist alles nicht so schlimm, das wird schon wieder morgen weg sein. Wie
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: findet man denn da die Balance, gerade bei einem Tier, ist schwierig, oder?
Patrick Rüß: Das ist Das ist wirklich schwierig. Du sagst total das Richtige, weil dieser schmale Grad zu entscheiden, muss ich jetzt los, muss ich nicht los, was mache ich, warte ich noch ab, telefoniere ich erstmal und frage nach. Viele Praxen könnt ihr per Telefon vielleicht schon mal eine leichte Auskunft geben, wenn vielleicht gerade ein Infekt irgendwie unterwegs ist. Mein Hund hat jetzt seit einem Tag Durchfall. Was mache ich? So, dann kann es sein, dass die Tierklinik oder auch die Praxis dann sagt, die Ortsansässige, beobachten Sie das Ganze erstmal jetzt. Keine Ernährung, Schon kostet dann nach zwölf bis 24 Stunden und gucken, ob sich der Darm wieder regeneriert hat. Dann ist aber auch im Umfeld, auch da haben wir ja schon im Vorfeld mal drüber gesprochen, gerade im Sommer, auch im Herbst noch, die Fitzen, die so draußen sind, das sind auch viele Giadi. unterwegs, das ist so ein Darmparasit, den kriegt man wahrscheinlich nicht einfach so wieder weg und bräuchte dann nachher Antibiotikum, der macht schon viel kaputt im Darm. Das sind alles Sachen, die kann ich aber vor Ort, zu Hause gar nicht einschätzen. Ich sehe nur, Hund hat Durchfall, geht es nicht gut. Und ich glaube, wenn dann das Gefühl mir sagt, da sollte jetzt doch mal Fachmann gucken, ist das schon der richtige Weg. Liegt der Hund nur noch rum, frisst nicht mehr und ist völlig verändert zum Vortag, dann in der Kombination ist das auch eine Sache, da sollte Fachmann, Fachfrau raufgucken.
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: Aber ich kann dann, erste Hilfemaßnahmenmäßig, kann ich natürlich gucken, dass ich Flüssigkeit zuführe, wenn das möglich ist, eine atemberleichternde Position einnehmen lasse, Frischluft herbeiführe und den Weg zu Tierarzt dann so angenehm wie möglich gestalte.
Johanna: Wir können jetzt natürlich hier per Podcast keine guten Anleitungen geben. Das ist ja völlig klar. Deswegen sollen die Leute
Patrick Rüß: Nee.
Johanna: ja alle zu euch kommen. Trotzdem gibt es ja ein
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: zentrales Thema, was ja auch in einem Ersthilfekurs am Menschen sehr zentral
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: ist und was ich mir vorstelle, was beim Hund auch sehr zentral ist, das
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: große Thema der Wiederbelebung.
Patrick Rüß: Ja, das ist... Ja. Ach so. Ja, das ist tatsächlich...
Johanna: Also sag ruhig, was du denkst, bevor ich Fragen stelle.
Patrick Rüß: Das ist tatsächlich das Thema, was auch neben der Vergiftung... Das das gefragte Thema. Die Vergiftung ist
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: das größte Thema, weil es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, was man auslösen kann, wenn es zu Krampfanfällen kommt. Geht es aber zu Reanimationen. Das ist das Richtige. Das haben wir ja auch. Das beginnt mit der stabilen Seitenlage. Wir prüfen erst mal. Haben wir noch Atmung? Das machen wir beim Hund aber genauso. Beim Hund
Johanna: Okay.
Patrick Rüß: ist es aber so, dass es sich danach nicht stabilen Seitenlagen nennt, sondern wir sprechen von einer Schocklage. Der Hund geht auf die rechte Seite, die Zunge soll raus, der Kopf soll der tiefste Punkt des Körpers. ein schwerer damit Erbrauchendes abfließen kann. Aber Achtung, ist noch Atmung vorhanden. Ist die Atmung dann nicht mehr vorhanden und die Situation kann sich schlagartig ändern, dann beginne ich mit der Reanimation und da muss ich gucken, habe ich einen großen Hund, habe ich einen kleinen Hund, wie tief drücke ich, wo drücke ich und in welchem Rhythmus. Bei Menschen kennen wir ja alle so ein klassiker Lied und ja gut, mittlerweile ist das schon veraltet, aber die Bee Gees sind ja noch bekannt mit Staying Alive. Das war ja auch immer ein toller Titel, dass man gesagt hat, bleib am Leben. Und dieses Lied wurde mal aufgenommen. mit 100 Beats per minute. Wenn man sich an dem Rhythmus dieses Liedes orientiert, dann hat man genau den Rhythmus, den ich auch beim Hund anwenden würde. Der ganze Zeit lang hat man immer gesagt, ich drücke 80 bis 100 mal pro Minute. Mittlerweile hat man das auf 100 mal pro Minute beschränkt und das ist nicht wenig. Wenn ich 100 mal pro Minute drücke, da kommt schon was zusammen und man muss sich immer vor Augen halten, der Hund, der da liegt, wird in den allermeisten Fällen mein Hund sein. Also es ist selten, dass ich irgendwo unterwegs bin, zu einer Reanimation dazukommen in der Hundeverorgung. In den meisten Fällen wird das meiner sein und da spielt das Gefühl natürlich auch nochmal eine große Rolle. Und deswegen ist es immer gut, man in den Kursen, wenn die Leute bei uns sind, sich darauf vorbereiten kann, nicht nur praxismäßig, sondern einfach auch mental, was da vorgeht und worum es da geht, weil da muss es auch schnell gehen. Und beim Menschen kennen wir das alle. Wir rufen an bei der 112, beim Hund. Kenne ich jetzt hier im Umfeld zwar einige Praxen und auch Telefonnummern, die ich anrufen kann. kann die da auch kommen würden. Aber ein Rettungswagen, ich weiß nicht, wie es bei dir, gibt es da einen Notruf für Haustiere, die wirklich kommen bei einer Reanimation und mich unterstützen? Also ich kenne es hier oben. Ja.
Johanna: Ja, es gibt in den großen Städten manchmal diese Tierrettung. genau, was ich auch immer als Tipp sage, gerade in den größeren Städten ist das ja häufiger möglich, aber die Telefonnummer der nächsten großen Tierklinik, die vielleicht auf 24-7 besetzt ist, immer einspeichern ins Handy, bevor man da irgendwie
Patrick Rüß: Genau.
Johanna: anfängt. Und wenn ja Notfälle sind, dann ja manchmal auch irgendwo im Wald, wo man vielleicht dann auch nicht das beste Netz hat oder nicht...
Patrick Rüß: Ja. So ist's.
Johanna: zumindest nicht googeln kann oder irgendwie sowas, dass man sich sowas auf jeden Fall immer einspeichert.
Patrick Rüß: Genau, also da sagst du auch total das Richtige, da sollte ich immer darauf gucken, dass ich den nächsten Tierarzt für mich, auch wenn ich in Urlaub fahre, unbedingt vorher informieren, wo muss ich hin, wenn irgendwas...
Johanna: Das ist ein guter Punkt,
Patrick Rüß: Wenn mal was sein sollte, denn das wird oftmals vergessen. Ich hab's schon ganz oft gehört. Viele sind in Bayern gefahren, die Alpen, waren da wandern und dann ist mal was passiert. Man hat den Hund, die Hündin, erst mal runtergetragen vom Berg, aber dann wusste man auch nicht weiter. Und da hilft man dann immer schon vor oder arbeitet man vor, wenn man sich das vorher schon beim Handy einspricht und auch guckt, wo in meinem Umfeld wäre der nächste Tierarzt, wenn ich ihn bräuchte. Weil das mach
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: ich ja für mich auch. Ich mein, wenn ich in Urlaub fahre, dann guck ich doch auf, wo ist die Klinik, wenn mal was sein sollte. Wir hoffen es ja alle nicht. Aber wenn dann mal was sein sollte, dann würde ich doch wissen, wo muss ich denn eigentlich hin. Das sollte ich beim Hund mal aufmachen. Aber Reanimation
Johanna: Hmm. Hmm.
Patrick Rüß: sagst du ja, ist verdammt großes Thema und das ist immer ganz gut, wenn man das praktisch mal übt. Das kann man natürlich nicht am Leben. Beispiel. Aber
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: dafür haben wir halt auch Dummies. Dann, man sieht hier im Hintergrund vielleicht nochmal
Johanna: Hm?
Patrick Rüß: so ein Dummy. Da gibt es noch andere, die wir da nutzen, einfach so ein bisschen zu üben und das Gefühl zu bekommen, wo drücke ich, wie tief drücke ich und wann höre ich auch damit auf. Das ist ja auch immer so
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: die Sache, dass man so pauschal immer sagt, nach zehn Minuten in der Regel ist da nicht mehr wirklich viel zu machen. Das andere große Problem in der Situation ist aber das, unser Kopf. Das ist mein Hund,
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: der kann doch jetzt nicht sterben. Muss doch alles versuchen. Und da muss unser Kopf uns auch irgendwann sagen, das hat jetzt hier keinen Sinn mehr. Aber wir hoffen natürlich,
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: dass man den Weg dann in die Klinik irgendwie auch so vernünftig hinbekommt, dass das da übernommen werden kann. Dass alles gut wird und dass dann nachher auch geguckt werden kann, warum kam es überhaupt zu dieser Situation. Denn das muss ich auch dazu sagen. Wenn man mal so
Johanna: Stimmt.
Patrick Rüß: eine Reanimation hat am Hund, habe ich jetzt auch schon hin und wieder mal gehört, reanimiert, dem Hund ging es dann nachher gut. Und dann habe gefragt, warum kam es denn dazu? Wir wissen es nicht, aber ihm geht es ja wieder gut. Da
Johanna: Okay.
Patrick Rüß: muss ich doch dann auch mal in die Klinik fahren, zu gucken, warum ist das so. Es werden wahrscheinlich Einzelfälle sein. Aber in der Regel lasse ich dann Fachleute drauf gucken, einfach herauszufinden, wie kam es dazu. Das ist wie mit einem Krampfgeschehen ja auch. Ist das ein größeres
Johanna: Hmm...
Patrick Rüß: Krampfgeschehen? Dauert das länger als fünf Minuten? Muss ein Medikament verabreicht werden? Das muss ich aber erstmal haben. Das heißt, ich muss erst mal in die Klinik
Johanna: Jöjjjj
Patrick Rüß: überhaupt festzustellen, warum hat mein Hund, meine Hündin Krampfanfälle, Krampfgeschehen und was mache ich dagegen? Ist es vielleicht ernährungsbedingt? Ist es epilepsiebedingt? Wann tritt es auf? An Silvester? Wenn geböllert wird? Man kennt das ja. Oder es sind Stresssituationen, wie auch immer. Visuelle Effekte.
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: Das muss man alles rausfiltern. Und deswegen ist es glaube ich immer auch ganz gut, so diese Nebengeschichten in so Kurs einfach mal zu hören, damit man das auch besser einschätzt. kann. nochmal, wenn ich
Johanna: Hmm...
Patrick Rüß: einen Autoführerschein mache, dann muss ich dahin und
Johanna: Absolut.
Patrick Rüß: dann muss ich wissen, wie helfe ich Menschen in Notsituationen und beim Hund wäre es natürlich schön, wenn das auch so ist. Wenn ich mir einen Hund
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: anschaffe, ob aus dem Tierschutz oder wo auch immer her, was heißt wo auch immer her, aus gesicherten Stellen natürlich, ja, aber ja, Entschuldigung, na klar.
Johanna: Ich wollte gerade sagen, Also immer seriös, bitte.
Patrick Rüß: Na klar, aber da sollte ich doch schon auch gucken und wissen, wie gehe ich denn in der oder in der Situation vor. Und keine
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: Experimente, das ist ein Lebenwesen. Also von daher...
Johanna: Absolut, Aber auch, ja, ehrlicherweise geht das auch bisschen Hand in Hand. Denn ich glaube, wenn man sich damit beschäftigt, wie sieht denn ein gesunder Hund aus, wie sieht denn ein gesunder Vapor aus, wo wird es denn vielleicht kritisch, wie sehe ich denn vielleicht auch am Zahnfleisch, wie gerade der Stand ist oder meinetwegen auch Puls oder keine Ahnung, dann weiß man ja vielleicht auch, bei einem Vapen aus dem Kofferraum, der vielleicht apathisch ist, der ein ganz weißes Zahnfleisch hat, kaum reagiert. Der ist vielleicht nicht einfach nur müde, sondern da ist vielleicht wirklich schon ein Problem
Patrick Rüß: Nein, der ist nicht müde.
Johanna: da, Dass man sich auch generell einfach mal mit so Vitalzeichen eines Hundes irgendwie auseinandersetzt, im Worst Case, wir hoffen natürlich, dass niemand überhaupt auf so eine Idee kommt, aus einem Welpenhandel oder aus dubiosen Quellen einen Hund
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: zu kaufen, aber vielleicht auch da schon ein kleines Warnzeichen dann auch sieht eben.
Patrick Rüß: Genau, einfach darauf vorbereitet ist auch diese Zeichen schon erkennt zu sagen, okay, hier stimmt was nicht und vielleicht dann auch andere Institutionen benachrichtigt, dass da was nicht stimmt. Das ist ja auch immer so die Sache. sieht es immer wieder. Leute fahren dann hin, dann wird sich ein Hund angeguckt und der ist es und total niedlich. Aber die Zeichen werden einfach nicht gesehen. Es ist wie du schon sagst, das Zahnfleisch sagt dir schon eine ganze Menge. Wenn das weiß ist, dann haben wir doch auf jeden Fall ein Problem mit Blut. Und wenn
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: dann vielleicht auch die Reaktion nicht so der Knaller ist und der Hund sich nicht wirklich so freudig zeigt, wie sich sonst eigentlich in der der Stufe des Lebens zeigen sollte, dann sollte man da schon Abstand von nehmen und vielleicht auch mal andere Institutionen einschalten.
Johanna: Hm, hm.
Patrick Rüß: muss man auf Nummer sicher gehen.
Johanna: Gibt es denn so Gegenstände, für uns alltäglich sind, bei denen du sagst, wow, das könnte echt eine Gefahrenquelle sein für den Hund und wenn man vielleicht so was vermeidet, hofft
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: man, dass man vielleicht gar nicht in die Situation kommt. Ein großes Thema für uns ist halt immer noch Stöckchen werfen beim Spazierengehen. Beispiels. Okay, jetzt hab ich's sorry, jetzt hab ich's einfach weggenommen.
Patrick Rüß: Ja, wollte ich gerade. Ich wollte, ja. Alles gut. Ist ja kein Problem. Aber du hast ja total recht. Das ist ja genau das, du und auch was Martin immer sagt und was ihr predigt. Lasst eure Hunde nicht mehr mit Stöckchen spielen. Ich habe Bilder gesehen von Hunden, die durch so Stöckchentrauma nennt sich das Ganze dann ja, die wirklich dran gestorben sind, weil sie einfach mit einem Stöckchen gelaufen sind, gelaufen sind und dann hat sich der Stock einfach mal gedreht und quer in die Luftröhre geschoben. Das ist mega tragisch und es gibt mittlerweile so viele Sachen, die man nutzen kann, dem einfach vorzubeugen. Man kennt dieses typische Bild, man steht am See, der Stock wird geworfen, der Hund springt ins Wasser und holt den Stock zurück. Aber es gab leider auch schon sehr, sehr viele Bilder, Hund springt ins Wasser auf den Stock und kam. nicht mehr zurück. Deswegen
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: ist es leider ja immer noch ein Riesenthema, wo auch viele manchmal, habe ich so den Eindruck, beratungsresistent sind, weil sie es einfach nicht ernst nehmen. Der Hund hat ja Spaß, ja, aber nur bis zum gewissen Gerade. Und ich sollte doch auch davor arbeiten, dass ich einfach Sachen nehme, die biegsam sind und die nicht sich irgendwo reinbohren können. Und da gibt es ja auch im Martin-Rüttershop eine ganze Menge und von daher,
Johanna: Du könntest auch hier bei uns im Marketing anfangen. Sehr gut.
Patrick Rüß: Ja, wenn ihr noch Platz habt, sagt Bescheid. Aber, na klar, ob jetzt da oder auch woanders, gibt's natürlich eine ganze Menge, die da schon super geeignet sind. Und nein, zum Stückchen, das ist furchtbar, was da alles mit ausgelöst werden kann. Ganz furchtbar.
Johanna: Gleiches Thema gibt es auch mit Tennisbällen oder diesen sehr kleinen Glitschigen, die gerade in
Patrick Rüß: Ja. Ja.
Johanna: Kombination mit dem Speichel irgendwie so sehr glitschig werden und dann quasi wirklich so in den Fang reinrutschen und auch so unterstecken bleiben im schlimmsten Fall, auch irgendwie so ein Thema. Generell hatten wir jetzt auch nochmal einen Anlass, dass man sich das Hundespielzeug doch einfach mal genauer anschaut und wenn man weiß, okay,
Patrick Rüß: Genau.
Johanna: ich habe einen Hund. Der beißt viel, der zerstört auch mal was, was ja auch völlig in Ordnung ist bei Spielzeit.
Patrick Rüß: Ja, genau.
Johanna: Was ist denn da eigentlich so drin? Was könnte der denn abschlucken? Was ist denn so ein
Patrick Rüß: Zwists.
Johanna: bisschen Worst-Case-Szenario? Und auch jetzt etwas, was ich auch im Sommer ganz, ganz viel beobachtet habe, was auch so bisschen in die Kerbe schlägt, seinen Hund verstehen.
Patrick Rüß: Hm.
Johanna: Hunde, da habe ich auch so ein Exemplar, die 900 Mal dem Ball hinterherlaufen würden.
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: und auch 900 Mal ins Wasser springen und hinterher schwimmen und dann irgendwann einfach keine Kraft mehr haben. Aber
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: solche Balljunkies sind, dass sie, also die würden einfach umfallen quasi und dann aufhören, aber nicht von alleine sagen, ach, ich bin gerade ein bisschen müde, ich glaube, es reicht jetzt so langsam.
Patrick Rüß: Ja, das gehört nicht aus.
Johanna: Und da gibt es doch auch viele Leute, sagen, ach, der hat doch Spaß, guck mal, der jault sogar, der freut sich ja richtig, der
Patrick Rüß: Genau das.
Johanna: so begeistert ist, der muss doch jetzt auch mal seine Zeit haben, dazu erkennen, dass man dem Hund damit einfach gerade nichts Gutes tut, sondern ganz im Gegenteil,
Patrick Rüß: Körner.
Johanna: ihn vielleicht auch in eine gefährliche Situation bringt.
Patrick Rüß: So ist es.
Johanna: Genau, und das ist so bisschen auch natürlich wieder, wie kann ich meinen Hund verstehen, kann ich ihn lesen, kann ich denn eigentlich auch richtig deuten, was er da gerade macht, und da handel ich auch dann dementsprechend.
Patrick Rüß: Das hat dann aber auch nachher damit zu tun. Du sagst das ja schon, ich muss meinen Hund verstehen lernen können. Ich habe in den Kursen immer wieder die Frage auch, aber Hunde können ja nicht ertrinken. Das ist immer so die Sache, die dann
Johanna: Ja.
Patrick Rüß: in die Welt gesetzt wird. Also ich möchte meine Hand dafür ins Vorliegen, dass durchaus ein Hund in der Lage ist, er völlig entkräftet
Johanna: Ja, natürlich.
Patrick Rüß: ist, zu ertrinken. das ist aber auch so ein Märchen, was man dann irgendwo mal aufgefasst hat, was man dann in der Welt verbreitet und was sich manifestiert hat, was einfach nicht stimmt. Das ist, wie du es ja schon
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: gesagt dass wenn ein Hund total entkräftet ist, dann weiß der auch nicht mehr, was soll er machen. Dann sind wir wieder in einer Schocksituation. Und im schlimmsten Fall ist er einer Schocksituation im Wasser, dann war es das nachher. Und da kannst du dann
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: tatsächlich nachher auch nicht mehr so viel machen. Also es ist möglich, dass ein Hund auch total entkräftet dann mal ertrinkt. Und da sollte sich je hinterfragen, ob das, was ich gerade mache, und ich sehe es auch immer wieder, das beste Beispiel ist im Sommer. Mittagssonne, 30 Grad im Schatten und der Asphalt ist heiß. Und die Leute gehen mit ihren
Johanna: Genau.
Patrick Rüß: Hunden spazieren, als wäre nie was. Und wundern sich dann später,
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: dass die Pfoten auf einmal auf gehen total rot sind, der Hund sich die Pfoten die ganze Zeit beleckt und ja da schon fast Schmerzen mit äußert, dann sollte man wirklich
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: darauf achten, dass man es morgens macht, dass man es abends macht, aber gesittet und sein Hund nicht überfordert. Das Video sagt, man meint es ja
Johanna: Absolut, absolut.
Patrick Rüß: nur gut, aber manchmal ist gut gemeint nicht immer gut gemacht und deswegen muss man einfach gucken,
Johanna: Ja, ja.
Patrick Rüß: dass man das ein bisschen im Auge hat tatsächlich.
Johanna: Absolut, genau. ich meine, gerade bei vielen Aktivitäten, Spielaktivitäten oder Sachen, die irgendwie so bisschen in diese jagdlichen Verhaltensweisen reingeht, macht es
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: ja eigentlich, wenn man sich das mal überlegt, auch total Sinn, dass ein Hund oder ein Wolf, wenn wir noch weiter zurückgehen,
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: keinen Schmerz spürt, wenn er gerade auf Jagd ist, weil er ist gerade auf Nahrungssuche oder möchte gerade Nahrung. Exakt.
Patrick Rüß: ist ja auch Adrenalin im Spiel.
Johanna: das Dopamin, Adrenalin und all das stoppt ja eben auch Schmerzempfinden. Und Ja, das glaube ich, wird manchmal auch bisschen unterschätzt dann auch in solchen Situationen. Ein ganz großes Thema,
Patrick Rüß: Hm?
Johanna: damit habe ich mich auch so bisschen mal beschäftigt, war aber dann irgendwie auch
Patrick Rüß: Okay.
Johanna: total ratlos und musste dann auch Tierärzte fragen, was mache ich eigentlich, wenn ich mal sage, ich möchte mal so ein Erste-Hilfe-Set zu Hause vorrätig haben oder vielleicht
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: fahre ich hier in Urlaub und möchte das mitnehmen, möchte mir was ins Auto legen. Was muss eigentlich da rein?
Patrick Rüß: Ja, auf jeden Fall, wenn du unterwegs bist, sollte da auch was für den Menschen drin sein, weil wenn du unterwegs bist, bist du ja meistens nicht gerade da, wo eine Apotheke in
Johanna: Das stimmt, das stimmt.
Patrick Rüß: der Nähe Aber klar, ganz wichtig, also Verbandmaterialien sollten da drin sein. Ich schau mal, ich hab hier noch so ein paar Sachen, die auf jeden Fall auch da drin sein sollten. So ein Band zum Beispiel in Kombination mit so einer Folsterwatte. Weil da geht's nachher darum, wenn ich mal einen Fotenverband anlegen möchte, den wir natürlich auch in den Kursen dann üben, dann sollte ich schon gucken, dass sich die Foten da so ein paar dass die Glieder auch voneinander getrennt sind, weil sonst nachher einfach Druck darauf entsteht und auch der Daumen, vielerlei nennt es ja auch die Wolfskrelle, aber der Daumen dann auch mit eingepackt wird, damit da kein Druck drauf entsteht. Und weil unsere Hunde das ja immer total toll finden, aber sie nie dran lassen, sollte man
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: das natürlich schon auch irgendwie noch einpacken. Das ist hier so ein Haftband, das ist elastisch, das hält aber ganz gut und da muss man aber manchmal so bisschen gucken auf die Farbe, weil einige Hunde, das ist jetzt kein Scheiß, aber einige Hunde finden blau gar nicht gut. Und eine
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: Runde finden. Rot, gar nicht gut.
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: da sollte man dann vielleicht mal so bisschen, auch bei der Übung schon mal gucken, wie ihr geht da runter eigentlich drauf.
Johanna: Jetzt
Patrick Rüß: Also das muss auf jeden Fall da drin sein, genauso aber auch irgendwas zum Reinigen. Und da empfiehlt sich ja manchmal schon ganz gut auch so kohodiales Silberwasser, kennt man ja vielleicht, kriegt man mittlerweile ja auch überall irgendwie gekauft. Dann kleinere Verbände, die vielleicht auch mal schnell angelegt werden können. Ich muss mal schauen, ich glaube, habe hier sogar noch welche drin. Damit es einfach auch mal schnell geht in der Situation. Sowas zum Beispiel hier. Das ist... kennen wir als den typischen Wundverband bei Menschen. Der Vorteil
Johanna: Hm?
Patrick Rüß: bei diesem Verband hier ist, der ist ziemlich lang, aber er ist auch elastisch. Und hier haben wir nochmal eine Kompresse schon fest mit drin. Das heißt, wenn ich jetzt beim Hund irgendwie am Bein was hätte, bräuchte ich das nur rumlegen, könnte ich das hier
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: mit diesen Klebern fixieren, nehme dann zusätzlich nochmal dieses Haftband, einfach dem ganzen noch gewisse Stabilität zu verleihen, damit es nicht gleich abgerissen werden kann. Und dann wäre die Erstversorgung schon gelaufen, wenn ich da vorher mit kohärendem Silberwasser vielleicht sogar die Wunde so ein bisschen gereinigt hätte.
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: Das könnte ich machen, das gibt es in diversen Größen, das ist jetzt sehr groß hier. Für Anni, du hast ja gesehen, wäre das jetzt schon vielleicht so groß, aber da gibt es auch diverse kleinere Sachen. ansonsten Handschuhe, Eigenschutz, man weiß nie, wo komme ich mit in
Johanna: Stimmt.
Patrick Rüß: Kontakt? Handschuhe sollte ich dabei haben. Was ich ja mal ganz gut finde auch, naja, komm, jetzt gucken wir hier halt mal kurz rein, was soll's, ne? Aber so war's. Schon mal gesehen? Ja, bestimmt.
Johanna: Was ist das? Ach so, okay, okay, krass.
Patrick Rüß: Das ist eine Lupe! Das ist eine Lupe! Ja! In Checkkartenformat. Find ich immer ganz cool, wenn man wirklich mal einschätzen muss.
Johanna: Cool.
Patrick Rüß: Worum handelt es sich jetzt eigentlich? Habe ich dann Splitter, ist es vielleicht auch eine Zecke? Solche Sachen. Und das ist immer ganz gut, wenn man sowas mal dabei hat. Ansonsten die Erstversorgung. Ich kann da auch ganz ehrlich das, was ich im Kfz-Verbandkasten habe, wenn er vielleicht mal abgelaufen ist und ich bräuchte
Johanna: Hmm...
Patrick Rüß: 9. Dann nehme ich das Material, was da drin ist. Aber Vorsicht, da sind manchmal auch Sachen drin, die sollte ich jetzt nicht wirklich beim Hund anwenden. Sowas zum Beispiel. sind nämlich Hautreinigungstücher. Und wenn die in Kontakt
Johanna: Okay.
Patrick Rüß: mit einer Wunde kommen, das brennt schon sehr gut. Also das ist nicht für eine Desinfektion. Infection nachher geeignet. Ist in diesen Verbandkästen aber manchmal mit drin. Trotzdem kann ich das Material und die Tasche natürlich auch super nutzen. Oder auch sowas hier. Wärmedecke. haben eben drüber gesprochen.
Johanna: Hmm...
Patrick Rüß: Hund kann ja auch mal auskühlen. Die macht halt verdammt viel Lärm. Aber auch da, wenn ich meinen Hund im Vorfeld in einer ruhigen Situation mal dran gewöhne, dann kann ich schon gucken, dass ich in einer Situation das auch anwenden kann. Verbandmaterial auf jeden Fall. Was zum Reinigen. Viele sagen mir immer noch, die hätten ganz gerne einen Rasierer da drinnen. immer gefragt, was wollt ihr mit dem Rasierer? Na ja, wenn die Wunde doch mal größer wenn die Wunde dann doch mal größer ist, meintet er nach einer Bissverletzung sogar, dann mache ich keine Experimente. Da müssen Fachleute aufgucken. Da
Johanna: Dann fährt man
Patrick Rüß: gehe ich sofort zum Arzt, da gehe ich sofort in die Klinik. Da fange ich nicht an noch zu rasieren und zu gucken, wie sieht denn das aus. Damit tue ich meinem Hund nichts Gutes und dann muss ich sofort zu Fachleuten. Aber ja, das sind so die Sachen, die ich auf jeden Fall dabei haben würde. Eine Schere, eine Pinzette, eine Zeckenzange, auch das und vielleicht auch mal was zum Pü. Es gibt ja auch
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: Kühlpacks. kennt man vielleicht schon mal gesehen. So was hier. Das sind so eine Einmal-Kühlpacks und die kann ich natürlich nutzen, wenn ich das auslöse, sind die je nach Umgebungstemper so 20 bis 30 Minuten kühl und vielleicht könnte ich dann in einer Situation, wenn ich jetzt auch eine Überhitzung hätte, vielleicht auch schon leicht mit runterkühlen. Wenn ich das zum Beispiel in so ein kleines Gefäß lege, das Wasser ein bisschen kühler wird, kann ich auch damit den Hund
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: leicht runterkühlen. Oder nach Trauma, irgendwie gestoßen, leichtes Kühlen, sowas, Blutung stoppen.
Johanna: Mhm. Mhm.
Patrick Rüß: Das Ohr ist immer sehr gut durchblutet, das habe auch schon erlebt. Da könnte ich
Johanna: Hmm.
Patrick Rüß: dann auch, wenn ich ihn verbanden angelegt habe, Ganze nochmal kühlen, das Gefäße sich zusammenziehen und die Blutung damit einfach schneller gestopft wird. Letztendlich
Johanna: Super.
Patrick Rüß: muss jeder selber wissen, was er da reinpackt. Wer genau wissen möchte, was da drin sein soll, kann gerne zu uns kommen, da gucken wir uns das nochmal an.
Johanna: Ich wollte gerade sagen, wir leisten ja heute nur eine Inspiration und wollen ja nur einen Anstoß geben. Aber ich glaube, habe ich jetzt auch gelernt, es ist eigentlich unerlässlich, dass man ja selbst so was mal besucht und sich da selbst mal Gedanken macht und auch übt. Also auch wirklich dann den praktischen Anteil, der ist ja auch
Patrick Rüß: Ja, ja, ja.
Johanna: ganz wichtig. Ein Thema noch zum Abschluss, was mir auch häufiger begegnet und was auch so bisschen immer so in so Gassi-Runden so verteilt wird
Patrick Rüß: Hm?
Johanna: oder sind so Mythen, was man alles mit dem Hund auch machen kann oder dem Hund auch geben kann oder auch beim Hund anwenden kann.
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: Ein Killerbeispiel für mich ist zum Beispiel gerade in der Erstversorgung von Wunden Sekundenkleber zu verwenden. Schon mal gehört? Du guckst so unglaublich.
Patrick Rüß: Herr, ja ich hab das schon gehört. Allerdings nicht beim Hund, sondern beim Menschen. Ähm, nein. Nein, bitte nicht. Bitte nicht. Was
Johanna: Hehehehehe
Patrick Rüß: soll ich dir dazu sagen? Bitte, bitte nicht. Also Sekundenkleber, meines Wissens, da muss ich jetzt wirklich weit ausholen. glaube, Sekundenkleber wurde sogar mal dazu entwickelt, Wunden irgendwie zu verschließen. Wurde dann
Johanna: Mmh.
Patrick Rüß: leicht abgeändert, es dann nachher auch in der humanen Medizin anwenden zu können. Kann mich jeder berichtigen, wenn ich da jetzt was Falsches erzähle. Das ist mein Wissenstand, die ich mal gehört habe. Ich würde das aber niemals in der Wundversorgung irgendwie anwenden. Ich würde immer gucken, dass ich tatsächlich dann was reinigen habe, Cholidate-Silberwasser, NACL, Kochsalzlösung, sowas. Und dann das ein bisschen spüle und dann aber auch ein Verband drauflege, weil es geht ja hauptsächlich auch darum, dass von außen nicht noch was reinkommt. Wenn wir das mal
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: weiterspielen, würde ich das zukleben, sind da ja auch noch Bakterien in der Wunde und die arbeiten immer ganz gerne und gut, wenn es dann noch warm wird und wenn es geschlossen ist, geht das irgendwann auf. Und dann ist die Wunde,
Johanna: Hmm...
Patrick Rüß: die da vielleicht vorher nur so klein war, im Inneren aber schon sehr tief. Das ist jetzt nur weiter gesponnen, deswegen sollte man da schon gucken, dass man schaut, dass man das einfach abdeckt. Dann ist auch immer die große Frage, trocken halten, feucht halten die Wunden. Im besten Fall natürlich feucht halten, das wird aber schwierig in der Versorgung. Auf jeden Fall darauf achten, dass der Hund sich nicht die ganze Zeit daran rumleckt. Das ist es auch.
Johanna: Ja, deswegen dann auch ein großes Thema. Wie sieht es mit Medikamenten aus? Also Schmerzmittel,
Patrick Rüß: Ja.
Johanna: die man sich selbst einwirft, sollte man nicht im Hund geben. Also lauter so Themen. Wie stehst du dazu?
Patrick Rüß: Ja, also Medikamente, ich zu Hause in meiner Apotheker-Schublade habe, die sollte ich, wenn ich dann vorher mit dem Arzt abgeklärt habe, natürlich an mir selber anwenden. Wenn ich weiß, dass ich eine Ibuprofintablette nehme, weil ich Kopfschmerzen habe und die hilft bei mir, dann nehme ich die. Wenn die bei mir aber hilft, gebe ich die bitte nicht meinem Hund, auf gar keinen Fall. Abgesehen mal davon, wird mein Hund mir wahrscheinlich auch nicht signalisieren können, dass er Kopfschmerzen hat, es sei denn es ist offensichtlich, dass er eine Kopfplatzwunde hat. Aber nicht Medikamente einfach von sich aus nehmen und beim Hund ausprobieren. gibt allerdings, gerade auch wenn es Vergiftung geht, es ja diese Geschichte, dass man da Kohletabletten nehmen kann
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: und bei Fremdkörpern, die verschluckt wurden, auch Sauerkraut geben kann. Das sind Hausmittelchen. Tatsächlich ist es so, dass es mit Sauerkraut schon Erfolge erzielen kann, wenn er jetzt ein kleiner Fremdkörper ist, vielleicht im Inneren Verletzung machen könnte, dass der so abtransportiert werden kann. Trotzdem muss ich dann schauen, dass ich meinen Hund nicht alleine lasse und unter Beobachtung habe. Mit diesen Diese Kohletablettengeschichte, da gibt es tatsächlich auch im Internet, da muss man mal gucken. Auf seriösen Seiten gibt es tatsächlich Rechner, wo ich errechnen kann, wie viel von einer Kohletablette gebe ich meinem Hund pro Kilogramm Körpergewicht, auch in einer Milligramm Anzahl, wenn es nachher diese Flüssigkohle oder auch diese Tablettenkohle da geht. Das ging es schon. Aber alles andere, da würde ich wirklich Abstand vornehmen und auch zum Desinfizieren, auch das, was ich für Menschen zum Desinfizieren... Es ist nicht immer gut für meinen Hund,
Johanna: Hm.
Patrick Rüß: Desinfizieren. Auch da sollte ich immer so bisschen drauf gucken. Also da würde ich wirklich schon empfehlen, schlaumachen. Im Endeffekt gucken, was ist
Johanna: Mhm.
Patrick Rüß: wirklich für Hunde geeignet und was nicht. Auf seriösen Seiten natürlich oder bei uns zum Kurs kommen. Wir gucken uns das an, wir haben Tabellen da, was ist gut, was ist schlecht. Und ansonsten keine Experimente zu Hause. Das wird nachher nur noch schlimmer und damit tue ich meinem Hund auch nichts Gutes. So gut ist es auch mein.
Johanna: also wir haben ja schon eine Menge jetzt heute gelernt und gehört und wie gesagt, es war für mich eigentlich echt die Inspiration oder nochmal der Weckruf, dass ich unbedingt auch mal bei euch einen Besuch abstatten sollte. Und jetzt kommt ja das Beste. Das Beste
Patrick Rüß: unbedingt.
Johanna: ist ja, dass es schon ein Datum gibt, dass es ja eigentlich
Patrick Rüß: Ja!
Johanna: wirklich schon einen Anlass gibt. Und ich bin mega happy, denn wir haben uns was, glaube ich, richtig, richtig Cooles überlegt.
Patrick Rüß: Ich auch.
Johanna: Ich glaube auch, denn am 28.11. ist Martin bei euch in Lübeck mit seiner neuen Tour Schluss aus, wo es auch noch Karten zu kaufen gibt. Ich glaube, für die ersten Termine gar nicht mehr so viel. Also man muss da mal schauen. Aber wir dachten, das kann ja nicht alles sein. Und deswegen
Patrick Rüß: Nee.
Johanna: haben wir gefragt, ob du an dem Tag zufälligerweise nachmittags schon Zeit hast. Und deine Antwort ist...
Patrick Rüß: Und soll ich dir was sagen? Zufällig hab ich Zeit an dem Tag. Ja. Ja.
Johanna: Ganz zufällig bist du auch in der Stadt, ganz zufällig. Und es wird immer besser. Wir haben den Veranstalter oder die Veranstaltungshalle, die Musik- und Kongresshalle bei euch in Lübeck mal gefragt, habt ihr vielleicht noch einen Raum irgendwo, den wir nutzen können? Und die haben gesagt, ja sicher. Und ja, du hast gesagt, lass uns doch einen kleinen Erste-Hilfe-Kurs am Hund dort vor Ort stattfinden lassen. Der Raum ist leider ein bisschen begrenzt, die Zeit auch, aber ich glaube, Du kannst auch viel Inhalt schnell vermitteln.
Patrick Rüß: Wir kriegen das hin.
Johanna: deswegen haben wir für ein paar Menschen Platz geschaffen. wir sind natürlich auch immer pro Tierschutz und denken auch, dass gerade Tierschützer ja häufig auch in solche Situationen geraten, schnell erste Hilfe leisten zu müssen. Deswegen war völlig klar, dass acht Plätze an das Lübecker Tierheim gehen. Aber
Patrick Rüß: Das ist es.
Johanna: zwei Plätze möchten wir auch an euch verlosen.
Patrick Rüß: So ist es.
Johanna: Und ich würde sagen, ich habe mir jetzt noch gar keine Bedingungen überlegt. Aber ich würde sagen, wenn man ein bisschen Werbung macht auf Instagram, vielleicht die Folge teilt, auch eine Person verlinkt, mit der man vielleicht teilnehmen möchte, dann finden
Patrick Rüß: Das klingt nach meinem Plan.
Johanna: wir, glaube ich, wir da ganz guten Weg da einfach zu losen. Und dann dachten wir ja, komm, wenn wir schon da sind, an einem Abend, findet auch noch die Show statt, dann ist ja völlig klar, dass wir... mit allen Mann und Frauen dann danach auch noch Martin's Show besuchen. Das heißt, die Tour-Tickets für den Abend sind da auch noch mit drin. Und ich glaube, dass wir da dann gemeinsam echt coolen Nachmittag verbringen. Wichtig ist, glaube ich, nur der
Patrick Rüß: Der Tag wird klasse.
Johanna: Hinweis, genau, ja, das sowieso. Wichtig ist, glaube ich, nur der Hinweis, dass wir mit der Anni als Hund vor Ort sehr gut schon ausgestattet sind und wir keine eigenen Hunde brauchen dann an dem Tag. Genau.
Patrick Rüß: Richtig. Ja, das wird ein super Tag. Erstmal vielen, vielen Dank. Wir freuen uns tierisch drauf und ich denke Martin auch. Also von daher, wer da ist, der wird ja auch dann einen schönen Tag bei uns haben und am Abend noch eine gute Vorstellung.
Johanna: Total, Genau, und für alle, die vielleicht jetzt bei dieser Verlosung kein Glück haben, ihr seid hier mit einem Stand auf Verordnungen, das hast du mir gerade eben erzählt.
Patrick Rüß: Ja, genau. Wir haben noch einen Stand vor Ort, da Fragen hat. Ich werde mich da wahrscheinlich dann auch mal blicken lassen nach der Show,
Johanna: Super.
Patrick Rüß: weil ich bin ja auch da. Dann können wir auch noch mal gezielt auf Fragen eingeben, interessieren uns. Ansonsten der DRK-Kreisverband Blübeck einfach mal anrufen, Nachfragen im Internet, schauen Instagram, Facebook einfach mal gucken. Ja, und wir freuen uns, wenn Leute kommen, wenn das Thema interessant ist und wenn wir ein bisschen für Aufklärung sorgen können, gerade in diesem verdammt wichtigen Thema. Denn nochmal, wenn ich einen Führerschein
Johanna: Mmh.
Patrick Rüß: mache, dann mache ich einen Ersthilfekurs. Hol ich mir einen Hund, eine Hündin, dann mache ich... ein erster Hilfe Kurs. Es ist freiwillig, aber trotzdem verdammt wichtig.
Johanna: Absolut, das ist ein richtig tolles Schlusswort. Vielen Dank, lieber Patrick, dass du dir die Zeit genommen hast und auch noch nehmen
Patrick Rüß: Sehr gerne.
Johanna: wirst. Echt super tolles, wichtiges Thema. Genau, und ansonsten, ja, teilt die Folge auf Instagram, markiert jemanden und dann seid ihr im Losthof und dann sehen wir uns ja vielleicht alle in Lübeck und wenn nicht, macht alle schön den Erste-Hilfe-Kurs.
Patrick Rüß: Vielen, vielen Dank. sehen uns in Lübeck. Wir freuen uns drauf.
Johanna: So machen wir es. Bis dann.
Patrick Rüß: Ciao!