Aufrechte Demokraten· Folge 36

Die traurige Gegenwart des Lesens & das große Thema Gooning

Dienstag, 2. Juni 2026 · 1 h 12

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Shownotes

Warum die Verlagsbranche an der medialen Gegenwart scheitert und warum man den Goonstate im Cuckchair nicht so einfach erreichtOle hat “Die Zukunft des Lesens” von Christoph Engemann gelesen und findet: Da geht es viel zu wenig um die tatsächliche Zukunft des Lesens. Alles muss man selber machen (das ist Foreshadowing für später) und daher spricht Ole über die Rolle von Texten in der medialen Moderne und darüber, wie sie vielleicht etwas breiter gelesen werden könnten.
Was zum Geier ist Gooning? Die wenigen Glücklichen, die bisher noch nicht mit diesem Konzept konfrontiert wurden, werden heute viele schöne neue Begriffe lernen: Cuckchair, Goonstate, Gooniverse. Simon verspricht: All das macht Sinn. Er spricht über seine ersten Berührungspunkte mit Internet-P0rnographie und was die passive Rolle, die man beim Konsumieren dieser Inhalte einnimmt, bei den Konsumenten bewirkt.
Der besagte Essay: harpers.org/archive/2025/11/the-goon-squad-dan…

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Leute, Leute, Leute, Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gun rechte Gun mokraten ich begrüße dich ohne wo erreich ich dich in deinem? Gun Cape. Aus welcher Gun Cape? Hey. Aus welcher, aus welcher Gun, aus welcher Gun Cape erreichst du mich heute? Boah, ich hab wirklich gerade gedacht, als ich deine Stimme gehört habe.

Wow, so heterosexuell hat Simon David Dressler schon lange nicht mehr geklungen, ist ja furchtbar. Ja, normalerweise Kling ich bei dir nicht so heterosexuell. Vor allem, weil heute der erste. Juni ist, ich meine es ist Pride month. Oh mein Gott. Wissen, es ist eigentlich wieder. Oh mein Gott, ja, ein Monat nur für dich, Ole.

Wow, ich fühle mich geehrt und so weiter ich hab heute schon etwas hämisch gepostet, dass ich mich schon wieder freue auf ja die spannende und noch nie dagewesene Diskussion, ob Kings auf den CSD gehören, weil. Ja, als ob wir nicht die letzten Jahre jedes gottverdammte Argument dafür oder dagegen gehört hätten. Und ich kann es wirklich, ich kann es nicht mehr ertragen. Also das ist wirklich, da merkt man, dass Social Media einfach überhaupt keine Archivfunktion hat. Also ich meine, alles ist verfügbar, aber offensichtlich ist nichts mehr auffindbar oder Diskurse werden überhaupt nicht in dem Sinne archiviert ist, dass sie auch wirklich wachgerufen werden, wenn man sie braucht, sondern es muss jedes Jahr aufs Neue geführt werden,

exakt die gleichen Argumente, da hat sich, da erinnert sich gar nichts dran. OK. So ermüdend. Ja nee, check ich muss ich mal. Ne Frage. Zu stellen, ob also ganz kurz, ich muss jetzt grad noch kurz ranten, ja ob Kings auf CSD gehören oder nicht, i don't give a damshit ich mein es ist sind politische Demonstrationen und da ist viel wichtiger die Frage, wer da mitläuft, wer da mit nicht mitläuft, welche politischen Forderungen werden gestellt und wo finden die statt. Wir brauchen nicht noch mehr CSDS in Köln oder in Berlin, da ist schon vieles, läuft schon vieles und so weiter Leute Fahrt bitte.

In Städte, die es wirklich brauchen, Fahrt nach Chemnitz, Fahrt nach Bautzen, die brauchen richtig Support und ob da jetzt n paar Papis mitlaufen oder nicht, ein Kundenkerless ist mir wirklich wirklich egal. Und diese andere Frage ob dann Kings offen CSC ist, ob man die ausleben sollte oder nicht ich mein ist ne politische Demo ja also Sex haben kann man im Schlafzimmer wenn Leute da in den entsprechenden Outfits rumlaufen, wen juckt es? Ich bin dagegen, dass man nackt auf Demos ist, einfach ne, weil das ist immer noch in der Öffentlichkeit, das finde ich geht nicht.

Aber der Rest, was soll das? Also ja, würdest du vielleicht du? Würdest du würdest auch sagen, kein Gooning auf der Demo? Ich würde auch sagen, definitiv kein Gooning auf der Demo. Also sexuelle Handlungen sollen bitte im Gooncale stattfinden, ja. OK, also du merkst, du merkst, ich bin in Goonlaune heute.

Du bist in Goonlaune. Richtig, ich bin richtig, aber ich bin richtig feiert. Ich bin richtig, feiert, aber ich möchte zuerst von deinem Thema hören, ich möchte mich noch so n bisschen edgen davor. Dass ich dann quasi, also eben quasi in den Goon State komm, dass er, ich schwöre, dass er wird alle Sinn ergeben, das wird alles.

Für alle, die Leute, die Sinn ergeben, auch das wird noch, auch das wird noch erklärt, werden es. Wird noch ja und ihr werdet euch wünschen. Hoff ich zumindest. Ihr werdet euch wünschen, dass ihr es nie gehört habt, aber davor, bevor wir den Goon State erreichen, freu ich mich von dir zu hören. Ja, bei mir geht es tatsächlich auch um States um.

Immersionen vielleicht, ich möchte erneut über das Lesen sprechen, denn ich habe jetzt einen kleinen Aufsatz gelesen von Christoph Engemann, der ist glaub ich 2025 erschienen. Muss ich gleich noch mal nachgucken oder 26 auf jeden Fall aktuell und er heißt die Zukunft des Lesens ist erschienen bei Matthes und Seitz und ist wirklich so n in fröhliche Wissenschaft weißt du diese kleinen Essaybändchen vielleicht 150 Seiten oder so aus die Ecke und ich hab das gelesen, weil ich etwas über die Zukunft des Lesens erfahren.

Wollte, weil ich ja selber ne sehr aktive Leserin bin, weil ich Bücher über alles liebe, weil mein Kontext sich viel um Gelesenes und Gedachtes dreht. Was ich gelesen habe. Ich war so n kleines bisschen enttäuscht, muss ich sagen, denn über die Zukunft des Lesens hab ich nicht besonders viel erfahren, aber tatsächlich viel über die Gegenwart des Lesens, das ist jetzt auch nicht uninteressant, aber ja, war nicht ganz das, was ich erwartet hatte, ich würde trotzdem gern so n bisschen darlegen. Worum es in diesem Essay eigentlich geht, was so die die Hauptthesen sind oder auch die Thesen, die ich am interessantesten fand, und da muss man erstmal von n paar Grundprämissen ausgehen, die das

prägen, was er dann an Thesen aufstellt, nämlich zum einen die Tatsache, dass wir eine historisch hohe Alphabetisierungsrate haben. Also es ist ja wirklich so. Ich meine lange in der Gesellschaft war es eben so, nur die wenigsten hatten Zugang zu Bildung und dazu schriftkultur, und das sieht heute ganz anders aus.

Wir sind ständig umgeben von Text, wir haben ja wirklich auch schulpflichten, die umgesetzt worden sind, also da ist in den letzten 100 Jahren unendlich viel passiert, und jetzt an diesem Punkt, wo eigentlich potenziell so gut wie alle in der Bevölkerung lesen können, ich meine ja, gibt immer noch irgendwie glaub ich 10%. Funktionale Analphabeten ich wollt euch jetzt auch nicht die Zahlen um die Ohren knallen, weil es ist völlig irrelevant, also in historisch hohen Alphabetisierungsraten haben wir trotzdem ständig fallende Leseraten. Also der Buchmarkt ist ja relativ im Arsch, also ich mein, Ich krieg das selber mit als schriftstellende Person, es ist wirklich also die, die die Erstveröffentlichung gehen zurück und es werden immer

weniger Bücher verkauft, immer weniger gelesen, also bis eben auf wenige Genres wie irgendwie dieses Young and Day, Dark Romance Sache, wo du halt noch Wachstumsmärkte hast. Geht es noch voran? Aber im Großen und Ganzen geht es dem Markt nicht gut. Auch dem unabhängigen Buchhandel geht es ziemlich schlecht, da sind ständig Ladenschließungen n paar Mutige, die sogar noch gründen, aber das wiegt nicht auf, dass die Insolvenzen hier größer sind als als die Gründungen und aus dieser Gemengelage leidet er erstmal.

Oder also oder in dieser Gemengelage formuliert er einige Thesen oder einige Beobachtungen, und zwar die erste ist, und die ist vielleicht n bisschen kontra intuitiv, er sagt Text. Ist heute wichtiger denn je. Noch nie war so n Text so wichtig wie heute, obwohl wir sinkende Leseraten haben, weil ja das Buch ist vielleicht nicht mehr das zentrale Ziel der Leute, die lesen, also das Buch wird immer unwichtiger, aber, und es ist ja noch nach wie vor auch ne wichtige. Also das Buch ist auch ne wichtige Autoritäts. Instanz also natürlich Bücher lesen heißt heute immer noch man ne man kriegt so nen gewissen Status und es strahlt etwas aus, man wird entsprechend eingeladen, man wird ernster genommen, man kann sich anders

präsentieren, aber das Buch ist nicht mehr ne Autorität, die deswegen da ist, weil sie dann auch gelesen wird und weil sie sich verbreitet und weil es wichtig ist, sondern es ist einfach nur noch wichtig, dass man ein Buch geschrieben hat. Das ist viel wichtiger als das, was in dem Buch eigentlich drin steht oder dass es eigentlich gelesen wird.

Ja, voll. Ich mein, da fallen mir diverse Influencerinnen ein, die tatsächlich einfach überhaupt nichts Interessantes zu melden haben, aber die n Buch geschrieben haben und das ist meine Vermutung, die richtig ist, dass sie einfach n Buch geschrieben haben, damit sie nicht mehr als Influencerinnen eingeladen werden, sondern als Influencerinnen und Autorinnen. Ja, das ist auf jeden Fall ein Punkt, weil ich meine Influencerin zu sein, ist ja auch relativ unrühmlich, so als Beruf, weil dann immer nur an denken, dass man irgendwelche Produkte in die Kamera hält und sich irgendwie ständig verkauft. Ich meine, selbiges sehen wir auch bei Politikerinnen, also die beschreiben ja auch ständig

Bücher, das. Schließt sich mir aber nicht ganz, weil da die müssen sich ja nicht mehr profilieren. Also Robert Habeck quasi, warum der noch mal im Wahlkampf seine Zeit damit verbringt, weil da glaub ich wirklich, dass er die Bücher selber schreibt und kein Ghostwriter. Der ist viel zu eitel dafür, warum der noch mal die Zeit damit verbringt, ein Buch zu schreiben.

Also wem will er damit was beweisen, also oder oder an wen ist das überhaupt Gericht? Ja, ich glaube, da sind wir einfach nicht die richtige Zielgruppe. Tatsächlich, weil wir zu sehr Aussagen von Politikern und Politikerinnen über Social Media eh durchgefiltert mitkriegen. Aber es gibt durchaus ja noch andere Milieus, wo glaub ich, das Buch auch noch mal ne andere Instanz hat, also so als also als Autorität. Na wie dem auch sei, trotzdem ist die These des Autors, auch wenn das Buch nicht mehr gelesen wird und nur noch so als sowieso ne graue Eminenz so im Hintergrund waltet, obwohl graue Eminenz machen die ja was, ne, du weißt schon, das Bild war vielleicht n bisschen schräg, ist der Text trotzdem wahnsinnig wichtig, denn wir leben in einer

Zeit, wo alles, was in irgendeiner Weise an Content produziert wird, auch akustisch auch Videocontent transkribiert wird, auf der einen Seite, was sicherlich auch mit rechtlichen. Dingen zu tun hat also, dass Plattformen dafür sorgen müssen, dass eben keine illegalen Inhalte publiziert werden. Und deswegen ist es von maßgeblicher Wichtigkeit, auch zu wissen, was dort gesagt wird, unter Umständen halt Filter drüber zu laufen zu lassen. Und wir haben natürlich n Zeitalter, in der Menschen wahnsinnig viel Chatbots oder Large Language Models aller Art benutzen, also auch hier.

Ist Textzentral und natürlich was auch irgendwie interessant ist in Kommentarspalten. Also ich meine ja Kommentarspalten wurden jetzt auch so n bisschen geöffnet für gifs und für Bilder und so, aber tatsächlich sind ja die Plattformen eigentlich immer so strukturiert, dass mit allem, allem allem mit Text geantwortet wird, was ich auch interessant finde, so zu oder zum Beispiel auch so auf.

Also ich hätte zum Beispiel das Gefühl so auf auf Twitter. Und auch bei youtube ist das Verwenden von Emojis sehr ungewöhnlich und ja, eher so. Gilt nicht als gute Sitte, ja total. Warum das so ist. Ich? Nee, tatsächlich nicht, aber es ist mir bei Twitter auch schon aufgefallen, dass Leute mit sehr wenigen Emojis nur arbeiten. Vielleicht ist es auch unsere Bubble, also ich mein, du bist ja seit neuestem auch sehr aktiv auf Twitter, was ich fantastisch finde.

Also Twitter ist einfach n viel besserer Ort mit Ole Liebe dort aber. Ich, ich, ich glaube, also ich es ist, es wird zum zum gewissen Grad unsere Bubble sein, also quasi so irgendwie linkspolitisches Twitter und wenn man zum Beispiel in so irgendwie die irgendwie bisschen so Millennial Jen x Bubble reingeht, OK die dann so weiß ich nicht n Bild von Ihrem Kaffee posten morgens und dann so drüber schreiben, Kaffee Fragezeichen, Kaffee Ausrufezeichen und dann noch so dieser Sleepy Head Emoji weißt du also da ist es glaub ich viel noch präsenter.

Als jetzt bei bei so ganz sag ich mal ja keine Ahnung trockenem Linkedin Politik Diskurs aber im in in General würd ich dir zustimmen. Ich kann aber auch nicht beschreiben woran es liegt. Nun gut, auf jeden Fall. Wie gesagt, es gibt Transkriptionen, es gibt LNMS und Chatbots, es gibt auch Suchmaschinen, die schlicht und ergreifend das alles tracken soll.

Ich meine, ob es jetzt bei Spotify Songtexte sind oder bei youtube irgendwelche Videocontent oder schlicht und ergreifend auf Google, also auch Suchmaschinen arbeiten immer mit Text, einfach weil das algorithmisch Verarbeitbar ist. Das ist so die erste These. Text wird immer wichtiger, die zweite ist, und da kommen wir jetzt schon so n bisschen mehr in das Lesen rein und nicht nur in den Text, dass das lesen heute, wie er sagen würde, eine Immersion geworden ist, also nicht eine Immersion, also, die ist immersive ist ja das.

Wo du dann wirklich eingesaugt wirst in dieses Buch, wo es darum geht, dass du auch körperlich in den Zustand gerätst, wo du verharrst, wo du dich hinein versengst. Du bist ganz ruhig, du bist konzentriert, du kannst nur diese eine einzige Tätigkeit machen des Lesens, also OK, ich muss vielleicht dazu sagen, ich bin so n Typ, ich hab mir schon sehr früh angewöhnt, dass ich im Gehen lese.

Das ist doch verrückt. Also das das wirklich Crazy. Das mach ich aber schon immer. Also ich. Find es auch tatsächlich. Ich find es tatsächlich richtig gut. Also ich hab auch gleichzeitig so n Hundescheiße Scan entwickelt, dass ich jetzt nicht in jedes Näppchen Slash Hundescheiße Reintrete, aber schon als so in Teenagerjahren. Also bin ich wirklich durch die Felder und die Wiesen gewandert und hab Bücher gelesen.

Das ist wirklich krass. Also das wusste ich auch nicht über dich und das verändert mein Bild von dir auch nachhaltig gerade. Also ich kann auch im gehen einfach besser lesen. Also es beruhigt mich in diesem gleichförmigen Schwingungsverhältnis des Gehens so zu schreiten und ist wieso n Geber? Ich kann auch besser denken, wenn ich laufe, krass.

Also ich glaub ich kann ich. Ich glaub ich würde gerne relaten ich glaub ich kann nicht so ganz relaten weil ich glaub laufen gerade für mich mit so einer Gehbehinderung noch mal so einfach passiert was unrhythmischeres ist. Also was was nicht einfach so nebenbei passiert, sondern was. Würd ich sagen, einfach n wahrscheinlich n größeren Teil meines Gehirns dann doch irgendwie beansprucht.

So ich glaube aber so, ich kann auf jeden Fall die Vorstellung so romantisieren, ich kann sie nur sehr bestärkt, also nicht nachempfinden. Ja. Ich meine du, du machst ja auch bekanntermaßen viel Sport. Ich mach bekanntermaßen gar keinen Sport und deswegen hab ich einen unendlichen Bewegungsdrang.

Eigentlich müsste ich dringend Sport machen, weil mein ganzer Körper schreit eigentlich danach, aber das führt bei mir eher dazu, dass ich halt wieso n Flummi kaum 5 Minuten still sitzen kann. Ich muss eigentlich die ganze Zeit irgendetwas tun und deswegen ist das lesen und das gehen für mich eigentlich ne sehr schöne Doppelbetätigung von Hirn und Körper ich so, ich mein da wo ich wohne ist auch relativ steil, das geht ja richtig die Hügel hoch, also man kommt ins Atmen sag ich jetzt mal ja. So, das wäre die aber die Immersion in der Regel eher n Zustand der Versenkung und der Ruhe. Die Immersion bezeichnet eben die Auslagerung der Immersion an andere, also die Immersion ist das Abspalten des körperlich immersiven Zustands des Lesens

an an eine unbeteiligte Dritte, in den allermeisten Fällen heute Leute, die Vorträge halten oder die Podcasts machen, wir sitzen hier. Vor unseren Mikrofonen sind konzentriert, haben unsere Notizen, reden hier. Wir können uns nicht wegbewegen. Ich kann jetzt leider nicht spazieren gehen, wär auch mal interessant, aber ich also ich bin na OK, in einem Gespräch vielleicht noch noch weniger als vielleicht auch in einem Monolog, aber sind sind wir in einem eher immersiven Zustand. Die Leute, die uns hören, können alles nebenbei machen, die können staubsaugen, die können Auto fahren, die können Sport machen so also.

Und diese die Informationen und die Gefühle und die Stimmung, und zwar die wir vermitteln, vermitteln wir akustisch. Das ist jetzt nur erstmal ne ne vielleicht n bisschen so ne medienwissenschaftliche Beobachtung, ja die Immersion, die Immersion, die Auslagerung von körperlichen Zuständen, aber es verändert doch tatsächlich sehr stark die Art und Weise, wie Menschen heute Informationen wahrnehmen, also das Buch als Medium der der Informationsvermittlung ist einfach. Nicht mehr so effizient genug oder ist nicht mehr zeitgemäß genug.

Es gibt einen Artikel, den ich gefunden habe von Sasha Chapin, der im Mai 2023 veröffentlicht wurde und der trägt den Titel Books Are Subjectivity Merching Devices Not Efficient Information Transfer Devices, also Bücher sind sind Deviced, also Geräte klingt in Deutschland immer so n bisschen. Bisschen oll, also bisschen nach Gatten gattengeräten, aber na ja, device es also Bücher sind device es, die die Subjektivität verschmelzen lassen, also die nicht Informationen überliefern, das ist so die Hauptthese in diesem kurzen Essay, den er schreibt, weil er meint, Na ja, gut, also wenn es jetzt nur um Informationsvermittlung geht, da können wir uns alle auch blinkes runterladen und brauchen auch überhaupt keine Bücher mehr zu

lesen, sondern kriegen einfach nur noch kurz Zusammenfassungen, was Bücher ja erlauben in dieser Immersion. Ist ja ne andere Form der Verschmelzung mit der subjektiven Perspektive der Autoren. Also du gehst, wirst Reingesaugt in diese Welt, in diese Art zu sprechen, in diese Art zu denken, in diese Art, Querverbindungen zu ziehen. Es ist nicht nur die reine, die reine Übertragung von Informationen, so ich hab das so gelesen und dachte, na ja, aber sind Podcasts nicht noch viel stärker in dieser Weise? Subjectivity Merching, weil ne Stimme und n Gefühl und n Austausch noch eigentlich viel präsenter ist. Also in unserem Podcast geht es ja nicht nur darum, dass wir Informationen vermitteln, das

könnte man ja auch in der Bullet Point Liste machen, sondern es geht ja darum, dass wir auch mit unseren Gefühlen dabei kommentieren eigentlich und uns aufregen, ne und Sprüche bringen und so also. Eigentlich ne Reaction, meinst du also quasi, dass wir im Prinzip ne Reaction auf unsere vorbereiteten Notizen machen? Auf unseren eigenen Content eigentlich ja, ja, also es ist eigentlich, ich finde es eigentlich sogar noch noch noch stärker eigentlich als das, als das Buch, der Podcast, und dann dachte ich mir, ja da da ist, da ist irgendwas drin, also es ist. Es ist nicht nur die effizientere Informationsvermittlung, die durch Podcasts erfolgt, einfach weil du irgendwie schneller unterwegs machen kannst, weil es n bisschen kondensierter ist und

so, weil du n bisschen effizienter auch noch nebenbei deinen Haushalt machen kannst und noch Informationen aufnehmen kannst. Also wenn du jetzt praktisch ne Familie hast, ja oder nen langen Job oder so und du hast und du musst Auto fahren zum Beispiel zu deinem Job und kannst nicht öffentliche Verkehrsmittel nehmen, dann bleibt oft die Zeit nicht. Du musst ja auch dir wirklich Raum schaffen um eine Tätigkeit zu vollziehen, die keine alternativen Duldig, die wie ein eifersüchtiger Gott dich in Besitz nimmt. Das lesen, das ist nicht allen Menschen gegeben und deswegen würd ich sagen, ja, das ist also er wertet das glaub ich schon, also der Autor Christoph Engelmann, dass er diese Emersion schon n bisschen, dass

da was verloren geht, und ich würde sagen, ja, es ist nicht so ganz einfach, aber das ist so die nächste These, dann kommen wir zur dritten These, es wird dann später zusammengeführt, keine Sorge, die dritte These ist, dass lesen heute maßgeblich schreiben bedeutet, und zwar sagt er wo. Findet denn heute die Konfrontation mit Text statt, wenn Bücher immer unwichtiger werden und Texte immer wichtiger? Heißt ja trotzdem, dass Text einfach präsent ist. Text findet vor allem statt in Chats oder auf Arbeit, von mir aus in e Mails oder Teams oder irgendwelchen anderen Horrorprogrammen, die uns und unsere Gehirne quälen oder eben ja mit Chat, GBT oder Cloud oder irgendwelchen anderen elements und und Kommentarspalten, das

heißt? Die Konfrontation mit Text findet in interaktiven Medien statt. Wenn wir Text lesen, sind wir in aller Regel dazu aufgefordert, selber Text beizutragen, zu antworten, zu reacten, auf diesen Text irgendwie zu zu, zu reagieren. Ich meine, selbst auf dieser Chattebene hast du ja noch ne Stufe, die für OK bei dir, nicht, bei dir nicht, gell, und zwar der readstatus du hast ja glaub, ich ist überall.

Ausgestellt alles aus. Ich hab also auf whatsapp und Signal glaub ich. Auch also ich weiß nicht, wann jemand online ist. Ich weiß nicht, wann jemand etwas gelesen hat, niemand weiß, wann ich etwas lese und das ist für mich, das ist für mich Freiheit. Ah OK, interessant, vielleicht wollt ich das auch mal ausprobieren, weil ich hab das noch nie angeschaltet.

Ich hab immer Reachstatus drin und. Also es ist ganz fantastisch. Das ist ganz. Fantastisch. Ich glaube also, das hab ich auch schon echt lange, also viele viele Jahre und ich glaube es kommt noch so n bisschen aus einer Zeit wo ich noch. Bei meiner Mutter gewohnt hab und es vielleicht auch so n kleiner Impuls war. Von wegen ich will den nicht unbedingt, dass meine Mutter sehen kann, wann ich das erste Mal online war, so halt aus so ner Teenagerzeit und ich glaube das hat sich so n bisschen in mein Erwachsenenleben so rein translated, dass ich das halt einfach gut finde, wenn meine meine oder die Zeiten wann ich mein Handy in der Hand hab und wie ich mit meinen. Meinem Handy als Kommunikationsdevice umgehe einfach undurchsichtig gegenüber

anderen Menschen ist und ich man dadurch auch weniger so Gefühle von man ist so reingeprashert jetzt jemandem zu antworten und so, das bekommt man einfach nicht oder weniger wenn wenn wenn man diese Erwartungsebene gar nicht drin hat. Von wegen also die Person hat gerade gesehen, Oh zuletzt online so und so, aber dann hat die ja meine Nachricht auch gesehen, die Person. Und warum antwortet die Person mir jetzt nicht? Und da kommt man dann gar nicht erst rein und vor allem auch man selber, also ich selber nicht bei anderen, weil ich seh es ja auch jetzt bei anderen nicht und dann ist es so einfach. Ah ja, und schreibt jemandem und wenn die Person antwortet dann gut und ne wenn halt paar

Stunden oder Tage vergehen, dann ist es so, aber dann da werden ganz viele Erwartungen eigentlich rausgenommen, das find ich ganz fantastisch. Ja, dann würd ich sagen, startet das Experiment ab heute. Abend und ich werd mal. Und ein weiteres, ein weiteres Experiment, das ist richtig lustig, weil meine meine gesamte Karriere hat ja damit begonnen, dass ich n Praktikum bei der Bild Zeitung gemacht hab vor 7 Jahren und da so n Schneeballsystem investigated hab oder für n Artikel recherchiert hab und dann war ich da auch auf so Seminaren so richtig undercover.

Und da wurden dann immer so, irgendwie so, so wahnsinnige Speaker sind da halt aufgetreten, haben so Schneeballsystemkram geredet und der eine hat gesagt, ja, also n Teamleader, der halt damit angegeben hat wieviel Geld er verdient und so weiter und sofort wieviel Leute er angeworben hat und er meinte einer seiner quasi erfolgsaspekte oder einer der Punkte die ihn erfolgreich machen ist, dass er alle Chats auf whatsapp, die er beantwortet hat archiviert er. Und er hat nur die Chats quasi sichtbar, denen er noch nicht geantwortet hat.

Und dadurch vergisst er niemals, einem seiner Teammitglieder zu antworten und kann die quasi alle so an sich binden. Also das war für ihn halt wichtig als Schneeballsystem, als hohes Tier in einem Schneeballsystem, so ist ja niemand interessant, da hab ich mir so gedacht, Hey genial. Und seitdem mach ich das seit 7 Jahren hab ich quasi nur die Chats in whatsapp, die ich noch nicht beantwortet hab und dadurch vergesse ich einfach. Nicht jemandem zu antworten.

Das heißt, wenn wenn das hier jemand hört, dem ich mal nicht geantwortet hab, dann war es on purpose. Nein, Spaß und. Wow. Aber, aber das ist und und wenn die Leute einem wieder schreiben, dann kann man halt so einstellen, dass die Chats wieder auftauchen auf, dann werden die quasi aus dem archivierten Ding raus und dann kann man beantworten, dann wird es wieder archiviert und das fantastisch.

Ich benutz n Chat aggregator Beeper heißt der BEEPER und da kann man halt Signal, whatsapp und Telegram, weil ich alle. Ziemlich agnostisch. Verwende und I Messages auch zusammensetzen und dann hast du halt eine einzige Chat Oberfläche und dann kannst du auch diese Chats archivieren. Ja das ist für mich tatsächlich ziemlich entspannt, weil ich halt einfach alles auf einen Blick habe und ist nicht so nervig, also gerade auf dem Computer.

Ja. Beim Handy kann man n bisschen schneller switchen oder man macht es einfacher mit den Notifications. Zurück zu dem Text. Also die These ist ja, wenn wir eben heute konfrontiert sind mit. Lesen. Dann heißt es in der Regel, Wir sind aufgefordert, selber zu schreiben oder darauf zu reagieren und das ist auch n Phänomen, was vielleicht erklären könnte, warum Verlage heute, obwohl das Buch immer unwichtiger wird, immer weniger Leute lesen, Sie immer mehr Manuskripte kriegen, also sie werden praktisch überschwemmt mit Manuskripten, die meisten Verlage überhaupt keine Kapazitäten mehr, das auch nur annähernd zu lesen, obwohl es ja eigentlich ihre hoheitlichste Aufgabe wäre, das zu tun, aber nein.

Manuskripte werden geschrieben, noch und nöcher. Das heißt nicht, dass die Qualität immer entsprechend mitgestiegen ist, weil um zu schreiben, sollte man auch lesen, da gab es ja auch entsprechend mal so bisschen diese Diskussion, gerade was so substake Blogs angeht, dass es doch besser wäre, wenn die Leute mal etwas mehr lesen würden, bevor Sie schreiben, aber gut und und dann ist ja die Frage, wozu führt das Ganze? Und da bietet uns Christoph Engemann am Ende des Buches er wirklich auf den allerletzten Seiten eigentlich die These ein, mit der man meiner Ansicht nach das Buch hätte starten müssen. Also das hätte man, was ich jetzt hier dargelegt habe, in irgendwie einer Viertelstunde

hätte man kurz zusammengefasst und auf die ersten 20 Seiten ballern können und dann rein in den Text, in die Zukunft des Lesens, das müssen wir vielleicht gleich n bisschen machen, und zwar hat er auf den letzten Seiten diese These, dass es ein eine Art neues Latein gibt, also Latein als. Gleichzeitig Leo Franka also als Sprache, die überall gesprochen wird und gleichzeitig die aber als Schriftsprache nur den allerwenigsten verständlich ist und nur von wenigen gedeutet wird. Also, das lesen würde seine Gesteile These sein, wird wieder klerikal, also man hat sowieso ne Art geistige Kaste, ganz wenigen in einer Gesellschaft, die noch regelmäßig und viel lesen und insbesondere sind es eben die Leute. Die halt dann besonders

prominent sind und n bisschen auch klerikal auftreten, an die das Lesen ausgelagert wurde. Also die diese immersiven Formate wie Podcasts betreiben. Ja, also da haben wir ja genau diesen Punkt, Leute lesen nicht mehr selber, Sie hören Podcast von Leuten die selber lesen oder selber auch Bücher geschrieben haben oder Bücher empfehlen und wir wenn wir jetzt zum Beispiel auch Literatur zitieren oder oder Bücher empfehlen.

Dann richten wir uns ja auch an potenziell Lesende. Wir erhalten unsere Autorität über unsere Belesenheit oder über unsere Schriftstellerei, aber das, was wir dann praktisch durch Bücher oder durchgelesen, ist an unsere Zuhörerinnen weitergeben, führt halt nicht automatisch dazu. Also vielleicht bei Podcast Aufrechten Demokraten, aber als Gesellschaftsdiagnose vielleicht nicht.

Dass tatsächlich das gelesen wird, worüber wir sprechen, oder dass man das irgendwie lesen Nachvollzieht, weil das eben nicht mehr der Punkt ist, also, der die letzten Zeilen sind mehr oder weniger, dass sich diese, dass dieses, dieses neue Latein und diese neue klerikale Kaste nur noch eben an potenziell Lesende richtet, die aber selber alle nicht mehr lesen, das wäre jetzt die Überspitzte These, also, die die Zukunft des Lesens ist eigentlich n Outsourcing von lesen.

Und ich dachte mir, ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, klar, das muss man in einem Essay bisschen scharf formulieren, aber tatsächlich wäre doch die spannende Frage gewesen, wenn wir sehen, dass Text immer wichtiger wird, wenn wenn Informationen heute auf vielfältige Weise auch unterwegs und bei anderen Tätigkeiten auch. Durchgeführt werden und das lesen, also wirklich das sich hinsetzen und verharren und immersiv etwas aufnehmen, nur noch eine Möglichkeit von vielen ist. Wenn Leben lesen heute heißt, dass es immer interaktiver wird, also dass wir ständig auch schreibend kommentierend Reactend begleiten und auch sehr viele Podcasts gibt, die selber Lesestoff vermitteln, dann muss doch die Frage sein, wenn wir das richtig ernst nehmen, diese

diese Veränderung des Lesens, wie müsste sich jetzt nicht. Also nicht, wie verändert sich das Lesen und den Niedergang des Buches, sondern wie müsste sich das Medium Buch eigentlich verändern? Also ich meine, ich lese immer mit Stift immer, das heißt, ich bin ja schon in einem Modus, dass mein Lesen auch ein Schreiben ist.

Ich schreibe ins Buch, Ich mache markierungen, ich mache mir Notizen, danach nehme ich dieses Buch und übertrage es, also fast jedes Buch in einen in einen Notiz. Also in den in den Note of Obsidian, das ist mein notebooking Tool, so alles in Mackdown kann ich irgendwie auch in irgendwelche LLMS noch kippen mir auch noch mal anders umstrukturieren, für irgendwelche Skript verwenden oder so. Da würd ich mir auch wünschen, dass ich ne andere Referenz habe.

Ich finde e books irgendwie n schwieriges Format, manchmal hab ich auch nur E books die ich kaufe, da weiß ich nicht genau wie ich Seitenzahlen referenzieren soll, ne wenn ich das sauber zitieren möchte, das ist alles nicht so easy da da merk ich da ist noch voll die krasse Reibung ich ich hab n ich kauf n Buch im Laden und verstehe nicht warum ich da nicht auch das Hörbuch mitkriege weil ich ja auch ab und zu nicht lesen kann auch ich bin ja n Mensch der arbeiten muss ich bin ne Person die sich um irgendwie Sachen kümmern muss ich also ich bin froh, dass ich heutzutage die Möglichkeit Zeit habe, Informationen auch auf andere Art Weise aufzunehmen und da würde ich sagen, ich, ich würde halt gerne neue digitale Formate

haben, ich meine, ich lese jetzt zum Beispiel gerade von Heiner Flassbeck, Grundlage einer relevanten Ökonomik, das ist n richtig knochentrockenes Fachbuch, also das richtet sich definitiv nicht an Laien, ich ich bin aber trotzdem als interessierter Laie. In der Lage, dieses Fachbuch zu lesen und wenigstens grob zu verstehen, also jetzt nicht in einem kritischen Sinne. Ich kann nicht sagen, ob das völliger Mumpitz ist oder nicht was was flasbeck da schreibt, also es gibt ja, der ist ja ziemlicher outside, es gibt Leute, die man absolut furchtbar finden, also mir egal, ich kann es trotzdem einfach nur, ich kann nur seine Argumentation nachvollziehen, weil ich nebendran NLLM habe und sagen

können, ey warte mal, wenn der Zins irgendwie hier fällt, warum steigen dann da die Nachfrage nach Kredite oder irgendwie so etwas? Bitte erklär mir das noch mal. Und dann? Ich meine so solches wirtschaftswissenschaftliches standardwissen, was ich nicht habe, weil ich es nicht studiert habe, kann ich trotzdem mir gut aufbereitet über n Chatbot erklären lassen, oder?

Für mir ist ne kurze Google suche und kann in diesem Buch ganz anders arbeiten, ganz anders mit diesem Buch arbeiten und da würde ich mir eigentlich wünschen, dass da viel mehr drüber nachgedacht wird, wie das gehen könnte. So also diese, diese dieses konstruktive vielleicht, das hat mir in dem Buch sehr gefehlt. Was ich allerdings aber auch sehe, und da stimme ich dem Buch wieder zu, auch in dieser etwas pessimistischen Lektüre, dass ich heute nur noch an potenziell lesende gewandt wird, die alle aber gar nicht mehr lesen, ist so n Phänomen auf Book Talk immer diese scheiß Listen zu machen, doch ich bin froms. Ich, ich habe, nee, nicht mal tropes, nicht mal tropes wäre eine Sache, wo ich sagen würde,

OK, wirklich diese ganzen Romance Bücher, die drehen sich ja um tropes, also das ist ja tief verankert in diesem literarischen Genre, dass es ganz starke Konventionen gibt, wie eine Handlung erzielt wird und diese leichten Variationen das Ganze ausmachen. Nee, ich meine wirklich bookfluencer egal auf Instagram oder auf tiktok, die.

Sowas machen wie 5 feministische Bücher, die sich mit sexueller Gewalt zu beschäftigen oder meine 7 Lieblingsbücher letzten 20 Jahre oder 10 must streets, wenn ihr der Vollfremd. Oder 10 Bücher. Und je nachdem, wie stark ich lächel, desto besser hat mir das Buch gefallen. Furchtbar, so kurze Rezensionen, die irgendwie so 3 bis 3.

Gefallen sind aber fand ich fand Ende fand ich n bisschen schade. Ende genau, ich will, ich will nicht spoilern. Und deswegen les ich schon den Klappentext vor diese Art von Book talk. Vor allem diese Listen, die ja wirklich Massen an Büchern aufzählen, die die ja sicherlich alle gelesen haben und auch genossen haben, ganz viele Gedanken zu haben, wird eingedampft auf ich lächel oder ich lächel nicht und da geht es ja wirklich nicht mehr drum, dass das irgendwer liest. Also ich meine, klar.

Natürlich sind Empfehlungen auch wichtig. Und wenn Leute gute Bücher lesen und gute Bücher vorstellen, dann bin ich auch bereit, so eine Liste entgegenzunehmen. Aber wenn halt der, der der Content in der Hauptsache nur noch aus diesen ich halt in großer Geschwindigkeit für Bücher in die Kamera besteht, dann bin ich tatsächlich raus.

Ich finde das, das ist ne, das ist das ist so n das ist ne reine Ersatzhandlung, also man man wird man wird so n bisschen gekackt irgendwie ja ich weiß noch das Thema Überleitend. Also du, du würdest sagen, da wirst du nicht, da wirst du nicht reihenfolgen. Ja, man ja man man, ich würde nicht reinfolgen, ob es auf so einem so einem kack lesechair was ich meine oder so n lese. Aber auch das müssen wir vielleicht gleich erklären. Was?

Ja, kack Holding ja kack Holding bedeutet, es ist halt ne n sexueller Fetisch oder so, der ja eben sexuelle Erregung daraus zieht, dass der eigene Partner oder die eigene Partnerin von einer anderen Person. Sexuell stimuliert wird oder meistens penetriert und man sitzt halt irgendwie daneben und guckt sich das Ganze nur an. Das ist praktisch n juristischer King und der Sex wird nicht an einem selbst vollzogen, sondern nur das Anschauen von Fremden ist das, was dann eben die Stimulation oder die die die Lust stiftet genau, und das ist mit Kack gemeint und diese. CUCUCK also nicht kack nicht.

Kock oder Kack oder wie Kacke? Genau, sondern CUCK. Genau so. Und und diese Art von, ich sag mal fast libidinös besetzter Ersatzhandlung. Seh ich in diesen Listenvideos von Büchern, also der Genuss des Lesens wird gar nicht mehr selber vollzogen, sondern er wird nur noch an diese Instagramprofile ausgelagert und da würd ich sagen, OK, da seh ich mit dem Buch auch wirklich n Problem und das ist wirklich ne Form von Klerikalisierung.

Ich mein auch die katholische Kirche ist ja entsprechend libidinös besetzt und so weiter aber. Ja, das wollt ich so n bisschen mitgeben zur Gegenwart des Lesens. Vielleicht müssen wir auch noch mal irgendwann ne Folge machen zur Zukunft des Lesens, ich hab da noch sehr viele Gedanken zu, aber die muss ich jetzt nicht ausbreiten, aber ich wollt diesen SA ja dir einfach gerne mal in seinen Kerngedanken vorstellen und ja, ein oder 2 Verbindungslinien ziehen und hab hoffentlich hoffentlich.

Die Brücke ganz gut geschafft. Ja zu deinem Thema, mein lieber. Simon also also. Oder, oder oder. Möchtest du noch was oder möchtest du noch was anmerken? Also ich. Nee, eigentlich nicht. Ich mein, Ich bin erklärter Gegner von diesem ganzen dämlichen buktok Scheiß und von diesen Leuten, die halt einfach deren Buch Content daraus besteht, dass sie halt sagen, fand ich nicht gut, fand ich gut, aber die halt, also wenn man sie mal zwingen würde 3 Minuten über n Buch zu reden.

Und 3 Minuten interessante Gedanken über n Buch zu formulieren, die halt einfach daran zugrunde gehen würden, es einfach nicht schaffen und von daher bin ich, bin ich da sehr, bin ich da sehr bei dir. Also vielleicht so ne Ratio. Weißt du? 3 Rezensionen eine Liste, dann bin ich OK. Ja, ja, na ja.

Ach, na ja, so aufrechte Demokraten. Ich hab am Anfang schon von den Gun rechten Gunokraten gunmokraten gesprochen. Und das ist n Thema, das treibt mich schon n bisschen länger um, muss ich sagen. Das war so n bisschen an der an der Peripherie von meinem von meinem Gehirn jetzt schon auch schon seit seit n paar Jahren, weil ich vor so 4 Jahren oder so.

Warte, warte, du musst kurz definieren. Ja, ich will mich da so rantasten. Ich will mich an dieses Verb. An diesem Begriff wenigstens, also ich, oder dann dann sag, werf ich kurz was rein, als Arbeitsdefinition praktisch ausdauernd langes und verzögerndes masturbieren. Mit dieser Arbeitsdefinition können wir erstmal arbeiten, damit Leute wissen, was damit gemeint ist. Warum das n Begriff braucht und was es damit auf sich hat. Was kommt denn jetzt?

Und genau also auch, vor allem, wenn ich gesagt hab, wir senden aus aus unserer Gooncave. Eine Gooncave ist genau das, was man sich darunter vorstellt, eine also wie ne mancave, also ne. Ne Höhle, in der man sich dem Gooning hingibt und es ist ganz schwer. Also wir merken, Simon tastet sich da ganz langsam ran.

Eigentlich. Eigentlich ist es gar nicht so, eigentlich ist es gar nicht so zum Lachen, aber es ist einfach so grotesk und und absurd, dass man da da wird, der ein oder andere Verzweiflungslacher durchkommen. Also ich hab vor 4 Jahren mit einem guten Freund mal darüber gesprochen, über diesen kackholding Fetisch.

Also das, was du gerade angesprochen hattest, was du kurz beschrieben hast, was der Fetisch ist, dass quasi der eigene Partner oder die eigene Partnerin Sex mit jemand anderem hat und man selber schaut dabei zu und man selber ist unbeteiligt. Das ist das Wichtige, also man wird quasi in die Passivität verdammt.

So und mein guter Freund von damals mit, mit dem ich leider gar nicht mehr so viel Kontakt hab, fällt mir so gerade auf, der hat erzählt, dass sein Bruder und dessen Freundin. Und das quasi mal ausprobiert haben, quasi diese Sexpraktik. Und dann haben wir so n bisschen darüber gerätselt, auch warum das in in den letzten Jahren immer so n großes Ding war also oder warum das so populär wurde, weil den Begriff Kack Holding und Kack Hold, den gibt es schon relativ lang, also aus dem englischen, aber dass das zum Beispiel auch ne sehr beliebte Pornokategorie war, das ist n relativ neuer Trend und auch dass Kack. Ne Beleidigung wurde die auf gerade die man gerade auf Twitter gerade auf amerikanischem Twitter sehr oft findet, um andere Menschen

herabzuwürdigen. Auch das ist so so ne Entwicklung der vergangenen, vielleicht 5 bis 10 Jahre und also. Die sind auf jeden Fall ne Karriere. Genau. Es gibt auf jeden Fall ne ne Karriere, weil also die quasi der Begriff Kack als Beleidigung ist, wurde glaub ich hauptsächlich verwendet von. Von Republikanern, also von von Maga, Trump, Republikanern, die quasi damit irgendwelche angeblich verweichlichten Demokraten, Männer herabwürdigen und passend oder oder gepaart mit der Beleidigung soyboy, also quasi Soja Junge, also Mann, der kein Fleisch isst, sondern Soja und deswegen verweichlicht ist. Und Kack war so auch halt einfach ne Entmännlichende. Beleidigung für irgendjemanden und ich glaube, daraus hat sich so ne bisschen so ne allerwelts

Beleidigung entwickelt, gerade im Internet, die halt nicht mehr nur auf dieses Trump mager Universum beschränkt ist und mein Kumpel und und nicht wir haben dann so damals über seinen Bruder halt geredet und dann haben wir so über Internetpornografie geredet und ich bin 26 so ich bin 1999 geboren, das heißt ich hatte meinen ersten.

Mein erstes Smartphone mit 13 und davor hatte ich NI pod Touch, das heißt ich hab n Großteil meiner Jugend mit einem internetfähigen mobilen Gerät verbracht und das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt mir eigentlich die gesamte Welt der Hardcore Internet Pornografie offen stand und nicht nur mir, sondern allen jungen Männern in meinem Alter und auch allen jungen Nichtmännern. Aber ich würde sagen, das ist ein ziemlich dezidiert männliches Ding, auf was wir gleich zu sprechen kommen und sowieso alle Menschen, die jünger sind als ich sowieso. Also ich mein, ich hab 2 kleine Geschwister, die sind, oh Gott, 14 und fast 16 und ich mein, die haben haben auch Smartphones so und die haben schon relativ

lange Smartphones und dann ist es ja so, dass man wenn oder. Ich zieh es andersrum auf, wenn man Pornografie konsumiert, dann ist man ja auch die ganze Zeit in einer maximal passiven Situation. Also man ist ja willentlich in die Hilflosigkeit verdammt, also in die bewusste und meistens angenehm empfundene Hilflosigkeit.

Man ist eine dritte Person, die sich das Ganze anschaut. Das, was auf dem Bildschirm passiert, ist schon lange vorbei. Also das wurde schon gedreht, es sei denn, es handelt sich um irgendwie livecams oder so, aber das ist quasi fertig und man kann darauf auch keinen Einfluss mehr haben. Wie gesagt, beim Thema So Livecam Pornografie ist es n bisschen anders, aber aber das ist was was Internetpornografie angeht ja eher ne kleinerer Teil Mhm, das heißt man ist im Prinzip die ganze Zeit in so einem in so einer Kackposition. Also man ist eigentlich die ganze Zeit auf dem Kackchair, wenn man Pornografie konsumiert und wenn man sich jetzt vorstellt, dass es halt einfach eine gigantische Anzahl von Männern in meinem Alter und

jünger gibt, deren erste sexuelle Erfahrungen internetpornografie waren und die ab dem Alter von keine Ahnung 819 1112 24 Stunden Zugang zu Internetpornografie haben oder hatten. Dann muss man sich nicht wundern, wenn daraus eine Haltung oder eine eine sexuelle Entwicklung wächst, die sich ganz stark auf diese Hilflosigkeit und auf diese Erniedrigung, die auch immer n Teil von diesem kackholding Fetisch ist, die sich ganz stark daraus daraus nähert und darauf bezieht.

Ich kann mich, also ich, ich kann mich zum Beispiel dran erinnern, dass als ich 10 war oder so meinte n damaliger Freund, also n Kindheitsfreund, der irgendwie der Sohn von Freunden von meiner Mutter war, meinte zu mir, so, wir waren irgendwie, wir waren draußen mit unseren Eltern spazieren und so und dann meinte er so soll ich dir mal was zeigen wenn wir nach Hause kommen und da war so n bisschen so n Computer computermensch also der hatte so irgendwie so n so n Computer und war so sehr technikaffin und ich halt gar nicht und dann hat er mir so irgendeine irgendeine Pornoseite gezeigt, ich glaub irgendwie redporn oder so. Und ich mein ich, also ich war 10 und er war 11 glaub ich und das war also ich kann mich sehr

bildlich dran erinnern, also dieses Zimmer in dem wir waren und auch wie ich mich da gefühlt hab, also es war irgendwie strange, aber es hat irgendwie auch so so Getingelt in meinem Körper und ich konnte das gar nicht so richtig zuordnen, aber es war halt einfach Hardcore Internet Pornografie die er mir gezeigt hat. Ja und?

Und auch gerade die und die Unfähigkeit von Kindern, eben das einzuordnen. Sowohl das, was man da sieht, als auch das, was man dann am eigenen Körper erfährt, ist natürlich auch NN ist n Problem, weil da eben die Grenze zu Gewalt nicht ganz gezogen werden kann. Also du bist dir nicht ganz sicher, ob die Leute sich nicht Gewalt antun, ja oder du ja und wirklich, und das ist n das ist das ich ich hab jetzt bei war jetzt bei der Grundschule hab da Vorschlag gehalten und da kam ging es auch um Pornografie.

Also vor dem Lehrkreis wurdest du gesprochen. Genau, ja, und da wurde auch erzählt, dass ein ein Kind eben bei dem Fernsehen seiner Eltern auf so n softporno Channel kam und ist dann und das 2.2. Klasse ja also wirklich n kleines Kind, was auch noch mal krass Nummer ist. Ich finde Nummer 12 ist aber ne ganz anderes Alter als 8.

Ja, also muss. Man auch sagen, ich war 10. Da war nur. Oder 10 war jetzt nur in Abstrichen nur softpornos, aber trotzdem und das Kind hat sich dann wahnsinnig dafür geschämt, dass es nicht aufhören konnte das die ganze Zeit anzugucken und das ist wirklich wieso n ja wieso n Unfall weißt du also das das das war so es war so krass wie und so viele Eindrücke, dass das dass da auch.

Ja, dass das Kind wirklich in Bann gezogen. War ja fand ich krass, ja total, das kann ich sehr gut nachvollziehen, weil so ähnlich hab ich mich halt damals eigentlich auch gefühlt und ich musste an dieses Gespräch, was ich mit meinem Kumpel vor so 4 Jahren hatte, über diesen diesen Kack Fetisch musste ich dran denken oder musste ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder dran denken, weil ich auf Twitter immer wieder so Posts sehe.

Wo also die im Prinzip Screenshots sind, hauptsächlich von Instagram oder von Tiktok, von jungen, attraktiven Frauen, die in irgendeiner Form Content produzieren oder ihr Outfit zeigen oder ihr Make up oder was auch immer, und das wird quasi auf Twitter gescreenshottet und geteilt. Und dann steht da sowas drüber wie stell dir vor, mit wie vielen Männern, die in ihrem College Dormroom schon Sex hatte, so also es findet da ne ne misogyne.

Abwertung von dieser unbekannten Frau statt einfach in dem sich irgendein anonymer Twitter Troll Account sich darüber aufregt, mit wie vielen Männern sie wohl Sex hatte, einen einfach basierend darauf, dass sie ne junge attraktive Frau ist, die vielleicht keine Ahnung aufs College geht oder was auch immer und so und dann in den wenn man so in die Kommentare schaut geht es die geht es die ganze Zeit weiter, also es findet die ganze Zeit ne wahnsinnig frauenfeindliche Abwertung von dieser Person statt. Basierend auf ihrem angenommenen Sexualverhalten. So und sowas in verschiedenen Ausprägungen der Explizitheit und so weiter ist man dann immer wieder untergekommen und wenn man so einmal auf so n Post

klickt, weil es halt so absurd ist, dann werden einem ja immer wieder neue vorgeschlagen. Immer wieder und und man muss dazu sagen, dass Twitter auch spätestens seit Elon Musk. Ja, auch überhaupt gar keine Grenzen mehr hat, was das angeht. Also du kannst richtig, ja ja, Pornografie auf Twitter auch konsumieren, es gibt ja auch Leute, die haben reine porn Accounts auf Twitter.

Aber das war auch schon davor, das war auch schon da. Also. So krass auch. Das weiß ich nicht, aber es Twitter war auch schon vor dem Kauf durch Elon Musk die eigentlich einzige populäre Social Media Plattform, wo man halt tatsächlich, also wo Leute nackt sein konnten und halt also wirklich tatsächlich einfach pornovideos teilen konnten. Na ja, also auf jeden Fall ist es eine eine, also war ne wahnsinnig misogyne Postingpraxis, die da vollzogen wird, aber die halt oft an so in so ne, also in so n sexuelles Begehren überschwappte, aber dieses sexuelle Begehren drückt sich dadurch aus, dass sich also offensichtlich hunderte oder tausende anonyme oder nicht anonyme junge Männer auf Twitter sich vorstellen, wie diese Frau.

Sex mit anderen Männern hat die nicht. Sie sind also es wär ja eine Sache quasi, wenn diese offensichtlich irgendwie verbitterten und einsamen jungen Männer ne schöne Frau im Internet sehen und sich dann vorstellen, wie sie mit der Sex haben. Also das wär so n sexuelles Begehren quasi sag ich mal auf so einer ersten Ebene Mhm und was da aber eigentlich passiert.

Ist dass das auf so ne zweite Ebene gerückt wird? Also man stellt sich vor wie jemand anderes, wie ein anderer Mann oder viele andere Männer mit dieser Frau Sex haben und dann regt man sich darüber auf, aber da schwingt ganz oft halt auch ein ein wahnsinnig libidinöses Moment mit. Ja, das erinnert mich voll an Rolf Pohl.

Das ist so n Sozialpsychologe, der mit Feindbild Frau ganz ähnliche Sachen erklärt hat. Also er hat versucht darzustellen, inwiefern ne männliche Sexualität. Eine ist in die Aggression eingelassen, ist also diesen Zusammenhang zwischen zwischen beidem. Man muss jetzt nicht allem folgen, aber so im Großen sagt er, es gibt ne narzisstische Kränkung, die Männer erfahren, weil Männer ganz, also es gibt sehr starke Ideale, die werden, es hat sehr viel mit Leistung zu tun, um ein Mann zu werden, daran scheitern viele Männer und jetzt, gerade wenn du diese Insells eben betonst, die dann halt alleine sitzen, keine Beziehungen zu Frauen haben, keinen Sex haben und so, sie fühlen sich in dem, was ihr Anrecht als Mann sein sollte, in

der Patriarchal geprägten Gesellschaft. Hat natürlich gekränkt. Also es gibt narzisstische Kränkung und gleichzeitig gibt es ein sexuelles Begehren, weil sie heterosexuell sind, weil sie auf Frauen stehen, weil sie Frauen brauchen, damit ihre sexuellen Lüste auch befriedigt werden können oder könnten. Und Rolf Pohl sagt das genau zwischen diesen beiden Momenten, also der narzisstischen Kränkung auf der einen Seite und dem sexuellen Begehren auf der anderen Seite, eine Sache vermittelt nämlich die Aggression, weil die Aggression verbindet, sowohl.

Die Hingezogenheit zum zum Objekt, was man zerstören möchte. Also ich muss um es zu zerstören, muss erst mal dahin. Ja und das wäre so die Bewegung hin zum Beispiel zur Frau, die ähnlich ist wie das sexuelle Begehren und die Zerstörung ist dann das, was die narzisstische Kränkung befrieden kann, ja, dass dass das Objekt zerstört werden muss, damit man eine Macht von dieser Position behauptet, also. Diese diese Scham, die sich umschlägt in Gewalt und daraus aber n sexuelles Begehren auch zieht. Ich finde, das kann man damit ganz gut eigentlich erklären. Also diese diese Art von Posts hat mich halt dann einfach extrem an diese Position erinnert, die man halt bei der bei der Konsumption von

Pornografie einnimmt. Also das sind würde ich sagen, maßgeblich junge Männer im Internet, deren sexuelle Sozialisation oder deren sexuelle Entwicklung. Halt ganz entscheidend durch Hardcore, Internet, Pornografie geprägt wurde, auf die sie halt Tag und nach Zugriff hatten und das führt eigentlich dazu, dass sie n sexuelles Begehren, was sie vielleicht erleben, wenn sie halt ne attraktive Frau im Internet sehen, nur noch über diese.

Also wie du sagst, durch diese Aggression ausdrücken können, aber auch nur noch durch ne. Also durch diese zweite Ebene, also dass sie sich gar nicht mehr vorstellen, selber mit dieser Frau zu interagieren, sondern sie stellen sich nur einen Mann oder viele Männer vor, fremde Männer, die. Mit dieser Frau dann Sex haben und das gibt es dann in ganz vielen anderen Variationen. Also das quasi auch noch sag ich mal ne ne ratifizierende Abwertung da reingeht.

Also von wegen irgendwie die die irgendwelche keine Ahnung, die Araber die genau die Araber die in unser Land kommen und wahrscheinlich haben die alle Sex mit mit der mit der blonden Frau und so weiter und sofort. Das wär jetzt die, die die Weiße, die AFD Version, die deutsche aber ganz oft so in einem US amerikanischen Feld ist das ja einfach der der schwarze Mann, der dann irgendwie als besonders Leidenschaft.

Wirtschaftlich auftritt und entsprechend gut bestückt, also da extrem rassistische Stereotype aufgerufen werden, also das da, da findet ne Vermischung statt, vielleicht noch einen Gedanken zu dieser Aggression, weil wenn du sagst, das ist ja alles, also sie werden gekackt die ganze Zeit und erfahren so eigentlich den einzigen Zugang zur Sexualität, könnte man noch weitergehen. Andrea Longchu hat n es ja geschrieben, der heißt Female, den hast du ja auch gelesen, hab ich dir ja empfohlen. N Video drüber gemacht.

Erstmal n Video drüber gemacht mit weitreichenden Folgen, die wir hier nicht aufrollen brauchen, aber da sagt sie ja auch, dass das gucken von Pornografie uns in dem Sinne alle Feminisiert, als dass wir alle jetzt in dem stereotypen Sinne ausgeliefert sind, dass wir passiv sind, dass wir ohnmächtig sind, also genau das an an einer Rolle oder Position einnehmen, was eigentlich Frauen zugeschrieben wird.

Also es findet ja für diese Männer dann ja auch eigentlich in ihrem Pornokonsum n bisschen versteckt oder verdeckt ne. Feminisierung statt, die dann auch noch mal aggressiv bekämpft werden muss. Ja, ja, so all das. All das hat mich umgetrieben und dann hab ich mich erinnert an einen Artikel, den ich vor Ewigkeiten mal gesaft hab, weil du wirst wahrscheinlich ähnlich sein, dass du irgendwelche Artikel im Internet siehst und dann speicherst du die ab und viele davon liest du nie oder ja, OK, gut, dann bin ich nicht der einzige. Aber dann hab ich mich dran erinnert tatsächlich an einen Artikel, den ich noch nicht gelesen hatte und ich hab ihn gefunden.

Genau über dieses Thema. Er heißt the goon. Squad es, ich wusste es, es ist The Goon Squad ich. Wusste The Goon Squad? Ich wusste es, das erschienen im November 25, also ungefähr n halbes Jahr alt im Harpers Magazine, geschrieben von Daniel Collitz. Und der ist Crazy, die also wirklich jeder, der das hört, muss diesen Artikel lesen, diesen Essay genau, es ist eigentlich. Sitzen wir genau in der Position. Ich sag die ganze Zeit ja, dass die Zukunft des Lesens unter die Auslagerung des Lesens sagt.

Diesen Artikel musst du wirklich nicht von uns hören, richtig, den müsst ihr mal lesen, richtig so, ganz immersiv. Die, die unter der Untertitel zu dem Artikel ist oder zu diesem Essay? Eigentlich ist kein Artikel, das ist n richtiger Essay. Loneliness Pornos next from tear and the dream of endless Masturbation.

Und dann hab ich den tatsächlich gelesen, weil ich mir dachte, vielleicht geht es da um auch diese Erniedrigung, also diese den Kackchair und ja, Spoiler, ja, ich wurde fündig und ich war so glücklich, weil das hat alles so n bisschen weiter zusammengefügt und ich will einfach so n bisschen daraus passagenweise jetzt vorlesen, also der.

Autor Daniel Collitz also in seinem Rahmen seiner Recherche, spricht mit mehreren Leuten aus dem aus dem Gooniversum. Das Gooniversum ist im Prinzip einfach nur n Bereich des Internets, wo es um Gooning geht, also Gooning wie du schon korrekt beschrieben hast. Das eigentlich endlose Masturbieren, ohne dass es direkt um n Orgasmus geht, also es ist gar nicht so n wirklich zielgerichtetes.

Masturbieren, sondern jetzt auch anders als geht ja drum, dass man den Orgasmus hinauszögert, genau, irgendwann, wirklich, auch bei Gooning ist das aber nicht bei. Gooning geht es halt auch gar nicht so primär um masturbieren. Also es geht schon um masturbieren, aber es geht primär um Pornos, also es geht primär um den Konsum von massenweise Pornos und von auch kurz geschnittenen Pornovideos, also quasi die der tik Tokifizierung von Pornos also, dass hunderte Pornos in so n 3 Minuten.

Edit geschnitten werden und dann läuft so Musik im Hintergrund. Und dann also im Prinzip ja eigentlich wie n großer LSD Trip so und er er. Beschreibt das auch sehr, sehr gut. Er beschreibt. Das sehr, sehr gut so. Und dann trifft er hier also der Autor, den Daniel Collitz trifft, dann zum Beispiel halt verschiedene Leute aus dieser Area des Internets zum Beispiel hier riskband Guy Riskband, Guy It turns out has zero tolerance for those gen silas who flaunt there degredation who rag about going multiple day is or not eating or skipping work of school he told me if someone sess oh I've gone for six hour straight when every one else is saying congregulations I'm saying hey, are you staying high trated?

I you taking meal breakes. Ganz kurz Staying Six Hour, was heißt, dass die 6 Stunden am Stück halt Pornos gucken oder halt diese Gooning so. Oder so. Maybe Unity get some sleep the goal set risband guy is to foster the conditions for along healthy goon life. I soluted rispense guy efforts while suspecting there were futile rofly equivalent to trying to stave of a ternado by double locking. The front door healthy gooning as any gooner can tell you is an oxymoron in this world, i was coming to learn the degredation is the point und dann geht es explizit um das, was ich gerade beschrieben hab.

Aber war das der Rispant Guy? War das der Typ, der diese Partys auch? Aufgenommen. Der hat die die Gooning und die gooning Partys und das ist eigentlich lustig, weil der es war wieso ne Relikt aus so einer analogen Welt, der so eigentlich gangbangs so so gangbangs oder so so also so Gruppen Wick Sessions veranstaltet, während alle eigenen. Lan Partys, weißt du, stimmt.

So LAN Partys, aber halt goon Partys so es geht weiter im Text. If there is anico hearant message to the sprawling folk art practices of goon world, it is this kill yourself not literally but spiritually we're mainstream porn in vites the straight mail viewer to imagine him self as the man on stream gooner porn constantly remines viewers that they are alone that they are mastabating to porn because no one what ever deen to sleep with them ruin your mind, go deeper give on life. These are goon porns basic slogans the movements rallying Christ.

Also es geht und hier unten im Absatz ist er noch hier bla bla in the Introduction to his reason Video Follow me a Woman's Voice, whispers ominusly or perhaps sexually that. Over two hundred ten 1000000 people worldwide are addicted to social media. You are one of those people keep strolling further, deeper, forever and ever submit to porn you can't turn back. Also das find ich auch interessant, das Merk ich jetzt erst so beim lesen so further deeper forever, also quasi so Sätze die man sonst die auch sonst vielleicht in in Pornografie vorkommen werden da so umgemünzt in nicht. Ne tiefer in dem Sinne, sondern tiefer Fall, tiefer in das in in Social Media rein Fall tiefer in das Universum im Internet rein. Ja, Isolier bei Social Media

geht es ja ja so, sorry. Nee, also isolier dich noch weiter, Fall noch weiter in diesen, in diesen Wirbel von quasi ja gun Material, weil dich wird niemals jemand lieben und dich wird niemals jemand ficken und deswegen bist du hier im Guniversum so, und das fand ich so so. So interessant, weil es hier am Anfang ja ganz konkret darum geht, Mainstream porn in vites the straight made Viewer to imagine him self as the man on screen.

Und ich glaube, da hat man es vielleicht sogar schon mit einer Fehlspezifikation zu tun, dass die Internetpornografie und vor allem diese Massen, diese Millionen Millionen von von jungen Männern oder Teenager, Jungen, die durch Internetpornografie ihre sexuelle Entwicklung. Geprägt bekommen haben die haben die, die Stellen sich vielleicht gar nicht mehr vor, dass sie der Mann in dem Porno sind, sondern die sind einfach zufrieden damit, im Kackchair zu sitzen.

Also die haben sich im Prinzip mit dieser hilflosen Situation abgefunden, weil sie es gar nicht anders kennen, weil es vielleicht noch mal was anderes ist, wenn man ne, also in Anführungszeichen normale sexuelle Entwicklung durchmacht, dass man irgendwann. Seiner ersten sexuellen Begegnungen, macht und so weiter und sofort und dann im Laufe des Lebens entsteht irgendwann internetpornografie und man bekommt quasi man wird, man wird diesen wahnsinnigen Reizen ausgesetzt, und ich glaube, dass daher die Vorstellung kommt, dass der Sinn von Pornografie ist, sich vorzustellen, man würde da teilnehmen, weil man es ja primär von sich selber kennt, aber wenn man das selber gar nicht nie anders gelernt hat,

also wenn die, wenn die sexuelle Entwicklung. Durch den Kackchair kommen also durch den digitalen Kackchair, dann weiß man ja gar nicht hä, wie soll ich mich denn fühlen, wenn ich mich in den Typen jetzt hineinversetze und dann ist es auf einmal. Das wird auch in dem Artikel beschrieben, dann geht es um Performanceangst, dann geht es darum was wenn ich meine Partnerin oder meinen Partner nicht befriedigen kann, das wenn ich weiß ich nicht, wenn ich nicht wenn mein Körper nicht so funktioniert wie ich mir das vorstelle und das ist alles stressig und deswegen.

Gibt es eventuell würd ich sagen, halt eine riesige Generation von jungen Männern, die sich gar nicht mehr vorstellen, dass sie tatsächlich in diesem Porno mitspielen, den sie halt schauen, sondern die wirklich einfach nur in dieser hilflosen dritte Person Perspektive sind und diese ganze Sache mit dem Gooning, also mit dem wirklichen, mit dem eigentlich mit mit einer Pornografiekonsumtion, die gar nicht mehr. Also die gar nichts mehr so primär mit Masturbation zu tun hat, sondern wirklich nur noch mit dem Akt des Pornoschauens, dass das ganz maßgeblich aus dieser oder durch diese, die durch dieses digitale Sitzen im Kackchair befördert wird. Verstehst du was ich meine?

Ich find das, ich kann das sehr gut verstehen und ich versuche auch noch mal auch mal das so n bisschen nachzuvollziehen, weil ich das nur aus einer auch einer queeren Perspektive kenne und. Tatsächlich in dem Artikel auch gar nicht. Die Geschlechtlichkeit der an den Pornos beteiligten adressiert worden ist. Und da bin ich vielleicht als Person, die einfach schon immer Trouble hatte, sich mit Männlichkeit zu assoziieren. Na ja, so ne, also hab ich andere Fragen gehabt, auch schon als Kind oder als Teenager oder so, und dass die deswegen Fragen der Geschlechtlichkeit oder der geschlechtlichen Körper sich viel dringlicher gestellt haben, also. Wenn ich in die Verlegenheit kam, heterosexuelle Pornografie zu konsumieren, dann war es für

mich viel interessanter, in diesen, also in also mich auch hineinzuversetzen. Nicht also in den in den Mann und in die Frau gleichzeitig, also dass ich viel mehr mit dieser Geschlechtlichkeit gespielt habe und gar nicht irgendwie den Bedarf hatte, dass jetzt oder eine eine, eine Figur mit einem Körper, der männlich ist, irgendwie mir möglichst gleichen muss, damit ich mich da hineinversetzen.

Setzen kann, sondern das war gerade die Verschiedenheit der Körper und die Verschiedenheit der Geschlechter. Die, die ich irgendwie interessant fand, wo ich gemerkt hab, OK, da, da da, also da ist, da ermöglicht das hineinversetzen ne ganz andere eigene Körpererfahrung, aber das findet ja bei diesem Gooning gar nicht statt, es ist ja wahrscheinlich auch n sehr heterosexuelles Phänomen, ich meine in dem Artikel, wenn ich mich recht entsinne.

Versucht er auch diese homosoziale Gemeinschaft, die da entsteht, unter den Gunern, die dann auch Gun porn austauschen und den entsprechenden Discord Servern aktiv sind, so zu Frame als so Bike Curiosity, also dass sie so bisexuelle latente Sachen am Laufen haben? Und da muss ich ganz ehrlich sagen, bin ich n bisschen. Bin ich n bisschen raus, also homosoziales Verhalten, also auch n sehr intimes homosoziales Verhalten ist noch nicht homoerotisch, das kann auch um Sexualität gehen, aber ich denke nicht, dass da wirklich die Grenze überschritten ist, dass diese Beziehung selber noch mal libidionös besetzt wurde oder dass diese Beziehung selber zu sexueller Erregung geführt hat. Also das fand ich irgendwie

nicht so wahnsinnig überzeugend. Ich glaube schon, dass das. Auch unter sehr heterosexuellen Männern passiert auch mit einer relativ. Ich würd mal sagen, so in Anführungsstrichen stabilen heterosexuellen Identität. Also ich teile sowieso nicht die These gibt es ja auch in der Psychoanalyse von von dieser konstitutionellen Bisexualität, also dass wir eigentlich alle Polymorph, pervers, würde Freud sagen, geboren worden sind, also erstmal die Begehren frei walten und ja, es gibt natürlich auch ungeschlechtliche begehren, aber. Aber er würde dann sagen, dass es halt Heterosexualität und Homosexualität ist.

Ne Form von Zurichtung, die passieren muss, um dieses Polymorph, perverse oder diese grundlegende Bisexualität von Menschen auszuschalten. Das würd ich sagen, ist viel zu überzogen und seh ich auch empirisch einfach nicht gegeben. Ich würde schon sagen, dass in einer, in einer Welt, in der Heterosexualität so ne starke Norm noch ist, Bisexualität eher eher so ne Zwischenexistenz hat, oft das nicht zugelassen wird, auch dieses Bike cureers sein, also vielleicht.

Bisschen Interesse daran haben, auch einfach nur zu knutschen oder so n bisschen Händchen zu halten, n bisschen zu kuscheln oder so, dass das tendenziell wenig Luft hat in heterosexuellen Räumen, das seh ich aber da jetzt sofort so ne krasse Homoerotik raus zu konstruieren, nur weil 2 Typen Pornos austauschen, das war mir tatsächlich n bisschen zu streng. Also es geht mit diesem Gooling würde ich damit sagen, wirklich nicht so viel um sexuelle Orientierungen. Nee, es geht also.

Ich hab mir überlegt, ob ich so den finalen Twist von diesem Artikel von diesem Essay, Spoiler, also worum es dem Autor eigentlich geht, also was so seine finale Conclusio ist. Aber ich finde, das sollte jeder für sich selber erleben. Also das sollte jeder für sich selber leben. Willst du sozusagen edgen oder willst du die Leute jetzt im.

Ich will die Leute edgen, weil der Goon State, also gut, dass du das noch mal ansprichst, weil das möchte ich. Was ist denn der Goon State so? Da ist es wichtig, dass ich folgendes vorlese. For one thing and crucialy most gunes do not regulary masterate for eight two twelve hours at a stretch as i had initially ban let to believe that ten to do that only of you time the month was immer noch total krass ist.

Ne the rest of the time masturbating for and i really did try to calculate this and average of two of three hours a day was auch. Insaines so in other words, the goon state so central to the subcultures branding and self conception is only really atained assizable minority of respondence claimed never to have reached it all thow no one doutet it's existance like ronas high or appiffony and prayer the goon state is not the point of the practice, the drada it's ocational and unbidden reward you'll never get there if you don't put in the work. As for what being there refurse to what the goon state actually feel like assembling from the questionair should get the point across.

Und dann zitat it's like being high while being high und das fand ich so interessant, dass es da so verglichen wird mit mit Runners High oder oder mit so einer mit so einer Erleuchtung, die man beim Gebet erlangt und dass es dann auch so ne Sache ist, die dann gar nicht oft passiert, sondern es ist halt wirklich was so. Was extrem rituelles.

Also es geht eben nicht mehr um den Orgasmus, den man durch Masturbation möglichst effizient vielleicht und auch möglichst zeitsparend irgendwie erreichen will und dann quasi weiter geht es, sondern es ist halt wirklich was was meditatives, nur indem man sich halt stundenlang dieses wahnsinnig menschenfeindliche Material anschaut über die Produktion von Pornografie.

Ne, müssen wir an der an der an der Stelle gar nicht reden, dass es für eigentlich alle Beteiligten bis auf die Leute, die halt Geld damit machen, ne wahnsinnig gewaltvolle Erfahrung ist. Da gibt es ganz viele tolle Artikel und Dokumentationen darüber, wie zum Beispiel so, die diese Amateur porn Industry in Miami oder oder so funktioniert. Also was einfach super nah an Menschenhandel ist die meiste Zeit, sondern der Schaden der dadurch entsteht. Es eben nicht nur bei den Beteiligten, sondern auch bei den Leuten, die es konsumieren.

Vor allem, wenn sie halt sehr jung sind, die dann in einen Zustand kommen oder in einen Zustand später im Leben, wo sie es offensichtlich als erstrebenswert sehen, 2 oder 3 nur nur 2 oder 3 Stunden jeden Tag zu goonen und den Goon State zu verfolgen, dem Goon State Nachzujagen, wo man gar nicht so richtig weiß, gibt's den also. Die den gibt es schon irgendwie für diese Leute, aber den haben nur n paar jemals erreicht.

Und also das ist ja einfach so, das ist einfach so grotesk, ist einfach so wahnsinnig grotesk und aus diesen diesen Thesen über dieses rituelle und auch über den Goon State und was das eigentlich ist und was diese Leute da eigentlich dann stundenlang machen, folgt eben am Ende von dem Artikel ne Conclusio, die ich hier aber nicht vorweg nehmen möchte.

Das sollte jeder für sich für sich selber lesen. Aber es ist auf jeden Fall n wahnsinnig interessanter Artikel, der auch noch mal ja also auch so meine eigene, meine eigene oder mich über hat, über meine eigene Sozialisation nachdenken lassen, weil ich eben auch diese Pornografie und Internetpornografie kennengelernt hab.

Durch diese diese Erfahrung, die ich vorhin geschildert hab, wo mein Kumpel mir das gezeigt hat nach diesem Spaziergang. Einfach lange bevor ich wusste. Also ich wusste, was Sex ist, aber ne lange bevor man irgendwie an das an an der eigenen Person erlebt oder bevor man da sich konkrete Gedanken drüber machen kann und was mit offensichtlich vielen Leuten passiert, die ne ähnliche Entwicklung hatten, die vielleicht noch n bisschen jünger sind, die jetzt einfach alle wahnsinnig einsam sind und ziemlich ziemlich beschissene Leben führen. Und dann auch auch dafür lohnt es sich, diesen diesen Artikel zu lesen und aus Eurem, wenn ihr das hört, aus eurem Kackchair des Lesens aufzustehen und nicht

mehr nur uns für euch lesen zu lassen, sondern einfach mal selber zu lesen. Raus aus dem Kaktus. Man kann, man kann ja auch übrigens erotische Geschichten lesen, beispielsweise auf Literotica oder für die Queers of Nifty. Das sind sehr alte Seiten, wo 100 tausende Leute teilweise. Mal mehr, mal wenig literarisch anspruchsvolle Werke verfasst haben.

Also auch hier lässt sich beides verbinden. Ich würde dir schon eine Lanze brechen für Pornografie als eine als eine Form des menschlichen Ausdrucks und menschlicher Erotik, die wirklich in jede Richtung gehen kann, also jetzt nur Pornografie auf diese Gefahr von so Gruner Kulturen Zusammenzudampfen und daran nur Menschenhandel zu sehen ist auch einfach verkürzt, also dafür. Ja, gibt es einfach, also ist das Genre einfach zu breit und nicht nur nicht nur das filmisch dargestellte, sondern auch wirklich das das künstlerische und das schriftstellerische, das muss ja nicht alles wertvoll sein, der Smart, aber da gibt es viel zu holen und ich find es ganz, ganz wichtig, dass das ja auch ne Entwicklung sein kann,

eben manche Dinge müssen nicht nur nicht erfahren werden, sondern sollen auch gar nicht erfahren werden. Ich möchte auch von Dingen lesen. Oder Dinge sehen? Jetzt nicht unbedingt vielleicht in live, aber vielleicht auch jetzt irgendwie, in welchen, ja, na ja, Comics oder so etwas, die eben unmöglich sind, einfach weil menschliche Imagination über die Grenzen, über Grenzen gehen darf. Also das ist, und Menschen sind in der Lage, das auch zu trennen, das ist ja auch was, was so Studien immer wieder zeigen, dass auch auch Jugendliche und so sehr klar unterscheiden können zwischen, das ist ne pornografische Situation, die ist gestellt, die ist inszeniert, die ist geschnitten, und das.

Also das ist nicht, das ist nicht echter Sex. Ich finde das auch wichtig, dass man das betont, weil sonst ist man ganz schnell bei diesem killerspiel Argument, also dass Killerspiele dazu führen, dass Leute Amokläufe führen. It's not that simple also das ist einfach ne ne eindeutige Verkürzung deswegen, jetzt wollte ich noch mal so kurz anmerken. Ich, ich stimme dir da zu, ich hab nur die Sorge, dass vor allem eben in einer kapitalistischen Ökonomie die Ausbeutung, die durch diese Kunstform ermöglicht wird. Einfach die nicht oder die deutlich weniger ausbeuterischen oder nicht ausbeuterischen Praktiken so stark überlagert, wie es bei wenig anderen Kunstformen so ist. Also das ist zum Beispiel ne,

also diese bei Filmen ne, gibt es irgendwelche Kunstfilme, die offensichtlich nicht produziert werden für Profit? Da verdient niemand dran was, das sind alles arme Schlucker die diese Filme produzieren oder halt einfach so reicht, dass ihnen das, dass ihnen alles egal ist so. Und dann gibt es quasi die kommerziellen Filme, wo die, wo der künstlerische Anspruch dahinter halt eher so ne sehr gering ist. Und ich glaube, dass die, dass das explizite sexuelle Begehren, was man durch Pornografie anspielt, dass es im Prinzip diese Ausbeutungsdynamiken einfach ganz stark oder oder Verstärkend zum Vorschein bringt und. Dass deswegen die möglich oder die die Formen, die Pornografie in der Theorie annehmen kann

oder in der, in der in der Minorität an tatsächlich annimmt, eben so überschattet werden von einfach der Ausbeutungsindustrie, die bei dieser Kunstform halt so viel. Auch so viel schädlicher ist als jetzt bei einem ausbeuterischen Filmkonzernen und so weiter so. Ne, aber dann? Dann bleibt jetzt doch eigentlich am Ende doch der Appell, einfach mehr zu lesen, richtig lesen, auch als subversive Praxis zu begreifen, weil wer liest kann nicht arbeiten, das ist wertvoll und wichtig und wer liest, kann Welten betreten, die uns nicht zugänglich sind oder Welten, die, wenn wir sie betreten würden, nur auf Schmerz und Ausbeutung basieren würden. Die Webseiten, die ich auch genannt habe, die sind sowieso spendenfinanziert, also da ist

jetzt. Ist kein Konzern irgendwie dahinter und selbst Bücher ist nichts, womit man heute großes Geld verdient, bis auf ganz, ganz wenige. Also in diesem Sinne ja lesen, lesen ist lesen, lesen ist Punk. Lesen ist lesen ist Punk. Leute lesen ist Punk und Gounen Gounen ist nicht Punk. Leute, hört auf zu gounen Fang an zu lesen, aber ich wir. Sollten diesen Podcast.

Bringen. Ich hätte jetzt noch ne frage, ich hätte jetzt noch ne Frage am Ende lieber Ole, gehören Kings eigentlich auf auf dem CSD? Stopp. OK, dann gibt es noch mal n. Da gibt es noch jetzt ist also soll ich noch mal n Statement. Nein, nein können, das können wir, können wir ja schon ein eine über ein Viertel, ein Viertelstunde geredet, das können wir, wenn du magst in einer. Wir können es noch mal beschreiben. Der Monat ist ja noch n bisschen lang so. Der Monat ist nur der der Pride Month dauert noch. Liebe Leute, wenn ihr das hört, Dienstag morgen, heute Abend, am Dienstagabend bin ich live bei Arte. Und diskutiere über die Wehrpflicht. Um 19:00 Uhr schaut bei Instagram vorbei, es wird giftig, ja.

Und wenn wir schon dabei sind, ich bin auch zu sehen am 8.6., bin ich in München und werde da über Männlichkeit referieren und aus meinem Buch Brutal fragile Typen lesen. Und dann bin ich noch am 14.6. In Köln, also kommt vorbei, 8.6. In München, 14.6. In Köln, das wäre sehr nice in auf meiner Webseite oder entsprechend auf meinem Instagram, tik tok und so weiter kriegt ihr Links wo ihr da Karten kaufen könnt, wo ihr da genau hinkommen müsst.

Also ja, sehr gut bis dann. Ich freu mich. Tschüss über Ola. Adieu es. Hat Spaß gemacht. Tschüss.

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