
Aufrechte Demokraten· Folge 40
Linke, macht Kommunalpolitik! & Simon wird Filmstar
Dienstag, 30. Juni 2026 · 1 h 17
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Shownotes
Warum Linke sich kommunal engagieren sollten und Simon erobert die BühnenUnterstützt Aufrechte Demokraten!Mit einem Abo bei Steady könnt ihr unsere Arbeit auch finanziell supporten: steady.page/en/aufrechte-demokraten/about
Ole macht Randale auf Twitter und postet: »Linke, wenn sie sagen, dass wir uns organisieren sollen, in der Regel Plenum und Demo meinen, aber eigentlich nie die Kommunalpolitik.« Dieser weiße Fleck ist tatsächlich ein sehr großes Problem, denn die Kommunalpolitik ist nicht nur eines der wirkungsvollsten Felder, in denen sich politisch handeln lässt, sondern auch ein Ort, der definitiv nicht von Rechten übernommen werden darf. Ole weiß aus eigener Erfahrung, dass Rechte Diskurslogiken bereits jetzt kommunalpolitisch wirken. Ein Hoch also auf das Engagement vor Ort!
Simon wollte schon immer Schauspieler sein und wurde es tatsächlich jetzt auch, und zwar im Kinofilm über das Buches „Identitti“ von Mithu Sanyal. Dort spielt er, wie es sich für einen Influencer gehört, natürlich selbst. Der Film arbeitet heraus, wie widersprüchlich Identitäten sind. Und in Aufrechten Demokraten diskutieren wir darüber, warum das so besonders gut gelingt.
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Simon. Hallo Ole, wie geht es? Hallo, ich habe ich habe glaube ich gerade Twitter erzürnt. Ja, ich hab, ich wollte ja da genau das wollte ich, da wollte ich dich drauf ansprechen, weil ich kam gerade eben durch die Tür hindurch. Ich kam aus München, das wird tatsächlich mein Thema heute, warum ich es in München war, was ich da gemacht hab, und ich freue mich sehr, darüber zu sprechen und dann habe ich in der Zugfahrt.
Gearbeitet die meiste Zeit und dann war ich irgendwann auch auf Twitter Ehemal auf x, vormals Twitter und hab da einen Tweet gelesen und hab die Erzürnten Nachrichten und und Kommentare dazu gelesen und hab mich schon gefragt ob du darüber sprechen möchtest. Das möchte ich sehr, sehr gerne. Oha, denn ich hab ich hab etwas pointiert formuliert geschrieben. Linke sagen organisiert euch und meinen damit Plenum und Demo, aber nie Kommunalpolitik und das ist Peak dumm, das war der Tweet Oh und ich weiß ja, dass Linke sehr, sehr viel und sehr hohe Stücke darauf halten, sich politisch zu organisieren und nicht nur so.
So irgendwelche politischen Influencer zu sein, es wird uns ja tatsächlich auch relativ oft vorgeworfen, dass wir ja nur internetaktivismus machen würden, richtig, und als ob das eine das andere nicht ein oder ausschließen würden. Ich mein gerade gerade wir ja gerade wir sind bekannt dafür, dass wir nie in der echten Welt. Veranstaltungen machen oder so.
Also wirklich, da möchte ich noch mal betonen, wir sind nur im Internet anzutreffen. Wir sind nur. Nur im Internet. Eigentlich. Wir sind eigentlich KI Avatar. So, und wir gehen auch überhaupt nicht, zum Beispiel in also in uns in Eigenkosten, in in in Vorkasse. Wir machen überhaupt nicht minus, um in der echten Welt stattzufinden, Nein, um Veranstaltungen überall in Deutschland zu machen, nein, würde bei uns nie in die Tüte kommen.
Und ich bin froh. Dass die Leute auf Twitter das gecheckt haben. Ja, sehr gut. Ich werde dann zurechtgewiesen und die Kommentare sind wirklich grandios, dass dann die Leute sagen, ja, was kann man denn mit dieser kapitalistischen Kommunalinteressensverwaltung noch überhaupt bewirken, und ich dachte mir so, oh mein Gott, also ich weiß nicht, ob die Leute sich mal beschäftigt haben, was eigentlich in die Aufgabengebiete von Kommunen reinfällt, ich fällt mir tatsächlich n bisschen schwer, auch in der kapitalistisch verfassten Gesellschaft anzuerkennen. Was jetzt so n kapitalistisches Interesse sein soll, wenn man zum Beispiel Büchereien baut oder Parkanlagen plant oder Radwege ausbaut oder eben auch
erneuerbare Energien an die Bevölkerung bringt, denn das ist alles Teil von Kommunalpolitik. Ich weiß nicht, ob die Leute vielleicht auch Kommunalpolitik und Landespolitik verwechseln, also dass die Kommunalpolitik so sehr aus einem möglichen politischen Engagement verschwunden ist. Dass das gar nicht mehr so gesehen wird, ich, ich weiß es nicht. Also ich hab es, also ich meine insbesondere so im ländlichen Raum, uns fehlen wirklich die jungen Leute in der Kommunalpolitik, uns fehlen auch Linke in der Kommunalpolitik und die gibt es ja offensichtlich, und dann haben Leute noch gemeint, ja, da dann dann jetzt in der in der PDL chillen, also in der Partei Die Linke, und ich denk mir so, ich rede hier von Kommunalpolitik, da ist das
Parteibuch tatsächlich nicht so wahnsinnig relevant, ich würde sagen, bisweilen sogar hinderlich. Also du, was du konkret sagst. Gerade wenn man zum Beispiel in Bayern wohnt, rein in die CSU. Ja, entrismus also. Ja. Linninsche Konzept ne in ne Partei reinzugehen, der man nicht angehört um sie von innen heraus zu verändern. Es ist mir tatsächlich n bisschen egal, aber der Aufhänger für diese Folge war jetzt nicht dieser Tweet, den hab ich ja gerade erst verfasst zu dieser Aufnahme, sondern eigentlich noch mal n anderer Punkt, ich habe dich nämlich es waren eigentlich 2 Punkte einmal im Privatleben, also im privaten kommunalpolitischen Engagement und. Aber auch dein Auftritt bei an Bubble. Den hab nämlich, den hab ich
noch nicht gesehen. Den hast du hast noch nicht den eigenen Auftritt gesehen. Nee, ich war ja dabei. Wie wie kam das also, wann war der überhaupt? Ich wusste gar nicht, dass du da warst. Oder hast du wieder verdrängt oder vergessen? Ja, also das ganz kurz jetzt nicht, also für die, die jetzt zuhören, also dieses an Bubble Format, die haben ja so n komisches Branding Problem es gibt 13 Fragen slash an Bubble das ist dieses Format wo eben 3 und 3 Gegenseite zueinander kommen sollen in diesem L stehen da gibt es ne Moderation dann.
Hieß es mal 13 Fragen und irgendwann an Bubble, aber die haben sich nie von 13 Fragen gelöst und das ist irgendwie völlig unklar. Und dann gibt es aber noch bei an Bubble noch mal einzelformate wo jetzt in diesem Falle 3 Leute waren, die über die Frage diskutiert werden muss die Klimabewegung radikaler werden. Also die, ja genau, also die, die die eigentliche Frage war ursprünglich ne ne andere und ich weiß nicht, ob sie den Titel nachträglich geändert haben.
Also eigentlich war die Leitfrage aber ne andere, die Frage war nicht, muss die Klimabewegung. Radikaler werden, sondern die Frage war, ist Fridays for Future gescheitert oder ist die Klimabewegung gescheitert? Das war auch nicht so ganz klar, es ging halt mehr ums Scheitern und gar nicht um die Radikalität, es geht auch in der Sendung. Diskussion auch an.
Es geht zum Teil um Radikalität, aber das ist eigentlich nicht nicht der Fokus. Aber das ist auch egal. Das mit an Bubble 13 Fragen ist tatsächlich so ne Sache. Also an Bubble ist tatsächlich so wie ich das verstanden habe eine Rubrik von ZDF, also an Bubble ist der online auftritt. Von Teilen des ZDFS, also Unbubble, ist quasi Teil von dem ZDF Ding für den Online auftritt und 13 Fragen ist ne Sendung die von die bei ZDF unbubble läuft. Ja.
Und OK, die Sendung wo ich war, die hat keinen wirklichen Namen, sondern die erscheint einfach bei ZDF unbubble. Und an Bubble ist also man kann sich das vielleicht so n bisschen vorstellen. Wieso keine Ahnung ZDF neo also ne, es gibt ja diese sag ich mal unterkanäle vom ZDF und ZDF, unbubble ist so n bisschen das online Format unter deren, unter dessen Dach dann 13 Fragen stattfindet, aber genau, ich hab die Sendung tatsächlich noch nicht gesehen, zwar ich, ich war da Anfang Juni und die ist letzte Woche erschienen, also wenn ihr das Dienstag. Früh hört.
Apropos Dienstag früh. Vielleicht sollten wir ein paar Worte über. Eure ja registischen Probleme. Verlieren die genau, wenn ihr das Dienstagmorgen hört, dann ist die Anbaubesendung vor einer Woche erschienen und ich habe sie mir noch nicht angeschaut, weil ich sie mir first reaction mäßig im Stream anschauen möchte, der, wenn ihr das Dienstag morgens hört. In ein paar Minuten beginnen wird also Dienstag Mittag. Fangen wir an, also der andere, Ole und ich, fangen wir an zu streamen und gucken unter anderem diese Sendung, so was hat es mit den aktuellen technischen Schwierigkeiten von Aufrechte Demokraten auf sich.
Also wir haben momentan einen Hoster, auf dem wir stattfinden, wo unser Podcast drüber läuft und wir wechseln gerade zu Spotify, weil der Hoster einfach sehr teuer ist und. Wir anfangen wollen diesen Podcast hier auch zu monetarisieren, das hat schlicht und ergreifend damit zu tun, dass es auch einfach n Aufwand ist.
Und wenn der über ne nervige Werbung am Anfang oder am Ende finanziert werden kann, dann freuen wir uns da sehr. Allerdings ist das Wechseln des Hostings in diesem Falle zu Spotify ne technisch offensichtlich ne herausfordernde Angelegenheit, also es gibt de facto n technischen Fehler bei der Migration.
Unser Podcast hängt jetzt irgendwo zwischendrin. Spotify, sagt Prodigy, ist Schuld Prodigy sagt, Spotify ist schuld, die Kriegen das noch irgendwie hin. Also wir hatten bisher einfach Probleme das bei Spotify hochzuladen, also unsere alte Folge ist noch nicht immer, also stand jetzt immer noch nicht oben, ich bin weiter dran und bin weiter im Support, aber es wird sich hoffentlich diese Woche ändern also ihr könnt es nach wie vor auf allen Plattformen, also wenn ihr diesen Podcast hört habt ihr ihn eh irgendwo gehört, der ist nicht Spotify ist offensichtlich. Aber wir wollen noch mal darauf hinweisen, dass wir auf jeden Fall jetzt das so aufsetzen, dass unsere sonder Inhalte, unsere Sonderformate dann auch
auf allen Plattformen zu finden sind. Ihr könnt gerne bei uns n Steady Abo abschließen, um uns. Zweimal im Monat, immer im 2 Wochen Zyklus dabei zuzuhören, wir wir uns gegenseitig Literatur aufzwingen, so wie wir uns eben Themen mitbringen, bringen wir uns Bücher mit, die die andere Person lesen muss, und dann reden wir da drüber.
Recht erste Buch wird ganz passend zu den aufrechten Demokraten, die eben aufrecht sitzen, stehen oder diskutieren, das Buch Bückbürgertum von Ulf Poschardt. Ihr könnt gespannt sein, wie wir versuchen, dieses Buch Ernst oder Unernst zu nehmen. Die Folge wird wahrscheinlich dann am 15. Juli rauskommen.
Wir nehmen die glaub ich am 8. Juni auf, also noch n kleines bisschen Geduld braucht ihr, aber dann geht es bald los, genau und dann. Also dazu genau der der Steady Link findet ihr ganz oben in der Episodenbeschreibung. Der Steady Link? Genau. Ganz oben. Und dann freuen wir uns sehr auf die Bückbürger, also rauszufinden, ob wir bückbürger sind. Oder aufrechte Demokraten, weil ich glaube, Ulf Pauschad hat da einiges zu sagen.
Genau so jetzt Film ab so. Wir wollen aber zurückgehen zu diesem an Doppelformat, wo du warst. Und da ging es ja da drum, dass ihr verschiedene Aktionsformen, die ne Klimapolitik in die Bevölkerung bringen sollen, an die Bevölkerung herantragen sollen, die etwas bewirken sollen. Die habt ihr gerankt, du warst da sehr kritisch im Gegensatz zu den anderen, die da in verschiedenen Aktionsformen, ob das jetzt Klima kleberei ist oder. Demos oder Brunnen färben oder so ne waren sie, also waren sie deutlich deutlich offener.
Für die Argumente kann man sich noch anhören. Was mich aber gewundert hat, gerade wenn es um das Thema erneuerbare Energien geht und damit ja eigentlich ein absolutes Kernthema von Klimaschutz, das Fehlen von einer kommunalpolitischen Dimension. Ich verstehe schon, dass unter einer politischen Aktionsform ne Form von Widerstand gegen Politik signalisiert werden soll. Und das ist ja auch das, wo dein Argument oft greift, dass du sagst, man muss halt echt aufpassen, dass man nicht so n Bittsteller wird, um ne Politik zu adressieren, die offensichtlich überhaupt kein Interesse daran hat, irgendetwas zu ändern.
Und es ist natürlich eine Möglichkeit, ne politische Aktionsform zu nehmen, die eben auf ne Landes oder Bundesebene geht und versucht da Gesetzesentscheidungen zu beeinflussen oder n Regierungshandeln zu kritisieren. Aber es gibt ja eben auch die politische Aktionsform der ganz aktiven Partizipation in Politik und das mein ich nicht jetzt berufspolitikermäßig und in ne Partei eintreten und gewählt werden, im Parlament rumsitzen.
Sondern ich mein das tatsächlich auf kommunalpolitischer Ebene, wo Parteipolitik nicht so ne große Rolle spielt, wo dieses Ganze also natürlich gibt ne Politik dann n plötzliches Rahmenwerk vor, aber wo ganz viele Entscheidungen, die ganz konkret lokal zu treffen sind, wirklich aktiv umgesetzt werden können im kommunalen Selbstverwaltungsrecht, sind solche Dinge geregelt, wie dass man.
Ja, eben. Neben erneuerbaren Energien ne, also PV Anlagen, Windkraftanlagen auch zum Beispiel Büchereien macht und die ganzen Sportstätten und Wirtschaftsförderung. Die Frage wie Tourismus läuft. Ja, eben auch Infrastrukturen, Stadt oder Dorfplanung. Wo kommt der Brunnen hin, wie machen wir die, die Grünstreifenbepflanzung, das ist ja auch ne Frage, wo man Biodiversität mit einbringen kann als n Thema wenn es um Landwirtschaft irgendwie geht, wie kann man da ne biologische Landwirtschaft fördern? Also ich war also wie kann man Bewusstsein schaffen in der Bevölkerung mit Dorffästen die zum Beispiel sich. Den Wildbienen widmen oder so, das ist, das wirkt alles immer so n bisschen oil und n bisschen
harmlos, aber in der Summe kann das tatsächlich viel bewirken und insbesondere wenn es um erneuerbare Energien geht, hast du halt krasse Hebel. Also wenn du n Windrad da stehen hast, dann hast du halt für 4 bis 7000 Haushalte erneuerbaren Strom geschaffen, indem du dich einfach kommunalpolitisch.
Engagiert hast und in diesem unbubble Format schien es mir so, dass es nur diese 2. Pole gibt. Es gibt die Politik als so ne etwas abstrakte Entität und dann gibt es den Protest und dazwischen tatsächlich n bisschen wenig und ich finde es irgendwie so schade, weil insbesondere erneuerbare Energien gerade in ihrer Dezentralität sind, ja eben total dafür geeignet, auch kommunal umgesetzt zu werden und.
Da muss man auch nicht irgendwie die Politik adressieren als als, ja als Institutionen, wo diese Forderungen hingestellt werden, sondern man geht halt in den Gemeinderat oder zum Gemeinderat und sagt, Hey, das wär doch irgendwie ne Idee und dann versammelt man Mehrheiten und informiert Bürger und schreibt, also macht ne Ausschreibung und sagt, Hey, wir haben hier geeignete Flächen für eben PV Anlagen, für Windkraft, für Biogasanlagen, für Whatever und sucht halt Projektierer und dann kann man das auch einfach machen.
Also das sind ja private Unternehmen, die dann auch sagen, ja, machen wir, lohnt sich und Windkraft und PV Anlagen lohnen sich, also die wollen bauen, da braucht man nicht irgendwie ne ne staatliche Förderung wie sie jetzt vorgesehen ist bei Atomkraftwerken oder so etwas und gerade wenn man noch mal diesen Punkt mit der Dezentralität auch nimmt. Also wir haben in Deutschland.
Ja, natürlich ne NN verschiedenen n Energiemix, der aus verschiedenen ja energiearten zusammenkommt und die die fossilen Energieträger sind natürlich sehr zentral, weil das riesige Kraftwerke sind. Hast du ne Schätzung Simon weil also wie gesagt es ist kein, es ist nur so ne Spaß. Frage ist völlig egal was du antwortest. Wie viele Kohlekraftwerke haben wir in Deutschland, was willst du sagen?
Oh Gott. 100. Das ist ja perfekt geschätzt ja ungefähr 100 wirklich. Ach du Scheiße, ich. Hatte das schon Grad so vor Augen wie keine Ahnung. Ich weiß nicht wer das war, als war das Ricarda Lang, die gefragt wurde, was irgendwie die Durchschnittsrente. Ist Rente ist und. Meine Marke verlangt. 700€ daneben. Gemacht und sie so einfach komplett falsch lag. Und ich war grad so okay ne ich hab jetzt keine Verantwortung irgendwas zu zu Ricarda lang.
Aber es wär trotzdem n bisschen peinlich, wenn man sich so radikal verschätzt. Also wenn ich jetzt so 5 gesagt hätte oder oder 2000. Also ich sag mal so, wenn du jetzt energiepolitischer Sprecher wärst, dann ne oder Sprecher von Ende Gelände oder so, dann sollte man ungefähr wissen wieviel Kohlekraftwerke investieren.
Wir haben noch mal ungefähr 90 Gaskraftwerke oben drauf, davon sind noch mal 25 in in Planung oder in Bau, so natürlich das sind riesige Projekte, die sind so immens, da sind so viele Dinge dran beteiligt, das geht nur auf einer Bundesebene, weil das einfach zu gewaltige Projekte sind. Bei Windrädern ist es oder PV Anlagen tatsächlich nicht so ein Punkt und wir haben in Deutschland momentan 30000 Windräder, wie gesagt 100 Kohlekraftwerke, 30000 Windräder und noch mal das ist noch krasser, aber da sind auch kleinere, also kleinstanlagen dabei 4000000 also über weit über 4000000 Photovoltaikanlagen und hinter fast jedem Einzelnen dieser Windräder und einer Unzahl an PV Anlagen stehen eben
nicht die Entscheidungen eines Staates irgendwas zu machen, sondern dahinter stehen die Entscheidungen einer Kommune. Beziehungsweise eines Unternehmens und eines eines Gemeinderates und eben eines einer einer einer Kommune als als als Pächter oder Pächterin. So, das heißt, wenn wir jetzt die Kommunen n bisschen betrachten und uns fragen, ja, warum sind erneuerbare Energien da so wichtig, warum ist das so gut, dann ja kann man da viele Argumente ranbringen man muss natürlich heute sagen. Dass Kommunen durch ne Austeritätspolitik so kaputt gespart worden sind, dass gerade in einem sehr dörferischen Bereich für Kommunen oft der einzige Weg, an Geld zu kommen, erneuerbare Energien sind.
Früher war Forstwirtschaft wahnsinnig wichtig, ich hab das in meiner Folge, wo ich auch schon mal über Windenergie gesprochen hab, auch noch mal dargelegt, aber tatsächlich ist das einfach nicht mehr der der Fall. Man kann froh sein, wenn der bald mehr oder weniger auf 0 rauskommt. Klar, es gibt auch immer noch.
Forstflächen, die funktionieren, aber im Großen und Ganzen ist das nicht mehr die Haupteinnahmequelle. Wenn keine Industrie in einem Dorf existiert, dann sind die sehr, sehr knapp bei Kasse und erneuerbare Energien, gerade in ihrer Dezentralität und den Liegenschaften die ne Kommune hat, bieten eigentlich immer wirklich ne Möglichkeit um auch einfach über Pachtgebühren. Einfach Geld in die Kasse zu kriegen. Und wenn ich das irgendwie so erzähle, dann könnte man ja meinen, dass dieser eben starke Dualismus zwischen der Politik auf der einen Seite und die Gesellschaft auf der anderen Seite n bisschen aufgeweicht wird, weil n Gemeinderat, der kommt ja aus den Leuten vom Dorf oder von dem Kiez, und damit kann man ja einfach arbeiten,
das sind ja jetzt nicht irgendwelche abstrakten Parlamente, die irgendwo sitzen und in irgendwelchen Hinterzimmern Tagen, sondern die kommen direkt aus der Bevölkerung und suchen auch eigentlich immer händeringend nach Leuten, die das machen und. So sehr das faktisch eben diese diesen Dualismus zwischen der Politik und die Gesellschaft aufweicht, muss ich doch in der Realität sehen, dass es drastisch anders aussieht und ich kann das sagen, weil meine meine ganze Familie ist sehr stark kommunalpolitisch involviert, also eben in Gemeinderäten, die machen Infoveranstaltungen und so weiter und sofort und insbesondere beim Thema Erneuerbare Energien bekomme ich eben mit, wie sich 2 gesellschaftliche Entwicklungen
auf ne sehr ungute Weise überkreuzen. Die aber getragen sind von einer rechten Hegemonie in einem politischen Diskurs. Also wir haben wirklich, also ja, rechte Medien, ne AFD, die die Parteien vor sich Hertreibt, die bestimmte Zugänge zu Politik eröffnen, die wirklich desaströs sind für ne Kommunalpolitik, und das finde ich deswegen so wichtig zu adressieren, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass Linke und ich meine jetzt Linke, hier wirklich das Spektrum, nicht die Partei Die Linke, sondern Linke als als Gruppe.
Sich um dieses Feld der Kommunalpolitik einfach partout nicht kümmern. Wir kriegen alles Mögliche mit, über Demonstrationen und Protestformen und hier widerständige Organisationen und da irgendwie auf die Straße gehen, aber ich hab tatsächlich einfach noch nie in meiner Bubble irgendwas zu Gemeinderäten gehört, ich weiß nicht, ob es vielleicht bei dir anders ist.
Nicht aber tatsächlich. Nicht so welche. Von welchen Dynamiken rede ich die ne rechte Hegemonie pushen, die zersetzen für ne Kommunalpolitik ist und wo sich Linke drum kümmern müssten wie ich finde erstens. Es gibt in der Kommunalpolitik, und das beobachte ich immer wieder, ein sehr, sehr starkes Misstrauen der Bevölkerung gegen kommunalpolitische Akteure. Also wie gesagt, Gemeinderäte, die aus der Bevölkerung kommen und das ehrenamtlich machen für nichts, die machen das einfach 5 Jahre für umme und wenn du dir die Beschlussvorlagen vorliest, die so einem Gemeinderat oder so vorgelegt werden, das ist Insane, das sind hunderte Seiten, also das ist richtig, das ist richtig Arbeit, die
Leute sich da machen, und dann kommt es zu erneuerbare Energien und dann wird so. Wird so aufgemacht? So, ja jetzt habt ihr wieder irgendwas gemauschelt, wieder ihr wieder irgendwas ausgemacht, das ist so n Richtiges, es ist n richtiges Verschwörungsdenken wir gegen sie, ich hab nichts gegen diese diese diese Polarität von wir gegen sie also ich meine linken Kreis dieses 99 zu 1 Ding total verbreitet Kapital weiß was Arbeit als n zentraler Konflikt der auch nicht aufzulösen ist. Weiße gegen Schwarze und POCS Männer gegen Frauen und Queers also diese Form von wir gegen sie darf natürlich dafür da sein um auch politisch zu aktivieren, aber was ich jetzt ja hier. N bisschen stark machen möchte,
ist wirklich die Frage der Perspektive. Und zwar nicht als so ne Floskel, dass man jetzt alles so relativistisch sehen kann. Ja, kann man so und so sehen, sondern wirklich von welchem Blickwinkel rede ich gerade über die Gesellschaft mit dem Rassismus, dem Patriarchat, dem Kapitalismus oder rede ich von einer ganz konkreten Situation?
Der Dorfbrunnen, die PV flächenanlage, die Kita mit ganz konkreten Menschen besprochen, die über dieses ganz konkrete Thema entscheiden? Also wir gegen sie heißt in der Kommunalpolitik der, der also die Bürger gegen die Kommune, und das finde ich einfach, ja, das finde ich einfach völlig wild, dass dieses denken so verankert ist, also dass wirklich die Leute, dass die Vorstellung haben, wenn jemand Politik macht und in einem politischen Organ sitzt, das irgendwie zum Staat gehört, eben auf dieser kommunalen Ebene, dann ist es eigentlich gleichbedeutend mit der Klüngelpolitik in Berlin. Und mit Lobbyarbeit und mit Hinterzimmerabsprachen. Und mit da kann ich mich gar nicht beteiligen, obwohl die ganzen Sitzungen von den
Gemeinderäten, die haben ja immer öffentliche Teile, da kannst du immer da hingehen, du kannst bei den Leuten immer schreiben, du kannst den, also du kannst die immer treffen, du siehst die ja sogar meistens bei dem selben Dorfleben, also ist so ne völlig abstruse und abstruse Auseinanderziehen von einem Graben, der gar nicht existiert, so.
Aber also ich mein. Ich muss sagen, dass ich mich in Kommunalpolitik auch einfach nicht wirklich gut auskenne. Also ich war nie, hab nie irgendein kommunalpolitisches Amt bekleidet, obwohl ich schon auch n bisschen so ne fast romantisierte Vorstellung davon hab, was es bedeutet, Bürgermeister von einer Kleinstadt zu sein oder von einem Dorf, wo man, wo man halt einfach ja.
Man kennt alle, alle kennen einen und man schlendert so Sonntag mittags über den Marktplatz und quasi spricht mit den, mit dem, mit dem, mit, der mit der einfache Leut und so und man also ne fast so was. Also ich ich ach Gott, ich hör mich so kitschig an, aber fast so was väterliches quasi für seine Schafsherde und so weiter aber auch gar nicht paternalistisch gemeint, sondern wirklich auf so einer, auf so einer, so einer sehr. Ja, Ach, es klingt so albern in so einer humanistischen, Verwaltungs, humanistisch universalistisch begründeten Verwaltungsperspektive, und ich weiß, das ist alles sehr. Also die Vorstellung, die ich davon hab, was es bedeutet, Bürgermeister zu zu sein, ist ne
ganz andere. Ja, wir müssen, ja, wir dürfen nur nicht bedenken, dass die, dass auch die Attacken auf kommunale Politikerinnen also oder Leute, die kommunale Ämter übernehmen oder kommunalpolitische Ämter, die nimmt zu, und zwar stetig, also. Und ich sehe, dass da n Misstrauen gegen ne Politik ist oder auch Gefühle einer politisch verursachten Verunmächtigung, dass die Leute wirklich nicht wissen, gegen was sie sich noch wenden sollen, um diese Politik, die sie verarmt und verelendet und stimmlos macht und ignoriert, wie sie das noch irgendwie ändern sollen.
Und das Einzige, was sie als Projektionsfläche haben, ist halt die Verwaltung, in der in der Kreisstadt Nebendran oder in dem in der in dem. Ist von der Verbandsgemeinde oder eben der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin als irgendwie einfach nur eine politische Vertreterin? Das hat nichts mit Parteien zu tun, das hat nichts mit den realen Befugnissen zu tun, die ja bei einer Bürgermeisterin oder bei einem Bürgermeister wesentlich niedriger sind, also gegen 0 gehen im Vergleich zu dem, was man im Bundestag oder so als Parlamentarier an Befugnissen hat, also.
Da da findet da findet so ne so n so ne, das ist so ne Übersprungshandlung statt so n überspringen von Ebenen, die dann eben also wo dann eben kommunalpolitikerinnen schlicht und ergreifend ja hassobjekte werden. Also ich krieg das hier auf dem Dorf mit, die Leute, also ich, ich kenne Leute die haben Drohbriefe bekommen, die sind in einem Gemeinderat, das ist, das ist wirklich das Drohbriefe.
Ja nee, das ist krass. Also ja klar. Und. Und dann seh ich halt wie kommunalpolitische oder kommunalpolitisch involvierte Menschen halt ne krasse Arbeit leisten, sich richtig reinhängen. Wie gesagt, diese Beschlussvorlagen, das ist nicht ohne, das ist auch viel Beamtendeutsch, da muss man sich echt reinknien, das braucht Zeit, das hat sicherlich auch mit einem gewissen Privileg zu tun, sich diese Zeit nehmen zu können, es gibt auch n Grund, warum kommunalpolitisch sehr viel von älteren Männern getragen wird, es hat sehr ja auch mit dem Geltungsbedürfnis zu tun, aber auch ne Rentner haben einfach mehr Zeit, Dinge zu tun. Aber es gibt wenig Wertschätzung und auch wenig mehr als ne stillschweigende Zustimmung.
Und insbesondere wenn es um erneuerbare Energien geht und das wär jetzt der Teil wo ich n bisschen noch mal auf das Thema fokussieren möchte, kommen noch mal ganz andere Dynamiken zustande, da ich war auf Veranstaltungen auf reinen Infoveranstaltungen, da ging es noch nicht um, wir entscheiden jetzt irgendwas, sondern einfach nur wollen wir uns damit beschäftigen. Wir möchten über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren, in denen Windkraft passieren kann. Da waren Leute, die sind komplett ausgerastet, die haben sich angeschrien, das kann man sich überhaupt nicht vorstellen und ich denk mir so, ja, wo sind denn die 80% der Leute, die halt total dafür sind, warum sind die jetzt nicht da, warum, warum sind nur die wutschnaubenden
Leute da, die halt ja mit dem Schaum vorm Mund schon diese Veranstaltung starten, also wo ist die Unterstützung, also das das kann ja irgendwie nicht nicht sein. Und bei erneuerbaren Energie hast du halt natürlich, also da hast du de facto n Kulturkampf, obwohl eigentlich ist es auch kein Kulturkampf. Ich also wenn ich jetzt also wenn ihr sage, dass erneuerbare Energien n Kulturkampf sind, dann mein ich damit, dass Kultur hier ne ne moralische Einstellung bezeichnet, die mit mit einer Haltung zu tun hat, also weniger mit einer konkreten Sache selbst.
Also der Kulturkampf ist eigentlich n. Politischer Kampf, der über diese Kultur geführt wird. Das heißt, wir haben eigentlich n doppelten Kampf, also es gibt n Kampf um ne moralische Haltung auf der einen Seite, das ist so die Oberflächenebene und dann gibt es eigentlich noch n Kampf um das darunterliegende Thema, also was wo die ja kulturkämpfen ne Projektionsfläche ist, das aber von diesen Kulturkämpfen überdeckt wird und das meint sehr oft, aber nicht immer Wirtschaftspolitik und ich glaube was da aus marxistischer Perspektive oft übersehen wird. Wenn man jetzt sagt, ja, wir dürfen uns nicht an diesen Kulturkämpfen beteiligen, das ist alles nur Symptom, das ist alles nur auf so einer
Oberflächenebene wir müssen uns auf einer Ebene tiefer mit den Dingen beschäftigen, wir müssen die materiellen Verhältnisse in in den Blick nehmen, dann denk ich mir, das stimmt, aber der Mangel an einem materiellen Wohlstand allein reicht ja nicht aus, um unzufrieden zu sein, also wenn Leute wenig haben, dann sind sie nicht automatisch unzufrieden, also die Wahrscheinlichkeit steigt, dass, wenn sie mehr haben, auch zufriedener sind, aber wenn. Wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie gesellschaftlich wertlos sind, dass sie keine Wirkung haben, dann, also dann sind sie einfach unzufrieden.
Oder hilft es auch nichts, wenn man jetzt nur auf die materiellen, materiellen Bedingungen schaut, dann muss man auch wirklich schauen, was löst das an Emotionen aus, was was spielt sich in der Bewusstseinsebene ab, also diese oft marxistische Verächtlichmachung von Psychologie oder von Psychoanalyse beispielsweise, also von von psychologischen Tiefenstrukturen von Menschen, finde ich manchmal NN bisschen. Ein bisschen faul auch, weil diese diese wirtschaftlich fundierten Ohnmachtsgefühle, die sind ja der eigentliche psychologische Kern, weshalb Leute kulturkämpfe führen, und da muss man ja eigentlich Drangehen an diese Ohnmachtsgefühle, das geht auf der einen Seite natürlich über ne Steigerung von materiellen
Lebensverhältnissen, einfach, dass den Leuten besser geht, aber es muss auch ne Form von Wertschätzung und Selbstwirksamkeit sein, die es den Leuten gegeben wird, damit sich das psychologisch irgendwie. Auf auflöst macht es irgendwie Sinn. Ja, also ich finde, ich finde auch nicht, dass man, dass man einfach alles auf Ökonomie runterdampfen kann und dann sagen kann, dass irgendwie ne Psychoanalyse oder irgend irgendwelche Aussagen, die sich auf die Psychologie von jemandem beziehen ohne Wert wären. Ich glaube, so weit würde ich auch nicht gehen. Ich.
Also vor allem in der Adressierung. Also wenn du jetzt wirklich konkret die wütenden Leute vor dir hast, da brauchst du nicht mit Lohnpolitik zu kommen und da brauchst du auch nicht mit dem Verhältnis von Arbeit und Kapital zu kommen, da musst du ganz anders ne EMO Care leisten, um diese Leute überhaupt zu erreichen und ihnen das Gefühl zu geben, hey wir sitzen hier im selben Boot, wir können hier gemeinsam was erreichen und so weiter und so weiter also.
Also ich mein, wenn wenn ich hier mal noch den den Advocatus Diavoli spielen kann für die Menschen, die dich jetzt auf die dir, die dich auf Twitter kritisiert haben oder dein Take zu Kommunalpolitik und die Halt im spezifischen Sagen, ja warum sollte ich mich als linker jetzt für die kapitalistische Verwaltung nicht von einem Staat, aber von einer Kommune interessieren? Wenn ich jetzt deren Argument.
Sag ich mal nicht, nicht strong manen würde, sondern Steel manen würde also quasi so möglichst conwincing und möglichst stark machen wollen würde, dann könnte man sowas sagen wie dass das Grundproblem, nämlich die kapitalistische Ausbeutung und die die kapitalistische Eigentumsordnung im kommunalen ja nicht aufgehoben ist. Also nur weil man da weniger zu melden hat, also ne man man bekommt, man bekommt quasi Geld von oben, also man kann als wenn ich nicht.
Autark existieren oder die allermeisten Kommunen können nicht autark existieren, ohne in finanziell gesehen in ein Land und in einen Bund eingebunden zu sein und die die einzelnen Kommunen und Landkreise sind jetzt auch nicht, sag ich mal, haben die bürgerliche Eigentumsordnung überwunden und all die Sachen, die da verhandelt werden, sind natürlich auch Verteilungskämpfe, also zum Beispiel wo PV Anlagen stehen oder wo Windräder stehen, oder?
Wie die ich? Ich kenn mich damit nicht aus, aber ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass zum so Netzausbau jetzt auch nicht ohne, also so ein Stromnetzausbau ja auch nicht ohne, sag ich mal, Verteilungskämpfe oder Interessensgegensätze ablaufen kann oder auch so Sachen wie. So banale Sachen.
Wo steht n Brunnen? Keine Ahnung wo steht denn n Brunnen, steht der vor der Kreissparkasse, der dann halt die Einfahrt blockiert und die Leute dann nicht mehr so einfach hin können oder steht der vor dem dem Bäcker der da seit 300 Jahren seine Filiale hat? Oder steht der Brunnen auf dem Marktplatz und dafür muss das Denkmal von.
So und so abgerissen werden ne also, und das sind jetzt quasi also das letzte mit dem Denkmal ist jetzt kein wirklich kein ökonomischer Verteilungskampf oder kein Interessensgegensatz, aber du verstehst was ich meine, also dass diese diese kommunalpolitischen Entscheidungen ja auch in Verteilungskämpfe eingebunden sind, die in einer bürgerlich, die sich in einer bürgerlichen Eigentumsordnung abspielen.
Und wenn man jetzt quasi wie eine Twitterperson oder keine Ahnung, wie viele die, die da geschrieben haben, wenn man jetzt sagt, gut. Ich möchte aber diese Eigentumsordnung überwinden. Ich hab überhaupt kein Interesse daran, irgendwie mich in dieser Verwaltung von dieser Eigentumsordnung ab zu mich irgendwie damit aufzuhalten, dann wäre deren Haltung dazu ja relativ konsequent, wenn sie sagen, nee, nein, kommunalpolitisch, da hat man einfach weniger zu melden, also die, die die die Spielräume sind viel kleiner. Man kann nicht, wie wenn man jetzt sagt, gut, ich werde Finanzminister und dann kann ich quasi, dann kann ich auch im Prinzip nicht die die bürgerliche Eigentumsordnung ab ab abwickeln.
Ja, aber ich kann zumindest hab n sehr großen Handlungsspielraum, also größer geht es eigentlich nicht und warum sollte ich mich dann noch auf so einer viel kleineren Ebene, wo ich dieselben Abhängigkeiten hab, aber klar, auch niedrigere sag ich mal eintrittshürden aber. Vor allem halt weniger, weniger macht und weniger Jungskreis.
Warum sollte ich mich denn daran beteiligen bei irgendwas, was ich sowieso überwinden will? Ja, also ich hab mehrere Argumente dazu. Das erste würd ich sagen einfach zu sagen Na ja, hier wird ja auch nur ne ne bürgerliche Konkurrenzgesellschaft im Kleinen durchgespielt, möcht ich mich nicht dran beteiligen mit dem Argument könnt ich auch sagen ja dann hört bitte auf euch in Gewerkschaften zu organisieren, dann hört bitte auf euch in irgendeiner Form betriebsrätlich zu organisieren, das ist ja auch nur ne Verlängerung. Des Elends, der Befriedung der Arbeiterklasse im Kampf ums große Ganze.
So, das ist ja einfach nur ja Verzögerungstaktik, Ruhigstellung so, dann dann kann man, dann kann man es auch einfach ganz ganz lassen und ich weiß nicht, ob Linken in großen Teilen mitgehen würden, jede Form von gewerkschaftlicher Organisation oder betriebsrätlicher Arbeit einfach fallen zu lassen. Also ich kenne einige Linke deren Position. Die er mich genannt hat zu sagen, ja, ja, ich verstehe schon, aber.
Ich meine, guck mal, es gibt sagt ja immer das das das sein bestimmt das Bewusstsein und um das Bewusstsein zu ändern muss man auch das sein ändern. So jetzt n bisschen sehr vulgär marxistisch, aber um das sein zu ändern brauchst du ja politisch arbeitende Leute die eben. Mit einem gewissen Bewusstsein kommen dieses Bewusstsein ist aufgrund der materiellen Verhältnisse bla bla bla ja in vielerlei Hinsicht n falsches Bewusstsein. Also Leute haben sehr verschobene durchideologierte Wahrnehmungen von der Welt, die sie umgeben und deswegen ist ne Form von von Aufklärung notwendig, aber man muss die Leute ja erstmal, wenn man sie aufklären möchte, in ihrem falschen Bewusstsein ansprechen
und n Stück weit das auch bestätigen, weil wenn du in n Gespräch reingehst und sagst du bist n Vollidiot, ich erklär mal die Welt funktioniert, dann hört ihnen niemand mehr zu. Also wahrscheinlich nicht. Es ist ja genau n Gespräch ist immer auch n aufeinander zugehen. Das heißt nicht, dass man irgendwie deshalb alles annimmt, aber ich muss halt mit dem Arbeiten was vorliegt und das ist ja kommunalpolitisch auch der Fall.
Jetzt kann man sagen, ja der der die Wirkung ist ja viel kleiner, das stimmt, die Wirkung ist kleiner, aber die Wirkung ist direkter, wenn wir, egal in welcher Staatsform wir leben, also wirklich egal in welcher, kein Staat wird von oben entscheiden, ah hier in. Obertutlingen muss der Brunnen auf Platz a, Parzelle B stehen, sondern das wird, das ist ja viel zu, das ist ja viel zu klein, klein, das wird in jeder beliebigen Staatsform immer nach unten durchgereicht, in der kommunale Verwaltung, in der kommunalen Verwaltung lernen aber Menschen zusammenzuarbeiten, sie lernen, Interessen zu formulieren. Sie lernen, das irgendwie auszuhandeln. Sie lernen, Beschlüsse zu fassen, Sie lernen, das so zu organisieren und die Gewerke in
Gang zu setzen, damit eine kommunale Selbstverwaltung möglich ist. Das kannst du auch im Anarchismus durchziehen, das ist völlig egal. Und diese Fähigkeit, dass Leute zusammenarbeiten und in ihrem ganz direkten Umfeld Dinge tun, von denen. Sie nicht nur glauben, dass das dem dem Wohl der gesamten Kommune dient, sondern dass sie es auch wirklich tun müssen, weil die Leute das ganz direkt sehen und sehr direkt auch da darauf reagieren und dieser Gemeinderat einfach nicht mehr gewählt wird und diese Leute, wenn die Scheiße bauen, also das da ist, diese, da sind diese Abstrafungsmechanismen, eben weil das nicht über die Partei läuft, die Institutionen viel, viel größer und viel direkter, als wenn man jetzt immer nur auf
so einer Parteienebene sieht, also deswegen. Finde ich es schon. Finde ich schon tatsächlich NNNN bedeutendes Lernfeld auch für egal welche Staatsformen existiert, auch wenn natürlich die Rahmenbedingungen, die sind schlimm und die die ich merk ja selber wie die Austeritätspolitik die Kommunen so sehr verarmt hat, dass auch unter den Kommunen Verteilungskämpfe ausbrechen und da es da teilweise wirklich auch richtig Neid ist, wer jetzt mehr oder weniger hat, dass man sich wenig schenken möchte, aber.
Wenn alle Arm sind, tatsächlich, dann schließen die sich auch zusammen. Und gerade bei erneuerbaren Energien ist es sehr sinnvoll, wenn du, wenn sich Dörfer zusammenschließen und Anstalten öffentlichen rechtes Gründen, also Körperschaften, die Non Profit sind, die eben ermöglichen, dass man geeint auftritt, um zum Beispiel Windkraftanlagen in dem gesamten Gebiet der Kommune zu bauen, dann ist das ne Form von von Selbstorganisationen, ja, die ich mir eigentlich in jeder Gesellschaftsordnung.
Wünsche so und ja, und dann sitze ich aber auf diesen Veranstaltungen und das ist nun mal ne n Verteilungskonflikt von einer anderen Richtung her und dann wird dann gesprochen über also die die Hauptargumente sind immer die gleichen, es geht immer um Infraschall, es geht immer um Netzausbau, es gibt um Pefas, pefas sind ewigkeits Chemikalien, das ist so ne Stoffklasse mit so 10000 verschiedenen Chemikalien, die sind resistent gegen alles mögliche und deswegen bauen die sich auch bei Hitze, Kälte, Sonnenstrahlung und so weiter nicht ab, also deswegen ewigkeits Chemikalien.
Und eben immer und immer wieder kommt diese Waldzerstörung und ich glaube, in gerade in der Waldzerstörung, dass also, da kommt mir noch mal, also da muss ich mir immer meine Haare raufen, sofern das bei 3 Millimeter Haaren überhaupt geht. Und ich? Ich denke auf der erste Impuls immer zu denken, warum redet ihr hier von Waldzerstörung? Also klar es müssen Zuwatswege gebraucht werden, da wird dann Boden verdichtet, dann muss n dann muss n Fundament ausgehoben werden, da kommen dann unendliche Kubikmeter Beton rein mitten in den Wald, weil Na klar, Windräder stehen oft auf Hügeln, Hügeln sind in der Regel weniger Feldflächen sondern eher bewaldet und dann hast du da halt ne Forstwirtschaft und wahrscheinlich ist ja sowieso
relativ waldreich, also das heißt es wird Wald gerodet damit dort eine Windkraft stehen kann und es kommt immer. Eben dieses Argument, das wäre halt NNNN riesiges Problem und ich denk mir so Leute erstens, also dann wird im im Namen der Biodiversität und ich denk mir so erstens der Wald ist eh am Arsch, also wie gesagt forstwirtschaftlich hat das so gut wie keine keine Folgen mehr zu jedem Windrad was entsteht gibt es immer Ausgleichsflächen und ja die brauchen 20 5000 Jahre bis die richtig fit sind, aber in solchen Zyklen denken halt forstwirtinnen. Und in solchen, in solchen Zyklen, in solchen großen, jahrzehntelangen oder manchmal auch jahrhundertelangen Zeiträumen müssen wir uns
angewöhnen zu denken, wenn es um Klimapolitik geht. Da sind wir alle so Shareholder Value Quartalszahlen gibt brainwashed, dass Leute irgendwie n unmittelbaren Effekt sehen müssen, sehen wollen, also da muss man ganz andere Zeitspannen ein einführen und ja, wenn. N Windrad erstmal steht und eben auch Einnahmen gibt.
Und man kann ja nicht nur Windräder von Unternehmen führen lassen und nur Pacht Einnahmen abgreifen. Es steht einem auch als Kommune frei oder als Kommunen sich zusammenzuschließen und n Bürgerwindkraft zu bauen, Windrad zu bauen. Du kannst auch n eigenes Windrad bauen und betreiben, also wirklich im Sinne einer der Stadtwerke das ist das ist nicht, das ist nirgendwo verboten in dieses unternehmerische Risiko kann können diese Kommunen gemeinsam gehen, das können die in der Regel auch tragen, wenn es halt gut wenn es halt genug Leute sind so. Und mit dem Geld, was man daraus generiert, kann man ja unendlich viele Maßnahmen zum Klimaschutz wiederum finanzieren. Also das ist ja NN Modell, was
ich wirklich auch über längere Zeit tragen kann und ich verstehe oft nicht wie wie wie verengt Leute auf diese Dinge schauen, wie wie wütend sie sind, wie stark sie projizieren und ich glaube, das Einzige was da helfen kann, ist, dass Leute, die sich. In irgendeiner Weise für Links und progressiv halten, nicht still sitzen bleiben, die nicht nur sagen, wir machen jetzt mal n Plenum in unserer in einer kleinen Ordergruppe und verteilen paar Flyer an der Schule, sondern das ist wichtig und gut, ich will das jetzt gar nicht so schlecht reden, sondern ich will einfach nur sagen, wenn wir Kommunalpolitik ignorieren. Dann lassen wir die Gemeinderäte alleine, dann lassen wir die Bürgermeisterinnen alleine.
Dann lassen wir nämlich vor allem alleine mit genau den wütenden, verunmächtigten Leuten, die nur pöbeln, die alles Scheiße finden, die nichts durchsetzen wollen, weil sie alles nur als ne Verschwörung gegen ihre angestammte Lebenswelt sehen, dass man da einfach reingeht und n bisschen gegenhält mit Argumenten dagegen hält, mit Verständnis entgegenhält, mit einer mit einer Masse auch dagegen hält und Leute sagen, Hey, wir machen das einfach um.
Es irgendwie besser zu machen. Ich weiß auch nicht, ob das dann oft an diesem Gewalt als so ne urdeutsche Projektionsfläche liegt, aber gut, das geht vielleicht noch zu weit, ich will auf jeden Fall dafür, dass wir Kommunalpolitik, die ja tatsächlich selten von Rechten gemacht wird, also wir haben in also in Rheinland, Pfalz, AFD, der Kommunalpolitik findet de facto nicht statt, und ich will, dass es so bleibt, die dürfen niemals entdecken, wie wichtig und richtig Kommunalpolitik ist.
Die sitzen momentan nur im Publikum und pöbeln. Und deswegen ja, mein Plädoyer überlasst das nicht den rechten, überlasst nicht den Rechten im Publikum, überlasst es nicht den Rechten. In den Gemeinderäten, guckt, wann eure Kommunalwahlen sind oder unterstützt eure Gemeinderäte, geht einfach mal hin, fragt einfach mal nach, das kann überhaupt nichts Schaden und so viel mal Plädoyer in diesem Podcast. So so die vielen 1000 AFD ler, die aufrechte Demokraten hören, die werden jetzt natürlich aufgeschreckt sein. Scharenweise.
Werden dein Plädoyer ganz falsch hören und werden mit Kommunalpolitik anfangen. Aber ja, gut, Apropos Kommunen, wie hast du in deiner Kommune denn die Hitzewelle überstanden? Du genau. Du würdest sagen, ich hab jetzt hier gerade in Rage geredet und jetzt bin ich hier schon völlig durchgeölt. Trocken trocknet dein Gesicht.
Ja, ich hab hier nebenbei noch meine Lampe an, damit ich nicht ganz so schlimm aussehe und das ist wirklich. Also ich, ich vergehe hier aber gut. Furchtbar. Ja, also mein meine Tage in der Hitze. Ich mein, Mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm, also so 38 Grad ist es nicht mehr, also in Europa. Sind die Klimaanlagen für nächsten 2 Jahre ausverkauft? Ja, es ist wirklich.
Oder Split kriegst du Grad für 3000€ statt 700. Gott ja, Na ja. Vielleicht deswegen, wenn Rechte sagen, New York, das ganze Solarstrom da ist im Sommer viel zu viel Strom da, den brauchen wir gar nicht. Ja, Mhm, genau. Lass mal, lass mal 80000000 Deutsche ne Klimaanlage einbauen, da wollen wir mal gucken wieviel Strom wir noch brauchen im Sommer jeden einzelnen Quant. Ja, jedes.
Quäntchen. Jedes Quäntchen, also ich mein, vielleicht muss man tatsächlich irgendwann, also das ist vielleicht mein größerer, mein größeres Projekt hier, dass man irgendwann einfach die bittere Pille schlucken muss, und man muss sich Rap Pillen lassen, einfach sagen, es gibt lebenswertere Orte als Deutschland.
Aha, aus dieser Richtung weht der Wind. Also ja, also ich mein, man muss in irgendein südeuropäisches Land gucken. Länder, die im Durchschnitt viel ärmer sind, was das BIP und BIP pro Kopf angeht und so weiter und an jedem Haus sind 5 Klimaanlagen einfach und man denkt sich so wirklich warum wie kann es sein also sorry wie kann es sein, dass es in Berlin nicht klimatisierte Trams, Busse?
Und u Bahnen gibt und s Bahnen und das sind zum Teil neue Wegen, also die sind nicht kreisig Jahre alt. Wie kann das sein, dass es nicht klimatisierte Kitas und Schulen gibt? Wie kann das sein, also? Ich ich red da jetzt nicht mal nicht mal nur von privat wohnen oder privat oder so, obwohl das schon eine fucking Blamage ist.
Ja und Klimawandel gibt es auch nicht erst seit gestern und auch schon bevor der Klimawandel so richtig reingekickt hat, gab es heiße Sommer also und da gab es auch schon Klimaanlagen, also so ne auch in den keine Ahnung, Neunzigern wäre es schon sinnvoll gewesen, wenn man im Hochsommer klimatisierte.
U bahnwaggons in in Berlin gehabt hätte. So tatsächlich war es auch schon den 90er Jahren unangenehm. Schwitzen in u Bahn zu sitzen. Ja, so, und dann fährt man so durch Berlin und auch durch andere, durch andere deutsche Großstädte und man sitzt einfach in in Wägen, wenn sie denn mal kommen und die sind einfach neu ohne Klimaanlage und man hat ja.
Auch mit einer sozialen Teilhabe zu tun. Also wenn du 70 plus bist, dann kannst du nicht, dann kannst du nicht eine halbe Stunde in einer Unklimatisierten. S Bahn sitzen, sorry, das geht nicht. Ja da klippst da klippst du einfach zusammen so. Ich war, ich mein. Das stimmt natürlich. Also ich glaube auch NN, ein Grund, warum man von staatlicher Seite einfach nicht auf alarmmodus schaltet, weil halt einfach sehr viele Menschen. Sterben, werden und und immer mehr jedes Jahr sterben werden in diesen schlimmer werdenden Hitzewellen ist, weil das Halt die Schwächsten trifft, die alten und die Kranken und die sowieso nicht mehr arbeiten können, und das ist natürlich einfach ein nationaler Notstand,
der für die aus staatlicher Sicht oft keiner ist. Weil wenn jetzt, wenn die Hitzewelle, sagen wir mal, nur, die weiß ich nicht die Topmanager und die Bundeswehrsoldaten betreffen würde. Ich mein, dann wäre morgen an jedem Ort, wo diese Menschen leben und arbeiten, 5 Klimaanlagen installiert. Ah OK, Bundeswehr Soldaten ist da vielleicht nicht das beste Beispiel. Simon so ja, da gibt es die, also da haben wir jetzt im Zuge der Militarisierung des zivilen Diskurses genug Einblicke in deutsche Kasernen gehabt, also da wär ich n bisschen vorsichtig.
Ich glaube auch oft, aber ich glaube eben, dass sich das ändern wird. Also ja, das stimmt, das stimmt, aber ich mein die die Zeitenwende ist auch noch nicht so, nicht so lang her und ich muss. Jetzt nur hör mal kurz hier kritisch einwerfen. Und das sind ja die Jungen, das sind ja die Jungen. Starken also, das sind ja tatsächlich Leute, die körperliche Widrigkeiten eher aushalten als jetzt jemand mit einer chronischen Krankheit oder jemand, der 7080 90 plus ist.
Und die Rechten feiern so richtig die, die Reiten volle Welle ihren Sozialdarwinismus, die finden das so richtig genussvoll, anderen Leuten vorzuleben, wie wenig ihnen die Hitze ausmacht. Das kühle Bierchen schmeckt dann besonders gut, schauen wir es mal nicht so an, Fenster runter, ne. Also die Verweichlichten.
Unter 50 arten kriege ich frostbeulen so. Ja, wir schmeißen den Grill an, kennst, das ist wirklich das ist das ist, das ist deutscher Sozialdarwinismus, der wird entschieden am am, am Schweinegrill. Ich, du kennst doch diesen tector Account, der so immer diese mit so einer verzerrten in so einem verzerrten Filter immer so Videos macht. Irgendwie.
Die Freizeitangebote in deiner ländlichen Gegend und dann ist es irgendwie Bad, der neue, der neue Magische Wald in Bad Örkheim ist wieder da. So, das ist so geil und der hat n da musst du mal gucken wie er wie heißt der noch mal. Weißt du das zufällig auswendig? Irgendwas mit Darkness oder sowas. Ja, Dark Dark, Dark ja.
Egal wie schwer, ich find es raus und verlink die Show in die Beschreibung hatten Sie kurz Kontakt, der ist ja auch wie er mir sagte Hessisch sozialisiert OK. Merkt man ganz leicht auf jeden Fall und der hat n Video gemacht. Ich glaub sein neuestes wo er auch so die genau die Leute verarscht. Oder Epic Shadow Striker Epic Shadow Striker ist doch so n.
Ungeiler Name und nicht unpassender Name, aber weil er halt so ultra biederen Humor, also nicht biederen Humor, aber er verarscht halt so biedere Leute, also irgendwie. So genau aber so auch so. Hessisches Dorfleben sorry, es ist wirklich fucking on point, also wenn er über diese Dorffeste schreibt, ist es. So ich mein, Ich komm ja aus Nordbaden, das ist ja n Katzensprung von Hessen entfernt auch. Aus einer ländlichen Gegend und ich läd halt auch so krass dazu und er hat auch n Video gemacht von so Charakteren irgendwie wo es auch so darum geht so unter 50 Grad krieg ich frostbeule her und oder so ich will, dass es morgens um 6 auf meine Glatze wirklich brutze, dass ich mir da einbraten kann und so, so geht es immer die ganze Zeit, es ist
so, es ist so krank, lustig auf jeden Fall, ich wollte eigentlich ich hab eigentlich nur ne Überleitung gesucht wie ich davon erzählen kann was ich in München gemacht hab weil ich war in München. Was hast du in München gemacht? Ich. War in einem kühlen Hotelzimmer. Ich. Oder weil ich war in Köln bei meiner Userin und sie wohnt im Dachgeschoss ohne Klimaanlage und da sind halt einfach. Also es war unerträglich und dann sind wir nach München gefahren übers Wochenende und war waren im Hotelzimmer und wir kamen ins Zimmer und das war auch schon klimatisiert und es waren einfach so 19 Grad in diesem Zimmer und es war wirklich ich ich kann dir das nicht beschreiben was für ein, was für ein Gefühl das war.
Auf jeden Fall. Wir waren in München wegen des Filmfests München, ich habe nämlich vor über einem Jahr eine Sidequest begonnen, die gestern, wenn ihr das am Dienstag hört, vorgestern ihren vorläufigen Abschluss gefeiert hat, und zwar wurde im vergangenen Jahr ein Roman verfilmt von Me Too Sanyal, kennst du sie? Ich kenne me too Sanyal.
Ja, und sie hat Sachbücher geschrieben und. Ich glaub auch feministische Sachbücher. Ja, ja, hast du. Vergewaltigung ist so n kleines Standard, genau klein geworden, ja. Genau. Und sie hat auch Romane geschrieben, unter anderem Identity. Der ist 5 oder 6 Jahre alt, und der wurde verfilmt, und im Buch kommt gegen Ende eine eine Figur vor, die mit der Protagonistin spricht, und diese Figur ist eine Fernsehjournalistin und für die Verfilmung. Wurde entschieden, dass diese Figur im Prinzip transponiert wird in die aktuelle Zeit und aus der Fernsehjournalistin wurde ein Politikinfluencer und.
Lass mich raten. Dieser Politikinfluencer trägt den Namen Simon David Dressler. Ja, ja, ja. Ich. Wunderstar. Im vergangenen Jahr von Razor Films und der Produktions, also Razor Films, ist die Produktionsfirma A la Mode ist glaub ich der Verleih. Die hatten mich angefragt und waren so Hey folgendes ist der Sachverhalt.
Möchtest du diese Rolle spielen, die im Prinzip du selber bist? Also möchtest du dich selber spielen in der Verfilmung von Identity? Ich war so. Klar, weil ich kannte Mithu Sanyal und ich kannte ihre Bücher. Das Buch kannte ich nicht und ich war ich mein. Also wenn wenn dich jemand fragt, möchtest du dich in einem Kinofilm selber spielen.
So. Fucking obviously, fucking obviously und dann war ich letztes Jahr immer im April. Ja im April war ich 2 Tage in Köln und hab da gedreht und hab das den Table Read gehabt, wo man quasi die Szene liest mit der Regisseurin. Die Regisseurin, eine sehr wunderbare Person namens Randa Shahut. Und dann haben wir die Szene gedreht und seitdem hatte ich sehr wenig davon gehört und dann hab ich vor so 43 oder 4 Monaten die Stills bekommen, also die quasi ja also Bilder aus der fertig produzierten Szene und ich hab die gesehen, ich war so oh. Mein Gott, der der der Ordner wo du es runterladen konntest, hieß der von Gott geküsste.
Es war so geil, es war so geil. Und dann hieß es Okay der Film feiert Premiere. Weltpremiere auf dem Filmfest München also gestern, am Sonntag, dem 28 Juni, und dann bin ich da hingefahren mit meiner Userin, und sie ist ja auch Schauspielerin, und ich hatte ihr gar nicht erzählt, was wir machen, ich hab nur erzählt, wir fahren nach München.
La Vina. Wir fahren nach München und. Den Braten noch mal rochen. Ja, sie hat leider. Auf welcher Skala hat sie den Braten gerochen? Sie hat es leider nicht gefunden. Sie hat es rausgefunden, aber es war niemandes Schuld, sondern ich wurde Getagged in einem Promo Video über den Film und. Und dann wurd ihr vorgeschlagen. Genau.
Und das war also Algorithmen, wirklich, es war Unlucky. Diese Algorithmen wissen immer, was du möchtest, bevor du es weißt. Und die zeigen auch immer Leuten an, was sie wissen können, obwohl sie nicht wissen sollen, es ist fies. Aber sie hat so getan. Sie hat so getan, als wusste sie es nicht, und das war aber auch n bisschen süß, weil sie hat so n paar Kommentare aber gedroppt und ich war dann so OK, sie weiß es, aber wir haben halt beide so getan, ne, das war irgendwie lustig und dann waren wir da gestern bei dem Film und es war wirklich grandios, es war unfassbar cool. Und ich wollte ja früher Schauspieler werden, noch vor so 8 Jahren.
Und jetzt wurde das einfach Realität, dieser, dieser Wunschtraum und aber auch so ne ganz absurde Art, weil ich jetzt halt nicht wirklich als Schauspieler da aufgetreten bin, sondern als ich selber und dafür musste ich nur 5 Jahre lang Politik Influencer werden, also im Prinzip sehr lange eine sehr lange Rollenvorbereitung betreiben.
Und sehr lange Method Acting machen, dass ich fit bin für diese Rolle als Politik Influencer. Und genau, es war wirklich sensationell danach. Gestern war noch die die Afterparty und erkennst du die Rapperin Schwester s? Nee, von dem Song Du liebst mich nicht, also aus den Neunzigern auf jeden Fall, sie spielt auch mit, sie spielt eine indische Göttin in dem Film und.
Dann also es war sie. Sie ist auch wirklich ganz fantastisch. Und dann haben wir gestern Mittag war die Premiere, danach war Afterparty und dann kam Me Too Sanyal auch noch und ist auch lustig, weil Me too Sanyal und ich, wir folgen uns auf auf Social Media, so auf Twitter und auf Instagram. Und sie postet auch ab und zu Sachen von mir und und Ole Nymon.
Und dann waren wir, kamen wir gestern so aufeinander zu, bei der bei der Afterparty, dann waren so mal also irgendwie und dann haben wir so gesagt, wir sind beide irgendwie Fan voneinander, das war richtig cool und ich hab sie dann gefragt, ob sie wusste, dass ich in ihrem Film gecastet wurde und sie so, nee, das wusste sie gar nicht, sie hat mich dann einfach gesehen und war lustig, den kenn ich doch so auf meinem Instagram. Das ist so lustig.
Es ist wirklich es. Es ist krank, lustig, es ist so krank, lustig und dann kam gestern auch die erste Review direkt raus von der Welt. Ja, und liest sich nicht ganz so ganz so positiv, was auch Sinn ergibt, weil ich werde jetzt gleich noch ein bisschen auch inhaltlich über den Film sprechen, warum ich den so interessant finde, und das ist klar, dass es dem Axel Sprecher Konzern nicht unbedingt.
Passt Let's Not also die Welt kann in vieler Hinsicht nicht der Maßstab sein. Die Welt kann nicht der Maßstab sein. Die Welt ist nicht genug, die Welt oder die Welt ist genug. Wir wählen keine Spaßparteien und wir nehmen auch keine Spaßzeitungen richtig. So aber in der Review wird auch Simona Bedresse genehmigt, und zwar wo der höchst gegenwärtige Diskurs und Debattenroman etwa immer wieder echte Tweets von öffentlichen Intellektuellen zu dem fiktiven Betrugsversuch integrierte, lässt der Film echte Influencer wie Simona Bedresse auftreten, die sich selbst spielen. Also ja.
Da bist du ganz in deinem Element, würde ich sagen. Da würde ich sagen, wirklich, also das ist einfach die tollste Rolle, die man spielen kann, nämlich sich selber. Und am 12. November ist Kinostart. Ab dann kannst auch du diesen Film in deinem Kino erleben und ich würde. Gerade sagen, das ist ja n bisschen paradox, gell? Also du hast gleichzeitig als Person, die dich also die du dich selbst spielst, die geringste und die größte rollenvorbereitung du musst es 5 Jahre politische Arbeit machen, um diese Rolle spielen zu können und du musst es dich exakt 0 vorbereiten, ganz genau damit du. Also in deine eigene Erfahrungswelt eintauchen kannst.
Ja und so n so n kleiner Teil von mir wünscht sich auch, dass unser unser lieber Freund Wolfgang eine Filmkritik dazu macht, wenn der Film erscheint, aber n Teil von mir hat auch Angst, obwohl ich in diesem Film ja nicht wirklich involviert. Also ne, ich habe keine Steaks daran, irgendwie ne, ich trete da nur auf. Im Prinzip hab ich im Prinzip hab ich n Cameo auftritt aber aber es wird mich trotzdem sehr.
Interessieren. Vielleicht kannst du ja, vielleicht können wir ja zu dritt ins Kino gehen, das fänd ich toll, das wird lustig. Können wir organisieren? Genau. Ich wollt jetzt noch so n bisschen thematisch drüber reden. Du kanntest den Roman nicht, ne nee, ich. Hab den nicht gelesen o. K. Sagt dir, der Name Rachel Dolly Sol was?
Ja. Der sagt mir was, aber ich denke nicht, dass er allen Leuten etwas sagt. Deswegen wäre es wichtig, dass du ihr ihren Fall noch mal kurz erläuterst. Genau, also Rachel Dolisol ist eine Amerikanerin, die vor so 12 Jahren relativ prominent wurde, auch auch, also international, weil sie so n sie war so Aktivistisch unterwegs im Sinne von quasi so einer schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sie hat über Diskriminierungserfahrungen gesprochen.
Aufgrund ihrer wahrgenommenen Race. Sie hat sich auch Aktivistisch betätigt, zum Beispiel beim NWACP, und dann kam ein der Startschuss von diesem Skandal, der ihre Person dann umwabert hat, war ein Interview, in dem sie eigentlich im, indem sie. Nicht wirklich zugibt, aber doch so n bisschen zugibt, dass sie eigentlich weiße Eltern hat und dass sie gar nicht von direkter schwarzer Abstammung ist, obwohl sie sich die ganze Zeit als eine Person of Color präsentiert hat und ihre öffentlich, also öffentliche, also ihre aktivistische Kommunalpolitik gemacht, nee, aber ihr quasi ihre ihre Lokal aktivistische Identität sehr darauf aufgebaut hat, dass sie eben sie ist. Mixed Race, aber.
Eben genau aus einer gewissen Position heraus spricht eben eine deshalb auch. Mit einer gewissen Autorität. Genau so und halt eben der Person of Color ist die Diskriminierungserfahrungen macht in ihrem Alltag und daher auch motiviert ist, aktiv zu sein und so weiter und dann mit diesem Interview ist so n bisschen auch ja, also nicht nicht unbedingt ne Hetzjagd, aber eben sind mehrere Recherchen haben begonnen über ihre Familie von wegen wer ist sie eigentlich, also woher kommt sie eigentlich also?
Kommt sie wirklich aus einer aus einer Mixed Race Familie? Hat sie vielleicht ein Elternteil, der Schwarz ist, ein Elternteil der Weiß ist oder oder was ist da die Situation und dann ist man so auf so ganz viele widersprüchliche Sachen gestoßen, also dass ihre Eltern mutmaßlich also nach aller Wahrscheinlichkeit weiße sind, also 2 Weiße, die irgendwie tschechischen Ursprungs sind, zum Teil deutschen Ursprungs.
Dann hat sie zum Teil behauptet, dass ein ein schwarzer Freund der Familie ihr eigentlicher Vater ist. Hat das dann, glaube ich, danach wieder wieder widerrufen und da gab es dann ganz widersprüchliche Aussagen eben dazu von wegen wer ist sie eigentlich? Und dann meinte sie und das will ich, will ich zitieren dollyzol has a certain that her self identification is genuin even do it is not based on ansistry. Also sie sagt da im Prinzip ja, sie kommt, sie hat keine keinen schwarzen Ursprung, also keine keine People of Color in ihrer Familie.
Aber sie ist Self identified. Aber sie selbst identifiziert sich als schwarze Person und wie das jetzt im genauen stattfindet, also ob sie quasi im Prinzip sich, also ihr Gesicht anmalt, wie sie sich ihre Haare macht, damit das irgendwie afroamerikanisch. Aussieht? Auf jeden Fall ist die Familiengeschichte und auch eigene Lebensgeschichte von Rachel Dolysol extrem verworren und die kann man bestimmt irgendwie nachvollziehen, auch jetzt so im Nachhinein und in in Gänze irgendwie darstellen, aber es soll mir eigentlich gar nicht um Rachel Dolysol gehen und diese ganzen Vorwürfe, die ihr dann eben von.
Tatsächlichen People of Color in den in den USA vorgebracht wurden, von wegen, sie betreibt eigentlich Blackfacing, also sie betreibt kulturelle Aneignung aufs Brutalste, also indem sie sich als weiße Person eigentlich mit einer Identität schmückt, die nicht ihre ist. Also sie kann sich halt dafür entscheiden und. Menschen, die tatsächlich nicht nur durch ihre Self Identification schwarz sind, sondern durch ihre, durch ihre Abstammung, die können das eben nicht ablegen, die können nicht nach Hause gehen und können sich abschminken und ihre Afro Perücke ablegen und so weiter und das war eben also n Wahnsinniger, also n sehr starker Kritikpunkt an ihr, nicht nur in den USA, sondern also in den nicht nur in den USA, wo das Konzept Race ja noch
mal viel stärker behaftet ist, kulturell, emotional, geschichtlich. Als jetzt in Deutschland, aber auch in Deutschland war, hat der Fall so Wellen gemacht, unter anderem eben als Identifikation, als Inspiration für Identity, also für den Roman von Me Tousanyal, weil in dem Roman, und jetzt muss ich n bisschen spoilern, auch weil ich halt über den Film reden will, aber ich geh davon aus, in dem halben Jahr bis Kinostart werdet ihr hoffentlich wieder n bisschen was vergessen haben und dann könnt ihr frischen Gemüts in diesen Film reingehen, aber so wirklich Spoiler.
Es ist es ist es auch nicht wirklich. Es geht um eine Professorin, die so Postkoloniale Theorie unterrichtet, in Düsseldorf, an der Heinrich Heine Uni in Düsseldorf, wo ich lustigerweise meinen ersten Uni Vortrag hatte, als Aktivist an der Uni spielt auch der Film. Und das da gibt es eben so ne so ne legendäre Professorin, die heißt Sara Swati, die ist Inderin, sie unterrichtet Postkoloniale Theorie, ist total kontrovers, weil sie zum Teil irgendwie alle weißen Studierenden aus ihrem Seminar rausschmeißt und sagt, das ist nicht nicht für euch, also geht bitte und die ihre Students of Color sind dann oft sehr begeistert, weil dann sie zum ersten Mal nicht oder die einzigen sind, die ne Diskriminierungserfahrung nicht
machen und diese Radikalität, die diese Professorin in ihrem Alltag an den Tag legt, die es eben also das stößt, das stößt auf viel Ablehnung, aber eher auch auf viel Zustimmung, gerade bei Menschen, die sonst rassistisch diskriminiert werden und diese Person, diese Professorin, die unterrichtet unter anderem dann auch die Protagonistin Nivedita.
Nividita ist auch eine Person von gemischtem Ursprung, also im Film hat sie eine polnische Mutter und einen indischen Vater, glaube ich, und auch sie ist total begeistert von der Professorin, von wie sie von der Art und Weise, wie sie postkoloniale Theorie unterrichtet und wie sie darüber spricht, wie sich Rassismus und Kapitalismus.
Wie die sich verschränken und wie diese wie auch auch Whiteness als Kategorie funktioniert, nämlich eben nicht als Beschreibung einer von einer hellen Hautfarbe, sondern als soziale Kategorie, als im Prinzip Machtposition, aus der man spricht, die sich auch historisch verändert hat, also zum Beispiel in den USA gab es ja ne Phase im im 18.
Jahrhundert 19 19. Jahrhundert, glaub ich. Wo zum Beispiel italienische, Deutsche, aber auch irische Immigranten als nicht weiß gesehen wurden und auch ganz stark diskriminiert wurden und zum Beispiel die Diskriminierung gegenüber irischen Migranten ist ne Sache, die sich relativ lang angehalten hat in den USA und sich auch geografisch in Städten wie Boston glaub ich auch niedergeschlagen hat.
So, und das sind Sachen, die sind total absurd heutzutage, wenn man sagt, ja. Irische Personen wurden mal als nicht weiß angesehen, weil man sich ja natürlich sind, die weiß ja, die sind also hellhäutig, aber das war nicht die soziale Wahrnehmung in einer in einer hierarchisierten Gesellschaft damals, ja und? Ganz kurz, ja, wollte kurz ganz kurz nur sagen, weil du es gerade gesagt hast.
Das würde ich nur an dieser Stelle noch mal korrigieren. So hab ich zumindest verstanden, wie das in einem antirassistischen Diskurs gemacht wird, wenn ich Black Tiger, Mama, das so ne creatorin richtige Erinnerung habe. Dass die, was du gerade gesagt hast, gemischte Herkunft oder so, dieses im im deutschen Begriff nicht verwendet wird, weil ne, das ist so wie Mischling gemischtrassig, da hat man so diese Form drin, sondern dass man eben den Begriff Mixed verwendet, explizit den englischen, weil der in keiner Weise rassistisch also verwendet worden worden ist.
OK, dann wollte ich nur so. Als als kleine kleine kleine Einwand mit reinbringen und da merkt man, da merkt man aber so wie. Wie wie diese also wie markiert sozusagen das auch dann abläuft. Also ne, also dass es, dass es immer nur so, dass es also man belegt Menschen mit Bedeutungen, so, dass das kommt nicht aus ihnen heraus, sind irgendwie keine Merkmale, sondern ja komplexe Figuren.
Genau. Auf jeden Fall ist es dann so, dass die Professorin der Protagonistin Nivedita. Die Aufgabe gibt, dass sie die Blumen gießt, bei ihr in der Wohnung, weil die Professorin irgendwie weg ist. Und die Protagonistin will oder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von der Professorin oder oder will das werden oder bewirbt sich auf ne entsprechende Stelle und dann sagt die Professorin, hier hast du schon mal meinen Schlüssel und hier kannst du meine Blumen, meine Pflanzen gießen und so, und dann geht die Protagonistin dahin und.
Findet raus, dass die Professorin Sarawati eben nicht Sarawati heißt, sondern Sara Vera Thielmann und eigentlich eine weiße Deutsche ist, die so weiß ist, wie man es nur sein kann und die sich aber jeden Tag sehr viel Mühe macht mit Make Up und Klamotten und Parfüms um indisch wahrgenommen zu werden.
Also um als. Person of Color gelesen zu werden. Also sie betreibt literally Black. Sie betreibt Blackfacing, also sie kostümiert sich, sie kostümiert sich als indisch wahrgenommene Person, und das schon seit sehr vielen Jahren. Also sie, diese Persona von der Professorin Sarawati also sie ist Professorin und das und dann, und das muss man über sehr lange Zeit eben machen, um ne, also man muss sich dann schon sehr lange verkleiden und diese Aneignung betreiben.
Um um sich eigentlich n zweites Leben aufzubauen als Professorin Sarawati und nicht eben Sara Vera Thielmann, wie sie eigentlich hieß oder heißt. Und dann bricht eben für die Protagonistin ne kleine Welt zusammen, weil diese Heldin, der sie so gerne zuhört, die so intelligente Sachen über postkoloniale Theorie, über Rasse, über über ja über Herkunft. Kolonialismus.
Und genau dann und vor allem über über Belonging, weil die Protagonistin eben auch selber durch ihre Mixed Herkunft dann auch nicht weiß, wo sie eigentlich hingehört und und wer ist sie eigentlich? Und dann bricht n bisschen ihre Welt zusammen, weil sie halt rausfindet. Ihre Professorin macht eigentlich etwas, was definitiv nicht so ganz koscher ist. Und dann konfrontiert sie ihre Professorin damit und ihre Professorin sagt Halt.
Ja, wer sagt eigentlich, dass ich mir nicht meine Identität so konstruieren kann? Also was wäre zum Beispiel, und das ist so paraphrasiert aus dem Film, was wäre denn, wenn ich als Konsequenz aus meinen Studien über postkoloniale Theorie, über Rassismus und und über die Geschichte von Rassifizierung, wenn ich daraus den Schluss gezogen hätte, ich kann diese Gewalt, die von der Kategorie weiß ausgeht.
Nur unterbinden, indem ich mein weißsein ablege. Also. Was ist wie, das ist wie politisches Lesbentum in den 80er Jahren auch die Vorstellung, dass heterosexuelle Frauen sagen, wir weigern uns ja wirklich, in Kontakt mit Männern und werden jetzt in Frauengemeinschaften leben und vielleicht auch lieben, weil es nicht mehr anders geht. Ja und?
Dann sind Heteros, die halt sagen, ich bin lesbisch oder schwul oder weiß Gott was. Und dann erklärt sie das so und sagt ja was, wenn ich mein Weißsein für euch. Also die wahren People of Color, unter anderem eben die Protagonistin Nevidita. Was, wenn ich mein Weissein für euch abgelegt hab, also was für einen, welchen größeren Dienst gibt es denn an dem Antirassismus und dem Kampf gegen, gegen, gegen diese strukturelle Gewalt, die von der Kategorie weiß ausgeht? Und dann?
Und sie macht es ja nicht als Akt der des Märtyrerhaften oder des Opfers, weil das ja niemand weiß. Also wenn ich so ha, ich opfere mich jetzt hier und lege meine Hautfarbe ab oder so, sondern ja, sie macht es ja im Verborgenen. Und dann aber. Es ist ne ne und dann? Ja, also es bringt also der der Dialog bringt es auch sehr gut auf den Punkt, weil dann sagt die Protagonistin Nividita sagt dann so, also bricht so n bisschen zusammen und sagt Halt. Ja, alles, was Sie sagen, ist wahr, aber sie haben trotzdem was falsch gemacht.
Ich kann nur nicht wirklich sagen, was so und sie sagt er, sie sagt Halt ja, Sie haben recht, Frau Professor, sie alles was sie sagen stimmt, aber es fühlt sich trotzdem falsch an und das trifft es so sehr gut und diese Ambivalenz, die der Film auch wirklich durchträgt, weil der Film ist auch wirklich mutig in dem Sinne, dass er nicht ne konsequente Haltung bezieht, also er sagt nicht. Der die Professorin ist falsch, oder? Die Studierenden, gerade die Studierenden oder die, die die Students of Color, die dann später im Film ne nachdem das öffentlich wird die ne Protestkampagne gegen diese Professoren starten, die eben sagen ne es ist nicht Sarah Swati sondern Sarah Swati.
Also sie betreibt. Sie, betreibt de facto Blackfacing, das ist kulturelle Aneignung, wir können das eben nicht ablegen, also genau die Kritikpunkte, die eben auch Rachel Dolysol vorgeworfen wurden, von wegen, sie eignet sich da was an, was sie jederzeit ablegen kann und andere eben nicht, aber der Film ist nicht so, dass er so belehrend wäre, von wegen die A die eine Seite hat jetzt recht und die andere Seite hat Unrecht, und das ist so ganz klar und. Sondern es werden eben beide Standpunkte so dargelegt, mit diesen Beweggründen und man man man hört, dann diese Protest, diese Sprechchöre von den Studierenden, die eben da protestieren, und man hört es so an, denkst du so, ja, natürlich haben haben die Recht und deren
deren, deren Gründe, dass sie zum Beispiel sagen, dass ihr Schmerz keine Sache ist, die man sich einfach aneignen kann, deren Schmerz ist ne Sache, die sich. Auch über ihre Eltern und Großeltern und Urgroßeltern. Sich durch, also durch ihre ganze Familie, trägt dieser Schmerz von Vertreibung, Vertreibung, Entrechtung, rassistischer Diskriminierung, und das kann man nicht einfach, sie können das nicht ablegen, und das ist wirklich ganz tief in ihnen, in ihnen drin, und dann hört man wieder die Professorin, wie sie eben sagt, ja, aber was, wenn also, wenn alles andere an Identität zur Disposition steht, also Gender, Sexualität? Warum dann nicht auch ein Konzept wie Race, was ja sowieso geschichtlich total verschieden.
Willkürlich ist. Konstruiert wurde also, wie ich eben schon gesagt hab, gewisse europäische Migranten Richtung Amerika wurden als nicht weiß gesehen und heutzutage ist es total absurd, so allein, dass jemand wie wie Barack Obama, der ein schwarzes Eltern oder einen schwarzen Elternteil hat, einen weißen Elternteil, der von keiner einzigen Person als irgendwie. Jemals.
Als also auch nur ansatzweise als als weiß bezeichnet worden worden wäre. Und auch ich hab glaub ich hab noch nie in Bezug auf Barack Obama von Mixed Race gehört, obwohl er das Jade facto ist so, sondern immer nur weil es ist. Klar er ist nicht weiß, also ist er eine Person of Color so und diese diese Artifizialität von von von Race als Konstrukt.
Das macht dann oder daraus, schlussfolgert die Professorin Sarah Swaty beziehungsweise Sarah Verathil. Man sagt dann halt ja OK, aber was, wenn man das einfach mal konsequent zu Ende denkt, und ich mach hier jetzt, ich lege mein Beisein ab als logische Konsequenz daraus, und die Haltung, die der Film dazu einnimmt, die finde ich eben spannend, weil sie so ambivalent und und mutig ist.
Aber ich meine, dann zeigt sich ja, wenn Leute sagen, ja, Identitäten sind total willkürlich und relativ kann man an und ablegen, wie man möchte. Das kann man wirklich nur machen, wenn man ne Identitätspolitik betreibt, die halt völlig von den berühmten materiellen Verhältnissen halt absieht, dass es halt wirklich nur frei flottierend irgendwie Kultur ist und sonst nichts. Aber schon allein in dem Punkt, was die eine Person gesagt hat, dass die sich, dass sich der durch Rassismus verursachte Schmerz durch Familien zieht, durch Familiengeschichten über Generationen hinweg, die eben ausgebeutet worden sind, die. Unter Rassentrennungen zu leiden hatten und so weiter das ist ja nicht etwas, was man jetzt so
Kultur relativistisch auflösen könnte. Dieses dieses Familienerbe ist aufs Engste verknüpft mit den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen kolonialer Länder, so also kolonialer und ausgebeuteter Länder, und deswegen kann man das eben nicht so einfach sich aneignen und lassen, weil es halt sich verändert und willkürlich ist.
Das war ja ne Gewaltherrschaft, die über Generationen hinweg stabil war. Dass das da auch n Wandel gibt und dass man heute von einem Neokolonialismus oder so weiter spricht, endet ja nichts daran, dass die Hervorbringung dieser Identitäten von ganz real existierenden Herrschaftsverhältnissen bedingt wurde, so.
Ja, also die, die die ökonomische Perspektive, die ist tatsächlich ne Sache, die. Im Film wahrscheinlich nicht so viel behandelt wird wie, aber das finde ich ja, behandelt werden sollte, ja. Ich finde es sehr gut, weil nur wenn du sie nicht behandelst, kannst du diese. Kannst du diese Ambivalenz in dieser Schärfe rausarbeiten.
Nur wenn du halt wirklich die Identitätspolitik bis zum bitteren Ende durchziehst, musst du einfach irgendwann anerkennen, sie zerbröckelt, sie gibt irgendwann einfach keinen Sinn mehr. Also ich glaube, das ist auch das große Verdienst von dem dem Buch und auch dem Film, dass man eben mal sagt, ja, dann, dann denken wir das mal konsequent zu Ende, und was machen wir denn dann?
Also dann, weil dann müssen wir dann, dann müssen wir auch mit solchen Personen wie Professor Sarawati recht genau und dann hat sie recht, aber sie hat recht, ja aus dieser Perspektive, aber. Und sie ist trotzdem falsch. Aber aus einer Perspektive, von wegen gut, sie ist ja offensichtlich als Weiße geboren.
Sie hat zum Beispiel im Film einen Bruder, der ist Zahnarzt, also oft, also wenn man jetzt mal so n bisschen, sag ich mal, statistisch denkt, dann kann man sagen, die Eltern werden wahrscheinlich auch nicht allzu. Schlecht dran gewesen sein, wenn ne der eine das eine Kind wird Zahnarzt, das andere Kind wird Professorin, so dann kann man davon ausgehen, dass diese Person eben auch durch ihre Weisheit, durch ihre Person, durch durch ihre Identität an ökonomische Chancen gekommen ist, die an die sie als geborene Sarawati nie gekommen wäre und dann, als sie also diese Biografie von der Professorin wird n bisschen offen gelassen, aber.
Ich würde das mal so interpretieren, dass sie dann halt im Laufe ihrer Karriere ihrer akademischen Karriere an einem Punkt, wo es halt Sinn gemacht hat, sich diese neue Identität angeeignet hat. Und irgendwann hat es halt niemand mehr hinterfragt, und das ist ja tatsächlich ein ökonomisch begründeter Luxus, den als jetzt die Students of Color, die gegen Sie interessieren, halt nicht hatten, und da hast du wahrscheinlich recht, dass gerade weil es ausgespart wird. Dass nur deswegen diese Konsequenz, diese konsequente Sicht auf eine rein identitätsbasierte Politik so klargemacht werden kann.
Und also deswegen finde ich den Film wirklich wahnsinnig mutig, weil man eben diese erstens überhaupt dieses Topic anfasst in einem, also in Amerika gibt es wahrscheinlich viel, viel mehr Filme, die sich genau damit beschäftigen, aber so gerade in Deutschland, wo das ganze Thema in einem. Idealen Diskurs in einem in einem Ja, in einer Kunst und Kulturlandschaft jetzt nicht so breit getreten wird, einfach weil die, der der kulturelle Bezug in Amerika dazu halt viel größer ist, einfach durch die durch die Geschichte und und Kolonialgeschichte. Und ja, mir hat der Film sehr gut gefallen und vielleicht wenn der Kinofilm dann erscheint, vielleicht können wir ja dann ja mal in.
Unseren Bonusfolgen über das Buch Identity sprechen. Das könnten wir machen. Wenn wir das beide lesen, dann können wir den direkten Vergleich anstellen, so Mitte November, wenn dann die Massen in die Kinosäle strömen, um Simon David Dressler in dem Meisterwerk Identitti zu sehen. Das fände ich überall auf jeden Fall sehr schön und ich freue mich sehr, was die Leute dazu sagen, wenn Sie diesen Film sehen, weil auch ich, ich glaube es wurde wurde jetzt klar, dass auch das jetzt meine Position nicht nicht ist.
Die Professorin hat Recht mit dem, was sie sagt, und das ist irgendwie gar kein Problem, sondern es ist einfach ne ne mutige Haltung, dass man das in aller Konsequenz mal darlegt. Ihr, was passiert eigentlich, wenn man das mal zu Ende denkt und dann bekommt man eben so wirklich kernsätze wie alles was sie sagen ist richtig, aber es ist trotzdem falsch oder das was sie gemacht haben ist trotzdem falsch und also das ist wirklich ganz ganz großes Kino literally ganz großes Kino.
In diesem Sinne würde ich sagen. Das ganz große Podcasten war auch eine wunderschöne Sache. Ich verstehe nur leider, ich bin wirklich dieses Zimmer hat wieder gerade erreicht, wo es eigentlich kaum noch geht. Ich werde mich jetzt wieder regungslos in die Nacktschneckenposition bringen und nichts mehr für den restlichen Abend tun, sehr gut, wir hoffen, dass diese Folge noch irgendwie auf Spotify gelangt und wir hören. Auf nächste Woche.
Wir hören uns nächstes. Säumchen bis dann tschüssi ciaoi Küsschen.