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Ralph Schöllhammer: „Der Niedergang des Westens ist kein Schicksal!“ - Giuliani im Gespräch

Sonntag, 1. November 2026 · 1 h 06

MP3

Shownotes

Marie-Christine Giuliani begrüßt den Politikwissenschaftler und Ökonomen Ralph Schöllhammer zu dieser Ausgabe von „Giuliani im Gespräch – Die Gedanken sind frei“ im Studio. Hat der Westen seine besten Zeiten endgültig hinter sich – oder fehlt ihm nur der politische Wille zur Umkehr? Was mit einem ungewöhnlichen Blick auf klassische Zombie-Filme beginnt, entwickelt sich rasch zu einer tiefgehenden Analyse über die Zerbrechlichkeit unserer Zivilisation und den Verlust staatlicher Souveränität. Schöllhammer kritisiert eine politische Klasse, die sich seiner Ansicht nach nicht mehr als Diener des Volkes versteht, sondern das Regieren als ihr persönliches Recht betrachtet.
Abseits politischer Analysen zeigt sich der international gefragte TV-Gast von einer persönlichen und humorvollen Seite. Er erzählt von seiner Kindheit in einer Bilderbuchfamilie des soliden Mittelstands im Salzkammergut, seinem holprigen ersten Fünf-Sekunden-Fernsehauftritt im tiefsten Dialekt und einer Lebensplanung für Ehe und Kinder, die mittlerweile sechzehn Jahre im Verzug ist. Dabei spannt er den Bogen von der stabilen Familie als Rückgrat der Gesellschaft bis zu seiner Kritik am österreichischen Schulsystem und den Folgen der Massenzuwanderung für den Sozialstaat.
Zum Abschluss formuliert Schöllhammer fünf konkrete Punkte, die eine neue Regierung in Österreich aus seiner Sicht sofort umsetzen müsste. Zu seinen Vorschlägen zählen ein harter Stichtag für arbeitslose Migranten ohne österreichische Staatsbürgerschaft, eine dreistufige Flat Tax, die Steuerberater überflüssig machen soll, der Wiedereinstieg in die Kernkraft und ein neues Mietkauf-Modell für Pflegekräfte. Ein Gespräch über politische Fehlentwicklungen, persönliche Erfahrungen und mögliche Wege aus der Krise. Hört euch dieses tiefgehende Gespräch in voller Länge auf austriafirst.at, in der AUSTRIA FIRST App sowie auf allen AUSTRIA FIRST Podcast-Kanälen wie Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und YouTube an!
GIULIANI IM GESPRÄCH – DIE GEDANKEN SIND FREI hört ihr immer sonntags von 10 bis 12 Uhr – sowie an den weiteren Sendeterminen am Montag von 20 bis 22 Uhr und am Mittwoch von 19 bis 21 Uhr – direkt über die Webseite austriafirst.at oder in der neuen AUSTRIA FIRST App:
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Giuliani in Gitfrei. Die Gedanken sind frei.

Hallo liebe Zuhörer, hat am besten seine besten Zeiten hinter sich oder fehl ihm nur der Mut für einen neuen Aufbruch? Die Gedanken sind gleich frei bei Giuliani im Gespräch mit Ralf Schöllhammer. Bleiben Sie dran, ich freue mich auf Sie.

Giuliani im Git 3. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.

Herzlich willkommen, liebe Zuhörer, schön, dass Sie mit dabei sind. Neben mir sitzt Ralf Schöllhammer. Hallo. Hallo. Sie haben ihn sicher schon öfters gesehen. Er ist eigentlich in sehr vielen TV-Shows, vor allem auch Servus.tv. Gibt es eine Lieblingssendung, wo du gerne auftrittst?

Servus TV ist immer ganz angenehm, weil da ein bisschen eine sogar Meinungsvielfalt ist. Da trifft man auch auf Personen, die eine andere Ansicht vertreten, sonst ist man relativ schnell in der eigenen Bubble zu Hause, wo es mir jetzt prinzipiell nichts ausmacht, aber ich glaube, es ist für die Zuseher immer spannender, wenn ein bisschen Konfliktpotenzial da ist.

Also wenn respektvoll aber doch in der Sache hart geschritten wird. Ich glaube, das kommt auch besser an und ist ein bisschen auch das Erfolgsrezept von ServiceTV.

Ja, da kann man sich ihn irgendwie wiederfinden.

Genau.

Mit seiner Meinung oder seinen Ansichten. Ja, liebe Zuhörer, der Ralf Schöllhammer ist also bekannt, auch schon oft gesichtet worden, wie gesagt, in der Fernsehlandschaft. Ralf ist Politikwissenschaftler, Ökonom, lebt in Wien, hat an der Wirtschaftsuniversität studiert, ist aber auch sehr international unterwegs und du switcht ja locker von Englisch ins Deutsche.

Erzähl ein bisschen, was du so über den Kontinent weg alles tust.

Ich glaube, du hast das sehr schön beschrieben. Bei uns würde man sagen, ein Hans-Dampf in allen Gassen. Oder wie meine Mutter sagt.

Nein, ich glaube, es ist ein bisschen mehr als nur Dampf.

Naja, meine Mutter sagt immer zu allem meine Meinung von weniger eine Ahnung, aber das hat sich dann letzten Endes ein bisschen als erfolgreiches Berufskonzept entwickelt. Nein, ich muss ganz ehrlich sagen, das politische Interesse oder das Interesse am Politischen war immer da. Aber ich bin grundsätzlich, und das klingt jetzt vielleicht ein bisschen, vielleicht fast ein bisschen kindisch, aber ich finde die Welt um uns herum extrem faszinierend.

Also ich bin da immer ein bisschen so wie ein Baby, in dem Sinne, dass eigentlich alles total spannend ist. Jetzt nicht so alles in den Mund stecke, was ich irgendwo sehe. Aber ich finde grundsätzlich alles rundherum, also ich denke mir das oft zum Beispiel, ob ich mit der U-Bahn-Fore oder wenn ich wohin gehe oder generell, wenn ich durch die Stadt gehe, wenn man sehe, irgendwer hat das ja alles gebaut, irgendwie hat das alles gemacht.

Aber auch die Sozialsysteme, in wir erleben. Also wir nehmen vieles, was ja durchaus positiv ist, aber wir nehmen das praktisch als quasi Gottgegeben hin, weil man es dann das so sehr gewohnt hat, wir oft gar nicht mehr hinterfragen, wo das Ganze herkommt. Und wir vergessen dann, glaube ich, oft auch, wie zerbrechlich und fragil das Ganze sein kann.

Also ein Beispiel, wieder, das ist vielleicht, das klingt auf den ersten Augenblick ein bisschen weit hergeholt, aber das ist was, was ich immer benutze, wenn ich mit meinen Studenten spreche. Und das ist, ich bin ein großer Fan von diesen klassischen Zombiefilmen. Und wer einen ganzen Zombie-Film nicht aushält, der muss sich nicht den Ganzen ansehen oder 16 Staffeln The Walking Dead.

Es reicht die erste Folge und da meinetwegen die ersten 20 Minuten. Weil was da immer sehr schön dargestellt wird, ist, was passiert in einer Gesellschaft, wenn diese ganzen Institutionen von einem Tag auf den anderen wegbrechen würden, wenn einfach einmal Polizei, Rechtsstaat, Militär, wenn das alles nicht mehr da wäre, wenn man praktisch in so eine Art Urzustand zurückversetzt werden würde.

Und ich glaube, ich finde, dass die Filme das zum Teil ganz gut zeigen. Diese Dinge sind nicht gegeben, die sind sehr zerbrechlich. Also es wird bei uns jetzt keine Zombie-Apokalypse brauchen, aber ich sage eine Wirtschaftskrise, eine sogar eine andere soziale Krise, ein Krieg beispielsweise, kann ja durchaus ähnliche Bedingungen schaffen.

Ja, wenn wir solche Zombie-Filme sehen, wo einfach alles wegbricht, where we can verlassen können, dann gruselt es uns schon. Weil das ist das, where we all are. And daher auch einen film, which passiert, als we that in the reality is, as you said. But I think that's a spannend, dear. That heis, in principle, hast du in Pferde, deine Interessen, deine Tierde, deine Fähigkeiten to beobachten, angewandt.

Can we this so? I think this can so we should. Einfach Ralf Schömer Schoel.

Schöllhammer. Aber mit Umlaut, glaube ich, lässt sie sich auch relativ einfach finden. Also wer mich suchen will, wird leicht finden.

Ja, und ich, liebe Zuhörer, ich kann Ihnen diesen Kanal auch nur empfehlen. Also ich schaue den sehr gerne, weil du das sehr angenehm machst. Man kann das gut nehmen. Auch wenn du einer völlig anderen Meinung bist, kommst du mit Zahlen, Daten und Fakten. Und das finde ich grenzgenial. Nachdem wir jetzt gleich mit der Zombie-Apokalypse begonnen haben, würde ich sagen, liebe Zuhörer, Sie hören sich jetzt einmal ein paar schöne Platten an, die wir für Sie spielen werden.

Und dann würde ich doch lieber nochmal ein paar Schritte zurückgehen und mir anhören, wie ist eigentlich der Ralf Schöllhammer tatsächlich groß geworden und wie ist er zu dem geworden, was er ist. Darf ich das dann fragen?

Selbstverständlich, absolut.

Na passt. Dann bis gleich, liebe Zuhörer.

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.

So, es ist soweit, die Stunde der Wahrheit. Ralf Schöllhammer kennen wir von jetzt jetzt aus den Fernsehdiskussionen, aus den YouTube-Videos, aus dem Express. Was habe ich vergessen? Links, rechts, Mitte, Servus TV, woher noch?

Ich glaube, das damit deckt es sich ja ganz schön an.

Nein, das glaube ich nicht. Dann gibt es ja auch noch Formate in Australien und so.

Also ja, N24 und Talk TV und alles mögliche. Es ist leider alles, was einmal was Besonderes war, wird da relativ rasch zur Routine. Ich kann mir nur in den ersten, das war, glaube ich, das war bei, was war das? Ich glaube, Puls 24. Oder das war der allererste fünf Sekunden Fernsehauftritt. Und da war dermaßen nervös, da bin ich aus dem Dialekt nicht rausgekommen und die Sätze haben sich überworfen und also fürchterlich.

Aber wie bei allem, wenn man das drei, vier, fünf Mal macht und bekommt man so eine Routine, das ist dann auch, ich glaube, Second Nature, wie man dann sagt.

Wir sind ja Lernende, das ist ja klar, wir machen irgendwas und beim ersten Mal ist es schwierig und man hat einen Stress und dann wird es normal. Aber du hast jetzt schon was Spannendes gesagt. Dialekt, wo kommst du eigentlich genau her? Was haben deine Eltern gemacht? Wieso bist du so kosmopolitisch?

Und wie bist du zu dem gekommen, was jetzt aus dir geworden ist? Erzähl einfach einmal ein bisschen was.

Geboren bin ich 1982 in Badischl, also ein waschlichter Salzkammerhutler. Meine Mutter ist in Bremen geboren, im Jahre 42 und ist dann in Salzburg aufgewachsen.

Daher der Dialekt dann.

Genau, also der lässt sich schwer, der lässt sich schwer ablegen. Mein Vater ist aus Linz, also eigentlich ist er aus Urfahrt, da ist immer noch eine große Debatte, ob es jetzt Linz ist oder nicht, aber Region Linz. Und ich habe mir die Frage auch selbst hin und wieder gestellt, wie landet man dort, wo man sich dann in einem bestimmten Lebensabschnitt eigentlich wiederfindet.

Und das ist ganz lustig. Also ich glaube, wenn mich vor 10, 15 Jahren jemand gefragt hätte, ob ich das machen würde, was ich jetzt mache, hätte ich wahrscheinlich gesagt, ja, sehr gerne, aber ich hätte nicht gewusst, wie man da hinkommt. Und das ist vielleicht für die, die eine ähnliche Karriere verfolgen wollen, also vielleicht ein bisschen als Karrieretipp.

Also es war gerade am Anfang schon so. Also ich habe mir immer überlegt, ich glaube, was ganz wichtig ist, man will einerseits unterhalten sein, aber man will auch informativ sein. Also die Idee ist, dass man sagt, okay, den höre ich mir gerne an oder den lese ich gerne, weil ich habe begonnen, das war 2009, da habe ich die Journalistenausbildung bei der Presse gemacht.

Da hat sich herausgestellt, dass ich nicht gut schreiben kann. Also auch hier zeigt sich, dass er oft der Anfang einer Karriere mit einer Ablehnung beginnt. Aber da muss man halt dann auch dementsprechend dranbleiben, wenn man davon überzeugt ist, dass das das Richtige ist. Aber die Idee war immer, dass man eben sagt, dass jemand sagt, ich praktisch, ich bin einerseits spricht mich das emotional an, sondern sagt, das ist etwas, was mir entweder was nicht belustigt, was mich aufregt oder so, aber ich gehe dann auch weg und sage, ich weiß jetzt etwas, was ich vorher nicht gewusst habe.

Und das vermisse ich ein bisschen momentan in unserem Journalismus. Und das gilt, da würde ich nicht einmal sagen, dass das ein rein linkes oder rein rechtes Problem ist. Aber wenn ich, ich weiß nicht, ob ich in der Sendung Namen nennen darf, aber ich glaube, das ist sein, wer du bist. Und das ist zum Beispiel, wenn ich im Standard hin und wieder vom Hans Rauscher denn sein Einser-Castel lese.

Ist mein Problem, ich weiß noch den ersten Satz, wie die nächsten 15 Sätze aussehen. Also ich werde nie weggehen und sagen, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Das ist jetzt eine neue Erkenntnis. Der Herr Rauscher überrascht dich nicht mehr. Der überrascht mich nicht mehr, genau. Das finde ich immer extrem, das ist wie bei einem Film.

Ich finde es extrem langweilig, wenn man nach fünf Minuten eigentlich genau weiß, welche Charaktere was machen werden, praktisch, weil man weiß, dass der Butler der Mörder ist oder der Gärtner oder wer es auch immer ist. Und man schaut es halt dann an, weil man sich vielleicht bestätigt fühlen möchte.

Aber es ist nichts dabei, was man spannend findet. Ein guter Film, ein guter Artikel, ein gutes Buch hat Charaktere, die sich verändern, die wachsen, die dann auch andere Positionen einnehmen. Und das macht das Ganze spannend.

Ja, wobei ich mir natürlich denke, gerade bei journalistischen Artikeln in Printmedien sollten es Gedanken sein, die einen überraschen, die man mitnimmt und über die man weiter nachdenken könnte. Genau. Jetzt bist du aber schon im Prinzip dort angekommen, im Jetzt jetzt, was du jetzt bist und was du jetzt machst.

Aber noch einmal, meine Frage war: wie genau bist du groß geworden? Wo genau bist du groß geworden? Was war dir da wichtig? Wer hat dich beeinflusst? Welche Menschen waren wesentlich für dich? Wann ist da das erste Mal das Interesse für Politik, für Medien, für Journalismus entstanden?

Das war nicht so, das klingt vielleicht nicht.

Bist du ein Einzelkind?

Nein, ich habe zwei Brüder, zwei, drei Brüder, ich bin ein Nachzügler, ein Nästäkchen, wenn man sagen würde. Und für mich war sicher das Prägendste in wie ich aufgewachsen bin, war sicher die Familie. Alle Familien sind unterschiedlich. Ich glaube, es war Tolstoy, der geschrieben hat, dass alle glücklichen Familien sind gleich und alle unglücklichen Familien sind auf ihre eigene Art und Weise unglücklich.

Ich hatte das Glück, dass ich aus einer glücklichen Familie kam. Also da gibt es in dem Sinne gar nicht so viel dazu zu sagen, außer dass vor allem von meinen Eltern alles, was in irgendeiner Form mit Fortbildung oder Interessen oder ähnlichem verbunden war, extrem gefördert worden ist. In kleineren Maßen, ich komme aus einer klassischen Mittelstandsfamilie.

Meine Eltern haben beide ein Geometerbüro gehabt, sie sind jetzt pensioniert. Also meine Mutter ist ein 42er-Jagg, mein Vater ein 43er-Jaggang. Also nie, ich würde mal sagen, kein extremer Reichtum oder Reichtum im klassischen Sinne, aber eben, wie man sagen würde, ein solider Mittelstand. Also genau das eigentlich, was man immer, wenn man sagt, dieses Rückgrat, wenn man so möchte, wie man es in der Gesellschaft betrachtet, in der Wirtschaft, ich glaube, das war etwas eine Rolle, die meine Eltern praktisch mehr oder weniger unbewusst sehr gut erfüllt haben.

Und ich glaube, das ist vielleicht da, wo mir das Konservative ein bisschen durchgekommen ist. Das war eine Anekdote aus der Schulzeit. Ich habe da zwei Schulkollegen gehabt, wo sich die Eltern haben scheiden lassen und die haben dann immer zu mir gesagt, das praktisch ich brauche gar nicht mitreden, weil ich komme sowieso aus einer Bilderbuchfamilie.

Und oft ist sowas Schein, aber in dem Fall war es kein Schein, sondern Sein. Das hat eben wirklich gestimmt. Und ich glaube, das ist ein dermaßen solider Hintergrund, der einem dann fast alles möglich macht. Also das wird, glaube ich, immer nur massiv unterschätzt. Also diese traditionelle Familienstruktur ist schon was extrem Positives, wenn sie funktioniert, zumindest so wie ich sie erfahren habe.

Aber ich habe auch in meinem Umfeld und du wahrscheinlich auch etliche Personen, Freunde aus der Schulzeit, vom Militär, vom Studium, die das Gleiche hatten. Und das lässt sich dann schon zu einem gewissen Grad Ausnahmen gibt es immer davon ableiten, dass da eigentlich auch bei denen dann das sich selbst fortsetzt.

Also ich merke es aber bei meinen Brüdern, sie sind beide verheiratet, haben beide Familien und auch da wachsen die Kinder eigentlich in extrem stabilen Verhältnissen auf. Und das ist, sage ich mal, was Besseres kann einer Gesellschaft eigentlich gar nicht passieren, als wie stabile Familienverhältnisse.

Das ist ein schönes Plädoyer für die Familie. Hast du auch Familie selber?

Noch nicht, das ist in Arbeit. Geplant wäre es. Ich gebe das jährlich zu, ich kann mich erinnern, das war, glaube ich, 2000, das ist ewig ehrlich, das war 2006. Ich hoffe, dass die Zusätze nicht langweilig, damit da persönlich da über die ganzen persönlichen Geschichten erzähle. Da habe ich meine persönliche Agenda 2010 verabschiedet.

Ich habe gesagt, 2010 bin ich verheiratet und habe Kinder. Jetzt ist 2026, also ich bin jetzt 16 Jahre im Verzug. Ich sage jetzt, Entschuldigung immer, seit vor 2009. Die sind die letzten 17 Jahre mit einem dermaßen Tempo vergangen, dass ich nicht weiß, wie die geblieben sind. Ich meine, es waren super Jahre, wahrscheinlich sind sie drum so schnell vergangen.

Also ich bereue fast nichts, aber das kommt mir vor wie eine Woche.

Und lieber Ralf, gibt es die Frau bereits in deinem Leben?

Die Frau gibt es, ja.

Die Frau gibt es. Also du kennst sie auch schon.

Ja, ja, der erste Schritt ist gemacht.

Also sie ist schon geboren, wie es so schön heißt. Sie hören Ralf Schöllhammer bei Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Ralf Schöllhammer, mal wirklich ganz persönlich.

Du hörst Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei.

Schön, dass Sie da sind, liebe Zuhörer. Die Gedanken sind frei. Neben mir sitzt Ralf Schöllhammer. Danke, dass Sie da sind darf. Ja, ich habe mich auch sehr auf dieses Gespräch gefreut, weil man kennt dich immer als den Gescheiten, der eigentlich zu jedem Thema Zahlen, Daten und Fakten bringt. Und das Ganze auch noch so angenehm freundlich kommuniziert, muss ich wirklich dir ein großes Kompliment machen.

Also du polarisierst nicht, sondern du kannst Menschen wirklich sehr liebevoll zu Themen hinführen, auch in deinen YouTube-Videos finde ich, machst du das sehr gut. Aber du sagst auch so Tafe-Sätze, wie zum Beispiel den Satz, der Niedergang des Westens ist eine Entscheidung, kein Schicksal. Das ist ein Satz, der mir gut gefällt, weil therapeutisch ist es ja so, dass dieser Satz klar ausdrückt, man ist in seinem Leben kein Beifahrer, sondern man hat das Lenkrad in der Hand.

Man ist also verantwortlich für Entscheidungen, die man trifft. Und wenn man keine Entscheidung trifft, trifft man ja auch eine, weil die Dinge schreiten trotzdem voran und man muss halt dann schauen, mit was man fertig werden wird. Der Niedergang des Westens ist eine Entscheidung. Bitte füh einmal aus.

Wie und wie genau und in welcher Situation du eigentlich zu diesem Satz gekommen bist. Weißt du noch, das Ja und den Tag?

Ja, also ich glaube, das war ein Thema, also das ist ein Thema, das kann ich wirklich sagen, das begleitet mich sicher Standard. Das ist seit 17 Jahren. Das war für mich immer so diese, es hat sich natürlich in den Jahren mehr präzisiert und ist, glaube ich, inhaltlich stabiler geworden. Aber diese Frage, so wie eben Gesellschaften, Kulturen, Zivilisationen, welchen, also da können wir darüber debattieren, welchen Begriff man da jetzt benutzen möchte, aber wie die eben aufsteigen und fallen, sage ich jetzt einmal, das war immer was, was mich total fasziniert hat.

Vor allem beschreib unseren Zuhörern auch einmal, was bitte ist genau der Westen? Weil das wird immer so gesagt, der Westen, der Osten, der Süden, was weiß ich. Wer ist jetzt genau der Westen in deinem Satz?

Der Westen ist wenig eine ögografische, aber eine kulturelle Definition. Man tut vorhin schon erwähnt, zum Beispiel, da gehört Australien auch dazu und die liegen jetzt geografisch nicht wirklich im Westen. Also ich würde sagen, wenn ich es ganz brutal definieren müsste, würde ich sagen, mehr oder minder alle Staaten, Regionen, die von Europäern oder Personen europäischer Abstammung besiedelt worden sind.

Also man könnte ja auch sagen, der Westen ist praktisch Europa und seine Erben. So könnte man es auch nennen. Und da gibt es eben ein paar Staaten, wo ich sage, die nehmen ein bisschen eine Zwischenrolle ein. Das ist etwas, da würde ich zum Beispiel Russland reinnehmen. Russland ist da ein bisschen in einem, und auch selbst, das spiegelt sich ja in der Geschichte des Landes sehr schön wider, ist da immer ein bisschen so in einem Zwischwald gewesen, weil man ist in dem Sinne nicht westlich oder europäisch, wollte aber immer Teil des Westens bzw.

Europas sein. Also wer das nicht glaubt, was Russland ist ein bisschen ein heikles Thema in der jetzigen Zeit, aber man muss sich nur mal ansehen, die Briefe zum Beispiel von Katharina der Großen oder auch von Peter den Großen zurückgeht, da war immer das Bedürfnis, da als europäische Großmacht anerkannt zu werden.

Und natürlich auch im kulturellen Bereich, mir ist mir ganz egal, ob das Tolstow ist, ob das Tchaikowski ist, war natürlich stark europäisch beeinflusst.

Wenn du jetzt schon einen Schwenk darüber gemacht hast, dann erklär uns doch auch, warum glaubst du, ist das so?

Warum ist was so?

Dass dieses Bedürfnis immer da war, auch in diesen Briefen von Katharina der Großen, so zu sein wie die im Westen. Was genau ist damit eigentlich gemeint? Welches Bedürfnis steht da dahinter? Warum war das immer so top of the art?

Naja, da würde ich sagen, ist die Antwort sogar relativ eine einfache, oder eine Antwort, die wir uns heute nicht mehr zu geben trauen, wahrscheinlich, weil es momentan in der Form auch nicht mehr stimmt. Aber damals war es einfach so, dass Europa die Spitze der Zivilisation war. Und das bedeutet nicht, dass es nicht vorher andere Zivilisationen gegeben hat, die Großartiges geleistet haben.

Also ganz egal, ob man sagt China, ob man jetzt sagt das alte Ägypten, das antike Rom, ganz großartige Sachen. Aber im 16., 17., 18. und dann vor allem würde ich sagen, im 19. Jahrhundert konnte man Europa im Speziellen, aber da beginnt auch das Ganze ein bisschen schon in den Vereinigten Staaten. Also ich glaube, da kann man dann schon mehr vom Westen als größere Einheit sprechen.

Dem konnte einfach niemand das Wasser reichen. Und es war ja nicht nur Russland. Russland ist eben ein bisschen komplexer aufgrund der geografischen Nähe. Aber es hat ja auch Japan in Beginn in den 1860ern, 1870ern, eine Verwestlichung durchgeführt, die bis heute anhält. Und das hat man ganz bewusst so gemacht.

Das wird oft vergessen, aber es ist zum Beispiel dort kurzfristig diskutiert worden, ob man in Japan praktisch die Japanische als Landessprache nicht abschafft, aber praktisch in eine Art zweite Reihe verschiebt und Englisch als Hauptsprache einführt. Es ist dann nicht durchgegangen, das ist auch dort den Reformen zu weit gegangen.

Aber so waren die Gedanken dort.

Also du beschreibst ja etwas, auf das wir wirklich sehr stolz sein können, dass lange so war und jetzt immer noch so ist. Weil du sprichst ja von, der Niedergang des Westens ist eine Entscheidung. Also muss es einen Niedergang gegeben haben.

Ich würde sagen, der Niedergang ist, ich meine, der teilt sich jetzt ein bisschen auf. Es ist nicht notwendiger, weil es ein Niedergang des gesamten Westens, weil ich würde sagen, dass in vielen Bereichen die USA immer noch unangefochten an der Spitze stehen, als mehr oder minder so der ein bisschen verzogene Sohn Europas, wenn man so möchte.

Aber Innovationsmotor immer noch nicht.

Genau, auch wirtschaftlich. Also die Vereinigten Staaten werden in Europa aus unterschiedlichen Gründen, sowohl von der Linken als auch von Teilen der Rechten immer gerne ein bisschen schlecht geredet. Zum Teil nachvollziehbar, aber im Großen und Ganzen ist das schon noch ein Land mit gewaltigem Potenzial, was nicht immer ansatzweise ausgeschöpft ist.

Über das kann man dann noch sprechen. Also es würde immer sehr vorsichtig sein, die Vereinigten Staaten zu unterschätzen, was vielleicht nur als kurze Randbemerkung für uns Österreicher würde sagen, sehr relevant, sowohl im Ersten Weltkrieg und dann später auch im Zweiten Weltkrieg eine der großen strategischen Fehlentscheidungen war.

Also die USA zu unterschätzen, zahlt sich oft nicht aus, aber das ist ein Randthema, über das miteinander sprechen.

Genau, bleiben wir beim Niedergang des Westens, der eine Entscheidung ist. Wer hat diese Entscheidung getroffen und was genau verstehst du unter Niedergang?

Unter Niedergang verstehe ich mal prinzipiell, dass der Lebensstandard, der Wohlstand, sage ich mal, die führende Rolle in der Forschung, in der Wissenschaft, aber auch andere Dinge, wie zum Beispiel die Tatsache, dass wenn ich ins Ausland reise, ins Nicht-Europäische, ins Nicht-Westliche, kann ich davon ausgehen, dass dort die Straßen in lateinischer Schrift beschildert sind.

Vielleicht nicht notwendigerweise in englischer oder einer anderen europäischen Sprache. Aber es wird mir als jemand, der in Europa aufgewachsen ist, leichter fallen, mich dort zurechtzufinden, als mir umgekehrt. Ich würde sagen, zu dieser Rolle gehört dazu, dass beispielsweise in China die marxistische Lehre diskutiert wird.

Zumindest auf dem Papier ist es dort immer noch die Grundlage des Staates. Aber wir diskutieren in Europa nicht, ob irgendein Staat bei uns sich Laoze oder Konfuzius als praktisch als Staatsgründer oder praktisch als Grundlage des Staates gilt. Also die Führungsposition zeigt sich ja immer noch darin, dass praktisch auf der ganzen Welt wird darüber diskutiert, wie man westliche Modelle regional dann anpassen könnte.

Und das gilt auch für diese ganzen Konkurrenzveranstaltungen im Stichwort China. China ist, das ändert sich jetzt momentan ein bisschen und man versucht es immer mehr, man nennt es zum Beispiel diesen Marxismus mit chinesischen Vorzeichen oder chinesischen Charakteristika, aber im Großen und Ganzen ist es so, dass dort immer noch in der Ideologie westliche Denker eine massive Rolle spielen.

Egal was man jetzt von Marx hält, ob er aber nichtsdestotrotz ein Europäer ist.

Könnte man es grundsätzlich sagen, dass du eigentlich meinst, dass das Gedankengut, das Wissen, das Können, die Fähigkeit, die technologischen Innovationen mittlerweile mehr außerhalb des Westens vorhanden sind als innerhalb des sogenannten Westens?

Teilweise ja. Ich glaube, ich würde es sogar vielleicht ein bisschen radikaler formulieren. Das ist das bis vor kurzem, und ich glaube, das ist sicher, was wir nicht alle einverstanden sind damit, aber bis vor kurzem war eigentlich der Standard, mit dem man die Welt betrachtet hat, war durch eine westliche Brille, auch von denen, die nicht Teil des Westens waren.

Ob man das gut oder schlecht findet, wir sagen, ist eine separate Frage, it is a moralisch. But the realist is the that this moderne Staten System prinzipiell of a western idea aufbaut. We can dispute this to work with the Frieden of Westphalen and the end of the 30-year Kriegs. But the idea that it's a Statengemeinscha, die Vereinten Nation.

Dass die Welt in Nationalstaaten eingeteilt ist. Also praktisch, dass die Vertreter von Bevölkerungen, von Völkern sind eben Staaten, so wie wir es eben jetzt definieren und wie es auch in der UN beispielsweise definiert ist, das ist primär eine westliche Idee. Also wir leben in einer, sogar mal westlichen oder einer westlich geprägten Welt.

Und das kommt natürlich schon mit gewissen Privilegien. Ich glaube, das vergisst man immer ganz gerne, eben auch die Kritiker. Also man sagt eben, ich merke da oft so ein bisschen was ganz legitimes. Aber es gibt zum Beispiel die Ulrike Güreau und so die mit totaler Begeisterung oder der Herr Otte, wobei der jetzt ein bisschen zu abdriftet, die alle sagen, jetzt kommt die multipolare Welt und es wird ganz super, jetzt werden praktisch die USA und die werden es alle in die Knie gezwungen und das wird dann ganz klasse werden.

Man muss, glaube ich, wahnsinnig aufpassen, weil wir uns eben an Dinge gewohnt haben. Zum Beispiel eben diese Idee, ich meine, Österreich ist ein gutes Beispiel, dass man zumindest implizit davon ausgeht, dass es eine Weltordnung gibt, in der ein kleiner Staat wie Österreich zumindest zu einem gewissen Grad auf Augenhöhe ist mit einem grossen Staat wie Deutschland, Frankreich or vielleicht sogar den USA, dass man eben als Staat with einem anderen Staat spricht.

But this is a Sichtweise, wie gesagt, die auf der Idee aufbaut, eben aus dem westfälischen Frieden heraus, dass es eben souveräne Staaten gibt.

But ich möchte noch einmal zu dem Satz zurückkommen. Der Niedergang des Westens ist eine Entscheidung. Jetzt haben wir schon ein bisschen versucht zu definieren, was meinst du mit Westen. Wie genau beschreibst du dann aber den Niedergang? Was verstehst du darunter? Und wer hat diese Entscheidung des Niedergangs getroffen?

Die Bevölkerung oder die Staatenlenker? Ich würde es nur gerne ein bisschen versuchen, aufzutreimeln, wenn das überhaupt geht.

Man kann schon aufträumeln, es ist ja in dem Sinne kein neues Phänomen. Also das ist, was wir sehr historisch schon öfter beobachtet haben, wie wir schon vorher erwähnt haben, das ist ganz egal, ob das Ägypten war, ob das Rom war, ob das China sich erhalten hat, aber da ist man momentan immer noch weit von dieser dominanten Position entfernt, die man im 11., 12.

Jahrhundert hatte, das ist eigentlich historisch etwas ganz Normales. Das hat Athena mal eine Hochzeit gehabt, von dem ist jetzt immer relativ viel übrig. Also ich glaube, man ist dann immer auf der Suche, und wir können das dann gerne diskutieren, gibt es praktisch so eine Art einen Schuldigen, den man ausmachen kann.

Und das Mehrgates auf den Debatten und sagt, okay, das ist eben eine Verschwörung von denen. Was nicht bedeutet, dass es das nicht gibt, möchte ich gleich vorausschicken. Aber natürlich ist es so, dass auch Zivilisationen und Kulturen haben eben praktisch einen Aufstieg, sind dann eine Zeit lang auf ihrem Höhepunkt und dann beginnt irgendwann der Abstieg.

Die Frage ist natürlich, kann ich diesen Abstieg noch umkehren und praktisch diesen Höhepunkt noch verlängern? Und historisch gesehen, ich meine, da ist Rom ein sehr gutes Beispiel, ist das schon möglich. Also ich glaube, was wir aber das Problem haben in Europa vor allem ist, wir haben uns ein bisschen Niedergang, diesen Niedergang hingegeben und sind, und auch das ist ein Problem, was man historisch da sehr schön beobachten kann, ist, der erste Schritt ist anzuerkennen, dass man selbst das Problem ist.

Und das gilt auch für uns in Europa, und da bin ich sicher, wir sprechen über das dann noch im Detail, aber viele der politischen Entscheidungen, die wir zogen seit den 60ern und 70ern, die auf europäischer, aber auch auf nationalstaatlicher Ebene getroffen worden sind, waren einfach massive Fehlentscheidungen.

Du hörst Giuliani in Gespräch. The Gedanken sind frei.

Yeah, liebe Zuhörer, we bleiben nach wie vor by the idea that the Western in einem Niedergang is. We have all these Staaten weltweight, die Westlich denken. But what are the gross Errungenschaften des Westens, so that we need reden, dass man das einmal vielleicht zusammenpackt? Auf was können wir hier besonders stolz sein?

And was ist, so wie du vorhin gesagt hast, schon ab 60er Jahren in der Politik an Fehlentscheidungen getroffen worden, so dass es einfach nicht mehr weiter nach oben geht oder sich positiv hält, diese Gesellschaft, sondern es einen Niedergang zu beobachten gibt.

Also es gibt natürlich viele, aber ich glaube, das Konkreteste, was ich sagen würde, ist die Idee, dass Staaten und Regierungen sich, also dass die Legitimation der Bevölkerung und des Volkes benötigen. Also es ist auch bei uns, es soll es eine Zeit geben. Das ist jetzt ein Positives. Nein, es ist sogar das Positivsteinal.

Also demokratische Zustände. Es muss nicht einmal demokratisch sein. Also muss ich ganz ehrlich sagen, über das kann man separat diskutieren. Aber diese Idee, dass selbst in ihm da ein ganz konkretes Beispiel her, was nicht demokratisch wäre, man wäre nämlich jemanden wie Friedrich den Großen oder Josef II.

Es waren in dem Sinne keine demokratisch gewählten Herrscher. Aber das trifft auch für Maria de Resea schon ein bisschen zu. Aber wenn man sich ansieht, zum Beispiel, wie deren Zugang zur Politik war, da war die Idee nicht mehr die, das hat immer ein bisschen mitgeschwungen durch das Video. Josef II.

hat das Volk schon sehr eingebunden.

Auch das, aber die Idee war immer, genau, die Idee war immer nicht einmal notwendige Einbindung, aber dass man sich selbst als praktisch erster Diener gesehen hat. Also diese Idee, dass praktisch die Aufgabe des Monarchen ist, es Wohlergehen, den Wohlstand des Volkes und des Landes zu mehren. Und was auch damit mitgekommen ist, spitzt sich dann als nächstes meiner Meinung nach großer Errungenschaft an, ist der Nationalismus.

Ich weiß, der hat momentan immer einen sehr schlechten Ruf, aber diese Idee, dass praktisch, dass es so etwas gibt wie ein Staatsvolk, wo es nicht nur 100.000 Leute sind oder eine größere Familie oder ähnliches ist, sondern eben, was wirklich Millionen umfassen kann, ist eine zutiefst westliche Idee.

Hat es in anderen all das und es in Ansätzen und so auch anderswo gegeben. Aber es hat sich nirgendwo so durchgesetzt. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht die amerikanische Revolution. Das ist eigentlich die erste Revolution, die stattgefunden hat, wo eine Verfassung aufgelegt worden ist, die primär festschreibt, welche Bereiche des Lebens vor dem Staat geschützt sind.

Das hat es in der Form wieder mit wenigen Ausnahmen eigentlich nirgendwo anders gegeben. Auch in Europa, da war es immer so praktisch, der Staat hat damit ziemlich klar gelegt, er kann, wenn er möchte, überall eingreifen und er tut es vielleicht in anderen Bereichen nicht. Die amerikanische Idee, die sich dann langsam auch anderweitig übertragen, also die natürlich im Kern auch eine europäische Idee, war immer der Praktisch, der Bürger, der Mensch hat ein Recht, that is also a begriff, this concept des Staatsbürgers.

Es gibt ein bisschen schon im antiken Rome, but it's like a westliche idea. The idea that a staff braucht the legitimation design, son has kept the recht to regard.

Genau, that wollte ich. Also the staff or the referring or the stats apparatus had some berechtigation, and not then when he is, the stats kümmer. And all this does, damit the land and the Menschen in this land good gear. This is a very spannender and wichtiger aspect. Was ist das Gedankengut des Westens?

Nämlich das. And genau das ist im Niedergang.

Ja, ich würde sagen, dass das sehr stark im Niedergang ist, weil wir haben jetzt im Moment eine politische Klasse. Ich erlaube mir jetzt so ein bisschen über den Kampf zu scheren, wo es sehr viele gibt, die der Meinung sind, also innerhalb des Parteiensystems, so wie in Österreich, in Deutschland, auf europäischer Ebene, die der Meinung sind, es steht ihnen zu zu regieren, es steht ihnen zuzuherrschen.

Also das ist praktisch kein Privileg, es ist ein Recht, sie haben den Ton anzugeben und praktisch das Volk der große Lümmel, ich glaube, das war Heinrich Heine, der das gesagt hat, die haben sich gefälligst zufügen. Und das ist wieder ganz anders. Also wenn ich mir ansehe, darum habe ich kurz vorher ein bisschen Leinspruch bezüglich der Demokratie, ich würde, ich übertreibe jetzt ein bisschen für dramatischen Effekt, aber ich würde einmal sagen, mir ist ein Monarch, der versteht, dass die Position, die er oder sie in dem Fall hat, dass das etwas ist, was mit extremer Verantwortung, mit extremen Verpflichtungen kommt und dass das eben eine Aufgabe ist und nicht irgendwie ein Privileg, was man genießt,

ist mir im Grunde genommen lieber, als wir eine politische Klasse, die glaubt, weil die Partei einmal gewählt worden ist, würde sie das jetzt mit Rechten ausstatten, beziehungsweise hätte man damit eben praktisch das permanente Recht erworben, über das Volk zu herrschen. Also da ist man ein nicht demokratisches System, potenziell wieder übertreibt, vielleicht sogar lieber als ein demokratisches.

Ja, es ist eine sehr spannende Beschreibung. Das heißt, we have in moment des Volkes. Das heisst, the wichtigste Aufgabe, nämlich alles to do, that it's the land and the bevölkering gut geht, is not the oberste Prämisse. That would sag, yeah.

Giuliani in Gespräch.

Yeah, liebe Zuhörer Ralf Schöllhammer sites. We have the Western gesprochen and over this, what the Western per se as Idee macht. Also the Staat, the Regierenden, the Verwaltungsapparat, they have darum zu kümmern, dass es der Bevölkerung and the land gut geht. Aber was sind jetzt die Fehlentscheidungen, die up in the 60er Jahren gefällt worden sind, die für dich schon eigentlich gezeigt haben, dass wir uns in einem Niedergang befinden mit dem Westen?

Ich würde sogar sagen, es beginnt teilweise, oder der Ursprung liegt fast ein bisschen früher. Weil wenn man sich sagen sieht, wieder im 19. Jahrhundert war es eigentlich so, dass der Bevölkerung immer mehr Rechte zugesprochen worden sind. Also viele der Dinge zum Beispiel, über die wir heute diskutieren, finden ihren Ursprung im 19.

Jahrhundert. Also Emanzipation der Frau. Übrigens auch, das waren ein bisschen exzentrischere Kreise, aber zum Beispiel auch das Verhältnis zu Homosexualität und dem Ganzen, dass das eigentlich Privatsache ist und den Staat nichts angeht. Also diese Bewegungen finden sich alle schon im 19. Jahrhundert.

Also viele, die glauben, heutzutage, sie sind sehr modern, callen eigentlich nur die Themen wieder, die schon vor über 100 Jahren aktuell waren, aber es lernen da keiner mehr Geschichte, jetzt gehabt man hat da was ganz was Neues erkannt.

Weil du das reinbringst, möchte ich auch Ihnen, liebe Zuschauer, sagen, schauen Sie mal nach, wann es die ersten Elektroautos gegeben hat. Um die Jahrhundertwende nämlich. Also das ist dann aber irgendwann wieder abgeschafft worden, weil die wollten.

Ja, das war natürlich auch, die Batterietechnologie war damals auch nur ein bisschen weniger. Aber die Bewegung war ihm dann die und das ist etwas. Darum ist die Bezeichnung, wenn man sagt, dass der Erste Weltkrieg so ein bisschen die Urkatastrophe war, ist schon richtig. Weil was wir dann erleben in den 20ern und 30ern, so dieses Entstehen neuer politischer Bewegungen, das war nicht nur der Faschismus, das war eigentlich die gesamte Bandbreite, also diese neue Form der Massenpolitik, die, glaube ich, auch historisch gesehen nicht ganz gerecht betrachtet wird, aber das wäre ein eigenes Thema.

Aber es war dann nach 1945 aber sicher die Idee breit gemacht, dass man eigentlich dem Volk nicht vertrauen kann. Und das war ein bisschen die Kehrtwende vom 19. Jahrhundert. Da war die Idee, dass man eigentlich der Bevölkerung durchaus mehr zutrauen kann. Also dass der einzelne Staatsbürger durchaus fähig ist, rationale Entscheidungen zu treffen.

Und das hat sich dann einfach immer nicht vereinfacht ein bisschen. Aber das hat sich dann noch 1945 eigentlich wieder ein bisschen umgekehrt. Und dieser Trend hat bis jetzt nicht aufgehört, dass man eigentlich so weit als möglich versuchen möchte, dem Volk tatsächliche Entscheidungsmacht zu entziehen.

Das ist eben dann, indem man sagt, das sind dann irgendwelche, ob das dann Konsurstopp, von einem Kammersystem bis hin zu, was natürlich tendenziell viel älter ist, aber zum Beispiel sagt, man lagert Dinge aus an irgendwelche Institutionen.

Daher Regeln ohne Ende, damit der Staatsbürger genau weiß, bis hierher und nicht weiter.

Ja, vor allem die nicht rausgewählt werden können. Diese genaue Situation, in die wir uns jetzt befinden, ein großes Thema ist eben zum Beispiel immer diese Europäische Konvention für Menschenrechte. Und die ist in den 50er Jahren in Verfassungshang aufgenommen worden. Viele dieser Ideen, würde ich sagen, die vielleicht damals durchaus zeitgemäß waren, sind jetzt nicht mehr zeitgemäß, die sind überholt, die sind an diese Situation nicht angepasst, aber können praktisch von der Bevölkerung nicht rausgewählt werden.

Und es ist dann so ein Art Zwangsjacke. Und auch die Europäische Union ist ja zumindest in ihrer jetzigen Form. Und das bedeutet ja nicht, dass man die europäische Idee ablehnt. Aber es ist sonst so eine Art praktisch, es soll so eine Art Zwangsjacke sein, um eben praktisch wieder mit Heine zu sprechen, um dem Volk diesem umgezogenen Lümmel da sicherzustellen, dass die nicht irgendwo falsch abbiegen.

Und das merkt man ja mittlerweile auch mehr auf nationalstaatlicher Ebene, Stichwort wie mit der AfD in Deutschland umgegangen wird, aber natürlich auch auf europäischer Ebene.

Das heißt, die Politik verselbstständigt sich, kümmert sich um sich selbst und teilt ihre Pfründe auf. Und da ist das Volk der Lümmel, wie du so schön gesagt hast, das sich möglichst an die Regeln zu halten hat, weil man ihm kein selbstständiges Nachdenken, Überlegen und Entscheiden mehr zutrauen möchte.

Und nicht nur das. Also vielleicht um, ich versuche nicht irgendwelche populistischen Sthsätze abzurollen, ich nenne zwei ganz konkrete Beispiele. In Deutschland, das ist glaube ich da ein sehr gutes Beispiel, aber ich komme darauf Österreich auch noch zu sprechen, ist es so, dass das Wahlrecht dementsprechend geändert worden ist, dass bei einer Wahl die sogenannten Listenkandidaten auf einer Parteiliste viel bessere Chancen haben wie Direktkandidaten in einem Wahlkreis.

Was bedeutet, dass, und das ist bei der letzten Bundestagswahl so geschehen, dass wenn dann Menschen gezielt einer Person die Stimme geben, die auch dann dementsprechend gut abschneidet, kann es sein, dass die trotzdem nicht in den Bundestag kommt, weil der Listenkandidat vorgezogen wird. Aber der Listenkandidat muss sich nie dem Wähler stellen.

Und auch in Österreich ist es so, weil wir haben ja angeblich eine repräsentative Demokratie. Aber wenn ich dich frage, wer ist der Abgeordnete im Parlament, der dich vertritt? Also wer ist der Abgeordnete aus deinem Wahlkreis? Ich weiß es bei mir nicht. Du bist selbst Abgeordnete. Du bist das wahrscheinlich dann selbst.

Aber du weißt, was ich meine. Wie es in Großbritannien zum Beispiel ist, wo wirklich eigentlich, wo jeder einzelne Bürger weiß, wer sein Member of Parliament, praktisch sein Abgeordneter ist. Das haben wir in der Form nicht. Wir haben auch, wir sind keine Demokratie in dem Sinne mehr, wir sind eine im besten Falle Parteienokratie.

Wenn ich zynischer wäre, würde ich sagen, wir sind eine Parteienolligarchie. Und das Einzige, was eben die Parteien repräsentieren, zunehmen, sind sie selbst. Und damit natürlich verletzt sich der Ursprungsgedanke dieses politischen Systems auch.

Du hörst Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei.

Ralf Schöllhammer sitzt bei mir im Studio, Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Wir alle haben es gehört, liebe Zuhörer, sie wahrscheinlich auch. Der Herr van der Bellen hat zum Nationalfeiertag gesagt, also er hat es sehr europäisch gesprochen, wenig Österreich-Zentriert und hat aber auch gesagt, wir alle sind das Volk.

Wie hast du jetzt diesen Satz wahrgenommen? Also normalerweise ist es ein schöner Satz, wir alle sind das Volk, so sollte es ja eigentlich sein. Nur man hat das Gefühl gehabt, dass der Herr van der Bellen da schon ein bisschen was anderes hineinlegen wollte. Weil es ja im Land eine sehr, sehr grosse Problematik gibt mit zu viel Migration, zu vielen fremden Menschen im Land, die durch ihre kulturelle Prägung offensichtlich hier nicht wirklich in unsere Gesellschaft and bei den Werten unserer Gesellschaft ankommen.

Can many Satz auch so verstehen, oder habe ich da zu viel hineininterpretiert? Wie hast du das empfunden?

Nein, ich glaube, er ist so zu verstehen. Und da befinden wir uns, glaube ich, wirklich am Weg in eine brandgefährliche Situation. Weil Teil Mitglied eines Volkes zu sein, oder Staatsbürger zu sein, wenn man diesen Begriff benutzen möchte, ist die Frage, reduziert man das auf ein Etikett oder auf ein Stück Papier?

Oder sagt man, dass da schon mehr dazugehört? Und das ist, glaube ich, etwas, was ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Dass natürlich die Grundlage eines jeden funktionierenden Staates ist, dass die Staatsbürger und die Angehörigen des Staatsvolkes zu einem hohen Ausmaß, es wird nie jeder Einzelne sein, genauso wie in sich in einer Familie nie alle wunderbar verstehen.

Aber dass ein Großteil des Staatsvolkes auch auf individueller Ebene eine gewisse Zuneigung, eine Zugehörigkeit und eine Loyalität zu diesem Staat und diesem Land empfindet. Und das ist etwas, das kann ich nicht mit der Vergabe eines Passes kontrollieren. Das ist etwas, das wächst über Zeit, das wächst über Jahre, über Jahrzehnte, über Generationen.

Kann in manchen Fällen schneller gehen. Ihr habt es auch in der Einwandungspolitik immer gesagt. Wenn Menschen durch außergewöhnliche Leistungen dieser Loyalität demonstriert haben, habe ich da kein Problem damit, da vielleicht auch eine Staatsbürgerschaft im meisten Fall schneller zu vergeben.

Was der Ralf Schöllhammer hier, glaube ich, meint, liebe Zuhörer, ist es sehr männlich ausgedrückt, weiblich ausgedrückt wäre es. Es ist ein Gefühl. Österreicher zu sein ist ein Gefühl. Wenn man auch im Ausland ist und man liest, dass irgendetwas in unserem Land passiert, dann fühlt man etwas. Wenn das was Positives ist, Freude.

Wenn eine Fußballmannschaft zum Beispiel rösiert, wenn etwas Schlimmes passiert, leidet man mit. Also man ist Teil dieses Volkes, dieser Gesellschaft, auch wenn man sich am anderen Ende der Welt befindet.

Und das kann man nicht mit einem Pass. Genau. Und dadurch bin ich Teil. Also was du jetzt sehr schön beschrieben hast, vielleicht würde ich mir das vielleicht sogar noch ein bisschen schlichter sagen, es ist eine emotionale Bindung. Es ist eben so, wenn jemand eine Flagge verbrennen würde, die mir fremd ist, dann bin ich dafür, Flaggen zu verbrennen, aber dann würde ich das vielleicht mit Interesse beobachten.

Weil wer eine österreichische Flagge verbrennen würde, dann würde es mich zornig machen. Kommt die Emotion. Genau, und das ist genau das Problem. Wir haben in unseren Gesellschaften einen wachsenden Bevölkerungsanteil, möchte ich aber hinzufügen, nicht nur durch die Migration, wir haben aufgrund der Verfehlungen im Bildungssystem, da sind wir wieder bei der Frage von vorher, was hat man falsch gemacht in den letzten Jahren, zum Beispiel, dass wenn der Bildungssystem...

Also was trägt zum Niedergang des Listen bei?

Wir haben ja auch eine neue Generation herangezogen, wo eben auch die autochthone Bevölkerung, vor allem der jüngere Anteil, und da wie du von der Weiblichkeit gesprochen hast, das ist ein Phänomen, was man bei Frauen mehr beobachtet ist wie bei Männern, dass praktisch denen eingetrichtert worden ist, sich mehr, mehr praktisch von der eigenen Kultur, dem eigenen Land, der eigenen Tradition und Zivilisation loszusagen.

Also es ist kein Zufall, dass zum Beispiel die Linkspartei in Berlin bei der letzten Wahl disproportional gut abgeschnitten hat, bei Frauen unter 26. Da hat man über die Hälfte, also über 50 Prozent von dieser Demografie haben für die Linkspartei gestimmt. Und hier in Österreich? In Österreich ist es ein bisschen besser, der sogenannte Gender Gap, wie man immer sagt, den gibt es interessanterweise in Österreich wesentlich weniger, weil ich glaube, dass der Österreicher prinzipiell mehr grundvernünftig ist als die Menschen in vielen anderen Ländern.

Aber wo wird das Phänomen schon auch beobachten, ist für die FPÖ sehr spannend ist, ist bei Frauen mit Matura. Das sind immer Frauen mit Matura und abgeschlossenem Studium, vor allem wenn sie unverheiratet sind, ist es immer noch die Demografie, wo die FPÖ die größten Probleme hat zu landen.

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.

Ein paar ganz spannende Gedanken hast du auch in deinem YouTube-Kanal schon geliefert, die ich mit großem Interesse verfolgt habe, nämlich die Migration and the Menschen, die in unser Land kommen, egal where they come, retten, die werden unsere Pensionen zahlen, die werden die Jobs machen, die bei uns nicht gemacht werden.

Also diese Menschen werden quasi uns unter die Arme greifen. And what we eben sehen, and this is massive, irgendwas läuft da aber schief, weil gleichzeitig haben wir ein eklatantes Bildungsproblem an den Schulen. Also es zeigt sich that the next generation of a mangel an Bildung haben aufgrund der extrem hohen Zuwanderung, weil das System nicht mehr leisten kann in den Schulen, was it leisten sollte.

Wo geht hier the Reise hin? Wie ist dein Gedankengang dazu? Wird die Migration unser Land retten finanziell oder beschädigen? Weil andere Stimmen sagen ja wiederum, unser Sozialsystem ist am Ende, there are so viele, die arbeiten aber nicht anders aber Geld aus dem Sozialsystem auf, dass es natürlich immer weniger wird, weil die Wirtschaft ein Problem hat.

Ich weiß, das sind jetzt viele Details auf einmal, aber im Prinzip laufen sie alle ineinander.

Ich würde sagen, um es vielleicht mit deiner letzten Frage zu beginnen. Da ist die Antwort relativ eindeutig, dass alle Staaten, die tatsächlich Daten zu den sammeln, also praktisch, wenn jemand ins Land kommt und wie viele Beitragsjahre hat der, wie viele Bezugsjahre hat der, ist eh noch Migrationshintergrund, zeigt sich, dass Nahosten, Afrika, Zentralasien ist so, die sind eigentlich ihr Leben lang, sind die Beitragsbezieher.

Während aber zum Beispiel Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern, aus den Vereinigten Staaten, aus Australien, mit Lateinamerika ist es ein bisschen gemischt, aber im Großen und Ganzen kann das auch, wenn es richtig gemacht wird, positiv sein. Die werden relativ, vielleicht nicht rasch, aber die werden über die Lebenszeit, wenn die zu Beitragszahlen.

Es ist interessant, das hat ja was mit der kulturellen Prägung zu tun, wenn man das so sagen darf. Also zum Beispiel auch chinesische Mütter, da gibt es auch sehr spannende Bücher, legen sehr viel Wert auf Bildung, Bildung der Kinder tun alles für Weiterentwicklung und Bildung. Andere wiederum nicht.

Was weisst du darüber?

Naja, das ist ganz interessant, weil du China erwähnst, China ist das ärmste chinesische Land. Und was ich damit meine, ist, dass praktisch in allen anderen Ländern, die nicht das chinesische System haben, aber die eine signifikante chinesische Minderheit haben, ist diese wirtschaftlich extrem erfolgreich.

Das ist genau auf das zurückzuführen, was du erwähnt hast. Es gibt ein paar Kulturen, die europäische Wahrmal dabei, wobei es bei uns ein bisschen anders ist, aber die vor allem auf die Bildung der Kinder und vor allem ursprünglich, weil es mir auf das Lesen extrem viel Wert legen. Das sind Isländer, das sind Armenier, das sind Chinesen, Vietnamesen und, vielleicht ist es auch hier zu erwähnen, das waren immer die Juden.

Und das war auch einer der Gründe, weil das momentan immer wieder Thema wird. Also einer der Gründe, warum dann eben diese Gruppen dann oft in bestimmten Branchen und ähnlichem überrepräsentiert waren, ist nicht, weil es irgendeine große Verschwörung war, die armenische Verschwörung, die isländische Verschwörung, die chinesische oder die jüdische Verschwörung.

Sondern es ist einfach so, wenn ein Bevölkerungsteil Bildung extrem schätzt, die Kinder in die Schule schickt, sicher geht, dass die einen Abschluss haben, dass die lesen können, dass die gute Noten haben, dass die eine gute Ausbildung haben, und ein anderer Teil der Bevölkerung tut das nicht, dann wird die erstere Gruppe natürlich dementsprechend auch dominantere Positionen einnehmen, weil irgendwann schlägt sich das auch in der Zeit.

Kompetenz nieder. Also, das ist ein ganz natürlicher Prozess.

Aber es wird dann gerne dämonisiert, das haben wir ja leider schon oft genug erlebt in der Geschichte. Aber bleiben wir jetzt weiterhin bei der Bildung der Kinder und Jugendlichen in den Schulen. Was passiert da gerade in Österreich? Man hört eigentlich nur von Schuldirektoren und Lehrern und Pädagogen, dass die nur mehr um Hilfe schreien.

Ja, da gibt es glaube ich zwei Aspekte. Der erste ist, den du völlig richtig ansprichst, das ist der, wenn in einem Schulsystem schon so fundamentale Dinge wie die Möglichkeit der Kommunikation durch eine gemeinsame Sprache nicht mehr gegeben sind. Im Grunde begonnen und beginnt man da von null. Also da sind wir in einer, da sind wir ungefähr in so einer Situation wieder, da komme ich auf meine Lieblingshistorische Periode zurück, wie im 19.

Jahrhundert, wo es so ist, eben wie beispielsweise in Italien, wo zum Teil die regionalen Dialekte so unterschiedlich waren, dass die sich nicht haben verständigen können. Aber da ist eben dann der Staat relativ brutal, auch in Österreich dann relativ brutal reingefahren und hat ihm sicher gelegt, dass mit einer Schulpflicht, nennen es einmal, eine Kommunikationspflicht gegeben war.

Das macht man ja jetzt bei uns in dieser Art und Weise nicht mehr. Aber da ist auch, glaube ich, ein Problem, übrigens auch damals bei uns die Schulpflicht gegen großen Widerstand der Bevölkerung durchgesetzt. Und man war einfach der Überzeugung, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Jetzt ist man ja mehr, würde ich sagen, auf dieser Schiene unterwegs, dass man für das alles Entschuldigungen findet.

Es ist praktisch, es sind nie diejenigen, die Verursacher sind, werden immer als unschuldig präsentiert. Und das haben wir wieder bei dem, was du gesagt hast, wenn die deutsche Sprache nicht gelernt wird, ist es bei uns nicht, weil der Staat nicht genug Möglichkeiten bieten würde, sondern weil, ist wieder ganz bestimmt dabei, das Problem haben wir ja nicht mit allen Gruppen, sondern weil eben Angehöriger bestimmter Gruppen sich dem einfach verweigern.

Um es so ein bisschen brutal auszudrücken, die pfeifen auf das Ganze.

Wenn man sich das jetzt in weiterer Folge anschaut, da sitzen also Generationen in den Schulen, die nicht Deutsch können und offensichtlich dann auch keinen hohen Bildungsstand haben werden. Wie geht das dann weiter mit dem Westen und dem Niedergang, der eine Entscheidung ist?

Naja, das ist genau einer dieser Kernpunkte, weil zum Beispiel man spricht immer gern darüber, was soll Bildung sein? Und du hast vorher einen Begriff angesprochen, den ich ganz interessant finde. Ich glaube, da waren wir noch off. Aber ich greife ihn trotzdem auf bezüglich der Gehirnwäsche. Und ich sage es nochmal ganz brutal: jede erfolgreiche Gesellschaft betreibt einen gewissen Grad an Gehirnwäsche.

Man könnte sagen, wieder ist ein bisschen provokant, ich hoffe, die Zuhörer verzeihen es mir, man kann sagen, jede neue Generation ist ja auch eine Form der Migration. Was ich damit meine, ist, das sind praktisch auch quasi neue Menschen, die dann in einen Staat, in eine Zivilisation hinein und hinein assimiliert werden müssen.

Und das ist durchaus Auge, es ist Aufgabe der Familien natürlich, aber es ist natürlich auch Aufgabe der Schule. Und dann sage ich mir eine gewisse, wie gesagt, die einen würden es Erziehung nennen, und wenn es ein Kritiker Gehirnwäsche nennen möchte, ist mir das auch recht. Aber das ist etwas, was durchaus notwendig ist.

Eben, dass ich zum Beispiel in der Schule gewisse Dinge wie einen Respekt vor dem Land, in dem ich lebe, dass ich das vermittle. Das ist was extrem Wichtiges, was auch in den meisten Ländern übrigens, zum Teil in den USA, tut, das ist leider etwas weniger geworden, aber außerhalb Europas Gang und Gäbe ist.

Das ist komplett normal.

Wir wissen ja schon alle, unsere Zuhörer und auch wir beide, dass da einiges schiefläuft. Was ist zu tun? Was ist das Szenario, wenn nichts passiert in 10, 15 Jahren? Ist es, um wieder mal die Uhr zu strapazieren, fünf vor oder fünf nach zwölf?

Ne, wir werden da jetzt momentan von zwei Seiten in den Angel genommen. Das eine ist, und völlig zu Recht wird das oft diskutiert, ist die Bildungskrise verursacht durch die Migration. Aber es gibt natürlich auch noch die zweite Form der Krise, die ist jene, dass einfach die Lehrpläne in vielen Bereichen nicht mehr in die Gegebenheiten unserer Zeit angepasst sind.

Und selbst wenn also nur eines dieser beiden Probleme zu lösen, würde nicht reichen. Man muss eben beides in Angriff nehmen. Und das ist auch wieder so etwas, was wir momentan in der Politik sehen. Es ist dieses völlige Vermissen eines holistischen Ansatzes. Und das ist wieder etwas, was, ich glaube, das ist für mich immer ein gutes Beispiel.

Diese Art des gesamtheitlichen Denkens hat man in der Vergangenheit, man muss ja nicht, das ist ein bisschen ein Steckenpferd von mir, man muss ja nicht zurückgehen bis zu manchen erfolgreichen, waren auch nicht alle Habsburgermonarchen, aber da hatte man dieses ganzheitliche Denken. Also da hat man nicht eben nicht das Ganze irgendwie dann auf so kleine punktuelle Symptombehandlungen heruntergebrochen und so gesagt, okay, wo wollen wir alles Ganzes hin?

Und das hat man aber damals natürlich mit wesentlich geringeren Mitteln, weil da hat es diese Art der statistischen Erhebung, das beginnt 1848 ganz langsam, die Soziologie entsteht da erst alles oder die empirische Sozialforschung praktisch beginnt da erst, sich zu entwickeln. Wir hätten ja das ganze Datenmaterial.

Also wir haben eine relativ gute Situationsanalyse, aber man verweigert sich eben dann etwas mit dieser Analyse anzufangen. Und das ist die Untätigkeit der Politik. Aber das ist, nur um den einen Satz noch zu sagen, weil du vorher gefragt hast, wenn ich sage, es ist eine Entscheidung, dass die Politik in diesen Bereichen untätig bleibt, ist eine Entscheidung.

Richtig. Und wenn wir jetzt sagen, diese Entscheidung bleibt so, weil sich vielleicht diese Regierung, die sehr glücklos ist im Moment und keine Reformen durchbringt, wenn sich die da einzementiert, was bedeutet das für unser Land, wenn das so weiterläuft und hier nicht gegengelenkt wird?

Naja, das ist der Optimistisch zu sagen, irgendwie geht es immer weiter, das ist richtig, es wird auch irgendwie weitergehen, aber ich glaube, dass der Lebensstandard und der Wohlstand und einfach gewisse, ich nenne es jetzt einmal Alltagserfahrungen, an die man sich gewohnt hat, dass Dinge eben einfach funktionieren, dass das einfach irgendwann an den Punkt kommen wird, wo es nicht mehr funktioniert.

Aber wie bei so vielen, wenn etwas einmal zerbrochen ist, wenn etwas einmal kollabiert ist, das wieder aufzubauen, ist wesentlich schwieriger, als sicherzustellen, dass es gar nicht zu diesem Kollaps kommt. Aber momentan sehe ich in vielen, nicht in allen, aber eben in vielen europäischen Ländern, keinen Willen, diesem Kollaps entgegenzusteuern.

Man nimmt das, habe ich das Gefühl, bewusst in Kauf oder hofft innerhalb der politischen Klasse, dass wir das eh nicht mehr erleben. Das passiert doch mir. Da hat es ein Interview gegeben mit einem britischen Politiker, der hat gesagt, auf die Frage, was er davon hält, dass laut Umfragen im Jahr 2060 weiß die Briten im eigenen Land eine Minderheit sein werden und so eine Antwort darauf 2060, da lebe ich nicht mehr.

Und das ist ein bisschen so die Einstellung, die man bei einigen in der Politik sieht. Wenn man sagt, wie sich das und das lässt, das Schulsystem kann so nicht weitergehen, das Pensionssystem kann so nicht weitergehen. Das sind praktisch alle diese Dinge, die anders, unser Steuersystem kann so nicht weiter funktionieren.

Aber das Gefühl ist der Ansatz der politischen Klasse, naja, bis das wirklich dann echt dann problematisch wird, da sind wir eh schon längst nicht mehr da.

Giuliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.

Lieber Ralf Schöllhammer, meinst du, würde es tatsächlich für den Westen, ich sage mal jetzt für Europa in dem Fall, etwas verändern zum Positiven, wenn die patriotischen Kräfte in die Regierungen kommen würden. Ich sag jetzt patriotische Kräfte, aber eigentlich meine ich damit konservative Politik.

Nein, also ich bin zum Beispiel auch da, ich bin natürlich selbst ein Anhänger der patriotisch-konservativen Kräfte, aber das hindert mich nicht, oder das hält mich nicht davon ab, mir genau anzusehen, was die zum Teil vorschlagen. Das ist ja auch gut so. Und wenn ich mir ansehe, zum Beispiel in Frankreich, von der Partei von Marine Le Pen, das Programm, da gibt es viele Dinge, glaube ich, den man zustimmen kann, im kulturellen Bereich, im Migrationsbereich, aber im Wirtschaftsbereich und im Staatsbereich besteht dort absolut kein Wille, die strukturellen Probleme Frankreichs anzugreifen.

Also nur als Warnung an jene, das bin ich auch durchaus, aber die ganz euphorisch sind, wenn sie denn die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte, glaube ich, wird das eine einmalige Amtszeit werden. Wie siehst du das jetzt in Deutschland? In Deutschland würde ich sagen, ist die Situation ein bisschen besser, weil die AfD hat neben ihren unterschiedlichen Flügeln auch einen durchaus wirtschaftskompetenten Flügel.

Die Frage ist, ob sich der in einer Koalitionsregierung mit der CDU durchsetzen könnte. Aber ich glaube, da hat man einfach die massivsten Fehlentscheidungen in Deutschland, was vor allem, würde ich jetzt nochmal sagen, eben die Energiefrage anbelangt, was die Bürokratiefrage anbelangt, was die Inkompetenz weiterhin Dinge bauen zu können, anbelangt, das hat man dort durchschaut.

Es ist ja, würde ich sagen, von der Substanz her die Situation in Deutschland eine bessere ist wie in Frankreich. Also dort ist der Reformbedarf auch sehr groß, aber natürlich noch nicht in dem Maße, wie es in Frankreich ist, was ja wesentlich mehr verschuldet ist, wo der Staatsanteil wesentlich höher ist.

Also es gibt kaum ein Land in Europa, das muss man leider so sagen. Ich habe große Wertschätzung für die Franzosen in allerlei Hinsicht, was die Kultur anbelangt, was die von der Mode bis zum Essen, was generell die Lebensweise anbelangt, ein fantastisches Land, fantastische Menschen. Aber man hat im Großen und Ganzen den Staat dort in den Bankrott geführt.

Und irgendwann, das kann man eine Zeit lang, ein bisschen wie man benutzt würde, drüberpapierdeln, aber irgendwann geht das nicht mehr. Und wenn dann eben die Frau Le Pen rausgeht und sagt, also bei den Budgetverhandlungen zum EU-Budget, da sollen gefälligst die Deutschen nochmal ordentlich reinzahlen, in der Hoffnung, dass dann too big to fail.

Im Jahr 2008 waren es die Banken, im Jahr 2028 sind es dann die Franzosen, die von den Deutschen den Österreichern und den Niederländern und ein paar anderen praktisch aufgefangen werden müssen. Und ich glaube, dass auch da die internationale Solidarität der Patrioten und Nationalisten relativ rasche Ende finden würde.

Und wie betrachtest du die Situation in Österreich? Hier ist es ja so, dass im Prinzip neuwahlen vor der Tür stehen müssten. Würde das etwas verändern?

Naja, das gebe ich ganz blöde Antwort, die es gebe, wenn es das Hand vom Ergebnis da waren. Aber wenn ich mir vielleicht einen ganz konkreten Vorschlag erlauben darf, den ich mal wieder mache. Es gibt so in Großbritannien die Tradition des Schattenkabinetts, wo quasi die Oppositionspartei ein Kabinett hat, was, wenn sie die nächsten Wahlen gewinnen sollte oder an der Macht wäre, was dann eben in den entsprechenden Ämtern wäre.

Das natürlich in Großbritannien aufgrund des Wahlsystems einfacher, weil da relativ selten Koalitionsregierungen sind. Aber auch wenn ich die FPÖ zum Beispiel wäre in Österreich, ich sage, ich würde zumindest fünf Blöcke einschlagen oder fünf Pflöcke einschlagen und sagen, es gibt fünf Gesetzesvorhaben, da können wir dann, wenn wir Zeit um darüber sprechen, was diese sein sollten.

Es gibt fünf Personalien, es gibt fünf Ministerien, die sind für uns unverhandelbar. Wenn wir die Wahl gewinnen sollten mit mehr als 29% der Stimmen, dann sind das diese Dinge, von denen wir nicht abweichen. Und wenn wir in Koalitionsverhandlungen treten und diese Dinge werden nicht akzeptiert, dann fangen wir gar nicht mit Koalitionsverhandlungen an.

Ich weiß, man sagt immer, die Politik ist auch ein bisschen die Kunst des Kompromisses. Jein. In bestimmten Bereichen ja, aber es gibt auch im Leben Situationen, wo ein Kompromiss nicht möglich ist. Also ich kann zum Beispiel nicht sagen, ich baue ja eine Brücke, der andere sagt, wir bauen keine Brücke.

Und dann sagt er, na gut, dann bauen wir die Brücke bis zur Mitte des Flusses und hören dann auf. Also das ist in bestimmten Bereichen gibt es keinen Kompromiss.

Aber da bin ich relativ beruhigt, weil die FPÖ ist die Partei der klaren Verhältnisse und nicht der maroten Kompromisse. Das hat man ja eigentlich auch schon bei den letzten Nationalratswahlen gesehen. Genau. Aber was wären jetzt für dich genau diese fünf Punkte, wo du sagst, wow, also das wär's?

Ja, wenn man Schritt für Schritt durchgeht, zum Beispiel in der Migrationsfrage wäre mein erster Schritt, ich mache einen Stichtag. Ich sage: Nehmen wir an, es sind Neuwahlen im Februar, die nächste Regierung kommt dann zustande, keine Ahnung, im Juni oder Juli, je nachdem, vielleicht gehen die Verhandlungen auch schneller.

Jetzt kommt die Regierung zustande, dann mache ich den, das kann man dann drüber diskutieren, da mache ich dann den 1., 6.20, 28, mache einen Stichtag. Und da sage ich, jeder, der im Land ist, der keine österreichische Staatsbürgerschaft hat, der zu diesem Zeitpunkt nicht im Land sein darf, der zu diesem Zeitpunkt kein Arbeitsverhältnis hat und eben vom Mindestsicher oder was anderes lebt, wird an diesem Tag eingestellt.

Dann haben die ein Jahr lang Zeit, sich einen Job zu suchen und aus dem Sozialsystem rauszukommen. Die, die es schaffen, dürfen bleiben, die, die es nicht schaffen, müssen gehen. Okay, Punkt 2. Punkt zwei, natürlich mein Lieblingsthema, Wiedereinstieg in die Kernkraft. Österreich sollte es sich zum Ziel setzen, des Saudi-Arabien des Stroms zu werden.

Einfach mit der Zielsetzung, dass dann die Industrie wieder zu uns zurückkommt. Ich meine, ich weiß nicht, vielleicht kennt es.

Aber über Kernkraft, nicht über Windräder.

Oder wie? Über Wasserkraft und über Kernkraft. Alles andere ist, wenn sich mehr Solarbane aufs Haus montieren möchte, gern kann er das machen, ist für den Industriestandort komplett irrelevant. Das sind, wir brauchen nicht mehr. Das ist das Rezept, was Ontario in Kanada verfolgt ist. Also keine Windräder.

Also sicherlich keine staatlich geförderten. Wenn sie einer eines in den Garten stellen möchte und die Nachbarn das akzeptieren, kann ich das auch machen. Da bin ich fast ein bisschen ein Libertärer, wenn man so möchte. Wenn einer auch, es kann sich auch jemanden, wie gesagt, eine Solarpaneele und 16 Windrädern im Garten aufstellen, total gerne für eine Industrienation irrelevant.

Okay, Ralf Schöllhammer, die dritte. Die dritte wäre für mich ein Steuersystem, wenn man das teilweise die KI übernehmen, aber das ist für mich ein Punkt. Ein Land, wo es die Berufsgruppe, und ich hoffe, es sind nicht zu viele unter den Zusehern, das ist Zuhörern, Zuhörern, entschuldige, denen will ich nicht zu nahe treten, ein Land, wo es den Berufsschanz des Steuerberaters gibt, hat für mich ein Problem.

Es kann nicht so sein, der Staat verpflichtet, die Menschen Steuern zu zahlen und tu das auf so eine komplizierte Weise, dass ich mir jemanden anstellen muss, für das ich wieder Steuern zahlen muss, dass der mir dann erklärt, wie ich möglichst wenig Steuern zahlen soll. Das kann nicht funktionieren. Ein Steuersystem muss transparent, klar ersichtlich und ohne Schlupflöcher, ohne allem drum und dran sein.

Da sind wir vielleicht dann wieder beim Thema, was ja bei den Freitagern ein großes Thema war. Es ist halt aufgrund der neuen Themen ein bisschen runtergegangen. Sind wir wieder beim Thema der Flattec. Da mache ich drei Stufen, fertig, jeder zahlt das gleiche und die Sache hat sich erledigt. Wo sind wir jetzt?

Jetzt kommt viertens. Vier, fünf Punkte hast du versprochen. Okay, naja, der vierte, den ich machen werde, ist eine zeitliche Limitierung bzw. eine zeitliche Festlegung, vor allem bei großen Infrastrukturprojekten. Wenn die beschlossen werden, dann gibt es sechs Monate. In diesen sechs Monaten muss von der Umweltverträglichkeitsprüfung bis zur Wirtschaftsfolgenabschätzung alles erledigt sein.

Wenn es nicht erledigt ist, weil die Bürokratie, die Administration, die Gerichte zu inkompetent oder zu langsam sind, ist Baubeginn. Das hat keine aufschiebende Wirkung mehr, da geht es dann los. Ihr habt sechs Monate Zeit, dass ihr das umsetzt und das wird dann gemacht. Wenn euch das nicht gelingt, ist das euer Problem.

Ich möchte nur erinnern, wir haben im 19. Jahrhundert, praktisch die Semmeringbahn, haben wir, das hat begonnen, 1848, während einer Revolution, haben wir in Österreich, das in sechs Jahren aus dem Boden gestampft. Man glaube ich mittlerweile sind wir im 30. Jahr, die Rede davon ist, dass es irgendwann, ich glaube, der Zubringer aus Deutschland, also das wäre für ein Brendertunnel, da reden wir von 2043, mit dem alle den Verstand verloren.

Ich glaube, in Deutschland sind gerade einmal nur 60% der Züge pünktlich. Wir schaffen es jetzt im Zeitalter der Hochtechnologie, nicht die Züge so pünktlich zu haben wie im Zeitalter der Kutschenzüge bzw. der Dampfmaschine. Komplett absurd. Es sind nicht die Gesetze der Physik, die uns im Weg stehen, es sind die Gesetze der Politik.

Und die kann man ändern.

Einen Punkt noch.

Ja, das ist der fünfte, das ist mein persönlicher Lieblingspunkt, der ist sicher ein bisschen umstritten. Das wäre in der Umsetzung wahrscheinlich ein bisschen komplizierter, aber ich glaube, es wäre machbar. Das schließt ein vierten Punkt an, das ist der, eben, wir haben gesprochen, Infrastrukturprojekte, ich bin auch ein großer Freund des Wohnungsbaus.

Ich würde es aber nicht, ich mag den Begriff des sozialen Wohnbaus nicht. Das klingt für mich ein bisschen nach Almosen, das gefällt mir nicht. Aber dass der Staat sagt, um Menschen eine gute Starthilfe ins Leben zu geben, oder eben wie du gesagt hast, das ist, glaube ich, das wäre so ein bisschen dann der Dachbegriff von dem Ganzen.

Die Aufgabe des Staates ist, es ist, ein Ermöglicher zu sein und kein Verhinderer. Das bedeutet aber nicht, dass er für uns das Leben leben soll. Aber es ist ja momentan so.

Er macht das ja auch mit unserem Geld, das soll er uns was nutzen.

Der macht es uns schwieriger. Wenn jemand eine gute Idee hat und ist eine Erfahrung, die sicher auch in euren Umfeld, die ihr von vielen gehört habt, Mather, eine gute Idee unter Steuerberater, den es manchmal nicht mehr geben sollte, der sagt dann, das ist eine fantastische Idee, aber nicht hier in Österreich.

Das darf nicht sein. Aber was ich zum Beispiel gerne hätte, wir sprechen oft davon, du hast vorher angesprochen, die Pflegeberufe. Da bewandert 5. Das ist der Punkt 5. Das ist der Punkt 5. Im Gesundheitssystem. Und die Lösung für mich ist dann nicht notwendigerweise, dass ich den Menschen mehr Geld gebe, weil das Geld ist leider aufgrund auch der europäischen Politik immer weniger wert.

Es nutzt mir nichts, wenn ich jedes Monat eine Gehaltserhöhung um 1% bekomme, aber die Kosten, die ich habe, werden jedes Monat um 2% mehr. Da wäre ich ja trotzdem ärmer, ich werde jetzt nur langsamer. Aber warum mache ich nicht zum Beispiel einen Wohnungsbau und sage dann, die Vergabe dieser Wohnungen, da gibt es, sind natürlich Miten zu zahlen, aber das sollten eher bescheiden sein.

Und über zum Teil gibt es das ja schon über den Zeitablauf, diese Mitzahlung ist auch eine Anzahlung, damit diese Wohnung dann mein Eigentum wird. Und da gibt es eine bevorzugte Behandlung für eben, was wir dann vielleicht als systemrelevante Berufskosten bezeichnen müssen. Da hat er dann die Krankenschwester, da hat halt dann das Pflegepersonal oder was auch immer, hat eben da einen bevorzugten Anspruch auf eine entsprechende Wohnung.

Weil da kann ich dann, wenn ich denen die Belastung der Miete wegnehmen und der Wohnkosten, haben die auch bei Gleichbeibenden gehypt, haben die dann ein entsprechendes höheres Einkommen bzw. eine bessere Lebenssituation und dann garantiere ich dir, dass die Anzahl der Österreicher, die bereit sind, einen Pflegeberuf zu ergreifen oder in diesem Bereich tätig zu werden, wird dementsprechend nach oben gehen.

Und das wäre was, was der Staat relativ rasch umsetzen kann.

Welche Position in einer neuen Regierung hättest du gerne? Na Gott, Kaiser gibt es nicht mehr.

Ich wollte es sagen, sehr schwierig. Also grundsätzlich, ich weiß nicht, ob es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, grundsätzlich habe ich immer gesagt, dass wenn sich die Möglichkeit ergeben würde oder wenn einem angeboten wird, Verantwortung zu übernehmen, dann würde ich das auch machen. Weil ich glaube, dass die Bevölkerung.

In welcher Position? Was ist deine Profession?

Also vom Spaßfaktor her wäre ich natürlich wahnsinnig genauso ein Minister. Weil da könnt ihr früher rumreisen, da könnt ihr mich wichtig machen, da könnt ihr ständig in Super Hotels Option absteigen. Ich bin mein Leben lang noch nie Businessclass geflogen, da könnte dann endlich einmal Businessclass fliegen.

Ich glaube, nach dem Gespräch vielleicht ist es eher unwahrscheinlich, aber das wäre natürlich vom Spaßfaktor her, wäre das was, was man total zusagen würde. Aber wenn ganz ernst gemeint, also wenn ich wirklich mal etwas aussuchen könnte, wäre das so eine Art Superministerium, wo Wirtschaft, Energie und Infrastruktur, die drei haben wir auf jeden Fall, wo Wirtschaft, Energie und Infrastruktur in eines zusammengelegt sind, weil man da genau diese Dinge in Angriff nehmen kann.

Und ich möchte noch einmal zuerst von der Semmeringbahn gesprochen, aber ich würde auch ganz gerne vergessen, auch wenn man die Kernenergie ablehnt, das ist ja in Ordnung, man muss ja kein Fan davon sein, das bin vielleicht nur ich. Aber es ist Zwentendorf in vier Jahren gebaut worden. 72 war Spatenstich, 76 war das Ding komplett fertig.

Also wir könnten das alles. Der Staat ist in Österreich, in Europa, wird mehr und mehr zum Verhinderer. Und das ist das Problem. Und vielleicht, wenn ich nur eine Ergänzung erlauben dürfe.

Also das ist der Niedergang, dass der Staat zum Verhinderer wird.

Jetzt sind wir am Punkt. Und er ist ja auch komplett absurd. Ich nenne ein paar konkrete Beispiele. Wir haben gehabt, wenn man hernimmt bei uns da ist, das Impfgesetz. Weil das Impfpflicht von vornherein ein Skandal verbrauchen, wo darüber diskutieren. Aber auch die Vorgehensweise. Ich kann einen Staat nicht ernst nehmen, der ein Gesetz macht, dann sechs Tage vorher das Gesetz zurückzieht, dann das Gesetz wieder macht und dann am Schluss das Gesetz abschafft.

Und das war nicht nur da so, es war beim Rauchverbot in der Gastronomie das Gleiche. Da ist das Gesetz gemacht worden, dann ist es sechs Tage vorher zurückgezogen worden, dann hat es dieses Don't Smoke Volksbegehren gegeben, da ist es dann wieder eingeführt worden und dann ist es umgesetzt worden. Und wir erleben das oder die Partei, die für ein Gesetz stimmen, sagen zwei Wochen später, das Gesetz ist ein Murks und der Kanzler sagt, wir brauchen eine Alternative, wo ich frage muss, habt sich ihr das Gesetz vorher angeschaut.

Also was macht ihr denn ganz sagen? Und mein Lieblingsbeispiel, das ist, entschuldige, aber das muss noch gesagt werden, die EU-Verpackungsverordnung, die Europäische Kommission erlässt ein Gesetz, dann kommen es drauf, das ist um in der Sprache von der Frau Mein-Reisinger das vor allem, das ist ein Murks und ruft dann die Staaten auf, haltet euch nicht an dieses Gesetz.

Wir erwarten uns vom Bürger, dass sich dieser an die Gesetze hält, dass sich dieser an die Vorschriften hält, dass dieser praktisch den Rechtsstaat akzeptiert, die Gesetze akzeptiert, aber der Staat nimmt sich heraus. Und da sind das nämlich ganz wichtig. Dann bist du kein Rechtsstaat mehr. Das ist dann nicht mehr the rule of law, das ist the rule by law.

Der Staat nutzt Gesetze, um der Bevölkerung zu erklären, was sie zu tun haben, aber er selbst ist davon ausgenommen. Und dann bin ich keine repräsentative Demokratie mehr.

Liebe Zuhörer, das war Ralf Schöllhammer bei Giuliani im Gespräch, die Gedanken sind frei. Unglaublich dicht, unglaublich spannend. Eigentlich könnten wir jetzt schon wieder losstarten in den nächsten zwei Stunden. Unbedingt. Er ist noch fit, alles noch da. Es hat mich sehr gefreut, dich ein bisschen besser kennenzulernen, persönlich, dass sich die Politiker nicht mehr an die Regeln halten.

Das sehen wir auch an so ganz banalen Beispielen, jetzt wie dem Herrn Sobotka, der wird in einen Bilder-Check-Untersuchungsausschuss eingeladen als Zeuge, sagt kurz vorher, er ist leider krank und ist am nächsten Tag bei irgendeinem Fest und es ist ihm vollkommen. Ist mir natürlich egal. Das sind alle sehen, genau, weil er steht über dem Gesetz.

Also das war eigentlich sehr deutlich an diesem kleinen Beispiel auch zu sehen. Also ich bin voll und ganz.

Es wird Respekt vor Institutionen verlangt, den sie selbst nicht zeigen.

Ganz genau. Und da sind wir gerade angekommen. Also wenn es eine FPÖ-Regierung gibt, bist du dann der Kaiser, der Blaue.

Der Kaiseraußenminister oder Wirtschafts-Energ- und Infrastrukturminister. Ich würde sagen, es ist ja ein Gegenkommen von mir. Die Regierungsbank wird ja relativ kurz, wenn man mir möglichst viele Agenten gibt. Also das ist ja, das ist ja, ich trage ja damit auch schon positiv zum Sparpaket bei.

Ja, das war Giuliani im Gespräch diesen Sonntag, wie gesagt, mit Ralf Schöllhammer. Danke, dass du da bist. Und Sie sehen ihn ohnehin demnächst wieder beim Express in seinen eigenen YouTube-Kanälen nochmal den Kanal, einfach nur Ralf Schöllmer.

Einfach Ralf Schöllhammer, ganz genau.

Oder irgendwo bei Servus.tv. Ich bedanke mich sehr herzlich fürs Zuhören und Ohrenspitzen. Dieses Gespräch kann man nachhören. Das ist heute ganz wichtig, das zu sagen. Wir haben eine eigene Seite www.austriafst.at. Da können Sie noch einmal nachhören, was der Ralf Schöllhammer alles so erzählt hat. Und ich wünsche Ihnen noch einen wunderschönen Sonntag.

Passen Sie gut auf sich auf. Alles Liebe. Vielen Dank.

Juliani im Gespräch. Die Gedanken sind frei. Jeden Sonntag von 10 bis 12.

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