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Beruhigt euch - der Podcast für Eltern· Staffel 1· Folge 22

#022 Wenn Kinder blockieren - Verweigern richtig verstehen

Dienstag, 23. Dezember 2025 · 33 min

MP3

Shownotes

Kinder verweigern nicht, um dich zu ärgern. Hinter dem Nein stecken oft Überforderung, Angst vor Fehlern, geringes Zutrauen, das Bedürfnis nach Autonomie oder schlichte Erschöpfung.
Bei ADHS sieht Verweigerung schnell wie Trotz aus. Häufig blockiert aber das Starten. Ohne Unterstützung springt das Gehirn nicht an. Reize prasseln dazu ungefiltert rein. Das kostet Kraft und führt oft in diesen Shutdown.
Was hilft dir im Alltag, kurz und klar:
• Gefühle spiegeln statt Verhalten bekämpfen. Sag zum Beispiel. Das wirkt gerade viel.
• Aufgaben klein schneiden und mit der 5-Minuten-Regel starten. Timer an. Nur fünf Minuten.

• Wahl geben für mehr Autonomie. Erst Mathe oder erst Deutsch. Am Tisch oder unterm Tisch.

• Ermutigen statt loben oder predigen. Den Prozess sehen. Du hast angefangen.

• Feste Routinen und Pausen. Nach der Schule erst essen und runterkommen, dann Hausaufgaben.

Du führst ruhig. Dein Kind kommt wieder ins Tun.
Hör rein und nimm dir heute eine Sache vor, die du sofort ausprobierst.
Dies ist unsere letzte Folge im Jahr 2025. Wir wünschen euch allen Frohe und RUHIGE Festtage. Lasst euch nicht von der Verwandschaft ärgern und wir hören uns wieder im Januar 2026.
Vielen Dank für euren Support und dafür, dass ihr euch für das Wohl eurer Kinder und für euch als Eltern stark macht.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Für viele sieht es aus wie Verweigerung, in Wahrheit ist es oft ein Hilferuf, wenn dein Kind mit einer Aufgabe nicht anfängt, blockiert oder komplett dicht macht, kann sich das für dich schnell nach trotz anfühlen oder auch nach Absicht und nach einem Machtspiel. In dieser Folge wollen wir genauer hinschauen, was dahinter stecken kann, wenn Kinder sagen, ich kann das nicht. Wir sprechen darüber, warum Kinder scheinbar nicht wollen, obwohl sie nach deiner Meinung eigentlich könnten. Wir sprechen über Überforderung, Angst vor Fehlern und über Erschöpfung nach langen Tagen und darüber, warum das bei Kindern mit ADAS besonders häufig passiert, ohne dass sie es steuern können.

Du erfährst, wie du erkennen kannst, was wirklich hinter dem Verhalten steckt und wie du dein Kind wieder ins Tun begleitest, ohne Druck, ohne Machtkampf, ohne endlose Diskussion. Und jetzt noch etwas Wichtiges, bevor wir starten, denn wir haben noch eine schlechte Nachricht für euch und da müsst ihr jetzt ganz tapfer sein. Marie und Thorsten kommen bald wieder zu euch, aber jetzt machen wir erstmal unsere wohlverdiente Weihnachtspause, in der wir aber schon die nächsten Themen für euch vorbereiten.

Danke, dass ihr beruhigt euch in den letzten Monaten zu solch einem unglaublichen Erfolg gemacht habt. Über 2000 Eltern folgen unserem Podcast und wir haben erst vor 4 Monaten angefangen. Im nächsten Jahr erwarten euch auch neue Gäste und mehr Infos zu unseren Online Kursen, die wir für euch in Arbeit haben. Aber jetzt erstmal frohe und ruhige Weihnachten und ein frohes neues Jahr und viel Spaß bei unserer letzten Folge in 2025 was sind denn die Hauptursachen dafür? Dass es manchmal aussieht, als würden Kinder sich verweigern. Ja, da gibt es verschiedene Gründe. Für die häufigste ist tatsächlich Überforderung, also das kann sowohl kognitiv sein als auch emotional. Das heißt, die Kinder denken

über die Aufgabe nach und denken, das ist zu schwer, das ist zu umfangreich, es ist vielleicht auch unklar und sie verstehen es nicht sofort. Gerade im Bezug auf Kinder mit ADHS kann das Thema Reizüberflutung auch eine Rolle spielen oder dass sie eben Schwierigkeiten haben, überhaupt mal mit einer Aufgabe anzufangen und zu überstarten so, das heißt, die Kinder geraten in eine Art Überforderung und das Gehirn geht in den Shutdown und blockiert.

Das ist erstmal nichts, was Kinder absichtlich tun. Ein weiterer Grund, der häufig ist, ist die Angst vor Fehlern, Perfektionismus also im Grunde einfach. Ich fang lieber erst gar nicht an, weil wenn ich nicht anfange, dann kann ich nicht scheitern. Manchmal spielt auch Angst ne Rolle, also zum Beispiel Angst in vor der Schule, Angst vor Situationen, in denen unsere Kinder schon mal ne schlechte Erfahrung gesammelt haben, Erwartungsdruck von außen oder auch von den Kindern selbst. Und das alles spiegelt eben diese Grundhaltung wider, wie ich gerade schon gesagt hab.

Ich mache es lieber nicht oder fange erst gar nicht an, bevor ich versage und darüber wieder in so ne unangenehme Situation für mich komme. Und man muss sagen, die Kinder denken darüber nicht aktiv nach. Ja, das sind Sachen, die unterbewusst ablaufen, die unser Kind auch so nicht steuern kann ne, sondern im Grunde auch gelernte Strategien mit einer Situation auf besondere Art und Weise umzugehen, dann kann es auch sein als weitere Möglichkeit, dass unser Kind bisher nicht wirklich die Erfahrung gemacht hat, Selbstwirksam zu sein. Das heißt, das Kind glaubt sowieso von vornherein schon mal gar nicht, dass es das selber kann. Vielleicht auch da hat es die Erfahrung gemacht, dass es vielleicht sich selber schon mit

anderen verglichen hat oder auch von den Eltern verglichen wurde. Guck mal, der und der kann das schon in deinem alter, du noch nicht, wieso kannst du das denn nicht, dass es dadurch auch Bewertungen ausgesetzt war von außen und vielleicht auch. Gerade Kinder mit ADHS bekommen ja leider häufig auch Kritik ab ne, weil sie ja immer, weil andere davon ausgehen, dass sie Dinge können, zu denen sie eben nicht in der Lage sind.

Das heißt, sie erhalten ganz viel Kritik, negativ Feedback und egal ob. 20000 mal mehr bis zum 12. Lebensjahr. Ne interessante Zahl, ne sollte man an der Stelle noch mal unterstreichen. Aber nun, ob ADHS hin oder her, ja oder Nein, in der Summe führt sowas irgendwann einfach zu einem geringen Zutrauen.

Das heißt, die Kinder lernen irgendwann, ich traue mir das nicht zu, weil ich erhalte ja immer wieder dieses Feedback, ja dann ein weiterer Grund kann auch sein, der Machtkampf, also dass Kinder das unbewusste Ziel Machtkampf haben, was ja immer auch mit einem. Bedürfnis nach Autonomie einhergeht ne also nach Selbstwirksamkeit.

Das heißt, das Kind will entscheiden, wann, wie, in welchem Tempo es etwas macht, und das heißt, diese Verweigerung in dem Fall kann man es dann wirklich Verweigerung nennen, das ist dann keine Blockade im eigentlichen Sinne, auch wenn es etwas ist. Das will ich auch noch mal betonen, was unbewusst abläuft, also kein Kind schmiedet den Plan, ich verweigere mich jetzt ne und denkt so rational darüber nach, das sind unbewusste Prozesse. Aber in dem Fall kann Verweigerung eben ein Versuch sein, Selbstbestimmung zu spüren. Ich sage Nein und du kannst nichts dagegen machen, du kannst mich nicht dazu zwingen, das zu tun und das gibt mir als Kind das Gefühl von Autonomie so, das heißt, das Kind zielt darauf ab, auf diese Autonomie und verhält

sich deswegen eben so, das heißt, auch das entspringt jedoch immer aus einem Gefühl des Kindes, dass es sich klein fühlt, vielleicht da auch nicht richtig kompetent fühlt und eben über dieses Verhalten ne Wirkung erzielen möchte, um mehr Selbstwirksamkeit zu spüren und sich eben nicht mehr so klein zu fühlen, sondern als letzten häufigen Grund möchte ich noch das Thema Erschöpfung aufführen, denn nicht alles was nach Verweigerung aussieht, das ist ja eben schon genannt.

Ist auch wirklich Verweigerung oder hat irgendein Ziel oder irgendein Hintergrund. Manchmal sind unsere Kinder auch einfach nur erschöpft oder auch völlig reizüberflutet nach einem langen Tag in der Schule, das heißt, die Tage sind voll, sie haben vielleicht auch Stress in der Schule gehabt, also vielleicht auch Streit mit Mitschülern oder wurden heute mal beim Spielen ausgegrenzt, oder?

Hatten hohe Anforderungen von den Lehrern, die an sie gestellt wurden, wo sie vielleicht das Gefühl hatten, nicht richtig hinterherzukommen. Haben einen Riesen Berg Hausaufgaben Aufgekriegt und manchmal ist es auch einfach zu viel und die Kinder sind erschöpft und da hilft es dann auch nicht auf sie einzureden, sondern dann brauchen sie einfach schlicht eine Pause. Thorsten, Vielleicht kannst du in dem Zusammenhang auch noch mal speziell auf Kinder mit ADHS eingehen, was sind denn da die Besonderheiten?

Bei ADHS, und das betrifft nicht nur. Kinder, sondern auch die erwachsenen Zuhörer werden jetzt sicherlich sich wiedererkennen, denn oft ist das Problem mit einer Aufgabe einfach mal anzufangen. Also einfach mal ist dann einfach gesagt, sondern es ist ja wirklich wie ein physisches Nichtkönnen in dem Augenblick, und zwar immer bei allen Aufgaben, für die keine Dringlichkeit vorliegt. Steuererklärung wird in der Nacht vorher gemacht. Oder kein Interesse oder Spaß, also eine ein emotionaler Ansporn da ist, wie zum Beispiel bei Hausaufgaben. Bei Hausaufgaben kommt noch zusätzlich dazu, dass das Kind macht, die Hausaufgaben und dann passiert nichts, es kommt nicht ins nächste Level, es gibt auch

keine Extraleben, sondern es passiert gar nichts, ja ist die Belohnung kommt sehr, sehr, sehr viel später, und das ist für so n Gehirn einfach nicht machbar. Ja, so oft ist das Problem mit diesen Aufgaben anzufangen und das hat überhaupt nichts mit Verweigerung, was diesen Kindern oft unterstellt wird und sich wirklich auf den Selbstwert nicht positiv auswirkt, zu tun, sondern es braucht dann wirklich n Anreiz und eine Unterstützung, also eigentlich Handwerkszeug, um dann anzufangen.

Mit Kindern ab einem gewissen Alter, also Erwachsene, können dieses Tool super anwenden. Bei Kindern muss man sehen, in welchem Alter es klappt, aber es gibt da ne einfache Möglichkeit sein eigenes Gehirn zu überlisten, indem man sich die 5 Minuten Regel auferlegt, also einen Timer stellt auf 5 Minuten, denn oftmals weiß man ja, dass man diese Aufgabe erledigen muss. Ja, diese Kinder wissen, sie müssen diese Hausaufgaben machen, aber.

Ist es nicht möglich, anzufangen? Menschen, die das nicht kennen, die Wissen gar nicht, wie das ist. Aber dann stellt man sich den Timer auf 5 Minuten und vereinbart, OK, wir fangen jetzt einfach an und wir machen nur diese 5 Minuten und ganz oft passiert es dann, dass also es ist ja ein neurologisches Thema, ja, das in. Präfrontalen Kortext diese Bereiche, die ja notwendig sind, um ins Tun zu kommen, dann auch durchblutet werden. Und dann geht es auch besser.

Also man muss nur diesen ersten Schritt überwinden, auch wichtig zu verstehen ist dieses Thema, das du schon angesprochen hast, nämlich die Reizoffenheit kurze zur Erklärung, was heißt denn das eigentlich? Ein neurotypisches Gehirn kann Reize automatisch ausfiltern und das Gehirn entscheidet im Grunde genommen selbstständig, was wichtig ist und durchkommt und was nicht. Bei einem ADHS Gehirn ist das ein bisschen anders, das nimmt im Grunde genommen alles auf einmal wahr. Ja, ein kleines Beispiel, ich war letzte Woche mit Costa im Auto unterwegs, der hat auf seinem. Seniorenhandy mit seinem besten Freund telefoniert hat auf meinem Smartphone.

Also er war Beifahrer, ist nicht gefahren. Auf meinem Smartphone hat er eine ein Lied ausgesucht was er hören wollte, dann hat er mitbekommen, dass in der Navigation eine Meldung hochploppte ist die Baustelle noch da, ja oder Nein tippte ja und dann. Sagt er noch Papa Six Seven, ihr kennt das vielleicht von euren Kindern. Ne Six Seven könnt ihr sonst googeln, wenn ihr es nicht kennt.

Ganz komischer GAG von den Kindern gerade bedeutet nämlich nichts, aber das zeigt ganz deutlich, diese Kinder nehmen alles auf einmal wahr. Ja und das ist im Grunde genommen Körperverletzung, es ist wahnsinnig anstrengend für diese Kinder und das führt einfach dann auch zu dieser Erschöpfung. Und blöderweise bei Costa ist es so, der möchte dann sich nicht aufs Sofa legen und ne halbe Stunde Mittagsschläfchen machen. Das ja, dafür weigert er sich wirklich, das findet er langweilig, möchte er nicht, es ist aber das was eigentlich das Gehirn dann bräuchte.

Marie, Was steckt denn aus Erziehungssicht hinter dieser sogenannten Verweigerung? Ja, ich hab ja eben schon n paar Punkte genannt, was so die Gründe dafür sein können und da muss man jetzt natürlich unterscheiden. Ja, also sprich wenn n Kind schon so wie du es gerade beschreibst, völlig reizüberflutet und einfach am Ende ist. Und deswegen sagt ich kann das jetzt nicht mehr, dann hat das natürlich nichts mit Erziehung zu tun. Ja, das muss man trennen, das heißt, worüber ich jetzt spreche, ist, wenn diese Blockade oder auch Verweigerung, also eigentlich mach das nicht, hab keine Lust und so weiter mach das selber.

Wirklich auch einem Ziel dient? Ja, und im Grunde Fehlverhalten ist, darauf möchte ich jetzt noch mal eingehen, also das kann natürlich auch sein, ne, dass das verweigern in dem Sinne n Ausdruck des Fehlverhaltens ist. Und da muss man eben gucken, worum geht es da eigentlich, es kann ja auch sein, dass es wahnsinnig viel Aufmerksamkeit bringt, wenn ich mich verweigere, also wenn dann ständig jemand mit mir beschäftigt ist und. Sagt Ach komm und mach doch und tu doch. Und wie willst du denn?

Und so weiter und auf einmal stehe ich völlig im Mittelpunkt, dann kann das natürlich auch ja n gewisses Ziel erfüllen oder eben auch dieses Thema Selbstwirksamkeit ne haben wir ja eben schon auch drüber gesprochen, wenn Kind sich als wenig selbstwirksam erlebt, dann kann das auch einfach n Ausdruck sein von ich entscheide wo es eigentlich um Autonomie geht.

Und nicht darum, dass es jetzt die Aufgabe nicht bewältigen könnte oder so ne, auch das wäre n Klassisches eher Fehlverhalten als jetzt wirklich n Grund dafür, dass n Kind blockiert oder das nicht kann. Es könnte auch sagen, ich kann das einfach nicht, weil es eben ja durch andauernde Entmutigung erfahren hat, ich kann es nicht, ich glaube nicht an mich, hat vielleicht auch schon innerlich aufgegeben, ne und dann könnte es auch sein, dass es einfach seine Unzulänglichkeit zeigt, ich krieg es sowieso nicht hin. Auch das könnte man als Fehlverhalten werten, wo das Kind Unterstützung braucht.

Und warum ist es jetzt wichtig, warum spreche ich darüber, weil je nachdem, worum es geht, will das Kind damit unsere Aufmerksamkeit, will das Kind damit Autonomie leben, will es sich vielleicht an uns rächen, weil wir ihm vorher irgendwas. In seinen Augen ja genommen haben, was ihm wichtig war, weil wir gesagt haben, geht heute nicht, kannst du heute nicht deinen besten Freund besuchen oder was weiß ich.

Ja, und das ist jetzt so ne Art, ich mach dir jetzt auch das Leben schwer, weil ich durfte das ja auch nicht oder glaubt unser ist unser Kind so stark entmutigt, dass er überhaupt nicht mehr an sich glaubt, je nachdem was dahinter steckt, sollten wir anders darauf reagieren, weil wenn es um Aufmerksamkeit geht, dann wäre es natürlich falsch, dem Kind ständig hinterherzulaufen und n Haufen Aufmerksamkeit.

Dafür zu schenken, dann sollten wir eigentlich die Aufmerksamkeit auf n Mindestmaß lenken, wenn es eher um Autonomie geht, dann heißt das, unser Kind erlebt wenig Selbstwirksamkeit, das heißt, da müssen wir überlegen, wo können wir unserem Kind mehr Selbstwirksamkeit, mehr Entscheidungsfreiraum einräumen, wo können wir es vielleicht auch mehr in die Wahl mit einbeziehen.

Also du kannst dir dir jetzt aussuchen, zum Beispiel, ob du die Aufgabe, ob du erst Mathe machst oder erst deutsch. Du kannst dir aussuchen, ob du das am Tisch oder unterm Tisch rechnen möchtest. Ja, so, also Hauptsache wir kommen ins Tun und beziehen unser Kind mit ein und geben ihm die Möglichkeit darin auch was zu entscheiden.

Ne wenn es wenn wir uns verletzt fühlen, weil unser Kind vielleicht ja sagt, du hast mir das auch nicht erlaubt und jetzt blockier ich hier alles oder so, dann geht es vielleicht eher darum, gerade die Beziehung eher wieder zu kitten und Verbindung zu dem Kind herzustellen anstatt da in den Machtkampf einzugehen oder zu sagen hast, lass ich mir jetzt nicht von dir gefallen und wenn unser Kind aufgegeben hat und es sich wirklich, wirklich ernsthaft gar nicht zutraut, dann braucht es sowieso keine Vorträge, sondern ganz viel Ermutigung von uns, aber eben auch nicht zu viel Unterstützung, denn wenn wir es dann immer wieder unserem Kind abnehmen, weil es uns so leid tut, dann wird unser Kind auch nicht lernen, dass es das selber

kann und dieses Selbstvertrauen nicht entwickeln, das heißt, unser Kind braucht unsere Unterstützung in Form von Ermutigung. Aber nicht im Sinne von wir nehmen es dir ab, ne und da muss man jetzt mal überlegen, wenn man die Vermutung hat, dass es eher um Fehlverhalten geht als um eine der vorangegangenen Gründe, welches könnte es sein?

Und dementsprechend muss man eben dann drauf reagieren. Wenn Eltern mit ihrem Kind in so einer Situation sind, wie können sie dann strategisch vorgehen? Nach dem Kalmi Plan also. Erst mal das Gefühl erkennen und nicht das Verhalten korrigieren. Ne so so ein schöner Satz, wo wir innerlich gleich abwinken ist wie war das? Du verweigerst dich gerade ja also das hilft unserem Kind nicht weiter so was zu benennen, selbst wenn es wirklich so ist, dann hilft ihm dieser Satz ja nicht weiter. Ne das heißt?

Man soll ja zwar immer sagen was man sieht, ne was erwartet man dann von seinem Kind, wenn man ihm sagt, du verweigerst dich gerade? Ja, und das ist ja vor allem vielleicht auch gar nicht seine Absicht, ne, also wenn es gerade völlig durch und fertig ist und hört. Sondern noch du verweigerst dich und wir unterstellen ihm damit eine gewisse Absicht. Ist das auf jeden Fall nicht förderlich, das heißt, das ist mit Gefühl erkennen nicht gemeint, sondern eher zu sagen, das sieht gerade ganz schön schwer aus für dich oder hast du gerade Schwierigkeiten anzufangen? Schön ist auch immer das als Frage zu formulieren, weil wer sind wir denn, dass wir jemand anderem ein bestimmtes Gefühl zu schreiben, wir helfen unserem

Kind aber trotzdem, damit seine eigenen Gefühle zu reflektieren, wenn wir das als Frage. Benennen oder du bist gerade ganz schön frustriert, weil es nicht so klappt, wie du es dir vorstellst. Ne, ist auch was was man sagen könnte. Was passiert dann mit unserem Kind? Das Kind fühlt sich gesehen und diese Blockade, in der es gerade feststeckt, löst sich dadurch leichter und vor allem lässt es sich auch mehr auf dich.

Ein, weil es sich durch dich gesehen und nicht bekämpft fühlt, wie wenn du so sagst, du verweigerst dich gerade ne, damit schaffen wir 2 Fronten und keine Verbindung so. Verweigerung ist ja auch kein Gefühl, fällt mir gerade. Auf nee deswegen. Das heißt, wenn unser Kind, wenn wir so ein bisschen rausfinden, worum geht es, und wir merken, das scheitert gerade an der Größe der Aufgabe und merken, es tut sich schwer, was wir durch so einen Dialog mit dem Kind ja auch rausfinden können. Dann wird es helfen, auch das in Schritte zu zerlegen. Also Kinder sind ja auch oft, gerade wenn es um so einen Berg Hausaufgaben geht, echt erschlagen, ja, weil sie gar nicht wissen, wo sie anfangen so

und denken, oh Gott, das ganze Ding soll ich jetzt machen, wie soll ich das hinkriegen, es ist so viel und es ist echt anstrengend, also da hilft das das mal in kleine Schritte auch zu zerlegen, zu sagen, wir arbeiten 5 Minuten, da machen wir ne Pause, dann arbeiten wir wieder 5 Minuten, da machen wir ne Pause. Oder wenn unser Kind vielleicht auch gerade mit ADHS Schwierigkeiten hat, überhaupt anzufangen, können wir halt auch sagen, OK, ich weiß, es ist schwer, aber wir machen jetzt n Deal.

Wir machen nur 5 Minuten und stellen Timer um diese Hürde zu überwinden mit der Aufgabe dann anzufangen, wenn der Timer dann klingelt und unser Kind das dann mittendrin und voll bei der Sache hat, vielleicht auch die Energie dann weiterzumachen, aber dann ist diese mentale Hürde halt auch gelöst.

Überhaupt erst mal ins Tun zu kommen und 5 Minuten es sind sehr viel. Eine sehr viel angenehmere Aussicht als ein Riesenberg. Hausaufgaben ne, also was machst du, worauf lässt du dich mental lieber ein auf 5 Minuten Hausaufgaben machen oder wenn du dir den ganzen Berg anguckst ne da geht es nur darum diese Hürde zu überwinden, überhaupt ins Tun zu kommen und anzufangen. Manchmal ist auch es hilfreich für solche Kinder, denn die Aufgabe wirklich so umfangreich ist, dass es deshalb Probleme hat anzufangen, dass wirklich in. Einzelne konkrete Schritte zu zerlegen und nur du musst jetzt das und das raussuchen, so schreib 5 Wörter auf oder was auch immer die Aufgabe ist.

Genau, ja, einzelne Aufgaben auch ein guter Punkt. Ja genau dann dein Kind mit einbeziehen, also gib ihm die Wahl willst du habe ich ja eben schon gesagt ne am Tisch oder unterm Tisch deine Hausaufgaben machen, warum denn nicht wenn es mehr Spaß bringt, also warum müssen wir an diesem Tisch sitzen? Und Aufgabe nach Aufgabe machen.

Wir können das auch wunderbar im Garten, auf dem Trampolin, unterm Tisch, auf dem Dachboden, wo auch immer machen, also wir können es ja dadurch auch zu was Interessantem machen, und vor allem ist das was, wo wir unserem Kind auch wunderbar Autonomie einräumen können, ich entscheide, dass wir Hausaufgaben machen, aber du entscheidest, wo du sie machst, ne, und schon ist das Kind selbstwirksam, kann mitentscheiden, ist Teil des. Prozesses und so weiter ne.

Und das heißt die Kontrolle darüber, dass es gemacht wird, die bleibt bei den Eltern, aber die Autonomie erlebt das Kind trotzdem, weil es eben Teil von diesen Entscheidungsprozess sein kann und die Auswahl hat ne oder auch einfach. Willst du damit oder damit anfangen? Wir machen jetzt Hausaufgaben, möchtest du zuerst lesen, zuerst rechnen, das kann manchmal schon einiges auflösen, so dann.

Noch mal als Tipp ist ja 1 unserer erfolgreichsten. Reels auf Instagram wo ich dazu was gesagt habe. Gerade wenn es schwer fällt anzufangen, könnt ihr durch diese Wahlmöglichkeiten, wo das Kind diese Aufgaben erledigt, wirklich ganz viel bewirken. Ja, bei meiner Tochter war einmal die Situation, dass sie wirklich Mathe nicht machen wollte, sie hat mich angeschrien, sie hasst Mathe, sie wird es nicht machen, ich habe dann in dem Moment.

Auch geschnallt, das wird jetzt gerade nichts, egal wie sehr ich auf sie einrede, wir haben es dann erst mal sein lassen und da habe ich sie später, als sie sich beruhigt hatte, noch mal angesprochen und habe gesagt, also das sind Hausaufgaben, die musst du bis morgen machen, du kannst dir aber aussuchen, ob sie auf dem Garagendach oder auf dem Dachboden machst.

Dann leuchteten gleich ihre Augen auf und sie hat sich für den Dachboden entschieden und da habe ich so einen kleinen Hocker. Oben rauf gestellt und sie hat wirklich super schnell ihre Mathehausaufgaben gemacht. Ja und die, das ist jetzt nur ein Beispiel, Garagendach ist nichts für ängstliche Eltern. Ja, und wenn es sexistisch ist, dann auch nicht zur Nachahmung. Ja genau für den Dom.

Try the set home. Aber ja, je nachdem wo ihr lebt und wie ihr lebt, eure Kinder zeigen euch schon, welche Orte sie spannend und interessant finden. Ne, meistens sind es die, wo sie nicht hin dürfen. Dann auf jeden Fall ganz, ganz, ganz, ganz viel ermutigen, statt zu loben oder zu kritisieren. Also ich glaub unter Kritik kann sich jetzt noch jeder was vorstellen, der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung, das müssen wir vielleicht noch mal auseinandernehmen. Wenn ich ermutige, dann ziele ich, bewerte ich nicht das Ergebnis, weil Lob ist immer ne Bewertung von dem Ergebnis und gerade bei Kindern mit ADHS zum Beispiel ist es ja so, dass wenn die Belohnung ganz weit weg ist, das im hier und jetzt nicht motivierend ist.

Gerade ne, wenn wir allerdings immer wieder auch den Prozess wertschätzen. Also ich sehe wie schnell du heute angefangen hast mit den Hausaufgaben zum Beispiel, wär ein Beispiel, ja, das ist keine Bewertung, das sagt nicht, das ist gut oder schlecht, das ist ne reine Feststellung. Darüber, was das Kind gerade macht.

Aber es fühlt sich gesehen und es fühlt sich positiv bestärkt. Bei Ermutigung geht es darum, ganz, ganz viel, den Prozess wahrzunehmen und allein das tun zu wertschätzen, ohne es besonders als übertrieben positiv hervorzuheben, ne, das tut Kindern auch nicht gut, wenn wir über jedes Bild gleich schreien, toll, egal wie es aussieht, sie machen irgendwann die Erfahrung, dass die Welt so nicht funktioniert, so also.

Hilft es Ihnen wahrscheinlich auch nicht dauerhaft, wenn wir ihnen das zu Hause beibringen. So aber, wenn, wenn wir sagen, du hast das neulich so schnell angefangen und gemacht, so, dann ist das erstmal keine Bewertung, das ist ne Feststellung und trotzdem fühlt unser Kind sich gesehen und das lernt vor allem ich kriege auch Aufmerksamkeit dafür, dass ich einfach was mache, egal was dabei rauskommt und das hilft unseren Kindern ungemein, sich zu überwinden. Loszulegen, sich anzustrengen, sich Mühe zu geben, ohne dass sie am Ende davon abhängen, war das jetzt gut? War das nicht gut, wie finden das andere, was ich gerade gemacht habe, also ich kann es nicht oft genug sagen, Ermutigung, auch wenn es sich

erst mal komisch anfühlt, so zu reden, weil das so sehr unnatürlich ist. Ja, ich sehe, du hast gerade angefangen, klingt vielleicht erst mal komisch, das selber so auszusprechen, aber wenn das einmal zur Gewohnheit wird, das Kind so wahrzunehmen, es hilft den Kindern ungemein, das. Dann der nächste Punkt. Machtkämpfe vermeiden also gerade wenn es um das Ziel Machtkämpfe geht, ja oder auch um Aufmerksamkeit und so weiter, dann ist es natürlich überhaupt nicht hilfreich, wenn wir mit dem Kind darüber in Diskussionen verfallen, sowieso, egal ob in diesem Kontext oder in jedem anderen Erziehungskontext, so kann ich immer wieder sagen, die. Diese destruktiven Diskussionen nenne ich es mal ja, sind nie hilfreich.

Würde ich mich als erwachsener nie drauf einlassen. Man kann ja auch konstruktiv diskutieren, wenn man sich ja demokratisch austauschen möchte, aber dieses destruktive diskutieren, wenn man gerade in den Streit verfällt, das ist nie was Positives, so deswegen nicht diskutieren, nicht auf Diskussionen einlassen, ob die Aufgabe jetzt blöd ist oder richtig oder. Falsch, oder was weiß ich.

Und die Aufgabe ist Schuld und der Lehrer ist eh blöd und so weiter da würde ich überhaupt nicht drauf eingehen, wenn überhaupt, dann eben nur, indem ich das Gefühl wahrnehme, du bist gerade ganz schön genervt. Ne, du bist gerade ganz schön verärgert, so das ja das Kind wahrnehmen ja aber nicht inhaltlich in diese Diskussion einsteigen, ob der Lehrer jetzt blöd ist oder nicht oder die Aufgabe zu viel oder zu schwer oder was weiß ich, das führt nicht weiter.

Ja, in diesem Zusammenhang auch Vorträge halten. Ja, also. Also das Kind weiß, dass es die Hausaufgaben machen muss und es wird nicht plötzlich sagen, Papa, jetzt wo du es mir 10 Minuten lang erklärt hast, wie wichtig Hausaufgaben sind, mache ich es doch. Ja, diese Kinder brauchen einfach Werkzeuge, mit denen sie sich selbst helfen können. Ja, und Führung bedeutet ja in dem Fall eben nicht, uns hinzustellen und dem Kind zu erklären, wie die Welt funktioniert und dass wir es besser wissen. Sondern Führung bedeutet eben, sich nicht auf die Diskussion einzulassen, ne und das Kind trotzdem zu ermutigen, emotional den Rahmen zu halten und uns nicht auf diese Stimmung einzulassen, in der das Kind

gerade feststeckt, sondern wir sind diejenigen, die die Stimmung halten, die sie positiv halten, ja, und dann eben auch sagen, wie, wie wir es machen, also wir machen jetzt 5 Minuten und ich bleib bei dir, ich stell den Timer und sich da inhaltlich gar nicht drauf einlassen, wenn das Kind dann komplett.

Verweigert oder auch wegläuft. Vielleicht ja und dich da am Tisch sitzen lässt, dann sagst du, gut, du gehst jetzt weg, sag mir wenn du bereit bist, dass wir weitermachen, ja und dann bleibst du in Verbindung, indem du halt sagst. Ja ich bin hier, wenn du bereit bist weiterzumachen, kommst du zu mir und nicht hinterher zu rennen und mit Druck versuchen das Kind jetzt dazu zu bringen, jetzt endlich anzufangen und so weiter lass seinem Kind da auch den Raum, lass ihm.

Luft zu atmen. Du sagst aber auch, wir werden es trotzdem machen müssen. Ne ruhig und freundlich, ich sehe du bist verärgert, wir werden es trotzdem machen müssen, sieht so für mich aus gerade als brauchst du ne Pause ist in Ordnung ich bin hier sag mir Bescheid wenn du weitermachen möchtest so auch das ist Führung.

Dann auf jeden Fall den Frust auch tolerieren. Also dein Kind darf auch negative Gefühle haben, sie sind sogar wichtig. Eltern, die nach einer Lösung suchen, wie ihr Kind nie frustriert, nie wütend, nie traurig ist. So kann ich sagen, wird es nicht geben und das ist sogar sehr wichtig, dass unser Kind diese Gefühle durchleben darf, weil es so lernt, als erwachsener Mensch später sie zu regulieren und damit umzugehen.

So, das heißt, toleriere den Frust deines Kindes. Dein Kind darf frustriert sein, dein Kind darf genervt sein, das darf wütend sein, das darf das auch alles zeigen, es darf dir natürlich keinen Stift an den Kopf schmeißen oder so, ja, aber es darf frustriert und wütend sein und das sollte für dich nie ein Grund sein, dich von deinem Kind zu entfernen.

Wut ist nichts Schlechtes, es hat evolutionär sogar einen Sinn, warum wir wütend sind, na all unsere Gefühle haben einen Sinn. Und Verbindung zwischen Eltern und Kindern und auch Vertrauen und auch Urvertrauen entsteht dann, wenn, wenn Kinder lernen. Ich darf auch mal wütend und ich darf auch frustriert sein und meine Eltern reagieren trotzdem immer gleich und verlieren deshalb nicht die Fassung, das heißt, wir stärken unser Kind ungemein, wenn wir da den Rahmen halten. So, das heißt, natürlich müssen wir uns keinen Stift an den Kopf schmeißen, dass wir schmeißen lassen, das wäre natürlich auch n Fall für ne klare Grenze.

Aber man kann eben auch sagen, ich sehe, du bist gerade richtig frustriert, richtig wütend. Ich bin bei dir, wenn du jetzt ne Pause brauchst ist OK, sag mir Bescheid wenn wir weitermachen ne auch da wieder diese diesen Kontakt halten und zeigen ich gehe nicht weg auch wenn du wütend bist, aber ich löse deine Wut nicht für dich so dann noch die letzten Punkte realistische Erwartungen also. Gerade bei Kindern mit ADHS haben wir schon drüber gesprochen.

Ne was die Unterschiede auch sind und was ihnen vielleicht auch besonders schwer fällt, wie überhaupt das anfangen erstmal so da, deswegen sag ich realistische Erwartung, das ist in dem Fall kein Fehlverhalten oder nichts wo man. Ja, den Willen des Kindes unterstellen kann oder so, sondern es fällt ihnen einfach schwer.

Und auch jüngere Kinder, denen wird das vielleicht schwerer fallen, wenn sie vor so einem großen Berg Aufgaben sitzen wie älteren Kindern, die brauchen dann keine Bewertung, sondern Anleitung und Struktur und von uns eben die entsprechenden Tools, über die wir auch schon viel gesprochen haben, um damit anders umgehen zu können. Dann zu guter letzt Struktur, Rituale. Routinen sind etwas, was bei gerade schwierigen und immer wiederkehrenden Aufgaben also wirklich auch Wunder bewirken kann, indem man zum Beispiel sagt, Okay direkt nach der Schule ist vielleicht schwierig, weil dass das Kind noch müde und erschöpft, das braucht erst mal eine Pause, also könnte man das Ritual einführen, ein Kind kommt

nach Hause, macht erst mal eine halbe Stunde Essenspause, spielt eine halbe Stunde und dann machen wir Hausaufgaben, und das ist immer gleich und umso mehr, das zur Routine wird, umso weniger sorgt das auch. Dann für Diskussionen oder auch blockieren, weil es für das Kind irgendwann völlig selbstverständlich wird, sich dann hinzusetzen und das zu machen, was unseren Kindern auf jeden Fall nicht hilft, sind Vergleiche jeglicher Art mit anderen, also im Sinne von deine Klassenkameraden machen das doch genauso, oder deine Schwester hatte damit nie Probleme oder so, wenn wir vergleiche Ranziehen, dann ausschließlich um unser Kind zu ermutigen, so im Sinne von Guck mal, vor einem halben Jahr ist dir das noch

schwer gefallen und heute machst du das echt wunderbar. Oder heute kannst du das schon ohne Probleme oder vor 3 Wochen hast du noch 10 Minuten dafür gebraucht, jetzt schaffst du es in 5 zum Beispiel, das sind so die einzigen Vergleiche die wir ranziehen sollten und die können wir auch ganz gezielt einsetzen, um unser Kind auf seine eigene positive Entwicklung hinzuweisen. Kinder denken da ja oft nicht so gezielt drüber nach, was konnte ich vor einem halben Jahr, was kann ich heute und das können wir eben unterstützen, die.

Dieses Bewusstsein auch für die eigenen Erfolge und Fortschritte, indem wir genauso mit unserem Kind darüber sprechen und was mir auch noch wichtig ist, mitzugeben, ist so dieses Thema Schutzsätze, also Kinder sagen oft so was wie das es blüht oder ist mir egal oder ist mir nicht wichtig oder was weiß ich nicht, weil es das wirklich ist oder weil es ihnen wirklich egal ist. Also solche Sätze kann man.

Schutzsätze nennen ja die man einfach nicht wörtlich nehmen sollte. Es ist dem Kind nicht egal, sondern es hat vielleicht Angst. Wie ich eingangs gesagt hab, vor dem eigenen Scheitern, und das ist halt besser mental zu sagen, mir ist das egal als zu sagen, ich glaub ich krieg es nicht hin, ne das sind so Schutzstrategien die Kinder da entwickeln so das heißt wenn dir so n Satz wie ist mir egal entgegenfliegt, dann sollte man das nicht als Unverschämtheit oder als Verweigerung sehen. Sondern eben so was Antworten wie ich sehe, dass das schwer ist für dich gerade.

Lass uns das in kleine Schritte auseinandernehmen, anstatt zu sagen, ja gut, dann ist dir die Schule wohl egal, dann ist dir deine Zukunft wohl egal. Ne oder da so drauf einzusteigen, weil das sind oft keine Unverschämtheiten, sondern es sind schutzstrategien und das ist mir wichtig, das noch mitzugeben. Bevor wir uns in den Urlaub verabschieden, noch ein letzter Gedanke.

Dein Kind braucht keinen perfekten Plan, es braucht dich ruhig, klar und an seiner Seite. Genau das macht den Unterschied. Danke, dass du uns zuhörst. Danke für dein Vertrauen und danke, dass du Hinschaust, statt nur zu reagieren. Wir wünschen dir und deiner Familie ruhige Weihnachtstage, weniger Druck, mehr Verbindung. Kommt gut ins neue Jahr mit Kraft, Klarheit und mit einem guten Gefühl für deinen eigenen Weg als Elternteil. Mach eine Pause, atme durch, wir sind im neuen Jahr wieder für euch da.

Bye Bye. Bye Bye.

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