BESTZEIT· Folge 336

#336 Marathon-Europameister Amanal Petros über seinen Weg zu Gold in Birmingham

Mittwoch, 26. August 2026 · 55 min

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Shownotes

Wir nehmen es vorweg: Es war die wahrscheinlich wildeste Podcast-Aufzeichnung in der 6,5jährigen Geschichte des BESTZEIT Podcasts und das mit niemand geringerem als dem frisch gebackenen Marathon-Europameister von Birmingham Amanal Petros.
Die Aufnahmesituation müsst ihr euch wie folgt vorstellen: Zwischen Physiotermin in der Praxis, draußen auf der Straße und dann in einem Uber auf dem Weg zum nächsten Termin. Einen Cameo-Auftritt von Konstanze Klosterhalfen gab es obendrein auch noch. War für Ralf & Philipp so in der Form auch eine Premiere und hat definitiv noch zum ein oder anderen zusätzlichen Lacher gesorgt.
Bei allem Fun sind die drei aber auch tief in Themen eingestiegen, haben natürlich über Amans Vorbereitung auf die EM gesprochen, über die besonderen Herausforderungen bei der Einreise, die dazu führten, dass er erst am Samstag vor Ort ankam, über wichtige Stellschrauben auf die er in der jüngeren Vergangenheit besondere Aufmerksamkeit gelegt hat und die er für seine Entwicklung zum Marathon-Europameister und Vize-Weltmeister als essentiell betrachtet. Es geht um die brutale Strecke in Birmingham und Amanals Meinung dazu, über die Bedeutung von Regeneration für ihn und seine Vorfreude auf den Frankfurt-Marathon Ende Oktober mit Richard Ringer und Samuel Fitwi.

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Amanal auf Instagram: instagram.com/amanal_petros

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Okay, Leute, heute ganz besondere Ehre für uns, denn wann haben wir kleinen Leuchten schon mal einen Europameister zu Gast? Und zwar den Europameister, the one and only, Amal Petros. Herzlich willkommen im besten Podcast. Schön, dass du da bist, Amal. Yeah, stark. Danke schön, vielen Dank. Ja, hör mal, es ist jetzt eine gute Woche her, dass du Europameister geworden bist.

Nimm uns erstmal mit, was seitdem passiert ist. War das jetzt mehr noch als bei der WM? Weil, sagen wir mal, eigentlich ist ja WM Silber zu gewinnen, also sportlich eigentlich größer. Weil einfach nochmal härtere Konkurrenz und so weiter. Aber so ein Titel, also wenn man gewinnt und die Goldmedaille hat, ist ja schon nochmal geiler.

War das jetzt mehr als Reaktionen anschließend als letztes Jahr? Ich glaube, die Verfreude war genau das Gleiche. Tokio war ja schon Weltmeisterschaft und das ist natürlich eine kleine Nummer höher als die Europameisterschaft. Und ich denke, weil ich auch nicht damit vorgestellt habe, um ehrlich zu sein, den zweiten Platz überhaupt den Silber zu holen, war es nicht so wirklich geplant. Am Ende des Tages hat es mich sehr gefreut, dass es funktioniert hat, aber wir haben mit Top 6, Top 7 gerechnet. Und, man ist nie zufrieden. Also ein Athlet ist manchmal nie zufrieden, wenn man das erreicht, dann sagt man, ich hätte gerne Gold oder wenn eine Bronze wäre, hätte ich gerne eine Silber.

Und das war auch natürlich meine Gedanken, nachdem ich für 300, verloren habe, sozusagen, also für das Gold, hat mich so ein bisschen geärgert, aber am Ende des Tages habe ich auch die Zeit gelernt, einfach mal Danke zu, Top 6 gerechnet und dann sie war wieder herausgekommen, das ist natürlich eine besondere.

Erlebnis und Ergebnis auch natürlich und Medaille bei dem International und zwar bei dem Weltgemeinschaft. Von daher ich glaube, ich war sehr, sehr zufrieden damit und am besten zufrieden war ich auch natürlich dann in Birmingham jetzt am Sonntag, also letzte Woche Sonntag. Ja, weil es einfach geklottet hat. Ich glaube, Silic weiß genau, wovon ich rede.

Im Marathon ist es halt sehr, sehr fies. Wir reden gerade über ein 200 Kilometer Training pro Woche, jeden Tag zweimal. Wir reden gerade über Trainieren, Essen und dann Schlafen und dann nichts anderes. Und das dauert halt natürlich mehr als zwei Monaten. Ralf, du weißt genau, was man verlieren kann, wenn man in einer Marathon nicht beenden kann, durch unterschiedliche Situationen.

Es kann sein Verletzungen, Magenprobleme, wie auch immer. Weißt du, ich sage das immer, ich wiederhole das gerne immer. Du verlierst die Zeit Du verlierst so viel Zeit und Kraft und Energie. Du investierst so viele Dinge. Und dann, wenn das nicht klappt, dann steh mal vor. Wie mental du so getroffen wirst, wie schwer das ist, wie schwer das wird, wie schwer das wird, einfach mal wieder aufzustehen und dann wieder zu trainieren und dann wieder weiterzumachen, das ist sehr, sehr schwer.

Und deshalb sage ich, dass ich eigentlich immer froh bin, wenn ich es zu Ende bringe, wenn ich das erreiche eigentlich, was ich mir vorgestellt habe. Dann muss ich auch nicht so traurig sein oder mental auch getroffen werden von daher ich war wirklich sehr froh, dass das geklärt hat doch ich darf nicht vergessen, dass ich auch die nächste Zeit gelernt habe zu verlieren und auch zu gewinnen, du weißt schon, was in Berlin passiert ist bin mit deutscher Rekord rausgekommen, wo ich auch sehr zufrieden war.

London war leider nicht so gut. Ich war nicht sofrieden, ich war sehr traurig. Aber dann habe ich es trotzdem nicht aufgegeben, weil ich einfach von dem Vergangenen gelernt habe, weil ich immer die Hoffnung nicht verliere, weil ich immer diese, ich freue mich einfach so. Dass es heute nicht so gut klappt und dass es morgen wieder perfekt wird.

Und ich glaube immer daran, deshalb habe ich nie auch gegeben nach London, wieder direkt ins Arbeit gegangen, trainiert und dann vorbereitet. Das ist ja etwas, was man, wenn man was anderes macht, wenn man so kurzfristige Ziele ansteuert oder ich war früher Hürdensprinter. Du läufst halt deine 13, 14, 15 Sekunden, dann ist es fertig und dann kannst es nächste Woche wieder machen. Das ist bei euch ja anders.

Du hast das ja sehr, sehr gut beschrieben. Diese lange Zeit der Vorbereitung und dann hast du eben ja doch nur diesen einen Tag und dann ist irgendwas und peng, weg sind die drei Monate. Ja, danke. Das meinte ich ja auch. Dann musst du mindestens mehr als zwei Monate warten oder sogar drei Monate warten.

Du weißt, Philipp, also nach einem Marathon mindestens mehr als einen Monat regenerieren und dann musst du versuchen, wieder eine gute Grundlage zu finden. Und dann musst du wieder versuchen zu trainieren. Du musst erst einmal davor Zeit finden überhaupt, mit Kraft und Energie haben, auch die Finanzierung.

Gott sei Dank, ich bin ein Profiathlet und ich habe einige Kampagnen oder Firmen, die mich unterstützen können. Aber jeder ist ja auch nicht wie ich. Es gibt viele Leute, die auch für sich selbst finanzieren, so Amateur oder Hobbyläufer. Und ich lerne von denen so viele ich sammle so viel Erfahrung auch von denen, straks zu bleiben lernt man meistens von Amateur oder, Hobbyathleten, die geben nie auf, es klappt nicht in Berlin Marathon oder in Hannover Marathon oder wie auch immer, die hören nie auf eine Woche später fangen einfach zu arbeiten, das ist zum Beispiel beim Profiathleten nicht unbedingt so bekannt klar machen die schon einige aber es fällt uns sehr schwer, Und deshalb, ich lerne nicht immer so von Profi- oder Strackathleten,

sondern auch von Amateur- und Rugbyathleten. Und das ist das auch, was ich jetzt besonders in London gemacht habe. Hey, ich wollte eigentlich Europa-Rekord laufen. Ich habe schon bei verschiedenen Medien geredet und so. Und ich denke manchmal, die Leute denken, er ist ja bescheuert. Seit nächstes Jahr redet er die ganze Zeit, dass er die Europameisterschaften geht. aber es klappt halt nicht.

Doch ich möchte nicht diese Hoffnung verlieren. Ich glaube hundertpro, dass das einfach passieren kann. Und die Europameisterschaft jetzt in Berlin war ein Beispiel davon. Ich habe davon seit 2022 geträumt. Und es hat auch nicht geklappt 2022 in München. Ich war als vierter Platz. Und meine Freund, meine sehr gute Freund, Richard Ringer hatte sie geschafft. Und, Ich war richtig froh vor ihm, natürlich. Wir waren auch dritter Platz als Team.

Aber ich wollte nur über die Träume reden. Manchmal muss man auch so träumen, irgendwie das Ziel haben. Und das muss man auch wollen. Und wenn du wirklich irgendwas schaffen möchtest oder willst, dann ist es eigentlich alles möglich. Und deshalb habe ich in Rom auch 2020 versucht. genau das gleiche Ziel zu erreichen.

Es hat nicht ganz geklappt. Ich habe natürlich sieben Brunnen geholfen. Einen Schritt nach dem anderen war ich besser. Trotzdem war ich nicht gut. Und habe nie aufgegeben. Es war einfach mein Traum. Warum ich in Berlin habe gelaufen, ist einfach nur, weil ich das schaffen wollte. Ich könnte in Berlin, ich könnte woanders laufen. Es gibt so viele Major Marathons, die Finanzierung für mich sehr wichtig sind.

Europameinschaft ist halt nicht für die Nation, für Deutschland freue ich mich so sehr, klar, natürlich als deutscher Profiathlet aber wenn ich wirklich nur an mich gedacht hätte, wäre ich dann natürlich auch. Irgendwo bei einem Medienmarathon teilnehmen können oder die Entscheidung treten aber, diese Träume, diese ich wollte nein, ohne das zu schaffen möchte ich nicht irgendwas machen, ich möchte das schaffen weil ich es wollte Diese harte Arbeit, die ich geleistet habe, waren meistens nur 70%.

Die 30% sind eher auch Mentalsache. Das ist, was ich immer glaube, umgekehrt. Letztendlich sind, die Träume wahr geworden in Birmingham. Und das wurde ich sehr, sehr froh. Wenn man deine Karriere anschaut, muss man ja sagen, du hast schon eine sehr lange Karriere. Du hast Gott sei Dank ja wenig bis gar keine Probleme mit Verletzungen.

Du bist sehr konstant. Du hast erzählt, sehr eindrücklich, dass du immer so nach dem Höchsten strebst sozusagen. Und du, das ist, finde ich, auch das Besondere ein bisschen bei dir. Du hast schon auch ein gutes Maß an Resilienz. Resilienz quasi, dass du auch Niederlagen in Kauf nimmst als Teil deines Prozesses und deiner Weiterentwicklung. Du versuchst nicht klein zu denken, du versuchst immer groß zu denken und wenn es nicht klappt, dann versuchst du es einfach nochmal und nochmal.

Und du hast dich damit, finde ich, eigentlich über die Jahre spitzensportlich natürlich erstmal rein auf der Zeit, von den Zeiten her super krass weiterentwickelt. Halbmarathon-National-Rekordhalter, Marathon-Nationaler-Rekordhalter. Aber, und ich finde, das muss man schon auch sagen, wenn wir jetzt mal nur die letzten zwölf Monate zusammenfassen, Vize-Weltmeister und jetzt Europameister, das ist ja schon, finde ich, nochmal eine andere Qualität, das auch bei Meisterschaftsrennen, nicht gepaceten Rennen irgendwie umsetzen und abrufen zu können.

Weil am Ende, du musst ja dann, das ist nochmal, es ist anders als nur, das will ich gar nicht jetzt vergleichen sozusagen oder sagen, es ist eines besser oder das andere ist besser, aber es ist eine Sache, einfach krass fit zu sein und ein gepacetes Rennen zu laufen und dann schnell zu laufen. Das ist natürlich auch gut, wenn man das kann, aber manchmal für diese Rennen ohne Pacemaker, die Meisterschaftsrennen, du musst halt auch Rennen lesen können.

Du musst für dich in einem Rennen eine taktische Entscheidung treffen. Birmingham, Kilometer 30. Ammanal sagt, that's the point, zack, hammer down und dann geht's los. Da finde ich schon, als jemand, der dich schon lange kennt und das von außen beobachtet, da ist nochmal irgendwas passiert in den letzten ein, zwei Jahren mit dir, wie du dich, glaube ich, weiterentwickelt hast und was eben dann auch zu dieser Klasse jetzt geführt hat.

Kannst du sagen, woran das lag, ob du nochmal mit anderen Leuten gearbeitet hast, sei es in der Trainingsgruppe, sei es Coaching, sei es Betreuung aus Deutschland, wie kam es dazu? Weil das, finde ich, ist schon nochmal auffallend, dass du dich da auch weiterentwickelt hast. Ich glaube, die ganze Verbesserung.

Das kommt natürlich von verschiedenen Dingen. Es ist nicht nur vom Training. Es kommt auch natürlich von Krafttraining, von Ernährungsmitteln, von einigen Regenerationspauschalen, wie du da schläfst, wann du trainierst, was du überhaupt siehst. Und ja, ich habe auch einmal vor Wochen einen Termin mit meinem Mentalcoach, die mich auch ab und zu mal unterstützt und hilft bei einigen Schwächen.

Ich glaube, jeder hat mehr oder weniger eine Schwäche. Und ich glaube daran, dass jeder einen Mentalcoach braucht. Und das ist auch, was ich jetzt gerade schon seit fast 2025 mache. Und das hilft mir auch natürlich sehr viel. Aber ich darf nicht vergessen auch, wo ich meine sehr, sehr starke Trainingspartner in Kenia und meine Bruder Renato Canova, der mittlerweile schon 280 Jahre ist, der hier auch wird zu arbeiten.

Der ist einfach unzustopfen, würde ich sagen. Der ist so fleißig. Also, wenn man ihn sieht, so persönlich, der ist halt natürlich 82, sieht man auch so von Kepa. Aber wenn man beim Telefon erreicht und mit ihm spricht, denkt man einfach, du sprichst jetzt gerade mit dem Mann, denn der ist 30 Jahre alt, der hört nie auf zu arbeiten das ist einfach Wahnsinn, sie hat mich einfach zu dieser Lage gebracht die ganze Trainingsplan hat ja wieder geendet, Der ist mit einer besonderen und starken Struktur gekommen.

Die ganzen Training, die ich schon vor drei Jahren gemacht habe, sind nicht mehr da. Das ist wieder neu. Oh. Absolut. Das kommt von verschiedenen Dingen. Und das hilft. Deshalb sage ich auch, es ist alles möglich. Jetzt ist am jüdischen Halbmarathon Weltrekord gelaufen, 56, 56 glaube ich, also eine Spitzung, unglaublich.

Es ist möglich, es ist absolut möglich. 70% ist harte Arbeit, 30% ist nur Mentalsache. Und das ist wahr. Vielleicht ist es kaum zu vorstellen, es ist vielleicht schwer zu glauben, aber jeder sollte das wirklich wissen, wenn du 70% oder 60% hart arbeitest, den Rest ist nur Mentalsache. Du musst mental sehr stark sein, um besondere Ziele zu erreichen oder um einige Dinge zu erreichen oder um deine Marathon zu finischen. Wer auch immer. Also.

Die ganzen Dinge kommen einfach von verschiedenen Dingen, von Ernährungshüten. Ich darf nicht vergessen von Schuhen. Fasteree 3, Fasteree 4. Jetzt ist mit einer besseren Entwicklung gekommen. Wir haben eine besondere Schuhe, eine der schnellsten Schuhe. Wirklich sehr aggressiv, sehr leicht. Mit starken Schrauben und Abdruck usw.

Das kommt jetzt im November raus. Das war für mich zum Beispiel eine riesengroße Motivation, weil es einfach neue Schuhe bei den Europameisterschaften zu fragen. Und genau, daran glaube ich. Also das alles ist einfach, das wird das schon. Das erste Mal haben wir uns getroffen, Amanda. Da bist du beim Europacup gelaufen in Eindhoven.

Das ist deshalb ja lustig, weil du gerade bei mir zu Hause bist, also in Köln und ich gerade in Holland bin und Philipp ist gerade in den Alpen also wir sind alle nicht da, wo wir eigentlich zu Hause sind das ist ganz lustig, aber worauf ich hinaus will, damals bist du ja 10.000 Meter auf der Bahn gelaufen beim Europa Cup oder 5.000 wahrscheinlich 5.000 auf der Bahn, genau Europa Cup zu, warte, dein erster Europa Cup ja, das war in UK, in London irgendwo Ja, ja, nee, das war... Team EM, war es Team EM?

Team EM kann auch sein. Team EM, 5.000 Meter, ja. Ja, genau, dann war es das. Da hattest du ja noch logischerweise deinen Schwerpunkt auf der Bahn. Wann kam denn eigentlich deine Idee oder hattest du die da schon? Okay, ich muss mal Marathonläufer werden. Das ist eine sehr, sehr coole Frage und eine sehr interessante Frage.

Ich wollte so oder so immer langen Strecke laufen, aber ich wurde immer von Tono Kieschewam gestoppt. Er sagte, nein. Ja, der hat mich immer so gestoppt. Hey, Tono, ich würde gerne ins Marathon laufen. Nein, so weit bist du noch nicht. Warte noch so drei Jahre oder zwei Jahre noch. Deshalb, ich könnte schon in die deutsche Spitze ganz vorne laufen oder Deutsche Meister sein.

Das war für mich keine großen Probleme, aber nachdem Deutsche Meister schafft, oder nachdem Deutsche Meister, könnte ich auch nicht was Besonderes erreichen. Es war irgendwie schwierig, ich weiß es nicht. Die Schwierigkeit war ich nicht so stark. Ich hatte nur eine Ausdauer noch. Aber ich glaube, dass ich trotzdem auf meine Schwierigkeit darauf achten, damit ich dann später auf dem Marathon mehr oder weniger schnell und länger laufen kann.

Und der hat er recht natürlich. Doch, nach dem militärischen nach dem Militär, Warte mal, jetzt ist dein Mikro aus. Du musst nochmal drauf drücken. Ja, jetzt höre ich wieder was. Warte kurz, ich glaube, ist okay? Kannst du mich hören? Ja, alles super. Die letzte Entscheidung habe ich 2019 getroffen. Und zwar, ich war bei dem Mieterischen Weltmeister in Wuhan.

War auch ursprünglich der Corona-Kampf. Ja, stimmt. Ja, es ist nicht von mir. Es war schon ein smith, direkt umgegängig. Ich glaube, drei Monate nachdem wir nach Deutschland gekommen sind, ist dann die Corona gekommen. Okay. Naja. Die Entscheidung habe ich dann 2019 direkt nach dem Militär der Weltmeisterschaft getroffen.

Da bin ich 5 um 10 Kilometer gelaufen und dann Silber geholt. Zweimal. Ja, es reicht aber jetzt. Verdammt. Und er hatte Bauchschmerzen. Also er sagt, na gut, ich kann jetzt nicht, drei, vier Jahre lang so einhalten und wenn du möchtest, dann mach das. Dann lass uns ausprobieren. Dann bin ich nach Kea direkt geflogen, Trinkslager, nur vor drei Wochen.

Danach bin ich direkt nach Wallachia geflogen. Das war mein erster Wettkampf mit Adidas, Adios Pro oder sowas heißt das. Ohne Kammel. Ohne Kammel, ja. Ohne Kammel, genau. Vielen Dank. Ich hatte 0,0 Erfahrung, deshalb Tono ist dann am Samstag gekommen und, der hat mir die ganze Wasserflasche gebracht, dass ich es schwer machen muss.

Und dann ich habe es vergessen. Ich habe die ganze Wurzel einfach in meinem Bett behalten und dann gar nicht aus Gefühls. Ich sagte, ich gebe das früh am Morgen. Ich bin mit meiner Gasefleisch gekommen, Tone war da runter. Und dann sagte ich, hey Tone, hier, geht's schon. Und ich sagte, von wem ist das?

Das ist natürlich von mir. Und was soll ich damit machen? Ich dachte, du gibst den Veranstalter und dann müssen wir mein Wasser kriegen. er sagte, nein er. Dachte, das ist ein Traum was machst du denn hier das Wasser solltest du gestern eingeben damit du dein Wasser kriegst der hat eine, Skuta organisiert und er muss bei jedem Kilometer eine stellen, also der hat es nicht geschafft der hat nur 4 geschafft von denen, nur von denen da war so eine Parallelstraße so eine Bootenstation und der hat, irgendwie das geschafft 4 Booten auf dem Station zu stellen und ich konnte dann meine 4, von den 4 habe ich nur 3 erhalten, Und ich bin ins Ziel gekommen. Da bin ich 2.30 Uhr gelaufen.

Torno hat mich auf das Ziel gewartet. Und der hat, der war, keine Ahnung, der war richtig, richtig nass. Und ich dachte, bin ich Martin gelaufen oder du? Er sagte so, er sagte so, meine Liebe, ich bin Marathon gelaufen. Ich schweize gerade, weil es war richtig warm. Und der ist einfach hin und her gefahren. Also meistens musste er sogar laufen.

Und er hat so geschwitzt, der hat so eine Jacke gehabt. Und das war sein Geburtstag. Das war den Tag, und der hatte Geburtstag. Perfektes Marathon-Debüt. Ja, und also ja, danke für meine Geburtstagsfeier. Ja, das ist ein großer Sport. Ja, das war eine Geschichte, genau. Sag mal, und jetzt, diese Strecke in Birmingham war ja eine besondere Herausforderung.

Und du hast ja auch klar gemacht, dass du die Strecke scheiße fandest, um es mal auf Deutsch zu sagen. Ja. Weil die war ja auch eigentlich, wenn man ehrlich ist, also eine harte Strecke ist ja nichts gegen einzuwenden, eine Meisterschaftsstrecke. Aber die war ja jetzt eine Knochenfresser-Strecke. Das war ja brutal. Das hat man ja auch an dir am Ende gesehen, an Richard natürlich am Ende gesehen, an den anderen auch.

Das war ja zu viel. Zu viel rauf, zu viel runter, zu viel Kurven. Wie kommt man da trotzdem mit klar zu sagen, okay, es ist zwar totaler Mist, aber ich muss damit jetzt irgendwie klarkommen? Also um ehrlich zu sein, Ralf, selbst diese Strecke gibt es in Kenia nicht. Nee, das ist ja klar. Also in Kenia ist, also Kenia ist halt lügig, es gibt überall, Philipp kennt das, er weiß Bescheid.

Es gibt so viele lügig. Trotzdem gibt es diese Strecke in Kenia nicht, solche furchtbare Strecke gibt es nicht. Also auf Deutsch kann man ruhig sagen, die Strecke war scheiße. Da waren mehr als 150 Kugel und die Hälfte davon waren richtig scharf stellen wir vor, da war Berge hoch und runter und Berge runter waren die Kugel ziemlich scharf, ich glaube ich habe bei UK Newspaper gelesen da waren mindestens 26, 27 Athleten mit Beschwerden wir hatten so eine Verletzung drei, vier davon kenne ich sogar.

Richard Ringer hatte so ein Armistilien gehabt. Pizumi hatte so eine Huftoprobleme gehabt. Fabian Königstein von Hannes Objekt 90, sie hatte Huftopro oder irgendwie so eine Gelenkprobleme gehabt. Da waren so unheimlich viele Leute. Also das hat, also diese Europameisterschaft hat wirklich nichts mit Leistung zu tun.

Ich glaube, ich weiß, dass ich in einer sehr guten Form war. Ich glaube, ich weiß, dass ich sehr viel trainiert habe, aber da waren viele Leute wirklich, die auch in einer sehr guten Form waren und trotzdem durch diese schwierige Strecke vielleicht nicht das entrascht haben, was, sie vorgestellt haben.

Und es ist so traurig, dass dieser Verband, dieser europäischen Marathonathlet, daran denken. Die schießen los oder die machen einfach eine Strecke und das ist alles höchstens, solange es deren Tag mit der Hubsfrau war, präsentiert wird. Die interessieren sich nicht, die denken nicht an uns. Die denken nicht, oh, ich glaube, der Amman Arpistus oder der Richard Ringer wird es verletzen.

Ich glaube, wenn die hier laufen werden, die ein Hubschrauber Probleme haben, ich glaube, wenn die hier laufen werden, deren Karriere beendet, die denken, die denken sowas gar nicht. Wahrscheinlich die nehmen deren Hubsstraub, die gehen einfach hoch und dann schauen die, welche Atmosphäre, welche Dienst ist am besten für unsere Stadt.

Das ist das, was ich denke. Selbst 2024 Paris war ja schon eine heftige Strecke, da bin ich wegen meinen Hubschraub-Problemen ausgestiegen. Nicht nur ich. Elidicic Zocke ist ja auch schon ausgestiegen. Ist auch aus dem Rennen. Abene Gehe ist direkt mit mir ausgestiegen. Weil wir Muskelprobleme gehabt haben. Das ist nicht einfach.

Und das finde ich zum Beispiel ein bisschen schade. Willst du Kusshalle sagen? Koko ist hier. Ah, Koko? Jetzt kommt noch Konstanze Klosterhalten vorbei. Interessantes Podcast-Setup hier bei Amanal. Einen schönen Gruß. Die Stars, das Who is Who des deutschen Langstreckenlaufs ist bei Amanal zu Gast. In der Physiopraxis.

Ich war gerade jetzt bei Isiran, der hat mich fertig gemacht. Willst du alles sagen? Hallo Coco. Hi, servus. Okay, dass du den Europameister fertig machst, das ist nicht fair von dir. Ja, das ist nicht fair. Ich bin 6-Klimitativ-Thema. Jetzt denk mal die Schuhe, in denen du gelaufen bist. Ja, das mache ich auch gleich. Was, bist du mit Sneakers gelaufen, oder was?

Nee, der ist einfach in seinen Goldstuhl gelaufen. In den Goldstuhl? Ich kenne Herr Kumpus, den sagt er sehr lange. Sie läuft nie mit einer GPS. Sie hat irgendwie so eine Stoppuhr. Sie sagt einfach, ja. Wie viel ist es laufen? Und ich dachte, ja, 15 Minuten. Und dann ist die Frage so, ich will mittlerweile mehr durch als die.

Und ich dachte, ich bin richtig fest. So ist es wirklich. Und ich fand es nicht so richtig fest. Da war ich nicht 55 Minuten. Ich will diese nicht mehr. Weil ich sie sehr gut kenne, Habe ich den fast E4 geholt. Das ist natürlich ein Geschoss. Und zwar mit ihrer normalen Schuhe. Sie waren ab und zu mal so 3,55 Minuten. Und sie denkt, vom, Gefühl, wie viel? Ja, ich dachte, 4,55 Minuten.

Langsam gibt es bei Koko nicht. Bei Koko gibt es nur laufen oder nicht laufen. Niemals. Ich bin bei Sinklimit aufgeholt, aber tschüss. Reicht mir. Das war jetzt mein zweiter Easy-Warn-Istradio. Ich wollte erst mal so locker anfangen. ist. Ich habe so, du willst Pause, aber ich würde auch nicht so komplett Pause machen.

Sehr cool, sehr cool. Ja, dann bestell Koko einen schönen Gruß. Du musst das Mikro wieder nehmen, das zweite Ding, damit wir dich besser verstehen können. Okay, kannst du verstehen? Ja, sehr gut. Sehr gut, sehr gut, sehr gut. Ja, perfekt. Aber nimm uns doch mal mit, du hast gerade gesagt, ja gerade erst wieder so ganz leicht anfangen zu joggen.

Du bist natürlich nach Birmingham ja sofort nach London, weil da hast du tatsächlich ja direkt weiter gearbeitet für Puma. Bis dann zu unserem gemeinsamen Freund Kai Pflaume. Ja, direkt in die Show. Ja, du darfst natürlich nicht sagen, wer gewonnen hat logischerweise, weil das ja erst viel später ausgestrahlt wird.

Du warst ja mit... Nichts sagen, bitte nicht spoilern. Nichts sagen! Und dann da warst du mit Julian zusammen, mit Julian Weber, ne? Oh, ja, ja, ja, das stimmt, ja. Wie viel haben wir noch Zeit ungefähr? Vielleicht so knapp eine Viertelstunde. Passt das? Okay, Viertelstunde. Ja, ja, gerne. Kann ich das einfach mitnehmen, oder? Ist kein Problem, oder? Kannst du mitnehmen, ja.

Das wird die interessanteste Podcastaufnahme unserer sechsenhalbjährigen Podcastlaufbahn. Hat was von Livestream. Ist jetzt noch in der Physio. Das heißt, er kriegt jetzt gleich noch eine Behandlung. Bin gespannt, ob du dann schreien musst zwischendurch. Oder ob das auch so funktioniert. Zum Glück ist es keine chinernische Massage. Das ist gut.

Weil die chinernische Massage ist sehr, sehr ich glaube, Fink weiß das Bescheid. Es ist richtig schmerzenhaft. Und die gehen so richtig und die Muskeln, das ist schon, ja. Du bist danach auf jeden Fall durchgeschwitzt. Aber Leute, was ihr jetzt gerade nicht seht, Amman muss jetzt mal kurz nach draußen gehen, um da in die Praxis reinzugehen.

Es ist natürlich in Köln blauer Himmel, nur dass Philipp das auch mal glaubt. Das ist halt einfach immer so. Das ist halt einfach geiles Wetter bei uns. Ja, Gott sei Dank. Es ist sehr warm. Das ist ein Topo von Birmingham. Drei Tage vor dem Wegkampf war ja schon 80, 30 Grad, weißt du noch? Ja, ja, ja. Ich war ja schon vor Ort, ne? Ja.

Ich hatte so furchtbare Angst gehabt, ich dachte so, oh, okay, Tokio 2020 ist wieder da. Ja, ja, okay, ja. Und dann, ich war sehr, sehr froh, dass das, ganz normale Temperatur und zwar, das war eigentlich schon eine perfekte Temperatur. Eigentlich schon, finde ich auch. Ja, das war richtig, richtig perfekt.

Aber die Tage davor war das schlimm da in Birmingham, echt, das war schon hart, ja. Das ist ja auch sowas, was viele Leute nicht so schnallen, weil die denken, ja, ihr seid ja in Kenia, ja klar, in Afrika ist ja warm, aber ihr trainiert ja da immer morgens früh und hoch und das ist halt kühl, das ist nicht warm oder heiß oder schwül.

So warm ist es nicht in Afrika. Ja, also wirklich, du kannst dich jetzt mit Kenia und diese Hitze vergleichen. Ich meine, also diese Luftfeuchtigkeit ist einfach komplett anders. In Kenia ist es wirklich nicht so. Das ist sehr, sehr gemütlich. Es ist warm, klar, bis 20 Grad und so weiter, aber so schlimm ist es nicht.

Die Luftfeuchtigkeit ist sehr angenehm. Und die Temperaturen sind so meistens bei 20 Grad, aber dann halt auch nicht so gewaltig. Weißt du? Und in Tokio könnte ich kaum atmen. Ich frage mich wirklich immer noch, wie wir überhaupt das geschafft haben. Das ist normalerweise, also in Birmingham habe ich mindestens 1,2 Liter Wasser getrunken, insgesamt. Nicht überhaupt.

Im Gefühl. In Tokio letztes Jahr hatte ich vom Gefühl einfach fünf Liter Wasser getrunken. Vielleicht nur dreieinhalb, aber vom Gefühl hatte ich eigentlich mehr als vier Liter Wasser getrunken. Und das war einfach, weil es so heiß war. Von daher, ich war wirklich sehr froh, dass die Temperaturen zu niedrig waren. Das war richtig cool.

Man muss ja noch was anderes sehen. Du bist ja trotzdem ein Europameisterschaftsrekord gelaufen. Also noch nie ist bei einer EM so schnell Marathon gelaufen worden. Das ist ja für mich das Verrückteste überhaupt bei der Strecke. Und wenn du, also da musst du uns nochmal mitnehmen. Ich hatte den Eindruck, dass diese letzte kleine fiese Steigung vor der Zielgeraden, dass du da fast gestanden hast, weil es so eine Sauerei war, dieser letzte steile Anstieg da und dann läufst du trotzdem im Rekord.

Also das war schon crazy. Obwohl jetzt, es steht auf Italien, dass ich überhaupt europäisch auf der Meisterschaft Rekord gelaufen bin. Ich hatte nie damit gerechnet, niemals, also wie. Ich habe manchmal auch meine Uhr angeklickt, wirklich. Und ich dachte so, wow, weißt du, wie ich mich mitbekommen habe?

Konrad hat mich bei Instagram markiert, mein Name. Genau, das war ja von Konrad von 2018. 2018, in Berlin war das. Ach so, meine Güte, das war von 2018 sogar. Ja, ja, ja. Und Berlin hat ja auch bekanntlicherweise keinerlei Berge. Ja, genau. Und dann, ich dachte, hä, wovon redet ihr gerade? Ich habe nicht so kapiert.

Und dann hatte jemand dann irgendwie bei dem Europameisterschaft einen Dekommentator, oder ich glaube sogar, das war Simon, Simon. Simon Stütze. Simon Stütze war das, ja. Ja, kann sein, ja. Und von daher dachte ich, okay, dann nehme ich mal mit. Und die letzte, ungefähr die letzte, zwölf Meter oder zehn Meter vor dem Ziel, habe ich so kurz gestoppt, weil ich wollte einfach mein Zeichen so richtig zeigen.

Aber um ehrlich zu sein, Ich wollte auch mal einfach die Atmosphäre genießen, weil die ganzen 42 Kilometer waren so anstrengend. Das war richtig, richtig schwer. Und ich wollte einfach mal Richtung links angucken und dann einfach mal die Atmosphäre genießen. Ich glaube, ich habe nur fünf Sekunden verloren, wen es überhaupt.

Von daher, ja, war ein richtiger und schöner Moment. Also eine Sache, genau das, das habe ich natürlich auch hier und da mal gesehen. Es gab ein, zwei Leute, die geschrieben haben, ah, wäre da nicht noch Team Gold drin gewesen. Und dann habe ich aber auch gesagt, guck mal, also ich war ja an der Strecke mit Felix, wir standen ja auch fast neben dir am Ziel quasi, beim Zieleinlauf.

Und das heißt, ich habe jetzt nicht alles gesehen, in den letzten zwei Runden habe ich nicht alles gesehen, sonst haben wir sehr viel gesehen, auch da, wo du die Attacke gesetzt hast, an diesem steilen Berg, wo diese Linkskurve dann war. Ja. Du hast zwischenzeitlich, ich habe das danach nochmal angeguckt in den Splits, du hast zwischenzeitlich ja mal, glaube ich, so um eine Minute Vorsprung rausgelaufen, was ja wirklich krass beeindruckend ist und am Ende waren es ja dann, auch auf Platz zwei, ich weiß es nicht mehr genau, es waren dann vielleicht noch 15 oder 20 Sekunden und ich glaube, daher kam das, dass manche Leute sich so dachten, ja, Amanal hat gefühlt ab Kilometer 38, Moonwalk gemacht, zurück ins Ziel so,

und das ist natürlich total unfair, auch alleine das anzunehmen, Weil ja, also, mit einer Deutschlandfahne die letzten 50 oder 100 Meter von mir aus, das zu feiern. Ist ja vollkommen cool und ist auch fein und das darf man glaube ich auch. Aber hilf uns mal kurz, weil das, ich weiß nicht inwiefern das vielleicht auch in den Bildern sichtbar war, Ralf hat das ja übertragen, ich kenne die Bilder jetzt nicht.

Aber ich glaube, du hast ja hinten raus auch richtig hart kämpfen müssen, das ist ja kein Spaziergang für dich gewesen, du hast ja wirklich am Ende auch wieder Zeit verloren. Ja, sag mal. Da kann ich dir helfen, absolut. Ich glaube, manche verstehen das falsch. Die sehen das einfach anders, weil die sind einfach draußen.

Die sind nicht an dieser Situation. Die laufen ja nicht. Die sehen einfach nur, von entfernen, von weit weg. Genau, genau. Und das können die nicht vorstellen. Und ich kann das gut verstehen. Ich war fix und fertig. Wirklich. Man hat es im Ziel auch gesehen. Warum ich so richtig Gas gegeben habe, es war ich, da war es schon die letzten zwei Kilometer, gab es eine Runde, ich konnte die sehen, die kamen so nah, und damit diese Athleten mir nicht hinkriegen, habe ich einfach volle Kuhle gegeben, ich stand sogar fast, ich bin sogar fast stehen geblieben in einem Berg, die letzten Kilometer, glaube ich, es war so schwer, ich habe eigentlich alles gegeben, was ich hatte, doch wie gesagt, nachdem ich die Fahne bekommen habe, ungefähr 10 oder 12 Meter,

bin ich kurz gestanden, mal nicht gestanden, sondern gelaufen, nur ein bisschen langsamer gelaufen und ich wollte das genießen. Da waren, um die Goldmedaille zu holen, also Team Goldmedaille, hätte ich oder wäre ich 25 Sekunden, wenn ich nicht so falsch bin, korrigiere mich, wenn ich falsch bin. Ja, stimmt, stimmt.

Ungefähr 25 Minuten schneller sollte ich sein. Das hätte ich niemals, niemals hinkriegen können. Niemals. Ja. Ich war wirklich sehr, sehr nieder. Ich war wirklich stolz. Damit die mir nicht hinkriegen, habe ich einfach volle Pulle gelaufen, um einfach direkt vor Ziel mal meinen Frieden zu haben, damit ich mal meine Ruhe haben kann, damit ich mich nicht so Sorgen machen kann, damit ich um dritte oder zweite Wunder ist das verbirgt. Verstehst du, was ich meine? Ja, voll.

Also das ist, ja. Also ich habe alles gegeben, um die Silbermedaille auch, so wie die auch andere. Ich meine, Richard Ringer. Ist auch mit einer riesengroßen Enttäuschung ins Ziel gekommen. Er wollte schon Top 3 sein, er wollte ein Tischchen holen. Samin ist 9. und Richard Ringer ist 10. rausgekommen. Was auch eigentlich okay ist. Es ist, Jeder hat nicht so gut getrachtet. Die haben gekämpft, so wie die auch können.

Genau. Jeder hat einfach gekämpft. Von daher ist alles gut. Ich bin gar nicht sicher, ob Richard und Samu, bei einem anderen Marathon, also wenn es nicht um die Medaille geht oder wenn es nicht um die Teamwertung geht, ich glaube gar nicht, dass sie zu Ende gelaufen werden, weil die haben schon auch brutal gelitten. Also da bin ich sogar ganz sicher. Den ging es ja auch nicht mehr gut.

Den ging es, also Richard ging es ja schon ziemlich früh nicht gut, der hat sich ja immer wieder rangekämpft ja, ich glaube nicht, dass die das gemacht hätten deshalb da noch mal Chapeau an euch drei, dass ihr das durchgezogen habt, ja, davor hatte ich riesengroßer Respekt also, dass die mich geschoren haben, ja, das sage ich ja auch das, ist kein Problem und weißt du was? Apropos Samir.

Wir hatten ja auch riesengroße Probleme gehabt wir hatten Wir haben keine Visum bekommen und wir müssten mehr oder weniger leiden. Also drei Tage lang in Frankfurt gewesen. Und ja, wir haben keine Visum bekommen. Wir wussten gar nicht, ob wir überhaupt in Birmingham bei der Europameisterschaft starten oder nicht.

Wir haben so mehrere Mal die Suche nach einfach aufgegeben. Und am Ende des Tages hat die LV geklärt und die haben das geschafft. Die haben uns nach Birmingham geschafft. Aber wir hatten wirklich keine Ruhe gehabt, wir haben kaum geschlafen, kaum regeneriert in Frankfurt vor drei Tagen lang. Das war eine sehr, sehr schwierige Zeit, von daher habe ich einen riesen großen Respekt, selbst vor Samin Thuy, was er mit diesem ganzen, Stress geschafft hat und nach vorne gekommen ist, sodass dieser Weltkampf beendet hat und genauso auch vor Richard Ringer und für die anderen natürlich, Also es war natürlich in Birmingham so, dass natürlich die anderen Nationen uns schon immer gefragt haben, weil die haben euch ja nicht gesehen.

Weißt du, die anderen Marathonläufer, die haben euch ja nicht gesehen und die sind ja auch nicht blöd. Die wussten ja auch, okay, die laufen hier noch nicht rum, die sind noch nicht da. Und dann halt die Fragen, was ist denn da und so. Also da muss man ja, also erstmal für euch, erstmal die Situation, Leute, ihr müsst euch das vorstellen, die sitzen da und kommen halt einfach nicht weiter. Die Zeit läuft ab, es ist Samstag und die Jungs sind immer noch nicht da.

Die anderen Nationen schon so, oh, die beiden sind nicht da, schauen wir mal, was gehen könnte. Genau, richtig, so ist es. Ja, und dann seid ihr ja am Samstag erst, also am Samstag, Leute, einen Tag vorher, kommen die beiden deutschen Topläufer erst reingeschwebt nach Birmingham. Ihr seid, glaube ich, noch einmal die Strecke abgelaufen. Ja, einmal.

Und dann halt so abliefern, das ist schon mal noch eine ganz besondere Geschichte. Aber du hast ja dem DLV da in mehreren Medien halt auch schon gedankt. Aber ich glaube, das war nicht nur DLV, da waren noch ein paar andere daran beteiligt. Ja, das ist aber anstrengend. Da wollten schon ein paar Leute ganz dringend, dass ihr da hinkommt.

Das fand ich schon auch cool. Ja, total. Da war schon so viel Harakiri, also ich weiß nicht, wie wir das geschafft haben, aber ich glaube, die ganze Wohnstadt in UK wurde schon angerufen, der Präsident und sowas, keine Ahnung, die haben jede Menschen erreicht, das war nicht so einfach, aber ja. Irgendwie sind wir doch gut angekommen. Ja, absolut. Das Schöne ist ja, dass ihr jetzt alle uns alle in Deutschland verwöhnt, nämlich, beim Marathon in Frankfurt, das ist ja das nächste Ding, das ist zwar noch relativ weit weg und du hast wahrscheinlich auch noch keinen Bock, über die Vorbereitungen da zu denken.

Aber sagen wir mal so, das ist natürlich schon ein Fest, also dass ihr da alle drei auf der Start. Alle drei ist krass. Das ist schon echt cool. Also bei mir ist es auf jeden Fall, ja, es ist schön fest. Also ich regeneriere mich mehr oder weniger jetzt. Ja, ich versuche einfach mal zwei, drei, also drei, vier Mal pro Buch zu trainieren.

Aber so richtig ist es noch nicht möglich. Es geht erst in zweieinhalb Wochen in Kenia los. Ja, alles klar. Was hast du denn jetzt noch vor? Gibt es doch irgendwo eine geile Party, einen super Empfang? Was ist denn eigentlich mit der Bundeswehr? Hat Boris Pistorius schon angerufen? Ach ja. Ja, wirklich? Cool, cool. Auch sehen Sie, unsere Bundeskanzler, hat ja uns sogar gratuliert und auch auf Instagram gepostet.

Das ist zum ersten Mal eine schöne Aufmerksamkeit. Und. Gestern habe ich auch mit dem Oberbürgermeister in Hannover in seinem Bild gestimmt. Das habe ich gesehen, ja. Der ist halt auch ein richtig sportvergeisterter Typ. Ja, doch, doch, absolut. Aber das ist ja auch, also ich finde, das ist ja das Schöne, ist ja nicht nur, dass ihr Erfolg habt, sondern dass ihr ja und du im Speziellen, du hast das ja auch in mehreren Situationen, Interviews oder auch wahrscheinlich in Podcasts ja oft genug gesagt, dass du dich ja total mit Deutschland identifizierst und dass du ja total, stolz bist natürlich, dass du diese Chance hier in diesem Land bekommen hast und dich ja über diese ganze Sport, Schiene auch, dass dir wahnsinnig viel geholfen

hat, dir hier natürlich zu integrieren, die Sprache zu lernen etc. Und jetzt bist du am Ende des Tages natürlich genauso ein Botschafter des Landes, also ein Sportbotschafter, wenn man so möchte, weil du natürlich Deutschland auch bei diesen ganzen internationalen Marathons und auch bei den Meisterschaften vertrittst und jetzt auch tatsächlich Nationalhymne hören durftest.

Also ist so ein bisschen Full-Circle-Moment irgendwie auch. Absolut, ja. Ja, war ja auch eigentlich mein Traum. Wie gesagt, Ich habe schon mehrere Mal versucht. Als Europameister ist es auch schon natürlich besonders. Ich habe schon seit 2024 versucht und es hat nicht so ganz geklappt, wie ich immer so gewünscht oder gedacht habe, was auch eigentlich okay ist, weil das gehört halt zum Sport.

Von daher bin ich froh, dass das endlich geklappt hat und ich nehme natürlich die ganze Aufmerksamkeit. Es ist eine sehr gute Motivation, um die nächste C-C zu erreichen. Absolut. Pass auf, Amainer, dann sagen wir ganz herzlichen Dank. Es hat total Spaß gemacht, mit dir zu sprechen. Du musst uns aber eins versprechen, geh nicht mehr mit Coco joggen.

Das ist keine Regeneration für dich. Ich bin nicht mit Coco joggen. Nein, gehe ich nicht. Ich mache sie alleine laut. Geh mit Kai joggen oder mit irgendwem, aber nicht mit Coco, das ist nicht gut. Nee, ich gehe mit jedem, aber nicht mit Coco. Nein, mache ich. Okay, ja. Es hat mich sehr, sehr gefreut. Danke für die Einladung und ich hoffe, dass wir uns beide wieder sehen können. Hat uns sehr gefreut.

Danke für deine Zeit. Gute Erholung noch. Dann eine gute Reise zurück nach Kenia. Genieß die Zeit in Deutschland noch. Und wir sind natürlich schon sehr gespannt auf Frankfurt und ja, auf das Männerrennen natürlich allem voran, weil natürlich ihr drei Protagonisten da wieder gemeinsam an der Startlinie stehen werdet.

Haben wir. Cool, alles klar. Aber nein, wir wünschen dir was. Pass auf die Augen. Ciao. Ja, das war mal etwas, also es glaubt man ja auch nicht, dass wir nochmal in eine Situation kommen, wo wir sagen, okay, das hatten wir noch nicht, aber so hatten wir es noch nicht. Leute, so geht das, wenn man Marathon-Star ist. Aber ich finde es total geil.

Entschuldigung für die ein oder andere kleine Tonpanne, Haka, wie auch immer. Das passiert normal, wenn du im Jet-Set-Leben zwischen Physio, Menschen begrüßen, raus in Uber zum nächsten Termin und so weiter. Ja, dann ist das so. Aber ich glaube, es hat sich gelohnt. Total cool, dass er für uns Zeit hat. Also Ralf, dafür wird es sich fast lohnen, dass wir doch irgendwann, wir schieben es jetzt ja schon Jahre vor uns her, Würde es sich vielleicht doch noch lohnen, dass wir irgendwann jetzt auf einen Videopodcast wechseln sozusagen, weil ich denke mir immer, was ist der Mehrwert eines Videopodcasts, wenn Leute in einem Studio oder selbst wenn sie zu Hause im Büro sitzen, dann guckt ihr uns zu, wie wir in ein Mikro reinspringen, das finde ich jetzt

more or less nicht so exciting, aber heute muss ich sagen, heute hat sich schon ein bisschen gelohnt, weil plötzlich, also Amanal, das ist in Teilen wahrscheinlich ja was zu hören für euch logischerweise, aber nur nochmal ein bisschen Recap mäßig aufzugreifen. Also Amenei war nach der Physiobehandlung noch in der Physiotherapiepraxis, hat dort diesen Podcast gemacht, während dann Konstanze Kloster und da dann dazu kam, auch kurz reingeschaut hat.

Dann waren wir kurz draußen mit ihm auf der Straße, weiß nicht, ob man das nachher an den Hintergrundgeräuschen vielleicht wahrnehmen kann, während wir gesprochen haben, plus dann, wie du gesagt hast, Uber. Ja, mit Abstand die wildeste Podcast-Aufzeichnung hier in, was ist nochmal heute, 336 Folgen. Aber wir sind super froh und dankbar, dass wir Amanat ans Mikro bekommen haben, und das vor allem auch so zeitnah nach seinem Europameister-Titel.

Wir hatten natürlich letzte Woche schon mal Kontakt mit ihm aufgenommen und er hat auch gesagt, ey Freunde, ich bin total gerne bei euch, aber in der Woche, no chance, was ja nachvollziehbar ist, ganz viele Termine gehabt, natürlich für Sponsoren repräsentative Dinge, Fernsehaufzeichnungen etc. Wir sind happy, dass es hier an diesem Montag, während Ralf und ich parallel in unterschiedlichen Regionen gerade Urlaub machen, geklappt hat, dass wir das hier rein flechten konnten.

Das ist schon cool. Ich meine, Amann ist ein cooler Typ, das wissen ja eh die meisten. Und wir freuen uns sehr, dass er sich da für uns die Zeit rausgeschnitzt hat. Und ja, also ich denke auch, Ralf, wahrscheinlich werden wir die Folge gar nicht bis Freitag vorhalten, sondern gucken mal, wie schnell wir das für euch online in Umlauf bringen können.

Und am Freitag gibt es dann aber nicht nochmal eine Folge, also erstmal nicht. Ein Special könnte ich mir dann vor Frankfurt durchaus vorstellen. Mal gucken, wie wir darauf zusegeln oder vor Berlin. Mal gucken, haben wir ja doch hin und wieder mal eingeflochten, das machen wir sicher auch nochmal. Aber für jetzt und heute sagen wir, also wir hatten unseren Spaß.

Aber weißt du was, tatsächlich haben wir ja sehr nachdenklich oder Ammann hat sehr nachdenklich angefangen. Die Reise nochmal nachzuvollziehen und so, das fand ich extrem spannend und das waren die ersten 10, 12 Minuten also immer wieder überraschend, erstaunlich, erquicklich nicht nur ihn laufen zu sehen, sondern auch mit ihm zu sprechen macht total Spaß ich hoffe euch auch, dann hören und vielleicht auch bald sehen wir uns, Nächste Woche wieder. Bis dann. Das wäre zumindest der Plan.

Außer wir verlängern unseren Urlaub und sagen, komm, wir machen jetzt hier Sabbatical. Nein, Spaß. Also ich glaube, ihr könnt euch ziemlich sicher sein. Ich wollte gerade sagen, Plan haben wir keinen und wir haben ja auch sonst nichts zu tun. Deswegen könnt ihr euch relativ sicher sein, dass auch eine Folge 337 kommen wird. Aber kommendes Wochenende ist ja das Ist-Darf.

Wir übertragen live im Ersten. Vielleicht fällt uns danach noch das eine oder andere ein. Könnte ich mir vorstellen. In diesem Sinne, wenn ihr im Urlaub seid, genießt den Urlaub, genießt auch mal eine Zeit ohne Handy, ohne Podcast, naja gut, mit uns schon vielleicht, ich wollte gar nicht sagen ohne Podcast, mit uns vielleicht schon, aber, genießt mal die Ruhe, die Natur und ja, Ista wird übertragen, also rein schon, falls ihr nicht live im Stadion sein könnt, wird bestimmt auch wieder cool, natürlich eine Menge deutsche Aushängeschilder, deutsche Stars, vor Ort dabei, das wird sicherlich wieder sehr, sehr spannend werden und ja, in diesem Sinne Ralf, ich hab tatsächlich auch, aber das machen wir off-record.

Echt auch noch ein paar Namen, die jetzt zunächst, demnächst noch bei uns hoffentlich dann auch kommen könnten. Aber die Straßenmarathons werfen natürlich auch ihre Schatten voraus. Wir sind schon irgendwie so in dieser sehr wilden Übergangsphase. Ende Leichtathletik-Saison, aber auch ein Diamond League Meeting jagt das nächste. Istav ist um die Ecke.

Und dann ist ja schon, ist jetzt nicht dieses Wochenende, sogar Sydney. Also auch Sydney, der inzwischen ja Major-Marathon. Dann ist Berlin schon bald. Achso, sag mal Sydney, wo wir schon dabei sind. Habt ihr das gehört, dass die die falsche Arena drauf gemacht haben, auf die Medaille? Das kannst du dir nicht ausdenken. Die Allianz Arena aus München, anstatt die aus Sydney. Das fand ich eine ganz schöne Nummer.

Die hatten übrigens schon mal so was. Die hatten schon mal so was. Bei dem Marathon. Da haben sie nämlich einen Rechtscheibfehler auf der Medaille gehabt. Unangenehm, ja. Das sollte Responsibility heißen. Oh mein Gott. Na, es sind auch nur Menschen. Es ist auf jeden Fall, es sind dann, es ist, ja genau, es ist im Indienste der einzigartig.

Aber Leute, die Medaillen haben dann nachher ja Seltenheitswert. Das stimmt. In diesem Sinne, ihr Lieben, passt auf euch auf, macht's gut, wir hören uns. Ciao, ciao.

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