BESTZEIT· Folge 346

#346 Frankfurt-Marathon Race Recap - mit Laura Hottenrott

Sonntag, 25. Oktober 2026 · 22 min

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Shownotes

Der Frankfurt-Marathon war schnell und wir waren es auch: Ein Recap zum Rennen von Laura Hottenrott und uns ist jetzt schon online für euch! Was war euer Highlight heute?

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Ja ihr Lieben, wir wollen nicht warten. Wir müssen reden über diesen unfassbaren Marathon und ich sitze immer noch mit Laura in unserer Kommentatorkabine. Wir sind komplett geflasht nach diesem wirklich grandiosen Frankfurt-Marathon. Philipp hat sich völlig überraschend und freundlicherweise auch dazu gesellt.

Ich hoffe, du hast geguckt. Ja, was für eine Frage, selbstverständlich. Sowas lasse ich mir nicht entgehen. Zum einen, weil ihr beide das macht. Zum anderen, weil das ja zumindest mal aus Männersicht... Außerhalb von großen Meisterschaften, so würde ich es jetzt vielleicht mal sagen, in einem City-Marathon, also mit Abstand das krasseste Line-Up war, plus, und das war für mich, ich lehme mich jetzt weiter aus dem Fenster, doch, ich sage es, für mich das eigentliche Highlight, ich meine, klar, Amman Alpetros Zweiter in Frankfurt ist krass, keine Frage, und auch natürlich Richard und Samu unter den Top Ten, alles exzellente Leistungen, aber, für mich am Ende das Highlight, und das war ja, ich will nicht sagen, dass man im Vorfeld das,

nicht ernst genommen hat, aber es ist natürlich im Ideal einfach nicht so richtig, also wir wissen ja, Debüts, Berlin ist nicht so lange her, Debüts können so und so laufen, auch mit hohen Ambitionen, hier ist es jetzt sehr. Erstaunlich krass gelaufen, muss man sagen, das sah wirklich aus der Ferne sehr leicht aus, also wenn 2,20 laufen leicht sein kann, in Anführungszeichen, aber es sah ja wirklich bis kurz vor Schluss aus, als ob das so ein Long Run ist, gefühlt.

Wenn man einfach nur den Schritt angeschaut hat und alles, das sah echt beeindruckend aus, was Blanka Dörfel da bei den Bedingungen abgerissen hat. Ihr habt es ja sehr gut in der Übertragung auch gesagt, sie ist jetzt ja nicht die bekennende Läuferin, die sagt, Mensch, geil, nass und kühle Temperaturen finde ich super, sondern die mag es ja durchaus ein bisschen wärmer, umso erstaunlicher.

Ja, wie gut die das da heute in ihrem ersten Marathon runtergelaufen ist. Also auf der einen Seite ist ja klar, sie ist eher deine Fraktion. Warm, wärmer, am besten noch ein bisschen wärmer, das ist schon mal klar. Das wäre gar nicht mein Wetter heute gewesen, muss ich ehrlich sagen. Laura, hilf uns noch mal mit Ambitionen. Wir haben natürlich alle in der Szene, viel diskutiert, im Rahmen von Esther Pfeiffer natürlich auch, die leider aussteigen musste in Berlin.

Wir haben ja hier auch vorher viel diskutiert. Du hast mit Blanka gesprochen, ich habe mit Dieter Hogen lange gesprochen und so weiter. Wir haben natürlich auch alle überlegt zusammen, wo geht jetzt die Reise hin? Was machst du dann selber damit? Wie war dein Marathon-Debüt? Mein Marathon? Ja, ja. Das war ja auch in Frankfurt.

2017 hier. Und ich bin auch ziemlich nach Gefühl damals rangegangen. Bin damals auf Anhieb aber dann die EM-Norm gelaufen. Ja, das Debüt ist einfach so, jeden Kilometer, den du dann weiterkommst als 30, denkst du so, wow, wow, wow. Das ist halt so dieses Debüt-Gefühl. Ja, okay, ja. Aber bist du auch mit einer Ambition hingegangen oder hast du gesagt, okay, ich will jetzt erstmal.

Eine solide Zeit, also Blanca läuft immer ohne Uhr, ja, das haben wir ja gelernt, ich habe bis jetzt ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten, dass ihr das könnt, ihr verrückten Läufer, bedingter Reflex ist ja Urauslösen, aber sie hofft halt auf ihren Groove, wie ging es dir, hast du dich da auch vorher an Zeiten orientiert oder auch gesagt, nee, ich will jetzt erstmal ein Laufgefühl entwickeln?

Ja, ich glaube, das ist, wenn man als Frau hinter dem Pacemaker herläuft, noch ein bisschen einfacher, wenn man sagen kann, ohne Uhr. Da muss man, glaube ich, unterscheiden zwischen Männern und Frauen. Du vertraust einfach dann, sie hat, glaube ich, dem Pacemaker vertraut und hat denen ein Zeichen gegeben, so ein bisschen, okay, ich bin gut drauf, ich pushe euch weiter. Das hat man ja im Stream sehr gut gesehen.

Sie hat ja einfach so einen Forward-Drive gehabt. Also sie hat die angeschoben. Und ja, innerlich hat man natürlich auch Ziele. Ich hatte damals auch direkt dann schon innerlich größere Ziele, als einfach nur anzukommen. Und ich meine, Blanka hat im Vorfeld ja gesagt, sie möchte gerne nach Gefühl laufen und sie wäre gar nicht aufgeregt. Und gestern, als es um die Zielzeit ging für Halbmarathon, dann stand doch vorne beim Technical Meeting eine 72-0-0.

Und ja, danach ist sie zu ihrem Trainer Dieter Hogen gegangen und hat gesagt, hey Dieter, warum steht denn da eine 72-0-0? Ich möchte mich schneller. Und dann hat er gesagt, ja, aber ich habe erst mal jetzt so die 72 00 reingegeben. Und sie so, nein, ich möchte was schneller. Und dann hat er gesagt, ja, du kannst ja auch schneller.

Also du hast eine Spanne zwischen, wirklich hat er gesagt, 68 bis 72. Und dann meinte sie, ja, diese Gruppe, 70 15. Okay, was hat sie heute gemacht? In der Gruppe mitgegangen, mutig, 70 15. In dieser großen Gruppe mit den Frauen. Hat viele davon dann abgehangen. Ja, alle aus der Gruppe abgehängt. Ja, stimmt. Bis auf die Führende, die noch schneller angegangen ist.

Ich glaube, da war sie wirklich so in ihrem Flow. Ja, das ist wirklich großartig, wenn man sowas spüren kann und so ein Erlebnis hat. Du hast ja nur einmal den ersten Marathon und der nimmt dich ja mit, der macht ja ganz viel mit dir. Wenn man so eine Herausforderung hat, so ein großes Ding vor sich hat, das hat man ja nur einmal.

Und dann hast du entweder ein Okay-Gefühl oder ein Schrottgefühl oder ein gutes Gefühl. Ich hoffe, dass sie ein sehr gutes Gefühl hat. Das bleibt ja so, weil du willst ja danach dann deine Karriere fortsetzen, Philipp. Da geht es ja erst los. Jetzt geht es für sie richtig los. Jetzt ist sie auf dem Schirm für viel mehr Leute als nur für uns aus der Babbel.

Total. Also ich finde, im Speziellen beim Marathon, aber man kann das natürlich auf viele Dinge im Leben beziehen. Also das, was man das erste Mal macht, ist oft aufregend, weil man nicht weiß, was einen erwartet. Es kann aber auch oft ein Segen sein, dass du nicht weißt, was einen erwartet. Weil wenn du spätestens mal irgendeinen Marathon mal finishen musst, der halt nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, kann das halt auch richtig eklig sein.

Das heißt, manchmal, ich sag mal, ein gesundes Maß an Demut schadet nicht. Aber dadurch, dass du vielleicht auch nicht weißt, was passiert jenseits, Laura hat es ja gesagt, in dem ersten Marathon von Kilometer 30, hast du halt auch vielleicht noch keine Angst, also Angst in Anführungszeichen davor. Das kann natürlich auch ein Segen sein, dass man dann halt auch mutig rangeht.

Und Blanka hat auf mich, ohne dass sie jetzt in ihre aktuelle Vorbereitung, ich kenne sie noch früher aus dem Marathon-Team Berlin so ein bisschen, als sie noch deutlich jünger war, auf mich ein sehr, jetzt hier in der Außenwahrnehmung, sage ich mal, eine sehr... Einen gelösten und, ich nenne es mal, unbefangenen Eindruck gemacht vor diesem Marathon und vor allem mit der Szene, die ihr geschildert habt vom Technical Meeting gestern, dass sie dann sagt, naja, ich will aber schneller.

Es ist ein schmaler Grad, glaube ich, zwischen unbefangen und mit Selbstvertrauen und überheblich und in Anspruch zu vielleicht ein bisschen mangelnder Respekt. Das ist eine sehr schmale Spanne, aber offensichtlich hat sie dann ein sehr gutes Körpergefühl. Man muss ja auch sagen, ich muss gestehen, ich kenne jetzt nicht mehr den genauen Split, den sie dann durchgegangen ist bei Halbmacht. Und ich weiß nicht, ob die exakt in 70-15 durchgegangen sind. Ja, das war ziemlich exakt.

Genau, 70-15, das sind fast zwei gleiche Hälften. Wir reden hier von 15 Sekunden oder 16 Sekunden Differenz, das ist schon perfekt getroffen on point eigentlich. Die letzten fünf waren ein bisschen langsamer, ich weiß, aber trotzdem, insgesamt kann man Marathon kaum besser machen in der Güte-Klasse, vor allem bei einem Debüt und ich bin sehr gespannt, also ich bin ja eher der Typ Optimist, aber ich meine, sie hat einen sehr erfahrenen Trainer an ihrer Seite und sie hat auch Uta Pipik als Mentorin, das sind natürlich Größen hier in der Marathon-Welt.

Und sie ist noch sehr jung, aber trotzdem sage ich auch, dass heute aus irgendeinem Grund, also perfekt vorbereitet, mental perfekt eingestellt, es hat trotz der Bedingungen für sie perfekt gepasst, alles oberes Regal, sehr oben, das zu reproduzieren, ich traue ihr zu, dass sie natürlich noch schneller laufen kann, sie ist jung, wie gesagt, aber das wird vielleicht nicht gleich im zweiten Marathon genauso laufen, ohne dass ich weiß, was ihre Pläne sind, vielleicht wissen sie es ja selber noch nicht im Frühjahr, sondern ich glaube, es macht Sinn, diesen Moment zu genießen, wertzuschätzen, überhaupt vielleicht auch mal Zeit zu nehmen, das so richtig zu erfassen, weil ich hatte im Zielinterview mit Markus Philipp nicht den Eindruck, dass sie das, glaube ich,

so vollumfänglich so wenige Minuten im Ziel glaube ich, begriffen hat, wie krass ihre Leistung war, aber gleichzeitig glaube ich auch nicht mehr der Erwartungshaltung, zwangsläufig in den zweiten zu gehen, dass da jetzt nochmal, also, die wird bestimmt nochmal schneller Marathon laufen, aber das wird jetzt nicht in den zwei-Minuten-Schritten so weitergehen, höchstwahrscheinlich, das heißt, das heute war ein perfektes Debüt in allen, Belangen und ja, ich freue mich, dass da Ihr habt es ja schon gesagt, live in der Übertragung, diese neue Generation an Youngstern, die da jetzt nachkommt, macht Spaß und viel Vorfreude auf das, was noch kommt.

Also auf jeden Fall ist sie ja ein positiver Mensch, also grundsätzlich ein Ja-Mensch. Das ist ja schon so eine Einstellung, die man mitbringen muss. Es bleibt natürlich, sie hat jetzt Neuland betreten, sie wird natürlich jetzt auch anders gehandelt in der Szene, du guckst dann auf sie, das ist ja klar.

Nicht mehr als Underdog irgendwo aufkreuzen, als Einsteiger. Im Zweifel bist du der Gejagte, oder auf jeden Fall jetzt in einem Leistungsbereich unterwegs, an den du dich auch erstmal gewöhnen musst. Veranstalter wollen mehr von dir, Sponsoren wollen mehr von dir. Sie hat jetzt drei Schritte auf einmal gemacht, das ist so.

Ja, und ich denke aber auch, dass sie wirklich, was sie auch ausgestrahlt hat davor und deutlich gemacht hat, dass sie auf dem Weg zu dieser Startlinie Spaß hatte und auf dem Weg zu der Startlinie nicht diesen Krampf hatte, ich muss eine bestimmte Zeit laufen. Und ich glaube, wenn man jetzt im Zielinterview ihr gesagt hätte, hey, du, es war eine Minute schneller oder eine Minute langsamer, ich glaube, sie hätte trotzdem gestrahlt.

Ja, glaube ich auch. Ja, also nochmal für mich fantastisch, die Erkenntnis des Sonntags, man kann ohne Uhr am Arm laufen. Das glauben nicht mehr viele von euch, ich weiß das, aber es geht und man kann sehr, sehr schnell laufen. Das hat sie heute bewiesen. Ja, Philipp, dann nochmal on Detail zum Männerrennen.

Es war ja von Beginn an langsamer, als das vor einem halben Jahr oder auch vor vier Wochen noch gedacht war. Über Wetter haben wir sehr viel gesprochen. Es war nicht so windig, wie alle das gefütet haben. Es war natürlich, das habt ihr und haben wir ja alle gesehen, unglaublich nass schon vorher. Es waren Pfützen da. Alle Kurven läuft so natürlich. Pfützen teilweise sahen ja insane aus. Also am Bildschirm, da dachte ich mir teilweise, meine Güte. Also da wartest du ja durch manche Stellen schon fast durch.

Du weißt das selber, sehr viele Kurven hier in Frankfurt. Für dich wäre das ja auch nichts gewesen. Als relativ großer Läufer. Aber du musst ja langsamer laufen in der Kurve. Du kannst ja da nicht so drauf stehen bleiben, weil du die Gefahr da hast, dass du dann doch anfängst zu rutschen. Was glaubst du, was war jetzt da die Wirkung, die das erzeugt hat?

Also ich meine, ob es jetzt so windig war wie befürchtet oder nicht, das waren heute auf jeden Fall keine, idealen Bedingungen, um Marathon schnell zu laufen, glaube ich, aufgrund der Strecke, Kurven, Stackhide der Schuhe, ich meine, Laura kann sicherlich auch nochmal kurz was erzählen zu Birmingham, also da waren ja noch mehr Kurven und natürlich viel, viel mehr Höhenmeter, aber ich meine, dafür sind diese Schuhe ja auch nicht konzipiert.

Und ja, die haben heute alle auch, glaube ich, ganz okaye Outsolds, ja, also der Grip ist schon irgendwo da, aber du möchtest halt auch nicht mit 40 Millimetern, Sohlenhöhe und bei 20 kmh plus im Regen trotzdem möchtest du ja nicht um scharfe Kurven laufen, das macht nicht so viel Spaß, ja, und also ich muss sagen, man gewöhnt sich ein bisschen zu schnell, finde ich, als Fan, als Beobachter, an, Ereignisse wie zum Beispiel den Hamburg-Marathon, als Samuel Fedwi Zweiter geworden ist, Zweiter insgesamt, also, im Hamburg-Marathon, das ist letztes Jahr war es glaube ich Platz 6 in der Welt von den schnellsten Marathons gemessen an den Top-Ten-Zeiten, das ist ein absoluter Top-Marathon, jetzt Frankfurt auch natürlich ein Top-Marathon,

mit Ammanal jetzt Platz 2 und gemessen an den Bedingungen finde ich, hey, 2.05.46 oder ist glaube ich auch 46 gelaufen, ist. Immer noch eine überragende Zeit, also wir müssen aber gucken, im Verhältnis zur PB, ist das ja immer noch eine Top-Top-Zeit. Und von dem her finde ich, wir gewöhnen uns schon sehr schnell daran, dass deutsche Athletinnen und Athleten plötzlich irgendwie auf Podien stehen bei großen international relevanten Marathons.

Ich finde die Leistung immer noch top. Ich finde die Leistung übrigens auch von Richard top und auch von Samu. Ich meine, Top-10-Ergebnis ist stark. Ich fand es bemerkenswert, bei, ich glaube, Kilometer 30 rum war das oder kurz nach 30, als Richard nach vorne gegangen ist. Da hatte ich kurz so ein bisschen die Hoffnung jetzt für ihn.

Dass ich mir dachte, eigentlich ist das ja alles von dem Grundszenario, spielt ihm das total in die Karten, nicht zu schnell, also nicht von Anfang an deutscher Rekord, weil Bedingungen nicht ideal, dann alle Pacemaker raus, das wird vermeintlich jetzt taktisch, jeder muss ein bisschen in sich reinfühlen.

Da habe ich schon gedacht, okay, jetzt mit den Attacken und so um die Kurven, vielleicht ja doch was, wo er da so seinen Stempel nochmal aufdrücken kann. Am Ende war es dann Ammanal aus deutscher Sicht, der das gemacht hat, auch Attacke nach der Kurve. Ich hätte es nicht anders gemacht. Ich weiß nicht, du wirst wahrscheinlich gar keine Zeit gehabt haben.

Ich habe es während ihr kommentiert habt, so ein bisschen geschrieben. Meine Einschätzung, was ich denke, was für Ammanal gut wäre, aber auch gleichzeitig die Befürchtung, dass der spätere Sieger genau das machen wird, was er auch gemacht hat. Ich habe gesagt, wenn ich aufgeschlossen hätte aus seiner Sicht, dann hast du ja auch mental so ein bisschen Oberwasser.

Und wenn du das Gefühl hast, du fühlst dich noch gut, ich hätte es genau gleich gemacht, ich wäre auch direkt vorbeigegangen, nicht erst aufschließen und mitlaufen, sondern direkt signalisieren, ich bin der Stärkere. Ob das so ist, innerlich ist was anderes, aber das bricht einem ja dann auch manchmal so ein bisschen.

Und ich glaube, Amandal hat natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten, er hat, glaube ich, viel in diese Attacke investiert, konnte dann nicht direkt folgen und dann ist es halt schwer. Selbst wenn es am Anfang 20, 30 Meter sind für uns, von außen sieht das nicht nach so viel aus. Aber du hast ja ein Gespür, also du bist angeschossen in Anführungszeichen, deine Beine oder Lunge, was auch immer, du bist angenockt und dann ist es halt auch nicht mehr leicht, so eine Lücke zuzulaufen. Aber für mich, also immer noch Outstanding Ergebnis aus deutscher Sicht und.

Wir müssen auch mal ein Lob an Frankfurt-Marathon aussprechen, weil wir wissen, dass Jo Schindler nicht zu den größten Fans von uns gehört, weil wir ab und an auch mal einen Finger in die Wunde gelegt haben. Aber ich finde, das, was sie jetzt hier gemacht haben, ist genau das, was wir uns über Jahre hinweg eigentlich gewünscht haben zu sagen.

Die großen deutschen Marathons. Wir haben jetzt das, ich wiederhole mich hier, goldene Zeitalter des deutschen Marathonlaufens bei Frauen und bei Männern. Versucht doch mal ein richtig geiles Line-Up zu bringen, weil das ist das, was eine Übertragung und das Rennen spannend macht. Und heute, ey, die zwei Stunden, zweieinhalb Stunden hier vorm Fernseher mit euch, die sind verflogen wie im Nu, ich fand's überragend, ich fand's geil.

Mir hat das heute hier richtig Spaß gemacht. Also wir haben uns ein bisschen gelangweilt zwischendurch. Nee, aber an irgendeinem Punkt hast du ja gerade gesagt, an irgendeinem Punkt ist ja taktisch geworden. Und wir haben es vorher gesagt, wir finden das ja geil. Weil das hat ja einen inneren Reiz. Das macht ja letztlich Racen aus, ne?

Ja, absolut. Also ich meine, da, wo dann Richard auch nach vorne gegangen ist, und sich relativ früh diese Attacke gesetzt hat, das war mutig. Ich meine, er weiß, wie weit es da noch ist und er weiß auch, gegen wen er da diese Attacke setzt. Und er hat sie trotzdem versucht. Das hat es ausgemacht. Und ich meine, alle drei haben bis zum Schluss gefeitet.

Alle drei sind ins Ziel gekommen. Alle drei sind vor 70 Tagen die Europameisterschaft gelaufen. Das ist für alle drei ein super Ergebnis in dem Sinne. Also das ist ja nochmal eine Erkenntnis, die du jetzt in der Folge nochmal mitnimmst. Also wie weit bin ich jetzt wirklich schon gewesen? Also Richard ist ja direkt durchgelaufen, ist nicht stehen geblieben nach dem Ziel. Ich habe das Gefühl, dass er nicht zufrieden war mit dem Ergebnis am Ende, und sicher, glaube ich, andere Schlüsse aus dieser kurzen Vorbereitung ziehen wird als die beiden anderen.

Zumal Richard ja, glaube ich, auch derjenige war, der einen größeren Wirkungstreffer aus Birmingham mitgenommen hat mit einer muskulären Verletzung und so weiter. Darf ich kurz einhaken? Habt ihr Insider-Informationen? Ich habe das natürlich auch gesehen. Ich konnte es nicht so recht einordnen, ob es jetzt Frust war oder ob es vielleicht auch, keine Ahnung, vielleicht war ihm auch schlecht oder so, weil keine Ahnung, wie viel Carbs er sich reingeballert hat und deswegen schnell weiter ist, weil er sich jetzt nicht im, ich spekuliere jetzt, ich habe keinen Plan, aber im Ziel da direkt vor die Kamera ist.

Also wir haben noch das Bild bei uns hier liegen. Das gibt es übrigens auch noch im Netz von den Zieleinläufen, von den weiteren, Aber wir haben kein weiteres Bild von ihm gesehen. Also es ist wilde Spekulation. Nochmal auch zur Einordnung, was für ein emotionales Wochenende die hatten. Du hast sowohl mit Nada, mit seiner Frau, als auch mit Richard gesprochen. Heute Morgen mit denen gefrühstückt und so weiter.

Vor einem Jahr ist die Stillgeburt ihrer Tochter gewesen. Das hat Nada sichtlich sehr emotional berührt. Und wer Richard ein bisschen kennt, das lässt sie natürlich nicht kalt. Das sind schon Gedanken, die da mitgeschwungen haben. Ich wünsche den beiden von Herzen, dass sie damit weiter, sehr gut in ihrem Leben weiterverfahren können und umgehen können.

Sie haben uns allen und der Gemeinde das, mitgeteilt, die haben uns mitleben lassen, auch mitleiden lassen und ich glaube, das ist auch was Großes und das kann einen an so einem Wochenende dann auch schon übermannen also das ist halt glaube ich nicht so dass du das mal du bist Profi, alles okay, aber das lässt dich ja nicht links liegen, auf keinen Fall, Absolut man muss natürlich dazu zusagen, jetzt auch auf das Rennen der drei Männer nochmal bezogen.

Ich meine, die sind alle sehr, sehr erfahren und ich denke, alle würden nicht sagen, das war jetzt ein Rennen Note 1, sondern es war gut, es war solide, es war ausreichend, je nachdem, mit wem man jetzt sprechen würde. Wir haben noch mit keinem von denen gesprochen. Aber so ist halt auch der Marathon. Du hast entweder ein Rennen, wirklich eins mit Sternchen, das hat Blanca jetzt gezeigt. Das ist wirklich der Traumtag.

Natürlich, so mehr Marathons in deiner Karriere läufst, desto häufiger hast du natürlich Tage dabei, die sind nicht eins mit Sternchen und es sind aber auch die Tage, die dich dann ja auch trotzdem weiterbringen, weil du dich dann durchgekämpft hast und weil du da, Du hattest keine Aussicht mehr auf eine Rekordzeit, keine Aussicht auf eine persönliche Bestzeit mehr. Der Sieg war weg.

Und du bist dann trotzdem durchgefeiltet. Und das fühlt sich ja dann auch besonders hart an. Von außen betrachtet sieht es manchmal so aus, okay, die halten ja noch ihren Schritt. Das ist doch eigentlich ganz gut. Aber innerlich fühlt sich das ja nicht so an. Innerlich brennt dir vielleicht maximal der eine Oberschenkel.

Innerlich zerreißt es dir rechts die Wade. Und wir sehen das einfach nur, das sieht immer noch schneller aus. Und der Schritt sieht gut aus. Aber vielleicht tut dir auch echt einfach richtig was weh. Und dann sind diese letzten Meter und letzten Kilometer auch total weit und ja, dann hast du das gemacht und hast am Ende dann ja vielleicht ein gutes oder nur ein solides Ergebnis und damit musst du erstmal umgehen, weil in der Vorbereitung hast du diese Hoffnung, immer diese Hoffnung, ja, vielleicht wird das das geile Rennen, ich laufe da einen Rekord, ich ziehe die anderen ab, ich gewinne insgesamt und dann irgendwann des Rennens kommt dieser Punkt, wo du merkst, okay, mein Ziel A ist schon mal

weg, jetzt halte ich fest an Ziel B, Ja, vielleicht ist Ziel B dann auch schon weg. Und dann denke ich so, wie kann ich es denn noch retten? Was ist denn mit Ziel C? Das bringe ich dann vielleicht ins Ziel, das Ziel C. Wenn das dann auch noch weg wäre, dann ist es am Ende DNF. Aber das ist bei keinem eingetreten. Die sind uns alle noch durchgezogen, auch Samu zuletzt.

Ja, aber das ist halt auch das Schwere dann, weil du hast dich Monate dann jetzt auch trotzdem von der EM hierauf vorbereitet. Stattdessen hättest du dich ja auch erholen können nach der EM und sagen, ja, ich setze gleich aufs nächste Jahr. Stattdessen hast du dich jetzt hier an die Stadlinie gestellt und hast uns aber dann als Zuschauer auch ein super spannendes Rennen geliefert.

Also wir sind total dankbar, dass die drei hier so ein tolles, spannendes Rennen gemacht haben. Und ja, da musst du natürlich aus diesem Rennen jetzt Stärke ziehen und das mitnehmen, wieder die nächste Vorbereitung und sagen, okay, das nächste Rennen, das soll wieder das mit Eins mit Sternchen werden. Und du weißt, so mehr Rennen du läufst, desto seltener passiert es aber auch leider.

Und trotzdem bleiben wir alle irgendwo dran und hoffen dann wieder auf dieses eine Rennen, was dann hoffentlich irgendwann kommt. und ja, manchen hat man das Gefühl, manchen fliegt es in der Karriere immer häufiger zu, dass sie gut rennen, aber manche haben das Gefühl, dass sie. Hart arbeiten müssen und viele Rennen machen und es sind viele solide Rennen nur dabei und dieses Eins-mit-Sternchen-Rennen kommt halt nicht so häufig.

Ja, und manchmal kann man sich auch gar nicht erklären, wenn es dann kommt, woran es dann gerade lag, außer dass es dann in dem Moment besonders gut läuft. Also fantastisch zusammengefasst und ein wunderbares Schlusswort, wie ich finde, weil Philipp strebt jetzt auf sein Eins-mit-Sternchen-Erlebnis in New York zu.

Laura hat ja gesagt, sie hat die Saison beendet, also Urlaub noch? Oder was steht an? Ich hatte leider nach der Erkältung nach Berlin dann Saisonpause eingeleitet. Ich hatte dieses Jahr auch schon 15 Startlinien gesehen und so viele Rennen gemacht mit den ganzen Trail-Sachen. Ja, und konzentriere mich voll aufs nächste Jahr, weil da soll eine schnelle Marathon-Zeit fallen.

Es war ja jetzt nach den Olympischen Spielen zwei Jahre mit sehr, sehr vielen Starts und auch sehr vielen Starts im Trail-Bereich. Und jetzt ist wieder der Fokus auf den Marathon, weil ich weiß, in mir steckt auch noch eine sehr schnelle Zeit. Und so Rennen wie mit Blanca heute, die sind für mich persönlich total motivierend.

Weil dann siehst du, okay, so kann es gehen. Und du selber kannst auch mehr. Sehr cool. Wünschen wir dir viel Spaß. Vielen Dank, dass du noch schnell für uns Zeit hattest hier. Gerne. Ich muss mich auch ein bisschen beeilen, weil ich würde eigentlich echt noch gerne laufen gehen. Ich auch. Die Sonne scheint draußen, Philipp. Es ist tolles Wetter. Kommt viel häufiger nach Frankfurt.

Ich habe auch ein bisschen Stress leider, weil nachher geht mein Flieger schon. Das ist auch ganz schrecklich. Ich muss leider noch eine Woche nach Portugal. Es tut mir wirklich leid für euch. Das klingt wirklich nach großem Stress. Tschüss, tschüss. Tschüss, tschüss. Tschau. Wir hören uns trotzdem am kommenden Freitag. Da zaubern wir noch was für euch hin. Bis dann, schönen Sonntag und hofft das auch.

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