BESTZEIT· Folge 343

#343 Katharinas wilde Laufsaison: Bremen, Birmingham & Marathon-München - zu Gast: Katharina Saathoff

Freitag, 9. Oktober 2026 · 1 h 20

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Shownotes

Im August stand Katharina Saathoff bei den Europameisterschaften in Birmingham zum ersten Mal am Start einer internationalen Meisterschaft, wurde 32. im Marathon und belegte Platz 5 mit dem Frauenteam. Am kommenden Sonntag steht mit dem München-Marathon schon die nächste große Herausforderung an: Saathoff geht als Mitfavoritin ins Rennen.
Im Podcast spricht sie über ihren Weg in die deutsche Spitze und darüber, wie sie drei große Bereiche unter einen Hut bringt: den Leistungssport, ihr Studium und ihre Arbeit für Special Olympics. Wie gelingt das Training zwischen Vorlesungen und Arbeit und was wenn Trainingslager anstehen, weil man überraschend für die Nationalmannschaft nominiert wird.
Sie erzählt Ralf und Philipp über ihre herausfordernde Vorbereitung auf Birmingham aufgrund eines Kreuzbandanrisses, den sie sich beim DM-Marathon in Hannover zugezogen hat. Die drei sprechen über das große Erlebnis Europameisterschaft, ihren Eindruck der herausfordernden Strecke und über Emotionen im Sport. Es geht um ihren nächsten Marathonstart am Sonntag, die Freude am Laufen und die Dankbarkeit Träume leben zu können.

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Achtung Leute, heute kommt eine absolute Neuigkeit für Philipp Flieger im Bestzeit-Podcast von Ralf Scholt und Philipp Flieger. Köln rockt mal richtig beim Marathon. Jetzt du. Ralf bin ich total dabei. Ich muss gestehen, ich habe live nicht ganz so viel, vom Köln Marathon mitbekommen, Denn ich war im Auto und auf dem Rückweg nach Regensburg, aber ich habe das natürlich, sowohl was die Vorberichterstattung betrifft, aber auch das, was man danach auf den sozialen Medien gesehen hat, sehr intensiv verfolgt und muss sagen, ich habe das Gefühl, Köln hat...

Also bitte nicht falsch verstehen, liebe Veranstalter vom Generali-Köln-Marathon, aber ich habe das Gefühl, ihr habt mehr Relevanz bekommen. Also nicht, dass der früher irrelevant war, aber natürlich vielleicht spitzensportlich nachgelagert nach dem BMW Berlin, zukünftig Generali-Berlin-Marathon, vielleicht einfach eine andere Positionierung und vielleicht nicht diesen starken leistungssportlichen Fokus.

Da habt ihr offensichtlich dieses Jahr andere Akzente gesetzt und ich glaube, das hat in der Gesamtwahrnehmung der Veranstaltung sehr, sehr gut getan mit Streckenrekorden Halbmarathon, Ista Pfeiffer, Halbmarathon Richard Ringer, also zweimal nationale, Vorzeigeläuferinnen und Läufer plus Streckenrekord im Marathon bei Frauen und Männern.

Bei den Männern, den kennen wir auch, den Bernhard Coach. Zumindest diejenigen, die mit uns immer den Livestream zum Haspar Marathon Hamburg angeschaut haben, denn der ist, glaube ich, zweimaliger, dreimaliger, zweimaliger? Dreimaliger, glaube ich schon. Also wirklich Seriensieger, muss man so sagen. Sollten wir uns bis zur nächsten Ausgabe nochmal vorweisen. Nochmal nachschauen.

Da sieht man, die Experten, die wissen alle auch ganz auswendig, die bereiten sich nur gut vor auf die jeweilige Sendung. Nee, ich glaube, und das, wie gesagt, ich war nicht vor Ort, ich bin noch nie in Köln gelaufen, ich kann gar nicht einordnen, wie wertig der Marathon vor Ort umgesetzt ist. Ich glaube aber sehr gut, weil er sich ja, glaube ich, insgesamt einer sehr großen Beliebtheit auch aus der Region nicht zuletzt erfreut.

Ich glaube aber, dass es ihm gut getan hat, so ein bisschen den Leistungssportfokus zu erhöhen. Wie mir gerade Off-Record zugetragen wurde, hatten die dann einen sehr guten Berater, freiberuflichen Berater, was das Elite-Management anbelangt. Liebe Grüße an dich, Juri. Hoffe, wir sehen uns auch demnächst mal wieder.

Und ich glaube, wie gesagt, In der Gesamtwahrnehmung war das für die Veranstaltung, glaube ich, sehr gut. Wir dürfen auch nicht vergessen, natürlich Fabian Königstein auch gelaufen und so weiter und so fort. Ich fand's cool. Und generell... Wir sind mitten in diesem Marathon-Hype, das haben wir schon öfters jetzt ja betont, also klar, nach Pandemie nochmal Zulauf, dann hat man ja trotzdem nicht gewusst, ist das so ein zwei, drei Jahres hoch und verpufft wieder, aber ich glaube nicht, weil wir beide, Ralf, wir werden jetzt ja uns, heute ist Mittwoch, heute ist Donnerstag, Quatsch, bin schon wieder durcheinander, Donnerstag, wir machen uns schon wieder auf den Weg nach München, auch zum Marathon, der ja am Wochenende da stattfindet und laufen ja unsere

Bestzeit-Podcast-Staffel im Rahmen dessen. Ich bin in München auch noch nie gelaufen und freue mich drauf und auch da muss man ja nochmal sagen, ich habe das sehr intensiv zuletzt verfolgt, was an Pressemitteilungen rausgegeben wurde. Haltet euch mal fest, München, ich finde ähnliche Geschichte wie Köln in der Gesamtwahrnehmung zwischen Berlin, früher auch noch Hamburg und Frankfurt, irgendwie nicht so als erste Reihe Marathons wahrgenommen worden, weil vielleicht auch nicht der Fokus ganz so krass auf dem Spitzensport liegt.

Aber, und das muss man ja auch mal sehen, Breitensport, der Zulauf ist riesig. Jetzt kann man sagen, ja, wer startet im Marathon, wer startet im Halbmarathon? Irrelevant. Die Leute haben Bock auf Laufen und ich habe in der letzten Pressemitteilung gelesen, 40.000 Menschen haben sich in München angemeldet für Marathon, Halbmarathon, 10 Kilometer und Staffel. Das ist erstmal ein Wort, ehrlich gesagt.

Also natürlich nicht irrelevant, weil es gibt ja vernünftiges Laufen, also bis Halbmarathon, Und es gibt die anderen. Nein, aber nochmal auf den Hype zurückzukommen. Das war für mich sogar noch das deutlich augenfälligere am Köln-Wochenende, auch in Verlängerung praktisch des Berlin-Wochenendes. Der Hype ist Wahnsinn. 20.000 Leute, die in Köln Halbmarathon gelaufen sind.

Das ist ein Brett. Also, dass Köln feiern kann, Leute, 11.11. Ist bald, dann geht es wieder los. Es ist ja in der Genetik des Kölner Seins, ist ja klar. Aber so viele junge Leute habe ich sehr, sehr lange nicht in Köln auf der Straße gesehen. War wahrscheinlich Rosenmontag. Ja, mit Anfeuerungsgruppen, mit Schildern und so weiter, ja, Shoutout an die Running Clubs, ja, das war crazy, was die da abgezogen haben, ja, Colonia Mailers Rock'n'Roll, ja, da waren alle, die da durchgelaufen sind, das war gegenüber meiner ehemaligen Wohnung, in dem Gebiet, das als Keimzelle des Vorsinns bekannt ist, ja, im belgischen Viertel, wo es schon auch mal, ne, wo schon auch mal gefeiert wird.

Da haben die nochmal eins draufgesetzt, so mit Nebelmaschine und hast nicht gesehen. Also wirklich grandioso. So, dann hast du halt das alles schon mal. Hast eine etwas stärkere Orientierung Richtung Top-Leistungen, die übrigens auch in den nächsten Jahren noch ausgebaut werden kann, soll, wie auch immer.

Dann hast du die prominenten Starterinnen und Starter, hast du es schon genannt. Nochmal, wie viele Menschen mich da wieder angesprochen haben auf dem Podcast und alles mögliche, super. Ganz viele Leute, die natürlich war Bestzeit Wetter, also jetzt nicht nur was den Podcast angeht, sondern einfach von den Zeiten her, es war wirklich Bestzeit Wetter.

Fast kein Wind, nicht so oft in Köln am Rhein ist es fast immer so ein bisschen windig. Super Temperaturen, morgens war es ein bisschen fresh, wir waren dann ja schon zum Halbmarathon da, dazu gleich noch eine kleine Side-Story, ja. Und das war einfach großartig. Schönen Gruß an Melina Wolf, die ist Dritte geworden.

Ist, glaube ich, von Simon Stützel gepaced worden. Großer Fan von unserem Podcast hier. Deshalb Shoutout, ist Dritte geworden. Fabian Königstein war echt zufrieden, dass sie mal wieder laufen konnte. Hat jetzt den New York Marathon noch mal ein bisschen fester ins Visier genommen. Da war ja doch ein paar Fragezeichen nach ihrem Ausstieg bei den Europameisterschaften, wo sie schon auch ein bisschen länger mit zu tun hatte.

Hatte ja da so eine Blockadesituation, aber die war auch einigermaßen fröhlich, und dann Richard natürlich, der da hingekommen ist, um sich nochmal zu testen vor Frankfurt. Und das war schon eine Performance, die er da abgeliefert hat. Ich habe ganz kurz mit ihm gesprochen, da spielen wir mal kurz hier rein.

Ja, ich meine, wir müssen uns natürlich absprechen mit Ammanal. Ich muss den Marker Jan rufen und fragen, wie es aussieht. Das heute war ja auch ein Europarekordkurs. Aber ich glaube, das durchzuhalten ist jetzt ein bisschen waghalsig. Ich weiß natürlich nicht, wie gut Erd drauf ist. Ich hoffe, dass wir irgendwie mit Samu zusammen eine Pacer-Gruppe finden, die uns allen irgendwie gerecht wird.

Und dass wir da irgendwie versuchen, bis 30 wirklich zusammen zu laufen, wäre natürlich schön, statt wenn man da jetzt jeder irgendwie einzeln läuft. Aber klar, ich meine, wenn Amman und Samuel so gut drauf sind. Dann müssen wir sie auch von Anfang an ziehen lassen. Aber ich hoffe, dass wir uns da irgendwie einigen können mit unseren Päsern, dass wir da eine gute Zeit finden, wo alle zufrieden sind.

Wenn man ja auf Berlin guckt, wenn wir jetzt auf die hier gucken, nächste Woche ist München bei dir zu Hause ja praktisch um die Ecke, dann Frankfurt. Es macht halt eben so den Eindruck, als wäre ein Marathon und Laufen noch mal größer geworden. Kickt dich das? Ja, auf jeden Fall. Das ist gerade im eigenen Land.

Also jetzt hier auch, Köln hat sich jetzt auch international, wollen jetzt auch stärker werden. Und man sieht es ja mit dem Weltmeister aus Uganda und hier Bernda Kotsch von Hamburg Marathon. Der hat ja auch schon eine 203, 38, glaube ich, oder so stehen. Also das ist Wahnsinn. Von daher, also Köln macht sich auf, da mit Frankfurt, Hamburg und Berlin gleichzuziehen, von daher kann nur positiv sein für uns So, ich glaube man hört schon, ja der hat total Bock, das ist ja dann das übernächste Wochenende, das nächste dann München, ja und dann kommt ja irgendwann Frankfurt mit diesem Aufeinandertreffen von Richard, Samu und Amal, also.

Da denkst du ja, okay, lass mal vorspulen. Ah nee, dann verpassen wir ja München. Wir wollen jetzt ja München haben. Darüber sprechen wir ja auch gleich mit der Katharina. Aber ich muss schon sagen, das Gesamtpaket ist halt gerade wirklich wild. Natürlich haben sowohl Berlin als auch Köln mit dem Wetter extrem Glück gehabt.

Dann komme ich am Samstag vom Radrennen zurück aus Münster. Ja, Münster, Shoutout hat wie immer komplett geliefert aus meiner Sicht. Ja, auch tolles Wetter. Ganz entspanntes Fahren, ich sage das ja immer, keine Agro-Scheiße, hat total Spaß gemacht. Wir waren da in so einer Gruppe unterwegs, das war total cool.

Dann nach Köln gefahren wieder, um meine Presseakkreditierung abzuholen. Stehe ich da so mit Markus Frisch und plötzlich sagt Mary, hast du nicht noch eine Startnummer? Ich gucke sie so an. Was? Keine Sekunde vorher darüber gesprochen. 23, 24 hat sie eine Startnummer. Und zwar, weil wir hatten sie nicht anders, nur noch eine F-Nummer. Also für Elite.

Ich so, sag mal, geht's dir gerade noch? Okay, jetzt hat sie halt auch Fußsmärzen. Das ist halt auch blöd gelaufen. Naja gut, aber du siehst, Das hat halt schon so eine Sogwirkung, das ganze Ding. Das ist schon crazy. Also, one comeback? München. Olympische Spiele München. Er zögert. Überlege ich nochmal.

Okay, okay. Darf ich vielleicht nochmal überlegen. Okay, okay. Pass auf, dann lass uns doch zu Katharina kommen. Ja, weil die hört sich ja so ein bisschen zu den heimlichen Aufsteigerinnen der letzten zwei Jahre. Hat sich ja in die EM-Crew reingelaufen in dieser Saison ist da ein mutiges Rennen gelaufen aber das wird es uns alles gleich erzählen läuft auch jetzt am kommenden Wochenende, deshalb haben wir gedacht, Hören wir doch mal rein, wie man Marathon, Job und doch deutlich andere Aufmerksamkeit in diesem Jahr so jongliert. Herzlich willkommen bei uns im Podcast.

Ja und da sitzt sie auch schon bei uns. Es ist noch vor 9 Uhr, also für uns eine echt unchristliche Uhrzeit, mindestens mal für Ralf. Trotzdem haben wir es geschafft uns heute hier mit Katharina schon zu dieser frühen Morgenstunde zusammenzusetzen und ich muss sagen von uns dreien sieht die auf jeden Fall am frischesten aus.

Katharina, guten Morgen, wie geht's dir denn, wo erwischen wir dich heute bzw. Wovon halten wir dich gerade ab? Ja, guten Morgen. Cool, dass ich dabei sein darf. Ich bin zu Hause und bin quasi auf dem Sprung nach München zum Marathon. Genau. Ja, da sehen wir uns hoffentlich am Wochenende. Wir sind noch nicht auf dem Weg.

Ralf wird heute wahrscheinlich, nee, morgen aufbrechen. Morgen? Ich werde heute kurz mal zu Ralf fahren, der ist aber dann nicht da. Dann fahre ich quasi, also wenn ich mal in Köln bin, ist Ralf nicht da. Und ich habe auch in die Wettervorsage geschaut, lieber Ralf, zum Thema immer geiles Wetter in Köln. Also ich weiß nicht, was du für eine Wetter-App nutzt.

Ich bin im Jahr zwei bis drei Mal in Köln. Und das da, hier, ihr könnt das natürlich jetzt zu Hause nicht sehen, aber ich glaube, Katharina kann sehen, dass da ganz viel Regen ist. Ja, hin und wieder brauchen wir auch mal ein bisschen Bewässerung. Und dann nehmen wir immer die Tage. Drei Mal bin ich im Jahr in Köln.

Und immer dann ist scheiß Wetter. Wo die Leute kommen, wo wir sagen, ist egal. Da bewässern wir. Jedenfalls werden wir alle drei uns hoffentlich dann in München zum Wochenende dann auch sehen. Du hast, glaube ich, auch ein bisschen einen weiteren Anreiseaufwand. Sag ich jetzt mal, oder Katharina? Du wohnst in Bremen, wenn ich das noch richtig hier recherchiert habe.

Ja, aber ich fliege tatsächlich dahin. Finde ich gar nicht cool, aber es ist halt der schnellste und einfach der günstigste Weg, Bremen-München. Auch der entspannteste im Sinne von, man muss ja auch ein bisschen drüber nachdenken, wenn du am Sonntag Marathon laufen willst, hätte ich jetzt auch nicht so viel Bock, mit 37 Verspätungen der Deutschen Bahn nach 24 Stunden da anzukommen.

Deswegen ist das aus Profisportgesichtspunkten, glaube ich, der Weg, wie man das professionell machen sollte. Wobei es gibt sogar einen ICE, der durchfällt. Man müsste nicht mehr mehr umsteigen, aber es dauert trotzdem acht Stunden. Und mit der Deutschen Bahn wahrscheinlich zwölf. Das ist ja leider das Problem, dass man nicht mehr damit rechnen kann, dass du pünktlich ankommst. Das ist leider echt das Problem.

Sag mal Katharina, lass uns mal ganz kurz zurückspulen. Das erste Mal persönlich getroffen haben wir uns vor dem Frankfurt-Marathon. Da habe ich glaube ich irgendwo im Hotel Hintergrundgespräche geführt und da bist du mit deiner Gruppe da rumgelaufen. Ich glaube ihr habt sogar, weil es draußen schlecht war irgendwie, Gymnastik gemacht, irgendwie im Flur oder irgend sowas. Was habt ihr da rumgestanden und vielleicht habt ihr auch nur...

Die haben Trikots anprobiert. Ja, oder so. Also Gymnastik gemacht, sage ich ja. So, jetzt mal fast forward durch ein ereignisreiches Jahr. Was ist so abgegangen und wo sagst du heute so aus der Rückblick, wow, was ist denn da eigentlich für ein Schritt passiert mit mir? Ja, das war ein richtig wildes Jahr. Ein super schönes Jahr, aber irgendwie auch total unerwartet.

Ich bin genau Hannover-Marathon gelaufen und habe mich in Kenia vorbereitet. Habe da schon sehr viel Urlaub für genommen und dachte so, das wird dann so das Jahreshighlight. Und dann lief Hannover einfach richtig, richtig gut. Ja, und dann hieß es auf einmal, ich bin für die EM nominiert. Konnte ich gar nicht glauben.

Bin dann, habe mich für die EM vorbereitet, war dann wieder richtig lange im Trainingslager in Levinjo zusammen mit Tabea und irgendwie hat ein Highlight so das nächste übertroffen und das war irgendwie super wild und dann ging so gefühlt zeitgleich. Ja, da war und dann war irgendwie auch schon die EM und jetzt gefühlt ist es ja schon wieder um und ich frage mich, erstens, wo ist die Zeit geblieben und was ist alles passiert und wie ist das passiert Das war schon, ja, richtig krass.

Kommt da irgendwie, glaube ich, noch nicht ganz drauf klar, weil das so, ja, ich bin mit Kenias, also war schon super schön und dann der Hannover-Marathon und dann ging es ja so ein bisschen um die Nominierung. Und dann verfliegen die Wochen ja auch schon schnell und dann bereitet man sich dann noch so eine EM plötzlich vor.

Dann ist die EM und dann haltet das noch so ein bisschen nach und jetzt sind wir schon gefühlt im Herbst. Und ich glaube schon wieder Marathon. Also irgendwie, ja, das ist auf jeden Fall ein richtig wildes Jahr. Du bist, also vielleicht muss man auch nochmal dazu sagen, weil die Ereignisdichte an Highlights ist ja krass.

Ich vermute mal, Kenia warst du das erste Mal jetzt? Nee, das zweite Mal. Ah, das zweite Mal. Okay, also warst du jetzt nicht neu für dich, aber natürlich Kenia immer speziell. Also ich war auch, ich habe das immer sehr genossen, dort zu sein. Bestzeit im Marathon. Über deine Halbmarathonzeit können wir vielleicht auch kurz sprechen, weil im Prinzip, also I wish, ich hätte so eine Conversion von Halbmarathon zu Marathon.

Wie du, weil dann wäre ich ungefähr eher so im Bereich von 2 Stunden 7 unterwegs gewesen. Das ist mir leider nicht vergönnt gewesen, aber du hast ja irgendwie eine Halbmachtung-PB von 1,14 hoch. Nee, 1,13,09. Hey, World Athletics, updatet mal eure Datenbank. Das ist echt lausig, dass da noch ein 1,14 von den Haken entsteht.

Das war jetzt Kopenhagen, richtig? Genau, ich bin in Kopenhagen und ich bin auch letztes Jahr schon in Bremen 1,13,58 glaube ich gelaufen, aber es wurde da nie eingetragen. Das hat auch damit zu tun, dass du, an verschiedenen Punkten noch nicht als Elite-Läuferin wahrgenommen wirst. Da können wir ja gleich nochmal drüber sprechen.

Das war, glaube ich, in Kopenhagen auch so. Du warst ja nicht im eigentlichen WM-Feld. Du warst im Hauptfeld, richtig? Genau, ich war in dem Sub-Elite-Feld. Und ich war eigentlich nur da, weil ich mit Essex dort war. Wir hatten ja das globale Essex-Fronten-Team-Meeting. Und sonst wäre ich wahrscheinlich gar nicht gestartet.

Und wir hatten dann eine super volle Woche. Wir waren da, glaube ich, ab Donnerstag. und natürlich volles Programm bis Sonntag. Es war super anstrengend. Also 30.000 Schritte sind da nichts am Tag. Und deswegen habe ich gar nicht so viel erwartet, aber ich wusste, dass ich natürlich fitter bin, als die 1,16, die ich in Bremen gelaufen bin.

Das habe ich natürlich auch sehr genossen und bin da einfach so mitgelaufen. Genau, und deswegen ist meine Haltmarathon PB noch gar nicht so lange her, vor zwei Wochen. In Kopenhagen, aber auch mit schwierigen Umständen. Aber ja, ist auch noch nebenbei passiert, einfach so. Richtig cool. Und ich meine, ich bin ja auch super viel gereist dadurch. Ich habe jetzt so viele Länder gesehen, ich bin so viel gereist wie wahrscheinlich noch nie zuvor in meinem Leben.

Ich war auch noch mal in Fogomö, im Essex-Joyo-Camp in Vorbereitung auf Hannover, weil die das neu eröffnet haben und uns dann eingeladen haben. Und ja, also ich war super viel unterwegs und mein Jahresurlaub ist komplett ausgereizt. Und es gab... Ja, ich glaube, manche Kollegen fragen sich, wann ich überhaupt da bin.

Da musst du uns nochmal kurz mitnehmen, weil wir das ja in der letzten Woche mit der Anna auch schon besprochen hatten. Die ist bei der Polizei, die ist hundertprozentig freigestellt und hat halt, entsprechende Unterstützung. Da sind Sie wahnsinnig stolz auf Ihren Erfolg beim Berlin-Marathon und sicher auch auf das sportliche Fortkommen. Wie ist das bei dir?

Was arbeitest du? Was sagen die Kollegen? Wie ist die Perspektive? Bei mir ist es tatsächlich ein bisschen anders. Ich arbeite bei Special Olympics, als Projektkoordinatorin in einem Gesundheitsprojekt und bin da 20 Stunden angestellt in der Woche und studiere nebenbei im Master. Und ich mache ein Fernstudium, weil ich das in der Präsenz-Uni gerade gar nicht schaffe.

Und die Uni hat ein bisschen gelitten jetzt durch die EM und durch das ganze Jahr, muss ich gestehen. Da bin ich jetzt nicht so vorangekommen, ja, aber deshalb bin ich ganz regulär 30 Urlaubstage und hab die irgendwie auf meine Trainingslager verteilt, also hab da zwischendurch natürlich auch gearbeitet.

Aber bin jetzt nicht wie die meisten anderen irgendwie freigestellt. Ne, genau, du hattest diese Woche aber ja noch so ein Event, vielleicht ist das, das musst du mal sagen, wie du das erlebst, ja. Als Außenstehende sind solche Events, wo es um Ehrungen geht für Special Olympic Events, immer sowas, wo man ein bisschen geerdet wird, auch anders eine Freude spürt als bei normalen Sportevents und so weiter.

Gut, wenn du da arbeitest, hast du natürlich einen anderen Blick auf viele Dinge. Aber mal so als Ausgleiche, du arbeitest jetzt ja nicht am Band, sondern das ist ja doch ein etwas anderer Job, den du da machst. Auf jeden Fall. Das ist ein super erfüllender Job. Aber ich bin halt eigentlich gar nicht in dem Sportbereich aktiv, im Special Olympics, sondern im Gesundheitsbereich.

Und trotzdem sind wir, also wir haben jetzt ja nicht super viele Leute in unserer Geschäftsstelle in Bremen. Um genau zu sein, sind es, glaube ich, sieben. Und wenn wir dann so große Veranstaltungen haben, muss halt jeder mal mit anpacken. Und genau diese Woche waren, vielleicht um das zu vervollständigen, die Klettern-um-de-Grenzen-Games.

Wir errichten immer mal wieder als Kooperationspartner Sportveranstaltungen aus, weil wir haben, viele vermuten glaube ich, dass wir bei Special Olympics, eigene Sportangebote haben, also dass wir eigene Trainingsgruppen haben, dem ist aber gar nicht so, sondern wir öffnen. Wir versuchen die Vereine halt inklusiv zu öffnen und gehen halt quasi auf oder nehmen die bestehenden Strukturen, die schon vorhanden sind und versuchen einfach eine inklusive Sportgruppe da zu eröffnen und haben keine eigenen Sportgruppen.

Dementsprechend sind wir oft aber Kooperationspartner von Sportwettkämpfen und richten die dann nach Special Olympics Standards auf, weil wir ein eigenes Wettbewerbsformat haben. Ich glaube, so kann man das ganz gut runterbrechen. Und deshalb war ich heute Donnerstag, am Dienstag, bei den Klettern-under-Grenzen-Games.

Das war ein inklusiver Kletterwettbewerb. Und da haben wir geholfen. Oder habe ich geholfen? Genau. Und ja, es ist schon, es ist natürlich was komplett anderes als irgendwie am Band zu stehen. Das ist super erfüllend, aber auch sehr frustrierend, weil man, unsere Arbeit ist halt, Schlecht planbar. Wir stehen vor super vielen Herausforderungen, die einfach manchmal sehr frustrierend sind.

Es ist jetzt nicht so, dass man sich was vornimmt, das schafft und dann geht man zum nächsten Punkt, sondern es geht sehr kleinschrittig voran und es ist ganz viel Lobbyarbeit. Ich glaube, das macht es auch so spannend und so wertvoll. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil mein Schwimmverein, ich bin Vorstand in einem Schwimmverein, wir sind halt auch ein inklusiver Verein, Das sind so viele Kleinigkeiten, die da auf dem Wege stehen.

Also mal von Trainings und Wasserzeiten und sowas abgesehen bis hin zu, man braucht zusätzliche Betreuung. Wo kommen die her? Du brauchst entsprechende Unterstützung, auch finanzielle Natur. Viele Gemeinden gewähren die oder Länder. Wie stellt man die Anträge? Reden wir über Digitalisierung oder reden wir doch über Bürokratisierung? Also da sind ganz viele Dinge, die leider noch nicht Normalität sind.

Und ich kann mir das vorstellen, das ist so ein bisschen Sisyphos. Du stehst halt immer vor so einem Berg und denkst, okay, jetzt habe ich ein Stück gemacht und dann geht es wieder eigentlich von vorne los an dem Riesenberg. Ja, und es ist ja sogar noch viel kleinteiliger. Also das, was du jetzt beschreibst, ist die organisatorische Ebene. Aber wenn man dann so von einem Event steht und das versucht umzusetzen, dann trifft man ja auf so unglaublich viele Hürden, die man vielleicht auf den ersten Blick gar nicht sehen würde.

Also wie kommt die Person von A nach B? Also haben wir einen barrierefreien Eingang, haben wir barrierefreie Toiletten, Anmeldung. Man muss sich irgendwie anmelden. Über welche Person läuft das? Ist die Anmeldung in leichter Sprache? Wie wird die verteilt? Man kann sich das nicht so vorstellen, man hängt irgendwo eine Einladung aus und alle kommen und melden sich an. So läuft das nicht, sondern man muss eine Ansprechperson haben, die in die Einrichtung geht oder in die Sportgruppe und die Menschen einlädt, die Kontaktdaten aufnimmt. Dann hat man noch die Datenschutzregeln.

Also es ist super kleinteilig und man verschickt auch nicht einfach eine Einladung über WhatsApp. Das funktioniert nicht. Man muss zusätzlich nochmal eine Sprachnachricht machen. Also es sind so ganz, ganz viele kleine Sachen, an die man denken muss, die unglaublich viel Zeit nehmen. Und ja, das macht die Arbeit aber irgendwie auch...

Sehr herausfordernd und gleichzeitig schön, weil es öffnet ja auch so ein bisschen. Den Blick für, was gibt es eigentlich noch, also was für Probleme gibt es eigentlich in unserer Gesellschaft und ich glaube gerade so im Leistungssport, wir sind halt alle super fit und wir haben da auch alle, unsere eigenen Problemchen und Herausforderungen, aber die sind bei weitem nicht so relevant wie das, was wir halt bei Special Olympics erleben, da geht es ja um was ganz anderes und auch um existenzielle Fragen, wie leiste ich mir überhaupt den Beitrag für dieses Kletter-Event zum Beispiel, also wir haben dann auch zum Beispiel jetzt bei den Klettern und Ergrenzung Sponsoren gehabt, die das Mittagessen kostenlos stellen oder,

Obstkorbel stellen, weil auch das ist halt eine Frage, wenn ich nicht in meiner Werkstatt essen kann, so wie sonst immer, und das bezahlen die ja auch. Wie bekomme ich denn das Geld zusammen für das Mittagessen bei so einem Sport-Event? Und das sind so Fragen, mit denen wir uns dann auch beschäftigen müssen.

Ja, aber ich mag es total gerne. Ich finde es total schön. Das ist auch eine coole andere Perspektive zum Sport oder zu der Uni. Also finde ich total cool, dass du das mal auch so kleinteilig runterbrichst, damit man mal sieht, wie verwöhnt wir sind und worüber wir diskutieren. Dann nimm uns doch mal mit in die All-Inclusive-Bubble der deutschen Nationalmannschaft, wo du ja praktisch nur deinen Fuß über die Tür setzen musstest und von da an ja praktisch bis zur Startlinie, nicht bis zur Ziellinie, aber bis zur Startlinie in Birmingham getragen wurdest.

Erzähl mal, wann der erste Anruf war und wie das dann so abgelaufen ist, so das erste Mal in der Nationalmannschaft. Es gab tatsächlich gar keinen Anruf, wenn ich das so sagen darf. Hast du das auf leichter.de erfahren? Also wir haben halt eine Mail bekommen mit der offiziellen Nominierungsbescheinigung und natürlich haben wir schon auch mit Alex Fromm gesprochen, aber die schlagen dann ja nur vor und dürfen uns am Ende nicht entscheiden.

Und wir haben halt auf die finale Rückmeldung gewartet, weil für uns war nicht klar, nimmt der DLV halt auch sechs Athletinnen mit, und ja, das hat sich gezogen und die offizielle Nominierung ist ja dann ja auch nicht an dem Nominierungstag, den der DLV benannt hat, veröffentlicht worden und ich weiß gar nicht, wir haben dann nochmal nachgefragt.

Ob das jetzt sicher ist und ich glaube, das war ein Abend vorher und am nächsten Tag wurde es dann bei leichtathletik.de veröffentlicht und zeitgleich kam die E-Mail mit Bitte nehmen Sie die Informationen, die wir mal haben. Das war welche. Seien Sie pünktlich zu Ihrem Abflug am Gate XY. So ungefähr. Oh Mann. Okay.

Also es war jetzt nicht so, klar, ich habe mich ja schon sehr gefreut, als Alex Freund bei mir angucken hat und gefragt hat, ob ich Lust hätte. Aber es war halt nicht die finale Bestätigung, weil ich hatte schon auch noch Angst, dass einfach der DLV dann nicht sechs Leute mitnimmt. Was ja durchaus möglich wäre, nochmal für uns zu Hause. Genau, es war ja nicht unrealistisch.

Es sind drei pro Geschlecht halt für den eigentlichen EM-Marathon nominiert und die anderen kommen halt in die Mannschaftswertung. Da kann man fünf oder sechs nominieren, aber muss man natürlich nicht. Man kann da auch mit vieren antreten, weil eh nur drei in die Wertung kommen. Also von daher ist das dann schon auch eine Frage, wie der jeweilige Verband das wertet. Und da waren ja auch etliche Verbände, die nicht mit voller Stärke da waren und trotzdem im Mannschaftswertbewerb gewertet wurden.

Ja, und ich finde, das kann man auch nochmal sagen, richtig cool, dass der DLV da auch sechs Athletinnen und Athleten mitgenommen hat, Weil für uns war das natürlich auch eine Chance, uns da erste Erfahrungen zu sammeln. Und ja, das fand ich richtig cool. Ich fand, das wurde gar nicht so hervorgehoben, sondern es wurde so als selbstverständlich angesehen.

Und man hat aber ja auch gesehen, dass die anderen Verbände eben ja oftmals gar nicht sechs Athletinnen und Athleten mitgenommen hat. Deswegen fand ich es sehr cool, dass der DLV das gemacht hat. Aber es war eben nicht klar. Und deshalb habe ich wirklich zwar über den Anruf gefreut. Ich habe gerade eine Schulung gegeben bei Special Olympics.

Und habe vielleicht angefangen zu weinen, weil ich mich so gefreut habe. Und das haben die Teilnehmenden ein bisschen missverstanden. Ich muss die Netzwerke, wenn ich auch vor Freude weinen kann, weil die waren so, oh nein, was ist passiert? Und auch denen diese Dimension, das ist dann auch schwierig zu erklären, was das für mich persönlich bedeutet. Das war eine interessante Situation, auf jeden Fall, wenn das passiert ist.

Ja, und dann haben wir in ein Trainingslager gebucht, Tabea und ich, und sind dann auch schon wieder nach Rewindio gefahren. Was, glaube ich, ich noch gar nicht so richtig erzählt habe, war, dass ich nicht nach dem Hannover-Marathon eigentlich verletzt hatte. Ich habe mir das Kreuzband angerissen. Ach, du hast mir das denn passiert?

Ja. Ist das nicht die typischste Laufverletzung? Naja, während des Rennens, tatsächlich 8 Kilometer vor Ziel schon, habe ich auch gemerkt. Aber es war ganz lange nicht klar. Ich war zwar, dass das das Knie ist, weil alles andere auch so zu war, nach dem Marathon logischerweise, dass das ein bisschen von den Problemen abgelenkt hatte im Knie und deswegen war das auch eine super, also eine emotionale Achterbahnfahrt, weil ich wusste, also ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass ich mir das gerade so angerissen hatte, ich wusste nur, dass ich irgendwie muskulär total Probleme habe und dann zwischen, Und mich total freundlich über die Bronzemedaille bei Deutschen Meisterschaften und dann über die Nominierung.

Und dann dachte ich so, naja, ich erhole mich muskulär, ist einfach ein Marathon, das ist halt manchmal hart. Es wird schon wieder zu irgendwann die Diagnose, da war ich schon nominiert, ich habe mir einmal das Kreuzball angerissen, wir müssen jetzt mal schauen, was passiert. Bis zur EM-Vorbereitung und Trainingslager, es war eine richtig wilde Zeit.

Aber es hat ja ganz gut geklappt, ich war da in guten Händen. Ja. Also völlig überraschend, ja konservativ behandelt, sonst wäre es ja natürlich nicht gelaufen. Ja, genau. Also es war ein anderes, das kann man super handeln. Wie habt ihr das dann in den Griff gekriegt? Erklär mal, weil das ist ja Ganze Krafttraining. Ja, also was ist jetzt hier eigentlich gerade los in der Marathonszene?

Die eine reißt sich die Achillessehne während des Marathons, die andere reißt sich das Kreuzbein ein. Aber jetzt nicht irgendwie einen Sidestep gemacht, oder irgendwo rauf oder runter, oder? Nee. Ich bin gerade ausgelaufen. Das sollte man ja eigentlich machen. Ja, und das war halt einfach dann eine super Emotion, also es war einfach eine richtige krasse Achterbahn der Gefühle, weil zwischen, ich habe mich mega gefreut, gleichzeitig wusste ich, aber irgendwas stimmt da nicht, aber dann habe ich noch gedacht, gut, es ist halt einfach, muskulär vielleicht alles zu und so, es ist halt auch gerade Marathon gelaufen, ich habe jetzt wirklich so viele Marathons gelaufen, dass ich dachte so, nee, das ist vielleicht nicht normal.

Ja, und wir haben das dann aber mit ganz viel Krafttraining versucht zu stabilisieren. Also wir haben ganz viel Kniestabi gemacht und dann ging das auch relativ gut. Also ich hatte nicht gedacht, dass ich so gut durch das Trainingslager auch in Vinyo gekommen bin, damit ich eigentlich ganz normal wieder trainieren können.

Aber ja, das war so ein bisschen alles ungewiss. Ich habe quasi gebucht das Trainingslager und konnte eigentlich noch gar nicht richtig laufen. Aber dachte schon, das wird schon. Und dann nach und nach hat sich halt herausgestellt, dass das Kreuzband angerissen ist, weil man das im Nachhinein halt auf dem MRT gesehen hat. Und es war vielleicht auch ganz gut, dass ich das dann manchmal gar nicht wusste.

Und dann noch so ein bisschen unbefangen da alles da geregelt habe mit der EM. Gut, es war ja jetzt nicht so ein herausfordernder Kurs in Birmingham. Also da kann man ja schon mal ein bisschen... Hauptsächlich geradeaus und wenig Höhenmeter, das war bestimmt entspannt. Nochmal für euch zu Hause, klar, Kreuzbandverletzungen in aller Regel, aber wir haben auch Ausnahmen, entstehen ja meistens irgendwelche Drehbewegungen, Sportarten, die multidirektional ablaufen, Basketball, Fußball etc. pp., Skifahren oder was auch immer.

Wie bist du, also man konnte ja auf Instagram sehen, dass du offensichtlich ja irgendeine Art von Knieproblem hast, weil du ja auch immer wieder mit Kinesio-Tapes getapet warst, aber wie müssen wir uns das vorstellen? Also klar, du hast offensichtlich ja jemanden gehabt, der dich an der Hand nimmt, dich berät, was kann man machen, was kann man nicht machen, du hast schon gesagt, Kniestabi als zentrales Element, um das Knie zu stabilisieren, aber auch diesen Heilungsprozess, glaube ich, dann zu unterstützen.

Hattest du Schmerzen in der Vorbereitung? Gott sei Dank, ich habe noch nie einen Kreuzbandriss gehabt oder anderes, aber ist das Laufen? Ganz überraschend muss man ja von Marathon nun mal viel Laufen in der Vorbereitung. Oder bist du garand gefahren? Das weiß ich nicht. Nee, auf keinen Fall. Nee, also du bist also wirklich dann die Hauptdämpfe. Auf keinen Fall.

Sehr gut. Man kann sehr gut Radfahren in Italien. Ich weiß. Den habe ich auch schon gemacht. Ich habe sogar schon Radulab in Levinho gemacht. Ich habe das kaum. Ich bin auch schon den Stadio-Pass gefahren. Aha, Klassiker. Absoluter Klassiker. Ich weiß auch nicht, wie das passiert ist, aber gut. Würde ich auch nicht nochmal machen. Was? Das ist ja eine der schönsten Pässe der Welt.

Ja, hochfahren ist auch völlig okay, aber ich mag das runterfahren so gar nicht. Also ja, ich habe kaum alternativ trainiert tatsächlich. Wir haben einfach das Lauftraining runtergefahren am Anfang, weil nach Hannover, nach einem Marathon, habe ich mich dann eh erst mal erholt. Also man kann ja nicht sofort dann in die neue Marathon-Vorbereitung gehen, zumal das da ja auch gar nicht klar war, das hat sich dann ja schon noch ein bisschen gezogen.

Der Marathon war ja... 12. April, glaube ich, irgendwie so. Und die Nominierung kam Anfang Mai. Also dazwischen war ja schon noch Zeit. Und zu dem Zeitpunkt wusste ich noch gar nicht, dass ich eine Kreuzbandverletzung hatte. Man muss auch nochmal unterscheiden, Kreuzband-Andriss und Kreuzband-Riss sind schon nochmal zwei unterschiedliche Sachen.

Und ich konnte am Anfang nicht laufen. Das war aber auch kein Problem, weil ich habe mich dann eh erst mal erholt. Und dann kam dann ja der Anruf. Also es ist ja nicht so, dass man nach dem Marathon in Hannover war, sagen konnte, ich bin jetzt für die EM nominiert. Das war ja völlig überraschend. Also nicht zu 100% überraschend, weil man hat dann ja schon so ein bisschen gemunkelt, vielleicht könnte das reichen, aber da dachte ich so, ja, also, auf gar keinen Fall werde ich dann Nationalträger haben, so ein Quatsch. Du hast dich dann noch nicht gesehen, ne, in Schwarzwald vollstehen. Gar nicht.

Und, ähm, dann war ja die Nominierung im Mai. Und, ähm, Anfang Mai. Und da wusste ich das auch nicht. Ich wusste nur, dass ich muskuläre Probleme habe, aber davon, da bin ich ja noch davon ausgegangen, das kriegen wir schon wieder in den Griff. Das sind einfach noch die Nachwirkungen vom Marathon. Das kann ja sich auch schon mal ziehen in meiner Vorstellung.

Also die Regeneration. Ich war dann zwar schon immer im MRT, beim Röntgen, aber wir haben eigentlich gar nicht das Fliebehandel, sondern alles andere, weil so ein bisschen alles andere das Problem war. Und weil es nicht so, also es ist dann ja auch besser geworden. Ich konnte damit auch so ein bisschen laufen, aber halt nie schmerzfrei.

Aber weil ich bis dato ja die Aussage hatte, das ist halt ein muskuläres Problem. Und es hat es irgendwie auch nicht besser gemacht, dass ich nicht gelaufen bin. Habe ich mich schon immer so ein bisschen Weichheit laufen, aber nicht viel. Aber jetzt auch gar, ich war jetzt nicht, gar nicht laufen. und irgendwann hat sich das dann rausgestellt, okay, es ist dann doch, wahrscheinlich doch eine Kreuzbandverletzung, die ist dann ja aber schon auch geheilt während der Zeit.

Und dann haben wir eben angefangen, das auch besser therapieren zu können, weil vorher haben wir ja so ein bisschen ins Blaue geraten, was das wohl sein könnte und konnten ja gar nicht so eine richtige Therapie ansetzen. Und dann haben wir eben angefangen, das zu stabilisieren, viel Krafttraining dafür zu machen.

Und dann konnte ich auch schneller dann wieder einen höheren Umfang laufen. Aber es war dann natürlich jetzt auch für Birmingham keine ganz klassische Marathon-Vorbereitung, wie man sich das vorstellt, weil ja auch die Bedingungen andere waren. Also wir mussten ja viel mehr Berganläufe machen als vorher.

Also ich habe jetzt nicht die ganz klassischen Marathon-Einheiten gemacht, wie ich das von einem flachen Marathon machen würde. Und deswegen verschwimmt das bei mir auch irgendwie so, sodass ich gar nicht sagen kann, ich habe jetzt weniger trainiert. Ich habe schon auf jeden Fall eine gute Marathonvorbereitung vorher machen können, weil der Marathon war dann ja auch erst 16. August.

Also dazwischen lag dann schon noch richtig viel Zeit. Und ich würde jetzt auch nicht sagen, dass mich das doll am Ende beeinträchtigt hat, weil ich hatte von April bis August ist schon eine richtig lange Zeit und da habe ich schon richtig gut in den Griff bekommen. Noch in Livigno konnte ich dann, also richtig gut trainieren. Also es hat mich da nicht, Nicht doll eingeschränkt. Also ich habe immer aufgepasst, dass ich jetzt nicht auf Trails unterwegs war. Tabea hat das nämlich sehr geliebt.

Ich war da so, das war eine gute Ausrede übrigens. Weil Tabea wollte mich da nochmal abwiegen und ich war so, nee, ich kann nicht. Besser nicht, besser nicht. Besser nicht, genau. Sag mal, das eine ist ja dann die Vorbereitung. Und da musst du nochmal sagen, ob wir euch gegenseitig, du hast es gerade schon so leicht eingedeutet, gejazzt habt oder angefeuert habt oder doch ein bisschen auch gegenseitig im Zaum gehalten habt.

Aber du musst ja dann halt auch deine, dein Team muss ja nach Birmingham. Deine Family, Friends und so weiter. Wie lief das danach? Erzähl mal. Also zuerst mal zu Tavea und mir. Das war eine super schöne Zeit. Wir kannten uns vorher nicht. Ah, okay. Ich dachte, ihr hättet euch ihr kannt vorher, das ist ja lustig, ja. Nee, wir kannten uns vorher nicht. Also wir denken aus unserer Perspektive immer, ja, die da im Norden, da sind nicht so viele, die kennen sich schon.

Ja, da unterschätzt ihr den Norden. Komplett. Ja, und also Tabea und ich kommen ja aus der gleichen Region, heimantechnisch, und dann ist Tabea nach Hamburg gezogen, nicht nach Bremen, oder wir leben da inzwischen. Also ich kannte Tabea schon vorher, habe sie auch schon ein bisschen verfolgt, sie ist ja dann auch schon etwas älter als ich, ich glaube, acht Jahre sind sogar und, Und ich war ja schon ein bisschen Fan von ihr. Also ich habe ja schon ihren Karriereweg so verfolgt.

Aber wir haben uns nie persönlich irgendwie unterhalten oder gesehen vorher. Das ist wirklich lustig. Und dann, weil wir aus der gleichen Region kommen, hat die Heimatzeitung halt schon einen Artikel verfasst über uns. Ach was. Und darüber haben wir schon so ein bisschen connected. Und das war dann irgendwie sehr witzig.

Dann haben wir uns auch getroffen und gesagt, okay, lass uns mal ein Trinkslager zusammen planen. und ich glaube, wir sind vom Charakter her schon sehr unterschiedlich. Aber es hat total gemerkt. Was möchtest du damit sagen? Kabea ist halt eine super lustige Person. Mit der kann man nur Spaß haben. Also es ist einfach, die ist so, ja, wir machen das jetzt und los geht's und so. Und ich glaube, ich bin ein bisschen zurückhaltender vielleicht.

Und es war richtig cool. Also irgendwie, wir hatten super viel Spaß von Anfang an, von unserem ersten, ich glaube, wir haben dann so einen FaceTime-Call gemacht oder so, da haben wir dann auch Blue Collie entdeckt. Hab ich gesehen, ja. Und dann, ja, dann hatten wir einfach eine richtig coole Zeit von Anfang bis Ende und haben irgendwie uns da voll unterstützt in unserer Aufregung irgendwie, weil wir waren so, was passiert hier gerade, wie ist das passiert und, aber auch in unserer Vorbereitung.

Also ich glaube, wir mussten uns nie gegenseitig motivieren, weil wir einfach motiviert waren. Ja, aber sonst hätte ich das halt irgendwie alleine machen müssen ins Trainingslager. Das wäre ja voll langweilig gewesen. Ja, schon, so im Sommer plötzlich. Im Sommer plötzlich so eine ernsthafte Vorbereitung, wo es dann um was geht.

Um Team, um Deutschland und so. Das ist schon anders. Ja, und ich bin ja sonst mit meinem Freund ins Trainingslager gefahren. Der musste halt irgendwie dann noch eine Masterarbeit schreiben und dann fangen zu arbeiten jetzt. Der konnte jetzt nicht nochmal sagen, ja, kein Problem, fahre ich nochmal vier Wochen nach Levinjo.

Und deswegen war ich sehr dankbar, dass ich das mit Tabea erleben durfte. Und wir da irgendwie auch so, das hat halt direkt gepasst. Das war schon sehr cool. Und dass wir dann auch irgendwie in Birmingham zusammen waren, das hat es auch sehr viel leichter gemacht, irgendwie mit, ja, das alles irgendwie zu erleben.

Und wir sind manchmal so auf unser Zimmer gekommen und haben uns angeschaut und haben so, wir sind gerade wirklich in Birmingham. Wir haben, war auch das, man muss ja auch so eine Marasch- und Vorbereitung erstmal überstehen. Man darf nicht krank werden. Und auch das ist ja was super Besonderes. Und das war uns, gerade weil wir ja schon, Also normalerweise läuft man ja im Frühjahr und im Herbst dann einen Marathon, aber nicht noch irgendwie im Sommer.

Und dass man dann eine Vorbereitung und dann relativ zeitnah wieder die zweite, Marathonvorbereitung starten muss, also es ist ja schon eine höhere körperliche Belastung, das muss man erstmal überstehen. Und darüber haben wir uns auch sehr gefreut, dass das geklappt hat, dass wir beide so gut durch die Vorbereitung gegangen, also dass das so gut geklappt hat, dass wir Spaß hatten.

Ja, schon sehr cool. So, dann wart ihr das erste Mal auf der Strecke, Schrecke kriegt oder gedacht, okay, ja, so hatte ich es mir vorgestellt. Tatsächlich sind wir die Strecke ja vorher abgelaufen und dachte so, ist das weniger schlimm als gedacht. Wirklich? Das ist ja krass, weil ich bin am Samstag mit Felix die Strecke auch abgelaufen.

Er ist eine Runde gelaufen, hallo. Wir sind eine Runde gelaufen. Er hat sich richtig reingehauen, eine Runde. Würde ich da morgen achtmal... Mit Stop an meinem Hotel. Ja, genau, mit Pause bei Ralfs Hotel zufällig, der uns entdeckt hat, als wir da durch die Straße gelaufen sind und ich dachte mir so, ich würde euch früh am Morgen achtmal, all out hier laufen wollen und dachte mir so, hell no, was ist das denn hier?

Aber okay, das ist, also ich muss sagen, und wir waren ja auch sonntags da, haben angefördert und so weiter, wir standen an dieser. An dieser sehr scharfen Kurve, wo diese sehr steile Anstieg, da war also lang und dann diese scharfe Linkskurve, wo auch links so ein Zelt oder irgendwas war, glaube ich, wo man hätte mit Wasser durchlaufen können und keine Ahnung. Da dachte ich mir nur so, Das ist krass und also man konnte ja wirklich, und das ist gar nicht despektivisch gemacht, aber man konnte dem Verfall der Athletinnen und Athleten ja wirklich von Runde zu Runde zuschauen und irgendwann dachtest du so, ich würde euch gerne helfen, hier hoch zu kommen.

Dieser Berg alleine, nur dieser eine und es gibt ja eine Menge Anstiege da, dachte ich mir, OMG, also wie muss sich das anfühlen jenseits von Kilometer 30? Würdest du es in Rückblicken bezeichnen, weil da gab es ja viel Diskussion im Vorfeld, aber es gab ja auch Leute, die danach gesagt haben, wie sie es empfunden haben, Arman Al Petros war bei uns im Podcast direkt nach, seinem Marathon-Erfolg und der hat ja jetzt nicht viele positive Worte dafür übrig gehabt, der auch gesagt hat, das ist ja quasi, paraphrasiert würde ich sagen, grenzt an Körperverletzung so ungefähr, weil was macht das denn besser für uns, das macht gar nichts besser, das tut einfach nur weh, das verlängert die Regeneration, warum muss das so sein?

Du kannst einfach auch nichts gegen einen anspruchsvollen Kurs, aber so, und bei Richard brauchen wir glaube ich auch nicht, also ich meine, so wie der im Ziel aussah, der hat jetzt glaube ich auch nicht so viel Liebe für diesen Kurs übrig gehabt, so, wie hast du das an sich empfunden? Vielleicht natürlich klar, unter dem Aspekt, es ist dein erster Nationalmannschaftseinsatz, hier im Profibereich gewesen, aber trotzdem auch.

Fandst du das jetzt geil, dass sie so eine Strecke mit, ich glaube, 750 Höhenmetern gemacht haben? Du hast doch gehört, dass Katharina die Trails immer ausgelassen hat. Ja, genau. Und bei mir ist die maximale Erhebung der Deich. Ja, genau. In Bremen ist das auch nicht so einfach wahrscheinlich, das zu simulieren.

Unmöglich zu simulieren. Also ich fand die Strecke auch nicht cool, weil es gibt ja eine Berglauf-EM und WM. Also warum muss man Das ist ein sehr guter Punkt. Absolut, 100 Prozent, ja. Und ich hatte so ein bisschen auch Angst, dass dann am Ende nicht die schnellste Straßenlöferin gewinnt, sondern diejenige, die halt am besten auf dem Kurs ist.

Und das hätte ich schade gefunden. Ich glaube, es war jetzt rückblickend nicht so. Es haben schon die schnellsten Athleten und Athleten gewonnen. Aber ja, ich war jetzt auch kein Fan von dem Kurs, weil man hätte das flacher gestalten können. Und ich habe jetzt auch nicht den Sinn gesehen. Es war halt super hart.

Also es hat auch keinen Spaß gemacht, bin ich ehrlich. Also ich hatte keinen Meter Spaß. Ich glaube, man muss es aber nochmal anders einbauen. Also erst mal, als wir auf die Strecke gegangen sind, die besichtigt haben, haben wir, glaube ich, alle gedacht, so schlimm ist es nicht, weil wir uns natürlich auch was super krasses...

Also wir waren ja, wir wussten ja von Anfang an, dass der Mara schon so viel Höhenmeter hat. Und mit der Vorstellung sind wir auch ins Training gegangen und haben das immer trainiert und sind natürlich auch sehr viel steilere Anstiege vorher gelaufen und haben auch simuliert, wie es ist, hoch und runter zu laufen.

Weil es gab ja im Prinzip keinen flachen Meter. Und es ist ja nicht so, dass man dann einen Anstieg hat, wenn man sich dann vielleicht ein bisschen erholt und dann wieder in den nächsten geht, sondern es ging ja rauf und runter die ganze Zeit. Ich fand die Kurven persönlich noch viel schlimmer, weil dieses immer wieder anlaufen und ein hohes Tempo anschlagen ist halt wahnsinnig hart.

Wenn man auch nicht so viele Adeltinnen auf dem Kurs sieht. Also ich bin ja sehr viel alleine gelaufen und vor mir war keine, hinter mir war keine. Und dann ein hohes Tempo einzuschlagen, ist halt, finde ich, super herausfordernd. Genau, aber deswegen war, glaube ich, der Kurs bei der ersten Besichtigung nicht ganz so erschreckend für uns, weil wir uns das einfach ganz schlimm vorgestellt haben.

Und dann war es halt vielleicht 5% weniger schlimm, als wir erwartet hatten. Weil in meiner Vorstellung sind wir da nur so krasse Anstiege erklommen und dann war das aber ja, es war ja laufbar. Aber ja, ich fand es überhaupt nicht cool. Trotzdem war das ja so mein allererster Start im Nationaltrikot und das macht das ja noch so viel besonderer und bin ja auch nicht mit der...

Vorstellung da reingegangen, dass ich jetzt da Europameisterin werde und das ist, glaube ich, auch noch mal ein Unterschied, ich bin da ja erst mal mitgelaufen, um das bestmögliche, möglichste Ergebnis zu erzielen und zu schauen, wie kann ich in dem Feld performen, Ja, und ich war, glaube ich, so aufgeregt, dass ich das da hatte.

Also es war ganz schlimm. Gut, über Aufregung und die Auswirkungen von Aufregung haben wir ja in den letzten Wochen relativ viel diskutiert, auch im Kontext da mit Esther Pfeiffer und so weiter. Wie händelst du das? Also wie schaffst du das, dann morgens da zu stehen? Wie ist das mit Schlafen vorher? aus dem Triathlon, da sind die Voraussetzungen noch ein bisschen anders, weil man sehr, sehr früh startet morgens.

Da wird immer gesagt, die letzte Nacht, Leute, sind alle aufgeregt und schauen 16 Mal auf den Wecker, weil du nicht verpennen willst, du musst um 4 Uhr aufstehen oder irgendwas. Deshalb, wichtig sind die beiden Nächte davor. Wie geht es dir um? Wie ist es dir ergangen? Wann hat es sich gelegt mit der Aufregung? Also mir ging es richtig schlecht.

Also normalerweise bin ich auch aufgeregt von einem Rennen. Ich war auf Anufa sehr aufgeregt, aber im Unterbewusstsein. Aber ich weiß halt, die Nacht davor ist nicht entscheidend. Und wenn die zweite Nacht davor auch nicht gut wird, so ist nicht schlimm. Also das kann ich, glaube ich, ganz gut ausblenden, weil ich natürlich auch nicht im Profisport unterwegs bin. Ich habe halt nebenbei noch eine Arbeit in der Uni und ich glaube, es macht es manchmal ein bisschen leichter, das auszublenden. Ja, bestimmt.

Ich habe nicht immer die optimalen Voraussetzungen, auch fürs Training. Und manchmal viel Stress und, dann liegt der Fokus nicht zu 100% auf Schlaf, wie es vielleicht bei dem einen oder anderen Athleten ist, der sich zu 100% auf den Sport fokussieren kann. Ich glaube, das ist dann auch für mich manchmal ein Vorteil.

Aber in Birmingham, das war viel zu toll. Also ich habe richtig gelitten. Ich war eigentlich zwei Tage nur auf Klo und mir ging es richtig schlecht. Also ich dachte, ich hatte ein Magen-Darm-Virus vorher. Und es war halt tatsächlich die Aufregung und ich habe die Aufregung, also wenn man dann aus dem, Zelt kommt und sich an die Startmier stellt, dann ist die Aufregung kurz vorbei.

Darauf verlasse ich mich auch, dass das so ist. So zwei Minuten vor Start ist das dann weg und dann kann man sich auch konzentrieren und das war auch in Birmingham so. Aber danach war ich im Kopf gar nicht bereit, leider, für das Rennen. Es war für mich, glaube ich, noch ein zu großer Moment. Ich glaube, es wird mir beim nächsten Mal nicht nochmal passieren, weil ich weiß, am Ende laufen auch alle los und es ist auch ein Marathon und das ist im Prinzip nichts anderes.

Auch mal in einem Nationaltricot startet, aber in meinem Kopf war so laut, also ich habe noch nie vorher überlegt, dass ich überhaupt das Rennen ja beenden muss. Das war nie eine Überlegung in so einem Marathon. Man läuft halt los und natürlich hat man gute und schlechte Phasen im Rennen. Aber in Birmingham war das einfach sehr präsent. Ich hatte ganz viele Szenarien im Kopf, die ich irgendwie nicht ausschalten konnte, weil ich einfach so doll aufgeregt war.

Auch schon, also die ganze Nacht und die zwei Nächte vorher schon, Also im Prinzip, seitdem wir da im Athleten-Hotel angekommen sind in Birmingham, ging es mir wirklich richtig schlecht. Also ich bin eigentlich immer mit einem Teller Nudeln durch die Gegend gelaufen, weil ich habe versucht halt weiter zu essen, weil ich musste ja die Carbs irgendwie reinbekommen und es war halt irgendwie auch nicht richtig möglich.

Habe es aber dann trotzdem, glaube ich, am Ende ganz gut hinbekommen, aber die Aufregung war einfach viel zu hoch. Das habe ich, also ich habe es, glaube ich, muss ich so ehrlich sagen, habe ich nicht gehandelt bekommen. Vor anderen Rennen haben wir es, glaube ich, ganz gut, aber in Birmingham ist das komplett schiefgelaufen.

Also erstmal, Chapeau, dass du das hier mit uns allen so teilst, das ist nicht selbstverständlich. Zweitens, ist zwar vielleicht. So ein Sinnspruch, aber Erkenntnis ist ja das eine. Das für sich so jetzt im Nachhinein zu akzeptieren und auch die Situation einzuordnen, finde ich richtig stark, weil das, glaube ich, sehr, sehr wichtig ist für die Verarbeitung des Erlebten, weil du hast gesagt, das war schon alles wild, plus...

Du willst ja auch weiter, du willst ja jetzt am Wochenende laufen, du willst ja solche Situationen nochmal erleben. Deshalb ist das, glaube ich, total wichtig, dass man sich da wirklich auch mit auseinandersetzt. Aber wie gesagt, ich finde es total cool, dass du uns das hier teilst, weil ich glaube, dass ganz viele Leute ja zu Hause ähnliche Situationen haben.

Ob es jetzt vor einer Prüfung ist oder vor einer besonderen Aufgabe oder eben vor so einer Herausforderung, wenn man sich sportlich in eine Situation stellt, die man so noch nie erlebt hat. Also ist schon aber auch erstaunlich, was so ein Kopf mit dem Körper machen kann. Das merkt man ja da auch, also positiv wie negativ.

Und nochmal einmal zum Ergebnis, damit ihr nochmal einmal eine Idee bekommt. Also es waren sechs Frauen nominiert. Am Ende ist es ja ein bisschen zerbröselt, das Feld, also aus deutscher Sicht. Ja, Dominika Mayer konnte gar nicht erstarten, weil sie leider mit der Achillessehnenverletzung nicht ausreichend fit geworden ist.

Fabian Königstein als eine der selbsterklärten Mitfavoritinnen angetreten, am Anfang auch sehr mutig mitgelaufen. Große Probleme mit dem unteren Rücken musste dann auch aussteigen. Und ich glaube, ihr Verbliebenen vier hattet auch alle eure Probleme, da kannst du uns dann ja gleich nochmal mit durchs Rennen nehmen, aber am Ende, dann warst du, Katharina, ja mit in der Wertung. Das heißt, das war nicht, ach, ich fahre da jetzt mal hin und schaue mal, sondern man sieht das ja, manchmal ist es halt eben auch ein Segen, wenn man fünf und sechs Läuferinnen dabei hat, weil dann eben eine Mannschaftswertung noch zustande kommt.

Ich glaube, gerade bei dem Kurs war das halt super wichtig. Absolut, absolut. Und dann warst du halt zusammen mit Laura Rottenrott, die beste Deutsche dann war, Tabea, ja, und du. ihr wart dann halt die drei, die in die Wertung eingegangen sind. Und ich glaube, dass das halt auch viele im Nachgang und da war ich auch ein bisschen sauer auf den einen oder anderen, überhaupt nicht verstanden haben, was das für euch bedeutet hat, da gemeinsam im Ziel zu sein, sich durchgebissen zu haben, zu wissen, okay, ich muss hier zu Ende laufen, weil ich bin in der Wertung. Ja, Klammer auf.

Richard wäre ganz sicher in einem Marathon, wo er nur für sich alleine gelaufen wäre, das Rennen nicht zu Ende gelaufen. Hat er selber gesagt, ja. Weil die Verletzungsgefahr, also die nachhaltige Verletzungsgefahr ja dann einfach doch auch da ist. Und da dann zu sagen, ja, warum freuen sie sich da so über diese Zeiten, plus dein Delta zu deiner Bestzeit war ja vergleichsweise kleiner im Vergleich zu anderen Leuten.

Nochmal, erste Mann-Nationalmannschaft, Aufgeregtheiten, die gesundheitlichen Einschränkungen der Vorbereitung hast du genannt, ist aber für mich gar nicht so der Punkt. Sondern der Punkt ist, am Ende, Bist du eine von den dreien, die das Ding durchgebracht haben und in der Wertung sind? Und das ist das Entscheidende. Deshalb geht man dahin, deshalb ist es ein Teamwettbewerb und deshalb steht man sein Ding dann halt durch. Vielleicht auch.

Gegen die innere Stimme und sicher bei Richard ein bisschen gegen die Gefahr, sich längerfristig zu verletzen. Also ich glaube, bei mir standen die, also ich hatte nie den Gedanken, so ein Rennen nicht zu beenden. Ich meine, es ist eine Europameisterschaft und ich kann mir vorstellen, dass es auch Richards Gedanke war. Ganz sicher, klar. Das beendet man nicht einfach so.

Man bestattet da ein Nationaltrikot für Deutschland und da geht man nicht einfach raus, weil es halt irgendwie nicht gut läuft. Aber ich muss auch sagen, ich fand es sehr schade, dass es den einen und anderen negativen Kommentar aus der Laufszene gab, über die Tränen bei uns im Ziel, das hat mich auch beschäftigt.

Weil ich finde man muss auch das Interview einordnen das wir gegeben haben also ich bin ja ans Ziel gekommen und dachte eigentlich nur ich muss auf diesen Boden, weil ich einfach so fertig war wir sind in den Marathon gelaufen ich glaube es ist auch immer was anderes, als wenn man 5.000 oder 10.000 läuft die Anstrengung ist halt das ist eine andere Art von Anstrengung aber es ist halt nicht so lange, und man hat sich da durchgebissen es war einfach richtig richtig hart es war ein harter Kurs und ich war einfach nur froh, dass ich da am Ziel war.

Und es ist dann auch so schnell bei mir, ich bin halt ein emotionaler Mensch, das ist dann auch schnell so Erschöpfungswein. Ich weine einfach schnell, wenn ich einfach maximal erschöpft bin, weil ich mich einfach gerade freue. Ich bin da ins Ziel gekommen. Ich bin bei einer EM ins Ziel gekommen und es hat nichts damit zu tun, dass ich keinen Leistungsanspruch hatte.

Also natürlich war es unrealistisch, Europameisterschaft, Europameisterin zu werden. Aber natürlich hatte ich da einen Leistungsanspruch an mich. Und persönlich war ich auch ein bisschen enttäuscht über meine Platzierung. Weil ich wusste, dass das Rennen für mich nicht perfekt gelaufen ist, weil mein Kopf viel zu laut war.

Und natürlich auch unter diesem Aspekt, ich war schon auch ein bisschen enttäuscht im Ziel. Aber im Ziel überwiegt dann so ein bisschen Dankbarkeit, dass man das erleben durfte. Und stolz auch, dass man das geschafft hat. Weil ich habe die Vorbereitung überstanden, ich bin den Marathon durchgelaufen. Und es sind am Ende auch 42 Kilometer, die man schaffen muss.

Und trotzdem kann ich ja einen Leistungsanspruch haben. Also trotzdem kann ich ja diesen Anspruch haben, ich will da bestmöglich performen und. Die bestmögliche Vorbereitung gemacht haben. Und es gab schon ja auch Kritik oder ich hatte das Gefühl, dass mir das auch abgesprochen wurde so ein bisschen.

Und gesagt wurde so, naja, die freut sich da über einen 32. Platz, bricht da komplett in Tränen aus. Und ich finde, so war es nicht. Also ich bin ja nicht in Tränen ausgebrochen, weil ich mir dachte, wow, ich bin 32. geworden, was ist das für ein tolles Ergebnis? Sondern ich bin gerade ins Ziel gekommen, ich wurde irgendwie vom Boden aufgewogen und in die Interviewzone geschickt.

Und da hatte ich das dann ja gar nicht verarbeitet. Das sind ja Emotionen, die aus dem Rennen heraus passiert sind. Und da fand ich schade, dass das auch nicht richtig eingeordnet wurde, obwohl ich erwartet hätte, dass man das mit der Expertise aus dem Bereich hätte einordnen können. Und das hat mich persönlich auch ein bisschen betroffen gemacht, weil ich dachte...

Schade, dass da der Support ein bisschen fehlt. Wir haben uns für das Rennen committed. Also da hake ich gerne mal ein, weil... Ich muss gleich auch noch, ich kann mich schon kaum halten. Wir haben uns lange überlegt, ob wir da so eine extra Folge machen. Wir sind ja durchaus bekannt, dass wir starke Meinungen haben und da auch gerne mal in Opposition gehen zu anderen Medienschaffenden, muss man ja inzwischen vielleicht sagen, mit solchen Formaten.

Und ich erinnere mich noch an eine Phase 2024 nach Olympischen Spielen, wo damals von. Einer gewissen Seite einem anderen Athleten abgesprochen wurde, dass er seinen Startplatz in Anspruch nimmt und, dass er aber da sehr auf diesen Teamgedanken sich fokussiert hat und wir sind ein tolles Team und wir müssen alle einstehen und er hat sich da sehr zurückgesetzt gefühlt, dass dann nicht mit ihm offen umgegangen wurde und die Kommunikation gesucht wurde, und da, das war der erste Gedanke, den ich hatte, weil Punkt 1, niemand muss sich für Tränen schämen, Punkt einfach, einfach Punkt, da muss man gar nicht, also du hast es jetzt sehr gut ausgeführt und ich verstehe es total, ich bin auch viel Marathons gelaufen,

ich glaube jeder, der Langzeitausdauersport macht, kann sich in Erschöpfungsszenarien hineindenken, du hast auch in der letzten halben, dreiviertel Stunde sehr, eindrucksvoll geschildert, was für eine Herausforderung das für dich war, dich überhaupt durch diese Vorbereitung zu bewegen mit der Verletzung, die ja dann irgendwo noch entdeckt wurde, du bist 25 Jahre alt, du bist super jung noch für Marathonlaufen insgesamt, erster Nationalmannschaftseinsatz bei Profis, eine sehr herausfordernde Strecke und, und, und.

Ich könnte die Liste ewig fortsetzen. Mit diesem Hintergrund Teamgedanke, so ein Ding rauszuhauen, ohne Grund und Not, in einem eigenen Format, habe ich 0,0 nachvollziehen und verstehen können, weil why, was tut das dir, was das, also, und nochmal, was ist 32. Platz, hey, come on, wir reden von einer Europameisterschaft und zwar jetzt nicht in einem Nachwuchsbereich, das will ich gar nicht schlechter abwerten, aber es ist Profi, das sind die besten Marathonläuferinnen des Kontinents, die da antreten.

Oder auch nicht antreten, aus irgendwelchen anderen Gründen, weil, keine Ahnung, vielleicht Herbstmarathons wichtiger sind oder was auch immer. Anyway, auf jeden Fall. Ich hab's nicht verstanden, ich fand's bodenlos, ich fand's absolut beschissen und asozial und unkollegial Nationalmannschaftskollegen gegenüber.

Ich glaube, niemand hat das geteilt. Natürlich, wir haben uns lange überlegt, ob wir diese Folge machen. Wir haben auch mit ein paar Leuten gesprochen, die teils mit am Start waren, teils, in der Vergangenheit Deutschland als Nationalmannschaft vertreten haben. Wie sie das so auffassen, wie sie sowas beobachten, kann ich dir jetzt schon mal sagen, es hat niemand geteilt.

Und ich finde auch jetzt vor dem Hintergrund der letzten Wochen rund um den, ich frame es jetzt mal größer, rund um den Köln-Marathon, rund um den Berlin-Marathon, finde ich es doch sehr interessant, dass dann teilweise man sich auf eine Position bezieht, dass öffentlich nicht, über gewisse Dinge im eigenen Lager geurteilt werden darf und man sich das verbittet, aber gleichzeitig, ich sage es nochmal, ohne Not, ohne dass man irgendwie, also why, einfach so ein Ding damals rauszuhauen, ich fand es absolut beschissen, muss ich echt sagen.

Also, ich habe immer ganz, ganz starke Störgefühle, wenn Sportlerinnen und Sportler, sich untereinander anmachen, die vielleicht auch gar nicht beteiligt waren. Wenn zum Beispiel eine Diskussion in irgendeiner Form in dem Team aufgekommen wäre, was nicht der Fall war, oder in einer Staffel, sind ja alles schon so Sachen, die passiert sind. So, da habe ich schon Störgefühle.

0,0 Verständnis, wenn das von nicht an der jeweiligen Situation Beteiligten kommt. 0,0. Du Katharina musst dich überhaupt nicht rechtfertigen für irgendwas. Warum bitteschön? Warum bitteschön? Das ist doch totaler Quatsch. Ja, also jeder, der dir jetzt ja hier die letzten 50 Minuten zugehört hat, hat ja, glaube ich, verstanden, wie reflektiert du, durch dein Leben und durch dein Sportlerinnenleben gehst.

Du hast aber auch darüber hinaus null... Um dich rechtfertigen zu müssen dafür, was an Emotionalität nach so einem Ding auf einen einprasselt. Und die Situation, um euch auch zu Hause nochmal ein bisschen mitzunehmen, in der Woche wurde ja auch darüber diskutiert, wie Klaus Lufen, der für uns da das Interview gemacht hat.

Vielleicht nicht an jeder Stelle als Marketingbeauftragter von Athletinnen und Athleten unterwegs ist, weil er immer noch auch der journalistische Begleiter ist. Ja, aber ich fand, dass er euch da zum Beispiel genau in dieser emotionalen, aufgewühlten Situation sehr gut abgeholt hat, weil ich glaube, für die Menschen zu Hause war das, was da um euch rum abgelaufen ist, verstehbar.

Total verstehbar und nachvollziehbar. Ja, und so habt ihr euch ja auch entsprechend geäußert in diesem Interview. Und nochmal Leute, keiner von euch oder die allerwenigsten von euch waren schon mal in so einer Situation. Eine sehr, sehr anstrengende körperliche Leistung mit allen Emotionen, die so ein Ding zusammenbringt und dann dauert es eine Minute max und dann steht da ein Mensch mit einem Mikrofon vor dir und, sagt, hallo, ich bin übrigens der und der und es geht zack los.

Ja, und dann sollst du aber bitte druckreif formulieren und so weiter. Das ist halt auch, manchmal verstehen die Menschen das nicht so ganz, was das halt bedeutet. Ja, aber manchmal sind halt die Standards für einen selbst anders als für andere. Ist schade genug, aber müssen wir uns jetzt auch nicht weiter mit aufhalten.

Ich glaube, es ist klar geworden und auch cool, dass du das so klar sagst, Katharina, dass das unfair ist für jemanden da. Ich fand es einfach persönlich schade, weil ich finde, am Ende des Tages sind wir halt alle ein Team, wir haben alle die gleichen Ziele. Und also ich habe so ein bisschen nicht verstanden, warum man da so ein bisschen Hate verteilt, weil am Ende dachte ich so, warum? Also ich habe es auch nicht verstanden.

Und ich finde das auch so schön am Sport, dass es halt so emotional ist. Also ich finde, man spürt im Sport solche Emotionen, die man selten, also ich vergleiche das immer gerne mit Liebeskummer. Also ich finde, auf so einer Ebene bewegt man sich da und das mag ich auch so sehr am Sport. Und das zeigt es ja auch, das sind ja super ehrliche Emotionen und ich finde nicht, dass man die verstecken muss.

Ich weine mehr bei einem Sportevent als bei irgendeiner Schnulze, weil ich das so gut nachvollziehen kann. Und auch in Kopenhagen, als wir da die Meile angefeuert haben und so viele kleine Kinder mitgelaufen sind, die so stolz waren, waren stehen geblieben. Das macht mich super emotional. Das finde ich so schön am Sport.

Und es zeigt dann auch, glaube ich, nochmal die Verbindung zu meinem Job bei Special Olympics. Sport verbindet halt einfach. Und ich finde es super schade, wenn da so Keile zwischen getrieben werden, die da nicht hin müssen, weil ich den Grund dafür nicht gesehen habe. Und ja, weiß ich nicht. Ganz sehr schade.

Und ich finde es auch cool, wenn Emotionen am Sport geteilt werden, weil das macht das irgendwie so greifbar und nahbar und ich finde, man hat auch irgendwie eine. Rolle als Sportlerin, also wir haben ja irgendwie als Profisportlerin noch viel mehr, eine Daseinsberechtigung und die, finde ich, liegt in der Vorbildfunktion und.

Und da gehört das irgendwie alles mit dazu, irgendwie nahbar zu sein, auch zu sagen, wie schön der Sport ist und gleichzeitig auch, wie anstrengend das halt sein kann. Und wenn man da irgendwie, wie das immer, ich glaube ich auch gefordert habe, so einen Medienberater hat, der das alles ganz glatt zieht und so, das würde ich persönlich einfach schade finden.

Natürlich muss man aufpassen, was man sagt. Ich glaube, das haben wir auch gesehen. Man darf da nicht in einer super emotionalen Situation vielleicht auch Sachen sagen, die man nicht sagen möchte. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Aber ich finde das so schön am Sport, dass das Menschen zusammenbringt, emotional ist, dass man sich mit einfreut.

Das ist auch das Besondere am Marathon, dass wir mit allen Athleten an der Start, die hier stehen, jetzt natürlich außerhalb von so einer Europameisterschaft, aber im Berlin-Marathon zum Beispiel, da stehen halt einfach die Profis am Start und halt alle anderen auch. Und wir alle bewältigen die gleiche Strecke unter den gleichen Voraussetzungen.

Und das ist ja was super Einzigartiges. Und deswegen mag ich halt diesen Sport so sehr und ich finde es halt schade, wenn das dann manchmal so negativ. Ja da so negative Stimmung aufkommt Sehr klug, sehr klug formuliert von dir, Liebeskummer im Sport finde ich einen sehr schönen metaphorischen Vergleich das hat was, da kann sich glaube ich jeder was darunter vorstellen, was das für Ausschläge haben kann, wenn man da mit dem Herz dran geht und das tust du ja offensichtlich Vielen Dank.

So, Strichpunkt drunter. So, jetzt ist schon wieder der nächste Marathon. Ich hoffe, du kannst besser schlafen und kannst besser essen vor der Herausforderung, am Wochenende in München. Ja, das hoffe ich auch. Das finde ich schon. Wie kam es, also genau, wie wollte ich es sagen? Also war das für dich von vornherein klar, dass du gesagt hast, hey, ist jetzt, ich finde auch ein bisschen, was heißt moderner, moderner ist vielleicht das falsche Wort, aber früher würde ich mal sagen, war es schon so eher ungewöhnlich, wenn man es geschafft hat, drei Marathons im Jahr zu laufen.

Heutzutage ist es jetzt sehr viel üblicher, vielleicht auch durch andere Regenerationsmöglichkeiten, Thema Schuhe, Thema Fueling etc. War für dich von vornherein Anfang des Jahres klar, dass du im Herbst noch einen laufen willst? Und wie kam es dazu, dass du München für dich ausgewählt hast? Also eigentlich hatte ich vor, Amsterdam zu laufen, als das mit der EM nicht klar war.

Und dann wäre natürlich das Ziel gewesen, unter 2.30 Uhr zu laufen, weil die Vorbereitung einfach gut lief und so. Und durch die EM oder nach der EM habe ich mich sehr schnell dazu entschieden, noch einen dritten Marathon zu laufen, weil man natürlich in dieser ganzen Euphorie ist und sagt, eigentlich hätte ich besser performen können in Birmingham, aber...

Ich glaube, da war eher keine Bestzeit rausgekommen. Dafür war der Kurs einfach zu schwer. Ja, genau. Aber sowohl vom Kopf her besser performen können, weil natürlich, dass ich da keinen PB-Lauf, ist klar. Aber ich hatte ja schon auch das Gefühl, dass mich mein Kopf schon auch in meiner Leistungsfähigkeit gehemmt hat. Und ich stand da tapfet, würde ich jetzt einfach mal so sagen.

Und ich glaube, dass ich hätte aber an dem Tag in Birmingham besser performen können, wenn ich meine Aufregung besser in den Griff bekommen hätte. Wie gesagt, ich glaube, dass mir das hoffentlich nicht nochmal passiert bei vielleicht einem zweiten Ansatz da habe ich einfach viele Erfahrungen mitgenommen.

Ja und deshalb habe ich mich entschieden nochmal einen dritten Marathon zu laufen habe glaube ich ein bisschen unterschätzt wie viel, Kapazitäten so eine Europameisterschaft auch irgendwie frisst, also sowohl emotional als auch körperlich und ich habe natürlich auch sehr viel Urlaub gemacht, also in Form von Trainingslagen und ähm, Die Arbeit ist jetzt nicht weniger geworden, sie hat sich halt auf meinem Schreibtisch anveräumt.

Und ich muss natürlich jetzt irgendwie, habe auch viel gearbeitet und bin jetzt auch wieder ganz normal in die Uni eingestiegen. Ja, und deswegen bin ich sehr gespannt, wie das am Sonntag in München wird. Ich glaube, ich bin gar nicht so schlecht in Form. Nicht für nur 2.30, kann ich, glaube ich, auch schon mal so sagen.

Weil das einfach, ja, wir sind jetzt acht Wochen nach der EM. Ich habe jetzt keine klassische Marathon-Vorbereitung gemacht, weil ich habe mich erstmal erholt von so einer Ebene. Das hat auch länger gedauert, einfach mit den vielen Höhenmetern, mit den vielen Kurven. Ich bin ja noch zwei Halbmarathons gelaufen.

War ein Jeva Funlauf am Start. War auch cool. Jeva Funlauf. Ist das in Shortens? Ja, genau. Zehn Meilen. Das ist geil. Das ist der einzige Zehn-Meilen-Lauf in meinem Leben, muss ich sagen, war geil. hat doch geile Stimmung war da, ja. Genau, das ist jetzt inzwischen in Jever direkt. Das war früher, wenn man schaut, das ist seit zwei Jahren in Jever und das ist ja schon so ein bisschen meine Heimat, das ist ja Rüßland, nicht Ost-Rüßland.

Hält der da noch den Streckenrekord und weiß es gar nicht? Glaube nicht. Also da waren so viele, also ganz sicher nicht. Ich weiß nicht, was die deutschen Zeiten anbelangt, aber auch da war ich jetzt nicht, glaube ich, die schnellste Zeit. In der Vergangenheit sind auch echt viele Top-Afrikaner dabei gewesen.

Ich weiß nicht, ob es immer noch so ist, aber damals war das schon immer sehr gut besetzt, War dieses Jahr auch so, würde ich sagen, also zumindest bei den Männern? Ja, und das habe ich dann auch so alles mal mitgenommen. Und genau, deswegen bin ich sehr gespannt, wie München läuft. Ich war noch nie in München.

Ich liege heute Abend. Du warst noch nie nie in München? Nein, ich war noch nie in München. Das ist halt super weit von München. Ja, das ist klar. Total. Ich meine, ich war auch noch nie in Bremen. Aber auch da muss man sagen, in Bremen, helf uns mal, nicht, dass ich euch Unrecht tue. Es gibt nicht so viele, doch, es waren mal deutsche Meisterschaften.

Es waren irgendwann mal deutsche, ich glaube U23 oder sowas, aber da bin ich nicht gestartet. Aber sonst gibt es nicht so viele, Cross ist ja auch so ein Ding, wo manchmal auch in Gegenden ist, wo die sonst nicht so, aber da auch, ich kann mich nicht, oder warte mal, stimmt nicht, ich war schon in Bremen.

Habt ihr eine Trabrennbahn? Ja. Cross-Meisterschaften 2020. Zweiter Ort. Bist du sicher, dass es 2000 war? Es war 2003. War Fernsehen noch schwarz-weiß? Es waren oder 2004. Rico Schwarz, hier, Grüße nach Erfurt. Falls du irgendwann mit unserem Podcast hörst, wir sind zusammen gelaufen, helfen wir mal, ob es 2003 oder 2004 war.

Also ich glaube doch, Trabrennbahn einmal. Wir haben keine Bahn. Also es ist das Problem. Deswegen laufe ich auch gerade in keinen Bremer Verein, weil wir haben keine, wir haben halt den SV Werder Bremen, die sind ganz gut im Stab gesprungen, aber wir haben keine große Laufbubble, TV Lilien, die sind aber schon Niedersachsen, eine ganz junge, gute Nachwuchsläufer, aber ja, wir haben ich glaube eine Galopp-Rennbahn, ein guter Cross, ich glaube, es waren auch Landesmeisterschaften im Cross.

Jedenfalls hat Bremen ja einen bleibenden Eindruck bei dir hinterlassen, also da musst du ganz dringend glaube ich nochmal hin, Philipp. Unbedingt, ja. Stamm ursprünglich Friede Petershofen, war deutsche Meisterin für SV Werder Bremen. Erster deutsche Meistertitel für Bremen seit 1956. Ja, nur mal als Idee.

Also sagen wir mal so, da kann es noch einen Aufwärtstrend geben in der Leichter Kritik. Wir haben halt Fußball. Das ist das Problem. Ja, das ist leider richtig. Wir sind halt eine kleine Stadt. Wir sind zwar ein Bundesland, aber wir sind halt einfach sehr, sehr, sehr fußballgeprägt. Ja, das ist so. An vielen Stellen. Hör mal, was willst du besser machen, anders machen? Nina Reuter läuft ja noch, also deine Teamkollegin von der EM läuft auch am Sonntag.

Mach dir zusammen was. Wie gehst du das an? Tja, also ich werde nicht auf Bestzeit anlaufen, das kann ich schon mal sagen. Macht, glaube ich, auch keinen Sinn auf dem Kurs. Ja, es geht, glaube ich, um Platzierungen. Dann schauen wir mal. Ja. Aha, das ist ein geheimer Plan in deinem Kopf, ich merke das schon, ja. Ne, ich habe noch keinen Plan für mich.

Schauen wir mal, was wir. Das war's. Also. Ist du irgendjemand, der mit dir läuft? Ja. So, dass du jetzt nicht, also ich will jetzt nicht sagen Pacemaker, weil wir haben ja schon gesagt, es geht nicht um PB. die Strecke ist jetzt vielleicht dafür auch nicht hundert Prozent prädestiniert, unabhängig jetzt von dem wenigen Abstand zur Europameisterschaft.

Du musst nicht alleine laufen auf jeden Fall. Genau, ich habe jemanden mit dabei, also einen Teamkollegen, der mit mir läuft. Ich glaube schon ganz wichtig. Ich habe die Bilder aus dem letzten Jahr in München gesehen und habe gesehen, dass es jetzt nicht so ein dichtes Feld ist wie in Berlin. Es kann schon auch mal ganz einsam sein, glaube ich.

Und deswegen freue ich mich, dass ich da nicht alleine laufe. Und ich weiß, dass Nina auch mindestens zwei Personen hat, die mit ihr laufen werden. Schauen wir mal. Also ich denke, wir werden uns da im Hotel sehen und das dann gemeinsam besprechen. Ich bin Fan davon, das persönlich zu machen. Und das nicht vorab alles per WhatsApp irgendwie festzuhalten.

Weil am Ende ändert sich das, ich glaube, das sind wir alle, ändert sich das eh dann noch 300 Mal. Und deshalb schauen wir mal. Aber ich denke, es wird um eine Platzierung gehen. Und das ist das Ziel. Und dann schauen wir mal, was wird. Sehr cool. Also zu Deutsch, um das mal zu euch übersetzen, irgendjemand wird ja dann beste deutsche Läuferin werden.

Könnte eventuell eine Rolle spielen. Aber das sehen wir dann am Sonntag. Allein gelaufen bist du auch genug in Birmingham, das brauchst du jetzt nicht nochmal. Wir wünschen dir ein fantastisches Wochenende in München, sofern wir in irgendeiner Weise dazu beitragen können, let us know, wir sehen uns dann hoffentlich dort irgendwo großartig erstmal wie offen und klar und reflektiert und, sehr persönlich du hier mit uns deine wilde Reise durch ein wildes Jahr gesündert hast, Katharina ganz toll, herzlichen Dank dafür Ja.

Ja, danke euch. Hat Spaß gemacht. Also ich würde schon sagen, nach den Erfahrungen, die du uns Off-Record geschildert hast, kann man dich schon als Podcast-Profi bezeichnen. Also solche Gäste haben wir sehr, sehr gerne, die tatsächlich auch Lust haben, was zu erzählen und die Leute ein bisschen hinter die Kulissen blicken lassen.

Katharina ist natürlich auch auf Instagram vertreten, deswegen hier auch nochmal ein kleiner Shoutout. Folgt ihr gerne, dann habt ihr auf jeden Fall auch alle Updates rund um den, München-Marathon am kommenden Sonntag. Wir verlinken das auch nochmal in den Shownotes und ansonsten schließe ich mich Ralf an.

Hat Spaß gemacht mit dir. Hoffentlich laufen wir uns dann in München vorher, nachher irgendwie noch über den Weg und dir erstmal eine erfolgreiche Anreise. Ich bin heute auch nochmal unterwegs, ich habe es vorher im Intro schon gesagt, ich setze auf die deutsche Bahn, bin schon aber gespannt, ob das funktioniert.

Also falls ich nicht in München bin, dann hat es daran gelegen, dass ich aus Köln nicht mehr zurückkomme. Fang gar nicht erst so an fang gar nicht erst so an dann muss Ralf mein Abschnitt mitlaufen fang gar nicht erst so an. Das wird schon perfekt es gibt auch den Schienenersatzverkehr den gibt es auch noch, genau ihr Lieben, falls ihr in München seid, und uns irgendwo trefft, quatscht uns an Katharina feuert ihr hoffentlich an an der Strecke und für diejenigen die nicht in München sind, genießt euer Laufwochenende, wo auch immer ihr seid vielleicht ihr auch noch in Vorbereitung auf ein anderes Herbstmarathon-Highlight und dann hören wir uns nächste Woche wieder in Alter Frische. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao.

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