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Shownotes
Alle Augen sind am kommenden Wochenende auf den Frankfurt-Marathon gerichtet, denn da wird es bei den Männern zu einem bislang nie da gewesenen Marathon-Showdown kommen, wenn die drei schnellsten deutschen Männer der Geschichte in der Mainmetropole zusammen an die Startlinie gehen werden. Ob es Amanal Petros, Samuel Fitwi oder Richard Ringer gelingen wird den deutschen Marathonrekord zu brechen, darf angesichts der derzeit zu erwartenden Wetterbedingungen zumindest skeptisch betrachtet werden. Ein extrem spannender Fight wird es aber auf jeden Fall werden und vielleicht ist das sogar ja noch sehenswerter als eine reine Zeitenhatz. So oder so sollten alle Marathonfans am Sonntagmorgen am Fernseher sein, sofern sie nicht selbst am Start oder an der Strecke sein werden - HR und Sportschau-Livestream starten mit Ralf & Laura Hottenrott am Mikrofon ab Uhr!
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So ein Rennen hat es noch nie gegeben in Deutschland, sagen alle. Und ihr glaubt es nicht, so haben die auch nie übereinander, untereinander gesprochen. Fragt sich nur im Hass, im gegnerischen Respekt oder aus blanker Liebe. Erfahrt ihr alles im Bester Podcast von Philipp Flieger und Ralf Scholt. Ja, da lächelt der Philipp Weise, er ahnt schon was.
Ich wäre heute gerne tatsächlich auch dabei gewesen, auch wenn ich weit entfernt von Frankfurt noch im Urlaub bin, eher in der Alpenregion unterwegs bin, aber das ist natürlich ein Highlight, was uns da am Sonntag in Frankfurt erwarten wird, was es, so würde ich das auch unterschreiben, so in Deutschland noch nie gegeben hat.
Also ein absolutes Showdown der drei Marathon-Giganten, die es hierzulande gibt, die auch noch aktiv sind. Das ist ja ein bisschen das Besondere. Also wir können jetzt natürlich irgendwie sagen, es sind die besten deutschen Marathonläufer der Geschichte, gleichzeitig aber auch noch alle aktiv und am Sonntag alle an der gleichen Startlinie.
Das hat so ein bisschen US-Trials-Charakter, wo wir in der Vergangenheit ja schon häufiger drüber gesprochen hatten, dass das ja irgendwie schon auch natürlich seinen Reiz hat, wenn man mal wirklich schaffen würde, alle Top-Athletinnen und Athleten. Aus der Marathon-Welt an eine Linie zu versammeln oder sie zu zwingen sozusagen, sie dahin zu bekommen, sei es zum Beispiel für eine Olympia-Qualifikation.
Jetzt sind drei sehr bekannte Namen mit Amanal Petros, Richard Ringe und Samuel Fitwi freiwillig nach Frankfurt gekommen. Und das wird auf jeden Fall ein sehr, sehr interessanter Showdown, ohne dass ich jetzt die Informationen habe, die du hast, die du heute vor Ort sammeln konntest. Da wird nämlich bestimmt ein bisschen mehr noch offiziell und vielleicht auch ein bisschen was inoffiziell dir erzählt worden sein, was die Pläne sind natürlich für den Sonntag.
Ob die drei ihr eigenes Rennen machen, ob alle drei zusammen angehen und wie stark sie sich einschätzen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Ja, das klären wir alles gleich. Wir werden aber euch auch noch ein paar Ideen geben, was ihr am besten so macht vor eurem Marathon. Ich habe natürlich wieder ein paar spannende Sachen aus der Wissenschaft ausgegraben.
Ich hoffe, ihr sitzt jetzt alle zu Hause und habt 40 Sekunden lang die Zunge aus dem Hals hängen. Wer nicht genau weiß, wovon ich spreche. sollte sich auf jeden Fall die letzte Episode nochmal anhören. Aber zunächst mal, weil du ja schon USA gesagt hast, müssen wir ganz kurz eine, Gerüchteküche aufräumen, weil heute Nachmittag kam das Thema auf, dass du dich heimlich fit gemacht hast und nächste Woche in New York den ersten, Angriff auf die Olympia-Quali für 2028 machst.
Guck mal, jetzt läuft das Gerücht und lenkt ab hier, der lenkt ab. Also tatsächlich, das ist interessant, was du da sagst, ist die Deadline der November tatsächlich, was den Zeitpunkt der Olympia-Quali ermöglicht oder gehört Frankfurt auch noch mit dazu? Sagen wir mal so, für das kommende Wochenende habe ich ja ein Dream-Team zusammengestellt, dazu komme ich gleich.
Ein Mitglied dieses... Sehr erlesen. Ja, genau, ein Mitglied dieses Dreamteams, leider ist Philipp nicht dabei, das mal vorweg, das ist sehr schade, ein Mitglied dieses Dreamteams ist vielleicht Athletensprecher im Deutschen Leichterdeckverband und hat vielleicht, schon Informationen, die noch gar nicht öffentlich gemacht worden sind, selber aber öffentlich gemacht.
Also, so wie es wird so kommen, ab dem 1. November 2021 26, also nächste Woche, kann man sich für die Olympischen Spiele qualifizieren. Es gibt noch eine Menge offener Fragen, aber klar ist, dass dann der Qualifikationszeitraum anfängt. Sagen wir mal so, es ist vielleicht kein Zufall, dass das außergewöhnlich früh ist im Vergleich zu vorherigen Olympischen Qualifikationszeiträumen.
Und dass völlig überraschend ein nicht ganz unwichtiges kleines Roadrunning-Event in einer großen Stadt mit New und York stattfindet. Also das ist ja jetzt nicht die prädestinierte Strecke, um sehr, sehr schnell zu laufen. Also deshalb hat das alle gewundert, dass du da hingehst, um den ersten Shot zu setzen.
Ich wollte das Comeback ein bisschen geheim halten und dann mit einer Leistung aufsinneregen. Nein, also ich werde ja tatsächlich, ich werde nächste Woche nach New York fliegen und ich freue mich auch schon sehr auf den New York Marathon und alles, was da drumherum mit verbunden ist. Ich werde aber nicht selber starten, dafür war ich jetzt ein bisschen spät dran.
Sollte ich im nächsten Jahr wieder für der Tour Sports im Einsatz sein dürfen, dann würde ich im Vorfeld vielleicht mal gucken, ob ich mir noch meine Startnummer, ergattern kann, um das einfach nochmal mitzuerleben, weil ich das damals gemeinsam mit Kai Pflaume schon echt. Majestätisch fand. Also man hat eine hohe Erwartungshaltung an New York von all dem, was man über all die Jahre da mitbekommt.
Und es wird dann doch nochmal übertroffen vor Ort, wenn man da selber auf der Straße mitläuft. Deswegen, ja, ich darf die Teilnehmer sozusagen, die über der Tour Sports gebucht haben, die darf ich da begleiten. Mit denen darf ich da drei, vier Tage rund um den New York Marathon Zeit verbringen. Wir werden natürlich auch gemeinsam laufen gehen und solche Dinge.
Da freue ich mich schon sehr drauf. Aber ich werde am Sonntag an der Strecke stehen, nicht auf der Strecke sein und an der Strecke versuchen, auch ein kleiner Teil zu sein von der guten Stimmung, die da so herrscht. Also ich habe das richtig verstanden. Du machst also nächstes Jahr in New York die richtige Attacke.
Richtig, ja hoffentlich dann auch halbwegs fit, aber ich glaube dann nicht mehr relevant für LA28. Also sagen wir mal so, die Stakes sind ja jetzt auch nicht niedriger geworden, seit du aufgehört hast. Nee, nee, nee. Der Weltgleich-Dieter-Dieter-Verband strebt ja an, möglichst wenig Leute über die direkte Qualifikation zu qualifizieren.
Voraussichtlich wird es auch so sein, dass die Teilnehmerzahl reduziert wird, also dass nicht 80 pro Geschlecht starten, sondern nur 70, was schon relativ wenig ist. Aber immer noch im Vergleich zu den anderen Disziplinen in der Leistung natürlich viel. Also das muss man schon auch in Relation sehen.
Weißt du aus dem Stegreif, wie viele über 100 Meter bei Männern oder bei Frauen, ist eigentlich egal, starten, also Vorrunde sozusagen erstmal? Und da muss ich jetzt einmal kurz überlegen, weil bei den 100 Meter ist ja eine Sondersituation. Da gibt es ja die Pre-Vorläufe, also eine Serie mit den kleinen Nationen und den Nationen, die nur ein oder zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmer schicken.
In der Regel sind das drei oder vier Läufe, also nehmen wir mal da 24 plus ein normales Feld, also in der Regel sowas um die 40, also das ist dann ungefähr vergleichbar in der Preisklasse 70, aber bei den anderen Disziplinen ist das natürlich weniger, weil es da diese Pre nicht gibt und die Sondersituation nicht gibt.
Also zum Beispiel Stabhochsprung, da kann jetzt nicht so wie Eddie the Eagle bei den Skispringer damals, jemand aus einem kleinen nicht entwickelten Leichtathletikland dann starten, der dann vielleicht 3,20 Meter springt. Vertut euch nicht, 3,20 Meter Stabhochsprung muss man auch erstmal können. Auch Eddie the Eagle, Leute, viele haben immer über den gelacht.
Der ist eine große Schanze runtergesprungen. Wisst ihr, was das heißt? Also erstmal muss man da schon sehr, sehr gut auf dem Ski stehen. Plus, selbst beim Skispringen, wenn man in der Luft ist, da muss man schon auch, erhebliche Technik vorweisen können, weil sonst ist das ganz schnell, ganz, ganz schlimm.
Also von daher, das war immer so belächelt, hat man aber vergessen, dass der halt eben auch 80 Meter weit gesprungen ist. Der ist dann halt nicht 120 Meter gesprungen, so wie die anderen, auf einer vergleichbaren Schanze. Aber der konnte schon schiefspringen, so ist es nicht. Diese Regel gibt es aber bei der Leichterlegung so nicht, sondern das ist dann halt beschränkt auf zum Beispiel 100 Meter.
Und zum Beispiel eben auch auf Marathon. Ich weiß gar nicht, wie viele waren bei dir in Rio, Startout 90? Das waren schon noch andere, nee, nee, nee, das war noch eine andere Zeit. Da waren wir, ich glaube, zwischen 160 und 170. Aber so viele. Das ist ja richtig viel. Das war schon krass. Ich glaube 165 oder sowas. Okay, ja.
Das ist natürlich im Marathon, also das ist viel im Vergleich zu den anderen Disziplinen, das ist vollkommen richtig, da kann man auch drüber diskutieren, ob das dann fair ist oder nicht fair ist. Natürlich für ein Marathonfeld, es verläuft sich ja trotzdem. Am Ende waren das dann irgendwie ein Großteil des Rennens, drei größere Gruppen, dann zerfasern die auf der zweiten Hälfte, gerade wenn es dann klimatisch vielleicht ein bisschen herausfordernd ist und am Ende laufen viele auch ihr eigenes Rennen.
Das sind dann schon, also auf 42 Kilometer hat sich dann hinten raus schon sehr zerteilt auf jeden Fall. Ja, also jedenfalls die klare Marschrichtung ist, da eben in Richtung 70 Teilnehmerinnen und 70 Teilnehmer zu gehen. Also dann insgesamt 140, die laufen aber glaube ich jetzt nicht zusammen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind das unterschiedliche Startzeiten.
Und die Marathon-Wettbewerbe werden in Los Angeles tatsächlich. Die Olympischen Spiele auch wieder mit beenden. Nicht vergessen, bei den Olympischen Spielen 2028 wird es so sein, dass Leichtathletik anfängt und nicht schwimmen. Das heißt, die erste Woche wird Leichtathletik im Stadion sein, dann ist es Schwimmen und dann wird am letzten Wochenende Marathon sein. So ist es im Moment.
Und die Quali-Zeit wird halt irgendwo brutal schnell sein. Also ich kann mir vorstellen, dass es irgendwo Richtung 204 geht oder sowas. Also die reine Quali-Zeit. Um eben die Zahl der direkten Qualifizierungen klein zu halten und dann doch relativ viel übers Ranking zu holen. Ist nicht ganz fair und nicht ganz vergleichbar mit den anderen Disziplinen, weil man ja eben nicht wie bei einem 400er, 800er oder selbst bei einem 10.000er, von jetzt bis zum finalen Tag der Qualifikation noch x Rennen machen kann, sondern rechne mal jetzt grob hoch.
Du hast halt jetzt noch diesen Winter, dann hast du das nächste Frühjahr und den nächsten Herbst und dann vielleicht noch den nächsten Winter. Also wenn es ganz hoch kommt, hast du vielleicht drei, maximal vier Chancen. Und das ist ja nicht viel. So daraus ein Ranking zu machen, das ist ja dann unfair im Vergleich zu anderen Disziplinen.
Deshalb ist das so ein bisschen, versuchen Sie da so die Waage zu halten, aber da geht die Reise hin. Ist natürlich auch für den Deutschen Leistungsverband nicht so einfach, weil die müssen sich ja auch dann entsprechend verhalten. Was sind Kader-Normen, was sind Qualifikationen und so weiter? Also ich meine, was sollen die anders machen, als sich halt den internationalen Normen da dann anzupassen?
Weil ich glaube, es wird kaum eine andere Option geben. Und übrigens, weil du eben das Wort schon genannt hast, der Weltgleichstätigverband erlaubt ausdrücklich Trials für die Qualifikation zu Olympischen Spielen, heißt, wenn beispielsweise drei Athleten die Norm erfüllt haben, sind das im Prinzip drei Plätze für Deutschland.
Und dann könnte der Nationale Verband, also in diesem Fall der Deutsche Leichtsehverband, hingehen und sagen, okay, wir machen jetzt im Herbst 2027 oder im Frühjahr 2028 Olympische Trials und die ersten drei fahren. Das wäre möglich. Wäre permanent auf jeden Fall. Da hat ein gewisser Richard R. Punkt, wohnhaft in München, gleich gesagt, da, fände er null lustig und eben wegen der Situation, dass man eben nicht so ohne weiteres Dinge kontern kann und so weiter, hält er das für im Marathon ausgeschlossen.
Die Amerikaner gehen ja immer so vor die gehen immer nach dem Prinzip vor die haben halt dann einen Wettbewerb den sie als Trials deklarieren und dann ist das so die ersten drei, die da unterwegs sind starten und das wird im Marathon auch so sein, also da wird bei den designierten amerikanischen Rennen dann schon unglaublich Punk halt auch sein ist ja klar, ja so ist es jetzt geht jetzt schon Das müsst ihr euch mal vorstellen, Leute. Wir haben jetzt 2026.
Wir haben gerade die Winterspiele in diesem Jahr, das ist schon so weit her, das war aber in diesem Jahr tatsächlich, hinter uns gebracht. Und jetzt fängt schon für die Marathonis der Qualifikationszeitraum für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028. Das klingt für mich so weit weg noch, das kannst du dir gar nicht vorstellen, wie weit das weg klingt für mich.
Wann wusstest du denn, was du machen musst oder wo du hin musst? Wusstest du das schon zwei Jahre vorher? Nee. Nee, ich glaube zwei Jahre vorher nicht. Zwei Jahre vorher bist du in Berlin ausgestiegen. Frankfurt damals ausgestiegen, 2014 bin ich in Frankfurt ausgestiegen. Man hatte so die Vermutung, dass es so im Bereich von 2012 rumliegen könnte, aber official war das da noch nicht.
Ich glaube, das ist sogar erst zum Jahreswechsel auf 2015, muss das ja wahrscheinlich dann irgendwann bekannt gegeben worden sein. Also ich wusste, dass wir es in Berlin, also quasi knapp ein Jahr vorher, wenn man so will, September zu August, da wussten wir schon. Was gefordert sein wird. Aber ich könnte jetzt nicht genau sagen, wann das bekannt gegeben wurde.
Vielleicht nach den Frühjahrsmarathons. Ich glaube, bei den Frühjahrsmarathons wusste man es noch nicht, glaube ich. Und dann war es aber so, dass man... Das wäre dann anderthalb Jahre vorher gewesen. Die Frühjahrsmarathons 2016 waren auch noch eine Option? Genau, die waren auch noch möglich. Da ist Hendrik damals, Hendrik Pfeiffer, in Düsseldorf, damals ja glaube ich sogar, das war sein Debüt, gelaufen und ist damals, ich könnte die Zeit jetzt nicht mehr genau sagen, aber ist auf jeden Fall unter zwei Stunden 14 geblieben, war damit eigentlich schneller, eigentlich der drittschnellste Athlet, nämlich schneller als Julian Flügel zu dem Zeitpunkt.
Und es war noch Arne, klar Arne Gabrius, logischerweise dann meine Zeit und, dann wäre eigentlich die Zeit von Hendrik gewesen, am Ende mussten dann leider sowohl, Hendrik als auch Arne Gabrius verletzungsbedingt verzichten, dadurch ist dann Julian Flügel nachgerückt, genau und wir waren dann die einzigen beiden Starter sozusagen.
Ja, Julian, den verfolge ich immer noch auf Strava, der auf jeden Fall rennt er wieder, er hat ja auch oft Probleme mit Füßen, glaube ich auch. Ich meine, ja. Also würde ich gerne mal wieder treffen, tatsächlich, weil ich habe gar keine Ahnung, was er so macht, aber ich folge ihm auf Strava, deshalb sehe ich das immer.
Ah, okay, ist wieder mehr auf dem Rad unterwegs oder ah, läuft wieder. Guckt mal ja mal hin, was man so macht. So, bevor wir uns mit dem Frankfurt-Marathon noch näher befassen, ja, Ich musste ja schon wieder laufen, hast gesehen, ne? Ja, ich war ganz perplex, war das eine spontane Eingebung? Ich meine, am Freitag oder bei der Aufnahme zur letztwöchigen Freitagsfolge hast du ja schon geteasert, das heißt, die Idee scheint ja in der Woche zumindest mal ihren Entstehungsprozess gehabt zu haben, aber das sah nach einer sehr, ich würde mal sagen, illustren Veranstaltung aus. Was war das in Köln?
Ports, glaube ich, oder? Ja, also erstmal hatte ich ja nach dem Staffelauf in München völlig überraschend, doch ein bisschen Muskelkater, das hatten wir ja letzte Woche schon verhandelt. Aber ich war ja, oder bin halt immer noch knock, knock, knock, ja, total happy, dass ich überhaupt einigermaßen laufen kann.
Und dann habe ich gedacht, ach, weißt du was, ob ich jetzt hier dumm rumtrainiere oder wenn es mir eigentlich einigermaßen geht, dann laufe ich da einfach, ja, dann laufe ich da einfach nochmal ein Zehner. Ich hatte ja zwischendurch noch kurz überlegt, tatsächlich nach Girona zu fahren, und da das Esquale zu machen von Jan Frodeno.
Cool, das wäre bestimmt auch cool gewesen. Absolut. Und ich war sehr nah dran, habe mich dann aber aufgrund der akuten Wettervorhersage dagegen entschieden, weil tatsächlich soll das am Sonntag da, ich weiß gar nicht ganz genau, wie es war, aber die Vorhersage für das Wochenende war ja im gesamten Mittelmeerraum, schlecht bis katastrophal.
Und dann fährst du dahin, Aufwand, kostet ja auch ein paar Euro und dann. Also beim Schwimmen ist es ja nicht so schlimm, aber mit einem Gravel-Bike im Regen und dann irgendwo da Trailrunning im Regen ist nur so halb schön. Da habe ich gedacht, nee, komm, das machst du nicht. Und dann habe ich halt den Herbstlauf des LSV Ports gewählt.
Hat in der Bewerbung auf seiner Seite das Attribut ältester Straßenlauf Kölns. Tatsächlich läuft man nur vielleicht so einen Kilometer auf der Straße. Also pro Runde ist immer fünf Kilometer Runde. Ist ganz in der Nähe vom Flughafen tatsächlich und man umrundet praktisch die Galopprennbahn da ist eine, Trainingsbahn des Gestüt Röttgens also alle, die sich mit Galoppsport auch nur ansatzweise mal befasst haben denen sagt das natürlich was das ist ein renommiertes Gestüt in Köln und da ist deren Trainingsbahn und die umrundet man praktisch, das ist halt.
Was soll ich sagen, das ist eine ganz liebevoll gemachte Traditionsveranstaltung. Der Typ, der das da macht, ist schon älter. Aber total nett natürlich so am Mikro, was der da so erzählt. In Kölsch auch manchmal, Schwarta in Kölsch. Das ist einfach, ist nice. Und ich habe dann mal geguckt, da gibt es halt 5 Kilometer, 10 Kilometer und Halbmarathon. Alles auf derselben Strecke.
Und war so ein bisschen zeitlich versetzt. Und ich glaube, so unterm Strich waren es irgendwie 450 Starter, 450, 500 Starter, keine Ahnung, sowas in der Preisklasse. Das Gros war 5 und 10 Kilometer. Ja, aber man läuft da so lustig in der Gegend rum. Es hat halt auch geregnet die ganze Nacht vorher. Aber der Lauf selber war dann tatsächlich teilweise in der Sonne.
Ja, und was soll ich sagen? Ich war sehr happy. Du bist die 10 gelaufen dann? Ich bin in 10 gelaufen. Also ich bin einfach nochmal 10 gelaufen, bin eineinhalb Minuten schneller gelaufen als in München. Diesmal sogar wirklich 10 und nicht 11? Diesmal wirklich 10 und nicht 11, genau. Und ich hatte ja gesagt, okay, es macht ja keinen Sinn, dass ich 15 Sachen ausprobiere und dann nicht weiß, wovon was kommt.
Also habe ich ein bisschen downgradet. Ich habe den Rote-Beete-Sach weggelassen, der von etlichen unserer Community-Mitglieder nicht so gefeiert wurde. Andere haben ihn gefeiert, du ja auch nicht. Tatsächlich habe ich jetzt noch irgendwie hier ein leeres Regal bei DM fotografiert gesehen, irgendwo in der Story vor dem Ding hier in Frankfurt.
Weil dann kommen die Expertinnen und Experten halt in der Rennwoche drauf, Rote Beete-Saft zu kaufen. Das ist jetzt nicht so ein Produkt, was halt in großen Mengen vorrätig ist. In der Regel sind es ja diese Halbliter-Dinger, die dann bei DM oder so da rumstehen, aber ich gebe euch mal einen Tipp. Ein großer Discounter, der hat auch eine App und der fängt mit R an und endet mit Ewe.
Der hat relativ viele Filialen und da kann man gucken, wo es in diesen Filialen die ein Liter Tetrapaks gibt. Und tatsächlich für so eine Kurzbestrahlung reicht im Prinzip ein Liter. Ja, das ist ja nicht literweise. Nee, 250 Milliliter jeden Tag, vier Tage vorher, alles gut. Genau. Habe ich aber weggelassen.
Und was hatte ich noch? Achso, Pickle Juice habe ich auch weggelassen. Ich habe diesmal gesagt, okay, mach mal eins, damit man mal eine Idee hat. Habe also das Lactatgel nochmal benutzt. Auch ein Hauch anders als das letzte Mal, weil ich habe es komplett vorher genommen. Weil beim letzten Mal habe ich mich ja so doof dabei verschluckt, weil es ein bisschen zähflüssig ist. Also zähflüssiger ist als normales Gel.
Und das war nicht so geil. Das habe ich dann komplett vorher genommen. Also sagen wir mal so, die sehr niedrige Herzfrequenz ist nicht vom Laktatgel. So viel wissen wir jetzt schon mal. Es war halt sofort irgendwie 140. Aber das durchgängig. Ich war dann halt nicht über 150 oder 155 wie bei dem anderen. Es war komplett even.
Ich bin komplett even gelaufen. Ist genauso wie in München. Keine Höhenmeter, gar nichts. Also eine kleine Welle da und dort. Also genauso wie in München. Also total vergleichbare Bedingungen. Nicht ganz so voll auf der Strecke, aber eine sehr schöne Veranstaltung. Laktatgel hat mich jedenfalls sauber und vollkommen entspannt durch die knappe Stunde gebracht. Also alles gut.
Aber ich habe das Gefühl, dass seine ganze Schönheit erst entwickelt, wenn man länger unterwegs ist. Also wenn man in Richtung mindestens mal drei, vier Stunden Sport treiben unterwegs ist. Aber wenn du sagst, die Herzfrequenz war ja trotzdem, ich finde, vergleichsweise niedrig, also 114. Ja, aber du darfst nicht vergessen, ich habe ja insgesamt nicht so eine hohe Herzfrequenz, weil das nimmt ja mit zunehmendem Alter ab.
Ich bin, also wenn ich so, wenn ich berghoch renne, also berghoch rennen, kann man ja sehr hohe Pulsfrequenzen erreichen, die man auf der Ebene eigentlich nicht erreichen kann. Da habe ich vielleicht 170, vielleicht 175, aber sehr viel höher geht es nicht. Das ist da, wo du dich wohlfühlst. Naja, auch nicht mehr und es ist auch weniger geworden, also das hast du schon gemerkt. Ich glaube, vielleicht vor.
Wenn ich so Leistungsdiagnostiken überlege oder so, gut, die haben wir ja dann nie ausbelastet als Marathonläufer, das war dann oft so 4x4 Kilometer Test, das ist dann schon eklig hinten raus, aber jetzt auch nicht so, so dass du da, anstrebst, das ist ja kein, wie soll ich sagen, kein Stufentest in dem Sinne, sondern du hast ja schon sehr abgegrenzte Werte oder Erfahrungswerte, in denen du dich ja irgendwie da bewegst, dann war es vielleicht mal 180 oder so oder 185 und dann lass es mal, wenn ich jetzt sage, man macht die Stufen kürzer und dafür halt schneller, so ein richtiger Abbruchtest.
Aber ich glaube, selbst dann hätte ich mich auch schwer getan, Richtung 200 zu kommen. Ich glaube, das geht auch nicht mehr oder wäre nicht mehr gegangen. Sei es aufgrund von dem fortgeschrittenen Alter oder weil das Herz so groß ist, aber es gibt ja Leute und das ist vielleicht auch nochmal wichtig, dass wir das in dem Rahmen nochmal betonen.
Sondern Herzfrequenzwerte sind kein, also nicht zwangsläufig ein Indikator für Fitness oder so. Also das kann sein, dass wenn du natürlich trainierst, das Herz ist ein Muskel und viele Jahre Ausdauersport machst, dann entwickelt sich das ja oder wird dann auch größer so, oder kann größer werden, dadurch natürlich auch eine niedrigere Herzfrequenz, aber grundsätzlich kannst du auch mit einer höheren Herzfrequenz sehr leistungsfähig sein.
Also ich kenne noch einen Kollegen, der früher in Regensburg Teil der Trainingsgruppe war, der war damals auch deutsche Spitze im Nachwuchsbereich. Der war mit mir in Leipzig am IAT und wir haben einen Test gemacht und wie gesagt, ich kam dann da bei meinem Test so Richtung Ende 180 und war dann schon so gefühlt aber kurz vorm Abnippeln und der ist da vom Laufband gegangen mit 215.
Und ich dachte mir so, 215, das wäre Kammerflimmern bei mir so, ne, tot irgendwie so, also ich weiß gar nicht, wie das geht und der war ja trotzdem gut, also der war ja trotzdem sehr gut sogar, also das hat jetzt nicht zwangsläufig wie gesagt, diese Werte damit zu tun, ob du trainiert oder irgendwie leistungsfähig bist.
Das ist eine sehr individuelle Geschichte und nur aufgrund der eigenen Entwicklung vielleicht kann man da irgendwelche Rückschlüsse ziehen, aber du kannst es gar nicht mit irgendwelchen Kollegen oder so vergleichen. Nee, also erstmal ist das kein absoluter Wert, sondern ein individueller Wert. Das hatten wir ja hier, glaube ich, auch schon mal besprochen.
Frauen haben tendenziell einen höheren Puls. Also auch da nicht wundern, wenn das bei vielen auch gut trainierten Frauen einfach höher ist. Das ist so. Es bleibt aber eine individuelle Geschichte. Und nur nochmal in Relation, war ich jetzt im niedrigen Impulsbereich unterwegs, bin einen Tag schneller gelaufen.
Hatte aber nicht die sehr niedrige Herzfrequenz, das nicht. Ja, und weil ich dann am Sonntagmorgen auch nichts vorhatte, bin ich dann Sonntagmorgen schwimmen gegangen. Das war auch sehr schön. Es war Ewigkeiten nicht mehr beim Triathletenschwimmen. Es war auch ein bisschen langweilig. Ich bin dann auch irgendwann rausgegangen, weil ich hatte zweieinhalb Kilometer, das reicht mir völlig.
Da war halt so ein Trainer, der hat dann irgendwie die Ansagen gemacht, das war aber jetzt nicht so spaßig eigentlich. Das Beste war aber, mein Verein versammelt sich da normalerweise um 10 vor 11 war das dann halt, um dann gemeinsam ins Bad reinzugehen, ja, da stehen dann halt so ein paar Leute, ich denke, ach ja, die hast du schon mal gesehen stell mich dann dazu, wunderbar, es wird 11, kommt so eine Gruppe von draußen rein, waren das die von meinem Verein, ich habe mir eine falsche Gruppe eingestellt dann natürlich noch besser, dann umziehen, okay dann unten am Pool. Dann hatten natürlich unten am Pool alle irgendwie Badekappe auf und von irgendwas die Badekappen, da wusste ich eigentlich, was ist jetzt hier meine Gruppe?
Dann machte der Trainer auch noch für alle Gruppen die Ansage und ich so what the fuck, wer ist denn hier eigentlich? Wer? Dann bin ich halt einfach irgendwo mit reingesprungen. Also es war ein bisschen weird, war es schon. Und dann quatscht mir, da habe ich halt die rosane Badekappe von meinem Verein, von Kopf von Köln noch auf dem Kopf und noch die Panda-Ringe von den Goggles auf den Augen.
Quatscht mich dann halt einer an, den ich definitiv noch nie gesehen hatte. Ey, du bist so der Ralf Scholl. Ich so, wie hast du mich denn jetzt erkannt? Keine Ahnung, an meinem Brustwarten oder was. Jedenfalls ist das ein Guide, der mit mir ins Camp fahren wird, den ich aber noch nicht kannte. Mega. Ja, das war sehr lustig. Am nächsten Tag war so geiles Wetter in Köln, dass ich schon wieder laufen gehen musste. Also Montag dann quasi.
Das ist ja ein richtiger Sportblock gewesen hier. Und laufen scheinbar ja ohne, also ich schätze mal, dass du dir gute Nachbereitung, aber auch keinen Muskelkatern offensichtlich hattest von dem Zehner am Samstag. Doch, hatte ich, aber bei weitem nicht so doll. Also viel, viel, viel weniger. Dann, wie gesagt, musste ich laufen, weil es einfach zu schön war.
Dann musste ich Radfahren, weil es noch schöner war. Dann musste ich ja wieder Krafttraining machen Ich glaube, ich habe heute den, zwölften Tag in Folge mit Sport. Also nochmal, für euch Läufer, ihr zählt ja logischerweise jeden Tag Sport. Ich will jetzt nicht die Klappe so aufreißen, weil das war schon auch anstrengend für mich, das Schwimmen.
Aber normalerweise sagt der Triathlet ja Entlastungstag dazu. Das wird ja nicht so richtig mitgezählt. Aber zweieinhalb Kilometer ist ja schon mal nicht so schlecht. Also ich weiß es nicht. Meldet euch gerne hier mal rück aus der Community, wer an einem Entlastungstag gerne mal zweieinhalb Kilometer schwimmen geht. Ich gehöre da sicherlich nicht dazu. Ich glaube, ich bin in meinem ganzen Leben noch nie länger als ein Kilometer geschwommen. Die Triathleten in unserer Gemeinschaft lachen mich aus dafür.
Ja, aber 200 Kilometer schwimmen schon nicht wenig. Zwar 100 Kilometer ist viel, aber zweieinhalb Kilometer ist nicht so viel. Ja, und dann musste ich natürlich heute, nachdem ich bei den Hintergrundgesprächen für den Marathon am Sonntag war, natürlich auch noch kurz eine Runde am Main drehen. Es war zwar dann Nieselregen, aber es war trotzdem irgendwie schön.
Es war schon auch richtig schön, muss ich sagen. Es hat ja schon immer was. Und in so einer Marathonwoche rennen dann dann auch viele rum. Ich würde sagen, die allermeisten haben versucht, heute nochmal zu gucken, ob es noch geht. Die Nervosität im Nacken fühlt sich die Beine noch gut an. Konntest du dich zügeln? Ich habe dich sonntags morgens schon lange Sprints ziehen sehen im Tiergarten.
Ja, klar. Sonntagfrüh fand ich auch immer ganz gut ein, zwei Steigerungen so einfach fürs Feeling. Wie fühlt es sich an? Ist irgendwie ein Punch in den Beinen? Aber ich muss sagen, ich war ja auch, es verschwimmt ja immer schon so ein bisschen, ich war letzte Woche ja auch noch kurz in Frankfurt für ein Event und da sind wir eben auch in der Früh am Main eine ganz kleine Runde gelaufen, so als Morning Run, und das hatte ich irgendwie auch in der Insta-Story gepostet und da gab es auch diverse Leute, die darauf geschrieben haben, du bist eine Woche zu früh hier, das ist erst nächste Woche mit dem Marathon.
Ja, leider bin ich genau dann nicht da, aber ich wollte nochmal ein bisschen hier zumindest die, wie soll ich sagen, die Vibes von Manhattan mal wieder aufsaugen, weil ich doch auch schon länger nicht mehr in Frankfurt war. Ich glaube seit Mai nicht mehr, also wirklich schon eine Weile her und das hat schon was Magisches.
Ich finde es gerade auch am Morgen, muss ich sagen, auch echt, ich weiß jetzt nicht so deine Uhrzeit, Ralf, aber auch schon cool, wenn noch so ein bisschen so dämmeriges Licht ist und dann läufst du da irgendwie, am Ufer entlang und irgendwie über eine Brücke drüber und so, das ist schon nicht schlecht.
Ist aber ja kein Teil der Laufstrecke, das ist Teil des Ironman, aber nicht des Marathons, weil es ist einfach zu groß, zu viele Menschen. Übrigens dieses Jahr ja Rekordbeteiligung, ja 19.600 Leute haben sich angemeldet. Eigentlich wollten sie bei 18.000 Schluss machen, haben aber zu spät die Anmeldung geschlossen, da hatten sich dann direkt nochmal 1.500 angemeldet.
Das passiert schon mal. 19.600 irgendwas Anmeldung. Das ist schon ein Hieb. Wow, nur für den Marathon? Das ist ja schon amtlich. Also ich meine, damit dürften sie ja so in der Range von Hamburg auch sein. Das ist schon krass. Ja, absolut. Also man merkt, der Trend ist ungebrochen. Ich kenne keine Veranstaltung, die da gerade hinterher hängt.
Übrigens, am Wochenende ist ja auch der Halbmarathon in Hamburg. Weil ihr erinnert euch ja, dass der wegen Hitze ausgefallen war. Das macht jetzt auch Sinn, weil irgendjemand hat mich auch darauf angesprochen. Und ich dachte mir so, es gibt einen Halbmarathon im Herbst. Ich glaube, das ist der PSD-Bank-Halbmarathon, der auch vom Team von Frank Thaleiser organisiert wird. Ich wüsste jetzt nicht mehr genau, welches Datum der stattfindet.
Ich dachte eigentlich eher im September schon. Und dann war ich so ein bisschen verwirrt, weil ich dachte, Ist auch so. Da ist mir wieder eingefallen, dass der Heller-Halb-Marathon verschoben wurde, wegen der Hitze-Geschichte. Und das hatte ich irgendwie gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Ja, nee, hatte ich auch nicht auf dem Schirm, tatsächlich.
Aber jedenfalls ist der verschoben. Dann ist ja noch Valencia-Halb-Marathon am Sonntag. Und in deiner Lieblingssportart ist, glaube ich, im Chiemgau Trailrennen. Im Chiemgau ist ein Trailrennen. Jetzt bin ich am überlegen, welcher das sein könnte. Also ich schließe es nicht aus, aber das Wetter ist natürlich schon.
Grenzwertig langsam. Also wir hatten heute Morgen, als wir hier die Vorhänge zurückgezogen haben, haben wir, ja, ja, wirklich, also auf den Gipfeln hier um Tegernsee rum lag schon Schnee. Deswegen kann man da wahrscheinlich trotzdem ein Trail-Rennen machen, aber ist natürlich mit den Witterungsbedingungen dann schon eigentlich ein hohes Risiko für die Veranstalter, ob man das dann so durchführen kann oder nicht. Absolut.
Da fiel mir, vielleicht als letzte Anekdote, bevor wir dann jetzt wirklich zu Frankfurt kommen, da fiel mir natürlich nochmal kurz das nicht ganz erwähnungsunwürdige, Ereignis in Amsterdam ein. Also zunächst ist da eine Lady aus unserer Community gelaufen. Ich weiß nicht, die hast du glaube ich jetzt noch nicht, also du kennst die, weil sie war bei Wings4Run, die Frau unserer...
Delia. Delia Billinger in unserer Community, die am weitesten gelaufen war, die ist ja dann nach Berlin hingelaufen, mit ein paar Freunden, um dann in Berlin zu laufen. Ja, also auch mal eine andere Art, so einen Marathon anzugehen. Man macht das als Team-Event, als Staffel. Erstmal die, ich weiß gar nicht, was das dann waren, 400, 500 Kilometer nach Berlin und dann halt on top noch so einen Marathon.
Genau, weil man sich ja sonst nichts kündigt. Und weil sie, offen ist für Herausforderungen, ist sie in Amsterdam auch gelaufen. Oh, Okay. Also beides. Nicht viel Pause. Ja. Beides? Ist es Halbmarathon und Marathon? Halbmarathon und Marathon. Wie ist das überhaupt? Das scheint ja offensichtlich möglich zu sein, dass der Zeit dann so abgestimmt ist.
Das ist tatsächlich möglich, weil die lassen erst den größten Teil vom Marathon rein und dann geht Halbmarathon erst los. Okay, das ist krass. Das ist krass, ne? Und die macht den Trail auf im Chiemgau jetzt. Warum man sich ja sonst nichts gönnt. Ich wollte gerade sagen, auch räumliche Distanzen spielen keine Rolle, ob hier Niederlande oder Alpenvorland, kein Problem.
Spannend, also ich meine, die ist ja sehr fit, das wissen wir, da wussten wir ja schon, oder konnten wir uns ja schließen aufgrund des Ergebnisses beim Wings for Life World Run und natürlich haben wir sie dann immer ein bisschen mehr im Auge behalten, aber das ist natürlich, ja, also die ist offensichtlich sehr gut in Shape, sonst würde man sich das glaube ich auch nicht zutrauen.
Aber hat ja eine besondere Einstellung und ich habe einfach mal, ohne dich zu fragen, sie schon mal annonciert, dass wir uns ganz dringend hier mal mit ihr unterhalten müssen. Ja, unbedingt. Das werden wir in den nächsten Wochen einfach mal machen. Denn, das ist auf jeden Fall ein spannender Ansatz, aber du wolltest noch auf eine weitere junge deutsche Läuferin zu sprechen kommen, die ihr Debüt, glaube ich, in Amsterdam gelaufen ist.
Das war natürlich auch nicht so schlecht. Jetzt bin ich am überlegen, wen du nochmal genau meinst. Ja, vielleicht sagt dir der Name gar nicht so viel. Chiara Nahen heißt die, kommt vom LC Paderborn. Das ist ein bisschen mehr bei mir in der Ecke, also in Ostwestfalen, um genau zu sein. Und Chiara ist ihr die Bügel auf in 2027, 2022.
Was? Okay, das ist ja krass. Warum ist die uns davor hier noch nie in 6,5 Jahren Bestzeit-Podcast untergekommen? Die ist entweder sehr jung oder sie ist... Sie ist noch relativ jung, aber sie ist schon auch in einigen Bereichen sehr gut unterwegs gewesen. Also hier mal in einem Halbmarathon, da war dann zum Beispiel Esther Pfeiffer mit drin, dann ist die Schlagzeile woanders, dann da mal ein Zehner und so weiter.
Nee, aber hatte ich schon so im halben Auge. Aber das ist natürlich trotzdem jetzt erstmal ein super Ergebnis da in Amsterdam. Amsterdam hat es auch geregnet die ganze Zeit. 2021 im Debüt stark. Nicht ganz einfach, ja. Wir haben das ja in Dings halt auch gesagt, in Berlin. Das sind halt neue, frische, junge Namen, die Karrieren im Auge und im Blick haben.
Und wo wollen die hin? Die wollen natürlich alle nach Los Angeles. Das ist ja klar. Aber macht vom Timing ja auch dann total Sinn. Und damit sind wir dann jetzt endgültig bei Frankfurt. In Frankfurt läuft ja Blanca Dörfel. Auch das ist ein Name, der vielleicht so in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt ist.
Ganz spannende, ganz spannende Biografie. Weiß gar nicht, ob du sie kennst. Ja, ich kenne sie tatsächlich sogar relativ gut, weil wir damals zeitweise gemeinsame Teamkollegen waren beim Marathon-Team in Berlin und wir uns da zumindest bei den Rennen oder Events drumherum immer mal wieder begegnet sind.
Sie ist allerdings damals schon lange, glaube ich, von Dieter Hogen auch schon betreut worden. Immer noch. Und ich glaube, dass auch nach wie vor noch ihr Coach ist und hat sich jetzt, glaube ich, da aber ein bisschen selber aufgestellt. Ich glaube, sie ist noch Mitglied beim SCC, glaube. Ich. Nein, sie ist bei Berlin Athletics. Ah, Berlin Athletics, ja, okay, fair. Und er hat auch einen anderen Ausrüst dann zwischen und so, das habe ich ja jetzt eher aus der Ferne dann auch mitbekommen, aber natürlich die starken, Ergebnisse verfolgt, nicht zuletzt ja auch im Halbmarathon, das macht schon viel Vorfreude natürlich jetzt auf Frankfurt und ich habe noch gar keine Wetterfeuersage gesehen, das wirst du jetzt auch schon sehr viel besser im Auge haben,
aber das wird natürlich, glaube ich, ein mitentscheidender Faktor wahrscheinlich dann auch für Sonntag früh werden. Startzeit ist ja wie immer glaube ich 10 Uhr und wir werden alle nochmal, kurze Reminder an alle, die Uhren werden umgestellt. Das ist immer so in Frankfurt. Das weiß ich, das hat sich so eingebaut, wenn Frankfurt Marathon ist und ich hab ja da auch schon gepacet und sowas. Ich hab immer, weiß ich, okay, eine Stunde länger schlafen, das ist echt ein Segen oder manchmal auch nicht, wenn man laufen muss, ist vielleicht auch nicht so ein Segen, wenn man eine Stunde länger hat, die man totschlagen muss, bis man dann irgendwann mal aufstehen darf.
Aber ja, nee, also das ist um 10 Uhr und ja, Frankfurt ist halt oft in der Vergangenheit ein bisschen der Wind das Thema gewesen, wenn nicht, das möchte ich auch nochmal sagen. Ist die Strecke sehr, sehr schnell. Also das ist auch in den letzten Jahren, glaube ich, ein bisschen so, weiß ich nicht. Nicht mehr so im Bewusstsein gewesen, weil vielleicht hier und da mal Pech war oder vielleicht nicht die ganz Top-Namen da waren oder wie auch immer oder keine deutschen Aushängeschilder, wo man sonst gewisse Zeiten ableiten kann.
Aber ich glaube, es war Wilson Kippsang, ich nagel mich jetzt nicht auf das Jahr fest, probably irgendwie 2013 oder sowas, also schon länger her. Der ist damals nur wenige Sekunden am Weltrekord vorbeigeschrammt in Frankfurt, und das war also kurz vor der Sensation. Damals waren die Weltrekorde der Männer nach wie vor noch in Berlin.
Und das ist eine schnelle Strecke, wenn das Wetter mitspielt, wenn es nicht zu kalt ist. Das war auch schon manchmal der Fall. Oder zu stürmisch. Dann bin ich schon, also ich hoffe darauf. Ich bin, wie gesagt, sehr gespannt auf die Ergebnisse von den deutschen Läuferinnen und Läufern. Also das war vor allen Dingen auch bei Blanca tatsächlich ein Thema, weil sie in Boulder jetzt war mit Dieter Wogen, mit ihrem Trainer.
Ja, nochmal kurz, der hat schon eine Menge Läuferinnen und Läufer betreut, unter anderem auch Uta Pippich damals. Die spielt tatsächlich auch so eine kleine Rolle bei Blanka. Die haben sich vor dem Marathon wohl mehrfach getroffen und einfach unterhalten, ein bisschen so über Mindset und Herangehensweise und wie man sich marathoniert.
Einen sehr klugen Satz, den Blanka jetzt von Uta Pippich rekapituliert hat. Schau nicht auf die Ziellinie, schau auf die nächsten fünf Kilometer und auf die nächsten fünf Kilometer und auf die nächsten fünf Kilometer. Also das runterzubrechen, genauso wie wenn man zum Beispiel einen Long Run macht. Also nicht zu sagen, heute muss ich 30 Kilometer laufen, sondern heute mache ich einen Long Run und dann jetzt laufe ich fünf bis zehn.
Und dann bist du so, sich das im Kopf klein zu machen, um nicht da vor so einem, riesen Berg zu stehen, halt auch mental nicht vor so einem Berg zu stehen. Ganz spannend, also fand ich eine kluge Geschichte. Aber erstens war es wohl ungewöhnlich warm in Boulder, also die ganze Zeit jetzt wohl noch über 30 Grad.
Das ist ungewöhnlich, weil es Höhenlage ist da. Und sie ist halt ein absoluter Liebhaber von Hitze. Und sie hat tatsächlich wohl irgendeine physiologische, vielleicht auch psychosomatische, I don't know, aber das ist jetzt wilde Spekulation. Jedenfalls hat sie ein Problem, wenn es kalt ist, dass sich ihr Zwerchfell verspannt.
Und sie dann das Gefühl hat, sie kann nicht mehr richtig atmen. Und die Wettervorhersage für Sonntag ist im Moment katastrophal. Also Anfang der Woche sollte es zwölf Grad und trocken sein und leichter Wind. Das wäre perfekt. Ja, jetzt heißt es Dauerregen und starker Wind aus Südwest. Und das ist genau das, was du jetzt, in Frankfurt nicht so richtig geil gebrauchen kannst. Das ist halt so.
Also von daher bin ich mal sehr gespannt, wie das wird und wo die Reise dahin geht. Du hast es angesprochen, du bist selber da gelaufen. Du weißt das, man läuft erst in die Stadt rein und dann läuft man tendenziell. In Richtung Westen aus der Stadt raus. Das heißt, wenn es windig ist, also wenn Südwestwind ist, was ja die vornehmende Windrichtung hier ist, dann musst du da unbedingt in einer Gruppe drin sein, weil sonst wird es unmöglich. Das muss man klar sehen.
Das Problem sind natürlich auch die Skyscraper, also die Hochhäuser, weil du hast halt Abwinde. Also der Wind trifft auf die Hochhäuser oben und fällt dann praktisch an den Fassaden runter. Das beschleunigt den Wind halt nochmal in Richtung Straße. Also da kannst du Pech haben und kommst halt, in eine Häuserschlucht und das ist wie ein Windtunnel, aber nicht mit dir, sondern gegen dich. Das ist leider möglich.
Ja, und klar, dann hat man halt, wenn man in Höchst umdreht, dann vier, fünf, sechs Kilometer Rückenwind. Aber bis dahin muss man sehr, sehr, sehr gut abgeschattet sein. Und das wird natürlich auch ein Thema bei den Jungs sein. Also wie viel riskierst du dann? Die Jungs, also vor allen Dingen Amanal und Samu Fitwi, spekulieren schon auf Westseid, also in Richtung deutscher Rekord, also irgendwas von 204.
Ich meine, gut, was sollen sie sonst machen? Sollen wir jetzt 205 laufen? Aber dann musst du halt trotzdem natürlich sehr gut überlegen, machst du das oder machst du das nicht? Dazu kommt noch eine kleine... Das wären jetzt nicht die Bedingungen, die dafür geeignet sind, aber vielleicht tut sich auch bis Sonntag nochmal ein bisschen was. Kann sein, also hoffen natürlich alle, hoffen wir alle, ist ja klar.
Wobei ich muss sagen, ich finde es erstmal total geil, dass die drei gegeneinander racen. Ja. Ja, weil das Racen und jetzt wird es halt spannend, wer geht welches Risiko, wer geht welche Gruppe, wie gehst du es an? Ja, und Richard hat schon gesagt, er wird es eher etwas konservativer angehen, angehen müssen, wie er sagt, weil seine Bestheit ist halt nicht so gut wie die von den beiden anderen.
Und dann wäre es ja schon relativ vermessen zu sagen, okay, ich gehe jetzt da mit. Obwohl er das in Boston gemacht hat. Genau. Ich kenne ihn ja schon lange und ich schätze ihn als Athleten, also es gibt wenig Athleten in meinen Augen, Marathonläufer, die so. Krass vorbereitet sind in jeglicher Hinsicht auf die Rennen, die sie angehen.
Deswegen ich denke, dass fast ein bisschen Tiefstapeln ist, weil wenn er natürlich sagt, seine Bestzeit gibt das nicht so sehr her vielleicht wie die von Amanat und Samu, muss man nicht sagen, er ist ja trotzdem mit 2.04 gelaufen. Also er ist ja auch in, es ist nicht die offizielle PB, die wird mit Sternchen versehen und so, wegen Boston, dem Kurs und so weiter.
Und wenn er natürlich sich bezieht auf seine 2.06, okay, ja, stimmt, dann ist da ein kleines Gap da. Aber in Boston rennst du die 2.04 ja auch nicht einfach so. Da wurde er ja nicht angeschoben. Also das ist ja trotzdem gelaufen. Und er hat gesagt, er hätte selten so Schmerzen gehabt wie da. Weil das Unterlaufen, das macht ja was.
Das macht ja was. Und der ist ja da all in gegangen, tatsächlich. Klar. Also er ist mit Kurier mitgelaufen bis Kilometer 30. Also come on. Das ist all in. Aber er hat sich auch sehr viel Respekt erarbeitet. Und dennoch hat er übrigens erzählt, es ist nicht so, dass er sich die großen Marathons aussuchen könnte.
Überlegt mal, Leute. Europameister, mit der Bestzeit, mit einer sehr guten Platzierung in Boston. Er ist potenziell nicht ins Elitefeld in New York und nicht ins Elitefeld in Tokio gekommen. Obwohl sein Sponsor aus Japan ist. Das hätte ich nicht gehört. Und er meint, dass die Japaner ein bisschen ihre eigenen Leute schützen.
Okay, okay, ich verstehe. Also klar, wenn so einer wie Eliud Kipchoge dann kommt, Übrigens haben wir das natürlich letzte Woche vergessen. Ja, dass er back ist. Ja, der ist back in the game. Wieder einen Marathon gewonnen. Ja, er hat Melbourne gewonnen. Das ist jetzt kein Major, aber das ist schon auch ein großer Marathon.
Also das ist jetzt nicht nichts. Ja, aber wie gesagt, so geht das jetzt erstmal aus. Der eine oder andere wird das schon mal gehört haben, vielleicht für alle anderen. Tatsächlich gibt es am Samstag, das ist in der Regel so einen Tag vorher, das sogenannte Technical Meeting. Da geht es auch um ein paar logistische und ein paar logistisch-technische Geschichten.
Also wo du wann deine Flaschen abgeben musst, wer deine Flaschenanreicher sind, sofern da welche sind, wie die Tische aufgebaut sind, bla bla bla. Aber da wird auch ausgehandelt, welche Gruppen wie schnell laufen, wer in welche Gruppe geht und so weiter und so fort. Also das ist schon auch immer spannend.
Wie war das bei dir in Frankfurt und in Berlin? Weil in Valencia, weiß ich noch, da warst du dann zwischen den beiden Gruppen, wo du besser gelaufen bist, warst du zwischen den beiden Gruppen und musstest dich entscheiden. Also im Laufe entscheiden. Ja, das stimmt. Da musste ich mich im Laufe entscheiden. Da hatte ich so ein, zwei Sekunden, wo du entscheiden musstest, jetzt höhe oder hot.
Also Frankfurt hat damals immer noch Christoph Kopp gemacht, der jetzt leider verstorben ist. macht aber seinen Sohn jetzt, genau. Und das war damals immer sehr, sehr gut geplant und vorbereitet, muss ich sagen. Und da hat es ja nichts gefehlt. Also da waren auch immer gute Pacemaker im Einsatz und es war einfach rundherum gut organisiert und auch gut kommuniziert.
Wie es heute ist, oder wie Philipp das macht, kann ich einfach deswegen nicht sagen, weil ich dann nicht mehr Teil davon war, wie ich das so miterleben konnte vor Ort. Aber klar, und Berlin ist natürlich sowieso Outstanding, brauchen wir jetzt nicht reden. Also eine Berlin Das war, wenn Marc Milde das macht mit seinem Team, auch mit Philipp Kado natürlich, dann ist ja alles haarklein vorbereitet.
Die PowerPoints nochmal sehr anschaulich gemacht, sodass wirklich alle, und das ist in Berlin ja auch ein Riesensaal mit Leuten, also mit Managern, mit Athleten, mit Pacemakern, wo man versucht, das in einer kompakten, aber auch ausführlich genügend Form sozusagen zu vermitteln, dass alle glaube ich wissen, worauf es dann wann wo ankommt.
Und übrigens auch in Hamburg, muss ich sagen, also auch Hamburg, Frank Thaler, das haben wir vorher schon mal erwähnt, das hat früher viele Jahre Juri van der Felden gemacht, das Elite Race Management oder die Koordination, und der war ganz lange bei, Global Sports von Joss Hermanns quasi, das heißt, dass natürlich Leute, wo Elliot Kipchoge unter Vertrag ist, wo Kenny Sabi Kehl unter Vertrag ist, die wissen natürlich, wie ihr Job funktioniert und da war das auch immer sehr, sehr gut organisiert und zum Beispiel da natürlich auch klar viele Pacemaker aus dem eigenen Stall immer dabei gehabt.
Das heißt, du hast eigentlich auch als deutscher Athlet damals schon, wenn du gesagt hast, wie bei mir, jetzt nehmen wir mal das Beispiel 2018, ich wollte damals versuchen, eine EM-Norm zu laufen für die Europamaßschaften in Berlin und war damals, glaube ich, eigentlich so der einzige deutsche Mann, der das da probieren wollte.
Die haben den roten Teppich gefühlt ausgerollt, also im Sinne von, klar, wir finischen in Hamburg auch auf einem roten Teppich, aber der wurde da nicht nur für mich hingemacht, ich meine jetzt eher mit. Also eine entsprechende Gruppe zusammenzustellen. Und ich glaube, das war damals ein britischer Pacemaker und zwei Kenianer.
Der Britte hatte so ein bisschen den Hut auf bis Halbmarathon, die Jungs ein bisschen einzupacen und die anderen sind, glaube ich, auch echt bis jenseits der 30 noch gelaufen, was ein Top-Job ist, muss man sagen. Also das machen die dann schon sehr gut alle. Ja, da gab es jetzt heute tatsächlich schon Einschränkungen, weil der Trainingspartner von Amanal kein Visum gekriegt hat und wird auch kein Visum mehr kriegen. Das heißt, der ist nicht da.
Da mussten sie jetzt umplanen. Da kann man jetzt sagen, ja, okay, finden sie schon einen. Aber wir sind da schon auch in Leistungsbereichen. Da läuft nicht mehr jeder einfach mal so fluffig mit, wenn ich in Richtung 62.0 oder was anlaufe, den Halbmarathon. Also gleichmäßig, ruhig anlaufe. Da musst du auch erstmal jemanden finden. Und das ist natürlich was anderes, wenn du jemanden aus deiner Trainingsgruppe hast. Ja, Samu ist ja in einer sehr, sehr großen Trainingsgruppe in Äthiopien im Moment noch unterwegs.
Ja, die sind halt 50 Läuferinnen und Läufer, die da zusammen in einer Trainingsgruppe sind. Und es sind halt ein paar Leute aus seiner Trainingsgruppe hier in Frankfurt. Und ich glaube, zwei Männer, die sind zwar auch eher so im Leistungsbereich bisher von Richard, also im gültigen PB-Bereich, so 206.
Aber das ist natürlich dann schon auch was anderes. Ob man die Pacemaker kennt, ob die dich kennen, wie haben die den Job halt drauf. Das ist halt eben auch organisieren einer Gruppe, gleichmäßiges Tempolaufen, auf die Tische hinweisen, dass man da keine Zeit verliert, Flaschen fallen lassen muss oder, oder, oder. Es sind so viele Komponenten, die da eine Rolle spielen.
Also das ist nicht der leichteste Job der Welt. Das muss man schon mal sagen. Und da werden halt schon auch wesentliche Parameter gesetzt, wenn man in Richtung eines Rekordes laufen will oder wenn man in Richtung einer Bestzeit laufen will. Damals übrigens, weil du das sagst. Bei dem beinahe Weltrekord hier in Frankfurt, da war irgendein Vorfall, mit dem Pacemaker und deshalb fehlten nachher da die drei Sekunden.
Wirklich? Also, dass er irgendwie nicht mehr... Also, pass auf, du kannst ja mal eben erzählen, wie du es am liebsten hast, wenn du gepacet bist. Dann kannst du mir vor allen Dingen erzählen, welche Pacing-Erfahrung in Frankfurt, zwei unserer Protagonisten haben. Hauptsache, du weißt es überhaupt. Da bin ich gespannt. Ich weiß das nicht.
Frage 2 muss ich raten. Bei Frage 1 zum Thema Pacing im Allgemeinen, klar, ich glaube, das mögen jetzt, also spreche ich glaube ich für ganz viele, dass das natürlich möglichst gleichmäßig sein soll und das ist ja immer ein bisschen so die Krux und vielleicht auch noch ein bisschen der Nachteil bei Männern, zumindest im Elite-Bereich, bei den meisten Marathons oder doch der überwiegenden Mehrheit an Marathons ist es ja durchaus üblich, dass Männer auch als Pacemaker für Frauen eingesetzt werden können.
Dementsprechend hast du natürlich ein ganz anderes Repertoire an Möglichkeiten, um auch verrückte Weltrekorde jetzt in Anführungszeichen Richtung 2 Stunden 10 bei Frauen zu bewerkstelligen und bis zur Ziellinie zu unterstützen. Naja, die Frauen müssen das trotzdem selber laufen, das soll das Ganze nicht schmälern, aber die Form der Unterstützung, die ist halt, sagen wir mal, vergleichsweise leichter zu finden.
Wenn du einen Mann hast und die wollen jetzt hier zum Beispiel Samu oder Amanal, die wollen Richtung deutschen Rekord laufen, 2.03, 2.04, ja da findest du erstmal ein paar Pacemaker, das ist nicht so einfach und dann willst du natürlich, dass die das möglichst gleichmäßig machen, damit du so viel Energie und so viel Kraft wie möglich erstmal sparen kannst.
Das heißt es gibt halt viele Möglichkeiten, wie du jetzt zum Beispiel bei den Männern, wenn wir es 2.06 nehmen oder sowas, leicht zu rechnen, 3 Minuten 0.0 auf einen Kilometer, Du kannst einen Dreierschnitt laufen, indem du 255, 305, 255, 305 machst oder halt 30, 301, 259. Und diese auch vermeintlich kleinen Abweichungen, ob es jetzt 10 Sekunden sind oder 2, 3 Sekunden, das summiert sich und das macht es irgendwann spürbar und das kostet einfach hinten raus dann sonst auch einfach Körner.
Und deswegen, je gleichmäßiger, desto besser. So irgendwie mäßig, ich laufe vorne, was rein, funktioniert ja gar nicht, das ist einfach Quatsch. Im besten Fall schafft man einen Negativ-Split, das klappt aber in aller Regel ja auch nur dann, wenn du halt auf den ersten, sagen wir mal, auf der ersten Hälfte, auf den ersten 30 Kilometern dich auch dann entsprechend.
Energieschonend unterwegs warst, sag ich jetzt mal. Und wenn du sagst, Pacing-Strategien von zwei deutschen Protagonisten, das heißt wahrscheinlich, du hast schon gesagt, Richard, eher konservativ, das heißt Samu und Samu und Amanal. Nee, ich hab die Frage falsch gestellt, sondern ihre Pacing-Erfahrung in Frankfurt.
Ob die schon mal gepacet haben oder schon mal gestartet sind? Ich glaube noch nie. Keiner von denen ist in Frankfurt gelaufen, soweit ich weiß. Richard hat 35 Kilometer Pace gemacht für, für Arne. Stimmt! Stimmt, weil die ja schon von früher aus ja auch immer ein gutes Verhältnis hatten. Stimmt, der hat mal Arne gepacet.
Die haben ja auf der Bahn sehr lange zusammen sich gebettelt. Und er ist, ich glaube, 2018, also 2018 da schon relativ weit für Arne da gelaufen. Und hat eigentlich immer gesagt, ich muss da nochmal laufen. Und das ist ja der Abschied vom Renndirektor von Jo Schindler. Und jetzt war der ganz happy, das da zu machen. Und Amman ist auch schon mal gepaced.
Auch in Frankfurt? Ja. Für Hendrik? Nein. Da müsste jemand aus seiner Trainingsgruppe früher gewesen sein, hätte ich gedacht. Für jemand anderen? Ja, aus Regensburg. Für Simon? Für Simon Boch. Oh, das habe ich gar nicht mehr gewusst. Ja, also es war auch zu der Zeit, als er noch Bahn gelaufen ist. Er hat es gesagt, aber ich habe es wieder vergessen. Jedenfalls haben beide da zum ersten Mal die Marathonluft in Frankfurt geschnuppert, also für Richard war das ja noch relativ weit weg.
Der war Bahnläufer zu der Zeit. Und Samu ist tatsächlich noch nicht gelaufen. Okay, okay. Das ist ja spannend. Und jetzt nochmal eben zu dem, ich habe es nämlich jetzt mal eben nachgeguckt. Wir haben, glaube ich, eben Wilson Kiptanui gesagt, das ist aber ein Bahnläufer. Kipsang. Wilson Kipsang. Also vier Sekunden fehlten dem damals ein Weltrekord.
Und der damalige sportliche Leiter, du hast schon gesagt, Christoph Kopp, hat dann während des Rennens dem Tempomacher von Kipsang bei Kilometer 30 plus erlaubt, durchzulaufen. Was hat er daraufhin gemacht? Ist hinter Clipsern gelaufen. Das ist natürlich suboptimal, ja. Ja, aber das ist das halt, wenn die Aufgaben nicht klar sind. Diese Diskussion hatten wir doch letztes Jahr.
Dieses Jahr beim Halbmacht in Berlin. Dieses Jahr, richtig. Aber da waren ja auch diese Spiele, dass dann halt einer vorne war, sich wieder zurückfallen lassen, mit Ammern dann ja gelaufen ist und so weiter hin und her. Also wenn du da nicht eine klare Geschichte hast. Und damals, meine vier Sekunden ist ja sehr leicht darstellbar, wenn der bis Kilometer 35 oder was vor Kippsang bleibt, das ist ja diese kritische Phase da auf der ewig langen Mainzer Landstraße, dann wäre das wahrscheinlich möglich gewesen damals.
Das ist schon crazy, oder? Da musst du eigentlich... Das sind so diese Kleinigkeiten, deshalb sage ich ja, Tempo machen, das ist nicht trivial. Das ist einfach nicht trivial. Also ich kann mich da gar nicht erdreisten, sozusagen, da ist mir ein Urteil zu bilden, weil ich die Situation jetzt nicht damals so live miterlebt habe, aber rein vom Ding her, ich weiß auch nicht, wie die Absprache vielleicht im Vorfeld war, vielleicht war das ja auch ein Teil des Deals, dass man gesagt hat, wenn du einen guten Job machst, dann darfst du dann durchlaufen, weil er vielleicht ja noch nie einen Marathon gefinisht hat, das ist ja dann auch eine Visitenkarte, wenn du da eine gute Zeit läufst, aber im Zweifelsfall musst du dann aus dem Auto raus sagen, Junge,
für jeden Kilometer, den du jetzt noch vor Wilson läufst, gibt es 1000 Euro extra oder sowas. Und dann laufen die auch bis zum Geh-Nicht-Mehr. Christoph ist immer mit einem schwarz-weiß karierten Helm immer auf dem Motorrad mitgefahren. Stimmt, ja. Ja, also jedenfalls, das waren die Geschichten zu...
Zu der Geschichte des Frankfurt-Marathon. Also die drei waren völlig überraschend sehr nice zueinander. Es war wirklich entertaining. Amman in sehr guter Laune hat auch im Moment ein bisschen eine etwas entspanntere Situation mit seiner Family. Da ist zwar noch Kriegsgebiet, aber er hat Kontakt mit denen.
Die sind auch tatsächlich in der Lage, das Rennen am Sonntag zu schauen. Er kann halt mit seinen Schwestern und mit seiner Mutter regelmäßig auf jeden Fall telefonieren und das bringt ihm schon was und das macht ihn halt auch ein bisschen entspannter, Und tatsächlich ist die Situation für Samus' Family auch ein bisschen entspannter.
Die kommen ja aus einer relativ nahegelegenen Gegend. Also die sind nicht sehr weit voneinander groß geworden. Die Family ist jetzt in Eritrea und auch vergleichsweise safer unterwegs. Aber im Prinzip sind die beiden ja wirklich grandiose Beispiele für Integration. Das ist ja einfach fantastisch. Also bei Ammanal ist das ein bisschen... Beispiel für Sport als Integrationsweg sozusagen. Ja, bei Ammanal ist das ein.
Bisschen mehr im Vordergrund. Logischerweise nach dem Titel und Platz zwei bei der WM ist das natürlich viel prominenter. Haben wir ja hier schon gesagt, er ist halt Bundeswehrmitglied und vertritt halt Deutschland. Wirklich grandios, das muss man einfach sagen. Der stellt sich immer, er ist immer bei den Meisterschaften da.
Ja, egal ob Rom oder München natürlich oder WM, ist egal. Ja, der war halt immer da. Also das ist schon ein großer Sport. Und dann muss man natürlich auch sagen, dass diese Hilfsbereitschaft, die der Samu da in der Brukaneifel erfahren hat, ja beide haben ja erst in Deutschland mit dem Laufen angefangen.
Das ist halt schon auch ganz, ganz großer Sport. Wie die Leute sich da mit ihm und seinen Leistungen identifizieren und den wirklich lieben, das ist einfach toll. Da habe ich immer Gänsehaut, weil das zeigt noch, dass noch was geht. Wir sind noch lange kein rechtsradikaler Gesellschaft, da sollten wir jeden Tag daran arbeiten, dass wir das nicht sind.
Und Richard als jemand, der ja älter ist als die beiden, der sicher auch aus einer anderen Karriere kommt, aus einem anderen Karriereverlauf kommt, der übrigens bis Mittwoch noch gearbeitet hat, das muss man auch mal sehen, der hat ja einen Job, und der schon sehr früh mit Amanal auch sehr gut war und einfach als Athlet, aber eben auch als befreundeter Athlet schon unterwegs war.
Und jetzt ja im Sommer den Samu ein bisschen länger, enger und besser kennengelernt hat, weil die inzwischen den gleichen Manager haben und sich gemeinsam in St. Moritz auf die EM vorbereitet haben und die sind jetzt auch wirklich richtig gute Freunde geworden da. Also das war eine sehr, sehr schöne, sehr lustige Teilen, sehr entertaining, aber eben auch mit diesen ernsten Themen, als es halt um die Familien da von Samu und.
Von Amanai ging und letztlich natürlich auch um die verstorbene Tochter von Richard. Er hatte das ja diese Woche nochmal rekapituliert in einem Interview mit der dpa. Ja, vor einem Jahr, also gestern vor einem Jahr, war das halt eine stille Geburt, weil die ja leider nicht lebend zur Welt gekommen ist, seine Tochter.
Und er hat halt beschrieben, wie sie ihn halt durch schmerzhafte Phasen seines Trainings und seiner Wettkämpfe führt. Und da hat man natürlich schon Gänsehaut und ist wirklich bewundernswert. Wie er und Ina, seine Frau, das ja auch durch eine Öffentlichmachung und das Aussprechen, das Bewerkstelligen.
Also das waren schon große Momente heute. Das muss man schon mal sagen. Ja, wir waren da vielleicht so zehn Leute bei diesem Hintergrundgespräch. Vielleicht zwölf, dreizehn, I don't know. Aber das ist schon was. Wenn man selber Kinder hat, dann weiß man das noch mehr zu schätzen, wenn die Kinder gesund sind. Und da gibt es keine Probleme.
Das muss man einfach mal sehen vor so einem Kontext. Besondere Situationen, besondere Typen und unglaublich, bemerkenswerte, starke Menschen, halt einfach die drei, das muss man schon mal sagen, mit ihren Karriere verlaufen, das ist schon crazy. Absolut, deswegen umso mehr meine, zumindest ganz persönliche Vorfreude auf Sonntagmorgen, wie gesagt, nicht nur, also spitzensportlich ja, aber es sind auch alles drei einfach super Typen, unterschiedlich, also von Amanal, der natürlich immer gerne hier, wie soll ich sagen, ich würde fast sagen, die geborene Rampensau ist im besten Sinne, der das gerne alles auch mitmacht und Samu, glaube ich, ein bisschen der Ruhigere auf jeden Fall.
Der Erfahrene vielleicht auch von all denen mit der Karriere und so. Alle aber irgendwie auch so, wie soll ich sagen, das Herz am rechten Fleck klingt ein bisschen abgedroschen, aber es ist halt so, die sind alle irgendwie total in Ordnung. Das sind echt coole Typen, mit denen man gerne auch Zeit verbringt.
Ja, also tatsächlich haben beide dann nochmal gesagt, Leute, das ist jetzt hier, weil hier die Menschen um ihn herum sind, um Samu und er vielleicht nicht ganz so ist wie normalerweise, aber er ist der mit dem schwarzen Humor, mit dem ironischen Humor, wo Richard sagt, da muss er sich auch erstmal dran gewöhnen, weil der hat immer einen Spruch drauf, immer eine Geschichte drauf.
Der hat immer so ein verschmitztes Lächeln. Das ist richtig, richtig cool. Und er ist ja der Einzige, der noch kein Buch geschrieben hat und wurde dann halt auch gefragt. Dann sagt er, ja, ich muss erst einen Titel haben. Die beiden haben schon einen Titel, ich noch nicht. Ich muss erst einen Titel haben.
Warte doch noch ein bisschen und dann habe ich auch mehr Geschichten zu erzählen. Weil vorher hatte Amman erzählt, dass er aus dem Buch von Richard, in dem ja durchaus auch etliche Trainingspläne drin sind, für alle, die es noch nicht gewesen haben, sicher auch eine Empfehlung. Er hätte dann ein paar Trainingspläne geklaut daraus. Bin ich mal gespannt, was das nützt am Sonntag.
Ja, sehr cool. Am Sonntag, ich freue mich natürlich schon sehr auf das Trio Infernale. Ich habe gesagt, Dream Team. Laura wird zusammen mit mir kommentieren, Laura Hottenrott, die ja logischerweise, weil sie oft genug da gelaufen ist, sowohl natürlich die Strecke in- und auswendig kennt, aber auch Blanka ganz gut kennt, von gemeinsamen Trainingslagern und selbstverständlich auch die drei Jungs gut kennt und das alles sehr gut einschätzen und beurteilen kann.
Also das wird, glaube ich, ganz cool. Und weil ja bestimmte Menschen in unserer Szene, und vielleicht handelt es sich da um einen anderen Podcast, der auf Aus und Laufen anfängt und endet, gerne mal, sagen wir mal, forsche Bewertungen zu Leistungen von Fernsehschaffenden machen. Habe ich dann mal angerufen beim Athletensprecher und habe gesagt, pass mal auf, du hast gar keine Ahnung.
Aber Vorschlag zur Güte, komm doch einfach mal vorbei. Man hat sich total gefreut. Max Dorwirt wird am Sonntag unser Envoyé-Special, sprich unser Rechercheur im Hintergrund sein. Und gut aufpassen, Klammer auf, das macht er immer. Er schickt mir und uns, also Tim Tonder und mir, durchaus auch während großer Marathon-Übertragung oder rechtliche Übertragung, immer mal eine Info zu Zeiten, zu Läuferinnen und Läufern, keine Ahnung.
Aber du hast das ja schon gesehen und weißt ja, was da Tango ist, also so eine Regie, die Vielfalt der unterschiedlichen Signale, die Geschwindigkeit, wie sich selbst so ein Marathon entwickeln kann und was da alles ist, das ist schon eine komplexe Geschichte. Deshalb, er freut sich darauf, ich freue mich auch total darauf, dass wir da gemeinsam am Sonntag ab 9.55 Uhr eine mitteleuropäische Winterzeit, nicht vergessen, sind wir dann für euch da und machen da eine schicke Live-Übertragung.
Live auf hr, live im linearen Fernsehen, bei hr und im Stream. Live auf sportschau.de, live in der ARD-Mediathek, also das kann man überall sagen. Wir machen die Mediathek und. Die Sportschau in die Shownotes, dann müsst ihr da nur draufklicken. Genau, das Link, da könnt ihr euch einfach reinklicken. Genau.
Und dann kannst du nochmal deine allerbeste Fueling-Idee oder den allerbesten Tipp zum Besten geben. Ich habe ja meine Versuche gemacht, das hat halt zu wilden Pulsverläufen geführt. Jetzt gib nochmal Gas, komm. Fueling fürs Race selber, du meinst also auf der Strecke, nachdem wir alle schon, hoffentlich bestens die Tage zuvor, Kohlenhydrate reingeschaufelt haben und alles andere möglichst reduziert haben, was man sonst auch gerne isst, würde ich sagen, Frühstück nicht vergessen, das ist natürlich auch essentiell.
Wie gesagt, ich bin irgendwann geswitcht in der Karriere von Brötchen mit Honig oder Marmelade tatsächlich zu Porridge, also mit Wasser, nicht mit Milch gemacht, weil ich fand, das hat einfach nochmal ein bisschen mehr nachhaltige Energie gegeben, also zarte Haferflocken mit Wasser über Nacht ansetzen und dann einfach am Morgen mit Zimt und Zucker oder so essen und fürs Race selber, also für mich war es ja damals einigermaßen einfach, weil wir, wie gesagt, 5 Kilometer Eigenverpflegung hatten, also alle 5 Kilometer eine Flasche, das heißt Getränk und Kohlenhydrate schon zusammen.
Für diejenigen, die diesen Luxus nicht in Anspruch nehmen können, also so ungefähr dann in, was haben wir gesagt, Frankfurt, 19.600, also wahrscheinlich für 19.500 andere Mitlaufenden, die sich überlegen müssen, wie sie das am besten machen. Ich würde sagen, das leichteste ist vermutlich je nach Pace natürlich, das ist ein bisschen der Faktor, aber ich würde sagen, man sollte versuchen, so alle 20 Minuten sich Kohlenhydrate zuzuführen, wenn man anstrebt, circa 80 Gramm pro Stunde aufzunehmen.
Wie gesagt, bei mir ging das, die Race Pace mit 5 Kilometer Abständen hat sehr gut gepasst. Für alle anderen ist es wahrscheinlich sinnvoller, das nicht an Kilometern festzumachen, sondern an, zeitlichen Gegebenheiten und alle 20 Minuten so ein Gel, gibt es ja unterschiedliche, meistens würde ich jetzt mal sagen, handelsüblich ist irgendwie ein Gel, egal ob es ein Hydrogel ist, ein normales Gel, irgendwo zwischen 20 und 40 Gramm sind so die krasseren, manche noch 30, manche keine Werbung für Produkte, also ich mache mal querbeet Empfehlungen unbezahlt, Aber Ministry ist natürlich hervorragend, da fand ich zum Beispiel Mango immer gut, die haben auch welche mit Koffein noch, auch von Powerbar, die Black Linen sind nicht schlecht, muss ich sagen,
das sind Hydrogele, die gehen auch echt gut runter, schmecken auch ganz gut, du musst ja auch danach drei Stunden vielleicht noch Bock drauf haben, dir das rein zu zwirbeln. Und der krasseste Hack ist, Salzbrezeln aus der Tanke, wenn es mal wirklich schwierig wird, dann einfach mal 10 Euro einstecken oder das Handy am Mann haben, dann abbiegen von der Strecke in eine Tankstelle rein, Salzbrezeln holen und ich habe Julius Brink nämlich getroffen, das fährt mir jetzt erst ein, beim Berlin-Marathon, da ist er auch für die RTL Spendenstaffel gelaufen und ich habe ihn im Vorspann interviewt und habe gesagt, hey, Fueling-Strategie geändert von Frankfurt damals oder setzt du immer noch darauf?
Das war sehr unterhaltsam. Ja, das sind natürlich große Geschichten. Pass auf, ich habe jetzt noch ein bisschen Science dazu. Also, Testanordnung, zwei Stunden vor der Belastung. Was ist am besten? Es gab vier Alternativen, nämlich nichts essen. Kleiner Spoiler, hat nicht gewonnen. Kartoffeln essen Pasta essen oder ein Gel reinhauen, was würdest du sagen.
Ich höre ihn gerade nicht, also sage ich einfach mal weiter. Also Carbs helfen auf jeden Fall deutlich besser, als wenn man nichts vorher isst. Also da helfen halt auch die Speicher dann nicht entscheidend weiter. Die Kartoffeln sind ganz leicht benachteiligt gegen Pasta oder Gel. Pasta ist ganz leicht im Vorteil gegenüber Gel. Also wer das schafft, morgens noch Pasta zu essen, go ahead. Interessant.
Und ein Problem war tatsächlich bei den Kartoffeln, dass das für viele als sehr schwer im Magen empfunden wurde. Und da der ein oder andere ein bisschen Magenprobleme dann in der Belastung gekriegt hat, weil man noch das Gefühl hatte, voll zu sein. Was natürlich dann nicht ideal ist. Aber ansonsten, zwei Stunden vorher nochmal ordentlich, Kohlenhydrate hilft wirklich auch auf die lange Geschichte des Marathons richtig weiter.
Ja, ich würde sagen, dann leg doch mal einfach los. Kann es losgehen, aber leider ist morgen erst Freitag, also heute, wenn ihr das hier zum ersten Mal hört, möglicherweise. Ich hatte heute übrigens noch eine sehr schöne kleine Begegnung. Vor dem Hintergrundgespräch war ich noch bei Chris Mayer in Offenbach.
Die Folge haben wir ja auch mit ihm schon gemacht. Schönen Gruß an euch alle. Er möchte uns noch viel mehr mitteilen. Es riecht nach einer Follow-up-Folge. Sehr cool. Und da saß gerade ein Olympiasieger auf dem Rad. Tim Helwig, der ja nach seinem Gold mit der Staffel in Paris hier direkt bei uns hier im Podcast drin war, der saß da gerade beim Bikefitting.
Wenn man sieht, was die da für Möglichkeit haben, auch so mit neuronalen Messungen an den Muskeln, wann welcher Muskel wie da beteiligt ist und wie der drauf sitzt und Sitzpositionen verändern und so weiter. Haben ja auch das mehrdimensionale Laufband. Also das hat schon was. Also da müssen wir noch mal eine Follow-up-Folge machen, weil das ist alles so spannend und so cool.
Die beschäftigen sich ja auch stark mit orthopädischen Sachen, mit Einlagen, also die dann individualisiert angepasst werden oder angefertigt werden für Läuferinnen und Läufer. Ganz spannende Geschichte. Aber das ist Zukunft von eher über übermorgen. Ja, jetzt steht erstmal der Marathon in Frankfurt an.
Ich weiß noch nicht ganz genau, wann ich jetzt am Wochenende meinen Lauf mache. Weil ich muss jetzt ja jedes Wochenende schnell laufen. Ich habe aber tatsächlich schon eine Idee. Nämlich, auch der war ja bei uns im Podcast, mit dem habe ich heute Morgen auch schon lange geredet, über die Zukunft des Marathons. Da können wir ja nächste Woche vielleicht noch ein Wort zu verlieren.
Andreas Bechmann macht Run & Rave. Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr. Da soll es schütten und stürmen, aber scheiß drauf. Er hat, glaube ich, Regenkeps besorgt für 300 Leute und wenn man mal einmal läuft, ist auch egal. Das ist genau dein Wetter. Das wäre genau mein Wetter auf jeden Fall. Aber mit vielen Leuten ist es dann vielleicht geteiltes Leid und mit Musik kann man sich da, glaube ich, ganz gut durchpeitschen wahrscheinlich. Ja, absolut.
Ja, ich bin jetzt schon heiß. Wie gesagt, Samstag werde ich hier mich aus dem Urlaub zurück nach Regensburg bewegen und dann bin ich hoffentlich Sonntagfrüh, ready, mir das Ganze neben dem Frühstück hier entspannt anzuschauen. Da freue ich mich schon drauf. Dann sagen wir ready, set, go und hören uns dann nächste Woche.
Und vielleicht gehst du ja noch irgendwo Trail laufen oder so. Ich könnte nochmal den Tegernsee umrunden, das könnte ich noch machen hier. Hallo! War ich noch, habe ich mir erst nochmal angeschaut. Aber wir hatten super Wetter bis jetzt, was spricht dagegen bitte? Es war super, also morgen wird es glaube ich ein bisschen unfreundlicher angeblich, aber das ist ja hier auch sehr wechselhaft. Ich glaube die ganze Woche war katastrophal angesagt, als wir hierher gefahren sind und es war jeden Tag eigentlich super Wetter, muss man sagen, also von dem haben wir glaube ich sehr viel Glück gehabt.
Aber ja, das wäre noch eine Option für morgen. Kind ist dann beim Reiten und dann kann ich eine Runde laufen gehen oder so. Machen wir so. Dann sagen wir viel Spaß euch allen und uns und wir sehen und hören uns am Sonntagmorgen oder nächste Woche. Bis dann. Ciao, ciao. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao.