
BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier· Folge 5
Folge 4 - Haiti: Gangs, Aale und ein Präsidentenmord
Montag, 6. April 2026 · 37 min
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Shownotes
Plot Twist in Haiti: Der Mann, vor dem sich dort alle fürchten, lädt das Team persönlich auf die Insel ein. Und der Verdacht zur Aal-Verbindung im Präsidentenmord verhärtet sich.
Hier geht es zum Film: kurz.zdf.de/bdb
Nach einem Jahr Recherche in Polen endet eine Observation am Flughafen ernüchternd - doch dann öffnet sich eine neue Spur in Haiti - und eine Chance, endlich ins Land zu kommen.
Sebastian und Marcel kontaktieren einen mächtigen Geschäftsmann, der den Aalhandel auf Haiti kontrollieren soll - und vor dem sich selbst Journalisten im Exil fürchten. Zu ihrer Überraschung werden sie eingeladen: Erst nach Miami, dann ins Land selbst. Begleitet von einem Anwalt mit besten Verbindungen reisen sie in eine Welt zwischen extremer Armut und obszönem Reichtum, in der Fischer ums Überleben kämpfen, während wenige mit ihrem Fang Milliarden verdienen. Nicht nur das - anscheinend wird der Aalhandel auch noch genutzt, um Drogengeld zu waschen.
Und dann zeigen die Zahlen: Vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen dem Mord am Präsidenten Haitis und dem Aal-Export.
Die Aal-Dame erzählt derweil das samoanische Märchen von Sina und dem Aal, bekannt aus dem Disney Film Vaiana - eine Liebesgeschichte, aus der die erste Kokosnuss der Welt entstand.
BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier ist ein Podcast von Lisa Ludwig, Sebastian Weis und Marcel Ozan Riedel.
Erzählt von Katja Riemann, Sebastian Weis und Marcel Ozan Riedel.
Regie & Schnitt: Nele Dehnenkamp.
Co-Autorin: Birgit Tanner.
Dramaturgische Beratung: Miku Sophie Kühmel.
Ton & Technik: Andre Moghimi & Stanisław Miłkowski & Jochen Voerste.
Musik: Andre Moghimi.
Mit weiterer Musik aus dem Film von Nils Kacirek.
Zusätzliches Sounddesign: Felix Denzer.
Produktionsassistenz: Stefanie Kaiser und Philipp Fischer.
Coverdesign: Victoria Müller.
Creative Producing: Maike Brülls.
Head Of Content Richtig Cool: Jan Lindenau-Rank.
Executive Producer Richtig Cool: Robin Blase.
Executive Producer DOCDAYS: Antje Boehmert.
Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser, Anna Sophie Schmid.
Redaktion ZDF: Lisa Reisch und Vanessa Olivier, Susanne Mertens (ARTE)
Mit großem Dank an Sam Piranty, ohne den dieser Podcast nicht möglich gewesen wäre, sowie Anja Herrenbrück, Marla Hünninghaus, Katharina Fülle und das Kinderhospiz „Berliner Herz“
BILLION DOLLAR BABIES ist ein Podcast von ZDFkultur. Und eine Zusammenarbeit von Richtig Cool und DOCDAYS Productions.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Es ist märchenhaft schön dort. Das Wasser ist so klar, dass wir Aale selbst vom Grund einer Bucht aus bis in den Sternenhimmel blicken können. Auf Savai lebt ein Mädchen, das schöner ist als jede der Samoanischen Inseln. Sie heißt Sina. Sina hat lange dunkle Haare, die sich wie Algen ihren Rücken hinabwinden.
Weiße Zähne, die mit den Muscheln im Meer um die Wette glitzern. Straffe, glänzende Haut wie eine Seekunde. Sinas Schönheit spricht sich in ganz Polynesien herum. Der Region, in der Samoa und auch die Insel Savai liegt. Bis schließlich auch Tufiti, der König von Fiji, von Sina erfährt. Tufiti ist ein Mann. Deswegen beschließt er, dass er Sina für sich haben muss.
Der einzige Weg jedoch, dieser jungen, begehrten Frau nahezukommen, ist die Verwandlung in ein Tier, einen Aal. So schwimmt er von Fiji aus, 500 Kilometer durch den Pazifischen Ozean, bis er sich schließlich in einem kleinen Pool in Sinas Heimatdorf auf die Lauer legt. Hier geht die Schönheit jeden Tag baden und dann sieht er sie.
Sina ist noch schöner, als er sich erträumte. Er versteckt sich in den Tiefen des Wassers und beobachtet sie. Ziemlich gruselig, gerade wenn man bedenkt, dass er eigentlich ein alter Mann ist. Aber das hier ist ein Märchen und ich habe gehört, dass die Deutschen selbst Kindergeschichten in einen Horrorfilm verwandeln.
Deswegen ignorieren wir das und konzentrieren uns auf einen anderen Aspekt. Tufiti ist verliebt. Es dauert Tage, bis Sina schließlich bemerkt, dass sie nicht alleine badet. Oh. Sina ist angeekelt. Das ist die Tragik unserer Existenz als Aale. Doch Tufiti tut, was viele tun, die ein Nein als nur jetzt gerade nicht deuten. Er wartet alles.
Mit der Zeit gewöhnt sich Sina an diesen stachenden Aal im Wasser. Es vergehen Jahre. Die beiden freunden sich sogar an. Doch das reicht Tufiti nicht. Er liebt sie. Nicht als Aal, sondern als Mensch. Also sieht er nur einen Ausweg. Den Tod. Tufiti ist nun so alt, dass er seine Tierform kaum noch aufrechterhalten kann.
Er weiß, dass sie ihn nie lieben wird, wie er sie liebt. Also offenbart er ihr seine wahre Identität und bittet sie um einen Gefallen. Sie soll seinen Kopf abschlagen und im Sandboden einpflanzen. Dann, so verspricht er ihr, würde sie für immer seine Liebe spüren. Sina kommt seiner Bitte nach. Aus der Stelle wächst schließlich eine Palme, an der die erste Kokosnuss der Welt hängt.
Der Baum spendet Sina Schatten, die Kokosnuss lindert ihren Durst und Hunger. Tufiti hat sein Versprechen gehalten. Noch heute, sagt man, kann man in der Kokosnuss die Augen und das Maul des liebeskranken Aals erkennen. Man muss nur aufmerksam genug hinschauen. Die Geschichte von Sina und dem Aal setzt uns ein Denkmal.
Der Pool im Dorf Matawai, in dem sich Sina und Tufiti kennengelernt haben sollen, heißt bis heute Mataulialelu. Wir Aale dürfen unser Ende abseits von Legenden und Märchen nicht wählen. Wir sind dem ausgeliefert, was die Spezies an der Spitze der Nahrungskette entscheidet. Der Mensch. In der Realität blickt niemand voller Zärtlichkeit auf uns.
Zumindest nicht die zwei Männer, die mich und Millionen anderer Glasaale gerade über die Grenze nach Polen fliegen. Mein Kollege Marcel Ozan-Riedl und ich sind in Polen, nahe der russischen Grenze. Wir stehen am Maschendrahtzaun vor der Landebahn des Flughafens von Olsztyn, zusammen mit Pawel, dem polnischen Journalisten, der auch zum Aalhandel recherchiert.
Pawel start konzentriert auf sein Handy. Er beobachtet die Flugroute einer Czesna mit der Kennung G-Eels, dem Firmenflugzeug des letzten britischen Glasaalhändlers, Peter Wood. Pavel hat einen Tipp bekommen. Die heutige Lieferung Glasaale sei nicht für Besatzprojekte in Polen bestimmt. Sie würde angeblich direkt nach Kaliningrad geschmuggelt werden.
Mit einem weißen Van, behauptet Pavels Quelle. Pavel baut sein Stativ auf. An seiner Kamera steckt ein riesiges Zoom-Objektiv. Wir beobachten die Landebahn. Wir haben wochenlang zusammen mit der BBC recherchiert, um herauszufinden, wann die G-Eals hier landen wird. Und wir brauchten Informanten, um an die, einfach ausgedrückt, Frachtdokumente zu kommen. Die bekommt man nicht einfach so.
Dann haben wir einen Anruf bekommen und jetzt liegen wir an einem Provinzflughafen auf der Lauer. Wir wollen herausfinden, werden die Aale wirklich über die Grenze nach Kaliningrad geschmuggelt? Doch schon nach drei Minuten kommen Sicherheitskräfte auf uns zu. Die polnischen Behörden sind nervös wegen des Krieges in der Ukraine.
Flughäfen gelten als Hochsicherheitsbereiche. Aber kein Problem für Pawel. Er hat sich eine Tarnung für uns überlegt. Wir sind Planespotter, Flugzeugfans, die nur ein paar Fotos knipsen wollen. Zum Zeitpunkt unserer Reise habe ich zu dem laut Europol größten Wildtierverbrechen Europas recherchiert. Ich habe Wissenschaftler, Ermittlerinnen und Händler getroffen.
Und ich bin der Frage nachgegangen, ob Geld aus dem Schmuggel von Aalen in den russischen Angriffskrieg fließt. Und ich wollte herausfinden, ob der Flugzeugabsturz mit dem Präsidentenmord auf Haiti zu tun hat. Ich bin Sebastian Weiß, Filmemacher und Investigativjournalist. Für ZDF Arte, ZDF Kultur und BBC Eye habe ich einen Film gemacht über eine gefährdete Tierart, die in den Flüssen vor unserer Haustür schwimmt und mit deren Schmuggel Milliarden verdient werden.
Und was ihr in der Doku nicht seht, hört ihr hier. Das hier ist nicht irgendein True Crime Podcast. Kein Wirtschafts-Thriller, zumindest nicht für uns. Das ist das größte Wildtierverbrechen, von dem kaum jemand weiß. Das ist Billion-Dollar-Babys. Folge 4. Haiti. Gangs, Aale und ein Präsidentenmord. Mehr als sechs Stunden warten wir mit Pawel am Maschenkrazaun.
Dann erscheint plötzlich ein Flugzeug am Horizont. Es ist die G-Eals. Marcelus! Marcelus! Haru hat Angst, dass Peter Woods Angestellte uns erkennen könnten und fordert uns auf, unsere Gesichter zu verdecken. Das Flugzeug wackelt ein bisschen, als es aufsetzt. Dann rollt es langsam von der Landebahn und parkt vor einem Hangar.
Peter Wood ist nicht mit an Bord, aber zwei andere Männer, die wir auch kennen. Mit beiden waren wir auf dem Flug nach Bayern, ganz zu Beginn unserer Recherche. Damals hatten wir zum ersten Mal das Gefühl, dass bei diesen Naturschutzprojekten vielleicht nicht nur die Aale profitieren. Tatsächlich taucht ein weißer Van auf, wie von Pavogus im Formant angekündigt.
Männer steigen aus, Hände werden geschüttelt. Dann verladen die Männer die Styroporboxen mit dem Glas ein. Die ganze Aktion verläuft präzise und rasend schnell. Die G-Eels hebt sofort wieder ab, der weiße Van verlässt das Gelände und wir folgen ihm. Follow the white van. Follow the white rabbit. Wie bei Alice im Wunderland, nur dass uns am Ende des Kaninchenbaus keine Grinsekatze, sondern möglicherweise ein paar Gangster erwarten.
They are going out. They are changing drivers. Die stehen und warten und sind draußen aus dem Auto. Ich weiß. Wir stellen uns darauf ein, dass wir dem Van bis zur russischen Grenze folgen. Doch nach ein paar Kilometern verlässt er plötzlich die Straße. Wir folgen ihm über eine holprige Piste. Dann parkt der weiße Van. Zwei Männer steigen aus und werden von mehreren Typen.
Pavel und wir sind uns einig, das Gelände sieht aus wie eine stinknormale Fischfarm. Im Auto wird es totenstill. Ein Jahr Recherche, so viele Hinweise, Dokumente. Und jetzt stehen wir vor einer stinknormalen Fischfarm? Hat uns Pavels Informant verarscht? Hat jemand Verdacht geschöpft? Wir wissen es nicht.
Doch dann fällt Pavel plötzlich etwas in den Lieferdokumenten auf. In den Exportdokumenten steht es schwarz auf weiß. Die Aale müssen in der Natur ausgesetzt werden. Sie sind nicht für den Verzehr bestimmt. Aber hält sich hier auch jemand daran? Auf dem Gelände der Fischfarm sehen wir einen kleinen Verkaufsstand mit Räucherfisch. Ein Kilo Aal für 43 Euro.
Aber das ist nicht das Einzige, das komisch ist. Schon am Parkplatz des Flughafens haben wir die Übergabe einer Styroporbox beobachtet. Und jetzt bei der Farm sehen wir wieder mehrere Personen, die Baby-Aale für ihre privaten Teiche kaufen. Das ist eigentlich nicht erlaubt. Aber auch das ist nicht das große Verbrechen, das uns der Informant angekündigt hat.
Wir treffen Pawels Informanten auf einem Parkplatz in der Nähe der Farm. Er erzählt uns, die polnischen Empfänger hätten wohl gewusst, dass wir hier sind, behauptet er. Und ihre Pläne geändert. Dann braust er davon. Das ist der Tiefpunkt unserer Recherche. Am Abend bei Pierogis und Bier sind Pavel und wir uns einig.
Wir müssen in Kaliningrad recherchieren. Für uns ist das vor Ort aktuell unmöglich. Deshalb brauchen wir Hilfe. Doch auch für russische Journalisten ist es lebensgefährlich, zu so einem Thema zu recherchieren. Wir sind in der Sackgasse und reisen zurück nach Deutschland. Ein paar Monate später bekomme ich wie aus dem Nichts eine Nachricht.
Ein Kontakt aus Haiti hat mir ein Video geschickt. Ihr kennt es schon. Darauf zu sehen ist die kleine Propellermaschine, die kurz nach dem Start mitten in einem Wohngebiet abgestürzt ist. Gelbes Absperrband ist um die Absturzstelle gespannt. Bewaffnete Sicherheitskräfte halten die Schaulustigen auf Abstand. Die Menschen starren völlig erstaunt auf die kleinen, fast durchsichtigen Baby-Alle, die sich auf den beiden toten Piloten winden.
Mein Kontakt erzählt, solche Aaltransporte seien Modus operandi auf Haiti. Mit Flugzeugen wie dieser Cessna würden die Aale innerhalb des Landes transportiert und in andere Länder zum Weitertransport geflogen. Wir fangen sofort an zu recherchieren. Blut fühlt sich ganz anders an als Wasser. Wir winden uns über klebriges Haar, leere Augen, die leblosen Überreste eines Gesichts.
Es waren zwei Männer, die uns in dieses Flugzeug verladen haben. Viel mehr von uns als sonst. Dann gab es einen lauten Schlag, den Geruch von Rauch, einen Fall. Jetzt liegen diese Männer tot im Cockpit, inmitten offener Styroporbehälter. Und wir, ihre wertvolle Fracht, kriechen über diese toten Götter.
Millionen kleine, durchsichtige Glasaale. Als Gott. So sieht er sich doch, der Mensch. Oder nicht? Herrscher, Überleben und Tod. Diese Piloten sind gestorben, weil ihre Bosse gierig waren und zu viel auf einmal wollten. Wir sterben tonnenweise, aus den gleichen Gründen. Aber nicht nur. Der Mensch tötet uns auch auf Umwegen, indem er unser Zuhause zerstört. Na ja, Klimawandel.
Niemand will mehr davon hören, ich weiß. Was glaubt ihr, wie es uns geht? Es ist frustrierend, dem sicheren Ende entgegenzublicken und niemand tut etwas. Alle bleiben stehen, erstarrt in grausiger Faszination. Die Meere erwärmen sich, das Meer erzeugt darum weniger Nahrung. Die Kinder finden nicht mehr genug des Meeresschnees, also der organischen Masse, die sie fressen, immer mehr verhungern.
Auch die Ströme, die uns Arler auf unsere Reise um die Welt durch die großen Ozeane tragen, verändern ihre Stärke und Richtung. Meeresströmungen sind wie ein riesiges Netz, durch das wir einmal durch die Meere reisen können. Wenn die Strömungen schwächer werden, dann werden sie uns irgendwann nicht mehr schnell genug von unseren Laichplätzen in der Sargassu-See nach Europa tragen können.
Der Kreislauf unseres Lebens, der über Jahrmillionen funktioniert hat, wird unterbrochen. Der Mensch fängt uns, hält uns in Aufzuchtstationen, kippt uns anschließend wieder ins offene Wasser und nennt es Restocking. Er tut so, als wollte er uns vor sich selbst schützen. Aber es gibt keinen Schutz, wenn selbst die Natur toxisch geworden ist.
In den Böden der Gewässer sammeln sich viele giftige Substanzen. Die Drogenrückstände, die Schwermetalle, die Insektengifte, in denen wir leben müssen, würden selbst einen Elefanten anwerfen. Wir sind keine Goldfische. Wir leben Jahrzehnte in eurem dreckigen Wasser. Was glaubt ihr, was das mit einem Körper macht?
Unser Beziehungsstatus hat sich geändert, Mensch. Irgendwo auf der Strecke zwischen den Kokosnusslegenden aus der Südsee und den Styroporboxen, in denen man uns heute an den Meistbietenden verkauft. Die toten Piloten unter mir beginnen zu verwesen. Ich rieche den Tod in diesem Flugzeug und ich weiß, bald folge ich ihnen.
Niemand hier wollte sterben. Nicht wir Aale, aber auch nicht diese Menschen. Wie fühlt sich das an, sich selbst der größte Feind zu sein, Mensch? Es gibt viele Gerüchte darüber, warum das Flugzeug abgestürzt ist. Abgeschossen, Treibstoff ausgegangen, zu viele Aale an Bord, es ist alles dabei. Der offizielle Bericht der Polizei ist nicht zu bekommen. Dafür gibt es ein weiteres Gerücht.
In Haiti sei ein Machtkampf um den Aalhandel entbrannt. Über ein Jahr lang rufen wir gefühlt jede Journalistin und jeden Journalisten auf Haiti an, die oder der etwas über den Aalhandel weiß. Aber niemand will offen mit uns reden. Nicht mal haitianische Journalisten im Exil. Alle scheinen Angst zu haben. Vor den Leuten, die den Aalhandel auf Haiti kontrollieren sollen.
Wer über sie spricht, riskiere sein Leben. Und das seiner Familie. Das hören wir immer wieder. Doch wer sind die Leute, die hinter dem Aalhandel auf Haiti stecken? Die Journalistin Maria Abihabib hat für ihren Artikel in den New York Times vor Ort recherchiert. Ich rufe sie an und hoffe, dass sie vielleicht jemanden kennt, der mit uns sprechen will.
Maria sagt, sie könne gerne ihre Kontakte fragen, aber die Leute hätten alle furchtbare Angst. Sie selbst könne seit dem Erscheinen ihres Artikels über den Präsidentenmord nicht mehr nach Haiti reisen. Zu gefährlich. Sie habe die Namen von Personen veröffentlicht, die in den Anschlag verwickelt sein sollen und damit mächtige Männer verärgert.
Auch den Namen eines ominösen Geschäftsmannes, der den Aalhandel in Haiti kontrollieren soll. Seinen Namen können wir hier nicht nennen. Aber vor genau diesem Mann haben sich auch die haitianischen Journalisten und Journalistinnen gefürchtet. Unser Kollege Sam Piranti von der BBC hat eine verrückte Idee.
Warum kontaktieren wir den Geschäftsmann nicht einfach selbst? Sam findet den Kontakt seines Anwalts und schreibt ihn an. Dass wir eine Antwort bekommen, glauben wir nicht. Aber dann passiert genau das. Der Anwalt meldet sich sofort zurück und bietet uns einen Zoom-Call an. Der Geschäftsmann und seine zwei Anwälte sind freundlich und laden uns ein.
Wir sollen einfach in Miami vorbeischauen und dann zusammen nach Haiti fliegen. Wir sagen sofort zu, auch wenn wir nicht komplett verstehen, was die Anwälte mit ihrer Einladung bezwecken wollen. Ein paar Tage später sitzen Sam, Marcel und ich im Flugzeug nach Miami. Unterwegs zu den Anwälten des Geschäftsmanns, der den Aalhandel kontrollieren soll.
Und der in der Vergangenheit mit Drogen gehandelt hat, wie wir in der Zwischenzeit in Gerichtsunterlagen gelesen haben. Dass uns jetzt ausgerechnet der Geschäftsmann hilft, dessen Ruf gefährlich zu sein, die Recherche die ganze Zeit behindert hat, ist absurd. Für uns aber eine Riesenchance. In Miami treffen wir die beiden Anwälte des Geschäftsmannes, der sich selbst erstmal nicht blicken lässt.
Einer der Anwälte heißt Newton. Früher sei er haitianischer Nationaltorwart gewesen, später Nachrichtensprecher und zudem der Anwalt des ermordeten haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse. Heute würde er eine NGO vertreten, die sich dem Schutz der Gewässer des Landes verschrieben habe. In dieser Rolle vertritt er folgerichtig also auch die Interessen des amerikanischen Aals.
Interessenskonflikte? Keine. Kurze Zeit später sitzen Newton, Marcel und ich im Flieger nach Haiti. Der Geschäftsmann ist nicht mitgekommen. Und Sam bleibt in Miami mit dem amerikanischen Anwalt. Zu unserer Sicherheit. Haiti gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten. Vor allem für die, die dort leben.
Wer über politische Missstände berichtet, wird gezielt ins Visier genommen. Und Schutz durch den Staat gibt es praktisch nicht. Spätestens seit der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse fehlt dem Land jegliche politische Stabilität. Bewaffnete Gangs kontrollieren große Teile der Hauptstadt Port-au-Prince.
Millionen Menschen leiden unter Hunger und Gewalt. Die UN versucht verzweifelt mit einer Sicherheitsmission die Lage unter Kontrolle zu bringen. Wir landen im nördlichen Teil der Insel. In die Hauptstadt Port-au-Prince kann man nicht fliegen. Seit Gangs auf mehrere Flugzeuge geschossen haben, landet dort keine internationale Airline mehr.
Als die Beamten sehen, dass wir mit Newton unterwegs sind, werden wir bei der Zollkontrolle direkt durchgewogen. Newton genießt wohl besondere Privilegien. Wirklich jeder scheint ihn zu kennen. Wenig später landet an demselben Flughafen ein Hubschrauber. An Bord Jean-Baptiste, ein Aalhändler, der seit vielen Jahren im Business tätig ist.
Extra für uns eingeflohen. Er soll zusammen mit Newton auf uns aufpassen und uns alles zeigen. Wir fahren durch die Hafenstadt Kapaitien, wo wir gelandet sind. Newton erzählt, dass viele Menschen aus der Hauptstadt hierher geflohen seien. Die Situation sei schwierig. Dann fahren wir mitten durch einen riesigen Schwarzmarkt.
Tausende Menschen handeln hier mit dem Nötigsten. Überall türmt sich bergeweise Müll auf. Beißender schwarzer Rauch von verbranntem Plastik liegt in der Luft. Es sieht chaotisch aus. Überlebenskampf. Etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes leidet unter akutem Hunger. Not Berlin. It's okay. Newton ist gut drauf und bietet uns unvermittelt an, dass er uns doch ein paar Ladies besorgen könnte.
Zum Spaß haben. Sei doch normal. Mit solchen Angeboten hatten wir schon gerechnet und lehnen dankend ab. Am Abend schlägt Newton vor, zusammen essen zu gehen. Mit einem kleinen Boot gelangen wir zu einem Privatstrand. Am Steg ist ein großes Warnschild. Waffen verboten. Newton bestellt. Es gibt gegrillten Fisch, Hummer und Rum. Die Flasche für 100 Dollar.
Newton will uns einladen. Wieder lehnen wir dankend ab. Es gibt wohl kaum ein Land, in dem bittere Armut und übertriebener Luxus so nah nebeneinander existieren. Am nächsten Morgen sind wir wieder unterwegs mit Newton und Jean-Baptiste. Wir haben ein Treffen mit dem Polizeichef der Stadt. Newton und er begrüßen sich wie Brüder mit Küsschen.
Die Polizei hat eine Pistole konfisziert und die will Newton zurück. Mehr erzählt er uns nicht. Bei einem Kaffee taucht dann plötzlich auch noch der Bruder des Geschäftsmannes, der uns hierher eingeladen hat, auf. Eine Machtdemonstration, lächelnd, mit Cola in der Hand. Dann geht es über holprige Sandpisten voller Schlaglöcher in den Ort Lemonade.
Dort werden die ganzen Baby alle gefischt. Und das wollen wir uns anschauen. Auf der Fahrt zeigen uns unsere beiden Begleiter Handy-Videos. Darauf sehen wir wütende Männer. Im ganzen Land gibt es heftige Proteste von Fischern, die unzufrieden mit ihrer Bezahlung sind. Wir haben das Gefühl, dass Newton und Jean-Baptiste die Proteste für ihre Geschäfte nutzen wollen.
Unsere Begleiter wollen mit den Fischern reden. Gemeinsam könne man Wohlstand für alle schaffen. Lemonade sieht auf den ersten Blick aus wie ein Paradies. Türkisblaues Meer, kleine Hütten und ein Kilometer weißer langer Sandstrand. Doch vor einer Kirche sehen wir die harte Realität. Dutzende Kinder und Alte, die in der sengenden Hitze liegen.
Sie sehen völlig unterernährt aus. Wenige Meter von uns entfernt steht eine große Gruppe von aufgebrachten Fischern. Ein wütender Mann im Fußballtrikot tritt aus der Männer hervor. Der Fischer sagt, er würde sein Leben riskieren und fast nichts verdienen, während andere Millionen machen würden. Die Fischer sagen auch, die Leute, die den Aalhandel kontrollieren, seien Gangster in Anzügen, die die Fischer als Geisel halten würden.
Ohne die Aalfischerei wären sie gezwungen, den Gangs beizutreten, zu den Waffen zu greifen. Es sei ein Teufelskreis. Newton interessiert das wenig. Er hat sich in der Zwischenzeit ein Papier geholt und zieht eine Show als Promi ab. Man kennt ihn noch aus seiner Zeit als Nachrichtensprecher. Plötzlich sind Newton und Jean-Baptiste verschwunden, während wir von wütenden Fischern umringt werden.
Wir rennen los und schaffen es gerade so noch ins Auto, in dem die beiden schon auf uns warten. Die Fischer wollen Geld von Newton. Newton manövriert das Auto durch die Menschenlänge. Ein paar Männer sind auf unser Auto geklettert. Zwei halten sich an dem offenen Fenster fest. Einer hängt am Seitenspiegel. Die Männer werden einfach mitgeschleift.
Sie betteln verzweifelt um Geld. Newton macht sich über die Fischer lustig und weigert sich, ihnen Geld zu geben. Am Ende lässt er aber doch ein paar Scheine rüberwandern und die Männer lassen von uns ab. Wir sind froh, dass die Verzweiflung nicht in Gewalt umgeschlagen ist und dass Newton niemanden überfahren hat.
Nach all der Aufregung geht es auf Newtons Vorschlag hin, erstmal in eine schicke Hotelbar auf ein paar Drinks. So sei es im ganzen Land, sagt Newton. Dabei gäbe es so viele Ressourcen. Das Meer, die Aale, alles Mögliche. Und trotzdem würden die Menschen in Armut leben. Aber was klar sei, referiert Newton zu viel Sand bei seinem x-ten Glas Rum.
Der Aalhandel habe eine glänzende Zukunft. Es geht um viel Geld und Einfluss. Darüber scheint in Haiti gerade ein Machtkampf in Brand zu sein. Und der Geschäftsmann in Miami will den Moment für sich nutzen. Doch spätestens seit dem Präsidentenmord wird der Aalhandel mit Korruption und Kriminellen in Verbindung gebracht. Das ist schlecht fürs Geschäft.
Sogar das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung schreibt in einem kürzlich erschienenen Bericht, Banden und kriminelle Netzwerke würden den äußerst lukrativen Aalhandel nutzen, um ihr Drogengeld zu waschen und das Land so weiter destabilisieren. Ich spreche Newton direkt auf den Report an.
Ich gebe Newton zu verstehen, dass er ein Spiel spielt und ich weiß, dass er die Fragen nicht korrekt beantworten wird. Newton lacht. Wird das Geld aus ihrem Drogenhandel mit dem Albusiness gewaschen, verspreche ich mich. Das sagt die UN, oder? Newton sagt, das seien alles nur Gerüchte. Der Geschäftsmann und er würden der UN sofort eine Zusammenarbeit anbieten.
Dann behauptet er, dass auch sie angeblich gerne wüssten, wer den Aalhandel für illegale Zwecke missbrauchen würde. Das sei sehr wichtig. Wir glauben ihm kein Wort, aber sagen erst mal nichts. An unserem letzten Abend lassen wir die Kamera und das Mikrofon zu Hause. Nach ein paar Bier frage ich Newton dann ganz direkt, ob er wisse, wer den Präsidenten ermordet habe.
Newton lacht. Er habe Präsident Moïse sehr gut gekannt, sei dessen Anwalt gewesen und habe noch am Tag der Ermordung mit ihm telefoniert. Dann erzählt Newton nicht nur eine Theorie, sondern viele. Der Artikel von Maria Abiy Habib sei auf jeden Fall falsch. Und der Geschäftsmann und das Aal-Business hätten nichts mit dem Mord zu tun.
Dann berichtet er von korrupten Drogenbehörden, Bodenschätzen und amerikanischen Geschäftsleuten. Die USA hätten auf jeden Fall die Finger im Spiel gehabt. Am nächsten Morgen fliegen wir über Miami zurück nach Berlin. Mit einer Salmonellen-Infektion im Gepäck. Während wir kreidebleich in unseren Sitzen hängen, bekommen wir eine Sprachnachricht von Sam.
Der Geschäftsmann habe ihn während unserer Reise spontan in ein teures Meeresfrüchte-Restaurant in Miami bestellt, erzählt Sam. Sam erzählt auch, dass der Geschäftsmann ihn erstmal eine Weile vor der Tür habe warten lassen. Vermutlich, um zu checken, ob Sam alleine ist. Dann sei er plötzlich aus dem hinteren Teil des Restaurants aufgetaucht.
Er sei nur ein Geschäftsmann, habe er gesagt. Seine kriminelle Zeit sei lange vorbei. Beim Aalhandel gehe es einzig darum, den Menschen in Haiti etwas zurückzugeben. Sam's Nachricht und die Reise nach Haiti haben gezeigt, mit dem Aalhandel lassen sich nicht nur Millionen verdienen, er ist auch ein politisches Machtinstrument.
Für hunderttausende Menschen ist der Aalhandel eine Lebensgrundlage. Und wer die Existenz dieser Menschen sichert, gewinnt ihre Loyalität und damit enormen Einfluss im Land. Kein Wunder also, dass mächtige Unternehmer, Politiker und kriminelle Netzwerke unablässig um die Kontrolle und Vorherrschaft im All-Business-Ring.
Hier sind ein paar. Zwei Wochen später sind wir in Brandenburg. Pilze sammeln. Florian Stein, mit dem wir bei Interpol waren, hat uns auf seinen Bauernhof eingeladen. Wenn Florian keine Pilze sammelt, arbeitet er als Wissenschaftler für den Deutschen Angelfischerverband. Ihr erinnert euch. Spinnenweben, Mücken, alles im Gesicht. Es regnet, die Pfifferlinge sprießen.
Wir berichten Florian von unserem Trip nach Haiti. Wir sind verwundert, dass es überhaupt keine Beschränkungen für die Aale aus Haiti gibt. Wenn man in Berlin oder in Paris in ein Sushi-Restaurant geht und Aal bestellt, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass es amerikanischer Aal ist. Es gibt eine relativ limitierte, kleine Fischerei für amerikanischen Glasaal in den USA und in Kanada.
Also für den amerikanischen Aal gelten keine Handelsbeschränkungen, also wie beispielsweise für den europäischen Aal. Sondern es ist erstmal eine Ware, die frei gehandelt werden kann. Problem ist eher wirklich die Fischerei in Haiti oder auch anderen karibischen Ländern. Zum Teil gibt es Quoten, die aber nach meiner Einschätzung zum Großteil ignoriert werden. Oder es gibt gar keine Quoten.
Und es gibt so viele Hinweise darauf, dass gewildert wird, dass es kriminelle Gangs sind, die fischen oder fischen lassen. Und dann die Aale weiterverkaufen an chinesische Großhändler. Also die ganze Fischerei selber ist in einem total kriminellen und zum Teil auch gewalttätigen Milieu. Deswegen kann man da, glaube ich, eigentlich nicht von einer legalen Ressource sprechen.
Wir taufen die Aale aus der Karibik, Blutale, in Anlehnung an Blutdiamanten. Dann wirft Flo die Pfifferlinge zusammen mit ein paar Eiern in die Pfanne. Wir reden über Pilz, Influenza und Sushi. und darüber, dass so gut wie niemand weiß, das Unagi gegrillte Aal mit dunkler, süßer Soße ist. Ein Mainstream-Produkt, das in fast jedem Sushi-Land zu bekommen ist und immer beliebter wird.
Aber Florian wäre nicht Florian, wenn er auf seinem Laptop nicht ein paar Fakten parat hätte. Er wertet seit vielen Jahren Daten aus und verfolgt die weltweiten Lieferbewegungen der Babyahle. Mit Haiti hat er sich lange nicht mehr beschäftigt, sich wegen unseres Besuchs aber nochmal sämtliche Daten zu dem Land angesehen.
2021 wurden etwa 10 Tonnen aus Haiti exportiert und haben sich dann verzehnfacht auf etwa 100 Tonnen Glasaale in 2022. Und wenn man das umrechnet, sind das etwa 600 Millionen Fische. Und dann bewegen wir uns in einem Wertebereich von mehreren Milliarden Euro. 600 Millionen Fische. Mehrere Milliarden Euro.
Unvorstellbare Zahlen. Aber noch interessanter sind die Jahreszahlen. 2022, ein Jahr nachdem der Präsident, der den Aalhandel regulieren wollte, ermordet wurde, haben sich die Exporte aus Haiti plötzlich verzehnfacht. Irgendjemand hat damit richtig, richtig viel Geld verdient. Milliarden. Hängt dieser Anstieg mit dem Mord an Präsident Moïse zusammen?
Es sind auf jeden Fall schon Leute für weniger Geld umgebracht worden. Derzeit läuft in Miami der Prozess gegen eine Handvoll Angeklagte, die an dem Mord beteiligt gewesen sein sollen. Doch wer die wirklichen Hintermänner sind, wird wohl ein Rätsel bleiben. Hier kommen wir nicht weiter. Hinter dem Aalhandel stecken mächtige kriminelle Netzwerke. Das wissen wir.
Aber wie können wir an sie herankommen? Wir gehen noch einmal unsere Recherche durch und erinnern uns an einen Satz des französischen Ermittlers Bruneau. Hongkong sei das schwarze Loch des Aalhandels. Dort agieren die Triaden. Ein mächtiges kriminelles Netzwerk, das möglicherweise hinter dem weltweiten Arschmurl steckt.
Aber Ermittler wie Brüno können nicht einfach nach Hongkong. Wir schon. Auch wenn uns das Brüno nicht empfehlen würde. Wie es weitergeht, hört ihr in der nächsten Folge. Wir haben Peter Wood im Rahmen unserer Recherchen um Stellungnahme gebeten. Er sagte uns, dass er noch nie davon gehört habe, dass es möglich sei, Glasaale, die im Rahmen einer legalen und dokumentierten Lieferung nach Polen gebracht wurden, weiter nach Russland zu schmuggeln.
Das entbehre jeder Grundlage. Ja. Uns Sebastian Weiß und Marcel Ozan-Riedl. Erzählt hat außerdem Katja Riemann. Regie und Schnitt Nele Denenkamp. Co-Autorin ist Birgit Tanner. Dramaturgische Beratung Miku-Sophie Kümel. Ton und Technik haben André Mogimi, Stanislav Milkovski und Jochen Först übernommen.
Musik André Mogimi mit weiterer Musik aus dem Film von Nils Katschirek. Zusätzliches Sounddesign von Felix Denzer. Produktionsassistenz Stefanie Kaiser und Philipp Fischer. Unser Cover hat Victoria Müller gestaltet. Produktionsmanagement ZDF Christiane Alswasser und Anna-Sophie Schmidt. Creative Producing Maike Prülz.
Redaktion ZDF Kultur Lisa Reisch und Vanessa Olivier. Redaktion ZDF Arte Susanne Mertens. Head of Content Richtig Cool Jan Lindenau-Rank. Executive Producer Richtig Cool Robin Blase Executive Producer Dog Days Antje Böhmert Mit großem Dank an Sam Perenti, Anja Herrenbrück, Maler Höninghaus, Katharina Fülle und das Kinderhospiz Berliner Herz.
Billion Dollar Babies ist ein Podcast von ZDF Kultur und eine Zusammenarbeit von Richtig Cool und Dog Days Productions. Übrigens, Billion-Dollar-Babys gibt es auch als Film. Milliarden-Dollar-Babys. Große Geschäfte mit kleinen Aalen. Und zwar bei Arte und ZDF.