
Capital – der Wirtschaftspodcast· Folge 369
Warum die Strompreise immer noch so hoch sind – Martin Endress von Eon Energie
Freitag, 26. Juni 2026 · 31 min
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Shownotes
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Immer mehr Strom aus Sonne und Windkraft fließt ins deutsche Netz – und trotzdem sind die Strompreise für Privatkunden und Industrie nach wie vor höher als in anderen Industrieländern. Warum das so ist, darüber spricht Martin Endress, Chief Commercial Officer von Eon Energie, im Capital Wirtschaftspodcast. „Wir kommen bei der Energiewende in eine zweite Phase“, sagt Endress. „Die erste Phase war gekennzeichnet davon, dass wir Erneuerbare ausgebaut haben. Jetzt geht es darum, dass das System bezahlbar wird.“ Aus Endress‘ Sicht ist das Hauptproblem, dass niedrige Strompreise, die durch den vermehrten Einsatz der Erneuerbaren entstehen, nicht „beim Endkunden ankommen“. Der Grund sind auch fehlende Smart Meter, also intelligente Strommessgeräte, in deutschen Haushalten. „Smart Meter bleiben der Flaschenhals“, sagt Endress. Während in Deutschland nur fünf Prozent der Haushalte über derartige Geräte verfügen, sind es in anderen europäischen Ländern mehr als 70. Allerdings geht der Eon-Manager auch davon aus, dass der Umbau des Stromnetzes noch länger die Kosten nach oben treiben wird: „Der Netzausbau – sowohl auf Verteilebene als auch auf Ebene der Übertragungsnetze – wird noch richtig Geld kosten“, sagt er. „Und das werden die Kunden in den Netzentgelten spüren.“
Eine Produktion von RTL+ Podcast.Host: Nils Kreimeier.Redaktion: Lucile Gagnière.Produktion: Andolin Sonnen. +++Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: linktr.ee/diestundenull +++60 Tage lang kostenlos Capital+ lesen - Zugriff auf alle digitalen Artikel, Inhalte aus dem Heft und das ePaper. Unter Capital.de/plus-gratis
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Kapital, der Wirtschaftspodcast. Herzlich willkommen beim Kapital Wirtschaftspodcast. Mein Name ist Nils Kreimeyer und ich bin Redakteur bei Kapital. Wenn es um die Strompreise geht in Deutschland, dann kann man manchmal den Eindruck gewinnen, dass wir in einer etwas absurden Welt leben. Einerseits haben wir an immer mehr Tagen im Jahr viel zu viel Strom zur Verfügung.
Nämlich dann, wenn die Sonne stark scheint und der Wind weht und gleichzeitig gerade gar nicht so viel verbraucht wird. Denn es gibt ja immer mehr Solaranlagen und Windräder, die, wenn sie einmal installiert sind, die Energie zu sehr niedrigen Kosten produzieren können. Auf der anderen Seite aber gibt es in diesem Land immer noch ziemlich hohe Strompreise, sowohl für Privatkunden als auch für die Industrie, die ja beständig darüber klagt.
Manchen gilt das sogar als einer der wichtigsten Gründe für die Probleme unserer heimischen Wirtschaft. Wir sind zwar von diesen Albtraumpreisen nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine wieder runtergekommen, doch es ist immer noch so, dass unsere Preise weit über den anderer westlicher Industrieländer liegen.
Und das hat ja dann im globalen Wettbewerb auch eine gewisse Rolle. Wie passt das alles zusammen? Darüber habe ich mit Martin Endres gesprochen. Endres ist Chief Commercial Officer bei E.ON Energie Deutschland. Der volle Name ist in diesem Fall wichtig, weil sich Eon Energie um den Verkauf von Strom und Gas an Kunden kümmert und nicht, wie zum Beispiel andere Teile des Eon-Konzerns tun, um die Verteilnetze, durch die diese Energieträger geleitet werden.
Das sind sozusagen zwei unterschiedliche Bereiche, die sich darum kümmern. Trotzdem kann Endres eine Menge darüber sagen, warum die günstigen Stromkosten der Erneuerbaren noch nicht bei uns, also bei den Kunden, angekommen sind und wie sich das möglicherweise ändern lässt. Der E.ON Manager hat übrigens einen Tech-Hintergrund. Er war bei Microsoft und diversen IT-Unternehmen, bevor er zu E.ON gekommen ist.
Und er kann uns daher auch was dazu sagen, warum zum Teufel diese Smart Meter, also diese intelligenten Messgeräte für Stromverbrauch, so quälend langsam in den Haushalten ankommen. Herzlich willkommen in unserem Podcast Martin Endres. Ich grüße Sie, Herr Kralmeier. Herr Endres, wir haben in dieser Woche wieder eine Menge Sonne am Himmel.
Die Sonne strahlt vom Himmel. Wir haben gleichzeitig auch, wenn man in die Energieprognosen sieht, einen hohen Anteil an Solarstrom im deutschen Netz, auch einen hohen Anteil an Windstrom, also an vergleichsweise günstigen Arten Strom zu erzeugen. Auf der anderen Seite sehen wir bei den Strompreisen eine Entwicklung, die nicht vergleichbar ist. Also es bleiben nach wie vor relativ hohe Strompreise.
Wie erklären Sie Ihren Kunden diese Differenz? Ja, sehr gerne. Ich komme in der Sekunde zu den Strompreisen, gebe sie mir eine Chance, ganz kurz über die Energiewende zu sprechen. Es ist, glaube ich, wichtig, dass wir es gut einordnen. Wir kommen bei der Energiewende nämlich jetzt gerade zu einer zweiten Phase.
Die erste Phase war gekennzeichnet dadurch, dass wir vor allem Erneuerbare ausgebaut haben, um zu schauen, ob die skalieren und funktionieren. Ich glaube, der Beweis ist erbracht. Und jetzt geht es wirklich darum, dass das System bezahlbar wird und wir dadurch eine gute Integration natürlich auch bekommen von den erneuerbaren Energien.
Und das führt mich jetzt zu dem Thema negative Strompreise. Die sind natürlich erstmal ein Preissignal, was auf dem Großhandelsmarkt entsteht. Der Großhandelsmarkt ist für ungefähr 40 Prozent des Endkundenpreises verantwortlich, 60 Prozent sind aber Steuern, Umlagen und sozusagen weitere Belastungen.
Das ist für viele wichtig zu verstehen, dass negative Strompreise, die Sie gerade erwähnt haben, nicht automatisch bedeuten, dann ist der Strom zu Hause kostenlos. Woher kommen diese negativen Strompreise? Ganz einfach, das sind Signale, dass wir in gewissen Stunden mehr Angebot als Nachfrage auf dem Markt haben.
Und ich denke, das ist auch inzwischen in der Diskussion angekommen. Wir haben natürlich sehr viel Strom, Einspeisung durch Solaranlagen, vor allem an so schönen Tagen wie heute, wo die Sonne scheint. Gleichzeitig ist der Verbrauch natürlich verteilt über den Tag. Und so kommt es zu diesen negativen Strompreisen.
Und was wir jetzt in der Zukunft brauchen, ist eine bessere Integration der erneuerbaren Energien in das System. Das funktioniert über Lastverschiebung und über Speicher. Und wenn wir das hinbekommen, dann wird auch die Bezahlbarkeit und die Systemkosten in Summe runter und die Bezahlbarkeit für die Kunden nimmt zu.
Und ich glaube, das ist genau das Szenario, was wir alle anstreben. Das heißt, was Sie im Grunde genommen sagen, da kommen zwei Faktoren rein. Nein, einerseits generelle Netzkosten, Verwaltungskosten, die wir nicht gesenkt kriegen dadurch, dass wir ein höheres Stromaufkommen durch erneuerbare Energien haben.
Auf der anderen Seite müssen wir die erneuerbaren Energien, die wir jetzt im Netz haben, besser managen im Grunde. Sie sagen, eine Methode dazu sind Speicher, aber jetzt haben wir ja auch einen größeren Speicheraufbau gesehen im vergangenen Jahr und aktuell auch wieder. Also da tut sich ja durchaus was, oder? Ja.
Da tut sich eine Menge. Also wir haben auch schon allein bei E.ON, glaube ich, zwei Millionen Speicher- und erneuerbare Energiengeräte angeschlossen bei uns im Netz. Wichtig ist natürlich auch nochmal, dass diese Signale wirklich auch beim Endkunden ankommen. Und wenn ich Endkunde sage, das kann ein Privatkunde sein, es kann genauso ein Gewerbekunde sein oder ein großer Industriekunde, bei denen kommen die heute schon direkt an.
Bei den Privatkunden noch nicht, damit dann der Kunde reagieren kann und eben Last verschieben kann oder eben den Strom zwischenspeichert und ihn später wieder auch ins Netz gibt oder später zum Verbrauch nutzt. Das klingt jetzt alles sehr abstrakt, vielleicht können wir es mal ein Stück weit für einen Haushaltskunden mal etwas durchspielen.
Das wäre super, deswegen meinte ich eingangs, wie erklären Sie das Ihren Kunden? Ja, sehr gerne. Also nochmal, der große Block, die Netzentgelte und die Gebühren, die sind erstmal unabhängig, ob die Sonne scheint oder nicht. Da müssen wir uns darum kümmern, auf der Netzseite, dass da die Systemkosten runtergehen. Da passiert viel. Ich glaube, ich würde jetzt zu weit führen, darauf einzugehen.
Natürlich ist es auch ein Thema, wir haben immer noch sehr, sehr viele Umlagen und Steuern auf der Energie. Da gibt es auch von uns den Vorschlag Richtung Regulierung und Politik, dass wir die Stromsteuer senken oder ganz aussetzen. Da gibt es im Übrigen jetzt auch schon die ersten Bestrebungen aus Brüssel.
Ob man nicht solche Impulse setzt, das würde sicherlich helfen. Jetzt komme ich nochmal zum Thema Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage. Also Lastverschiebung ist das eine. Jetzt ist man normalerweise als Haushaltskunde nicht in der Lage zu sagen, ich koche beliebig. Manche Lasten sind also nicht wirklich verschiebbar, manche aber schon.
Zum Beispiel das Thema, was jetzt gerade am stärksten auch gerade wächst, ist die ganze Thematik Elektromobilität. Und hier kann man natürlich sehr wohl entscheiden, zu welcher Uhrzeit lade ich mein Auto. Und lade ich es ganz voll oder nur partiell? Und man kann sich so einen Strompreisverlauf über den Tag so vorstellen, dass sie morgens schon die erste Preisspitze haben, so um 8 Uhr.
Wenn ganz Deutschland natürlich aufsteht, Licht anmacht, anfängt zu kochen und so weiter. Und sie haben diese Preisspitze abends um 19 Uhr nochmal. Also da ist der Strom sozusagen am teuersten. Wenn wir es schaffen, die Last von da auf andere Stunden zu verschieben, zum Beispiel bei dem Laden des Elektroautos oder bei anderen Themen oder Zwischenspeicherung, dann sind wir schon mal einen ganz großen Schritt weiter.
Was man dafür aber braucht, sind zwei Dinge. Man braucht dynamische Tarife oder zeitvariable Tarife, damit dieses Preissignal auch beim Endkunden ankommt. Und man braucht Smart Meter, damit man es ordentlich abrechnen kann. Okay, jetzt haben wir also zwei Punkte. Dynamische Tarife sind, glaube ich, etwas, was Sie ja auch schon anbieten.
Genau. Und Smart Meter ist der zweite Punkt, wo es dann schon etwas schwieriger wird, weil wir alle wissen, es gibt den leidigen Begriff vom Smart Meter Rollout in Deutschland, der nicht vorankommt. Jetzt kommen Sie selbst ja aus einer IT-Vergangenheit oder aus dem IT-Hintergrund. Warum fällt uns das so schwer, diesen Smart Meter Rollout hinzubekommen?
Ja, das ist die richtige Frage natürlich und auch eine, die mich auch beschäftigt. Wir haben ja nicht nur in Deutschland ein Vertriebsgeschäft, ein Endkundengeschäft, sondern auch in vielen anderen Ländern. Niederlande, Schweden, Italien, England. Und in all genannten Ländern ist der Smart Meter Rollout viel, viel weiter.
Also wir sind ungefähr bei knapp 5% der Endkunden, 42 Millionen Haushalte haben den Smart Meter. In anderen Ländern haben wir 70, 80, fast 90% Rollout. Also da müssen wir uns schon natürlich in Deutschland ein Stück weit hinterfragen, was haben wir... Anders gemacht, was zu dieser Verzögerung geführt hat. Und das war sicherlich am Anfang ein großer Teil Regulatorik.
In Deutschland haben wir die leichte Tendenz dazu, sehr, sehr genau und sehr sicher zu agieren. Das ist der eine Teil. Da kann man jetzt sagen, der liegt hinter uns. Inzwischen sind die Smart Meter zertifiziert auf einem sehr hohen Sicherheitsstandard. Deutlich höher als in anderen Ländern. Das hat Zeit gekostet, das hat auch Kosten verursacht.
Die Regulierung hat sehr lange gedauert, wie wir den Rollout machen wollen und für welche Kunden. Das liegt jetzt, würde ich sagen, alles hinter uns. Der Regulierer hat seinen Job gemacht. Jetzt liegt es wirklich an den Netzbetreibern, den Rollout voranzutreiben. Und da sehen wir natürlich auch wieder in Deutschland, wir haben sehr verteilte, Netzstrukturen, Eigentümerschaften.
Das bedeutet, wir haben sehr, sehr viele Verteilnetzbetreiber, die dafür verantwortlich sind, dass der Smart Meter Rollout vorangeht. Und hier hat jetzt die Bundesnetzagentur ja auch, die diesen Rollout monitort, so die ersten Verfahren eingeleitet gegen Netzbetreiber, die einfach deutlich hinterherhinken.
Und das finden wir gut und unterstützen wir, weil nochmal ohne Smart Meter wird die Energiewende zumindest was Kleinstflexibilitäten angeht und Haushaltskunde stagnieren. Und deshalb unterstützen wir es, dass die Bundesnetzagentur jetzt auch Tempo macht. Jetzt haben Sie dieses Thema dynamische Tarife ja schon angesprochen in Verbindung mit einem Smart Meter. Spüren Sie denn da ein Interesse Ihrer Kundinnen und Kunden an so einem Modell? Also merken Sie das, dass es da eine Bereitschaft für gibt?
Ja, das ist eine sehr gute Frage, weil ja und nein zugleich. Also es gibt tatsächlich eine Kundengruppe, die sagt, hey, so ein dynamischer Tarif ist ja total spannend und ich gucke da eh jeden Tag drauf. Und dann kann ich mein Elektroauto eben irgendwie zur richtigen Uhrzeit managen. Es gibt aber natürlich sehr viele Kunden, ich würde sogar behaupten, den Großteil der Kundschaft, die sagt, wow, also das klingt spannend und ich möchte gerne profitieren von der Energiewende.
Aber nicht zum Preis, dass ich jetzt jeden Tag irgendwie schauen muss, was gerade der Großhandelspreis macht. Also die meisten Kunden haben jetzt nicht als Hobby Energy Trader. Vielleicht zum Glück. Zum Glück, ja ganz genau. Und deshalb ist ganz wichtig, dass man beide Optionen anbietet. Also wie Sie schon richtig gesagt haben, wir bieten natürlich den dynamischen Tarif an für unsere Kunden.
Wir haben auch einen anderen Tarif oder eine andere Lösung angeboten, die nennt sich Ehrenhome Comfort. Da kann der Tarif drunter fix bleiben. Das bedeutet, fester Arbeitspreis und Grundpreis bleibt bestehen. Aber der Kunde bekommt verschiedene Boni, die diesen Flexibilitätswert, den wir mit ihm heben gemeinsam, dann auch sozusagen widerspiegeln.
Und deshalb, bei uns gibt es zwei Möglichkeiten, in diese neue Welt ein Stück weit reinzukommen für die Endkunden. Und das wird sehr dankbar angenommen. Das heißt aber, ist es jetzt nicht so, dass Sie überrannt werden von Kundenanfragen, was so ein flexibles Modell angeht? Ja, ich glaube, das Interesse ist deutlich höher als das, was wir gerade im Smart Meter Rollout sozusagen sehen an Geschwindigkeit. Nochmal, das bleibt leider der Flaschenhals in der ganzen Geschichte.
Wir helfen unseren Kunden. Also wenn ein Kunde jetzt mit uns zum Beispiel eine Solaranlage installiert oder Wallbox installiert oder bei uns diesen Tarif abschließt, um Flexibilität zu heben, dann unterstützen wir die Kunden auch dabei, den Smart Meter zu bekommen, aber wir sind natürlich genauso von, Installationskapazitäten bei den Netzbetreibern oder den Messstellenbetreibern abhängig wie alle anderen auch.
Wir versuchen es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen. Das Interesse, würde ich aber sagen, ist definitiv da, in Summe an den neuen Energielösungen, ja auch gerade getrieben durch den Iran-Krieg oder die Iran-Krise, die hat ja nochmal sehr viel Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. Jetzt haben wir bisher sehr viel über Stromversorgung gesprochen.
E.ON ist ja auch als Grundversorger sozusagen auch mit dabei, die Kunden mit Gas zu versorgen, das heißt auch sehr stark in der Wärmeversorgung drin. Wir versuchen im Moment als Land oder zumindest, viele sind daran interessiert, die Wärmeversorgung umzustellen. Von fossilen Brennstoffen hin zu strombetriebenen Aggregaten, die zumindest.
Unmittelbar erstmal elektrisch betrieben werden, also mit Strom. Was bedeutet das denn für Sie? Weil Sie haben ja nun beides im Angebot. Sind Sie da nicht so ein bisschen in so einem Interessenkonflikt? Ja, Interessenskonflikt würde ich nicht sagen. Wir verstehen aber natürlich das Interesse von den Kunden auf beiden Seiten. Also in der Tat gibt es viele Kunden, die wir begleiten, wenn sie dann sich entscheiden, auf eine Wärmepumpe zu gehen.
Also die zwei Ziellösungen sind im Wesentlichen eine Wärmepumpe oder Fernwärme. Fernwärme machen bei uns die Kollegen in einem anderen Unternehmen. Wärmepumpe sehen wir schon groß Interesse. Da waren ja auch die Wachstumsraten letztes Jahr sehr hoch. Wir arbeiten da auch mit sehr namhaften Partnern wie Fiesmann und Weiland in Deutschland zusammen, um unsere Kunden da zu begleiten.
Gleichzeitig wissen wir auch, Wärmepumpe funktioniert bei bestimmten Häusern ganz gut und Gebäuden. Je älter der Bestand sozusagen wird, desto schwieriger ist oft dann die Rentabilität auch von einer Wärmepumpe. Insofern sehen wir heute schon noch Erdgas auch sozusagen als valide Übergangslösung, bis dann wirklich die Wärmeinfrastruktur aufgebaut ist.
Grundsätzlich bin ich aber sehr positiv, was die Wärmepumpe angeht. Warum? Zum einen, wir sehen auch von Herstellerseite sehr schnelle technologische Innovationen. Da tut sich richtig was, gerade was sozusagen Effizienzgrad und so weiter angeht. Das ist sehr gut. Wir sehen die Wärmepumpe auch nicht nur isoliert als eigenes Asset, sondern sie schon auch in der Kombination zum Beispiel mit Solar wird dann auch sehr, sehr spannend.
Also viele Kunden fragen uns, kann ich jetzt meinen Solarstrom auch nutzen, um die Wärmepumpe sozusagen damit zu betreiben? Das geht. Natürlich hat man ein bisschen das Sommer-Winter-Thema, aber wir haben Solarproduktion inzwischen auch bis tief in den Herbst hinein und schon sehr, sehr früh im Frühling. Und das sind durchaus Zeiten, wo man auch den Solarstrom für die Wärmepumpe nutzen kann.
Insofern sind wir da sehr positiv, was die Technologie angeht. Vielleicht letzter Punkt, so nochmal auf der regulatorischen Seite. Im Moment wird ja gerade auch das Gebäudemodernisierungsgesetz überarbeitet und verbessert. Da haben wir uns ehrlicherweise auch nochmal kritisch geäußert, was diese Grüngasquote angeht.
Warum? Weil erstens gibt es heute nicht wirklich ausreichend Grüngas am Markt. Es ist auch fraglich, ob da größere Volumina entstehen können. Und es natürlich auch eine totale Komplexität treiben wird, sowohl auf der Verbraucherseite als auch bei uns den Versorgern. Insofern halten wir das für nicht den richtigen Weg.
Entschuldigen Sie, dass ich Sie unterbreche. Ich glaube, das müssen wir noch mal ganz kurz erklären, weil ich nicht weiß, ob alle Hörer und Hörer das so präsent haben. Also im Zuge der Erneuerung des Gebäudemodernisierungsgesetzes, wie es jetzt heißt, soll ja beim Einbau von Gas- oder Ölheizung, das spielt ja keine große Rolle mehr, aber beim Einbau von Gasheizung dann, nach und nach so einen Anteil von Grüngasen, wie Sie das nennen, oder Biogasen mit eingespeist werden ins System.
Jetzt sagen Sie, es gibt gar nicht so viel davon. Und das wäre Ihr Kritikpunkt? Ja, richtig. Das ist die sogenannte Grüngastreppe, die jetzt da eingebaut werden soll. Das heißt, der Kunde kann dann im Endeffekt, bekommt dann einen Anteil, also er kann auf seiner Gasheizung bleiben, muss aber dann einen Anteil Grüngas immer dazu mischen und beimengen in der Zukunft.
Und da sagen wir, Grüngas wird heute noch nicht in ausreichendem Maß, auch man muss ja denken, das muss ja transportiert werden, Das muss ja deutschlandweit dann im Endeffekt verfügbar sein. Das wird aus unserer Sicht gerade nicht ausreichend hergestellt. Und es hat natürlich Opportunitätskosten auch, weil es muss ja irgendwann herkommen.
Und diese ganze Biomasse und alles, die könnte man für andere Themen auch nutzen. Deshalb glauben wir, lieber voll auf Wärmepumpe und Ferngas setzen. Und bei dem Gas wird es ohnehin durch CO2 belastet in der Zukunft. Und das reicht dann als Anreizsystem aus. Jetzt würde mich aber schön interessieren, wie hat man sich so ein Beratungsgespräch jetzt vorzustellen bei Ihnen, wenn der Kunde überlegt, ich möchte mir eine neue Heizung einbauen.
Sagen Sie dann sozusagen, prioritär eigentlich erstmal Wärmepumpe ist das sinnvollste System, bisschen in Abhängigkeit davon, wie Ihr Haus aussieht und wie alt es ist oder wie läuft so eine Beratung ab? Ja, also wir haben schon für gerade Wärmepumpen einen Rechner aufgebaut, ähnlich wie für Solar auch. Da kann der Kunde selbst schon sich mal annähern, und auseinandersetzen mit dieser ganzen betriebswirtschaftlichen Rechnung.
Trotzdem ist es natürlich eine Investition, die gut überlegt sein will. Wir sind ja schnell bei 30.000, 40.000 Euro in Gesamtkosten. Und das muss man natürlich mit einem Fachmann vor Ort dann auch begehen und besprechen, ob die Wärmepumpe für ihn sozusagen über wie viele Jahre sie sich rechnet. Und nochmal, das ist sehr davon abhängig, welche Effizienzgrade dann auch erreicht werden, in Summe wie viel Gas verbraucht wird. Also es ist eine richtige kleine Investitionsrechnung.
Da können wir dem Kunden erstmal ein Stück weit helfen. Dann muss es aber von einem Fachexperten wirklich fürs Haus ausgelegt werden. Sie haben vorhin schon den Krieg im Nahen Osten angesprochen und auch die etwas veränderte Stimmungslage dadurch. Merken Sie denn dadurch eine stark steigende Nachfrage, nach strombetriebene Lösungen jetzt bei sich, also de facto nach Wärmepumpen?
Ja, definitiv. Also Wärmepumpen, werden wir jetzt mal nochmal die Heizperiode abwarten. Also Wärmepumpe ist in Summe schon gut gelaufen. Wir hatten, glaube ich, Wachstumsraten von über 50 Prozent letztes Jahr. Also das ist schon ein sehr stark wachsender Markt. Auch da sehen wir weiter großes Interesse. Wo wir es noch direkter gesehen haben, war tatsächlich, man mag jetzt auch mit Saisonalität zu tun haben, beim Solargeschäft.
Ich hatte an anderer Stelle auch darüber gesprochen. Wir haben Monate gehabt, wo wir fast das Doppelte an PV-Anlagen verkauft haben im Vergleich zum Vorjahr. Und wir sehen ein anhaltend hohes Interesse. Also jetzt nicht nach vier Wochen wieder abgeebbt, sondern sehr, sehr viel Nachfrage. Stück weit, würde ich sagen, haben wir da auch, glaube ich, unseren Job ganz gut gemacht. Das mag sozusagen auch eher spezifische Gründe haben.
Wir sehen aber durchaus, dass Kunden sich eben durch ihre Ankrise nochmal, gerade mit dem Thema einmal Kosten, Kosteneinsparung ist immer der Hauptgrund. Aber der zweite Grund ist dann sozusagen Autarkie. Wie kann ich mich ein Stück weit unabhängiger machen von dem ganzen System, über das ich ja wenig Kontrolle habe.
Und da sehen wir ja sehr, sehr viel Interesse von Kunden. Vielleicht noch ein Satz zur Autarkie. Früher wurden ja die meisten Solaranlagen ohne Batteriespeicher, also für viele Jahre, Jahrzehnte wurden Solaranlagen einfach aufs Dach gelegt, Einspeisevergütung ohne Batterie. Zuletzt haben wir eigentlich alle, also eigentlich verkaufen wir fast alle unsere PV-Anlagen inzwischen mit Batterie, weil man dann von so 30, 40 Prozent Autarkierate, das heißt, wie viel Eigenverbrauch kann ich sozusagen abdecken damit, bis auf 80, 90 Prozent hochkommt.
Und das ist für Haushalte, die gerade hohe Volumen, hohen Strombedarf haben, natürlich ein super Case. Wobei es da immer den Vorwurf gibt, dass diese privat betriebenen Hausbatterien, die mit einer Solaranlage gekoppelt sind, die optimieren den Privatverbrauch des Anwenders, aber werden nicht netzdienlich betrieben. Das ist zumindest der Vorwurf, den man häufig hört. Würden Sie das teilen?
Also Sie helfen uns nicht sozusagen dabei, unsere Stromversorgung zu stabilisieren? Ja, teilweise teile ich das, weil wir heute noch diese, also für Anlagen, die jetzt heute noch gebaut werden, bekommt man immer noch diese 8 Cent Einspeisevergütung. Da gibt es ja gerade die große Debatte, kann man die wegfallen lassen und dann direkt auf so eine Direktvermarktung gehen, also eine komplette Optimierung gegen den Markt.
Wir glauben, dass es der richtige Schritt ist, nicht nur für die Solaranlagen-Gesitzer, sondern in Summe für wir alle, die natürlich ein hohes Interesse daran haben, die Energiewende in Summe bezahlbar zu machen. Wir haben ja den Podcast gestartet, genau mit dem Thema, wie bekommen wir die Systemkosten runter.
Deshalb unterstützen wir explizit diesen Schritt. Und wir glauben, dass der Case für eine neue Solaranlage mit Batterie und idealerweise einem Energiemanagement-System dazu nach wie vor gut rechnen wird, auch in Zukunft. Und dieses Energiemanagement-System, das bieten Sie auch an? Ja. Ja genau, wir verkaufen das, das kann man sich vorstellen, weil viele Menschen können sich überhaupt nicht vorstellen, was ist das eigentlich.
Das ist bei uns so eine kleine Box, eine Steuerbox, schaut aus wie so ein WLAN-Router, schön weiß mit dem EO-Logo drauf, nennt sich auch ihren Homebox. Da kann man dann seine bestehenden Assets, also im Wesentlichen PV plus Heimspeicher, Wärmepumpe und das Elektroauto anschließen. Das geht relativ einfach über eine WLAN-Steuerung und danach, und das ist das Schöne daran, danach beginnt dieses Energiemanagementsystem, automatisch zu optimieren.
Also entscheidet zum Beispiel genau bei der PV-Anlage, die Strom produziert, sollte ich den Strom jetzt selber, verbrauchen, sollte ich den ins Netz zurückspielen, also später Stichwort Direktvermarktung, sollte ich ihn Richtung Batterie schieben oder nutze ihn gleich um mein Elektroauto oder später fürs Elektroauto, um es zu laden.
Und das, was ja relativ komplex ist von der Optimierung her, das macht genau dieses Energiemanagement-System. Und für viele Kunden ist das natürlich wirtschaftlich erstmal super, super spannend und auch ein echter Game-Changer, wie wir so sagen, wenn man sieht, oh, ich habe jetzt daheim ein kleines Energiesystem und es funktioniert eigentlich auf Autopilot.
Jetzt haben wir vorhin ja schon angesprochen, dass Sie sich als Versorger ja so ein bisschen in diesem Spannungsfeld befinden zwischen der Umstellung, die stattfindet. Sie kommen auch zum Teil aus der klassischen Gasversorgung. Es findet jetzt eine Umstellung hin zum Strom statt. Wie schnell kann das gehen aus Ihrer Sicht? Also wie schnell kann dieser Prozess verlaufen, gerade vor diesem geopolitischen Hintergrund, den wir erleben?
Also ich wäre sehr optimistisch, was Elektromobilität angeht. Da haben wir noch nicht so tief heute drüber gesprochen. Also wir sehen ja jetzt, wir haben jetzt über zwei Millionen Elektroautos schon. Wir sehen auch Umstellung von LKWs, auch ganz spannend. Die haben dann zehnmal so viel Batterie, Größe und Speicher wie ein normales Auto, wie ein Elektroauto.
Da wird es für viele Logistiker und Fuhrparkbetreiber auch nochmal richtig spannend. Also da bin ich sehr optimistisch. Bin persönlich auch letztes Jahr umgestiegen auf ein Elektroauto und bin nach dem ersten Winter wirklich sehr, sehr happy damit. Und funktioniert super. Da steckt sehr viel Potenzial drin.
Wärmepumpen haben wir viel geredet heute im Podcast drüber. Bin ich auch sehr optimistisch, dass die Reise weitergeht. Nochmal, ich glaube, das Thema Gas und alter Gebäudebestand, das wird so die Hauptherausforderung sein. Und da wäre es mir auch wichtig oder uns bei E.ON, dass wir die Kunden da auch gut mitnehmen und nicht überfordern.
Ich glaube, da gab es eine Kritik in der Vergangenheit. Die war, meine ich, auch teilweise berechtigt. Und das ist ganz wichtig. Die Energiewende ist gerade so ein bisschen am, ich will nicht sagen Kipppunkt, aber wir haben jetzt schon, da haben wir auch eine Studie dazu gemacht, ein geteiltes Bild in der Bevölkerung.
Die eine Hälfte ist weiter sehr supportive und sagt, das ist genau das Richtige. Die andere Hälfte sagt, das wird zu teuer und macht sich Sorgen um die Kosten und ist eher negativ eingestellt. Und ich glaube, es ist für uns, und da meine ich, wenn ich uns sage, nicht nur wir Versorger, sondern Netzbetreiber und auch Regulierung und Politik, extrem wichtig, dass wir jetzt diese Bezahlbarkeit hinbekommen und die Systemkosten runterbringen.
Und ich sehe, haben wir heute darüber gesprochen, in dem ganzen Thema Flexibilität eine Riesenchance dafür. Aber vielleicht an dem Punkt nochmal nachgefragt, weil Sie sagen, die Kunden dürfen nicht überfordert werden. Was genau bedeutet das? Also man muss ihnen ja vor allem die Wahrheit sagen, nämlich dass sie steigende Gaspreise in den kommenden Jahren zu erwarten haben, weil eben auch der CO2-Preis steigen wird und dass deswegen eine Umstellung ja sinnvoll wäre. Also was heißt den Kunden nicht überfordern?
Ich würde das unterstreichen, was Sie sagen. Also ich glaube, Transparenz ist das eine. Wir werden nicht jeden Kostenanstieg wegdiskutieren und wegoptimieren können. Vor allem nicht auf die, sozusagen kurzfristig. Vor allem der Netzaufbau, der Umbau der Netze, sowohl auf Verteilebene als auch Übertragungsnetzebene, der wird noch richtig Geld kosten. Und das werden die Kunden natürlich in den Netzen gelten spüren.
Wir können aber doch einiges machen. Dafür wird natürlich der Großhandelspreis, perspektivisch abnehmen, je mehr Erneuerbaren wir ins System bekommen und integrieren. Und Preisstabilität ist unglaublich für die Kunden sehr, sehr wichtig und interessant. Wir bieten ja auch mehrere Tarifarten an, wo man dann auch die Preise für nicht nur zwölf Monate, sondern 24 Monate absichern kann.
Das wird sehr gut angenommen. Und wie Sie gesagt haben, Transparenz zu geben, Das können wir ehrlicherweise jetzt nicht in jedem Einzelfall. Also wir bereiten nicht jeden einzelnen Endkunden genau zu seiner typischen Situation mit seinem Gebäude. Das tun wir nicht, aber dafür gibt es dann auch die Elektriker und die Handwerker, die genau sowas einschätzen können, welche Investitionen sich lohnen, welche nicht.
Aber ich finde es total wichtig, dass wir diese Transparenz herstellen und dem Kunden auch Wahlmöglichkeiten geben für seine spezifische Situation. Weil am Ende nochmal, die Energiewende hängt wirklich davon ab, dass das System in Summe bezahlbar bleibt, dass die Lösungen auch einfach sind und dass der Kunde gut planen kann.
Was müsste von der Bundesregierung noch kommen, damit das besser läuft und transparenter läuft? Ich habe letzte Woche war der BDW-Kongress, da habe ich auch dazu gesprochen auf einem Panel. Ich glaube, Regulierung ist einiges auf dem Weg und geht in die richtige Richtung. Es gibt ja, was Netzentgelte angeht, dieses Agnes, das Regulierungsvorhaben, dass die Netzentgelte dynamisiert werden. Das finden wir ein spannender Punkt.
Der geht zurück zu Ihrem Anfangsstatement. Das Preissignal muss ja irgendwie auch beim Kunden ankommen. Das kann man nicht nur beim Großhandelsmarkt eben machen, sondern man kann auch die Netzentgelt entsprechend variabilisieren und dynamisieren. Das ist gut. Und dann haben wir noch eine zweite Regulierungsform.
Das läuft unter dem Stichwort Mispel. Das hat viel mit der Integration von Speichern und dann auch Ladeinfrastruktur ins Netz zu tun. Das ist auch nochmal sehr spannend. Warum? Weil wir haben bisher, glaube ich, eher so unilateral, unidirektional gesprochen, diskutiert. Das heißt, Strom fließt sozusagen in eine Richtung.
Was es aber jetzt natürlich technisch auch schon gibt, ist das ganze Thema Bidirektionalität. Und die ist sehr spannend, gerade was Elektrofahrzeuge angeht, dass man ein Elektrofahrzeug eben nicht nur lädt und dann verbraucht, sondern theoretisch wie so eine große Batterie nutzen kann und den Strom eben nicht nur zieht, sondern durchaus auch wieder zurückspielen kann ins Netz.
Und wenn wir das hinbekommen, also wenn wir in Deutschland irgendwann heute mal zwei Millionen, in Zukunft vielleicht mal vier, fünf, sechs Millionen Elektrofahrzeuge und die alle praktisch wie fahrende Batterien nutzen und nehmen Sie die LKWs noch dazu, dann kommt auf einmal richtig, richtig viel, Flexibilitätsmöglichkeit ins System.
Und das nochmal wird uns helfen, die Kosten runterzubringen, weil unser Problem ist ja nicht, dass wir zu wenig Strom haben. Wir haben ihn nur manchmal zu den falschen Uhrzeiten. Was das bidirektionale Laden angeht, da stehen wir noch so ein bisschen am Anfang. Das Elektroauto, das Sie sich gekauft haben, kann das das schon?
Ne, das ist, ich weiß gar nicht, wie ich es Marken nennen darf, aber das ist noch eins, das es nicht kann. Ja, ich habe ein neues allerdings bestellt, was das tatsächlich dann auch kann. Das hat übrigens auch mit der Wallbox zu tun. Also man braucht auch die richtige Wallbox dazu. Da sehen wir jetzt gerade, dass dann die Hersteller, die sowohl auf Automotive-Seite, aber auch die Wallbox-Hersteller die Lösung auf den Markt bringen.
Und dann ist das eine super spannende Sache für die Zukunft. Okay, Sie verraten uns nicht, was Sie für ein Auto gekauft haben. Das ist Ihr absolutes Recht. Ganz herzlichen Dank, Martin Endres. Herzlichen Dank, Herr Kreimeyer. Ja, dieses sogenannte bidirektionale Laden bei E-Autos, also die Möglichkeit, das Auto wie eine Batterie zu nutzen, die ab und zu ihren Strom auch wieder abgibt, ist übrigens so eine typische Geschichte der Tech-Entwicklung.
Also geredet wird darüber seit Jahren. Ich habe ja früher mich auch viel mit der Autoindustrie beschäftigt, da war das auch immer ein Riesenthema. Das Prinzip fehlt in keiner Vision eigentlich für ein künftiges Netz der Stromversorgung in Deutschland. Die Realität sieht allerdings deutlich ernüchternder aus. Es ist bis jetzt so, dass allenfalls 10 Prozent der Elektroautos in Deutschland dazu aktuell technisch überhaupt in der Lage sind.
Und dann kommt ja auch noch hinzu, dass Martin Endres hat das ja gerade klar gemacht, dass diese Autos dann auch irgendwie in das Netz eingebunden werden müssen. Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlichen Dank, dass Sie wieder dabei gewesen sind. Für den redaktionellen Schnitt dieser Folge war Lucille Garnier verantwortlich, und um die Schlussproduktion hat sich Andolin Sonnen gekümmert.
Bleiben Sie energisch, seien Sie gerne wieder dabei, wenn der nächste Kapitalwirtschafts-Podcast erscheint. Überall da, wo es Podcasts gibt. Bis dahin wünsche ich Nils Kreimeyer alles Gute und sage Tschüss.