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Shownotes
30OCT24
Begrüßung
Begrüßung von Selina
Warum wollte ich fliegen lernen (hfc-ham.de)
Zeitrahmen der PPL-Ausbildung (hfc-ham.de/index.php/ausbildung)
Welche Flugerfahrung bis jetzt
Warum bei LH beworben
Wie bewirbt man sich (european-flight-academy.com/de/bewerbung)
DLR-Zertifikat (european-flight-academy.com/en/registration-dl…)
Englischkenntnisse
Vorbereitungen seitens der DLR (testhelden.com/produkt/dlr-test-vorbereitung)
YouTube als Quelle (youtube.com/results?search_query=dlr+test+vorb…)
Kommerzielle Vorbereitungskurse (tinyurl.com/3ttc6z4b)
Der eigentliche DLR-Test
Beispiele für die Tests
Welchen Schulabschluss braucht man für den DLR-Test (european-flight-academy.com/documents/10935875…)
Überraschungsfragen
Mr. Bean beim Test (youtube.com/watch?v=9LhLjpsstPY)
Erinnerungstest
Anzahl der Tests
DLR-Tests können wiederholt werden
Wie bewirbt man sich weiter (apply.lufthansagroup.careers/index.php?ac=stat…)
Lufthansa Assessment
Und dann… Medical (sky-doc.de/Download/EASA%20Tauglichkeitstabell…)
Was ist die ZÜP (aopa.de/zuverlaessigkeitsueberpruefung-zuep)
Start im April
Kosten (european-flight-academy.com/de/kosten-und-leis…)
Hinweis auf eine nächste Folge
Die Geschichte zu Ende
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So, hallo Leute, es ist schon wieder soweit, eine neue Folge kam, fly bis es erst kommt, hier bei euch auf dem Apparat auf der anderen Seite des Hörers raus. Es ist der 30. Oktober, ich mache eine Aufnahme, dessen Episoden-Nummer ich noch nicht weiß, weil ich noch nicht weiß, welche Reihenfolge ich jetzt hier was sende.
Ich habe einen Gast heute wieder, eine kleine Interview-Aufnahme wird das werden, und zwar habe ich mir die Selina gegriffen. Die hat sich leichtsinnigerweise bereit erklärt, mit mir eine kleine Podcast-Aufnahme zu machen über das Thema, wie bewerbe ich mich als Pilot sozusagen oder Pilotin. Entschuldigung, ich muss ja richtig alles korrekt hier sagen.
Und Selina hatte leichtsinnigerweise mir gestanden, dass sie vor kurzem diesen Einstellungstest bei der DLR gemacht hat. Und ich habe sie gefragt, ob sie Lust hat, mal darüber zu reden. Und jetzt sage ich, hallo, guten Tag, Selina. Wie geht ihr das? Hallo. Ja, das ist ein Podcast, da kann man auch immer einfach weiterreden und weiterbabbeln.
Ich glaube, ich überruppel sie gerade mit meinen vielen Fragen sozusagen. Ja, Silvia, ich wollte erst mal erzählen, wir haben uns ja kennengelernt über den HFC. Das ist der Verein, wo ich fliege, wo ich Fluglehrer bin. Ich glaube, du hast vor zwei Jahren angefangen dort, kann das sein? Ja, also ich habe vor zwei Jahren meine PPL angefangen und im gleichen Jahr auch die Lizenz bekommen.
Also ich bin jetzt zwei Jahre fertig. Das ist doch gut. Das heißt, mit anderen Worten, dass zwei Jahre, ich weiß nicht, aus deiner Sicht, war das jetzt schnell? Ja, also Quatsch. Ich bin ein Jahr fertig, so muss ich mich korrigieren. Die Theorie fängt ja immer erst im Herbst an. Ja, ich glaube, ich war relativ schnell. Ich war eine der Ersten, die bei uns fertig war.
Ah, okay. Warum hast du das? Ich meine, also erstmal musst du dir ja, du hast dir ja zweimal zwei schwere Bewerbungen jetzt hinter dich gehabt. Ich glaube, einmal diese HFC-Bewerbung ist ja irgendwie nicht einfach. Ne? Ich will auch gar nicht großartig darüber gehen. Ich weiß nur eins, sie ist, da ist nicht einiges alles okay, finde ich, wenn ich das mal so sagen darf.
Also das war ja schon eine kleine Hürde. Wann hast du den Entschluss gefasst? Also wann wolltest du denn fliegen lernen sozusagen? Also fliegen lernen ist irgendwie so ganz zufällig auf mich zugekommen, weil ein Freund von mir auch im HFC fliegt. Und der hat irgendwann vor Corona mal so ganz spontan gesagt, so hey, hast du mal Lust in deiner Mittagspause eine Runde über Hamburg zu fliegen?
Und ich so, ja, warum nicht? Und damals war unser kleines Flugzeug, die Fox Alpha, noch nicht in der Reparatur. Die hat einen neuen Motor bekommen und dann hat er mich mit der Fox Alpha einmal so eine Runde über Hamburg mitgenommen. Dann war ich so ein kleines bisschen infiziert. Ja, hat Blut geleckt, wie ich sage.
Hatte Blut geleckt und habe ihn dann ein bisschen ausgequetscht, was ich denn alles brauche, um so meine Privatpiloten-Lizenz zu machen. Und für mich war das immer so eine unüberwindbare Hürde und das schaffen ja nur irgendwie super schlaue Menschen, die zudem noch sehr reich sind. Und er konnte mir von beiden sagen, dass es nicht unbedingt so sein müsste.
Wieso, weil er selber arm ist und nicht schlau? Ich glaube, er ist sehr schlau, aber er hat mir so den Kostenrahmen genannt, in dem man sich so bewegt und dann habe ich gedacht, naja, das kriege ich finanziert, ich habe da richtig Lust zu und dann habe ich mich beim HFC beworben und wurde genommen und ja, habe dann meinen PPL gemacht.
Cool. Ich glaube, du hast ja zusammen sozusagen angefangen, wo ich meinen ersten Fluglehrer auch hatte. Kann das sein? Also sozusagen vor zwei Jahren, da hatte ich meine erste Schüler-Session dann auch sozusagen. Habe auch da neu angefangen und du bist ja mit meinem Spezi Jörg zusammengeflogen, ne? Richtig.
Genau, genau. Er ist ein Charakter, er ist aber ein sehr netter Kerl. Was wollte ich sagen? Sag mal, aber du hast, mit anderen Worten, du hast vorher was ganz anderes gemacht, ne? Du bist fertig, Ausbildung, alles und jetzt hast du danach praktisch noch angefangen oder halt erst mal privat, ja, den PPL zu machen.
Ja, also ich habe ein Studium, ich bin Tierärztin, arbeite auch noch in meinem Job und ja. Wie konntest du das denn so von der Zeit her einrichten, dass du da, weil ich meine, neben Job und sowas, dann noch PPL, dann in einem Jahr, also mit anderen Worten, das ist ja, na, es ist schon eine Menge, also man muss sich da schon ja so ein bisschen hinsetzen.
Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, aber die Zeit für die Flugstunden aufzubringen und dann noch mit jemand, der ja auch nicht so oft Zeit hat, nämlich Jörg, der arbeitet ja auch voll, also das hat alles prima geklappt. Ja, wobei man sagen muss, wenn man das will, dann schafft man das auf jeden Fall.
Was am Anfang Zeit gezogen hat, waren die Theorieblöcke. Also wir hatten ja zweimal in der Woche drei Stunden Theorie. So neben Vollzeitarbeiten ist das schon anstrengend. Und ich habe einen kleinen Vorteil, dass ich nur vier Tage in der Woche auf Arbeit sein muss. Das heißt, ich hatte immer einen freien Tag in der Woche Zeit und das Wochenende in den meisten Fällen.
Das heißt, da habe ich einfach relativ viel Zeit dann mit verbracht und bin nach unserem Fliegerlager, einmal im Jahr dann so ein Fliegerlager, dann tatsächlich auch nicht nur mehr mit Jörg geflogen, sondern auch noch mit anderen Fluglehrern, um das einfach so ein bisschen flexibler zu gestalten. Ich will auch gar nicht weiter darüber rausgehen. Das habe ich im Podcast schon öfter gesagt, dass wenn man zu so einer Flugschule geht und die ein straffes Programm hat, also eine kommerzielle Flugschule, dann wird es erheblich teurer als im Verein.
Aber man kann es schneller machen, weil im Verein machen ja sehr viele das auf ehrenamtlicher Basis oder halt dann Abendstunden und all sowas, sodass es länger dauert. Und was ich aber, was du erstmal schon für dich notieren kannst, dass diese Hürde, dem PPL zu machen, ja gar nicht in dem Sinne so groß war, weil du hast es ja innerhalb von einem Jahr sozusagen geschafft, oder?
Ja, also das war auch immer mein Ziel. Ich will das eigentlich in einem Jahr schaffen und habe dann auch relativ zügig meine ganzen Flugstunden durchgebracht. Ich glaube, ich war einer derjenigen, die relativ viel gebraucht hat im Vergleich zu den männlichen Kriegen. Ach, na, das ist noch viel beschissener, den solltest du gleich wieder streichen, das ist ja völliger Blödsinn.
Ja, nee, aber ich sage das deshalb, weil, naja, hier im Hörerkrankenkreis sind einige, die machen auch PPL oder sind dabei oder haben gemacht oder irgendwas und da geht es halt oft um das Thema Zeit, wie lange dauert das und Theorie und dass es schwer ist und ich meine, du kommst vielleicht, so manche Aspekte haben dir vielleicht geholfen mit Studium und leicht naturwissenschaftlich, angehaucht sozusagen, dann fällt einem das leichter.
Aber es gibt ja andere, die haben mit wissenschaftlichen Themen relativ weniger mit dann zu tun, mehr so kaufmännische oder irgendwas. Und dann fällt einem schwer, dieses andere, das neue Theoriefeld dann wieder zu lernen. Aber darauf will ich ja gar nicht hineingehen. Also auf die Fall hast du denn den PBL gemacht? Wie viele Stunden hast du denn mittlerweile?
Ich habe inzwischen um die 40 bis 50 Pickstunden. Also ich bin auch relativ viel geflogen. Im letzten Jahr. Dann bist du ja bald soweit. Kannst du in die Zirros steigen, ne? Ja. Das lässt mein Gehalt leider nicht zu. Hintergrund der Sache ist ein Verein, der verlangt, war das 100 Stunden PIC, also PIC für die Zirros?
Zwischen. Genau, genau. Naja, auf jeden Fall bist du dann, ja, dann hast du also noch mehr Geschmack an der Sache gefunden, ne, wenn ich das sehe? Ja, also schlussendlich muss ich hier auch wieder Jörg erwähnen, weil Jörg derjenige war, der in meiner allerersten Flugstunde zu mir gesagt hat, ob ich nicht mal überlegt habe, kommerzielle Airline-Pilotin zu werden und ich in dem Moment so, ich bin hier gerade von allem überfordert. Nee, habe ich nicht.
Aber schlussendlich hat er mich dazu gebracht, mich einfach mit dem Thema zu beschäftigen und mich einmal mit diesen Hürden zu beschäftigen, weil das ist so ähnlich wie in der PPL, dass ich dachte, okay, Erlein-Pilotin in meinem Alter, das macht eh keinen Sinn mehr, dafür bin ich viel zu alt. Schlussendlich habe ich herausgefunden, dass ich das gar nicht bin.
Also das ist, Und um das auch, wie gesagt, ich sage das ja auch für die Hörer, ich kenne einige, selbst mein Cousin zum Beispiel damals, dem habe ich auch denn, weißt du, der war so sportlich, smarter Jung, ordentlich, mit dem komme ich lange geschlacken und er machte auch alles, sehr politischen Eindruck, den habe ich denn auch mal schon vor Jahren, der ist ja jetzt auch Ü40 schon, so in Jahren diese Bewerbungsunterlagen so hingeschoben.
Ich sag, guck dir das doch mal an, unterschreib doch mal. Und da war auch diese Blockade im Kopf, nee, Mann, Englisch ist nicht gut, nee, ich kann das, nee, da bin ich ja nicht. Stattdessen einfach mal probiert hat. Da hat er zwei Jahre lang lag dieser Stapel im Sonnenlicht, war schon ganz vergilbt. Und dann hat er ihn das abgeschickt und hat sich aber nicht in der Zeit darauf vorbereitet, sondern es hat einfach so lange gedauert, bis er praktisch sich den Mut genommen hat, das zu machen.
Und ich schätze mal, dadurch, dass du das mit dem Fliegen hier kennengelernt hast, kommt man auf die Idee und dann merkt man ja, also probieren kann man es ja mal, oder? Ja, das war auch immer so meine Idee. Ich meine, ich kann es probieren. Ich habe einen Job. Ich habe bei der ganzen Geschichte relativ wenig zu verlieren, ehrlicherweise.
Und mit der Haltung bin ich tatsächlich auch überall so reingegangen, sowohl in meine PPL als auch dann in DLR-Test und auch in das Lufthansa. Das heißt, das soll nicht heißen, dass ich das nie ernst genommen habe. Aber ich glaube, ich habe das mit so einer gewissen Entspanntheit gesehen und mir gedacht so, ja, entweder es klappt oder es klappt nicht.
Ich habe da richtig Bock drauf und wenn das klappt, dann brauche ich mir einen Ast und werde das auch tun. Wenn es nicht klappt, stehe ich aber nicht vor nichts, weil ich einfach einen Job habe. Das ist natürlich ein beruhiglicher Gedanke. Wenn man als Fünfjähriger ja schon, ich sage mal so Lokomotivführer auf Feuerwehrmann werden wollte oder irgendwie das oder eben halt das und dann klappt das nicht.
Und das ist natürlich, und da gibt es auch viele, die dann so ein bisschen eingeknickt sind, sagen wir mal so. Ja, kannst du uns mal so den Weg durchführen? Wie hast du dich denn beworben sozusagen? Wo geht man da hin? Auf Webseiten, schätze ich mal. Schlussendlich gibt es tatsächlich eine sehr gute Website der European Flight Academy, die die Schritte im Einzelnen super erklärt.
Also die Website ist gut aufgebaut und der erste Schritt, den man einfach hat, bevor man sich bei der Lufthansa Group oder bei der European Flight Academy in der Flugschule bewirbt, ist tatsächlich, dass man den DDR-Test einmal besteht. Und da kann man sich einfach über einen Online-Link anmelden. Da gibt es derzeit auch wieder Rabattaktionen, also dass es günstiger wird, weil man muss das natürlich selbst zahlen.
Darf ich mal ganz kurz stopp? Man muss das natürlich selbst bezahlen, finde ich, ist nicht richtig. Es gibt also manche Leute, die fördern ein, also manche Firmen, wenn sie Leute haben wollen. Das möchte ich nur mal so kurz betonen. Weißt du, was ich meine? Also es gibt ja, in manchen Jobs werden Leute händelringend gesucht und ich glaube, in der Fliegerei ist es mal so, mal so.
Also es ist nicht selbstverständlich, dass man das selbst bezahlen müsste. Stell dir mal vor, du gehst zur Bundeswehr, willst da Flieger werden und dann sagen sie, musst du erst mal alles bezahlen hier. Deine Musterung. Kann auch nicht sein. Möchte ich mal so kritisch anmerken, aber du kannst gerne weitererzählen. Entschuldigung.
Ja, ich glaube, also das ist sicherlich ein Thema, wo man sich mit beschäftigen kann. Kleiner Tipp, ich habe es einfach steuerlich abgesetzt. Das kann man sicherlich machen, wenn man dann mal so weit ist. Aber man muss das erstmal in irgendeiner Art und Weise vorstrecken. Und da finde ich so eine Rabattaktion eigentlich ganz cool.
Und die gibt es immer wieder. Also dann kann man sich für, ich glaube im Moment sind es 120 Euro rabattiert, dafür den DLR-Test anmelden. Okay, kann man das mit Payback-Konto zahlen? Oder muss man, nee, man muss gerne, okay, ich verstehe schon. Ja, es war ganz unkompliziert. Ich glaube, ich habe das per PayPal bezahlt.
Also es war alles super unkompliziert, einfach nur ein Link. Weil ich bin so ein Mensch, der ungern telefoniert, ungern E-Mails schreibt. Und wenn das alles übers Internet funktioniert, dann ist das gut. Und das hat auch wunderbar funktioniert. Und dann kann man sich einen Termin aussuchen. Das kommt immer so ein bisschen, finde ich, drauf an, weil ich habe den zweimal gemacht, zu welchem Zeitpunkt man den Termin macht, inwieweit man vorher buchen muss.
Also es gibt Termine, die dann erst in sechs, acht Wochen passen oder relativ kurzfristig manchmal so Einzelplätze. Das nennt sich dann, dann hat man ein DLR-Zertifikat, nennt sich das so? Genau, genau. Da kriegt man schlussendlich dann, also ungefähr eine Woche später, nachdem man diesen Test gemacht hat, ein Zertifikat.
Und die EVA, die European Flight Academy, hat spezielle Requirements, die sie stellt. Die sind auch auf der Homepage veröffentlicht. Also das ist alles ganz gut nachvollziehbar, wo man weiß, okay, die und die Punkte müssen mit einem A oder einem B absolviert worden sein, damit ich mich schlussendlich bei der EFA bewerben kann.
Genau, hier steht nämlich, ich habe mich ja vorher schon so einen Tacken vorbereitet, da steht zum Beispiel in DLR, ja, DLR-Zertifikat mit Rating A oder B. Kennst du da einen Unterschied oder so? Also A ist besser als B, aber es ist schlussendlich egal. Man muss halt dann A oder B für diese speziellen Punkte haben, sonst kann man sich nicht bei der Eva bewerben.
Aber den Unterschied weißt du jetzt nicht, was das ist? Das wird ja tatsächlich nicht so veröffentlicht, wo man sagt, okay, zum Beispiel bis 90% richtig ist ein A oder da ist es ein B. Also ich glaube, man muss das dann einfach so hinnehmen. Und schlussendlich ist das auch nicht nur eine Aufgabe, die da rein zielt, sondern das sind ja so Komplexe an Aufgaben, die unter einen bestimmten Punkt fallen.
Natürlich, Englisch ist Englisch, aber da reicht es ja auch, wenn man die hat. Aber bei so anderen Dingen. Ich frage dich ja gerne noch zu diesem Test hier eigentlich aus, weil das ist ja irgendwie gerade das Spannende. Aber Englischkenntnisse, die wurden da, musstest du die mitbringen? Kannst du sagen, ich habe ein Abi in Englisch oder musstest du auch Listen and Repeat machen oder irgendwie sowas?
Ja, es ist tatsächlich einfach ein Punkt in diesem Test, ein Englisch-Test, wo man aber nichts hört oder nichts sprechen muss, sondern tatsächlich so ein bisschen Vokabeln abgefragt wird, so ein bisschen englische Grammatik. Aber ich sage mal, jeder, der... Ein Abi oder, ich sag mal, einigermaßen Englisch spricht, kriegt das hin.
Also ich hab Englisch in der 10. Klasse und nach der 10. Klasse abgewählt und Latein vierstündig gehabt. Und ich hab das geschafft, ohne mich jetzt gezielt drauf zu bereiten. Ja. Also du hast auch in deinem Schein, hast du selber kein Englisch eingetragen hier für... Doch. Ah. Doch. Ich hab meine ICAO Level 4 Englischprüfung geschafft.
Oh, that makes you somebody no easy after then, isn't it? Ja. Ja, genau. Ja, diese, ja, okay, also mit anderen Worten, dieser Sprachlevel 4 scheint ja auszureichen. Oder? Genau, der reicht völlig aus, den habe ich auch dann zur Bewerbung eingereicht und da hat auch jemand irgendwas angemerkt. Hast du dich überhaupt darauf vorbereitet, auf diesen Test?
Also außer, also es gibt ja, ich frage nur deshalb nach, weil Ich glaube, die senden doch selber Informationsmaterial mit, wie man sich darauf vorbereiten kann, oder? Oder tun sie das nicht mehr? Genau, man kriegt tatsächlich einen Link mit einem Online- oder mit einem Programm, welches man sich runterladen kann, wo man eigentlich alle Aufgaben, die dort abgefragt werden, zu Hause üben kann und auch soll.
Also das DLR gibt da auch tatsächlich so einen Leitfaden mit an die Hand, wie oft man das ungefähr machen sollte. Da würde ich mich als Mindestmaß auf jeden Fall dran halten. Die sagen natürlich nicht, du kannst es nicht öfter machen. Aber bei mir war das natürlich neben Arbeit dann schon manchmal ein bisschen schwierig, wenn ich abends nach Hause gekommen bin, mich da manchmal noch eine Stunde oder anderthalb durch diese Tests zu klicken, weil manche dann doch schon relativ zeitintensiv sind.
Also für manche braucht man dann schon eine halbe Stunde einfach Konzentration. Ja, ich verstehe. Und ist dieser Link personalisiert? Also ist er sozusagen ein privater Link, den nur du hast mit Username, Passwort, sowas? Oder ist das etwas, was, ich sag mal so, was man mit ein bisschen Google-Suche auch selber so finden könnte?
Ich weiß gar nicht, ob das zu finden ist, aber das war jetzt nicht irgendwie speziell geschützt und die machen da ja auch kein Geheimnis aus dieser Vorbereitung. Also vor jedem Test steht da auch, okay, da wird drauf geachtet, hierzu wird der Test gezählt und das sind die Erwartungen und da kann man sich da eigentlich ganz gut drauf vorbereiten.
Da muss ich mal gucken, ob man für unsere Hörer da vielleicht diesen Vorbereitungskurs einfach auch mal reinschnuppern kann. Einfach nur so aus Interesse, was da also abgefragt wird. Das wäre ja vielleicht ganz interessant. Was man tatsächlich machen kann, auf YouTube mal zu gucken. Also da gibt es sehr, sehr viele Videos zu diesem DLR-Test, wo auch Pilotinnen einfach mal erklären, worum es da geht.
Also da kriegt man so eine grobe Ahnung. Ja, worauf wird da der Fokus gelegt, weil manche Tests schon so ein bisschen, herausfordernd sind, dass man einfach sich auch so einen Plan überlegt, wie gehe ich an die ganze Sache ran. Also es gibt Leute, die das verkomplizieren, ich habe es einfach geübt, aber es gibt auch welche, die sich da wirklich eine Strategie überlegen.
Also mit anderen Worten, hast du dich vorab schon mit irgendwelchen anderen kurzgeschlossen gehabt oder sowas? Nein. Nein, ich bin da tatsächlich sehr entspannt und sehr straight da reingegangen. Ich dachte mir, naja, ich habe das x-mal gemacht. Entweder es wird was oder es wird nichts. Weil es gibt ja auch, und ich glaube, die gibt es immer noch, diese Vorbereitungskurse, die man offiziell, wo man Geld einwerfen kann und also praktisch zu einem Trainingcenter hingeht, oder online das macht und sich dann sozusagen diese Prüfung trainiert sozusagen.
Ich glaube, das gibt es immer noch, oder? Ja, wobei ich glaube, was die meisten da tatsächlich machen, sind diese Vorbereitungskurse fürs Lufthansa Group Assessment, weil das einfach weniger straight zu üben ist, wie diese von der DLR vorgegebenen Tests, die ich einfach durchklicken kann. Ich verstehe, alles klar. Gut, aber vielleicht, den hast du ja auch gemacht und bestanden, oder?
Den habe ich auch gemacht und bestanden. Zeigen wir vielleicht da herüber. Aber ich weiß, dass es halt diese Vorbereitungskurse gibt und irgendwann hat dann die DLA auch angefangen, selber Material bereitzustellen. Am Anfang noch mit sowas wie CDs, die man in den Rechner reinschieben musste, weiß ich noch.
Und jetzt geht es natürlich mittlerweile über das Internet. Um halt diesen Wildwuchs an Vorbereitungsfirmen so ein bisschen Einhalt zu bieten, weil die haben die Leute zwar vorbereitet, aber nicht unbedingt und vielleicht denen auch ein bisschen das Geld aus der Tasche gezogen und auch denen eine Hoffnung gegeben, die aber am Ende selten irgendwie gefurchtet hat, die Kurse, weil man konnte sich dann irgendwann drauf einstellen.
Darf ich dich nochmal abfragen, kannst du dir nur so auf den Kopf erinnern, wie das denn so war bei diesem DLR-Test? Wie lange hat der gedauert? Es war relativ lang. Es hat um 9 Uhr ungefähr angefangen und ich meine 16, 17 Uhr war es vorbei. Das sagen sie einem vorher aber tatsächlich auch noch. Und das dauert wirklich so lange, weil alle diese Tests in einer Reihenfolge abgefragt werden.
Und man natürlich zwischendrin immer mal eine Pause hat. Man hat auch eine längere Mittagspause von einer Stunde Zeit, die man aber auch einfach braucht, um seinem Gehirn mal so ein bisschen wieder Luft zu geben, weil es schlussendlich dann doch schon anstrengend ist. Also ich fand das kognitiv schon anstrengend und ich habe in meinem Studium sehr viel gelernt.
Und das war aber trotzdem so ein bisschen, dass man am Ende platt war. Okay. Und war das nur ein Tag oder mehrere Tage? Das ist nur ein Tag. Ah, okay, gut. Und wie fing dein Test an? Führ uns doch mal durch, wenn du dich daran noch erinnern kannst, Lust hast, führ uns doch mal durch. Was wurde denn da so getestet?
Und schlussendlich ist es eine ähnliche Reihenfolge wie in dem Testmodul, was die DLR da abfragt. Und dann kriegt man immer vorher nochmal eine kleine Einführung, welcher Test jetzt abgefragt wird. Und die Testleiter beantworten dann auch noch Fragen, die man da stellen kann. Natürlich nichts, was irgendwie die Auswertung oder ähnliches betrifft.
Das sagen wir auch ganz offen. Wir können keinerlei Fragen, was eine Auswertung der Tests betrifft. So, ja, wenn ich da nicht draufklicke und gar nichts mache, wird mir dann was negativ angerechnet. Wenn man sowas fragt, dann sagen die ganz klar, diese Frage kann und darf ich ihn nicht beantworten. Ja, und dann geht das den Tag so über durch.
Wie saßt ihr da in einem Raum? Jeder vor dem Computer? Oder war das normaler? Oder war das irgendwie mit Hebel, Geräte? Oder wie sah das überhaupt aus? Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen. Ja, es sind so um die 20 bis 30 Personen in einem Raum und man hat eine Art Computer-Vorsicht, das ist ein Touchscreen, auf dem man dann tatsächlich diese Tests beantwortet.
Also man braucht nichts anderes. Man sitzt da einfach tatsächlich diesen ganzen Tag in diesem Raum. Der ist auch standardisiert gekühlt oder erwärmt. Das wird einem vorher immer gesagt, dass man da tatsächlich nicht sagen kann, ja, aber es war Sommer und deswegen war es zu warm in diesem Raum und deswegen hat das bei mir nicht funktioniert.
Das hat die DLR alles standardisiert, sodass da wirklich für jeden die gleichen Bedingungen herrschen und da kämpft man sich da irgendwie durch. Und der Test war in Englisch? Nee, der ist auf Deutsch. Also es gibt auch die Möglichkeit, sich fürs englische Modul sozusagen anzumelden, aber schlussendlich, es sind ja ganz normale Aufgaben, die man zu erledigen hat.
Und das erfordert jetzt nicht unbedingt ein Englisch- oder ein deutsches Sprachvermögen. Und die Tests als solches, war das praktisch Multiple-Choice-Tests? Also ich plaudere jetzt mal einfach so einmal Mathe, einmal Physik, einmal Technik oder irgendwie sowas oder Medizin oder wie ging das? Das ist ein Teil davon, aber der größte Teil ist zum Beispiel die Erinnerungsfähigkeit zu testen, indem man Zahlenreihen sich merken muss und dann eintippen muss.
Das ist zum Beispiel eine Aufgabe oder es geht um das räumliche Vorstellungsvermögen. Es gibt auch Multiple-Choice-Tests, zum Beispiel der Englisch-Test ist ein Multiple-Choice-Test. Es gibt einen weniger physikalischen Test, wo man es so ein bisschen mit Nachdenken und Alltagswissen schafft. Und es gibt einen, wo schon etwas tiefer in die Physik und auch in die Chemie gefragt wird, wo man sich auch so ein bisschen anders drauf vorbereiten sollte.
Das heißt, sollte man einfach mal ein Buch in die Hand nehmen, so aus der Oberstufe und sich so ein bisschen mit den Grundgesetzen der Physik beschäftigen. Also das ist nichts, was man dann speziell trainieren kann, wo man sagen kann, okay, hier mit dem DLR-Modul funktioniert das. Das muss man einfach machen. Das sagt die DLR aber auch so tatsächlich bei der Testvorbereitung.
Für diesen Test, sollten sie sich einfach mit den Grundlagen der Physik und der Chemie beschäftigen. Ich weiß, dass die späteren Arbeitgeber gerne ein Abitur wollen, also in der Regel schon, aber wird das eigentlich schon für den DLR-Zertifikat verlangt, dass du ein Abi hast? Ich glaube nicht, kann ich gar nicht sagen, weil ich glaube, ich wurde gefragt, was mein höchster Schulabschluss ist.
Aber ich kann nicht genau sagen, ob es nicht auch mit einem Realschulabschluss funktioniert hätte. Also es wurde auch nicht nach der Note gefragt? Irgendwo, ich kann nicht mehr genau sagen, ob es beim Assessment von der Lufthansa Group oder beim DLR war, aber irgendwo wurde nach der Note meines höchsten Schulabschlusses gefragt, also für mich dann mein Staatsexamen.
Ah, okay, ja gut. Ja, also dann, ich stelle mir gerade mal so vor, Test, also ich weiß, so ein bisschen erinnere mich an Test, so den Hydraulikzylinder. Du hast da so einen großen Zylinder und einen kleinen Zylinder und wenn du jetzt drückst, auf welcher Seite bewegt sich der Hebel oder bewegt sich jetzt, sagen wir mal, der Kolben schneller, langsamer oder erzeugt mehr Druck oder weniger Bewegung?
Weißt du, so Kraftumsetzung oder so Kurbeln, so Rollen, Flaschenzüge, mit welchem Flaschenzug hebt man mehr Gewichte und sowas? Genau, sowas wird da weiterhin tatsächlich gefragt. Okay. Ist dir irgendwas aufgefallen, was ungewöhnlich war? Also wo du sagst, das habe ich noch nie gehabt im Test oder irgendwas?
Tatsächlich nicht. Also es ist ein Test noch, wo man Fragen beantworten muss, einfach relativ schnell mit Ja und Nein, die so ein bisschen auf die Persönlichkeit abspielen. Das hat man natürlich vorher nicht trainiert, weil man es natürlich auch nicht trainieren soll. Aber da ist das Rating zum Beispiel auch egal am Ende.
Das wusste ich vorher nicht, das wussten aber alle. anderen, die sich in diesem Raum befunden haben, so war mein Eindruck. Aber wie gesagt, ich bin da auch sehr entspannt und blauäugig reingegangen. Ja, ja, ja. Das ist ja auch richtig. Also, ich habe mal mit einem ehemaligen Leiter dieser Abteilung da gesprochen und das war Anfang, 2000 oder gerade Ende der 90er, wo es eben gerade diese ganze Firma aufkam, die sich darauf vorbereitet haben.
Und da gab es so ein halbes Jahr, so eine Sturm-und-Drang-Phase, wo Leute reingekommen sind, sagen wir mal so, die sich dieser Vorbereitung ein außergewöhnlich gutes Ergebnis abgeliefert haben, was eigentlich über das, was sie, also die waren übertrainiert, oder wollen wir sagen, die waren im Test besser, als sie, sagen wir mal, in Ehrlichkeit waren.
Und dann mussten sie so ein bisschen diesen Test-Schema irgendwie so ein bisschen anpassen und haben sich darauf eingestellt und nachher war die Info von demjenigen, Also benutzt die Vorbereitung, die wir euch geben, nehmt euch die Zeit dafür, statt das Geld, was ihr den Typen da gebt, um es euch vorzubereiten, nehmt das Geld, fahrt lieber in Urlaub, entspannt euch und legt euch in die Sonne, macht den Test mit der CD sozusagen und dann geht ihr zum Test.
Das war so seine Aussage und ich glaube, da hast du so ein bisschen das Richtige gemacht, oder? Bist zwar nicht im Urlaub gewesen, aber entspannt hingegangen, oder? Ja, also ich glaube auch, genau damit schafft man das. Schlussendlich sich nicht zu viel Kopf machen. Man sieht natürlich dann auch, wenn man in diesem Raum sitzt, wie andere einfach mal schneller einen Test beendet haben.
Aber auch da muss man, glaube ich, einfach sehr entspannt sein und sagen, okay, das heißt jetzt nicht, dass irgendwas hier schon vorbei ist. Oder wenn ein Test überhaupt nicht gut gelaufen ist, dass man dann denkt, okay, den Rest, den brauche ich gar nicht mehr machen, weil ich schaffe das eh nicht. Also ich hatte auch bei super vielen Tests echt schlechtes Gefühl, aber es hat irgendwie trotzdem geklappt.
Und ich glaube, da gibt es auch niemanden, der in einem Test super, super gut ist und was mir geholfen hat und da waren sehr viele junge. Leute, die einfach dann auch sich sehr ausgetauscht haben und drüber gesprochen haben, welche Marken sie bei welchem Test in der Vorbereitung alles erreicht hat, dass man sich da gar nicht so drauf einlässt und da gar nicht so zuhört, weil das verursacht nur so einen Druck in sich, wo man so denkt, okay, das habe ich nie geschafft.
Und das dachte ich bei allem, was die so erzählt haben, das habe ich zu Hause nie geschafft. Und sich da einfach nicht so einen Riesenkopf. Also man soll sich unbedingt vorbereiten. Nicht heißen, dass man da unvorbereitet reingehen sollte. Und ich glaube auch, dass wenn man sich da an die Vorgaben von der DLR hält, dass man da ganz gut vorbereitet ist.
Aber man sollte sich da diesen Druck so ein bisschen auch von den anderen nehmen. Du hast erzählt, diese Überraschungsfragen. Kannst du dich daran erinnern, was eine Überraschungsfrage noch war? Das würde mich echt mal interessieren. Ich glaube, die eine war... Ach so. Das sind solche Fragen. Wo man praktisch schnell darauf antwortet. Musst du das tippen oder war das vorgegeben?
Man konnte nur Ja oder Nein antworten. Also es sind einfach nur Ja oder Nein Fragen. Wie war denn das gestellt? Lief denn da so ein Zeitrad neben der Frage ab, bis man die hättest beantworten müssen? Ja, man hat für diese relativ vielen Fragen einen Zeitrahmen, wo man dann tatsächlich auch unten am Bildschirm bietet, okay, ich habe jetzt nur noch eine Viertelstunde für noch 80 Fragen oder so.
Ja, um was du gesagt hast hier mit manche Leute sind schneller oder nicht schneller. Ich habe gerade dieses Bild von Mr. Bean im Kopf. Kennst du Mr. Bean? Ja. Aber da gibt es doch eine Szene, oder ein Sketch von ihm, wo er auch so einen Test macht, so einen Paper-Pencil-Test und er geht das durch und ist fertig und denkt so, ha, alles easy, ihr entspannt und macht so extra Geräusche, um die anderen zu stören und so und dann dreht er auf einmal um, auf der anderen Seite ist noch viel mehr Fragen und die hat er übersehen und er redet in Panik und muss alles schnell ausfüllen.
Entschuldigung, aber ich schweife jetzt schon wieder mit meinem Humor ab. Was war denn das für, du hast erzählt, da waren so Zahlenreihen-Tests, also Erinnerungstests sozusagen, ne? Ja. Und so der Klassiker, Setzen Sie diese Zahlenreihe fort oder sowas? Nee, nee, man hört, also das weiß man ja auch vorher, das ist ja bekannt, man hört einfach eine Zahlenreihe und muss die dann von hinten, die hört irgendwann auf und muss die dann von hinten sozusagen aufschreiben.
Also du hast also auch Kopfhörer auf dann? Teilweise, genau. Bei bestimmten Tests, wo es um Erinnerungsfähigkeit auch zusammen mit Hören geht, hat man dann Kopfhörer. Die werden da aber gestellt. Und auf das konnte man sich aber auch vorbereiten sozusagen mit dem? Ja. Ja, okay. Darf ich nur, wie musst du mir das vorstellen? Wird denn 1, 2, 3, 4 gezählt und dann musst du sagen, was war die erste Zahl? 1, 2, 3, 4?
Nee, dann so viele Zahlen wie möglich von hinten aufschreiben. Also wenn das zum Beispiel eine Zahlenreihe von 20 Zahlen ist, die irgendwann aushört, muss man so viele Zahlen wie möglich von hinten sich merken. Also man muss die Zahl aufschreiben, mit der es beendet wurde. Also du musst praktisch rückwärts gehen?
Rückwärts, genau. Und dann aber in der korrekten Reihenfolge. Ah, okay. Ich glaube, höre ich so hoffentlich so etwas versagen. Ja, das ist sicherlich eines der Dinge, die schwerer waren. Ja, okay. Waren da auch Paralleltests, dass du irgendwie mit dem, ich sag mal, beim Hören was machen musstest und mit dem Auge irgendwas erkennen?
Weißt du, so mit dem, du musstest, keine Ahnung, mit dem einen Finger musstest du linksrum irgendwas machen, mit dem anderen Finger musstest du irgendwelche Zahlen eintippen oder sowas? Gab es sowas? So was ähnliches. Es gibt ja noch so eine Art Joystick-Test, wo du sozusagen Höhenmesser und Fahrtmesser hast und dann die angegebenen Kurse fliegen sollst, in Anführungszeichen, und dann gleichzeitig Zahlen über den Kopfhörer gesagt bekommst.
Und wenn dann so und so die Zahlen sind, dann auf das und das drücken. Also das schon. Aber das ist so die einzige Aufgabe. Wann war denn dieser Test zum Schluss? Der war auch irgendwann mittendrin. Ah, okay. Also es wussten auch alle, dass der kommt, nur ich wieder. Ach so, okay. Weil, was du da gerade, also es gab bei uns, uns hat sich das noch ein bisschen länger, also vielleicht, weil das ja eben halt auch der Lufthansa-Test gleich mit dabei war, aber es gab bei uns auch einen Test, wo du mit dem Joystick, das war also wirklich dann so ein, wirklich ein anderes, separates Gerät, wo du reingegangen bist, da hast du mit dem Joystick, hast du so ein Kreuz in so einem Kreis gehalten, das wanderte immer aus, das musstest du immer praktisch aussteuern,
dass es in diesem Kreuz war, und auf der anderen Seite hast du nur so eine Nummerntastatur gehabt, und dir wurden immer Aufgaben eingeblendet, also simple, ne? Zwei plus irgendwas, dann musstest du die neun drücken oder 14, was immer das Ergebnis gerade war. Das heißt, während du mit der einen Seite so diesen Kreuz damit gehattst, musstest du mit der anderen Seite Rechenaufgaben lösen.
Das fand ich irgendwie anspruchsvoll. Ich weiß auch gar nicht, wie ich da so rausgekommen bin. Und dann gab es den, und das ist wahrscheinlich, was du da gerade beschrieben hast, den sogenannten bimodalen Vigilanz-Test. Also, wie lange hältst du das durch, parallel die zwei Aufgaben zu machen? Und das war, der hat eine Dreiviertelstunde gedauert.
Ganz so lang nicht und man hat tatsächlich auch Vorbereitungszeit, das ist super, um sich so ein bisschen auf diesen Joystick einzustellen. Also ich glaube, von der Zeit dauert nicht, aber so eine halbe Stunde hatte man verschiedene Übungsaufgaben, um sich einfach so ein bisschen da rein zu fuchsen und zu sehen, okay, wie reagiert das ganze System.
Also ich weiß, bei uns war dieser Vigilanz-Test, war der letzte Test an dem Tag, glaube ich, und also hinterher eine Dreiviertelstunde und du hast die anderen immer drücken gehört, weil da muss man irgendwas irgendwie auch immer so auf eine Taste drücken, rot oder grün, ne? Und das waren auch richtig so Tasten, so, Und dann hast du manchmal gedrückt und keine andere Sau neben dir hat gedrückt, du denkst so, scheiße.
Dann haben alle anderen gedrückt und du so, ja, welchen denn jetzt? Und hast auch irgendeinen gedrückt. Und hinterher warst du so kaputt, da konntest du alleine nicht mehr aufs Klo gehen. Also das fand ich schon ziemlich anstrengend. Ja, also der DLR-Test an sich war auch, finde ich, einfach anstrengend, weil man den ganzen Tag irgendwie sein Hirn gefordert hat in 20 verschiedenen Dingen.
Das ist nachher eine normale Kurzstrecken-Tour, fünf Lags, das machst du easy. Ja. Nee. Ja, und also insgesamt, weißt du nur so grob die Anzahl, irgendwie, welche Tests das war, wie viele das waren? Oder wie viel wurden denn die Pausen, also so grob, du warst von 9 bis 17 Uhr, hast du erzählt, oder? Ja.
Also es geht ja auch der eine Test schneller als der andere Test, also es sind so 10 bis 15 Ja, aber wie gesagt, man kann sich da tatsächlich an dieses Testmodul von der DLR ganz gut halten. Also da kommen jetzt nicht so viele Überraschungen. Und ich glaube, in den Foren steht das da auch relativ offen alles drin, wenn man sich vorher damit in den Foren beschäftigt hat, was ich ja gestandenermaßen nicht gemacht habe.
Ja, das ist auch immer, vielleicht muss man das als Subtext irgendwie auch immer hier ein bisschen mit sagen. Natürlich muss man sich vorbereiten, aber man muss sich nicht verrückt machen dabei, weil das ist bei allen Dingen so. Gute Vorbereitung ist gut, aber nicht sich verrückt machen durch, oh Gott, und ich habe ja nur 20 Punkte in meinem Test da irgendwie gekriegt und sagt am Ende gar nichts aus, weil das Gesamtbild zählt.
Genau, und es fehlt nicht nur ein Test, außer beim Englisch-Test, weil man nur einen Test hat, wo Englisch abgefragt wird. Aber bei den meisten anderen Kategorien wie räumliches Denken oder inwieweit man sich Dinge merken kann, da gibt es dann verschiedene Tests. Dass der eine kann sich besser Figuren merken, der andere kann sich besser Zahlen reinmerken, sodass man dann nicht sagen kann, okay, wenn ich beim einen super schlecht war, dann war es das für mich.
Also das ist, glaube ich, auch einfach ein wichtiger Punkt, dass man da den Kopf nicht in den Sand steckt und dann denkt so, scheiße, das hat aber gar nicht geklappt. Da zählen ja in der Regel auch irgendwelche anderen Testmodelleien. Danke für die Info. Das finde ich spannend und auch, falls andere zuhörten sozusagen.
Ja, aber man kriegt keine Info darüber oder habt ihr euch mal irgendwie ausgetauscht und hinterher, sag mal Bescheid, ob du es geschafft hast oder irgendwie so, ob du das Zertifikat bekommen hast oder so. Weißt du da was davon oder irgendwie so? Ich nicht. Ich glaube, andere haben sich ausgetauscht, aber ich tatsächlich nicht.
Und ich glaube, wie gesagt, ich habe den ja zweimal gemacht. Beim ersten Mal hatte ich ein katastrophales Gefühl, beim zweiten Mal war mein Gefühl okay und beim zweiten Mal hat es ja dann auch alles gepasst. Du hast also zweimal diesen... Ich habe den zweimal gemacht. Das ist vielleicht auch eine neue Info, man darf den so oft machen, wie man möchte.
Früher hieß es ja immer, man darf den nur einer machen, aber man darf den tatsächlich so oft machen, wie man möchte, wobei wenn man sich bei der EPA bewirbt, auch gefragt wird, wie oft man diesen Test dann gemacht hat, weil natürlich ist das auch in gewissem Maß so eine Übungsfrage, und wenn man das fünfmal gemacht hat, dann weiß man natürlich auch, was auf einen zukommt.
Ich habe das jetzt nicht als Schande empfunden, zweimal zu machen. Dann kann man ja wieder neue Fragen daraus machen. Waren die Tests unterschiedlich, vom ersten auf dem zweiten Mal? Hast du da irgendwas wiedererkannt? Also diese ganzen physikalischen Fragen, die sind natürlich neu. Da gibt es ja ein Fragentool, aus dem dann die Fragen per Zufall ausgewählt werden.
Mit den Leuten, wo man in einem Raum ist, die haben auch nicht die gleichen Fragen wie du. Auch die Englischfragen sind natürlich dann jedes Mal komplett neu. Aber ich habe tatsächlich ein bisschen mehr Physik gepaukt. Also mit anderen Worten, die Art der Test bleibt gleich, aber die sehen anders aus, ne?
Die Art bleibt komplett gleich, nur die Multiple-Choice- Fragen sind einfach andere, weil das per Zufall aus dem Fragenpool ausgewählt wird. Also ist nicht wie früher beim Augenarzt, wo immer dieselbe, lesen Sie mal die erste Zeile. Ja, nein. So hat es ein Lehrkirche von mir, der hat glaube ich 10 Jahre lang oder 20 Jahre lang noch länger, ist er den Weg zur Lesebrille umgangen, weil er immer der wusste, was da stand.
Ja. Bei seinem Arzt. Nein, der trägt auch Brille und alles gut. Also alles gut. Ah ja, das ist gut. Das ist eine wichtige Information. Und wann haben sie dir sozusagen gesagt, okay, du hast es geschafft oder du hast es nicht geschafft, ging es relativ schnell? Ja, okay. So, dann hast du das Zertifikat in deinen zitternden, schweißnassen Händen in der Hand gehalten und was hast du denn danach gemacht mit dem Ding?
Dann habe ich mich tatsächlich fürs Assessment bei der European Flight Academy beworben. Und ja? Ja, da muss man relativ viele Unterlagen einreichen und dann habe ich auch relativ schnell einen Termin bekommen fürs Assessment. innerhalb von ein paar Wochen. Man kann sich ja irgendwie für die Schweiz bewerben, steht da drin.
Ich klicke hier durch. Oder für, Deutschland oder für die Lufthansa Group als solches. Ach so, ja, genau. Da kann man sich entweder für Deutschland, also Bremen und später dann Rostock-Lage oder tatsächlich da Schweiz bewerben. Ich habe das mir nur so ein bisschen einmal so ganz kurz durchgeklickt, dass ich gesehen habe, dass so leicht unterschiedliche Anforderungen sind.
Ich glaube, wenn du bei der European Flight Academy, Entschuldigung, da muss man nochmal nachfragen, bevor ich jetzt durcheinander komme. Bevor man bei der European Flight Academy sich bewirbt, muss man diesen Lufthansa Assessment Test machen oder den in Zürich oder den in Dings oder kann man auch sich so bewerben?
Nein, man muss das Assessment bestehen. Das ist ein Schritt. Okay, weil ich habe nämlich dann nochmal gesehen, die Unterschiede hier bei der Swiss und bei der European Flight Academy, dass bei der Swiss wird noch Deutsch gefordert, habe ich das Gefühl gehabt. Ja, irgendwie sind da die, aber da das für mich immer klar war, dass ich nur in Hamburg bleibe, beziehungsweise in Deutschland bleibe, habe ich tatsächlich nie nach der Schweiz geguckt.
Aber es kann sein, dass die tatsächlich Deutsch fordern. Das ist so aus Sicht eines alten, grimmigen deutschen Luftpanzerkapitänen, sagen wir mal so ein alter weißer Mann, wie ich es bin, der sagt so, so, also Deutsch ist ja nicht mal mehr vorgeschrieben, wenn du in der Lufthansa-Group, sozusagen fliegen willst im Cockpit.
Da denkt man so, okay, also da wird auch schon halt, ja, ganz Europa sozusagen, was ja eigentlich okay ist alles, aber, oder nicht aber, sondern wir hatten oft auch aus, ich sag mal ausländisch gar nicht mehr zu sagen, also nicht native German Speaker sozusagen im Cockpit, die halt irgendwie ihren Weg herangekommen haben, sei das nur, weil sie eingewandert sind oder werden auch sehr viele Holländer oder so.
Es wurde aber im Cockpit dann halt hausschließlich Deutsch gesprochen und das könnte man voraussehen, ist jetzt eventuell nicht mehr unbedingt immer gegeben. Das ist dann wie in anderen Airlines auch. Also wenn du bei, keine Ahnung, Rhein-Air oder sonst was arbeitest, da wird halt obwohl keiner von denen Engländer ist oder Ihre oder irgendwas, sprechen die halt Englisch. Ja.
Das fand ich mir erstmal interessant aufgeregt. So, okay. Lange Rede sind. Und dann kam also dieses Lufthansa Assessment. Und hattest du dich da drauf vorbereitet? Bekommt man da auch so einen Download-Link? Nein. Ehrlicherweise bin ich auch da relativ blauäugig und entspannt reingegangen. Ich glaube, was man tun sollte, ist einfach sich vorbereiten wie auf ein normales Bewerbungsgespräch. Also, dass man sich einfach so ein bisschen mit dem Job an sich und auch mit der Firma beschäftigt und mit seinen Stärken und Schwächen.
Aber ich sage mal, ich habe mich da nicht über ein normales Maß hinaus wie für ein Bewerbungsgespräch in der Tierarztpraxis XY darauf vorbereitet. Okay. Und wie lange hat der Test gedauert? Ah, okay. Und ist das so, nur Interviews oder sind das so mit Gruppenspiele, weißt du, sowas in der Art, wirst du da auch getestet oder wirst du da ausgequetscht oder so ein bisschen, ich stelle mir das so gerade so vor, dass man auch so ein bisschen nicht nur feststellt, was für ein Typ du bist, sondern dass man dich halt auch so psychologisch versucht, also was für ein Typ du bist eigentlich, festzustellen.
Ja, also das legen sie ja tatsächlich auch relativ offen dar, dass es einmal Testpiloten und eine Psychologin oder ein Psychologe sind, die dich beurteilen. Und dann gibt es ein Interview, ein Gruppengespräch oder eine Gruppenaufgabe und einen psychomotorischen Test. Mit den Testpiloten, das sind Linienkapitäne, die dabei sind und dann mitbewerten. War das nicht so?
Ja, also bei mir waren es zwei Linienkapitäne. Ich kenne einige, die das gemacht haben, also die ja auch hier in Hamburg da hingegangen sind und da mit dabei waren. Ja. Wurdest du, was war der psychomotorische Test? Das ist ja mit Bewegung, oder was? Ja, also zu den Tests an sich darf man tatsächlich so nichts Näheres sagen.
Okay, alles klar, dann machen wir das. Entschuldigung, das haben wir nicht gewusst, also keine Sorge. Da sind sie, glaube ich, relativ streng dabei. Wie gesagt, beim DLR kriegt man ja vorher einfach die Tests an sich als Übungsversion und beim Assessment irgendwie da schon sehr viel Wert drauf, dass man nicht nach außen trägt, was da so im Inneren passiert.
Okay, dann muss ich mir irgendwann mal von jemand anderem bestätigen lassen, dass ich immer das Gefühl hatte, also was bei mir passiert ist und wenn ich das gehört habe bei anderen auch, dass man, da kann man sich gar nicht entgegenwirren, dass man irgendwann so unter Stress wird bei diesen Gesprächen und sowas, die da kommen, dass sie einen sozusagen mit irgendetwas konfrontieren, wo man, wenn man so cholerischer Typ ist, dass man sich einfach irgendwie irgendeinem der Kragen platzt sozusagen und dann irgendeine Reaktion zeigt, die nicht optimal ist.
Da muss ich nochmal nachfragen, ob das auch noch so der Fall ist. Kannst du uns mal hinterher beim Bierchen erzählen, wie der Kloarm ist? Das würde mich mal interessieren. Ja, aber ich glaube, mein Vorteil an der ganzen Geschichte war, wie gesagt, dass ich mich zu verlieren hatte und auch sehr, sehr entspannt war, im Gegensatz zu den drei jungen Herren, die natürlich schon immer Pilot werden wollten und gerade von ihrem Abi kamen und keine Alternative hatten, die an sich einfach extrem aufgeregt waren.
Und ich tatsächlich einfach tiefenentspannt da reingegangen bin und somit in irgendeiner Form ja auch bestanden habe. Ja, ja, klar. Und ich sage mal so, mehr Lebensalter ist mehr Reife. Entschuldigung, hört sich jetzt banal an, aber wenn man irgendwann älter ist, dann sagt man, ja, so viel ich das halt benenne, dass man mit vielen Situationen besser umgehen kann.
Ja, und ich habe durch mein Studium einfach, ich weiß nicht, wie viele mündliche Prüfungen hinter mir. Es waren an die 100 sicherlich. Von daher habe ich von so Situationen relativ wenig Angst in irgendeiner Form gehabt. weil mein ganzes Studium draus bestand, dass ich vor irgendwem sitze, der möchte, dass ich ihm was erzähle.
Ja, okay. Ist das sicherlich von Vorteil, dass man so ein bisschen Lebenserfahrung einfach gesammelt hat. Also das habe ich auch da offen gesagt. Ich glaube, dass das von Vorteil ist, wenn man eine Alternative hat, weil man weiß ja nie, wann Corona 2, 3, 4 kommt oder irgendwas anderes. Und wenn man einfach so ein bisschen Erfahrung im Leben gesammelt hat.
Cool. Ja, nee, dann würde ich auch gar nicht darüber weiter nachhaken. Wahrscheinlich würde ich bei diesen mündlichen Prüfungen total versagen, weil ich habe gar nicht so viele mündliche Prüfungen gehabt in meinem Leben, also schau mal. Wobei einige praktische Prüfungen, weiß ich nicht, ist egal. Aber so, okay, dann hast du, also irgendwann bekommst du vielleicht auch eine Woche oder sagen sie dir gleich, ob das okay.
Ist oder nicht. Nee, tatsächlich sagen sie das auch nicht gleich, sondern tatsächlich kriegt man auch ungefähr eine Woche später eine E-Mail, ob man bestanden hat oder nicht. Ja, und dann? Was passiert dann? Dann muss man Medical Class One kriegen. Also es ist noch nicht vorbei, sondern bevor man sich bewirbt, beziehungsweise man darf sich natürlich bewerben, mit dem bestandenen Lufthansa-Assessment hat man sozusagen die Bewerbung dann bestanden.
Bevor man aber seinen Vertrag unterschreibt, muss man tatsächlich einen Medical Class One vorweisen. Und ich weiß gerade nicht genau, ob man die ZIP auch schon vorweisen muss. Aber für mich war das ja, da ich ja eine ZIP habe durch den HFC, nicht die Hürde. Hast du festgestellt, dass einige schon vor Fliegeritsch vorbelastet waren?
Bei den ganzen Tests, die Leute, die du kennengelernt hast? Bei mir, beim Lufthansa-Assessment ist der eine vorher, aber er meinte, ist er auch schon lange nicht mehr segelgeflogen als Jugendlicher, aber sonst tatsächlich nicht. Sonst waren die alle ohne fliegerische Vorkenntnisse. Ich finde das aber trotzdem irgendwie interessant. Da machst du vorher diese ganzen Tests.
Gibt es ja Geld aus für die DR-Tests. Hat der Lufthansa-Assessment das auch gekostet? Und dann stellst du fest, dann sollst du, ja, machen Sie mal Medical und dann fährst du fest, das kriegst du gar nicht, oder? Ja, das ist tatsächlich, und ich meine, das Medical zahlt man ja trotzdem und das sind ja 800 bis 1000 Euro derzeit, die man zahlt.
Weil es eben ein First Assessment Medical ist, das Erste, das müsste man vielleicht noch erläutern, dass Medical Class One, wenn man das erste Mal hingeht, kannst du auch, glaube ich, nicht zu jedem Arzt gehen, Fliegerarzt. Nee, nein. Wo warst du? Hier in Hamburg? Nee, in Hamburg sieht es terminlich schwierig aus. Ich war tatsächlich in Stuttgart.
Also ich bin einmal nach Stuttgart geflogen, hab da meinen Tag in einem Aeromedical Center verbracht und bin dann in einem Arbeitsbuch geflogen. Und weißt du, wie weit im Voraus du den Termin da buchen musstest? Weil ich weiß, dass nämlich von Hamburg, da ist glaube ich Vorlaufzeit ein Jahr oder irgendwas Absurdes. Also das ist irgendwie...
Es waren Wochen tatsächlich. Also es waren Wochen, die in Hamburg haben einfach ja Schwierigkeiten, weil es von der Lufthansa ist und sie ihre eigenen Piloten auch irgendwie unterkriegen müssen. Und da in Stuttgart zum Beispiel, die machen wirklich nur ihre Medicals und das sind festangestellte Ärzte dort, die den ganzen Tag nichts anderes machen, außer diese ganzen Tests.
Ja, aber das war auch tatsächlich nochmal so ein Moment, wo man gezittert hat und wo einige vorher gesagt haben oder einige Leute, die bei der Medical waren, die gesagt haben, okay, sie machen erst das Medical und machen dann den DLR-Test und das Lufthansa-Assessant. Wobei, also ich dachte mir so, egal, worum ich es mache, es kann an jeder Stelle irgendwo Schluss sein.
Deswegen fange ich jetzt mal mit dem DLR-Tipp an. Ist wahrscheinlich, wenn man so das Risikokapital irgendwie abwirkt, vielleicht die bessere Variante. Ja, man investiert erstmal weniger. Genau und vor allem, wenn du einigermaßen denkst, man kennt ja seine Wehwehchen und wenn man einigermaßen gesund ist, dann sollte man das ja hinkriegen, aber viele haben ja versteckte Sachen, irgendwelche Blutwerte dann, die irgendwie nicht passen oder irgendwas.
Gut, dann hast du also jetzt das Class-One-Medical, also herzlichen Glückwunsch übrigens, in der Hand. Und wann war das eigentlich? Wann hast du den Test jetzt genau gemacht? Wann hast du dieses Medical in der Hand sozusagen? Das Medical habe ich im September gemacht. Den Test meine ich irgendwann im Juni und den DDR-Test Anfang des Jahres, den zweiten.
Ich meine im Februar oder im März, also so roundabout. Also es hat dann doch schon irgendwie, bis ich alles zusammen hatte, ein halbes, dreiviertes Jahr gedauert. Okay, cool. Das heißt, jetzt hast du dich, der nächste Schritt ist, hast du dich bei Lufthansa da beworben, hast dein Metalgeld nachgereicht, so was, deine ZUP konntest du ja sowieso nachreichen.
Ein Zub ist, für die, die es nicht kennen, ist die Zuverlässigkeitsüberprüfung, da wird halt geguckt, wo hast du die letzten 20 oder 10 Jahre gewohnt und bist du, hast du irgendwie, hast du was auf dem Kerpholz sozusagen, ne? Hast du Mist gebaut. Ja, genau, hast du irgendwie Mist gebaut oder sowas. Das kann aber auch sein, wenn du, ich sag mal.
Zu schnell Auto gefahren bist, deutlich zu schnell Auto gefahren. Ja, deutlich zu schnell oder wenn du, ich glaube, 40, durchschnittlich 40 Parktickets im Monat hast oder irgendwie sowas, dann denken sie auch, hat der oder die vielleicht ein bisschen Probleme mit Regeln? Das wird dann so ein bisschen hinterfragt.
Also von der Seite kann es sein. Alkohol am Steuer ist da auch nicht so gut, habe ich mir sagen lassen. Also wenn die Fahrerlaubnis auf den Grund mal entzogen worden ist und so, das könnte deine Zuverlässigkeit auch ein bisschen einschränken. So, dann hast du also das gehabt. Und was nun sozusagen? sagen?
Ich hatte dann direkt tatsächlich mein Medical hingeschickt und da leute ich schnell mal einen Vertrag bekommen und den Vertrag unterschrieben und mein Wunschstartdatum genannt und starte ich bei der Eva. Ja, okay. Und darf ich fragen, wann das losgeht? Im April bei mir. Ah, respekt. Das heißt, du musstest, und das ist ja Fulltime, ne?
Ja. Und, Fulltime, das heißt, du hast deinen Tierarztjob dann gekündigt sozusagen? Noch nicht. Oh, okay. Hat dir das aber, oder ihr gesagt, dass da langsam sich eine Änderung eintritt oder so? Ja, okay, gut, das wäre eine DTG. Das sollte man irgendwie auch machen. Und das geht dann in wo genau los? In Bremen.
In Bremen, okay, gut. In Bremen. Ein Jahr Theorie in Bremen. Okay, cool. Dann bin ich mal gespannt. Und ach ja, eine Sache noch. Ich weiß, über die Finanzierungsmodalitäten will ich auch gar nicht jetzt so großartig irgendwie einsteigen. Einen Teil kann man ja hinterher abstottern, sozusagen. sagen? Genau, das läuft über einen Bildungsfonds, da steht auch relativ viel Infomaterial auf der Homepage.
Schlussendlich ist das ein Bildungsfonds, man muss einen gewissen Eigenanteil von 10.000 Euro einmal mit reinbringen. Da haben sie vor kurzem erst die Hürde so ein bisschen runtergesetzt von 30.000 auf 10.000 Euro und der Rest wird dann tatsächlich über diesen Bildungsfonds finanziert und man zahlt den über elf Jahre zurück.
Ja, das heißt, du musstest natürlich noch eine Wohnung in Bremen suchen und all so den Kram, ne? Ja, wobei ich tatsächlich am Anfang pendeln werde und das ist ja Hamburg-Bremen, mit dem Zug eine machbare Strecke. Ja, das sagst du so. Ich bin da so häufig hing und her war mit Bremen, also es ist manchmal auch eine Katastrophe.
Letztens war ich nur drei Stunden spät, also nur nebenbei, weil da gab es einen Unfall wieder am Gleis und all sowas, also guck dir das mal an und Bremen kann man günstig wohnen, also das, Ja, und jetzt kommt nämlich das kleine Geheimnis, ich will das auch unseren Hörern so sagen, ich habe eine Aufnahme schon gemacht mit einem Lukas, der arbeitet nicht, nicht der arbeitet, sondern der ist bei der Swiss und der ist praktisch schon ein halbes Jahr weiter als du sozusagen und mit dem habe ich schon eine Aufnahme gemacht vor einer Woche oder so und ich dachte mir, ich werde deine Aufnahme als erstes veröffentlichen und dann seine, das wird sich dann so chronologisch gleich so ein bisschen von dem Thema überschneiden.
Aber dann kannst du vielleicht sozusagen anhören, wie es dann weitergeht. Ja. Und wenn du denn Lust hast, dann schnacken wir nochmal darüber, wenn es dann fertig ist oder zwischendurch oder wenn irgendwas passiert ist. Ja. Du hast erzählt, du hast meinen Podcast schon einmal gehört. Du weißt, am Ende kommt immer die Geschichte zum Ende. Aber man kann sich gar nicht erinnern.
Nee, ich hatte reingehört, als es darum ging, wo jetzt die A380 Flotte reaktiviert wird, also es ist schon eine Zeit lang her. Ich glaube zwei Jahre. Ob sie dich wieder zurückholen. Ah, okay, also du hast also, oh, ja, okay, na, dann hast du aber wirklich viel verpasst. Oder auch nicht, oder ist doch alles gut, das wäre alles mögliche, ich werde dir das erzählen.
Nee, aber ich habe immer eine kleine Rubrik, jetzt wirst du damit überfallen, wenn du nichts zu sagen hast, ist auch gut, also dann machen wir einfach den Sack zu. Aber ist da vielleicht irgendwas fliegerisch, irgendwas, was du immer noch so gerne, wenn irgendjemand dich fragt, so jetzt irgendwo von deinen Freunden dann so, ich sag mal, am Schanktisch, wie es so schön heißt, ist da irgendwas Kritisches, irgendwas passiert oder irgendwas, was du gerne erzählst, ausfliegerisch oder irgendwas?
Muss ich kritisch sein, nein, gar nicht. Ist mir tatsächlich noch nicht so viel Gott sei Dank passiert. Aber ich hatte während meiner 9DFA-Ausbildung einen Moment, wo ich wusste, dass genau das gerade der richtige Moment ist. Und dass diese Ausbildung zur Berufspilotin einfach das Richtige ist, weil ich mit meinem Fluglehrer im Sonnenuntergang bei absolut ruhiger Luft und dem schönsten roten Himmel, den ich je gesehen habe, geflogen bin.
Und das war so ein kleiner Magic-Moment, den ich mir so ein bisschen abgespeichert habe. Und immer, wenn ich mir denke, oh Gott, das wird echt viel Arbeit, die vor mir liegt, versuche ich das so ein bisschen hervorzurufen und an den Moment zu denken. Das ist doch ein großartiger Abschluss. Das ist doch eine Motivation ohne Ende.
Das finde ich toll. Muss ich mir noch ein schönes Kapitelbild dafür raussuchen. Silinda, ich bedanke mich großartig. Fällt dir noch irgendwas ein? Nö. Ich bedanke mich großartig. Ich glaube, wir machen das so, wenn jetzt jemand Fragen an dich hat, dann soll er sich einfach an mich wenden. Würde ich sagen.
Das heißt, dann schreibt mir eine E-Mail und ich reiche die Frage weiter oder weißwürste oder irgendwie sowas. Ich hoffe, dass wir uns trotzdem im HFC noch ein paar Mal sehen werden, sozusagen. Und er ist am Montag vielleicht wieder oder so, im Januar, November meine ich. Ich bedanke mich und sage Tschüss. Ciao.
Und auf Wiedersehen oder so. Danke, Selina. Gerne. Tschüss.