Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 257

FIROCKX.ONE WM Doppelpass vom 19.07.2026 mit Felix Magath, Steffen Freund & Stefan Effenberg

Sonntag, 19. Juli 2026 · 2 h 01

MP3

Shownotes

Für alle, die den FIROCKX.ONE WM Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.

In der aktuellen Folge sind die Gäste: Felix Magath (Europameister 1980, Europapokalsieger der Landesmeister 1983, 6x Deutscher Meister), Steffen Freund (Europameister 1996, Champions-League-Sieger 1997, 2x Deutscher Meister 95 & 96), Omid Nouripour (Bundestagsvizepräsident) sowie die SPORT1-Experten Alfred Draxler und Stefan Effenberg.

In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• – Begrüßung und Vorstellung
• – Thomas Tuchel und das Spiel um Platz 3
• – Messi vs. Yamal: Alles zum WM-Finale
• – Alle Hoffnungen auf Jürgen Klopp
• – Klopp allein kann es nicht richten

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

6 zu 4, 10 Tore. Thomas Tockel ist WM-Dritter und hat den größten Erfolg geholt seit 1966 auf der Insel. Das sind Themen bei uns. Ebenfalls sprechen wir natürlich über den DFB, was zum Beispiel die Mannschaft und der Verband oder wir alle in Deutschland lernen können von den Top 4. Das Ganze vielleicht sogar gesellschaftlich, was Leistungsbereitschaft, was Mentalität und das Drumherum angeht. Wir tun das unter anderem mit zwei Stargästen. beide wurden als Spieler mit Deutschland.

So kommt man gerne rein mit so einem Applaus. Felix, die erste Frage an dich. Wenn jetzt Jürgen Klopp übernimmt und Bundestrainer wird, ist die Erwartungshaltung ja sehr hoch. Wie geduldig müssen die deutschen Fans sein oder zugespitzter? Ist Deutschland 2030 bei der WM wieder Weltklasse und spielt um die Top-4-Platzierungen mit oder nicht?

Gut, also auf alle Fälle. Sommer wird die Stimmung eine andere sein. Und natürlich, Jürgen Klopp hat so viel Erfahrung, dass er von Beginn an, denke ich, schon alleine durch seine Persönlichkeit nur in Schwung reinbringt. Insofern ist er sehr kommunikativ, ist ja das, was Julian nicht war. Insofern sind wir auf dem richtigen Weg und die Hoffnung ist da, dass wir 30 wieder eine andere Rolle spielen als jetzt.

Es bleibt also die Hoffnung, eine Garantie haben wir nicht. Steffen, du bist natürlich verwurzelt, auch im englischen Fußball. Tottenham, Hall of Fame. Was hat England, was Deutschland aktuell fehlt? Was ist der Faktor? Ja, würde ich die Zeit zurückgehen um 2010. Da hatten wir alle U-Mannschaften erfolgreich. Matthias Sammer war Sportdirektor.

Jogi Löw hat die Nationalmannschaft mit Oliver Bierhoff geführt. Und es gab so eine positive Reibung. Und gleichzeitig gab es eine Philosophie, die alle beim DFB gelebt haben und alle jungen Spieler sich auch daran orientieren konnten. Alle Nationen von Europa, auch England, kamen zu uns und haben geschaut, wie es Deutschland macht.

Wir haben das aufgegeben in den letzten zwölf Jahren, Schritt für Schritt, die Orientierung. Und die anderen, die haben jetzt ihren Weg und ihre Orientierung und bilden besser aus. Also wir brauchen Orientierungsstruktur, vielleicht ein bisschen deiner Emotionen und deiner Leistungsbereitschaft. Danke für eure erste Einschätzung. Gerne.

Wir vertiefen das Ganze natürlich mit unserer Talkrunde. Seine wichtigste Lehre der WM. Liebe Politiker, Hände weg vom Sport. Der Vizepräsident ist auf der WM. Ich freue mich immer, dass sie da ist und bei uns Teil der Runde ist. Guten Morgen Katharina Kleinfeld. Einen wunderschönen guten Morgen. Schön, dass Sie mit dabei sind, heute bevor das große Endspiel der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet.

Da wollen wir gemeinsam über einen Protagonisten diskutieren. Es geht natürlich um Lionel Messi und um seine mögliche Titelverteidigung. Es gab nämlich bislang nur 18 Spieler in der Geschichte, die dieses Kunststück, Back-to-Back-Weltmeister zu werden, vollbracht haben. Das waren vier Italiener und 14 Brasilianer. Und selbst ein Maradona, der ja so ein bisschen die Messlatte im argentinischen Fußball-Olymp ist, der wurde in Anführungszeichen nur einmal Weltmeister.

Also Messi könnte sich da heute dann nochmal ganz anders und ganz neu krönen. Und wir wollen von Ihnen wissen und gemeinsam diskutieren, ob er das wirklich schaffen wird. Also die Frage lautet, krönt sich Messi endgültig mit der WM-Titelverteidigung? A, ja, Messi schafft die Titelverteidigung. Oder B, nein, ein gewisser Lamin Jamal crash die Messi-Party.

Machen Sie mit unter der 01379 011 011, dann sind Sie am Dopaphon bei uns ganz richtig. Und wir haben zu diesem besonderen Tag noch eine Kleinigkeit für Sie vorbereitet. Das heißt für die Zuschauer, die hier bei uns im Studio sind, denn wir hatten letzte Woche Pierre Litbarski hier, unseren deutschen Weltmeister von 1990. Und der hat uns das hier mitgebracht, diese Box.

Ich lasse Ihnen am besten selbst erklären, was es genau ist, um was es sich hier handelt. Hallo, hier ist Litti. Die Reliktbox enthält einen Teil von 1990 Teilen von meinem WM-Trikot, das ich im Finale 1990 gegen Argentinien getragen habe. Als Bestätigung, dass es auch echt ist, gibt es ein Zertifikat und wer möchte, kann sich das Relikt auch noch persönlich gravieren lassen.

Und zum Schluss gibt es noch einen ganz tollen Hoodie, den nur die Nationalspieler von 1990 besitzen. Der Erlös wird der Deutschen Diabeteshilfe zur Verfügung gestellt. Diese Box hat einen Wert von 490 Euro. Und wir möchten heute auch für die gute Sache natürlich ins Phrasens-Schwein spenden durch unsere Zuschauer und Zuschauerinnen hier.

Also wenn sich jemand dieses Relikt hier sichern möchte, dieses historische von Pierre Litbarski, dann gerne zu mir kommen und für 500 Euro, ab 500 Euro ist man da mit dabei. Das Ganze wird dann nachher hier bei uns in der Sendung auch ganz zeremoniell überreicht. Dankeschön. Und wir starten unseren Doppelpass mit dem Thema Spiel um Platz 3, 10-Tore-Spektakel und es gab mit Sicherheit Menschen da draußen, die gesagt haben vor 23 Uhr, ein Spiel ohne Wert, ein Muster ohne Wert, ich gehe lieber schlafen und diese Menschen sind wahrscheinlich heute früh aufgewacht und haben gesagt, Mist, ich hätte es doch anschauen sollen.

Was war das für eine Woche für Thomas Toure? Und dann dieses historische Spektakel zum Abschluss. Zehn Tore im Spiel um Platz drei. Bringen England Bronze und das beste WM-Ergebnis seit 60 Jahren. Also ein großes Kompliment und mein Gespeck vor der Mentalität, die wir gezeigt haben. Obwohl Toure mit seiner Startaufstellung ohne Kane und Bellingham schon wieder den Zorn der englischen Presse auf sich zieht, spielt sein Team in Durchgang 1 furios. 4 zu 0 zur Pause.

Dieses Spiel um Platz 3 scheint früh entschieden. Es ist schwierig. Das reicht für vier Spiele, was wir heute gesehen haben. Wir hatten eine fantastische erste Halbzeit und dann eine turbulente zweite Halbzeit. Denn Frankreich wollte seinen langjährigen Erfolgstrainer Didier Deschamps so nicht verabschieden. In der zweiten Hälfte ein komplett anderes Bild.

Die Franzosen kommen auf 3 zu 4 heran. Ganz England zittert und böse Erinnerungen ans Halbfinale werden wach, als die Three Lions gegen Argentinien einen 0-1-Vorsprung in letzter Minute noch verspielten. Als England nach seiner Führung viel zu passiv wurde und Tuchels defensive Wechsel heftige Kritik einbracht.

Tuchel hat im Halbfinale den Traum eines Landes vercoacht. Die Kritik bei den Experten, den englischen Ex-Nationalspielern und in der Presse dementsprechend heftig. in den Tagen zwischen den Spielen. Tuchel hat das Endspiel verpasst, bekam aber mit diesem Spiel um Platz 3 noch eins für seine Zukunft.

Wenn England diese Partie noch aus der Hand gegeben hätte, wäre sein Aus wohl besiegelt gewesen. Doch dieses Mal findet Tuchels England einen Ausweg und gewinnt diesen historischen Schlagabtausch noch mit 6 zu 4. Vom Buhmann zum Bronzecoach. Ist Tuchel jetzt wieder rehabilitiert? Und die Frage geht mal gleich an dich, Stefan, weiter.

Ist er jetzt wieder rehabilitiert oder war er gar nicht so angeschossen, wie es viele draußen dachten? Ich denke auch, er war nicht so angeschossen. Ich glaube, das beste Ergebnis seit 60 Jahren, dritter Platz bei einer Weltmeisterschaft. Vielleicht ein bisschen zu wenig für die Ansprüche der Engländer.

Aber sie haben unterm Strich gestern vor allem in der Spiel herausragend gespielt. Sie haben es gewonnen. Und ich glaube, die nächste EM ist ja unter anderem in England. Und von daher gehe ich ganz schwer davon aus, dass er da auch die Möglichkeit gibt, den nächsten Schritt zu machen, um vielleicht dann Europameister zu werden.

Kommunikation ist ja ein ganz, ganz wichtiges Thema. Omid, wie hat er sich in deinen Augen präsentiert über die WM nach der Niederlage und auch vielleicht jetzt rund um dieses Spiel um Platz 3? Also erstens bin ich deutscher Politiker und wenn ein Deutscher im Ausland einen guten Job hat, bin ich sehr dafür, dass er ihn behält und würde niemals was anderes über ihn sagen.

Aber natürlich ist es so, dass man sich gewundert hat, wenn man dieses Halbfinale gesehen hat. Man hat gestern gesehen, was Saka kann, welche Geschwindigkeit er hat. Er ist der klassische Konterspieler. Ich habe den mal gesehen, als wir mit der Eintracht bei Arsenal gespielt haben. Die haben mit der B-Jugend gespielt und Saka. Und der ist uns dreimal weggerannt und hat drei Tore geschossen.

Und deshalb hat man sich gewundert. Aber ehrlich gesagt, Stefan sagt es ja. Die haben jetzt den größten Erfolg seit 60 Jahren. Und es ist auch schön für sie. Sollen sich mal daran festhalten und versuchen das nächste Mal mehr draus zu machen. Alfred, ist es denn so einfach zu sagen, die, die ja im Halbfinale auf der Bank ließen, Die hätte er dann doch lieber spielen lassen sollen?

Mich wundert ja, was die Engländer behaupten, zu treiben. Die haben jetzt im Jahrhundert nichts gewonnen. Seit 60 Jahren gar nichts gewonnen. Jetzt spielen sie eine gute WM und werden Dritte. Trotzdem sind alle unzufrieden. Ich weiß nicht, wie das auf der Insel, was sie sich einbilden. Die Mannschaft hat, vom Titel geträumt, aber mehr als Traum war das auch nicht. Aber man muss sagen, es war mehr drin im Halbfinale. Wir gehen ja nachher noch mal drauf ein.

Das war schon kein gutes Coaching gegen Argentinien. Da hätte eigentlich mehr rausspringen müssen. Vielleicht liegt da so ein bisschen der Frust bei den Fans. Aber unterm Strich, wenn man das Ergebnis sieht, ist das ein hervorragendes Ergebnis. Bist du meiner Meinung nach. Das ist schon erstaunlich, dass wir Deutsche die Engländer loben.

Ich bin aber auch voll bei euch beiden. Das hat Thomas Tuchel nicht verdient, diese extreme Kritik. Die Medien spielen da natürlich eine große Rolle. Und dann ist es doch klar, du hast englische Trainer, englische Experten. Und dann kommt ein Deutscher, der dann England zu einem Titel führen soll. Das ist natürlich nicht einfach. Ich habe da sieben Jahre gelebt.

Und er lebt das. Und die Bronzemedaille war gestern wichtig. Das Spiel selber war wirklich nochmal auf der Kippe. wenn Olysee das 4-4 macht und das kippt komplett, dann ist er wirklich in Frage. So nah liegt das auch beieinander, weil Gareth Southgate hat ja England wieder an die Weltspitze geführt. Er hat nur nicht den letzten Schritt geschafft, wie einen Titel zu gewinnen.

Und das sollte jetzt Thomas Tuchel. Durch den Sieg gestern, glaube ich, aber kriegt er diese, oder nicht glaube ich, weiß ich, er kriegt die Chance beim Heimturnier. Da du da eben gelebt hast und auch gespielt hast, wie viel extremer ist denn England beim Anpacken der einzelnen Menschen? Das ist eine große Zeitung.

Das ist eine große Zeitung. Ist das so viel schlimmer als bei uns? Ja, jede Stadt hat ja eine große Zeitung. Das meine ich nicht negativ. Boulevardjournalismus gehört dazu. Aber in England gibt es zehn davon. Felix, du warst bei Fulham. Die erste Niederlage ist wahrscheinlich gedacht, was machen die mit mir hier.

Alle Zeitungen voll und kritisch. Natürlich berichten die aus ihrem Herzen, aus ihrem Gefühl, die Journalisten, weil sie dürfen ja nicht aufs Trainingsgelände. Da ist es ein bisschen anders. Hier ist eine bestimmte Nähe noch da und ich würde sogar sagen, hier läuft es etwas sauberer noch ab, medientechnisch.

In England ist es gnadenlos. Felix, Stefan spricht es gerade an. Du als Trainer bist natürlich auch ein anderer Typ als zum Beispiel Thomas Tuchel. Das stimmt, ja. Ich habe den Eindruck, du kannst deine Emotionen ein bisschen besser für dich behalten oder kontrollieren. Wie hast du seine Art und Weise nachspielen, direkt zu reagieren. Wie hast du das gesehen?

Das interessiert mich ja wenig, wie der dann anschließend reagiert. Ich gucke mir das Spiel an und mache mir meine Gedanken. Und ich habe genau wie jetzt hier Stefan, habe ich auch nach dem Spiel gesagt, was wollen die Engländer eigentlich, was kritisieren die. Also ich bin kein Freund von Thomas Tuchel, weil Thomas Tuchel gehört zu der Generation Trainer, die halt selbst ein Spiel gewinnen wollen.

Die wollen nicht die Spieler gewinnen lassen, sondern die Trainer sollen das Spiel gewinnen. Und dementsprechend coacht er ja. Insofern bin ich nicht unbedingt sein Freund. Aber dass er natürlich da eine Leistung abgeliefert hat, wie sie die Engländer seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben, das war doch klar.

Da konnte man sich nur wundern, warum das jetzt, auch wenn er, da gebe ich auch wieder Stefan recht, bei dem Spiel wahrscheinlich anders hätte coachen müssen. Aber dennoch ist seine Amtszeit halt so, dass er Erfolg hatte. Und aus meiner Sicht war das Geheimnis seines Erfolges, dass er, als er den Kader zusammengestellt hat, eben nicht nach.

Den Günstlingen, nach denen die jetzt ein gutes Image hatten, gegangen ist, sondern er hat ja vier Spiele rausgeschmissen, die keiner erwartet hat. Foden, Trent, Alexander, Arnold, McWire. So, die haben alle rausgefühlt aus dem Kader. Und da habe ich gleich gesagt, also entweder der fliegt nach der Vorrunde raus oder er kommt ziemlich weit.

Das war klar. Und von daher hat er eine gute WM gespielt, egal ob die jetzt Dritter oder Vierter oder was weiß ich, geworden wären. Wenn es jetzt... Wenn es jetzt um den Begriff, also ein Trainer kann ja während des Spiels auch eingreifen, nennt man heute In-Game-Coaching. Stefan hat es gesagt, beim Halbfinale gegen Argentinien.

Was geht einem Trainer vor, der 4-0 zur Pause führt und dann steht plötzlich 3-4 an der Anzeigetafel? Was geht einem Trainer vor? Ja gut, lass uns jetzt dann auch mal bei dem Spiel vorher bleiben. Wenn du möchtest. Wenn wir über Trainer reden. Sie sind ja abhängig von dem Zeitgeist. Ich weiß nicht, wer sich erinnert an dieses 1-zu-1 von Spanien.

Das war für mich so was von falsch, so was von schlecht, so was von miserabel, ich kann es gar nicht erklären. Es gab einen Eckball, da waren zehn Engländer, also Feldspieler, nicht nur der Torhüter, waren im Strafraum. Aber nicht ein Spieler außerhalb vom Strafraum, also 20 Meter, 18 Meter, 16 Meter vor dem Tor, Mitte Tor, war nur freier Raum.

Da hätte ich einen Herzanfang gekriegt da draußen. Kriegst du fast jetzt, noch Tage später hier. So eine schlimme Situation, dass kein Mensch diesen Raum kontrolliert. So was ist, da würde ich jeden Trainer rausschmeißen, wenn ich irgendwo Verantwortung hätte. Wie viel Eigenverantwortung ist da dabei? Und das ist der Punkt.

Da erwarte ich schon von den Spielern eine gewisse Eigenverantwortung, gewisse Dinge auch zu erkennen. Also der Chef, der bei Standards auch irgendwie das Sagen hat, muss schon sagen, wir müssen den Rückraum decken, weil das darf nicht passieren. Felix hat vollkommen recht bei dem 1-1, alle im eigenen Strafraum, so verteidigst du eigentlich deinen Tor nicht.

Also den Rückraum solltest du auch mit abdecken, abschirmen, das haben sie nicht gemacht. Da erwarte ich aber, wie gesagt, von den Spielern auch eine gewisse Eigenverantwortung, das dann zu erkennen und dementsprechend auch zu handeln. Genau, das ist nämlich zu einfach, Thomas Tuchel nur die Schuld zu geben, weil er wechselt defensiv, er stellt auf Dreierkette bzw. Fünferkette um und du hast dann vier Innenverteidiger in der Fünferkette und Lautaro ist 1,75 gefühlt.

Und dann ist Dan Byrne, der ist 2000 Meter hoch und die schaffen es nicht, den Kopfball zu gewinnen. Dafür kann Thomas Tuchel nichts. Nein, aber es hat ja niemand verstanden, warum die Engländer plötzlich so eingebrochen sind. Aber auch schon vor dem Wechseln. Ich habe nie ein WM-Halbfinale gespielt, Ja klar, in der zweiten Halbzeit sind die komplett eingebrochen.

Mit dem Tor. Ich habe ja nie ein WM-Halbfinale gespielt. Wieso ist eine Mannschaft plötzlich dann völlig von der Rolle? Ja, also sie sind nicht eingebrochen. Durch diese Wechsel, die vorgenommen wurden, und das ist der Fehler von Thomas Tuchel. Stefan, Sie hatten 16 Prozent Ballbesitz. 12 Prozent. Aber wenn du dann drei Defensive reinbringst, drei Offensive rausnimmst, sendest du ja ein Zeichen. Also wir wollen das 1-0 über die Zeit bringen, verwalten und hoffentlich so ins Finale einziehen.

Deswegen gehst du ja gar nicht mehr in die Vorwärtsbewegung. Und theoretisch hätte er genau die Konterspieler einwechseln müssen, den Argentiniern Zeichen zu setzen. Wir führen 1-0, aber wir kriechen uns nicht hinten rein oder stellen den Bus vor das Tor, sondern wir wollen weiterhin nach vorne spielen.

Das haben sie ja aufgegeben durch die Einwechslung. Du sagst jetzt, du bist Journalist, sie hatten nicht mehr die Power, sie haben keinen Zugriff mehr bekommen, aber das hat ja mit den Einwechslungen zu tun. Also doch Tuchel. Ja, die Einwechslung auf jeden Fall. Das ist ganz klar. Damit hat er ein Zeichen gesetzt an die eigene Mannschaft. Er bringt den Börn rein, sagt Köpf alles bitte weg. Ich weiß gar nicht, ob der überhaupt einmal am Ball war.

Nach dem 2-1 spielt er aber auf der anderen Seite der Mittelstürmer. Also das macht für mich jetzt keinen Sinn so wirklich, diese taktischen Auswechslungen, die er da vorgenommen hat. Nochmal, wenn du 1-0 führst und Argentinien drückt immer weiter und du bringst drei Defensive noch mehr rein, ja, was passiert denn im Umkehrschluss?

Dann bringt das andere Team ja noch mehr Offensive aufs Feld. Dann musst du doch dagegen setzen und sagen, ich brauche die Konterspieler und die müssen ja gedoppelt werden. Also heißt das, dass du ja schon mal vier wegkriegst von dem eigenen Spiel der Argentinier. Und das hat er eben nicht gemacht. Und das war der Hauptgrund für dann die Niederlage in dem Spiel.

Aber das hindert doch keinen Engländer bei der Szene, die Felix gerade beschrieben hat, aus dem Strafraum herauszugehen und auf die Ecke zuzugehen. Absolut, aber das ist auch ein Stück weit. Dann würde ich sogar Harry Kane nehmen und sagen, hey, du bist der Kapitän dieser Mannschaft. Du musst ein Auge dafür haben, dass einer oder zwei den Rückraum zumachen und dass die Szene dann gar nicht passiert. Das ist Eigenverantwortung.

Wir sprechen immer noch über das Halbfinale. Eigenverantwortung, die die deutschen Nationalspieler ja haben. Ja, alle. Sollten. Wollen wir jetzt auch mal auf dieses Grundsätzliche gehen? Alfred sagt ja gerade so, England, diese Haltung, was erwartet man? Wer glauben die, dass sie sind? Inwieweit ist das auch vielleicht auch die deutsche Mannschaft insgesamt zu übertragen?

Die Engländer haben auch diese Erwartungshaltung, weil die ja jetzt bei Europameisterschaften gewohnt sind, dass sie ins Halbfinale kommen. Und daraus erwächst natürlich auch ein Anspruch, ist ja richtig. Aber wenn wir jetzt davon reden, dass unsere Leute ein Mentalitätsproblem hatten. Und stimmt, das sah super leblos aus, wie unsere Mannschaft gespielt hat.

Das sah aus, als hätten sie, wollen sie ja nicht nur noch nach Hause und nicht gegenhalten. Dann kann ich aber auch sagen, Man schaue sich mal die Flanke von Messi an, vorher kommt der Gerät mit Spence zusammen. Und Spence rennt nicht hinterher, sondern schaut auf seine Füße und guckt, was eigentlich mit ihm passiert ist. Und das gibt Messi ja diesen Freiraum, damit er diese geniale Flanke schlagen kann.

Also man kann das ja auch natürlich dann weiterdrehen. Ich glaube, dass man natürlich diese Fragen sich angucken muss. Natürlich muss man gucken, wo ist denn eigentlich die Anspruchshaltung, wo kommt der Hunger eigentlich her. Aber da, wo er gefehlt hat, da haben die Mannschaften noch verloren. Und das war vielleicht auch der eine Augenblick für die Engländer.

Und ein wichtiger Punkt dürfen wir nicht vergessen. in Argentinien, ist amtierender Weltmeister, hat von Anfang an gezeigt, dass sie was Mentalität, Aggressivität, Teamverhalten, alles um Messi und Scaloni, die beiden sind die Köpfe und alle anderen darum arbeiten und sind bereit, für Messi durchs Feuer zu gehen.

Lortaro kommt rein, kann gar nicht sprechen nach dem Interview, hat nur ein paar Minuten gespielt, macht das entscheidende Tor, weil er so drin ist, auch von der Mentalität her, für sein Land was zu gewinnen. Das hatten wir mal. Das machen jetzt andere. Das macht Argentinien vor. Ja, aber Stefan, das haben die Argentinier schon vor vier Jahren gemacht.

Und keiner hat zugeguckt und keiner hat erkannt, dass die mit Herz, mit Leidenschaft Fußball spielen. Das war für mich der Höchstgenuss jetzt in diesem Jahr, das Spiel des Halbfinale der Argentinier. Ich habe mich so gefreut über die Argentinier, über dieses Spiel. Ich habe mich gar nicht mehr eingekriegt. Das darf ich immer noch.

Wir sprechen über die Argentinier. Gleich natürlich, wenn es ums Finale geht gegen Spanien ausführlich. Thomas Tuchel, und da will ich jetzt auf das Spiel von heute Nacht eingehen, hat sieben neue in der Startelf aufgestellt, jetzt gegen Frankreich, hat Bellingham und Kane draußen gelassen, in einem Spiel, wo er vorher gesagt hat, eigentlich will das ja gar keiner spielen.

Wie viel Risiko geht der da auch bezüglich seines Jobs? Ja, deswegen, das ist ja die Stärke, die er gezeigt hat. So wie er die Leute zu Hause gelassen hat, hat er jetzt auch im Grunde konsequent, seiner Kommunikation entsprechend, hat er dann eben auch, erstmal waren die beiden auch unterirdisch, Kane und Bellingham im Halbfinale, aber er hat halt die wichtigsten Spieler draußen gelassen.

Und das macht halt was mit den anderen Spielern. Das gibt denen ja auch höhere Wertigkeit. Und insofern bin ich jetzt nicht überrascht, dass die Engländer, die dann auf dem Platz standen, halt viel mehr Engagement gezeigt haben als vier Tage vorher. Und von daher hat er, wie gesagt, das wieder alles richtig gemacht.

Und deswegen weiß er immer noch nie, was es an Tuchel zu diskutieren gibt in England. Die sollen froh sein, dass endlich mal einen Deutschen hatten. Alfred, was war dein erster Gedanke? Also Deschamps hat ja auch sieben Neue gefragt, bei den Spiel um Platz 3, dann diese erste Hälfte, wo Frankreich gar nicht reingekommen ist und vielleicht auch da eine Bereitschaft gefehlt hat.

Was war zu diesem Zeitpunkt dieses Spiel um Platz 3 wert und welchen Sinn hat es überhaupt? Ja, es war also sehr unterhaltsam. Also ich habe das genossen vor dem Fernseher, war toll. Aber man muss schon sagen, dass das ja in Tick was von Uwe Seeler Traditionself hatte. Nie nur ein Tick. Ja, also es war unterhaltsam. Aber ich meine, die haben in der Pause schon, hat Mappé mit dem Rise die Trikots getauscht.

Und das zeigt ja auch, wie viel Wert dahinter steckte. Und ja, das Spiel um den dritten Platz ist eigentlich überflüssig. Also wenn du aber über Teamgeist redest und wenn du dann eben Halbfinale verlierst, was ja total weh tut und. Dann kommt dieses Spiel um Platz 3. Frag mal gestern die Franzose, ob die nicht gerne die Bronzemedaille doch gehabt hätten. Also ich sehe das nicht ganz so kritisch. Seine ersten Halt sind aber nicht danach ausgetauscht.

Nee, nee, aber die haben die Viererkette komplett ausgetauscht. Dechamp hat auch sieben Spieler gewechselt. Wir reden jetzt nur von England. Beide Trainer haben anderen Spielern Chancen gegeben. Felix ist hier und das gehört mit dazu. Du kannst nicht vom Team reden und dann im Spiel um Platz 3. Immer nur die Besten spielen lassen in dem Sinne, sondern jetzt geht es um die Bronzemedaille.

Und jetzt können auch Spieler mal spielen, die früch sind. Und das konnte man eigentlich gut sehen, dass die Engländer das viel besser umgesetzt haben. Und die Franzosen, Deschamps, letztes Spiel, erste Halbzeit, haben wir gedacht, boah, das ist ja bitter für so einen großen Trainer, dass die Mannschaft ihn so hängen lässt. Weil das war wirklich auch vom Gesamtpaket, mit und ohne Ball, Mentalität war das nichts.

Und zweite Halbzeit war Frankreich wieder da. Und es gab das schöne 24 Chancen, 13 zu 11 für Frankreich. Und dann muss man auch mal ehrlich sein, jeder hier, der hier sitzt, hat das Spiel gerne gesehen. Ich bin ganz sicher, ob es um was geht oder nicht. Ja, es wurde haltsam, sage ich mal. Aber du hast jetzt gesagt, die erste Halbzeit. Aber du weißt schon, Fußball besteht aus zwei Halbzeiten. Oh!

Du willst, dass ich jetzt aufstehe für dich, ne? Ich habe dich nur gelockt damit. Ja, ja, hast du früher schon. Also, falls Stefan was braucht, ich habe berufsbedingt ja Klischee-Klischeefehler. Ich habe ein bisschen Stapel dabei, kannst du dir was nehmen, wenn du es nochmal brauchst. Ich muss noch eins voranstellen. Ich bin wirklich froh und erleichtert, dass Felix Magath heute gute Laune hat, weil ich kam da rein, der guckt mich von oben bis unten an und ich denke, verflucht, Da war unser Trainer. Ich weiß, wie der ist. Der schickt mich gleich zum Zirkeltraining.

Vielen Dank, dass es nicht passiert ist. Noch ist die Sendung nicht vorbei. Auch die hat zwei Hälfte. Aber Sie müssen, dass ich eine bessere Einschätzung von der Leistungsfähigkeit von Menschen habe als Sie. Das will ich hoffen. Vielen Dank für die Gnade. Aber wenn ich noch mal zum Spiel zurückkommen darf.

Also erstens, ich wüsste nicht, wann die Franzosen das letzte Mal zwei Spiele hintereinander verloren haben. Das macht schon was mit denen, glaube ich. Also ist, was Stefan Freund sagt, ja schon relevant, dass man nicht zwei Spiele hintereinander verlieren will. Und zweitens, ich würde es ein bisschen sagen wie Alfred Traxler, vielleicht ein bisschen netter, das hat ja mittlerweile einen Charakter wie ein All-Star-Game in der NBA.

Also es geht eigentlich gar nicht mehr darum zu verteidigen, es geht darum, dass man jetzt mal eine gute Show abzieht. Wie der Rice da durchläuft zum 1-0? Ich weiß gar nicht, 45, ich meine, ich bin großer Rice-Fan, aber 45 Meter lang einfach mal dahin spazieren und dann einen Ball da in die Ecke sammeln, das machst du in einem normalen Spiel nicht.

Alle, die jetzt gesagt haben, das war ein vorgezogenes Finale, das ist kompletter Unsinn. Und wenn die heute Abend spielen würde, würde wahrscheinlich nur 0 zu 90 Minuten stehen. Das ist möglich. Du musst uns gleich noch erklären, warum du berufsbedingt als Politiker Kleingeld in der Tasche hast. Nein, nein. Das interessiert mich. Ich bin eintrlich für Gelaber.

Deshalb habe ich in dieser Sendung ein bisschen was mitgebracht. Das ist die Erklärung. Wir spielen aber den Querpass noch zu Katharina wegen der Zahl des Tages, der Woche. Die Zahl der Woche wird präsentiert von Finanzguru, die App für deine Finanzen. Wir wollen uns gemeinsam einmal ein paar Zahlen anschauen, wie viel Umsatz diese Weltmeisterschaft eigentlich den Städten beispielsweise, beziehungsweise dem, Austragungsort insgesamt bringt.

Und das sind einige. Also sieben Spiele in Miami. Wir waren ja gestern Abend im Hard Rock Stadium mit diesem Spiel um Platz drei in Miami. Und diese Zahl rechts, die Sie sehen, 658 Millionen Dollar, das ist die Gesamteinnahme, die der Region Miami zugutekommt. Aufgeschlüsselt von Ökonomen in 236 Millionen, die in Hotels und Unterkünfte geflossen sind, 123 Millionen in Restaurants und Bars, 299 Millionen in den Einzelhandel, Transport, Uber, Mietwagen, Taxis, also all das, so setzt sich das zusammen.

Wir hatten 16 Austragungsorte bzw. Städte und insgesamt rechnet man da mit 5 Milliarden Dollar Umsatz, was diese Austragungsorte angeht. Die FIFA, die hat natürlich auch nochmal komplett sich angeschaut, was insgesamt bei dieser Weltmeisterschaft, bei dieser gigantischen mit 48 Mannschaften herauskommt. Sie rechnen mit 15 Milliarden Euro Dollar, pardon, Gesamtumsatz.

Die Zahl der Woche wurde präsentiert von Finanzguru. Die App für deine Finanzen. Noch mal der Hinweis an diese Box von Pierre Ledbarski zur Verfügung gestellt mit dem WM-Siegertrikot von 1990. Noch ist sie nicht vergeben, also noch gibt es die Chance, die Box zu ergattern. Dann noch kurz die Auflösung, weil die Experten jetzt während der gesamten Pause darüber nachgedacht haben, wer hat denn nun drei WM-Finals gespielt?

Welcher Spieler bisher als einziger? Es war der Brasilianer Cafu, 1994, 98 und 2002. Und damit biegen wir Richtung Finale Endspurt, nur noch ein Spiel, Spanien, Argentinien und damit kommt Katharina ins Spiel. Ja, wir gucken da auf zwei richtige Superstars, die da heute Abend im WM-Endspiel aufeinandertreffen.

Der eine hochdekoriert, ewig dabei mit seinen 39 Jahren und ein absoluter Superstar, kein Zweifel. Und der andere, der zählt, obwohl er 20 Jahre jünger ist, auch schon zu den ganz Großen seines Sports. Also die Rede ist von diesen beiden Herren hier, man erkennt es vielleicht nicht sofort, aber das ist Lionel Messi mit Lamin Jamal.

Und dieses Foto hier ist kein KI-Foto, kein Photoshop, das ist Realität und zwar aus dem Jahr 2007. Für ein Benefiz-Shooting ist das Ganze entstanden und dass es tatsächlich auch eben wahr ist, hat Lionel Messi nochmal folgendermaßen bestätigt. Ehrlich gesagt ist dieses Foto verrückt, weil es zeigt, wie das Leben so spielt.

Es ist ein Bild von ihm als Baby. Und jetzt spielen wir beide in einem WM-Finale gegeneinander. Wie gesagt, es ist einfach verrückt. Also wirklich eine ganz besondere Geschichte, spektakuläres Foto. Die beiden heute Abend auf einem Rasen im WM-Finale 2026. Und dieses wird dann heute Abend von dem Slowenen Slavko Vincic gepfiffen.

Der deutsche Bastian Dankert, der wird ihm übrigens als VAR zur Seite stehen. Ich weiß nicht, ob die Argentinier sich da so sehr drüber gefreut haben, über die Ernennung Vincic zum Schiedsrichter dieses Endspiels. Wir können nochmal auf die Bilder gemeinsam schauen, als diese Ernennung stattfand. Da war natürlich die Freude riesengroß bei dem Slowenen.

Der hat das letzte Spiel der Argentinier bei der WM 2022 damals gegen Saudi-Arabien ebenfalls gepfiffen. Und das war eben eine Niederlage. Also wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass die Argentinier da ein bisschen verhaltener euphorisch waren. Vielen Dank, Katharina und Messi zeichnet sich natürlich auf dem Platz aus.

Ist jetzt auch wieder Thema rund um den Ballon d'Or Weltfußballer. Stefan, wird er das nochmal werden? Weltfußballer oder ist es auch abhängig vom Ausgang des Finals? Schafft er es auch ohne den Sieg? Ein Stück weit abhängig, glaube ich, ist er schon vom Finale. Er weiß ja selber, dass er schon sehr oft etwas ganz Großes erreicht hat.

Mir fehlt aber bei allem, also auch in dem Bericht jetzt eben, wir reden von Jamal, wir reden von Messi, der herausragende Spieler, Der ist für mich Rodri bei Spanien. Und dass er auch in dieser Liste nicht geführt wird, erstaunt mich. Also Harry Kane, alles schön und gut, war aber jetzt nicht so wirklich seine WM, finde ich.

Rodri ist eigentlich, sollte Spanien gewinnen, für mich der Gewinner des Bollandau. Er hat ja vor zwei Jahren gewonnen und du bist natürlich ein perfekter Experte, weil du das Thema Rodri anschiebst. Wir sprechen über Rodri, über die Rolle von Messi, auch Lamin Jamal. Ich bin immer noch verzückt von diesem Badewannenfoto.

Und wir stellen eben gleich die Frage, wen heute Abend beim Finale einseifen wird. Vorher gibt es Informationen von unserem Sportwettpartner. Und damit blicken wir auf das große Finale. Die Besten der Besten, Spanien gegen Argentinien, die ja England und Frankreich ausgeschaltet haben. Der Beitrag von Norman Soledad handelt von Löwen und Ziegen. Oh, oh.

Schlecht gebrüllt, Löwe. Die Three Lions wurden vom Goat am Ende spektakulär in die Flucht geschlagen. Der WM-Traum lebt noch für Argentinien. Die Abreibung, die maximal unterkühlte Spanier den französischen Superstürmern verpasst haben, war noch humorloser. Der Unterschied der Finalisten. Bei Spanien ist der Star die Mannschaft.

Bei Argentinien arbeitet die Mannschaft für den Star. Doch der Superstar zahlt dafür auch großzügig zurück. Acht Tore, zwölf Scorer-Punkte. Ohne Messi wäre Argentinien ein gutes Team. Mit Messi sind sie absolute Spitze. Ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll bei ihm. Er hat so viele Qualitäten. Ich glaube, ich gehe gar nicht ins Detail.

Er ist einfach der beste Fußballer, den ich hier auf Fußballspielen sehe. Im gnadenlos disziplinierten Kollektiv der Spanier sticht kein Superstar heraus. Auch Jamal nicht, sondern ein Mann, der den Begriff Mannschaftsdienlichkeit zur Perfektion geführt hat. Rotary überzeugt mich in jedem Spiel, ist fußballerisch immer zuverlässig. Und er hat so ein Gespür.

Immer wenn irgendwo eine Situation entsteht und die bereinigt wird, ist es Rotary gewesen. Er ist der Prototyp des Sechsers. Jeder Trainer auf der Welt wird dir den so malen wollen. Argentinien gegen Spanien oder Kollektiv mit Superstar gegen Kollektiv mit Jungstar und fast unüberwindlichem Abwehrbollwerk.

So unvorhersehbar, so ausgeglichen war gefühlt schon lang kein Endspiel mehr. Wir fragen daher in die Runde. Wer entscheidet dieses mutmaßlich enge WM-Finale für sich? Wir fragen die Runde ab. Alfred, deine Meinung, wer entscheidet das Finale für sich und warum? Also ich glaube, dass die spanische Geschlossenheit, auch wenn ich Felix recht gebe, ich habe mich im Halbfinale auch sehr Maguettine gefreut.

Aber im Endspiel glaube ich, dass diese spanische Geschlossenheit, die ja etwas humorloser ist, aber dafür sehr effektiv sich durchsetzen wird heute. Du hast sehr tief durchgeatmet. Siehst du es gleich oder war das ein Widerspruch innerlich schon? Felix widerspricht mir nicht. So, ich würde nie warten, das Albrecht zu widersprechen.

Aber er hat viel mehr Erfahrung als jede andere, was WM-Finals angeht. Und insofern bin ich auf seiner Seite und glaube, so begeistert mich die Argentinier haben. Dieser Aspekt ist ja bisher noch überhaupt nicht so irgendwo erwähnt worden. Da ich aber zweimal selbst im Finale stand, glaube ich, das auch schon einschätzen zu können, dass eben die Fitness ein Moment ist bei so einem Finale.

Nach fünf Wochen, wo man permanent im Training und im Spielbetrieb ist, glaube ich, hat der eine oder andere, wie zum Beispiel die Argentinier, die haben eine so begeisternde, so überragende zweite Halbzeit gespielt, dass ich glaube, sie haben sich emotional verausgabt. Und deswegen gehe ich davon aus, dass dann die bessere Mannschaft am heutigen Abend diejenige ist, die das Spiel dann auch letztendlich gewinnen wird, weil sie...

Ja, anders als die Argentinier, der Aspekt wurde ja zwar jetzt erwähnt, kam aber mir vorher zu wenig zutage, dass Messi durch die anderen zehn Spieler auch lebt. Er ist körperlich eigentlich nicht mehr in der Lage. Deswegen wäre es für mich eine Farce, wenn er wieder zum Spieler des Turniers gewählt werden würde, auch wenn er viel Einfluss auf die Offensivaktionen hat.

Aber die Mannschaft trägt ihn und deswegen glaube ich, die Argentinier haben sich im Halbfinale verausgabt und die Spanier werden Weltmeister. Ja, ich ergänze da nochmal was, was er gesagt hat. In all den K.O.-Spielen von Argentinien gegen Ägypten mussten sie wirklich an die Leistungsgrenze gegen England und zweimal in die Verlängerung gegen die Schweiz und gegen Cap Verde.

Das kann hinten raus schon ein Faktor sein in so einem Endspiel. Spanien hat immer sehr kontrolliert im Fußball gespielt, hatten auch jedes Spiel unter Kontrolle und haben das auch über die Zeit gebracht, ohne jetzt großen, natürlich mit Aufwand, aber nicht diesen extremen Aufwand wie die Argentinier.

Und da glaube ich auch, dass das ein Faktor ist. Und deswegen würde ich auch dahintendieren, dass Spanien das Finale heute gewinnt. Dann schieb doch gleich noch deinen Faktor Rotri bitte hinterher. Lass uns über den sprechen. Was zeichnet ihn aus in deinen Augen? Warum ist er der Wichtigste bei Spanien und nicht Jamal.

Also ich muss sagen, beide Mannschaften, Argentinien und auch Spanien, haben eine wirklich herausragende Achse. Also Argentinien mit Martinez, mit Romero, mit McAllister und natürlich dann Messi. Aber das hat Spanien auch. Mit Unai Simon, du hast Rodri, den Taggeber, die Offensive von Spanien ist ausgeglichen und sehr, sehr stark, hat ein ganz hohes Niveau. Aber Rodri ist eben der Spieler, der diese Kommandos gibt, die die Engländer dann nicht hatten.

Dinge zu erkennen, was jetzt gemacht werden muss auf dem Platz, was der Trainer nicht machen muss, Das macht Rodri auf dem Platz. Den sehe ich jetzt bei Argentinien nicht in dieser Rolle. Und man darf ja auch eines nicht vergessen, das nur nebenbei. 24 ist er Ballon d'Or-Gewinner geworden, hatte dann eine schwere Verletzung.

Kreuzband, glaube ich. Musste sich extrem wieder herankämpfen und heute steht er da, als wäre das alles nicht passiert. Und dieser Spieler mit dieser Erfahrung, da brauchst du eigentlich gar keinen Trainer, wenn du Rodri hast. Und das ist der Faktor X für mich für den Sieg für Spanien. Hoffentlich. Dann gibt es noch Fabian Ruiz.

Da gibt es noch Fabian Ruiz, der 49 Länderspiele hat, noch nie ein Länderspiel verloren hat, 34 gewonnen, 15 Mal unentschieden, null Pleiten. Ich glaube, das ist außergewöhnlich. Und mit, wen siehst du, was die Teamfähigkeit angeht, also das Teamgebilde, das Team an sich, Felix hat es angesprochen, wen siehst du im Vorteil und warum?

Ich meine, die Spanier sind eine Berserker-Maschine. Ich meine, wann haben sie das letzte Mal zwei Tore kassiert eigentlich? Ich habe keinen blassen Schimmer. Und dementsprechend sind sie alle Favoriten. Es ist natürlich jetzt eine hohe Hemmschwelle, wenn die Experten hier alle sagen, Spanien gewinnt.

Als Romantiker wünsche ich mir natürlich, dass das nicht passiert, weil am Ende ist, wie die Argentinier ihre Seele auf den Platz lassen, da sind Leute, die haben als Kinder, als sechs-, siebenjährige, zugeguckt, wie Messi die Champions League gewinnt und jetzt rennen sie für ihn. Ich finde schon, Steffen Freund ist eine Legende. Ich weiß gar nicht, er hat in seiner Karriere neun, zehn Tore geschossen, keine Ahnung.

Ich möchte sagen, Messi ist in der Mitte. Er ist 11 sogar. Ich wollte nicht Respekt. Aber Messi hat im Spiel. Im Spiel oder im Training? Ich meine, Messi ... Alles gut, hast du nicht recht im Spiel. Aber Messi hat in 24 Wettbewerben geschafft, Torschützenkönig zu werden. Das sind Zahlen, die sprengen einfach alles. Und das, was ja hier unterschätzt wird, wenn er heute gewinnt, schafft er jetzt jenseits der Frage, wer ist der Größte und so, er schafft das, in Argentinien vor Maradona zu sein.

Weil er zwei Pokale geholt hat, zweimal sie zum Weltmeister gemacht hat. Und allein deswegen schon, also ich wünsche mir, dass Argentinien gewinnt, weil die geben einfach alles. Es kommen ja auch so ein bisschen zwei Philosophien aufeinander. Also die Spanier, Ballbesitzfußball, Barcelona, wir wissen das alle, dieser Kombinationsfußball. Sie sind aber defensiv die beste Mannschaft.

Nur Belgien, Kettele hat ein Tor geschossen gegen die. Ansonsten lassen die nicht zu. Vergessen viele Kubasi und Laporte, die beiden Innenverteidiger. Die sorgen dafür, plus Rodri, dass das Zentrum immer dicht ist. Und Kukorea und Porro. Was sind das für klasse Außenverteil? Und die Viererkette funktioniert immer. Also du hast eine Defensive und weißt aber, sie sind im Ballbesitz eigentlich die Besten.

Und dann kommt Argentinien. Und sie können es nur wieder über diese, da bin ich voll bei dir, über dieses Herz schaffen. Sie müssen besser sein gegen den Ball als die Spanier. Und das wird schon schwer, weil das haben die Franzosen zum Beispiel nicht geschafft im Halbfinale. Und dann, heute das erste Tor, glaube ich, weil wenn die Spanier in Führung gehen, Wenn man das so weiter macht, dann wird es schwer für Argentinier.

Du hast Laporte, den Innenverteidiger, angesprochen. Der hat etwas ganz Interessantes gesagt. Er hat eine Botschaft gesendet, auch Richtung Schiedsrichter. Weil er eben gesagt hat, die Spielweise der Argentinier ist unangenehm. Das ist eine Mannschaft, die ihrem Gegner gerne etwas mitgibt. Wenn ein oder zwei Spieler so weitermachen dürfen, endet das Spiel im Chaos.

Es ist die Aufgabe des Schiedsrichters, das zu verhindern. Ist das eine schlaue Message vor so einem Finale schon mal in Richtung Schiedsrichter, weil er halt für sich beobachtet hat, dass Messi oder Argentinien so ein bisschen Narrenfreiheit genießen? Alfred? Ja, weiß ich nicht. Also die Schiedsrichteransetzung, haben wir gerade darüber gesprochen.

Die Argentinier spielen natürlich sehr rustikal, das muss man schon sagen. Aber die Spanier können auch gegenhalten. Also das sehe ich jetzt überhaupt nicht so. Die spielen leidenschaftlich und die rustikal. Wie gesagt, Fußball ist leider nicht... Fußball ist ein Sport immer noch und der lebt auch von Zweikämpfen.

Also so war es bisher. Dieses langweilige Ballgeschiebe, das zum Beispiel die deutsche Nationalmannschaft hat, da schläft man doch ein beim Spielen. Also ich habe fast kein Spiel mehr über 90 Minuten gesehen. Ich bin völlig bei dir, Felix. Aber wir heben für Fußball ist ein Sport. Hebe mal ganz kurz den Zeigefinger. Ich bitte um Geld. Kann ich, rechtlich.

Aber darf ich mal eine Frage stellen an die, die es wissen müssen. Was macht es eigentlich mit einer Mannschaft, wenn deren Abschlusstraining ausfällt, wie jetzt bei den Spaniern weiterbedingt? Fähntet das was jetzt an den Routinen, am Spiel, an dem Geschehen? Nein, es ist alles einstudiert, es ist alles klar. Jeder hat seine Aufgabe.

Jeder weiß im Endeffekt, du darfst die Spieler gar nicht mehr überfrachten jetzt vor so einem Finale. Es ist doch klar, worum es geht. Das weiß jeder Spieler. Jeder kennt seine Aufgabe, wer gegen wen spielt und so weiter. Auch die Standards. Dafür brauchst du jetzt nicht nochmal extra Training kurz vor dem Spiel.

Wir waren bei Romantik. Du hast es angesprochen. Lionel Messi gibt es natürlich tausende Geschichten. Eine davon hat der Trainer der Spanier über ihn erzählt. Und die ist schon einige Jahre alt, als de la Fuente mit seiner Mannschaft als Jugendtrainer auf Barcelona mit Messi getroffen ist. Wir fuhren nach Barcelona. Man hatte mir von einem Jungen namens Messi vorgeschwärmt.

Natürlich haben wir ihn von Beginn an Mann gegen Mann verteidigt. In der 70. Minute stand es 0 zu 0. Als der Spieler, der ihn deckte, die gelbe Karte sah, habe ich ihn ausgewechselt. Und innerhalb von 15 Minuten schoss Messi dann vier Tore gegen uns. Was bedeutet das? Dass wir ihn Mann gegen Mann decken werden? Nein.

Aber dass wir ihn genau im Auge behalten müssen? Ja. Genauso wie sie unsere Spieler aufmerksam verfolgen müssen. Felix, als Trainer der gegnerischen Mannschaft, wenn es gegen Messi geht, wie verteidigt man ihn? Wie stellt man seine Mannschaft ein, um ihn und das Drumherum zu verteidigen? Wie soll ich das sagen?

Wir sehen ja hier die Spanier. Die haben ihre Spielweise, ihre Stärken über Jahrzehnte behalten. Die spielen so, wie die Mentalität der Spanier ist, schon immer. Die sind technisch gut, die sind spielerisch stark, die haben Freude am Spielen mit dem Ball, weniger ohne Ball. Wir hatten immer unsere Stärken ohne den Ball gehabt.

Aber wir haben jetzt die letzten Jahre versucht, unsere Stärken zu verändern. Wir wollten technisch und taktisch besser werden. Das hat dann zur Konsequenz, dass wir jetzt dreimal ausgeschieden sind in der Vorrunde. Applaus. Aber die Spanier spielen ihr Spiel. Und deswegen sagt er auch, wird er nicht manngedeckt, weil es ist nicht das Spiel der Spanier Mann gegen Mann.

Sondern die spielen im Raum, die spielen mit dem Ball. Und deswegen, glaube ich, werden die das viel besser machen, als es jetzt die Engländer gemacht haben. Und ich befürchte, dass Messi nicht ganz so zur Geltung kommt, wie im letzten Spiel. Alfred, dieser Vergleich, wir haben es vorhin angesprochen. Jamal gegen Lionel Messi. Nee, ich will was anderes vergleichen, weil ich habe auch was Romantisches. Nein, doch bitte, komm.

Ich habe auch was Romantisches. Es geht ja heute Abend auch noch darum, wer letztlich vor allem in argentinischer Wahrnehmung größer ist, Lionel Messi oder Diego Maradona. Die Argentinier lieben ja Maradona, was sicherlich daran liegt, dass er viel in Argentinien gespielt hat, während Messi ja nie in Argentinien gespielt hat.

Und Messi ist ja eigentlich erst für die Nationalmannschaft richtig gekommen. Du hast Maradona ja nie spielen sehen, haben wir gerade festgestellt. Ich bin älter als ich aussehe, aber danke für das Kompliment. Ich habe gegen ihn gespielt und ich habe es gesehen. Messi ist ja erst groß geworden in der Nationalmannschaft, als Diego Maradona verstorben war.

Das muss man ja so sehen. Er ist ja schon zurückgetreten 2016. Das Trikot wurde verbrannt von ihm. nach zwei Niederlagen in der Copa America. Wenn Messi heute Abend aber zum zweiten Mal Weltmeister wird, dann ist er möglicherweise größer als Maradona. Für mich sowieso, aber vielleicht auch in Argentinien. Ich habe auch noch was Romantisches. Ich habe auch was Romantisches, aber bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe deine Socken.

Wie guckst du jetzt da rauf? Soll ich noch ein paar Kerzen aufstellen? Eigentlich gucke ich immer so auf die Trikots. Keine Ahnung. Also jetzt kommt Socken wieder zum Fußballgarten. Das ist ja eine Geschichte. Nein, ich bin nicht ganz deiner Meinung. Das passt hier zu dem Trikot da drüben. Ja. Aber ich bin jetzt nicht ganz deiner Meinung, weil Maradona hat alles vereint.

Genau wie du sagst. Er hat bei Boca Juniors die Menschen in Argentinien mitgerissen. Dann geht er zu Barcelona. Er ist für mich der Größte und bleibt es auch selbst, wenn Messi heute gewinnt, weil er auch all diese, ich sag jetzt mal, diese Schwächen vielleicht, menschliche Schwächen hatte, Drogen genommen, Probleme, all das, was auch irgendwo passiert im Leben, hat er alles gehabt.

Und alle Menschen haben ihn trotzdem... Die Schwächen hatte ich aber auch. Die Schwächen hatte ich aber auch. Hast du Drogen genommen? Nein, nicht Drogen genommen. Ja. Aber geliefert hat sich auch alle das. Alkohol rauchen, über Drogen reden wir jetzt nicht, aber Maradona ist natürlich noch auch... Nein, ich will das ja nicht schönreden, aber das ist einfach ein Mensch gewesen, da war alles dabei.

Man sollte sowieso, ich finde, jede Generation steht ja für sich. Wenn gefragt wird, bei Bayern München, wer war der Größte überhaupt, war es Gerd Müller, Franz Beckenbauer oder ist es jetzt Robben gewesen oder Thomas Müller? Aber ich glaube, man muss immer unterscheiden, weil jede Generation muss abgeschlossen werden, für die der Spieler dann stand. Und Maradona stand nun mal in den 80er Jahren und 90er Jahren.

Messi ist jetzt in den 2020ern, 10ern und so. Ich glaube, da sollte man keinen Vergleich anstellen, weil sie sind irgendwie alle großartig und Weltklasse gewesen, beziehungsweise sind nach wie vor Weltklasse. Und es ist auch nicht mehr derselbe Sport. Und wir haben, ich glaube, in Buenos Aires in Argentinien gibt es noch genügend Häuserwände, die mit Konterfei von Lionel Messi bestrichen werden können, ohne dass man die von Maradona überpinseln muss.

Und mit die abschließende Frage zu diesem Themenkomplex, weil wir das auch angezogen haben, Jamal gegen Messi, wie fair oder unfair ist dieser Vergleich? Ich habe hier in dieser Runde mal gesessen und habe mich geoutet als einer, der nicht so viel von Jamal hält. Wurde dann angepfiffen von Stefan, der hat wahrscheinlich recht, weil der hat Ahnung und nicht ich.

Ich finde, das, was ihn ausmacht, ist, der ist jung. Beim Rest, wenn ich mir diese spanische Mannschaft angucke, hat er einfach recht, der Stefan. Es dreht sich alles um Rodri. Rodri ist Kopf, Motor, Lunge, muss ich jetzt sagen, keine Ahnung, dieser Mannschaft. Und deshalb, ich finde, den muss man in den Blick nehmen und den muss man mit Messi vergleichen.

Jamal ist ein Superstar, aber ehrlich gesagt, das hat vielleicht auch was mit der Vermarktung zu tun, die herausragend ist und gigantisch. Auf dem Platz ist es überragend, was er spielt, aber überragend ist erstmal noch nicht genial, finde ich zumindest. Es gibt aber auch nicht so viele, die in so jungen Jahren, er wurde schon Europameister, kann jetzt Weltmeister werden. Mit 18.

Er ist das 19, gerade 90 geworden, vergangenen Tag. Also das ist schon auch ein Brett. Also man muss ja auch wissen, Ronaldo ist jetzt vorbei, gehen wir mal davon aus. Jetzt kommt Messi wahrscheinlich heute dazu, dass er dann wahrscheinlich aufhört für Argentinien zu spielen. Und wer kommt dann? Und da kommt natürlich ja mal, also der hat in Barcelona, der hat ja eine Verletzung gehabt, vergessen viele. Er ist ja in die WM reingekommen mit einer Verletzung, konnte gar nicht spielen.

Und jeder weiß, der gespielt hat, dass du immer eine Zeit brauchst, um dann erstmal reinzufinden. Und vielleicht macht er heute Abend sein bestes Spiel. Aber bei Barcelona konnte man schon sehen, dass er der nächste Superstar ist. Da muss ich leider öfferecht gehen. Aber wir können dir auch sicher so, aber wir können dir, Steffen, mit deiner Behauptung auch noch mal ganz kurz widersprechen und tun das mit einem renommierten ehemaligen Trainer beziehungsweise vielleicht ist er noch Trainer und ehemaligen Spieler bezüglich Messi.

Ob für den jetzt alles dann schon vorbei ist? Jürgen Klinsmann. Das ist total egal für den Kerl. Der Kerl hat einfach Spaß am Fußball. Und das bringt er rüber. Und solange er den Spaß hat und er kann diese Spiele beeinflussen, warum soll er nicht weitermachen? Warum soll er nicht nochmal vier Jahre spielen?

Und dann die nächste WM wird seinen Startschuss in Uruguay und Argentinien haben. Vielleicht will er das nochmal mitnehmen. Er lebt für das Spiel. Er lebt gesund. Ja, also es ist absolut machbar, dass er weitermacht nochmal vier Jahre, dass er die nächste Copa America nochmal spielt. Und du hast jetzt heute in unserer Zeit Athleten, die locker bis um die 40 mitspielen können.

Das ist auch nicht nur im Fußball jetzt so, sondern in anderen Sportarten, Olympiasportarten, NBA, LeBron James und wie sie alle heißen, bis an die 40 spielen oder 42 spielen, in anderen Individualsportarten auch. Können wir noch Stefan zurückkommen? Können wir zurückkommen? Und der Mann, der das Interview geführt hat mit Jürgen Klinsmann, ist uns jetzt live aus New York zugeschaltet, wenn ich richtig informiert bin, vom Times Square.

Manni Sedlbauer, das ist dein Applaus. Schöne gute Morgen nach München. So, wieder mal früh aus dem Bett geschält und auf den Times Square für uns gegangen. Wir haben uns noch Nachrichten geschrieben nach deinem Interview mit Jürgen Klinsmann und du warst so geflasht und begeistert von ihm als Persönlichkeit, dass du sagen musst, normalerweise reagierst du so nur, wenn du über Stefan Effenberg sprichst. Was macht Klinsmann denn für dich so besonders?

Erstmal hat er so viele Erfahrungen, also Nationaltrainer bei drei unterschiedlichen Nationen, das waren nicht viele. Und dann hat er eben zu sehr vielen Themen eine ganz, ganz klare Meinung. Und das hat mich tatsächlich sehr, sehr empfunden. Und die Argentinern sind auf jeden Fall hier schon in Stimmung.

Aber ich glaube, im Gegensatz zu mir sind das aber keine Frühaufsteher, sondern das sind eher Nachteulen, so wie die riechen. Ich glaube, die kommen gerade aus den Wachstum-Clubs dieser Stadt. Wobei es jüngst mal wahnsinnig beeindruckend. Toller Mann. So wie die Jungs riechen. Gut, dass die dich da nicht verstanden haben.

Wir haben dich bei der vergangenen Sendung im Doppelpass gehört, auch live zugeschaltet. Du hast dich um ein Medienticket beworben. Hast du denn eins bekommen? Oder musstest du für 35.000 Euro ein Ticket kaufen fürs Finale heute Abend? Ich habe gestern tatsächlich am Times Square hier vor wenigen Stunden noch einen Fan gesehen, der ist so mit so einem Pappschild rumgelaufen.

Daraus stand Kategorie 1 nur 16.000 Dollar. Da habe ich kurz gezuckt, ob ich das nicht machen sollte. Aber nein, ich habe tatsächlich von der FIFA eine Akkreditierung bekommen. Darf zu dem Spiel, darf mir so ein Stück weit auch einen Lebensraum erfüllen, das ist ja ganz klar. Aber anderen Kollegen, denen ging es ein bisschen anders, die haben keine Zulassung bekommen. Und das zeigt natürlich zu dem Endspielwillen natürlich auch jeder.

Da darf auch nicht jeder hin, selbst die, die schon ihre Nation, schon das ganze Turnier über begleiten. Lass uns mal über die Schlagzeilen aus den vergangenen Tagen sprechen, jetzt nicht die sportlichen, sondern dicke Luft in New York, Waldbrände. Wie hast du das wahrgenommen und inwiefern war das Spiel tatsächlich gefährdet?

Weil momentan sieht es ja so aus, als wäre die Luft relativ klar, morgens um sechs bei dir. Die Luft ist tatsächlich klar. Man sieht auch hier in New York jetzt wieder die Wolkenkatze. Also die Sicht ist klar. Vor wenigen Tagen war das aber noch ganz schön spooky. Gerade am Donnerstag und Freitag war New York und auch Philadelphia beispielsweise in total diesigen Nebel gehüllt.

Es hat überall in der Stadt nach dem Feuer aus Kanada gerochen. Also das war schon sehr, sehr skurril. Es wurden viele Atemschutzmasken verteilt. Und der Wert, der eben diese Luftqualität misst, der war eben enorm hoch. Jetzt gab es gestern am Samstag Starkregen. Es wurde sogar vor Überflutungen gewarnt. Also irgendwie das nächste Extrem.

Aber der Starkregen, der hat dazu beigetragen, dass die Luftqualität jetzt deutlich besser ist. Und deshalb sollte auch heute zumindest für die Spieler keine Gefahr in New York und in Jersey im Stadion auf sie warten. Bei der einen oder anderen Risikogruppe, die als Zuschauer in der Stadt oder im Stadion dann vor Ort sind, Und bei denen könnte es ein bisschen anders aussehen.

Also die Lage bleibt weiter angespannt für die Spieler. Besteht aber keine Gefahr. Jetzt lass uns um das Drumherum, um dieses Event-WM-Finale sprechen. Größtes Sportereignis der Welt. Wer hat sich alles angemeldet? Was wird heute anders sein und wie wird das Ganze aussehen? Es wird komplett anders. Also Johnny Infantino und auch Donald Trump haben ja von der größten Bühne, die es jemals gab, gesprochen.

Also wir müssen uns ja nur mal das Line-Up für die Halbzeit-Show oder für die Show drumherum um dieses Spiel angucken. Da kommt Madonna, Shakira, Robbie Williams wird irgendwo rumtouren in die K-Pop-Band. BTS, Justin Bieber, Coldplay, Tom Cruise hat sich im Stadion angewältet. Natürlich wird auch David Beckham wieder dabei sein, die spanische Königsfamilie mit König Felipe, mit seiner Letizia, mit ihren beiden Töchtern.

Der argentinische Präsident wird übrigens fernbleiben aus Aberglaube, das nur ganz kurz am Rande. Also der wird es nicht hier in New York verfolgen, weil er die bisherigen Spieler immer mit einer Trainingsjacke zu Hause am Sofa geguckt hat. Und er hat gesagt, mit dieser Tradition möchte er nicht brechen, er möchte da nichts riskieren.

Und der größte Pomi zumindest aus US-Sicht ist natürlich Donald Trump, der sich die bisherigen 100 Beispiele ja allesamt entgehen hat lassen. Aber zum Finale wird er natürlich da sein und der wird natürlich auch die ganze Welt darauf gucken, was er heute so treibt. Manni, jetzt haben wir über das Drumherum gesprochen.

Wir werden gleich noch sportlich, schalten dich später nochmal in unserer Sendung. Bis dahin kannst du vielleicht nochmal kurz ein Euglein zumachen. Ich glaube, dass du einen langen Tag und auch eine lange Nacht haben wirst. Bis gleich, Manni Sedlbauer, danke dir. Und wir sprechen im Doppelpass gleich über Jürgen Klopp. Nicht darüber, ob er der Richtige ist. Davon sind alle überzeugt, er ist ein Menschenverkehrer.

Und wir schauen nun, wie vereinbart und angesprochen, auf den Mann, in dem so viel Hoffnung liegt, von Fußball-Deutschland. Klopp, der Messias. Es steht, so ist unser Gefühl, kurz vor einer Entscheidung. Bald ist es soweit. Der Fall Klopp ist wohl so gut wie abgeschlossen. So zielstrebig war der DFB schon lang nicht mehr.

Die Devise lautete, nicht lang schnacken, Klopp einsacken. Ich hoffe, dass nichts mehr noch dazwischen kommt und dass er ein Nationaltrainer wird, weil er wird dafür sorgen, dass diese Mannschaft wieder funktioniert. Da bin ich felsenfest und überzeugt. Was soll schon noch dazwischen kommen? Klopps Werbeverträge etwa? Wohl kaum.

Übrigens hatte früher auch Franz Beckenbauer als Teamchef jede Menge Zusatzverpflichtungen und keinen hat's gestört. Lothar Matthäus sieht zwischen Klopp und Beckenbauer noch mehr Parallelen. Ihre Ausstrahlung, ihre internationale Strahlkraft, Charisma, Authentizität und eine klare Linie. Eigentlich wollen alle, dass Klopp schnell unterschreibt. Nur Bastian Schweinsteiger schlägt etwas andere Töne an.

Für Schweini agierte der DFB viel zu hektisch und außerdem sei Klopp weder ein Heilsbringer noch ein Wunderheiler. Klopp ist das Pflaster, der die Wunde so heilt. Aber ob die komplett heilt, weiß ich nicht. Die Wunde des DFB würde Schweini auch lieber Louis van Gaal zur Therapie anbieten, vermutlich einer Außenseitermeinung. sei der Meinung.

Denn Klopps Renommee im internationalen Fußball kann man sich hier genau anschauen, wenn ihm die besten Spieler der Welt ihren Respekt erweisen. Klopp kann bestimmt nicht alle Probleme im Alleingang lösen. Wir glauben aber, Klopp wird für den deutschen Fußball zu einer frischen Inspirationsquelle. Das glauben wir und das ist natürlich auch die Hoffnung. Takt ist, dass Julian Nagelsmann am 3.

Juli zurückgetreten ist. Jetzt haben wir den 19. Juli. Im Beitrag war zwar, ja, DFB macht Nägel mit Köpfen. Es sind trotzdem 16 Tage. Stefan, was dauert da so lange? Was fehlt noch für die Einigung in deinen Augen? Das kann ich nicht beantworten. Das weiß ich nicht. Also da muss ja irgendwas noch im Vertrag verankert werden oder weggenommen werden, wie auch immer.

RB ist ja auch noch mit im Spiel. Ich glaube, da muss es auch noch zu einer Einigung kommen. Aber es schaut ja danach aus. Es ist ja jetzt egal, ob ich am 9. den Vertrag oder am 10. Unterschreibe oder Anfang August. Also das ist, glaube ich, für uns gar nicht wichtig. Wichtig ist, dass er es wird. Wichtig ist, dass eine Begeisterung reinkommt.

Und die wird er ja schon erzeugen und dann den Kader so zusammenstellt, dass man sich wirklich auf die Zukunft freuen kann. Inwiefern war das vom DFB, von der Führung, von der Spitze des Verbands, gut kommuniziert, gleich in dieser Pressemitteilung auch mit. Zu verkünden. Magelsmann Rücktritt. Wir wollen jetzt Jürgen Klopp.

Ich glaube, die hatten da keine Wahl. Ich meine, wir haben in dieser Runde vor zwei Jahren schon mal gesessen und da war die Frage, wer wird es denn? Und alle wussten, wenn Klopp frei wäre, müsste es Klopp werden. Also es ist offensichtlich, 80 Prozent der Deutschen oder mehr wollen diesen Mann haben.

Er kommuniziert komplett anders als andere. Das ist so unglaublich erfrischend. Und alle wissen, ich weiß nicht, ob ich das jemals übersehen habe, aber ich wüsste nicht, dass jemals eine leblose Mannschaft von Klopp auf dem Platz war, weil er wenigstens die Motivation immer hinkriegt, auch wenn er nicht alles gewinnt.

Und dementsprechend, wenn es so ist, wie es Sebastian Schweigensteiger sagt, und die Wunde ist breit und tief, und ich teile das, dann sind, was sind schon 16 Tage, um Gottes Willen? Ich meine, soll das in Twitter-Geschwindigkeit gehen? Es ist doch gut, wenn es ein bisschen jetzt mal Gespräche gibt und dass man sich vor allem jetzt nicht über den Vertrag eint, sondern über die Vorstellung, was eigentlich sich alles ändern muss. Das ist doch viel wichtiger.

Wir treffen die Führung. Wir reden da von Präsident Bernd Neuendorf, von Andreas Rettig und auch Rudi Völler, der wohl in Amt und Würden bleibt. Warum reden wir über Nagelsmann und dann über Jürgen Klopp und so wenig über die Herren Neuendorf, Rettig und Völler? Gehören die nicht zur Gesamtverantwortung mit dazu?

Ja, natürlich. Und ich glaube, dass es auch sehr, sehr wichtig ist, dass man das klar anspricht. Ich habe so einen Respekt vor Rudi Völler, wie jeder in Deutschland. Nur er hat Nagelsmann gestützt und im Endeffekt ist er gescheitert. Drei Turniere. EM, okay, Viertelfinale, unglücklich gegen Spanien, aber grundsätzlich gescheitert.

Vorher Hansi Flick. Wir haben jetzt innerhalb von zwei bis drei Jahren, wird der Bundestrainer entlassen. Das gab es vorher alles nicht. Und dafür ist immer auch der sportliche Leiter mitverantwortlich und der Präsident. Und da bin ich ja voll bei dir. Neuendorf muss doch auch erkennen, Inwieweit kann ich auch Verantwortung übernehmen oder habe ich was falsch gemacht?

Und mir ist das auch ein bisschen alles zu soft insgesamt. Da bin ich bei Felix, weil im Endeffekt ist einfach die leitenden Funktionen entscheiden, wer kommt. Ja, wir finden alle Klopp super. Das stimmt auch. Aber den wollten wir vor zwei Jahren. Da hat es nicht geklappt. Da waren wir noch in Liverpool und oder vor drei Jahren und dann war er nicht zur Verfügung. Und jetzt ist er der Einzige, den es gibt.

Bin ich sogar irgendwo dabei, weil er alles irgendwo perfekt rüberbringt. In allen Bereichen. Und er ist doch klar, vertragt bei Red Bull. Und jetzt noch muss er dafür sorgen, dass sich alles oder einiges ändert beim DFB. Frag mal Jürgen Klinsmann, wo der da reinkam, wo er das übernommen hatte, was da los war. Dann ist natürlich auf dem Campus die Hölle los.

Und ich kenne auch viele Leute dort. Und da muss einfach eine Bewegung, eine Dynamik rein, die wir halt nicht mehr haben. Und wenn das nicht funktioniert, dann traue ich sogar Jürgen Klopp zu, dass er am Ende Nein sagt. Hat man schon da drüber nachgedacht? Weil er muss ja... Alles gewinnen sozusagen, uns wieder in die Weltspitze führen und wir sind davon meilenweit entfernt.

Insgesamt auch von den Strukturen, dass aber Hans-Joachim Watzke da auch genannt werden muss, dass er kämpft um ihn und für die DFL und die beide waren ja super erfolgreich bei Borussia Dortmund. Das macht ja auch Sinn, aber es ist viel mehr als nur, ah ja, dann machen alle anderen weiter. Also Julian Nagelsmann.

Julian Nagelsmann wurde ja dazu, ich sag jetzt mal bewegt, zurückzutreten. Die Situation um Neuendorf, Rettich und Völler einschätzen. Was wäre deine Erwartung in dieser Ebene? Ja gut, das eine ist ja der Zeitgeist, das andere ist die Wirklichkeit. Wir leben ja in dem Zeitgeist und treffen jetzt wieder eine Entscheidung, die den Zeitgeist trifft.

Also es geht ja, es wüsste nicht, dass es irgendjemand gäbe, der nicht sagen würde, Klopp ist der Richtige. Gibt es ja gar keine Frage. Der ist kommunikativ. Aber trotzdem enttet sich an der Tatsache, dass die Entscheidung Nagelsmann eine krasse Fehlentscheidung war. Also ihn überhaupt zum Bundestrainer zu machen? Ihn zum Bundestrainer.

Denn ich kann ihm keinen Vorwurf machen. Er war einfach völlig überfordert. Er war mit der Situation völlig überfordert. Deswegen ist in den drei Jahren, wo er Bundestrainer war, nie was vor sich gegangen. Wir haben uns das wieder 24 schön geredet. Die Europameisterschaft, die war ja auch nichts. Aber wir haben uns schön geredet, weil jeder musste positiv sein.

In jeder Fernsehsendung, wir müssen positiv, wir müssen positiv, wir bleiben positiv, wir sind positiv. Jeder war immer positiv. Also haben wir eine Stimmung gehabt, die jedenfalls einigermaßen war oder gut war. Haben wir uns eingeredet. Aber die sportlichen Leistungen, die waren auch 24 und nix. Da hat er sich gerettet, weil er mit dem Dreh, dass er Toni Kroos zurückgeholt hat, hat er noch mal einen ganz anderen Schwung reingekriegt.

Toni Kroos hat ihn gerettet damals. Nicht er und seine fachlichen Fähigkeiten. Und insofern, wenn diese Fehlentscheidung halt getroffen wurde, muss ja jemand mal irgendwann die Verantwortung übernehmen. Und dass wir jetzt wieder nur politisch entscheiden, das ist ja nur eine politische Entscheidung. Alle sind begeistert, alle sagen, jawohl, Jürgen Klopp muss es machen.

Aber wie kann ich mich in so eine alternativlose Situation begeben wie der DFB? Es gab nie einmal den Ansatz von irgendjemand anders, Sondern alles, Klopp macht jetzt, was er will. Das kann nicht anders sein. Ganz kurz noch den Aspekt dazu. Total nachvollziehbar, Toni Kroos, dann hat man das Handspiel von Kukurea, das so ein bisschen als Alibi fürs Ausscheiden zuhergenommen wurde.

Ganz kurz zur Personalie Nagelsmann, 36 Jahre als EM-Trainer, 38 als Bundestrainer. Welche Rolle spielt denn die Erfahrung? Ist es auch aufgrund des Alters der Erfahrung so, dass der für dich der Falsche war? Ich kann nur einen Kopf schütteln, wie der DFB-Erfahrung einfach wegschmeißt. Der DFB hat ja nur unerfahrene Leute, er macht Lehrgänge, da wird einer in vier Wochenend-Lehrgängen zum Analysten ausgebildet und der ist dann auf einmal Fußball-Analyst.

Ich schmeiß mich ja weg, wenn dann so einer mir sagt, ich war ja in Berlin, da hat mir ein 24-Jähriger, der war der Assistent vom Analysten, der hat mir erzählt, wie ich am Wochenende gegen Bayer Leverkusen spielen muss. Das ist ja abartig. Das ist ja abartig. Aber was bedeutet das jetzt eben für die aktuelle Führung des DFB in Bezug auf Weitermachen oder Rücktritt?

Was bedeutet das? Es übernimmt ja keiner mehr Verantwortung bei uns in der Gesellschaft. Das ist ja eines der Grundübel, dass wir irgendwas führen, aber keiner die Verantwortung dafür übernimmt. Das ist ja auch die große Stärke von Jürgen Klopp auch. Der redet immer von mir, aber er meint natürlich sich selbst, weil er bestimmt ja alleine, was passiert.

Alfred, du hast dich gerade noch mal schwer durchgeatmet, wolltest du noch mal kurz einhaken in der zweiten Ausführung? Nein, nein, er hat ja recht. Und ich sage ja, dass Nagelsmann nicht nur die Erfahrung gefehlt hat, sondern er war auch nicht fleißig genug in meinen Augen. Ich sage das jetzt nicht, weil er jetzt gescheitert ist. Und ich habe schon vor zwei Jahren geschrieben, dass er der erste Homeoffice-Trainer ist, den wir hatten.

Denn er ist ja einfach nicht ins Stadion gegangen. Er hat niemals im Ausland unsere Spieler besucht. Er hat die Elfenbeinküste nicht beim Afrika Cup beobachtet. Er saß nur zu Hause vor seinem Fernseher und hat Homeoffice gemacht. So muss man das ja sehen. Das war dir lange bekannt. Das hast du schon mal hier ausgeführt.

Das weiß ich. Ja, ich habe es auch geschrieben vor zwei Jahren. Da möchte ich aber dann, er hat ja Chefs, er hat ja Vorgesetzte. Was bedeutet das denn jetzt für diese Ebene? Also ich glaube ja, dass Jürgen Klopp der Richtige ist. Felix hat es gerade erklärt, muss ich nicht wiederholen. Aber das reicht einfach nicht. Jürgen Klopp alleine wird das nicht hinkriegen, denn wir haben jetzt dreimal eine totale Blamage bei Weltmeisterschaften gehabt mit drei verschiedenen Bundestrainer, drei völlig verschiedene Typen auch.

Deswegen ist ja, auch wenn jeder seine Fehler hatte, liegt das Problem sicherlich im System. Es kümmert sich niemand mehr richtig um unseren Nachwuchs. Wir haben also keine, was die Franzosen hier haben, was die Engländer haben. Steffen hat es vorhin ganz am Anfang gesagt, wir haben diese Ausbildung nicht mehr. Es kümmert sich aber auch niemand.

Ja, was heißt das für die Konsequenzen? Andreas Rettig will ich gar nicht drüber sprechen. Der Vertrag läuft aus, dann wird es vorbei sein. Ja, und das ist auch gut so. Und der Präsident, muss man sagen, ich mag ihn sehr persönlich, aber der hat jetzt zwei Weltmeisterschaften Abendfüllen in den Teich gesetzt. Zwei.

Er war in Katar, hat er uns noch blamiert mit dieser Bindengeschichte, mit diesem Foto mit dem Mund zu. Jetzt hat er den Nagelsmann geholt, was schiefgegangen ist und ist jetzt wieder gescheitert. In der Bundesliga wäre so einer wahrscheinlich nicht mehr lange da. Beim DFB spricht aber kein Mensch darüber, ob wir vielleicht ganz oben auch mal überlegen müssen, ob da noch die richtigen Leute sitzen.

Wäre ja natürlich in der Politik womit. Also ich meine, wir haben das aktuelle Beispiel. Gestern Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union musste zurücktreten. Dann gab es noch keine Reaktion von dir, oder? Ich will mal ein paar grundsätzliche Sachen sagen. Wenn man grundsätzliche Sachen immer pauschal werden kann, gebe ich schon mal was.

Vorne weg, gut. Du hast zwei Schüsse frei. Ich habe wirklich einen Widerspruch zu dem, was Alfred Rackler gerade gesagt hat. Es ist richtig, wir haben zu wenig Leute die Verantwortung gewendet. Ich bin großer Fan davon, dass wenn man nicht liefert, dass man zurücktreten muss, dass man den Job lassen soll.

Ich habe als Parteivorsitzender viele Wahlen verloren. Ich habe gesagt, Leute, wenn ich es nicht kann, dann muss jemand anders machen. Ich stimme dem 100 Prozent zu. Diese Tönung, Nagelsmann war faul. Das ist ja der Grund, warum die Leute Angst haben für Verantwortung, weil die dann denken, dass sie danach auf die Nase kriegen.

Deshalb kann ich nur sagen, Nagelsmann hat uns weit gebracht bei der Europameisterschaft. Es war nicht nur eine Ausrede mit Kukurella, sondern wirklich eine Frechheit. Diese WM war eine Vollkatastrophe. Ich habe gelitten wie ein Hund. Ich glaube, das hat die ganze Nation. Aber danke, Nagelsmann, hat ein schönes Leben. Und wir sollten jetzt nicht auch noch nach seiner Reputation komplett in den Schatten stellen.

Er konnte ja was. Sonst hätte ja niemand daran gedacht, dass das werden soll. Und es gab ja eine Mehrheit für ihn. Weil alle wussten, Klopp wird es nicht, wollten die Leute ja Nagelsmann haben. Aber es hat sich doch als falsch herausgestellt. Ein guter Mann hat Scheiße gebaut, ist weg, verstehe ich. Es hat sich doch als falsch herausgestellt.

Was hat sich als falsch herausgestellt? Dass Nagelsmann der Richtige war. Das teile ich ja. Und es ist super, dass er gegangen ist. Und ich habe das selber die ganze Zeit vertreten. Und wenn er nicht gegangen wäre, würde ich hier toben. Aber ob er jetzt faul war, das weiß ich nicht. Deshalb möge er ein schönes Leben haben und noch viel Erfolg haben in seinem Beruf. Aber das sind doch die Gründe fürs Scheitern.

Ja, kann sein. Aber wenn ich jetzt zurücktrete und danach nur noch mit Scheiße beworfen werde, wenn ich es auf Deutsch sage, dann überlegen sich die Leute dreimal, ob sie beim Misserfolg tatsächlich nicht die Verantwortung ziehen. Deshalb die Hemmschwelle, um zu sagen, ich habe versagt, ich gehe, erhöhen wir, indem wir die Leute nicht in Würde gehen lassen. Das ist mein Punkt.

Ich möchte noch mal einhaken. Kriege ich jetzt mein Geld zurück? Du darfst gleich weiter ausführen, aber einmal Geld im Phrasenschwein und du kriegst es nie mehr wieder. Julian Nagelsmann wird jetzt ein bisschen als der Hauptschuldige wahrgenommen. Vielleicht auch, weil die Führung, und das ist ja der Punkt, der auf dieser Seite gerannt wurde.

Was ist mit Bernd Neuendorf, was ist mit Präsident, was ist auch mit Rudi Völler, was ist mit dieser Ebene? Und wie soll diese Ebene, das ist die Frage, die aufgeworfen wurde, Wie soll die Ebene so weitermachen dürfen und wie soll es dann besser werden? Muss da nicht zwangsweise der Rücktritt folgen?

Wäre das in der Politik so? Das ist die Frage. In der Politik ist es zu wenig so. Es stimmt total. Und im Fußball ist es möglicherweise auch zu wenig so. Aber wenn man sich anschaut, wo es eigentlich hängt, gibt es natürlich den DFB und natürlich hat der Trainer die Hauptverantwortung. Und gut, dass er die jetzt endlich gezogen hat. Kann sein, dass er dazu bewegt worden ist.

Aber wenn man sich anschaut, wo wir gerade stehen als Fußballnation, Wir haben in der Regionalliga Torhüter, die könnten alle bei der WM mitspielen. Aber darüber hinaus, wo sind denn eigentlich die Weltklasse ausgebildeten Spieler noch? 2014 wurden wir Weltmeister, weil wir 2002 die Leistungsnachwuchszentren eingeführt haben.

Damit waren wir Weltklasse. Die Kinder von den Leistungsnachwuchszentren wurden 2014er ein Weltmeister. Und danach haben wir gesagt, ist doch alles gut. Haben alles so stehen lassen, wie es ist. Also da würde ich widersprechen. Bitte. Sie sind 2014 immer Weltmeister geworden, weil eben die Nachwuchsleistungszentren ihre Wirkung noch nicht entfaltet hatte.

Wir hatten noch Spieler, die vor dem Nachwuchsleistungszentrum, wie Neuer oder Schweinsteiger, die da gerade ihren Höhepunkt hatten. Aber nicht, weil sie in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet wurden, sondern weil sie ohne Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurden. Seit wir das Leistungszentrum haben, wird ja in ganz Deutschland flächendeckend von Flensburg bis Bad Reichenhall überall gleich ausgebildet.

Insofern haben wir nur noch gleiche Spiele und zwar nur noch Mittelmaß. Elite, Leistungswillige, bilden wir die März. Und der Schlimme an dieser Sache ... Und wir haben ja auch den Fußballlehrer gemacht, ist ja, dass alles vorgeschrieben wird für diese jugendlichen Spieler. Also Kreativität weggenommen, Individualität weggenommen. Du musst dich genau in dieser Schablone bewegen und das, kann man sagen, ist der Untergang für den Fußball hier in Deutschland.

Also wenn wir sagen wollen, wir wollen mal frei Fußball spielen, lass sie von alleine, geht ja gar nicht mehr, weil die genau so groß werden. Und ich glaube, da müssen wir zurückdrehen das Rad und wieder hingehen, dass man sagt, vor allen Dingen die Offensiveren, dass man die wirklich mal laufen lässt und nicht in eine Schablone presst.

Genau das ist euer Laufweg, euer Passweg in der Vorwärtsbewegung, in der Rückwärtsbewegung. Das führt zu nichts. Lass uns gleich zur Ausbildung kommen. Ich möchte noch kurz die Verantwortung der Verantwortlichen, das heißt ja auch so, in der DFB-Ebene, wenn die nicht die Verantwortung für das Scheitern übernehmen können.

Und sich hinstellen und sagen, ich bin Teil des Misserfolgs. Wie sollen die Spieler dann lernen? Du hast ja drei Gruppen. Du musst da nicht was folgen. Du hast ja drei Gruppen. Einmal ist das die Mannschaft, dann ist das das Trainerteam und die Verantwortlichen, die drüberstehen. Bei den Spielern ist es ja relativ einfach. Wir hatten letzte Woche das Thema, entweder es tritt einer selber zurück.

Aber ich warte nicht, bis einer sagt, ich spiele nicht mehr für die Nationalmannschaft. Dann muss der Trainer sagen, du bist einfach nicht mehr dabei. Es reicht nicht die Qualität, also lege ich ihm den Rücktritt nahe oder sage, du bist Geschichte. Dann hast du das Trainerteam, wo ja schon entschieden wurde, Nagelsmann ist weg, ich hoffe, kloppt wird das, mit einem neuen Team, was du neu aufbaust.

Und dann hast du die Gruppierung drüber. Mit eben Rettig hat sich erledigt, im Dezember eigener Rücktritt oder nicht mehr verlängert. Rudi bleibt und Neuendorf ist die einzige Person, wo ich jetzt sage und vielleicht Watzke Fragezeichen, dass man sagt, vielleicht da auch mehr Fachkompetenz rein und auch mal raus mit dem Kopf aus dem Fenster und sagen, auch ich übernehme die Verantwortung.

Die ducken sich weg, weil ganz Fußball-Deutschland redet über Klopp. Die werden ja gar nicht genannt, das haben sie clever gemacht. Aber im Endeffekt steht Neuendorff genauso in der Verantwortung. Und da müsste eigentlich auch bei der nächsten Wahl eine Konsequenz gezogen werden. Stefans Beifall unterbreche ich nie. Also man muss ja auch sagen, dass der DFB ja in der Spitze nicht nur bei der Nationalmannschaft zuletzt Fehler gemacht hat.

Man muss gerade erinnern, dass dieser DFB es nicht mal schafft, eine Viertliga-Reform hinzubekommen, dass alle Meister aufsteigen. Selbst da scheitern sie ja kläglich. Und es wird wirklich Zeit, dass der DFB mal ganz oben professioneller aufgesteckt wird. Aber wichtig ist die Strukturen. Also, du kennst sie, dann muss ich das nochmal klarstellen. Also, der Präsident, Herr Neuendorf, entscheidet mit seinen Vizepräsidenten, wer wird dann hier Sportdirektor und Bundestrainer.

Das sind die beiden starken Persönlichkeiten, Rudi Völler und Julian Nagelsmann. So, Nagelsmann muss jetzt gehen. Der hat übrigens seine Co-Trainer alle bekommen mit Hübner und Skräuter. Also, er ist auch jetzt zurechtgescheitert und muss eigentlich selber gehen. Kriegt aber noch 7 Millionen Abfindung. Der DFB muss aufs Geld achten übrigens.

Dann hast du Rudi Völler, der das alles mit entschieden hat. Also Rudi Völler muss sich auch mit reinnehmen. Und ich weiß, ich sage jetzt etwas Problematisches, aber im Endeffekt hat Rudi Völler die Verantwortung, sportlich, welcher Bundestrainer kommt und ob er mit ihm zusammenarbeiten kann. Und deshalb ist es auch sehr, sehr wichtig, wenn jetzt als Beispiel es klappen sollte mit Kloppo, dann muss Rudi Völler es auch sagen, wenn das jetzt nicht funktioniert, dann bin ich ein weiteres Mal gescheitert.

Da müssen wir wieder hin, ansonsten wird es schwierig, weil er entscheidet. Und der Bundestrainer ist immer auch der Stärkste dann im sportlichen Bereich, aber der kann sich nicht um den Nachwuchs kümmern. Dafür gibt es wieder Hannes Wolf und Co., die dann im U-Bereich arbeiten. Aber er kann Vorschläge machen und er kann Strukturen einziehen.

Das ist sein Job auch als Bundestrainer. Die Problematik haben wir ja, dass wir, wie gesagt, völlig ungeachtet von Parteien. Wir haben ja die Situation, der DFB ist politisch mittlerweile, vorher war ja einer von der CDU, jetzt einer von der SPD, das ist völlig egal. Die beiden Parteien haben ja das ganze Land die letzten 80 Jahre regiert.

Und die haben es nicht fertiggebracht, alle Parteien haben es nicht fertiggebracht, die Rentenreform zu machen. Wir stehen, jetzt werden die hängen gelassen, am Ende, die gar keine Chance haben, die werden verurteilt für eine Rentenreform, die nicht mehr geht. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, vor 40 Jahren eine Rentenreform zu machen, die auch den Menschen gerecht geworden wäre.

Und das ist das Problem bei politisch orientierten Gruppen, dass halt wenig Entscheidungen getroffen werden, die unbeliebt sind. Du darfst ja natürlich noch reagieren. Also ich glaube, ich bin hier falsch mit der Frage der Rentenreform. Wenn ich jetzt dazu anfange zu reden, ich glaube, das atmet komplett aus.

Aber ich teile ja 100 Prozent den Kerngedanken. Was in Fußball-Deutschland falsch läuft, ist ungefähr dasselbe, was in Deutschland falsch läuft. Es läuft gut, also können wir alles so lassen. Und dann sitzen wir da und gucken, wie wir überrollt und überholt werden von den anderen und haben am Ende Strukturen, die Bahn, die so fährt, so wie die Leistungsnachwuchszentren, die die Leute nicht mehr ausreichend ausbilden.

Und das ist die Gemeinsamkeit. Und da muss man einfach verstehen, man kann sich auf Erfolg nicht ausruhen. Das war der Kardinalfehler der letzten Jahrzehnte. Korrekt. Du hast schon bezahlt, man kann sie ja auf Erfolg nicht auswunden, aber dieses gesellschaftliche Thema, da gehen wir gleich nochmal nach.

War das der Kardinalfehler? Nein, nein, man kann sie auf Erfolg nicht auswunden, aber ist schon im Schweinchen. Katharina steht schon seit Minuten im Startblock, denn wir haben das Gefühl, alle wollen Klopp, aber vielleicht doch nicht alle und so unbedingt. Sauber analysiert. Der Leistungscheck wird Ihnen präsentiert von Mera, Berufskleidung im Rundum-Service.

Ja, zumindest gab es da jetzt sehr überraschende Aussagen der neuen RB Leipzig-Chefin Tatjana Henni, die wir uns jetzt einmal noch vor Augen führen wollen. Jürgen Klopp war für uns eine Art Berater. Ich führe das noch ein bisschen weiter aus. Wir haben viel miteinander gesprochen. Er hat begleitet, dass es dann einen Wechsel gibt, trifft uns hier bei RB Leipzig nur indirekt.

Wir wollen genau gleich weiterarbeiten, ob mit oder ohne Jürgen Klopp. Das hat sie noch ein bisschen weiter ausgeführt und hat gesagt, wir fühlen uns jetzt nicht so, dass wir morgen sofort jemand Neuen haben müssen. Also ich finde, da sind schon relativ deutlich und wie gesagt sehr überraschende Worte der Chefin von Leipzig, von Henni, von der Schweizerin, die offenbar keinen Druck sieht, da diese Klopfstelle direkt nachbesetzen zu müssen.

Der ja, nochmal zur Erinnerung, auch mit Vorantreiber essentiell war bei der Neubesetzung des Trainerpostens, Demicheles, den wir hier gerne auch gleich nochmal uns anschauen können. Sie kennen ihn, argentinischer ehemaliger Nationalspieler, der auch mit Messi zusammengespielt hat. Also südamerikanisches Temperament jetzt mitbringt und auf den eher ruhigen norddeutschen Ole Werner folgt. Und wie gesagt, Klopp hatte das Ganze ja mit vorangetrieben.

Tja, und jetzt diese Aussagen Hennies, die nicht wirklich Interpretationsspielraum übrig lassen. Sauber analysiert. Der Leistungscheck wurde Ihnen präsentiert von MEWA, Berufskleidung im Rundum-Service. Vizikalische Untermalung und wir sprechen über Deutschland und die Zukunft unseres Fußballs und lassen da erst einmal einen ehemaligen Nationaltrainer drüber sprechen.

Was sagt denn Jürgen Klinsmann dazu? Also wir haben mit der Weltspitze absolut gar nichts zu tun. Und ich glaube, das Wichtigste ist jetzt, einen Neuanfang zu starten, hoffentlich mit Kloppo, was ja die Gespräche so gerade ergeben. Vielleicht, ich wünsche es mir sehr, weil er ein Typ ist, der so einen Neuanfang starten kann, weil er die Energie hat, die positive Art, andere Leute mit ins Boot zu bringen.

Aber wir fangen halt relativ weit unten wieder an. Du kannst nicht drei Weltmeisterschaften in Folge vergeigen. Das geht einfach nicht. Deswegen habe ich im Spaß zu meinen therienischen Freunden gesagt, besser dreimal nicht hinfahren, als dreimal gleich nach Hause zu gehen. Und ja, da müssen wir uns dafür schämen.

Ich würde es mir wünschen, dass wir an einem Punkt sind, wo, das ist ein schönes Beispiel von Jürgen, die Italiener, ich sehe es ein bisschen anders, also dreimal nicht hinfahren zur WM, das wäre der Supergau. Nur wir sind ganz kurz davor. Das ist doch das Entscheidende. Jetzt ist wirklich noch der letzte Schritt.

Und dann sollte man nicht wieder weitermachen. Wir haben gerade gesprochen, aber wir haben auch schon wieder zu machen. Und dann am Ende wunderst du dich, wenn du das nächste Mal nicht mehr qualifizierst. Wir haben gegen Slowakei verloren und haben es dann gerade im letzten Spiel noch gebogen. Also das war gar nicht so weit entfernt. Und deswegen glaube ich, es ist wirklich jetzt nochmal eine Chance. Nur, da bin ich voll bei Alfred, es müssen wirklich auch die Köpfe.

Bernd Neuendorf muss jetzt nicht nur so eine Taskforce zusammenrufen und dann die Jobs verteilen, sondern es muss wirklich Veränderungen her. Weil sonst, also Veränderungen natürlich inhaltlich, wir haben gerade auch die Machtposition, Felix kennt das. Ich war in Wolfsburg, hab mir das angeschaut, dann war eben er der Boss.

Aber dann hat es funktioniert, dann waren sie Meister. Was ist denn daran falsch? Oder wo ist unsere Identifikation in Deutschland? Was wir immer gut konnten. Warum darf ich nicht mehr deutsche Tugend sagen? Disziplin, Ordnung, Fleiß, mit Leib und Seele dabei sein. Wieso müssen wir uns dafür entschuldigen? Das ist ein großer Fehler, was die letzten Jahre passiert ist. Jetzt haben wir nämlich nichts mehr.

Darf ich mal zweimal widersprechen? Steffen hat sich gerade übrigens für den Posten des zukünftigen Code-Trainers Hör auf, nein, hör auf. Darum geht es überhaupt gar nicht. Du weißt es. Darum geht es gar nicht. Da hat er völlig recht. Es darf einfach nicht nur um Jobs gehen. Der eine Widerspruch ist, ich würde uns nicht mit Italien vergleichen.

Alle Italiener, die sich das letzte Mal qualifiziert haben, waren Alfred Ratzler und nicht noch jung. Deshalb ist das echt nicht vergleichbar. Wir waren aber zwischendurch Europameister. Das stimmt. Das Zweite ist, wir müssen uns ja nicht entschuldigen. Und ehrlich gesagt, ich glaube, dass alle einfach sich freuen würden und wir alle auf den Tischen tanzen würden.

Wenn die Jungs auf dem Platz die Seele gelassen hätten, wenn die gespielt hätten wie Kap Verden. Dann wären wir alle ausgerastet. Es muss sich niemand entschuldigen dafür. Nur die haben es einfach nicht gebracht. Die Frage ist, wo ist der Kopf da die Sperre? Woran machst du es fest? Steffen hat gerade gesagt, dieses Brennen und auch Identifikation, Brennen für das Land, für das Trikot, für das Emblem, was wir bei anderen Nationen sehen. Woran machst du es fest, dass das bei uns, weder spürbar noch sichtbar ist. Also Kap Verden haben weniger Einwohner als Nordrhein-Westfalen Fußballer.

Die sind da rausgegangen und haben einfach alles abfackeln wollen und haben alles gegeben. Bei uns gab es UNDAF, deshalb hat uns ja auch alle elektrisiert. Der hat ja auch gesagt, wir haben heute verloren, weil wir nicht ausreichend gewinnen wollten. Und beim Rest hast du das Gefühl, da ist eine Sättigung. Die wissen einfach, wozu man da laufen soll.

Der Widerspruch ist nicht in der Sache vom Ergebnis her, Sondern niemand muss sich entschuldigen. Sondern die Frage ist, ob es nicht genug Arschplitte gibt. Nicht für das, was für die Erfolg mal hart ist. Du brauchst einfach jemanden, der den Arschplitten auf Deutsch sagen darf, damit sie auch das bringen, was sie eigentlich könnten. Aber das sein, sind wir da bei der Gesellschaft. Ist es dann ein einhelliges Problem?

Es sind Menschen Anfang, Mitte 20. Ist das ein Teil der Wahrheit, dass wir bequem sind? Also es heißt ja immer, die sind alle so von Kindesbeinen an dann vertätschelt worden. Wenn ich mir jetzt diese Academies der Engländer angucke, da wird dem 14-Jährigen auch die Tasche hinterher getragen. Ich bin nicht sicher, ob es das ist.

Und wir haben hier natürlich eine Generation in diesem Land, über die sehr viel geschimpft wird. Aber ehrlich gesagt, wenn man sich anschaut, die kennen ja Leute, die heute 22, 23 sind, die kennen ja eigentlich nur Krise seit 10, 15 Jahren. Da ist ja eine riesige Last auf den Schultern dieser Leute. Und die Frage ist, ob wir als Gesellschaft immer nur schimpfen über die oder ob wir uns mit denen unterhaken und sagen, jetzt sind wir ein Land und wir ziehen jetzt mal in einem Strang Wir wollen jetzt mal nach vorne ziehen, weil wir es können.

Und ehrlich gesagt, wir könnten das, wenn das im Kopf nicht so kaputt wäre. Weltmeister wahrscheinlich nicht, aber Viertelfinale schon. Ich sage, es ist grundsätzlich ein Punkt der Einstellung. Weil satt müssten eigentlich die Argentinier sein. Sie wurden vor vier Jahren Weltmeister, treten fast mit der gleichen Mannschaft wieder an.

Und was machen sie? Sie haben die richtige Einstellung zu diesem Sport, zu diesem Spiel, zu diesem Turnier. Sie wollen es unbedingt. Und das sehe ich bei unserer Mannschaft mal überhaupt nicht. Das hängt auch damit zusammen, dass vielleicht eine gewisse Sättigkeit da ist. Es ist doch in der Gesellschaft auch so, wenn ich nicht arbeiten gehen muss, weil du bekommst ja etwas vom Staat und du musst es gar nicht, warum soll ich denn arbeiten gehen, wenn ich das auch so kriege?

Und das ist vielleicht das Problem bei der deutschen Nationalmannschaft. Du musst dieses Feuer wieder entfachen, die richtige Einstellung. Ich nehme doch lieber einen Spieler mit, der sein Herz auf den Platz lässt, als einer, wo wir schon seit Jahren drüber reden, oh, Jahrhundertjagd-Talent, aber er ruft es nicht ab.

Dann lasse ich ihn zu Hause, Pech gehabt, Karriere beendet oder wie auch immer. Aber dann nehme ich doch diese Spieler mit, die es unbedingt wollen. Die größte Sorge macht mir doch, wenn wir über Fußball reden, natürlich im Endspiel jetzt Spanien mit der höchsten Qualität und Argentinien mit der höchsten Qualität.

Aber wenn Kap Verde uns alle mehr begeistert und uns anzündet für dieses Spiel als die deutsche Nationalmannschaft, dann liegt das sehr wohl an der Einstellung. Die haben ja nicht die höhere Qualität als wir, aber sie lassen alles auf dem Platz und verdienen einen Applaus. Und den verdienen wir nicht.

Und wen in der Mannschaft, die jetzt in den USA gespielt hat, die deutsche Mannschaft, wen hättest du einstellungstechnisch lieber zu Hause gelassen im Nachhinein? Bei wem hast du das vermisst? Wen siehst du da in der Verantwortung? Den Trainer. Da fängt es doch an. Da die falsche Auswahl getroffen. Genau, damit fängt es an. So, und dann stellst du dein Team auf. Darüber können wir diskutieren.

Ich bin der Meinung, dass Kimmich sehr wohl auf die 6er-Position gehört. Aber der Trainer hat halt im Kopf gehabt, nein, der ist da besser aufgehoben. Wo hat er denn immer am besten gespielt? Bei Bayern München im Zentrum. Da funktioniert er. Er funktioniert natürlich auch bei Bayern München, weil vorne die drei den Unterschied ausmachen. Du hast Kane, du hast Ulisse und du hast Dias.

Die tragen ja das Team. Da siehst du im Mittelfeld eigentlich ganz gut aus, weil du fast jedes Spiel gewinnst. Wenn es drauf ankommt, wäre das denn schon eng. Welchen Spieler hätte ich zu Hause gelassen? Fakt ist doch, dass es passiert ist, so wie es passiert ist. Und jetzt muss der neue Bundestrainer herausfinden, mit welchem Team ich diesen Neuaufbau starte.

Und nochmal, ich nehme lieber einen mit, der nicht so talentiert ist, aber den Willen hat, um dieses Spiel zu gewinnen. Und wenn das nicht funktioniert, dann ist das auch in Ordnung. Aber Stefan, ein Satz noch, warum sagst du nicht Sané? Ja, nein, Sané hat keine Zukunft, Goretzka hat keine Zukunft. Ja, aber Sané ist der Prototyp von dem, was wir gerade kritisieren.

Was du gerade gesagt hast, 100 Jahre Talent, bringt es nicht auf den Platz. Er bringt das schon auf den Platz, aber in der Weltspitze kommt das darauf an, dass du es konstant bringst. Das ist der Schlüssel. Er hat es noch nie konstant gebracht. Nein, das habe ich gerade gesagt. Aber Nagelsmann nimmt ihn mit.

Warum? Ja, es gibt ein paar Entscheidungen, die wir alle nicht verstanden haben. Deswegen habe ich am Anfang gesagt, vor fünf Minuten, als ich angefangen habe zu reden, der Fehler fing dann an, überhaupt Nagelsmann dann, und jetzt sind sie schlauer, ihn zum Nationaltrainer zu machen. Ich verstehe auch deinen Ansatz mit Sané, aber aufgrund der Ausführungen von Stefan könnte man nach diesem Turnier aber auch hochgelobte Spieler, wie beispielsweise einen Jamal Musiala, der als Versprechen für die Zukunft gilt, ansprechen, weil er das, was Stefan gerade kritisiert hat, in meinen Augen auch nicht an den Tag gelegt hat. Meintest du auch solche Spieler?

Du kannst doch nicht Spieler nominieren über Jahre hinweg, von Turnier zu Turnier, weil du immer die Hoffnung hast, das ist ein großes Talent. Irgendwann musst du es auch zeigen auf dem Platz. Und wenn das nicht funktioniert, dann spielt ein Name auf dem Rücken oder auf dem Trikot, darf keine Rolle spielen.

Dann geht es nur noch über Fleiß, Einsatz und unsere Tugenden, das, was du ja auch gesagt hast, warum dürfen wir das nicht mehr sagen? Mit Einstellung, mit Herz auf dem Platz, Zweikämpfe führen, Darum geht es doch erstmal im Fußball. Ja, das ist das. Das ging bei dem Fußball darüber. Mittlerweile wird der Fußball ja nach Zahlen gemacht, nach Daten.

Und das ist das Riesenproblem. Sané ist natürlich ein individuell sehr guter Spieler, aber er ist kein Mannschaftssportler. Der weiß gar nicht, was er da soll, defensiv. Das will er nicht. Deswegen kann er es gar nicht. Er kann auch nicht einen anderen Spieler in bessere Position bringen. Er kann sich in eine gute Position bringen.

Das kann er. Und wenn ich dann neben ihm noch Musiala habe, dann wird es für den ganzen Sturm schwer. Das sind ja beides Einzelspiele, beides Einzelkönne. Ja, wie soll da ein Offensivspiel zustande kommen, wenn ich von vier Offensiven zwei Einzelspiele habe? Genau. Und dann kannst du Florian Wirz noch dazu nehmen und Havertz.

Und dann hast du vier, so wie du sagst. Aber das Spiel musst du ja auch verteidigen. Und wenn du vier gar nicht dabei hast, mit wie viel verteidigst du? Sechs. Das sind die Künstler, die nur im Falle eines Sieges glänzen, aber im Falle der Niederlage in die Pflicht genommen werden müssen. Weil sie eben ihre defensiven Aufgaben nicht erfüllt haben. Ich möchte noch mal den Gedanken von Omid aufgreifen.

Die Gesellschaft als Abziehbild von der Nationalmannschaft oder andersrum? Wie siehst du es bezüglich Leistungsbereitschaft, verweichlichte Charaktere vielleicht, verwöhnte Charaktere? Ist das die Kritik, die du... Jetzt muss ich es natürlich bei verweichlicht kommen, ist ja klar. Das ist ja gar keine Frage.

Ich habe ja nie einen Hehl draus gemacht, dass ich leistungsorientiert bin. Ich habe ja immer gesagt, Leute, man braucht Disziplin, man braucht Fitness und eine Struktur. Dann kann man Erfolg haben im Mannschaftssport. Ich habe es ja vorgemacht. Aber es entspricht ja nicht mehr dem Zeitgeist. Jeder soll sich entfalten, jeder darf sich einbringen, jeder muss mitreden.

Dann hab ich natürlich verschiedene Spieler, die nicht zusammenpassen. Wir brauchen doch nur nach Argentinien zu gucken. Die haben einen Messi, die haben keine vier Messis, die da auf dem Platz rumlaufen. Und jeder will alleine was machen. Die haben einen, den sie unterstützen, für den die anderen laufen.

So ist doch die Mannschaft zusammengestellt. Da kommt die Mannschaft raus. Wir waren gefürchtet, wir waren fast immer bei so großen Turnieren im Halbfinale oder Finale mit unseren deutschen Tugenden, Disziplin und Einsatz. Was haben wir gemacht? Wir wollten jetzt dann die letzten 20 Jahre technisch und taktisch besser werden.

Die lachen uns ja alle aus. Wenn du ein spiel verloren hast das war wirklich so also das ist ein spiel verloren und du hast richtig schlecht gespielt als team, da durften wir nicht aufs fahrrad da mussten wir in den wald und steigerungsläufe machen noch mal on top als strafe war das schlecht die hat mir als strafe.

Das war gar nicht so verkehrt heute ist ja so ich meine das muss ja aus jeder selber verantworten das habe ich ja nicht so verantworten ersetzt dich mal, aufs rad und radel dich mal ein bisschen auf wirst du dadurch besser ich habe keine ahnung es geht dann um die regeneration, aber eigentlich ist man ein bisschen mehr feuer und nicht so verkehrt, aber das ist ein schöner wenn du auf die Gesellschaft gehen willst, dass wir uns zu sehr an den Schwachen orientieren. Wir sind also nicht mehr bereit, die Eliten herauszubilden. Jetzt will ich nicht wieder davon anfangen, dass wir Bundesjugendspiele abgeschafft haben.

Die wurden nicht abgeschafft, aber ... Doch, in den Grundschulen wurde sie ... Ja, doch, das Leistungs-Belohnen der Leistung. Ja, damit die Schwachen nicht weinen. So war die Begründung. Und ich glaube, das ist das Problem, was wir haben. Wir bilden keine Eliten mehr raus. Und wir sind nicht mehr bereit zu sagen, Leute, der Erfolg zählt.

So sind wir doch nach dem Krieg groß geworden. Wir alle nicht, aber unsere Väter und Großväter sind nach dem Krieg damit groß geworden, weil sie gearbeitet haben und weil Eliten gebildet wurden. Völlig richtig. Die Jüngeren glauben ja, ich bin betroppt. Was die alles von mir und über mich hören. Die wissen nicht, dass ich die Mannschaften immer zum Erfolg gebracht habe.

Hier in Deutschland jedenfalls. Und sie wissen nicht, dass ich nicht nur viel trainiert, sondern die wenigsten verletzten Probleme hatte. Das wissen die alles nicht. Deswegen glauben die, der ist verrückt. Das können wir heute nicht mehr. Selbstverständlich geht das heute genauso wie früher. Ich will die Emotionalität ungern stoppen. Ja, aber warum machst du das?

Weil ich muss, ich muss, ich muss. Auch ich habe Verantwortung zu tragen und jemand auf dem Ohr, der mir etwas sagt. Wir machen einen Stopp und einen Spot. Jetzt bringt er mich schon auseinander. Geht's nur um Geld. Es geht nur um Geld. Felix Magath ist kein Verrückter und dann sind wir zurück. Scheiße.

Wir sind nach diesem einen Spot zurück hier beim Doppelpass. Die Emotionalität ist noch voll da. Und wir haben einen weiteren Beweis, warum Alte noch Leistung bringen können bei Katharina. Ja, oder wo Eliten ausgebildet werden, wo wir es vielleicht im Vorfeld dieser WM gar nicht so richtig auf dem Schirm hatten, sind die Kap Werden.

Wir wissen jetzt alle, wo dieses Land zu finden ist, vor der Westküste Afrikas. Und wir alle kennen jetzt den Namen Vosinja. Der Mann, der kurz vor der WM 40 Jahre alt geworden ist, Der Keeper und der mit 40.000 Followern in diese WM gestartet ist und aktuell, wir gucken mal zusammen drauf, fast bei der 30 Millionen Follower Marke ist.

Das ist Wahnsinn. Um das mal vielleicht so ein bisschen zu verbildlichen, was Creator und Instagram Macher sozusagen, Influencer alles verdienen können mit einer solchen Zahl. Mit einem einzigen Post, also einem Bild, das Sie hochladen. Das ist ein Wert von zwischen 100.000 und einer Million Euro pro Foto.

Je nachdem, was man damit so macht. Aber er ist ja auch in erster Linie erstmal Fußballer und hat wirklich Tolles geleistet, hat Argentinien beispielsweise mit seiner Mannschaft ärgern können und weiß, was es vor allem auch für sein Land bedeutet. Für mich war es eine unglaubliche Reise. Für mich, für unser Land, für unser Volk.

Denn vor der WM sagten wir zwar immer, wir kämen aus Cap Verde, aber 90% der Weltbevölkerung wussten nicht, wo Cap Verde liegt. Doch von nun an weiß jeder, wo Cap Verde liegt. Und für uns ist das etwas ganz, ganz Großes. Ja, und etwas ganz, ganz Großes ist er auch mittlerweile für die ganz Großen der Fußballbranche.

David Beckham hat seinen Vermarktungswert erkannt. Es gibt Gerüchte, dass es bald zu Inter Miami geht. Vielleicht auch, weil Messi gesagt hat, er will nie wieder gegen den spielen. Und dann hat Miami entschieden, den einfach ins Team von Lionel Messi zu setzen. Mehmet Scholl hat mal eine interessante Aussage getroffen.

Da ging es darum, Reihenfolge für einen Erfolg. Mensch, Struktur, Basis, Taktik. Also Mensch, dieses Zusammenhalten, dieses Teamgefüge. Oder dass man sich eben wohlfühlt. Oder wie es vielleicht bei dir in Wolfsburg war, dass man vielleicht auch eine Dynamik und ein Gegeneinander entwickelt hat. Ich glaube, Sascha Rieter hat mal gesagt, die Mannschaft hatte ein gemeinsames Bild mit Felix Magath. Aber es hat funktioniert. Also Mensch, dann die Struktur, die eben von Trainern und von der Führung vorgegeben wird.

Dann ist als dritter Punkt, also die Basis, was zum Spiel dazugehört. Laufbereitschaft, Kampf, Einsatzbereitschaft und auch vielleicht Passspiel. Und erst am Ende als vierter Baustein die Taktik, dass das quasi das Unwichtigste ist. Wie findest du diese Auflistung in der Reihenfolge, Felix? Also ich finde erstmal, dass Sascha Rieder was ganz Schlaues da gesagt hat, wobei ich da jetzt völlig überrascht bin, denn Sascha Rieder gehörte zu denen, die sich, im Nachhinein, nachdem er einmal in seinem Leben Deutscher Meister wurde, immer äußert, oh, das war schlimm bei dem Magal, oh, mussten wir trainieren, oh, war das schwierig.

Also wenn ich ein bisschen mehr trainieren muss, dafür Deutscher Meister werde, also dadurch schmeiße ich alles weg. Ich wüsste nie, warum ich als Sportler nie Meister werden will. Da würde ich alles dafür tun. Und diese Mentalität fehlt halt. Immer nur jammern, immer nur heulen. Anstatt das Ergebnis zu sehen, anstatt zu sehen, wie entwickelt sich denn die Sache.

Das ist ja bei uns, wie gesagt, völlig außen vor. Wir jammern ja mit denen. Natürlich gibt es Menschen, die jetzt nicht so gut drauf sind. und die unterstützt werden müssen. Da gibt es gar keinen Zweifel. Aber die kann ich nie noch oben ins Schaufenster stellen. Da brauche ich also keine Menschen, die, keine Ahnung, siebenstellig im Jahr verdienen und dann sagen, ja, du brauchst aber nicht so viel.

Und, oh, Work-Life-Balance. Und ja, nicht so viel trainieren. Wir trainieren nur dreimal oder viermal, das reicht. Also das ist ja alles ein Witz. Da wollte ich das Wort vorhin noch sagen. Heißt Belastungssteuerung heute. Und da habe ich dann auch mal überlegt, in der Ausbildung auch zum Fußballlehrer, Belastungssteuerung.

Ich habe selber U-Mannschaften trainiert und ich habe bei Felix mein Praktikum gemacht und habe gesehen, wo sie Meister geworden sind. Da geht es eben nicht nur um Belastungssteuerung. Heute geht es nur noch mit Analyse und Computer und Belastungssteuerung, was ja inhaltlich laut Computer richtig ist.

Aber wenn ich schlecht gespielt habe, dann macht es auch mal Sinn, noch ein hartes Training obendrauf. Und das hat auch für den Kopf und auch für die Gesamtsituation der Mannschaft gut getan. Und beim nächsten Spiel warst du besser. Ich will nicht alles, was früher war, gut war und heute ist alles falsch. Das will ich nicht damit sagen.

Nur wir haben alles vergessen, was uns mal ausgezeichnet hat. Aber ich denke noch mal, die Interpretation ist ja falsch. Wenn die Mannschaft schlecht gespielt hat, dann hat sie ja auch nicht 100 Prozent gebracht. Sie hat ja nur 70 Prozent gebracht. Deswegen kann sie am nächsten Tag dann auch mehr trainieren. Also so rum geht doch die Geschichte.

Nicht Strafe. Ihr immer mit euren Strafen. Die Frage, die wir uns stellen, da möchte ich dich direkt wieder mit reinnehmen, weil du eben auch beim DFB die Strukturen kennst. Du warst im Nachwuchs beim DFB tätig. Wie machen wir es denn nun besser? Wie kann man das ändern, von oben nach unten bis zu den Jüngsten, dass diese Strukturvorgabe wieder am besten Das ist eine große Herausforderung.

Das ist eine große Herausforderung. Was muss geändert werden, um erfolgreich zu werden? Lassen wir mal Namen und alles weg. Ich kenne, wie es erfolgreich war. Wollen wir Elite wieder? Wer kann das? Nur der DFB. Da sind wir komplett von weg. Und dafür, ich muss jetzt dann auch meinen Namen nennen, Robin Dutt, Hansi Pfleck, die Sportdirektoren, haben das abgeschafft.

Die haben gesagt, die Nachwuchsleistungszentren machen ihre Arbeit und nur sie entscheiden, was Elite ist und wie sie ausbilden. Und wir lassen sie dann nur noch für Deutschland spielen. Aber dann haben wir die Elite verloren. Weil die Nachwuchsleistungszentren, das, glaube ich, Effe weiß das auch. Und du auch, Felix, da wird nicht so klar leistungsorientiert gearbeitet.

Da gibt es Probleme, da gibt es die Schablonen, da kriegst du keinen rechten Verteidiger mehr hin, da hast du keinen Mittelstürmer, keine individuelle Ausbildung mehr, sondern es wird alles irgendwo laut Schema durchgedrückt. Und das ist natürlich dann entscheidend, wenn du dann beim Nachwuchsleistungszentrum eben hoffst, dass einer oben ankommt, dann reicht das schon gar nicht mehr für die DFPU-Mannschaften und dann am Ende auch nicht für die Nationalmannschaft.

Und Würz und Musiala, können wir glücklich sein, dass sie noch da sind. Musiala kommt aber aus England. Der hat für die ganzen U-Mannschaften in England gespielt. Wo kommen sie denn nach? El Mahler haben wir jetzt. Bissek, der geht über Inter Mailand. Der ist super, der hätte ich auch mitgenommen. Es gibt schon noch ein paar.

Nur wir sind nicht mehr Weltspitze und es sind immer weniger. Das ist auch ein Fakt. Und das wird auch nicht Jürgen Klopp über Nacht schaffen können. Also muss ich wieder ran an die Strukturen. Wollen wir Elite? Dann hole ich auch alle Nachwuchsleistungszentren in Deutschland zusammen. Und dann muss auch der DFB gestärkt werden. Dann müssen die besten Spieler auch für Deutschland spielen von der U15 an.

Aber dann macht man es zentral und nicht mehr 50 einzelne Nachwuchsleistungszentren. Doch, die können doch bleiben. Aber mit klarer Vorgabe vom DFB zentral geleitet. Aber dann dauert es ja wieder 5, 8, 10 Jahre. Nein, das stimmt nicht. Die Nachwuchsleistungszentren arbeiten doch schon. Die arbeiten auch nicht alle schlecht. Das hat sie verkehrt rüberkommen. Aber der DFB.

Sie bilden Trainer aus, aber keine Spieler mehr. Aber der DFB muss doch trotzdem, Felix, die Elite am Ende fordern und fördern. Wer denn sonst? Das sagen wir doch mal an anderen. Ja, beim DFB sollten ja eigentlich die Eliten schon wieder sein. Das haben wir ja nicht mehr. Wobei wir natürlich auch das Problem haben, dass das für die Trainer bei den Leistungs- und Nachwuchszentren mittlerweile nur noch ein Sprungbrett ist.

Du gehst da hin, weil du Co-Trainer werden willst, weil du dann einfach aufsteigen willst. Das kommt auch noch dazu. Es gibt keine Philosophie, die einfach mal ein paar Jahre gelebt wird. Die sind da, keine Ahnung, zwei, drei Jahre und dann sind sie schon wieder weiter. Diese Rotation muss man irgendwie schaffen abzustellen. Dann ist das die Kritik an den Trainern, die Jungen anfangen und ihren Weg nach oben machen wollen?

Nein, das ist beständig, dass sie Karriere machen wollen. Aber man muss Strukturen schaffen, wo es klar ist, es gibt eine Philosophie, es gibt eine Konstanz, es gibt eine Kontinuität und das stehen viele Leute dafür. Es gab, als die Italiener zum Beispiel erfolgreich waren, hatten sie so ein nationales Zentrum, ich habe den Namen vergessen, und da gab es einen Chef, der war da 40 Jahre lang.

Natürlich hätte er nicht die Kinder trainiert, aber er hat dafür gesorgt, dass die Richtigen da sitzen, die Trainer, die da sind, auch eine konstante und eine kohärente Philosophie vertreten. Und das haben wir halt nicht. Das ist ein Riesenproblem. In Frankreich ist es kurz vor Paris, Claire Fontaine, da treffen immer alle, dort wird über den Fußball in Frankreich entschieden.

Und der Chef ist halt, ich weiß gar nicht wann da. Und das geht von oben nach unten durch. Aber Stefan, diese Kritik, die es von Felix und von Omid gab, dass eben Trainer ausgebildet werden und nicht mehr die Spieler. Wie kriegt man es hin, wo ist der Lösungsansatz, dass es dann wirklich vereinheitlicht wird und eine Struktur so vorgegeben wird, dass es dann letztlich bei der Ausbildung der Spieler ankommt, um diese besser und dann auch erfolgreich zu machen?

Also jeder Bundesliga-Verein mit NLZ bildet ja im Sinne des Bundesliga-Vereins auch aus die Philosophie, die jetzt Bayern München spielt oder Wolfsburg spielen lässt oder der HSV oder Berlin oder wer auch immer. Also jeder Bundesliga-Verein hat ja eine andere Spiel-Philosophie ein Stück weit. Ich bin aber der Meinung, dass wir haben gute NLZs. Wir wurden mal ausgezeichnet über Jahre hinweg für die besten NLZs in Europa.

Aber auch da erwarte ich eine gewisse Eigenverantwortung von den Spielern, dass wenn du im NLZ bist und du bekommst deine Trainingsvorgaben und so weiter, deine Aufgaben, die du zu erfüllen hast, erwarte ich aber auch vom Trainer, so wurde ich groß, für mich selber auch noch was zu machen, zu investieren.

Da wird ja auch ein Stopp reingebaut. Also berichtige mich, wenn ich falsch liege. Aber wir gehen ins Training rein. Das Training ist um. Ein Spieler möchte noch mal länger trainieren. Nein, machen wir nicht, weil das ist nicht gut. Und wegen Analysen und Anerkennung. Belastungssteuerung wieder. Es wird nicht so funktionieren. Ich bin so groß geworden und zu einem Bundessiegerspieler, weil ich trainiert habe.

Ich habe euch damals, Ochsenzoll, beim Training, vielleicht hast du mich mal gesehen an der Seite, ganz oft zugeschaut, wie der HSV und der Erzappel damals trainiert habe, bin nach Hause gegangen, und habe das versucht nachzumachen wie die Profis, weil mein Traum war Bundesliga-Profi zu werden. Wir haben dreimal die Woche trainiert. Ich wusste für mich selber, das ist zu wenig, wenn ich nach oben will. Also was habe ich gemacht?

Ich habe jeden Tag trainiert, um meinen Traum, dass mein Traum in Erfüllung geht. Also du darfst die Spiele auch nicht bremsen durch Belastungssteuerung, sondern wenn einer bereit ist, auch mehr zu investieren und noch mehr machen will, dann lass ihn das auch. Lass ihn das machen, in der Hoffnung, dass er dann nach oben kommt.

Aber alles vorzugeben, und das ist ja die Vorgabe und die Schablonen, die ich ja genannt habe vorhin, im Detail, auf die Minute. Das wird nicht funktionieren. Du musst mehr investieren. Du musst mehr investieren, um an die Spitze zu kommen. Die deutsche Nationalmannschaft jetzt mit dem Neuaufbau muss ganz viel investieren.

Ich glaube auch, dass es ein bisschen länger dauert, dieser Prozess. Wir können jetzt nicht bei der nächsten EM erwarten, dass wir uns qualifizieren und dass wir eine erfolgreiche EM spielen. Ich glaube, wir brauchen unsere vier bis sechs Jahre, dass wir wieder mal an der Weltspitze kratzen. Das ist meine persönliche Meinung.

Das ist zumindest mal eine zeitliche Idee, vielleicht auch für die Fans, um sich daran zu orientieren. Heute Abend spielt Deutschland nicht, heute Abend spielen Spanien und Argentinien um die Krone, um den WM-Pokal und um diesen tollen Ring, den es da jetzt für alle Weltmeister gibt. Und damit gebe ich rüber zu Katharina.

Perfekte Vorbereitung, präsentiert von Volt. Ja, und dieses Finale, das werden sehr viele Zuschauer mitverfolgen. Wenn wir nochmal den Vergleich bemühen zum Endspiel der WM in Katar 2022, da waren es 1,5 Milliarden Zuschauer weltweit. Und wir hatten ja vorhin schon mal diesen Vergleich zum Super Bowl.

Diesen Vergleich, den bemühen ja, wie gesagt, die US-Amerikaner immer ganz gerne. Ihr TV-Baby, wenn man so möchte, Sport-TV-Baby, das haben im Februar, am 8. Februar in diesem Jahr 220 Millionen. Zuschauer gesehen. Also um den Vergleich da wirklich mal zu bringen, das ist dann nur ein Bruchteil zu dem, was heute Abend wieder erwartet wird.

Und um da bestens vorbereitet zu sein, haben wir jemanden, der uns was bringt. Bene von Volt. Großen Applaus einmal für ihn. Grüße, Finne. Grüße. Hallo. Hast du uns was mitgebracht? Ja. Ich habe heute was ganz Besonderes mitgebracht, was für heute Abend wichtig sein könnte. Darf ich dir einmal geben? Dankeschön. So, dann packen wir mal aus. Zeigen, was das ist.

Das ist nämlich der Endrundenball. Ich gebe dir einmal die Tüte wieder, Ben. Ja, gerne. Schön, dass ich den auch von der richtigen Seite zeigen kann. Da sehen wir es nämlich. Der Trionda-Finalball ist das. Das ist insofern besonders, als dass es zum allerersten Mal ein eigenes Design für die Endspiele gibt. Also das heißt, die letzten vier Spiele des Turniers, entsprechend kommt er auch heute Abend zum Einsatz.

Und bei den vorherigen Spielen sah der dann noch ein bisschen verändert aus. Also das ist eine Besonderheit auch bei dieser WM. Vielen Dank an dich. Gerne, gerne. Die perfekte Vorbereitung wurde präsentiert von Volt. Vielen Dank, Katharina und Bene. Wunderschöner Ball. Wie ich finde, nicht so schön wie der früher. Da muss ich ganz ehrlich Position beziehen.

Und natürlich geht es auch um Sie, liebe Zuschauer zu Hause, und um das Duperfond. Wir haben eine Frage gestellt, hier kommen die Antworten. Messi wird sich heute nicht krönen. Spanien ist einfach zu gut und zu stark. Argentini wird keine Chance dagegen haben. Ich denke, Argentinien wird das Spiel heute verlieren.

Spanien hat die komplettere Mannschaft, ist griffiger, ist defensiv stärker und wird sich deswegen auch den WM-Titel holen. Ich denke, es wird ein 2 zu 0 für Spanien. Lionel Messi wird seinen Weltmeister verteidigen, zum zweiten Mal Weltmeister geworden. Ich gehe davon aus, dass Messi es heute Abend nicht schaffen wird.

Ich würde es ihnen zwar gönnen, die Situation, die wir haben, ist natürlich die, die Spanier werden sich nach dem EM-Titel, dem WM-Titel nicht nehmen lassen. Und ich wünsche es den Spaniern doch als europäische Mannschaft, diesen Titel zu holen. Es kann also nur eingeben, das Highlander-Motto bei Argentinien gegen Spanien und Messi gegen Rodri, wenn man so will.

Wir wären alle gerne vor Ort dabei, haben aber jemanden vor Ort, der dabei sein wird. Wir schalten gleich noch mal live zu Manni Sedlbauer. Der Times Square fühlt sich so ein bisschen. Und wir holen noch ein paar Informationen von ihm und seine sportliche Einschätzung. Auf die warten wir natürlich auch nach einer kurzen Unterbrechung und ihrer Chance noch mal 50.000 Euro zu gewinnen. Viel Erfolg und bis gleich.

Und wie versprochen geht es jetzt an den WM-Finalort direkt rüber in die USA, nach New York zu Manni Sedlbauer. Erstmal mit der Frage, Manni, um dich herum müssten schon ein paar mehr Menschen da sein, aber nicht aussagekräftig. Was hast du in den vergangenen Tagen an diesem WM-Finalort so erlebt bezüglich Verteilung?

Sind es denn jetzt mehr Spanier oder mehr Argentinier da vor Ort oder werden auch mehr im Stadion dann erwartet? Also New York ist ganz klar in weiß-hell-blau gehüllt. Was hier gestern los war, hier am Times Square, das war wirklich unfassbar. Da waren hunderte, ach, was sage ich, tausende argentinische Fans, die haben sich schon um 14 Uhr tagsüber getroffen und haben dann bis 22 Uhr hier durchgefeiert, gesungen, gefeiert, Fahnen geschwenkt.

Das war wirklich, ja, unfassbar. Das habe ich abgesehen von Mexico City so noch nie gesehen, tatsächlich bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft. Also die sind maximal heiß auf dieser Partie. Spanische Fans habe ich tatsächlich relativ wenige noch gesehen. Und ich glaube, auch die Aufteilung im Stadion später heute Abend in New York, New Jersey, wird auch genau so aussehen, dass dieses Madlife-Stadium in weiß-hell-blau gehüllt sind. Und ein paar Plätze werden natürlich auch rot-gelb sein.

Und natürlich wird es auch ein paar VIPs geben, die da sind. Du hast vorhin schon ein paar Namen genannt, die erwartet werden. Wie sieht es denn bezüglich der Halbzeitunterbrechung aus? Da ist ja Superbowl-ähnlich was geplant. Wie sieht das genau aus, vor allem auch, was die zeitliche Ausdehnung angeht? Das ist ja untypisch.

Ja, so eine XXL-WM braucht natürlich auch eine XXL-Show, das war von vornherein klar. Geplant ist, dass direkt beim Halbzeitpfiff der Aufbau für diese Halftime-Show beginnen soll. Das soll rund sechs Minuten dauern, dann gibt es elf Minuten, eine Show vom Allerfeinsten. Dann muss natürlich wieder abgebaut werden, auch in etwa sechs Minuten.

Jeder, der mitgerechnet hat, weiß, dann sind wir schon bei 23 Minuten, dann soll der Rasen noch bewässert werden. Dann sind wir locker bei 25 Minuten, eher wahrscheinlich eine halbe Stunde in den Statuten des Fußballs. Es ist ja eigentlich festgelegt, dass eine Halbzeit nicht länger als 15 Minuten, dauern darf für die Spieler. Also ich glaube, für gerade die amerikanischen Fans ist das natürlich Wahnsinn. Viele andere Fans wünschen sich natürlich mehr Fußball.

Und gerade für die Spieler ist das natürlich auch eine wahnsinnige Umstellung. Letzte Frage mit einer Ein-Wort-Antwort. Wer macht's? Wer wird Weltmeister? Spanien. Danke dir, Manni. Schöne Grüße und genieß dieses Finale. Wir sehen dich, oder die Sport1-Zuschauer sehen dich dann gleich im Anschluss in WM aktuell wieder. Danke, Manni Sedlbauer.

Und wir gehen gleich in unsere Endrunde. Endspurt beim Doppelpass nach einem Spot. Der eine Spot ist durch und damit spielen wir den Ball nochmal rüber. Und der Endspurt beginnt mit Katharina. Ganz genau. Genau, wir hatten ja im Vorfeld bzw. Vorhin darüber gesprochen, dass wir diese schöne WM-Box, also wir können sie auch gleich nochmal aufmachen, um dann auch wirklich zu zeigen, was da drin ist, von 1990 von Pierre Litbarski mit einem Teil seines damaligen Trikots und, einem Hoodie, den nur die Spieler von damals bekommen haben, dass wir das Ganze rausgeben für den guten Zweck ab 500 Euro.

Und die Eltern dieser beiden Jungs, die haben mitgeboten, 600 Euro gegeben. Und deswegen dürft ihr das gleich mitnehmen. Wie ist euer Name? Maxim. Maxim. Maxim und? Noah. Herzlichen Glückwunsch euch beiden erstmal. Schön, dass die Eltern das gemacht haben, die dort hinten sitzen übrigens. Schöne Grüße und vielen Dank fürs Mitmachen. Maxime, jetzt musst du einmal verraten, wer war gerade da treibend? Wer hat gesagt, das machen wir?

Wolltet ihr das? Ähm, nein. Habt ihr gesagt, Mama, Papa, komm, los. Äh, nein, der Dirk hat das gesagt, also der Papa. Sehr schön. Papa hat gesagt, komm, ich möchte mir dann noch das Stück vom Trikot mitnehmen. Wisst ihr denn schon, wo das Ganze hinkommt, die Box? Habt ihr da einen Ort für? Ähm, noch nicht.

Wird doch ausgehandelt zu Hause. So, heute Abend findet dann dieses große Finale statt. Was sagt ihr denn? Wer gewinnt, Spanien oder Argentinien? 1-0 für Spanien. 1-0 Spanien? 2-1 Spanien. Okay, also eindeutige Meinung auf jeden Fall von euch. Dankeschön, Jungs. Habt ihr ganz toll gemacht. Ich mache die Box zu.

Und ihr dürft das gute Stück jetzt mitnehmen. Also großen Applaus nochmal für die beiden Jungs. Achtung, ist schwer. Dürft ihr mit nach Hause nehmen. Genau, zusammen. Trinkt sich's besser. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die wir hier haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich gehe rüber in die Runde.

Wo wir es gerade schon hatten von den schönen Spenden, machen wir direkt damit weiter. Da ist ein bisschen was zusammengekommen heute. Wir haben Spenden erhalten vom Stammtisch. Dritte Mannschaft TV Oberndorf-Schweinfurt. Vielen Dank dafür. Enebaby Ultra und Family hat gespendet. Außer der FCN-Fanclub Weißerburger Hannafeger.

Danke schön, Uwe und Luis vom TSV Georgensmund, Martin Kolbe und Michaela Kempenkolbe, Sandra und Martin Benzinger.

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