Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 258

SPORT1 Doppelpass vom 23.08.2026 mit Ralph Hasenhüttl & Stefan Effenberg

Sonntag, 23. August 2026 · 1 h 54

MP3

Shownotes

Für alle, die den SPORT1 Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.

In der aktuellen Folge sind die Gäste: Ralph Hasenhüttl (u.a. Ex-Trainer VfL Wolfsburg, FC Southampton, RB Leipzig, FC Ingolstadt), Florian Plettenberg (Sky-Moderator und -Reporter, Transferexperte), Oliver Müller (freier Journalist und Podcaster), sowie die SPORT1-Experten Alfred Draxler und Stefan Effenberg.

In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• – Der Supercup: Alles beim Alten?
• – Der BVB-Transfer von Konstantinos Karetsas
• – Die Diagnose für Jamal Musiala
• – Vertragsverlängerung? Die Transferbilanz von Max Eberl
• – Die deutsche Welle in der Premier League
• – El Mala und die Transferlandschaft im Fußball

🎧 Ihr wollt mehr von Oli Müller hören?! Sein BVB-Podcast „Die Dortmund-Woche“ - Hier anhören! (open.spotify.com/show/6YepfYgaOJISLA0vkuxA6h)
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Guten Morgen, Ralf. Guten Morgen. Wie hast du das Spiel verfolgt? Als Fan, so Bayern gegen Dortmund, oder eher als Trainer, wie als Gegner, so taktisch, analytisch vielleicht sogar? Nachdem ich gewusst habe, dass ich heute in der Sendung bin, musste ich ein bisschen genauer hinschauen, weil ich wusste, dass es heute Thema ist.

Aber natürlich nicht mehr so intensiv, wie ich es vielleicht als Trainer noch gemacht habe. Aber trotzdem bekommt man natürlich sehr, sehr schnell mit, worum es geht und was die Ansätze sind. Und ich fand, es war ein wunderschöner Fußballabend gestern, ein tolles Spiel. Zweite Halbzeit auch ein bisschen ausgeglichener, vor allem gegen Ende hin.

Aber ja, war ein guter Auftakt für eine Saison, glaube ich. Ja, die Frage, die alle Fans da draußen beschäftigt, vielleicht hast du eine Antwort, eine schnelle. Wie kann man die Bayern in der Saison schlagen? Wie geht's? Ja, da muss man natürlich schon viel, viel Gutes abrufen, sonst wird es schwer. Und gestern, glaube ich, war es lange Zeit so, dass Dortmund wenig Lösungen hatte, dass das eigentlich sehr klar war, obwohl die Bayern gar nicht auf allerhöchstem Niveau gespielt haben.

Aber klar, über die Sicht wird es dann verdammt schwer sein, die Bayern zu stoppen, weil ein Meistertitel sagt immer viel darüber aus, wie konstant und wie hoch die Qualität einer Mannschaft ist. Und da hat in den letzten Jahren einfach niemand den Bayern oder fast niemand den Bayern das Wasser reichen können.

Und aus Dortmunder Sicht, was würde dir als Dortmund-Trainer beispielsweise Hoffnung und was vielleicht Sorge machen? Naja gut, ich glaube, dass sie sich schon sehr, sehr ordentlich verstärkt haben und dass sie da ein paar Spieler mit Potenzial geholt haben. Aber das wird auch noch brauchen, glaube ich, um sich an die Liga zu gewöhnen.

Bundesliga ist schon nochmal was anderes und die jungen Spieler haben natürlich Selbstvertrauen und sind natürlich auch mit Qualitäten ausgestattet. Aber ich glaube, sie müssen erst mal da ankommen und das wird schon ein bisschen dauern. Schön, dass du da bist. Ralf Hasen, bitte. Moment, Moment, bleib da, bleib bitte da.

Und wir besprechen das Ganze natürlich noch viel tiefer mit folgender Runde. Er sagt, Dortmund wird spektakulär spielen, aber für die Schale reicht es nicht. Oliver Müller, freier Journalist für die Welt und Sport1. Start wir rein in eine neue Doppelpass-Saison. Ja, mit einem sensiblen Thema. Aber Fußball Deutschland interessiert natürlich die Situation von Jamal Musiala.

Wie geht es Ihnen nach seinen zwei Zusammenbrüchen bei den Testspielen? Er selbst hat ja gesagt, worum es geht. Dass er eben diese neurologischen Dysfunktionen hat, diese kurz-temporär auftretenden Absencen, die aber gut behandelbar sind. Und trotzdem will man natürlich wissen, was macht das jetzt mit seiner Karriere, mit seiner Psyche und wird er wieder der Alte? Das ist unsere Frage der Woche.

Glauben Sie, Jamal Musiala wird wieder der Alte? Ja, der Junge schafft das? Oder nein, Sie haben Zweifel? Also machen Sie gerne mit bei unserer Frage der Woche. Die Nummer ist gleich geblieben. 01379 011 011. Dankeschön. Und natürlich interessieren wir uns, bei diesem Thema natürlich, was Sie davon halten und wie es dem Jungen über auch geht.

Da besprechen wir natürlich ausführlich dieses Thema mit aller Sensibilität. Starten aber sportlich aktuell mit dem Supercup. Dortmund hat vor allem in Halbzeit 2 sehr gut mitgehalten. Und es war spannend. Bis zum Schluss. Weil Bayer diesen Ball in die Wolken schießt, kann Dortmund am Ende doch nicht nach den Sternen greifen.

Und so bleibt halt alles beim Alten. Der BVB hat alles versucht und Bayern München hat alles gewonnen. In der ersten Halbzeit sah es ohnehin lange so aus, als ob Dortmund außer der Platzwahl gar nichts gewinnen könnte. Braun demonstriert nämlich, dass er ein außergewöhnlicher Transfer werden will. Und Olysee beweist, dass er schon lange ein überragender Transfer ist.

Die Kaderstärke der Bayern muss der Konkurrenz Angst machen. Angst hat Dortmund in der zweiten Halbzeit nicht gezeigt. Im Gegenteil, so schmerzhaft der Zwischenstand auch war, so mutig versucht der BVB den Bayern die Titelfeier zu verderben. Sogar in Unterzahl nach dieser übermotivierten Aktion von Benze Baini.

Was hat Dortmund am Ende gefehlt? Ein bisschen Effizienz, ein bisschen Abgeklärtheit. Aber der neue BVB macht jetzt schon Spaß. Bei der Titelvergabe gilt aber jetzt und wohl auch in der neuen Saison. Grund zum Feiern haben wahrscheinlich nur die Bayern. Stefan, welche Lehre ziehst du aus diesem einen Spiel, aus diesem Supercup bezüglich Hinblick auf die Saison?

Du musst ja erst mal in Dortmund bestehen, in so einem Spiel. Nicht nur gegen den BVB, auch mit dem Publikum. Das ist nicht einfach. Das haben sie aber geschafft. Sie haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Die Bayern ziehen den Titel. Es ist ein anerkannter Titel, den haben sie. Und starten dementsprechend auch selbstbewusst nächsten Freitag gegen Stuttgart in die Saison. Für BVB zählt, glaube ich, ein bisschen die zweite Halbzeit.

Wo sie gezeigt haben, dass sie auch ein enormes Potenzial haben. Und dass sie schon, ich würde nicht sagen, auf Augenhöhe mit dem FC Bayern sind, sondern dass sie eigentlich das festigen wollen, was sie im letzten Jahr gezeigt haben. Und das ist der zweite Platz und das ist auch realistisch. Also die Bayern zu stoppen, auch auf Strecke in der nächsten Saison in der Bundesliga, ist für mich nicht möglich.

Olli, du warst im Stadion. Du hast es miterlebt. Bestätigst du den Eindruck, du hast die ganze Zeit genickt oder ist dafür ein BVB aufgrund dieser zweiten Hälfte vielleicht doch mehr drin? Also grundsätzlich würde ich sowieso nie wagen, Stefan Effenberg zu widersprechen. Aber ich gehe tatsächlich inhaltlich mit.

Was sehr interessant war, waren für mich zwei Aspekte. Also zum einen diese erste Halbzeit, die die Bayern gespielt haben. Joshua Kimmich hat hinten raus ja dann auch noch gesagt, also nee, so richtig zufrieden war er nicht. Zeigt noch mal den Anspruch, die Gier, den die Bayern jetzt schon wieder im Hinblick auf die Saison entwickeln.

Tatsächlich war es aber beeindruckend, fand ich, für einen derartig frühen Zeitpunkt in der Saison. Zumal, wenn man berücksichtigt, dass wichtige Spieler, ich glaube, gerade mal drei bis vier Trainingseinheiten jetzt wieder mit den Bayern absolviert hatten, Olysee und Kane, das ist das eine. Und in der zweiten Hälfte, finde ich, war deutlich zu erkennen, dass Borussia Dortmund gewillt ist und dabei ist, sich in was Neues hineinzuarbeiten, dass sie tatsächlich an spielerischer Qualität, an Finesse gewonnen haben, nominell durch die Verpflichtungen speziell von Carezzas und Constantelias.

Und dass das gleichzeitig aber auch noch ein bisschen Zeit brauchen wird. Ich glaube deshalb wirklich, der BVB wird in dieser Saison die Fans erfreuen mit offensiverem Fußball. Wird aber auch gleichzeitig immer darauf achten müssen, dass man die Balance schafft zwischen dieser kompakten Einheit, die Niko Kovac in den letzten anderthalb Jahren geformt hat und diesem neuen offensiveren Anspruch.

Das sind die ersten beiden Einschätzungen. Nach Ralfs Einschätzung zu diesem Spiel an sich. Wir arbeiten das Spiel natürlich auf. Also dieses Tor auch von Nene Brown. Das erste Tor in dieser neuen Saison. Neuzugang auf einer anderen Position, in einer anderen Rolle. Wie siehst du ihn? Du bist Transferexperte. Du weißt oder wusstest wahrscheinlich schon lange, dass sich das anbahnt und auch umsetzen lässt. Aber dass er auf der 10 so glänzt. Wie überraschend war es für dich?

Ehrlicherweise nicht überraschend, weil das war ein Gedanke vom FC Bayern. Man holt mit Nathaniel Brown ja nicht nur einen, der einen super Charakter hat, der in Deutschland Nationalspieler ist, sondern der polyvalent ist. Früher hat man immer gesagt, Mensch, am besten ist es, wenn du eine Position richtig spielst.

Mittlerweile ist das Polyvalente, finde ich, eine Stärke, wenn man es so interpretiert wie Nathaniel Brown. Und als man ihn geholt hat, war die klare Intention zu sagen, pass auf, der Junge kann den Linksverteidiger, der kann den Rechtsverteidiger, der kann die Sechs, der kann die Acht, der kann aber auch sogar mal auf Linksaußen Dias ersetzen Und er kann sogar die 10 spielen.

Und das war der Grund, warum Markus Kosch am Ende 50 Millionen Euro fix wollte. Das war der Grund, warum die Bayern da nicht lange gefackelt haben. Im Grunde dann deiner Ansicht nach auch ein Schnäppchen, oder? 50 Millionen Euro fix für Nathaniel Brown, das ist schon sehr viel Geld. In England würde man sagen, ein Schnapper.

Bei den Bayern ist es schon auch etwas, dass man sich gerne mal zusammensparen darf. Aber er ist einer, der richtig Freude machen wird. und ich wage zu behaupten, das wird einer der besten Transfers der Saison werden. Er trägt auch die Nummer 11, also die verpflichtet auch ein bisschen beim FC Bayern. Wir haben ja jemanden in der Runde sitzen, der die 11 trug und auch Einfluss hatte. Wir sehen das Bild im Hintergrund.

Erstmal, Stefan, wie kam es dazu, dass du die 11 trugst? Das ist ja nicht zwingend deiner Position geschuldet. Nee, das stimmt, das stimmt. Nein, das war früh in meiner Kindheit, habe ich wirklich von meinen Eltern ein Trikot geschenkt bekommen vom FC Bayern München. Damals eben mit dieser 11 auf dem Rücken, damals Karl-Heinz Rummenigge.

Und da habe ich mich zurück daran erinnert und habe gedacht, okay, nehme ich die. Es waren ja auch nicht mehr so viele frei. Ich hätte auch die 10 nehmen können, aber ich wollte die 11 haben. Das war der Grund. Es ist ja unabhängig, welche Position. Die Nummer spiegelt ja nicht mehr das wieder heutzutage, so wie es früher war.

1 bis 11, hat sich ja ein bisschen verändert. Könntest du jetzt auch fragen, warum hat Pavlovich die 45? Könnte man theoretisch fragen. Hast du eine Antwort drauf? Nein, habe ich nicht. Wir fragen ihn, wir laden ihn ein und fragen ihn. Aber wir haben Nene Brown nach dem Spiel gefragt, auch bezüglich der Nummer. Das ist seine Antwort.

Sie tragen die Elf bei den Bayern, irgendwie auch eine ungewöhnliche Nummer für Linksverteidiger eigentlich. Einige Legenden haben die getragen bei den Bayern. Haben Sie ein paar im Kopf, die die getragen haben? Ja, auf jeden Fall. Comor, dann Douglas Costa hat die getragen, dann auch Shaqiri, glaube ich, hat die auch getragen.

Und ja, so die ganzen Spieler. Und ja, es ist natürlich schön, dass ich die jetzt tragen darf. Und ja, macht mich sehr stolz. Und Stefan Effenberg. Stimmt auch noch. Top. Alles klar. Zum Glück. Also hinten raus war es ja okay. Zum Glück hat er gesagt, stimmt. Schlecht wäre es gewesen, wenn er gesagt hätte, den kenne ich nicht.

Wer ist das? Das wäre ganz gut. Aber er hat wahrscheinlich dramaturgisch aufbauen wollen und wäre irgendwann, solange hat er die Zeit nicht zu dir gekommen. Naja, gut. Als Florian über Brown gesprochen hat, hast du zustimmend genickt. Ralf, was bringt er dem FC Bayern, was vielleicht vorher noch nicht da war in deinen Augen.

Ja, ich bin ein Freund von Spielern, die man auf mehreren Positionen einsetzen kann. Und ich glaube, wenn man weiß, was für eine schwere Saison die Bayern vor sich haben mit den vielen Spielen, auch international, dann ist es enorm wichtig, dass man einen Spieler hat, der flexibel einsetzbar ist. Und das hat er gestern gezeigt. Also ich glaube, es waren viele überrascht, dass er auf der Position aufläuft im ersten Spiel.

Aber die Art und Weise, wie er es gemacht hat. Er profitiert natürlich auch ein bisschen davon, dass man schon merkt, die Automatismen, die bei Bayern nach wie vor da sind, mit den drei Offensivkräften, Kane in der Mitte, der sich weit fallen lässt. Und ich glaube, dass das einfach schon auch das große Plus der Bayern im Moment ist, dass sie jetzt in die Saison starten mit Automatismen, die schon da sind.

Und dann ist es für den jungen Spieler, wir brauchen viel, viel einfacher, sich da reinzufügen, reinzufinden. Da wird man sofort getragen und da kann man sich sofort entfalten. Und ich finde, das ist vielleicht auch ein bisschen der Unterschied zu Dortmund, wo die zwei Offensivkräfte sich erst mal finden müssen.

Und das ist dann schon, glaube ich, ein Vorteil, den die Bayern am Anfang haben, dass sie nicht so viel verändern müssen. Da gebe ich vollkommen recht. Also das ist schon ein Fund, wenn du diese Qualität eben auf dieser Position vor allen Dingen offensiv vor dir hast und mit ihnen spielst, daran wächst du.

Und wenn du dann im Rücken noch diese zwei Sechser hast mit Pavlovich und Kimmich, die den Rücken auch noch ein bisschen freihalten, dann kannst du dich schon relativ schnell und gut entwickeln. Gleiches gilt ja auch für Lennart Kahl in der vergangenen Saison. Vielleicht ist es einfacher, dann in so eine gewachsene Mannschaft, wo etwas funktioniert, reinzukommen. Bei Braun fällt halt auf Nürnberg, Frankfurt, Nationalmannschaft Bayern.

Er kann auf jedem Level und bei jedem Tempo scheinbar mühelos mithalten und sticht dann noch raus. Ja, aber ihr seht jetzt das Spiel gestern und ihr seht nicht die vielen Einheiten, die sie vorher schon zusammen gemacht haben, wo man sich als junger Spieler schon rantastet und wo man dann auch die Akzeptanz von seinen Mitspielern bekommt.

Und die werden wahrscheinlich relativ schnell gesehen haben, okay, der Junge kann was, da ist was da und das hilft natürlich enorm, um sich auch im Stellenwert gleich zu erarbeiten in der Mannschaft und dann, trägt einen das natürlich. Und ich kann mir schlimmere Schicksale vorstellen, als mit Dias Olysee und Kane vorne spielen zu müssen.

Wenn ich einen Halbsatz ergänzen darf, die haben sich natürlich auch alle bei der Weltmeisterschaft eingespielt. Also ein Großteil der Bayern-Spieler kennen Nathaniel Brown aus dem FF und der hat sich in diese Bayern-Gruppe unheimlich gut eingepflegt. Die waren zusammen shoppen, teilweise, keine Ahnung, wir sind mal Kaffee trinken gewesen, dann kamen drei Bayern-Spieler raus, Nathaniel Brown im Schlepptau, dann kamen sie aus dem Louis Vuitton-Store raus.

Ich sage jetzt nicht, dass ich im Louis Vuitton einkaufen war, kann ich mir nicht leisten, aber es zeigt ja auch, dass er anerkannt war in der Mannschaft und das hilft ihm auch auf dem Platz und das merkt man auch. Wir sprechen gleich noch drüber, über Marken und Markenbildung und über dich und vielleicht wächst ja dein Gehalt irgendwann auch noch.

Das ist nicht meine Marke. Du bist ja doch ein junger Kerl. Wir schauen aber zuerst auf das zweite Tor in diesem Spiel. Vor allem der Zeitpunkt hat die Dortmunder und auch speziell Niko Kovac geärgert. Und aus einem Einwurf der Dortmunder entsteht, dass Alfred, in dem Moment war das dann schon tatsächlich, so wie Kovac gesagt hat, quasi das entscheidende Gegentor, dass es nicht mehr ging?

Ja, selbstverständlich. Also klar. Aber das war ja vorher schon klar. Ich fand das gestern ein bisschen frustrierend, weil ja wieder alles auf dem Tisch liegt, was diese Saison bringen wird. Also der FC Bayern löst alle seine kleinen Probleme und hat auch gestern wieder gezeigt, dass er ja auch in diesem Jahr das Maß aller Dinge sein wird.

Der BVB hat sich in der zweiten Halbzeit sicherlich etwas gesteigert. Aber so werden sie die Bayern wieder nicht gefährden können. Weil du sagst, sie brauchen in der Offensive vor allem auch Verstärkung. Ja, der Vertrag mit Elmeier ist nicht zustande gekommen. Und wenn Gürassi nicht funktioniert und nicht Tore, wirklich viele Tore schießt, haben die Bayern vorne wirklich, Entschuldigung, hat der BVB vorne wirklich ein Problem.

Und die müssen noch auf dem Transfermarkt was machen. Vielleicht kann Pläti uns gleich sagen, wer da so im Gespräch ist. Dafür bist du da. Dafür bist du da. Vielleicht kann ich dir diesbezüglich mal helfen. Das Problem ist natürlich, Geld ist endlich. Und der BVB hat schon kräftig ins Netto investiert.

Wir haben 70 Millionen Euro mehr an Ablösesummen ausgegeben, als sie eingenommen haben. Gleichzeitig am Freitag, sie mussten einen Minus bekannt geben. El Mala wäre sicherlich, wenn man den sich jetzt zu dieser Mannschaft noch dazudenken würde, der bringt spezifische Sachen mit, die dem BVB vielleicht ein bisschen fehlen. Dieses Tempo, er ist eine Kontergranate, also das würde schon passen.

Auf der anderen Seite, da entwickelt sich gerade auch was Neues. Das heißt, wenn beispielsweise Borussia Dortmund deutlich offensiver, deutlich mehr Ballbesitz haben wird, dann kannst du natürlich auch vor allen Dingen diese beiden griechischen Edeltechniker wunderbar in Szene setzen und dann wird Girassi seine Quote auch wieder steigern.

Also das ist ja tatsächlich kein Wunschkonzert. Wir sprechen gleich über die Transfers bei Dortmund. Erstmal 3 Euro, Olli. Das ist dir nicht aufgefallen, aber natürlich uns. Ich bin froh, ich bin froh, ich bin froh. Aber Oli. Transfer, Strategie, Borussia Dortmund. Gleich noch Thema. Lasst uns das Spiel aufarbeiten. Denn über den haben wir noch gar nicht gesprochen.

In der Offensive auch ein Backup für Gerasi. Das 2 zu 1. Silva. Der hat ein Tor gemacht. Der hat gespielt. Das Tor war gut vorbereitet. Insofern schauen wir uns das an. 75. Minute. Tag im Spielaufbau mit dem Fehlpass und dann kommt eben einer der Neuen bei Borussia Dortmund und ich finde, es ist ganz gut rausgespielt.

Stefan, kann es der FC Bayern nach dem Fehlpass dann gar nicht mehr verteidigen oder macht es der BVB einfach nur herausragend gut? Oder beides? Ich sage mal, dieser Fehlpass, der sollte eigentlich nicht passieren, aber sie sind in der Ordnung. Also sie sind in der Ordnung, sie sind in der Überzahl, sie halten die Abstände, machen vieles richtig, aber Svensson hat halt einen wirklich perfekten Laufweg im Tempo.

Und das kannst du dann nicht mehr verteilen. Silva kippt ab und schießt ihn dann rein. Also ich finde schon, dass sie, wir waren ja eben bei dem Thema mit Girassi und sie haben kein Backup. Ich finde schon, Silva auch im letzten Jahr hat er es immer gut gemacht. Er hatte nie so diese Anzahl der Spielzeiten.

Aber immer, wenn du ihn gebraucht hast, war er gefährlich und hatte auch eine gute Quote. Also ich finde das als Backup schon gut. Bei Girassi habe ich immer den Eindruck, ist er wirklich mit 100% Herz auch dabei. Das habe ich gestern so in der ersten Halbzeit nicht erkennen können. Aber dann hast du immer noch Silva als Backup.

Okay, dieses Tor hat jetzt nicht gereicht, obwohl Bayer noch die hundertprozentige Möglichkeit hatte. Aber so einen als Backup zu haben, also haben jetzt nicht viele in der Bundesliga. Aber Maxi Bayer hat diese hundertprozentige Chance gehabt. Und man muss ja sagen, dass er auch nicht den ganz großen Durchbruch bisher geschafft hat.

Also da wartet man ja immer noch drauf. Er ist auch kein Neuner, kommt ja eher so über die Außenbahn, aber ist auch ein Spieler mit hoher Qualität, den du aber auch dahin führen musst. Dafür sind aber dann die älteren Spieler auch verantwortlich. Er verrichtet sehr viele Defensivaufgaben auch, das darf man nicht vergessen.

Also der hat durchaus seinen Wert für die Mannschaft. Aber tatsächlich, das ist einer der Spieler, jetzt unabhängig von den Neuverpflichtungen, glaube ich, von denen man beim BVB auch erwartet, dass sie in dieser Saison jetzt den nächsten Schritt gehen. Dann stelle ich die Frage rund um die Offensive. Du sagst, es muss noch was passieren, du sagst, mit Gerasi, Fabius Silva und auch Bayer ist die Offensive okay. Wofür reicht es und wofür reicht es nicht?

Wofür reicht es beim BVB mit dieser Offensive? Ja, Platz zwei. Wahrscheinlich Platz zwei in der Bundesliga. Sollte auch der Anspruch sein. Wir haben vor der Sendung kurz darüber gesprochen, im DFB-Pokal eben nicht auf Bayern München zu treffen, um vielleicht nach Berlin zu kommen, aber auf jeden Fall in der Champions League einen Schritt weiter zu kommen als im letzten Jahr.

Ich glaube, das war so ziemlich die größte Enttäuschung mit der Heimniederlage im Pokal gegen Leverkusen. Wenn Sie das ändern, finde ich, dann erreichen sie oder dann haben sie ihr Ziel eigentlich auch erreicht. Du hast halt Bayern München in der Bundesliga, die du nicht schlagen wirst und nicht schlagen kannst. Vielleicht in einem Spiel, aber nicht auf Strecke.

Wir haben noch eine Szene aus dieser Partie, die rote Karte von Benze Baini. Die meisten Experten sagten gestern rund um das Spiel, es ist die rote Karte. Nicht alle. Ralf, was sagst du? Ja, es gibt diese berühmten drei Kernpunkte, die dafür entscheidend sind. Und ich habe im ersten Moment auch gedacht...

Kann er einen Ball erwischen, Intensität und Trefferbüte? Und den Ball erwischen kann er, ein bisschen zu spät ist er dran, aber er geht nicht zum Ball, aber es liegt zu spät. Trifft ihn natürlich schon unten. Es gab auch schon wildere Attacken, aber er zieht sogar noch ein bisschen zurück, finde ich.

Aber trotzdem ist es ein Foul, dass man natürlich mit Rot bestrafen kann. Okay, wenn aber Gelb direkt vom Schiedsrichter gezeigt worden wäre, hätte der VAR demnach keine Chance gehabt, das einzukassieren. Wäre Gelb auch okay für dich? Das ist nur Verlagen auf die nächste Ebene. Dementsprechend wird dann, ja, das ist immer das Thema mit dem VIA.

Weil ich finde in solchen Situationen ein Schiedsrichter, der in dem Spiel ist, der die Emotionen und die Situation besser bewerten kann, wie jemand, der irgendwo im Keller sitzt. Und deswegen ist es gut, dass solche Situationen auch nicht mehr überrollt wird, sondern so bestehen bleibt. Das Sportgericht entscheidet jetzt, was die entsprechende Strafe sein wird.

Benze Baini hat glatt rot gesehen. Es gibt einen Vergleich. 2024 hat Terrier von Leverkusen auch rot gesehen und wurde dann im DFB-Pokal gesperrt. Davon kann man ausgehen, aber noch ist das natürlich nicht bestätigt. Wir haben ein weiteres großes Thema, das wir gleich mit Fingerspitzen auch anfassen müssen, weil es hochsensibel ist. Wir werden spekulieren, wir werden mutmaßen, aber auch die Fakten darlegen. Zum Thema Musiala, das uns jetzt in den kommenden Minuten.

Und um das Thema Supercup noch abzuschließen, die Bayern haben den ersten Titel der Saison geholt, möchte ich sagen, es lag auch an der Fitness der Spieler, denn Kompanie, der Bayern-Trainer hat nach der Partie genau das hervorgehoben. Die Zeiten haben sich geendet. Ich glaube, in Niko sein Zeit und vielleicht am Anfang meiner Karriere bist du immer 4-5 Kilo zu dick zurückgekommen aus Urlaub.

Und die Jungs jetzt, die, auf meinem Niveau, meine Mitspiele schon. Aber was ich meine, die Jungs jetzt gehen in Urlaub mit Privattrainer, mit Privatphysio. Das heißt, du kannst dir nur ein paar extra Tage geben, aber die haben ein Programm und du weißt 100 Prozent, die werden das machen. Das war früher nicht so.

Also die Bayern, nicht nur die Bayern, mit Privattrainer, mit Ernährungsberater, Koch, ganze Encourage im Urlaub dabei. Das war früher nicht so, sagt er einfach so. Wie war es denn bei dir damals, bei euch? Nein, wir hatten auch einen Trainingsplan, logischerweise, für die Sommerpause. Wir hatten ja damals tatsächlich auch noch eine Winterpause. Die keiner gemacht hat.

Das sind ja die, die dann fünf Kilo zu viel hatten. In der Regel haben sich die Spieler schon dran gehalten. Aber da fehlt etwas Privates noch von der Kompanie. Privat Trainer, Privat Physio, Privat Flieger. Sind Sie auch in Urlaub? Ein Familienhotel buchen. Aber es ist natürlich wichtig, dass du deine Fitness behältst.

Die Pausen sind relativ kurz und sie brechen sich auch keinen ab, in diesen drei oder vier Wochen ein gewisses Trainingspensum abzuspulen, um dann auch relativ nah bei den 100 Prozent zu sein, wenn es wieder losgeht. Es ist auch interessant, wie die Bayern und der BVB übrigens auch, in der vergangenen Saison, als beide Klub-WM gespielt hatten, also auch eine sehr zerfahrene, deutlich verkürzte Vorbereitung hatten, wo viele ja gesagt haben, oh, die werden aber mit einem richtigen Rucksack in die neue Saison starten.

Ich glaube, Rudi Völler hat gesagt, die werden gefühlt fünf bis sechs Punkte, weniger haben als die Konkurrenz aus den ersten Spielen. Sie haben es relativ gut hingekriegt, relativ gut gemeistert. Und es spricht einfach auch, sagen wir mal, gerade bei den Spitzenvereinen mittlerweile, für eine gestiegene Professionalität, sowohl der Spieler als auch, glaube ich, in Bereichen Training, Steuerung, allem, was dazugehört.

Ich glaube, es geht einfach nicht mehr anders. Die Konkurrenz ist mittlerweile eine ganz andere als zu damaligen Zeiten, wo du gewusst hast, ja, dann nehme ich halt die fünf Wochen Vorbereitung und bin auch auf dem Punkt da. Aber ich glaube, dass die jungen Spieler heutzutage auch viel bewusster schon leben, wenn du siehst, wie sie sich heute ernähren, worauf die Wert legen, Protein und, und, und.

Also sie sind mittlerweile auch von ihrem Wissensstand auf einem ganz anderen Level gekommen. Und klar gibt es auch mal Tage, wo sie sich ein bisschen was gönnen, aber im Großen und Ganzen, ist das Rundumpaket, das die Profis heutzutage schon Indus haben, so professionell, dass du klar deinen Trainingsplan mitgibst und auch kontrollierst.

Und es gibt tatsächlich immer ein, zwei schwarze Schafe, die es dann nicht machen. Die laufen es dann halt noch hinterher oder eben auch nicht. Aber meistens wird das eh nur finanziell dann abgegolten. Aber in Wahrheit schadest du dir damit selber, weil du von vornherein oder von Anfang an einen schlechteren Start hast und dir das in dem engen Wettkampf deinen Standplatz kosten kann. Und das ist entscheidend.

Als Kompanie zum FC Bayern kam, war Niklas Süle ja auch schon weg. Deswegen hat er jetzt hier diese Meinung hier. Kurz, um bei dem Thema noch einen Punkt zu machen. Du hattest gerade gesagt, Stefan meinte, ihr hattet damals auch schon Trainingspläne. Und du sagtest, an die sich keiner gehalten hat. Hast du eine Anekdote oder irgendwas?

Ich habe jetzt nicht auf dem Level gespielt wie Stefan, aber ich weiß, dass ich da nicht ganz so konsequent war. Was gab es bei euch in der Mannschaft, wo du sagen kannst, sowas gäbe es heute nicht mehr? Weißbier. Bier, Zigaretten, Alkohol. Also wenn ich erzähle, dass bei uns teilweise im Bus so stark geraucht wurde, dass du die Luft schneiden konntest.

Auf dem Weg zum Stadion. Auf dem Weg zum Stadion, weiß ich nicht, aber am Vortag, auf dem Weg zum Auswärtsspiel garantiert. Bei der Kartenrunde hinten in der letzten Reihe. Das war bei uns auch so, aber nur nach dem Spiel. Irgendwann in den 90ern sind ja diese Uhren damals erfunden worden mit diesen sogenannten Schrittzählern.

Und da müssen wohl einige Trainer gesagt haben, okay, Jungs tragen die im Urlaub. Und dann können wir auch sicher sehen, dass sie ihr Programm absolvieren. Und mir hat man mal erzählt, dass ein Spieler, ich weiß tatsächlich nicht mehr, wer es war, tatsächlich dann mal den Versuch gemacht hat, diese Uhr mit dem Schrittseller seinem Hund umzubinden, während der dann auf die Reise ging.

War ein großer Hund und es hat funktioniert. Wahrscheinlich. Wir kommen zum BVB, zum Umbruch und zu dieser Strategie, die jetzt vielleicht dahinter steckt. Und im Grunde ist es ein neuer Anlauf, aber eine ähnliche, gleichgelagerte Situation. Alfred, wo siehst du den BVB und wofür steht der BVB und die Strategie in der neuen Saison?

Ja, der BVB ist ja sicherlich gerade im Umbruch und es gibt auch, Uli hat es gerade gesagt, finanzielle Probleme, wie man jetzt hört. Wie sehe ich den BVB? Chancenlos. Also was die deutsche Meisterschaft und das ist das, was ja letztlich zählt, völlig chancenlos. Und das war gestern auch schon wieder in Ansätzen zu sehen.

Die FC Bayern wird wieder Meister, das können wir nach dem Spiel unterstreiben. Und wie Stefan sagt, wenn sie in der Champions League ein bisschen was schaffen, dann ist es gut. Und dann ist es auch das Ziel, was sie sicherlich haben. Aber was ich da gestern gesehen habe, nochmal. Ja. Im Sturm sehe ich Probleme und auch wenn gegen tiefstehende Mannschaften da Kreativität zu entwickeln, sehe ich auch noch nicht so richtig.

Also ich weiß nicht, ob Dortmund in diesem Jahr überhaupt auf Platz zwei sich einpendelt. Wir haben ja noch acht Tage Transferfenster, das passiert ja. Das ist komplett. Ich finde es schlimm, wenn wir zwei Mannschaften aus der Liga gesehen haben, und nach dem ersten Spiel, wo es um einen Supercup geht, schon davon reden, dass das war für den FC Bayern.

Ja, bist du antwortet? Nee, aber Fakt ist, und das ist, glaube ich, auch das Problem der Bundesliga, ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Premier League einer heute hergeht und sagt, Arsenal hat letztes Jahr gewonnen und die werden es heuer wieder. Genau das ist das Thema. Und ich glaube, da muss man einfach auch sagen, wir wissen um die Vorteile und um die Vorsprung, den der FC Bayern hat.

Aber es sollte schon auch der Anspruch sein, von anderen Vereinen zu versuchen, weil eins weiß ich auch aus der Vergangenheit, ich hatte mal einen Kuhl-Raider, Michael Henke, der hat mir immer gesagt, unangenehm war es für einen FC Bayern immer, wenn sie mal im Rückstand waren, Wenn Sie mal jemandem hinterhergelaufen sind.

Die Chance war in den letzten Jahren nicht so oft da. Wie viele Spiele haben Sie letztes Jahr am Stück gewonnen zu Beginn? Aber Ralf, Ralf, Hasenel ist in den letzten 13 Jahren nicht zwölfmal Englischer Meister geworden. Ich weiß. Richtig? Ist richtig. Und der FC Bayern ist es aber. Ja, ich weiß. Und auch in diesem Jahr werden Sie Deutsch-Meister. Ich glaube nicht, dass es hier irgendeinen gibt, der da widerspricht.

Oder? Ja, aber träumen darf man ja. Niemann. Vielleicht gibt es ja hier jemanden oder jemand, der noch mehr weiß. Ich glaube, Alfred schießt deshalb so scharf gegen die Dortmunder, weil seine Schalker jetzt endlich mal nach 34 Jahren... Ja, ja, ja. Ich glaube, Alfred wollte auch sagen, dass Karaman und Ceco der bessere Sturm sind als Silber und Pirassi.

Aber ist ja geil. Aber ich sehe die Dortmunder nicht so schwach, wie sie Alfred gerade macht. Aber erlaubst du mir ein kleines Reinkriechen? Wir haben ja noch eine Woche bis zum Deadline-Day. Stefan hat mich gerade gefragt, ich war deshalb am Handy. Deswegen Entschuldigung, weil wir gerade noch eine Meldung rund gemacht haben, die wir gerade auch bei 3 rausgehauen haben. Also es gibt jetzt, wird Ralf vielleicht freuen, eine grundsätzliche Einigung zwischen RB Leipzig und der AC Milan bezüglich der Rückkehr von Christoph von Kunku.

Hier sind sich jetzt einig, es wird eine Laie mit einer Kaufoption und der Medizincheck, der wird dann Anfang kommender Woche absolviert. Also in Kunku kehrt tatsächlich zurück zu RB Leipzig. Stichwort RB Leipzig. Die ich nicht so hoch einschätze wie Borussia Dortmund, weil ich finde, dass Leipzig bislang ein schwächeres Transferfenster hingelegt hat als der BVB.

Und ich bin mir sicher, der BVB wird noch was machen. Ole Burg wird noch einen Stürmer holen. Und wir haben eben über Fabio Silva gesprochen. Fabio Silva ist gestern in den Mix-Zone gegangen und hat gesagt, also ist noch gar nicht sicher, dass ich bleibe, weil ich bin kein Neuner, ich bin 9,5er und ich möchte regelmäßig spielen.

Und Silva beschäftigt sich mit einer Laie oder mit einem Verkauf. Jetzt muss man mal abwarten, was passiert. Ich würde einen den Dortmundern vorschlagen, Fisnik Aslany, den würde ich blind holen, auch wenn er durch den Medizincheck gerasselt ist bei RB Leipzig. Aber in puncto Mentalität, in puncto Scorer, in puncto Qualität, in puncto Charakter, Das ist einer, der dem BVB weiterhelfen würde, bin ich mir felsenfest sicher.

Gebe ich dir recht, aber warum ist er denn durch Medizincheck gerasselt? Was war denn da? Es gibt schon andere Spieler, die bei anderen Medizinchecks durchgefallen sind. Manchmal gibt es auch Medizinchecks, die werden... Wie soll ich auch... Wie formuliere ich das? Wer A sagt? Sag mal so, RB Leipzig hat was...

Hat einfach etwas bemerkt und daraufhin wurde sich zusammengeschlossen. Man hat gesagt, pass auf, das Paket ist uns zu teuer für das, was wir da bemerkt haben. Machen wir nicht. Was haben Sie denn bemerkt? Zahnschmerzen. Das, nein, Leute. Okay, das geht jetzt zu tief. Aber das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass er dann nach Dortmund wechselt. Nein, es gab auch schon andere Spieler, die die Medizinchecks bei Vereinen nicht passiert haben. Weil der Medizincheck nicht so streng ist.

Oder in Dortmund dann nicht so konsequent ist. Vielleicht wird weggeguckt. Wäre mir immer ruhig. Aber was ja ganz interessant ist, du sprichst RB Leipzig an und wir reden jetzt darüber und die Wahrscheinlichkeit ist ja tatsächlich hoch, dass Borussia Dortmund in der kommenden Saison nicht Deutscher Meister wird.

Aber diese Frage, warum wird RB Leipzig nicht Deutscher Meister oder kann RB Leipzig vielleicht Deutscher Meister werden, damit werden die Leipziger natürlich, wesentlich weniger direkt konfrontiert als die Dortmunder. Da ist so ein bisschen auch, muss man der Fairness halber sagen, Fluch der guten Tat. Der BVB hat sich elfmal hintereinander für die Champions League qualifiziert.

Also die haben sich schon auf einem relativ hohen Niveau stabilisiert. Und das Problem ist natürlich, du arbeitest dich jetzt in was Neues herein. Nur wenn du tatsächlich ganz oben angreifen wirst, dann musst du einfach darauf setzen, dass bei den Bayern irgendwas nicht richtig läuft. Und die Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich gering.

Und ob der BVB nachlegt, finden wir vielleicht noch raus. In jedem Fall hat der BVB schon ordentlich in die Kasse gegriffen. Rund 100 Millionen insgesamt ausgegeben. Und ein Mann davon hat sich Hut geschnappt und ihn mal ganz tief analysiert. Ganz genau, Konstantinos Caretzas, den schauen wir uns jetzt mal so ein bisschen im Detail an. Sechs Leute haben sie ja geholt, Jochen, du hast es gerade schon angesprochen.

30 Millionen allein haben sie für den jungen 18-jährigen Griechen ausgegeben, weil er als das große Talent im europäischen Raum gilt. Er ist ja auch schon mit 17 Jahren der jüngste griechische Torschütze in der Nationalmannschaft geworden. Und wir sehen hier, da haben wir gerade aus der Drehung diesen Diagonalball gesehen.

Da hat er also auf alle Fälle schon mal aufblitzen lassen, warum sie ihn holen. Weil er eben so eine Spielfreude mitbringt, so direkt auch immer eine Lösung findet. Hier zum Beispiel sind wir auch noch mal eine tolle Chance von ihm. Also das ist wirklich ein Mann, auf den gilt es auch zu setzen, weil er mit seinen jungen Jahren schon tatsächlich sehr, sehr viel mitbringt.

Und die Dortmunder wissen, dass sie auf ihn setzen und er auch auf den Verein. Und man hat auch schon im Stadion gemerkt, da war schon eine sehr gute Verbindung zum Publikum. Also er ist wirklich auch schon angenommen worden. Und er ist dieser Mann, auf den man ja dann in der Zukunft eben auch bauen möchte.

Jetzt ist die Frage, das könnt ihr diskutieren, ob das zu teuer ist, ob die insgesamt die Qualität der Neuzugänge ausreichend ist. Aber Caretzas definitiv hat sich schon mal auch bei den Tests so gezeigt, dass er eine Menge mitbringt. Das war bei den Tests gegen Arsenal, gegen Rom auch schon der Fall.

Und jetzt muss es nur noch zünden. Und dann ist er definitiv einer, der die Mannschaft besser machen kann. Sauber analysiert. Der Leistungscheck wurde Ihnen präsentiert von Meda. Berufskleidung im Rundum-Service. Ich nehme die Frage von Ruth gleich mit. 30 Millionen für einen 18-Jährigen, gerechtfertigt, zu viel, zu wenig.

Jetzt nur für Bundesliga und Borussia Dortmund, nicht Premier League-Hintergrund. Wenn er einschlägt, gerechtfertigt. Aber das wird dauern, glaube ich. Also er hat schon gezeigt in Ansätzen, dass er Qualität mitbringt, keine Frage. Und trotzdem ist das ein Jahr, glaube ich, wo sie, ich habe auch ein paar Spiele verloren.

Und es war kein Zufall für mich gestern, dass sie nach den Einwechslungen dann eigentlich stärker geworden sind. Mit Bayer, mit Sabitzer und so weiter, weil das einfach vielleicht auch schon ein bisschen zusammengespielter ist. Und das wird ein bisschen dauern. Aber ich finde es ja immer wieder faszinierend, wenn ein junger Spieler dann auf das nächste Niveau kommt und zu einer Mannschaft kommt, wo jede Trainingseinheit etwas Besonderes ist für ihn und wo er mit mehr Qualität zu tun hat.

Die lernen so schnell und werden so schnell noch viel, viel besser. Und das ist die Frage, wie schnell wird das funktionieren? Und das wird dann auch die Frage sein, wie stark der BVB in der Offensive sein wird. Genau, ich glaube, da sind zwei Punkte ganz entscheidend. Und zwar einmal dieses Vertrauen, was du den jungen Spielern entgegenbringen musst vom Trainer-Trainer-Team.

Und dann die Führung auf dem Platz, dass du eben auch erfahrene Spieler hast, die sie auch mitführen. Ja, und da finde ich schon, wir reden jetzt über die junge Generation oder die jüngere Generation beim BVB. Ich glaube, ein ganz wichtiger Transfer kann sein Fährmann vom PSV Eindhoven, der genau dafür geholt wurde, in der Zentralen genau das zu tun.

Die Jungs mitzuführen, denen Stabilität zu geben, sie einzusetzen und sie nochmal auf das nächste Level zu heben. Ich glaube, dieser Transfer, über den sollten wir eigentlich ausführlicher reden als die Jüngeren, die nur dran wachsen können, wenn ein Team auch funktioniert. Also PSW Eindhoven, über 20 Millionen gekostet, 27 Jahre alt, Spielmacher mit Defensivqualitäten, aber für den muss dann einer rausrutschen. Wer wäre das?

Stand jetzt würde ich sagen, du musst einen Match erstellen, aber an der Seite von Fehrmann, also Bellingham. Bellingham, der ja auch Fehler gemacht hat. Ja, einen Fehler machen, das darf man und das verzeiht man auch, aber nicht in der Vielzahl. Ich glaube, dass Bellingham sich gestern in dem Spiel eben nicht qualifiziert hat für die nächste Aufgabe, nächste Woche in der Bundesliga.

Ich glaube, dass das zu diesem Wechsel kommen wird und auch muss, weil wenn du Fehrmann holst mit dieser Qualität, die er hat, Passsicherheit, Passqualität, Vorbereitung, Also hat eine herausragende Statistik gehabt in den Niederlanden. Ich glaube, der musst du auch jetzt von Anfang an auf ihn setzen.

Du hast ja beispielsweise, du hast Bellingham, du hast Metzja und tatsächlich ist Metzja der Spieler mit dem, ich finde, ungleich größeren Potenzial, wenn man es beide direkt miteinander vergleicht. Er ist aber genau wie Bellingham auch noch gewissen Schwankungen unterlegen. Und Fährmann mit seiner Erfahrung ist natürlich jemand, der gerade für das, was der BVB vorhat, also wenn du offensiver spielen willst, dann musst du natürlich zusehen, dass du das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagerst, was ihm gestern in der zweiten Hälfte gelungen ist.

Und dazu brauchst du, ich sag mal, eine Passmaschine. Dazu brauchst du jemanden, der die Offensivkräfte einsetzt und der dafür sorgt, dass das Spiel insgesamt druckvoller wird. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das ein wichtiger Schlüssel sein wird. Ich habe jetzt eine Frage zum Transfer und Dortmund-Strategiekomplex.

Was ist jetzt unter Bog, anders als noch unter Kehl, in der Strategie? Oder ist es immer noch dieses Versuchen, Juwelen zu suchen, einzusetzen, teuer zu machen und Geld damit zu generieren? Ich glaube auch, dass in der Ära Kehl der ein oder andere Diamant entdeckt wurde. Svensson ist ein Spieler, der, glaube ich, jedes Spiel macht, seitdem er da ist.

Der ist auch unter Kehl gekommen. Gut, Misslind war damals noch mit dabei. Aber sie trauen sich was. Und was mir imponiert hat, sie waren vorbereitet auf den Nicht-Transfer von Zaid El Mala, den ich allerdings sehr schade finde. Es hat dann am Ende aufgrund von 3 bis 4 Millionen Euro an fixer Summe nicht geklappt.

Ich glaube, das wäre man auch dem Jungen schuldig gewesen, da über die Ziellinie zu gehen. Den hätte ich sehr gerne beim BVB gesehen, El Mala. Aber sie waren sofort vorbereitet mit Konstantellas. Das ist übrigens derjenige, der war letztes Jahr am Flughafen, war auf dem Weg zum VfB Stuttgart. Die waren sich komplett einig.

Und dann hat der Präsident von Pauk gesagt, Nein, nein, wir wollen noch 2 Millionen mehr von Werle und vom Wohlgemut. Dann hat er den zurückzitiert und dann hat er verlängert bei Park. Und jetzt ist er beim BVB. Und einer von den beiden, Caritas Concentellas, wird safe nächsten Sommer für 50, 60, 70 in die Premier League wechseln.

Das machen sie gut, aber sie müssen Ruhe bewahren. Und ich bin sehr gespannt, wie das mit Niko Kovac ausgeht. Geht in sein letztes Jahr, der Vertrag läuft aus. Jetzt einfach die Leute dribbeln lassen. Und auch wenn sie jetzt die ersten 2, 3 Spiele vielleicht nicht siegreich gestalten, dann darf man beim BVB nicht sofort in Panik verfallen, Sondern diesen Spielern muss man jetzt einfach auch Zeit geben und vermahnen abschließend einen Satz.

Stefan hat es gesagt, Vermahnen wird ebenfalls einer der besten Transfers werden in dieser Bundesliga-Saison. Total unterschätzter Spieler, Schnäppchen, einer der besten Spieler der Ehre, die wir in den letzten drei Jahren, an dem wird der BVB viel Freude haben. Und wenn jetzt noch nicht der Dortmund-Meister.

Nein. Aber da reden wir doch über ein Grundproblem, jetzt für dich, Ralf. Wir reden vor der Saison schon von einem neuen Spieler, das er in einem Jahr für 50 Millionen in der League gehen wird. Damit kannst du doch keine Mannschaft aufbauen. Das ist beim FC Bayern aber nicht der Fall. Bei allen anderen aber schon.

Und das ist der große Unterschied. Das stimmt. Es ist ja noch nicht geschehen. Aber du hast gesagt, in einem Jahr geht der und du bist der Experte. Man darf sich als Verein nur nicht beirren lassen und unruhig werden. Gleiches gilt auch für das Thema rund um Jamal Musiala. Ein sehr sensibles Thema. Die Bayern haben das sehr klar und sehr ruhig kommuniziert.

Und wir besprechen es gleich nach Informationen von unserem Sportwettpartner. Das Thema, das Fußball Deutschlands seit einigen Tagen beschäftigt, der Gesundheitszustand von Jamal Musiala, nachdem er eben innerhalb von vier Tagen bei Testspielen auf dem Platz zusammengebrochen ist, kurz nach seiner Einwechslung und natürlich man sich gefragt hat, beim ersten Spiel gegen Leipzig noch, vielleicht liegt es an der Hitze, am Schwindel, aber.

In Heidenheim war dann auf jeden Fall klar, das hat andere Beweggründe. Und Max Ebel hat dann in der Mixzone gesagt, Jamal Musiala, ist es wichtig, das selbst zu erklären und sich dazu zu äußern, was er dann kurz danach auch gemacht hat mit einem sehr langen und ausführlichen Instagram-Post. Und da hat er wirklich Diverses erklärt. Einmal natürlich gesagt, es geht mir gut.

Er kennt diese Situation schon seit geraumer Zeit. Auch der FC Bayern kannte die Situation. Und er spricht eben über diese neurologischen Dysfunktionen, die er da hat, die Absencen, die kurzzeitig auftreten können. Darüber hinaus geht es ihm gesundheitlich aber gut. Das war ihm wichtig zu erwähnen. Und er möchte eben sich da voll drauf konzentrieren, um dann jetzt auch bald wieder zurückzukommen.

Also das war dann die Aufklärung zum ganzen Fall. Daraufhin gab es sehr, sehr große Anteilnahme aus der ganzen Fußballwelt. Die Stars haben sich gemeldet, Vinny Junior, Jude Bellingham, wen wir da alle sehen, David Alaba S. Müller, das ist Thomas Müller, der da eben sagt, wir sind an deiner Seite und ihm da eben auch noch die Anteilnahme ausspricht.

Also das hat für ein großes Echo gesorgt. Natürlich sind alle besorgt um die Gesundheit von Jamal Musiala und Norman Solida hat sich der Sache jetzt noch etwas genauer angenommen. Ein junger Mann bereitet Sorgen. Jamal Musiala ist bei Testspielen gleich zweimal auf dem Platz zusammengebrochen. Doch der Spieler gibt Entwarnung.

Das Wichtigste zuerst, mir geht es gut. Und auch die Zusammenbrüche sollen weniger dramatisch gewesen sein, als sie ausgesehen haben. Ich weiß, dass diese auf den ersten Blick scary wirken. Für mich sind sie aber aktuell Teil meines Alltags. Musiala leidet an einer neurologischen Dysfunktion, die ihm manchmal einfach den Stecker zieht.

Er hat ein bisschen mit seiner Behandlung. Was geändert und das hat ein bisschen Nebenwirkungen gehabt und deswegen ist es dann dieses erste Mal passiert und dann auch dieses zweite Mal. Bayern München kennt die Problematik schon seit Monaten und geht betont gelassen damit um. So, und jetzt gilt es eben wieder anzupassen, diese Medikation, dass er wieder dahin kommt, wo wir schon waren, wo er eben sehr, sehr lange anfallsfrei auch gewesen ist. Und das ist die Aufgabe, die wir medizinisch begleiten.

Und Vincent Kompany ist es außerdem wichtig, auf Fortschritte bei Musialas aktueller Form hinzuweisen. Und ich weiß im größeren Perspektiv, dass er einen riesigen Fortschritt gemacht hat diesen Sommer. Dass er nicht auf gleichem Level war wie unser bestes Spieler, aber er war eine Stufe höher als unsere besten Spieler. Und so haben wir Jamal, seit seiner Verletzung gegen Paris nicht mehr gesehen.

Fast zu schön, um wahr zu sein. Doch die neurologische Baustelle bleibt. Für uns ist das ein Alltag geworden. Es hört sich jetzt salopper an, als es ist. Also es ist für Jamal nicht schön, was da ist. Aber wir als Familie des FC Bayern stehen zusammen. Wir werden ihm jede Unterstützung zuteil werden lassen. Haben das schon, tun es heute und tun es morgen.

Max Eberl klopft auf Holz und hofft, dass alles wieder gut wird. Doch trotz aller Ruhe und Gelassenheit, die der FC Bayern ausstrahlt und trotz aller Unterstützung, die der Klub dem Spieler zukommen lässt, haben die Fans noch Fragen auf dem Herzen. Kommt Musiala ganz in Ordnung und wird der Junge wirklich wieder der Alte?

Wir versuchen es, Stefan, wie wäre deine Antwort auf die Frage, wird der Junge wieder der Alte? Also grundsätzlich ist das ja ein extrem sensibles Thema. Das ist ja ganz klar. Das eine bei Jamal Musiala ist ja der Körper, das andere ist ja auch der Kopf. Das auch zu verarbeiten. Ich meine, du präsentierst dich vor einem Millionenpublikum, und alle erschrecken und fragen, was ist da passiert, was ist da los?

Die Antworten, glaube ich, haben wir ausführlich bekommen von den Verantwortlichen des FC Bayern München. Nun gilt es, ihn wieder zurückzuführen durch die Einstellung, die er jetzt bekommt, um dann vielleicht wieder bei 100 Prozent zu sein. Schwierig ist es natürlich dann auch für einen Trainer, wie er damit umgeht.

Wie setze ich ihn ein und so weiter. Ich glaube, das wird auch nochmal eine neue Herausforderung für das Trainerteam vom FC Bayern München. Ich glaube, dass er sich auf jeden Fall zu 100 Prozent verlassen kann auf den FC Bayern, die ihn begleiten auf diesem Weg. und es ist ja keine neue Situation. Es gab sie ja schon länger.

Wir reden jetzt von vor einem Jahr. Die gesamte letzte Saison. Es macht natürlich so einen Transfer von Saibari. Es rückt dieser Transfer in ein anderes Licht, würde ich sagen. Weil jeder und ich auch persönlich habe gedacht, warum verpflichten sie diesen Spieler, der natürlich die Qualität hat für den FC Bayern München zu spielen und Bayern München auch weiterzuhelfen.

Aber ich habe mich gefragt, warum? Weil Jupp Musiala kommt und ich wusste die Geschichte von vor einem Jahr auch nicht. Er kommt zum FC Bayern für 50 Millionen, aber Musiala kommt zurück. Du hast verschiedene Optionen in der Offensive. Du hast eh die drei Gesetzen mit Dias, mit Kane und Ulyse. Du hast verschiedene Optionen mit Gnabry. Du kannst einen Bischof da spielen lassen. Du hast einen Karl noch.

Du hast jetzt einen Braun, der auch auf verschiedenen Positionen offen. Warum dieser Transfer von Saibarien? Ich glaube, dieser Transfer kommt jetzt in ein anderes Licht zur Geltung, dass man sagt, genau aus diesem Grund, was schon vor einem Jahr passiert ist, ist das der Grund auch für diesen Transfer.

Ich wünsche ja mal wirklich vom Herzen, dass er wieder so der Alte wird und dass vielleicht es in Vergessenheit gerät für uns alle, was da passiert ist. Aber ich kann auch die Zuschauer verstehen, die im Stadion sitzen und eigentlich nur auf Musiala gucken und was passiert in diesen Minuten, wo er spielt oder von Anfang an.

Und wie gehen auch die Mitspieler damit um? Und wie gehst du dann, wenn man weiterdenkt, auch taktisch damit um? Also du brauchst ja, wenn du Musiala einsetzt als Trainer und du entscheidest dich für eine Veränderung, ich brauche dich jetzt. Ja mal, weil du kannst ein Spiel entscheiden durch deine individuelle Klasse auch, musst du ja wiederum ein Backup für Musiala haben, weil das ja jederzeit wahrscheinlich passieren könnte.

Ich wünsche ihm, wie gesagt, von Herzen alles Gute und hoffe, dass er zur alten Stärke zurückführt. Unsere Informationen sind die, dass es im Vorfeld zu diesen zwei Spielen Leipzig-Heidenheim eine Umstellung der Medikation gab. Das soll so 10 bis 14 Tage dauern, bis es voll greift. Dann werden diese Anfälle weniger. Im besten Fall tauchen sie dann gar nicht mehr auf. Die Mannschaft war informiert. Das gilt auch für den DFB über die gesamte WM.

Und er soll in den kommenden Tagen drei, vier Tage erst mal individuell trainieren, um ihn erst mal nochmal wieder heranzuführen. Der Mensch, muss ich ja leise, ein 23-jähriger junger Mensch. Ralf, wie geht man als Trainer mit ihm um, der auf einem Höhepunkt seiner Karriere ist und jetzt etwas Gesundheitliches auftritt, was man nicht wirklich kontrollieren kann?

Man muss ja dazu sagen, dass er aus einer langen Verletzung ja schon Zeit gebraucht hat, bis er wieder zurückkommt. Und so wie es Vincent gesagt hat, war es ja so, dass er jetzt endlich wieder auf dem Niveau. Gescheint hat, anzukommen, wo er mal war. Und jetzt passieren diese Situationen. Aber das Leben als Fußballer ist immer wieder geprägt von Rückschlägen.

Und die richtig Guten schaffen es trotzdem immer wieder zurückzukommen und darüber hinwegzugehen. Und ich finde es sowieso immer faszinierend, wenn Spieler oder auch generell Sportler mit versteckten Krankheiten, das war keine versteckte mehr, weil sie jetzt alle gesehen haben, dass da etwas nicht stimmt, trotzdem es schaffen, Höchstleistungen zu bringen.

Und da kann ich nicht genug Hütte ziehen, die ich habe vor solchen Situationen und vor solchen Menschen. Alexander Zverev zum Beispiel mit einer Diabeteserkrankung ist die Nummer drei der Welt auch unvorstellbar eigentlich von der körperlichen Belastung. Ich finde es auch großartig, wie der FC Bayern jetzt damit umgeht.

Natürlich müssen sie jetzt offensiv damit umgehen und auch ganz klaren Wein und Wein einschenken. Weil so wie es Stefan gesagt hat, man wird jetzt immer schauen auf ihn, wie reagiert er. Das ist ein Riesentalent, wie kommt er da drüber hinweg. Und als Trainer hast du natürlich in solchen Situationen die Aufgabe, den Spieler größtmöglich zu schützen.

Und ihn wieder heranzuführen, peu à peu, über Kurz einsetzen und zu schauen, wie reagiert er. Aber ich glaube, dass diese Thematik eben schon länger bestanden hat. Und dass dann natürlich vielleicht solche Situationen auch in meinem Training, dass wir nicht jeder sehen, ist klar, vielleicht auch schon mal vorgekommen ist.

Und deswegen gehen sie wahrscheinlich auch relativ gelassen damit um und wissen aber ganz genau, was jetzt ihr Weg ist und wie sie ihn wieder zurückbringen. Und ich glaube, er kann in keinem besseren Händen sein als beim FC Bayern in der Situation. Der Umgang des FC Bayern, der Umgang des Trainers, der Umgang von uns Medien als Journalist, Alfred, gleich dazu. Und was es auch bedeutet für Musiala, für die Bayern, für den Trainer und vielleicht auch für seine Zukunft, machen wir gleich bei uns im Doppelpass weiter.

Musiala, Alfred, ich habe dich unterbrochen, weil wir eine kurze Unterbrechung brauchten. Wie geht man als Journalist mit diesem Thema um, mit Fingerspitzen, feinfühlig? Naja, hoffentlich mit Fingerspitzen. Also da kann ich nur zu aufrufen. Man muss erst mal sagen, was Fingerspitzen anbelangt, dass sowohl der FC Bayern, als auch die Berater von Musiala das sehr, sehr gut und sehr sensibel handeln.

Ich finde, das ist wirklich gut gemacht, was da gerade passiert. Ja, wir wissen ja jetzt, dass er diese Probleme schon ein Jahr hat. Und er hat dieses Jahr ja ohne offensichtliche Zusammenbrüche überstanden. Deswegen ist die Hoffnung ja groß, dass, wenn die Medikamente jetzt umgestellt sind, er auf dieses Level wieder zurückkehren kann.

Ich glaube auch, dass das das Ziel seiner Ärzte sind, die ja mit Bayern München im ständigen Kontakt sind. Wir sollten uns da aber in Spekulationen auch nicht irgendwie erlauben. Also ich will, dass du mal sagen darf hier, die Frage der Woche hier bei Sport1, die ich sehr liebe, finde ich heute nicht so gut.

Die heißt ja, wird Musiala wieder der Alte? Ich meine, das kann keiner von uns wissen, das kann auch keiner von den Zuschauern wissen. Und wir sollten solche Fragen auch da nicht unbedingt stellen. Ist angekommen, ist vertretbar, dass du diese Meinung und diese Protektion hast? Wir interessieren uns trotzdem natürlich, was die Menschen daraus ableiten und was es für sie bedeutet. Kommen wir gleich. Ich möchte dich noch mit ins Boot nehmen, der ja auch Jamal Musiala seit Jahren kennt. Was glaubst du, wie es ihm persönlich geht?

Den Umständen entsprechend gut. Er ist wohlbehütet, hat eine tolle Familie, hat einen tollen Beraterstab, hat einen FC Bayern im Rücken, der das, wie ich auch finde, sehr gut kommuniziert hat. Das ist eine Situation, die für uns alle noch nie da war. Ich glaube, es werden andere Fußballspiele in den nächsten Wochen und Monaten, wenn er auf dem Platz steht. Ich glaube, dass alle Fans, egal aus welchen Lagern, das extrem gute Fingerspitzengefühl haben werden, um ihn zu unterstützen in jeder Situation.

Jetzt vielleicht nicht, wenn er ein Tor gegen sie schießt, aber ich glaube, er wird mit viel Applaus empfangen. Ich glaube, es ist auch wichtig für den Kopf, dass er einfach wohlbehütet auch ins Stadion gehen kann. Und er ist ein Sympathieträger und er ist einer, der unbedingt wieder fit werden muss, auch im Sinne der deutschen Fußball-Nationalmentarfe Jürgen Klopp.

Das kann man an der Stelle auch sagen, hat mit ihm gesprochen, hat ihm Mut zugesprochen, hat ihm da auch sehr, sehr behütet aufgenommen, hat sich alles angehört. Jetzt warten wir mal ab. Die neuen Medikamente, das darf ich an der Stelle sagen, Ende der Woche soll es so sein, dass die neuen Medikamente, also die neue Dosierung greift.

Wir wissen nicht, warum es eine neue Medikation gab. Ich darf das sagen an der Stelle. Er hatte einen Status, dass er keine Absence mehr hatte. Und hat dann eben auch in Absprache entschieden, dass man die Medikamente runtersetzt. Das braucht Zeit, die neue Dosis braucht Anpassung. Jetzt hat man festgestellt, es geht doch nicht so schnell.

Jetzt hat man wieder umgestellt und diese 10 bis 14 Tage, über die du gerade gesprochen hast, die sind Ende dieser Woche, laufen die ab und dann geht man davon aus und hofft, aber es kann eben keiner wissen, dass das nicht mehr auftritt. Und deswegen ist es auch ungleich. Ich glaube nicht, dass er im Kader steht am Freitag beim Auftakt gegen den VfB Stuttgart. Damit hätte man ihm auch keinen Gefallen.

Aber die Bayern abschließend, und das finde ich sehr gut, bemühen sich auch der Expertise von allen Experten aus aller Herren Ländern. Man sagt jetzt nicht, wir wissen alles, sondern man gibt ihn auch in die Hände von Experten und das stimmt alle optimistisch. Demnach war es aber seine Entscheidung, die Medikation mit runterzufahren.

Ja, weil es ist natürlich auch ein Prozess, man muss da, ich weiß es nicht, aber man muss da schon auch einiges einnehmen, um das einzustellen. Ihm ging es gut, dann wollte man das runter. Aber, das kann ich nicht beantworten. Das weiß ich nicht. Alles klar. Ich möchte aber, Stefan, zum Abschluss dieses Komplexes noch mal, weil es auch von, du hast vorhin gesagt, Millionen von Zuschauern, volles Stadion, da geht es auch um eine Drucksituation. Wir haben ihn alle nach seinem Wadenbeinbruch erlebt. Und viele haben gesagt, er ist gehemmt. Es ist eine Kopfsache.

Wie kann man als Spieler daran arbeiten, solchen Situationen, die man nicht vorher sagen kann, gewachsen zu sein? Ich möchte das aber jetzt nicht beziehen nur auf Musiala, sondern das sind Spielertypen. Die extrem sensibel sind in der Art und Weise, wie sie auftreten und wie sie auch Fußball spielen.

Also das musst du dann genau beobachten. Wir hatten früher einen Spieler in unseren Reihen mit Mehmet Scholl, ein herausragender Fußballer. Also vielleicht den besten, den wir zu der Zeit in unseren Reihen hatten. Aber auch ein sensibler Spielertyp, den Ottmar Hitzfeld dann richtig steuern musste. Also körperlich war er eben nicht in der Lage, vier oder fünf Spiele am Stück über 90 Minuten oder darüber hinaus zu gehen, sondern es hat er nur für zweimal 90 oder dreimal 90 gereicht. Das muss man halt erkennen. Ich glaube, das ist eine andere Steuerung hier in diesem Fall mit Musiala.

Wichtig ist einfach nur, dass das Trainer- und Ärzteteam dann wirklich Hand in Hand zusammenarbeiten, um diesen Spieler wieder an 100 Prozent zu kriegen und sodass er auch frei ist im Kopf. Spieler, die stabiler sind, die mit gewissen Dingen oder auch mit Verletzungen besser umgehen können und auch härter sind, haben vielleicht psychisch gesehen nicht so das Problem. Aber bei diesen Spielern Typen muss man genau drauf schauen.

Ich wiederhole mich von vorhin. Ich wünsche ihm wirklich nur das Allerbeste und dass er wieder zurückkommt, so wie wir ihn kennen. Mehr kann man dazu nicht sagen. Uli Hoeneß hat ja auch gesagt, das ist ein Drama speziell für Jamal. Und wir sind uns einig, dass er beim FC Bayern in besten Händen ist und dass es da gerade gut aufgehoben und auch kommuniziert ist, dieses Thema.

Abschließend das Dopaphon, auch wenn es Alfred angesprochen hat, die Frage in deinen Augen etwas unsensibel. Wir wollen Ihre Antworten hören. Musiala wird das auf jeden Fall wieder schaffen. Das ist ein starker Kerl. Der wird auf jeden Fall nach der ganzen Sache wieder zurückkommen in alter Stärke. Ich glaube nicht, dass Jamal Musiala noch wieder zu seiner alten Form findet.

Wenn der Körper nicht mitspielt, ist das unmöglich. Vielleicht sehen wir sogar irgendwann einen Musiala, der aus dieser schwierigen Phase mental noch stärker herauskommt. Er hat bereits nach seiner schweren Verletzung gezeigt, dass er Rückschläge verkraften kann. Und jetzt braucht er vor allem Zeit, Vertrauen und die richtige Behandlung.

Die Frage, ob Ziala nach diesen gesundheitlichen Rückschlägen wieder der Alte werden kann, ist mehr als spekulativ. Ich persönlich wünsche mir, weil es immer um den Menschen und die Gesundheit geht, dass er auf jeden Fall gesund wird. Und nur dann, wenn alle Seiten ihm raten können, du kannst weiter Hochleistungssport betreiben, sollte er es machen. Ansonsten geht die Gesundheit vor.

Schöne Einordnung auch für dich. Wir sollten ihm die Zeit geben und wünschen ihm natürlich alles Gute. Und wir nehmen uns jetzt die Zeit für ein weiteres Thema von Ruth angestoßen. Sehr gerne. Da sind wir schon relativ schnell, nämlich schon am Dienstag bei der Aufsichtsratssitzung des FC Bayern München.

Und da wird mit Spannung die Vertragsverlängerung von Max Eberl erwartet. Uli Hoeneß beziffert die Wahrscheinlichkeit ja mittlerweile auf 100 Prozent. Und das gibt uns die Möglichkeit, mal auf seine Transferbilanz zu blicken. Er hat viel Geld ausgegeben, weniger eingenommen, minus 130 Millionen stehen da unterm Strich.

Aber wenn man mal auf die Köpfe blickt, die, die herausragen, ragen wirklich heraus. Wenn man einmal sieht hier Kane, Diaz, Ulisse und auch der Trainer, Vincent Kompany, alles auf der Haben und somit auf der Pro-Seite. Das ist ein echtes Pfund für Max Eberl. Er hat aber auch seine Schwierigkeiten, die drei auf der Kontra-Seite, die soll er noch vom Hof bekommen, also mit Palinja Boe und Saragossa.

Und dann gibt es auch die Bedingungen, dass er sich von seinem Chef-Scout Nils Schmadtke trennen soll. Also es ist nicht alles hier ganz sauber, aber er kann natürlich mit einer extrem starken Personalbilanz aufwarten und das spricht für ihn. Deswegen natürlich die Frage in der Runde, was glaubt ihr, wird Max Eber verlängern?

Natürlich hängen da viele Themen dran und viele Faktoren, die da eine Rolle spielen. Du hast ja in deinem Telefonbuch mit Sicherheit einige Menschen, die noch näher am FC Bayern dran sind, vielleicht sogar intern dabei sind. Erstmal die Frage an dich, wie wurden aus der Überzeugung für Max Eberl erstmal diese 60 Prozent, die Uli Hoeneß beziffert hat und jetzt wieder 100 Prozent?

Zunächst mal war das, glaube ich, einer der unnötigsten Aussagen, die Uli Hoeneß getroffen hat in seiner Amtszeit. Ich glaube, das weiß er auch. Deswegen finde ich es respektabel, dass er dazu steht und gesagt hat, pass auf, war ein Fehler von mir, weil diese 60-40, 40-60 vorm Pokalfinale, da hat ihn auch das Medium ausgetrickst, mit dem er gesprochen hat.

Das war nicht gut, aber er hat sich korrigiert. Und Max Eber ist ein stolzer Mann. Der nicht alles richtig macht, aber der auch an sich gearbeitet hat. Und es gab eine Prämisse und die hat er mit Bravo umgesetzt. Uli Hoeneß, ihm hat eine Sache im vergangenen Sommer nicht gefallen. Die Bayern waren erneut sehr spät dran mit der Kader-Finalisierung.

Die Bayern haben ja manchmal die Attitüde, sie hassen den Deadline-Day, sie wollen da nie stattfinden, aber sie sind immer aktiv. Bedeutet, bis zum Deadline-Day haben die Bayern immer noch was zu tun gehabt. Und in diesem Jahr waren sie aber so früh dran, dass sie Ruhe hatten. Sie wussten, wir wollen Brown, Saibari war ein Vorgriff. Ich war jetzt auch keiner, der 20 Spiele von Saibari vor der BM gesehen hat, würde ich jetzt auch lügen.

Aber sie wussten, wir brauchen die beiden, da gucken wir uns nochmal auf den Markt um, aber dann sind wir zu. Und das hat Hoeneß imponiert. Und was sie eben gemacht haben, sie haben eine ganz andere Tonalität, dass die Bayern Spielern in permanenter Tour sagen, pass auf, du bist da, du darfst trainieren, du hast einen Vertrag, aber du darfst gehen.

Das hat so lange nicht gegeben. Das fing so an bei Goretzka, da hat man es probiert, da ist man wieder zurückgerudert. Kimmich durfte auch mal gehen, dann ist er wieder geblieben. Aber wie sie jetzt Palinja, Boe und Saragossa, drei Fehleinkäufe, das muss man auch sagen, unter Druck setzen, das gefällt dem Uli.

Weil der Uli will, dass die verkauft werden und dass die Einnahmen generieren. Und das machen sie besser als früher. Der Kader ist gut, aber er ist für mich nicht außergewöhnlich gut, weil ich dabei bleibe, mir fehlt im Zentrum ein Spieler, der in der Lage ist, wie Rotri oder vielleicht ein, zwei andere Typen, die Bayern, ins Champions-League-Finale zu bringen. Der Kader wird die Bundesliga gewinnen.

Und den Pokal und den Supercup. Aber Sie haben... Ich glaube, es gibt noch einen ganz anderen, relativ profanen Grund dafür, dass die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung sehr, sehr hoch ist. Also wenn der FC Bayern, es hat ja die Qualität der Arbeit, die wird ja mittlerweile auch intern beim FC Bayern als gut bewertet.

Schließlich aus den Aussagen und der Aussagekorrektur von Uli Hoeneß. Aber stellen wir uns doch mal vor, es würde zu dieser Vertragsverlängerung nicht kommen. Dann könnten wir eventuell Alfred tatsächlich nochmal drüber sprechen, was die Chancen von Borussia Dortmund oder vielleicht auch RB Leipzig auf die deutsche Meisterschaft angeht.

Weil das würde natürlich Unruhe zu einem Zeitpunkt bringen, wo die Bayern eigentlich gerade auf einem guten Weg sind, diese Top-Form, die sie in der vergangenen Saison mit dem Double-Gewinn gezeigt haben, wieder in eine neue Spielzeit zu rennen. Aber Blüttemberg spielt eine große Rolle auch. Nur eine Sache dazu.

Wir sprechen ja gleich noch darüber. Deswegen würde ich es nicht verstehen, wenn man das Funktionieren, und ich bewerte das, was beim FC Bayern transfertechnisch passiert, als funktionierend auseinanderwirft. Zu dem Ebold-Prozess haben wir ganz kurz einen Satz. Es ist ja jetzt nicht so, dass die Dienstag in die Aufsichtsratssitzung gehen und dann ist das sofort finalisiert. Also, da wird reingegangen, da sitzen die Aufsichtsräte.

Telekom und, und, und, und. Und dann wird der Vorschlag gemacht, mit Max Eberl zu verlängern. Dann wird man im besten Fall einstimmig beschließen, Max Eberl muss ja dann wieder rausgehen, der darf ja bei der Abstimmung nicht im Raum sein, wird beschlossen, dass er verlängert wird. Herbert Heiner hat ja auf der Asien-Turm mit Max Eberl alles vorbereitet. Das ist aber ein langer Satz.

Ja, aber nur einmal, weil alle glauben, dass die Eberl-Verlängerung schon fix ist. Das ist sie nicht. Also, das ist sie nicht. Aber jetzt stelle ich dir mal eine Frage, ganz kurz. Du sagst, dem FC Bayern fehlten Rodri und noch ein oder zwei andere Spieler. Nein. Ich würde nur sagen. Für das allerhöchste Niveau einer fehlt, den ich so im Kader nicht sehe.

Ansonsten ist der Kader sehr, sehr gut aufgestellt, finde ich. Weil du hast gesagt, da fehlen ja noch ein, zwei andere, um die Champions League zu gewinnen. Dann habe ich mich versprochen, dann tut es mir leid. Aber es hängt manchmal nicht nur von einem Transfer ab, um die Champions League zu gewinnen, sondern das, was in einer Saison innerhalb der Mannschaft auch wächst.

Also, wenn ich dich jetzt richtig verstehe, Barcelona hat Rotry verpflichtet. Weil sie die Champions League gewinnen wollen. Wollen, wollen, genau. Aber es sind ja noch andere Mannschaften im Pott, die auch den Anspruch haben. Und Bayern München, so wie er aufgestellt ist, denke ich mal, ist der Anspruch, die Champions League zu gewinnen.

Die sind ja jetzt nicht ganz weit weg von Barcelona, weil sie jetzt Rotry verpflichtet haben. Wenn du Rotry verpflichtet, also ich liebe diesen Spiel, da muss ich mal dazu sagen. Und Spanien wurde auch Weltmeister, weil sie natürlich diesen erfahrenen, entscheidenden Spieler zentral hatten, der alles vorgibt und alles im Griff und alles in der Hand hat.

Aber ich glaube, wenn man sagt, Rodri hätte Bayern München verpflichten müssen, dann hätte es ja im Umkehrschluss geheißen, was mache ich jetzt mit Kimmich, mit Pavlovich, den ich weiterhin aufbauen will. Eventuell mit dem Bischof, der auch den Anspruch hat, vielleicht mal ihm diese Rolle zu wachsen.

Du versperrst ja wieder irgendetwas und du bekommst Unruhe rein eigentlich. Ganz davon ab wollte Rotry nie zum FC Bayern und nicht nach Deutschland. Ich habe aber auch nicht behauptet, dass die Rotry hätten verpflichtet sollen. Ich bin hier der Transfer-Experte. Jetzt Ruhe, bitte. Nein, bin ich natürlich nicht.

Es ist immer so leicht dann dahergesagt. Ich verstehe schon den Grund oder dieses, was du meinst mit diesem Spielertyp Rotri. Das ist ein Fund, ganz klar. Aber das passt ja nicht zur FC Bayern München. Aber Stefan, ich wurde gebeten, eine These aufzustellen für ein Doppelpass. Die habe ich gegeben. Ich begleite die Bayern jetzt seit vielen Jahren. Du hast tausendmal mehr Erfahrung.

Aber wenn ich die Bayern-Spiele gucke und nochmal, die Bayern interessiert mich ab März. Alles, was davor passiert, ob die jetzt wieder bis zur Winterpause ein Torverhältnis haben von 80 zu 3. Das interessiert mich seit fünf Jahren nicht mehr. Crunch-Time ist Viertelfinale Champions League. Und da stoßen die Bayern meiner Meinung nach an ihre Grenzen, weil ihnen im Mittelfeld einer fehlt, der abräumt, der für etwas steht. Ich bin Kimmich-Fan, ich bin Pavlovich-Fan, ich bin Bischof-Fan und ich bin auch Fan von Bahrain-Jai.

Aber das sind für mich im Zusammenspiel, ist das für mich kein Quartett, mit dem du aktuell die Champions League gewinnen kannst. Vielleicht wachsen andere nochmal mehr im Po. Aber ich sage, dass mir der Spielertyp, ich bin Fan von diesen Spielertypen im Zentrum und der fehlt mir einfach. Du müsstest dann einen abfahren. Wobei Uwe jetzt auch nicht so der Abräumer ist. Das ist schon eher der Strategie, sage ich jetzt mal.

Ja, keine Frage. Ist jetzt keiner, der die ganze Zeit auf dem Boden ist. Ich hätte auch gedacht, dass Palinja funktioniert. Lag ja auch falsch. Einmal. Wundernd mit ihm. Ganz kurz, Alfred Traxler, das möchte ich den Zuschauern nicht vorenthalten, sitzt seit fünf Minuten angespannt im Startblock. ob jeder ist halt fähig rauszuschießen.

Nur aufgrund seiner höflichen Erziehung hat er sich zurückgehalten. Ich will noch mal auf Max Eberl zurückkommen. Wir sind ja alle sicher oder verboten es stark, dass der Vertrag verlängert wird. Diese berühmten 40 zu 60 Prognose von Uli Hoeneß, muss man aber auch sagen, dass das zu dem Zeitpunkt keine unrealistische Einschätzung war.

Denn alle, die wir hier mit Bayern München schon mal ein Hintergrundgespräch führen, wissen ja, dass es im Aufsichtsrat große Vorbehalte gegen Eberl bei bestimmten Personen gibt. Die hat er jetzt ausgeräumt. Ich glaube auch zu Recht, also die Mannschaft, die da jetzt steht, ist auch ohne Rodri ziemlich gut. Man kann damit also schon was machen.

Und ich glaube, dass der Vertrag verlängert wird. Das Einzige, was eben wieder bei Bayern München das Merkwürdige ist, warum diese ganzen Vertragsverlängerungen mit Prozentzahlen und so in der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Das macht man normalerweise etwas dezenter in anderen Unternehmen. Wir wissen am kommenden Sonntag im Doppelpass natürlich mehr zu diesem Thema, wenn dann Eberl rausgehen musste und wieder reingehen dürfte und dann die Nachricht übermittelt bekommt, ob er denn bleiben darf. Und dann kommt oben weißer Rauch aus der Serie.

Weißer Rauch zeigt dann auf und Habemus, Schwemus Eberl. Wir sprechen im nächsten Sendungspart über ein Thema, Auch deswegen Ralf Hasenhüttl heute bei uns über die Trainer in der Premier League. Vier Jahre Erfahrung hast du da mitgebracht aus der Premier League. Und natürlich wissen wir, dort kann man sich einen Rotri leisten.

Dort ist mehr Geld vorhanden. Aber Ralf, du sagst auch, in der Premier League bekommen die Trainer mehr Vertrauen. Warum du das sagst, gleich bei uns. Und wir sorgen für die Themen. Wir schauen auf die englische Premier League. Diese gilt zu Recht als beste Liga der Welt. In dieser anstehenden Saison, die jetzt gerade begonnen hat, gibt es erstmals mehr deutsche Trainer auf den Trainerbänken dort als Engländer.

Deutsche Welle in der Premier League. Mit Farke, Hürzeler, Jaisle und Rose sitzen gleich vier Deutsche auf der Trainerbank in der teuersten Liga der Welt. So viele wie noch nie. Dazu kommt noch der Österreicher Oliver Glasner und die überraschende Erkenntnis, man spricht Deutsch im englischen Fußball.

Ein Trend, den Jürgen Klopp seinerzeit in Liverpool eingeleitet. Und Thomas Tuchel in Chelsea und aktuell als englischer Nationaltrainer auf die Spitze getrieben hat. Ein klares Zeichen für die Qualität deutscher Fußballlehrer, aber vielleicht auch ein Risiko. Verliert die Bundesliga die besten deutschen Trainer an die Premier League?

Aktuell vielleicht noch nicht, denn keiner der vier Deutschen in der Premier League trainiert im Moment ein echtes englisches Spitzenteam. Es fällt allerdings auf, auch die Top-Teams in der Bundesliga haben kaum noch deutsche Tränen. Sebastian Hoeneß beim VfB ist aktuell der Einzige. Die Premier League ist somit bestimmt eine ernstzunehmende Konkurrenz, nicht nur finanziell, sagt Ralf Hasenhüttl, der selbst fast vier Jahre in Southampton war.

In England genießen Trainer ein größeres Vertrauen. Wie meint er das? Warum könnte England für deutsche Trainer attraktiver werden als die deutsche Bundesliga, Herr Hasenhüttl? Wir klammern jetzt mal den finanziellen Aspekt aus, weil logischerweise, kann man das nicht wegdiskutieren, das ist schon mal das Erste.

Ich bin natürlich schon oft gefragt, was ist der große Unterschied, wenn man als Trainer in der Premier League arbeitet. Wir sind in der Deutschen Bundesliga als Trainer für alles verantwortlich, entscheiden aber nicht immer alles. In der Premier League war es zumindest bei mir so. Ich war da vier Jahre tätig.

Ich war auch für alles verantwortlich, aber ich habe auch alles entschieden. Und das macht die Sache zum Arbeiten wesentlich angenehmer. Und das ist so etwas, was man vorher so nicht kannte. Das heißt nicht, dass es die einzige Möglichkeit ist, erfolgreich zu sein. Wenn die handelnden Personen im Verein das tun, was für deinen Fußball und für das, was du brauchst, wichtig ist, dann funktioniert das auch wunderbar.

Es ist nicht die allein mögliche Variante, um erfolgreich zu sein. Aber es ist schon so, dass man aufgrund der Tatsache, dass man alles entscheidet, natürlich es auch leichter fällt, sich vor alle Entscheidungen zu stellen oder dafür Verantwortung zu übernehmen, logischerweise. Das ist die eigene Bank.

Genau. Und deswegen finde ich, macht das das Arbeiten dort so atträglich, dass man es dann auch mal vier, acht oder noch wie viele Jahre aushält, wenn man... Das ist immer die Grundvoraussetzung, logischerweise. Das ist in Deutschland nicht anders. Ich glaube, die Durchschnittszeit in England ist ein bisschen höher als in Deutschland.

Knapp 900 Tage ist ein Trainer im Durchschnitt in England im Amt gut zweieinhalb Jahre. In Deutschland sind es ein bisschen mehr als 700 Tage, also knapp zwei Jahre. Was ist der Grund, warum eigentlich Trainer unter Druck kommen? Sehr oft ist die Erwartungshaltung und die Realität das Problem. Erwartungshaltung sehr hoch, Realität eigentlich nicht.

Und dementsprechend kommen dann Situationen zustande, wo Unmut entsteht. In England ist es so, es war jahrelang so, dass die Top-Sechs eigentlich vergeben waren. Mit den Top-Vereien Liverpool, Arsenal, Man City, Man United, Tottenham, die letzten Jahre nicht mehr, aber früher. Chelsea. Und Chelsea, genau. Und alles, was darunter gespielt hat, war schon dankbar, mehr oder weniger, wenn sie in der Liga geblieben sind.

Und das allein sorgt schon dafür, dass, wenn du nicht gerade auf dem Abstiegsplatz bist, du automatisch schon in einem relativ sichereren Bereich bist. Wodurch niemand nervös wird und jeder mal die Saison abwartet. Ich glaube, wir haben jetzt in dieser Saison neun neue Trainer in der Premier League. Nach der Saison wurden diese Entscheidungen getroffen, weil man jeden erstmal die Saison zu Ende spielen lässt.

Dann weichen nicht zwei, drei schlechte Spiele und sofort bist du unter Druck. In der Bundesliga ist es so, wenn du dreimal nicht gewinnst, wird mir schon schön vorgerechnet, naja, Herr Hasnüttl, wann kommt mal der nächste Sieg? Aber du kannst natürlich auch mal mit Southampton gegen Liverpool spielen, dann zu Hause gegen Man City und dann in Arsenal.

Das kann dir passieren. Und dann stehst du mit null Punkten nach drei Spielen, aber da verliert keiner die Nerven, weil jeder weiß, okay, du hast deine zehn bis 15 Niederlagen mit so einem Klub, in dem ich gearbeitet habe. Das ist nicht ganz einfach als Trainer, weil es natürlich nie angenehm ist, Spiele zu verlieren.

Aber im Endeffekt spürt man trotzdem immer, dass der Verein die Ruhe behält. Und dementsprechend ist das vielleicht auch ein ausschlaggebender Punkt, warum die Verweildauer ein bisschen länger ist. Kurz zur Arbeit an sich. Du hast gesagt, wenn du als Trainer in der Premier League bist, du bist ja mehr oder minder Manager und bist für alles verantwortlich, triffst alle Entscheidungen.

Ist der Job dann dort intensiver und zeitaufwendiger als in der Bundesliga, wo du ausschließlich Trainer bist und für solche Entscheidungen auch Sportdirektoren und technische Direktoren und Ähnliches hast? Ja, natürlich. Du hast natürlich Leute, die da zuarbeiten. Und es ist auch echt nicht immer überall gleich.

Ich weiß zum Beispiel von Fabi Hürzeler bei Brighton, dass der einen CEO oder einen Owner hat, der halt sehr, sehr gerne alles entscheidet. Und ich glaube, es ist nicht überall gleich. Ich kenne zum Beispiel den Sportdirektor von Newcastle, das war mein Sportdirektor in Southampton, Ross Wilson. Der hat jetzt Jeißle geholt aus Saudi-Arabien.

Und ich weiß auch, dass das ein unglaublich akribischer Arbeiter ist, der dir wirklich alles abnimmt. Und dann ist es nicht mehr so extrem stressig. Aber ich habe mit Ross in Southampton nur ein Jahr zusammengearbeitet und dann ist er weggegangen. Und dann war natürlich vieles, was dann an mir hängen geblieben ist.

Und das habe ich dann schon gemerkt. Das ist sehr, sehr energiezehrend. Und man darf ja nicht vergessen, dass die Bremmer League im Winter keine Pause hat. Das heißt, du bist dann wirklich von November bis März eigentlich two-shoe am Arbeiten. Dann kommt da noch ein Transferfenster im Januar dazu. Und dann weißt du nicht mehr, wie die 24 Stunden am Tag reichen können.

Und das ist schon etwas, was unglaublich viel Energie zieht und wo du dann nach den vier Jahren auch gemerkt hast, dass man. Nicht mehr ganz so viel Energie hat. Was ich noch spannend fand, was Ralf mir gerade erzählt hat, dass in England nach dem Spiel nur einer spricht. Der Trainer. Das ist der nächste Punkt, den ich anbringen wollte.

Weil ich dich gefragt habe, ob du schon mal Jörg Schmattke nach einem Liverpool-Spiel eine Aussage zum Spiel gehört hast. Das kam nie vor. Warum? Weil dort nur einer spricht. Und das ist der Trainer. Das ist für euch Journalisten vielleicht nicht ganz so angenehm, weil da könnt ihr keine zwei Meinungen dann gegeneinander ausspielen.

Wir bleiben beim deutschen System. Wir bleiben beim deutschen System. Weil da gibt es immer nur eine und die ist Gesetz. Und das erleichtert die Arbeit natürlich auch ungemein. Als wenn man kurz mal nach dem Spiel in die Kabine geht mit seiner Mannschaftsspielerin und inzwischen der Sportdirektor schon drei Minuten über dein Spiel philosophiert hat. Ohne, dass er weiß, was du davon hältst.

Sicherlich auch ein Punkt, der das Arbeiten manchmal ein bisschen angenehmer macht. Und wie ist es dann? Also ist es dann vertraglich? Ich erinnere mich jetzt an Borussia Dortmund, wo es ganz klar jetzt hieß, nur wenn Bog, Ricken und Kovac einen Transfer wollen, dann wird er umgesetzt. Wenn du dann als Trainer die Verantwortung hast, steht es dann so in deinem Vertrag, dass du das letzte Wort hast?

Und wo bist du dann hierarchisch über den anderen angesiedelt? Beziehungsweise wer würde dich dann im Misserfolgsfall entlassen, wenn du so weit oben stehst? Der CEO, der ist derjenige, der dann die Entscheidung geführt hat. Also das Board natürlich in Abstimmung. Wir haben ja schon ein Board gehabt, der Finanzchef und so weiter.

Und natürlich der Ona. Aber ich hatte das Glück, dass ich die ersten drei Jahre hatten mit dem chinesischen Ona. Dann hatten wir auch noch Corona. Der konnte eigentlich gar nicht einfliegen, weil Reisen war nicht möglich. Da konnte es da auch mal 9-0 zu Hause verlieren. Das habe ich auch überlebt. Und du wurdest nicht entlassen. Und ich wurde nicht entlassen.

Aber grundsätzlich natürlich ist das eine Konstellation jetzt in Dortmund, wenn die klare Philosophie vorher abgesteckt ist, das Spielerprofil klar ist, dann ist das ideal. Weil dann kannst du dich natürlich auf deine Kernkompetenz, nämlich auf das Training, auf die Arbeit mit der Mannschaft konzentrieren. Das ist sicherlich auch ideal.

Aber es ist auch nicht, also ich habe die andere Seite auch kennengelernt. Und ich muss sagen, es ist schon interessant, wenn jede Entscheidung über deinen Tisch läuft. Das war vom Auswärtstrikot, mit dem wir spielen, über den Bus, mit dem wir fahren. Also wirklich alles. Und du bist natürlich dann viel mehr gefordert, aber es macht auch enorm viel Spaß, gestalten zu können.

Und auch für die Jugend. Und wir haben damals ein Playbook für den ganzen Verein, auf den Tisch gelegt. Und alle Jugendtrainer haben nach diesem Plan gearbeitet. Die Spieler, die da raufgekommen sind, wussten schon genau, worum es geht. Solche Dinge. Und das ist schon sehr angenehm, wenn man so einen ganzen Verein dann auf die Art und Weise führen kann.

Wird dann die Trainerarbeit, die reine Trainerarbeit aufgrund der anderen Aufgaben weniger unter der Woche? Dass du das auslagerst an Co-Trainer, an Assistenten? Also Menger hat mal gesagt, bis Donnerstag bin ich Manager und Freitag, Samstag bin ich dann Trainer. Ist schon was dran. Du brauchst ein sehr gutes Team, Rumo. Ich weiß, dass Jürgen auch ein fantastisches Team hatte.

Sonst kannst du deinen Job so lange dort auch nicht machen, weil du brauchst am Wochenende, am Samstag deine Energie fürs Spiel. Sonst funktioniert das nicht und das zehrt natürlich schon. Aber grundsätzlich ist es schon so, dass man ein gutes Team um sich herum braucht. Fußball ist schon lange keine One-Man-Show mehr. Jetzt muss ich was einzahlen, oder? Ja, unbedingt.

In dem Moment, wo ich es gesagt habe. Weil du in der Premier League fertig hast, kannst du auch zweimal drei Euro reichmeißen. Mach mal. Aber Ralf, ich glaube ja schon, dass tatsächlich auch für Trainer, wenn Sie da vielleicht auch einen breiteren Gestaltungsrahmen zur Verfügung haben, gerade auch was die Zusammenstellung einer Mannschaft angeht, dass das A sehr angenehm ist und dass das vielleicht tatsächlich auch dazu führt, dass dann im Zweifelsfall der Kader tatsächlich besser zu dem passt, was ein Trainer sich vorstellt. Also weniger Reibung.

Auf der anderen Seite ist es natürlich immer so, dass Fußball auch Tagesgeschäft ist. Und wenn ein Trainer jetzt sehr, sehr viel Einfluss auf die Zusammenstellung der Mannschaft hat und dann irgendwann, weil der Erfolg ausbleibt, nicht mehr da ist, hat der Nachfolger vielleicht anders als nach dem deutschen Modell, wo Geschäftsführer, Sportdirektoren eher die Transferpolitik bestimmen, den Nachteil, dass er dann möglicherweise mit einem Kader arbeiten muss, mit dem er als Trainer gar nichts anfangen kann.

Erstmal eins, bitte. Erstmal Fußball ist Tagesgeschäft. Ich will ja schlicht deinen Job machen. Vielen Dank. Du darfst reagieren, natürlich. Jetzt hast du mir das Schwein so aus dem Konzept gebracht. Worum ging es das nochmal? Die Vor-Nachteile. Ob das nicht ein Nachteil ist, wenn ein Trainer sehr viel Einfluss bei der Zusammenstellung einer Mannschaft hat, und dann ist der auf einmal weg und ein anderer muss mit der Truppe arbeiten? Also, es ist ja schön, wenn du Einfluss auf die Zusammenstellung der Mannschaft hast, wenn du richtig Kohle, wenn du Geld hast.

In der Bremmer League brauchst du nicht viel Geld, sondern richtig viel Geld. Weil Schnäppchen gibt es leider keine. Wenn wir beide in ein Autohaus gehen und uns ein Auto kaufen, dann zahlen wir beide den gleichen Preis. Wenn ich als englischer Verein... Ein anderes kaufen müssen wahrscheinlich. Wenn wir als Verein bei einem deutschen Klub zum Beispiel nach einem Spieler fragen, da steht schon mal eine 2 vor. Also da wird kein Schnäppchen zu haben sein, wenn du als englischer Klub irgendwo anfragst.

Und deswegen ist es halt sehr, sehr angenehm, wenn du Entscheidungen treffen kannst, ohne diese finanziellen Limits, die wir in Sausse Händen zum Beispiel hatten. Wir waren immer der Verein mit dem 2. oder 3. niedrigsten Budget. Wir mussten eigentlich nach jeder Saison erstmal unsere Topspieler verkaufen, bevor wir uns überhaupt was Neues holen konnten, weil unser Owner hat in den drei Jahren genau nichts investiert.

Du bekommst natürlich sehr viel Fernsehgeld, das reicht, um die Gehälter zu zahlen und um den einzelnen 500 Mitarbeiter, die wir hatten, zu finanzieren. Da wird die Entscheidung für den Trainer dann schon limitiert, wenn wir es mal so ausdrücken wollen. Weil es einfach schwierig ist, in dem Preisniveau dann Spieler zu bekommen, die gegen die stärksten Mannschaften, die besten Spieler, die besten Trainer trotzdem bestehen können.

Da musst du dir die Nischen suchen, aber die gibt es halt mittlerweile. Und ich habe auch gemerkt, dass in den vier Jahren, es wurde jedes Jahr schwerer, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Es wurde jedes Jahr intensiver, die Qualität der Premier League ist so gestiegen, weil einfach immer mehr Geld in den Markt gekommen ist mit neuen Ownern, Saudi-Arabien zum Beispiel, Newcastle und so weiter, dass das einfach immer schwieriger wurde, wenn du keinen Owner im Rücken hast, der wirklich finanziert.

Aber wenn du als Manager da die letzte Entscheidung auch hast, jetzt hat ja, wie du sagst, selbst in der Premier League jeder Klub auch ein Budget. Ist das auch dein Job oder sagt man dir dann, nee, das ist jetzt zu teuer? Ja, das kommt schon, natürlich. Also ich kann jetzt nicht sagen, pass auf, du weißt schon, das Regal, in dem du schauen kannst, das kennst du schon.

Aber du musst so ein bisschen das auch im Auge haben dann. Ja, logischerweise ist es so, dass man. Die Spieler, die einem dann vorgeschlagen werden, man kennt ja selber als Trainer nicht alle Spieler, man kennt schon Spieler, die man möchte, aber die sind meistens nicht in dem Regal, in dem du guckst und dann werden dir halt Spieler angeboten, die du vielleicht nicht ganz so gut kennst, aber das ist halt das, was möglich ist.

Es kommt ja auch sehr, sehr oft vor, dass Spieler dir dann angeboten werden, wo du dir denkst, was wollen die? Keine Chance, dass wir den kaufen können. Das wird eher dann dazu verwendet, um den Spieler irgendwo anders attraktiver zu machen und teurer zu machen. Wenn man nicht gerade jemanden hat, der den sowieso schon teurer macht, der hier sitzt, dann wird er irgendwie anders preislich gestiegen.

Du kannst gleich reagieren. Ich gebe dir sogar noch ein paar Sekunden mehr Zeit darauf zu reagieren. Wir machen einen Spot und sind dann gleich wieder zurück. Zurück, wie versprochen nach einem Spot und wie versprochen mit deiner Antwort. Zunächst mal hat Ralf ganz viele Thesen bestätigt, die wir ja hier in den letzten Monaten und Jahren schon zu Genüge auch besprochen haben.

In England ist der Trainer der Manager. Hier ist er der Trainer, der Cheftrainer. In der Bundesliga hat sich eingeschlichen, dass der Trainer ganz oft der letzte Idiot ist. In Deutschland wird mit Trainern umgegangen, teilweise wie mit einer Menschen zweiter Klasse. Hauptsache verlieren, draufhauen, dann nehmen wir uns alle mit in die Pflicht. Und das ist in England eine ganz andere Nummer.

Ist zumindest meine Wahrnehmung als Fußballfan, dass das immer schlimmer wird. Und deswegen ist die Halbwertszeit von deutschen Bundesligatrainern einfach eine geringere. Und er bestätigt vor allem meine These, dass wenn 50 plus 1 fallen würde, und man würde sich Investoren öffnen, sage nicht, dass das kommen muss oder dass ich ein Fan davon bin, Aber es würde dazu führen, wenn die richtigen Investoren kämen.

Dass das Interesse und das Leistungsniveau der Bundesliga steigern würde. Das hat ja Ralf quasi gerade bestätigt. Je mehr Kohle, desto mehr Qualität kann man einkaufen. Zwei Zahlen mitgebracht. Wir sind jetzt eine Woche vorm Schließen des Transferfensters. Die Bundesliga steht aktuell bei ca. 650 Millionen Euro Ausgaben für Transfers. Die Premier League steht jetzt eine Woche im gleichen Zeitraum bei 2,8 Milliarden.

Ausgaben. Das Problem ist aber, die Engländer kriegen es langsam hin, auch zu verkaufen. Wir haben jetzt zum Beispiel generiert in der Bundesliga in den letzten Wochen circa, ich glaube, wir stehen bei 700 Millionen Einnahmen. Diomande, Touré, Mansami, für viel Geld gewechselt. Die Engländer wiederum haben 1,7 Milliarden eingenommen.

Und das reinvestieren sie. Sie reinvestieren und reinvestieren. Aber die Engländer, die sind uns so weit, die sind so weit voraus. Also da brauchen wir, deswegen ist die Bundesliga auch einfach unattraktiv geworden. Und ich glaube nicht, dass ein Hürzeler ein Jeißle, ein Farke, ein Rose so schnell wiederkommen werden. Das ist super schade für uns.

Ich glaube nicht, dass die Bundesliga unattraktiv geworden ist. Ganz im Gegenteil. Unattraktiver. Das Problem ist natürlich der Abgang von Topspielern. Im englischen Fußball fragt man nicht, wo das Geld herkommt. Es ist einfach da. Und das Thema ist, die wollen einfach die besten Spieler sehen. Jedes Wochenende.

Und fangen ja nicht an, unter der Woche sieben Spieler zu wechseln. Für ein Pokalspiel, weil die wollen die besten Spieler sehen. Deswegen gehen sie ins Stadion. Und wenn du das tust, dann schimpfen die dich. Dann kommt neben der Bank einer her und erzählt dir, you don't take it serious, weil du du bist.

Ich glaube einfach, die wollen jede Woche die besten Spieler sehen. Die wollen ihre Salats, ihre ... Ihre Stars sehen und da ist es auch egal, wo das Geld herkommt. Und ich glaube, das ist der große Unterschied. Aber da müssen wir aufhören, hier rumzuheulen, dass die Bayern jedes Jahr Meister werden.

Ganz ehrlich, wenn wir uns nicht darum kümmern, dass die, die hinten dranhängen, Gas geben können, ihren Kader entsprechend verstärken können und jedes Fenster darauf angewiesen sind, irgendwelche Juwelen zu entdecken aus Belgien, aus Holland, aus Polen, aus Tschechien, die die Engländer uns zwei Jahre später wegkaufen, dann brauchen wir uns nicht darüber wundern und uns darüber beschweren.

Das ist nämlich dann einfach die Konklusion. Und dann wird es dabei bleiben. Und das führt dazu, dass es nicht die beste Liga der Welt ist, es ist die attraktivste Liga der Welt, die Premier League. So würde ich es formulieren. Ja, es macht es natürlich auch einfacher, sich dann international besser zu vermarkten. Ich habe einmal, ich kann mich erinnern, war ich Leipzig-Trainer, da habe ich mich vor der Saison mit Karl-Heinz Rummigge angelegt, weil ich es so verbönt gehalten habe, dass die Mannschaften im Sommer nach China geschickt werden.

Heute sehe ich das ganz anders. Ich weiß, wie wichtig das ist, dass die Bundesliga sich einfach international besser darstellt. Und ich glaube, da ist uns einfach die Bremerlichkeit weit voraus, weil dieselbe Summe, die sie. Intern bekommen in England, dieselbe Summe bekommen sie nochmal international für ihre Fernsehrechte.

Jetzt muss man sich das vorstellen, die vermarkten sich praktisch zweimal. Wenn du in Asien oder in Hongkong dir ein Spiel anschaust, dann siehst du die Bremer League und das ist einfach das große Problem. Und deswegen werden wir halt in der Bundesliga irgendwann versuchen müssen, da hinzukommen. Ich will dir einmal recht geben, deswegen lass mich noch was sagen.

Das Grundproblem ist ja bei uns, dass wir wirklich außer Bayern München nur Verkaufsklub haben. Selbst Vereine wie Leipzig verkaufen Spieler. Das heißt, wenn du immer verkaufst, wirst du deine Qualität nicht steigern können. Und das ist der Punkt hier. Und. Diese nostalgische Liebe zu unserer 50 plus 1 Regel, da gebe ich dir recht, die ist halt letztlich ein Hemmschuh.

Ja, aber du würdest ja beispielsweise den Unterschied, den Gap zwischen Bayern München und Borussia Dortmund oder anderen Vereinen auch nicht automatisch dadurch beseinigen, indem du 50 plus 1 gibst. Nein. Ja, das würde ja voraussetzen, dass die anderen dann sagen, okay, wir holen Fremdinvestoren rein und die Bayern sagen, macht mal, wir lehnen uns zurück.

Das wird doch nie im Leben passieren. Nein, aber wenn du den Verein überlässt, ob sie 50 plus 1 nutzen oder nicht, hast du zumindest die Chance, an Bayern München vielleicht mal ranzukommen, wenn du das vernünftig machst. Du müsstest schon verflucht gute Arbeit machen. Aber da haben wir ja wieder den Punkt, wenn man das vernünftig macht. Ich weiß nicht, Tottenham im letzten Jahr, Chelsea, was haben die eingekauft? Wie viele Spieler hatten die im Kader und wo waren sie international? Nirgendwo. Die standen kurz vor dem Abstieg.

PSG genauso. Die haben Millionen, Hunderte von Millionen investiert für Neymar, für Messi. Ramos kam noch und so weiter, wo du gesagt hast, wenn du nur die Namen siehst, sind die unschlagbar. Und wo waren sie in der Champions League? Nirgendwo. Also die Garantie hast du ja nicht. Nein, Garantie nicht, aber die Möglichkeit. Wenn einer kommt und sagt, hier hast du eine halbe Milliarde, investiere oder kauf, da brauchst du schon Kompetenz.

Ja, aber da dran hängt das. Das Einzige, was mich vielleicht verhindert, ist, dass du so eine Diskussion wie wir heute hier nicht hast, dass du über zwei Mannschaften sprichst, die sich über den Titel unterhalten. Und vielleicht die Fantasie zu entwickeln, macht die Liga schon interessant. Aber es ist ja noch nicht so lange her, als Leverkusen macht deutscher Meister.

Natürlich musst du es versuchen, auf Strecke zu bringen. Das schafft nur der FC Bayern, weil sie die Möglichkeiten haben, weil sie die finanziellen Möglichkeiten haben und weil sie auch diese Kompetenz haben, die diese Entscheidungen einfach treffen. Das haben ja zum Teil viele Bundesligisten. Aber Stefan, warum macht denn die Bundesliga, was die Auslandsvermarktung anbelangt, also die Spiele, die in der ganzen Welt gezeigt werden?

200 Millionen Einnahme und die Premier League 5 Milliarden. Überall auf der Welt siehst du Premier League. Und geh doch mal an einen Flughafen. Überall auf der Welt, da hängen die Trikots. Keiner von der Bundesliga. Da sind sie Vorreiter. Aber Bayern München ist schon auf einem sehr, sehr guten Weg. Oder auch in Amerika. Nur Bayern München.

Ich glaube, dass Bayern sogar davon profitieren würde, während es in der Liga, das hat der Uli Wünes auch oft gesagt, für ihn wäre wichtig, dass sie mehr gefordert werden. Weil dann kommst du in den März rein oder in den April rein und hast dann auf einmal ein Spiel, wo du denkst, Nicht so leicht. Also da wirst du vielleicht, wenn du jede Woche gefordert wirst.

Und ich glaube, dass es auch ein Problem ist für die englischen Premier League-Clubs. Ich glaube, dass das national für mehr Aufmerksamkeit sorgt. Aber wenn du die Champions League anguckst die letzten Jahre, wenn du einen englischen Verein im März bekommst, kannst du dir sicher sein, die kommen aus einer unglaublich langen Phase über Weihnachten durchgespielt.

Da sind die meistens ziemlich leer. Ich habe das mit meiner eigenen Mannschaft erlebt. Das war im März Wahnsinn. Da waren die Spieler durch. Und da kommen aber dann die Big Games. Ich gebe dir recht, aber jetzt stelle ich dir eine Frage, weil jetzt reden wir über FC Bayern und Konkurrenzkampf in der Bundesliga, dass du bei 100 Prozent bist, wenn es darauf ankommt, März, April.

Wer hat die Champions League gewonnen die letzten zwei Jahre? PSG, die haben gar keine Konkurrenz. Also das ist schon recht, aber irgendwie ist es denn auch nicht wirklich wahr, weil PSG sie auch schafft. Ja, wir wollen die französische Liga nicht so ganz schlecht machen, aber es ist klar, es ist nicht so, dass sie da jedes Wochenende bis an die Schmerzgrenze gehen müssen. Aber PSG hat eine ganz andere Transferstrategie als die Engländer hingelegt. PSG hat ganz dezidiert sich verstärkt. Ja.

Aber ich möchte eine Sache sagen und die macht mich wirklich wahnsinnig. Denn wir machen immer so, wir wollen die Spieler halten. Es hat sich ja Folgendes in der Bundesliga eingeschlichen. Es warten ja alle Vereine drauf. Ewol, Wohlgemut, Schäfer, wie sie alle heißen. Sie warten alle drauf, dass irgendein Engländer anruft und am Ende vor dem Deadline-Day 90 Millionen Euro für den Volta-Made bietet, von dem die vor drei Wochen überhaupt nichts wussten.

Dann war der drei Wochen in den Medien. Der muss aber gut sein, da bieten wir mal 80, wenn die Bayern den haben wollen. So geht es den ganzen Tag. Und jeder Bundesliga-Boss, den man jetzt anrufen würde, würde das bestätigen. Und die Kölner, ich liebe die Kölner, Aber die sollen ja aufhören mit dieser scheinheiligen Saeed El Mahler Nummer.

Die Kölner wären die Ersten gewesen, die Saeed El Mahler für 50 Millionen Euro nach Brentford, ins Niemandsland, nach London verkauft hätten, weil sie das selber noch rangekarrt hätten. Und nur weil El Mahler und die Mutter von El Mahler am Ende gesagt haben, nee, Brentford möchte ich doch nicht, ist der da geblieben. Und jetzt wird er so glorifiziert, als wäre der neue Poldi.

Der hat in der Jugend noch nicht mal beim 1. FC Köln gespielt. Das ist für mich einfach scheinheilig. Das muss man einfach mal sagen. Und so geht es ja die ganze Zeit. Ja, das ist einfach so. Deswegen können wir auch keine Spieler halten. Deswegen können wir keine Spieler halten, weil die Engländer so doof sind und die Spieler hier völlig overpriced uns abkaufen.

Ja, aber Diamantin und so weiter hätte ich schon gerne weiterhin hier gesehen. Das ist Real Madrid. Da können wir stolz drauf sein, dass wir Spieler aus der Bundesliga hin verkaufen. Ja, aber die tut sie mir weiterhin hier gesehen. Ja, das ist das Thema. Wir müssen die besten Spieler sehen wollen. Ja. Und dann werden wir auch Lige finden, die vielleicht irgendwie hier zu halten.

Du hast doch gerade selbst die Diskrepanz von Zu- und Verkäufen genannt. Und bei uns ist es immer negativ. Und wir verlieren die guten Spieler. Wir haben doch früher geredet darüber, da war doch die Diskussion mit Oli See, oder? Nach der WM mit Bayern, kommt mal Angebot oder sonst irgendwas. Wie lange hat die Diskussion gedauert?

Da war nichts mit Sommerlochfühlen damit, ne? War relativ schnell vorbei. Ja, aber dann öffnet dich. Wir haben ja eben auch festgestellt, dass ein großes Problem ist, sagen wir mal, dass die Bundesliga in der Spitze nicht unbedingt besonders ausgeglichen besetzt ist. Nochmal, wenn 50 plus 1 fallen sollte und die Vereine die Möglichkeiten haben.

Sagen wir mal, Mehrheitsinvestoren ins Boot reinzuholen. Das wird schon mal A, grundlegend die Struktur verändern. Es würde aber nichts beispielsweise an den Verhältnissen innerhalb der Bundesliga ändern, weil der Abstand zu den Bayern, die die Möglichkeit haben, jetzt schon beispielsweise, wenn sie es machen würden, könnten die problemlos aus der Zentralvermarktung, TV-Vermarktung aussteigen.

Wenn die dann noch Investoren in der Größenordnung der Investoren mit denen viele Engländer arbeiten oder PSG arbeiten, dann ist der Gap noch größer. Dann haben wir wahrscheinlich, was die Attraktivität der Bundesliga angeht, ein noch größeres Problem. Und ich sehe dann noch lange keinen anderen deutschen Meister oder mehr Spannung an der Spitze. Aber haben wir das nicht mittlerweile schon mit den 5% von Fiesmann?

Ja, letztendlich ist es ja immer eine Form von Modifizierung, die auch gemacht wird, dass wir immer tatsächlich auch versuchen, in bestimmten Bereichen innerhalb dieses groben Rahmens, der kurioserweise auch nicht für alle gilt, Bundeskartellamt hat sich ja dazu jetzt auch mal geäußert, was jetzt die Sonderstellung von Wolfsburg, vielleicht Leipzig, Leverkusen angeht.

Also 50 plus 1 wird ja schon auch durchlöchert. Aber bislang wird halt nicht gewagt, sich von dem zu trennen. Und noch mal, wenn man es machen würde, es wird die Machtverhältnisse in der Bundesliga, glaube ich, eher zementieren als verändern. Wir haben lange jetzt gesprochen. Ich habe euch zugehört, weil es super interessant war.

Wir haben einen gehabt, der aus dem Sattel gegangen ist und hat es schön hochgeschaukelt. Emotionen, und wir wollen natürlich die Emotionen weiter haben. Denn wir sprechen gleich nach einer kurzen Unterbrechung über das Florian-Plettenberg-Thema Transfers und Zeitelmaler. Emotionen, die werden entfacht durch Menschen, ja, Personen.

Und manchmal werden Personen ein bisschen hochgechastet, wie du gerade gesagt hast. Ich habe aber wenig Schlaf aktuell. Ist egal, solange es emotional ist, ist alles gut. Und wir reiten die Emotionswelle weiter mit Ruth Hofmann. Unbedingt, sehr gerne. Also Florian Plettenberg, da geht es weiter adressiert an dich, weil wir jetzt bei den Transfers sind.

Das ist dein Spezialgebiet. Wir hatten es schon, du immer mit deinen Transfers. Das ist aber wichtig und vor allem heute auch hier sehr, sehr interessant, weil wir eine Entwicklung feststellen, dass das Vermelden von Transfers allein schon fast ein neues Genre bietet. Also wir sind da schon im News- und Unterhaltungswert von einzelnen Personen.

Zum Beispiel Fabrizio Romano hat das sehr für sich früh erkannt, hat mittlerweile über 50 Millionen Follower, ist weltweit bekannt, hat natürlich auch eine große Reichweite und Macht dadurch. Und unser Transfer-Experte Florian Plättberg hat sich mit ihm schon eine kleine Fede geleistet. Da ging es um den Wechsel von Jan Diomondé zu Real Madrid. Da hat nämlich Romano.

Sehr voreilig schon ein Here we go, also vorzeitig den Transfer vermeldet. Worauf du, Pletti, gesagt hast, das ist noch eine Pseudo-Einigung, so weit sind wir noch gar nicht. Und dann ging es ein bisschen persönlich hin und her. Romano hat sich dann auf dich wiederum gemeldet und das konnten dann Millionen Follower auf den sozialen Kanälen dann eben verfolgen.

Was ich mich frage ist natürlich, wo befinden wir uns gerade, wenn es darum geht, immer schneller zu sein, auch die Reichweite zu bedienen, gleichzeitig aber eine journalistische Sorgfaltspflicht zu beinhalten. Und sich das ja dann tatsächlich auch wie jetzt in diesem Battle zwischen euch und du sagtest, bei Jürgen Klopp war es irgendwie auch schon ähnlich, dann sehr schnell irgendwie medial hoch verstrickt. Wie gehst du damit um, Pläti?

Das Foto ist erst mal eine Frechheit. Von dir oder von Fabrizio? Dieses mopsige Doppelkinn-Foto. Das ist ein halbes Jahr alt, bevor das Transferfenster geöffnet hat. Oder was meinst du? Ich dachte, es ist Matthias Geisle. Ja, nee. Der hat ein ruhigeres Leben als ich. Das Thema war nicht abgesprochen, sonst wäre ich nicht gekommen.

Was soll ich jetzt dazu sagen? Es ist ein Thema für die nächsten 5 Stunden. Es ist... Stefan zittert. Bitte? Was soll ich sagen? Ich glaube, man muss sich damit anfreunden, dass es Transferjournalismus gibt. Ich glaube, es gibt unterschiedliche Interpretationen, wie man das macht. Ich bin sehr froh, dass wir bei Sky einen journalistischen Standard haben, den ich so gelernt habe.

Den ich bei allen anderen, die sich in diesem Segment bewegen, auch voraussetze. Das bedeutet doppelte Quellenprüfung, ordentliche Recherche, das richtige Abwägen von Sätzen, von Halbsätzen, weil die deutsche Sprache sehr mächtig ist. Und dann darf es am Ende als Transferjournalist, der ich dann bin, in den Phasen, wo es hoch hergeht, darf man sich nicht zu wichtig nehmen. Ich kann recherchieren und ich kann telefonieren mit allen, die telefonieren und selber verhandeln, aber ich sitze nicht am Tisch.

Und Uli Hoeneß hat mir mal einen schönen Satz gesagt. Er hat gesagt, Herr Blättenberg, das war damals, als Kai Havertz mal davor war, zum FC Bayern zu wechseln. Da war ich im Doppelpass, war ich noch bei Sport 1. Da habe ich mit diesem Riesensport-Alzbücher gesagt, ich weiß, dass Kai Havertz nicht zum FC Bayern wechseln wird.

Und dann hat er mich mal am Flughafen, da vorne standen wir, angeschissen. Da hat er gesagt, Herr Blättenberg, Sie meinen immer, Sie wissen was, Sie wissen gar nichts. Hören Sie auf zu sagen, Sie wissen etwas über den FC Bayern. Und seitdem habe ich nie wieder gesagt, ich weiß etwas. Aber du hattest recht.

Man kann eigentlich folgende mathematische Rechnung ausstellen. Immer wenn der Uli mich beschimpft oder uns, dann haben wir meistens recht. Bild kennt das Problem. Aber ich liebe Uli Hoeneß, ich liebe das, was wir tun. Und ich werde es weiterhin mit der Akribie und mit der journalistischen Sorgfalt machen, wie wir es machen.

Und wir melden Einigungen dann, wenn es Einigungen gibt. Und nur weil Jürgen Klopp in der Pressemitteilung beim DFB aufkreuzt, hätte jeder hier im Raum die Meldung machen können, dass er Bundestrainer wird. Aber so weit war es dann eben noch nicht. Und was andere machen, damit möchte ich mich eigentlich nicht mehr beschäftigen.

Alles andere steht dann in meinem Buch, das kommt dann im November und dann bin ich hoffentlich wieder hier. Man soll sich selber nicht so wichtig nehmen. Ruth hat ja was angestoßen, was ja durchaus wichtig ist. Wir werden jetzt auch nicht final klären, ob Uli Hoeneß dich auch liebt. Transfer, das ist doch geil. Wir reden über Transfers, es gibt keine Sportart, die so permanent beschallt wird, wie wir es machen.

Die Bundesliga kann froh sein, dass wir jeden Tag über Transfers berichtigen, weil es interessiert keinen am Dienstag mehr, was der Spielbericht vom Samstag war. Die Leute wollen das Spiel gucken und wollen wissen, wer kommt, wer geht, wer stelle ich in der Kick-Base-Mannschaft auf, wer wird entlassen, wer wird verlängert.

Darum geht es. Und das ist doch einfach, es geht um Fußball, das ist Entertainment. Und ich habe da Bock drauf und ich liebe das, es ist mein Traumjob und ich werde mir nach wie vor den Hintern aufreißen, solange will sich gesundheitlich keinen Schaden nehmen und ich liebe das, was wir bei Sky machen. Ja, du hast ja recht, völlig. Applaus.

Ich mache das ja schon alles ein paar Jahre und seitdem wir jetzt über online, können wir jetzt ja unmittelbar durch die Klickzahlen erkennen, was jetzt total interessiert und was weniger interessiert. Und auch wir stellen natürlich fest, dass gerade Transfergeschichten oder Transfernachrichten, mit Abstand am besten klicken von allem.

Je spekulativer, desto besser. Also, äh ... Ah! Alfred! Das ist ja wieder ... Wie sagt man jetzt das Sprichwort? Öl ins Feuer oder was? Keine Ahnung, das fehlt mir gerade. So Spekulaturper ... Ist egal, es kostet auf jeden Fall. Das ist genau der Grund. Müll ins Feuer, gießen, war richtig, war richtig. Aber das ist der Grund, warum der Uli dann nicht müde wird, immer zu sagen, ja, die kochen das dann heiß und so.

Nein, wir dürfen nicht spekulieren. Wir müssen herausfinden, ob was dran ist oder ob was nicht dran ist. Du hast mich falsch verstanden. Ja, hoffentlich. Ich meine, du berichtest doch auch nicht erst, wenn die Tinte trocken ist, sondern im Vorfeld auch schon. Das meine ich mit spekulativ. In jedem Fall ist es so, das, was so gut angestoßen hat, Dieser Zwist, diese kleine Fede, wie Ruth sagte, mit Fabrizio Romano, der als der bekannteste Transfer-Experte gilt, der hat dir ja auch nicht geschadet.

Du musst viel ertragen. Es kommt ja auch Positives wie Negatives an Feedback. Und es ist immer gut, auf diesem Level auch Zuschauer zu erreichen, Follower zu generieren, Aufmerksamkeit zu generieren. Das ist Teil des Jobs. Du sagst auch, und das finde ich ja hochinteressant, wir wissen alle, es interessiert die Menschen.

Das, was Fabrizio Romano da gemacht hat, was du ihm vorgeworfen hast, war insofern kein Journalismus, weil das eben nicht abgesichert hat und etwas vermeldet hat, was noch nicht fix war. Das ist ja ganz, ganz dünnes Eis zu berichten, die Wahrheit zu berichten und viele Seiten, die du dann auch ansprichst, da geht es um Vereine, da geht es um Berater, vielleicht auch Spieler, zu befrieden und sich mit keinem auf Dauer nachhaltig irgendwie, die Tür zuzusperren oder ein schlechtes Verhältnis aufzubauen.

Was würdest du als schwierigsten Punkt in diesem Transferjournalismus bezeichnen? Das Warten. Das Warten, wenn man weiß, dass man eine Transferbombe in den Händen hält, aber man darf sie noch nicht zünden, weil die entscheidende Quelle dich bittet, mach es noch nicht, weil beispielsweise der Satz fällt, wenn du das jetzt machst, dann scheitert der Deal.

Wenn du das jetzt machst, da sind Arbeitsplätze in Gefahr. Wenn du das jetzt machst, dann kommen die Engländer ums Eck. Es gibt so viele Nachrichten, die durchrecherchiert sind, die ich teilweise mit ins Bett nehme, mit denen ich einschlafe, aufwache und nicht Herzrasen habe, weil ich Angst habe, dass das in Italien oder in England aufblabt bei der Konkurrenz.

Dass jemand schneller ist als du. Ja, das ist das Gefährliche. Ich kann nur sagen, jeder, der ans Telefon geht und mit mir zusammenarbeitet, mit dem ich im Austausch bin, der weiß, dass er sich 100 Prozent darauf verlassen kann. Und das habe ich von den alten Recken wie Alfred Draxler und Raimund Hinkow und Carlo Wild gelernt.

Und deswegen liebe ich diese Generation so und lasse auf diese Generationen an Reporter nichts kommen. Das sind Reporter-Geräusche. Das sind geborene Reporter. Und Raimund Hinko hat mir immer einen legendären Satz gesagt, pass auf, früher bin ich mit Gerhard Müller und Franz Beckmann, wir sind ja früher im Bus alle gefahren, Rambazamba geraucht, aber es tauchte nie was auf.

Und Raimund Hinko hat gesagt, ich bin nur deshalb so gut gewesen, weil ich 70 Prozent von dem, was ich wusste, im Schreibtisch gelassen habe. Und das habe ich mir hinter die Ohren geschrieben. Und wenn man mir sagt, ich darf es nicht machen, dann mache ich es nicht. Egal, ob der Konkurrent aus Italien vor mir ist, etc., dann habe ich verloren, dann verliere ich meine Quelle. Aber nutzt du es dann auch in Gesprächen, das Wissen, um etwas Neues zu erfahren, das du dann vermelden darfst?

Ein paar Taschenspielertricks habe ich schon drauf. Aber nur eine Verständnisfrage. Du hast es angenommen, du hast es als Transferbombe bezeichnet und du hast hier zwei Quellen und eine Quelle bittet dich, das Ding noch nicht zu veröffentlichen. Wenn das doch aber fix ist und wenn das nicht spekulativ ist, dann kannst du es doch veröffentlichen, weil dann ist es ja so.

Dann ist doch egal, ob die Engländer kommen oder sonst wer. Weil mein Ziel ist es ja, die News rund zu haben, bevor es unterschrieben ist. Sonst wird es sehr langweilig. Also wenn jetzt um 12 Uhr eine Meldung kommt, der Hasenhüttl wird neuer Heidenheim-Trainer, dann ist das schön zu wissen um 12, aber ich möchte es ja im besten Fall schon drei, vier Tage vorher.

Also Heidenheim ist jetzt zu klein und auch zu wenig Kohle. Ich war auch mit Ahlen-Trainer, das ist kein Problem. Aber ein Restrisiko bleibt, weil es kann ja tatsächlich auch in letzter Sekunde noch irgendwas passieren. Wenn du Reihe 1 hast, klar, es gibt Risiken, wie der geplatzte Medizin-Check, wie Nachverhandlungen von Beratern.

Das sind Variablen, die muss man mit einkalkulieren. Aber ich kann nichts dafür, wenn der Spieler durch den Medizincheck fliegt. Das ist dann Berufsrisiko, also mein Berufsrisiko. Aber wenn ich mit Reihe 1 in Kontakt bin und Reihe 1 sind die, die am Verhandlungstisch sitzen und die geben die Meldung frei, dann kannst du zu 99,9% davon ausgehen, dass die Meldung eintreffen wird oder eintreffen soll. Und nach dem Prinzip arbeiten wir.

Und auch wenn Florian Plettenberg gesagt hat, er sagt nie wieder, ich weiß was, Fragen wir ihn gleich, was er denn über Goretzka weiß und den Wechsel, der möglicherweise in den nächsten Stunden oder Tagen vollzogen wird oder eben nicht nach einer kurzen Unterbrechung. Und wir sorgen für Gesprächsstoff mit dem Querpass im Doppelpass zu Ruth.

Wir sehen ja auch schon was hier aus der Runde raus oder aus unserem Transferexperten, wenn wir mal auf Goretzka gucken. Da sind nämlich schon diverse KI-generierte Bilder im Umlauf. Das finde ich ja persönlich immer ein bisschen schwierig, wenn dann schon in den Vereinstrikots hier so KI-generierte Bilder veröffentlicht werden, die erst mal so ein Gefühl verursachen, dass man sich denkt, haben die das tatsächlich schon verkündet?

Nein, das ist noch ein Gerücht, da sehen wir ihn also im Trikot vom FC Barcelona oder auch Aston Villa war ja schon im Gespräch. Jetzt mal die Frage, Plätti, weißt du schon mehr? Ja, machen wir schnell. Es gibt seit heute die Zusage von Leon Goretzka an Aston Villa. Es gibt die mündliche Einigung. Und vorbehaltlich des Medizinchecks wird Leon Goretzka in die Premier League wechseln zu Unai Emery.

Der Trainer hat mit ihm telefoniert, die spielen Champions League. Er bekommt einen 2-3-Jahres-Vertrag und das Ganze soll Anfang kommender Woche finalisiert werden und er kommt ablösefrei. Stark, bei uns erfahren Sie es zuerst. Ich will kurz sagen, gespät für den Barcelona-Trikot war Fabrizio Romano.

Das möchte ich ganz kurz noch als Einordnung. Wir haben an diesem Wochenende natürlich auch über den DFB-Pokal gesprochen und auch viel gesehen. Und ich weiß, dass die Meinungen in der Runde zu einem bestimmten Thema sehr stark sind. Alfred, als du Mannheim und Kaiserslautern und dieses Derby mit Zündstoff und Pferden auf dem Platz, als du das mitgekriegt hast, was ging in dir vor?

Ja, ich finde das einfach entsetzlich. Und was mich eben daran stört, ist, dass wir auch hier immer wieder das Gleiche reden. Und es passiert einfach nichts. Also es war eine unglaubliche Szenen, hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Ich kann nur sagen, im Zweifelsfall beide aus dem Pokal ausschließen und wirklich mal draconisch durchgreifen, denn sonst wird sich das niemals ändern.

Es ist ein Vorschlag. Wie ist es, du es, Ralf? Ja, ich meine, die Bilder sprechen für sich. Wer will sowas sehen? Und wir reden früher von Vermarktung, von unserem Fußball. Wer will sich sowas ansehen? Es schadet. Es schadet dem Fußball. Es wird auch höchste Zeit, dass der Fußball seiner Verantwortung bewusst wird.

Und tatsächlich, weil, ich meine, dieses Thema, jetzt reden wir mal wieder drüber, aber über wie viele Jahre, Jahrzehnte reden wir schon über diese Situation? Und es hat sich seitdem nichts geändert und es wird wirklich höchste Zeit, dass der Fußball sich seiner Verantwortung bewusst wird und tatsächlich mal tragfähige Konzepte erarbeitet, Sicherheitskonzepte, dass sowas endlich mal aufhört.

Wen meinst du mit der Fußball an sich? Wer sind die Verantwortlichen, die die Entscheidungen treffen können, die die Macht haben, das auch umzusetzen? Ich meine damit die Vereine, ich meine damit auch die Verbände, die letztendlich Ausrichter dieser Veranstaltung sind, die in der Verantwortung sind, dass ihre Gäste, sprich die Zuschauer, sicher wieder nach Hause kommen können.

Und das ist natürlich nicht gewährleistet, wenn der Feuerwerkskörper in Zuschauerränge geschossen werden. Man muss auch mal darüber reden, warum ein paar Idioten dafür sorgen, dass wir als Steuerzahler da 1300 Beamte bezahlen müssen, die dafür Ordnung sorgen. Denn dann sollen die Vereine das zahlen, das müssen die Clubs übernehmen.

Wie kann es überhaupt, also es muss die Grundsatzfrage sein, dass wir solche Bilder sehen, diese kiloweiße Pyrotechnik, die da ins Stadion den Weg finden. Hast du einen Ansatz, wie das sein kann und wie man es dann unterbinden kann? Ich glaube, der eine oder andere wird am nächsten Tag Schmerzen gehabt haben.

Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man das reinschmuggelt. Naja, wenn man die Bilder gesehen hat, vor dem Spiel in Mannheim, also ich rede jetzt nicht über die Ausschreitung dann vor Beginn der Verlängerung, sondern vor dem Spiel, die lautere Fans kommen in ihren Block und, zünden auf einmal eine gigantische Pyro-Orgie.

Also da muss man jetzt nicht unbedingt ein Sicherheitsexperte sein, um zu sagen, da können kaum gute Kontrollen vorher stattgefunden haben. Gute Idee von dir, wie ich finde, das als Einordnung. Wir wollten die Bilder natürlich nicht vorenthalten, aber verherrlichen werden wir sie ganz sicher nicht. Also drakonische Strafen, die Alfred Draxler fordert, ich finde, das kann man auch unterstreichen. Wir suchen auch Positives beim DFB-Pokal und machen das auch nach einem einzigen Spot.

Und das Positive ist mit Sicherheit auch die Rückkehr von Lücke bei Werder Bremen. Er ist zurückgekommen, trägt jetzt die Nummer 10, hat gleich in seinem ersten Spiel getroffen. Und Bremen weiter geschossen. Pletti, wie viel Risiko war bei dem Transfer dabei? Kaum Risiko, weil er auf Gehalt verzichtet. Toller Transfer für die Bundesliga.

Jetzt müssen wir alle hoffen, dass er gesund bleibt. Schönes Abschlusswort für diesen positiven kurzen Teil im DFB-Pokal. Wir haben noch ein wenig Zeit und Ruth ist zu uns in die Runde gekommen. Nicht ohne Grund. Wie immer die Spenden dabei. Das bleibt sich gleich hier beim Doppelpass. Das Frasenschwein habt ihr ja auch schon ein bisschen gefüttert.

Jetzt gibt es noch mehr. Vielen Dank an alle, die eingezahlt haben. Geld kam vom VfB-Fanclub Friedrichshaller Salzbomber. Von der Reiseberatung Britta Lübcke. Von Luca und Klaus Hammerl von der Avia. Von den Tennisbohrm in Münster. Ihr dürft auch ein bisschen mit aus dem Sattel gehen, falls ihr genannt werdet.

Von Yannick und Lea aus Kassel. Von Diana und Andi aus Höchberg. Und von Mario Bönig. Er grüßt den SV Wehrstedt 65. Und deine Frau, Claudia, hat mir geschrieben, sie möchte auch gerne 20 Euro spenden. Du sollst aber zahlen. Ich glaube, bei euch im Hause läuft das so. Sie schafft an, du zahlst. Danke an alle, die mich gemacht haben. Hast du was? Nein.

Abschließend, die letzten Sekunden. Du hast noch eine Information. Hast du vorhin gesagt, Uli Hoeneß und Kosicke das Thema ebenfalls beschäftigt hat? Ich habe gehört, dass sich Mark Kosicke und Uli Hoeneß ausgesprochen haben. Da gab es ja im RTL Sky Interview den Vorwurf, ob das alles so richtig sei mit Kosicke und Klopp.

Ich glaube, das kann super funktionieren. Jürgen Klopp, Mark Kosicke wird einen ganz anderen Blick reinwerfen. Und abschließend El Mala, der wird zu 99,9 Prozent nominiert werden im September von Jürgen Klopp. Und Kosicke war ja auch der Erfinder dieses Spruchs, mir ist dann mir. Mir ist dann mir. Er hat eins mit einer Arbeitsgruppe erfunden und der Uli hat es übernommen.

So schließt sich der Kreis. Ich sage danke an Sie da draußen, an die Zuschauer des Doppelpaar auch hier drin. Vielen Dank dem Publikum.

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