
Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 256
FIROCKX.ONE WM Doppelpass vom 12.07.2026 mit Pierre Littbarski, Stefan Reuter & Stefan Effenberg
Sonntag, 12. Juli 2026 · 2 h 03
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Shownotes
Für alle, die den FIROCKX.ONE WM Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Pierre Littbarski (Weltmeister 1990), Stefan Reuter (Weltmeister 1990, Europameister 1996), Matze Knop (Comedian, Moderator, Podcaster), Robby Hunke (Magenta WM-Kommentator, Sportreporter) sowie SPORT1-Experte Stefan Effenberg.
In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• – Begrüßung und Vorstellung
• – Die WM-Viertelfinals: Thomas Tuchel not amused
• – Der Skandal um Trump und Infantino
• – Maximale Befugnisse für Jürgen Klopp
• – Die 2014er-Generation in der Pflicht
• – Wie radikal muss der Umbruch sein?
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Einen wunderschönen guten Morgen, meine Damen und Herren. Schön, dass Sie dabei sind. Hier ist der Fyrox.1 WM-Doppelfass bei Sport1. Wir sind in München, wir sind wie immer im Airport Hilton. Und wir sind wie immer gut gelaunt hier bei uns in der Runde. Liegt auch an Ayo von Adel und Band. Und natürlich an der WM, die uns prächtig unterhält. Die Viertelfinals sind gespielt mit Argentinien und England, haben sich die letzten beiden qualifiziert für das Halbfinale England.
Jude Bellingham mit zwei Toren bringt Thomas Tuchel und seine Three Lions ins Halbfinale. Das erste der beiden Halbfinals ist Spanien-Frankreich am Dienstag und dann eben England gegen Argentinien. Aber wir sprechen natürlich auch über den DFB, über die Bundestrainer-Suche, die eigentlich keine Suche ist, weil man schon weiß, wer es wird.
Aber noch hat man sich nicht geeinigt. Das erste Gespräch längerer Art hat in New York stattgefunden. Über vier Stunden hat man verhandelt. Die Eckpunkte sind klar. Jetzt muss RB noch zustimmen. Dann wird Jürgen Klopp Bundestrainer. Und jetzt freue ich mich auf zwei Weltmeister bei den O-Ton. Schön, dass ihr da seid. Danke für die Einladung. Litti hat mir vorhin erzählt, du hast fast alle WM-Spiele geguckt?
Alle. Gestern Nacht auch. Ehrlich? Ja. Schlafe ich tagsüber? Ich schlafe tagsüber. Hast du auch so enthusiastisch geschaut? Nein. Nein, also nachts die Spiele habe ich mir geklemmt. Das war mir dann zu spät. Ich bin froh, dass die Halbfinalspiele um 21 Uhr sind. Perfekte Zeit, um dann auch mit Freunden Fußball zu schauen.
Ihr beide habt ja das erlebt, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sehr erfolgreich war. Jetzt sind wir auf der Suche nach einem neuen Bundestrainer. Da sprechen wir gleich drüber. Aber Liti, ein Tor wollen wir auf jeden Fall noch mal zeigen. Ein Tor des Monats von dir. Ein außergewöhnliches.
Köln gegen Bremen, Stocher, Stocher und Burdenski lacht. Das war schön, außer dem Hüljestor. Schön, dass ihr beide da seid, aber wir sprechen natürlich nicht nur zu dritt, sondern wir haben eine tolle Runde zusammengestellt und die will ich Ihnen jetzt alle mal vorstellen. Zum einen ist da Matze Knob, unser Lieblings-Comedian hier. Der sagt, passt mal auf Freunde, auch in vier Jahren sehen wir Ronaldo und Messi noch auf dem Platz. Die hören gar nicht auf.
Dann freue ich mich von Magenta in diesem Fall, Robby Huhnke, Kommentator. Und er sagt, Mensch, wenn einer Euphorie bringen kann, dann ist es doch auf jeden Fall Jürgen Klopp. Schönen guten Morgen, Robby. Ich freue mich, dass Patrick Ettrich hier ist. Hat auch eine Nachtschicht, eine von vielen Nachtschichten hinter sich bei Magenta.
Ex-Schiedsrichter und wird uns über den Ärger, den es gibt bei der WM über die Schiedsrichterleistung und Einflussnahme von Politik und anderen ein bisschen Rede und Antwort stehen. Geht dann aber irgendwie nach einer Stunde ins Bett, hat er mir gesagt. Patrick, schön, dass du da bist. Und er ist wieder zurück, unser Dopa-Experte Stefan Effenberg, meine Damen und Herren.
Und Patrick, hör genau hin. Stefan sagt, wir schimpfen ja viel über unsere deutschen Schiris. Aber wenn wir die Schiedsrichterleistung bei der WM sehen, dann wissen wir wieder, wie gut unsere Schiedsrichter in der Bundesliga sind. Also, schönen guten Morgen, Stefan. Schön, dass du da bist. Danke. Und jetzt freue ich mich auf meine Kollegin Ruth Hofmann und die Frage der Woche.
Und die dreht sich natürlich um den designierten Bundestrainer. Schönen guten Morgen, Ruth, das ist dein Applaus. Dankeschön. Wunderschönen guten Morgen auch von mir. Hallo zusammen. Ja, genau. Also die Gespräche zwischen Jürgen Klopp und dem DFB laufen. Bei diesem ersten Treffen in New York hat man sich ja schon mal grundsätzlich auf die Eckpunkte des Vertrags einigen können.
Alles weitere folgt dann und es war ja von Anfang an klar, dass es Jürgen Klopp werden soll. Also es gab keine anderen Namen, keine Alternativen. Man hat schon bei der Entlassung von Jürgen Nagelsmann eben gesagt, man hat Interesse an Jürgen Klopp und beispielsweise Jan Arge Fjordhoff findet das gut. Er sagt nämlich, Klopp kann zu einer Lokomotive werden, die alle mitzieht.
Aber Jürgen Klopp macht auch kein Geheimnis daraus, dass er wirklich Strukturen beim DFB verändern will. Und dafür braucht es Befugnisse, dafür braucht es Macht. Er muss natürlich dann auch seine Ideen umsetzen können. Und demnach die Frage, ob Klopp der mächtigste Bundestrainer aller Zeiten werden muss, damit sich hier endlich mal was ändert, sagen Sie ja.
Klopp ist unsere einzige Chance. Oder meinen Sie, nee, man darf sich nicht nur auf einen Mann fokussieren oder einem Mann ausliefern sogar. Also das ist vielleicht ein bisschen riskant. 01379 011 011, danke fürs Mitmachen. Ja, also nehmen Sie gerne teil. Ihre Meinung, wie immer, uns sehr wertvoll und sehr, sehr wichtig.
Stefan, würdest du sagen, dass muss man alles setzen auf die Karte Klopp und ihm jetzt auch wirklich maximale Befugnisse geben und auch bestimmte Dinge erlauben, wie Werbeverträge weiterführen und anderes? Jürgen Klopp hat vor dem ersten deutschen Spiel ein Zeichen gesetzt, indem er gesagt hat, wir wissen ja alle, was er gesagt hat.
Das war schon mal ein Zeichen in Richtung DFB. Und es ist ja eigentlich die logische Konsequenz, dass nach dem Ausscheiden von Julian Nagelsmann Klopp dann der Nachfolger wird. Er hat die Riesen in Dortmund, Liverpool etwas aufzubauen, etwas Großes aufzubauen, mit einer gewissen Zeit, die das natürlich braucht.
Und dann musst du ihm auch Befugnisse geben und Möglichkeiten, Ich glaube. Es wird eine Aufbruchstimmung geben. Wir kommen zu dem Thema im Laufe der Sendung. Wir wollen beginnen mit denen, die noch im Turnier sind. Das ist nun mal die Mannschaft des DFB nicht. Aber wir haben noch einen deutschen Trainer im Halbfinale. Denn Thomas Tuchel hat es geschafft mit den Three Lions.
Und Philipp Schrube hat heute Nacht genau hingeschaut. Erst verteilt er Küsschen an die Fans, beim Interview sieht man ihn dann anders. Thomas Tuchel happy über den Halbfinaleinzug, aber nicht mit der Leistung seiner Mannschaft. Das Ergebnis ist fantastisch, aber die Performance war nicht gut. Schon im Spiel Tuchel phasenweise not amused, das 2 zu 1 gegen Norwegen die nächste englische Zitterpartie.
Skel de Röck bringt die Skandinavier in der 36. Minute in Führung. Bellingham gleich kurz vor der Pause, nach einer tollen Einzelaktion aus. Nach dem Wechsel haben die Engländer Glück, dass dieses Tor von Hegem einkassiert wird. Haaland schubst Anderson vor der Ecke, kann man pfeifen, muss man aber nicht.
In einer Partie, die dann hin und her geht, macht Bellingham letztendlich den Unterschied aus. In der Verlängerung trifft der Star von Real Madrid erneut. England zieht mit Glück, aber auch mit einer gehörigen Portion Mentalität ins Halbfinale ein. Auch wenn das der englische Reporter beim Interview mit Tuchel anders sieht. Das ist ein Mentality.
Die Mentalitätsfrage stellt Tuchel nicht, aber die Leistungsfrage. Er weiß, dass sich seine Mannschaft ordentlich steigern muss. So kurz vor dem Ziel fragen wir uns deshalb. Kann Tuchel die Sehnsucht nach dem ersten englischen WM-Titel seit 1966 wirklich stillen? Du hast ja gesehen, das Spiel, die Verlängerung, die Performance der Mannschaft.
Ich fand England jetzt nicht so griffig, haben versucht, über die Außen zu kommen, haben sich kaum durchsetzen können. Die Norweger haben clever gespielt, die haben gesagt, 37 Grad waren da, glaube ich, lass sie mal ein bisschen laufen. Haben die super verteidigt und wenn sie nicht zwei wirklich dumme Fehler machen, der zweite war von Jylland, der war dann der Dosenöffner.
Aber das sah nicht aus nach einer Mannschaft, die wirklich jetzt unbedingt Weltmeister werden kann. Stefan, wenn man jetzt nicht nur das Spiel betrachtet, sondern gut, das Mexiko-Spiel von England war beeindruckend. Aber Sie haben nicht durchgängig starke Leistungen gezeigt in dem Turnier. Also wenn man die Schlussfrage von dem Beitrag nochmal aufnimmt.
Traust du Ihnen noch was zu? Ja, sie haben eine unheimlich kompakte Mannschaft. Und man muss natürlich sagen, einen extremen Willen. Wenn ich die Tore von Bellingham sehe, wie er sich da durchtankt, das ist einfach eine Entschlossenheit, die er da zeigt. Und im Grunde, die vier Favoriten haben sich jetzt durchgesetzt und sind im Halbfinale. Das finde ich beeindruckend, weil es doch ein sehr langes Turnier ist.
Und was ich gut finde, Tuchel feiert nicht, dass sie im Halbfinale sind, sondern er legt jetzt einen Finger in die Wunde und sagt, Das Ergebnis super, aber Leistung. Und da erinnere ich mich immer, da kriege ich jetzt Gänsehaut. Als Franz Beckenbauer den Eiskübel durch die Kabine geschossen hat. Nach dem Sieg, nach dem Weiterkommen.
Du musst einfach auch ab und zu mal so einen Wachrüttler haben und sagen, so kommen wir nicht ins Finale. Also die müssen sich deutlich steigern, die Engländer, um dann wirklich ins Finale zu kommen. Es war jetzt in der Bild-Zeitung eine Geschichte, dass Bellingham darauf reagiert hat und gesagt hat, Vielleicht weiß Tuchel gar nicht, wie schwer das ist, gegen Norwegen zu spielen. Vielleicht weiß er gar nicht, wie schwierig das ist, unter solchen Bedingungen zu spielen. Also die Frage, die sich für mich anschließt, ist.
Ist das richtig, den Eiskübel in der Kabine oder das öffentlich zu machen? Hätte er vielleicht diese Kritik an der Mannschaft erst in der Kabine machen müssen? Ich finde es genau richtig. Ich glaube, die Spieler sitzen da und sind erst mal froh und stolz. Wir haben das Spiel gewonnen. Es war ein unangenehmes Spiel für die Engländer. Sie gehen als Top-Fabrikant rein gegen Norwegen, die alles auf den Platz lassen.
Es ist richtig, vom Trainer genau nach einem Sieg solche Zeichen zu setzen. Weil auf einmal denken die Spieler, die dann da sitzen, Klick, oh, irgendwas haben wir doch nicht richtig gemacht. Und genau das wollte Tuchel hier mit dem Interview beziehungsweise Franz Beckenbauer dann in der Kabine erreichen, sodass sie ihre Sinne schärfen für das nächste Spiel. Weil er reicht, ja, toll, Applaus, Halbfinale, aber es fehlen noch zwei Schritte dahin zu kommen.
Und ich denke, dass das genau das richtige Zeichen ist. Beckenbauer hat es ja nicht nur in der Kabine gemacht. Nein, er hat es auch vorher gesagt. Jeder auf dem Platz konnte ja sehen, Er hat ja abgewogen, als er Richtung Kabine ging. Was er von der Leistung der Mannschaft hielt. Beim Einwechseln nehmen irgendeinen raus, sind alle schlecht. Das war 19. Balljunge hat sich nur nicht entschieden, wer rausgehen soll für ihn.
Ich muss dazu sagen, jeder Trainer hat eine andere Herangehensweise. Ottmar Hitzfeld zum Beispiel, absoluter Top-Trainer. Der war immer ruhig in der Person, in der Kabine, in der Halbzeit, vor dem Spiel, nach dem Spiel. Der hatte immer die Ruhe. Also das ist Ottmar Hitzfeld zum Beispiel nicht passiert.
Also es kann dieser Weg sein zum Erfolg, es kann aber auch dieser Weg sein zum Erfolg. Ich meine, es gab ja dann in diesem Interview mit dem britischen Kollegen auch. Einen Triggerpunkt, offensichtlich die Frage nach der Mentalität. Das hat, glaube ich, nochmal so alte Dortmund-Vibes ausgelöst bei Tuchel.
Und da ging er dann ein bisschen auf die Hinterbeine, oder? Ja, aber auch berechtigterweise, weil ich glaube, mangelnde Mentalität kannst du den Engländern ja nicht vorwerfen. Das muss man ganz klar sagen. Das war jetzt spielerisch nicht wahnsinnig überzeugend. Aber wer die englische Presse auch kennt, der weiß, die hätten dann schon auch auf den Stil oder die Art und Weise ein bisschen draufgehauen.
Und er hat es eigentlich mehr oder weniger, wenn man so will, hat das vorweggenommen und hat ihnen gesagt, stimmt, war nicht doll. Und er hat ja auch nicht einen einzelnen Spieler rausgegriffen oder zwei, sondern hat eigentlich das Kollektiv, hat er quasi kritisiert. Aber was die Engländer wirklich haben, sie haben, das muss man sagen, zwei echte Anführer.
Also sie haben mit Bellingham und mit Harry Kane und das macht sie ein bisschen unberechenbarer. Sie haben eben nicht nur den einen Haaland oder den einen Messi, sondern sie haben zwei Jungs. Und wenn der eine nicht ganz funktioniert, dann funktioniert der andere. Und deswegen halte ich es durchaus für möglich, dass sie bis ins Finale kommen.
Und wer da steht, da ist alles möglich. Es gab auch Lob, viele sagten, dafür haben wir den Trainer geholt, auch solche schwierigen Entscheidungen zu fällen. Auch jetzt könnte man das ähnlich beurteilen. Wir haben jetzt einen, der ist unbequem, aber nicht so. Mit dem können wir vielleicht Erfolg haben. Ich finde es total interessant, auch nach nicht so sonderlich tollen Spielen von den Engländern.
Wir erinnern uns, der Vorgänger Southgate wurde ja teils verrissen, auch wenn er weitergekommen ist mit mäßigem Fußball. Und ehrlicherweise, abgesehen von dem Mexiko-Spiel, war er so brillant ist von den Engländern, komplett fußballerisch noch nicht dabei. Sie lassen Tuchel weitestgehend in Ruhe und das finde ich interessant.
Eine Anekdote noch vielleicht dazu, Matze. Er spricht tatsächlich selten Spieler einzeln an, sondern kritisiert das Kollektiv. Ich habe das Champions-League-Finale 2020 kommentiert, das Corona-Finale von Lissabon, wo er bei PSG auf der Bank saß. Da konnte man sehr viel hören, auch auf den Kommentatorenplätzen.
Und er hat schon ordentlich auf die Jungs eingedroschen, aber nie individuell, immer sozusagen das Kollektiv angesprochen. Und das ist taktisch echt klug, was er tut. Was ich interessant finde, ist, dass er, glaube ich, vor dem Mexikospiel gesagt hat, Mensch, die Kinder müssen alle wach bleiben und sowas erlebt man nicht alle Tage.
Da habe ich so das Gefühl gehabt, das hat er sich so ein bisschen so vom Vincent Kompanie abgeschaut, der ja auch gesagt hat, in der Champions League, da muss beim Rückspiel das ganze Stadion und so. Also ein bisschen ein anderer Tuchel, als wir ihn bis dahin kannten. Und es war ja gestern auch ordentlich warm, was wir gehört haben da in Miami, ordentliche Luftfeuchtigkeit und dann gehst du in die Verlängerung und so.
Das ist Das ist ein Tor, das ist ein Tor, das ist schon nicht ohne. Wir gucken mal auf dieses zurückgenommene Tor. Dieses faul, nicht faul in unserem Bericht hieß es, kann man geben, muss man nicht geben. Da hast du direkt dein wunderschönes Gesicht verzogen. Wir gucken mal, Haaland in der Mitte. Wir werden es uns auch ein paar Mal anschauen.
Nein. Nein. Okay, erklär warum. Weil es ein Wegstoßen ist, ein klares gegnerorientiertes Wegstoßen. Das ist kein Zerren und Kampf um Ball, das ist kein Positionsgerangel, das ist kein kurzes Festhalten, das ist ein deutliches Stoßen mit beiden Armen gegen den Gegenspieler und das ist ein tausendprozentiges Foul für mich.
Und interessanterweise auch. Ja. Oh. Oh. Das ist doch schön, wenn du dich da auch mal eine Zustimmung bekommst. Jedes Mal, wenn ich Applaus bekomme, geht das runter wie Öl. Ja, ist halt selten der Fall. Es reicht, es reicht. Aber die wissen auch, wo dein Auto steht. Vielleicht noch einmal, bevor es in die Diskussion geht, das ist total interessant, weil jetzt das erste Mal die neue Regel gegriffen hat für den Videoassistenten, dass man vor einer Ausführung eines Freistoßes, der in den 16er getreten wird, oder vor der Ausführung einer Ecke, wenn es da zu einem Foulspiel kommt, dass der Videoassistent eingreifen kann, da gibt es Wiederholung der Ecke.
Das war vorher nicht der Fall. Wir hatten ein paar Szenen in der Bundesliga, auch in der 2. Liga. Dann hat der Schiedsrichter nicht erkannt, dass es ein Faulspiel war. Vor der Ausführung. Und dann musste das Tor gelten, weil es keine Möglichkeit gab, einzugreifen, weil das Spiel noch nicht fortgesetzt war.
Und hier ist es neu. Und ich finde, das ist auch richtig so, dass da der Videoast dann eingreifen kann. Stefan, würdest du es auch so bewerten? Oder sagst du, Mensch, es passiert doch dauernd solche Stoßereien? Man kann ihn pfeifen, man muss ihn aber nicht pfeifen. Das ist meine persönliche Meinung. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung.
Wenn er in den Zweikampf ist, der wird permanent gehalten. Er lässt sich nie fallen. Er bleibt stabil. Er wollte das natürlich. Der Engländer, auf Teufel komm raus. Aber ich bin der Meinung, man muss ihn nicht pfeifen. Das ist meine persönliche Meinung, weil bei Eckbällen, da geht es richtig immer schön zur Sache, wenn man da alles abpfeift.
Wir haben ja während des Spiels viele Szenen gehabt zwischen Gui und ihm und Haaland, wo Gui zu Boden ging. Also da wurde geschoben immer wieder. Wir haben hier natürlich eine ganz andere Kameraeinstellung. Das heißt also, wir sehen es hier viel klarer als in der Totalen, wenn das Spiel weiterläuft. Und dieses ganze Gezerre, ich finde das absolut schrecklich, aber es ist nicht mehr richtig für den Zuschauer bewertbar, weil, sagst du, Herr Elfe sagt gerade, kann man pfeifen, muss man nicht, du sagst.
Das ist schwierig für uns Zuschauer jetzt überhaupt noch das nachzuvollziehen, wir haben ja andere Szenen auch. Ja, ist klar, ich sage ja immer, ich hake ja immer wieder auf dem Ermessen rum, dass Fußball Ermessensport ist, deswegen sitzen wir ja auch hier und diskutieren, genau deswegen, aber ich muss, da bleibe ich auch relativ deutlich, er verschafft sich dadurch einen extremen Vorteil und er geht danach auch in den Zweikampf mit dem anderen Spieler, wo der Ball hinkommt.
Und nochmal, das ist ein Wegstoß mit beiden Armen nach vorne. Das ist kein Positionsgerangel. Deswegen bleibe ich da bei Foulspiel und auch richtig, dass das korrigiert wurde. Haben die Norweger sich einen Vorteil beim langen Abschlag ans Kabelseil? Vielleicht können wir da noch mal was auflösen. Wenn du es schon ansprichst, können wir jetzt nicht zeigen, aber es gab vor dem einen Tor die Diskussion, ob der Ball oben an ein Kabel der Spider-Cam gerät.
Ihr habt das bei Magenta sehr, sehr löblich versucht aufzulösen. Man sieht es tatsächlich nicht wirklich. Also du kannst dann den, keine Ahnung wie viel, einen Zoom nehmen, um zu gucken, ob da irgendwas ist. Aber der Ball hat ja auch einen Sensor. Normal müsste es das ja feststellen können. Der Sensor ist laut FIFA nicht ausgeschlagen. Jetzt wissen wir alle nach der Balogun-Geschichte, dass das Vertrauen ein bisschen weg ist, sag ich mal ganz vorsichtig.
Deswegen wissen wir nicht ganz genau... Darüber sprechen wir noch, ja. Ja. Aber ja, deswegen, nichtsdestotrotz, ich bewerte das, ich versuche das neutral und fachlich zu bewerten. Wenn da gegen das Seil gegangen wäre, was einfach nicht bewiesen ist, dann hätte es einen Schiedsrichter der Ball geben müssen und dann wäre das Tor zurückgenommen worden.
Jetzt ist es aber so, es ist eine Tatsache Entscheidung, keiner hat es mitbekommen, dann bleibt es dabei und dann ist es auch regeltechnisch nicht mehr drehbar und auch kein Einspruch danach möglich. Das ist die Regel. Ja, Paddy, und das finde ich total interessant, du sagst es ja von den Norwegern in dieser Seil-Kamera-Seil-Situation, hat sich ja auch niemand außer Nüland dem Torhüter beschwert.
Er hat hochgezeigt, aber alle anderen haben nicht kontrolliert. Er hat auch erst hochgezeigt, keine Ahnung, eine Minute kurz bevor der Anstoß war. Also wenn ein Ball, ich weiß ja nicht, das könnt ihr mir mal sagen, ich habe ja auch Fußball gespielt, aber nur eine A-Jugend. Wenn ich einen erwartbaren Ball habe als Abwehrspieler und ich gucke zum Ball, es haben drei Spieler zum Ball geguckt, der Engländer und beide norwegischen Abwehrspieler, beziehungsweise ich glaube der Mittelfeldspieler, und ich sehe den Ball und der macht eine komische Flugkurve oder ich merke, irgendwas passiert, Da muss ich doch eine Reaktion zeigen. Um Gottes Willen, ich bin nicht an den Ball gekommen.
Keiner hat von denen irgendeine Reaktion gezeigt. Und sind ganz normal weitergelaufen. Und auch auf der Bank hat keiner irgendetwas gemerkt. Erst als sie die Bilder so ein bisschen gesehen haben. Deswegen weiß ich nicht. Zu unserer Zeit gab es noch keine Zeit. Da war die Spider-Cam noch nicht erfunden. Nein, aber ich habe mir heute Morgen die Highlights angeschaut.
Von den Spielen, von beiden Spielen. Und ich konnte nichts erkennen. Nein, ich auch nicht. Das kann ja auch sein, dass der Ball irgendwie die Flugbahn verändert hat, also von daher. Es kann ja auch sein, das ist, nochmal, es gibt ja auch, Stefan Uwe ist ja da ein Profi drin, man kann ja auch einen Ball schlagen mit Effet.
Es kann ja auch sein, dass es eine Böe gab. Es kann auch sein, dass der Ball... Ich weiß, keine Ahnung. Lass uns nicht zu lange darüber sprechen, weil wir es nicht mit den Bildern belegen können. Weil wir aufgrund der rechten Lage nicht alles zeigen können, was bei den WM-Spielen passiert. Aber es ist natürlich die logische Konsequenz aus diesem ganzen Wirrwarr mit dem VAR und mit der Ecke.
Der Ball war noch nicht im Spiel, dann wird die Ecke wiederholt und so. Ja, ist eine neue Regelung. Aber ich glaube, wenn es dieses ganze Theater mit dem VAR, wenn das alles ein bisschen klarer wäre, dann würden auch die Spieler und die Trainer nicht auf die Idee kommen, bei so einer Nummer gleich wieder den Finger zu heben, vielleicht können wir ja doch noch was regeln im Nachhinein.
Jeder nutzt seinen Vorteil aus im Spiel. Das ist immer so. Und wenn es für einen ist, dann sagt man so, ist es gegen einen, hebt man die Hand. Das ist immer das Gleiche. Aber früher wäre es auf so eine Idee doch gar nicht gekommen. Also jetzt kommst du ja auf solche Ideen. Klar, logischerweise. Komm, wir gucken noch mal die Tore an.
Stefan, das erste Tor war für Norwegen. Ein Wahnsinnsstrahl, trotzdem für mich die Frage. Also erstmal, dass er da schießt aus dem Winkel, ist ungewöhnlich. Dass er reingeht, ist ein bisschen mit Pickford zu verbinden oder nicht haltbar? Also ein perfekter Schuss, wirklich ein Weltklasse-Tor. Ich muss aber sagen, alle vier Halbfinalisten würde ich sagen, dass England den schlechtesten Torwart hat mit Pickford.
Da sind die anderen auf einem ganz anderen Level. Das ist für mich eine Schwachstelle im englischen Tor. Das Tor kannst du nicht halten, weil da ein Schnitt drin war. Der kommt so ein bisschen von oben. Unglaublich schwierig, er hat die Größe nicht. Aber wenn es eine Schwachstelle gibt im englischen Team, dann ist es tatsächlich Pickford.
Aber ein geiles Tor. Absolut. Top-Tor. Wir haben eben, das ist vorhin erwähnt worden, ein paar Leader-Typen. Also zwei, die rausragen natürlich, die will sich auch viele Tore schießen. Und Jude Bellingham hat jetzt schon fünf Tore geschossen gestern, die Nummer vier und fünf. Und wir gucken uns dieses Eins-zu-eins von ihm nochmal an.
Er ist schon extrem wichtig für die Mannschaft und war ja zeitweise auch bei Tuchel nicht unbedingt allererste Wahl. Also diese Energie, in den Strafraum reinzugehen, ich glaube, das habe ich in keiner Situation bei der deutschen Mannschaft gesehen. Er will dieses Tor machen im Fallen gegen zwei Gegenspieler.
Klar, Fehler von Norwegen vorher, aber diese Energie, wie er da durchzieht und. Der hat auch nicht richtig gut gespielt. Aber der ist dauernd unterwegs, bietet sich dauernd an, geht in die Räume, wo die Leute eigentlich nicht gerne hingehen, weil es da wehtut. Und er spielt eine Rolle, extrem wichtig für Harry Kane.
Er ist ein perfekter Unterstützer für Harry Kane. Den siehst du auch mal nicht im Spiel, taucht ab, aber du musst immer auf Bellingham achten. Also einen Riesenschritt finde ich gemacht, vom letzten Turnier zu diesem Turnier von Bellingham. Und man darf eines nicht vergessen, er wurde vor ein paar Wochen gar nicht berufen in den Kader von Thomas Tuchel, wo wir alle irritiert waren und jetzt ist er da und ist Mitspielentscheidend.
Und zeigt, wie wichtig er ist. Wir werden gleich auch sein zweites Tor noch zeigen. Aber unser Kollege Manfred Sedelbauer ist früh aufgestanden in Miami. Und wenn er schon mal wach ist, würde ich sagen, wollen wir doch mal rüberschalten. Grüß dich, Manni. Liebe Grüße nach Miami. Applaus. Es ist noch ein bisschen dunkel bei dir, ich kann also nicht erkennen, wo genau du da stehst. Hilf uns doch mal ein bisschen. Ich würde auf South Beach tippen.
Du bist für mich so ein Strandtyp. Absolute Richtig, Flo. Absolut richtig. Und bis vor einer halben Stunde ging hier auch noch ordentlich die Party tatsächlich. Hier hinter mir haben die Engländer bis spät in die Nacht gefeiert. Ich habe gerade noch mit einer Reinigungskraft gesprochen. Die meinte, ja, so bis kurz vor fünf waren die Engländer hier, haben den Laden abgerissen, mehr oder weniger im positiven Sinne.
Hätte er mir aber gar nicht sagen müssen, weil mein Hotel ist so in der zweiten Standreihe. Und da habe ich die Beste tatsächlich die ganze Nacht gehört und gespürt. Wie war die Atmosphäre im Stadion? Wie war das, dabei zu sein, das zu erleben? Und es sind ja zwei Fanlager, die durchaus unterschiedlich sind, aber beide ihre Mannschaft sehr, sehr unterstützen mit viel, viel Herz.
Vollkommen unterschiedlich. Du hast absolut recht. Aber die Stimmung, die war wirklich ganz, ganz speziell. Das ging schon den ganzen Tag über hier in South Beach oder komplett in Miami eigentlich los. Die haben aber wirklich auch sehr, sehr friedlich zusammengefeiert, haben sich auch gegenseitig immer wieder Respekt gezollt.
Immer wieder haben sich dann die Norweger hier in South Beach auf die Straße gesetzt, haben dann zu ihrem, ja, weltberühmten Rudern angesetzt. Also das war schon wirklich sehr, sehr speziell. Die Engländer, die habe ich dann tatsächlich immer häufiger an der Theke angetroffen, die Fans. Also die haben dann tagsüber sich den ein oder anderen Drink, glaube ich, eher genehmigt.
Aber so unterschiedlich waren sie und am Ende war es vor allem friedlich und eine sehr, sehr gute Stimmung. Nicht nur im Spiel, sondern auch Stunden davor. Wenn man mit englischen Fans spricht, und das machst du ja logischerweise, wenn du da vor Ort in Kontakt kommst. Wie ist so deren Gefühl für diese Weltmeisterschaft?
Sind die siegessicher oder sind die skeptisch, weil die Leistungen nicht durchgängig großartig sind? Und wie stehen Sie zu Thomas Tuchel, der ja jetzt, wir haben darüber schon gesprochen, ja im ersten Interview nach diesem Spiel gleich den Finger in die Wunde legt und mit der Leistung grundsätzlich seiner Mannschaft trotz des Halbfinaleinzugs nicht zufrieden ist?
Nach dem Spiel waren sie natürlich alle überglücklich, haben die ganze Zeit gesungen. Futsballs coming home, das ist ja auch total nachvollziehbar. Und da lieben sie natürlich dann auch Thomas Tuchel. Aber Thomas Tuchel hat wirklich gar keinen leichten Stand in England. Da gab es schon bei seiner Kader-Nominierung sehr viel Kritik und das begleitet ihn so ein Stück weit.
Nach dem Spiel gegen Kongo oder auch nach Mexiko waren sich tatsächlich auch viele Fans sicher, wenn das schief gegangen hätte, hätte es eine riesen Trainer-Diskussion gegeben. Und das wäre wahrscheinlich auch gestern, wenn man gegen Norwegen ausgeschieden wäre, der Fall gewesen. Also Thomas Tuchel kann es einem nicht so ganz recht machen, wenn man aus England kommt. Aber wenn sie gewinnen, dann hat er zumindest noch ein bisschen mehr Kredit als sonst.
Und auf wen bauen die Fans? Wir schauen hier auf die großen Stars, auf Harry Kane natürlich ganz besonders, weil er uns ja auch in der Bundesliga Woche für Woche zeigt, was für ein außergewöhnlicher Spieler ist. Jude Bellingham, der jetzt mehr und mehr performt. Wer sind so die Hoffnungsträger für England?
Ja, das ist eindeutig King Harry. Also ich habe gestern auch noch mit einigen Fans gesprochen. Wer ist denn nun der beste Stürmer? Harry Kane oder Erling Haaland? Natürlich haben alle Norweger gesagt, Haaland ist der Bessere. Die Engländer haben gesagt, Kane ist der Bessere. Aber das ist schon ihr Zugpferd, das ist ganz, ganz klar. Aber ich finde tatsächlich, Jude Bellingham stellt Harry Kane bei dieser Weltmeisterschaft durchaus in Schatten.
Gerade wenn es in den entscheidenden Momenten darauf ankommt. Also Bellingham gegen Mexiko schon, da war ich auch im Aztekenstadion dabei. Zwei Tore gemacht, hinten eine unglaubliche Rettungsaktion gehabt. Jetzt gegen die Norweger auch wieder absoluter Unterschiedsspieler. Und eben auch dann zur Stelle, wenn eben Harry Kane ein bisschen blass bleibt, wie das gestern gegen die Norweger der Fall war.
Manni, danke dir für den Moment. Grüße nach Miami South Beach. Wir hören uns nochmal am Ende dieser Sendung. Dann ist, glaube ich, auch die Sonne aufgegangen. Und dann sehen wir noch ein bisschen mehr, was so um dich rum ist. Manni Sedlbauer, Grüße nach Miami. Bis gleich. Und wir sehen uns auch gleich wieder, meine Damen und Herren, an der kurzen Pause geschaut.
Dann noch auf das zweite Tor der Engländer auf Jude Bellingham und haben noch viel zu besprechen, auch über die Schiedsrichterleistung und die Beeinflussung durch die Politik. Also bleiben Sie dran, wir machen gleich weiter beim FireRocks.1 WM-Doppelpass hier bei Sport1 aus München. Bis gleich! Schön, dass Sie weiter dabei sind beim FireRocks.1 WM-Doppelpass, meine Damen und Herren.
Wir gehen in die nächste Runde mit Rajo von Adl und Band und unseren Gästen am heutigen Tag. Und wir reden hier gleich weiter, aber geben zunächst mal zu Ruth, die hat interessante Zahlen für uns. Ja, die englischen Fans genießen diese WM und lassen sie sich richtig schmecken. Wir haben ja gerade schon von unserem Reporter Manni Sedlbauer vor Ort gehört, dass da bis 5 Uhr nachts in Miami gefeiert wurde.
Und allein die Gruppenphase hat den Pubs in UK sage und schreibe, das sind wirklich offizielle Zahlen, 5,5 Millionen mehr Pints eingebracht. Also da ging ordentlich was über den Tresen. Englische Fans sind ja bekannt fürs Trinken. Vielleicht ist das am Anfang in den USA noch nicht ganz so angekommen, wie groß der Durst war.
Denn da gab es ein Pub, das heißt The Londoner in Dallas. Das wurde regelrecht gekapert. Also der Laden wurde innerhalb kürzester Zeit leer getrunken. Man hat da so rund 5000 Biere verkauft. Jetzt kann man sagen, oh super, wahnsinnig viel mehr Umsatz. Stimmt, 35.000 Euro Umsatz wurde da gemacht an dem Abend.
Allerdings hat The Londoner am nächsten Morgen verkündet, ja, das stimmt schon, aber man konnte damit die Zerstörung unseres Eigentums und unserer Außenanlagen leider nicht wettmachen. Also da wurde zusätzlich auch noch ordentlich Gas gegeben. Das heißt, man sollte sich nach wie vor jetzt zumindest auch schon vorbereiten in Miami und dann in Atlanta, wo noch gespielt wird, dass die englischen Fans sehr gerne trinken.
Nur noch mehr. Ja, das ist ja so ein bisschen ambivalent. Auf der einen Seite ist das natürlich toll, dass die feiern und sollen auch ihren Spaß haben. Aber das Mobiliar und die Pubs heile lassen, fände ich irgendwie dann doch die bessere Idee. Jetzt wollen wir noch mal auf das zweite Tor von Bellingham schauen.
Er passt einfach gut auf. Was ich schade finde, was ich auch traurig finde, dass ausgerechnet der starke norwegische Torhüter da diesen Bock hat. Es ist ein Fehler. Der einige hundertprozentige rausgeholt hat. Das weiß er ja selber. Da hau ich jetzt auch nicht drauf. Natürlich weiß er, dass er den wegboxen muss. Er wollte ihn fangen, ist ihm missglückt.
Bellingham ist halt handlungsschnell und erkennt die Situation. Geht da hin und macht ihn rein. Bitter für die Norweger, weil sie wirklich ebenbürtig waren, finde ich. So ist es im Fußball. Oh, da haben wir doch endlich mal ein bisschen Geld eingesammelt. Also wir haben am Anfang schon einiges durchgehen lassen. Ja, ist ja kein Problem, ich nehme das von dir. Kein Problem.
So ist das im Fußball. Und so ist das bei uns beim Dopa. Dann kostet das eben... Jetzt musst du auch drei, du hast dasselbe gesagt. Ja gut, dann gebe ich halt drei. Ja, ja, ja, ja. Endlich was rein ins Schweinchen. Siehst du England eigentlich gerne? Oder hast du eine andere Mannschaft in dem Turnier, wo du sagst, die machen mir viel, viel mehr Bock?
Die Franzosen spielen natürlich schon einfach einen anderen Ball als die Engländer. Ich habe sie auch gesehen bei der Euro. Ich glaube, drei Spiele habe ich gesehen von den Engländern. Da war Southgate noch der Trainer. Und da waren zwei Spiele dabei. Da hast du wirklich gedacht, also gucke ich es zu Ende oder treffe ich mich doch noch mit Freunden.
Geht ja auch beides. Man kann mit Freunden Fußball schauen. Richtig, ja. So, in Majeni mit irgendeinem Pop. Nee, aber ich finde, sie sind aber jetzt in diesem Turnier sehr wechselhaft. Also sie haben ein, zwei Spiele dabei gehabt, wo ich fand, da haben sie gut gespielt. Jetzt gestern gegen Norwegen, haben wir schon drüber gesprochen, war es nicht so doll. Ich fand sogar, die Norweger waren teilweise besser, muss man einfach sagen.
Aber sie haben natürlich jetzt diese zwei, von denen ich schon gesprochen habe. So, und die wechseln sich so ein bisschen ab. Und beim Bellingham habe ich das Gefühl, er hat nicht so eine überragende Saison in Madrid gespielt. Der wirkt für mich, als wenn er es auch wirklich den Leuten beweisen will.
Also wenn er sagt, Mensch, so ein bisschen wie Mbappé bei Frankreich, der ja auch wirklich loslegt. Der hat zwar eine ganz gute Saison gespielt, aber natürlich nicht erfolgreich. Und von daher, es gibt Mannschaften, die man sich lieber anschaut. Aber es war mein Tipp. Ich habe auf England gesetzt, weil du weißt, ich kenne den Taktik-Tierrex. Ich kenne Thomas Tuchel und der hat zur Mannschaft vor dem Spiel gesagt, wir müssen die Laufwege hochdrücken.
Wir müssen im Mittelkreis eine Raute bilden, die wir im Quadrat nach vorne in die Box schieben. Und wenn dort die Hypertenuse gegen Null läuft und aus dem Zylinder eine Melone wird, dann können wir ein Tor machen. Das ist der Taktik-Tierrex, das ist der Thomas, der Stift ist. Das Schwunder ist, er verstellt sich nicht. Ich kenne ihn ja auch privat.
Der ist immer so, ne? Der ist immer so. Es gibt ja Leute, die nur, wenn das Rotlicht angeht, lustig sind. Der ist immer so. Ich bin heute Morgen aufgewacht und habe gesagt, wir haben gewonnen. Ich freue mich. Das ist großartig. Ich habe zwar die Frisur von Jogi Löw, aber es ist wurscht. Ach, herrlich. Ach, herrlich. Jetzt ist es ja so, dass Stefan vorhin sagte, Jordan Pickford, vielleicht ein bisschen Schwachpunkt bei England.
Sonst alle Mannschaftsteile, ich meine, du bist eigentlich der, der alles gesehen hat, alle Mannschaftsteile gut besetzt oder siehst du andere Schwächen? Jetzt, wenn wir vorausschauen Richtung Argentinien, Halbfinale, das ist ja, wir erinnern uns, 86 warst du dabei bei der WM, damals Handgottes, das war das Viertelfinale, England, Argentinien, da gibt es noch diese Falkland-Thematik.
Also es ist ein Spiel, was aufgeladen ist. Messi, Kane, die großen Namen. Also siehst du Schwächen bei England gerade für dieses Duell? Nicht unbedingt Schwächen. Ich glaube eher, dass sie eine ganz gute Bank haben. Also Essie kam rein, die haben die beiden Außenpositionen verändert und dadurch kam schon eine Wandlung ins Spiel. Sie waren dynamischer.
Normalerweise spielen sie ja mit den zwei Sechser-Achtern, mit Reis und Henderson. Aber durch die Verschiebung der Spieler, auch der Spielertypen, haben sie was anderes geschafft. Aber insgesamt, ich fieber immer noch auf dem Finale Frankreich-Argentinien, weil ich einfach mal sehen will, ob die Argentinier mit ihrer Nickel-Spielweise irgendwie die Franzosen in den Griff kriegen.
Ob sie es wieder schaffen. Ob sie es wieder schaffen. Aber ich glaube, eben wie wir es schon gesagt haben, England ist gut, toll. Sie haben Tuchel, hat auch den Reiz gesetzt, aber ich sehe die Mannschaft nicht, dass sie Argentinien schlägt. Siehst du auch Argentinien als Favorit in diesem Halbfinale?
Ja, ich sehe es ziemlich ausgeglichen, weil Argentinien schon sehr alles auf die Karte Messi setzt. Und wenn es gelingt, jemanden abzustellen wie damals Guido Buchwald gegen Diego Maradona, der ihn aus dem Spiel nimmt, der ihn auch irgendwo ein Stück weit den Spaß am Spiel nimmt, dann glaube ich schon, dass die Engländer.
Sich da auch durchsetzen können. Darf ich einmal einem Kollegen widersprechen? Aber Ungar, ich meine, ich bitte dich. Er wird mich hinterher bestrafen. Nein, du wirst mir böse sein. Wir haben bei den Argentiniern jetzt, Alvarez macht gestern ein traumhaftes Tor. Wir haben mit McAllister, der trotz 1,76 Kopfballstark ist.
Es sind andere Spieler, die für Messi gestern reingetreten sind. Und das war die Wandlung. Das hat mich erstaunt. Natürlich, klar, die müssen Messi aus dem Spiel nehmen, hat wieder einen Assist gehabt. Stefan hat ja nur die Zusammenfassung gesehen, weißt du? Nein, aber der kann ja gar nicht mit mir mitreden. So ist es.
Aber es ist halt so, man hat schon den Eindruck, dass Messi auch Einfluss nimmt auf die Mannschaftsaufstellung, weil der hat hinter sich schon seine Bodyguards, die ihm den Rücken freihalten und er hat alle Freiheiten. Weil ich habe auch Inter Miami gegen Vancouver gesehen, live. Du auch? Nein, das habe ich schon aufzeigen. Und wie viel Messi spazieren geht, ist unvorstellbar. Aber wenn der dann den Ball kriegt, dann explodiert er noch.
Und dann macht er Außergewöhnliches und macht Tore oder bereitet sie vor. Und der Rest der Mannschaft weiß... Dass sie für Messi zu arbeiten haben. Also das machen sie schon beeindruckend. Aber ist das nicht faszinierend? Die haben einen Spieler drin, der geht spazieren. Und dann haben wir eine Mannschaft, die rennen zwei Stunden lang gegen Paraguay und kriegen den Ball nicht aufs Tor.
Also es ist doch wirklich lächerlich. Messi ist noch immer außergewöhnlich. Der hat drei, vier Momente, die reichen. Und die anderen, und die sind bereit, für ihn zu laufen. Das ist ja auch noch eine ganz interessante Sache. Ja, das ist klar, das merkst du ja auch. Ich weiß nicht, ob die bei uns alle füreinander laufen. Aber wen stellst du denn jetzt gegen den Messi, wenn der nur spazieren geht? Da muss ein Engländer finden, der auch spazieren geht.
Na, der Henderson, der hat ja den Arm kaputt, der hat sich ja den Arm gebrochen. Beim Jubeln. Beim Jubeln, ja, dann stellen wir den Henderson da hin. Also wir haben Ideen auf jeden Fall. Auf alle Fälle. Das würde ich sagen. Ja, wir machen jetzt eine halbe Minute, eine ganz, ganz kurze Pause, Hinweise von unserem Sportwettpartner. Und dann geht es weiter mit zwei Sympathieträgern.
Infantino und Trump. Bis gleich. So schnell sind 30 Sekunden vorbei. Wir sind wieder zurück beim FIROX.1 WM-Doppelpass hier aus dem Airport Hilton in München. Und ich habe gesagt, wir wollen natürlich sprechen über das, was uns doch ein bisschen Sorge bereitet hat. Nein, ich streiche das bisschen, was uns Sorge bereitet, nämlich politische Einflussnahme auf Entscheidungen auf dem Fußballfeld.
Ruth, du leitest das Ganze noch mal ein, holst uns alle ab. Sehr gerne. Also im 16. Finale der USA gegen Bosnien-Herzegowina hat der Spieler Fullerin Balogun eine rote Karte bekommen. Wir sehen auch noch mal die Szene dazu. Das war eine klare rote Karte. Und wir wissen, normalerweise folgt dann eine Spielsperre.
Das hat aber US-Präsident Donald Trump nicht gepasst. Und er hat dann direkt mal FIFA-Boss Gianni Infantino angerufen und darum gebeten, diese Situation noch mal zu überprüfen. Und die FIFA hat tatsächlich entschieden, die Sperre auszusetzen zur Bewährung. Und Balogun war dann also spielberechtigt im Achtelfinale gegen Belgien.
Damit hat die FIFA ihre eigenen Regeln gebrochen. Ein Staatschef greift ein in die Regeln, in das Spiel. Belgien hat noch versucht, Einspruch einzulegen, erfolglos. Auch die UEFA hat sich gemeldet, da wurde eine rote Linie überschritten. Also die Empörung war groß, aber Baloghan war am Ende spielberechtigt, weil die FIFA diese Karte nochmal zurückgenommen hat, beziehungsweise zur Bewährung dann eben ausgesetzt hat.
Vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit, dass am Ende die USA trotzdem ausgeschieden ist, weil Belgien gewonnen hat. Da sagt Rudi Völler dazu, Gott sei Dank hat Belgien gewonnen. Selbst Infantino wird ein Stein vom Herzen gefallen sein, auch wenn er das nicht zugeben wird. Aber wir sind uns alle einig, dass das ein Riesenskandal war.
So schaut es aus. Norman Solida. Zwei Präsidenten und zwei Brüder im Geiste. Donald Trump und Gianni Infantino. Die beiden verbindet nicht nur eine herzliche Männerfreundschaft und ein schwach ausgeprägtes Schamgefühl, sie pflegen auch ein gemeinsames Lebensmotto. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. So schaut's aus.
Zur Erinnerung, der US-Spieler Bellogan bekam die rote Karte und wäre im Achtelfinale gesperrt gewesen. Moment, dachte sich Donald Trump, das muss ich unbedingt zurechtrücken. Beim Kartenspielen gilt doch, Ober sticht unter bzw. Trump sticht Schiri. Und nach einem kurzen Telefonat mit Busenfreund Infantino wurde die rote Karte in eine Bewährungsstrafe umgewandelt.
Fairer geht's wirklich nicht. So schaut's aus. Ein Staatspräsident interveniert direkt beim FIFA-Präsidenten. Ist das ein Skandal? Ja! Ist es überraschend? Nein! Schon vor der WM hat Trump vermutlich ohne Infantino vorher anzurufen den besten afrikanischen Schiri gar nicht erst ins Land gelassen. Enteiert Infantino womöglich das Schiedsrichterwesen, wenn er solche Eingriffe einfach hinnimmt?
Wahrscheinlich schon. So schaut's aus. Zum Glück gibt es immer noch Grenzen und der Fußball ist manchmal doch stärker als seine Strukturen und manche Dinge lassen sich einfach nicht mehr rückgängig machen. Wie viel Manipulation gibt es tatsächlich? Wird etwa Argentinien bevorteilt, weil Messi im Turnier bleiben soll?
Schiri-Boss Colina sagt, nein, es gibt keine Beeinflussung. Auch von Infantino nicht. Hand aufs Herz. Schön wär's, aber kann man das glauben? Wir fragen einen, der sich damit bestens auskennt. Ex-Bundesliga-Schiri Patrick Ittrich. Werden also Schiedsrichter von Leuten wie Trump und Infantino manipuliert?
Wie schaut's aus? Bis zum nächsten Mal. Patrick, wie ist deine Einschätzung? Werden Schiris da manipuliert oder wird zumindest der Eindruck erweckt, dass es sein könnte? Also ein Schiedsrichter ist ja nicht manipuliert worden, weil er hat ja faktisch auf dem Platz mit dem Videoassistenten die richtige Entscheidung getroffen.
Danach wurde ja irgendwas getan. Also der Schiedsrichter auf dem Platz hat ja überhaupt nichts gemacht und ich muss jetzt auch mal relativ deutlich werden. Der Schiedsrichter Klaus, der das Spiel ja gepfiffen hat, der ist für sein Leben lang angegriffen. Dem wird irgendwas nachgesagt, was er nicht gemacht hat.
Der hat eine grote Karte gegeben nach Intervention. Der wird kein Spiel mehr pfeifen. Genauso wie, das ist der nächste Punkt, Felix Zweier ist in der Gruppenphase seit zwei Spielen, hat kein weiteres Spiel gepfiffen. Keiner weiß warum. Ich finde das schon merkwürdig, muss ich sagen. Und insofern, wenn du nun siehst, wie im Nachhinein, vielleicht noch zur Feststellung, es gibt ja die Legislative und die Exekutive.
Ich bin als Schiedsstaat der, der auf dem Platz die Karten verteilt und am Ende entscheiden Sportgerichte darüber. Da bin ich ja raus. Und deswegen ist das, was da passiert. Und deswegen sagte ich vorhin zu Anfangs, der Vertrauensverlust, der da passiert ist, der zieht sich ja durchs Turnier durch, der zieht sich durch die ganze weitere, vielleicht auch die weiteren Jahre durch. Und das ist das größte Problem.
Genau, und in der Betrachtung von außen ... Leidet ihr unter diesem Vertrauensverlust eben auch, ihr Schiedsrichter? Weil natürlich die Frage ist, kann man sich denn da... Ja genau, auf eurem Rücken wird es ausgetragen. Und die Frage für die Fußballfans ist, kann man sich darauf verlassen, warum gelten unsere Regeln nicht mehr?
Rote Karte heißt mindestens ein Spielsperre. Richtig, ganz genau. Das ist eben genau der Fall. Und nochmal, wie gesagt, jetzt kann man vielleicht sagen, okay, der wollte das nicht, ist ja egal. Es gibt immer, ich habe ja immer schon gesagt, es gibt drei Kriterien für hartes Foulspiel. Einmal Dynamik, Trefferbild und Schanz, den Ball zu spielen.
Jetzt sind zwei erfüllt, aus diesem Grund eingegriffen, rote Karte, klar, mit der Spielsperre. Was ich einfach an dem ganzen Prozess noch nicht verstehe, es gibt ja diesen Artikel 27, der es erlaubt, dort zu intervenieren mit dieser Disziplinarkommission. Jetzt ist halt nur die Frage, warum wurde interveniert und wie ist die Begründung?
Beides nicht da. Und nur in dem einen Fall und in allen anderen nicht. Warum? Wer erklärt uns auf? Keiner. Aber warum meinst du, dass der Schiedsrichter nie mehr pfeifen wird? Er hat ja alles richtig gemacht mit seinem Team. Ja, weil er öffentlich diskreditiert wurde. Wir können den Kolina rausnehmen. Ja, ich weiß ja nicht, er wurde zumindest von Trump öffentlich gesagt, dass dieser Schiedsrichter...
Wollen wir uns dieses Interview oder diese Pressekonferenz-Ausschnitt von Donald Trump mal anhören, wo er eben dann auch irgendwelche Mutmaßungen über den Schiedsrichter anstellt. Das ist der Background-Check sozusagen, aber hören wir selber mal. Ja, ich habe mit Johnny gesprochen, der sehr respektiert wird.
Er veranstaltet die erfolgreichste Weltmeisterschaft der Geschichte. Viermal erfolgreicher als jede andere. Ich bin jemand, der Sport liebt und ein guter Athlet war. Ich verstehe den Sport wirklich gut und das war kein Foul. Dieser Schiedsrichter war ein wenig suspekt. Wenn man seine Vergangenheit kontrolliert, ich will das eigentlich nicht sagen, weil ich keine Kontroverse auslösen möchte, aber er war sehr suspekt.
Unser bester Spieler oder einer unserer besten Spieler und er gibt ihm eine rote Karte. Ich wusste nicht einmal, was das bedeutet. Ich dachte, es hätte keine große Bedeutung. Dann habe ich gehört, dass man im nächsten Spiel nicht spielen darf, mindestens im nächsten Spiel. Ich habe gedacht, das ist aber eine große Strafe. Wenn es einem anderen Spieler passiert, ist es auch unfair.
Aber wenn sie dir deinen besten Spieler nehmen oder einen der besten und sie sagen, du darfst nicht spielen, das ist sehr unfair. Alles, was ich gemacht habe, war zu fragen, ob sie es überprüfen, weil ich finde, es war kein Foul. Ich weiß nicht, was eine rote Karte ist, aber Foulspiel kann er beurteilen.
Und in der Tat, Stefan, da war es noch mal klar zu hören, sehr suspekt, dieser wirklich gute Schiedsrichter. Ich glaube, er kennt den Unterschied auch nicht zwischen fair und unfair, was er gesagt hat. Das kann sein, ja. Ich bin sowieso der Meinung, dass... Dass Politiker sich niemals in solchen Entscheidungen einmischen sollten.
Wir hatten vor zwei Jahren die EM im eigenen Land, wo viele, viele Politiker auf der Tribüne saßen und gefeiert haben, wie auch immer. Und dann wurden sie nie mehr gesehen. Ich mag das nicht, weil sie definitiv vielleicht der ein oder andere keine Ahnung haben vom Fußball. Und das zeigt ja eindrucksvoll hier auch in dem Interview, dass die aber dann, das auch noch umsetzen von der FIFA.
Also mit Infantino und Colina. Das ist ein Problem, wenn man sich nicht in der Welt verbringt, wenn man sich nicht in der Welt verbringt, dann ist es Korruption. Es ist auf jeden Fall so, dass es das Vertrauen in die Institutionen des Fußballs, in dem Fall in den Weltverband massiv untergräbt. Und natürlich dann auch dadurch Tür und Tor öffnet für weitere Verschwörungstheorien.
Das ist eine Katastrophe für euch, für die Schiedsrichter, die dort pfeifen. Versuchen ihr Bestes zu geben, noch richtige Entscheidungen treffen. Ich glaube, da sind wir uns alle einig mit der roten Karte. Dann zurückgefiffen werden von einer anderen Instanz. Das macht definitiv den Fußball kaputt. Vor allem Wuppen.
Trump widerspricht sich ja auch in dieser Aussage einmal selbst. Er sagt, er verstehe den Sport. Auf der anderen Seite verstehe er das mit der roten Karte nicht. Wo sind wir, dass ein Staatspräsident sich einmischt in solche Belange? Das ist Nordkorea-Style. Und du sagst es eben, plötzlich ist mit so einer Diskussion das Tor offen für alles. Im Beitrag kam ja auch eben gerade die Diskussion mit Messi.
Das würde ich zum Beispiel einfach mal auch in den Bereich der Verschwörungstheorie verweisen. Aber alle können plötzlich alles sagen, weil genau das Ding eben mit der roten Karte die Tür für alles geöffnet hat. Was für mich noch viel trauriger ist, ich finde, die Mannschaft der USA hat unheimlich viel Sympathiepunkte gesammelt zu Beginn.
Die haben die Gruppenphase überstanden. Die Stimmung in den USA war grandios. Mein Sohnemann lebt in den USA. Er hat gesagt, die Stimmung war dermaßen positiv. Jeder konnte mit dem Trikot rumlaufen, wie er wollte, alle zusammen gefeiert, richtig gute Stimmung. Und mit dem Anruf von Trump hat er seiner eigenen Nationalmannschaft überhaupt keinen Gefallen getan. Weil meiner Meinung nach...
Hat es die Mannschaft extrem belastet. Barogun war nicht wiederzuerkennen, weil das natürlich auch was mit dem Spieler macht. Wenn du auf einmal hörst, eigentlich dürftest du gar nicht spielen oder so. Die haben sich mit Dingen beschäftigt, die einfach die Vorbereitung auf ein Spiel auch gestört haben. Und das fand ich schade für die US-Mannschaft.
Wobei er es natürlich, der Trump sich für sich natürlich politisch auch genutzt hat, muss man ganz klar sagen. Er hat wahrscheinlich dann im eigenen Land wieder, Mensch, unser Präsident, der setzt sich für unsere Mannschaft ein. Aber ich bin natürlich bei euch allen und auch bei dir. Für die Mannschaft selber war es natürlich überhaupt nicht gut.
Und der Spieler, also ich glaube, wenn ich es gewesen wäre, ich hätte mich einfach unwohl gefühlt, dass du jetzt auf dem Feld bist, dass du auch noch aufgestellt bist. Die Frage ist, ob der Trainer vielleicht besser gefahren wäre, wenn er gesagt hätte, ich stelle ihn nicht auf. Ist aber dann die Frage, ob der nächste Anruf gekommen wäre und der Präsident gesagt hat, das war keine Option. It's a great honor, you have let him play.
He's the best guy. Den kannst du auch noch? Ja, ich versuche es gerade ein bisschen. Gut. Also von daher ist es eine ganz schwierige Situation, finde ich, auch für einen Trainer gewesen. Und ich bin bei dir, Stefan, dass es für die Mannschaft wahrscheinlich nicht gut war. Der Eindruck, den ich habe, ich weiß nicht, ob du denen teilst, ist, dass da Leute sich abgekoppelt haben von unserer Realität, von unserer Wirklichkeit.
Dass das eigentlich dem FIFA-Präsidenten und auch dem US-Präsidenten völlig wurscht ist, dass sie in ihrer eigenen Welt leben so ein bisschen. Oder ist das übertrieben? Pippi Langstumpf, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Das war ja sympathisch. Pippi Langstumpf brauchte ich immer. Es ist einfach so, und ich bin Realist, wir werden auch die Diskussion bei der nächsten Weltmeisterschaft haben.
Es wird immer wieder politische Einmischungen geben. F.A. hat das gerade gesagt. Das gehört nicht zum Fußball. Und wir können jetzt auch alle sagen, das ist nicht nett oder so. Es passiert. Trump nutzt es medienwirksam. Vielen Dank. In allen Bereichen, in politischen Bereichen. Und Infantino wird so lange sein Unwesen treiben, solange er an der Macht ist.
Das wird immer wieder passieren. Und das wird er mutmaßlich damit zementieren, seine Macht, dass er noch weiter aufstockt, dass wir auf 64 Mannschaften gehen bei Weltmeisterschaften. Meinst du nicht, dass diese Bestrebungen gibt es? Und dadurch sichert er sich die Stimmen der kleineren Verbände. Ja, aber ich glaube, das ist die Grenze.
Es ist schon hart zu schauen mit diesen vielen Nationen, die dabei sind. Ich glaube, wenn du das jetzt nochmal aufstockst, das wird zu viel. Nicht nur für die Spieler selber, dann musst du ja das Turnier eigentlich strecken dann mittlerweile auf sechs Wochen, wie auch immer, sieben vielleicht, reine Spielzeit, um sie alle unter einen Hut zu kriegen und für uns Zuschauer ja auch.
Aber dann machen wir acht Cooling Breaks dann, das darfst du nicht vergessen. Also, Huling? Ja. Essel, du brauchst hier keine Gedanken machen. Die machen die Ligen kürzer, die machen alles. Die haben die Klub-Weltmeisterschaft durchgekriegt. Ich spiele nicht mehr und ich schaue nicht mehr. Ja, gut. Aber das ist ... Was ja das Erstaunliche ist, wir haben ja Zuschauerrekorde, die Leute gucken das.
Das heißt also, wie weit ist der Fußball wirklich strapazierbar? Ja. Und das ist, wo ich Sorge habe. Aber ich glaube, die Verantwortlichen gucken sich das genauso an, sagen, guck mal, die Stadien sind voll, die TV-Zahlen stimmen. Noch haben wir nicht die Schraube überdreht, das ist meine Sorge. Und man muss ja auch ganz ehrlich sagen, es waren jetzt auch von den Kleinen zwei, drei dabei, Cap Verde beispielsweise, die ja durchaus begeistert haben.
Also wenn man ganz ehrlich ist, es war jetzt auch nicht alle schlecht, es waren auch ein paar. Und da haben wir natürlich immer als Deutschland, die immer vertreten sind, zumindest bis jetzt, haben wir immer so ein bisschen dieses, ich nenne mal ein Stück weit die Arroganz zu sagen, ja, das ist ja alles dann nicht mehr.
Und von daher, also für diese Länder, ganz ehrlich, hat es mich auch gefreut. Und es waren eben auch ein paar dabei, die haben überzeugt auf ihrem Niveau. Absolut. Wenn wir beim Niveau sind, Stefan hat gesagt, wir haben bei den Schiedsrichtern bei der WM ein Niveau erlebt, was uns nochmal klar macht, wie gut wir in der Bundesliga sind, wie gut ihr unterwegs seid.
Teilst du diesen Eindruck, dass die Leistungen doch unterschiedlich waren von der Qualität? Manche eben nicht gut genug für eine Weltmeisterschaft? Oder sehen wir das zu polemisch? Ja, also es ist natürlich schön, dass du das sagst, Stefan. Das ist auch so. Und wenn man das wirklich ganz neutral betrachtet, dass wir einfach ein hervorragendes Schiedsrichter der Wesen in Deutschland haben.
Wir haben tolle Schiedsrichter und wir machen alle Fehler. Deswegen sitzen wir und diskutieren. Das ist alles gut so. Und ich breche dir eine Lanze jetzt für meine ehemaligen Kollegen, weil sie sich einfach vorbereiten, Topspiele pfeifen, auf höchstem Niveau unterwegs sind. Aber das machen die Schiedsrichter, die bei der WM pfeifen, auch.
Die bereiten sich auch vor, die machen Lehrgänge. Das sind die Besten der Welt, die ausgesucht werden. Und sie kommen aus allen Ecken der Welt. So, und jetzt kann man ja sagen... Ach, müssen es nicht? Dann sagen wir mal acht Schiedsrichter aus England, acht aus Deutschland oder so. Ja, jetzt sagen wir, es sollen die Besten kommen.
Jetzt darf man nicht vergessen, es heißt es, ja, aber da kommt eine aus Nicaragua oder der kommt aus El Salvador. Jetzt mal ganz ehrlich, der Schiedsrichter aus El Salvador, der jetzt auch nicht in der größten Liga der Welt pfeift. Das ist hier mit Caballon Maus. Der hat von der Sache her eigentlich sehr gut gefiffen bis jetzt. Der macht einen sehr guten Job. Und da gibt es auch einige Schicksalte, die aus den Top-Ländern kommen.
Die haben drei Video-Eingriffe und sind eigentlich, was die Entscheidungsqualität anbelangt, nicht so gut. Also da muss man auch gucken, wie hält man nun die Waage in Bezug dessen, wer ist gut und wer ist nicht so gut. Was man feststellen kann in der Vorrunde, bei der Häufigkeit des Spiele, über 70 Spiele, nur in der Vorrunde, war das grundsätzlich okay.
Da gab es immer mal wieder Ausreißer, das ist ganz normal. Aber nach der Vorrunde, Sechzettelfinale und Achtelfinale, da gab es Entscheidungen, wo ich sage, nicht so gut. Sag mal, kannst du ein, zwei Beispiele? Ja, du kannst zum Beispiel, du kannst auch Deutschland nehmen, dem Tafoul. Solche Geschichten waren natürlich schwierig. Also es gab einfach wirklich auch da einzelne Entscheidungen, wo du sagst, boah, das war einfach auch Dinge, die du und es ist schwer für mich zu behaupten, weil ich selber weiß, wie es ist, auf dem Platz zu stehen und Entscheidungen und Sachen nicht zu sehen.
Aber es gibt Dinge, die darfst du auf dem Platz sehen und entscheiden und musst sie auch entscheiden. Und das wurde nicht getan. Deswegen waren da so ein paar Sachen, die nicht so gut waren. Aber wenn du sagst, nach der Vorrunde, das war okay, okay ist für mich Durchschnitt. Okay ist Durchschnitt. Du musst schon, wenn du die Elite am Start hast, dann musst du dich schon ganz weit oben bewegen.
Und wenn du sagst, das ist okay, dann reicht das in meinen Augen nicht. Und so habe ich die Spiele auch verfolgt, dass es so viele Fehlentscheidungen gegeben hat, die es bei so einem Turnier oder überhaupt im bezahlten Fußball nicht geben darf. Und meines Erachtens Fehler auch im Zusammenspiel mit dem VAR. Jetzt ist es ja so.
In der Bundesliga, das sind nicht alles feste Teams, aber ihr kennt euch schon gut, ihr seid sehr, sehr eingespielt und so weiter. Und bei der WM, kann das nicht so sein oder ist das ein Fehler im System, dass VAR und das Team auf dem Feld nicht immer beieinander ist? Ich habe mich auch gewundert über die Aussagen, als der Theo aus Argentinien gepfiffen hat, der ein sensationeller Schiedsrichter ist, der so einen Druck bekommen hat, weil er sagt, auf einmal sind alle aus Argentinien. Wie kann das sein?
Alle aus Argentinien, oh Verschwörung. Was ist mit euch los? Also es ist doch logisch, die sprechen in ihrer Landessprache miteinander. Die sind alle aus einer, das hat hervorragend funktioniert. Und du darfst ja nicht vergessen, dann kommt vielleicht einer aus Brasilien, einer aus England, einer aus, keine Ahnung was, aus den afrikanischen Ländern.
Die sprechen zwar alle Englisch, aber da kann es ja Kommunikationsprobleme geben. Das darf man ja nicht vergessen. Man hat es ja gesehen an den Announcements am Anfang von den Brasilianern. Da hast du ja nichts verstanden. Wobei das gestern vom Turpin hervorragend übrigens war, dieses Announcement. Also das wird auch besser.
Nur das ist doch viel, viel besser, wenn du alle aus einem Land hast, die verstehen sich und du kannst dann besser abliefern. Finde ich, von vornherein hätte man das so machen können. Als eine WM, man will alles mischen, weil neue Wege gehen. Man kann es versuchen, hat nicht so ganz funktioniert. Also wir haben die beiden Halbfinals noch und die Finals. Und da drücken wir, glaube ich, alle den Schiris die Daumen, dass da dann alles gut läuft und richtig läuft. Das werden auch die Besten sein, die da eingesetzt werden.
Patrick, danke dir, dass du trotz, weiß ich nicht, anderthalb Stunden Schlaf hier vorbeigeschaut hast. Und den Rest der WM schaffst du auch noch. Das machen die Kollegen von Magenta. Patrick, vielen Dank für deinen Besuch. Und wir machen gleich weiter hier bei uns in der Runde und sprechen über Jürgen Klopp und seine Machtfülle, die sich jetzt schon so ein bisschen abzeichnet.
Der große Menschenfänger, bald Bundestrainer. Also gleich mehr hier im Fyrox.1 WM-Doppelpass. Und jetzt gut aufpassen, denn Sie können was gewinnen und das lohnt sich mitzumachen. Bis gleich. Willkommen zurück in München am Flughafen Airport Hilton zum Fyrox.1 WM-Doppelpass. Und während die letzten Klänge von Haio, von Hadeln und Band verklingen, wollen wir schauen auf den Mann, der den deutschen Fußball retten soll, retten muss.
Norman Solider über Jürgen Klopp. Gipfeltreffen in New York. Die DFB-Bosse drücken aufs Tempo. Jürgen Klopp soll lieber heute als morgen unterschreiben. So eilig hat es der DFB sonst eigentlich nie. Aber es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Zukunft des deutschen Fußballs. Die Gegenwart ist bekanntlich ziemlich trübe und die Ära Nagelsmann krachend gescheitert.
Mit Jürgen Klopp soll jetzt wieder ein Ruck durch den DFB gehen. Klopp soll es richten, und zwar nur Klopp. Ein Plan B ist nicht zu erkennen und wohl auch nicht gewollt. Gewollt ist dafür weiterhin Rudi Völler. Nach einem Telefonat mit Klopp soll der ewige Sympathieträger an Bord bleiben. Unter Nagelsmann war Völler zuletzt als eine Art Krisenmanager tätig.
Die Fehlentscheidungen von Nagelsmann konnte allerdings auch Rudi nicht verhindern. Fest steht, dass Andreas Rettig als Geschäftsführer Sport aufhört und sich per Mertesacker für den Job interessiert. Gesprochen hat aber angeblich noch keiner mit dem Weltmeister von 2014. Kein Wunder, die Entscheidungsträger sind ja in New York bei Klopp.
Und hinterher muss erst noch mit Oliver Minzlaff gesprochen werden. Ein möglicher Deal? Der DFB zahlt keine Ablöse, doch Klopp darf Markenbotschafter bei Red Bull bleiben. Wie auch immer, der DFB bewertet die Gespräche mit Klopp in New York äußerst positiv. Bleibt die Frage, kann Klopp den deutschen Fußball wieder zum Erfolg führen?
Und wenn ja, wie schnell? Und. Wie viel Macht braucht Klopp, damit er tatsächlich etwas bewirken kann? Stefan, brauchen wir Jürgen Klopp den Trainer oder brauchen wir vor allem Jürgen Klopp den Reformer? Ich denke, dass wir für unsere A-Nationalmannschaft Jürgen Klopp den Trainer brauchen, der. Es immer wieder geschafft hat, eine Mannschaft, die jetzt vielleicht nicht die beste Qualität hat, zum Erfolg zu führen. Das war ein Mainz-Fall, das hat Jahre gedauert, aber er hat es hinbekommen.
Dann ist er zu Borussia Dortmund gegangen, die nicht die beste Mannschaft hatten, aber er hat es geschafft, zweimal hintereinander Meister zu werden. Dann ist er nach Liverpool gegangen, die am Anfang auch nicht die Top-Mannschaft waren. Und er hat dort eine Mannschaft aufgebaut und entwickelt, die am Ende Titel gewonnen hat.
Von daher, er ist auch nie einer gewesen, der mal nur ein, zwei Jahre irgendwo war, sondern er hat da sich reingearbeitet, mit der Mannschaft intensiv die Spieler, den Spielern das Vertrauen gegeben, aber auch eine ganz klare Struktur in die Mannschaft gegeben. Und da wusste jeder, was er zu tun hat.
Da waren es nicht nur Schönspieler, da waren es wirklich, ich denke immer gerne an so einen Sven Bender in Dortmund. Das ist für mich so ein Paradespieler, der extrem wichtig ist für eine Mannschaft, der ein Balleroberer ist im Mittelfeld, ähnlich wie es ein Effe war und dann eben mit seiner Dynamik auch eine Mannschaft mitreißen kann.
Und da wird Jürgen Klopp auf die richtigen Spieler setzen. Ich finde nicht. Dass er alles machen muss im deutschen Fußball. Ich finde, er sollte sich auf die A-Nationalmannschaft konzentrieren können. Sicher wird er seine Meinung abgeben, wie der Rest aufgestellt wird. Aber es ist ja jetzt nicht so, dass ein Rudi Völler nicht enorme Erfahrung hat und viel erlebt hat als Spieler, als Trainer, als Manager, um da auch einen wichtigen.
Aber es war ja nun so, dass wir Endphase Löw, Hansi Flick, Julian Nagelsmann, das hat alles dann nicht mehr funktioniert. Das sind große Namen. Jetzt kommt der nächste große Name. Also nur den Trainer Klopp installieren und alles wird gut? Oder hast du da Zweifel? Anders vielleicht als Stefan? Also ich würde anders als Stefan den Manager und Trainer installieren, den er bei Liverpool gemacht hat. Der sich um mehrere Sachen kümmert.
Und dann Stück für Stück würde ich Leute dazuholen, die auch mal wieder Ahnung haben, wie ich den deutschen Fußball ändern kann. Wir sagen ja mal, wir müssen die alten Attribute zurückbringen und so. Aber ich glaube einfach, dass die Leute, die jetzt da auch für die Jugendausbildung zuständig sind, das gar nicht auf dem Schirm haben.
Die wissen das gar nicht. Die haben ihre Passfolgen und Taktik-Sachen im Kopf. Die wissen gar nicht, wie sie Spieler besser machen. Und zum Pierre Mertesager kann ich mir gut vorstellen, der in Arsenal, ich glaube sieben Jahre, sehr erfolgreich gearbeitet hat. Jugendakademie geleitet hat. Es muss wieder so sein, dass wir wirklich, wir wollen ja den Fernseher anmachen und wieder Spaß haben.
Wir wollen sehen, dass sie sich den Hintern aufreißen. Da sind wir auch wieder beim Zeitfaktor. Wir haben dann die Europameisterschaft. Wir wollen ja immer das All-in-One-Paket haben. Ein Klopp muss das sein und der muss auf Geld verzichten und der muss dies und das. Es geht erst mal darum, in erster Linie wieder mal Zug reinzubekommen.
Und Rudi Völler ist meiner Meinung nach nicht der Mann, der sich da um Trainingsinhalte kümmert. Ich habe sechs Monate gebraucht, um den Japanern beizubringen, dass es zwischen gut und schön spielen auch noch diese Verbissenheit gibt. Ich habe früher gegen Stefan gespielt. Das war so eklig, weil der dich permanent bearbeitet hat.
Und so einen Typen möchte ich wieder haben. Ich möchte wieder, dass die anderen Mannschaften auch Respekt vor uns haben. Und auch welche, die dann mit dem Ball was können. Denn wir suchen dann einen, ja, dann wollen wir einen Abräumer, aber dann kann der nichts nach vorne oder so. Also du suchst die eierlegende Wollmilchsau und das möglichst schnell, aber wir brauchen Zeit. Aber ich glaube, das ist er.
Ich glaube, das ist er. Wir brauchen, ich bin da so zwischen euch beiden, wir brauchen den Trainer Jürgen Klopp, denn der kann so eine Mannschaft wachküssen. Wir brauchen aber auch den, ja, nennen wir es, technischen Direktor Klopp. Diese Befugnisse, um die es da geht, das finde ich eigentlich ganz interessant.
Die will er ja haben, um sozusagen ein Spielsystem vielleicht im gesamten deutschen Fußball zu implementieren. Also nicht nur in der A-Nationalmannschaft, sondern auch darunter. Gestern sind die Spanier U19-Europameister geworden, haben Deutschland geschlagen in der Gruppenphase deutlich, im Finale auch deutlich.
Die Spanier haben von ganz unten bis nach ganz oben in die Nationalmannschaft, haben die Spanier, die dieses Turnier, glaube ich, am Ende mit 19 zu 0 Toren gewonnen haben, haben die Spanier etwas... Alle U-Nationalmannschaften auch spielen. Und wenn Jürgen Klopp da vielleicht so seine Art und Weise Fußball reinbringen kann, wo wir auch mal sagen, okay, da kommt von der U17, U19 kommt was hoch, wo man dann irgendwie zum Beispiel bei der nächsten WM 2030 die Früchte ernten kann, dann sind wir, glaube ich, auf einem ganz guten Weg, oder?
Aber ich finde, entschuldige, die sind bei uns, ich habe das auch Akademie, acht Jahre Wolfsburg verfolgt, die Trainer bei uns, da sind alles kleine Stars, Denen ist das eigentlich vollkommen egal, wie die Mannschaft oben, was für ein System die spielt. Aber du sagst das gerade, wenn die Spieler durchgehend in Systeme reinkommen und da müssen wir mal hinkommen.
Wir sind ja im Moment, wir haben, die Mannschaft hat nicht einmal so gespielt, wie sie gestartet ist. Das heißt also, wir müssen wieder klare Systeme haben, wie bei uns auch. Da wusstest du, dass deine Rolle und so spielst du die. Und das ist vollkommen seit 2014 den Bach runtergegangen. Aber warst du nicht auch ein Individualist?
Natürlich, aber ein Individualist, das haben wir eben gerade noch besprochen. Ein Individualist, der genau gewusst hat, was ich in dem Moment zu tun mache, um eine Mannschaft stärker zu machen. Und nicht um ein Trikot zu zeigen oder das Abzeichen zu küssen. Und da müssen wir vollkommen umdenken. Und da werden sich...
Es wird die Mischung in der Mannschaft, macht es doch aus. Da werden sich auch ein paar umschauen, die jetzt noch das Trikot-Tragen laufen. Da kommen wir noch zu dem möglichen Generationswechsel. Ich habe einen ganz schönen Spruch von Klopp, der mir wiedergegeben wurde. Der ist nach Dortmund gekommen und hat gesagt, bei uns arbeitet jeder Spieler mit nach hinten, nur Messi darf vorne stehen bleiben.
Ich schaute in die Runde und sagte. Ist einer Messi? Ja, wir haben... Ja, und wir... Also, als ich in Augsburg war, wir haben ganz oft auch Video-Ausschnitte gehabt von Liverpool. Weil war das eine Mannschaft, Riesennamen, aber die hatten Phasen im Spiel, wo sie ganz geschlossen alle Spieler kurz vorm eigenen Sechzehner verteidigt haben.
Da haben sie sich auch mal wieder Kraft geholt, sind kompakt geblieben. Und dann gab es Phasen, wo sie wieder vorn drauf gegangen sind. Du wirst nicht permanent vorn drauf gehen können, weil irgendwann gehen sonst die Räume auf. Und da hat er natürlich unglaublich viel Erfahrung. Und das wird er der Mannschaft mitgeben. Das wird aber dauern.
Das wird man nicht vergessen. Erste Saison Klopp, Dortmund Sechster. Erste Saison Liverpool, Klopp Achter. Das wird ein bisschen was dauern, weil dieses System, auch dieses laufintensive System, Klopp braucht. Und er hat die Jungs ja nur alle paar Monate in der Nationalmannschaft. Aber er wird intensiven Fußball spielen lassen. Und das wollen alle sehen.
Und das unterscheidet uns natürlich ein Stück weit von Spanien, die extremen Ballbesitz-Fußballspielen. Haben wir die Spieler dafür, für diesen Klopp-Fußball? Der wird sich auf alle Fälle, und was Nagelsmann nicht gemacht hat, der Austausch mit den Vereinstrainern, die Vorbereitung, Turniere zu schauen.
Der Nagelsmann hat wieder Asien Cup geguckt, der hat sich nicht die Klub-Weltmeisterschaften angeguckt, Südamerika, Afrika Cup, nix. Und da kann ich nicht, ich kann nicht mit Work-Life-Balance kann ich nicht Weltmeister werden. Das ist einfach nicht so. Und der Trainer muss es vorleben. Und Klopp wird es vorleben. Also, was er auch noch hat, und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Er ist, glaube ich, er ist ja nicht nur ein geiler Trainer, ihr habt das ja alles schon aus meiner Sicht auch wunderbar erklärt, sondern er ist auch einer, der hoffentlich, und da gehe ich fest von aus, auch mal die ganze Nation wieder hinter sich bringt. Anzündet. Auch die Medien, die natürlich oftmals sehr kritisch sind und wenn es schlecht läuft, weil er einfach ein außergewöhnliches Talent hat, finde ich, Menschen für sich zu gewinnen, auch, sagen wir mal, vielleicht Strömungen einzufangen.
Und da gibt es, muss man ganz ehrlich sagen, gibt es in Deutschland, dann zumindest im Moment, Stand jetzt, gibt es einfach keinen besseren. Und deswegen ist Jürgen Klopp die für mich optimale Lösung. Wir haben gesagt, es gibt keine B-Lösung. Aber wofür brauchst du eine B-Lösung, wenn der Wunschkandidat, wenn der sagt, ich würde es machen.
Und es war ja, glaube ich, Deschamps war noch im Gespräch, der natürlich bewiesen hat, dass er es kann, Nationaltrainer. Aber er ist natürlich eine andere DNA. Er ist trotzdem Franzose. Und wir vergleichen uns mit den Spaniern, wie die spielen. Aber wir sind ja nicht die Spanier, sondern wir sind die deutsche Nationalmannschaft.
Und ich finde, da müssen wir auch wieder hin zurück, dass wir diese Mentalität, bei Tuchel wurde gerade gesagt, ja, die Mentalität hat gefehlt. Und das ist das, was bei uns im Moment fehlt. Und ich glaube, dass er das auf allen Bereichen, auch ohne dass es im Papier steht, anzünden wird. Und deswegen glaube ich, es ist die beste Lösung.
Das ist die bahnbrechende Erkenntnis von dir. Wir sind nicht Spanien. Ja, ich zahl gerne drei. Aber es ist ja so. Du hast ja recht. Also natürlich sieht das gut aus. Das sieht ja gut aus, wenn die das Bällchen laufen lassen. Und dann jeder oder die Franzosen. Aber wir müssen halt einfach auch das spielen und das auf den Platz bringen, wo wir für stehen.
Und da sitzen ja zwei oder drei, die das damals gezeigt haben, wie das geht. Wir müssen das bringen, wie wir Spiele gewinnen. Du musst wissen, was brauchst du, als Mannschaft, um am Ende Spiele zu gewinnen und erfolgreich zu sein. Und das kann er, er macht Spieler besser, du hast gerade angesprochen, Bender, aber auch Schmelzer, Großkreuz, die im Grunde genommen richtig groß nur funktioniert haben unter ihm und das kriegt er hin. Und als Team funktioniert haben.
Und du hast von dem Menschenfänger gesprochen und das sieht man ja auch bei dieser WM, wenn ihm dann der Messi und der Mbappé und alle um den Hals fallen, hast du das Gefühl, da ist einer, der eine Wirkung hat, auch auf Spieler, auf große Spieler aus anderen Nationen und dann erst recht auf deutsche Nationalspieler und vielleicht auch auf die nächste Generation, die ja möglicherweise nachwachsen muss.
Und ich glaube, dass viele Lust haben, unter Jürgen Klopp zu trainieren und zu spielen. Oder siehst du das irgendwie anders? Nein, es ist ja alles richtig gesagt worden. Ich habe mich bewusst mal zurückgehalten, auch was Stefan sagt. Er muss sich konzentrieren auf den Beruf des Bundestrainers, Ich finde, Mertesacker ist eine tolle Idee bei Arsenal.
Sie hat herausragend gearbeitet. Auch das macht Sinn. Du brauchst mehr. Fachkompetenz in dem Team. Das ist ganz, ganz wichtig für unten, für den Aufbau, die, die nach oben kommen. Und Jürgen Klopp, ich meine, er hat es ja bewiesen. Also die Spieler werden ihm schon an den Lippen hängen, wenn er etwas sagt, ob es taktisch ist oder einfach nur über die Einstellung redet.
Sie werden hören und sie werden das dann auch umsetzen. Und er weiß ja, was die deutschen Tugenden sind. Und ich glaube, wenn er daran appelliert, dann wird das auch funktionieren. Ich glaube, das Allerwichtigste ist vor dem ersten Länderspiel Ende September gegen die Niederlande. Das ist wirklich so eine Aufbruchstimmung und so auch, wir haben alle zusammen wieder Bock drauf, dass sich das entwickelt und das kann in meinen Augen auch nur Jürgen Klopp dann.
Es gibt einen Kritikpunkt, der immer wieder kommt. Theo Zwanziger, der ehemalige DFB-Präsident, hat gesagt, Bundestrainer am Frühjahr auch Geld verdient, aber es muss doch eine Harmonie der DFB- Sponsoren mit den Sponsoren des Bundestrainer bestehen. Da denke ich dann an Franz Beckenbauer, da war das auch nicht immer der Fall, aber Aber auch das Fanbündnis Unsere Kurve sagt, weiterer Kniefall vor dem Kapital, wenn Jürgen Klopp bei RB.
Markenbotschafter bleiben kann. Siehst du das als ein Problem oder ist das, vernachlässigbar, weil er irgendwie die Ideallösung ist und da muss man eben ein paar Kröten schlucken oder muss man auch diese Bedenken ernst nehmen? Also erstmal ist es natürlich von Red Bull ein extrem cleverer, smarter Move, wenn es denn dann so kommt.
Man muss aber auf der anderen Seite auch sehen, es ist jetzt nicht so, dass der Deutsche Fußballbund im Geld schwimmt. Und dass man dann glücklich darüber ist, dass man den Mann, den man unbedingt haben möchte, bekommt. Ist in dem Fall für mich wichtiger als alles drumherum, oder? Ja, dann könnte man auch gleich darüber diskutieren, ob es gut ist, dass das neue Trikot von Nike ist und nicht von Adidas.
Das ist, glaube ich, ganz gut, weil da kommt relativ viel Geld rein. Der DFB finanziert ja, also er nimmt mit der Nationalmannschaft was ein, mit dem DFB-Pokal was ein und finanziert eigentlich den Jugendfußball, den Frauenfußball da quer. Also deswegen ist es wichtig, dass sie Einnahmen haben. Jetzt müssen sie eine, Abfindung an Julian Nagelsmann, Jürgen Klopp wird auch nicht ganz günstig sein, aber bitte für weiter.
Ich sehe es jetzt erst mal so, es ist geil oder cool, dass Jürgen Klopp es machen möchte, dass er sagt, ich will es. Und das Gefühl, ob er vorher bei Liverpool war oder jetzt bei RB gewesen ist, ist Zufall oder auch nicht. Es ist so, wie es ist. Ist es die deutsche Suche nach dem Haken an der Sache, wenn wir jetzt solche Dinge heranführen? Ja, sicher.
Das ist genau das, was ich ihm meinte. Ich glaube, dass er auch das, so wie ich ihn kennengelernt habe, moderieren wird oder da eine Lösung findet, dass am Ende doch wieder alle sagen, ja, und das ist eben nicht so einfach. Und da muss ich jetzt auch mal sagen, der Julian Nagelsmann, ich finde, der hat eine sehr gute Euro hingelegt.
Er ist aber mit 38 auch noch sehr, sehr jung. Und es ist auch nicht so leicht, glaube ich, Trainer einer Nationalmannschaft zu sein und schon gar nicht der Deutschen. Und ich glaube, dass man ihn an ein, zwei Stellen, natürlich war es seine Entscheidung, auch von seinem Berater. Aber da hat Jürgen Klopp natürlich eine andere Bandbreite an Erfahrungen, die er mitbringt.
Auf jeden Fall. Jetzt wollen wir mal hören, was Sie uns am Dopafon gesagt haben, meine Damen und Herren. Wir hatten ja gefragt, ist es richtig, dass er so ein mächtiger Bundestrainer wird? Oder wir hatten es so formuliert, muss er der mächtigste Bundestrainer aller Zeiten sein? Das sind Ihre Aussagen.
Die erfolgreichsten Nationaltrainer hatten eines gemeinsam. Macht, aber auch vor allem Autorität. Klopp hätte sie vom ersten Tag an. Die Frage ist nur, ob der DFB das auch aushält. Ja sicher, gebt ihm die Befugnis. Mehr als in den letzten Jahren verkaspert worden ist, kann er auch nicht mehr falsch machen. Es kann ja nur besser werden.
Und wenn, muss von unten nach oben aufgeräumt werden. Wenn der DFB jetzt Klopp holt und ihm dann bei jeder neuen Idee reinredet, dann können sie sich das Gehalt direkt sparen. Einen Löwen kauft man nicht, um ihn an der Leine spazieren zu führen. Sehr viel Machtfülle in einer Hand kann gut gehen. Ich sehe dann den FC Bayern, aber ein Klumpenrisiko wirkt natürlich auch Gefahr. Ich bin skeptisch.
Wir werden unsere Nationalmannschaft in den nächsten drei, vier Jahren nicht wiedererkennen. So wird Jürgen Klopp die Mannschaft nach vorne bringen. Wir haben eine Menge Optimismus im Vorschuss. Lorbeeren, einen Löwen darf man nicht an der Leine spazieren führen. Für Sie, die das gerade zu Hause gesagt haben. Hast du mir einen?
Okay, dann sind das drei Euro. Also soweit Ihre Äußerungen am Dopafon. Vielen Dank für die Teilnahme. Jetzt kommen wir zu Ruth in unserer nächsten Rubrik. und damit auch zu einem möglichen Wechsel und einem Generationswechsel auch auf der Kommandobrücke beim DFB. Ja, wenn es um neue Strukturen beim DFB geht, da rückt auch die Weltmeister-Generation 2014 in den Fokus und da ganz besonders Per Mertesacker.
Der hat einen sehr prominenten Fürsprecher in Uli Hoeneß, der sagt, also alles, was Per Mertesacker im TV von sich gibt, hat Hand und Fuß und diese Leute, die so hart arbeiten, die braucht es eben jetzt auch beim DFB. Und wenn wir da mal auf seine Vita gucken, dann ist das schon sehr interessant, denn er hat ja 2018, direkt nach seinem Karriereende eigentlich, die Arsenal Academy, also die Leitung dort übernommen und das auch dieses Amt auch bekleidet bis jetzt 2025, 2026, also knapp acht Jahre und das war, wenn wir auf eine ganz besondere Zahl blicken, auch wirklich erfolgreich, nämlich 24 Nachwuchsspiele haben in seiner Leitung dann auch ihr Debüt in der Profimannschaft von Mikkel Ateta gegeben Und das ist wirklich eine wahnsinnig hohe Durchlässigkeit.
Zum Beispiel Bukayo Saka, den wir eben aus der Nationalmannschaft kennen, Emma Smith-Rowe und dann auch Balogan, den ich erwähnt hatte, die sind da alle mit dabei. Und Per Mertesacker betont aber auch, dass wirklich nur ein Prozent normalerweise Durchlässigkeit ist in die Profimannschaft. Deswegen setzt er da auch ganz stark auf Bildung und Persönlichkeitsentwicklung.
Und jetzt heißt es eben, Rudi Völler sagt auch, dass eben diese Generation 2014 mit ihrem Know-how und per Mertesacker ganz vorneweg vielleicht auch in die Pflicht genommen werden sollte, wenn es darum geht, den DFB neu aufzustellen. Also darüber sprechen wir gleich. Was für eine Rolle hat die Generation 2014, die Weltmeister aus Brasilien?
Rudi Völler nimmt sie ja in die Pflicht und wir sind gespannt, wer in Zukunft mehr Verantwortung für den deutschen Fußball übernimmt. Und wir sprechen da gleich drüber hier bei uns im FireRocks.1 WM-Doppelfass und Sie können jetzt was gewinnen. Wir sind gleich zurück in München. Hier ist München, hier ist der Flughafen, hier ist das Airport Hilton, hier ist der Doppelfast, der Firewalks.1 WM-Doppelfast.
Das ist Hajo und seine Band, Hajo von Hadeln und Band. Und das ist unsere Runde heute. Und was hat sich verändert? Auf dem Tisch steht plötzlich eine schwarze Box. Und die hat der Pierre mitgebracht. Willst du uns ein bisschen was erzählen, was das für eine Überraschung ist? Du hast gesagt, ich habe eine Überraschung für euch. Für euch, ein Geschenk für den Doppelpass.
Ja, Herzensangelegenheit von mir, das ist eine Reliktbox, eine Sammlerbox. Ich sammle Geld für die deutsche Diabetes-Hilfe. Aha, okay. Was ist da drin? Ich bin ja 1990 Weltmeister geworden, ist zwar schon eine Weile her, aber ich hatte noch ein Trikot übrig vom Finale. Das haben wir jetzt zerschnitten und ein kleines Teil vom Trikot ist hier.
Hinten ist noch eine Gravur, ein Zertifikat drauf und hier ist ein Hoodie. Eine Schublade? Der Stefan hat schon so einen, weil nur die Nationalspieler von 1990 haben so ein Hoodie von der Weltmeisterschaft. 1990. Sehr schön. Und wir haben gedacht, wir schenken euch eins und vielleicht habt ihr dafür Verwendung. Ja, das haben wir bestimmt.
Also ich weiß, dass bei Planet of Legends, die Adresse ist gerade eingeblendet, dass man solche Boxen kaufen, ersteigern kann. Ja. Und das sind 1990 Stück. Genau. Das Geld geht an die eben genannte Deutsche Diabeteshilfe. Da hat Christoph Daum, glaube ich, lange, lange für gearbeitet. Gearbeitet, gekämpft und ich habe das übernommen, nachdem er leider nicht mehr unter uns weiter.
Und diese eine Box, die dürfen wir jetzt irgendwie möglichst gewinnbringend an den Mann bringen für unser Phrasenschwein. Wie wir das machen, überlegen wir uns noch. Aber wir haben ja kommende Woche auch noch eine Sendung und dann werden wir versuchen, jemanden zu finden, dem das was wert ist. Ich finde es eine tolle Aktion.
Und grundsätzlich erst mal wichtig, darauf hinzuweisen, was du da tust, was die Deutsche Diabetes Hilfe tut. Und schön, dass du dich dafür einsetzt. Und danke auch für das freundliche Geschenk. Du darfst also wiederkommen. Ich darf wiederkommen, das ist ja schon mal schön. Wir lassen es erst mal einfach da so stehen. Und wir wollten ja über die Generation 2014 sprechen. Oder komm, wir machen es zu, sonst ist hier alles...
Ich bin zu klein. Darf ich das anfassen? Ja, klar. Es dürfen nur Nationalspieler anfassen. Sehr, setz dich hin. Ja, ist ja gut, Papa. Das ist ein sehr guter Mensch. Das ist ein sehr guter Mensch. Das ist ein sehr guter Mensch. Rudi Völler hat gesagt, die 2014er-Generation ist jetzt in der Pflicht. Ganz egal, ob Peer, Mats, Basti, Sammy oder Thomas, Müller gemeint, sie alle kann ich mir beim DFB vorstellen.
Man muss es aber auch wollen. Das ist ja auch mit ordentlich Arbeit verbunden. Ich traue es auf jeden Fall jedem zu. Nach mir oder mit mir ist erst mal egal. Jetzt haben wir ja Peer Mertesacker schon ein bisschen besprochen, den Namen immer wieder genannt, ist wahrscheinlich der, der am wahrscheinlichsten ist. Der Mikidira wird jetzt erst mal Co-Trainer von Jose Mourinho bei Real Madrid.
Du hast mir vorhin kurz zugeflüstert, warum du Peer Mertesacker irgendwie auch noch geeignet findest, neben seiner fachlichen Qualifikation. Magst du die Geschichte gerade teilen? Ja, also ich kenne Peer ein bisschen. Ich durfte sogar bei seinem Abschiedsspiel dabei sein. Und man muss sagen, Peer hat so eine gewisse Unaufgeregtheit und auch eine entsprechende Coolness und eine Souveränität. Und auch einen knochentrocknen Humor.
Hat er wirklich und hat er ja auch im Spiel früher immer gehabt. Und es gibt eine kleine Geschichte, die darf ich erzählen, weil es auch ein bisschen beschreibt, wie er so ist vom Typ. Es gab ja dieses WM-Finale, Deutschland 2014 gewonnen, anschließend eine Feier mit der Mannschaft im Hotel. Ich hatte die große Chance, dabei sein zu dürfen. Und dann tauchte irgendwann Rihanna auf dieser Party auf.
Und alle haben natürlich Fotos gemacht, weil es eben Weltstar ist, Rihanna und so weiter. Und ich, Mesut Özil hat ein Foto gemacht und alle anderen. Und irgendwann stand ich dann neben Peer Merdesacker und hab so gesagt, ich sag, Peer, du hast noch gar kein Foto gemacht mit Rihanna als Einziger. Und dann sagt er, Matze, bin ich Weltmeister geworden?
Die kann gerne kommen und mit mir ein Foto machen. So, und das hat er aber, und das hat er aber mit so einem süffisanten Lächeln und wirklich entspannt und nicht überheblich, sondern einfach irgendwie in sich ruhend. Und deswegen glaube ich, wäre er wirklich so ein ausgleichendes Element, kloppt er da mit Feuer und so und Peer so im Hintergrund oder vielleicht teilweise im Hintergrund, könnte ich mir sehr gut vorstellen, würde ich begrüßen.
Und das ist, glaube ich, hier auch im Kreis, relativ hoch im Kurs. Applaus. Diese Generation 2014, da haben sich noch nicht so viele reingewagt, wirklich ins Fußballgeschäft, in das Operative, täglich auf dem Platz zu stehen, lange, lange Arbeitstage. Du hast beim FC Augsburg und nicht nur da erlebt, wie viel Arbeit das ist, so einen Bundesliga-Verein sportlich zu leiten, zu führen.
Warum glaubst du, dass manche diesen Weg noch nicht gegangen sind? Vielleicht haben sie während ihrer aktiven Zeit so gut verdient, dass sie sich erst mal ein bisschen zurücknehmen. Und jetzt ist es einfach wichtig. Ich bin total dafür, dass da Leute reingehen, die Erfahrung gesammelt haben. Die 2014er haben außergewöhnliche Erfolge gefeiert. Und das wurde auch eigentlich über ein Jahrzehnt fast aufgebaut. Die Mannschaft, die wissen, was es braucht, um eine erfolgreiche Mannschaft am Ende zu sein.
Von daher würde ich sehr begrüßen, wenn sich der ein oder andere bereit erklärt, da voll reinzugehen. Aber es wird natürlich arbeitsintensiv. Die nächste Zeit wird sehr arbeitsintensiv, um wieder an die Weltspitze zu kommen. Und derjenige, der dafür bereit ist, soll sich melden. Was ich halt wichtig fände, dass man nicht nur einen Namen installiert, um irgendwo einen Namen hinzuschreiben, sondern was sollen die Leute wirklich machen?
Was soll deren Aufgabe sein? Und welche Entwicklungen sollen sie anstoßen? Was müssen sie auch können? Also wir haben ja gesagt, wollen. Es geht ja auch um wollen und können. Und ich würde schon mal, Philipp Lahm hat sich schon ausgeklickt, hat gesagt, da stehe ich nicht zur Verfügung. Es gibt auch andere wie Poldi, die haben ein ganz anderes Interessengebiet.
Im Moment sehe ich mit Miroslav Klose, der als Trainer schon Erfahrung gesammelt hat, der weiß auch, wie man mit Spielern umgehen muss. Und der hat auch wirklich, also die ganzen Aussagen, die von ihm kommen, die sind auch Hand und Fuß. Da kann man sich was als Fan auch vorstellen. Und der ist auch konsequent. Andere Spieler wie Schweini oder so, ich glaube nicht, dass die unbedingt für die tägliche Arbeit gemacht sind.
Es kommt darauf an, die müssen ja einen Fokus jetzt auf ihre Aufgabe richten, die sie anfangen. Und Berndesacker hat einfach sehr viel Erfahrung. ist im Nachwuchsbereich, aber ich finde auch... Deswegen wäre er ein logischer Nachfolger für Andreas Rettig, der ja auch den... In jedem Fall im Nachwuchs da mitzumachen...
Sehe ich ihn auf alle Fälle. Aber auch, wie Mats Hummels das jetzt gesehen hat ... Mats fand ich auch sehr gut. ... beeindruckend, wie klar er die Dinge sieht und wie er sie auch anspricht. Wenn so jemand sagt, ich bin bereit, da auch tagtäglich dafür zu arbeiten und eben nicht andere Dinge im Vordergrund zu sehen, wie vielleicht ein Philipp Lahm, der als Unternehmer tätig ist, der unterschiedliche Dinge macht.
Also jetzt brauchst du schon den Fokus auf die Aufgabe, um im deutschen Fußball deinen Teil beizutragen. Ganz oder gar nicht. Ja, ich meine, aber du hast ja selber so einen Weg hinter dir, vom Spieler dann zum Sportdirektor oder Sportvorstand, was auch immer das dann für eine Funktion ist. Wie lange braucht das?
Und wie viel Arbeit und wie viel Ausbildung und wie viel Lernphase gehört da dazu? Für mich ist ganz entscheidend, wenn du eine Aufgabe annimmst, dann musst du es leben. Und das rund um die Uhr. Dann bist du da drin in der Mühle und dann ist das dein Fokus. Und das wird ganz wesentlich sein, dass die sich dessen bewusst sind, dass das kein Job ist, den du in zwei, drei Tagen die Woche machen kannst, sondern dass du da jeden Tag gefordert bist und dir jeden Tag Gedanken machst, was kann ich machen, um, meinen Teil beizutragen, um den deutschen Fußball wieder erfolgreich zu machen.
Stefan hat sehr erfolgreich gearbeitet. Du musst an die Aufgaben mit Demo drangehen. Du musst nicht sagen, ich war mal ein guter Spieler. Ich war mal ein guter Spieler, jetzt funktioniert alles. Das musst du dir alles erarbeiten. Und Trainer ist tägliche Arbeit. Ja, sowieso. Und da muss ich die Leute ganz wichtig, die guten Leute, die es auch wirklich können, also die nicht nur einen guten Namen haben. Und das ist die große Schwierigkeit.
Und wir müssen einfach auch wieder mal arbeiten mit Demut und Respekt. Und das haben wir so über die Jahre auch verloren. Also die Frage ist halt, wie können Spieler, die gerade erst aufgehört haben, wie Mats Hummels oder die sogar noch spielen, wie Thomas Müller, Aber wie können die das alles jetzt schon erfüllen?
Die müssen ja eigentlich auch noch mal eine Art Lehrjahre durchmachen, oder? Entschuldigung. Die haben sie schon durchgemacht, weil sie unter den Größten gespielt und gearbeitet haben. Also jeder, der beim FC Bayern gespielt hat und Ulle Hoeneß oder damals Jupp Heynckes erlebt hat oder unter Hitzfeld gespielt hat, da hast du wahnsinnig viel mitgenommen.
Und die Jungs, die 2014 Weltmeister geworden sind, die haben unter so vielen erfahrenen Trainern und Managern gespielt. Die haben so viel mitbekommen in der Zeit. Das kannst du dir überhaupt nicht aneignen. Franz hat da auch keinen Trainerschein. Nein. Nein, also erfahren, you can't beat experience. Und das ist auch ganz wichtig, aber eben auch die Herangehensweise.
Aber ich denke immer, es geht ja auch darum, strategische Dinge anzustoßen, eine Verbandsstruktur vielleicht zu verändern, wo wir Landesfürsten drunter haben, Regionalverbände. Also da ist ja nicht nur Fachwissen, was den Fußball angeht, angesagt, sondern da brauchst du ja fast schon politische Fähigkeiten.
Also um wirklich was zu verhindern. Man muss am Ende ja trotzdem auch diese Menschen, von denen du jetzt gesprochen hast oder wir, auch nach ihren Fähigkeiten besetzen. Da muss man ganz klar sagen. Also bei Herrn Mertesacker hat ja Stefan gesagt, der hat ja bei Asel da auch schon wirklich viel Erfahrung sammeln können im Jugendbereich.
Also der ist, was das angeht, mit Sicherheit geschult und sattelfest. Genau. Jetzt bei Mats Hummels, der war ja Spieler unter Jürgen Klopp. Da muss man natürlich auch immer gucken, irgendwie, wie würde Jürgen Klopp das finden, wenn einer von diesen Spielern in seinem engeren Umfeld ist. Ich sage mal so, rein was Thema Beliebtheit angeht, könnte ich mir auch vorstellen, dass Lukas Podolski, welche Aufgabe auch immer, übernimmt.
Naja, aber er ist ja wirklich ein Naturtalent in Sachen Beliebtheit. Ob das aber Jürgen Klopp gut finden würde, weil er ja da einfach... Deckt ja Jürgen Klopp auch schon ab. Deckt ja eigentlich auch mit ab, aber ich glaube, da muss man einfach gucken, wer könnte denn auf welche Position überhaupt von seinen Fähigkeiten passen.
Nur weil er jetzt Weltmeister ist, heißt es nicht, dass er das und das auch kann. Was Pierre gerade gesagt hat, super spannender Call, nämlich mit Miroslav Klose. Du holst dir wirklich eine oder würdest dir mit ihm unglaubliche Aura reinholen. Der muss keinem was beweisen, der ist leise, aber jeder glaubt ihm fußballerisch sowieso erstmal alles.
Finde ich total interessant und du holst dir natürlich einen rein, damit der auch übrigens mit der Jugendarbeit sehr gut betraut ist, was er in Nürnberg geleistet hat, viele junge Spieler rangeführt hat und so weiter, was wir ja auch brauchen in der A-Nationalmannschaft. Finde ich ganz interessant mit Miro Klose. Aber die Frage ist ja, wenn wir über Miro Klose reden, will er das überhaupt?
Oder will ich eigentlich den nächsten Schritt machen? Bei Nürnberg sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Aber der nächste Schritt muss jetzt die Bundesliga sein oder das Ausland oder wie auch immer. Also die andere Seite muss ja auch kommen und die Bereitschaft zeigen. Oder mit Nürnberg den nächsten Schritt zu machen. Viele, viele Namen. Oder mit Nürnberg.
Also die andere Seite muss ja auch dieses Zeichen geben. Ich glaube, das, was du gesagt hast, Herr Stephan, auf der einen Seite, Sie haben natürlich viel Geld verdient in der Vergangenheit. Wollen Sie das überhaupt noch? Orientieren Sie sich anders? Ich glaube, viele haben ja auch junge Kinder. Vielleicht liegt da auch ein Stück weit dann Fokus drauf. Ich glaube, das muss jeder Spieler selber.
Die zwei sind dagegen hier, die Nürnberg-Fans. Wirklich? Ja. Die wollen, dass er beim Klub bleibt, oder? Okay, dann. Dann haben wir keine Chance, dann müssen wir das zurückziehen. Wir machen einen Sport, 30 Sekunden Hinweise von unserem Sportwettpartner. Und dann schauen wir auf die Spielergeneration, die vielleicht die nächsten Jahre bestimmt. Und wer gehört da noch dazu bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft?
Müssen einige jetzt den Weg freimachen? Vielleicht freiwillig, wie Mats Hummels das vorgeschlagen hat. Oder eben, weil Jürgen Klopp sich für andere entscheidet. Das gleich nach einer ganz kurzen Unterbrechung. 30 Sekunden. Wir sind gleich zurück. Und wir sind schon wieder zurück. Wir wollen auf die Generationen schauen, die jetzt die letzten Jahre, fast das letzte Jahrzehnt, leider nicht viel bzw. nichts gewonnen hat, keine Titel zumindest. Ruth, du bist im Publikum.
Wie sieht man da, das wirst du gleich erfragen, diesen möglichen Generationswechsel? Ich habe mir gedacht, ich frage direkt mal nach. Lukas, dich habe ich rausgegriffen. Also was sagst du, wie radikal muss jetzt dieser Umbruch passieren? Würdest du sagen, diejenigen, die jetzt schon ein paar Weltmeisterschaften versucht haben, das erfolgreich zu bestreiten, wenn wir da auf dem Bild auch sehen, hier Kimmich, Sané, Goretzka, würdest du sagen, da muss jetzt radikal neu gestaltet werden? Ich würde schon auf die Säulen bauen.
Aber die Jungen nach und nach mit hochschieben. Weil sie, glaube ich, dafür noch zu früh wären, wenn denen die Verantwortung übergeben wird. Okay, also noch nicht komplett. Es braucht dieses Gerüst an Erfahrung noch. Warum glaubst du aber, könnten wir das noch zu früh werden, dann in so eine erfolgreiche Zeit irgendwie übergehen?
Weil das erfahrene Spieler sind und in großen Mannschaften spielen und die Jungen teilweise auch schon in großen Mannschaften spielen und wenn Klopp der neue Trainer wird, ist das, glaube ich, die beste Lösung. Ich gucke mal. Aha, jetzt wundert mich gar nichts. Du hast nämlich Kimmich hinten drauf stehen. Das heißt, das ist auch der Mann, auf den du natürlich setzen wirst. Warum?
Weil er ein Leader ist. Bei Bayern schon auch die letzten Das ist ein sehr guter Mann, der in der letzten Jahre gut gespielt hat und Kapitän ist und in der Nationalmannschaft genauso agil und ein Leader ist. Er will ja auch nach wie vor dabei bleiben und du sagst, mit Jürgen Klopp wird es eh dann besser und anders. Also das mal hier von uns und aus den Reihen der Fans, jetzt dürft ihr. Vielen, vielen Dank.
Danke dir für deine Meinungsäußerung. Didi Hamann arbeitet bei der WM für das irische Fernsehen und hat da gesagt, Kimmich sollte keine Rolle mehr spielen in der Fußball-Nationalmannschaft. Wie siehst du das? Ja, ich würde, wenn ich da hinschaue, auf dieses Bild nochmal, würde ich sagen, links und rechts auf Wiedersehen und den in der Mitte auf jeden Fall behalten, aber auch auf der richtigen Position.
Ich glaube, wir haben alle gesehen, dass er rechts hinten komplett verschenkt ist. Gar nicht das abrufen kann, was er abrufen kann bei Bayern München und schon gezeigt hat. Auf dem allerhöchsten Niveau. Und was war die Frage nochmal? Naja, ob du der Meinung bist, dass Jo Kimmich eine Zukunft haben sollte in der Nationalmannschaft.
Anders als es dir die Heimat eingeordnet hat. Definitiv, weil du brauchst zwei, drei Führungsspieler. Mit einer Erfahrung hast du mit Schlotterbeck in der Innenverteidigung. Du musst das mit Kimmich haben im Zentrum des Spiels. Und auch in meinen Augen mit Havertz vorne, der auch eine große Erfahrung hat, auch schon alles gewonnen hat.
Also die brauchst du. Also bevor wir hier die Runde mit reinnehmen, du hast uns auch mal so eine Elf der Zukunft gebastelt, eine kleine Aufstellung, die haben wir jetzt da hinten drauf, nehmen wir auch gleich ins Vollbild. Teil mal deine Gedanken dazu im Tor, schon interessant, da ist bei dir Jonas Urbich, also kein Oliver Baumann mehr, kein Alex Nübel, Neuer ist ja zurückgetreten, also erzähl mal.
Also ein Kader besteht ja nicht nur aus einem Tor. Das ist schon klar, das ist die erste Elf, wir kommen zum Kader. Ja, so Urbik ist doch klar. Also Neuer wird nicht mehr, hat das ja wieder mal gesagt, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass das dann auch steht. Und dann brauchst du in meinen Augen auch keinen Oliver Baumann mit 36 ins nächste Turnier, dann ist er 38.
Da würde ich auf jeden Fall den Schnitt machen mit Urbik. Erfahrung gesamt bei Bayern München, Backup mit Manuel Neuer, besser geht es nicht. Die Innenverteidigung steht für sich. Ich würde Braun auf rechts schieben, Bischof auf links. Ich glaube, bei München auf der Position hat er auch schon wirklich sehr, sehr gut gespielt, Kimmich im Zentrum.
Mecha Musiala, ich glaube, da freuen wir uns alle. Wirts, Havertz und Karl. Das ist so die Elf, die ich jetzt mal so im Kopf habe. Mit einem anderen System. Normal spielt die Nationalmannschaft ja im 4-2-3-1. Ich habe auch 4-1-2-3 gestellt. So ein bisschen angelehnt an die spanische Mannschaft. Aber ich denke mal, das sieht gut aus. Ob er es so wird, weiß ich nicht.
Also ich finde es erst mal toll. Wir können über Namen stundenlang diskutieren. Wir müssen unsere Säulen wieder stark machen. Ich hatte nie den Eindruck, dass wir die Spieler, die für uns wichtig waren, dass der Trainer die auch stark gemacht hat. Kimmich zum Beispiel. Kimmich zum Beispiel. Der wurde hin und her geschoben.
Irgendwann spielt er dann mal als rechter Verteidiger im zentralen Mittelfeld. Und natürlich finde ich ganz toll die Aufstellung. Aber es geht wirklich auch darum, wie ich jeden einzelnen Spieler stark mache. Und ich meine, Nagelsmann hat die Spieler schwach gemacht, weil er keine konsequente, Aufstellung hatte, hatte keine klaren Ansagen und hat taktisch auch, also, ich sehe dich als neuen Trainer.
Er ist, leider von der Ablösesumme, die wir bei Sport1 aufrufen würden, nicht darstellbar für den DFB. Ich kann nicht bezahlen, aber da kommen auch ein paar von der U21 nach. Aber man sieht, da ist ein Gedanke dabei, da kann ich was mit anfangen. Vom Nagelsmann vom Dreivierteljahr, der linker Verteidiger hat da gespielt Havertz.
Also das ist ja kein Versuchsballon, die Nationalmannschaft, sondern das ist eine Sache, die hat auch eine Wichtigkeit. Da kann ich nicht experimentieren und dann nebenbei noch ein bisschen. Und was immer wichtig ist, also eigentlich in jedem Verein, aber auch in der Nationalmannschaft, ist, dass du diese Achse hast, wo du etwas aufbaust.
Und das hast du hier mit Schlotterbeck, Tag, Himmich, Havertz vorne. Aber was ja interessant ist, wer sind so die Spieler, die den Kader auffüllen, die vielleicht auch eine Perspektive haben? Auch da hast du mal eine Liste uns gemacht. Das ist natürlich vielleicht, wenn man im ersten Blick drauf schaut, nicht so übersichtlich, weil eben viele Namen da stehen. Das ist ja sowieso mein Problem.
Nein, nein, nein, gar nicht. Aber da hast du zum Beispiel Tresoldi, da hast du Finn Jeltsch, den jungen Elmaler. Elmaler auf jeden Fall. Kenneth Eichhorn, der noch nicht mal 18 Jahre alt ist und von Hertha zu Leverkusen wechselt. Paul Nebel und andere. Und es sind welche dabei, die schon da waren. Die müssen ja herausfordern.
Oder sind eventuell auch gesetzt. Das wissen wir ja nicht, wie der Gedanken des neuen Bundestrainer sind. Aber ich finde das mit Tresol, Jeltsch, Elmale, Eichhorn, Nebel, ein bisschen unter dem Radar bei Mainz, aber immer herausragend, wenn er fit ist. Das sind so die Spieler, die du auf jeden Fall auf dem Schirm haben musst.
Ich meine, das Leistungsprinzip ist wichtig, das wird Klopp aber mit Sicherheit, wenn er kommen sollte, einführen. Und dann liegt das doch an jedem selber, da was draus zu machen. Was glaubst du, wie viele, von der Generation, die jetzt so 30, 31 sind, also wir haben ja Goretzka, wir haben Sané, wie viele müssen den Weg freimachen und wie stark muss man die Nationalmannschaft verjüngen?
Das wird der zukünftige Trainer entscheiden. Aber ich frage gar nicht jetzt gerade. Aber der zukünftige Trainer wird sich seinen Kern in der Mannschaft raussuchen. Und da werden sicher ein paar erfahrene Spieler dabei sein. Weil nur mit Jungen wird es nicht gehen. Und dann, was Litti sagt, Jürgen Klopp hat in jedem Verein Spieler gefunden, die er so richtig stark gemacht hat und die er richtig wertvoll gemacht hat für die Mannschaft.
Und das wird er auch in der Nationalmannschaft wieder tun. Und dann ist es wichtig, dass du ein paar Junge hast, die anschieben, die Gas geben, die sich zeigen wollen und die dann eben auch reindrängen, dass Konkurrenzsituationen da sind und dass wir nicht eine Situation haben, wie bei dieser WM, dass wir sagen.
Rechts hinten spielt Kimmich und wir haben gar keine Alternative im Kader, der die Position vielleicht auch spielen kann. Weil Kimmich hat eine sehr starke Saison gespielt auf der Sechs, hat von da die Fäden gezogen, hat da seine gefährlichen Chipbälle hinter die Ketten spielen können. Und er kann als rechter Verteidiger nicht agieren wie ein Spielmacher.
Da vernachlässigt er seine Aufgabe auf der Seite. Da brauchst du einfach jemanden, der die Seite dann auch zumachen kann. Und das ist der Unterschied zwischen ein Kompanie, der selber gespielt hat, auf allerhöchstem Niveau, der das erkennt, den Kimmich auf die Sechs zu stellen, und eben Nagelsmann, der irgendwas so machen will, was Tolles, was dann nicht funktioniert.
Ist das denn eigentlich ein Vorteil? Es sind ja neue Abstellperioden jetzt. Es gibt jetzt tatsächlich eine längere Periode, September, Oktober, mit vier Spielen. Ist das gut für einen neuen Bundestrainer, dass er dann seine Mannschaft gleich mal länger beieinander hat, dass er ein paar Spiele hat, auf die man aufbauen kann? Ich würde mal sagen, ja, wie seht ihr das? Für Kloppo auf jeden Fall.
Wir haben es ja gerade schon besprochen, also Kloppos System braucht Zeit. Ich finde es vor allem auch spannend für die jungen Spieler, da dann eben in die Praxis zu kommen, die Stefan da gerade auch aufgezeichnet hat. Ich kann mir sogar auch vorstellen, dass Kloppo dann tatsächlich auch, also erstmal Kimmich muss stehen, klar, hätten wir, also sechs Kimmichs wären wir Weltmeister geworden, aber drumherum.
Wir wären trotzdem auf Frankreich getroffen. So ein Finjeltsch beispielsweise finde ich zum Beispiel hochinteressant, vergessen wir nicht. Als Kloppo zu Dortmund kam damals, hatte er erstmal hinten mit zwei damals völlig unbekannten Jungs, Subotic und Mats Hummels, auf der Innenverteidigung agiert. Ich traue Kloppo auch zu, dass er zum Beispiel mit dem Fynn Jeltsch, den ich im Aufbauspiel für einen der besten Abwehrspieler der Bundesliga halte, zum Beispiel komplett reingeht und sagt, okay, das ist mein Mann, auf den baue ich.
Also ich sehe es, so wie Litti es auch gesagt hat, man muss die Spieler, die man hat, auf jeden Fall stärken. Also wir haben es gesehen bei dieser WM, deswegen würde ich jetzt auch keinen aussortieren und sagen, der darf nie wieder spielen. Manuel Neuer, gut, da ist die Zeit jetzt wahrscheinlich wirklich dann vorbei.
Aber wenn du jetzt zum Beispiel Goretzka nimmst oder auch Woltemade, die sind ja beide zu dieser WM gefahren und waren jetzt nicht unbedingt mit der breitesten Brust, muss man sagen. Der Woltemade bei Newcastle hat jetzt auch nicht so geliefert und ist dann aber vom Bundestrainer offensichtlich auch nicht, sagen wir mal stark genug geredet worden oder man hat ihm Einsatzzeiten gegeben, weil Goretzka hat man es gesehen, er hat den Elfmeter, so ist zumindest die Information, er wollte nicht schießen, weil er das Selbstbewusstsein in dem Moment nicht hatte, wollte mal, er hat geschossen, hat ihn, verschossen, es muss einfach so sein, dass die besten Spieler, die wir haben, zu dieser Nationalmannschaft fahren, trotzdem muss es natürlich auch ein Team
sein, also man muss gucken, welche Spieler passen zusammen und ich finde, wir haben eigentlich ja kein Spielerproblem, wir haben vielleicht im Moment keinen Harry Kane und wir haben auch vielleicht kein. Arland, die haben wir nicht, aber wir haben ja trotzdem Spieler, die es schaffen müssten und auch können in einem Halbfinale oder im Finale eine WM zu spielen.
Aber die Stars, die großen Spieler dieser Nationen, die im Halbfinale sind, die haben alle geliefert. Wir haben ja Spieler mit großem Potenzial und die wenigsten haben sich jetzt in Topform gezeigt. Das war ja auch ein Problem. Die Verletzungsprobleme, Havertz, Musiala war nicht in Top-Form, Würz nicht nicht unbedingt immer die Top-Position. Karl nicht dabei und so.
Wir müssen auch darüber reden und wir können nicht nur spekulieren, ah, wer könnte, wir müssen auch mal darüber reden, wer kann nicht Nationalmannschaft? Wer ist gut in der Bundesliga? Und das gab es zu unserer Zeit genauso. Die waren aber in der Nationalmannschaft einfach überfordert. Wer wäre das? Das wäre, ich bin ja...
Ja, du bist ja unabhängig und frei. Stiller oder groß sind für mich keine Spieler, die uns weiterbringen. Aber Pascal Groß, E35, das ist... Ja, aber zum Beispiel, er hat mich ja jetzt gefragt, ich kann ja auch vielleicht noch ein paar andere sagen, David Raum ist ein guter Junge, der will immer, aber der ist limitiert, leider.
Der Braun hat vollkommen andere Geschwindigkeit, hat eine andere Herangehensweise, ist viel variabler. Unsere linken Verteidiger, die können ja sonst gar keinen Mann ausspielen. Wenn du den die Außenseite, den linken Fuß zumachst, spielen den Ball zurück. Aber Goretzka, nehmen wir mal Goretzka, wenn der jetzt, ich sage mal, in einem neuen Verein, Stammspieler, breite Brust, wäre aber einer, wo du sagen würdest, sollte man nicht auszutreten.
Goretzka fand ich immer, ich weiß nicht, warum Goretzka gar nicht zur Wahl stand. Wir kennen ja die Eternas nicht, aber der war auch bei Bayern und das ist das Interessante, war immer Pavlovich und Goretzka war auf der Bank. Also wir haben ja eben Kompany gelobt auch. Irgendwas muss ja da auch nicht richtig gewesen sein, sonst hätte Kompany ihm mehr Spielzeit gegeben.
Kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht hinterher im Training bin oder bei der Nationalmannschaft. Aber ein paar Jungs, für euch ist die Zeit auch abgelaufen. Ja, also manche, die gehören einfach nicht hin. Und wenn ich 60 Spieler ausprobiere, zu unserer Zeit gab es auch bessere und schlechtere Fußballer, oder?
Und die, die halt nicht so gut waren. Was will er uns jetzt damit sagen? Ja, ich will nicht. Das sind beide Führungsspieler. Aber wir haben doch auch dann, dann gab es auch Spieler, da haben wir auch selber gesagt, nee, weißt du was, das reicht einfach nicht für dich. Es gab nicht umsonst den A-, B- oder C-Kreis. Aber wie ist das, also ihr habt beide, glaube ich, wenn ich das richtig gesehen habe, so ein bisschen genickt, als Litti gesagt hat, es gibt einfach gute Bundesligaspieler, wo dann das Niveau Nationalmannschaft und Weltspitze.
Dass das nicht erfüllt wird. Siehst du das ähnlich? Das muss auch jemand mental packen, Nationalmannschaft zu spielen. Ich habe viele Jahre bei Borussia Dortmund gespielt und wir haben viele Spieler dazubekommen, wenn die in ein Stadion eingelaufen sind, haben die nicht ansatzweise das abliefern können, was sie im Training gezeigt haben, weil sie mit der ganzen Situation vielleicht nicht zurechtgekommen sind.
Und so ist es dann auch, wenn du zur Nationalmannschaft fährst. Du musst schon, mit breiter Brust da hinfahren und es war für uns natürlich schon ein Vorteil, wenn du vorher in deiner Vereinsmannschaft sehr erfolgreich warst, vielleicht einen Titel gewonnen hast, bist du auch mit Selbstbewusstsein da zur Nationalmannschaft gefahren.
Ja, oder der, Stefan, der ist, egal ob der mal schlecht gespielt hat oder so, aber der wollte immer abliefern und war selbstbewusst. Und wenn bei uns einer mal ein schlechtes Spiel macht, dann, oh, was ist mit dem Jungen los, warum schießt der Koretzka keinen Elfmeter? Es gibt ja diese sensiblen Spieler. Die hatten wir ja früher auch mit Mehmet Scholz zum Beispiel bei Bayern München. Ja, den musstest du schon mal an die Hand nehmen, wenn er mal schlecht war.
Der hat das anders verarbeitet und anders verkraftet als jetzt einer, der schon selbstbewusster ist. Aber dafür sind ja wiederum auch die Führungsspieler verantwortlich, das zu tun. Und die brauchst du auf jeden Fall in deinem Team. Du brauchst keine Spieler. Was mich ein bisschen irritiert hat, muss ich ganz ehrlich sagen, Goretzka.
Ich lobe ihn auch für die Zeit bei Bayern München. Auch dieses Zurückkommen, nachdem er eigentlich aussortiert war. In die Zeit der Warschungspark. Nie was gesagt, charakterlich top. Zurückgekämpft in die Nationalmannschaft, auf dem Sprung zum Stammspieler. Das hat er jetzt bei der WM nicht geschafft, aus welchen Gründen auch immer.
Aber ich erwarte schon vom Nationalspieler, wenn gefragt ist vom Kapitän, wir brauchen den sechsten Schütze. Und er sagt, da habe ich dann auch ein bisschen Probleme mit. Also ich verstehe es, wenn einer nicht antreten will. Ich habe da absolut Verständnis für. Aber wenn es dann nicht mehr viele gibt und die noch nie geschossen haben, dann muss ich sagen, dann musst du schon aufstehen in dem Alter und Verantwortung übernehmen. Und das erwarte ich bei den zukünftigen Nationalspielern.
Ich würde doch lieber einen dann antreten lassen, der 22 ist oder ein junger Spieler oder ein Karl und er verschießt. Dann sagen wir doch alle, okay, der ist noch jung, der muss lernen, wir verzeihen ihm das. Aber ein 30-Jähriger, der noch nicht mal antritt, habe ich persönlich dann doch ein bisschen Probleme.
Alles klar. Wir haben ja eine WM, wo auch durchaus ältere Spieler noch eine Rolle gespielt haben. Ruth hat ein paar tränenreiche Bilder gesammelt. Das Feld der Superstars lichtet sich. Wir gehen aufs Halbfinale zu, da sind ja nicht mehr viele Mannschaften übrig. Deswegen mussten schon diverse Superstars gehen.
Allen voran sehen wir zum Beispiel den tränenreichen Abschied von Neymar mit Brasilien. Er ging ja bis ins Achtelfinale und dort gegen Norwegen ausgeschieden. Es war klar, er wird kein Stammspieler bei dieser WM nach seiner Verletzung sein. Aber es war insgesamt für ihn schon eher eine Enttäuschung. Genauso für Cristiano Ronaldo von Portugal. Hatte sich mehr erhofft. Drei WM-Tore hat er noch gemacht.
Portugal ja gegen Spanien ausgeschieden. Aber er selbst konnte nicht mehr der Faktor sein, der er eigentlich sein wollte. Auch hier sind viele Tränen geflossen. Und dann wollen wir uns jetzt aber auch noch ein paar Tore von Erling Haaland anschauen. Von ihm müssen wir uns auch verabschieden seit heute Morgen.
Aber er hat uns ja so viel Freude auch beschert. Vor allem seinem Land mit diesem ganz gigantischen Turnier, das eben Norwegen gespielt hat. Und er sieben WM-Tore hat er gemacht. Und diese WM wirklich absolut für sich genutzt. Also Erling Haaland, auch von ihm werden wir uns verabschieden. Aber da hat er sich noch mal eingereiht in die Top-Torjäger.
Und jetzt sind eben von diesem Bild nur noch Mbappé und Messi übrig mit jeweils acht Toren. Aber auch diese Zahl werden sie wahrscheinlich noch erhöhen. Ohne Frage ist und war es eine WM der Superstars. Und du hast schon mal, ich habe es ganz zu Anfang der Sendung gesagt, in vier Jahren, warte mal ab.
Warte mal ab, der Ronaldo, der hört nicht auf. Und der Messi, der spielt auch immer noch weiter. Bei dir weiß ich immer nicht, wie ernst du das meinst. Nee, ich meine das in dem Fall sogar durchaus ernst. Und ich erkläre auch, warum. Klar, es war das Ausscheiden, man muss sagen, zu Recht. Die Portugiesen haben grundsätzlich für mich als Mannschaft jetzt nicht wahnsinnig gut gespielt.
Und natürlich gerade im letzten Spiel Ronaldo unauffällig. Aber die nächste Weltmeisterschaft findet statt in Spanien, Marokko und in Portugal. Und noch ein paar Spiele in Südamerika. Ja, genau, da komme ich noch zu. Und es ist ja so, Cristiano Ronaldo ist ja wirklich in Portugal, kann man sagen, ein heiliger und wahrscheinlich auch das Beste, was einem Land passieren kann, um Werbung für das eigene Land zu machen.
Dann ist es so, dass eben, das hast du gerade gesagt, es wird drei Spiele geben. Die sind nämlich in Paraguay, in Uruguay und in Buenos Aires. Ist in Argentinien. Und wenn wir Lionel Messi sehen, wie er im Moment agiert, könnte ich mir vorstellen, dass der in vier Jahren, dann ist er 42, versuchen wird, bei dieser WM zu spielen.
Das würde bedeuten, er würde den Rekord von Cristiano Ronaldo brechen, der ja mit 41 der älteste Spieler ist und auch Torschütze. So, der neue Trainer von Portugal ist Jorge Jesus, der ehemalige Trainer, jetzt von Al Nasser, der einen Vertrag unterschrieben hat bis 2030. Und ich kann mir vorstellen, dass Cristiano Ronaldo da auch zumindest mal im Hintergrund mitgewirkt hat.
Und wenn dieser Messi wirklich bei dieser WM das Eröffnungsspiel, was übrigens vor dem eigentlichen Eröffnungsspiel stattfinden wird, in Buenos Aires spielt, dann wird das Cristiano Ronaldo, der vor allem eines will, Rekorde aufstellen, der wird sich sagen, das lasse ich doch nicht zu. Dann hat er sieben Weltmeisterschaften, schießt womöglich ein Tor, hat bei sechs WMs getroffen, ist 42 älter als ich.
Und deswegen wette ich, ich habe mit Stefan gewettet oder gesprochen, Ich biete dir an, wenn der spielt, bekomme ich von dir 500 Euro, wenn er nicht spielt, Cristiano Ronaldo, kriegst du von mir 500 Euro. Ihr müsst für einen guten Zweck... Für die deutsche Diabetes-Stiftung. Also was ich jetzt brauche, ist ein Hydration-Break.
Ich muss dir erklären, warum. Wir brauchen ein Hydration-Break. Ich muss dir nur erklären, warum ich das glaube. Litti, du hast die ganze Zeit gelacht. Ich halte dagegen. Du hältst dagegen. Ich halte auch dagegen. Und zwar aus einem bestimmten Grund. Es ist so schwer, ich habe mich selber unheimlich schwer getan, aufzuhören.
Und am Ende ist es wirklich so, du belügst dich selber. Ich kann, es nicht mehr ertragen, wie ein Ronaldo da rumstolziert. Ein Wechselspieler. Ich rede von Einwechsel. Aber du kannst ja nur 10 Minuten bringen. Aber das reicht ja. Für Rekorde wird das reichen. Alles klar. Für Rekorde, für das, was er will, wird das ja reichen. Dann hätte Effe verloren, wenn der 10 Minuten spielt. Es ist egal, er muss spielen. Also ob 10 Minuten oder 5 oder 2.
Also da würde ich nochmal nachjustieren, nachverhandeln. Ja, würde ich auch 5.000 machen eigentlich. Ich würde es wirklich bei niemand anderem sagen, aber ich glaube, dass gerade diese zwei ja so eine solche Ära geprägt haben, die wir wahrscheinlich so auch in dieser Form nie wieder sehen werden. Und ich kann mir das wirklich vorstellen, dass er... Mit 45.
Ey, hör mal auf. Ronaldo. Ronaldo. Nein, das hat er nicht gut gespielt. Das ist außer Fall. Nein, nein, gar nicht gut gespielt. Natürlich hat er nicht gut gespielt. Ganz Portugal, die ganze Nationalmannschaft hat nicht gut gespielt. Ronaldo ist groß geworden. Und hat Außergewöhnliches erreicht. Und das respektiere ich, allerhöchstes Niveau, auf der linken Außenbahn, wo er den Raum brauchte, sein Tempo ausspielen konnte, wo spielte er jetzt bei der portugiesischen Nationalmannschaft im Zentrum, weil er das Tempo doch nicht mehr hat.
Also mir muss doch keiner erzählen, dass der irgendjemand aus der Innenverteidigung noch wegläuft. Den musst du bespielen, du musst die Bälle für ihn bringen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mannschaft, und das haben Sie bei diesem Turnier schon gezeigt, die portugiesische Nationalmannschaft gar nicht mehr bereit ist, so viel zu investieren und zu arbeiten für Ronaldo.
Anders als Argentinien für Messi. Anders als Argentinien, weil Messi aber auch ein anderer Spieler ist. Er lebt nicht vom Tempo, sondern von seinem Dribblings. 1-1, enger Raum. Unglaublicher Abschluss. Unglaublicher Abschluss. Eben die Bälle auch durchstecken, spielen. Das ist ja gar nicht nur Ronaldo. Ronaldo brauchst... Nee, ich bin noch nicht fertig. Entschuldigung, ja.
Hast du verstanden? Ja, kannst du weitermachen. Das war's. Also warst du doch fertig. Die Regie bittet mich doch jetzt. Ich würde dich doch nie unterbrechen. Ich bin immer dann ferngesteuert. Aber es ist doch eine Weltmeisterschaft der Superstars. Ihr müsst in die Werbung. Aber wir haben doch jetzt die richtigen Stars.
Die laufen jetzt auf. Und das ist das Schöne an der WM. Die haben alle performt. Und unser Kollege Manni Sedlbauer ist in Miami noch. Den sehen wir gleich hinten auf der Wand. Es ist Tag geworden in Florida. und wir sprechen gleich weiter hier im. Sehr wichtig, nochmal zu sagen, es geht um Cristiano Ronaldo, der bei der nächsten WM noch spielt. Und es könnte auch Cristiano Ronaldo Junior sein.
Das ist schon dein Fallschirm, dein Rettungsfallschirm, dass der Sohn vielleicht spielt. Aber Stefan, du hast die 500 Euro in vier Jahren. Ja, ja, ja. Die habe ich auch heute schon. Gib schon mal her. Aber bringt ja nichts. So, ihr könnt weitermachen. Ich würde ganz gerne den Kollegen Manni Sedlbauer in Miami nochmal reinholen.
Es ist Tag geworden bei dir und jetzt sehen wir auch, wie schön das sei es. Nochmal Applaus rüber. Der Strand ist noch relativ leer, wenn ich das so sehe. Also es ist noch früh am Morgen. Du Mann, ich habe eine Meldung von der FIFA bekommen, beziehungsweise die Nachrichtenagentur AP hat das geschrieben, dass die FIFA noch mal 1200 Tickets fürs WM-Finale in New York, genauer gesagt in East Rutherford, auf den Markt geworfen hat, in der Kategorie 2 und in der Kategorie 1.
Und die sind wirklich echt billig. Also da kostet der Platz im Oberrang nur 7.380 US-Dollar. Und in der Kategorie 1 geht es zwischen 19.995 und 32.970 Dollar für ein Ticket. Hast du dir schon eins gekauft, Manni? Ja, ich habe das Launch-Ticket genommen. Die gibt es ja tatsächlich auch noch im freien Verkauf. Die gehen dann bei 32.000 Euro los. Da ist aber immerhin Essen dabei.
Nein, ich habe natürlich das Glück, dass ich akkreditiert bin. Beziehungsweise die Akkreditierungsphase läuft noch. Also ich hoffe natürlich, dass ich auch für dieses Spiel zugelassen werde. Aber ich glaube, ich habe mir relativ wenig zu Schulden kommen lassen in dieser Woche bei der FIFA. Von daher bin ich mal vorsichtig optimistisch.
Also das hoffe ich doch auch, dass du dich benommen hast, wie alle Mitarbeiter von Sport1, wenn sie im Ausland sind. natürlich die Visitenkarte des Senders abgeben. Aber jetzt ernsthaft, wenn du mit Fans sprichst, du hast vorhin erzählt, die englischen Fans, die norwegischen Fans, wie ist dieses Thema Ticketpreise, was wir, wenn man solche Summen da vorliest, dann gibt es natürlich ein geraune.
Es ist ja auch irgendwie unvorstellbar, dass man den Wert eines Kleinwagens hinlegen muss, um das WM-Finale zu verfolgen. Wie erzählen dir das die Fans? weil die Stadien sind ja relativ voll, es sind auch aus allen Ländern Leute da, nehmen die das anders wahr als wir hier, wir kniesticken und vielleicht so ein bisschen knausrigen Deutschen.
Ja, die Stimmung ist tatsächlich sehr, sehr gut. Also alle Fans, die ich hier getroffen habe, haben richtig Bock auf diese WM. Das hat man bei jedem Spiel gemerkt, ob das Mexiko City war, ob das L.A. war, ob das an der Ostküste war. Also die sind wirklich Feuer und Flamme. Wenn es ums Sportliche geht, wenn es um ihre Nation geht, sobald man mit ihnen über Ticketpreisen, über Kosten grundsätzlich spricht. Das sind ja nicht nur die Karten für das Stadion, sondern Untergrundflüge, Anreise, weite Wege.
Dann ändern sich aber da ganz schlagartig die Mine. Und dann werden viele auch von ihnen sehr, sehr sauer, weil sie sagen, wer soll sich das eigentlich in Zukunft leisten? Die haben auf diese Weltmeisterschaft ja Wochen, Monate, Jahre hingespart, dass sie sich das ja ermöglichen, diesen Lebenstraum. Aber ja, bei den Fans bleibt schon hängen, dass es wahrscheinlich die teuerste Weltmeisterschaft aller Zeiten und ein Stück weit auch die fanunfreundlichste Weltmeisterschaft aller Zeiten war.
Also auch da muss man sicher drüber nachdenken, Ich danke dir, ich wünsche dir einen schönen Tag in Miami, dann viel Vergnügen bei den Halbfinals. Ich drücke die Daumen für den Akkreditierungsantrag für das Finale. Liebe Grüße nach Miami, Manfred Sedlbauer. Vielen Dank. Wir. Sind hier schon wieder in der Runde. Ruth hat auch Platz genommen.
Und Pierre hat mir gerade noch gesagt. Also Rudi Völler hat mir gesagt, dass die Einnahme nur aus Tickets 500 Mio. Dollar ist. 5000 ist der Durchschnittspreis beim Finale. Das sind Dimensionen und da wird der normale Fußballfan, der bleibt außen vor. Und das ist eine ganz schlimme Entwicklung. Und guckt im Fernsehen, ja.
Du kannst den Wändern nur ansingen. Wir sind schon fast am Ende. Ich habe ja in der Tat zu dieser WM, viele machen ja Fußballsongs, ich habe einen Song gemacht, der hieß Eine Nacht im Casino mit dem Geld von Infantino. Und wir wissen, wo es herkommt, aber ich finde, da hätte der Trump mal anrufen können.
Das ist eine gute Idee. Apropos Geld, hast du was eingenommen? Man kann sogar Stücke vom Original rasen. Das Geld ist bei uns besser ausgegeben, denn das landet hier für einen guten Zweck. Das ist ein sehr guter Tag. Vielen Dank an alle, die gespendet haben. Mössler Fußballfreunde, Glasbier-Rangers aus Stadtlohn, TSV Phoenix, Lomasheim und der Fanclub Rot-Weiß, die Dramszell. Vielen Dank für die Spenden.
Und wenn wir dich im Tagesgeschäft wieder sehen, hast du noch Lust? Wenn was Interessantes aufgeht, werde ich wieder reingehen, ja. Wunderbar, würden wir uns sehr freuen. Wir würden uns auch freuen, wenn du immer wieder hier zu Gast bist. Genauso für Pierre, danke, auch für die Box, die wir schon weggeräumt haben.
Werden wir hoffentlich ordentlich Geld einnehmen. Können wir kurz Prost sagen? Prost! Prosit! Ihnen auch einen schönen Tag und Dankeschön für den Besuch. Nächste Woche, der Finalsonntag, haben wir wieder einen Doppelpass. Magath, Steffen Freund hier, Stefan Eppenberg. Wir sagen Prosit, schönen Sonntag noch und jetzt WM aktuell. Bis bald. Tschüss.