
Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 254
FIROCKX.ONE WM Doppelpass vom 28.06.2026 mit Markus Babbel, Mike Hanke & Stefan Effenberg
Sonntag, 28. Juni 2026 · 1 h 54
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Shownotes
Für alle, die den FIROCKX.ONE WM Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Markus Babbel (Europameister 1996), Mike Hanke (DFB-Pokalsieger 2002, 12 A-Länderspiele), Corni Küpper (TV-Kommentator, Podcaster), Holger Schmidt (Medien- und Kommunikationsberater) sowie SPORT1-Experte Stefan Effenberg.
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Schön, dass Sie dabei sind beim Fireworks.1 WM-Doppelfass hier auf Sport1. Ich meine, was will man anderes machen bei diesen Temperaturen draußen, als Rollo runter und in Kühlen einfach den Doma schauen. Schön, dass Sie sich so entziegen haben, meine Damen und Herren. Wir haben natürlich unseren Ergebnisdienstag aus der Nacht, waren ja doch nochmal viele Spiele.
Die letzten Gruppenspiele, England, Sieg, Kroatien, Ghana, beide weiter. Portugal weiter, aber ein bisschen enttäuschend. Kongo ist in der K.O.-Runde, Messi schießt wieder ein Tor, Argentinien marschiert. Und sicherlich das Dramatischste, das war Österreich. 90. plus 6 machen sie das unentschieden und sind damit in der K.O.-Runde. Also Glatulation unseren österreichischen Gästen hier.
Und jetzt, meine Damen und Herren, legen wir los. Unsere ersten Gäste haben beide das Erlebnis hinter sich, in einer deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM dabei zu sein. Einer war 1998, der andere 2006. Hier sind Markus Babbel und Mike Hanke. Schönen guten Morgen. Deutschland also noch im Turnier, K.O.-Runde, morgen das Spiel gegen Paraguay.
Habt ihr Sorgen? Machst du dir Sorgen nach dem Ecuador-Spiel? Absolut nicht. Nee? Nee. Weil? Ja, vielleicht kam die Linienlage gegen Ecuador zum richtigen Zeitpunkt. Alle wurden nochmal wachgerüttelt. Wir haben jetzt den nächsten Gegner auch ein südamerikanisches Land. Und von daher mache ich mir keine Sorgen.
Also wir lassen jetzt mal diese drei Euro, die du eigentlich hättest bezahlen müssen, lassen wir jetzt nochmal weg hier vorne. Aber wieder Lage zur richtigen Zeit. Markus, die Qualität der deutschen Mannschaft, das fing ganz gut an. Dann ging es ein bisschen schlechter gegen Elfenbeinküste, noch mal schlechter gegen Ecuador.
Oder sehe ich das falsch? Machst du dir da mehr Gedanken, wie der Weg durchs Turnier weitergehen kann? Ja, die Mannschaft muss es eben schaffen, auf Anschlag zu spielen, auf 100 Prozent zu sein. Weil sonst, hat man gesehen, sind wir nicht so viel besser wie andere Nationen. Und wenn wir es eben schaffen, als Mannschaft zu funktionieren und jeder einzelne Spieler an seine Leistungsgrenze kommt, dann kann es weit gehen.
Also wir werden das gleich besprechen hier in der Runde. Wenn du hier bist, Mike, müssen wir auf ein Tor nochmal schauen. Tor des Monats war, glaube ich, 2004 von der Mittellinie. Wie war die Genese? Butz hat den Elber geschossen drüben, oder was? Ja, genau. Aber um ehrlich zu sein, hätte das Tor ja gar nicht zielen dürfen.
Ah, okay. Weil ich mir den Ball selber vorgespielt habe. Aber sonst gab es doch kein VAR. Ebbe Sand war da mein Sturpartner. Und ich habe die ganze Zeit zu Ebbe gesagt, Ebbe, Ebbe, Ebbe, spiel, spiel. Und er hat nicht reagiert. Und dann habe ich mir den einfach selber vorgelegt. Und Ebbe zuckt aber. Und deswegen konnte man es nicht genau erkennen, ob er den berührt hat oder nicht. Und habe den dann reingehauen, ja.
Ja, also schönes Tor von dir gegen Hansjörg Butt damals. Und jetzt wollen wir unsere Runde vorstellen. Das ist Fußballgeschichte. Das ist das Spiel der Österreicher. Das ist das Spiel der Österreicher. Komischerweise ist er ein bisschen aus dem Sattel gegangen. Schauen Sie selbst. Keinem mehr erklären. Korni Kippa, schönen guten Morgen.
Es reicht nicht, an den Stellschrauben zu drehen. Das große Ganze hat nicht gestimmt bei der deutschen Mannschaft. Das ist seine These, die er mitbringt. Dann begrüße ich den Medienberater Holger Schmidt. Schönen guten Morgen. Er sagt, es läuft irgendwie auf ein Aus gegen Frankreich hinaus. Aber wenn wir dann mit vier Siegen dort angekommen wären, Dann sähe das andere anders aus und jetzt eine Niederlage gegen Ecuador, die könnte dann weitreichende Folgen haben.
Schönen guten Morgen, schön, dass du da bist und begrüße recht herzlich meinen Doppelpass-Experten Stefan Effenberg. Sehr gerne. Einen schönen guten Morgen auch von mir. Hallo zusammen. Ja, wie viele Sorgen machen Sie sich? Maik macht sich keine, Markus warnt, wir müssen alles abrufen. Das war schon ein Dämpfer jetzt zum Abschluss der Gruppenphase.
Diese verdiente Niederlage gegen Ecuador, vor allem, welche Fehler wir aufgezeigt haben, vor allem, wie wenig Zweikämpfe wir gewonnen haben. Ja, wir waren schon als Gruppensieger qualifiziert, aber das ist dann doch ein wenig besorgniserregend, wenn man diesen Abwärtstrend sieht, wir sind zu gut reingestartet. 7 zu 1 gegen Curaçao, den Neuling.
Dann gegen die Elfenbeinküste, schon ein paar Schwächen gezeigt, aber kämpferisch stark. Und jetzt eine Niederlage. Also, was sagen Sie? Die deutsche Elf im Abwehrstrend. Müssen wir sogar gegen Paraguay ums Achtelfinale zittern? Sagen Sie, ja, das wird eng. Oder sehen Sie es wie Mike Harkton und sagen, nee, nee, Ecuador war nur ein Ausrutscher. Und das wird in der K.O.-Phase alles ganz anders.
01379 011 011. Dankeschön. Also gerne mitmachen, meine Damen und Herren. Und bevor wir anfangen, Conny, hast du überhaupt geschlafen? Tatsächlich keine Sekunde bislang. Keine Sekunde? Nein, das Spiel, aber das hält mich auch immer noch wach tatsächlich. Also diese Emotion. Die Andrenalin ist noch da, ja? Genau so ist es. Okay. Das war Wahnsinn.
Ich freue mich, dass du da bist. Siehst frisch aus. Bist du ein junger Kerl. Es liegt aber ehrlicherweise auch ein bisschen am Make-up. So ehrlich müssen wir sein. Okay, dann schauen wir erstmal auf die deutsche Mannschaft. Eine Bestandsaufnahme rund um die Truppe von Julian Nagelsmann. Der hat genau hingeschaut.
So sieht es aus rund um den DFB. Stark angefangen, aber dann stark nachgelassen. Über dieses Urteil würde der Bundestrainer wohl sagen, bitte hört auf, Quatsch, ehrlich. Ja, die Niederlage gegen Ecuador war sportlich irrelevant, weil der deutsche Gruppensieg ohnehin schon feststand. Aber die Art und Weise wirft grundlegende Fragen auf.
Hinten anfällig, vorne harmlos. Nach der Gruppenphase herrscht Klärungsbedarf. Es riecht nach Stagnation. Wo steht das DFB-Team wirklich? Ein 7 zu 1 Kantersieg gegen WM-Neuling Curaçao. Ein charakterstarkes 2 zu 1 gegen die Ivorah, aber eben auch die blutleere 1 zu 2 Niederlage gegen Ecuador, über deren Gründe teamintern Uneinigkeit herrscht.
Einer sagt so, der andere so. Wollten die Jungs nicht Vollgas spielen? Nein, natürlich wollten sie spielen, aber die anderen wollten es ein bisschen mehr. Nee, die wollten es ein bisschen mehr. Die haben ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen. Was mich am meisten ärgert, dass man das Gefühl hatte, dass der Gegner mehr gewinnen wollte als wir.
Ein unrundes Bild nach einer eigentlich erfolgreichen Vorrunde. Sechs Punkte, Gruppensieg, besser als bei den letzten beiden Weltmeisterschaften. Doch die Aussichten sind nicht gerade rosig. Mit Schlotterbeck fällt der wichtigste Aufbauspieler in der Defensive aus Und gegen Ecuador war unübersehbar, dass die gesamte Mannschaft mit Defiziten in der Körperlichkeit kämpft.
Es braucht mal wieder eine neue Heldengeschichte, so wie die von Edeljoker und Topscorer Dennis Undaff. Denn die Fans möchten träumen, nicht bibbern. Im 16. Finale muss ein Gang hochgeschaltet werden. Nach dem schwachen letzten Auftritt fragen nämlich nicht nur wir uns etwas verunsichert. Gegen Paraguay wird doch alles besser, oder?
Glaubst du an eine Besserung, an eine bessere Vorstellung der deutschen Mannschaft als zuletzt gegen Ecuador? Ja, wenn sie die richtigen Lehren ziehen aus der Niederlage gegen Ecuador, dass es nämlich nicht nur Fußball spielen heißt, sondern auch den Kampf anzunehmen, eine gewisse Robustheit auch an den Tag zu legen, dann wird das funktionieren.
Da haben wir schon eine höhere Qualität. Wenn du das aber nicht machst, wird es auch gegen Paraguay extrem schwierig und eng. Inwiefern lassen sich die beiden Teams denn vergleichen, Ecuador und Paraguay? Ja, sind ja Südamerikaner. Man weiß, das sind hitzige Spieler, die eben diese Zweikämpfe auch suchen, die das auch wollen, die dich da auch reinbringen wollen in diese Zweikämpfe. Sie werden hart spielen mit allem, was sie haben.
Sie haben einen herausragenden Torwart, finde ich, mit Gil. Wirklich einer, der den Unterschied auch ausmachen kann. Aber wir sollten jetzt nicht zu sehr auf den Gegner schauen. Natürlich ist das die Aufgabe vom Team und auch von Nagelsmann. Aber wir müssen uns natürlich steigern. Im Spiel gegen Ecuador haben sie viel, viel vermissen lassen. Vor allen Dingen diese Zweikampfhärte auch und die Stärke.
Die musst du gegen Südamerikaner immer auf den Platz bringen, sonst gehst du als Verlierer vom Platz. Das ist für dich auch der Punkt, diese Robustheit, diese Körperlichkeit, diese Zweikampfschwäche, die wir teilweise offenbart haben. Oder siehst du andere Ansatzpunkte für eine Verbesserung? Ja, man hat schon gesehen, dass gerade die südamerikanischen Mannschaften einfach robust sind, zweikampfstark sind.
Und da haben wir gerade schon darüber diskutiert, Markus, wie schaffst du das aus dem Weg zu gehen? Wir haben so intelligente Spieler, lass die Kugel schneller laufen, verhalte dich oder biete dich in den Räumen, in den freien Räumen an und geh den Zweikämpfen vielleicht aus dem Weg und lass dich dann faulen und dann gibt es Freistoß. Ist das so einfach möglich?
Oder musst du nicht trotzdem mal zeigen, dass du da bist auf dem Feld? Ja, definitiv. In den Spielen, ob Elfenbeinküste oder Ecuador, habe ich so das Gefühl gehabt, wir haben so ein bisschen auch Angst, uns wehzutun. Und diese Robustheit musst du dann eben, oder diese Angst musst du beiseite lassen und musst da eben auch hingehen.
Und das ist mir völlig abhanden gekommen. Das war ja mal so mit einer unserer ganz großen Stärken, dass wir ja schon auch eine gewisse. Angstlosigkeit hatten. Wir sind da reingegangen, wo es weh tat. Und wir versuchen jetzt in meinen Augen zu viel spielerisch zu lösen. Und wie Stefan ja richtig sagt, du brauchst schon auch diesen Fight.
Und wenn sie das annehmen, dann haben wir diese Ausnahmespieler. Dann hast du auch das Quäntchen Glück auf deiner Seite, das kannst du dir eben da auch erarbeiten, aber das ist mir im Moment Stand heute zu wenig. Julian Nagelsmann hat ja das selbst auch so ähnlich formuliert wie du, hat gesagt, du kannst diese Körperlichkeit ganz schwierig trainieren.
Wir müssen einfach cleverer sein, schneller die Bälle spielen, um den Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen, aber wenn du solche Gegner hast... Die dieses körperliche Spiel haben, das hatten wir gegen die Elfenbeinküste, das hatten wir jetzt gegen Ecuador, dann ist das nicht so einfach, oder? Ja, ich glaube, es ist einfach das gute alte Mentalitätsproblem.
Also wenn Joshua Kimmich und Dennis Undarff nach dem Spiel da stehen und sagen, die anderen wollten es mehr als wir, dann bringt das eigentlich alles auf den Punkt. Und das ist im Moment das große Problem dieser Mannschaft. Und das ist natürlich eine Möglichkeit, durch spielerische Klasse diesen Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen.
Aber ich finde auch, wenn du in diesem Turnier weit kommen willst, irgendwann kommen nicht mehr diese Teams, wo du mit spielerischer Klasse glänzen kannst, dann musst du in die Duelle reingehen. Dann darfst du keine Angst haben, dann musst du die richtige Mentalität an den Tag legen. Und die hat Deutschland jetzt in fünf von sechs Halbzeiten eben nicht gezeigt.
Diese Unterschiedlichkeit in der Äußerung hinterher, also die Spieler sagen ja, die anderen wollten es mehr. Der Trainer will das aber auf gar keinen Fall so stehen lassen. Was zeigt dir das? Was nimmst du daraus mit? Also ganz sicher wollte Julian Nagelsmann sich vor seine Mannschaft stellen, wollte sie schützen.
Ich glaube und hoffe, dass er es genauso sieht wie die Spieler und genauso erkannt hat. Er wollte ja mehr Worker einbauen. Ich glaube, es ist nicht damit getan, ein, zwei Worker einzubauen, sondern er muss mehr Worker-Mentalität in diese ganze Truppe reinbringen. Und ja, also ich hätte mir schon gewünscht, dass er das Ganze auch ein bisschen kritischer aufarbeitet, auch in der Öffentlichkeit, um sie vielleicht auch ein bisschen mehr in die Pflicht zu nehmen.
Ich meine, wenn Kimmich sagt, die anderen wollten es mehr, dann geh du doch bitte schön voran. Du bist der Kapitän, du führst die Zweikämpfe, du gehst voran, bist Kapitän und teilst bitte deinen Mitspielern mit, dass sie das auch zu tun haben. Sich dann nach dem Spiel hinzustellen und zu sagen, die anderen wollten es mehr.
Ja, aber das fängt bei dir als Kapitän an. Aber auf der anderen Seite, wenn du schon durch bist, wenn du schon die sechs Punkte hast, wenn du weißt, der Gruppensieg ist schon klar, dann ist das auch nicht so einfach, ein Spiel so anzugehen wie Ecuador, für die es um alles ging. Das war ja Duodai. Also das ist für mich auch der entscheidende Punkt.
Markus, ihr kennt das, wenn du sicher durch bist und Ecuador musste gewinnen, dann sind im Unterbewusstsein ein paar Prozent, die einfach weniger da sind als beim Gegner. Und das macht es dann letztendlich schon aus. Das ist nicht bewusst. Ich sehe das nicht so wie du, dass die Mentalitätsprobleme haben. Definitiv nicht.
Ich bin eher der Meinung, dass diese paar Prozent, wir sind sicher durch, das Minimalziel haben wir erreicht. Wir sind Gruppenerster. Wir sind in der nächsten Runde. Und ich glaube schon, dass die da gewinnen wollten und dass die alles gegeben haben. Aber im Unterbewusstsein ist es ... Du hast recht.
Aber du verlierst das Spiel und das gibt dir irgendwie so ein Gefühl wieder nach dem Spiel. Du hast eine kurze Pause, nur ein paar Tage bis zum nächsten Spiel. Morgen ist das nächste Spiel. Wo du dann wieder anfängst zu überlegen, wenn du das Spiel auf deine Seite ziehst oder nicht verlierst, dann sind wir noch unbesiegt in diesem Turnier.
Und so fangen dann wieder so ein bisschen die Diskussion an, vielleicht auch ein paar Fragezeichen über den Kopf, wo du dann denkst, was wollen wir jetzt verändern? Dafür ist dann die Zeit auch zu kurz, finde ich. Aber vielleicht ist es doch genau gut. Das kann so sein, so wie du es gesagt hast. Vielleicht ist es gut, dass jetzt alle aufwachen.
Aber das kann auch in die andere Richtung gehen. Also die Garantie hast weder du noch ich. Aber in allen Spielen in dieser Vorrunde gab es Phasen, wo die deutsche Mannschaft verunsichert wirkte, wo Rückschläge kamen, wo sie gebraucht haben, um zu reagieren. Jetzt in dem Spiel gegen Ecuador sind wir in Führung gegangen durch ein Tor, was ja nie und immer zählen darf.
Da ist was ganz Lustiges durchs Netz gegeistert. Wollen wir ganz kurz vielleicht auch mal euch zu Hause zeigen, wer es nicht gesehen hat. Da ist eine Bildteilung. Zum einen das hohe Bein von Pavlovic und dann eben der. VAR rum, Müller und Völler. Also trotzdem ist ja eigentlich unglaublich, dass so ein Tor dann durchgeht, dass das durchrutscht, oder? Also ich bin wirklich fasziniert.
Wir schimpfen oft über unseren Kölner Keller. Also was ich jetzt bei der Weltmeisterschaft schon gesehen habe, das ist ein absoluter Skandal. Da sind Fehlentscheidungen dabei, die kann man gar nicht mehr erklären. Das ist wirklich Slapstick. Und da bin ich froh, dass wir in Deutschland dann doch wieder einen sehr, sehr guten VAR haben, weil das ist ja Wahnsinn. Das fängt ja schon an mit Zweikämpfen, die geführt werden. Die sind teilweise so brutal.
Und es gibt ja so wenig gelbe Karten dort. Das ist für mich auch der Wahnsinn. Und wenn ich von Mentalität rede, dann meine ich nicht nur die auf dem Platz. Ich habe mich bei dieser Szene zum Beispiel total gewundert, dass der Bundestrainer sich nach dem Spiel hinstellt und sich über den Schiedsrichter beklagt, weil er das andere Foul weggepfiffen hat.
Und dann denke ich mir, Moment mal, also dieses erste Tor, der Pavlovic, der tritt im Wieter fast den Kopf ab. Da rede ich doch nicht mehr über den Schiedsrichter, zumal man dieses Foul wirklich zurückpfeifen kann. Aber ich glaube, das zeigt auch eine gewisse Angespanntheit. Der Druck ist groß. Wir haben ja vor dem Spiel diskutiert, müssen wir mehr rotieren, jetzt wo der Gruppensieg feststeht.
Ich glaube, das Zeichen war, dass er A seinem zweiten Anzug nicht so traut und dass er weiß, dass dieser erste Anzug noch ein bisschen Selbstsicherheit braucht. Den wollte er geben. Und jetzt ist es natürlich in die Hose gegangen, weil jetzt haben wir mit der A-Mannschaft verloren und jetzt gehen die Diskussionen erst richtig los.
Trotzdem, wir haben ja darüber gesprochen oder ich habe das eingeleitet mit, wir sind in allen Spielen eigentlich ganz gut drin und verlieren wieder den Faden. Jetzt gegen Ecuador auch und hat Thomas Müller was dazu gesagt, was ihm auffällt, was sozusagen der Unterschied ist zu den ganz großen Mannschaften, zum Beispiel Argentinien. Das nimmt er als Beispiel daher.
Wenn Argentinien keine Torchance bekommen will gegen sich, dann bekommen sie auch keins. Da sagt danach keiner, wow, haben die die Sterne vom Himmel gespielt. Aber die sind einfach von der Mannschaft, von den individuellen Spielern, von den Profilen so abgezockt. Die können Spiele verwalten und das Tempo diktieren. Und das fehlt mir am Anfang bei unserem Team.
Es herrscht ja nicht unbedingt immer eine Einigkeit. Du siehst, es wird viel probiert, es ist aber dann manchmal so unabgestimmt und dann passieren immer wieder diese Ballverluste in Situationen, in denen du dann auch Gegenstöße kriegst. Und die Ballverluste passieren an Orten, wo du sie eigentlich nicht haben willst.
Und das ist manchmal so ein bisschen, man kann es plakativ beschreiben, als Naivität. Und da muss man ja ehrlicherweise sagen, Argentinien spielt ja mit einem weniger Defensiv. Messi macht ja nichts nach hinten, der läuft nur noch sieben Kilometer. Aber was fehlt uns da, um dann souverän Spiele, Führung zu verwalten?
Ja, aber wenn du sagst, Messi bleibt jetzt nur vorne stehen, also er arbeitet ja in gewisser Weise auch fürs Team, aber du hast neun harte Arbeiter, die mit in die Defensive gehen und das eigene Tor verteidigen. Das haben wir ja in dem Sinne nicht. Wir haben Wirz-Offensiv, natürlich mit all seinen Qualitäten, Musiala-Offensiv, Havertz, das sind ja keine Spieler-Spieler-Typen, die jetzt mit zurückarbeiten und das eigene Tor verteidigen.
Dafür sind sie gar nicht gemacht, das ist gar nicht, finde ich, deren DNA. Das sind natürlich die Argentinier, die dann ihr Tor wirklich mit Mann und Maus verteidigen und deswegen ist es auch so schwer. Und bei uns, wenn du drei hast oder auch dreieinhalb oder vier Spieler, die eben nicht mit zurückarbeiten, mit wie viel verteidigst du? Mit sechs.
Und dann wird es schwer, wenn Qualität kommt. Und in der Zentrale, wie siehst du das denn da? Also in der Zentrale vor der Innenverteidigung auf der Doppel-Sechs, da sind viele Bälle verloren gegangen, sind wenige zurück erkämpft worden. Muss da eine Steigerung her oder muss da ein Wechsel her, ein Personalwechsel möglicherweise? Es ist ja im Moment unser Hauptproblem, dass unsere Zentrale es eben nicht schafft.
Sowohl nach vorne ist es zwar besser. Aber nach hinten haben wir Riesenprobleme, wir lassen Riesenlöcher offen für die Innenverteidiger. Es ist brutal schwer, das wegzuverteidigen, weil diese Räume einfach da sind. Und da musst du dich entweder, wenn er den Jungs da vertraut, die müssen aber nicht nur eine Schippe drauflegen, sondern zwei.
Oder was ich präferieren würde, ich würde umstellen. Ich würde Joshua Kimmich da ins Zentrum reinbekommen, weil er für mich eine herausragend gute Saison war bei München. auf dieser Position gespielt hat. Man sieht, auf der rechten Seite ist er für mich ein absoluter Schwachpunkt der deutschen Mannschaft.
Er kommt überhaupt nicht in dieses Turnier hinein. Und dementsprechend würde ich mir wünschen, dass er ihn wieder dahin stellt, wo er am besten ist, eben im Zentrum. Also über Kimmich und über diese Diskussion, die er wieder viel mehr Fahrt aufgenommen hat in den letzten Tagen, ob er richtig in die Zentrale muss.
Ich meine, seine Rolle ist ja, als rechter Verteidiger mit dem Ball immer den Aufbau dann in die Zentrale zu gehen. Aber ob wir ihn auch gegen den Ball in der Zentrale brauchen. Und generell als Taktgeber wollen wir gleich nochmal sprechen. Wir schauen aber jetzt nochmal auf das 1 zu 1. Stefan, und da gehen eben auch Fehler voraus, wo der Ball dann schnell weg ist und schnell beim Gegner landet.
Ja, erstmal der unnötige Ballverlust vom Matcher kann passieren, weil sie nach wie vor in Überzahl hinten sind. Das Zweikampfverhalten dann von Pavlovich. Du weißt, du musst diesen Zweikampf nehmen und dann musst du alles abräumen. Also den Spieler mit Ball wegräumen. Und das macht er halt nicht. Er versucht halt zu blocken.
Er versucht halt zu blocken. Kriegst ihn dann, muss man sagen, unglücklich durch die Beine. Aber das ist ein Zweikampf, den musst du so führen, als wäre es dein letzter. Und das tun sie halt nicht. Sie sagen dann, ich gehe so halbherzig hin, dann kriegst du ihn durch die Beine. Manuel Neuer überhaupt keinen Vorwurf.
Und das sind so Kleinigkeiten eben im Fußball. Und das sind die Zweikämpfe, die du dann führen musst gegen diese südamerikanischen Teams. Mike guckt so ein bisschen verkniffen. Bist du anderer Meinung? Nein, da gebe ich dir recht. Aber für mich hätte da vielleicht schon Kimmich einmal kurz rausstechen können.
Ja, dahinter läuft ein Spieler. Aber du könntest vielleicht so einen Bogen ein bisschen im Passweg zumachen, um den dann vielleicht zu blocken. Das wäre wahrscheinlich auch gegangen. Auf jeden Fall ist so die Sicherheit nicht da. Dieses Gefühl, wir sind eh... Wir sind stabil und wir verteidigen alles weg und wenn wir mal ein Tor kriegen, ist kein Problem.
Das Gefühl habe ich zumindest, dass dann schnell so eine Wackeligkeit reinkommt. Es fing ja schon gegen die Elfenbein Christian an. Das meine ich ja. Da war es ja auch so. Da hat mir ein Riesenglück, dass wir das Spiel noch gedreht haben. Wir hätten 2-0 in Führung gehen können. Wir mussten 2-3-0 in Führung gehen und dann weiß ich nicht, ob wir nochmal zurückkommen.
So war es natürlich wunderbar, dass man gezeigt hat, man hat die Mentalität, man kann Rückschläge wegstecken, Man kann trotzdem das Spiel gewinnen und dadurch ist für mich viel zu viel übertüncht worden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Aber da waren ja schon diese Probleme, was wir gegen Ecuador hatten, die waren ja da schon da.
Und das hat die Mannschaft schon auch registriert. Obwohl sie gewonnen haben, haben sie gemerkt, hoppala, wir haben Glück gehabt. Und gegen Ecuador dann mit zwei, drei Prozent weniger, was ja völlig normal ist, wenn du durch bist. Deswegen hat es mich ja so überrascht, dass er nicht mehr wechselt. Weil das konntest du voraussagen, dass das eine ganz schwierige Kiste wird gegen Ecuador.
Und da war das schon so offensichtlich. Und deswegen hat es mich gewundert, dass er nicht mehr getan hat gegen Ecuador. Ja, selbst gegen Curaçao. Also da war ein Ballverlust. Ich meine, du bist da auch nicht ohne Gegentor geblieben. Da waren Ballverluste dabei, wo man gesagt hat, wow, also gegen stärkere Gegner, die schneller kontern, die besser am 1 gegen 1 sind, hast du dort schon zwei, drei Gegentore normalerweise.
Also da war es schon absehbar. Und das Spiel gegen die Elfenbeinküste hätte ja auch nicht nur am Anfang, sondern auch am Ende kippen können. Als der Adringa den Ball da irgendwie so komisch annimmt, wenn er den macht, dann sehen wir vermutlich nicht noch den Lucky Punch von Underv. Und wir haben gerade über die Zentrale gesprochen. Ich glaube, Pavlovic gegen Ecuador, eine Zweikampfquote von 30 Prozent gewonnen.
30 Prozent gewonnen in Zweikämpfe. Das hat mal nachgerechnet, das heißt, er hat 70 Prozent nicht gewonnen. Oh, du bist doch mathematisch richtig talentiert. Bist du mir erzählt. Wahnsinn, oder? Vielen Dank. Nein, und das geht halt nicht, gerade in der Zentrale, wo das besonders wichtig ist. Und das halte ich halt wirklich für einen großen Schwachpunkt.
Und da kann ich mir wirklich vorstellen, dass wir einen Personalwechsel sehen werden. Wir sprechen gleich weiter. Jetzt geht es auch um Zahlen, allerdings höhere Zahlen gleich mit Ruth. Ja, ich habe gleich ein paar Zahlen dabei. Wir schauen auf die Hydration Break, also die Trinkpause oder gerne auch zusätzliche Werbepause genannt.
Denn in allen 104 Spielen gibt es ja zwei obligatorische Trinkpausen a drei Minuten. Das schafft enorm viel neue Sende- und Werbezeit, nämlich rund 800 neue Werbeslots. Und wenn man da mal auf den US-Sender Fox guckt, dann hat sich hochgerechnet, dass so ein Sender dann rund siebeneinhalb Stunden mehr Sendezeit aufs ganze Turnier hat.
Und das lässt sich hervorragend verkaufen. Jetzt kostet so ein 30-sekündiger Werbespot rund 300.000 US-Dollar, kann sich aber natürlich auch noch steigern, so im Laufe der K.O.-Phase bis 750.000. Gerade wenn die USA beispielsweise auch spielt. Es heißt sogar, dass Sender wie Fox Sports damit wirklich erhebliche TV-Rechte refinanzieren können.
Jetzt sagt ein Gianni Infantino, der FIFA-Präsident, nee, das hat alles gar nichts mit Geld zu tun. Es gibt keine zusätzlichen Einnahmen für die FIFA, in jedem Fall nicht. Das ist für uns keine finanzielle, sondern eine rein sportliche Angelegenheit und die dient dem Schutz der Spieler. Wohlwissend, dass man natürlich aber schon TV-Preise nach oben treiben kann, also rechte Preise, wenn man weiß, es wird so viel refinanziert.
Was bedeutet das aber für die Mannschaften, die Trainer, die Spieler? Wie kann man so eine Hydration Break nutzen? Da sagt Jürgen Klopp, er findet das eigentlich ziemlich gut. Also er sagt, er hätte das begrüßt. Vielleicht ist es im Moment etwas zu viel, weil man definitiv keine zweieinhalb Minuten oder so zum Trinken braucht.
Aber an sich eine gute Sache. Man könnte sie ja auch fürs Coaching nutzen. Also ich bin sehr gespannt, ob sich das irgendwann auch bei uns in der Bundesliga durchsetzen wird. In jedem Fall wird damit noch mal ordentlich Kohle gemacht. Ja, und da sprechen wir natürlich auch nochmal drüber, über die Hydration Break und was für Veränderungen das auch für das Coaching beinhaltet.
Und wir schalten gleich zu unserem Reporter in die USA, zu Stefan Kumberger. Und natürlich wollen wir darüber sprechen, muss jetzt eine Umstellung erfolgen, muss Kimmich wirklich wieder in die Zentrale. Die Stimmen mehren sich, aber noch ist der Bundestrainer, ist Julian Röhrer. Wir wollen jetzt erweitern um unseren Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger, den wir jetzt in der Stadt, die niemals schläft, begrüßen. Das gilt auf jeden Fall für ihn.
Er ist früh aufgestanden. Großer Applaus bitte für den Kollegen Stefan Kumberger. Lexington Avenue. Ich kann leider kein Rambazamba bieten. Hier ist es tatsächlich mal ruhig. Wie viel Uhr ist es bei dir? Peter, sag noch mal kurz, sechs Stunden zurück. 5.35 Uhr. 5.35 Uhr. Also Respekt dafür, dass du wieder so früh aufgestanden bist. Wir haben schon ein bisschen geredet, eine halbe Stunde über die deutsche Mannschaft. Ein Teil wirst du verfolgt haben.
Wie nimmst du denn und wie nehmt ihr so im Journalistenkreis momentan wahr, wie Julian Nagelsmann drauf ist? Spürt man den Druck? Das Gespräch mit Kerner haben wir so ein bisschen mitgekriegt. Wie ist dein Eindruck vom Bundestrainer gerade? Ja, das war gegen Ecuador im East Rutherford ganz interessant.
Also wir Reporter haben in der Pressebox alle eigentlich die gleiche Meinung gehabt. Die Zweikampfschwäche war wirklich eklatant. Man hat sich nicht reingehängt. Und dann haben wir das in der Mittszone quasi von Joshua Kinnig, dem Kapitän und Führungsspieler, bestätigt bekommen. Er hat gesagt, die anderen wollten es einfach mehr. Und währenddessen sehen wir ja nicht, welche Interviews bei Magenta geführt werden. Das sehen wir dann nachträglich.
Und wir haben eigentlich damit gerechnet, dass der Bundestrainer in die gleiche Kerbe schlägt. Und dann hören wir, dass seine Erklärung lautet, der Nirol Sané hat nicht getroffen, weil der Schuh aus Gummi ist und der Ball aus Gummi ist und der Rasen trocken war. Und solche Erklärungen haben uns dann schon irgendwie irritiert.
Ich würde dann sagen, sollte Nirol Sané vielleicht Lederschuhe anziehen. Also diese Diskrepanz und diese Unterschiedlichkeit der Analyse, die hat uns dann schon überrascht. Aber Rudi Völler hat das Ganze ja dann gestern eingeordnet auf der Pressekonferenz. Also Rudi ist schon der, der guckt, dass der Bundestrainer nach außen auch durch ihn verteidigt wird?
Ja, auf jeden Fall. Also die Situation hatten wir jetzt schon öfter. Wir haben im Reporterkreis darüber gesprochen, wer wird denn jetzt auf dieser Pressekonferenz zwischen den beiden Spielen, zwischen letztem Gruppenspiel und dem 16. Finale auftreten. Und wir waren uns relativ schnell einig, das kann eigentlich nur Rudi Völler sein.
Denn erstens gibt es nur einen Rudi Völler und zweitens hat der eben durch seine Erfolge diese natürliche Autorität. Und er ist natürlich auch glaubwürdig. Und Julian Nagelsmann hat mal gesagt, er ist eine Papa-Figur für mich. Aber wenn wir das immer wieder erleben, dass der Papa die Dinge, die der Sohn in einer gewissen Emotionalität, in einer gewissen, so hat es Rudi Völler einmal gesagt, in einer gewissen Unbedarfheit sagt, dann macht das natürlich auch einen seltsamen Eindruck.
Rudi Völler hat dann gestern selbst gesagt, ich bin nicht dazu da, Julian Nagelsmann ständig zu verteidigen. Er tut es trotzdem ein bisschen schmaler Grad, weil er will ja nicht als Schattentrainer gelten. Wir haben ja mit Jürgen Klopp schon einen Schattentrainer in Deutschland und da will Rudi Völler keinesfalls den Eindruck vermitteln, er wäre jetzt auch noch die graue Eminenz.
Im Hintergrund, also ein schmaler Grad für Rudi Völler. Also ich werfe mal drei Euro für dich rein. Für den einen Rudi Völler. Und einfach, dass wir mal ein bisschen Geld ins Schweinchen kriegen. Und wenn du den Schattentrainer Jürgen Klopp ja schon ansprichst, der hat sich dann nach der Live-Sendung bei Magenta noch mal geäußert im Gespräch mit Johannes Bekerner zu Defiziten, die ihm aufgefallen sind bei der deutschen Mannschaft.
Heute wurden wir in den Zweikämpfen aufgefressen, im Zentrum und denen nicht aus dem Weg gehen, um Himmels Willen, aber wir müssen das so machen, dass nicht der Gegner vorher schon sieht, hier passiert gleich was, hier kommt der Ball hin, können wir uns darauf vorbereiten. Wir waren zu, es war zu offensichtlich, was wir wollten und das war offensichtlich eben auch nicht richtig.
Also immer wieder legt er da den Finger in die Wunde, muss er machen als Experte für Magenta TV. Aber natürlich, wenn man so als Schattentrainer über dem Bundestrainer, über dem jetzigen Bundestrainer Julian Nagelsmann schwebt, dann kommt das wahrscheinlich auch so ein bisschen im Camp an. Wie kriegst du mit, wie man darauf reagiert, wie man diese Äußerungen wahrnimmt und wie nah das vielleicht auch Julian Nagelsmann geht?
Also ich sitze weder im Kopf noch im Herzen von Julian Nagelsmann, aber dass ihm das bewegt, was die TV-Experten sagen, das haben wir in den letzten Wochen und Monaten ja schon gehört. Es gab ja dieses Schweigen von Houston, wo er sich nicht äußern wollte über das Wörtchen noch von Jürgen Klopp. Und es gab Ende März gegen Ghana in Stuttgart auf der Pressekonferenz die Worte von Julian Nagelsmann, naja, also TV-Expertentum, das ist zurzeit der beste Job, den man haben kann.
Und dann hat sich dann beschwert, hat er gesagt, früher hat der Trainer etwas gesagt und die Experten haben sich drüber geäußert. Mittlerweile ist es so, der Trainer wird zur Randnotiz, weil die Öffentlichkeit ständig auf die Experten schaut. Also es kommt natürlich bei Julian Nagelsmann an. Er ist keiner, der nichts liest, der nichts schaut, sondern er kriegt es mit oder lässt es an sich herantragen.
Deswegen ist das natürlich schon ein Faktor. Also wenn Experten wie Matthäus, wie Podolski, Kramer, Schweinsteiger, unsere Leute hier zum Beispiel dann über die Rolle von Jo Kimmich debattieren, wird der Bundestrainer sich da so fühlen, als würde er getrieben oder wird er im Gegenteil erst recht dann an seiner Haltung, an seiner Linie festhalten?
Also bislang sagt er, dass er an seiner Linie festhält, dass er sich von außen nicht beeindrucken lässt. Das hat er übrigens auch schon Ende März auf dieser Pressekonferenz in Stuttgart gesagt. Allerdings finde ich, Joshua Kimmich hat mit seinen Worten in den Spielen da, wo der Trainer mich hinstellt, natürlich schon ein bisschen die Tür aufgemacht.
Julian Nagelsmann hat dann geantwortet, ja wen soll ich denn dann runternehmen, wenn der Joshua Kimmich plötzlich auf der Sechs wieder spielt? Er will eben nicht verzichten auf Pavlovich und Netscher. Und man muss so ehrlich sein, sollte Joshua Kimmich wirklich wieder auf der Sechs landen sollen, dann braucht es größere Umbauarbeiten. Also dann muss Nene Brown vielleicht auf die rechte Seite und David Raum nach links.
Dann muss Valdi Anton vielleicht der rechte Verteidiger sein. Dann geht es darum, Pavlovic oder Metzger, wer geht raus? Pavlovic hat den Vorteil, dass er eingespielt ist mit Joshua Kimmich aus der, Tätigkeit beim FC Bayern, während Felix Metzger ein bisschen die bessere Form hat. Also es ist nicht so einfach, dass da 1 zu 1 gewechselt wird, weil es gibt keinen zweiten Rechtsverteidiger.
Und da muss sich der Bundestrainer wirklich ganz genau überlegen, wenn er das wirklich machen sollte, wie er das dann anstellt. Jetzt ist er weg. Jetzt ist jemand übers Kabel wahrscheinlich. Der Einzige, der zu Fuß unterwegs war, jetzt gerade auf der Lexington Avenue, ist wahrscheinlich gerade übers Kabel gelaufen und hat es hinten aus der Kamera rausgezogen.
Sollte die Verbindung sofort wieder da sein, dann nehmen wir ihn natürlich direkt wieder rein. War bestimmt Julian. Was? War bestimmt Julian. Der ist weit weg. Der ist in Winston-Salem. Also wir versuchen die Verbindung wieder aufzubauen, sind gleich wieder zurück, geben jetzt mal ganz kurz zu ein paar Hinweisen von unserem Sportwettpartner und schauen mal, ob wir Stefan Kumberger gleich wieder in die Leitung kriegen.
Wir sind gleich wieder zurück, nicht mal ganz anderthalb Minuten, dann geht es weiter hier im FireRox.1 WM-Doppelpass. Also Moment geduldet. Da sind wir schon wieder beim FireRox.1 WM-Doppelpass, hier bei uns bei Sport1. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Signal unseres Kollegen Stefan Kumberger, aber machen jetzt mal weiter mit Ruth, die das Thema, was wir gerade hatten, Umbauarbeiten, mögliche im deutschen Mittelfeld jetzt nochmal aufnimmt.
Ja, ihr habt ja gerade schon Joshua Kimmich mit Stefan Kumberger auch angesprochen. Lothar Matthäus hat sich dazu geäußert bei BILD und er sagt, ich sehe Joshua Kimmich nicht auf dem Platz. Also für ihn ist der Kapitän unsichtbar. Das liegt auch an seiner Positionierung. Da wünscht er sich, dass er die Weltklasseform umsetzen kann, die er bei den Bayern hat. Da ist er aber natürlich im Zentrum gesetzt.
Also Lothar Matthäus plädiert ganz stark dafür, ihn von der Rechtsverteidigerposition ins Zentrum zu schieben. Ihr habt auch schon gesagt, denn unser aktuelles Mittelfeld ist ja mit Metzger Pavlovic noch nicht so stabil. Also wäre das nicht auch wirklich eine Lösung, dass man dem Kapitän mehr Einfluss gibt und ihn dadurch auch in seiner Rolle auf dem Platz stärkt?
Stefan, gerne einfach mal deine Einschätzung dazu. Ich weiß, dass du auch deine Wunsch-Elf sogar vorbereitet hast. Stefan, lass uns die mal zeigen, wie du aufstellen würdest. Stefan Kumberger hat gerade gesagt, das bedarf ganz schöner Umbauarbeiten, wenn man Kimmich in die Zentrale nimmt. So krass sieht es jetzt bei dir nicht aus.
Wenn ich das richtig sehe, ist Musiala raus, Leveling auf rechts und Kimmich in die Mitte für Pavlovich. Das wäre deine Variante? Genau. Erzähl mal, warum. Ja, Leveling erst mal wegen seinem Tempo. Was er hat, die Robustheit, das Physische. Er geht beide Richtungen, die Wege, also offensiv. Ist er defensiv denn gut genug? Aber defensiv auch. Er hat das Tempo.
Und deswegen würde ich ihn auf dieser Position spielen lassen. Sané vor ihm. Dann hast du auch die Möglichkeit, wirklich mal zu hinterlaufen, was ich in den ersten Spielen bei Deutschland überhaupt nicht gesehen habe, weil Kimmich da gar nicht hinkommt. Das gibt dir Leveling. Das ist der erste Punkt. Kimmich dann mit ins Zentrum rein.
Pavlovich raus. Matcher finde ich in den ersten beiden Spielen sehr, sehr gut performt. Im dritten war okay. Aber ich würde mich jetzt für Matcher entscheiden in der Startelf und gegen Pavlovich. Und ich würde vorne Musiala rausnehmen, Undaf rein. Wobei, hier muss man immer diesen Wechsel vornehmen, dass entweder Undaf vorne als Neun und Havertz lässt sich mal fallen oder eben Undaf, der die Rolle auf der Position ja auch spielen kann.
So würde ich das setzen, in der Hoffnung, dass das funktioniert. Und im Wissen, dass du keine Verantwortung trägst. Aber das natürlich. Man sieht ja bei Kimmich auf der Position als rechter Verteidiger, wenn Diomondé kommt oder überhaupt Spieler mit Tempo und die wirklich dieses 1-1 aussuchen, da ist er überfordert.
Das ist nicht seine Position. Er gehört ins Zentrum. Er spielt bei Bayern München im Zentrum. Ist da ein ganz, ganz wichtiger Mann für den Rhythmus. Matcher musste die offensive Rolle dann spielen. Aber da gehört er hin und nicht auf der Rechtsverteidigerposition. Und die Gegner, die noch kommen. Ich hoffe, das sind die Franzosen am kommenden Samstag.
Dann hast du ja dieses Tempo, was kommt. Und das kann Kimmich auf dieser Position nicht halten. Wir wollen unseren Reporter, der mittlerweile wieder da ist, Stefan Kumberger, noch mal reinnehmen. Kummi, schön, dass wir dich wieder sehen und auch hören. Was war passiert? Kannst du uns kurz ein technisches Update geben?
Wahrscheinlich ein Fehler von dir persönlich? Bestimmt. Nein, ich hatte Hunger und habe mir kurz einen Bagel geholt. Das war jetzt leider notwendig. Hast du dir verdient einen Kaffee auch dazu? Ich weiß jetzt gar nicht, wie lange man mich noch gehört hat. Ja, es war irgendwann Standbe... Ich kann es jetzt auch nicht mehr aus dem Kopf genau sagen, wo in einem...
Beim dritten Relativsatz war es, glaube ich, kurz vorbei. Aber wir haben grob diese Kimmich-Debatte, die großen Umbauarbeiten, die du angesprochen hast, noch gehört und haben das jetzt hier gerade mal ein bisschen vertieft mit der Aufstellung, die Stefan gemacht hat. Eine andere Sache würde ich gerne mit dir besprechen.
Diese Rückholaktion von Manuel Neuer. Wir werden über ihn noch ein bisschen sprechen, ob er Fehler schon gemacht hat in dem Turnier. Aber dieses Gefühl, er gibt uns was Besonderes, die Aura alleine schon hilft uns, den Gegner zu beeindrucken und auch der eigenen Mannschaft Sicherheit zu geben, stellt sich zumindest hier in Deutschland vor dem Fernseher, in der Tat sind wir weit weg, noch nicht ganz ein.
Wie wird das wahrgenommen rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft? Also ich habe in diesen Wochen in den USA einmal die Aura erlebt von Manuel Neuer. Das war auf der Pressekonferenz in Winston-Salem. Da kam diese Aura vor allem bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort am Universitätscampus an und bei den vereinzelten Fans, die da waren und auch bei den ausländischen Journalisten.
Aber man muss feststellen und festhalten, auf dem Platz hat man diese Aura noch nicht erlebt. Also zumindest war sie kein großer Faktor. Aber Aura, 3 Euro bitte für mich ins Harsenschwein. Aura hält keine Bälle. Das muss noch anders werden. Ihr merkt, ich bin selbstkritisch. Die Aura hält keine Bälle, 3 Euro wert, absolut.
Also Stefan, dann jetzt ins Café zurück. Cappuccino oder doppelten Espresso, noch mal ein Bagel. Und wir sprechen uns am Ende der Sendung wieder. Immer schön mit dir zu sprechen. Grüße nach New York auf die Lexington Avenue. Stefan Kumberger, meine Damen und Herren. Danke dir. So, wir wollen das jetzt so ein bisschen sukzessive durcharbeiten.
Umbau arbeiten, Kimmich zurück in die Zentrale. Warum macht das für dich Sinn? Du hast es vorhin schon angedeutet. Und was für Folgeentscheidungen würden da noch dann dranhängen? Es erinnert mich so ein bisschen an 2014, als Philipp Lahm im defensiven Mittelfeld angefangen hat. Und man hat gemerkt, es funktioniert nicht.
Wir sind nicht so gut. Und dann ist das große Glück passiert. Und zwar Pech für Mustafi, der sich schwer verletzt hat. Und dadurch wurde er wieder gezwungen auf rechts hinten, weil er da einfach am besten gespielt hat. Und dadurch sind wir eben auch Weltmeister geworden. Und ich sehe diese ganz große Problematik nicht, weil das sind alles Top-Profis.
Mit denen kannst du in zwei, drei Tagen so trainieren, damit jeder weiß, was er zu tun hat. Also diese Frage stellt sich für mich nicht, dass man dadurch alles aus dem Gleichgewicht bekommt und keine Harmonie mehr dasteht, weil Joshua Kimmich weiß genau, was er auf dieser Position zu tun hat. Das Einzige, wenn jetzt der Stefan Recht bekommen sollte von Julian Nagelsmann und Jamie Leveling spielt hinten rechts, den musst du natürlich etwas coachen, den musst du ein bisschen instruieren. Und der Rest bleibt ja gleich.
Ich würde nochmal eine ganz andere Variante reinbringen, eben aufgrund der Umbaumaßnahmen und dass wir keinen zweiten Rechtsverteilen. Das mit Tempo stimmt natürlich bei Kimmich. Trotzdem wäre mir das Risiko, mit Leveling in einem WM-Ko-Spiel das zum ersten Mal zu machen zu groß. Ich würde einfach Goretzka auf die 6 stellen als erfahrenen, stabilen Partner von einem der beiden anderen.
Und Kimmich da lassen. Kimmich erstmal da lassen. Die Frage stellt sich tatsächlich dann gegen Frankreich, wenn die mit dem Tempo kommen, ob es dann immer noch die richtige Wahl ist. Also ich sehe Joshua Kimmich auch eher im Zentrum, aber wir wissen alle, wie verliebt Julian Nagelsmann auch in seine Rollenbilder ist.
Also das haben wir alles schmerzhaft erfahren müssen in der Causa Undaf. Wer hätte fünf Tore pro Testspiel machen können, er wäre trotzdem der ewige Joker geblieben. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Julian Nagelsmann jetzt im laufenden Turnier sagt, ich stelle ihn ins Zentrum.
Weil das würde auch zeigen, dass er eine Fehleinschätzung in seiner Personalie getroffen hat. Ich glaube nicht, dass er das machen wird. Und dementsprechend halte ich diesen Vorschlag tatsächlich für sehr gut mit Leon Goretzka. Da nochmal eine Körperlichkeit und Physis, er hat schon den Applaus bekommen, alles gut, da reinzubekommen. Das finde ich spannend.
Ist das was für dich, wo du darüber nachdenken würdest, Leon Goretzka? Ich würde mir einfach mal wünschen, dass wir dem Julian mehr Vertrauen schenken. Es erinnert mich so ein bisschen an 2006 bei der WM hier in Deutschland, das Sommermärchen, wo ich auch dabei sein durfte. Wo im Vorfeld Jürgen Klinsmann zerfetzt wurde von den Medien.
Er war schon fast weg. Er war fast weg. Im Italien-Spiel. Und im Nachhinein, haben sie ihn angebettelt, dass er doch bitte bleibt. So ein bisschen ähnlich ist das jetzt auch und ich finde, lasst den Joshua auf rechts, weil er hat gegen Spanien 2024 im Viertelfinale ein überragendes Spiel gemacht. Da waren auch keine langsamen Spieler außen und von daher gebt ihm bitte ein bisschen Vertrauen. Okay.
Vertrauen in K.O. spielen ist gefährlich. Ja, aber jeder Furz wird hinterfragt, und diskutiert. Und dann sind hier, da ist eine Ausstellung, da ist eine Ausstellung, da ist eine Ausstellung. Ja, er ist dann letztendlich dafür verantwortlich. Aber dafür sitzen wir hier. Absolut. Um Ideen reinzubringen, wie es aussehen könnte. Ich finde auch, was du gerade gesagt hast mit Julian Nagelsmann, es ist doch gar nicht verkehrt.
Und wenn man einen Fehler vielleicht macht oder dann zurückzurudern und sagt, vielleicht trifft er ja die Entscheidung mit, Kim, ich finde das jetzt nicht, als Niederlage oder es wäre keine Niederlage für Nagelsmann, im Gegenteil, vielleicht erkennt er das ja auch. Ja, also ich meine, dieses drüber reden und über Varianten reden und so weiter.
Warum nicht? Was wünschst du dir, dass wir... Nee, wir können ja drüber reden. Aber das Ding ist, am Anfang war es die neue Entscheidung. Dann war es Sané. Warum nehmen wir Sané mit? 2006 war es Odonkor. Er hat noch nie ein Länderspiel gemacht, war noch nie beim Lehrgang dabei. Aber Mike, da ist er ja schon auch selber schuld, weil er Aussagen tätigt und ganz anders handelt. Also wenn er rechts sagt, weiß ich jetzt mittlerweile, er geht links.
Das ist so, warum die Leute darüber diskutieren. diskutieren, wenn ich das Leistungsprinzip ausrufe und sie dann die Nominierung, das passt ja nicht zusammen. Du meinst jetzt Neuer? Oder was meinst du? Neuer ist ganz schlecht kommuniziert worden, weil das ist doch eine Geschichte nicht, weil die Medien so böse sind oder weil die Experten so böse sind, sondern du versetzt dich in die Lage eines Oliver Baumann, du wirst am letzten Spieltag noch interviewt, du weißt von nichts und du kriegst die klare Ansage vom Trainer, du bist die Nummer und dann, drei Tage später, übrigens, der Manuel kommt jetzt zurück.
Und dass, wenn er zurückkommt, auch klar ist, dass er spielt. Das war ja vornherein klar. Also ich finde, die Kommunikation von Julian ist einfach schlecht. Und was ich nicht verstehe... Was ich bei Julian eben nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann, er hat ja den Meister neben sich. Nach Franz Beckenbauer ist für mich Rudi Völler derjenige, der sensationell, sich artikulieren kann, der genau zum richtigen Zeitpunkt weiß, was er zu sagen und was er nicht zu sagen hat, der unfassbar viel Schärfe auch rausnehmen kann mit seiner natürlich sehr sympathischen Art.
Du kannst die nicht eins zu eins kopieren, aber ich würde mir wünschen, dass es sich viel mehr Rat holt. Rudi, was meinst du nach dem Ecuador-Spiel, was soll man nach außen, was soll man sagen? Aber er macht in meinen Augen da so viele Felder auf, die so unnötig sind, weil du hättest auch das Ecuador-Spiel wunderbar erklären können und du hättest die ganze Schärfe, die ganze Diskussion, hättest du ja in keiner sticken können, wenn du die richtigen Antworten gegeben hättest.
Aber er wirkt dann wie so ein bockiges kleines Kind und dass die Leute da drauf gehen, ist doch völlig normal. Also zum Beispiel, wenn du jetzt, Stefan, sagst, so und so würde ich spielen lassen, das und das, glaube ich, ist die beste Elf aus meiner Sicht. Es ist ja keine Respektlosigkeit gegenüber dem Bundestrainer und der trifft ja eh seine Entscheidung aus dem, was er mit seiner Mannschaft erlebt.
Aber die Idee reinzugeben als jemand, der das Spiel selber auch eine Weile ganz erfolgreich betrieben hat, finde ich jetzt nicht irgendwie als Respektlosigkeit oder zu wenig Unterstützung für den Bundestrainer. Wir alle wünschen uns doch nichts mehr, als dass die deutsche Mannschaft dieses Turnier da rockt und alles zerreißt.
Und wenn sie am Ende durchmarschieren und Frankreich schlagen, dann wirst du sagen, ja, zum Glück haben wir nicht auf mich gehört, sondern auf Julian Nagelsmann. Aber jetzt, zum heutigen Zeitpunkt, finde ich das völlig legitim. Ja, und ich finde das auch immer wichtig, dass man die Dinge dann erklärt.
Also nicht nur irgendetwas zeigt, so sollte es sein, sondern auch mit einer Erklärung dabei. Ich glaube, dann macht das auch alles irgendwie ein Stück weit Sinn. Die Entscheidung liegt bei Nagelsmann. Ich feiere den, wenn wir morgen gewinnen. Und wir gegen Frankreich dann hoffentlich spielen. Und wir vielleicht dieses Spiel auch gewinnen. Ja.
Ja, aber dann sitzen wir doch hier und geben ihm Applaus. Nur gewisse Dinge mal zu diskutieren, so wie wir das jetzt hier tun. Dafür ist die Sendung ja da, oder nicht? Ja, absolut. Das ist so die DNA. Absolut. Wir können ja trotzdem auch mal faktenbasiert noch mal sprechen. Du hast vorhin schon mal Zweikampfquoten angesprochen, zum Teil aus dem Spiel gegen Ecuador.
Wir haben noch mal eine größere Auflistung von Spielern genommen. Da hat eben Pavlovic nur 30% gewonnen in Zweikämpfe. Tah auch nur 33%. Metscher, Musiala, Sie können es sehen. Rüdiger deutlich 75%. Das ist ja schon eine große Herausforderung. Was, wo man, wenn man eine Schippe drauflegen muss, mindestens, oder?
Jetzt zahle ich gleich drei Euro, aber wichtig ist, dass du die entscheidenden Zweikämpfe musst du halt gewinnen. Komm, dann machen wir beide. Ich werfe die Schippe drauf und du die entscheidenden Zweikämpfe. Alles, was 30 Meter vom Tor kommt, da musst du da sein. Und das, wie Stefan richtig erkannt hat, Pavlovich darf diesen Zweikampf nicht verlieren.
Den musst du gewinnen. Zumindest musst du einen Fuß davor bekommen, dass du ihn blockst. Ob du den jetzt gleich abräumen musst, ist eine andere Geschichte. Der Stefan hätte es gemacht, aber ich hätte vielleicht den Fuß vorgehalten, aber ich hätte mich nicht durch die Beine schießen lassen. Die musst du halt gewinnen. Und auch das zweite Tor, wo dann der Manuel Neuer der letzte ist, wo vielleicht noch hätte etwas retten können, dann der Vollidiot ist. Die Fehler sind ja vorher passiert, oder?
Ja, aber es sind ja schon drei Fehler davor passiert. Und diese Verantwortung zu haben, dieses Bewusstsein auch zu haben, mein Zweikampf ist jetzt wichtig und entscheidend. Und mit dieser Mentalität, und das ist die Mentalität, was wir brauchen, dass sich jeder bewusst ist, dass vielleicht dieser Zweikampf entscheidend ist, dass es hinten nicht kleppert oder wir vor den Tor schießen.
Und das ist genau das, was ich mit Mentalität meine. Also wir können ganz viel über Stellschrauben sprechen, Kimmich hinten rechts oder im Zentrum, Unter vielleicht mal auf der 10, spielt Harberts weiter vorne. Das ist alles wurscht, wenn diese Zahlen, die wir hier gerade gesehen haben, nicht stimmen. Das ist die Basis von allem. Und das muss als erstes angepasst werden.
Einmal noch würde ich gerne Mike reinnehmen. Vielen Dank. Also ich verstehe natürlich, was Julian Nagelsmann hat jetzt lange, sehr lange mit dieser Art Defensive gespielt, mit Kimmich hinten rechts, der mit Ball in die Zentrale geht. Das jetzt zu ändern, ist natürlich oder wäre natürlich auch ein Risiko.
Ich verstehe das schon, dass man sagt, wir haben das jetzt über Monate, eigentlich über ein Jahr einstudiert. Wir wissen ja alle nicht, ob es dann besser ist. Das ist ja Fakt. Und wie er letztendlich morgen spielen wird, wird sich morgen zeigen. Ich glaube, dass er nicht so viel rotiert und ändern wird.
Und von daher sehe ich Joshua Kinnig, wie gesagt, hinten rechts. Und der hat gegen Spanien im 2022 gerade schon gesagt, ein überragendes Spiel, gemacht, wo wir mit einem Skandal letztendlich ausgeschrieben sind. Und dann Goretzka auf der Sechs oder die beiden Jungs? Ich würde den beiden Jungs wirklich noch mal eine Chance geben.
Du kannst ja immer noch was machen im Spiel. Du kannst zur Halbzeit auch noch mal wechseln, kannst du zur Halbzeit Grotzka vielleicht reinbringen als stabilen Spieler. Von daher würde ich den Jungs einfach noch mal eine Chance geben. Weil jetzt kommt es drauf an. Wir sprechen gleich weiter hier im...
Komm, da zahlst du. Und wir schauen gleich auf das zweite Tor von Ecuador und über die Rolle von Manuel Neuer. Wir haben es ja gerade schon mal so ein bisschen angesprochen. Die Aura noch, kann er ja dem Turnier. Und ich muss sagen, ich mag das ja sehr gerne, wenn wie heute kontrovers diskutiert wird, auch gut und richtig, dass du in die Bresche springst und sagst, Mensch, vertraut ihm doch mal.
Aber genauso richtig eben, dass andere andere Ideen haben für die deutsche Mannschaft und davon lebt diese Sendung. Natürlich wird auch jetzt das Thema Manuel Neuer, ein bisschen Kontroverse auslösen, möglicherweise hier in der Runde. Der Beitrag, so schaut es aus, von Norman Solider ist, und das sage ich vorweg, tatsächlich etwas zugespitzt.
So sehen keine Sieger aus. Oder etwa doch? Nee. Und war das möglicherweise ein Torwartfehler oder sagen wir eine unglückliche Aktion? Nee. Interessant. Da möchte man fragen, ist Manuel Neuer ein selbstkritischer Geist, der gerne einen Fehler zugibt? Nee. Timo Hildebrandt, Ex-Torhüter des VfB Stuttgart, möchte Manuel Neuer in Schutz nehmen.
Und verteidigt ihn gegen alle Kritiker. Ihr habt keine Ahnung. Niemand von euch hat in einem Tor gestanden. Zu den Ahnungslosen gehört auch Weltfußballer und Weltmeister Lothar Matthäus. Neuer sieht ganz schlecht aus, viel zu zögerlich. Er war zu ängstlich. Weltmeister-Torhüter Sepp Meier ruft Neuer zu.
Manu, früher hättest du den sicher gehalten. Und Weltmeisterin und Welt-Torhüterin Nadine Angerer stellt fest, der wahre Neuer steht gerade nicht im Tor. Ich hab alle keine Ahnung. Ich bin jetzt kurz richtig hart an. So schaut's aus. Jeder Schuss ein Treffer. Das ist überragend, wenn man Stürmer ist.
Es ist nicht ganz so toll, wenn du im Tor stehst. Neuer hat zurzeit nicht wirklich Spielglück. Er hat etwas anderes. Jeder weiß, welche Aura dem Manu umgibt. Aura, Aura, Aura. Bis jetzt hat die Aura noch kein Gegentor verhindert. Noch nicht. Wahrscheinlich wirkt Neuers Aura erst, wenn französische Stürmer wie Mbappé auf ihn zulaufen.
Im Französischen bedeutet nämlich Aura genau das Gleiche wie im Deutschen. So schaut's aus. Warum hat Neujahrs Aura gegen Ecuador so gar nichts geholfen? Ganz einfach, dort steht El Aura für den lateinamerikanischen Truthahn-Geier. Und vor dem hat natürlich niemand Angst. Das kann ja dann gegen Paraguay wieder heiter werden.
So schaut's aus. Keine rein sachliche Aufarbeitung der Thematik. Sehr unterhaltsam. Und Stefan, inwiefern ist da was Wahres dran, dass Neuer noch nicht so einen Impact hat? Oder wird es gar nichts? Dann ist es los. Bei welchem Tor denn? Im ersten Spiel gegen Curacao, im zweiten gegen Elfenbeinküste. Was soll er da machen? Wir diskutieren jetzt das dritte Gegentor.
Oder das Gegentor gegen... Das zweite, darum geht es. Wir gucken mal drauf. Also hier liegt ja ein absoluter Fehler in dem Zweikampf, Luftzweikampf von David Raumfuhr, der ja gar nicht in diesen Zweikampf geht, um den Ball verteidigen zu wollen. Das ist der erste Fehler und der zweite liegt hier in der Innenverteidigung, denn Thar muss innen stehen. Er lässt ja den Spieler nach innen, das darfst du ja niemals, du schützt immer dein eigenes Tor und das ist der zweite Fehler.
Manuel Neuer hätte ja nur spekulieren können, aber das ist eine hundertstel Sekunde, wo dieser Einschlag passiert und diese Vorwärtsbewegungen gehen können. Ich sehe hier keinen Fehler. Wie gesagt, Fehler vorne Raum, Fehler zweiter Thar, Stellungsfehler. Der Einzige, der richtig verteidigt, ist Rüdiger übrigens, der seinen Mann da weghält. Und das hätte Thar auch machen können, dann wäre er gar nicht an den Ball gekommen.
Das sind die Fehler, die zu dem Tor führen. Dann sind wir oft auf der Suche Und nach irgendetwas, komm, jetzt schreiben wir das Tor doch dem Manuel Neuer an. Das ist ja Bullshit. Na ja, gut, aber... Nee, da gibt es kein Ja-Gut. Nein. Ja, siehst du hier einen Fehler. Jetzt mal ehrlich. Ich sage, ja gut, das sieht halt ein bisschen unglücklich aus, weil er den Ball aufnehmen will und der Ecuadorianer mit der Fußspitze ihn wegspitzelt.
Aber die Fehlerkette hast du ja beschrieben vorher. Genau, die Fehlerkette habe ich beschrieben. Aber du weißt, wenn das so in Zeitlupe läuft, das ist schon ein anderes Tempo im Spiel. Das ist langsamer dann, ne? Zeitlupe ist langsamer. Das weiß ich nicht. Also ich weiß es mit Zeitlupe und Kornikern recht. Ja, aber jetzt mit dem Finger darauf zu zeigen, das ist nicht richtig. Und auch in diesem Fall, das ist kein Torwartfehler in meiner Hunde.
Gibt es andere Meinungen in der Runde? Ich glaube. Dass hier keine Diskussion zustande kommt, weil ich genau der gleichen Meinung bin wie Stefan. Es war eine Fehlerkette vorher und er geht zum Ball. Er will zum Ball, er sieht den Fuß gar nicht kommen. Und das ist das Problem. Er sieht den Fuß nicht kommen, das ist in 110 Sekunden und dann kann er nicht mehr reagieren. Und wegfausten in so einer Situation macht kein Torhüter.
Der entscheidende Fehler kommt natürlich von Thar, da bin ich auch bei dir. Aber die Frage ist ja auch die, die Sepp Mayer so ein bisschen polemisch aufgeworfen hat. Hätte Manuel Neuer das vor zehn Jahren zumindest verhindert, diese Situation? Hätte er da den Fehler der Kollegen noch ausgebügelt, was er jetzt vielleicht nicht mehr schafft?
Also ich glaube, wir sind uns alle einig, dass die Fehler im Vorfeld entstanden sind. Wo wir uns vielleicht nicht einig sind, ich finde schon, dass er bei diesem Tor nicht gut aussieht. Das ist aber kein Patzer, das ist kein Torwartbock. Sondern ich glaube eben, in seiner Primetime hätte er das Ding rausgeholt.
Rausgeholt und er hat ja selber gesagt, ich darf hier nicht mit Patschehändchen hingeben, sonst mache ich vielleicht ein Eigentor. Gut, der Ball war drin. Also es wäre vermutlich die bessere Lösung gewesen. Und wenn ein Torwart so auf den Ball wartet und die Bewegung noch zu Ende macht und der Gegner davor einmal kurz den Fuß reinspitzelt, dann glaube ich schon, dass er sich da leicht verschätzt hat. Dafür ist es dann wieder zu schnell.
Aber da warst du jetzt auch gerade wieder in der Zeitlupe. Also so ist er nicht hingegangen. Aber wofür haben wir Manuel Neuer zurückgeholt. Dafür, dass er die unmöglichen Dinger rausholt, oder? Offensichtlich, oder nicht? Ja, weil er nach wie vor der beste deutsche Torhüter ist. Deswegen haben wir ihn zurückgeholt.
Weil er einfach in der Saison wieder bewiesen hat, wie, wertvoll er nicht nur für Bayern München ist, sondern dass er einfach ein Torwartspiel hat, das seinesgleichen sucht in der Bundesliga und dementsprechend, aufgrund auch seiner Erfahrung, die er hat, hat man ihn wieder zurückgeholt. Was mich eher irritiert hat, dass er wieder zurückgekommen ist.
Das hat mich eher irritiert, weil er ist ja eigentlich schon zurückgetreten gewesen. Also von daher, das war für mich ein bisschen irritierend. Aber dass er im Tor steht, steht für mich außer Frage. Aber ich schaue doch auch das, was da gerade an der Wand steht. Deutschland hat seit 2014 bei keiner WM mehr zu Null gespielt.
Also ein Tor wird schon auch noch mit anderen Spielern verteidigt. Absolut. Nur mit dem Finger drauf zu zeigen und zu sagen, Manuel, du bist schuld. Da gehören noch mehr dazu. Ich glaube, dass Jonathan Tarr sehr gut weiß, dass er den entscheidenden Fehler gemacht hat, weil er das Tor nicht innen deckt.
Nun ist es ja immer auch ein Zusammenspiel, Torhüter, Innenverteidigung. Also diese Abstimmung auch zwischen ihm und Thar müsste ja eigentlich da sein, weil sie die ganze Saison, da hat er nicht alle Spiele gemacht, Manuel Neuer beim FC Bayern, aber die kennen sich ja gut. Also auch das ist ja ein Grund, dass man Manuel Neuer zurückgeholt hat, oder? Dass man sagt, die Abwehrspieler profitieren von diesem Torhüter dahinter ihnen.
Ich habe trotzdem irgendwie das Gefühl, man sieht es noch nicht so. Nein, weil er konnte sich in keinem Spiel auszeichnen, stand jetzt. Aber ich hoffe und wünsche mir für ihn und auch für die Nationalmannschaft, dass das Spiel noch kommt. Vielleicht morgen in einem Spiel gegen Paraguay, wo er vielleicht zwei, drei rausfischt und wir gewinnen 1-0. Was sagen wir dann am nächsten Sonntag?
Gut, dass wir ihn haben. Und so schnell geht das im Fußball. Ja, natürlich. Wir können noch mal ganz kurz schauen, es gab noch in dem Spiel ein Missverständnis zwischen ihm und Jonathan. Was ein bisschen ähnlich aussieht, wo Manuel auch schon bereit ist, den Ball aufzunehmen. Ihr Ex-Fußballer, wie ist die Absprache, wie ist die Kommunikation in so einer, wie viel Verbales passiert da oder musst du dich da blind verstehen in dem Moment?
Also in der Situation gehe ich mal schwer davon aus, dass der Manu gerufen hat, weil das ist schon jetzt nicht allerbrenzligste Situation und dann musst du dich natürlich auf dem Torwart verlassen und dann darf Jonathan Thar seinen Fuß nicht mehr reinhalten. Wenn er nicht gerufen hat und du siehst es vielleicht nicht, weil du im Tunnel bist und hast deinen Gegenspieler im Blick, dann ist auch klar, dann muss er seinen Fuß reinhalten und den Ball klären, weil er nicht weiß, ist der Manu da.
Aber ich gehe mal schwer davon aus, dass der Jonathan da eben nicht richtig zuhört und dementsprechend schaut Manu eben dann schlecht aus. Nur ist es ja ganz generell so, dass das Torwartspiel zu beurteilen ja eine Sache für sich ist, ehrlicherweise. Also auch ehemalige Feldspieler, auch Lothar Matthäus und so weiter, haben vielleicht, korrigiere mich, nicht unbedingt immer den 100% richtigen Blick auf Torhüterleistung oder Torhüterleistung.
Ist das falsch? Der eine hat die Meinung und der andere hat eine andere Meinung. Also du hast, du, ja, so einfach ist das ja. Ich glaube, in dieser Szene hier, du hast vollkommen recht, der Torwart gibt dann das Kommando und dann muss eigentlich der Verteidiger wegweichen. Thar hat sich aber voll auf den Ball und Gegenspieler konzentriert, deswegen geht er in die Aktion. Ich finde, dass Manuel Neuer hier was Richtiges gemacht hat, nämlich aus der Situation rausgegangen ist.
Weil wenn er reingeht, dann räumt er nicht nur Thar ab, wahrscheinlich auch noch den Spieler. Und dann wäre es vielleicht, keine Ahnung, Elfmeter oder wie auch immer. Wie gesagt, jeder hat seine Meinung. Ich bin auch bei Markus, der gesagt hat, er ist die Nummer eins und der erste beste deutsche Torwart, den wir haben und deswegen steht er auch zurecht im deutschen Tor.
Ich habe die Frage deswegen gestellt, weil ich gerne nochmal diesen Wutausbruch oder diese, Meinungsäußerung von Timo Hildebrandt in ganzer Länge zeigen will, weil er uns allen oder den meisten unterstellt, keine Ahnung vom Torwartspiel zu haben. Und dementsprechend die Kritik an Manuel Neuer als völlig falsch einschätzt.
Wir können das uns nochmal gemeinsam anhören. Ich lese Torwart-Patzer von Manuel Neuer. Torwart-Fehler. Ich sag's euch, ihr habt alle keine Ahnung und es kotzt mich richtig hart an. Ehrlich, ich will ihm gar nicht zur Seite stehen, aber Folgendes. Drei Spieler vorher, David Raum, Kopfballduell verloren. Jamal Musiala lässt sich wegschubsen wie ein Schuljunge.
Jonathan Tah steht einfach falsch. Der Einzige in dieser Szene, der sich richtig verhält, ist Toni Rüdiger. Darüber redet gar keiner. Alle hacken wieder auf mal eine neue rum. Wenn wir jetzt die Logik hätten, dass die ehemaligen Feldspieler die Torhüter nicht richtig analysieren, dann frage ich mich, wieso er als Torhüter die Defensivarbeit der anderen so genau analysieren kann.
Ich denke, grundsätzlich war deine Frage eben richtig und wahrscheinlich betrifft es die Ex-Profis noch am wenigsten. Aber da nehme ich mich auch nicht aus. Ich glaube, dass das Torwartspiel immer auch von Kommentatoren und alles immer sehr schwierig ist zu beurteilen. Manchmal gibt es einen relativ einfachen Ball und dann wird die Glanzparade heraufgeschrien.
Und manchmal geht der Ball vorbei, weil der Torhüter super den Winkel spitz gemacht hat. Und dann heißt das ja, der Stürmer war so doof und hat vorbeigeschossen. Dabei ist das eigentlich die viel bessere Tat des Torhüters als vorher, wenn er den Ball gehalten hat. Deswegen ist es schwierig. Aber ich weiß nicht, du nimmst ihn wirklich ganz raus aus der Sache.
Oder sagst du, er hat wenigstens seine Aktien an dem Tor? Ja. Weil ich finde schon... Ich habe doch ausführlich geantwortet. Du musst auch zuhören. Ich bin nur überrascht, dass du den ganz rausnimmst. Okay, Axien. Dann meinst du ja, dass er in die Vorwärtsbewegung hätte gehen müssen, um den Ball dann, bevor der Spieler kommt, mit dem Fuß abzuhören.
Wie gesagt, das geht schnell. Was macht er dann? Dann wird er ja spekulieren. Und weil das so schnell geht, macht das kein Torhüter. Also so sehe ich das. Wir haben uns einig. Lass uns einmal abstimmen. Ist Manuel Neuer der Richtige im Tor? Dann ... Finger hoch. Was ist das für eine Frage? Wir sind uns einig in der Runde. Die Zuschauer haben es nicht gemacht.
Die können mit Applaus abstimmen. Seid ihr der Meinung, dass er der Richtige ist? Na komm, dann lassen wir das Thema und hoffen, dass er sich in den kommenden Spielen auszeichnen kann, dass nicht wieder jeder erste Schuss so gefühlt drin ist. Und dann werden wir hier auch ganz anders über Manuel Neuer sprechen.
Wir drücken da auf jeden Fall die Daumen, dass das richtig gut weitergeht in diesem Turnier und schauen jetzt nach vorne auf den nächsten Gegner mit Ruth. Und der heißt morgen Paraguay. und für Paraguay ist die Teilnahme an der WM schon ein riesiger Meilenstein. Sie sind nämlich seit 2010 erstmals wieder für die Endrunde qualifiziert.
Damals ging es bis ins Viertelfinale gegen Spanien und jetzt sind sie wahnsinnig stolz und motiviert, überhaupt dabei zu sein. Der Trainer kommt aus Argentinien, Gustavo Alfaro, und seit er übernommen hat, hat er das Team praktisch komplett stabilisiert. Er hat vollen Fokus auf die Defensive genommen.
Das hat jetzt auch bei der WM gegen Australien und gegen die Türkei gut funktioniert. Da haben sie keine Gegentore gefangen gegen die USA, allerdings vier. Insgesamt ist das aber wirklich auf alle Fälle ein Merkmal dieses Teams. Defensive Stabilität und auch hier, da kann man mit Ecuador Vergleiche ziehen, diese Körperlichkeit physisch sehr stark und vor allem eine Mentalität, das ist wirklich Sucht seinesgleichens.
Wir haben jetzt hier gerade mal Gustavo Gomez noch gesehen mit seinem aktuellen Post. Das ist der Kapitän von Paraguay und der sagt da sowas wie, Wir kämpfen mit unserer Seele, um den Namen unseres Heimatlandes an der Spitze zu behalten. Wir haben Paraguay auf die Weltbühne gebracht und wir werden bis zum Ende kämpfen.
Also so hört sich das dort an. Die sind wirklich wahnsinnig motiviert, auch Deutschland zum Stolpern zu bringen. Und bei uns klingt das alles ein wenig verhaltener. Rudi Völler, hören wir mal, was er sagt. Er ist aber auch optimistisch. Der Glauben ist da, dass wir am Montag alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, was ja auch selbstverständlich ist, und ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen wollen.
Also natürlich in die nächste Runde einziehen. In Boston hat es morgen rund 25 Grad, das Stadion ist offen. Wir sehen hier auch mal kurz den Flug über dieses schöne Stadion und dann soll es doch morgen für die deutsche Nationalmannschaft gelingen. Eine Runde weiter. Paraguay, ja mit Herz natürlich, mit Nationalstolz, vielleicht mit Kampfgeist, aber machst du dir keine Gedanken, oder?
Das schaffen wir schon. Ich habe mich vor ein paar Wochen mit Rocke Santa Cruz ausgetauscht, der viele, viele Jahre in der Nationalmannschaft gespielt hat. Der immer noch spielt. Der spielt immer noch, nicht mehr in der Nationalmannschaft, aber er spielt tatsächlich immer noch. Ich glaube 41 Jahre alt, aber da drüben kannst du das in dem Alter.
Und er hat gesagt, wir leben als Paraguay-Nationalmannschaft vom Kollektiv. Und wir halten zusammen und wir stehen zusammen. Und das erste oder Hauptmerkmal ist wirklich die Defensive erstmal oder das eigene Tor erstmal zu verteidigen. Darauf kommt das Paraguay an und dann vielleicht mit dem einen oder anderen Konter dann irgendetwas setzen, so wie gegen die Türkei.
Das ist so das, was er gesagt hat über diese Nationalmannschaft von Paraguay. Wirklich im Kollektiv muss alles funktionieren. Über dieses Spiel, über diesen Gegner sprechen wir gleich nach einer Pause. Wenn du uns hier verteidigst, muss trotzdem dein Mittelfeld ultra-aggressiv angreifen. Weil wenn die gegnerischen Spieler 30, 35 Meter vorm Tor Platz und Zeit haben, dann machen fast alle Nationen auf dieser Welt richtige Entscheidungen, spielen die richtigen Pässe.
Und du musst dich stressen, wenigstens dann im tiefen Block, wenn du schon nicht vorne presst. Und das, finde ich, fehlt mir ein bisschen bei der Mannschaft. Das ist natürlich ein Thema der Einstudiertheit, des Wollens so von dem Ganzen. Aber es ist auch ein bisschen einfach eine Charakterfrage. Es gibt mit Sicherheit auch deutsche Spieler, die das machen würden. Aber wir haben so ein bisschen so eine Mannschaft, die da ein bisschen zaghafter ist.
Lukas mit Harjo von Hadeln und unserer Runde. Und wir wollen ein bisschen über das Wir-Gefühl sprechen, was ja immer irgendwie in Mannschaften groß war, die am Ende ein erfolgreiches Turnier gespielt haben. Du hast vorhin selber gesagt, du warst 2006 im Kader, hast auch, glaube ich, gespielt dann im Spiel um Platz 3. Wie war das damals?
Was für eine Einheit wart ihr? Also im Vorfeld war es ja schon so, dass Jürgen Klinsmann und Jürgen Löw, mich nominiert haben, was mich auch schon ein bisschen gewundert hat, weil Kevin Kourani zu der Zeit schon besser gespielt hat. Sie wussten aber, und da kommen wir darauf zurück, wie stellst du einen Kader zusammen bei einer WM oder EM, dass ich einfach die Klappe halte und Gas gebe.
Ich war mir meiner Rolle bewusst. Ich habe das auch so gemacht. Vor allen Dingen war ich ja die ersten beiden Spiele gesperrt, weil ich im Conflict Cup gegen Mexiko eine rote Karte bekommen habe. Da waren auch viele überrascht, dass man dich dann trotzdem mitnimmt. Ja, genau. Und ähnlich hat es Julian jetzt auch gemacht.
Und die Spieler wissen ihre Rolle, das ist allen bewusst. Und das ist erst mal der erste Punkt, der wichtig ist. Dann brauchst du natürlich in der Mannschaft jemanden wie Sané. Der anscheinend bei jedem gut ankommt, super beliebt ist dort in der Mannschaft. Dann brauchst du drei, vier Führungsspieler, wo es auch mal Späße gibt, wo auch mal Flaxen gemacht werden.
Das gehört auch dazu. Wir haben in der letzten Woche auch schon Ausschnitte gezeigt aus einer ARD-Doku, die da heißt Elf Helden, ein Albtraum. Das war die WM 1994, als Stefan dabei war. Und die Mannschaft, und das sagen alle, die in der Zeit dabei waren, so hochtalentiert war. Da waren die Weltmeister von 90 noch dabei, kamen die Spieler aus der ehemaligen DDR noch dazu, Leute, die 90 noch nicht dabei waren wie du.
Aber da hat ganz klar das Wir-Gefühl gefehlt. Und wir können gerade ein paar Ausschnitte noch zeigen, zu finden, das Ganze in der ARD-Mediathek, wo Berti Vogts und Beteiligte ein bisschen erzählen, was wichtig war und was nicht funktioniert hat, 94 und warum. Das Wir-Gefühl. Und das ist das Wichtigste im Fußball.
Ob der eine jetzt drei Millionen verdient oder der andere 20.000 oder was, nein. Der die drei Millionen verdient, den braucht die anderen auch. Das ist ein Wir. Fußball ist ein Wir-Gefühl. 1994 war ein Egosystem. Abwehrprobleme, Mittelfeldprobleme und Sturmprobleme. Redet ihr auf dem Spielfeld zu wenig miteinander? Das sind alles erwachsene Menschen, aber warum sind die nicht in der Lage gewesen, in so einer außergewöhnlichen Situation sich mal an einen Tisch zu setzen und zu sagen, lass uns das mal bitte klären.
Lass uns zumindest für den Rest des Turniers Regeln aufstellen, womit alle leben können. Keine Chance. Du hattest keine Chance, etwas zu reparieren. Dadurch war das Trainerteam, letztendlich um Berti Vogts, total überfordert, weil die hatten ja immer Sachen, Brände zu löschen. Mussten ja immer wieder auf Konfrontationen gehen und diskutieren und Diskussionen annehmen, weil jeder ja was gefordert hat.
Und dadurch ist das ganze Ding ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Jeder wird sagen, hey, es geht um die Weltmeisterschaft, es geht um den Titel. Und ihr seid vier Wochen, sechs Wochen, acht Wochen nicht in der Lage, an einem Strang zu ziehen, sondern eure eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Das kreide ich uns allen im Grunde genommen jetzt in der Nachbetracht noch an, dass wir als Mannschaft nicht in der Lage waren, den Fokus darauf zu bringen, was eigentlich unser Auftrag war, Weltmeister zu werden. Sehr sehenswert. Stefan, warum ging es in der Situation nicht, wie Mario sagt, keine Chance, was zu machen? Warum ging das nicht und warum ist euch das allen oder vielen erst hinterher klar geworden?
Mensch, wie wir sind, wir hätten doch. Wir waren nie eine Einheit. Also es waren zu viele Grüppchen, zu viele große Egos, zu viele Führungsspieler, die in ihrem eigenen Verein wirklich eine Outstanding-Rolle gehabt haben. Und die dann zusammenzuführen, dann kann das auch kaputt gehen. Und dann kriegst du diese Einheit nicht hin, sodass man sagt von Anfang an, wir müssen zusammenstehen und zusammen marschieren, nur so können wir erfolgreich sein. Das war 1994 nicht der Fall.
Und dann musst du natürlich auch als Trainer das führen und auch kommunizieren. Und da gab es zu viele große Baustellen und deswegen für mich eine herausragende Mannschaft gewesen, aber eben kein Team. Und ich muss das wiederholen, dann habe ich lieber. Weniger Weltklasse-Spieler, die wir 1994 wirklich in den Reihen hatten, denn lieber so wie Marokko, die sich aber als Einheit präsentieren und einen herausragenden Fußball spielen, weil sie im Kollektiv funktionieren.
Und wenn du das nicht tust, dann wirst du keine erfolgreiche WM spielen. Es war damals ja sehr, sehr überraschend für viele, nachdem was Berti für Gegenwind gekriegt hat, wie viel medialer Druck, aber auch interner Druck, teilweise auch von Franz Beckenbauer, der eine eigene Sendung hatte und immer wieder gestichelt hat, dass er blieb.
Und er ist dann mit euch, mit dir unter anderem 96 Weltmeister geworden. Er ist also nur zwei, äh, Weltmeister, Europameister geworden. Ist also nur, aber auch schon ganz gut. Ist also nur zwei Jahre später. Und da war sein Leitspruch, und den hat man auch als Fan, als Zuschauer geglaubt, die Mannschaft ist der Star.
Wie ist ihm das geglückt, wie ist euch das geglückt, dann wieder eine Einheit zu sein, dann wieder Wir-Gefühl zu haben? Er hat sich drei, vier wichtige Spieler ins Boot geholt und hat ihnen auch ganz klar kommuniziert, ihr seid meine Leute und ihr müsst mit dazu beitragen, dass das Ganze in der Gruppe funktioniert.
Matthias Sammer, Jürgen Klinsmann, Stefan Kunz und Jürgen Kohler, das waren so die vier Lieder. Und der Rest waren die Indianer, das waren die Häuptlinge, wir waren die Indianer, wir sind bedingungslos hinterher marschiert. Und dann hatten wir natürlich während des Turniers auch das Quäntchen Glück, was du ja in so einem Turnier auch brauchst. Dann kam die erste Verletzung.
So kam ja ich rein, Jürgen Kohler verletzt sich schwer nach einer Viertelstunde, da kam ich rein. Und so ging jetzt ja das ganze Turnier durch, dass einer nach dem anderen weggebrochen ist. Auf einmal wurde jeder wichtig, jeder hatte seine Rolle dann eben auch bekommen. Und dadurch hatten wir dann auch so eine Wagenburg-Mentalität, dass das jetzt keine Ausrede für uns ist, sondern wir müssen noch enger zusammenrücken.
Auch das ganze Team drumherum hat einen unfassbar guten Job gemacht. Die medizinische Abteilung. Weil uns sind wirklich im wahrsten Sinne des Wortes die Spieler weggebrochen. Durch Fouls, durch Kreuzbandriss, Jürgen Klinsmann mit Faserriss, der dann aber dann noch wieder spielen konnte. Also wirklich ein großartiger Zusammenhalt. aber geschuldet, dass A, der Trainer ganz klare Regeln aufgestellt hat, B, sich die wichtigen Eckpfeiler ins Boot hat hineingenommen, aber auch zugehört hat, was sie ihm sagen.
Weil er hatte ab und zu mal eine andere Idee, aber dann kam halt ein Jürgen Klinsmann oder ein Matthias Sammer und hat gesagt, Trainer, vielleicht ist es doch so besser. Er hat darauf reagiert, was die Spieler eben auch für gut halten und hat denen dann aber auch vertraut. Und sie sind aber auch vorweggegangen und das war, glaube ich, der Schlüssel zum Erfolg.
Ist das dann, kann man dieses Wir-Gefühl irgendwie herstellen oder muss sich das auch ergeben aus Situationen, wie jetzt Markus das schildert? Plötzlich merkst du, Spieler sind verletzt, dies läuft nicht, jenes läuft nicht, Widerstände überwinden und plötzlich werden wir eine eingeschworene Gruppe. Also da kam sicher eine Trotzreaktion auch dazu, so wir gegen den Rest der Welt.
Aber Markus hat ja gerade auch schön erklärt, dass man schon daran arbeiten kann, es herzustellen, indem man bestimmte Maßnahmen vornimmt und so weiter und so fort. Und was mich jetzt die Tage auch wieder gewundert hat, manchmal schließt sich ja im Fußball der Kreis. Du hast gerade gesagt, Franz Beckenbauer saß im Studio nebenan, das ist ja in dieser schönen Doku auch sehr deutlich sichtbar.
Aber Berti Vogts schreibt jetzt auch Kolumnen in der Rheinischen Post und auch mit durchaus spitzer Feder. Und er hat es leidvoll erlebt damals und jetzt sitzt er auf der anderen Seite und kritisiert auch. Also... So geht es dann eben auch manchmal im Fußball. Ich habe mich mit Skodran Mustafi und mit Kevin Großkreutz unabhängig voneinander unterhalten.
Und beide haben gesagt, das Allerwichtigste auf dem Weg zur Weltmeisterschaft ist, dass du in einen Flow kommst. Und das geht eben über dieses Wir-Gefühl, dass du ein geiles Mannschaftsgefühl gehast. Und die 2014er Mannschaft hat das vorgemacht. Also das war ja das Maximum an Wir-Gefühl. Und um das zu kreieren, brauchst du auch diese Erfolgserlebnisse.
Ich kann mich erinnern, das Portugalspiel, danach ist die ganze Mannschaft im Campo Bahia bis nachts am Pool gesessen und hat sich den einen oder anderen gegönnt. Und umso trauriger ist es eigentlich, dass die Mannschaft, die das eigentlich auch hat, dieses Potenzial von den Charakteren her, dass die das bisher noch nicht nutzen konnte mit Erfolgserlebnissen, außer jetzt mal Kuras.
Aber vielleicht kommt dieses Erfolgserlebnis jetzt eben gegen Paraguay. Das wäre wünschenswert, gegen Paraguay. Was war das bei euch 2006? Welches Spiel hat euch irgendwie so den Kick gegeben? War das Polen oder so? Ja, zuerst einmal möchte ich noch mal kurz auf das Thema. Ja, gerne, jederzeit. Du brauchst Persönlichkeiten, du brauchst Charaktere, die das annehmen.
Wenn ich jetzt ans Beispiel Oliver Kahn denke, 2006. Ja. Absoluter Welttorhüter. Ordnet sich unter der Mannschaft. Ja. Und ich habe den Olli nicht wiedererkannt. Das war Wahnsinn. Ja, der war so zugänglich. Der hat mal ein Späßchen gemacht, was vorher, wo er war, war ja immer in seinem Tull. Ja. Ihr kennt ihn.
Und das war so ein Zeichen, der macht das jetzt, der hat einfach alle auch mitgerissen. Was war deine Frage jetzt nochmal? Ob es so ein Spiel gab, an das du dich erinnerst, was der Mannschaft so letztlich dann den Glauben vermittelt hat, dass wir gut genug sind. Ja, das war das zweite Spiel gegen Polen.
Wo wir dann in der Nachspielzeit, David Odonko übrigens, ja, in Frage gestellt wurde, warum er überhaupt mitgenommen wird. Der dann den entscheidenden Ball zu Oline Wüll reinspielt und wir dann so gesehen 1-0 gewinnen. Da war eine pure Euphorie. Dann haben wir im dritten Gruppenspiel noch Ecuador gehabt, wo wir den 3-0 geschlagen haben.
Und dann war das Sommermärchen erst mal schon geschrieben. Und danach wurde es dann zelebriert. Aber du hättest dieses Spiel doch jetzt auch schon gehabt mit der Elfenbeinküste. Nur jetzt kam kein 3-0 gegen Ecuador. Das ist ein Fakt. Jetzt wurde das Ganze zunichte gemacht. Du hattest das Spiel schon.
Was du drehst. Ich muss dazwischenpunkten. Wir sind 20 Jahre weiter. Alle wissen, dass der Weltfußball zusammengerückt ist. Die Leistungsunterschiede sind nicht mehr so groß. Du hast Ecuador, die mithalten können. Mit Champions League Siegern. Der Weltfußball ist zusammengerückt. Und da kannst du nicht einfach mal, mir war im Vorfeld schon bewusst, dass Elfenbeinküste und Äquador nicht einfach mal so 4-5-0 weggeputzt werden.
Und so ist es nun mal. Und das kannst du nicht vergleichen. Du hast gerade Oli Karns Rolle und dieses für dich beeindruckende Sich-Unterordnen angesprochen. Und auf macht dann zwei Tore spät gegen die Elfenbeinküste und geht auch, ohne zu mohren, wieder auf die Joker-Rolle. Das ist doch genauso stark oder was?
Also wenn du undhaft wärst oder gewesen wärst, hättest du gesagt, Freunde? Natürlich, also innerlich denkt er sich auch, boah, geht mir schon ein bisschen auf und sagt, dass ich jetzt immer nur reinkomme. Aber man muss auch Julian da verstehen, also warum soll er was ändern? Also der ist da super immer reingekommen, auch in den Spielen davor und hat seine Hütten gemacht. Warum soll er da was ändern?
Dieser Flow, den wollen wir noch irgendwie unserer deutschen Mannschaft hier herbeireden. Ich hoffe, der kommt, der funktioniert. Ich bin zuversichtlich jetzt gegen Paraguay. Also ich habe sie gesehen gegen die Türkei, ich habe sie gesehen gegen die USA. Ich glaube, gegen die Türken haben sie über 30 Schüsse zugelassen.
Das war ja ein Phänomen, dass der Ball da nicht reingegangen ist, dass die Türkei da wirklich ausgeschieden ist. Und ich glaube tatsächlich, selbst wenn die deutsche Mannschaft nicht bei 100, sondern nur bei 99 Prozent ist, dann reicht es gegen Paraguay. Die einzige Stärke, die sie haben, die haben wir vorhin auch schon gehört, die brennen natürlich alle bei 120 Prozent. Aber normalerweise sollte die Qualität reichen. Wir haben in der WM-Quali in 18 Spielen nur 10 Gegentore bekommen.
Und nur 6 aus dem Spiel. Wir haben Argentinien geschlagen und Brasilien geschlagen. Also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und 99 Prozent werden nicht reichen. So. 100 Prozent Vollgas. Also was machen wir jetzt? Ich glaube nicht auf die leichte Schulter nehmen. Da müssten wir mal kurz drei Euro von dir einfordern, wenn wir dürfen.
Vielen Dank. Vielen Dank. Was ist euer Eindruck, wenn ihr diese Gruppe wahrnehmt in Amerika? Ist das eine Mannschaft, wo das Wir-Gefühl herrscht? Mein Eindruck ist ja. Wie seht ihr das? Also unsere Nationalmannschaft? Oder nehmt ihr da irgendwelche. Strömungen wahr, die diesen Eindruck obsolet machen?
Also ich nehme deutlich wahr, dass du die Charaktere hast, die da ein Wir-Gefühl schaffen können. Allen voran natürlich Dennis Undorf, der immer für uns Spaß zu haben ist. Auch Leroy Sané, wir sehen diese Videos. Die haben alle Spaß miteinander. Das Einzige ist, wir haben anfangs darüber gesprochen, die Mentalität, die dann nicht aus diesem Wir-Gefühl heraus am Maximum ist.
Aber ich glaube, dass neben dem Platz da wirklich eine Einheit ist. Die verteidigen sich alle, keiner reitet sich rein, keiner zeigt mit dem Finger auf andere. Und wenn sie Fehler ansprechen, dann sagen sie immer wir und nicht die. Also das ist eine Grundvoraussetzung, um erfolgreich zu sein. Und wir hoffen, dass das Turnier jetzt richtig Tempo aufnimmt, was sich der deutschen Mannschaft. Und dass es morgen dann mit einem Sieg weitergeht Richtung Achtelfinale und dann kommt ja wahrscheinlich Frankreich.
Das wird dann die ultimative Herausforderung. Aber das, Stefan, ich wollte eigentlich schon die Werbung abgeben, aber ist das eigentlich eine Gefahr, dass wir alle, also wir zumindest journalistisch schon über Frankreich nachdenken, dass wir schon zu weit sind? Ja, wir können es ja machen, die Spieler sollen es nicht tun.
Also sie sollten sich schon auf das konzentrieren, was morgen ansteht und dann das große Spiel, wo du eigentlich im Endeffekt auch nur gewinnen kannst, wenn du gegen Frankreich spielen solltest. Ich hatte so gehofft, dass du sagst, wir müssen von Spiel zu Spiel denken und auch drei Euro einzahlst. Aber du bist ein cleverer Bursche, wir machen eine kurze Unterbrechung und sind gleich zurück.
Hinweise von unserem Sportweltpartner, dann mehr vom FireRox.1 WM-Doppelpass. Bis gleich. Da sind wir schon wieder zurück beim FireRox.1 WM-Doppelpass. Stefan, Vorrunde haben wir hinter uns schon über 70 Spiele. Jetzt wird es ernst. Was hast du für ein Fazit bisher, so ein Zwischenfazit? Gefällt dir die WM eigentlich?
Gibt es Dinge, die dich nerven? Gibt es Dinge, die dir besonders auffallen, positiv? Also positiv auf jeden Fall die Kleinnationen. Cap Verde, Kongo haben sich qualifiziert für das 16. Finale. Ich glaube, die haben unfassbar viele Sympathien auch gewonnen, wie sie Fußball gespielt haben. Es war nicht auf Zufall oder Glück aufgebaut, sondern wirklich auch mit einem klaren Plan. Ich glaube, das war sehr, sehr schön anzusehen.
Und dass im Endeffekt die Top-Favoriten wie Frankreich oder wie Argentinien, schon die Stärke gezeigt haben in diesem Turnier. Ich finde, die Spiele nachts natürlich, da stehe ich jetzt nicht auf, da bin ich ehrlich, da gucke ich mir morgens die Zusammenfassung an beim schönen Kaffee. Und das, was auch Schönes ist, dass Deutschland noch drin ist.
Wir haben Norman Solider gebeten, auch mal so ein bisschen Tops und Flops rauszusuchen und er hat, wie immer schöne Dinge gefunden, was uns und ihn auch begeistert, die Fans der verschiedenen Nationen sind sehr beeindruckt. Die Stimmung bei den Norwegern ist schon mal top. Wer gemeint hat, das wird eine müde WM-Veranstaltung, der darf getrost schon mal ein bisschen zurückrudern.
Denn die, die etwas zu feiern haben, tun es auch bei dieser WM. Zum Beispiel die Argentinier, die eine neue Krönung durchführen. Denn der alte König ist, Stand jetzt, auch der neue. Lionel Messi ist top, trifft wie er will und entzückt die gesamte Fußballwelt. In der Fußballwelt, sogar in Bangladesch und überall.
Ich bin überglücklich und es ist einfach großartig, dass er Argentinier ist. Messi, unglaublich. Wie er gespielt hat, war wirklich überragend. Er ist ein echter Champion. Und WM-Torschützenkönig könnte er auch noch werden. Und wenn sie es nicht schon längst getan hätten, müssten sie für Messi ein Denkmal enthüllen.
Ein echter Stimmungskiller, die sogenannte Hydration Break oder Trinkpause oder einfach die schlechteste Ausrede, um eine extra Werbung während des Spiels unterzubringen. Eigentlich nur auszuhalten mit witziger KI-Animation oder wenn du Trainer bist und gleichzeitig Kettenraucher. Insgesamt ist die vorgeschriebene Flüssigkeitsaufnahme aber eher überflüssig.
Vom vermeintlichen Flop zum Top. Diesen Spagat hat Cristiano Ronaldo geschafft. Im ersten Spiel noch etwas unauffällig. Doch dann beweist CR7, dass man ihn immer noch zurecht in den Himmel hebt. Ich bin 23 Jahre Profifußballer. Solange es gut läuft, wird Cristiano gefeiert. Wenn es schief geht, wird er als Rentner bezeichnet. Cristiano kommt aber immer wieder.
Zurück ist auch Neymar. Er hat es immerhin wieder auf den Platz geschafft. Wie immer darf man ihn natürlich dort nicht zu hart anpacken. Top oder Flop, das steht bei ihm noch nicht fest. Die deutsche Mannschaft kämpft noch um ihren Top-Status, immerhin, es gibt bei diesem Turnier im ganzen Kader keinen einzigen Stinkstiefel und die Fans sind sowieso top, hier in voller Aktion am New Yorker Times Square.
Dort wird auch nach dem Finale wieder gefeiert und für den Fall, dass der deutsche WM-Traum vorher platzt, haben die Fans es vorsichtshalber jetzt schon getan. Also stimmungsmäßig ist die WM schon ganz gut, ne? Ja, definitiv. Es gibt richtig viele schöne Fangeschichten. Ich denke auch gerne an die Japaner, die nach jedem Spiel fein säuberlich gemeinsam durchs Stadion laufen und alles blitzeblank hinterlassen.
Das ist wunderbar. Die Norweger, die rudern, also wirklich schöne Fangeschichten. Und eigentlich die Superstars, die großen Namen des Sports funktionieren, bis auf Neymar, der jetzt nur einen Kurzeinsatz hatte, alle gut. Und Messi mit sechs Toren ist natürlich schon brutal. Liefern alle ab, ja. Und das wollte sich Cristiano wahrscheinlich nicht, da wollte er mit dazukommen.
Das hat er im zweiten Spiel dann eindrucksvoll bewiesen. Und auch Harry Kane hat gestern im dritten Gruppenspiel wieder ein Tor gemacht. Auch er, Engländer sowieso. Auch natürlich da sind die Fans stark, aber da ist auch die Truppe gut oder wie siehst du das? Ja, definitiv, gegen Kroatien haben sie ganz stark gespielt, besonders in der zweiten Halbzeit.
Im zweiten Spiel gegen Ghana. Die haben überragend verteidigt. Auch Ghana hat gestern gegen Kroatien, als sie das erste Tor bekommen haben, auch wieder gezeigt, was sie können, haben dann ein bisschen höher attackiert, vorne drauf gepresst, um einen höheren Ballgewinn zu haben. Machen dann den Ausgleich und Kroatien macht dann letztendlich nochmal nach einem Standard nach einer Ecke das 2-1. Aber es gibt so viele geile Länder, die Spaß machen gerade und das ist echt schön zu sehen.
Also ist das, und das ist ja die Frage, die sich viele gestellt haben, wir haben ja gesagt, Mensch, noch mehr Nationen, noch mehr Spiele, hat sich das eigentlich als so negativ herausgestellt oder ist das, positiv zu bewerten im Nachhinein? Wie siehst du es denn? Ich meine, klar, diese Cup-Werden und solche Länder, die wären ja sonst niemals dabei gewesen und die haben ja eine WM bereichert.
Also ist das positiv oder eher? Absolut, das haben wir ja auch in den letzten Jahren schon gesehen, bei Ländern, die dann selten oder das erste Mal dabei sind, Island, Nordirland bei Europameisterschaften, die haben das Turnier bereichert, selbst Curaçao danach, das war nett anzusehen. Irgendwann ist natürlich die Grenze erreicht, im Endeffekt ist es jetzt für jede Mannschaft, wenn sie dann zum Titel einspielen, ich denke, das geht noch, aber irgendwann ist die Grenze erreicht, aber man sieht, es kommt immer noch nicht jeder durch, Italien hat es trotzdem nicht geschafft. Aber, der musste sein.
Aber 48, du hast jetzt gesagt, jetzt schon über 70 Spiele. Also irgendwann ist das nochmal gut. Stefan, wir haben fast einen Toreschnitt von drei, nicht ganz. Wie ist die Qualität? Wie gut sind die Spiele? Sehen wir Dinge, die dich auch als Fußballfeinschmecker begeistern? Oder ist das einfach mehr so ein Stimmungsthema? Ich glaube, die Top-Teams wie Frankreich, wie auch Marokko oder Argentinien, die spielen einen herausragenden Fußball.
Ich glaube, dass die kleinen Nationen uns auch gezeigt haben, dass sie Fußball spielen können, was früher vor 10 oder 20 Jahren eher so ein bisschen wirklich auf Zufall und Glück aufgebaut wurde. Die haben eine richtig gute Spielanlage. Und ich glaube, dass du auch wie so ein Land Japan mittlerweile so ein Fußball spielt, die man sich wunderbar wirklich angucken kann, wo ich wirklich gesagt habe, wow, ich bin ein bisschen Fan auch von Japan, weil die eine überragende Spielanlage haben.
Das sind so Dinge, die ich dann feiere in so einem Turnier. Nun ist diese WM in drei Ländern, in Mexiko, in den USA und Kanada, die nächste in sechs Ländern. Drei Kontinenten. Ja, ja, genau. Da haben wir ein paar Spiele in Südamerika und dann ist es Marokko, Spanien, Portugal. Also das wird dann nochmal was anderes, aber da sprechen wir vielleicht dann.
Und dann ist der Weg natürlich frei für 2034 Saudi-Arabien. Das steckt ja dahinter. Ja, sag mal die amerikanischen Stadien, da gab es am Anfang relativ früh so ein paar Kritikpunkte, es wirkt nicht wie Fußballstadien, aber es sind schon beeindruckende Dinger dabei. Wenn man gerade zum Beispiel dieses Stadion hier, das teuerste Sportstadion der Welt, SoFi Stadium in Los Angeles, wenn man das so sieht, das ist schon beeindruckend, was wir da auch für Größen haben, wie viele Zuschauer teilweise Platz finden.
Absolut. Das sind traumhaft schöne Stadien. Zumindest vom Fernseher wirkt das so. Und vor allem auch, du kannst zum Teil die Dächer zumachen, dann hast du da klimatisiert. Also die Hydration Breaks ergeben dann nicht mehr ganz so viel Sinn, außer dass du viel Geld verdienen willst. Mich stört eher die Ticketpreise.
Das ganze Event wird für mich einfach viel zu teuer, weil die FIFA nicht mehr versteht, dass dieses Spiel ja hauptsächlich eben auch von den Fans lebt und, die vor allem Stimmung machen, die können es sich nicht leisten und es werden eigentlich nur noch die Haupttribünen-Zuschauer. Praktisch in dieses Stadion kommen und das finde ich schade, weil ob du jetzt 11 Milliarden Gewinn machst oder halt dann nur 8 Milliarden, das sollte der FIFA dann eigentlich auch es wert sein, dass jeder Fan eben auch die realistische Chance hat, ins Stadion zu kommen.
Also wir wollten ja auch nochmal über diese Hydration Break so ein bisschen sprechen. Jürgen Klopp hat gesagt, ich als Trainer würde sagen, das ist eine gute Sache, da kann ich nochmal Einfluss nehmen. Ich brauche nicht so lange eigentlich, dauert das natürlich keine drei Minuten, irgendwie gerade den Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen.
Aber es ist eine Möglichkeit als Trainer wirklich nochmal zu coachen in der Mitte jeder Halbzeit. Darüber sprechen wir gleich, aber ohne die Vorlage von Ruth geht das auf gar keinen Fall. Ich gebe euch die Vorlage für den möglichen Torschützenkönig. Also Frankreich hat sich im letzten Gruppenspiel schon mal richtig schön warm geschossen für ein mögliches Achtelfinale gegen Deutschland.
Besser gesagt einer, nämlich Ousmane Dembélé. Der hat nämlich einen lupenreinen Hattrick in der ersten Halbzeit hingelegt. In 25 Minuten hat er gleich drei Tore erzielt. Also er hat sich jetzt somit eingereiht in die Top-Torjäger. Da haben wir ja mittlerweile Kylan Mbappé, Vinicius Junior und jetzt er mit vier Toren.
Messi ist noch drüber mit seinen Sechstoren, Harry Kane mit drei. Aber das nimmt jetzt alles schön Fahrt auf. Das erste Mal, dass übrigens oder das letzte Mal, dass so ein Headtrick gelungen ist bei einer WM, war auch, wir hatten 1994 oft in der Sendung heute. Das war auch vor 32 Jahren einmal möglich. Da haben wir Kilian Mbappé jetzt ein bisschen genauer gerade gesehen.
Der Mann, der ja 2022 den goldenen Schuh geholt hat mit damals acht WM-Toren. Ich finde, es ist sehr realistisch, dass das in diesem Jahr übertrumpft wird, so wie das momentan schon aussieht, wenn Messi jetzt schon sechs Tore hat. Und ja, wir können davon ausgehen, dass eventuell der diesjährige Torschützenkönig auch wieder aus Frankreich kommt. Mal sehen. Vielen Dank, Ruth.
Was glaubst du denn, wer sich den goldenen Schuh holt? Messi liegt vorne mit sechs Treffern. Und das. Sehr gut. Vielen, Dank. Messi ist schon beeindruckend, also in seinem Alter, was der da performt, ist einfach nur Weltklasse. Der weiß, ja, er geht teilweise spazieren, wartet und guckt, aber, im richtigen Moment zündet der und ist an fast jeder Offensivaktion dann letztendlich auch beteiligt und das ist einfach nur stark.
Das ist wirklich beeindruckend und dementsprechend hat sich, wenn du Dennis Undab schon ansprichst, er auch auf der Pressekonferenz geäußert, wie das für ihn ist, da auf der Liste sich wiederzufinden zwischen diesen Namen. Für mich ist es krass, auf der Liste zu sein mit den größten Stars, die wir im Fußball haben.
Und ja, wer mir da einfällt, ist Messi. Ich glaube, ist mein Lieblingsspieler, ist der Messspieler aller Zeiten. Und was der mit 38, 39 dann auch auf dem Platz zaubert, ist bemerkenswert. Und wie gesagt, ich genieße seine Spiele. Er läuft zwar nur noch 7 bis 8 Kilometer, aber das, was er mit dem Ball macht, ist überragend. Und ich glaube, er ist einer der einzigen Spieler auf der Welt, die das dürfen.
Lionel Messi. Markus, wir haben dich mal gebeten, so bisher, das haben wir allerdings gestern schon abgefragt, also die Spiele aus der Nacht kannst du sozusagen nicht mit reinnehmen in deine Bewertung, dein Formbarometer uns mal mitteilen, wir können es mal einblenden. Das sind die drei Teams, die du bisher am beeindruckendsten fandst.
Ja, Portugal hätte sich vielleicht noch mal ein bisschen geändert nach dem 0 zu 0 aus der Nacht, aber Frankreich und Argentinien. Oder stehst du ganz generell dazu, dass das die besten Mannschaften bisher waren? Ja, Portugal muss ich ein bisschen in Klammern setzen. Mir gefällt einfach die Zusammenstellung der Mannschaft.
Ich finde es ein total gutes Mittelfeld. Und wenn die mal in den Flow kommen, was wir uns alle für die deutsche Mannschaft auch erhoffen, dann glaube ich, kann es für die auch richtig weit gehen. Aber klar, Frankreich und Argentinien sind die zwei Nationen, die bis jetzt herausragen. Und Maik hat eine andere Gruppe ganz oben.
Du hast gesagt, für dich war Mexiko bisher am beeindruckendsten. Erklär uns das ein bisschen. Klar, die sind richtig gut durchmarschiert, keine Frage. Absolut. Null Gegentore. Brutal stabil hinten. Die beiden EVs sind Maschinen. Innenverteidiger, ja. Die beiden EVs, ich weiß gerade nicht, wie die heißen, aber das sind Maschinen.
Und nach vorne hin, gerade beim 3-0, haben die unfassbaren Spielwitz entwickelt mit Positionswechseln, mit Kombinationsfußball und haben echt schöne Tore erzielt. Und das hat mich beeindruckt. Von daher, null Tore, null Gegentore, souverän Gruppenerster geworden. Für mich die Überraschung der WM. Haben natürlich nur zu Hause gespielt, muss man auch sagen, ist sicherlich ein großer Vorteil.
Stefan, du hast ja mehrfach schon Marokko genannt. Würden die bei dir auf so einer Liste landen? Also ich gehe klar mit Frankreich, Argentinien, dann würde ich Marokko mit reinnehmen und Japan. Japan? Ja. Weil Usushi so gerne isst? Oder glaubst du wirklich, dass die im Turnier weit kommen? Ja, glaube ich. Sie treten natürlich jetzt an gegen Brasilien im 16.
Finale. Also es ist ein absolutes Highlight-Spiel in meinen Augen. Aber nochmal, diese ganze Spielanlage, wie sie auch Fußball spielen. Ich glaube, keine Nation will gegen Japan spielen. Jetzt trifft das Brasilien. Und ich glaube, wenn sie die knacken, dann werden sie auf weit kommen. Diese Tatsache, dass ihr jetzt England nicht drin habt, du gerade im englischen Fußball ja sehr zugetan, weil du auch lange da gespielt hast, wie nah sind die dran an deinen Top 3?
Die spielen definitiv eine Rolle. Also ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die sehr, sehr weit kommen können. Sie haben individuelle Qualität. Und das ist, Thomas Tuchel hat, glaube ich, die 94er-Doku auch angeschaut. Er hat auch eine Gruppe zusammengestellt, der hat auch den ein oder anderen namhaften Spieler zu Hause gelassen, weil er einfach sagt, okay, das sind so meine 15, 16 Mann, die brauche ich und der Rest muss einfach gut sein für die Qualität, aber eben auch für die Stimmung.
Und ich kann mir sehr, sehr gut vorstellen, dass es bei den Engländern weit geht. Also ich habe einen großen Favoriten und dann kommt länger erstmal nichts mehr und das ist einfach Frankreich. Wenn man sich da diese Offensivreihen anguckt mit Mbappé, mit Dembélé, mit Due, mit Ulisse, das ist vielleicht die beste Offensive, die es jemals in einer Nationalmannschaft gab.
Und da sprichst du noch gar nicht von Bacola und von Scherki. Also Frankreich, wenn die da vorne aufdrehen, dann wird es sehr, sehr ungemütlich. Wir können ja mal, das ist ein Hinweis an die Regie, mal diesen Turnierbaum mal zeigen. Wir haben das mal aufgemalt mit den Flaggen. Wir werden es erstmal hier hinten jetzt sehen.
Also Frankreich ist dann. Wahrscheinlich unser nächster Gegner. wenn Sie Schweden schlagen, also wir stehen oben. Wenn wir auf der anderen Seite schauen, dann sehen wir eben die Brasilianer oben gegen Japan und die Engländer, die da noch drin sind, die dann irgendwo treffen. Eigentlich der untere Bereich rechts unten mit Argentinien ist fast am leichtesten, oder?
Da durchzukommen Richtung Halbfinale, Mike. Scheint so. Ja. Aber ich sage auch ganz ehrlich, ich spiele lieber gegen Marokko im Viertelfinale, anstatt gegen Schweiz. Oder wer ist es auf der anderen Seite? Ein südamerikanisches Land, wo du vielleicht wieder Favorit bist, die sich hinten reinstellen, wo es auch schwer wird.
Also ich nehme da lieber Frankreich, Marokko, weil wenn du dann Weltmeister wirst, hast du es auch absolut verdient. Stefan, inwiefern kannst du als Spieler ausblenden, dir das zu sehr reinzuziehen, was, wie, wo kommt, wer dann kommt? Ich weiß, 94 damals haben mir Leute gesagt, wir waren eigentlich schon längst drüber hinaus über Bulgarien.
Wir waren schon im Halbfinale gegen Italien und haben das im Kopf gehabt. Wie wichtig ist es wirklich, im Moment zu bleiben? Ja, alles entscheidend. Und das wird Nagelsmann den Jungs auch jeden Tag einimpfen. Wir konzentrieren uns nur auf Paraguay. Und was danach kommt, besprechen wir dann nach dem Spiel, wenn wir weiterkommen sollten.
Ich glaube, das wären Ablenkungen und Träumereien. Das findet bei den Spielern aber auch so in dem Sinne nicht statt. Die konzentrieren sich wirklich nur auf das, was Paraguay jetzt anbietet. Stärken, Schwächen. Und dann gehen wir zum nächsten Teil. Eine Sache noch zum Turnierbaum. Wir haben heute Morgen darüber gesprochen.
Und ich finde es ganz interessant, dadurch, dass Portugal in der Gruppe jetzt Zweiter geworden ist hinter Kolumbien, sind sie auf der anderen Seite und wir haben dadurch theoretisch die Möglichkeit, Finale Ronaldo gegen Messi. Das wäre doch eigentlich nochmal eine Geschichte, oder? Ja, das wäre... Wäre würdig, ja. Wäre würdig. Wäre ganz nice, ja. Aber da müssen sie natürlich auch eine Weile noch durchhalten.
Die Argentinier haben ja schon gesagt, kam es leichter. Portugal, ich habe jetzt den Turnierbaum nicht im Kopf. Wie es da weitergehen würde, müssten wir dann nochmal genau drauf schauen. Aber Spanien ist natürlich schon auch nochmal ein echtes Brett dann wahrscheinlich, ne? Definitiv. Wobei, da müsste man sich mal mit den Kollegen aus Cap Verde unterhalten.
Die haben sie ganz gut im Griff gehabt. Aber grundsätzlich ist das natürlich ganz viel Qualität. Wir machen noch mal eine kurze Unterbrechung, meine Damen und Herren, Sie sind gleich zurück, sprechen dann noch mal mit unserem Reporter vor Ort, wollen auch noch mal so ein bisschen, abfragen, wie es jetzt weitergeht in den Stunden bis zum Spiel, morgen Abend, was da alles noch ansteht, wann die Mannschaft nach Boston reist und Sie haben jetzt die Chance zu gewinnen und zwar nicht wenig.
Ich drücke Ihnen die Daumen und gleich geht es weiter im Firehawks.1 WM Doppelpass. Moment Geduld. Willkommen. Zurück in Hilton. Und Holger, ich habe es vorhin schon mal erwähnt, Hydration Break setzt sich mehr durch. Klopp sagt, Mensch, für uns Trainer ist das hilfreich. Die Idee gibt es schon lange, ne?
Ja, genau. Da gibt es eine lustige Anekdote. Ich betreue so ein bisschen das größte Public Viewing in Deutschland, in Herthen, und habe da so Talks organisiert. Und da saß letzte Woche Alexander Jobs, inzwischen Fortuna Düsseldorf, war lange bei der FIFA. Und er sagte, zum ersten Mal kam das Thema dort 2009 auf.
Und es kam aber nicht von den Verbänden oder von den Trainern oder von der FIFA selbst, sondern von einem Getränkehersteller, der Sponsor war. Der wollte unbedingt diese Hydration Break. Und das war der Anfang der ganzen Diskussion, wo wir jetzt rausgekommen sind. Ich glaube, die Trainer haben sich inzwischen gut mit arrangiert. Gerade wir haben auch von profitiert gegen Curaçao.
Wir sind auch hier froh, dass wir die eine oder andere Pause bei euch haben. Aber die Motivation ist eben eine fragwürdige gewesen. Glaubst du, dass sich das durchsetzen? Die Bundesliga hat ja bisher gesagt, nee, wir machen das nicht. Aber ist das was, was sich möglicherweise durchsetzen wird, dass wir Fußball eher dann in vier Vierteln spielen als in zwei Hälften?
Ja, das wird kommen, bin ich überzeugt davon. Ich glaube nicht in der Bundesliga, dafür werden die Tennisbälle sorgen. Aber das wird sich durchsetzen, weil das einfach eine Einnahmequelle ist, die nicht zu unterschätzen ist. Und dementsprechend gehe ich schwer davon aus, dass sich das etablieren wird.
Wir wollten nochmal nach New York schalten zu unserem Reporter Stefan Kumberger. Es ist ein bisschen umgezogen, hat man mir gesagt. Ein paar Ecken weiter. 23. Straße, Ecke Lexington. Wer hätte es nicht erkannt hinter dir, wo du genau stehst. Gumbi, schön, dass du noch da bist. Ich hoffe, der Kaffee und das Bagel hat geschmeckt. Sag mal, ihr seid in New York geblieben nach dem Spiel gegen Ecuador, weil es wenig Sinn gemacht hätte, nach Winston-Salem zurückzureisen.
Es war eh medienfrei der eine Tag. Jetzt geht es nach Boston für euch zum Spiel der deutschen Mannschaft. Wie ist der Zeitplan der Truppe denn selbst? Ja, also da geht es heute dann tatsächlich nach Boston. Für uns geht es auch dahin, allerdings mit dem Auto. Ich habe gerade schon Koffer gepackt, weil ihr gerade von der Hydration Break gesprochen habt.
Gestern waren wir eben bei England gegen Panama und da hat die Hydration Break dazu geführt, dass die Stimmung nochmal besser geworden ist. Da haben dann 80.000 Leute Living on a Prayer gesungen. Also das ist vielleicht auch so ein Faktor, den sich die FIFA da erhofft hat. Da ist die Stimmung nochmal hochgekocht.
Mal schauen, wie es im Posten dann läuft. Wir haben ja, Stefan, die Diskussion über den amerikanischen Rasen schon gehabt. In New York hat das Julian Nagelsmann nochmal gesagt, auch die Franzosen haben sich beschwert, in Anführungszeichen, haben gesagt, es ist schon anders, ist drunter eigentlich eher eine Betonplatte, der Ball springt anders.
Wie lange dauert das, bis man sich wirklich anpasst? Oder, anders gefragt, ist das eigentlich eine Ausrede, dass der Rasen anders ist? Nein, Ausrede ist es nicht. Das ist mit Sicherheit für uns Europäer. Wir müssen uns ja schon extrem anpassen, vor allen Dingen, weil du ja in dem Turnier in Amerika auch verschiedene Wetterverhältnisse hast.
Also wenn du oben im Norden bist, so wie in Boston oder unten in Miami spielst, da liegen natürlich Welten zwischen. Also es ist nicht einfach für die Spieler, weil sie einfach eine andere Unterlage gewohnt sind, vor allen Dingen hier in Europa. Stefan, wie erwartest du die Aufstellung der deutschen Mannschaft?
Du hast es vorhin schon so ein bisschen angedeutet, großer Umbau wahrscheinlich nicht. Was für Signale erhältst du? Also ich gehe tatsächlich davon aus, dass der Bundestrainer weiter an seiner Grundaufstellung festhält, dass er weiterhin mit Joshua Kimmich auf der rechten Außenverteidigerposition plant.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir die Startaufstellung sehen werden, die wir gegen Curaçao gesehen haben, weil ja Nene Brown zurückkehrt, außer mit der Tatsache, dass Antonio Rüdiger für den leider langzeitverletzten Nico Slotterbeck auftreten wird. Ein Satz von dir noch, bevor du dich dann bereit machst, gleich bei WM aktuell, wieder deine Expertise abzugeben. Die Sendung folgt ja direkt im Anschluss an den Doppelpass.
Die Unterstützung für die deutsche Mannschaft, was die Fans angeht. Wie hast du die bisher wahrgenommen? Wie groß ist die und was erwartest du da in Boston? Also in Houston war es zweigeteilt. In Toronto gegen die Elfenbeinküste war Deutschland eindeutig im Vorteil. Und zwar nicht nur von aus Deutschland angereisten Fans, sondern auch von internationalen Fans, die eben den Deutschen die Daumen brücken.
Und gegen Ecuador war es eindeutig ein Auswärtsspiel. Da braucht man gar nicht drum herum reden. Vielleicht hat das auch dazu geführt, dass sich die Mannschaft da nicht wirklich wehren konnte. In Boston darf man wieder eher von einer 50-50-Nummer ausgehen. Viele Paraguayos haben ja nicht den ganz langen Weg.
Und es gibt natürlich auch viele Einwanderer, die ihre Wurzeln in Paraguay haben, die sich das Spiel auch nicht entgehen lassen wollen. Da kommt es aber natürlich auch ein bisschen auf die Reiseplanung an. Also beide Mannschaften bzw. Die Paraguayos wussten ja nicht so lange vorher, gegen wen sie spielen und wo sie spielen. Da hat es die Deutschen ein bisschen einfacher, weil ja frühzeitig feststand, dass man Erster in der Gruppenphase geworden ist und dann eben das 16. Finale morgen in Boston bestreiten wird.
Also Stefan, dann vielen Dank wie immer für deine Zeit. Koffer sind gepackt, fahrt vorsichtig rüber und dann viel Vergnügen. Und hoffentlich erlebt ihr, wie wir, wir erleben es vorm Fernseher hier in Europa, einen Sieg der deutschen Mannschaft. Stefan Kumberger, vielen, vielen Dank. Und gleich, wie gesagt, wer noch mehr wissen will rund um die deutsche Mannschaft.
Gebt es Ihnen und die Kollegen bei WM aktuell. Wir haben Sie ja gefragt, haben Sie Sorge, dass wir vielleicht gegen Paraguay jetzt nach dem Rückschlag gegen Ecuador auch schon zittern müssen und das haben Sie uns am Dopafon hinterlassen. Im Achtelfinale jetzt einfach mal überzeugend gewinnen. Gegen Paraguay wird sich zeigen, ob Nagelsmann ein Problemlöser ist oder nur jemand, der Probleme besonders gut und ausführlich erklären kann.
Also normalerweise würde ich sagen, gegen Paraguay müsste man gar nicht zittern. Aber dieser Auftritt gegen Ecuador war wirklich nicht gut. Da hat die Einstellung einfach nicht gestimmt. Und solange Julian Nagelsmann an den formschwachen Bayern wie Musiala und Pavlovich festhält und Florian Wirtz nicht auf die Zehen zieht, wird es, glaube ich, gegen jeden weiteren Gegner bei der WM schwer.
Ich denke, für Paraguay kann es noch reichen, aber dann ist es definitiv gegen Frankreich leider vorbei. Wenn die deutsche Nationalmannschaft keinen Druck hat, punkten zu müssen, kommen immer solche Spiele raus. Es kann jeder mal einen Fehler machen, auch Deutschland. Wir kommen weiter. Also Grundtenor würde ich mal sagen, skeptischer Optimismus, wie wir Deutschen das halt so machen. Jetzt einen Spot und dann sind wir gleich zurück. Nicht mal 15 Sekunden, dann geht es hier weiter.
Da sind wir wieder beim FireRox.1 WM-Doppelfass. Rot hat Platz genommen, hat Spenden gesammelt und Hinweise und legt los, oder? Ich habe die Spenden für euch dabei. Erst grüßen Olli und Markus vom Schalke-Fanklub Königsblau-Rehmagen. Dann Bayern München-Fanklub Bayern Kings, Seltas-Taunus. FV 1911 Hofheim-Ried.
Urologisch-Gynäkologische Praxis Dr. Scha Tettnang. Bayern-Burm-Beltheim. Oh, die sind lautstark vertreten. Grip Eleven Football. Konstanze und Uwe Petschik. David und Michael aus Kamm. Familie Thomas Jauer aus Ehingen. Zündi und Pascal, SV Tambach, SV Urania grüßt Lothar und Dirk aus Dortmund, Neupotzpfalz Mittwochsradler, Sven Berger, dann gab's Geld vom baldigen Ehepaar Schad Schwab, Hangoverparty Mertingen und die Bierkegel Darts Lacrosse-Freunde aus Mertingen, also Mertingen ist stark vertreten, und die Brüder Kramm. Herzlichen Dank für alle Spenden.
Vielen Dank. So, wie geht's aus morgen? Wie geht's aus morgen? Prosit, Ihnen zu Hause, Prost euch, danke für den Besuch, hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben in der kommenden Woche wieder einen Doppelpass, der ist unter anderem Marcel Jansen hier bei uns zu Gast und jetzt WM aktuell. Wir sagen Prosit vom Doppelpass, machen Sie es gut und sehen uns nächste Woche wieder. Tschüss und auf Wiedersehen.