
Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 250
SPORT1 Doppelpass vom 17.05.2026 mit Oliver Kahn, Neven Subotic & Stefan Effenberg
Sonntag, 17. Mai 2026 · 1 h 53
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Shownotes
Für alle, die den SPORT1 Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Oliver Kahn (Welttorhüter, Fußballexperte, Speaker, Stifter, Unternehmer und Manager), Neven Subotic (2-mal Deutscher Meister/ 2012 DFB-Pokalsieger / 2013 Champions-League-Finalist mit Borussia Dortmund), Tobias Holtkamp (Kolumnist und Podcaster), Walter M. Straten (stellv. BILD-Chefredakteur Sport) sowie der SPORT1-Experte Stefan Effenberg.
📌 Die Stiftung von Neven Subotic: well:fair (wellfair.ngo)
📌 Die Stiftung von Oliver Kahn: Oliver Kahn-Stiftung (ok-stiftung.de)
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Kein Dementi vom Bundestrainer. Manuel Neuers Rückkehr ins DFB-Tor überlagert Bayerns Meisterfeier. Jubel beim VfB Stuttgart. Sebastian Hoeneß schreibt eine weitere Erfolgsgeschichte und erreicht die Champions League. Durchatmen in Wolfsburg. Dieter Hecking und die Wölfe. Wir haben viel, viel zu besprechen, weil da ein Thema plötzlich auch noch mal hochkam, nämlich das mögliche Comeback von Manuel Neuer im DFB-Tor als Nummer 1 für die WM.
Wir haben einen Gast, mit dem kann man das hervorragend besprechen. Ich freue mich sehr auf den Torwart Titan. Manuel Neuer, plötzlich wieder ein Thema. Wie stehst du dazu? Jetzt komme ich einmal. Einmal im Jahr und dann haben wir so ein Thema. Das ist doch gut. Wunderbar, passt natürlich perfekt. Du bringst eine gewisse Expertise mit für dieses Thema. Genau, deswegen passt das perfekt.
Aber bist du dir so sicher, dass er zurückkehrt, wie wir das so lesen und auch selbst berichten? Nö, ich wäre da jetzt erst mal sehr vorsichtig. Also bis jetzt hat ja keiner irgendetwas gesagt. Soweit ich weiß, ist Manuel irgendwann mal ja auch zurückgetreten. Und auch Julian Nagelsmann hat jetzt sich dazu nicht geäußert. Also bin mal gespannt.
Ja, ich auch. Aber wir werden trotzdem darüber sprechen, was das bedeuten würde, wenn er zurückkehrt. Was das auch für Oliver Baumann bedeuten würde. Und was das überhaupt vielleicht dann verändert in dieser Nationalmannschaft für die WM. Wir sind sehr froh, dass du heute da bist, um mit uns zu diskutieren in folgender Runde.
Und damit bin ich bei unseren weiteren Gästen. Ich freue mich sehr auf die unter anderem BVB-Legende. Unter anderem natürlich auch mit Stefan im Stadion, 25 Jahre nach dem Champions-League-Titel. Das ist ein bisschen wehgetan wahrscheinlich den aktuellen Spielern, dass sie eben den Champions-League-Pokal da vor der Nase rumwedelt, oder?
Ja, also ich sage dir auch ganz ehrlich, das hätte mir auch ein bisschen gestunken, wenn ich aktiver Spieler gewesen wäre. Jetzt sind wir gerade ausgeschieden, jetzt kommt jeder mit dem Champions-League-Pokal auf den Rasen. Aber es hätte mich auch auf eine gewisse Weise motiviert. Und so soll das ja auch in dem Klub sein, das heißt, die eine Generation macht es meistens vor und die anderen folgen dann hoffentlich.
Motivation für die Zukunft, 25 Jahre verrückt ist das schon her, dass ihr gemeinsam die. Und jetzt kommen wir wieder zu Manuel Neuer. Und damit zu meiner lieben Kollegin Ruth Hofmann. Wir haben es ja schon oft gehabt, dass wir über seine Rolle in der Nationalmannschaft diskutieren. Jetzt nimmt das Ganze wieder ein bisschen Fahrt auf.
Erst mal herzlich willkommen. Schönen guten Morgen, Ruth. Und du hast die Frage der Woche. Einen wunderschönen guten Morgen auch von meiner Seite. Ja, so ist es. Wie immer, Sie sind das gewohnt. Bei mir gibt es die Frage der Woche. Und meine Neuer ist ja auch schon eine aktive Legende. Und ja, wir haben es immer mal wieder hier in der Sendung besprochen, ein mögliches WM-Comeback.
Und jetzt, rund vier Wochen vor dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft, ist es heißer denn je. Also, es sickert durch, er soll wohl die Nummer eins werden im deutschen Tor. Auch wenn wir natürlich alle ganz aufmerksam gelauscht haben, gestern dem Bundestrainer Julian Nagelsmann im Sportstudio. Was sagt er dazu?
Er hat nichts rausgelassen, hat sich nicht in die Karten schauen lassen. Es wird immer erst der Spieler informiert und das hat noch nicht stattgefunden, aber er hat eben auch nicht dementiert. Und demnach wollen wir von Ihnen wissen, was würden Sie von dieser Entscheidung halten? Sagen Sie, Manuel Neuer ist unser bester deutscher Torhüter und es ist gut, wenn er dabei wäre.
Oder sagen Sie, Olli Baumann hat es wirklich verdient, er hat sich so reingehängt, ihm wurde es ja eben auch in Aussicht gestellt, dass er die Nummer 1 ist. Jetzt soll er es auch sein. 01379 011 011. Danke fürs Mitmachen. Ich bin sehr gespannt, wie da das Meinungsbild ausfällt bei unseren Zuschauern Walter.
Ihr seid ja bekanntermaßen immer gut informiert bei der BILD. Was ist dein Stand? Ist das eigentlich ausgemacht, dass er zurückkehrt? Also wir waren nicht ganz so forsch wie die Kollegen von Sky. Wir haben seit Freitag auch den Stand, dass er zurückkommen soll als Nummer eins. Da war die Quellenlage aber noch nicht so eindeutig. Jetzt hat Sky quasi als Fakt verkündet, wir gehen auch davon aus, dass es so ist.
Ja, bin mal gespannt. Also unser Stand ist von heute Morgen, dass Oliver Baumann auch bisher immer noch nicht informiert ist. Also auch die Zeit vom Sportstudio gestern bis heute früh ist verstrichen, ohne dass es da eine Information für die Baumann-Seite gegeben haben soll. Wir können mal nachfragen bei unserem Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger, der auf dem Marienplatz ist, beziehungsweise auf dem Balkon, wo gleich die Meisterfeier stattfinden wird.
Und wir sagen erst mal schönen guten Morgen. Bumbi, grüß dich. Guten Morgen. Grüße vom Rathaus bei Toner und Tupac. Wie ist denn dein Kenntnisstand? Und du bist ja da nicht alleine, sondern da sind viele, viele Medienvertreter da. Was ist sozusagen die gängige Meinung? Kommt dieses Comeback oder ist das alles noch ein bisschen unsicher?
Ja, es deckt sich mit den Informationen, die auch die Kollegen von BILD haben. Manuel Neuer ist auf der Schwelle wieder die Nummer 1 der Nationalmannschaft zu werden. Aber das Ganze verzögert sich natürlich dadurch, dass er sich gestern eine kleine Blessur zugezogen hat. Gestern auf der internen Meisterfeier auf dem Münchner Nockerberg, da kam er eine Stunde später als alle anderen, weil er eben noch zur Untersuchung war, weil er sich eben noch anschauen lassen musste.
Die Ärzte kamen ein bisschen früher als er. Das wirkte für mich dann schon so, als wäre man da entspannt und es wäre keine größere Verletzung. Aber das muss man natürlich schon noch abwarten, weil einen verletzten Manuel Neuer mitzunehmen in die USA, nach Kanada und nach Mexiko, das ergibt natürlich auch keinen Sinn.
Aber es müsste ja dann schon Gespräche gegeben haben mit Nagelsmann und Neuer. Ist da irgendwas durchgesickert zu dir? Ja, davon darf man ausgehen. So was wird ja nicht von jetzt auf gleich entschieden, gerade wenn es um Manuel Neuer geht. Was natürlich alle interessiert, aber auch irritiert, ist die Tatsache, dass Julian Nagelsmann gestern einen Nichtauftritt im Sportstudio hinlegt.
Also normalerweise ist er ja jemand, der immer eine Botschaft im Gepäck hat, bei großen Interviews gerne mal einen raushaut. Das hat er gestern nicht getan, aber man wurde dann schon hellhörig, als er gesagt hat, es gab noch gar keine Gespräche. Und am Nachmittag hatte Oliver Baumann noch behauptet, er selber ein Gespräch gegeben und er sei die Nummer eins.
Also das ist alles sehr verwirrend und deswegen müssen wir eben noch abwarten. Hoffentlich nicht bis Donnerstag, wenn dann der DFB-Kader ganz, ganz offiziell feststeht. Ja, wir werden natürlich auch ein bisschen geduldig sein. So geduldig, wie wir halt sein können hier im Doppelpass, wo wir die Gerüchteküche natürlich auch immer ein bisschen besprechen.
Hinter dir sieht man, es füllt sich langsam. Was für eine Atmosphäre erwartest du gleich? wenn die Mannschaft da ist, ab 12.30 Uhr, glaube ich. Ja, tatsächlich. Also es wird wahrscheinlich ein bisschen später, weil die Mannschaft durfte noch feiern gestern auf dem Nockerberg. Da ist es auch ein bisschen später geworden, auf einer sogenannten Kakadu-Party.
Also der ganze Nockerberg war in Dschungeloptik eingekleidet. Ja, es fühlt sich so langsam, aber man muss natürlich schon sagen, in München ist das oftmals Business as usual. Da ist man solche Feierlichkeiten gewohnt und die Sicherheitsvorkehrungen sind doch ein bisschen strenger als vor 25 Jahren. Also Stefan Effenberg und Oliver Kahn werden sich erinnern.
Da gab es noch nicht so viele Abfrierungen. Da war der ganze Platz voll. Und mittlerweile ist das ein bisschen ruhiger und gediegener. Die Sicherheit geht da vor. Aber es wird natürlich gefeiert. Und vor allem wird Leon Korotzka im Mittelpunkt stehen. Der war auch gestern im Stadion schon jemand, der besonders verabschiedet wurde, der besonders gefeiert wurde. Und der darf sich darauf einstellen.
Nach seinen acht Jahren beim FC Bayern, die sehr, sehr erfolgreich waren. Stefan, danke dir für den Moment. Du bleibst natürlich für uns am Start, wir stimmen ein, holen und vielleicht erfahren wir ja auch ein bisschen was Neues. Aber wir sind, Stand jetzt, davon recht überzeugt, dass Manuel Neuer in die Nationalmannschaft zurückkehren wird.
Und aus dieser Sichtweise hat auch Norman Solider folgenden Beitrag gefertigt über Manuel Neuer. Der Bundestrainer lässt die Katze zwar offiziell nicht aus dem Sack, entschieden ist die Sache trotzdem. Manuel Neuer fährt zur WM und Manuel Neuer ist die Nummer 1 im deutschen Tor. Was monatelang bestritten wurde, ist jetzt doch wahr.
Julian Nagelsmann war manchmal maximal genervt, wenn die Medien Manuel Neuer zurück in die Nationalmannschaft singen wollten. Vor vier Wochen erklärt der Bundestrainer vermeintlich unmissverständlich. Manu ist zurückgetreten aus freien Stücken, hat es jetzt mehrfach wiederholt. Und deswegen ist es, glaube ich, gar nicht so sinnvoll, da stetig zu drüber diskutieren.
Mittlerweile hat Nagelsmann aber offensichtlich zumindest mit Neuer diskutiert. Und das Ergebnis ist eindeutig. Manuel Neuer hat seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt. Im deutschen Tor wollte der Bundestrainer ganz offensichtlich auf Neuer in seiner aktuellen Form einfach nicht verzichten. In München kann man das durchaus nachvollziehen.
Aber wenn man sieht, wie er in der Champions League agiert, dann ist das schon sehr besonders. FC Bayern ist deutscher Meister und wir haben den besten deutschen Torwart. Eine Meinung, der sich Julian Nagelsmann inzwischen wohl genauso angeschlossen hat wie dieser Bayern-Fan gestern Abend. Wir gewinnen die WM mit dir!
Für Oliver Baumann eine bittere Pille. Für die Qualifikation war er noch gut genug. Wir haben mit Oli in der Herausforderung einen guten Torwart. Doch beim WM-Turnier spielt jetzt mutmaßlich ein anderer. Auch wenn der Bundestrainer noch keinen reinen Wein einschenkt. Von mir hat keiner eine Information bekommen, auch die Spieler nicht.
Manuel Neuer weiß bestimmt schon Bescheid. Der zweimalige Trippelsieger will jetzt wohl auch zweimaliger Weltmeister werden. Da fragen wir einen, der es wissen muss. Ist Manuel Neuer die richtige Nummer 1 im deutschen Tor? Herr Kahn? Wie würdest du das entscheiden? Ich glaube, zunächst muss man ja mal überlegen, warum ist denn jetzt überhaupt diese Situation entstanden?
Was genau ist denn jetzt in den letzten Wochen, vielleicht auch Monaten passiert? Ich glaube, es war ja eigentlich immer relativ klar, dass Oliver Baumann die Nummer eins im deutschen Tor sein wird. Dann, und das habe ich auch mal im Zuge dieser ganzen Geschichte gesagt, es ist immer ein schwieriger Moment für einen Torwart, wenn du dann wirklich, Du spürst, du bist jetzt die Nummer 1. Du bist jetzt derjenige, der seine Position verteidigen muss.
Und du bist jetzt nicht mehr der Angreifer. Und das macht immer ein bisschen was mit einem. Hast du das gesehen bei ihm, dass das was gemacht hat? Ja, das war bei mir auch nicht anders. In dem Moment, ich habe ja auch drei, vier Jahre warten müssen und mich ranarbeiten müssen, um die Nummer 1 zu werden.
Jetzt bist du die Nummer 1 und jetzt spürst du auf einmal, jetzt schaut jeder auf dich. Jetzt muss der, wie ich gesagt habe, Position verteidigen. Und ab diesem Punkt muss man schon sagen, waren die Leistungen nicht mehr ganz so solide und auch nicht mehr ganz so konstant, wie Baumann sie vor der Situation gezeigt hat.
Und das, glaube ich, hat dann dazu geführt, auch parallel mit den Leistungen von Manuel in der Champions League, dass sich Julian Nagelsmann wahrscheinlich wieder seine Gedanken gemacht hat. Nur ich wäre immer vorsichtig. Bisher hat er sich ja noch nicht geäußert. Also ich glaube ganz 100 Prozent, da wäre ich vorsichtig.
Wenn du nur die Leistung der beiden beurteilen müsstest, Oliver Baumann auf der einen Seite, Manuel Neuer auf der anderen Seite, über einen längeren Zeitpunkt, die ganze Saison. Wer ist für dich der Stärkere gerade? Dass beide, Oliver Baumann auch in der Nationalmannschaft, sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, sehr solide auch gespielt hat und es sich absolut verdient hätte, auch die Nummer eins zu sein.
Dass er danach, als er die Nummer eins, habe ich gesagt, ein bisschen wackeliger geworden ist, ja, das gehört einfach dazu. Bei Manuel muss man wissen, ja, auch das habe ich ja auch am eigenen Leib erfahren, als ich dann 6, 7, 38 war. Es ist möglich, punktuell hier und da immer noch Weltklasseleistungen zu bringen.
Es ist aber ganz schwierig, das im 2-3-Tagesrhythmus noch abzurufen. Einmal natürlich von der mentalen Seite, aber auch vom körperlichen. Und man weiß bei Manuel, was auch ganz normal ist in dem Alter, der Körper wird anfälliger, Der Körper braucht auch längere Zeit, um sich von Belastungen zu erholen.
Und Stefan weiß, was es bedeutet, eine Fußball-Weltmeisterschaft zu spielen. Was das für eine mentale und physische Belastung für einen Spieler ist. Und das auf allerhöchstem Niveau durchzuhalten, das würde eine gewaltige Herausforderung für Manuel werden. Stefan, würdest du, du hast immer gesagt, ich würde ihm raten, nicht.
Du hast gesagt, ich würde ihm raten, sich auf den FC Bayern. Und den WM zu konzentrieren. Würdest du es verstehen, wenn er dieser Versuchung WM erliegt? Der Bundestrainer will mich, das Land braucht mich, meine Leistung passt, ich mache das nochmal. Ich glaube, grundsätzlich eine Weltmeisterschaft zu spielen ist etwas ganz, ganz Besonderes für jeden Spieler, für jeden Torhüter, das ist ja klar.
Aber ich stehe nach wie vor zu meinem Standpunkt, was ich ja schon vor Wochen und Monaten geäußert habe, dass er diese Ruhephasen und Pausen jetzt auch braucht, um seinen Körper wieder an 100 Prozent ranzubringen. Ist die Verletzung von gestern auch so ein Zeichen? Vielleicht. Also ich glaube auch, dass es keine schwere Verletzung ist und er im Pokalfinale auch spielt.
Aber er ist halt auch anfällig und das hat man in dieser Saison auch gesehen. Mit kleineren Verletzungen und sowas brauchst du natürlich in so einem Turnier nicht. Die Torhüterposition ist eine extrem sensible Position, wo du wirklich als Trainer auch eine klare Entscheidung treffen musst. Wir haben es vielleicht mal in Frankfurt gesehen, wo immer wieder hin und her mit den Torhütern, das gibt ja keine Sicherheit.
Und ich glaube, eine Torhüterposition ist die einzige Position im Fußball, wo du dich als Trainer definitiv 100 Prozent festlegen musst. Das hat Nagelsmann Stand heute nicht getan. Und das sehe ich als Fehler. Auch Baumann gegenüber. Sollte Neuer jetzt nicht zurückkommen, was ich persönlich glaube, wird das wieder eine Delle geben für Baumann, um in dieses Turnier zu gehen.
Tobi, wenn wir gestern den Bundestrainer bei den Kollegen vom ZDF-Sportstudio gesehen haben, Jochen Breyer, sehr geschätzter Kollege, hat es wirklich versucht, aber da kam nichts von Nagelsmann. Wenn denn er mit Neuer nicht rechnen würde, wenn er ihn nicht dabei haben will, hätte er doch gestern zu Liebe seines Nummer-eins-Torhüters Olli Baumann dieses Thema abräumen müssen, oder sehe ich das falsch? Weiß ich nicht.
Er sagt ja, er möchte mit den Spielern sprechen. Und das finde ich total legitim. Also erst mal, er ist nicht dafür da, die Medien zu bedienen oder uns zu bedienen in erster Linie. In erster Linie wird Julian Nagelsmann daran gemessen, ob er ein gutes Turnier spielt, ob er eine gute Mannschaft. Aber stell dir vor, am Donnerstag wird der Kader verkündet oder ist Manuel Neuer dabei?
Was hat dann Baumann für ein Gefühl? Ja, toll. Ja gut, dann wird er das vorher aber wissen. Ich glaube nicht, dass er das erst bei der Kader... Aber er liest doch jetzt auch die Zeitung. Er hat doch die Berichterstattung jetzt auch mitgekriegt. Ja gut, aber jetzt hat Manuel Neuer halt gesagt, er kann sich's wieder vorstellen.
Die Entscheidung liegt halt nur bei Manuel Neuer im Moment. Er hat sich aus freien Stücken dazu entschieden, die zwei Jahre nicht zu spielen, weil er die Zeit für die Bayern braucht und dafür seine Kräfte zu schonen, um dann vielleicht jetzt auch wieder entscheiden zu können, dass er sich fit genug fühlt und seinen Körper stark genug fühlt, die WM zu spielen.
Das finde ich eine legitime Entscheidung von ihm. Jetzt hat er signalisiert, ich kann mir das vorstellen. Und jetzt macht sich der Bundestrainer seine Gedanken. Und auch das ist richtig. Natürlich ist es das Recht des Bundestrainer, sich Gedanken zu machen. Es ist auch das Recht, Manuel Neuer zurückzuholen. Was mich gestern bei seinem Auftritt im Sportstudio irritiert hat, ist, er sagt, ich muss jetzt 62 Spieler anrufen. Ja gut, muss er.
Die Torwartposition, wie du gerade sagtest, Stefan, ist so sensibel, den kann ich nicht mit dem 28. Verteidiger vergleichen, dem ich vielleicht jetzt sagen muss, du fährst nicht zur WM. Das muss ich vorher, wenn ich Neuer mit dabei haben will, muss ich vorher ein sauberes Gespräch mit Baumann führen.
Mein Oliver hat selber einen Bittriss mitgegeben, weil das kann er doch noch machen. Das Thema ist doch schon durch. Wenn man jetzt auf einmal auf die Idee kommt oder wenn Julian jetzt auf einmal sich Gedanken macht, jetzt auf einmal schnell hier noch einen Torwarttausch vorzunehmen, dann ist das natürlich schon abenteuerlich.
Denn die Ausstrahlung, die so eine Entscheidung, die hat ja nicht nur eine Ausstrahlung auf die Torhüter, vor allem auf Oliver Baumann, sondern auch auf die Mannschaft selbst, die sich natürlich auch die Frage stellen wird, also wie glaubwürdig, wie verlässlich sind denn jetzt Aussagen, wenn sie hier in Zukunft kommen.
Deshalb, so etwas ist immer besser, viel, viel früher dann irgendwann abzuräumen. Also da muss ich ja mal in den Oliver Baumann hineinversetzen. Das heißt, falls Manuel Neuer tatsächlich, wenn Julian jetzt geplant hat, ihn mitzunehmen, und jetzt kann er nicht, weil er verletzt ist. Ja, was erzählst du jetzt dem Oliver Baumann?
Den machst du jetzt stark für die WM, dass der mit Selbstvertrauen im deutschen Tor steht. Ja, viel Spaß und guten Flug. Aber so hart das klingt, das ist sein Ticket. Und Oliver Baumann ist deswegen in der Position, weil Manuel Neuer gesagt hat, er braucht die Zeit für sich, für seinen Körper. Er möchte nicht mehr bei den Länderspielen teilnehmen. Aber erinnerst du dich noch an die Aussagen von Julian Nagelsmann zu seinen Rollengesprächen? Ja.
Wo er gesagt hat, die Rollen sind klar verteilt. Und bei diesem Rollengespräch damals im März. Das war Olli Baumanns Rolle Nummer 1. Und da hieß es damals, aber UNDAF, dessen Rolle verändert sich nicht mehr. Also, was jetzt ändern sich doch wieder Rollen? Wie gesagt, das ist alles noch ein bisschen im Konjunktiv, alles noch ein bisschen in Anführungszeichen.
Aber wenn, dann fände ich das Signal auch nicht unproblematisch. In meinen Augen haben wir jetzt aber eine neue Situation. Weil jetzt hat Manuel Neuer gesagt, der bis zuletzt warten wollte, wie er sich fühlt, wie sein Körper drauf ist. Er hat jetzt gesagt, ich kann mir das vorstellen. Das ist aber auch eine Motmaßung.
Vielleicht ist ja auch der Bundestrainer auf Nagelsmann zugegangen. Vielleicht ist Rudi Völler auf ihn zugegangen und hat gesagt, so, wir brauchen dich. Da habe ich ganz klar gehört, dass nach einem Gespräch, natürlich war da ein permanenter Austausch, das ist ja auch wichtig, aber dass da das Signal von Manuel Neuer jetzt kam, ja, wenn ich fit bleibe bis zur Nominierung, dann bin ich dabei.
Deswegen steht er auf der langen Liste. Auf der 55er-Liste, die Nagelsmann aber gestern auch nicht mehr erinnert hat. Leben, was sagst du denn dazu? Das ist das Wichtige. Du hast doch noch nichts gesagt. Ich bin kein Torwart, aber ich denke, das Wichtigste wurde tatsächlich gesagt, dass in der aktuellen Lage quasi alle als Verlierer da rausgehen.
Also wer auch immer jetzt im Tor steht und Baumann möchte ich jetzt gerade gar nicht sein, der muss schon einerseits Neujahrsrolle füllen, selbst wenn er jetzt, sagen wir mal, in einer Version dann doch im Tor steht, in der Zukunft. Was schon schwer an sich ist, jetzt aber mit. Noch mal ein Stück weniger Sicherheit und ohnehin ganz viel Sicherheit hat man nicht, wenn man in diese großen Fußstapfen treten muss.
Wenn ein Neuer dann auch mitmacht, kann auch nicht die Glanzleistung werden. Dann steht Nagelsmann da auch wieder in einer schlechten Situation und ein gewisser Schaden ist jetzt einfach auch getan, weil diese teils Widersprüchlichkeit oder auch das ungünstige Zeitpunkt des Interviews jetzt in dem Fall, wofür niemand was tun kann oder die Entscheidung von Manuel, ich weiß nicht ganz genau, wann er sie getroffen hat, aber auch das würde ich halt so als Mitspieler berücksichtigen, dass klar, das hat seine Konsequenzen und es gibt guten Zeitpunkt.
Und manchmal muss man sich auch forcieren, sich dann in einem guten Zeitpunkt diese Entscheidung zu treffen, weil es wäre ja auch unfair, wenn er dann einen Tag vor der Wahl sagt, ach, jetzt fühle ich mich danach. Ja, kannst du machen, weil du einen Legenden-Status hast. So ist es. Aber bedenke, du bist Teil der Mannschaft.
Und dann musst du dich auch ein bisschen, glaube ich, da einordnen, damit es halt früh Klarheit gibt. Weil Klarheit ist, glaube ich, etwas, was wir alle schätzen als Menschen. Und eine Mannschaft, vor allem jetzt auch mit einem relativ neuen Trainer, auch braucht. Und momentan sprechen wir eher von Sachen, die sich ein paar Wochen Gültigkeit haben und dann wiederum nicht. Und das möchte man nicht von einem Trainer.
Also Olli Baumann ist ein vorbildlicher Profi, glaube ich auch ein wirklicher Mannschaftsspieler, ein wichtiger Charakter auch in der Mannschaft. Dem ich das auch zutraue zu sagen, okay, dann mache ich die Faust in der Tasche und bin die Nummer zwei. Er könnte auch sagen, wisst ihr was, dann rutscht mir den Buckel runter, so ungefähr.
Könnte er sagen, ich glaube nicht, dass er es tun würde, weil Verletzungsanfälligkeit von Manuel, der hat dreimal seit Dezember schon Wadenprobleme gehabt. Baumann hat ja dann immer noch die Chance, doch zu spielen bei der WM. Wir wissen ja, wir wissen nicht, was passiert. Problem von Oliver Baumann ist auch ein bisschen, er spielt in Hoffenheim, hat keine Lobby.
Ich weiß, damals noch, als du 2006 abserviert wurdest, da kam aber sofort die Stimme vom Tegernsee und alles, was der FC Bayern so auffallen kann. Die kam ja vorher schon. Die Frage ist halt, ob das klug war. War das kontraproduktiv aus der Retrospektive betrachtet? Ich denke schon. Also ich stelle mir vor, Baumann wäre bei Bayern, dann wäre heute aber schon richtig. Ich bin nicht Bundestrainer, ich will mir doch nicht, dass die Vereine mir andauernd erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe.
Und deshalb kann man da als Bundestrainer natürlich auch schon mal anders reagieren. Wenn man andauernd sagt, der muss und jeder Verein versucht ja ein bisschen Lobbyarbeit zu betreiben, er will seine eigenen Spieler in der Nationalmannschaft sehen. Das bedeutet aber gerade für den Bundestrainer, dass er da eben auch diese Autorität haben muss.
Und hier ist gerade ein Wort gefallen, das finde ich wirklich fantastisch. Und das ist Klarheit, Klarheit. Und ich glaube, darum geht es. Und darum geht es vor allem auch bei Spielern. Ich muss das Gefühl haben, ich weiß, woran ich bin. Und ich muss vor allem auch gerade auf dieser Position, auf der Torwartposition, die ja hochsensibel ist, das wissen wir alle, auch da brauchst du jemanden.
Wo ein gewisses Vertrauensverhältnis ja da ist. Also ich stelle mir jetzt vor, bei dem, was Oliver Baumann jetzt so die letzten Wochen und Monate durchgemacht hat, in welcher Situation er sich befindet. Und er muss jetzt dann spielen bei der Fußball-Weltmeisterschaft und bekommt dann irgendwann mit. Ja, aber eigentlich hätte er gar nicht spielen sollen.
Wie gehst du denn dann in so eine WM? Deswegen ist es einfach schlau und clever, so ein Thema einfach früher zu moderieren. Du musst es früher moderieren. Dann lass es doch offen. Lass doch die Position einfach offen und sage, nein, ich möchte mir diese Entscheidung bis zum Schluss offen halten. Dann hat jeder Klarheit und weiß, woran er ist.
Und dann wäre jetzt so eine Situation auch nicht so irritiert. Dieses Vertrauenspeit, an dem du sprichst. Jetzt in dem Fall zu Oli Baumann. War ja zwischen Nagelsmann und Neuer auch schon mal schwierig in der Zeit beim FC Bayern, als Manuel verletzt war, Toni Tapalovic damals dann freigestellt wurde.
Das hast du ja aus nächster Nähe miterlebt. Also war da auch Klarheit, mangelnde Klarheit ein Thema? Ja, das war ja die Zeit, als Julian Trainer war auch beim FC Bayern. Nö, ich glaube nicht, dass da mangelnde Klarheit das Problem war. Das war einfach eine Situation, dass Julian schon auch zu der Zeit auch mit den Führungsspielern, mit den Superstars seine Erfahrung gemacht hat und sich da reinfinden musste, wie gehe ich denn mit den Einzelnen um?
Also das hatte damals ganz andere Hintergründe. Aber ja, natürlich gab es da hier und da auch Probleme. Zu der Zeit. Aber so ist halt Fußball. Dann gehst du ein paar Jahre. Olli, drei Euro. So ist Fußball. Aber ich sag's nochmal. Wir schlachten das Schweinchen ja heute. Deswegen werdet ihr rein. Zu uns, eurer beiden Stiftungen übrigens.
Also alles, was wir in dieser Saison eingenommen haben. Aber so ist halt Fußball. Und ein paar Jahre später ist das natürlich dann alles wieder vergessen. Das ist ein großes Thema, das wird uns in der Sendung auch noch verfolgen. Und in Hamburg beim FC St. Pauli, die beiden Vereine gehen runter, Wolfsburg hat es geschafft, in die Relegation.
Wir haben viel über Manuel Neuer gesprochen, über diese ganzen Gerüchte und diese Aussicht, dass er wieder die Nummer 1 wird im deutschen Tor. Und jetzt ist Ruth mal dran. Ja, wir wollen natürlich auch hier immer gerne die Fans mit reinnehmen und hören. Also was würde das bedeuten für Oli Baumann, der ja eigentlich als 1 in die WM gehen soll, dass jetzt überhaupt diese Diskussion wieder vorherrscht?
Hoffenheim-Fan sich auf deinem Trikot. Und du hast Geburtstag, habe ich mir sagen lassen. Herzlichen Glückwunsch an der Stelle. Das gibt einen Applaus für dich. Und jetzt kannst du zum Geburtstag natürlich hier auch abliefern, sage ich mal. Was hältst du? Ist das unfair Olli Baumann gegenüber? Also erstmal muss ich sagen, ich bin Julian Nagelsmann für alles dankbar, was er für die TSG geleistet hat.
Weil Champions-League-Nächte und ein Spiel in Enfield, das werde ich auch nicht vergessen. Aber in dem Fall, wenn es wirklich alles so stimmt, hat er das kommunikativ einfach sehr schlecht gelöst. Er hat Baumann, finde ich, gestern mit dem Interview auflaufen lassen. Und ich finde, Baumann hat sich nie was zu Schulden kommen lassen.
Der hat über 500 Bundesligaspiele, hat wirklich alles mitgemacht, von Abstiegskampf bis Champions League. Der hat die Erfahrung. Nicht bei einer WM, nicht bei einer EM, das ist klar. Aber ich finde, er hat alle Spielphasen mitgemacht. Es gab Zeiten, da war unsere Abwehr so katastrophal, da hätten wir ohne ihn wahrscheinlich 100 Gegentore kassiert.
Und ehrlich gesagt muss ich sagen, ich hätte keine Bauchschmerzen, wenn er die Nummer 1 bei der WM wäre. Weil ich sowieso davon ausgehe, dass im Achtelfinale gegen Frankreich Endstation ist. Oha, aber starke Aussagen. Du kannst auch hier in die Expertenrunde mit dazu gerne, beim nächsten Mal. Und genießt deinen Geburtstag noch. Aber wir wollen an der Stelle schon auch nochmal drauf schauen, was Oli Kahn gesagt hat.
Der Vergleich ist natürlich nicht ganz ideal zu 2006, aber es gab da eben diesen offenen Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann, der am Ende die Nummer 1 dann bei der Heim-WM war. Und das hat Oli Kahn natürlich erstmal überrascht und vor allem auch war er enttäuscht. Aber wir sehen hier nochmal an dem Bild vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien, dass er es dann sportlich als fairer Sportsmann genommen hat, auch noch ihm eben alles Glück gewünscht hat und es dann selbst in dieser Rivalität auch gut aufgenommen hat.
Aber das ist natürlich für jeden Torhüter erstmal nicht eine einfache Situation, wenn man dann eben nicht die erhoffte Position bekommt, die einem eigentlich zugesagt vorgibt. Ja, und vor allem, als dieses Foto entstanden ist, als ihr dann in der WM wart, da war ja klar, wer hat welche Rolle. Da war klar, dass Jens Lehmann die Eins ist. Klar, genau, es war klar.
Es war klar, aber die Zeit vorher, als ein offener Konkurrenzkampf war, als Jürgen Klinsmann kam als Nationaltrainer, hat er das ja ausgerufen. Wie war die? Wie schwierig war die? Wie schwierig war die für dich? Wie schwierig war die für Jens? Das kann man schon mal machen. Das ist auch so ein Konkurrenz zwischen Tore, da sind das gewohnt, dass sie immer wieder auch in Konkurrenz stehen, weil es kann eben auch nur einer spielen.
Aber ich sage, das kann man eine gewisse Zeit machen. Das kann man mal ein halbes, ein Dreivierteljahr machen. Aber irgendwann sollte man als Trainer dann eine Entscheidung treffen. Und ich habe mich auch, wir haben uns ja jetzt vor kurzem getroffen, Jens. Ihr habt euch getroffen, wir haben auch ein schönes Foto von dir.
20 Jahre 2006, ich bin nur noch auf irgendwelchen Jubiläen. Das ist halt so. Ist nochmal ein halbes, dreiviertel Jahr, Konkurrenzkampf gut, man pusht sich gegenseitig nach oben, aber irgendwann sollte ein Trainer dann eine Entscheidung treffen. Das heißt, diese paar Monate, wie es dann zu lang war, war sowohl für Jens als auch für mich dann irgendwann kontraproduktiv.
Da ist übrigens das Foto, mit Andi Köpke, dem Torwarttrainer damals, Jens, du und Timo Hildebrandt. Wenn man das nach außen natürlich nicht so gerne zugeben will, wenn es dann zu lang geht, dann fängt es an, dann zehrt es an einem. Dann wird es irgendwann, wie ich gesagt habe, alles negativ. Und das kannst du als Torwart eben nicht gebrauchen. Weil irgendwann brauchst du das Gefühl, hey, jetzt haben wir hier ein halbes, dreiviertel Jahr Konkurrenzkampf gehabt. Was ist jetzt?
Trainer, wie sieht es aus? Was ist die Entscheidung? Und irgendwann muss der Trainer eine Entscheidung haben. Und dann ist es klar. Und deswegen konnte ich dann mich mit meiner Rolle ja auch noch, wie soll man sagen, ich konnte mich damit abfinden, ich konnte mich darauf einstellen. Es war ein bisschen zu spät damals, wäre auch besser gewesen, ein bisschen früher diese Entscheidung zu treffen.
Aber wir kommen immer wieder auf das gleiche Thema, was Spieler brauchen, ist eine klare Ausgangssituation. Und es gibt jetzt zumindest was Manuel's Vertrag am FC Bayern angeht auch Klarheit. Er hat um ein Jahr verlängert, das selbst dann auch gepostet auf Instagram und das wollen wir uns kurz auch. Ich freue mich riesig. Es hat ein bisschen gedauert, weil ich mir da auch wirklich Zeit nehmen wollte dafür, weil das schon eine sehr wichtige Entscheidung einfach für mich ist.
Ich fühle mich richtig gut, ich habe gute Spiele gemacht. Ich kann der Mannschaft helfen, ich kann Spiele gewinnen für die Mannschaft. Wir haben ein super Trainerteam, wir haben eine tolle Mannschaft, weil wir auch die Möglichkeit haben, alle Wettbewerbe zu gewinnen und jeden Gegner zu. Er hat also seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag gesetzt.
Stefan, erstaunt dich das? Immer wieder aufs Neue, dass er in diesem Alter immer noch so viel Lust hat, immer noch so viel Bock hat zu spielen, immer noch weiter will? Also den Vertrag, den er jetzt bei Bayern München unterschrieben hat, macht absolut Sinn, vor allen Dingen für Urbic. Von ihm weiterhin zu lernen, nochmal ein Jahr wirklich an der Seite auch von Manuel Neuer zu spielen, weiter zu wachsen, zu reifen.
Das macht 100 Prozent Sinn. Und hier haben wir den Punkt, dass bei Bayern München jetzt alles klar ist. Ulreich hat verlängert, du hast Urbic als Nummer zwei und hast Manuel Neuer. Du gehst so in diese Saison. Auch Nübel ist eigentlich die Situation klar, dass es keine Zukunft beim FC Bayern gibt. Genau, auch da gibt es keine Rückkehr. Auch das ist geklärt.
Und so musst du auch eine neue Saison starten. Ich glaube, dass die deutsche Nationalmannschaft immer davon gelebt hat, Klarheit zu haben, auch eine Klarheit in der Achse. Also du brauchst immer eine Achse, die gesetzt ist und die auch gestellt wird. Und das herrscht dann heute ja nicht für die WM, jetzt im Sommer.
Und so waren wir immer erfolgreich. Also wir hatten Sepp Mayer im Tor, wir hatten Toni Schumacher im Tor, wir hatten Bolo Ilkner im Tor. Da war immer klar, wer die Nummer eins ist. Wir hatten Olli im Tor, wir hatten Manuel Neuer im Tor. Und ein paar Tage vor Start dieser WM eben diese Unklarheit, das strahlt aus auf die Torhüter, aber das strahlt auch aus auf die Mannschaft.
Und das ist nicht gut, wenn du so ein Turnier startest. Ganz kurz, ich glaube, Manuel Neuer, jedes Wort, was er da in dem Social-Media-Video von sich gegeben hat. Es gibt sehr, sehr viele bei uns in der Fußballwelt und da muss man Worte hinterfragen, wie sie was formulieren und so weiter. So, wenn er jetzt sagt, dass er jetzt die Entscheidung, er entschuldigt sich ja fast dafür, dass er so lange gebraucht hat, sagt, jetzt hat er sich entschieden.
So, und dann hat er an den, bisher stand er ja gar nicht zur Verfügung, weil seine Karriere vor dem WM-Sommer geendet wäre. So, jetzt steht er zur Verfügung für diese Weltmeisterschaft, weil er sich, ich wiederhole mich da, so fühlt, signalisiert das dem Bundestrainer. Wie hättest du dann entschieden, an die Rüder Nagelsmann-Stelle, wenn Manuel dir jetzt Signale schickt und sagt...
Du gehst also davon aus, der Spieler entscheidet heutzutage, ob er in der Nationalmannschaft... Er signalisiert aber, dass er zur Verfügung steht. Wie gehst du als Bundestrainer damit um? Aber weil er den Vertrag bei Bayern München unterschrieben hat? Weil er weitermacht, weil er sich danach fühlt, weil er sieht, dass sein Körper funktioniert, dass er, wie er es gerade gesagt hat, Top-Leistungen bringt.
Hättest du ihm dann gesagt, pass auf bei aller Liebe, ich habe jetzt mich auf Olli Baumann festgelegt. Ja, das hat er doch schon gesagt, ne? Das war doch die letzte Information, die wir haben. Tobi, jetzt hast du eine schwierige Situation. Stefan und Oli, zwischen die Mühlsteine gerätst du gerade. Ja, wo kommen wir denn da hin? Also, Entschuldigung, nicht, dass mich jetzt irgendjemand falsch versteht. Ich habe mit Manu ein wunderbares Verhältnis.
Und was er bei Bayern München geleistet hat, Nationalmachst. Das brauchen wir jetzt alles. Also selbst Legenden dürfen sich nicht selbst aufstellen. Ja, das ist ja nicht so ganz einfach für mich, dann immer das alles zu kommentieren. Aber letztendlich ist es ein Bundestrainer, der hier Entscheidungen trifft.
Und nicht ich als Spieler rufe jetzt mal den Bundestrainer an und sage, du übrigens, ich bin jetzt fit. Aber es gibt ja eine neue Situation. Und wenn es eine neue Situation gibt, dann bewerte ich die auch neu. Nee, wieso gibt es eine neue Situation? Weil Manuel Neuer bisher nicht zur Verfügung stand. Nein, also wie ich es verstanden habe, hat der Bundestrainer gesagt, wir gehen mit Oliver Baumann in die Fußball-Weltmeisterschaft als Nummer 1.
So habe ich das verstanden. Das heißt, du denkst, die neue Situation ist, Manuel wird sich auf die Bank setzen auch, oder wie? Nein. Das wäre dann... Hältst du das eigentlich für möglich? Nein, oder? Also wenn du, wenn du, wenn man, wenn man, so wie ich Manuel, so wie ich Manuel kennengelernt habe, ist er schon jemand, der immer versucht.
Das Beste für etwas zu wollen. Und deswegen könnte ich mir, warum nicht? Ich glaube schon, dass er, und das ist ja auch das, was jetzt beim FC Bayern gemacht wird, das halte ich übrigens auch für nicht ganz so dumm, zu sagen, wenn ich so einen jungen Torwart habe, wie Urbik, und jetzt habe ich Manuel nochmal ein Jahr dabei, auch da habe ich wieder Ähnliches damals mit Michael Rensing beim FC Bayern erlebt.
Das hat super funktioniert, interessanterweise, mit Michael Rensing, solange ich noch so ein bisschen auch dabei war. Danach war es schwieriger. Danach wurde es dann schwieriger. Hoffen wir, dass es für Urbich besser geht. Richtig, das heißt, irgendwann muss ein junger Torwart, kannst du nicht immer das Patronat in Anspruch nehmen, irgendwann muss ein junger Torwart halt auch mal, jo, Junge, und jetzt musst du schwimmen.
Jetzt musst du zeigen, und das ist der größte Sprung im Kopf für alle Torhüter, Nationalmannschaft, Bayern München, Jetzt bin ich die Nummer 1. Und so werde ich jetzt auch gesehen. Hannuel Neuer bei der Nationalmannschaft im Kader heißt automatisch, er spielt. Für dich, Olli sagt, er könnte sich vielleicht vorstellen, dass er sogar auf die Bank geht.
Ich kann mir das ein bisschen schwieriger vorstellen. So ein Jobsharing wie bei Bayern, junger Torwart wird rangeführt, darf mal spielen, ist natürlich in dem Fall nicht gegeben. Weil Olli Baumann auch sehr erfahren ist. Baumann ist nicht so ganz der Junge. Das wäre ja so eine Situation gegen Curaçao, darf Baumann rein.
Und dann im letzten Spiel, wenn es um alles geht, spielt der andere? Oder wie muss man sich das vorstellen? Ja, eben. Das hätte Charme, muss ich zugeben. Also journalistisch hätte es Riesenscharm. Ob es Deutschland helfen würde, weiß ich nicht. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich mit 40 Jahren diese WM antut und auf der Bank sitzt, kann ich mir nicht vorstellen. Also wenn, dann spielt er, oder?
Du musst ja selbst entscheiden. Ich bin einfach zurück auf den eigentlichen Punkt, wo es ums geht. Ich glaube, Julian Nagelsmann hätte sagen können, hey, ich brauche eine Entscheidung zu deinem Gefühl bis den und den Stichtag, damit ich auch die Kommunikation einstellen kann und nicht eine Woche vor Verkündung dumm dastehe und plötzlich dann alle verlieren, weil ein gewisser Schaden ist ja schon angerichtet.
Ich meine, Bayern hätte jetzt auch nicht gewartet bis zum, keine Ahnung, 31. Juli und gesagt, ja, wie geht's dir denn, so möchtest du oder nicht, sondern man muss dann auch Spieler auch der Mannschaft oder den anderen Mitspielern die Möglichkeit geben, sich darauf einzustellen. Guter Punkt, guter Punkt.
Ich glaube auch nicht, dass Julian Nagelsmann sich für perfekt hält, also der ist durchaus in einem Alter, das wissen wir alle, egal wie alt man ist, man lernt Woche für Woche dazu und er hat auch schon, er hat auch in diesem Frühjahr schon einen Fehler zugegeben und hat sich entschuldigt. Ich bin unter, ja.
Insofern... Ich meine, dass Manuel Neuer seine Riesenverdienste hat um den FC Bayern, um den deutschen Fußball, dass er auch das Torwartspiel in einer gewissen Weise auf ein neues Level gehoben hat, dass er ein außergewöhnlicher Torhüter ist. Er ist unbestritten. Wir können ja mal auch auf die Zahlen gucken, Rekordspieler bei Bayern.
Da sind nämlich diese großen Torhüter des FC Bayern drin. Ganz oben ist Thomas Müller, zugebenermaßen kein Torhüter, aber eben Sepp Mayer, Olli Kahn, Gerd Müller auch mit Finnspielen und Manuel Neuer würde, wenn er das DFB-Pokalspiel, das Finale macht, 599. Pflichtspiel für die Bayern machen. Und möglicherweise... Deswegen hat er verlängert. Wahrscheinlich, weil er dich noch in dieser Rangliste übertreffen will.
Das wird wahrscheinlich die Hauptmotivation gewesen sein. Ja, glaubst du, Stefan... Dass man jetzt einfach warten kann bis Donnerstag, dann gibt es die PK oder wie, weil diese Thematik wird ja jetzt nicht an Tempo verlieren. Ganz ehrlich, wäre ich in der Haut von Oliver Baumann, würde ich jetzt zum Telefon greifen und Nagelsmann selber anrufen und nicht warten bis morgen, übermorgen oder bis Mittwoch, dass er mich mal anruft und meine Rolle vielleicht neu verteilt, keine Ahnung.
Ich würde ihn selber anrufen und fragen und dann dementsprechend mich auch äußern in der Öffentlichkeit. Das ist ein sehr guter Punkt. Das ist ein sehr guter Punkt. Trainer, was ist da los? Natürlich. Du kannst ja nicht warten auf einen Anruf vom Bundestrainer. Und jetzt ist sicherlich vielleicht auch eine Idee, noch eine Statistik gefunden, wo du eingeholt werden kannst, nämlich Rekordspieler Bundesliga.
Charlie Körbel oben mit 602, dann Manni Kals 5,81, dann Oliver Kahn 5,57, Fichtel Votava Neuer 5,45. Also das wird hart. Wie hart wirst du für diese dritte Position kämpfen? Ich kann nicht mehr kämpfen. Der Rücktritt ist definitiv. Es gibt kein Zurück mehr. Ich bin bereit. Würden Sie nehmen weiter. Wir werden das alles überfolgen. Wir werden auch über den FC Bayern in dieser Sendung noch sprechen.
Auf dem Marienplatz wird die Meisterschale gleich präsentiert. Wir sind mit den vielen Fans und wir werden auch Stimmen bekommen und wollen uns gleich aber dem Abstiegskampf widmen. Nach ein paar Hinweisen von unserem Sportwettpartner sind wir wieder zurück. Nicht mal anderthalb Minuten Geduld, dann geht der Doppelpass einfach weiter. Bis gleich.
Willkommen zurück beim Doppelpass, meine Damen und Herren. Ich habe es Ihnen gesagt, wir schauen auf den Abstiegskampf. Und zumindest in Wolfsburg gibt es so ein leichtes Aufatmen, weil der VfL sich mit Dieter Hecking in die Relegation zumindest gearbeitet hat durch den Sieg beim FC St. Pauli. Ein kurzer Jubel mehr nicht. Noch haben Dieter Hecking und Co.
Den Klassenhalt nicht geschafft. Zumindest aber hat Wolfsburg das seit Wochen anvisierte Minimalziel Relegationsplatz erreicht. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Druck gehabt. Wir haben sehr viel Kritik einstecken müssen aufgrund der ganzen Situation. Die Mannschaft ist damit in den letzten Wochen immer besser umgegangen.
Die Belohnung hat sie sich heute abgeholt. Der 3-1-Sieg beim direkten Konkurrenten St. Pauli kein schöner, aber ein harter Kämpfter. 2 Tore nach Eckball und ein Abstauber. Die Wölfe wollten diesen Sieg mehr als die Kiezkicker. Dieter Hecking, und das sieht man in diesem Alles-oder-nicht-Spiel, hat das Team über die vergangenen Wochen stabilisiert.
Ich wusste, dass es keine leichte Aufgabe ist, die Mannschaft wieder aufzurichten. Wir haben es Gott sei Dank hinbekommen. Mit Christian Eriksen hat Hecking zudem einen wichtigen Führungsspieler ins Rollen gebracht. Der Däne verschießt zwar einen Elfmeter und macht das Spiel somit noch mal unnötig spannend, ist aber am Ende an allen drei Toren beteiligt.
Solche Spieler brauchst du in solchen Spielen. Ich denke, unser Selbstvertrauen ist gewachsen. Wir gewöhnen uns immer besser an das System des Trainers. Wir bekommen langsam ein Gefühl dafür, wo wir stehen müssen. Und ich finde, man sieht auch, wie wir uns gegenseitig helfen wollen. Der VfL bekommt nun also die Chance über die Relegation auf ein weiteres Jahr Bundesliga.
Der Blick auf die gesamte Spielzeit bleibt aber ernüchternd. Schlechteste Saison der Bundesliga-Geschichte, heimschwächstes Team der Liga und in der Rückrunde lediglich zwei Siege geholt. Wir finden, die Hecking-Elf hat sich in die Relegation gequält. Und Dieter Hecking und seine Mannschaft haben eigentlich schon die ganzen letzten Wochen auf dieses letzte Spiel gesetzt.
Wenn man es sich jetzt genau anschaut, neben, ich weiß nicht, was deine Meinung ist, St. Pauli und auch Heidenheim und dann den Kader von Wolfsburg, dann ist da ein Qualitätsunterschied schon klar, oder? Qualitäts- und Gehaltsunterschied auf jeden Fall. Etat-Unterschied ist gigantisch. Ist gigantisch und ich glaube, das hätte man es noch geschafft mit Heidenheim oder Pauli, dann wären die ganze Städte explodiert voller Freude irgendwie noch mit der Delegation und da irgendwie nimmt man noch den Schweiß von der Fresse und denkt sich, gerade schon wieder geschafft und zum wiederholten Mal.
Das ist traurig für den Verein, traurig für den Fußball auch gewissermaßen, aber Glückwunsch an die Mannschaft und dass sie es geschafft haben. Aber als Fußballfan und auch Liebhaber für den Sport an sich oder eine Liga an sich, finde ich das toll. Das ist enttäuschend einfach. Du hättest dir so ein Märchen in Heidenheim gewünscht?
Genau, ich hätte mir auch wiederum einen Verein, der das wirklich nach vorne bringt. Und das Projekt Wolfsburg, also VfL, ich weiß nicht, ob die das als Erfolg verzeichnen dort. Wirklich? Ja. Ich denke auch, dass die Wolfsburger jetzt, klar ist ja auch ihre Motivation, jetzt langsam so zu drehen, dass sie was erreichen können. Darüber kommen sie jetzt ganz sicher auch für die Relegation.
Aber ich glaube, bundesweit hält sich die Freude zum einen in Grenzen, die es geschafft haben, da gestern noch auf den Relegationsplatz zu kommen. Da fühlen die meisten doch eher bei Kevin Großkreutz mit, der sich relativ klar dazu bekannt hat, wie er sich als Absteiger gewünscht hätte. Jetzt hinsichtlich der Emotionen und dessen, was man halt für gewisse...
Ich weiß, das ist ein Ex-Klub von dir. Rede ruhig weiter. Trotzdem ist es ein dramatisches Ergebnis, wenn ein VfL Wolfsburg mit den Möglichkeiten und auch mit den Spielern... Es war halt über zwei Drittel der Saison war es keine Mannschaft oder noch mehr. Sie sind sehr gute Einzelspieler und die ziehen es dann sehr häufig am Ende.
Das siehst du ja auch, weil sie einfach in der Lage sind, aus Situationen Tor zu machen, wo halt dann eben der Durchschnitt St. Paulis oder Heidenheims nicht die Qualität besitzt. Insofern wird es die heftigste Aufgabe für Hannover 96, oder wer da jetzt immer auf Platz 3 in der 2. Liga kommt, gegen diese Spieler, jetzt nicht gegen VW Wolfsburg, aber gegen diese Spieler dann durchzuziehen und zu bestehen.
Es waren dann nicht nur, aber auch zwei Standardtore nach Ecken. Stefan, wir können uns das erste Mal angucken. Juli Rack ist in der 38. Minute. Und Eriksen, der schlägt die Dinger irgendwie ganz besonders. Nein, perfekt schlägt er sie. Von der rechten Seite mit dem rechten Fuß so ein bisschen so nach innen gedreht.
Dafür musst du wirklich ein feines Füßchen haben, den genau dort hinzubringen. Also das können ganz wenige Fußballer. Ich sage mal, von 20 Versuchen bei anderen Spielern landen 19 im Tor aus. Das ist eine herausragende Technik. Ich habe gerade Olli ins Gesicht geguckt. Total gefährlich und schwierig für den. Basil.
Hallo, ich rede. Ich dachte, da ist mehr Torhüter-Expertise. Wenn du nicht rede, kannst du nicht mit dem Olli über Vasily sprechen. Darf ich kurz weiter? Kapitän. Entschuldigen Sie, Herr Erfnberg. Jetzt kommt die Frage zum Olli. Was macht denn der Torwart? Und was kann er da besser machen? Wenn du die Frage stellst, hat die Natin eine ganz andere Wucht.
Herr Kahn, Herr Erfnberg würde gerne wissen, was der Torhüter da macht. Lass mich noch mal hauern. Und dann krieg ich mich schon wieder. Hm. Ja, natürlich wird heutzutage ein bisschen anders gespielt, weil da sehr viel geblockt wird und weggeblockt und weggeschoben und so weiter. Es gibt ja diese ganz extreme Regel nicht mehr, dass der Torwart im 5-Meter-Raum geschützt ist.
Aber nichtsdestotrotz, es gab ja immer, du kennst ja dieses ungeschriebene Gesetz, ein Ball, der im 5-Meter-Raum runterkommt, außer es ist ganz vorne am kurzen Pfosten, den muss der Torwart haben. Und das ist eben so eine Situation, da musst du als Torwart versuchen, dich durchzusetzen mit allem, was du hast. Das ist ja, glaube ich, ein Eigentor.
Der Ball geht ja von seiner Frau aus. Das ist das Nächste. Ach, das ist das Nächste? Ja, pass auf. Zweimal. Ja, ja, da gucken wir drauf. Das ist das 2 zu 1 für Wolfsburg. Und da ist es letztlich Vasil, der mit seiner linken Faust den Ball über die Linie lenkt, allerdings sich sofort beschwert. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, dass er sich in den letzten Jahren auf die Zeitlupe noch ein bisschen gucken muss.
Weil sein rechter Arm so ein bisschen vom Gegenspieler runtergedrückt wird. Ist das noch aus deiner Sicht, Olli, mit der neuen Regelauslegung, die du gerade auch skizziert hast, ist das noch okay? Ja, da stimmt es. Das habe ich auch gehasst, wenn der Arm von dir runtergedrückt wird. Dann kannst du nichts mehr machen.
Aber was müssen die Torhüter machen? Sich noch robuster durchsetzen? Natürlich, du musst einfach auch versuchen, mit deinen Abwehrspielern eine Idee zu haben. Dass du deinen Abwehrspieler holst und sagst, block du den weg, damit ich mehr als Tor mehr Freiheit habe. Zu sagen, der muss sich durchsetzen, muss mehr in Kraftraum und das Ganze, was dann oft so kolportiert wird, das hilft dann auch nicht.
Wenn man es schlau macht, wenn man den Torwart schlau stört, dann kann der noch so gut gebaut sein. Du kommst dann einfach nicht mehr an den Ball. Das siehst du in der Premier League sehr gut, wo mittlerweile die Torhüter echt zwei Bodyguards sozusagen haben, die dann wieder als Entwicklung auf den Entwicklungsschritt vorher jetzt wieder reagieren.
Weil der Trend kam ja auch so ein bisschen aus der Premier League. Absolut, Arsenal hat das ja dauernd so gespielt und sehr krass so gespielt. Trotzdem, hättest du diesen Treffer zurückgepfiffen als Schiri? Nein, ich bin gerade wütend als Verteidiger, dass der nicht verteidigt ordentlich und wirklich den Torwart schützt.
Weil das ist ein entscheidendes Spiel und wir stehen da rum und hoffen, dass der Torwart irgendwie aus dem Stand den Ball weg boxt. Da werde ich wütend. Also das und ja, ob es ein faul ist, für mich ein bisschen zu wenig. Es wäre ein bisschen schwer. Du siehst deutlich, deutlich die Hand von Wolfsburger Spieler, der den Arm des Torhüters praktisch runterdrückt.
Aber die Frage ist, ist dann so viel Verständnis bei den Leuten, die beim VAR verantwortlich sind für das Torwartspiel, was das für den Torwart bedeutet. Für mich hätte das so klar abgepfiffen werden müssen. Es ist aber natürlich auch echt schwierig. Jetzt ist St. Pauli natürlich stinksauer, weil das war die Führung für Wolfsburg.
Das ist ein Kipppunkt im Spiel. Wenn du das wegpfeifst, Wie denken dann die Wolfsburger? War das wirklich so ein Foul? Also Daniel Siebert, der das Spiel gepfiffen hat, ist nicht zu beneiden gewesen in der Situation. Hat hinterher, wie ich finde, sehr schlüssig erklärt. Aber nochmal, warum sagst du, war das wirklich so ein Foul?
Wenn ich dir hier reingehe in deinen Arm, was kannst du jetzt mit dem noch machen? Nix, aber ich habe ja noch den anderen zum Beispiel. Ich würde dich wegschubsen. Ich hätte ja den Neffen an meiner Seite. Aber das ist doch eine erhebliche Beeinträchtigung. Also wenn du das so sagst, will ich auf gar keinen Fall widersprechen.
Ich kann ja nicht dem Titan widersprechen, der über Torwartspiel spricht. Was ich auch gehasst habe, wenn du als Torwart rauskommst, willst du den Ball oben, eine Flanke oben abfangen. Jetzt kommt einer und springt dir in die Arme rein, dann kannst du nichts mehr abfangen. Und das finde ich, das ist so ein Bereich, wo man durchaus abfeift.
Wir wollen trotzdem hören, wie Daniel Siebert seine Entscheidung erklärt hat. Ich hatte den Fokus voll auf Vasil als Torwart, macht für mich eine unglückliche Figur. Wenn ich das als Offensiv-Faul irgendwie wegpfeife oder abpfeife das Tor, dann muss ich irgendwo einen Impact haben, weil ich sage, nur aufgrund dieses Körperkontakts hat er sich den Ball selber ans Tor gefaustet und das habe ich ehrlicherweise nicht gesehen.
Im Vorfeld sucht er ja auch den Körperkontakt mit seinem rechten Arm am Stürmer, versucht ein bisschen zu schieben. Auch nochmal wichtig für alle Leute in Deutschland, der Torwart hat keine große Sonderrolle mehr im eigenen Torraum. Er kann nicht erwarten, dass bei jedem Körperkontakt für ihn Freischuss gefürmt wird, die Zeiten sind längst vorbei.
Und ich sehe einfach wirklich nicht das offensive, klare Foul von Wolfsburger, dass sich das, Soweit erklärt es Daniel Siebert, der das Champions-League-Finale pfeifen wird. Und dann darfst du dich als Torwart nicht mal mehr wehren. Das heißt, der Torwart hat keine Sonderrolle mehr im Fünf-Meter-Raum.
Und ich finde schon, dass er sich falsch äußert, weil er redet von einem Körperkontakt. Also was ist jetzt hier ein Körperkontakt? Schulter? Er hat es nicht gesehen. Aber war das nicht nur eine Berührung? Da geht es sich umarmt, da wo er sein Tor mit schützt, ist ja klar. Das hat er nicht gesehen. Aber für mich war das mehr eine Streichleinheit. Was meinst du?
Des Wolfsburgers Spielers. Also ich hatte nicht den Eindruck, dass der ihm richtig da den Arm mit Wucht runterzuhnt. Er ist ja auch nie im Tor gestanden. E-Jugend, E-Jugend habe ich geschafft. Aber vielleicht, um ein... Darf ich mich rauszahlen, um da nur ein Lauf zu machen? Ich meine, das ist das zweite Tor in dem Spiel, das auf gleiche Art und Weise passiert.
Und da musst du dir auch als Fan auch von Pauli oder so. Leute, das müsst ihr klären. Und was natürlich noch, Entschuldigung, Was natürlich noch eklatant ist, St. Pauli hat ja unheimlich wenig Tore geschossen in dieser ganzen Saison. Und wir haben eine Chance von Tonji in der 42. Minute, Walter. Und da sieht man schon, dass es nicht nur Schiedsrichterentscheidungen sind oder anderes.
Das war ja gelungener Rückpass. Eine der stärksten Defensivleistungen der Paulianer gestern. Leider vor dem Tor des Gegens. Das war ja die größte. Pauli hat es ja nicht gestern verspielt. Das war die große Schwäche von St. Pauli, das letzte Drittel. Dass sie keine Abschlüsse hatten. Sie haben 29 Tore geschossen.
Zehn Spiele ist kein Sieg. Sie haben fünf Tore an den ersten Spieltagen gegen Dortmund und gegen den HSV. Da waren sie einfach harmlos. Und wenn du dann über Standardsituationen auch nichts kreieren kannst, dann steigst du im Endeffekt auch in die zweite Lieder. Das ist auch ein interessantes Beispiel, St.
Pauli, die ja praktisch den Trainer nicht gewechselt haben. Und ich mich immer gefragt habe, okay, bis zu welchem Zeitpunkt ist das tatsächlich sinnvoll? Oder wird das irgendwann zu so einem Selbstzweck, uns zeigen zu wollen, dass wir anders sind und dass wir auf gar keinen Fall auf die Idee kommen, um den Trainer zu wechseln, denn an ihm liegt es nicht.
Zum Schluss ist man halt jetzt 18er und steigt ab. Und Heidenheim hat auch den Trainer nicht gewechselt. Würden Sie auch nie tun bei Frank Schmidt? Ja, das ist vielleicht ein bisschen eine andere Situation. Einer, der 20 Jahre irgendwo gearbeitet hat, und da ist das irgendwo nachvollziehbar. Da muss man sich, glaube ich, von St. Pauli-Seite schon die Frage stellen, wäre nicht irgendwann mal eine Entscheidung notwendig gewesen?
Möglicherweise, ja. Jetzt gucken wir, Ruth, gemeinsam mit dir und unseren Zuschauerinnen und Zuschauern auf die möglichen Relegationsgegner von Wolfsburg. Das ist ja heute auch ein echter Krimi um Platz zwei und drei in der zweiten Bundesliga. An diesem 34. Spieltag alles entscheidet. Wolfsburg rettet sich in die Relegation und heute in der 2.
Liga entscheidet sich, wer da in die Relegation geht. Schalke geht hoch, das wissen wir schon. Elversberg, Hannover, Paderborn, das sind die drei Kandidaten punktgleich. Elversberg mit der besten Ausgangslage wegen des Torverhältnisses, aber Hannover natürlich, das wäre eine ganz aufgeheizte Angelegenheit, ein Derby, regionale Nähe. Also da wollen die Wölfe eigentlich am besten drumherum gehen, aber wir werden es heute sehen.
Das sind die Begegnungen, 15.30 Uhr wird es in der zweiten Liga ausgespielt und dann gibt es auch schon natürlich die Relegationsdaten am Donnerstag, 20.30 Uhr und am kommenden Montag darf dann eben der VfL Wolfsburg nochmal in die Extrarunde. Dieter Hecking hat schon gesagt, wir sind der Favorit, aber wir dürfen nicht meinen, dass wir schon irgendwas geleistet haben. Klar, so eine Relegation verschafft einem erst mal ein bisschen Luft, aber noch sind sie natürlich nicht durch.
Wird hochinteressant heute in der zweiten Liga, dieser Endspurt. Und Stefan, was mich... Ich weiß, dich auch sehr beeindruckt hat, war die Reaktion sowohl der Zuschauer auf St. Pauli mit You'll Never Walk Alone für die Mannschaft und auch in Heidenheim, wo die Mainzer Spieler auch so ein Spalier gemacht haben, um die Heidenheimer nochmal gebührend aus der Bundesliga zu verabschieden.
Fand ich sehr anständig und insgesamt sehr wertig. Mehr als anständig, finde ich. Also wir haben ja in der Vergangenheit nach Abstiegen, also reden wir von Schalte 04 oder auch vom 1. FC Köln, Ausschreitungen gesehen, wirklich im krassen Bereich. Und da sieht man mal, dass es auch mit Fairplay geht und mit Anstand.
Und da muss ich sagen, das ist herausragend. Also wenn es eigentlich einen Fußball-Oscar gibt, dann bitte an die Fans von St. Pauli und an die Fans von Heidenheim. Und Frank Schmidt hat das auch so wahrgenommen und hinterher sich auch so geäußert zu den Fans auf der Ostalp, die bei Heidenheim waren. Und die Mannschaft wirklich, wirklich mit einer positiven Emotion aus dieser Enttäuschung zumindest ein bisschen rausgeholfen hat.
Es ist einfach unglaublich, wenn man dann überlegt, wir machen eine Runde, wir sind gerade abgestiegen, kommen zu unseren Fans und alle schwenken eine Fahne. Dieser Zusammenhalt, dieses Miteinander und wahrscheinlich noch größer zu bewerten, das Füreinander, eben dann nicht auch seine Enttäuschung kundzutun, sondern die Mannschaft noch mit Applaus zu verabschieden in die zweite Liga, das sucht seines Deichen und deswegen ist dieser Verein einfach besonders. Das ist ein sehr guter Mann.
Und deswegen würde auch Frank Schmidt weitermachen. Zumindest eine Saison. Und versuchen, den 1. FC Heidenheim wieder hochzuführen. Ich freue mich, einen Mann begrüßen zu dürfen, der mit seiner Mannschaft letztes Jahr aufgestiegen ist und die Klasse gehalten hat. Er ist im Volkspark, wo Sie so tolle Spiele hingelegt haben.
Hier ist Erfolgstrainer Merlin Polzin. Schönen guten Tag. Jetzt hoffe ich, dass wir gleich einen Ton haben. Ich habe gerade nichts gehört, aber kein Problem. Merlin, die Nummer 1 im Norden der HSV. Vor der Saison ernsthaft daran geglaubt, dass es so gut laufen wird. Ihr wart ja nie so ganz richtig, außer vielleicht unmittelbar zu Saisonbeginn in einer schwierigen Situation.
Ja, wir hätten es definitiv so unterschrieben, hat es uns vor der Saison niemand so gesagt. Dass das dann auch am Ende so eintritt, hat definitiv mit sehr viel harter Arbeit, mit der Überzeugung dann für den gemeinsamen Weg zu tun. Und natürlich ist es ein fantastisches Ende einer besonderen Saison, wenn die Fans einen dann mit den Klängen, dass wir die Nummer 1 im Norden sind, dann auch so verabschieden.
Ja, Stefan Effenberg sitzt ja bei uns, lebt in Hamburg, verfolgt das da. Was hat er, Stefan, was hat Merlin Polzin in Zusammenarbeit mit Klaus Kosta, mit diesen späten Transfers, mit Qualität, die sie auch als Leihspieler dazugeholt haben, was hat er geleistet in dieser Saison? Wie kann man das einordnen aus deiner Sicht?
Ich glaube, wir müssen ein bisschen zurückgehen. Er war ja derjenige, der den HSV ja nach sieben Jahren wieder in die erste Liga gebracht hat. Viele haben es versucht, viele Trainer sind... Eher gescheitert oder haben es nicht geschafft. So hört sich es besser an. Er hat es halt geschafft. Und dann diese Euphorie auch mitgenommen in die neue Saison.
Sie hatten nie irgendwelche Probleme. Und was ich immer mochte bei Merlin, war wirklich diese Unaufgeregtheit in den PKs. Vor dem Spiel voll fokussiert auf den Verein, auf die Spieler. Sich nicht ablenken lassen. Also das hat er wirklich herausragend, finde ich, gecoacht. Und deswegen auch völlig verdient die Klasse gehalten.
Beeindruckend, muss ich sagen. Aber das zweite Jahr, jetzt bezahle ich drei Euro, wird immer das Schwierigere. Nein, aber eine tolle Arbeit geleistet. Natürlich mit dem Publikum auch im Rücken. Das ist schon eine Wucht, die der HSV da hat. Also nicht nur bei Heimspielen, sondern auch auswärts, wie sie dem Verein auch folgen.
Es ist schön zuzuschauen, nicht nur von hier, auch aus der nächsten Nähe aus Hamburg. Ich verfolge das sehr gerne. Also Kompliment. Ja, also dickes Lob von Stefan Effenberg. Drei Euro kommen hier rein ins Schweinchen. Merlin, ihr seid in die Saison gestartet, da war es noch ein bisschen schwieriger, dann gegen St.
Pauli verloren, bei den Bayern 5 bekommen und da hatte man dann schon so die ersten Stimmen gehört, ob dieser HSV-Bundesliga-tauglich ist. Dann kamen viele Spieler dazu, sehr viel Qualität. Ich will nur Voskovic, Vieira zum Beispiel nennen, da kamen noch ein paar mehr. Das war spät in der Saison, dass das dann so funktioniert, dass die so schnell Leistungsträger werden, dass das so schnell geklappt hat, die wirklich zu integrieren.
War das für dich auch überraschend oder hast du das erwartet? Ja, natürlich habe ich es gehofft und hatte auch die Zuversicht, dass es dann am Ende so kommt. Und wir haben ein klares Motto und das lautet immer, dem Prozess zu vertrauen und der tagtäglichen Arbeit zu vertrauen. Dass du konstant im Training, in den Videoanalysen, dass du einfach jeden Tag versuchst, ans Maximum zu gehen.
Und wenn du dann als Trainer, ähnlich wie Stefan das jetzt auch eben beschrieben hat, dann natürlich auch merkst, mit den Jungs geht es gemeinsam in eine Richtung. Der Verein ist komplett klar, was wir wollen. Und das ist vielleicht nicht mehr der HSV, der vor ein paar Jahren dann aufgrund der großen Stadt und des tollen Stadions und der Geschichte dann irgendwie davon gesprochen hat, dass man jetzt wieder ganz andere Saisonzäle ausrufen möchte, sondern dass wir klar wussten, wo wir herkommen und wo wir hinwollen.
Und das hat uns allen immer die Zuversicht und das Vertrauen auch gegeben, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und ehrlicherweise für mich als Typ, es gibt ja auch nichts Geileres, wenn jemand sagt, die können es nicht, die sind zu jung, stell um auf Viererkette, der und der muss spielen und jeder weiß es besser.
Aber am Ende ist halt entscheidend, was die Mannschaft und das Trainerteam da auch so macht. Und wir sind immer cool geblieben, wir wussten, wo wir herkommen, wir wussten aber auch, wo wir hinwollen. Und ja, wie sagt man so schön, ich glaube, Stefan übernimmt es dann gerne, am Ende kackt die Ente. Stefan, Stefan. Das ist ein sehr guter Punkt. Das ist ein sehr guter Punkt.
Hinten kackt die Ente, so heißt das. Habe ich noch nie gehört. Aber jetzt weißt du. Ist doch egal. Oli Kahn, Merlin, weiß auch, was der HSV für eine Wucht entwickeln kann. Die waren lange in der 2. Liga, sind jetzt drin geblieben. Aber traust du denen zu. Ich möchte jetzt nicht vom Europapokal der Landesmeister sprechen, aber von alter Größe, weil das Umfeld, das Stadion, das alles passt ja wirklich, ne?
Ja, aber das hat man ja die letzten Jahre und Jahrzehnte immer mal wieder gehört. Ich glaube, dass man da sehr gut beraten ist, jetzt erstmal alles richtig einzuordnen, dass es erstmal auch ein Erfolg ist, jetzt die Liga wieder gehalten zu haben. Und es gab ja einen Moment vor ein paar Spieltagen, wo man ja so das Gefühl hatte, der HSV kommt immer Stück für Stück weiter runter.
Und es ist in so eine Dynamik reingekommen, die ja sehr gefährlich ist. Und die Qualität eines Trainers erkennt man immer dann, dass er in der Lage ist, so eine Dynamik negativ wieder zu drehen ins Positive. Und ich glaube, irgendwann haben sie dann wieder angefangen, ihre Spiele zu gewinnen und haben die Saison jetzt für sich sehr, sehr erfolgreich beendet.
Und das zeigt einfach auch jetzt mit den Entscheidungen, die sie treffen, was Führungspositionen im Klub angeht, auch sehr nach vorne gedacht, nicht immer nur rückwärts gewandt oder so das Übliche zu tun, was so im Fußballbusiness gemacht wird. Das zeigt schon, dass der HSV da auf einem interessanten und spannenden Weg ist.
Aber ich wäre immer vorsichtig, gleich wieder jetzt hier die ganz großen Ziele auszurufen. Weil du natürlich sie auch kennst vom FC Bayern, Katlin Krüger wird jetzt Vorstandsvorsitzende dort. Sie war beim FC Bayern in einer anderen Position. Was ist das für eine Personalie, die der HSV sich da jetzt gesichert hat?
Was kannst du über sie sagen? Ich habe mit Katlin vier Jahre gearbeitet, die damals ja Teammanagerin gewesen ist. Also sehr, sehr eng und nah an Team mit den Spielern gearbeitet, die alle immer nur das Beste gesagt haben, was Organisation und so weiter anbelangt. Man hat sie auch immer angemerkt, dass sie jemand ist, die sich immer auch weiterentwickeln möchte, die mit ihrem Ist-Zustand eigentlich nie so richtig zufrieden war, immer noch ein Stück weiter.
Das heißt, sie hat sehr viel Erfahrungen mit Team und Team-Dynamik, wo sie natürlich noch nicht so erfahren ist, wenn es um Transfergeschäft geht und all diese ganzen Thematiken. Aber ich glaube, beim HSV denkt man da eher arbeitsteilig, dass man sagt, okay, den Part, den kann zunächst mal natürlich immer in Zusammenarbeit jemand anders übernehmen.
Aber so wie ich sie kennengelernt habe, ist sie unglaublich entwicklungsfähig und ich glaube, es ist ein sehr spannender und auch richtiger Schritt. Merlin, diese Personalie, Kathleen Krüger in Zusammenarbeit mit Klaus Koster. Mit dir als Cheftrainer, steht vor euch wieder so ein großer Umbruch, Weil viele der Spieler, die jetzt Leistungsträger waren, wieder zu ihren Vereinen zurückgehen, Kaufoptionen vielleicht zu teuer sind.
Ist das das, was euch im Sommer erwartet? Ja, es wird sicherlich wieder eine Herausforderung sein, dann eine Mannschaft zusammenzustellen, die Woche für Woche auch realistisch um Punkte kämpfen kann. Aber ehrlicherweise haben das vermutlich andere Vereine auch. Und der Umbruch oder die Chance, die wir im letzten Sommer gehabt haben, dass wir gesagt haben, okay, wir sind nach sieben Jahren der zweiten Liga wieder zurück.
Und wir haben die Möglichkeit, auf eine neue Art und Weise Fußball zu spielen und uns selbst zu definieren. Das war ein Riesenschritt im letzten Sommer. Und jetzt bauen wir auf etwas auf, was sehr erfolgreich war in unserem Rahmen, was uns auch eine Überzeugung gibt für die nächsten Schritte. Und Olli hat es jetzt ja gerade schon beschrieben, die Momente, die ich jetzt auch mit Kathleen schon haben durfte, waren sehr positiv, waren voller Energie und Euphorie für die gemeinsame Zusammenarbeit.
Und sie kommt hier in einen Verein rein, der zusammensteht, der klar ist, was er haben will. Und deshalb freue ich mich sehr auf diese Phase jetzt auch im Sommer. Ihr habt gestern, Merlin, einen Torhüter spielen lassen, der in der Winterpause gekommen ist und über den spricht jetzt Ruth in unserer Rubrik.
Heute ist der Tag der Torhüter bei uns im Doppelpass. Der HSV hat da eine echte Entdeckung gelandet. So sieht es jedenfalls aus. Der junge Norweger Sander Tangvik. Er hat gestern sein Bundesliga-Debüt gegeben und das wirklich tadellos gemacht gegen Leverkusen. Er hat sogar den Elfer von Patrick Schick pariert. Insgesamt 7 Torschüsse pariert.
Keine wirklichen Fehler gemacht. Er ist eben einer, auf den man gucken darf. Also 23 Jahre jung. Leider eben kein deutscher Torhüter. Könnten wir vielleicht hier nochmal über die Nationalmannschaft sprechen? Nein, der HSV hat ja eben Daniel Heuer-Fernandes im Tor, der auch sehr stark pariert. Der saß auf der Bank, jetzt durfte der junge Tangvik ran und hat da auf alle Fälle ein mega Bundesliga-Debüt hingelegt.
Also der HSV hat nicht nur die Klasse gehalten, sieben aus den letzten möglichen neun Punkten geholt, sondern einen vielversprechenden jungen Torhüter in seinen Reihen. Was hat denn Ausschlag gegeben für dich, den jungen Norweger spielen zu lassen, der möglicherweise ja sogar noch auf den WM-Zug aufspringen kann?
Hat er einfach im Training gezeigt, dass er es sich verdient hat? Oder wie waren eure Überlegungen im Trainerteam? Ja genau, wir haben ja im Winter uns bewusst dann auch auf der Position dann nochmal so verändert, dass wir etwas mit Überzeugung machen wollten. Und Sander hat jeden Tag im Training alles dafür gegeben, dass nicht nur Ferro dann eine tolle Saison spielen konnte, sondern vor allem, dass die Mannschaft auch besser geworden ist.
Und wir haben überhaupt keine Spielzeit irgendwie zu verschenken, aber wir belohnen Einsatz und Qualität. Und deshalb war es für mich nur eine Frage der Zeit, wann ich ihm dann auch dieses Spiel geben möchte. Die sportliche Situation hat es dann nochmal ein bisschen einfacher gemacht, dass es dann auch definitiv so gekommen ist. Und ich bin auch fest davon überzeugt, dass er nicht nur in Hamburg, sondern im besten Fall dann auch in der Nationalmannschaft im Sommer jetzt schon die nächsten Schritte wieder gehen kann.
Merlin, wie wird dein Sommer aussehen? Wie viel Verschnaufpause gibt es jetzt wirklich? Und wie schaffst du es, die Akkus wieder aufzuladen, damit ihr in der neuen Saison wieder so eine überzeugende Leistung zeigt? Alle zusammen. Ja, es war natürlich extrem intensiv, weil es nicht nur, ob man jung oder ein alter Trainer ist, aber das erste Mal Bundesliga ist schon was Besonderes.
Und auch wenn ihr jetzt mit einer guten Stimmung gerade in München zusammensitzt, meine Erinnerung an unser Münchenspiel am Anfang der Saison war nicht so positiv. Und da gab es eher was zu lachen auf der anderen Seite. Das war schon intensiv. Und wenn du da Momente hast, auch in der Rückrunde, wo sich bei uns im Verein ein bisschen was verändert hat, wo wir ein, zwei Spieler-Themen hatten, das zehrt natürlich dann auch nicht nur an den Nerven, sondern auch generell an der Power, die man hat.
Aber wenn man dann spürt, wie alle gemeinsam in eine Richtung gehen, dann stimmt es mich sehr, sehr zuversichtlich für das, was noch kommt. Und deshalb heißt es für mich jetzt aber auch, erst noch gemeinsam die nächsten Tage mit dem Trainerteam die Saison nachzuarbeiten. Wir wollen da nicht nur Katlin, sondern auch für uns generell eine gute Analyse haben, um die nächsten Schritte dann zu machen.
Und dann wird es ausgespannt. Die Weltmeisterschaft werde ich dann auch vor Ort verfolgen und dann sicherlich den einen oder anderen Moment auch in Ruhe mit meiner Freundin, mit meiner Familie haben, um abzuschalten, um dann noch wieder hochzufahren. Sei dir gegönnt, gute Erholung und gute Nacharbeit einer tollen Saison.
Der HSV ist zurück in der Bundesliga, haben wir vor der Saison gesagt, und bleibt in der Bundesliga und das sehr sicher auch Verdienst von Merlin Polzin. Vielen, vielen Dank, Grüße nach Hamburg. Und meine Damen und Herren. Sie haben es vielleicht an seinem Mikrofon schon gesehen, das Zeichen der Frauen-Bundesliga drauf.
Gleich gibt es nämlich da im Volkspark um 14 Uhr das Spiel der HSV Frauen gegen die Bayern-Frauen, die das Double gewonnen haben. Das gibt es live bei uns bei Sport1 zu sehen. Und wir kommen zu einem Trainer, der Stefan auch großes Lob verdient, wie ich finde, Sebastian Hoeneß, der mit seinem VfB Stuttgart die Champions League erreicht hat.
Wie hoch ist das zu ranken nach allem, was in den letzten Jahren auch an Abgängen zu verzeichnen war? Ja, auch nicht nur das. Also er kam ja in einer unfassbar schwierigen Situation zum VfB, hat sie da stabilisiert relativ schnell, wo es schon fast in die zweite Liga ging. Das konnte er verhindern und hat dann Stück für Stück diese Mannschaft wirklich aufgebaut zu einer Top-Mannschaft.
Und dann die Verluste, die er eben auch hatte mit Anton, wichtiger Spieler gewesen, Gürassi. Er hat es immer wieder geschafft, eben neue Spieler in diese Mannschaft einzubauen. Und das ist jetzt die absolute Bestätigung, finde ich, dass das ein absoluter Top-Trainer ist, weil wenn du das bestätigst, wieder mit der Qualifikation der Champions League, sie haben nächste Woche noch das Pokalspiel in Berlin gegen Bayern München, dann ist das herausragende Arbeit.
Also wenn man zwei Trainer oder vielleicht drei nehmen kann, die herausstechen in der Bundesliga, Sebastian Hoeneß gehört auf jeden Fall dazu. Auf jeden Fall. 2 zu 2 gestern. Das Spiel in Frankfurt am Ende. 2 Elfmeter für die Eintracht. Wir schauen, ob das Tor des VfB weiter. Er ist letztlich schon auch Sebastian Hoeneß Material, um irgendwann mal den FC Bayern zu trainieren.
Ja, da macht ja keinen Hehl draus. Sogar der VfB-Chef Werler hat ja gesagt, eines Tages wird er Bayern-Trainer. Ich glaube, Uli hat es auch schon mal gesagt. Wobei, ich glaube, es ist eine kluge Entscheidung, dass er erst mal noch in Stuttgart geblieben ist. Er hätte ja möglicherweise, wann ist Kompany gekommen?
Vor zwei Jahren schon die Chance gekriegt. Also wurde auf jeden Fall gehandelt. Wurde gehandelt. Ich glaube, der ist da sehr geerdet. Und mal schauen. Kann natürlich auch sein, dass er schon geworden ist. Was sagst du? Meister ist er schon geworden. Seine Entwicklung ging ja bei den Bayern-Amateuren damals los.
In der dritten Liga. Und ist gleich Meister geworden. Und da hat er schon die ersten Ausrufezeichen gesetzt. Und seitdem, muss man ja sagen, geht er seine Entwicklung in Hoffenheim gelernt, in Stuttgart kontinuierlich nach oben. Das ist schon sehr außergewöhnlich. Ich würde mich nicht wundern, wenn er in einer Woche da was in der Hand hat.
Du glaubst, dass der VfB eine Chance hat im Pokalfinale? Ich weiß, ich bin in München, aber das würde mich sehr wundern. Ich finde es nicht so ausgeschlossen, Freunde. Ich weiß, dass Stefan da auch durchaus so denkt, dass der VfB da was holen kann. Das ist kein ausgemachtes, was du mir vorhin gesagt hast.
Nein, ausgeschlossen ist es nicht. Da gebe ich dir recht, das ist nicht ausgeschlossen. Vor allem, wie Sie sich präsentiert haben. Der VfB in den letzten Wochen, das ist wieder eine gefestigte Mannschaft. Mit unglaublicher individuellen Qualität. Das ist ein offener Fight. Wir können uns alle freuen auf so ein Pokal-Spiel.
Champions-League-Qualifikanten trifft. Ja, also es wird auf jeden Fall... Wir frisant. ...wird auf jeden Fall... Aber ich glaube auch tendenziell Favorit ist der FC Bayern. Ja gut, aber was sollst du denn als Bayern-Legende auch anderes sagen? Stefan, was ja interessant ist, du weißt es ja auch noch, du bist jetzt Champions-League ausgeschieden, dann warst du ja frühzeitig schon deutscher Meister.
Das heißt, du hast ja immer so einen schleichenden, minimalen Spannungsverlust. Wir haben das schon erlebt. Ja, das ist nicht so, oder schätze es nicht, das ist nicht so einfach. Und jetzt kommt nochmal ein Highlight. Und jetzt musst du es wieder ganz hochfahren. Und das ist schon, wenn sie das hinbekommen, das ist so ein bisschen die Krux, wenn sie das hinbekommen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es Probleme gibt.
Also wo es irgendwie anders aussieht, ist bei der Eintracht. Die verpassen das internationale Geschäft. Schießen zwar zwei Elfmetertore durch Johnny Burkhardt, der 20.000 Euro Strafe bezahlt hat unter der Woche, weil er den Trainer im Dortmund-Spiel beschimpft hat, Riera... Auf sich aufmerksam, vor allem in den Pressekonferenzen durch merkwürdige Aussagen. Wie ist das?
Ist das noch zu kitten? Ist das vorbei? Muss das vorbeigehen? Ja. Nein, ja, ja. Definitiv nicht mehr zu kitten. Das sehen, glaube ich, auch alle Beteiligten so. Das, glaube ich, können wir an der Stelle streichen. Also das, was man aus Frankfurt hört, ist sehr, sehr klar, dass das einfach ein Fehlgriff war.
Markus Kröschel ist ein total mutiger Manager, mutiger Entscheider. Das ist auch gut so. Das soll er auch in Zukunft bleiben. Nichts wäre schlimmer, wenn er daraus jetzt die Lehre zieht und dann auf die üblichen Verdächtigen geht. Also er war immer dann gut, wenn er besondere Wege gegangen ist. So, das hat jetzt einfach nicht funktioniert.
Das war vielleicht auch eine zu große Veränderung während der laufenden Operation, sage ich mal. Da jetzt einen Chefarzt zu nehmen, der ganz viele Dinge anders ansieht und sehr viel umstrickt, umstellt, das hat Eintracht Frankfurt nicht geschafft, die ja nicht stabil waren in dem Moment. Dementsprechend dann jetzt sauber einen Strich zu ziehen, aber auch nicht zwei oder drei Spieltage vor Schluss dann zu sagen, aus einer Emotion heraus, danke, sondern die Saison zu Ende zu bringen, zu sagen, haben wir falsch eingeschätzt, finde ich völlig okay.
Und ich glaube, dass Frankfurt ein wahnsinnig interessanter Verein, auch nächstes Jahr, ist ja vergleichbar mit Leipzig vielleicht die Situation, die in dieser Saison keinen Europapokal gespielt haben. Also da jetzt einen Trainer zu holen, der dann wirklich sich auf Tagesgeschäft Bundesliga, der DFB-Pokal konzentrieren kann, das ist schon interessant.
Ich breche das mal runter. Es ist keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit. Wenn du die Spieler nicht hinter dir hast und die Fans sich noch richten gegen dich, wie soll das funktionieren? Wir haben vorhin dieses Plakat gezeigt, wir können es ja noch mal. So mit zwei Sätzen mal. Nee, ich habe es sehr kurz gemacht. Alles gut, alles gut.
Tobi, du darfst nicht über jedes Stöckchen springen, was dir der Stefan hinhält. Das mache ich aber sehr gerne. Das habe ich in den Jahren schmerzhaft lernen müssen. Keiner hält die Stöckchen so schön wie du. Nein, aber dieses, wenn... Drei Euro. Okay, komm, rein damit. Aber dieses Plakat, natürlich ist er dazu befragt worden, Albert Riera in der Pressekonferenz, wie er das sieht.
Und er hat es auf seine Art und Weise erklärt und sich dazu positioniert. Es ist ganz einfach. Wenn du nicht gewinnst, bist du nicht gut genug. Das ist mein Beruf. Man muss gewinnen, um gut zu sein. Deswegen akzeptiere ich das. Aber ein Verein, und ich habe bewusst das Wort Verein gesagt, ein Verein besteht nicht nur aus einer Person.
Jetzt sprechen wir sehr oft über den Trainer. Das Wichtigste sind aber die Spieler. Sie müssen besser performen. Der Trainer muss die Dinge besser machen, bessere Lösungen finden. Da gibt es viele Dinge im Verein. Ich akzeptiere die Kritik und auch wenn ihr es so seht, ich bin nicht alleine. In einem Verein sind viele Menschen und jeder Einzelne muss die Verantwortung übernehmen. So sieht es aus.
Ich kann nur über mich sprechen. Ich akzeptiere die Kritik. Wenn du nicht gewinnst, bist du nicht gut genug. Wenn du gewinnst, bist du der Beste der Welt. So ist es nun mal. Also wenn ich was dazu sagen darf. Ich bitte darum. Wenn du als Trainer sagst, ich akzeptiere die Kritik, aber die Spieler sind schuld, dann hast du schon so eine Distanz geschaffen.
Das kriegst du nicht mehr aufgeholt. Das hatte ich auch schon mal in der Nationalmannschaft. Da kommt der Trainer am ersten Tag hin und sagt, wir machen jetzt meine Strategie, ihr setzt euch voll dafür ein, das ist mein Versprechen. Und wenn es nicht läuft, übernehme ich Verantwortung. Und wenn es läuft, packe ich euch in den Vordergrund. Und natürlich als Spieler denkt man sich, boah, Schutz, wir reden ja auch über Sicherheiten, hatten wir vorher mit, naja, man will Sicherheit als Spieler, ja, Fehler werden passiert, aber man will ja nicht direkt erschossen werden.
Dann kam der erste Fehler von einem Co-Kapitän, der bei einem sehr großen Verein gespielt hat, in einem Länderspiel in dem Fall. Und im Interview danach hat der Trainer gesagt, wir haben verloren, der hat den Fehler gemacht, der bekommt jetzt eine andere Rückennummer und der wird noch nach hinten gestellt.
Also nicht mehr so offensiv spielen, sondern nach hinten. Und eigentlich haben wir da schon in einen Bock geschossen. Also das heißt, wenn man Fehler macht, ist man sofort raus und man sofort entschuldigt. Und so kann man nicht mit einer Mannschaft umgehen, so kann man auch nicht mit Menschen umgehen.
Das Kind ist schon weit in den Brunnen gefallen. Deshalb, der kann allen einen Gefallen tun. Und Markus Grosche wird das so entscheiden. Und das fing eigentlich von der ersten Pressekonferenz an und zog sich durch. Und letztlich hat es da nie eine Einheit geben können. Wir werden ihn vermissen, seine Pressekonferenz. Das muss man schon sagen. Wir haben fast die Qualität von Donald Trump.
Du treibst aber ganz oben ins Regal. Na gut, aber es ist nicht der einzige Trainerposten, der mutmaßlich neu zu besetzen ist in dieser Saison. Oh, du hast die Aufgabe übernommen, da mal zu schauen. Wo könnte sich was tun und welche Geschichten sind noch nicht ganz geklärt? Das ist so. Also da stehen noch einige Entscheidungen an. Es sind acht Trainerpositionen so ein bisschen in der Schwebe.
Also Albert Riera, Eintracht Frankfurt habt ihr schon angesprochen. Da ist eine Entlassung wahrscheinlich. Eugen Polanski, Gladbach, hat Vertrag bis 2028, aber trotzdem ist die Zukunft noch unsicher. Alexander Blessin mit dem FC St. Pauli könnte mit in die 2. Liga gehen, hat da auch einen Vertrag dafür.
Aber es gibt noch kein klares Statement, wie Sie weitermachen wollen. Manuel Baum in Augsburg hat es ja fast bis in den Europapokal geschafft als Abstiegskandidat. Aber er hat ja zum Amtsantritt im Dezember gesagt, dass er eigentlich wieder zurück als Leiter Entwicklung und Innovation gehen will. Also auch da Fragezeichen. Marie-Louise Eter hat bei Union Berlin Geschichte geschrieben als erste weibliche Trainerin, hat die Klasse gehalten, aber sie übernimmt ja die Bundesliga-Frauen von Union Berlin, also wer wird Nachfolger oder Nachfolgerin?
Dieter Hecking, jetzt erstmal noch Relegation mit dem VfL Wolfsburg und dann läuft der Vertrag aus, also auch hier die Zukunft unsicher, vielleicht geht er ja aber auch als Sportboss bei den Wölfen dann weiter in die Zukunft. René Wagner steht auch noch vor der Beförderung von Interims zum Chefcoach in Köln. Aber auch da steht noch eine Analyse aus.
Und jetzt haben wir zum Schluss Kaspar Juhlmann bei Leverkusen. Bisher gab es noch kein Bekenntnis vom Verein. Also ich glaube, es steht ein sehr interessanter Sommer an mit vielen Entscheidungen. Ja, ein paar Vereine wie der FC Bayern haben Ruhe, sind gut aufgestellt. Das waren ja alle jetzt, fast alle Vereine. Das waren schon eine ganze Menge.
Ich habe mich gerade gefragt, was eigentlich mit Vincent Kompany, wieso? Der sitzt sicher im Sattel. Bis Samstag. Aber Caspar Jülmen in Leverkusen, ist das auch schon zu Ende erzählt? Er kam zum dritten Spieltag nach Erik Ten Hag, hat dann früh gewechselt und irgendwie jetzt trotzdem das Gefühl, Rückrunde war schwächer als die Hinrunde.
Es ist ein bisschen Energie raus. Ich glaube, er war der richtige Mann für die richtige Situation. Vielleicht das Pflaster auf der Wunde, das da zu Beginn der Saison geklafft hat. Sehr viele ganz große menschliche Komponenten, die er eingebracht hat, um erstmal wieder die Gruppe zu formen und da wieder eine Mannschaft auf den Rasen zu kriegen.
Jetzt gehen sie ja mit einem, kann man fast sagen, wunderschönen blauen Auge aus der Saison. Also da hätten ja auch einige damit gerechnet, dass sie im Europapokal gar nicht mehr ankommen. Und jetzt ist aber die Überzeugung, ich glaube, gerade auch im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern gewachsen, weil sie es da gerade auch wirklich mental, aber auch fußballerischen Ideen überhaupt nicht geschafft haben, auch eine Ansatzweise auf Augenhöhe zu kommen.
Das war wirklich ein Klassenunterschied im Pokal-Halbfinale, muss man sagen. Und da habe ich schon relativ klar in Leverkusen im Stadion an dem Abend gehört, die Saison machen wir jetzt definitiv zu Ende. Gab dann ja auch nochmal echt einen kleinen Turning Point auch in der Liga. Aber da wird es eine Veränderung geben. Draußen wurde mir gerade von einigen Fans hier gesagt, der Nagelsmann ist ja eh im Sommer weg.
Also ich fände das ja... Ach stimmt, das haben wir vergessen in der Liste. Ich fände, ich kenne ja Rudi Völler, der ist ja ein großer Julian-Nagelsmann-Fan. Ich fände das ja wahnsinnig reizvoll, wenn es da im August weitergeht. Das ist ja eine wilde Theorie. Das sind ja jetzt hier... Das ist ja eine steile Theorie. Kurz am Ende von so einem Statement kommen da noch mal ganz, ganz neue Theorien.
Und jetzt sind wir wieder in unserer Runde und Neven vorbildlich, wirklich vorbildlich sagt, ich muss gleich noch was ins Schweinchen werfen, weil du gesagt hast, das Kind ist ja in den Brunnen gefallen, was wunderbar passt und Thema, den wir gleich kommen werden. Genau, wir werden nämlich gleich den Inhalt des Phrasenschweins der ganzen Saison verteilen an zwei Stiftungen.
Achso, ich dachte. Was? Ich dachte so. Du hast dich da nicht empfohlen dafür. Aber wo kommt denn hier die Schärfe rein, also das war ja auch ein Zitat, aber das machen wir gleich, wir wollen gleich die, die es ist böse, ja Tobi es tut mir leid. Tempo, hat man mir aufs Ohr gesagt. Und damit gebe ich schnell rüber zu Ruh.
Soll ich Zeit reinholen jetzt, meinst du? Nein, aber wir wollen natürlich auf die weiße Weste in dem Zusammenhang blicken. Und wir wollen auch über den BVB ganz kurz sprechen, denn der kommt uns ja fast zu kurz in der Sendung, obwohl er die beste Saison seit sieben Jahren spielt, die beste Defensive abgeliefert hat und natürlich auch seit dem 15.
Spieltag auf Rang 2 steht. Also fast unbemerkt haben sie sich da so gemausert. Und wenn wir zur weißen Weste kommen, zu den zu Null Spielen, Dann ehren wir jetzt Gregor Kobel, der mit seinen 15 zu 0 Spielen Vereinsrekord aufgestellt hat und demnach auch das Weiße-Weste-Ranking anführt und 7500 Euro von schöner Wohnen Polarweiß dafür für einen guten Zweck erhält.
Das zum einen darf einen kurzen Applaus natürlich auch bekommen, aber wir machen weiter, denn jetzt kommen wir natürlich generell zu unserem Weiße-Weste-Ranking. Das Geld aus dem Fraßenschwein kommt dazu. Herzlichen Dank an alle, die im Laufe der Saison gespendet haben. Aktuell 25.500 rundum. Das zusammen führt zu einer tollen Summe. Ich übergebe an die Protagonisten. Dankeschön, Ruth.
Bei uns ist Christian Beek. Das ist ein sehr guter Team. Ihr habt die Schecks wieder dabei. Es ist eine gute Summe zusammengekommen, richtig? Tatsächlich. Zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen. Die Torhütern, die den Torwart Award gewonnen haben, gratulieren. Ohne die Torhüter wären wir nicht hier. Und tatsächlich, neben den rund 32.000 Euro, die zusammengekommen sind, durch die Spenden für die Nullspiele und das Phrasenschein.
Wir haben in der Firma zusammengesessen und haben überlegt, dass wir das aufstocken auf 40.000 Euro. Sehr schön. Und das teilen wir auch. Du hast die großen Schecks dabei. Die gehen zum einen an die Welfare-Stiftung von Nevin Subutic. 20.000 Euro. In teurer Manier seit vielen Jahren. Und ich habe dann noch das Glück, die Olli Kahn Stiftung auch jetzt hier unterstützen zu können von unserer Firma aus mit 20.000 Euro auch wiederum.
Und wir haben tatsächlich nochmal geschaut, in 2012, in 2013 hat man das auch schon gemacht, weil es auch ein ganz toller Zweck ist, den ihr verfolgt mit eurer Stiftung. Also beide Stiftungen, super Zweck und wir unterstützen das gerne. Und bevor ihr beide euch, glaube ich, im Namen eurer Stiftung da noch mit ein paar Worten bedanken könnt, wollen wir unseren Zuschauerinnen und Zuschauern mal zeigen, was die Stiftungen machen, sowohl die Wellfair als auch die Olli-Kahn-Stiftung.
Oliver Kahn und Neven Subotic. In ihrer aktiven Zeit absolute Führungsspieler. Fußballer durch und durch. Der eine glänzt im Tor, der andere in der Innenverteidigung. Ein Duo, das auf dem Platz immer Verantwortung übernommen hat. Aber nicht nur dort, auch neben dem Platz werden sie sich ihrer privilegierten Stellung bewusst, wollen etwas zurückgeben.
Neven Subotic seit 2006 sozial engagiert. Mit seiner Stiftung Welfare kümmert sich der ehemalige Dortmunder um Trinkwasser und Sanitärprojekte in Ostafrika. Für ihn unerträglich, dass Millionen von Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Auch der ehemalige Bayern-Keeper hat die Oliver-Kahn-Stiftung ins Leben gerufen.
Seit mehr als zehn Jahren macht er sich dafür stark, dass junge Menschen die gleichen Chancen haben, egal aus welchen Verhältnissen sie kommen. Durch diverse Sport- und Bildungsprogramme sollen Mädchen und Jungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden. Starke Projekte von zwei starken Persönlichkeiten. Oliver Kahn und Neven Subotic.
Vielen die gespendet haben. Vielen, vielen Dank. Neven, was bedeutet das für die Stiftung, so eine Summe zu bekommen? Und während du antwortest, übrigens für sie zu Hause, der Hinweis QR-Code eingeblendet, abscannen, dann kommt man direkt auf die Welfare Stiftung und kann sich informieren. Auch wenn man was spenden will, findet man, glaube ich, da einen Hinweis.
Neven, was bedeutet das, so eine Summe zu bekommen? Ganz einfach kann man das hochrechnen. Also es kostet circa Euro pro Person, um Wasseranlagen in den ländlichen Regionen da zu realisieren und vor allem für Frauen, die täglich vier, fünf oder manchmal auch sechs Stunden oder mehr unterwegs sind, um Wasser zu tragen, ersparen sie diese Zeit und das Wasser ist sauber.
Es stärkt also die Menschenwürde, die Gesundheit und schafft auch Bildungschancen, weil wenn es die älteste Tochter ist, die jetzt nicht mehr sechs Stunden unterwegs ist, um Wasser zu holen, kann sie in die Schule gehen und damit eine bessere Zukunftsperspektive schaffen. Eine tolle Geschichte, haben wir schon mehrfach gesagt. Und gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Menschen mit Spritpreisen und anderen Dingen zu kämpfen haben, ist es schwierig, Geld zusammenzukriegen.
Das weiß auch Oliver Kahn. Und deshalb sind die 20.000 Euro, glaube ich, auch ein durchaus nennenswerter Betrag, der der Oliver-Kahn-Stiftung hilft. Auch da jetzt gleich QR-Code eingeblendet, wenn man sich informieren will. Was war dein Hintergedanke hinter dieser Stiftung und wie wollt ihr die weiterentwickeln?
Ja, Persönlichkeitsentwicklung, der Beitrag hat es ja ein bisschen angedeutet, Persönlichkeitsentwicklung von sozial benachteiligten jungen Menschen und wir haben ein ganz, ganz großes Projekt im Moment in Berlin. Wir haben bereits schon den Fußballplatz dort gebaut, auf einem Grundstück. Das heißt, wir nutzen den Fußball als Katalysator, um die jungen Menschen erstmal zu uns zu bekommen.
Aber Fußballspielen allein reicht nicht. Natürlich lerne ich da als junger Mensch sehr, sehr viel. Es geht auch um eine Bildungseinrichtung. Das heißt, diesen jungen Menschen dann Möglichkeiten zu geben, sich weiterzubilden, sich auszubilden, einfach eine Perspektive zu schaffen. Und das ist anspruchsvoll, so ein Gebäude da jetzt in Berlin hinzustellen, aber da hilft uns natürlich so ein Betrag natürlich beträchtlich weiter.
Deswegen nochmal vielen Dank und viele Phrasen dreschen dann auch in Zukunft. Auch uns ist Verlass, was das angeht zumindest. Man kann, glaube ich, auch eine Reise gewinnen zu Deutschland-Ecuador bei der WM, wenn man da mitmacht, wenn man spendet. Also dann Manuel Neuer im Tor der deutschen Nationalmannschaft.
Genau, wir haben gemeinsam mit VI Prize, mit VI Prize haben wir noch eine Aktion ins Leben gerufen. Das heißt, jeder kann dort auf die Website gehen und kann einen Betrag spenden. Und zu gewinnen gibt es in der Tat eine Reise in die USA zu einem Spiel. Also einfach mal auf die Webseite gehen, viprice.com und mal schauen, was man so machen kann.
Also wir wünschen euren beiden Stiftungen viel Erfolg. Hoffen, dass wir einen kleinen Teil dazu beigetragen haben. Ganz sicher ist es bei Schöner Wohnen Polarweiß so. Vielen, vielen Dank, Christian Beek. Wie immer für die Unterstützung ist gut, solche Partner an der Seite zu haben. Und danke euch beiden und setzt das Geld gut ein.
Ich weiß, dass das bei beiden Stiftungen gewährleistet ist. Vielen Dank, Christian Beck, nochmal. Dankeschön. Und wir machen nochmal ein paar Hinweise von unserem Sportwettpartner und sind in nicht mal anderthalb Minuten wieder zurück, hier beim Doppelpass. Also, bis gleich. Wir sind schon wieder zurück bei uns im Doppelpass und wollen jetzt, wo wir so in die letzte halbe Stunde gehen. Tobi, schaut mich so böse an.
Kannst du mir verzeihen? Ich verzeihe dir. Ach gut, ich bin beruhigt. Schauen auf den FC Bayern. Was war das für eine unglaubliche... Ihr seid aber auch empfindlich. Ihr seid doch nicht immer so empfindlich. Okay, okay, okay. Ja, das schaut euch auch schon wieder so streng an. Ich habe nichts verstanden.
Was hast du gesagt? Empfindlich, ich habe es jetzt nicht mal so empfindlich. Eingangs sprechen wir über Oliver Baumann und dessen Emotionen. Jetzt bin ich empfindlich. Also so langsam verliere ich hier die Klarheit in dieser Runde. Mehr Klarheit, Olli, bitte. Norman Solle, das schaut auf eine Rekordsaison des FC Bayern zurück.
Das war schon unglaublich, wie die durch dieses Bundesliga-Jahr sich gezaubert haben geradezu. Gründe für eine feuchtfröhliche Feier gibt es genug. Bayern München schraubt seine Titelsammlung auf 35 deutsche Meisterschaften und erzielt in der Saison überragende 122 Liga-Treffer. 21 Tore mehr als je zuvor.
Bayern pulverisiert damit einen Uraltrekord aus dem Jahr 1972. 72. Wenn es am schönsten ist, soll oder muss man aufhören. Leon Goretzka verlässt die Bayern nach acht Jahren, sieben Meisterschaften und 211 Bundesligaspielen. Mit Goretzka geht der Inbegriff der Zuverlässigkeit. Und Vincent Kompany ist der Inbegriff der Ruhe und Gelassenheit.
Auch damit gelang es ihm, die Bayern nach 2020 erstmals auch international zurück an die Spitze zu führen. Bayern gehört wieder zu den Top-Teams Europas. Und könnte nächste Woche mit dem Gewinn des DFB-Pokals das erste Double seit sechs Jahren schaffen. Ein Titel, der allerdings auch fast notwendig ist, damit sich eine magische Saison auch weiterhin magisch anfühlt.
In der Bundesliga sind die Bayern allerdings mittlerweile so abgehoben, dass wir glauben, die 36. Meisterschaft wird Bayern München nächstes Jahr feiern. Oder glaubt jemand hier in der Runde, dass es jemand anders nächstes Jahr schaffen kann, Walter? Nee, also ich würde es gerne glauben, aber die Überlegenheit der Bayern ist so gigantisch.
Na, vielleicht wenn Real Madrid, wenn es einen Kompadier kauft und die ein Trainerproblem kriegen. Und Kane geht noch und Dias, Olyse geht noch. Nein, das wird ja nicht passieren. Freunde, es passiert doch nicht. Es ist alles Gutes, Bild-Zeitung. Ja, ja, ja. Okay, okay, okay, okay. Jetzt musst du dich entschuldigen bei mir, ne? Ich bin auch tief getroffen jetzt.
Ja, wir brauchen mehr Klarheit hier. Olli, was steht über dieser Saison des FC Bayern? War das zu erwarten, dass das so gut funktioniert, dieses Jahr? Wenn man noch mal ein bisschen zurückgeht, hat ja alles angefangen mit, sag ich mal, überhaupt erst mal den richtigen Trainer zu finden. Und ich glaube, da waren viele Fragezeichen.
Auch bei uns allen irgendwo, Vincent Kompany ist ja jetzt kein Trainer, den man unbedingt auf der Rechnung hatte, der jetzt auch nicht auf sich aufmerksam gemacht hat, dass er schon besondere große Top-Teams trainiert hat. Das ist eine gewisse Ironie, wenn man überlegt, Beim FC Bayern bist du ja immer nur auf der Suche nach dem nächsten Ancelotti, Pep Guardiola, immer nur oberstes, oberstes Regal, was die Trainer anbelangt.
Und dann kommt erst mal so ein, ja, unbekannt jetzt nicht, aber doch jemand, den keiner auf der Rechnung hatte. Und der führt dieses, und das ist wirklich grandios, und der führt nicht nur die Mannschaft, sondern der Trainer des FC Bayern, der muss mit den Verantwortlichen umgehen, der muss das Umfeld managen können und macht das auf eine wirklich exzellente Art und Weise.
Und das zeigt halt, dass wenn der Trainer und Mannschaft funktioniert, ist das natürlich beim FC Bayern schon sehr, sehr viel wert. Und Vincent Kompany ist meines Erachtens jetzt im obersten Regal angekommen als Trainer. Du hast das damals erlebt in Dortmund mit einem Jürgen Klopp. Der plötzlich was geschafft hat, dass ihr funktioniert habt, dass ihr Meisterschaften gewonnen habt.
Was war da das Wichtigste? Seine menschlichen Fähigkeiten, seine Fähigkeiten, euch irgendwie im Herzen anzusprechen oder seine taktischen, fachlichen Fähigkeiten? Du hast den Witz nicht vorgenommen, es war die Klarheit. Die Klarheit in einem Spielplan, unter dem wir uns alle gestellt haben. Es war klar, ob man jetzt ein alter, gestandener Spieler ist, wie Alex Frey zu dem Zeitpunkt oder Martin Petric.
Wenn man nicht in die Spielphilosophie entweder reinpasst oder sich darauf einstellt, dann wird man aussortiert. Das ist ein hartes Geschäft und das wurde sehr früh sehr deutlich. Es wurde sehr klar auch, es geht nicht darum, dass wir den schönsten Fußball spielen, sondern es ging darum, wie viele Kilometer laufen wir pro Spiel.
Das ist bei den Bayern auch sehr wichtig, gerade unter Kampagnen, also auch diese Intensität ins Spiel zu kriegen. Ja, und für einen Spieler ist das nachvollziehbar, selbst für die Fans war das nachvollziehbar, weil das sind so Daten, auf die die Zugriff hatten selbst dann. Und naja, wenn etwas diese Klarheit anbelangt, dass man weiß, das ist der Plan.
Der ändert sich nicht alle paar Monate. Eine Aussage hat sogar noch über die Saison hinaus eine Gültigkeit und geht auch auf. Dann ist das etwas, wo am Anfang vielleicht Leute skeptisch sein können, zu Recht auch. Der kam ja aus der zweiten Liga zu einem Fastabsteiger, muss man sagen, 2008 dann zum BVB.
Mit vielen neuen Spielern, zwei Innenverteidiger, die 19 waren, das gab es damals auch noch nicht. Und hat sich das Vertrauen erarbeitet, Schritt für Schritt, keine großen Töne gespuckt, nicht gesagt, ich verändere hier alles, sondern hat gesagt, wir kämpfen. Das hat gepasst zu der Vereinskultur als solche.
Es war jetzt nicht nur, dass er den Verein neu erfindet, sondern wirklich auch da eine Vision erstellt, die zum Verein passt. Und ich glaube, das war der Schlüssel, dass es sehr kohärent war, sehr nachvollziehbar und dass es über eine lange Zeit sehr auch eindrucksvoll von den Spielern, aber von den Vereinen und auch von den Fans verfolgt wurde.
Und die Parallelen sind ja durchaus augenscheinlich. Auch Vincent Compagny seiner Philosophie, seiner Spielphilosophie vertraut hat. Und auch in Spielen wie im Halbfinale-Rückspiel gegen Paris, wo sie es dann nicht geschafft haben. Jetzt gucken wir aber auf gestern, du warst selber im Stadion. Wieder ordentlich Tore geschossen. Einer besonders, Harry Kane.
Dreierpack, Torekanone, wiedergeholt. Ein Phänomen aus meiner Sicht dieser Mann. Wie beständig der abliefert? Das musst du ja erst mal so hinkriegen. Ich sehe in seiner Zeit bei Bayern eigentlich keine wirklichen Dellen. Siehst du welche? Sehe ich auch nicht. Und er ist ja nicht nur dieser Neuner in diesem Sinne, so wie wir ihn früher hatten mit Giovane Elber, sage ich jetzt mal.
Er füllt ja diese Position doch anders aus. Lässt sich mal fallen, nimmt die Mitspieler mit, setzt sie mit ein. Das ist herausragend, aber hat trotzdem diese Quote der Tore, die unfassbar ist. Also enorm wichtig. Wichtig aber jetzt für die Mannschaft ist eben aus diesem Ausschein gegen Paris wirklich diese Motivation zu ziehen, zu sagen, wir nehmen im nächsten Jahr wieder einen Angriff auf die Champions League.
Was aber jetzt noch mal wichtig ist, ist diese nächste Woche. Sie haben uns begeistert in der Bundesliga wirklich mit Fußballbegeisterung pur. Aber wenn du die nächste Woche dieses Pokalspiel, wenn du das eben nicht ziehen solltest, wovon ich nicht ausgehe, hat das so ein bisschen Beigeschmack, diese Saison.
Daran wird auch der FC Bayern gemessen. Das brauchen sie auch, diesen Druck. Ja, wollen wir mal gucken, wie es nächste Woche ausgeht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, in meinen Augen auch. Ich habe gestern von Joshua Kimmich nach dem Spiel gehört, wir haben eine außergewöhnliche Saison gespielt. Sehe ich momentan noch nicht, dass sie außergewöhnlich ist für den FC Bayern, mit einer Meisterschaft aus der Saison zu gehen. Das haben auch schon sehr, sehr viele andere geschafft.
Da hat auch Felix Magath mehr Titel geholt dann nach so einer Saison. Außergewöhnlich ist sie dann, wenn sie auch noch das Pokalfinale überzeugend gewinnen. Ich glaube, Oliver Kahn hat es vorhin ja gesagt, da ist aber ein bisschen was jetzt in den Rucksack gekommen, auch durch das Ausscheiden in der Champions League.
Da ist jetzt schon ein gewisser Druck, das ist keine Kür mehr, das Spiel gewinnen zu können, sondern das brauchst du jetzt, finde ich, schon, um dass du diese hochgelobte, vermeintlich hochgelobte Saison wirklich unterstreichst. Einen Abschied gab es gestern, Oliver. Leon Goretzka nach acht Jahren, es gab mehrere Abschiede, aber einen, der sehr, sehr große Beachtung fand, weil Leon natürlich ein außergewöhnlicher Spieler.
Er hat sich, obwohl er auch schon immer mal wieder aussortiert war, unglaublich professionell gezeigt hat. Und die Situation aus meiner Sicht wahnsinnig positiv angenommen hat. Wie hast du das erlebt? Ja, uns habt ihr ja noch kritisiert damals, als wir den Vertrag von Leon Goretzka verlängert haben. Ja, wahrscheinlich hat er das gemacht. Wahrscheinlich hat er den zu teuer verlängert.
Zu aus meiner Sicht marktkonformen Bedingungen. Nämlich genau deshalb, weil er ein absoluter Charakter ist in der Mannschaft. Weil er wichtig ist, weil er hier und da Leaderqualitäten auch hat und sie zeigt. Weil er einer ist, der unter großem Druck auch abliefern kann. Und weil er einer ist, der bestimmte Situationen, die schwierig sind, Er ist auch hier und da ja mal auf die Bank gesetzt worden, der das immer annimmt.
Und nicht anfängt, der schuld und der schuld, sondern der auch mal selbstkritisch Dinge sieht. Und solche Jungs, die auch hier den FC Bayern ja auch in sich tragen. Ich meine, wie lange war er beim FC Bayern? Acht Jahre. Acht Jahre. Solche Jungs willst du einfach halten. Solche Jungs, die willst du im Kader haben.
Und ich glaube, er hat gezeigt auch in den letzten Jahren, Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, mehrfach. Und er hat gezeigt, was er für ein großartiger Kerl ist. Ihr auch. Ihr auch. Und jetzt ist er ganz toll. Kritik gehört zum Geschäft, aber hättest du ihn denn gehalten, wenn du noch bei Bayern der Boss wärst?
Oh, böse Frage. Ja, hast du dir verdient. Ja, ich weiß ja jetzt nicht, was jetzt in den Gesprächen stattgefunden hat, was Leon wirklich gewollt hat. Ob ein Spieler, so war es ja auch damals bei Lewandowski, der einfach auch klar gesagt hat, hey, ich habe alles erreicht hier, meine Zeit ist vorbei, ich möchte jetzt gerne noch mal was Neues machen mit Barcelona.
Mit Barcelona, das war relativ oder eigentlich klar. Deswegen ist das jetzt schwer einzuschätzen. Aber klar, wenn es die Möglichkeit gibt, so einen Charakter wie Leon in der Mannschaft zu haben, hat man ja auch gesehen bei den Mitspielern. Die mögen den einfach. Das sollte man schon alles versuchen. Trotzdem hat man das Gefühl, wenn man von außen drauf schaut, dass das jetzt eine Trennung ist, die für beide Seiten irgendwie in Ordnung geht.
Und wenn eine große Zeit eines Spielers beim FC Bayern zu Ende geht und so zu Ende geht, dann kann er auch jederzeit wieder zurückkommen. Natürlich nicht auf dem Feld, aber ist beim Verein immer gerne gesehen. Es gab gestern noch ein paar Abschiede, in München auch, aber auch auf anderen, Spielorten, nämlich Schiedsrichter, teilweise hochverdiente, große Schiedsrichter, die ihre Karriere beendet haben.
Ganz genau, die wollen wir nämlich hier jetzt auch noch zeigen zum Abschluss, denn wir sprechen ja so viel über Schiedsrichterentscheidungen, wir diskutieren darüber, aber wenn dann verdiente Schiedsrichter sich verabschieden aus der Bundesliga, dann darf das hier auch seinen Platz finden. Also Tobias Welz hat nochmal Frankfurt-Stuttgart gepfiffen, sein letzter Auftritt in der Bundesliga.
Dann haben wir Frank Willenburg bei Gladbach gegen Hoffenheim. Also Sie alle haben das Schiedsrichterwesen mitgeprägt. Und Patrick Ittrich natürlich der sympathische Vertreter seiner Zunft Union Berlin gegen FC Augsburg. Und Dennis Eytekin sei allen vorangenannt. Dreimal Schiedsrichter des Jahres bekommt ihr seinen verdienten Applaus, Es hat Tränen vergossen, weil es ihm sehr nahe ging.
Und hier in der RevCam haben wir auch noch einen kleinen Austausch zwischen Oliver Kahn und Dennis Eissikin. Das letzte Spiel heute? Ja, das letzte Spiel. Wie viele Jahre? Also 24 Jahre Profisport, 19 Jahre. Alles Gute, gell? 19 Jahre, erste Liga, 18, 19 Jahre. Bei mir war es so. Aber du bist ja viel fitter als ich. Das habe ich nicht freigegeben.
Das habe ich nicht freigegeben. Also heute, jetzt wirst du empfindlicher. Ja, aber absolut. Heute kannst du mit niemandem mehr reden. Oder musst du mit sowas reden. Sofort ist die Spy-Cam dabei. Die Rap-Cam hat das auch. Unglaublich. Ja, aber man merkt schon, dass du die Karriere von Dennis Eitekin wohlwollend begleitet hast. Und er hat viele, viele Jahre die Schiedsrichterei maßgeblich bestimmt.
Wir machen eine kurze Unterbrechung, sind gleich zurück beim Doppelpass. Willkommen zurück beim Doppelpass. Die letzten Akkorde sowohl von Hayo von Adel und Fendt als auch unserer Sendung. Ruth, ich bin gespannt. Du hast viel Programm für wenig Sendezeit. Wir starten mit den Spenden am 34. Spieltag im Doppelpass.
Charlie gratuliert der Spielergemeinschaft Mömbres Rotengrund Gunzenbach zur Meisterschaft. Rita und Andrea grüßen die Bayern-Mädels und gratulieren zu einer grandiosen Saison. Bademantel Kalle, Ingrid, Klaus und Ziggy von der Knobel-Clique aus Wülfrath. BÜ50, SSV Ström. Ruth Hofmann-Fanclub gibt es anscheinend tatsächlich.
Das ist der Fall. Der sitzt doch hier vorne. Vielen herzlichen Dank an der Stelle. Wir lösen die Frage der Woche auf. Es ging ja um das Comeback im deutschen Tor. 45 % sind für Manuel Neuer und 55 % für Oliver Baumann. Also ziemlich ausgeglichen. Eine Diagnose steht aus, bzw. ist raus vom FC Bayern. Es zwickt die Wade. Muskuläre Probleme. Er muss etwas kürzer treten.
Also linke Wade ist im Moment das Problem bei Manuel Neuer. Kurze, wenige Sekunden Pause, dann ist Flo noch mal dran. So, puh, ich bin durch. Zurück. Und die Zeit reicht eigentlich nur noch Danke zu sagen. Danke an Nebensobotic, danke an Olli Kahn, danke der ganzen Runde. Das war der letzte Spieltag der Fußball-Bundesliga.
Wir sind gespannt, wann die Wade wieder funktioniert, ob Manuel im DFB-Pokalfinale spielen kann. Wir drücken, glaube ich, alle Freiburg die Daumen unter der Woche gegen Aston Villa im Europa-League-Finale. Wir sind gespannt auf die zweite Liga, die heute die Entscheidung oben liefert und dann natürlich auf die Relegation.
Und nächsten Sonntag gibt es nochmal einen Doppelpass nach dem Pokalfinale. Freuen wir uns, Stefan und ich, auf Hasan Salihamidzic. Das war es von uns. War das noch was, Ruth? Nein? Dann machen Sie es gut. Schönen Sonntag noch. Bleiben Sie gesund und munter. Bei uns folgt jetzt Bundesliga pur.