
Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 249
SPORT1 Doppelpass vom 10.05.2026 mit Friedhelm Funkel, Wolff Fuss und Stefan Effenberg
Sonntag, 10. Mai 2026 · 2 h 01
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Shownotes
Für alle, die den SPORT1 Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Friedhelm Funkel (Bundesligalegende, schaffte 7 Bundesliga-Aufstiege, Ex-Trainer von Köln, Frankfurt, uvm.) , Frank Linkesch (Kicker) , Wolff Fuss (Kommentator) sowie die SPORT1-Experten Alfred Draxler und Stefan Effenberg.
In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• :00 Über VfB-Leverkusen und den VfB
• :23 Über Bayer Leverkusen
• :07 Über die Saison der TSG Hoffenheim
• :23 Über RB Leipzig und Gespräch mit Ole Werner
• :23 Über den BVB und den Abschied von Niklas Süle
• :23 Über den Abstiegskampf und VfL Wolfsburg
• :09 Über Heidenheim
• :04 SC Freiburg und der Einzug ins Finale des Europapokals
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Auf den ersten Metern immer noch ganz schön Tempo. Ja, das wird doch nicht nachlassen. Kannst du dich einfühlen? Natürlich kannst du das in deine Kollegen, die jetzt da unten Heidenheim trainieren, Pauli trainieren, Wolfsburg trainieren. Diese Woche, die jetzt vor denen liegt, also Heidenheim spielt ja heute noch in Köln, aber trotzdem, da ist was los.
Ja, natürlich kann ich mich da hineinversetzen und weiß, was auf die drei Trainer zukommt. Sie sind aber alle drei erfahren genug Wir haben einen guten Tag, um mit der Situation umzugehen. Für uns ist das schön, es bleibt spannend. Vielleicht haben heute Nachmittag drei Mannschaften 26 Punkte. Das ist ja nicht undenkbar.
Wir können uns auf einen richtig guten 34. Spieltag freuen. Heute sprechen wir erst mal über den 33. Da gibt es auch jede Menge Themen. Schön, dass du dabei bist, Friedhelm. Ich möchte Ihnen unsere Runde vorstellen. Der Tag der Woche. Und Friedhelm Funkel hat eigentlich schon eine ganz gute Anmoderation gerade gegeben. Also wir dürfen uns auf einen extrem spannenden 34.
Spieltag freuen. Da kommt es nämlich zum Abstiegs-Showdown. Da treffen dann der VfL Wolfsburg und der FC St. Pauli aufeinander. Diesen Punkt gleich. Wolfsburg mit dem besseren Torverhältnis. Und wenn der 1. FC Heidenheim heute gewinnen sollte, dann hätte der auch noch 26 Punkte. Und dann hätten wir einen Dreikampf um den Relegationsplatz.
Und jetzt, liebe Zuschauer, wollen wir von Ihnen wissen, Wer rettet sich denn auf diesem begehrten Relegationsplatz? Es ist Wolfsburg, der FC St. Pauli oder Heidenheim. Machen Sie gerne mit. 0137 90 11 011. Wie immer die Nummer. Dankeschön. Also bitte gerne Ihre Meinung da lassen, wer Ihr Favorit ist, diesen Relegationsplatz noch zu erreichen.
Stefan, nach der Leistung gestern von Wolfsburg kann man wieder Hoffnung haben. Aber punktemäßig haben Sie natürlich irgendwie nichts erreicht. Nein, also die Leistung war gut, aber auch die von St. Pauli, finde ich, in Leipzig, auch die haben wirklich gute Möglichkeiten gehabt. Hätten nicht als Verlierer nach Hause fahren müssen, deswegen.
Das ist Showdown in Hamburg. Wir freuen uns drauf, mal gucken, wie es ausgeht. Wir sprechen gleich über dieses Spiel, aber eine Szene möchte ich schon am Anfang dieser Sendung mal besprechen. Diese Bearbeitung des Elfmeter-Punktes von Belosian. Hast du es eigentlich, du hast das Spiel kommentiert, direkt gesehen oder woanders hingeschaut? Nein, überall mit den Augen, überall nicht bei Belussien, der sich so in Richtung Elfmeterpunkt schlawinert hat.
Aber wir haben gute Kollegen im Hintergrund. Das merkt irgendwie keiner so richtig. Ja, das merkt keiner. Ich war mir gar nicht sicher, ob er selbst merkt. Ich glaube, er hatte schon eine Absicht. Er wusste, was er da tut und jetzt kann man trefflich darüber streiten, ist es clever oder ist es unsportlich.
Ich bin so hin und her gerissen. Was ist es denn für das? Clever oder unsportlich? Ich finde, das ist clever. Ich finde, das ist clever. Natürlich mit einem Hang zur Unsportlichkeit, überhaupt keine Frage. Aber ich kann mich daran erinnern, dass ich das früher auch schon mal gemacht habe. Wirklich? Ja, wirklich.
So sagen wir mal. Ich hätte dich als Ast rein, einen sauberen Sportsmann eigentlich. Aber der Elfmeter ist trotzdem reingegangen. Also ich, clever war es nicht von den Bayern. Weil normalerweise stellst du immer ein oder zwei Spieler dorthin, und den Punkt zu schützen, den Elfmeterpunkt. Oder der Spieler selber, der antritt, der alles noch mal kontrolliert und checkt.
Das war mit Sicherheit nicht clever von den Bayern. Aber auch das gehört zum Fußball dazu. Ich würde jetzt nicht sagen, grob unsportlich. Es war unsportlich, aber mei, selber schuld. Wir hören mal, Vincent Compagny, der hat es ähnlich erklärt wie du, Stefan, nämlich auch, dass auch seine Mannschaft und seine Spieler da in der Verantwortung seien.
Ich habe Verständnis dafür. Natürlich ist das nicht, was wir uns wünschen, für Fußball insgesamt. Aber ich verstehe, dann müssen wir genauso clever sein und diesen Penalty-Punkt schützen. Und das ist auch unsere Verantwortlichkeit. Also, er ist da auf der gleichen Richtung unterwegs. Ist das jetzt diese zwei Schrittchen, die er da gemacht hat und ein bisschen die Füße gedreht, ist das dafür ursächlich, dass Harry Kane mal einen vorbeischießt oder wäre das nicht sowieso irgendwann mal passiert?
Also es ist ja schon mal passiert, bloß nicht in der Bundesliga eben. Da war es, glaube ich, im 25. Versuch jetzt der erste Fehlschuss. Normalerweise hat Harry Kane die Klasse, dass er den trotzdem versenkt. Und zu der Diskussion, wir haben natürlich auch noch einen Schiedsrichter am Platz, der hätte es ja auch sehen können oder seinen Linienrichter und hätten ihn darauf aufmerksam machen können, dann wäre es vielleicht auch nicht so weit gekommen.
Er käme am Ende halt auch gleich runter. Also er hat schon irgendwas wahrgenommen. Alfred, du, was glaubst du, ist er deswegen weggerutscht? Ja, dann müsste er ja in dieses Loch reingekommen. Also irgendwie ist das, dass er wegrutscht, ist nicht ganz klar. Aber irgendwas muss ja gewesen sein. Aber er hätte den Ball ja auch einen halben Meter weiter zurück hinlegen können. Ja, klar.
Wenn sie es wahrgenommen hätten. Aber jetzt mal bei der ganzen Diskussion. Wer hat gewonnen? Ah ja, nächstes Thema. Ich verstehe deinen Ansatz, aber Themen beende ich. Seit wann? Jetzt. Seit genau jetzt. Wir wollten schon hören, was die Wolfsburger sagen. Wimmer hat sich auch noch geäußert dazu. Hat es gar nicht mitgekriegt, ähnlich wie du.
Ja, ich habe das gar nicht mitbekommen am Spielfeld, habe das jetzt draußen erst gesehen. Ich glaube, es sind dreckige Aktionen, was man vielleicht einfach da unten drin vielleicht auch ein bisschen machen muss. Ist natürlich ein bisschen unsportlich, aber ob das dann die entscheidende Situation ist, dass Kane den Elfmeter verschießt, das weiß ich nicht.
Hat, glaube ich, einen Doppeltatsch genommen, rutscht ein bisschen weg und da weiß man nie, ob das jetzt dann wirklich geholfen hat oder nicht. Sind das Mittel, mit denen man im Abstiegskampf eben arbeiten muss? Ich glaube, man muss alles nutzen, was für einen entspricht und ich glaube, in der Situation, wo wir sind, dann nimmt man das auch an, dass so ein Harry Kane so mal einen Elfmeter verschießt.
Ich glaube, war in der Bundesliga noch gar nicht so und darum nimmt man das auch gerne an. Also soweit die Äußerungen von Wolfsburg. Du hast vorhin auch, als wir uns hinten in unserem Besprechungsraum schon mal kurz unterhalten haben, hast du nochmal Marvin Hitz angesprochen. Wir haben die Szene nochmal rausgesucht damals.
Der hat natürlich den Elfmeterpunkt schon anders traktiert. Guck mal hier drauf. Steht der Schiedsrichter? Steht der Schiedsrichter? Der bearbeitet den Klatschpark, guck dir das an. Und der Schiri steht unmittelbar daneben. Und du siehst, er geht ja nicht auf den Punkt, sondern daneben, genau da, wo der Standbein steht.
Und das war ja Keynes Problem, weil er nicht diese Stabilitäten hatte. Aber auf jeden Fall eine kleine Beobachtung aus diesem Spiel. Am Ende, du hast recht, haben die Bayern das Spiel gewonnen. Wolfsburg hätte es gewinnen können. Wir kommen nachher dazu, allein x-Gol wert waren sie sehr überlegen, die Anzahl der Chancen.
Aber die Bayern haben das Spiel gezogen. Jetzt kommen wir aber erstmal zum VfB Stuttgart. Der hat ein großes Spiel, ein wichtiges Spiel gestern gegen Leverkusen gewonnen und damit in der eigenen Hand diesen vierten Champions League Platz zu holen. Philipp Strube über dieses Duell Stuttgart gegen Leverkusen.
So feiern die Stuttgarter ihren gerade erspielten Champions-League-Matchball. Kurz ein bisschen Verhalten, nicht ausgelassen. Ein letzter Schritt ist ja noch zu gehen, aber Hoeneß hat mit seinem Team nun alles in der eigenen Hand. Das ist das, was wir uns vorgenommen haben, eine gute, eine Top-Leistung zu zeigen und eine gute Haltung zu diesem Spiel zu zeigen.
Wir haben nicht über Ergebnisse gesprochen, nicht über Champions League gesprochen, sondern nur darüber. Und wir wollten heute genau das erfüllen, um dann natürlich als Folge das Finale in einer Woche zu haben. Die Hoeneß-Elf präsentiert sich im direkten Duell um Champions-League-Platz 4 gegen Leverkusen in überragender Form.
Zwar geraten die Schwaben früh in Rückstand, die Antwort von Dimirovic lässt aber nicht lange auf sich warten. Nach dem 1-1 übernimmt der VfB die Kontrolle über das Spiel. Mittelstädt mit einem lässigen Elfmeter und Undorff mit seinem 19. Saisontreffer machen den 3 zu 1 Sieg perfekt. Ein Statement in der Crunch-Time der Saison. Wie schon in der Vorwoche, als Stuttgart zwar nicht gewann, aber in Unterzahl gegen den anderen direkten Konkurrenten Hoffenheim ganz spät das wichtige 3 zu 3 macht.
Der VfB ist in der wichtigsten Saisonphase nervenstark und glänzt mit toller Moral. Sebastian Hoeneß, der Baumeister dieser Mannschaft, steht also kurz davor, zum zweiten Mal mit dem VfB die Königsklasse zu erreichen. On top kann er in zwei Wochen zum zweiten Mal Pokalsieger werden. Ziel ist natürlich, beides zu erreichen.
Der Pokaltriumph wäre die Krönung. Davor will Hoeneß den VfB aber noch in die Champions League führen. Wir fragen, bleibt der VfB auf Platz vier oder gibt es noch einen Party-Crasher? Das schauen wir uns mal an. Stefan, vielleicht auch mit einem Blick auf das Restprogramm der Mannschaften, die diesen Platz vier noch holen können.
Was ist dein Gefühl oder deine Expertise in dem Fall? Stuttgart gegen Frankfurt. Hoffenheim ist noch mal mit Gladbach unterwegs und Leverkusen mit dem HSV. Wenn der VfB nächste Woche in Frankfurt so spielt wie gestern, dann werden sie die Qualifikation schaffen. Davon bin ich überzeugt. Das war ein herausragendes Spiel, finde ich, gestern gegen Leipzig.
Vielleicht mit das beste, was du gezeigt hast. Gegen Leverkusen. Stuttgart gegen Leverkusen. Wenn Sie das noch mal wiederholen können nächste Woche, dann ist auch Bayern München gewarnt im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart, die in einer herausragenden Verfassung sind, in einer entscheidenden und wichtigen Phase der Bundesligasaison.
Friedhelm, Uli Hoeneß hat unter der Woche ein Interview mal wiedergegeben und sich geäußert über Sebastian Hoeneß. Das ist natürlich der Neffe, aber trotzdem hat er ihm sehr, sehr viel Hochachtung entgegengebracht, indem er sagt, im Grunde neben Vincent Compagny ist das für mich der Zweite, den ich mit dem größten Respekt, ich kann es auch gerne nochmal ganz vorlesen, also vor dem ziehe ich wirklich den Hut.
Er hat die Mannschaft erstens im Abstiegskampf übernommen, allerdings ein bisschen her, Dann wurden ihm in den vergangenen Jahren immer wieder die besten Spieler verkauft. Und dann der Satz, den ich interessant finde, Sebastian hat nach unserem Trainer von mir den größten Respekt. Wie viel Respekt und Anerkennung hast du für deinen Kollegen Sebastian Hoeneß, was der in Stuttgart heißt? Ja, auch nur den allergrößten.
Also was er in Stuttgart aufgebaut hat, hat sie ja, stand ja gerade da im Abschießkampf immer noch um, führt sie jetzt. Da bin ich deiner Meinung. Ich bin fest davon überzeugt, weil sie einfach auch gut drauf sind, dass sie auch in Frankfurt die notwendigen drei Punkte holen, um den vierten Platz zu verteidigen.
Frankfurt ist jetzt nicht momentan die stabilste Mannschaft und deswegen glaube ich, dass sie das auch schaffen und sie haben es auch verdient. Auch wie sie in der letzten Woche mit einem Mann weniger den Rückstand in Hoffenheim aufgeholt haben. Das spricht ja auch für die Moral der Mannschaft, auch für die Mannschaft, so wie Sebastian sie auch immer wieder ausgewechselt hat, den einen oder anderen geschont hat.
Sie haben ja auch in drei Wettbewerben gespielt, sie waren ja auch lange in der Euroleague dabei, sind jetzt im Finale. Sie haben auch sehr viele Spiele machen müssen und er hat das wunderbar, wunderbar delegiert. Und der Lohn, der wird aus meiner Sicht kommen, indem sie am kommenden Wochenende eben auch in Frankfurt gewinnen.
Das ist ja kein Geheimnis, dass er natürlich Sebastian Hoeneß auch immer mal wieder ein bisschen säuerlich war, vorsichtig formuliert, weil eben dann in Voltemade und andere verkauft wurden. Aber da gibt es ja logische, ökonomische Gründe dafür. Eigentlich keine Alternativen für den VfB. Trotzdem, trotzdem es so geknirscht hat, hat man das Gefühl, Sie ziehen dann doch an einem Strang und gehen in die gleiche Richtung alle zusammen? Ja, den Eindruck habe ich.
Also er hat den VfB Stuttgart, das ist ein schwieriger Klub mit einem unruhigen Umfeld, gemeinsam auch mit Alex Werle und Fabian Wohlgemuth, wirklich beruhigt. Und das ist ganz entscheidend. Auch jetzt ein Präsidenten mittlerweile, der für sich keinen Kommunikationsauftrag verspürt. Das hilft alles. Die Altvorderen, die sich schon mal von der Schwäbischen Alp erheben und Giftpfeile schießen.
Also was ich damit sagen will, das ist ein schwieriges Umfeld und er ist in der Lage gewesen in den letzten drei Jahren jeweils neue Mannschaften zu formen, obwohl Leistungsträger gegangen sind. Du hast gesagt vor der Saison, Volte, Marte und Millot, wenn die tatsächlich in die Champions League kommen.
Sie kommen aus einer Relegationsphase, da hat er angefangen. Das würde dann bedeuten, dritte Jahr in Folge Europapokal, zum zweiten Mal Champions League in der Amtszeit von Sebastian Röneß herausragend. Und dass Sie es in der eigenen Hand haben jetzt, ist schon ein großer Pluspunkt? Also ich sehe es für Stefan, wenn Sie in Frankfurt ansatzweise diese Leistung bringen, dann werden Sie es schaffen.
Auch weil Eintracht Frankfurt, diese Comedy-Show mit Riera, die wir da gerade erleben, müssen wir ja auch heute abwarten, ob Frankfurt überhaupt noch eine Chance hat auf den Europa-League-Platz. Falls Freiburg gewinnt, sind die dann auch letztlich durch. Also ich sehe Stuttgart auch da. Und sie haben ja vor allem die große Chance, den Titel im DFB-Pokal zu verteidigen.
Weil das Endspiel sehe ich noch nicht ganz so eindeutig. Wenn Stuttgart die Champions League schafft, dann kommen die da mit viel Rückenwind hin, mit Euphorie. Und die Bayern müssen jetzt schon schauen, dass sie nach diesem Aus gegen Paris so ein bisschen die Spannung halten, dass da die Enttäuschung verarbeitet wird.
Ich denke da an 2018, da sind sie auch gegen Real Madrid, glaube ich, rausgeflogen und haben dann gegen Frankfurt das Pokalfinale verloren. Ja, schauen wir mal. Die spannenden Wochen vor uns. Das wäre doch eine schöne Schlagzeile für euch. Hoeneß klaut den Bayern den Pokal. Ach. Das muss man abdenken.
Alfred, ne? Also wenn das so, dann Kontonummer, dann gibt es Honorar für dich. Ist doch klar, ne? Er macht nicht nur hier Regie, beendet Themen, sondern macht jetzt auch die Schlagzeile für die Bildzeitung. Dass es für den VfB in Frankfurt nicht ganz so einfach wird, gerade weil die Eintrachten so eine merkwürdige Saison hinter sich hat und zum Schluss sich ja wirklich auch oft genug blamiert hat.
Wenn die im letzten Spiel zu Hause wieder sowas abliefern, dann werden die Fans da das Stadion abreißen. Ich glaube einfach, dass da der VfB schon aufpassen muss. Da werden sie nochmal richtig, richtig gefordert. Das ist auf jeden Fall so. Sebastian Hoeneß ist in der Pressekonferenz gefragt worden, diese zwei Finalspiele, also Frankfurt dann in Berlin gegen die Bayern, ob er sich da eigentlich entscheiden könnte, was er lieber gewinnen würde. Das ist seine Antwort.
Die Frage wurde mir schon mal gestellt. Warum muss ich mich jetzt festlegen, welches Wichtige ist? Ich muss es nicht. Wir dürfen beide spielen. Wir können beides erreichen und wir wollen beides erreichen. Deswegen verstehe ich es ehrlich gesagt nicht. Wir haben jetzt die Möglichkeit, und das haben Sie richtig gesagt, wir haben es erarbeitet, wir können jetzt aus eigener Hand diesen letzten Schritt gehen.
Dafür werden wir wieder eine Top-Leistung brauchen, eine gute Trainingswoche, eine gute Erholung jetzt nach dem Spiel. So, und darüber werden wir sprechen. Und dann haben wir jetzt erstmal das Frankfurt-Spiel. Danach können wir gerne über das Pokalspiel sprechen, aber das Ziel ist natürlich, beides zu erreichen.
Am Ende wissen wir, was rauskommt und vielleicht kann ich dann die Frage besser beantworten. Oder freundlicher, ich hoffe es war nicht unfreundlich. Ich glaube, es war nicht unfreundlich und war sehr sinnvoll zusammengefasst. Ich finde es total aufgeräumt. Also wenn man zwei Trainer nimmt in der Bundesliga, dann ist es wirklich Kompany und auch Sebastian Hoeneß, die vor den Spielen in den PKs, nach dem Spiel komplett im Fokus sind, sich konzentrieren auf die eigene Mannschaft, keine Fässer aufmachen.
Also das ist schon beeindruckend, wie er das auch coacht oder managt in den Pressekonferenzen. Er lässt sich auch da nicht locken, finde ich. Und das ist bei Kompany eben genauso. Leverkusen ist ja früh in Vierum gegangen. Wir gucken mal dann in die fünfte Minute, dass der VfB so schnell reagiert. Stefan, das war natürlich sehr, sehr wichtig.
Und Demirovic mit einer sehr, sehr guten Leistung und hier auch schön gespielt. Der Abschluss top. Perfekt. Also erstmal kriegst du ja nach 35 Sekunden glaube ich das 1-0. Da schütteln sie aber ganz schnell ab, antworten dann, ich glaube, nach fünf Minuten mit einem Traumtor. Mit einem Kontakt spielen sie sich dadurch mit einem gestern wirklich überragenden Demirovic.
Die ganze Offensive von Stuttgart, Führig ist wieder in der Spur, Leveling auf der rechten Seite, Undaf, das hat schon Power. Bayern und München sind da wirklich gewarnt. Siehst du das auch offen? Ja, offen ist es nicht. Wir haben einen großen Favoriten. Aber Stuttgart spielt nicht wie eine Außenseiter. Die kommen schon mit Selbstbewusstsein dahin. Und dementsprechend rechne ich auch mit einem echt hoch attraktiven Pokalfinale.
Jetzt gehen wir aber zurück in dieses Spiel. Ich würde gerne eine Szene mal zeigen. Da scheiden sich die Geister so ein bisschen. Das ist ein Foul von Tabsoba an Stiller in der 19. Minute. Ja, Foul, sage ich jetzt. Ich weiß es nicht. Er spielt den Ball und... Das trifft dann stiller. Jetzt ist die Frage, normalerweise würde ich sagen, ist das kein Elfmeter, aber wir haben schon Szenen erlebt, wo sowas noch gepfiffen wurde. Wie seht ihr das denn?
Wolf, wenn du Alter sagst. Ist das ein Elfmeter? Ja, okay, dann erläutert. Alter, Elfmeter. Alter! Ich hab gedacht, du meinst mich. Ja, aber das ist nämlich, das ist der Hoch... Hier ist das Argument, ich gehe doch zum Ball, für mich nicht stichhaltig. Aber was kann er machen, Tapsowar? Er spielt den Ball und muss dann in der Bewegung abstoppen, damit er den Gegenspieler nicht am Schienbein trifft?
Nein, er geht zum Ball, verschätzt, also ich unterstelle keine Absicht, das ist was anderes, aber es ist ja ein Foul und damit Elfmeter. Stefan, wie siehst du es? Für mich ist es kein Elfmeter, weil er geht in die Situation ganz klar, um den Ball zu spielen. Er kann ja gar nicht abbrechen, wenn er den Ball spielt in seiner Aktion, stiller kommt von hinten, naja, er trifft ihn.
Aber wir hatten halt in dieser Saison schon einige Szenen, ich kann mich erinnern, in Augsburg mal Wolf, der einen Ball spielt und dann den Gegenspieler trifft, Dann gab es 11 m. Also dieses Hin und Her. Für mich ist das kein 11 m. Dicker. Das ist jetzt persönlich. Du meinst mich, oder? Ich schließe mich Stefan an. Ich habe ja auch mal vor dem Ball getreten.
Ich kann die Situation eben auch einschätzen. Er trifft ja klar den Ball. Er trifft klar den Ball, spitzelt den Ball weg. Und wo soll er dann mit seinem Fuß hin? Er trifft dann natürlich auch den Gegenspieler. Aber A, da gebe ich dir recht, war es keine Absicht. Aber ich gebe dir kein Recht, dass es ein Elfmeter war.
Aber es fehlt halt auch in der Szene, fehlt es an der Einheitlichkeit der Regelauslegung. Ich kann mich immer erinnern, letzte Saison hatten wir in München ein Spiel. Palinja damals im Mittelfeld spielt einen Pass. Und trifft den Gegenspieler auf dem Fuß. Genau, und trifft dann den Gegenspieler mit offener Sohle und fliegt vom Platz.
Also was ist dann die Regelauslegung am Ende? Das ist halt so das Schwierige. Ich weiß letztlich beim Hinschauen nicht mehr vom Gefühl her auch, versucht einen Ball zu spielen. Er will den Ball aus der Gefahrenzone rausschlagen, einen Pass zu spielen und oben zu bleiben und deinen Gegner zu treffen, das ist ein großer Unterschied.
Das ist für mich, Friedhelm, du hast völlig recht, keine Füße. Ich bin hier in der Mitte. Alter oder Bro. Bro kommt von dir. Ich sag Bro. Was hat er gesagt? Bro. Aber ihr nicht. Wie fresh wir hier sind. Ich finde ja. Also Bro, ich finde ja, dass diese ganze ... Komm, jetzt ist das ... Echt? Ach, sind wir schon drauf?
Manche reden ja jetzt wirklich schon seit Monaten darüber. Und diese ganzen Elfmeter-Entscheidungen. Der eine sagt so, der andere sagt so. Und beide haben recht. Ich glaube, der Fußball ist die einzige Sportart, die keine klareren Regeln hat, was das anbelangt. Das ist nicht gut für den Sport. Das ist nicht gut für den Sport.
Das ist nicht gut für den Sport. Aber natürlich haben wir dann auch in dem gleichen Spiel das Foul von Tabsoba an Demirovic, wo es dann Elfmeter gibt. Da war es gut, dass es den VAR gibt, weil der Schiri es auf dem Feld nicht gesehen hat. Wir gucken mal drauf. Ich frage mich nur, warum macht Tabsoba das, Stefan?
Das müssen wir ihn selber fragen. Das ist natürlich wirklich völlig unnötig und auch dumm in dieser Aktion. Der Schiedsrichter glaubt erst mal, dass Demirovic da rein stolpert. Aber wir sehen vor allem in der Hintertorkamera gleich ein klares Foul. Und zwar bewusst, ihn zu stoppen in seinem Lauf und damit völlig richtig Elfmeter.
Da sieht man das jetzt sehr gut. Er sieht seinen Gegner. Und jetzt kommt der Fuß völlig bewusst raus. Das ist einfach dumm. Einfach so, genau. Und was ich dann interessant fand, Schiri hat dann diese Szene zugespielt gekriegt. Also wenn man es doch hinter Tor besser sieht, das ist manchmal, da verzweifle ich auch, welche Szenen Sie dann den Schiedsrichtern vorspielen, wenn es doch bessere Bilder gibt.
Na gut, also es war dann Elfer für den VfB, den Mittelstädt, ja wie verwandelt? Souverän oder arrogant oder was ist das? Also als Trainer? Frech. Ja, frech. Frech ist ein gutes Wort. Frech und mit viel Selbstmöglichkeit. Also stark gemacht, ist eh sicher vom Punkt und der VfB geht damit halt dann in Führung 2 zu 1 vor der Pause.
Und wir gucken dann, Stefan, nachdem wir den Ball hier jetzt nochmal ins Netz gehen lassen, auf das 3 zu 1. Du hast vorhin schon ein bisschen die Offensive des VfB angesprochen, einzelne Namen genannt. Hier sieht man dann eine überragende Flanke von Leveling. Das ist alles im Hinblick auf die WM. Das sind natürlich wichtige Argumente für eine Nominierung.
Und vielleicht sogar für eine Rolle, die man spielt in der ersten Elf. Wie siehst du das denn? Absolut. Wir reden ja gar nicht so oft über Leveling. Ich glaube, der hat einen Riesensprung gemacht beim VfB Stuttgart. Auf der Seite nicht nur offensiv, auch defensiv. Wie er auch mitarbeitet für sein Team.
Das ist eine perfekte Flanke und Undaf, so wie wir ihn kennen, steht dann da. Also viele gehen eher mit dem Kopf hin. Er geht halt eigentlich mit dem falschen Fuß hin, macht ihn mit der Seite rein. Herausragend gespieltes Tor. Du nickst die ganze Zeit bei Leveling. Ja, toll, wie er sich gerade in dieser Saison nochmal gesteigert hat, entwickelt hat und so weiter.
Oder muss er fest der Bestandteil des Kaders sein für die Weltmeisterschaft. Und die Chancen, dass er dort auch von Anfang an spielt, die sind nicht so gering. Es ist ja so, dass schon auch Führig und andere ein bisschen unterm Radar gelaufen sind, sich jetzt langsam aber wieder... Deutlich zeigen und Julian Nagelsmann zumindest ernsthaft darüber nachdenken muss, den einen oder anderen noch dazuzunehmen.
Bundestrainer hat sich ja frühzeitig mit seiner Rollenverteilung festgelegt. Aber ich finde, da geht es bei so einer Nominierung am Ende dann schon auch noch um Form. Wer ist jetzt Anfang Mai eigentlich top in Form? Wer ist das nicht? Zur Labeling übrigens noch ein interessanter Aspekt, weil ich habe damals, als er in Fürth war, habe ich ihn ja beobachtet.
Arbeit zahlt sich aus. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung. Wenn er als Manager früh um 8 ins Büro kam, einer, der ganz oft schon da war und Extraschichten geschoben hat, das war Jamie Leveling. Und da sieht man mal, es ist nicht immer der 18-Jährige, der schon das herausragende Talent ist.
Es lohnt sich dann auch, auf diesem Talent aufzubauen, dran zu arbeiten und dann wird man auch belohnt. Also für mich auch ein klasse Fußballer. Arbeiten lohnt sich immer. Ja genau, aber weil ihr das jetzt beide sagt, Jetzt müssen wir langsam ein bisschen Geld reinwerfen. Ich würde sagen, Frank, du fängst an.
Ich lasse dich noch mal vom Haken. Arbeit lohnt sich immer. Ja, das stimmt. Und wir machen eine kurze Unterbrechung. Meine Damen und Herren, schauen dann noch weiter auf diesen Kampf um die Champions League. Auch die Situation in Leverkusen, wo man das Gefühl haben kann, Kasper Jülmen ist irgendwie vielleicht doch auch dann nach dieser Saison schon am Ende. Da werden schon Namen gehandelt.
All das gleich nach einer kurzen Pause. Wir bei uns im Doppelpass. Willkommen zurück, meine Damen und Herren, in München am Flughafen. Im Airport Hilton der Doppelpass am vorletzten Spieltag dieser Saison 25-26. Stefan, Leverkusen hat jetzt sicherlich die schwerste Ausgangsposition Platz 4 noch zu erreichen.
Robert Andrich hat gestern nach der Niederlage beim VfB gesagt, es war einfach von allen zu wenig. Heute war ein Sinnbild für unsere Saison. Sobald es eng und brenzlig wird, schaffen wir es nicht, als Mannschaft zusammen zu stehen. Und man muss offen anerkennen, dass das nicht genug ist für die Top 4.
Und damit trifft er genau den Punkt. Genau so, weil in der wichtigen und entscheidenden Phase waren sie einfach nicht da. Da konnten sie nicht das abrufen, was sie von sich selber auch erwarten. Ob es jetzt in der Champions League ist oder auch im Pokal gegen Bayern München, das reicht dann nicht. Und jetzt in dieser Phase auch gegen Stuttgart völlig verdient 3-1 verloren, wo es wirklich drauf ankommt. Letzte Woche hattest du noch Hoffnung mit dem Sieg gegen Leipzig.
Das ist genau diese Woche, letzte Woche noch richtig gut gespielt. Und dann gestern gegen Stuttgart so schlecht gespielt. Es sind zu viele Schwankungen, um in diese Top-4 zu kommen. Könnte man jetzt sagen, dann spielen Sie nur Europa League. Ist das eigentlich zu wenig für Bayern 04? Das ist natürlich zu wenig.
Sie sind vor zwei Jahren noch Deutscher Meister gewesen. Und zwar ungeschlagen. Das darf man nicht vergessen. Und ich denke auch, dass bei Leverkusen sich das Management auch Vorwürfe gefallen lassen muss für diese Saison. Sie haben nach zwei Spieltagen den Trainer gefeuert. Erik Ten Hag, ja. Erik Ten Hag, das ist, glaube ich, beispiellos.
Sie sagen natürlich, Sie hätten rechtzeitig die Reißleine gezogen. Man kann aber auch sagen, haben die sich denn nicht erkundigt über Ten Hag oder was ist da passiert? Warum haben sie den überhaupt genommen? Und nach zwei Spieltagen den Trainer zu wechseln, beeinflusst natürlich eine ganze Saison. Nach der Vorbereitung direkt die Umstellung.
Das kann nicht gut gehen. Und das sieht man jetzt an dieser Saison auf und ab. Und am Ende werden sie als vor zwei Jahren deutscher Meister die Champions League verpassen. Dann ist es aber so, das muss man ja der Fairness halber auch sagen, dass da ja nicht irgendwas weggebrochen ist bei Leverkusen, sondern absolute Stützen, die ganze Achse. und ein Trainer, der da super erfolgreich war.
Ist das so, wie Alfred das sagt, oder siehst du es ein bisschen anders? Das Beständige in dieser Saison bei Bayern 04 Leverkusen war die Unbeständigkeit. Das muss man einfach sagen. Aber ist das eingepreist in so einen Transformationsprozess? Sie haben talentierte, junge Spieler gekauft, die aber auch noch eine gewisse Zeit brauchen.
Aber die Zeit hast du natürlich in Leverkusen nicht, weil du eigentlich in die Champions League willst und musst. Auch vom finanziellen Aspekt her. Aber sie haben es eben nicht über mehrere Spiele mal hinbekommen, richtig, richtig gut zu spielen. Letzte Woche, es war ein Top-Spiel gegen Leipzig. Da haben sie richtig gut gespielt.
Und das haben sie eben nicht geschafft, beständig zu zeigen. Und darum haben sie die Probleme. Und dann gehen sie jetzt in Stuttgart so früh in Führung und kriegen dann gleich wieder ein Gegentor und verlieren das dann absolut verdient. Könnte man jetzt nach der Saison schon wieder sagen, auch mit Kasper Jülmen hat es nicht richtig funktioniert?
Oder würdest du ihnen raten, an ihm festzuhalten? Weil die Diskussion, die ist ja durchaus schon öffentlich vernehmbar. Ja, also letztlich kann sein Kerngeschäft, seine eigentliche Trainerarbeit, kann ja keiner von uns wirklich beurteilen. Also wir richten uns immer wieder nach Ergebnissen. Er hat an einem dritten Spieltag übernommen, hat zwischendurch immer mal wieder gezeigt, was die Mannschaft zu leisten imstande ist.
Die haben ja auch gegen Arsenal in der Champions League beispielsweise ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich rechne trotzdem damit, dass wenn Bayer die Champions League verpasst, auf der Trainerposition wieder was passieren wird. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man es wirklich dem Trainer ankreiden kann. also ausschließlich am Trainer festmachen kann.
Weil das war ja ein personeller Umbruch epischen Ausmaßes, den es im vergangenen Sommer dort gegeben hat. Der wichtigste Mann, der Trainer, geht und dazu aus jedem Mannschaftsteil im Grunde die tragende Säule. Und eigentlich ist es auch nicht ganz fair, das Bayer Leverkusen jetzt mit dem Bayer Leverkusen aus der Meistersaison zu vergleichen.
Auch diese Meistersaison hat sich ja entwickelt über anderthalb Jahre. Xabi Alonso hat in der Phase übernommen, als Leverkusen mit dem Rücken zur Wand stand. Deshalb, ich würde die jetzt auch vor dem letzten Spieltag noch nicht abschreiben, weil ich bin auch, ich weiß gar nicht, wer es gesagt hat von euch, ich bin auch noch nicht sicher, dass Stuttgart das in Frankfurt zieht in der aktuellen Gemengelage. Ich glaube, Alfred passt.
Also Leverkusen ist noch nicht Chancen, der Haken an der Saison ist noch nicht dran und es würde eigentlich zu diesem Jahr passen, wenn sie sehr überzeugend den letzten Spieltag bestreiten würden und dann gucken, was es gibt. Aber Fakt ist ganz sicher, dass auf der Trainerposition zumindest mal diskutiert wird. Und wenn Alfred sagt, das ist Management, muss sich da auch was gefallen lassen, zumindest an Fragen.
Zweiter Spieltag gewechselt, dann mit Jülmen eingeholt, wo man jetzt auch zumindest nicht 100 Prozent sicher ist, dass das der Mann für die Zukunft ist. Können Sie sich das eigentlich auch vor sich selbst erlauben, zu sagen, wir müssen jetzt wieder was tun, wir müssen wieder einen weg? Naja, man sollte schon nach Überzeugung dann handeln. Wenn man der Ansicht ist, dass Jülman nicht der Richtige ist, dann müssen sie handeln.
Das ist dann allerdings der zweite Trainer innerhalb eines Jahres, der nicht gepasst hat. Und ich glaube auch, wenn ich unsere Berichterstattung der letzten Wochen auch verfolge, dass das Urteil schon weitgehend gefällt ist. Den Eindruck kann man haben. Außer er schafft vielleicht wirklich die Champions League noch.
Wobei dann sind wir natürlich schon beim Thema Konstanz. Sie haben ja dieses Problem nicht exklusiv für sich. Leipzig hat letztes Jahr den Europapokal verpasst, weil diese Mannschaften halt immer ihre besten Spieler dann verlieren. Da gibt es die Premier League, die kann halt mehr bieten, die kann mehr zahlen und dann müssen diese Vereine neu aufbauen.
Das ist dann schwierig. Leverkusen hat einen spannenden Kader. Die haben tolle Talente, die haben Maser, die haben Kofane, die haben Kwanza. Also da ist schon richtig viel Potenzial vorhanden. Nur sie konnten es halt in diesem Jahr nicht umsetzen. Und mit Ausnahme von Bayern München fehlt es all diesen Teams.
Vielleicht mit Abstrichen noch Dortmund, die, wenn auch nicht mit schönem Fußball, aber doch relativ konstant gepunktet haben. Fehlt es allen anderen Mannschaften in dieser Liga an Konstanz? Also ich finde aber auch bei Leverkusen, also sie sind ja nicht komplett weggebrochen. Wir reden ja nicht von Leverkusen, der gerade auf Platz 10 oder 12 steht, sondern nach wie vor in Schlagweite ist.
Und ich finde, mit allem, was passiert ist eben in den letzten zwei Jahren, finde ich, dass sie eine gute Saison gespielt haben. Der Anspruch ist ein anderer, aber wenn man das realistisch, finde ich, einordnet, ist dieser Platz, wo sie jetzt gerade stehen, sollten sie die nächste Woche beenden, völlig okay.
Aber wenn du allein schon hörst, wie Andrich das einschätzt, wie enttäuscht, dann ist das offensichtlich nicht so. Sonst könnten die ja sagen, naja, guck mal. Aber wo stehen sie dann heute? Auf Platz 5. Bayern München spielt eine Weltklasse-Saison, Dortmund spielt eine super Saison, Leipzig spielt eine gute Saison oder sehr gute Saison.
Und alles, was dahinter kommt, die wachsen halt auch mal in einem Jahr über sich hinaus. Dann ist es auch schwierig. Also die Einschätzung von Andrich teile ich in einer Art und Weise, ja, weil du nie diese Konstanz reinbekommen hast in den Spielen, wo es denn wirklich drauf ankommt. Und Andrich ist natürlich Teil dieser Mannschaft gewesen, die diese wahnsinnige Saison gespielt hat.
Und wenn du natürlich von da kommst, dann ist das jetzt, was du jetzt leistest, eben doch ein bisschen enttäuschend. Das sind schon Dinge, die dir dann abgehen. Und dann musst du auch mit einer jungen Mannschaft ein bisschen und ein Stück weit Geduld haben. Wir sind gespannt, wer das am letzten Spieltag zieht.
Wir machen jetzt noch mal Hinweise von unserem Sportwettpartner. Nicht mal 1,5 Minuten, dann geht es hier weiter im Doppelpass. Dann schauen wir auch noch auf den dritten Verein, der ja diesen vierten Champions-League-Platz erreichen kann, nämlich die TSG Hoffenheim. Bis gleich. Willkommen zurück im Doppelpass, meine Damen und Herren. Schön, dass Sie weiter dabei sind.
Wir reden über den Kampf, der durchaus Dramatik beinhaltet. Um Platz 4. Das war die Kreichgauer. Ich habe gesagt, TSG Hoffenheim. Du kümmerst dich um die Kreichgauer. Ganz genau. Ich kümmere mich auch immer ums Netz. Ich weise euch darauf hin. Eure Jugendsprache. Das lassen wir lieber. Ihr sollt euch nicht bei der Jugend anbiedern.
Das mit dem Bro und dem Alter. Das war es dann für heute. Ja, ich cringe. Das ist der Kandidatenkreis, der Alfred heute. Die TSG Hoffenheim hat es angesprochen. Auf Platz 5 hinter dem VfB Stuttgart ist er auch im Kandidatenkreis. Sie haben 3 der letzten 4 Spiele gewonnen. Gestern den Arbeitssieg gegen Werder Bremen in Überzahl geholt. Jetzt haben wir diese 18 Siege.
Mehr haben sie noch nie geschafft. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung. 61 Punkte sind doppelt so viele als in der letzten Saison. Und sie können ja auch da noch den Vereinsrekord einstellen. 62 Punkte gab es vor zehn Jahren unter Julian Nagelsmann. Das ist richtig erfolgreich unter Christian Ilzer. Dem hätte man das vielleicht gar nicht so zugetraut. Wir erinnern uns letzte Saison, da hat er halb so viele Punkte geholt.
Und jetzt legt er da so eine Saison hin. An wen geht die Frage, Ruth? Die Frage geht an Nörnfriedhelm. Ein Roulette. Also das hätte ich nicht unbedingt erwartet. Aber ganz entscheidend war, glaube ich, die Transferpolitik im Sommer. Das haben sie richtig, richtig gut hinbekommen. Er hat die Spielertypen bekommen, die er für sein Spiel braucht.
Das ist ja wirklich sehr, sehr intensiv. Sehr laufintensiv. Sehr laufintensiv. Ist die laufstärkste Mannschaft neben Bayern München in der gesamten Bundesliga. Und dann haben sie am Anfang wirklich richtig gute Spiele gemacht. Sie haben gewonnen, sie haben Selbstbewusstsein bekommen und das hat sich bis auf eine kleine Periode, das war vor ein paar Wochen, wo sie mal einige Spiele nicht gewonnen haben, jetzt sind sie wieder in Topform zurückgekommen und Hut ab vor Hoffenheim.
Hast du auch immer wieder gesagt, also Andi Schicker hat da sehr gute Arbeit gemacht, einen richtigen Kader zusammengestellt, aber der Trainer hat dann auch funktioniert und da ist es immer wieder ein Beispiel, dass es sich manchmal auch auszahlt an jemandem festzuhalten und nicht sofort zu sagen, wir brauchen einen neuen Impuls.
Und er hat das Vertrauen bekommen von der Führung. Dann hast du offensiv mit Lemperle oder auch mit Aslani, zwei wirklich Top-Leute dazu bekommen, mit Avdolawu. Einen im Zentrum, der entscheidend und ganz, ganz wichtig ist für das ganze Spiel der Hoffenheimer. Und wenn du dann dieses Vertrauen bekommst als Trainer, das weitergibst an die Spieler, dann kann das sehr erfolgreich sein.
Und das haben sie uns in dieser Saison, glaube ich, durchweg gezeigt. Wir schauen mal auf den Treffer, den Sie erzielt haben gegen Bremen. Da ist erstmal natürlich der Ball hier eine Katastrophe von Bremen. Aber dann geht es halt ganz, ganz schnell, Stefan. Ja, jetzt führen Sie den Eckball ganz schnell aus und empfehlen natürlich zwei, drei Leute. Da fehlt ja die komplette Ordnung. Das ist gut gemacht und clever gemacht von Hoffenheim.
Die Frage ist, es war natürlich ein Katastrophenpass, ob ich da überhaupt hinterhergehe oder sofort abbreche. Aber das ist halt Fußball auf hohem Niveau. Ja, und dann kommt der Kiste halt. Normal kommt dann, so wie ich den früher gespielt habe. Nein, nein, nein. Aber das nutzen die Hoffenheimer aus. Klepper gemacht. Sie hatten Spiele in den letzten Wochen, wo sie das nicht gezogen haben.
Sie haben nicht gut gespielt. Gestern haben die drei Punkte. Und nur darum geht es im Endeffekt in den letzten Spielen der Bundesliga. Hoffenheim ist ja übrigens auch ein witziges Beispiel. Wir haben ja vorhin schon mal über Freiburg geredet. Und wir sagen immer, Ruhe im Verein ist ganz entscheidend. Da hat es ja ganz schön gekracht in der Saison. Aber richtig, mit Gerichtsprozessen und anderem.
Haben aber trotzdem am Platz geliefert. Ja, und das ist, finde ich auch, das haben wir auch in der Saison mehrfach schon gesagt, natürlich echt stark, dass du trotz dieser... Die haben beide in der Karte gemacht. Die haben sich mit einer massiven Unruhe. Schicker war ja schon fast in Wolfsburg, fast schon wieder in Salzburg.
Dann haben sie sich zusammengerauft und offensichtlich ist es Ilse geglückt, immer bei sich und bei seiner Mannschaft zu bleiben und diese anderen Geräusche irgendwie einfach verklingen zu lassen. Ja, aber das hat, glaube ich, auch damit zu tun, dass Schicker und Ilse einfach klar miteinander sind. Beide aus Graz, beide eng miteinander verbandelt. Der eine hat den anderen geholt.
Also das macht schon total Sinn. Die haben beide entschieden, was für ein Spiel sie spielen wollen. Sie haben beide entschieden, was für Spieler sie dafür brauchen. Das mag dann für die Öffentlichkeit viel Fantasie in dem Kader gesteckt haben, aber beide wussten, was sie für Qualität bekommen haben. Und so kannst du dann die Nebengeräusche auch ein bisschen wegschalten.
Also ich weiß, dass das viele nicht hören wollen, aber dazu nur einen Satz. Ich freue mich total für Dietmar Upp. Und erklär, warum? Ja, weil er ja diesen Verein, ist das sein Baby. Und er hat diesen Verein ja groß gemacht. Und er ist angefeindet worden deswegen. Ich habe ihn gestern auf der Tribüne gesehen.
Und wenn sie in die Champions League kommen, dann ist das, glaube ich, für ihn eine Genugtuung. Und ich gönne ihm das wirklich von Herzen. Aber jetzt muss ich dir eine Frage stellen. Also magst du Hoffenheim? Warum magst du Wolfsburg nicht? Ich habe... Schwierig. Also nein. Atme durch. Atme durch. Nein, nein.
Erstmal habe ich gerade gesagt, ich mag Dietmar Hopp. Bei Wolfsburg, muss ich mich jetzt wiederholen, wollte ich heute eigentlich nicht tun, geht es mir gar nicht mal so sehr um die Fußballer als solche, sondern ich sage, wenn Volkswagen das Werk so viele Probleme hat und jetzt Sparmaßnahmen einläuten muss und dass sogar Werksschließungen und Jobverluste im Raum stehen, halte ich 90 Millionen Zuwendungen im Jahr für die Fußballer für nicht verantwortungsvoll.
Und das ist der Unterschied. Das ist der Unterschied. Das ist der Unterschied zu Hoffenheim und zu Dietmar. Das war nur meine Frage. Bist du zufrieden? Ich bin 100% zufrieden. Keine Nachfrage von dir. Sehr gut. Wir sind echt, das muss ich sagen, sehr gespannt und auch froh, dass wir auf so hohem Niveau, man braucht ja dieses Jahr wirklich viele Punkte, um diesen vierten Platz zu erreichen.
Das war auch schon mal anders. Die müssen schon alle echt richtig gute Saisons gespielt haben. Möglicherweise hast du eine tolle Saison gespielt und wirst dann Fünfter und spielst Europa League. Also das schauen wir uns an am kommenden Spieltag. Jetzt für Sie, meine Damen und Herren, noch mal die Chance, Preise, eine Reise zu gewinnen zum Icon League-Finale nach Zürich mit B-Win.
Wir übertragen das natürlich auch bei uns hier bei Sport1 live. Und gleich schalten wir zu Ole Werner nach Leipzig. Sitz schon parat. Wir freuen uns, dass er sich Zeit genommen hat nach diesem tollen Tag gestern. Champions League erreicht, zehn Jahre nach dem Aufstieg. Erweitert wird um den Cheftrainer von RB Leipzig, den wir ganz herzlich begrüßen.
Schönen, ich kann es gerade zwei Minuten vor zwölf noch sagen, schönen guten Morgen, Ole Werner. Guten Tag. Ole, vielen, vielen Dank für die Zeit. Habt ihr ein bisschen gefeiert gestern, nachdem klar war, nach dem Jahr ohne Europa, jetzt Champions League am vorletzten Spieltag, Die Teilnahme für die kommende Saison ist eingetütet.
Ja, ein kleines bisschen haben wir schon gefeiert. Und ja, haben wir uns, glaube ich, auch verdient nach dem Jahr. Es war ein erfolgreicher Abschluss der Saison ja noch nicht. Aber wir erreichen unsere Ziele oder unseres großen Ziels. Und insofern wurde es gestern ein bisschen später. Aber so soll das auch sein, glaube ich. Kannst du uns ein bisschen mitnehmen vielleicht, weil...
Als wir zum Beispiel mit eurer Presseabteilung die Absprache noch getroffen haben gestern, hatte der Pressesprecher gesagt, wir saufen schon. Also wir trinken schon, hat er gesagt, ehrlicherweise. Aber habt ihr es fliegen lassen, ja? Ja, genau. Also trinken würde ich sagen ja, saufen eher nein. Also es ging dann gemeinsam im Club hier in Leipzig. Also wirklich ein richtig schöner Rahmen, alle mit dabei.
Und ja, so habe ich auch lange nicht gehabt, muss ich sagen. Aber ich bin noch ganz gut in Form, habe mich da gut einfügen können und habe wirklich Spaß gemacht. Man hat dich auch gut eingeleuchtet, dass man das einfach nicht so richtig sieht, die Folgen dieser Partynacht. Wir schauen uns mal an. Norman Sohle, da hat die Saison von RB ein bisschen beobachtet und fasst das für uns zusammen, diese erfolgreiche Saison unter Ole Kahn.
Matchball verwandelt. Zwar ohne Glanz und Gloria, aber Leipzig macht zum achten Mal in zehn Bundesliga-Jahren die Königsklasse klar. Und Ole Werner führt RB zurück in die Spitzengruppe. Passend zu den Bundesliga-Jubiläumsfeierlichkeiten, RB-Legende Ralf Rangnick hier in besonders fanfreundlicher Aufmachung. Nach dem Aufstieg 2016 wird Leipzig übrigens sofort Vizemeister.
Die ersten Titel folgen 2022 und 2023 im DFB-Pokal. Eine Meisterschaft gelingt nicht, denn RB verkauft im Laufe der Jahre einfach viel zu viele Leistungsträger. Ausgerechnet die finanzstarken Leipziger setzen extrem auf hohe Transfererlöse. Und deswegen spielt man zwar meistens oben mit, kommt aber nie ganz oben an.
Und auch der Klopp-Effekt bleibt lange aus. Ein halbes Jahr nach Klopps Verpflichtung verpasst RB 2025 erstmals Europa. Doch Ole Werner führt die Leipziger dorthin zurück, wo sie schon waren und wo sie auch hingehören. Und wenn ihm die Bosse jetzt ausnahmsweise mal nicht die besten Spieler verkaufen, dann ist RB Leipzig künftig auch wieder ein Titelkandidat.
Sagen wir hier. Olle, diese Saison ging ja los mit einer ordentlichen Klatsche, die euch der FC Bayern verpasst hat. Jetzt rückblickend, was hat das ausgemacht? Wie war das, so reinzustarten in diese Saison? Ja, ich glaube, dass die Saison der Bayern schon auch das ein bisschen relativiert, wenn man sieht, wie sie dann auch durchs ganze Jahr mehr oder weniger geflogen sind und sehr, sehr wenig Spiele verloren haben.
Für uns war damals das schon enttäuschend, weil wir natürlich eine Qualität auch auf dem Platz haben, die dann sich einfach anders zeigen sollte als in dem Spiel. Auf der anderen Seite war es für uns damals auch nicht ganz überraschend, weil es eben so war, dass wir noch eine relativ unklare Kadersituation hatten.
Viele Jungs dabei hatten, auch teilweise in der Startelf hatten, von denen mehr oder weniger klar war, dass sie uns noch verlassen würden. Und das war eben alles noch überhaupt nicht rund am Anfang. Und ich glaube, dass dafür auch dieses Spiel nochmal wichtig war zu sehen, dass wir vielleicht noch ein paar Schrauben verändern müssen in den letzten Tagen des Transferfels.
Das haben wir dann gemacht und ich glaube, dass das insgesamt sehr gut aufgegangen ist. Stefan, wenn wir über Bayern jetzt sprechen, ich glaube, in den beiden Bundesligaspielen haben sie elf Tore bekommen, RB im Pokal auch verloren. Was fehlt RB Leipzig noch, um noch eher wieder ein echter Herausforderer zu werden?
Ich glaube, dass für RB in diesem Jahr gar nicht Bayern München der Anspruch war, sondern solche Niederlagen musst du dann relativ zur Seite legen und dich auf die anderen Gegner konzentrieren. Dann haben sie sich aber gefangen und waren wirklich sehr stabil, sehr konstant. Herzlichen Glückwunsch nochmal zur Qualifikation, zur Champions League.
Und Ulle Werner ist ja ein Trainer, der nicht nur bei Kiel, auch bei Werder Bremen, du hast immer Fortschritte gesehen. Also war das schon so ein Ding vor der Saison, wo ich gesagt habe, das könnte der richtige Trainer sein für diese Mannschaft. Und er hat sie entwickelt. Die Situation vor der Saison war unklar. Aber ich finde, was er jetzt im Endeffekt mit der Mannschaft auch rausgeholt hat, gebührt wirklich größten Respekt.
Aber man muss dazu sagen, es waren keine internationalen Belastungen. Sie haben sich eigentlich nur auf die Bundesliga konzentrieren können, DFB-Pokal noch. Also das hätte man, oder hat man denn auch erwartet mit dieser Qualität im Kader? Wie wichtig war das in diesem ersten Jahr, um eine Mannschaft zu entwickeln, eben nicht diese Doppel- bzw. Dreifachbelastung zu haben, Ole?
Ja, es hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist sicherlich, so wie es gerade gesagt wurde, dass man sich auf die Bundesliga konzentrieren kann, dass du die geringere Belastung hast. Und das hat sicherlich dann auch geholfen, weil wir eben alles verändert haben, die jeweils liebener Mannschaft verändert haben, viele junge Spieler dazugeholt haben, die noch nicht in der Top-Liga gespielt haben, neuen Trainer haben.
Und das ist dann sicherlich von Vorteil am Anfang. Auf der anderen Seite ist es eben halt auch so, dass du natürlich noch in drei Wettbewerben, einzelne Spieler noch besser weiterentwickeln kannst, weil du einfach mehr Spielzeit zum Verteilen hast. Das ist sicherlich auch ein Faktor, der für uns extrem wichtig ist, weil wir in Vereinen sind ja auch darüber definiert, junge Spieler früher einzusetzen, auch trotzdem, wie du als vielleicht andere Vereine tun.
Und das kannst du natürlich noch besser, auch wenn du mehr Spiele hast. Aber es war sicherlich für den sportlichen Erfolg dieses Jahr ein Vorteil, dass du diese internationalen Spiele unter der Woche nicht hattest. Und du für eine Woche mehr Dinge im Detail vorbereiten konntest, als es das nächste Jahr möglich sein wird.
Was mich auch noch interessiert, ist dieser Austausch mit Jürgen Klopp. Wie der wirklich konkret läuft. Das ist immer mal wieder erwähnt, dass der eng ist. Aber wie war es jetzt zum Beispiel in diesen letzten Wochen? Also oder auch vor solchen Spielen, wo man weiß, okay, wenn wir das ziehen, dann sind wir in der Champions League.
Wie und über was tauschst du dich mit ihm aus und was für einen Einfluss nimmt er auf deine Arbeit und ja damit auch auf den Erfolg von RB? Erstmal ist es so, dass wir uns ja vor der Zusammenarbeit sehr detailliert und intensiv unterhalten haben. Welchen Fußball möchte Jürgen für RB haben? Auch was möchte ich mit der Mannschaft erarbeiten?
Als Trainer passt das zusammen. Und wenn dann zwei Trainer miteinander sprechen oder jetzt in seiner neuen Funktion, dann ist es sicherlich so, dass du nicht eine hundertprozentige Schrittmenge hast, aber eine sehr, sehr große. Und wir unterhalten uns permanent eigentlich über die Spiele. Also zu sagen, was war gut, was war schlecht, wie sieht man einzelne Spieler.
Weil es natürlich ein Vorteil ist, dass Jürgen jetzt nicht jeden Tag hier ist und trotzdem genau weiß, wie das funktioniert und nochmal vielleicht ein bisschen einen Blick hat. Von außen will ich nicht sagen, aber eher von ein bisschen mehr Distanz kommt. Ich glaube, das ist etwas, was dann immer miteinander gelebt werden muss.
Und das haben wir dieses Jahr sehr, sehr gut gemacht. Am Anfang der Saison haben wir extrem viel über taktische Inhalte gesprochen. Jetzt am Ende der Saison war es dann eher über Situationen, wie erlebt man eine Mannschaft, wie hat er in solchen Situationen mit seinen Mannschaften gearbeitet. Letzte Woche, muss ich sagen, haben wir jetzt nicht über dieses Spiel nochmal detailliert besprochen.
Aber über das ganze Jahr hinweg ist es ein Jahr man hinter Austausch, von dem ich sehr, sehr viel lernen kann, Tiere. Und am Ende ist es eben auch wichtig, dass wir beide in eine Richtung arbeiten. Das tun wir absolut gut, weil wir dann eben dieses Projekt gemeinsam auch voranbringen. Ich schaue mal mit einem Auge auf die Uhr, weil ohne Werner gleich zum Wings for Life World Run muss und da um zehn nach in den Bus steigen muss.
Deswegen wollen wir ihn auch rechtzeitig entlassen. Ich hätte dich sonst gerne noch da reingenommen, so einen Mentor zu haben. Können wir vielleicht danach sprechen. Ist vielleicht auch sinnvoll für einen jungen Trainer. Einen erfahrenen Trainer zwar schon, aber vom Alter her jung. Eine Frage noch, Ole.
Vor der Saison einen neuen Kapitän, nicht bestimmt, sondern gewählt. Ihr habt gewechselt von Orban zu Raum. Das ist ja manchmal auch nicht ganz unproblematisch. Erstens, wie haben die beiden das gelebt? und warum habt ihr es so durchgeführt? Ja, wir haben, auch das ist ein Geheimnis des Erfolges, eine sehr, sehr gute Gruppe an Führungsspielern und beide gehören dazu.
Warum haben wir das? Achtung, haben wir uns dafür entschieden. Wir haben im Sommer einen großen Umbruch gehabt, viele Veränderungen angestoßen. Und wir im Trainerteam hatten das Gefühl, dass Filly Orban jemand ist, der hier über viele Jahre sehr guter und dazu noch erfolgreicher Kapitän mit der Mannschaft war.
Und ein Führungsspieler ist, der absolut top ist, der diese Rolle aber auch ohne Kapitänsrolle ausführen kann. Und das hat sich auch bewahrheitet und dass wir mit David kaum jemanden haben, den wir auch in seiner Rolle nochmal weiterentwickeln können. Dazu kommt, dass David extrem kommunikativ ist, extrem energetisch einfach auch ist in der Kabine.
Das waren Eigenschaften, die extrem wichtig waren, dieses Jahr, um diesen Umbruch dann auch anzuschieben, um da auch einen neuen Drive reinzubekommen. Und das hat unter anderem deshalb funktioniert, weil David diese Rolle a excellence ausgeführt hat, aber auch weil Willi absolut das war, was man sich wünschen kann.
Nämlich der absoluten Spieler, der absolutes Vorbild, jemand, der die Sache hier das ganze Jahr über gepusht hat. Und das ist sicherlich auch ein Baustein, ein ganz wichtiger Baustein gewesen, dass die Jungs da mit dem Ruhigen gegangen sind. Das war ja gestern bei denen sowieso ein emotionales Spiel. Jetzt haben wir fast eine Punktlandung hingelegt. Vielen Dank. Wir haben die Zeit maximal ausgereizt. Danke schön.
Dass du bei uns warst. Herzlichen Glückwunsch von uns aus München zum Erreichen der Champions League. Das war ja gestern bei denen sowieso ein emotionales Spiel. Mit Ralf Rangnick war der Mann in Kutte da, der der Architekt letztlich von RB ist. Ole ist jetzt der Trainer. Diese Mentorenrolle, die Klopp da übernimmt, das kann, glaube ich, sinnvoll sein, wenn man es auch annimmt als Cheftrainer, als operativ verantwortlicher Trainer. Wie siehst du das?
Ja, ich glaube, das liegt natürlich in erster Linie an dem Mentor, an dem erfahrenen Trainer, wie er damit umgeht. Dass er das nicht von oben herabmacht, sondern versucht natürlich auch den Menschen neben dem Trainer, in dem Fall Ole Werner, kennenzulernen. Dass du gewisse Dinge eben auch offen ansprichst, sprich es aber nie, einfach nicht versuchen muss, ihm irgendetwas aufzudrängen.
Sondern das muss aus dem Gespräch herausgehen. Und Jürgen ist einer der besten Trainer der Welt. Und er ist auch sehr feinfühlig. Ich kenne Jürgen ja auch sehr gut. Und ich glaube, dass das eine gute Kombi war. Und er hat es ja auch gesagt, und die werden auch sehr, sehr häufig miteinander gesprochen haben, wo wir alle überhaupt nichts von wissen.
Und das ist eben auch wichtig, ihn mal zu beruhigen, ihn mal zu pushen, ihm mal die ein oder andere Anregung zu geben, auch von Trainingsinhalten vielleicht, wie er das gemacht hat. Das hat Ole ja auch gesagt, dass Sie darüber gesprochen haben. Und von daher kann das eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit sein und für einen jungen Trainer eine große Hilfe.
Alfred, nun, wir haben die Bilder ja schon gesehen mit Rangnick und anderen aus dieser Zeit, aus diesen zehn Jahren. In den zehn Jahren, glaube ich, achtmal europäisch gewesen, schon im ersten Jahr Bundesliga-Vizemeisterschaft. Wie würdest du diese Dekade RB zusammenfassen? Wir wissen ja, dass viele, viele Menschen immer noch fremdeln mit RB Leipzig.
Naja, es ist eine einmalige Erfolgsgeschichte, muss man sagen. Und dein Wort Fremdeln ist, glaube ich, ein bisschen nett. Ja, ich bin ein netter Kerl. RB ist ja ein Hassobjekt für viele oder für einige. Und man darf nicht vergessen, RB war jetzt neunmal international, davon achtmal Champions League. Und ich glaube, sie machen es ganz gut, weil eben dieser Widerstand da ist, schmeißen sie jetzt nicht mit dem Geld um sich, was sie ja tun könnten, Sondern sie erlegen sich selbst eine vernünftige Transferpolitik.
Sie verkaufen auch Spieler. Und das ist, glaube ich, sehr, sehr klug. Und letztlich auch erfolgreich. Also ich denke, dass sie jetzt wieder ein bisschen zulegen werden in der Champions League, weil letztes Jahr haben sie ja eine sehr schlechte Rolle gespielt in der Champions League und das werden sie dieses Jahr sicherlich besser machen wollen.
Wenn wir mal drauf schauen, was für unglaubliche Spieler, für Talente. Für wahnsinnig erfolgreiche Spieler bei Leipzig waren die letzten Jahre, Stefan, wo die alle jetzt sind, was für Namen das sind. Also dieses, was Alfred als vernünftig, und das ist es zweifelsohne ökonomisch klassifiziert. Vom Image her. Ja, aber trotzdem, wenn du die Qualität halt immer wieder verlierst, ist vielleicht die Möglichkeit, den letzten Schritt zu machen, nicht so groß.
Aber umso mehr Respekt für das, was sie in den letzten zehn Jahren dann doch erreicht haben. Immer mit dieser Qualifikation der Champions League. Ich glaube, das ist auch so ein bisschen die Philosophie von RB, eben junge Spieler zu holen, sie weiterhin auszubilden, besser zu machen. Und wenn dann ein Großer kommt und sagt, wir legen 60, 70 oder 80, wie bei Guardiol zum Beispiel, hin für einen Linksverteidiger, ja, dann musst du es auch machen.
Das ist deren Philosophie. Und ich finde, was sie jedes Jahr, letztes Jahr war eine Ausnahme, auf den Platz bringen, ist nach wie vor wirklich aller Ehrenwert. Das muss man so sagen. Jetzt gucken wir mal auf diese Tabelle der letzten zehn Jahre. Da sind Sie dann eben hinter Bayern und hinter Dortmund die dritterfolgreichste Mannschaft.
Ist das der Platz, wo RB auch für die Zukunft bleibt? Oder ist es eigentlich von den Voraussetzungen, von der Finanzkraft, von dem ganzen Konstrukt, dem Unterbau unter RB Leipzig, eigentlich die Mannschaft, die auf zwei klettern wird? Schwer zu sagen, weil RB Leipzig so dieser letzte Schritt noch fehlt.
Wir tun jetzt alle so, als seien sie natürlicher Bayern eine Herausforderer gewesen in den letzten Jahren. Die Bayern nehmen RB extrem ernst, aber sportlich haben sie es halt noch nicht unterfüttert. Es ist ihnen jetzt punktuell gelungen in den letzten Jahren, die Bayern auch mal zu schlagen. Aber dass sie sie wirklich attackiert hätten in der Tabelle, das finde ich, hat es so noch nicht gegeben.
Aber trotzdem sind die Ansprüche in Leipzig natürlich nicht hoch, sondern die höchsten. Dann vorgegeben von Oliver Minzlaff, der die allergrößten Ansprüche immer auch mal wieder sagt. Aber es sind ja trotzdem alle mit einer gewissen Form des Realismus gesegnet, dass sie wissen, dass die Bayern einfach auf Lichtjahre weg sind.
Und wenn sie diese Form der Transferpolitik nicht verändern, wird es schwierig sein, die Münchner zu attackieren. Trotzdem, ich weiß, in München sagt man, wenn einer, dann eher RB. Na ja, klar, die finanziellen Mittel gehören dazu, die hat man in Leipzig und es gehört natürlich eine exzellente Arbeit dazu. Ein Scouting-System, das herausragend ist.
Sie haben natürlich auch diesen Rückbau mit Salzburg. Das ist ja dann so ein immerwährender Fluss. Ich als Talent weiß dann auch, da kriege ich die Chance, da kann ich mich weiterentwickeln, da kann ich den nächsten Schritt machen. Das führt dann dazu, dass ich mich vielleicht in jungen Jahren auch für dieses Modell entscheide.
Ob Sie Dortmund dann zum Beispiel langfristig als Nummer zwei ablösen können, da setze ich noch ein Fragezeichen dahinter, weil ich finde, da müssen Sie dann auch international mal ein Ausrufezeichen setzen. Sie haben in dem Corona-Jahr, glaube ich, waren es im Halbfinale der Champions League mit diesem Finalturnier.
Aber ansonsten gelingt es ja zumindest Dortmund ab und zu mal. Die standen im Champions League-Finale vor nicht allzu langer Zeit. Da muss Leipzig dann, das ist so der nächste Schritt, mal ins Viertelfinale zumindest kommen. Darf ich Uli Hoeneß zitieren? Ja, bitte. Uli Hoeneß hat gesagt, ich freue mich, dass wir neben dem BVB mit Leipzig jetzt einen zweiten Feind haben.
Und allein diese Wortwahl zeigt ja, dass die Bayern das sehr ernst nehmen. Genau. Er hat sich dafür entschuldigt später. Ja, ja, ja. Aber es ist natürlich so, und das brauchen die Bayern eigentlich auch, sie brauchen ernste Herausforderer in der Liga, um weiter selbst ihre Höchstleistung abzuliefern.
Jetzt, Ruth, du stehst die ganze Zeit schon parat, jetzt bist du dran. Ich wollte euch noch ein kleines Fundstück aus der Leipziger Kabine mitbringen und hier präsentieren. Denn natürlich wurde nach dem Spiel dann schon die Party eingeläutet. Und das Ganze ging in der Kabine los. Die Musikauswahl spricht allerdings Bände, da hören wir jetzt gerne mal rein.
Sie werden es erkennen, nehme ich an. Das ist doch die richtige Einstimmung. Lukeba macht sich da schon bereit. Die Champions-League-Hymne läuft. Das ist, glaube ich, die einzige Musik, die da dann passend ist. Und es wieder zurückzuholen. Wir sehen, im Hintergrund gehen die Arme hoch. Das war der Beginn der Party nach dem Spiel.
Und die Champions-League-Hymne, die jetzt nach einem enttäuschenden Jahr wieder erklingt bei den Leipzigern. Also ein kleines Fundstück aus dem Netz für euch. Danke dafür. Ja, diese Champions-League-Hymne, die hat schon eine Kraft für euch, Fußballer. Ja, also für uns ja sowieso, für dich, vielleicht kriegst du auch Gänsehaut, wenn du sie hörst.
Ich finde es immer wieder gut, ja. Aber das ist natürlich der Anspruch und auch das Allerschönste. Und wenn du diesen Schritt jetzt machst, darfst du nicht vergessen, letzte Woche waren sie am Wackeln, da haben sie verloren. Oder gestern haben sie geantwortet, das ist etwas ganz, ganz Großes. Ja, absolut.
Und die Spieler wollen sich da auf dieser Top-Bühne des europäischen Fußballs alle präsentieren und die, die bei Leipzig in der nächsten Saison noch spielen, die können das tun. Dazu gratulieren wir, haben wir gerade aber auch schon gesagt. Und wir schauen gleich auf die Bayern, meine Damen und Herren, die, wie gesagt, in Wolfsburg das Ding gerade noch so gewonnen haben.
Und wir schauen auch auf Emotionen aus Dortmund. Da gab es viele Verabschiedungen, vor allem für Sebastian Kehl war es sehr, sehr emotional. Aber auch die Spieler, auch Niki Süle, der in einem sehr, sehr offenen Podcast-Gespräch mit Sebastian Hellmann ja so ein bisschen erzählt hat, warum er mit 30 seine Karriere beendet.
Das besprechen wir alles gleich. Das ist ein sehr guter Gewinnspiel. Das ist ein sehr guter Gewinn. Vielen Dank. Vielen Dank. Das war die nächste Runde beim Doppelpass und zwar mit Ruth. Ja, und wir gucken auf den BVB. Das war nämlich ein emotionales letztes Heimspiel am Freitag. Denn es wurden diverse Persönlichkeiten verabschiedet. Einfach an die Spieler Niklas Süle, Julian Brandt, Salih Ötchan.
Also das natürlich noch mal ein großer Moment für die drei. Julian Brandt nach sieben Jahren im BVB-Dress. Sein Vertrag wurde ja nicht verlängert. Und auf die Frage nach seiner Zukunft hat er bei Sky Folgendes geantwortet. In manchen Doppelpassrunden wirft man dafür 2 Euro ins Sparschwein, aber ich mache einen Schritt nach dem anderen.
Das wird sich nicht bis in den August ziehen, das kann ich sagen. Lieber Julian, kleine Korrektur an der Stelle. Es sind 3 Euro und unser Sparschwein heißt Phrasenschwein. Gerne mal vorbeikommen bei uns im Doppelpass. Aber er hat den Doppelpass erwähnt, genau. Doppelpassgucker, sehr gut. Vielen Kehl natürlich auch für ihn sehr, sehr emotional.
Nach 24 Jahren im Verein als ehemaliger Spieler, Kapitän und dann eben Sportdirektor, auch er nochmal seinen Moment vor der gelben Wand und man sieht es ihm an. Das hat ihn natürlich auch nochmal mitgenommen. Er hat so viel mit dem Verein erlebt. Das Karriereende sein. Er ist ja nochmal eingewechselt worden in der 88.
Minute, hat aber verkündet, dass er aufhören wird. Vor allem die Sorge vor einer weiteren Verletzung hat ihn dazu bewogen. Ihr werdet das natürlich gleich auch noch besprechen. Und wie er diesen Abschied empfunden hat, das sagt er auch im Interview. Mir war schon ein Stück weit bewusst, dass es heute emotional werden kann.
Erstmal bin ich mega dankbar, wie die Fans mich und die anderen beiden hier verabschiedet haben. Bedeutet uns sehr viel, bedeutet mir sehr viel. Und jetzt freue ich mich später und morgen Zeit mit meiner Familie zu verbringen, meine Karriere ein Stück weit auch revue passieren zu lassen. Eine ganz tolle Karriere hat er eingelegt, ist ja erst 30 Jahre jung.
Und wir wissen, dass es auch immer Diskussionen um ihn gab. Vor allem auch sein Gewicht stand da oft im Mittelpunkt. Und er hat jetzt ganz ehrlich im Spielmacher-Podcast darüber berichtet, wie er da teilweise auch damit umgegangen ist. Und da sagt er zu seiner Bayern-Zeit, dass sie donnerstags immer Wiegen hatten.
Und dann hat er Mittwoch nichts gegessen, hat also wirklich gefastet. Und dann ist er abends sich zu Hause noch in die Sauna mit Regenjacke. Und dann hat er am nächsten Tag 2,5 Kilo weniger drauf gehabt. Dann hat das geklappt mit dem Wiegen. Aber das war so ein bisschen seine Machart, damals damit umzugehen. Sehr interessant und lässt euch natürlich jetzt auch Spielraum zum Diskutieren.
Ja, vielen Dank. Hast du sowas auch mal gemacht? Hast du sowas auch mal gemacht? Was? Na ja, mit der Regenjacke in die Sauna? Nee, ich kenne das. Das gab es tatsächlich früher auch. Früher brauchte ich nichts. Ich brauche sie aber heute. Aber dann mach es doch mal. Nein, aber... Das sind doch offene und ehrliche Worte.
Ich meine, Friedhelm, du weißt es auch, früher mit der Regenjacke unter dem dicken Pulli raus auf dem Trainingsplatz. Aber das Problem hattest du nicht, ne? Aber du hattest wahrscheinlich Spieler, die das Problem hatten mit ihrem Gewicht? Ja, das habe ich natürlich gehabt mit dem einen oder anderen Spieler.
Aber wenn er Leistung gebracht hat, habe ich natürlich als Trainer auch mal darüber hinweg gesehen. Denn das ist ja das Allerwichtigste, dass du Leistung auf den Platz bringst. Und wenn du dann mal zwei oder drei Kilo mehr hast, dann ist das nicht ganz so wichtig. Weil du hilfst der Mannschaft ja und Niklas hat eine beeindruckende Karriere hinter sich, auch wenn er vielleicht das ein oder mal etwas...
Aber es gibt schon Leute, die sagen, ich weiß, ich schon aufhören, warum? Ich meine, Kreuzbandrisse und ich weiß, da gibt es ein paar Rückgründe. Ja, aber die Entscheidung ist ihm mit Sicherheit nicht leicht gefallen und da kann man auch ihm nur zu gratulieren, dass er die Kraft gefunden hat, wirklich zu sagen, ich höre auf mit 30.
Das ist nicht selbstverständlich. Wie siehst du diese Entscheidung? Ich fand diese Offenheit, wie er darüber gesprochen hat, beeindruckend. Rudi Völler hat ja mal im Fall Marcel Jansen gesagt, wer mit 29 aufhört, hat den Fußball nie geliebt. Und so weit ist ja jetzt Niklas Süle auch nicht entfernt mit 30.
Man muss ja auch sagen, er spricht da sehr offen drüber, das ist sympathisch, was er sagt. Man muss aber auch sagen, er gibt ja zu, dass er teilweise sehr undiszipliniert war in seiner Karriere, die dann wirklich groß war. Also ich glaube, er kann froh sein, dass er jetzt so einen schönen Abgang hat und so würdevoll verabschiedet wird. Aber trotzdem schade mit 30.
Ja, ich würde da schon noch gerne einen Kontrapunkt aufsetzen, weil ich finde, da ging es nicht immer nur um zwei, drei Kilo bei Bayern München. Ich habe das ja hautnah miterlebt, das waren schon mehr Kilo. Und ich sage mal so, ich habe immer höchsten Respekt vor Leuten, die aus ihrem Talent alles rausholen.
Und bei Niklas Süle, das steht ihm zu, ist seine Entscheidung, aber ich finde, er hat aus seinem Talent nicht alles rausgeholt. Das war vom Potenzial her für mich ein Top-5-Verteidiger auf dieser Welt. Aber das hat er halt auch ab einem gewissen Zeitpunkt seiner Karriere nicht mehr ausgeschöpft. Wie gesagt, dass er jetzt aufhört, seine Entscheidungen, alles okay, er hat seine Titel gewonnen, aber es bleibt für mich schon auch der Beigeschmack, da wäre noch mehr möglich gewesen. Aber ich finde schon, dass er es sich richtig einschätzen kann.
Weil um immer zu dem Punkt zu kommen, topfit zu sein, muss er wahrscheinlich und anscheinend in der Vergangenheit immer unfassbaren Aufwand betrieben haben. Oder jetzt hat er eingesehen, dazu bin ich nicht mehr in der Lage und möchte das nicht mehr. Deswegen sage ich mit 30, ich beende meine Karriere. Ich finde es eigentlich schräg, dass wir über Niklas Süle reden und er beendet seine Karriere.
Einfach kann man nur mal applaudieren dafür und Respekt zollen. Aber wir reden nur über das Gewicht und wo er mit zu kämpfen hat. Also er hat ja schon ein paar Titel eingefahren. Ich finde, bei Dortmund hatte er es schwierig gehabt, hat sich aber immer, soweit er konnte, immer im Dienste der Mannschaft gestellt.
Ich habe nie irgendetwas Negatives gehört von Niklas Süle, wenn er nicht gespielt hat oder nur die letzten zehn Minuten oder wie auch immer. Ich finde, das ist ein hoch anständiger Profi gewesen. Aber Stefan, was hättest du als Kapitän früher, als ehrgeiziger Kapitän gesagt, wenn du einen Mitspieler hast, der alles kann, aber der offensichtlich schon ein gewisses Problem hat, mit der Disziplin professionell zu leben. Das hätte dir doch auch nicht gepasst.
Ja, aber das ist ja nicht mein Problem. Damit muss er ja klarkommen und Entscheidungen für sich treffen. Der Einfluss ist aber die Mannschaft am Ende. Ja, aber da trifft ja der Trainer die Entscheidung, ihn nicht zu stellen bzw. Der Verein diesen Spieler zu verkaufen. Das ist ja nicht meine Sache. Ich arbeite für mich, spiele fürs Team.
Aber ich für mich muss ja alles dafür tun, investieren, dass ich topfit bin. Und das muss jeder einzelne Profi machen. Hättest du, Stefan, so einem Spieler versucht zu helfen, diese letzten paar Prozentpunkte rauszuholen? Zu holen, sozusagen ihm zu helfen, noch professioneller zu leben. Das Trainerteam wird das immer tun und auch tun müssen.
Aber das Trainerteam wird auch irgendwann sagen, du hast eine Eigenverantwortung. Du bist als Profi für dich auch selber eigenverantwortlich. Um dort zu stehen, am Anfang einer Saison, dass wir dich mit in den Kader nehmen, beziehungsweise, dass du Stammspieler bist. Also eine gewisse Hilfe immer, ja, aber auch eine große Eigenverantwortung bei den Spielern.
Und jetzt eben auch die Verantwortung zu übernehmen, zu sagen, okay, es macht Kein Sinn, nicht irgendwo noch in irgendeiner Operettenliga noch mal ein bisschen auslaufen lassen. Genau so ist es. Er übernimmt Verantwortung für sich und sein Leben. Und wir reden immer über mündige Spieler und mündige Menschen vor allen Dingen.
Vicky Süle ist das Beispiel dafür, wie es funktioniert. Absoluten Respekt vor der Entscheidung und nichtsdestotrotz oder auch deswegen absoluten Respekt vor seiner Karriere. Und wir reden ja immer so ein bisschen so und so. Ja, hätte Süle jetzt gesagt, ich verlängere noch mal und gehe nach Saudi-Arabien, dann würden wir hier sitzen und sagen, was soll er da oder warum macht er das, wie auch immer. Ich bin voll bei dir, Wolf.
Finde ich interessant, weil du natürlich, ich glaube, für mich zumindest aus dem Rückblick deiner aktiven Karriere, du warst anders. Du hast natürlich anders gearbeitet, um Erfolg zu haben. Ja, anders gearbeitet. Du hast nicht nur vom Talent sozusagen gelebt. Nein, nein, der Wille ist natürlich viel entscheidender als das Talent.
Mit Talent sind alle irgendwie Bundesligaspieler gesegnet. Aber wer den größeren Willen hat, darauf wird der Trainer immer zurückgreifen. Weil dann habe ich lieber den, wenn es darauf ankommt, als der, der nur von seinem Talent lebt. Was ich aber sagen kann, und das kann Friedhelm auch mit Sicherheit bestätigen, je älter du wirst und in diese Vorbereitungen gehen musst, desto schwieriger wird das.
Nicht nur körperlich, sondern auch wirklich vom Kopf. Stefan, den Respekt nimmt ihm ja niemand. Im Gegenteil, auch ich habe höchsten Respekt vor dieser Entscheidung. Aber wenn du sagst, er ist nur sich selbst verantwortlich. Nein, er ist auch dem Verein verantwortlich. Süle war der Bestverdiener beim BVB. Und dann kann ich mir vielleicht mal einen Burger verkneifen, wenn ich denn der Bestverdiener bin, um noch die letzten 10% vielleicht auch noch rauszukitzeln.
Und das hat er selbst gesagt, hat er ja nicht immer getan. Aber kann er was für den Vertrag? Nein. Er ist dafür hauptverantwortlich? Ja, jetzt kannst du aber nicht Aki Watzke oder wem sagen, dass er für die Funde von Süle verantwortlich ist. Also wirklich. Süle muss doch jetzt, Süle muss doch für sich jetzt, für sich selber damit klarkommen, diese Entscheidung erstmal getroffen zu haben und er muss auch damit leben.
Also. Ja, aber jeder von uns, da schreibt ein Arbeitspapier und da beinhaltet das, dass ich das Beste, was ich bieten kann, auch abliefere. Und das hat er nicht immer getan. Wo hat er gespielt? Das sind schon mal die Top-Clubs. Da kommst du aber nicht so einfach hin. Einfach so, weil du Niklas Süder heißt. Dafür musst du schon liefern.
Aber ich habe den Podcast ja gehört. Er hat selbst gesagt, dass 5-10% mehr drin gewesen wären, wenn er disziplinierter gewesen wäre. Zu spät erkannt vielleicht, aber zumindest erkannt. Okay. Um die Karriere jetzt zu beenden. Das ist meine Meinung. Danke dafür. Bitte. Bin ich jetzt durch? Kann ich nach Hause fahren?
Es ist für Zeit. Hast du Anschlusstermine? Treffe mich gleich. Das ist, glaube ich, bei so einem Spieler, der auch so polarisiert, dann natürlich auch so, dass so eine Entscheidung polarisiert und dass es da unterschiedliche Meinungen zu geben kann. Aber was wir halt, finde ich, manchmal vergessen, das sind alles normale Menschen.
Und für manche ist das nicht so einfach, sozusagen asketisch zu leben und immer, sondern die wollen auch ihr ganz normales Leben haben. Und wenn er jetzt feststellt, ich kann das nicht mehr, ich kann nicht mehr gegen mein Inneres, gegen mein Naturell angehen, dann höre ich auf, dann finde ich das sehr konsequent und eigentlich mit viel Respekt zu bedenken.
Jetzt kommen wir, Stefan, und dafür brauchen wir dich. Wir brauchen dich immer bis zur letzten Sekunde. Nein, das ist keine Werbung. Das ist die Zeit, wo wir dich nicht brauchen. Da gehst du auch immer nach draußen und schaust, wie das Wetter ist. Aber gut, das nur am Rande. Wir gucken auf den FC Bayern. Das war ein Sieg in Wolfsburg. Der war echt eng.
Sie waren auch in allen Parametern, allen statistischen Parametern, eigentlich nicht besser. Aber am Ende ziehen Sie das Ding durch ein Traumtor von Michael Ulysses. Philipp Strube. Ulisse und Co. haben schon mal euphorischer gejubelt. Die Bayern bestehen den Charaktertest in Wolfsburg, wenn auch nicht in überzeugender Manier. Wir spielen gegen eine Mannschaft, Einfach bereit war, alles dafür zu tun, dieses Spiel zu gewinnen.
Dann ist es natürlich oft so, dass die Gegner spürt, vielleicht passiert was heute. Der 1-0-Sieg bei den abstiegsgefährdeten Wölfen geht auf das Konto des genialen Michael Olyse. Der Franzose schießt wieder mal eins seiner Traumtore. Saisontreffer Nummer 15. Ein Wunder schöner. Die Münchner haben nun 86 Punkte auf dem Konto. Vier mehr als nach der kompletten letzten Saison.
117 Tore hat man erzielt. Es ist eine Spielzeit der Superlative. Wenn auch mit einem großen Makel. Am Mittwoch kommt der deutsche Rekordmeister im wichtigsten Spiel der Saison nicht an sein Leistungsmaximum heran. Im Champions-League-Halfinale ist gegen Pégé Schluss. Die Franzosen zeigen den Bayern die Grenzen auf.
Selten stockte der bayerische Offensivmotor so wie gegen Paris. Wir sind extrem enttäuscht, erkennen aber unsere Leistungen an. Und unsere Leistungen waren sehr, sehr gut. Es ist eine Rekordsaison, die die Bayern bis hierhin hingelegt haben, ohne Zweifel. Und dennoch fragen wir, was fehlt der Company-Elf noch zum ganz großen Wurf?
Ja, Stefan, hast du da einen Ansatz? Was fehlt? Zum ganz großen Wurf in dieser Saison der DFB-Pokal und im nächsten Jahr nochmal einen Angriff nehmen für die Champions League, sollte der Kader zusammenbleiben, die Motivation wiederziehen, um dann vielleicht im nächsten Jahr zu schaffen. Okay, wir gucken mal, was Oli Kahn gesagt hat.
Er hat bei Triple, dem Hageborn-Fußball-Talk, gesagt, man hat in den vergangenen Wochen gesehen, dass das System von Kompany sehr viel Risiko beinhaltet. Und wenn in diesem System ein bisschen die Kontrolle abhanden kommt, dann sieht man sehr schnell, wie anfällig das sein kann. Hat er recht, Herr Oli?
Ich glaube, dass wir alle in dieser Saison, vor allem auch in der Champions League, total begeistert waren vom FC Bayern München. Wie die gespielt haben, wie die durch die Champions League-Saison markiert sind, wie viele Tore die geschossen haben und so weiter. Das wollen wir doch alle sehen. Wir wollen doch keinen Defensivfußball sehen.
Und ich finde, den Mut, den Vincent Kompany aufgebracht hat, mit der Mannschaft zusammen, der ist bemerkenswert. Und daran hat es nicht gelegen, dass sie jetzt dieses eine Tor, dieses eine Tor kurz vor Schluss vielleicht nicht noch geschossen haben, um zumindest in die Verlängerung zu kommen. Ich finde, die Bayern haben Großartiges geleistet und das sollte man auch anerkennen. Wir sagen...
Und ich bin bei Stefan, da fehlt überhaupt nicht viel. Ich kann jetzt nicht sagen, was, aber Sie dürfen nicht von Ihrem Stil abgehen. Weil dadurch, dass Sie viele Tore geschossen haben, haben Sie ja auch viele Spiele gewonnen. Natürlich haben Sie das ein oder andere Tor auch kassiert. Aber ich sehe doch lieber ein Spiel, wo Sie 4-3 gewinnen, anstatt Sie mit 8 und Krach 1-0, wie es früher das ein oder andere Mal der Fall war, über die Zeit bringen.
Und das ist das, was den FC Bayern München ja auch in dieser Saison so beliebt gemacht hat. Bei ganz, ganz vielen Menschen in Deutschland. Das war auch mal anders. Sie haben die Herzen der Menschen in Deutschland gewonnen, der FC Bayern München. Da ist die Mannschaft für verantwortlich, da ist der Trainer für verantwortlich, da ist Max Eberl und Freund für verantwortlich, die die Mannschaft dann eben auch zusammengestellt haben.
Und deswegen gibt es für mich überhaupt keinen Makel in dieser Saison für den FC Bayern München. Trotzdem, Frank, gibt es immer wieder die Diskussion, es fehle der Plan B, es gäbe nicht eine gute Alternative zu dem System Kompanie, dass man auch mal tiefer steht, dass man auch mal weniger Gegentore bekommt.
Wie siehst du das und wie wird das beim FC Bayern intern auch diskutiert? Ich finde, man muss sagen, wir üben hier ja Kritik auf allerhöchstem Niveau. Ich habe die Woche in einem Kommentar geschrieben, letztlich sind sie der Bronzemedaillengewinner in Europa in diesem Jahr. Bloß den gibt es halt im Fußball nicht. Da gibt es bloß diesen einen großen Pokal und da hat halt ein bisschen was verdientermaßen am Ende gegen Paris gefehlt.
Ich finde schon, ich bin prinzipiell bei Friedhelm, dieser Stil, Uli Hoeneß sagt auch immer, Fußball ist Unterhaltungsindustrie. Die begeistern die Leute, das müssen sie beibehalten. Und trotzdem wäre es für mich der allerletzte Schritt, wenn Company so ein bisschen mehr Stabilität in so Spielen reinbringen würde.
So eine Absicherung, wie Kabi Martinez das vielleicht war im Triplejahr 2013, irgendein Bremser, der die gegnerischen Angriffswellen brechen kann, das fehlt ein bisschen. Plus beim Personal, wenn man sich PSG anschaut, wenn man sich Bayern anschaut, dann ist vielleicht die Qualität auf der Ersatzbank...
Bei Paris ein Stück weit besser. Der Kader ist nicht zu klein, was immer markiert wurde. Aber er hat vielleicht ab Position 13, 14, 15 fehlt es da an internationalem Top-Niveau. Auch schon in der Stammelf. Wenn ich mir die Außenverteidiger von Paris Saint-Germain anschaue, wenn ich mir die Außenverteidiger von Bayern anschaue.
Wie gesagt, das sind gute Jungs. In der Bundesliga kannst du die immer bringen. Du kannst sie in der Champions League, Achtelfinale, alles schön und gut. Aber wenn wir jetzt über diesen letzten Schritt spielen, dann gibt es da vielleicht schon noch so ein bisschen Steigerungspotenzial. Manchmal ist es ja auch nur, dass du in der Phase, wo es wichtig ist in der Saison, auch wirklich Topform bei allen hast.
Und das war das Gefühl zumindest meines beim Rückspiel. Sie waren nicht alle bei ihrem Maximum. Ganz genau so ist es. Am Ende suchst du ein Tor. Und das sind Schiedsrichterentscheidungen, die unglücklich gelaufen sind. Das gehört schon zur Wahrheit auch noch mit dazu. Ich finde, dass Serge Gnabry in der Verfassung von vor seiner Verletzung den Bayern gut getan hätte.
Musiala in der Top-Verfassung ihm gut getan hätte. Also ich finde, dass die Bayern alles mitgebracht haben, um in diesem Jahr, um die Champions League mitzuspielen. Du kannst es halt einfach nur bis zu einem gewissen Punkt planen. Und dann kommt es darauf an, fallen die 50-50-Entscheidungen für dich.
Hast du alle Mann an Bord und dann wirst du dieses eine Tor auch irgendwann finden. Wir bleiben aber bei der Diskussion noch, weil Ruth hat auch noch eine Stimme aus der Mannschaft, aus der Mannschaft des FC Bayern München. Ja, ganz interessant, was sich da nach Abpfiff zugetragen hat, denn Tom Bischof, der junge Bayern-Spieler, 20 Jahre jung, wurde gefragt am Sky-Mikrofon, wie er denn die Gründe dafür sieht, dass die Bayern zuletzt verhältnismäßig viele Chancen zugelassen haben und auch Gegentore kassiert.
Und dann hat er das so aus seiner Sicht analysiert, sagt natürlich auch viel von außen, weil er nicht immer gespielt hat und meint so, ich glaube, dass wir nicht mehr die kleinen Basics machen und dass das Gegenpressing nach Ballverlust nicht mehr so ganz funktioniert. Und dann wurde Vincent Kompanie darauf angesprochen, ob er diesen Aussagen zustimmt und er sagt ganz klar, nee, tut er nicht.
Also da hat er seinen Spieler mal ein bisschen eingefangen und tatsächlich davon gesprochen, dass Tom Bischof da einen Fehler gemacht hat mit dieser Äußerung. Er sagt das zwar ein bisschen mit einem Augenzwinkern, aber er meint es schon so, dass er ihn sich nochmal zu Herzen, zur Brüste nehmen wird und in diesem Fall seinen Spieler, seinen Jungen ein wenig einfangen musste.
Interessant. Dankeschön, Ruth. Ja, ich weiß ja, was du fragen willst. Das ist ja vollkommen richtig. Also du scheidest aus gegen Paris, dann fährst du ein paar Tage später nach Wolfsburg, die um den Abstieg kämpfen mit allem, was sie haben. Dass du dann als Bayern München nicht die hundertprozentige Leistung bringst, ist doch selbstverständlich. Wir haben es selber gespielt.
Also es ist so schwierig, auch vom Kopf her. Aber worum geht es, wenn du das Trikot von Bayern München trägst? Du hast das Spiel gewonnen und fährst nach Hause. Deswegen ist die Aussage vom Bischof völlig weg von dem, was man als Verantwortlicher hat, des FC Bayern, der Nürnwitz. Es ging nicht nur um das Wolfsburg-Spiel, sondern um die letzten Wochen.
Damit zieht das ja jetzt hier drauf. Aber trotzdem, ich wollte darauf hinaus, dass Sie schon in den letzten Wochen, Das ist eine große Herausforderung. Gestern haben sie keins bekommen, hätten aber viele Tore kriegen können, wenn Urwig nicht so gut gehalten hätte. Sie haben zu viele Gegentore bekommen. Das musst du ja trotzdem, ohne dein System zu verändern, irgendwie anders spielen können.
Da geht es vielleicht darum, wenn du den Kader nicht veränderst für die nächste Saison, da noch ein bisschen was dazuzulernen. Dazuzulernen oder auch dieses Quäntchen Spielglück, dann in einer Phase der Spiel zu haben. Ja, sie haben im Viertel- und Halbfinale, ich glaube, das Torverhältnis war 11 zu 10.
Wenn du das als Trainer hörst, dem wird die Angst und Bange. Ja, also auf der einen Seite offensiv Power pur, aber natürlich auch 10 oder 11 Stück bekommen in diesen Begegnungen. Das ist natürlich zu hoch, aber du kannst es nicht ändern, weil du gehst ja mit einer Philosophie in eine Saison, mit einer klaren Spielanlage.
Und wenn Olli sagt Kontrolle, dann musst du auch so die Saison anfangen. Du kannst dann nicht sagen, hinten raus, warte mal, jetzt spielen wir auf Kontrolle, also Spielkontrolle, Ballkontrolle. Das ist ja gar nicht das Spiel des FC Bayern in dieser Saison gewesen. Und das kannst du dann nicht zwischen den Spielen bei Paris mal kurz ändern. Das geht nicht.
Fakt ist doch, warum ist Bayern München ausgeschieden? Du gehst mit der Hypothek, ein Tor aufzuholen ins Rückspiel. Alles gut. Vielleicht auch kein Problem. Aber du kriegst nach drei ein. Und jetzt hast du ein Problem, weil du bleibst bei deiner Spielweise. Und das nächste Problem ist, dass die anderen da drüben gefährlich sind, wenn du ihnen was anbietest.
Und dann die Balance zu finden, ist so, so schwierig. Also ich bin dabei, es hätte diese Gelb-Rote geben müssen, die dann das Spiel drin kann. Das ist auch, das ist Wahrheit. Also es ist keine Entschuldigung, es ist die Wahrheit. Aber sie haben sie nicht bekommen. Und unterm Strich muss man sagen, es war minimal.
Aber dieses kleine Stück war Paris eben besser und dann auch abgezockt. Und es war in der Nachberichterstattung sehr, sehr lang ein Thema, die Schiedsrichter-Geschichte. Der FC Bayern selbst hat auch gesagt, ja, okay, das kann die Dynamik des Spiels verändern, aber sie sind da nicht so lange drauf geblieben. Das fand ich sehr anständig.
Fand ich auch anständig und man muss ja sagen, dass Paris und Bayern in den beiden Spielen so eine Art neuen Fußball uns geboten haben. Und da sollten wir dankbar sein und sollten nicht versuchen, das jetzt in irgendeiner Weise klein zu heben. Ich glaube, dass der Kader in der Breite nicht gut genug ist.
Herr Wolf hat es gerade gesagt, dass der Kader in der Breite nicht gut ist. Und Gnabry auf der 10 wäre sicherlich auch im zweiten Spiel eine andere Nummer gewesen. Du hast dann halt einen Musiala, der nicht ganz fit ist. Und dann hast du da halt ein Problem. Also die Breite hat Paris natürlich. Wir haben ja noch Weltklassespieler einwechseln können.
Und das war, glaube ich, ausschlaggebend. Das ist das Kleine, was dann gefällt hat. Aber trotzdem, du hast das gesagt und du auch. Ehrlicherweise, wir haben genug Mannschaften, die gegen den Ball spielen. Ich freue mich immer, wenn sie mit dem Ball spielen. Und wenn sie uns so verzaubern, wie das der FC Bayern sehr, sehr häufig getan hat und vor allem auf europäischer Ebene, dann soll es uns doch recht sein.
Wir gucken gleich auf den Abstiegskampf nochmal etwas genauer, auch aus Sicht von Wolfsburg. Wie gesagt, heute das Spiel von Heidenheim, wenn die gegen Köln drei Punkte holen, dann sind alle drei unten mit 26 Punkten unterwegs. Was wäre das für ein Krimi um den Relegationsplatz? Und jetzt gibt es nochmal Hinweise von unserem Sportwettpartner.
Das ist ein Doppelpass. Das ist ein Doppelpass. Dann geht es weiter im Doppelpass. Bis gleich. Schön, dass Sie dabei sind. Wir gucken auf den Abstiegskampf. Da hätte Wolfsburg, wenn sie gestern was geholt hätten, für sich arbeiten können. Aber letztlich kommt es wahrscheinlich auf das letzte Duell an.
Wir machen den Leistungscheck von Meva. Sauber geklärt. Präsentiert von Mera. Berufskleidung im Rundum-Service. Der VfL Wolfsburg hat das eigentlich gut gemacht, wenn man sich ans Hinspiel erinnert. Da sind sie nach der zweiten Hälfte komplett auseinandergefallen, haben 1 zu 8 verloren. Jetzt war es eben nur eine sehr knappe Niederlage und sie hatten einen Chancenwucher.
Sogar mehr als die Bayern, 17 zu 16 Torschüsse für Wolfsburg. Und da sehen wir auch noch Matthias Zwornberg mit der Riesenmöglichkeit zum 1 zu 1, also eigentlich allein. Und dann geht der Ball da an den Pfosten. Und davon gab es noch etliche. Sie hatten einen X-Goal-Wert von 3,88, aber dann trotzdem eben ohne Torerfolg.
Aber man kann erkennen, dass sie mit Mut jetzt in diesen letzten Spieltag gehen. Denn dieses Spiel gegen Bayern hat ihnen schon auch nochmal aufgezeigt, was sie zu leisten imstande sind. Sie müssen eben nur ihre Chancen dann auch machen. Ja, Dieter Hecking ist ein erfahrener Mann. Trotzdem, dass das überhaupt so weit kommt, dass du so ein Endspiel haben musst.
Das darf ja eigentlich bei der, du hast das gestern im Kommentar auch häufig gesagt, bei der Kaderqualität von Wolfsburg gar nicht passieren, oder? Normalerweise nicht, aber sie haben trotz dieser Qualität einfach zu wenig Spiele gewonnen. Woran das jetzt liegt, das kann ich auch nicht zu 100 Prozent beantworten.
Ob es da in der Mannschaft teilweise nicht gestimmt hat, das ist der dritte Trainer da. Das sind alles Dinge, die natürlich auch für viel Unruhe in Wolfsburg gesorgt haben, auch im Umfeld, in der Verantwortungsetage und so weiter. Und jetzt hat Dieter das Endspiel, ob die jetzt zu gut sind für das Endspiel?
Ne, sind sie nicht, dann hätten sie ein paar Punkte mehr. Ja, und von daher wird es spannend werden am Milan-Tor, am Samstag. Es gab ja wieder eine Suspendierung am Nura Paredes. Also die These, dass es da vielleicht nicht ganz stimmt in der Mannschaft, der kann man schon folgen. Kann man folgen, ja. Auch wenn wir nach wie vor nicht wissen, was los ist.
Also das halten sie ja dann in Wolfsburg doch immer ganz gut geheim. Ich weiß nicht, ob die Kollegen irgendwas haben. Ich weiß es nicht. Irgendeine Boxerei im Training. Irgendwas Verrücktes. Die Nerven liegen blank. Oder aber man verargumentiert so, es ist eine gute Grundaggressivität im Training. Genau das brauchen wir für den Abstiegskampf.
Hecking hat halt beide rausgenommen. Ich fand jetzt Amura, ne? Amura war in der vergangenen Saison einer derjenigen, wo man gesagt hat, das ist vielleicht sogar einer für den internationalen Markt. Er ist immer noch Top-Torjäger mit 8, wenn ich es richtig im Kopf habe. Und wenn du dann den, und der hat jetzt auch in den letzten Wochen eigentlich keine Rolle gespielt, aber wenn du den dann auch für ein Spiel wie gestern, dann einfach mal rauslässt, das ist schon bemerkenswert.
Aber da ist jetzt mit Hacking einer da. Und das Gefühl habe ich in der Tat, der es in den letzten drei, vier Spielen geschafft hat, Das ist ein ganzes Spiel, das ist ein ganzes Spiel, das ist ein ganzes Spiel zu stabilisieren. Eine Mannschaft rauszubilden, die bereit ist für den Abstiegskampf. Das gestern war kein Abstiegskampf, das war eine andere Nummer.
Das, was nächsten Samstag passiert, das wird bitterer, schwerer, beinharter Abstiegskampf. Wir können uns mal den Trainer anhören, Dieter Hecking anhören, der schon über dieses Endspiel spricht. Natürlich weiß er auch, dass Heidenheim da noch eine Rolle spielen könnte. Das wird jetzt wahrscheinlich ein ganz anderes Spiel werden.
Da wird es wirklich die Nerven im Griff zu haben, sauber sein Ding zu spielen, die gleiche Energie auf den Platz zu bringen, möglichst wie heute. Das sind so Kernpunkte und dann sich auf den Gegner einzustellen, das wird natürlich ein anderes Spiel werden vom Gegner auch her. Aber die Konstellation ist jetzt so, dass wir im Moment auf 16 stehen.
Wenn Heidenheim nicht morgen gewinnt bei Köln, was ja durchaus auch möglich ist, weil die Heidenheimer auch gut unterwegs sind, dann wird es so sein, dass uns vielleicht ein Punkt reicht, aber man hat es noch nie auf Punkt oder auf Unentschieden spielen können. Deshalb brauchen wir diese Energie von heute und die Leistung von heute, um dann den 16. Platz zu haben.
Soweit also Dieter Hecking und wenn wir auf die Tabelle schauen, dann sehen wir das alles nochmal sehr deutlich. Also die beiden haben 26 Punkte, Heidenheim, wie gesagt, könnte da heute gleichziehen und letztlich kann auch das Torverhältnis dann am Ende noch eine Rolle spielen. Viele hatten ja erwartet, dass Wolfsburg ein paar mehr von den Bayern eingeschenkt kriegt.
Also das ist die Situation vor dem letzten Spieltag und vor dem vorletzten Spiel von Heidenheim. Stefan, diese ganzen Chancen, die Sie liegen gelassen haben, was spielt das für eine Rolle auch Richtung nächste Woche? Oder ist es eher diese positive Leistung, die gute Leistung gegen die Bayern, die du mitnimmst, um diese Energie auch in diesem Endspiel zu haben?
Das ist ein ganzes Spiel, das ist ein ganzes Spiel. Du kannst es jetzt drehen, wie du möchtest. Gegen Bayern München haben wir viele große Chancen gehabt. Das hatte Pauli gegen Leipzig auch. Das Spiel gegen St. Pauli in Hamburg wird aber ein komplett anderes. Weil sie denen das mit Sicherheit nicht anbieten werden.
Diesen Raum überhaupt für diese Chancen, die Bayern angeboten hat. Praktisch geprägt, aber nicht so ein Fußball, wie Wolfsburg gezeigt hat, gegen Bayern oder Pauli gegen Leipzig. Das wird komplett anders. Es geht nur über die Zweikämpfe, Härte und irgendwie versuchen, einen da reinzumachen, zu stochern oder wie auch immer.
Und bloß keine rote Karte am Anfang des Spiels, weil das wäre komplett Katastrophe für egal wen. Aber das ist Abstiegskampf pur. Da musst du als Trainer, glaube ich, auch nicht mehr viel reden, oder? Die wissen, worauf es ankommt. Du weißt um die Stärken bzw. Schwächen deines Gegners. Also Motivation musst du ja jetzt nicht aufbauen in dieser Woche für dieses Spiel.
Nein, nein, nein. Die Motivation kommt ja jetzt auch durch die Situation, natürlich. Das ist, wie ihr alle gesagt habt, brutaler Abschießkampf. Was du jetzt, und ich kenne Dieter ja auch, was Dieter mit Sicherheit behalten wird, und das ist ganz, ganz wichtig, das ist die Ruhe. Du darfst jetzt nicht hektisch werden, du darfst jetzt nicht irgendwas völlig Verrücktes machen, irgendwas völlig anderes machen, sondern du darfst doch nicht nur an das Spiel denken.
Du musst auch im Laufe der Woche vielleicht die ein oder andere Abwechslung reinbringen. Du musst ein bisschen Spaß haben auch im Training. Ja, ja, klar, auch ein bisschen Spaß haben oder so weiter. Ich habe das in manchen Situationen dann so gemacht, dass ich die Mannschaft zwei Tage vorher schon zusammengezogen habe, dann aber nicht nur trainiert habe.
Wir sind in Düsseldorf dann mal einen Tag vor dem entscheidenden Spiel zum nächsten Cup gefahren. Das war ja früher die inoffizielle Weltmeisterschaft im Mannschaftstennis Wir haben uns da auf der Anlage am Rochus-Club die Spieler angeguckt. Die Spieler konnten vier, fünf Stunden frei rumlaufen. Die konnten machen, was sie wollten, dass sie auch mal auf andere Gedanken kommen, aber zusammen sind.
Und dann sitzt man abends wieder zusammen, bespricht natürlich über das eine oder andere. Aber die müssen auch andere Gedanken haben und dürfen sich nicht nur zu 100 Prozent jetzt schon zu Beginn der Woche auf dieses Spiel konzentrieren. Es muss eine gewisse Lockerheit dabei sein. Die ist ganz wichtig.
Ich stelle mir das schwierig vor. Das war ein bisschen so, dass man sich auch so reinzukriegen. Weil du auch als Trainer ja unter Druck bist, weil du ja auch die Belastung spürst, musst dann vorleben. Das konnte ja keiner so wie Friedhelm. Wir haben häufig telefoniert vor existenziellen Spielen, nach oben oder nach unten.
Ich weiß nicht, was du für einen Ruhepuls hast, aber das war sensationell. Da war ich angespannter, als ich mir hier telefoniert habe. Wirklich, wirklich. Der liegt dann so weit schweigtisch. Also, das ist sensationell. Also, und das hat Dieter auch, oder? Weil er so viel erlebt hat, dann ist er ja auch.
Das ist dann schon ein Vorteil möglicherweise, oder? Aber hatte Dieter Hecking schon mal so einen Abstiegskampf? Ja, mit Bochum, oder? Ja, mit Bochum. Letzte Saison ist er abgestiegen, oder? Genau, ging halt nicht gut aus. Also ich rede von einem erfolgreichen Abstiegskampf. Wo jetzt auch die Titane gerettet.
Wer hatte das nicht schon noch mal gesagt? Ich glaube, Mäschol oder so. Jan Fjordhoff. Ach, Fjordhoff über Berger, genau. Ja, ist das ein Vorteil für Wolfsburg und Heidenheim, dass sie so erfahrene Trainer haben gegenüber Blessin? Ja, Friedhelm hat es ja gerade gesagt. Die Spieler sind ja komplett angespannt jetzt.
Und jetzt musst du als Trainer in der Verantwortung eben ein Stück weit auch die Lockerheit reinbringen. Das musst du so steuern bis zum Spiel. Und dann musst du sie aber auch in Ruhe lassen, die Spieler ab Freitag. Weil dann sind sie komplett im Tunnel. Du wirst sie nicht mehr erreichen können. Sie wissen, was auf dem Spiel steht.
Beide Mannschaften. Und dann musst du sie auch in Ruhe lassen. Jetzt kommt wieder unser Dot, der Transformer hier rein. König Solutions, meine Damen und Herren, ist unser Partner für dieses Gewinnspiel. Hartner vor allem für SAP Transformationsprojekte, aber hier eben Überbringer dieser tollen Summe, 90.000 Euro.
Das reicht sich punktenmäßig zumindest mit St. Pauli und Wolfsburg. St. Pauli, auch die haben, nachdem Sie die letzten drei Spiele verloren haben, wieder ein gutes Spiel gemacht. Auch das ist Heimspiel. Der Druck vom Millern-Tor ist bekannt? Ja, da wird natürlich alles mobilisiert. Es ist dieses eine Spiel. Darauf konzentrieren Sie sich. Gucken nicht mehr nach hinten, das wird so spannend.
Ich lebe ja in Hamburg, werde vielleicht auch das eine oder andere in der Woche noch mitbekommen. Aber das ist schon echt sehr, sehr hart für beide, dort zu stehen. Dann natürlich am Millantor, das ist vielleicht psychologisch ein kleiner Vorteil. Am Sonntag sehen wir uns, dann können wir darüber reden. Werden wir sicher machen.
Alex Plessin ist schon unter Druck, weil diese Serie zuletzt einfach nicht da war. Trotzdem ist das, was jetzt da steht, punktemäßig und wie die Saison gelaufen ist, ist es das, was in dem Kader drin ist, was in dem Verein ist? Ist es das annähernd am Maximum, was er rausholen kann? Also ich glaube schon, weil das Ziel von St. Pauli war ja nun mal einfach der Klassenthalt.
Und sie haben, nachdem sie am Anfang, ich glaube, in den ersten zwei, drei Spielen haben sie richtig gut gepunktet, aber dann haben sie acht Spiele in Folge verloren. Und Alex hat das dann trotzdem hinbekommen, dass sie wieder konkurrenzfähig geworden sind. Das war eine großartige Leistung als Trainer.
Da spielt natürlich auch die Ruhe im Umfeld mit. Das muss man auch sagen. Hätten wenige Bundesligisten wahrscheinlich im Trainer festgehalten. Also acht Spiele in Folge, also acht Niederlagen in Folge, das hätten nicht viele Trainer überstanden. Und deswegen, aber das ist ja der Unterschied zu Wolfsburg, sie müssen gewinnen.
St. Pauli muss gewinnen. Wolfsburg könnte ja mit einem Unentschieden leben. Dann bleiben sie 16. Es sei denn, Heidenheim gewinnt beide Spiele und das Spiel geht dann unentschieden aus, dann bleibt Heidenheim sogar noch, oder hat die Möglichkeit, drin zu bleiben. Also es bleibt spannend. Wir gucken mal auf das Restprogramm von Heidenheim.
Also das ist der Blick auf die Tabelle. Das haben wir aber schon gesehen, haben Sie sicher auch alle verinnerlicht schon. Restprogramm von Heidenheim. Heute in Köln, dann zu Hause gegen Mainz. Machbar, da mit sechs Punkten rauszugehen? Also ich sage das mal als Fußballfan, wenn der Fußballgott gerecht ist, dann rettet er Heidenheim. Also dann...
Ich weiß, das ist brutal schwer, sie müssen in Köln gewinnen, müssen zu Hause gegen Mainz gewinnen und dann müssen die anderen beiden auch noch unentschieden spielen. Aber dieser Klub, der war schon weg, selbst der Trainer hat schon gesagt, nicht mehr rechnen. Jetzt sind sie plötzlich wieder da und endgültig unsere Herzen erreicht haben sie, glaube ich, beim Spiel in München.
Als sie 2-0 und 3-2 geführt haben und dann dieses unsäglich, unglückliche Tor. Pfosten, Rücken und dann rein. Der beste Beweis, dass der Fußballgott vielleicht doch kein Heidenheimer ist, weil sonst wäre der Ball nämlich nicht ins Tor gegangen. Ja, aber vielleicht hat sich das Happy End aufgewogen. Es ist ja jetzt so, Köln ist ja gerettet seit gestern. Also was ist die Motivation für Köln jetzt heute gegen Heidenheim noch?
Ja, ich kann ja die Spieler wiederholen, die am Anfang der Saison gesagt haben, Punkt eins, wir wollen nicht absteigen, Punkt zwei, wir wollen vor Gladbach stehen. Und das könnten sie oder mit einem Sieg heute erstmal erreichen. Das werden sie natürlich und logischerweise als Motivation nehmen. Du nimmst aber auch mit rein, es ist das letzte Heimspiel.
Du willst dich ordentlich verabschieden vor dem eigenen Publikum. Also das lässt du jetzt nicht laufen, das Spiel. Und Heidenheim, ich glaube, sie war noch nie in der Situation im Laufe dieser Saison, ein Spiel gewinnen zu müssen. Sie haben immer mal gewonnen, wir haben sie gefeiert. Aber eigentlich heute gegen Köln ist richtig Druck drauf und ich weiß nicht, ob sie das können.
Wie wichtig ist es für den Trainer, für René Wagner vom 1. FC Köln noch positive Ergebnisse zu liefern für im Sinne einer Weiterbeschäftigung, auch von der Interimslösung zur Dauerlösung zu werden? Also das kann auf jeden Fall nicht schaden, wenn sie in den letzten zwei Spielen halt noch Punkte holen.
Das letzte ist natürlich bei den Bayern, die wollen das natürlich zu Hause, die Meisterfeier dann mit einem Sieg zu Ende bringen. Aber auch der 1. FC Köln, Stefan hat es gesagt, das letzte Heimspiel ausverkauft, dort wird richtig, richtig Stimmung sein. Und da werden die Kölner alles versuchen, das Spiel zu gewinnen.
Und das wäre schon wichtig für René Wagner, obwohl ich glaube, dass intern die Entscheidung schon gefallen ist pro René Wagner. Das Gefühl habe ich, weil er sehr viel Vertrauen bei den Verantwortlichen besitzt, weil er gut mit der Mannschaft gearbeitet hat, weil er gut mit den Spielern zurechtkommt. Er hat El Mahler auf eine andere Position gestellt, was richtig gut gewesen ist.
El Mahler hat da wieder ein bisschen Aufschwung bekommen und so weiter. Und er hat schon gute Arbeit geleistet. Das ist punktemäßig nicht ganz so aufgegangen vielleicht. Ich glaube, er hat nur einmal gewonnen. Trotzdem halten sie die Klasse. Und ich glaube, dass er Trainer bleibt. Okay, also das ist die Aussicht, die Friedhelm Funkel äußert, was die Trainerposition beim 1. FC Köln angeht.
Aber was wir noch klären wollen, Ruth, und da kannst du uns ganz entscheidend helfen, ist, was unsere Zuschauerinnen und Zuschauer gesagt haben bei der Frage. Wer schafft es denn, auf dem Relegationsplatz zu stehen nach 34 Spieltagen? Klär uns auf. Rund die Hälfte, sagt der VfL Wolfsburg. 49% glauben an die Wölfe. Dann sind es aber trotzdem noch ein Viertel St.
Pauli, ein Viertel Heidenheim. Und ich könnte mir vorstellen, wenn Sie heute gewinnen, dann steigt sogar die Prozentzahl für Heidenheim auch noch. Also hören wir rein beim Topafon, was Sie gesagt haben. Für mich ganz klar der VfL Wolfsburg. Die Mannschaft ist gefestigt und bei St. Pauli, ich weiß ja nicht, wer da die Tore schießen soll.
Ich gehe davon aus, dass Wolfsburg den Relegationsplatz erreicht und St. Pauli und Heidenheim direkt absteigen werden. Es war gestern zu erkennen, welche Qualität eigentlich in dieser Mannschaft steckt. Darum halte ich sie auch im Spiel gegen St. Pauli für den Favoriten. Nach dieser Aufholjagd von Heidenheim und dem sympathischen Trainer kann man nur eins sagen und gönnen, dass Heidenheim in die Relegation kommt und sie werden jetzt abpacken. St.
Pauli wird das entscheidende Spiel gegen die Wölfe gewinnen. Und Wolfsburg wäre als Absteiger der teuerste Beweis dafür, dass Geld keine Mentalität kaufen kann. Aha, das müssen wir, glaube ich, dann machen wir nochmal 3 Euro ins Phrasenschwein für diesen Zuschauer. Geld kauft keine Mentalität. Wolf und ich haben gar nicht nur auf den Inhalt gehört, sondern immer, welche Stimme klingt wie.
Es gibt auch Zuschauer, die anrufen, Da denkst du, das ist der Uli Hoeneß, wird es einen Kall rumgegeben. Kalli. Ich dachte, Kalli. Kalli. Kalli Kallmund. Aber ich glaube, es war wirklich... Dann würde ich jetzt noch reden. Ja, ja, klar. Das war klar, er kann es nicht gewesen sein. Er kann es nicht gewesen sein.
Kurze Abfrage hier in der Runde. Du bist Team Heidenheim. Du wirst sagen, ja? Friedhelm? Sankt Pauli. Ich bin auch Heidenheim. Heidenheim. Wunsch oder Tipp? Wunsch oder Tipp, wie du willst. Ich bin kein Romantiker in der Hinsicht, ich glaube Wolfsburg. Vielen Dank. Also hier ist es sehr, sehr offen, sehr, sehr gemischt. Es wird dann auf den Platz entschieden, glaube ich. Das ist immer so.
Das kostet aber jetzt. Ja, aber jetzt schon wieder. Bin ich gerne dabei. Drei Euro ins Schweinchen. Und jetzt kommen wir zu einem Fußballmärchen, was vielleicht gar keines ist. Der SC Freiburg ist ins Europa-League-Finale gestürmt. Danach gab es einen Platzsturm und Emotionen wie selten zuvor. Und wir wollen diese Leistung und diese Mannschaft und diesen Verein hier würdigen im Doppelpass und schauen nochmal rein, was das für ein unglaublicher Erfolg war am Donnerstag.
Der historische Fußballabend in Freiburg war schon eine Stunde vorbei, doch der magische Feierabend wollte einfach kein Ende nehmen. Der Platzsturm war natürlich aus der Emotion heraus. Ich konnte gar nicht so viel nachdenken, weil auf einmal eine Riesenwelle an weißen Jungs auf mich zugerannt kam. Das fühlt sich so geil an.
Dass ausgerechnet Freiburg ein europäisches Finale erreicht, fühlt sich immer noch an wie eine Sensation. Aber ist es wirklich eine? Diese Qualität, die wir dieses Jahr im Kader haben, die hat man so noch nie. Das hat sich auch die letzten Jahre immer stetig gesteigert. Und klar, das hilft natürlich. Freiburg hat zwar noch das Image eines Zwerges, ist aber längst keiner mehr.
Schon 2022 hat man das Pokalfinale erreicht und war mit Christian Streich schon haarscharf am ersten Titel dran. Christian Streich hat einen großen Grundstein gelegt. Julian Schuster hat einfach drauf geguckt, was ist gut, was können wir noch verbessern. Und so war diese Entwicklung stetig da. Der Übergang von Streich zu Schuster verlief vollkommen reibungslos.
Auch deshalb, weil die gewachsenen Führungsstrukturen in Freiburg seit Jahren professionell und kontinuierlich arbeiten. Wahnsinn, wie wir diesen Weg alle gemeinsam gegangen sind. Nur so war das möglich. Und jetzt stehen wir vor diesem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Ich glaube, man kann es gar nicht genug hervorheben. Aber dieser Weg, der ist alles.
Und der Weg muss ja im Finale gegen Aston Villa auch noch nicht zu Ende sein. Für uns ist es das erste Mal im Finale. Es ist ein Spiel, es ist alles möglich. Freiburg im Finale. Man muss zwar zweimal hinschauen, um es zu glauben, aber wir meinen, die Finalteilnahme des SC Freiburg ist historisch, aber gar nicht so überraschend.
Und das ist ein sehr guter Weg. Und das ist ein sehr guter Weg. Weil dieser Weg so beeindruckend ist, der Weg, der auch von diesem einen Fan in dem Beitrag so als maßgeblich beschrieben wurde. Deshalb keine Überraschung, dass der SC Freiburg eine große Rolle spielt in Deutschland. Aber ein europäisches Finale zu erreichen, ist schon mal eine andere Hausnummer.
Großartig. Sie haben sich gefestigt in der Bundesliga, haben immer die Ergebnisse bestätigt. Bei dem Wechsel von Streich zu Schuster hat man gedacht, da sind wir jetzt mal alle gespannt. Aber der Umbruch hat funktioniert. Und Sie haben Ihre Qualität im Kader, wie gesagt, auch immer gesteigert. Jetzt stehen Sie im Endspiel.
Das ist etwas Großes. Es ist nur ein Spiel. Ich würde jetzt sagen, Sie sind nicht der Favorit in dem Endspiel. Aber ich glaube, Sie haben alle unsere Sympathien. Und wir alle wollen, dass Freiburg diesen Pokal nach Frankfurt wieder nach Deutschland bringen kann. Und wir waren da, wir waren in Freiburg glücklicherweise, weil es einfach ein außergewöhnliches Erlebnis war.
Man muss dann ja auch als Reporter dankbar sein, sowas mitzuerleben. Diese Emotionen, die sich da entladen haben mit diesem Platzsturm. Und dieser Platzsturm dann aber auch so, wie man es sich für Freiburg vorstellt. Total nett, nicht gewalttätig. Nein, wirklich. Kontrolliert. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung.
Das war schön. Da waren ein paar Ordner, die haben uns nicht ... Sind mitgestürmt. Es war wirklich einfach schön. Aber was ist aus deiner Sicht als Beobachter, dass SC Freiburg, auch Begleiter natürlich, maßgeblich dafür. Tun die Dinge, die sie tun, nicht, um Titel zu erreichen. Also sie sind nicht mit dem Kalkül die Saison gegangen, ein europäisches Finale zu erreichen oder ein DFB-Pokalfinale zu erreichen, sondern es geht ihnen rein um die Sache.
Ich kann mich noch, wir können das ja noch ein bisschen weiter spannen in Richtung Volker Finke, der ja quasi der Begründer der Freiburger Fußballschule ist. Den muss man unbedingt mit dazu zählen. Es geht darum, eigene Talente zu entwickeln, einzubauen, sich den Gesetzen des Marktes zu stellen, aber nicht zu unterwerfen, Spieler weiterzuentwickeln.
Es wird nicht gebruttelt, es wird nicht moniert. Das musst du übersetzen, das verstehe ich. Brutteln ist so meckern oder sowas. Meckern, ja. Also es wird nicht über die Gesetzmäßigkeiten gemeckert, sondern sie werden angenommen und auf Freiburger Art und Weise interpretiert. Und es war ja diese letzten zehn Minuten, das war ja herzerwärmend.
Das war ja geradezu putzig, wie sie die Nerven verloren haben im Angesicht dieses Erfolgs. Die führten 3-0, die waren einer mehr. Sie waren haushoch überlegen. Dann fällt dieses Tor und dann geht es nur noch darum, um Gottes Willen, jetzt kein zweites Tor. Irgendwie überleben. Selbst Julian Schuster, ein absoluter Fußballexperte, hat einfach einen Innenverteidiger nach dem anderen eingewechselt.
Und die haben nur noch lange Bälle hinten rausgekloppt. Lothar saß neben mir und sagt, nein, nein, wir müssen, haltet doch den Ball. Spiel doch einfach so weiter wie bisher. Völlig die Nerven verloren und dann entlädt sich alles in diesem Moment. Der Schwarzwald nach Istanbul. Das lief ja auch in der Kabine. Wie heißt der Song? Die 18 fährt bis nach Istanbul.
Das ist das Besondere. Und Sie haben es auf Ihre Weise getan. Nicht hochpreisig verpflichtet. Wir wissen, es wird auch in Freiburg nicht nur mit Nüssen bezahlt. Das ist ein Verein, der sich Schritt für Schritt entwickelt hat, wo es immer darum ging, Lass uns den nächsten Schritt machen. Am Anfang wurde noch gesagt, es wird erst problematisch ab Platz 4 in Liga 2.
Sie sind raus aus diesem Zwergenstatus, etabliertes Mitglied der Fußball-Bundesliga und jetzt Europapokalfinale. Absolut genial. Und weil du die eigene Wechsel angesprochen hast, weil du gesagt hast, dass die Fußballschule immer die Basis ist, auch jetzt in der Startelf. Das ist ein sehr wichtiges Team.
Es waren fünf, die dort gelernt haben. Neun sind insgesamt im Kader. Da haben wir die Namen. Dafür ist natürlich auch, und da können wir gleich auf die nächste Tafel gehen, die Kontinuität Friedhelm im Verein. Clemens Hartenbach, Sportdirektor seit 2001, Jochen Seier seit 2003, nicht in seiner jetzigen Rolle, sondern damals Nachhochschule.
Julian Schuster seit 2008 als Spieler da und auch Oliver Lecky schon fast 15 Jahre in der Verantwortung. Der Mann, der die Finanzen und eher das Politische verantwortet. Das ist die Basis? Das ist die Basis und das ist auch das Geheimnis der Freiburger. Und natürlich die Trainer. Ja, gefühlt spricht man ja eigentlich nur von drei Trainern.
Volker Finke, Christian Streich und jetzt Julian Schuster. Ja, und wir haben eben über Sebastian Hoeneß gesprochen, über Vincent Kompany gesprochen. Man muss aber auch über Julian Schuster sprechen. Was der, seitdem er im Amt ist, geleistet hat, das ist auch außergewöhnlich. Das ist außergewöhnlich. Und er hat natürlich den Vorteil gehabt, dass er seit 2008 im Verein ist, alles durchlebt hat.
Schon im Trainerstab mitgearbeitet hat, eine natürliche Autorität hat, weil er arbeitet ja jetzt mit Spielern zusammen, die noch seine Mitspieler auf dem Platz waren. Und trotzdem führt er diese Mannschaft großartig. Und alle wünschen sich natürlich. Dass die Freiburger tatsächlich in Istanbul das Finale gewinnen.
Und vielleicht schaffen sie es ja. Es wird auf jeden Fall ein Festtag. In 15 Sekunden sind wir wieder zurück und sprechen natürlich weiter über den SC Freiburg. Es gibt ja so viele Spieler, die sich aufs Wappen zeigen oder das Wappen küssen. Bei Freiburg, bei all denen, die wir da gerade gezeigt haben, ist das echte Identität und echte Identifikation.
Und auch das ist sicherlich Grundlage dieses außergewöhnlichen Erfolges. Wir sind gleich wieder zurück im Moment. Wir sind schon wieder zurück. Ruth hat bei uns in der Runde Platz genommen. Das Lob für Julian Schuster absolut verdient. Aber dieser Übergang, den hinzukriegen nach so einer ikonischen Figur, das ist schon stark.
Er hat allergrößten Respekt. Er wurde ja Trainer des Jahres im letzten Jahr. Kommt ja auch nicht von ungefähr. Das hat er da auch schon gezeigt. Wäre vielleicht sogar ins Pokalfinale eingezogen in diesem Jahr. Jetzt hat er bei Europa geschafft, nach Istanbul. Das ist schon wirklich außergewöhnlich. Dafür musst du empathisch sein, du musst authentisch sein.
Das sind so Faktoren. Du musst dich verstehen auch mit deinen Spielern. Und dann kriegst du auch die Qualität und die Ergebnisse auf dem Platz. Aber Frank, eins muss man natürlich auch der Ehrlichkeit halber sagen, Aston Villa ist eine Spitzenmannschaft in der Premier League. Das wird schon verdammt schwer.
Ich habe ja gerade gesagt, ich bin kein Fußballromantiker. In dem Fall wäre ich es gern und ich würde es Freiburg total gönnen. Aber die haben einen Weltmeister-Torwart hinten drin. Das ist eine Mannschaft, die sich in England auf sportlichem Weg für die Champions League qualifizieren wird. Die haben Unai Emery, der diesen Wettbewerb mehrfach gewonnen hat als Trainer.
Und die haben vor nicht allzu langer Zeit auch Bayern München geschlagen in der Champions League mit 1 zu 0. Also das ist ein ganz, ganz großer Brocken. Aber ich glaube ganz Deutschland wirklich zahlen. Ja, bitte, dann hau eine richtige Phrase mal raus. In einem Spiel ist alles möglich. Jawohl. Aber Freiburg ist ja in einer besonderen Situation.
Die können europäisch spielen, wenn sie dieses Finale gewinnen. Sie müssen es aber eigentlich erst mal über die Liga absichern. Du hast auch mal, Ruth, die schwierige Aufgabe übernommen. Alle möglichen Konstellationen. Wann kriegen wir welches Ergebnis? Wie viele? Nee? Ich mache es, aber ich breche es jetzt mal runter, so dass ich es selber auch verstehe.
Denn das ist gar nicht so leicht. Also die Frage, ob vier oder fünf Champions-League-Plätze für die Bundesliga entscheidet sich natürlich durch den SC Freiburg. Denn wenn sie die Europa League gewinnen, sind sie der fünfte Champions League Teilnehmer. Ob wir jetzt sieben oder acht internationale Plätze aus der Bundesliga haben, das entscheidet sich dann, wie der SC Freiburg in der Bundesliga gerankt ist am Ende.
Denn wenn sie dort sich für das internationale Geschäft zusätzlich qualifizieren, dann gibt es keinen achten Platz. Und wenn sie sich nicht qualifizieren, dann gibt es die sieben Plätze aus der Bundesliga-Tabelle und der SC Freiburg rutscht noch mit rein als fünfter Champions League Teilnehmer. Und es gibt natürlich auch den Fall, dass Sie gar nicht mehr international sich qualifizieren.
Ist das so korrekt? Das hast du hervorragend gemacht. Ich habe es jetzt für den Moment verstanden, aber wahrscheinlich vergesse ich es gleich wieder. Nach zweieinhalb Stunden kriege ich noch so eine Aufgabe. Erklär das dir mal. Ich habe es nicht verstanden. Aber diese Gefahr gibt es ja schon auch, dass Sie am Ende dann...
Dastehen, das Finale verlieren und sich über die Liga nicht qualifizieren und nächste Saison nicht europäisch geht. In Freiburg geht es dann trotzdem weiter. Es bricht keine Welt zusammen, weil, wie gesagt, keiner damit rechnet. Was sie und auch Julian Schuster im besonderen Maße auszeichnet, ist Demut.
Demut dem Klub gegenüber. Und das ist wechselseitig. Und das betrifft jeden, und wir haben ja jetzt ein paar Spieler gerade eben gehört, jeden, der aus dieser Freiburger Fußballschule kommt. Und wenn sie die Qualifikation für die Champions League durch einen Sieg in der Europa League schaffen. Und nächste Saison wird es dann schwierig.
Und Sie stehen in der Bundesliga weit unten. Auch das wird Sie nicht aus dem Konzept bringen, oder? Diese Ruhe, diese Überzeugung, dieses Stehen zu den eigenen Werten, das ist schon fast außergewöhnlich in der Bundesliga. Das findet man nicht überall, ne, Alfred? Ja, also ich kann mich da nur anschließen. Und wenn Schwarzwald nach Istanbul fährt, dann drücken wir. Alle die Daumen.
Am 20. Mai ist es dann soweit, dieses große Finale in Istanbul gegen Essen-Villa. Jetzt, Ruth, hast du ein paar Dinge, die sind wesentlich einfacher zu erklären. Wenn wir dann noch weiter über den SC Freiburg diskutieren können, dann bietet sich der Dopa on Tour dafür natürlich auch immer an. Also gucken Sie mal nach, ob der Doppelpass bei Ihnen in der Nähe auch Station macht und dann gerne Tickets sichern.
Und Sie kennen das jetzt, es gibt die Spenden. vielen Dank an den Bayern-Fanclub Voburg, Weingut Onakadös, Mario und Heidi vom SC Rieste, die Loser aus Lippstadt, Markus, und Alois Zitzesberger, die 15-Uhr-Kicker aus Dormagenhorn, Günther vom Asbach-Club Wiesenthal, Michael Rudi, Anja und Tristan aus Bad Kissingen, Rainer und Sabine aus Altenstedt, Dirk und Martina aus Schwellen, Moor Cargo Bike aus Berlin, Sportfreunde Ippendorf und Timo und Sina, eine Spende von den Jüngsten heute beim Wir haben auch ganz junge Zuschauer. Vielen Dank.