Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 251

SPORT1 Doppelpass vom 24.05.2026 mit Hasan Salihamidzic, Niko Kappel & Stefan Effenberg

Sonntag, 24. Mai 2026 · 1 h 53

MP3

Shownotes

Für alle, die den SPORT1 Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.

In der aktuellen Folge sind die Gäste: Hasan Salihamidzic (Sportdirektor (2017 - 2020) & Sportvorstand (2020 - 2023) beim FC Bayern, Champions-League-Sieger 2001, sechsmal Deutscher Meister & viermal DFB-Pokalsieger), Niko Kappel (Goldmedaille im Kugelstoßen bei den Paralympics 2016 & dreifacher Weltmeister), Jörg Althoff (Sport-Chef Bild Süd), Martin Quast (freier Sportjournalist) sowie der SPORT1-Experte Stefan Effenberg.

In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• – Der FC Bayern und das Interview von Uli Hoeneß
• – Das Pokalfinale
• – Die Situation von Alexander Nübel
• - Die Kadernominierung von Julian Nagelsmann

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Nachdem der FC Bayern das Double eingefahren hat, sprechen wir über die Themen, die Sie gerade gesehen haben, und über einiges mehr. Unser erster Gast hat sich ein bisschen rar gemacht in letzter Zeit. Im Mai 2023 wurde er als Sportvorstand beim FC Bayern entlassen, sich zurückgehalten seitdem. Heute spricht er über alles. Wir freuen uns sehr. Hassan Saliamicic.

Lange nicht gesehen und doch wiedererkannt. Freue mich sehr. Wie guckst du so ein Pokalfinale wie gestern? Ja, natürlich absolut mit Freunden, allen FC Bayern-Fans, die mit mir natürlich da sind und Familie, klar, und haben gejubelt. Ja, absolut, verstehe ich ja auch. Jetzt hat Uli Hoeneß gestern in einem Spiegel-Interview gesagt, die Zukunft von Max Eberl, da gibt es Zweifel, 60-40 nur.

Bist du froh, dass du nicht mehr Gegenstand solcher Aussagen bist? Naja, so wie ich das kenne, ist 60-40 schon für den Max, deswegen ist das positiv. Okay, ja dann schauen wir mal, wie wir das hier in der Runde gleich diskutieren. Wir freuen uns sehr, dass du mal wieder bei uns zu Gast bist und wir haben eine schöne Runde zusammengestellt, wie ich finde.

Er ist ein großer Star in der Paralleichtathletik, außerdem VfB Stuttgart Fan und auch Botschafter des Vereins Nico Kappel. Schönen guten Morgen, hallo. Der Sportchef von BILD Süd ist bei uns, hat heute Morgen um 4 Uhr in Berlin die Feier des FC Bayern verlassen, ist pünktlich hier zu uns gekommen. Jörg Althoff, hallo. Hallo, gut.

Und auch unser nächster Gast war im Olympiastadion Bayernjournalist Martin Quast. Hallo Martin! Und natürlich auch heute dabei unser Stefan Eppmerk! Wir können die Stimmung gleich oben lassen, weil ich meine Kollegin Katharina Kleinfeld begrüße. Schönen guten Morgen Katharina. Und die Aussage, die ich gerade der Kassan zugespielt habe von Uli Hoeneß, war nicht die Einzige im Umfeld dieses Pokalfinals.

Er hat auch was über den dreifachen Torschützen Harry Kane gesagt. Für den wir immer wieder superlative Neue, um es genau zu nehmen, suchen. Und zwar Woche für Woche und das auch nach der Leistung, die er gestern abgeliefert hat. Denn er hat quasi im Alleingang seinen FC Bayern München zum DFB-Pokaltitel geschossen mit seinen drei Toren. Es waren im 51.

Pflichtspiel übrigens seine Tore 59, 60 und 61. Also er produziert weiter historische Werte, ist jetzt der dritte Spieler, der in einer Pokalsaison in jeder Runde getroffen hat. Und übrigens zählt er jetzt auch zu den Top 3 Rekordtorschützen des DFB-Pokals. Also dass man da weiterhin nach außergewöhnlichen Formulierungen für ihn sucht, das ist schon klar. Aber wenn dann eben, so wie gerade auch schon angesprochen wurde, von Uli Hoeneß folgender Satz fällt, dann wird man hellhörig.

Er hat bei den Kollegen der ARD nämlich Folgendes gesagt. Das ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben. Und darüber wollen wir gemeinsam mit Ihnen gleich diskutieren. Unsere Frage der Woche lautet, ist Kane der beste Bayerns Transfer aller Zeiten? Entweder Sie sagen, ja, an Kane kommt keiner ran oder Sie sagen, B, nein.

Spieler wie Matthäus, Ribery, Neuer oder Effe waren mindestens genauso gut. Also ich kann mir vorstellen, der ein oder andere kommt hier in Gewissenskonflikte. Rufen Sie gerne durch unter der 01379 011 011. Du würdest für Antwort B anrufen, oder? Ich sage mal so, wenn er die Champions League mit den FC Bayern gewinnt, auf jeden Fall. Okay, das hat dieses Jahr noch nicht funktioniert.

Deswegen ja. Also deswegen muss man trotzdem sagen, das, was er in der Saison gezeigt hat mit 61 Toren, gestern wieder drei. Er ist schon einer, jetzt schon der ganz großen Bayern-Spieler, oder? Der Historie, Harry Kane? Ja, absolut. Also wenn man so einen Stürmer hat in seiner Mannschaft, dann weiß man schon, dass man leichter die Spiele gewinnt. Und so wie er spielt, natürlich macht er mindestens 50 Tore jedes Jahr.

Dann ist das für jeden Spieler und Verantwortlichen die Lebensversicherung. Absolut. Wir sprechen gleich noch in dieser Sendung ausführlich über Harry Kane. Logischerweise nach diesem Pokalfinale. Wir wollen aber erst mal nach Berlin schalten zu unserem Chefreporter, zu Stefan Kumberger, den wir recht herzlich begrüßen, wenn wir ihn hinten auf der Wand sehen. Da ist er. Guten Morgen, Stefan.

Guten Morgen aus Berlin nach München. Stefan, wie waren die Bayern-Feierlichkeiten? Was hast du mitbekommen? Wie lang ging es? Wie ausgelassen war das Ganze? Im Stadion haben wir es ja noch mitverfolgt, durch die Bilder der Fernsehkameras übertragen in die Wohnzimmer. Was hat danach alles stattgefunden?

Ja, danach ging es hier ins Kraftwerk in Berlin, in der Köpenicker Straße. Da ging es dann auch relativ lange. Du hast ja schon erwähnt, Jörg Althoff war bis 4 Uhr morgens. So haben es auch einige Spieler gehalten. Und jetzt gerade ging es vor einer halben Stunde dann Richtung Flughafen. Alexander Pavlovich war derjenige, der den Pokal mitnehmen durfte.

Wir erinnern uns ja alle daran, dass am vergangenen Wochenende Vincent Kompany die Meisterschale in der heimischen Küche vergessen hatte. Und deswegen war es wahrscheinlich ganz gut, dass sich diesmal Pablo um die Trophäe gekümmert hat. Und jetzt geht es Richtung Flughafen und dann Richtung München. Genau, die Mannschaft fliegt dann mit den Verantwortlichen nach Oberpfaffenhofen, um es genau zu sagen.

Und von da geht es dann in einem vielleicht kurzen Urlaub, bevor es Richtung WM geht für die Allermeisten. Das war ja gestern schon so zu spüren, wie wichtig dieser Pokalsieg, wie wichtig dieses Double für den FC Bayern ist. Ist das dem geschuldet, dass man einige Jahre zuletzt nicht mehr gewonnen hat?

Oder ist auch die Wichtigkeit allen klar gewesen, wir müssen dokumentieren, was für eine außergewöhnliche Saison das jetzt war, durch den Double gewinnen? Ja, Josep Stanisic hat es gestern gesagt, die Erleichterung war groß. Und das ist ja doch typisch FC Bayern, dass man sich natürlich darauf berufen kann, dass man dominant war über die ganze Saison.

Aber letzten Endes zählt natürlich das, was man auf das Briefpapier schreiben kann. Und das sind nun mal die Titel. Und es drohte so ein bisschen eine Saison wie 2018 unter Jupp Heynckes. Da war man auch dominant, kam in der Champions League auch ins Halbfinale. Aber das Pokalfinale hat man dann verloren.

Und man hat dann davon gesprochen, das war eine brutal enttäuschende Saison. So sind die Maßstäbe in München und man hat schon gemerkt, dass viele Spieler glücklich darüber sind, dass diese Diskussion, ist das jetzt eine gute oder eine schlechte oder eine mittelmäßige Saison, gar nicht aufkommen kann, weil eben der zweite Titel eingefahren wurde.

Also da war Druck drauf und der hat dazu geführt, dass man sich den Titel geschrappt hat. Was ja auch so ein bisschen typisch ist für den FC Bayern, dass an so einem Tag, wo es eigentlich ums Feiern geht, wo man eigentlich froh sein kann, was für eine außergewöhnliche Saison man gespielt hat, dann über ein Spiegelinterview von Uli Hoeneß plötzlich andere Themen aufkam.

Er hat gesagt, es gibt noch Zweifel an der Zukunft von Max Eberl. Ich würde sagen 60-40 pro Eberl. Und Max Eberl war darüber nicht so richtig erfreut. Werden gleich in unserer Sendung auch noch seine Aussagen dazu einspielen. Wie ist das bei dir angekommen? Wie ist das wahrgenommen worden im Umfeld des FC Bayern, diese Störgeräusche medial, in dem Fall von Uli Hoeneß?

Ja, das war natürlich Gesprächsthema. Vor dem Spiel, nach dem Spiel, auf den Feierlichkeiten. Also an diesem Thema ist niemand vorbeigekommen. Uli Hoeneß hat da wieder für eine neue Situation gesorgt. Spötter würden jetzt wahrscheinlich behaupten, 60-40, das klingt doch gar nicht so schlecht für Max Eberl, so schlecht. Da stand er schon mal schlechter da.

Aber es ist natürlich rund um sein Pokalfinale für Max Eberl vor allem ein bisschen schade, dass er sich da bei den Interviews stellen muss und nicht die pure Freude zeigen kann, sondern sich da in eine Rechtfertigung begeben muss, was seine Arbeit betrifft. Also uns stehen da spannende Wochen bevor.

Allerdings haben wir auch schon spannende Wochen hinter uns. Also das Geraune rund um Max Eberl und um die Qualität seiner Arbeit und ob der Aufsichtsrat wirklich so zufrieden mit ihm ist, dass es für einen weiteren Vertrag reicht, da sprechen wir ja schon seit Wochen und Monaten darüber. Und am gestrigen Abend hat sich das Ganze natürlich dann nochmal zugespitzt.

Wenn Uli Hoeneß von Zweifeln spricht, welche Zweifel sind das? Was ist an der Arbeit von Max Eberl zweifelhaft für Teile des Aufsichtsrats? Also es geht beim FC Bayern derzeit auch wieder viel ums Geld. Man möchte keine roten Zahlen schaffen. In der vergangenen Saison hat die Klub-WM dafür gesorgt, dass das nicht passiert ist.

Und dieses Jahr wird man auch die schwarze Null schreiben, aber auch nur mit großem Aufwand. Max Eberl hat jetzt eine gewisse Streichliste vor sich. Gerade Alex Nübel muss er so loskriegen, böses Wort, so verkaufen, dass er sich für den FC Bayern letzten Endes rechnet. Aber es gibt natürlich immer noch das Geraune hinter den Kulissen.

Max Eberl würde zu viele Dinge alleine machen, würde sich nicht ausreichend abstimmen. Es gibt auch Leute, die sagen, wenn wir all das gemacht hätten im vergangenen Transfersommer, was sich Max Eberl gewünscht hätte, dann hätten wir jetzt eine völlig überfüllte Ersatzbank und die wäre die teuerste Europas.

Also das sind so die Punkte, die man immer wieder hört, wenn es um die Arbeit von Max Eberl geht. Was ich sehr gefährlich finde für ihn ist, es hieß ja immer, Max Eberl hat Vincent Kompany geholt. Das war sein großes Argument, das war sein Trumpf, den er immer vor sich her tragen konnte. Und wenn dann aber Uli Hoeneß beim Spiegel das so ein bisschen einordnet und sagt, naja, eigentlich wollte er ja zuerst den Tuchel behalten, dann kratzt das so ein bisschen an dem Verdienst von Max Eberl, dass er Vincent Kompany geholt hat.

Das klingt ja dann doch so, naja, wir mussten dich ja erstmal in die Spur bringen, du hättest am liebsten den Tuchel behalten. Also eine unangenehme und vielleicht sogar gefährliche Situation für Max Eberl aktuell beim FC Bayern. Und wir werden das hier in der Sendung jetzt weiter diskutieren, sagen aber erstmal vielen Dank, Stefan. Grüße nach Berlin.

Wie immer, danke für deine Arbeit. Stefan, ist das nur terminlich unglücklich, dass sowas am Tag des Pokalfinales aufploppt oder ist es auch inhaltlich kritikwürdig, was Uli Hoeneß gemacht hat? Wie stehst du dazu? Grundsätzlich ist es sehr schade für den Max vor dem Spiel, wo du ein Finale spielst, eben diese Fragen beantworten zu müssen.

Das ist total unglücklich, schlecht platziert oder gewesen. Ich muss sagen, da tat mir der Max auch ein Stück weit leid, weil eigentlich willst du über den Fußball reden, über dieses große Finale, was auf dem Spiel steht, über taktische Dinge vielleicht. Und jetzt musst du dich da rechtfertigen in so einem Interview.

Da hat der Uli, finde ich, dem Max auch keinen Gefallen getan. Man hätte es anders lösen können, vielleicht auch müssen. Und ich finde zum Teil auch, dass der Max das auch nicht wirklich verdient hat, weil er hat wirklich auch großartige Leistungen erbracht für den FC Bayern. Also wir reden jetzt mal klar mit der Personalie Kompanie.

Gibt es vielleicht Internas, die dann keiner weiß. Aber Fakt ist, er ist Trainer bei Bayern München. Ulisse wurde verpflichtet, Dias wurde verpflichtet. Ich glaube, das kann man sehr wohl dem Max auch zuschreiben. Und von daher sehe ich das alles gar nicht so schlecht. Und wenn Uli dieses Interview gibt im Spiegel, dann muss ich auch sagen, eigentlich verkörpert der Uli eigentlich durch und durch dieses Mir san mir.

Das habe ich jetzt in dieser Problematik überhaupt nicht gesehen. Uli hätte das definitiv anders lösen müssen. Und schon gar nicht vor diesem Pokalfinale. Muss man denn diese Zweifel überhaupt öffentlich diskutieren? Das ist ja die nächste Frage. Das ist schon bemerkenswert, dass der FC Bayern das tut. Das tut ja nicht nur Uli Hoeneß, er tut es mit sehr, sehr klaren Worten.

Aber auch Herbert Heiner hat ja schon drei Tage vorher im Sportbildinterview Ähnliches gesagt. Er hat ja diese Zweifel bestätigt. Und das ist diese Gemengelage, die für Max wirklich gefährlich ist, weil das aus allen Ecken kommt, aus dem Aufsichtsrat. Ebenso bemerkenswert finde ich, wie Max damit umgeht. Wir hatten das Thema auch schon am Freitag, wir hatten Bild 100 Sport bei uns im Haus, haben mit ihm auch live on stage darüber diskutiert und der hat gesagt, ja, ich war schon dreimal weg und bin immer noch da und ich kann nur meinen Job machen und den mache ich so gut, wie es geht.

Und auch gestern Abend wurde er wieder gefragt, ob er in dem Fall, wenn es heißen würde, er kann 2027 nicht weitermachen, der Vertrag wird nicht verlängert, ob er dann wie eine Lame Duck weiterarbeiten würde. Und die Frage stellt sich gar nicht. Er würde halt dann auf jeden Fall weiter seinen Job machen.

Also er ist da wirklich sehr gefestigt, ruht in sich selbst, obwohl es natürlich eine denkbar schlechte Situation für ihn war gestern. Also jedem, eigentlich geht es ja so, ein Spieler sowieso braucht Rückendeckung von seinem Trainer, braucht das Vertrauen und so geht es wahrscheinlich auch im Sportvorstand, dass der Aufsichtsrat hinter einem steht.

Das gibt einem ein besseres Gefühl, als wenn man immer so irgendwie kurz vor dem Aus steht. Du hast gerade seine Aussagen schon angesprochen bei euch. Das hat sich gestern natürlich auch noch mal geäußert. Und so hat sich das angehört bei Max Ebert nach dem Pokalfinale. Die Zweifel, die sind da scheinbar, sonst hätte er es ja nicht gesagt.

War natürlich überrascht an dem Tag heute, dass das eben so passiert. Für mich völlig okay, dass ein Aufsichtsrat sich Gedanken macht über einen Vorstand, ob man weitermachen möchte oder nicht. Das ist ein ganz normaler Prozess. Ob man jetzt dann Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht.

Ist aber auch egal. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zu überlegen, was sie tun. Ich habe oft gesagt, dass ich einfach meinen Job machen möchte. Ich möchte einfach FC Bayern dahin bringen, wo wir jetzt gerade sind, in Deutschland an die Spitze. Und natürlich versuchen wir auch die Champions League zu gewinnen.

Das haben wir dieses Jahr nicht ganz geschafft. Und trotzdem glaube ich, als Mannschaft, als Verein sehr, sehr viel Schönes erlebt, sehr viel Positives erlebt. Und ich bin bereit, es weiterzumachen, wenn man es möchte. Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt.

Wie dick muss das Fell sein, Hassan, wenn man in der Position ist? Du warst sein direkter Vorgänger auf der Position. So wie er das sagt, ganz dick. Weil man ist jeden Tag in den Medien. Man muss jeden Tag mit diesen Sachen, wie gestern eben passiert sind, zurechtkommen. Aber das macht er ziemlich souverän. Und ich finde, das funktioniert ganz gut.

Ich musste auch damit umgehen. Und beim FC Bayern muss man tatsächlich mit allem rechnen, besonders wenn Uli Hoeneß, Karl Rummenigge da sind, Herbert Heiner. Da kommt immer wieder ein Interview, was du nicht erwartest. Aber so ist FC Bayern und so sind die Jungs. Dieser Zeitpunkt jetzt vor dem Pokalfinale.

Also da könnte man sich ja vorstellen, dass es irgendeine interne Absprache gibt, dass man sagt, also das kann man ja anders steuern. Aber ist das nicht machbar sozusagen beim FC Bayern? Uli Hoeneß ist Uli Hoeneß vielleicht. Das wäre vielleicht, wir sind nicht in die Frage. Muss er dafür schon zahlen? Ja, okay, komm.

Aber es ist natürlich wahr. Aber so wie ich ihn kenne, also das hat er Freitag gemacht, das weiß ich zufällig. Nicht, dass ich den jetzt verteidigen will. Aber so wie ich ihn kenne, wusste er nicht, dass das Samstag ausgestrahlt wird, bin mir sicher. Und deswegen ... Ich würde jetzt auch sagen, das war jetzt vielleicht ein bisschen unglücklich.

Tatsächlich, aber die Mannschaft ist so stark, das hat die nicht gestört. Max ist trotzdem sehr souverän damit umgegangen. Deswegen ist auch alles gut. Du und der Max, ihr seid ja alles auch trotzdem Menschen. Das macht ja was mit einem. Wenn man immer das Gefühl hat, ich bin nicht gut genug vielleicht.

Oder ich bin auf Abruf. Oder es kann jederzeit passieren, dass... Aber man muss ja trotzdem überlegen, ob das noch das richtige Maß ist. Ja gut, Uli hat in den letzten Wochen auch viel gemacht in den Medien, wie ich finde. Und das behält er sich auch immer vor. Deswegen muss man damit einfach leben als Sportvorstand des FC Bayern.

Da kriegt man vielleicht ein Schmerzensgeld dazu. Aber ja, ich glaube, das ist ein bisschen schwierig. Wie ich finde, nochmal, Max ist damit sehr, sehr gut umgegangen und die Mannschaft hat hervorragend gespielt, deswegen wird der Uli auch glücklich sein, dass nichts passiert ist. Grundsätzlich musst du das ja aushalten können, also als Verantwortlicher, wir reden hier vom FC Bayern, aber auch als Spieler mit diesen Situationen.

Vielleicht war das aber auch einfach nur ein Test der Verantwortlichen, ihn in diese Situation reinzubringen, um zu gucken, wie er da drauf reagiert. Also könnte man vielleicht mal drüber nachdenken, aber Hassan hat vollkommen recht, er hat das total professionell und souverän gemanagt in dieser Situation.

Wie erlebst du dann, Max Eberl, wenn du ihn da hörst, wenn du gerade das Double gewonnen hast und musst ihn eigentlich irgendwie rechtfertigen? Das ist eine absolute unangenehme Situation für jeden in so einem Moment, egal ob das dann Spieler betrifft, ob das sonst jemand, der verantwortlich ist, betrifft vor allem zu einem Zeitpunkt, wo das ja eigentlich noch gar kein Thema ist aufgrund dieser neuen Regelung, ist ja eh erst ab Juni meine ich.

Wo es dann wirklich um Vertragsverletzungen gehen darf. Ein Jahr vor Vertragsende darf man überhaupt sprechen. Deswegen ist das, ja, wenn es dann um Sportliche geht, ich meine, mein Herz ist absolut beim Sport, selber als Leichtathlet und natürlich sowieso als Fußballfan allgemein, als Deutschlandfan und natürlich auch als Botschafter vom VfB.

Und ich will möglichst viel, dass über den Sport gesprochen wird, über die Emotionen, die da gestern im Stadion auch gab. Das war so ohrenbetäubend laut, das war Wahnsinn, was da im Olympiastadion abging. Und dann ist es natürlich schon schade, wenn man über solche Dinge reden muss mit 60-40 und was ist vielleicht.

Er hat das wirklich gut gemacht, meiner Meinung nach auch. Man sieht es ihm trotzdem in den Interviews an, dass es ihn stört, dass es ärgerlich ist und dass er jetzt überhaupt darüber reden muss. Aber ja, das ist eben der FC Bayern und viele... Manchmal ein bisschen zu viel in der Öffentlichkeit, wenn man so von außen drauf guckt.

Zuerst in der Öffentlichkeit und dann intern. Ich weiß nicht, ob das immer das richtige Maß ist. Aber bisher kriegen Sie es ja irgendwie hin. Ja, die Mannschaft war davon völlig unbeeindruckt. Das hat man gesehen. Und wir werden auch zu deiner Beruhigung über das Spiel und auch über den Sport und auch über das, was da stimmungsmöglich ist. Vielleicht noch ein Satz dazu.

Aus Erfahrung weiß ich, wenn der Uli nichts sagt, dann ist das schon Lob. Und wenn er 60 Prozent sagt, dann ist das schon viel mehr als Lob. Deswegen ist es absolut okay. Also ich komme ja aus Baden-Württemberg, bin ein Schwabe und da sagt man, nicht geschimpft ist genug gelobt. Also wenn nicht geschimpft wird, hat man schon genug gelobt. Was glaubst du denn?

Sieht das gut aus? Ist die Eberl-Aktie sozusagen stabil oder steht da ein Crash bevor? Also erst mal frage ich mich 60-40, wie kommt man darauf? Würfelt man das oder hat man da irgendwie einen Dreisatz zu Hause, so einen Rechenschieber und schiebt hin und her? Ich begreife es nicht, weil ich nehme jetzt mal die Parameter, die dafür eigentlich gültig sind.

Wir haben einen FC Bayern gesehen, der die Bundesliga komplett auseinander geschossen hat. Wir haben einen FC Bayern gesehen, der gestern Pokalsieger geworden ist. Wir haben einen FC Bayern gesehen, der Real Madrid rausgekloppt hat. Wir haben einen FC Bayern gesehen, der knapp gegen Paris verloren hat.

Max Eberl hat Ulisse geholt, hat Diaz geholt, hat seine Anteile mit an Kompany, auch wenn Kumbi die Geschichte eben erzählt hat. Max Eberl hat dafür gesorgt, das hat es in vielen Jahren nicht gegeben, dass das, was immer gefordert wurde, dass der Campus, also Nachwuchszentrum vom FC Bayern, viel stärker eingebunden wird.

In diesem Jahr hat Vincent Kompany zehn Erwerbungen. Jungs eingebaut aus dem eigenen NLZ unter 17 Jahren. Das sind alles herausragende Fähigkeiten und Tätigkeiten von Max Eberl. Ich begreife nicht ganz, was die Anspruchshaltung ist, das Anspruchsdenken des FC Bayern. Du bist ganz, ganz oben. Real Madrid sagt, wir haben nur einen Verein, an dem wir uns vielleicht in Europa orientieren.

Das ist der FC Bayern. Sportlich läuft das super. Was will Uli Hoeneß mit 60, 40? Ich raffe es nicht. Ich verstehe es nicht. Max Eberl macht auch einen tollen Job. Das ist in der Tat schwer zu erklären, aber vielleicht spiegelt ja 60-40 auch tatsächlich die Meinungsverhältnisse im Aufsichtsrat wieder, möglicherweise, weiß ich nicht. Vielleicht war es auch wirklich nur dahergesagt.

Aber ich kann natürlich jegliche Kritik an den Aussagen von Uli Hoeneß nachvollziehen, weil im Moment einfach völlig unpassend und sind auch schwer zu untermauern, finde ich. Man darf allerdings nicht vergessen, es ist auch nicht erst seit gestern so. Ich erinnere mich an eine Doppelpass-Sendung, wo Uli Hoeneß zu Gast war.

Naja, wo er gesagt hat, er ist zu empfindlich, er muss noch lernen. Er ist zu empfindlich, er muss noch lernen. Ich meine, das war ja auch schon ein Schuss vor den Bug. Und da scheint sich aber irgendwie etwas noch nicht gelöst zu haben. Und Max Eberl sagte ja gestern auch, wir reden immer miteinander.

Und umso verwunderlicher ist das natürlich. Ja, es ist, glaube ich, gar nicht so sehr das, was du alles angesprochen hast. Diese Erfolgsbilanz ist ja tatsächlich großartig, sondern eher, wie man intern miteinander arbeitet, wie viel Kommunikation es gibt und solche Dinge. Es ist jetzt unser erstes Thema gewesen nach dem Double. Das ist schon verrückt.

Aber du hast dem Max gestern richtig angemerkt. Ich stand ja da unten in den Katakomben, habe ihn da rumschleichen sehen zum Teil. Die haben das Double geholt. Eigentlich strahlst du und schwebst da durch die Räumlichkeit. Der war echt angeschlagen. Du hast ja, es gab ja auch die Bilder auf der Tribüne. Hoeneß saß ja direkt hinter ihm.

Ich hatte nicht das Gefühl, zumindest bis zu den Interviews danach, dass man schon mal miteinander gesprochen hat, dass man versucht hat, das auszuräumen irgendwie. Also das muss man aber jetzt bald mal machen, oder? Dass die beiden dann nochmal ins Gespräch gehen oder geht jetzt jeder seiner Wege? Nein, das wird mit Sicherheit folgen. Aber Fakt ist doch, er hat doch bis 27 einen Vertrag beim FC Bayern in seiner Position.

Es ist ja nicht wie ein Spieler, wo du heute schon oder vor einem halben Jahr auf ihn zugehen musst, um den Vertrag zu verlängern. Das ist natürlich in der Position ein bisschen anders, aber die Gespräche wird es mit Sicherheit geben. Wir sprechen gleich weiter hier bei uns im Doppelpass über den Pokalsieg des FC Bayern.

Dafür maßgeblich verantwortlich mal wieder ein außergewöhnlicher Mittelstürmer namens Harry Krell. Wir schauen auf das Spiel natürlich auch, dieses Pokalfinale, was offen war in der ersten Hälfte, weil der VfB echt praktisch gut gespielt hat und sehr, sehr griffig war. Die Bayern dann aber unter anderem wegen der individuellen Qualität ihres Ausnahmemittelstürmers am Ende dann doch deutlich gewonnen haben. Steffen Bolleber.

King Kane krönt seine Bayern fast im Alleingang zum Pokalsieger. Ein lupenreiner Hattrick als eindrucksvoller Beweis, dass er in seiner Karriere eben doch ein großes Finale gewinnen und dabei der Entscheider sein kann. Seine Gesamtbilanz in dieser Saison, unglaubliche 61 Tore in 51 Pflichtspielen. Dieser Kane hätte den Ballon d'Or verdient. Dabei dauert es zunächst, bis die Gala in Fahrt kommt. Eine Halbzeit lang Skepsis und bangen, ob es am Ende vielleicht doch nur eine gute statt einer sehr guten Saison wird.

Doch dann regeln es mal wieder die drei Unterschiedspieler. Olisse serviert Kane das 1 zu 0 und schlägt die Flanke, aus der der Elfmeter zum 3 zu 0 resultiert. Luis Diaz legt dem Engländer das 2 zu 0 auf. So steht am Ende das erste Double seit sechs Jahren und der Halbfinaleinzug in der Champions League.

Bayerns magisches Trio veredelt eine sehr gute Saison. Für eine herausragende Saison hätte es schon das Triple sein müssen. Die Bewertungskategorien auf Weltniveau sind eben knallhart. National ist man schon unantastbar. 122 Bundesligatore und nur eine Niederlage sind ein brillantes Fundament für weitere Höhenflüge.

Außerdem bleiben wohl alle Hochkaräter dem Verein erhalten. Deshalb wäre es nur logisch, wenn es in der kommenden Saison auch international in höchste Sphären gehen würde. Denn wir glauben, die Bayern holen 2027 das Trippel. Ja, darunter machen wir es nicht hier bei Sport 1. Hat die Mannschaft noch Entwicklungspotenzial oder ist sie schon am Maximum?

Die haben eine unfassbare Saison gespielt. Da muss man einfach ein Riesenkompliment machen. Der ganze Klub ist, glaube ich, zufrieden, so wie der da steht. Leider in den Spielen gegen Paris zu Hause. habe ich gehofft, dass wir eigentlich, dass wir die hier putzen, sozusagen. An dem Tag, die Leistung vielleicht war nicht die beste, wobei man auch ein bisschen sagen muss, dass die Schiedsrichter, meiner Meinung nach, die Schiedsrichterentscheidungen nicht vor Bayern waren.

Im Gegenteil, der hat das nicht gut gemacht, finde ich, und deswegen leider nicht ins Finale gekommen. Aber Dubel ist schon eine super Saison mit dem Halbfinale. Riesenkompliment. Ich kann Ihnen verraten, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, dass Hassan während der Beitrag lief und diese 61 Tore in 51 Spielen nochmal nachgeüberlegt hat, wie viele Tore habe ich denn in meiner ganzen Karriere geschossen?

Wahrscheinlich keine 61? Nein. Mit anderer Position, aber das ist schon unglaublich, was der Harry macht. Also ich habe viel Rechtsverteidiger gespielt zu meiner Verteidigung. Wie viel hast du gemacht? Mehr. Also in der ganzen Karriere. Stefan hat in seinem besten Trainingsjahr 61 Tore mal in allen Trainingseinheiten zusammengelegt.

Aber jetzt ernsthaft Harry Kane. Was man gestern wieder gesehen hat, das eine Ding war ein Kopfball. Das andere war dieser Fernschuss erst mal aus knapp über 20 oben ans Kreuzeck. Dann dieser Move, diese Drehung. Und dann wieder Elfmeter, der ist ja, also einen kompletteren Mittelstürmer, kann man sich praktisch nicht vorstellen.

Ja, würde ich auch sagen, weil ich meine, wir reden ja fast jede Woche im Doppelpass darüber, ob es jetzt in der Champions League ist oder Bundesliga. Er spielt ja viele Positionen. Wir haben ja auch mal gesagt, der fängt bei der Sechs an, er öffnet durch die Acht, ist er Zehner. Und er war teilweise zwischen den Innenverteidigern gestern am Anfang.

Ja, gestern. Und das zeichnet ihn ja auch aus. Also eigentlich in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Spiel, völlig abgemeldet durch Chabot, der ihn wirklich in Manndeckung mehr oder weniger genommen hat. Und in der zweiten Halbzeit, und da musste Stuttgart wirklich Tribut zollen für den Aufwand in der ersten Halbzeit, unfassbar viel gelaufen.

Und du hast dann in der zweiten Halbzeit einfach gemerkt, Bayern kriegt die Kontrolle. Kane schiebt sich weiter nach vorne und dann macht er halt die Dinger, die er dann bekommt. Das ist halt ein Spieler, den siehst du vielleicht in 90 Minuten nur zweimal oder dreimal, aber dann entscheidet er das Spiel.

Das ist der große Unterschied und das ist für mich ein kompletter Mittelstürmer. Komm, dann gucken wir mal auf die Tore. Das erste war dieser Kopfball nach der Flanke von Ulisse, die ein bisschen mit der Fußspitze abgefälscht war. Ja, das war entscheidend. Also die ersten beiden Tore, das sieht man jetzt hier in dieser Geschwindigkeit nicht.

Aber das hat den Ball eben diesen Drall und diese Tiefe auch gegeben, genau da, wo Harry Kane steht. Da musst du aber auch erstmal stehen, aber es war natürlich ein bisschen glücklich. Eigentlich denkst du als Stuttgart-Spieler, wir müssen die Inbahn zumachen. Außen kann ich ihn laufen lassen, was er selten tut und flankt mit rechts.

Und Harry Kane steht da. Es war eigentlich mit das einfachste Tor, was er in dieser Saison geschossen hat oder geköpft hat. Er steht ja auch völlig frei. Durch diesen Drall eben von dem Ball zieht er sich halt hinten weg, weil er das dann auch riecht ein Stück weit. Das ist ja auch ein bisschen Instinkt für einen Stürmer. Wo muss ich hin?

Wo bin ich jetzt frei und ungedeckt? Und war die richtige Wahl, köpft ihn rein. Das war eine Erlösung für den FC Bayern. Die Kollegen hinten haben mal kurz Dr. Google gefragt, 87 Karriere-Tore hast du. Ich habe das richtig geantwortet. Könnt ihr mal klatschen, bitte? Ja. 87 Korte. Wahrscheinlich 100 gelbe Karten dazu. Du bist immer noch Rekorder.

Da habe ich eigentlich gut geantwortet auf eine schlechte Frage. So, dann lasse ich jetzt rechts liegen. Das zweite Tor von Harry Kane, schauen wir mal an. Der den Ball kriegt außerhalb vom 16er. Bei den allermeisten ist das keine klare Chance. Bei ihm, wenn er dann in der Abschlussposition ist, erwartet man schon fast, dass er den reinschweißt, oder?

Das ist die Qualität, die er hat. Sobald er freie Schussball hat, ist es normalerweise ein Tor. Da kriegt er den Pfosten, aber danach macht er gleich so eine sensationelle Bewegung. Er ist super gefährlich. Ich wusste nicht, es gibt auf jeden Fall keinen Stürmer in Europa, der gerade so in Form ist, oder der seit Jahren so auf einem hohen Niveau spielt.

Er hat eine Torgier, wie ich sie ehrlich gesagt noch nie erlebt habe. Völlig unglaublich. Ich glaube, er könnte sogar noch Torwart spielen. Er ist eigentlich gar kein Mittelstürmer. Er kann auf jeder Position spielen. Er kommt von hinten, schlämpft die Bälle rein. Er spielt wahnsinnige Pässe, eröffnende Pässe. Er setzt seine Mitspieler in Szene.

Das ist schon aller Bonheur. Man hat das Gefühl, er entscheidet sich immer für das Richtige. Also er schießt das Ding gegen die Latte da oben, der Ball kommt wieder zurück zu ihm und ich würde sagen, 25 Prozent der Spieler würden dann direkt wieder den Abschluss suchen. Er spielt den nochmal raus, geht wieder rein, zwei Kontakte, die sind so schnell hintereinander, dreht sich einmal ganz leicht, obwohl er so, ich bin ja immer fasziniert, wenn jemand so groß ist und dann so quirlig trotzdem sein kann.

Das verstehe ich gar nicht, dass sie rechts und links unterscheiden können überhaupt in der Körpergröße und dann geht das Ding da so durch. Das fasziniert mich. Die Nervenleitbahnen von mir, von dem 1,85-Typ. Das ist ja Wahnsinn. Habt ihr schon mal jemanden gesehen, der so verdreht Elfmeter schießt? Verdreht? Ja, dieses Standbild in dem Moment, wo der Ball den Fuß verlässt.

Das ist wie verbunden. Ich glaube, dass er dem Ball noch so einen Drall mitgibt, dass er einfach völlig unhaltbar ist. Wir gucken erst kurz auf die Entstehung. Es war dieser Ball rein von Ulysses mit dem linken Fuß, mit dem Außenriss. Und dann das Handspiel von Angelo Stiller. Irgendwie nicht richtig verständlich, warum ihm das passiert, aber war jetzt dann nicht mehr entscheidend.

Aber wenn wir jetzt über Harry Kane reden, finde ich, müssen wir auch über seine Mitarbeiter reden, die über Außen kommen, mit Dias oder Auge Liese, die ihn natürlich auch immer perfekt füttern und einsetzen. Wenn du das dann als Stürmer bei Bayern München nicht hast, dann wirst du diese Anzahl der Tore auch nicht schießen.

Also das ist auch ein Fund für Harry Kane in seiner Spielweise. Und jetzt gucken wir mal auf die Elfmeter-Technik. Und Stefan, guck mal drauf, ob Jörg da irgendwie recht hat. Also er ist schon... Naja, hat er nicht. Du hast ihn nie so geschossen. Du hast ihn nie so geschossen. Du musst das Standbild sehen von hinten.

Ich brauche kein Standbild, ich sehe das auch so. Also wo verdreht er denn da seinen Fuß? Nicht den Fuß, den ganzen Körper. Das sollte man schon, wenn man schießt. Aber nicht so extrem. Das Besondere an dem Elfmeter, wie er die macht, ist einfach, dass er dem Torwart einfach keine Chance gibt, weil er ihn anschaut und so lange wartet.

Und der Torwart kann den einfach nicht so halten mit dem Schuss, was er hat. Er wartet so lange, wartet so lange und dann entscheidet er seine Seite. Deswegen ist das einfach perfekt, wie er die Elfmeter schiebt. Und entscheidend bei ihm ist immer, dass er genug Druck drauf hat. Also der Druck ist dann entscheidend, auch wenn der Torwart in die Ecke geht, kannst du nicht halten, weil zu viel Druck drauf ist. Also was Phänomenales schon bei ihm. Und auch wie er den Körper dreht dabei.

Was Phänomenales sind absolut zwei Sachen. Ich habe hinter dem Tor gestanden beim Warmspielen und habe mir das einfach mal angeguckt. Ich habe keinen einzigen Ball gesehen, der nicht entweder drin war oder wo hier Jonas Urbich praktisch beim Warmspielen schon, eine Weltklasse Parade zeigen musste, um die Dinge zu treffen.

Also der hat eine Frequenz, wie ich sie noch nie in meinem Leben gesehen habe. Die Abschlussqualität ist unfassbar. Und dass so ein Spieler und das war für mich echt gestern so die Kirsche da oben drauf, Der hat schon drei Buden gemacht. Der hat das Spiel praktisch entschieden. Und dann rennt er noch mal dahinter am eigenen Strafraum und grätscht einen Ball am eigenen Sechzehner weg.

Da ist die komplette Bayern-Kurve hinter uns komplett ausgerastet. Weil das ist... Also mehr Mannschaftsdienlichkeit in so einer Situation gibt es ja gar nicht. Also ich glaube, wir können echt in der Bundesliga... Klar ist das ein Riesenunterschied zwischen den 17 anderen Mannschaften. Aber ich glaube, vereinsunabhängig können wir echt in der Bundesliga total froh sein, dass so ein Weltstar 34 Mal im Jahr Das ist toll, dass wir das hier sehen dürfen.

Hast du recht. Aber die Kirsche obendrauf kostet bei uns 3 Euro. Das hat man mir gesagt. 3 Euro meint. Hast du genug? Du erzählst vom Hinterm Tor. Du bist ja nicht nur Journalist, sondern hast oft eine Kamera dabei. Gestern warst du mit deiner Kamera hinterm Tor. Ich habe gedacht, ich bin Spieler des FC Bayern auf einmal. Du rennst ja auch gleich mit.

Und dann bist du plötzlich ganz, ganz nah dran an Harry Kane. Vor allem, als er dann wieder zurück Richtung Feld geht. Das war unfassbar. Da habe ich echt Gänsehaut mit einem Schlag gekriegt. Weil plötzlich bist du da mittendrin und merkst, was das für eine Dynamik ist. Was die Jungs für einen Teamgeist haben.

Das war so großartig. Da war ein Gebrüll von den Ochsen. Das war Weltklasse. Guck dir das mal an hier. Mit Conny Leimer und dann wieder zurück. Jetzt kommt Leon Goretzka noch da rein. Guck dir das mal an. Ganz toll. Also gute Kameraarbeit, Martin. Danke, Respekt. Danke schön. Aber da siehst du bei diesen Bildern, was der auch in der Mannschaft für eine Aura, nicht nur ins Publikum und das alles strahlt, sondern in der Mannschaft.

Der macht jeden Einzelnen besser und jeden Einzelnen froh, dass die mit dem zusammenkicken können. Auch ein Riesenplus bei den Beinen. Wir sprechen gleich mit Hassan auch drüber, wie die Anbahnung damals lief. Ist ja dann gekommen, da warst du schon weg, aber ihr habt schon mit ihm gesprochen, das ist sehr interessant.

Außerdem geht es ja jetzt auch schon darum, wie ist die Zukunft? Wann wird da verlängert? Auch dazu hat sich Harry Kane gestern geäußert. Wir machen aber erstmal ein paar Hinweise von unserem Sportwettpartner. Sie brauchen nicht mal mehr, ganz anderthalb Minuten Geduld. Dann geht es schon weiter, hier bei uns im Doppelpass. Bis gleich.

Willkommen zurück beim Doppelpass. Wie siehst du das, die Zukunft von Harry Kane? Wird man sich da schnell einig werden? Ich glaube schon. Also der fühlt sich sehr, sehr wohl in München mit seiner Familie auch. Vor allen Dingen fühlt die Familie sich auch sehr wohl. Und ich denke sportlich, er ist über 30 mittlerweile. Wo hat er bessere Chancen, vielleicht die Champions League zu gewinnen, als beim FC Bayern?

Und das ist sein großer Traum, sein großes Ziel. Es gibt vielleicht ein Ziel, was noch ein bisschen größer ist, nämlich Weltmeister werden mit England. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer hat er gestern noch mal kurz den Journalisten zugeworfen, dass er noch einen Pott holen will. Wir hören mal, was er selber sagt, angesprochen auf seine mögliche Vertragsverlängerung.

Ich bin sehr glücklich. Ich habe es ja schon deutlich gemacht. Ich habe mich sehr gut eingelebt. Wir haben ein fantastisches Team, eines der Besten in Europa, einen überragenden Trainer. Ich genieße meine Zeit und Nächte wie heute. Dafür bin ich hergekommen und deshalb will ich dem Verein etwas zurückgeben.

Jetzt ist nicht die Zeit, darüber zu sprechen. Wir sind sehr entspannt, was das Thema angeht. Wir wollten die Saison zu Ende bringen. Jetzt kommt die WM. Danach werden wir sprechen. Ich denke, beide Seiten sind glücklich miteinander. Schauen wir, was passiert. Also das hört sich doch so an, wie du das auch gedeutet hast. Ziemlich positiv.

Sein Stammverein, Tottenham Hörzburg, kann heute noch absteigen aus der Premier League. Kann passieren. Da wird er sicherlich auch drauf schauen. Wie war das damals, als ihr euch die ersten Gedanken Richtung Harry Kane gemacht habt und auch die ersten Gespräche geführt habt? Was kannst du uns da aus der Zeit erzählen?

Als klar war, dass Leber weg will oder dass er geht, Das war ja schon im Oktober, im November haben wir die Gespräche geführt. Da mussten wir schon drüber nachdenken, wer der Nächste sein könnte. Und dann haben wir schon versucht, Kontakt aufzunehmen. Und das ging ja dann bis zum Ende der Saison. Aber da hat auch Tottenham ziemlich schnell die Tür zugemacht und die wollten überhaupt nicht darüber reden.

Aber auch damals war es für uns klar, das ganze Team, Scouting-Abteilung, Verantwortlichen, aus der sportlichen Abteilung, waren wir uns klar, dass er sein muss, weil er wirklich die Qualitäten hat, die sonst selten einer hat. Wenn man jetzt so nach oben schaut, wen könnte man da holen, glaube Mbappe war da überhaupt nicht zu finanzieren, ganz andere Sachen, was da passiert sind. Haaland hat darüber nachgedacht.

Haaland war ja auch ein Thema. Also wir haben schon geschaut, dass das ein Top-Stürmer sein muss, weil bei FC Bayern braucht man auch einen, der eben die Spiele gewinnt. Ob das damals Giovanni Elba war, ob das Lewa war oder jetzt natürlich er. Aber man muss sich natürlich sehr sorgfältig damit beschäftigen.

Das kostet ein paar Euro und das hat auch ein paar Euro gekostet, aber es war für uns eindeutig, dass er der Kandidat Nummer eins ist. Und wie lange hat es gedauert, bis man das Gefühl hat, das könnte gehen? Das war dann klar, dass er nicht in diesem Jahr kommt. Das war 22, genau. Er ist dann zur Saison 23, 24 gekommen. Genau.

Und dann haben wir im März irgendwann einen neuen Trainer gehabt, Thomas Tuchel. Vier Wochen später haben wir uns dann hingesetzt, sagen wir mal, im April irgendwann. Und haben, waren eindeutig, sagen wir mal, klar, dass das Transferziel Nummer eins ist, wird. Und dann sind wir auch in der Woche gleich im April nach London gefahren und haben die Familie getroffen.

Und offensichtlich überzeugt dann. Das hat dann ein bisschen gedauert. Er hat wirklich eine super Familie. Papa und Bruder sind auch super nett, haben gute Gespräche geführt. Und dann war das, sage ich mal, der Anfang. Dann haben die Jungs auch weiter verfolgt. Und es war nicht einfach, natürlich Harry Kane aus London zu holen.

Aber der FC Bayern hat die Power und hat das gemacht. Und hat es nicht bereut. Eher das Gegenteil. Eindeutig richtig entscheidend. Absolut. Gestern das Pokalfinale. Natürlich ist immer auch wichtig, wie wird das geleitet? Was machen die Schiris? Wie ist das? Und da meldet sich jetzt gleich Katharina in unserer Rubrik Sauber analysiert.

Denn da wollen wir Sven Jablonski einmal Respekt zollen und die Ehre erweisen. Denn er hat ein richtig gutes Spiel geleitet. Er hatte immer die Kontrolle darüber, was passiert ist, aber auch viel laufen lassen. Nur zwei gelbe Karten verteilt, viel kommuniziert, wie wir hier auch sehen. Und genau deswegen haben wir gesagt, auch er verdient mal einen Applaus hier bei uns im Doppelpass.

Denn das ist richtig gut angekommen. Und wir haben da auch noch tolle Bilder bekommen von der sogenannten Revcam, die während des Spiels, während dieses Pokalfinals ja lief. Und ich sag mal so, er hat zu Beginn direkt einen ganz besonderen Gast begrüßen dürfen. Wollte gestern nicht stürmen, war es im Gespräch, ja. Viel Erfolg. Sehr schön.

Hast du eine Drehung? Okay, vielleicht hast du echt einen Abgericht. Zum Glück ist es für euch eh Freistoß, okay? Ja, ich habe das nicht gesehen. Okay, wir checken. Super. Pass auf. Das wird jetzt alles zu viel. Das wird zu viel. Ja, ja, ich weiß von euch allen. Ja, okay. Hey, hey, hey. Irgendwann ist... Hey, hey. Das ist das allerletzte Mal. Das allerletzte Mal. Das letzte Mal.

Das war das letzte Mal für die Karte. Jetzt ist die Grenze. Gleiche Frage. Kannst du ihn sehen? Ich sehe ihn, ja. Passt, oder? Tor zu Tor geht, ja? Dann machen wir weiter. Er macht ein bisschen viel draus, aber nur faul. Nein, für mich faul, aber keine Karte. Oh gut, oh gut, oh gut. So, dann guck mal, passt.

Ja, ja, ja. Für mich, für mich faul, für mich faul. Ja, ja, ich weiß nicht. Warte, warte, warte. Also hier ging auch ein Raunen durch die Menge. Ist schon besonders, wenn man den Spielern da so genau in die Augen schauen kann und die ganze Emotionalität sehen kann. Sauber analysiert. Der Leistungscheck wurde Ihnen präsentiert von Meda.

Berufskleidung im Rundum-Service. Und Stefan, ich weiß, weil wir haben gestern auch zusammen geguckt, du hast sehr darauf geachtet, wie die Spielleitung ist. Er hat viel laufen lassen. Ist das die richtige Herangehensweise an so ein Finale? Absolut. Laufen lassen, das ist ja das, was die Spieler auch wollen und auch mögen und lieben.

Du darfst dann halt nicht umkippen, also du musst es dann auch konstant durchziehen. Ich finde, die Spielführung gestern von Sven Jablonski war herausragend. Ich weiß nicht, welche Note ihr ihm gegeben habt. Sehr gute. Das war wirklich auch, wie das macht in der Kommunikation mit den Spielern, finde ich, total aufgeräumt.

Also finde ich, stand jetzt unsere Nummer 1 in Deutschland. Aber sicher auch, dieses Pokalfinale zu kriegen, das Zeichen der Werbe. Das war verdient. Absolut verdient. Wie guckst du da drauf? Ich meine, wenn man die Bilder sieht, dieser Ref-Cam für uns ist es ja immer wieder erstaunlich, wie viel da gesprochen werden muss, wie die Spieler mit wie vielen Emotionen und wie nah die sich kommen und so weiter.

Du kennst das ja natürlich selber vom Feld. Wie macht er das? Ja, sieht man ja, hört man ja auch und die Spieler mögen das, wie Effe sagt, wenn man einfach normal kommuniziert auf dem Platz und natürlich auch mal laufen lässt. Gewisse Härte braucht man in dem Spiel. Nicht jede Kleinigkeit abfährt. Deswegen, wie er versagt, alles richtig analysiert.

Absolute Nummer eins im Deutschen. Der Sven ist ja auch auf der FIFA-Rangliste. Er steigt ja wirklich hoch. Und jetzt nach dem Abgang von Patrick Idrich und Dennis Eytekin ist er so ein bisschen ein Vakuum an Unterhaltungsgünstlern ein bisschen auf der schiedsrichter Position. Das kann er wirklich füllen. Ich habe gestern nach dem Spiel kam er bei uns in der Mixtzone noch vorbei und weil ich ihn jetzt länger kenne, habe ich gesagt, wie war es für dich? Er hat es total genossen in dem Moment.

Also sie kommen ja durch das Marathon-Tor da runter und dann geht ja auf einmal dieses Tor nach oben und plötzlich läufst du in diese Valhalla rein mit 80.000, 70.000 wahnsinnig positiven Menschen. Dann hat er gesagt, er hat eine Gänsehaut gehabt, wie er noch nie im Leben erlebt hat. Und das ist für so einen Schiri natürlich auch ein total besonderes Spiel, nicht irgendwas.

Also der war gestern mit Sicherheit auch ein Gewinner des Tages, hat er toll gemacht, muss man sagen. War uns mal wichtig, das auch zu würdigen, weil das eben auch dazu gehört, der Unparteiische und sein Team zu einem gelungenen Finale. Für Conny Leimer war es irgendwie auch ein irres Spiel, eine Riesenchance liegen lassen.

Hinterher muss er dann zur Dopingkontrolle, dann kam er ins Interview, hat eigentlich nur noch unzusammenhängendes Zeug geredet, war total lustig. Der hat aber auch schon ein paar drin. Möglicherweise, ja damit es läuft. Das macht ja irgendwie Sinn. Das kann ich auch sagen. Also es gibt nichts wirklich Ärgerlöckeres, wie wenn du irgendwie ein großes Ereignis für dich entscheidest und dann steht da jemand mit seinem Ausweis und sagt, hier, wir würden dann gerne einmal eine Dopingprobe machen.

Und du denkst dir, okay, ich habe über den Wettkampf oder über das Spiel vielleicht ein bisschen wenig getrunken. Dann nimmst du noch irgendwie, ich sage das jetzt einfach mal so und ich hoffe, dass er das auch so gemacht hat. Dann nimmst du einfach noch, weil Alkohol ist kein Doping bei uns im Sport, sowohl im Fußball nicht, als auch in der Leichtheitlich nicht.

Dann nimmst du dir zwei, drei Bier mit, rockst dich da rein, guckst, dass du die möglichst schnell wegkriegst. Einmal auf die Toilette und dann willst du ja wieder feiern. Ja, genau. Will er wieder rauskommen da. Also den aufgekratzten Conny Leimer gleich. Und natürlich alles zur Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter bei uns im Doppelfass. Und Sie holen sich jetzt hoffentlich 90.000 Euro. Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen. Willkommen zurück, meine Damen und Herren, im Airport Hilton in München zur letzten Ausgabe, das Doppelpass vor der mini-mini-Sommerpause. In drei Wochen sind wir ja schon wieder hier, dann was die WM angeht, mit einer Doppelpass-Ausgabe an jedem Sonntag.

Jetzt sind wir aber noch beim DFB-Pokalfinale und ich habe ja vorhin schon gesagt, Conny Leimer war wie aufgezogen hinterher in der Mixzone bei seinen Interviews, wurde natürlich auch auf seine Chance angesprochen. Das war nach diesen Büro-Geschichten von beiden Fanlagern deswegen schwer zu sehen. Aber ich meine, den kann man schon machen. Auch er?

Ja, ich sage das deswegen so nicht, um ihn gering zu schätzen, wirklich nicht, weil er eine mega, mega Saison gespielt hat und eine große Wichtigkeit für den FC Bayern hat. Aber er selber hat eben auch so lustig über diese Szene und das, was danach folgte, gesprochen. Aber hören Sie doch selbst. Einer, der strahlt. Hier kommen alle so relativ locker raus.

Ich war beim Dopingraum alleine. Weißt du, warum strahle ich da so viel? Die anderen sind schon ausgestrahlt worden in der Kabine. Man macht gar keinen Spaß in einem scheiß Dopingraum. Es wird verboten gehören, die Scheiße. Nach dem Pokalsieg, dass man zum Doping muss. Egal. Ja, aber auch. Du musst einfach so. Ja, du hast bis jetzt gebraucht.

Zum Glück sind die noch nicht weg. Wenig Bier. Du musst einfach so schlecht spielen, dass die Leute sagen, der Leimer war sicherlich nicht gepostet. Ja eben, nicht mal dafür hat es gereicht. Ich hätte gesagt, die Chance vergeben dafür, aber es haben mir trotzdem geholt fürs Doping. Bring uns mal in die Kabine mit rein. Wie war es, wie laut war es?

Ich war im Doping. Ja, aber du musst ja eben, du musst auch nicht fahren. Ich war zwei Sekunden da drin in der Kabine. Da haben die mich in den Dopingraum geschickt. Also es war scheiße, wir waren ins Spiel. Das Spiel war toll. Danach war es scheiße. Ich hoffe, jetzt geht es wieder nach. So herrlich normal. Ja, gut, ne?

Total gut. Sein Wert, ich habe das ja gerade gesagt, für die Mannschaft, Stefan, in dieser Saison hat er schon wieder bewiesen. Ja, eine extrem hohe Wichtigkeit. Hat sich angefreundet mit der Position, ist ja eigentlich ein geborener, so sechser zentraler Mittelfeldspieler. Er hat aber die Position angenommen, enorm wichtig, weil Laufstark, Kampfstark, Balleroberer, also er wirft schon Tugenden rein, die enorm wichtig sind, auch bei Bayern München.

Nicht den Glanz nach vorne, aber für die Defensive und Stabilität enorm wichtig. Und vor allem ist er super für die Kabine, in der Kabine ist er total akzeptiert. Ist er da auch so? Also ist er so ein lockerer Typ? Ja, super Typ. Außerdem haben wir ihn damals auch geholt, als 13, 14. Und das hat er angenommen und hat das besser als erwartet gemacht eigentlich und absolut.

Fast absoluter Stammspieler und deswegen muss man ihm einfach Kompliment machen, wie er das gemacht hat. Ich schätze ihn brutal, weil er ist genau der Spielertyp, der den Gegner stresst. Der steht ja immer auf den Füßen, der geht in jeden Zweikampf, der geht dahin, wo es wehtut. Dass er natürlich gewisse Limits hat, hat man gegen Paris gesehen, gar keine Frage.

Aber er ist jetzt auch nicht der Ballzauberer. Er ist genau das, was Braco gerade sagt. Und dafür ist er extrem wertvoll für die Mannschaft. Es geht um einen neuen Vertrag natürlich, um eine Verlängerung. Und auch um viel Geld, wie immer beim FC Bayern. Und du hast jetzt gesagt, er ist kein Ballzauberer.

Was hat Uli Hoeneß gesagt? Er ist kein Maradona oder kein Messi, glaube ich. Oder Messi oder sowas. Trotzdem, was würdest du sagen? Also an Maradona oder Messi kommt ja eh keiner ran. Das war doch Kompliment von Uli. Ja, ja, ja, aber es geht ja darum, pass auf, du bleibst da in deiner Gehaltsregion. Du kannst jetzt nicht auch noch Richtung 20 Millionen gehen oder sowas.

Wird das schwierig, die Verhandlungen mit Conny Leimer und seinem Team? Was glaubst du? Ich habe keine Ahnung, ich bin jetzt viel zu weit weg, aber ich glaube, der Junge ist sauber, die Familie ist sauber, die wohnen in München. Ich kenne den Papa, ich kenne die Freundin, also ich kenne die ganze Familie, die sind wirklich total in Ordnung.

Ich glaube, das ist überhaupt kein Problem. Und er sagt selber was zu seiner Vertragsverlängerung. Vor allem das Ende ist ganz interessant und wieder sehr, sehr lustig. Wie es ist im Fußball. Ich habe schon oft gesagt, ich fühle mich hier wirklich richtig wohl. Es macht richtig Spaß in der Mannschaft.

Und ja, dann schauen wir mal, wie es weitergeht. Warum forderst du denn so viel? Du weißt ja gar nicht, was ich fordere. Ich glaube, zu dem Thema... Ich habe eingeräum noch nie was gefordert, aber schauen wir mal, wo die Reise hingeht. Ich bin jetzt drei Jahre hier. Es macht richtig Spaß. Wir haben dieses Jahr das Double gewonnen und ich habe noch vor, einige Titel mehr zu gewinnen mit dem Klub. Ist das ein Thema, das nach der WM dann geklärt wird?

Ich kann es dir nicht sagen. Im Fußball geht es so schnell. Vielleicht sagen wir morgen, pum, ich mache da was drunter. Vielleicht sagen wir es nach der WM, ich weiß es nicht. Darum keine Ahnung, aber wie es so ist im Fußball. Es kann jeden Tag, glaube ich, ganz schnell gehen. Wisst ihr es selber ja auch, oder? Vielleicht ist es nach der WM der Alpenseedan noch mal teurer. Ja, vielleicht. Vielleicht wird Österreich Weltmeister und dann wird es noch teurer.

Wisst ihr, was das Schöne ist? Der Spiel mit Österreich gegen Messi im zweiten Gruppenspiel. Ja, genau. Österreich gegen Argentinien. Haben wir den direkten Vergleich. Aber ich finde, wie er damit umgeht, wie er das verbalisiert, ist doch großartig. Wir haben da, keine Ahnung, eine Dreiviertelstunde da unten in dieser Buszufahrt gestanden, Da siehst du ja aus der nackten Betonwengen nichts und da zieht es wie Hechtsuppe und gewartet und gewartet und gewartet und auf einmal kommt der Vogel da raus.

Also das war, da haben 30 Leute auf einmal, die wirklich, wann geht es hier endlich weiter mit Interviews, hatten auf einmal so ein richtig Strahlen im Gesicht, der hat einen Pepp reingebracht und wenn der das so bei uns macht, Und wie du sagst, dann hat er die Kabine natürlich auch im Griff. Unendlich wertvoll. Also FC Bayern, Uli Hoeneß, falls sowas dagegen hat, 60, 40, 70, 30.

Das ist 100 zu 0. 100 zu 0 ist das. Aber es kommt natürlich immer drauf an, was für eine Zahl da im Vertrag steht. Also es geht beim FC Bayern immer natürlich auch darum, Spieler zu verlängern, vorzeitig zu verlängern, damit sie nicht ablösefrei gehen können. Und es geht auch darum, Spieler zu verkaufen.

Unter anderem einer, der als Torwart bei Ihnen auf der Gehaltsliste steht, aber zuletzt in Stuttgart gespielt hat. Katharina. Ja, wir gucken mal auf Alexander Nübel und zwei weitere Spieler, die zuletzt eben jetzt verliehen waren und die auf der Gehaltsliste der Bayern stehen, die teils lukrative Verträge haben und sich möglicherweise sagen, da muss jetzt aber auch erstmal ein Verein kommen, der mir was Besseres oder was Gleichwertiges bieten kann. Also wir schauen mal ein bisschen genauer drauf.

Wir haben außer Alexander Nübel noch Joao Palinja und auch Sascha Bowie. Nübel vertragt bis 2030 bei den Bayern abhängig von Erfolgsprämien und Boni bis zu 12 Millionen Jahresgehalt. Palinja, wir erinnern uns, 2024 damals von Fulhelm gekommen für 50 Millionen, vertragt bis 2028, erhält ein Gehalt von knapp 10 Millionen pro Saison.

Und Bowie, sein Vertrag, der läuft bis 2028 bei den Bayern, hat einst 30 Millionen gekostet. Also das sind ein paar Aufgaben für Max Eberl, die er da zu bewältigen hat. Ich bin sehr gespannt. Wir haben ja jemanden in der Runde, der da, glaube ich, auch ganz gute Einschätzungen zuliefern kann, wie man das jetzt angeht, wie man das Problem löst.

Ja, wollen wir mal besprechen mit der Runde und natürlich mit dir, Hassan, beginnen mit Alex Nübel, dem Torhüter, den du damals geholt hast als potenzieller Nachfolger. So wurde er damals verpflichtet für Manuel Neuer, auch schon mit der Überlegung, das so ähnlich zu machen, wie das jetzt mit Urbich geklappt hat, ihm Spielzeit zu geben.

Das hat sich dann nicht so dargestellt für Alex Nübel, wie sich die Seite das vorgestellt hat. Wie würdest du die Situation jetzt lösen? Weil Bayern hat gesagt, wir haben Neuer verlängert. Wir haben Urbich, den dritten Torhüter bzw. Zweiten Torhüter, der jetzt auch schon in die Nationalmannschaft gekommen ist.

Das ist unser Torhüter-Team. Für Alex Nübel ist kein Platz, aber er ist unter Vertrag. Das ist jetzt ein bisschen unfair, finde ich. Aber muss ich mal ein bisschen ausholen, weil er wurde auch verpflichtet, ablösefrei. Und wir dachten, okay, wir schauen uns das zwei Jahre an. und dann entscheiden wir, entweder spricht man mit ihm und sagt man, du bist es.

Er muss sich natürlich auch mit Manuel Neuer verstehen, so wie das jetzt mit Urbeek ist. Dann weiß ich aber nicht mehr, dann war ich schon draußen und das war der Plan mit Nübel. Deswegen die Vertragsverlängerung, da muss man sich irgendwas gedacht haben und das weiß ich aber nicht, wie die das angeschätzt haben.

Deswegen bin ich da raus. Was man jetzt macht, das ist nicht einfach, weil er einen langfristigen Vertrag hat. Und ich weiß jetzt nicht, wie die Zahlen sind, aber das muss man irgendwie lösen. Aber da weiß ich nicht, was die Absicht war damals, als der Vertrag verlängert wurde. Aber damit es nicht unfair wird, über die Zeit, als du noch da warst, als Nübel kam, warum hat das nicht so funktioniert mit dieser Arbeitsteilung?

Ich glaube, es wurde damals zumindest so darüber berichtet, dass ihr, Alex, schon ein paar mehr Spiele versprochen habt oder in Aussicht gestellt habt, als es letztlich dann wurden. Warum ist diese Arbeitsteilung damals nicht so umgesetzt worden? Ja, da war natürlich Manuel auch ein paar Jahre junger.

Er wollte keine Klärer geben. Hat gewissen Ehrgeiz mehr gehabt, als er jetzt hat. Und natürlich zwischenmenschlich hat das auch nicht zwischen den beiden gefunkt, wie das jetzt mit dem OB ist. Und da wir wissen, dass Manuel der beste Torhüter der Welt ist, geht das nur über Manuel. Und deswegen hat das nicht funktioniert. Aber warum hat das zwischenmenschlich nicht funktioniert?

Was ist da vorgefallen? Da rätseln wir ja alle drüber seit einiger Zeit. Ja, weiß ich nicht. Also einfach, schau, die beiden verstehen sich jetzt. Ich glaube, der Urbic macht das auch hervorragend. Ich meine, der spielt auch besser mit dem Fuß, muss man auch sagen. Aber die beiden haben sich nicht verstanden. Und Manuel hat auch keine Spiele abgegeben.

Und deswegen ist das natürlich auch für den anderen Torhüter ein bisschen unzufriedenstellender gewesen, für den Alex unzufriedenstellender gewesen. Was jetzt natürlich für Urbic besser ist. Ihr habt natürlich auch damals von Manuel Stora Trainer getrennt. Das war ja auch noch ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Ja, das war sogar sein Vorschlag.

Wir haben den aus Schalke geholt. Der Tapper war ja eben da richtig in dem Thema drin. Aber wie gesagt, da muss sich der Manuel mit ihm verstehen und nicht der Tapper. Und das war eine ganz entscheidende Note natürlich auch, dass der Toni Tabalowicz, der Trainer, da dann geschasst wurde. Der übrigens auch Trauzeuge ist von Manuel Neuer. Und das hat ihm...

Manuel hat damals gesagt, man hat mir das Herz rausgerissen. Genau, das war der klare Satz. Und das hat überhaupt nicht scheinbar gematcht, scheinbar gematcht zwischen auch Alex Nübel und Tapalovic. Da gab es dann irgendwie schon ein bisschen die Probleme, vielleicht, dass er nicht richtig trainiert mit ihm.

Also das war so ein unterschwelliges Gefühl. Und dann hast du ein großes Problem. Und wenn dann dieser Torwart-Tainer rausfliegt, dann ist ja klar, dass das nicht mehr Best Buddies sind. Deswegen wird auch spannend, eigentlich bei der Nationalmannschaft jetzt Nübel Neuer in einem Torwartteam. Die haben sich gestern keines Blickes gewürdigt im Innenraum.

Vielleicht ist dir das auch aufgefallen. Ja, das könnte eine interessante, pikante Note in jedem Fall sein. Aber das Problem ist. Mit Alexander Nübel. Das liegt nicht bei Alexander Nübel. Der hat bis 2,29 plus ein Jahr Option. Das liegt mal ganz klar beim FC Bayern. Weil er ist kein bockiger Mensch. Darum soll es auch gehen. Ich meine, es ist ja diese Laie mit beim VfB Stuttgart.

Hat ja deswegen funktioniert, weil der FC Bayern nach wie vor zwei Drittel seines Gehalts bezahlt hat. Jetzt holt der VfB Simon zurück aus Praderborn. Und auch da gibt es keinen Platz mehr. Du musst jetzt erst mal einen Verein finden. Moment, Moment. Alex ist ein guter Torwart. Ja, sehr guter Torwart. Das muss man auch sagen. Der ist ein sehr, sehr guter Torwart. Dass er jetzt nicht die Nummer eins beim FC Bayern geworden ist.

Das ist eben die Entscheidung von den FC Bayern und von Manuel und wie auch immer. Aber der ist ja ein Top-Torwart. Natürlich ist unsere Nummer zwei oder Nummer drei in Deutschland. Deswegen, er kriegt schon einen richtig guten Klub, bin ich mir sicher, wenn man darüber nachdeckt. Aber einen Plan kann man schon ausarbeiten. Ich wollte darauf raus.

Weil er gerade hier so schlecht wegkommt. Nein, nein, nein. Es geht nicht um seine sportlichen Fähigkeiten. Das überhaupt nicht. Sondern um diese Vertragskonstellation. Er hat eben einen hochdotierten Vertrag beim FC Bayern. Und der sich ja im Übrigen auch immer verlängert hat. Jedes Jahr, wo Manu einen draufgelegt hat, wurde sein Vertrag noch mal auch um ein Jahr verlängert. Wobei das ein bisschen strittig ist mit der Option einseitig, beidseitig.

Das weiß man nicht so ganz genau. Wo ist denn jetzt die Problematik hier? Die Problematik hat vor allen Dingen der VfB Stuttgart, der sich ja entschieden hat, mit Dennis Salen, der sicherlich ein hervorragender Torhüter ist, aber halt jung und unerfahren, bis er zweite Liga maximal gespielt hat, mit dem in die Champions League zu gehen. Und ich weiß beim VfB Stuttgart.

War das eine Entscheidung, die dem Trainer auch nicht so gut gefallen hat. Also ganz im Gegenteil. Er hat ihn dann gestern verabschiedet, hat gesagt, ich werde ihn vermissen. Natürlich wird er ihn vermissen, weil er hat letztendlich auch sehr viel dazu beigetragen, dass der VfB in die Champions League gekommen ist dieses Jahr und letztes Jahr Pokalsieger geworden ist.

Also sportlich ist es nicht wirklich nachvollziehbar, finanziell sicherlich schon. Und es bedeutet jetzt, dass Alexander Nübel stand jetzt am 1.7. Beim FC Bayern auf der Mathe steht. Aber das ist kein Problem des VfB Stuttgart, weil es war von vornherein ausgeschlossen. Dass es ein weiteres Ja-Leihe gibt an den VfB zwischen Bayern und VfB.

Ja, so 100% ausgeschlossen. Ich habe mich so entschieden, aber nicht... Wohl der FC Bayern als auch der VfB hat relativ transparent und frühzeitig verkündet, wie das Torwartsteam aussehen soll jeweils. Und Alex Nübel hat halt noch einen Vertrag beim FC Bayern. Dort wird er aber nicht mehr gebraucht und hat ein Gehalt, was viele Vereine nicht für einen Torhüter zahlen.

Also hat der Max Eberl, der FC Bayern, ein Thema, das irgendwie zu moderieren. Und darum geht es. Weil Alex Nübel wird ja wahrscheinlich nicht sagen, ich gehe irgendwo hin und verzichte auf die Hälfte oder auf zwei Drittel meines Gehaltes, wenn ich noch einen gültigen Vertrag beim FC Bayern habe. Ja, aber letzte Woche haben wir doch gelernt, Oliver Kahn war hier, die Torhüter ist eine sensible Position und die Torhüter brauchen immer Klarheit.

Fakt ist doch, wie Bayern München in diese nächste Saison reingeht mit den drei Torhütern, du hast es gesagt, Ulreich, Urwig und Manuel Neuer. Also ist da schon mal die Tür zu. Jetzt kommt Simon von Paderborn zum VfB Stuttgart. Und Nübel normalerweise geht zurück zum FC Bayern, was er nicht tun wird, sondern er wird dann auf die Insel gehen, nach England.

Er war in Monaco, hat dort auch seine Leistung gebracht, hat herausragende Leistung gebracht beim VfB Stuttgart. Er hat einen großen Anteil daran, dass sie sich zweimal... Für die Champions League qualifiziert er, Pokalsieger geworden. Auch er hat einen großen Anteil. Also wird sich doch die Tür öffnen für ihn irgendwo anders.

Damit ist das Thema jetzt auch nicht. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er einen Verein finden wird. Ob in England oder in Italien. Das wird ganz sicher international sein. Und der Verein, der ihn bekommt, bekommt einen super Torwart. Und einen großartigen Typen. Also das wird eine sehr gute Situation. Du kennst ihn ja auch.

Ein ganz geiler Typ. Das ist aber auch ganz wichtig, wenn wir jetzt von Streichkeiten gesprochen haben. Ich bin ein sehr guter Mann. Ich kenne ihn ein bisschen. Er läuft sich ab und zu über den Weg. Er tauscht sich kurz aus. Mega feiner Typ. Ganz bodenständig. Immer sehr nah an allen dran. Wenn Charity-Veranstaltungen sind, zeigt er sich.

Er hat die letzten drei Jahre mit dem VfB mitgeprägt. Er hat einen riesen Zuspruch bei den Fans gehabt. Der Ball ist 70 Meter übers Tor gefallen. und die Kurve schriegen, nübel, nübel, nübel. Also er hat so eine Begeisterung auch mitgebracht. Er hat einen tollen Job gemacht beim VfB. Und ich glaube, deshalb waren auch die Worte von Sebastian Hoeneß genau die Richtigen da gestern.

Und der wird seinen Weg machen. Und ich drücke ihm alle Daumen. Und nicht umsonst ist er jetzt als Internationalmannschaft. Und was verdient er beim VfB Stuttgart? Oder bei Bayern München, er wird ja Teil, Teil bezahlt. Zehn Millionen reden wir. Das ist doch für den Premier League Verein kein Problem.

Diese Summe für einen wirklich Top-Torhüter zu bezahlen. Wir werden das abwarten und schauen, wo sein Weg hinführt. Nur damit das nochmal klargestellt ist, es ging hier nicht um... Hat der Ballang mir gedauert. Nein, das habe ich von Anfang an gesagt, dass es ein herausragender Torhüter ist. Es ist allen klar.

Es ging um die Situation, in der die sportlich Verantwortlichen beim FC Bayern sind, dass auch zum Beispiel ein João Paulinha zurückkommt von der Laie, den man jetzt wieder hat, den man aber eigentlich nicht braucht. Man muss eben nicht nur verlängern und kaufen, sondern auch verkaufen. Das gehört alles zu diesem Geschäft dazu.

Ich denke, wir machen an dem Punkt gerade einen kurzen Strich drunter und sind gleich wieder zurück bei uns im Doppelpass. Wir wollen ja auch noch sprechen über die Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann. Da war natürlich viel Unruhe auch schon letzte Woche reingekommen durch dieses Comeback von Oliver Kahn. Ein paar Personalien werden diskutiert.

Oliver Kahn war hier, aber... Ja, ist okay. Du bist zwar Manuel Neuer. Dieses Comeback... Wir schauen jetzt auf den VfB Stuttgart, der das lange Zeit wirklich gut gemacht hat im Pokalfinale, am Ende dann mit leeren Händen dasteht. Aber insgesamt lässt sich konstatieren, wieder mal eine beeindruckende Saison.

Die Enttäuschung direkt nach dem Spiel war nicht zu verbergen und nicht zu trösten. Der VfB hat nicht nur gut gespielt und verloren, Stuttgart hat erstklassig gespielt und war sehr, sehr nah dran. Am Ende war der VfB eigentlich nur einen Kane Schlichter. Der VfB hat sich auch nicht herspielen lassen. Bayern musste die Schwaben niederringen.

Von Dennis Undaff gab es zwar wenig zu sehen und für ihn nichts zu gewinnen. Dafür winkt ihm eine lukrative Vertragsverlängerung. Den Trainer wird's freuen. Ein zweiter Fall wollte Made droht mutmaßlich nicht. Der VfB wird Hoeneß im Sommer wohl nicht wieder seine besten Spieler verkaufen. Der Architekt des Stuttgarter Erfolgs konnte zwar den Pokalsieg nicht wiederholen, Doch die Quali für die Königsklasse ist mehr als ein Trostpreis.

Hoeneß hat zwar einen Titel weniger, aber dafür eine Top-Saison mehr. Und nächste Saison einen Top-Torhüter weniger, dafür ein Supertalent mehr. Der an Paderborn ausgeliehene Dennis Simon wird die neue Nummer 1. Und wenn der VfB nächste Saison konstant so auftritt wie gestern, Dann könnte der Bayernjäger künftig aus Stuttgart kommen.

Nur ruhig mit den jungen Pferden, würde ich sagen. Aber könnte, da ist ja ein Konjunktiv drin gewesen in dieser Schlusstafel. Wie gut hat dir das Eich gefallen, taktisch, was der VfB gestern gemacht hat? Wie er das Spiel angenommen hat? Ja, wie er das Spiel angefangen hat. Also unglaublich aggressiv, auch zum Teil mit dieser Manndeckung.

Sie waren griffig, sie waren bissig, sie waren aggressiv, haben die Zweikämpfe geführt, angenommen. Haben den Bayern, finde ich, in den ersten 45 Minuten, waren sie nicht nur ebenbürtig, ich würde sogar sagen, ein Stück weit besser. Sie hatten nicht die Top-Chancen, Mittelstädt einmal aus der Entfernung oder ans Außennetz, aber sie waren im Spiel. Und dann, wir haben das Spiel zusammen geguckt und in der Halbzeit haben wir gesagt, wie lange können sie dieses Tempo und diese Läufe auch halten.

Und dann hat aber Bayern München die Kontrolle bekommen und dann tun dir die Meta B. Ich glaube, wenn Stuttgart... Ich glaube, dass sie sich wirklich hervorragend verkauft haben. Auch die Niederlage tut heute extrem weh. Aber sie haben sich direkt qualifiziert für die Champions League. Ich glaube, das ist auch Sebastian Hoeneß zu verdanken.

Ist denn, Hassan, aus deiner Sicht eine weitere Entwicklung des VfB möglich? Wir haben da hochgegriffen. Bayern jetzt. Aber jetzt ein vierter Platz, wieder Pokalfinale. Ist das nicht schon fast das Maximum, was du erreichen kannst? Also eins muss ich sagen, Sebastian macht das unfassbar gut. Das war schon zu Zeiten, als er Bayern-Amateure trainiert hat, hat man gesehen, dass er wirklich Potenzial hat, guter Trainer zu werden.

Mit ihm kann man super kommunizieren. Der hat auch eine Idee, wie er spielen möchte. Dem muss ich sagen, sage ich wirklich eine richtig gute, rosige Zukunft vor, weil er einfach meiner Meinung nach mit der Company der Trainer ist in der Bundesliga und ein Riesenkompliment, wie er das jetzt in Stuttgart gemeistert hat.

Deswegen würde ich sagen, hat Stuttgart auch Potenzial, weiter nach oben zu kommen. Nun ist es ja so, mit Undaf wird man mutmaßlich verlängern, er wird ein bisschen teurer werden, sieht ganz gut aus. Vorne verliert man nicht, aber man verliert eben dann schon einen gestandenen Nationaltorhüter hin. Ja, absolut. Habe ich ja eben schon mal kurz angesprochen.

Ich weiß, dass es Sebastian Hoeneß nicht gefällt, diese Entscheidung. Und ob die aber in Stein gemeißelt ist, da wird schon noch diskutiert werden. Wobei ich es für relativ unwahrscheinlich halte, dass es da eine Kehrtwende gibt und Nübel dann doch beim VfB bleibt. Einmal noch zu Braco, also das, was Sebastian Hoeneß geleistet hat, das ist ja eigentlich, das muss man sich ja wirklich auf der Zunge zergehen lassen.

Der hat die vom Abstieg in die zweite Liga gerettet, der hat die zum Vizemeister gemacht, der hat die zweimal jetzt inzwischen in die Champions League geführt, zum DFB-Pokalsieger gemacht. Und das, obwohl sie ihm immer die Leistungsträger verkauft haben. Gerasi, Voltemade, Anton, Ito, Endo, immer alle weg.

Und trotzdem sind die auf der Flughöhe geblieben. Und ich finde, das ist eine Eins mit Stern, eindeutig. Wie wird er denn in Stuttgart wahrgenommen? Kurz vor der Heiligsprechung? Ich glaube, da ist er schon drüber. Nein, da ist man mega stolz, sowohl innerhalb des Vereins als auch als Fan im Umfeld und wie auch immer.

Ich glaube, da ist man wirklich stolz. Das hat natürlich auch das Vertrauen bekommen. Man hat ein tolles Team zusammengeholt. Auf der einen Seite auf der Entscheidungsebene, auf der anderen Seite als Mannschaft. Auch wenn es dann ab und zu mal wehtat mit entscheidenden Spielern, die dann eben gegangen sind.

Wo natürlich dann auf der anderen Seite finanziell den Verein auch sehr gut taten. Die auch gut ersetzt worden sind. Genau, die auch wieder sehr gut ersetzt worden sind. Und ich meine, das geht ja weit über die erste Fußballmannschaft hinaus. Die Amateure spielen nach wie vor in der 3. Liga U19 Pokalsieger, U17 Deutscher Meister.

Also auch der Jugendbereich, der Stuttgart ja lange Zeit auch so bekannt war, ist ganz vorne. Die Frauen in der Bundesliga, die 2. Frauenmannschaft ist auch aufgestiegen. Leichtathleten haben sie auch noch ein paar. Also da kommst du ja aus dem Strahlen gar nicht mehr raus. Der beste Verein der Welt.

Da kommst du ja wirklich nicht raus. Das macht große Freude. Vor allem vor 3 Jahren haben wir über was ganz anderes gesprochen. Und da ist natürlich der große Architekt Sebastian Hoeneß und das macht uns stolz, da freuen wir uns und wenn die sich im Team verstehen, freuen wir uns noch ganz viel. Und die Architekten im Hintergrund nicht zu vergessen, Alex Werle und Fabian Rolgemuth natürlich, die ja letztendlich auch ein 100-Millionen-Paket geschnürt haben, fast zeitgleich mit der Verpflichtung von Sebastian Hoeneß.

Das Weltmarken-Dumm ist das viel Zitierte, ohne das Geld würde es auch anders aussehen. Natürlich, natürlich. Keine Rechse damit. Ich begleite ja den VfB Stuttgart sehr intensiv seit vielen Jahren. Und parallel begleite ich genauso auch Eintracht Frankfurt. Die Sätze, die ich jetzt höre hier gerade, da geht bei mir gerade hier so eine Lampe an.

Eintracht Frankfurt haben wir genau das Gleiche erzählt. Und jetzt gucken wir, was da passiert ist. Hat aber auch lange funktioniert in Frankfurt. Jetzt im Erfolgsfall, glaube ich, müssen die Jungs, die du gerade angesprochen hast, Alex Werle, Fabian, Wohlgemuth, Bratzow weiß das, Im Erfolgsfall musst du, glaube ich, aufpassen wie ein Schießhund, das jetzt.

Künftigen Entscheidungen sitzen und nicht, dass du denkst, wir sind wieder wer, die sind zweifelsohne wieder auf der Fußball-Landkarte ganz oben der VfW, aber jetzt auffassen, dass du nicht Fehler machst, die wie bei anderen Vereinen, Eintag zum Beispiel, dass du da wegrutschst. Jetzt ist die Chance riesengroß.

Das Wort war eben etwas übertrieben, würde ich mal sagen, Bayernjäger. Es entscheidet nur Bayern München, ob sie gejagt werden wollen oder nicht. Alle anderen, aber auf Augenhöhe Borussia Dortmund können die locker kommen. Ich habe Alex Wähler am Freitag gefragt, ob sie denn jetzt zweite Kraft werden in der Bundesliga, eben mit der ganzen Konstellation.

Vollbremsung, stimmt. Hat er komplett von sich gewiesen und natürlich eine schwäbische, Bescheidenheit an den Tag gelegt. Das ist das, was auch jetzt den VfB so erfolgreich macht, in Ruhe zu arbeiten, ein Baustein nach dem anderen sich vorzunehmen, nicht alles auf einmal. Und das hat jetzt zu dem Erfolg geführt. Martin hat recht an dem Beispiel Frankfurt.

Eine falsche Entscheidung, die Trainerentlassung Topmöller zum Beispiel und plötzlich kippt das ganze Ding. Das könnte so ein Fall sein wie jetzt mit Nübel. Und irgendwann muss man sich ja darauf vorbereiten, dass Sebastian Hoeneß auch den nächsten Schritt machen will und wird vielleicht. Da gibt es ja Interessenten auch aus dem Ausland.

Aber er hat ja gerade verlängert, oder? Ja, schon. Aber das heißt jetzt, prinzipiell musst du. Ja, aber ich finde, also so würde ich Sebastian Hoeneß auch einschätzen, dass er sich das sehr gut überlegt, solche Entscheidungen. Er hat sich entschieden, für den VfB Stuttgart Vertrag zu verlängern, den Weg weiter mitzugehen, mit zu begleiten.

Da kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass er in diesem Sommer oder im Jahr den Verein verlässt. Ihm stehen eh alle Türen offen. Ist ein junger Trainer, hat das nachgewiesen, dass er wirklich auch auf Strecke Leistung bringen kann mit seinem Team. Dem wir noch in zwei, drei oder fünf Jahren alle Türen offen stehen, wenn er so weiterarbeitet mit dem Team.

Irgendwann führt der Weg zum FC Bayern, bin ich fest von überzeugt. Hat das Format, sagen alle auch, unter anderem sein Onkel Uli Hoeneß natürlich auch. UNDAV, Vertragsverlängerung, was wäre das für ein Zeichen, auch in den Kader, in den Verein rein? Ja, das ist natürlich jetzt ein großes Thema in Stuttgart, natürlich auch im Umfeld.

Der ist ein sehr lieb gewonnener Spieler, sowohl im Umfeld als auch in der Mannschaft. Das ist definitiv so. Also ich glaube, die handelnden Personen, die wissen voneinander, wie viel sie voneinander haben. Also Dennis Wunder hat sich extrem beim VfB Stuttgart entwickelt. Das hat mir jemand am Anfang gar nicht so zugetraut. Auf der anderen Seite hat er auch wahnsinnig viel dafür getan, für diese Entwicklung beim VfB Stuttgart.

Und die werden jetzt, so wie das jetzt schon berichtet worden ist, die werden sich jetzt ganz in Ruhe in den nächsten Tagen da zusammensitzen und nach Lösungen finden. Ich glaube, beide streben das an, dass das so weitergeht. Und ich bin mir sicher, dass die da eine Lösung finden werden. Die Berater waren gestern auch auf der Feier.

Ja, hast du mit ihnen gesprochen? Nee, mit ihnen habe ich nicht gesprochen, aber sie waren da. Okay. Sie haben mit, ich glaube, mit Entscheidungsträgern beim VfB Stuttgart gesprochen, das ein oder andere Wort gewechselt. Wir arbeiten auch noch ein bisschen dran in Stuttgart, nochmal an dem einen oder anderen Dönerladen, den noch ein bisschen aufzuwerten.

Dass wir den auch tatsächlich auf dem Wohnort werden. Ist es Ihnen wichtig, das Erso zu sagen? Dass der Wohnort auch definitiv hier ist. Nein, das war jetzt eine reine Mutmaßung von mir. Das hoffen wir einfach. Nein, aber ich glaube, Dennis Undorf hatte ja so keine ganz leichte Zeit, auch durch Julian Nagelsmanns Äußerung zuletzt.

Aber ich glaube, der Weg geht eher zusammen weiter, als dass man sich trennt, oder? Glaube ich auch. Der schwäbische Sparfuchs spielt da natürlich eine Hauptrolle. Spielt der da, weil eins ist klar, Dennis Undorff ist jetzt schon. Was Kohle anbetrifft, vertragsmäßig. Da nochmal drauf zu satteln, da musst du natürlich, also ich weiß nicht, wie das in einem Verein in solchen Größenordnungen dann, was da passiert, was da abläuft.

Aber wenn du den Topverdiener nochmal deutlich aufwertest, weckt das die berühmten Begehrlichkeiten. Und dann muss der Baum unten drunter auch passen. Inwieweit das so ein Klima verändern kann, weiß ich nicht. Ich glaube es nicht, weil die haben eine sehr, sehr gute Hygiene in der Mannschaft, im Verein, im Kader.

Aber VfW muss da schon aufpassen. Also exorbitant können sie da nicht hochgehen, weil dann schafft sie ja selbst ein Problem. Und wir sprechen gleich weiter mit Hasan Salihamidzic über seine Zukunft. Du bist ja bald wieder frei, sozusagen. Der Vertrag mit dem FC Bayern läuft jetzt aus. was du dir da so vorstellst, wo es hingehen könnte, wie es weitergehen könnte, wollen wir gerne von dir wissen.

Ich bin gespannt, wie viel du uns von deinen Überlegungen mitteilst. Nach einer kurzen Unterbrechung sprechen wir weiter hier im Doppelpass. Und Sie schauen jetzt bitte auf die Hinweise unseres Sportbettpartners. Und es sind nicht mal 1,5 Minuten. Dann melden wir uns zurück hier in der Runde im Airport Hilton am heutigen Sonntag beim Doppelpass. Also bis gleich.

Willkommen zurück beim Doppelpass. Vielen Dank. Meine Damen und Herren, Hassan Saljanicic ist heute bei uns. Wenn wir zurückschauen, bevor wir nach vorne schauen, wollte ich dich gerne noch mal fragen, du bist damals, als klar war, Oliver Kahn und du, ihr werdet eurer Ämter enthoben. Sofort gesagt, ja klar bin ich da dabei. Das ist meine Truppe.

Oder wie war das überhaupt? Wie hast du das alles erlebt damals? Ja klar, das war ein Schock natürlich in der Zeit entlassen zu werden und zu trennen, weil die Vorzeichen gar nicht da waren. Das wurde dann im letzten Moment entschieden. Aber damals bin ich natürlich mitgefahren, weil ich wollte noch Meister werden. Das war ja ganz wichtig.

Vor zwei Wochen oder drei war ich in Paris auch mit und habe überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil, ich bin natürlich großer Fan des FC Bayern. Ich habe hier die beste Zeit meines Lebens als Spieler verbracht. Dann war ich eben sechs Jahre als Sportdirektor oder Vorstand. Und dem Klub darf man nicht oder kann man nicht böse sein.

Im Gegenteil, man darf einfach nur Danke sagen, dass man das, was wir erlebt haben als Spieler oder als Verantwortlicher des FC Bayern, darf man einfach dankbar sein. Und das ist alles. Wenn du nochmal, du hast gesagt, die Vorzeichen waren nicht so da damals. Das war eher überraschend. Und woran ist es deiner Meinung nach dann wirklich auseinandergegangen?

Was war jetzt mit drei Jahren Abstand so deine... Naja, die Vorzeichen waren nicht da, deswegen, weil ich damals den Vertrag unterschrieben habe, der am 1.7. Dann angefangen hat. Und ich wurde einen Monat vorher entlassen. Deswegen sage ich, das war nicht vorauszusehen. Verbessern wir, wenn das nicht so ist.

Aber das wurde dann entschieden. Ich glaube, das wäre so eine Frage, die man Uli Hoeneß oder Karel Frümmeliger stellen könnte. Aber wie ich schon gesagt habe, sicherlich... War die Entscheidung damals, sich mit Julian vorzeitig zu trennen, hat vielleicht eine Rolle gespielt? Auch die Art und Weise, wie das gemacht wurde? Es war ja auch nicht ganz unproblematisch.

Julian war irgendwie im Skiurlaub. Nein, das sehe ich nicht so. Ich kann ja nicht den Trainern klassen, bevor ich den anderen nicht zumindest gesprochen habe. Dann stehe ich ohne Trainer da. Das ist nicht so. Und das hat mir zum Beispiel auch nicht so gefallen, dass das darauf bezogen wurde. Weil jeder Manager, der das macht, egal ob das richtig war oder nicht.

Das muss man so machen, weil du kannst nicht ohne Trainer dastehen. Deswegen... War das vielleicht eine, dass wir das gemacht haben oder dass ich das gemacht habe, vielleicht. Aber das wussten wir auch vorher und deswegen haben wir ja vorher auch besprochen gehabt, dass das kein Thema ist. Und ich habe das nicht alleine entschieden. Natürlich nicht.

Da waren auch die Verantwortlichen des Klubs dabei. Aber ich habe natürlich und selbstverständlich meinen Kopf dahin gehalten, weil ich eben der Sportvorstand bin und wenn ich eine Entscheidung treffe, dann stehe ich dahinter. Manchmal ist es ja trotzdem so, so wie wir es jetzt ein bisschen erlebt haben bei neuer Comeback, nicht Oli Kahn, neuer Comeback in der Nationalmannschaft und Oli Baumann das Gefühl hatte, oh, das wusste ich noch gar nicht so ungefähr.

Also da hätte man nicht damals warten können, bis man Julian Nagelsmann selbst informiert. Er wurde ja dann offensichtlich von anderen informiert darüber, dass er nicht mehr Trainer ist des FC Bayern. Ich glaube, jetzt passt das nicht. In die Sendung passt das nicht und ich glaube, das ist jetzt vor der WM auch nicht richtig.

Ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit Julian. Das jetzt aufzuwärmen, was vor drei Jahren passiert ist, ist nicht richtig. Das ist unser Nationaltrainer. Wir wünschen ihm, dass er Weltmeister wird, dass er gute Zeit hat. Ich habe überhaupt nichts gegen Julian. Im Gegenteil, ich finde oder ich hoffe, dass er mit der deutschen Nationalmannschaft Erfolg hat.

Deswegen darüber, über die Einzelheiten, was da passiert ist, glaube ich nicht, dass das der richtige Zeitpunkt ist. Vielleicht irgendwann, aber jetzt vor der WM. Ich stelle die Fragen und Und du entscheidest, wie du antwortest. Das ist der Deal. Das ist völlig okay. Du hast gerade gesagt, du bist jetzt bald wieder frei. Hast du Lust, wieder zu arbeiten?

Ja, ich glaube, das Einzige, was ich kann, ist ja eben, im Fußball zu arbeiten. Und ich habe, er verweist das, viel zu viel Energie, um zu Hause zu sitzen und jetzt nur Golf zu spielen und Spiele anzuschauen oder irgendwo nach Paris mitzufahren. Ich habe mich jetzt viel um meine Familie gekümmert. Meine eine Tochter, meine ältere Tochter, wohnt in Vancouver.

Da war ich öfters mal mit ihr zusammen. Dann meine andere Tochter studiert in Madrid. Da war ich auch ein paar Mal, habe auch da ein paar Spiele angeschaut. An jedem Standort kann man auch Fußballer treffen. Richtig. Und mein Junge, der Nick, dem habe ich auch ein bisschen geholfen. Und wir haben das zusammen gemacht.

Er hat in der Kings League hier, das ist so eine Kleinfetteliga, er hat das hervorragend gemacht. Und ihm habe ich auch ein bisschen geholfen. Und deswegen, jetzt bin ich eigentlich offen, um wieder eigentlich im Fußball zu arbeiten. Ja, das ist doch eine gute Nachricht, die wir da noch nach draußen tragen können.

Weil, Stefan, ich weiß, ihr schätzt euch sowieso sehr aus den gemeinsamen Zeiten auf dem Feld, aber auch aus der Zeit danach, weil er vielen Vereinen, glaube ich, helfen könnte. Das ist zumindest deine Haltung, deine Sicht. Wir schätzen uns zu 100 Prozent nicht nur als Spieler. Er war als Spieler manchmal ein bisschen anstrengend, ein bisschen aufgedreht, aber hat alles gepasst.

Ich war froh, dass ich ihn bei Bayern München an meiner Seite hatte. Und ich finde auch, dass er einen ganz hervorragenden Job gemacht hat bei Bayern München als Verantwortlicher. Und wichtig war von ihm jetzt dieses auch mal zu hören. Ich bin bereit, ich bin motiviert und ich möchte wieder angreifen.

Und ich möchte auch wieder in den Fußball zurück. Da gehört er auch hin, weil er wirklich einen sehr, sehr guten Job gemacht hat bei Bayern München. Und die Art und Weise, sein Charakter spricht absolut dafür, dass er woanders auch erfolgreich sein wird. Danke schön. Du hast gerade über dein Verhältnis zu Julian Nagelsmann gesprochen, was gut ist.

Wie ist dein Verhältnis zu den Bayern-Granten, zu Uli und zu Kalle? Ich glaube nach wie vor auch? Gut, ungetrübt? Nein, nein, sehr, sehr gut. Ich bin auch nur ein Mensch. Ich habe auch meine Probleme. Damit natürlich auch meine Probleme gehabt, weil ich tatsächlich mit dem Herzen, total mit dem Herzen dabei war, weil das einfach, wie gesagt, eine Herzensangelegenheit ist, diesen Klub zu begleiten, für diesen Klub zu arbeiten.

Vielleicht habe ich ihm manchmal mehr gegeben, als ich hätte sollen vielleicht, aber deswegen habe ich vielleicht ein bisschen länger gebraucht, um mich davon, sage ich auch ganz ehrlich, so wie es ist, zu erholen. Aber dann habe ich mich einmal mit Uli Hoeneß zusammengesetzt, habe mir Schafkopf gespielt.

Und da war Jens Jeremies dabei. Das ist der Beste, oder? Der ist der Vollprofi. Ja, da war auch dann sein Sohn Florian Hoeneß war dabei. Und dann habe ich das mit Uli Hoeneß, sage ich mal, habe mich ausgesprochen mit ihm. Er hat sich auch nach zwei Stunden bei mir entschuldigt, muss ich auch sagen. Und deswegen war das ab dem Moment für mich, das ist ja so eineinhalb Jahre her, für mich war das dann erledigt. Und deswegen bin ich absolut froh, dass ich so einen Freund habe.

Er ist mein Freund, er ist ein super Typ, mit dem der, wie soll ich sagen, vielleicht auch ein Vaterersatz für mich war, solange ich da gespielt habe. Und mit ihm habe ich auch sehr engen Kontakt gehabt, als ich gearbeitet habe. Deswegen gibt es für uns zwischen uns gar nichts, sondern im Gegenteil, wir spielen ab und zu mal Karten, wir essen ab und zu mal zusammen.

Und ich bin froh, wie ich schon vorhin gesagt habe, dass ich für diesen Klub spielen und arbeiten dürfte. Schöne Worte von dir. Und dann sind wir echt gespannt, wo dich dein Weg hinführt, wo wir dich mal wiedersehen. Hoffentlich ab und zu hier in einem roten Sessel. Wenn du wiederkommst, freuen wir uns immer. Es war zu lang, die Pause.

Aber du bleibst ja zum Glück noch mindestens eine halbe Stunde bis zum Ende dieser Sendung hier bei uns. Und wir freuen uns, dass du weiter Teil bist dieser Diskussionsrunde. Beim Doppelfass am heutigen Sonntag. Und jetzt richtet sich so langsam, nachdem das Pokalfinale vorbei ist, schon die Aufmerksamkeit gegen WM.

Und natürlich auch auf die 26 Spieler, die Julian Nagelsmann nominiert hat, die mit Deutschland möglichst ein erfolgreiches Turnier spielen sollen. Norman Soleder, schaut drauf. So schaut es aus. Bis ein Bundestrainer seinen WM-Kader zusammen hat, durchlebt er eine knüppelharte Zeit. Ich kann Ihnen versprechen, so eine Nominierung ist gefühlt schwerer als das Turnier an sich.

Dann ist ja das Schlimmste schon geschafft. Härtefälle gibt es natürlich immer. Rüdiger ist dabei, Ginter nicht. Rechtsverteidiger gibt es nur einen. Und wie schaut es eigentlich mit ganz jungen Talenten aus? Gibt es vielleicht den einen oder anderen Überraschungsspieler, der jetzt mehr spielt, als er es vor drei Jahren gemacht hat, weil er da noch nicht mal ohne Begleitung Bus fahren durfte?

Dabei muss es sich wohl um Lennart Karl handeln, weil El Mala ist ja nicht dabei. Und irgendeiner ist sowieso immer angepisst. Ich finde schon, dass es eine absolute Sauerei ist, dass seit El Mala nicht im WM-Aufgebot steht. Dafür ist Sané dabei, trotz durchwachsener Saison. Und warum? Weil Julian Nagelsmann der Trainer sein will, der Sané auf Vordermann bringt.

Und ich mir zutraue, den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über entfallen werden als negative. An dem Punkt sind wir jetzt. Deswegen steht er auf der 26er-Liste. So schaut's aus. Und Manuel Neuer ist auch dabei. Der hat zwar bei Bayern seit Wochen keine zwei Spiele mehr am Stück durchgespielt, wurde aber dort viel geschont oder war, wie jetzt, verletzt.

Aber Statistiken, Formchecks, Verletzungen, das zählt am Ende alles nichts. Neuer muss mit, denn ... Jeder weiß, glaube ich, welche Aura dem Manu umgibt. Er hat eine Aura, er hat einen extrem großen Namen. Das mag alles stimmen. Neuer kann überragend sein. Doch seine linke Wade hat im Moment leider nur die Aura eines Fußballrettners.

So schaut's aus. Es wird am Ende schon der Richtige in der Kiste stehen. Und die Kommunikation hat sich ja auch wieder verbessert. Generell bin ich über weite Strecken fein mit meiner Kommunikation. Natürlich. Böse Zungen haben aber behauptet, Nagelsmann hätte sich in den letzten Wochen ein bisschen zu sehr an einem italienischen Kinderbuchhelden orientiert.

Aber das ist natürlich Quatsch. Uli Hoeneß findet allerdings Nagelsmanns Umgang mit Baumann problematisch. Das war nicht in Ordnung. Nicht fair. Schwamm drüber. Ab jetzt redet der Bundestrainer nur noch Klartext. Und zwar über das, worum es jetzt geht. Wir wollen Weltmeister werden, ich hab's vor kurzem echt noch mal gesehen.

Das ist für mich nach wie vor ein Unterschied, wo man sagt, wir werden Weltmeister, wir wollen das werden. Und ich glaube, dass alle Mannschaften, die mitspielen, das wollen. Und wir wollen das auch. So schaut's aus. Nach all den Geräuschen, ist das denn jetzt ein guter Kader? Ist das mehr oder weniger richtig, diese 26?

Oder hast du das Gefühl, wenn wir den noch oder den, dann wären die Chancen größer? So viel haben wir jetzt auch nicht. Ich glaube, diese eine Personalie mit Ginter oder Rüdiger. Ich glaube, darüber können wir streiten. Wenn man sagt, das Leistungsprinzip muss einsetzen, hätte eigentlich Ginter dabei sein müssen aufgrund seiner Saison.

Nicht nur in der Bundesliga, auch international, wie er sich präsentiert. Hat eine unfassbare Statistik dieses Jahr. Er hätte es eigentlich verdient gehabt. Das ist aber dieser Härtefall im Fußball. Da trifft das immer ein oder zwei Spieler, die eigentlich damit rechnen und eigentlich auch drin sein müssten. Ist natürlich bitter für Ginter.

Ansonsten sehe ich den Kader eigentlich so aufgestellt. Das ist in Ordnung. Mir war auch klar, dass er nicht Karl und Elmala mitnimmt, sondern entweder oder. Hier hat er sich jetzt für Karl entschieden. Über Sané können wir streiten. Ich glaube, er ist eher so ein Backup-Spieler in dem Turnier. Und er sticht natürlich heraus mit seiner Physis und seiner Geschwindigkeit auch.

Und wenn ein Gegner das mal anbietet, dann ist das schon eine Alternative, ihn reinzubringen. Ansonsten ist der Kader so aufgestellt. Ihm fehlt natürlich Qualität in der Breite. Du wirst ja nachher fragen, ob wir Weltmeister werden oder nicht. Da sind andere Nationen natürlich besser aufgestellt wie Frankreich oder Spanien, auch in der Breite mit der Qualität.

Und wie gesagt, das haben wir nicht. Aber ansonsten ist der Kader gut. Wie ist es denn bei der Personalie Sané? Ist das nachvollziehbar? Du hast das Leistungsprinzip gerade, Stefan, angesprochen. Deine Leistung in der Türkei, lala, aber bei der Nationalmannschaft selbst, bei den letzten Spielen, hat er ganz gute Scorer-Werte.

Also bei Galatasaray sitzt er sehr oft auf der Bank, Leistungsprinzip schon mal außer Kraft gesetzt, wenn man sich daran orientiert. Und Julia Nagelsmann hat das immer gesagt, es zählt die Leistung letztendlich im Verein. Von daher ist diese Nominierung schon zweifelhaft, auf jeden Fall. Und Länderspiele, ich kann mich an einen richtig Gutes erinnern, das war gegen die Slowakei, 6 zu 0.

Da waren sie alle gut. In Ghana kam er später, hat das auch gut gemacht. Ja, aber auch schon mit Abstrichen, wie ich finde. Wir beide haben ja eine Gemeinsamkeit. Wir haben ja die Angewohnheit, Lothar Matthäus immer sehr gut zuzuhören. Und der hat bei uns gesagt, ich hätte ihn nicht nominiert, sondern eher El Maler. Und da gehe ich 100 Prozent mit.

Gibt es da, würdest du sagen, das ist jetzt die Personalie, an der sich das entscheidet? Die Diskussion Sané oder El Mala oder ist das nachvollziehbar für dich, was Julian da macht? Die werden miteinander gesprochen haben. Das ist ganz wichtig bei Leroy, weil er kann natürlich auch in einer Mannschaft was geben, was Weltklasse ist, muss man einfach sagen. Deswegen haben wir den damals auch zum FC Bayern geholt.

Auf der anderen Seite, wenn er keine Lust hat, dann ist das auch eine Personalie, über die man selbstverständlich diskutieren muss. Deswegen sage ich, die werden miteinander gesprochen haben. Der Leroy muss das dem Nationaltrainer versprochen haben, weil er eben spielerisch und von der Geschwindigkeit her wirklich Qualitäten hat, die auch der deutschen Nationalmannschaft helfen können.

Klar trifft das dann den einen oder anderen, dass er nicht dabei ist, aber manchmal kann man auch Spieler mitnehmen, die in der Nationalmannschaft deren Leistungen gebracht haben, aber im Klub nicht so gut gespielt haben. Das ist für mich auch überraschend, dass er in Galatasaray nicht so oft spielt.

Das spricht ja auch gegen ihn. Aber wie ich schon gesagt habe, er hat Qualitäten, die der Nationalmannschaft helfen können. Ich mag den Jungen. Aber wir wissen, dass er auch beim FC Bayern nicht das gebracht hat, was wir uns von ihm erwartet haben. Deswegen nochmal, die mussten miteinander gesprochen haben.

Und der Leroy muss sich natürlich unterordnen, weil er auch einer der Topspieler ist vom Ansehen her. Aber in dem Moment wahrscheinlich nicht von Anfang an spielen wird. Deswegen ist es wichtig, dass er gute Laune hat und im Training Gas gibt. Die Rolle muss er annehmen und er muss, du sagst, wenn er keine Lust hat, bei einer WM würde er schon Lust haben, oder?

Sonst würde er nicht mitfahren. Das meine ich ja nicht, dass er auf die WM keine Lust hat. Nein, nein, aber er wirkt manchmal lustlos, ja. Also auch die Körpersprache. Deswegen ist es wichtig, dass er das annimmt in der Rolle, die unser Nationaltrainer oder der Nationaltrainer will. Ich kann mich gut daran erinnern.

Entschuldige, wenn ich einmal kurz reingrätsche. Aber ich kann mich gut daran erinnern, 2018, da haben wir alle darüber diskutiert, wie kann denn Jogi Löw Leroy Sané zu Hause lassen. Er hat ihn nicht nominiert. Wenn man von 2018 bis 2026 geht, muss man leider feststellen, dass Leroy Sané dieses Versprechen, was er quasi einer Leistungsfähigkeit, seines Talents gegeben hat, nur sehr, sehr bedingt erfüllen konnte.

Schlampe hat das Genie. Und das ist genau das, was Barca gerade gesagt hat. Wir sind ja eine Nation aus 80 Millionen Bundestrainen und Schlaumeiern. Gehören wir übrigens hier auch dazu. Wir sind besondere Schlaumeier. Wir sind die allergrößten Schlaumeier. Und das sorgt natürlich auch immer dafür, dass es ein bisschen Knies gibt.

Ich habe gestern bei dem Fanfest des VfB Stuttgart auch im Löw getroffen. Ich habe ihm dazu auch gesprochen. Und dann habe ich ihm gesagt, bist du froh, dass du den Zinnober nicht mehr hast. Da hat er gesagt, das ist für ihn die allergrößte Erlösung. Weil gerade bei so einem Turnier, wenn da nominiert wird, weiß eh jeder immer alles besser. Und je lauter und prominenter dann oft die Stimmen sind, desto mehr sind sie in den Schlagzeilen.

Wir haben jetzt gerade Pierre Litbarski gehört, der das eine absolute Sauerei findet. Das ist dann die Wortwahl, dann kommt der Nächste und wieder der Nächste. Viele haben die Vereinsbrille dann auch auf. Viele haben die Vereinsbrille auch auf. Im Falle Litbarski natürlich der 1. FC Köln. Ich will es mal so sagen.

Und das hat der Jogi dann auch gestern gesagt. Zu so einer Mannschaft, und das werden alle, die hier gekickt haben, natürlich intensiv sagen, bei Turnieren auch dabei waren, gehört ja nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch das, was ein Turnier ausmacht. Und wir haben jetzt das längste Turnier, steht uns bevor.

Da muss es auch die Jungs geben, die den Laden irgendwie zusammenhalten. Und Leroy Sané hat ein riesiges Standing in dem Team. Der hält ganze Einheiten, verschiedene Gruppen zusammen. Er ist ein ganz, ganz wichtiger Spieler. Und wenn Julian Nagelsmann diese Parameter ansetzt, dann ist das schon mal ad eins total wichtig für die Mannschaft, auch für den Erfolg.

Das hat auch der Jogi gestern bestätigt. Und das zweite, Said El Mala, ist ein richtig geiler Kicker, ein ganz, ganz toller Fußballer, der uns noch super viel Spaß machen wird. Aber ich sage auch mal, er spielt beim 1. FC Köln. Warum ist er so, warum sticht er so beim 1. FC Köln raus? Weil sie eine Art haben, Fußball zu spielen, eher defensiv und nach vorne ganz viel Platz. Und dann wird das Ding rausgehauen und dann läuft er und macht super Aktionen und super Tore.

Die Deutschland-Ansage-Mannschaft spielt aber anders. Und diesen Konter, diesen reinen Konter-Fußballer. Den werden wir gar nicht brauchen in dieser Form. Und deswegen verwässert, finde ich, auch so ein bisschen diese Diskussion. Aber natürlich, man kann sich echt über alles da streiten. Und das ist natürlich eine Position, wie du sagst, die Lust und so weiter.

Oder sehe es anders. Ich meine, du warst Trainer, du bist Spieler, du bist Manager. Wie wichtig ist der Kit, den ein Spieler gibt in der Mannschaft im Verhältnis zur Qualität? Das hat der Julian Nagelsmann auch immer wieder angesprochen und auch gesagt, dass das eben schon wichtig ist, dass da eine Gruppe entsteht, die auch miteinander im Idealfall sechs, acht Wochen aushält.

Hätte er sich vielleicht auch mal einspielen lassen sollen. Und da reden wir auch darüber, die Mannschaft soll sich einspielen, muss sich einspielen. Jeder von uns redet darüber, Seid El Mahler hat noch kein einziges Länderspiel gemacht. Er war einmal dabei, ist dann nach den ersten Trainingseinheiten zu U21 gereist.

Also ich glaube, der Großteil auch der Fußballfans in Deutschland kann sich hinter diesem Kader oder bei diesem Kader wiederfinden. Die Frage, die sich mir halt stellt, es war jetzt wenig überraschend, als der dann verkündet wurde, weil alle, wirklich jede Personalie vorher schon durch die Medien ging. Muss das so sein?

Wie ist das bei anderen Ländern? Wie wird es da gehandhabt? Katharina hat sich damit mal ein bisschen befasst. Genau, wir gucken uns das mal zusammen an. Aber bevor wir zu anderen Nationen schauen, Erst mal der Blick auf unsere deutsche Nationalmannschaft und auf die Nominierungsvideos. So lief das in Deutschland ab.

Jede Sekunde. Ich bin unglaublich stolz auf dich. Bleib so fokussiert, zielstrebig und liebenswert wie bisher. Ja, also am Donnerstag war es dann soweit, auch wenn natürlich viele Namen vorher durchgesickert sind. Das haben wir gerade alles schon gehört. Aber wie gesagt, jetzt mal der Blick auf andere Nationen. In Norwegen beispielsweise.

Da, wo man sich jetzt darüber freut, dass man nach 28 Jahren wieder bei der WM-Endrunde mit dabei ist, da wurde der Kader vom König höchstpersönlich präsentiert, vom Harald V. Und das sah so aus. Käre alle zusammen. Herlandslage im Fettball. Ich werde zur WM für die erste Mal auf 28 Jahre. Das ist ein Trupp, der aus dem ganzen Land kommt.

Ja, das war staatstragend, wenn man so möchte, von dem 89-jährigen Monarchen. Ganz anders dann bei der brasilianischen Nationalmannschaft, Denn da wusste wirklich keiner der Nominierten, bevor es dann tatsächlich soweit war, dass er nominiert wird. Carlo Ancelotti auf der Pressekonferenz, alles vorgetragen und die Spieler wurden dabei gefilmt.

Und natürlich, Sie wissen genau, auf welchen Spieler wir jetzt hinaus wollen, bei Neymar wurde das Ganze extrem emotional angefangen. Neymar Junior Sanko. Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja, nach zweieinhalb Jahren wird er dann sein erstes Länderspiel wieder bestreiten. Neymar mit dabei, nominiert für die WM. Allerdings zwickt jetzt die Wade etwas.

Das medizinische Team ist dann jetzt dabei, ihn da aber auch wieder natürlich an den Start zu bringen. Also ich denke, da dürfen wir uns alle keine großen Sorgen machen. Es gab natürlich aber auch Spieler, die nicht nominiert wurden. Auch das wurde festgehalten. Das Ganze natürlich dann auch herzzerreißend auf der anderen Seite.

Also wir sehen schon sehr, sehr unterschiedlich von Nation zu Nation. Wir haben ja hier auch noch jemanden, der für die bosnische Nationalmannschaft gespielt hat. Ich weiß nicht, wie das damals vonstatten ging. Ich habe keine gespielt, leider. Keine Weltmeisterschaft? Ja, aber was findest du denn am besten?

Also so eine ESC-artige, emotionale Geschichte wie die Brasilianer oder so wie wir das machen, dass irgendwie alles schon fast klar ist? Also was findest du? Ja, ich habe das tatsächlich ein bisschen verfolgt, weil Neymar total im Mittelpunkt stand. Das war ja wie bei Eurovision oder so. Wir Deutschen jubeln ja da leider nicht. Das war ziemlich emotional.

Aber ist ja ein bisschen so dabei. Ja, wie ist das denn, also was wäre eure liebste Art und Weise, dass der Bundestrainer mit keinem Spieler vorher spricht, dass nichts durchsickert, jetzt war es ja klar, jetzt wurden diese Videos produziert, Berater, Vereine wissen Bescheid, also die meisten Personalien waren irgendwie in der Welt, wie siehst du das?

Also ich fand die Idee sehr sympathisch, diese Kindervideos reinzuschneiden und Familienmitglieder Glückwünsche übermitteln zu lassen. Wirklich eine sehr, sehr sympathische Idee. Mir ist das alles ehrlicherweise ein bisschen zu viel Show. Ich bin mittlerweile auch in einem Alter, ich kenne das noch von ganz früher, da wurden die Namen mal irgendwann in der Tagesschau genannt.

Und dann wusstest du, wer dabei war. Würde mir persönlich reichen. Dass der Bundestrainer natürlich vorher mit den Spielern reden muss, ist auch vollkommen klar. Dass die nicht kalt erwischt werden dürfen. Ich weiß nicht, wie war es früher bei euch? war es auch einfach, hat angerufen und dann wurde das... Genau, hat angerufen.

Mich hat er angerufen und dann habe ich gesagt, okay, ich habe Zeit, kein Problem. Aber ich muss Mitte, der WM muss ich weg oder so. Genau so, wirklich. Ein Anruf und dann hatte ich Zeit und dann bin ich da hingeflogen. Ja, wir waren 15 Sekunden Pause sind dann gleich wieder da und haben dann noch ein Thema, Spionageskandal in der Championship, also der 2.

Liga in England und auch der Aufstieg, da ist der 6. der 2. Liga jetzt aufgestiegen in die Premier League, das nach 15 Sekunden und Katharina wird dann da sitzen, wie durch Zauberhand ist da gleich ein Stuhl. Wir sind zurück beim Doppelpass, weil es gerade angesprochen wurde und es war ja sowas von aufregend gegen Italien, diese Playoffs, Bosnien.

Was hast du für eine Erwartungshaltung? Naja, also schon ein bisschen. Dass wir vielleicht durch die Gruppe kommen können. Das wäre schon mal ein guter Erfolg. Wer sind eure Gegner? Für uns auch übrigens. Du bist ja ein Optimist. Das ist das Eröffnungsspiel, also das ist auch schon mal gegen Kanada. Und ich glaube schon, dass die Jungs eine gute Mannschaft haben, junge Mannschaft, hungrige Mannschaft.

Ich bin wirklich gespannt. Und deswegen überlege ich mir auch, ob ich mal da hinfliege und mal eine oder andere Spiel anschauen. Ja, würde sich vielleicht lohnen. Ist eine große Leistung. Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Katharina, ich habe es gerade angedeutet, dieser Spionageskandal. Deutscher Trainer mit beteiligt.

Mittendrin, absolut. Sonder Eckert, der Trainer des FC Southampton. Wir wollen da mal ein bisschen genauer drauf schauen, weil plötzlich so viel Wirbel kurz bevor dann der dritte Aufsteiger, der letzte dann für die Premier League feststand, der ja in die Playoffs musste, beziehungsweise die Playoffs gespielt hat.

Und Southampton war eben mit am Start. Allerdings kam dann raus, sickerte durch, dass man seine Gegner ausspioniert hatte. Das heißt, beim Training mit dabei war und das auch gefilmt hatte. Das liegt aber auch schon wieder ein bisschen zurück. kam offensichtlich auch schon häufiger vor. Wir bleiben aber bei diesem Skandal und da hat Southampton das Ganze auch eingestanden.

Es gab dann noch einen Einspruch, der wurde am Mittwoch abgelehnt. Entsprechend ist dann Middlesbrough nachgezogen. Die hatten im Halbfinale der Playoffs verloren und standen dann plötzlich im Finale dieser Playoffs der Championship. Das gewann letztlich aber Hull City und es ist die Rede dort von 230 Millionen.

Das soll es diesem Klub einbringen. Also das ist mit das lukrativste Spiel auf Vereinsebene. Davon ist dort die Rede. Jetzt stehen sie eben als letzter Premier League-Aufsteiger fest. Das ist schon alles ganz schön irre und kurios. Wir haben da vorhin auch schön drüber diskutiert. Total. Vor allem, weil Halt City am Ende der Tabelle, also nach der normalen Runde, in der Championship Sechster war.

Also sie steigen als Sechster der zweiten Liga in die Premier League auf. Aber so ist das System. Und die Fernsehgelder in der Premier League sind so exorbitant hoch, dass dann am Ende eben so eine Wahnsinnssumme dabei herauskommen. Du hast auch Spenden gesammelt. Ich hoffe, auch da ist ein bisschen was zusammengekommen.

Nicht ganz 230 Millionen. Aber wir haben wirklich viel bekommen. Also wir wollen uns bedanken. Bei den Schalkern aus Rating, die haben gespendet. Außerdem stolzwerk.com. Sandra und Frank Furchert aus Oberthausen. Bunker Ladies Regensburg. Dankeschön. Clemens und Lukas von Bavaria. Michael von Neuss. Schönen Gruß an Steffi, die lieber zu Harry Styles wollte.

100 Euro von UBUB aus der Schweiz. Gönnerklub 89, SV Muttens aus der Schweiz. Claudi und Ronny aus Wismar. Mike und Linda aus Elching. Gast aus dem Adler hat gespendet. Außerdem Klubheim, Schweinlang, Marina und Thomas. Heinz-Josef, Jürgen Schneider und Yvonne Schmidt-Wolf aus Bauschheim. Andreas und Christoph Reisbeck.

Außerdem FC Kick und Win. Und Christian Jorga hat Geburtstag, wird 44 heute. Und ist mit seiner Frau da. Die beiden feiern heute 18. Hochzeitstag. Glückwunsch. Das haben wir gemacht mit Geburtssagen, den kann man nicht vergessen. Da sind 705 Euro heute zusammengekommen, also vielen Dank dafür. Außerdem wollen wir natürlich auch darauf hinweisen, dass wir auch mit dem Doppelpass wieder on Tour sind.

Am 8. Juni in Frankfurt in der Jahrhunderthalle, also wenn Sie da noch Tickets wollen, gerne mal bei Sport1 reinschauen. Wir stimmen dann schon so ein bisschen auch auf die WM ein. Und wir haben ja eingangs noch die Frage der Woche gestellt. Ist Kane der beste Bayern-Transfer aller Zeiten? Es geht wie folgt online aus. 64 Prozent sagen ja, an Kane kommt keiner ran. 36 Prozent sagen nein.

Spieler wie Matthäus, Ribéry, Neuer oder Effe waren mindestens so gut. Wir sind gespannt, wie es am Dopafone klang. Er gehört zu Bayerns Top-3-Transfers ever. Er spielt Fußball wie ein englischer Professor. Höflich, präzise und komplett emotionslos. Bis man plötzlich merkt, dass er schon wieder drei Tore gemacht hat.

Ja, da muss man ausnahmsweise mal den Uli Hoeneß widersprechen. Weil den besten Transfer, den hat er schon vor einigen Jahren getätigt. Und zwar ablösefrei. Das war ein gewisser Robert Lewandowski. Dieser wurde Champions-League-Sieger und hat den uralten Rekord von Gerd Müller geknackt. Wir wollen so gut wie auch Harry Kane isst, doch Gerd Müller nicht vergessen, der, glaube ich, noch einen kleinen Dick besser war.

Kane ist ein absoluter Top-Transfer. Aber ohne Herrn Essenberg jetzt Honig ums Maul zu schmieren, er ist meine Nummer 1. Der Tiger hat damals noch zusätzlich drei Gegenspieler, zwei Journalisten und den eigenen Trainer eingeschüchtert. Es ist aber eigentlich nicht erlaubt, dass Schulfreunde hier anrufen.

Das ist ein alter Buddy von mir. Du kannst jetzt zwei Wochenenden von mir holen. Dann sehen wir uns wieder. 14. Juni geht es los mit dem WM-Doppelpass jeden Sonntag. Knallharte Analysen wie immer von Stefan Heffenberg. Wazzo, danke dir für deinen Besuch. Hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich wünsche Ihnen allen.

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