DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen· Staffel 2026· Folge 31

Dunkelflaute, Diesel und der Denkfehler (#031)

Donnerstag, 10. September 2026 · 1 h 05

MP3

Shownotes

Emotionen gehören zur Debatte über das Elektroauto. Zahlen aber auch. Harald Depta arbeitet seit über zwölf Jahren mit E-Mobilität, Fuhrparks und Photovoltaik und erklärt, warum so viele Diskussionen an der Realität vorbeilaufen: weil die Ausnahme zur Regel erklärt wird. Es geht um Kilowattstunden, Lastverschiebung, Dunkelflaute, Ladekosten, chinesische Hersteller und die Frage, was Premium heute noch bedeutet. Eine Folge über Fakten statt Reflexe.

Key Takeaways

Ausnahmen werden zur Regel erklärt: die angeblichen 1000 Kilometer dreimal pro Woche sind meist eine Ausrede.
Eine Flottenmessung mit GPS-Trackern zeigte, wie wenig die Poolfahrzeuge tatsächlich fahren, danach war die Reichweitenfrage erledigt.
Gramm, Liter, Kilogramm kennt jeder. Was eine Kilowattstunde bedeutet, hat kaum jemand auf dem Schirm.
Laden dauert zehn Sekunden: Kabel rein, gehen. Wann geladen wird, entscheidet das Energiemanagement.
Nicht ein Auto wird durch ein anderes ersetzt, sondern ein System. Das Fahrzeug ist Teil des Energiesystems.

Weitere Themen

Vom Deutschen Fernsehen zur E-Mobilität: Haralds Werdegang
Die 80 Prozent in der Mitte, die zuschauen und nicht schreien
PV auf dem Schuldach, 30 Grad im Klassenzimmer, verbotene Klimaanlagen
Dunkelflaute, Diesel im Blockheizkraftwerk, Grundlast
Europäischer Energieverbund, Strombörse, Direktvermarktung
ID.Buzz, CLA-Zulassungszahlen und die Frage nach Premium
Sitzheizung im Abo, Bidirektionalität, Akkutechnik im Vergleich
100 Mythen auf LinkedIn und die drei häufigsten Reaktionen
Elektrische Schiffe und Flugzeuge: quer denken

Zum Gast: Harald Depta ist Energiefahrer. Er berät zu E-Mobilität, Fuhrpark und Photovoltaik, ist Fachdozent bei DEKRA, TÜV Nord, TÜV Süd und TÜV Rheinland und diskutiert seine Mythenserie täglich auf LinkedIn.

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E-Mobilität, Photovoltaik, Fuhrpark, Kilowattstunde, Direktvermarktung, Ladeinfrastruktur

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Ich bin im Außendienst, fahre 40.000, 50.000 Kilometer im Jahr damit. Das ist kein Thema, kein Hexenwerk. Ich bin froh, über mal Pausen zu machen.

Im Sommer brauchen wir es nicht, weil wir fahren elektrisch. Das ist gar kein Thema. Wir fahren auch im Winter elektrisch. Und jetzt hätten wir aber tatsächlich mal zu wenig Strom, weil PV wählt nicht liefern.

Selbst das wirst du nicht vollkriegen, weil du brauchst am Tag vielleicht 20, 25 Kilowattstunden Strom.

Herzlich willkommen bei der Mobilist, dem Podcast für E-Mobility und Themen rund um die Mobilität von morgen. Mein Name ist Volker und ich begleite dich durch diese Folge. Lass uns loslegen. In der Elektromobilität wird immer wieder sehr viel emotional diskutiert. Und das ist durchaus auch okay und das Emotionen braucht es und die ja, die sind auch menschlich und das ist vollkommen in Ordnung.

Nichtsdestotrotz ist es auch sehr erfrischend, wenn man dann mal einfach auf die Faktenbasis wieder geht und dann die Leute je nachdem auch einfach mal wieder abholt und sagt, hey Leute, so ist es gar nicht. Und schaut euch doch einfach mal die Zahlen an. Und genau das macht Harald. Und da bin ich auf ihn aufmerksam geworden auf LinkedIn und habe ihm geschrieben und gesagt, Harald, komm mal zu mir in den Podcast, erzähl mal.

Und jetzt ist er da. Hallo Harald. Hallo, grüße dich.

Hallo.

Stell dir doch mal vor, woher kennt man dich? Also ich glaube, du hast ganz viele Follower auch auf LinkedIn. Ich glaube, viele aus der Szene dürften deinen Namen schon mal gehört haben.

Ja, denke ich. Also, ich mache das ganze Themenfeld E-Mobilität, Fuhrpark, Photovoltaik jetzt auch praktisch schon über zwölf Jahre. Also, ich habe damit schon angefangen, als es praktisch noch keine Gesetzgebung gab, so gut wie keine Ladestationen, wo es noch nicht darum ging, es funktioniert oder da es entwickelt sich etwas, sondern es war ganz am Anfang und eigentlich eher so was Belächelndes, so nach dem Motto, was kommt da?

Jetzt schon wieder was Neues. Keiner kann so wirklich damit was anfangen. Das war so mein Ding. Ja, und dann habe ich angefangen, in diesem Themenfeld mich eigentlich schon recht schnell wohlzufühlen. In Berlin gab es ein Showroom von BMW, dort gab es ein Chassis vom neuen i3 damals, der ganz neu am Markt war.

Vorher gab es aber schon Renault-Modelle, die Zoe. Und damit ging das eigentlich bei mir los und ich fand das Thema mega spannend und habe gedacht, okay, ich mache einfach mal. Photovoltaik war für mich zu Hause sowieso ein Thema, aber auch noch relativ weit weg. Auch da gab es ja noch keine wirklichen Spielregeln mit allem, so wie wir das heute kennen.

Und so ist eigentlich zusammengekommen, was zusammengehört, mich inklusive. Und damals war ich dann Mitgründer von E-Mobilicon, also eine Schmiede auch rund um Elektromobilität, Fuhrpark. Und so habe ich angefangen. Und eigentlich ein bisschen bekloppt und irre, aber ich fand das irgendwie gut und war dann auch schnell im Thema drin und auch schnell in dem Thema Entwicklung, wie sich das so halt darstellt.

Vielfach belächelt. Dann gab es die Ladestation, die nicht funktioniert. Dann gab es den RDAC-Schlepper, der mich mal abschleppen musste, weil kein Strom da war. Dann gab es eben die Fahrzeuge mit 120, 150, maximal 200 Kilometer Reichweite, du kommst nicht weit, drei Tage Vorplanung und alles solche Sachen.

Das gehört aber mit zu einer Entwicklung dazu und ich fand das total cool. Ja, und so hat sich das entwickelt. Und das ist dann schnell meine berufliche Heimat geworden in dem ganzen Themenfeld. Ja, das hat sich entwickelt. Ja, wie gesagt, jetzt sind es über zwölf Jahre. Heute bin ich Fachdozent, Dekrad TÜV-Nord, TÜV-Süd, TÜV Rheinland in diesem Themenfeld.

Ich bin immer noch Projektplaner für Photovoltaik, für Fuhrparkmanagement, für Elektromobilität, Berater. Ich gebe Workshops, ich gehe in Schulen, mache dort Aufklärungsarbeit, ich bin bei diversen Veranstaltungen, lasse mir viel unterstellen, schon Tomaten auf die Bühne geschmissen gekriegt und so weiter, so nach dem Motto, was soll dieser Scheiß?

Also alles schon erlebt, was man eigentlich nur so erleben kann. Ich wache damit morgens auf, ich gehe abends mit dem Themenfeld schlafen, ich fühle mich wohl, es ist geil, ich kenne die Fakten, was ich mache, mache ich selbst aus eigener Überzeugung. Ich habe eine PV, ich habe eine Wärmepumpe, ich nutze das Thema, wir haben Elektrofahrzeuge, ich bin im Außendienst tätig, ich weiß, von was ich spreche.

Und das ist so mein Ding, das macht Spaß. Und ja, es geht unfassbar viel heute, trotz aller politischen Widersprüche, die wir immer und ständig und fortlaufend sehen und erleben. Und ich muss mich auch ständig dort zurechtfinden. Und ich finde es gut und es macht Spaß. Und ich kann jeden eigentlich nur einladen, Leute, seid nicht so doof zu gucken, was da draußen steht oder was jemand behauptet, sondern nutzt das selber, test es selber, fragt Leute, die da was von verstehen, fragt Leute, die das leben, fragt Leute, die damit zurechtkommen und so weiter.

Und es sind viel, viel mehr, als angenommen wird.

Das ist, man spürt dein Feuer für das Thema. Aber ganz kurz, ich habe gelesen, stimmt das? Du kommst eigentlich aus einer ganz anderen Ecke beruflich.

Ja, also ganz, ganz anders. Also ich habe auch keinen technischen Hintergrund, also ich bin auch kein Elektriker oder sowas in der Form was ganz anderes gemacht. Also in meinem ersten Leben, so sage ich das immer, habe ich Einzelhandelskaufmann gelernt, war dann fast 20 Jahre, war ich beim deutschen Fernsehen tätig, unter anderem in Aufnahmeleitung, Szenenbilding und so weiter.

Dann war mir mein Leben mehr oder weniger nicht mehr so gut, wie ich mir das vorgestellt habe. Hab mich ein bisschen aus dem Leben geklingt, bin mal um die Welt gereist und war eigentlich nicht wirklich auf der Suche nach dem, was kommt jetzt, sondern das Thema war auf einmal da. Und damit beschäftigt man sich.

Oh ja, das ist ja spannend. Und das war so mein Ding und das ist dann daraus geworden, was es heute ist. Und ich fühle mich damit wohl. Und das ist also für mich auch nicht wirklich ein Job. Also so kann ich sagen, ja, ich habe anstrengende Tage und Projektarbeit ist nicht ohne und auch acht Stunden ein Referat halten, ist nicht ohne.

Und als Dozent tätig zu sein, das ist sehr viel Vorbereitung, dann stundenlang mit Teilnehmern diskutieren und sprechen. Ja, das ist wahnsinnig viel. Aber für mich ist es nicht automatisch Arbeit, weil ich brauche kein Skript, ich brauche keinen Teleprompter, gar nichts, sondern ich bereite was vor, was die anderen wissen sollen, was ich zeige, was ich präsentiere und so weiter.

Und ansonsten liegt alles hier oben in der Birne. Also ich brauche auch endlich. Klar, und einfach losreden kann. Klar, aber man muss auch sagen, ich selber brauche vier, fünf, sechs Stunden pro Woche, um mich zu updaten. Ja, denn jede Neuigkeit in irgendeiner Form, also wenn Frau Reiche sich irgendwas Neues ausdenkt, dann laufen alle gleich Amok.

Also welche Auswirkungen hat das? Und das natürlich dann in jedem Zusammenhang dann entsprechend zu bewerten. Was kann man machen, wo kann man legal tricksen, welche Richtung kann man im Prinzip noch gehen, um ein Projekt nicht zu zerstören, beispielsweise. Das bedeutet, ich muss selbst in die Recherche gehen, ich muss nachdenken, ich muss mir das genau angucken.

Auch das ist nicht ohne, aber es funktioniert und das ist cool. Also mich kann man nachts um drei wecken und sagen, was hast du hier und da für eine Idee und zack, ist es da. Also das ist nicht das Problem für mich.

Da sind wir uns, glaube ich, relativ ähnlich in dem Thema. Da kann man nachts um drei mal anklopfen und sagen, hey, sag mal, welches Elektroauto würde es gehauen? Und dann kommt ein Vortrag.

Genau, ich habe meinen Kunden gehabt, das war total spannend. Ich habe ihn überzeugt davon, er elektrifiziere deinen Fuhrpark, er ist selber dann auch auf Voll Elektro gegangen, Hyundai Ionic 5 und wollte damit vom Sauerland das erste Mal nach Berlin. Und er hatte natürlich Angst davor, uh, ich muss unterwegs einmal laden und meinte dann zu mir, ja, ich fahre dann irgendwie abends los, könnte ich mich dann abends mal melden, wenn ich an der Ladestation stehe und da nicht zurechtkomme.

Ich sage, ja, mach das. Ja, und dann rief der auch abends um nach 11 Uhr, nach 23 Uhr an. Ich stehe jetzt an der Ladestation, was muss ich jetzt machen? Ja, das gehört für mich dazu. Heute ist es ein guter Freund von mir, es ist ein Freund geworden, der mittlerweile ein bisschen tickt wie ich, der sagt, wir sind ja eigentlich alle ein bisschen bekloppt.

Und das gehört irgendwie mit dazu. Das ganze Thema abends mal laden und damals zur Verfügung zu stehen, ja, das macht man mal. Heute muss ich es nicht mehr machen, weil heute meldet er sich zwischendurch, ach, das mit dem Laden ist ja toll und ah, wieder neue Ladestationen und wieder neuer Ladepark, das ist ja cool.

Und das ist heute alles kein Hexenwerk mehr, ja. Und ich mache mir da überhaupt gar keine Gedanken mehr. Tagelang planen muss man nicht mehr, das macht der Bordcomputer, ich kann hier und da ganz tricksen, die Tarife, ja, kann man sich drüber streiten, aber auch da kann man viel umgehen, auch das geht, also für 39 Cent die Kilowattstunde Schnellladen und so, das ist heute auch kein Hexenwerk, auch das funktioniert.

Also das sind, das ist heute, also gut, für mich ist es normal, ich kann diese Normal, meine Normalität kann ich anderen nur weitergeben, weil es gibt halt den, der wirklich will, ja, und der das Thema verstehen will, der das in seinen Alltag bringen will. Und dann gibt es die anderen, wo du eigentlich schon nach zwei, drei Fragen oder Dialogphon eigentlich schon weißt, irgendwie, der will gar keine Antwort, sondern der will in seiner Blase bleiben.

Und der will auch gar keine Realität haben, sondern alles, was er weiß, was zehn Jahre alt ist und älter ist, das soll den Status heute noch abbilden, damit er sich ja nicht entsprechend ändern muss, aber der Jammerfaktor entsprechend groß ist und bleiben soll. Das ist eigentlich für mich immer so. Also, eigentlich komme ich da so richtig erst so in Hochform, ja, und triggere die dann auch und sag dann hier, Schienbein, du musst mal getreten werden und so weiter, weil die Info, die du abgibst, ist einfach definitiv falsch.

Und die Frage ist halt immer nur, was zählt mehr? Eine Praxiserfahrung, nicht von mir alleine, sondern von so vielen mittlerweile, oder eine theoretische Behauptung von jemandem, der auch an der Realität und an dem Thema nicht wirklich Interesse hat, auch nicht um irgendwas selber zu verändern. Das ist immer so ein Thema.

Du hast jetzt gerade angesprochen, die einerseits die Leute, die gar nicht wissen wollen, oder? Die wollen einfach nur Recht haben, dagegen feuern und so weiter. Ich sage da immer, wenn man da so ein Metermaß nimmt, dann sind es so die einen 10 Zentimeter am Rand. Ich sage jetzt nicht, an welchem Rand, am rechten oder linken, das soll auch keine Wertung sein.

Aber das sind die, die kriegst du nicht überzeugt, das ist hier. Also mach mal. Und dann hast du die anderen auf der anderen Seite. Und die sind schon überzeugt. Da brauchst du, da rennst du offene Türen ein, da brauchst du überhaupt nichts mehr machen. Da gibt es vielleicht noch Detailfragen oder sowas.

Und dann sind aber die 80% dazwischen. Und das ist die große Masse. Und da behaupte ich, das sind wahrscheinlich 80%, weil die sind nicht laut, die schreien nicht in die eine oder in die andere Richtung, sondern die schauen zu. Die wissen schon, ja, da kommt was, das ist sinnvoll. Die haben noch gewisse Unsicherheiten.

Und ich glaube, das ist genau das, wo du auch sagst, Fakten. Und nicht emotional. Emotional ist die rechte und die linke Seite, die streiten dann laut miteinander. Wenn jetzt genau die in der Mitte, die große Masse kommt und sagt, Du halt, ich muss jetzt hier was tun und ich bin nicht wirklich überzeugt davon.

Aber ich muss was tun, ich möchte was tun. Wie gehst du mit denen um?

Also ich betrachte das mal aus verschiedenen Seiten. So wie du gesagt hast, ja, das sind sehr viele, die Interesse haben, die natürlich auch total verunsichert sind aus den politischen Signalen aus Berlin, die verunsichert sind von so viel dummen Zeug, was auch verbreitet wird. Das sind die einen. Und die anderen sehen halt dann, okay, wenn andere das können, warum kann ich das nicht?

Das Problem ist aber eigentlich im Prinzip komplett was anderes. Ausnahmen werden zur Regel erklärt. Also sprich, die berühmten 1000 Kilometer, die ich ja angeblich immer fahre mit 200 Sachen auf der Autobahn und dann hat es keine Reichweite. Also da könnte man, glaube ich, einen LKW-Akku ins Auto packen, einen Pkw packen und so weiter, der würde immer noch nicht ausreichend sein.

Also das gehört eher in die Kategorie Ausrede. Also ich fahre einen kleinen Volvo mit knapp 70 Kilowattstunden Akku, der hat gut 400 Kilometer Reichweite, ich bin im Außendienst, fahre 40.000, 50.000 Kilometer im Jahr damit, das ist kein Thema, kein Hexenwerk. Ich bin froh, über mal Pausen zu machen.

Ich habe kein Problem mit dem Laden, alles andere organisiert quasi der Bordcomputer. Das ist machbar und praktikabel. Aber, und das ist das Problem, wenn ich die Ausnahme zur Regel erkläre, das heißt quasi, die Fahr zu Tante Lisbeth nach Hamburg angeblich dreimal die Woche stattfindet. Und dann geht das ja nicht, weil ich muss ja durchfahren und ich muss ja keine Pause machen und ich muss kein Pipi machen.

Wenn ich mich auf dieser Ebene befinde, dann wird es unlogisch und alles, was unlogisch ist, wird teuer. Wenn ich aber die Realität einziehen lasse, indem wir uns alle in unserer Blase, in unserem Alltag, im urbanen Alltag befinden, um eben mal ein paar Kilometer zu fahren, zur Arbeit, zum Supermarkt, zum Sport, für die Kinder, zu Freunden oder ähnliches und das doch eigentlich eher lokal stattfindet und wo es eigentlich auch beim Laden nur ums Nachladen geht und nicht von null auf 100 in fünf Minuten?

Wenn wir uns erstmal darauf einigen können, dann haben wir schon ganz viel erreicht und dann haben wir schon mal 50 Prozent in der Sache weg. Ja, jeder sieht seinen Einzelfall und ja, den muss man besprechen und gleichzeitig muss man den Finger in die Wunde legen und sagen, also hier müssen wir mal ein bisschen tachelisch sprechen.

Ist das denn tatsächlich so, wie du das behauptest, ja oder nein? Und du sagst dann unterwegs, ja, es gibt keine Ladestation. Ja, dann nehme ich eine App und zeige hier und da und dort und da und da und da und da. So viel Laden kannst du gar nicht unterwegs, weil das brauchst du alles gar nicht. Wenn du ins Hotel gehst, dann suchst du den Hotel mit Ladestation.

Wenn du auf die Fähre gehst, dann kannst du vorher laden, hinterher manchmal auf der Fähre. Wenn du in die Alpen willst, dann ist auch das möglich, auch beim Skiurlaub und beim Ferienhaus und und und. Also es gibt heute für alles eigentlich eine Lösung. Ob das jetzt privat ist oder auch in Unternehmen.

Ja, aber das hat doch keine Reichweite und das geht nicht. Und angeblich kommen dann alle Fahrzeuge zur selben Zeit am Depot an und alle müssen angeblich dann volle Ladeleistungen haben. Angeblich sind sie mit 0 Prozent und angeblich müssen dann alle zehn Minuten später wieder fahren. Also das sind alles eine Mischung aus Dummheit, kann man auch sagen.

Da ist eine Mischung aus viel Verängstigung auf Verunsicherung, ja, kann man verstehen, aber genau das sehe ich als meinen Job, hier zu sortieren, Realität reinzubringen. Wie ist es denn tatsächlich? Ja, und es Realität reinbringen.

Ich glaube, das ist so ein ganz wichtiges Element. Ich habe das damals, wo wir im Bundesamt die ersten i3s eingeführt haben und ich habe es schon mal in dem Podcast erwähnt, das waren noch die mit Range Extender, weil dann doch alle Angst hatten, dass es vielleicht nicht reicht. Und dort haben wir dann relativ tollkühn und mit Zustimmung allerdings aller Nutzer GPS-Tracker in die Autos gebaut, in die bestehende Flotte.

Ich glaube, es waren 15 Fahrzeuge, die wir damals hatten, so Pool-Fahrzeuge, und haben dann einfach mal, ich glaube, zwei, drei, vier Monate einfach nur gemessen, wie viele Kilometer fahren die Autos. Wann fahren die, wie lang stehen sie, wo stehen sie und so weiter. Und da war noch alles vor KI natürlich.

Und dann haben wir das ausgewertet, auswerten lassen von einem Superunternehmer und haben uns dann mal angeschaut, wie viele Kilometer Reichweite brauchen wir denn? Wo stehen die Autos? Wie geht das mit dem Nachladen? Und daraufhin haben wir dann eben die I3s gekauft und völlig unproblematisch. Also ich habe wirklich zwei Situationen gehabt, wo mal der Range Extender angesprungen ist.

Also übrigens, also der ist öfters angesprungen, weil er in den Servicemodus ist, weil er mal wieder laufen musste. Und wir hatten tatsächlich unseren Fuhrparkverantwortlichen, der dann ab und zu los musste, weil die Autos reklamiert haben, sie müssten mal wieder so quasi den Aufpuff durchpusten. Und ansonsten völlig ganz problematisch.

Und eben rein faktenbasiert, mal abmessen, mal schauen, wie lange fahren wir tatsächlich. Und auf einmal waren die Ganzen, ja, aber ich muss da noch dorthin, ich muss da hin und das reicht nicht. Und es ist unglaublich, wie wenig, also wie wenig wir verstehen, wie viele Kilometer wir tatsächlich fahren.

Und das ist heute noch so. Wenn ich jemanden frage, ich wohne ja in Nähe Basel und keine Ahnung, wenn ich dann auf die andere Seite von Basel muss und sage, wie viele Kilometer sind denn das darüber? Dann wird maßlos übertrieben. Also unbeabsichtigt. Aber das haben wir einfach nicht im Griff. Kilometer und Distanz.

Das Problem ist halt, dass viele nicht verstehen, was Transformation heißt. Ja, dass wir in einer Entwicklung sind, dass sich etwas entwickelt. Und wenn ich einfach nur mal so fünf, sieben, zehn Jahre zurückgehe und das ist ja keine Zeit, was sind heute zehn Jahre gar nichts? So, natürlich war die Technik eine andere, aber auch beim Verbrenner war sie anders.

Dann hatten wir keine KI, da war der Bordcomputer analog, da war die Situation bei der Navigation eine andere und so weiter. Und ja, dann hatten wir noch keine oder wenig oder kaum Infrastruktur, was heute kein Thema ist. Da spielte PV als solches keine wirkliche Relevanz in irgendeiner Form. Das aber heute miteinander zu verbinden: Mobilität, Wärme, Klima, PV, Energie, überhaupt als solches, das Thema überhaupt erstmal zu verstehen.

Denn die Problematik, die ich einfach auch jeden Tag wirklich sehe, ist, jeder kennt, und das haben wir alles mit der Muttermilch aufgesaugt. Gramm, Kilogramm Liter, das kann man sehen, anfassen, riechen, schmecken. Aber fragt mal jemanden nach einer Kilowattstunde Strom, das hat jeder schon mal gehört.

Aber was bedeutet das? Das kommt aus der Steckdose. Was für eine Relevanz hat das? Wie viel ist das? Was kann ich damit machen? Das hat keiner auf dem Schirm. Ja, und auch so diese Ausreden. Ja, ich fahre in die Autobahnraststätte, weil ich einen Kaffee brauche, weil ich Pipi machen muss. Ja, ich muss das Auto irgendwo hinstellen, ich muss da rüberlaufen, ich hole mir einen Kaffee, ich gehe Pipi machen, das sind auch mal locker sieben, zehn, fünfzehn Minuten um je nachdem.

So in der Zwischenzeit kann das Fahrzeug laden.

Man sagt, miss mal, drück mal die Stoppuhr.

Genau, genau, genau.

Ohne zu stressen, ohne extra langsam zu machen, einfach du kommst an, drückst die Stoppuhr und dann, wenn du zurück bist, und dann guckst du mal auf die Uhr und du sagst, oh, 20 Minuten. Ja klar.

Und das wird halt, das wird halt eben häufig nicht bewertet oder in diesem Tenor auch gesehen, sondern das wird eigentlich eher als Bedrohung wahrgenommen. Ja, dabei ist es doch keine Bedrohung, sondern im Endeffekt ist es doch eine Ergänzung als solches. Und ich sage heute auch ganz mit Absicht immer, also ich hatte die letzten Diskussionen mit Volvo zum Beispiel, die haben ein Modell, das hat 112 Kilowattstunden Akku, riesengroß.

Brauche ich das? Und ich sage pauschal gesehen, die Ausnahme braucht es. Der Regelfall braucht es nicht. So, und ja, aber, ja, und dann wieder ja, aber ich kann das echt bald nicht mehr hören. Also da kriege ich immer so Puls, so ein bisschen. Ja, guck dir doch mal genau an, für was du das brauchen würdest, unter welchen Voraussetzungen.

Ja, aber dann mit bidirektionalem Laden für zu Hause. Ja, aber da reicht auch ein kleines 69er-Akku. Selbst das wirst du nicht vollkriegen, weil du brauchst am Tag vielleicht 20, 25 Kilowattstunden Strom. Also selbst da hast du immer noch genug mit allem, was dazugehört. Das brauchst du nicht. Wie definierst du die Langstrecke, dreimal die Woche nach Italien zu fahren oder nach Dänemark oder irgendwas aus der Mitte Deutschlands heraus?

Also wir müssen da so ein bisschen die Kirche im Dorf lassen, aber gleichzeitig eben auch verstehen, wir können wunderbar miteinander kombinieren und sehr kosteneffizient können wir das noch im Prinzip noch optimieren. Denn wenn ich Strom erzeuge, Überschussstrom nutze zum Laden, das per Lastverschiebung genau dann zu timen, wenn wir genug Strom produzieren, was will ich noch mehr?

Also ich sage das auch immer so ganz pauschal: guckt man sich heute die Kraftstoffpreise an. Ja, einmal Diesel, selbst wenn er schön ist. Gerechnet wird mit 5 Liter, dann sind es trotzdem 5 mal 220, sind wir dann trotzdem bei 11 Euro. Ich lade mein Auto für 100 Kilometer an der Solaranlage, solaroptimiert, ohne dass ich daneben stehen muss, für unter 2 Euro pro 100 Kilometer.

Ja, und selbst wenn ich.

Weil du rechnest die Gestehungskosten mit ein und quasi den entgangenen Gewinn, den du beim Verkauf vom Strom bekämmst.

Ja, Moment. Die Frage ist ja, kriege ich überhaupt noch was damit, wenn ich mir die Problematik aus Berlin angucke, was man da so plant, dass EEG Geschichte ist, etc., dann ist das praktisch Überschuss, für den ich gar nichts mehr kriege. Das heißt, ich kann den Wert, den es hat, weil es nichts mehr dafür gibt, eigentlich ins Akku packen.

Ja, oder ich fahre von vornherein, was ja sowieso vorgesehen ist, dass ich dann sage, ich nutze mehr oder weniger. Das geht noch nicht in jedem Fall, macht doch nicht immer Sinn, aber zum Beispiel das Thema Direktvermarktung, ja, dass ich dann, und das mache ich selber ja auch schon ganz explizit, den Sommerstrom, den ich überschüssig habe, verkaufe ich börsenbasiert, verdiene damit Geld, das Geld, was ich im Winter gegebenenfalls brauche, um Strom einzukaufen, nutze ich dann das, was ich im Sommer verdient habe.

Also diese Möglichkeiten gibt es auch. Das heißt, wir müssen verstehen, dass Mobilität, Wärme, Energie, PV mit allem, selbst wenn wir Windkraft noch mit reinnehmen und solche Sachen, Klimatisierung, wir sprechen von Klimawandel, wir sprechen von 30, 35, 40 Grad Tagen, die wir alle hatten und alle kennen, dass wir das alles miteinander verknüpfen müssen.

Wir müssen das alles auf eine ganz andere Dimension, auf eine ganz andere Stufe stellen, eine andere Dimension ist das ganz einfach. Und wenn wir das halt verstehen, dass das dadurch eine Investition ist, die sich aber viel schneller rechnet als gedacht, und dadurch der Vorteil viel größer ist, denn zum Beispiel, warum werde ich angegangen, wenn ich mir erlaube, eine Klimaanlage zu haben?

Darf es mir nicht gut gehen? Ja, also das ist zum Beispiel so ein Punkt, vor allen Dingen, wann brauche ich die Klimaanlage? Mittags am Nachtag, wenn ich ohnehin Strom im Überfluss produziere, mir gegebenenfalls den Netzbetreiber die Leitung abdreht, weil zu viel Strom im Netz ist. Also nutze ich den für mein Wohlbefinden.

Also das sind zum Beispiel solche Sachen, das verstehen viele nicht. Das verstehen vielleicht nicht.

Also ich weiß nicht, wie es in Deutschland die Diskussion war. Bei uns ist jetzt die Schule wieder losgegangen. Ja. Und die Schüler sind in ein Klassenzimmer zurück, bei über 30 Grad im Klassenzimmer. Und gleichzeitig ist auf dem Dach von der Schule eine PV-Anlage. Und die brutzelt runter und der Strom muss, also in der Schweiz haben wir noch eine Abnahmeverpflichtung.

Also du kriegst also einen Mindestbetrag, kriegst du gezahlt. Die können auch abstellen, ja, wird aber selten gemacht. Aber theoretisch wären alle froh, du lieferst den Strom am Mittag nicht. Und genau in der Zeit, wo es am heißesten ist und am meisten produziert wird, dürfen die Schulen oder der Kanton darf keine Klimaanlage installieren, weil es die Energieverordnung und das Energiegesetz so vorsieht, dass Klimaanlagen als nicht energieeffiziente Geräte da nicht installiert werden dürfen.

Also das ist doch paradox. Ja, eben. Also die Diskussion haben wir in Deutschland ja auch, aber da geht es eher darum, dass man jetzt dann mal wieder erst, wenn das Kind im Boden gefallen ist, feststellt, dass Altenheime, Schulen, Krankenhäuser und so weiter da teilweise 30, 40 Grad Temperaturen aushalten müssen.

Also die Bewohner vor Ort, die Kranken, die Ärzte und so weiter, obwohl überall Flächen sind, teilweise eben auch mit PV, ja, das ist ja die Krux dabei. Dann hat man PV-Anlagen dort gebaut, hat die verpachtet, der Strom wird ins Netz gegeben, wird selbst dort nicht genutzt als solches im Gebäude. Ja, ja, das teilweise auch.

Also da ist von Anfang an viel schief gegangen, schief gelaufen. Jetzt natürlich dann die Diskussion, ich gehe davon aus, sie flacht eher jetzt ab, weil wir ja Richtung Herbst gehen. Die Frage ist halt, kommen wir in ähnliche Sphären im nächsten Jahr, wird die Diskussion wieder aufpoffen, aber ich fürchte leider Gottes, dass sich im Wesentlichen auch dadurch nichts verändert haben wird.

Also dann auch zu erklären, das ist genau das Gleiche. PV ist immer relevant erst Richtung Mai bis September. Das heißt, wenn man das im Kopf hat, weil jetzt könnte man ja schön produzieren, komme ich aber Richtung Winter, spielt das ja weniger eine Rolle. Oje, oje, wir haben nicht genug Strom und dann ist ja angeblich, haben wir ja den ganzen Winter über jeden Tag 24, 7 Dunkelflaute und das funktioniert ja nicht, was ja auch totaler Blödsinn ist.

Dieses Verstehen, dass wir von einer Projektarbeit sprechen, Mobilität, Wärme, Energie, Klimatisierung, dass wir das nicht auf den Sommer beziehen, sondern dass wir das ganz anders betrachten müssen, nämlich 3, 65 Tage im Jahr. Und selbst wenn, selbst wenn wir von Dunkelflaute sprechen, dann sind das wenige Wochen, meist nur wenige Tage eines kompletten Jahres.

Und deswegen ist das ganze System Käse und funktioniert nicht. Und dann sage ich, Leute, lasst doch mal einfach mal die Kirche im Dorf. Euer Kraftstoff, den ihr habt, der kommt 24,7 von der Tankstelle. Da ist auch jede Menge Energie drin. Den Strommix, den ihr allen vorwirft, das ist nichts anderes, was ich eben brauche, um aus Öl Kraftstoff zu produzieren.

Da brauche ich Prozesswärme, da fährt der Tankwagen und die Tankstelle ist beleuchtet und, und, und, und, und. Das ist alles in Ordnung. Und nur weil ich wenige Tage eines Jahres entsprechend Strom benötige, ist alles schlecht. Nur weil die Wärmepumpe, ja, viel Strom benötigt, aber einen ganz anderen Effizienzsatz, ist sie schlechter als die Gasheizung.

Apropos Gas, wenn wir dann noch nicht mal genau wissen, ob wir überhaupt mit dem Füllstand, den wir heute haben, über den Winter kommen, dann sage ich also, wir müssen mal langsam mal anfangen, so ein bisschen Realität in alles reinzubringen, den Zusammenhang zu verstehen. Also mein Herzpunkt und ich habe so ein bisschen so Blutdruck, so, ja.

Ja, wenn wir jetzt das Öl nehmen, und es ist jetzt wirklich eine provokative These. Wobei, These ist übertrieben. Aber jetzt nehmen wir dieses Öl. Wir brauchen es im Sommer, brauchen wir es nicht, weil wir fahren elektrisch. Das ist gar kein Thema. Wir fahren auch im Winter elektrisch. Und jetzt hätten wir aber tatsächlich mal zu wenig Strom, weil PV-Wind nicht liefern.

Batterien sind vielleicht leer, es ist tatsächlich mal so eine richtige Dunkelflaute zwei Wochen lang. So wirklich mieses Wetter, Schnee auf allen PV-Anlagen, kein Wind und so weiter. Wenn wir jetzt diesen Diesel nehmen und den tun wir in einem Blockheizkraftwerk und heizen damit einerseits, was wir ja im Winter, wenn so viel Schnee liegt, doch auch tatsächlich brauchen könnten.

Und produzieren Strom damit. Und dann ist der Diesel nämlich in dem Moment wirklich mal hocheffizient, weil er genau in dem Drehbereich läuft, wo er am effizientesten Strom produzieren kann. Dann können wir ja aus diesem Diesel, in dieser Flaute, wirklich mal Strom produzieren, Wärme produzieren, können beides nutzen, weil die Wärme, die wir im Auto produzieren, die ist nur für die Umwelt.

Und dann hätten wir auch das Problem gelöst. Und mit wesentlich weniger, wo wir brauchen. Also ich sage, das ist der Extremfall, weil ich wollte nur darauf kommen, diese Breitbandwerk.

Es kocht in mir.

Ich merke es. Aber die Breitbandkraftwerke, die haben ja effektiv, je länger, je mehr das Problem, dass sie diese Breitband gar nicht mehr liefern können. Ein Atomkraftwerk, und da dürfen wir uns nicht zu sehr in die Richtung abdriften, aber ich tue es kurz ansprechen. Ein Atomkraftwerk liefert Breitband.

Das liefert einfach. Das kann ich kurzfristig mal liefern und dann mal wieder nicht. Das heißt, die brauchen wir irgendwann nicht mehr, weil sie das, was sie gut können, gar nicht mehr liefern sollen. Wir müssen eigentlich diese kurzen Zwischenphasen ausgleichen können. Und solange wir da noch nicht irgendwie viel bessere Methoden haben, wäre ja notfalls auch mal den Diesel zu verbrennen, da durchaus.

Ja, schwitt das den Kopf. Also lass ich lasse.

Es kocht in mir. Es kocht. Es kocht. Also ich kann die Argumentation durchaus nachvollziehen und ich will sie mal insoweit mal in eine andere Richtung lenken oder ich will das mal neutralisieren, weil es eigentlich viel einfacher geht, um was es geht. Also, wenn wir heute zum Beispiel sprechen von E-Mobilität, von Fahrzeugen, sprechen wir von großen Akkus mit allem, wir sprechen von Wärmepumpen, die elektrische Energie umwandeln in Wärme und so weiter, soweit praktisch was für mich normal ist, aber für viele noch exotisch dahergeht.

Gut, dann gehen wir mal aus von deinem Szenario, wir haben zu wenig Strom. So, dann gehen wir mal von dem Szenario aus, naja, dann brauchen wir fossile Kraftwerke. Ja, vielleicht und eventuell und ja, dann ist es richtig, aber nicht in der Dimension, in der wir sind. Warum? Wir sind in Europa in einem europäischen Energieverbund.

Der bewährt sich ständig und fortlaufend. Selbst in diesem Winter, in diesem Sommer, den wir hatten, als in Rumänien, in Ungarn Atomkraftwerke abgeschaltet oder reduziert wurden, als in Österreich die Wasserkraftwerke nicht mehr gingen, als in der Schweiz Kraftwerke nicht funktioniert haben, als wir seit 2022 fortlaufend ständig in Frankreich jede Menge Atomkraftwerke vom Netz nehmen mussten, weil kein Kühlwasser mehr da ist, selbst am Meer und so weiter.

Was machen wir dann? Dann tauschen wir Energieformen aus. Bei uns wird immer vorgeworfen, naja, wir müssen ja so viel Strom importieren. Ja, es gibt Phasen, wo wir importieren. Und das passiert nicht deswegen, weil wir automatisch Mangel haben, sondern es passiert auch, weil zum Beispiel in dem Moment der ausländische Strom günstiger ist, als wenn bei uns in Deutschland zum Beispiel fossile Kraftwerke angeschmissen werden.

Ja, es geht doch im Endeffekt nur darum, dass wir überhaupt Strom haben. Und ich sage mal so als kleiner Egoist in dem Sinne, weil ich den Markt verstehe, diesen Sommer für die Direktvermarktung war bis jetzt sensationell und gut. Warum? Weil Atomkraftwerke, Wasserkraftwerke etc. teilweise nicht liefern konnten.

Dadurch ist der Strompreis in Europa, die Strombörse, ist extrem hoch gegangen. Wir hatten Strompreise 70 Cent Euro und noch weiter zeitweise. Da dann Strom zu verkaufen, zack, Action. Ja, da mache ich Kohle mit ohne Ende. Also ich habe allein bis Ende Juli so viel Geld verdient an der Börse mit meinem Überschussstrom, ja, wie sonst eigentlich das komplette Jahr davor.

Und im Endeffekt ist bei keinem die Lichter ausgegangen. Wir haben keinen Mangel in der Form gehabt. Ja, der Strommarkt hat sich in dem Fall verändert, weil Erzeugungskapazitäten weggebrochen sind. Andere konnten es ausgleichen und für die Ausnahme aller Ausnahmen, dass wir hätten noch mehr Strom gebraucht, war es so, dass wir dann eventuell hier und da eben fossile Kraftwerke gehabt hätten.

So, und jetzt müssen wir aber noch eine Sache verstehen. Ja, aber wenn dann alle elektrisch fahren, dann haben wir ja nicht genug Strom und so weiter. Also, so wie man nicht jeden Tag tanken muss, muss ich nicht automatisch mein E-Auto ständig vollladen und ich kann auch nicht erst fahren, wenn das Auto voll ist, sondern das fährt auch, wenn es nur 50% Akkustand hat und ein durchschnittliches Fahrzeug kann dann trotzdem immer noch 200 Kilometer fahren.

Muss ich die jetzt fahren? Ja oder nein? So, wir sprechen hier die ganze Zeit Energiemarkt verstehen und dann müssen wir verstehen, Energieproduktion ist so, Verbrauch ist so. Also kann ich alles das, was ich nicht sofort brauche, per Last verschieben. Zum Beispiel das Laden eines großen Akkus verschiebe ich in die Zeit, wo ich sehr viel Strom habe.

Ich kann Wärmepumpen schon vorarbeiten lassen, dass ich zum Beispiel schon mal die Vorlauftemperatur setze. Es gibt Brauchwasser, Wärmepumpen, ähnlich wie eine Thermostanne, wo schon warm Wasser drin ist. Das sind alles Sachen, die kann ich machen in der Zeit, wo ich viel Strom habe. Und wir müssen einfach verstehen, dass das was anderes ist, weil dass das komplett anders ist und trotzdem im Großen und Ganzen funktioniert.

Und ja, in Deutschland haben wir das Problem, die Akteure wollen gerne und müssen auch. Also das Thema große Batteriespeicher, Riesenthema. Und da wird auch deutlich mehr passieren, als gedacht ist. Aber wenn ich auf der anderen Seite dann erkläre, wie der Kanzler jetzt die Tage, ja, und Klimawandel und hin und her und gleichzeitig aber eine Ministerin habe, die draufhaut, die alles verändert, die die Erzeugung halbieren will, die Batteriespeicher verhindert und blockiert und so weiter und so fort und alles in ihre Fossilität reinbringt, dann kann das nicht funktionieren oder nur eingeschränkt.

Und dabei ist der Markt schon deutlich weiter, als so viele halt im Endeffekt wahrnehmen. Und ich sage immer dazu, naja, aber das Laden vom Auto dauert zu lang. Nö, das Auto steht bei mir hier vorne vor der Tür, ist angeschlossen an die Wallbox. Das Ganze dauert zehn Sekunden, weil ich aussteige, Kabel rein und ich muss gehen.

Wenn ich fahren will, Kabel raus und ich fahre los. Ob der dann lädt oder nicht, das entscheide nicht ich, sondern das entscheidet ein Energiemanagement. So, wenn es Akku voll ist, schön, wenn es nicht voll ist, reicht es trotzdem. Wenn ich denn mal wirklich zum Beispiel morgen fahre ich lange Strecke und ich will fahren, dann sage ich mir Energiemanagement, bis morgen früh 7 Uhr möchte ich gern das Akku auf 90% geladen haben, dann wird er das machen, nämlich optimiert, wenn am meisten Strom da ist oder wenn der besonders günstig ist mit einem Dumm und dran.

Ich habe nicht diese Action und muss ständig irgendwo nachgucken, sondern das passiert automatisch. Ja, wir müssen verstehen, dass wir.

Und den Stecker festhalten.

Ja, das ist anders wahrscheinlich, weil das viele gewohnt sind beim Tanken, dass sie den Rüssel festhalten müssen, wenn sie tanken und so weiter. Das habe ich halt hier nicht. Und das ist das Missverständnis, in dem wir uns bewegen zwischen fossil und Energie, die für viele nicht greifbar und nicht spürbar ist.

Das muss man eben einfach verstehen, dass so viele Zusammenhänge komplett anders sind, so viele Theorien, die im Geist, die rumgeistern, ja komplett anders sind als in der Realität. Das müssen wir verstehen. Und den Kraftstoff, den ich lade, den Liter Diesel, den ich in den Tank mache, block, blub, blub, blub, ist der weg.

Mein Akku ist aber nicht weg, mein Akku wird genutzt, es verbraucht sich nicht. Das Akku speichert den Strom, den ich vorher selbst erzeugt habe und die Erzeugung gibt es wieder, wieder, wieder, wieder, wieder. Und das Akku kann ich tausende Mal befüllen und beladen und danach kommt es ins Second Life und danach eventuell ins Recycling mit einer Quote von 90 Prozent plus.

Wie viele Liter Kraftstoff sind einfach weg? Eben, genau. So, und das ist nochmal so der Unterschied. Das müssen wir einfach verstehen. Und ich bin froh, dass es immer sind.

Also bei den Leuten ist da ein großes Missverständnis als da. Und da mache ich gar keinen Vorwurf. Wir sind ja geprägt von einem Jahrhundert Verbrenner. Das Auto, wir ersetzen hier nicht einfach ein Auto durch ein anderes. Wir ersetzen ein System. Das Auto ist Teil des Energiesystems. Und in dem Sinne ist es mehr wie bisher.

Bisher haben wir monodirektionalen Energie ins Fahrzeug reingetan und weg damit. Und jetzt ist es ein komplett anderes. Ja, wir fahren immer noch damit rum. Es hat immer noch vier Räder. Wir kommen immer noch von A nach B damit. Aber es ist nicht mehr vergleichbar mit dem, was wir vorher hatten. Und ich mache dann gerne einen Vergleich mit der Pferdekutsche.

Die Pferdekutsche hat auch von A nach B transportiert. Und da hat man treu reingefüllt in das Pferd und das kam hinten auch wieder raus und hat mindestens genauso gestunken wie der Diesel. Okay. Anderes System. Nicht mehr das gleiche. And we hadten damals das Problem, also we, we were not dabei. But damals war genau das Problem, dass die Fuhrhalter, die Pferdezüchter und diejenigen, die Pferde sich um die Pferde gekümmert haben, total opponent, weil sie macht unser Geschäft kaputt.

And they were genauso, neben dem hat sich damals ein riesiges Problem gelöst gehabt, weil der Pferdemist in den Städten war wirklich nicht schön. Und da gab es ganz viel davon. Und das ist ins Wasser und das war recht grusig, muss man dazu sagen. Und genauso wie es damals sehr schwierig war, ist es heute schwierig, einfach weil sich das Denken ändern muss.

Aber wir müssen ja nicht umsetzen. Genau, aber wir wissen alleine. Aber wir können es nicht aufhaltbar. Aber zu wehren macht im Prinzip auch kein Mist. Denn es wird ja immer auch mit zweierlei Maß gemessen, ja. Und dann sage ich immer, Leute, der Drops ist gelutscht, der Markt hat entschieden. Und der Markt ist nicht die Schweiz und Österreich und Deutschland.

Das ist ein kleiner, zu vernachlässigender Markt, so kann man sagen. Denn der größte Teil der deutschen Autoproduktion, auch der europäischen Autoproduktion, das sind Exporte. So, ich kann nur das exportieren sozusagen, was in anderen Ländern gefragt ist. Und der Verbrenner ist halt nicht mehr gefragt.

Selbst das, was man dort abliefert, das ist nicht mehr gefragt. Und mittlerweile kann man klar und deutlich sagen, als China als größter Markt, die haben das entschieden. Die sind der entsprechende Leitmarkt. So, und da ist selbst in der Fünfjahresplanung der Regierung dort, ist die E-Mobilität praktisch komplett durch.

Mittlerweile geht es um KI, um ganz andere Systeme. Also auch da wieder eine Systematik, das zusammenzubringen. Ja, und die Chinesen sagen jetzt nicht automatisch, unsere Autos sind schlecht. Also vom Prinzip her ja, weil sie analog sind, weil sie alt sind, weil sie nicht den Ansprüchen entspricht, sondern ja, das sind Fahrzeuge, die hat mein Opa gefahren.

Also junge Leute machen das gar nicht mehr. Ja, sondern die wollen Entertainment, die wollen KI, die wollen alles Mögliche im Fahrzeug haben, alles das, was wir heute nicht liefern können oder wollen oder nur eingeschränkt machen, auch noch für einen Preis X, den wir sozusagen nicht akzeptieren. Also nur mal ein Beispiel, überrascht viele Leute, wenn ich mir heute angucke von VW, ein ID3 in Deutschland gebaut und ein ID3 in technisch ähnlicher Form, wenn auch modular angepasst, aber vom Design mit allem genau das gleiche, ja, kostet in China die Hälfte zu dem europäischen Modell.

Dann heißt das schon, ja, warum kann man denn das chinesische Modell nicht nach Europa bringen? Theoretisch ja, technisch anpassen, dann kostet ein paar Euro mehr, wäre immer noch günstiger. Ja, aber was passiert dann hier mit den Arbeitsplätzen? Ja, und wenn man das eben einfach mal final betrachtet, ja, Arbeitskosten kann man sich darüber streiten, aber E-Mobilität heißt halt auch, ich brauche nicht 2000 Teile für den Motor, sondern nur noch 200.

Ich habe das Akku. Das Problem ist halt, die größte Wertstellung, der größte Faktor, die Batterie, kommt aus dem Ausland oder findet nur teilweise in Deutschland statt, weil die Zellen und so weiter, die ganze Problematik findet eben zum Beispiel im Ausland statt und wird hier mehr oder weniger importiert.

Das ist ein Faktor. Der Aufbau eines Fahrzeugs ist anders. Die Software kommt nicht von hier oder nur eingeschränkt, sondern wird zugekauft. Das spielt eine Rolle. Das heißt, wir haben viele Dinge einfach total verpennt. Dann gibt es diese analogen, sagen wir mal, Jäger oder wie man die auch mal nennen mag, die da auch daran festhalten wollen.

Das funktioniert einfach nicht mehr. Und es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Thema relevant ist, dass das Thema bleiben wird, dass das Thema nicht weggeht, dem müssen wir uns im Endeffekt stellen. So, und ich kann theoretisch sagen, okay, dann nimm dir ein Fahrzeug von BMW, VW und wie sie alle heißen.

Kannst du machen, ist nicht verboten. Du kannst auch heute einen Verbrenner dir nehmen, alles nicht verboten. Ja, aber alles hat entsprechend eine Konsequenz. Und wenn VW zum Beispiel sagt, eine Million Fahrzeuge verbauen wir weniger oder teilweise noch mehr, dann heißt ja nicht, dass der Markt weg ist.

Der hat sich nur verlagert zu anderen Modellen, zu anderen Herstellern und so weiter. Ja, und dann ist dann der Chinese und dann ist Tesla und und und und so weiter. So, was vorher VW-Fahrer waren, sind heute Tesla-Fahrer oder was VW-Fahrer waren, die fahren heute nach und nach dann chinesische Modelle und der Markt dreht und wandelt sich ohne Ende.

Ich kann das frei entscheiden, was ich möchte. Ja, und ich gucke mir dann vielleicht an, okay, will ich einen lokalen Hersteller unterstützen? Ist das mein Anspruch, ja oder nein? Oder nehme ich etwas, sagen wir, Innovativeres mit einem kleinen Risiko, sprich Chinese? Das ist so und das kann ich frei entscheiden, so wie ich im Supermarkt auch aussuchen kann, sozusagen nehme ich die Butter von Hersteller.

A, B oder C, ja, was im Prinzip meine eigene Entscheidung ist.

Die würden liebend gern bei einem deutschen Hersteller bleiben. Und die sagen sich entweder, ich kriege gar nicht das Modell, das ich brauche, weil mir die Hersteller sagen, nee, das brauchst du nicht. Doch, das will ich haben. Und ich meine ganz ehrlich, wie viele Charan, wie viele Turan-Familien müssen jetzt ihr Fahrzeug wechseln und sitzen da und sagen, was soll ich denn machen?

Ich muss den Hund reinkriegen, ich will die Familie reinkriegen. Die Kinder sind noch nicht aus dem Haus. Was soll ich denn jetzt bitteschön für ein Auto nehmen? Und gerade Kollegen von mir, genau das Problem. Leasing läuft aus. Was soll ich tun? Und sie haben kein Modell von einem deutschen Hersteller gefunden.

Jetzt wird es ein Chinese. Einfach auch. Ja, klar, man kann dann sagen, dann nehmen ein ID-Bus. Wenn man denn einen Bus fahren will und es ist halt trotzdem ein Bus.

Ja, aber ID-Bus kann man so ganz klipp und klar sagen. Das ist, sagen wir mal, ein nettes Fahrzeug. Ich drücke es mal einfach so aus und ich mein's nicht automatisch schlecht. Für das, was das Fahrzeug kann, für das, was das Fahrzeug darstellt, was es ist, ist es zu teuer, zu altbacken, zu schwerfällig.

Das kann man in dem Fall sozusagen vergessen. Da sind andere Chinesen, Koreaner und so weiter, die sind deutlich weiter, sind innovativer mit allem. Es passt einfach nicht. Das muss man klipp und klar sagen. Und selbst VW weiß es auch. Ja, wenn ich heute weiß, da wo das Fahrzeug gebaut wird in Hannover, habe ich eine Auslastung bei dem Modell noch von 60 Prozent.

Ob es einen Nachfolger geben wird, weiß man noch nicht. Wenn ja, wo wird er gebaut und und und. Also da ist ja auch sehr viel im Argen. Ich persönlich würde es so gesehen nicht mehr automatisch empfehlen. Ich kenne auch von meinen Kunden, auch meinen Gewerbekunden, die dann sagen, naja, ich hätte gern so eine Art Bully oder Transporter als solches, aber bitte kein ID-Bus, gefällt mir nicht, und und und, die Effizienz ist nicht gegeben und so weiter und so fort.

Wenn jemand das mag, das Modell mit allem wunderbar, mach es, kein Thema. Aber willst du was Zukunftsträchtiges, weil das Auto wird in drei Jahren so alt sein, dass im Endeffekt aus meiner Sicht, wo ich mir die Frage stelle, oh, du hast privat gekauft, du willst es verkaufen, das hat schon was irgendwie, als wenn du in 20 Jahren einen Verbrenner loswerden willst.

Also ich bin da, ich bin da immer wirklich hin und her gerissen und ich ärgere mich auch ungemein, weil natürlich die Nachfrage da ist, auch bei Kleinfahrzeugen rund 20.000 Euro, ja, dann kommt da irgendwas und eventuell und ja, dann guckt man sich das genau an, ja, das haben andere schon. Das, was dann irgendwann kommen soll, das haben andere schon.

Die sind da schon Tacken weiter, das ist von der Software schon anders, da ist die Akkutechnik eine andere, die Ladetechnik ist eine andere, das haben die alles schon. Und da frage ich mich dann immer, wer denkt sich das aus? Sind die Zyklen so lang, dass ich Sachen, die vor fünf Jahren relevant waren, die vor vier Jahren relevant waren, heute noch final in ein Projekt, in ein Produkt gebe, was es aber gar nicht mehr in der Form braucht.

Also es ist äußerst schwierig. Und die Chinesen, das sage ich ganz klipp und klar, das ist meine persönliche Beobachtung, die haben so viel Anlauf genommen, aber sowas von einem Anlauf haben die genommen. Ja, die haben es noch schwer, weil die müssen bekannt werden, aber wir sehen an den klassischen offiziellen Zulassungszahlen auf kleinem Niveau, aber alles fängt mal klein an.

Mittlerweile sind Zuwachsraten, die sind erheblich. Und das ist eine Gefahr für die etablierten Hersteller auf der einen Seite, auf der anderen Seite zeigt das aber eben auch, dass viele gar nicht mehr so dumm sind und die dann doch vergleichbar offen sind und sagen, okay, dann gucke ich mich halt mal im Markt um, was bieten die, was bieten andere?

Und wenn mir das gefällt, dann ist das kein Thema. Und ich sage das ja auch zum Beispiel bei meinem Volvo, das ist eigentlich, sag ich mal dazu, das ist ein schwedischer Chinese. Also der wurde in Schweden wurde der Design, der EX30, der wurde in China gebaut, kommt hier nach Europa. Ich fahre den mittlerweile jetzt gut zweieinhalb Jahre.

Ich bin damit sehr happy, sehr glücklich, kein Thema, kein Problem. Qualitativ sehr hochwertig, es gab nie ein Problem, nichts, gar nichts. Also man kümmert sich und und und. Also für mich gibt es keinen Unterschied, keinen wirklich gefühlten in irgendeiner Form Unterschied zu irgendeinem Modell, was dann irgendwie aus Hannover, München oder aus Stuttgart kommt.

Das sind eben genau diese Themen. Und ein Beispiel noch, das hatte ich noch gelesen die Tage, der CLA von Mercedes, eigentlich das Top-Modell. Zulassungszahl für das Modell im Juni, schätze mal, wie viel hat man im Juni davon verkauft?

Oh, ganz schlecht im Schätzen in sowas.

Null.

Nicht viel.

Null. Null. Also im Juni von diesem Modell null. Davor waren es noch 300 irgendwas Modelle in einem Monat von dem Top-Modell im Juni null. Die Juli-Zahl liegt mir noch nicht vor. Aber das zeigt doch im Endeffekt, wir sprechen dann hier von Premium. Mag ja alles sein. Und Premium, wie definiere ich Premium?

So, und wenn ich dann ein Modell habe, was Premium-Made in Germany ist, und ich vergleiche das mit einem chinesischen Modell, was mehr oder weniger fast das gleiche kann, nur ein anderer Name steht dran, das Design ist ein anderes und das technisch mit einem Drummod sogar noch besser kann und das zu der Hälfte des Preises, ja, ich kann dann immer noch sagen, ich nehme das deutsche Premium-Modell.

Oder ich schärfe mal meinen Blick auf all das, was da ist. Das heißt, wenn ich einen Premium-Anspruch habe, dann muss ich auch mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und besser liefern können. Die Frage ist, kann ich das noch oder nicht? Und wenn ich mir das heute angucke, und ich habe es mir letztens angeguckt bei Audi und so weiter, es ist erschreckend.

Es ist wirklich erschreckend, was die für den Preis X liefern, was die da anbieten. Das ist wirklich erschreckend.

Und ich finde, noch dramatischer ist, wenn man dann diese zurückgehenden Verkaufszahlen als Beweis dafür nimmt, dass Elektromobilität nicht funktioniert und dass man wieder auf die Brenner Verbrenner zurückgehen muss. Ja, stimmt aber nicht. Leute, wer bei euch hat das entschieden? Also ich meine, da sitzen alle ringsrum und sagen, Leute, habt ihr es nicht kapiert?

Ihr seid A zu teuer, ihr seid B zu schlecht in der Software, ihr seid außerdem in der Verarbeitung lange nicht mehr auf dem Stand, den ihr mal wart. Und wenn ihr dann nichts verkauft, sagt ihr, die Elektromobilität ist schuld. Das ist sie nicht, weil überall anders wird es verkauft und es funktioniert.

Und eben, ich habe es vorhin gesagt, es gibt so viele Leute, die, die jetzt nicht gerne auf einen Chinesen wechseln. Denen sich die Nackenhaare hochsträuben. Und ich weiß einige, die sagen, die Chinese ist immer noch besser wie Tesla. So vom Gefühl her. Aber die einfach sagen, ich habe keine andere Wahl.

Ich muss ein Auto haben.

Ja, aber wenn du dir Tesla anguckst, wer war, wer ist jetzt in Folge wieder Marktführer in China bei Elektrofahrzeugen? Es ist Tesla. Ja, immer noch und oder wieder mal und so weiter. Also man wechselt sich da mit BYD im Endeffekt halt an. Aber ich sag mal so, wir müssen mal ein Schrittchen mal weiterdenken.

Das sind dann solche Faktoren, wir haben vorhin gesprochen vom Energieverstehen, Verteilen und so weiter. So, und dann muss man sich aber mal angucken, was liefern denn andere Hersteller? Ja, jeder liefert ein Fahrzeug mit Elektro und dann soll auch überall dann und dann soll Bidirektionalität kommen und ja, das wird eine EU-Pflicht werden und so weiter und so fort.

Wer braucht es? Die meisten verstehen ja noch nicht mal Bidirektionalität, aber wenn man sich dann die Akkutechnik anguckt, ja, also wenn ich mir einen Blade-Akku angucke von BYD und wenn ich mir einen Akku angucke von VW auf der MEB oder MEB Plus-Plattform, also der Unterschied zehn Jahre und mehr, der könnte nicht größer sein.

Ja, und wenn wir von solchen Szenarien sprechen, das funktioniert nicht gigantisch. Ja, eben, genau. Ja, und das sind eben so solche Punkte. Und dann gibt es zum Beispiel dann deutsche Hersteller für Bidirektionalität, schränken die die Garantie ein. Ja, und dann gleichzeitig kommt in einem Atemzug kommt vom BYD bei uns ohne Begrenzung.

Das heißt quasi, man muss es begreifen, man muss es verstehen, nur weil der eine das schlecht macht oder mit veralterter Technik arbeitet, ist ja das ganze System insgesamt nicht schlecht. Ja, und nochmal, nur weil ein deutscher Hersteller das schlecht macht oder nicht auf der Höhe der Zeit ist, ist ja das ganze Thema nicht schlecht.

Das muss man ja verstehen.

Das geht in dieselbe Ding rein, wo ich sage, wer hat euch geritten, für eine Sitzheizung ein Abo abschließen zu müssen? Und in der größten Boden war wirklich von mir ein Porsche Fahrer gesagt, ein Taikan-Fahrer, der eine Viertelmillion ausgegeben hat für sein Fahrzeug, dass er nach zwei Jahren ein Abo lösen muss, um den Ladestand seines Fahrzeugs auf dem Handy ablesen zu können.

Genau.

Leute, geht's euch so dreckig, dass ihr nach einer Viertelmillion, die ihr eingassiert habt, hinterher noch, keine Ahnung, 40 Franken im Monat verlangen müsst für einen Service und an dem, dann kommen die Chinesen um die Ecke und sagen, was? Ja, wir haben eine Drohne ins Auto eingebaut, damit du einfach mal schauen kannst, was vorne los ist.

Ja, da muss man den Kopf schütteln.

Ja, ja. Das sind genau diese Themen. Also das ist schon.

Du hast so eine schöne Sommerserie gemacht auf LinkedIn. Übrigens, wer da auch mal schaut, Energiefer ist dein Label, oder? Wo du da auf LinkedIn sehr stark hast.

Ja, unter meinem privaten Namen. Also ich habe das über meinen privaten Account gemacht, der aber auch mein beruflicher Account ist. Ja, da habe ich eine Sommerserie gemacht. Also 100 Mythen den ganzen Sommer. Das geht noch so bis Mitte September. Jeden Tag morgens um halb neun haue ich da eins raus und rege dann zur Diskussion an, habe auch Meinung und Haltung und da ist ordentlich was los.

Also ich habe es in der Form auch wirklich nicht erwartet, dass das so viel Zuspruch hat, so viel Diskussionen auslöst, dass sich so die Spreu vom Weizen auch trennt, muss man klar und deutlich sagen. Aber wahnsinnig viel Zustimmung auch da ist, weil ich eben auch den Finger mir erlaube, in die Wunde zu legen, weil das einfach dazugehört.

Und dann kommen halt ganz normale Dinge irgendwie, so nach dem Motto, was ist denn jetzt mit dem Diesel und was ist denn jetzt mit dem Kobalt und die Armenkinder in Afrika und was ist denn mit der Reichweite und angeblich keine Ladestation und so, eigentlich eher so die üblichen Sachen, manchmal was Exotisches dazwischen.

Und das hat schon reingehauen ohne Ende. Und eigentlich persönlich freue ich mich immer so allerspätestens, jeden Tag mittags, gucke ich danach, was gibt es schon für erste Reaktionen, mische mich dann auch ein, reagiere auch mit. Ja, war mir einfach irgendwie so ein Bedürfnis. Ich hatte irgendwie so eine dämliche Diskussion, muss ich sagen.

Und dann habe ich gesagt, ja, das musst du machen. Sommerloch, wie das übliche halt, viele in Ferien haben dann auch mehr Zeit, setzen sich damit auseinander. Ich mache das jetzt mal. Ja, und jetzt läuft es halt bis zum 20. September, dann sind es 100 entsprechende Mythen. Und ich habe mir schon vorgenommen, nächstes Jahr mache ich es nochmal genauso, ja.

Also ich versuche ja auch immer so ein bisschen die Mythen mal zu entmythizieren und uns mal die wichtigsten aufzuzählen. Und klar, in so einem Podcast schaffe ich es beim besten Willen nicht, 100 Stück am Stück zu bringen. Und das wird ja auch eine ziemlich lange Serie werden. Aber du hast geschafft, 100 Stück.

Also ich meine, das ist schon mal Hut ab. 100 Stück müssen wir auch mal zusammentragen. Aber was sind so die Top 3? Die Top 3, die bis jetzt erschienen sind, wo du sagst, da habe ich die meisten Reaktionen gehabt.

Also wir haben zu wenig Strom, dann Kobalt und Akku, also Akkutechnik, Kobalt, Lithium und so weiter, also was Rohstoffe angeht, zu wenig Reichweite sind die Top 3. Also das sind so die Top 3, dann kommen noch so andere Sachen, ja, Fahrzeuge mit Anhänger und das geht ja nicht und wir haben zu wenig Ladestationen, so das, also im Prinzip so die üblichen Sachen, ja.

Dann ging es um Recyclingfähigkeit, was wir schon mal gerade eben als Thema kurz hatten. Also querbeet. Also ich nehme mir nicht nur diese Standard, die üblichen Standardprozedris, sondern so richtig aus der Praxis heraus, wie das funktioniert, dass ja angeblich das Laden so lange dauert und so weiter.

Und dann schaue ich mir halt immer an, so jeden Tag mittlerweile in Deutschland zwischen 11 und 12 Uhr an der Tankstelle, wenn sie dann in Fünferreihen zehn Fahrzeuge hintereinander stehen und eine halbe Stunde, um noch den günstigen Spritpreis vor der Erhöhung um 12 Uhr zu kriegen. Also mein Ladevorgang ist da unkomplizierter und geht auch deutlich schneller, muss man an der Stelle sagen.

Solche funktional, also im Prinzip komplett eigentlich jeden Tag anders. Ja, also sagen wir mal, man muss schon ein bisschen irre sein. Man muss ein bisschen irre sein, bin ich gerne und dann gehört das auch einfach mit dazu, ja.

Gerade bezüglich Reichweite fällt mir jetzt gerade noch einfach noch einer ein, dass es, nachdem die Elektroautos jetzt durch sind in China und die Lastwagen, die 40 Tönner jetzt mittlerweile auch einfach das Thema praktisch abgehakt ist, ist jetzt das aktuelle Thema in China und ich glaube, wenn wir da drüber reden, jetzt ist es wahrscheinlich auch schon fast wieder durch, sind Schiffe, die jetzt da elektrifiziert werden, wo halt auch massiv vorwärts geht.

Und da übrigens ein kleiner Shoutout, wer sich da auch mal dafür interessiert, der Partner-Podcaster, der EmoVotion, der ist da absolut zu empfehlen, da mal reinzuhören. Da geht es auch sehr oft um das Thema Schiffe. Und jetzt kommen dann die Flugzeuge. Und das ist auch so ein Ding, wo alle sagen, das geht nicht.

Und klar, Flugzeuge, Herausforderungen, die werden nicht leichter und die sind heute so gebaut, dass sie leichter sind beim Landen wie beim Starten, weil natürlich weniger Sprit drin ist und die Batterie verliert nichts, nur weil sie leer wird. Aber auch da sind die Chinesen ganz einfach dran und da lassen wir uns wahrscheinlich schon wieder irgendwo abhängen.

Einfach, weil wir irgendwie vielleicht sagen, ach, das geht nicht. Und Elektromobilitär kommt ja eh nicht.

Also das, ja, mit den Schiffen wird das Thema sein, aber ich verbinde das immer gerne mittlerweile, weil es ja ein Riesenthema ist, einfach in Verbindung mit KI. Das heißt, wie können wir optimieren? Und es geht einfach nur darum, wie optimiere ich das Ganze noch? Ja, das heißt sozusagen, wie effizient mache ich etwas?

Ja, wo ist die Effizienz, die Effizienzstelle, wo kann ich die Effizienz sozusagen noch verbessern? So, und dann brauchen wir einfach nur, weil du hast das gesagt, das ist egal, ob bei Schiffen, bei Flugzeugen oder auch beim Fahrzeug, ja, ich habe ein Chassis, ich habe Akkuzellen und so weiter. Wie viel Energiedichte passt da rein?

Wie viel Strom passt praktisch auf eine Fläche in eine Zelle und so weiter? So, und wenn ich mir einfach angucke, was in den letzten zehn Jahren passiert ist, ja, das heißt quasi auch von der Akkutechnik, dass die Akkus eigentlich gefühlt kleiner werden, die Energiedichte aber so groß ist, dass ich das, was vorher in eine Größe gepasst habe, mehr oder wie eine zwei, drei, fünfmal reinpacken kann.

Das ist im Prinzip eigentlich die Vorlage auch für Flugzeuge, für Schiffe und so weiter. Das heißt quasi, ja, ich habe das entstand.

Wo es vor ein paar Jahren hieß, es sei technisch gar nicht möglich.

Ja, aber gucke ich mir in Deutschland zum Beispiel an, das Thema Schiffe, Binnenschiffe, Binnen-Ausflugschiffe, nach und nach, die werden alle elektrifiziert. Ja, warum? Weil es funktioniert. Und vor zehn Jahren hieß es noch um Himmels Willen, das geht ja niemals und so weiter und Akku und so weiter.

Mittlerweile ist das normal. Und warum soll diese Normalität nicht auch in Flugzeuge kommen? Ja, dann werden es kleine Flugzeuge sein. Ja, dann sprechen wir von kleinen Einheiten, von 100.000, 200 Kilometer Strecke und so weiter. Aber warum können wir das System nicht einfach mal spinnen? Und ich drück es mal so aus, ein bisschen irre müssen wir ja schon sein, zu sagen, ja, dann wird der Mittelklasse-Jet mit 100 Passagieren irgendwann seine 500, 700.000 Kilometer haben und wird voll elektrisch fahren.

Warum nicht? Ja, und das, also ich schließe es nicht aus, ja, es wird dauern und in kleinem Format geht das schon, die Tests gibt es. Kleine Flugzeuge, selbst mit acht Sitzern, die 200 Kilometer fliegen können, das gibt es heute schon. Ja, und warum geht die Entwicklung nicht weiter? Weil sich manche das nicht vorstellen wollen oder können.

Ja, und ich sage, Leute, seid irre. Und ich sage auch immer, immer sage ich, Leute, fangt an, querzudenken. Nicht geradeaus, nicht nach hinten, sondern denkt quer. Denkt auch mal an das Unmögliche, weil so viel, was angeblich nicht ging, ist gegangen. Und das Querdenken, das ist das, was im Prinzip uns heute eigentlich auch hilft und eigentlich auch Innovation vorantreibt.

Da fällt mir noch ein Zitat an und mit dem möchte ich dann auch quasi schließen. Sind wir schon fertig? Ja, wir sind schon durch. Es ist unglaublich schnell vorbeigegangen, die Stunde. Ich hoffe, das geht in den Zuhörenden genauso. Und das Zitat kennen wahrscheinlich alle. Sie haben alle gesagt, es geht nicht.

Bis einer kam, der es nicht wusste, der hat es einfach gemacht.

unknown Ja.

Harald, ganz herzlichen Dank, dass du da warst heute. Es ist eine unheimlich kurzweilige Folge gewesen. Es hat mir wahnsinnigen Spaß gemacht. Ich hoffe, dass du nicht mehr so gut.

Aber du weißt, wir könnten noch 10, 20, 30 dieser Postcard machen, wir werden immer noch nicht fertig. Nein, nein, nein.

Das ist auch das Thema, weshalb ich immer noch dran bin. Ich habe irgendwann mal gedacht, das Thema wird irgendwann mal durch sein. Und was mache ich dann für ein Podcast-Thema? Es bleibt spannend und ich kann euch sagen, es kommen noch ganz viele andere Gäste. Auf meiner Pipeline kommt ganz viel kommt.

Und an der Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle, die regelmäßig zuhören. Ihr habt es wirklich geschafft nach dem Drop im Februar, wo das Format sich geändert hat. Wieder, ich bin nahe an den 1000 Zuhörern pro Folge. Und ich weiß, ganz viele Podcaster gehen nicht raus mit ihren Zahlen. Ich mache es trotzdem.

Es ist unglaublich. Danke vielmals für alle, die zuhören, die regelmäßig zuhören. Danke für alle, die mir ab und zu mal was in die Kaffeekasse werfen. Auch da ganz herzlichen Dank dafür. Das ist so ein bisschen die Technik und die Lizenzen und so weiter, kann ich damit da ein bisschen abdecken. Und nein, ich werde nicht reich damit, nur falls irgendjemand da das Gefühl hat.

Ganz, ganz wichtig, hey, gebt mir weiterhin die guten Bewertungen auf den verschiedenen Plattformen, auf Apple Podcasts, auf Spotify. Schreibt mir, wenn euch irgendwas gefallen hat, schreibt mir, wenn euch irgendwas nicht gefallen hat. Auch da natürlich sehr gerne. Und wenn ihr Harald schreiben wollt, alle Kontakte findet ihr auf www.wwwwww.

Da ist alles drauf, inklusive einem Forum für Fragen und für Diskussionen. Wer da mitmachen will, ist herzlich eingeladen. Harald, ich habe so das Gefühl, dass wir uns nicht das letzte Mal in dieser Runde gesehen haben. Würde mir unheimlich Spaß machen, dich wieder mal einzuladen. Machen wir es. Ganz herzlichen Dank.

Und bleib stabil bis nächsten Donnerstag.

unknown Tschüss.

Tschüss zusammen.

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