Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast

433 Italo-Sommer: Torso (1973)

Freitag, 3. Juli 2026 · 2 h 01

MP3

Shownotes

433 Italo-Sommer: Torso (1973)

Für unseren Auftakt in den italienischen Sommer bei Devils & Demons haben wir uns mit Sergio Martino's Hybrid aus Giallo und Proto-Slasher Torso beschäftigt. Wir analysieren wie erotisch der Film ist, ob es irgendwann auch zu viele Red Herrings in einem Film geben kann, warum ein Mordzeuge am liebsten unter Brücken kackt und wie es um die eigenen Italien-Erfahrungen steht. Kommt mit uns auf die Reise nach Bella Italia!

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10.07. Folge 434 Absurd (1981)
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Besetzung: Chris, André, Laura
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Moin moin und ciao a tutti hier bei Devils and Demons. Ich bin der Chris und bei mir sind meine, ja wie nennen wir sie, Freunde auf Italienisch. Ich habe irgendwie diese letzten vier Tage, also wir nehmen heute am 30. Juni auf, die letzten vier Tage haben mein Brain so gemeldet, dass es einfach komplett leer ist.

Amici oder so? Wie? Amici? Keine Ahnung. Auf Latein heißt es, glaube ich, Amiga-Freundin. Ah ja, oder ich nenne euch Mario & Luigi. Oder Mario & Luigi, ja. André ist da und Laura ist da. Hallo. Bonjour. Und wir befinden uns, heute ist der Auftakt zum italienischen Sommer hier bei Devils & Demons, lange angekündigt. Wir werden euch sieben Wochen lang belästigen mit italienischen Genre-Perlen.

Und es wurde schon scherzhafterweise auf unsere letzte Roundup-Episode eingegangen, als André und ich meinten so, ja, wir haben hier das italienische Genre, Kino weit und breit abgebildet und unser lieber Hörer Matthias dann ein Miemen gebastelt hat. Gut abgebildet. Slasher und Giallo. Wer gibt es aus Italien noch nicht, oder? Als ob es nichts anderes geben würde.

Aber ja, das ist, was soll ich sagen, es ist dasselbe wie immer, nur unter einer anderen Nationalflagge, würde ich sagen, André. Ja, also ich meine, du hast ja schon Sachen rausgepickt, A, die schon stellvertretend gut sind, aber auch B, hast du ja auch spezifisch Sachen rausgesucht, die jetzt nicht trotzdem die absoluten Standards sind, die man immer rausholt, wenn es um Italien geht.

Von daher finde ich die Mischung eigentlich ganz gut. Aber ja, sicherlich hätte man auch noch hier und da in andere Subgenres reingekonnt, aber ich finde die Auswahl eigentlich sehr schön. Habt ihr euch denn irgendwie vorbereitet? Also ich habe mir so ein bisschen. Natürlich noch ein bisschen früher wie in den 90er Jahren, als wir immer über einen Brenner nach Italien gefahren sind, ein bisschen Eros Ramazzotti habe ich gepumpt, aber es gibt ja auch diese deutsche Band, Roy Bianco und die Abrundzati-Boys.

Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Die sind so, wie nennt man das, so Italo-Schlager oder Italo-Disco-Schlager. Satirischer Italo-Schlager. Finde ich auch ganz charmant. Und natürlich, Laura, die Temperaturen der letzten Tage, die waren, ich glaube, da träumen die Italiener von, von solchen Temperaturen.

Oder beziehungsweise, die können da gar nicht mithalten, da wir hier teilweise die 40-Grad-Marke geknackt haben. Und ich muss sagen, es war unerträglich. Und ich hab Torso, also den Film, den wir heute besprechen, den hab ich richtig gefühlt. Weil die Temperatur auch so, das muss, also ich hab, es war wie so 4D-Kino, hab ich das Gefühl gehabt, als ich den geguckt hab und wirklich die Sonne gebrutzelt hat und es war warm, schwül und dazu ein, na gut, ich hab jetzt keinen Aperol Spritz getrunken, aber dazu so Getränk mit 700 Eiswürfeln drin, also das war schon ein perfekter Einstieg.

Laura, wie hast du dich vorbereitet? Hast du das auch gefühlt so? Aufgrund der Wetterbedingungen auf jeden Fall, weil ich glaube, bis letzte Woche war mir noch nie so heiß wie in meinem Rom-Urlaub. Da hatten wir nämlich ein Airbnb ganz in der Nähe vom Vatikan und mussten immer 500 Stufen raufgehen, um da hinzukommen.

Und da waren es glaube ich auch so 36, 37 Grad. Aber ja, diese Woche, nee, letzte Woche in der Dachgeschosswohnung habe ich mich da sehr zurückversetzt gefühlt, als ich dann Tor so geschaut habe. Oh Gott, also ich bin ja froh, dass wir heute überhaupt, also wenn es so warm gewesen wäre heute noch wie Samstag, Sonntag und teilweise auch gestern, dann muss ich ganz ehrlich sagen, dann hätte ich die Aufnahme verschoben.

Also das wäre unmöglich gewesen. Da hätte ich auch ehrlich gesagt sogar Angst ein bisschen um die Technik gehabt. Also ich habe jetzt schon ein paar Sachen gehört von Leuten, bei denen so Sammelfiguren, André, geschmolzen sind in Regalen und Schallplatten. Ja, wie den Vinyl, das habe ich auch gelesen, dass man aufpassen soll, ob man gewisse Gradzahl in der Wohnung oder man können die Vinyls schmilzen.

Das war schon ein bisschen seltsam. Naja, wie dem auch sei, also wir reden heute über Torso. So ist der gängige Titel aus dem Jahre 1973 in Deutschland. Trägt er den, wie ich finde, eigentlich recht schönen Titel, Laura, Die Säge des Teufels? Ja, ja. Kann man machen, ne? Kann man machen, auch wenn ich den Bezug jetzt nur so halb sehe im Film.

Also dieselben ja, aber der Teufel, da denke ich irgendwie immer direkt eher so an was Übernatürliches und in die Richtung geht es ja weniger. Das stimmt. Ich fand die Entstehungsgeschichte des italienischen Titels auch interessant. Der Film heißt ja auf Italienisch I Corpi presentano tracce di violenza canale.

Und das heißt übersetzt die Körper weisen Spuren von sexueller Gewalt auf. Und eigentlich sollte laut Sergio Martino der Titel heißen, die Körper weisen keine Spuren von sexueller Gewalt auf. Aber die Produzenten haben gesagt, nee, streich mal das keine. Ist viel besser, wenn die Körper Spuren von sexueller Gewalt aufweisen im Titel.

Das passt doch auch gar nicht. Also so ist ja falsch. Ja. Ja, ist ein kompletter Betrug eigentlich. Ja. Ist so ein bisschen seltsam. Ragebait. Ja, genau, ist eigentlich Ragebait. Ja, ist auch nicht das einzige Mal, dass Martino da reingeredet haben. Also quasi sämtlicher Sleaze im Film und auch sämtliche Gewalt im Film ist eigentlich Wunsch der Produzenten gewesen und nicht von Martino. Aber da komme ich später noch drauf zu. Er hat sich da quasi...

Ich sag mal so, der Martino-Film in Torso, das sind die letzten 40 Minuten. Und die ersten 60 Minuten, das ist das, was die Produzenten wollten sozusagen. Der Film stammt, wie gesagt, aus dem Jahre 1973 und hatte in Italien seine Erstaufführung am 4. Januar 1973. Und ist in Deutschland erst 1982 erschienen. Und zwar direkt im Videoverleih, aber auch da bereits in einer geschnittenen Fassung.

Was es da genau mit auf sich hat dazu gleich mehr, der Film hat auf Letterboxd eine Durchschnittswerte von 3,4 von 5 und auf der IMDb eine 6,5 von 10 wie viel der Film gekostet hat, weiß man tatsächlich nicht so genau, auch nicht wie viel er eingespielt hat, aber er war wohl einer der, international gewinnbringendsten italienischen Titel, also man konnte den ziemlich gut vermarkten, auch aufgrund der Produzenten, die das eben gut beherrschten und der Film hatte ein wenig das Glück, dass in den USA quasi zeitgleich, beziehungsweise kurz danach, die ersten richtigen Slasher rauskamen mit Black Christmas und Texas Chainsaw Massacre und so sorgte man dafür, oder die Produzenten sorgten dafür, dass in den USA Double Features gezeigt

wurden mit Torso und Texas Chainsaw Massacre zum Beispiel und dadurch hat der Film dann relativ große Aufmerksamkeit und Reichweite und auch Beliebtheit bekommen. Fand ich ganz interessant. Wenn ihr den Film sehen wollt, gibt es tatsächlich sehr viele Möglichkeiten, Die günstigste Variante wäre, glaube ich, auf TubiTV den Film zu streamen.

Es gibt aber auch wirklich tolle Disks, das können wir hier an der Stelle auch mal hervorheben. Es gibt eine tolle Blu-ray von Shameless aus UK, es gibt eine UHD von Arrow Video und es gibt auch in Deutschland seit ein paar Monaten eine UHD von Wicked Vision, die richtig, richtig, richtig gut ist. Der hat auch eine komplette, da wurden auch die, die, wie sagt man, die Dialoge nochmal nachsynchronisiert, die vorher nicht vorlagen in deutscher Sprache.

Klingt alles richtig gut und ist ein Tip-Top-Bildtransfer. Also wer da eine Filmsammlung hat, unbedingt zuschlagen. Die ist echt super, viele Extras bei, dickes Booklet bei und wie gesagt, Bildqualität, wie auch bei Arrow, absolut super. Läuft 93 Minuten der Film. Und ja, der Film war in Deutschland dann, André, von 1983 bis 2019 indiziert.

Und zwar auf Antrag des Jugendamtes Bergkamen, die sich beschwert haben über die Darstellung der Frauen als reine Lustobjekte im Film. Und das in Kombination mit den brutalen Morden sei absolut frauendiskriminierend gewesen. Und die Prüfstelle folgte diesem Antrag und indizierte den Film dann. Und der Film wurde sogar im Jahr 2008 nochmal Folge indiziert, bis 2019 und seitdem hat er eine FSK 18.

Kannst du die Einschätzung von damals nachvollziehen und kannst du die Einschätzung nachvollziehen, dass der Film heute nicht mehr indiziert ist? Also von damals, ja, auf jeden Fall. Ich kann ja schon froh sein, dass das Jugendamt Bergkamen nicht noch 30 andere Slasher gesehen hat, weil dann wären die alle weg gewesen. Also das ist ja nochmal, wirklich das Totschlagargument eigentlich.

Unter dem heutigen Aspekt kannst du sicherlich wieder, also ich kenne natürlich die Argumentation jetzt nicht der Aufhebung, aber du kannst natürlich wahrscheinlich mit den Sehgewohnheiten natürlich ankommen, der FSK, du kannst mit den Tropes ankommen, des Genres, die quasi in dem Film ja selbst erfüllen sind, auch wenn er es damals natürlich neu gemacht hat, oder noch einer der ersten war in dem Segment.

Aber im Grunde, die Darstellung bleibt ja trotzdem erhalten. Ich meine, Nerviske 18 ist doch nachher für gerechtfertigt. Rein von der Gewaltdarstellung, sprechen wir heute drüber, ist das ja eh nicht mehr doll. Also ich glaube, rein von der Gewaltdarstellung hätte sie vielleicht sogar tatsächlich freigeben können.

Aber ich finde, aufgrund dann wiederum der sexuellen Thematik da drin, ist dann die 18 noch gerechtfertigt. Das ist, glaube ich, aus heutigem Blick okay. Aber die reine Darstellung, die sie damals angekreidet haben, die hast du ja heute genauso noch. Also das hat sich ja nicht verändert. Ich möchte dazu sagen, dass ich den Film, Also ich sehe das, Frauen als reine Lustobjekte auf jeden Fall.

Hat mich auch stellenweise echt ein bisschen angewidert. Aber ich finde den Film auch sehr männerdiskriminierend, weil es gibt hier keinen einzigen Mann, der nicht irgendwie ein richtig ekliges... Ja, das stimmt. Ja gut, doch einen. Einen. Aber grundsätzlich sind die Männer hier alle richtig lüsternde, fiese...

Shady Leute. Also finde ich auch sehr männerdiskriminierend. Als Mann würde ich mich da auch nicht gut repräsentiert fühlen. Es gibt ja diese eine Szene da auf dem Marktplatz dort in diesem Örtchen, in dem die zweite Hälfte des Films spielt und. Die eine, das ist eine schwarze Mädchen oder junge Frau, da so ein bisschen nasiv dort auf diesem Traktor sitzt und alle Männer drumherum wirklich, du siehst, das sieht man jetzt explizit nicht, aber du fühlst es förmlich, wie denen richtig so dieses Sabbe aus dem Mund läuft und wie denen die Augen aus dem Gesicht fallen, weil sie da mal irgendwie da so eine freizügige junge Frau da irgendwie sehen, die dann auch noch schwarze Haut hat.

Das ist wie bei der Kojote bei den Eckney-Comics. Ja, das ist schon, schon, schon. Und davon gibt es ja tatsächlich mehrere Szenen. Am Anfang ja auch der Straßenhändler dort. Ja, oder die Männer auch wieder auf dem Marktplatz, die dann sagen, die sagen nicht, das sind vier Frauen, die sagen, das sind acht Beine und vier süße Zuckerärsche oder so. Oh mein Gott, ey.

Ich finde es auch diese, schon mal vorweggenommen, diese Typen, die sind halt auch so geil, weil das sind ja auch so richtige Feiglinge. Die ziehen lieber durch den Ort unten, anstatt, also die tun so, als wären das so richtige Angebertypen, aber die trauen sich halt ja nicht mal, die Frauen anzusprechen.

Die lästern lieber über die ab und tun so, ah, das ist ja eh nur alles Uhren oder sowas, mit dem brauchen wir nichts anfangen und ziehen dann einfach betrunken durch die Stadt, die gehen mehrfach durch die Stadt, anstatt mal zu sagen so, wenn sie sagen, ja, morgen krallen wir uns die, Die machen sie ja gar nicht im ganzen Film, passiert ja gar nicht mehr.

War schon irgendwie auch ein bisschen charmant auf gewisse Art und Weise so, wie der Film. Fast schon ja ein bisschen ambivalent, ein bisschen damit dann umgeht an sich. Ja, weil so weit würde ich nicht gehen, weil im Umkehrschluss sind, finde ich, die Frauen jetzt nicht so krass sexuell selbstbestimmt in dem Film, dass ich sagen würde, dass da eine Message irgendwie, eine versteckte Message hinter steckt und ich schon den Eindruck habe, dass viel, was man hier an Erotik oder an Sexszenen sieht, dass es halt ganz klar einfach so Male Gaze ist und nichts mit den Frauen an sich zu tun hat oder mit deren Personas.

Deswegen hat mich schon ein bisschen genervt, muss ich sagen. Ja, kann ich nirgeln ziehen. Werden wir bestimmt doch das eine oder andere Mal heute drüber reden. Es gibt ein paar Schnittfassungen zum Film. In dem Fall empfehle ich tatsächlich einfach, weil es zu viele sind. Schaut einfach mal bei Schnittberichte.com vorbei. Da sind die noch mal aufgeführt.

Aber wenn ihr den Film jetzt in irgendeiner aktuellen Edition kauft, sei es bei Shameless, sei es bei Arrow, sei es bei Wicked Vision, das sind die ungeschnittenen Versionen drauf, da braucht ihr euch dann nicht weiter mit der Thematik beschäftigen. Die Zeiten sind zum Glück in dem Fall vorbei. als Content-Note habe ich mir aufgeschrieben.

Ich wusste jetzt nicht genau, wie ich es formulieren soll, aber es gibt halt, an mindestens einer Stelle sexuelle Handlungen, die ohne Zustimmung, Konsens, Konsens vollzogen werden. Das wäre jetzt nicht das, was ich jetzt als sexueller Missbrauch oder so bezeichnen würde, sondern genau als das, wie ich es gerade beschrieben habe.

Meinst du das bei dieser Orgie, wo die einen da rum... Ja, genau. Das ist die Vorstufe, finde ich, zum, was vielleicht noch teilweise zum Zeitgeist passt, man muss ja auch immer einschätzen, wie das, wann das stattgefunden hat und wo vor allem, also da kommen wir ja wahrscheinlich auch nochmal drauf zu sprechen, dass es ja ein Film ist, der so diese Ausläufer der Hippie-Bewegung noch inkludiert, diese freie Liebe Dings da und jeder.

Poppt mit jedem rum, nenne ich es jetzt mal. Und das wird da noch so mit angedeutet. Aber aus heutiger Sicht würden wir natürlich sagen, dass es ein sexueller Übergriff ist, ganz klar. Also da brauchen wir nicht drüber diskutieren. Das sei einfach nur mal angemerkt an dieser Stelle. Bodycount haben wir von elf. Und jetzt kommen wir zu unserer neuen Paradedisziplin.

Denn es muss ja irgendwas Besonderes sein, wenn wir schon Sommerferien haben. Und deshalb habe ich mich orientiert an den früheren TV-Movie-Kriterien, falls ihr die noch kennt, die immer da so mit so kleinen Punkten, wie viel Anspruch hat der Film? Mit so Sternchen, oder? Allein das ist, genau, Sternchen war dann das insgesamt, glaube ich, ein grauen Sternchen, einen rosanen und einen roten für top gab's und dann gab's noch diese Unterkategorien so mit zwei, also mit ein, zwei und drei Punkten haben die das, glaube ich, immer so kleinen Kreisen dargestellt.

Ich fand's aber auch geil, wie früher wirklich da es den Punkt Erotik gab. Also auch generell einfach so. Das hat eine ganz andere Relevanz irgendwie als heute gehabt. Ich glaube, heutzutage brauchst du das da nicht mehr hinschreiben. Ja, blockst du keinen mehr mit vor. Ja. Aber die Filme haben auch weniger Erotik als früher, muss man halt auch dazu sagen. Das ist ja schon so ein bisschen auch irgendwo verschwunden.

Und deswegen haben wir jetzt die Kategorien hier heute zur Einschätzung. Spaß, Gewalt, also da habe ich Action ersetzt, weil ich denke mal, mit Action können wir in dem Fall... Gibt es jetzt wahrscheinlich in den sieben Filmen, die wir besprechen, nicht so viel. Deswegen habe ich es durch Gewalt ersetzt. Spannung, Erotik, Anspruch, natürlich, ganz wichtig.

Und als Besonderheit für uns der Italien-Faktor. Also wie sehr haben wir das Gefühl? Wie sehr hat uns der Film in Italien-Urlaubsstimmung versetzt? Und wie sehr strahlt der Film einfach Italien aus für uns? Wenn wir die jetzt schon hier einen Sommer lang besprechen, dann finde ich, ist es tatsächlich auch ein gar nicht so zu unterschätzendes Kriterium.

Und da würde ich sagen, machen wir das vielleicht mal, ja wir machen nicht Kategorie für Kategorie, sondern Person für Person. Laura, erzähl uns mal deine Punktevergabe und wie du dazu gekommen bist. Ja, also in der Kategorie Spaß habe ich nur eine 2 von 5 vergeben, weil der Film mir nur bedingt Spaß gemacht hat.

Was wirklich auch viel mit diesen, was ich eben schon angesprochen habe, mit Sexszenen, die ich nicht erotisch finde und irgendwie mit mega ekligem Verhalten vieler Männer in dem Film. Und ich finde, es gibt jetzt halt auch nicht so... Ja, so eine Leichtigkeit irgendwie, wie man das ja häufig in Slashern heutzutage hat, dass man irgendwie, eine Einleitung hat, wo man erstmal so die Freundesgruppe richtig zusammen erlebt, die so ein bisschen kennenlernt und da vielleicht auch mal den ein oder anderen lustigen Moment hat. Ich finde, das gibt es hier irgendwie nicht.

Ein Schub dazu an der Stelle, schon mal Frage in die Runde, hattet ihr tatsächlich auch am Anfang Probleme, diese Figurenkonstellation zusammenzukriegen, da an Freundinnen, Dozenten, Spannern und weiß ich, wer da Dorfmitbewohner, wer da alles rumrennt, wer da jetzt überhaupt mit wem befreundet, zusammen oder was ist, oder ging das nur mir so? Nee, das ging mir auch so. Komplett, ja, ja.

Es ist sehr unübersichtlich im Film, sagt, glaube ich, Laura von Schmaar, wie gesagt, einfach generell so Hauptfiguren auszumachen. Weil es erst mal so total wirr ist, wer da im Bild ist. Und dann eigentlich fängt der Film erst mal mit den Opfern an und denkst so, hä, ich dachte, das wäre jetzt die Hauptfigur. Und ja, ja, total unübersichtlich.

In der Kategorie Gewalt habe ich 2,5 von 5 vergeben. Und ich muss sagen, ich kannte den Film schon. Ich hatte den krasser in Erinnerung, und war wirklich überrascht, wie viel doch im Off passiert, wie wenig man tatsächlich sieht. Man könnte sogar noch auf eine 2 runtergehen, finde ich. Also es ist nach heutigem Maßstab irgendwie echt nicht viel.

Ich finde aber, so ein paar Sachen, die angedeutet werden, haben trotzdem einen Impact. Also gerade was so den Einsatz der Säge angeht, ist das schon trotzdem fies und deswegen von mir 2,5. Bei der Spannung war ich sehr zwiegespalten, weil ich die ja, die ersten 40 Minuten, die du eben schon angesprochen hast, Chris sehr unspannend irgendwie finde, und der Film dann zum Ende hin, wo es auf diesem begrenzten Raum in dem Haus spielt und es so ein Katz-und-Maus-Spiel wird, da finde ich, kommt Spannung auf, aber insgesamt fand ich die Spannung unterdurchschnittlich, weil ich halt auch finde, dass der dass es sehr offensichtlich ist, wer am Ende der Killer ist.

Deswegen weiß ich nicht, kam da für mich jetzt nicht sonderlich viel Spannung. Das ist offensichtlich, ja, okay, da müssen wir dann später nochmal. Also nicht, dass man das, dass man es sieht und es passieren Sachen eins, zwei, drei und man weiß es sofort, aber für mich war das der Einzige, der Sinn ergeben hat. Die anderen waren so offensichtlich.

Ja, okay, wenn natürlich die anderen so extrem red geharringt werden, dann und der eine nicht, dann stimmt schon, ja. Deswegen, also fand ich die Spannung leider, es gibt einzelne spannende Szenen und das Ende finde ich relativ spannend, aber ... Ansonsten nicht so. Erotik, ich tue mich echt schwer mit dem Begriff, weil ...

Du kannst sie vielleicht auch in Klammern mit Sleaze für dich ersetzen. Ja, ich meine, es ist halt auch sehr subjektiv, was man als erotisch empfindet und was nicht. Aber es gibt hier so viele Szenen, wo Frauen bespannt werden, davon nichts wissen und so. Und ich tue mich einfach schwer damit, das als erotisch zu empfinden.

Verstehe ich, ja. Selbiges gilt für hier Girl-on-Girl-Szenen, wo ich einfach finde, man merkt komplett, wofür die da sind. Und es wirkt super gestellt. Und also, keine Ahnung, ich finde es echt ... Ich glaube, das letzte Mal, dass ich einen Film, oder einen neueren Film, den ich gesehen habe, in dem das so plakativ gemacht wurde wie hier, war, glaube ich, war das Wrong Turn 6?

Also der letzte, aus der noch, bevor das gerebootet wurde, Reihe, als es auch am Anfang dieses lesbische Pärchen gab. und wir gefühlt erst mal drei lesbische Sexszenen ertragen mussten, bevor der Film überhaupt losgeht. Und das wirkte hier auch so. Die sind wirklich nur drin. Ich glaube, ich musste jedes Mal wieder, wenn ich was über die schreiben wollte im Skript, wieder gucken, wie heißen die überhaupt? Wurde das überhaupt gesagt?

Oder wahrscheinlich stehen in den Credits nur als Lesbian Woman 1 und Lesbian Woman 2 oder so drin. Genau, weil die beiden, die hier die Sexszenen zusammen haben, die haben ja ansonsten überhaupt keine nirgendswerte Beziehung zueinander in dem Film, wo man halt wirklich weiß, okay, es geht jetzt nur darum, die in Action zu zeigen.

Vielleicht war das damals noch irgendwie was anderes, aber ich find's irgendwie lame und ich find's auch irgendwie ... Ich find's auch teilweise echt ein bisschen eklig einfach. Also einfach, weil man weiß, warum das geschrieben wurde. Findet ihr geil? Ich glaube, das ist natürlich ein Thema, das wird sich wahrscheinlich jetzt durch die sieben Wochen durchziehen.

Ich habe versucht, das für mich so ein bisschen nicht auszublenden, weil das werden wir in jedem Fall bei jedem Film auch ansprechen, wenn es vorkommt. Aber ich habe es da versucht, aus der Perspektive von damals einzuschätzen. Weil, wie gesagt, zum einen finde ich persönlich die Darstellung von Erotik und Sexszenen im Film eh immer ein bisschen schwierig, weil das nie, weil entweder das unrealistische Darstellungen sind oder welche, die.

So, die unerotisch sind. Einfach so, weil das im Film immer irgendwie komisch ist, weil sie, entweder sind die Vorgaben, zum Beispiel bei amerikanischen Filmen sind die Vorgaben, da hast du immer schon dieses, die tragen ja Laken um ihre Brüste oder um ihren Po, damit das nicht macht kein Mensch in echt so, ne?

Also, glaub ich zumindest. Ja, auf jeden Fall, das ist Laura mal dieses Gestage, der sieht einfach aus, der hat halt für die Szene gemacht, wo du nicht, als ob's natürlich ist. Und es hat ja auch selten einen anderen Mehrwert für einen Film als das, was du gesagt hast, Laura, als, außer zu sagen, vielleicht ein paar männliche Zuschauer mehr damit zu ködern, so, ne? Das ist ja einfach Fakt so, dass das deswegen drin ist.

Das ist ja nichts drin, wo du sagst, ah, das ist jetzt zum Beispiel ein Argento-Film, wenn ich mir, also ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber jetzt so aus dem Nichts raus, würde ich fast sagen, in Argento-Filmen gibt es, glaube ich, keine, Sex-Szene? Kann das sein? Er hat doch sogar eine Sex-Szene mit seiner eigenen Tochter in der Hauptstadt gedreht. Ja.

Okay. Okay, ich bin alles zurück. Ich glaube auch, dass das Thema uns die nächsten Wochen begleiten wird und ich habe einige italienische Filme gesehen aus diesem Bereich und trotzdem finde ich es hier krass. Und es ist mir too much und ich finde es viel ätzender als in anderen Filmen. Und deswegen finde ich eine 2 immer noch recht nett.

Aber wenn man natürlich jetzt danach gehen würde, wie viele Bubis es zu sehen gibt und so, könnte sie ja auch eine 5 hinschreiben. Aber finde ich schwierig, weil Erotik ist ja nicht gleich Erotik. So, zur Kategorie Anspruch. Da habe ich eine 2 vergeben, weil ja, ich finde, der Film hat mit Sicherheit handwerklichen und künstlerischen Anspruch. Ich finde aber, was so die.

Seine Figuren angeht und die Geschichte finde ich das doch sehr minimal, ehrlich gesagt. Also vor allem die Figuren sind alle sehr vage. Ich fühle irgendwie keine richtige Connection zu denen. Und die sind halt einfach, also die haben alle kein Fleisch drumherum. Es ist einfach nur, wir sehen die jetzt in dieser Situation und alles weitere hat uns nicht zu interessieren. Also ich finde die sehr anonym.

Und so die Geschichte an sich, ist jetzt halt nicht neu, die ist auch nicht schlecht, aber es ist relativ simpel, würde ich sagen. Und darum eine Zwei. Lass uns Italien vielleicht aufheben, bis wir alle drei gleich durch sind mit dem Rest und Italien zusammen auswerten. André, wie sieht es bei dir aus? Hast du da was sagt dein TV-Movie-Rating-Board?

Ja. Ich habe die Dinge ja früher auch immer ausgeschnitten und in so Hefte geklebt, diese Mini-Reviews von der TV-Movie. Wie so ein Stickerheft. Da hat man so Geister- und Dino-Sticker und du hast ein ganzes Heft von TV-Movie-Raters. Ich hab einfach quasi meine eigene TV-Movie nochmal neu zusammengebaut.

Du hast eigentlich dein eigenes Letterboxd schon. Ja. Okay, ja, ich gehe mal ein bisschen schneller durch. Also Spaß habe ich 2,5. Es ist so ein bisschen auch bei mir ambivalent. Ich finde, der Film hat seine Längen deutlich. Ich finde, mir fehlt auch so ein bisschen dieser Zugriff auf eine Figurenkonstellation.

Ich finde auch, der hat teilweise einfach sehr konfuse Momente, wo du nicht wirklich gerade gut reingeholt wirst in den Film. Und ich finde, das zehrt so ein bisschen am Spaßfaktor. Insgesamt bei der Gewalt bin ich bei 2,5. Ich bin auch da komplett bei Laura. Aber ich habe auch den ganz, ganz anders in Erinnerung gehabt.

Ich dachte auch, der wäre echt härter. Das ist echt, glaube ich, so ein typischer Film, der gerade durch seinen reißerischen Titel und so da deutlich mehr polarisiert. Hatte ich auch ganz anders in Erinnerung. Ich habe auch mein Review nochmal durchgelesen von 2018 von Letterboxd. Das ist der gleiche Film, den ich damals geguckt habe.

Dann bei Spannung 2,5 auch. Ich finde, der hat durchaus Spannung, gerade am Anfang und das Finale ist richtig nice. In der Mitte, muss ich sagen, hat er auch einige spannungsarme Hänger, wo es echt wenig gibt, wo irgendwie wirklich mal Suspension aufgebaut wird oder so. Auch eher so durchschnittlich, muss ich sagen. Ja, Erotik sehe ich genauso.

Schwierig zu benennen. Ich sehe es auch, wie Chris, du sagst, eher so als Erotik-Slease-Faktor, nackte Haut. Also ihr dürft schon, es ist jetzt auch mal ein offizieller Erlaubnis, dass ich nicht erteilen muss, aber ihr dürft schon so wie, ne ... Auch das unkritisch betrachten, weil wir betrachten es ja eh kritisch irgendwann im Laufe jeder Episode.

Man kann ja auch sagen, wenn man das irgendwie... Also ich darf es wie ein Mann, 1972 in Italien bewerten. Wie ein Perversling darfst du es ruhig bewerten. Wie ein Spannart darf ich es bewerten, okay, alles klar. Fünf, nein. Ich gebe auch zweieinhalb von fünf. Ist ordentlich was drin auf jeden Fall, aber auch hier vor allem, wie gesagt, dieses Aufgesetzte, du merkst halt die Szenen, warum sie drin sind, du merkst, dass die da rein forciert wurden.

Also ich glaube, da sehen wir auch noch Besseres, sag ich mal, auf der Skala. Deswegen zweieinhalb von fünf. Anspruch bin ich auch bei zwei. Ich meine, der hatte wirklich ja keine Tiefe. Die Figuren sind alle recht undynamisch. Keine wirklichen Hintergrundgeschichten groß. Und deswegen, also Anspruch bin ich auch bei zwei.

Und ja, Italien machen wir gleich, wenn Chris durch ist. Ja, ich spüre schon. Vielleicht packen wir das auch für den nächsten Film mal ins Ende. Weil das schon sehr viel, wie ich das merke, von der Einschätzung des Films spoilert so ein bisschen. Also ich kann zum Beispiel jetzt schon erkennen, dass ich den Film deutlich besser fand als ihr, vermutlich.

Also ich hatte tatsächlich Spaß mit dem Film. Ich finde, der macht Spaß. Ich finde, der hat eigentlich keine Längen für mich und bietet für mich auch so eine gewisse Abwechslung durch den Genre, also ich nenne es jetzt mal Genrewechsel in der Mitte des Films, und durch den Wechsel aus Spannungsszenen, aus Erotik-Szenen und Ermittlung-Szenen und so weiter. Das hat für mich gut funktioniert.

Gewalt bin ich auch bei euch. Also ich hab eben zwar drei von fünf gegeben, bin aber trotzdem bei euch. Ich hab auch jedes Mal, ich hab den Film wirklich, ich hab den vor ein paar Wochen gesehen. Ach krass. Und hab wieder vergessen, wie harmlos der Film ist. Und dachte wieder, boah, ich freu mich richtig drauf. Der hat ja diese krassen Splatter-Szenen, dachte ich wieder. Und ich schreib gefühlt jedes Mal meine Review.

Ne, hab ich Härte in Erinnerung. Hab ich Härte in Erinnerung. Steht in jeder Review drin. Ich hab dann mal eine lange Review gelesen von 2015 und das stand auch so, er ist nicht so hart, wie man vielleicht denkt. Und trotzdem jedes Mal, wenn ich den Film dann wieder gucke, denke ich, doch, das war ein Spatter-Film.

Weil man irgendwie das assoziiert gerade. Und dann guck ich die Auftakt-Szene, wo hatte ich die Auftakt-Szene, den ersten richtigen Mord und dachte so, ach ja, das war das jetzt? Ich dachte, da passiert mehr so. Jedes Mal. Guck ich grad eine Cut-Fassung? Ja, ja, wirklich. Ich hab mal gegoogelt, ob meine Schelm des Disc-Anker ist.

Aber deine Review von 2015 ist auch mega geil, krass, immer noch. Mein Lieblingssatz ist, es gibt viel nackte Haut, aber wen stört das schon? Siehst du, das war der nicht. Deswegen wollte ich schon mal vorsorgen, weil ich schon ahnte, das könnte vielleicht zitiert werden. Wollte ich schon mal vorsorgen und hier sagen, wir können ruhig pervers unterwegs sein.

Aber man darf es auch kritisch sein. Ich sehe richtig die Enttäuschung in Lauras Gesicht. Ich habe nichts anderes erwartet. Deswegen, ich bin gewalt drei von fünf. Spannung tatsächlich bin ich bei vier von fünf, weil ich finde, in der ersten Hälfte hat er die Mordsequenzen, die finde ich super spannend, super atmosphärisch inszeniert.

Die Szene im Sumpf zum Beispiel, im Nebligen, finde ich absolut genial. Ich finde auch den Erstmord unter der Autobahnbrücke genial. Ich finde auch den Mord an den Straßenhändler mit dem Auto finde ich auch richtig klasse gemacht. Und spannend finde ich tatsächlich auch den kompletten Showdown, muss ich sagen. Da kommen wir nachher noch ein bisschen genauer drauf.

Aber einfach diesen Bruch in der Handlung oder im Genre drin und das ist fast schon Hitchcock-like, finde ich, und dass er dann komplett anders die Spannung aufzieht, ohne Gewalt und wirklich dieses Katz-und-Maus-Spiel und Verstecken und Gucken kann ich jetzt da raus und nicht und so weiter, das fand ich tatsächlich sehr spannend.

Deswegen 4 von 5 da, Erotik hab ich 3 von 5, haben wir schon genug drüber gesprochen, Anspruch bin ich auch bei 2 von 5, das ist jetzt kein Film, der einen besonders geistig herausfordert. Das ist halt straight, einfach einen Film zu miträtseln, ja, wer ist der Mörder? Und hier sind Kills. Macht was damit so. Das ist das Konzept des Films.

Da ist jetzt keine Psychologie drin oder irgendwas. Also von daher. Aber wie sieht es denn jetzt mit Italien aus? Habt ihr euch da so ein bisschen in Urlaubsstimmung versetzen können? Hat euch das abgeholt? Auch die Schauplätze vielleicht? Der Film wurde ja in Perugia gedreht. Das ist eine Studentenstadt.

Zumindest damals gewesen. Ich glaube, heute auch immer noch. Und ein bisschen im etwas südlicher gelegenen Italia Corso. Erzählt mal. Wir haben euch da die Settings gefallen, wirkte das Italienischer bei euch. Laura vielleicht zuerst. Ja, das wirkte sehr italienisch auf mich. Ich habe auch am Anfang die ganze Zeit so gedacht, wird mal gesagt, welche Stadt das ist, aber ich glaube nicht.

Aber man sieht ja halt sehr viel so von der Universität und den Marktplatz sieht man sehr oft von dieser Universitätsstadt. Und ich finde, alle Leute, die da rumlaufen, auch so was die Kostüme und die Frisuren und so angeht, das ist auf jeden Fall richtig krass Italien-Feeling. Deswegen habe ich eine 3,5 auch vergeben. Also das hat mich gut abgeholt, das Italien-Setting.

Vielleicht zur Einordnung, vielleicht jetzt zumindest bei der ersten Episode, wie sind denn deine Italien-Kenntnisse? Warst du schon mal in Italien und wenn ja, wo vielleicht? Also ich war einmal für eine Woche in Rom. Das habe ich sehr positiv in Erinnerung. Und ich war mal am Gardasee. Das war auch sehr schön.

Und ich war mal sogar in den Abruzzen, in so einem italienischen Gebirge, weil ich eine Freundin habe. Die eine Tante hatte, die da wohnt und da waren wir mal drei Wochen, da zu Besuch und das war halt wirklich so eine italienische Großfamilie, bei der wir da gewohnt haben, wo jeden Abend so richtig krass gekocht wurde mit drei Gängen und selbstgemachte Pasta und das war richtig, richtig cool. Also kann ich mich noch sehr gut dran erinnern.

Und gerade so dieses Dörfliche, was ich da halt aus diesem Gebirge kenne, das hatte ich so in Ansätzen dann halt auch, als die da in dieser Villa sind. Also konnte ich echt gut relaten zu dem Italien-Setting. Ich finde es auch nice, wie schnell man von dieser Villa unten ins Dorf kommt. Da gibt es so eine Szene, wo ich sage, hä, das ist dein Fahrstuhl irgendwie, so wie bei Game of Thrones hinten an der Great Wall.

Ja, genau. Irgendwie so ein Fahrstuhl, der da runter geht, weil das war schon ein bisschen seltsam irgendwie. Ich glaube, am Gardasee sind wir uns wahrscheinlich sogar einig. Ich glaube, da waren wir sogar alle schon mal. Also ich war auch am Gardasee. André Weißig war auch schon mal da. Ich war in Mailand und in Bozen. Das ist ja alles so eher Tirol-mäßig.

Und mein Lieblingsort ist der Ort, ich weiß gar nicht, ob man den so kennt. Ich dachte früher immer, jeder kennt den. Ich glaube, darüber haben wir auch schon mal im Podcast gesprochen. Der heißt Meran, also M-E-R-A-N. Oh mein Gott, das ist der Lieblingsurlaubsort von meinem Opa. Das kann ich mir vorstellen, weil für mich ist das einer der schönsten Orte, die ich überhaupt kenne.

Also das ist so schön da, wenn das im Sommer alles blüht und das Wasser so dieses türkise Farbe hat und tolle Pflanzen und schöne Gebäude und sowas. Im Hintergrund die Berglandschaft. Gebt einfach nur mal Meran in die Google-Bildersuche ein. André, mach mal. Und guckt dir die Bilder an. Das ist absolut fantastisch. Und das wäre tatsächlich einer der Orte, Zu der ich doch irgendwann in meinem Leben gerne nochmal reisen würde.

Ich finde, das sieht großartig aus. Das ist Liebe im Iran. Und sie haben auch mit das leckerste Eis, das ich je in meinem Leben gegessen habe. Das ist meine Italienerfahrung. Das sieht toll aus, ja. Ja, ne? Wie sieht es bei dir aus, André? Gardasee? Gardasee inklusive allen möglichen Städten drumherum.

Dann Verona auch daneben. Dann Komosee inklusive aller Städte drumherum. Und was ist denn da nochmal in der Nähe größeres? Warst du nicht auch in Sardinien? Warst du da nicht auch mal? Nee, Sizilien. Ah, ja. Sizilien war ich auch. Genau in diversen Städten eine Rundreise gemacht. Ähm. Also sowas wie, ähm, hier Catania, Syracuse, ähm, und Co.

Genau. Ähm, wo war ich noch? Rom war ich auch einmal, ist schon lange her. Und vergänzt sich irgendwas? Achso, ähm, hier, wer heißt es? Florenz? Äh, nee, ähm. Venedig, anyone? Nee, da war ich tatsächlich noch nicht. Da war ich tatsächlich noch nie. Nee, wie heißt es denn? Mit T, glaube ich. Turin? Nee, also diese, es ist keine Stadt, sondern dieses Gebiet.

Tirol? Nein. Toskana? Toskana, danke, genau. Na Toskana war ich, das war aber Schulabschlussfahrt eine Woche. Haben viele früher gemacht, ne? Toskana oder an die, wie heißt das? Also das Riviera? Nee. Nee, wie heißt das rechts? Das, das. vom Stiefel rechts. Das hat doch auch einen Namen, diese Küste.

Das weiß ich gar nicht. Adria? Weiß es Adria Küste? So gut kenne ich mich nicht aus. Oh Gott, jetzt wird es der Udops-Podcast. Wir können es umbenennen. Adria Küste? Ja, Adria Küste. Ja, genau. Naja, okay. Da war ich aber auch noch nicht. Ich glaube, Neapel würde mich noch mal interessieren. Ja, das soll auch total nice sein, weil ein ganz anderer Vibe, weil das ja super dreckig sein soll und so, aber trotzdem irgendwie so ein ganz krasser eigener Stil.

Aber ja, nee, das war es so, glaube ich, grob. Wie gesagt, immer wieder kleine Städte, die dann irgendwo da, aber das waren die groben Ziele, sag ich mal. Und wie waren jetzt im Film für dich die Italien-Vibes? Ich fand's, gut. Ich hab jetzt eine 3 gegeben. Also gerade dieser Platz da, in der Innenstadt war nice.

Auch halt die, mit der Musik dazu und so, das hat schon so gepasst alles irgendwo. Ich fand später so, also alles zum Beispiel dann, was vor dem Mord im Sumpf passiert und so, ein bisschen dieses eher auf dem Ländlichen, das war jetzt nicht so, hat nicht so den Vibe, fand ich. Der hat schon ein paar trostlose Bilder, ne? War auch genau, ja, war auch viel im Dunkeln dann irgendwie, das hätte jetzt irgendwie überall sein können, irgendwo so ein Ackerweg da.

Aber alles gerade so in den Städten und auch später dann eben, wo das Finale spielt, in diesem Landhaus da und so, das ist schon sehr, sehr cool auf jeden Fall. Ja, fand ich nice. Also ich finde, es hätte noch ein bisschen sonniger sein können, das ist die einzige Einschränkung, die ich habe. Das hat mir noch so ein bisschen, also es war tatsächlich hier in echt zu warm für das, was im Film gezeigt wurde, so würde ich es mal ausdrücken.

Hatten vielleicht nicht mal das beste Wetter beim Drehen vielleicht. Ja, ja, da haben mir noch ein paar Leute gefehlt, die sich vielleicht Sonnen am Pool oder sowas in der Art. Sagen wir mal diese... Das, was die texanische Hitze mit Texas Chensor gemacht hat, das hat mir hier noch so ein bisschen gefehlt. Aber ich glaube, das kriegen wir auch noch in den nächsten Wochen.

Ja, kurz aber zur Einschätzung. Für diejenigen, die sich nicht auskennen, gibt es immer auch in diesen sieben Wochen ein bisschen noch Filmgeschichtsstunde. Wir sind ja hier quasi, wenn man so will, auch wenn Torso jetzt schon fast eigentlich kein Giallo mehr ist in dem Sinne, aber die meisten würden es wahrscheinlich noch dazu zählen.

Wurde ja damals von Mario Bava mehr oder weniger initiiert mit The Girl Who Knut Too Much. Das war quasi der Anfang des Genres. Der hat sich den klassischen Krimi genommen, diesen Whodunit-Krimi, und hat den dann immer weiter übersteigert und überspitzt. Und das fanden die Leute so gut, dass sich das quasi zu einem Genre entwickelt hat.

Das basiert ja auf diesen, wie heißen die noch, die gelben Heftchen in Italien, diese, wie nennt man das bei uns? Das hat doch auch einen Namen. Also Groschenroman. Groschenroman, genau. Und das sind Groschenroman-Krimis. Und die haben für gewöhnlich einen gelben Cover-Umschlag früher gehabt und daher der Name Giallo.

Und ja, es war dann so, dass im Laufe der Entwicklung des Giallo die Erzählung selbst immer unwichtiger wurden und auch die Krimi-Parts und eher die audiovisuelle Gestaltung und auch der, ich nenne es mal, der exploitative Exzess immer mehr in den Vordergrund gerückt. Das ist ja hier vorhin schon auch so ein bisschen durchgekommen, also schöne Frauen waren wichtig, besonders brutale Morde und die Rätsel mussten nicht immer Sinn ergeben, die durften auch gerne mal sehr absurd sein und so gestaltet sein, dass man sich am Ende gefragt hat hä, wie soll ich denn darauf kommen?

Und das Ganze dann immer freizügiger und freizügiger und das hat sich ja, Laura, nicht geändert, das war damals so, das ist heute so, Sex und Gewalt verkauft sich halt gut, in so einem Genre. Deswegen war es irgendwie klar, dass sich das in diese Richtung entwickelt. Das betrifft ja auch andere Horrorspielarten, bei denen sich das so entwickelt hat.

Der US-Slash zum Beispiel. Ja, auf jeden Fall. Sorry, weiß ich nicht mehr, was ich dazu sagen kann. Ja, alles gut. So, und unser Regisseur Sergio Martino, der ist einer der, ich würde schon sagen, wichtigsten italienischen Filmemacher, zumindest der 70er Jahre. Der hat neben Torso auch berühmte Filme wie Der Killer von Wien gedreht.

Ich weiß nicht, ob ihr den gesehen habt. Der ist mega cool. Der ist mit Edwig Finnegg, ne? Ja. Das ist ja auch immer krass in solchen Filmen. Ich glaube, sein bester Film, würden die meisten sagen, ist der, ich weiß gar keinen deutschen Titel, der Your Vice is a Locked Room and Only I Have the Key. Das ist für viele der beste Film von ihm.

Wir besprechen, ich glaube, übernächste Woche Der Schwanz des Skorpions. Und. Auch ganz oben mit dabei ist Alle Farben der Nacht. All Colors of, nee, wie ist es? Of the Night, ne? All the Colors of the Dark. Dark, genau, genau. Der ist ja auch sehr, sehr gut eingeschätzt. Ich hab dem auch, glaub ich, vier Sterne gegeben.

Allerdings auch allen anderen Filmen hier, glaub ich, die Martino gemacht hat von den Bekannten. Hat jetzt nicht nur solche Krache gemacht, das sind jetzt seine Krache gewesen. Hat auch ein paar deutlich schlechtere Filme gedreht, vor allem dann in den 80ern, als auch so ein bisschen Genrewechsel gemacht hat.

Er ist auf jeden Fall zusammen mit seinem älteren Bruder Luciano aufgewachsen, und der wurde spät auch zu einem wichtigen Produzenten in Italien und die beiden sind zum Film gekommen, weil ihr Opa Gennaro Righelli war und das war eine sehr wichtige Figur im italienischen Film. Der hat nämlich den ersten italienischen Tonfilm gedreht und so haben die beiden, relativ früh Luft geatmet, also Filmluft geatmet an diversen Filmsets und sind natürlich dann automatisch in die Branche reingerutscht.

Vor seinem Durchbruch war Sergio Martino zum Beispiel Regieassistent auch beim legendären Mario Bava, den wir vorhin schon erwähnt haben. Aber wie gesagt, so der Peak von Martino war ganz klar Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Danach hat die Qualität seiner Filme deutlich nachgelassen. Hat aber bis ins hohe Alter gearbeitet, ist heute 87 Jahre alt und hat, glaube ich, vor gar nicht allzu langer Zeit noch einen Film gedreht, wenn ich mich nicht ganz irre, zumindest für das italienische Fernsehen.

André, du hast geschmunzelt, hast du noch eine Trivia gefunden zu Martino, oder was? Your Vice is a Locked Room and Only I Have the Key hat einen deutschen Titel. Oh Gott, jetzt kommt's. Die Lasterhöhle. Oh Gott. Dazu fällt mir jetzt auch nichts mehr ein. Die Lasterhöhle. Die Lasterhöhle. Also gerade bei solchen Filmen... Und der ist heute ab 16 vorgegeben.

Bei solchen Filmen gibt es ja tatsächlich immer ein paar charmante deutsche Titel, aber der gehört jetzt nicht dazu tatsächlich, muss ich sagen. Da habe ich jetzt auch bei dem langen Titel irgendwas auch Anspruchsvolles erwartet. Ja, und der Killer von Wien ist im Original The Strange Vice of Mrs. Ward.

Ja. Wie vertraut seid ihr beiden mit dem Oeuvre von Martino? Also ich habe Der Killer von Wien gesehen und ich glaube Der Schwanz des Skorpions, und Torso, aber ich glaube, da hört es dann bei mir auch auf. Ich kenne tatsächlich auch noch nicht so viel von ihm, deswegen bin ich froh, also Torso kannte ich.

Ich kenne von ihm Mountain of the Cannibal God. Ja, okay, stimmt, den gibt es ja auch noch. Der Downfall hat da schon eingesetzt. Der ist auch Schmutz, ja, genau. Nee, deswegen, und da hört es auch auf. Ich hatte noch ein bisschen was vor mir. Ich habe die auch alle im Regal stehen, die wichtigsten, aber ja, wie es immer ist.

Es gibt, genau, es gibt ja auch noch den also ich habe von ihm auch, sechs Filme gesehen, steht die. Genau, All the Colors of the Dark, der ist sehr gut. Torso, Your Vice is a Locked Room, hab ich auch, ne, dem hab ich dreieinhalb gegeben. Es gibt noch diesen, The Strange Vice of Mrs. Ja, das ist der Killer von Wien. Ach, das ist ja der Killer von Wien, naja, okay, das wird noch häufiger passieren, glaube ich, in diesem Sommer.

Genau, Scorpion's Tale hab ich gesehen, es gibt noch diesen, den hab ich auch von Arrow, diesen Suspicious Death of a Minor. Der hat, glaube ich, keinen deutschen Titel, ne? Kann das sein? Ja, das wird sofort nachgeguckt, natürlich. Ich habe das halt voll oft bei italienischen Filmen. Ich benutze ja noch nicht so lange Letterboxd. Irgendwie erst seit zwei Jahren oder so.

Und also mein Freund hat wirklich eine riesige Giallo-Sammlung. Und es ist voll oft so, wenn wir einen Film anfangen, dass ich dann irgendwann sage, ah doch, den habe ich schon gesehen. Aber der Titel ist halt nicht eingebrannt. Und ich brauche dann meistens so zehn Minuten, bis ich merke so, ah ja, doch, kenne ich schon.

Ja genau, gerade bei diesen Krimis, die ja doch auch oft immer sehr ähnlich sind in gewissen Weisen, dann denkt man auch so, hä, wie kommt mir das bekannt vor? Und dann irgendwann, ach ja, habe ich doch schon mal gesehen. Der Suspicious Stats of a Minor, also das wurde unter so Videothekentiteln gehandelt, die sind alle so semi-offiziell, entweder unter der Anstag oder das Geheimnis der jungen Witwe.

Klingt beides doof. Ja, dann lieber Mountain of the Cannibal begraut. Es gibt noch diesen, den hab ich auch im Regal, Island of the Fishman. Den hab ich aber auch noch nicht geguckt. Den hab ich in so einem komischen, schmierigen Mediabook, glaub ich, mal gekauft auf der Filmbörse. Und er hat ja dann, vielleicht hier ist noch den Alligator-Film, André, das wär vielleicht noch mal was für Heiter Bischuppig.

Der soll auch schlecht sein. The Great Alligator von 1979. Ja, ja. Ach stimmt, ja, ja. Den hab ich auch auf der Liste noch, ja. Und er hat ja dann so auch Action-Sachen, so diese post-apokalyptischen Sachen hier in der 2019 After the Fall of New York und Hands of Steel und so gedreht, das war dann schon alles so nicht mehr, Die Crème de la Crème an Sachen der Gretel. Aber insgesamt hat er auch sehr viel fürs Fernsehen gemacht. Kann man sich auf jeden Fall mal reinschauen.

Sein Stammkamera-Mann war Giancarlo Ferrando. Der hat fast alle Filme von Sergio Martino gedreht. Ist 2020 mit 80 Jahren verstorben. Generell hat Martino mit vielen treuen Weggefährten seine Filme gemacht. Es waren, immer dieselben Leute meistens in der Crew für seine Filmdreh ist dabei. Der Cast, ja, ist jetzt noch nicht so aufregend wie bei manch anderen Filmen, den wir hier noch besprechen werden. Susie Kendall, die kennt man vielleicht, die ist hier die Hauptdarstellerin, die spielt die Jane.

Das ist eine britische Schauspielerin, die vor allem in den 60ern und 70ern aktiv war. Die hatte ihren Durchbruch tatsächlich durch Dario Argentos. Oh, da komme ich immer durcheinander. Deswegen, wir werden doch sehr mit Titeln umherkommen. The Bird with the Crystal Plumage. Ich vergesse immer wieder, wie der deutsche Titel von diesem Film ist.

Das ist ja der das ist nicht die vier fliegen auf nee, das ist ja der andere, der danach kam ich guck nach. Wie heißt der denn? Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe. Genau, ist ja eindeutig. The Bird with a Crystal Plumage, ganz klar. Das ist wirklich, ey, weil diese ganzen... Aber der deutsche Titel ist trotzdem geil. Das stimmt. Ja, ja.

Dann hat sie noch in dem Nonsportation-Film Story of a Cloyce Jett Nunn mitgespielt und Umberto Lenzi's Spasmo hat sie mitgespielt und hat dann ihre Karriere früh beendet und hat 35 Jahre nach ihrem Karriereende nochmal in einem Film mitgespielt, den ihr vielleicht beide kennt. Nämlich 2012 in Barbarian Soundstudio.

Geiler Film. Ja. Auch wenn ich mich jetzt, ich überlege, ob ich mich direkt dran erinnern kann, wen sie da gespielt hat. Aber gut 35 Jahre später. Ich vermute eine kleine Nebenrolle. Ja. Würde ich mal behaupten. Es sagt mir jetzt so auch nichts. Die war, glaube ich, eine Frau. Die eine der Schreie im Tonstudio einschreit.

Also wirklich nur so eine Gimmick. Ja, das wäre auch sehr passend. Für eine Screen-Queen. So ein erweitertes Kameo. Die heute 89-Jährige lebt mit ihrem Mann in London. Die haben auch eine gemeinsame Tochter, die Elodie Harper. Und die ist auch zumindest in Booktoker-Kreisen eine bekannte Bestseller-Autorin in Großbritannien.

Dann haben wir die französisch-amerikanische Schauspielerin Tina Aumont. Die spielt Janes Freundin Daniela in Torso. Und die ist tatsächlich in eine Schauspieler-Familie hineingeboren. Ihr Vater ist der berühmte Schauspieler Jean-Pierre Aumont. Wenn ich jetzt sage berühmt, dann heißt es für die Allgemeinheit, vielleicht berühmt, ich kenne ihn tatsächlich jetzt nicht, er hatte aber, also sein größter Hit war glaube ich, dass er eine Affäre mit Grace Kelly hatte, angeblich.

Und die Mutter Maria Montes, die war auch damals eine bekannte Schauspielerin, und deswegen war natürlich klar, dass Tina auch Schauspielerin werden musste, sie ist dann nach Italien gegangen, hat aber nicht nur mit Sergio Martino zusammengearbeitet, sondern auch mit Tinto Brass und Federico Fellini, ist 2006 verstorben, Luc Miranda spielt den Roberto, der ist mit seinen 82 Jahren immer noch als Schauspieler aktiv, hatte auch eine kleine Nebenrolle als italienischer Ermittler in Hostel 2 zum Beispiel, also da kennt ihr den vielleicht auch, falls ihr mit dem italienischen Kino nicht so bewandert seid, aber seine Rolle sollte ursprünglich von Superstar Fabio Testi, gespielt werden, aber der hat die Rolle abgelehnt, weil sie ihm einfach zu kurz

war, weil sie nur im Showdown groß vorkam. John Richardson haben wir hier, der spielt den Und Franz und Richardson sind auch schon verstorben 2021 an Covid-19. Den kennt man vielleicht, der hat schon ein paar größere Auftritte gehabt in Eyeball. Den hat er auch in Deutschland einen Release gehabt. One Million Years B.C., Nine Guests for Crime. Und der galt tatsächlich damals als legitimer Bond-Nachfolger für Sean Connery.

Aber am Ende hat man sich dann doch für George Lazenby entschieden. Was, ja, ich kann mir schon vorstellen, dass wenn man das so retrospektiv. So, weiß ich nicht, wenn man mal sehr eng in der Auswahl war für James Bond, dann wurde es dann nicht ... Ja, irgendwie bitter dann, ne? Ist irgendwie schon bitter, glaube ich. Ist das hier der, weil du sagtest, Franz, ist das der Uniprofessor? Ja. Okay.

Du kannst auch schon sagen, es ist der Mörder. Der Mörder. Denn eigentlich wollte man Max von Südo hier verpflichten. Aber Martino hat sich dagegen entschieden, weil dann den meisten Zuschauern wahrscheinlich bewusst gewesen wäre, dass er der Mörder ist am Ende. Weil warum sollte Max von Sydow so eine kleine Nebenrolle spielen, wenn er nicht am Ende der Mörder ist? Und deswegen hat man sich dagegen entschieden. Nachvollziehbar, ne?

Gehen wir in den Film rein. Keine Angst, wir gehen da jetzt auch nicht so super detailliert durch. Aber schon der Anfang ist ja schon interessant, weil, Laura, wir sehen nach sage und schreibe fünf Sekunden. Boobies. Möppies. Und dann sage ich nur, willkommen. Der Erhobstaktor steigt. Ja, es steigt. Willkommen in Bella Italia, würde ich nur sagen an der Stelle.

Ja, da ist auf jeden Fall, wird der Ton gesetzt ohne Umschweife. Man muss ja auch dazu sagen, das ist ja vielleicht, selbst wenn wir das jetzt nicht erotisch finden, was da aus heutiger Sicht gezeigt wird, aber man muss ja schon sagen, es ist halt ein Trademark für das europäische Kino, also, was in den USA eben größtenteils ein No-Go war, muss man ja so sagen, war in Europa völlig legitimes Stilmittel, dass wir hier nackte Frauen oder auch nackte Männer, ähsche, was auch immer, am laufenden Band gesehen haben, einen Genre-Film, das ist schon glaube ich für Leute, die eher US-Kino, auch älteres US-Kino gewöhnt sind und nicht so mit dem europäischen Genre-Kino vertraut sind, kann das vielleicht sogar teilweise

ein bisschen irritiert wirken, wie freizügig, europäisches Kino früher mal war, ne? Glaube ich auch. Also vor allem, wenn man hier so den Einstieg sieht, ich finde schon, dass man im ersten Moment auch denken könnte, dass man vielleicht jetzt echt so in so einer Soft-Porno-Ecke gelandet ist. Und es gibt ja noch ein paar Szenen, wo man das denken könnte. Also, ja.

Die Hoffnung war da am Anfang. Es geht ja direkt weiter mit den Opening Credits und hinter den Opening Credits gibt es so eine muntere Gruppensex-Szene. Auch so schön, André, so wie man das aus, Laura kennt sich da offensichtlich besser aus, in so Soft-Erotik-Filmen, so diesen seifigen Look, habe ich gehört. Den hat man früher sehr oft verwendet.

Dass es immer alles so aussieht, als wäre die Kamera so leicht beschlagen, wenn man so will. Und dazu so schillig-schmierige Musik. Ich würde sagen, dass das Ja, das ist ja kunstvoll. Ja. Anspruch 2. Anspruch 2 stehen. Da muss ich auch sagen, also jetzt zum Beispiel, in Abgrenzung zu ein paar anderen Szenen, die später noch kommen.

Ist das wirklich kunstvoll? Genau, weil ich finde zum Beispiel, man sieht, es ist gar nicht so einfach zu sehen, wie viele Personen da bei diesem, Akt dabei sind. Was ist dein Tipp? Ich glaube, es waren Dreier. Ja, das hätte ich auch gesagt. Zwischen 4 und 7. Aber genau, also da geht es ja nicht um ...

Den Sex an sich, sondern so die Andeutung davon und wie du schon gesagt hast, der Look, das Licht, die Musik und das kann ich dann auch irgendwie anerkennen, weil das macht halt vielleicht ein bisschen neugierig, aber das finde ich jetzt nicht fies. Ja und halt, weil ja die Credits in dem Vordergrund stehen, ist es halt fast alles hinten ja immer so im Unscharfen und geblurrt.

Und dadurch kriegt es ja auch so eine gewisse Distanz. Also es ist ja eben dann nicht wie später, dass einfach Full Frontal immer einfach drauf gehalten wird. Und das macht die Openings tatsächlich so ein bisschen auch halbwegs wertvoll. Und die Kamera gleitet ja auch so, hat nicht so diesen Fokus auf das, was man, in den anderen zehn Spielen da hat, dass der natürlich irgendwie nur auf die Brüste gezeichnet wird, sondern die Kamera gleitet einfach mal nur so an Armen oder Beinen entlang oder zeigt mal so Nacken oder sowas und ist nicht so primär schon auf diese fokussiert.

Ja, auf das Sleasige aus, sondern das könnte man wirklich als erotisch bezeichnen, was wir hier noch zu sehen bekommen. Das trifft es vielleicht am ehesten, was den Begriff angeht. Muss aber auch direkt sagen, dass spätestens dann auch schon bei der ersten richtigen Szene in dieser, ja, was ist, ich kenne mich, wie gesagt, ich bin ja nicht religiös, bin ja Atheist, weiß immer nicht, was das für Gebäude sind.

Es findet ja dieser Kunstvortrag in so einer Art, ja, was ist denn das? Das sieht ja schon aus wie so ein Kirchenoritorium oder sowas. Ich weiß nicht genau, wie man das nennt. Also, keine Ahnung. Ich muss nicht sagen. Sieht halt aus wie eine Kirche von innen, so ein bisschen. Und dort findet eine Vorlesung statt über Kunst.

Und ich finde das absolut geil, André. Ich weiß nicht, ob dir das, also ist dir bestimmt aufgefallen, aber ob es dir positiv aufgefallen ist, wie diese Kamera da zum Beispiel am Anfang durch diese, durch die. Studenten durchfährt und die sitzen ja versetzt und die Kamera schafft das irgendwie mit so einer Tiefen und Schärfe immer zu wechseln, mal zeigt sie hinten jemanden etwas schärfer, dann wieder vorne und das in einer gleitenden Bewegung, da dachte ich so, alle Achtung, muss ich sagen, also das da zumindest, also wenn der Film keinen inhaltlichen Anspruch hat, den visuellen hat auf jeden Fall.

Ja, muss aber auch fast sagen, ist fast die diversierteste Szene im Film, was die Kamera angeht. Zumindest so mit Optionsspielereien, sag ich mal. Der ist generell gut geschossen an sich, aber so auffällig wie da wird's kaum noch, muss man sagen. Na gut. Ich merk schon nichts. Also rein mit den, ich mein's wirklich rein von der Spielerei.

Es gibt gute Shots später über die Plätze und so weiter und auch mal gute Zooms und so, aber so das mit den Unschärfespielereien, dieser eine One, also ja kein One-Shot, aber diese Fahrt, so ganz verspielt versiert, wird's dann auch wirklich nicht mehr später. wirklich nicht. Laura, wir lernen Jane und Daniela kennen und merken auch schon, das sind zwei für damalige Zeiten selbstbewusst, äh, selbstbewusstete, selbstbewusste, sind zwei sehr frustrierte junge Frauen, die auch da durchaus nicht davor sich scheuen, aufdringliche Männer abzuweisen, wie Stefano, der hier schon gefühlt nach zehn Sekunden unser erster Retaring ist, oder Verdächtiger, nennen wir ihn mal erstmal so, wie fandst du die beiden jungen Frauen,

die ja schon am Ende auch unsere Hauptfiguren sind, wenn man so will. Ja, wie fand ich die? Ich glaube, ich fand es erst mal ganz cool, weil die Jane diskutiert ja mit dem Professor nach der Vorlesung und sagt irgendwie so, ich bin da übrigens ganz anderer Meinung, weil bam, bam, bam. Und da dachte ich so, ach, das finde ich aber cool. Schade, dass es zu meiner Zeit nicht mehr so eine Diskussionskultur an der Uni gab.

Genau, und dass die Danny, wie die, glaube ich, im Film immer genannt wird. Den Stefano da so abweist. Ich glaube, dann sagt sogar die Jane noch zu ihr so, oh, du bist immer so grob zu dem. Ja. Die sagt dann so, ja, aber der ist auch wirklich aufdringlich. Und da hat es schon irgendwie so aufgehört, dass ich mir so dachte, welche Freundin sagt denn zu der anderen so du bist aber so böse zu dem, wenn der sie ja anscheinend irgendwie dauernd, Die 70er, was ich nenne, das wird damals anders interpretiert, aber kurze Zwischenfrage war das vielleicht, das ist mir gerade aufgefallen, weil du sie Danny genannt hast, welche Sprachfassung habt ihr denn geguckt?

Ich hab die Synchro geguckt. Hast du auch die Neue geguckt? Nein, Quatsch, ich hab die Original-Tonspur mit deutschen Untertiteln geguckt. André, wie hast du den guckt? Ich habe Englisch geguckt. Okay, das passt. Ich habe ihn in der neuen deutschen Synchro von Wicked Vision geguckt. Und da wurde es knallhart Daniela ausgesprochen. Daniela.

Und deswegen gibt es da vielleicht heute noch ein paar Unterschiede an einigen Stellen vielleicht, was Namen oder manchmal ja auch Inhalten angeht. Weil das wurde ja auch durchaus so freizügig, wie die Frauen waren in solchen Filmen, waren manchmal auch die Übersetzungen, muss man ja auch dazu sagen. Ja, absolut.

Und auf der Champions-Blue-Ray, die ich habe, da sind halt die Szenen, die früher gefehlt haben, halt eingefügt worden in Italienisch mit Subs. Das wurde nicht vertont für die Englische, so wie es Big Edition für Deutschland gemacht hat. Ja. André, wie schon vor, bevor der erste Mord zu sehen ist, bekommen wir einige seltsame Männer zu sehen. Meistens immer auf diesem großen Vorplatz dort von dem Universitätsgebäude.

Das ist einmal natürlich der aufdringliche Stefano. Dann ist das Professor Franz. Oder auch der Straßenhändler mit dem Fußfetisch. Also es war so, dass während der Produktion niemand aus dem Cast wusste, wer am Ende der Mörder ist. Also da wurde bewusst eine sehr hohe Anzahl an roten Heringen im Film verteilt, was dann auch unter den Schauspielerinnen für eine gewisse Anspannung sorgte, aber auch.

Die wurden, sag ich mal, im Unklaren gelassen. Dass sie sich beim Schauspieler wahrscheinlich auch nicht so sicher sein sollten, wie sie mit den Leuten umgehen. Wie hat das für dich funktioniert? Laura hat ja schon am Anfang gesagt, dass sie da eher nicht so reingefallen ist, weil die einfach schon zu offensichtlich als Red Herrings, ich will eigentlich das Wort immer nicht benutzen, aber es ist ja nun mal der Filmbegriff dafür, benutzt wurden oder, hat das für dich ein bisschen länger angehalten, die Verdachtsmomente bei einigen?

Ich wusste es ja jetzt natürlich, ich weiß nicht mehr genau, wie es beim ersten Mal war. Wusstest du es noch? Echt? Ich wusste es noch, ja, ja. Ah, krass. Ich hab den Film vor einem Monat geguckt und hab's wieder vergessen. Nee, nee, ich wusste es halt noch wirklich, weil der ja wirklich so wenig Screentime hat, dass du ihn ja vergessen sollst natürlich fast schon.

Und ich wusste es noch, ich weiß nicht, wie es beim ersten Mal war, ich glaub, da hab ich schon ein bisschen länger gebraucht oder hab's nicht sofort gecheckt. Aber wenn man ihn jetzt auch mehrfach gesehen hat, find ich, merkst du's total. Da merkst du total, wie viel ihm eigentlich vorgeschoben, also wie viele dass viele andere Männer vor ihnen geschoben werden, die immer wieder Präsenz kriegen.

Dann hast du ja auch diese Ambivalenz, dass du immer wieder auch gerade Männer siehst, die irgendwie anders übergriffig sind. Da haben wir ja schon gesagt, die spannen. Also du sollst ja jeden verdächtigen. Und eigentlich der, der am wenigsten Screentime eigentlich bekommt, ist ja dann der Professor.

Ja. Aber man kann es trotzdem, finde ich, ich glaube, ich finde schon, dass man, gerade wenn man jetzt in dem Genre noch nicht so viel gesehen hat, dann scheißen die dich schon mit so vielen Suspects zu, dass man schon gut das übersehen kann. Also ich finde, das machen sie schon eigentlich ganz gut. Und das hat Laura ja auch gesagt, weil du eigentlich keinen positiv besetzten Mann im Film hast, außer eben den Held am Ende. Polizister, ja.

Aber ich finde schon, dass die das ganz gut machen, dass sie dich da so zuballern mit komischen Weirdos. Der Film verschwendet schon fast, Laura, zu viel Zeit, um möglichst viele Verdächtige irgendwie einzuführen. Das sind ja nur diese drei, das sind ja nur die ersten, die wir so in den ersten fünf Minuten sehen.

Da gibt es ja dann später noch den Arzt, der ja auch so, hä, wieso sitzt der plötzlich hier im Zug? Auch dieser komische Onkel, der auch spannt bei der Freundin von seiner Tochter. Genau, dann die beiden anderen schweren Nöter, die Carol, glaube ich, und so. Es wird schon dafür sehr viel Zeit investiert, um möglichst viele Verdächtige hier zu schaffen.

Und wir haben dann hier unsere erste, nenne ich sie mal, Mordsequenz. Ein Pärchen ist unterwegs, die auch zu diesem Freundeskreis gehört, ich glaube John und Florence hießen sie, die sich dort, unter so einer abgelegenen Brücke, nee die Brücke selbst ist nicht abgelegen, aber die Unterführung der Brücke sozusagen, da habe ich mich auch gefragt, ob das eine Brücke ist die zu den Brenner Autobahnen gehört weil irgendwie kommt mir das, ich habe das so in Erinnerung, dass wir früher über so eine.

Brücke gefahren sind, die so hoch ist und durch so ein Tal durchgeht, also das muss ich nochmal nachgucken, aber es gibt wahrscheinlich in Italien öfter diese Brücken, ich weiß nicht genau. Das glaube ich auch. Aber ich habe so richtiges Déjà-vu gehabt. Und die beiden werden von einer maskierten Person bespannert, was John so ein bisschen irritiert, der verfolgt dann den Mann, der kommt aber nicht zurück.

Und Florence wird dann von diesem Mann überrascht, mit einem Schal erwürgt und anschließend zwischen den Brüsten aufgestützt, aufgestützt, aufgestützt und getötet. Und ich muss sagen, dass ich das, diese Szenen, die erinnern mich zum einen so ein bisschen an Aktenzeichen XY-Filmfälle. Die haben so eine relativ trockene Inszenierung, die aber dafür sorgt bei mir, bin ich ganz ehrlich, für so einen Grusel-Appeal.

Also ich finde die schon sehr atmosphärisch inszeniert, diese Todessequenzen hier. Auch so mit dem, der verschwindet einfach so im Nichts, der John in der Dunkelheit und taucht nicht wieder auf. Das sind schon so Sachen, die bei mir was auslösen. Ich fand's gut inszeniert. Ja, das ist auf jeden Fall der erotischste Aktenzeichnungs- Y-Fall.

Den wir ja je gesehen haben. Little did you know. Ja. Aber ne, da gebe ich dir schon recht. Also, ich finde ihn auch ganz nice eigentlich. Also, dass es natürlich erst der, dass es auch gar nicht so ist, dass keiner den Killer sieht, sondern er steht an dem Fenster und spannt rein und er erschreckt sich und läuft ihm auch hinterher so.

Das ist ja auch eher untypisch. Meist irgendwie, entweder passiert der Kill sofort im Auto oder der Killer schleicht nur rum, wie er als Zuschauer nebens war. Die Figuren sehen es meist ja gar nicht. Das ist eigentlich so das Typische, was man eigentlich eher inzwischen kennt. Aber dass er ihn wirklich verfolgt direkt und da wie wagebutig noch halbdackend daher rennt.

Das ist eigentlich schon ganz gut die Dynamik. Und ja, dass er natürlich nicht zurückkommt. Genau, sie ist alleingelassen, wartet ja im Auto. Und dann der Kill selbst ist schon auch, Schon irgendwie nice, aber auch da, ja, das war das erste Mal auch wieder direkt, wo ich mir dachte so, ah ja, okay, das war stimmt, das war gar nicht so explizit, wie ich dachte.

Und auch sehr obviers getrickst, ne, man sieht, der Übergang ist sehr... Die Hautfarbe passt nicht. Ja, du hast eh sehr viele Umschnitte im Film, wo sie was tricksen wollen oder kaschieren oder ineinanderblenden, was einfach überhaupt nicht funktioniert. Wo du jedes Mal genau A, den Schnitt siehst und B, den Effekt hinterher.

Natürlich jetzt gerade im HD, UHD-Zeitalter. Aber per se auf jeden Fall finde ich den schon ganz nice und ich finde es ja auch mal, ehrlich gesagt, ich mag ja irgendwie die Mordwaffe. Also erstmal dieses Tuch als reines Mordwerkzeug, weil ich meine, der Film unterläuft ja auch so ein bisschen die Erwartungen.

Also im internationalen Titel mit Torso auf jedem Cover seit 30, 40 Jahren ist diese Handsäge drauf und du bist am Anfang erstmal Hä? Was willst du denn da? Ich denke auch jedes Mal wieder, ich dachte ja auch wieder, hä, das Tuch? Ich dachte, ihr Kopf wurde abgesägt, dachte ich so wieder. Da sieht man mal richtig, also man sagt ja immer, dass früher viele Leute, auch so Horrorfans, immer so Szenen in Erinnerung hatten, die gar nicht in den Filmen vorgekommen sind. Einfach durch dieses Hörensagen und so weiter.

Oder weil man das auf Covern gesehen hat und so weiter. Ich glaube, Torso ist der einzige Film, bei dem das bei mir so ist, dass ich mich jedes Mal wieder, dass ich reinfalle auf das Cover und denke, ja, das ist ein krasse, harte Film, das war doch einer von den 5 von 5, Gewalt, Giallo, so, die sägen, na klar, der sägt alle 5 Minuten sägt irgendwie in dem Kopf ab, und dann am Ende war es aber dieses Tuch, und die meisten Leute werden einfach erwürgt, so, da gebe ich dir vollkommen recht.

Jedes Mal denke ich am Anfang, das ist genau der Moment, wo ich dann schreibe, wo ich dann schon in meine Notizen schreibe, ja, nicht so brutal wie in meiner Erinnerung. Ja, genau, und das halt, man muss ja mal sagen, dass der Killer halt die Leichen zersägt, so richtig, lernt man eigentlich nicht mehr als im Finale, oder sieht man zumindest im Finale, ja.

Wie findet ihr denn die Optik des Killers, Laura? Also ich muss sagen, die Maske, das mag ich eigentlich. Ist ja realistisch gehalten, ne? Genau, es ist jetzt nicht irgendwie so, ja, dass man so sagen kann, der wird hier schon ikonisiert oder so, wie das dann natürlich später in den amerikanischen Slashern ist, das auf keinen Fall.

Aber ich finde, man hat halt nicht, wie bei anderen, Jolly, dass manchmal so ist, dass man alleine von der Kleidung und der Silhouette schon so denkt, ah, das ist doch 100 pro eine Frau in Männerklamotten oder so. Also ich fand den eigentlich, ich fand den unaufgeregt, aber eigentlich ganz cool. Ja, und ich finde die Skimaske, ich finde es gut, dass es nicht so eine typische schwarze ist, sondern ich finde diese grau-weiße, die ist auch sehr eng anliegend.

Das macht auch nochmal, also die Form, die sie hat, und dann mit den Stieraugen immer, das ist schon ein bisschen creepiger als so eine typische Skimaske. Das gibt ja später, dann kommen wir noch auf die Szene zu sprechen, also ich finde, Martino spielt auch gut damit, wie er den inszeniert, den Killer. Allein so, wenn in dieser Sumpf-Szene später wieder einfach am anderen Ende des Sumpfes schon auf Carol wartet und einfach nur so dasteht.

Also der macht das schon ganz gut, finde ich. Kleiner Jason-Moment, fand ich. Also der wirkt auf jeden Fall für mich bedrohlich genug. Das funktioniert für mich. Er mochte es auch in der Szene, wie im Score so ein bisschen dieser Herzschlag von Florence auch so ein bisschen eingearbeitet ist auf der Tonspur.

Fand ich auch ziemlich cool. Hat mir gut gefallen. Und dann, Laura, gibt es am nächsten Morgen, die Leichen werden gefunden, die Zeugenbefragung. Und da ist ein netter Zeuge, nenne ich ihn mal, der sich versucht zu rechtfertigen und sagt ... Vielleicht habt ihr das gar nicht so mitgekriegt, weil ihr den Film nicht auf Deutsch geguckt habt.

Er sagt, immer wenn ich hierher komme, suche ich in der Regel einen stillen Ort. Und dann macht er kurz eine Sprechpause. Macht so, naja, zum Kacken. Und ich habe so losgebrüllt. Ich habe so losgebrüllt. Wie das einfach so aus dem Nichts. Er leitet es schon ein und sagt am Anfang, ja, sie wissen schon, warum die Leute hierher kommen. Und da hat er schon über das Kacken geredet.

Und da dachte ich noch, es ging ums Fummeln. Aber er hat da schon, weil hier ist man ja ungestört und so weiter. Und deswegen komme ich schon öfter her und dann dachte ich so, ja, aber du kommst doch nicht zum Fummeln her. Und dann so eiskalt, naja, ein stiller Ort zum, naja, Kacken. Ich habe so gedrückt. Und im Untertitel, wirklich, ich bin an den Fernseher drangegangen und dachte, meine Siehschwäche wird immer schlimmer, weil ich erst dachte, da steht zum Knacken.

Und dann dachte ich so, nee, da steht wirklich Kacken. Das steht hier wirklich. Das war mit Abstand mein lautester Lager. Ja, auf jeden Fall. Ich hab das so oft zurückgespult, die Szene, hab das zu meiner Frau gesagt, komm, das musst du jetzt gucken. Wie aus dem Nichts, so, da hab das so oft zurückgespult, das ist so lustig.

Auf der englischen Tonspur, er sagt, glaube ich, to take a dump. Ja, okay. Ja, das ist noch halb so lustig. Ja, das ist halt halb so lustig, aber das ist ja auch eine der Szenen, die rausgeflogen sind. Also die wurde ja wieder eingesetzt, die war in der Ursprungsfassung, wurde ihm irgendwann rausgeschmissen.

Ah, okay. Ich glaube, ich weiß auch warum, weil ich finde, ist eine der wenigen Szenen wirklich, die so einen Gag machen. Das gibt's im Film eigentlich nicht. Und ich glaube, ich kann mir vorstellen, dass die damals gesagt haben, ey, das kommt direkt nach dem Mord, das nimmt ihm irgendwie ein bisschen so die Tragweite. Wenn direkt nach dem Mord, nach dem Doppelmord Polizei ist da und der Typ redet übers Scheißen.

Ich glaub, das haben sie deswegen damals rausgenommen. Aber ja, das ist auf jeden Fall einer der wenigen wirklich witzigen, also absichtlich witzigen Gags im Film. Ja. So, und jetzt wird es kompliziert, Laura. Also da war jetzt der Moment, wo ich da durcheinander gekommen bin. Erstmal, man dachte ja so, Jane und Daniela sind die beiden Hauptfiguren.

Dann war aber Carol plötzlich so im Vordergrund, die dann irgendwie erfährt, dass Florence getötet wurde. Jane beobachtet dann wiederum, dass Carol eine Affäre mit einem älteren Mann hat. Von dem erfahren wir überhaupt, wer das ist. Oder was das soll, der sitzt ja noch einmal im Auto mit ihr und dreht sich dann so um und sagt, deine Freundin beobachtet uns oder irgendwie sowas.

Und dann fahren sie ja weg. Stimmt. Da wird ja auch nie wieder drüber geredet, glaube ich. Dann sehen wir, wie Stefano, also der aufdringliche Typ vom Anfang, der sucht ja eine Prostituierte auf. Und da, auch wieder Red Herring-Style, merken wir, wie er plötzlich so aggressiv wird und sie misshandelt und beinahe erwürgt.

Was natürlich zum Mord am Anfang passt. Jemand, der wirkt. Und da habe ich das Gefühl gehabt, will uns der Film auf jeden Fall schon mal in die Richtung bringen, dass der Täter irgendein psychosexuelles Motiv, wahrscheinlich aus seiner Kindheit, weil wir sehen ja diese Porzellanpuppe auch immer sehr häufig in so einem Flashback.

Dass das vielleicht das Problem des Killers sein könnte. Aber ich muss sagen, so richtig durchgeblickt in der Phase, das war mit ein bisschen too much an Figuren. Aber ist nicht da irgendwo auch noch die, ja doch, genau, Die Jane, die Blonde, ist mit dem Professor irgendwie unterwegs. Und der sagt zu ihr dann so, ja, hast du Lust, was trinken zu gehen?

Und dann laufen die so eine Straße lang. Und dann haut der aber irgendwie wieder ab. Und dann sieht sie ihre Freundin mit diesem älteren Mann im Auto. Und dann dachte ich so, hä, was ist das denn jetzt? Also warum sagen die, die gehen was trinken? Dann laufen die nur kurz die Straße lang, dann ist er weg.

Warum guckt Jane so vorwurfsvoll, wenn sie selber gerade mit dem älteren Professor da abgehangen hat? Ja, und dann, ja, ich habe kurzzeitig wirklich irgendwie gedacht, vielleicht, dass die Freundin sich was dazu verdient oder so, weil sie danach ja dann auch bei diesen zwei Typen aufs Motorrad steigt und dann dachte ich irgendwie so, hm.

Ihre Freundin wurde irgendwie gerade umgebracht, hat die jetzt da wirklich gerade, Bock drauf, auf so eine Orgie zu gehen und also augenscheinlich hatte sie ja auch nicht so wirklich Bock. Und da habe ich kurz gedacht, ah, vielleicht will der Film uns erzählen, dass sie vielleicht irgendwie auch das ist ja für ein paar...

...kustituierte Nebenball noch ist oder so, aber es ist nicht eindeutig irgendwie. Der André, der springt auch teilweise so häufig zwischen den Figuren hin und her. Mir ist da so ein bisschen das Raum- und Zeitgefühl verloren gegangen. Weil da auch einmal kommt die Daniela zu der Carol und fragt, hä, wo warst du denn? Warst du verreist?

Und wir als Zuschauer haben aber Carol erst vor 20 Sekunden gesehen. Wir gehen davon aus, ob das irgendwie noch 10 Minuten her ist. Ja, als ob da irgendwie ein Zeitgap von zwei Wochen zwischen war oder irgendwie sowas. Und das hat schon, muss ich sagen, war nicht ... Also das muss man, würde ich schon fast als ...

Späche der Inszenierung sehen, dass das so ein bisschen die Übersicht verloren geht. Ich kann mir auch ein bisschen vorstellen, dass das alles vielleicht nachher, dass das vielleicht im Editing-Room alles ein bisschen durchneugekommen ist, dass da vielleicht noch viel mehr Szenen gedreht wurden, dass das alles irgendwie, rausgenommen wurde, zerstückelt wurde und dass dann da im Editing ein bisschen Pacing-Probleme reingekommen sind.

Weil auf jeden Fall, das ist jetzt der ganze Part, wo zu viele Figuren an verschiedenen Orten kein Überblick mehr so richtig und man muss echt genau aufpassen, wo jetzt wer sich bewegen soll und solche Sachen eben auch mit dem Professor so, absolut, genau, der ist dann einfach weg. Die sagen nicht mal irgendwie, warum.

Sie verabschieden sich ja trotzdem einfach, obwohl sie ja gerade zusammen los sind. Ich hab da wieder das Gefühl auch irgendwie, dass da was fehlt. Ich hab das Gefühl, die sind was trinken gegangen, das ist aber rausgenommen worden. Das ist dann einfach der Weg, wo sie sich schon wieder verabschieden. Aber da was fehlt.

Das peilt man aber nicht, weil das ist so, können wir ja was trinken, Schnitt, alles klar, was schön, tschüss. Ja. So, und ich glaube, da ist im Editing-Room safe einiges rausgeflogen. Dann wird Carol wie, wie Lauras eben schon gesagt hat, von zwei, ich nenne es mal so, Rabauken, Bikern, wie auch immer.

Hat man wahrscheinlich in den 70ern so gesagt, mitgenommen und zu einem, nennen wir es mal, Hippie-Community Free Love Happening gebracht, übersetzt heißt das, da wird ge... Und grabbelt, gebummst, gekifft und getanzt, was das Zeug hält. Aber auch nicht so geil, wie ihr euch das jetzt vielleicht vorstellt, wenn ihr das hört.

Sondern das ist einfach so eine Lagerhalle, die nicht mal einen richtigen Boden hat, sondern der Boden ist Erde, Lava. Und da ruhen sich ein paar Leute auf ein paar Decken, bummsten rum. Und die meisten hängen einfach nur so zugedröhnt da so ab. Auch Carol wirkt da sehr zugedröhnt. Sie ist ja auch unfreiwillig mit den beiden Typen mitgefahren dort.

Und wird da auch von denen angetatscht und sie hat die Schnauze voll und verlässt dann die Party und geht in so ein sumpfiges Feld und die beiden Kerle verfolgen sie auch, finden sie aber nicht und sie drehen auch so ein, das ist so geil, das ist auch wieder so ein Moment, wo ich bei dem ich mir vorstellen könnte, dass der rausgeschnitten war mal zwischenzeitlich, als sie beiden diesen Motorradstunt in den Matsch drehen, der so völlig unnötig war.

Weißt du, André, welchen ich meinen? Vor allem, sie ist auch eine der Szenen, wo ich, wie vorhin schon sagte, wo du hart den Umschnitt merkst. Frontal, er springt über diesen Hügel, das ist Safe and Stuntman. Er kommt auf, Schnitt, Andere Perspektive, das Motorrad steckt schon so einen halben Meter tief im Schlamm.

Er liegt auf dem Boden, komplett eingeschlampt und der andere kommt dazu und hebt ihn wieder auf. Also du siehst aber genau zwischen Aufkommen und dann Schnitt und dann alles, die ganze Szenerie ist schon so vorbereitet, komplett für alles unterschiedlich gestaged halt irgendwie. Das eine ist ein gettaschgebauter Stunt und dann den harten Schnitt dazwischen, das merkt man halt alles, ja. Auf jeden Fall absolut unnötig.

Hätte ich auch gar nicht gebraucht tatsächlich, dass die beiden sie noch verfolgen, weil die, ich finde, es baut sich eine schöne Spannung auf bei Carol einfach, wie sie dort erst durch dieses Sumpfgebiet geht und dieses Sumpfgebiet entwickelt sich dann zu einem sumpfigen, vernebelten Wald, ich finde das Setting mega geil, ich finde, das sieht richtig krass gruselig aus, und sie selbst wirkt, wandelt halt so paralysiert, man merkt halt, sie ist irgendwie entweder durch Drogen oder Alkohol, wie auch immer, zugedröhnt immer noch und dann schaut sie so in die Ferne und sieht dann am anderen Ende des Waldes halt, wie vorhin schon erwähnt, die maskierte Gestalt dort, Und der Mann schnappt sich dann,

Carol und ertränkt sie im Sumpf. Eher er dann mit den Fingern in ihre Augen sticht und dann sonst noch was mit ihr anstellt, ist für mich tatsächlich die beste Szene des Films. Ich finde die richtig stark, Laura. Gehe ich mit. Das habe ich auch so empfunden. Ich finde das Setting wirklich richtig schön, schön gruselig.

Und auch wie der Killer da steht, das fand ich echt gruselig. Und die Tötung an sich hat mir auch gut gefallen da wird ja dann auch nochmal so ein Schnitt auf so eine Puppe gemacht also spätestens da finde ich ist dann klar dass, der Täter irgendwie so ein sexuelles Trauma irgendwie hat Kindheitstrauma wahrscheinlich, ich habe aber auch gemerkt dass.

Das ist ja bei Slashern häufig so, dass die Leute, die so relativ am Anfang des Films sterben, zu denen muss man jetzt ja auch keine emotionale Beziehung haben oder so. Aber irgendwie hatte ich bei Carol tatsächlich so das Gefühl, ach, da wäre irgendwie für die Figur vielleicht noch ein bisschen mehr drin gewesen.

Gerade weil man halt so ein paar Irritationsmomente mit ihr hatte. So, hä, warum, was ist mit dem alten Mann? warum ... Sie bekommt eigentlich, die meisten Punkte an, ich nenne es mal Storytelling ab, wo man sagen könnte, ah, das würde mich dann doch vielleicht interessieren, was es damit auf sich hat. Ja, voll. Interessiert er am Ende irgendwie doch keinen.

Das hat man nur gemacht, um möglichst viele Verdächtige für den Kill aufzubauen. Aber der Kill ist richtig cool, auf jeden Fall. Ich finde auch, André, in dieser Sequenz, deswegen, es wird ja mal oft gesagt, dass das so ein Pre-Slasher war, also unbewusst, weil er ja aus Italien kommt. Weil er nicht diese typischen Jallo-Kills hat, so mit den Handschuhen und diese POV-Perspektive aus der Sicht des Killers, wird hier natürlich auch so ein bisschen mit eingebaut, aber wir sehen halt auch den Killer schon am Ende des Sumpfes und so weiter und wie das aufgebaut ist, erinnert das eher an amerikanische spätere Slasher als an Jallo und ich finde, das kommt in der Szene eigentlich ganz gut rüber.

Und ich frage mich, also beide Fragen für dich, ich frage mich, ob diese Darstellung dieser Hippie-Community dort, das bereitet ja schon irgendwie diese Themen auf, die es in den 70ern gab. Man spricht ja schon davon, dass die Jugend so ein bisschen verwahrlost war zu der Zeit, in Europa auch vor allem.

Und ich weiß nicht, ob Martino, dass er kritisch sieht oder ob er die Bewegung der 70er und späten 60er kritisch sieht oder ob er auf der Seite der Jugend ist. Das kam mir nicht so ganz rüber im Verlauf des Films. Also ob er eher wieder so ein Moralapostel ist und sagt, ey, junge Leute, passt mal auf, so typisch, wie wir es auch vom Stasher kennen, benehmt euch mal, sonst kommt ein Mörder und bringt euch um. Oder sagt er sich so ...

Macht mal. Also erst mal so generell, ja, auf jeden Fall. Das ist ja schon so ein Proto-Slash-Anleihen. Wir haben ja eben schon gesagt, das mit dem ganzen Nebel und Sumpf ist ja wirklich schon fast Jason-Blaupause. Da gibt's ja einige Shots aus manchen Friday-Teilen, die kannst du ja eins zu eins darüber legen.

Also da stand bestimmt auch viel Inspiration an für den US-Markt her. Also da hat er schon einige Anleihen. Die meisten Zuhörer, Entschuldigung, erinnern sich vielleicht noch an unsere Besprechung von Bay of Blood, wo ja auch einige Kills eins zu eins kopiert wurden. Ja, komplett. Und da ist Torso sicher auch dabei. Und ich meine, er hat zwar ja auch viele Elemente des Giallo, aber arbeitet ja auch in vielen dagegen.

Also er ist da schon eine gute Mischung des Ganzen. Und ich finde, Martino hat da schon nochmal so einen eigenen Drill darauf gefunden. Also er hält sich nicht ganz an alle Regeln des Giallo. Also er will da ja schon auch noch mehr schocken und schon mehr auf eben diesen Killer eingehen, den man ja doch dann bei den Giallo eher meistens gar nicht sieht.

Und hier hast du ihn ja schon einfach als Bedrohungsfigur ja ganz klar mit der Maske und so weiter. Und nicht nur immer dieses typische man sieht nur die Hände oder gar nichts oder so. Also ich finde schon, dass er ihn da schon so auch als körperliche Bedrohung einfach inszeniert als Killer. Und mit der Darstellung der Hippie-Kultur, ich habe das Gefühl, ehrlich gesagt, er hat da gar keine Meinung. Es ist einfach nur ein Ventil für ihn.

Er nutzt das quasi als Raum zur Darstellung der Slee-Szenen. Er weiß halt, das ist ein guter Mechanismus, um Titten zeigen zu können, mal blöd gesagt. Weil das macht er halt als einziges auch, weil er hat ja keine Position dazu. Ich finde schon, also nur wenn man sagt, okay, die Figur, die dort hingeht.

Wird halt dann quasi danach gemeuchelt. Klar, das kannst du auf den ganzen Filmen schon abbilden, weil natürlich unsere einzige Hauptfigur, die das Final Girl wird, ist halt natürlich auch wieder die, die pure bleibt. Das kann man schon so sagen. Aber rein zu dieser Hippie-Kommunenkultur. Ich finde, der nutzt es einfach nur als Setpiece.

Also ich finde nicht, dass der Film da eine Aussage trifft. Was mir richtig gut gefallen hat, ist tatsächlich die Musik des Films. Die stammt von Guido Maurizio de Angelis, die man vor allem in Deutschland, also nicht vor allem in Deutschland, aber die man kennt unter dem Namen Oliver Onions, also die Band.

Und da werden jetzt einige denken, ach so, ja, richtig, das sind die, die auch viele Musiken zu Bud Spencer und Terence Hill Filmen gemacht haben. Und die sind ja wirklich weltberühmt, die Musiken zu den Spencer und Hill Filmen. Und ja, die haben auch für diesen Film hier den Score gemacht, fand ich cool und random fact, die hatten in Deutschland sogar ein Nummer 1 Hit, nämlich mit der Originalversion von Santa Maria dem Song, der später von Roland Kaiser neu interpretiert wurde kennt ihr vielleicht, Santa Maria ja, das war ein Nummer 1 Hit von denen in Deutschland tatsächlich was für Trivia hier wie fandet ihr die Musik, die war schon so ein bisschen auch Goblin-Style teilweise ein bisschen ich mag die voll, auch den Main-Score,

der immer eingesetzt, wenn ein Kill passiert, nur allerdings ist der auch der Main Theme der Blu-Ray und ich habe vorhin irgendwie, glaube ich, eine halbe Stunde lang das Menü dudeln lassen, nebenbei irgendwie auf den Sack. Aber per se im Film fand ich ihn sehr cool, ja. Laura, auch? Ja, ist bei mir auch so. Also die Musik ist mir positiv aufgefallen und das kann ich ja auch stellvertretend für Theresa heute sagen, wenn mir die Musik positiv auffällt, dann ist sie für mein Empfinden wirklich gut, weil sonst bemerke ich sie ja nicht. Sehr gut.

Carol Witt vermisst nach dieser Party-Nacht. Und jetzt wird es wieder ein bisschen kompliziert. Daniela erinnert sich, dass sie von Peter und George, das sind diese zwielichtigen Rabauken, jetzt muss ich gerade selber, meine Notizen ist ein bisschen falsch, quasi erwürgt wurde, nee wurde sie ja gar nicht, hä, was für Quatsch, dass die.

Jetzt weiß ich es auch nicht mehr genau, was ich damit meinte. Es geht auf jeden Fall auch um den roten Schal, um den schwarz-roten Schal, der am Tatort gefunden wurde. Und ich glaube, einer von den beiden trug so einen Schal. Das war, glaube ich, der Punkt. Ja, ich glaube, die Dani oder Daniela weiß, dass sie den Schal halt schon mal an jemandem gesehen hat.

Und sie weiß aber nicht mehr genau, an wem. Und das fand ich irgendwie auch ganz smart, weil der Schal ist ja schon irgendwie sehr einprägsam mit diesem Schwarz-Rot. wobei... Schwarz-Rot oder Rot-Schwarz? Ganz genau. Aber wenn man sich das mal so vorstellt, ich finde das realistisch, dass wenn man so einen Schal sehen würde, dass man sich denkt, ja, den hab ich schon mal gesehen.

Aber natürlich weißt du nicht, wer den anhatte, wenn gefühlt da jeder Zweite, mit so einem Schal rumläuft. Ja. Deswegen, das fand ich irgendwie ganz nett. Und da hab ich dann jetzt auch wirklich gedacht, ah, okay, sie wird jetzt die Hauptfigur und das Final Girl dieses Films. Vielen Dank. Ja, Stefano verhält sich weiterhin sehr merkwürdig, denn jeder bekommt einen Drohanruf und daraufhin rät ihr Vater, ihr ein paar Tage mit ein paar Freundinnen im Landhaus zu verbringen, weil der nimmt das auch gar nicht so ernst, glaube ich, diese ganze Thematik oder zumindest nicht so, wie man das vielleicht hätte als Elterteil ernst nehmen sollen.

Ist halt, das Plottelement, das zum Genrewechsel führen muss. Also irgendwie müssen sie halt in dieses neue Setting kommen und so wird das eben vollzogen. Aber ich habe schon gemerkt, das ist das, was wir jetzt ja schon häufiger angemerkt haben, dass da vielleicht Potenzial ist für ein bisschen Charaktertiefe, André, aber die wird nicht richtig ausgespielt. Das ist so ein bisschen schade.

Ich meine, einerseits ist es gut, weil der Film macht das ja in diesem Hitchcock-Style, so dass man am Ende gar nicht genau weiß, wer jetzt wirklich die Hauptfigur sein soll. Weil eben die Jane, ja, die sehen wir schon häufiger, aber die ist jetzt auch nicht präsenter als jetzt Daniela oder vorher Carol. Zu dem Zeitpunkt auf keinen Fall. Nee, ist alles so arsch für mich.

Ist ja irgendwie auch wiederum cool, weil dann nicht automatisch sofort klar ist, was vielleicht passiert. Es ist aber auch irgendwie halt, es ist halt nicht hilfreich, um den Film so richtig so einen Faden zu finden. Und Interesse zu wecken für die Figuren vor allem. Ja, genau. Ja. Und ich finde, die Schauspielerin, die Daniela spielt, finde die einfach viel ausdrucksstärker von ihrer Mimik, von ihrem Gesicht.

Ich finde, die hat irgendwie viel mehr Präsenz und viel mehr Charisma als Susie Kendall. Finde ich auch gut. Also ich finde, sie wäre das bessere Final Girl gewesen. Aber vielleicht funktioniert es auch später erst so gut. deshalb. Genau das. Vielleicht funktioniert es auch genau besser, weil sie vielleicht nicht so ganz die Präsenz hat. Man schon weiß, okay, man sieht sie zwar nicht oft, aber die ist so charismatisch, so gut besetzt. Das muss das Filegold sein.

Vielleicht ist es genau deswegen auch ein bisschen. Machen wir nachher nochmal, Laura, wenn wir da sind. Wir haben auch einen Inspektor, der auch Martino heißt, der mit dem Fall anvertraut wird. Den können wir aber getrost ignorieren. Der bringt dem Film gar nichts. Dann erfahren wir, dass der Straßenhändler Johnny Tommaso, natürlich, so muss der heißen, dass der ja mit Charles handelt, wie sie auch der Täter benutzt.

Und er ruft dann den vermeintlichen Täter an und er presst diesen. Stefano fängt unterdessen dann jeder ab und will dir etwas Wichtiges mitteilen. Das Wichtige ist, du gehörst mir und keinem anderen. Was ihn natürlich wieder verdächtig macht. Dabei fällt dann jeder auf, dass Stefano auch immer solche rot-schwarzen Schalexemplare trägt, Laura. Was denn nun?

Tragen die etwa alle diesen Schalen? Ja, ich meine, ich muss schon sagen, ich fand es irgendwie schon so ein bisschen strange, dass der Schalverkäufer auf so einem riesigen Marktplatz sich dann erinnern kann, dass genau eine Person genau diesen Schal jetzt gekauft hat und dass er dann auch noch die Telefonnummer von dem hat. Ja.

Und ich finde, also gerade bei dem Stefano, weil der ja wirklich sie so krass bedrängt und so, von seiner ersten Szene an ja so eindimensional einfach nur sie stalkt, ist es einfach klar, dass er es nicht ist. Also das wäre wirklich krass, wenn man diesen Bogen erzählen würde, von der ersten bis zur letzten Szene. Ach ja, der war es einfach.

Wir wussten es eigentlich die ganze Zeit. Ich hab mal in einer von einer ganz früheren Episode, glaube ich mal, von diesem Drehorgelspieler in Rostock erzählt. Das ist einer, der immer in der Fußgängerzone in Rostock so einen Drehorgel gespielt hat. Und zwar so ein älterer Mann, der war schon, als ich sieben war, war der schon 150 und stand da.

Und der war auch bis zu seinem Lebensende 150 oder vielleicht auch 200, ich weiß nicht. Und der war total berühmt. Alle kannten den und alle haben dem immer Geld gegeben, weil der war halt so eine Institution mit seiner Drehorgel. Und es stellte sich dann später heraus, dass der Millionär war durch diese Spendeneinnahmen.

Aber trotzdem immer diese Drehorgel gespielt hat. Ich vermute, dass auch hier unser Kollege Johnny Tommaso eigentlich schon Millionär war, weil scheinbar hat ja jeder Bewohner von Perugia bei ihm schon einen rot-schwarzen Schal gekauft. Und der müsste da eigentlich gar keine mehr verkaufen, weil er schon so viel Umsatz gemacht hat. Das ist meine Theorie.

Nicht schlecht. Ja? Nee, ich sag vielleicht, ja, möglicherweise. Hat ihm aber nichts gebracht, weil in der folgenden Nacht wird der schmierige Straßenhändler dann mit einem Auto durchaus kreativ regelrecht hingerichtet und beseitigt, André. Eine ungewöhnliche Mordwaffe. Und eine gute Abwechslung mal zum Schal.

Hey, absolut. Die Szene, du hast ja Fitt schon gesagt, du machst die gerne. Ich mag die auch ganz gerne. Der Effekt selber, ja, auch semi-gealtert. Aber einfach dieses zweimal da ausholen, nochmal zurückfahren, nochmal gegenfahren, ist schon irgendwie ganz derbe. Wobei, muss ich auch sagen, dann gibt es diesen Umschnitt auch wieder, nach dem Effekt.

Und dann siehst du halt den Schauspieler. Wieder ganz. Und wenn dein Gesicht noch so aussieht, wenn dann zweimal ein Auto gegen deinen Kopf gefahren ist, dann Hut ab. Also das ist leider auch kontinuitärsmäßig nicht so geil. Aber rein vom Aufbau her die Szene und vom Kill her schon ganz cool. Am nächsten Tag sucht Jane Stefano auf. Der ist jedoch nicht zu Hause.

Jane findet aber einen verstörenden, nicht abgeschickten Brief an Daniela und den Hinweis von der, war das eine Haushälterin? Ich weiß jetzt nicht genau, diese Frau, die da einfach aufgetaucht ist, random. Und erfährt, dass Stefano auch nachts nicht da war. Okay, das waren alles so Sachen, die uns weiter verwirren sollten. Ich muss auch gestehen, bei aller Liebe zum Film, das hat mich auch irgendwann nicht mehr interessiert, bin ich ganz ehrlich.

Also das war dann auch irgendwann so, mir war schon Stefano, ja, okay, ist ein Idiot. War für dich auch eher raus, oder? Ja, ja, ja, das war für mich dann auch zweitrangig bei dem Film. Und dann sehen wir also ein bisschen auch so die Fahrt dahin. Ich habe da auch ein paar Sachen geistig nicht, Also ich habe aufgepasst die ganze Zeit, aber es war einfach wahnsinnig heiß und ein paar Sachen sind mir auch verloren gegangen unterwegs. Ich weiß zum Beispiel nicht mehr, warum Jane nicht direkt mit denen im Zug mitgefahren ist.

Ich weiß nicht, warum der Doktor, den hatten wir vorher schon mal gesehen, ne? Im Zug, als er da einsteigt zu den Mädchen, das ist nicht seine erste Szene, oder? Ich meine nicht, nein. Aber warum haben wir den vorher schon mal gesehen? Oder ist das so ein Arzt, so ein Landarzt, der immer hin und her reist irgendwie?

Ich weiß es auch nicht mehr genau. Der Roberto auf jeden Fall. Auf jeden Fall ist der jetzt auch ein Red Herring, weil der setzt sich auch random zu den Mädels in den Zug. Da geht es dann auch so ein bisschen noch mit den beiden lesbischen Mädchen so ein bisschen weiter. Oder einem neuen Anfang, wie auch immer.

Und wir sehen dann auch diese Szene, von der wir vorhin schon gesprochen haben, auf diesem Dorfplatz, wo sich die Männer so ergönnen, Am Anblick der Jungfrau auf dem Traktor. Aber wir haben jetzt einen Szenenwechsel. Also nicht einen Szenenwechsel, einen Settingwechsel, Laura. Wir sind jetzt nicht mehr.

In der Metropole in Perugia, wo das moderne Leben herrscht, sondern wir sind jetzt auf dem Dorf quasi in so einem kleinen Örtchen und da sind die Leute vielleicht nicht so offen. Wie in der Stadt, aber es spielt auch keine große Rolle für den Film. Hätte man vielleicht mehr daraus machen können? Weiß ich nicht.

Ja, also das hast du ja eben oder am Anfang eigentlich schon erwähnt, dass die Männer da jetzt so richtig geiern. Und man schon, also ich hatte zumindest kurz das Gefühl, als man dann sieht, dass die nachts halt auch noch da rumlaufen. Und ich weiß nicht, ob die auch getrunken haben oder so. Aber da hatte ich kurz so den Eindruck, okay, vielleicht soll hier gerade so angedeutet werden, dass jetzt so eine Gruppendynamik aufmacht und so, wer traut sich und dass dann irgendwie doch einer nach oben geht und die aber vielleicht eher so erschreckt oder so.

Aber ja, ich habe es eher auch als Red Herring wieder empfunden. Das Landhaus, Andre, das Landhaus von Danielas Vater, das ist oben auf einer Klippe. Eigentlich ganz cool. Jane kommt dann nach einer Weile auch an und sie hat neue Informationen. Sie erklärt, dass Stefano einen anderen Schal hat, als der Täter ihn verwendet hat.

Nämlich da kommt dieses Rot-Schwarz-Schwarz-Rot-Ding ins Spiel. Und damit käme er nicht mehr als Mörder infrage. Deswegen kommt die auch später. Die hat sich doch noch mal mit dem Professor gehofft. Und checkt dann doch noch mal was wegen den Schals. Die forscht dann noch mal nach. Und aus dem Grund ja verpasst die da auch ganz mal alles.

Und weil das geistig alles so anspruchsvoll war, André, gibt es jetzt erst mal eine lesbische Liebesszene für uns. Zur Abkühlung, oder? Zum Aufheizen. Wir brauchen ja erst mal ein bisschen was für den Sleaze-Faktor. Ja. Ein spannender junger Mann und mit spannend meine ich jetzt voyeuristisch spannend, aus dem Dorf taucht da auch auf.

Auch wieder, das ist auch so ein Klischee, der hat ja so eine leichte, ich glaube schon, der soll so eine geistige Behinderung oder sowas haben, also der Weg zumindest so wird auch behandelt. Ist auch typisches Klischee für so einen Film, finde ich irgendwie. Der wird aber vom Mörder in die Flucht gejagt und mittels Time Warp-Funktion, weil anders kann ich es mir nicht erklären, verfolgen sich die beiden gegenseitig. bis runter ins Dorf.

Muss man, glaube ich, einfach so hinnehmen. Der Killer erwischt dann den Spanner, bringt ihn um und wirft ihn in einen Brunnen. Aber wie schnell die beiden da oben von der Klippe runtergekommen sind ins Dorf, das kannst du mir überhaupt nicht verkaufen. Und auch, dass der Killer sich denkt so, ich bin jetzt hier eigentlich schon oben im Landhaus, ich würde jetzt gerne die Mädels alle abjacken, aber den Typen, da gehe ich jetzt nochmal in die Vollen und verfolge den 10 Kilometer runter ins Dorf.

Bergab. Und gehe nachher wieder bergab. Gehe wieder hoch. Das war mir schon, das war mir, also wie gesagt, ihr wisst ja, Logik, ne, das brauche ich nicht jedes Mal wählen, mache ich trotzdem. Ist jetzt nicht das Wichtigste für so einen Film, aber das sind schon so Momente, wo ich denke, so, ma, komm, das hätte man vielleicht ein bisschen charmanter montieren können. Das zeigt wenigstens ein Schnitt, wie die beiden sich noch irgendwie bergab, wie der junge Mann sich verfolgt fühlt, irgendwie da im Wald oder irgendwie sowas noch, ne.

Aber nicht bitte vom Landhaus direkt runter ins Dorf warpen, das ist Quatsch. Auch da kann ich mir halt vorstellen, dass es da wieder mehr Szenen gab, die gedreht wurden und alles im Editing-Room so. Nein, das streckt nur bis ins Finale kommen. Ist das jetzt für alle sieben Filme, die wir sprechen, deine Standardausrede, um die Filme in Schutz zu nehmen?

Ich nehm's ja nicht in Schutz, ich kreide das ja sogar an. Okay. Dass das Editing schlecht ist. Und das macht hier nur Sinn. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Kampf zwischen den beiden der Verfolgung deutlich länger war und dann halt gemerkt wurde, ey, es ist mega boring und zieht sich raus damit. Nur es führt dann genau dazu, dass es halt super albern wirkt, weil wir die Entfernung ja wissen.

Wir wissen, du musst dein Auto da hochfahren, du weißt, du musst den Zug irgendwie anreisen und dann noch irgendwie, wir wissen, dass das nicht nah beieinander ist und das macht halt dann das Problem aus, ja. Ich glaube, Helikopter-Landeplatz hätte es einfacher gemacht. Helikopter 1, als 7 kommt. Die Mädels sonnen sich nackig, werden weder bespannert, diesmal vom Lebensmittelboden, der natürlich ein neuer Tatfertig-Diger ist, aber für mich nicht in Frage kam, weil er halt vorher keine Rolle gespielt hat im ersten Teil des Films.

Er hätte einfach keinen Sinn gemacht. Jane stürzt dann unglücklich von der Treppe und muss behandelt werden. Natürlich, was für Zufall, ist der behandelnde Arzt aus dem Zug, Robert? natürlich wieder am Start. Nächster Verdächtiger. Und kann sie dann behandeln. Die anderen Mädels gehen unterdessen an den Fluss zum Sonnen.

Und Daniela glaubt dann, dass sie Stefano im Gebüsch gesehen hat. Und ja, das ist auch so. Der ist einfach da. Und das dachte ich kurzzeitig, ja, ist halt immer noch ein bisschen zu früh für den Reveal im Film. Er kann es nicht sein. Aber sie wollen uns das nochmal verkaufen. Ich habe zwischenzeitlich wirklich gedacht, vielleicht läuft es, weil ich meine, der war ja wirklich so krass besessen von der Daniela und ich habe nachher noch gedacht, vielleicht bringt er sie um und ist aber halt trotzdem nicht der Täter von den anderen Morden.

Und ich glaube, das hätte ich sogar noch irgendwie ganz cool gefunden, dass man dann kurz denkt, okay, er ist es doch und dann kommt einfach raus, das war halt quasi so eine persönliche Beziehungstat und den Serienmörder gibt es trotzdem noch. Es ist abends und plötzlich klingelt es an der Tür, André. Und es ist Stefano.

Aber der ist schon am Sterben, denn er wird gerade mit einem schwarz-roten oder rot-schwarzen Schal erwürgt. Und dann haben wir auch wieder einen merkwürdigen Cut, weil die anderen Mädels außer Jane, die sind ja quasi Zeuge davon, aber wir wissen nicht, was mit denen passiert ist. Und dann kommt der tatsächliche Genrewechsel.

Am nächsten Morgen sehen wir, wie jemand die Leiche von Stefano vergräbt, die sich übrigens immer noch bewegt. Das fand ich richtig übel, dass das keiner gesehen hat, als sie den fertigen Film sich angeguckt haben. Da gibt es mehrere solche Leichen, die keine sind. Und ja, es ist doch gut, dass wir wissen, dass es den Leuten noch gut geht.

Und Jane hat von all dem nichts mitbekommen. Und sie wacht dann morgens auf und wundert sich, warum die anderen Mädchen alle verschwunden sind. Und sie findet dann die grausam entstellten Leichen der anderen im Haus. Und sie beobachtet, wie der Mörder mit einer Säge beginnt, die Leichen zu zerteilen.

Da ist sie endlich. Und da muss ich sagen, das hat für mich komplett funktioniert und hat mir noch neue Energie gebracht, weil der, das spielt ja schon wirklich. Mit Hitchcock, muss man ja wirklich sagen, haben wir vorhin schon ein paar Mal erwähnt, und baut eine andere Form von Spannung auf, weil wir jetzt eben mit Jane da sind, das ist jetzt nicht mehr auf Gewalt und Exzess aus, die Szenen, sondern wirklich reines Spannungskino.

André, Jane muss irgendwie dem Killer entkommen, der halt noch im Haus ist, hat auch ein paar Tricks auf Lager, zum Beispiel diesen Spiegeltrieb, den sie da macht, um versucht, irgendwie die Dorfbewohner. Über die Gefahr zu informieren oder um Hilfe zu rufen. Und es entwickelt sich dann so ein Katz-und-Maus-Spiel im Haus. Es kommen immer wieder neue Fluchtoptionen, oder Möglichkeiten auf.

Das hat für mich gut funktioniert, muss ich gestehen. Es war vielleicht am Ende, ein bisschen zu lang, weil es geht ja schon 30, 35 Minuten. Hätte man vielleicht auf 20 abkürzen können, Aber die Idee prinzipiell und diese Frische, die jetzt in den Film dadurch reinkommt, das hat für mich funktionieren.

Ja, auf jeden Fall. Stell dir mal vor, wie lange es gewesen wäre, wenn ich ganz Verfolgungsjagd noch davor nicht rausgeschnitten wäre. Ja, okay, den gebe ich dir. Aber der Moment, allein wenn die Tür aufgeht, du siehst halt Stefano und raffst halt in diesem Zeitpunkt erst, okay, der ist schon tot. Der ist ganz cool, finde ich, immer noch. Der klappt ganz gut.

Und ja, dann dieser Umschnitt. Ja, das ist ein bisschen weird. Das macht halt dann, also, ja, es soll ja so sein, du weißt nicht, was passiert, weil du die gleiche Wissensbasis wie Jane haben sollst. Du kommst da morgens raus und alles ist, hä, was ist denn hier los? Es macht retrospektiv, macht es mehr Sinn, als in dem Moment, den du siehst. Genau.

Aber ich finde auch, das ist schon an sich cool, mag ich auch diesen Shift irgendwie hin zu diesem, ja, fast schon Home-Invasion-Ding, dass sie dann nach und nach erstmal sieht, was da angerichtet wurde. Auch dann, wenn sie da hinter dem Stuhl hockt und dann das erste Mal beobachtet, wie da die eine zersägt wird.

Da A, die Leiche, die auf dem Boden liegt, von dem Mädel, die atmet die ganze Zeit so richtig deutlich, die ganze Zeit in jeder Einstellung, egal ob weiter weg oder im Close-Up, die ganze Zeit siehst du den Bauch so auf und ab, also Leichenschauspielen konnten sie alle nicht. Und ja, das ist ja da wirklich erstmal der Effekt. Also wie gesagt, wir sind im Finale.

Auch wenn es dann noch ein bisschen nach Dauer bis zum Ende, aber da kommt zum ersten Mal wirklich die besagte Säge zum Einsatz, zum internationalen Titel, wie gesagt. Und ja, die Effektarbeit da ist halt auch nicht in die Jahre gekommen. Du siehst natürlich dann mit dem ansetzten Schnitt, siehst dann den Puppenarm und auch da hält er ja nie drauf. Es gibt dann so kleine Verschnitte, du siehst mal einen Arm, du siehst mal eine Hand, aber alles ja nur in kleinen Shots, weil er glaube ich wusste, dass es nicht so geil aussieht.

Aber ja, rein vom Aufbau her und dass es ab dann wirklich sie gegen den Killer ist und sie, die natürlich, wie gerade vorher ist noch gar nichts gezeigt hat groß, ob sie das Zeug dazu hat wirklich, das ist schon spannend aber rein die Dynamik, die dann entsteht die finde ich schon auch gut, ja, Martino hat erklärt, dass er sich da so ein bisschen inspiriert geführt hat von einem britischen, Thriller namens Blind Terror aus dem Jahr 1971 und dieser Film handelt von einer blinden Frau, die in einem abgelegenen Anwesen plötzlich die Leichen ihrer Familie findet und sich dann eben auch so ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel mit dem Killer entwickelt.

Und er hat dann auch gesagt, das ist der eigentliche Film, den er drehen wollte. Und die erste Filmhälfte ist sozusagen sein Eingeständnis für die Produzenten gewesen. Freiwillige Eingeständnisse, hat auch immer wieder betont, er wurde nie zu etwas gezwungen. Fand das auch immer alles okay, dass er das gemacht hat und hat das auch bei mehreren Filmen gemacht, weil er dann eben trotzdem die Sachen umsetzen konnte, die er wollte.

Und deshalb hier am Anfang mehr deutlich, man sieht halt den Sprung, ne, Laura, aber am Anfang halt wirklich viel nackte Haut, viel Gewalt und im letzten Drittel quasi gar nichts mehr davon. Wie hat das für dich funktioniert? An sich hat das, also ich mag das Ende lieber als den Rest des Films, deswegen an sich hat es gut funktioniert.

Ich mag auch dieses, dass man dann selber erstmal nicht weiß, was gerade passiert ist und das mit der Figur zusammen erlebt. Ich war halt trotzdem dann irgendwie auch voll vor den Kopf gestoßen, als ich gesehen habe, dass nicht nur die beiden, wie heißen sie, ich will nicht immer sagen, die lesbischen Mädchen bei Ursula und die andere.

Dass die tot sind. Aber dass Dani dann auch einfach so oft gestorben ist, das hat mich irgendwie geärgert. Und dann bleibe ich auch dabei, Ich hätte mir gewünscht, dass eher Jane dann mitgestorben wäre und nicht Dani, weil sich so jetzt ihr ganzer Arc mit dem Stefano halt komplett sinnlos anfühlt. Und weil sie ist ja auch diejenige, die die ganze Zeit bedrängt worden ist.

Und deswegen hätte ich es cool gefunden, sie hätte sich dann gegen den Killer wenigstens werden dürfen am Ende. Genau, aber an sich mag ich dieses Katze-und-Maus-Spiel auch gerne, stimme euch aber zu, dass es, ich sag mal so zehn Minuten hätte kürzer sein können, Der Killer kehrt dann zurück und entpuppt sich als Franz.

Der nach dem Kindheitstrauma miterlebt zu haben, wie sein Bruder beim Holen einer Puppe fallen Mädchen in den Tod stürzte, zu einem psychopathischen Frauenfeind wurde. Er tötete Florence und Carol, weil sie ihn mit seinen sexuellen Problemen erpresst haben, nachdem sie ihn zu einem Dreier verführt hatten. Das ist das, was wir am Anfang gesehen haben. Das löst sich dann dadurch so ein bisschen auf.

Anschließend hat er dann alle möglichen Zeugen umgebracht, darunter Danny, die kurz zuvor ihn mit einem schwarz-roten Schal gesehen hat, als er Carol verfolgte. Und ja, Franz versucht dann, Jane zu erwürgen, wird jedoch plötzlich von Roberto, dem Landarzt, attackiert, der erkannt hatte, dass Jason, äh, Jason ist eh schon, Jason ist nie in Gefahr, aber dass Jane in Gefahr ist, nachdem er die Lichtblitze aus dem Villenfenster gesehen und festgestellt hatte, dass Jane ihr Auto nicht von der Werkstatt abgeholt hatte, obwohl es ja kaputt war.

Diese Information haben wir jetzt euch Zuhörerinnen nicht mit Absicht unterschlagen. Roberto verfolgt dann Franz bis zu einer Scheune und dann weiter zur Klippe, wo die beiden kämpfen, bis Franz in den Tod stülzt. Das heißt, wir haben ja auch noch quasi Demsel in Distress. Jane darf nicht mal quasi ohne männliche Hilfe des Final Girl sein.

Eigentlich, ich würde jetzt nicht sagen useless, weil das wäre auch undiskriminierend, wenn ich das sagen würde. Aber es ist jetzt nicht die... Das feine Girl, wie wir uns das vorstellen, Laura. Ich weiß, du bist da eh auf Kriegsfuß mit Jane. Ja, es ist nicht so, dass ich sie nicht mag. Ich fand halt einfach nur die andere Figur interessanter und besser gespielt und hätte sie deswegen gerne länger gesehen. Ich finde Jane aber nicht doof.

Genau, aber wie du schon gesagt hast, sie versteckt sich gut, sie ist gut leise, aber so richtig aktiv wären, dass sie so, wie es ja häufig in Slashern ist, dass sich der Spieß am Ende nochmal umdreht. Das war hier halt noch nicht angesagt. Das ist der Zeit geschuldet. Was ich aber noch richtig geil finde und ich finde, das ist für mich noch so ein, schon noch ein klassisches Jallotrademark des Films, dass am Ende, wenn klar ist, wer der Täter ist, ja auch immer so die Motivation des Täters beziehungsweise sein Traumata so aufgelöst wird.

Und ich finde, die immer so cheesy, dass ich es schon wieder geil finde. Und auch hier ist es wieder so, dass man sich so denkt, mein Gott, das ist irgendwie so albern und trotzdem funktioniert es irgendwie. André, wie fandst du das Motiv des Killers von Franz? Ich muss sagen, das hatte ich echt wieder ein bisschen vergessen.

Ich wusste nicht mehr genau, was der Puppe war. Ich wusste nicht mehr ganz genau, was es war. Aber da musste ich leider kurz auch wieder lachen. Das war ähnlich wie der, ich muss kacken, Gag. Also das ist fast schon lächerlich albern. Weil er halt die Puppe für ein Mädchen holen soll. Also hat man sich nicht so sehr bemüht, jetzt wirklich ein sehr plausibles Mordmotiv zu finden und ist dann hinten raus, ja, fast ein bisschen lächerlich, muss man fast sagen.

Aber ja, ich meine, wie gesagt, aber alles davor, auch nochmal der Endkampf, dass Roberto da zur Hilfe kommt und das war dieser Kampf, dieser Scheune, nämlich fast auch immer schon an Freitag, der 13. Ich weiß nicht, welches ist mit dem Scheunenkampf 3? Ja. Auch ein cooles Setting einfach irgendwie und ja, der Kampf zwischen den beiden ist jetzt auch nicht so super dramatisch, weil die halt auch, es gibt dann auch so eine Szene, da muss ich auch jedes Mal lachen, die hatte ich auch noch im Kopf.

Er hat ja dieses kleine Klappmesser und er steckt das einmal in so ein Fass, da kämpfen sie auch so Fässern und er schubst ihn erst in diese Fässer rein und steckt dann das Messer in eins, also will ihn halt erstechen, er reicht aus, und steckt das Messer in eins dieser Fässer und lässt das so los und dann macht das so ein Brrrr-Geräusch, und das ist so wegverfedert und das ist so lustig, weil das einfach überhaupt nicht passt in diesen spannungsgelagenden Endkampf.

Ja, also er ist natürlich jetzt auch nicht high-quality inszeniert, aber es funktioniert für mich trotzdem. Und es ist doch dann eigentlich auch so, dass wir erstmal gar nicht genau sehen, wer jetzt wirklich die Klippe runterfällt. Erstmal nicht. Sondern dann quasi so Point of View von Jane, dann sehen, sie hört, es kommt jemand zurück und dann sehen wir halt, es ist der...

Es ist der Polizist, der Arzt. Ich da sage immer Polizist. Es ist der Arzt. Was sage ich mit dem Polizisten, mit Inspektor Martino? Der ist so random in dem Film. Der darf auch gar nicht richtig ermitteln. Nee, Polizei wird lang geschrieben. Das ist dann wieder Kontra-Jali, weil da wird ja eigentlich immer viel ermittelt.

Er wollte nicht, dass der Film zu sehr zum Polizischi wird, sondern er wollte schön, die Polizei hat nichts zu melden. Ist aber auch mal angenehm, weil ja eben genau, wie wir schon gesagt haben, viele dieser Filme eben immer diese Ermittlungsarbeit haben und das ist dann auch mal was anderes, wenn man sie halt nicht hat in so einem Film, das ist schon okay. Auch das macht es wieder, finde ich, Slasher-mäßiger als, ja.

Obwohl vielleicht so ein Dr. Loomis-Charakter dem Film vielleicht nicht so schlecht zu Gesicht gestanden hätte. Vielleicht, ja. Ja, okay, dann André, wie sieht dein Fazit aus? Ja, von meiner Seite, ich muss sagen, ich fand wieder schön, ihn zu gucken, war jetzt wieder ein bisschen her auf jeden Fall, hatte ein paar Sachen vergessen, ein paar Sachen wusste ich noch, ein paar Sachen habe ich noch mal kurz überrascht, andere habe ich mich darauf gefreut, andere weniger.

Letztendlich finde ich den ich finde ihn unterhaltsam aber nicht so sehr, wie ich immer gerne würde ich finde, das ist ein Film, dem eilt sein Ruf halt mehr voraus, als er am Ende so ganz halten kann, ich finde ihn halt einfach so ein bisschen holprig und du merkst einfach dass da vielleicht eben Martino nicht ganz machen konnte, was er wollte, der wirkt halt so einfach ein bisschen unruhend, dass da verschiedene Facetten zusammenkommen, die zwar irgendwie passen, aber eben, du verlierst dich sehr schnell da drin, weil er einfach nicht so geil stringent erzählt ist, weil die Figuren nicht so geil auserzählt sind, weil es nicht so klare Identifikationsfiguren lange gibt. Und das macht, finde ich, den Zugang zum Film schwierig.

Der Killer ist cool, der Kills sind cool, ein paar weniger spektakulär, er ist halt nicht so hart, wie man immer denkt. Und ich finde halt schon, dass er sich in der Mitte schon ein bisschen zieht, trotz der kurzen Laufzeit. Und ich finde, da kommt echt sogar bei mir zumindest leider auch ein bisschen Langeweile auf.

Also alles gerade vor dem Finale, bevor sie dann zu dem Haus fahren, das ist alles so ein bisschen, auch wenn da noch mal so jemand mit dem Arzt in der Bahn auch wenn sie immer versuchen, nochmal so eine Fährte zu legen, irgendwie finde ich verschleppt sich der Film dann so ein bisschen da, das ist mir jetzt echt auch nochmal aufgefallen und deswegen, ich finde schon dass der auf jeden Fall seiner Zeit so voraus war, der hat auf jeden Fall sein Standing zurecht so im Genre, aber so rein als sag ich mal Entertainment-Produkt so letztendlich als Slasher Slash-Jallo.

Hat er, also funktioniert er für mich nicht mehr ganz so gut, wie er mal funktioniert hat oder er ist bei mir nicht mehr ganz auf diesem Treppchen der Klassiker. Deswegen habe ich ihn tatsächlich ein kleines bisschen abgewertet sogar. Ich hatte ihm immer dreieinhalb gegeben. Ich gebe ihm jetzt noch drei.

Ich finde ihn immer noch gut. Ich mag ihn, aber er fällt für mich leider an vielen Punkten doch auch ein bisschen ab, sodass ich ihn nicht mehr ganz so sehr mögen kann, wie es vielleicht mal. Ja, es kommt mir jetzt so ein bisschen absurd vor, weil ich bin immer noch, wie gewohnt, bei diesem Film bei vier Sternen.

Weiß aber gar nicht, wie ich das so richtig rechtfertigen soll. Außer mit der Tatsache, dass ich den Film einfach gerne gucke. Dass der für mich einfach sehr kurzweilig ist, unterhaltsam ist. Ich bin bei dir, André, der ist nett geschossen. Aber der ist jetzt auch nicht so krass gut inszeniert wie viele andere Filme aus dem Bereich.

Und auch von Martino gibt es deutlich bessere, besser entzielte Filme. Und auch Filme, die ein bisschen subtiler sind als der hier, sowohl erzählerisch als auch inszenatorisch. Aber ich glaube, es sind so diese Einzelszenen, die diesen Film für mich so besonders machen. Einmal der Schluss, aber auch die Mordsequenzen, die alle sehr atmosphärisch für mich sind. Der Einsatz der Musik.

Ich gucke den einfach gerne. Das ist mal eine der wenigen Filme, wo ich es, glaube ich, gar nicht so sachlich beziffern kann, warum ich den so gut finde. ich gucke den einfach gerne. Ich kann den auch jetzt schon wieder gucken. Ich habe den Samstag geguckt, habe den vor vier Wochen geguckt. Hätte kein Problem, nur mit dem jetzt noch mal zu gucken. Ich fühle einfach die Vibes so ein bisschen von dem Film und kann das gar nicht anders.

Deswegen beziffern. Bin bei vier Sternen. Obwohl es so viel zu Mecke gibt. Ich finde zum Beispiel auch, die haben jetzt noch nicht so drüber geredet. Ich finde die Schauspielleistung auch nicht besonders gut. Also ich finde den schauspielerisch ist der, sagen wir mal, wenn wir nett sind, mittelmäßig.

Also auch Susie Kendall ist jetzt nicht besonders doll an dem Film. Das ist vielleicht sogar einer der Schwachpunkte des Films, das Schauspieler. Laura, wo landest du am Ende? Ja, ich habe mich ein bisschen schwer getan. Ich sehe halt auf der einen Seite auch durchaus atmosphärische und coole einzelne Szenen.

Aber mein Ding mit dem Film ist, dass der für mich so als Filmerlebnis, als Film aus einem Guss irgendwie nicht so gut funktioniert. Also was André auch vorhin gesagt hat, der wirkt halt häufig so holprig. Ich weiß manchmal nicht, wo ich bin. Ich weiß manchmal nicht, mit wem ich gerade mitfiebern soll und warum und ja, Und letztendlich ist es für mich das alles ein Grund, dass ich den eben nicht gerne gucke, obwohl ich ihm auch Qualitäten, zuspreche, die aber halt auch eher auf der visuellen Ebene zu finden sind oder auch audiovisuell, aber nicht unbedingt bei der Geschichte oder bei der Inszenierung.

Und mir würde wahrscheinlich reichen, bei dem Film so einen 15-Minuten-Cut von den coolsten Szenen zu gucken. Und deswegen habe ich mich dann für die Goldene Mitte entschieden und gebe ihm zweieinhalb Sterne, weil ich ihn auch einfach wirklich, er macht mir nicht so richtig Spaß und ich finde ihn auch nicht spannend und ich finde ihn halt dann auch nicht verstörend oder so.

Also er löst bei mir einfach nicht viel aus und deswegen die goldene Mitte zweieinhalb Sterne. Ich glaube, der hat so einen Status der Film bekommen, weil der auf der einen Seite so einen Schlusspunkt setzt auf den klassischen Giallo, weil alles, was danach kam, hatte dann die Genre so ein bisschen durchmischt.

Da kamen ja dann die übernatürlichen Elemente rein, auch eben bei Filmen von Argento zum Beispiel. Das war alles, um mal anderes Lieblingswort zu benutzen, entdrückter, als man es vorher kannte, aus dem Genre ein bisschen auch verspielter und das war hier so der Übergangsfilm, von diesem klassischen Krimi-Giallo zu den wilderen, übernatürlichen Sachen, die dann später kamen.

Jetzt kam ja noch mehr Sex, noch mehr Gewalt hinzu als vorher. Und ich glaube, da ist das einfach so dieser Wendepunkt vielleicht im Genre war, warum der Film bis heute so nachhaltig in Erinnerung blieb. Ja, wunderbar. Hat doch Spaß gemacht. Nächste Woche wird es dann tatsächlich ein bisschen rabiater.

Da gucken wir uns einen echten Video-Nasty an, André. Absurd. Oder hat er eigentlich einen anderen Titel, der hat doch noch so einen komischen Deut, der hat einen italienischen Titel, der heißt der... Rosso Sanghi oder so, Ausgeburt der Hölle. Okay. Ist auch noch ein Titel von dem Film. Ja, absolut, Ausgeburt der Hölle. Da bin ich gespannt. Ich hab den nämlich noch nicht gesehen und Peter hat mir erzählt, dass er damals beim Crowdfunding mitgemacht hat für den Film.

Ah ja, krass. Dass er da also rein theoretisch irgendwo auch im Abspann stehen müsste. Aber Crowdfunding im Sinne von wieder auf oder was? Also keine Ahnung. Er meinte, irgendwie gab's da so eine Aktion, wo man das halt unterstützen konnte, also die haben da jetzt nicht 1000 Euro gespendet oder so, aber da konnte man einfach Geld geben und dann wurde der Film gemacht.

Wir werden die Quintess durchsuchen. Von wann ist der? Nee, das kann ich nicht. So alt ist Peter nicht. Nee, das stimmt, da ist Peter gerade erst geboren. Dann meinte er einen anderen Film. Ja, ich glaube auch. So alt ist er dann noch nicht. Das wäre jetzt so die Sensation, also das wäre jetzt tatsächlich der richtige Twist gewesen. Peter, so Executive Producer von Absurd.

Nee, ich dachte jetzt eher so, weißt du, wie das bei uns bei Folgen ist, wo die Leute, die bei Held viel sind, dann auch drauf. Aber nee, wenn er von 81 ist, dann kann es definitiv nicht sein, dann entweder ich oder er sich. Wir klären es nächste Woche auf, du kannst da nochmal nachfragen, was das genau war. Wie alt bist du eigentlich wirklich? Ja. Was hast du mir alle Jahre verheimlicht? Ja.

Hier ist mein Foto mit George Eastman, als wir beide zusammen aufgewachsen sind. Geil. Ist ja auch ein Set. Ja. Perfekt. Ja, den ziehen wir uns nächste Woche rein. Da wird es auf jeden Fall ein bisschen brutaler, noch sleasiger, noch gewalttätiger. Der hat einige, so viel kündige ich schon mal an, um schon mal die Fallhöhe festzusetzen, meiner Top 100 Kills.

Da befinden sich gleich mehrere in diesem Film und darauf können wir uns freuen. Und wir hoffen, wir hattet eine schöne Zeit. Ihr seid jetzt gut durch die Hitze durchgekommen, die erste zumindest, und genießt mit uns den italienischen Sommer. Wie gesagt, ich weiß, da hat jetzt auch nicht jeder von unseren Zuhörern einen Bock drauf, Aber das ist halt manchmal so. Es gibt Episoden, da interessieren einen die Themen. Es gibt mal Episoden, die interessieren einen nicht.

Das ist wie immer, 100 Leute schreiben, geil, besprecht bitte die Filmreihe am Stück. Und dann schreibt eine Person, oh, ich find's schade, dass ihr immer so Filmreihen besprecht. Dann hab ich immer sieben Wochen lang dasselbe Thema. Und ich muss dann immer die Leute enttäuschen und ihnen sagen, tut mir leid, 99,9% der Leute finden das mega geil, wenn wir das machen.

Und die Person ist immer so, oh, oh, das wusste ich gar nicht. So. Also es ist halt am Ende Geschmackssache, wie bei Film ist es auch bei den Themen des Podcasts. Tut uns im Zweifel, also es tut mir ja nicht leid, dass wir die Sachen besprechen, aber ich kann nachvollziehen, wenn das jetzt vielleicht sieben Wochen vor euch sind, die euch nicht interessieren, weil euch italienische Filme nicht interessieren.

Aber man kann ja auch mal dazulernen und sich mal öffnen für manche Themen und vielleicht ist das ja auch überraschenderweise total was Tolles für euch, wenn ihr da mitguckt und entdeckt, was es da so alles gibt. Von daher, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Vielen Dank, André. Vielen Dank, Laura. Und dann hören wir uns in der nächsten Woche wieder. Ciao. Tschüss.

Bello und ciao, Bella. Keine Ahnung. Arrivederci, sagen wir so. Ciao, verevederci. Ja.

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