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Shownotes
440 Pearl (2022)
In der neuesten Folge besprechen wir mit PEARL den zweiten Film der X-Trilogie, der gleichzeitig ein Prequel zu X ist. Wie ist Pearl so geworden, wie sie ist? Wie ist sie aufgewachsen? Warum wurde sie so gewalttätig? Dabei gehen wir auch auf Themen wie Repression von Frauen, die Übertragung der Corona Pandemie auf die spanische Grippe in Pearl und die Frage, was ist hier Realität und was Fantasie ein.
An manchen Stellen wirkt die Episode eventuell seltsam, wir hatten jedoch mit diversen technischen Problemen zu kämpfen.
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Skript: Christian Finck
Postproduktion: Christian Finck
Bildquelle: A24, Turbine Medien
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Diese Episode wird präsentiert von Deadline, das Filmmagazin. Die Fachzeitschrift für Horror, Thriller und Suspense. Moin moin und herzlich willkommen zur 441. Episode von Devils and Demons. Ich bin der Chris und bei mir ist heute die ganze Band am Bass. André, am Schlagzeug, Theresa. Hallo. Und an der Liedgitarre, Laura. Hi.
Und wir sind Davids and Demons. Weil eine Person kann ihr in den Moment spielen. Reicht. Wenn ihr den Takt vollgibt, reicht's ja. Ich hab jetzt eigentlich nur darauf gefahren, dass André sowas sagt, wie ich kann auch Triangel spielen oder so. Nee, ich kann höchstens in die Todespfeife von Whistle blasen.
Und ich die schon wieder. Ich hab tatsächlich mal im Orchester Triangel, Tambourin und Pauke gespielt. Also, ich hatte drei Jobs in einem Orchester. Crazy. Ich hab nur Blockflöte gespielt. Ja. Trotzdem hab ich's nicht weiter geschafft als das. So, wir haben jetzt versprochen. Live-Auftritt kriegt jeder ein Instrument und dann machen wir mal live.
Wir haben versprochen, dadurch, dass es jetzt Fresh Blood gibt, gibt's hier keine lange Vorrede mehr. Deswegen hab ich nur eine Frage, Theresa, wer ist Therese? Und warum sollen wir ihn grüßen? Ah, stimmt. Stimmt, ich hätte mich noch mal darauf vorbereiten können. Ich bin aktuell sehr vergesslich. Naja, wir haben ja einen Hörer, also wir haben mehrere Hörer.
Und wir haben ja auch Leute in unserer Zuhörerschaft, die im Jugendbereich arbeiten. Und deswegen soll ich Tyrese grüßen, der großer Fan vom Podcast ist, der sogar richtig sweet das Intro mal eingesungen hat. Da habe ich eine Sprachnachricht bekommen. Die wollte ich euch eigentlich vorher noch abspielen, aber habe ich vergessen.
Also von daher ganz, ganz liebe Grüße. Raus an die Jugend. Wir freuen uns, dass auch, ja, schon so der Nachwuchs rangezüchtet wird in deutschen Schulen. Jetzt frage ich mich, wie man unser Intro einsingt. Das wirst du dir bestimmt nachher anhören. Ja, das ist doch nett. Ich fand das auch gut. Meine Frau wurde bei der Gamescom angesprochen und da meinte jemand so ein Pärchen zu, ey, dich kennen wir doch.
Und sie hat sich dann schon so gefreut und dachte so, ja, klar, hier von meinem Arbeitgeber und so. Du bist doch die Frau von Chris von Terms and Demons. Oh no. Oh Gott, nein. Offiziell zur Frau von degradiert worden. Die waren wohl schon ein paar Mal bei der Saturday Night Fright und kannten uns da. Von daher liebe Grüße gehen raus.
Und damit sind wir bei unserem heutigen Thema, denn die Saturday Night Fight ist natürlich eine ... Boah, nee, das wäre jetzt eine richtig miese Überleitung gewesen. Wir reden heute über Pearl aus dem Jahre 2023, denn wir haben letzte Woche über X geredet. Und heute sind wir beim zweiten Teil der X-Trilogie von Ty West angelangt, und zwar dem Prequel in der Reihe.
Und da fragen wir natürlich erst mal reihum. Ich würde aber fast sagen, das beantwortet sich vielleicht sogar von selbst. Den habt ihr vermutlich alle im Kino, irgendwie auf dem Fantasy-Filmfest oder danach gesehen? Ja. Ja, auf dem FSS, ja. Ja, und ich war... Ja. Aber wir haben doch den schon... Nee, das führt jetzt vielleicht in Straftaten rein, wenn ich jetzt andere jetzt frage, haben wir den nicht schon früher gesehen irgendwo, weil in den USA ja schon ein bisschen früher rauskommen.
Genau, bei iTunes nämlich, haben wir den nämlich schon früher gesehen, da kam der nämlich schon ein Dreivierteljahr früher raus und da konnten wir es wieder nicht erwarten, bis der hier im Kino läuft, aber haben ihn dann nochmal geguckt und ja, ich bin gespannt. War das jetzt der erste Rewatch für alle auch? Der zweite.
Ich hatte den vor Maxim nochmal geschaut, als der rauskam. Sehr gut. Pearl hat auf Leiterbox eine Durchschnittswerte von 3,7 von 5, auf der IMDb eine 7 von 10, ist in den USA am 16. September 2022 in die Kinos gekommen, in Deutschland am 1. Juni 2023, lief aber, wie gesagt, vorher schon auf den. Fantasy-Filmfest-Nights im April 2023. Der Film hat eine Million Dollar gekostet und hat damit circa 10 Millionen Dollar eingespielt.
Wenn ihr den Film gucken wollt, den gibt es auf Blu-Ray, auf DVD, auf UHD, auch im Streaming natürlich, aber nur zum Kauf und zur Leihe aktuell. Der ist nicht gratis streambar. Es sei denn, Theresa hat hier noch einen Pfennigficker übrig für uns. Nee, ich habe tatsächlich wie ein anständiger Mensch, habe ich den einfach auf Amazon geliehen, ausnahmsweise mal.
Ich habe ausnahmsweise tatsächlich mal ein paar Euro in die Hand genommen. Sehr gut. Musste ich diesmal ja auch, weil ich ja habe ich letztes Mal schon erzählt, weil ich festgestellt habe, dass ich X und Pearl nicht physisch besitze. Also musste ich mir, das hätte ich auch auf Apple TV jetzt leihen. Absoluter Frevel. Ich habe X zu Hause und Maxine, aber Pearl nicht.
Habe ich mir genau den richtigen Film rausgesucht, den ich nicht habe. Aber immer mal die Qualität hier auf jeden Fall im Streaming deutlich. Also war 4K und nicht wie schrabbeliges Prime Video letztes Mal bei X. Aber es ist ja schon mal ein gutes Thema, Theresa, weil du ja letzte Woche und ich dabei warst, wie findest du denn X, damit die Leute auch eine Einordnung haben heute ein bisschen bei dir?
Ich mochte den sehr gerne, als ich den im Kino gesehen habe, war ich wirklich richtig hin und weg und dachte, okay, das ist vielleicht tatsächlich so mein Film des Jahres. Und ich habe den dann letztes Jahr nochmal gerewatcht, weil ich habe letztes Jahr Kit Cuddy Live gesehen und dachte, ach, schaue ich mir vorher nochmal X an.
Was soll ich sagen, Kit Cuddy Live absolute Enttäuschung gewesen, muss ich leider wirklich sagen. Ja, ähm. Aber X war vorher trotzdem ein Kracher. Auf dem Festival eher jetzt nicht so, aber na gut. Also den mag ich wirklich echt richtig gerne. Und der ist so ein bisschen, hat er ein bisschen nachgelassen, als ich den jetzt das zweite Mal gesehen habe.
Aber insgesamt mag ich den schon immer noch sehr, sehr gerne. Der Film, also Pearl, läuft 102 Minuten, hat eine FSK 16 Freigabe. Es gibt nur die eine Schnittfassung und als Content-Note Gewalt an. Hat der nicht eine 18? Nee. Bei Apple die wird ja eine 18. Okay, krass. FSK 18. Völlig korrekt, André. Sehr gut aufgepasst. Der hätte ja auch sein können, dass er im Streaming wieder anders geratet ist, aus irgendwelchen Gründen, aber ich glaube, der hat eine 18, ja.
Content-Not, Gewalt an Tieren. Hätte ich jetzt gesagt. Die ist angebracht. Aber habt ihr sonst noch was? Fällt mir jetzt aber auch nicht ein. Body-Count von 4. Klingt jetzt nicht so hoch, aber vielleicht auch schon vorweg gesagt, ist jetzt auch vielleicht nicht, also wer jetzt von X kommt und bei Pearl wieder einen Slasher erwartet.
Ja, ist vielleicht in Ansätzen drin, aber ich glaube, es ist eher ein, weiß gar nicht, ist es ein Coming-of-Age-Drama mit Horror-Elementen? Weiß ich gar nicht. Ich hätte es so als psychologischen Horror irgendwie eher einsortiert und irgendwie ja auch so ein bisschen Kammerspiel. Weil es ja größtenteils am selben Ort ist. Obwohl, nee, nicht ganz. Nee, es stimmt nicht.
Merke ich gerade auch währenddessen. Also es sei denn, du sagst, Ex ist ein Kammerspiel, dann schon. Ja, aber Coming of Ages ist es ja auf jeden Fall auch. Also das, was die bei Ex gedreht haben, ist vielleicht ein Kammerspiel. Ein oder andere, naja, egal. Verstehe den Hint. Wie dem auch sei, ich habe beim letzten Mal vergessen zu erwähnen, dass wir haben uns ja ein bisschen gefragt, warum der Neuseeland gedreht wurde.
Und logischerweise war das aufgrund der Pandemieauflagen so, weil in den USA hätten sie den Film zu der Zeit nicht drehen dürfen. Und in Neuseeland gab es aufgrund der Lage Neuseelands, könnt ihr euch jetzt auf der Karte nochmal kurz vor Augen halten, war Corona kein so großes Thema und deswegen waren die Drehbedingungen deutlich leichter, als sie anderswo gewesen wären.
Und schon während der Pre-Production zu X haben sich Ty West und Mia Goth sehr, sehr, Goth, sehr, Versteht ihr, was passiert, wenn man dies hintereinander sagt? Wenn man so eine ... Ja, ist okay. Sprich weiter. Die beiden haben sich sehr gut und sehr blendend verstanden und haben viel über die Ausarbeitung der Figuren von Pearl und Maxine gesprochen und haben sich dann eine Backstory für Pearl überlegt, in der Hoffnung, dass E24 als Studio, Nachsichtung von X eventuell grünes Licht für einen Prequel geben würde.
Und die beiden waren sich im Herbst 2020, also vor Drehbeginn von X, schon ihrer Sache ziemlich sicher und haben dann aus der Begeisterung heraus zusammen ein Drehbuch geschrieben innerhalb von sechs Wochen. Dafür haben sie unter anderem die Zeit genutzt, die vor dem X-Drehbeginn in der Quarantäne verbracht werden musste und ja, das war ziemlich cool, weil irgendwie wusste ich das auch nicht, dass das Drehbuch schon stand, bevor überhaupt eine Szene mit der Figur Pearl in X gedreht wurde.
Also sie waren sich wirklich wandervoller Feuer und Flamme für. Und dadurch, dass sie dieses Drehbuch für Pearl auch schon hatten, konnten sie das so ein wenig vorausschauend in X auch schon einbauen, so im Sinne der Kontinuität. Und das ist, glaube ich, Laura, so retrospektiv klar, da ist jetzt nicht super viel drin, aber so ein paar kleine Sachen sind da ja schon gleichermaßen vorhanden und ist im Nachhinein ja eigentlich eine gute Idee gewesen. Geniestrech wäre jetzt etwas übertrieben, aber...
Ja, auf jeden Fall. Ich finde, also mir ist es jetzt, beim dritten Mal schauen auch noch viel konkreter aufgefallen, was da so für kleine Hinweise drin sind, weil, es jetzt so ein kurzer zeitlicher Abstand auch war, in dem ich die Filme gesehen habe. Also dass zum Beispiel ... Die Pearl in X, nachdem sie den RJ getötet hat, so ein bisschen so einen Tanz aufführt.
Und dass das der Tanz ist hier aus Pearl, solche Sachen sind mir jetzt halt aufgefallen, das fand ich schon ziemlich cool. Ja, und auch diese Sachen mit dem Auto von dem Filmvorführer und so weiter, dass das dann gegenseitig so aufgegriffen hat, fand ich auch tatsächlich ziemlich gelungen. Und ich glaube, es gab jetzt wenige Sachen, die an der Pandemie gut waren.
Aber die Möglichkeit, dass sie Pearl drehen konnten, gehört wohl, glaube ich, dazu. Und das wäre wahrscheinlich nicht möglich gewesen, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, denn sie konnten so bei A24 vorsprechen und sagen, hey, wir würden einfach gerne nach Drehende von X am Set bleiben und dasselbe Set nochmal benutzen mit derselben Crew, mit derselben Hauptdarstellerin.
Das würde den Film unglaublich billig machen. Was haltet ihr davon, A24? So ist teilweise, glaube ich, zur Vorsprache dort gegangen und zu dem Zeitpunkt war halt immer noch unklar, wann und wie und wo man in Hollywood wieder richtig Filme drehen konnte unter vernünftigen Bedingungen. Und so hat man gesagt, ja.
Also die waren ziemlich verdutzt zunächst bei A24, dass er da schon so ein Drehbuch vorgelegt hat und diese ganze Argumentationskette präsentiert hat. Aber wie gesagt, es sprach wirklich nichts dagegen, weil A24 konnte so halt einen weiteren Film schon mal in petto haben, ohne groß Budgetaufwand zu haben.
Und da hat Taiwestern später auch gesagt, wahrscheinlich hätte er ein Jahr später oder anderthalb Jahre später kein Go mehr bekommen für diesen Film, weil dann hätte man das Set schon, zerstört wahrscheinlich aus X und hätte dann was Neues bauen müssen. Und da hätte A24 wahrscheinlich Nein gesagt. Ich finde es krass, André, dass Ty West tatsächlich 13 Monate am Stück in Neuseeland gelebt hat, weil er diese beiden Filme da gedreht hat. Das ist schon Engagement.
Nee, Engagement nicht. Wie sagt man? Dedication. Auf jeden Fall. Aber ich meine, kann man mir wahrscheinlich Schlimmeres vorstellen. Also, muss ja ganz schön sein. Ich glaube, gerade zu Pandemiezeiten war es da noch relativ angenehm, ne? Ja, wahrscheinlich. Aber ich meine, ich weiß ja nicht, ob er da Großfamilie und so hat. Ich weiß nicht, ob die mitgekommen sind. Ich glaube gar nicht.
Achso, ob die mitgekommen sind. Aber auf jeden Fall, klar, für 13 Monate einfach mal komplett dein Leben umziehen. Auch sportlich, ja. Und beachtenswert ist natürlich auch, dass man nichts mitbekommen hat, André, von der Existenz von Pearl. Also während dieser ganze X-Zyklus quasi lief in der Ankündigung und plötzlich einfach zur Premiere von X, am Ende des Films ein Trailer zu Pearl lief und die Leute also, what, den habt ihr schon fertig gedreht, ist schon, das ist tatsächlich ein genialer Coup gewesen, ne?
Ja, ist halt smart, das alles vorzuplanen, also merkst du ja, dass das halt alles schon ein Gesamtkonzept war. Ich meine, hätte ja auch schief gehen können, also er hatte ja dann die Kohle schon offenbar, um das alles auch schon mal weit fertig zu machen, aber wäre jetzt X komplett in die Hose gegangen und keinen Hahn hätte nach Paul gekräht, dann wäre es natürlich auch schwer gewesen, aber zum Glück hat er es ja geschafft, das zumindest so schon mal vorzuinstallieren, dass das Interesse ja da war.
Ja, es sind tatsächlich auch nochmal gelungen. Also bei der Premiere von Pearl lief dann auch schon ein Teaser zu Maxine und da sind die Leute wieder drauf reingefallen. Ja, wir haben schon gesagt, Theresa, wir haben dieselbe Hauptdarstellerin. Ich habe ja letzte Woche schon von Nowhow und André erfahren, wie sie denn so zu Mia Goth als Schauspielerin und Person stehen.
Von dir wissen wir das noch nicht. Ja, Person kann ich tatsächlich gar nicht so viel zu sagen. Finde ich auch irgendwie schwer einzuschätzen. Aber ich finde, sie hat eine fantastische Filmauswahl, was sie für Rollen annimmt. Also ich habe das Gefühl, das sind fast nur Banger dabei. Und sehe sie entsprechend sehr gerne.
Gehe aber auch mit, dass sie oft ja auch eher anstrengende Charaktere spielt. Also ich habe immer noch die Frequenz von ihrem Schreien von Infinity Pool in meinem Ohr. Das ist wirklich eingebrannt und ich habe diesen Film nur einmal gesehen. Aber das ist ja nicht unbedingt was Schlechtes. Es kann auf jeden Fall sehr überzeugend anstrengende Person spielen.
Bei Pearl war es, glaube ich, das Weinen, was potenziell Albtraummaterial ist, als sie da die Rolle nicht bekommt und dann so weint. Und es klingt so, also ich habe den Menschen noch nie so weinen gehört, wie sie an der Stelle. Das klang auch etwas wild. Ansonsten hat man gar nicht so viel Aufwand, was das Casting angeht, betreiben müssen. Wie gesagt, die Hauptdarstellerin hatte man ja schon.
Und ansonsten gab es auch gar nicht so viele Rollen zu besetzen. Man brauchte Pearls Mutter, die wird von Tandy Wright gespielt. Die war lustigerweise auch an X schon beteiligt, allerdings als Intimacy-Koordinatorin. Also sie hat da aufgepasst, dass bei den simulierten Sexszenen alles mit rechten Dingen zu sich geht.
Und sie hat dann schon auch während des Drehs zu X erfahren, dass Ty West sie gerne besetzen wollen würde. Und da hat sie dann parallel auch Deutsch gelernt und dazu kommen wir dann später nochmal, wie gut das gelungen ist und wie gut nicht. Im Nachhinein muss man sagen, André, ist es eine interessante Besetzung gewesen, dass man hier David Correnswet als Filmvorführer besetzt hat, den damals eigentlich noch keiner kannte und heute ist er der neue Superman, ne?
Ja, ja. Ich gucke den Film dazu. Ja, Moment, den kenne ich doch jetzt irgendwie. Habt ihr den heute erst gesehen? Ja, ja. War auch, wusste ich auch nicht mehr, hatte ich noch auf dem Schirm. Ja, okay. Darf ich sagen, steigen wir den Film ein. Laura, dir gebürt. Was ist denn heute schon wieder los? Wir sind einfach alte Leute. Wir sind schon kurz vor 20 Uhr.
Normalerweise sind wir jetzt schon fertig. Was ich aber bei Besetzung gerne noch sagen würde, ich habe zwar den Namen nicht parat, aber Pearls Vater, der die meiste, nicht die meiste Zeit, der nicht redet und auch nicht viel Mimik hat, weil er nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt, fand ich trotzdem richtig krass, was der Schauspieler aus der Rolle rausgeholt hat.
Ja, wollte ich noch gucken. Matthew Sunderland. Matthew Sunderland, ja. Ah, der hat in The Nightingale auch mitgespielt, stimmt. Gut, dann lege ich mal los. Der Film spielt 1918 im ländlichen Texas, während die spanische Grippe wütet und der Erste Weltkrieg noch läuft. Pearl lebt auf dem Hof ihrer deutschstämmigen Eltern. Die Mutter Ruth ist streng, religiös und kontrollierend.
Der Vater ist nach einem Schlaganfall pflegebedürftig und im Rollstuhl. Pearls Ehemann Howard ist als Soldat in Europa. Pearls Alltag besteht aus harter Farmarbeit, der Versorgung des Vaters und dem ständigen Konflikt mit der Mutter, die ihre Träume ablehnt. Pearl träumt davon, als Tänzerin nach Hollywood zu gehen und dem kargen Leben zu entkommen.
Pearls Frustration entlädt sich zunächst an Tieren. Sie tötet diese auf brutale Weise, was ihre wachsende Gewaltbereitschaft zeigt. Beim Besorgen von Morphin für den Vater schleicht sie sich ins örtliche Kino, wo sie sich von Tanzfilmen inspirieren lässt. Dort flirtet sie mit dem Filmvorführer, der ihr Interesse erwidert.
Ja, vielen Dank. Ihr erinnert euch ja noch, also liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, dass X ja mit dieser 4 zu 3 Einstellung, mit dieser natürlichen 4 zu 3 Einstellung aus dem Scheunentor angefangen hat. Und hier hat man tatsächlich darauf angespielt und der Film beginnt auch wieder mit einer Kamerafahrt aus dem Scheunteror heraus, Laura, aber hier nicht Super 8, 4 zu 3, sondern, Whitescreen, Technicolor, das ist ja schon fast der Zauberer von Oz gewesen.
Ja, total, die ganze Farbgestaltung von dem Film und so, die Stilistik hat mich auch krass an den Film erinnert, das zieht sich ja so durch und ich glaube, das hat ja auch eine eine Bewandtnis, warum das so ist. Aber ich fand es auf jeden Fall einen sehr coolen Gegensatz zu dem anderen Film. Erzähl doch mal, warum du glaubst, dass das einen Grund hat.
Naja, also da gibt es mit Sicherheit Analysen zu, die ich mir jetzt nicht angeschaut habe. Ach so. Aber also ich weiß auf jeden Fall, dass sie teilweise denselben Hut und dasselbe Kleid trägt wie ich glaube Dorothy aus dem Film. Ja. Ja, ist schon tatsächlich sehr davon beeinflusst, der Look von Mia Goth und von Judy Garland sozusagen hier.
Und da, deswegen, André, geht an dich auch noch die Kaufempfehlung raus für die physische Form des Films. Denn das ist ein Film, wo sich HDR in 4K wirklich mal lohnt, bei dieser Farbpracht dieser Filme. Obwohl, ich meine, Apple TV hat ja auch HDR. Apple TV war auch HDR 10, 4K. Also, das war schon sehr gut, also für Streaming.
Auf jeden Fall. Die Farben waren schön gesättigt, aber ja, ich habe mittlerweile, ein Alert auf Vintage. Ich warte aufs Medium. Wie hat dir denn die knallige Farbgestaltung hier in Classic Hollywood 50er Jahre? Ich glaube, Sound of Music ist da auch noch ein bisschen mit drin gewesen. Ja, total. Wie hat dir das gefallen? Auch vielleicht im Vergleich zu X.
Gerade mit dem Stilistik des ganzen Tanzens ist das total, das ist absolut genau diese Ära. Ich finde es richtig nice. Der hat da richtig geile Farbpalette und diesen Stil mag ich total, weil er damit halt A, sich zur Ex eben abhebt. Da hast du eben diesen 70s Grindhouse Texas Flair und hier hast du eben wirklich, diesen sehr farbenfrohen, eigentlich halt konträr zum Horror stehenden, Look, der halt wie gesagt voll von Oz abgekupfert, aber inspiriert ist.
Und ich mag das total gerne. Das passt irgendwie voll. Das passt auch zu dieser... Diesem Verträumten von Pearl, dieses Tagträumerische, was sie halt hat und die Träume, die sie an die Welt hat. Das wirkt alles sehr verklärt und das unterstreicht, das finde ich voll, diese Farbpalette. Das ist ob sie als wenn ihr in einer eigenen kleinen Welt lebt und ich finde das passt total gut und ich muss echt fast sagen, ich glaube, ich finde das sogar fast nicer als X, weil es noch ein bisschen mehr raussticht und so X hat man einfach gerade im Horagen tausendmal gesehen.
So den Look, den Stil, diesen Texas Chainsaw, Grindhouse Flair mit grisseligem Bild und Co. Und ich finde jetzt hier die Farbpalette, so was sieht man ja dann doch nicht so häufig. Und das gefällt mir doch, glaube ich, fast besser. Ich fand's auch voll cool, weil das halt so, hast du ja eben auch schon gesagt, so im Gegensatz zu diesem Horror-Aspekt steht und dass einem hier teilweise so eine Idylle und eine heile Welt irgendwie in den Farben und in den grünen Wiesen und so.
Rüberkommt und Und alles andere, was dann passiert, halt so noch krasser wirkt dadurch. Also das fand ich auch cool. Und ich finde auch, obwohl der Film ja 1918 spielt und es natürlich zu der Zeit niemals Filme gab, die so bunt waren, die so aussahen, finde ich trotzdem, dass es bei mir zumindest nicht dazu führt, dass ich jetzt irgendwie so diese Epoche infrage stelle oder so.
Also ich fand es ziemlich beeindruckend, das Farbkonzept. Ja, weißt du, was du meinst? Ja, man hat das Gefühl, es müsste eigentlich vom Alter des Filmes, der wohl erspielt, es müsste noch älter aussehen, in Anführungszeichen. Eigentlich, man stellt sich es eher entsättigt vor, finde ich, zu der Zeit.
Weil man denkt natürlich dann so, Erste Weltkriegszeit und so, alles müsste ja düster sein und so, genau. Das finde ich auch, aber ich stelle es auch nicht infrage, finde ich, genau. Das ist für mich auch so. Ich finde auch gerade dann so den Kontrast zu Ex halt cool, weil da siehst du halt einfach, okay, alles ist absolut runtergerockt, aber irgendwann gab es ja mal eine Zeit, wo das neu und anständig aussah.
Das war vielleicht fast schon wieder so ein kleines Problem, dass ich eigentlich das Gefühl hab, dass das eine Familie ist, die jetzt nicht jedes Jahr ihr Haus noch mal neu rot streicht, weil es ist schon wirklich sehr rot. Aber da halt auch so diesen Verfall sehen zu können, ich glaube, alleine dafür ist es gut, dass die Farben da so bright sind.
Das Interessante ist, finde ich, was man bei X vielleicht minimal kritisieren könnte, ist da, dass der Look doch sehr künstlich herbeigeführt herkommt. Und ich finde, hier ist das weniger der Fall. Dabei ist es hier sogar noch krasser gemacht worden, weil zum Beispiel die Farbkorrekturen für den Film in der Post-Production mithilfe von KI gemacht wurden, von Peter Jacksons Firma.
Und das auf mich gar nicht so gewirkt hat. Ich dachte, die haben das auch so gegangen. Aber das Interessante ist, Theresa, dass der Film, wenn es nach Ty West und Mia Goth gegangen wäre, in Schwarz-Weiß hätte gedreht werden sollen und auch hätte veröffentlicht werden sollen. A24 hat das abgelehnt, weil die zu der Zeit halt schon zwei andere Filme in Schwarz-Weiß im Petro hatten mit Macbeth und The Lighthouse.
Aber jetzt, wo du den Film gesehen hast, kannst du den für dich visualisieren, Schwarz-Weiß? Würdest du glauben, dass der auch so funktioniert hätte? Wundert mich fast, dass die da nicht noch irgendwie auf irgendeinem Media Book oder so eine Schwarz-Weiß-Version mit rausgetracht haben. Eine Alternativ-Version, ja. Oder haben sie? Nee, ne?
Also, weil das wundert mich fast. Weil gerade dadurch, dass die Farben ja auch so kräftig sind, könnte ich mir das auch gut in Schwarz-Weiß tatsächlich vorstellen. Ja, sie haben natürlich auch ... 10-Jahres-Jubiläum. Das holen die doch mal raus. Human Centipede 2 in Farbe und Pearl in Schwarz-Weiß. Wie bei Alphabell.
Was war's denn? The Mist, der Label. Da gibt's ja auch nochmal die Schwarz-Weiß-Fassung auf Disc. Und Hasch. Also kann ich mir auf jeden Fall gut vorstellen. Jedenfalls haben natürlich Ter West und Mia Goth vor allem aus Kostengründen da angedacht. Sie haben natürlich da bei E24 vorgesprochen gesagt, ja guck mal, wir müssen dann nicht mal groß diesen Look von 1918 irgendwie reproduzieren mit irgendwelchen Farbtönen und sowas.
Wenn der Film in Schwarz-Weiß ist, ist es dann natürlich in dem Sinne billiger, was die Ausstattung angeht. Aber E24 hat das abgelehnt, was Ty West doch retrospektiv als richtige Entscheidung empfand. Normalerweise würde ich jetzt fragen, wir waren ja eben schon so ein bisschen bei dem Thema, Laura, ob ihr das Setting als authentisch ansehen würdet.
Ich würde da bei mir ein Fragezeichen hinsetzen, weil tatsächlich so die 1910er. Könnte ich jetzt dir ehrlich gesagt gar nicht sagen, was da stilprägend war oder was da so en vogue war. Und deswegen kann ich ehrlich gesagt die Frage für mich gar nicht beantworten, ob das jetzt authentisch ist. Was sie da auf die Beine gestellt haben. Nee, ob es authentisch ist, kann ich auch nicht beantworten. Dafür kenne ich mich auch nicht gut genug aus mit der Zeit. Aber...
Es hat bei mir jetzt keine Irritationen hervorgerufen im Sinne von, solche Autos fuhr man doch damals nicht oder solche Kleider haben Frauen doch damals nicht getragen. Also es wirkte für mich stimmig, aber so ein bisschen entgegen, was du eben gesagt hast, ich finde, es wirkt schon auch alles sehr künstlich, aber es hat dadurch sowas Albtraumhaftes für mich irgendwie und das mag ich voll.
Ich finde aber nicht, dass es so, also ich finde, man sieht und spürt. Dass es ein künstliches Setting ist und dass es ein Film ist mit einem Konzept und ich finde es aber sehr cool. Also, ich muss auch sagen, ich kann das gar nicht einschätzen, weil ich kenne mich mit der Epoche auch nicht gut aus, aber hatte jetzt auch nicht das Gefühl, dass ich an irgendwelchen Sachen hängen geblieben bin und dachte, oh, na ja, ob das jetzt so authentisch ist.
Insgesamt konnte ich mich gut von dem Film da mit reinziehen lassen in die Stimmung. Und er konnte mir gut verkaufen, dass es authentisch ist. Das Set ist ja auch klein, muss man dazu sagen. Also, das Ex-Set ist ja dasselbe bei Pearl. Aber das, was sie zusätzlich gemacht haben, Ist ja auch nur einmal dieses Haus später, dieses Farmhaus, wo die Audition stattfindet.
Und diese kurze Häuserpassage bei dem Kino. Und das stand ja auch schon da. Das haben sie ja quasi nur ein bisschen ausgeschmückt. Kurzer Hinweis für euch da draußen. Bei Laura ist gerade das Internet abgeschmiert. Wir machen aber frecherweise schon mal ohne sie weiter. André, was wollte ich denn von dir? Das, was du bist.
Ja, nee, jetzt wollte ich gerade dich die bizarre Frage, ob das da auch reingespielt hat, dass eben das Set generell sehr klein ist. Also, Laura hat ja vorhin schon eigentlich fälschlicherweise gesagt, dass es ein Kammerspiel ist. Aber so Unrecht hat sie ja gar nicht, weil wirklich viele Handlungsorte gibt's ja wirklich nicht, ne?
Nee, auf jeden Fall. Ich mein, man kennt's hier auch, ist das schon aus Ex, wenn man gesehen hat, was man ja natürlich sollte. Was natürlich auch cool ist, weil du kannst natürlich genau ablesen, okay, das Haus, da ist die Scheune, da ist das Haus, wo später Porn gedreht wird. Du kannst es ja alles erkennen.
Du kennst natürlich auch schon den Steg mit dem Krokodil. Das ist ja alles drin. Das finde ich auch nice. Ich finde aber trotzdem, dass der Film. Das ist ja bei X auch so, das ist halt so, dass der auf so einem kleinen Scale stattfindet und das einzige Mal, dass er halt, wenn er hier rausgeht, ist ja höchstens ihre Fahrradtour, Stichwort Kornfeld, oder dann eben bei dem Filmvorführer.
Aber auch das ist ja alles klein. Es ist nur eine kleine Alley in der Stadt. Obwohl sie auch ihre Farm verlässt, was ja bei X quasi auch gar nicht passiert, da gehen wir auch gar nicht raus, haben wir in der letzten Folge auch darüber gesprochen, dass ich das auch positiv fand, dass das in diesem abgesteckten Kosmos passiert.
Finde ich das hier bei Pearl auch nice, dass er zwar ein bisschen rausgeht, aber auch nicht zu groß wird, dass sie jetzt da irgendwie ständig durch die Stadt läuft und noch Leute trifft und so, sondern weil sie hat ja, es geht ja darum, dass sie einfach nur in ihrer kleinen Welt lebt, aus der sie ja ausbrechen will.
Und selbst wenn sie ja mal in die Stadt kommt, dann ist es nur, du musst dich beeilen, hier ist Geld, kauf mir was und komm bloß schnell wieder und bring bloß jeden sein Wechselgeld zurück. Also sie darf ja wirklich keinen Spaß haben, nichts Eigenes machen eigentlich. Und das, finde ich, transportiert, auch wieder diese Limitierung der Sets, dass sie einfach in so einer abgesteckten kleinen Welt lebt, obwohl sie sogar mal von der Farm runter darf, dass das trotzdem gar kein Gewicht hat eigentlich.
Ja, und ich fand es ganz witzig zu lesen, sie haben ja das Haus gemietet sozusagen von den Eigentümern und haben das ja erstmal sozusagen auf alt und schäbig getrimmt für Ex, und haben es ja dann quasi zurückdrehen müssen, 60 Jahre, und sie haben auch gesagt, das war viel aufwendiger, das Haus wieder schön zu machen, als es alt werden zu lassen, sozusagen.
Und umgekehrt, was? Das war aufwendiger, das alt werden zu lassen. Und die Eigentümer haben dann das Haus gesehen und haben gesagt, ach Leute, das gefällt uns, ihr braucht es eigentlich nicht rückgängig machen, wir behalten jetzt diesen 1980er Technik Color Lock, den behalten wir jetzt einfach bei. Und wenn man da vorbeigeht heutzutage, dann sieht man es genauso, wie es in Pearl aussieht. Ach, witzig.
Es ist natürlich eigentlich total auch sehr doof, dass sie es nicht andersrum gedreht haben, aber ging ja nicht anders, da wussten sie es ja nicht so richtig. Das wäre sicher einfacher gewesen. Aber ich meine, für die Leute, die in dem Haus jetzt wohnen. Die freuen sich ja, dass sie quasi kostenloses Makeover bekommen haben.
Aber das Haus sah ja schon mal gut aus. Ich weiß jetzt nicht genau, wie es vor Ex-Aus war. Sie haben es gut runtergerockt und dann wieder gut, okay. Ja, ist ja mega, ich sag ja, es ist mega Quatsch. Hätten sie den Film andersrum gedreht, dann wäre es halt nicht so aufwendig gewesen. Ja. Ja. Ja, das zum einen. Und dann ist natürlich noch interessant, Theresa, dass der Film, zu dem Zeitpunkt aktuelles Thema mit Corona, mit der Pandemie hier natürlich auch geschichtlich einbettet, indem man hier sagt, es ist hier die spanische Grippe, also was heißt sagt, also die war ja zu dem Zeitpunkt damals, es ist jetzt die spanische Grippe hier dort und man sieht das auch, Pör trägt zum Beispiel eine Maske, wenn sie dort in die Stadt geht und im Kino
und wir sehen da auch so diese Behandlungszelte in diesem kleinen Stadtteil dort aufgebaut, was so ein bisschen auch an die Bilder damals aus der Tagesschau aus Bologna zum Beispiel erinnert und die Mutter ist auch super streng, was das Thema angeht, was so Hygiene angeht. Ich erinnere später an die Szene, als die Schwiegermutter da den Spanferkel vorbeibringt und nee, sowas kommt uns hier nicht ins Haus und Pearl auch, du schläfst heute im Stall, du warst in der Stadt und sowas alles so, ne?
Das ist schon, ich finde, muss ich fairerweise sagen, ich weiß nicht, ob das so gelungen ist, weil mir das Thema damals schon viel zu aktuell war, um es so früh in einem Film zu ver-bundeln. Es gibt ja andere Filme, die das gemacht wurden, wie Host zum Beispiel, da fand ich es passender, hier fand ich es irgendwie so ein bisschen aufgezwungen. Ja.
Mir geht das auch immer noch so, dass das ein Thema ist, wo ich immer noch keinen Bock hab, dass das in Filmen verarbeitet wird. Das kommt vielleicht in zehn Jahren oder so, aber jetzt gerade hab ich das Gefühl, es ist mir immer noch zu nah dran. Und, ähm. Ist sowas, was ich eher anstrengend finde, tatsächlich.
Und ich finde es irgendwie schon auch verständlich mit eingefangen, gerade weil sie ja mit dem Vater ja auch wirklich jemand Schwerkranken zu Hause haben, wo es, seine letzte Stunde sicherlich geschlagen hätte, wenn die spanische Grippe da zusteht. Was ich mich gefragt habe, vielleicht könnt ihr mir das beantworten, die Mutter sagt sowas wie, ich möchte nicht, dass diese Seuche oder sowas wieder bei uns ins Haus kommt.
Kann ich dem entnehmen, dass der Vater quasi irgendwie daran erkrankt ist und dass es irgendwie Nachfolgen sind? Wurde das irgendwie erzählt, was mit dem Vater ist und ich hab's nur nicht so mitgeschnitten? Es gibt so ein paar Punkte, die ich auch nicht ganz kapiert habe oder falsch verstanden habe. Das ist der eine Punkt, genauso wie eine Sache, die Pearl später in ihrem Monolog erwähnt.
Da hab ich so verstanden, dass sie ein Kind verloren hat. Aber ich meine, ach, das ist auch so, ne? Ja, hat sie auch. Das sagt sie auch. Hat sie auch gesagt, ja. Willkommen zurück, Laura. Danke. Ja, schön, dass du wieder da bist, Laura. Ich freue mich auch. Wir sind doch gerade fertig geworden. Nein, Spaß.
Ja, nee, wir sind gerade bei dem Thema Pandemie und dass das Thema vielleicht ein bisschen zu aktuell war, um schon in einem Film behandelt zu werden, weil ja klar ist, dass Ty West das nicht ohne Grund, in dem Film mit aufgenommen hat, weil es ja schon an die damals aktuelle Situation erinnert hat. Wo ich es aber gut fand, war tatsächlich André, der Punkt, dass er dadurch natürlich diese Isolation gut darstellen konnte, die sowohl Pearl als auch ihre Familie sozusagen auf dieser Farm durchlebt.
Aus Sicht der Mutter vielleicht etwas freiwilliger als aus Pearls Sicht. Vielen Dank. Ja, die Isolation macht sie ja wirklich aus Selbstschutz. Also sie denkt ja auch, die Mutter denkt ja auch, sie tut was Gutes. Also sie denkt ja auch, sie tut Perlen gefallen, weil sie sie isoliert. Weil also sie hat ja panische Angst vor Germs, wie sie tausendmal betont.
Also vor Krankheiten und vor Viren. Deswegen immer, es geht ja eben diese Grippe da oben und die Krankheiten. Und macht natürlich das daran fest, dass ihr eigener Mann da erkrankt ist. Und sieht ja jeden Tag das Leid. und will ja auch nicht, dass es ihr oder ihrer Tochter so geht. Also sie hat ja schon gute Intentionen per se, aber setzt sie natürlich extrem radikal um und ohne jegliche Rücksicht da auf Verluste und irgendwie eigene Befindlichkeiten und eigene Wünsche.
Aber auch das passt ja total, wie gesagt, dazu, dieses Gefühl der Eingeschlossenheit, dass wir eben ihr ganzes Leben, findet ja nur für dieser Farm statt, sie duldet ja nicht mal Geschenke oder Besuch oder so. Also alles von außen ist ja für sie komplett böse, eklig und bringt halt nur Schlechtes und Krankheiten und den Tod und das finde ich, das bringt der Film sehr gut rüber halt und wie Pearl darunter leidet, weil sie das halt aus Zwang mitmachen muss.
Wir erfahren, Laura, dass die Mutter deutsche Wurzeln hat oder eine deutsche ist, die ausgewandert ist. Und wir haben ja schon über die Schauspieler gesprochen, die ja dann Deutsch gelernt hat. Man muss auch wirklich, das ist halt fies, weil ich finde, sie hat sehr gut Deutsch gelernt, sie spricht sehr gutes Deutsch, aber sie spricht halt mit einem heftigen Akzent.
Der auch keinem deutschen Akzent ähnelt und dadurch klingt das natürlich, ich weiß, wir sind jetzt nicht ausschlaggebend als Zuschauermenge für Pearl, aber wir sind ja trotzdem nicht zu verachten als deutsches Publikum. Und für jeden deutschen Zuschauer oder jede deutsche Zuschauerin, die den Film im O-Ton guckt, kann eigentlich nur der Gedanke aufkommen, das reißt mich hier ganz schön aus der Immersion heraus, wie ich finde, weil, ja, sie kann halt keine Deutsche sein, wenn sie so Deutsch spricht, ne?
Ja, ich meine, ich muss sagen, ich finde es krass. Es ist ja auch eine verdammt schwierige Sprache. Und dass die Schauspielerin das sehr gut gemacht hat, ist für mich gesetzt. Also ich glaube, das hätten sehr, sehr viele Leute deutlich schlechter gemacht. Und es gab für mich Momente, wo ich dachte, boah, das fand ich jetzt gerade richtig gut.
Und danach kam dann aber halt auch wieder ein Satz, wo ich dachte, ah, okay, nee, das fällt schon auf. Und es ist dann vielleicht auch so ein bisschen nervig, weil es einen rausreißt. Aber ich glaube, dass Leute, die jetzt nicht selber deutschsprachig sind, sich da wirklich nicht dran stören. Also ich glaube, dass es für...
Das hat die Amis ja noch nie gestört, wie sie... Ja, also, ja, ich finde, für mich ist das jetzt kein krasser Kritikpunkt, außer dass es einen halt so zwei-, dreimal irgendwie irritiert. Ich finde aber, dass es halt dennoch sehr gut passt, so dieses Strenge. Weil die deutsche Sprache hört sich ja auch sehr streng an für...
Setz den Mais auf und hol deinen Vater. Ja, ja, ja. Ja, also ich finde es passt schon gut. Zeitdeutsch? Nein, nein, nein, aber schon trotzdem relativ viel. Schon viel, ja. Ich habe jetzt auf Deutsch einfach geguckt und im Kino damals auch. Also die Frage, die ja dahinter steckt, also wie gesagt, ich sage auch Hochachtung, wenn ihr in so kurzer Zeit so gut Deutsch gelernt, da alles super.
Aber ich muss halt die Frage an die Produktion stellen, André, es gibt ja mehrere Möglichkeiten. Es wird ja Neuseeland Native Speakers geben, also wirklich deutsche Personen, die vielleicht auch schauspielern können. Und wenn nicht das, warum hat man A, diese Szenen nicht einfach gedubbt oder C, also hier wäre tatsächlich für mich sogar, vielleicht sogar dass ich das mal sage, aber vielleicht sogar KI-Voicing irgendwie im Rahmen der Möglichkeiten gewesen, ich weiß jetzt nicht 2023, ob das schon funktioniert hätte aber, weil das Ergebnis ist für mich echt unbefriedigend so, weil, es hätte doch eine andere Möglichkeit geben können dafür, versteh's nicht, Ja, also das Ding ist halt, ich denke mir halt immer so, wenn halt jemand,
der Deutsch spricht, aber trotzdem ja auch quasi nicht in Deutschland lebt, es kann ja sein, dass sich dann der Dialekt da so einschleicht, dass es nicht 100% perfektes Deutsch ist, das finde ich ja gar nicht so schlimm. Aber was halt hier wieder krass aufgefallen ist. Und wo ich dann aussteige ist, wenn halt die Figur sehr viel Deutsch spricht und das sehr, das sehr trotzdem also native wirken soll.
Und ich brauche quasi Untertitel bei Apple TV, um zu verstehen, was sie sagt. Dann ist es scheiße. Und ich finde, die redet halt so nuschelig und so undeutlich deutsch, dass ich es nicht verstehe als Native. Okay, krass. Das fand ich jetzt nicht. Ich finde, du verstehst die nicht. Also ich finde, es lag höchstens daran, dass die Betonung einfach falsch war.
Ja, genau, die Betonungen sind weird. Und sie spricht so silbenkomisch aus. Das ist genau wie bei dem Krampus, dem letzten, wo die Oma Deutsch redet. Aber das ist genauso. Die redet auch so ein weirdes Deutsch. Das ist halt nicht so richtig. Das ist kein echtes Deutsch. Das ist halt so weird. Das ist wie eine KI, die nicht weiß, wie man Deutsch redet. So klingt das halt.
Und das ist das Problem. Deswegen bin ich, ich bin da schon bei dir auf jeden Fall. Also ich finde okay, wenn man so leicht merkt, dass sie noch so einen Akzent drin hat, der halt, so einen Ami-Akzent oder so, weil sie halt in dem Land lebt. Dass sich das halt durch beide Sprachen dann einschleicht, das finde ich völlig fein.
Aber dieses Deutsch, wo du merkst, dass sie eben nicht weiß, wie es eigentlich native klingen muss, mit den Betonungen und so, und wie da teilweise der Aussprache so ist, das Wort nicht richtig verstehst, das holt mich dann auch raus, ja. Das kommt natürlich, das ja, das ist hier tatsächlich generell ein Problem des Films, und da haben wir es dann doch wieder mit der Authentizität, weil sowohl Mia Goss, das funktioniert nicht, mit diesem aufgesetzten Südstaaten, das ist eine Britin, das hörst du raus, du hörst es hier raus auch.
Meiner Frau das nicht gesagt, dass der Film in Neuseeland spielt und dass das eine Neuseeländerin ist, die da gerade Deutsch spricht. Sie hat das von alleine, nach zwei Minuten zuhören, sofort erraten, dass es eine Neuseeländerin ist. Das heißt, sie wirkt ja auch nicht mal wie eine Texanerin, die Deutsch spricht, sondern wie eine Neuseeländerin, die Deutsch spricht.
Und ja, wie gesagt, das sind Sachen, okay, ist geschenkt, aber es ist nun mal unsere Muttersprache und dann fallen so Sachen dann nochmal irgendwie doppelt und dreifach auf. Aber wie gesagt, soll jetzt auch kein großer Kritikpunkt Und sei mich, Theresa, hat es viel mehr gestört. Das ist jetzt vielleicht wieder ein persönliches Empfinden.
Ich hätte es nicht gebraucht. Ich weiß, es ist ein realistisches... Psychisches Trope, was ja auch bei SerienkillerInnen häufig auch vorgekommen ist in echt und zumindest auch in der Popkultur, dass diese Leute auch, bevor sie Menschen töten, erst mal Tiere getötet haben. Hätte ich in diesem Film trotzdem nicht gebraucht, ehrlich gesagt.
Zumindest nicht in der Häufigkeit. Ja, kann ich schon irgendwie mitgehen. Also es ist ja auch nicht nur ein Trope, sondern tatsächlich ja auch was, was... Ähm, bei der, na, die Psychopathie, wenn man das diagnostiziert quasi, oder nicht diagnostiziert, ist ja in dem Sinne keine Diagnose, aber da ist tatsächlich auch ein Kriterium, ob Tiere in der Kindheit und Jugend gequält wurden, also das ist schon nicht nur ein Trope, aber ja, es ist natürlich immer im Film unangenehm, ich finde, und ich glaube halt, es wirkt fast eher wie ein, Trope, also, dass man sich fast nicht vorstellen kann, dass es tatsächlich jetzt so jeder, Mensch, der irgendwie so ein bisschen psychopathisch veranlagt ist, tatsächlich das auch unbedingt gemacht hat.
Es wirkt eher so, damit man irgendwie alle Boxen getickt hat, so mäßig, ah, okay, wir wissen jetzt schon, aus der kann nichts Anständiges werden. Aber fandet ihr nicht, dass es zur Handlung irgendwie auch passt? Weil sie fängt ja damit quasi so an, ihre, ne, so langsam irgendwie sich zu wehren und so, sag ich mal, schwächere Kreaturen, denen wehzutun, um sich da halt so rauszuholen aus ihrer Ohnmacht.
Und also ich sehe es auch überhaupt nicht gerne. Aber ich finde, es macht für die Handlung irgendwie schon Sinn, für ihre Entwicklung so. Ja, und gleichzeitig hatte ich schon am Anfang, wenn sie dann da quasi vor den Tieren auch tanzt, schon auch das Gefühl, eigentlich liegt ihr schon so ein bisschen an denen.
Und das ist dann das, wo ich dann dachte, was hat Mr. Goose jetzt exakt gemacht? Wo ist ihr Problem mit Mr. Goose? Also das war sowas, was mich halt irritiert hat, dass sie ja prinzipiell. Dass ich das Gefühl hatte, ja, sie kann prinzipiell mit den Tieren schon was anfangen irgendwie. Und klar hat die keinen Bock, sich um die zu kümmern, aber die hasst die jetzt auch nicht.
Und das ist sowas, was für mich dann irgendwie nicht so gut zusammengepasst hat. Oder was ich ein bisschen irritierend fand. Ich finde dieses zwiespältige Verhältnis, das hat sie ja auch zum Beispiel mit ihrem Vater verstanden. Ja. Manchmal ist sie ja auch lieb zu dem. Und dann gibt es ja zum Beispiel aber diese Szene, wo sie badet und er mit dem Rollstuhl davorsteht und sie ihm dann so in den Finger kneift. Und das fand ich naheliegender zum Beispiel, als das mit den Tieren irgendwie.
Der Vater ist ja auch schwach in dem Sinne, genau das, was ihr eben gesagt habt über die Tiere. Und dass sie da dann, sie merkt so, der merkt das eigentlich gar nicht. Und dass man dann mal so ausreizt. So Grenzen austesten. Genau, ja. Das fand ich irgendwie naheliegender, als das mit den Tieren. Aber ja, nein, deswegen, ich hatte es vorhin auch schon gesagt, Theresa, es ist ja nicht nur ein Trope, es ist ja, wie gesagt, bei vielen Serienkillern und Killerinnen ja auch so gewesen, dass die erst irgendwie angefangen haben, Tiere zu quälen, dann irgendwie Kinder zu quälen und irgendwann Erwachsene ermordet haben, so in dem Sinne.
Und von daher passt das irgendwie schon. Ich fand es nur irgendwie, also der Film will ja eigentlich, das ist ja der Unterschied zu X, so ein bisschen, obwohl bei X habe ich ja auch gesagt, dass man mit Pearl da durchaus, auf eine gewisse Art und Weise empathieren kann und das soll man bei Pearl ja auf jeden Fall tun, also jetzt in diesem Film und da war mir das etwas zu konträr, das mit den Tieren, weil ich kann nicht mit einer Figur Empathie empfinden, so sehr sie auch begründet sein mag, wenn sie gleichzeitig da diese wunderbaren Geschöpfe tötet.
Das finde ich krass. Ich finde gar nicht, dass... Also ich empfinde keine Empathie für die. Nein, ich sage, das ist die Absicht des Films. Ob das bei dir funktioniert, ist ja eine andere Geschichte. Aber ich habe auch nicht das Gefühl, dass der Film das so richtig machen möchte. Also ich habe das Gefühl, man soll schon ein Verständnis für sie haben. Aber...
Trotzdem nicht, dass man in irgendeiner Form da so mitschwingen soll, zu sagen, ja, ach, verstehe ich schon, dass die jetzt da irgendwie auf diese und jene Art gehandelt hat. Jetzt nicht vielleicht mit den Morden, aber blende mal die Morde aus, dann sollst du ja schon auf jeden Fall. Es ist ja eine Figur, mit der man auf jeden Fall Empathie empfinden kann.
Ja, aber mit den Konsequenzen, die sie als Reaktion darauf hat, das halt finde ich schon nicht. Also ich glaube, man soll sie ja zumindest auch als eine tragische Figur verstehen und ich finde, das macht der Film, macht Pearl vor allem damit, dass wir ja wissen, wie ihr Leben weiter verläuft aus dem Film vorher und dass sie im Prinzip auf dieser Farm bleiben wird und dass ihre Träume quasi überhaupt nicht in Erfüllung gehen und sie einfach auf dieser Farm isoliert ihr Leben weiterführen wird.
Ich glaube, Empathie ist das falsche Wort. Ich glaube, man soll vielleicht so ein bisschen Mitleid mit ihr haben und gleichzeitig soll man aber auch Angst vor ihr haben. Du hast ja auf jeden Fall diese Mitleidskomponente, die ist ja schon durch ihre Lebensumstände gegeben. Sie hat, also nimm es jetzt mal ganz rational, sie vermisst ihren, also im Normalfall müsste sie ihren Mann vermissen, der im Ersten Weltkrieg ist. Sie weiß nicht, ob der Leben, nein, im Normalfall.
Wenn nicht zurückkommt, dann muss sie sich um den Vater kümmern, sie muss mit der Strenge der Mutter leben und hat ja eigentlich ganz anderes im Sinne, das haben wir ja schon festgestellt, das wirkt schon alles wie so ein großes Gewicht auf ihrem Rücken und allein deswegen, habe ich schon Mitleid mit der Figur, weil die Lebensumstände sind halt das, was, also man sieht den Lebensweg so ein bisschen vorgezeichnet, genau das, was ja die Filmreihe ja auch macht, im Endeffekt und da kann man schon Mitleid und Empathie empfinden, finde ich, unabhängig davon, was sie später macht.
Also ja, für die Umstände auf jeden Fall, also gerade. Allein auch so die... Also ein junges Mädchen, also sie ist ja jetzt auch kein ganz junges Mädchen, aber eine junge Frau sollte sich halt, also macht man natürlich auch wieder aus Empathie sich dann um den kranken Angehörigen zu kümmern, aber das sollte ja eigentlich nicht das Leben einer jungen Frau sein.
Und ich finde allein auch schon die erste Unterhaltung mit der Mutter, wo sie dann in ihrem Zimmer tanzt und, die Mutter also mäßig ist ja, was ziehst du meine Kleider an, was soll die Scheiße jetzt ab in den Stall und arbeite gefälligst, da tut sie einem schon auch extrem leid und ich kann so auch diesen Hass, den sie ihrer Mutter gegenüber empfindet, total nachvollziehen und gleichzeitig kann ich auch, den Hass der Mutter ihr gegenüber irgendwie total nachvollziehen.
Also ich finde es, das ist, glaube ich, auch das, was den Film am Ende halt so spannend macht, dass es mir zumindest sehr schwerfällt, so eine richtige Position einzunehmen. Also ich finde, Empathie ist so was, wo man nach meinem Verständnis, wo ich auch so mit so einer Wärme mitschwingen kann und sagen kann, ach ja, Mensch, verstehe ich aber schon auch alles.
Und so weit würde ich da tatsächlich nicht gehen, aber ich habe eben schon ein Stück weit ein Verständnis für sie. Aber im Endeffekt kommen wir später noch mal daraus zu sprechen, ich habe diesen Punkt, sehe ich darin, dass man ihr schon anmerkt, dass das vielleicht das Einzige, was ihr fehlt, ist einfach, dass ihr wirklich mal Mensch zuhört, sie versteht und ihr Liebe entgegenbringt, also echte.
Aber das wissen wir ja nicht, ob Power das nicht tatsächlich, ob der nicht wirklich ist. Also sagen wir mal, wenn wir dann jetzt im Jahr 1918 sind und wissen, wie Leute früher auch verheiratet wurden und so weiter und so fort, gerade in dem Alter dann auch noch, und so wie sie überhauert, ja, also da glaube ich jetzt nicht, dass das die große Liebe ist. Also...
Ja, wie dem auch sei. Ich finde aber, ich habe bei ihm schon das Gefühl, dass er sich wirklich darauf freut, nach Hause zu kommen. Ja, er ja. Ja, aber das meinst du ja gerade auch. Aber sie freut sich nicht unbedingt darauf, dass er nach Hause kommt. Aber sie freut sich auf niemanden. Genau, ich meinte halt auch, ich hatte schon so das Gefühl, auch alleine wie lange, das wissen wir ja schon vorher, dass der mit ihr zusammen bleibt.
Also wenn ich er gewesen wäre, ich hätte gesagt, Jungs, kommt zurück. Ja, das ist natürlich ein Punkt, das hab ich auch erst, wo ich sage, ich hab das erst jetzt im Rewatch, und auch erst noch mal ganz am Ende noch mal richtig realisiert, als ich mir jetzt auch mal gemerkt hab, dass ihr Mann ja in Ex Howard heißt und hier auch, da hab ich erst noch mal so richtig drüber nachgedacht.
Stimmt, das ist halt der selber Howard so, weil, also, mir war das vorher schon irgendwie klar, aber nicht so bewusst in dem Sinne. Erst jetzt, wo ich die beiden so wirklich am Stück geguckt hab, mehr oder weniger, und das hat dann noch mal eine andere Wirkung irgendwie. Und ich muss auch sagen, ich finde das schade, dass der Howard, dass man nicht mehr von ihm hier sieht in dem Film und von deren Beziehung, weil im Endeffekt sehen wir ja nur, wie er wiederkommt und halt diese krasse Situation vorfindet und wissen dann aus Ex, dass er bei ihr bleibt und das fand ich schade.
Die Lücke hätte ich auch gern gefüllt, weil das ist schon ein Fast Stretch so von dem Ende in Pearl bis zum Hölle ist der geblieben. Weil das ist halt schon sehr fraglich. Wahrscheinlich hat sie ihm vor die Wahl gestellt. Entweder bleibst du bei mir und hier oder ich bin nicht auch rum. Aber ganz ehrlich, nachdem ich das gesehen hätte, hätte ich vielleicht auch gesagt, du hättest Howard, okay, dann tu, was immer du tun musst.
Come out, that's how it goes. Ja, wow. Obwohl, der war wirklich gut. Ja, finde ich auch. Nee, aber deswegen glaube ich tatsächlich schon, dass Howard die in irgendeiner Form richtig liebt und auch richtig aufrichtig liebt. Und ich glaube, das aufrichtige Liebe, at this point, in dem Alter schon nicht mehr retten kann, was auch immer da schiefgelaufen ist. Also selbst wenn da mal jemand richtig zuhört, ich glaube, an dem Punkt ist der Zug abgefahren.
André, Pearl geht gerne und heimlich ins Kino, weil sie natürlich gerne tanzt und in den Filmen damals ja noch sehr viel getanzt wurde. Und das ist ihre große Sehnsucht. Auch da haben wir wieder so ein bisschen die Parallele zum Zauberer von Oz. Das, was Hollywood für Pearl ist, ist das Land Oz für Dorothy dort gewesen.
Und sie sieht Kino sozusagen so als Ersatzbefriedigung an und vor allem als ... Dort kann sie ihre Fantasie sozusagen... Ja. Fandst du das gut umgesetzt? Ja, total. Fand ich gut. Weil sie ja auch, wie gesagt, sie hat ja nur die Möglichkeiten, der Realität zu entfliehen, wenn sie nicht zu Hause ist. Weil zu Hause lässt sie Mutter halt nicht zu.
Und da hat sie gar keine Möglichkeiten, keine Zeit. Und deswegen fand ich es mit dem Kino eigentlich eine schöne Idee. Wie gesagt, einmal die Tanzinspiration, weil sie ja diesen Traum hat, ich will irgendwie ein Star werden. Das Naheliegendste ist halt irgendwie da Tänzerin, Showgirl, irgendwie in die Richtung, weil sie das halt kennt.
Und das mit den Filmen halt dann eben auch wieder diese Tagträume ausleben kann, fand ich gut. Und dass sie da ja auch so einen Moment lang, naja, kennen wir ja alle selber, dass man im Kino halt so mal entfliehen kann für zwei Stunden oder damals halt noch nicht so lang, aber dass sie mal ganz kurz mal der Realität entkommen kann, sondern sich einfach nur da eben auf die Bilder einlassen kann.
Das fand ich eine schöne Idee, ja. Wobei ja lustigerweise, das finde ich lustig, weil, wo du sagst, der Realität empfiehen, das war ja in Deutschland auch früher so und hier wird es ja auch gezeigt, dass ja vorher noch die Nachrichten liefen. Also ich glaube, in Deutschland war das die, was war das, die Wochenschau oder sowas?
Wo dann auch die Kriegsberichterstattung ja immer lief. Also der Realität entfliehen im Kino so ganz ja auch nicht. Also damals nicht. Aber in den Filmen ja halt trotzdem. Und dort lernt sie dann den Filmvorführer kennen, der auch keinen anderen Namen bekommt, der so ein bisschen an Dick van Dijk aus Mary Poppins erinnern soll.
Und jetzt kommt eine steile These von der Hauptdarstellerin selbst. Denn sie sagt, dass es durchaus sein kann, dass der Filmvorführer nur ein Hirngespinst von Pearl ist die ganze Zeit. Deswegen hat er auch keinen Namen. Und er ist nur eine Fantasie von Pearl, auf die sie ihre Sehnsüchte projizieren kann.
Stell dich mal in den Raum, wenn man drüber nachdenkt. Vielleicht werden wir mal das am Ende mit dem Auto und der Leiche vergessen. Finde ich, könnte das durchaus hinhauen, dass der gar nicht existiert. Also ich finde, Sinn machen würde es, weil sie ja auch so eine krasse Verlustangst hat, weil sie dem Howard ja auch, obwohl der mit Sicherheit ja nicht so, super freiwillig in den Krieg gezogen ist, oder was heißt, kann natürlich sein, aber, der ist ja nicht aus Spaß in den Krieg gezogen.
Und sie ja trotzdem ihm vorwirft, du wolltest mich herausholen und jetzt hast du mich alleingelassen. Und dass sie deswegen sich vielleicht so erst mal vorstellt, sie würde einen neuen Mann kennenlernen und dann wäre sie dem aber auch direkt wieder zu viel. Ich finde, das würde ganz gut passen. Ja, habe ich aber noch, also habe ich vorher noch nie gehört, aber finde ich ganz spannend.
Ja, er tut auch nichts, was irgendwie so eine große Interaktion erfordert mit der dritten Figur, dass es nicht passen würde. Er kommt ja einmal zum Haus und stellt ihm quasi Vater vor, aber der kann ja auch nicht reagieren. Das heißt, wenn er da nicht da wäre, wäre es auch egal. Ja, stimmt schon. Kommt hin. Ich mag solche Ideen immer nicht so richtig gerne, weil für mich ist er einfach trotzdem da und.
Es passt für mich viel zu gut, dass er auch so sie auch so ein bisschen belächelt und ausnutzt und einfach ein bisschen rummachen und es nicht so ernst nehmen dann relativ schnell checken, okay die hat, irgendwie, mit der ist das nicht ganz in Ordnung, ich nehme lieber drei Meter Abstand und dann ist er schon mittendrin quasi das funktioniert einfach viel zu gut, weil er sich glaube ich da überhaupt nichts bei denkt bei der Nummer und wie gesagt eher auch noch da diesen französischen Schmuddel-Film zeigt.
Stimmt, wer hat ihr dann den Film gezeigt, wenn er gar nicht richtig ist. Es kann sich ja auch alles einbilden, theoretisch. Ich mag solche Gedanken immer nicht so gerne, weil das muss schon gut belegt sein. Aber ja, es würde funktionieren, weil sie keine große Interaktion mit dritten Figuren haben. Das stimmt. Es ist immer die Frage, wo fängt es an und wo hört es auf? Weil theoretisch könnte ja auch alles, was abseits der Farm passiert, nur ein Hirngespinnt sein. Auch die Audition und sowas alles.
Aber ich finde die Idee dahinter tatsächlich interessant. Ich habe auch, Laura, wie du gesagt hast, auch vorher nicht darüber nachgedacht, bis sie das im Interview, ich habe in den Making-ofs nochmal nachgeguckt und hat sie das gesagt. Ich finde die Idee trotzdem eigentlich ganz interessant dahinter, aber...
Ich finde dieses, oh, es war alles nur eingebildet, hupsi, das ist immer so Auflösung der Kotze im Strahl irgendwie. Aber es ist ja auch wieder dasselbe, wo wir sagen, ja, es ist ein Trope, aber ein Trope, was ja auch irgendwie auf der Wahrheit basiert. Ja, aber was ich mir tatsächlich, also wo ich, was ich sehe, zum Beispiel sie, ja, hat dann ja auch, vergnügt sich ja mit einer Vogelscheuche unter anderem.
Und da sieht sie dann ja auch, jetzt bin ich mir gar nicht mehr sicher, war es Howards Gesicht oder? Nee, seins von dem Vorführer. Sowas, okay, von mir aus. Aber die komplette Figur in dem Ausmaß, sich irgendwie dann herbeizuhalluzinieren, weiß ich nicht, ist irgendwie was, was mir tatsächlich, was für mich den Film eher abwerten würde.
Weil ich finde, er ergibt auch als echter Charakter mehr Sinn als irgendwas, was man sich einbildet. Weil dann, also in meiner Einbildung hätte der mich auf jeden Fall besser gefunden lassen. Aber im Prinzip stimmt das schon. Also seine Rolle ist ja wirklich nur eigentlich ihre Sehnsucht nach mehr darzustellen. Also er ist ja das sozusagen, worauf sie das bezieht. Und eine andere Funktion hat er ja nicht.
Also symbolisch gehe ich damit, dass er dafür steht, ja. Aber dass er quasi eine Wahnvorstellung ist in dem Ausmaß, da gehe ich nicht mit. Also symbolisch, ja, Wahnvorstellungen finde ich schwierig. Und deswegen passt das auch so, dass es auch so sagt, ich wohne eigentlich nirgendswo, bin ich hier mal dort. Also klar, kann auch wirklich so berufsbedingt sein.
Aber wenn man so genau drüber nachdenkt, ich glaube, wenn du den Film jetzt noch mal guckst, mit diesem Gedanken, dann glaube ich, könntest du dich zumindest davon eher anstecken lassen. Nee, ich glaube, ich habe den tatsächlich auch eher einfach so als halbwegs kriminellen Hochstapler, der halt ... Okay, also das ist ja doch unrealistischer.
Nee, weißt du, so, ja, ich war in Paris und habe dieses und jedes. Ist so, ja, Bro, laber, du warst hier. Du wohnst hier in einem fucking Kino, jetzt raff dich mal so. Also ich hatte den eher als so, er will sich halt als was verkaufen, was er auch nicht ist. Er ist nur ein Lebemann. Genau, er ist ein Lebemann, so kann man es auch nicht sagen.
Für mich hat diese Sequenz, André, als sie nachts aus dem Haus ausbüxt und noch mal zu ihm hinfährt und er auch sofort nach einer Sekunde die Tür öffnet, obwohl es mitten in der Nacht war, das hatte auch alles was sehr träumerisches, diese ganze Sequenz so, weil wir auch nichts anderes davon sehen. Also das ist irgendwie, also ich.
Ich sag mal so 50-50. Wie gesagt, es würde funktionieren. Ich mag die Idee nicht so richtig, weil ich ihn dafür als Figur, als echte Figur trotzdem zu wichtig finde, auch für ihre Figurenzeichnung. Was so Manipulation angeht, aber auch dieses, obwohl er ihr ja wohlgesonnen ist, trotzdem auch dieses in der Sekunde snappen, wenn er grad nicht genau so geht, wie sie es will und sowas, das ja so völlig unberechenbar ist, das klappt viel zu gut.
Aber es würde rein von der Idee her, würde es funktionieren im Film. Ja, die Vogelscheuchen-Szene hat Theresa schon angesprochen. Pearl verführt auf dem Rückweg aus der Stadt eine Vogelscheuche. Und da muss ich sagen, da hat der Film dann auch einen guten Humor kurzzeitig zwischendurch, als sie die Vogelscheuche küsst.
Ich bin verheiratet. Ich bin verheiratet. Und dann beworben sie es sich. Aber dann mit der Vogelscheuche ist es schon, eine niedliche Szene. Ja, aber Laura, ein Thema aus X wird ja hier wieder aufgegriffen und das ist Pearls, Furcht, ihre Jugend zu verschwenden, wenn sie dort nicht rauskommt von dieser Farm und das ist ja das Thema von X gewesen, in dem Pearl ja auf ihr Leben zurückschaut, mehr oder weniger, und genau das feststellt, dass sie das getan hat.
Naja, wobei in X ist es doch eigentlich eher so, dass sie ihrer Jugend hinterher trauert und die sich zurückwünscht. Weil sie sie verschwendet hat, wäre jetzt mein Gedanke. Also jetzt, wo ich Pearl gesehen habe. Das können wir uns jetzt nach Pearl daraus erschließen, dass sie halt in ihrer Jugend eben nicht, die glamouröse Tänzerin geworden ist, die sie gerne gewesen wäre und mit ganz vielen verschiedenen Männern irgendwie ihre sexuelle Lust auch ausleben konnte. Aber...
Frag mich gerade, also wenn sie jetzt so eine total erfüllte Jugend gehabt hätte, dann wäre die Verbitterung, die sie in Ex hat, finde ich immer noch glaubwürdig, weil sie dem dann auch krass hinterher trauern würde. Und es jetzt dann bei jungen Leuten dann wieder sieht, die es gerade total ausleben und sie kann es halt nicht mehr.
Aber das macht sie, so wie es jetzt für sie gelaufen ist, macht sie halt zu einer, irgendwie auch zu einer sehr traurigen Figur, finde ich. Theresa, wie geht's weiter? Ja. Immer aufmerksam sein, sagen wir hier. Ich hab das hier schon offen. Ich wusste nur, also wir haben hier ja heute ein bisschen Technikprobleme.
Ich musste mein Skript in einem anderen Browser offen. Deswegen muss ich einmal kurz rüber. Aber ich hab hier alles bereit. Okay, also. Pearl beginnt eine Art Affäre mit dem Projektionisten, was ihre Sehnsucht nach Freiheit und Bewunderung unterstreicht, aber auch ihre moralischen Grenzen weiter verwischt.
Ein reisendes Tanzensemble kündigt ein Casting in der örtlichen Kirche an. Für Pearl eine mögliche Chance, die Farm zu verlassen. Parallel dazu bringt ihre wohlhabende Schwiegermutter ein Spanferkel vorbei, das Ruth jedoch aus Prinzip und Hygienegründen ablehnt. Es foult letztlich auf der Veranda vor sich hin.
Und dann gibt es da noch Pearls Schwägerin Mitzi. Blond, selbstbewusst und Verkörperung von allem, was Pearl zu sein scheint, aber nicht kann. Pearl entwickelt eine obsessive Abneigung gegen sie, die sich im Verlauf des Films zur tödlichen. Eher einseitigen Rivalität steigert. Parallel dazu artet auch der Konflikt zwischen Pearl und ihrer Mutter aus, mit der Folge, dass diese bei einem Streitfeuer fängt und bis zur Unkenntlichkeit verbrennt und von Pearl in den Keller gesperrt wird.
Als sie etwas später den Filmvorführer mit nach Hause bringt, merkt dieser schnell, dass etwas mit Pearl nicht stimmt und wendet sich gefühlskalt von ihr ab. Pearl tötet ihn in einer wütenden Überreaktion mit einer Mistgabel und entsorgt dessen Leiche. Ja, da haben wir tatsächlich auch mal ein paar Nebenfiguren, Theresa, mit Mitzi und der Stiefmutter, nee, Schwiegermutter, nicht Stiefmutter.
Habe ich auch erst jetzt im Rewatch so richtig, ich weiß, vielleicht habe ich damals auch beim ersten Mal im Kino gar nicht so gut aufgepasst, ich weiß es gar nicht. Erst realisiert, dass das ja die Verwandtschaft von Howard ist. Ja, ach krass, das habe ich auch nicht verstanden. Ja, das ist die Mutter von Howard und die Schwester von Howard.
Ja, naja, sie sagt ja auch irgendwie sowas wie, ach ja, unser Howard, der wollte schon immer irgendwie was anderes und keine Ahnung was. Also schon, dass klar ist, der gehört irgendwie zu denen. Also ich hatte das schon auch relativ eindeutig so verstanden tatsächlich. Und sie sagt doch auch, die sagen doch zweimal sogar am Ende bei diesem Tanzding irgendwie so, ja, Schwägerinnen.
Ja, müssen zusammenhalten, genau. Ich muss nur sagen, mit so Verwandtschaftsverhältnissen, da bin ich nicht so gut. Meinst du, hätte jetzt auch die Cousine sein können? Ja, genau, so. Hatte die eher so als Cousine abgespeichert. Aber ich fand das mit dem Schwein irgendwie so richtig cool, auch wenn das ja nur so erstmal unscheinbar wirkte.
Aber die scheinen ja mehr Geld zu haben, weil die sagen ja dann auch, wir haben noch mehrere Schweine, die wir irgendwie hier verteilen müssen. Deswegen ist es ja auch, was die Mutter sagt, hat ja zwei Gründe. Einmal die Hygienegründe, aber sie will auch keine Almosen haben. Genau, die Mutter ist halt ultra stolz.
Und wir haben ja auch schon gesehen, dass sie irgendwie Pearl das Abendessen wegnimmt, was sie für sie zubereitet hat und irgendwie sagt, du respektierst mich nicht, deswegen kriegst du jetzt auch mein Essen nicht und so. Und dass dieses natürlich. In schwierigen Zeiten, wenn man wenig Geld hat, was für eine krasse Bedeutung dann auch Essen hat.
Und das fand ich sehr cool, dass das mit dem Schwein nochmal so aufgegriffen wird, dass sie lieber verhungern würde, als dieses Schwein zu essen. Ein Detail, das mir aufgefallen ist das ich ganz süß fand, ist wir sehen ja Pearl tanzen und das, mag für viele vielleicht auch ein bisschen lustig sein aber sie ist ja durchaus elegant dabei aber sie geht tatsächlich so wie ich, nämlich wie ein Pinguin und im Falle von Pearl soll das natürlich ihre einfache Herkunft verraten, bei mir ist das natürlich eine Form der Eleganz, aber das fand ich auch ganz nett, dass man da so auf so kleine Details.
Wert gelegt hat tatsächlich. Ja, Pearl Bix dann in der schon vorhin angesprochenen Szene nachts aus dem Haus aus und fährt in die Stadt, sucht den Filmvorführer auf und die beiden unterhalten sich angeregt. Also da liegt ein bisschen was in der Luft, aber ich fand auch da wieder, deswegen bin ich fast schon wieder bei dir, Theresa, mit Verwinkt, der ist so ein bisschen shady, weil so, ich mein, wer zeigt denn eine Frau bei dem, also, Selbst 1918 bei dem Blick, klar, ist was Neues, was er gefunden hat.
Haben noch nicht so viele Leute gesehen, so einen Erotik-Film aus Europa. So, verstehe ich. Aber so wie er auch so die ganze Zeit hinter ihr steht. Und ich hab dann so ein bisschen, auch beim ersten Mal gucken, schon die Angst gehabt. Und jetzt zieht er sich gleich die Hose runter hinter ihr. Und dann dachte ich so, nein, bitte nicht in diesem Film.
Der gibt dir doch auch Alkohol. Ja, ja. Auch das ja schon, ist doch klar. Ja, aber sie ist ja nicht zwölf. Sie ist ja volljährig. Ja, aber erstes Date, saufen, Pornos gucken, weiß ich ja nicht so. Ganz normaler Das musst du uns sagen, Theresa Selbst ich mache das beim ersten Date nicht. Ja, auf jeden Fall Aber er ist ja nicht so shady Zwar auch kein richtiger Good Guy, aber so shady ist er nicht Was ich aber, und jetzt können wir mal kurz in die Lobhudelei zu Mia Goth kommen, Ich muss sagen, dass sie hier sowohl, also erstmal die eine Seite von sich, diese sehr naive, unschuldige aber auch so diese, ich find's ja trotzdem, auch wieder ausgeblendet, was sie mit den Tieren macht, aber so die Art,
wie sie ist, sie ist ja auch irgendwie lieb. So richtig lieb, find ich. Also so in der Art, wie sie so ist von ihrer Persönlichkeit her. Zumindest nach außen. Und das spielt sie halt auch wirklich bis zur Perfektion, find ich. Und später halt auch das ganze Gegenteil davon. Also ich muss dir wirklich sagen, dass dieser Film auch als, wie sagt man noch mal, als ähm, Ah, helf mir mal. So Case Study für Schauspielstudenten oder was?
Ja, das ist fast so ähnlich. Nicht Case Study, sondern als Showcase für Mia Goff eher hält. Ja, auf jeden Fall. Überhaupt diese Ambivalenz, wie du sagst. Sie ist halt, haben wir ja schon gesagt, sie ist halt sehr einfach so. Also sie soll ja einerseits ausstrahlen, dass sie jetzt nicht die größte Knowledge auf der Welt hat, einfach weil sie nicht viel gesehen hat von der Welt.
Sie hat halt nur den abgesteckten Horizont, dafür kann sie ja nicht mal was. Dann aber gleichzeitig, ja, sie hat so einen eigentlichen Grund naiv, ich will sie naiv nennen, nicht mal lieb, sie hat einen Grund naives Wesen, weil sie auch blind dann einfach jedem vertraut, wie dem Projectionist so einfach so, die geht halt rein und ja, okay, der zeigt mir halt Filme, es könnte ja wirklich ein Vergewaltiger sein oder whatever, wird trotzdem da reingehen, weil sie es einfach nicht besser weiß.
Und dann ist sie aber auch einfach natürlich neugierig, weil sie trotzdem ein junges Mädchen ist, die eben nicht viel kennt vom Leben und gleichzeitig ist sie aber auch ja eben so ein bisschen evil und Und hat eben diese krass sadistische Ader und diese, nihilistische Ader. Und das alles zusammen, finde ich, spielt sie halt extrem gut. Und wie schnell sie auch dazwischen wechselt.
Wie gesagt, bestes Beispiel dann gleich, wenn sie da zusammen auf der Farm sind und sie erst so total lieb und total freudig ist, dass sie einen Mann mit nach Hause bringt quasi. Und dann im nächsten Moment halt total snappt, weil der irgendwie nicht genau so reagiert, wie sie es verlangt. Also genau dieser Wechsel zwischen den Emotionen bei ihr, das finde ich im Film eh total stark natürlich unverbunden mit diesen krassen kommen wir auch hin, diese Monolog Szenen, diese One-Shot-Takes wo sie da wirklich emotional ja richtig krass abliefern muss mit Heulen und alles drum und dran.
Von daher ja, ich finde immer wenn, ich finde so viele Leute sagen ich lese super oft, dass Mia Gross nicht schauspielern könnte, Und ich finde das, also guck dir mal Pearl an und dann sorry. Das Witzige ist, dass sie das selbst von sich teilweise lange Zeit dachte. Das ging gerade, du hast ja schon angesprochen, der Monolog, der am Ende kommt.
Da hatte sie wirklich riesige Angst vor, weil sie eben im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen eben nie auf einer Schauspielschule oder auf was Ähnlichem war. Und deswegen hatte sie echt Angst, dass sie diese Szene nicht tragen kann. Aber ich bin auch ganz bei dir. Also ich finde auch hier spätestens hier hätte man feststellen müssen, dass die halt, ob man sie jetzt nun als Mensch mag oder nicht, aber als Schauspielerin wirklich sehr viel drauf hat.
Aber sie ist natürlich ... Sie macht's vielleicht auch letztlich nach der Schauspielschulenart. Ich find, sie hat eine sehr eigene Art zu spielen. Genau. Aber ich find, die ist sehr echt, wenn's drauf ankommt. Ich find, ich kaufe ihr die Emotionen halt ab, weil sie, wenn sie Verzweiflung zeigt, dann ist das verzweifelt.
Und wenn sie irgendwie durchdreht, dann schreit sie auch mal drei Minuten am Stück irgendwie rum. So bis hin zum, wo wir schon gesagt haben, Infinity Pool. Wo es fast schon ... Es wirkt so ein bisschen raw, ne? Nervig, es ist sehr grob. Genau, sehr roh. Eben nicht durch eine Schauspielschule gefiltert und durch zehn Lehrer oder Lehrerinnen. Genau, nicht so nachgestellt, wie es ihr zehn Leute erklärt haben, sondern sie macht es halt einfach, wie sie denkt und das funktioniert halt, ja.
Aber vielleicht ist das auch ein Stück weit der Schlüssel zum Erfolg, dass sie halt vielleicht nicht denkt, okay, ja, ich kann das schon, wird schon, sondern ich kann mir dann auch vorstellen, entsprechend Bammel hatte und vielleicht auch anständig vorher geübt hat. Und dann kommt natürlich auch eine gute Leistung trotzdem bei rum.
Und das könnte ich mir schon auch vorstellen, dass der Film vielleicht schon noch mal eine besondere Herausforderung war. Und besondere Herausforderungen bieten ja auch einfach unfassbar viel Raum, um irgendwie auch über sich hinaus zu wachsen. Und fairerweise hat sie ja die Rolle quasi auch mitentwickelt.
Das ist natürlich, ich will jetzt nicht sagen, dankbar. Aber wenn du das selbst mitkonzeptionierst, ist das ja nochmal was anderes. Das glaube ich auch. Und sie durfte auch sehr viel improvisieren zum Beispiel. Also das ist natürlich alles schon förderlich. Aber wie gesagt, finde man kann ihre Leistung hier nicht auf genug hervorheben.
Kommen wir nochmal zu Pearls Mutter. Da habe ich so ein bisschen das Gefühl gehabt, ich erinnerte mich ein wenig, Laura, an Mrs. White aus Carrie erinnert. Die hier auch so ein bisschen so wie auch also die pölz mutter die auch genauso auch da glaube ich, ihr jetzt nicht sagen gescheitertes leben weil die frau kann ja auch nichts dafür dass ihr mann da jetzt so im rollstuhl sitzt und nicht mehr nicht mehr als quasi ja.
Verfuschtes Leben. Und das verfuschte Leben und sie kann sie ja wahrscheinlich am wenigsten dafür, aber sie projiziert dieses hoffnungslose Leben halt auch auf Pearl und man hat das Gefühl, dass sie nicht möchte, dass Pearl mehr wird als sie selbst und das ist so, so tut richtig weh, finde ich, beim Gucken, dass sie ihrer Tochter quasi nichts gönnt und da stecken ja ganz viele Sachen drin, und das ist so lustig, weil man das ja eher selten hat in Filmen oder in Medien, aber hier ist es ja diese internalisierte, oder dieses, internalisierte Patriarchat, dass sie quasi diese Rolle einnimmt, die verhindert, dass Pearl ihre Weiblichkeit, ihre Sexualität, ihre Selbstständigkeit vor allem ausleben kann und ihre Ambitionen.
Also sie möchte ja, dass ihre Tochter komplett ambitionslos durchs Leben geht. Die soll da den Vater pflegen, die soll da mithelfen, soll ein bisschen die Kühe im Stall füttern und das war's. Und die soll nichts von da draußen nehmen. Die soll auch nicht mitkriegen, dass es da draußen vielleicht ein bestes Leben geht. Und dass die Mutter eigentlich so sagen müsste, ich bin jetzt hier gebunden, weil ich mich um deinen Vater kümmern muss. Deswegen wünsche ich mir, dass du das Leben hast, was ich nicht haben konnte.
Und ich finde es dennoch, und das hat Theresa ja eben, auch schon formuliert, dass man trotzdem sich auch ein bisschen dabei erwischt, dass man der Mutter auch, obwohl sie hassenswert ist, aber ihr trotzdem auch so ein bisschen Recht gibt. Also nicht im Sinne von, dass Pearl nix darf, aber, dass Pearl halt zum Beispiel überhaupt nicht sieht, was ihre Mutter halt auch alles aufgegeben hat für den Vater und so, das ist ihr ja glaube ich auch nicht bewusst.
Das ist wieder dieses Thema, da könnten wir jetzt in eine lange Diskussion gehen, aber es ist wieder auch dieses, man ist den Eltern irgendwas schuldig oder eine Rechenschaft schuldig dafür, weil die ein Jahr aufgezogen haben und Geld investiert haben und so weiter und jetzt musst du mich auch pflegen.
Damals umso mehr. Genau und da bin ich ja ganz großer Gegner von dieser Theorie und deswegen würde ich es anders sehen in dem Fall. Ja, aber gleichzeitig ist, ich finde, es ist sehr ähnlich. Ich habe zur Mutter ein sehr ähnliches Gefühl wie zu Pearl auch, weil ich kann den Frust von der Mutter so krass verstehen, auch wenn sie irgendwie sagt so, ja, ich sollte eigentlich halt auch eine Ehefrau sein und keine Mutter für meinen Mann.
Boah, ich kann es so verstehen, dass die auch so saumäßig frustriert ist, aber gleichzeitig auch die Konsequenzen, die das dann hat, wie sie Pearl dann behandelt, kann ich genauso wenig nachvollziehen, wie was Pearl aus ihrer Misere macht. Und deswegen stehmen die sich für mich tatsächlich gar nicht so viel.
Ich habe für beide irgendwie Verständnis. Und ich habe auch Verständnis, dass die Mutter sagt, ey, ganz ehrlich, ich reiße mir hier den Arsch auf, damit wir beide nicht verhungern. Und du gehst einfach in die Stadt und holst uns hier gefühlt den Tod noch mit nach Hause und denkst überhaupt nicht darüber nach, was das für Konsequenzen hat. Ich kann sie da schon verstehen.
Aber hat sie eine Maske getragen? Aber sie hat acht Pfennig ausgegeben. Und sie hat das Tiefen vom Morphin genommen. Aber der Punkt ist ja der, und das finde ich, das ist sowohl bei Carrie als auch hier der Fall, und das finde ich ist so schlimme, dass das so prophylaktisch ist, wie die Mütter handeln, weil die haben ja nichts verbrochen.
Also der Pearl hat bis zu diesem Zeitpunkt irgendwas verbrochen, was die Mutter in die Position bringen würde, so wütend zu sein, weil es ist ja wirklich nur die Wut auf ihr eigenes Leben. Und bei Carrie war das ja auch genauso. Das waren ja trotzdem beides, und das meine ich ja mit Lieb, André hat es naiv genannt, ist auch genauso richtig.
Die haben ja nichts verbrochen beide. Und trotzdem werden sie so behandelt, als wären sie die schlimmsten Menschen auf der Welt. Wobei ich mich bei Pearls Mutter hat doch gepeilt, dass die Pearl auch die Tiere tötet und so. Die hat gesagt, ich hab gesehen, was du wozu du fähig bist. Das sagt sie in der Essenszene, wo es so eskaliert. Das weiß die ganz genau.
Ich hab das tatsächlich eher auf dieses Vogelscheuchen, dass die sich da öfter mal mit irgendwelchen Sachen sexy vergnügt. Das vielleicht auch. Aber schon auch das mit den Tieren. Aber da hätte die Mutter da doch anders reagiert drauf. Nein, deswegen weiß die, deswegen sagt die Mutter ja auch, dass ich, ich hab Angst vor dir.
Sie weiß, dass sie so ist. Sie weiß, die Mutter weiß eigentlich, was Pearl wirklich für ein Mensch ist. Die weiß, dass sie zur Killerin werden könnte. Die weiß genau, dass ihre Tochter eigentlich eine Psychopathin ist. Das weiß sie und versucht es halt einzudämmen. Auch deswegen sperrt sie sie ja quasi zu Hause ein. Ja, das stimmt. Ja, da habt ihr recht.
Schwamm drüber. Also es ist eine sehr komplizierte Situation zwischen den beiden, aber ich finde ja wirklich, dass man... Ja, voll. Aber ich kann irgendwie beiden Positionen irgendwie auch was so nachempfinden. Aber der Point ist, ist daran nicht die Mutter schuld. Dass Per genau das macht, weil sie nämlich alle ihre Gefühle unterdrückt, alles ihre Sozialisierung.
Sie darf ja auch quasi gar keinen Kontakt mit anderen Menschen haben, außer da vielleicht dazu ihre Mitsieder, aber sie soll nicht in die Stadt fahren, sie soll keine anderen Männer kennenlernen und sowas. Und wenn du Sozialisierung verhinderst, entsteht ja auch sowas. Das ist ja wieder die Isolation, die dadurch entsteht und sie möchte nicht, dass die irgendwie Lust empfindet.
Sie soll auch gar keine, und das finde ich das Schlimmste, sie möchte nicht, dass Pearl positive Gefühle überhaupt für irgendwas hat. Also sie darf sich auf nichts freuen, sie darf nichts machen, sie soll nur dieses öde Leben dort leben, sie soll sich über nichts beschweren und immer wenn du das Gefühl hast, dass Pearl so ein bisschen irgendwie Freundlichkeit zeigt und ich möchte zu diesem Tanzen und das mag ich so und so weiter und nix, da gibt es alles nicht.
Die Mutter ist schon schuld daran. Aber ich glaube, das ist aber auch komplexer, weil es gibt doch diese Szene, wo die da, am See stehen, wo der Vater schon verdächtig nah am Rand steht und die Mutter dann so sagt, was machst du? Und die so, nö, ich rede nur mit Papa, alles gut. Und da sagt die Mutter zu ihr dann irgendwie sowas, es geht im Leben nicht darum.
Nach so krassen Träumen zu streben, sondern es geht im Endeffekt darum, glücklich zu sein mit dem, was man hat. Und das ist natürlich, ist das scheiße, aber ich glaube schon, dass die Mutter sich auch so denkt, wenn die jetzt weggeht und tanzen geht, die wird krank, die wird schwanger, die wird unglücklich.
Ich glaube schon, dass die die auch ein bisschen beschützen will, im Sinne von wer viel träumt, kann auch viel verlieren und wenn sie gar nicht erst so, Wie dieses Leben aussehen würde, auch wenn es jetzt nicht Pearl betrifft, aber das werden wir uns nächste Woche anschauen. Und noch zum Thema, ist die Mutter mit Schuld? Ich glaube, das ist ein bisschen das Hände-Ei-Problem oder auch das Michael Myers-Problem.
Das Ei-Problem, das kommt auch gleich noch. Oder ist es das Michael Myers-Ding? Ist sie halt einfach evil? Grund auf. Und war das schon immer in ihr? Nee. Weiß man nicht. Vielleicht ist sie als Psychopathin auch geboren. Ich würde sagen, es ist doch immer eine Mischung aus beidem. Es ist doch immer die Veranlagung und die Welt macht dich dann dazu.
Das ist mir egal, was ihr sagt. Bei sowas höre ich nur auf Theresa. Das ist jetzt ein Problem, weil ich kenne mich damit auch nicht so gut aus. Seht ihr? Also habe ich recht. I doubt it, Chris. Ich meine, es, ist auch zum Thema Veranlagung und so, keine Ahnung. Da bin ich in der Studienlage nicht gut drin. Aber es ist ja schon so, dass oft, Also natürlich gibt es das als angeborene, aber es ist ja, ja ihr habt recht, wahrscheinlich ist es immer 50-50. Es gibt eine Tendenz.
Es gibt ja auch Leute, die eine, genau und es gibt ja auch Leute, die, ne sag ich mal, Auffälligkeiten im Hirn haben, die zu sowas passen würden, die aber in einem guten Umfeld aufwachsen mit einer guten Prägung und aus denen dann nichts Schlimmes wird. Ja. Also Auffälligkeiten. Ja. Ich habe immer ein bisschen Angst bei so einem Thema, dass wir in Leihenwissenschaft abdriften, aber ist schon okay.
Ich habe doch immer Angst, dass die Leute, das ist dann irgendjemand, der wirklich Ahnung hat. Ja, aber es sind doch keine Fakten, es sind ja Meinungen, die wir hier vertreten. Jetzt muss ich das jetzt als Disclaimer vor dem Podcast überprüfen. Die folgenden Worte sind nur Das ist unsere Trigger-Worne.
Podriders steht nicht für diese Inhalte. Vorsicht, Meinungen. Und Theresa hat noch nicht mal ihr schlimmes Bekenntnis der Woche von sich gegeben, was jede Episode sonst kommt. Das hätte ich eben eigentlich machen können bei der Date-Geschichte, naja. Jesus Christ. Pearl klaut auf jeden Fall dem Alligator ein Ei, und zerquetscht es dann in der Scheune und da spätestens merkt man dann, dass ihr jetzt nicht so viel an Howard liegt, weil es dazu eine Parallelmontage gibt, in der der zurückkehrende Ehemann zerplatzt oder explodiert, je nachdem, wie man es nimmt. Auch sehr lustige Szene.
War lustig, aber kam unerwartet, André. Unerwartet, lustig und aber auch gut getrickst. Also auch sehr splatterig für die Sekunde, wo man es sieht. Aber ja, die magische Szene. Dazu möchte ich auch noch sagen, Chris, dass ich finde, dass der Film Pearl mein Argument von letzter Woche untermauert, dass es Pearl nicht darum geht, in erster Linie mit Howard wieder Sex zu haben, sondern Sex zu haben und jung zu sein.
Weil so ein bisschen kommt das hier, finde ich schon rüber, dass es nicht um die Person Howard geht, sondern um das Gefühl, dass man. Wann sind denn hier dann Backflips zu alten Episoden erlaubt? Ja, das ist mir gerade so eingefallen. Und ich möchte aber auch sagen, ich habe überhaupt nicht gepeilt, dass das ein Alligator-Ei ist.
Wie kommt denn das in die Scheune? Das hat sie dahin gebracht. Sie findet doch das Nest. Sie findet doch ein Nest mit so ganz vielen Alligator-Eiern. Aber draußen, oder was? Sie ist da am See und findet das dann im Gebüsch. Sie geht doch einmal ins Wasser. Da ist sie bis zum Bauch im Wasser, wo ich mir schon dachte, okay, ein hunderte Alligator kommt. und dann findet sie hinter so einem Gebüsch einen Alligator. Ah, okay, das ist mir entgangen.
Warum lässt der Alligator dann eigentlich Maxine in X nicht direkt in Ruhe, wenn er doch eigentlich denken könnte, dass es Pearl ist? Weil Pearl sagt, sie sah früher so aus wie Maxine. Ich glaube, das ist dem Alligator am Ende der Fall. Diese und andere Fragen klären wir nicht. Die, glaube ich, nicht so gute Augen haben, dass sie das so gut sehen können. Ich weiß nicht. Und weil dem Ende einfach hungrig sind.
Stattfindet, aber ich glaube nicht, dass die das so gut sehen können. Mal eine technische Frage, weil ich glaube, wir haben die ja den Film jetzt alle auf unterschiedlichen Medien gesehen und, ich weiß nicht, ob das nur bei mir so war, aber habt ihr auch das Gefühl gehabt, dass gerade wenn die Figuren sich streiten, so wie hier Pearl und ihre Mutter, dass der Ton da übersteuert ist?
Also ich kann mir nicht vorstellen, ich habe das bei meiner Heimkino-Einstellung sonst nie, bei keinem Film und hier war das an sehr vielen Stellen so, dass das richtig gedröhnt hat teilweise, als Pearl geschrien hat. Also ich weiß nicht, ob das irgendwie am Film liegt oder ist euch das aufgefallen? Nee, gar nicht bei Apple TV und ich hatte auch relativ laut in meiner 5.1 Anlage. Nee.
Also ich habe keine schicke Anlage, sondern nur meinen Fernseher. Du hast eh auf Deutsch geguckt, das spielt eh keine Rolle. Und ich habe auch auf Deutsch geguckt. Und da war es aber tatsächlich, aber ich schaue auch immer sehr, sehr leise. Okay. Also ich fand es sehr laut und sehr anstrengend, aber übersteuert könnte ich jetzt auch nicht sagen.
Ich habe das aber auch so, also es soll ja wahrscheinlich auch bewusst einfach anstrengend sein, ne? Ja, ja, ja, das schon. Aber es klang mir wie so nach einem Technikfehler. Er hatte mich auch gewundert. Aber ich habe das sonst auch nie bei irgendeinem Film. Also deswegen kam es mir irgendwie komisch vor. Aber falls es noch jemand hat, schreibt es gerne in die Kommentare, ob ihr das auch hattet auf der UAD.
Ansonsten, ja, ein herrlicher Streit zwischen Pearl und ihrer Mutter. André hat es vorhin schon gesagt, dass die Mutter ja ... Nee, dass Pearl auch noch sagt, you don't know what I'm capable of. Und die Mutter dann, oh doch, das weiß ich. Und sie dann auch diesen herrlichen, zitatwürdigen Satz sagt, the whole world is gonna know my name.
Und dann zoffen sie sich und rangeln ein bisschen. Und dann, ja, fängt sie Feuer. Ein echter Feuer-Stunt übrigens, André. Habe ich nochmal nachgeschaut im Making-of. Ja, das ist gut. Echtes Feuer. Das ist ja immer das Schöne bei Ty West, da kannst du dir immer sicher sein, dass es immer alles echt ist, weil er ja alles, was mit CGI zu tun hat, sehr hasst.
Ja, das ist sympathisch, ja. Deswegen hoffe ich auch, dass er bei seinem komischen Film mit Johnny Depp im Winter da auch Wert drauf legt, dass das alles handgemacht ist. Ja. Und ein bisschen rangeln ist gut. Ich meine, die Ohrfeiergesicht hart und naja. Ist relativ doll, ja. Aber der Feuer-Stunt ist gut.
So, Pearl flieht ins Kino und küsst dann den Vorführer, den bringt sie dann am nächsten Tag auch mit nach Hause und der ist dann schnell relativ entgeistert, weil Pearl sich auch so ein bisschen widerspricht, so die Sache, was, klopft dann da im Keller aus oder Hund und zwei Minuten später kann sie sich an keinen Hund mehr erinnern und auch die ganze Situation mit dem Vater und da möchte er schnell wieder flüchten, Theresa, aber nicht mit Pearl.
Ja, die sagt, jetzt reicht's mit der Forke. Wie die den da anschreiten. Ja. Also, die hat auf jeden Fall ordentlich Feuer. Das ist wirklich eine, mit der man sich nicht anlegen möchte. Also, das ist so, ich glaub, das ist so eine Person, die kann so richtig unangenehm werden. Auch wenn man irgendwie aus Versehen die so beim Einkaufen oder so was wahrscheinlich so ein bisschen anrempelt. Das ist mein Einkaufsschip.
Dann schreit die ein Safe absolut zusammen. Da kann Horror dann auch bei Tageslicht spielen, wenn du so eine Performance hinlegen kannst. Ja, finde ich auch. Genau. Also, ja, sie ersticht die dann ja halt eben mit der Forke, weil man schon halt auch, er sich dann ja sehr ablehnt, ihr gegenüber verhält und man schon auch bemerkt, okay, der kriegt schon auch ein bisschen Angst.
Und das war so, glaube ich, so das Gefühl, so der Punkt gewesen, wo man bemerkt, okay, jetzt snappt sie halt irgendwie komplett. Und ab da geht es noch mal rapider bergab, als es schon die ganze Zeit gegangen ist. Und retrospektiv ja auch dann jetzt quasi ihre Trademark-Waffe, wenn wir X dann uns noch mal anschauen, als sie dort dem...
Ja, und sie hat ja auch den Mr. Goose auch schon aufgespießt. Ja, stimmt. Aber wirklich Rest in Peace Mr. Goose. Mr. Goose hat nichts falsch gemacht. Immerhin kriegt der Alligator das zu essen, das ist immerhin noch halbwegs nützlich, aber trotzdem... Das stimmt. Und sie fährt das Auto in den See, was wir Andrea auch in X dann, auch die Frage beantwortet haben, wie das Auto in den See kommt.
Ja, genau. Das ist auf jeden Fall wieder Kontinuität. Genau, das einmal. Und ich wollte halt nochmal sagen, wie gesagt, ich finde diese Szene halt, wo sie da in der Scheune so ausrastet dann gegenüber ihm, das ist halt wie gesagt auch nochmal so eine der Szenen, wo man wirklich merkt so, aber auch, wie Pearl halt tickt und wie schnell sie austickt.
Und wie gesagt, wenn sie nicht hört, was sie hören will. Und aber gleichzeitig auch dazu neigt, Leute so zu gaslighten. Das heißt, wenn jemand was sagt, was ihr nicht passt. Dann stellt sie auch so Suggestivfragen oder dann dreht sie das so ein bisschen so, dass sie das hören will aber dann ist auch egal, welche Antwort kommt das ist immer falsch, das kommt dann nachher mit Misty ja auch nochmal, dann ist es egal, was sie sagt dann dann ist.
Sie quasi vorbei dann macht sie dicht, dann stellt sie das quasi so hin, dass sie auf jeden Fall sich angegriffen fühlen muss und dann snappt sie halt das merkst du da das erste Mal, dass sie da ganz ganz, ja, ich will nicht mal sagen gewieft, weil sie auch glaube ich nicht mehr absichtlich weil da tickt sie einfach völlig quer.
Wenn du schon dabei bist, André, erzähl uns doch, wie der Film zu Ende geht. Sehr gerne. Pearl bereitet sich intensiv auf das Casting vor, doch am Tag der Entscheidung wird sie nicht ausgewählt. Stattdessen bekommt scheinbar Mitzi den Platz im Ensemble. Dieser Rückschlag ist der Kipppunkt. Pearl kann den Verlust ihrer Ausweg-Fantasie nicht verkraften.
Kurz darauf eskaliert die Situation. Pearl gesteht Mitzi in einem emotionalen Ausbruch ihrer Taten, woraufhin Mitzi schockiert flüchtet. Pearl verfolgt sie mit einer Axt und erschlägt sie im Freien. Anschließend zerstückelt sie mit sie's Leiche und verfüttert sie an den Alligator am nahegelegenen See, um die Spuren zu beseitigen.
Am Ende kehrt Howard überraschend aus dem Krieg zurück. Er betritt das Haus und sieht die grausige Szene. Die zu Tode vegetierenden Eltern am Tisch, der Gestank, das Chaos. Howard ist schockiert und verstummfasst, während ihn Pearl nur mit einem endlosen Grinsen begrüßt. Ja, wie fandet ihr denn Pearls Audition, Laura?
Boah, ich fand das irgendwie richtig unangenehm mit anzusehen, weil sie sitzt ja vorher mit Mitzi draußen auf diesen Wartestühlen und sagt dann halt schon so. Oder die Mitzi sagt, wahrscheinlich nehmen die nur ein Mädchen pro Stadt. Und dann sagt Paul halt so, ich muss es sein. Also es gibt gar keine andere Möglichkeit, ich muss es sein.
Und es ist ja wie so eine Prüfungssituation. Und ich glaube, wenn quasi dein Leben davon abhängt, dass du das jetzt werden musst und du weißt aber gar nicht, was für unfaire Kriterien die anderen vielleicht haben. Und die Kriterien sind ja sehr unfair, weil... Und kurzer Einwand noch, vor allem das Interessante daran ist ja, dass ja das, wofür sie vorspricht, das ist einfach nur so ein kleiner Weihnachtstanz. Sie überschätzt ja das, für das sie da vorspricht, komplett.
Das ist nur so ein kleiner Dorftanz, glaube ich, was die da aufsteht. Da steht so ein Schild, irgendwie Audition for Little Christmas, bla bla bla oder sowas. Ja, aber die Mitzi, Die Mitzi, die die Rolle ja nachher bekommt oder die Position, die sagt doch nachher, dass sie jetzt mit dieser Tanztruppe, dass sie auf Tournee gehen.
Also ich glaube, es geht vor allem um dieses aus dem Dorf rauskommen, so hat man es verstanden. Aber Moment, jetzt vielleicht habe ich, dann habe ich vielleicht auch ein Missverständnis. Weil es in der Kirche ist, hängt da vielleicht. Nee, aber Mitzi, also das bildet sich doch Pearl nur ein, dass Mitzi die Rolle bekommen hat, oder? Wir erfahren das ja gar nicht so richtig. Wir erfahren das nicht, es wird suggeriert.
Ja, weil die sagen ja, wir wollen so ein All-American-Girl und Blond und so. Das, was die beschreiben, passt halt 100 Prozent auf. Aber mit so einer anderen Frau. Okay, da können wir später darüber reden. Aber was übrigens passt zu diesem, und jetzt, wenn wir uns diese Tanzszene noch mal angucken, Theresa, also die Performance von Pearl, die ja auch in ihrer Fantasie vor allem stattfindet, zumindest in der audiovisuellen Gestaltung, die wir dort sehen, die lässt mich ja auch wieder darauf schließen, dass eben nicht nur das ihre Fantasie ist, sondern auch andere Elemente im Film, wie zum Beispiel der Filmvorführer.
Weil das wäre irgendwie schon komisch, wenn nur diese eine Szene ihrer Fantasie entsprungen ist. Naja, aber zum Beispiel das, was ich gesagt habe, mit der Vogelscheuchte, die ein anderes Gesicht annimmt, da wird es ja auch ganz klar visualisiert. Was quasi, und da wissen wir ja auch, das kann nicht echt sein.
Ja, aber das ist ja so ein typisches Horrorelement, sodass du für eine Sekunde so ein anderes Gesicht siehst, aber so eine ganze... Ja, können wir auch einfach unterschiedlich wahrnehmen, wir beide. Ich glaube, das sollte vor allem aber auch den Unterschied zeigen, wie krass Pearl selbst ihre Performance empfindet und wie unterwältigend das für die Juroren war.
Und ich habe halt auch das Gefühl, was jetzt hier gerade Thema war mit diesem, wie groß ist diese Sache tatsächlich, ich hatte auch das Gefühl, das kann ich nicht bestätigen, aber ich hatte so ein Gefühl von Pearl macht die ganze Sache schon größer als sie ist siehst du ja schon anhand der Jury, die da sitzt kann man jetzt auch sagen, ich war auch auf Tournee weil ich vorerst das Wochenende ein Konzert in Landau gespielt habe, ja okay da waren 20 Leute, so wie Juck.
Also so ja und deswegen hatte ich da schon auch das Gefühl, dass sie das da ja auch so maßlos überschätzt hat und auch so was aus ihr damit werden kann, halt auch maßlos überschätzt hat. Und ich finde so das, was sie sich dann da so herbeifantasiert, sag ich jetzt einfach mal, lässt ja auch darauf schließen, was sie glaubt, so in welchem Rahmen sie da irgendwie tanzen könnte, um da irgendwie dann den Truppen beizustehen und keine Ahnung.
Wer von euch war nochmal auch Game of Girls Fan? Also Fan wäre übertrieben, aber ich habe es auf jeden Fall ein paar Mal gesehen. Ich stelle es mir so vor wie so eine Tanzveranstalt von Miss Patty, die da einfach örtliches Casting durchführt und da die Hochbewohner. Deswegen bin ich mir relativ sicher, dass das nichts ist, was Pearl nach Hollywood gebracht hätte.
Nein, das glaube ich auch nicht. Aber dieses Rauskommen. Ja, ich glaube, dass ja wirklich dieses aus dem Einfluss der Mutter und auch von dieser Farm wegkommen. Cooler Poli, Theresa. Danke. Dein bestes Devil's and Demons Match an. Kauft es jetzt. Werbung. Es geht ja um Punkt 1 rauszukommen, das ist das Wichtigste für sie, aber trotzdem gleichzeitig stimmt es genauso, sie überschätzt es, weil sie denkt halt, damit wird sie so ein Filmstar, wie das, was sie im Kino sieht.
Also es kommt alles zusammen quasi. Plus halt, sie überschätzt sich selbst, weil sie halt denkt, sie hat das Zeug dazu. Ich meine, es ist ja schön, an sich zu glauben, gar keine Frage. Aber genau, und das ist ja, ich finde das auch gut, weil vielleicht ein anderer Regisseur oder in einem anderen Film wäre das so inszeniert worden, dass sie dann so eine richtig peinliche Nummer hinlegt, die wir auch sehen aktiv.
Und ich finde, diese Lösung zu zeigen, wie sie sich überschätzt, also dass sie sich im Kopf schon vorstellt, dass sie eben wie die Truppen tanzt und da vielleicht eine Schierliederin im Krieg und so und das alles irgendwie so etwas Bedeutendes macht, finde ich viel schöner, weil das eben wieder zeigt, was sie für ein Bild von dem hat, was sie da machen könnte und wir nicht eben dann irgendwie so eine, sag ich mal, peinliche Nummer sehen, wo sie irgendwie so halb okay da rumhampelt.
Das finde ich eine super Lösung und es ist eine Mischung aus allem für mich. Es ist Selbstüberschätzung, es ist einfach nur der Traum. Es muss halt klappen, es ist meine einzige Chance überhaupt im Leben irgendwas zu erreichen und gleichzeitig aber eben, dass eben, dass diese ganze Nummer an sich einfach gar nicht so groß ist, wie sie sie macht.
Pearl nimmt Mitzi dann mit nach Hause nach der Audition, nach der gescheiterten Audition und die beiden quatschen dann ein bisschen am Essenstisch und Mitzi, sagt dann zu Pearl, dass sie sich vorstellen soll, dass Mitzi Howard ist und sie ihm einfach mal sagen soll, was sie auf dem Herzen liegt und das Angebot dem Pearl natürlich dann war.
Und es kommt zu einem, ich glaube, sieben Minuten lang relativ bewegenden Monolog, in dem wir dann eben auch erfahren, dass das Pearl ein Baby verloren hat und wie sie wirklich zu diesem Leben dort steht und dass sie das alles nicht möchte, was dort stattfindet. Und wir hatten ja schon gesagt, dass Mia Goth da großen Respekt vorhatte vor dieser Szene und die wurde ja auch mit nur einem Cut, glaube ich, gedreht.
Also sie haben sie natürlich mehrfach gedreht, aber sie haben eine Version davon genommen und ich glaube, ein Schnitt oder so ist da drin. Also durchaus auch. Eine gute, starke Leistung. Und da muss ich sagen, ist auch, obwohl die Szene ja so, Andri, so einfach gefilmt ist, weil wir einfach nur das Gesicht von Pearl sehen.
Ist das eine sehr bewegende Szene, fand ich. Also mir ging sie jetzt auch beim zweiten Mal, oder dritten Mal, ich weiß jetzt aber gar nicht mehr, doch ziemlich unter die Haut. So auch ihre Gefühlslage dort und wie sie dann ja auch nochmal sagt, alles was ich je gewollt habe, ist einfach nur geliebt zu werden und so weiter.
Und das ist, fand ich, war ein sehr emotionaler Moment. Sehr emotionale Szene. Absolut, also total. Ich finde die auch super überzeugend gespielt und es ist echt stark. Ich finde aber, es ist halt so, es ist ja alles. Es ist super traurig. Es ist, ähm, Aber auch genau so schockierend. Und ich finde einfach so krass, wie sie auch da wieder die Gefühlsachter waren bei ihr.
Dass sie einerseits sich ausschüttet, einfach nur so ihre Träume, ihre Wünsche. Dann aber in einem Atemzug diese ganzen Verbrechen erzählt, die sie gerade begangen hat, aber in der gleichen Tonlage. Also auch nicht so, dass sie jetzt von sich groß schockiert ist, sondern dass sie auch so ein bisschen für selbstverständlich erzählt, was sie da gemacht hat und alles. Und das alles so in einem Abwasch.
Also, dass sie wirklich mal ihr gesamtes Leben bis dahin quasi rekapituliert. Auch nochmal ein Recap vom Film, ne? Ja, so ein Recap vom Film, der er eigentlich macht, des ganzen Lebens. Aber das alles so, ohne da auch drüber zu stolpern, einfach so raushaut. So, ja, das hab ich halt umgebracht, das war jetzt auch nicht die beste Idee.
Naja, sie hat's verdient, er vielleicht nicht. Sorry, Papa, nochmal irgendwie. Das ist alles so in einem Gefühlsabwasch. Das ist sowohl schauspielerisch, finde ich, finde ich's halt mega krass gut, aber auch nochmal so als Figur, sie halt zeigt einfach, dass sie da auch alles, was da zusammenkommt in ihrem Hirn, alle Traumata, alle.
Psychopathischen Anleihen, alles kommt so aus einem Guss bei ihr, das ist alles halt sie in verschiedensten Facetten und das finde ich halt irgendwie so krass und auch da wieder halt, dadurch, dass du die ganze Zeit nur sie siehst, musst du dir die ganze Zeit vorstellen, wie Mitzi da halt sitzt und darauf so reagiert, weil das ja so ein langer Abwasch ist und sie dann ja auch das mit den Morden so mittendrin erklärt, also ich meine, ab da müsste ja Mitzi schon längst so drei Meter zur Tür gegangen sein wahrscheinlich, das finde ich halt auch echt sehr, sehr nice, dass du dann erst die Reaktion von ihr siehst am Ende des Monologs.
Ich glaube, zweimal zwischendurch sieht man sie schon. Ja, meine ich auch. Stimmt, ja, es gibt Zwischenstädte, ja, stimmt. Und da musste ich nämlich auch irgendwie lachen, weil ich so dachte, wie krass das irgendwie ist, dass sie, wenn du da sitzt und vier Minuten erzählt dir jemand sowas und du sitzt einfach nur da und danach so, äh, okay. Also fand ich...
Sie hat ja auch was ganz anderes erwartet, was jetzt passiert so in dem Moment. Ja, danke Frau Robert, dass du zurückkommst, wir müssen mal über unsere Beziehung reden, Punkt. Aber das ist ja was ganz anderes so und da ist Mitsu ja wahrscheinlich selber völlig überfordert. Trotzdem muss ich echt sagen, so gut ich den Dialog fand, Und es war mir trotzdem ein bisschen zu lang. Also ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es so künstlich in die Länge gezogen wurde.
Und mir war es too much. Ich muss aber sagen, dass ich das komplette Pacing... Von dem Film sehr eigenartig finde. Also zum Beispiel diese Audition-Szene, die fühlt sich an, wie wir sind auf der Zielgeraden. Und ich glaube, die ist bei einer Stunde zehn. Da kommt noch eine halbe Stunde. Also da kommt noch ein Drittel vom Film.
Und den finde ich vom Pacing da irgendwie so komisch. Und ich weiß auch, dass mich das im Kino irritiert hat. Und ich glaube, deswegen kommt einem auch der Enddialog so lange vor. Also ich glaube, der ist, glaube ich, auch lang. Aber weil ich schon nicht mehr damit gerechnet habe, dass der kommt, weil ich dachte, okay, das ist jetzt das Finale.
Und dann ist Feierabend und es ist aber nicht Feierabend und mit jedem Satz mehr kommt der Feierabend auch nicht. Sie wollten ein bisschen das Conträr zu Ex machen, haben sie im Making-of erzählt, so vom Spannungsbogen her. Ja, aber muss ich sagen, das ist was, was mich im Kino, weiß ich noch, dass mich das irritiert hat.
Und jetzt hat es mich wieder irritiert, weil ich bin dann nochmal auf Toilette gegangen kamen halt so die Tanzszenen, war so, ah, ich geh kurz auf Toilette, mach Pause und war so, eine Stunde acht. Was passiert denn jetzt hier alles noch? Aber das ist heute hier bei dieser Aufnahme auch so. Mir kommt diese Aufnahme so vor, als würden wir das schon seit drei Stunden podcasten, aber es sind erst anderthalb Stunden.
Oha, das ist jetzt gemein. Nee, nee, nee. Wir sind auch hier halt schon ein paar Sachen schiefgelaufen, also. Und wir sprechen schon seit zweieinhalb Stunden eigentlich. Ja, das stimmt. Vorgespräch macht's locker. Ja. Ja, Mitzi Achso, genau, dann kommt noch diese Frage und Pearl wirft Mitzi ja vor, dass sie diesen Part bekommen hat und sagt, achso, ja ich freue mich ja für dich aber es war ja auch klar, dass du das bekommst und so und Mitzi streitet es aber ab und ich finde, sie streitet es authentisch ab, also ich habe schon das Gefühl dass Mitzi diese Rolle auch nicht bekommen hat.
Nein, sie hat Angst vor Pearl, sie gibt es doch dann nachher zu, sie sagt doch dann nachher auch wäre voll cool, wenn du mich dann mal auf der Tour besuchen kommst und so. Ich sage, das ist ... Um sie zufrieden? Das ist Mindgames wieder, ja, ja, genau. Ach so, verstehe. Ich finde es auch, der Film sagt es uns nicht final deutlich.
Ich deute es auch so, dass sie die Sache bekommen hat. Absichtlich erst mal lügt, weil sie Angst hat vor ihrer Reaktion. Und als sie dann so durchdreht und sagt so, von wegen, so lüg mich nicht an, und sie anschreit, und dann dreht sie's um und sagt dann, ja, ey, dann besuch mich aber wenigstens mal auf der Tour und so.
Das ist meine Interpretation. Der Film macht's aber nicht komplett klar. Es kann auch sein, dass sie's wirklich nicht bekommen hat und sich dann nur durch Pearls aufdrängen, dass sie so ausrastet, damit sie sich so in der Verlegenheit fühlt, sie müsste es jetzt zugeben, nur weil sie Angst vor Pearl hat.
Aber Fakt ist halt, sie hat Angst vor Pearl, egal wie du es drehst und wendest und deswegen druxtelt sie da so rum zwischen zwei Versionen. Aber welche Finale die echte ist, wissen wir im ganzen Film. Man kann es nicht genau wissen. Ich glaube, warum ich halt denke, dass sie es bekommen hat, ist eher, dass die Jury halt gesagt hat, das ist der Typ, den wir suchen.
Wenn es denn so stattgefunden hat. Jetzt zweifle ich den ganzen Film mit ein. Jetzt sind wir wieder an dem Punkt, wo das alles... Vielleicht fangen wir am besten noch mal ganz von vorne an. Alles, was außerhalb der Femme... Deswegen, ja, schwierig. Ich hab das zum Beispiel nie in Frage gestellt. Also für mich war von immer, auch damals im Kino schon, immer klar, dass Mitzi diese Rolle auch nicht bekommen hat. Es macht natürlich auch Sinn, so wie ihr das erzählt.
Aber ich fand, so wie der Film es darstellt und die Figuren miteinander interagieren, hab ich da immer gesagt, nee, Mitzi hat die auch nicht bekommen, diese Rolle. Aber dann hätte sie doch... Also wenn Mitzi die Rolle auch nicht bekommen hätte und sie sagt ja zu Pearl, ich bring dich nach Hause. Also sie will ja für sie da sein, die will die trösten.
Wenn sie die nicht bekommen hätte, dann hätte sie doch zu ihr gesagt, ach komm Pearl, das ist nicht so schlimm, wir machen uns irgendwie hier einen. Schönen Sommer, ein schönes Wochenende, whatever und dann machen wir zusammen irgendwie was Schönes oder wir bewerben uns nochmal woanders. Aber dass sie so gar nichts dazu sagt, ist doch schon sehr auffällig. Finde ich auch, ja.
Also, wenn man vorher so gesagt hat, nur eine kann es werden und Hauptsache ist es... Mir ist es schon zu auffällig, dass sie, wie du sagst, Laura, dass sie in der Kirche halt die Jury nochmal genau beschreiben, was für einen Typ sie suchen. Das passt halt zu 200 Prozent auf Mitzi und es gibt in der ganzen anderen Frauenreihe keine andere, die so aussieht. Ja, ja.
Die ist die einzige blonde, püppchenhafte, deswegen, also das passt für mich zu perfekt zusammen. Aber gut, ich meine, Chris meinte ja gerade, könnte ja auch sein, dass auch das Pearl sich nur eingebildet hat. Und das wäre hingegen ... Dass sie im Kopf schon einen Grund sucht, warum sie die Rolle nicht bekommen hat.
Weil sie natürlich so, wie sie ist, mit ihrem Lebensentwurf, mit ihrer Art, natürlich auch da nicht gewollt ist. So wie bei ihrem Modell quasi. Ist auch voll möglich. Ist auch möglich. Geht mir immer schon zwei Schritte zu weit bei dem Film. So smart ist der eigentlich nicht. Aber es funktioniert beides tatsächlich, ja.
Ist Chris eingeschlafen? Nein, ich habe das nebenbei nochmal... Internet wieder abgebrochen. Nein, ich habe das nochmal versucht, auf alle stelle Interpretationen aus dem Internet zu finden, wie da so die Meinung ist. Und es gibt einfach zwei Lesarten, genau die, die wir jetzt haben. Und es herrscht Uneinigkeit darüber.
Aber im Netz gibt es auch die Behauptung, dass Ty West bestätigt hätte, dass Mitzi die Rolle nicht bekommen habe. Aber es gibt keine versicherte Quelle dazu. Aber da muss ich tatsächlich das aber auch trotzdem immer wieder sagen, nur weil der das irgendwo behauptet hat, kann man den Film ja trotzdem lesen, wie er möchte.
Und wenn er möchte, dass wir es eindeutig verstehen, dann muss er es eindeutig sagen. Ich sage es insofern ist es für mich eindeutig, weil ich den Film subjektiv aus Pearls Sicht erzählt bekomme. Und wenn ich das so sehe, dann ist das für mich auch subjektiv, was sie da sieht und versteht daraus und was sie daraus macht.
Das ist ja dasselbe, wie sie ja auch auf dem Filmvorführer andere Figuren projiziert und sowas. Deswegen, also ich glaube, das, was wir sehen, ist vielleicht durchaus auch die manipulierte, subjektive Sicht darauf. Und da gibt es tatsächlich, finde ich, relativ viele Punkte, die dafür sprechen. Aber...
Also ja, schon. Das ist definitiv so. Aber ich tue mich immer schwer mit diesem Okay, es ist halt irgendwie fast alles komplett eingebildet und komplett fernab der Realität. Das ist halt die Frage, ob der Kreisel am Ende umgefallen ist oder nicht. Irgendwie wusste ich, dass wir zu dem Punkt noch kommen.
Ich weiß auch nicht. Ich nicht, weil ich es nie angezweifelt habe, was ich dachte. Ist die Fork in den Körper eingedrungen oder nicht? Ja, aber können wir uns nicht drauf einigen, es gibt beide Lesarten und beide haben ihre Berechtigung und Fakt ist aber auf jeden Fall in der Szene für mich, dass Mitzi halt Angst hat.
Sie hat Angst vor Pearl, weil sie ihre Aktion bemerkt, dass sie da langsam irgendwie weird wird und deswegen ist sie einfach so am, ja, ja, nee, doch nicht und ja, ja, ich geh jetzt auch. Aber ich find die Szene halt richtig krass inszeniert, wie Mitzi halt so aus dem Haus rausgeht und schon diesen Weg runter geht und du so richtig geil im Hintergrund siehst, so wie Pearl rauskommt, gucken sie sich nochmal an und mit sie denkt so, oh oh.
Und dann geht sie jetzt zu der Axt und nimmt die so raus. Und das ist so mit so einer Art Standperspektive. Ja, ich finde es genial, wie sie dann, so wie Michael Myers, so langsam hinter ihr her geht und sie dann trotzdem einholt, weil mit sie natürlich auch noch stolpert. Das finde ich schon geil gemacht. Das ist so der eigentlich für mich der einzige, richtige Horrormoment im Film.
Also Gewalt ist ja nicht automatisch Horror. Und deswegen, aber hier ist es für mich dann auch mal Horror. Fand ich ziemlich toll, tatsächlich. Mag ich auch die Szene, ja. Wenn du sie einfach schon siehst, wie sie zur Axt geht, du weißt so, das war's, das war's, Girl. Ja, das war's. Dann haben wir Pearls Mutter nochmal, wie sie ein deutsches Kinderlied singt. Hm?
Brauchen wir nicht weiter drauf eingehen. Es wird richtig grafisch, deswegen hatte ich vorhin auch noch mal, hatte ich das so gleich abgewatscht bei dir, als du gesagt hast, das heißt doch ab 18, weil ich find den Film nicht besonders hart. Ich find das Härteste, was da dann vorkommt, ist dann, wie sie am Ende die Leiche von Mitzi zerteilt.
Wo du halt wirklich mal so ein paar richtige Practicals siehst. Ich find, die Enthauptung ist krass. Die sieht richtig gut aus. Also, ne, also, wo sie da die Leiche zerteilt, da siehst du auch, wie sie den Kopf von Mitzi. Und die Kopf-Enthauptung, die find ich krass gut aus, weil der Kopf echt super real aussieht.
Krass, das habe ich irgendwie komplett anders empfunden. Ich fand, dass der Kopf so voll puppenhaft aussah. Ich finde den super realistisch. Ich meine, du hast mit Sicherheit den größeren Fernseher. Ich dachte, du bist mit dem Kopf. Wirst du es im Zweifel realistisch haben. Ich fand das krass. Ich habe da explizit das Filme auf, weil ich den Kopf so kratz realistisch fand.
Ich fand die Arme realistisch. Sind wir uns einig, die Splatter-Effekte sind auf jeden Fall ganz gut. Ich fand's einfach cool, dass es eine Zerstüttelung gab. Ja, und die Effekte, die stammen vom Veta. Die Effekte stammen vom Veta, die gerade zum Glück Drehpause bei Avatar 2 hatten, sodass sie hier noch ein paar Arme zerlegen konnten.
Aber ich find das schon auch irritierend, weil X hat ja eine 16er-Freigabe. Und da ist jetzt ja auch, glaub ich, wenn ich mich recht erinnere, gar nicht so viel explizit. Also ich glaub, das ist eine Freigabe, mit der ich voll mitgehen kann. Aber ich weiß, dass mich damals im Kino die 18er-Freigabe auch sehr irritiert hat.
Und da frag ich mich, ob es halt tatsächlich an dieser Zerstückelung oder halt an dieser Zerstückelung von nochmal Leichen, dass man jetzt irgendwie sich nicht nur wehrt oder so, dass irgendwann jemand stirbt. Vielleicht hat die FSK gesagt, alles okay, aber Tiere, ne. Oder, dass man seine eigenen Eltern umbringt. Genau, vielleicht ist es diese emotionale Fallhöhe, so die junge Mutter anzünden, den Vater an Alligator verfördern wollen. Ich glaube, vielleicht geht es... Sex mit Heuschrecken, ey, Heuschrecken, sei schon.
Wie heißen die nochmal? Vogelscheuert. Wir haben jetzt auch gar nicht drüber gesprochen, oder war das während meiner Abwesenheit, dass Pearl ja auch noch den Vater mit dem Kissenbezug umbringt. Die hat mir nicht drüber gesprochen. Ja, das haben wir richtig übergangen. Ich wusste tatsächlich auch irgendwann am Ende nicht mehr, wann die Mutter und der Vater...
Ich war voll froh, dass man das nicht gesehen hat, muss ich sagen. Ich wusste nicht mehr, wer am Ende noch lebt und wer nicht, weil die Mutter... Die Mutter, die lässt sie doch unten im Keller liegen, die lebt noch und dann bleibt die aber einfach... Die endet einfach an ihren Brandfunden und der Vater stranguliert sie, als sie sich ihr Rollstuhl anzieht, bevor sie zu der Audition geht. Genau.
Ja. Ja. Aber im Off, ja. Du hörst es ja. Auf jeden Fall kommt Howard heim, sieht dann quasi das letzte Abendmahl, wie dort die Pearls Eltern dort am Tisch umher vegetieren mit dem verfolgten Spanferkel und, begrüßt Pearl freudig und die steht einfach nur grinsend da. So eine Art Hausfrauenlook und auch mit ihm Grinsen auch, das symbolisiert ja auch wieder dieses, ja, du bist jetzt zu Hause und ich bin jetzt genau die Hausfrau, die du erwartet hast.
Alles gut. Gut, hier, ich habe das Essen fertig gemacht und habe mir ein schönes Kleid angezogen. Und dieses Grinsen zieht sich dann fast so lang wie der Monolog, den mir Goth vorher gehalten hat. Und läuft dann noch in die Credits, über die Credits. Wisst ihr übrigens, zu Howard möchte ich gerade noch sagen, was ich jetzt auch komplett krass finde. Das habe ich jetzt ja erst in dieser Aufnahme wirklich gepeilt.
Wenn Pearl auch die Schwester von Howard getötet hat, umso krasser, dass er dann Leben lang mit ihr zusammenbleibt. Vielleicht brauchen wir wirklich noch einen Zwischenfilm. Ja. Also, Howard wird mich hier echt... Hätte mehr verdient. Auch, dass er einen Ex so dann so selbstverständlich mitmordet, als er merkt, das geht gerade wieder los so. Also, ja, irgendwie fehlt mir da ein bisschen so ein Bindeglief.
Ich finde, man kann es sich so ein bisschen ausmalen. Also, in meinem Kopf ist das halt so, dass er wirklich einfach so eine scheißengroße Angst vor der hat, dass er einfach alles mitmacht, weil ihm aus irgendeinem Grund dann so viel an seinem Leben hängt, dass er nicht von ihr umgebracht werden möchte.
Wobei ich mir vorstellen kann, dass so ein Leben mit Pearl vielleicht auch fast schlimmer ist als der Tod. Und das ist sowas, was ich mir halt ausmale. Und irgendwie, ich verstehe das, dass man sich fragt, so wie ... Kommt mir bei dir zu schlecht weg, irgendwie. Nee. Hä? Okay. Nee. Aber gut, meine Meinung.
Was wollte ich jetzt sagen? Ach genau, das ist sowas, was ich mir halt ausmale, dass er wirklich im Grunde genommen alles mitmacht, weil er einfach richtig krasse Angst vor ihr hat. Ich kann mir auch vorstellen, dass er wahrscheinlich auch Gewalt von ihr erfahren muss. Und dann gleichzeitig denke ich mir, Ja, aber eigentlich muss ich das auch nicht in Filmform nochmal sehen. Eigentlich reicht mir das auch, mir das selber zusammenzuspinnen, wie das dann dazu gekommen ist. Und ich kann mir vorstellen, dass das vielleicht sogar tatsächlich sehr gut ist, dass sie das nicht gemacht haben.
Weil ich glaube, dann wäre es wahrscheinlich auch dann doch wieder schnell in sowas sehr Stereotypes irgendwie vielleicht abgerutscht und wäre wahrscheinlich ein Film der Kategorie Fragen wurden beantwortet, die ich dann doch eigentlich nicht beantwortet haben wollte in der Ausführlichkeit. Außerdem weiß man ja auch nicht, was Howard aus dem Krieg mitgebracht hat nach Hause. Vielleicht hat er ja auch ein psychisches Problem. Das stimmt.
Aber ich fand dann irgendwie die Überlegung so interessant. Ist das jetzt, was wir hier gesehen haben, diese Mordserie, die einzige Mordserie, die vor X passiert? Oder sind da zwischendrin noch viele andere gewesen? Viele andere, sag ich. Weil das einmal sagt Howard ja so, es kommt ja davon, wenn ihr die jungen Leute immer so halbnackt hier rumhüpft und so was.
Und das trifft ja hier jetzt auf den Film Pearl ja zum Beispiel nicht zu. Und da gehe ich davon aus, dass das schon öfter passiert, dass da Leute sich in diese diese, äh, ins Ferienhaus verirrt haben oder sowas, genau. Also. Vielleicht lädt er die Howard sogar ein, damit Pearls Gewaltdurst, wie auch immer, befriedigt wird oder gestillt wird und er keine Angst um sich haben muss.
Das ist sogar naheliegend irgendwie. Stimmt, er wirkte jetzt nicht besonders überrascht. Ja, das meine ich ja, genau. Er macht ja selbstverständlich mit, oh, shit, here we go, we can't. Und sich wieder hinter der Aufräumen hier. Genau, genau so. Deswegen glaube ich auch, ich glaube nicht, dass Pearl zwischen den beiden Filmen in dieser Zeitspanne aufgehört hat, Kuckuck zu sein. Ich glaube...
Okay. Ich frage mal anders. Wer möchte denn zuerst sein Fazit heute hier präsentieren? Wer fühlte sich zuletzt benachteiligt? Ich weiß, Laura mag immer nicht gerne als Letzte. André mag auch nicht gerne als Letzte. Theresa, möchte gerne, dass André sich kurz fest... Genau. Ich würde sagen, Laura fängt an. Okay.
Ja, also ich glaube, bei mir ist es ein bisschen ähnlich wie beim Vorgängerfilm auch schon. Ich mag den, ich finde den richtig gut. Ich mag bei dem hier glaube ich mehr als bei X dieses visuelle Konzept, das für mich irgendwie echt mit der Handlung zusammen irgendwie so einen krassen Gegensatz bildet, dass ich das sehr besonders finde.
Die Geschichte an sich, Tja, die finde ich irgendwie, es ist psychologisch interessant, vor allem, die Beziehung zwischen Pearl und ihrer Mutter finde ich interessant, aber so als Horrorfilm funktioniert der für mich nur begrenzt. Also hast du ja eben auch gesagt, Christo, es gibt ein paar Szenen, aber ich finde, der Film hat jetzt halt auch so ein bisschen, es ist eine sehr geradlinige Geschichte.
Es ist nicht spannend in dem Sinne, sondern es ist uns ja auch eigentlich komplett klar, worauf es hinausläuft. Und deswegen, finde ich ihn technisch irgendwie besonders. Ich finde die Darstellerleistungen und Darstellerinnenleistungen vor allem krass gut. Aber so die Mischung macht für mich dann keinen perfekten Film, sondern einen guten Film.
Und ich wäre da genau wie bei X auch bei dreieinhalb Sternen. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Pearl, glaube ich, einen Ticken besser finden. Würde aber vom Schaugefühl, also was mir mehr Spaß macht, dann glaube ich trotzdem eher X schauen. Ja, verstehe ich. Da ist dann auch wieder die Diskrepanz so ein bisschen da, wenn ich jetzt, würde mir genauso gehen.
Kommen wir nächste Woche nochmal darauf zu sprechen, wenn es da vielleicht auch nochmal um eine Diskrepanz zwischen Qualität und was ich lieber gucke geht. Ich will ja auch nicht als Letzter, weil ich moderiere ja auch ab. Dann mach du doch. Dann mach ich jetzt, genau. Ich finde der Film lebt vor allem als also einfach als Prequel zu X, also in dieser Kombination auch, gerade wenn man die jetzt auch zusammen guckt nochmal, finde ich gewinnen beide Filme dadurch tatsächlich erstaunlicherweise, oder nicht erstaunlicherweise mal gucken, ob das nächste Woche auch so ist und, Pearl lebt sehr von Mia Goth natürlich, die hier eine großartige Leistung ablegt, ich mag wie der Film mit den Farben spielt.
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe, ist tatsächlich, müssen wir jetzt auch nicht mehr darüber diskutieren, der Filmspiel 1918 ist aber eine Technikola-Hommage an die 50er-Jahre. Das habe ich noch nicht so ganz verstanden. Verstehe ich beides altes Hollywood, aber hat eigentlich nicht so viel miteinander zu tun.
Aber dass es mir jetzt am Ende einfällt, spricht dafür, dass es trotzdem funktioniert. Ich mag die Themen, die darin vorkommen, weil sie subtil, relativ subtil untergebracht werden, wenn es da um diese Repression geht und Und wenn es um die Jugend geht, um Lebensentwürfe, die nicht ausgelebt werden dürfen, weil die Gesellschaft es nicht erlaubt, fand diese Sache mit der Pandemie nur so mittelmäßig gut umgesetzt.
Und als Horrorfilm fehlt mir vielleicht manchmal ein bisschen dann doch der Grusel in dem Moment. So als Horrorfilm würde ich ihn jetzt gar nicht mal so gut bezeichnen, aber als Drama dann schon als besser. Aber ich finde das einfach, ja, ich weiß gar nicht, wie es noch in Worte fassen sollte. Also es ist ein Vier-Sterne-Film für mich und ich gucke den schon gern.
Aber ich bin auch bei dir, Laura, ich würde jetzt auch eher X gucken und eher Maxine gucken. Deswegen, die habe ich auch zwischendurch schon öfter gerewatcht und jetzt zum ersten Mal. Aber es ist trotzdem ein sehr guter Film. Aber das liegt vor allem eben an der starken Schauspiel-Performance, an der Anbindung zum anderen Film und an den Themen, die dort besprochen sind.
Ich kann, also wenn man so auf Letterboxd und so guckt, sieht man auch viele Leute, die so ein bisschen underwhelmed waren davon. Es ist zwar von diesen drei Filmen der am höchst bewertetste bei Letterboxd, aber es sind auch sehr viele Leute, die da so ein bisschen ausscheren, so mit zwei Sterne Bewertung, die sagen so, ja, aber es ist auch ein bisschen überraschungslos. Vielleicht ist das nur ein Kritikpunkt.
Es passiert ja nichts, was man eigentlich nicht erwartet. Und damit würde ich, mit den vier Sternen, aber auch vielleicht nochmal mit der Fragestellung, ist der zu überraschungsarm an. Eine von euch beiden weitergeben, die noch fehlen? Ich sag jetzt mal André. Ja, genau das war mein großer Kritikpunkt beim ersten Mal beim Kino, das weiß ich noch, weil ich da quasi mir nach die Frage gestellt habe, warum hab ich das geguckt?
Weil ich hab ja nichts Neues erfahren, im Grunde, weil ich wusste ja, dass Pearls zur Mörderin wird. Ich wusste ja, ich kannte den See, das Krokodilquart nicht neu. Man kannte ja alle Elemente eigentlich schon. Deswegen war ich beim ersten Mal doch irgendwie ernüchtert, weil ich den, ich fand den gut, aber, oder solide, aber ich war so, ja, okay, aber war das jetzt nötig?
Und ich muss sagen, jetzt beim Back-to-Back-Watch und im Re-Watch, ich hab jetzt auch erst ein zweites Mal gesehen, ähm, und direkt jetzt nach X nochmal, muss ich echt sagen, ich hab den doch echt jetzt nochmal stark aufgewertet. Ähm, Und ich bin, glaube ich, sogar jetzt bei dem Beschluss, dass ich ihn sogar besser finde als X. Was ich letzte Woche nicht gesagt hätte.
Weil er für mich als Film besser funktioniert. Und ich finde ihn, irgendwer hat gerade eben gesagt, das Pacing wäre komisch, ob Teresa. Ich finde sogar, dass er ein sehr gutes Pacing hat und auch besser durchläuft als X für mich. Mir kommt das wieder stark. Ich mag den Look total. Ich mag den Look auch lieber.
Das liegt vielleicht daran, dass der Look im Horror natürlich nicht so verbraucht ist wie dieser typische Texas Chainsaw 70s Look, aber das gefällt mir viel besser hier, damit geht der Spiel ja sehr, sehr gut. Ich mag die Story-Entwicklung, ich mag die Figuren, ich mag halt, wie der Film dann doch jetzt endlich ist, beim ersten Mal ist es mir jetzt nicht so reingegangen, doch diese Ambivalenz der Figurpearl und wie das Umfeld halt wirklich da reinspielt in vielen kleinen Facetten.
Mir sind halt viele kleine Sätze aufgefallen, über die jetzt auch gerade gesprochen haben, die doch irgendwie so noch so kleine, ja, wo man sich so reindenken kann und auch mehr, dem ganzen mehr Schicht gibt, als so das Plakative, die ist halt böse. Was mir im ersten Mal auch alles nicht so im Detail aufgefallen ist und muss echt sagen, dass der Film doch echt.
Ein sehr, sehr wichtiges Prequel ist, um doch die Figur komplett zu verstehen, und ihre Ambitionen und Beweggründe und so weiter. Klar, musst du die nicht haben in X, aber ich finde, der Pearl macht dann schon so viel richtig, um dem Ganzen eine Bewandtnis zu geben. Und deswegen muss ich echt sagen, ich habe im Frühjahr, ich hatte im ersten Mal hatte ich ihm drei Sterne gegeben. Ich bin jetzt auf vier hoch sogar.
Ich habe ihn auch nicht aufgewertet. Ich fand ihn echt gestern noch mal sehr gut. Hat mir wirklich gut gefallen und ja, bis jetzt sind auch immerhin von meinem Highlight der Reihe. Sehr schön. Teresa. Ja, also ich muss sagen, ich war jetzt gespannt darauf, wie ich den jetzt finde, wenn man ihn nicht im Kino schaut und ich habe das Gefühl, dass ich wieder exakt die gleichen Gedanken hatte, die ich auch damals hatte, als ich aus dem Kino gekommen bin.
Also eben, dass ich irgendwie das Pacing ein bisschen irritierend fand, dass ich auch finde, der zieht sich an manchen Stellen schon auch. Dass ich gleichzeitig anerkennen kann, dass der Film fantastisch aussieht und dass mir Gott wirklich eine fantastische Performance hinlegt. Und gleichzeitig halt trotzdem auch der Punkt, ja, gut, im Grunde wissen wir, wie die ganze Sache ausgeht.
Und man kann sich ja auch denken, was auf dem Weg dahin alles so passiert, dass irgendwie wieder Sexualität ein großes Thema sein wird, weil ja irgendwie was, was vorhersehbar war zum Beispiel. Genau ich muss sagen dass der film so anders ist als ex fand ich aber irgendwie trotzdem gut dass es jetzt kein slasher geworden ist, und von daher würde ich sagen dass es schon auch was ich glaube man konnte das dem trailer auch entnehmen dass das jetzt kein klassischer slasher sein wird und dass er schon sich von ex dramatisch unterscheiden wird, Aber das ist schon was, wo ich sagen würde, damit kann der im Zweifel überraschen, damit es der halt so anders ist. Jetzt gar nicht unbedingt auf einer inhaltlichen
Ebene, sondern eher auf dieser Stilebene. Ich finde den trotzdem gut, ziemlich gut an manchen Ecken. Aber irgendwie hat der nicht dieses gewisse Etwas, was bei mir dafür sorgt, dass ich richtig Spaß mit diesem Film habe. Also ich habe das in Teilen, aber ich habe das nie über eine längere Strecke und deswegen bin ich am Ende bei dreieinhalb Sternen und, habe tatsächlich auch, deswegen ja, ein bisschen ungünstig, das ist jetzt die einzige Folge, wo ich dabei bin, ich hätte total Bock nochmal X zu schauen, ich hätte total Bock nochmal Maxine zu schauen, aber Pearl war so, ja okay, kannst ja schon nochmal gucken, du weißt, es war ein guter Film, aber ja, Spaß, weiß man nicht.
Was war jetzt deine Stehnerwertung? Dreieinhalb. Gut war heute auch die Diskussion. Letzte Woche waren wir ein bisschen lahmarschig unterwegs, was auch an mir lag. Wir? Naja, ihr habt jetzt mir auch keine Energie gegeben. Dass es wieder über den Sendeplan aufregt. Nein, aber Theresa, du hast ja die Folge nicht gehört.
Doch, ich habe die erste halbe Stunde gehört. Von technischen Mängeln auf meiner Seite geprägt. Und ich war einfach völlig exhausted von diesem Samstag mit Saturday Night Freight und der vierstündigen Fresh Blood Aufnahme mit André und hatte eigentlich so gar keine Lust auf Podcasten und das war dann ansteckend, glaube ich, so ein bisschen.
Aber heute war Pep drin, wie wir hier sagen. Sag mal, das fetzt. Das fetzt und das hat mir gut gefallen. Und wenn euch das auch gut gefallen hat, lasst uns gerne einen netten Kommentar da, lasst uns ein paar Sterne da, lasst uns ein bisschen Zasta aufs Daddy da. Und dann hören wir uns nächste Woche wieder, wenn es zum Abschluss der X-Trilogy geht, in dem wir Maxine besprechen und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, vielen Dank Laura, André und Teresa. Ciao, ciao.
Tschüss. Das war alles nur Fantasie.