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Die Friedliche Geburt – Positive Geburtsvorbereitung mit Kristin Graf

468 – Mythen, Macht und Muttermund | mit Helena Barop

Sonntag, 20. September 2026 · 1 h 12

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Shownotes

Spannend, dieser gemeinsame Blick in die Geschichte von Geburt mit Historikerin Helena Barop, die wunderbar anschaulich aufzeigt, wie sich der vor allem patriarchal geprägte Blick auf den Geburtsprozess im Laufe der Zeit verändert und demzufolge auch die Rolle von Gebärender und Kind durch die historischen Epochen hindurch verschieden bewertet wird.

All diese Zusammenhänge schildert Helena Barop in ihrem neuesten Buch „Mythen, Macht & Muttermund – Eine Geschichte der Geburt“, das sich erst beim Schreiben zu einer feministischen Geburtsgeschichte entwickelt hat.

Helena Barop macht den Geburtsakt durch die Jahrhunderte hindurch nachfühlbar und zoomt ihre Protagonist*innen ganz nah heran, so dass wir sie sogar in Geburtsberichten kennenlernen können.

Du erfährst etwas daüber

• Wie die aufrechte Position durch die Rückenlage abgelöst wurde

• Wie alt schon BEL-Geburten sind

• Wie Gebärende und Hebammen entrechtet wurden

• Sinn & Unsinn der Erbsünde

• Wodurch die Frühchenforschung begann

Wenn du wissen möchtest, wie sich Geburt als Hilfe zur Selbsthilfe unter Frauen, von frühester Zeit an durch erfahrene Hebammen betreut, über die medizinisch-mechanischen Geburtshilfe hin zur programmierten Geburt entwickelt und wo wir heute stehen und mit welchem Ausblick heutige Geburtsbegleitung betrachten, höre oder schau dir unbedingt diese Podcastfolge an!

Mehr zu Helena Barop:
helenabarop.de

Welchen historischen Fakt findest du besonders spannend? Schreibs mir gerne in die Kommentare!

Viele gute Erkenntnisse mit diesem Podcastinterview!

Alles Liebe

Deine Kristin

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Alle Inhalte und Informationen in dieser Podcastfolge dienen ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellen keinerlei medizinische, psychologische oder gesundheitliche Beratung dar. Ich übernehme keine Gewähr dafür, dass die hier dargestellten Informationen frei von Fehlern oder Auslassungen sind. Ich biete keine medizinischen, gesundheitsbezogenen, ernährungstherapeutischen oder sonstigen Dienstleistungen zur Diagnose, Behandlung, Vorbeugung oder Heilung jeglicher Art von körperlichen, geistigen oder medizinischen Beschwerden an.

Obwohl ich mich bemühe, genaue allgemeine Informationen bereitzustellen, sind die hier präsentierten Informationen kein Ersatz für irgendeine Art von professioneller Beratung, und Du solltest dich nicht ausschließlich auf diese Informationen verlassen. Lasse dich immer von Fachleuten im medizinischen und gesundheitlichen Bereich für deine speziellen Bedürfnisse und Umstände beraten, bevor Du medizinische oder gesundheitsbezogene Entscheidungen triffst. Bei Fragen zu Deiner Gesundheit wenden Dich bitte immer umgehend an eine zugelassene Ärztin oder Arzt, deine Hebamme oder einen anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die Friedliche Geburt, denn Podcast rund um Schwangerschaft gebohrt und entspanntes Mutterglück. Mein Name ist Christine Graf ich bin Mama von drei Kindern und ich bereite Frauen und Paare positiv auf ihre Geburten vor. Heute habe ich eine wunderbare Interview-Gästen bei mir.

Und zwar ist es Helena Barrop, sie ist Historikerin und sie hat ihr zweites Sachbuch geschrieben mit dem Titel Mythenmacht und Motarmund. Sie hat also für uns einen Blick in die Geschichte geworfen. wie ist das eigentlich mit der Geburt in früheren Zeiten gewesen? Was ist vielleicht auch noch aus früheren Zeit in die heutige Zeit rübergekommen als dass wir gerne loslassen dürfen.

Wie zum Beispiel die Position, die Gebärposition auf dem Rücken und es war wahnsinnig spannend für mich mit Helena zu sprechen. ein schönes Zitat das möchte ich gerne erst mal mit dir teilen und zwar heißt es in dem Buch Wenn du schwanger bist oder es bald werden willst, hast du gute Voraussetzungen um deine eigene feministische Geschichte der Geburt zu schreiben.

zu besser wissen in deinem Umfeld, die dir vorschreiben wollen was du essen wie du tonen oder wo du gebären sollst. Sag nur ja wenn es sich richtig anfühlt und wenn dir das nicht immer gelingt dann verzeiht ihr. Du brichst eine alte Gewohnheit. Das braucht Zeit. Gibt ihr selbst die Erlaubnis, als aufrecht Person mit Rechten in den Kreißsaal zu gehen und dort aufrecht zu bleiben wenn du das willst?

Die Zeiten in denen Ärzte mit der Zange drohen und Gebärende in die Rückenlage zwingen müssen endlich vorbei sein. In diesem Sinne du hörst schon so ein bisschen Helena sagt selber dass sie Eigentlich nicht vorher hatte ein feministisches Buch zu schreiben, sondern sie hat einfach als Historikerin recherchiert gearbeitet und geschrieben.

Aber es ist ein feministliches Buch geworden und zwar ein sehr gutes. Ich wünsche dir viel Freude mit diesem Interview das du gerne hören kannst. oder du kannst uns auch gerne zuschauen zum Beispiel auf YouTube oder Spotify! Liebe Helena herzlich willkommen hier im Podcast, die friedliche Geburt. Ich würde total froh und aufgeregt dich hier zu haben!

Du hast ja einiges mitgebracht. du hast Philosophie-Geschichte in Freiburg unter Rom studiert. Du hast eine Doktorarbeit geschrieben über die globale Drogenpolitik in den USA und diese Doktorbeit wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet. In dem Jahr im Jahr ist es so, dass man sich an der Zeit über Rausch- und Drogen veröffentlicht.

Und wurde es da auch gleich auf den zweiten Platz gewählt als Bestes Wissenschaftsbuch des Jahres, im Jahr ist das Jahr zwanzivierundzwanzig. Jetzt freue ich mich natürlich riesig dass du ein neues Buch rausgebracht hast nämlich im April. zwanzigzehnzeixundzwannzig Mütten Macht und Muttermund die bisher unerzählte Geschichte der Geburt vom Beginn, der Menschheit bis zur Gegenwart.

Und das ist natürlich großartig, dass du dich diesen Thema gewidmet hast, das ja auch mein Herzensthema ist. und vielleicht erzähl doch mal wie bist du dazu gekommen? Wie gab es diesen Wechsel von Drogen – obwohl vielleicht verstehe ich's auch, wenn ich länger darüber nachdenke! Wie ist es dazu gekommen?

Bei vielen geht dieser Wechsel biografisch von Statten, dass man sozusagen erst ein Leben mit den Drogen und dann eins mit Geburt und Kindern führt. Das war bei mir nicht so. Ich habe mich tatsächlich... immer schon eher mit der Geschichte und den Bewusstseinszuständen beschäftigt, die von Drogen beeinflusst werden.

Und auch vor allem viel damit, warum Drogen eigentlich verboten worden sind eben eher aus dieser historischen Ecke heraus. Ich habe gar nicht so viele eigene Drogenerfahrungen. Ich hab dann nach dieser Zeit ... Das war eine relativ lange Zeit, die ich mich damit beschäftigt hab an der Uni Irgendwann gesagt, ich gehe raus aus der Uni.

Ich mache jetzt meine eigenen Bücher. Ich arbeite frei und schreibe was ich will. Und was ich wollte war dann das... Also ich zeig es einmal kurz. Hier ist das Baby. Das war diese Geschichte der Geburt auf die wäre ich nicht gekommen wenn ich auch Mutter wäre. also ich habe zwei Kinder geboren und habe mich in unterschiedlicher Weise auf diese Geburten vorbereitet.

Und während ich mich auf die erste Geburt vorbereitet habe, habe ich einen Kurs gemacht – ein Bauchtanzkurs! Das ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich? Aber hier im Freiburg wo ich wohne gibt es wirklich alles was man sich so vorstellen kann an Ideen, die vielleicht auch sonst nicht so weit verbreitet sind.

Ich fand die Idee schön, über den Körper zu kommen. Also nicht immer nur alles zu verstehen und so weiter und zu lesen und zu denken sondern irgendwie über die Körperlichkeit in Verbindung zu gehen und zu verstehen was bewegt sich eigentlich mein Körper wie tanzen wir rein? In diese Situation. das war total schön.

Und gerade ausgerechnet in diesem Kurs indem wir viel getanzt und getont und geredet haben hat dann die Kursleiterin davon erzählt dass Geburt auch eine Vergangenheit hat und das Vieles, dass uns begegnet in den Krankenhäusern vor allem eben auch immer noch sehr stark geprägt ist von dieser Vergangenhalt.

Nämlich von der Geschichte des Geburtsmedizin. Von der Geschichte wie Menschen und v.a. Männer angefangen haben irgendwann die Geburten in die Hand zu nehmen und dann zu reglementieren auf Weisen, die gar nicht so gut sind würde man heute sagen für den Geburtesverlauf. Und diese Frau, diese Tänzerin war eine große Verfechterin der aufrechten Geburt.

Die wollte gerne, dass wir tanzen, stehen und uns bewegen, unserem Körper folgen. Und hat uns dann erklärt, das Liegen auf dem Rücken einer Erfindung der Männer ist. Eine Erfindungen der akademischen Geburtshilfe der Aufklärung. Dass nämlich die Männer besser dran kommen, war sozusagen die Bottomline.

Also, dass man ... Man kann besser sehen, man muss nicht auf die Knie gehen vor der Frau Gott bewahre im Patriarchat unvorstellbar. Hebammen haben das seit Jahrhunderten immer gemacht sich von die Frau hingekniet und dann wie auch immer geschaut wo sie da helfen können. aber für die Männer war das undenkbar und es war auch für die Männer Die Geburt ja eine sehr mechanische Angelegenheit.

das heißt die haben sehr stark mit mit mechanischen Bildern gearbeitet. Die haben sich vorgestellt, da ist doch ein Körper drin, den müssen wir rauskriegen. Es geht also irgendwie um Mechanik? Haben alles vermessen, haben irgendwie Winkel berechnet und so... Total absurd, würde man heute... Die haben zum Beispiel angefangen immer das Kind zu messen.

Dass wir heute noch auf die Geburtskarte schreiben wie viel Gramm und wie viel Zentimeter also was ja vielleicht gar nicht so der Zentrum unseres Erlebens war in dem Moment. Das kommt immer noch daher dass sie eben ganz viel gemessen haben und auch Werkzeuge verwendet. Also die haben vor allem auch die Gebirtszange erfunden Und dadurch war es besser praktisch, wenn man die Frauen auf die Hebebühne legt.

Auf den Rücken und dann hoch fährt. Dann kann man sie besser mit diesen Instrumenten traktieren. Man macht sie sehr stark abhängig von dem Geburtshelfer. Es ist der Geburthelfer, der entbindet. Die Frau, die Patientin wird plötzlich zu einer passiven ... Ja, ich weiß gar nicht ob sie so richtig überhaupt noch als Beteiligte wahrgenommen wird.

Also wenn man diese Geburtsberichte liest dann ist sind die einfach weg. es geht irgendwie um den Kopf und irgendwelche Körperteile aber um die Frau und ihr Leben geht das fast gar nicht. Also was ich so recherchiert hatte... Entschuldigung dass ich da so rein gerät, aber ich habe ja auch ein Buch geschrieben mit ganz anderem Inhalt weißt du sicherlich auch.

Aber ich hab da auch viel recherchieren und kam dann dazu Frauen auch narkotisiert wurden eine Zeit lang für die Geburt. Also das man gesagt hat ja, man kann es den Frauen nicht zumuten dass sie diese Schmerzen erleben und deswegen wurden sie einfach alle durch die Bank weg mit Fluoroform narkotisiert für die Geburt.

Und man musste sich dann dagegen wehren, wenn man eine Geburt irgendwie doch bei wachen Bewusstsein erleben wollte und das ist noch gar nicht so lange her. Das war noch später genau. also sozusagen wir müssen uns vorstellen diese ganze dass ich gerade erzählt habe Aufklärung spätes achzehntes Jahrhundert von frühes neunzehntes Jahrhundert.

da gab es würde ich sagen leider noch gar keine Möglichkeiten der Narkose d. h. sind alle Operationen ohne Narkose haben da stattgefunden. Und für mich war, ehrlich gesagt, das ist der Moment wo dann irgendwann die Narkoze erfunden wird erst mal total erleichtern da ja weil dann eben bestimmte Dinge wie zum Beispiel Kaiserschnitte auch unter Narkos gemacht werden konnten fand ich ehrlich gesagt eine ganz gute Errungenschaft.

und Da ist ehrlich gesagt das Skandal, dass die Männer lange gesagt haben, ne also wirklich? Das muss weh tun. Das ist doch die Erbsünde! Die Frauen sollen gefälligst leiden und es gehört dazu. Dann irgendwann, weil die Königin gesagt hat sie will eine Narkose. Die englische Königinn bei ihrem irgendwie neunten Kind oder so.

Sie sagt ich es reicht mir jetzt gerne in der Kose und dann wurde das irgendwie okay. aber genau du hast recht. danach kamen da kam es dann in Mode und plötzlich wollten alle diese Narkoße und Es ging ein bisschen des und die Selbstverständlichkeit auch verloren von, das ist eine Körperempfindung, die man aushalten kann.

Und insgesamt dieser ganze Umgang mit Schmerz ist glaube ich super interessant! Das ist eines meiner wichtigsten Learnings, würde ich sagen in meiner ganzen Beschäftigung damit weil ich glaube, dass wir heute überhaupt erst so richtig verstehen wie viel Einfluss wir darauf haben, wie unser Körper sich fühlt Der Umgang mit den Gebärnden und die Umstände ganz wahnsinnig großen Einfluss darauf haben, wie sich diese Schmerzen, wenn es überhaupt Schmerz sind anfühlen.

Und ich glaube dass dieser ganze Story von der Erbsünde das wehtun muss und dass das alles irgendwas mit Schuld zu tun habe. Dass das eigentlich der größte No-C-Bo der ganzen Weltgeschichte ist. ja also dass uns jahrhundert lang eingeredet worden ist, dass wir Schmerze haben müssen. Ja und das ist ja auch eine Übersetzungsungnauigkeit.

Ich habe mal ganz, ganz kurz Theologie studiert also eigentlich nicht wirklich aber ich hab hebräisch gelernt und so ein bisschen griechisch rein und habe dann halt geguckt bei den genauen Übersätzungen. und das bedeutet also dass Wort für Schmerz was da gewählt wird kann auch einfach übersetzt werden mit Anstrengung und Arbeit.

Man müsste es gar nicht mit Schmerzen übersetzen Aber das hat, glaub ich ... dann doch die einen oder anderen Kirchenväter. Wolltest du vielleicht ganz gern mit Schmerz übersetzen? Also warum macht man das nicht? Weil Anstrengung ist ja eine Geburt definitiv. Veranstrengungen Arbeit ist es definitiv!

Ja und natürlich gibt es auch Frauen, die das als Schmerzen finden. Ich will das gar nicht wegkriegen. Dieser Mechanismus, dass es nicht anders geht und dass man es selber schuld sei. Das finde ich so unglaublich. Menschen verachtend und so lebensfeindlich auf eine Art, auch wie nur das Patriarschat halt manchmal sein kann.

Also da müssen wir unbedingt raus. ich glaube dass es der einer der größten Schritte der uns dann noch bevorsteht, dass wir diese Verbindung in unserem Gehirn einfach lösen und verstehen nein unser Körper kann das! Und das ist eigentlich auch eines von den Dingen wo ich sagen würde das fand ich so fand ich so inspirierend an dieser Arbeit, dass sich gemerkt habe.

Ja genau! Egal wie wenig Hilfe die Frauen hatten da steht hinter uns eine unendlich lange Reihe von Frauen, die alle geboren haben und die haben es alle geschafft sonst wären wir nicht hier. Jede von uns und jeder hat einfach diese Mütter und Groß- und Urgroßmutter vor sich oder hinter sich. Die ist alle, die ist.

alle konnten und unsere Körper können das unter allen möglichen Umständen. auch in den Zeiten, in denen ganz wenig Hilfe da war ist es ja in den meisten Fällen gut gegangen. Ja ich habe als ich schwanger war mit meinem dritten Kind und die friedliche Geburt entwickelt hab bin ich gerne in meiner Fantasie noch weiter in die Vergangenheit gegangen.

also da würde ich dich natürlich super gerne befragen vor der Aufzeichnung von irgendwas vor der Christianisierung und diesen ganzen Dingen. Also ich bin dann einfach noch weiter in die Vergangenheit gegangen, habe gesagt okay irgendwann ist das ja passiert? Dass Frauen so behandelt wurden auch wie ein Stück Fleisch oder irgendwie sowas zum Patient, die entbunden wird usw.

Aber davor muss es eine Zeit gegeben haben wo Frauen anders geboren haben. Und meine Fantasie war ganz stark dass ich dachte Es muss mal einen Matriarchat gegeben haben! haben, die dann weiß ich nicht in Tempeln oder sonst wo tanzen oder wie auch immer ihre Kinder. Also es war so meine Fantasie und ich würde dich als Historikerin total gern fragen wollen was war davor?

Ich wünschte ich wüsste es! Das ist wirklich total schade. aber ich fürchte wir müssen bei diesen Fantasien bleiben. also es gibt ja Matriarchatsforschung das ist eine andere Wissenschaft weil sie ja ohne Quellen arbeiten müssen. Also, ohne das was ich als schriftliche Quellen, als Historikerin arbeite ich ja mit schriftlichen Quellen.

Ich kann nur wissen, was irgendjemand aufgeschrieben hat und das ist so gemein weil es hat so einen patriarchalen Bayes denn über so viele Jahrhunderte haben eben die Männer geschrieben und zwar die wenigen reichen gelehrten privilegierten Männer, die eben schreiben konnten. häufig waren das dann auch noch Christen.

später also in den Klöstern weiß ich nicht ob sie sich mit dem weiblichen Körper so gut auskann Und das heißt ganz, ganz viel von dem was selbst in der Zeit wo es schon Quellen gab passiert ist einfach nicht aufgeschrieben worden weil es die Frauen nicht aufschreiben durften. Die Zeit davor Da gibt es eben diese Theorie, dass es Matriarchate gegeben hat und die sind glaube ich auch relativ gut belegt.

Aber wie da tatsächlich genau das Gebären funktioniert hat, das wissen wir nicht! Wir können es einfach nicht aus den paar Zeichnungen, die es gibt... Wir können es leider einfach nicht gut rekonstruieren. Es ist ja so ein körperliches Geschehen und alle, die das vielleicht schon mal versucht haben aufzuschreiben auch da besteht ja schon eine riesige Lücke zwischen dem was man körperlich erlebt und den was man irgendwie in Worte fassen kann.

selbst wenn man gemeinsam in einem Raum ist und schon die Verschriftlichung macht nochmal einen großen Schritt Und wenn man das dann jetzt auch noch ohne Schriftlichkeit und ohne... Es ist leider, glaube ich. Wenn man ehrlich ist wir wissen es nicht aber diese Fantasie dürfen wir haben. also Ich glaube andersrum es ist total unwahrscheinlich.

Es ist total unwahrscheinlich dass es nicht in den Zeiten vor der sesshaft Werbung anders gewesen ist Als heute, also ich glaube schon wenn man sich den Bruch anschaut den die Aufklärung gemacht hat. Also diesen Bruch von dem Moment an als die Männer in die Geburtsstube reingekommen sind und gesagt haben so wir gucken jetzt mal was wir hier machen.

So ja schon dieser Bruch ist ja riesengroßt und schon die Zeit davor würde ich sagen war in vielerlei Hinsicht dem was wir heute als Ideal bezeichnen würden näher als wir das dann in der Aufklärungen waren. Ja, das heißt schon in der Zeit aus dem Mittel im Mittelalter als wir von der Zeit haben auch nicht viele Quellen aber da wissen wir ein bisschen was.

Schon in dieser Zeit haben Frauen einen Geburtsraum geschaffen indem sie vieles von dem was du in deiner Methode auch unterrichtest schon wussten auf eine Art ja also es ist altes Wissen was du da wieder belebst auf eine natürlich evidenzbasierte und total total belegbare Weise. aber gleichzeitig Wussten das die Frauen?

Ich kann ja, wenn du willst mal ein bisschen erzählen aus dieser Geburtstube im Mittelalter frühen Neuzeit als die Männer eben noch nicht dabei waren. Man muss sich das so vorstellen... dass eben es kein Krankenhaus gab. Also die Idee irgendwo in der Krankenhausklasse gab irgendwie Ärzte, es gab Leute, die sich irgendwie um die Gesundheit gekümmert haben aber es gab keine Möglichkeit und niemand wäre auf die Idee gekommen im Krankenhaus zu gebären sondern Geburt fand statt Zuhause in der Küche.

typischerweise also man ist nicht ins Schlafzimmer gegangen Viel zu viel Schweinerei, sondern die Küche war der Ort wo man gut Feuer machen konnte. Wo man gut sauber machen konnte. Manche sind auch im Stall geblieben. da war es ja auch von den Tieren warm und da waren meistens das Kind auch gezeugt worden Und da war sozusagen... Da fanden auch viele Geburten statt.

von dem Tieren. je nachdem, wie eng es in der Stube war und wie dringend die Küche gebraucht wurde konnte man im Stall dann auch ausweichen. Und wenn das also losging haben die Gebärenden die Hebamme gerufen, die gab's ja schon immer, dass ist eine der ältesten Berufsgruppen der Welt. aber sie haben eben zusätzlich noch andere Frauen gerufen Also andere Frauen aus ihrer Nachbarschaft ihre Mütter ihre Schwestern ihre Freundinnen ihre Vertrauten aus dem Dorf.

Die kamen dann alle an und haben sich dann versammelt, haben Feuer gemacht, haben Stroh geholt, haben ein Lager bereitet vor dem Feuer. Und haben dann angefangen zu zaubern denn dann ging es los. die haben ganz wenig eingegriffen in dieser Zeit. Die Frauen haben die Gebärnde relativ stark in Ruhe gelassen.

Die Hebammen hatten Möglichkeiten Einzugreifen, die hatten wahrscheinlich sehr viel mehr Wissen als wir das heute wissen. Weil die Aufklärung ... Das hat alles unter den Tisch gekehrt und weil die meisten Hebammen konnten nicht schreiben und haben das auch nicht aufgeschrieben was sie wussten sondern die haben das einander gegenseitig beigebracht Und die hatten ihr Wissen in den Händen.

Die hatten ihr wisse nicht im Schrank Im Buch. ja Ich habe mal eine Zeichnung gesehen ich glaube dass da also ich weiß aber jetzt wirklich nicht vorher aber vielleicht kennst du die von Hebammenwissen anscheinend uraltem, wo sogar ein Kind gedreht wurde. Also wo es im Becken-Endlage lag und die Hebamme hat das gedrehte und hat das irgendwie aufgezeichnet wie man das macht und wie man irgendwie greifen muss um dass dann... Das fand ich total abgefahren!

Ich glaube auch in meiner Recherche zum Buch ist mir das irgendwie über den Weg gelaufen. Ja hast du da auch irgendwie sowas entdeckt? Also wo man denkt was, das haben sie damals gemacht. Genau also die Wendungen waren in dieser Zeit eine der allerwichtigsten Dinge, wie man tun konnte um zu helfen. Denn musst dir vorstellen du konntest ja keine Kaiserschnitte machen.

Ich freue mich total, dass die Wirksamkeit meiner Methode inzwischen von einer Studie am Universitätsklinikum Jena nachgewiesen wurde. Wenn du wissen möchtest wie du deine Schwangerschaft und dein Geburterlebnis signifikant positiv beeinflussen kannst melde dich gerne auf meiner Website für den kostenlosen und komplett unverbindlichen Schnupperzugang an.

Den Link findest Du in den Show Notes. Zurück zur Folge Kaiserschnitte konntest du nicht machen, weil du keine Narkose hattest. Weil du noch nicht wusstest ... Die wussten doch nicht wie man näht? Man hat das schon gemacht aber nur wenn die Frau tot war und die Gebärde gestorben oder sicher war, dass sie sterben würde.

Wenn man gehofft hat, dass man vielleicht das Kind retten kann. Dann hat man den Kaiserschnitt gemacht, es war nichts zu überleben. Es gab die Zange auch noch nicht im Mittelalter. Das heißt, man konnte ... In vielen Situationen, wenn das Kind in der falschen Lage war. Es gibt ja geburtsunmögliche Lagen und welche wo es geht.

Wenn es aber in einer Lage war, wo man merkte, es kommt einfach nicht raus oder es war irgendein Abszess im Weg Gibt es ja den Fall, oder war die Patientin im Weg? Dann haben sie versucht ohne zu wissen was tatsächlich los ist. Denn die hatten auch keine bildgebenden Verfahren. Die konnten nur tasten und wussten nur was sie fühlen.

Und dann haben sie versucht diese Kinder zu wenden. Maßnahmen die dann ganz viele Kinder und Mütter gerettet haben war. Die Wendung auf die Füße, also heute sind ja alle so oh Gott Beckenentlage irgendwie Problemen. aber stattdessen hat man ganz oft die Kinder wenn sie irgendwie anders nicht rauskamen innerlich andersrum gedreht nämlich mit den Füßen nach unten.

das heißt die Hebammer hat mit der Hand reingegriffen bis in die Gebärmutter. Genau, das habe ich gesehen! Und ein Füßchen geangelt? Es gab auch manchmal so Schlingen, die sie benutzt haben um das Füße zu angeln und dann hat die meistens mit der anderen Hand außen manchmal aber auch mit beiden Händen innen dieses Kind gedreht und beide Füste entwickelt.

Weil der Witz ist am Kopf kann man nicht ziehen ohne Sauglocke oder Zange, aber am Fuß kann man ziehen ohne dass es das Kind gefährdet. Und dann haben die diese Kinder an den Füßen rausgezogen und das hat ganz häufig funktioniert. Das ist ein Handgriff, den man in der Antike schon kannte und der dann vermutlich im Mittelalter verloren gegangen ist bzw.

wir haben dann im Mittelalter ganz wenig Quä oder brechen sozusagen die Erwähnungen dieses Handgriffs ab was ja nicht heißt dass es nicht auch einzelne Hebammen trotzdem gegeben haben könnte die diesen Handgriff weiter konnten und weitergegeben haben. Das wissen wir einfach nicht, aber er gilt eigentlich als ausgestorben und wird dann später in der frühen Neuzzeit wieder entdeckt Und dann können die das wieder?

Dann können sie damit relativ häufig eigentlich helfen und dann gibt es natürlich einen Mann, der das erfindet. Das ist ganz lustig immer! In der Aufklärung gibt's da nur ein Mediziner, der kommt, ich habe diesen Handgriff erfunden und die hebern so. Ja ja, wissen wir seit hunderten von Jahren, aber herzlichen Glückwunsch Herr Doktor Genau.

Und das heißt, diese Hebammen in dieser Geburtsüge gehen zwar noch mal zurück in die Küche. Diese Hebammen wissen schon einiges was sie tun können. Die haben auch Kräuter dabei und machen manchmal so einen Sud wo wie das heute ja auch manche Frauen wieder machen setzen die Frauen auf den Topf und machen da einen heißen Sud rein und lassen sozusagen dadurch die Geburtwege ein bisschen weicher werden und kennen verschiedene Schmerzmittel auch, also die pflanzlichen Schmerzwitte, die eben so bekannt sind.

Genau! Und dann wird aber erstmal vor allem rituell diese Geburt begleitet. Also man geht erst mal davon aus dass nicht irgendwas sondern dass erst mal die Geister vertrieben werden müssen. Das wird alles abgedunkelt, abgedichtet. Es darf auf keinen Fall irgendwo eine Ritze sein, sonst kommt der Teufel rein oder irgendwelche Dämonen ... Und dann gibt es regional und Tausende von verschiedenen Ritualen oder Handlungen, die man tut umzuschützen.

Es werden irgendwelche Klingen aufgestellt, die den Teufel fernhalten. Es wird Kröten aufgehängt. Gebete gesprochen, die sind fast schon irgendwie an Zauberformeln erinnern. Die werden manchmal aufgeschrieben und der Gebeeren denn zum Essen gegeben, damit sie das sozusagen Verkörperlicht diesen guten Wunsch... Manchmal bindet man es auch nur an den Oberschenkel, damit sozusagen das Gebet da ist.

Und das heißt diese Diese ganzen Frauen, also diese fünf bis sieben Frauen die jetzt da sind um die Gebärde zu begleiten. Die sind beschäftigt ja, die sind mit Zaubern und mit Raum halten würde man heute sagen beschäftigt Und kümmern sich eben vor allem darum dass die gebärnde das Gefühl hat okay Ich bin in Sicherheit hier geht es gut.

Es sind Leute da denen ich vertraue die kümmeren sich um mich Es wird gut gehen. Das ist auch ganz wichtig. in mehreren von den Hebammen Lehrbüchern, wird das auch immer wieder gesagt? Es wird den Frauen immer gesagt es wird gutgehen. also diese Suggestion Selbst ehrlich gesagt heute ein bisschen zweifelhafterweise man soll dass denen steht in manchen Lehrbühnern soll man Dass man sie den frauen auch sagen soll wenn's gar nicht stimmt.

Also selbst wenn man das wenn die Hebammer das Gefühl hat oh irgendwas stimmt hier nicht sagt Sie der Frau es wird Gut Gehen Du wirst einen Sohn bekommen die, was ja auch nicht weiß. Aber das heißt diese... Diese Begleitung ist total zentral. und dann gibt es auch Visualisierungen, ehrlich gesagt. Also auch was wir heute gibt's ja ganz häufig diese Geschichte mit der Blume ich weiß nicht ob du die auch verwendest glaube ich, dass man sich eine Bühne vorstellt.

Aber kenne ich natürlich. Und da gab es eben den Brauch das man die Rose von Jericho neben des Bett gestellt hat also diese Wüstenpflanze die sich langsam öffnet wenn man sie in Wasser stellt. Und die Idee war, wenn wir das am Anfang des Bettstellen, dann ist sie aufgeblüht. Wenn das Kind da ist und damit der Frau eine Visualisierung an die Hand gegeben hat... ...und so versucht hat sie eben in einem Zustand von Ruhe und Geborgenheit und Vertrauen zu bringen.

Der nicht immer da war. es muss man auch ehrlicherweise sagen also wird schon auch in den Quellen immer wieder berichtet davon dass Gebärende auch Angst gehabt haben denn Geburt war ja viel mehr als heute auch ein Teil des Alltags. Das heißt, man hat auch viel mehr mitbekommen. wenn in der Nachbarschaft auch mal Dinge passiert sind die nicht so gut gelaufen sind dann war das kein Tabu sondern man hat es einfach...

Man war im Zweifel dabei. Das heisst mit Angst haben diese Frauen auch etwas zu tun gehabt. aber insgesamt ist eben sehr viel um dieses Trösten und um die Geborgenheit. Die Geburtshilfe ist ja noch nie so sicher gewesen, wie sie heute ist. Also das stimmt schon. Aber es ist als wäre es ganz in die andere Richtung ausgeschlagen und dass es sehr vermedizinisch wurde.

Das ist falsch ausgedrückt aber ... Ja einfach viel weggenommen von dem an Raum was eine werdende Mutter sich eigentlich vom unbewussten her wünschen würde für die Geburt. Also an Menschen, die man kennt und bei einem sind, an einem geschützten Raum, Dunkelheit zum Beispiel auch so all diese Dinge, die wir instinktiv eigentlich aufsuchen würden Für die Geburnt ganz viel ist heute nicht mehr da Und spricht eigentlich gar nichts dagegen finde ich die ganzen Errungenschaften zu nutzen und sagen super, dass Geburt so sicher geworden ist auf der einen Seite.

Und dann können wir jetzt das andere dieses ursprünglichere Wissen auch wieder mit reinnehmen. damit meine ich nicht die Kröten wohl bemerkt aber... Visualisierer weiß, wenn es jemand mag und hilft. Den Raum abdunkeln ja ein Geburtsteam um sich haben was einem gut tut und einem Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gibt.

man könnte es eigentlich sehr sehr gut wieder kombinieren. das ist ja mein großer Wunsch dass das wieder zusammen kommt sozusagen Ja, da würde ich dich aber glaube ich dir Mut machen. Denn ich glaube das ist schon der Weg auf dem wir sind. Wenn man sich nämlich anschaut diese Medikalisierung die du angesprochen hast...

Das war es! Das war das Wort. Was hattest Du gesagt? Ich fand mich auch schön medizinerisch. Genau, diese Medikalisierung die da eben mit der Aufklärung beginnt Die würde ich sagen, wenn ich die mal so ganz von weit im Eimer charakterisiere. Am Anfang stochert sie unglaublich in den Dunkeln und geht unglaublich schrecklich mit diesen Gebärenden um.

Und es dauert unfassbar lange bis das wirklich irgendwann mal einen Nutzen hat. Also ist leider leider. leider geht am Anfang sehr lange gehen die Sterblichkeitsraten gar nicht runter Sondern die machen irgendwas und die Frauen leiden und es hilft nicht mehr. Aber es kommt eben der Kipppunkt im späten neunzehnten Jahrhundert, wo dann die Antiseptik in einer Geburtsstation erfunden wird.

Das man überhaupt versteht. Aha! Ignaz Emmelweiß. Man sollte sich die Hände waschen bevor man von der einen zu anderen zur dritten Frau geht und immer die Keime weiter trägt. Und die, der kaiserschnittsicher wird weil diese Nähte erfunden werden... ...und die Narkose dazu kommt. das heißt Dann kommen schon Momente, dann kommen später noch die Antibiotika dazu.

Da wird es deutlich, dass da vieles sicherer wird. Und dann geht aber die ganze Medikalisierung im zwanzigsten Jahrhundert in so ein Overdrive. Also dann ... wird das eben ins Krankenhaus verlegt, ne? Dann wird plötzlich alles überwacht. Man kann alles angucken. Es gibt vor allem einen Sensor und eine Zahl oder eine Kurve und eine Sache, die man auch gar nicht mehr als Patientin verstehen kann.

Und ich würde sagen, die Kontrollwut nimmt komplett alles in die Hand. Also plötzlich in der programmierten Geburt wird ja dann alles kontrolliert. also da gibt es plötzlich wird immer eingeleitet oder in unglaublich zwei Drittel der Fälle oder so eingeleitet in den siebziger Jahren und ausgerechnet welcher Tag ist der beste?

Alles wird sozusagen mit Zahlen versehen und in der Zeit geht tatsächlich das emotionale komplett verloren. also da sind die frauen ja auch dann alleine bis dann in den siebzigern irgendwann der papa mal dazu darf aber anfangen der siebziger oder ende der sechziger. da sind wir von vorne. Ja ich bin noch geboren worden ohne meinen vater dabei.

also ich bin neun setzig geboren war unterschiedlich genau eins der kinder so allein. meine mutter war alleine Und danach wurde ich sofort weggenommen und in ein anderes Zimmer gebracht. Und dann alle vier Stunden zum Stillen gebracht. Eine Essstörung vorprogrammiert, würde ich mal sagen! Ja also... Also das ist noch gar nicht alt oder so lange her?

Nee, im Mitte der achtziger bin ich auch noch zwei Wochen lang im Kinderzimmer gewesen und zum Stille gebracht worden. Krass, ne?! Ich glaube auch nicht dass das schon ... ... quantifiziert ist, was das eigentlich schon allein diese Trennung von Müttern und Kindern nach der Geburt über Jahrzehnte... ...was das eigentlich für den Vollgeschäden in den ganzen Seelen hinterlassen hat.

Ich glaube es ist noch nicht richtig gewürdigt worden. Und das hat ehrlich gesagt seinen ganz wichtigen Hintergrund in der Nazi-Zeit. Kennst du diese Geschichte von dieser Nazi-Ärztin, die bis in die Achtziger Jahre wurde deren Buch verkauft? Johanna Haare. Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind oder dann halt in den Achtzigern die deutsche Mutter Genau.

Die Mutter und ihr erstes Kind, genau das Deutsche wurde rausgenommen. Ja, genau. Und ein paar Nazi-Geschichten haben sie schon rausgenommen. aber die Idee dass man das Kind erstmal... Das braucht erst mal vierundzwanzig Stunden nix. Das tut man erst einmal ins Nebenzimmer. Das kann dann schlafen, das muss sich erholen.

Das lassen wir in Ruhe, das schläft von vornherein im eigenen Zimmer. Das schläft vom vorn herein durch. Das wird nachts nicht gestillt. letztes Mal um zwanzig Uhr erstes mal um sechs Uhr. Also ja, das ist unglaublich wie tief das immer noch irgendwie in diesem System drin gewesen ist. Wie lange es nicht ernst genommen ist und das ist auch einer meiner Lieblingsstränge oder Argumentationen in meinem Buch, dass ich immer auch geguckt ... Nicht nur geguckt hab, wie geht's den Müttern?

Was machen die Ärztinnen? Sondern auch was glaubt man eigentlich, was das Kind erlebt? Mhm. Was hat man für eine Vorstellung von dem Kind? Wann wird das ein Mensch? Und was traut man dem eigentlich zu? Ich fand das wahnsinnig überraschend, dass wir eigentlich erst in den letzten paar Jahrzehnten auf die Idee gekommen sind, dass dieses Kind ein Mensch sein könnte.

Dass vielleicht auch irgendwas erlebt und dass wir vielleicht als Menschen schützen und ernst nehmen sollten. Und für das es nicht ganz egal ist wie es aus diesem Bauch rauskommt. Das ist eine unglaublich neue Idee. und ja wundertelang... Seit der Aufklärung hat man das eben einfach gedacht, erinnert sich ja nicht.

Dann können wir mit dem machen was wir wollen so. Das ist gut funktioniert und abgehärtet werden muss also. Genau, diszipliniert von Anfang an. Aus der Nazi-Zeit beziehungsweise vorher ich weiß nicht wahrscheinlich... Also die Kriege waren ja auch normal, dass wir in einer langen Friedenszeit leben wie jetzt.

Ist ja auch neu. Diese Disziplinierung hat eine preußische Vorgeschichte. Jana Haare hat die sich nicht ausgedacht, sondern das hat natürlich alles in der Zeit davor schon seine Ursprünge und diese ganze schwarze Pädagogik ist ja auch älter. also die Idee von der Apertung. Hast du das Buch gelesen von ihrer Tochter?

Die hat doch hochgeschrieben ... Ich hab's nie gelesen leider aber ich find den Titel so geil! Ich muss das unbedingt mal machen. Das heißt, die deutsche Mutter und ihr letztes Kind. Und das war ihrer Tochter? Ja ja, das habe ich gelesen. Ich glaube sie rechnet total ab mit ihrer Mutter. Also es ist immer darüber gelesen aber... Es ist auch ein wissenschaftliches Buch.

also sie ordnet das auch ein Sie schaut sich eben an Genau ich kenne das wenn ich jetzt nicht verwechsel. ich meine dass so dass sie das einordnet und dann eben auch Versucht so ein bisschen zu erklären, was das für einen Einfluss hatte auf diese ganze NS-Zeit. Also wenn man sich vorstellt dass da ganz systematisch Kinder mit Bindungsstörungen hergestellt worden sind könnte man ja heute sagen Wenn wir heute alles wissen was wir über Bindung wissen und dann wissen wir was die mit denen gemacht haben diesmal lauter Kinder die mit einer Bindung störung ins leben gehen Und dass das aber für die NS Bewegung eigentlich was gewolltes war.

Denn so ein Kind mit der Benuchstörung ist natürlich erstens total anfällig für eine Übervaterfigur, die es anhimmeln kann und die es dann schlecht behandelt ja? Und zweitens auch will ich sich zu opfern weil der Selbstwert halt von vornherein total gestört ist. Ja und durch diese Disziplinierung ist dieses Kind eben dann auch bereit absurde Nazi-Gesellschaft, alles Mögliche zu abfangen und immer zu funktionieren.

Es gab ein System von Erziehung und ein System dahinter und das halt zu erkennen auch dass es einen System gibt warum Frauen halt auch schlecht behandelt wurden über viele Jahrhunderte rund um die Geburt Das ist dafür ein Ziel gehabt sozusagen, dass nicht besonders gut ist für die Menschheit ist halt so ein spannender Punkt finde ich.

Also was hat zum Beispiel die Kirche davon, dass die Frauen halt Schmerzen bei der Geburt haben diese Erbsünde tragen und so weiter? Das ist halt spannend. Ja das ist total interessant. leider ist es häufig ja schwierig sozusagen dieser hinter liegenden Motivationen wirklich zu belegen. jetzt mit den Mitteln meiner Wissenschaft muss man da immer ziemlich vorsichtig sein.

wenn man wenn man sozusagen annimmt es gebe eine Intention, die nicht genannt wird. Begibt man sich immer so ein bisschen auf... Also klar kann man dann da Theorien entwickeln und das eine ist mehr plausibel als das andere. Ich würde aber gerade bei der Erbsünde nochmal einhaken und sagen ich glaube es kann auch für die Gebärenden eine Form der Verarbeitung sein und auch eine... jetzt will auf keinen Fall die Erbsünde verteidigen.

Aber wenn ich mir vorstelle, ich lebe in einer sehr frommen Gesellschaft, in der die Idee ist dass ich an Jesus glaube das sich an diese ganze Geschichte mit der Passion und dem Himmelreich und den Sünden aber eben auch der Vergebung des Sünden, wenn ich an all das glaube dann wird Die Erbsunde deutlich weniger brutal als Erzählung.

Weil dann, ich mein, wenn du ein bisschen Theologin bist, muss ich dir das nicht erzählen? Also ... Dann kann es auch eine tröstliche Vorstellung sein, dass das was sich da erlebe einen Sinn hat, also es gab ja auch die Parallelität zu Jesus. Das ist meine Leidensgeschichte. Es ist eine Sünde wo ich aber eben auch die Syne tue und als Ergebnis kommt dann ja auch der Absolutionen.

Ich bin durch diese Geburtsschmerzen auf eine Weise gereinigt geheiligt. Also dann gibt es wieder die Gottesmutter, die so sehr verehrt wird das was ja nun auch mit ihrer Mutterschaft sehr eng verbunden ist und ich glaube dass diese Erbsünsgeschichte solange man noch bis zu den Haaren drin steckt in diesem christlichen Weltbild kann sie durchaus etwas Tröstendes haben.

Was Stärken das haben? Sie funktioniert nur dann nicht mehr, wenn man in einer sekularisierten Welt ist und eigentlich an all das gar nicht mehr glaubt. Nur noch irgendwie denkt ich bin schuld und muss Schmerzen haben so. Also das heißt dieses unbewusste Erbe heute ist glaube ich super schädlich. aber ich glaube eigentlich für die Zeitgenossinnen muss das nicht unbedingt immer nur schädlig gewesen sein.

diese ganze Geschichte mit der Absünde Das ist total spannend, dass du das sagst. Helena Waldes habe ich tatsächlich noch nie bedacht. aber es ist ja natürlich total logisch, dass man im Schmerz und im Leid sich dann vielleicht auch Jesus nah fühlt der am Kreuz gelitten hat für die Menschen. Aber es ist mir noch nie ... Ich hab immer nur gedacht, ja gut.

Wenn das halt mega brutal ist den Frauen zu sagen, die sollen auch ordentlich Schmerzen haben so. Genau also den Aspekt gibt's mit der hier, die haben den Apfel da und so. Und Frauen sind eh böse und deswegen sollen sie ruhig leiden. So dass ich habe immer nur diese... Den gibt´s auch ne? Genau! Den Aspekt, den hab' ich immer sehr gesehen Genau, den habe ich immer sehr gesehen.

Aber ich hab nicht dem gesehen, den du gerade benannt hast der ja wirklich positiv sein kann in einer Zeit wo man eben auch keine andere Hilfe bekommen hat. natürlich haben die Hebamme gesagt es ist alles gut und das wird alles gut wenn man wusste man kann ja eh nichts machen wenn sie stirbt stirbt sie und dann lieber mit Hoffnung und dann hat man noch eher die Chance dass es vielleicht nochmal sich dreht und es doch klappt oder so bzw.

Wenn die Hebame sagt Es wird alles Gut Vielleicht meint sie spätestens im Himmelreich. Also wir müssen uns ja vorstellen, es hat glaube ich auch einen Aspekt von Hingabe wenn man weiß... Wir machen das jetzt so wie's läuft. Es wird Gottes Weg sein. Gott hat ein Plan. Ich muss das nicht kontrollieren Das kann man auch auf eine Weise sich dem hingeben und loslassen Und dann eben akzeptieren.

also das ist glaub ich auch eine von den Dingen die uns heute ganz oft schwer fallen Dinge zu akzeptieren, die wir nicht kontrollieren können. Und das ist was, was das Christentum ganz gut kann mit diesen Erzählungen von Gottes Plan aber auch von der Idee dass man gehalten ist egal wie es läuft, dass am Ende das Happy End steht wenn man eben sozusagen im Glauben bleibt, wenn man nicht rausfällt, wirst man seine Sünden loswerden kann.

also das ist ja auch wieder diese Ambivalenz, dass man der Frau erst mal die Sünde unterstellt ist total fies. dass man gleichzeitig ihr ja ein Angebot macht und sagt, du kannst dich von dieser Sünde auch reinigen. Und dann wirst du irgendwie, weiß ich nicht ... befreit sein so wie Jesus uns befreite.

also diese ganze Story. Ich glaube, man darf nicht immer mit unserem Patriarchats kritischen Blick die ganzen Dinge nur aus dieser Machtperspektive angucken sondern das hat auch immer irgendwo funktioniert auf eine Weise. Und das finde ich auch das Spannende, wenn man sich diese ganzen Geschichten anguckt und dann wirklich reinfühlt.

Das ist auch das Schöne, wenn er nicht mehr an der Uni ist und dann so ein bisschen eine empathische Geschichte schreiben kann, wo man sich immer fragt wie war denn das? Das war eigentlich das was mich interessiert hat. Immer zu fragen... Wie hat sich das denn angefühlt für die Frauen, die so oft untergehen in den Quellen?

Wie mag es bloß gewesen sein in diesen Zeiten ein Kind zu bekommen unter diesen Umständen. Das fand ich irgendwie so spannend, weil ja doch vieles auch gleich bleibt ne? Also viele unsere Körper sind ja auf viele Arten doch noch die gleichen und ... Ja absolut! Die Körper haben sich wirklich nicht doll verändert.

also... Es ist doch toll oder sich vorzustellen da es vor tausend Jahren gab es eine Frau und sie ist in direkter Linie meine Uhr-Uhe-Uher-Uhr usw. Großmutter gewesen Und die hat in so einer Küche gekniet oder gesessen, gehockt. Das ist nicht irgendwie eine Geschichte, die irgendwo steht. Es ist wirklich passiert!

Ist das richtig Gänsehaut immer noch? Und mir da das zu erschließen und mir jetzt vorzustellen auf so einer körperlichen Ebene finde ich einfach wahnsinnig bereichernd. Ich glaube als ich schwanger war die Geschichten aus dieser Zeit Wo wir eben schon sesshaft waren und so weiter, dann eher beängstigend glaube ich.

Weil ich dann so Mittelalter-Bilder auch vor mir hatte Und eben auch diese Angst vor Fegefeuer, Tod, Teufel und so. Das fand ich immer sehr gruselig Und bin deswegen halt in meiner Vorstellung dann noch weiter zurückgegangen, dass ich so gesagt habe ja wenn die Frauen so geschrien hätten wie ich schreien musste bei meinen ersten beiden Geburten weil sie nicht so verlaufen waren.

Wie die Letzte also weil sie halt sehr sehr schmerzhaft waren Dann wäre ich ja das hätte ja gar nicht gehen können damals Da wären wir von irgendwelchen Tieren angefallen worden oder irgendwas. Also es muss eine Zeit gegeben haben, wo das irgendwie anders gewesen sein muss. Das war so meine logische Schlussfolgerung.

Sonst hätten wir als Menschheit ja nicht überlebt wenn die immer... also weil ich hatte das Gefühl bei meinen ersten Angeboten, ich hätte da auch nicht leise sein können und hab dann gedacht, ja da wäre ich ja schön zum Opfer gefallen. Es muss noch einen anderen Weg geben natürlich ein anderer Weg Geburt anders zu erleben.

Da gibt's ja diese Theorie, dass das vielleicht was wir heute kennen, dass Leute plötzlich aus der Geburt rausfallen weil sie Angst kriegen. Das hat mir als eine Ärztin eine total coole E-Mail geschrieben die sich damit viel beschäftigt mit dieser Rolle des Oxytocins, dass vielleicht genau diese Situation, die du beschreibst, wenn dann das Raubtier kommt, dass es Oxytocyne dafür sorgt, dass die Geburt aufhört und dass wir uns verteidigen können Rennen können.

Erst mal kurz nicht mehr weiter gebären und deswegen ist es so wichtig, dass wir im Krankenhaus nicht das Gefühl haben, dass der Arzt das Raubtier ist weil sonst die ganze Sache nicht mehr so gut läuft. aber Entschuldigung ich habe dich unterbrochen. Nee nee allesgut. ich wollte dich fragen ob du irgendwelche Quellen gefunden hast oder nicht Quellen aber irgendwelcher Vermutungen vielleicht auch oder Höhlenmalereien oder irgendwas.

also wo fängt deine Geschichte an? Wo fängt dein Buch an? Ja, mein Buch fängt leider erst an, wo es schriftliche Quellen gibt. Das liegt auch daran, dass ich mich nicht ... Also die Archäologie ist ja eine ganz eigenes Fach. noch mal und schon alleine damit, das ich mich bis in die Antike zurückbewege mit meiner Geschichte, damit stretche ich mich eigentlich weit über das hinaus, wie viel ich ausgebildet bin.

Ich bin Neuzeithistorikerin, ne? Ich beschäftige mich mit dem XIX. und XX. Jahrhundert da bin ich zu Hause. Alles was davor kommt, Da müssen dann meine FachkollegInnen noch mal drüber gucken. So, damit ich da die Gruppen... Haben Sie wahrscheinlich auch das? Ja ja! Ich habe zum Glück Freunde, die das nochmal angeschaut haben.

Trotzdem fange ich schon so ein bisschen in diese Evolutionsgeschichte rein. Theoretisch fängt es buch trotzdem damit an dass wir den aufrechten Gang lernen und damit dieses Verhältnis dieser Geschichte mit dem Becken und dem großen Kopf ein Problem wird. Das heißt Diese Zeit wird nicht komplett ignoriert, aber dadurch dass ich mit meinen Möglichkeiten da so wenig erzählen kann muss man vielleicht nochmal gucken ob es andere Bücher gibt die noch mehr hergeben.

Mit den Höhlenmalereien und der Materiarchartsforschung Ich weiß das ein Gebiet ist das inzwischen deutlich mehr Aufmerksamkeit kriegt als es früher bekommen wird. Ja spannend Das ist einfach ein superspannendes Feld, finde ich auch. Auch wenn man so gar nicht als Wissenschaftlerin in der Richtung arbeitet, denkt man ja das ist doch dann bestimmt auch!

Kannst du darüber bestimmt auch was sagen? und dann so ne ich bin da spezialisiert? Ja also was heißt spezialisiert? Ich könnte jetzt da irgendwas reden aber Ich glaube immer viel, viel übel in der Welt passiert. Weil die Leute nichts zugeben wenn sie was nicht wissen. Ja das glaube ich auch. Sondern dann irgendwas erzählen und ich bin immer ein Fan davon einfach zu sagen... ...ich kann da nicht qualifiziert genug drüber sprechen und dann tue ich es lieber nicht.

Was war bei der Recherche deines Buchs? Das was dich am meisten beeindruckt oder begeistert hat? ja was war so dass das eindrücklichste für dich gibt's da was? Also ich habe immer wieder richtige Gänsehautmomente gehabt. Ich liebe auch Geburtsberichte, das ist auch ein bisschen Grund warum ich dieses Buch schreiben wollte.

Ich weiß nicht warum aber ich kriege immer noch... mein ganzer Körper liest so einen Geburzbericht. Aber was mich aus persönlichen Gründen besonders bewegt hat ist die Geschichte von den Frühchen. Da kann ich ja vielleicht ein bisschen was davon erzählen. Also Frühgeburten waren ganz lange ein totes Urteil.

fast immer, also wenn Kinder ungefähr so zwei Monate ab zwei Monate zu früh geboren wurden da hatten die noch bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein sind achtzig Prozent davon gestorben weil man nicht wusste wie man mit denen umgeht beziehungsweise weil man mit ihnen umgegangen ist wie mit einem am Termin geborenen oder reifen Kind und das eben nicht gereicht hat, dass diese Kinder haben normalerweise nicht überlebt.

Und erst relativ spät also erst so gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hat sich überhaupt das Feld der Kindermedizin entwickelt. Menschen, man hat das vorher gar nicht so unterschieden. Und dann gibt es aber in Paris um die Jahrhundertwende herum ein Arzt der anfängt sich zu fragen was brauchen eigentlich Kinder und was ist mit den Babys?

Wie muss man die ernähren? Was geht eigentlich mit denen ab? Der hat dann angefangen diese Kinder wenn sie früh geboren waren in Brutkästen zu legen. Der hat zum ersten Mal verstanden, es geht irgendwie um Wärme. Die brauchen eine bestimmte Art von Atmosphäre und der hat tatsächlich einfach bzw., das waren zwei ... Das war ein Arzt und dann seinen Nachfolger die das gemeinsam entwickelt haben.

Die haben tatsächlich einen Brutkasten, der heißt auch deswegen so weil er abgeguckt ist von einem Bruttkasten für Eier! Ja, und die haben das dann irgendwie halt immer weiterentwickelt. Und irgendwann hat der gesagt es ist total wichtig dass man das Kind sieht. ja also damals waren wir eigentlich schon relativ weit und er hat gesagt Es ist wichtig, dass man da sieht nicht ums zu kontrollieren Sondern damit die Mutter das mit dem kind in Verbindung sein kann Damit die mutter Immer kommen kann und bei diesem kind sein kann weil das kind braucht seine mutter Das braucht nicht nur das essen das braucht Nicht nur die Wärme sondern es braucht auch seine muttern.

und Dann Interessiert aber keines viel zu aufwändig diese Brutkästen zu installieren und die Krankenhäuser wollen sie nicht kaufen, weil man dann ja auch die ganze Pflege brauchen würde, die dann so eine Frühchenstation irgendwie braucht. Und dann gab es aber einen Hochstapler Einen, der auch bis heute nicht so ganz klar ist.

Wo er eigentlich genau herkam wahrscheinlich irgendwie aus Osteuropa und dann weil irgendwie deutscher... Dann hat er seine medizinischen Abschlüsse in Deutschland gefaked und es nach Amerika ausgewandert und hat sich neun... Also ein lustiger Geselle! Und der hat auf der Kirmes in Amerika das sogenannte Infanterium of Coney Island also diese Vergnügungsinsel vor Manhattan einen Pavillon gemacht, wo er Frühchen ausgestellt hat.

D.h., der hat da ganz viele Brutkästen aufgestellt in die ... Also wenn Frauen eben Frühchen bekommen haben, konnten die die abgeben und der hat die gepflegt. Und das hat der finanziert, indem er das gezeigt hat. Man konnte das angucken. Es war eine Attraktion auf dem Rummelplatz. Da konnte man diese Babys angucken... Die Leute haben gestaunt!

Denn Frühchen, das kannte man natürlich nicht. Zuhause oder sie waren schon gestorben. Das gab es nicht, das war einfach wahnsinnig interessant und kennt man ja heute noch diese ganzen Fotos die manchmal ... wie heißt die Frau Anne Gerdes? Ja! Dieser Fetisch mit diesen Frühchen gibt... d.h., das kann man nachvollziehen, diese Faszination.

und dann haben die Leute eben Eintritt bezahlt um diese Frühchen zu sehen. und auf diese Weise hat dieser Arzt, die diese Überlebensrate umgedreht. Vorher waren es ja achtzig Prozent der Kinder, die gestorben sind und bei ihm von diesen Pavilion-Kindern waren dann achtzig prozent der Frühchen, die überlebt haben.

Krass! Eigentlich eine wahnsinnig tolle Geschichte. Gleichzeitig waren alle getrennt von ihren Eltern. Das heißt das hat auch mit der Bindungsforschung, für die war das interessant, weil ganz viele von den Eltern diese Kinder gar nicht zurückhaben wollten, weil die Bindung so gestört war. Aber trotzdem gab's eben da ... diese Kinder, die eben zum Teil überlebt haben und wo es auch bis heute.

dann ... Da gibt's so Aural History. Also Aufnahmen von Leuten, die sie ihre Geschichte erzählen. Da hat mich eine total bewegt, die später zurückgekommen ist. Diesen Pavillon gab's bis zu neunzigzehnt, dreißig oder so. Krass! Und ab wann? Wann war das überhaupt, wann hat das angefangen? Anfang des zwanzigzen Jahrhunderts.

Ich glaub, das ging los irgendwie um ... Jahrzehnte, Jahrzehn, so. Genau, im Jahrzehr müsste ich nachgucken? Krass! In der Zeit in der es normal war, Menschen auszustellen muss man vielleicht als Kontext dazusagen. Da gab's auch diese ganzen Menschen-Schauen und dass man Menschen aus den Kolonien im Zirkus gezeigt hat oder auf den Weltausstellungen gab's ja immer diese Pavillionen.

Das heißt das war ein Genre, das die Leute kannten Genau. Da hat auf jeden Fall dann aber eben eine ganz alte Frau erzählt, wie sie Jahre später zurückgekommen ist in diesem Pavillon um diese Kinder anzugucken und einen Mann gesehen hat, der sein Kind dort besucht hat mit ganz viel Sorge vor dem Brutkasten stand und irgendwie seinen Kind gesehen hat und sich gefragt hat ob es überleben wird.

und dann hat die Frau zu ihm gegangen gesagt Hallo ich war auch so ein Kind dein Kind wird auch irgendwann hier stehen und überleben Gott. Ich finde es irgendwie so berührend, auch weil ich selber einen Frühchen geboren habe. und ja... Das ist natürlich bei dir auch noch mal so ein ganz persönlichen Aspekt getroffen?

Ja also diese Vorstellung davon wie es gewesen wäre diese Geschichten die man selbst erlebt hat in irgendeiner anderen Zeit erlebt zu haben das relativiert noch mal vieles und bringt soviel Dankbarkeit auch mit sich dafür, was wir alles heute können. Und was wir für eine Sicherheit haben. Absolut, wie war es denn?

Danach konnte man die Augen davor nicht mehr verschließen, dass es eine Möglichkeit gibt oder ... Es hat sich dann ein bisschen was geändert weil sich dann die Vorstellung vom Wert eines Kindes verändert hat. Also es war leider nicht so, dass alle gemerkt haben ach lass uns mal die Kinder retten sondern es kam dann die Zeit in der die Bevölkerungspolitik eine immer größere Rolle gespielt hat.

Wir denken jetzt an das frühe zwanzigste Jahrhundert also ne? Erster Weltkrieg. plötzlich war die Idee wir müssen eine starke Nation sein, wir müssen mehr Soldaten haben und wir müssen stärkere Wirtschaft haben als unsere Konkurrenten. deswegen brauchen wir viele Menschen Und deswegen sollten wir gucken, dass die Kinder nicht sterben wenn sie geboren werden.

Und das ist die Zeit auch... Also musst du dir vorstellen Ende des Jahrhunderts ist die Kinderstärblichkeit wahnsinnig hoch! Aber das heißt, es gibt ein großes Problem. Dass zum ersten Mal als solches wahrgenommen wird ... Nicht weil man denkt die armen Kinder, sondern wir brauchen Soldaten und Arbeiter und müssen stark sein.

Und vor dem Hintergrund kommt jetzt die Geschichte mit der Kindermedizin so richtig ins Rollen. Die Krankenhäuser rüsten dann auf, muss man in dem Fall leider formulieren. Und fangen an sich mehr drum zu kümmern. Und ja, richten dann auch diese Frühchenstation ein. Ja krass! Helena, dein Buch finde ich trotzt vor Emanzipation oder auch dem Wunsch von dass Frauen so in ihre Kraft kommen.

habe ich den Eindruck gewonnen? War das beabsichtigt und wenn ja, inwiefern? Ja, was würdest du denn jetzt Schwangeren die gerade zuhören auch mitgeben wollen? so aus der Geschichte heraus? Es ist ein feministisches Buch geworden. Ich finde ganz wichtig zu sagen, ich habe das vorher nicht gewusst. Sondern es hat sich aus dem Stoff heraus ergeben und Es war mein Verlag der dann gesagt hat hör mal du hast eine feministische Geschichte geschrieben Und ich so ja stimmt können wir dann auch nennen Ja dass heißt ich bin nicht mit dieser prämisse reingegangen das finde ich total wichtig zu Sagen sondern so ist es leider.

es ist leider Eine geschichte die sehr stark von dieser von dieser patriarchatsgeschichte von diesem machtverhältnis geprägt ist. Ich möchte gerne allen Frauen mitgeben, dass wir heute in einer Zeit leben, in der wir so viel Einfluss auf unsere Geburt haben. Wie noch nie! Wir haben nämlich auf der einen Seite soviel Sicherheit und Kontrollmöglichkeiten und Medizin- und Eingriffsmöglichkeit wie noch nie.

Auf der anderen Seite aber auch so viele Rechte wie noch nicht. Denn es ist ja so jetzt, das ist noch relativ neu, dass jeder Eingrift ohne informierte Einwilligung eine Körperverletzung ist. Das heißt... Man darf gar nicht mit uns machen, was irgendein Arzt möchte. Das da ist gar nicht erlaubt sondern wir dürfen unsere Geburt selber gestalten in einem viel größeren Ausmaß als das vielen Frauen bewusst ist.

viele Frauen gehen immer noch Mit der alten Gewohnheit ins Krankenhaus dass sie denken naja paternalistisches Arzt Patientinnen Verhältnis Der arzt weiß Bescheid. ich muss machen was die sagen. Ich ordne mich dem unter Und das ist aber nicht nötig. Man darf selber mitbestimmen und dafür darf man so oft nachfragen, wie man will.

Dafür darf man Nein sagen, dafür darf ich mir noch mal erklären, was die Alternative ist. Ganz ohne dass man deswegen irgendwie in einen Kampf gerät mit dem Personal, sondern das ist das, was sie ermöglichen sollten und wo viele auch dankbar sind viel... Klinikpersonal ist dankbar, wenn man klar kommuniziert, was man verstanden hat und was nicht.

Und ich fand total beeindruckend ... dass das Erleben von Geburtserlebnissen ja sehr stark davon abhängt, ob man das Gefühl hatte, dass man Agency hatte, das man mitbestimmen durfte. Absolut, ja! Dieser Traumabereich fängt da an, wo man eben nicht mehr das Gefühl hätte, ich hab mitbestimmt, ich habe verstanden, was los ist.

Ja, ich muss ein bisschen sagen jeilen. Weil bei mir zum Beispiel wurde ich traumatisiert durch meinen Körper selbst. also man kann sich auch dem eigenen Körper Hilfluss ausgeliefert fühlen. aber es stimmt ja in den Moment wo man sich ausgeliesfert fühlt egal auf dem eigenen körper oder dem geburtsvergleiten Personal gegenüber da hast du total recht genau und das sind glaube ich zwei Dinge auf die man sich beide vorbereiten kann wird das eine dass ist was du machst Das ist was du anbietest, dass wir uns ...

Ich mach beides. Okay, dann bin ich ja auch, muss ich nix mehr sagen! Ich glaube halt oder mich ermächtigt ist zu sehen wie weit wir schon gekommen sind also wie viel schlimmer es schon gewesen ist und wie viel auch gekämpft worden ist. und an der Stelle bin ich immer total dankbar den Frauen. eine Generation vor uns die Frauenbewegung war nämlich eigentlich der Moment, wo sich das angefangen hat zu drehen und wo Frauen gesagt haben nein!

Das ist mein Bauch. Und du fasst meinen Bauch nicht an wenn ich das nicht will. Das war ein unglaublicher Schritt, wenn man sich die Kultur von damals vorstellt. Ich bin so dankbar dafür dass diese Frauen diese Kraft hatten und nur deswegen können wir heute hier sitzen und so freisprechen und... ...das ist total wertvoll.

aber wir sind noch nicht fertig damit Denn es ist am Ende, auf jeden Fall die Aufgabe des medizinischen Systems da dieses Machtverhältnis nochmal anders zu gestalten. Das würde ich auf keinen Fall zu den Gebärenden schieben, sondern das ist die Aufgabe der medizinische System. Da ist noch sehr viel zu ändern und zu lernen.

aber auch die Gebärnden können da was tun. denn wenn man aufrecht da reingeht und weiß Ich bin hier die Chefin! Ich bin ihr die Expertin für diesen Bauch Dann kann einem Vieles schon nicht mehr passieren Und das ist, wozu ich irgendwie erwutigen möchte. In dem Zusammenhang auch weil wir haben ja jetzt viel über diese ganzen düstereren Seiten dieser Geschichte gesprochen Ich will gar nicht verheimlichen dass es die gab Aber ich habe extra damit Schwangere dieses Buch auflesen können hab ich extra Triggerwarnungen eingebaut Das heißt ich habe alle Teile wo ich das Gefühl hatte oh die würde ich aber in der Schwangerschaft nicht lesen wollen Habe ich so gekennzeichnet und so eingebunden dass man sie nicht lesen muss.

Dass man sie einfach dann weglegen und später oder gar nicht in sein System lassen muss, das heißt keine Angst! Also man kann dieses Buch lesen auch wenn man gerade schwanger ist, auch wenn sich demnächst auf eine Schwangerschaft vorbereitet. Man geht da nicht raus mit einem Gefühl von um Gottes Willen Es wird alles ganz fürchterlich Und ich werde diese Bilder nicht mehr los sondern Ich habe das extra gefiltert.

Ja, ich glaube, dass man gestärkt rausgeht. Dass man das Gefühl haben kann. Ich weiß wo ich stehe und wo der nächste Schritt ist. Ich bin ... ja, ich kann mich auch in die Sicherheit hineinbegeben, die all diese Frauen in meiner Vergangenheit mir sozusagen mitgeben mit ihrem erfolgreich geboren haben so.

Es ist total schön, dass du das so aufmachst. Diese ... sich zu erinnern oder daran zu denken, dass wir halt nicht ohne Tauch sind sie von Geburt, die schon gewesen sind damit wir hier entstehen also als Einzelpersonen dass wir da gar nicht ja hier werden das ist wirklich cool. Also sich da so in der Anlinie zurück zu bewegen ich mag den Gedanken also ich liebe es in meiner Arbeit total dass ich sage geh soweit zurück Es wird irgendwann eine Frau gegeben haben, selbst wenn deine Mutter in einer schlimmen Geburtserfahrung hatte.

Deine Großmutter, deine Ur-Großmutter und jetzt gehen noch weiter zurück. es gibt dort Frauen die tolle Geburten hatten. Und da gehe ich dann eben so ganz doll in die Ferne, dass sich sagt Irgendwann gab es Frauen die gute Geburte hatten und dockt dich an die an Die deren Gene sind immer noch auch in dir.

Du kannst dir das irgendwie als Kraft irgendwie mit reinholen. Das ist ja einfach toll, dass man diesen hypnotischen Techniken halt auch machen kann und sich das gut vorstellen kann. Das is' auch Teil von mir und ich kann das und in dieses Empowernde reinzukommen. Ist für dich auch ganz wichtig? Ja! Ich weiß gar nicht ob man so weit zurückgehen muss...

Nee wahrscheinlich. ...ich hab die Erfahrung gemacht, dass sobald man anfängt darüber ein bisschen offener selbst zu sprechen, auch im ganz direkten Umfeld Leute anfangen einem Geburt zu erzählen. Ich weiß nicht, ob es dir auch so geht? Ich hab jetzt schon mehrere Hebammen getroffen denen das auch sogeht dass alle ihnen immer ihre Geburten erzählen wollen.

und auch da ist wenn man ein bisschen genauer danach fragt glaube ich viel inspirationspotenzial. Also, man muss glaube ich gar nicht sich irgendwas von vor zehn Tausend Jahren ausdenken. Sondern es gibt Frauen jetzt hier in deinem Freundeskreis, in deiner Familie ... Wenn's nicht deine Mutter ist, ist das vielleicht deine Tante oder deine Schwägerin?

Oder irgendjemand gibt es der dir sagen kann so ist es gewesen und es war wunderschön und du kannst das auch Und der das verkörpern kann und der das fühlen und glaubhaft machen kann Da eben rauszukommen aus diesem Negativen Und auch mal nach den Positiven zu fragen. Das passiert ja nicht dadurch, dass wir in dieser Opfererzählung immer drin hängen.

Also bei mir war es ganz schlimm und noch schlimmer. Das hat was mit der Erbsünde zu tun und mit diesem Battle, wer die meisten Opfer gebracht hat. Aber wenn man da aktiv rausgeht und sich die anderen Geschichten abholt, dann findet man sie auch. Dann kann man es jenseits von dieser... ...auch bestimmt wahren Vergangenheit Kann man glaube ich ganz viel Kraft und Inspiration auch im jetzt finden.

Total, also wir haben ja auf der Website die friedliche Geburt über tausend zweihundert positive Geburtsberichte. Ich glaube das ist die größte Sammlung weltweit ehrlich gesagt. Ich glaub es gibt es vor eigentlich. Also ich wüsste nicht wo sonst gerne mir auch schreiben aber ich glaube dass ist wirklich die größt sammlung.

also ich kenne keine größere. Von daher ja, absolut. Und ich krieg auch ständig diese Nachrichten und so. Ich bin davon total umgeben. Ich meinte eher in der eigenen DNA. Also selbst wenn man aus seiner Familie nur Horrorgeschichten kennt was man einfach sagt aber irgendwo in der Vergangenheit und das kann hundert Jahre her sein oder dreitausend Jahre egal.

aber irgendwo In deiner DNA-Vergangenheit gibt es auch... Tolle Geburtserlebnisse. Das war eigentlich der Gedanke. Und andersrum ist es ja, wenn die alle funktioniert haben... Wenn man sich diese Reihe einmal wirklich vorstellt wie viele Frauen das gewesen sind seit der Mensch auf angefangen hat auf zwei Beinen zu laufen.

Diese Kette ist ungebrochen sonst wären wir nicht da. und wenn man sich die alle einmal wirklich vorm inneren Auge vorstelle und man müsste den einmal alle gegenüber sitzen. Und dann würde man denen sagen, ich kann das nicht mit dem Gebären.". Dann würden die doch alles so ein bisschen so sagen ... Hä?

Warum solltest du ausgerechnet jetzt? Du bist nichts Besonderes! Meine Liebe. Die würden doch irgendwie mit ihren Stricknade entklappern oder was auch immer sie eben in jeder Zeit für Gerät hatten und sich so denken, ja, Kindchen Machst du schon. Also auf eine ganz unaufgeregte Art, aber eben ganz empowernd und man ist dann nicht mehr so alleine.

also ich finde diese Vorstellung total schön und das Schöne ist ja die ist nicht theoretisch sondern in meinem Körper drin. Das ist das was ich mein genau? Genau! Die ist ja in der Evolution, das bin ja ich Und das ist auch woher mein Körper weiß wie es geht. Der weiß das ja nicht, weil ich das beim Geburtsvorbereitungskurs erst mal lernen müsste.

Sondern der weiß es ja schon! Ja er weiß es schon. Ja toll... Ich danke dir sehr liebe Helene. da gibt es noch irgendwas was du auf dem Herzen hast, was wir noch nicht angesprochen haben? Was du aber gerne noch los werden wollen würdest? Auch vielleicht noch dass viele Leute irgendwie eine Reserviertheit gegenüber historischen Büchern haben, die ich in dem Fall einmal trösten würde und sagen würde es ist jetzt nicht wenn man denkt oh Gott ich lese kein historisches Buch.

Es ist... Ich habe so geschrieben dass das eigentlich eher ist wie wenn man eine Geschichte liest nämlich also eine eine Geschichte die man sich vielleicht auch anhören will. Das gibt's als Hörbuch übrigens. Aber wie ist es da mit den Triggern? Mit der Triggerwarnung? Die sind ja auch drin! Das heißt man springt dann ins nächste Kapitel einfach.

Genau, man kann das auch im Hörbuch überspringen. Und es ist auch so ... Das sieht immer relativ monomental aus. Ich finde, das sieht mega aus! Mich spricht das total anderes Cover. Sehr schön. Na ja, jedenfalls muss man nicht komplett lesen ums zu verstehen sondern ich habe die Kapitel alle jeweils einzeln als Bogen so geschrieben dass man sagen kann hey hör mal also alles was recht ist, aber Mittelalter finde ich langweilig.

Dann kann man auch nur die Neuzeit lesen und trotzdem das verstehen und es gibt immer so Zusammenfassungen am Ende von jedem Kapitel dass man einfach nur zwei Seiten lesen kann und dann checkt man's schon. also Es ist extra auch für eine Lebensphase geschrieben in der man vielleicht jetzt nicht sich zwei Wochen am Stück hin setzt und irgendwie vierhundert Seiten durchliest sondern dass man auch einzelne Sachen rein gucken kann so ein bisschen Inspiration bekommt und deckt eben, so'n bisschen raus guckt aus dieser Gegenwahrtsblase.

Und da eben raus kommt aus diesem Heute-und Jetzt sondern so'nn bisschen. ja dieses Einordnen hilft mir auch immer ganz gut dabei So'n Bisschen Auszuatmen und zu denken Ja Ich verstehe jetzt wieder ein bisschen besser wo wir eigentlich sind und wie wir dahin gekommen sind und wird schon alles wird schon Alles Gut werden.

Ich glaube auch, dass es viele schwangere Ansprechen kann und noch mal einen neuen Blick geben kann auf die ganze Gebärkultur in der wir heute sind. Also das richtig einzuordnen und auch zu sagen okay das kann vielleicht auch weg. Vielleicht irgendwie ein Relikt Interessant auch mit der Haltung zum Beispiel, mit der Position.

Ich habe erst letztens was wieder gelesen das es immer noch so sein soll. ich kann es gar nicht glauben dass die meisten Frauen in Rückenlage gebären. Ich hoffe nicht aber... Ja also man sollte nicht unterschätzen wie mächtig diese Gewohnheiten sind und je weniger wir verstehen wo sie herkommen Ganz genau.

Dass du weniger haben, eine Chance da rauszukommen und wenn wir es aber verstehen... Das hat ja einen Sinn! Ja vielleicht ist das wichtig? Aber nein also kommt... Genau dann kann man glaube ich gut filtern, wenn man dein Buch sich zu handnimmt dass man versteht. Genau und das ist auch immer... Das ist was, was ich mit dem ersten Sachbuch angefangen habe, dass ich eben am Ende in einem Fazit immer frage Was kann weg brauchen wir noch oder brauchen wir das nicht mehr?

und das mal so zu verstehen, es ist eben nicht so das alles was lange her ist. Deswegen seine Berechtigung hat sondern vieles was langher ist, hat wirklich überhaupt keine berechtigung mehr heute. und dass aber auseinanderzuhalten von den Sachen die wir eigentlich ganz gut brauchen könnten noch und die wir aus Versehen aussortiert haben.

Und das selbst bestimmt auch für sich selber zu sortieren und nicht immer sozusagen ja also ist es halt Pech, sondern sie dazu sehen ich habe da auch gewisse Spielräume um das selber zu gestalten Und um das zu beeinflussen und dann auch politisch zu beeinflussen, wie wir das gestalten wollen. Das gibt mir immer ein großes Gefühl von Handlungsmacht.

Wir können was tun! Wir gehen da nicht hin und dann passiert das mit uns. Sondern wir können es gestalten. Es finde ich total schön. Und wenn man eben nicht weiß, hat das jetzt einen medizinischen wichtigen Grund, dass Sohn so zu machen? Oder ist es einfach nur... Also wenn man das nicht... oder ist ein Relikt was man einfach weglassen kann.

Das ist ja immer das Blöde. Man kommt ja nicht als in der Regel, nicht als Ärztin oder als Hebamme in den Kreissaal sondern hat irgendwas anderes mal gelernt und tut etwas Anderes. Ja ich glaube auch, dass Aufklärung da total hilfreich ist und wichtig. Also vielen, vielen Dank für deine Arbeit. Vielen Dank für deinen Besuch hier im Podcast.

Ja danke für dein Ohr! Danke für die Einladung. Sehr sehr gerne und ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Buch und mit deiner weiteren Wirkung. Ich bin schon gespannt was du dann danach schreibst? Nicht auch... Ja, das war es schon mit dem Interview mit Helena Barob. Ich hoffe dass du ganz viel für dich mitnehmen konntest und dass du neugierig geworden bist auf das Buch vielleicht dir auch gerne holen möchtest.

springe auch gerne die Kapitel die mit einer Triggerwarnung versehen sind Und ich bin natürlich auch sehr gespannt wie ihr die Podcast Folge gefallen hat oder auch wie dir das buch gefällt und schreibt mir da sehr gerne entweder auf YouTube auf Spotify oder auf Instagram. Da findest du mich Und ich freue mich natürlich auch immer sehr über einen Daumen nach oben, wenn du mir folgst.

Wenn du auf YouTube die Glocke abonnierst also immer wenn du interagierst mit mir in meinem Content dann wächst natürlich meine Sichtbarkeit. es kann noch mehr Schwangere erreichen dieser positive Content und das wünsche ich mir natürlich sehr dass mehr und mehr junge Mütter positiv und gestärkt an die Geburt gehen.

In diesem Sinne alles Liebe und gute für dich und bis bald Deine Christine.

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