Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 243

Holding Pattern – Wiederholung, Warteschleifen und Kontrolle | HMKV Dortmund

Freitag, 16. Mai 2025 · 1 h 11

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Shownotes

Warteschleifen sind Teil des Alltags. Sie strukturieren Zeit, lenken Aufmerksamkeit und erzeugen das Gefühl von Kontrolle – oder von Kontrollverlust. Die Ausstellung Holding Pattern – Warteschleifen und andere Loops im HMKV Dortmund nimmt diese scheinbar beiläufigen Strukturen ernst. Sie fragt, wie digitale Technologien, algorithmische Prozesse und mediale Systeme soziale Abläufe formen, ohne sich klar zu zeigen.

Im Gespräch treffen Dr. Inke Arns, künstlerische Leiterin des HMKV, und der britische Schriftsteller und Künstler Tom McCarthy aufeinander. Gemeinsam sprechen sie über Wiederholung als ästhetisches Prinzip, über Warteschleifen als kulturelle Figur und über das, was sich unserer Wahrnehmung entzieht – akustisch, visuell, strukturell. Die Folge bewegt sich zwischen Medienkunst, Literatur, Philosophie und gesellschaftlicher Gegenwart.

Holding Pattern im HMKV Dortmund

Die Ausstellung Holding Pattern versammelt künstlerische Arbeiten, die sich mit Schleifen, Mustern und Kontrollmechanismen beschäftigen. Digitale Technologien werden hier nicht als Werkzeuge betrachtet, sondern als Umgebungen, in denen Handlungen, Bewegungen und Entscheidungen vorstrukturiert sind. Flugrouten, Klangschleifen, algorithmische Abläufe und mediale Wiederholungen werden zu Bildern für eine Gegenwart, die in Zyklen organisiert ist.

Der HMKV Dortmund – Hartware MedienKunstVerein versteht sich seit vielen Jahren als Ort für Gegenwartskunst an der Schnittstelle von Technologie, Politik und Gesellschaft. In dieser Ausstellung wird dieser Anspruch besonders deutlich: Medienkunst erscheint nicht als Spezialdisziplin, sondern als präzises Instrument zur Beobachtung gesellschaftlicher Strukturen.

Wiederholung, Kontrolle und Wahrnehmung

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, wie Wiederholung wirkt. Warteschleifen erscheinen zunächst als funktionale Elemente – in Callcentern, Flughäfen oder digitalen Interfaces. In der Ausstellung werden sie zu ästhetischen Formen, die Zeit dehnen, Aufmerksamkeit binden und Kontrolle suggerieren.

Tom McCarthy spricht über Wiederholung als literarische und künstlerische Denkfigur: Reenactments, Loops und Überlagerungen ziehen sich durch sein Werk. Schreiben wird dabei als Prozess verstanden, der nicht linear verläuft, sondern sich in Schleifen organisiert. Dr. Inke Arns ergänzt diese Perspektive aus kuratorischer Sicht: Medienkunst macht sichtbar, wie sehr Wahrnehmung heute von technischen Systemen geprägt ist – oft ohne bewusstes Erkennen.

Künstlerische Positionen und unsichtbare Systeme

Die Ausstellung im HMKV vereint Arbeiten von Stan Douglas, Harun Farocki, Åke Hodell, Stefan Panhans & Andrea Winkler, Susan Philipsz und Elizabeth Price. Die Werke bewegen sich zwischen Dokumentation, Klang, Film und Installation. Sie thematisieren Arbeitsprozesse, mediale Routinen und algorithmische Ordnungen.

Im Gespräch wird deutlich, dass diese Arbeiten keine Antworten liefern, sondern Denkbewegungen auslösen. Unsichtbare Systeme – Datenströme, Kontrollmechanismen, Rhythmen – werden erfahrbar, ohne vollständig erklärbar zu sein. Kunst fungiert hier als Beobachtungsinstrument, nicht als Kommentar.

Literatur, Philosophie und Denkfiguren

Die Folge öffnet den Blick auch auf literarische und philosophische Bezüge. Tom McCarthy spricht über Denkfiguren zwischen Platon, Hegel, Lacan und Rachmaninow. Diese Referenzen erscheinen nicht als Theorieapparat, sondern als Hintergrundrauschen, das künstlerische Praxis begleitet.

Wiederholung wird dabei als kulturelles Prinzip lesbar – zwischen Erinnerung, Kontrolle und Widerstand. Warteschleifen sind nicht nur technische Zustände, sondern auch mentale Räume.

Gäste:

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Dr. Inke Arns

Dr. Inke Arns ist Kulturwissenschaftlerin und seit 2005 künstlerische Leiterin des HMKV – Hartware MedienKunstVerein in Dortmund. Mit einem Hintergrund in Slawistik, Osteuropastudien und Medientheorie hat sie sich auf Medienkunst und gesellschaftskritische Ausstellungen spezialisiert. Ihre kuratorischen Arbeiten verbinden Technologie, Politik und Gegenwartskunst auf präzise und diskursive Weise – immer mit Blick auf gesellschaftliche Brüche, digitale Kontrollsysteme und künstlerische Widerständigkeit.

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Tom McCarthy

Tom McCarthy ist britischer Schriftsteller, Essayist und Künstler. Seine vielfach ausgezeichneten Romane wie Remainder, Satin Island und C kreisen um Themen wie Wiederholung, Reenactment, Netzwerke und das Unsichtbare hinter der Oberfläche. McCarthy arbeitet literarisch wie konzeptuell an der Schnittstelle von Philosophie, Technologie und Struktur. Für Holding Pattern agiert er erstmals als Kurator – und verknüpft seine literarischen Denkfiguren mit zeitgenössischer Medienkunst.

Sparda-Nacht und öffentlicher Diskurs

Ein besonderer Programmpunkt im Rahmen der Ausstellung ist die Sparda-Nacht im HMKV am 23. Mai 2025. Sie öffnet den Ausstellungsraum für Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Erkunden. Die Veranstaltung versteht sich als Einladung, den Schleifen der Gegenwart nachzuspüren – und sie zeitweise zu unterbrechen.

Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung engagiert sich für kulturelle Teilhabe, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung. Sie unterstützt Institutionen und Projekte, die Kunst als Raum für kritische Beobachtung, Reflexion und Austausch stärken – auch dort, wo digitale Technologien und gesellschaftliche Machtstrukturen verhandelt werden.

Weitere Gespräche aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West:

Alle Folgen der Zusammenarbeit mit der Sparda-Stiftung (dieleichtigkeitderkunst.de/category/sparda-sti…)

Themen dieser Folge

Holding Pattern · Warteschleifen · Wiederholung · Kontrolle · Medienkunst · HMKV Dortmund · Algorithmische Systeme · Wahrnehmung · Literatur und Kunst

AusstellungHolding Pattern – Warteschleifen und andere LoopsHMKV – Hartware MedienKunstVerein, Dortmund15. März – 27. Juli 2025

ProgrammhöhepunktSparda-Nacht im HMKV · 23. Mai 2025

Links & CreditsHMKV Dortmund · (hmkv.de)Dr. Inke Arns (inkearns.de) · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West (stiftung-sparda-west.de) · Dortmunder U (dortmunder-u.de)

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Von „Holding Pattern“ zu „Das halbe Leben (dieleichtigkeitderkunst.de/das-halbe-leben-arb…)“Anknüpfend daran beleuchtet die Folge Das halbe Leben (dieleichtigkeitderkunst.de/das-halbe-leben-arb…) Arbeit, Zeit und gesellschaftliche Strukturen im Museum unter Tage.

Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden. Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.

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Music. Und herzlich willkommen zu meinem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst. Einem Salon-Podcast über Kunst, Kultur und Gesellschaft. Mein Name ist Claudia Linzel und heute tauchen wir in ein Thema ein, das wir alle kennen. Schleifen, Muster, Kontrolle, Wer kennt es nicht? Die Warteschleife im Kundenservice, die Routine des Alltags, das Gefühl in gesellschaftlichen Strukturen gefangen zu sein, Doch was bedeutet es eigentlich, wenn sich unser Leben in endlosen Kreisläufen bewegt, Widerstand gegen diese Muster möglich? Und was kann Kunst dazu beitragen, uns diese Mechanismen bewusst zu machen?

Heute blicken wir auf die Ausstellung Holding Pattern im HMKV, Hardware, Medienkunstverein in Dort, Ein Ort, an dem Kunst auf Technologie, Gesellschaft und Medien, um das herauszufinden, habe ich zwei wunderbare Gäste. Doktor Inke Arns, Direktorin des HMKV und Tom McCarth, preisgekrönter Schriftsteller sowie Mitkurator der Ausstellung.

Mein besonderer Dank gilt der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West, die sowohl diese Ausstellung als auch die Realisierung dieser Episode unterstützt, liebe Inke, lieber Tom, willkommen. Jetzt lassen wir unsere Hörerinnen nicht länger in der Warteschleife verharren, sondern beginnen unsere Schleife durch Kunstetechnologie und Gesellschaft.

Wir in die Ausstellung eintauchen Möchte ich natürlich euch kennenlernen und euren Weg zur Kunst. Liebe Inke, magst du beginnen? Ja gerne, mein Weg zur Kunst. Wollte eigentlich nach der Schule wollte ich Kunstgeschichte studieren, habe aber gemerkt, dass damals die Kunstgeschichte noch sehr, sehr klassisch war, sehr konventionell, Und habe mich dann, weil ich mich unbedingt mit der russischen Avantgarde oder mit der sowjetischen Avantgarde beschäftigen wollte, dann habe ich Slavistik angefangen zu studieren und habe dann später auch promoviert in dem Fach und bin eben, zwischen 89 und heute sehr viel in Osteuropa gereist. Er hat mich in diesen krassen Transformationsländern bewegt und, Ja bin eigentlich über die sowjetische Avantgarde irgendwie mehr in die bildende Kunst reingekommen, weil ja eigentlich eine Literaturwissenschaft ist und bin dann nach dem Studium oder während des Studiums schon, also vor 30 Jahren habe ich meine erste Ausstellung gemacht.

Habe das immer parallel zum Studium gemacht und für mich sind Ausstellungen ein super wichtiges Medium, so wie's für Tom die Bücher sind. Das sind quasi die Ausstellungen sind meine Bücher, ne? Und habe lange Zeit als freie Kuratorin gearbeitet und eben seit zweitausendfünf, leite ich hier den Hardware Medienkunstverein HMKV, jetzt seit 210 hier im Dortmunder U in der ehemaligen Brauerei.

Und ja, wie ich schon sagte, also Ausstellungen sind für mich wirklich total wichtige Instrumente. Formate zu denen ich Kuratorinnen in diesem Fall und wenn ich selbst kuratiere, dann natürlich auch Künstlerinnen und Künstler einlade zu bestimmten Themen. Also wir machen sowohl internationale Gruppenausstellungen die oft zu Themen eben zwischen, Politik und Technologie liegen. Wir machen aber auch Einzelausstellungen. Also es ist eine schöne Mischung aus allem.

Und Tom und mich verbindet schon auch eine relativ lange Geschichte. Wir haben uns nämlich Anfang der 2000er Jahre kennengelernt in Berlin. Da war Tom noch Generalsekretär der International Nicronautical Society Das ist eine Geheimorganisation, Eine spekulative Organisation, die quasi sich mit der Erforschung des Raumes, des Todes beschäftigt. Nekronauten, ne, sind nicht Argonauten oder Kosmonauten oder Astronauten, sondern, Die Leute, die sich in andersartigen Räumen bewegen unter.

Seitdem sind wir in Kontakt. Inzwischen ist Tom ja auch aus London nach Berlin gezogen und ist schwedischer Staatsbürger geworden. Und wir sind schon seit einiger Zeit auch über die Arbeit im HMKV verbunden. Wir haben 20007 eine große Ausstellung zum Thema Reennectment gemacht. History will repeatedself und da haben wir ein Kapitel aus Toms erstem Buch.

Zu allererst ins Deutsche übersetzt. Äh Remander war das und äh er war auch in der Ausstellung vertreten Und auch später in weiteren Ausstellungen wach sind nur die Geister, ja, auch über die Aufzeichnungen von Stimmen von Toten. Also da kommen wieder diese Themen zusammen, Technologie und Tod Und ich hatte relativ früh mitbekommen, dass Tom an dieser Ausstellung arbeitet. Holding Petern, Zu der wurde er ja und ich finde das wirklich einen genialen Move von der Direktorin damals des Künstlern des Whos, Anne Hilde Nesset, Die hatte die wirklich grandiose Idee, Tom einzuladen, zusammen mit ihr eine Ausstellung zu machen zu den Themen, Zu den Figuren, die quasi in seinen Büchern immer wieder auftauchen. Das sind ganz oft Menschen, die quasi in technologischen Systemen,

drin hängen oder verhaftet sind oder schon irgendwie merken, dass da was ist, aber auch nicht diese Systeme nicht genau überblicken können oder auch nicht wirklich einfach daraus aussteigen können, weil das eben auch Konsequenzen hätte. Ja und wir haben uns dann entschieden, diese Ausstellung aus Oslo, die ist ja eben das erste Mal in Oslo gezeigt worden mit ihr hattet sieben Künstlerinnen und Künstler, wir haben jetzt sechs Künstlerinnen und Künstler wirklich superwichtige Positionen wie Stand Douglas wie Elisabeth Price, wie Susan Philips, Harun Faroki, und zwei weitere, die du gleich noch nennen wirst. Steffen Panhans und Land äh Winkler. Und?

Ein Ocker. Ja. Ich bin ja ganz gespannt herauszufinden, warum du dich so sehr mit Slavis beschäftigen wolltest und warum du schon nach der Schule wusstest, Kunstgeschichte zu studieren, dass du durch deine Eltern. Nee, interessanterweise haben weder Osteuropa noch Kunst äh mit meinen Eltern zu tun, Ich kann das nicht genau sagen. Es ist eine interessante Frage. Ich musste mal in mich reinhorchen, was da genau der Auslöser war. Aber eines meiner ersten Projekte eben, das war Pfand am Bauhaus in Dessau statt, am historischen Bauhaus, 1993 und es war ein Videofestival. Ich wusste auch, dass ich mich mit Medien beschäftigen wollte. Es gab halt sehr früh auch dieses Video fest.

In Berlin ganz wichtiges, sehr frühes Videokunstfestival und bei dieser ersten Veranstaltung im Bauhaus Dessau, die ich gemacht habe, da, fanden diese beiden Sachen zusammen. Es war einerseits Videokunst, aber dann der Schwerpunkt war Videokunst aus Osteuropa. Und da konnte ich quasi meine Sprache, ich hatte ja auch Russisch gelernt, ich konnte da meine Sprache einsetzen, ich konnte da eben auch eine Veranstaltung organisieren, meine erste Ausstellung kuratieren und, dadurch und das ist echt spannend. Ich kannte ja zum Beispiel die Gruppe Leibach vorher. Ich war mal 88 auf dem ersten Leibkonzert in Berlin.

Und ich hatte die Musik bei einem Freund in Ostberlin gehört, Und dachte dann, das ist äh sehr spannend. Und damals hieß es immer so, oh nee, geh da nicht hin, da gehen so Neonazis zu den Konzerten und so und ich so, ja, aber die Musik ist, Die ist Special, das ist was anderes und auf dem Konzert waren dann irgendwie nur so langhaarige Typen und ich habe lange Zeit gedacht, so okay, Laibach existiert da und auf diesem Videofestival dreiundneunzig, was ich am Brauhaus Dessau gemacht habe, hatten wir mindestens zwei Videos, die über ein Künstlerkollektiv sprachen, die neue slowenische Kunst, Schuppen von den Augen gefallen ist. Ich dachte so krass, das ist ja nicht nur diese Musikgruppe, Das ist ja ein riesiges Künstlerkollektiv und die haben eine Abteilung für Theater und Performance. Die haben eine Abteilung für Grafikdesign, die haben eben eine Musikabteilung, also Leihbach und die haben

bildende Künstler, also. Die Gruppe Irwin, die wir auch gerade letztes Jahr hier bei uns gezeigt haben und so kamen diese beiden Sachen eben, zusammen. Und dann habe ich eben meine meine Megisterarbeit und später auch Doktorarbeit über dieses Kollektiv geschrieben. Und wann bist du geboren? Ich bin 68 geboren in Duisdorf. Das ist heutzutage ein Teil von Bonn.

Ja und auch dieses also warum ich Russisch studiert habe oder Russisch gelernt habe, ich habe das nicht, also meine Eltern oder meine Familie hat auch keine Kontakte irgendwie. In die Himmelsrichtung, also vielleicht hat musste ich was ganz Neues machen, was ganz anderes machen Na dann reißen wir doch jetzt von der Himmelsrichtung mal nach England Schweden Berlin. Lieber Tom, schön, dass du da bist. Ganz gespannt sind wir jetzt natürlich auch mehr über dich zu erfahren. Ja, so ich bin in Schottland geboren in sechsundneunzig, Und ich bin in London erwachsen.

Und ich habe Literatur studiert und ich wollte immer Schriftsteller werden und Ich bin jetzt Schriftsteller, aber auch sich meine Literaturstudien geendet hatte, habe ich, genossene Kunst entdeckt und es war vielleicht eine ähnliche Situation, so denn die Inke beschreibt Ich ich liebte zum Beispiel und äh wirklich liebte diese Musik, Aber später habe ich entdeckt, dass es gab nicht nur diese Gruppe, sondern auch eine ganze Kunstszene an die Warhol und, Und dann habe ich auch das viele sehr oft mit große Buche, Sie fahren auch Teil von einer Großsache. Kontext die nicht nur literärchisch war, sondern auch sehr mit Kunst und Musik und Philosophie zusammen verbunden Ja und dann ich habe eine große Interesse für dieses Geschichte des der.

Und was charaktisiert die Avantgarde fast immer, ist auch eine Mischung von Kunstliteraturpolitik, Musik. Gruppe wie oder der oder nicht nur individuell, sondern ja das es ist interessant zu. Zu verstehen, dass das Literatur und Kunst und künstliche Ausdruck, nicht immer einer bürgerliche, individuelle Sache ist, aber das kann ein kollektiver Aussprache sein. Schriftsteller zu werden ist ja ein großes Vorhaben, welche Themen haben dich denn schon in deiner Jugend beschäftigt ich fahre immer mit Bucher umgeben und äh.

Meine Mutter hat mehr ähm die Geschichten von Shakespeare unter Homers während lange und langweilige ja. Aber es war immer klar, sie hat mir nicht nur die Geschichte erzählt, aber sie hat auch immer gesagt, das ist ein Geschichte von Shakespeare oder mhm. Von Homer Ich habe sehr früh verstanden, dass es gibt diese Figur der Schriftsteller, der Dichter und ich habe mir gesagt, ja ich will ich will diese.

Werden. Aber ist interessant. Uns beide. Mhm. Bei uns beiden fing das über Musik an. Das wusste ich zum Beispiel genau. Bei mir genauso. Ja. Und Eine kleine Korrektur, du hast dich eben jünger gemacht, als du bist. Du bist nicht 6neunzigund geboren, sondern 9sechzigund. Oh, Entschuldigung. Ja, 9sechzigund. Sixty-Night. Ich dachte auch eben so ja. Buch Ist da wirklich so jung? Nee, nee, neun in sechs, ey, nein. Aber ich fahre auch, in Berlin im Jahr 93 vielleicht aus neue slowenische Kunst eine ganze Botschaft im Volksbühne.

Gebaut hat. Und äh ich habe auch Leihbach gesehen und und es gab auch ein Philosophieabteil und Slavois war die offizielle genau. Staatsphylosoph von, neue Kunst Staat muß das eben noch ein bisschen ausführen, also die haben sich nicht damit beschieden einfach ein Künstlerkollektiv zu sein. Sondern die haben quasi parallel zur Unabhängigkeitserklärung Sloweniens. Es war ja vorher Teil von Jugoslawien, haben die einen eigenen Staat gegründet. Das ist natürlich ein fiktiver Start, also ein spekulatives Staatsgebilde, was aber, nicht nur über diese ganzen Abteilungen verfügt. Also es gibt diesen Staatsphilosophen, sondern dieser Staat gibt auch Reisepässe aus und zwar echte Reisepässe.

Ein Stempel in eröffnet Konsulate und Botschaften und man kann Staatsbürgerinnen oder Staatsbürger dieses Staates werden. Also man kann diesen Pass für, ich glaube, dreißig, 36 Euro oder so kaufen und die Künstler sind immer ganz stolz, wenn sie erklären können. Also unser Staat, der NSK-Staat in der Zeit, das ist äh eben ein Staat ohne Territorium, der sich nur ab und zu an verschiedenen Orten materialisiert, also eben in der Zeit. Unser Staat hat mehr, Staatsbürger, Staatsbürgerinnen als der Vatikanstaat. Und eben auch interessant, der größte Anteil von Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in dem NSK-Staat kommt aus Nigeria.

Ich habe da mit den Künstlern irgendwann eine Reise nach Nigeria gemacht mit Unterstützung des Goethe-Instituts, um herauszufinden, wieso dieser nicht existierende Staat in Nigeria so populär ist. Hast du was herausgefunden? Ja, da geht's natürlich auch um Pässe, um Reisepässe, um die Möglichkeit von globaler Mobilität einreisen zu können in den Schengen-Raum.

Und wir hatten vermutet, also das muss so um zweitausenddrei, vier, fünf gewesen sein, dass selbst ich, ich bin ja nur, des NSK-Staates, muss ich gleich hier als Disclaimer sagen. Ich habe, als ich hier in Dortmund angefangen habe, Anrufe über mein Handy bekommen und ich habe, am Anfang nicht verstanden, was das für Anrufe waren, denn irgendwann habe ich verstanden, das sind Anrufe aus Nigeria und die rufen mich an, weil sie Interesse an diesem Reisepass haben Und wir haben vermutet, dass da, eventuell windige Geschäftsleute entdeckt haben. Da kann man sich für 36 Euro einen Pass machen lassen, der in derselben Druckerei wie die slowenischen Pässe gedruckt wird Der sieht aus wie ein echter Pass und den verticken wir hier mal für das zehnfache oder Hundertfache. Wir vermuten, dass da mhm.

Und deswegen haben wir diese Reise gemacht, weil natürlich auch den Künstlern, denen war das ein großes Anliegen, dass da nicht Leute mit falschen Versprechungen eben ist das ja eine Erfahrung mit einer unheimlichen Tragweite, die sicherlich heute noch bei dir fortfährt, oder? Ja, absolut. Für mich war das eben auch interessant zu sehen und ich wollte das unbedingt sehen, wie gehen eigentlich diese Künstler damit um, dass ihre Fiktion.

In anderen Kontexten wirklich andere Auswirkungen haben kann, dass Leute da, wenn die Leute diesen Pass auf einmal ernst nehmen, was passiert denn dann? Und müssen sie nicht auch deswegen wollte ich unbedingt dabei sein, wenn die sich sozusagen mit, Interessenten, Interessentinnen oder schon Passinhaberinnen und Passinhabern in Lagos zusammen in einem Raum treffen, Das war für mich total interessant zu sehen. Mhm. Sozusagen reden die da Tacheles und wie machen die das? Sie müssen ja im Prinzip diesen klaren Cut machen. So wo beginnt die Fiktion? Wo endet die Realität?

Oder andersherum, Diese Diskussion war so interessant, also sie haben auf dieser Reise mehrfach erzählt, ne, also das ist kein echter Staat. Also die mussten wirklich Tacheles reden. Das ist kein echter Staat, der existiert nicht. Äh dann habe ich auch gesagt, ja, erzählt jetzt bloß nicht, dass während des Bürgerkrieges in Jugoslawien, dass Leute, teilweise über internationale Grenzen gereist sind, weil ja ihr Staat noch nicht existiert oder noch nicht anerkannt war, noch keine Papiere hatte. Und da haben Leute wirklich geschafft, aus Bosnien quasi auszureisen dank dieses, die hatten keine anderen Papiere.

Und ich kann mich an zwei Antworten erinnern, die damals gegeben wurden, Also nachdem die Künstler wirklich sehr deutlich gesagt haben, was was ist das? Das ist eine Fiktion, das kann eigentlich nichts. Sagte irgendjemand im Publikum. Ja, aber mein Bruder kennt jemanden, der hat gesagt, das sei ein total schönes Land. Ja so die Macht des Gerüchtes, War das wahrscheinlich mit Slowenien verwechselt? Das ist ein wirklich schönes Land. Und ist der der Werbespruch des Landes. Das war eine bemerkenswerte Antwort und die letzte Antwort, an die ich mich erinnern kann, es war ein junger Mann, der sagt also ich glaube, hier wir hier in dem Raum, wir haben alle genau verstanden, was ja jetzt hier irgendwie anderthalb Stunden lang erklärt habt. Von wegen äh glaubt nicht, dass wir blöd sind

Aber ich glaube, es ist eine gute Sache, so einen Pass zu haben, weil dieses Land könnte irgendwann anfangen zu existieren. Und so wie's auch Länder sind, Fiktionen. Es ist immer Nationalität ist immer, Ist immer eine etwas ähm creative ja äh konstruiert. Deutschland ist ein Fixion, das durch äh wir Griechenland äh konstruiert würde und so wie England auch durch Griechenland, und da durch die und so weiter. Es ist alle Fiktion. An deine Bücher, die du schreibst, reine Fiktion, basierend auf gesellschaftlichen Beobachtungen, magst du uns von deinen Büchern erzählen?

Fixieren, hm, ein sehr, sehr guter Schriftsteller J G Ballard. In der Einleitung seiner Bücher Crush äh geschrieben, dass, Es gibt Fixionen überall, ja Werbung ist Fiktion, Politik ist Fiktion, Entertainment ist Fiktion. Es ist nicht notwendig, zu zu machen für einen Schriftsteller. Es existiert schon der Aufgabe.

Ein Schiffsteller ist die Realität zu erfinden. Das finde ich sehr, sehr ähm interessant aus vor mir, Und ich denke nicht an meine Arbeit aus ein Fiktion zu schreiben, dass Anders aus Realität, Es ist etwas anderes, vielleicht mehr aus analysieren oder dekonstieren oder oder so was, was was die viele Fixionen, die schon existieren. Also quasi deine Bücher sind ja keine Realitätsflucht.

Ich tauchen eigentlich in ein, anhand von fiktiven Geschichten, natürlich, aber, du analysierst ja Situationen, die wir auch so in der Gesellschaft finden können und anhand dieser kleinen Situation zum Beispiel dem Gefangensein, von Menschen in diesen technologischen Systemen sprichst du natürlich über diese Gesellschaft. Ja, zum Beispiel, in äh meinem ersten Roman Roman, es gibt eine Sinne, wo der Held einer Banküberfall machen will und äh recherchiert, Bankhube Fälle und äh, Er lernt, dass, Es ist immer eine Performance, ein Stück Theater, die Angestellte in Bank, sie sind sehr gut vorbereitet. Sie wissen genau, was sie machen müssen.

Wenn es ein äh Banküberfall gibt und die professionelle Haube wissen das auch. Sie wissen was die angestürzte gelernt haben. Also das ist, das ist wirklich ein ein Performance und wenn alle, wenn beide Seiten discript, die die Text folgen, dann geht alles okay, die Probleme kommt's nur, wenn einer ja, eine eine blöde Publikum äh ja individuell und macht etwas, was nicht skriptiert, vorgeschrieben wurde. Aber das ist interessant zu wissen, dass es ein Beispiel um zu zeigen, dass das viele Situationen in dem Leben schön Fikti wurde Theatrale sind. Vier Bücher geschrieben? Ja vom Romanen und äh und und ein paar Essay-Sammlungen, Magst du davon noch ein bisschen erzählen und auch warum sie so eine Rolle bei der aktuellen Ausstellung Holding Pettern spielen? Ja, Anne Hildessets

die damals Direktorin von Kunzner in Oslo hast mich eingeladen zusammen mit Kunst zu machen, die. In einer Besprechung oder einem Besuch mit den Themen meiner Romanen hatte. Und es ist nicht leicht zu sagen, was sind die Thema. Man sag nicht, Ich verleihe ein Buch über Befremdung in Kapitalismus schreiben. Es es ist eine intuitiv.

Aber wir haben gesprochen und dann haben wir gesagt, ja, es gibt immer. Äh dass die Menschen in einem einem Muster festgehalten werden oder Wiederholung oder ausm Beispiel, es könnte ein Pilot aus dem ersten Weltkrieg sein, der in müssten, über das Schlachtfeld fliegt und es fotografiert, aber in einem anderen Roman gibt's eine, Ein Zeitgenossener Antrapolog, die die symbolen.

Seit genossenem Leben studiert, was was für Systeme sind im Spiel, wenn man in einem Ladengate oder eine Werbung liest oder die Waschmaschine öffnet und so weiter oder in die letzte geht es um die die Studium vom Seitenbewegung so vor 1hundert Jahren, also ähm, Wehen Motten Times von Charlie Chaplins. So ähm es gibt eine Fließbandarbeiterin, die in eine Fabrik den ganzen Tag lang dieselbe körperliche Bewegung aus Fürth und während ein Seitenbewegungsanalytiker sie analyse, also, Wie wie sagt Senke? Es gibt oft Menschen, die in technologischen Systemen gefangen sind von denen sie zwei einen Teil sähen.

Aber nicht das Ganze verstehen und also mit Anne Hilde haben wir entschieden, dass, Die Worteschleife ist eine gute Mette vor für diese so stand. Wir sitzen im Flugzeugen. Der Pilot sagt, ja es tut mir leid, wir sind uns eine Warteschleife, aber hoffentlich nicht für immer. Und du hast keine. Du hast keine andere Möglichkeit als das zu akzeptieren und, Man hört das die Systeme es funktioniert, dass der nicht getrunken ist oder oder zu Hause gegangen ist oder man muss dass die Systeme existiert und dass es es ist fast theologisch. Ja man muss glauben, dass die Goethe existieren und sie kümmern sich.

An dich, aber man muss Vertrauen in Technologie haben. Man muss Vertrauen und Mams öffnen, dass wir am Ende gerettet sein würden. Wie in die Texten von Kafka oder Backet, aber, Was sagt Kafka? Es gibt Rechnungen, es gibt Hoffnung, aber nicht für uns. Es gibt Hoffnung, aber es kommt noch nicht. Ja, es gibt Rettung Salvation.

Und das ist also so, das ist eine sehr moderne, menschlichen Zustand, die in Worte schleifen. Apropos Badeschleife, Vielleicht weiß der ein oder andere der Hörenden gar nicht so genau, was der HMKV eigentlich ist Ich werde vielleicht erstmal den den etwas kryptischen Namen erklären. Das ist so eine Wortschöpfung aus den 90er Jahren, also der HMKV wurde eben 96 gegründet von einem Künstler und einer Kunsthistorikerin hier in Dortmund Und ursprünglich hieß der Hardwareprojekte. Alles kleingeschrieben.

Und eben mit Tee. Also man darf das nicht verwechseln mit Hardware Sondern Hartware, wobei die drei Buchstaben ART großgeschrieben waren, ART auf Englisch heißt Kunst, also Art Kunst und damit war quasi schon diese Verbindung zwischen, Technologie, Hardware und Kunst angelegt und äh das ist bis heute auch der Fokus der Arbeit, des Hardware Medienkunstverein, den ich dann 2005 übernommen habe. Wir machen jetzt nicht so, Kunst, die man vielleicht bei der Außenelektroniker sieht. Es ist Kriterium, um hier Künstlerinnen und Künstler auszustellen ist nicht deren Einsatz und Verwendung von Technologie und möglichst invasive interaktive Räume zu bauen. Das gibt's durchaus manchmal auch, aber unser Fokus ist eher,

Auf eine kritische Auseinandersetzung mit Technologie, Also auch zu Fragen zum Beispiel, genau das, was Tom in seinen Büchern macht, was üben eigentlich technologische Systeme für eine Gewalt aus? Oder wie können wir uns in diesen Systemen bewegen? Wie funktioniert KI eigentlich? Viele Leute glauben ja AKI ist irgendwie so ein neutrales, Ding, das ist es aber gar nicht. Es kommt halt immer drauf an, mit was die künstliche Intelligenz trainiert wird, Auch mit Dingen, mit denen sie nicht trainiert wird, die sie dann eben nicht erkennt.

Zum Beispiel. Oh, dass da von Programmiererinnen oder von Leuten, die die Daten in diese KI füttern, da sind eben auch Biases, Also Voreingenommenheiten und so weiter, also dass man, Die Dinge, die uns umgeben, nicht einfach so akzeptieren sollte, sondern durchaus auch hinterfragen sollte. Also das ist eigentlich in vielen unserer Ausstellungen angelegt.

Vor allen Dingen in den in den thematischen Gruppenausstellungen. Wo standen wir denn Mitte der 90erjahre digital? Kann ich genau sagen, ich war 1993 das erste Mal im Internet. Schon richtig früh, ich glaube richtig früh. Da gab's nämlich noch keine grafischen Browser. Mhm. Das war alles textbasiert und für mich war, Ich weiß noch genau, wo das war, Ein Bekannter, der damals auch an der FU gearbeitet hat als äh studentische Hilfskraft, der hat mir zum ersten Mal davon erzählt, Und dann saßen wir, ich weiß noch genau, wir saßen zusammen vor einem Monitor, sehr später Künstler geworden. Und dann es war total unspektakulär, also wirklich ein schwarzer Bildschirm mit einem weißen prompt und da hat er irgendwas eingetippt und dann erschien da,

University of Chicago und ich habe das erst gar nicht verstanden und ich habe dann gesagt, sag mal, sind wir jetzt an auf dem Rechner von der University of Chicago? Und da hat sich eine Welt aufgetan. Das war, absolut spektakulär, also ohne grafische Oberfläche, ne, also nur so ein paar Buchstaben, so ein Eingabeprompt halt und, Dann kam relativ schnell auch die grafischen Browser, die entwickelt wurden Und das habe ich auch sehr früh ausgestellt. Wir hatten sogar, ich glaube, 93 schon die ersten Netzkunstprojekte bei der Ausstellung, die ich da schon erwähnt hatte. Also die die Australien ja, das Festival. Genau, also ich finde das wichtig zu betonen, das Internet sind nicht die Social Media.

Social Media ist was ganz anderes Das Internet, so wie es das vor den Social Media gab, also die Social Media gibt's äh seit zweitausendfünf, war also ein Medium, was durchaus auch ein Potential für Vernetzung und auch für Ermächtigung hatte. Für die Leute, die eben damals Zugang hatten. Es ging meistens über die Universitäten oder eben dann auch für so Early Adapters, die halt versucht haben allen möglichen Leuten Zugang zum Internet zu, verschaffen. Da gab's ja viele engagierte Initiativen in den neunziger Jahren. Viele Künstler, die da involviert waren. Ich sage nur in, In Amsterdam die digitale Stadt. Äh das war ein früher Netzaktivisten, viele Künstler dabei und dann in Berlin die internationale Stadt mit von der Partie war unter anderem

Der Kollege, der mir 93 das Internet gezeigt hat. Er ist inzwischen Prof an der äh HGB in Leipzig, genau. Kannst du mir denn diesen ja dreißig Jahren den ein oder anderen Meilenstein in der Entwicklung nennen? Na ja, man kann es ganz grob umreißen in den neunziger Jahren, als ich angefangen habe oder achtziger, 90er Jahre war das analoge Videokunst.

Also analoges Video, was auf Bändern, auf materiellen Bändern aufgezeichnet wurde. Was heutzutage auch ein Problem der Erhaltung darstellt, weil diese Bänder zerfallen irgendwann auch, ne und dann kam irgendwann das Internet, dann kam natürlich auch digitale Medien und die Ästhetik hat sich natürlich auch dahingehend verändert, also Videokünstlerinnen und Künstler haben sich durchaus auch, früher schon mit den technischen Spezifika auch dieser Medien beschäftigt, also analoge Glitches zum Beispiel, Störsignale auf den Bändern und so weiter und ähm heutzutage sehen die Gledges halt anders aus, ne?

Also jetzt in der aktuellen Ausstellung Holding Pattern, da haben wir zum Beispiel Stefan Panans und Andrea Winkler, die sich mit, Dem Computerspiel, Grand Seft, OTO beschäftigen und sich eben damit den Avataren, also den Spielfiguren. Die man in diesem Spiel darstellt, beschäftigen und eben mit den Bewegungsmustern, die oft aber durch Glitches gekennzeichnet werden und äh das Interessante an der Arbeit ist eben, dass dort, Also in der Arbeit von Winkler echte Tänzerinnen und Tänzer und echte Schauspielerinnen und Schauspieler diese Avatare imitieren, Wobei diese Avatar ja selbst schon Menschen imitieren. Das heißt, das sind diese ewigen Schlaufen, aus denen man eigentlich gar nicht mehr rauskommt

Und es gibt in den verschiedenen, ich sage mal, drei Dekaden durchaus immer auch Künstlerinnen und Künstler, die sich eher mit den, technischen Spezifika beschäftigen und aber gleichzeitig dann gibt es andere Künstlerinnen und Künstler, die sich immer auch mit den durchaus gesellschaftlichen und politischen, Konsequenzen des Einsatzes solcher Medien beschäftigen. Und ähm mich hat immer beides sehr interessiert, Also weil ich natürlich so eine spezifische Netzästhetik, die von den frühen Netzkunstkünstlerinnen gemacht wurde. Ähm ich gebe noch mal ein Beispiel.

Äh es gibt eine russische Netzkünstlerin Oliar Lialina, die lebt inzwischen schon seit langem in Stuttgart und lehrte an der Märzakademie und die hat eine Arbeit gemacht, Die ist aber schon quasi im Zeitalter des Webes, also der visuellen, grafischen Oberflächen und diese Arbeit besteht aus einem Foto von ihr selbst, Oder einer Bewegungssequenz, wo sie auf einer Schaukel sitzt und hin und her schaukelt.

Und das hat sie in ein GIF, ein Animated Gif umgewandelt und hat die einzelnen Bilder dieses GIFs auf verschiedene Server, im Internet verteilt. Das heißt, wenn du dieses GIF anklickst, siehst du die Künstlerin, die quasi durchs Web schaukelt, weil jedes einzelne Bild dieser Bewegungssequenz auf einem anderen Server liegt und die, Ablaufgeschwindigkeit dieses GIFs natürlich davon abhängt, wie schnell es die Geschwindigkeit der Server existiert die Verbindung noch und so. Also das ist für mich eine eine, extrem poetischer Arbeit und gleichzeitig auch eine Arbeit, die, Diese technologischen Strukturen auch thematisiert. Was fasziniert dich an der Medienkunst? Wann ich es zuerst betroffen habe, neue Medienkunst, siebenundneunzig.

Oder so und, ich habe mich auch für die neue nett-Artist-Interessiert, aber was auch mehr interessant für mich war, War durch diese diese Ästhetik zu reflektieren, zu merken, dass, aller Kunst und aller erstens technologisch ist und zweitens Mediatisiert ist und auch mit Netzwerke zum Beispiel die begründende, Großer Text äh von vom westliche Kultur, die von.

Das fängt an mit deiner Beschreibung eines Signale, wo bitte die Raum heißt, also Treue ist gefallen und erwacht, der kommt auf der Bühne und sagt, heuer ist gefallen, Und ich weiß das, weil ich habe, Die Signal, die Feuergesellschaft auf dem Berg zehn Kilometer entfernt und ein kleinem Nesttra die Frau von.

Kommt auf die Bohne und sie sagt, ja, wir wissen das treu gefallen ist, wo wir dieses Signal gesehen haben und dieses Signal ist die letzte von 20 Signalen die die 800 Kilometer zwischen und dann für sie nächste zwei Seiten oder fünf Minuten. Sie gibt die Namen von jeder Signalpost wie ein Nerd, wie ein international Nerd.

Der jede Surfer und jedes Frequenznummer erklärt. Sie sagt wirklich die ist diese Berg hier und die siebzehn, so ist drei Kilometer weiter und da da da da also, alles, was folgt, die große Dramen von und Gesetz und Gewalt und insast und alles. Das ist immer, wenn die Reise eines Signals abhängig. Und es ist sehr, sehr interessant, rückwärts zuschauen und für mich diese Momente im 90er Jahren, die diese Explosion von Kunst, dass man, könnte nicht meiden.

That you of what you could not to nine thanological dimension. It's impossibles it to say, this is not technological. When you're looking at the internet. Realizecken we just stalthy was natural. Ja okay. Mhm. Sorry my Germanisner. Mein Deutsch ist nicht reichend speak English, like yous peak German.

Äh vielleicht tauchen wir mal in die Ausstellung ein. Hole den Pattern. Die mir das Ausstellungsplakat anschaue, dann sehe ich da zwei Kleinflugzeuge. Holding Pattern Warteschleife, wo ist denn der Bezug zwischen einer Warteschleife und einem Flugzeug? Na der ist, glaube ich, offensichtlich. Also es geht ja hier nicht um Telefon, Warteschleifen, sondern um Warteschleifen in die Flugzeuge gezwungen werden, wenn's zu voll ist aufm Flughafen, wenn es grad keine freie Landebahn gibt.

Und dann müssen sie eben kreisen. Ich habe äh gelernt, es gibt verschiedene Möglichkeiten des Kreisens, also der Kreis, aber natürlich auch der Teardrop toll, also Sie machen, bevor Sie landen, ein Tierdrop-Entry. Das ist geformt wie eine Träne, um dann eben zur Landebahn zu kommen und ja die Warteschleife, das klingt im Deutschen nicht so schick, Im Englischen finde ich. Na Schleife, das ist gut wie die Schuhe. Ja. Die Schleife haben auch. Genau. Also und die schleifen an den Schnürsenkeln sehen ein bisschen aus wie dieser Tierjob ja? Aber es geht natürlich um Choreographie, Ästhetik.

Ja kreisen. Es gibt einen sehr schönen es gibt einen kleinen Text von Kafka, von neunzehnhundertacht. Er hat eine sehr hohe Flugzeug-Festival im Pressgear in Italien besucht und er hat nur drei Seiten über das geschrieben und äh. Er beschreibt, wie die Flugzeuge in ewige Wiederkehrende kreisen, Drähen und die Menschen, Ich, Kopf äh um zu schauen und und dann schreibt er das Rouge, er beherrscht seiner Kontrolle wie ein Schiffsteller sein schreibt. So es ist nicht nur das, äh Worteschleife beschreibt, sondern auch erfindet in diese in Worteschleife, ein Modell für Schreiben, Ja? Der Schriftsteller, der Dichter ist wie ein ähm Flüglotz äh der schöne und in Luft macht oder könnten wir sagen auch ein eine visuelle

Kunstler oder Künstlerin da wie so Schriftzüge in der Luft. Ja mhm. Paternen und Mustern und äh das finde ich sehr interessant. Der Flücklotz aus. Oder? Na ja. Ich glaube aber ein wichtiges Motiv in dieser Ausstellung, wenn wir von äh Bewegungsmustern sprechen, ist immer. Das Thema der Kontrolle. Mhm. Wer kontrolliert wen? Wer kontrolliert wen? Wer hat die Kontrolle?

Den Computerspielen, wer steuert diese Figuren? Inwieweit werden die Figuren vielleicht auch von außen gesteuert? Die Programme, die Software, was erlaubt diese Software überhaupt? Was wäre Bewegungsspielräume eröffnet uns dieser Kontext? In dem wir drin sind. Und dann Subkultur von Huckes. Das Spiel äh, dass das fehlt mehr kompliziert, wer hat dann die Kontrolle und dann wenn Kunst lernen die ja ihre Arbeiter aneignen, Dann verharrt die Kontrolle, dass dass wir immer mehr kompliziert, diese Frage, aber ja, das ist eine politische Frage immer.

Warum wolltest du Bewegungsmuster, Warteschleifen Kontrolle, Kontrollverluste hier ins Hagen KV holen? Na ja, ich habe ja eine existierende Ausstellung eingeladen und wir kennen uns ja schon länger. Ich kenne die Bücher von Tom und ich fand eben diesen Ansatz so interessant, dass Anne Hilde, Nesset, Tom eingeladen hat zu diesen Themen, die in seinen Büchern quasi immer wiederkehren, diese Figuren, ne, also menschliche Personen, die in diesen Systemen verhaftet sind, die sie nicht selber kontrollieren, die sie auch nicht komplett überblicken können, über die sie nicht vollständige Kontrolle haben Ich fand das total spannend. Ich wollte diese Ausstellung A unbedingt sehen. Weil ich auch natürlich wusste, dass da hervorragende, ganz tolle internationale Künstlerinnen und Künstler dabei sind und B wollte ich sie dann hierhin holen

Dachte ich mir, das ist zu gut. Diese Gelegenheit werde ich mir nicht entgehen lassen, weil das eben auch künstlerische Positionen sind, die super in die Arbeit des HMKV passen. Und das sind ja weltbekannte, also wirklich Klassiker dabei. Stan Douglas ist einer der wichtigsten Medienkünstler heutzutage. Es sind diverse Turner Preisträgerinnen dabei.

Das ist sicherlich eine Ausstellung, die ich so nicht gemacht hätte, aber ich fand den Ansatz total spannend, dass Anne Hildenes halt eben die Einladung an dich, Tom ausgesprochen hat, mit ihr zusammen arbeiten, zusammenzustellen, künstlerische Arbeiten zusammenzustellen, die quasi, in Verbindung zu bringen sind mit den Motiven aus deinen Büchern, super super toller Ansatz. Stimmt hier. Mir war klar, dass diese Ausstellung die Themen, die in der Ausstellung verhandelt werden, nicht an Relevanz verlieren, weil wir ja zum Beispiel auch nicht weniger in, Technologischen Systemen stecken in der Zukunft, sondern wenn, dann wird sich so was natürlich ausweiten.

Ja, es geht eher um so eine allgemeine so eine ja so eine äh der menschliche Zustand in dem wir uns heute befinden, Und das ist auch so ein bisschen vielleicht auch zeitlos, aber auch irgendwie sehr aktuell. Die erste Arbeit, die wir uns anschauen, ist eine Arbeit von Susann Philips. Preisträgerin und wir sehen sie, wie sie in einem kleinen Flugzeug sitzt, und summt. Die Susan Philips hat sich ein kleines Flugzeug gemietet, samt Piloten und fliegt eine Warteschleife über dem stillgelegten Flughafen Berlin Tegel.

Und während sie in einem Flugzeug sitzt und dieses Flugzeug, diese Warteschleifen, also eine kreist über dem Flughafen, der eben keine, Fluglinien keine Verbindungen mehr hat, summt sie, Und wie sie uns heute gesagt hat, um ihre eigene Angst auch etwas zu beruhigen, mhm summt sie Auszüge aus dem Album, Music for Airports von Brian Eno.

Mit seiner Einverständniserklärung. Er fand die Idee glaube ich ziemlich toll. Ja ja. Und schafft so quasi wie Tom das immer sagt, eigentlich ist es das aktuellste Denkmal, das aktuellste was Berlin eigentlich hat. Ja, Tegel. Ja. Der eben kein Flughafen mehr ist. Fast alles Wissensarbeit ist sehr komisch, lustig, aber auch melancholisch und gedenkend.

Und ja diese Art Kunstwerk erinnert an einen Luftrahmen, in dem es keine Flugzeuge mehr gibt und sein Titel ist. Und äh dieses falsche Wort äh müssen wir, Und wenigstens drei äh verschiedene nehmen. Er bedeutet Luft natürlich. Sie fliegt durch den Luft, aber er ist auch die äh singische Wort vor Radiofrequenz.

You're on air. Wir sind jetzt on air und das ist auch keine, Im musikalische operatische Antwort. Ja ein Aria, sie singt seine Arie für eine melancholische Ariefe für, Im zweiten Raum, wir sehen zwölf Monitore mit Fußballspielen, erklärt mir doch einmal den Zusammenhang dieser Arbeit mit Holding Pattern. Na ja, da geht's halt eher um Bewegungsmuster, Das ist eine Arbeit von Haro und Faroki. Haron Faroki war ein sehr wichtiger, experimenteller Filmemacher, der sehr früh eben sich mit Themen beschäftigt hat, die erst später so in ihrer ganzen Tragweite so verstanden werden.

Der hat 2006 bei der Fußballweltmeisterschaft das Endspiel, das Finale im Olympiastadion in Berlin, dokumentiert er in dieser Arbeit. Das ist eine zwölf Kanal Videoinstallation und wir sehen, Dieses Finale der Fußballweltmeisterschaft 2006 aus 12 unterschiedlichen Perspektiven. Und das ist eine synchronisierte Videoinstallation, das heißt, wir sehen die Bewegung auf dem Spielfeld und wir sehen aber, was parallel dann in der Polizeikamera passiert. Wir hören parallel, was in diesem Moment genau, Die Anweisungen an die Kameraleute sind jetzt bitte die Kamera auf Claudia Schiffer. Jetzt bitte die Kamera auf Bertelsconi.

Oder auf Bill Clinton und so weiter. Also der beste Name von Palace Gonny. Er sagt nur, oh diese italienische Präsident jetzt dieser italienische Präsident bitte, okay. Also wir sehen einerseits diese Bewegungsmuster auf dem Spielfeld, die in Echtzeit von Software analysiert werden. Das ist echt faszinierend. Das die Arbeit ist ja jetzt fast 20 Jahre alt.

Und 206 gab es bereits künstliche Intelligenz, die automatisch den Spielverlauf beschreibt. Für Wetten oder was? Wettbüros. Mhm. Ja. Ja aber auch fürs Strategie zum Spinnennetze mit die Vektoren, ja? Genau und das sind diese Bewegungsmuster, die dann auch auf diesen Monitoren visuell dargestellt werden.

Wer hat den Ball, was sind die Optionen und so weiter und was Herren Frau Rocky macht, der konzentriert sich nicht nur auf die Bewegungsmuster auf dem Spielfeld, sondern. Es geht ihm um das Gesamtevent und er schaut sich die Muster, die Bewegungsmuster an, die sozusagen um das Olympiastadium auch die Vögeln über die Stadion im Luft und ja? Genau, die Bewegungsmuster der Vögel, aber auch natürlich die, Bewegungsmuster von unterschiedlichen Akteuren, um dieses Event herum. Und es ist eigentlich auch so eine, Fast eine Metapher auf die auf die Gesellschaft. Mhm. Ja. Und der Titel Deep Play, das stammt aus, ein SAY, Anthropologe Cliff Its und schreibt über HNN, Kämpfer in Bali, die Hähnen kämpfen mit Messer zum Tod und die Leute wetten, sie wetten.

Viel zu viel. Sie gehen zu tief, zu Deep. Deep play und laut get dieser Hahnenkämpf ist ein, perfekt Modell für aller Kunst aller westliche Kunst auch. Es ist nicht dein Oh eine Darstellung von Gesellschaft, aber es schafft die Gesellschaft. Das organisiert die äh gesellschaftliche Ordnung und so weiter. Ja? Im dritten Raum, Sinnlich. Auf der einen Seite sehen wir zwei große Monitore, raumgroß, mit Farngebilden auf der einen Seite und auf der anderen Seite.

Sehen wir Musterformen gefüllt mit Wortelementen, Und wunderschöne Gesänge, Stimmen, Frauenstimmen. Das ist die Arbeit von Elisabeth Price und es sind Auszüge aus Slow Dance und in dieser Arbeit geht es um das Thema Bergbau, Also Ausgangspunkt ist das Thema Bergbau. Auch ein wichtiges Thema, so wie das Thema Fußball, ne, für den Kontext, Ruhrgebiet das ist ganz schön, dass die Ausstellung auch eben sich mit diesen Themen beschäftigt und Elizabeth Price baut eine unglaublich, Faszinierende spekulative Erzählungen eigentlich auf der Geschichte, stillgelegten Bergwerke auf, also auch in Nordengland sind ja die Bergwerke geschlossen und stillgelegt, so wie hier im Ruhrgebiet. 2018 hat ja die letzte Zeche, ich glaube, es war Auguste Viktoria hat zugemacht in Mahl und die Künstlerin

behauptet nun in dieser Arbeit, dass es so eine Geheimgesellschaft von Frauen gibt, die unter Tage. Ach ja, eine eine geheime Botschaft. Geheime Botschaften nicht wurzelig sind, sondern also Gesänge, die nicht aus Wörtern bestehen müssten von, muss dann Frequenzen und so weiter und dass sie unter anderem auch und das finde ich besonders faszinierend dass sie über die Muster ihrer Kleidung ja. Kommunizieren. Auch das ist eine Geheimsprache. Mhm. Und ich finde das total faszinierend. Also das quasi Damenmode Die ja erstmal die unter uns vielleicht eher so als komplett unpolitisch gilt. Das ist sozusagen sie liest es als dass es ein Medium, Der geheim Kommunikation. Ah das genau. Wie Krawatten. Genau, genau. Dazu hat sie übrigens auch eine Arbeit gemacht. Und und äh Lesbefahrtsheiler, Andrah.

Gemacht, was nicht in dieser Ausstellung ist, aber eine sie erklärt, wie die Geschichte von textilen Fabriken. Wirklich die Ursprung von Computers ist. Digitale Systeme erfunden von und das war für Fabrikmaschinen, Textilmaschinen und Computers sind nur die dritte oder vierte oder fünfte Generation von diese Frauen äh Damen oder ist sehr wichtig in diesem diese Genealogie auch und das ist wichtig für für Elisa of Price. Ich äh was du jetzt gerade gesagt hast, also dass man quasi die Geschichte der Computer eigentlich bis zu diesen Webstühlen und diesen Lochkarten ne für die Webstille zurückverfolgen kann.

Das ist übrigens etwas, das finde ich total faszinierend. Es gibt da im Deutschen den Begriff der Medienarchäologie. Dafür. Den hatte eigentlich Siegfried Selinsky geprägt. Ich finde den total faszinierend, also dass dass man schaut, diese neuen Medien oder Technologien, die sind nicht einfach da, sondern die kommen irgendwo her.

Die haben teilweise eine ganz lange Geschichte, die natürlich eine analoge Geschichte ist. Ich persönlich finde das höchst spannend und interessant, Analog finde ich ein super Stichwort. Denn nun stehen wir vor einem Werk das ist analog. Ein Buch, Eigengewehr, wenn ich's denn richtig ausspreche. Bei dir ein bisschen besser. Der Künstler äh auch er lebte, Internet des Stockholmer Königspalastes und erkannte jeden Tag die Wach Ablösung hören und er war anarkiste, Dichter, Antimilitarist, also hasster er dieser Befehl, diese Lat, aber er war auch Dichter Luxusdichte, also liebt er diese diese Erkannte ein gutes Stück gefundener Poesie.

Wenn er es hörte. Also hatte entschieden, diese zwei wo sind ihre, was äh zu den Waffen bedeutet, fast was. Präsentiert das Gewehr. Was schrieb der Cobra zum Soldaten? Nun sagen sie, die machen ein und. Er hat es nur einmal gedrückt über 64 Seiten. Also es gibt einunddreißigtausend, Sechshundertachtzig, Ih. Nebeneinander wie Soldaten und dann ein einziges und dann sechsundsechzigtausendfünfhundertsechsundfünfzig, mal A, Aha. Also Ä. Ey. Unter allein. Oh. Am Ende ein einziges. Oh. Am Ende. Und er sah diese diese Kunstwerk aus.

Avon gardies T-Shirt aber auch aus Poesie. Gesprochen werden kann und auch aus Kochiographische Portiteur, was interpretiert, würden könnte und in Oslo haben wir eine Coreografin eingeladet, es zu interpretieren und wir hatten Tanzern, die ever körperlich performiert haben jetzt Tag. Und das hat natürlich dort total Sinn gemacht, weil der Königspalast, Um die Ecke oder neben dem und da auch jeden Tag um 12 diese Wachablösung stattfindet Ja und wir haben gleichzeitig gemacht war in, Genau, genau unterlasst. Das hat in Dortmund nicht so viel Sinn gemacht, weil wir hier keinen Königspalast haben und keine Wachablösung.

Und ich denke auch so ein bisschen an Susan Philippsarbeit. Ihr sprach eben von Arie, der Lüfte. Ja. Absolut. Und Gewehr. Ja. Ein da ein Befehl, ein ein Sammlungsanruf fast fast nicht sinnlich ist und zwischen Signal und Lärm und ja, absolut und sag mal, hatte Oko-Hodell irgendeinen Bezug zum Fliegen? Ah ja, er war Pilot, aber er wollte Kampfpilot werden, aber bei seinem ersten Flug stürzte er ab und sein ersten Flug war seinen letzten auch.

Ja also äh er hat viel mit Flugzeuge viel von Flugzeuge geprägt. Im nächsten Raum sind wir in dem von dir schon besprochenen Raum Stefan Panhans und Andrea Winkler. Wir sehen menschliche Avatare, recht dunkel. Viele Requisiten. Wir sehen eine Art Boxring. Wir sehen einen Turnschuh. Wir sehen Absperrsäulen, Absperrbänder, Ich vermute, dass es keine das Hauses sind, um etwas abzusperren, sondern Teil der Installation und wir sehen eben dieses riesengroße Video. Vielleicht kommen wir ja noch zwei, drei Sätze zu dieser Arbeit von den beiden Künstlern aus Hamburg und Berlin erzählen.

Ja, ich fange gerne an, diese Arbeit, die hatte Tom in der Einzelausstellung von Stefan Pannatz und Andrea Winkler Im KV gesehen zweitausendeinundzwanzig und ihr habt euch dann daraufhin entschieden, diese Arbeit in die Ausstellung Holding Pettern zu übernehmen. Es ist ganz schön. Es ist sozusagen diese Arbeit kehrt jetzt zurück wie in so einer Art Schleife in unseren Ausstellungsraum. Das war das Absicht. Nee, nee, nee, das war alles nicht so geplant. Also manchmal gut kann man, dann vielleicht solche Muster erkennen. Schön. Aber also sie ist jetzt in einer größeren Fassung, in einer aktualisierten Fassung bei uns zu sehen und Ausgangspunkt ist die Version des Computerspiels Grand Stefft Auto.

Das ist ein Computerspiel, wo es um äh Autoklau und Gewalt geht. Und dieser FreeRow-Modus, der erlaubt ist einem sozusagen aus der Spielhandlung, quasi auszutreten und den Raum frei zu erkunden. Free Roam is to Romaround, ja also sozusagen erkunden ähm ohne Narrativ, genau. Und Winkler, Interessieren sich eben in ihrer Arbeit. Sie haben mit Tänzerinnen und Tänzern und Schauspielerinnen und Schauspielern gearbeitet, die eben diese Spielfiguren Die Bewegungen dieser Spielfiguren, die Bewegungsmuster.

Die fehlerhaften diese Avatare übernehmen als so eine Art Skript, Und nachtanzen oder nachstellen und da ist eben das Interessante, dass natürlich die Avatare selbst, die versuchen schon so auszusehen wie Menschen, Und jetzt versuchen Menschen wieder sozusagen Avatare zu imitieren, die Menschen imitieren.

So und da entstehen halt sehr, sehr komplexe Schleifen, die sich quasi immer so weiter hoch kreisen oder fortschreiben, wo eben auch die Frage ist, wer kontrolliert diese Spielfigur? Es ist auch ein wenig Angst vor, Ich würde nicht sagen, Angst vor KI, aber immer wieder diese Frage zu stellen, wer bestimmt eigentlich und wer hat Interesse daran, an welchen Entscheidungen, Das ist, glaube ich, eine Frage, die auch mich durchgehend interessiert.

Also wessen Interesse werden durch pseudoneutrale Entscheidungen ne, KI ist ja nichts Neutrales, ist kein neutrales Instrument oder Hilfsmittel. Werden bedient. Und ich glaube, Sie fragen auch, ob Ossi setzten, sich, auf sein anderem mit der Frage, ob ein Glitsch eine Fehler eine Art von Resistenz sein kann ein Symptome eine Freude, etwas, was nicht erlaubt ist oder was nicht passen sollte, ein Gletscher, ein Moment, was nicht in, ist nicht nur in Bissing mit KI, aber in unserem Generale, analog Label auch. Es ist eine knapp 16-minütige Arbeit und.

Mich haben ein wenig diese ausdruckslosen Blicke, der ja doch realen Menschen festgehalten, Mich haben auch die Bewegungen in der eigentlichen Nichtbewegung fasziniert, als du die Arbeit das erste Mal gesehen hast, natürlich in etwas kleinerer Form. Was war der Moment, der dich geparkt hat? Ja, diese Momente sind wie die Figuren bewegen sich, und das war so ästhetisch, das war fast ein Balais oder Tanz aber so, Unheimlich, Wie in Hoffmann, wenn er ähm diese Marionetten oder Puppen beschreibt, das ist die gleiche Art von unheimlichkeit, etwas, was menschlich ist, aber auch nicht und dann sind wir echt Menschen auch maginistisch. Das ist ganz unheimlich.

Sind wir Puppen oder Spielfiguren? Ja. Von wem? Äh für mich hat die Arbeit auch was durchaus melancholisches. Mhm. Gerade diese Szenen, wo wir diese Tänzerinnen und Tänzer haben oder Schauspieler, Schauspielerinnen, die so ganz dicht voreinander stehen. Und die sich aber nicht sehen und die sich auch nicht berühren. Ja. Und die können nicht zueinander, ja diese Blicke, ich habe da eben noch mal drauf geachtet, weil die beiden Künstler da auch noch mal drauf hingewiesen haben, es war auch eine große Herausforderung sozusagen mit diesem leeren Blicken, die gucken sich auch nicht an.

Die gucken aber eigentlich nur in sich selber rein. Ob sie, schon tot. Sie haben zu vielen letztes Jahr im Achimbad die Zombie-Filmen. Die Leute sind sind tot, sie sie wiederholen, sie nachholen ihre, täglicher Bewegungen. Mhm. Aber, Wie so eine Art Nachhall eigentlich, ne? Ja. Ja. Durch die Kameraführung noch unterstrichen. Ja, die Kameraführung ist eine ganz besondere, also die Kameraführung in Computerspielen ist ja so eine körperlose Kamera, das heißt äh oft, Man kann auch Kameras wechseln, das weiß ich, aber es gibt ja diese diese ganz typische Kameraführung, wo, Die Kamera immer hinter dem Avatar ist, der den man gerade spielt. Das heißt, die Kamera guckt immer, man sieht denen immer den Hinterkopf von dem Avatar und das imoliert diese,

Kamerafrau, die das aufgenommen hat, so perfekt. Oh Gott, hier muss ja Muskelkater die Hand krassesten Muskelkater gehabt. Also die die warnes Daddy Cam, ja. Und ich finde diese Episode, also da ist mir erst mal von erzählt haben, ich musste so lachen, aber ich dachte so, das ist wirklich perfekt emuliert.

Gibt es denn auch ein Buch, das du geschrieben hast, das du sofort in Bezug setzen konntest zu dieser Arbeit? Ah ja, romainter, 18 haben Millionen. Die Leute bewegen sich in sind alle kontrolliert, der Held oder Anti besahlt viel Geld, so dass die Leute wie Avatoren sich. Befähigen und dann äh will das besondere Situationen sehen, 20, 30 Mal wiederholt werden und diese Situationen am Anfang sind sie, alltäglich, aber sie werden mehr und mehr gewaltig, er nannte das Buchs und äh ja also es hat viele sehr starke Werbindungen mit Steffen einer Interessesarbeit ja. Im letzten Raum, Das letzte Werk hat ganz viel mit Musik zu tun.

Es ist ein sechsstündiger Loop, so viel vergreife ich schon mal vorweg. Und ich habe irgendwie den Eindruck, dass, bei kuratieren diese Ausstellung, Natürlich Literatur 1 der bestimmenden Themen war aber auch Musik. Mhm. Es geht akustisch zu, von einer Area geht es in die nächste, Erzähl doch mal ein bisschen, was es mit dieser Arbeit auf sich hat und warum bei der gesamten Ausstellung die Musik Einleitthema ist. Musik hat auch Muster, ne.

Und äh auch Loops. Und äh Arbeit von geht um Jazz und Funk. Was Besonderes, Lüping-Schleifweg ist. Ja es geht da um einen Aufnahmestudio. Du hast Street. Street in New York genau, was einfach eine sehr, sehr große Bedeutung hatte in der Zeit, in der es existierte. Da haben Leute wie Miles Davis da haben sich auch viele quasi Bürgerrechtlerinnen, Bürgerrechtler getroffen. Das war wirklich so ein Treffpunkt für schwarze Menschen in USA.

Und Stan Douglas lässt uns quasi teilnehmen an so einer langen, Ja es ist unglaublich. Und wir haben den Raum, in dem man sich befindet mit den Sofas, die da sind und den den ist eben auch so ausgestattet, dass man das Gefühl hat, man ist selber Teil dieser Jam-Session und man sitzt wie so ein Groupie, was auch auftaucht in dem Film. Man sitzt so dabei, äh man sieht auch eben Groupies, Techniker, Fotografen. Das ist alles komplett gestaged.

Und man hat aber das Gefühl, man ist bei diesem Event live dabei. Was ist noch ein Sammlungsanruf? Ein etwas, zum zum Bewegung oder Präsenz. Genau und ich persönlich bin überhaupt kein Jazz oder Funk. Fan, aber äh ich bin total fasziniert von dieser Arbeit, weil man wirklich in diesen Flow reinkommt, ja.

Da kann man locker mal sechs Stunden verbringen ja ja. Wenn man mal einen freien Tag hat. Und in in Oslo haben Leute getanzt auch and äh and äh in Galerie, ja. Das war doch eben auch ganz süß. Da waren doch Kinder, die zu der von Pans und Winkler Sie haben die Bewegung nachgeholt, die Kinder. Du hast doch eben gesagt, ist dein Douglas ist einer der bedeutendsten Medienkünstler. Warum? Na ja, der ist einfach seit über 30 Jahren dabei, der hat sehr sehr große Arbeiten gemacht äh hat jetzt 2022 auch Kanada auf der Biennale in Venedig vertreten und der ist einfach einer der wichtigsten heute noch Lebenden Video- und Medienkünstler und es ist ein totaler Perfektionist, Das heißt, alles das, was wir in dem Video sehen, da wird nichts dem Zufall überlassen.

Es ist alles geskriptet und inszeniert. Es sind schon, es sind echte Musiker, auch hochprofessionelle Musikerinnen und Musiker, die man dort sieht. Also hier eine Schlagzeugerin, Rassisten, Gitarristen und so weiter, Man hat das Gefühl, man ist bei etwas dabei, was aber so nie stattgefunden hat. Ein Event, was which never happened, ja? The record diven event, the never happen. The record of and event that ever happen. Sehr schön. Und wir haben bei Brodi, Brodi ist der der Techniker, der hier war zum Aufbau und noch mal genauer nachgeforscht, wie er das genau produziert hat, weil das Interessante ist eben, es gibt Schleifen und Wiederholungen, in der Arbeit über die gesamten sechs Stunden, aber wir haben nie dieselbe Perspektive. Wie hat er das gemacht?

Eigentlich gibt es nur zwei Stunden, Insgesamt Rohmaterial daraus quasi eine Schleife oder ein ein Werk, was sich sechs Stunden lang, wo sich die Bilder nicht wiederholen ist meine kleine Denksportaufgabe. Nicht mit Mathe umgehen. Schon seit einigen Jahren arbeitet ihr zusammen mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Punk West. Auch Diese Ausstellung wird durch die Spardariftung unterstützt. Was macht diese Zusammenarbeit so besonders? Es ist toll, dass die Sparda-Stiftung sozusagen, Solche Projekte unterstützt. Es gibt die Publikationen, die in Oslo erschienen ist und in der Publikation steht hinten drin, dass die Ausstellung eigentlich 2024 hätte stattfinden sollen im HMKV Wir haben jetzt offensichtlich 2025 und das hat einfach damit zu tun gehabt, dass wir damals nicht genug Förderung,

zusammenbekommen haben. Es war aber nicht die Sparerstiftung, sondern damals hatten wir anderswo Anträge gestellt und haben dann, Weise jetzt durch diese Forderung eben diese Ausstellung machen können und das ist eine großartige Unterstützung von. Zeitgenossischer Kunst oder auch für die Präsentation von zeitgenössischer Kunst.

Genau und das ist eine wiederholte Zusammenarbeit. Die Ausstellung die hatte auch einen sehr langen Titel, we gro gro gro and this is our show von Jana Karimmastolzer und Lex Rücken wurde auch schon von der Stiftung unterstützt und das hat sich einfach zu einer sehr sehr, vertrauensvollen Zusammenarbeit entwickelt und das ist schön zu sehen und das man fühlt sich sehr getragen. Jetzt weiß ich aus Erfahrung, dass die Sparda Stiftung nicht einfach hingeht und Geld gibt, sondern sie bringt die Gäste immer ein. Wird es ein besonderes Event geben?

Auf jeden Fall, es gibt die Sparernacht und da haben wir zwei tolle Musiker und Musikerinnen eingeladen. Einmal Dagobert und Linn und ich kann sie alle nur herzlich einladen uns mit in die Spardanacht zu begleiten. Am 23. Mai wird sie stattfinden in einer Woche. Ich freue mich schon sehr darauf. Gibt es noch weitere, Events, auf die du gerne hinweist. Oh ja, wir haben ein sehr umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Das ist auch bei uns auf der Website zu sehen. Wir haben viele Führungen, wir haben Workshops auch für unterschiedliche Generationen, und wir haben diesmal ein super, tolles Filmprogramm mit Filmen von Harun Faroki, 31 Filme von Harn Faroki, ein äh Filmprogramm, mit vielen Schätzen aus dem Archiv von Harun Faroki, was zusammengestellt wurde von Antje Ehmann, das ist die Nachlassverwalterin von Harun Faroki und das wird im Sweet Sixteen im Depot

stattfinden hier in Dortmund. Und eine abschließende Frage habe ich noch. Was verbindet ihr mit Leichtigkeit in der Kunst? Leichtigkeit. Lightness. Hm. Vielleicht wie Rauch, es ist die Deutung von Kunst. Es ist schwer zu fassen. Wie sagt na ist aber schwer zu fassen. Und das ist ein eine Art von Leichtigkeit vielleicht. Ja für mich hat's glaube ich eher damit zu tun, dass die Kunst so einen Raum aufmacht, wo man nicht direkt produktiv sein muss.

Oder so, ne, wo man direkt so optimiert wird auf irgendwas, sondern wo man Zeit und Raum hat quasi seine eigenen Gedanken, sich entwickeln zu lassen oder auch mal anders zu denken. Das hat für mich, Durchaus was mit Leichtigkeit zu tun. Also man kriegt selbst so eine gewisse Leichtigkeit, Weil man einen Raum betritt, der nicht direkt von oder Nutzinteressen oder so was äh durchzogen ist, wie die meisten anderen Räume in unserer, Gesellschaft. Liebe Inke, lieber Tom, vielen vielen Dank, dass ihr euch hier so habt. Es war toll, euch kennenzulernen und, ganz und gar nicht nach Warteschleife an, sondern ich hätte gerne ein endloses Gefühl mit euch. Vielen Dank. Dankeschön.

Das war's für heute. Die nächste Folge erscheint in einer Woche und um sie nicht zu verpassen, folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner Podca, Wenn dir diese Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlasse doch gerne fünf Sternchen sowie eine wohlgesonnene Bewertung, Ich freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich auch weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartnerinnen, dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der Kunst nutzen oder eine E-Mail an folgende Adresse schreiben, Die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Danke fürs Zuhören und tschüss bis zum nächsten Mal. Deine.

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