Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 214

Kunstmuseen Krefeld – Die Bar

Freitag, 23. August 2024 · 1 h 24

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Shownotes

Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst

Kunstmuseen Krefeld – Die Bar | Katia Baudin, Magdalena Holzhey, Sylvia Martin & Liora Epstein

Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Eine Bar ist ein sozialer Ort. Ein Ort für beiläufige Gespräche, für Beobachtungen, für das, was zwischen zwei Sätzen hängen bleibt. Sie ist Bühne und Rückzugsraum zugleich. Und sie ist ein Raum, in dem Rollen sich verschieben können: Wer zuhört, wird Teil der Situation. Wer spricht, erzählt oft mehr als geplant. Genau diese Idee steht im Zentrum dieser Folge – und führt ins Kaiser Wilhelm Museum der Kunstmuseen Krefeld.

Unter dem Titel „Die Bar“ wird dort ein künstlerisches Format vorgestellt, das Kunstwerk und sozialen Raum miteinander verbindet. Es geht um Begegnung, um Atmosphäre und um die Frage, wie sich ein Museum anfühlen kann, wenn es nicht nur betrachtet wird, sondern wenn man sich in ihm bewegt, verweilt, spricht, zuhört.

Zu Gast ist Katia Baudin, Direktorin der Kunstmuseen Krefeld. Gemeinsam mit den Kuratorinnen Dr. Magdalena Holzhey und Dr. Sylvia Martin spricht sie über die Ausstellung, über kuratorische Entscheidungen und über das Potenzial, einen scheinbar alltäglichen Ort wie eine Bar als künstlerische Struktur ernst zu nehmen. Ergänzt wird das Gespräch durch die Perspektive der Künstlerin Liora Epstein, die Einblick in ihre Arbeit und ihre Denkweise gibt.

Kunstmuseen Krefeld: Ein Museum als sozialer Raum

Im Gespräch wird deutlich, wie sehr sich die Rolle von Museen verändert hat. Das Museum ist längst nicht mehr nur ein Ort, an dem Kunst „aufbewahrt“ wird. Es ist ein Ort, an dem Öffentlichkeit entsteht – und an dem sich entscheidet, wer sich angesprochen fühlt und wer nicht.

Die Kunstmuseen Krefeld verhandeln diese Frage in der Folge nicht abstrakt, sondern ganz konkret: über Räume, über Formate, über Situationen. „Die Bar“ wird dabei als künstlerischer Ansatz beschrieben, der Nähe ermöglicht, ohne Inhalte zu vereinfachen.

Die Bar: Kunstwerk, Situation, Begegnung

Was passiert, wenn eine Bar im Museum nicht Dekoration ist, sondern Teil eines künstlerischen Konzepts? Wenn Gespräche, Blickwechsel und das Verweilen selbst zur Form werden? „Die Bar“ wird in dieser Episode als Ort beschrieben, der fiktive und reale Ebenen miteinander verschränkt: eine Situation, die sich wie Alltag anfühlt und zugleich als künstlerische Setzung funktioniert.

Die Folge zeigt, wie stark Kunst über Situationen wirken kann – und wie sehr es dabei auf Details ankommt: Licht, Rhythmus, Sprache, die Art, wie Menschen sich zueinander verhalten. Die Bar wird so zu einem Ort, an dem Beobachtung möglich wird. Nicht als Interpretation, sondern als Wahrnehmung.

Kuratorische Perspektiven: Warum dieses Format jetzt?

Dr. Magdalena Holzhey und Dr. Sylvia Martin sprechen über die kuratorische Seite des Projekts. Es geht um Entscheidungen: Wie wird ein solches Format im Museum verankert? Welche Rolle spielt Vermittlung? Und wie gelingt es, einen Raum zu schaffen, der offen ist – ohne beliebig zu werden?

Dabei wird sichtbar, dass „Die Bar“ auch ein Kommentar zur Gegenwart ist: In einer Zeit, in der Begegnung oft beschleunigt oder digitalisiert ist, wirkt ein Ort, an dem man bleiben darf, wie eine bewusste Setzung.

Liora Epstein: Künstlerische Praxis und Alltagssprache

Mit Liora Epstein kommt eine künstlerische Perspektive hinzu, die den Blick auf die Bar als Arbeitsfeld erweitert. Im Gespräch geht es um künstlerische Entscheidungen, um Materialität und um die Frage, wie sich ein Werk im Raum verhält – und wie sehr es davon abhängt, wie Menschen sich darin bewegen.

Die Folge zeigt damit auch: Dreidimensionale Kunst ist heute häufig nicht nur Form. Sie ist Situation. Sie ist eine Einladung, anders zu schauen – und manchmal auch anders miteinander zu sprechen.

Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die Türen öffnen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. „Die Bar“ in den Kunstmuseen Krefeld ist ein Beispiel für diese Form von Unterstützung: ein Projekt, das Kunst als soziale Erfahrung ernst nimmt und neue Zugänge ermöglicht.

Themen dieser FolgeKunstmuseen Krefeld · Kaiser Wilhelm Museum · Die Bar · kuratorische Praxis · Museum als sozialer Ort · zeitgenössische Kunst · Liora Epstein · kulturelle Teilhabe

GästeKatia Baudin · Direktorin Kunstmuseen KrefeldDr. Magdalena Holzhey · KuratorinDr. Sylvia Martin · KuratorinLiora Epstein · Künstlerin

Links & CreditsKunstmuseen Krefeld (kunstmuseenkrefeld.de/de) ·Liora Epstein (lioraepstein.com) · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West (stiftung-sparda-west.de)

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Der Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst erscheint seit 2020 kostenfrei auf allen gängigen Plattformen:

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Weitere Gespräche aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West versammeln sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst. (dieleichtigkeitderkunst.de/category/sparda-sti…)Anknüpfend dazu: Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen (dieleichtigkeitderkunst.de/palastrauschen-kuns…) über Museum, Nacht und Öffentlichkeit · Museum Folkwang – Neue Welten (dieleichtigkeitderkunst.de/museum-folkwang)über Sammlung und Gegenwart · Lehmbruck Museum – Skulptur, Plastik oder Objekt? (dieleichtigkeitderkunst.de/lehmbruck-museum) über Raum, Material und Wahrnehmung.

TextsignaturDiese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden. Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Music. Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst. Mein Name ist Claudia Linzel Und ich freue mich sehr, dank dieses Podcasts auf spannende Menschen der deutschsprachigen Kunst und Kulturszene zu treffen, Stellt euch vor, ihr steht an einer Bar Auf dem Tresen seht ihr diverse Aperitivs. Das Licht ist gedämpft und an euer Ohr dringt ein Konglomerat aus sanftem Stimmengewirr, Musik von Frank Sinatra aus einem Kassettenrecorder, um euch herum sitzen verschiedene Charaktere. Vielleicht eine Künstlerin, die in ihre Skizzen vertieft ist, Kuratorinnen, die von ihrer letzten Ausstellung erzählen, sowie eine Direktorin, die über die neuesten Entwicklungen im Museum nachdenkt,

jeder bringt seine eigenen Perspektiven mit und erzählt seine Geschichte und es braucht nur eine Person, die, Was denkt ihr? Welche verborgenen Gedanken könnten diese Personen haben? Welche Beobachtungen machen sie? Welche Geschichten könnten sie erzählen. Welche Ereignisse spielen sich noch an beziehungsweise in dieser Bar ab? Und welche Geheimnisse verbergen sich hinter den Gesprächen und Begegnungen?

Werden diese gar in einem Tagebuch verewigt? Die Bar, ein sozialer Ort, an dem der fiktive und der reale Raum miteinander verschmilzt, neuen Perspektiven eröffnen sich hier auf alltägliche Begegnungen und Interaktionen. Die Bar, also fast schon ein Kunstraum, betrachten wir sie doch daher einmal künstlerisch und zwar im Kaiser Wilhelm Museum in Kre.

Hier wird dank der Unterstützung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West und unter dem Titel Die Bar, ein faszinierendes Zusammenspiel von Kunstwerk und sozialem Ort präsentiert, Wie das gelingt, erfahren wir von Katja Baudon Direktoren der Kunstmuseein Krefeld, den Kurator innen Doktor Sylvia Martin und Doktor Magdalena Holzei sowie von der Künstlerin Leora Eppstein, Doch bevor wir hier an der Bar, eigentlich nicht sagen, vor sacken möchte ich erst euch und eure Geschichten kennenlernen, erzählt mir von eurem Weg zur Kunst liebe Katja, darf ich dir das Mikrofon überreichen und du verrätst uns, wie du zur Kunst gekommen bist von New York nach Krefeld?

Ja erstmal schönen guten Tag. Es freut mich sehr, dass du heute gekommen bist und dass wir dieses schöne Bargespräch führen dürfen mit dir. Ja, der Weg von New York bis Krefeld lief auch über. Paris, Dünkirchen, Straßburg und Köln und ja, ich ich leite jetzt seit 216 die 3 Spielstätte Hier in Krefeld von den Kunstmuseum Krefeld und wir befinden uns jetzt grade im Kaiser Wille Museum. Du hast lange in New York gelebt, sicherlich geprägt von ganz viel Kunst. Was war so dein Schlüsselmoment, dass du dir überlegt ich möchte in der beruflich tätig werden. Ja also ich muss sagen, das war natürlich eine große Chance in der Nähe von New York aufzuwachsen und in einer Familie, die auch sehr kulturaffin ist. Meine Mutter,

ist ja selbst Konzistorikerin und so äh seit ich sehr jung war, hat sie, mitgeschleppt in Ausstellung, eine Matsche Politin Museum of Art oder Muma und ja das war wirklich alles sehr sehr inspirierend ich habe dann allerdings als Universitätsstudium den Schwerpunkt den BWL gehabt, internationale Betriebswirtschaft und eben mit Nebenfach in Kunstgeschichte und dann sah ich, wieso die Museumswelt sich doch ein bisschen änderte, das war so Ende der achtziger Jahre, als Tames auch Direktor wurde in Guggenheim und der auch so ein Kur hatte. Ne, das war damals total unüblich. Ich meine, die meisten Museumsdirektoren, wenn nicht alle, waren promovierter Kunsthistoriker und plötzlich kam jemand auch mit so einem betriebswirtschaftlichen.

Denken und Erfahrungen. Ja und das hat mich dann natürlich auch angespornt. Ja, vielleicht bin ich doch auf die richtige Richtung. Vielleicht kann's doch helfen, diese Hintergrundskenntnisse und nach meinem Studium und Praktika ist auch in dem Bereich habe ich dann, erst in Deutschland in Saarbrücken und dann eben in Paris, drei Jahre lang wirklich in Unternehmen gearbeitet, also in der Marktforschung und in der Unternehmensberatung auf der strategischen Ebene.

Bevor ich dann meinen Masters in Paris an Dessau-Bonn in Kunstgeschichte gemacht habe und dann wirklich den Sprung in der Museumswelt gewagt habe. Aber ich muss sagen bis heute waren diese Berufserfahrungen am Anfang wie auch diesen Studiengang in BWL hilfreich. Also die haben mich doch geholfen, besonders wenn man in eine Direktorenfunktion ist, ne, weil Der Ansatz ist schon etwas anders, als wenn man ein Kurator ist oder in einem von den Abteilungen.

Und jetzt bist du seit 2016 Direktorin hier in den Kunstmuseen Krefeld im Jahr 2022 wurden dann die Kunstmuseen Krefeld als das Museum des Jahres ausgezeichnet das Museum des Jahres in Deutschland ausgezeichnet, sicherlich die Ehrung, die ein Museum überhaupt nur bekommen kann. Das musst du für dich ein ganz besonderer Moment gewesen sein. Ja, also ich muss sagen, für mich aber auch für das gesamte Team, also wir waren wirklich überglücklich und das war für uns auch wunderbar zu sehen, dass das Programm, was wir hier unter meiner Leitung jetzt seit dem Herbst 2016 führen, dass das auch anerkannt wird in Krefeld, ich meine das kriegen wir ja sowieso mit durch die Besuch und die Reaktion von der Presse aber auch über Krefeld hinaus und eben auch von einem Fachpublikum, ne, von den

Kunstkritikern. Besonders weil eben als ich ankam, dass es auch einen von den einen von dieser Erfahrung in der Strategieberatung, ne, die mich sehr geprägt hat. Ich mag sehr gerne, Kontexte, wie man Situationen analysiert und dann wirklich über eine Positionierung sich Gedanken macht. Wie kann man ein Alleinstellungsmerkmal auch vielleicht stärken oder herauskitzeln, was wirklich besonders ist und das hatte mich ja sehr interessiert in Krefeld. Ich war ja davor am Museum Ludwig und Krefeld hat so eine lange reiche Geschichte und sich da irgendwie, Gedanken zu machen, wie kann man das Besondere DNA, Mehr im Vordergrund bringen und dass das auch anregt, sowohl die Geschichte, die besondere Geschichte,

wie die Aktualität von dieser historische Fragestellung neu zu beleuchten und das sind so Gedanken. Die sich in das ganze Programm sagen wir mal zusammengestrickt haben in allen drei Häusern, also im Kaiser Villa Museum, unser Haupthaus. Was ja frisch saniert ist seit 216 und dadurch auch wirklich als Haupthaus agieren kann.

Hier ist die Sammlung beheimatet und dann eben in den Zweiwillen Haus Langehaus ist das, die ja zu dem, Bauten in Deutschland sind, ne, von Miss Wanderrohr, Miss Wanderrohr war der letzte Direktor des Bauhauses und er ist ja hinterher nach Amerika gezogen und hat dort auch sehr viel hinterlassen, was auch die amerikanische Architekt Tour bis heute sehr stark aber eben hier in Krefeld hat er auch wichtige Spuren hinterlassen und die ganze Verbindung zwischen sagen wir mal Kunst und Alltag ne zwischen Bauhaus, die interdisziplinarität, wie Künstler, Designer, Architekten, sich Gedanken machen schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Werkbund beispielsweise wie können wir dazu beitragen, den Alltag aller Menschen.

Vielleicht zu verbessern oder das Produkt entwickelt werden, die auf unsere Bedürfnisse oder Wohnsituationen, die auf unsere Bedürfnisse auch agieren und positive Antworten entwickeln im Gestaltungssinne, Das sind sozusagen Fragen, die damals gestellt worden sind, wo unsere Museen von Anfang an eine wichtige Rolle gespielt haben, diese Fragen auch zu stellen und mögliche Antworten darauf zu geben.

Und darauf greifen wir jetzt wieder auf. Liebe Magdalena, Ich darf ja schon zum zweiten Mal Gast bei dir sein hier beim ersten Mal haben wir uns dank des wunderbaren Josef Preuß Podcasts kennengelernt, aber für all diejenigen, für die da schon so lange her ist, frisst doch noch mal grad die Erinnerung zu dir auf. Erzähl mir von deinem Weg zur Kunst Ja, liebe Claudia, ich freue mich auch sehr, dass wir jetzt zum zweiten Mal die Gelegenheit haben, miteinander zu sprechen, mein Weg zur Kunst Ich glaube, damals anlässlich des Joseph Beuys Podcast haben wir nur über den Weg zu Joseph Beuys gesprochen. Mein Weg zur Kunst kam, ich glaube in meiner Jugend durch Reisen, die ich unternommen habe, vor allem nach Italien. Das war so ein ganz intuitives Erlebnis, was ich dann.

Verfolgt habe und was mich dazu gebracht hat, Kunstgeschichte zu studieren, erstmal ganz klassisch, begonnen mit der alten Kunst und ich bin dann während des Studiums immer, immer moderner und immer zeitgenössischer geworden und bin jetzt seit 2014 an den Kunstmuseum Krefeld an diesem wunderbaren Haus mit vielen Möglichkeiten und drei Häusern die wir bespielen dürfen in einer großen Sammlung und einer langen Geschichte, also wirklich ein Haus mit ganz, ganz vielen Perspektiven und Möglichkeiten, Kuratorisch zu arbeiten und war vorher vor allem länger in Düsseldorf und während des Studiums in Berlin und in Italien und in Erlangen ja und in Düsseldorf dann längere Zeit an der, Kunsthalle Düsseldorf als Kuratorin und vorher an der Kunstsalon Nordrhein-Westfalen und habe dort im Bereich ja der moderne und der zeitgenössischen Kunst gearbeitet und das ist besonders schön hier in Krefeld, dass sich das so

gut verbinden lässt, also dass wir ja eigentlich mit unserer Sammlung, mit den Häusern und mit den Ausstellungen hier das Ganze. 20. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert abdecken und haben jetzt eben auch eine ganz junge Künstlerin eingeladen hier, die gerade ihren Abschluss an der Kunstakademie in Düsseldorf gemacht hat, in ihre erste Einzelausstellung zu zeigen.

Bin ich auch schon ganz gespannt erstmal dir herzlichen Glückwunsch zum zehnjährigen Jubiläum hier in diesem wunderbaren Haus oder Häusern viel mehr Liebe Lyora, jetzt haben wir's ja schon angedeutet Wir haben ja auch eine Künstlerin mit in dieser Gesprächsrunde sitzen. Magst du uns verraten, wie du zur Kunst gekommen bist, was dich so sehr begeistert?

Für Berufung gemacht hast? Ja, liebe Claudia, ich habe mir jetzt lange Gedanken darüber gemacht, seit wir uns hier getroffen haben, Ob ich jetzt entweder es romantisiere oder eine Lügengeschichte aus der oder einen Unfall suggeriere? Also kein Tagebuch der bösen Taten jetzt hier nee, also dann dachte ich ja, es ist ja auch genauso interessant, die Wahrheit zu sagen, wie es gekommen ist. Also ich hatte kein Interesse an der Kunst in der Schulzeit, überhaupt nicht und da hat das auch abgewählt, weil ich hab's nicht als sinnvoll erachtet und war eher auf Mathematik und Chemie spezialisiert und habe mich begeistert in Modedesign.

Meine Mutter hatte das zu ihren Lebzeiten gemacht. Sie war Schneiderin äh Modesignerin und irgendwann. Habe ich gemerkt, durch ein Praktikum, das mir das liegt, dass ich das gut kann, Vielleicht ist das Genetik, ich weiß es nicht, ob's äh so was vererbt wird und habe das zunächst studiert. Und irgendwann im Laufe dieses Studiums gemerkt, dass unglaublich hart war, aber auch kreativ und schön, dass ich, glaube ich, nicht in komplett da eingefangen sein kann. Ich habe in Düsseldorf das studiert und die Kunstakademie Düsseldorf ist sehr präsent. Also ich mir war immer bewusst, es existiert dieses Gebäude und es ist interessant und habe mich dort aufgehalten und kann man Kontakt mit verschiedenen Personen da, also ich habe gemerkt irgendwie, sie leben anders. Sie haben anscheinend mehr Zeit, also es schien mir so und haben nicht so viel Stress und irgendwie, ich glaube, sie leben ihr Leben anders und äh habe

eher so ein bemerkt, das existiert dann andere Seins-Form. Ich habe mich dafür interessiert, also wie sie für die Person, die dort gelebt hatten und habe angefangen, für sie Bekleidung herzustellen und meine Fashion-Show an der Mode-Akademie mit ihnen zu gestalten, die sie performen. Das Fashion Shooting auch, also irgendwie hatte mein Modestil mehr, Immer mehr Kunstaspekt bekommen auf so eine ganz natürliche, organische Weise. Also, Das ist, glaube ich, mein erster Kunstkontakt gewesen, dass ich merke, die Realität ist eine andere. Es es gibt einen anderen spürbaren Zustand im Alltag.

Durch Personen, die wissen, wie man diesen Alltag verändern kann und gestalten kann. Ja und da habe ich mich spontan an der Kunstakademie beworben und Wut genommen und dann habe ich, ganz spontan entschlossen, Kunst zu studieren, also zwei Wochen nach meinem Abschluss einer Modeschule. Und das ist irgendwie aufgegangen und dann ist so ein anderer Ball ins Rollen gegangen. Ich habe nicht geglaubt, dass ich Künstlerin werde. Ich es ist auch passiert. Also ich würde auch nicht sagen, ich mache Kunst, die nur Kunst als Orientierungsstelle hat, sondern ich orientiere mich auch an anderen Bereichen aus dem Leben, allen voran eben. Der Alltag und Modedesign und jetzt kommen mehr Aspekte auch dazu und dann ist dein Weg ja auch recht steil gegangen, du warst zum Beispiel Assistentin bei Andreas Schmitten. Ja genau, verschiedene Künstlerpersonen beeinflussen einen und auf jeden Fall war das eine eine sehr gute Erfahrung beim zu arbeiten und auch noch,

mit ihm ja ein gutes Verhältnis zu haben. Es ist was anderes, wenn ein Künstler natürlich etabliert ist, als wenn er oder sie auch für sich Kunst macht oder, nebenbei und das ist natürlich ein großes Benefit, wenn es aufgeht und weiterläuft. Liebe Silvia würden wir den Podcast im nächsten Jahr aufzeichnen, dann könnte ich dir schon zu 20 Jahre Kunstmuseum Krefeld gratulieren, aber dann im nächsten Jahr. Ja, was hat dich denn zur Kunst und zur Kultur gebracht, zur Kunst gebracht haben mich eigentlich Bücher, die ich, verschlungen habe als junge Frau sozusagen junges Mädchen äh noch während der Schulzeit habe ich eigentlich die Kunst über Bücher entdeckt.

Und dass man das auch tatsächlich studieren kann als Kunstgeschichte. Da bin ich tatsächlich dann auch in irgendeiner Form drauf gekommen und habe das dann tatsächlich auch in die Realität umgesetzt? Kennst du dich noch erinnern, welche Bücher dich damals begeistert haben? Ich weiß noch, dass ich einiges verschlungen habe. Es waren aber tatsächlich, wenn ich mich recht erinnere, es war eher die ältere Kunst. Also ich habe ja auch in Münster studiert und in Münster studiert. Man.

Eigentlich Renaissance, Barock viel und wenn man da in die Kunst nach 45 geht ich weiß nicht, wie's heute ist, aber damals war es eben so, nach 45 war nicht sehr viel los Und deswegen bin ich ja auch dann nach Köln gegangen und habe von Grävenitz in der Kunst nach 45 dann auch promoviert und schloss sich dann bei mir ein Volontariat im damals noch Kunstmuseum in Düsseldorf, was ja heute Kunstpalast ist, an, Und es gab da mehrere Steps, also in Düsseldorf am Museum und als freie Kuratorin dann auch tätig und bin aber relativ schnell dann auch hier in Krefeld, gelandet sozusagen und dadurch, dass dieser Ort einfach sehr, sehr spannend ist mit so unterschiedlichen, Häusern, also sprich den Mieswandervillen und dem Kaiser-Wilhelm-Museum und diese große Sammlung, die sehr, sehr viele unterschiedliche Aspekte hat und mit der wir ja jetzt.

Seit ein paar Jahren auch viel aktiver arbeiten wird's hier leider Gottes auch nie langweilig, sondern man hat eigentlich immer wieder etwas, wo man ansetzt, was man vorher nicht gemacht hat Und im Unterschied zur Universität sind wir ja auch ein ist das Museum oder die Kuratorische Arbeit auch so ausgerichtet, dass man immer wieder unterschiedliche Themen angeht und nicht im Grunde an einem Thema, über Jahre oder gar Jahrzehnte arbeitet und da ist eben Krefeld und die Sammlung ein wunderbarer Fundus.

Bist du hier stellvertretende Direktorin, ich glaube auch schon seit zweitausendfünf. Ja, ich musste in diese Rolle reinwachsen. Das ist ganz klar. Also ich war damals auch relativ jung und bin dann über die Jahre in diese auch durchaus verantwortungsbewusste Positionen da hineingewachsen, ja Also mir hat das Studio immer sehr viel Spaß gemacht und einfach immer weiter zu lernen und das auch nicht als Abgeschlossenheit zu begreifen, sondern es eigentlich immer wieder neue Dinge dazukommen. Und gerade jetzt ist ja aktuell auch eine sehr spannende Zeit, auch gerade im Museum. Also du hast ja gesagt, ich bin schon länger hier.

Und jetzt gerade habe ich das Gefühl, kommt so eine Welle, dass eben tatsächlich auch neue Aspe wieder in die Museumsarbeit reinfließen, sodass sich da auch einiges wieder verändert. Also es bleibt immer ganz spannend hier, was für Aspekte sind ja beispielsweise, Aspekte wie die Nachhaltigkeit in der eigenen Arbeit oder auch das Thema vom Dekolonisieren, was ja heute wesentlich präsenter ist als noch vor zehn, zwölf, 15 Jahren.

Also da tut sich sehr, sehr viel, dass man die eigene Arbeit stärker reflektiert und da neue Aspekt da reinkommen, dass man dann auch seine eigene Arbeit nochmal wieder neu befragt. Das ist ganz interessant. Und natürlich bleibt es immer spannend, weil immer wieder neue junge Künstler kommen und Künstlerinnen die Dinge anders sehen und wie sich das alles im Grunde genommen dann auch anschließt an Tradition, aber dann auch wieder mit neuen, Wegen in die Zukunft, das ist schon sehr, sehr spannend. Du sprachst eben an, die Themen verändern sich, zum Beispiel.

Das Dekolonialisieren. Da habt ihr natürlich auch einen ganz besonderen Namen. Kaiser-Wilhelm-Museum, ja genau. Also wir sind ja gegründet achtzehnhundertsiebenundneunzig, also um 9zehnhundert, das war die Zeit, die Kolonialzeit Deutschlands, Und genau deswegen muss man da auch tatsächlich genauer hinschauen und überlegen äh bei Stücken, die man jetzt schon jahrelang kennt, noch mal neu betrachten Und andere Fragen stellen und das ist eine spannende Herausforderung.

Wenn wir jetzt mal den Blick in die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Museums werfen. Ja, das Kaiser Wilhelm Museum wurde in 1897 gegründet, also das ist eine enorme Chance. Wir sitzen noch immer im gleichen Bau wie damals. Also dieser Bau wurde nicht zerstört in den Kriegen und der Bau wie auch, Praktisch der Startschuss der Sammlung wurde ermöglicht Dank des bürgerschaftlichen Engagement. Man muss sagen, dass um 19hundert.

Gehörte Krefeld zu den wirtschaftlichen Leuchttürmen Deutschlands. Es war eine sehr reiche Stadt, die international bekannt war für die Textilindustrie Insbesondere ähm den Bereichen Samt und Seide. Wie schön, dass wir jetzt mit Lijo auch eine Künstlerin haben, die ja auch aus dem Bereich der Mode kommt ja das passt absolut perfekt. Ich habe dich unterbrochen, entschuldige bitte. Nee, nee, das ist absolut richtig. Eben. Das gehört auch zu diese Gründe, wo wir auch dachten, Mensch, Lira ist eigentlich die perfekte Künstlerin für diesen Sammlungssatelliten.

Aber da kommen wir ja zu. Ja und insofern waren das wirklich die die Unternehmer praktisch, die die Initiative hatten, ein Museum hier zu gründen, was sowohl in der angewandten wie in der Bildenden Kunst sammeln und ausstellen sollte mit einem doppelten Ziehen. Einerseits natürlich diese Kunst allen Bürgern zur Verfügung zu stellen, diesen Bildungsauftrag, der ja traditionell eine wichtige Rolle ist eines Museums, aber eben auch.

Praktisch für für deren eigenen Handwerker, ne. Dass die Inspiration finden, ne, wenn die zum Beispiel Textilmotive entwickeln sollen, ne, dass die dann einfach mal durchs Museum gehen können und vielleicht Inspiration von japanischer Holzschnitte oder irgendwie skulpturen aus dem Mittelalter oder eben auch moderne Kunst oder Design.

Also dass man einfach Inspiration bekommt. Ja und das war wirklich der Startschuss und das Ganze zusammen mit der Stadt, also wir sind ja ein städtisches Museum, aber eben, man muss schon sagen, das ist dank den Bürgern dieser Stadt dass dieses Haus überhaupt heute existiert, Magdalena, du wolltest noch was sagen? Ja also das Kaiser-Wilhelm-Museum wurde gegründet, als ein Haus für Kunst und angewandte Kunst. Also Es waren von Anfang an diese ganz enge Verschränkung von freier und angewandter Kunst mit dem dezidierten Ziel auch durch Künstler, Förderung oder die Künstler und Künstlerinnen, die unser erster Direktor hier nach Krefeld geholt hat, auch das heimische Gewerbe zu fördern. Also wirklich so.

Ein Institut im Geist der Reformbewegung, was auch hier sehr viel bewegt hat und in Deutschland schon damals 1 der führenden Reforminstitute war. Es sind ganz progressive, Museumspolitik. Und es war gleichzeitig auch noch, Der weniger progressive Teil eben ein Denkmal für Kaiser Wilhelm den Ersten. Daher kommt auch der historische Name, den wir jetzt noch weiterführen, ohne dass das Haus noch etwas mit Kaiser Wilhelm zu tun hätte.

Das Museum hat eigentlich immer so gearbeitet, also ganz dezidiert, zeitgenössisch, auch in den zwanziger Jahren und auch dann in der Nachkriegszeit, als dann die Villen, also Ersthaus lange dazu kam. Als Geschenk des Sohnes von Hermann Lange, Hermann Lange und Josef Esters haben ja die beiden Villen hier Ende der zwanziger Jahre von Mies van der Rohe erbauen lassen und nach dem Krieg hat der Sohn von Hermann Lange, Der das progressive Programm des Nachkriegsdirektors sehr genau beobachtete, entschieden der Stadt Krefeld sein Elternhaus zur Verfügung zu stellen mit dem dezidierten Ziel, dort Ausstellung zeitgenössischer Kunst durchzuführen.

Und später dann Anfang der achtziger Jahre kam Horst Esters noch hinzu, deswegen haben wir dieses unglaubliche Glück, dass wir diese beiden von Miese von der Ruhe erbauten Privatwillen als Orte. Kunst bespielen dürfen. Wobei man auch sagen muss, dass die beiden Orte ja auch schon für Kunst von Mieswanderrohr so ein bisschen konzipiert waren, weil die beiden Familien eben auch Kunst gesammelt haben. Also beispielsweise sind in den Häusern, unter der Decke so Hängeleisten. Damit haben wir's aber schon verraten im Grunde genommen, also so Metallstäbe angebracht und das sind tatsächlich Hängeleisten für Bilder.

Also da gibt es ein System. Das kommt auch von Mies van Ruhe, weil eben dort die Bilder direkt mit Mitbewohnen auch an die Wand kam. Weiß man eigentlich, ob das Verhältnis zwischen den Bauherren und dem Planer-Architekten. Freundschaftlich entspannt war oder ich meine mit so einem Namen könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht auch so seine Visionen umsetzen möchte, Ja, da ist die große Frage, inwiefern das Verhältnis zwischen Bauherr und Bauherren und.

Eigentlich entspannt grundsätzlich sein kann. Also ich meine, der eine hat Vorstellungen, idealerweise und die anderen haben Bedürfnisse, das ist ganz klar und vielleicht auch noch eigene Ideen, aber das Verhältnis zwischen Miesvanderoh und den Familien würde ich, Als einen Normalzustand. Also natürlich äh musste Mies van Ruhe, nachdem er einen Erstaufschlag gemacht hat, der einen Idealzustand oder das Ideale für ihn darstellte. Das hat er auch in einem Grundriss gemacht, das sogenannte Vorprojekt und das wurde dann modifiziert für beide Familien. Und natürlich hätte er gerne die, Seite ganz verglast gehabt. Das wollte die Familie Lange und auch Familie Esthers nicht und deswegen, äh sind es jetzt sehr, sehr große Fenster geworden, was aber auch natürlich ganz wunderbar eben diesen Dialog zwischen Innen und Außen schon transportiert. Ich würde jetzt nicht so weit gehen, dass das ein zerrüttetes Verhältnis war oder so, aber,

Klar, es gab im Prozess sicherlich auch Anspannungen, sowohl in Bezug auf die Gestaltung als auch vielleicht aufs Finanzielle und so weiter. Das ist nicht ungewöhnlich Ich habe mir irgendwo so ein nettes Zitat gelesen, na ja, ich hätte gerne mehr Fenster gehabt, aber wir waren lange befreundet. Wenn ihr irgendwie so schön. Ja, also das ist schon wirklich eine eine tolle Geschichte, die für uns natürlich sehr viel anregt, weil eine wichtige Frage ist ja einfach heute auch, Welche Rolle haben denn Museen? Welche Rolle haben Museen heute auch in einer Stadtgesellschaft? So, dann spiele ich dir die Frage direkt zurück, welche Rolle hat denn das Haus? Ja so, das ist eine Frage, die wir uns immer wieder stellen und wir sehen uns wirklich.

Noch immer in dieser Tradition, dass wir ein Haus für alle sind. Wir möchten, dass das Wohnzimmer der Krefelder sein, ne und, eben. Das wäre zum Beispiel wirklich verkörpert in unser Cafe seid ihr erstmal die Bar der Krefelder. Genau genau irgendwie ich weiß auch nicht. Wir wir mögen gerne Bars und Kaffee so ein, Orte, wo man zusammenkommt, Orte, wo man zusammenkommt und die eigentlich gestaltet sind, ob das sind von Künstler oder Designer, aber die eigentlich Situationen, Museen schaffen, um die Menschen zusammen zu bringen und man kommt in Dialog miteinander, in ein Museum, da redet man ja sicherlich auch über Kunst und es gibt ja auch Werkstätte, wo man kreativ sein kann und dass Personen von unterschiedlicher Alters

verschiedene soziale oder kulturelle Hintergründe, dass alle hier willkommen sind und dafür entwickeln wir verschiedene Plattformen, um das auch zu ermöglichen. Haltet die Sammlung in Bewegung. Genau, wir halten die Sammlung in Bewegung. Wir organisieren, Kunstimpulse jeden Ärzten Donnerstag Abend mit freiem Eintritt und ein vielfältiges Programm für alle Sinne und ihm das ist sogar ein Kaffee, was von ukrainische Geflüchtete.

Organisiert wird, auch mit Workshops, wo jeder auch zum Beispiel klassische ukrainische Handwerkskunst lernen kann und eben diese ganzen Fragen dafür sind wir eben auch da, ne, dass es einfach um auch Formate auch zusammen, mit anderen zu gestalten und eine Plattform zu bieten, um in Dialog zu kommen zwischen den Menschen, wo die Menschen in Dialog kommen mit dem Museum und wo die Künste in Dialog kamen miteinander. Da passt die Paar ja wirklich perfekt. Es matcht perfekt. Ja.

Feiern jetzt den Sammlungssatelliten Nummer neun, ermöglicht durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, Ihr arbeitet schon seit 2018 zusammen. Ich könnte mir also vorstellen, dass das irgendwie auch auf deine Initiative hin. Du warst dann zwei Jahre Direktorin hier im Haus, ermöglicht worden ist. Erzähl mir doch ein bisschen zu der Zusammenarbeit, wie es dazu kam. Ja, ja genau, also ich muss sagen, die Idee von den Sammlungssatelliten hatte ich schon relativ früh als ich hier startete irgendwie dieser Gedanke dass da eine extrem vielfältige Sammlung ist was eigentlich nicht so bekannt ist oder war von den Bürgern und wo wir auch einfach nicht den Platz haben, ich meine, da müssten wir zehnmal so groß sein, um alles.

Permanent zeigen zu können. Und dabei gab's schon einen großen Anbau, beziehungsweise zwei Flügel. Genau. Und einfach die, sagen wir mal, die die Frage, weil bevor das Haus hier saniert wurde, wurde hauptsächlich die Zeitgenössische. Sammlung gezeigt, aber in den Depots schlummerte natürlich die ganze Kunst seit neunzehnhundert, weil das Museum, das Hauptmuseum, wo wir jetzt sind, das KBM hat ja immer mit seiner Zeit gesammelt und auch ausgestellt und Sachen aus den Ausstellungen auch erworben, ne und insofern waren da ganz viele unterschiedliche Aspekte plus.

Älteren Konvolute wie vom Mittelalter oder die japanische Holzschnitte, die ich vorher erwähnte oder Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts, die über die Krefelder Bürger, geschenkt worden sind, dass man da irgendwie überlegt, ja wie kann man das denn eigentlich vielleicht auch aus eine neue, kreative Perspektive beleuchten? Wie kann man denn die Sammlung, mit der ortsspezifisch auch zusammenbringen, weil man muss sagen, wir haben die Sammlung auf der einen Seite und die interdisziplinär ist seit Anfang an, Aber wir haben auch eine ganz besondere Tradition hier, die auch zu unsere DNA gehört. Da sitzt die ortsspezifische Kunst, Kann man sich aber auch fragen, was ist das denn? Mhm. Und sagen wir mal, das fing an mit den Wandgemälden im KWM, die vor 100 Jahren gemalt worden sind von Johann Town Preker.

Der hat wirklich einen Lebenszyklus auf die Wende eines Raums gemalt, führt diesen Ort, Und dann paar Jahrzehnte später hat Josef Beuys in zwei Räume auch im KBM praktisch eine Installation realisiert, also die sich über mehrere Jahre immer wieder weiterentwickelte und die jetzt, praktisch, Immer zu sehen ist, das gehört zu den großen Highlights, wo Besucher von weit weg wie von Nahe kommen, um unseren Boysblog zu sehen, aber die ja auch wirklich, in diesem Kontext des Museums diese zwei Räume praktisch wie ein Atelier über mehrere Jahrzehnte benutzt hat, ortsspezifisch gearbeitet hat und dann natürlich spielen die zwei Miss Wanderrohe Villen aus Langehaus Esters in der Geschichte, vielleicht die krönende Rolle, weil

dort mit Haus Lange ab 1960 mit Haus ist das ab 1981. Wurden Künstler eingeladen, dort auszustellen, aber nicht unbedingt mit Werke, die die schon gemacht haben oder so, sondern sich da richtig Gedanken zu machen, ja was kann ich mir denn hier vorstellen? Was regt mir dieser Kontext an und die haben da neue Werke gemacht, speziell für die Räume, für diesen Kontext Und das ist eine ganz besondere Tradition, diese Ortsspezifik in den Häusern, wo ganz verrückte Ideen auch entstanden sind und eben, wie kann man diese zwei Aspekte zusammenbringen?

Und in den Sammlungssatelliten, die stattgefunden haben, haben wir so paarungen angeregt, also eine zeitgenössische Position. Die sich auseinandersetzt mit einem Aspekt der Sammlung und manchmal hat Der Künstler oder die Künstlerin diesen Sammlungsaspekt ausgewählt und manchmal haben wir, an ein Sammlungskonto gedacht und haben dann einen Künstler ausgewählt, wo wir dachten, ach, der oder die könnte ja vielleicht eine interessante Antwort oder Dialog haben dazu und praktisch, das ist dann so eine Art Projektraum, wo der Künstler, in einen kreativen Dialog in ein Ping-Pong mit diese Werke aus der Sammlung der Kunstmuseen geht, und sowohl in dem Display, was ausgewählt wird, wie das gezeigt wird, aber eben auch eigene neue Arbeiten,

konzipiert und realisiert, die angeregt sind durch diese Auseinandersetzung mit der Sammlung. Womit startete ihr? Also, Das allererste Projekt war gar nicht erst physisch in den Häusern, sondern im öffentlichen Raum. Es fand statt auf den Plakat wenden und auf den Litfaßsäulen Krefelds und da war das Sammlungsobjekt Haus Lange und Haus ist das und da wurde ein Fotograf eingeladen, Volker Döhne.

Praktisch die Renovierungsarbeiten mhm. Und über mehrere Monate immer wieder mit Motiven, die er aufgenommen hat, die Häuser in den öffentlichen Raum zu bringen, Und Volker Döhne ist ein Schüler von Bernd Becher, der ja Professor war für Fotografieren der Kunstakademie Düsseldorf, also der gehört zu die gleiche Generation Volker Döhne wie ihm Andreas Gursky und andere große Fotografen, die wir heute mit der Düsseldorfer Fotoschul identifizieren und die praktisch den Alltag sehr oft die Architektur oder verschiedene Szenen in dem öffentlichen Raum fotografiert haben und das wirklich thematisiert haben aus einer künstlerischen Perspektive.

Ich möchte noch über ein Sammlungssatelliten mit dir sprechen, nämlich den Nummer sieben, die ja glaube ich hier und auch besonders für dich eine ganz besondere Rolle spielt. Ja, also der Sammlungsatellit sieben kann man noch immer bis heute sehen, also. Da sieht man eigentlich, wie die Sammlungssatelliten, uns manchmal auch ermöglichen, sagen wir mal, Situation zu schaffen, Installation, die dann auch nicht nach der Ausstellung gehen, sondern die da noch bleiben und es geht, eigentlich um das Cafe, also ja, kann man sich ja schon fragen, Mann, ein ein Kaffee als Sammlungssatellit, Ja, aber eben es ist eine ortspezifische Installation. Wir haben ja schon vorhin über ortsspezifische Installationen gesprochen und in diesem Fall haben wir nicht ein Künstler eingeladen, sondern ein Designer

und der Designer hatte die Aufgabe, einen Ort zu schaffen für das Zusammenkommen, Um die Kulinarik, also praktisch ein Cafe mit verschiedenen Funktionen und wo es ein Art Gesamtkunstwerk sein sollte, ein nutzbares Gesamtkunstwerk, was sich inspirieren sollte von unserer Geschichte. Und ein Designer spielt ja hier ja auch schon mal eine Rolle. Der Otto Eckmann.

Nicht wahr? Absolut und eben Otto Eckmann war auch praktisch Ausgangspunkt für ein Sammlungsatellit. Eben der letzte Sammlungssatellit, wo wir eine zeitgenössische kanadische Künstlerin eingeladen haben und sie hat eben praktisch in Pingpong mit Otto Eckmann eine Ausstellung gemacht und Eckmann war ein ganz wichtiger Gestalter des Jugendstils hier in Deutschland.

Aber eben, sagen wir mal, mit dieser ganzen Tradition und Geschichte, die wir hier haben, insbesondere hier im KWM, um angewandte und bildende Kunst auch mit historische Ensembles und Konvolute im Bereich des Jugendstils oder des Werkbunds, des Bauhauses. Ist das natürlich auch spannend, die Frage zu stellen, ja wie kann man denn vielleicht ein Designer heute einladen? Weil man muss schon sagen, damals vor 100 Jahren hatte der Gründungsdirektor des KWMs, Designer eingeladen wie im Otto Eckmann, und den auch Sachen beauftragt, wie im Plakate oder auch manchmal Ausstellungsinszenierungen und hat ihn sogar Kontakte vermittelt hier in der Wirtschaft, dass die zum Beispiel Seidenkrawatte oder was gestalten konnten.

Und eben sagen wir mal mit diesem K plus, nämlich so heißt das Cafe, haben wir diesen Ursprungsgedanke wieder aufleben lassen, weil Robert Stratler ist im, ein wichtiger Designer heute, der überall in der Welt praktisch mit Unternehmen arbeitet und auch, Cafes gestaltet, Restaurants gestaltet, aber eben auch verschiedene Stühle und Produkte gestaltet mit Unternehmen, Und den haben wir hier nach Krefeld geholt und der hat sich auseinandergesetzt auch mit Handwerk und Industrie hier in Krefeld Und die haben wir mit ins Boot geholt. Die haben uns geholfen, bestimmte neue Objekte in dem Cafe zu realisieren. So gibt es die Bar beispielsweise. Das ist so eine rote Bar wieder das Thema.

Heute unser Leitmotiv, die Bar und diese rote Bar wurde von Robert Stadler praktisch gezeichnet und die wurde realisiert von ein Krefelder Unternehmen, Domovari und das ist so ein ganz bestimmtes Material, es ähnelt ein bisschen, Koreaden, aber das ist ein Material, was die entwickelt haben, eben für, Küchen und für Badezimmer und verschiedene Räume und dieses ganze Know-how Fachwissen haben die das Museum und Robert Startler zur Verfügung gestellt und haben praktisch diese Bar realisiert und gesponsert. Also das ist, wirklich eine wunderbare Geschichte, weil das ist so ein Dialog zwischen einem Designer und ein lokales Unternehmen, in einen Ort, der dann wirklich allen Bürgern zur Verfügung steht. Und da sind auch andere, zum Beispiel die Versaltark, die macht Textilien, insbesondere für den Baubereich, zum Beispiel für Stadien und so weiter, wirklich,

textiliieren, aber die machen auch Akustiktextilien und dass die Akustik so toll jetzt ist in diesem Raum, ist dank der Verse dark und da hat Robert Stadler auch mit diesem Unternehmen gearbeitet und hat auch bestimmte Textilien bedruckt mit einem anderen Krefelder Unternehmen. Und da sieht man diese Art Flächen, diese Parvence und man fragt sich, oh ist das aber Beton oder nicht? Ja, ich habe mich auch gefragt. Ich stand auch davor und dachte immer, darf ich's anfassen oder nicht?

Das sieht toll aus angefasst, es fühlt sich ja und das ist echt, ich meine, ne, das ist superspannend, natürlich Beton, kleiner Hinweis auf Missbranderrohr auf der anderen Seite ist das so ein Fake Marmor, aber der auch total realistisch aussieht, nicht? Und ja, da sieht man eben, wie diese Sammlungsatellit war, um sich Fragen zu stellen, ja, wie kann man praktisch diese Geschichte, Von allen drei Häusern zusammenbringen in einen Ort, der wirklich das Wohnzimmer für alle Krefelder sein sollte. Und wo man dann noch nicht nur was für die Augen und aber für alle Sinne, auch dann das Kulinarische. Du liebst die Suche nach Zitaten, oder?

Na ja, also auf jeden Fall, wenn eben die Besucher vorbeikommen Nachdem sie die Bar und das Museum mal einmal angeschaut haben und in den zwei Bars innerhalb der Ausstellung eingetaucht sind. Sollten die schon einen kleinen Absacker haben hier in der reellen Bar im K plus und die Stiftung, die sprang sofort an? Ja, also das war wirklich total toll, weil ich muss sagen, da hatte ich damals mit dieser Idee der Sammlungssattelliten Frau Wisborn kontakt Hier, die ich ein bisschen noch aus meiner Kölner Zeit kannte und ein bisschen berichtet über diese grundsätzliche.

Idee der Sammlungssatelliten, dass man die Sammlung als kreativen Ausgang benutzt für einen Künstler und dass eben das immer verbunden wäre mit einem Vermittlungsprogramm sodass da auch ein Dialog nicht nur zwischen zeitgenössischen Künstler und Sammlungskern entsteht, sondern auch zwischen dieser Ausstellung und den Bürgern.

Und das fand sie ganz ganz interessant, also diesen Dialog und ich muss sagen, das war natürlich ganz ganz toll durch ihre Enthusiastische Begleitung diese Sammlungssatellitenreihe so little by little aufzubauen. Ich muss sagen, von Anfang an war eben die, die Stiftung für Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Test dabei und ja und ich muss sagen, da wir sind jetzt bei der Nummer 9 schon, ne? Und jedes Mal was anderes, also vielleicht die zwei, am überraschesten waren, einfach weil die nicht so innerhalb des Museums waren, das war das erste mit Volker Döhne, was wir Moving mies, benannt haben. Das war ja auch köstlich. Moving Mist, genau.

Wir haben den wirklich physisch bewegt und das war dann zweitausendachtzehn neunzehn, also auch anlässlich das Bauhaus-Jubiläum 100 Jahre Bauhaus und dann hatten wir eben auch in diesem Zeitraum, Schriftsteller eingeladen, sich auch mit den Sammlungsobjekten Haus Langerhaus Ist das auseinanderzusetzen. Also eigentlich in diese Häuser, wo wir, so eine Ladung der Tradition haben, dass Künstler da ortsspezifische Arbeiten entwickeln, da so Art Residences haben und daraus entstehen die Ausstellung, dachten wir, ja wir könnten ja eigentlich auch Schriftsteller einladen, eine Residency sozusagen zu machen und anstatt dass sie eine ortsspezifische Kunstausstellung machen, machen die eine ortsspezifische,

Literaturausstellung ist denn das Format für Literatur um Literatur auszustellen? Ein Buch? Genau. Und insofern, Gibt es nicht eine physische Ausstellung, sondern das Buch für Haus Langehaus? Ist das? Ist die Ausstellung und da haben sich drei Schriftsteller. Also ganz unterschiedliche Schuldstories, Kurzgeschichten ausgedacht, angeregt von deren Übernachtungen in den Häusern.

Wow und kann man die Bücher auch werben? Jo, also am besten natürlich, wenn man hier vorbeikommt, aber sonst kann man die natürlich auch erwerben, wenn man uns Kontakt also ich bin ja dafür direkt vorbeikommen und sich dann bei dieser Gelegenheit den Sammlungssatelliten Nummer 9 anzuschauen, der schon seit einigen Tagen und noch bis zum 6. Oktober läuft.

Dann kann man sich natürlich die Short-Stories mitnehmen und sich die Installation des Burst Non-Existenz von Liora-Eppstein anschauen. Die Installation, aufgelöstes Nichtsein. Wie kam es dazu, mit Lyora zusammenzuarbeiten, eine hier ins Haus zu holen. Ja, also man muss schon sagen, dass der Ausgangspunkt hierfür war eine extrem wichtige Schenkung, die wir erhalten haben von einer anderen Bar Es handelt sich um eine Arbeit, eine Gemeinschaftsarbeit von zwei Künstler, die alle beide damals auf der Kunstakademie Düsseldorf waren und dort studiert haben. Also Jürgen Drescher und Reinhard Mucher und diese Arbeit heißt eben verkaufen und die Bar wurde 1981.

Realisiert und bei der Galerie Max Hetzler gezeigt und die Bar wurde auch wirklich aktiviert. Also, Wenn man sich das vorstellt, damals war das schon relativ radikal, ne. Man ging eigentlich in einer Galerie oder ein Ausstellungsraum. Man schaute sich so die Werke an, aber eigentlich darf man ja nicht Werke anfassen und so und dann plötzlich, ist da eine Arbeit? Da fragt man sich, okay, ist das jetzt ein Kunstwerk? Ist das jetzt eine Bar, Nutzungsobjekt und so, ne? Und das war wirklich praktisch diese Installation, diese Gemeinschaftsarbeit war eine Art Katalysator, auch um in Dialog zu treten, eben mit den Besuchern eine neue Situation zu schaffen.

In eine Galerie, die man gar nicht erwartet eine Galerie und dann hinter dieser Art Bar, die man nicht wirklich wie eine, wie man sich die so vorstellt, in ein Cafe, sondern eine Bar, wie man vielleicht so zu Hause hat, so zusammengebastelt, ne? Und dahinter ist so ein praktisch so einer, Schild kann man fast sagen, aber ganz in schwarz mit den Buchstaben verkaufen, was da durchleuchtet.

Und wenn man davor steht, sieht man sich selbst irgendwie verspiegelt. Verkauft man in der Bar seine Seele, das ist es, ne? Das ist schon irritierend. Ich meine, das regt auch die Konversation an, ne? Worum geht's denn hier, ne? Was natürlich ist das auch so eine etwas kritische Haltung, ne? Die Konsumgesellschaft und so weiter. Ja, also das Verkaufen, was da herausleuchtet, aus diesem Schwarz ist natürlich die Ironisierung der Frage des Kunst, der auch immer vielleicht nicht unbedingt immer, aber gleich zu Kommerz werden kann und der Künstler, der dort an der Base wird, wird quasi Dienstleister und, Die Betrachtenden, die davorstehen uns selbst selber in diesem Spiegel sehen und dabei verkaufen, lesen, erleben sozusagen diesen Moment, wo wo die Kunst zur Ware wird. Oder ist es auch die Frage, die damit gestellt wird, aber natürlich,

das offen und es ist ja auch ein ganz interessant, wie du Liora denn diese, Frage der Dienstleistung hier eigentlich vollkommen umkehrst, das gibt in deiner Bar zwar einen Barkeeper, der ab und zu auftritt, aber eigentlich, wird ja jeder, der da kommt, hineingezogen in so ein verrätseltes Spiel aus verschiedenen Erzählebenen.

Die mit Dienstleistungen oder Ware eigentlich nichts mehr zu tun haben. Also es sind eigentlich ein ganz realer Aspekt, dass da, Barkeeper steht, der wirklich Getränke verkauft. Also es wird als Performer bezeichnet, aber es ist eigentlich eine Dienstleistung und es ist einfach wie in jeder andere Bar, auch in der Außenwelt ein Handel äh Getränke werden gekauft und man kann sich da hinsetzen und das ist ja erstmal auch etwas, was innerhalb eines Museums, was ja auch vor allem hier auch sehr klassisch ist, ungewöhnlich ist, dass man erstmal was anfassen kann, bestellen kann, zahlen kann, trinken kann, also das habe ich beim Rundgang die ganze Woche gemacht durch und jetzt bei der Eröffnung bei bestimmten Events

Und womit ich Spiele und ich denke auch Reinhard Muker in seinen Arbeiten und hier auch bei der in Kooperation Jürgen Drescher ist und die äußere Erscheinung suggeriert das eine, aber der Inhalt ist eben ein anderer. Also, bei ihrer Arbeit verkaufen, zum Beispiel man liest verkaufen, aber es wird da in dem Moment aktuell zumindest nichts verkauft und man sieht verkauft, aber dann bei mir, man sieht einen schönen glambrösen Raum, delikate Getränke werden serviert, alles ist schick und fein. Dann gibt es Titane-Bücher der bösen Taten, die einen.

Auch von außen ist. Angepassen, aber ein Inhalt, beinhalten, der wo es um äh Fragen von Armut und Reichtum geht, von ja sozialen Ungleichheiten oder Gewissensbissen, Schuldgefühlen, also der Inhalt ist ein anderer als die äußere Erscheinung. Äh Katja, du sagtest gerade, die Arbeit verkaufen von Jürgen Drescher und Reinhard Mucher wurde euch geschenkt. Sie wurde damals ausgestellt in der Galerie Max Hetzler. Wer hat sie euch denn geschenkt?

Verraten? Ja, ja, ja, also ich werd's verraten, Caspar König und, Max Hetzler, die Arbeit haben die alle beide gemeinsam erworben und beide haben uns diese Arbeit geschenkt und natürlich passt die perfekt, zu den Kunstmuseen Krefeld, einerseits weil auch äh Muha sehr früh hier ausgestellt wurde. Aber eben auch weil grade so eine Art experimenteller Arbeit, ne, die wirklich Grenzen überschreitend ist, passt ja perfekt zu unser Programm hier jetzt. Ja, ich habe grad auch gedacht, du erzählt es doch grade, dass ihr immer schauen wollt jetzt bei eurer Programmatik, dass immer Bezug auf die Örtlichkeiten, auf das Haus genommen wird und leider, ich Reinhard Mura noch nie persönlich sprechen können.

Aber ich weiß, dass er doch immer ganz besondere Bezüge auf seinen Ausstellungsraum nimmt, dass er fast schon seine Installationen, seine Werke auf den Raum anpasst Ja, also hier, was ich muss sagen, wo wir wirklich extrem froh drüber sind und dankbar das ist, dass beide Künstler. Gekommen sind und haben die Arbeit hier auch installiert und ich meine, das ist ja eine Arbeit, die haben die schon lange nicht mehr gemeinsam ausgestellt und haben uns einfach extrem viel erzählt und auch viel Archivmaterial und so mitgeteilt. Ich meine, ich glaube, da kann man sich schon freuen, bald wird nämlich der nächste Sammlungssatellitenband erscheinen und da wird das Ganze auch enthüllt. Da kann jeder in diese Arbeit einsteigen.

Eben, da schließt sich so ein bisschen ein Bogen, weil anfangs erzählte ich ja, dass eben, Bürger hier eine wichtige Rolle gespielt haben im Museum, auch durch ihre Schenkung und da sieht man eigentlich auch durch diesen Beispiel von Verkaufen diese Tradition fortgeführt wird und dass wir extrem froh sind, dass wir noch immer bedacht werden, äh sowohl von Sammlern wie Burger wie auch von den Künstlern selbst, die uns Ferkel schenken und die Künstler waren auch sehr daran interessiert, dass die Arbeit hier nach.

Krefeld gelangt und das wirklich eine eine ganz großartige Schenkung, die wir da vor Kurzem bekommen haben, zu der wir eben diesen Sammlungsatelliten machen wollen. Ja, da bin ich mal gespannt, welche Ideen zu weiteren Schengungen vielleicht an der aktuellen Barstadt geboren wären. Und diese wunderbare Arbeit, die wirklich eine sehr wichtige ist, die eine ganze Richtung auch ankündigt, die sich dann praktisch zehn Jahre später entwickelt in der Kunstwelt mit so interaktive Installation, die wir jetzt zum Beispiel jetzt grade auch in Haus Langehaus ist, das entdecken können in einer anderen Ausstellung, die wir in, Dialog mit unser Partnermuseum in Dünkirchen gemacht haben. Das ist ja die Partnerstadt Krefelds. Ein Museum, was ich selbst geleitet habe vor 20 Jahren

zufälligerweise und ja da liegt der Schwerpunkt eben auch auf diese Künstler der neunziger, zweitausender Jahre. Die praktisch auch so Alltagssituationen im Museum realisiert haben und wo der Besucher eine aktive Rolle in den Kunstwerken annimmt und Das Ganze eigentlich wäre gar nicht denkbar gewesen, wenn nicht Künstler wie Mucher und Drescher praktisch zehn, 15 Jahre früher schon solche Situationen angeregt haben.

Und eben praktisch, Die nächste Generation von dieser Denkensweise, diese Interaktivität, diesen partizipatorischen Ansatz. Ist eben Liora Epstein, Ne? Und so ist das ganz spannend, dass Viora Eppstein, die eben auch an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat, dass sie schließlich in ihrer Abschlussarbeit auch so eine Art Barsituation, so eine Installation realisiert hat, wo die Bar auch die zentrale Rolle in eine, szenische Auseinandersetzung spielt.

Und das ist natürlich auch eine wunderbare Anspielung so wie ich finde auch auf das wirklich berühmte Bild von Maney Bager eins der bekanntesten Bilder von Mani und das ist natürlich mit diesem Spiel der Spiegelung und Das erinnert einen da so ein bisschen dran und das ist natürlich eine wunderbare jetzt Installation, also so wie's da stand, wo das auch betrieben, aber es ist dann eben zur Installation erklärt worden von den beiden, Vielleicht kann man noch ergänzen, dass natürlich die Bar ein Thema ist, ein Motiv ist, eine Installation ist, die grundsätzlich Menschen zusammenbringt und im Grunde einen partizipativen Gedanken hat, ein Konzept, das auf Teilhabe, auf gesellschaftliche Teilhabe,

zielt und das ist natürlich etwas, was wir seit 2016 eben tatsächlich in unserer programmatischen Ausrichtung weit in den Vordergrund stellen, Und so haben wir ja beispielsweise auch eben Drüben im Haus Esters im Gartenhaus eine Gesamtinstallation von der amerikanischen Künstlerin Andrea Zittel, die im Haus, im Gartenhaus und extern auch davor, so eine Art Begegnungsortschaft.

Und auch das Cafe im Kaiser-Wilhelm-Museum ist ja dahingehend angelegt, dass es eben nicht nur ein Cafe ist, es ist von einem österreichischen Designer Robert Stadler. Sondern dass man da auch Veranstaltungen machen kann. Also mehr so eine multifunktionale Geschichte, die sich auch wieder bis in den Außenraum zieht. So ist eigentlich dieser Gedanke an vielen Stellen tatsächlich auch sichtbar.

Bei den Kunstmuseum Krefeld. Aber ich würde vielleicht gern noch ergänzen an der Stelle. Das ist natürlich das Thema der Bar uns auch sowieso sehr fasziniert hat, denn die Bar als, anlegen derer Treffpunkt für Künstler und Kreative und zwar schon seit langer Zeit, also die Pariser Bares ähm, zur Entstehung der Moderne beigetragen oder die New Yorker Szene in der Nachkriegszeit oder bis hin zum legendären Creamchees, was in Düsseldorf dann 1967 gegründet wird und so die vielleicht wichtigste Underground Club in Deutschland wird gestaltet von Künstlern inspiriert von Andy Warhols.

Club in New York. Ne, also dieser Ort, diese Bar an sich als ein Ort des sozusagen geschützten Austausches zwischen kreativen und intellektuellen ist natürlich ohnehin ein Wahnsinnig spannender Topus, der immer wieder neu befragt werden kann Sagt mal, wie seid ihr denn auf Liura aufmerksam geworden? Silvia Martin und ich haben beide den Rundgang der Kunstakademie besucht und haben uns dann am nächsten Morgen, beide sozusagen sagt, oh ich habe da was ganz Tolles gesehen, das davon muss ich dir berichten. Also es war uns wirklich beiden aufgefallen, dieser Raum, den du bei Dominik und Sales Förster gemacht hast als Abschlussarbeit, der war wirklich schon außergewöhnlich überzeugend, präzise also ich kann mich erinnern, dass wir uns auch lange unterhalten haben, die Aura an diesem Tag.

Weil mich das so neugierig gemacht hat, was da passiert. Man kann mir in diesen Raum und es war alles in dieses Bühnenlicht getaucht und die Schneiderpuppen standen, herum und schien zu interagieren. Man wusste aber auch nicht genau, was da eigentlich stattfindet. Es war jemand an der Bar, du warst an der Bar und wir haben uns länger, länger unterhalten, auch über die Tagebücher der bösen Taten. Ich fand's total spannend und Silvia Martin dann eben auch. Und das passt so wunderbar zueinander, dass Leora mit ihrer Barinstallation von zweitausenddreiundzwanzig, 24 jetzt reagiert auf diese Arbeit von Jürgen Drescher und Reinhard Mucher von 1981 und damit einen Dialog über die Jahrzehnte und zwischen den

verschiedenen Künstlergenerationen aufmacht. Ich glaube, Liora, wenn wir jetzt schon das Glück haben und du mit hier am Tisch sitzt, dann erzähl du uns doch mal was zu deiner Installation. Was war dir wichtig? Die Installation wurde zum ersten Mal in kleinerer Form beim Rundgang in der Kunstakademie Düsseldorf gezeigt zum Abschluss zweitausenddreiundzwanzig.

Im Januar. Und es war auch damals eine Bar mit fünf Charakteren, Charaktere dargestellt durch Männekens, Manicorns, die Bekleidung tragen, die von mir maßgeschneidert ist, auf Personen aus meinem nahen Umfeld. Habe ihre Maße genommen und auf sie Kostüme gestaltet, ihnen eine Identität gegeben, eine fiktive Identität, aber die vielleicht auch etwas mit ihnen selbst zu tun hat, mit ihrer Herkunft oder ihrem Geschlecht oder sozialen Prägungen.

Und dann habe ich die Charaktere darum gebeten, die Person aus meinem nahen Umfeld. Tagebücher zu schreiben, Tagebücher der bösen Taten zu ihren fiktiven Charakter, das heißt also in den Tagebüchern sind Dinge geschrieben, dessen Wahrheitsgrad äh man nicht weiß, also man weiß nicht, wie viel daran stimmt oder falsch ist, kann auch alles erfunden sein, aber das ist das, wo mitgespielt wird. Also dass äh Dinge, so geschildert werden, In den Büchern oder so im Raum platziert werden, dass sie Fakten darstellen oder Gegebenheiten darstellen, so dass man sie annimmt, wie auf natürliche Weise, aber, Es kann alles eben ein komplett erfundenen Ursprung haben und das ist das, womit ich gerne arbeite und spiele, mit Realität und Fiktion.

Das vermische, also jetzt wie es im Kaiser Wilhelm Museum aussieht, ist, dass jetzt ein weiterer Aspekt in der Ausstellung dazugekommen ist. Ich arbeite mit verschiedenen Zeiten Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Die dargestellt sind durch Requisiten im Raum, die eben aus diesen Zeiten stammen und durch Charaktere, die eben aus so einer sogenannten fiktiven Vergangenheit oder fiktiven Zukunft und der sogenannten Gegenwart stammen und die Einladung zum Sammlungsatellit Nummer neun, diese Rauminstallation von meinem Abschluss die Bar Installation noch mal zu zeigen. Gab mir den Anlass auf diese Geschichte dieses Hauses, Kaiser-Wilhelm-Museum einzugehen. Ich musste ein bisschen schmunzeln, als ich die Zuckerdose gesehen habe. Da habe ich gedacht, wieso hat denn das Kaiser-Wilhelm-Museum eine Zuckerdose im Sammlungsbestand?

Das ist nicht eine Zuckerdose vom Kaiser Wilhelm Museum. Die ist geklaut worden in Deutschland, entweder im Ersten Weltkrieg oder schon vorher entwendet worden. Ich habe vom Opa meiner Oma, Und äh meine Oma besaß hier sehr lange und als sie immigriert ist, also als die Sowjetunion zerfallen ist in den 90er-jahren nach Deutschland hat sie diese Zuckerdose mitgenommen.

Also kam sie wieder zurück nach Deutschland und kam ins Kaiser Wilhelm Museum. Siehe es datiert auf Ende des 19. Jahrhunderts und so, gehört diese Zuckerdose zum Arrangement zum Arrangement im Kaiser Wilhelm Museum, Deinstallation, äh die eben auch sich jetzt zusammensetzt aus, Möbeln aus dem Depot des Kaisers Museums, die aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts stammen, die jetzt die Einrichtung vom Designsation, ein Teil dieser Einrichtung und ein anderer Teil ist noch aus, meinem Abschluss äh an der Kunstakademie Düsseldorfs der vorherigen.

Bar Installation. Und ein anderer Teil kommt auch noch aus der Burg Linn aus dem Depot, Und aus dem Theaterarchiv, also da waren wir ganz froh und sehr dankbar, dass wir eben da schauen konnten im Vorfeld der Ausstellung, Und auch was gefunden haben. Aber wir haben uns bewusst entschieden, nicht deutlich zu machen, welche Gegenstände jetzt woher kommen, weil dieser Raum, so wie er da oben jetzt ist, ja, eine Gesamtinstallation ist eine Bühne.

Aber ich wollte noch zu der Frage sagen, es ist auch durchaus nicht ungewöhnlich, dass das Kaiser-Wilhelm-Museum oder die Kunstmuseum Krefeld einer Zuckerdose im Bestand haben, denn, Wir besitzen, da wir ja eben gegründet wurden als Museum für. Freie und angewandte Kunst, also bilden und angewandte Kunst besitzen wir auch viel Keramik und Gebrauchsgegenstände und eine riesige Sammlung aus der Zeit des deutschen Bergbundes. Zum Beispiel wir haben eine wunderbare Zuckerdose der Wiener Werkstätte in der Samen.

Aber das ist jetzt nur eine Randnotiz. Warum war es dir wichtig als Abschlussarbeit eine Bar mit verschiedenen Charakteren Tagebüchern zu präsentieren? Das ist das, was mir eingefallen ist als ein Treffpunkt für, Die Charaktere, die ich zunächst entworfen hatte und diese Kostüme, die auch äh sehrdadaistisch entwickelt worden sind, das heißt, sie haben Motive, die ja so ein Prozess im Moment entstanden sind, die unlogisch sind, die jetzt nicht komplett durchdacht sind. Ich habe eine Ausstellungsfläche für sie gesucht, einen Treffpunkt für die Personas und auch ein Ort für die Bücher als Installation.

Bar ist sehr geeignet, ist so eine Art Swimmingpool-Arrangement irgendwie auch, aber ein Eine Bar ist für mich auch nicht nur ein Treffpunkt für Künstler und intellektuell, sondern es kann ein Treffpunkt sein für verschiedenste soziale Gruppen. Ein Ort, wo Leute vielleicht, Reden, eher kommunizieren, auch mit anderen und unbefangener werden, loslassen.

Diese Charaktere, die er sich an meinen Räumen dafür sammelt, sind auch von ganz verschiedenen Orten und Welten, ob sie sich verstehen oder nicht. Das wird nicht geklärt, aber zumindest kommen sie in dem Raum zusammen. So auch diese Geschichten aus den Büchern. So eine Bar ist ja auch deswegen interessant, was Leora gerade sagt, weil das so ein halböffentlicher Raum ist, ne? Also einerseits ist es, so ein halböffentlicher Raum, wo ich meine Persönlichkeit mit reinbringe, sie auch im Grunde zum Teil zur Schaustelle.

Und in der Öffentlichkeit. Also es ist so ein komischer Zwischenbereich, in dem man wie du sagst Liora hemmungslos sein kann, aber trotzdem weiß man ja, dass man sich im Grunde genommen auf so einer Bühnensituation befindet. Also das ist ein ganz spannender Handlungsraum im Grunde genommen. Und diese Bühnensituation, die wird ja so du sie jetzt installiert hast, auch nochmal so unterstrichen. Also wir ja auch erlebt, wie wichtig es war, dass du diese Bühnenlampen, diese Studiolampen, dass wir die geliehen haben und wie anders der Raum wirkt, wenn die nicht an sind.

Erst durch die Studiolampen bekommt der Raum tatsächlich diesen Zusammenhalt und diesen Charakter der Bühne, sodass sofort das Gefühl hat, aha ich bin vielleicht hier in einem Raum, wie du sagst, na als Barsituation so ein halb geschützter ist, aber gleichzeitig bin ich exponiert. Ich werde jetzt quasi selber zum Exponat, indem ich diese Bühne betrete, wenn man in die Bar reinkommt, muss man ja erst an einer Art Türsteher vorbei. Welche Bedeutung hat denn dieser Herr in diesen ja dann doch irgendwie feinen Zirn? Das ist ein Aspekt, der jetzt dazugekommen ist bei dieser Erweiterung meiner Abschlussarbeit beim Sammlungssatellit neun, nämlich der Deutsche und der Deutsche ist der neue Charakter, der sechste Charakter in dieser Installation.

Er ist Karl Florian und Karl Florian hat auch eine Teilinstallation, einen Raum in der Installation, also ist Florians Zimmer, also Florian mit J und es ist also ein Räumchen, man kann sich vorstellen, er lebt da drin und Florian hat auch ein Tagebuch der bösen Taten, das ist jetzt auch eine Neuerweiterung dieser Installation. Die Tagebücher sind wie ich schon zur Vorerwähnt von verschiedenen Charakteren auch geschrieben auf die, die Kostüme maßgeschneidert sind.

Und so habe ich einen Umgebung, Felix Adam gefragt, ob er ein Tagebuch schreiben kann auf ihn dieses Kostüm maßgeschneidert, so praktisch passt es nur ihm perfekt. Und an dem Kostüm kann man erkennen, an bestimmten Details vielleicht eine Art Orientierung, also er hat einen Adler als Wappenmann in seiner Hose, ist wie so ein aufgenäht, aber es ist eher etwas ein Wunsch von diesem Karl Florian, das er gerne Teil einer reichen Gesellschaft ist, höher stehenden Gesellschaft, aber eher aus einer eher nicht privilegierten Lage kommt.

Sein Vater war Annelinarbeiter, also ein Fabrikarbeit, seine Annelienfabrik in Wuppertal ist bei einem Arbeitsunfall umgekommen. Man weiß nicht genau die Todesursache und dann zog Florian mit seiner Mutter nach Krefeld, lebt dort in der Blumenstraße und gewisse, bestimmte Gegenstände im Raum zeigen darauf, was seine Tätigkeiten sind, nämlich hauptsächlich. Das Waschen, Zeugwart in einem Turnverein, also das Waschen von der Bekleidung der Turne, das war so einer seiner Tische. Also eigentlich was anderes, als er sich wünschte. Also man kann über die Charaktere, was einen Steckbriefen an der Wand erfahren, aber es ist eigentlich alles erfunden. Also Felix Adam, AK Karl Florian. Mhm. Und Felix Adam hat sich dann quasi.

Zu dem Kostüm, was du gestaltet hast, eine Person mit einer Geschichte ausgedacht Also ich nenne es Profile, nicht Profile, die Charaktere. Ich sage Ihnen, wann Sie lebten, wer Sie ungefähr sind, aber überlasse Ihnen die Freiheit, was Sie genau schreiben, wie Sie ihr Buch gestalten. Das Format vom Buch ist von mir vorgegeben.

Aber die Typographie und den Streibstil entscheiden sie selbst und das ist auch das, was meiste Spannung erzeugt, dass die Bücher komplett verschieden sind und man merkt, dass es sich wirklich um verschiedene Charaktere handelt. Mit hi Florian, steigen wir natürlich in die Ausstellung, in die Installation ein, gleichzeitig auch, man könnte ja sagen, in die Beginne des Kaiser-Wilhelm-Museums, so wie er gekleidet ist, wie der Raum aussieht, könnte es ja gut einen Raum.

Ende des 19ten Anfang des 2. Jahrhunderts sein und dann sieht man auf einem kleinen Waschtisch würde ich sagen. Unzählige alte Fotos liegen. Was hat es denn mit diesen Fotos auf sich? Ich könnte mir vorstellen bei dir, dass die nicht ohne Grund da liegen. Die Geschichte zu Cafloren ist, dass sein Stiefvater hatte ihm äh einen gewissen Zeitpunkt einen Fotoapparat geschenkt und das ist, sagen wir, die äh böse Tat, die Karl Floren betreibt.

Eher fälscht Fotos, also es gibt Fotos, die einen Stamm aus der Zeit aus der Gründung des Kaiser Wilhelm Museums oder aus Katalogen, hier auch über das Museum und ähm er hat die Fotos genommen und gefälscht, Sie sind verändert aber so, dass man nicht merkt, was an ihnen verändert ist. Also sein Buch ist mehr, sagen wir wie ein Fotoalbum, Die anderen Bücher, manche haben mehr Text und dann gibt's welche, na es ist vielleicht ausgeglichener, Text und Bild im Buch Familie über den Calflorian eine Figur aus der Vergangenheit gesprochen, wachse mir die anderen, Charaktere auch noch einmal beschreiben. Also dann gibt's noch Charaktere in der sozialistischen Ecke zum Beispiel. Das ist auch eine Teilinstallation in.

Der Gesamtinstallation, die sozialistische Ecke hat zwei stehen die komplett identische Kostüme tragen. Sie sind rot, grau, rot steht für Kommunismus, grau für Uniformität und da ich das genau selber tragen will, ist auch wie eine Uniform sehe, sind da für einen Tisch platziert, der, auch bestückt ist mit Gläser, Requisiten und haben die Bücher vor sich liegen, die zu den Charakteren gehören.

Bei ihnen geht es um äh Geschichten und sozialistischen Ursprung. Der eine Charakter schreibt über die 70er Jahre der Sowjetunion. Und der andere Charakter über das faschistische Italien. Ah, ich verstehe. Also die Person, die sich gegenüberstehen, die sind im realen gar nicht aus einer Zeit, aus einem gleichen Land, sondern.

Im Prinzip alles wie in einem Traum, also Dinge werden hier wie selbstverständlich präsentiert, aber in einem Traum Dinge, die nicht zusammengehören, kommen ganz selbstverständlich zusammen. Also das Jahr wird sich aus der Vergangenheit in Erscheinung tritt, zu uns eintaucht in den Raum und das ist das, worauf ich einen großen Wert liege bei Desensation, dass ein surrealistischer Raum entsteht, dass Dinge wie in der Kunstouralismus.

Einfach zusammenkommen durch das Spiel von Licht und Schatten durch das bestimmte Platzieren von bestimmten Gegenständen oder Personen im Raum, dass hier eine besondere Erscheinung oder Lebendigkeit kriegen. Ja, die anderen Charaktere kommen auch aus verschiedenen Zeiten. Es gibt welche, die kommen aus der, ja, wie Karl Fleur, aus der Vergangenheit.

Zum Beispiel ist nur aus der, Sowjetunion und aus der Gegenwart und auch aus der Zukunft beispielsweise aus der Zukunft kommt, mal in Speicher, beziehungsweise der Alien. Sie kommt von einem Planeten, wo es keinen Geschlechtszuordnungen gibt aus der ja sogenannten Zukunft in den Körper von Malinspeicher und lebt als diese Person, die es tatsächlich auch aktuell auf diesem Planeten gibt im Körper von Marienspeicher und, Berichtet über Weltgeschehnisse, die sie bewegen aus der aktuellen Zeit. Das heißt der Diskurs ist aktuell in dem Buch. Sie hat keine bösen Taten in der Zukunft, sondern sie ist ja im Körper von Marlin Speichert, die aktuell hier lebt, in Düsseldorf als Kunststudentin, aber, der Alien kommt aus der sogenannten Zukunft, also,

Das ist ein fiktiver Raum, in dem wir uns befinden, wo sozusagen so etwas auch möglich sein kann. Also in einer Erzählung, eine effektive Erzählung. Werden Dinge möglich gemacht, die vielleicht eher an einem Traum, möglich sind. Und welche Charaktere kommen aus der Gegenwart? Aus der Gegenwart kommt zum Beispiel selber Amelia Das ist eine Person, die auch relativ mittig im Raum steht. Sie hat auch ein Tagebuch, aber sie hat es nicht eingereicht. Ihr Inhalt war zu sensibel, also nicht alle Tagebücher, die es gibt, sind auch in der Ausstellung. Wer entscheidet darüber? Die Charaktere selbst.

Ja, so man kann Menschen auch nicht dazu zwingen, etwas herzugeben, was vielleicht auch zu Intimes oder zu Privates vielleicht war, ihr Buch zu den Diensten, dass sie es aufgrund des sensiblen Inhaltes nicht ausstellen wollte. Aufgelöstes Nichtsein. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig übersetzt spannender Titel. Ja, das ist der Titel dieser Rauminstallation der Gesamtinstallation, die er auch Teilinstallationen beinhaltet, die bestimmte Zeiten suggerieren, darstellen und das Personal Existance verteilt das Nichtsein, bezieht sich auf ja die Materien im Raum, die aus verschiedenen Ja, fiktiven Zeiten kommen und die Person, die äh er eben durch ihre Präsenz oder auch ihre Nichtpräsenz im Raum,

platziert sind, aber es gibt hier Teilinstallationen, die definiert sind durch bestimmte Objekte aus einer bestimmten Zeit zum Beispiel gibt's Aspekte aus Florian Zimmer, die in seinem Zimmer sind, die aber auch sich woanders im Raum verteilen. Genauso auch von anderen Personen von diesen Charakteren, Gegenstände geben, die sich woanders im Raum verteilen, das heißt also in der Fiktion ist die Vergangenheit im Raum verteilt oder die Zukunft.

Dadurch entsteht Interfektion ein Los gelöst sein von diesen Zeiten. Was wäre ich auch? Ja, etwas ist, was im normalen menschlichen Leben sinnvoll sein könnte, sich loszulösen von Dingen aus der Vergangenheit und der Wünschen und zählen die an die Zukunft gerichtet sind. Danke, ein schöner Gedanke. Ja. Danke schön. Wie war denn das Zusammenspiel zwischen Verkaufen und Bar zwischen euch drei Künstlercharakteren. Also ich kann nur sagen, wie wir's als Akteure und auch gleichzeitig Zuschauer erlebt haben, also dass die drei KünstlerInnen wirklich, wunderbar, gegenseitig auf ihre Installationen eingegangen sind und ich weiß noch genau, dass du zum Beispiel mit Reinhard Mucher.

Und auch mit Jürgen Drescher rumgegangen bist und auch ein bisschen erklärt hast, was deine Arbeit ausmacht und wie sie funktioniert, beziehungsweise was da alles sich abspielt in diesem Raum und man muss ja sagen, verkaufen, diese Installation ist ja auch im Grunde wieder eine Geschichte, die mit in diesem Raum drin ist. Und das war eigentlich sehr, sehr schön, dass wir da, Eigentlich ein sehr, sehr gutes Miteinander hatten. Das waren eigentlich schöne Tage des Aufbauens, die wir durchaus genießen konnten. Es war auch spannend zu beobachten, weil natürlich für Jürgen Drescher und Reinhard Muhra diese Arbeit wie eine Reise in die war, Weil sie beide ja damals noch Studenten bei Klaus Rinke an der Düsseldorfer Kunstakademie waren, als sie diese Arbeit dann erstmals in der Galerie Marx Hässler in Stuttgart realisiert haben im 81 und die zwei haben natürlich auch

ist sehr lange her und dann diskutiert, wie stehen denn die Flaschen, welche Spirituosen müssen denn da stehen? Und wie ist genau das Arrangement, denn bei Allah es ist hat ja so einen provisorischen Charakter diese dieser Aufbau aber natürlich, wenn man das Werk Der Künstler kennt, weiß man, dass nichts dem Zufall überlassen ist und wirklich jedes Glas an der genau der richtigen Stelle stehen muss. Und das war für die Zwei, das hat man gesehen, auch wirklich eine Freude, das noch mal so gemeinsam zu erarbeiten und, Ich hatte auch den Eindruck, Liora, dass ihr ein gutes Miteinander hattet und dass sie das auch spannend fanden und auch eine schöne.

Einen schönen Dialog. Ja, auf jeden Fall. Ich fand sie beide sehr sympathisch und Rainer Muchas Arbeit. Kenne ich ja als, Da ich das in Düsseldorf lebe und die Kunstsammlung kenne, sehr sehr gut und man ist natürlich auch als Künstler beeinflusst von dem, was man vorher, Hat und vielleicht ist auch ein anderer Künstler Reinhard Muchas Arbeit in der Form, wie er mit Alltagsgegenständen umgeht auf diese selbstverständliche Weise, damit Material ausm reinen Alltag, ausm Baumarkt oder die einem vertraut sind und die so verändert, so präzise mit ihnen umgeht, dass sie einen Kunstraum kreieren, das hat mich auf jeden Fall auch inspiriert.

Ich weiß nicht, auf welchem Punkt in meinem Leben, also für mich war das eine Ehre, mit ihnen auch auszustellen kanntest du die Bar von den beiden schon vorab und diese Bahn nicht? Nein. Hier können nur andere arbeiten. Wie geht ihr denn in eine Bar heute? Schreib dir den unterschiedlichen Person in einer Bar nun unterschiedliche Rollen und Geschichten zu? Na ja so im besten Falle, wie das eben ist wirklich guter Kunst verändert sie tatsächlich den Blick auf die eigene Lebensrealität und es passiert durchaus finde ich, dass ich in der Bargel oder.

Tresensituation beobachte und dann an Leos Bar denke und den Personen Geschichten zuschreibe. Das hat man vielleicht vorher auch schon getan. Es verstärkt natürlich dieses Moment des zufälligen Zusammentreffens, wie du's gerade beschrieben hast. Ähm, Sinne des Surrealismus, dass man dann selber sich auch noch mal fragt, welche Lebensgeschichten bringen die jetzt mit, was könnte sich im Gespräch entwickeln Aber das ist ja auch das Spannende an deiner Arbeit, dass also Claudia, du hattest eben den Bericht der Illusion benutzt. Ich finde, es ist ja nicht nur Illusion, denn deine, Charakter sind ja alles sozusagen, also die Tagebücher basieren ja auch auf Recherchen, historischen Fakten zum Teil auf autobiografischen Erlebnissen, die dann aber transformiert werden in diese.

Überformt werden durch die künstlerische Sprache. Das ist ja eigentlich das Spannende, das hast du ja vorhin auch schon gesagt, dass alles, Andockt an konkrete gesellschaftliche Zustände oder konkrete, Historie, konkrete Erinnerungen. Ja also ganz wichtiger Aspekt, als ich zu fragen, ab wann fangen wir eigentlich an, etwas zu glauben, wie wird Wahrheit produziert? Also mit dem Kunststudium fange ich an, mich auch mit Kunstgeschichte zu beschäftigen und wie sie geformt wird und dass es ja interessant zu beobachten. Auch da, Genauso wie in allen Bereichen, etwas äh Schreibkunstgeschichte oder Schreibgeschichte, wenn es publiziert wird, wenn darüber viel geredet wird, wenn es oft gesehen wird, Reichweite kriegt.

So wird Geschichte geformt und und diese Charaktere Form auch Geschichten und ab wann fangen denn diese fiktiven Geschichten oder diese fiktiven Charaktere an glaubhaft zu werden so. Und mit dieser Grenze arbeite ich gerne. Und spiele gerne damit. Was bedeutet die Bar oder der Besuch in einer Bar für dich?

Was machst du dort für Beobachtungen? Also das ist auch schon ganz interessant, weil als wir hier zum Beispiel die Eröffnung hatten das war eine ganz andere Atmosphäre da oben, ne? Und dann waren plötzlich richtige Bargespräche. Also man stand da einfach rum, um die Bar und man fing an, mit Leuten zu reden, die man gar nicht erst kennt und, hat sogar über relativ intime Sachen gesprochen, ne, Familie oder andere Erlebnisse, die man hatte oder so und man hat sich einfach Zeit genommen und ich finde, das ist was, was irgendwie man sieht eine Bar und man ist dann schon in ein anderen Mindset. Man ist dann praktisch schon in den Freizeitraum.

Und in den Raum, wo alle eigentlich gleichgestellt sind und ob man die Person kennt oder nicht kennt, man ist in einen sozialen Ort, der auch dazu anregt, dass man mit seinem Nachbar, Einfach redet und quatscht und erzählt und die Barsituation regt das auch an. Was macht diese Bar für dich so spannend? Ja also ich finde, was hier, wirklich extrem.

Interessant ist und das kann man nicht von einer Abbildung einschätzen. Ich denke, vielleicht manche Besucher sehen dann ein eine Abbildung. Das ist nicht das Gleiche, wie in den Raum zu treten. Und zwischen diese Figuren, zu gehen und sich anzunähern an den Figuren und dann an der Bar und in so ein Dialog praktisch zu treten mit dieser einzelnen, Objekten innerhalb des Raums und dann beobachtet zu werden von jemanden anderen, weil wenn man den Raum betritt und man sieht, reelle Menschen neben dieser fiktiven Menschen, dieser Mann kam's, Das ist ein bisschen unheimlich, weil besonders, wenn die Person einfach stehen.

Kann man gar nicht mehr so schnell auseinanderhalten. Wer ist denn jetzt der reelle Mensch, wer ist eine Persona Sind wir nicht alle auch ein bisschen Personas. Ne? Man zieht sich irgendwie an, wenn man ins Museum geht oder abends oder so. Man gibt eine bestimmte Ausstrahlung und es ist die Ausstrahlung oder dieses außen, was man ausstrahlt, ist, dass, wirklich wie man sich ausstrahlen möchte, widerspiegelt das die Realität, was versteckt sich hinter dieser Fassade und, Diese Aspekte sind auch wichtig, ja in der Arbeit von Lira Eppstein, weil, Diese Mankas, diese Figuren stehen für Personen, die Geschichten hinter sich tragen und diese Geschichten, sind nicht verborgen in den selbst, sondern werden auch offen gelegt in,

Tagebücher oder verschiedene Schrift äh Stücke, die man, selbst anschauen kann und wo man eintauchen kann. Was verbirgt sich hinter dieser verschiedene Person? Tagebuch der bösen Taten. Ja. Ja und das finde ich schon auch sehr anringend und zugleich ein bisschen vojuristisch. Was das wohl macht, sich mit den Tagebüchern der bösen Taten zu beschäftigen und dann den Blick in, Den Spiegel verkaufen zu werfen. Ja ja.

Da fordert ihr das Publikum aber ganz schön heraus. Ja, ja, aber das ist wirklich toll, weil das war auch sehr berührend zu sehen, ne, wie die die Künstler von diese unterschiedlichen Generationen wirklich auch sich kennengelernt haben und sehr wertschätzend miteinander umgegangen sind, Und schließlich aus der gleichen Schule kommen, aber aus einer anderen Zeit.

Ja und außerdem finde ich das super spannend, dass du sogar eine neue Persona entwickelt hast, ein Krefelder, der Deutsche. Ja Florian, jetzt haben wir so viel über Bar gesprochen. Gibt es denn die Möglichkeit, dass die Bar vielleicht auch mal reaktiviert wird und neben den Schaufensterpuppen vielleicht auch?

Echte Menschen in dieser Bar eine Rolle spielen Also echte Menschen dürfen in dieser Installation natürlich ständig eine Rolle spielen, denn es ist während des Ausstellungsbetriebes erlaubt und gewünscht, dass sich die Besuchenden an diese Bar setzen, auf die Barhocker und an der Bar in den Tagebüchern der bösen Taten.

Lesen, auch wenn ihnen normalerweise in dieser Zeit keine Getränke serviert werden, so dürfen sie sich doch in diese Bar setzen Genau und Getränke bekommt man dann tatsächlich wieder, wenn der Barkeeper da ist und zwar am, 21. September zu unserer großen Sparernacht, also am Abend bis tief in die Nacht wird dort die Bar aktiviert in dem Sinne.

Und bekommt ihr einen letzten Baustein sozusagen wieder als der Ort, wo tatsächlich auch Getränke ausgegeben werden und ich denke, das wird ein sehr schöner Abend, ein runder Abend werden, wo viele Besucherbesucherinnen dann hoffentlich kommen und dann mit uns gemeinsam an der Barschnacken Und zu Frank Sinatra Songs mitsingen, die Spardanacht ist das etwas Regelmäßiges. Also die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank Westfördert im Rahmen der Ausstellung auch immer einen Spartertag oder eine Spardeinacht. Das ist eben ein besonderer Tag oder Abend mit besonderem Programm, wo man nochmal.

Die Themen der Ausstellung vertieft und viele Menschen aller Altersgruppen einlädt ins Museum zu kommen. Es gibt Workshop und Musik und in dem Fall eben Drinks achtzehn. Dies gilt dann nicht für alle Altersgruppen, aber es gibt zu diesen Veranstaltungen immer ein sehr breites Vermittlungsprogramm Und diese Tage und beziehungsweise diese Spadernacht ist auch ähm da ist der Eintritt frei. Meint ihr, dass die beiden Bars miteinander konkurrieren, sie stehen sich gegenüber, muss man sich entscheiden, ob in einundachtzig oder in dreiundzwanzig Strich vierundzwanzig, oder sind sie ein Dialog ein Gemeinschaftsprojekt Spiel? Ja ich würde sagen, das ist jedem Besucher überlassen. Na dann Kommt alle fleißig her. Bis zum 6. Oktober habt ihr nur noch Zeit. Ihr Lieben, ich bedanke mich ganz, ganz herzlich

dass ihr mir hier so tolle Einblicke in das Haus, in die Geschichte und vor allen Dingen natürlich hier in dieses Bargeschehen geschenkt habt, Ich bedanke mich natürlich auch ganz herzlich bei der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der an, dieses tolle Gespräch. Und ja, wir gemeinsam hier eine kleine Geschichte geschrieben haben. Vielen, vielen Dank. Ja, vielen Dank. Komm und wir nehmen jetzt Ohren.

Music. Die nächste Folge erscheint in einer Woche und um sie nicht zu verpassen, folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner, Wenn ihr diese Folge gefallen hat und ihr auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlasst doch gerne fünf Sternchen sowie eine wohlgesonnene Pervers, Freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich auch weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartnerinnen. Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von Leichtigkeit der, oder eine E-Mail an folgende Adresse schreiben. Info at die Leichtigkeit der Kunst, Danke fürs Zuhören und tschüss bis zum nächsten Mal.

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