Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 213

Saloon Munich: Female Empowerment

Freitag, 16. August 2024 · 46 min

MP3

Shownotes

„Feet, what do I need you for when I have wings to fly?“ Frida Kahlo…

Was bedeutet dieses Zitat oder auch die Metapher von Flügeln und Füßen für dich, für mich, für uns persönlich… Und wie können wir uns gegenseitig dazu ermutigen unsere „Flügel“ zu entfalten und unser volles Potenzial zu erreichen? Welche Rolle spielt Empowerment bei der Verwirklichung der eigenen Träume, insbesondere für Frauen?

Apropos Frauen… Wie können wir gemeinsam dazu beitragen, Frauen in Kunst und Kultur zu stärken und ihre Stimmen zu unterstützen? Warum ist ein starkes Netzwerk für Frauen in der Kunst- und Kulturszene wichtig? Wie können wir das Vernetzen von Künstlerinnen und Kulturschaffenden fördern? Und welche Rolle spielen männliche Unterstützer und Verbündete beim Thema Female Empowerment?

Diese Fragen sollen selbstverständlich gar nicht polarisieren, sondern vielmehr dazu anregen, aufmerksam zu beobachten und positive Veränderungen anzustoßen.

Lasst uns dazu in den Münchner Standort des Saloon Netzwerkes (instagram.com/saloon.network) eintauchen – ein Ort des Austauschs, der Inspiration und des Empowerments in der Kunst- und Kulturszene.

Doch bevor wir tiefer eintauchen, möchte ich euch erst meine wunderbaren Gäste vorstellen. Zwei starke Frauen, die maßgeblich dazu beitragen, Frauen in dieser Branche zu stärken und zu unterstützen. Die Saloon Munich (instagram.com/saloon.munich) Gründungsmitgliederinnen Eva Lengler (instagram.com/eva_lengler), Repräsentantin von Bonhams (bonhams.com/location/MUN/munich), und Christiane Gorzalka (instagram.com/christiane_gorzalka) Expertin für Modern Art bei Phillips (phillips.com).

Ich freue mich so sehr, mehr über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge im Saloon München sowie die Bedeutung von Female Empowerment in der Kunstwelt zu erfahren… Doch vorab bin ich gespannt, mehr über ihre persönlichen Wege in die Kunst zu erfahren.

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GÄSTE: Eva Lengler (instagram.com/eva_lengler), Repräsentantin von Bonhams (bonhams.com/location/MUN/munich) und Christiane Gorzalka (instagram.com/christiane_gorzalka) Expertin für Modern Art bei Phillips (phillips.com)

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Event „Führung durch das Museum Brandhorst und das angeschlossene Restaurierungsstudio“ durch die Restauratorin Isabel Gebhardt, Member des Saloon Munich

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Music. Und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der, Ich bin Claudia Linzel und freue mich darauf, spannende Persönlichkeiten der deutschsprachigen Kunst- und Kulturszene in diesem Podcast zu treffen, feed? Von Frieda Carlo. Was bedeutet dieses Zitat oder auch die Metapher von Flügeln und Füßen für dich, für mich, für uns persönlich, und wie können wir uns gegenseitig dazu ermutigen, unsere Flügel zu entfalten und unser volles Potential zu erreichen, welche Rolle spielt Empowerment bei der Verwirklichung der eigenen Träume, insbesondere für Frauen.

Frauen. Wie können wir gemeinsam dazu beitragen, Frauen in Kunst und Kultur zu stärken und ihre Stimmen zu unterstützen? Warum ist ein starkes Netzwerk für Frauen in der Kunst und Kulturszene so wichtig, Wie können wir das vernetzen von Künstlerinnen und Kulturschaffenden fördern? Und welche Rolle spielen männliche Unterstützer und Verbündete beim Thema Female Empowerment, Fragen sollen selbstverständlich gar nicht polarisieren, sondern vielmehr dazu anregen, aufmerksam zu beobachten und positive Veränderungen anzusto, Lasst uns dazu in den Münchner Standort des Saloon Netzwerkes eintauchen, Ein Ort des Austauschs, der Inspiration und des Empowerments in der Kunst- und Kulturszen, Bevor wir tiefer eintauchen, möchte ich euch erst meine wunderbaren Gäste vorstellen.

Zwei starke Frauen, die maßgeblich dazu beitragen, Frauen in dieser Branche zu stärken und zu unterstützen, Saloon Munich Gründungsmitgliederinnen Eva Längler, Präsentantin von Bonns Deutschland und Christiane Gottsalka, Expertin für Modern Art by Phillips, Freue mich so sehr mehr über eure Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge im Saloon Munich sowie die Bedeutung von Female Empowerment in der.

Bitte stellt auch euch und eure Wege zum Saloon Munich einmal vor. Liebe Eva, magst du mal anfangen und mir erzählen, wie du zur Kunst gekommen bist? Sehr gern, liebe Claudi. Ähm also mein Name ist Eva Längler. Ich bin wie du sagst, Repräsentantin bei Deutschland, und ich bin zur Kunst gekommen über ja ich würde sagen meine Eltern, die beide Künstler sind waren.

Beide sind Musiker, aber mir war früh klar, dass mir dafür ein bisschen das Talent fehlt und ich aber trotzdem im weiteren Sinn doch irgendwie bei der Kunst kleben geblieben bin und so kam ich über Umwege zur Kunstgeschichte und so auch. In den Auktionshandel und Mache ich jetzt seit 14 Jahren, spielst du auch ein Instrument? Ja, aber nur hobbymäßig. Ich spiele ab und zu Cello, so für mich und vorher auch. Also ich habe Geige gelernt und Klavier, aber das ist schon lange her und ich bin auch nicht mehr in der Übung. Und das hätte ich jetzt auch gesagt, sonst hätte ich dich aufgefordert, mir was vorzuspielen. Oh Gott, der nicht. Und wie kam's denn dann zur Kunstgeschichte?

Ich bin durch Zufall in einem Seminar gelandet zur karolinischen Buchmalerei in der Würzburger Uni. Wie landet man denn durch Zufall in so einem Seminar? Ja, damals gab's noch gedruckte Vorlesungsverzeichnisse. Ich glaube, die gibt's jetzt nicht mehr. Ich habe mir das äh geholt und dachte so, na gut, da gehst du mal hin, schaust dich mal ein bisschen um.

Und dann bin ich da so durch die die Räume gelaufen und das Semester hatte grade angefangen und dann ähm ja stand da eine Tür so halb offen und ich dachte, na keine Ahnung, was ich mir jetzt dadrunter vorstellen kann und ich habe mich einfach mal reingesetzt und es hat mich so, begeistert irgendwie, obwohl's eigentlich total trockenes Thema war und ich dachte, wenn mich so was so fasziniert, dann sollte ich vielleicht dranbleiben und wenn ich so an den Lippen dann des Professors hänge und einfach wissen will, wie wie das Seminar über das Semester sich entwickelt, dann.

Sollte ich das vielleicht machen und deswegen habe ich mich für Kunstgeschichte eingeschrieben und bin dann dabei geblieben und bin dann später nach Köln gewechselt, weil ich mich so ein bisschen auf die Kunstmarkt verlegt habe und nach dem Studium hat's mich nach München für meinen ersten Job verschlagen und da Habe ich in einem kleinen Auktionshaus hier angefangen und Ja, seitdem bin ich dabei. Hattest du noch mehr solche Schlüsselmomente, wo du festgestellt hast, ah, das erinnert mich an die karolinische Buchdruckmalerei?

Vielleicht das Erwecken aber das äh war eigentlich kein richtiges Erweckungserlebnis. Ich glaube, zum Saloon bin ich gekommen oder zu der Idee, das war eher ein Prozess, würde ich sagen. So in den ersten Jahren, meiner Berufspraxis dachte ich mir häufiger, Warum ist denn das jetzt so schwer? Also der Professor, bei dem ich damals da angefangen habe im ersten Semester, der meinte gleich, liebe Erstsemester, schauen Sie sich um, schauen Sie einmal rechts, einmal links. Einer von ihnen dreien wird dann einen Job bekommen und dann dachte ich so, na so schlimm wird's schon net werden.

Aber nach dem Studium habe ich mir dann gedacht, ich arbeite hier wirklich viele Stunden und ich verdiene wenig Geld und irgendwie fühle ich mich so ausgebrannt und ich dachte, irgendwie bin ich hier vielleicht falsch. Vielleicht ist es gar nicht so. Vielleicht bin ich dafür gar nicht gemacht und das hat mich ziemlich auch in der Krise da gestürzt, ob ich vielleicht die Branche wechseln sollte.

Aber ja, das war dann so ein bisschen so der Prozess hin zu der Erkenntnis. Vielleicht liegt das Problem gar nicht bei mir, sondern vielleicht ist es das System, weil ich das dann auch immer wieder von anderen gehört habe. Christiane Mit du dran. Vielen Dank und auch danke für deine nette Einführung, Female Empowerment. Das hört man gerne.

Ja, wie bin ich zur Kunst gekommen? Kunst war eigentlich immer in meinem Leben. Meine Eltern sind auch Künstler. Ach ja. Und hatten auch eine Galerie. Also wir waren wirklich auch als Kinder, ich und meine Schwestern sehr nett Kunst die ganze Zeit umgeben. Meine Großeltern hatten auch eine große Kunstsammlung an Kunstsammler und mein Großvater ein äh Gründer eines Kunstverlags. Also es war Viel da, was mich inspiriert hat als Kind nimmt man's aber anders wahr irgendwie. Es hat mich sehr beeinflusst, aber nach dem Abitur war wirklich bei mir die Frage, gehe ich jetzt in die Kunst, ja oder nein? Also meine Schwestern zum Beispiel, wir sind gar nicht in der Kunst Und bei mir war es so, okay, ich möchte in die Kunst, aber dann nicht als Künstlerin, sondern ich war sehr daran interessiert,

wie ist es denn auf der anderen Seite? Wie ist es denn Kunst zu verkaufen und habe mir angeschaut in Deutschland auch, Was wird da angeboten in der Richtung und es war sehr viel Kunstgeschichte und das fand ich auch sehr interessant, aber es war mir noch zu wenig. Und äh bin dann auf ein tolles Studio in Maastricht in den Niederlanden gestoßen und bin dann ins Ausland gegangen und bin dann eigentlich praktisch auch zehn Jahre im Ausland gewesen bis ich dann wieder nach Deutschland kam und habe da so meine ganzen Inspirationen mit äh genommen und bin nachmaß tricht Ein kurzer Zwischenstopp hatte ich dann noch bei der Zeit in Hamburg und dann bin ich aber direkt nach London und habe dort meinen Master am King's College gemacht und bin direkt in London geblieben.

Und am Anfang war es wirklich eine Herausforderung zu wissen, soll ich bleiben, kann ich das, schaffe ich das? In den Kunstmarkt wirklich reinzukommen ist schwierig, man braucht wirklich so einen Fuß in die Türe, und die Tür muss aufgehen und man braucht wirklich die Kontakte und das ist ja genau das, was Eva und ich heute auch machen, einfach die Kontakte, die sind einfach so wichtig, die halten einen ähm und so ging es bei mir eigentlich auch los dann. Ich hatte, Durch einen Freund der Familie von gehört und der hatte mir angeboten, mal einen, also ein Praktikum zu machen und das war aber Musical Instrument Apartment und da haben wir auch wieder was gemeint.

Zum ersten Mal erstmal als Praktikantin war ich Und dann habe ich verschiedene Praktika in der Kunstwelt gemacht, habe auch noch für einen Kunsthändler gearbeitet und kam dann immer wieder zurück zu Bonns und habe dann angefangen im Musical Instrument Apartment, Und bin dann gewechselt zum Impressions Modern Art Apartment im Haupthaus. Genau und seit diesem Moment bin ich eigentlich auch im Auktionsbusiness in der Kunstbranche. Und warum bist du aus London zurück nach Deutschland gekommen? Ja, ich muss sagen, ich war immer immer wieder drauf und dran zurück nach London zu gehen die ganze Zeit. Und viele haben auch gesagt, ja gib doch München und Deutschland eine Chance, weil ich bin nach Deutschland gekommen, weil ich halt

das Angebot hatte bei Caterer als Expertin für Moderne zu arbeiten und in London hatte ich wenig, sehr, sehr wenig vom deutschen Kunstmarkt mitbekommen und ich fand das immer sehr faszinierend. Und ja, das ist wirklich eine separate Welt Es ist schade, also London ist wirklich, hat so einen ganz anderen Fokus. Man bekommt mehr von New York oder Hong Kong mit als von Deutschland und da fand ich das sehr spannend und nach so vielen Jahren im Ausland dachte ich, wär's mal, Gute Zeit nach Deutschland wieder zurückzukommen und das war irgendwie eine tolle Chance. Und dann genau zum führenden Haus nach Deutschland zu kommen, fand ich sehr spannend aber London ist immer noch meine Herzensstadt immer. Ich kann's ein bisschen ja. Und wo denkst du, könnte der deutsche Kunst

nochmal mehr Chancen ergreifen? Wo sind Unterschiede zwischen dem englischen und dem deutschen Kunstmarkt? Er ist tatsächlich sehr Auf London konzentriert und in London sind ja die ganzen großen Auktionshäuser, die großen Museen, also es ist wirklich wie ähnlich wie in Frankreich wie in Paris, dass alles auf London genau, ja.

In Deutschland ist es tatsächlich verteilter. Wir haben einmal Berlin und dann das Rheinland, daneben. München und Hamburg. Was könnte der deutsche Kunstmarkt von London lernen? Ich würde mal sagen, viel an Offenheit auch. Gerade hier in München hat man oft das Gefühl so ey jetzt Macht doch mal und kommt doch dazu, ne? Es ist oft wirklich so, man geht nach der Arbeit, nach Hause und so. Der Job ist fertig und für mich war das ein ganz anderes Gefühl aus London nach München zu kommen. In London war man nach der Arbeit noch was gemeinsam trinken und ich hatte das Gefühl, es war ein größeres Netzwerk da.

Wir waren nach der Arbeit im Austausch mit anderen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern von den Galerien, von den Museen, von den Auktionshäusern. Sich hat das Gefühl, es war einfach sehr viel Vernetzter und das wäre etwas, was ich mir sehr für den deutschen Kunstmarkt auch wünschen würde. Hm. Ja, absolut. Also das sehe ich bei meinen Londoner Kollegen auch total, dass sie äh früh morgens zwei Stunden reinpendeln, dann acht Stunden im Büro sitzen und trotzdem danach noch netzwerken, also das ist keine Entschuldigung ist, dass man sagt, oh, ich bin jetzt müde und ich muss noch zwei Stunden nach Hause fahren, in die Outgirls von von London, aber ich denke vielleicht ist das auch eine Chance. Also vielleicht in London ist ja auch da,

gegen einen relativ großes Angebot an Netzwerken schon vorhanden und München ist dann vielleicht eher, also so sehe ich das, so ein bisschen. Hier werden wir gebraucht. Also hier ist die Herausforderung noch ein bisschen größer vielleicht. Ja und wir können frischen Wind herbringen und einfach mal eine Perspektive aufmachen.

Vermisst du aus London zurückgekommen? Das war Ende 2tausendsiebzehn und dann hat es bis 221 gedauert bis der Saloon Munich gegründet worden ist. Wahrscheinlich hast du in den vier Jahren dieses Netzwerken recht deutlich, vermisst. Ich weiß nicht, wie es dir gegen Eva, was war für dich so der Moment, dass du gedacht hast, du musst ein Netzwerk her?

Ja, ich hatte das so ein bisschen den Eindruck, dass das Kräfteverhältnis auch dadurch ein bisschen ungleich ist, einfach, dass sich vor allem Frauen da sehr zurücknehmen und sehr investieren, Zeit, Herzblut und wirklich total in ihrem Job eigentlich aufgehen, aber so dieser Moment, das mit anderen zu teilen und dann vielleicht dadraus auch wieder, aus dem Netzwerk irgendwie eine Stärke zu ziehen, da dachte ich irgendwie, dass, Das fehlt und da haben wir eigentlich offene Türen eingerannt, als wir das dann angefangen haben, weil viele, glaube ich, das auch so empfunden hatten und ja, irgendwie, Zwar so ein bisschen organisch, weil wir ja zusammen bei Kettera gearbeitet haben und dann hat sich das dann so ergeben irgendwann. Die Idee wir sind da drauf gestoßen auf das Netzwerk und dachten so hm

Ich meine, du hattest vorher den den Stammtisch initiiert und es war ein total schöner Austausch auch, aber irgendwie hat so das gefehlt, dass man wirklich auch. Sich wirklich unterstützt. Ich meine, dass man nicht nur so ab und zu mal am selben Tisch irgendwie zusammenkommt, sondern dass da einfach ein Netzwerk entsteht einfach. Mhm. Das war auch ganz ähnlich mein Eindruck.

Weil ich hatte eben dieses offene Gefühl, dieses aufeinander zugehen und sich austauschen und Informationen teilen auch. Diese Atmosphäre hatte ich einfach aus London mitgenommen, ob's jetzt immer noch so ist, weiß ich nicht und vielleicht hat sich's ja mittlerweile geändert. Ich glaube nicht und dann hatte ich mit einer anderen Freundinnen den Munich Arthrings Stammtisch gegründet Und hat auch immer sehr viel Spaß gemacht, aber wie Eva gerade meinte, irgendwas hat dann doch gefehlt und oft hatten die Frauen sich am Tisch dann doch zurückgenommen, wenn die Männer dann die Konversation übernommen haben. Und wir haben oft uns über Frauen in der Kunst unterhalten und wir haben immer Abstand davon genommen, wie das wäre so ein feministisches

Netzwerk zu gründen, das wollten wir gar nicht. Vielleicht auch weil unsere beider Mütter Feministin in der ersten Stunde und immer Abonnentinnen waren. Ja wir wollten nicht dieses wollten wir für uns nicht reklamieren irgendwie, aber ich glaube, wir sind ein bisschen reingewachsen. Ja wir hatten dann, ich glaube, das war auf Clubhouse dann in der Pandemie Von dem Netz gehört und haben uns in Saloon angeschaut und haben gedacht, wow, das hört sich sympathisch an, das ist genau das Konzept, was wir eigentlich auch für München brauchen.

Und dann haben wir gedacht, gut, schreib mir doch einfach Tina Sauerländer, die Gründerin vom Saloon an und fragen sie und das war ganz lustig, auch so eine Anekdote. Die Idee vom Saloon kommt eigentlich auch aus München. Tina hatte nämlich hier gewohnt 212 und Anscheinend haben sie sich dann unterhalten über ein Netzwerk, über eine Gründung, aber gegründet wurde das Netzwerk dann aber in Berlin. Aber die Idee des Saloons kommt aus München.

Und deshalb war dann Tina auch sehr begeistert, als wir gesagt haben, wir wollen einen Saloon Munich gründen und sie meinte, ja genau. Da kam er eigentlich her, der Saloon. Was ist denn der Saloon? Also ich glaube, der Name hat Tina mal erzählt, kommt eben von den Salon Malern Also was dem 19. Jahrhundert und auch aus den Saloons im wilden Westen und zu beiden Institutionen hatten Frauen nur meistens leicht bekleidet, entweder als Modell oder als Prostituierte zu dem Saloon quasi zutritt.

Und das hat Tina so ein bisschen als Aufhänger genommen das so ein bisschen als das Motiv zu nehmen, dass Frauen da jetzt doch sich den Saloon wieder zurückholen quasi und da jetzt einen neuen Zugang dazu finden und so entstand der Name so. Und in der Idee geht's Eben hauptsächlich um die Solidarität, also dadrum sich gegenseitig zu unterstützen und vielleicht auch das zu machen, was ja, vielleicht viele Rotaryclubs schon lange schon seit Jahrzehnten machen und also ohne das es werten zu wollen, aber indem Männer vielleicht einfach geübter sind irgendwie sich gegenseitig zu unterstützen.

Zu sagen, Ich sehe in den jungen Azubi jetzt nicht als große Konkurrenz. Ich kann trotzdem der Meister sein und trotzdem kann ich dem Neuling quasi auf die Beine helfen und die Herangehensweise, dass nicht jeder Neueinsteiger oder nicht jede Neueinsteigerin, die Fehler machen muss, die wir gemacht haben, dass man einfach Tipps weitergeben kann und Hilfestellung leisten kann. Also das war von Anfang an auch die Kernidee, das Saloons.

Könnt ihr erzählen, welche Erfahrungen das konkret waren, die sich retrospektiv als vieler anfühlen oder als unwissend. Also ich würde sagen zum Beispiel, meinen ersten Job. Also damals gab's auch noch keinen Mindestlohn, muss man dazu sagen. Da war ich volontärin und da habe ich 7 oder 800 Euro verdient und das In München, wo man auch noch ein Leben dafür bestreiten muss und dafür trotzdem irgendwie als Erste zu kommen, Kaffee und Post zu machen und als Letzte zu gehen, und das meine ich mit diesem Gefühl irgendwie, vielleicht bin ich hier falsch. Vielleicht ist das einfach nix für mich und einfach zu sagen, nee, das bist nicht du. Das ist eine völlig natürliche Reaktion auf eine Art von, Überarbeitung und vielleicht auch,

Zum Glück ist das, hat sich das System auch ein bisschen geändert und auch die Leute, die die gehen jetzt auch mit einem anderen Mindset. Habe ich den Eindruck, in den Beruf. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, sich ausbeuten zu lassen. Es gibt überhaupt keinen Grund, ist eine Lebensenergie und seine komplette Freizeit zu opfern, um dann am Ende des Monats festzustellen, dass es nur noch Spaghetti mit Tomatensoße gibt. Und wie helft ihr dann den Jungen?

Berufseinsteigern solche Situationen zu umgehen? Ich denke Arbeitszeiten und auch Gehaltsverhandlungen. Sicheres Auftreten, all solche Dinge, wie bewerbe ich mich? Ist das die richtige Stelle, mit welcher Sicherheit gehe ich in das Job-Interview? Ich glaube, es läuft so ein bisschen auf das Mindset einfach raus, dass wir vermitteln wollen, also einfach diese, Herangehensweise, du bist was wert, deine Ausbildung ist was wert, deine Arbeit und lass dich da nicht ausnehmen und natürlich dadurch, dass wir so viele Frauen aus so vielen Bereichen der Kunstwelt eigentlich schon bei uns versammelt haben, sind wir auch, zum Teil schon so was wie eine Jobbörse hin und wieder. Also wir zirkulieren in unseren Newslettern auch mal, wenn jemand einen einen Job zu vergeben hat und,

wenn jemand einen Ausweg sucht, dann haben wir immer ein offenes Ohr da auch zu helfen. Also wir, sehen uns da schon so auch irgendwie als Mentorinnen, für den Leuten einfach zu sagen, okay es geht auch anders, also Das ist keine keine Einbahnstraße, auf der du hier bist. Ich würde sagen, es ist jetzt nicht unbedingt unser Hauptidee jungen Berufseinsteigerinnen zu helfen.

Auch natürlich, sondern wir sind ja wirklich ein Netzwerk und es geht, Schonungs-Empowerment, aber vor allem auch um uns auszutauschen, um uns Möglichkeiten, zuzuschieben, um uns sichtbar zu machen, nämlich ganz viele Frauen sind nicht sichtbar und deshalb ist der Saloon so toll und jetzt möchte ich noch mal auf die Idee des Saloons zurückkommen. Eva hat das ja so schön mit dem Namen erklärt und was die Vision oder was die Idee dahinter ist Also bis jetzt bestand unser Programm daraus, dass wir halt jeden Monat uns treffen und das ist auch von allen Saloons auch die Regeln, man trifft sich regelmäßig, man trifft sich jeden Monat und oft ist es so, dass ein Saloon-Mitglied uns einlädt zu sich und ein Event organisiert, also praktisch ihr Arbeitsplatz vorstellt

du hattest ja auch zum Beispiel mal die Isabell Gebhardt eingeladen, auch im Podcast. Die ist nämlich auch ein Salon mitgeleitet bei uns und Isabell ist vom Dorner Institut und arbeitet auch unter anderem als leitende Restauratorin im brandhorsten Museum, genau. Und die hat uns dann eingeladen ins Museum und hat uns ihr, Restaurierungsstudio gezeigt und so vernetzen wir praktisch die Mitglieder und lernen uns gegenseitig kennen und anschließend gehen wir dann immer noch gemeinsam was essen und trinken.

Da ist nämlich dieser Netzwerkeffekt dabei, dass man sich darüber noch austauscht und gemeinsam dann noch über weiteres spricht und das machen wir dann jeden Monat. Und wir sind nicht nur der Münchner Salon, sondern wir sind tatsächlich ein Teil des internationalen Netzwerks und das Netzwerk besteht aus, 13 Saloons in ähm in Berlin ist der, Das Schiff, das Mutterschiff, der Haupt Saloon, also wirklich auch mit hunderten Mitgliedern. Dann haben wir noch Brüssel, dann haben wir Hamburg, Dresden, Paris, Toronto, Montreal, Johannesburg, Johannesburg, Wien, London, Israel Israel richtig. Ja, ich glaube, dann haben wir sie. Dann haben wir sie dreizehn, genau.

Das heißt, als Saloon-Mitglied kannst du auch von diesen 13 Saloons gemeinsam profitieren. Und dich austauschen, wenn du tatsächlich dann in eine Stadt kommst, dann kannst du dich mit einem Saloon-Mitglied verbinden. Du kannst dich austauschen, du kannst das Board anschreiben und das finde ich einfach so wunderbar, dass du wirklich international dich mit dem Saloon austauschen kannst, und die anderen Saloons treffen sich auch jeden Monat und das ist einfach eine schöne Dynamik, das ist regelmäßig und dann gibt es dazu auch noch Ausflüge.

Wir waren jetzt zum Beispiel in Augsburg und wir planen einen Ausflug nach Salzburg mit dem Saloon Wien, Und wir wollen auch in Zukunft noch mal mehr in Richtung Seminare gehen, dass wir mehr in Richtung Coaching gehen und noch mal ein anderes Programm anbieten und auch mal über Finanzen sprechen oder Karriereweg.

All solche Themen, ne, viel mehr Empowerment, Leadership vor allem, das ist, da habe ich auch nochmal ein wichtiges Thema, was wir besprechen wollen. Ja, sobald man da einsteigt, macht sich ein bunter Strauß an Projekten auf Wir hatten auch schon eine Ausstellung letztes Jahr, kuratiert mit Saloon Künstlerinnen. Also es fallen einem ständig neue Dinge ein oder ergeben sich durch die Netzwerkarbeit, die noch umgesetzt werden wollen, den Raum Nordrhein-Westfalen habe ich jetzt nicht so wahrgenommen das ist ja richtig. Das stimmt und ich hatte auch schon öfters mal Vorschläge bekommen, hey, wie wär's denn, ein äh Saloon in Düsseldorf oder in Köln zu gründen? Da meinte ich toll, fantastisch.

Wir können aber nicht mit dem Vorschlag kommen, sondern der Vorschlag muss aus Köln, Düsseldorf essen oder wo auch immer herkommen, denn es ist wirklich sehr viel Arbeit und man muss immer sehr dranbleiben und wirklich so eine Vision in eine Motivation haben. Und dann läuft der Saloon wirklich fantastisch und dass jemand nahezubringen natürlich absolut, aber die Idee muss tatsächlich von hm. Von der Gruppe oder Personen kommen, ne? Bei uns war das ja auch am Anfang und das trägt sich einfach durch die, Ja, denke ich mal durch unsere Leidenschaft zum, Ich glaube, es ist auch wichtig, einfach zu sagen, dass wir halt nicht einfach nur eine Gruppe sind, die zusammen irgendwie Kunst anschaut. Also,

unser unser Hintergedanke ist jetzt nicht, nur irgendwie hier durch die Münchner Kunstszene irgendwie zu tingeln und alles abzuklappern, irgendwie was nett ist, sich anzuschauen, sondern unsere Idee ist ja eine tiefgreifendere. Also wir wollen noch immer was verändern. Also wir wollen immer noch uns dagegen Ungleichheiten und Ungleichgewichte stark machen und deswegen, ja da gehört schon glaube ich auch bisschen was dazu, bisschen was an an Idealismus vielleicht, Äh man muss natürlich auch mit dem richtigen Mindset rangehen. Man muss natürlich auch wissen, es ist auch Arbeit, also wir stecken da viel in unserer Freizeit rein und so und das kommt auch nicht von alleine, also gerade die Anfangszeit war nicht wie jetzt, wo es so ein bisschen sich auch zu einem Selbstläufer oder zu einem Namen, sage ich mal, in der Kunstszene hier in München entwickelt hat

Sondern am Anfang war es schon so. Wir mussten hingehen und wir mussten die Arbeit machen und den Leuten sagen, ja willst du dir das nicht mal anschauen? Das könnte doch passen und so. Also. Man ist am Anfang so ein bisschen vielleicht doch da in der Bringschuld erstmal das den Leuten zu vermitteln, warum wir gebraucht werden.

Ja, ja. Und auch dieser Gedanke, hey, wir machen das und wir ist es ein Frauennetzwerk, wo wir am Anfang ja gesagt haben, hey, ne, Sollen wir das machen oder nicht feministisches Netzwerk ja sich immer wieder dagegen auch ja zu wehren, dass es irgendwie heißt ja, Dann seid ihr gegen Männer oder das wollte ich auch gerade so oft führen, ne, mit Männern, die sagen, ja, jetzt schließt ihr und ja aus.

Nein, es so soll es natürlich nicht sein. Es geht hier überhaupt nicht ums Ausfließen und Ich wollte auch noch mal dazu sagen, das Netzwerk ist ja auch für non-binary und also für im Englischen kann man's einfacher sagen. Women identifying Personen und wir brauchen einfach noch mal ja noch mal so einen Push denen die Männer einfach wirklich schon lange hatten und man muss sich einfach nur die Kunstwelt gerade anschauen. Wir unterhalten uns ja immer immer wieder darüber, also, Thema wird gar nicht langweilig. Mhm. Alleine der gender Pay Gap laut dem aktuellen Equal Pay Day, also laut der Seite ist tatsächlich bei 30 Prozent in der Kunst- und Kulturbranche. Das heißt, wir haben einfach wirklich noch viel aufzuholen und natürlich gibt es viele

Künstlerinnen, die einfach auch wirklich unterrepräsentiert waren und immer noch sind, Aber wir wollen neben den Künstlerinnen auch natürlich noch die Akteurinnen in der Kunstbranche auch nach vorne bringen. Und da gibt's so tolle Frauen, mein mein Freund sagt immer, mein Gott, ihr habt so viele mit Doktortiteln, ne?

Wo sind Fan auf ihrem wo man wirklich einfach sagen würde, hey, wo ist dein Buch? Genau, also Leute, die immer Wirklich alles zu ihrem Feld fragen kann und wo wir dann sagen würde, denen muss man bisschen den Rücken stärken, auch das Selbstvertrauen gewinnen dadrüber zu sprechen, also nicht zu sagen, ah, das ist ja gar nix.

Also ich ich mache das ja nur so und ich hatte ja auch viel Glück und so. Das ist auch immer so ein so eine Floskel, Nee, das ist auch das ist eine Leistung, also irgendwie dahinter zu stehen und zu sagen, ja, ich bin da, weil ich das kann. Ja. Wie habt ihr das geschafft? Also jetzt im Sommer habt ihr euer 3jähriges Bestehen gefeiert, Ihr habt dann damals die Tina Sauerländer angesprochen. Wir wollen hier in München eben auch das Netzwerk anbieten. Wie seid ihr denn dann auf eure.

Zukünftigen Mitgliederinnen gestoßen. Ich meine, Ich stelle mir jetzt nicht vor, dass ihr hier mit einem Schild durch München gelaufen seid. Kommt zu unserem tatsächlich schon etwas Netzwerk Gefühl würde ich sagen. Wir haben angefangen mit unserem ersten Treffen. Da haben wir ein paar Frauen eingeladen, die wir schon kannten, wo wir dachten, das passt einfach wunderbar.

Und wir waren glaube ich zu sechst ganzlastig aber das kam wahrscheinlich einfach durch unsere persönliche Blase. Ja. Ja. Die sich zum Glück aber inzwischen auch hat und wir da. Mundpropaganda. Ich habe auch ganz viele auch angesprochen, also zum Beispiel auch Helena Ernst. Die jetzt ein Bord-Mitglied ist von uns, wir sind jetzt gewachsen, wir sind seit einem Jahr auch zu viert im Board, zusammen auch mit Cordula Gelen und Helena hatte ich bei einer Führung angesprochen, Im Designmuseum hier in München und sie ist eingesprungen für ihren Chef, der kurzfristig abgesagt hatte und dann hat sie die Führung gemacht und ich habe gedacht, mein Gott Die ist so cool und die muss ich unbedingt ansprechen und ich hatte sie angesprochen und gefragt, hey, hättest du Lust? Wir bauen ein Netzwerk auf, möchtest du dazukommen und sie ist tatsächlich auch beim zweiten Treffen dabei gewesen und dann eigentlich fast

immer dabei. Mhm. Und hat einfach einen total inspirierenden Weg vorgelegt. Sie hat sich jetzt auch selbstständig gemacht zum Beispiel auch. Also Helena ist wirklich auch eine inspirierende Person, oder? Ja. Ich glaube, sie ist Vorbild für ganz viele von unseren Mitgliedern und sie meinte, dass der Saloon ihr auf jeden Fall den Rückenwind gegeben hat überhaupt auch sich selbstständig zu machen und da aus aus einer relativ, sicheren Position ja eigentlich als Restauratorin am Museum rauszugehen und sich da einfach.

In einer gewissen Weise auch freizuschwimmen und dass sie das sich traut, hat sie verraten, das schuldet sie auch so ein bisschen dem dem Netzwerk und dem Rückenwind, den wir versuchen Mitgliedern anzubieten. Und deshalb war sie auch wirklich die perfekte Person für Bord. Weil sie auch wirklich ja genau diese Mission auch erfüllt und genau das lebt auch, was wir eigentlich so mit dem Saloon vorhatten. Genau und so war das eigentlich praktisch auch so ein äh schon am Anfang wirklich auch ein starkes Netzwerken, wirklich viele ansprechen immer und auch viele erinnern.

Kommt ihr? Wir haben unser Treffen, wir haben in Saloon ähm Klinken putzen, viel Klinken putzen viele an Ansprechen. Ich bin ja auch bei den Museen hier Mitglied und habe dann auch immer wenn ich dachte hm das könnte ganz gut passen. Habe dann einfach verschiedene Frauen angesprochen und die Voraussetzung ist ja, dass man hauptberuflich auch also professionell in der Kunstbranche sein muss.

Und das hat eigentlich ganz gut gepasst. Ja, damit man sich so austauschen kann und so sind wir dann langsam gewachsen und man hat auch gemerkt Das hat den Mitgliedern so gut gefallen und ich glaube, na wir sind da wirklich relativ einzigartig auch, wenn man das jetzt vergleicht, vielleicht auch mit den Museums-, Freundeskreisen.

Dass wir einfach da auch so um wirklich diverses Programm anbieten können, weil wir natürlich zu jedem anderen Mitglied gehen und dann mal bei der Kunstversicherung sind und dann sind wir im Museum, dann sind wir bei einer Restauratorin, dann sind wir bei einer Künstlerin, dann sind wir im Kunstverein, im Auktionshaus und an eine Institution, genau.

Und die Cordula, wie ist sie zu den Saloonis gekommen sind. Das habe ich von dir, Eva. So nennen wir uns manche sagen auch Salunistas, aber salonisch, sagen wir meistens. Mitglieder. Cordula kenne ich durch die Galerie Heldenreizer, wo ich ja als Galeriedirektorin gearbeitet Grüße an Markus, Grüße an die Galerie, die Cordula arbeitet für den Verlag und die Galerie hat auch mit dem Himmer Verlag zusammengearbeitet und dann hatte ich die Cordula auch angesprochen und gefragt. Schau mal, das Netzwerk könnte doch was sein und dann kam sie dazu und dann ähnlich wie bei Helena ist sie dann irgendwie wirklich total engagiert dabei gewesen und, ja eine totale Bereicherung auch. Welche Künstlerinnen sind denn mit

bei euch, zum Beispiel die Janine Mackenroth, die war ja auch schon mal bei dir im Podcast am liebsten, ne? Wie in den Achtzigern, im Radio sagen schöne Grüße, schöne Grüße. Ja schöne Grüße ähm Janine. Und dann Isabell? Ja, an Isabel. Ja, also. Zum Beispiel Janine, die ja auch ja nicht nur als Künstlerin aktiv ist, sondern auch eben als Kuratorin und Buchautorin und sich da ja auch sehr für weibliche Künstlerinnen stark macht und mit ihrer Malmaschine sozusagen diesen Gedanken ad absurdum führt, dass Frauen überhaupt nicht malen können. Also die reflektiert da ja auch in einer sehr klugen Art und Weise in ihrer Kunst über diese noch nicht ausgeglichenen Machtverhältnisse. Finde ich interessant. Also ihr habt.

Ihr als äh Vertreterinnen des Kunstmarktes, Isabelle als Restauratorin Janine als Künstlerin, welche Bereiche treffen noch aufeinander im Saloon? Das ist ein guter Gedanke, den du da gerade hast. Das ist wirklich so, was wir als zentralen Punkt auch sehen, dass wir nicht nur Künstlerinnen im äh Saloon haben wollen, weil sonst tauschen sich ja wirklich dann nur noch Künstlerinnen am Ende aus. Mhm. Sondern wir wollen das wirklich weiter fassen.

Wir wollen auch eben Restauratorinnen dabei haben, Expertinnen aus Auktionshäusern, Galeristinnen, genau. Einfach eine große Bandbreite, damit wir uns wirklich auch austauschen können und so haben wir dann auch noch Mitglieder aus Kunstversicherungen. Ja, also wir sind grundsätzlich für alle Berufsfelder in der Kunst äh sozusagen offen und je bunter die Vielfalt der Leute, die bei uns Mitglied sind, desto besser eigentlich, weil es gibt dann einfach immer auch wieder Querverbindungen, dass jemand eine Restauratorin sucht, die genau spezialisiert ist, zum Beispiel auf.

Kunststoffe aus der DDR Zeit, können wir dann auch jemanden präsentieren oder jemand, der sich mit Kunstrecht, mit Urheberrecht auskennt, also je breiter gefächert und je größer unsere Mitgliederspanne quasi ist, desto passgenauer können wir auch das Netzwerk quasi weben und desto dichter werden quasi die Maschen sozusagen. Wir sind ja, wie wir schon angerissen hatten, relativ breit aufgestellt und ja, also da sind ganz ganz tolle Persönlichkeiten dabei, also auch aus der Münchener Szene jetzt aus der Auktionswelt zu nennen, zum Beispiel.

Fiona Seidler, die ist Repräsentantin bei Koller oder Tabea Flammen. Die ist bei Sorte Beats tätig. Genau, Sandra Dreher, bei Ketterer. Kollegen richtig. Und dann haben wir ja auch noch Monika und Christina, Franziska und Lacher richtig, die auch schon ganz lange dabei sind. Also wir haben wirklich viele Auktionsweise, wie du siehst. Da das verbindet uns sehr. Aber wir haben auch Polina Gedufa aus der neuen Sammlung, Und die grade Mutter geworden ist, die ist Kuratorin im Museum und Nanke Schellmann, die sich auch gerade selbstständig gemacht hat und auch aus dem Restauratorenbereich kommt, aber jetzt auch Editionen verlegt Also unsere Mitglieder schauen da auch über den Tellerrand und entwickeln sich da auch ständig weiter, was wir natürlich auch mit Spannung immer beobachten und unterstützen.

Ja und wir haben auch ein ganz neues Mitglied, worüber uns wir uns sehr freuen. Das ist die Jessica Keinholz Busch, die du ja auch kennst, Claudia. Ah. Ja. Ja, das wollte ich unbedingt noch erwähnt haben, weil Jessica ist praktisch, durch sind, äh Podcasts, ne mit dir auf den Saloon gekommen. Also wir haben sie ja da gemeinsam an dem Abend im Franz-Markt-Museum kennengelernt und Tatsächlich ist sie jetzt offizielles Saloon-Mitglied. Also Jessica Kylods Busch vom Franz-Markt-Museum, die die neue Leitung jetzt übernommen hat.

Da wünsche ich euch jetzt ausnahmsweise mal Sprachen. Ja. Ich war dabei. Ja, du warst praktisch dabei. Und mein Spitzname ist doch Netzwerk, Claudi. Ja, total. Was mich der Bogen da jetzt schließt. Ja. Dachte ich auch. Das müssen wir einfach unbedingt hier erwähnt hier im Podcast ja und vielleicht nehme ich das jetzt auch als Brücke und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte einen Kunst-Podcast wie könnte ich denn bei euch mit Mitglied werden. Also wir selektieren sozusagen unsere Mitglieder oder wir wir laden sie dazu ein, einen CV, also einen Lebenslauf und einen Motivationsschreiben zu schicken Und dann besprechen wir das im Board, ob diejenige passen könnte und dann laden wir sie zum Schnuppern ein und

so läuft der organische Eingliederungsprozess quasi und dann kommt mal in unsere WhatsApp-Gruppe und in unsere Instagram engen Freunde und dann schon ist man dabei. Und könntet ihr euch auch vorstellen, Mitglieder zu integrieren, die vielleicht von weiter weg kommen. Ist ein bisschen schwierig dadurch, dass wir einfach die in New York Treffen haben.

Und Austausch ist wirklich einfach sehr wichtig, sich persönlich zu sehen. Und wir halten's jetzt auch nicht komplett an der Stadtgrenze so fest. Wir haben jetzt auch ein Mitglied aus Augsburg München entfernt Also wir würden dich natürlich gerne als Ehrenmitglied aufnehmen. Klaudi, hast du die ganzen gearbeitet?

Also hier offiziell Ehrenmitglied da stoßen wir dann aber tatsächlich um ein Mitglied zu werden, muss man im Ort sein. Davon lebt das Netzwerk natürlich einfach dass man sich sieht, dass man sich nach der Arbeit sieht, dass man sich austauschen kann, dass man sagen kann, hey, ich habe nächste Woche hier eine Möglichkeit, einen Job kannst du das übernehmen? Genau, das ist auch immer so eine, wenn ich da eingrätschen darf, immer so eine Frage, was bringen die neuen Mitglieder an Mehrwert für die bestehenden Mitglieder auch mit? Also es ist so ein Geben und Nehmen. Da ist so ein bisschen die räumliche Nähe. Hilft natürlich unfassbar.

Ja. Im letzten Kunstforum gab es ja ein tolles Thema von Larissa Kikohl zum Thema Mutterschaft. Mhm. Ist das auch ein Bereich, den ihr euch verstärkt widmet absolut auch, ja. Das sich jetzt auch verstärkt für Finanzen, ne, für den finanziellen Ausgleich, auch gerade wenn man Mutter wird, ne? Und diese Pause in Anführungsstrichen hat dann einsetzt.

Es sind absolut Themen, die wir vielleicht noch weiter und noch mehr in in den Vordergrund stellen müssen und sollten, weil die Kunstbranche gefühlt besteht ja irgendwie aus. Prozent Frauen und da sind so viele Themen, wo eben auch wie Mutter sein und wie vereinbare ich Kind und Arbeit, die wir wirklich auch nochmal stärker anschauen müssten.

Also einige unserer Mitglieder sind auch sind auch Mütter und sind auch Mütter geworden, während sie waren oder sind. Genau. Äh ja oder Lisa, also viele auch Künstlerinnen oder ja einfach Kulturschaffende im grundsätzlichen, zu denen wir dann auch sagen, du hast kein Problem, wenn du das Kind mitbringst, wenn du kannst oder wenn du auch nur eine Stunde vorbeischaust oder wenn du auch nur zum Essen irgendwie noch mal kurz vorbeischaust, toll, wenn wir irgendwie den Anschluss an dich nicht verlieren viele Künstlerinnen beschäftigen ja sich auch in der Kunst, mit Mutterschaft Ausstellung auch damit beschäftigt, ja.

Aber Frau sein und in der Kunstbranche arbeiten, das trägt einfach sehr viel. Da kommen viele Aufgaben auf einen zu. Und wie ich gerade eben meinte, wir haben einfach wirklich noch viel aufzuholen, damit auch diese Gleichberechtigung da ist. Und ich sage auch immer zu Eva, wenn wir deine Gleichberechtigung haben, dann brauchen wir auch keinen Salon mehr. Ja, genau. Wir arbeiten eigentlich auf die eigene Abschaffung hin. Genau, ja. Genau.

Na ja, da muss einfach so viel noch passieren und ich habe gerade angefangenes Buch von Katie Hassel zu lesen The Story of Art, the out man. Und man kann davon denken, was man will, ja natürlich, aber ich fand's jetzt schon noch mal spannend, weil das wird einem noch mal vor Augen geführt, wie ungerecht die Kunstgeschichte auch war und da sind eben der Künstlerinnen mit inbegriffen, aber natürlich auch die Galeristinnen und all die anderen Figuren, die es gibt. Und sie konzentriert sich ja auf die Künstlerinnen und das finde ich einfach Spannend und ich konnte es kaum glauben, dass die Royal Academy in London, erste Einzelausstellung einer Frau in ihrer Haupthalle erst 2023 hatte.

Ja genau, so habe ich Claudia schaut mich mit großen Augen an. Ja und das sind einfach so Fakten Ne und dann schaust du dir einfach noch mal wirklich auch das Story of Art von Gombridge, was ja dieses Standardwerk in der Kunstgeschichte ist, mit dem ich auch in der Schule und der Uni und so weiter zu tun hatte. Und ich glaube, wir haben alle Gombage irgendwo im im Regal stehen, steht hinter dir. Steht hinter okay gut. Ich hatte mich auch wieder rausgeholt diese Woche und du schaust rein und es ist wirklich keine einzige Frau aufgezählt, ne? Und das ist das Story of Art. Und so ist es, ne? Und da schauen wir einfach hin und wenn du's dann mal wirklich siehst und dir die Augen geöffnet werden, dann schaust du irgendwie anders dahin und so

geht's uns im Saloon die ganze Zeit, nämlich mir ist zum Beispiel früher nie aufgefallen, da ist ja keine Frau drin, ne? Das war einfach wirklich so dieser auf den man in die Welt geschaut hat und dann schaut man zurück, ja, welche Frauen haben wir gelesen, eigentlich welche Autorinnen und ich glaube, das ist auch die wichtigste Entwicklung, die also zumindest, wenn ich so für mich spreche, die wichtigste Entwicklung, die ich durchgemacht habe in der Zeit, in der ich Saloon mit bin eigentlich, dass ich jetzt Dinge sehen kann, die ich vorher nicht gesehen habe und ich kann sie jetzt auch nicht mehr ignorieren. Genau. Also eine Entwicklung, die.

Ja hoffentlich dazu irgendwann beiträgt, dass die die Ungleichheit, verschwindet. Ja. Genau das, was du gemeint hast. Man kann halt nicht mehr weg und das merken wir halt auch immer und Und das ist halt so spannend, wenn wir mit unseren Mitgliedern darüber sprechen und die das dann auch bemerken. Ach stimmt, ne? Das liegt ja eigentlich gar nicht.

An mir, dass ich nicht weiterkomme, sondern wirklich an dem System, das System, was halt schon Jahrhunderte aufgebaut wurde und man selbst, ne, diesen Blick hatte da drauf. Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu abstrakt für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, aber ich hoffe, die verstehen das, sondern wirklich auch diesen Blick, ne, zu schauen, okay, ja, warum, kommen dann mehr die Männer tatsächlich in die Führungspositionen und warum halte ich mich beim Gehaltsgespräch zurück Oder warum ist tatsächlich jetzt schon wieder keine Frau im Hauptsaal des Museums und so weiter. Ja. Und das fällt einem auf. Man schaut geht ganz anders durch Ausstellung oder überhaupt durch Institutionen und schaut sich das an. Ja, man geht glaube ich ganz anders auch an seinen

ja an seinen eigenen Beruf ran, also vor ein paar Jahren. Ich habe mal in einem Gehaltsgespräch nach mehr Geld gefragt, Bei einem früheren dann hieß es ja wie, sie wollen mehr Geld? Äh wir dachten ihnen macht der Job Spaß? Wo man sich dann denkt, würde jemand das auch zu einem Mann sagen, zu einem sagen wir mal, dreißiger oder mit 20er, also auch zu einem jemanden nach dem Studium. Also ich meine, von Spaß zahlt man ja noch keine Miete, also allein diese Herangehensweise, dass überhaupt zu sagen, da da fasse ich mir irgendwie heute an den Kopf. Ja. Während neben Leadership.

Gehaltsverhandlungen, größere Sichtbarkeit auch, Themen wie Me too debattiert. Ja, also das hatten wir angerissen in unserer Ausstellung, die sich ja viel mit dem weiblichen Körper befasst hat letztes Jahr, mit dem Fremdblick und auch mit dem Selbstblick von Frauen auf ihren Körper und in der Finissage hatten wir eine kleine.

Pendel discussion mit den teilnehmenden Künstlerinnen und da wurde auch das Thema eben angerissen. Wie wehre ich mich gegen Machtmissbrauch? Also jemand, der einfach seine Stellung in welcher Form auch immer ausnutzt und das muss jetzt gar nicht irgendwie bis zum Äußersten gehen. Also das kann auch sehr Thiel ablaufen, diese Machtausübung und gibt viele Themen, wie du siehst und und werden auch immer angesprochen von unseren Mitgliedern, könnten wir nicht was dazu oder dazu machen und wir wollen's tatsächlich auch wie unsere Mitglieder so divers, unsere Mitglieder sind auch unsere Themen gestalten, also alles, was uns angeht und alles, was Female Empowerment ist in meinem Intro, Bin ich zum einen auf die Füße und die Flügel eingegangen? Aber auch auf die

Männer. Das haben wir natürlich so ein bisschen darüber gesprochen, an welcher Stelle es noch ein bisschen gerechter zugehen könnte. Gendergap haben wir angesprochen, gibt es denn auch andersrum Situationen, wo ihr feststellt, hey, hier tun wir uns gegenseitig gut? Also hier können wir vielleicht auch mal, lieben Männer fördern oder hier haben uns Männer geholfen oder oder, sehr stark betont, dass es eben nicht um das Wegstoßen eigentlich um ein Netzwerken im großen Sinne. Ja, total. Also ich denke, dass wir auf jeden Fall die Männer als Unterstützer brauchen ganz ganz dringend. Also Gleichberechtigung kann ja auch kein reines Frauenthema sein.

Genauso sehe ich's auch, absolut. Und das sagen wir auch immer. Wir schließen niemanden aus, wir brauchen nur diesen Safe Space tatsächlich auch. Auch mal unter uns sein, Genau uns empowern und zusammen sein. Ja und vielleicht nehme ich das jetzt auch als Brücke, um unseren Podcast zu. Beenden, zu beschließen, unser schönes Gespräch, Vielen, vielen Dank, dass. Also natürlich vielen Dank für die Ehrenmitgliedschaft. Sehr gerne. Wir feiern das heute noch. Auf jeden Fall. Für die tollen Einblicke, die ihr in eure wirklich wichtige Arbeit geschenkt habt drücke euch.

Die Daumen, dass in Nordrhein-Westfalen auch mal einen Saloon aufgemacht ja wer weiß, wer das jetzt hört. Wir würden uns sehr freuen, wir äh empfangen euch mit offenen Armen und sind hier auch da zur Unterstützung ja und auch danke dir Claudia, eigentlich auch praktisch von Anfang an dabei immer so im also ähm ja danke für die Unterstützung. Ja und vielen Dank, dass ihr mich hier so mit offenen Armen empfangen habt, und jetzt sehen wir zu, dass wir uns noch einen schönen Abend mit den anderen Salonis Salonis das.

Music. Die nächste Folge erscheint in einer Woche und um sie nicht zu verpassen, folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner, Wenn dir diese Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlasse doch gerne fünf Sternchen sowie eine wohlgesonnene Bewerb, freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich auch weitere Themenvorschläge oder GesprächspartnerInnen. Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der, oder eine E-Mail an folgende Adresse schreiben. Info at die Leichtigkeit, Danke fürs Zuhören und tschüss bis zum nächsten Mal.

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