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Drehmoment & Wendepunkt

#068: Du schimpfst mit dir, wenn das Training ausfällt? - Was Christian dagegen tut

Sonntag, 1. November 2026 · 22 min

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Shownotes

Zwei Monate kaum Training: Ist jetzt alles weg? In Folge 68 von Drehmoment & Wendepunkt sprechen Daniel und Christian über Christians Comeback. Es geht um Offseason, Training ohne Puls und Pace, ein Wochenminimum, das immer geht, und darum, warum Selbstbild und Selbstgespräch über das Dranbleiben entscheiden. Dazu: der Plan für 2027.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Herzlich willkommen wieder bei Drehmoment und Wendepunkt. Ich habe wieder den Christian mir gegenüber sitzen. Christian, wie geht's dir? Du brauchst geschrieben. Sonst geht es mir gut. Das ist immer wichtig. Ja, das ist eigentlich eh der perfekte Aufhänger für die Folge. Es handig schon ein paar vermisst.

Ich habe schon ein paar YouTube-Kommentare gekriegt. Es haben Leute dein Stravo-Profil gestalkt.

Ich kann die beruhigen. Unter meinem eigenen YouTube-Kanal habe ich gestern einen Kommentar gelesen, wortwörtlich. Lebt er noch? Weiß das jemand? Also, ja. Ich lebe noch.

Ich bin noch am Leben. Ich habe vor vier oder fünf Wochen eine Podcast-Episode herausgebracht und dann hat jemand untergeschrieben und gesagt, ich habe auch noch aus Trauer geschaut, der ist aber länger als zwei Wochen, da sportlich schon nichts mehr.

Ja, man braucht auch seine Ruhezeiten. Du hast irgendwann einmal gesagt, Regeneration ist genauso wichtig wie Training und ich habe im letzten Jahr dermaßen übertrieben, dass ich jetzt mal mit der Regeneration nachgelegt habe.

Achso, vielleicht, dass man die Entlastung und Regeneration zusammenfügen soll und nicht vier Wochen das vier Wochen das anders macht.

Das funktioniert nicht, das wäre meine Frage für heute gewesen. Nein, eh nicht. Spaß, nur Scherz.

Ich möchte mit dir heute ein bisschen drüber reden. Wir haben jetzt Herbst, kommt der Winter. Das heißt, es kommt das schöne Indoor-Training danach. Aber wenn wir über Training reden, wo soll es bei dir hingehen?

Doch so einfache Frage gleich. Kurzfristig, langfristig oder mittelfristig, woran worüber reden wir? Kurzfristig genau das, was du gerade gesagt hast, mein Rad wird aufgespannt auf den Trainer daheim. Und kurzfristig ist mein Ziel, mich wieder zumindest so weit zurückzubringen, dass ich mich wieder so fühle, wie ich mich im Frühling gefühlt habe.

Dazwischen war lagen viele Dinge. Also das erste Mal einmal 42 Grad, bei 42 Grad steige ich nicht aufs Radl. Punkt. Also da kann sein. Also ich bin zweimal oder so drauf gesessen bei um die 39 herum und war überrascht einerseits und war auch erstaunlich, dass es mir eigentlich gut gegangen ist. Besser als ich gedacht habe.

Also es hat mich nicht so belastet, wie normalerweise bei 39 bis 41 Grad erwartet hätte. Aber es war spürbar, dass das nicht mehr, dass das nicht gescheit ist und dass das unnötige Belastung ist. Er hat mich versteckt, so wie die meisten vor dieser Hitze. Dann hat es ein bisschen nachgelassen, ich wollte wieder drauf, haben dann die Jungs irgendwelche Sachen dahergeschleppt aus dem Sommerkindergarten oder irgend sowas.

Und Schule, nein, Schule war da nicht, keine Ahnung, Sommerzeug halt dahergeschleppt, dann bin ich natürlich einmal drauf gesehen und gleich wieder krank worden. Und dann ist die Abwärtsspirale schon losgegangen. Dann ist irgendwie, das ist irgendwie schon aus Arbeit und krank und nicht fit und dann bin ich laufen gegangen mehr.

Also laufen war dann schon. Aber ja, dann habe ich bemerkt, dass mir das tatsächlich gerade enorm gut tut, nicht am Rad zu sitzen, nämlich meinem Rücken. Das war ein Dauerthema. Ich glaube, das haben wir eine der letzten aufgezeichnet, THE, was mir sehr geholfen hat. Und es war nicht nur THE, es war tatsächlich die Mischung aus THE und einfach einmal eine Pause machen.

Die Nina, die wir ja auch schon da hatten, hat ja sich um meine Faszien gekümmert und die hat zu mir damals gesagt, weil ich gesagt habe, was würdest du jetzt mit mir machen? Und sie hat gesagt, ehrlicherweise, als erste, was ich mit dir machen würde, wenn du dieses Projekt nicht hättest, ich würde die zwei Monate mindestens vom Radl nehmen und sagen, du gehst jetzt gehen, laufen, alles mögliche.

Du kannst trainieren, aber runter von dem Radl für mindestens zwei Monate, damit wir das immer in Ordnung kriegen, weil jedes Mal da draufsetzen, machst du in Wahrheit nicht besser, sondern schlechter. Und das habe ich dann tatsächlich gespürt, wie ich dann nach längerer Pause, wie es besser worden ist, mich wieder mal draufgesetzt habe.

Und die Tage danach, genau das, was mich vorher so gequält hat, ist schön langsam wieder zurückkommen. Ich habe es mit einer THE wieder zurückbekommen, aber ich habe dann so gemerkt, das ist so ein dauerndes Kämpfen gegen etwas. Und dann bin ich Lauffan geworden. Ja, und dann halt das Leben. Und wir haben, du sagst, es ist Herbst, also in meiner Welt hat es keine Übergangsphase von 40 auf 6 gegeben, sondern einen Kreislaufzusammenbruch, weil dieser kurze heißkalt und dann, jetzt haben wir Winter in meiner Wahrnehmung.

Das war alles ein bisschen schwierig für mich. Aber ja, der Plan ist, wie gesagt, Laufen ein bisschen mehr in den Fokus holen, weil das kann ich überall machen. Das kann ich mit Hund machen, das kann ich auch mit Kindern nehmen am Rad machen. Es geht immer, das ist nicht so eine Materialschlacht, das ist nicht immer gleich so zeitaufwendig, da sitze ich nicht wieder vier Stunden drauf, das Rad im Winter auf den Swift stellen und dann schauen.

Also Christian und ich haben letztens erst telefoniert und gesagt, wir brauchen für Frühjahr 2027 jetzt einen Plan. Unser Ziel, also du fragst nach dem Ziel und ich weiß es noch nicht. Also wir haben gesagt, wir machen definitiv irgendwas. Wir werden nicht wieder von Amsterdam nach Wien fahren. Wir wissen, die Strecke kennen wir schon.

Es gibt noch 17 andere Wege, wie man das fahren könnte, aber das ist, vor allem das ist dasselbe Ziel und das nein, das will man nicht.

Der Empfängern ist Bregenz nach Nizza.

Das habe ich schon gehört, weiß ich nicht.

Hat ein paar Bildmälter mehr.

Ich wollte gerade sagen, da haben wir, du hast mir letztes Jahr, ich glaube, du hättest, wenn die Höhenmeter dabei bei gewesen wären, hättest du das ganzen Projekt auch nicht zugesagt. Du hast nur zugesagt, du hast gesagt, dass man gut das ist zu schaffen, was waren 7000 Höhenmeter auf 1200 Kilometer, das war zum Packen.

Ich glaube, wenn die Höhenmeter da dabei gewesen wären, hätte ich gesagt, na, das kriegst du in einem Jahr nicht hin. Ich vernehme demnach aber, dass du das für nächstes Jahr nicht mehr für undenkbar hältst. Verstehe das richtig. Hätte dich da nicht gerade zwei Monate oder drei ein bisschen geschwäckelt.

Ja, also im Grunde hat sich vielleicht die Sprägen jetzt nicht die perfekte Bikebanking-Strecke. Ich habe mir gedacht, wir könnten nach Grado fahren. Das ist auch. Eher von wo weg? Da, ew und du. Ja, also gerado.

Aus Amsterdam. Man muss immer fragen, woher, wohin, weil. Weil man weiß ja bei meinem Vogel nicht, was mir einfällt. Keine Ahnung.

Ich hätte jetzt nicht auf deinen Vogel bezogen, ich hätte jetzt auf deine Kreativität Chrome. So nennen wir das liebevoll, wenn wir. Aber grundsätzlich Toolen, Grado ist natürlich auch schön. Ich habe ja heuer kurz überlegt gehabt, den Albeadria-Radweg zu fahren. Der geht von Salzburg nach Grado. Ist natürlich auch eine Option, aber man kann es natürlich auch von da fahren.

Radweg heißt ja hauptsächlich keine Straße.

Ja, meines Wissens auch, ich bin in heuer nicht gefahren, weil der Markus dann leider krank gewonnen ist. Aber der wäre grundsätzlich sehr gut ausgeschildert, ist bald auch in dieses Euro-Velo-Streckennetz. Also dieses Straße.

Sowas hätte ich gern, weil eines habe ich auch gelernt auf dieser Tour. Ich würde mich gern, wenn wir auf Rad sitzen, noch mehr als vorher schon auf Radwege fokussieren und Straßen auslassen. Weil nicht böse sein, ihr habt so einen Vogel alle miteinander, wenn sie im Auto sitzt. Ich kann es nicht anders sagen.

Ich bin selber ja Autofahrer und Radfahrer. Vielleicht erleichtert das ein bisschen da ein, wie ein anderes Urteil zu haben. Ich würde im Leben keinen Radfahrer überholen, wenn ich mir nicht sicher bin, dass ich vorbeikomme, dass ich dem mehr als genug Platz lasse. Und wir reden, also ich lese immer dieses idiotische Argument, ja, dann fährt es halt nicht nebeneinander, weil dann kann man euch auch überholen.

Nein, du hast es von Anfang an nicht verstanden. Es ist vollkommen egal, ob wir zu zweit, zu dritt, nebeneinander fahren. Egal, erstens, fahren wir zu zweit, wird die ganze Wurst kürzer. Das ist ein Vorteil für dich. Zweitens, es ist egal, ob da einer fahren oder drei. Du rechnest dir aus, Mindestabstand eineinhalb Meter, du bist sowieso auf der anderen Fahrbahn.

Es ist wurscht, ob da einer fährt oder zwei. Du kannst nicht bei Gegenverkehr einen Radfahrer überholen. Und wenn du glaubst, dass du das kannst mit 120 auf der Bundesstraße, dann liegst du nicht nur falsch, sondern leid, ich habe mittlerweile echt so einen, ich habe echt fast ein bisschen Langkant entwickelt, bei den Jahreskilometern ist es wahrscheinlich dann Natur gegeben, dass man dann so oft in solituationen kommt, wo man nur noch den Kopf schütteln kann und sie denkt, ja, ich überlebe es vielleicht nicht, aber du bist der, der im Häfen sitzt und das ist da überhaupt nicht bewusst.

Es ist dir nicht klar, da kannst du nur so, du kannst nachher beim Richter sitzen und sagen, ja, aber wir sind zu zweit nebeneinander gefahren. Fakt ist, du gehst den Knast fertig und das zu Recht. Also du merkst, ich bin da ein bisschen, nein, ich bin da echt sensibel, weil ich verstehe es nicht. Ich verstehe es nicht.

Da geht es meistens um ein Zeitersparnis von 30 Sekunden auf die ganze Strecke, die du fährst. Und die ist echt zu verdauen. Das kann man verlangen. Aber ja, also ich würde gerne auf Radwegen bleiben, in der langen Rede kurzer Sinn.

Gibt es sonst noch ein Ziel, was du dir für 2027 so außerkommen? Es muss ja jetzt kein spezielles Wettkampfziel sein, wenn man fünf und dann möchte.

Also wenn es das Wetter zulässt, wäre ich gerne wieder ein bisschen lückenloser. Und wenn es das Wetter nicht zulässt, dann suche ich mir was anderes, was ich bei 40 Grad draußen machen kann. Aber die Lücke war halt ja, das war nicht so optimal. Aber ja, hey, also auch über das haben wir schon oft genug geredet und das hat sich bei mir tatsächlich verändert.

Ich bin jetzt erstens nicht mehr ganz so streng mit mir, weil ich da jetzt einfach, weil es halt nicht so optimal gelaufen ist. Ich habe auch nicht gleich komplett ausgelassen, sondern habe einfach gemerkt, okay, das geht gerade, aus vielen Gründen geht es gerade nicht so, wie ich gerne möchte. Die Fünf-Tage-Trainings oder mehr ist gerade nicht drin.

Ja, dann bin ich halt die Woche nur zweimal laufen gegangen und habe irgendwie ein paar Liegestütz gemacht. Okay, aber ich habe nicht aufgehört. Punkt. Und ich weiß, auf Strava war ich wirklich off. Also es hat ausgesagt, das würde ich gar nichts machen. Hat auch damit zu tun gehabt und ich habe irgendwie ganz wenig Nerv gehabt für solche Dinge.

Mein Brustgurt hat plötzlich angefangen zu zicken und hat mir beim Laufen, wo ich gemerkt habe, ich bin nach 45 Minuten kurz fast am Sterben, hat er gesagt, 86 Pulse und mir gedacht, was war die, kann ich wegschmeißen auch, bringt nichts. Dann bin ich auf die Gamin umgestiegen, die schätzt ja sowieso nur.

Und irgendwie habe ich dann, habe ich dann mal echt so phasenweise, was mir dann echt völlig wurscht. Ich habe geschaut, was hast du in dem Plan geschrieben? 50 Minuten laufen, ich bin einfach bei der Tür raus und bin 50 Minuten laufen gegangen. Und mir gedacht, wurscht jetzt, keine Herzfrequenz, keine Pace, kein gar nichts, es ist mir egal.

Und witzigerweise hat auch die Phase gut getan. Einfach einmal keine Messungen, kein gar nichts. Also ich habe mich wieder zurückerinnert an Radfahren ohne Watt und ohne Puls und ohne Allem, sondern auf Gefühl. Ich weiß, dass das in deiner Welt. Also, aber ich glaube, es gehört einfach dazu.

Muss ich da insofern widersprechen, weil du gerade das erfahren hast, was ich als Off-Season beschreibe. Und was ich auch vor ein oder zwei Episoden in meiner Solo-Episode erscheint. Meine Off-Season halt in den Sommer geschoben. Es ist egal. Die Off-Season kommt und dann, wenn man sie normalerweise einbrantt oder bei dir halt jetzt ungebrandt, aber es ist wurscht, und eine Off-Season ist, das habe ich dann auch in der Podcast-Episode gesagt, oft muss dieses 2 plus 2.

Normalerweise sind gemeint zwei Wochen, nicht Monate. Aber ja, und quasi zwei Wochen nichts tun und dann zwei Wochen nach Lust und Laune. Also ich quasi ohne Frage, ohne Herzbegrenze, ohne jetzt auf die Herzvergrenze zu schauen, ohne auf die Base zu schauen, einfach nach Gefühle und Lust zu.

Ich kann mich erinnern, das habe ich gesagt, als ich aus Amsterdam zurückgekommen bin, habe ich gesagt, jetzt mache ich mal zwei, drei Wochen einfach so. Ja. Ich habe es ja auch wieder versucht zurückzufinden, aber dann kamen 39 Plus und das, ja. Und Selbstständigkeit muss ich niemandem, niemandem, der selbstständig ist, erklären, dass das manchmal Wellen und das war halt jetzt einmal so eine Welle.

Wir arbeiten jetzt mittlerweile seit ja, ich sag mal, grob so eineinhalb Jahren. Und es gab ja auch, wenn man sich unsere Podcasts anhört, findet man die Monate bzw. die Zeiten eh, wo du mal krank warst oder wo halt klassische Unterbrechungen waren, kenne ich jeder. Mich würde jetzt noch an der Stelle interessieren, du hast ja quasi schon immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ich sage, okay, es gibt einfach einen Umstand, wo du dann kurz pausierst, ob gewollt oder ungewollt, krankheitsbedingt, beruflich, wie auch immer.

Und was waren bisher so die Dinge, die dir verändert haben, wieder in diese Routine?

Ich kann das jetzt tatsächlich momentan auf eine Sache beschränken, nämlich, und das hat sich echt verändert in dem letzten Jahr oder in den letzten eineinhalb Jahren. Früher, wenn ich in so einer Phase gesteckt bin wie die letzten zwei Monate, war ich so schier zu mir, dass ich meine ganze Identität dadurch umgebaut habe und mit mir selber in mir herumgeschimpft habe.

Jetzt hast du wieder nicht und du hast wieder nicht durchgezogen und jetzt ziehst du wieder nicht durchgezogen. Und habe aus mir in meinem Selbstbild jemanden gemacht, der das jetzt nicht macht. Das habe ich diesmal einfach nicht zugelassen. In meinem Selbstbild bin ich immer noch der Typ, der das jetzt letztes Jahr durchgezogen hat.

Und zwar gegen jede Wand und gegen alles, was ich habe es durchgezogen und ich mache das jetzt. Ich bin der jetzt, der das macht. Jetzt gerade habe ich eine schwierige Phase und Offseason oder was auch immer. Ich nenne das wie auch immer, es ist aber völlig egal, sondern ich erlaube mir das und habe dann einfach.

Natürlich, ich finde dann auch gute Begründungen und Ausreden, das ist dann auch gefährlich, aber da bin ich ein bisschen netter zu mir einfach nur. Ich bin einfach nur, na, das ist jetzt gerade so, aber ich höre halt nicht ganz auf. Und wenn ich nur einmal in der Woche laufen gegangen bin, dann bin ich einmal in der Woche laufen gegangen.

Völlig okay. Mit dem Laufen? Nein, oder mit. Nein, das mit dem Laufen, das ist nicht. Das wissen wir schon.

Das wissen wir. Mit dem netter zu sich selbst ja. Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das ist so die Key Message wahrscheinlich dieser Episode. Also keine Ahnung, wo. Kann sein. Aber auf jeden Fall die Key Message so, okay. Sich nicht selbst zu verurteilen, davon bin ich ein sehr, sehr großer Fan. Und quasi mit den Kampf.

Ja, aber ich glaube, das liegt Teil schon so einem großen Teil auch an den ganzen Dingen, die wir da schon besprochen haben. Und da war genau da ist nämlich auch ein Teil davon. Dass manchmal, ich habe das irgendwo jetzt im Zusammenhang mit Mentaltraining, habe ich das jetzt irgendwo gerade wieder gelesen oder gehört.

Und da haben wir gedacht, die feine Grenze zu finden, ist halt, ist halt nicht einfach, aber die ist, glaube ich, wichtig. Und zwar ging es da irgendwie darum, dass der große Unterschied zwischen Mentaltraining und Psychologie manchmal ist. Und Psychologie hat seine Rolle und seinen Wert. Nur gleich bevor das so klingt, als würde das, ich liebe das auch und ich finde, Psychologie studieren und also das ist ein großes, wichtiges Thema.

Aber es gibt dann eben den anderen und der ist dann Mentaltraining und den Unterschied kann man ganz einfach für mich herausfiltern. Es gibt so Momente und Szenen im Leben, da neigt man dazu, dann eine Therapie zu machen und mir ist das eben passiert. Genau deswegen, glaube ich, hat das bei mir so resoniert.

Mir ist das passiert, dass ich kleinere Themen, ich wollte irgendwie, ich habe das Gefühl gehabt, ja, Therapie kann jeder mal machen, das macht immer Sinn, weil man findet immer was. Und was mir aber passiert ist, und das habe ich genau in diesem Punkt gelesen, du findest dann, du natürlich, du findest immer was.

Und wenn du dann ein Problem findest und das, was du glaubst, dass du lösen wolltest, diesem Problem zuschreibst, dann versuchst du, dieses Problem zu lösen und redest du selber ein, solange ich das Problem nicht gelöst habe, kann ich das Thema nicht lösen, wegen dem ich eigentlich gegangen bin. Möglicherweise stimmt das aber überhaupt nicht.

Möglicherweise ist das einfach nur eine Kleinigkeit, wo du nur dein Hirn austricksen und überreden musst, mit einem ganz kleinen Satz, den du vielleicht, einem Glaubenssatz, den du löst, herausfindest, warte mal, ich rede mir das eigentlich selber ein. Und ja, das kannst du eh bearbeiten, aber da gibt es keinen Zusammenhang.

Nur solange du glaubst, dieses Problem habe ich nicht gelöst, kann auch das nicht klappen. Und jetzt zurückzukommen zu diesem Punkt, wie löst man das, ich glaube, dass man da gar nicht so ein großes Ding draus machen muss. Für mich war es wirklich jetzt so ein, ich habe es bemerkt, diesen Reflex in mir, wenn ich den Trainingsplan ausgelassen habe und habe dreimal hintereinander nicht gemacht, was da drin gestanden ist, dass sofort in mir dieses Ding daherkommt mit diesem, dieses Sticheln an dir selber.

Schau, du, schau, da, du schaffst das wieder nicht, schau, du machst es wieder nicht. Und in dem Moment einfach nur in mir selber kurz zu lächeln und zu sagen, es ist echt arg, wie man schich zu sich sein will. Aber das ist nicht notwendig. Ich bin dieser Typ, diese Transformation ist endgültig, da gibt es kein.

das ist jetzt so. Und das kann man meiner Meinung nach auch nach zwei Wochen Sport machen. Das kann man nach dem ersten Mal machen. Das kann nicht, braucht man nicht diskutieren. Diese Transformation ist endgültig. Ich bin jemand, der das durchzieht. Und ja, das heißt nicht, dass ich immer konstant, das kann niemand von sich verlangen, muss man auch nicht.

Sondern okay, ich brauche das offensichtlich gerade, es ist jetzt gerade so. Ich schaue, dass ich die Woche mindestens einmal und das kann man immer von sich verlangen. Also das war so wirklich mein Limit, war so, komm, einmal schaffen wir irgendwas. Und wenn es, da hat es Momente gegeben, wo ich wirklich bei der Tür raus, 25 Minuten im Kreis und habe gemerkt, das wird halt nicht besser.

Weil normalerweise, wenn es laufst, du kennst es selber nach 10, 15 Minuten, boah, scheiße, und irgendwann macht es Klick und das taugt da und du rennst. Und es hat Tage gegeben, da ist das nicht gekommen. Und dann habe ich einfach bei 15, 20 Minuten beschlossen, so, wir drehen jetzt wieder in Richtung nach Hause, wir setzen die Segel wieder zurück.

Und dann sind es auch 25 Minuten geworden. Das ist nicht mehr kommendes Gefühl von, boah, ich laufe jetzt los, ich mache 50 draus. War aber egal. Ich bin heim, ab in die Dusche. Das Gefühl ist nicht gekommen, macht nichts. Ich habe diese 25 Minuten gemacht. Ich habe nicht komplett aufgehört.

Ja, das sind zwei Sachen. Das eine, das du jetzt eh angesprochen hast, ist dieses, wir sind nicht besonders nett zu uns selbst. Da habe ich einmal gelesen und das finde ich eigentlich ganz schön ist. Immer so, das sei dein eigener bester Freund, deine eigene beste Freundin, weil so wie wir hier mit unseren besten Freunden reden, oder sind wir so umgekehrt, so wie wir mit uns reden, würden wir nie mit uns reden.

Weil so hätten wir keine mehr. Er ist das wahrscheinlich gewesen für die Freundschaft. Und der zweite Punkt ist, das, was wir tun wird zu unserer Identität, das heißt das, was du sagst, ist, okay, ich habe jetzt Sport gemacht, so und so und so viel. Also ich definiere mich als sportliche Person. Zusätzlich, ich habe zwei Kinder, also definiere ich mich als Papa.

Also das kann man ja auf ganz, ganz viele Bereiche ummünzen. Und so wie du, nur weil du deine Jungs jetzt einmal zwei, drei Tage nicht siehst, wirst du sagen. Ich bin ja nicht kein Papa, bin kein schlechter Papa, deswegen. Also das Leben. Ein harter Vergleich, aber ich finde es ganz passend. Total. Weil es ändert sich natürlich nichts, sondern du bist noch immer sportlich aktiv, weißt du und deine eigene Gesundheit.

Das ist auch ganz wichtig. Sondern quasi nicht dieses Zahlengetriebene, sondern dass so viel im Alter und gesund im Alter einfach dieses Lebensgefühl.

Genau. Und bei Zahlen habe ich es heuer natürlich leicht gehabt, das wird mir nächstes Jahr nicht mehr so leicht gelingen, weil durch das Training und die Tour im Frühjahr habe ich immer noch sagen können, du, was wüsste, ich habe fast 5000 Kilometer in den Beinen heuer, aber das muss man einmal wer nachmachen kann.

Selbst wenn ich bis Jahrelend nicht mehr fahre, habe ich die meisten überholt. Und also damit habe ich es mir natürlich leicht machen können, aber das stimmt ja halt dann auch. Man kann ja auch einfach sagen, hey, das merkt sich der Körper schon. Das ist jetzt nur, weil ich, wie du sagst, Offseason, ja, natürlich merke ich, die Beine sind nur noch die Hälfte von vorher.

Und das ist ja alles so schade. Ich habe so hart gearbeitet, aber ich weiß genau, das fangen wir wieder an und drei Wochen später sind wir wieder, also du bist ja dann, wenn du dann wieder intensiver trainierst, auch viel schneller wieder dort, wo du warst. Also mit 51 nicht mehr, das ist mir auch klar.

Aber um das geht es auch gar nicht. Das ist kein Wettbewerb mehr für mich. Es geht für mich um gesünder, länger es feiner zu haben. Und das Ziel lasse ich nicht komplett aus den Augen. Und das wird, mir war von Anfang an klar, das hat seine Höhen und Tiefen. Es wird wieder Phasen geben, wo ich mehr Zeit dafür habe, wo die Umstände besser zusammenpassen und ich werde wieder draufhauen.

Jetzt war halt gerade nicht draufhauen. Das ist auch völlig okay.

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