
Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl· Folge 8
Schafkopf, Watten und Co.: Warum die Sau den König sticht
Donnerstag, 28. August 2025 · 34 min
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Shownotes
„Der Ober sticht den Unter“ – Ein geflügeltes bayerisches Wort und absolut nachvollziehbar. Hoch sticht niedrig, jedenfalls meistens, im echten Leben wie im Kartenspiel. Aber in Bayern ticken die Uhren immer etwas anders. Da wird das Borstenvieh zum Monarchenmörder: Die Sau sticht den König. Warum ist das so? Und warum heißt das Ass in Bayern überhaupt „Sau“? Das erfahren Sie in Folge 8 des Podcasts „Ein Bayer und ein Halber - Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ (/podcasts/ein-bayer-und-ein-halber).
Der halbe Bayer Johannes Munzinger hat auf jeden Fall keine Ahnung. Überhaupt versteht er wenig im Kartenspiel. Bier und Wirtshaus (mittelbayerische.de/lokales/stadt-regensburg/p…), zwei der tragenden Säulen der Bayern-Gemütlichkeit, sind ihm geläufig und wohlvertraut. Aber die dritte Säule, das Kartenspielen, bröckelt. Viel mehr als Uno ist bei ihm nicht drin. Schafkopf? Keine Chance! Also gibt er die Frage weiter an den Experten, den Eichel-Ober unter den Historikern und Museumsleiter: Dr. Richard Loibl.
In Folge 8 des MGB-Geschichtspodcasts „Ein Bayer und ein Halber - Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ (/podcasts/ein-bayer-und-ein-halber) dreht sich alles ums Karteln. Ihre Reise führt die beiden bis ins 14. Jahrhundert, als das Karteln offenbar seinen Siegeszug in Bayern antrat, bis an den heutigen Wirtshaustisch, an dem das Kartenspiel, insbesondere der Schafkopf, eine moderne Renaissance erlebt. Und das, obwohl es einst als „ein säuisch Spiel“ verschrien war, weil in ihm wird die Welt bewusst auf den Kopf gestellt wird – und eine hundsgemeine Sau plötzlich den großen König stechen kann.
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Wenn man sagt, der hat jetzt aber schon über den Schönen König gelobt, da sehen Sie es, da hat sich das geholfen, Schönen König ist die höchste Karten. Ach, das kommt von Schellen König? Ich habe das nicht oft gehört, aber wann ich es gehört habe, habe ich geglaubt, über den schönen König gelobt. Nein, nein, das ist der Schönen König. Ein Bayer und ein Halber.
Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Läubel. Ein History Podcast der Mediengruppe Bayern. Guten Tag, grüß Gott, servus miteinander und HW Derre. Willkommen zurück zu einer neuen Folge von Ein Bayer und ein Halber. Ich bin wie immer euer halber Bayer Johannes Munzinger und mit mir der Archikönig, der Oberbayer, mit mir Dr.
Richard Läubel, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte. Schön, dass Sie wieder da sind. Grüß Gott, Herr Munzinger. Ich muss sagen, ich habe ein bisschen Angst, weil ich fühle mich wie in Vegas, kurz bevor ich Haus und Hof verliere, weil der Herr Dr. Läubel hat vor mir schon ausgebreitet mehrere Kartenspiele, altbayerisches Blatt, so weiß ich, dass wir wenigstens nicht Pokern spielen.
Was mir nicht zugute kommt, weil, und ich gebe es gleich am Anfang zu, Karten spielen ist eine große Schwäche von mir. Und zwar Schwäche im Sinne von, ich kann es nicht. Und zwar, also gar nicht. Ich weiß, wie ein Texas Hold'em funktioniert und ich kann Uno. Und das war es. Sie sind wahrscheinlich, so wie ich Sie einschätze, ein größerer Kattler als ich.
Also deswegen, weil Sie das gar nicht kennen, sind Sie ja nur ein Halbock-Bayer. Und ich bin natürlich ein ganzer Bayer, weil ich der bayerischen Spiele allesamt gehört habe. Zugegeben mit Ausnahme vom Tarok mächtig bin. Was gibt es denn für bayerische Spieler eigentlich? Ich kenne bloß einen Schafkopf und Tarok spielen wir in Österreich auch. Also ich natürlich nicht, aber wir.
Aber Schafkopf verdärt es nicht, haben wir schon mal geredet. Schafkopf verdärt man nicht. Ehrlich? Sind Sie da sicher? Sicher bin ich mir nicht, weil wie gesagt, ich spiele ja gar nichts. Aber ich hätte zumindest noch nie einen Österreicher gehört, der gesagt hätte, ich spiele mal Schafkopf. Das wären wir noch nicht untergekommen.
Man sagt, da gibt der Gemeinde die These, dass die Weltkriege da schwer beigetragen haben zur Verbreitung vom Schafkopf und da sind sie hier mit uns in die Schützenkramen sozusagen drin, gestanden und da hat es ja nicht nur Kämpfe gegeben, sondern halt auch lange Zeiten des Wartens und da soll sich eben dieses Schafkopf so.
Global in Anführungszeichen verbreitet haben. Deswegen könnte man sich gut vorstellen, dass man doch in Österreich doch Schafkopf, aber ich weiß es auch nicht, muss ich dazu sagen. Aber weil sie gefragt haben, was sind. Also ich komme halt deswegen drauf, typisch bayerische Kartenspiele sind in der Regel ja immer typisch österreichische Kartenspiele, weil wir mit einem Kulturkreis sind.
Unsere Kartenspiele und unsere Karten, wie Sie schon gesagt haben, das bayerische oder altbayerische Blatt, das wird auch nicht nur, in Bayern gespielt, sondern in allen süddeutschen Ländern, in Tschechien, in Österreich auch, weil der Tarok, das weiß ich, den hat man in Österreich gespielt oder spielt man wieder mit unseren Karten, mit diesem altbayerischen Blatt gespielt, Italien, Württemberg, Schweiz, also da ist das absolut heimisch geworden und verdrängt alle anderen Blätter.
Also wenn Sie fragen, was ist bayerisch, am Kartenschwein ist ja einmal das Blatt bayerisch, Was sind typisch bayerische Spiele? Ich meine, das Einstiegsspiel zu den höheren Weihen ist in Bayern oft das Neunern, das Kindergernspielen, das hätte ich bald was gesagt, und die Frauen, also Frauen spielen natürlich alles.
Aber das Neunern ist so, ja, halt für Jugendliche, unterhalb des jugendlichen Alters. Dann gibt es ein Spiel namens Watten, habe ich mir sagen lassen. Warten ist der bayerische Poker, weil da kommt es natürlich viel aufs Blöffen drauf an. Du schaffst ja aus, heißt das. Wenn das Gegenüber geht, heißt das dann, also Korten hinschmeißt, dann werden dem Gewinner zwei Punkte zugeschrieben.
Wenn er aber bleibt, dann kriegt der Gewinner drei Punkte. Und uns warten kann ich natürlich, weil ich halt ausschafe und sage, gehst und wenn ich da den glaubhaften Eindruck vermittle, dass ich alle Kritischen da habe, dann geht der Ander, ich kann aber auch gar nichts da haben und dann hat er halt von sich aus alles aus.
Bevor wir gleich komplett in die Regelkunde einsteigen, ich würde gerne mal ein bisschen weiter zurückreisen in die Vergangenheit, nämlich in die Zeit, als die Karten überhaupt aufgekommen sind in Europa. Wann ist das der Fall und woher kommen Sie? Also wir können es ja immer nur aus historischen Quellen schließen.
Und da ist das meistens immer dasselbe, beim Bier ist es auch so. Das Erste, was sichtbar wird, sind Verbote. Also da werden bestimmte Kartenspiele irgendwo verboten. Beim Bier ist, da wird verboten, dass man außer bestimmten Stoffen irgendwas anderes auch noch reinpanscht. Und da ist die früheste Quelle, ist eine Regensburger Quelle von circa 1380, aber es gibt dann fast zeitgleich Augsburger Verbote und so weiter und so fort.
Das hat eigentlich Anlass geboten zu zwei Theorien, wie das Kartenspiel zu uns kommt. Die eine Theorie ist die weit verbreitete, mit der These, dass sie aus Italien kommen und dann deswegen halt in Augsburg eine dieser ersten Quellen aufscheinen und dann in Regensburg, die hängen ja handelsmäßig eng zusammen und Augsburg ist genauso wie Regensburg das Tor in den Süden und zum Fernhandel.
Dem neigen die meisten Kartenforscher, es gibt wirklich Kartenforscher und zwar schon relativ lang, weil dieses, da werden wir noch drauf kommen, weil diese Blätter sind eine wichtige historische und kulturhistorische Quelle, deswegen haben sich da zuerst die Museumskollegen beschäftigt im 19. Jahrhundert und dann halt die Kartenspieler und also die meisten sagen da aus Italien, die wenigsten eigentlich nur der Herr Häusler sagen da, wie ich sage, die These ist deswegen, weil es die schönste ist zumindest, vielleicht ist es falsch, aber es ist die schönste der sagt, dass die aus den Niederlanden in den Donauraum gekommen sind und stellt die Vermutung an, ob das damit zusammenhängen könnte, dass die Herzöge von Niederbayern in der Zeit um 1400, dass die auch Herzöge bzw.
Grafen waren von Flandern, Hennigau, Holland und Seeland. Und da hat es natürlich dann einen Austausch gegeben. Und ich finde das deswegen so schön, weil wenn über die niederbayerischen Herzöge das passt eigentlich irgendwie. Aber wir haben diese Karten ausgeschaut. Heute kennen wir das französische Blatt, das ist das klassische 2 bis 1, beziehungsweise 1 bis Kini.
Und halt das altbayerische mit 6, 7, 8, 9, 10 und da oben Kini. Und so. Was waren das damals für Karten? Was haben Sie gesagt, 14. Jahrhundert um den Dreh? Also da haben wir halt zu diesem Verbot haben wir halt leider noch keine Karten, aber aus dem Spätmittelalter gibt es dann schon oder das eine oder andere Platte, oder es gibt halt Überlieferungen in die Bier.
Und da sieht man schon gewisse Ähnlichkeiten, aber es sind zum Beispiel auch diese 36 bzw. 32 Karten, die wir haben. Lustigerweise werden ja immer noch 36 ausgeliefert, aber Brauarturst halt in der Regel nur die 32, weil es die 6er wegschmeißt. Das ist eine Sache aus dem 19. Jahrhundert. Vorher waren das mehr.
56 ist so eine Zahl, 40 Karten hat es auch gegeben. Aber was relativ früh festgelegt wird, nämlich schon im 15. Jahrhundert, sind diese Farben, nämlich den Eichel, Groß, Herz und Schön. Und wenn Sie mich jetzt da fragen wollen, wo die es herkommt... Das war meine nächste Frage. Es sind nicht ja nochmal Farben, das sind ja Gegenstände. Ja, also auch da gilt nichts gewiss, weiß man nicht.
Aber es gibt eine ansprechende Theorie, die sagt halt, dass die Sachen abgeleitet sind von den Jahreszeiten. Und es wird halt Gras, wenn es wieder grün wird im Frühjahr. Und wird das Herz für den Sommer, wenn es heiß ist und die Liebe blüht, der Eichel für den Herbst, weil da die Eicheln geerntet werden.
Und die Schellen leitet man dann ab von der Schelle und die Schelle vom Schlitten im Winter, wenn es zu den Schlitten fasst. Das heißt, in Bayern hat sich relativ früh schon herauskristallisiert, dass die sich nicht in die gleiche Richtung entwickeln wie das französische Blatt mit Pik, Karo, Herz und Kreuz.
Also die Bayern sind schnell ihren eigenen Weg gegangen. Steht noch im Mittelalter. Ah ja. Ansonsten gibt es die diversesten Sachen, aber was auch typisch ist für das altbayerische Blatt, sind die sogenannten Hofbeamten. Also sieht man auch wieder, wie wichtig die Beamten. Ja, ohne die geht gar nichts mit mir. Ne, geht überhaupt nichts.
Also die Ober- und die Unter, die dann vorkommen, die Sante, die sind oft mit den Beamtenutensilien. Sie als Beamter, wo würden Sie sie verorten? Sind Sie eher Ober- oder eher Unter? Ja, wenn Sie mich so fragen, klar Ober-Natalé. Also die gehören früh auch zum Repertoire und zeichnen dieses altbayerische Blatt aus, weil die gibt es eigentlich nur bei uns.
Dieses altbayerische Blatt kommt ja von Augsburg, was eigentlich nicht Altbayern ist, sondern damals auch selbstständig von Schwaben. München ist ein wichtiger Ort und Rengsburg wird ein wichtiger Ort und bis so 1800 ins 19. Jahrhundert ist halt dann das große Zentrum München. Was haben die gespielt damals? War das schon Scharfkopf oder wissen wir überhaupt, was die gespielt haben? Wenig auch wieder.
Es scheint, dass das Tarok oder Tarokart relativ alt ist. Wenn man sich das aber anschaut, also die schriftlichen Quellen, wo das erwähnt ist, sind das relativ einfache Spiele, also so ein paar Spiele, dass man eine gewisse Reihenfolge hat. Da sticht das obere, da sticht das untere. Und dass man halt Farben sammelt, man kann sich das ein wenig vorstellen, in Kanasterrichtung könnte sein, dass man da halt die Reihungen runterbringt, aber genau wissen wir es nicht.
Beim Schafkopf, das ist eigentlich eine Geschichte, die nach 1800 wirklich losgeht. Ein bisschen anders, wie wir es heute kennen, weil heute ist ja Herz die Trumpffarbe und damals war Schellen die Trumpffarbe. Aha. Weiß man, warum sich das geändert hat? Nein. Hat sich das irgendwie einfach mal ausgedacht, so übrigens Schein ist das Herr. Ja.
Daher kommen wir, die Sprache ist ja noch da, wenn man sagt, der hat jetzt aber schon über den Scheinkinig gelobt. Da sehen Sie es, da hat sich das gegründet, ein Scheinkinig ist die höchste Karten. Ach, das kommt von Schellenkönig? Ich habe das nicht oft gehört, aber wann ich es gehört habe, habe ich glaube, über den schönen König gelobt. Nein, nein, das ist der Scheinkinig.
Der Scheinkinig? Über den Scheinkinig. Achso, kein Wunder, dass ich es nie verbunden habe, weil ein bisschen weiß ich, dass die Reihenfolge bei den Farben ist, Orche, Gräherz, schön. Wie soll man darauf kommen, dass der Schoenkini der Hexte ist, wenn das die niedrigste Frage ist? Das ist eine gute Frage, die wir mit zwei heute lösen, dann kriegen wir die goldene Medaille des Schafkopfverbundes verliehen.
Was ist denn dann eigentlich das erste bayerische Kartenspiel, von dem man ein bisschen was weiß und hat damals schon die Sau an Kini gestochen? Weil das hat mich immer am meisten fasziniert, dass hier das Barstenvieh zum Monarchenmörder erhoben wird. Weil das ist ja so, schauen Sie, ich habe ja noch da eine Sau hergekriegt.
Schön. Schöne alte Karten, die ist aber ganz schön abgegriffen schon. Was haben wir da für eine Illustration? Da haben wir die Urkohenschwangau. Aber wenn ihr mal hinschaut, sehen sie eine Sau. Aber sie sehen die eine Eichel. Es sind eigentlich zwei, aber das ist ja gespielt. Es ist der Zahlenwert 1. So wie es Ass die niedrigste Zahl war.
Bei uns auch ist die Sau die niedrigste Karten. Und wird aber dann im Tarok, auch im Schafkopf, eigentlich bei allen bayerischen Spielen überholt dann quasi die anderen Karten und setzt sie an die Spitze. Weiß man auch nicht so recht warum, hängt aber sicher damit zusammen, dass diese niederen Zahlenwerte, die verschwinden ja auch.
Das war meine nächste Frage, warum beginnt das mit 1 und dann gibt es eine Pause und geht mit 7 erst wieder oder mit 6 erst wieder los? Was ist denn mit 2, 3, 4 und 5? Weil also diese älteren Kartenspiele offenbar kartenreicher sind, Wenn sie an Kanaster zum Beispiel denken, da kann man ja das durchaus brauchen, das spät man zwar halt mit den Skatkorten, Aber da hat man ja diese Zahlenwerte noch dabei. Und dann entwickeln sich halt diese Standardspiele und da gehen im Grunde diese niederen Zahlenwerte im Weg um.
Das ist schon beim Tarok, was sie es nicht brauchen können, der ähnlich ist wie ein Schafkopf, aber komplizierter. Im Grunde ist es so, wie bei vielen Dingen im Leben, der Gang der Dinge geht zur Vereinfachung. Das französische Blatt ist aber immer vollständig geblieben. Die haben das Weg rationalisiert. Vielleicht sind wir die besseren Rationalisierer.
Oder ihr kennt schlechter Zehn. Ja, das kann auch sein. Eigentlich sind wir Spezialisten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist beim Schafkopf ein Heidner so. Es gibt ja zwei Arten Schafkopf zu spielen. Das eine ist die niederbayerische-oberbayerische Variante. du spielst dir einen langen Schafkopf.
In der Oberpfalz spielst du einen kurzen Schafkopf. Und beim kurzen Schafkopf verschwinden nicht nur die Sechser, sondern da verschwinden auch die Siebener und die Achter. Und die Konsequenz ist, dass das quasi ein Solan ist, weil beim Kennzeichen für einen langen Schafkopf ist, da gibt es mehrere Spielarten, du spielst 2 gegen 2, du kannst aber allein gegen die anderen drei spielen, das ist Solo.
Es gibt aber halt auch diese klassischen Soundspiele, deswegen kann es übrigens sein, dass die Sauer so aufgewertet worden ist, weil beim Schafkopf, wenn es dein Blatt für Solo nicht langt, also wenn es nicht voll oben und unter hat, aber vielleicht 5. Rümpf, dann speist du auf eine andere Sau, was du die Fahrt mit hast und das ist aber dann dein Partner.
Und das gibt es aber nur beim Langen, theoretisch nur beim Kurzen, weil das in einer Solan ausartet. Da ist quasi von fünf Sprecher vier Solos. Und da sieht man halt die Varianten, die es heute noch gibt. Ich weiß nicht, ob wir Ihnen das interessiert oder unsere Zuhörer müssen Sie beurteilen, dass es ja noch unendliche Untervarianten bei dem Schafkopf gibt oder Sachen, um das aufzuhübschen und aufzunehmen.
Ich kenne noch ein paar Begrifflichkeiten, die bei uns am Pausenhof immer über die Tische geflogen sind. Es gibt ein See. Der See ist, wenn man alle vier unter und ober hat und damit automatisch alle gewinkt und das darf man ablegen, das Blattl. Das wird dann eingeräumt und man wird irgendwie geadelt und kriegt ein Schloss oder so. Ich weiß es nicht genau. Ich habe es extra schön hergekriegt. Mei, schön.
Das ist ein Blatt aus dem 19. Jahrhundert. Dann gibt es ein Du. Das ist nicht ganz so gut wie der Sieg, aber der Du heißt, dass man alle Stich macht. Sehr gut. Dann gibt es ein Ramsch. Da wird quasi die Pizarro-Welt. Schlecht wird gut und gut wird schlecht und man sollte möglichst gar keinen Stich machen.
Und dann beißt er schon aus. Nein, was Sie sicher auch noch kennen, ist der Wenz. Ah, ich kenne den Begriff, aber ich könnte jetzt nicht, also wenn Sie mir jetzt eine Knarre am Kopf halten und mit Zwingern, dass ich sage, was der Wenz genau ist, dann muss ich leider sterben. Wenn ich jetzt das Stichwort untergebe.
Ah, beim Wenz sticht nur der Unter. Sticht nur der Unter. Ah, okay. Und dann gibt es parallel einen Geier. Der Geier, der Ober. Der Stichentuch. Der Ober, das ist der Wenz. Und dann gibt es noch ein paar Kuriositäten. Das eine ist die Hochzeit. Das bin ich überfacht. Die Hochzeit ist sozusagen ein Auflockerer, weil du hast, wenn du einen langen Schafkopf tust, hast du oft einmal Perioden, wo stundenlang kein Solo nicht hergeht.
Und bevor du da in die Sauspieler, die ja eigentlich relativ langweilig sind, da ergehst, um das ein wenig aufzulockern, hat man die Hochzeit eingeführt. Da kannst du nämlich, wenn du nur einen Trumpf hast, bittest du eine Hochzeit an. Und dann kann, wenn einer dabei ist, der sehr gut ist und zum Beispiel Simtrim fährt, aber nicht so gut ist, dass er Solo da kann, dann kann der diesen einen Trumpf von dem Hochzeiter annehmen und der gibt ihm sein Fehlblatt zurück.
Und die zwei spielen dann automatisch zusammen. Und das kostet aber dann, wenn man beim normalen Sparer auf eine 20er spielt, das kostet dann eine 50er. Mir ist die Einstiegshürde zu groß beim Schafkopf. Ich habe das Gefühl, da muss erst der Doktorarbeit lesen, damit es gewusst wird, wie das alles eigentlich abrennt. Nein, also das dürfen Sie mir glauben.
Ein Abend mit mir und die Taten. Was würde mir das kosten? Die eine würde es nichts kosten, weil man sollte mal ausnahmsweise ohne Einsatz machen. Die Geldfrage war nämlich so eine Sache, die mich immer vom Kartenspielen abgehalten hat. Nicht, weil ich sonst wahnsinnig vernünftig mit dem Geld umgekehrte.
Aber mein Vater war Skatspieler, war gefürchtet in der Verwandtschaft, vor allem unter meine etwas älteren Cousins, also älter ist eh. Und ich kenne noch die Geschichte, wie ich Kind war, hat es geheißen, oh, oh, oh, nicht mit dem Wolfgang Garten spielen, weil mein älter Cousin hat es von ihrem gelerntes Garten, aber die Lektion hat einen 50 Mark gekostet, und weil ich meinem Vater gesagt habe, es wird nur am Gag gespielt, also keine Chance, sonst lernt du das nicht und der hat es dann auch gelernt, aber 50 Mark, das war für mich alles Geld der Welt, wie ich sechs Jahre alt war, ich habe doch so viel Geld werde ich nie sehen in meinem Leben und das, beim Garten verlieren und damit war es eigentlich gegessen mit mir mit dem Gartenspringen.
Ich glaube natürlich auch noch eine Zwischenvariante, dass man halt um Pfennig spielt zum Beispiel. Aber Pfennig, wo kriegt man halt nur einen Pfennig her? Ja stimmt, heute ist es schwierig, aber da muss man mal Spaß haben, weil ich lache. Stichwort Sau, dass wir nochmal zurückkommen, weil... Und das Ass sticht ja auch ein König. Und das Sau sticht ein König.
Das scheint es ja, dass sie die Franzosen und die Altbayern zusammen haben aus irgendeinem Grund und gesagt haben, hey, weißt du was, jetzt drehen wir das Ganze um und verkehren die Weltordnung. Und tatsächlich, ich habe mich natürlich versucht, ein bisschen schlau zu machen, was mir nicht gelungen ist, aber ein schönes Zitat habe ich gefunden.
Nämlich von einem Geistigen und Gelehrten namens Abraham Asankta Clara, der aber trotzdem Deutsch gesprochen hat. und der hat geschrieben im Südbayern im 16. Jahrhundert, dass in dem Spiel die Säumehrer gelten als ein König und die weltliche Ordnung steht beim Kartenspielen deshalb auf dem Kopf und deswegen geißelt der Abrahamer Sankt der Klara dieses Spiel als ein Säuschspiel.
Das passt zum Abrahamer Sankt der Klara, weil das sonst auch ein rechter Spielverderber als Bußprediger war, der ja angeblich auf dem Wiener Naschmarkt umeinander gegangen ist und Bußpredigen und Strafabläste jederzeit und überall angekündigt hat. Also wenn du einen Lustigen Abend haben, würgst du den Abraham nicht. Ja, besser nicht.
Aber haben Sie da bewusst die Kartenspieler, sowohl in Frankreich als auch in Bayern, gedacht, jetzt sagen wir es der Obrigkeit und das Fleiß machen wir jetzt die niedrigste Karten zur Besten? Also sagen einige Forscher, dass das da tatsächlich eine Rolle gespielt hat. Andere sagen wieder, dass es halt einfach mit einem Systemwechsel im Spiel zusammenhängt und mit Variationen.
Also, was wir sicher wissen, ist, dass das Politische in den Spielkanten natürlich immer eine Rolle gespielt hat. Ich habe da ein paar Beispiele da, wenn wir das zum Beispiel anschauen, aus einem alten Blatt, das nach 18. Jahrhundert ist, haben wir wieder, was wir ja schon gesagt haben, die höchste Karte ist der Schenkini.
Schenkini sitzt in teurem Ornat, im schöner grünen Bokatmantel. Mit dem Purpormantel natürlich sitzt auf einer bayerischen Raute. Also das bayerische Wappen haben wir da. Und jetzt passen Sie auf, das breilt ist nicht durch. Was ist das? Der Grün-Grasköhn in der Grekini, der hat doch bestimmt irgendeinen speziellen Namen, oder das hat doch jede Karte irgendeinen speziellen Namen. Nein, der nicht.
Der Grekini, der sitzt beinfrei da. Also der scheint es nicht gereicht zu haben, dass er sich die Beine komplett bedeckt. Und was hat er noch nicht? Ist das ein Narrenszeptor, das der in der Hand hat? Nein, nur ein wenig voll stark. Aber was hat er im Gegensatz zum Schönen König? Also kein Bayernwappen auf jeden Fall. Weil Schönen König ist Hexte, nur der kriegt das bayerische König. Achso, okay.
Also das ist eine politische Aussage natürlich. Der bayerische König ist der Hexte. Dann im 19. Jahrhundert gibt es die Protestkarte, dass der Herzkönig oft als Ludwig II. Dargestellt wird. Das ist das Blatt, das dann die Monarchisten spielen. Die, die auch sagen, der Ludwig II. ist umgebracht worden, die diese recht unwahrscheinliche Theorie halt da verbreiten.
Aber das ist sehr präsent, das zeigt auch das. Und ein wunderbares Beispiel für politische Blätter, das habe ich da. Das sind zwei Karten, zwei Kriegskarten. Die eine ist von 1915 und die zweite Karten ist von 1918. Und da sind zwei Karten nicht mehr gleich, nämlich die zwei. Ah, Archikini, also damals war der Archikini schon der höchste Kini, nehme ich an. Hat den Schenkini übertrumpft.
Ja, da haben wir links den Kaiser Wilhelm und rechts Prinz Leopold von Bayern. Das ist der neue Schenkini. Was wollten uns die Herrschaften damit sagen, dass der Kaiser Wilhelm von Prinz Leopold von Bayern abgelöst wird? Ja, weil das ist, der Prinz Leopold hat den Frieden von Brest-Litovsk, also den Sonderfrieden mit Russland 1917, erfolgreich ausgehandelt.
Und alle wollten ja damals einen Frieden. Jeder hat gesehen, der Krieg führt zu nichts, außer zu Unheilen. Und dann hat man aber dem Hohenzollern, die ja recht militaristisch waren, die preußischen Könige, denen hat man das nicht zutraut, dass der einen Frieden aushandelt. Aber nachdem er das schon bewiesen hat, hat man es an Prinz Leopold von Bayern zutraut. Das ist natürlich ein Affront, der schon auf die Revolution zeigt.
Ein Säuspiel, wirklich. Ja, genau. Also auch, weil man sagt, was steckt so in den Sprechkarten drin, wenn Sie das zum Beispiel anschauen, auch 19. Jahrhundert, das ist für uns immer wichtig, weil man im Grunde da schon ein wenig erkennen kann, was sind die touristischen Orte in Bayern. Befreiungshalle zu Kehlheim.
Oh, der Daus, das ist eine Sau, oder? Der Daus ist eine Sau, heißt die Sau Sau, weil es einfach fast taus rückwärts gelesen wird und es war so. Nein, also da gibt es die Theorie, aber wie gesagt, ich kann es ja auch nicht beschwören, ob es stimmt, dass der Preis bei den Schafkopf-Turnieren, der Trostpreis, ein Sau war.
Das dafür spricht, dass der erste Preis ganz schön gut gewesen sein muss, weil ein Sau ist ja kein schlechter Preis eigentlich. Da muss durch gewesen sein. Da stellt man halt eine Verbindung her zur letzten Karte. Also das ist noch die Zeit, wo die Sau nicht die höchste war, sondern die letzte und, dass das so gelaufen ist, aber ich glaube da nicht recht dran, ich bin eher ein Freund von den Theorien, die sagen, es gibt Systemwechsel, Spielwechsel und dann deutet man halt auch die Karten letztlich um, aber da wenn Sie schauen, also es ist schon interessant, Passau ist übrigens auch dabei, Rengsburg ist natürlich dabei.
Der Bayerische Wald, Freyung vom Wald auf dem Eichel 6, da haben wir schon Ich hab's schon geredet, selbst Freiung bezeichnet sich vor dem Wald. Ich hab's damals schon gesagt, jeder verteidigt am Wald, dass er eigentlich so schön ist, aber dazugehören mich dann auch wieder. Freiung sieht sich halt vor dem Böhmerwald gelegen. Also ja, jeder wird am ehemaligen.
Und da sieht man halt, ja, dass die Kultur, dass die Herrschaftskultur, dass dieses Kartenblatt beeinflusst. Ein schönes Beispiel ist der Papageno. Der kommt in Rengsburg in das Kartenblatt hinein. Der Schickerneder, der alte Spätzl- und Libretto-Schreiber von Mozartmannens. Genau, der sitzt in Rengsburg und kennt den Kartenhersteller im Stadtarmhof und sorgt dafür, dass der Papagina, der Vogelhändler als Großober, das passt ja, in das Kartenspiel da aufgenommen wird.
Ich habe das Gefühl, das ist die Folge, wo wir am öftesten die Antwort zu hören bekommen von Ihnen. Mai, das wissen wir halt nicht. Aber auf die Gefahr hin, dass Sie das gleich wieder sagen, stelle ich die Frage trotzdem, warum heißt Schafkopf Schafkopf? Weiß ich nicht. Aber irgendeine Idee haben Sie doch immer, Sie haben doch immer irgendeine komische Idee.
Ich kann halt nur sagen, was manche sagen, die sagen, das war es deswegen so, weil es am Fass, und das war damals das Schaf gespielt worden ist, andere sagen, dass das auch vom Preis her leitet, Ich glaube, da ist die Lösung noch nicht gefunden, aber das werden wir irgendwann wissen, aber heute nicht.
Was ist Ihre Lieblingstheorie? Also ich glaube, dass keine Stimmen verdienen. Und wissen wir wenigstens beim Schafkopf, wo es herkommt, wo es zum ersten Mal gespielt worden ist? Ja, seit Neujahrs eigentlich, man hat eigentlich gesagt, der Schafkopf wandert von Franken her nach Altbayern. Wir haben jetzt aber im Zuge, wir machen ja eine Ausstellung bei uns, Sausticht König, da haben wir das wieder ab 31.
Mai 2025. Und da haben wir natürlich nachgeforscht und da haben wir gesehen, dass das Schafkopfspielen im 19. Jahrhundert auch in Altbayern schon stark verbreitet ist, in Franken auch. Aber es ist jetzt nicht so, wie man glauben kann, dass das schon vor Hunderten von Jahren gespielt worden ist? Es ist relativ jung. Das wissen wir, dass das erst im 19. Jahrhundert wirklich aufkommt.
Aber es hat ja gefühlt alle anderen Spiele verdrängt, weil von den anderen, also vom Schafkopf her zumindest was, und ich weiß, was Schmier-Eine heißt, aber ich weiß überhaupt nichts über Tarokieren zum Beispiel. Also der Tarok ist fast ausgestorben, den Spreng nur noch ganz wenig. Weil alle bloß noch Schafkopf spielen wahrscheinlich.
Ja, oder halt Gameboy 7, 8. Da ist halt so eine Phase gegeben, da hat es ja geheißen, auch Schafkopf verstirbt aus, weil die jungen Leute das nicht mehr spielen. Jetzt höre ich allerdings, dass sie allerorts, das wird dann auch ihr Schaß, allerorts Schafkopf-Lehrgruppen zusammenfinden. Wie gesagt, ich habe das ja durchlebt, wie der Boomkummer ist und wie alle meine Altersgenossen Schafkopf gespielt haben und ich back's auf, ich check's nicht und ich mag's auch nicht checken.
Ich bin ja so ein richtiger Banause, was es gerade gespielt hat. Das werde ich Ihnen nicht umbringen. Herr Munzinger, wenn Sie nicht Schafkopf gekümmen haben. Was ich an Geld gespart habe, dadurch, dass ich mich nicht beim Schafkopf die ganze Zeit ausziehen lasse. Das weiß man nicht. Vielleicht hätten Sie ja gewonnen. Wahrscheinlich nicht.
Letztlich ist auch der Schafkopf ein Glücksspiel. Willum kennen Sie mich? Also, ich kenne ja Leute, die schwören Daten, dass Schafkopf rein ist. Können Sie nicht. Nein, also, wenn Sie lauter 7 und 8er kriegen, dann können Sie so gut Schafkopf erkennen, wie es mangt. Kann man dann nicht einen Ramm spielen?
Ja, wenn man spielt, dann stimmt. Ja, kann man auch spielen. Also, ich habe aber auch wie wieder recht, weil wenn Sie laufend lauter 7 und 8er kriegen, das können Sie nicht beeinflussen. Dann spielen Sie einen Ramm schon nach einem anderen, aber nur, weil Sie Glück gehabt haben. Aber ich merke schon, Schafkopf ist ja Ihr Hauptkartenspiel, oder? Ja, schau.
Sonst würden Sie sich als guten Spieler bezeichnen? Ich bin, glaube ich, eher ein intuitiver Spieler. Ich bin also keiner von denen, die alle die Spielstände wissen und die Augen mitzahlen oder so. Das ist mir ehrlich gesagt zu blöd. Ich bin einer, der intuitiv spielt. Ich tue auch oft das mal rechte Hund, sagt man beim Schafkopf. Also schlechte Spiele.
Und ich bin dann immer bestrebt, eine gewisse Mitte zu finden, weil wenn ich lauter Hund tue, dann verliere ich natürlich und wenn ich mich strategisch ein wenig zusammenreiße, dann gewinne ich und meistens gewinne ich. Also ganz intuitiv strategisch bin. Genau. Hä? Ein Oxymoron. Ich werde nicht schlau aus dieser Schafkopf. Ich werde nicht schlau draus.
Was ist so schön, gerade am Schafkopf im Vergleich zu anderen Spielen, warum machen sie das so gern? Ja, der Schafkopf ist halt schon was, sag ich einmal, was du über dein Blatt hinaus wachsen kannst. Einfach, wenn du das so im Gefühle hast, im Gefühle, dass jetzt, wenn es mit einem Unterag geht, weil es vielleicht drei oder vier Sachen dazu hat.
Das trauen sich nicht zum Spähen. So klassische Schafkopf sagen nie, das ist der Wahnsinn. Und wenn das aber passt und das denkt dann gut und du gewinnst sowas, da denkst du wochenlang an dieses Match und das ist das, was Schaffkopf auszeichnet. Ist das auch das, was das bayerische Kartenspiel an sich auszeichnet?
Oder gibt es gar keine großen Unterschiede zwischen einem bayerischen oder einem französischen Kartenspieler? Mei, weiß ich nicht. Also da bin ich zu wenig mit französischen Kartenspielern zusammengekommen. Aber dieses Mitleben, dieses Blöffen. Also ich könnte mir vorstellen, dass zwischen dem US-Kartenspieler und dem bayerischen Kartenspieler, dass es da mehr Gemeinsamkeiten gibt wie zwischen dem bayerischen und dem französischen Kartenspieler. Aber ist zugegeben eine reine gefühlsmäßige Theorie.
Und es gehört natürlich zum großen Dreiklang, also zum großen Zweiklang. In Bayern gehört der dritte Klang als Schafkopf dazu, nämlich Bier, Wirtshaus und Katteln. Unbedingt, die Geselligkeit im Wirtshaus. Und dass es dann da auch mal deftig hergeht. Früher hat es ja immer noch einen Brunzkattler gegeben.
Einen Brunzkattler? Ja, wenn einer auf die Toilette gehen hat müssen. Ah, dann ist er da eingesprungen. Genau, dann ist der Brunzkattler eingesprungen. Hat man den extra mitgenommen und hat sonst nicht mitspielen dürfen? Nein, man hat sich halt mal in der Spielerrunde, die sitzt dann da drin und dann gesellen sich Zuschauer dazu.
Die manche nicht mögen, aber manche mögen es. Und dann, wenn einer da sitzt, tust du dich selber auch leicht, weil manchmal sitzt du da und sagst, ich muss jetzt aufschlagen, ich muss jetzt aufschlagen, aber ich muss jetzt durchhalten. Stichwort durchhalten. Ich habe gelesen, der Weltrekord im Dauerkartenspielen wird gehalten von einer Runde Schafkopfer, die irgendwie was 190 Minuten gespielt haben am Stück. Die werden auch ein Bunskartler dabei kommen, wahrscheinlich. Wenn er erlaubt war.
Also ich habe ihn nicht gewusst, muss ich sagen, aber hätte ich vermutet, dass das der Schafkopf ist. Ja, also ich bin nach wie vor skeptisch. Also ich habe das Gefühl, es ist alles Anglerlatein für mich oder beziehungsweise Kartlerlatein oder Schafkopflatein. Aber... Vielleicht pokken wir doch noch mal miteinander, oder? Aber mit einem bayerischen Blatt, das geht nämlich auch.
Wie geht das? Oder einfach auf Karten rausnehmen wahrscheinlich? Ja, müssen es eigentlich gar nicht. Du kannst ja auch Full House, wenn du lauter großen hast, hast du Full House. Wenn du die Straße hast, geht es, was weiß ich, vom Zimmer aufwärts zu, mit Unterober, also ganz leicht. Na gut, vielleicht lasse ich mich doch noch mal über reden. dann nehme ich meine letzten Pfennig beieinander und die verliehe ich dann an Sie, Herr Dr. Läubel.
Wo spielen Sie dann? Sie spielen wahrscheinlich nicht online, sondern Sie spielen nur im Wirtshaus, wie es gehört. Freilich, wir haben in Regensburg eine Schafkopfrunde und so einmal im Monat kommen wir zusammen und spielen wir und haben alle miteinander eine rechte Freiheit. Also dann, wenn Sie in Regensburg seid, halten Sie die Augen offen und die Ohren offen. Vielleicht, wenn Sie im Wirtshaus seid, dann seht Sie, Herr Dr.
Richard Läubel, wie er ganz intuitiv und strategisch seine Feinde vernichtet und Karten spielen. In diesem Sinne, Dann mögen die Karten mit euch sein und euch das Glück immer holt sein, liebe Zuhörer. Vielen Dank, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu Einbayer und einhalber. Mit mir, eurem halben Bayer Johannes Munzinger und mit dem vollen Bayer Dr.
Richard Leubel. Schön, dass du wieder da warst. Dankeschön, ein schöner Tag mit Cina. Wenn ihr die nächste Folge nicht verpassen wollt, dann lasst gerne ein Abo da. Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob? Dann schreibt uns gerne an podcast.mgbayern.de oder hinterlasst uns eine Bewertung. Ein Bayer und ein Halber historische Zeitreisen mit Dr. Richard Läubel ist ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern.
Host in Recherche Johannes Munzinger und Dr. Richard Läubel. Konzept Dr. Richard Läubel, Johannes Munzinger und Martin Wanninger. Redaktion Johannes Munzinger. Produktion Anja Kurz. Sprecherin Katharina Czava. Und Musik von ScoreSquad über Soundtaxi. Besonderer Dank an Walter Berndl.