
Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl· Folge 19
Warum Bayern Hitler nicht verhindert hat
Donnerstag, 30. Juli 2026 · 54 min
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Shownotes
Wenn ein (Halb-)Österreicher und ein Bayer über Geschichte reden, dann darf ein Thema nicht ausbleiben. Es geht um die übelste Coproduktion der beiden Länder überhaupt: Adolf Hitler. Und über die Zeit, als diese faule Frucht in Bayern zu reifen begann, geht es in Folge 19 des MGB-History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“. (/ein-bayer-und-ein-halber)
Ein blöder Spruch sei erlaubt: Österreichs vielleicht größte internationale Kulturleistung des 20. Jahrhunderts ist es, dass der Rest der Welt Beethoven mit Österreich und Hitler mit Deutschland assoziiert. Denn die in Wien gescheiterte Künstlerexistenz Adolf Hitler legte im bayerischen Ausland einen Aufstieg hin, der im größten Gemetzel der Menschheitsgeschichte gipfelte.
Um diesen Aufstieg – und den Kurzzeit-Fall danach – von 1919 bis 1925 dreht sich nicht nur Folge 19 von „Ein Bayer und ein Halber“, sondern auch die neue Ausstellung, die kürzlich im Haus der Bayerischen Geschichte eröffnet wurde und dort noch bis August 2027 läuft: „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“. Es ist also mal wieder ein Heimspiel für Dr. Richard Loibl, der MGB-Redakteur und Halb-Bayer Johannes Munzinger durch die Ausstellung in seinem Haus führt.
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Es geht um Hitlers Ankunft in Bayern und eine Nachkriegszeit, in der politisch alles Kopf stand. Gestern Monarchie, heute Demokratie, morgen Kommunismus. Darum, wie das Bürgertum, das einfache Volk und schließlich sogar die High Society Hitler aufnahm. Es geht um einen gescheiterten Putschversuch, der etliche Menschen das Leben kostet. Und um einen handfesten Justizskandal, der aus dem Prozess wegen Hochverrat zur Farce macht und zu einem Haftaufenthalt Hitlers führt, der eher an bezahlten Urlaub erinnert – und der Dr. Loibl bis heute fassungslos macht. Über allem steht eine große Frage: Warum konnte – oder wollte – Bayern Hitler nicht verhindern?
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Er kommt rein und das ist diese vielfach verfilmte Szene. Wir wissen nicht hundertprozentig, ob es wahr ist. Also nach dieser Überlieferung kommt er rein und schießt mit der Pistole in die Decke, damit da Ruhe herrscht. Er kapert quasi die Versammlung. Ein Bayer und ein Halber. Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Leubel.
Ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern. Ja, guten Tag, grüß Gott, servus miteinander und HW Dere. Willkommen zurück zu einer neuen Folge Ein Bayer und ein Halber. Mit mir, eurem halben Bayern Johannes Munzinger und heute und meinem Gastgeber, denn wir sind wieder bei ihm zu Besuch im Haus der bayerischen Geschichte, Dr. Richard Leubel. Grüß Sie. Grüß Gott, Herr Munzinger. Grüß Gott beieinander.
Ja, wo führen Sie mich denn heute hier, Herr Dr. Leubel? In unserer neuen großen Sonderausstellung in Regensburg, Brennpunkt Bayern, Hitler und der Kampf um die Demokratie. Es ist ja das vielleicht schwierigste Thema nicht nur der deutschen, sondern auch der österreichischen Geschichte, weil wenn es um Hitler geht, dann kommt man nicht umhin zu sagen, irgendwie beide Länder sind ein bisschen schuld an ihm.
Jetzt gibt es diesen viel bemühten, auch von mir vielleicht zu oft bemühten blöden Spruch, die größte und vielleicht einzige wirklich richtig wichtige Kulturleistung Österreichs der Nachkriegszeit war, dass die ganze Welt Beethoven mit Österreich und Hitler mit Deutschland assoziiert. Ja gut, dass sie sich nicht sagen müssen.
Aber insofern, da muss ich jetzt schon sozusagen für Österreich eine Lanze brechen. Denn bei uns ist ja nichts geworden, Beethoven ist bei uns was geworden und Hitler ist in Bayern was geworden. Und unser Besuch hier in der Ausstellung steht vor unter einer ganz großen Frage, nämlich warum hat Bayern Hitler nicht verhindern können? Und das schauen wir uns jetzt auch an, oder?
Es ist auch wirklich die ganz große Frage an dieser Ausstellung. Wir behandeln die ersten fünf Jahre nach Kriegsende 1918, einfach um das zu erklären. Und es ist wirklich so, wir hätten es in Bayern in der Hand gehabt, wir hätten Hitler verhindern können. Jetzt ist es, also das letzte Mal waren wir hier auf Besuch, zumindest ich, da war die König Ludwig der erste Ausstellung.
Das war verzweigt, da ist man quasi durch einen großen Tunnel, durch verschiedene Räume gelockt worden. Hier ist es diesmal ganz anders, der Raum ist nicht wieder zu erkennen. Es ist quasi aufgebaut wie ein Amphitheater, kann man sagen. Hier in der Mitte stehen einige Holzstühle im Kreis aufgestellt und rundherum sind fünf große Stationen.
Tragen wir uns doch vielleicht einmal kurz durch den Raum, Herr Dr. Läubel. Bloß damit die Leute einen Eindruck kriegen, was es hier dann zu sehen gibt. Es fängt an, 1914 kurz, 1918 Revolution, 1920 die Ordnungszelle Bayern, 1923 eben Bierkeller, klingt vergnüglicher als es dann ist. 1923. Putsch, 1924 Justizskandal. Ja, das waren die vier großen Akte.
Das Ganze erinnert ja an ein Theaterstück. Und vieles an diesem Aufstieg Hitlers war total theatralisch. Wunderbar beschrieben hat es zum Beispiel auch der Leon Feuchtwanger in seinem Erfolg. Von daher hat sich das angeboten, auch in der Tradition unseres Hauses, wir machen das gerne mit der Inszenierung, das Ganze jetzt wirklich als Tragikomödie, aber eigentlich als Tragödie da aufzuführen.
Hier ist kurz Musik. Wobei das jetzt noch nichts mit Hitler zu tun hat, sondern das ist die Musik, die beim Trauerzug von Kurt Eisner gespielt worden ist. Da kommen wir jetzt dazu. Bevor wir jetzt ins Jahr 1918 und die Revolution und damit die erste Station einsteigen, Da die gerne ein bisschen weiter in der Zeit zurückreisen, nämlich, Seit 1913 kommt ein 24-jähriger Adolf Hitler nach München.
Vorher hat der wenig ausgerissen. Der wollte Künstler werden, ist von Braunau nach Wien gegangen, ist da krachend gescheitert an der Aufnahme an die Kunstakademie. Sie haben hier sogar das Buch mit dem Originalzeugnis oder der Originalbewertung. Hier in der Ausstellung, da steht Adolf Hitler, Aufnahmeprüfung nicht bestanden, Grund, wenig Köpfe.
Was heißt das? Das kann man sich gleich daneben anschauen. Da haben wir nämlich so eine Originalzeichnung von Hitler. Da hat er einfach von einem berühmten Kupferstecher vom Alt. Wie nur an sich, gekupfert, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber man sieht, er kann mit den Proportionen nicht umgehen, die sind falsch dargestellt.
Der Fluchtpunkt hat auch nicht ganz hier. Nein, und das Hauptauffällige ist, dass er die vielen Menschen, die beim Jakob Altner drauf sind, auf wenige reduziert, also auf wenige Köpfe. Er hat es nie mit den Menschen gehabt. Und auch nicht mit den Juden, das sieht man hier schon, denn eine große Inschrift an einem Gebäude, da steht im Original Waldstein und in Hitlers Version Ramsauer. Ja, genau.
Was ist das jetzt für ein Kerl, Ein Adolf Hitler, der wie ein Komet 1913 in Bayern aufschlägt. Was ist das für ein Typ und was ist das vor allem für ein Bayern, in das der kommt? Also so richtig aufgeschlagen wie ein Komet ist es 1913 eigentlich noch nicht, sondern der ist eigentlich unterwegs, um sich vor dem österreichischen Militärdienst zu drücken.
Aber das ist dann einer der vielen Schwenks in seinem Leben. Es ist 1914, wird quasi im August der Krieg erklärt. Das findet große Kundgebung im München-Staat des Bayerischen Königs. Der Bayerische König hat ja auch bestimmte Kriegsziele verfolgt. Also aus heutiger Sicht völlig irre. Er wollte das Elsass haben und Belgien und was der Teufel was noch alles.
Und in diese Stimmung in München, die schon positiv war, schlägt der Hitler als gescheiterte Existenz. Ja, und völlig unbeachteter Mitläufer und denkt sich, Hopsala, da passiert jetzt was, das ist jetzt vielleicht gar nicht so schlecht. Und er tritt in die Bayerische Armee ein. Als Österreicher, ist das einfach so gegangen, dass man sagt hat?
Also, mei, das war halt große Waffenbrüderschaft natürlich, dann auch im Ersten Weltkrieg. Und da hat man ein Auge zugedrückt und wenn er das Gewehr einigermaßen halten hat können, dann... Bayerisch wäre der verstanden, haben wir als Braunauer. Bayerisch hat er sicherlich verstanden und dann ist der halt so reingerutscht.
Jetzt marschieren eine ganze Generation in den Krieg, aber das ist ein anderer Krieg, als er früher geführt worden ist. Also heute noch leider und damals wahrscheinlich noch mehr assoziiert man Krieg mit Heldentum und Wagemut und Kühnheit. Und da prallen zwei Heere aufeinander und dann gewinnt ein Heer und dann geht es weiter, dann kommt die nächste große Schlacht.
Und diese Momente des Heldentums, die fehlen ja eigentlich im Ersten Weltkrieg, sondern da. Eine Art von Maschinenkrieg, wie er noch nie geführt worden ist. Es wird jahrelang um einzelne Positionen gekämpft, um Zentimeter Giftgaseinsatz, immer neue Maschinen, vier Jahre lang ein Gemetzel, wie es noch nie dagewesen war.
Was ist da noch übrig von Bayern? Das ist vielleicht symptomatisch. Dass die Waffe, durch die die meisten Menschen ums Leben gekommen sind, war das Maschinengewehr. Und das steht halt dafür, dass die Sturmangriffe quasi auf die Schützenkragenstellung, wenn da durchgeführt worden sind, und reine Selbstmordangriffe und das Maschinengewehr mäht quasi die Angreifenden nieder.
Allein 200.000 Bayern fallen im Ersten Weltkrieg und man weiß die Zahlen nicht, aber man kann es vielleicht so schätzen, ungefähr nochmal 200.000 sind seelisch oder körperlich versehrt. Wir haben ja da hinten, gerade wenn man sieht es von hier, eine ganz wichtige Geschichte, eine Prothese, die zum Alltag dann gehört hat nach dem Ersten Weltkrieg.
Schaut schon erstaunlich gut aus für die Zeit, muss man sagen. Der Prothesenträger, der ist erst vor kurzem gestorben, ist an die 100 Jahre alt geworden und hat sozusagen 100 Jahre lang diese Prothese getragen. Schau mal. Und was man sieht, wie sehr der Krieg die ganze Gesellschaft, das ganze Alltag, das Leben beeinflusst hat.
Es gab eigene Kriegspfarrer-Necessaires quasi. Hier ist erhaltend ein 35-teiliger Feldaltar. Weil man ist zwar am sich gegenseitig abmetzeln und es ist eigentlich die Hölle auf Erden, aber Gott ist ja mit uns. Mit jeder Nation, die am Krieg teilnimmt, ist Gott sozusagen. Steht ja oft bei den Deutschen zumindest auf dem Koppelschloss, Gott mit uns.
Und ja, die Priester von beiden Konfessionen gehören zur Armee, haben da auch eigene Dienstgrade. Also nicht nur Priester, sondern sind in die. Hierarchie eingebunden. Und das Wichtigste an der ganzen Garnitur, die mit Aluminiumkoffer mitgeführt worden war, war die Versäckgarnitur, um sozusagen die Sterbenden gut hinüberzubringen.
Jetzt kehren die Leute aus dem Krieg heim. Der Krieg wird verloren. Was ist das für ein Bayern dann? Was tut sich hier politisch? Man kann sich das ganz schwer vorstellen, wie schlimm das für die Leute war. Also so ein wichtiger Aspekt ist, den man gerne vergisst, dass durch die Propaganda des deutschen Heeres, also geführt von Ludendorff und von Hindenburg, die nach dem Krieg, obwohl es die größten Hetzer überhaupt waren und militärisch völlig genieten, die dann nach dem Krieg auch noch groß als Helden aufsteigen könnten.
Aber das ist nur nebenbei, dass durch die Propaganda die Leute glauben, wir grünen ja den Krieg. Und dann plötzlich von diesem lockere Geschichte, wir grünen den Krieg von einem Tag auf den anderen, ist der Krieg verloren. Und dann ist halt die Frage, wie kann das sein? Wie geht denn das? Also da muss man sich ein bisschen einfühlen, weil nur so kann man das verstehen, was da passiert.
Wie kann das sein? Und dann passiert was. Dann kommt die große Demütigung in Versailles. Genau, der Versailler Vertrag. Aber total wichtig ist eigentlich auch. Dass, wir nicht in der Lage sind, eine Schulddiskussion zu führen und die Schuldfrage entsprechend zu klären. Entschuldigung, Schuld können eigentlich nur die sein, die dran waren während dem Krieg.
Aber durch diese Geschichte, dass das so plötzlich kommt mit dieser Niederlassmachricht. Und sie haben ja gewonnen bis zuletzt eigentlich. Genau. Und daraus entwickelt sich diese völlig irre Tollstoßlegende, dass nicht die Monarchen schuld sind an dem Ganzen und auch nicht die Heeresleitung mit Lundendorf und Hindenburg, sondern die Neuen, die Neuen Linken, die jetzt den Frieden aushandeln und nicht gescheit ausgehandelt haben und eigentlich vorher schon unterwegs waren und den deutschen Frontsoldaten von hinten das Messer hineingehauen haben.
Und das ist ein ganz einmaliger Vorgang, da sieht man, wie wichtig Psychologie ist, wie wichtig das auch ist, Sachen zu erklären. Ab da an geht es jetzt bergab, weil man natürlich nicht an das Neue glaubt, viele. Und die Demokratiefreunde sind eigentlich die wenigsten, sondern jetzt entwickelt sich das auch, dass man sagt, da früher war doch alles besser und die Zeit war nach, noch ein Prunkfall und so weiter.
Problem. Aber immerhin, 1918, es ist und überschrieben das erste Kapitel dieser Tragödie, die sie uns heute hier zeigen mit Revolution und da ist als sozusagen als Flagge dieses Kapitels, eine Flagge liegt hier, nämlich aus der Zeit von der SPD-Pasing und da steht groß drauf, das hat ja doch was Optimistisches und was Aufbruchsmäßiges und es geht weiter, gerade für einen kleinen Mann, nämlich steht da drauf groß, hoch der Acht-Stunden-Tag.
Es ist ja eine Sensation, dass sie das erhalten hat, weil alles von der SPD ist natürlich ab 1933 vernichtet worden. Die SPD und die USPD. Wofür steht das U? Ja, das U steht für, also dass das eine untere SPD ist sozusagen, eine unabhängige SPD, die geführt wird von Kurt Eisner. Und die Leute um Eisner haben es der SPD nicht verziehen, dass die für die Kriegskredite gestimmt haben und für die Fortsetzung des Krieges und schon damals ein bisschen eine Neigung zum Kapitalismus gehabt haben.
Deswegen spalten sie die ab. Der SPD-Führer ist gegen die Revolution und sagt, er bringt den Eisner schon unter Kontrolle. Aber der Eisner schafft es, einer der großen Tage der bayerischen Geschichte, er schafft es fast ohne Blutvergießen mit einer Handvoll Leute, die er bei einer Friedensdemonstration der SPD um sich sammelt, den Umsturz durchzuführen.
Und das ist jetzt der Gegensatz zu dem, was ich vorher eigentlich wieder gesagt habe. Das geht natürlich nur deswegen so leicht, weil die Monarchie völlig ausgedehnt hatte. Die hat es nicht geschafft, bayerische Interessen in Berlin durchzusetzen. Und obwohl der Bayerische König am besten über den Kriegsverlauf unterrichtet war, ist er nicht in der Lage, den Kaiser quasi auf seine Seite zu ziehen und einen früheren Frieden auszuhandeln.
Der Bayerische Kronprinz Ruprecht schreibt ab 1916, Vater mach was, der Krieg ist verloren. Kurt Eisner, den kenne ich aus dem Schulunterricht, vor allem deshalb, weil er erschossen worden ist. Ja. Hier ist seine Schreibmaschine. Wo haben Sie die auftrieben? Ja, das war für uns eine absolute Supersensation.
Da haben wir einen Anruf bekommen aus Berlin von seinen Nachkommen. Und die haben gesagt, wir haben da natürlich die Schreibmaschine von unserem Opa. Und der war doch für euch irgendwie in Bedeutung. Der war ja Journalist oder sowas, gell? Ja, genau. Und dann haben wir gesagt, ja, also bringt es die Maschine, müssen wir anschauen.
Wir haben dann auch ein entsprechendes Gutachten eingeholt, ob es das wirklich ist. Es haben sich ja viele Schriftstücke vom Eisner. Wie findet man das raus, ob das die richtige Schreibmaschine ist? Man nimmt ein authentisches Dokument her vom Eisner und schreibt es dann quasi nochmal ab und zieht vom Abdruck der einzelnen Buchstaben. Ist das so unterschiedlich?
Ist das wie bei Bissspur quasi? Also jede Schreibmaschine hat einen anderen Duktus. Dann kann man wirklich rausfinden. Bei der elektrischen vielleicht nicht mehr, aber bei denen geht es. Was war jetzt dieser Eisner genau? Welche Bedeutung hat der dann für die Jahre 18 bis zu seinem Tod? Was macht der?
Ja, obwohl es wirklich nicht lang ist, hat er tatsächlich eine große Bedeutung. Erster Ministerpräsident Bayerns immerhin. Weil er halt dieses morsche, monarchische System bringt er zum Einsturz. Er ist eigentlich ein richtiger bayerischer Patriot. Er traut den Bayern zu, dass die jetzt einmal eine vernünftige deutsche Reichsgründung hinbringen.
Die sollen nicht mehr von Preußen ausgehen und sollen nicht militaristisch sein. Das passt jetzt gerade. Aber das ist bei den Bayern nicht gut angekommen. Der Eisner agiert dann nicht immer wirklich glücklich. Ruf dann Neuwahlen aus, das sehen wir dann da drüben, wo seine Partei, die USPD, eigentlich überhaupt nicht mehr vorkommt.
2,5 Prozent nur erreicht. In den Städten, wo die Arbeiter sitzen, in München sind sie stark am Skwunger, in Augsburg, dann natürlich da im großen Fürth bis rauf nach Hof, im großen Industrie-Speckgürtel sozusagen. Lilla oder wie die Farbe ist, das ist eigentlich die SPD. Die USPD ist das hellere. Ah, okay, die darf ich praktisch gar nicht mehr auf. Und einen Inruf. Ja, das stimmt.
Also am äußersten Ende. Dominiert ist es von der Farbe Blau. Das ist aber damals das, was heute schwarz ist. Nämlich die Bayerische Volkspartei. Ja, da hat sich noch gar nicht so viel geändert. Außer man nimmt die letzten Kommunalwahlen her zum Vergleich. Aber da steckt da auch ein bisschen was drin. Was nämlich völlig vergessen ist, dass wir eine ganz irre Partei gehabt haben.
Eine für mich grundsympathische, was ich sage, nämlich den Bayerischen Bauernbund, der nicht links und nicht rechts war. Aber immerhin 9,1 Prozent. Ja, und gerade in Niederbayern. Und das führt auch dazu, dass die NSDAP in Niederbayern eigentlich in der Fläche relativ spät Fuß fassen kann, weil das radikale Potenzial am Lande hat der Bayerische Bauernbund gebunden.
Und plötzlich gibt es aber eine Räterepublik nach der Ermordung von Kurt Eisner. Können Sie den Begriff kurz erklären? Räterepublik. Hier für englischsprachige Besucher auch übersetzt, Bavarian Soviet Republic. Also der Begriff Räte kommt halt vom Rat, weil man wollte eigentlich die Regierung nicht in ein anderes Parlament binden, sondern von verschiedenen Fachräten, Standesvertretungen, aber auch schon Fachräten, kann man sagen.
Erledigen lassen. Und die sind aber jetzt tatsächlich schon dominiert von Kommunisten. In der Landwirtschaft halten sich ein bisschen die Gantorfers oder in dem Fall schon der Karl Gantorfer, der ein Bauernbündler ist. Aber die Kommunisten, man sieht es auch, es wird die Farbe Rot gewählt. Das hat zwar die SPD auch.
Also das ist ja das Schwierige an der Zeit, dass das dann sehr scharfiert, was ist links und was ist rechts. Wie kann sie sowas überhaupt etablieren in Bayern? Wir haben hier. Einen riesen Folianten mit tausenden Seiten, allein Hassbriefe an Kurt Eisner, der ja Sozialdemokrat war immerhin und kein Kommunist und jetzt ist dem schon so ein Hass entgegengeschlagen, jetzt haben sie dem schon umgebracht.
Wie währt jetzt Bayern plötzlich kommunistisch? Ja, eben durch die Kommunisten, also die ganz linksaußen sozusagen. Da gibt es auch in Bayern relativ viele, übrigens auch in Niederbayern, sogar in den 20er Jahren, die Glasarbeiterorte sind die drin. Und die übernehmen jetzt tatsächlich das Ruder und werden sozusagen zum Hassobjekt der Konservativen.
Die Regierung flieht, also die bayerische Regierung und der Hoffmann, das ist wieder Sozialdemokrat, die fliehen nach Bamberg und in München toppt quasi der Bürgerkrieg, weil nämlich die Bamberger Regierung schickt die Reichswehr, sogar Berliner Reichswehrverbände, was man später der SPD wieder nicht verziehen hat, Berliner Reichswehrverbände rein und es werden auch.
Das Schlachtfeld München sozusagen wird auch freigegeben für die bayerischen Einwohnerwehren. Das ist eine ganz gefährliche Geschichte, die sich da in der Zeit entwickelt hat, die eigentlich das Gewaltmonopol... Das heißt, das Volk darf sich selbst bewaffnen. Das ist eine brillante Idee. Gewaltmonopol des Staates ist gebrochen. Das Wichtigste, was wir in der Neuzeit eigentlich am Anfang von der Neuzeit erreicht haben. Es ist ein sagenhaftes Tuwabu.
Der Krieg ist aus, der Kaiser ist weg, dann ist Revolution, dann ist Demokratie, dann ist Kommunismus. Und im Untergrund brodelt es schon. Man sieht hier, das erste Hakenkreuz taucht hier auf in der Ausstellung, nämlich auf einem Briefkopf aus dem Jahr 1919 der Thule-Gesellschaft. Das ist eine ganz üble Gesellschaft, die dann später auch politische Morde durchführen, lässt. Benannt nach dem König von Thule. Ja, genau.
Mit dem Hakenkreuz, das noch sehr geschwungen ist, findet man ein Symbol, das zum Beispiel auch in Österreich schon sehr verbreitet ist und für die rechtsaußen sozusagen schon steht. Und ja, die werden dann tätig und sind eigentlich eine terroristische Vereinigung. Spielt Hitler damals schon eine Rolle? Taucht der schon auf hier in dieser Zeit oder ist der da nur einer von vielen?
Der Hitler hat jetzt gerade seine Neuorientierungsphase, würde ich mal sagen. Seine erneute Neuorientierungsphase? Er kommt ja irgendwie lang aus der Neuorientierungsphase gar nicht raus. Also er ist in München, schaut halt, was er als freigesetzter Soldat, das er machen kann und findet den Zugang zur Politik, kann eine ganz kleine politische Vereinigung.
Die nur ein Hinterzimmer besetzen, mit der Vorstandschaft übernehmen, das ist die Deutsche Arbeiterpartei. Und die Form dann... Klingt das, was erstaunlich nach Sozialismus und nach Links klingt. Dabei hat er damals schon gerne auf die Linken geschimpft. Wie reiben Sie das zusammen? Er braucht eigentlich nur eine Organisation und er nimmt jetzt aus den verschiedenen, das macht es auch so schwer, das zu durchschauen, aus den verschiedenen politischen Richtungen nimmt er das raus, was für jemanden erfolgsversprechend ist.
Das heißt, im Grunde ist er einer, der ohne feste Überzeugung ist, sondern immer das Nützliche sucht. Das Nützliche sucht und im Grunde halt ein Nationalist ist und ein Revanchist, Und ein Antisemit, das steht für ihn in den Vordergrund. Und wie so viele Extremisten, egal von welcher Couleur und welcher Religion, auch jemand, der offenbar gescheitert ist an dem, was er eigentlich werden wollte, Künstler.
Und jemanden gesucht hat, der schuld daran sein muss, weil es kann ja nicht sein, dass er schuld ist. Es ist ja unmöglich zu denken, dass der einfach nicht schlecht genug gemeint. Schuld muss irgendwer sein, nämlich die Welt bzw. die Juden. Ja, das ist das Feinbild, das er auch aus Wien mitbringt und das pflanzt er in diese deutsche Arbeiterpartei ein.
Das kann er relativ leicht, die ist unbedeutend. Er übernimmt die Organisationsstruktur und seine Parteigenossen erkennen halt, der hat ein Redetalent. Charisma, die schlimmste, die größte Massenvernichtungswaffe, die es gibt. Man kann sich das halt nicht mehr vorstellen, wenn man so ein Reden von ihm, hört. Dieses völlig überzogene Gepläre.
Ein künstlicher Schnarrton, übrigens wie er im Theater von Wien damals gepflegt wurde. Im Bayerisch sagt man Geschroimei. Was ist Geschroimei? Schreihals. Genau. Das passt aber halt in die Zeit rein, weil er einfache Antworten herausschreit und das halt immer wieder wiederholt. Also die Schuldfrage ist ein Tollstoß.
Schuld sind die Linken, die gleich sind mit den Juden. Die Demokratie ist schlecht. Früher war überhaupt alles besser. Früher war alles besser und es muss wieder Ordnung und Friede und Ruhe hergestellt werden. Solange wir Olli umbringen, die irgendwie dafür stehen für das, was Schuld dran ist, dass es uns schlecht geht, dann wird es super.
Das Deutsche Reich muss wieder hergestellt werden. Das ist das, was bei den Leuten auch einfach ankommt. Man kann sich das ein bisschen vorstellen, wenn ich jetzt vier Jahre in dem Krieg da war, fürchterliches erlebt habe. Und jetzt sagt man mir vor einem Tag auf den anderen, hey, du hast den Krieg nicht gewonnen.
Es ist Pfeifen, was habt ihr da überhaupt gemacht, dass da so einer auf die, oder dem, quasi leicht anheim fällt, wenn da einer kommt und sagt, ihr wart es gar nicht, ihr habt es tapfer gekämpft, ihr hättet den Krieg gewonnen, aber es kommen dann die bösen Juden und die bösen Sozien und die rahmen euch von hinten den Dolch hinein.
Das macht es natürlich, sage ich einmal, für viele leichter zu ertragen, dieses Schicksal. Es wird, ihr hört es vielleicht schon, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, geschossen im Hintergrund. Wir sind nämlich jetzt schon im zweiten Kapitel der Tragödie. 1920 und es ist überschrieben mit Ordnungszelle Bayern. Was ist das?
Das ist eigentlich vom Inhalt her das, was ich gerade beschrieben habe, dass man in München natürlich gerade vor allen Dingen in München frustriert ist über diesen Verlauf der Revolution, dass, diese Räterepublik da drankommt, dann frustriert auch über den politischen Verlauf. Das wird halt alles miteinander verbunden und das ist Unordnung, Unruhe, Unfrieden.
Das ist alles links- und jüdisch. Und jetzt. Muss von Bayern her das Reich befriedet werden und nach Möglichkeit, jedenfalls wenn es nach dem K. gegangen wäre, ist der bayerische Ministerpräsident, aus dem Ganzen soll wieder eine Monarchie werden. Und das verpackt sich eben in diesem Begriff der Ordnungszelle.
Bayern ist die Ordnungszelle, von der aus das Reich jetzt befriedet und geordnet wird. Mit starker Bewaffnung, Sie haben ja... Ein paar Karabiner aus der Zeit ausgestellt, eine erstaunlich opulent geschmückte Flagge. Also die Schützenvereine, die haben es geahrelassen. Die Schützenvereine werden da missbraucht, auch quasi als Hort.
Für dieses rechte Gedankengut und natürlich auch als Anlaufstelle für die Soldaten, die ihre Bewaffnung nicht hergeben wollen und halt diesem alten Zeremoniellen nachtrauern. Und diese Einwohnerwehren, eigentlich sind es eher die Einwohnerwehren wie die Schützenvereine, spielen in den Bayern der 20er Jahre eine große Rolle.
Sie werden vom Reich aus verboten, eben vor dem Grundsatz Gewaltmonopol des Staates. Aber die bayerische Regierung unter Kar weigert sich, weil man eben Ordnungszelle ist und alles, was von Berlin, vom linken Berlin kommt, ist schlecht. Und das will man in Bayern anders machen. Und hier haben wir ein Foto von demjenigen, Adolf Hitler, aus dem Jahr 1921.
Da ist der Schnauzer noch ein bisschen breiter, das Gesicht noch ein bisschen schmaler und er schaut fast ein bisschen uninspiriert aus. Also die Augen wirken tot, also so von Charisma spürt man da nicht wenig, aber hier steht es, er übernimmt die Deutsche Arbeiterpartei und relativ zügig änderte ihren Namen, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.
Wieder dieser Begriff sozialistisch. Jetzt haben wir unlängst, ein paar Jahre ist her, gab es ja ein berüchtigtes Telefonat von Elon Musk mit Alice Weidel, die ja beide beteuert haben. Der Hitler war ja Linker, weil er steht ja sozialistisch im Namen seiner Partei. Das ist ja ein Schmarrn. Wie gesagt, der Hitler hat das aufgenommen, was für ihn erfolgsversprechend war.
Ganz entscheidend steht im Vordergrund und deswegen steht das Nationale natürlich auch voran, steht im Vordergrund das Nationale, das Demokratiefeindliche, das Militaristische, die Revanche für den verlorenen Krieg und Deutschland wieder in Anführungszeichen zur Weltherrschaft zu führen. Haben das die Deutschen nicht damals schon komisch gefunden?
Immer jetzt war er dann schon sieben Jahre in Deutschland, aber der Mann war ja immer noch Österreicher eigentlich. Ja, nach dem Ersten Weltkrieg, wo man ja Waffenbrüderschaft gehabt hat, war das nicht mehr so dramatisch. Er hat ja in seinem seltsamen Hochdeutscher und Süddeutschen Anhalter eigentlich drin.
Also das haben die wenigsten negativ gesehen. Dann geht es so dahin. Drei Jahre lang macht sich Hitler einen Namen als guter Redner und bringt diese NSDAP voran. Und so richtig aufs öffentliche Tableau kommt er dann im Jahr 1923. Da sind wir im Akt 3 der Tragödie. Hier geht es um die Bierhallen. Jetzt, wir sehen vor uns ein Bild, da fühlen wir uns selber, als wären wir Redner auf einer NSDAP-Veranstaltung.
Schaut uns nicht nur gebannt zu, sondern die wirken fast ein bisschen verstört, habe ich das Gefühl. Also es schauen auf jeden Fall einige ziemlich grantig und zwider aus. Was ist da los? Also zunächst sieht man halt nochmal dieses besondere Phänomen Münchens. Gut, das ist natürlich in Berlin und Frankfurt, hat es auch diese großen Bierhallen gegeben.
Aber man kann halt in so einer Bierhalle mit mehreren tausend Plätzen, erreicht schon eine ganze Menge Leute. Und wenn man sich die mal anschaut, da sitzen also nicht abgefragte Soldaten oder Landstreich herum, sondern da sitzt eigentlich von der Kleidung her zu schließen, die gute Mitte hört sich dem jetzt an.
Ein Teil schaut ein bisschen ratlos und konsterniert und das hängt damit zusammen, dass auf der Rednerbühne eine Gestalt ist, man sieht es da ein bisschen schlecht im Hintergrund, die schaut nach einer Frau aus. Und das war mir natürlich nicht gewohnt, dass da Frauen auf der Rednerbühne stehen, wobei es es schon gegeben hat, aber sehr vereinzelt.
Und das könnte eine besondere Situation sein, könnte vielleicht sogar die Andrea Ellend sein, die sich bei der NSDAP engagiert hat, wie dann auch einige Frauen aus dem Münchner Großbürgertum, aber da kommen wir ja noch zu sprechen. Ein Stichwort Foto. Das Foto spielt zunehmend eine riesige Rolle, auch im großen PR-Propaganda-Apparat.
Und hier ist ein Name, der auch wichtig ist, nämlich Heinrich Hoffmann. Des Führersleibfotograf. Leibfotograf, der ganz früh die Macht der Bilder erkennt und auch schon gewisserweise, ein Standardwerk zur Revolution vorlegt, das diese friedliche Revolution Eisners total verurteilt. Und der schwenkt dann sofort auf die Hitlerlinie ein, wird der Hoffotograf Hitlers, inszeniert in den verschiedenen Posen.
Also man kann ja sagen, was er will, jetzt war er nicht der beste Zeichner, aber ein Gefühl für PR und Design und Stil hat er gehabt. Und für bayerische Verhältnisse, man sieht es jetzt da ein bisschen an den benachbarten, Schützenscheiben ist natürlich eines ganz dramatisch, dass alle, die um 1900, oder vielleicht nicht alle, aber viele, die um 1900 dieses Bayern-Bild, erarbeiten mit Maibaum und Alpen, genau, Lederhosen, dass die dann sofort zu Hitler überlaufen und Hitler die frühen Wahlkämpfe designen.
Auch so Leute wie der Ludwig Hohlwein, der wahrscheinlich der beste Grafiker seiner Zeit ist. Und das sieht man an den Schützenscheiben jetzt wieder. Also wir haben hier einige alte Holzscheiben, meine ich, sind es. Handwerklich gut bemalt mit Einschusslöchern und man sieht eigentlich vor allem Monster.
Hier haben wir zum Beispiel den kleinbürgerlichen Zaun, der bayerische Bürger soll das wahrscheinlich sein. Und über diesen Zaun kommt ein scheußliches, schwarzbehaartes Monster mit klauenbewährten Armen und Füßen und einer schiefen, riesigen Nase. Ein Schelm, wenn jetzt dabei Böses denkt. Es steht da unten schön drauf, Bolschewismus gegen Bürgertum.
Und das verbreitet halt auch wieder dieses Klischee, alles was mit Arbeiterschaft zu tun hat, ist links und ist jüdisch verseucht und ist böse. Und der Franzos, der über den Rhein schreitet, der schaut besonders kreislich aus, wie eine Art kahlgeschorener Bigfoot, so ein Affenmensch. Das kommt wahrscheinlich, oder könnte man es im Zusammenhang mit der Ruhrbesetzung sehen, die natürlich zusätzlich die Republik stabilisiert hat, wie man natürlich schon auch sagen muss, dass die Alliierten.
Nicht immer unbedingt glücklich gehandelt haben, um sozusagen diese Radikalisierung Deutschlands zu verhindern. Jetzt sind wir fünf Jahre nach Kriegsende im Jahr 1923. Das trägt den Namen Krisenjahr. Also so richtig toll scheint es nicht zu laufen. Was tut sich in diesem Krisenjahr? Es kommt halt zur wirtschaftlichen Depression.
Und kommt zur Inflation. Das ist ja das, was wir alle in unserer Hygiene noch irgendwie drin haben. Es gibt zwei große Inflationen, 1923 und 1929. 1923, das haben wir jetzt an diesem Beispiel. Hier ist eine schöne Schaustation aufgebaut. Hier sieht man für den Knallerpreis, absoluter Schnapper von 300 Mark hat man im Januar 1923 eine ganze Maß Bier gekriegt, also geschenkt quasi, da greift man zu.
Im März war es bloß noch ein Seidl, oder Seidl sagt man in Bayern, oder? Im Juli ist es ein Stamperl und im Oktober kriegst du für 300 Mark einen guten Fingerhut. Und das führt natürlich zu Arbeitslosigkeit, das führt zu Hunger auch wieder. Und das ist sozusagen der wirtschaftliche Untergrund, der den Hitler und die Rechten jetzt schon mal ein Stück weit nach oben treibt.
Noch nicht wirklich ganz nach oben, aber er bringt sich in eine gute Ausgangsposition. Hier haben wir auch, also hier sieht man zum ersten Mal das Nazi- und NSDAP-Emblem, wie man es schon kennt. nämlich der Reichsadler über dem Lorbeerkranz mit dem Hakenkreuz darunter. Und darunter steht Völkischer Beobachter. Wir haben hier quasi einen mobilen Zeitungsstand. Ja, ich finde das ganz wahnsinnig gut.
Das ist ein tolles Objekt, weil das hat schon das Teuflische. Also die Kombination schwarz der Deckel und rot die Umfassung. Das hat was der Leiermann, der Teuflische. Genau. Und das ist natürlich jetzt diese Schwäche der Weimarer Republik und Weimarer Demokratie, dass die eigentlich hyperdemokratisch ist und dass man es versäumt, gegen solche radikale Kräfte früh genug einzuschreiten.
Also die Nazis können da ihre Pamphlete entsprechend verteilen und ja. Man ist eigentlich lethargisch und wird immer lethargischer gegenüber diesen, Rändern links wie rechts, die der Demokratie übles wollen. Was erstaunlich ist, weil wie kann sie denn so schnell eine Demokratieletergie entwickeln, wenn die Demokratie nur ganz frisch ist eigentlich?
Durch die ewige Streiterei, ewige Kompromisssucherei, große Koalitionen und eben diese Anfeindungen und den Erfolg auch der undemokratischen Extreme. Wir schreiten hier in einen Nebenraum, nämlich raus aus dem Bierkeller und in den Salon. Nämlich, also hier hängen Gemälde von gut betuchten, hoch angesehenen Münchner Promis, kann man sagen.
Wie standen die zu Hitler, die feine Gesellschaft damals? Also unterschiedlich muss man zur Ehrenrettung des Münchner Patriziats, wenn man es so nennen will, Also sagen, es gab halt auch die Pringsheim in die Familien, die der Thomas Mann dann einheiratet, die Nazi-kritisch waren und da nie auf die reingefallen sind.
Aber dann gibt es natürlich so Familien, wo das schon ein bisschen in die Gene liegt, dieser Nationalismus. Und natürlich bei den Wagners, also den Wagner kann man ja in manchen Beziehungen schon als Prä-Nazi bezeichnen. Und eine große Hitler-Verehrerin und Freundin ist die Winifred, Wagner, die nach 1975 ein Interview gibt, was der Ali Harre zur Gebärde stellt, über den netten Onkel Dolphy, der sich immer so gut behandelt hat und Geschenke mitgebracht hat.
Und in Bayreuth ist ja auch dieser völlig verquere Nazi Chamberlain, der da auch schon seine heute Gott sei Dank unlesbaren. Pseudowissenschaftlichen Arbeiten herausgibt und, vielleicht am wenigsten verständlich, dass so der kunstnahe stehenden Familien wie die Hanfstengels mit ihrem Verlag und. Die Bechsteins als weltweit angesehene Klavier- und Flügelhersteller, dass die wirklich ganz früh auf die Seite Hitlers treten, schwer begreifbar.
Wir gehen raus aus dem Salon, wieder zurück in den Bierkeller und über den in den vierten Akt, den dramatischen Höhepunkt des Ganzen, könnte man sagen. Nämlich, jetzt wird zu den Waffen gegriffen, jetzt wird geputscht. Was passiert jetzt im Jahr 1923? Das ist eine völlig irre Geschichte, die so unglaublich ist, dass man meinen könnte, die hätte jemand erfunden und auf die Bühne gebracht.
Es ist schön gemacht. Wir stehen hier quasi auf einer Münchner Stadtkarte, die in den Boden eingelassen ist, stark vergrößert. Anhand von einzelnen Stempen quasi den Weg nachgehen, den diese Geschichte an diesem Tag nahm, an diesem 8. November 1923, dem Hitlerputsch in München. Ja, das Ganze beginnt mit einer Veranstaltung eigentlich der Konservativen, die aber im Verborgenen Royalisten sind und damit auch keine Demokratiefreunde.
Versammlung einberufen vom bayerischen Generalstaatskommissar Gustav von Kahr, Also vom Ministerpräsidenten, der mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet worden ist. Also ein Ministerpräsident, der möchte, dass das Ministerpräsidentenamt abgeschafft wird, weil er gegen die Demokratie ist. Ja, das wollte er schon bleiben, aber unter dem König halt.
Am besten unter dem Kaiser und wahrscheinlich noch entsprechend aufgewertet. Also der will zurück zur Monarchie, dann war dabei, wirklich ein Triumphirat, wichtige Leute. Der Seisser von Seisser, Chef der bayerischen Landespolizei und der Otto von Lossow, der General der bayerischen Reichswehrtruppen. Also die haben sozusagen...
Das heißt, da ist schon eine Macht zusammengekommen. Da ist eine Macht zusammengekommen. Und was die tatsächlich so im Schild geführt haben, weiß man nicht ganz genau, weil nämlich ein gewisser Hitler die Versammlung dann sprengt. Er kommt rein und das ist ja diese vielfach verfilmte Szene. Wir wissen nicht hundertprozentig, ob es wahr ist.
Aber wie der Italiener so schön sagt, se non è vero e bene trovato. Wenn es nicht... Also nach dieser Überlieferung kommt er rein und schießt mit der Pistole in die Decke, damit da Ruhe herrscht. Er kapert quasi die Versammlung, geht mit den drei eben genannten ins Hinterzimmer. Aus seiner Sicht überzeugt er, sie mitzumachen bei seinem Putsch, weil deswegen ist er jetzt da.
Er hat also die Angst, hopps, Wenn die ohne mich putschen, dann braucht es mich nicht mehr, dann kann ich wieder zurück auf Wien. Und denen will er zuvor kommen und sich an die Spitze sozusagen putschen. Und er geht dann auch in die Stadt, um den in der Stadt vorzubereiten und lässt seinen Kompanion zurück, den schon mehrfach genannten üblen Weltkriegsgeneral Ludendorff, der wieder einmal zu einer Fehlentscheidung kommt. Das zieht sich durch sein Leben.
Auf Englisch sagt man, he fails upwards. Also der scheitert immer weiter die Treppe, die Leiter hinauf. Das ist erstaunlich. Sehr guter Spruch, muss ich sagen. Ich muss immer merken. Genauso ist es. Und der kommt zu dem Urteil, dass die drei jetzt schon bei der Stange bleiben und lässt sie laufen. Aber die drei sagen sich sofort von dem Hitler-Unternehmen los.
Und jetzt sitzen die zwei wieder ziemlich ratlos in ihrem Bürgerbräkeller rum. Und man kommt zu dem Urteil, naja, jetzt marschieren wir einfach mal ein bisschen los. Die Leute werden sich uns schon anschließen. Und das ganze Unternehmen kommt aber nur... Das ist bei größten Wahnsinn, man überschätzt gerne, wie viele Leute jetzt sofort ihr Leben für Sie geben würden.
Der hat halt nicht kapiert, dass das jetzt eine andere Situation ist wie im Weltkrieg. Aber immerhin doch, einige bewaffnen sich und es spielen sich ganz schön martialische Szenen in München ab. Also die Münchner Polizei muss sich ganz schön ins Zeug legen, um das zu stoppen. An der Feldherrenhalle schon nach ein paar hundert Metern stoppen wir das Ganze.
Es kommt zur Schießerei, 18 Menschen kommen ums Leben, darunter vier Polizisten. Und das wäre jetzt eigentlich das Ende der Geschichte Hitler gewesen. Wenn es vernünftig laufen würde. Wenn es vernünftig laufen würde. Und hier kommen wir zum Gipfel und fünften Akt der Tragödie. Überschrieben ist das Ganze mit Justizskandal.
Hier sehen wir vor uns drei Türen, eins, zwei oder drei. Höchststrafe steht auf Tür Nummer 1, das wären 15 Jahre gewesen, wegen Hochverrats nehme ich an. Wäre auch das gerechte Urteil gewesen, es war Hochverrat. Türe 3, Ausweisung, weil jetzt kämen wir wieder drauf, der Mann war schließlich Österreicher und damit ein straffällig gewordener Ausländer.
Und auch wenn es nach vielen Rechten damals und heute geht, straffällige Ausländer gehören rausgeschmissen. Offen ist aber nur eine Tür, die Tür in der Mitte, Türe Nummer zwei, da steht Mindeststrafe drauf. Was an diesem ganzen Prozess war für Sie so skandalös? Was ist da passiert? Also zunächst einmal findet er am falschen Gericht statt, weil er ist ein unstrittiger Hochverratsprozess. Der gehört vor das Reichsgericht oder vor das Staatsgericht in Leipzig.
Er wird verhandelt in München, weil die Münchner Regierung das verhindert hat und deswegen wird vom Münchner Gerichtshof verhandelt. Richter ist ein Republikfeind, nämlich der Georg Neidhardt, der dem Hitler den Gerichtssaal zur Bühne macht. Also der stellt sich hin und. Redet seine Hass-Predigen gegen die Demokratie, gegen die Juden und wird dadurch nochmal ein Stück berühmter, weil die Medien natürlich berichtet darüber.
Und dann kommt es zu diesem skandalösen Urteil. Ein Justiz-April-Scherz, das Urteil ergeht nämlich am 1. April 1924. Und das Irre ist eigentlich, dass der Richter verheimlicht und bringt nicht zur Sprache, dass da immerhin vier Polizisten umgebracht worden sind, also vier Staatsvertreter, Beamte. Und das ist eigentlich, allein deswegen hätte hier die Höchststrafe vergeben werden müssen und der winkt ihn durch zur Festungshaft, nach Landsberg für fünf Jahre, wobei schon angekündigt wird, dass das Ganze ja reduziert wird wegen guter Führung auf fünf Monate.
Schauen wir es uns einmal an. Wir sind jetzt durch die Tür 2 Mindeststrafe getreten. Hier wird dokumentiert, unter was für knallharten Wasser- und Brotbedingungen Hitler in der Haft saß. Hier ist ein Foto zu sehen. Hitler in der Lederhose vor einem Tisch, auf dem eine Blumenvase steht mit vier anderen Blumenvatern.
Sympathischen Herren auch in Tracht zum Teil. Es schaut so aus, als würden Sie kurz ein Foto machen, bevor die Bierkrüge gefüllt werden, bevor Sie Schafkopf anfangen. Das ist ja gar nicht, also ich weiß jetzt nicht, ob Schafkopf haben können. Für Schafkopf sind es einer zu viel eigentlich, aber vielleicht ist das der sogenannte Brunskattler.
Aber das Szenario, dass jetzt da gleich Bier verteilt wird, das ist gar nicht so falsch. Wir haben hier drunter ist das Gästebuch, wo wieder diese ganzen großen Familien auftauchen. Unter anderem, die haben wir vorher vergessen, Die Edelmanns, das ist so eine verrückte Geschichte, die Emmy Edelmann. Und das waren wirklich total vernünftige, alte Münchner Familien.
Die Emmy Edelmann verfällt dem Hitler so, dass sie alle Zeitungsartikel ausschneidet bis 1945, die da erscheinen. Und für sie ist das der absolut größte Anteil. Da sieht man schon, der Führerkult hat ja längst begonnen. Und die schiebt ihm alles, was der Hitler begehrt, wird ihm zugeschoben. Deswegen kommt er übrigens drei, vier Kilo schwerer aus Landsberg raus.
Also den haben sie wirklich hart da dransaliert. Wenn sie sich umdrehen, da sehen sie dagegen, und das können Sie schon im Foto, erkennen, wie mit den Räten umgegangen ist und den Vertretern der USPD. Die sind im schwäbischen Niederschönenfeld eingekastelt worden. Und wenn man sie so anschaut und das mit den Hitlerburschen vergleicht, kann man ja ahnen, dass da wirklich hart zugegangen ist.
Er hat ja in seiner Festungskur, in seiner Bezahlten, auch Zeit zu schreiben gehabt, denn als er fertig ist, kommt er mit einem Büchlein. Also der erste Band von seinem Mein Kampf ist fertiggestellt, das Manuskript ist geschrieben auf Papier, die sich wieder die Münchner Damen vorbeigebracht haben aus der obersten Bürgerschicht. Und?
Sie haben sich ein bisschen verrechnet, glaube ich, er ist acht Monate in Haft. Oder zumindest acht Monate nach dem Urteil. 20. Dezember kommt er frei. Also Weihnachten darf er schon wieder daran feiern. Es ist aber doch zu einem Politikum geworden. Also hier sind eine eindrucksvolle Sammlungen an, ja, von beiderlei Parteien, Linken wie Rechten, apokalyptische Wahlplakate.
Also die Stimmung muss grauenhaft gewesen sein, weil es wirbt eigentlich jeder damit, wählt uns oder sterbt. Also man sieht auch, dass manche, also die SPD hat das schon erkannt, dass in dem Prozess da irgendwas falsch gelaufen ist. Weil da heißt jetzt die Antwort auf den Hitler-Putsch sozusagen, die gibt die Stimme der SPD.
Aber die anderen sind schon, wenn man sich das anschaut, da kommt auch schon eine Vorhersage wieder von den Sozialdemokraten, dass der Nazi sozusagen zum großen Krieg und Sterben führen wird. Da klettert der Kommunist auf die Löwenfigur vor der Münchner Residenz hinauf und versucht ihn herunterzunehmen.
Also Bayern zu stürzen. Hier reißen die Sozialdemokraten, ich glaube der Justizier, die Maske vom Kopf und dahinter verbirgt sich die Medusa mit dem Hakenkreuz auf der Stirn. Und rettet die Heimat, sagt die Bayerische Volkspartei und zeigt einen blau-weiß gestreiften reschen Ritter vor einem sich unheimlich türmenden roten Gewölk.
Ja, das ist natürlich Ritterwand Adelige, das geht schon wieder ein bisschen, in die Richtung Monarchie. Und weltrepublikanisch da mit dem Tokenkopf. Das ist auch schon ein deutliches Signal, was man zu erwarten hat. Dagegen heute die Nazis, der völkische Beobachter, der stramme Arier mit der Hakenkreuzfahne, damals noch mit erstaunlich dunklem Haar, der Arier.
Der das Ganze jetzt zum Positiven wendet. Was denkt eigentlich der Rest Deutschlands über diese absurde Posse, dass irgendein dahergelaufene Österreicher. Sich über Jahre in die High Society und auch in die Politik reinwuselt in Bayern, dann einen Putsch startet, bei dem Leute sterben und dann ein halbes Jahr lang in bezahlten Urlaub geschickt wird, quasi in so einer Haft, unter Anführungszeichen, und dann kommt er wieder frei.
Über den Putsch macht man sich deutschlandweit lustig. Das wird als bayerisches Kasperltheater verspottet. Man will nach Berlin marschieren und kommt gerade bis zur Feldherrenhalle. Das mit österreichischer Führung, das ist eigentlich damals, wie schon gesagt, kriegsbedingt, fällt das nicht so ins Auge und wird auch nicht besonders kritisiert.
Und dann muss man halt schon sehen, dass der Hitler 1923, 1924 in der Versenkung verschwindet und jetzt gar nicht so sehr, aber auch mit, weil er in Bayern immerhin Redeverbot bekommt, weil immerhin die bayerische Polizei, den Putsch niedergeschlagen hat. Und weil man immerhin so schlau ist, dass man den Hitler mit Redeverbot belegt und auch weitere Verbote gegen die NSDAP und gegen die SA ausspricht.
Wie lange hält das? Das hält bis 1929 und da sieht man jetzt schon den wesentlichen Grund, weil sich die Weimarer Republik 1923 bis 1929 wirtschaftlich stabilisiert. Das sind die goldenen 20er Jahre, was ein bisschen überdrehen ist, weil so richtig golden waren es vielleicht in Berlin, aber nicht überall.
Aber immerhin, die wirtschaftliche Lage wird wesentlich besser. Und da kommt jetzt wieder diese vielleicht so positive Seite der Weimarer Republik zum Vorschein, dass man halt sagt, ja mei, so richtig demokratisch ist es jetzt auch nicht, eine Partei zu verbieten und Redeverbot auszusprechen. Und außerdem die paar Prozentpunkte, die er noch zusammenbringt, dann lassen wir es halt einfach wieder zu.
Keiner hat damit gerechnet, dass 29 der katastrophalste wirtschaftliche Abschwung des 20. Jahrhunderts fällt. Und dadurch werden die Wahlergebnisse Hitlers katapultieren sich nach oben. Er ist innerhalb weniger Jahre und jetzt lange nicht mehr bayernweit, sondern deutschlandweit, manövriert er sich an die Spitze.
Die erste Landesregierung, die die NSDAP mit dazu nimmt, ist tragischerweise in Thüringen, und von daher löst sich der Hitler in dieser Weltwirtschaftskrise von Bayern und wird eine reichsdeutsche Erscheinung. Und kein Jahrzehnt nach dem Putsch ist er dann Reichskanzler. Jetzt sind wir am Ende der Ausstellung angelangt und jetzt vorgesehen nach einer konkreten Antwort auf die Frage, unter dem das Ganze steht.
Warum hat Bayern Hitler nicht verhindern können oder wollen? Man kann das festmachen an dem Prozess. Natürlich auch an der Vorgeschichte, dass diese bayerischen Großen sich nie wirklich von der Monarchie haben losgesagt und sich nie wirklich mit der Demokratie, angefreundet haben und wahrscheinlich sogar stillgehalten hätten.
Aber sie haben Hitler im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne bereitet, dass er da auftreten kann, die Führung übernehmen kann, dass der Prozess manipuliert war, er in dem Prozess eine weitere Bühne bekommt und dann in Landsberg, wie Sie schon gesagt haben, eine bezahlte Kur da bekommen hat, sein Buch schreiben kann, und dann sozusagen auf den Moment warten kann in abgesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen, wo er irgendeine Situation bekommt, um wieder den Aufschwung zu nehmen. Und das war die Weltwirtschaftskrise.
Herr Dr. Läubel, vielen Dank mal wieder für eine hochexklusive Führung durch die neueste Ausstellung. Das kann natürlich ein Podcast diesen Ausstellungsbesuch nicht ersetzen. Wir haben jetzt wirklich nur oberflächlich betrachtet, was hier an Exponaten alles zu sehen ist. Wie lang kann man denn noch herkommen nach Regensburg ins Haus der Bayerischen Geschichte? Ja, die lauft relativ lang, bis Anfang August nächsten Jahres.
27, liebe Leute, nicht 26. Ja, dann bedanke ich mich recht herzlich auch bei Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dass Sie uns wieder zugehört haben, auch wenn es diesmal um kein heiteres Thema gegangen ist. Und ich kann schon mal ankündigen, es wird auch das nächste Mal wahrscheinlich nicht heiterer werden, denn diese Tragödie in fünf Akten war auch nur ein possenhaftes Präludium vor dem, was danach kommt.
Und Herr Dr. Läubel, ich glaube, es wird Zeit, nächstes Mal müssen wir uns einmal die Rolle Bayerns während des Nationalsozialismus anschauen. Ja, also das Kapitel sollten wir schon und müssen wir zu Ende erzählen. Ja, damit verabschiede ich mich. Ich mache mich jetzt wieder auf den Weg Richtung Passau. Herr Dr. Läubel, Sie bleiben hier, aber in einem Monat sehen wir uns wieder und liebe Leute, euch hoffentlich auch. Also, viel grob beieinander.
Wenn ihr die nächste Folge nicht verpassen wollt, dann lasst gerne ein Abo da. Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob? Dann schreibt uns gerne an podcast.mgbayern.de oder hinterlasst uns eine Bewertung. Ein Bayer und ein Halber historische Zeitreisen mit Dr. Richard Läubel ist ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern.
Host und Recherche Johannes Munzinger und Dr. Richard Läubel. Konzept Dr. Richard Läubel, Johannes Munzinger und Martin Wanninger. Redaktion Johannes Munzinger. Produktion Anja Kurz Sprecherin Katharina Czava, mit Musik von ScoreSquad über Soundtaxi Besonderer Dank an Walter Berndl.