Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl· Folge 16

Warum in Freyung die Musi spielt

Donnerstag, 30. April 2026 · 1 h 05

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Shownotes

Über Musik zu sprechen ist ein bisschen so, als würde man über Geschichte tanzen: schwierig. „Ein Bayer und ein Halber (/podcasts/ein-bayer-und-ein-halber)“ versuchen es trotzdem: Dr. Richard Loibl – Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte und damit auch jeder Landesausstellung – und MGB-Redakteur Johannes Munzinger sind gemeinsam durch die Landesausstellung „Musik in Bayern“ (/20985454) in Freyung getingelt, und zwar direkt nach deren Eröffnung.

Weil beide eher Männer des Wortes denn der Musik sind, haben sie sich für Folge 16 ihres Podcasts fachkundige Verstärkung geholt: Roland Pongratz, „Mr. Volksmusik“ persönlich, stand den beiden beim Rundgang tonsicher zur Seite. Er, der Leiter der Volksmusikakademie in Freyung und Gründer des Festivals „Drumherum“, hat das Rahmenprogramm der Landesausstellung gestaltet. 199 Konzerte, aus denen Dr. Loibl zufolge wohl 333 werden, hat Roland Pongratz auf die Beine gestellt. Für jeden Tag der Landesausstellung eines.

Zu dritt singen, spielen und tanzen sie durch die Geschichte der Musik in Bayern. Die geht los in einer Zeit, als von Bayern und überhaupt Staaten noch keine Rede war, als nur Herzschlag und Stimme den Ton angaben. Die Zeitreise führt sie u.a.

• in die Renaissance, als Bayern seinen ersten Musik-Megastar aus Belgien importierte
• in die Zeit der Wiener Klassik, als ein waschechter Bayer als kongenialer Partner Mozarts die Zauberflöte auf die Bühne brachte
• in die Goldenen 20er und finsteren 40er, als Musik zum Massenmedium und Propagandainstrument wurde
• bis in die heutige Zeit, in der man in der Landesausstellung Quartett-Musik in noch nie dagewesener Form genießen kann: auf einem Drehteller.

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Dabei erklären Dr. Loibl und Pongratz auch, warum das vermeintlich abgelegene Freyung der ideale Ort für diese Landesausstellung ist, und warum sich Bayern wahrlich als ein Land der Musik rühmen darf. Und endlich wird die Frage beantwortet: Kann Dr. Loibl eigentlich singen?

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Wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Beginn der Musik der eigene Herzschlag. Ein Bayer und ein Halber. Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Leubel. Ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern. Guten Tag, grüß Gott, servus miteinander und HW Dere. Man hört es vielleicht im Hintergrund schon, es klimpert und scheppert und es ist musikalisch. Wir sind nämlich ausnahmsweise nicht im Aufnahmestudio in Passau, sondern wir sind in Freyung.

Wir, das bin ich, euer Halber Bayer und der Vollblut Bayer, Dr. Richard Läubel. Servus, grüß euch. Und noch jemand, nämlich Mr. Volksmusik, Roland Pongratz. Herr Pongratz, vielleicht verraten Sie es uns, warum haben wir ihn eigentlich doch? Ja, in Freyung ist ab heute die Landesausstellung zu Gast Musik in Bayern.

Genau, wir haben gerade einen riesigen Festtag erlebt. Selten, eigentlich noch nie, habe ich einen Podcast so wohlgenährt und wohlgetränkt begonnen wie heute. Herr Läubel, wie viele Hände haben Sie heute schon geschüttelt? Also ich glaube, dass 700 da waren und ich glaube, dass ich keinen auslassen habe.

Wir haben den Herrn Pongratz nicht nur da, weil er ein ausgewiesener Kenner der Volksmusik ist und der Leiter der Volksmusikakademie hier in Freyung und der Gründer des Festivals Drumherum und der Herausgeber von der Volksmusikzeitschrift Zwiefach, sondern der arme Mann ist vom Läubel vergattert worden, dass er für die nächsten 199 Tage, die die Ausstellung dauert, 199 Konzerte auf die Beine stellt. Also da muss ich zuerst einmal einschreiten.

Erstens bin ich vom Pongratz vergattert worden, weil er hat die Bewerbung zur Landesaustellung gemacht. Zweitens macht er die 199 Veranstaltungen, aus denen ich aller Wahrscheinlichkeit nach 333, ich habe es ausgerechnet mit dem Taschenrechner, werden werden, hat er das alles selber zusammengestellt.

Also ich habe das nur, wenn überhaupt wohlwollend, begleitet. Eine Kernfrage, die sich viele in München gestellt haben, auch einige Lästerzungen haben sich diese Frage gestellt. Warum jetzt eigentlich eine Landesausstellung in Freyung zur Musik? Ist das reiner Nepotismus, weil Sie aus der Ecke kommen, Herr Dr. Loibe?

Erstens, weiß ich jetzt gar nicht, was Nepotismus ist. Zweitens, komme ich nicht aus der Ecke, weil ich bin ein Vorweitler mit ungefähr 50 Kirchtürme zwischen meinem Kirchturm und dem von Freyung. 50 Kirchtürme, das heißt 10 Kilometer? Nein, das sind schon 60 Kilometer garantiert. Und das Grundlage ist das Haus der bayerischen Geschichte, wir haben eine handschriftliche Gründungssatzung von Franz Adolf Strauß und da steht drin, dass wir die bayerischen Regionen gleichmäßig mit Landesausstellungen versorgen sollen, weil der Strauß schon gesehen hat, das konzentriert sich alles auf München und man soll immer schauen, dass wir da durch die Prärie sozusagen kommen.

Also das ist unsere Grundlagenarbeit, das machen wir ja immer so, wir orientieren uns an dem bis heute und haben wir in Freihung eigentlich eine ganz herausragende Grundlage vorgefunden. Also zum einen einmal, sie haben sich ja beworben, der Bürgermeister Olaf Heinrich war so schlauer und er hat mit dem beauftragt, wir kämen uns lang und er weiß so, was er mir unter einer großen Ausstellung vorstellt und er weiß auch, dass bei mir, für mich immer diese Filme am Anfang oder am Ende oder mittendrin eine große Rolle spielen.

Das ist so, das finde ich gehört zur gescheiten Ausstellung dazu und wird ja auch immer wichtiger durch den Trend zur Immersion und da haben sie sich beworben und haben gesagt, man könnte eigentlich in diesem Einkaufszentrum noch loslegen, wo ja auch das Cineplex Kino ist. Und dann einen Übergang herstellen mit der Brücke in das Pröstelhaus.

Das wollten sie herrichten für ein Tonuniversum, für eine Dauergeschichte. Und da waren natürlich, bei mir hat es klick, klick, klick gemacht. Zum einen haben wir gesagt, super, Cineplex-Kino, da kannst du wirklich einen professionellen Film machen. Und dann zeigen mit Ton und Bild, 100% professionell.

Das, wenn wir mir irgendwo Bautaten, was die Ausstellung hat, sieht, weg. Und da nutzt man das einfach und gehen wir dann da rein. Und da ist natürlich das Tolle die Nachhaltigkeit, dass das Gebäude nicht nur für die Landesaustellung hergelegt wird, sondern für das Universum, das jetzt da kommt, wo es auch noch einige Teile von der Landesaustellung einfach übernehmen können.

Herr Pongratz, jetzt heißt es immer, also Niederbayern ist Musikland. Jetzt würde ich natürlich ganz zynisch fragen, also Musik ist das, was die Menschen und alle Kulturen erfunden haben. Das kommt gleich mit der Sprache zusammen, das haben alle Menschen. Ich glaube, jedes Land behauptet von sich, das Land der Musik zu sein, weil das ist ein bisschen, wie man behauptet, wir sind das Land der Nahrungsmittelaufnahme.

Aber warum, sagen Sie, ist Niederbayern Musikland? Niederbayern hat eine reiche Musiktradition, hat natürlich viel mit dem auch zum Tor, dass die Nachbarländer Österreich und Böhmen da immer auch viel drauf gesetzt haben. Da haben wir vielleicht manchmal auch was abgekupfert oder davon profitiert, sagen wir mal so ganz vorsichtig.

Es war immer ein schönes Geben und Nehmen und da hat sich einfach eine reiche Musikkultur gut entwickeln können bis zum heutigen Tag. Und wenn jetzt ein Freyung voriges Jahr als Landmusikort bundesweit ausgezeichnet wird, dann ist das eigentlich nur ein Beispiel für viele andere Orte, die ein reichhaltiges Musikleben haben, das völlig verschiedene Genres betrifft, wo Profis und Laien, Musizieren, Singern, Tanzen, sich musikalisch einfach einbringen bzw.

Ihr eigenes Leben bereichern. Moment. Aber ist doch schön, man sieht, wie es jetzt schon zugeht am ersten Tag. Ja, ja, es ist ein riesiger Run. Ja, und die Musik verstimmt gar nicht mehr. Das heißt, es gehen immer wieder Leute über die Brücke, weil die lösen die Musik aus. Also ich beschreibe es euch kurz, liebe Zuhörer, hier im Übergang zwischen dem Kino und den Ausstellungsräumen ist eine Klaviatur in den Boden eingelassen.

Und das heißt, jeder Besucher macht hier seinen eigenen Eingangsmarsch quasi. Und ja, also über Musik reden ist ein bisschen wie über Geschichte tanzen, also schwierig und es fehlt ein bisschen was, aber wir probieren es jetzt trotzdem und der Herr Läubel führt uns jetzt durch die Ausstellung. Ja, wir geben jetzt zuerst einmal die Treppen drüber.

Jetzt geht es natürlich recht zu in dem ersten Raum drin. Da ist jetzt unsere Inversion, da ist eine ganz tolle Geschichte. Da kann der Herr Pongas auch was sagen, der hat die ganzen Leute zusammengebracht, alle Darsteller sind regionale. Er, glaube ich, hat selber mindestens 25 Rollen gespielt da drin. Ja, genau.

Verzeihen Sie, was ist die Inversion? Ja, es geht jetzt darum, praktisch einen Schnelldurchlauf durch die Musikgeschichte Bayerns zu machen, vom Hirtenkind, das quasi auf einer Flöten spielt und über eine Wiese tanzt bis hin zu einer Rockband. Große Events macht und das ist da quasi dargestellt in einem Schnelldurchlauf, eine Art Tonbildschau, ganz moderner Art.

Und da sind über 70 Statisten zusammengeholt worden, wo auch wirklich jeder mitgespielt hat. Der Pfarrer hat natürlich einen Pfarrer gespielt und jeder ist irgendwo mit dabei gewesen. War ein Riesenspaß das zum Tragen und heute können die Freihunger das auch erst mal sehen und die Besucher, die sich bis jetzt mitkriegt, sind recht begeistert davon.

Und was sonst noch in dem Raum ist, ein weiterer Höhepunkt, nämlich haben wir es wirklich geschafft, Rolling Stones herzubringen. Aber wir haben unsere strengen Ausstellungsvorschriften lockern müssen, nämlich das Rauchverbot. Also die der von Raucher herinnen. Sie wollten noch andere Drogen haben, aber da haben wir dann nicht mehr mitspielen können.

Aber wenn man hinschaut, sieht man es, also sie rauchen recht fest und sind halt die Rolling Stones von der Augsburger Bubenkiste. Da sind wir wieder. Was wir gerade gesehen haben, liebe Leute, ist die sogenannte Inversion. Wir haben Schemen an der Wand gesehen und dann eine reisedüchtige Musik gemacht von der ersten Ziegenflöte über Sakralmusik, Barockmusik, Klassik, Rockmusik.

Dann ist es funky geworden, metallig ist es geworden, ein bisschen neue Volksmusik mit X ist dazugekommen, also ein bisschen Labras-Banda-mäßig. Bei keinem ist der Herr Läubel so abgegangen wie beim Klassik-Rock und beim Pop-Rock. Herr Läubel, wo sind Sie musikalisch eigentlich daheim? Ein bisschen härter als das ganze, was da abgespielt ist. Also Hard Rock, Black Metal, Heavy Metal.

Black Metal? Ja, Black Metal ist für mich jetzt auch noch zum Beispiel Black Service und da was ich ausbauen. Und sowas mag ich schon gerne. Und Herr Pongratz, Sie sind wahrscheinlich eher in der Volksmusik daheim dann natürlich. Wie geht man das an, dass man 10.000 Jahre Musikgeschichte in zwei Minuten packt?

Ja, das ist tatsächlich eine Herausforderung. Man hat das alles ganz stark aufgedröselt, könnte man jetzt sagen. Man hat sich ein paar Spotlights ausgesucht, die auf alle Fälle drinnen vorgekommen sollten und um die rundum dann eine schöne Geschichte baut, was man halt auch darstellen kann. und das verbindende Element ist einfach diese, neu komponierte Musik, die der Stefan Schubert gemacht hat, aus meiner Sicht mehr als gelungen.

Diese Musik war, es ist auch schwierig, ein Stück zu empfinden, das jetzt allem gerecht wird. Und er hat da quasi das neu komponiert und versucht dann, die einzelnen Stilelemente einzubringen und verschmelzen zu lassen, sodass das dann auch zur jeweiligen Epoche halbwegs wenigstens dazu passt. Und das ist wirklich gelungen und ist echt ein super Soundtrick für diese Ausstellung geworden. Verwandt oder verschwägert mit Franz Schubert?

Nein, ich vermute nicht, aber immerhin ein Bayer, der nach Österreich ausgewandert ist. Und ganz stört mit dem Osbankurte verbandelt war übrigens. Genauso wie unser Pürstinger, also der Gestalter von der Ausstellung, vielleicht kommen wir einander daher, der auch dieser wilden Salzburger Musikszene angehört hat und auch Kontakte zum Osbankurte hat.

Und war so einer von den jungen Wilden und ich habe ihn entdeckt eigentlich. Er war zwar schon 64 Jahre, wenn ich ihn entdeckt habe, aber passt schon. Das ist vielleicht eines von den Geheimrezepten von der Ausstellung der Dezernisierung. Es hat sich im Laufe der Zeit beim Macher von der Ausstellung herausgestellt, dass ganz viele Leute involviert sind, die irgendwo sowieso mit Musik zu tun haben.

Der Filmemacher, der das gemacht hat, ist selber halber der Berufsmusiker. Der Ausstellungsgestalter Spätmusiker. Also jeder hat quasi zwei Leidenschaften einbringen können. Also seine eigentliche Profession, der ist Filmemacher und die Musik. Der anders Ausstellungsmacher und die Musik. Und das war dann irgendwie zum Erkennen. Und der Läubel. Und der Läubel sowieso, den haben wir mitgeschleift.

Der Dirigent mit nur theoretischen Kenntnissen. Was ich ganz schön gefunden habe an der Inversion ist, es beginnt mit einem Hirtenmädchen, das eine Ziege umeinander führt und nur eine Flöte spielt. Kann man nicht eigentlich sagen, ist nicht der Beginn aller Musik quasi eine Art Volksmusik? Ja, also Beginn aller Musik ist eigentlich die Sprache.

Weil die gibt einen gewissen Rhythmus vor und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Beginn der Musik der eigene Herzschlag. Weil jeder Herzschlag ist unverwechselbar, gibt einen bestimmten Rhythmus vor und gibt einen bestimmten Ton ab, die tatsächlich sogar unverwechselbar sind, wenn man es aufzeichnen wird.

Und da geht es eigentlich los. Und das war das Einzige, was man in dem Netz so drin gehabt hat, dass das erste Singen eigentlich sein muss. Weil die erste Äußerung musikalischer Natur war sicher irgendwas mit eigener Stimme. Gesungen wird im nächsten Raum, man hört es schon durch den Torbogenschallen.

Nämlich das Ganze ist ja nicht chronologisch angeordnet, sondern was ist eigentlich das Konzept, Herr Dr. Lohr? Ja, das ist eigentlich eher thematisch, aber im Thema dann doch wieder Chronologie. Aber wir fahren jetzt da quasi auch die Reise mit der Musik in Bayern. Am Beispiel vom Schickerneder, der ein ganz enger Mitarbeiter oder was heißt, Kompagnon von Mozart war.

Der Schickerneder ist eigentlich der Impressario von Mozart. Und jetzt muss ich mal ein Geständes ablegen, der Librettist, der einzigen Oper, die ich wirklich gern mag. Ich bin zwar mit klassischer Musik aufgewachsen, aber bis auf die Zauberflöte mit den Opern, gerade mit den italienischen, dann kannst du mich jagen.

Ja, unten am Jera war er eigentlich, weil der Schickernieder hat er bei den ersten Aufführungen mitgespielt und seine Lieblingsrolle war der Papageno. Und da war er wirklich dabei und der Schickernieder ist ein großer Stolz natürlich für uns, weil er ein Niederbayer ist, ein gebürtiger Straubinger. Er war dann in Regensburg bei den Domspatzen und hat dann in Regensburg auch schon Musikschauspiele aufgeführt. Und Dollinger zum Beispiel ist Liringsböcker, Sagengestalter, Ritter.

Und ist halt dann irgendwann mit dem Mozart zusammengekommen und ist mit dem Mozart dann auch rundum gezogen und hat dann in Wien auch im Volkstheater diese ganz, ganz großen Aufführungen der Zauberflöte gemacht. Jetzt muss ich blöd dazwischenfangen. Was hat jetzt das mit Musik in Bayern zum tun? Weil er Bayern war.

Und weil die Zauberflöte natürlich schon in Bayern gespielt worden ist. Und weil man natürlich schon sagen muss, das darf man damals noch nicht sagen wie heute, dass Österreich mit den Bayern und auch mit den Böhmen engstens verflochten. Und der Mozart hat auch Donaureisen und so weiter unternommen. Und da ist jetzt das Besondere, der Munzinger wird sagen, er kann es nicht mehr hören, aber der hat quasi kein Orchester mitnehmen müssen, sondern hat in jedem Kloster und in jeder Bischofsstadt sein Zeug aufführen können.

Lassen Sie mich raten, wegen der Säkularisation ist das nicht mehr gegangen. Genau, das kann man nicht oft genug sagen. Herr Pongratz schimpft Ihnen gegenüber auch immer so viel über die Säkularisation. Ich kenne die Geschichte schon länger, ja. Hier sehen wir was ganz Tolles. Schaut, dass ihr es nicht sehen könnt, liebe Leute.

Also kommt bitte in die Ausstellung. Nämlich ein kunterbuntes Federkostüm mit einer Kopfbedeckung, die so ein bisschen erinnert wie eine freundliche Version vom Pestdoktor. Nämlich, was haben wir da, Herr Dr. Läubel? Das ist das Kostüm von Papageno und man hat doch das sofort im Ohr. Ich höre ihn jetzt schon singen.

Der Vogelsänger bin ich genannt. Jetzt kommen jetzt drei Stimmen machen. Singen Sie Ihr Lieblings-Papageno-Stück? Ich kann es ja nicht weit. Ich kann nur der Vogelsänger, bin ich genannt. Stets los, die Kaiser, hopps, haps. Herr Pongratz, wollen Sie es singen übernehmen, weil... Ich glaube, da kann ich jetzt nichts mehr hinzufügen. Da geht es endlich gültig in Gromau.

Auch sehr schön gemacht. Man sieht die Allonge-Perücke, die ja das Logo ist, quasi für die Mozart-Zeit und damit auch für die Zeit schicken. Und das steht deswegen auch am Anfang, weil ja das Theater, sagt man ja, es ist was dran, die große Leidenschaft der Bayern ist. Also das Theatralische ist besonders bayerisch, wahrscheinlich ist es aber auch besonders österreichisch, weil wir ja alle die gleichen Wurzeln haben.

Und das kommt ein bisschen daher, weil die früher natürlich Theater gespielt haben bis zum Umfallen, weil wir sogar im religiösen Bereich, die Jesuiken gekommen sind, die auch diese Theateraufführungen gemacht haben. Und was taten Sie uns dann am freien Tag aus, wenn Sie ins Theater gehen? Und da gibt es eine wunderbare Beschreibung vom Karl-Alexander von Müller, der auch so geforscht hat, was sind so typisch bayerische Sachen.

Und der hat eine Szene beobachtet, wo der Lehrbuehr mit einem Radl ein Kasten Bier holen hat müssen für seine Gesellen. Und dann ist er sozusagen den Kasten aufs Radl aufgestellt und ist drüber gestringt und hat mit dem Fuß den Kasten habe gehauen. Und dann hat der Bayer, ohne dass es gewusst hat, der Münchner, hat quasi für sich ein Theaterstück aufgeführt, weil er diesen Bierkasten zum Tode verurteilt hat und weil das Radl ein furchtbares Klump ist, das da dabei ist.

Und er hat also zehn Minuten lamentieren können, bis er seine Wut sozusagen da ausgekotzt gehabt hat. und ein kurzes Theaterstück zum Thema Radl und Biertragl abgeführt angeboten hat. Und sind wir mal ehrlich, wer jemals einen Vortrag vom Dr. Löbel gehört hat, der weiß, dass das theatralisch in jedem Bayern immer noch schlummert.

In manche gar nicht so leise schlummert. Ja, genau. Ja, ich muss noch ein paar Erzähler geben, die der Übermacht standhalten. Jetzt, weil wir gerade bei Mozart sind, also der war ja bekanntlich doch Österreicher, da werden Sie jetzt vielleicht widersprechen, einige werden sagen, war das wirklich Österreich, dieses Salzburg damals, aber ich verbuche ihn jetzt einmal als Österreicher und mir ist was aufgefallen, ich war ja vorher bei der Eröffnung, und ja, schön war es, also meine Politiker reden halt, dann auch eine Rede vom Dr.

Läubelt und dazwischen gab es Musik, Vier Musikstücke gab es und man hat bis zum vierten Musikstück warten müssen, bis eine bayerische Musik ertönt. Nämlich vorher hat es gegeben einen Südtiroler, was von einer Österreicherin gegeben und dann Mai Hurte hat drei Ecken, was ein italienisches Lied ist. Warum hat das jetzt so lange dauern müssen, dass da endlich mal was Bayerisches kommt?

Die Bayern sind immer gut im Adaptieren. Die geben gern was her in andere Richtungen, aber sie übernehmen da gern. Und wenn es heißt Musik in Bayern, dann interpretiere ich mich das so. Das kann Musik sein, die aus Bayern kommt. Es kann aber auch sein Musik, die in Bayern erklingt. Und die Stücke sind echte Highlights für bayerische Musiker, die sind oft auf Bühnen schon aufgeführt worden und stehen für ihre Genre wirklich sehr gut.

Und darum haben wir die genommen. Ich muss aber vorher noch einmal wegen dem Mozart widersprechen da, weil der Mozart natürlich aus einer schwäbisch-bayerischen Familie stammt. Ein Vorfahre von Mozart war Bildhauer in Strauwing sogar. Die Familie selber kommt eigentlich aus Augsburg und der Mozart ist tatsächlich nur in Österreich.

Wobei man jetzt auch schon wieder sagen muss, ist Salzburg zu der Zeit wirklich Österreich oder doch noch eher bayerisch gelandet ist, weil der bayerische Kurfürst ein fürchterlicher Nicker war und für seine Leute aber gespart hat und sich kein anständiges Salär für den Mozart leisten wollte. Ich habe schon gewusst, dass das nicht unwidersprochen bleiben wird.

Hier haben wir aber was, Musik, die nicht nur in Bayern erklingt, sondern Musik, die quasi durch bayerische Hilfe auch woanders erklingen kann, nämlich der Instrumentenbau. Wir haben hier ein wunderbares Hammerklavier, sprich quasi der Vorläufer des heute bekannten Klaviers. Funktioniert schon genauso. Die Klaviatur ist ein bisschen kleiner.

Herr Läubl, können Sie uns ein bisschen was sagen? Was ist das für ein feines Stück? Das ist eigentlich deswegen auch da, weil das Instrument war also nicht genau das, das weiß man, die sind verloren gegangen, aber genau mit diesen Instrumenten hat der Mozart und auch der Schickerneder haben die komponiert.

Ist das ein bayerisches Fabrikat? Hundertprozentig wissen wir es nicht, aber wir gehen jetzt einmal davon aus. Aber da sieht man es eh, der Herr Pongratz hat die Signatur gefunden. Und Schloss Neresheim ist jetzt allerdings württembergisch, glaube ich, alles wurscht. Vielleicht gibt es bei uns auch ein Neresheim. Ja, vielleicht.

So, jetzt verzweigt sich die ganze Sache ein wenig. Wir müssen jetzt auch ein bisschen leiser reden, weil wir sind nicht mehr alleine und wir möchten und die Leute nicht zu sehr auf den Wecker fallen. Herr Läubel, was für ein Raum ist das hier? Was haben wir hier? Also das sind die Schauplätze der Musik, wo sozusagen zuerst über die Kirche und auch über die Höfe und über die Städte eine gewisse Verwissenschaftlichung stattgefunden ist.

Und die hat ja auch sein müssen, weil Noten musst du ja aufschreiben, sonst ist sie wieder vergessen und so weiter. Und da fangen wir jetzt quasi, man sieht es bei der Handschrift, wir fangen im Mittelalter an. Wir sagen, ist das nicht furchtbar neckisch aus dem Kloster Seligenthal bei Landshut, lauter Nonnen, die zusammen Orchester bilden und Musik aufführen.

Und das war ja ganz typisch, sind wir wieder beim Thema klösterliche Kultur. Klöster als Sozialhofer, als Kulturträger. Und wenn man ganz hinter sich schaut, da ist jetzt wieder was, wo ich zu meinem Lieblingsthema gekommen kann, nämlich das Joch und der Schlegel von der Benediktbeurer Glocke. Benediktbeuren war ein großes, wichtiges Benediktinerkloster und der Bayerische Staat hat sich nicht entblödet, den Benediktbeurer die Glocke zu rauben und dann.

Und dann die Glocke den Ortsbewohnern wieder zu verkaufen. Und wenn du die Listen durchschaust, die ist da irgendwo, da sieht man, dass auch die Dienstboten und die Arbeiter ein paar Kreuzer abgeliefert haben, die wahrscheinlich vom Mund abgespart haben, damit die Glocken wieder zurückkommen. Und warum war das für die Leute so wichtig? Weil das ein Identitätsmerkmal war.

Das haben die mit Heimat verbunden, den besonderen Glockenschlag von Benedikt-Bohren war Heimat. Und diese Verbrecherbande von typischen Beamten Münchner haben das da ausserzogen, völlig sinnlos und dann die Leute auch noch verarscht, indem sie es ja wieder verkauft haben. Also wir sehen noch die, wie nennt man die Aufhängung von der Glocke, wie heißt es?

Joch. Man sieht nur das Joch von der Glocke, ein riesiges Tromm, Eisen beschlagen aus altem, dichten Holz. Dazwischen sind musikalische Aufzeichnungen und Notationen aus dem 15. Jahrhundert. Kennen Sie sowas eigentlich lesen, Herr Dr. Läubel? Klar, das ist eine leichteste Übung, weil das eine Frakturschau ist.

Nein, immer die Noten, die Fraktur kann ich auch lesen. Die Noten kann ich nicht lesen, aber ich bin ja Historiker und kein Musiker. Herr Pankratz, können Sie uns was zu dieser Notation aus dem 15. Jahrhundert sagen? Weil mit der Musiknotation, wie man es heute kennt, hat es nicht viel zum Teuer. Also die Relationen lässt man, aber wie singt man noch sowas?

Nein, tatsächlich ist jetzt die, wo man mir davorstehend, relativ leicht zum Lesen. Die hat allerdings noch keine Fünf-Notenlinien, wie man es heute gebräuchlich hat, sondern nur vier. Und man hat zuerst so angefangen, praktisch nur die Töne relativ fest zum Lesen. Die haben da aber, sehe ich, auf der Seite auch schon eine Art Notenschlüssel, wo sie sagen, das ist mein Ausgangston.

Und von dem aus, wenn es bergauf geht, geht es nicht um einen Ganzton oder einen Halbton bergauf. Also das kann man jetzt relativ leicht entschlüssen. Muss sich ja darauf verlassen, dass der den Anfangston angibt, dass der was kann. Dass man weiß, wie es dann am Schluss wird, weil wenn ich mit dem Falschen anfange, dann geht es entweder so weit runter oder so weit rauf, das ist nicht mehr der Park.

Wobei, da sind wir wieder beim Thema Klöster und Klosterkultur, das waren ja fähige Leute da in die Klöster musikalisch. Meistens müssen sich das vorstellen, so groß waren die Beschäftigungsmöglichkeiten für Nachgeborene auch nicht. Also wenn es da, wie bei mir daheim, wenn da eine Metzgerei da war, hat man gewusst, die lang nur für einen, den hat dann natürlich der Erstgeborene gekriegt und der Zweitgeborene, der in vielen Fällen, in meinem auch natürlich, der Intelligentere war.

Und deshalb nicht Handwerker werden wollte, weil er sich die Hände nicht schmutzig machen will? Ja, ihre bösen Unterstellungen kommentiere ich jetzt einfach einmal gar nicht. Der hat dann sich was anderes suchen müssen und das war damals nicht so leicht. Und der Regelfall wäre gewesen, dass ich, wenn ich 300 Jahre früher gelebt hätte, ins Kloster nicht Alltag eintreten werde.

Und dann aber, was hätte ich da für Chancen gehabt in dieser Zeit, wenn ich sage, über die Diözese Passa. Die Diözese Passer war die größte Diözese des Heiligen Römischen Reiches, deutscher Nation, und hat bis Wien runtergelangt. Also wenn die gesagt hätten, der hat aber irgendwas in der Birne, den schickt mir jetzt, was weiß ich, auf St. Költen, wo er Pfarrei übernimmt.

Und da war die zufällig dem Karl V. Über den Weg gelaufen, dann war die am Schluss, was weiß ich, Gouverneur in Spanien. Und was kann ich heutzutage werden, wenn ich zweitgeborene in Niederbayern bin? Direktor vom Haus der bayerischen Geschichte. Jetzt kokettiert er aber, jetzt kokettiert er ein bisschen, mein der arme Mann.

Ja, das ist nun eine theoretische Situation, die aber einen gewissen historischen Hintergrund hat. So blökt Dr. Läubel, apropos blöken, hier haben wir eine sogenannte Bockpfeife. Das ist quasi der bayerische Dudelsack, oder Herr Pongratz? Genau, das ist ein Dudelsack, ein bisschen verwandt mit dem schottischen, aber schon eine ganz eigene Form.

Hat vorne Spielpfeife und hat ein paar Dungpfeife, die dann über die Schulter hängt. Was ist ein Baudun-Pfeif? Ein Baudun-Pfeif ist praktisch ein Gleich- bleibender Brummton, der quasi wie ein Bass funktioniert, könnte man sagen. Und das Besondere an den Dudelsag ist, man muss nicht einblasen, sondern man hat einen kleinen Blasebalg, den man unter den Arm klemmt, wo man immer wieder Luft in das Instrument einpumpt und das hat den sensationellen Vorteil gehabt gegenüber dem Schottischen, dass man zur eigenen Musik auch singen kann und darum war das ein sehr beliebtes Instrument und ist es eigentlich heute auch wieder.

Spielen Sie eigentlich ein Instrument, Herr Dr. Läubel? Na, sowieso. Nämlich? Ich schaue gerne mal, die Blockflöte hatte ich in der Schule gehabt. Stichwort Flöte, hier haben wir ein Marztrum Blasinstrument Futeral. Herr Dr. Läubel, können Sie uns darüber was sagen? Das schaut fast aus wie ein Kriegsgerät.

Ja, das ist natürlich super, weil sowas hat sich auch nicht häufig erhalten. Da sieht man, wo es herkommt. mit der Datierung 1603, mit der Augsburger Zirbelnuss. Das sind von einem Stadtorchester sozusagen die Instrumente, die die aber dann nicht einfach mit heimgenommen haben, sondern in dieses gemeinsame Futural, das dann im Rathaus oder sonst irgendwo deponiert worden ist, wo das dann aufgekommen worden ist.

Und da sieht man so Szenerien aus der Renaissance-Zeit, da hat es diese großen Tanzsäle gegeben. Und da wird oben gerade so ein Tanz vorgeführt. Und da sieht man auch, dass da ein Orchester sozusagen dazu spielt, weil wo sich jetzt die Musik herkriegen kann, in den Konserven, gibt es noch nicht. Stichwort Renaissance, da gehen wir weiter, nämlich zu dem ersten richtigen Megastar, der in Bayern unterwegs war, musikalisch, nämlich Orlando di Lasso.

Und wie es sich für Bayern und München gehört, ist der zukauft worden aus dem Ausland, nämlich aus Belgien. Und Orlando di Lassau, der war in der Renaissance das, was Josef Haydn später in der Klassik war, was Taylor Swift heute in der Popmusik ist, nämlich der größte und erfolgreichste und manche würden auch sagen der beste.

Herr Pongratz, Orlando di Lassau? Orlando di Lassau, ein Klassiker bis heute. Die sagen ganz viele Leute, die haben Melodien von ihm im Ohr, ohne dass sie wissen, dass sie vom Orlando di Lassau sind. Haben sie eine für uns? Hat das schon zu der Melodie gehört? War das die Bordun-Pfeife? Das war eh ein Bordun-Pfeife. Das war das Buh-Erendel.

Nein, da habe ich jetzt gerade keinen Oberschlag. Herr Dr. Läubel, wollen Sie ein bisschen was sagen an Lando Di Lassau? Warum hat es diesen belgischen Großmeister überhaupt nach Bayern verschlagen? Ja, das war eine Hochzeit Bayerns und des Münchner Hofes, kurz nach der Wiedervereinigung des Landes. weil wir waren ja vorher in Teilherzogthürmer aufgespalten.

Die bedeutendsten natürlich Niederbayern Landshut und Oberbayern München. Und nachdem im niederbayerischen Erbfolgekrieg bis 1506 mehr oder weniger, nachdem die Landesteile wieder zusammengekommen sind, hat der Münchner Hof natürlich, weil leider ist das Amt die Münchner gewonnen und nicht die Landshuter, Von daher war das alles nach Landshut gekommen, aber jetzt ist es nach München gekommen.

Da haben die ziemlich viel Kohle zur Verfügung gehabt, weil Niederbayern ja immer das reichere Herzogtum war. Und damit konnte man jetzt groß auf Renaissance machen. Die beiden Herzöge waren da sehr aufgeschlossen. Einer hat ja noch in Landshut residieren dürfen, der hat diese schöne Landshuter Stadtresidenz gebaut.

Und der Münchner Herzog hat sein Geld als Musikliebhaber in die Musik und in sein Orchester gesetzt und hat sich diesen nicht billigen Orlando di Lassa geleistet. Und der ist ja dann bis zu seinem Tod in München geblieben. Das scheint einem gefallen zu haben in Bayern. Na ja gut, er hat ein richtig schönes Salär gekriegt.

Wir sehen übrigens, wo wir jetzt rundum gehen, viele Porträts auch von bayerischen Fürsten und Kurfürsten dann im 18. Jahrhundert, und da sehen wir jetzt auch schon, dass da sehr häufig einfach Musik und Instrumente dabei sind. Also das ist für die Prinzen und für die Prinzessinnen ein wichtiger Punkt der Erziehung, dass die ihr Instrument gelernt haben.

Und sich halt auch theoretisch in der Musikgeschichte auskennt haben. Und so ein Instrument war ja nichts wie heute, was vergleichsweise ubiquitär ist, also dass du überall eins kriegst und fast jeder kann sich eins leisten, sondern ein richtig gutes Instrument, das war ein Hausschatz. Also das mit der ernsten Musik, wie man es heute gern bezeichnet, war schon sehr überwiegend halt eine höfische und kirchliche Geschichte.

Daneben hat es natürlich immer, der Herr Pongratz hat es schon gesagt, hat es natürlich immer das Singen gegeben, mit sozusagen mehr oder weniger professioneller, primitiver Begleitung. Und das Singen, das ist bei uns erst eigentlich durch die Nazis diskreditiert worden und nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich fast abgekommen.

Aber früher war das, da bist du durch die Straße gegangen und hast die Leute Singen gehört. Die haben dir dann zum Beispiel als Gassenhauer die Melodien aus der Zauberflöte gesungen. Und dann geht es noch einen Schritt weiter und da sind wir bei dieser Ecke mit, für das Haus der bayerischen Geschichte, einem obligatorischen Bierkrug, der aber eine Geschichte nicht, weil das ein wichtiger Informationstrainer ist, Träger, Informationstrainer, Informationsträger.

Das war schon ein langer Tag. Ja, das stimmt. Und da sehen wir einen Georg Lang drauf. Das ist ein Nürnberger Wirt. In den Nürnberg haben sie gesagt, das ist der Krokodilwirt, weil er von der Brauerei der Wirt war, die ein Krokodil als Logo gehabt haben. Und der war so tüchtig, dass er es geschafft hat, als einer der ersten Auswärtigen ein Zelt am Münchner Oktoberfest zu kriegen.

Und da ist das dann aufgegeben. Das hat der Lang von Nürnberg mitgebracht, dass diese Zelte so eine historisierende Form von Burg oder sowas in Renaissanceform gekriegt haben. Und der Lang war auch der Erste. Und das sehen wir da, der Liedzettel, also Zettel ausgegeben hat, der eine Band spielen hat lassen.

Und damit die Stimmung aufkommt. Und so die Leute mitsingen. Wir haben darüber geredet, wenn wir über das Obergfest geredet haben. Genau. Und also da geht es dann an diese Singer im Bierzelt. Geht eigentlich los. Und was recht typisch, dann war natürlich mit München, und das verbindet sich mit dem Oktoberfest, sind die Bredlbühnen, hat man gesagt, zu München, die gerade in die Vorstädte, in die Arbeitervorstädte, da üblich worden sind.

Übrigens ein charakteristisches Münchner Merkmal gibt es weder in Nürnberg noch in Augsburg. Und interessant ist wieder, dass da ganz überwiegend Ostbayern wieder auftreten. Und da haben wir jetzt wunderbar die Wiesel-Karlstadt mit der Klarinette. Im Clown-Make-up. Im Clown-Make-up. Eine herrliche Klarinette steht hier in der Vitrine.

Und drunter, da wird es für mich jetzt mal so richtig bayerisch, nämlich eine herrliche Zitter. Herr Pongratz, Sie spielen natürlich ein paar Instrumente, nehme ich an. Wie sind Sie ins Spielen eigentlich gekommen? Was war Ihr Instrument der Wahl am Anfang? Mein erstes Instrument war Hackbrett, tatsächlich.

Also so ein bisschen verwandt sogar mit der Zitter. Ja, ja, das Seiteninstrument genauso. War mein erstes Instrument, wo ich eingestiegen bin, irgendwann in der zweiten Klasse. Und dann sind da hingegangen, da sind alle möglichen anderen Instrumente noch dazugekommen. Darfst du uns widersprechen, wenn man sagt, das ist schon etwas typisch bayerisches, dieses Instrument?

Gut, wir Österreicher haben es auch den dritten Mann und so weiter. Nein, die Zitter ist sicher ein typisches Instrument für den alpenländischen Raum und für Österreich und Bayern ganz besonders. Da hat es auch eine tolle Zitterbauer gegeben und es war einfach einmal ein unglaubliches Modeinstrument, kann man sich jetzt gar nicht mehr vorstellen.

Die Zitter, praktisch das Klavier des kleinen Mannes, ist von den Wittelsbacher einmal eine Zeit lang sehr propagiert worden und hat damit einen Zug gefunden in fast jede Familie. Also heute, wenn man bei Hausauflösungen, findet man ganz oft noch Zittern, die schon seit Generationen quasi umeinanderlenkt, ungenutzt leider.

Momentan feiert der Boom ein wenig bei den Zitterspielern, aber er kann demnächst wieder um sich greifen. Man kann ja Zittern auch in Bayern studieren zum Beispiel. Bei Ihnen auch? An der Volksmusikakademie? An der Volksmusikakademie kann man tatsächlich auch zittern. Ja, genau. Gibt es auch ein Seminar dafür.

Sie werden es jetzt wahrscheinlich eh nicht retten können von Leuten, die unbedingt Musik machen wollen in Freihung. Das wäre natürlich schön. Also wir sind ja dazu da und da sehe ich auch die Ausstellung ein Stück weit beheimatet, die Leute überhaupt für Musik zu begeistern. Dass man mal ein bisschen hinter die Kulissen sieht, ist das eine.

Aber das Schönste ist natürlich, wenn man selber Musik macht. Egal ob singen, tanzen oder Musik spielen. Jetzt ist es schade, dass der Ausstellungsgestalter, der Bürstinger, nicht da ist, weil es uns hätte ihn gefragt. Das ist schon interessant. Jetzt waren wir gerade erst beim Mozart, dann sind wir beim Orlando di Lasso.

Jetzt sind wir schon bei Liesl Karlstadt und Karl Valentin und Richard Strauss. Also es ist schon ein wilder Ritt hier durch die Geschichte, Herr Dr. Leubel. Ja, weil es nicht chronologisch in erster Linie geordnet ist, nicht chronologisch, sondern halt thematisch. Und zuerst haben wir halt als Einstieg, damit man sieht, wie das damals funktioniert hat, den Schicker nicht erbracht und da sind wir jetzt bei den Trägern, die Musik finanzieren und Musik machen.

Und da kommen wir jetzt natürlich zur nächsten bayerischen Berühmtheit in Anführungszeichen. Denkt man auch nicht sofort drauf, obwohl die Festspiele, die berühmten Wagner-Festspiele ja in Bayreuth sind, mit dem teuersten Provisorium der bayerischen Geschichte. Und da haben wir einige schöne Karikaturen vom Wagner.

Da kann man sich zum Beispiel, man muss ja wissen, dass der Wagner nicht beliebt war in München. Eigentlich hätte das Konzerthaus nach München kommen müssen. Weil er hat einen Haufen Geld gekriegt und er war ein sehr großer Liebling von Ludwig II. Und hat sich auch richtig gut gelassen von dem Geld. Er hat sich auch in politische Sachen eingemischt und das hat den Leuten gar nicht gefallen.

Man wollte dann auch sein Konzerthaus nicht haben. Dafür hat übrigens der Grafsteig dann gebaut werden können. Sonst wäre der Konzertsalom, gestanden und da haben wir eine schöne Karikatur von 1866, wo es heißt, schmeißt ihn raus. Und 1910 hat man festgestellt, dass das Festspielhaus in Bayreuth der Erfolg ist.

Da heißt es dann aus München, mit dem verdirmen wir ja was, schmeißen wir wieder ein. Und über den Wagner kann man natürlich viel debattieren. Den Eimer Ludwig II. Hat er sauber ausgenutzt und ausgerichtet. Dann haben wir auch schon geredet. Und er war ein Antisemit. Wer untergegangen ist in seiner Bedeutung, der für Wagners Musik eine ganz große Bedeutung gehabt hat, war der Kapellmeister und Dirigent Lewy.

Und dann hat der Bayerische Staat eine entsprechende Anstellung verweigert, auch auf die Hintertreibung von Wagner. Zumindest hat er ihm nicht geholfen, weil er Judel war. So, da hängen schon die Schallplatten von der Wand, das heißt, es scheint wieder ein Epochenwechsel gleich vonstatten zu gehen. Jetzt marschieren wir in die 20er und 30er Jahre und die 20er Jahre, die sind da für uns sehr positiv besetzt, unter anderem halt durch die Mode, da sehen wir so ein typisches Schallstenkleid und ein typisches Instrument, Saxophon, der Einfluss Amerikas, macht sich jetzt da schon bemerkbar.

Aber insgesamt sind die 20er, vor allen Dingen, wenn man es in Verbindung mit den 30er-Jahren sieht, eine Zeit des Abstiegs. Das hat ja auch der Thomas Mann schön beschrieben. Der sagt, München leuchtete und damit meint er halt die Zeit um 1900. Es gibt da schöne Geschichten, wie zum Beispiel das Atelier Elvira in München, das von zwei lesbischen Frauen geführt wird.

Und das ist tatsächlich in Bayern nur vor dem Ersten Weltkrieg möglich, nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr. Also da sieht man, wie das falsch belegt ist. Es gibt natürlich in der Zeit einen Aufschwung. Es gibt Schallplatten, es gibt dann den Volksempfänger, der dahinter steht. Musik wird auch vermarktet.

Und Musik ist jetzt nicht mehr noch etwas, wofür man Deier ins Konzerthaus gehen muss und einer gewissen Schicht angehören muss, sondern sie kommt ins Wohnzimmer. Ja, genau. Und ist sozusagen als Konserve beständig verfügbar. Musik ist hochpolitisch. Das glaubt auch kein Mensch, wer da oben auf dem Pöteltagstelle ist.

Da sieht man nämlich einen Hitler neben anderen Nazi-Größen vor einer Gruppe von Kindern, männlichen Kindern, Knaben in der SA oder der Hitlerjugend, besser gesagt in der Hitlerjugenduniform. Und wenn man dann hinschaut, wer das ist, da sieht man dann, dass das die Rengspurger Domspatzen sind, die in dieser Montur am Obersalzberg dem Führer ein Konzertchen dargebracht haben.

Es ist klar, dass Despoten natürlich Musik nutzen, weil Musik ist in gewisser Weise Magie, weil es verdichtet Luft, das dringt ans Trommelfell und kann auf einmal Gefühle auslösen. Das heißt, wer Emotionen bespielen kann mit der Musik, der kann tolle Emotionen auslösen, aber er kann die leider wirklich zu Monster machen.

Und gerade die NS-Zeit, also das verstehen die Nazis, dass sie diese modernen Medien für politische Zwecke nutzen. Da ist die Fotografie, spielt da eine große Rolle, durch den Fotografen Hoffmann, der aus Rengsburg kommt und die großen Porträtaufnahmen für Hitler macht und es beidelt die, also wenigstens mir, es beidelt die ein bisschen eiskalt ab, wenn man jetzt sagt, die Nazis auf der einen Seite, die Nazis haben es verstanden, die modernen Medien zu nutzen, Und wenn man heute sagt, dass die AfD ihre Wahlen vor allen Dingen über die Auftritte in die Social Media gewinnt, scheint es da doch Parallelen zu geben.

Volksempfänger, also Volk war immer ein wichtiger Begriff bei den Nazis, aber ich habe das Gefühl, nachhaltig die Volksmusik haben sie irgendwie nicht so richtig unter Jochen können. Das scheint irgendwie jetzt nicht so das Instrument der Wahl gewesen zu sein. Naja, man hat es schon probiert natürlich und hat es auch immer wieder wo eingesetzt, aber gleichzeitig hat man, durch das, dass damals das Radio so groß aufgekommen ist, hat sich die Volksmusik Pflege, in dem Sinn, wie wir es mir heute verstehen, damals erst entwickelt.

Also 1930 war das erste große oberbayerische Preissingen, das live übertragen worden ist, das ein riesen Balli-Hugwin ist aus heidiger Sicht mit Live-Übertragung, Publikumsabstimmungen, Jury. Daraus sind Liederbücher entstanden, es sind die Protagonisten überregional bekannt worden, so wie der Kim Pauli und später der Wastl-Fanderl.

Die haben der Popularität nur die Medien zu verdanken gehabt, weil sie sich gut verkaufen und präsentieren haben können auf einer Bühne. Sie haben gewusst, wie man das macht und sind dann auch bei den Medien gut angekommen und dann hat es der Sache eigentlich erst einen Schub gegeben. Vorher hat es so Musikgruppen, wie wir es heute kennen, im Volksmusikbereich in dem Sinn nicht gegeben, sondern man hat halt miteinander im Wirtshaus gesungen.

Aber dass sie dann drei zusammentun und sagen, wir sind jetzt eine Musikgruppe und nur noch wir drei sind miteinander, das ist in der Zeit erst entstanden, weil halt diese Form da war mit den Medien. Der Moderator wollte bestimmte Lieder haben und wollte ja sagen, das Lied hat einen Titel. Und die Gruppen wollten sie vermarkten und wollten einen Namen haben, dass man Geld verdient.

Genau, und da sind auch die ersten Tourneen entstanden, wenn man es so sagen will. Also für diesen Bereich, was man heute noch kennt aus der volkstümlichen Musik, das hat den Anfang eigentlich dort genommen. Die sind bis Berlin gekommen und haben dort bayerische Musikabende gegeben. Es ist ja irgendwie auch traurig, dass Musik plötzlich dann nicht mehr nur gemacht wird, bloß weil es halt schön ist, dass man Musik macht, sondern dass man es halt quasi als Wirtschaftsvehikel ersürgt.

Ja, ist tatsächlich ein wenig schwierig und hängt uns bis heute noch. Also in der Volksmusikpflege heute kämpft man ja ganz stark darum, das wieder aufzubrechen und zu sagen, wir bringen alle zum Sänger und alle zum Musizieren und alle zum Tanzen, wie das eigentlich immer schon ganz normal war. Darf ich sagen, schauen wir mal in den nächsten Raum. Hier sehen wir einen Namen, den ich wie keinen anderen verbinde mit bayerischer Musik, weil ich glaube, aufgewachsen bin ich als Österreicher und Bayer.

Und von Österreich war vor allem Mozart, Haydn, ganz besonders Schubert. Und das bayerischste, was bei uns daheim gehört worden ist, waren eigentlich Fredl Fesl. Und hier lese ich es, die Biermöselblasen. Ja, die Biermöselblasen waren natürlich, wenn wir vorher beim Thema Musik und Politik waren auch immer hochpolitisch.

Und hat der Regierenden oder der CSU-Staatsregierung schon ganz schön eingeratzt mit wirklich volkstümlich gewordenen Liedern. Und das ist sozusagen auch ganz typisch, wo diese Szene wirklich reüssiert hat zu einer Zeit, wo die CSU zwei Drittelmehrheiten heimgefahren hat und wo die bestimmende Persönlichkeit der Franz Josef Strauß war, wo man gesagt hat, den kann nichts erschüttern.

Und eines seiner Lieblingsprojekte war Wackersdorf. Und das ist eigentlich von dieser linken Szene gestoppt worden mit einem Konzert, das bis heute legendär ist. Das Thema, da stehen neben Heinling und Birnmüsselblosen auch Herbert Grönemeyer. Also da ist was zusammengekommen. Das ist das berühmte fünfte Anti-Wahnsinns-Festival, also gegen Wackersdorf.

Und das hält noch heute alle Besucherrekorde. Sie müssen da irgendwo stehen, also es waren, glaube ich, 100.000 Besucher und das ist bei so einem Festival in unseren Breiten nicht mehr erreicht worden. Und das ist die Hosen, die die Weltbrüder tragen haben, da waren nur die zwei Jünger. Der Ältere hat es nicht angesagt, was bei uns im Museum mal zu beinahe einem Prozess geführt hat, wegen nichts.

Ich habe das Gott sei Dank noch verhindern können, weil da hat der Kollege, hat der Beutel daneben gepappt, Und da war er sparsam und hat einen alten Well weggeschnitten, weil der die Lederhosen nicht angehabt hat. Und der alte Well hat dann bei mir angriffen und hat mich mit allem Möglichen bedroht, weil ich einen Komplott seiner Brüder da aufgesessen habe.

Ach ja, weil leider, das ist ja die große Tragödie der bayerischen Musik, die Wellbrüder mengen sie nicht mehr so recht. Nein, mengen sie nicht mehr. Und ich bin da mit reingezogen worden. Wenn einer nichts dafür gab, dann war ich das. Man sieht es dann übrigens zu der Hosen hat ein Bartem gehört das hat jetzt irgendjemand oder vielleicht hat er auch einfach nicht geheißen das hat jetzt irgendjemand aus Vorsichtigkeitsgründen von unseren Monteuren da einfallen lassen da steht nämlich drauf.

Oh, stoppt Strauß. Aber komische Feindseligkeiten gegen den armen Vogel Strauß. Was kann das arme Tier denn? Was hat denn das mit Wackersdorf zu tun? Das Tier hat, glaube ich, nicht gemeint. Da sieht man halt auch große bayerische Musiker. Das meint man auch nicht, dass der Roy Bleck und der Straubinger, wie heißt er, dass die dass die der 2.

Der Räubleck und der Hälfte mal Leute, Rex Gildo, das ist ein bisschen vor meiner Zeit, Sie müssen mich entschuldigen. Also dass die auch aus Bayern letztlich stammen und dann natürlich das haben wir machen müssen, Sie erinnern sich an unseren Fußball-Podcast lieber Herr Muzinger, da herin ist natürlich vertreten der legendäre Torwart von 1860 München.

Radi Gradenkovic. Ja, mit seinem berühmten Song Bin i Radi, bin i Kini. Dass nicht alles in Bayern rot ist. Aber jetzt sind wir schon fast so ein bisschen im Schlagerbereich. Das wird ja leider manchmal so ein bisschen mit der Volksmusik über einen Hafen geworfen. Und es wird gesagt, ich mag keine Volksmusik und meint eigentlich, dass man keinen Schlager mag. Wie stehen Sie dazu, Herr Pankratz?

Ich mag jede gute Musik. Und einen guten Schlager mag ich genauso wie gute Volksmusik. Oder was Gutes klassisch. Ja, können wir doch alle unterschreiben. Ich muss jetzt noch eine Familienanekdote zum Besten geben. Da ist nämlich ein Bild da, ohne mal zu tun. Das ist eine legendäre Disco des Bayerischen Waldes. Haben Sie da drauf zum Segen? Nein, leider nicht.

Also ich war, das ist noch vor meiner Zeit, schaut es mal von den Frisuren aus zu schließen. Das ist berühmte Büchel bei Eicher vor dem Wald. Und war eine der ersten Hardrock-Discos in Bayern und meine Lieblingsdisco und das war total kurios, was sie da abgespielt hat. Also die Disco war ganz einmalig, weil oben war das Bauernwirtshaus und im Keller unten war die Disco.

Und wenn wir, mein Bruder und ich ins Büchel gefahren sind, dann haben wir unsere Oma mitgenommen, Weil unser Oma war die Jugendliebe vom Besitzer der Wirtschaft, nämlich von der Familie vom Herrn Kirchbauer. Lassen Sie mich ratten, haben Sie mal Freiburg gekriegt? Also die, glaube ich, waren getrennt geschäftlich. Wir haben uns das Zeug da unten schon zahlen müssen. Aber das war im Vergleich zu heute, war das so sensationell billig.

Aber das war wirklich immer total egal. Weil die Oma ist dann aufhören, hat mit ihrer Jugendliebe geplauscht da oben. und wir zwei waren mal im Keller in der Hardrock-Disco da unten. Ich weiß nicht, ob es sowas noch gibt. Wer natürlich auch vertreten ist, das schaut mir noch Freddy Mercury aus. Und der war ja eigentlich quasi der Orlando di Lasso des 20.

Jahrhunderts. Der war ja auch Wahlmünchner. Ja, er war Wahlmünchner. Und da sieht man das einschlägige Gebäude im Hintergrund. Da hat er seine Aufnahme gemacht wie so viele andere Stars, weil das absolut Top-Aufnahmestudios waren. und der Mercury, man sieht es da bei einer Party, da haben wir auch die Einladung noch da für eine Geburtstagsparty, da steht es eh.

Einladung zum 39. Geburtstag. Dem hat es gut gefallen. Da hat natürlich auch das München tatsächlich wieder zum Strahlen gebracht. Also was wirklich schön ist, ich meine für die Podcast-Aufnahme vielleicht suboptimal, ich hoffe, ihr könnt es uns gut verstehen, aber es ist wirklich eine Ausstellung gefüllt mit Musik.

Also da hört man ganz schön was, man kriegt was auf die Ohren. Da kann man sich jetzt, das ist die Medienlage vom Da kann man sich jetzt ganz verschiedene Sachen aussuchen und natürlich auch wieder anhören, wie es sich gehört. Aber die Zeit haben wir jetzt nicht. Oh, jetzt geht es einmal kurz ins Freie. Oh nein, schaut uns aus, es war es das Freie, es ist nur sehr hell. Nein, es ist nur sehr hell, wir gehen jetzt da runter.

Hier wird es handwerklich, jetzt sind wir im zweiten Geschoss der Ausstellung. Wie fängt es denn an in Bayern, dass das so richtig auch eine Hochburg des Instrumentenbaus wird? Ja, das ist schon relativ früh. Das Ganze auch schon an den Orten, die man heute so kennt und mit Geigenbau und solchen Geschichten verbindet.

Ich glaube, kann man so fast ins Ende des Spätmittelalters zurückführen, auf alle Fälle in der Zeit um 1500. Und das Ganze hat dann natürlich noch einmal einen Input gekriegt durch die Sudetendeutschen, die nach 1945 nach Bayern flüchten und in Bubenreuth ein absolutes Zentrum des Instrumentenbaus gründen.

Und Elvis Presley und Beatles und wer auch immer holt sich in Bubenreuth die Instrumente ab. Die letzte Firma ist jetzt, glaube ich, in so ein Wien gegangen vor ein paar Monaten. Ja, das ist jetzt aufgekauft worden. Was schon ziemlich bemerkenswert ist, ist, dass immer noch Instrumentenbauer im Bayerischen Wald und Bömerwald das Klangholz kaufen.

Also da gibt es wirklich noch Sägewerke, die sind auf das spezialisiert, dass Klangholz schneien. Das macht noch gut das Klangholz aus? Naja, wenn man da an die Station hingeht, dann kann man es einmal durchklopfen und da merkt man schnell, aha, das resoniert, dieses Holzstück und anders nicht. Je nachdem, wie dicht, dass es gewachsen ist, das spielt eine Rolle.

Aber es gibt ja wirklich mehrere Faktoren, wie lange das schon gelagert worden ist und so weiter. Dann stellt sich das oft erst heraus, wie gut das wirklich ist. Und die werden zum Teil sehr teuer gehandelt, die Holzklötze. Das ist ja so, mittlerweile wird ja gefühlt alles, was irgendwie an Arbeitsaufwand braucht, wird ausgelagert ins Ausland, wo es billiger ist.

Aber ist denn der Instrumentenbau, ist das nur ein Faktor in Niederbayern? Bauen wir immer noch Spitzeninstrumente hier? Es gibt in verschiedenen Werkstätten durchaus noch Spitzeninstrumente, die hergestellt werden. Es gibt einen Harmonikabauer, der mit die teuersten Instrumente herstellt. Es gibt einen Gitarrenbauer, wo man zwei Jahre lang auf seine Gitarren warten muss.

Matthias Dammann, der König der Gitarrenbauer. Weil die so begehrt sind, also da gibt es durchaus welche. Den wollte ich mal interviewen, aber er wollte nicht mit mir reden, weil er gesagt hat, er ist eh ausgebucht auf die nächsten sechs Jahre und immer wenn eine Gitarre von ihm gekauft wird, dann kriegt er dann über drei Ecken mit, dass bevor die fertig ist, ist es schon um das Zweifache weiterverkauft.

Da sind wir dann bei den Blasinstrumente, das ist auch etwas, was man heute nicht mehr so parat hat, einer der führenden Hersteller für Blasinstrumente war ein Nürnberger Meister, deswegen spricht man auch vom Messing als dem Nürnberger Gold. Messing reiht sich einen in die lange Liste der Materialien, die eigentlich auch Gold sind.

Da haben wir jetzt was, weil es gibt ja nicht nur Musik, beziehungsweise Musik setzt ja aus vielen Geräuschen zusammen. Es gibt viele Alltagsgeräusche, die man auch musikalisch deuten oder interpretieren kann oder vielleicht auch nicht. Und das haben wir da ein wenig zusammengefasst, da ist endlich ein Ruhebereich.

Aber nachdem wir kurz vor der Schließung sind, drängt mich der Herr Munzinger wieder an diesem Ruhebereich vorbei. Jetzt war ich wieder schuld. Bevor sie vorbei waren, habe ich gar nicht gesehen, dass er da ist. Und da haben wir dann die einfachen Instrumente sozusagen und Klänge auch in Bayern. Das Gorsalschnäuzen ist schließlich auch eine Art von Musik, wenn man will.

Typisch alpenländisch wieder, wie der Herr Pongrat schon gesagt hat. Die riecht es ja schon so alpenländisch. Und dann gibt es so Sachen, die wir noch kennen aus dem Alltagsbrauchtum. Das ist ein Purin sozusagen, wo man so eine Schelle, wo man Lärm machen kann. Und das ist das berühmte Buchhärndl. Was ist ein Buchhärndl?

Buchhärndl hat man verwendet beim Wolfsaustreiben. Und das ist geeignet zur Herstellung eines Tons, nämlich von... Tatsächlich ein bisschen länger. Solange die Luft gelangt. Das ist halt auch ein Lärminstrument. Beim Wolfsaustreiben geht es ja um Lärm. Da ist in der Regel ein Beitschen mit dabei. Jetzt hören wir es eh gerade, wie er bestellt. Und es sind große Glockenschellen dabei.

Und in Glasmacherorten haben sie dann die Buchhörner gemacht. Also eine einfache Fanfare, kann man sagen, aber eben aus Glas ohne Mundstück, mit dem man dann ein oder zwei Töne erzeugen kann. Und auch ein bisschen monoton ist natürlich das Gebet, aber es hat auch mit Musik zu tun. Wenn man mal, ich würde es Ihnen empfehlen, die Chance hat, zum Rosenkranz zu gehen Und die beten ja vor allen Dingen Frauen, die sekt und hört wie die den Rosenkranz, die Gesetze aber beten, da liegt einer mit den Glasstorn, dass man sich merken kann, was gerade dran ist.

Dann hat das viel mit einer meditativen Melodik zu tun. Überhaupt gefühlt alles in der Kultur. Irgendwann findet es einen gemeinsamen Grund in der Melodik und im Rhythmus und in der Musik. Das ist jetzt auch ein ganz interessanter Raum. Das ist der Raum der Stille. Das ist auch ganz überraschend, weil das Sexto auf dem Bildschirm hat ganz verschiedene Situationen, wo eigentlich ein Ton dazu gehört, zum Beispiel ein Baby, das schreit, oder eine Frau, die sich am Mann zusammen schreit.

Das ist ein ziemlich häufiges Szenario im bayerischen Wald herinnen. Ganz schön befremdlich, wenn man das ohne Ton hört. Und ja, da sitzt dich dann ein und schaust dir das an und kommst irgendwie auch in eine meditative Grundstimmung würde ich mal sagen. Und hier in diesem Raum wird es interaktiv, hier hängt nämlich eine herrliche Sammlung an Kuhglocken mit Klöppel.

Wenn Sie es von der Reihe herbersprennen, dann sehen Sie es, dass die zusammenpassen. Weil nämlich für die hat es sogenannte Richter gegeben. Das waren Leute, die gestimmt haben. Weil die beim Viehabtrieb und Auftrieb, das ist eine hochtouristische Angelegenheit. Da stimmt mir eine Kuhglocke. Da wird was hingelebt oder was weggenommen.

Damit kann man den Ton verändern. Und wir haben selber Schafe daheim und unsere Schafe haben auch eine Schöne um. Und wir haben am Anfang halt gehabt, die nicht gestimmt waren. Da wirst du und der Nachbarn auch richtig. Die wechselst dann aus und da magst du gern, dass du gestimmt hast, auch wenn es vielleicht ein wenig mehr kostet.

Das heißt, Ihre Schafe, haben wir ganze Tonleute drauf? Nein, Tonleute nicht, aber Sie haben dann Akkord. Ah, nämlich? Ich glaube, der Unser ist ein ganz normaler C-Dur-Akkord, wenn mich mich jetzt richtig erinnert. Da war jetzt der Ministerpräsident ganz begeistert, weil wir aus Mittelfranken tatsächlich ein fränkisches Hirtenhorn da haben, aus Wacholder oder Fichtenholz.

Also diese Hörner gibt es nicht nur in Oberbayern und im Allgäu, sondern das gibt es in ähnlicher Form tatsächlich auch in Franken. Und der Herr Pankratz steht jetzt da vor einem Herrsbrucker Hirten gewarnt, sehr fest, muss man wirklich sagen, mit silbergroßen, silberknöpfen oder wenigstens versilberten Knöpfen und einem Hirtenstab. Und jetzt ein Mantel und ein Krachleder.

Ja, und da machst du schon was her. Und der, der gegangen ist, der hat halt auch eine Art von Musik gemacht, weil seine Knüpfe aufeinander geschlagen haben. War das Absicht? Oh, Fräulein. Na, besser wäre es natürlich gewesen, wenn er Talertrag gehabt hätte, aber das wäre ins Geld gegangen. Aber es gibt welche, also die Großbauern haben Talertrag gehabt, die haben da dann auch die berühmten Ketten, die man heute auch oft das machen, Altscharivari, zu den Lederhosen tragen oder am Oktoberfest.

Und die machen einen Einerklang, weil das ist der Geste, dann wuscheln die Vierer, zack, und dann gehen sie wieder zurück und das lohnt und das ist auch fast wie ein Kuhglocken. Hier an der Wand hängen auch riesige Trash-Flegel. Also ich weiß, dass die auch mal als Kriegsgerät missbraucht worden sind, wenn sie in der Landwirtschaft hineingesetzt worden sind.

Was haben jetzt die mit Musik zu tun, Herr Pongratz? Naja, die haben Alltagsgeräusche quasi, weil wenn die Droschen haben, dann waren das immer eine bestimmte Anzahl von Leuten, die das miteinander gemacht haben und dass die sich nicht verhettern, wenn die miteinander das machen. Und jeder auf das Korn praktisch drauf hat, hat es bestimmte Rhythmen gegeben, die man meistens mit einem Spruch hinterlegt hat.

Da steht jetzt einer, wir haben noch Brot, wir haben noch Brot. Also einer haut hin bei mir, einer haut hin bei haben, einer bei noch und einer bei Brot. Und so sind die nicht aus dem Rhythmus gekommen. Das den ganzen Tag. Ja, und laut. Jetzt wird es erstaunlich still. Das habe ich heute am Deutschlandfunkschein erklären müssen, weil die verbinden mit Bayern natürlich nur Blasmusik.

Wo diese Blasmusik herkommt, das kommt natürlich bei uns vom Militär. Und die Militärmusik hat aber viele Anleihen aus der türkischen Militärmusik, weil wir da die Beutestücke sozusagen geholt haben und den Türken müssen wir noch in einer ganz anderen, Beziehung sehr dankbar sein, weil mit den türkischen Beute- Zelten hat man die ersten Oktoberfeste durchgeführt. Ach, da schon.

Die Wiener haben ja einen Kaffee gestohlen und sie das Oktoberfest. Aber erstaunlich, wenig Blasmusik ist zu hören. Ist das auch bewusst, dass man so ein bisschen dem Klischeen kommt? Ja, da haben wir dem Durchgang geschuldet. Es sind einfach viele Hörstationen, die verdeckt sind, da wo man einen Kopfhörer aufsetzen muss und nicht alles ist offen beschallt, weil sonst wäre es eine riesen Kakophonie, die sich keiner an tun mag.

Was steht hier jetzt noch an? Jetzt steht noch ein Geschoss an und da haben wir jetzt dann zum Beispiel eine meiner Lieblingsräume, wo verschiedene Quartette spielen und du sitzt in der Mitte auf einer Drehscheibe. Aus diesen Räumlichkeiten wird ja später das Toniversum werden. Was ist das eigentlich?

Toniversum ist dann ein reins Mitmachmuseum, könnte man sagen. Da steht auch wieder Musikklangschall im Mittelpunkt, aber nicht mehr vom historischen Aspekt her, sondern eher vom physikalischen, beziehungsweise wie macht man Musik genau. Wir hängen bestimmte Klänge zusammen, wir entwickeln sie manche Klänge und das kann man dann da alles ausprobieren.

Also man muss nicht mehr so viel lesen, sondern man kann alles am eigenen Körper ausprobieren. Halt das, hier muss man schwindelfrei sein, hier geht eine Glasplatte über einen, was ausschaut wie ein alter Brunnenschacht. Ausbrunnen, früher von diesem Haus, genau. Herr Läubel hat einen Sitzplatz gefunden. Unbedingt, die nächste halbe Stunde nicht weg.

Ja, hier läuft ein Countdown an der Wand. Wir rotieren auf weichen Sofas, sachte, um unsere eigene Achse. Und dieser Countdown, was kündet der an? Was kommt jetzt gleich? Also da kommen jetzt gleich verschiedene Musiker, nämlich Quartetts aus diversen Musikrichtungen, vom klassischen Streicherquartett bis zur Rock-Kongo.

Und du fährst dann quasi da mit und wir als nicht super musikalischen Menschen, ich habe da gelernt drauf oder gehört auch. Dass du zwar einen gemeinsamen Klang hast, aber wenn du an dem vorbeifährst. An bestimmten halt, dann hörst du den wieder raus, sozusagen als Einzelklang. Es ist ja eigentlich, wenn ein Quartettspalt ist, der Polyphonersatz nennt man das quasi in der Musikfachsprache.

Das heißt, die sind miteinander verwoben. Wenn ich im Publikum sitze, dann kriege ich den Gesamtklang auf die Ohren, kann aber selten entscheiden, wer spielt denn da eigentlich was. Und durch das, dass wir jetzt da im Raum dran und an vier Positionen vorbeikommen, wo die Musiker auf die Bildschirme erscheinen und auch die Musik abgespielt wird, bin ich irgendwann mal ganz dicht vor dem ersten Geiger, meinetwegen, und höre dann, ach, das spielt der.

Und fahre mit der Drehschirm weiter und beim zweiten Geiger, ach, das ist was anderes, was der macht. Und kann damit entziffern, was machen diese Musiker, dass am Schluss der Gesamtklang rauskommt, den ich sonst gewohnt bin. Also wer einen Vielplatz da haben hat und einen guten Jahrmarktmechaniker kennt, der kann sich quasi so eine Karussella ins Wohnzimmer bauen.

Kann man da home auch, wenn man das gerne möchte. Aber es ist viel einfacher, als man kommt zu uns. Also ich bin jetzt ganz stolz, weil ich das, ich habe das vorher nicht gehört, aber weil ich das richtig interpretiert habe. Auch als relativ unmusikalischer Mensch. Ach so, unmusikalisch sind Sie doch gar nicht, Herr Läuble. Ja, aber halt nur theoretisch.

Wir haben ja sogar gerade mit zwei Musikern im Raum, die das mit eingespielt haben. Also ein bisschen eine Trompette, die werden wir jetzt gleich hören und sehen, die jeweils auf unserem Bildschirm waren. Und da reden wir dann währenddessen auch nicht. Das weiß ich nicht, ob Sie sich so lange aushalten. Musik.

Passt, oder? Also das war jetzt tatsächlich für mich das Highlight der Ausstellung bis jetzt. Also ich möchte künftig alle Bands mit vier Mitgliedern und alle Quartette bloß noch auf einem riesigen Drehteller sehen. Man muss glaube ich auch dazu sagen, das ist mit Abstand das Aufwendigste, was da in der Ausstellung herin ist.

Und da steckt so viel Know-how herin, wo unterschiedlichste Gewerke zusammengeholfen haben. Das ist zum Beispiel live da herin gemischt worden. Wir haben ja da jede Menge Lautsprecher herin, wo jeder Einzel angesteuert werden muss. Und jeder ein Signal kriegt, bis zu den Filmaufnahmen und Tonaufnahmen, die alle extra gemacht worden sind, wo reine Spezialisten am Werk waren, die auch Lust gehabt haben, dieses Ding erstmals zu bauen, weil das gibt es noch nicht. Wahrscheinlich muss man es jetzt sogar patentieren lassen.

Unbedingt mit dem, ich weiß nicht, wer dann die Rechte kann, aber da wird es Millionäre geben. Genau, also bis hin zur Drehscheibe musst du erst einmal jemanden finden, der da eine Baute so leise läuft und trotzdem da 15 Leute drauf sitzen können und das Ding, der das rundum schleppt, ohne dass die Musik stört, dann herinnen muss es gut klingen, draus ist es nicht so laut klingen.

Das waren alles so Hürden, die überwunden werden haben müssen. Ich würde sagen, es war eigentlich nur in der Zusammenarbeit zwischen Haus der bayerischen Geschichte und der Stadt möglich, weil selbst Haus der bayerischen Geschichte mit seiner großen Power hätte es sich allein niemals leisten können. Und so hat man miteinander das entwickelt und gesagt, dann lassen wir es auch später fürs Toniversum, fangen wir jetzt schon an.

Das war echt ein Glücksgriff. Also ich sehe es jetzt schon vor mir, in der Allianzerinne im Mittelkreis sitzen ein paar tausend Leute und rotieren sachte um ihre eigene Achse. Und auf jedem Flutlichtmachsten sitzt einer vom Quartett. Also da haben wir jetzt was ganz was Besonderes auch noch mal. Kann man sich hören, sich im Hintergrund, kann man viel ausprobieren.

Und da gibt der Herr Pongratz einen Tanzkurs für Anfänger. Ja, wer mal einen bayerischen ausprobieren möchte und den vorher noch nicht getanzt hat, da haben wir ganz einfache Figuren mal rausgelöst, dass man sieht, wie sich der bayerische Volkstanz eigentlich zusammensetzt und haben da den bayerischen ein paar verewigt und ganz einfache zusammengefügt.

Und wenn man meinen Anweisungen auf dem Bildschirm Folge leistet, kann man es da noch einigermaßen. Es ist gut, dass er selber nicht dabei ist, sondern nur am Bildschirm, weil ich habe es schon ausprobiert. Und wenn er dabei ist, dann kann der so hantig werden, wenn es den vollsten Schritt ist. Also wenn ich ein boshafterer Mensch wäre, würde ich jetzt die Notsituation vom Dr.

Läubel ausnutzen, der heute schon ungefähr sieben Stunden auf die Füße ist und entsprechend auch schon unterwegs. Ich frage Sie jetzt nicht, ob Sie mit mir tanzen wollen, Herr Dr. Läubel. Nein, also selbst wenn ich noch nie sieben Stunden auf dem Weg wäre, würde ich mit ihr jetzt da nicht tanzen. Und damit sind wir ja tatsächlich jetzt am Ende der Ausstellung angelangt.

Vielen herzlichen Dank, Herr Pongratz, erstens, dass Sie das Ganze auf die Füße gestellt haben, unter dem bösen Blick von Dr. Läubel wahrscheinlich ab und zu. Und zusammen mit dem Herrn Pürstinger, den wir leider nicht mehr gefunden haben, Herr Läubel. Keine Ahnung, wo der hinkommen ist. Wahrscheinlich, er sitzt gerne in bestimmten Wirtshäusern.

Und auch ein herzliches Dankeschön an alle Veranstalter hier, dass wir hier rumplärren haben dürfen, während die ganze Geschichte gelaufen ist. Allerdings, wenn der Chef unterwegs ist, der darf schreien, was er mag, weil den kann man nicht rausgeschmeißen. Und danke an Freyung, dass der Musik Tür und Tor öffnen. 199 Tage geht die Ausstellung.

Wenn Sie diese Folge hören, nehmen wir ganz so lang, aber über 100 Konzerte gibt es auf jeden Fall noch zu hören in Freyung. Und lernen Sie tanzen mit Roland Pongratz. Ja, genau. Schauen Sie vorbei, es wird Ihnen Spaß machen. Hiermit verabschiedet sich Johannes Munzinger, euer halber Bayer. Danke, dass Sie eingeschaltet haben. Und danke, Dr. Leubel.

Servus, pführt euch. Und danke, Roland Pongratz, Mr. Volksmusik. Servus, wir sehen uns in Freion. Wenn ihr die nächste Folge nicht verpassen wollt, dann lasst gerne ein Abo da. Ihr habt Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob? Dann schreibt uns gerne an podcast.mgbayern.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.

Ein Bayer und ein Halber historische Zeitreisen mit Dr. Richard Läubel ist ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern. Host und Recherche Johannes Munzinger und Dr. Richard Läubel. Konzept Dr. Richard Läubel, Johannes Munzinger und Martin Wanninger. Redaktion Johannes Munzinger. Produktion Anja Kurz.

Sprecherin Katharina Czava. Mit Musik von ScoreSquad über Soundtaxi. Besonderer Dank an Walter Berndl.

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