
19. So riskant ist es heute, deinen Glauben öffentlich zu leben (Dr. Martin Kugler)
Mittwoch, 1. Juli 2026 · 1 h 37
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Shownotes
Martin Kugler ist gefragter Consultant im PR- und Medienbereich im europäischen Raum, Netzwerker und Gründer einiger spannender katholischer Initiativen und promovierter Historiker. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum die Kirche im öffentlichen Raum so einen schlechten Ruf hat, welcher Kampf gerade um die Religions- und Meinungsfreiheit in unseren Breiten tobt und warum christliches Onlinedating heutzutage immer wichtiger wird.
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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Du da bist, Martin!
Wie Onlinedating die Partnersuche verändert
Wie arbeitet man die Missbrauchsskandale der Kirche auf?
Warum Medien immer schärfer gegen Christen vorgehen
So werden heute Christen im Westen verfolgt
Homophobie, angeklagte Schullehrer und Muslime
Leben mit einer Parlamentsabgeordneten
Wie managst du all deine Verantwortungen?
Martin – einfach herrlich, dass Du da warst!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas ( tess-productions.com )
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Wenn jemand es wagt, sozusagen zu sehr und zu attraktiv und vielleicht zu explizit über seinen Glauben in der Öffentlichkeit zu reden, dann ist es schon verdächtigt, wenn du ein Interview machst mit dem Bischof und der relativ gut wegkommt, musst du dir nachher in der Redaktion sagen, Hey, das war es, aber sehr zahm mit dem Bischof, meine Frau ist ja Abgeordnete im Parlament und die kriegt manchmal Interviews, sind aber keine Interviews, sondern das sind e Mails.
Wie für einen Prozess also mit 10 Fragen bitte kurze Antwort bis heute Nachmittag 16:00 Uhr nee, du machst Propaganda für die Kirche ne und es gibt ja auch sogar Fälle, wo Lehrer gecancelt werden, weil sie halt ohne jetzt Propaganda zu machen, aber einfach zu versuchen ihren Glauben nicht zu verbergen, ja.
Buddhismus, Buddhastadien stehen überall. Herum? Ja, klar. Warum nimmt man die? Christen so auf dem Kicker vor allem christlichen Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte die große Ehre heute Doktor Martin Kugler zu interviewen.
Martin ist promovierter Historiker, er ist der Gründer einiger spannender katholischer Werke im deutschsprachigen Raum, wie zum Beispiel die Katholische Online Dating Plattform, Cat Treff und er ist gefragter Consultant im PR und Medienbereich im ganzen europäischen Raum. In der heutigen Folge sprechen wir darüber, warum online Dating heute. Tage immer wichtiger wird, warum die Kirche im öffentlichen Raum so einen schlechten Ruf hat und welcher Kampf um die Religions und Meinungsfreiheit in unseren Breiten gerade trug. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, lass gerne ein Like da.
Schreib was in die Kommentare, lass ein Abo da, das ist für dich völlig kostenlos, aber mir hilft es immens. Ich sage schon mal danke und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge Martin Kugler, einfach herrlich, dass du bei mir heute im Podcast bist. Danke für die Einladung. Großartig. Ja, danke. Also wir haben uns, glaube ich. Vor einem guten Jahr das letzte Mal gesehen auf der Marke, das war damals in Passau, war echt ne starke Zeit und ich war extrem beeindruckt oder so ehrlich extrem beeindruckt wie locker du einfach so die heftigsten Fragen stellst und aber auch wenn du in dem Mediendings da Fragen gestellt bekommst, die sich echt in sich haben, wie souverän du antwortest, also ich.
Bin auch schon gespannt. Du bist ja echt ein Profi in dem Bereich heute mehr darüber zu erfahren, aber es gibt noch so viel andere spannende Themen. Ich freue mich schon richtig auf heute, aber vielleicht jetzt zum Einstieg die Frage vor einem Jahr haben wir uns das letzte Mal gesehen, wie wie war das letzte Jahr für dich, so gibt es irgendwie ein Highlight 2 Highlights oder so du sagst das war einfach cool.
Ja, viele Highlights natürlich immer auch ein paar Learnings oder Low Lights. Wir machen das mit unseren 4 Kindern. Die sind im Alter zwischen 19 und 12. Wenn wir eine Reise machen oder irgendeinen Abschnitt haben, dann nachher zusammensitzen, dann fragen wir so genau diese 3 Fragen. Ich hatte tatsächlich ein Highlight, das auch familiär besetzt war, aber auch beruflich wichtig war, nämlich eine Reise in die USA, wo wir mit den 2 jüngeren Kindern waren und ein bisschen Urlaub gemacht haben. Im wilden Westen eben, in einer Gegend, wo ich noch nie war, in Wyoming, wo wirklich, also Gottes Schöpfung zu Füßen liegt, ohne Filter.
Also es gibt kaum, es gibt kaum Ansammlungen von Städten oder Menschen, es ist alles weit und hoch und tief, also Flüsse, Berge, wiesen und viele Rinder und, und, und, auch sogar Büffel, also bis sonst mein ich, aber wichtig war ihm, dass wir auch mit ein paar Leuten zusammen waren, die. Unternehmerisch Erfolg hatten in ihrem Leben, und das gerne, wie die Amerikaner sagen, zurückgeben wollen, eben auch an die Gesellschaft, an an die Menschen, indem sie etwas beitragen wollen zur Missionierung, zur Mission, zur Mission, und die haben uns auch meine Frauen mich eingeladen, damit wir sie beraten, noch mit neuen Ideen vielleicht inspirieren, und das ist natürlich cool, wenn man so was machen darf. Also die Kombination mitten in
der Natur sein, mit mit den Kindern reiten im Wilden Westen quasi und zugleich aber auch ein bisschen arbeiten zu dürfen, ist cool, ist besonders was besonderes und habe ich auch als Privileg empfunden. Und das zweite, was ich vielleicht erwähnen kann, auch ein Learning und ein bisschen auch Highlights sogar ich habe eine NGO mit meiner Frau gegründet, die heißt Observatory und Intolerance against Christians, also oidag. In Wien und wir sind sehr sehr klein, also vom Budget her vor allem und haben aber viel Arbeit. Also wir haben leider Gottes in den 15 Jahren, seitdem es diese NGO gibt, einen sehr großen Zuwachs erlebt an Dingen, die man als Christ in Europa behandeln muss, wenn man gegen Diskriminierung und für
Religionsfreiheit arbeitet, auch Vandalismus gegen Kirchen etc. Und. Und obwohl wir eben so viel mehr Arbeit haben, haben wir große Probleme gehabt, Spenden zu finden, um das Ganze zu finanzieren, weil wir unabhängig sein wollen von Staat und Kirche. Und wir haben aber jetzt durch eine neue junge Frau, die bei uns das Ganze in die Hand genommen hat, als als Chefin des Observatory haben wir gesehen oder habe ich gelernt, wieviel eben ein 2 Personen ausmachen können, dass man dann auch ohne neues Geld. Unglaublich viel mehr Impact hat und wir haben jetzt durch die viel größere Medienaufmerksamkeit, die wir gewonnen haben in diesem Jahr auch Gott sei dank ein paar Früchte gesehen.
Was was Hilfe betrifft, also auch quasi egp Zerhörungen und wir kämpfen noch immer ein bisschen ums Überleben, aber es war für mich ein gutes Jahr, weil am Schluss sieht es einfach viel besser aus und das schön, weil. Ich hätte mich nicht so getraut zu Wetten dafür, dass das Ganze noch so einfach weitergeht. Du hast das gegründet und da können wir auch gerne nachher noch ein bisschen mehr drauf eingehen. Finde ich super interessant, aber du hast auch noch eine ganze Menge andere Sachen gegründet oder mitgearbeitet. Und vor allem mitgegründet.
Mitgegründet und eine Sache, die finde ich so cool. Früher hätte ich damit gar nichts anfangen können, aber dann bin ich irgendwann in das Alter gekommen, wo das relevant wurde. Und zwar du hast Kat Treff gegründet, eine Online Dating Plattform. Ich glaube die einzige ernst zu nehmende im katholisch im deutschsprachigen Raum oder katholisch kann.
Man sagen ja, also wir sind auch die Erste gewesen. Es gab vorher nur witzigerweise eher frei christlich inspirierte Webseiten, und wir sind nach wie vor im im mitteleuropäischen Raum auch sicher die stärkste und. Und explizit katholischeste ja, es gibt natürlich keine andere Seiten, die auch ein bisschen so Christentum reinnehmen aus Marketinggründen, aber bei uns ist es wirklich so, dass man offen sein muss für eine Ehe auch, also das heißt, man muss, man muss auch frei sein, ja, das ist auch für wichtige, die ehrlichkeits Transparenz, die man bei uns findet und.
Und das? Heißt, ich bin nicht schon vorher verbandelt. Irgendwie. Verheiratet und so meinen. Neuen Partner, sondern. Man kann genau, wenn man geschieden ist, dann muss man die realistische Hoffnung vorweisen oder zumindest kommunizieren, dass man eine Annullierung anstrebt, also man die Wiederverheiratung ist also bei uns sozusagen einfach nicht drinnen, weil es würde viele Leute auch.
Dann abschrecken, dass sie dann jedes Mal sich vielleicht verlieben und dann plötzlich kommen die drauf, dass der nicht mehr als Sakrament der Ehe empfangen kann. Aber das hat viele Vorteile, weil die Leute bei uns sehr wohl wissen, woran sie sind und auch eine gewisse Sicherheit haben oder so fast ein Gütesiegel, dass es hier nicht um Kurzzeitbeziehungen geht oder sogar eben One Night Stands oder so was hier bei anderen Seiten der Fall ist.
Also. Bücher, das haben wir erlebt, erlebt bei Journalistenfragen, als wir das Ganze begonnen haben, haben wir auch viele linke Zeitungen, die sich interessiert haben, weil sie es einfach lustig fanden, und ich kann mich noch erinnern, mit der Tatzen ein Interview oder mit Spiegel online, die haben natürlich nicht so viel Interesse am Sakrament der Ehe gehabt, aber die haben, die haben kapiert, dass es natürlich sehr attraktiv ist, wenn man ohne viele. Filtern zu müssen einfach eine Garantie hat, das sind nur Leute, die sie ernst nehmen, vor allem für Frauen ist es besonders interessant, weil die ja so oft Angst haben müssen, dass man sie halt mehr oder weniger, nur dass sie auch das andere auf der Jagd sind und das
Internet hat natürlich viele Schattenseiten, gerade bei dem Thema Dating, weil die Leute ja unter dem Schirm der Anonymität plötzlich mutig sozusagen, oder? So unehrlich sind besser gesagt ne, die da gibt es dann Fotos, die 10 Jahre alt sind und alle möglichen anderen Halbwahrheiten und das ist halt auf einer katholischen Seite, Gott sei dank weniger ein Problem, weil es kommt wahrscheinlich nicht sehr gut an, wenn man dann nach.
Beim ersten Date sieht, dass der andere 20 Kilo mehr hat und es auch nicht gesagt hat. Ich habe, ich habe selber viel, also viel online Dating gemacht. Also ich hatte, ich hatte erst so eine eine Phase, ich hatte, ich war erst verbandelt, dann ist es auseinander gegangen und dann habe ich mir 3 Jahre gegeben, wo ich gesagt habe, OK Herr jetzt, die Zeit gehört dir jetzt keine neue Beziehung, es gibt ja irgendwie dieses diese Leute die von Beziehung zu Beziehung zu Beziehung rushen und irgendwie denken OK ist es jetzt die eine ist es jetzt die eine. Aber schlussendlich hab ich dann gemerkt, nach diesen 3 Jahren, OK jetzt jetzt weiß ich ungefähr wer ich bin jetzt jetzt weiß ich ungefähr was ich was ich suche
oder was ich will und was ich auch wo ich auch merke, das passt vielleicht nicht so gut und jetzt ist aber dort damals wo ich in Augsburg war, waren eigentlich alle. Bauen die da irgendwie in dieses in Anführungszeichen im schlechtesten Sinne Beuteschema passen? Die sind irgendwie alle schon verheiratet gewesen tatsächlich oder oder begeben gewesen und da hab ich gedacht, na toll, ich kann jetzt nicht einfach die Stadt wechseln oder ständig irgendwo andersherum und. Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal.
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Ich als Katholik würde es auch nicht in irgendwelche Clubs gehen und irgendwie mal genauer zufällig jemanden treffen oder so, sondern sondern entweder ich bin bei irgendwelchen katholischen Veranstaltungen, großen Konferenzen, aber von denen gibt es auch nicht so viele oder ich fahr irgendwo hin in ein, ja was weiß ich, in ein geistliches Haus, ein katholisches, wo ich merke, OK, da sind die irgendwie alle auf einer Wellenlänge, so, und vielleicht gibt es da noch jemanden, aber das kann, das kann ich auch nicht ständig machen, oder ich schau mal online, was es gibt.
Und dann habe ich tatsächlich, ich glaube dreiviertel Jahr, das darf man gar nicht laut sagen, eigentlich jeden Tag aktualisiert, ob neue Leute sich angemeldet haben, um zu schauen, na ja, ist da jemand dabei für mich oder nicht und ich eben auch Seiten, die irgendwie ökumenisch sind, gibt es ja, und dann habe ich auch katreff gesehen und auch internationale katholische Webseiten, die auch im deutschsprachigen Raum versuchen, irgendwie Fuß zu fassen.
Und natürlich habe ich jemanden katholischen gesucht. Ja, und es ja, das ist einfach irgendwie. Genau. Für uns war das Hauptargument, die Seite zu gründen vor 20 Jahren, dass wir selber relativ viele Menschen kannten, die so wie du in einem Alter waren, wo man sagt, eigentlich könnte der schon langsam oder wir gehen davon aus, dass er oder sie schon gerne eine lange hätte familienperspektive hätte. Leute, die nett sind, cool sogar, auch sehr attraktiv oft, aber eben niemanden haben, weil sie in ihrer Umgebung entweder Pech hatten oder weil sie eben einfach soziologisch oder statistisch in einer Umgebung leben, wo man nicht so viele Leute kennenlernt, die auch katholisch sind. Ja, ich mein, wenn du in Bremen
lebst und ja nicht Mitglied einer Gemeinschaft bist, also ja, oder in Rostock ja oder ich, keine Ahnung, ja. Sogar in Österreich gibt es also auch viele Regionen, wo man dann auch nicht so schnell am am Freitagabend noch wo hingehen kann, wenn man vielleicht vorher lang gearbeitet hat und dann ist das Internet so eine oder so eine Seite wie Kat Treff, ein ein Fenster zur Welt, wo du eine Stunde lang investierst oder so eine halbe Stunde nur und mit Leuten reden kannst, neue Leute kennenlernst. Also wir haben das ja auch Treff genannt, also Kat wie katholischen Treff mit Doppel s.
Weil wir wollten, dass es auch möglich ist, einfach Freundschaften zu knüpfen, ohne den Druck zu haben. Das muss jetzt der Richtige sein und eine der schönsten Dankesschreiben, die wir bekommen haben, schon ganz am Beginn war, dass jemand gesagt hat, danke katrew, ich hab bei euch meine Frau gefunden, aber auch meine Trauzeugin.
Das ist schön. Und das ist wunderschön. Ne. Ja und das zweite Argument war also, das abgesehen von der persönlichen Freundeserfahrung von meiner Frau und von mir war, dass wir. Am Beginn dieses Booms im Internet von von von Zeiten, die also Dinge anbieten oder auch eben Datingseiten haben wir gesehen, dass es unter eher konservativen Leuten eine große Skepsis gibt und auch vielleicht auch Vorurteile und sagen, die Sagen so was Ernstes wie die Ehe oder die Familie kann man nicht im Internet anbahnen. Aha.
Und. Und da wollten wir eine seriöse Sache machen, und da hat uns ein Bischof auch inspiriert, der gesagt hat, ich würde das selber gerne machen. Aber als Bischof kann ich keine Dating Website aufmachen, aber wir hatten dadurch eben von vornherein so ein bisschen den Segen der Kirche, und wir haben es auch eigentlich mehr als seelsorgliches Projekt auch begonnen, weil wir wussten nicht genau, ob das funktioniert und haben dann extrem sparsam begonnen und es war für uns sehr, sehr lustig, wie groß.
Große Medien nach Wien kamen und in der Wartung ein riesen Büro vorzufinden, haben sie dann gedreht vor unserem Haus, weil die Wohnung eigentlich zu klein war zum Drehen. Ja und ich kann mich noch erinnern, das war prosieben, die haben wirklich ein Kamerateam gehabt und wir haben die dann überzeugt, dass sie ein wunderschönes Blumenbeet der Stadt Wien mit roten Tulpen als Hintergrund nehmen, weil damit haben wir vermieden, dass sie in unsere Wohnung kommen, weil die hätten das wahrscheinlich nicht ernst genommen, wenn sie gesehen hätten, wo wir arbeiten. Großartig.
Es war sehr lustig. Wie lange ist es jetzt her, seitdem ihr das gegründet? Habt also 20 Jahre. 20 Jahre, und die hat wahrscheinlich Unmengen an an Nachrichten bekommen. Wow, hab meinen Partner gefunden, hab hier dieses und jenes gefunden oder? Ja, also wir haben Gott sei dank von vielen Hunderten Hochzeiten direkt ein Foto oder eine Einladung bekommen sogar.
Aber wir haben auch von vielen gar nichts erfahren, was dazu, was darauf zurückzuführen ist, dass die. Leute sehr schamig sind wie wir in Wien sagen, also schüchtern bis verschämt und nicht gerne das dann anderen mitteilen. Und deswegen schreiben sie uns dann noch gar nicht, weil sie, weil sie eh nicht wollen, dass wir das irgendwie wissen, also oder zumindest nicht kommunizieren.
Manche vergessen auch im Trubel kann man verstehen. Aber für uns ist es schade, weil natürlich die Mundpropaganda bei solchen Sachen sehr wichtig ist. Und das fällt bei uns meist weg, weil wenn jemand auf Instagram postet, ja der beste Kletterkurs meines Lebens, schau dir das doch an oder dieses Jahr im Urlaub dort und so das das passiert bei uns selten, also dass jemand sagt, vor 10 Jahren habe ich die wunderbare.
Maria geheiratet und hab schon 3 Kinder mit ihr. Danke cartreff ja das ist relativ optimal. Das macht die Leute nicht weil sie weil sie noch ein bisschen so zurückhaltend sind, also muss nicht jeder wissen, dass ich meine Frau im Internet gefunden. Wobei ich glaub das das ändert sich jetzt auch noch mal stark oder die letzten 20 Jahre kommen mir vor. Also ich meine ich spreche jetzt für mich gell aber Internet ist immer normaler geworden.
Im Internet gibt es Dinge die man sich nie vorstellen hätte können, dass die jemals im Internet ins Internet gelangen. Ja, und auch Online Dating ist ja normaler denn je. Heutzutage kommt mir vor, also über diese ganzen ich mein Tim, da ist jetzt kein richtiges Online Dating, aber über diese ganzen Apps und so ist es ja immer normaler geworden, dass sich auch die Partnersuche immer mehr ins Internet verschiebt.
Stimmt, es ist sicher seriöser und in dem Sinn auch leichter geworden, dass man den Leuten Vorurteile wegnimmt. Ja, das stimmt, wenn. Wir arbeiten dran, sozusagen seit 20 Jahren. Und ist es ist es so, weil du hast jetzt auch noch so viele andere Projekte. Ist es so ein Herzensding, wo, wo du jede Woche Zeit reinsteckst oder hast du irgendwie das automatisiert und es läuft oder wie wie betreibst du das?
Ich steck jede Woche Zeit rein, um zu überlegen, wo man Sachen verbessern kann oder wie man auch den den Radius erweitern kann, weil wir Gott sei Dank täglich Paare verlieren. Und aus guten, schönen Gründen verlieren, weil sie empfinden. Aber die, die die administrativen Dinge, die macht, Gott sei Dank. Wer andere also, das wäre für mich dann schon zu viel neben den anderen Projekten, und das ist auch gut, weil da würde man sich ja auch abnützen also wir haben zum Beispiel dieses Jahr was Neues probiert, was super gelungen ist. Nämlich in Kroatien mit mit unserer kroatischen Schwesternseite, die sozusagen von uns aus. Auch aufgebaut wurde.
Auf ja. Wir haben also sozusagen Freunde gefunden, die gesagt haben, wir wollen das auf Kroatisch machen. Manchmal haben die Freunde uns gefunden, also es gibt es in Slowenien, in Ungarn, in Litauen, in vielen, also in 10, anderen Sprachen, der Slowakei, wir haben auch eine englische Ausgabe, aber die haben mit uns eine Sommerfreizeit organisiert.
Mit 50 jungen Leuten aus ganz Europa in Dalmatien, wo ein früheres Franziskanerkloster, wunderschön gelegen, uns zur Verfügung stand. Und wir haben dort wirklich so eine Mischung gemacht aus geistlichen Tagen, aber auch echtem Urlaub, also mit Strand und einfach Spaß und am Abend spielen und tanzen und und es hat unglaublich gut funktioniert, obwohl ich am Anfang gedacht habe naja, also wir sind meine Frau und ich jetzt für manche schon ein bisschen mehr Mentoren als die. Peer Group ja, also vor allem ich und und wenn wir dann noch unseren jüngsten Sohn mitnehmen und dann ist es vielleicht ein bisschen unnatürlich, dass wir dann als Familie dorthin. Es hat aber unglaublich gut gepasst, weil die, weil die Singles wurden auch teilweise
ermutigt, dass dass sie gesehen haben, dass man als Familie auch Urlaub macht, aber zugleich auch was für andere tut oder sich engagiert, sozial und. Und wir haben beschlossen, jetzt, weil der Valentinstag auf den Faschingssamstag fällt, das so was ähnliches wie in Zagreb zu machen. Viel größer also mit ein paar 100 Jahren.
Aber eben diese Mischung von geistlichen Programmen, aber auch Party und feiern und halt auch Workshops und so Breakout Sessions, wo man über die Fragen spricht, die Singles normalerweise besonders interessieren, also. Welche Kriterien sind wichtig bei der Partnersuche oder welche Fehler kann man vermeiden oder wichtig, der Mann, wenn er sozusagen erwartet, was eine Frau einem Date macht und umgekehrt. Also es sind Dinge, die menschliches und und christliches sozusagen sich überschneiden, weil jeder wird zustimmen, wenn man sagt, es genügt nicht, nur zu beten und einen guten Charakter zu haben, weil wenn du mit kurzen Hosen, weißen Socken zum Date gehst als Mann, dann. Wird es wahrscheinlich gut
funktionieren? Ja, genau, ja. Ja, verstehe. Na das ist echt eine spannende Sache jetzt du, du hast jetzt gesagt, OK, in Kroatien gibt es das auch. Im Vorgespräch hatten wir so ein bisschen darüber gesprochen, dass ja auch schon über staatlich oder also. Übersprachlich. Übersprachlich sogar auch sich Leute finden, ist das dann auch über eure Website oder einfach. Also das Besondere bei uns ist, dass man mit einem Profil in. 8 anderen oder 9 anderen Sprachen auch sichtbar sein kann, wenn man das will.
Das macht man natürlich nur, wenn man entweder diese Sprache kann oder wenn man sagt, ja, ich nehme mal an, da gibt es genug, die gut Englisch können und mir taugt dieses Land, mich interessiert, deshalb fahre ich auch gerne mal öfter hin, warum nicht, lass mich auch von einer Slowakin finden oder von von den Ungarn, das heißt diese diese Mobilität, die zugenommen hat sehr stark seit 1520 Jahren, auch dank Erasmus und solchen Programmen. Die führt dazu, dass das gemeinsame Wertekostüm, der gemeinsame Glaube, das Familienbild, das man hat, wie viele Kinder und ob man Kinder will, oft viel wichtiger geworden ist gegenüber der geografischen Herkunft. Früher war das wahrscheinlich sehr schwierig, dass ein Litauer eine Anerin heiratet, auch heute
gibt es, weiß ich von Brüssel, sehr gute Ehen, von solchen relativ extrem auseinanderliegenden Ländern, weil die Leute einfach sehen. Gerade in Brüssel, da ist es super wichtig, dass du Christ bist und und wenn das da ist, dann verbindet dich das so sehr. Das ist nur ein Beispiel, wir haben, wir haben es zum Beispiel auch lustig gefunden, dass wir halt so diese slawischen Länder, die sehr kleine, also katholische Communitys haben, teilweise Slowenien zum Beispiel, die können da leicht mit Kroaten Daten, weil das ist so. Sozusagen da ist der Glaube und die Nachbarschaft da. Die Sprache ist auch sehr ähnlich, trotzdem sind die aber sehr unterschiedlich in ihren Kulturen und denn ich glaube nicht, dass der Song so oft
passiert, ja, obwohl es in dem Fall sogar easy ist, weil der kann ja sich ins Auto setzen von. Schnell drüben. Ja, schnell. Drüben ja, und auch die Sprache ist ja da kein, kein großes Hindernis, oder? Bei den Ungarn, die Ungarn sind gewohnt, dass sie es eine zweite Fremdsprache sehr gut kennen müssen, weil kein Mensch auf der Welt ungarisch kann, ja, das heißt Österreich, ungarische Ehen gibt schon einige, ja.
Klingt nicht nur lustig, sondern kann auch sicher schön funktionieren. Und wir haben eben das, also die Einfachheit ist eben, dass die Leute nicht jetzt auf 9 verschiedenen Seiten sich anmelden und zahlen müssen, sondern nur auf einer und dann sich falsch. Das ist so, das ist echt stark. Also das heißt, das ist ein großes Projekt, du hast ja ne Consulting n Consulting unternehmen, ich hab gesehen, ich hab ein bisschen geguckt, so welche Projekte du alle unterstützt oder machst oder so viel Medienarbeit, viel PR. Aber du hast auch den Ucat mit aufgebaut, oder also. Da haben wir geholfen, meine Frau vor allem und ich. Aber da waren wir vor allem ganz am Anfang dabei. Danke, der Ucat hat sehr schnell
sich so professionalisiert, auch finanziell stark aufgestellt, dass sie ganz viele eigene Leute hatten. Also wo wir, wo wir, glaube ich, stolz sein können, als Agentur oder als als Consulting unternehmen ist, dass wir im deutschen Sprachraum sehr viel beitragen durften für die Medienkompetenz von Katholiken und überhaupt von Christen.
Also wir haben auch überkonfessionell viel gemacht, in Österreich ist das sehr schön, dass vielleicht eines der Länder, wo es am besten funktioniert, dass man mit Freikirchen, Orthodoxen als Katholik zusammenarbeitet und also ich hab schon auch erleben dürfen, wie wirklich sehr große Vorurteile abgebaut wurden durch durch solche Begegnungen und 1 der schönsten Komplimente war, als mir mal ein Freikirchler gesagt hat, also deine Frau und du bist also wir glauben schon, dass er wirklich gerettet war, nicht.
Das. Wäre großzügig. Das war vor 20 Jahren und da war es noch nicht selbstverständlich, aber muss auch zugeben, umgekehrt auch nicht. Es gab auch viele Katholiken, die nie gesagt haben, ja, das sind eher nur Sekten und so, also das ist Gott sei dank super, hat sich super stark verändert. Wir machen also auch relativ viele Tagungen gemeinsam. Ja, nächstes Jahr die Lead, dann verschiedene andere Projekte. Und wie sei bei der Lead dabei.
Bei der Lead ja cool. Ja und das Schöne ist, dass wir bei diesen Themen auch erleben können, dass man halt durch professionelle Kompetenz und Erfahrung den den. Die Wirksamkeit ja und den guten Willen der Leute, die da mitarbeiten, potenzieren, kann. Also, wir haben ja angefangen auch mit mit Kairos, also mit dieser Arbeit für Kommunikation und Consulting vor 20 Jahren, als viele von den guten mittleren, auch kleineren Organisationen, die irgendwo christlich inspiriert waren, also Lebensschutz, missionarische Dinge weit unter ihren Möglichkeiten blieben, weil sie nicht. Klar wussten was muss man quasi Profis überlassen. Was können Amateure machen, wo muss man Geld investieren, wo man braucht man keins, wo wo, wo
darf man es sparen, wo sollte man eher nicht sparen. Also ich kann mich noch gut erinnern, als wir bei einem Kongress über Lebensschutz wo man sich denkt, na ja, da kann man schon spenden kriegen, auch wenn man es gut macht, Gott sei Dank den Leuten ein Anliegen ist, haben wir also Mühe gehabt auch eine ganz. Bescheidenes Honorar zu verlangen als Agentur, obwohl ja viele Wochen Arbeit reinstecken, reinzustecken waren. Und dann ist mir das dann ist mir eingefallen, dass ich dem dem Arzt, der das Ganze dort gemanagt hat, also oder praktisch initiiert hat, nicht gesagt hab, dass er wahrscheinlich, wenn er operiert, einen fünffachen Stundenlohn verlangen würde, sondern das wäre, das wäre wahrscheinlich gemein gewesen
und hätte vielleicht Türen zugemacht. Und ich hab ihm einfach gesagt, Schau mal, beim Catering verlangst du auch nicht, dass der Würstel Verkäufer, weil es katholisch ist, nur die Hälfte verlangt und das Catering ist aber viel weniger wichtiger als der Inhalt und die Kommunikation und die Medienarbeit. Weil wenn du beim Catering Spaßt, ist vielleicht für manche enttäuschend, aber die kommen ja nicht wegen der Bratwurst, sondern.
Wegen Inhalt und wegen Vortrag und wegen Netzwerk. Und das hat er dann gut verstanden und und und. Ich ich hab gesehen, dass ich Gott sei Dank im im Non profit Bereich, also wo wir arbeiten im gemeinnützigen sich doch sehr viel getan hat an Professionalisierung, also dass die Kongresse besser geworden sind, dass man sich besser überlegt an wen wendet, an wen wendet man sich, weil ich sag den Leuten, wenn sie einen Auftrag oder ein Projekt vorlegen oft. Ja, das sind ja nur deine eigenen Leute. Du musst dir überlegen, kannst du nicht irgendwo den Radius erweitern und neue Leute erreichen, da musst du aber auch vielleicht anders formulieren, da musst du vielleicht andere Referenten einladen oder
zumindest andere Medienarbeit machen, weil sonst was die Engländer nennen preaching to dequire ne, also wenn du zum zum eigenen zu den anwesenden Predigst und sagst wie schlimm die, die nicht Christen sind oder wie arm die nicht Anwesenden sind, ne. Ja, dann erreichst du immer noch die, die nicht kommen. Erreichst du nicht, ja.
Ja, also das ist das ist so ein bisschen unser, eines unserer Steckenpferde, dass wir durch gute Kommunikation und Beratung den Impact einfach vervielfachen, weil das Geld können wir nicht vervielfachen, dass wir als Christen meistens weniger Ressourcen haben, ist leider so in Europa, ja, das Gipfel wird halt weniger gespendet und die Leute sind auch durch hohe Steuern und sogar Kirchensteuern.
Ein bisschen angefressen und sagen Ja, ist nicht auch noch, soll ich noch auch dauernd spenden. Genau. Ja, ist ein bisschen ein, ein Challenge, ja. Ja, das das merken wir auch, also mit dem mit dem Home in Passau, dass es völlig normal ist. Ja, ich zahle meine Kirchensteuer, aber für Dinge, die halt nicht Kirchensteuer finanziert sind, dann auch Gas zu geben, das ist eben schon ne hohe Hürde. Aber also ihr beratet ja nicht nur. Kleine Unternehmen, sondern ich glaube auch Bistümer oder oder Diözösen hin und wieder bei irgendwelchen speziellen Prozessen und mir kommt vor, also jetzt vor allem auch durch diese großen Skandale oder sowas, jede jedes Bistum muss sich hier wirklich ganz genau
überlegen, wie macht es jetzt die Öffentlichkeitsarbeit, wie machen, wie wird es jetzt kommuniziert, dass man es nicht irgendwie falsch verstehen kann. So schnell entsteht n Rufschaden, so schnell ist die Reputation irgendwie in Frage gestellt, weil vielleicht irgendjemand ja sich denkt, na, das verstehen die eh schon richtig oder sowas, was hast du da für Erfahrungen gemacht? Meine Erfahrung hat damit begonnen, dass ich für den Kardinal Schönborn arbeiten durfte, vor bevor bevor ich geheiratet hab und wir dieses Unternehmen dann gemeinsam aufgebaut haben.
Meine Frau und ich und. Und damals habe ich erlebt, dass es natürlich in Österreich ein bisschen einfacher ist als in Deutschland. Also, das sage ich vorweg, um niemanden zu sehr quasi zu beleidigen, der vielleicht das anders sieht. In Österreich hat man natürlich durch die Kleinheit des Landes im Vergleich zu Deutschland und auch eine gewisse Neigung, die Dinge nicht ganz so hart und heißt zu zu, zu, zu behandeln, wie sie gekocht sind.
Da hat man einen gewissen Vorteil. Also man kann durch Menschliches mit, durch Sympathie, durch durch Freundlichkeit, durch Geschick kann man einiges ausgleichen. Ich war, ich war dann ein paar Monate mal im Bistum Regensburg, beauftragt, mich um Missbrauchsvorwürfe zu kümmern, weil die dortige Pressestelle zu viel Arbeit hatte und weil auch viele Vorwürfe da waren, die einfach falsch waren, muss man sagen, ja, also es waren, die Arbeit war so. So groß.
Nicht nur, weil es leider viele Fälle gibt oder gab, sondern vor allem, weil auch sehr viel sich als Trittbrettfahrer draufgesetzt haben und weil halt viele Vorwürfe kamen, die man später Gott sei Dank als nicht haltbar erkannt hat. Aber aber ich musste da mithelfen und oder durfte es, und ich habe schon gesehen, dass es ein extremer, eine extreme Entwicklung im deutschsprachigen Journalismus.
Wo manche sich als Jäger sehen, als Kalbjäger also, das habe ich wirklich erlebt und als Lobbyisten, ja als Leute, die nicht mehr, was die Definition des Berufs eines Journalisten ist, nämlich recherchieren, Dinge ans Licht bringen, sagen, was ist, sagen, vielleicht oder zu finden, was es wert ist, gedruckt zu werden, ja, das war das Motto der Times in London.
Ja, the News, the Fit to print, ja, das das. Inzwischen ist es eben eine Mischung aus Belehrung, Pädagogik, Investikation im Sinne von von fast schon Gerichtsverfahren. Ja, also meine Frau ist ja Abgeordnete im Parlament, und die kriegt manchmal Interviews, sind aber keine Interviews, sondern das sind e Mails wie für einen Prozess, also mit 10 Fragen bitte kurze Antworten bis bis heute Nachmittag 16:00 Uhr ja.
Das ist kein Interview, Interviews, ein Gespräch, wo der Journalist Fragen stellt, aber wo der andere auch sagen kann, okay, da würde ich gerne noch was dazu sagen, oder das kann ich so sagen und wo man dann nachfragt, auch gut. Aber zurück zur Kirche, also ich glaube, die Bischöfe haben am Anfang der Missbrauchskrise viel zu wenig Beratung gehabt oder zumindest nicht genug kompetente Beratung gehabt, weil sie noch immer das Modell vor Augen hatten wie vor der. 100 Jahren schon, dass die die Medien halt ein Zerrspiegel der Wirklichkeit sind, noch mehr, wenn es um die Kirche geht, weil Journalisten sind statistisch gesehen weniger gläubig, weniger zugänglich für die Kirche, haben oft mehr Brüche in ihren Biografien, das
ist einfach ein Beruf, der gar nicht familienfreundlich ist, wo vielleicht öfter Beziehungen scheitern, das führt alles dazu, dass zum Beispiel Journalisten zur Sexualitätssicherheit jetzt weniger moralisch oder konnotiertes. Konzept haben und ein Libertäres, wenn man so will, als die Kirche es lehrt und dann natürlich beeinflusst das ja, also das ist logisch und bei anderen Themen wäre es ja auch so, ja, und wenn jetzt ein ein, wenn ein Bischof aber oder ein Pressemann der Kirche sagt, Aha, der Journalist sagt, Das ist Missbrauch, und da gibt es so und so viele Fälle und sagen, OK, das ist halt ein bisschen verzerrt, aber wir müssen jetzt das alles so abarbeiten, wie uns das vorgelegt wird, dann
passiert dass die Agenda. Der Journalisten, die über Kirche schreiben, dann trotzdem von denen vorgegeben wird und die das ganze Jahr über Missbrauch reden, aber nicht über Ostern, nicht über Weihnachten, nicht über die Caritas, nicht über Menschenrechte, nicht über die Abtaubung, nicht, wo die Kirche wunderbare Sachen vorgeben könnte. Ja, und die, die die Kirche war, auch da ist es ja ungeschickt, weil die haben zum Beispiel.
In regelmäßigen Abständen Berichte veröffentlicht, sodass dann jedes Mal wieder ein riesen Medienaufsehen war statt zu sagen, OK, jetzt tun wir uns mal alle zusammen, dann schauen wir mal. Was gibt es da zu sagen und dann vielleicht 10 bist du immer zusammen sagen OK that's it und that's Not und wir es wir sind es ist schlimm genug für jeden einzelnen Fall. Aber es heißt nicht, dass wir 80 jährige Schwestern, die vor 40 Jahren vielleicht mal eine Ohrfeige ausgeteilt haben, wo es übrigens noch legal war, im Schulunterrichtsgesetz in Deutschland genauso behandeln, als ob sie Sexualstraftäter wären.
Und das ist aber passiert de facto, weil schon das Wort Missbrauch hat man so weit ausgeweitet, dass es für den normalen Mann auf der Straße oder Internetkonsumenten nicht klar war, ist es jetzt, oder meistens scheint man. Uninsinuiert wurde, dass es sich um sexuelle Sachen und Gewalt handelt und nie, nie hätte jemand gedacht, dass da auch in die Statistik reinfällt, wenn halt eben eine überforderte Ordensfrau einem Kind mal, ich weiß nicht, nichts zu essen gibt, was wohl keine Nachspeise, ich mein schlimm genug, wenn das böse ist, aber kann man nicht vergleichen und ich hab da also meine Erfahrung gemacht und ich glaube, dass man wissen muss, es gibt. Medien, die nicht ein Zerrspiegel sind, sondern die sind einfach eine eigene Bühne,
die wollen eine Art Gegengeschichte bringen. Wenn sie das, wenn Sie das zugeben würden, wenn Sie das sozusagen kommunizieren, können Sie auch machen. Nur wenn die Katholiken oder die Christen, die Medien, Akteure oder Konsumenten sind, das nicht durchschauen, ist das sehr bedenklich, und da kommt noch dazu, dass im.
In vielen Ländern in Europa, die die normalen Christen, die am Sonntag in die Kirche gehen, ihre ihre Informationen über Glaube und Kirche aus den säkularen Medien beziehen und nicht aus kirchlichen Medien, also in Österreich zum Beispiel, glaube ich, dass man, da gibt es vielleicht keine Studien dazu, aber inzwischen weiß ich doch von sehr vielen Leuten, was sie lesen und hören und. Der ORF, also unser öffentlich rechtliches Fernsehen und Rundfunk und der Online Seite dominiert sich ja einen ganz hohen Prozentsatz dessen, was die Menschen über Glaube und Kirche wissen.
Manchmal machen die auch eine gute Arbeit, ich sage jetzt gerade, der ORF ist in manchen Sachen auch, hat gute Journalisten, bei anderen Sachen haben sie einen extremen Bias. Aber ich, ich weiß es halt inzwischen von den Dokus, die es über angeblich rechte Christen gibt im Deutschen öffentlich rechtlichen Fernsehen, dass hier extrem geframed wird, dass da extrem Sachen ausgelassen werden, ausgespart werden, dass manche Leute in den Geruch von rechtsradikal kommen, die überhaupt nicht rechtsradikal sind, die Leute, die es kennen, aus erster Hand oder die noch andere Informationsquellen haben, die Lachen drüber. Aber es gibt halt viele, die, die Lesen und hören, nur aus diesen.
Und das? Ja, und und ich weiß nicht, ob die die Wochenzeitungen von den Bistümen in Deutschland mehr Lesers haben oder besser sind als in Österreich. Aber es ist halt bei uns so, dass die älteren Leute das noch lesen, als als aus Tradition. Aber jüngere gar nicht. Und wenn die wissen, was, wollen wir Papst Leo s, dann, dann gehen Sie auf ORF online. Natürlich.
Und wenn sie Glück haben, finden Sie dort gutes, gutes Futter. Und wenn sie Pech haben, ist es vielleicht einseitig. Ja, und man weiß auch, wie fand Papst Franziskus teilweise geframed wurde, als wäre er der linke Klima. Grüne weiß nicht, was Papst und in Wirklichkeit hat er mehr über Abtreibung und das Lebensrecht der Ungeborenen geredet und vor allem schärfer als seine ganzen Vorgänger.
Also da sieht man schon, dass wir halt inzwischen erstens unsere eigenen Medien brauchen als Christen, es gibt ja Gott sei Dank eben auch Podcasts und und youtube Kanäle, aber die müssen halt noch mehr bekannt werden wir. Müssen noch wachsen. Die sind noch sehr klein. Sind noch klein, also danke auch für diesen Podcast.
In England und in Amerika hat man mehr Auswahl, gibt es unglaublich coole Kanäle und Nachrichtenportale. Da gibt es halt trotzdem bei uns dann noch vor allem bei den etwas Älteren, eine Sprachbarriere, also, die die Leute kennen, dann sogar so wahnsinnig berühmte Persönlichkeiten wie Jordan Peterson, der ja jetzt kein praktizierender Christ ist, aber der zumindest sehr viel.
An christlichem Menschenbild in seinem Programm hat erstaunlich gescheite, gebildete Leute, die den aber nicht kennen, weil die halt mit 5060 Jahren nicht gewohnt sind, englische Sachen zu hören, obwohl sie vielleicht sogar stehen würden. Und da habe ich schon meine lustigsten Erlebnisse gehabt.
Ich hatte ein lustiges Erlebnis, eigentlich ein Schauriges auch, und das war meine erste Erfahrung mit PR oder mit mit den öffentlich rechtlichen. Als als die Homebase noch nicht geöffnet war. Ich glaub ich hab die Geschichte schon mal erzählt, aber da hatten wir den BR. Bayerischen Rundfunk hatten wir plötzlich auf unserer Türschwelle, die haben natürlich vorher angerufen und haben gesagt, ja, wir würden eine gerne eine Dokumentation machen, wir haben jetzt gehört, was für n tolles Projekt der Bischof Oster da jetzt am Start hat und so und sie würden gerne sogar mit einem Filmteam kommen und sie würden gerne die Räumlichkeiten filmen und dann natürlich auch die ein oder andere. Das ein oder andere Interview
führen, ob ich als Leiter der Jüngerschaftsschule bereit wäre, da auch ein Interview zu geben. Und ich hatte vorher noch nie ein Interview gegeben, aber die haben so nett geklungen, dass ich gesagt hab, ja, ich hab da schon was zu sagen, die sind ja voll freundlich und so und dann auch noch mal eine freundliche E Mail. Ja, wir würden dann und dann kommen und so okay und dann irgendwie war ich so ein bisschen aufgeregt, habe mich so ein bisschen auch gefreut so und dachte mir, boah, noch nie irgendwie eine Kamera auf mich da gehabt und so. Und dann kommen die und wir stehen in unserem Hörsaal und die diese Frau mit dem Mikrofon, ja, die ist irgendwie ganz professionell und freundlich.
Und ja, jetzt, hier ist der Kameramann Baba und dann sagt sie ja, Herr Raber, wir sind jetzt hier im Home bla bla bla und meine erste Frage ist warum warum wie war es ist quasi ganz schrecklich. Wieso? Man hört ja, dass sie was gegen das BDKJ haben und wieso arbeiten Sie eigentlich nicht mit denen zusammen sozusagen und mir ist richtig, also ich hab völlig die Sprache verschlagen, ich stand da, ich hab mir gedacht, alles was ich jetzt sage ist völlig so völlig unüberlegt, das kann sofort falsch verstanden werden und und dann hab ich einfach nur nach ich sicherlich boah 15 ewigen Sekunden.
Gesagt, tut mir leid, ich dazu kann ich jetzt gerade nichts sagen. In dem Moment nimmt sie ihren Kammermann, dreht sich um zum Bischof, der neben mir stand und sagt, Herr Bischof, wieso war dasselbe Frage und der Bischof Bam bam BAM bam haut es raus und die krasseste Antwort, die auf gar keinen Fall irgendwie missverstanden werden könnte.
Wahrscheinlich kann man die immer noch voll komisch framen. Und ich dachte mir, wow, ich bin echt überhaupt nicht gebrieft, wie man mit Medien umgeht und ich bin auch überhaupt nicht gebrieft, was auf mich zukommt und wie die das Drehen, wenden einen irgendwie vor n Karren spannen wollen oder sonst irgendwas und hab so Respekt davor gehabt.
Meine Frage an dich, wie hast du es bisher in dieser Medienlandschaft? Ausgehalten also, aber nicht nur irgendwie ausgehalten im Sinne von wie kannst du dir das Ding jeden Tag anschauen, sondern wie bist du noch nicht unter die Räder gekommen. Einerseits habe ich es als Berater natürlich leichter, weil ich ja vieles quasi übe mit den Leuten, ohne dass es schon ernst des Lebens ist.
Also, es ist ein bisschen wie ein Trainer, der, der dann nicht zur Weltmeisterschaft fahren muss oder darf. Ja, ich meine, manchmal ist es eh lustig, aber. Das heißt ich? Ich stelle ja den Leuten bei den Trainings auf die Gemeinsten Fragen, damit sie eben dann nicht überrascht werden von solchen Situationen, wie du sie gerade geschildert hast. Es hilft auch sehr, dass man ein paar grundsätzliche Dinge einfach durchdenkt, weil weil die zum Handwerkszeug gehören, und das ist zum Beispiel, dass ein Interview keine Prüfung ist, auf wie auf der Uni, wo du einfach fragen kriegst und die beantwortest, sondern das ist.
Ein das Interview ist für dich eine Möglichkeit, das zu sagen, was du ohnehin sagen willst, aber du benutzt die Frage des des Journalisten oder der Journalistin, um anhand seiner Frage das Thema zu erklären. Natürlich musst du auch ein bisschen was darüber sagen, so aber, also das sind so ein ein paar Sachen, die man einfach handwerklich können muss, und es ist ja auch kein Wunder, wenn du, wenn du in ein anderes Land fährst und und in der Türkei nicht alle Englisch können, dann musst du eben ein Paar. Sätze auf Türkisch können und muss zumindest wissen, was man tut und nicht tut und ob man in eine Moschee reingeht und wenn ja, wie und so.
Und bei den Medien, in der Politik glauben viele, das kann man ja eh, weil man sich eh interessiert dafür, weil man ja eh schon Zeitungen liest und Internet und bei den Bischöfen ist es ähnlich, die Bischöfe haben haben oft am Anfang, wenn sie, wenn sie neu hier sind in der Stadt oder in dem Amt, die Wissen nicht, dass man unterscheiden muss, zum Beispiel zwischen Katechese und. Oder Predigt, wo es umgeht, den Glauben zu vermitteln oder Seelsorgegespräch, wo es de facto um die Barmherzigkeit Gottes geht, im Einzelgespräch oder um eine Pressekonferenz. Ja, und ich kann nicht bei einer Pressekonferenz, wo es zum Beispiel um Menschenrechte geht, ja Kirche und Staat, Freiheit der Elternerziehung, was auch
immer, ja, da kann ich nicht die Einzelfälle vor Augen haben und irgendwelche pastoralen netten Sprüche klopfen. Sondern da muss ich genau wissen, was die Lehre der Kirche ist, was die Anthropologie des der Christen ist, wo der Staat Rechte hat, wo wir Rechte haben. Und dann muss man ohne Rücksicht darauf, ob da irgendjemand vielleicht ein Einzelfall ist, der dazwischen fällt, muss man klar sagen, ja, Euthanasie geht nicht, ja assistiert, Suizid geht nicht, ja.
Und das verstehen die Medien auch, wenn man so spricht. Ja, wenn man, wie man in Wien sagt, Herumeiert und und jedem es allen Recht machen will, dann macht man es am Schluss niemandem recht und verliert seine eigene Botschaft oder verwässert sie zumindest. Ne. Aber also zurück zu deiner frage, ich hab meine Frau auch oft beraten dürfen, weil sie eben Abgeordnete ist und da gab es schon Situationen wo sie echt gelitten hat, weil weil halt Medien extrem einseitig sind oder sein können, wenn es.
Um engagierte Christen geht also, die würden andere nie so behandeln, so hart behandeln, aber sie wollen das eigentlich nicht, dass sich eine Katholikin erfolgreich durchschlägt im öffentlichen Leben, und es gab einmal einen großen Artikel in der Zeit vor 20 Jahren schon, und die Zeit ist sehr unverdächtig dafür, dass sie zu viele Sympathien jetzt für das Christentum hätte oder für die katholische Kirche, aber die haben damals einen Text veröffentlicht, der sehr lustig war, und der hat dann geschrieben.
Es gibt in Europa noch 3 sozial akzeptierte Vorurteile, also 3 Vorurteile, die man haben darf. Das sind, das ist das Vorurteil gegenüber Jägern, gegenüber Rauchern und gegenüber Katholiken, und ich habe das damals mit einem Freund aus Amerika zitiert, und dann hat er zu mir gesagt, Oh my gosch, I'm all this re off it also, aber das ist schon ein bisschen, das ist auch ein bisschen ein Problem, nicht, dass man als Katholik ein bisschen Freiwild ist und.
Und da haben, da haben, da haben solche Medien trainingshilfe, sie machen halt zumindest einen einen lindernden Effekt, hoffentlich, weil die Leute dann besser gebrieft sind und auch die Fallen schon kennen und auch vielleicht auch wissen, welche Themen man vorgesetzt bekommt, weil sie sozusagen für die Medien immer. Erfolgreich sind ja, also man sagt ja, Sex sells and Religion sells, aber am besten sehr religious. Religion and Sex sells best ja so nicht. Also das ist wie ist es leider so, ja, also eine Geschichte über den Bischof, der auch noch irgendein Problem hat, das ist dann natürlich der Knüller, ja, und das ist so durchsichtig, ja und und und wir wissen das inzwischen, aber es gibt halt immer noch auch Leute in der
Kirche, die das nicht kapieren, die sagen ja, man muss. Zugeben, wir waren im 19 Jahrhundert zu rigide und so Hallo, das hat nichts damit zu tun, denn die Journalisten wissen das gar nicht, was im 19 Jahrhundert in Waldschul gesagt wurde. Es ist einfach nur lächerlich, ja, wir brauchen es auch nicht, entschuldigen für das, was vor 150 Jahren gemacht wurde, weil es wurde, man hat sich schon dafür entschuldigt, Johannes Paul, der zweite hat sich im Jahr 2000 für alle sehr feierlich und groß entschuldigt und by the Way, das waren Zeiten, wo wahrscheinlich die ganze Gesellschaft und der ganze Zeitgeist auch anders getickt hat und. Und und wir sitzen auch nicht am Richterstuhl über die Geschichte und sollen auch nicht jetzt
sagen, Aha, das hat man im 18. Jahrhundert falsch gemacht und im 17. Jahr, was bringt das? Ich meine es ist, ich hab Geschichte studiert und ich verstehe, dass man das kritisch betrachtet, aber es kann nicht darauf reduziert werden, so wie das zum Beispiel in in Schulbüchern passiert, oft ja, also das ist ja, das ist zwar nicht unser Thema jetzt, aber ich als Familienvater sag ich manchmal, wenn meine Kinder nach Hause kommen und wissen, dass ich Historiker. Bin sagen ja, Papi, wir haben ich hab geschichtstest und dann sag ich ja, welche Themen hast du denn diesmal zu lernen? Ja, Hexenverbrennung, Inquisition, Luther und ja irgendwas noch, ich weiß es fällt mir gar nicht ein, also lauter Dinge wo ich sag hä.
Skandal. Ja, OK, das kommt vor, aber das kann ja nicht die Reduktion sein und das und das wird wird halt bei uns in Schulbüchern transportiert, ja. Ist es so, dass also kann man das so sagen, dass seitdem diese sexuellen Skandale und dieses ganze sexuelle Missbrauch raus ist, dass die Medien noch mal schärfer irgendwie die Kirchen ins ins Visier genommen haben, oder war das einfach schon immer so, dass Kirche immer, also weil, weil vor keine Ahnung 100 200 Jahren war Kirche ja noch so normal Teil des ganzen gesellschaftlichen Lebens, auch vor 5, vielleicht vor 50 6070 Jahren, also vor der der 8. Und 60er Bewegung und und.
Ich weiß nicht, ob sich da ein Journalist überhaupt anmaßen durfte, was gegen die Kirche zu sagen. Und heute ist es ja schon. Heute ist umgekehrt. Heute ist es umgekehrt. Also. Mut in der Redaktion wenn du, wenn du ein Interview machst mit dem Bischof und da relativ gut wegkommt, dann dann musst du dir nachher in der Redaktion sagen, Hey, das war es, da war sehr zahm mit dem Bischof nicht also oder du, oder es ist überhaupt so, dass Journalisten viel mehr sich darum kümmern, was ihre Kollegen und Kollegen sagen. Alles, was die Leser sagen.
Also man muss sie etablieren, irgendwie man. Muss man, muss auch in der Redaktion ein Standing verteidigen und als kritischer Journalist bleiben. Und gerade wenn sie wissen, dass du Katholik bist, dann da musst du noch mehr aufpassen, dass du nicht zu freundlich bist mit der Kirche. Ja, es war früher wahrscheinlich anders, nicht überall, ja, ich glaube England waren waren die Katholiken immer schon sehr wurden die schon schlecht behandelt, aber da gab es halt so eine Art Ton und Altarbündnis ja nur. In Wirklichkeit ist in diese Zeiten so lange vorbei, dass dass es sehr komisch ist, wenn man immer noch auf das quasi überreagiert.
Und mir kommt es. Aber wie kommt es so vor? Also nur ein Beispiel, in Wien haben wir in den Pflichtschulen, also zwischen das sind die 6 bis vierzehnjährigen, haben wir das größte Glaubensbekenntnis im Religionsunterricht sind Muslime mit 43% der Kinder, ja boah, also da sind die katholischen Privatschulen nicht dabei in der Statistik, aber alle anderen, ja, das heißt es. Es gibt 16% Katholiken.
Ja, das ist die andere Seite. Wenn jetzt ein Journalist noch immer so schreibt, als ob in Österreich die Habsburger an der Macht wären, die Katholiken die Regeln machen und die ÖVP, also das sind die christlich sozialen bei uns, die Allmacht haben, dann dann sind die einfach auf dem falschen Planeten, aber die aber, die Leute, die schreiben teilweise so, und in Wirklichkeit brauchst du ja viel mehr Mut, in Wien zum Beispiel.
Als als Lehrer, als Geschichtslehrer zum Beispiel in einer Schule zu sagen, ja, wir haben natürlich viele, die Christen haben genauso wie wie es ihrem, wie es ihrem Menschenbild entspricht, um Vergebung zu bitten, und es gibt viele Fehler, die gemacht wurden, aber trotz allem kann man auch sagen, ja, das Christentum ist zuständig oder mitverantwortlich für alle Universitäten, für die Krankenhäuser, für die Klöster, für die Zivilisation, für die Menschenrechte und, und, und. Ja, für die.
Emanzipation der Frau sogar, weil im Römischen Reich gab es keine Frauenrechte. Und dann schauen die Kinder wahrscheinlich an, das hören Sie zum ersten Mal. Aber da braucht der Mut, weil im Konferenzzimmer oder im Lehrerzimmer muss er sich wahrscheinlich dann machen, von manchen sagen lassen, Hey, du machst Propaganda für die Kirche und es gibt ja auch sogar Fälle, wo wo Lehrer gecancelt werden, weil sie halt. Ohne jetzt Propaganda zu machen, aber einfach zu versuchen, ihren Glauben nicht zu verbergen.
Ja, wenn das ein Kommunist seinen seinen Glauben, ja, also seine seine Marxist nicht verbirgt, das hat er kein Problem, weil dann sagt er einfach, das ist weltanschauungsfreiheit, ich manipuliere nicht, ich sag nur, ich glaube nicht an Gott, wir können zurück an Gott glauben, aber so und so weiter ja, und und also da sieht man schon, dass die. Dass sich das sehr verändert hat, ja, und was dann noch dazu kommt, ist, glaube ich, dass wir in zumindest in Mitteleuropa, wo ich es besser weiß, die die Katholiken, die Christen, die konservativen Menschen eher sich nicht so sehr interessiert haben, wenn ihre Kinder in den Medien in die Kunst, in die Kultur gehen wollen, sondern die wollten, dass ihre Kinder einen sicheren Job haben.
Amerika und auch die vielleicht sogar die Pfarrer haben gesagt, ja, lernen wir es gescheit, Ingenieur, Lehrer, Arzt, ja, Na Lehrer ist eh schon gut, aber Arzt, Anwalt, das sind sichere Berufe, da kannst du die Familie ernähren, da bist du sicher. Die Linken unter Anführung sage ich jetzt ein bisschen vereinfacht, haben oft gesagt, super, meine Tochter macht Schauspiel, Theater, Kunst, Journalismus, also da sind wir, da ist auch selber schuld, dass wir diese, diese, diese Themen.
Nicht so wichtig, fanden ja und die. Und bei den christlich sozialen Parteien oder mit der rechtsbürgerlichen Parteien, also eben CDU und VP sieht man ja auch die haben, die wollten meistens, wenn sie eine Koalition gemacht haben mit der sozialdemokratischen Partei haben sie sie wollten außen Innenministerium, Sicherheit, Militär und Kultur, Bildungs, Gesundheit, Schule und so weiter haben sie den den den Sozialisten überlassen, ja.
Das hat man in Spanien gesehen, das hat man in in vielen Ländern gesehen. Und wenn dann wieder ein Machtwechsel ist das, was einmal dann durchgesetzt ist, zum Beispiel in den Schulen, ja, also auch die Lehrbücher, die dass zum Beispiel der Religionsunterricht in vielen Ländern nicht mehr affirmativ sein darf, also sagen darf, Christus ist auferstanden, wir glauben, dass zu Ostern das und das passiert ist, sondern sagen muss, die Christen behaupten das, also in Skandinavien ein Riesenproblem.
Dann, wie soll ein Siebenjähriger das verstehen? Also ist er jetzt auferstanden oder nicht oder glaubt mir das jetzt oder nicht und da hat, da hat man sich ja viel versäumt, und das ist ja ein Kulturwandel, der jetzt vielleicht in manchen Jüngeren, also bei der jüngeren Generation, schon wieder bewirkt, dass man sich neu interessiert, weil man schon so weit weg ist, also diese, diese Erweckungsphänomene in England zum Beispiel oder in Holland und gerade auch unter jungen Männern. Oder auch jetzt in Kroatien.
Oder Frankreich. Oder? Frankreich genau zeigt, dass da Leute sind, die Wissen gar nichts vom Aschermittwoch oder von der Fastenzeit, aber die sind fasziniert. Aha, die haben nicht, da gibt es den Ramadan, wir haben wir, Christen haben das, und da gibt es ein Aschenkreuz, wow, und da, da geht man hin, ja, und und da gibt es Influencer, die das Filmen und cool finden, ja, wie ich klein war, hat jeder gesagt, ja, das war es eh, dass es ein Aschenkreuz gibt, ja. Also vielleicht ist es auch eine Chance, dass wir durch diese Neuheit, diesen, diesen, durch diese Unwissenheit einen Boden haben, der, der völlig frei ist und wo man halt auch aussehen kann.
Aber dazu muss man eben wegkommen, dass man nur reagiert und sagt, ja, wir sind zu schlimm, wir haben so viele Missbrauchseta, sondern sagen, OK, Leute, Elan, lass uns mal über das Schöne an der Sexualität sprechen, damit die Menschen lernen, damit umzugehen, und geben wir auch zu, dass es dass es damit zu tun hat, ja eben zum Beispiel mit der sexuellen Revolution und nicht nur mit der strengen Moral der Kirche. Das, was du vorhin über den Lehrer gesprochen hast, der eigentlich schon Mut braucht, zu dem zu stehen, für was er glaubt, schließt ja an das an, was wir ganz am Anfang hier, jetzt hier im Podcast gesprochen haben, nämlich, dass ihr das dieses Ding gegründet habt für die Religionsfreiheit und einfach diese zu dokumentieren,
wenn ich es richtig verstanden hab, wo in Europa. Gibt es eigentlich die Religionsfreiheit noch? Und zwar also tatsächlich noch? Ja, also wo wird sie nur so n bisschen hervorgegaukelt und dann hinter hinter verschlossenen Türen wird die das Thema Toleranz so? Ja, wir sind alle tolerant bis einer intolerant ist gegenüber uns, dann sind wir dem auch intolerant.
Also mir kommt vor, dass die Erlaubnis öffentlich seine religiöse Meinung zu sagen, immer mehr, also vor allem die Christen, kommen wir vor. Also immer mehr gebasht wird und ihr macht was dagegen oder ihr wollt nicht daran arbeiten das auf jeden Fall aufzuzeigen. Was habt ihr schon dokumentieren können oder was habt ihr schon rausgefunden?
Bau weg. Noch einen Satz von einem Journalisten, der der gar nicht besonders konservativ ist, aber der hat sehr lustig formuliert, nämlich. Manche Leute glauben, Religionsfreiheit heißt Freiheit von Religion. Also das gilt nur Religionsfreiheit, gilt nur für Leute, die frei sein wollen von jeder Religion. Und tatsächlich ist es so, dass in den in den sich selbst als liberal bezeichneten Medien, wobei das dann gar nicht zutrifft, oder die sind nicht liberal, aber die, die wollen tatsächlich die Religion, und zwar jede religiöse Präsenz aus dem öffentlichen Raum verbannen, also das. Wenn jemand es wagt, sozusagen zu sehr und zu attraktiv und vielleicht zu explizit über seinen Glauben in der Öffentlichkeit zu reden, dann
ist er schon verdächtig. Und da muss man irgendwas tun dagegen. Ja, und das, das sieht man eben bei der Debatte ums Kruzifix oder um bei der Debatte, eben wenn meine Frau ein Gebetsfrühstück gemacht hat, ja, wobei das ja zum Beispiel in Amerika ein super Event ist, wo jeder Präsident bis jetzt war, der Obama alle möglichen.
Extrem kirchenkritischen Präsidenten sind da dabei und trotzdem, bei uns ist es n Riesenproblem, wenn man im Parlament betet, ja kann. Man kann man sagen warum also weil ich hab immer gedacht, na ja, es liegt daran, dass man halt irgendwelche Strukturen, die so jetzt sexuell Missbrauch oder zum Beispiel jetzt, da irgendwie aufgedeckt wurde, das irgendwie vermeintlich unterstützen, oder?
Dass dass man diese Strukturen jetzt irgendwie canceln soll oder dass man sagt, Hey, ihr habt immer Indoktrination betrieben, was natürlich nicht stimmt. Vielleicht stimmt es auch hier und da mal, aber eigentlich ist es nicht die Idee der Kirche, aber also Indoktrination da sind, da sind wir dagegen, und deswegen zerstören wir jetzt die oder nehmen denen alle Möglichkeit, also warum gibt es immer dieses Framing, wir indoktrinieren, sobald wir nur ein Wort über Jesus sagen, so und und, wieso glaubst du, ist es so? Dass man die aus dem öffentlichen Raum völlig verbannen möchte, also wenn zum Beispiel Buddhismus, Buddha, Staats und entstehen überall.
Herum die bei. Denen ist es irgendwie nicht so. Kommt mir vor. Warum nimmt man die Christen so auf den Kicker, vor allem die christlichen? Also mir mir fallen da 2 wichtige Beobachtungen ein. Die eine ist vom hat der Manfred Lütz auch schon vor vielen Jahren sehr gut formuliert in diesem Buch. Der schlafende Riese, glaube ich, hast du so da, wo er gesagt hat, die der Verlust der starken Persönlichkeiten.
Vor allem für die jungen Leute, also Väter, die wirklich was dagegen halten oder die sich auch zur Diskussion hinstellen oder was verbieten oder Grenzen setzen, institutionell und individuell. Ja meine ich das jetzt Schulen, Lehrer, Väter und so weiter sind in den ganzen letzten 50 Jahren total zurückgegangen, also quantitativ und qualitativ Abwesenheit der Väter überhaupt, aber dann auch zum Beispiel ein ein Bursche der nur 2 Schwestern hat oder gar keine Geschwister hat. Dessen Vater vielleicht viel unterwegs ist oder vielleicht sogar abhanden gekommen ist.
Der erlebt in seiner ganzen Jugend nur weibliche Role Models, Volksschul Kindergarten und die meisten Lehrer sind immer weiblicher okay. Es gibt also keinen Reibebaum, das ist sozusagen der Sukkus und die Kirche ist die letzte Institution, mit der man nicht einfach schlittenfahren kann, also wo man einfach alles tun kann.
Die Kirche sagt ja zumindest noch ja. OK, wir Jesus vergibt Dir und du kannst noch beginnen, aber It's not OK. Ja und die Scheidung ist nicht OK und die Abtreibung ist nicht OK und die IVF in Vitrofinalisierung ist auch nicht so super und wir sind die einzige. Die evangelische Kirche macht das kaum und so gesehen ist es logisch, dass sich dass da diese rebellische. Charakter und die meisten Medien haben diesen oder auch viele Politiker haben diesen rebellischen Zug in sich, auch vor allem wenn sie eher links stehen, dass die sich dann gegen die Kirche wenden, weil wegen gegen wen sonst, ja gegen die CDU, haha, Entschuldigung, ja, da kannst du auch alles machen. Ja und so gesehen gibt es da ein
ein Motiv und das andere Motiv ist das glaube ich, was wir also. Zum Spaß eben, als verspätet pubertäre Reaktionen gegen Dinge, die schon längst vorbei sind, sehen also eben thronen von Kirche und Altar. Wo gibt es das noch? Also im Gegenteil, würde ich sagen, die meisten Länder haben haben eine strikte Trennung oder sogar ein Verhältnis, wo der Staat sagt, Na, das darfst du nicht und das darfst du nicht, also die Gefahr, zum Beispiel die katholischen Schulen dürfen das dürfen nicht mehr Geschlechter trennen oder dürfen nicht.
Einfach beten jederzeit vorm Unterricht, sondern nur mehr Religionsunterricht. Also es ist ja ins andere extrem geklappt, gekippt und manche Medien und auch Filmschaffende und also ich sehe das auch bei Netflix und anderen, die tun noch immer so, als ob wir irgendwo in einer Zeit leben würden, wo man alles verbietet, was nicht katholisch ist.
Und es ist ja lächerlich und. Also diese 2 Phänomene und der Papst Franziskus, der ja der ja wirklich sehr offenherzig war, auch mit anderen Religionen und so hat, hat trotzdem noch mal ein Zitat geliefert, dass ich eben dann mitgenommen hab, weil es mir so gut gefällt. Und da sagt er, es ist nicht erforderlich, in die Katakomben oder ins Kolosseum zu gehen, um die Märtyrer zu finden. Die Märtyrer leben jetzt in zahlreichen Ländern und dann spricht er über die Verfolgung der Christen, ja weltweit ja, und dann sagt er.
Aber es gibt auch eine eine, eine höfliche Form der Christenverfolgung, eine Verfolgung mit Samthandschuhen, und die sieht er in Europa ja, und er, er sagt das eben. Um uns zu warnen, dass davor, dass wir glauben, naja, nur weil, weil jeder zweite Satz über Toleranz ist und über ich weiß nicht, Diversity und Vielfalt heißt noch nicht, dass wir Christen nicht serisch aufpassen müssen, dass wir unsere unsere Rechte verteidigen, unseren Glauben verteidigen. Und übrigens hängt das mangelnde Bewusstsein, der mangelnde Aufschrei über die Christenverfolgung. In der in Nigeria oder in Nordkorea oder in China? Das hängt damit zusammen, dass wir eben bei uns selber nicht die Sachen besonders
hochschätzen also wenn die Europäer zumindest das Christentum als ihre Wiege oder das jüdisch christliche Erbe Europas als ihre Wiege sehen würden und sagen, wir wissen es auch zu schätzen, dass unglaublich viel Gutes aus diesem Erbe kommt. Dann, wenn das nicht passiert, dann wie soll man, wie soll man erwarten, dass die dann sich um die um die Christen in Nigeria kümmern, die Hingerich also die umgebracht werden? Ne, es wird ja sogar dann umgeframed also der ZDF hat zum Beispiel die die große Mordwelle im Juni des Jahres 2025 geframed als eine Geschichte, die nicht so sehr mit Muslimen und Boko Haram Terroristen zu tun hat, sondern mit dem Klimawandel, weil ja die Bauern so schlechte
Ernten haben und deswegen werden die werden die dann aggressiv. Ja, also jeder der in Nigeria lebt, sagt, das ist, das ist im allerbesten Fall ist das ein kleiner Nebenaspekt, aber wenn Mädchen entführt werden aus katholischen Schulen, hat das nichts mit dem Klimawandel zu tun, ja ich. Find es ganz interessant, weil du sagst einerseits er lebt, also er lebt das diese subtile Diskriminierung sag ich jetzt mal. Die erlebt irgendwie so ein Wachstum. So Kirche wird im öffentlichen Raum immer mehr versucht, irgendwie so runterzudrücken und gleichzeitig gibt es auch eine. Also mir kommt vor seit Papst franzisko, er ist seit Papst Leo auch noch mal stärker so ein Aufschwung der neuen katholischen Medien, wo du auch
sagst, ja, wir brauchen eigentlich unsere eigenen Medien, wir brauchen unsere eigenen Social Media Kanäle, unsere eigenen Zeitungen, unsere eigenen KTV zum Beispiel Fernsehsender et cetera also. Also einerseits irgendwie die Sorge oder die Angst davor, gecancelt zu werden, und andererseits die, mit der Mut. Jetzt stehen wir aber auf und jetzt machen wir was und jetzt sind wir unverschämt und jetzt sind wir mutig und so. Aber würdest du sagen, ja, die dürfen aber nicht naiv sein, weil wenn die nämlich mit den krassen Journalisten irgendwie dann in in Kontakt kommen, dann dann werden die PR mäßig niedergemacht, oder?
Ich glaub, dass wer? Muss man nicht zu viel sagen müssen, um die um diese katholischen Medien, die machen es, glaube ich, ziemlich gut. Da muss man nur schauen, dass die genug Unterstützung haben und eben auch von den normalen Fahren, die halt bis jetzt irgendwelche Sonntagszeitungen gelesen haben, dass die das auch wahrnehmen und dass man vielleicht auch spendet für die, sondern ich glaube, man muss einfach schauen, dass auch Katholiken in die anderen Medien gehen, also Junge, die junge Berufstätige, die.
Medien als ihren Beruf sehen als ihre Berufung sehen, dass die auch nicht nur dann in der Nische bleiben. Und also ich habe mal gemeint, so gegenüber einem slowakischen Publikum, von Lehrern, von Direktoren, von katholischen Schulen, dass sie sich nicht nur um die Priesterberufung entsorgen sollen, sondern da offensichtlich nicht jeder eine Priesterberufung hat, sondern. Schauen, dass die Lehrer werden, dass sie Journalisten werden, weil das auch eine Berufung ist, die für Gott wichtig ist und in der Slowakei ist es besonders passend, weil das ist ein katholisches Land, wo das aber in der Politik überhaupt nicht reflektiert, also widergespiegelt ist. Also im Gegensatz zu Polen oder vielleicht anderen Ländern, da glaubst du, das ist ein
exkommunistisches Land, aber man sieht kaum Katholiken in der Politik, und das ist auch ein bisschen klerikal, weil die Pfarrer wahrscheinlich noch immer so erziehen in den Religionsstunden, als ob da jetzt. Staat der Feind ist. Und man muss in der Kirche bleiben. Und wenn man nicht Priester wird, also soll man halt von ihnen Religionslehrer werden, und das ist auch ein Fehler. Also ich glaube, man muss aus dem Ghetto raus, es gibt es gibt ja ein freiwilliges Ghetto, auch nicht nur das, wo wir reingepusht werden, was der was der Rokopic Putilloni erlebt hat vor 20 Jahren, als er nicht Kommissar werden durfte, weil er ihm gesagt hat, er ist Katholik und und er glaubt, dass die Ehe zwischen Mann und freust.
War eigentlich der Beginn von diesem Wandel? Ja, dass man plötzlich sieht, da gibt es ein und das Wort Ghetto hat damals ein jüdischer berühmter Professor verwendet, ein Europarechtler, der Joseph Weiler, deswegen kann man es auch ruhig als Nichtjude verwenden, weil der hat dann gesagt, ja, aber ihr Christen in Europa, ihr geht es dann gleich freiwillig noch mal in ein Ghetto, weil ihr sagt, Wir bauen jetzt eine Mauer, damit wir sicher sind, und da kann uns niemand. Was tun?
Ja genial. Das ist interessant. Diese diese, dieses Thema Religionsfreiheit, das kann ja irgendwie so abstrakt sein, dass man sagt, OK, irgendwie wird jetzt das irgendwie größer da, man muss nicht n bisschen vorsichtiger sein oder so, aber ihr habt wahrscheinlich auch ziemlich kon viele konkrete Fälle, wo man sagt, OK, daran kann man es wirklich festmachen, hier darf jemand seine Meinung nicht mehr äußern, hier wird einer, landet einer vor Gericht, weil er, was sich das und dieses und jenes glaubt.
Hast du vielleicht so ein 2 Fälle wo du sagst die sind irgendwie erzählenswert? Ja um es irgendwie n bisschen noch mal n bisschen konkreter zu machen, wo wir gerade stehen. Also der berühmteste Fall ist sicher der von dieser finnischen Ärztin und auch Abgeordneten Bevi Resennen. Die hat, obwohl sie sogar ne Zeitlang Innenministerin war, ein Riesenproblem bekommen mit der Polizei und wurde jahrelang jetzt verhört und immer wieder neue Prozesse und.
Gerichtsurteile, weil sie als Christin, als evangelische, ihre eigene protestantische Landeskirche in Finnland kritisiert hat. Dass sie, dass diese Kirche den, also die Gay Pride, auch Mitveranstaltet hat vor vor war es mindestens 5 Jahre her, ich glaube schon länger und. Das hat dazu geführt, dass sie, obwohl das eben, wie gesagt, ein Tweet also damals hat, hieß es nur nicht x, sondern Twitter gegenüber auf an ihre eigene Kirche adressiert, also nicht an die an die LGBT Community oder an sonst wen, sondern an die eigenen Leute, Leute, das passt nicht zum Evangelium, weil im Evangelium ist Ehe und hat dann den Heiligen Pauls zitiert, also Holmer Brief. Das hat zu einem Hassrede Delikt
wurde es hochgespielt, wobei noch dazu sie als Politikerin und Ärztin um die inzwischen auch mehrfache Großmutter extrem freundliches wie ein freundliches Wesen hat und jeder sofort weiß, wenn du nur 2 Minuten mit ihr redet, ich habe sie selber auch erlebt, dass sie niemals irgendwelche Hassparolen machen würde, also man hat es bewusst aus dem Zusammenhang gerissen, hat das alles. Hingelegt und die Generalstaatsanwältin in Finnland hat sich sogar zu der Aussage Verstiegen. In einem Interview, wo sie gesagt hat, man kann ja zu Hause den Koran oder die Bibel oder meinen Kampf stehen haben, aber man darf es nicht zu Hass für gegen andere verwenden. Ja, und meiner Ansicht nach würde ja, wenn jemand jetzt eine Hassrede Delikt bekannt hat,
wäre das diese Staatsanwältin, ja. Weil das geht eigentlich doch vielleicht zu weit zu sagen, ja, du kannst eh auch meinen Kampf zu Hause haben oder meine Liebe. Es gibt wahrscheinlich liberale Leute, die sagen sogar, das soll erlaubt sein, okay given ja, aber dass so jemand dann entscheidet über eine Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen eine Frau, ja, und man muss ja noch 2 Dinge sagen, das Erste ist die Frau Resennen ist Gott sei dank eine gefestigte ältere Dame mit Familie und einem starken Ehemann und.
Und hat auch genug Geld, um solche Prozesse zu machen und ihre politische Karriere ist sowieso irgendwie vorbei. Ja, aber wenn das einem normalen Bürger passiert, der hat eine riesenbeine Chance, ja, das zweite ist sogar, sie hat noch nicht gewonnen, sie hat zweimal gewonnen und wurde immer wieder in die nächste Instanz verwiesen und das machen sag ich jetzt mal ein bisschen locker, das machen die, weil sie wollen, die anderen einschüchtern, seht sogar der Frau Resennen passiert das, obwohl sie Ministerin war. Also haltet es den Mund und das nennt man auch chilling Effect. Also wenn du wenn du wenn du ein Exempel statuierst und sagst, ok, wir verurteilen jetzt diesen Arzt, weil er sich geweigert hat eine Abtreibung durchzuführen,
vielleicht gewinnt er den Prozess, weil er mit der Gewissensfreiheit durchkommt, weil die steht auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention, aber der muss jetzt 4 Jahre lang, der wird 4 Jahre lang Schwierigkeiten haben, der hat. Keine Zeit, Ferien zu machen. Er muss Geld in die Hand nehmen, er muss gute Anwälte zahlen und die anderen werden sich das dreimal überlegen, ob sie keine Abtragung machen und, und das ist dieser chilling Effekt, und das sieht man im medizinischen Bereich, ja, das sieht man im Bereich der Meinungsfreiheit eben, siehe bei Viri Sennen, das sieht man bei Lehrern, also zum Beispiel ein ein anderer Fall war, dass ein Schulseelsorger in England etwas.
Eine Predigt gehalten hat, das war nicht mal ein Unterricht. Ja, das war ein Schulgottesdienst, anglikanische Schule, und er hat in der Predigt gesagt, Liebe Schülerinnen und Schüler, nächste Woche gibt es einen LGBT Workshop, ihr müsst ja nicht alles glauben mit dir, das was die da sagen, ja, es war einfach so, hat er so gesagt.
Einfach so ist erlaubt. Mit gutem Grund, weil er wusste, dass die ideologische Leute sind und da ihm nicht erlaubt. Es war ihm ja nicht erlaubt, dorthin zu gehen in den Workshop und zu sagen die. Ich möchte euch aber hier eintragen, sondern er hat halt gesagt, müsst ihr nicht alles glauben, macht euch ein kritisches Urteil.
Ja, das hat gereicht, dass der Mann wegen Homophobie von der Polizei, der wurde nicht nur verhört, er wurde sogar Besuch zu Hause und also unglaublich. Also ich hätte es nicht geglaubt, wenn es nicht mehrfach schwarz weiß und auch von ihm selber bestätigt worden wäre und er hat natürlich dann. Gegen das irgendwie Einspruch erhoben, aber in der Schule war der unmöglich, der konnte nicht mehr in diese Schule zurückkehren. Ja, wenn jeder Schüler weiß, den haben die Polizei um Simophob besucht, weil er homophob ist und das ist es ist menschlich eine unglaubliche Gemeinheit, aber es ist noch viel mehr, es ist eine ungerechte Behandlung eines Bürgers, der überhaupt sich nicht zu Schulden kommen
lässt und und das ist halt, das kann man eigentlich so nicht hinnehmen, vor allem deswegen nicht, weil wir dürfen zwar unsere eigene packe hinhalten, aber. Aber wir dürfen nicht unsere Geschwister hinhalten. Und wenn wir nichts sagen und immer nur klein beigeben und sagen, ja, wir müssen halt leiden, und das gehört zum Leben dazu als Christ, dass man leidet, dann halten wir de facto die Wange, die Wange des anderen auch hin, der sich eben nicht artikulieren kann oder der vielleicht gar nicht weiß, wie er sich wehren soll. Und ich denke da auch sehr oft an diese orthodoxen Christen, die bei uns in Österreich sehr, sehr stark vorhanden sind, weil sie geflohen sind aus Syrien, aus dem Irak, aus dem Iran, aus. Aus Osteuropa, die sind ja oft
völlig völlig überfordert mit solchen Situationen, weil für dieses Christentum Kultur, Tradition, das ist alles viel verwoben, ja genau, und wenn das Kind nach Hause kommt und sagt, dem Vater beim Essen, ja, bei uns hat heute in der Schule geheißen, ja, er ist auch zwischen 2 Männern, oder es gibt auch Polyamorie oder keine Ahnung, ja, dann wird der Vater wahrscheinlich überfordert sein und.
Und vielleicht wird er dann sogar sogar. Vielleicht sagt er dann sogar was Homophobes, weil er eben überfordert ist, weil er vielleicht die Sprache gar nicht so gut kann. Ja, und unsere Linken, die dann solche Leute sofort verurteilen, die die reden dann von Integration und Toleranz, aber da gibt es, da ist dann 0 Toleranz, weil eigentlich, da würde sich dann Toleranz bewähren müssen, dass man sagt, Okay, der Mann kommt aus Syrien, der hat noch nie vorher eine Frau predigen gehört, und der muss jetzt aushalten, dass eine protestantische Pastorin immer erklärt, dass LGBT Rechte sind im Fernsehen ja, oder dass an jeder Schule eine Flagge ist, völlig.
Unterschiedliche Welten. Ja, und das ist so ein Clash und da wird, da wird so viel geschadet, da wird da so viel Schaden angerichtet, weil irgendjemand hat ja auch zu halb Spaß gesagt in Deutschland glaubt man im Juni ja, dass die, dass die, dass es eine eigene ngbt Kirche gibt oder eine Religion gibt, die diese Flagge hat, weil die, weil die Flagge überall hängt, ja und? Und das ist, kann man da fast drüber lachen, aber in Wien zum Beispiel ist im Juni wirklich so, dass für einen Moslem oder einen orthodoxen Christen aus dem Osten ist das wahrscheinlich höchst befremdlich.
Auch die Plakate, die Werbung, die Kunstausstellung, jetzt haben wir ja auch in Wien eine Kunstausstellung, die extrem provokant ist gegenüber jeden gläubigen Christen und wo wahrscheinlich Katholiken noch haben zu. Tolerantesten damit umgehen, aber für die für die Christen, die geflohen sind, weil sie das Kreuz im Gepäck hatten oder um den Hals hatten und dann hier wird der Frosch gekreuzigt.
Hallo, ja also zum Spa, weil es so lustig ist. Und dann ist auch das wird immer wieder das Wort Toleranz, eben eine als Waffe benützt, wenn man sagt, ich habe das schon öfter von solchen. Kunstausstellungen mitbekommen im Laufe der Jahre, wobei ich weiß, dass bereit der Kunst und Religionsfreiheit irgendwo abgewogen werden müssen.
Aber trotzdem, wenn die dann nur sagen, ja, das ist doch nur ein Angebot zum Dialog für euch, dann kann ich nur sagen, Leute, ihr spuckt dem armen Syrer ins Gesicht, der gerade geflohen ist, weil er ein Kreuz hatte und und dann sagt er, er soll sich bedanken dafür, dass die westliche Kultur, ich glaube nicht, dass das die westliche Kultur ist.
Was wie schätzt Du das ein? Also weil mir kommt vor, mit der Kirche kann man mittlerweile alles machen was man möchte, aber und jetzt ich ich hab da wenig Einblick aber ich seh es einfach nirgends, dass außer jetzt vielleicht Islam rechts rechtsextremistische Gruppierungen irgendwie abgekanzelt werden auch, aber ansonsten die Muslime die.
Die werden eigentlich also an die traut man sich nicht ran, obwohl die teilweise die exakt gleichen Vorstellungen haben und. Antisemitismus jetzt. Na na na, also eher eher im Sinne von OK, Muslime sind auch gegen Abtreibung wahrscheinlich, oder? Ja. Also ich, ich weiß nicht ist es, ist es nicht so greifbar oder traut man sich nicht an die ran, dass man die auch kritisiert oder außer die extreme extremistischen Gruppierungen natürlich IS war im im deutschsprachigen Raum ganz schlecht.
Also man muss glaube ich 2 Dinge völlig auseinanderhalten. Das eine ist, dass wir uns auch als Observatory, wenn wir diese Arbeit machen, für Religionsfreiheit, indirekt auch für die Religionsfreiheit der Muslimen und Juden einsetzen, weil wir das nicht als als Sonderrecht oder Privilegium sehen, sondern wir sagen, das gilt für alle, in der Praxis brauchen die Christen am meisten Hilfe und Unterstützung, weil sie. Keine große Lobby haben hinter sich, die die jüdischen Organisationen arbeiten, Gott sei dank sehr gut und historisch bedingt ist es Gott sei Dank auch ein Tabu, dass man einem Juden sollte ein Tabu sein und muss man auch verteidigen angesichts der muslimischen Einwanderung, leider, weil die das nicht so sehen, aber wir
wissen, dass man, dass man gewisse, also dass man zum Beispiel. Die Freiheit von Jungen in in Berlin die Kippa zu tragen, eben verteidigen muss, dass man das nicht hinnehmen darf, dass die einfach sich Schrecken und Angst haben müssen. Aber da sind wir Gott sei dank zumindest ein Teil der Bevölkerung, sehr sensibel was, was die Muslime betrifft. Gibt es halt ein unglaublich weites Spektrum von Muslimen, die unglaublich bewundernswert sind und sich auch rührend bemühen und und und auch ein Vorbild sind in vielen Dingen, wie sie ihren Glauben leben und anderen, wo das eine rein politische Waffe ist oder zumindest sehr vermischt ist. Und wenn jemand, was ja auch passiert, sogar als Schild einen Sunniten niedermacht oder
umgekehrt, dann hat das ja nichts mehr mit Religionsfreiheit oder Religion, oder? Das ist ja absurd. Also da sieht man ja schon, dass irgendwas nicht passt und die, die ja, also die die links geprägte Öffentlichkeit man es vorsichtig formuliert, versucht ja dann deswegen auch Verbrechen, die von nicht Muslimen kommen, so zu framen, als ob das auch irgendwie so halb religiöse Motive wären. Und ich gebe da noch ein Beispiel, weil das wirklich sehr, sehr signifikant ist.
Es gab vor ungefähr über 10 Jahren einen Terroranschlag eines norwegischen Wahnsinnigen. Der hieß Andre Brevik, und der hat bei einem Ferienlager von von Jusos, also von Jungen, also es war so ein junges sozialdemokratisches Treffen auf einer Insel, Norwegen hat er also eine zweistellige Zahl von Menschen umgebracht, ich kam jetzt, es ist schon sehr lange her, aber was ich mich noch sehr gut erinnern kann, war, dass der. Die erste Meldung war, dass der ein fundamentalistischer Christ ist, weil irgendein Polizist das gesagt hat, und das wurde dann völlig falsifiziert.
Also das hat sich völlig als falsch erwiesen, der hat sogar war sogar mal Mitglied der Freimaurer und er war einfach psychisch völlig verrückt, also psychotisch irgendwie unterwegs und er war auf jeden Fall, es war im Fall 0 christliches Motiv und in Österreich gab es damals einen führenden, also diensthabenden Journalisten im Fernsehen.
Der hat eine Rundmail geschrieben an alle seine Kollegen und gesagt, Leute, wir haben das recherchiert. Der andere, Brevik, hat nicht aus christlichen Motiven gehandelt, man darf ihn also auch nicht als Freichristlichen oder Fundamentalisten oder sonst was bezeichnen, und dann hat ein linker Kollege von ihm, also, der das Christentum ablehnt, hat dann sich beschwert, dass er Eigengewicht zensuriert wurde von seinem Chef, also sich ein Unsinn ist.
Der Chef hat einfach seine Pflicht. Erfüllt den nimmer gesagt hat Leute, das war falsch, wir müssen es anders, Framen anders bringen und das war dann ein ernsthaftes Problem für den Chefredakteur, dass er sich verteidigen musste, dass er als Katholik dann nicht quasi das Christentum retten wollte, sondern dass es einfach Fake news war und wenn und ich meine, es ist dann umgekehrt auch passiert, auch zum Beispiel durch die Verharmlosung von.
Attendaten über Christen wird versucht, das Gleichgewicht völlig umzudrehen, also als vor 4 Jahren war das oder 5 Jahren in Sri Lanka zu Ostern sowohl in der Kirche als auch in 2 Hotels, christliche, sogar katholische Pilgergruppen angegriffen wurden und und an eine unfassbare Opferzahl war. Also wenn ich mich richtig erinnere, waren es noch viel mehr, also ich glaube, es ging um 70 Tote und 300, Verletzte, Schwerverletzte sowohl in der Größenordnung also.
Viel mehr als normalerweise bei einem Attentat sterben also unverhältnismäßig viele Opfer und damalige deutsche Außenminister von der SPD. Der Heiko Maas hat tatsächlich getwittert, damals ja Bestürzung über Gewalt an Reisegruppen zu Ostern, also das Wort Ostern hat er verwendet, aber er hat nicht verwendet, dass es in einer Messe war, dass es Katholiken waren und dass die Angreifer Muslime, also Islamisten.
Also die 3 wesentlichen Punkte des Attentats hat er nicht gebracht. Ja, warum macht er das ja nicht, der ist ja nicht dumm. Ja sicher und so, bei diesem Fall hat man es Gott sei dank gemerkt, was so extrem war und dann kann man das auch benennen, aber viele Leute bringen kriegen das gar nicht mit und die sagen halt ja, da gibt es halt islamische Attentate, dann gibt es auch verrückte Christen in Amerika, gelegentlich in die Schule einen Amoklauf machen.
Also dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, weil der eine Alu akbar schreit und dass leider in seiner Moschee so lange aufgehetzt wird, bis er das Macht und der andere Halt ein Verrückter ist, der leider auch getauft ist, aber wahrscheinlich in seinem Leben nie in der Messe war, das muss man halt auch sagen und hier geht es ja auch nicht darum, dass man vergleiche macht, wer gut und wer schlecht ist, sondern so sagt man so okay wo ist Religion gefährdet auch?
Politisches Gift zu enthalten, das ist auch der Grund, wo man zum Beispiel in Österreich einmal eine Studie gemacht hat, übrigens von einem muslimischen Gelehrten, der jetzt, glaube ich, in Münster unterrichtet, der hat unterrichtet, der hat untersucht in seiner Doktorarbeit das Demokratieverständnis von muslimischen Religionslehrern in Österreich, und das ist halt nicht ganz unwesentlich, wie alle der Meinung sind, Demokratie ist das.
Vom Satan? Dann dürften sie eigentlich nicht vom Staat bezahlte Religionslehrer sein und Österreich wie gesagt, 43% in Wien sind pflichtschüler und muslimischen Glaubens und nur 16% Katholiken, dann dann muss man sich auch die Frage stellen, was hat der Religionsunterricht für eine Rolle, wer bildet, wer bildet die Religionslehrer aus, ist nicht so wie in der Habsburger nach hier, wo man stolz sein durfte. Es gibt auch ein paar Imame.
Ich finde es so stark, dass also das hast du jetzt immer wieder gesagt, du hast diese Initiative mit deiner Frau gegründet, du hast noch dieses Ding mit deiner Frau gegründet, du hast tust du deine Frau coachen und so weiter ihr Macht kommt mir vor extrem viel zusammen, ihr habt dich wahrscheinlich nicht auf einer online Plattform kennengelernt, so nein, aber aber ihr habt.
Im realen Leben. Im realen Leben und meine Frage, meine Frage, wäre es jetzt vielleicht noch so n bisschen so die letzten paar Minuten. Wie ist es denn so, der Mann einer Parlamentsabgeordneten zu sein und das ganze Mitzukriegen? Also du bist, du hängst da irgendwie voll mit drin, ich nehme mal an, dass du jetzt nicht irgendwie die ganze Zeit irgendwie Bodyguards um dich herum hast.
Und irgendwas aber ist relativ normales Leben im Vergleich zu zu anderen Ländern. Ja, also du spielst wahrscheinlich eher mit deiner Frage darauf an, wie es ist, wenn man quasi. Als Mann mit jemanden Fahrrad ist der vielleicht stärker im Vordergrund steht oder auf der Bühne steht. Das das auch, aber einfach ist einfach so. Also sie du, du wirst.
Sie hat wahrscheinlich als Parlamentsabgeordnete ziemlich viel zu tun, vermutlich. Ja, viel ja. Du hast es auch, ihr habt ganz viel gegründet. Du hast auch Consulting hier Consulting, da fliegst du durch die Gegend und so hast auch ziemlich viel zu tun. Gleichzeitig habt ihr 4 Kinder, richtig ja, also wie, wie muss ich mir das vorstellen? Gute Frage.
Es funktioniert vielleicht einigermaßen gut, weil wir 2 Dinge uns erarbeitet haben oder versuchen, uns zu erkämpfen. Das eine ist dass wir das schon als Teamarbeit sehen, also so als Ehepaar, aber sogar auch versuchen, mit den älteren Kindern so weit zu reden, dass die das verstehen, was, was wir machen. Also deswegen werden dann gewisse Verzichte auch möglich für mich, für meine Frau, aber auch für meine, für unsere Kinder, weil sie wissen, wenn jetzt ihre Mutter oder ihr Vater mal 2 Tage weg sind oder sogar vielleicht länger weg sind und nur einer da ist von den Eltern.
Dass es für ne gute Sache ist und nicht nur, weil irgendjemand Geld scheffeln will. Also das, das haben die Kinder verstanden und und sie schätzen auch wenn sie dann was von den Früchten sehen oder wenn Sie was mitkriegen, ja, das heißt nicht, dass die immer unserer Meinung sind, also unsere älteste studiert Jus und die die wird 20 und ist auch oft so n bisschen rebellisch, aber aber im Grunde schätzt sie was, was ihre Eltern tun und. Ist auch stolz drauf und das ist schon einmal ein Gutes, ein guter Kit für uns.
Das zweite Thema also wir haben natürlich schon bevor meine Frau in die Politik gegangen ist, uns darüber geeinigt, dass wir beide eine Berufung haben, die also auch mit diesem Engagement verknüpft ist und. Es war auch sehr schnell klar, dass meine Frau die die ist, die mehr für das politische Leben auf der Bühne begabt und, und, und.
Was auf aus, aus Versehen ist. Also das ist ganz klar, und dann ist es auch leichter, dass man das quasi vom Backstage Bereich unterstützt. Wenn ich jetzt Arzt wäre und mir das völlig wurscht wäre, was meine Frau macht und ich vielleicht sogar eine andere politische Meinung hätte bei vielen Sachen oder der Meinung wäre, es geht eigentlich nur am besten darum, dass alle gesund sind, aber was der Rest der Gesellschaft ist wurscht, ja dann würde das vielleicht auf Dauer nicht funktionieren und es sind leider auch die Ehen von Politikern oft Zürich, weil das Halt.
Nicht immer dann von beiden gleichermaßen unterstützt wird, oder es sind so Ehen, wo dann der eine, eben der berühmte Professor ist, der sowieso nur in seinen Büchern lebt, und dem ist dann wurscht, dass seine Frau jeden Abend weg ist oder umgekehrt ne, aber das ist bei uns nicht so, also wir sind schon in vielen Sachen beide beteiligt und und es ist auch so, dass für mich so. Leichter ist, zu Hause einzuspringen, trotz viel Arbeit, weil ich einerseits Freiberufler bin, also ich habe ja meine eigene Firma, und das zweite ist, weil ich weiß, warum es so wichtig ist.
Also das geht jedem so, glaube ich, dass er gerne auf was verzichtet, wenn er kapiert, warum es so wichtig ist. Aber ist es dann also ich mein ich hab jetzt einen Sohn der jetzt 20 Monate das dann bald so noch nicht 4 Kinder so und und ich hab ich hab auch schon sehr viele sagen meine Frau ist jetzt gerade zu Hause und jetzt kommt unser zweites Kind dann im Februar das heißt die wird noch zu Hause bleiben aber mir kommt vor selbst selbst das jetzt schon zu jonglieren ja ich hab eigentlich nen normalen Job und dann hab ich irgendwie halt dieses Podcastprojekt jetzt. Aber ansonsten hab ich halt noch die Familie zu handeln und meine Frau hat halt sehr viel Zeit, weil sie halt zu Hause bleibt. Jetzt, deine Frau hat noch hat
noch n zusätzlichen Job, ihr habt aber 4 Kinder, jetzt sind die nicht mehr ein Jahr alt oder was aber trotzdem es ist irgendwie mir kommt vor einfach sehr viel zu handeln wie wie managst du das mit deiner Zeit also ist das ist jede Woche bist du einfach so flexibel, dass du sagst OK diese Woche brauchen wir es so oder nächste Woche planen wir es so oder?
Es gibt schon Wochen, wo es zu einfach zu viel ist. Objektiv ja weg. Da schlafen wir uns dann zu wenig und dann machen wir noch zu wenig oder keinen Sport, was auch nicht gut ist auf Dauer und und es gibt es gab auch sicher Wochen, wo wir einfach dann zu wenig Zeit hatten für die Kinder, aber insgesamt meine ich, dass es doch, dass wir doch eine Gute, eine gute Mitte gefunden haben zwischen unserem.
Beruflichen Engagement, also zwischen der Berufung außer Haus und der Berufung im Haus. Und meine Frau war ja bis zum vierten Geburtstag unseres Jüngsten zu Hause und er hat von zu Hause sehr viel gearbeitet, aber halt dann nur am Abend den Vortag gehalten und haben halt ein paar Tage eine Reise, aber da habe ich sie dann halt doch ersetzen können und erst als der jüngste 4 war, also sprich die anderen dann schon in der Schule waren und auch teilweise. Viel, viel selbständig gemacht haben, hat meine Frau, die die Wahl dann ins Wiener Landesparlament eingenommen und erst dann noch 2 Jahre später in den Nationalrat, also was auch im Bundestag entspricht.
Und da kann man sagen, wenn das 5 Jahre früher passiert wäre, hätte es vielleicht schon Probleme gegeben. Wir haben es das schon, also das hat mein, das war schon auch eine Bereitschaft meiner Frau, dass sie da wartet. Und das war für die Kinder sicher sehr, sehr gut. Also wir haben, wir haben sogar die Corona Zeit eigentlich als großen Segen erlebt, weil wir eben außerhalb von Wien ein Haus haben und dann dort wohnen konnten und die Kinder gerade auch in der Pubertät sehr viel mit uns reden konnten.
Also da gab es viele Sachen, die vielleicht für andere schwieriger waren das. Dafür haben wir dann danach, als dann das Leben wieder ganz normal war, musste man halt auch eine Frau, die ist oft aufpassen, dass wir nicht eine Reise machen, nur weil es halt super ist. Ein schöner Vortrag oder so, den man halten darf, sondern dass man sich da auch manchmal zurücknimmt, aber das haben natürlich in Wirklichkeit viele Berufstätige, weil ich meine, wenn du, wenn du der Marius oder Oberarzt bist im Krankenhaus, da musst du halt auch schauen, dass du nicht auf jeden Kongress warst oder umgekehrt dann die Frau, also wir, wir wissen, dass, dass es nie so ist, dass man dann sich aus den Lorbeeren
ausruhen kann, nur weil die Kinder gut unterwegs sind. Ich glaube, das ist wahnsinnig viel Geschenk, auch, dass die Kinder stark sind, wir haben, wir haben 4 Kinder, die alle. Glaube ich. Gewappnet sind auch mal gegen den Strom zu schwimmen und das ist eine große Freude, aber das ist auch nicht nur unsere Erziehung, sondern das ist einfach viel Geschenk ich habe. Gemerkt, dass je höher die Verantwortung ist oder die Last irgendwie, die man trägt, so jetzt sowohl privat als auch beruflich, desto wichtiger ist es, dass. Dass man selber irgendwie gut da ist, dass man dass ein wie wie auch immer auch immer das irgendwie nennt, dass man seine Schale irgendwie aufgefüllt hat, dass ja, dass man einfach im Saft steht, wie auch immer man
es nennt. Und ich hab gemerkt, dass so n paar Dinge gibt, die mir helfen, wie zum Beispiel, du hast schon eigentlich schon Sport, meine regelmäßige Gebetszeit, hin und wieder mal in die Therme fahren oder so was ja mal 23 Stunden einfach nur auf der Sprudelige oder das ist wirkt bei mir echt wunder. Wenn du so ein sehr abwechslungsreiches Leben hast und hier nen Projekt da warst, dann für deine Frau. Wie du das dann für die Kinder da hast oder was sind so Punkte? Wenn du wenn du sagen möchtest was sind so Punkte die du die du tust, die du auch regelmäßig tust oder die du mindestens im Hinterkopf hast, wo du sagst und wenn ich das mach, dann bin ich gut da, vielleicht ist es auch nicht so viel, ja aber. Ja.
Es sind Dinge, die die, von denen ich weiß, dass sie helfen und die nicht immer so gelingen, wie es, wie ich es möchte, aber das Gespräch mit Freunden, wo also auch Gott eigentlich der erste Freund ist, das ist sicher ein Rezept, glaube ich. Also bei mir ist insofern schwierig, als. Ich sehr gute Freunde habe, die relativ weit weg wohnen oder einer zumindest lange Zeit sehr weit weg war.
Und dann ist das natürlich ein Handicap, wenn man dann maximal telefonieren kann, da haben es andere vielleicht besser und dann kommt noch dazu, dass ja Männer bekanntlich trotz guter Freundschaft dann weniger oft über diese ganz tiefen, existenziellen Dinge reden, im Gegensatz zu Frauen. Was ich sehr gern mache, was, was eine große Erholung ist, ist mit mit einem meiner Kinder zum Beispiel eine Kurzreise oder eine Unternehmung zu machen. Cool, das ist halt auch deswegen sehr wichtig, weil wenn die Kinder mal aus der Volksschule raus sind, dann brauchen sie auch hin und wieder so ein exklusives Erlebnis und Gespräch und Abenteuer, und das ist für mich nicht eine Verpflichtung, sondern eine super.
Eine super Belohnung also. Wirklich einen Urlaub sozusagen. Ja und? Das ist eigentlich, das ist fast noch schöner, als wenn man jetzt mit mit ein paar gleichaltrigen Freunden wohin Fahrt, weil man Teilhaber sein, Teilhaber sein darf an der Entdeckung der Welt durch diese, durch diese jungen Leute. Also ich war, ich war zum Beispiel mit mit meinem Sohn mal 24 Stunden in Rom, was ja völlig absurd ist eigentlich, aber das war damals nicht anders möglich, und? Und wir haben es nur deswegen gemacht, weil er vorher ein halbes Jahr vorher in Amerika 3 Monate in einer Schule sein durfte.
Und seine Schulfreunde haben eine Rom Pilgerreise gemacht und die waren aber nur einen Tag in Rom so so verfügbar, dass es einen Sinn hat, dass er Hinfahrt, um sie zu sehen und, und das war es war einfach super, weil man kann es sich nicht vorstellen wieviel in 24 Stunden möglich ist und. Und ich habe sogar noch einen beruflichen Termin gemacht, während der mit den Schulfreunden aus Kenia und Diego zum Papst gegangen ist, auf die also, auf die Generalaudienz also, das heißt, das für mich sind das die sind das Hörpunkte, weil man einfach eben etwas tut, wo wo jemand anderer aufblüht, da kommt. Dann alles zusammen.
Ja und? Funktioniert einfach genau und wenn du 4 Kinder hast, hast du halt das Glück, dass du das viermal hast. Ja. Also ich beneide ja auch sogar Leute, die noch mehr Kinder haben, auch wenn die da wahrscheinlich weniger Zeit haben als ich. Aber wenn, wenn du viermal immer diese Sachen erleben darfst, also mit mit eben Firmung und Matura, also Abitur und das und das und das und der Geburtstag, das ist einfach nur nur Freude und ich muss auch sagen, dass wir natürlich sehr dankbar sind, dass wir in einem Land leben, wo man wo man auch mit 4 Kindern gut leben kann.
Ja, also wir haben mit den Schulen, mit dem mit den ganzen Rundumgebung haben wir ein großes Glück, und das haben sich ja manche andere Familien nicht, ja? Ist echt beeindruckend. Also wie los in deinem Leben ja schon gemacht, auch in deinem Leben und es kommt wahrscheinlich auch noch ne ganze Menge.
Ich bin super happy, wer ihr könnt wahrscheinlich noch ewig weiter ich ich könnt auf jeden Fall noch ewig weiter reden. Ich. Find es richtig spannend von dir zu hören. Danke für deine Zeit, also vor allem jetzt, wo ich weiß, dass sie sehr kostbar ist, dass du dir hier eineinhalb Stunden genommen hast.
Vielen, vielen Dank, lieber Martin und dann wir bleibt nur sozusagen am Ende. Es ist wirklich einfach herrlich, dass du da warst. Danke vielmals. Für mich war es auch herrlich.