
18. Die toxische Lüge der Selbstoptimierung (Elias Glaeser)
Montag, 15. Juni 2026 · 1 h 22
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Shownotes
Elias Glaeser ist der Podcast-Host von @gottdieweltundzweibier, langjähriger Missionar im Gebetshaus Augsburg und ein gefragter Sprecher im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge versuchen wir den Zeitgeist auseinanderzunehmen, welches Gedankengut darin uns eigentlich unterbewusst beeinflusst und runterzieht und welche erlösende Botschaft unser christlicher Glaube darauf hat!
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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Du da bist, Elias!
Gott, die Welt und 2 Bier – wie läuft der Podcast?
Wie der Zeitgeist uns manipuliert
Warum wir so selten zur Ruhe kommen
Warum Selbstverwirklichung so toxisch ist
Die Entstehungsgeschichte von einfach herrlich
Was ist eigentlich wahre Demut?
Was du über Jesu Liebe wissen musst
Wie du aus tiefen Tälern rauskommst
Elias – einfach herrlich, dass Du da warst!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas ( tess-productions.com )
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Es gibt eine Schwerkraft, die dich runterzieht, die nicht will, dass du denkst, dass du geliebt bist. Es gibt eine Schwerkraft, die zieht dich in Ängste, in Panik, in Depressionen, in Furcht, in Minderwerten. Lügen. Eine ganz große Angst unserer Zeit ist, was ist, wenn ich mein Potenzial nicht verwirkliche.
Was passiert aber, wenn du dann wieder mal einen Tag hast, wo du denkst unglücklich, es gibt so Tage ich das hat nicht funktioniert, hier geht was zu Bruch. Ja, oder oder wenn du einfach die ganze Zeit siehst. Andere sind wesentlich erfolgreicher. Der Druck wird ja immer höher auf dein Inneres, selbst ne.
Und dann kommen so Sachen wie Depression, Angststörung. Natürlich kommt das hinterher. Je mehr wir jetzt gerade drüber reden, desto mehr kommt mir vor. Baut sich in mir die Sehnsucht auf nach einer Lösung. Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte heute die große Freude, mit Elias Gläser zu sprechen. Elias ist Gebetshausmissionar im Gebetshaus Augsburg, er ist gefragter Sprecher im deutschsprachigen Raum und er ist der Podcast Host, eines der aufstrebenden Podcasts, Gott die Welt und 2 Bier, vielleicht kennt ihr ihn davon in der heutigen Folge sprechen wir unter anderem darüber, wie der Zeitgeist, in dem wir gerade
leben, aufgebaut ist. Ja, wir haben den bisschen auseinandergenommen, da gibt es ziemlich viel Gedankengut. Das uns unterbewusst total beeinflusst und sogar runterzieht. Und wir haben uns gefragt, welche erlösende Botschaft unser christlicher Glaube darauf hat. Ich wünsche euch viel Spaß mit der Folge und wenn es euch genauso ging, schreib gern n Kommentar und jetzt genießt die Folge Elias Gläser einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast bist. Ja, einfach herrlich hier zu sein bei dir in deinem Format. Ich find es mega was du machst und deswegen freue ich mich umso mehr auch Teil davon zu sein.
Danke. Wir sind hier im Set von. Gott, die Welt und 2 P. Gott, die Welt und 2 P. Ich. Bin super dankbar. Wir sind hier im Augsburger Studio bei euch eigentlich ich bin zu Gast. Ich hab so n bisschen aufgepimpt, ah. Gepimpt war. Coolere war Coolere Mikroständer hier und. Ja, den Mikroständer geb ich dir, die sind cool, die haben wir nicht. Wir haben so so Popelige hier so kleine Ständer am Tisch, die sind cool, die kann man schwenken und alles mögliche, aber wer uns kennt kennt diesen Tisch, das ist echtes Mangoholz. Mango, Holz, Mango, Holz, okay ja. Und das wurde uns von einem so Möbelbauer in der Nähe von München.
Ich bin dahin, wollte eine Tischplatte kaufen und dann habe ich die gesehen b Ware die war viel zu teuer und dann habe ich mir erzählt eigentlich ist die cool und dann habe ich mir erzählt warum und er hat gesagt weißt du was halber Preis und ihr erwähnt mich in eurem Podcast und dann haben wir diese. Tolle Kneipentischplatte mitgehen bekommen. Also er hat offensichtlich marketingmäßig echt was drauf, weil jetzt hast du es auch in diesem Podcast auch. Ich habe jetzt leider seinen Namen nicht mehr, deswegen kann ich kein Shoutout machen, aber ich ja, ihr könnt in unsere Folgen mal reingucken.
Und da hört ihr es ja nice. Ich bin also ich, ich bin schon n Fan muss man sagen, also ich feier schon richtig ab was ihr macht, wie läuft es so also? Das Podcast Business ja erstmal schon mal, Entschuldigung vorweg. Meine Stimme ist Megaheiser und ich bin n bisschen. Nasal und erkältet, das hört man bestimmt.
Ich werde mich ein paar Mal räuspern im Laufe des Podcasts, aber läuft gut, also es ist es ist, es ist eine spannende Reise, wir machen das ja auch in unserer Freizeit und nicht nicht quasi als Arbeitszeit und es ist einfach cool, ein eigenes Projekt zu haben und kreativ sein zu können, einfach sich auszutoben, auszuprobieren und. Und man braucht auch nen langen Atem, wie du wahrscheinlich selber feststellst.
Es ist nicht so, dass der Algorithmus sagt, Oh geil, noch n Podcast der dich haben wir noch gebraucht, der noch mal endlich endlich mal der jemanden der n Podcast startet, also gefühlt startet gerade hier n Podcast, deswegen ist es haben wir uns auch gefragt, am Anfang braucht es das jetzt wirklich.
Aber was mir am meisten Freude macht ist, ist die ganzen Rückmeldungen, Feedbacks und auf der mehr Konferenz hatten wir auch einen Stand und dann kommen Leute, die uns tatsächlich hören und erzählen, was es mit ihnen macht und was sie dadurch gelernt haben. Und das ist natürlich eine riesen Bereicherung, das mitzuerleben und sich immer wieder bewusst zu machen, diese ganzen Zahlen in den Analytics, die man sieht ja okay keine Ahnung 1500 Leute, ist ja okay im Vergleich zu anderen Video Videos nicht so viel, aber du denkst Moment mal das sind 1500 Leute.
Menschen. Nicht nur Klickzahlen, das sind eigentlich leben, die dahinter stecken, die sich die Zeit nehmen, mir zuzuhören. Warum sollten Sie das tun, das Macht einen wieder mal die Kritik, aber genau. Ja, das ist so cool. Also ich, ich kenne so, ich meine, ich war so ein Typ, der extrem viel auf youtube unterwegs war, aber jetzt nicht als Content Creator, sondern als Consumer. Ja, ich auch immer noch immer noch Musik verstehen. Und, und, und.
Ich habe immer gedacht, naja, wenn ich so Kanäle gefunden habe die so 1000 Abonnenten hatten und die so 500 Klicks oder 1000 Klicks auf dem Video hatten, dann habe ich die. Ehrlicherweise einfach kategorisch ausgeschlossen. Ja, genau, genau aber die mit Millionen Klicks oder sonst was die, die sind bestimmt cool, die haben es geschafft und jetzt schau ich auf meinen eigenen Kanal und denk mir OK, ich hab hier mal 2003 1501 video mit über 20000 aber weil der Bischof halt so bekannt ist. Aber dann denk ich mir jetzt auch OK jetzt jetzt bin ich einer von diesen Anfängern anfänglichen aufstrebenden vielleicht so.
Und habt ihr jetzt einen ganz anderen Blick dafür? Toll, und das stimmt ja, es sind vielleicht 2000 Leute, die geklickt haben oder 3000 und das sind übelst Tweet, also wann hat man mal die Möglichkeit so viele Leute zu erreichen? Stell dir das mal vor, auf der Bühne mit 2000 Leute vor dir. Ja, es ist viel ne große Bühne. Gut, jetzt ist noch nicht.
Manche klicken drauf und klicken dann wieder weg. In der Bühne würde es dann so da stehen und dann würden ständig die Leute reinbringen. Genau nach 30 Sekunden. So so 40% der Leute raus, ne lass mal die Kurve so. Das wäre hart. Demotiviert dann das. Wäre hart und. Stell dir vor und ja, die ersten 30 Sekunden müssen sitzen. Irgendwie ist der Beast Style.
Der ist eh krass. Wie viele Millionen hat der 400? Ich glaub ja und das ist. Absolut krass. Der hat das Thema durchgespielt und aber ich kann es mir mittlerweile gar nicht mehr anschauen, weil es zu es ist zu krass, es ist so oft den Algorithmus optimiert, dass ich als Mensch mich überfordert fühl, weil es so schnell ist.
Er steigt knallhart ein und geht knallhart raus, damit die Leute auch nicht abschalten. Also es ist alles optimiert, perfekt. Zum Algorithmus natürlich ist es in der digitalen Welt irgendwie Erfolg, aber ich denke, es ist nicht. Es hat fast nichts mehr Menschliches es mir fehlt so diese Verbundenheit irgendwie, es ist einfach nur ja. Es ist fast, es ist fast, als würde es auf die primitivsten, ja Sehnsüchte des Menschen, aber wirklich ganz primitiv oder vielleicht nicht mal Sehnsüchte, sondern eher so Instinkte. Also einfach nur auf die Neurobiologischen. Reaktionen deines Hirns Dopamin, Dopamin, Dopamin da da, da weißt du.
Und der Mensch ist halt einfach mehr als das. Genau, und das ist, deswegen gucke ich mir diese Videos eigentlich fast nicht mehr an und ich, ich liebe eigentlich wieder und deswegen, ich glaube, es gibt einen Grund, warum longformat Podcasts wieder, ich weiß nicht, ob es eine Renaissance ist, ob es das immer schon gab.
Für mich persönlich ist eine Renaissance, ich gucke gerne in zweieinhalb Stunden Podcast, nicht am Stück, so weißt du so. Häppchenweise beim Putzen, beim Kochen. Und da gibt es mittlerweile so viele. Ich mein, Joe Rogan hat ja da so n bisschen, ich glaub er hat damit angefangen, hat aber. Ich glaub der hat schon das Feld ziemlich. Teilweise ne, aber dann auch hier. Dann haben wir in Deutschland mittlerweile mit Ben Ungeskriptet jemanden der das versucht irgendwie zu machen. Er ist schon so n bisschen der deutsche Joe Rogan. Das hat er glaub ich auch mal gesagt. Dass er, dass das.
Seine, dass das seine Inspiration ist und dass er merkt, es gibt auch sowas in Deutschland nicht. Dann gibt es natürlich im christlichen Ne wahrscheinlich dein Vorbild, hier pines with the quines. Genau das ist einfach. 2 Menschen treffen sich, unterhalten sich über tiefe Themen nicht zack, zack, zack, Instagram Style, sondern irgendwie.
Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute außerdem. Danke für das ganze positive Feedback bisher.
Wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität, dann unterstütze mich gerne über den Paypal Link in der Beschreibung vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge, man hat so richtig genau, man kann so richtig mal einsteigen ins Thema, ich finde auch, also warum mach ich nicht ne halbe Stunde Podcast weil das wäre ja irgendwie hörerfreundlicher na ja, weil in einer halben Stunde was willst du denn da bitte machen?
Also kannst du irgendwie ein Thema und dann hast du eher so n super harten Interview Style und nicht so. Gespräch, Diskussion, mir kommt vor, ich sitz viel lieber zwischen, also wenn ich die Möglichkeit hätte zu keine Ahnung in ne Bar zu gehen und da sitzen 2 und die unterhalten sich einfach über super spannende Themen und ich sitz einfach daneben und kann zuhören und denk mir ah krass OK das Argument und da ist so richtig viel Zeit über ein Thema zu sprechen viel besser als irgendwie so n Interview bam bam bam wo man es durchballern und man muss echt super scharf die irgendwie auf die Zeit. Achten, Nee, deswegen.
Ich find das Podcast Format ein sehr. Schönes cool, cool. Was sind deine Lieblingspodcasts, wenn du selber hörst? Ganz unterschiedlich. Also ich hör so nebenbei hör ich auch mal Geschichten aus der Geschichte, also das das sind einfach 2 Dudes, die erzählen sich skurrile Geschichten aus der Geschichte witzig und das ist einfach super interessant.
Dann hör ich Diary of the CO teilweise, der hat super spannende Gäste. Ich hör auch gerne tatsächlich alexo Connor, das ist der war früher hieß er Cosmic Skeptik, und das war eigentlich einer der aufstrebenden atheistischen Podcasts, die sich so im im Windschatten von Dawkins so zum Ziel gemacht haben, das Christentum zu.
Zerstören. Stören und der hat ne super spannende Entwicklung hingelegt, ist immer noch nicht. Ist er, ist er Agnostiker? Wahrscheinlich würde er, sagen Agnostiker. Aber er redet. Sehr oft mit christlichen Apologeten und Sprechern und ist mittlerweile viel, viel offener, aber auch einfach ein Mensch, der super, super, super, stringent, logisch, konsequent argumentiert und im Christentum auch das zugesteht, was es hat.
Sagt Ja, stimmt, das ist ein echt guter Punkt, aber ich kann es nicht glauben deswegen, und das fasziniert mich, ich liebe Gespräche, wo 2 Menschen zusammenkommen, die eigentlich unterschiedlich denken. Und da aber mit Respekt und auch gegenseitig zu sagen, Hey ja, echt ein guter Punkt, muss ich mal länger drüber nachdenken und das höre ich mir gerne an.
Genau und und da ist es, ich habe nicht nur so den einen Podcast, sondern das sind so Gespräche, die ich mir raussuche, die ich irgendwie spannend finde. Ja, das Podcast Business ist einfach cool. Ich finde es, ich finde ich fahre jetzt richtig, also ich höre am liebsten Podcast bei längeren Autofahrten oder wenn ich ins Fitnessstudio gehe oder so.
Ich hab auch immer wieder bei euch reingehört, weil ihr ich ich find. Ihr habt einfach so gute Themen gut, einfach einfach wie wie ihr das auch framed oder benennt denk ich mir ja würd ich mir schon gerne anhören die Richtige finden oder so zum Beispiel ich mein Ich hab bin schon verheiratet aber ich könnt mir einfach vorstellen viele Leute hören das an und dann seid ihr noch so sympathisch mit Bier ich hab jetzt hier leider nur n Wasser eigentlich wär es würdig und recht gewesen. Du hast die Mikroständer dafür, wir haben wieder das Bier, irgendwann musst du es wieder ausschalten. Sehr gut.
Ich, ich hab dich eingeladen, weil ich einfach dich sehr spannend finde, weil du über total interessante Themen, regelmäßige schon gesprochen hast. Jetzt auf also Big Saturday vom Gebetshaus auf der Mehrkonferenz, auf der Wenigerkonferenz, auf bei Pfingsten von in bei Doretto Salzburg und du hast.
Ich glaub du hast echt. Was zu sagen und jetzt jetzt komm mir vor, tust du deine Palette an Dingen, über die du dich auskennen möchtest, durch den Podcast auch noch erweitern auf so ne spielerische Art und Weise und ein Thema. Die ich sich sehr faszinierend finde, ist das Thema Zeitgeist, also was eigentlich gerade so abläuft im Hintergrund, was vielleicht die meisten Leute überhaupt gar nicht drüber nachdenken, gar nicht mitbekommen, aber sie so krass beeinflusst. Und ich wollte einfach mal fragen, mal vielleicht als Einstiegsfrage, so was würdest du sagen, sind so ganz tückische oder ganz, ganz spannende Dinge, die den Zeitgeist heute ausmachen.
Das ist eine spannende Frage und komplex. Auch das Thema Zeitgeist generell, oder, oder, oder wie werden wir überhaupt geprägt, durch was werden wir geprägt, wie schauen wir auf die Welt. Ich finde das, das sind alles sehr spannende Fragen, weil wir das oft nicht hinterfragen, also jeder Mensch geht durch die Welt mit einer Brille und interpretiert Sachen irgendwie. Und natürlich ist diese Brille, die man auf hat und jeder hat eine Brille auf, geprägt von seiner Vergangenheit und von seinem Umfeld und also vor allem der Thema, wenn du Kind bist. Wie waren deine Eltern drauf, wie haben sie dich erzogen, deine nächste Bezugsperson und so weiter und dadurch fängst du an, die Welt in einer bestimmten
Form zu interpretieren, ne und sagst aha, das passiert, weil keine Ahnung oder oder wenn wenn deine Eltern. Vegan aufgewachsen und dich auch erzogen haben. Und wie wichtig das ist, auf die Tiere zu achten und so weiter dann gehst du ganz anders durch die Welt und siehst, wenn du jemanden siehst, der denn so ein Steak ist, das noch voll blutig ist, dann denkst du wahrscheinlich, was für ein grausamer Mensch oder vielleicht sogar was für ein Klimasünder, weil wir wissen Fleischkonsum und Klima und so weiter so, das ist eine Brille, der andere, der vielleicht in einer Familie aufgewachsen ist am Bauernhof, die einfach.
Regelmäßig Fleisch essen, der denkt sich, oh, was für ein Gourmet, was für ein perfekt gegrilltes Steak, wie schön. Und so ist das in so vielen Facetten des Lebens. Ich meine, man muss sich nur die Politik anschauen heutzutage oder Corona damals, Thema Impfung, was wir da unterschiedlich auf die Welt geblickt haben und teilweise denkt man sich, schauen wir gerade auf die Gleiche, also auf die gleiche Realität und kommen zu so unterschiedlichen Schlüssen, wie kann das passieren?
Und, und da sind wir halt in der Zeit also Thema Zeitgeist, wo Medien so krass powerful sind, das war früher noch nicht so. Früher hatten wir vielleicht die Zeitung erst einmal in der Woche reingeguckt, was passiert so in der Welt oder vielleicht sogar in meiner Stadt, jetzt nehme ich dieses Handy raus, wo wir alle Stunden am Tag drauf sind oder irgendein Bildschirm und scrollen und Scroll und scrollen und du kriegst alles wirst Zugeballert Baba Baba. Und ohne dass du es merkst wirst du wird ein Weltbild und dein wie du auf die Welt guckst.
Deine Brille wird geformt, geprägt, ne, ich will nicht sagen manipuliert irgendwie, das kann manche Leute deuten, dass das als als als die Weltverschwörung und wir wollen alle, alle wollen, dass wir so und so denken, aber es ist einfach de facto so, dass das, was wir angucken hatten Auswirkungen auf das, wie wir die Welt interpretieren.
Genau also so viel zum Thema. Wie werden wir geprägt und wir haben alle eine gewisse Sicht auf die Welt, und die wird heutzutage eben durch das Thema Medien auch immer homogener, also gleich. Gleich geformter weil. Ja, also einerseits. Einerseits gibt es natürlich diese, diese diese Spannungen, also einerseits bringen uns Algorithmen in. In Bubbles, die uns immer mehr auseinanderführen, aber andererseits gucken alle die gleichen Regels irgendwie. Das geht viral.
Und jemand in Afrika guckt das gleiche real wie du. Und alle gucken Mr. Beast. Alle gucken Mr. Beast genau und das ist irgendwie werden wir schon auch gleicher im Sinne von von diesen ganzen Riesen medienplattformen und dann sind die Algorithmen aber noch so, dass sie dich in deiner Bubble halten und dich nur noch bestätigen, ne in dem was du eh schon glaubst. Genau, und deswegen ist glaube ich derzeit Gast sehr sehr sehr krass von den Medien und von den Social Social Media beeinflusst und führt meines Erachtens sehr stark in diese in diese Bubble Mentalität.
Ich mein. Das ist ja eh das große Problem, dass. Heutzutage dieses meine Wahrheit, deine Wahrheit. Jetzt hast du vorhin gesagt, wir schauen auf die Realität und aber so völlig verschiedene Brillen, also mir kommt vor, dass wir schlussendlich zwangsweise auch durch die bisschen bubbles irgendwann in so ne Unfähigkeit gelangen, überhaupt noch miteinander reden zu können. Also weil ich bin halt geprägt von meiner Brille und die wird vielleicht immer krasser und dann ist der mitgeprägt von seiner Brille und.
Meinungsfreiheit ist eh schon so ne Frage. Ist. Fast n Kampfbegriff so Meinungsfreiheit dürfen wir. Doch alles sagen, genau, genau und und was würdest du sagen, sind so gibt gibt es so grundlegende Weltanschauungen oder so denksysteme Paradigmen die die die meisten, die kann ja die westliche Welt irgendwie gerade prägt, also ich, ich denk jetzt an den Materialismus zum Beispiel irgendwie oder ich weiß, ich weiß nicht genau, also du. Ich glaube, wir sind, ich glaube, es wandelt sich gerade so ein bisschen, habe ich den Eindruck, also ich glaube schon, dass wir im Westen sehr stark durch die Aufklärung durch ein Ding gegangen sind, dass dass wir den das ganze Thema glauben, Spiritualität, Übernatürliches
nicht brauchen, ne, dass das irgendwann in der Aufklärung gesagt wurde, hey, komm, also sag mal die Wissenschaft, und wir können uns jetzt durch Fortschritt und Wissen und Vernunft. Eine Welt bauen, die schön ist. Ne. Wir brauchen nicht mehr diesen Gott, der uns früher erklärt hat, wie die Welt funktioniert.
Das ist eh, das war eben Gott der Lücken, also God of the Gaps, ne, das war irgendwie früher, dachten wir halt, es regnet, weil Gott uns mag und du bist krank, weil Gott dich straft, und der wird vom Blitz getroffen, weil keine Ahnung, wie Gott gerade zornig ist. Oder die Dinge, die Dinge selbst sind irgendwie Götter. Oder genau das ist genau, oder das sind Naturgötter oder whatever, aber irgendwas Übernatürliches ist gerade böse und muss besänftigt werden, oder? Und dann kam die Wissenschaft und hat gesagt, Nee, warte mal, warte mal, das sind alles wettersysteme und das sind Viren, das hat nichts mit Gott zu tun. Wir haben es jetzt erklärt, Gott ist weg und diese ganze jetzt haben wir diese ganzen
Wissenslücken quasi geschlossen, brauchen wir nicht mehr und wir merken, Oh ha, die Wissenschaft bringt hervor Medizin und ne ne Wettervorhersage und so Sachen was brauchen wir noch Gott und wenn wir so weitermachen, denn irgendwann haben wir alles gelöst. Wir können uns ne super tolle Welt bauen. Und teilweise stimmt das ja auch. Ich finde, ich bin großer Fan von Wissenschaft, die Wissenschaft ist ein super powervolles Tool, um die Welt zu erforschen, um dann auch zu Lösungen zu kommen, die wir sonst nicht gehabt hätten.
Also ich bin überhaupt kein Wissenschaftsfeindlicher menschlicher Maschinenbau studiert, ich lieb das so, aber ich glaube durch die Zeit. Wurde dann ziemlich schnell klar. OK, das führt uns jetzt offensichtlich auch nicht in die ins Nirvana und das ist Utopia, weil dann kam der Erste Weltkrieg, dann kam der Zweite Weltkrieg und dann dachten die Leute, OK wir hä mehr wissen ist auch nicht die Lösung, also Wissenschaft baut uns denn ein Kraftwerk und eine Atombombe, was machen wir damit und ich glaub schon, dass das. Du hast gefragt ein Weltbild, ein Weltbild im Westen ist schon der Naturalismus oder der Materialismus, dass wir denken, nee, es gibt nur das natürliche, es gibt nur das, was ich mit Wissenschaften belegen kann, und
ich höre ganz oft, wenn ich als Gläubiger irgendwo sage, hey, ich glaube, nee, ist es dazu, hey Hallo, wir sind 2026, weißt du was, was glaubst du noch an so was abergläubisches und das ist diese Brille von, na ja, nur das was ich irgendwie messen kann und wissenschaftlich beweisen kann, ist real.
Alles andere ist ein Hingespinst und das klingt erstmal so. Ja, wie soll ich dagegen argumentieren? So, das ist aber im Endeffekt wenn du wenn du sagst hey nur das was die Wissenschaft beweisen kann ist echt der Satz an sich ist nicht wissenschaftlich beweisbar, es ist ein Widerspruch in sich, es ist im Endeffekt ist auch ein Glaube was ich will ihn nicht eingischen, aber ich habe eben das Gefühl, dass das von diesem Weltbild des des Naturalismus das. OK, nur die Wissenschaft, nur wissen, nur Vernunft. Nur wir Menschen sind quasi die Gründung der Schöpfung und können es jetzt hier eine schöne Welt schaffen. Ich glaub die ist in den letzten Jahrzehnten hat sich die Geschichte n bisschen auserzählt
im Sinne von man merkt OK die Versprechen die diese Welt sich uns schenkt gehen nicht in Erfüllung und wir merken OK wir werden vielleicht reicher also Wohlstand ne in in in Europa geht durch die Decke also. Auf jeden Fall in den letzten 100 Jahren ist es auf jeden Fall. Es ging uns noch nie, noch nie so gut, materiell und gleichzeitig sind Menschen mega unzufrieden und und und haben Depressionen und Angststörungen und Sinnlosigkeitsgefühle wenn du denkst, OK, was ist jetzt das Problem also.
Hat es irgendwie alles besser gemacht? Nein. Ja und Nein. Ja und Nein. Also. Irgendwie auf der Seite schon, aber geht es mir dadurch im Herzen besser? Und ich habe das Gefühl, wir erleben gerade so ein bisschen auch einen Shift im im Zeitgeist, wenn du willst, hinzu einer Wiederentdeckung des Spirituellen also man sieht es ja auch irgendwie.
Yoga Studios boomen und Meditation und Achtsamkeit und auch das Christentum hat in manchen Bereichen wieder so eine so eine Renaissance, dass vor allem junge Menschen denken, okay es muss doch, es muss doch eigentlich schon mehr geben. Als die Materie ja find. Ich spannend, ja. Ja, ich glaub dieses, also diese Sinnlosigkeit oder die innere Lehre oder mir Komfort auch so ne innere Unruhe und so n getriebensein, weil das ja irgendwie daraus entsteht, ja immer mehr anhäufen, immer mehr anhäufen, immer mehr sein.
Also macht den Menschen offensichtlich nicht glücklich. No Shit, würde ich sagen, also weißt du, das ist irgendwie auch. Offensichtlich. Irgendwie offensichtlich. Und gleichzeitig sind alle im selben Hamsterrad. Alle genau und und wenn man diese Brille auf hat, checkt man es nicht. Man denkt ich mach offensichtlich noch immer nicht genug und du wirst konfrontiert ne auf Instagram mit lauter lauter Highlights und Leuten die irgendwie in der Gesellschaft das schaffen. Selfmade millionaires.
Genau, dein Gehirn kann halt nicht unterscheiden zwischen digitalen Gedöns und Realität im Sinne von. Das sind auch Menschen, die haben auch ihre Probleme. Du siehst halt gerade nur die Highlights. Das ist sehr schwer. Irgendwo im Kopf. Aber es prägt dich trotzdem genauso. Ja, also. Das finde ich auch faszinierend.
Also es gibt ja dann immer mal wieder so auch auf auf Social Media Leute, die erst so übelst erfolgreich sind und dann machen sie so einen Post, wo es dann da um die Frage geht. OK, eigentlich bin ich Leute, wenn ich ehrlich bin. Ich bin irgendwie elea oder ich hab jetzt irgendwie n Zusammenbruch oder ich dachte OK das ist diese ganze Money and Fame, das wird es jetzt irgendwie werden, aber ich bin irgendwie doch nicht glücklicher jetzt kürzlich erst es gibt einen es gab einen extrem erfolgreichen Youtuber der heißt Niger Higa, der hat kennst du den eh.
Doch sag mal, was er ist so n. Comedian eigentlich so n Asiate aus aus Las Vegas und und er hat über 20000000 Abonnenten auf youtube und seit 6 Jahren hat er nichts mehr gemacht und. Weil weil er hat irgendwie so n abschlussvideo gemacht. Das hab ich jetzt kürzlich irgendwie, ich weiß nicht, irgendwie kam mir der Name und dann hab ich das wieder gegoogelt und dann hat er schlussendlich gesagt, er hat jetzt da mit seinen Freunden die beste Zeit seines Lebens gehabt gefühlt, aber jetzt merkt er, dass es alles leer ist, also dass er irgendwie diese ganzen Klicks und das ganze Geld und was er alles hat und Fame und sonst irgendwelche Preise gewonnen und so ist alles leer und was was sie jetzt eigentlich
sehen ist einfach ne Familie und Kinder und dann hab ich gedacht OK also. Das hört man so selten im Netz irgendwie das ja OK, wenn wenn die Leute wirklich ehrlich sind, dann sind die auch, also die die die sind auch im Hamsterrad, ja die Streben nach irgendwas, wo sie dann schlussendlich merken, das ist irgendwie auch nicht. Toll, toll und das merken erleben wir gerade. Finde ich viel auch in in in Ganzen auch Celebrity kreisen, dass sich viele wieder die Glaubensfrage stellen, ne und? Einige große Persönlichkeiten haben sich in den letzten Jahren bekehrt und sind und und sind irgendwie wieder haben sich die die Gottesfreie gestellt und und sind am Beten und am ich hab gestern zufälligerweise einen
kennst du Theo One ja auch so n Podcast an Medien. So ne, so ne lustige Frisur. Hat so ne fokuhila Frisur, ne krasse Vergangenheit? Ne der hat so ne redneck Vergangenheit, super arm. Sein Vater war, glaube ich, 70, seine Mutter hat ihn nichts angeguckt als Kind. Also wirklich traurig und gestern und gestern hat er, und der hat so einen Podcast wo er einfach drauf los labert und echt teilweise richtig schräges Zeugs und dann teilweise kommt er richtig Dieb. Und.
Jetzt, er beschäftigt sich gerade mit Glauben und und hat er gesagt, Hey, I Just One A new Story. Das war wahrscheinlich eine neue Geschichte, ne, dann hat er von der Geschichte erzählt, von Jesus, wo er diesen Mann an diesem Brunnen heilt, der schon an diesem Heilbrunnen ne. Der schon so viele Jahre. Der so viele Jahre da liegt und geheilt werden will. Und Jesus kommt und fragt, willst du geheilt werden und dir und sagt so, das ist eine tiefe Frage, weil das heißt er kriegt eine neue Geschichte, aber das heißt auch, alles wird anders. Willst du das wirklich und er gesagt Teil von mir sagt Nein, aber ich will eine neue Story, also wirklich so ganz. War sehr wunderschön.
Und du merkst, der ist auch einer, der ich glaube, der war einen Top ten Podcast auf Spotify. Der ist ja auch überall. Also der geht, der ist als Gast überall auf dem die größten Podcasts. Und, und, und. Der offensichtlich auch sagt, Hey, du bist wohl in die Story und da gibt es tiefere Sachen in in den menschlichen Herzen, die durch Klicks und Fame und Geld und so weiter einfach nicht berührt werden und nicht geheilt werden und und auch man muss gar nicht so Fame sein, Guck dir an die Statistiken von Gen z Mental Health, so viel Unsicherheit, so viel. Ohnmachtsgefühl, so viel Angst und Trauer und Depressionserscheinungen in einer Zeit, wo es uns materiell super gut geht.
Warum so, und das ist, das ist echt eine super, super spannende Zeit, in der wir leben. Ja, ich glaub ich glaub auch, weil also diese Selbstoptimierungswahn das ist was, was wir ja den ganzen Tag irgendwie zugespielt bekommen, da noch besser werden. Also ich denk mir immer, dann schau ich, dann schau ich auf Instagram.
Ich bin glücklicherweise eh nur noch selten selten da. Ich versuch echt meinen Konsum maximal zu reduzieren, weil ich einfach merke wie schlecht mir das tut und wie gut es mir geht und wieviel Kapazität ich plötzlich für meine Kinder und für meine Frau und für meine Arbeit hab, wenn ich einfach keinen Konsum mehr mach also. Das ist krass.
Aber aber dann, dann scroll ich halt immer mal wieder scroll ich immer so durch, dann seh ich halt irgend so n ganz krass durchtrainierten, der muss nicht so noch nicht mal so n boybuilder sein und ich denk mir also der ist eindeutig krasser körperlich unterwegs als ich und es wär doch mega cool da und dann eigentlich müsste ich das sein und dann seh ich vielleicht jemanden der das besonders krass kann oder da jemand besonders gut entertained oder da besonders erfolgreich ist oder und dann dann. Ich merk so wie ich schon versuche dann zu merken. Na ja, aber wenn der das erreichen kann, vielleicht kann ich das auch erreichen, aber dann bau ich noch on top wenn der das erreichen kann kann ich
das auch erreichen und was ist wenn ich einfach beides erreichen könnte und dann kommt noch das andere dazu, dann ja das wenn der das auch schafft ja dann hab ich vielleicht noch den einen oder anderen der in meinem in meinem echten Leben sozusagen der auch viele Dinge auf einmal kann, dann denk ich mir na ja also wenn der das kann und ich ich tu mich einfach so selbst optimieren und dann. Die Generation, die jetzt eben eigentlich schon so gebrochen ist, wo du jetzt gerade gesagt hast, ja, Depressionen und Angststörungen und die dann auch noch mit diesem Selbstoptimierungsdruck in Verbindung kommt, also da muss doch irgendwann der Bruch kommen, wo man sagt, ich, ich hab keinen Bock mehr, ich, ich
steig aus das. Ist ein bisschen das kleine Ei Problem ne ich weiß nicht ob der Druck dann noch oben drauf kommt oder ob der Druck tatsächlich der Auslöser das ist. Weißt du? Also nicht, dass die quasi schon so am Boden sind. Und dann kommt noch, übrigens muss ich noch selbst oblimieren, weil ich glaub das ist mit der Grund, weil sie denken, ich müsste doch ich müsste doch ich müsste doch, ich glaub ein ganz eine ganz große Angst unserer Zeit ist. Was ist, wenn ich mein Potenzial nicht verwirkliche? Was ist wenn ich zu wenig mache?
Was ist ich also diese diese, dieser Gedanke in mir liegt so viel Potenzial und ich gammel hier rum und eigentlich könnte ich doch. Ein Business starten, ich könnte, ich könnte fitter werden, ich könnte einen Marathon laufen, ich könnte mehr Freunde, mehr Zeit mit Freunden haben. Triathlon in Trier genau, Iron Man und was ist, wenn ich mein Potenzial nicht verwirkliche?
Irgendwann schaue ich zurück und denke, hättest du bloß. Ja, genau. Und das ist dieser Selbstoptimierungswahn, der plötzlich sagt, OK, jetzt ist die Zeit, komm und natürlich. Teilweise ist da ja was dran, dass mal in seinen jungen Jahren und so. Natürlich ist cool Gas zu geben und Sachen zu machen, wo du Leidenschaft hast. Aber die Frage ist eher die Motivation und was ist das so ein innerer Antreiber der dich voran peitscht und sagt nie, es ist nie genug, es ist nie genug oder es ist Entzug, eine Leidenschaft die sagt Hey ah ich hab Bock geil Let's go, weißt du, das ist so ein Unterschied.
Und das ist auch mit Thema unserer Zeit. Diese, diese krasse Druck, dich selbst zu optimieren und das die Be the Best Version of yourself das beste Version deiner selbst und und das ist wieso ich glaub das hat Richard David Precht auch, also Lanz und Precht, hörst du das auch gerne? Das heißt es. Das hör ich gerne.
Wir hatten. Gerade in unserer einer unserer Folgen haben wir in Precht so n bisschen. Die Mangel genommen theologischen Auslegungen aber eine Sache, sagt er. Ich weiß nicht mehr genau, wie er sie sagt, aber es gibt eine Kapitalisierung des selbst, also quasi der kapitalistische Gedanke, dass du alles vermarkten musst und alles und dass du dich selbst auch.
Also be the Best Version und optimier dich und und und maximal an Klicks und maximal an Leistung und maximal an Erfahrungen und an alles muss irgendwie. Ins, ins, ins, ins Maximum getrieben werden. Und das ist schon, es ist schon crazy und gekoppelt glaube ich mit einer anderen zeitgeistlichen Schiene dieses Du bist dein eigenes, dein selbst ist das höchste gut, du bist irgendwie. Du musst dich selbst verwirklichen, du musst, du musst ganz tief nach innen hören und schauen, okay, was ist, was sind da für Sehnsüchte und für Träume, und die musst du verwirklichen und aus dir raus und alles, was dich zurückhält, musst du loslassen.
Dieses typische Disney Bild von Let it go sei einfach du selbst. Sei einfach du selbst. Alles was dich in alten Traditionen hält, lass es zurück, das ist wahre Freiheit. Alle Ketten wirf sie ab. Und das ist auch so ein so ein Bild, was wo ich meine großen Fragen zeigen, Fragezeichen habe, ob das tatsächlich in die Fülle und in die Freiheit führt, weil es das selbst belastet mit du bist für dein eigenes Glück verantwortlich, dein dein kleines selbst.
Das Verbrechliche selbst ist dafür verantwortlich, dass du jetzt glücklich bist und musstest. Einfach musstest einfach was tun und was passiert, aber wenn du dann. Wie du mal einen Tag hast, wo du denkst, ich bin ich bin unglücklich. Es gibt so Tage ich das hat nicht funktioniert, hier geht was zu Bruch, ja. Oder, oder wenn du einfach die ganze Zeit ziehst. Andere sind wesentlich erfolgreicher, also jedenfalls aus.
So schaut's aus. Ja, dann, der Druck wird ja immer höher auf dein Inneres, selbst ne und dann kommen so Sachen wie Depression, Angststörung. Natürlich kommt das hinterher, aber du denkst ich mach nicht genug und der macht's viel besser und irgendwie der Druck ist hoch. Und das hat sich auch über die letzten Jahrhunderte so ein bisschen entwickelt, dieses, dieses, diese Sehnsucht. Ich muss mein selbst rauslassen, ich muss mich zeigen, und ich muss es verwirklichen, es ist so ne, ich bin was ganz besonderes, und das war früher gar nicht so krass früher ne hat man sich eher da dadurch definiert, dass man sagt, Na ja, ich definiere mich entweder durch.
Es gibt so ein Konzept, das heißt, früher war es das das religiöse selbst. Man definiert sich in seinem Dorf damals dadurch, dass man irgendwie zur Kirche gehört, und man geht sonntags in den Gottesdienst, und dann weiß man, OK, man lässt sich da einbauen, dann irgendwann wurd es, man wurd es auch zum wirtschaftlichen selbst.
Man definiert sich über keine Ahnung, was ich so schaffe, was ich so schaffe und was ich so hab oder früher bei den Griechen das politische selbst ich, ich engagier mich in der. In der Politik. Und ich bring mich ein und ich gestalte mit und so weiter und man lässt sich irgendwie einbauen in diese Institutionen und in diese Gesellschaft.
Wie was kann ich da tun um um um da das Mitzubauen, und das hat sich irgendwie gewandelt hinzu, nee, nee, nee, nee ich, ich werd nicht geprägt durch die, sondern ich ich präge ich ich, ich muss nach innen schauen und. Das nennt man dann das therapeutische selbst. Also ich gucke nach innen und an meine Gefühle und alles, was mich zurückhält wie ne Institution Kirche oder oder irgendwelche begrenzt oder begrenzt, muss eigentlich abgeworfen werden, hinter mir gelassen werden, aber es hält mich nur zurück es.
Ist so interessant, weil eine eine Sache, wo mir Komfort, Atheisten oder Leute, die irgendwie sagen, OK, also die voll in diesem auf diesem, auf dieser Schiene sind, die. Sie belächeln an Leuten, die in irgendwelchen Gruppierungen sind, vereinen oder auch vielleicht Kirchen oder sowas. Die sagen quasi, na ja, der braucht es halt, gell, aber das eigentlich eigentlich ist es echt schwach eigentlich musste doch der Macher sein und so und wer braucht schon irgendwelche Vereinigungen, wer braucht schon irgendwelche Gruppen, irgendwelche Zugehörigkeiten weil ich bin der Gestalter meines Lebens und und dabei. Wie du es gerade gesagt hast, es ist nur noch ne Schippe obendrauf.
Auf diesen Druck auf das eigene selbst. Also statt dass ich mich einbauen lassen darf. Also mir kommt vor dieser diese Erlaubnis ist irgendwie bei manchen auch schon flöten gegangen, die die erlauben sich das gar nicht mehr. Dass dass du etwas und das ist, finde ich der springende Punkt. Selbstverwirklichung ist so ein Kreisen um sich selbst. Du guckst dich an und bewertest dich, OK da da kann, da ist noch mehr drin, da ist noch mehr drin und. Guckst dich an, reicht immer noch nicht, sagt man. Das ist so so ein Ding von ich, ich, ich, so ein Kreislauf um mich selbst.
Ich dreh mich, ich guck nach unten, nach innen ne Nabelschau und bewerb mich die ganze Zeit selbst und das das führt, da gibt es so was Studien, dass dass die zeigen, dass je mehr du über dich selbst nachdenkst, desto unglücklicher wirst du es ist. Also ein Kreisen um sich selbst ist mit unangenehmen Gefühlen verbunden, mit Anciety und Depression und so weiter da gibt es einen Zusammenhang und deswegen finde ich den Spruch so geil, glücklich sein, es will cool sein, je mehr du es versuchst, desto weniger bist.
Du es Yes, hast du auf dem Meer gewonnen, gell, so gut. Und das ist, und das ist nicht nur ein witziger Spruch, sondern das stimmt. Wenn du zwanghaft glücklich sein willst, dieses. Und ich muss das ja machen. Du bist nicht glücklich, weil du ständig auch bewertest. Bin ich jetzt glücklich? Nee. Aber nicht nur. Nicht nur das, also ich merke auch dieses cool sein, gell, also ich hoffe, dass ich cool bin und dann werde ich glücklich, gibt es ja auch.
Ich mein, Ich bin aus einem aus einer. Meine Geschichte ist, dass ich extrem gemobbt wurde, halt in der Schule und und ich wollte immer dazu gehören, zu allen Leuten und dann dann bin ich cool und ich hab gemerkt, dass ich da. Also einfach noch mehr Druck auf mich geübt habe. Ja, ich musste mich dann noch toller sein und noch toller sein und noch dem noch irgendwie nach der Nase tanzen und dem durch das und da.
Ja und ich habe auch versucht mein Glück mir zu erkaufen dadurch und habe eigentlich gemerkt na wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich lauter nicht Freundschaften irgendwelchen Leuten also das ist ja keine echte Beziehung, keine Verbundenheit die ich da erlebe, sondern das ist halt irgendwie, der duldet mich halt, wahrscheinlich, weil ich irgendwie so was Richtiges gesagt habe oder so, aber auch da habe ich versucht, glücklich zu werden und es hat nicht funktioniert. Ja, weil es nicht echt ist, ne, also weiß auch nicht, du tanzt ihm ja so was vor, ein bisschen und dann aber ist das. Und das ist aber so krass, weil also je mehr wir jetzt gerade drüber reden, desto mehr kommt mir vor, baut sich in mir die Sehnsucht auf nach einer Lösung
und und ich denke mir so, wow okay aber. Das erlebt man irgendwie in der Welt so selten. Also wo hat man denn in der Welt echte Verbundenheit und wo man sich nicht irgendwie was er leisten muss und wo man nicht irgendwie sich etablieren muss. Also ich merk, ich merk ja schon, dass bei diesem überhaupt bei diesem Podcast ich immer wieder herausgefordert bin, nicht in den Gedanken hineinzufallen OK, ich muss jetzt was Tolles produzieren, was dann ganz viele Leute toll finden, damit ich dann größer irgendwie immer mehr Klicks und Likes und Zahlen und Kommentare und sonst irgendwas. Übrigens, wenn du kommentierst, dann hilft es dem Algorithmus. Und Abonnier gerne unten ist der Button. Aber aber also also wenn ich,
wenn ich versuche, diese ganzen quantitativen Dinge zu meinem Ziel zu machen, dann verlier ich das echte dann, dann bin ich wieder nur ein Sklave vom Algorithmus, dann bin ich wieder nur ein Sklave von irgendwelchen Oberflächlichkeiten und also. Ist es irgendwie das Ziel? Da hab ich mich dann gefragt, mich so lange zu versklaven, bis ich es geschafft hab und dann kann ich endlich echt sein. Das ist die, das ist die große Lüge. Das ist die größte Lüge, weil.
Es, du wirst es nicht geschafft haben, also du. Es wird nie der Punkt kommen wo du sagst es reicht glaub ich, dass meine These, also es wird nie so sein bei 10000 verloren. Ich hab ich hab glaub ich wenn ich ehrlich mit mir selber bin gell hab ich glaub ich innerlich schon so n bisschen so n Ding also wenn ich 100000 Follower hab in meiner Nische jetzt hier irgendwie. Kannst du dich überlexen?
Dann dann hab ich es geschafft. Ich weiß, ich weiß. Vielleicht eh nicht, vielleicht eh nicht, aber aber aber selbst der Gedanke ist ja grundsätzlich falsch. Ja, aber ich ich merk jetzt gerade, dass er in mir ist. Ja, also ich kenn das total, also 100%. Also ich glaub das kennt kennt jeder, dass man ist ja auch gut Ziele zu haben. Es ist ja nicht, dass man einfach durchs Leben hier schwimmt und schaut, was passiert. Natürlich sind Ziele gut, aber wieder da ist die, glaube ich, die Motivationsfrage wichtig, aber ich ich hätte auch gerne 100000 verloren und aber gleichzeitig ist es ne Stimme in mir, die sagt ja und dann wirst du 200000 weißt du das oway The Big about es ist immer du kommst
mit deiner Yacht an und dann kommt Jeff Bezos mit seiner Yacht und es ist halt. Dann hast du deinen ich. Ich war Skoda. Irgendwann hast du vielleicht NBMW dann dann kommt der nächste mit nem Mercedes, dann kommt der mit dem Porsche, dann also wo halt es auf und. Wenn du dann das beste Hyper Car hast, dann gibt es jemanden, der 2 Hyper. Cars hat der dann seinen Fuhrpark hat. Genau und irgendwann sitzt du halt da wie der der youtuber und sagst und selbst ein Jeff Bezos oder ein Elon Musk, die reichsten Menschen der Welt sind. Ich behaupte mal so mutig, dass die nicht mega glücklich sind und erfüllt, weil sie jetzt die zweite Yacht gekauft haben. So, und das ist genau das, ist ein super, super, super krasser in nicht intuitiver Twist, dass
man von diesem Gedanken irgendwie loslassen muss. Ich will aber glücklich sein. Und dass das eigentlich die Lösung ist, um glücklich zu sein. Also es ist ganz ist. Echt interessant, ja. Wieso also eigentlich ist es so ein bisschen die, die die Botschaft des Evangeliums, ne, du musst sterben um zu leben, es ist, es ist ja das super, super krasse am Evangelium, dass du sagst, du musst alles hinlegen dann.
Erst also eigentlich dieses Surrender, dieses Ich gebe. Es ist, ich finde, wenn man darüber spricht, auch im christlichen Kontext. Ich find, es fand es früher und jetzt auch, wenn man drüber redet immer so n bisschen abstrakt so alles hinlegen oder sich selber sterben, das sind solche, das sind solche Vokabeln, wo ich mir denke, irgendwie kann ich mir schon was drunter vorstellen, aber was heißt das jetzt ganz konkret, so gehen wir doch so und und ich also ich hatte schon so viele Momente, irgendwelche Lebensübergabensmomente oder sowas bei den Pfingst treffen oder was weiß ich. Auf Erneuerungs eigentlich genau das gleiche, nur dass die meisten Leute vielleicht das gar nicht so auf dem Schirm haben. Aber dieses Jesus, ich bin so
überfordert mit meinem Leben, also eigentlich das, was du gesagt hast. Ja, dieses ist so viel Druck auf mir, mir ist es selber aus mir was zu machen, ich will es eigentlich gar nicht mehr tragen, aber die Welt sagt mir, ich muss es tragen, aber dann kommt Jesus und sagt, nee nee. Du musst es eigentlich gar nicht tragen.
Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Mühselig und beladen seid ja ganz genau und und und dann und dann tatsächlich es entzunehmen und es ist glaub ich das was sterben heißt oder sich selber das Sterben heißt. Ich glaub irgendwie das entzunehmen und zu sagen OK ich geb es, ich geb es aus meiner Kontrolle raus.
Und und da. Ist für mich wieder dieser dieser Blick in gute Metapher. Also dieses drehe ich mich um mich selbst, schaue ich mich selbst an. Die ganze Zeit ist es diese selbstaktualis selbstaktu, Selbstoptimierungsschleife selbst verwirklichungsschleife oder schaffe ich es, meinen Blick zu heben und von mir wegzuschauen? Ich finde das am am anschaulichsten, weil. Und das ist jetzt nicht nur christlich gedeutet, nicht nur spirituell, sondern das ist auch ne, wenn du dich schon mal mit Viktor Frankl beschäftigt hast oder mit Logotherapie das die er ja entwickelt hat, ist der der war Jude, war in Auschwitz, ich glaub der war in 3 oder 4 Konzentrationslagern hat überlebt und ist zu dem Schluss
gekommen, dass wir Menschen sinnwesen sind, wir können ohne Sinn nicht überleben. Und seine Metapher war der Sinn ist etwas Höheres als ich selbst. Und ich schaue von mir selbst weg auf diesen Sinn, und erst dann macht mein Leben Sinn. Also ich, ich, ich, ich häng mich wo dran, ich, ich, ich, ich schau weg von mir und er hat das so verglichen mit dem Auge ne, das kennst du bestimmt die Metapher vom Auge das das Auge wenn sich das Auge selbst zieht ist es krank hat es n grauen Stau oder sowas also das Auge ist nicht geschaffen um sich selbst zu sehen sondern um um was anderes zu sehen und so ist der Mensch auch geschaffen und.
Um von sich selbst wegzuschauen, auf etwas Höheres, auf etwas, wo er, wo er sich einbauen lassen kann, wo er dienen kann, wo er sich hingeben kann, wo er reinsterben kann, weißt du dieses und erst in diesem sich hingeben passiert was Geheimnisvolles und da ist dann die echte Freiheit drin und das ist super, nicht intuitiv im heutigen Zeitgeist von nee, du musst und das. Du musst groß werden und du musst dich selbst optimieren. Und genau.
Ja, also es ist es ist. Ich finde das und ein ein Loslassen der Dinge, also eigentlich ein Loslassen der Kontrolle. Also ich erinnere mich vor eineinhalb Jahren fast, jetzt habe ich diesen Podcast als erstes Mal als Gedanken, ich glaube echt als von Gott irgendwie geschenkt gehabt, aber ein paar Tage vorher.
Ist dem vorausgegangen, dass ich völlig an die Wand gefahren bin mit meinen vor, mit meinen Überlegungen, wie die Zukunft aussehen wird und wie jetzt irgendwie, wo, wo es uns mal hin verschlägt und wo wir uns mal verwurzeln. Meine Frau und ich und die Kinder und bababa und und schlussendlich hab ich halt gemerkt, so ne riesige Entscheidung, auch weil es so viele Variablen hat und sehr komplex und ich schaffe es einfach so gut ich es auch versuche und vielleicht so gut ich auch darin gelernt habe zu sein, ich schaffe es nicht. Die Lösung zu finden und und ich es müht mich, es müht mich so irgendwie zu versuchen, das alles zu kontrollieren und dann bin ich an den Punkt gekommen, wo ich gesagt hab, OK Herr ehrlicherweise, ich kann nicht
mehr und ich will auch nicht mehr, ich weiß irgendwie wird es weitergehen, wahrscheinlich hoffentlich und ich ich lass es jetzt los, ich lass es jetzt los und es war so befreiend. Zu wissen, OK, er wird schon irgendwie regeln. So ich hab jetzt mein Bestes gegeben, keine Ahnung, aber ich weiß eh nicht was so richtig was ich tue und und ich lass es jetzt los und das hat mich so befreit einfach diesen Druck sich selbst zu machen, also was wir eben jetzt schon die ganze Zeit geredet haben und das gilt ja eigentlich nicht nur für OK, wie geht die Zukunft irgendwie weiter so, sondern.
Ich glaube, das hast du mal in einem Vortrag in einem deiner Vorträge gesagt, das fand ich wirklich stark. Der Unterschied zwischen ich muss mir meine Identität selbst machen und ich lass mir meine Identität schenken, also es ist ja der komplette Unterschied. Ja, genau das ist ich glaube, das ist wahrscheinlich so der tiefste Kern, Thema Identität.
Ich finde das auch das Wort Identität ist, ist im christlichen verbreitet, aber ich glaube, wenn man jetzt nicht glaube, ich ist. Verwendet man das Wort gar nicht so verschieden? Im Endeffekt ist es so die Frage nach Wer bin ich wirklich, was ist mein Wert? Es ist gut, dass es mich gibt, das sind ja ganz, ganz, ganz, ganz tiefe Fragen, die unter dem ganzen noch, also das ist ja fast noch eine Ebene tiefer vor dem Tun, kommt das sein, also bevor ich anfange, mich selbst zu verwirklichen und irgendwas tue, das ist ja oft eine Reaktion.
Glaube ich auf jeden Fall auf das auf, weil wir uns nicht sicher sind, wer wir sind und dadurch versuchen wir durch unser tun unser sein zu rechtfertigen, wenn ich erfolgreich bin, dann bin ich wertvoll, wenn ich irgendwann eine Frau habe, dann habe ich es geschafft, wenn ich keine Ahnung das und das Auto habe und das ist so viel verquer, dass wir denken, ich, ich weiß halt nicht, wer ich bin, bin ich überhaupt, ist es gut, dass es mich gibt, es hat mich eine Daseinsberechtigung und. Die heutige Welt sagt ganz oft, naja, was machst du denn eigentlich?
Genau, was hast du eigentlich alles? Schon sag mal dein Civi oder sowas. Und wenn man das umdrehen sagt Moment mal erst kommt das sein und du bist schon wer. Also ganz unabhängig ganz unabhängig, du könntest den Rest deines Lebens auf der Couch liegen, nichts machen und du wärst ein ein wertvoller Mensch.
Mit der geliebt ist. Der würde hat. Würde hat ich meine der geliebt ist jetzt wieder die Frage als als gläubiger Mensch ist das natürlich klar von wem, wenn du nicht glaubst, finde ich das tatsächlich eine schwere Frage, wenn du, wenn du wirklich in diesem Weltbild des Materialismus und Naturalismus bist, es gibt nur die Evolution, kein höheres Wesen bababa ja, wer liebt mich denn dann muss ich mich halt selbst lieben, was ja auch wichtig ist.
Ne dich selbst anzunehmen und so weiter und sofort aber wieder ist der Druck auf dir, du musst dich selbst lieben. Und mal erst mal rausfinden, wie das geht, oder? Wie geht das und und wie gehst du mit den Seiten in dir um, die tatsächlich dunkel und gebrochen? Und hast du die einfach so aus dir selbst heraus lieben, weiß ich nicht, stell ich mir auf jeden Fall viel schwerer vor als im christlichen Weltbild jemanden zu haben, der dich ins Leben gewollt hat, sagt Hey, ich hab dich gemacht, ist gut, dass du da bist. So dieses ich leb den Versen Psalm 139 nicht ich ich, wie geht der wunderbar sind deine Werke ich bin ich bin erstaunlich geschaffen, ich bin erstaunlich und wunderschön geschaffen wunderbar sind deine
Werke und meine Seele erkennt das wohl irgendwie so. Genau. Ja, ja und ja ich. Ich find diese diese Passage so lustig, weil das jeglicher Pseudodemut widerspricht. Genau. Das ist ja auch so. Ich bin ja ein großer Feind von Demut. Pseudodemut im christlichen Kreisen ist es ganz weit verbreitet dieses Och wer bin ich denn? Und.
Ja genau, was kann ich schon und alles, was ich irgendwie gut gemacht hab, eigentlich nicht. Ich bin es von daher und. So weiter und und wer bin ich denn den Podcast zu starten und so und Gott kann ich so Come on und genau und deswegen liebe ich diesen Vers so erstaunlich und wunderbar und da bin ich geschaffen. Und nicht, weil ich hochmütig bin, genau, sondern weil es die Wahrheit ist.
Und und ich finde auch den Satz so schön, demütig zu sein, heißt das, über dich selbst zu sagen, was Gott über dich sagt, und er sagt, Hey, du bist mein vielliebtes Kind, an dem ich Wohlgefallen habe, wer bin ich denn, dem zu widersprechen, ich bin halt wohl erstaunlich gemacht, was soll ich tun, weißt du das? Ist das Problem von der falschen Demut, weil ich hab ich hab das schon, also erst seit ein paar Jahren denke ich darüber nach und seitdem kann ich es nicht anders mehr sehen ich. Dass, wenn ich so tue, als wär ich so klein und so unbedeutend und ja eh nicht so viel, gut sowieso so gut wie die anderen und so, dann dann tu ich mich ja immer niedrigen, aber im christlichen ist ja eigentlich
sehr niedrigen was ganz tolles, so was. Frommes ja. Was ganz frommes, und das ist genau das Gegenteil von ich erhöhe mich über jemand anderen. Also eigentlich stolz zu sein, aber wenn ich sage, ich bin so schlecht oder ich kann es eh nicht oder was auch immer, ja. Und Gott sagt aber, nee, nee, du kannst es und ich sag dann, nee, nee, Gott, also du, ich glaub, du hast es noch nicht ganz gecheckt, was ich denke über mich.
Ja, das ist eigentlich. Das ist es eigentlich. Also ich überhöhe mich über Gott, ja, ist die falsche Demut, also eigentlich ein Stolz voll, das ist eigentlich stolz. Stimmt, das ist eine Medaille, ja. Genau. Und das und das ist eigentlich also seitdem, also ich versuch mich jetzt nicht so mega zu rühmen, gell, aber aber ich versuch einfach mich zu mögen voll. Ja, und zu sagen, Hey, weißt du was, das kann ich, dieses Ding. Ich bin gut darin, stimmt halt, ist nicht hochmutter es kann natürlich, man muss immer aufpassen, natürlich, ich kann das auf beide Seiten kippen, aber aber einfach zu sich selbst verstehen und sagen, weißt du was das ist Podcast Thema ich kann das, ich kann Gespräche
führen ist cool, ich mag das, das ist ja auch das Ding, das sagt Tobi immer mein Podcast Buddy Jeder Mensch hat einen Genius, das ist so ein Wort für was was ist dein Geschenk an die Menschheit und nicht was tust du, sondern was für Auswirkungen hast du auf mich jetzt, einfach weil du so bist wie du bist.
Nicht weil du studiert hast, gelernt hast, sondern jeder Mensch hat so ein Wesen, der löst was aus in jemanden anderen und das ist dein Genius, dein Geschenk an die Menschheit und das ist ein wahnsinnig spannender Prozess, den Mal mit Coaching oder so auf den Grund zu gehen, was dein Genius ist.
Und wenn du den mal hast sagen ja cool, so bin ich und. Wie schön, wie schön, wenn man sagen kann von sich. OK, erstens, ich bin ein Geschenk für die Menschheit und zweitens, und das ist das, was ich beitragen kann und nicht so, ja ich weiß nicht so genau, ob ich es beitragen kann, irgendwie bin ich nicht so gut und hin und her, also das bringt ja der Menschheit gar nichts. Das heißt gesundes Selbstbewusstsein. Verweise auf unsere letzte Podcast Folge. Und denkt.
Hat er mich gemacht? Ja, wir können, wir können schon in die in die Beschreibung schon so irgendwo ganz, ganz. Ganz unten, wenn du runterscrollst vielleicht ist Youtube so clever und von links der direkt rechts, aber ich glaub dieses ganze Thema ist es gut, dass es mich gibt ist für mich das. Die tiefste Frage und meine Lieblingsfrage und auch mein Lieblings, mein Lieblingsaspekt des christlichen Glaubens, den es nirgendwo auf jeden Fall habe ich noch keine Religion, Weltanschauung, was auch immer entdeckt, die so wunderschön, dass die Identitätsfrage klärt, dass ich ein vielgeliebtes Kind bin, ein vielgeliebter Sohn, ein vielgeliebter Mann. Einfach weil ich bin.
Das ist, wenn man das und das ist ein lebenslanger Prozess, glaube ich, aber je mehr man das checkt, desto freier ist man und ich durfte das schon schon an ein paar Punkten meines Lebens immer mehr checken, und es ist so eine innere Entspannung zu checken, ach, ich bin viel geliebt muss, ich muss das alles nicht machen, aber. Aber es gibt mir so eine Freiheit, das zu machen, einfach weil so, und da finde ich auch so, so cool eigentlich das Johannes Evangelium, wo die ganze Zeit von diesem jünger die, die die Sprache ist, den Jünger, den Jesus liebte und als als Teenie, wo ich so angefangen hab, die Bibel zu lesen, da dachte ich mir, oh, wer ist denn das ist voll geheimnisvoll, wer ist dieser jünger, den Jesus
liebte und dann irgendwann kam ich drauf, OK, das ist. Halt Johannes. Höchstwahrscheinlich ist halt der Autor ja okay kann jeder von sich schreiben so und ist ein bisschen vielleicht ein bisschen hochmütig so ne und dann irgendwann hab ich gesagt, nee, das ist eben genau das, das ist eben Humor, echte Demut, weil er es ist halt so, Jesus liebt ihn und er hat gesagt, er hat es erkannt, er hat gesagt, Ich bin der Junge, den Jesus liebt, das heißt ja nicht, dass er die anderen nicht liebt, weißt du, das ist keine.
Genau. Genau. Aber eine Abgrenzung zu was anderem? Und für mich ist das so ein Switch. Wir sagen so oft ja Gott liebt dich, Gott liebt mich, stimmt, Gott ist die Liebe, Gott liebt mich, das hat aber noch nicht viel mit mir zu tun, also Gott liebt mich, das ist was er tut und das stimmt, aber bis ich sagen kann und ich bin der von Gott geliebte, das ist ein Unterschied und das ist, das war der große Unterschied. Es ist mir dann aufgefallen, als ich das Thema so n bisschen mehr bearbeitet hab.
Das war der große Unterschied und das ist auch sehr witzig zwischen Petrus dem Jünger und Johannes und wenn man da die Evangelien, vor allem das Johannes Evangelium liest, kommen da so ganz witzige Unterschiede von einem Petrus der den stell ich mir so witzig vor, weil er so aufbrausend und so und so all in die ganze Zeit war, der all in ne irgendwie.
Jesus will die Füße waschen ah, nicht nur die Füße, auch das Haupt und und dann und dann und dann erst sagt er nee. Auf gar keinen. Fall und ich bin dein dein Diener und Sohn dann sagt und Jesus ja, wenn ich dir nicht die Füße wasche, dann bist du nicht heil, von dem dann auch das Haupt oder wenn er sieht diese diese Verklärung Jesu, ah, ich bau dir ja gleich ne Hütte und so weißt du ist so n richtiger Macher und dann bei Deinem als Jesus sagt, Ich werde sterben, sagt er. Ich geh also alle werden dich verleugnet, aber ich bleib bis in den Tod.
Und dann? Leider Nord leider doch nicht. Nord also das war ich glaub, das war dieser, äh, Petrus hat gesagt, Ich liebe Jesus, ich liebe Jesus, ich, ich liebe interessant, ich aus meiner Kraft, so stell ich mir das vor, es ist meine Deutung, ähm und Johannes, er sagt, Ich bin der Geliebte, ich bin der von Jesus geliebte.
Und am Kreuz? Wo sind die beiden? Jesus hängt am Kreuz, Johannes steht dabei und Petrus ist irgendwo und versteckt sich, weil er so viel Charme hat, weil er gemerkt hat, dieses Ich liebe Jesus aus eigener Kraft, kriegst du halt nicht hin, das zerbricht, das ist dieses Thema, man könnte es fast zu Münzen, es ist fast das Thema geistliche Selbstverwirklichung, wo Petrus sagt, Na bis ich geh mit dir bis in den Tod, Ich schaff das. Während Johannes irgendwie checkt, nee, ich muss mich einfach lieben lassen, ich muss einfach checken, dass ich dir geliebt bin und und dann geht der bis zum Kreuz, war der einzige jünger, was wir wissen, der da unterm Kreuz stand, und das war nicht bewegend, so gut.
Und dann kommt die wunderschöne Erlösungsstory von Petrus, wo dann am Strand ne wo Jesus dann ihn zur Rede stellt, fragt Hey hey, das liebst du mich und das das ist meine Lieblingsstory es ist also wirklich wo dann? Wo Jesus Petrus Worte nimmt und sagt Petrus, also erklär ich Simon, liebst du mich mehr als diese, weil Petrus vorgesagt hat.
Ich liebe dich mehr als diese, ich gehe mit dir bis in den Tod, also er hat sich so ein bisschen gesagt, ich bin schon der. Krasse. Der geilste. Ich bin schon der Superjunar und Jesus fragt ihn, dann liebst du mich mehr als diese und Petrus nach diesem ganzen Mist, den er gebaut hat, antwortet ich hab dich lieb.
Also es ist in einem. Griechischen. Ja genau, ist anders, ja. Und dann kommt Petrus. Jesus zweite Frage ist, geht er ein bisschen weiter runter, sagt Ok, Petrus, liebst du mich, Petrus, ich hab dich lieb und dritte Frage von Jesus, hast du mich lieb, also er kommt immer weiter runter auf Petrus ebene Petrus sagt ja ich du weißt, dass ich dich lieb habe und Jesus sofort Jana Hüte meine Schafe es reicht mir hm nicht ich brauch keinen Superman.
Weißt du, ich brauch nicht deine. Ich bin der krasseste und ich lieb dich so sehr, sondern ich dein kleinstes Jahr reicht mir, ich pack meins drauf, es passt. Das ist so mein Oh immer wieder Gänsehaut und das ist so und das ist das Fundament von von Identität und und sein ja. Wenn ich dir so zuhöre, dann denke ich an meine eigenen Gebetszeiten so. Wenn ich dann da sitze und mir wieder denke, boah, jetzt mach ich wieder diese eine Sache und dann mach ich noch hier n Rosenkranz und dann noch geh ich in die Anbetung und dann noch das und dann und dann, vielleicht mach ich noch das Stundengebet und dann mach ich noch n rubres Zeit und dann und. Gucken Sie, guck, wie sehr.
Ich liebe Jesus. Und, und dann bin ich irgendwann müde und dann erinnere ich mich meistens erst nach Tagen. Leider erinnere ich mich daran, dass ich ja eigentlich nur so. Mich lieben lassen kann. Es gibt ein super Buch, das heißt Kind in seinen Armen von Brennan Manning, das ist 1 meiner absoluten Lieblingsbücher und da geht es viel um den inneren Hochstapler, der der quasi so tut, als ob der irgendwie immer immer jemand sein muss, und dann gibt es das geliebte Kind, und es gibt so eine Stelle im Buch, die ich schon 100 mal durchgelesen habe, weil er den Unterschied macht zwischen den beiden. Der innere Hochstapler, er nennt ihn auch den Pharisäer, der versucht, die ganze Zeit zu genügen. Also es wird die ganze Zeit zu
tun, damit er dann Liebe bekommt und das innere Kind, es ist geliebt, und weil es einfach nur geliebt ist, möchte es einfach tun. Es fließt aus dem sein, es fließt. Aus dem sein und und. Es geht aber nur, wenn du wirklich glauben kannst, dass du wirklich geliebt bist, also dass da wirklich etwas schon ist.
Was was, was da also was da ist, weil die Lüge ist ja, da gibt es nichts und ich muss es mir erarbeiten und erst wenn ich mich ordentlich anstrenge, dann kommt vielleicht irgendwas um die Ecke, aber wenn wir wissen würden, dass die Quelle des lebendigen Wassers immer fließt, und wenn wir wissen würden, wie wir da hinkommen, also wie wir das auch spüren können, am Ende sagst du es ja eigentlich ein Vertrauensschritt ja, dass du sagst, OK, ich geh aus diesem alten Mindset komplett raus.
Und vertrau einfach mal. Hoffe darauf, dass wenn ich das alles aufhöre, was ich versuche, irgendwie aufrechtzuerhalten, dass dann immer noch was bleibt. Das also. Noch Wasser. Ah ja, gerne. Ja, das ist für mich auch der sogenannte Game Changer. Ne, wenn man das ein Stückchen mehr erkennt, ändert sich dein Leben auf radikale Art und Weise, das ist ist einfach.
Und und wie du sagst, es ist ein Vertrauensschritt wo wo, man kann es nicht mit dem Kopf erklären, ne wir können jetzt viel drüber reden und so und das ist wie für mich ist es das beste Beispiel, es ist wie Liebe es ist. Es ist Liebe, aber es ist wie die Liebe zwischen einem Ehepaar zum Beispiel oder einem Mann und Frau.
Und wenn jetzt deine Frau auf dich zukommt, ihr seid noch nicht verheiratet und die Frau sagt, Hey, ich liebe dich dann. Musst du erst mal die Frage stellen. OK glaub ich das Beweise es genau, gib mir ein rajens Gas von deiner schiefe und ich teste es und so ob das wirklich Liebe ist. Wenn du jeden jede Woche ein eine Portion Blumen für mich ja, genau, dann glaub ich.
Dir selbst. Da könnte man ja weltabler sein, manipulativ unterwegs sein, aber die Frage liebst, also die die Aussage liebst, ich liebe dich und dann OK glaub ich dem oder nicht. Und nur indem ich dem Glaube und den Schritt wage in die Beziehung, in die Ehe. Vielleicht erlebe ich erst die Fülle dieser dieser Beziehung und der Ehe, das kann ich mir ja vorher nicht zurechtlegen und den Excel ausrechnen, sondern es braucht diesen Vertrauensschritt in diese Beziehung und und diesem diesem, Ich liebe dich, geht ihm glaube ich jetzt mal und ich gehe jetzt einen Schritt. Und dann erst öffnet sich eine Welt von Ah okay. Das ist also, das ist jetzt eine Beziehung, bei Gott ist es, glaube ich, hundertmal krasser,
dass er, ich glaube, jedem Menschen auf dieser Welt in seiner Hand entgegen steckt und sagt, Hey, ich liebe dich, was braucht dann hey, wenn du nicht loslässt? Endlich mal und herkommst kannst du es halt auch nicht erfahren. Mhm, genau. Es ist nicht so, dass er dich so reinreißt und sagt, Oh Scheiße, eigentlich wollte ich es gar nicht, sondern ist halt n Angebot und was immer im Glauben bleibt, es bleibt immer im Glaube ja vertrauen, das Wort ist ja das gleiche, ne im im im Krieg und Vertrauen ist glaub ich und das ist deep. Ja, ziemlich deep also weil dieses Vertrauen ist glaub ich vor allem wenn man es auch nicht so gekannt hat wie man, wie man aufwächst, Mhm.
Also wenn du keine so ne gute Erfahrung mit deinen Eltern zum Beispiel gemacht hast oder wenn du eben vielleicht dir schwer getan hast, Freunde zu finden oder wenn du immer wieder enttäuscht wurdest, dann ist das Vertrauen halt ziemlich brüchig. Also ich mein allein schon, es gibt ja das Urvertrauen, also das irgendwie, das in den ersten 3 Lebensjahren aufgebaut wird, ob das Leben gut ist oder nicht, und dann gibt es Leute, die gar kein Urvertrauen haben, die die ganze Zeit ängstlich durch die Welt laufen und die ganze Zeit versuchen, alles zu kontrollieren, weil. Und wenn ich ehrlich bin, dann hab ich auch Anteile davon, wo ich sag, OK, irgendwie hab ich diesen Druck in mir, das Leben in der Hand zu behalten und
wirklich, also das ist ja n bisschen so kitschig, ja, aber diese Aussage, man kann nicht tiefer fallen als die in die Hände des von Gott Vater, egal wie kitschig es ist oder wie es klingt, aber das ist so krass, eigentlich ist es so krass. Und ich glaube, ich hab viele, viele Jahre und damit kämpft ich immer noch, hab ich damit gekämpft mit diesem Ding, ich muss doch irgendwie alles zusammenhalten.
Und im Endeffekt muss ich es doch. Machen am. Genau weil, weil am am Ende ist dann doch niemand. Bleibt dann da hier hängen. Aber die Vorstellung, dass am Ende oder nicht nur, dass ich bis zum Ende warten muss, sondern dass ich einfach sagen kann. Also da ist Gott. Und der hat übrigens nen guten Plan für mich und der hat übrigens mich geschaffen und weiß genau wie was ich brauche und der hat übrigens super Sachen für mich vorbereitet und der hat übrigens immer n guten Rat für mich und der hat übrigens und ich muss diese ganzen Sachen nicht alle selber schaffen. Mhm.
Da muss ich aber erst mal drauf vertrauen, dass das so ist, ja. Und ganz ehrlich für mich also es ist n täglicher, es ist n tägliche Entscheidung, täglicher Kampf. Also wirklich, ich empfinde das als Kampf in meinem Leben. Es gibt eine Schwerkraft, die dich runterzieht, es gibt es gibt eine, das ist, es gibt eine Schwerkraft, die nicht will, dass du denkst, dass du geliebt bist.
Es gibt eine Schwerkraft, die zieht dich in Ängste, in Panik, in Depressionen, in Furcht, in Minderwerten. Lügen. Das normalste auf der Welt ist das, wenn du dir dein Leben anguckst. Weil man regelmäßig irgendwas verkackt, dass man denkt okay ich, boah, ich bin echt nicht so der geilste Typ so, und das war dann in irgendeiner komischen, sich dieser Schwerkraft hingibt und sagt, Boah, und man verbittert und man wird zynisch, und also das passiert, wenn man nicht aufpasst, ist das der schleichende Weg, der Weg nach oben ist der passiert, glaube ich nicht automatisch da ist. Das ist, da ist auch ein sich aufraffen, ein immer wieder dieser gute Kampf, dieses OK, nee, ich, ich halte mich aber fest an dieser Wahrheit, dass
ich geliebt bin, obwohl ich es gerade nicht spüre, obwohl ich gerade diese Kacke passiert in meinem Leben, obwohl ich gerade da richtig versaut habe, entscheide ich mich, ich nehme meine Seele an die Hand, und ich sage, nee, ich stelle mich auf das Wort, ich bin. Geliebt, und das ist für mich wirklich ein tägliches. Ich will nicht in die Spirale, die nach unten geht, sondern ich.
Ich versuche immer an der Hand des Vaters zu bleiben, nach oben. Und. Das ist aber gar nicht so einfach. Ich weiß nicht, wie du das empfindest in deinem Leben, aber. Ja, also für mich ist es auch ein tägliches Ding. Ich mir kommt vor, also du hast vorhin von den Brillen gesprochen, ganz am Anfang und mir kommt vor, dass wenn ich abends ins Bett gehe.
Dann hab ich vielleicht irgendwie noch die Brille auf des vielgeliebten Sohnes. So und wenn ich morgens aufwache, also es ist fast jeden Tag so, hab ich wieder die Brille des ich muss es irgendwie selber schaffen. Was steht da im Kalender ab? Ganz genau. Jetzt geht es, muss man irgendwie abarbeiten.
Ich hab hier diese Verantwortungen und und wenn ich aber an wenn ich aber mich Beweise als guter Vater oder Beweise als guter Ehemann oder Beweise als guter selbst als guter Christ oder Gottliebender sonst irgendwas. Dann wird mir irgendwann der Preis zuteil oder? Keine Ahnung, so und dann aber also für mich ist ehrlicherweise echt frustrierend, dass ich jeden morgen mit dieser blöden Brille aufwache und es ist so mühsam, mir die Zeit zu nehmen, mit dem wieder bewusst zu werden und die andere Brille aufzusetzen wie ich. Ich frag mich manchmal, warum das so anstrengend sein muss, es ist echt, es ist echt n Kampf.
Genau. Und ich glaub da also. Ich, da muss man fast eine geistliche Erklärung vernehmen, finde ich also, dass dass es da halt auch eine Kraft gibt, die keinen Bock hat, dass du in deine Fülle kommst, in deine Freiheit kommst, dass es was gibt, was dich runterzieht. Es gibt natürlich auch ganz, ich will das nicht, alles vergeistlichen, es gibt auch einfach menschliche Faulheit und menschliche Wünsche und Müdigkeit und auch stolz und minder werden Baba Baba, aber es gibt.
Eine Kraft, die genau will, dass du, dass du da drin bleibst in diesem ganzen Mist. Und wenn wir uns nicht sehr bewusst sind, also ne ich ich ich merk wirklich ich eben, finde das als geistlichen Kampf, dass man und ich hab da auch tatsächlich ganz praktisch meine Bibelverse, die mich immer wieder zurückholen. Es fällt mir manchmal richtig schwer, da muss meine Frau, also ich meine Frau haben, dann manchmal so ein Ritual, wo wir uns angucken sagen, OK, du bist gerade, aber wirklich. Tief treten in deinen Ganzen, ja. Ein paar ordentliche Brillen auf. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir wieder das. Ist ja schön.
Und dann haben wir so ein Ritual, dass wir uns irgendwo hinstellen, sondern eine Kante. Es kann nur ein Teppich sein oder sowas, oder wenn die Sonne durchs Fenster geht, dass wir uns quasi in den Schatten stellen und dann bewusst sagen okay, Jesus, wir verlassen jetzt wieder dieses dieses finstere Wir treten wieder in dein reichen Licht, und dann nehmen wir beide so einen Schritt nach vorne.
Und empfangen kurz, das ist so n wieso n körperliches Ritual, dass ich mich wieder erinnere, dass ich ja als gläubiger Mensch in der Versorgung, also ich, ich hab diese, diese, die ist mir geschenkte liebe, aber ich muss sie halt auch annehmen. Und entweder ich bin dann quasi in diesem, wieso der der Verdornte Dornenbusch in der Wüste, der sagt, mir geht es so schlecht und und zu Gott sagt er ja, aber ich hab, eigentlich will ich dich da an an an dem Strom des lebendigen Wassers pflanzen, so wenn du mich lässt. Es gibt da so ne wunderschöne Geschichte, von dem ich glaube besten Buch, das ich je gelesen hab und zwar nicht wie bei räubers.
Ah ja, kennst du das? Ich kenn es, ich hab es tatsächlich noch nicht alles. Gelesen. Also ich bin das ist ja aus dem ersten Buch und es ist quasi 1, der. Der, ja, ich würde sagen, der letzten der ersten 3 Geschichten oder 4 Geschichten. Die Geschichte ist folgendes, es gibt einen kleinen Räuberjungen und der ist wächst in der Räuberhöhle auf und es gibt aber einen König und einen Königssohn und dieser Königssohn, der holt diesen Räuberjungen aus aus der Höhle raus, eines nachts quasi wacht er plötzlich in dem neuen Schloss auf, und in diesem neuen Schloss ist das ist total faszinierend.
Er ist völlig verknittert und verträgt noch und so weiter und dann kommt der kommt der König selber und wäscht ihn, und er will sich nicht waschen lassen, so, das ist eh schon n krasser krasser Moment, aber dann gibt es später eine Geschichte, wo wo der der Junge, also der darf eigentlich immer in den in den Königsdhronsaal gehen und der Junge der.
Der ist den ganzen Tag unterwegs und macht alle möglichen Dinge und so und hat dann irgendwie dem König sogar irgendwie einen Blumenstrauß gepflückt und ihn irgendwo hingestellt und am Ende des Tages liegt er dann total erschöpft im Bett und dann kommt der König vorbei und dann sagt er so, Hey Tom, wo warst du den ganzen Tag? Ja, ich wollte für dich ganz viele Dinge tun, so dann sagt er ah ja danke aber.
Eigentlich möchte ich einfach nur mit dir Zeit verbringen. Krass, und das hat mich so getroffen und jedes Mal wenn ich, wenn ich irgendwie mich dran erinnere, das ist leider selten, denk ich mir wieder, ah ja richtig, es geht ja gar nicht darum, ganz viele Dinge zu tun um meinen soll zu erfüllen, um was auch immer, ja toll, vielleicht vielleicht auch, es gibt ja auch irgendwie diese diese Vorstellung von dem geschuldeten Dank an Gott sozusagen, das wird ja dann auch schon wieder irgendwie. Nein, sondern zuallererst will er mich einfach lieben. Und dann ist ja auch die natürlichste Reaktion, es gibt so ein paar Menschen in meinem Leben, die mir so viel Gutes getan haben, obwohl ich sie
nicht darum gebeten habe, obwohl ich mich nicht irgendwie hervorgetan habe oder sonst irgendwas, die irgendwie einfach nur überschüttet haben mit Liebe und das Natürlichste von mir ist, dass ich die einfach auch überschütten möchte mit Liebe. Das ist zwar selten, aber an dem erkenne ich eigentlich, dass wenn ich das mit Gott auch so machen würde.
Dann wär das nicht so schlecht. Voll, voll. Ja, das ist echt. Ich stell mir das manchmal bildlich vor, wenn ich wieder in einen negativen Gedanken rutsche oder mich selbst verdamme oder minderwert, dass dass ich mir wirklich vorstelle, wie Jesus vor mir steht, wie Frau Petrus, der einfach mich anguckt und sagt, hey, ich les, liebst du mich, ja, ich lieb dich ja ja, alles gut, stimmt okay ja weitermachen, es ist doch alles gut.
Und selbst meinen Wunsch, ihn zu lieben, ist schon ist schon das kleine Jahr, das er braucht. Weißt du oft denk ich mir ja wie du sagst, ich bin im Getrieben, getrieben, getrieben, stelle fest in der stillen Zeit ist mein Kopf ganz woanders und ich denk schon die zu duschen und was ich eigentlich noch machen müsste und dann bewerte ich das alles und sag ah ich bin wieder so schlecht und kann da nicht mich konzentrieren und beten Barbara und dann stell ich mir einfach so vor Jesus vor mir so Elias liebst du mich ja alles gute für meine Schafe mach.
OK und aber aus diesem Haltung heraus fällt es mir dann viel leichter, wirklich bei ihm anzukommen. Sagen Ja stimmt, ich lieb dich auch echt, also es ist so wieder dieses verdrehte tun sein dings ne ich also es kommt ja. Auch irgendwie von so einer Vorstellung. Also glaub ich eher so vom christlichen her von.
Ich kann mir irgendwie meinen meinen Weg in den Himmel erkauf, also nicht nicht irgendwie erkaufen, aber irgendwie er er. Erarbeiten also die Freikirchen, die mit so oder so der Grazia, glaube ich, ist es nur durch Gnade bin ich gerettet und dann kann ich dann fast quasi also das wo der Worst Case oder die maximal in die Richtung getrieben ist.
Ja, ist ja eh wurscht was ich mache, weil Gott hat einfach entschieden, dass ich gnadet werde und fertig und dann die die extrem, also die wo, wo die katholische Kirche eigentlich nicht, aber viele darin vom anderen, also auf der anderen Seite des Pferdes. Herunterfallen so ja nur durch Werke sozusagen. Und dieses aus Gnade bin ich gerettet und dann kann ich noch, weil ich geliebt bin, Dinge tun, weil ich geliebt bin, Dinge tun und nicht, weil ich mir noch irgendwie zusätzlich was erarbeiten muss, auf die Ewigkeitsperspektive hin gesehen ist es ja so ein Stress, wenn ich irgendwie denke, OK, also irgendwie hat schon irgendwas gutes gemacht, so, aber jetzt muss ich eigentlich mich echt so
einfach auch anstrengen so. Und da ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat, aber das habe ich ja schon öfter gehört nicht. Vielleicht hast du es auch schon mal gesagt, aber diese Frage, wenn ich bildlich gesprochen an der Pforte des Himmels stehe und Jesus da steht und es darum geht, um die Frage, wie komme ich rein oder nicht, sozusagen, was wird die Frage sein, die er mich mir stellt und und und wahrscheinlich also ich glaube, das realistischste ist, dass er einfach nur fragt, hast du gelernt zu lieben. Hast du liebst, liebst du mich, weil er sagt ja auch, OK, es werden so viele Leute wird es geben, die in deinem meinem Namen Dämonen austreiben, die dieses und jenes machen und er sagt, wahrscheinlich würde er
sagen, ich würde, ich würde dich gern kennen, aber wir haben uns nicht kennengelernt. Also diese Frage sich geliebt zu wissen und erst dann erst dann auch zu lieben. Ja, die Frage ist, ob es überhaupt andersrum geht, ne? Andersrum, wie es glaube ich gar nicht erst. Ob du überhaupt lieben kannst, ohne es zu empfangen zu haben, aus dir selbst heraus wieder genau und das deswegen ich.
Ich finde das echt, da schließt sich der Kreis so ein bisschen zum zur Selbstoptimierung, zum Zeitgeist und eben das Thema Identität und Liebe ist, wir leben eben einfach in einer Welt, die uns die ganze Zeit sagt. Du musst es selbst schaffen. Du musst dich selbst verwirklichen, dich selbst glücklich machen, selbst optimieren und alles selbst nicht Kreise und Kreise und Kreise um mich selbst. Und ich muss tun, tun, tun, tun, tun, damit ich dann irgendwann er bin.
Das zerstört die Menschen und das sieht man in der Statistiken und das sieht man auch, dass jetzt Leute wieder Sehnsucht nach Spiritualität haben und. Und das jetzt und das, das der christliche Glaube an das christliche Weltbild sagt, Nee, du bist geliebt und daraus kannst du tun und ja, das ist das ist, glaube ich, die Definition von Freiheit.
Wahre Freiheit. Wahre Freiheit ist, sich geliebt wissen, weil dann. Bin ich frei? Also dann muss ich nicht mehr was, denn das ist, wieso eine Last, die einfach so abfällt und ich merk immer immer wieder wenn ich das n bisschen versteht wie mein mein Bauch, mein Magen entspannt sich, weißt du das ist wieso n also bei mir äußert sich das körperlich wenn ich in diesem negativen Strudel bin, dass ich wieso innerlich so so angespannt bin, so, ja das ist fast wieso n so n Druck und Stress wenn ich dann merk.
Kurz, ich check es kurz, dann Oh krass, ich war ja ganz gespannt, kann ich wieder atmen. Also ich merk es auch wenn also ich hab glücklicherweise immer mal wieder solche Situationen wo ich das wirklich spüre einfach wie ich aufatme oder wie ich immer in meinem Gedanken irgendwie so viel Knoten sind und ich versuch die ganze Zeit die Knoten zu lösen und dann merk ich plötzlich also das Problem löst sich vielleicht nicht, aber ich bin viel entspannter.
Und ich glaube, das ist das auch die Lüge des Zeitgeistes, das erst, wenn du alle Probleme gelöst hast, erst wenn du alle Knoten selber entflochten hast und besonders viel Arbeit irgendwie rein, weil meine Erfahrung ist schon, ich lass es los und dann belastet es mich nicht mehr, aber es ist nicht unbedingt gelöst. Ja, genau.
Noch nicht. Das stimmt, und das ist aber echt n das ist auch Thema vertrauen echt n vertrauensschritt dann zu sagen OK. Es ist nicht gelöst und ich lass es ungelöst mal liegen und hoffe, dass durch Gottes Hilfe, durch seine Gnade ja ich es ist es einfach gelöst wird, irgendwann und selbst wenn es vielleicht immer auf ewig ungelöst bleibt, dass ich irgendwie doch im Frieden leben kann.
Ja und und und. Schubs bist du frei, also weißt du von dem von der Sorge, von dem Druck, dass du sie selber und so. Ja, es ist. Ja, ist Crazy. Wunderbar, wunderbar, wunderbar. Herrlich, könnte man sagen. Fast falsch. Fast. Einfach herrlich. Einfach herrlich, könnte man sagen. Ja, da hast recht, Elias, Danke für deine Zeit, sehr.
Gerne. Ich danke ziemlich. Stark hatte eigentlich noch n paar andere Sachen, aber bin so froh, dass wir jetzt so Deep irgendwie in dieses Thema gegangen sind. Ich glaub, dass viele Leute das einfach beschäftigt, wie gehe ich mit dem Druck um? Der mich, der irgendwie in mir ist oder den ich spüre in mir?
Wie gehe ich mit diesen krassen Erwartungen um, wie gehe ich mit diesen ganzen Bildern um, die auf mich einprasseln? Und ja, ich wünsche einfach jedem Hörer diese Erfahrung. Er ist wirklich ganz viel Gnade für sich selbst und einfach in dem, in dem Wissen, dass das ein lebenslanger Prozess ist. Es ist meist nie fertig, aber ist ein wunderschöner Prozess.
Und man kann immer mehr entdecken. Das finde ich so schön, dass Gott ist unendlich verständlich. Also es gibt ja so manche wie der Welt, wo man denkt, Gott ist nicht verständlich, wir können ihn nie verstehen, weil er so groß ist, aber er ist, wir können ihn verstehen, aber wir können nie aufhören, ihn zu verstehen, es hast du, es ist jeden Tag deines Lebens kannst du neue Facetten entdecken, das ist einfach ein schöner Weg. Elias.
Einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast warst. Einfach herrlich, dass ich hier war. Danke für die Einladung.