
16. Warum wir nicht so erlöst leben, wie wir könnten (Johannes Hartl)
Freitag, 15. Mai 2026 · 1 h 15
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Shownotes
Dr. Johannes Hartl ist Gründer und Leiter einiger Initativen, wie des Gebetshauses in Augsburg oder der EDEN Culture Bewegung, international gefragter Sprecher und Autor einiger Spiegelbestseller. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie die Kirche über ihre wichtigste Botschaft so sprachlos werden konnte, warum wir Sünde deutlich ernster nehmen sollten und was es braucht, damit Glaube in der Familie wirklich lebendig wird.
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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Du da bist, Johannes!
Toxische Männlichkeit
Das Erlebnis, dass sein Leben komplett veränderte
Wie die Kirche sprachlos wurde
Das Evangelium in 10 Sekunden
Warum wir Sünde ernster nehmen sollten
Wie werden wir durch das Kreuz heiler?
Wie bekomme ich neue Leidenschaft?
Warum EDEN Culture mehr ist, als du denkst
Der Nr. 1 Tipp, Glauben in der Familie weiterzugeben
Johannes – einfach herrlich, dass Du da warst!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas ( tess-productions.com )
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ich frag mich schon, wie erlöst und befreit unser Glaube, wie freudig und erfüllt unser Glaube wirklich ist. Ich sehe auch, also Danica hat mal gesagt, ihr Christen, ihr müsstet erlöster aussehen und ich glaube da hat ziemlich recht und ich glaube wirklich, dass wir eine Sprachlosigkeit in der Mitte des Glaubens haben und was ich eigentlich glaub seh, wie ist, dass wir eine Kirche gebaut haben, die weitgehend funktioniert, ohne persönlich existenziellem glauben.
Wenn ich heute auf der Straße gefragt werden würde von irgendwie. Einer wildfremden Person. Was glaubst du da eigentlich? Dann müsste ich erst mal überlegen, wo ich überhaupt ansetzen soll, wenn ich dich jetzt fragen, würde das helfen, gehen wir in einer Minute. Ich schaff es in weniger als 10 Sekunden oder 20 Sekunden so, ich stopp mich nicht, ich versuch es mal mit ganz unfrommen Worten. Zu sagen bitte Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte die große Freude, heute mit Johannes Hartl zu sprechen.
Johannes ist Gründer von einigen wichtigen Initiativen, zum Beispiel des Gebetshaus Augsburg oder der Eden Culture Bewegung. Er ist ein international sehr gefragter Sprecher und er ist Autor von einigen Spiegelbestsellerbüchern in dieser Folge haben wir darüber gesprochen, was ist eigentlich der Pain Point der Kirche heutzutage, das ist die Frage, was ist eigentlich die Kernbotschaft, was ist das Evangelium, wie kann man das Evangelium in nur wenigen Sätzen zusammenfassen, mir kommt vor eine Frage, die sich viele stellen. Aber wo wenige Leute wirklich ne Antwort haben, ohne groß theologisch zu werden oder sonst was. Wir sind auf den Kern der Sache gegangen und wir haben am Ende sogar noch die Frage gestellt,
wie können wir unseren Glauben unseren Kindern in der Familie so weiterbringen, damit sie wirklich eine Chance haben, auch gläubig zu werden, wenn dir die Folge gefällt abonnier gerne, schau, ob du schon abonniert bist. Das hilft mir extrem und es ist für dich nur n kleiner Klick. Und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge.
Johannes Hartl einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast bist. Ja, die Herrlichkeit. Ruht auf uns beiden. Ich freue mich auch sehr, hier zu sein. Ich hoffe, dass sie auf uns beide ruhen, ich hoffe, dass Sie auf diesen Podcast ruht auf jeden Fall schön, dass du da bist. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast.
Für mich nicht selbstverständlich, wir sitzen hier gerade in den Studios im Keller, im eiskalten Keller. Der Gebet des Gebetshauslagers aber während das Beste draus machen und hat dir jetzt schon n paar folgen aufgenommen mit anderen Leuten, die auch jetzt bald rauskommen werden und ich freu mich sehr auf diese Folge. Ich schätz dich sehr, du bist echt ein ein wandelndes Lexikon und jedes mal wenn du irgendwie ne Frage gestellt bekommst, denk ich mir wieder boah der hat schon wieder so gut geantwortet, aber es ist nicht nur, dass du einfach viel wissen hast, sondern dass du Weisheit hast finde ich und dass du es aber dass es aber von Herzen kommt.
Das find ich echt stark, sehr gern und werden heute viel über einen großen Paint Point reden, den ich glaube, den die Kirche hat und den ich auch persönlich hab. Aber bevor wir jetzt da tief reinstarten erstmal am Wochenende war die Modern Gentleman Konferenz, du hast die initiiert, erzähl n bisschen wie es war und was auch dein Herz dahinter ist. Also es war total interessant aufgrund der Leute, die da kamen.
Es war es war ziemlich schnell ausgebucht und es war also etwa 200. Männer, ziemlich viele junge Männer, auch irgendwie gut gestylt und es war trotzdem eine nicht oberflächliche Atmosphäre. Man könnte denken, weiß ich nicht, Gentleman, da geht es dann nur um irgendwie Etikette oder um Autos oder so überhaupt nichts, es ging wirklich um um um richtig tiefe Themen, um Tugenden und Werte, wofür stehen wir überhaupt und mein Herz dahinter ist.
Ich finde, wir haben so 2 Extreme in der Gesellschaft zum Thema Männlichkeit, Wir haben einerseits diese erstarkende and rutate Generation eigentlich so n neues Prolliges. Frauen hassendes ja, wie soll ich sagen, Übermaskulines Manus fear Phänomen und dann haben wir wieso ein Generalverdacht also dass alles männliche toxisch ist und am besten wäre es, wenn wenn wenn Männlichkeit mehr oder weniger abgeschafft würde und ich hatte irgendwie Bock ein altes Geheimnis wieder zu entdecken, weil der Gentleman, der ist ja weder das eine noch das andere, er ist weder ein Schwächling, noch ist er ein Frauenverächter oder ein ein, ein, ein ein.
Ein ein proliger Prolet oder sowas, sondern er ist tatsächlich hat so eine geerdete warme Männlichkeit, die präsent ist und die andere achtet, die Frauen achtet und das fand ich sehr attraktiv. Und ging es auch um Autos und so n Zeug oder ging es gar nicht darum? Um Autos ging es tatsächlich nicht, es ging um Kleidung, natürlich schon um die Kleidung eines Gentleman ging es ja und.
Ich hab hier gesehen auf den Fotos coole Getränke. Genau. Es gab n Whisky Workshop und es gab n egal und Workshop, also n Paar so Fun Sachen waren schon dabei, aber es gab dann auch im Workshop zum Beispiel der ehe Gentleman ne, also wie geht es eigentlich mit deiner eigenen Frau Gentleman Like um ging auch sowas wie die Spiritualität eines eines eines Mannes also es waren.
Manche tieferen Themen auch dabei. Also da wo ich also da, wo ich jetzt gerade bei Heimat bin, bei Loretto, da ist es ja irgendwie auch immer mehr verbreitet, dieses Knigge und dieses irgendwie sich gut um die Frauen kümmern, und mir kommen vor, vor allem die Frauen haben damit n ziemliches nen ziemlichen Struggle, weil sie es einfach nicht gewöhnt sind, so behandelt zu werden, so irgendwie, hey, ich halte die Tür auf, oder hey ich, ich zieh dir den Stuhl vor, dass du dich hinsetzen kannst bei Tisch oder sowas.
War das dann bei den Männern so, dass die gesagt haben, OK, das ist für mich voll neu oder waren die da interessiert, irgendwas Neues zu lernen oder waren die eh schon so drauf? Also also. Ich glaub die, die gekommen sind, die hatten grundsätzlich alle schon Bock auf sowas. Wir sind zwar jetzt auf die Umgangsformen so explizit gar nicht eingegangen, es ging eigentlich mehr um die dahinter stehenden Werte, weil auch um das Beispiel zu bringen ist es ja nicht eine Regel per se. Dass du ne Frau irgendwas drauf drücken musst, was sie vielleicht altmodisch und dumm findet. Vielleicht möchte sie einfach nicht, dass ich hier das Gepäck nach oben hebe, ist kein Problem und da kann man fragen, weil solche Rollen ändern sich
natürlich auch in der Geschichte, aber grundsätzlich glauben wir schon oder glaub ich persönlich schon an an das Ideal von so einer gewissen Ritterlichkeit. Ich find das schön und wenn es altmodisch ist wegen meiner ist mir auch egal. In Ritterlichkeit n sehr cooles Wort. Ich würde auch als Mann gerne ritterlich sein, das klingt irgendwie hoher Anspruch, ja, weil es n hoher Anspruch ist. Stimmt echt.
Ihr macht ja nicht nur, oder du machst nicht nur diese Konferenz, sondern es gibt ne ganze Menge Zeug, was jetzt gerade abgeht im Gebetshaus und auch bei dir persönlich an Konferenzen. Eden culture mission is possible konferenz, wenn wir auch nachher nachher drauf kommen, wo kommt gerade der ganze, ja wie soll man sagen also.
Wie kommt es, dass plötzlich so viel angeboten werden kann? Das ist so cool. Ja, das liegt hauptsächlich daran, dass wir endlich Räumlichkeiten dafür haben. Ja, wir haben ja unseren Raum im Gebetshaus verdoppelt und dieses P 7 Event Areal dazu gebaut und grundsätzlich ich ich, also ich lieb es, Veranstaltungen zu konzipieren und zu initiieren, weil Menschen sich treffen, das ist einfach immer herrlich, um diesen Podcast aufzugreifen vom Titel her und dann vor ein paar Jahren haben wir ja diese Eden Culture Bewegung gegründet, paar Freunde und ich. Wo es tatsächlich drum geht, Kultur zu verändern, und zwar jetzt, also nicht nur irgendwie im christlichen aus kirchlichen Raum, sondern auch in der
säkularen Gesellschaft, und da gibt es einfach sehr unterschiedliche Gruppen, also zum Beispiel spannend sowas mal für Gentlemen zu machen, ein andermal geht es wegen meiner um das Thema schön, nächstes Jahr machen wir eine Konferenz zum Thema schön und mir macht sowas total Freude. Das ist so cool wie. Also ich finde es nicht nur irgendwie vielseitig, sondern auch vielfältig, irgendwie ganzheitlich, so das ganze Leben so also irgendwie der glauben berührt ja das ganze Leben. Wie war das in deinem Leben?
Du bist irgendwann mal n kleines Kind gewesen, aufgewachsen vor langer Zeit, vor langer Zeit und ich glaub, du bist auch in der Nähe vom Bayerischen Wald aufgewachsen oder? Und du hast irgendwann mal für angefangen, für Dinge zu brennen, aber vor allem für Jesus zu brennen. Magst du einfach n bisschen erzählen, wie deine Reise so.
Es war eine schlagartige Begegnung und schlagartiges Ereignis also. Ich hatte das Glück, glaube und Kirche jetzt nicht als negativ zu erleben, als Kind also meine Eltern, die waren so alt 8 und 60er und sind nicht mehr in die Kirche gegangen, aber mein Vater hatte tatsächlich um die Zeit von meiner Geburt rum so n nahtoderlebnis und hat daraufhin irgendwie angefangen sein Leben zu überdenken, hat irgendwie gemerkt, OK, er muss. Er braucht irgendwas und über im Laufe von n paar Jahren hinweg haben die sich dann so über so n Gebetskreis tatsächlich wieder kirchlich eingebracht was so und ich hab das so als Kind eher als positiv erlebt, aber hat das langweilig Kirche und es war bei mir so n ganz radikales Erlebnis
auf einer Konferenz wo ich mitgeschleppt eigentlich wurde, ich hätte da gar keine Lust drauf, wofür mich gebetet wurde in so einem Team. Also man konnte für sich beten lassen und ich hab das Halt gemacht. Und nachher war wirklich was anders, und das war, als wär n Lichtschalter umgelegt und am ersten ist es für mich vergleichbar mit stell dir vor, du verliebst dich in jemand, den du vorher schon kanntest. Es ist ja manchmal so, du hast ne Klassenkameradin, mit der bist du vielleicht seit 3 Jahren schon in der Klasse. Auf einmal merkst du, die ist ja unfassbar schön, du verliebst dich und auf einmal ist der Blick n anderer und ist keine Frage mehr ob du motiviert bist dir Briefe zu schreiben oder sie einzuladen na das willst du und
so ähnlich war es bei mir auch, also alles was ich vorher auch wusste, irgendwie Gott und Kirche was ich auch nicht schlecht fand. Hatte auf einmal so eine Relevanz und so eine Anziehungskraft für mich, dass ich hungrig und durstig danach war. Das war ein Momenthaftes, eigentlich ein Geschenk, ja.
Mhm Wow, das ist stark. Also weil ich erinnere mich auch ich, ich bin 20 Jahre oder so auf dieser Welt schon gewesen und ich hab, ich bin schon so kirchlich sozialisiert gewesen, gell und sakramentalisiert die klassischen, also Taufe, Kommunion, Firmung et cetera, alles mitgemacht. Aber es war jetzt niemand in meiner Gemeinde damals, der mir irgendwie gesagt hätte, hey, und deswegen lohnt es sich irgendwie für den Herrn zu brennen oder das.
Oder dass ich der Wortschatz, den wir so kennen. Das sowieso nicht, ja, aber aber auch irgendwie mein, dass ich mein ganzes Leben irgendwie mit Gott lebe so, sondern das ist es war beschränkt auf OK, man geht halt irgendwie in die Kirche am Sonntag und und ich weiß noch. Es ist bei mir n bisschen so punktueller gewesen, von mir aus nicht dieser eine Moment, aber es war schon plötzlich so, dass dass sich das Angeboten hat, dieser Gedanke, ah, ich könnte ja mit Gott mein ganzes Leben leben und ich könnte ja eventuell was zu sagen haben für alle meine Lebensbereiche und nicht nur das hat natürlich viele Jahre gedauert, aber was ich gemerkt hab, ist, dass ich eigentlich im Nachhinein jetzt das schon gerne viel früher
gehört hätte, und das ist irgendwie. Die traurige Realität, glaube ich also das wer erzählt schon wirklich von Jesus in der heutigen Zeit, aber auch in der Kirche. Ich meine ich weiß nicht wie war das bei bei dir, du warst auf diesem auf dieser Konferenz, aber hast du irgendwas in deiner Gemeinde dazu gehört gehabt?
Schon. Also da, wo ich herkomme, gibt es ein Kloster, Kloster Metten, und ich habe das als irgendwie aufregend und faszinierend gefunden, dass es da Mönche gibt, die haben auch bei uns unterrichtet. Die Halt so für ganz für Gott leben. Aber ich hab auch bei den Mönchen, würde ich schon sagen, eine Zögerlichkeit wahrgenommen, so über ihren persönlichen Glauben zu sprechen. Also ich möchte es im Nachhinein überhaupt nicht negativ darstellen, weil da hab ich auch viel Gutes mitbekommen, aber dass ich als 14 oder fünfzehnjähriger Teenager gedacht hab, wow, da brennt jemand so sehr für den Glauben, dass er dafür in Kloster geht und Ehelos lebt, das ist ja wirklich n step und jeden morgen
um 5 betet, jetzt machen die. So n Wortschatz hab ich dort irgendwie nie nie gehört und ich hab das mir geht es genauso wie dir. Ich hab das letztendlich vermisst. Ich glaub die erste Person die ich wirklich leidenschaftlich über den Glauben hab sprechen hören war wahrscheinlich in Freikirchner Mhm.
Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute außerdem. Danke für das ganze positive Feedback bisher.
Wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität, dann unterstütze mich gerne über den Paypal Link in der Beschreibung vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge, das war bei mir auch so. Ja also ich hab das Buch John Eldridge der ungezähmte Mann gelesen, das war so mein Einstieg in Anführungszeichen, weil also es hat mir irgendjemand irgendwie geschenkt zum Geburtstag beim 18. Geburtstag oder so und da habe ich das erste Mal gelesen von dieser Sehnsucht.
Jesus nachzufolgen und vorher war das alles, also ich, ich hatte gar nicht, also ich hab, ich weiß noch, ich hab das Buch in der Hand gehabt, ich hab das gelesen und ich hab mir gedacht, OK, ich hab keine Ahnung wovon der redet, ich kann das gar nicht richtig in meinen Kopf einsortieren, aber ich will das und dann hab ich angefangen, also irgendwie persönlicher zu beten oder sowas, ja genau, also das war wirklich.
Also du hast jetzt gerade gesagt n Lichtschalter umgelegt. Für mich war das auch plötzlich so. Da ist plötzlich eine Option offen und das habe ich, das hatte ich gar nicht, aber. Schön. Ja, ja, das ist echt danke Herr und ich habe aber trotzdem und ich glaube das ist der Paint Point, von dem ich ganz am Anfang gesprochen habe, trotzdem leider nie irgendwie das Evangelium gehört. Ich habe immer schon gehört, OK, es gibt irgendwie die 4 Evangelien so und wenn ich in der Messe bin, dann. Dann werden die ja auch irgendwie vorgelesen und ausgelegt und so.
Aber aber dass jemand mal gepredigt hätte, über das Kreuz zum Beispiel, warum ist Jesus gestorben für mich, was bedeutet das eigentlich, das war für mich, also irgendwann hab ich das dann mal gehört, aber das war für mich nehm ich ne Floskel auch von meiner von meinem Background her, von meiner Familie oder so. Oder mit Schuld.
Das war einfach kein Thema, also Sünde, das ist altmodisch und so weiter und ich habe keine, ich wusste nicht, bin ich erlösungsbedürftig oder nicht, also ich hatte damit einfach keine Verbindung, ich konnte ziemlich schnell ganz gut mit dem Thema OK Gott liebt mich OK cool, super, danke irgendwie passt von mir aus so nichts dagegen, aber warum vielleicht, vielleicht weiß nicht ob du mir das beantworten kannst, aber warum musste ich? 20 wären oder 22, dass ich in irgendeinem super spezial Setting endlich mal das Evangelium gehört hab. Ja, das was du als Evangelium hier bezeichnest, wär so katholisch, theologisch ausgedrückt. Das Charygma ja, also die Grundbotschaft und ich glaube wirklich, dass wir eine
Sprachlosigkeit in der Mitte des Glaubens haben. Also wir haben in der Kirche Wortschatz für alles Mögliche, also du kannst ohne weiteres dir erklären lassen, wie die Messe abläuft oder wegen meiner auch. Wie wir Christen über über Krieg und Frieden denken oder die Bewahrung der Schöpfung. Und das sind alles gute Themen, aber wenn du einfach jetzt mal sagen würdest, gib es Gott, wenn ja, welche Argumente sprechen dafür? Zweitens, was genau kennzeichnet Gott und drittens, was genau war die Botschaft von Jesus, dann haben es ganz viele schwer, also ich würde sagen, dass Relilehrer oder auch Gemeindereferenten, Pastoralreferenten oder auch ein Pfarrer oft. Um Worte ringen würde.
Also ich hab tatsächlich genau den Versuch mal gemacht, ich hab mal in einem Priesterseminar unterrichtet und es waren laute Seminaristen, die unmittelbar vor der Weihe standen und ich hab sie gebeten mal in einer Minute zusammenzufassen, was das Evangelium ist. Ist die Kernbotschaft des Christentums. Und ich war ziemlich erschüttert über die Antworten und was ich eigentlich glaube.
Sebi ist, dass wir eine Kirche gebaut haben, die weitgehend funktioniert, ohne persönlich existenziellem glauben und persönlich existenzieller Glaube bedeutet, dass es mich wirklich im Herzen betrifft, dass es einen totalen Unterschied in meinem Leben macht, dass ich innerlich wie ja, dafür brenne ich meine. Wer lässt sich katholisch taufen? Ja, in der Regel halt n Kind, für das die Eltern entscheiden, dass es gut wär, wer geht zuerstkommunion wer geht zur Firmung?
Ja klassenweise zumindest in Süddeutschland sehr viele, fast alle, ohne dass eine richtige Entscheidung dahinter ist. Also das ganze auch kirchensteuerfinanziertes System ist letztendlich auf persönliche Bekehrung überhaupt nicht ausgelegt, es gibt nicht mal die Kategorie Persönliche Bekehrung im katholischen System. Weil das, was vorgesehen wird, ist eben du wirst als Kind getauft.
Im besten Fall entscheidest du dich irgendwie persönlich bei der Firmung, aber auch das wozu ist es genau eine Entscheidung, es gibt keine Jüngerschaft, es gibt nicht wirklich Katechese, die meisten Katholiken haben wirklich über den Inhalt ihres Glaubens ganz wenig nur gehört, also das sind letztendlich Fehlentwicklungen über viele Jahrzehnte hinweg, die genauso was als fruchtzeitigen was du beschrieben hast.
Ich erinnere mich doch an meinen Kommunionunterricht. Also das ist natürlich bruchhaft, aber ich weiß noch, dass wir ich glaub gelernt haben, Kekse zu. Gebrocken. Auch schön, aber weißt du, ich war jetzt neulich mit einem Jesuitenpater zusammen, der muslimische Taufbewerber in Ankara oder in Istanbul 1 von beiden, das weiß ich nicht mehr, also in der Türkei begleitet, die haben 3 Jahre katechismusunterricht, bevor sie getauft werden und im ersten Jahr geht es nur ums Alte Testament, im zweiten Jahr geht es nur ums Neue Testament und im dritten Jahr geht es um Leben aus dem Glauben, und die haben mindestens einmal die Woche Unterricht, die müssen wirklich lernen. Und müssen natürlich teilnehmen
an den Gottesdiensten. Nur nach 3 Jahren werden sie getauft, also da ist ein Anspruch an Kerykma übrigens, in etlichen anderen Ortskirchen auch, auch in Afrika, vielerorts, den wir de facto nicht mehr haben. Ich hab manchmal das Gefühl, Katholiken so im deutschsprachigen Raum sind sich halt oft selber nicht sicher, ob sie das alles glauben und was, was sie da genau glauben so.
Ja, das stimmt. Also man kann ja irgendwie nie in das, das ist schon, was ich immer versuche, hochzuhalten. Man kann nie in die Herzen der Leute hinein sehen, ja, aber. Ich, ich weiß schon aus meinem eigenen Leben. Es gibt Dinge, für die bin ich einfach unglaublich begeistert, weil ich einfach total überzeugt bin.
Früher mit 16 war ich total überzeugt, dass Burger King 100% besser ist als mcdonald's zum. Beispiel? Ja, das sagen meine Jungs auch. Ja, ich weiß vielleicht. Ist das dran? Also. Nicht sicher also, aber aber jedenfalls Spaß für die Irrlehre. Gut, ich, ich, ich hielt es für das absolute Evangelium. Na, ich hab mir gedacht, es ist eindeutig Working ist besser als mcdonald's und ich hab kein Problem gehabt das jedem zu sagen und ich hatte auch kein Problem gehabt, dass Leute mir widersprechen, weil ich war überzeugt und ich war begeistert und und meine Frage ist dann gewesen schlussendlich OK, warum bin ich für den Glauben nicht so begeistert oder so überzeugt oder warum sind die Leute nicht
so überzeugt also ich muss mir selber auch heute noch die Frage stellen, warum laufe ich nicht? Ich hab noch vieles anderes zu tun, aber warum? Warum laufe ich nicht regelmäßig auf der Straße rum oder gehe zu meinem Nachbar oder nutze jede Möglichkeit, irgendwem davon zu erzählen, wie gut die frohe Botschaft eigentlich ist? Warum ist es so, ist es so und alle, alle Leute, selbst die Leute wo ich sag OK.
Die sind echt entschieden für den Glauben und die wollen echt tiefer mit Jesus gehen und so selbst die machen das nicht täglich. Und also wo ist wo ist da die Begeisterung abhanden gekommen und wo ist so was hinein gekommen von ja das ist irgendwie mein Ding in meiner privaten Kammer oder in meiner Bubble bin ich jetzt aber raus aus der Bubble gehe ich nicht. Ja, das hat mehrere Gründe.
Wenn letztendlich alle gläubig sind in einer Gesellschaft, zumindest dem Namen nach, so wie es vor 200 Jahren vielleicht noch war. Dann brauchst du so ein existenziell betroffenes sprechen nicht wirklich. Also das ist etwas, was man voraussetzt, und heutzutage haben wir was, was Charles Taylor, der große kanadische Philosoph, die Optionalisierung des Glaubens nennt, das heißt, der Glaube, es hat eine Option unter vielen, und wenn der Glaube eine Option unter vielen ist, dann musst du erklären können, warum wählst du diese Option, warum wirbst du vielleicht für die, das war vor 100 vor 200 Jahren einfach kein Thema und deswegen haben wir uns, glaube ich, eine kirchliche Kultur, auch eine kirchliche Art zu sprechen angewöhnt.
Die sehr, sehr, sehr sprachunfähig ist. Und ich bin ganz bei dir. Ich glaube über den persönlichen Glauben von jemanden darf man nie urteilen. Ich habe das zum Beispiel bei meinen Mönchen im Kloster erlebt, wenn du die kennenlernst. Und wenn du die persönlich fragst, hatten die oft einen erstaunlichen tiefen Glauben und hatten wunderbare Geschichten zu erzählen, aber das wie du musstest das aus ihnen rauslocken, also es waren letztendlich von ihrem Wesen her überwiegend wirklich glaubwürdige Menschen.
Es ist nicht so, dass da, dass da keine Substanz da wäre, aber. Zum Beispiel diesen ganzen Gymnasiasten, die sie dort unterrichtet haben, plausibel zu erklären, wofür sie brennen. Das, glaub ich, hatten sie einfach nicht gelernt und ich hab ja auch dann später Theologie studiert und ich muss sagen, da lernt man dann auch nicht, eher im Gegenteil.
Ja, ich hab auch Theologie studiert und kann das unterschreiben. Ich, ich weiß noch, dass ich 5 Jahre Theologie studiert hab und mir gedacht hab, Theologiestudium hätte doch die Möglichkeit und auch die ganzen Professoren hätten doch die Möglichkeit, irgendwie die ganzen Studenten so. So wie man es bisschen früher habe ich mir das so vorgestellt von den von den Universitäten gedacht hat, so der Professor, ist noch das große Vorbild oder fast wie den Rab der Rabbi, so dem man irgendwie hinterherläuft und mit dem man so viel wie möglich Zeit verbringt und ein Bierchen trinkt, aber von meinen Professoren hat niemand kam auf die Idee, überhaupt uns einzuladen, auf ein Bier oder irgendwie ins Gespräch zu kommen über was persönliches, sondern
es war einfach nur diese. Informationsebene. Also ich wurde von meinem Herr Bresh Professor einmal eingeladen zu einem ausgezeichneten libanesischen Rotwein. Das werde ich nie vergessen, von daher, es gibt ja auch Ausnahmen, aber auch da, da hat man dann eher über irgendwelche hebräische Stammformen diskutiert und nicht so sehr über den persönlichen Glauben das. War ja immerhin der gute Rotwein. Ja, der an den, den ich erinnere, mich bis heute noch das das mir bleibend im Gedächtnis her. Was glaubst du also?
Eigentlich habe ich 2 große Fragen in diesem Podcast. Die eine ist, was ist eigentlich. Die frohe Botschaft also was, was ist eigentlich die Hoffnung, von der wir immer wieder erzählen müssen? 1. Petrus 315 glaub ich, wo wir jedem Rede und Antwort stehen sollen, jederzeit und mir kommt vor, also wenn ich katholisch bin oder egal was, ich bin ja auch wenn ich schweikirchlich bin, aber dieser Anspruch gilt eigentlich an jeden Christen, aber ich glaube also, und wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich heute auf der Straße gefragt werden würde von irgendeiner wildfremden Person.
Was glaubst du da eigentlich? Dann müsste ich erst mal überlegen, wo ich überhaupt ansetzen soll, also wo setze ich an, dass der das versteht? Willst du jetzt gleich schon eine keine Ahnung, wenn ich dich jetzt fragen würde das ja vergeben wir in einer Minute die die Priester, die Priesterseminaristen. Ich schaff es in weniger als 10 sekunden oder 20 Sekunden sag ich stopp mich nicht, ich versuch es mal mit ganz unfrommen Worten zu sagen, bitte. Wenn ein Mensch ganz ehrliches zu sich selber, dann spürt er tief drin, dass irgendwas tief drin nicht okay ist. Das Evangelium ist die Botschaft, dass das, was da nicht okay ist, wirklich okay sein kann. Come on.
Sei es eine innere Heimatlosigkeit, sei es ein selbstvorwürfe, Nagende Schuld oder nicht. 1. Sein mit sich selber eine Scham oder ein sich irgendwo innerlich getrieben fühlen. Das alles hat n Ursprung in dem, dass wir uns von unserem Schöpfer entfernt haben. So und dass es diesen Schöpfer gibt, für das haben die meisten Menschen auf jeden Fall alle Menschheitskulturen so ne Intuition. Und auch, dass zwischen uns und dem Schöpfer irgendwas schräg ist.
Da haben die meisten Menschen auch intuitionen oder dass wir nicht in Energieeinheit mit dem Kosmos sind, dass wir unsere Chakren erst reinigen müssen oder dass wir irgendwelche Rituale brauchen, dass wir vielleicht nicht so klimafreundlich leben, wie wir sollten. Das bedeutet, dass irgendwas in meinem Lebenswandel halt nicht dem Optimum entspricht, deswegen haben frühere Leute den Göttern geopfer geopfert, um sie irgendwie zu besänftigen, so, wir Menschen haben dieses Grundgefühl und.
Im Christentum ist die Aussage die, dass Gott selber diese Kluft überbrückt hat. Es erwartet nicht, dass wir lang genug auf den Knien rumrutschen, dass es endlich gut wird, sondern er ist sozusagen selber in die Schuhe der Menschheit gestiegen, er ist selber Mensch geworden und hat diese Kluft zwischen Gott und ihm und uns überwunden, und das ist durch das passiert, dass Jesus das ultimative Schrecken und leiden.
Für das die Sünde der Ursprung ist, getragen hat und dafür steht das Symbol des Kreuzes und das Geschehen des Kreuzes. Und wer an diesen Jesus glaubt, der nicht am Kreuz geblieben ist, sondern auferstanden ist, der bekommt ne Qualität von Leben, von innen heraus, das unvergleichbar ist, so ähnlich wie du hast Durst und hier ist Wasser, du hast Hunger, hier gibt es Brot, das sind genau die Aussagen, die Jesus von sich selber macht. Und es ist eine Erfahrung von Menschen, die diesem Jesus begegnet sind, dass es nicht nur eine Theorie ist, sondern Realität, dass Menschen sagen, seit ich zu diesem Jesus gekommen bin, hatte ich dieses innere Fragezeichen eben nicht mehr.
Ich habe immer noch Baustellen, aber das auf der Tiefe, was also ich kenne niemand, der sagt, Ich habe Jesus gefunden und jetzt brauche ich aber noch viel mehr, weil das ist nur ein Zwischenschritt, dann würde ich sagen, dann hast du nicht wirklich Jesus gefunden, er ist tatsächlich die Antwort, im letzten ist das Evangelium. In dieser Person von Jesus.
Er ist wirklich die Antwort für unsere Suche. Ich glaube danke. Boah, das ist stark. Ich würde das jetzt gerne alles mitschreiben, auswendig lernen, so lange aufsagen, bis ich wirklich die Tiefe erfasst habe. Also ich glaube, ein großes Problem ist, dass wir zu selten drüber sprechen und das also dir würde ich es jetzt abnehmen, ich ich würde es jetzt einfach mal in den Mund legen, aber korrigiere mich gerne, dass du das schon so oft existenziell.
Durchdacht hast und durchlitten hast, dass du weißt, wovon du sprichst. Oder also weil du kannst nur übersetzen, was du verstanden hast. Und wenn du es jetzt gerade gesagt hast, ich, ich übersetze es mal in einfache Worte oder dieses was man sagt, nur was du einem Kind erklären kannst, das hast du wirklich.
Verstanden? Ja, ich mag auch ganz gerne, was du nicht in einer Minute sagen kannst. Das kannst du in einer Stunde auch nicht sagen. Aber das kann auch eine gute Übung sein, weil es geht nicht darum, dass jetzt jeder da meine Definition nachsagt, sondern wenn jemand gläubig ist, für sich selber mal sich vorzustellen, er erklärt es einem Kind oder jemandem, der dem Glauben ganz fern steht, ist einfach eine gute Übung, gute Übung und ich bin schon der Meinung, dass wir uns Rechenschaft geben sollten über das, was wir glauben.
Also manche Leute sagen ja auch so, ich glaube das einfach, weil ich fühle, das, ich habe eine Erfahrung gemacht und es ist okay, aber es ist nicht genug. Also wir sollten tatsächlich auch intellektuell oder halt einfach mit dem Hirn nachdenken, auf welcher Grundlage genau stehe ich mit meinem Glauben?
Das schreibt mir sehr wichtig. Würdest du, wie würdest du dich selber einschätzen bezüglich deiner Begeisterung für die Botschaft? Also stehst du morgen jeden morgen auf und denkst, ja, ich bin bereit, Let's go oder würdest du auch sagen, OK, ich hab echt ein paar paar schwere Tage auch wo ich schon wieder völlig vergessen hab um was es eigentlich geht im Glauben. Na, die Begeisterung, die ist ziemlich weit oben. Das ist 10 von 10, aber ich bin halt auch eine sehr, ich bin auch so eine getriebene Persönlichkeit und aber ich stehe morgens wirklich mit dem auf. Ich bin überzeugt davon, dass Ideen macht haben, sogar noch mehr als Streitkräfte und Bomben, haben, Ideen, macht, Ideen, können die Welt.
Zum Guten, zum Bösen Drehen. Und es entscheidet sich alles im Herzen des Menschen, des einzelnen Menschen, im Herz des Menschen ist der Himmel und ist die Hölle, und da entscheidet sich es auch, welche Ideen auf welche Worte wir hören, und deswegen ist es relevant, Wahrheit in die Welt hinein zu tragen, und das ist tatsächlich eine der Dinge, die mich am meisten motivieren, ja, Mhm. Das ist bei deiner Definition von der frohen Botschaft. Die ich übrigens sehr schön finde, also die mich, die mich sehnsüchtig gemacht hat nach diesem Leben. Ich hab es ja eh schon, das darf es eh schon schmecken, aber hast du gesagt, wenn der Mensch anfängt, ganz ehrlich mit sich selber zu sein und in sein Herz
hineinschaut, da kommen mir vor, ist schon die Krux, das stimmt also weil wenn du da draußen auf der Straße herumläufst und also ich sag es immer, wenn ich über das Thema Lehre, dann sag ich immer. Wenn du draußen auf der Straße jemand sagst, Hey, Jesus liebt dich, dann würde ich sagen, ja schön für dich oder wenn du sagst, hey, du brauchst Jesus, dann würden sie vielleicht sagen, nein, ich brauch eigentlich gar nichts. Also wenn Jesus die Medizin sein soll, müssen die Leute checken, dass sie krank sind, aber wer checkt schon, dass er krank ist? Ja, und deswegen?
Ich mag diese Geschichte, wo Paulus auf den Areopag geht, in Apostelgeschichte 17. Und er entdeckt in der Vielfalt dieser heidnischen Tempel und Altäre und Gotzen Statuen einen Altar. Auf dem steht dem unbekannten Gott. Die Athener sind auch nicht rumgelaufen, haben gesagt, wir sind krank, wir brauchen Jesus, aber der Paulus identifiziert sozusagen diese eine offene Frage und geht auf die zu, ich bin gar nicht so der also nicht falsch verstehen, ich finde es völlig OK, in einer Einkaufspassage auf jemand zuzugehen, zu sagen, du brauchst Jesus, warum nicht, ich glaube, wir gehen insgesamt viel zu verklemmt mit unserem Glauben um.
Es ist aber auch nicht jetzt mein Apparach sozusagen. Ich glaube, dass es sinnvoller ist, mit einem Mensch ins Gespräch zu kommen und zu schauen, wo ist der Altar für den unbekannten Gott, wo ist die Tür ein Spalt weit offen und du hast schon recht, Jesus ist wirklich die Antwort, aber manchmal muss man hinhören, was genau die Frage von einem Menschen ist. Und Jesus ist die Antwort auf unterschiedliche Weise, in unterschiedlichen Lebenssituationen und. Und bevor ich andere belehre, bin ich selber nicht nur der Verkünder, sondern ich bin der Adressat der Frauen, der frohen Botschaft.
Ich selber brauch diesen Jesus, ich hab gerade bei dieser Definition zu mir selbst gesprochen, weil auch wenn man durch das Evangelium gerettet ist, ist es ein fortdauernder Prozess, wie das immer tiefer rutscht und mir scheint, dass die einfachsten Dinge, wieso eine simple Definition vom Evangelium, oft auch die tiefsten sind, aus denen du ein Leben lang trinken kannst und dabei nach und nach verwandelt wirst. Ich würde nicht von mir selber sagen, dass ich in dieser Fülle des Lebens schon verwandelt bin, wie der Anspruch des Evangeliums ist.
Das ist tatsächlich noch n Langer-Weg und n Prozess, aber n sehr schöner. Ich glaube, das Grundproblem ist ja, dass die Leute checken müssen, dass sie erlösungsbedürftig sind, also dass sie überhaupt irgendwas haben, wo sie ne Erlösung brauchen, weil wenn sie, wenn du sagst, OK, Jesus hat dich erlöst am Kreuz, dann sagen sie, OK, ja. Genauso wie die anderen Fragen, die ich jetzt gerade eben gestellt hab.
Und was würdest du sagen, sind so n paar Punkte in der heutigen Zeit, wo die Leute eigentlich erlösungsbedürftig sind, es aber nicht checken. Ja gut, erstmal stimme ich dir zu. Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Wenn jemand von sich selber sagt, er braucht nichts, dann ist es schwer ihm zu helfen.
Allerdings würde ich sagen, das kann sich schnell ändern. Weißt du dieses ich brauch nichts und mir geht es gut, das ist ja nur eine Sekunde entfernt von einem Desaster, das im Leben passiert und ich glaub die Gnade wartet auch langsam bis sich ihr ne Tür öffnet und bei manchen Menschen ist es sehr spät im Leben, vielleicht sogar erst am Sterbebett, vielleicht werden sie krank werden, vielleicht wenn sie n Burnout haben und vielleicht auch nie und das sollte einen erschrecken, sollte einen erschrecken, dass es Menschen gibt.
Die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt sind. Das ist ja eine der schrecklichen Sachen, was die Hannah Arendt so gut in ihrem Buch über das Böse oder die Banalität des Bösen an mehreren Stellen hat sie das geschrieben anhand der Naziverbrechen beschrieben hat. Die Naziverbrecher waren von sich eigentlich relativ überzeugt, die haben auch nicht das Gefühl gehabt, dass mit ihnen was falsch läuft. Oder dass sie was Böses tun.
Richtig, das heißt, es ist eine ganz, ganz wahnsinnig große Gefahr. Du kannst sagen, der blindeste Mensch ist der. Der sagt, er ist nicht blind, ihm fehlt nichts, dem kannst du tatsächlich nicht mehr helfen. Jetzt kommt das aber, aber viele Menschen würden vielleicht nicht sagen, ich bin erlösungsbedürftig, aber die sagen, hey, ich hab ne innere Unruhe, mit der kann ich nicht gut umgehen oder ich weiß nicht genau wie ich auf gesunde Weise Beziehung leben kann oder ich hab ne suchtthematik oder ich hab mit Ängsten zu tun oder ich krieg keine Antwort auf diese Sinnfragen und all das können können Punkte sein, wo die Gnade an uns anklopft. Also ich glaub nicht jeder startet mit diesem Ding. Ich bin ein verlorener Sünder,
wer rettet mich vor dem Zorne Gottes ist das ist ja ein sehr hoher Anspruch es. Ist ja ein bisschen, wenn ich dich kurz unterbreche, unterbrechen darf. Das ist ja ein bisschen von vielen Freikirchen in Amerika, so der Anknüpfungspunkt, die laufen dann rum mit so großen Schildern, so repend or die and Hair oder irgendwie so so einer Brennen der Hölle, wenn du dich nicht umgehst.
Und ich kann mir vorstellen, dass das einer anderen Generation vielleicht mal funktioniert hat. Also John Wesley oder solche Leute, die haben schon so ähnlich auch gepredigt oder Erweckungsprediger in Amerika in früheren Jahrhunderten. Aber ich glaube, das kann sich auch, kann sich auch von Generation zu Generation sehr anpassen und ändern. Und was ich heute einfach sehr stark merke, ist so die Frage, ja, was ist der Sinn des Lebens und wie soll ich leben und dieses Gefühl, das, was ich hab, ist einfach nicht alles, da müsste es eine tiefere Dimension noch geben, das ist eine, die doch viele Menschen heutzutage haben und sicherlich einer der Gründe, warum du tust, was du tust oder warum ich im Internet tue, was ich tue.
Ja, also, und vielleicht, vielleicht klingt das bisher ein bisschen stark nach Theorie. Aber ich merke, was mir so geholfen hat, ist wirklich diese Beziehung mit Jesus, also dass es überhaupt die Option gibt und dass ich die auch erleben kann von OK, da gibt es noch viel mehr und wenn ich falle oder wenn ich irgendwie nicht mehr weiter weiß, dann ist da noch was da und wenn ich Erlösung brauche, dann gibt es die tatsächlich. Und ich meine das, das hört man ja gar nicht. In der Welt?
Nein, das hört man gar nicht, aber ich hab jetzt zum Beispiel letztes Wochenende einen Herrn kennengelernt, der ist wahrscheinlich Anfang 60 und hat gesagt, erst vor kurzem, vor 3 Wochen hat er sich Firmen lassen und ist jetzt katholisch geworden und war vorher gar nicht gläubig und hat gesagt, das erste Mal beichten zu dürfen war für ihn die spirituellste Erfahrung seines Lebens relativ drin gespürt hat, dass er sein Leben lang seine Familie tyrannisiert hat durch seine Wutausbrüche. Oder Anfälle.
Und weißt du, je älter man wird, wenn du nicht wirklich ein Idiot bist, der das ausblendet, desto mehr checkst du auch, dass du halt nicht perfekt bist und dass du Menschen auch verletzt, also tatsächlich um meinen Vater noch mal zu zitieren. Für ihn war eines der Kehrtwenden, dass er durch einen ärztlichen Fehler mein Vaters Arzt mit verursacht hat, dass ein Mensch gestorben ist. Und das war jetzt nicht juristisch relevant, aber es war halt eine Fehleinschätzung und.
Und mit sowas zu leben, mit sowas weißt du, für das gibt es Innerweltlich keine Antwort für die Frage der Schuld. Was machst du denn, wenn du schuldig geworden bist und so, dass du es nicht einfach mit Geld zum Beispiel wieder begleichen kannst? Und die Schuld kann einen Menschen absolut niederdrücken. Es gibt Menschen, die nehmen sich das Leben, weil sie schuldig geworden sind und genau genommen sind wir alle schuldig. Zumindest am nächsten.
Jeder von uns, jeder von uns hat sich schon versündigt, wenn du Kinder hast zum Beispiel, die sind dann irgendwann aus dem Haus oder so und du spürst, dass du ihnen nicht immer der Vater oder die Mutter warst, die sie gebraucht hätten, und wenn man selber von seinen Eltern verletzt würde, weiß man, wie tief das geht oder wenn du Lehrer bist, deinen Schülern oder wie auch immer, und das also, wenn das möglich wäre, dass so eine Schuld vergeben wird, dass sogar jede Schuld vergeben werden kann, wow. Dann könnte man wirklich ruhiger schlafen. Dann könnte man wirklich befreiter leben und ich glaube, das ist das Evangelium, dass man das kann, dass es für diese existenzielle Last, die die
Schuld ist, wirklich Erlösung gibt. Und mir scheint auch, dass das auf vergleichbare Weise niemand anderer von sich behauptet wie Jesus, dass es diese Erlösung wirklich gibt. Ich habe mir mit dem Thema Schuld und Sünde sehr lange sehr schwer getan, weil es eben auch in meiner Familie, wenn ich es richtig verstanden habe.
Einfach kein Thema war. Also man hat was falsch gemacht, weil die. Leute, ja alle so gut sind, oder? Ich ich glaube einfach, weil man gesagt hat, ist doch eh nicht so schlimm gewesen, sozusagen. Und jetzt, es hat jetzt in meiner Familie niemand irgendjemand ermordet und also diese klassischen sagen, keiner hat irgendwie Ehebruch betrieben und also so wo du sagst, OK, irgendwie keiner hat Kind geschändet, sondern der eine hat dann mal ein bisschen gelogen, der andere mal bist du es, aber hey, wir kommen schon doch klar und kommen irgendein Teppich oder passt schon, ist doch nicht so wild gewesen.
Und ich, also ich hab das erst gecheckt über ich nach Jahren, ja nach Jahrzehnten, dass in mir dieses diese Bewertung von Schuld eigentlich ist. So na ja, also wenn es jetzt nichts Dramatisches ist, dann dann passt es ja eh so, dann schwamm drüber und und dann konnte ich auch mit dem Kreuzes D Jesu für meine Schuld nichts anfangen, weil ich mir gedacht hab. Na ja, also also was hab ich jetzt großes Schweres da irgendwie getan, selbst wenn die ganze Menschheit OK für den einen Mörder OK von mir aus oder aber aber wieso bin ich werde ich jetzt damit hineingezogen?
Jetzt bin ich daran schuld, dass Jesus da irgendwie sterben muss. So so hatte ich das gedacht wie kannst du das auflösen, hattest du das auch n bisschen? Also erstmal ist jeder Mensch dazu geneigt, die Sünde der anderen schlimmer zu finden als die eigene. Also du denkst ja, der Mörder ist das schlimme, der Mörder sagt, Sorry, das war das war Notwehr, also im Gefängnis sitzen ja auch überwiegend Unschuldige, ne oder viele Leute, die sagen also, so richtig schlimm bin ich nicht an Kinder stellen das richtig schlimm und so weiter also allein das ist schon verdächtig.
Die Banalität des Bösen. Dass ich die Schuld eher bei anderen vermute. Und du musst halt fragen, OK, wie ist denn die Welt geworden, wie sie wie sie ist? Warum haben wir so viel Mist in der Welt, wo hat das angefangen? Und dann ist es leicht zu sagen, bei den anderen hat es angefangen. Da musst du sagen, die aller aller allermeisten Menschen auf der Welt stehen morgens auf und wollen eigentlich ein gutes Leben führen.
Die wenigsten sagen, heute bin ich mal ein Idiot und macht anderen das Leben zur Hölle. Nein, das Ergebnis von dem, was in der Welt rauskommt, inklusive allen Kriegen, all dem Bösen, ist das Ergebnis von Menschen, die versuchen, einigermaßen okay zu sein, und dass sie jetzt los hat, mal gesagt, keiner ahnt, wie böse er ist, wenn er nicht mal versucht hat, wirklich gut zu sein, also wenn du mal überlegen würdest wenn jedes deiner Worte wirklich macht hat, wie wird es denn nur mit dem Thema gehen, weil Worte haben macht und das weiß jeder der Mal durch Worte verletzt wurde und es kann sein, dass ein Lehrer, ein Sportlehrer zu dir in der achten Klasse was gesagt hat und du knabberst immer noch drin rum oder Musiklehrer du kannst nicht
singen oder eine Freundin, du bist fett und hässlich oder wie auch immer und das ist ein Leben lang auf dir, das ist die Macht von Worten und wenn du erst mal überlegen würdest versuch mal einen Tag lang nur produktiv mit deinen Worten umzugehen, nicht zu lügen, nicht zu lästern, immer die Wahrheit zu sagen, immer dich zu trauen, das anzusprechen, was du ansprechen solltest, und du wirst merken, wie schwer das ist.
Und ich glaube, der Grund, warum wir auch Sünde nicht ernst nehmen, ist, dass unsere Vorstellung von Gott eine zu banale ist. Wir haben die Vorstellung, dass Gott so was ähnliches ist wie ein alter Opa, der sagt, Oh ja, ihr könnt ja, ihr kriegt ja alle Süßigkeiten, lass mal 2 und 2 gerade sein und. Und dann wird auch oft, finde ich, viel zu früh über die Liebe Gottes gesprochen.
Denn dass Gott die Liebe ist, das kommt in der Bibel relativ spät, das kommt erst im ersten Johannesbrief und die ersten 1200 Seiten lesen wir, dass Gott heilig ist. Das bedeutet der Gleiche, der das Universum erschaffen hat, der alles trägt und hält, ist gleichzeitig in sich unendlich gut und wahrhaftig. Und wenn unendliche Güte und unendliche Wahrhaftigkeit auf mein Herz trifft, kann man mal sagen okay, wie sieht es denn da aus?
Bin ich auch unendlich gut und unendlich wahrhaftig oder gibt es da eine Dissonanz? Also ich glaube, wir denken oft, dass Gott intolerant sei, wenn er ein Problem mit Sünde hat, aber es könnte auch sein, dass Gott einfach hochsensibel ist. Stell dir vor, wenn du nicht musikalisch bist, dann hörst du nicht, wenn jemand falsch spielt im Orchester.
Aber wenn du sehr musikalisch bist, dann hörst du das sehr genau und dann leidest du auch darunter, weil objektiv spielt diese Geige wirklich falsch und im Universum, wo alles wohl geordnet ist, wo alle Planeten in Ihrer Bahn sind und die Lichtgeschwindigkeit genau die genau die Geschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeit immer hat in diesem großen Getriebe gibt es eine Violine, die immer ein bisschen falsch spielt und das bin ich und sich vor dem zu verabschieden hieße.
Gott einfach nicht für voll zu nehmen, so als wäre er ein bisschen doof. Nein, er durchschaut die Regungen meines Herzens und ich kann jetzt vorne rum nett sein zu dir, aber in meinem Herzen dich eigentlich arrogant verachten, das findet vielleicht jeder normal. Aber wenn Gott wirklich wahrhaftig wäre, dann fänd er das eigentlich nicht normal. Oder man kann so ein Gedankenexperiment machen. Was wäre denn, wenn alle Menschen um dich rum immer deine Gedanken sehen könnten und deine wahren Motive? Ich kenne ganz wenige Leute die sagen würden, das wäre kein Problem für mich, ich habe nichts zu verbergen. Jetzt glauben wir aber, dass Gott allwissend ist. Das noch mal ich jetzt nicht von
einem strafenden, bösen Gott aus, sondern erst mal nur von einem Gott, der wirklich wahrhaftig die Liebe ist. Das ist so ein Kirkegaard, dieser große dänische Philosoph hat mal gesagt, 19 Jahrhundert, Gott ist die Liebe, das bedeutet, er ist mein Todfeind, ist natürlich ein sehr hartes Wort, aber weißt du, Liebe ist ein sehr hoher Anspruch, was heißt es zu lieben, wenn Gott die Liebe ist Gott.
Konfrontiert er in meinem Herzen auch alles, was der Liebe entgegensteht und das kleinzureden mit am Schluss ist es ihm wurscht, ihm ist es wurscht, dass ich andere Menschen verachte, dass ich andere Menschen herablassend behandle, ich glaube nicht, weil Menschen sehr kostbar sind in seinen Augen. Glaubst du, ist es dann der größte, der größte Feind des Menschen, ehrlich zu werden über seine Sünde, die Scham? Also weil ich.
Ich stelle mir vor, also es ist jetzt so unglaublich unangenehm über meine Sünde da nachzudenken. Ich glaube es anders hier, wie ich glaube, dass schon die Erkenntnis der Sünde eine Gnade ist. Und wir sollten erbeben vor der Möglichkeit, taub und stumm zu werden für diese Gnade. Das ist sehr gefährlich, also wir sollten innerlich erschüttern vor der Vorstellung, dass ich mein eigenes moralisches Versagen nicht mehr sehe. Und wenn wir uns einen Stalin ansehen, einen Hitler, irgendwie diese großen Verbrecher der Welt, dann ist das Entsetzlichste daran nicht, was sie getan haben, sondern dass sie sich schön geredet haben, dass sie sich selber moralisch sogar noch im Recht finden.
Und da muss man sagen, zu genau dem sind wir im Kleinen und im Großen auch fähig, unsere eigene innere Legitimation für unsere Handlungen mitzuliefern. Das ist die wirkliche Blindheit, das heißt ich. Also für jeder, der jetzt so da war, auch ich persönlich. Ich, ich werde weiterbeten Herr, offenbare mir meine Schwäche ja richtig und offenbare mir meine Unzulänglichkeiten, also nicht nur, um irgendwie demütig zu bleiben, OK super, sondern wirklich zu sagen, OK ich, ich bin echt erlösungsbedürftig kürzlich in den Instagram Account gefunden von so einem Typen der so Superstylisch und total durchtrainiert und macht irgendwie auf Bali irgendwelche Videos und sonst was und. Und redet dann eigentlich die
ganze Zeit darüber, was er für n Mist gebaut hat in seinem Leben und dass er es nicht schön reden kann und dass er Jesus braucht und dass er diese Kirche, die irgendwie so tut, als wäre irgendwie alles immer toll und shiny und wir sind eh alle alle so gut und so, dass er das irgendwie überhaupt nicht verstehen kann, weil die Realität ist.
Doch jeder Mensch ist doch total gebrochen und braucht einfach Jesus, und darüber kann man sich freuen. Ja, und weißt du, wenn du selber nicht checkst, das was an dir falsch ist, frag mal deinen Partner. Also das ist ja Menschen um uns rum, spätestens die merken was mein Problem ist. Und das ist ja das Tragische, dass ich meinen eigenen blinden Fleck oft nicht selber sehe.
Aber weißt du, Gott, ist die Liebe biblisch gesprochen und dreifaltige Liebe, das heißt Gottes Beziehung und Deswegen Heiligkeit bedeutet einfach beziehungsfähigkeit. Und wenn du mal versuchst, mit Menschen zu leben, mit deiner Frau, mit deinen Kindern, mit Mitarbeitern, mit Freunden, dann wirst du merken, wie krass du immer wieder stößt, an deinen eigenen, meinen eigenen Mangel an Beziehungsfähigkeit und Sünde ist das, was Beziehung tötet. Das ist Definition davon und Gottes in sich Beziehung, und deswegen hat er Interesse daran.
Dass an der Stelle mein Herz verändert wird. Jetzt haben wir viel über Schuld und Sünde gesprochen. Ich glaube, 1 deiner bekanntesten oder erfolgreichsten Videos war, wenn die Seele weint und da ging es viel um die Frage OK, wenn du wirklich harte Zeiten hast, was kannst du tun, wie kannst du damit umgehen und mir kommt vor, auch das ist ja ein Teil von von Erlösung, magst du ein bisschen darüber erzählen? Also erstmal der Vorschlag.
Ich glaube, dass deswegen. So erfolgreich in Anführungszeichen geworden, weil mir selber ging es in der Zeit gerade nicht gut, das ist schon ziemlich lange vor 13 Jahren glaube ich, habe ich den aufgenommen, es sieht auch ist optisch nicht schön, ist technisch auch irgendwie nicht brillant, aber ich glaube Leute spüren, dass ich an dem Tag oder in der Situation in einer war, wo ich das ein Stück weit spüren konnte, wie es ist, wenn die Seele weint und allein das ist glaube ich schon die halbe Miete.
Zu sagen erstmal, wenn deine Seele weint, das heißt erstmal nicht, dass du was falsch gemacht hast. Das heißt auch nicht, dass Gott dich gerade bestraft oder so und man kann es auch nicht immer so simpel sagen, das ist eine Lektion des Lebens er. Manchmal ist es einfach nur ein echt hartes dunkles Tal und da rauszufinden, dass in diesem harten dunklen Tal aber trotzdem Gott auf eine tiefere Ebene jenseits der Gefühle mit dir geht und das auch so eine Zeit, einen wirklichen Schatz mit sich bringen kann.
Das, glaube ich, ist ein echter Trost. In dem Zuge die Frage Er hat unsere Krankheiten getragen oder 1450 genau, ich fand es früher immer sehr blumig und so sehr theoretisch und so hä wie hat er jetzt unsere Krankheiten getragen? Ich bin doch immer noch immer wieder krank, wie muss ich das jetzt vor mir vorstellen, er hat irgendwie alles ans Kreuz genommen jetzt und so weiter ich. Jemand, der sich diese Frage stellt, wie muss wie, was würdest du ihm sagen, wie muss man das verstehen? Ich bin, wenn es ums Leiden und um die Krankheiten geht, immer ein bisschen zurückhaltend, weil ich Menschen kenne, die viel, viel, viel, viel, viel mehr leiden und Krankheit erlebt haben als ich selbst und viel
mehr gelitten habe. Und das Einzige, was ich sagen kann, ist, es gibt Menschen, die. Die in diesem Leiden und in dieser Krankheit erlebt haben, dass sie darin nicht mehr einsam sind, sondern darin, dem gekreuzigten Jesus auf eine tiefe Weise nah. Und es ist einfach, weißt du, bei einer engen Freundschaft entsteht eine besonders enge Bindung, wenn man das Leiden teilt, also wenn du, sagen wir mal, du hättest ein Kind verloren und du begegnest einem anderen Mann, der auch ein Kind verloren hat. Das ist sofort was anderes.
Ganze Atmosphäre verändert sich, weil ein gemeinsames Leiden eine Verbundenheit stiftet und jetzt die Vorstellung, dass Gott ist jetzt die islamische Vorstellung aller, der kann eigentlich nicht leiden, der ist einfach der Herr des Universums oberhalb von allem, der ist auch gnädig nach islamischer Vorstellung, aber das ist schon was anderes als die Vorstellung im Christentum, dass Gott Mensch wird. Und unsere Erfahrung teilt eben auch unsere leidvollen Erfahrungen teilt, und zwar bis in die letzte, existenzielle, tiefste Dimension.
Das ist, glaube ich, ein unglaublicher Schatz und ein Anker für die Seele, den aber keiner von außen für jemanden beantworten kann. Ich glaube, das wird dann leicht übergriffig, wenn man einem leidenden sagt, Hey, schau doch einfach nur auf Jesus und gut wird es, weil oft wird. Vieles auch gar nicht gut und manche Leute sterben auch schreckliche Tode hier. Aber ich glaube, wenn irgendwo die Lösung ist, dann ist die Lösung da, also die Menschen, die Leiden erfolgreich bewältigt haben im Sinne von, dass sie im Frieden und mit einem weiten Herzen durchgegangen sind, die hatten, so wie ich es kennengelernt habe, die hatten diese Nähe zu dem gekreuzigten Jesus und eine enge Verbundenheit wie zwischen 2 Menschen, die durch das gleiche
Leiden gemeinsam gehen. Und mir. Scheint allgemein beim Leiden ist so ein Thema zu sein. Leiden ist an sich schon schrecklich, aber wirklich schrecklich ist einsames und sinnloses Leiden. Jemand der weiß, dass er für eine gute Sache stirbt, ist schon ein bisschen weniger schrecklich, eine Frau, die im Entbindungsschmerz ist und. Hat einen extremen Schmerz, aber es ist alles andere als sinnlos. Es weiß, es ist ein Schmerz, der was sehr Gutes hervorbringt und wenn ein anderer mit dabei ist, ist das Leiden leichter erträglich und ich glaub, dass Jesus nicht das Leiden wegnimmt, aber er nimmt die Sinnlosigkeit und die Einsamkeit aus dem Leiden und damit glaub ich, ist dem Tod und ist dem Leiden auf einer sehr tiefen Weise doch der
Stachel gezogen jetzt. Ich hab immer wieder aufgrund von dem, was ich jetzt auch erzählt hab, schon immer wieder. Die schlimmste Zeit des Jahres gehabt an Ostern interessanterweise also, weil über die, über die, über das Ostertridium, also Karfreitag, im Moment osterdonnergründonnerstag Karfreitag und Ostersonntag hab ich mich immer wieder existenziell gefragt, warum, warum muss ich jetzt da irgendwie traurig dreinblicken und irgendwie, jetzt müssen wir fasten und und dann, warum müssen wir da irgendwie still sein am Samstag und.
Und was hat das irgendwie alles jetzt auf sich mit diesem Kreuz? Also ich habe viele, viele Jahre wirklich existenziell gerungen, ich glaube, das waren noch sehr angefochtene Zeiten, und ich weiß nicht, warum ich da durch musste, aber schlussendlich habe ich sehr tiefe Erkenntnisse gehabt über Ostern, die ich nicht mehr missen möchte, und ein Ding, was ich jetzt dieses Jahr an Ostern hatte, war diese Vorstellung, OK, also Jesus ist gestorben für uns, stellvertretend für mich.
Und er ist dann auferstanden, was beweist, dass es keinen Tod mehr gibt. Er hat den Tod für immer besiegt, das bedeutet, das ist jetzt ein sehr einfacher Satz, aber ich fand ihn sehr stark, er hat den Tod einfach abgeschafft, der Tod, den Tod gibt es nicht mehr, und das müsste mich ja eigentlich oder tut mich auch total erfüllen, ich mir.
Wow, es gibt den Tod nicht mehr, auch wenn natürlich ein Begräbnis schwarz angezogen, die Leute trauern natürlich um diese Person, die nicht mehr da ist. Aber also hoffentlich ist sie gerettet und im Himmel und also was Besseres kann der Person ja nicht mehr nicht passieren, das ist jetzt leichter gesagt als getan für Leute, die jetzt gerade natürlich irgendwie leiden oder Abschiedsschmerz haben und so, keine Frage, das will ich jetzt auch gar nicht damit sagen, aber irgendwie hat es mich wieder neu begeistert, ich hab gedacht, Boah, die Botschaft ist so gut und das ist ja nur ein kleiner Aspekt davon, was würdest du sagen, was können wir tun, damit wir neu die Begeisterung für die frohe Botschaft kriegen?
Ich würde sagen, viel Zeit mit Menschen zu verbringen, die nicht gläubig sind und die leiden, weil also oft ne, wenn du nur in in in in deiner wohlfühl Oase sitzt, dann dann also wenn du am reich gedeckten Tisch sitzt, dann weißt du vielleicht nicht, wie sich Hunger anfühlt und für mich waren prägende Erfahrungen zum Beispiel wirklich in nicht christlichen Ländern auch zu sprechen als Sprecher und es ist schon interessant, ich war zum Beispiel in Myanmar.
Und hab dort auch gepredigt und ich bin vielen Buddhisten begegnet und sehr viele haben sich. Ich möchte im Buddhismus jetzt nicht irgendwie, das ist nicht mein Ding, aber die haben gesagt, weißt du, diese Botschaft, dass Gott ein Vater ist, die kennen wir halt nicht, und die ist in China übrigens ähnlich und die ist hoch attraktiv für uns und ich glaube, jedem von uns würde es mal gut tun, mit Menschen zu sprechen und Zeit zu verbringen, die echt auf der Suche sind, aber die noch nicht gläubig sind. Wir vergessen oft, welche schätze wir haben. Also weiß einfach wir und gewöhnen uns dran, sozusagen. OK, das war jetzt ne überraschende Antwort. Genauso wahr ist es, Hey, gute Bücher drüber zu lesen oder Podcasts und drüber nachzusinnen
und zu meditieren. Ich glaub aber es erspart nichts diesen eigenen inneren existenziellen Vollzug, der passiert für mich zum Beispiel bei der Beichte. Also du hast Ostern erwähnt und ich hab so ne Regelmäßigkeit vor großen Feiertagen eben oder immer wieder im Jahr beichten zu gehen und die Beichte ist ne Form wo man sein Gewissen erforscht und die Sachen die einem auffallen negativ dann in ein Gespräch bringt mit einem Priester der im Namen von Gott im Namen von Jesus eine Lossprechung erteilt, das ist ja nicht, dass er mir die Sünden vergeben kann, aber.
Das, was dieser Mann gesagt hat, der frisch Gefirmt war, das ist für ihn die tiefste spirituelle Erfahrung seines Lebens war. Ich würde sagen, ich habe manche sehr tiefe Erfahrungen, auch in der Beichte erlebt, weil wenn du das mal spürst, dass so eine Schuld nachher wirklich weg ist und du das auch glauben kannst.
Das ist, das ist, was sehr, sehr, sehr wundervolles und die Vorstellung, das nicht zu haben oder in dieser Unsicherheit leben zu müssen oder mir das Schönreden zu müssen, ist für mich eine beängstigende oder unschöne Vorstellung. Ja, also je mehr du jetzt darüber sagst, desto mehr verstehe ich, dass wir uns eigentlich bewusst werden müssen, was wir alles eigentlich als selbstverständlich hinnehmen. Ja, oder weißt du, wenn du so Bücher liest? Jetzt von Tobias Haberl, Unterheiden, Süddeutsche Zeitung Korrespondent, Journalist, der vor Kurzem auch Christ geworden ist.
Leute, die den glauben erst zu entdecken, ja, oder Esther Maria Magnus, Gott braucht dich nicht, das ist wunderschön, wenn Menschen. Auf dem Weg sind und eine Erfahrung machen. Für mich ist es ein unglaubliches Schatz, dass ich ihn vorher und nachher kenne. Also ich kann sagen, wie mein Leben sich angefühlt hat, bevor wirklich Jesus die Mitte von meinem Leben wurde und ich kann sagen, ich möchte da nicht hin zurück, ich möchte da nie wieder zurück und wenn man selber diese Erfahrung so nicht gemacht hat, dann ist es manchmal hilfreich, sich an die Hand nehmen zu lassen von solchen, die sie gemacht haben.
Man kann ja solche Erfahrungen nicht verschreiben. Also man kann ja sowas nicht auch nicht institutionalisieren, aber trotzdem hab ich irgendwie die Sehnsucht, dass viele Leute die Erfahrung machen, jetzt haben wir bei Loretto zum Beispiel diese diese Aussage, wir wollen Räume schaffen, in denen Gott erfahrbar wird und die macht ja im Gebetshaus nichts anderes oder auf deinen auf den Konferenzen, die du machst, oder die Talks, die du gibst, ist wahrscheinlich auch deine Sehnsucht, du gehst jetzt, hier wird n Raum aufgemacht.
Jetzt hast du bald die Mission ist possible Konferenz Mitte Juni glaube. Ich genau 1920. Podcast kommt vorher raus also alle Leute, die sich dafür interessieren, einfach mal auf die Website gehen. Der Link wird in der Beschreibung sein und in dieser auf dieser Konferenz überlegt, also wird ja überlegt, OK, wie kann man jetzt zusammenarbeiten, wie kann man jetzt ich weiß nicht nicht unbedingt institutionalisieren, aber wie kann man wieder darin besser werden?
Begeisterter von der Botschaft Jesu zu sprechen, erzähl ein bisschen, wie es dazu gekommen ist. Zu der Konferenz und was, was die Vision ist oder was, was die Mission der Konferenz ist. Also die Mission ist eigentlich so ähnlich wie vor ein paar Jahren. Haben paar Freunde und ich dieses Mission Manifest verfasst. Das ist ein Buch, das auch im Spiegel Bestseller wurde und wo auch viele 1000 Leute unterschrieben haben, wo wir gesagt haben, die Kirche braucht einen missionarischen Turnaround, das bedeutet Mission eigentlich genau das, was Papst Franziskus auch an die deutschen Bischöfe immer wieder geschrieben hat.
Wir müssten komplett unser ganzes kirchliches Handeln missionarisch ausrichten. Das bedeutet Mission, dass heute neue Menschen zum Glauben finden, muss das Kernanliegen sein, für mich ist es n bisschen so, wie wenn das nicht das Kernanliegen ist. Dann sind alle anderen Themen auch sekundär, das ist so ähnlich wie du sitzt auf der Titanic und Tausch dich aus, ob du jetzt blaue oder rote Servietten hast. Also ich finde viele Fragen in der Kirche sind von der Qualität dieser Frage.
Weil wenn heute nicht Leute neu zum Glauben finden, ja dann fährt das Schiff sowieso gegen Eisberg. Also ich glaube es fährt nicht gegen Eisberg, weil der Herr da immer noch am Steuer ist. Aber das Anliegen ist, dass wir Mission, also die Frage, wie finden heute Menschen zum Glauben in den Mittelpunkt der kirchlichen Debatte bringen müssen, und das interessante ist, in anderen Ländern ist das schon so, die anglikanische Kirche in England zum Beispiel hat schon in den 90er Jahren angefangen.
Von Mission Shaped Church zu sprechen, die haben theologische Fakultäten dazu, die haben jede Menge Forschung dazu gemacht. Wie kann die Kirche sich einrichten auf diese Situation der Optionalisierung, also heutzutage, ob ich sonntags in die Kirche gehe oder ins Fitnessstudio zu Hause bleib oder ob ich meditieren gehe oder ob ich zum Islam konvertier oder nichts dergleichen tue, sind sind ja alles Optionen, die für und wider haben, und wenn dir keiner erklärt, was daran interessant sein soll, am Sonntag in die Kirche zu gehen und. Bei 4 Grad in irgendeinem Raum zu sitzen, wo du nichts verstehst.
Also dann muss sich auch keiner wundern, wenn es, wenn es keiner tut und ähnliche Entwicklungen gibt es in der Kirche von Frankreich und Holland, auch Belgien, wo tatsächlich Bischöfe schon vor etlichen Jahren teilweise oder Bewegungen, Gemeinschaften vor etlichen Jahren angefangen haben, Kongresse zu organisieren, wo man das lernt.
Und ich denke, wofür ist Kirche heutzutage eine Schlagzeilen? Mir fallen nur 2 Sachen ein, erstens Missbrauch und Austrittszahlen, das sind die Sachen für die Kirche bekannt ist. Sonst wird Kirche gar nicht mehr wahrgenommen und beides stimmt leider, aber es ist nicht die ganze Story, eine andere Story ist, es gibt auch heute Menschen, die sich dem Glauben zuwenden und zwar gar nicht so wenige. Es gibt manche Klöster, manche Gemeinschaften, manche Gemeinden, die wachsen.
Ganz viele sterben, aber manche erwachsen. Was ist denn das Geheimnis von den wachsenden? Lass uns doch darüber mal eine Konferenz machen und voreinander lernen, warum gibt es ein ein Weihnachtsmusical, wo Menschen wirklich zum Glauben finden, das Weihnachten neu erleben heißt wo 75000 Leute kommen, ja warum gibt es Gemeinden wie ein ICF die erst vor 30 Jahren oder was gegründet wurden und sich seither an Zahl und allem Verhundertfacht haben bei uns im säkularen Deutschland oder in der Schweiz, solche Geschichten gibt es ja und es sind nur nur 2 kleine Beispiele und das das wollen wir aufs Podium stellen, um zu zeigen, das ist möglich, man kann von Best Practices lernen und es gibt auch sehr
vieles, was man gemeinsam tun kann, deswegen finden wir es wundervoll, dass wir dort orthodoxe, freikirchliche, evangelische und katholische Leiter haben, Bischöfe haben, Laien haben, Bewegungen haben, die sagen, Hey, wir sind vielleicht nicht einer Meinung über manche spezifischen Fragen weiß ich nicht, frauenpriestertum oder sonst was, aber. Aber das, was wir gemeinsam tun können, tun wir gemeinsam. Nämlich für diesen Glauben begeistert werden. Das ist jetzt natürlich auch auf hoher Ebene ne Bischöfe et cetera große Leiter.
Was würdest du sagen, kann der Einzelne tun um Missionarischer zu werden und ich ich ich sag nur noch n paar Sätze dazu. Also es gibt ja die einen die ganz krass irgendwie auf die Straße gehen ich hab jetzt die Schilder vorher gesagt oder du kannst nicht irgendwelche Leute ansprechen die vielleicht sogar für irgendwelche Leute auf der Straße beten.
Und diese Straßenevangelisierung nenn ich es jetzt einfach mal. Das ist wird so in manchen Kreisen total gehypt und dann gibt es Leute, die sagen, das ist ja irgendwie nicht sehr nachhaltig, weil dann hast du dich auf der Straße getroffen und dann triffst du dich vielleicht nie wieder, weil du bist das erste Mal in deinem Leben in dieser Stadt, wo ist ist der der Follow oder in welcher Gemeinde schickst du die? Wir wollen lieber Freundschaftsevangelisierung machen oder halt in dem in meinem Kreis, wo ich lebe, keine Ahnung, meinen Arbeitsplatz.
Platz oder meine meine Nachbarn oder sowas. Aber selbst wenn Leute die Unterscheidung verstehen, sind sie immer noch so boah OK, aber ich traue mich irgendwie nicht über meinen Glauben zu reden, vielleicht bin ich gar nicht so sprachfähig oder ey ich ich lieber in meinem Zimmer die Tür zu machen und der Herr der im Verborgenen sieht und so was würdest du den Leuten raten, wie können, wie kann der Einzelne wieder begeistert. Über seinen Glauben sprechen und Freunde erreichen oder Arbeitskollegen erreichen oder wie auch immer. Es gibt nicht die richtige Methode, sondern es gibt die Methode, die zu dir passt.
Und ich glaube, jeder Mensch kann zum Beispiel mal anfangen, für eine Person in seinem oder ihrem Umfeld, die nicht gläubig ist, regelmäßig zu beten. Im Verborgenen zu. Sein, genau und zweitens. Situationen, die sich spontan ergeben Kühn nutzen. Ich erinnere mich zum Beispiel, ich saß im Flugzeug mal neben einer chinesischen Studentin und wir kamen zu sprechen über das, was wir jeweils lesen, und sie hatten n Buch über Philosophie gelesen und ich hab irgend n christliches Buch gelesen und es ist, was bisher war, völlig natürlich für mich zu erzählen, dass für mich der Unterschied zwischen Jesus und Buddha ist und und so weiter das hat sich hat sich automatisch ergeben und ich glaube, dass wir oft solche
simplen. Gelegenheiten einfach nicht nutzen jemand erzählt mir, dass es ihm schlecht geht. Es spricht nichts dagegen zu sagen, ich werde für dich beten, ich glaube wirklich, dass Gott Wunder tun kann und es kommt einem erst schwer über die Lippen, aber ich habe das ganz selten erlebt, dass Leute wirklich negativ reagiert haben.
Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand positiv reagiert, es etwa zehnmal so hoch, also wenn du es zehnmal machst, gibt es vielleicht eine Person dieser Klasse mit Glauben in Ruhe 9 sagen. Dankeschön. Schön, dass du das hörst. Und es gibt unterschiedliche Methoden. Eine Methode kann sein, dass du einfach in den whatsapp Status, was stellst, dass du irgendein Vortrag, irgendein youtube Video, irgend Podcast, weiterschickst oder mal selber ein Social Media Post über irgendwas machst an Ostern.
Es kann sein, dass du jemand in deiner Umgebung, der in Not ist, ihm einfach dient. Wer ist einsam, wen besucht gerade keiner von wem weißt du, dass er oder sie im Krankenhaus ist? Wer hat gerade jemanden verloren und. Und dann nicht, um die zu missionieren. Das meine ich nicht, sondern aus einer Genuinen, halt echten Haltung von Nächstenliebe den Kontakt zu dieser Person suchen und dann schauen, wann sich es ergibt, dass man auch was vom Glauben teilt.
Es gibt wirklich ganz viele Gelegenheiten und Möglichkeiten. Du hast in kürzlich habe ich dich, ich weiß nicht mehr, wer es gefragt hat, aber du wurdest gefragt, was dir das wichtigste im Leben ist oder wofür du lebst oder wo du sagst, OK, das war ein erfolgreiches Leben am Ende. Und dann hast du gesagt, unter anderem ich möchte kämpfen dafür, dass dass ich etwas erobere oder erreiche für andere, dass sie das nicht mehr kämpfen müssen, ja. Ich will kämpfe ausfechten, dass andere diese Kämpfe nicht mehr ausfechten müssen.
Das finde ich so ein starkes, so eine starke Aussage. Und das machst du ja schon seit vielen Jahrzehnten jetzt schon, also im christlichen Bereich bist du echt ein Vorreiter für ganz vieles. Wir haben kurz über Eden Culture gesprochen, jetzt du hast. Wir haben jetzt die Modern Gentleman Konferenz. OK, die Mission ist possible Konferenz OK kurz über Eden culture magst du noch n bisschen mehr dazu sagen? Warum hast du Eden Culture gegründet und was hat das mit dem ganzen Thema zu tun?
Das Evangelium in die ja in die Welt zu tragen? Also Eden Culture ist eine Klimaschutzbewegung für das menschliche Herz. Ja, also das praktisch, was wir in der Ökologie machen, zu sagen, Hey, lass uns schauen, dass die Fische nicht sterben und dass das Klima uns weiter, dass wir uns um das alles kümmern, so was ähnliches braucht das menschliche Herz auch, weil das menschliche Herz lebt von Ressourcen, die nicht einfach nur Trinkwasser und saubere Luft sind, wir brauchen noch andere Sachen, und ich behaupte, das menschliche Herz braucht unter anderem wesentlich Sinn, Verbundenheit und Schönheit.
Und könnte ich jetzt ausführen, wie ich auf die 3 gerade gekommen bin? Muss ich jetzt nicht unbedingt ablesen. Kann man das Buch lesen und das ist, das entspringt meinem christlichen Menschenbild, das entspringt auch der Garten Eden Geschichte, daher kommt der Name von Eden Culture, aber um also diese Plausibilitäten dahinter, die erschließen sich auch jemanden, der nicht gläubig ist.
Und deshalb ist Eden Culture jetzt nicht per se eine missionarische Bewegung, sondern es ist eine, die Gesellschaft aktiv gestalten möchte, aus diesem Menschenbild heraus. Und was mich einfach sehr nervt ist, dass es ganz viele Menschen gibt, die dir beschreiben können, dass die Gesellschaft in eine falsche Richtung geht, die Kultur in eine falsche Richtung geht. Oft sind es auch fromme Menschen, die sagen, ja, und die Welt wird immer schlechter, die aber selber gar nichts tun, sondern die Leben ein privates Leben, es ist so, ich und meine Familie und so, und wir gehen wegen meiner auch in die Kirche, aber Leute, die sagen, lass uns doch die Gesellschaft aktiv prägen, gibt es zu wenige, den
Anspruch haben natürlich auch nur ein paar Prozent, aber solche wollte ich sammeln und sagen, wie wäre es dann. Wenn wir Verbundenheit sind und Schönheit in die Welt Rügen, und zwar als ein Netzwerk von Freunden, das ist die Eden Culture Bewegung, das hat das mit Evangelium zu tun. Gott ist ja nicht nur der Gott des Himmels, sondern auch der Erde, und er hat die Erde uns auch zur Sorge anvertraut, das heißt, es geht eben nicht nur darum, dass Menschen das ewige Seelenheil erlangen, sondern auch, dass dieser diese Erde, auf der wir leben. Auf gute Weise gestaltet wird, und das hat eben auch mit Beziehungen zu tun, mit Bildung, mit Architektur, mit Psychologie, mit allen möglichen Disziplinen, auch mit Kunst zu tun, die eigentlich beseelt
werden wollen und belebt werden wollen von diesem kreativen Fluss, der letztendlich von Gott kommt. An dem aber, davon bin ich fest überzeugt, auch Menschen Anteil haben können, die jetzt gar nicht persönlich religiös sind, kannst du ja nicht bestreiten, dass auch Menschen, die nicht gläubig sind, wahre Dinge erkennen oder schöne Dinge oder gute Dinge erkennen. Und deswegen ist Ethan Culture auch eine Einladung, gemeinsam in die in die Aktion zu kommen, unabhängig von dem, was man glaubt.
Ich persönlich denke oder nicht, ich bin davon überzeugt, dass die Quelle von all dem letztendlich immer zu Gott führt, so aber Menschen können auf einer unterschiedlichen. Reise sich befinden oder unterschiedlichen Etappen bis sich befinden. Also ich mach ein Beispiel. Letztes Wochenende kam war einer auf dieser Gentleman Konferenz, der nachher gesagt hat, ey ich muss echt sagen ich bin ja Atheist gell aber ich hab mich hier so wohlgefühlt, es war so ein Raum von Wohlwollen und der fand es wundervoll und dann sag ich das ist doch super und wer weiß, also jetzt ohne dieses du musst dich jetzt bekehren. Aber wer weiß, vielleicht das ist der Anfang für dich, wo du, und sei es auch nur, dass du
sagst, ich hab einen Raum von Wohlwollen gefunden und hab mich echt mal gesehen und geliebt gefühlt. Allein das wäre es schon wert. Also für mich ist Mission nichts wieso ein Widerhaken du drückst eine Bombe und am Schluss wollen wir dich haben nein es ist ein es ist erst mal ein Geschenk, es ist ein Anteil geben. Von einer Lebensfülle, von der ich erst mal ausgehe. Und Eden Culture ist sehr, sehr, sehr breit, was das betrifft, und andere Angebote, die wir machen, wie die Mär oder das Gebetshaus, ist viel explizierter christlich, da weißt du, da geht es wirklich um Gebet, da geht es wirklich um christlichen Glauben und ist ja wunderbar. Ich finde es so cool, dass du deine Fühler quasi ausstreckst in alle möglichen Richtungen,
weil es stimmt ja, wer soll denn diese Leute erreichen, wenn wenn nicht auf diese Art und Weise, in der in Anführungszeichen. Ich sag mal ehrlich, erreichen ist ja das eine, aber ich gehe ja davon aus, dass die auch ganz viel verstanden haben und dass die, also ich gehe ja auch in Podcasts oder oder.
So von Leuten, die überhaupt gar nicht glauben und so. Und es sind oft gute Gespräche, es ist ja nicht so, dass ich in allen Themen dann immer brutal viel mehr weiß, ich spreche halt aus meiner Perspektive als gläubiger Mensch, und ich glaube, dass da ein Riesenschatz ist. Aber in ganz vielen anderen Sachen kann ich genauso viel oder noch mehr von anderen lernen, so.
Ja, absolut. Also in den Gesellschaftsbereichen müssen wir echt, da müssen wir einfach rein, also auch mit unserer christlichen Stimme. Ich glaube, dass die christlichen Stimmen einfach immer mehr zurückgegangen sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten in diesen Bereichen. Aber ein ganz wichtiger Lebensbereich, den haben wir jetzt noch gar nicht eingeschnitten, und das ist die Familie und in der Familie hat es ja auch, ist ja auch die ganz die Frage eigentlich OK, wie, wie gebe ich da den Glauben weiter, also so viele Familien oder die sie das irgendwie versuchen, irgendwie ihre Kinder irgendwie immer mitzunehmen, überall hin und das und da und da vielleicht auch. Auf diese Freizeit und dann noch
das zu machen und dann am besten jeden Abend noch irgendwie gebetszeit zu machen und so. Und diese Sehnsucht von den Eltern, Boah, das was ich erlebt hab, das möchte ich meinen Kindern auch geben und der Größte mir kommt vor einer der größten Schmerzpunkte von so von wirklich entschieden gläubigen Eltern, wenn ihre Kinder nicht auch gläubig sind kann ich verstehen, ja ja wie also wenn deine Kinder sind Kinder sind glaube ich alle gläubig aktuell über weiß ja nie gell aber.
Was was sind so Punkte Kriterien wo du sagst, also wenn du die Beachtest, dann ist die Wahrscheinlichkeit mal größer, weil also machen kann man es ja nicht für. Sie machen kann man es nicht. Ich glaube auf jeden Fall, dass zu viel Druck nichts bringt, das kann einem dann eher, also das trifft auf Menschen allgemein zu, wenn ich irgendwas zu sehr will, dann erzeuge ich einfach abwehrreaktionen so und ich glaube, du kannst einladen und. Und das Wesentliche ist ja dann so bis 12 oder 13 und dann entscheiden sie sich sowieso selbst. Also bei uns ist es auch so ausgesprochen worden. Irgendwann kannst du selber entscheiden, ob du Mitgehst in die Kirche oder nicht.
Mit 12 oder 13 war das. Ja, etwa so oder 15. Also wir sind im Gespräch und wenn jemand gesagt hat, er hat jetzt kein Bock mehr mitzugehen, da hätten wir nicht nicht gezwungen. Eigentlich. Ich kann nur das von vorher wiederholen. Die Schönheit des Glaubens vorleben und erfahrbar machen und ich würde schon überlegen, wo sind denn zum Beispiel Freizeiten oder Camps, wo die Kids gerne hingehen, weil es gibt heutzutage so unfassbar gute Angebote, wenn ich an das Zeug denke, wo ich mit Hingeschleppt wurde, das war entsetzlich, also irgendwie den Kinder Kindergottesdienst mit so Bongo trommeln, ich fand das damals schon so.
Saupeinlich es gibt heutzutage so tolle Kinder und Jugendarbeiten, wo man wirklich jemanden hin hinnehmen kann, was nicht peinlich ist. Solche Angebote würde ich als Erwachsene, als Eltern schaffen und ansonsten gilt natürlich schon je natürlicher, je freudiger, wie authentischer die Eltern ihren Glauben vorleben, sodass Kinder spüren, das ist der ihre Kraftquelle, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie das selber eben auch so erleben und.
Ich frag mich schon, wie erlöst und befreit unser Glaube, wie freudig und erfüllt unser Glaube wirklich ist. Ich sehe auch, also Danitsche hat mal gesagt, ihr Christen, ihr müsstet Erlöster aussehen und ich glaube hat ziemlich recht, wenn du eigentlich griesgrämig und leistungsorientiert und verkrampft bist im Namen des Herrn, warum soll das attraktiv sein?
Und da sind wir wieder beim Evangelium, wenn du aus dem Herzen tief befreit und von dieser Liebe Jesu getragen lebst die. Ich glaube schon, dass es was attraktives hat und auf der anderen Seite, wenn dein Kind sich nicht so entscheidet, wie du es gern wolltest, bleibt es dein Kind. Wie gesagt, ich weiß auch nicht, wie es mit meinen Kindern genau weitergeht.
Als Eltern bist du mit hineingenommen in ein Geheimnis des Gott unablässig lebt, nämlich lieben und. Ohne etwas zurück erwarten zu können. Gottes Erwartungen an uns Menschen werden ständig nicht erfüllt und er liebt uns trotzdem weiter, lässt die Sonne aufgehen über guten und Bösen, das ist Regen über gerechten und ungerechten, und das hieße eigentlich Elternschaft zu sagen, ich bleib dein Vater, ich bleib deine Mutter, egal wie du dich entscheidest, ist gar nicht so einfach.
Hast du irgendwie, also wenn du nur das Teilen magst, was waren so Glaubenspraktiken die, die ihr mit euren Kids gemacht habt, wo ihr sagt Okay? Es hat einfach ganz gut. Das war gut für die. Wir haben immer versucht, ich will besonders meine Frau ehren, weil die ist auch Erzieherin und ist wirklich immer sehr gut im Umgang mit unseren Kindern gewesen und heute noch, wir haben Kinder immer geistlich ernst genommen, zum Beispiel sehr früh, haben wir schon gesagt, sie sollen beten, dass sie Gottes Stimme hören können oder dass sie Eindrücke und Bilder bekommen oder Träume und.
Und tatsächlich hören die Kinder Gottes Stimme ganz gut, um ein Beispiel zu machen. Ich bin das Wochenende unterwegs, irgendwo in Kroatien, und unsere Kinder waren 3 und 5 oder so und haben gesagt, wir beten jetzt für Papa, bevor er fährt und segnen ihn und beten, ob jemand von euch noch einen Eindruck bekommt und dann hat ein fünfjähriges Kind gesagt, ja, ich sehe so Licht von oben und ich glaube, dass Gott seine Liebe neu den Menschen zeigt, wie auch immer, so was und vielleicht ist die Hälfte davon auch bisschen auch Einbildung, ist aber auch nicht so schlimm, aber.
Aber Kinder geistlich für voll nehmen scheint mir sehr wichtig zu sein und mit ihnen beten für sie beten Sie für sich, sie für mich beten lassen und dann schon bald nach Gelegenheiten suchen, wo sie selber den glauben als schön erleben können. Es waren bei uns Musical Freizeiten im größten Alter waren die alle bei Kiezy das ist eine tolle Arbeit aus Österreich und irgendwann sind sie dann, dass sie Teenie Wahnsinns zu BDL gewechselt. Auch Super Musical Arbeitetickets haben das geliebt und haben da richtig viel mitgenommen. Cool.
OK, wenn jetzt Eltern vielleicht zuhören, die die vielleicht meinen, Sie haben es irgendwie schon verpasst oder die ja vielleicht schon älter sind und tatsächlich Kinder haben, da gibt es ja etliche, wo wo, wo sie sagen, boah, ich hätte es irgendwie gern richtig gemacht, ich wusste es nicht, wie man es macht damals, jetzt sind die irgendwie.
Schon 1220 40, was auch immer, ja, und sie sind aber nicht gläubig oder nicht so, sie kennen nicht das was ich hab. Ja, was würdest du denen raten? Du suchst keinesfalls mit Druck Mhm, sondern wenn deine Eltern, wenn deine Kinder erwachsen sind, dann ändert sich das Verhältnis und du musst dann mehr dich befreunden mit ihnen. Und sagen, ich respektiere einfach deinen Weg und wenn ich danach gefragt werde oder so, gebe ich meins rein, aber komm raus aus dieser belehrenden Rolle. Ich glaube, das bringt überhaupt nichts, was das Interessante ist.
Es gibt so viele Menschen, die mit 15, die mit 20 nicht gläubig sind und mit 25 oder mit 3035 passiert, das in ihrem Leben und ihr Leben dreht sich um, so was passiert ständig, und dann gibt es Kinder, die selber nicht gläubig sind. Aber ihre eigenen Kinder fangen anzufragen, Opa, Oma, was glaubst du da eigentlich? Das ist ganz oft passiert im ehemaligen Russland, also, wo so eine ganze Generation von von von von Menschen durch den Stalinismus und durch den Kommunismus komplett entkirchlicht waren, und oft haben die Kinder dann aber über die Großeltern doch den Glauben wieder wieder entdeckt, die Hoffnung nicht aufgeben und weiter im Gebet bleiben und letztendlich sind wir auch nicht
völlig verantwortlich für andere Menschen, auch nicht für an für unsere Kinder. Es sind freie Menschen und wir können Sie begleiten, aber wir sollten sie nicht zu irgendwas drängen. Oh, ich, mir kommt vor, wir haben erst so die Oberfläche gekratzt von dem ganzen Thema Evangelisierung. Was ist das Evangelium ich ich bin echt dankbar für deinen für alles was du gesagt hast.
Wir sind schon am Ende angelangt. Wie schade, ja wirklich, wirklich herrlich. Danke, danke. Ich fand es auch. Schöne Fragen, echt. Danke ich also. Vielleicht machen wir einfach noch mal irgendwann ne Folge über das Thema, über noch n anderes Thema aber danke Johannes auf jeden Fall, dass du dir Zeit genommen hast und mir bleibt am Ende wie immer glücklicherweise nur noch zu sagen Johannes, einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast warst. Ich fand es auch herrlich.
Danke sibi.