
15. Hat Gott wirklich einen Plan für mein Leben? (Fr. Xaver M. Propach OP)
Freitag, 1. Mai 2026 · 1 h 38
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Shownotes
DDr. Fr. Xaver Maria Propach OP ist Dominikanermönch, hat in seinen jungen Jahren schon zwei Doktortitel erhalten und schon einen Ruf als Professor an eine Uni in Japan abgesagt. Die heutige Folge ist ein Deep Dive in das Thema Berufung. Wir sprechen über seinen Weg ins Kloster, ob Gott für jeden Menschen einen konkreten Plan hat, wie frei unsere Entscheidungen wirklich sind und woran man erkennt, ob man zur Ehe oder zum Zölibat berufen ist.
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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Du da bist, Fr. Xaver!
Die hippen Missionare
Sind im Kloster alle heilig?
Warum sein Berufungsweg nicht einfach war
Ordens-Hopping
Eine riesige Chance für Gen Z
Macht deine Berufung wirklich glücklich?
Hat Gott einen Plan für jeden Menschen?
Tipps, wie man seine Berufung findet
Potential und Gefahr von Social Media
Fr. Xaver – einfach herrlich, dass Du da warst!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas
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Hey, was soll das alles jetzt hier eigentlich ne, also warum gehst du jeden Tag um um irgendwie 07:55 Uhr in die Schule? Hörst du da irgendwas an und so weiter also was ist jetzt der letzte Zweck von all dem was wir hier treiben? Was hat Gott an Potenzialen, an Vermögen, an Streben in uns hineingesteckt und wenn wir das entfalten mit ihm, aber mit unserer eigenen Freiheit, dann führt das zu Glück und letztlich zu ihm.
Ich hatte plötzlich in meinem Herzen. Sebastian, du kannst gute Entscheidungen treffen. Ist natürlich ein bisschen die Gefahr. Wo bleibt meine Freiheit? Also auf der einen Seite wird die Freiheit natürlich sehr groß gemacht, der göttliche Wille fällt eigentlich vom Tisch und bei der Position ist es so, dass die Freiheit eigentlich ganz fehlt.
OK, jetzt, jetzt haben wir 4 Positionen, wir haben 22 ganz Extreme auf der einen und 2 auf der anderen. Genau was ist deine Mittelposition? Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte heute die große Ehre, mit Fratak Xaver Propach zu sprechen. Fratak Xaver ist Dominikanermönch, hat in seinen jungen Jahren schon 2 Doktortitel erhalten und hat sogar schon mal eine Professur abgesagt, die er an einer Uni in Japan gehabt hätte.
In der heutigen Folge sprechen wir über seinen Weg ins Kloster und über das ganze Thema Berufung wie ne Masterclass zum Thema Berufung und wie er Gott in seinem Leben schon erlebt hat, hat Gott nen fixen Plan für mein Leben oder nicht? Und die großen Fragen natürlich auch von Standesberufung Ehe oder Zölibatäres leben. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, dann schau einfach mal kurz nach, ob du abonniert hast. Die meisten von euch weiß ich, weiß ich nämlich ich hab noch nicht abonniert, das hilft mir extrem abonnier einfach kurz den Kanal und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge rataxaver einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast bist. Like weiß schön, dass ich hier
sein darf, so cool. So cool, dass du gekommen bist. Es ist hier morgens, wir sind gerade hier in den Missio Studios. Ich bin super dankbar, schaut an missio, dass sie hier diese Studios für uns einfach hier ermöglichen, das ist echt toll, kann einfach kostenlos hier sein, einfach mein Equipment mitbringen, die sind ultrafreundlich hier. Ich freue mich schon total, wenn ich den Pater Karl Wallner mal interviewen kann, vielleicht habe ich den auch mittlerweile schon interviewt, wenn diese Folge rauskommt, mal schauen. Aber jetzt bist du heute da und ich freu mich riesig. Ich hab dich kennengelernt, eigentlich so über das die Social Media Sachen die du gemacht hast erstens und zweitens bei Steffi Stampfer im
Podcast, die er auch hier in den Studios dreht ist so cool, dass du heute da bist. Schön zu sein. Ich bin gespannt. Du bist ja ein paar Themen, du bist ja ziemlich irgendwie auf Social Media schon unterwegs. Jetzt die Social Media Szene wurde kürzlich ja total gebasht durch die ARD. Diese Doku, die rausgekommen ist, die Influenza, wie war das mit Jesus gegen die Freiheit oder sowas? Hast du das schon angeschaut?
Also ich muss zugeben, ich hab bisher nur die Hälfte geschafft. Also meine meine Eltern haben mir das geschickt und also ganz anderer Background, die sind gar nicht katholisch und so weiter aber mit dem Hinweis Vorsicht genau Vorsicht wirklich, ja wirklich wirklich wirklich, das ist antidemokratisch und so weiter und ich hab dann erstmal versucht zu beschwichtigen und gesagt ich schau mir die in Ruhe an und dann sprechen wir mal darüber. Wenn sich die emotionalen Wogen geglättet haben, läuft das vielleicht etwas glatter dann.
Das wird mich aber bestimmt ja bald ereilen, dass ich da mit meinen Eltern drüber sprechen kann, also selbst bei denen, die jetzt wirklich kirchenfern sind, die beschäftigen sich. Die beschäftigen sich damit. OK, krass. Also ich hab mich nämlich gefragt, wie viele Leute schauen sich das jetzt wirklich an, also anscheinend wurde es irgendwie nachts um 22:00 Uhr oder sowas ausgestrahlt.
Gut jetzt kannst du es in der in der Mediathek jederzeit nachschauen. Aber ich hab mich, ich hab so n bisschen gehofft. Na ja, hoffentlich finden es finden es jetzt nicht so viele Leute, weil es ist. Ich fand das wirklich n Krampf also. Also ich find auch den Titel natürlich schon einfach tendenziös. Das sicher, ich bin gespannt.
Also ich hab jetzt erst die erste Hälfte geschaut, es gibt sicher Punkte, bei denen ich zumindest sagen würde, hey, da kann sich Kirche, da können wir als Akteur bei uns sicher auch ne Scheibe von Abschneiden, also da gibt es Verbesserungspotenzial. Bei einzelnen Figuren, die auch aufgetreten sind, hab ich mich halt schon gefragt, Hey, warum lädt man jetzt ausgerechnet diejenige Person ein, ne und ich hab schon noch gemerkt, was mich ein bisschen erschüttert hat, dass na ja für jemanden der n bisschen Insights hat so in in in in Kirche, in in auch Akteure in in Sprache und so weiter also er das System von innen kennt hatte ich relativ schnell einfach den Eindruck bei dieser Dokumentation, das ist ja, dass
das schon in ne gewisse Richtung einfach gelenkt wurde. Ne, das Ziel stand im Grunde wahrscheinlich von Anfang an schon fest. Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute. Außerdem danke für das ganze positive Feedback bisher, wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität.
Dann unterstützt mich gerne über den paypal Link in der Beschreibung. Vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge und. Ich hab mich dann selber gefragt, hey, was wäre jetzt wenn wenn das Thema der Doku n völlig anderes wäre ja wohl ich ich mich überhaupt nicht auskenne und ehrlich gesagt hab ich mich dann, nachdem ich jetzt die Doku angefangen hab schon gefragt, kann ich zukünftig noch dasselbe Vertrauen haben in in Dokus auch von der ARD und so weiter jetzt über andere Themenfelder ja wo ich mich nicht auskenne kann ich das noch haben, nachdem ich eben gesehen hab. Dass in dem Thema, wo ich mich halt n bisschen auskenne, ne oder wo wir halt drin sind, dass ich da merke halt wie wie, wie tendenziös aufgeladen das ist.
Und ich find es eigentlich letztlich schade, ja weil also es ist ist ja nicht nur letztlich auch n Schaden für für für Gruppen in der Kirche und so weiter, sondern es ist ja letztlich auch n Schaden für die Öffentlichkeit, also weil n Bild erzeugt wird, was sich ja in großen Teilen nicht der Wirklichkeit entspricht und dadurch nimmt man natürlich eigentlich auch einer großen Öffentlichkeit die Chance.
In Berührung zu kommen mit diesen Kreisen, und das finde ich eigentlich. Und sicher auch irgendwie n differenziertes Bild zu machen. Also natürlich es, es gibt ja auch nen kleinen Ausschnitt über Passau, über meine, also über das Home, über meine Arbeit und ich hab natürlich die letzten 2 Jahre hatten wir immer wieder den ARD da und die haben immer wieder Sachen gedreht und auch Interviews aufgenommen, wo ganz viel also also oder fast alles eigentlich nicht gar nicht in der Dokumentation aufgetaucht ist und teilweise.
Mir mir kommt vor, also ich hatte echt schon bisschen paar schlechte Erfahrungen, auch mit den Medien, leider bisher, weil die tun immer sehr nett, ganz am Anfang und dann irgendwann dreht, also geht dann die Kamera an und dann kommen richtig saftige Fragen wo man erst mal denkt hab ich irgendwas falsch gemacht oder die sind total nett auch während des Interviews und so und denken Ah das war echt ein tolles Interview jetzt gibt es irgendwie eine Chance, dass dass das, was wir hier machen, unverfälscht und untendenziös irgendwie online gestellt wird und dass einfach die Leute die Möglichkeit haben, das kennenzulernen und dann wurde es aber ganz anders ausgestrahlt oder sehr rausgepickt, so die Sachen, die irgendwie ja wo man
sich vielleicht n bisschen ungünstig ausgedrückt hat oder so, weil man kann ja auch nicht alles richtig machen, immer, aber also mir nimmt das, also mich desillusioniert das. Zunehmend immer mehr. Wenn ich sowas tendenziöses würd. Ich würd es auch so benennen, wenn ich sowas sehe und ich find es schade, aber ich find die Reaktionen lustig, weiß nicht ob du die Reaktionen gesehen hast vom Gebetshaus oder von hier. Ich hab mir die ein bisschen angeschaut, manche fand ich ehrlich gesagt nicht besonders zielführend, die im Grunde sogar fast das Klischee bedienen, was auch durch die durch die Dokumentation selber gesät wird und das halt ich halt nicht für nicht für besonders clever dann.
Andere dagegen fand ich sehr, sehr nüchtern. Also das einfach wirklich ganz klar zu benennen, die Punkte, wo man auch sich berechtigte Kritik zu eigen macht, aber eben auch, wo man das Gefühl hat, da ist die Dokumentation einfach unfair, das sachlich zu benennen und das ist glaub ich der, der der einzige Weg, der überhaupt gangbar ist.
Weil also sich darüber jetzt noch mal irgendwie lustig zu machen oder so etwas, das schürt glaub ich auf der Gegenseite nur nur weitere, ja Vorurteile und so weiter das ist. Ja, ich, ich bin mir, ich bin mir echt unsicher, wie man in der Öffentlichen, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der PR mit sowas gut umgeht, weil wenn man das jetzt irgendwie, sagen wir mal, egal wie tendenziös und vielleicht sogar unfair oder was auch immer ge geframed das jetzt vielleicht so vielleicht wäre, gibt es irgendwie, ich meine, wir kennen uns vielleicht beide nicht so mega PR mäßig aus. Ich weiß nicht wie es wie du da dort unterwegs bist. Ich bin jetzt da eher anfänglich unterwegs, aber aber. Ist mit so einer mit so einer
Prise Humor alles zu nehmen? Fand ich irgendwie auch schon ganz ansprechend, aber ich mein, Ich bin jetzt auch die, die angegriffen wurden. Ja jetzt das Ganze so zu machen, dass man sich jetzt wirklich lustig macht über die das geht glaube ich zu weit, aber mit so einer Prise Humor das zu nehmen und es, ich finde es immer wieder lustig oder interessant, die Brille von außen, wenn Leute, wenn Dinge die wir tun, die für für uns vielleicht schon völlig normal sind, völlig normal aussehen. Wo ich gut einordnen kann, die aber für Außenstehende völlig verrückt aussehen.
Ja, irgendjemand, der tanzt wie wie wild und so, wo ich sage, OK, vielleicht ist das halt jetzt die Ausdrucksform von dieser Frau oder für diesen Mann, wenn sie irgendwie betet, von mir aus, ja kann ich einordnen, aber für jemanden, der im Glauben oder mit diesen Formen nichts am Hut hat, selbst die Leute, die der normale Sonntagskatholik oder so, ja der kann damit noch nichts anfangen, der schaut sich das an, denkt sich. Was machen die da, was machen die da genau? Ja gut, aber das ist auf jeden Fall gerade in aller Munde, gerade in aller Munde.
Auf jeden Fall also auch in unserer Gemeinschaft wurde das natürlich heiß diskutiert. Bei bei dir im Cluster. Genau bei den Dominikanern und das war lustig zu merken. Also ein Mitbuder, der auch wirklich im charismatischen Bereich selber unterwegs ist, der auf jeden Fall, wie heißt das denn noch mal? Ich habe jetzt den Namen gerade vergessen. Encounter Ministry sich da zum Beispiel engagiert und die Ausbildung macht und so weiter der war natürlich entsetzt und hat besonders halt die dieses tendenziöse unterstrichen. Ne an anderer Methode erinnere ich mich noch, also der mit dem charismatischen Katholizismus ohnehin wenig anfangen kann, der im Grunde genau.
Das tendenziöse, noch n bisschen weiter gedehnt hat und natürlich auch um den Mitbrüder da noch mal so 1 reinzuwischen und so weiter also das hat jetzt schon bei 23 Mittagessen auf jeden Fall für für für gute Stimmung gesorgt bei uns. Das war ganz nett, ja. Großartig. Ich hatte, ich hab einen guten Freund, den hatte ich auch schon mal im Podcast, den Bruder Brian, du kennst ihn glaube ich, er hat mir gesagt, als er zu den Kapuziner gegangen ist, dass er dachte, er geht jetzt in einen. Er geht jetzt ins Kloster, und im Kloster sind alle heilig oder sind im Kloster, sind alle irgendwie total hingegeben und im Kloster sind alle was, was auch immer. Ja, und dann kam er dorthin, und dann ist er irgendwie mit der Realität konfrontiert worden.
Seine Worte, dass die Klostergemeinschaft ein Abbild ist oder ein Querschnitt der normalen Gesellschaft und das der normalen Kirche so, das ist. So eher die sehr konservativen Leute gibt, dann gibt es eher so die liberaleren Leute. Dann gibt es irgendwie alles zwischendrin, dann gibt es die Leute, die diese Ausdrucksform haben und die diese Ausdrucksform haben, und das hat mich echt gewundert, weil man könnte ja meinen, das sind irgendwie 20 Leute unter einem Dach, die Leben so eng aufeinander und die brauchen ja irgendwas, was sie, also, was sie gemeinsam identifiziert, irgendwas, irgendeine Ausdrucksform, die sie alle gemeinsam haben, und dann hat mich das gewundert, dass da offensichtlich so ne Vielfalt ist.
Wie ist das bei dir im Kloster? Also das gibt es auf jeden Fall. Also es gibt wahrscheinlich wirklich so viele Positionen kirchenpolitischer Art, liturgischer Art und so weiter wie es mit Buddha gibt. Trotzdem glaube ich, dass es natürlich was Verbindendes gibt, also ähnlich wie ja, ich denke also in jeder verbindlichen Lebensform, also sei es jetzt ehe oder was auch immer, also wo Menschen miteinander zurechtkommen müssen, weil sie es wollen, also sie haben sich alle frei dafür entschieden, und auch wir haben uns frei entschieden, da leben zu wollen mit den anderen, die man sich, anders als bei der Ehe jetzt nicht ausgesucht hat, das ist der Unterschied, ne, also die kriegt man quasi vorgesetzt.
Und muss dann schauen, wie wie kommen wir miteinander klar. Und trotzdem glaube ich, dass es halt, es muss schon am, es muss n Fundament geben, auf dem man am gleichen Strang zieht, gewissermaßen ne, das ist bei den Jesuiten wahrscheinlich die Exerzitienerfahrung kann ich mir vorstellen bei den Kapuzinern, also Teil der franziskanischen Familie ist es wahrscheinlich so ausgerichtet sein auf Franziskus als eine Figur die irgendwie Orientierung bietet, aber auch bei denen ja immer.
Der Grund war, dass man sich darüber gestritten hat. Ne, wie war er jetzt genau, was wollte er, wie radikalarm sollten wir sein oder so und deshalb haben sich die Franziskaner ja eben oft dann auch Aufgesplittert, eben auch in die Kapuziner und bei uns ist es halt Dominikus, der irgendwie in einer sehr ich finde angenehm Zurückhaltung hinter seinem Werk so zurücktritt, aber natürlich trotzdem ein paar grundlegende Gedanken, grundlegende denkformen, lebensweisheiten, Formen des gemeinsamen Miteinanders Grund gelegt hat, und das ist schon das was. Den Kitt irgendwie zusammenhält.
Und das ist ehrlich gesagt auch einfach super schön zu merken. Ja, dass also trotz kirchenpolitischer Differenzen und so weiter und liturgischer verschiedener liturgischer Praxis und Gewohnheiten und so weiter wirklich ein also im im im besten Sinne des Wortes ein ein Mitbrüderliches lieben möglich ist. Bei all den Menschen, Laien und Raufereien, und dass der eine mir minder militärisch auf den Sack geht und so weiter das gehört alles dazu, er ist auch völlig normal. Ist denk ich auch n Prozess des des des Wachsens. Ja aber das das ist wahrscheinlich ne Never ending Story bis wir im Himmel sind und trotzdem zu merken es ist irgendwie aspekthaft Punkthaft ist es wirklich möglich den anderen auch in seiner anderen
Position Andersartigkeit auch in den Charaktereigenschaften die man super nervig findet, ja ihn wirklich anzunehmen und das das gute und positiv darin zu sehen. Also das ist mir auf jeden Fall jetzt in den in den zweieinhalb, 3 Jahren Orden immer wieder aufgefallen. Und es gibt natürlich auch bei bei uns wahrscheinlich ähnlich wie bei den Kapuzinern, ich mein Bruder Brian ist ja auch noch, ist glaub ich in der Formation, also relativ jung im Orden und wahrscheinlich wird es auch bei den Franziskanern kapuzinern wird es schon auch n Unterschied zwischen den Generationen geben, also dass man vielleicht jetzt sehr schablonenhaft sagen kann, die älteren Mitbrüder sind tendenziell eher etwas progressiver eingestellt auf in
bestimmten Themenbereichen ja, und bei den Jüngeren tendenziell Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Gibt es schon, so wie wahrscheinlich insgesamt jetzt in der in der in der Genzy und und und. Vielleicht ja da drüber eher wieder ein Schiff zu einer etwas traditionelleren etwas, wenn man so will, konservativeren Formen auch des Glaubens und das bildet sich in so einer Gemeinschaft auch ab. Und trotzdem, dass diese Trennung und Spaltung, die das oft finde ich in der quasi in der normalen Kirche mit sich bringt, also dass dann Leute aufhören, miteinander ins Gespräch zu kommen, ja oder dem anderen wirklich. Das glauben, das Lieben, absprechen und so weiter da bin ich wirklich beeindruckt, dass
das innerhalb der Gemeinschaft nicht überwiegt. Also es gibt dann immer noch was fundamentaleres, was Wichtigeres, was eher die Einheit herstellt, als dass es trennt, und das finde ich beeindruckend fürs persönliche Leben, ich glaube, das ist aber auch was, wo, wo die Kirche, wo aber auch Gesellschaft tatsächlich von solchen Gemeinschaften vielleicht lernen kann, das ist natürlich, klingt sehr ideal. Also es ist Mensch mit anderen Ecken und Enden, klar. Aber das ist wirklich bisher die Erfahrung, ja. Das ist wunderschön.
Wir hatten jetzt kürzlich bei uns in der im Home in Passau hatten wir seinen Abend, wo der Bischof bei uns war, total beeindruckend eigentlich, dass er sich echt viel Zeit genommen hat für uns, er hat mit uns die Synodale Methode gemacht aus Rom und wir haben uns so ein bisschen einfach als Haus gesprochen über die Zukunft des Hauses und über alle möglichen Themen und so und er hat dann zwischendurch irgendwann gesagt.
Dass er total beeindruckt ist, dass es offensichtlich keine keine Anzeichen davon gibt, dass wir untereinander irgendwelche Konflikte haben, dass irgendwie der eine eigentlich mit dem anderen nicht so richtig kann oder so, sondern dass sich eigentlich alle gut in die Augen schauen können und dass er das aber aus so Gruppierungen und aus Orden und so weiter das ist nicht das Normalste der Welt ist, dass man sagt, OK, da sind alle irgendwie einigermaßen gut miteinander, sondern dann gibt es halt und hinter den verschlossenen Mauern gibt es dann. Diese Kriege und diese Neidereien und diese Eifersüchtereien und diese, was auch immer Stickereien oder so. Und habt ihr irgendwie n gutes Konfliktmanagement, habt ihr irgendwie so ne Kultur die bei
euch im Kloster lebt? Von weiß ich nicht wie bei uns ist es Wertschätzung und und so gewaltfreie Kommunikation, dass wir irgendwie sagen, OK sobald was ist, wir arbeiten so eng aufeinander, wir müssen dann gleich klar sein, wieder miteinander sonst sonst. Sonst explodiert es irgendwann so für jüngere Generationen, die in so einer in so was aufwachsen, ist es vielleicht noch normaler, aber wenn du jetzt irgendwie den jungen Dominikaner hast und dann den ganz alten, der irgendwie immer schon wusste, wie es läuft und kann ich weiß ich, ich habe gar keine Ahnung wie ist das bei euch, also was für ne Kultur lebt ihr im Kloster?
Also gewaltfreie ist sehr gewaltvolle Kommunikation gewesen. Nein, also es gibt also ich glaub, dass der Vorteil ist n bisschen jetzt bei so einer Ordensgemeinschaft, die einfach über 800 Jahre auf dem Buckel hat. Dass sich da einfach über diese Zeit auch Formen heraus kristallisiert haben, sonst glaub ich kann so Gemeinschaftsleben nicht so lange überleben, dass man tatsächlich das, was man halt heute als gewaltfreie Kommunikation oder halt solche Begrifflichkeiten, ne, die man im Grunde schon seit Jahrhunderten tradiert hat. Also es sind dann halt bei uns eher so Begriffe wie ein Hauskapitel.
Ja, wo man sich einfach hinsetzt und bestimmte Themen Durchspricht, auch wenn es unangenehm ist. Ja, Kompromisse eingehen muss. Also das Merk ich immer, das ist auch teilweise sehr ernüchternd, ja weil Kompromiss ja irgendwie immer bedeutet aus heißem und kaltem Wasser wird dann halt irgendwie so n lauwarmes Wasser, mit dem kann jeder irgendwie zur Hand kommen ja, aber es ist stimmt, es ist irgendwie weder schön knackig kalt noch irgendwie angenehm warm, sondern es ist so was dazwischen und das nervt, es kann auch super frustrieren, ich glaube aber langfristig.
Halt für ein Gemeinschaftsleben ist, ist der Kompromiss halt unhintergehbar und da gibt es verschiedene Formen. Ich fand ehrlich gesagt besonders beeindruckende Form, die hatten wir im Noviziat, die nannte sich Schuldkapitel, das klingt jetzt sehr dramatisch, aber es ging tatsächlich darum, also nicht, es war keine sakramentale Beichte, ja, aber es ging darum, im Noviziat, also mit den Mitbrüdern und dem zuständigen Novizenmeister, im Grunde Themen auf den Tisch zu legen, und zwar wirklich in der Atmosphäre des absoluten Vertrauens und. Ja, also des nicht verurteiltwerdens für das, was man dann auf auf den Tisch gelegt hat. Und zwar Dinge, wo man das Gefühl hat, Hey, das vergiftet gerade irgendwie unsere
Gemeinschaft als Milizen und ich habe das so oft als unfassbar befreiend erlebt, also weil ich schon immer merkte, so über die Wochen, wieso ein Knoten, ja, der sich so klar, man lebt ja Zimmer an Zimmer und man kriegt all das gute, aber eben auch das, was nervt mit ja und das was nervt, das frisst sich irgendwie rein in die Seele. Und dann also ich merkte immer so eine Art, wieso ein Knoten ja und wirklich in dem Moment, wo dann, wo jeder das einfach offen angesprochen hat, sich auch entschuldigt hat, da wo er gefehlt hat an den anderen, ne, das war wie als ob der Knoten gelöst wird, ja und wieder man wirklich neu anfangen konnte und das war einfach eine sehr gute Methode glaube ich, das haben wir jetzt hier leider wie nicht,
ist vielleicht auch zu groß in unserer Gemeinschaft jetzt hier im Novizat war das wirklich super, also kurzum. Ich glaube das, was halt heute moderner Gelabelt wird, ne das das, das gibt es bei uns wahrscheinlich aufgrund der Jahrhunderte hat haben sich solche Formen auch herauskristallisiert. Natürlich haben wir auch sowas wie Supervision oder sowas, gerade wenn größere Probleme wirklich anstehen und es größere Reibereien gibt, dass man sich auch von extern dann noch mal zusätzlich irgendwie Hilfe holt ist glaube ich auch also der Punkt von Professionalisierung ist glaube ich auch super hilfreich.
Wow stark, du hast ja noch nicht immer n Dominikaner, also irgendwann ist er mal geboren worden so. Ich, ich hab ja auch gar nicht gesagt, du warst ja auch nicht immer Akademiker, da kommen wir vielleicht dann auch noch drauf, das find ich super spannend. Du hast 2 Doktortitel mit 34, nicht schlecht, wirklich nicht schlecht, wie bist du aufgewachsen, wo kommst du eigentlich her?
Ich weiß du bist auch nicht gebürtiger Österreicher, nimm es einfach mal n bisschen mit in in deine Geschichte. Also wird schon bei der Doku angedeutet, komme ich aus einem Background, der wirklich nullkatholisch ist, an. Also ich glaub alle in meiner Verwandtschaft sind irgendwie evangelisch getauft, Großeltern noch irgendwie praktizierend, aber ansonsten praktiziert da niemand den religiösen Glauben.
Es gibt lustigerweise allerdings einen Kleinteil der Familie, der dafür super Traditionalistisch unterwegs ist. Also zur alten Messe geht, also es kommt immer quasi ne Großtante, die Angeheiratet wurde ja und die da jetzt irgendwie so Früchte treibt, aber anyway ja das heißt also ich bin ich bin wenn überhaupt so n bisschen evangelisch aufgewachsen, aber eigentlich in einer in einer total.
Liberalen Familie also auch als Einzelkind und also meine Eltern sind im im, Ich würde auch sagen, im besten Sinne des Wortes wirklich so liberale, also jetzt nicht ökonomisch so, sondern wirklich, ja, große große Freiheit, die mir als Kind auch geschenkt wurde, von der ich, glaube ich, auch viel profitiere, also gerade so in puncto Neugier und Offenheit und so weiter das sind, glaube ich, alles Früchte, die ich da dankbarerweise ernte, religiös bedeutete das Halt, und das verstehe ich im letzten nicht, sein Kind nicht.
Zu bevormunden, zu prägen, indem man es taufen lässt und irgendwie in einer bestimmten Religion eben sozialisiert. Also haben Sie sich gegen entschieden? Also ich wurde nicht getauft, ich glaube, das ist halt ein bisschen schwierig, weil ich Erziehung bedeutet ja eigentlich immer, dass ich mein Kind präge, nämlich zum guten, und wenn ich davon überzeugt bin, dass Religion, dass das Christentum etwas Gutes ist, ja, und und ein Kind auch dazu führt, zu einem letzten gut und. Dann ist das eigentlich nichts, was was mit Zwang hat oder von Beformungen oder so ne, sondern das hat was mit eigentlich einer guten Art von Formung zu tun.
Aber anyway, das war nicht meine Entscheidung, das war ihre Entscheidung und von daher das war so n bisschen die Sozialisation am Anfang und es kam dann eigentlich erst als Teenager kam so die Frage eigentlich so die großen Fragen, ich weiß nicht wie das bei dir war, aber also ich habe als Teenager schon angefangen. So zu fragen, Hey, was soll das alles jetzt hier eigentlich ne, also warum gehst du jeden Tag um um irgendwie 07:55 Uhr in die Schule?
Hörst du da irgendwas an und so weiter also was ist jetzt der letzte Zweck von all dem was wir hier treiben ne oder warum gibt es eigentlich überhaupt was und nicht viel mehr nichts uns also solche irgendwie schon sinnfragen würde man wahrscheinlich sagen ne die die tauchten da tatsächlich auf und konnten relativ schlecht beantwortet werden durch das was ich so in der Schule mitbekam und so weiter ich hatte ne kleine Marxismusphase hatte die Hoffnung das kann das beantworten. War nicht so.
Und dann kam es über Umwege zum Katholizismus. Genau. Also ich weiß noch bei mir, ich hatte so n paar Momente. Ich bin katholisch aufgewachsen, die ersten 15 Jahre allerdings leider in einer Gemeinde, die jetzt nicht so wahnsinnig belebt war, also es es gab irgendwie eine Ministrantengruppe, aber das war jetzt auch nicht sonderlich, ist schwer zu sagen, gell man kann nicht in die Herzen reinschauen, aber es ich ich hab es jetzt nicht als lebendig katholisch, wir glauben voll und es geht die ganze Zeit um Glaubensinhalte, sondern es ging halt um.
Ministrantenlager und es ging um Fahrfest und Fahrfest und Capture The Flag und eben n paar coole Sachen und so. Kirchen, Kinder, Chor war ich ganz lange, aber mit dem Glauben hab ich jetzt mich nicht so richtig beschäftigen können. Man hat gelernt wie man sich verhält in der Messe, wie man sich verhält als Messdiener und ich erinner mich an eine Frage, aber die war jetzt nicht so tief wie deine warum?
Es gibt es was und nicht viel mehr nichts. Sondern ich hatte gefragt, ich weiß noch altardienst, ich schau irgendwie auf den Priester, der gerade die Predigt hält, und ich frag mich warum, warum hat der also Hochzeit aufgegeben, warum hat er nicht also heiraten wollen, sein ganzes Leben so, da saß ich so da und dann war aber irgendwie die Nachdenkphase auch schon wieder vorbei und da hab ich halt irgendwie so mein Leben gelebt, ich glaub aber sicherlich auch, dass weil ich in der Schule sehr viel gemobbt wurde.
Also ich war immer der Außenseiter und ich habe mich, ich hatte wenig, kommt mir vor die Zeit oder die die den Freiraum einfach frei zu denken, sondern ich hatte, ich hatte jetzt im Nachhinein sehe ich das natürlich so, ich hatte sehr viel damit zu tun, irgendwie dazuzugehören, zu überleben, ein paar Leute zu haben, nicht alleine zu sein, blablabla, und ich glaube, da habe ich lange, da hat sich das lange hingezogen. Dass ich mir mal wirklich erlaubt habe, sowas zu fragen wie warum gibt es überhaupt irgendwas oder was ist denn jetzt eigentlich die Wahrheit, sondern eher was muss ich tun, damit ich dazugehöre sozusagen?
Also das war ja bei mir so OK, aber du hast das katholische langsam kennengelernt, wie wie war das? Also es war eigentlich n bisschen glücklicher Zufall. Also in, ich weiß gar nicht, ob das in Österreich ähnlich ist. In in Deutschland kann man mit 14 kann man selbstständig entscheiden. Zum Beispiel, welchen Religiunterricht besuche ich? Ja, ich hab mich damals dann für evangelischen Unterricht entschieden, weil der war spannender als der Kathol, also der der Lehrer war besser deswegen, also wahrscheinlich hast du dich für den katholischen entschieden, oder? Es war genau andersrum.
Also ich war bei den Evangelen und fand das Schnarchend langweilig. Also ich war halt auch als als Kind war ich mit meiner Großmutter, die war die wusste glaub ich genau nicht selber nicht genau was sie jetzt war an Protestantischem so das war glaub ich irgendwie so ne unierte also das heißt lutherisch reformierte Mischform. Und es war als Kind so gähnend langweilig, also in einem völlig geweißelten riesigen Kirchraum, in dem es nur ein Kreuz ohne Korpus gab und mit irgendwie 30 Minuten predigt, ja entsetzlich, also auf jeden Fall mein Bild des Protestantismus war irgendwie immer schon relativ langweilig und und und und gähnend und in den 14 hab ich dann gedacht, jetzt schaust du mal was die, was die Katholiken
da so treiben eigentlich, und ich hatte dann das große Glück, das wirklich in dem Jahr kam. Ein junger Priester als Relilehrer ans Gymnasium. Also nebenbei war halt kein Plan und der war auf der einen Seite charismatisch, jetzt nicht im im im Sinne von Lorette und so weiter, sondern charismatisch, einfach als Person, ja und er konnte vor allem die Fragen, die ich halt hatte beantworten und das das hat irgendwie echt gefruchtet. Also das wär n Moment wo ich dann überlegt hab, OK wenn hier die Antworten die Fragen die ich habe beantwortet werden und mir da ein ein Priester begegnet, eine Person die mit all den Schattenseiten und Schwächen und so weiter versucht das Christentum den Katholizismus zu
leben, das fand ich überzeugend. Also die beiden Pole war es irgendwie, also letztlich n persönliches Zeugnis von einem Priester und kognitiv Antworten auf meine Fragen zu bekommen, und das war dann der Punkt, dass ich gesagt hab, OK, also jetzt Marxismus auf katholisch werden, was natürlich bei meinem familiären Background jetzt alles andere als für für für besondere Freude gesorgt hätte. Aber und das das mein ich mit diesem wohlwollenden Liberalismus oder liberal im Elternhaus, also wirklich die also so ehrlich, liberal zu sein und frei Freiheit zu gewähren, wie das meine Eltern getan haben, das find ich halt beeindruckend, weil sie haben das völlig unterstützt in dem Maß, wie das Halt für Menschen
möglich ist, die nicht die Überzeugung teilen, aber wirklich dann auch. Mich darin unterstützt dann irgendwie. Ich wurde dann relativ schnell so obermessdiener und so weiter hab schon vor der Konversion ist eigentlich ganz lustig bevor ich getauft wurde schon immer mittwochs den Rosenkranz Vorgebetet in der Gemeinde mit den alten Omas, wirklich ja. Was, wie alt warst du da?
Ja, war ich 14 oder sowas. Du mit 1514 15 mit den alten. Omas, die waren so 60 Jahre älter und wir haben da jeden Mittwoch den Rosenkranz durchgezogen. Genau. Und dann eben Tau für Erstkommunion, Firmung, das war dann alles halt so kondensiert hatte dann ich glaub n halbes Jahr wirklich so Unterricht bei dem Priester wo im Grunde also das war jetzt nicht Katechismus aber schon ja wirklich sehr theoretisch, ich glaub der hat einfach auch gemerkt OK da ist jetzt jemand der braucht n bisschen hirnfutter und dann sind wir das einfach komplett mal durchgegangen und dann halt katholisch geworden und dann so ne kleine Messdiener Karriere hingelegt so ganz klassisch eigentlich da auch noch Volkskirche erlebt so die in den
letzten Zügen würde ich fast sagen, also wirklich mit. Irgendwie noch so schlesischen, wie gesagt, aus nee, Siedlern also, die quasi nach dem Zweiten Weltkrieg dann nach Deutschland gekommen sind, die da so hedwigs Greise hatten mit so frommen Andachten und irgendwelchen Muttis, die einem dann irgendwie n Striezel hingestellt haben und so weiter Fronleichnamsprozession in der Diaspora, aber mit mit richtig Selbstbewusstsein und so weiter auch noch mehrere Muttis an einem Ort, also es war schon irgendwie auch schön noch mal diese also auf den letzten Metern quasi diese Welt kennenzulernen, die jetzt halt sehr rasch verblasst.
Und dann? Habe ich überlegt, was mache ich denn jetzt nach dem Abitur und ziemlich schnell kam der Gedanke okay ich will eigentlich ins Priester Seminar und bin dann in Paderborn ins Seminar eingetreten. Ich glaube, im Nachhinein hatte ich wirklich falsche Motive. Für das Priester Seminar. Genau.
Und zwar war das so ein bisschen so jetzt okay jetzt habe ich taufirma Erstkommunion, was ist denn jetzt quasi die die Cocktailkirsche obendrauf? Und daran irgendwie so, als ob noch was fehlen würde. Ne als ob das getauft sein nicht schon alles beinhalten würde, worauf es eigentlich ankäme. Irgendwie, so der Gedanke, hey du musst Priester werden noch und es war auch ne super coole Zeit also ich hab nach wie vor echt gute Freundschaften, Bekanntschaften aus dieser Zeit im Seminar es war waren 2 Jahre dann und dann hab ich aber letztlich glaub ich hab ich gemerkt, dass diese Motivation nicht trägt und hab mich dann entschlossen ich ich geh ich geh raus aus dem Seminar und dann fing im Grunde das das
akademische Leben so richtig an also dann hab ich in München studiert, Philosophie, Theologie, hab dann beides beendet und dann eben ne Promotion angefangen und dann aus Versehen noch ne zweite Promotion angefangen, also wusste ja nachdem man dann nicht wusste was mach ich denn jetzt, war das irgendwie ne attraktive Lösung um das Problem von mir herzuschieben. Ja und ich glaub wirklich in dem Moment wo dann die die beiden Promotionen in der Tasche waren a beziehungsweise die erste und die zweite so im Gange war also so die ersten Häkchen im Leben gesetzt wurden, ich hatte dann zu dem Zeitpunkt auch schon. 2. Beziehungen irgendwie hinter mich gebracht, ne. Also mit mit all dem erfüllenden
und schönen was dazu gehört, aber ich glaub ich konnte so die ersten Häkchen im Leben setzen. Die ersten Erfahrungen waren gemacht und dann tauchte tatsächlich noch mal sehr drastisch so die Frage auf, What Four, also was was mach ich jetzt hier eigentlich? Mit dieser Situation. Genau also ist das alles irgendwie ne Art von Eitelkeit so. Hier in Österreich ja besonders beliebt, so Titel sammeln, um sich dann daran zu erfreuen.
Oder andere, damit man immer schön überall drauf schreiben. Genau, und da habe ich gemerkt, dass das ist es letztlich nicht und dass ich eigentlich die die Sehnsucht habe, das in größeren, in was größeres Ganzes irgendwie einzubringen und eben gleichzeitig die Frage nach Berufung wieder auftauchte.
Die habe ich, glaube ich, ganz erfolgreich unter so einem Teppich so einen Inneren geschubst. Und ich glaube tatsächlich auch die Erfahrung in in den Beziehungen so schön die waren und ich auch immer noch sehr glücklich darauf zurückblicke und sie auch nicht vermissen möchte in meinem Leben und trotzdem für mich ganz persönlich irgendwie die Erfahrung gemacht, dass ja ich in diesen Beziehungen immer begann, also dass meine Perspektive eigentlich immer enger wurde, und ich glaube eigentlich, also Leute, die zu zur Ehe berufen sind, da soll das ja eigentlich dazu führen. Dass sich die Perspektive weitet, letztlich sogar ne, dass Gott in den in den Blick kommt.
Und ich hatte bei mir das Gefühl, es eigentlich verengt es die ganze Perspektive, trotz der schönen und glücklichen Momente ne und da war irgendwie für mich klar, nee, das scheinbar hat Gott dich nicht dazu berufen und dann hab ich mich halt auf die Suche gemacht, da dann schon klar war Diözese kommt nicht in Frage, das hat sie ja schon mal erlebt, mit dem Priesterseminar war dann halt Orden relativ weit oben auf der Liste und weil ich mit Jesuiten studiert hatte oder unter Jesuiten.
Und ich eben auch wusste da, da hat das Akademische irgendwie ein Platz, auch im Charisma dieser Gesellschaft Jesu habe ich dann eben relativ lange mit denen geflirtet, also es ging ja so ein Jahr lang irgendwie mal damit gelebt, ein paar Tage und da mal eine Woche mit mit mitgemacht, irgendwelche Berufungstreffen und so, und dann am Ende aber auch festgestellt, ich wäre es, glaube ich am liebsten, also ich glaube, das kann ich immer noch, ich hoffe, dass diesen Podcast niemals ein oberer von mir schaut, ich wäre immer noch lieber Jesuit. Aber das war nicht das scheinbar, was Gott in meinem Charakter so angelegt hat, weil ich einfach gemerkt habe, also ich wäre es gern, aber ich wäre,
ich bin eigentlich zu schwach dazu, also durchaus ja durchaus ein Eingeständnis von ich glaube, ich könnte es einfach nicht, weil du schon als Jesuit, glaube ich, dafür bereit sein musst, wirklich alleine dein ganzes geistiges Leben irgendwie hinzubekommen, und ich merke halt jetzt, wie oft ich das nicht packe. Und ich brauch die Gemeinschaft, die wieso n Push von hinten ja mich dann mit sich zieht.
Wieso n also in. Den Chorgestühl rein. Genau ab ins Chorgestühl und dann, weil alleine würd ich das nicht schaffen ne und da also da gab es halt so n paar Punkte wo ich gemerkt hab OK das das kann nicht der Weg sein den Gott für dich oder mit dir vorhat und dann durch Zufall kam dann halt der Dominikanerorden über den Weg genau.
Ist es so, dass es theoretisch so n ordenshopping gäbe, dass man sagt, man beginnt als Dominikaner und dann wird man irgendwann Jesuit? Also ich hab sogar mal gehört, ich weiß nicht, ob das stimmt, dass die Jesuiten zumindest früher niemanden aufgenommen haben, der schon mal woanders n Noviziat gemacht haben. Oha, weil sie gedacht haben, der ist dann kontaminiert oder sowas, keine Ahnung.
Also ich hab es nicht vor, ich fühl mich jetzt wirklich pudelwohl und trotzdem also es gibt immer noch n Faszinoso in meinem Kopf was Jesuiten betrifft, das hatte auch was mit der zweiten Promotion zu tun, da ging es um. Um die Jesuiten, die halt in der frühen Neuzeit und wirklich das, das das hat auch sowas heldenhaftes, sowas heroisches.
Also da wird irgendwas in mir auch angesprochen, die dann halt unter widrigsten Umständen nach Asien gegangen sind, bis nach Japan, China und so weiter und da missioniert haben und darüber hab ich eben ne Arbeit geschrieben und das ist faszinierend. Also deshalb auch mein Ordensname Xaver nach Franziskus Xaverius, dem großen Jesuitmissionar Asiens, das ist schon krass, also wenn man sich das anschaut, unter welchen Bedingungen die da gewirkt haben. Genau, aber ich glaub man muss dann auch bei der Berufungsfrage nüchtern sein und schauen, genau prüfen was ist halt irgendwie so n ja so n Heldenideal zum Beispiel ist schön und nett, aber ist es das was wirklich am Ende tragen kann und so ne ich meine Berufung hat ja was damit
zu tun, dass das ganze Leben irgendwie auf Gott ausgerichtet ist, auf das Gute, das was einen glücklich macht und ich glaube am Ende so ne so ne so ne so ne heldenstory oder so, das ist für n Augenblick mal ganz schön, aber das trägt nicht durch. Und, und du musst es ja dann auch durchziehen. Also genau, wenn du dann irgendwie so.
Unter dem Joch der Heldenstory irgendwie leben muss. Ich muss den Helden jetzt aber raushängen lassen, voll anstrengend, ja, das ist ja irgendwie anstrengend, klingt anstrengend, ich finde es spannend, wie du dann dazu gekommen bist. Also weil du hast. Du hast Beziehungen gehabt und hast gespürt, OK, irgendwie, du hast es sogenannt es verengt dich eher oder es verengt dein Leben eher und du hast ne größere Weite gespürt bei dem Gedanken zölibatär zu leben. In einem Orden zu leben, auch in einer Gemeinschaft, nicht als Eremit oder irgendwie sowas, gell. Es gibt so viele Leute da draußen, die sich die Frage eigentlich gar nicht mehr stellen. Also Standesberufung kommt mir vor, also auch wenn ich jetzt junge Leute bei mir in der
jüngerschaftsschule hab, da ist es vielleicht das erste Mal, wo die angesprochen werden. Ich erinnere mich selber an mein in meinem eigenen Leben, das war lustig, da war ich, ich war schon mal verlobt, das ist dann in die Brüche gegangen und es ist wahrscheinlich auch gut so gewesen. Aber ich weiß noch, da war ich nicht lange verlobt und habe eine Jüngerschaftsschule gemacht in Neuseeland, und die war katholisch. Also ich kannte vorher keine katholischen Jüngerschaftsschulen, da war ich plötzlich konfrontiert mit diesen Katholiken, damals habe ich noch extrem freikirchlich geprägt, weil ich bis dahin eigentlich wenig coole Katholiken oder ansprechen für mich ansprechende Katholiken kennengelernt hatte, und da war
da so ein Priester, und am zweiten Tag der Schule. Ich weiß noch genau, ich sitze abends da in diesem Wohnzimmer und er kommt zu mir und sieht meinen Ring und sagt, hast du eigentlich schon mal überlegt, Priester zu werden? Ich, so alter, ich bin verlobt, wie kannst du mich so was fragen? Na ja, verlobt ist noch heißt doch gar nichts. So.
Und, und das hat mich nämlich echt aus der Bahn geworfen, bisschen, weil ich mir gedacht hab, ja, ich hab ehrlicherweise mich noch nicht so richtig damit beschäftigt. Und irgendwie war ich zu dem Zeitpunkt schon so weit, dass ich mir gedacht hab, aber eigentlich wär es wichtig, diese Grundfrage irgendwie anzuschauen.
Aber ich hab es emotional nicht ausgehalten, dann bin ich irgendwie zu einem zu einem hingegangen, hab gesagt. Ich. Ich. Ich hätte gerade so n Stress irgendwie. Ich bin verlobt, aber jetzt muss ich irgendwie diese Frage prüfen, aber ich will auch meine Verlobte nicht und so weiter enttäuschen und. Und schlussendlich hab ich das dann n bisschen abgekartet und dann nachträglich als das dann vorbei war noch mal nachgeholt. Aber mir kommt vor, dass also wär ich nicht konfrontiert worden von diesem Priester.
Hättest du die Frage gar nicht gestellt? Die Frage nicht gestellt. Ich muss zugeben, ich mach das manchmal auch ganz gerne in Gesprächen mit Leuten. Also wenn schon irgendwie so ne gewisse Vertrauensbasis da ist, jetzt nicht irgendwie random in der U Bahn oder so ne, aber quasi also wenn man schon irgendwie merkt, OK, da gibt es, da gibt es irgendeine Art von Verbindung und man man unterhält sich jetzt nicht nur irgendwie übers Wetter und so.
Dass ich dann schon mal gelegentlich mal diese Frage tatsächlich dem dem anderen Stelle. Und manchmal merkt man wirklich, wie, also wie überrascht, also aber positiv überrascht, so zum Motto, OK, das habe ich hier noch nie im Gedanken dran verschwendet, ob das eine Option sein könnte. Also ich bin dagegen jetzt Leute da irgendwie in irgendwie zu pushen, also es muss ja am Ende ne freie Entscheidung sein, aber damit es ne echte freie Entscheidung sein kann, müssen halt die Optionen auch auf dem Tisch liegen, irgendwie ne und ich glaube bei vielen ist die Option ja gar nicht mehr wirklich.
Eine, die auf dem Tisch liegt, weil kaum jemand weiß, dass es das überhaupt. Gibt aber erlebst du wirklich so viel Positives, weil was mich zurückhält? Leute das zu Fragen ist, dass fast alle, mit denen ich bisher irgendwie über das Thema geredet hab, also vor allem junge Leute, vielleicht ist es heutzutage ändert sich das aber fast alle jungen Leute kommt mir vorhaben total Angst davor, irgendwie zu libertär zu leben, Priester zu werden, weil mir kommt vor.
Die Verbindung damit ist, ich bleib irgendwie alleine, ich bin nicht erfüllt, ich kenne niemanden, der irgendwie ordensmäßig unterwegs ist oder Priester ist und und glücklich ist, sondern irgendwie habe ich diese ganzen Bilder im Kopf von unglücklichen, komischen, was auch immer, was man halt so irgendwie oder gar keine Bilder im Kopf, aber ich kenne diese ganzen Bilder, jeden Tag werde ich zu bombardiert von der glücklichen Familie auf Instagram und dem Typen, der so der über sich so ne tolle Frau hat und.
Der Rolli, so n tollen Mann hat bla bla bla und schlussendlich hab ich immer den Gedanken gehabt na ja, wenn ich die jetzt frage hast du eigentlich auch schon mal an ne ortsberufung oder an ne zelebritäre Berufung gedacht, dass ich sie dann so so fast so in die Ecke schiebe so. Und sie so, Oh nein, lass mich in Ruhe mit der Frage so, weil wer will sich denn schon damit beschäftigen? Und ich hab so viele Gespräche schon geführt, wo die Leute gesagt haben, ich will diese Frage gar nicht an mich ran lassen, weil ich hab Angst, dass Gott sagt, das ist dein, das ist dein Weg sozusagen, das ist dein Weg und den musst du jetzt gehen und obwohl, obwohl ich nicht will. Also ich hab den Eindruck, es
gibt im Grunde also sehr vereinfacht jetzt gesagt ne, aber so 2 Typen von Reaktionen die ich dann erlebe. Es gibt schon glaub ich ne Generation. Also gerade unter den ganz Jungen. Viele, die einfach, wie du sagst, gar keine Bilder mehr haben. Also dieses wirklich wieso ne das betrifft dann aber jetzt nicht nur das Thema Berufung, sondern es betrifft im Grunde die ganze Frage nach nach Katholizismen, nach Christentum, also da ist einfach nichts mehr da und das kann man jetzt irgendwie bedauerlich finden.
Also meine Oma zum Beispiel hat dann die fand das entsetzlich, so, dass das alles nicht mehr weitergegeben wird und so weiter ich würde sagen, Hey, das ist das Beste, was im Moment passieren kann, weil da, wo die Tafel leer ist, da sind auch nicht die ganzen Zerrbilder ne und die falschen. Bildern auch Vorurteile, die natürlich auch weitergegeben wurden von Generation zu Generation.
Und ich mein das, was du jetzt gerade gesagt hast, sind ja im Grunde zerrbilder, die natürlich n funken Wahrheit haben. Es gibt ja auch solche auch priesterlichen Existenzen, wo man merkt, da führt das zu Einsamkeit, da führt das zu Isolation und eben nicht zu einem glücklichen Leben, ne, aber es gibt natürlich auch ganz andere und ich glaub da ist es hilfreich, dass n Großteil der jüngeren Leute.
Die heute überhaupt noch in Kontakt eben zu zur Kirche suchen und vielleicht auch wieder vermehrt suchen, tatsächlich ohne Vorurteile kommen und bei denen merke ich tatsächlich wieder eine, also natürlich auch, dass die wenigsten sagen, ja, das will ich jetzt auch machen, aber eine gewisse Faszination, und zwar nicht nur die Faszination des Exotischen so, das ist aber weird, sondern.
Ne Faszination, die mit oder die auf Verständnis beruht. Also gerade bei Armut ist mir das aufgefallen, also auch in dem Moment weißt du wo ich dann so überlegt hab, ah, ich trete jetzt in den Orden ein und so weiter ich hab ja auch mit vielen Freunden gesprochen, die überhaupt nichts mit Kirche zu tun haben und die Reaktion von denen war meistens in und zwar fast in Bezug auf alle Gelübde, die wir jetzt als Ordensleute ablegen, also Armut, keuschert und und Gehorsam.
Dass die alle auch positiven Wert darin sehen konnten, oha, und ich glaube halt gerade ne in einer Generation irgendwie, wo ich glaube 99,3% aller zumindest Männer Pornos regelmäßig schaut, also ne völlige Übersexualisierung, wo im Grunde Thema Autonomie, ich kann machen was ich will, es gibt eigentlich keine Maßstäbe, keine Grenzen mehr und so weiter in denen ich glücklich werden kann. Ja so und ich muss mich selber neu erfinden und zwar das ist also das ist ja auch ne Art von das, das kann einem ne Art von Freiheit schenken, aber ich glaub ganz viele junge Leute, die wirklich in so einer.
Krassen Autonomiefreiheit groß werden. Die merken halt auch ziemlich schnell, wie belastend das ist, weil es eben keine Patterns gibt, auf die ich keine Tradition, keine ja letztlich auch keine Stützen, auf die ich im Notfall dann zurückfallen kann, sondern ich muss mich wirklich jeden Tag neu erfinden, und das ist mega anstrengend und auch da dann zu merken, okay Gehorsam heißt jetzt nicht kadavergehorsam, dass ich meinen Willen aufgebe, sondern dass das, was damit zu tun haben, dass ich Teil von was größerem bin, was mich trägt. Und dass ich manchmal auch glücklich werde, gerade da, wo ich aus freien Stücken gerade nicht hin wollte. Also die Erfahrung hab ich auch schon n paar mal gemacht, vielleicht auch in deinem Leben
oder auch im eben beim puncto Armut in einer Gesellschaft zu leben, in der Welt, ne, wo wo im letzten fast alles im Alltag abgerichtet ist, auf Konsum, auf kaufen und so weiter also dass da auch wieder irgendwie ne Faszination da ist und man das wirklich auch als Wert begreifen kann. Darauf so weit es geht zu verzichten, Gütergemeinschaft zu haben, nicht selber zu besitzen, sondern als Gemeinschaft halt zusammen dafür zu sorgen, dass man irgendwie durchkommt, da habe ich gerade halt bei Kirchenfernen, wie gesagt, bei so weißen Whiteboards, wo nichts drauf war, religiös, ja am meisten eigentlich positives Feedback bekommen, also das wäre sicher die eine Gruppe und du hast Recht, also die andere
Gruppe ist, tatsächlich sind dann Leute, die Vorteile haben, die. Und wo man dann auch sehr schnell merkt, dass aufgrund der Vorteile das im Grunde abgeblockt wird und so weiter das ist ja dann auch okay. Aber ich denke, das ist eine Riesenchance. Also auch jetzt abgesehen von Berufung, sondern insgesamt für Verkündigung, auch was du jetzt hier machst, digital da eine Generation anzusprechen, die die eben nicht schon völlig vorgeprägt ist von von einem schlechten Bild.
Ja, also ich finde es echt ein wichtiges Thema, weil. Also mal unabhängig davon, ob man jetzt sagt, man braucht noch mehr Priester, weil die Priesterzahlen gehen hinunter und so kommt mir vor, wenn jemand in seiner Berufung lebt, dann ist er ja hoffentlich glücklich. Also Gott möchte ja, dass jemand wirklich glücklich wird und wenn jemand kategorisch schon das die die eine Möglichkeit ausschließen muss, weil er entweder furchtbare Erfahrungen gemacht hat oder komisches Bild hat oder irgendwelche Ängste hat. Dann gilt es, das irgendwie wieder zu heben und irgendwie freizuschaufeln, damit man wieder ne echte Entscheidung treffen kann.
Ja genau, also von da. Ich seh das im Moment als eine riesige Chance, ehrlich gesagt also, dass dass da jetzt mit der Gen z eigentlich wirklich ne Generation kommt, die völlig unbelastet ist und man da in gewisser Weise wie aus einem Reset Knopf n Neustart machen kann und also zumindest also ich bin ja relativ oft in München tätig, an auch an der Uni dort.
Und ich finde, das merkt man einfach schon, dass da jetzt da ist, irgendwie eine Dynamik, in der in der Genzy auch wieder im Hinblick auf Religion, auf Katholizismus und Offenheit und Interesse, und das ist schon beachtlich und also mich stimmt das sehr optimistisch, auch wenn natürlich jetzt im Moment die Großwetterlage in unseren, also in Deutschland, Österreich schon noch mal eine andere ist, also dass eben diese Volkskirche.
Stirbt ja. Und dass es irgendwie so ein palliativer Prozess jetzt ist, das irgendwie zu betreuen, dafür gibt es natürlich wahnsinnige Mittel. Immer noch dank Kirchensteuer und so weiter aber es ist letztlich eine Art von Palliativbetreuung und dass man merkt, so parallel entstehen jetzt Strukturen, da beginnen andere Formen auch mit dem Glauben ernst zu machen.
Das ist, finde ich, einfach eine super spannende Zeit und da gerade auch als Orden die Kapazitäten und die Freiheiten auch zu bekommen, anders als vielleicht jetzt den Diözesanpriester da einfach zu unterstützen. Die Leute zu verbinden, zu stärken, aufzubauen und so, das ist, ich finde es super genau, aber noch mal zurückzukommen auf auf diese Dominikanische Berufung.
Ehrlich gesagt war dann einer der Hauptpunkte den Jesuiten quasi Ade zu sagen, dass ich gemerkt habe, also neben dem ich, ich schaffe es eigentlich aus mir selber nicht, ich brauche die in den Support der Gemeinschaft immer wieder und. Auch zu merken bei den gerade bei den Professoren, die ich als Jesuiten oder den Jesuiten, die ich als Professoren hatte.
Das waren super professionelle Typen, also wirklich super, super profs, aber ich hatte irgendwie immer das Gefühl, ihr Dasein, ihre Existenz als Priester, als Ordensmann, die ist irgendwie so ein bisschen outgesourct, die ist dann vielleicht mal am Sonntag, aber nicht unter der Woche, wenn man halt an der an der Uni war, und das fand ich schade, und irgendwie habe ich halt gemerkt, dass es bei mir ne Sehnsucht gehabt, dass eigentlich, dass das ein harmonisches.
Ganzes bildet, das heißt zusammen integriert. Genau, und das war dann wirklich ein merkwürdiger Zufall. Also ich hatte gerade ein ein Wahnsinns gutes Buch gelesen von einem Typen, der hieß Tilman mit Vornamen, und dann habe ich den mal gegoogelt und dann stellte ich fest, OK, der heißt jetzt nicht mehr Tilman, sondern hatte jetzt einen anderen Namen, dann habe ich so gefragt, hä was, warum denn und dann habe ich weiter gegoogelt und dann rausgefunden, OK, der ist als Deutscher in den USA. In die eine Dominikanerprovinz eingetreten und hat dann eben einen Ordensnamen angenommen.
Und dann habe ich ihm halt geschrieben, das war halt mitten in meinem Berufungsding irgendwie so ne und wähnte ihn in der unterrichtete Philosophie irgendwie in in Berkeley, also an der West Coast WOW und wähnte ihn halt dort, schrieb ihm dann aber dann die E Mail so Hey, das Buch ist fantastisch und so weiter aber ich habe gerade eine ganz andere Frage, Berufung, Dominikaner und so weiter und dann kam ich ein paar Minuten später eine e Mail so. Hey, kein Problem, ich bin in München und ich war auch in München, also hab die E Mail aus München geschickt, so lass doch morgen.
Einfach treffen und dann? Haben wir uns getroffen und wirklich, das war ein Gespräch, das begann und nach 5 Stunden läuteten die Glocken. Er schreckte auch irgendwie so auf, so, jetzt muss ich zur Vesper und dann haben wir uns verabschiedet und da merkte ich halt genau, dass also jemand der wirklich n Ultra Brain war, ja und akademische, also wirklich n Wissenschaftler so durch und durch Neugier und.
Und gleichzeitig merkte ich halt, der ist da, ist all das aber trotzdem durchzogen von geistlichem Leben, von priesterlicher Existenz, von von von seinem Leben auch als Ordensmann, und das hat irgendwie, ja hat eben was in mir berührt oder angezogen, ne, was schon da war, und dann war es irgendwie nur noch so ne so ne Frage der Zeit, also es war zumindest dann so die Initialzündung mir wegen der Dominikaner dann Gedanken zu machen und dann ging es relativ schnell und ich glaube der entscheidende Punkt war dann tatsächlich. Was vielleicht auch für die Frage von Was ist eigentlich? Berufung?
Ist es zumindest für mich eine wichtige Erkenntnis, dass ich da so natürlich viel begonnen habe nachzudenken. Also weil ich eher so der, der, der der kognitive Typ bin. Was sind die Vorteile von so einem Ordensleben, abgewogen pro Contra und wenn du das machst, was machst du mit deinen ganzen Möbeln und mit deinem, was weiß ich und mit deinem Besitz und so weiter solche Fragen, also viel Kopf war dabei.
Würdest du das überhaupt schaffen und dann auch ohne Beziehung und alles so so Sachen und das Spannende war, dass ich dann in dem Moment, wo mir ein n akademischer Job angeboten wurde, auf und auf dieses Ziel hatte ich im Grunde mit den Promotionen ja hingearbeitet, ja, und als Mitarbeiter in der Uni und so weiter das war quasi so das Ziel, so wie n irgendwie n kleiner Junge, der will Astronaut werden und das war ungefähr so, als ob die Nasa ihn anruft und sagt, so in 3 Tagen kannst du mit auf die ISS fliegen und so bekam ich halt ne e Mail so hey. Hier gibt es die und die Position lebensstelle ne, das war so der Lebenstraum auf so einem Silbertablett und das interessante ist und ich glaube
im letzten ist es wirklich ne ne ne Art von Gnade gewesen, für die ich wirklich sehr dankbar bin, das in dem Moment einfach klar war, es gab so 3 Sekunden wo ich so dachte, ach das tut aber gut ne so geschmeichelt und so und dann aber ganz schnell irgendwie nee das ist aber nicht das wo du glücklich wirst und du hast es vorhin gesagt, also Berufung hat damit was zu tun, dass Gott möchte, dass wir glücklich werden.
Und dann habe ich abgesagt und dann war alles gegessen. Dann ging es auch plötzlich ganz leicht, das dem Besitz abzugeben, Freunden zu schenken, dass die das irgendwie weiter verwenden, die Wohnung aufzugeben, die ich gerne in München gehabt hatte und so weiter den Job zu quittieren, das war dann alles ganz einfach, also es war glaube ich viel hirnarbeit und dann aber im letzten eine Art von Intuition, von Bauchgefühl oder sowas, ich vermute mal, dass das Halt bei einer, bei einer Ehe ähnlich ist, also dass man da auch natürlich viel nachdenkt, gerade in der Zeit der Verlobung passt das wirklich und so, aber im letzten.
Ist es irgendwie eine vielleicht gnadenhaft geschenkte Intuition? Bauchgefühl, dass man weiß, jetzt, jetzt kann ich springen, oder? Also also bei mir war das schon so, dass ich wusste, also ich habe meine Frau kennengelernt und wusste irgendwie, OK, das passt sicher sehr gut. Es war aber auch sehr offensichtlich, also ich hatte so ein bisschen wieso eine innere Vorstellung, wie sollte sie so sein oder wo, was merke ich, was passt gut.
Und ich hab gemerkt, OK, ich bräuchte jemanden, der irgendwie katholisch ist. Das war mir wichtig. Jemand, der irgendwie lebendigen den den Glauben lebendig lebt also beziehungsweise wo der Glaube einfach eine alltägliche Realität ist, wo gerne praktiziert wird, wo gerne drüber nachgedacht wird und dann natürlich soll sie irgendwie attraktiv sein für mich, also ich soll Sie gerne anschauen können, logischerweise gut, und dann waren halt so, das waren so die die nicht verhandelbaren Dinge und alles andere war so OK, schauen wir mal und. Dann war sie waren.
Aber unsere Hobbys ist unglaublich ähnlich, wir hatten dieselbe Lieblingsserie und dieselbe Lieblingsfilm und denselben Lieblingskünstler und aber, und dann dachte ich, ich bin immer aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen, weil ich dachte, hä, wie verrückt passt es irgendwie sozusagen. Wir sind aber nicht ein und dieselbe Person.
So bin ich sicher. Aber aber ich dachte mir, so, OK, das schaut gut aus. Jetzt schauen wir mal weiter. Und dann? Unsere Datingphase bla bla bla sind wir zusammen gekommen und und danach wusste ich schon relativ früh wusste ich OK, also ich werde mich auf jeden Fall mit der verloben. Also ich fange jetzt nicht mehr an, ich war da schon 30 fange jetzt nicht an noch jemand anderen zu suchen, das ist schon passt schon so gut, das wird schon passen sozusagen verlobt großartig und na verzeih.
Bevor bevor ich mich verlobt hab. Es wird schon passen und ich hab aber das war nämlich der Punkt, da wollte ich jetzt eigentlich drauf hinaus, es wird schon passen, aber ich konnte die Entscheidung nicht treffen, also so wie ich es jetzt gar nicht sagte, vielleicht war es eigentlich gar nicht, also ich, ich konnte die Entscheidung nicht treffen, weil ich wusste, OK wenn ich mich verlobe, dann kommt natürlich noch diese Prüfungsphase, aber irgendwie muss man sich das echt gut überlegen und weil dann irgendwie noch mal die Verlobung unterbrechen noch mal n zweites Mal für mich für mich, das ist einfach keine Lust so also.
Und ich war hatte echt so ein Prozess, wo ich gemerkt habe, ich traue mich nicht, die Entscheidung zu treffen. Und dann hatte ich schon mal nen Moment wo ich sie überraschen wollte in Wien. Sie hat da irgendwie so n so n auftritt gehabt und dann dachte ich, eigentlich bin ich nicht da, aber ich komme doch spontan und dann überrasche ich sie und vorher frage ich noch ihren Dad und und jetzt nutze ich alles und so und Baba und dann bin ich in Passau und ich will in den Zug einsteigen und ich kann nicht.
Weil ich kann ihren Vater nicht fragen, weil ich bin nicht bereit. Und dann habe ich ihm ihm irgendwie abgesagt wieder. Ich hatte eigentlich mit ihm schon was ausgemacht, sie wusste EVO nichts, weil ich wollte sehr überraschen und dann habe ich noch mal, ich glaube 2 Monate nachgedacht und gerungen und wie kann ich jetzt diese Entscheidung treffen und ich weiß noch, der Groschen ist bei mir gefallen, als ich in einer Gebetszeit war und echt gerungen habe mit dem Herrn und dann habe ich plötzlich.
Ich war nicht hörbare Stimme, gell, aber ich hatte plötzlich in meinem Herzen, Sebastian, du kannst gute Entscheidungen treffen, du kannst gute Entscheidungen treffen und dann war für mich plötzlich klar, ah ja, na wenn ich gute, wenn ich gute Entscheidungen treffen kann, dann wird es wohl schon eine sein und dann ging es relativ schnell, dann habe ich an, also das war in Wien, als wir gerade die jetzigen Schwiegereltern besucht haben. Und dann hab ich ihrer ihrer Mutter irgendwie gesagt, hey, kannst du mal n bisschen sie so keine Ahnung wegführen so n Spaziergang machen, da hat sie sich schon irgendwas gedacht, dann hab ich ihren Dad geschnappt und dann mit ihm kurz geredet, ja und mich dann
verlobt und dann schlussendlich geheiratet aber aber so so war das also das war dann irgendwie ja du du hast es als Bauchgefühl benannt, für mich würde ich es wahrscheinlich auch als Bauchgefühl, ich hatte plötzlich einfach die die die Zuversicht, die Sicherheit die alles passt. Aber ich habe echt diese diese innere Stimme gebraucht. Und das ist schon spannend, dass offensichtlich bei den großen Entscheidungen des Lebens, also weiß nicht, ob ich jetzt aus diesem Glas trinken soll oder nicht, da brauche ich wahnsinnig viel Hirnschmalz, vorher zu verwenden, ob das jetzt sinnvoll oder nicht ist.
Und ich musste auch kein Bauchgefühl haben und irgendwelche Stimmen mit mir hören oder außer außer Durst. Genau das Gluckert, aber bei den großen Lebensentscheidungen und ich mein Ehe ordensstand Priesteramt. Wie auch immer. Also es gibt ja sicher mehrere große Entscheidungen, die wir treffen müssen.
Da muss wahrscheinlich beides irgendwie zusammenkommen. Also ich glaub ohne Hirn geht es nicht, dass man sich das wirklich gescheit überlegt und das am Ende dann eigentlich ist es ne willensentscheidung, auch das lieben ist letztlich ja nicht irgendwie n Affekt so, sondern es ist ne bewusste Entscheidung wirklich beim anderen sein zu wollen, dem anderen Gutes zu wollen und das ist n Akt des Willens und den zu vollziehen, da ist wahrscheinlich der Grund dann oft im letzten bei all dem Nachgedenke.
Eine Art von von Bauchgefühl, einer inneren Sicherheit, die man nicht allein durch den Kopf herstellen kann und die vielleicht, das hoffe ich jetzt einfach mal schon trag. Also im Grunde die Entscheidung dann auch tragen kann, weil ich glaube, das Problem bei unserer Vernunft, die kann echt viel und wir sind durch den Vernunftgebrauch ja auch wirklich ebenbilder Gottes, aber ich glaube, vielleicht sind das so die Spuren noch des Sündenfalls, dass.
Wir uns natürlich auch mit unserem Verstand einiges vormachen können und von daher, ich glaube der Verstand alleine halt nicht ausreicht als Fundament für Entscheidungen, die wir dann durchtragen unser ganzes Leben nicht alleine und da wäre das ein wunderbares Beispiel. Ja, und das war genau, war bei mir auch mit dem Orden so und dann auch zu merken, wie schön eigentlich, das kann jetzt auch bei dir, das hat man genau aus deiner Stimme gehört, in dem Moment, wo dann diese diese innere Sicherheit kann, hey, ich kann gute Entscheidungen treffen.
Dass dann plötzlich alles, was da vor sich vielleicht so n bisschen zäh oder irgendwie schwerfüßig anfühlte, plötzlich leichtfüßig und mit Freude ging, und das fand ich bei bei diesem Schritt dann zu sagen, ich geh jetzt in den Orden und ich geb das alles weg und so weiter, das war wirklich n Gefühl von, ich entledige mich eigentlich von Ballast und mach mich frei, und das war und ist nach wie vor n tolles tolles Gefühl.
Also ich bin auch, ich vermute auch das wirst du ähnlich sehen, jetzt bei bei bei der Ehe, aber ich bin mir schon auch sicher, auch als Ordensmann. Wenn ich, so Gott will, ewige Propheten mache und Priesterweihe und so Sachen, es wird es werden Krisenzeiten kommen und ich hoffe dann einfach nur, dass ich mich an diese, an diese Leichtigkeit und diese Freiheit nach dem Moment, wo es klar war, dass das so präsent in meinem Geist ist, dass mich das dann trägt, und das wird wahrscheinlich auch bei euch, wird es Krisen geben, gab es womöglich schon ne, aber dass man da Ressourcen hat aus der Berufungsgeschichte letztendlich die einen dann tragen.
Also ich glaube, dass die. Also diese Entscheidung bis zur Ehe oder dieses, dieses tägliche das ich hab, das ich würd, das in unterschiedliche Phasen aufteilen. Ich weiß nicht, ob du das bei dir das ähnlich war im Ordensleben, aber mir kommt vor, wenn man sich so richtig verknallt oder so verliebt so dieses diese typische rosarote Brille, du hast 2 Beziehungen gehabt, hast du gesagt, du kennst es wahrscheinlich so, es ist alles schön, es ist wirklich rosarot und. Mir kommt vor, je älter man wird, desto kürzer hält diese Phase an, weil die Ratio dann doch relativ schnell zeigt. OK ist es, es ist nicht alles so perfekt wie wie ich es mir gerade vorgaukle es gibt auch Themen irgendwie, die nicht so leicht sind oder Streitereien
oder sonst irgendwas. Ich weiß noch, dass ich damals eigentlich irgendeine eine Beziehung ganz, ganz früh so. Da war ich so ganz stolz, dass ich keine Konflikte hatte mit der Person. Mittlerweile denke ich mir ganz schlecht, also weil wenn man keine Konflikte hat, dann dann ist man entweder genau dieselbe Person, weil dann kommen keine Konflikte auf, aber man ist ja nicht dieselbe Person, also wir sind ja unterschiedlich unterschiedliche Prägungen, unterschiedliche Erziehung et cetera, unterschiedliche Standards, unterschiedliche Vorstellungen, unterschiedliche Wünsche, natürlich kommen Konflikte aber.
Aber ich hab gemerkt, wenn ich nur große rote Brille und ah Gefühl und Ah, das fühlt sich toll an und so weiter wenn das der der Grundstein ist, auf den ich irgendeine Beziehung Aufbau und sobald dann dann kommt das dann ist dann ist es eigentlich vorbei. Ja wenn ich nur auf ratio Bau und nie ein Gefühl käme, das kann es auch nicht sein, also es braucht irgendwie beides damit ich irgendwie eine verantwortliche verantwortliche Entscheidung treffen kann und.
Dann habe ich hoffentlich genug Erfahrungen, wo es wirklich unglaublich schön ist, dass ich eigentlich sagen kann, OK, auch wenn es mal hart ist, kann ich mich da dran zurück erinnern und die Realität, die ich jetzt gerade in einem Streit oder in sonst sonst irgendwas in einer schweren Phase erlebe, ja, also ich habe da ne Stabilität, weil es ist nicht alles was was was stimmt, gerade ist, sondern es gibt auch diese schönen Momente, ich merke das jetzt gerade in in unserer Ehe, wir haben jetzt ein Kind und es dreht sich natürlich viel um dieses Kind.
Und Job und Kind. Und in die Ehe investieren und diese ganzen Dinge sich um sich selber kümmern und Podcast aufnehmen und so, das sind eigentlich alles so viele Bausteine im Leben und da ne gute Priorität hinzukriegen, aber die Freundschaft, die ich mit meiner Frau vor, bevor das Kind gekommen ist hatte, die ist jetzt nicht mehr so die, die also rein zeitlich ist es gar nicht möglich das so zu leben, auch wenn es voll schön wäre, aber ich denke total gerne zurück an die Freundschaft, die ich.
Habe Schrägstrich leben konnte vorher und ich freu mich auch schon auf die Freundschaft, die ich ja bald wieder leben. Und die ja nicht einfach weg ist. Ne, und die ist ich. Das ist wahrscheinlich das Problem unserer Biografie, dass in dem Moment, wo es vielleicht nicht so optimal ist, wie man sich das manchmal wünscht, also ich kann mir auch vorstellen, so n Kind, und dann hat man wenig Schlaf und so weiter also es verzerrt ja auch alles im Grunde unsere Realitätswahrnehmung und ich kenn das durchaus auch als ich hatte, ohne jetzt hier aus dem Nähkästchen plaudern zu wollen, aber auch vor einem Jahr tatsächlich mal so ne, ich würd nicht sagen Krise und eher so n Hänger.
Und also da ging es eben um das Thema Gemeinschaftsleben. Das bedeutet ja auch eben eben auch Konflikte austragen. Ja, und ich bin eigentlich n sehr harmoniesüchtiger Mensch und hab offensichtlich nie wirklich gescheit gelernt als Einzelkind, dass die Stimmung von anderen, mit denen ich aber eng zusammenleben muss und will. Mich auch zu schützen.
Also ich hatte da irgendwie keinen Filter, sondern es war immer sofort, also wenn Mitbruder schlecht drauf war und gleichzeitig sehr raumeinnehmend war, dann hat sie das übertragen und ich musste ganz viel emotionale Power aufwenden, um mich um das irgendwie draußen zu halten und da musste ich einfach echt lernen. Ich denk diese Konflikte können einfach helfen, dass wir auch wachsen und eben auch durch den anderen wachsen. Ja, und da war es tatsächlich auch oft so, die quasi die Erinnerung in Anführungszeichen, das war jetzt ja keine, keine Myriaden von Jahren her ne, aber. Die, die dann hilfreich war.
Und trotzdem hab ich gemerkt, dass halt in so einer Situation, die vielleicht so ne kleine Krise war, dass dann wieso n Schleier über diese Erinnerung lag, also dass dass wir leider manchmal das Vermögen haben als Menschen, die Erinnerung, die nicht einfach so abgespeichert ist in uns, wie sie wirklich war, sondern natürlich wiederum, wenn wir auf sie zugreifen, interpretiert werden und natürlich dann auch aus unserer Stimmung, aus der aus der jetzt Zeit interpretiert werden.
Und das kann es verzerren und so weiter und ich glaub da muss man also da hoffe ich einfach in der Zukunft, dass ich da es immer wieder schaffe, möglichst klar und authentisch das quasi adfontis wieder an den Ursprung zurückzukehren, um dann davon weitergehen zu können, ja. Ich finde diese den Gedanken, der kam jetzt schon immer mal wieder diese Frage, was ist Gottes Plan? Du hast jetzt auch vorhin davon gesprochen, ein glücklicher Zufall, oder dass ich jetzt den getroffen hab. Ich hab mir gleich gedacht, Na ja, Zufall, philosophisch gesprochen ist n interessantes Konstrukt. Ist es jetzt wirklich Zufall gewesen? Ist es irgendwie eine göttliche Intervention gewesen? Ist es irgendwie der Plan Gottes
und so ist der Plan Gottes so, dann gibt es ja verschiedenste Strömungen und verschiedenste Extreme, wie man das sehen kann, gibt es irgendwie den einen Plan und der den zieht Gott durch und ich kann mich ein, ich kann wieder sagen, ja den will ich und wenn ich den nicht will, dann bin ich raus. Gibt es 100000 Pläne? Und Gott ist ganz flexibel, gibt es gar keinen Plan und das ist ja bei der Frage der Berufung einerseits Ehe oder, oder, oder Zölibat, aber auch die Frage, OK was, was mach ich in meinem Leben beruflich, was sind meine Stärken, meine Schwächen et cetera, ist ja immer wieder ne Frage und ich glaube, dass viele junge Leute erstmal ziemlich orientierungslos sind, die sagen, Boah keine Ahnung was ich
nach der Schule machen soll. Und zweitens, wenn man Ihnen dann versucht, Stabilität zu geben, hey, da gibt es nen Gott und der hat ne Vorstellung für dein Leben, dass man dann entweder auf der einen Seite vom Pferd runterfällt, dass man sagt, Na ja, aber du kannst eher alles machen, was du willst, und es ist quasi völlig egal. Gott ist es wurscht, so, oder Oh Gott hat nen ganz festen Plan, wenn du den nicht findest, dann bist du echt verloren, was was was denkst du dazu, ich mein das. Ist natürlich n.
Ja, es ist super komplexes Thema und ich glaub insofern auch immer n bisschen heikel, weil Berufung berufungsgeschichten. Ich mein, du fragst irgendwie 3 Leute nach der Berufungsgeschichte und dann kriegst du irgendwie 7 antworten, so ungefähr ne. Also das ist also und da ist auch jeder sehr einzigartig, also die Gedanken die ich mir bisher dazu gemacht hab, sind natürlich auch einfach geprägt von den Erfahrungen, die ich so gemacht habe, ne und und dann auch dem Versuch irgendwie ein bisschen theologisch darüber nachzudenken und ich würd zumindest im im Moment würd ich sagen, es gibt eigentlich, vielleicht gibt es so 4 Grundantworten auf die Frage, die auch schon in dem was du gesagt hast so Angeklungen sind, ich glaube das eine.
Wär tatsächlich die Antwort zu sagen. Es gibt vielleicht im letzten, sogar weil es gar keinen Gott gibt, überhaupt keine Vorstellung davon, wie man lebend zu sein hat. So und ich, ich designe das halt ständig selber in den Rahmen. Also es könnte eine Weltanschauung sein. Das. Könnte eine Perspektive sein, ne, das könnte also ist sicher wahrscheinlich eine Perspektive von einem bekennenden Atheisten, weil woher soll sonst der Plan kommen, außer man setzt sich dann der Gesellschaft aus und deren Plänen, das ist vielleicht sogar durchaus ne Position, die mit dem Christentum grundsätzlich kompatibel wäre, also.
Es könnte sein, es wär sicher ne ne ganz extreme Position. Da gibt es glaub ich davon in der Nähe die Position, dass man sagt OK es Gott hat uns in der Offenbarung bestimmte Dinge im Grunde wieso es gibt von Chesterten so n schönes Bild, da spielen Kinder auf einer Insel, die aber mit Klippen umgeben sind im Meer und am Anfang gibt es keinen Zaun sondern direkt die Klippe. Und da spielen die Kinder eigentlich überhaupt nicht, sondern sind natürlich die ganze Zeit verängstigt, dass sie runterfallen und so weiter und erst in dem Moment, wo es einen Zaun gibt, der das begrenzt, können sie ungehindert und wirklich frei.
Also ich verlieren im Spiel, ich finde das eigentlich ein sehr schönes Bild, was er eigentlich sagen möchte, hey, wenn wir, wenn wir wirklich uns verlieren wollen im Spiel glücklich sein wollen, ja, ich finde manchmal bei Tieren merkt man das so ein Hund der der der im Spiel so vollkommen aufgeht, ja der ist da auch irgendwie glücklich und frei und.
Und das ist bei uns glaub ich, Menschen auch so. Das geht halt nur, will das Bild ja sagen, wenn es irgendwie ne Art von Sicherheit, ja irgendwie genau also n Rahmen, zu dem wir uns irgendwie in Bezug setzen wollen. Jetzt n Bild, der uns schützt davor runterzufallen aber letztendlich ja der der ne Schutzfunktion hat, dass man nicht rausfällt und diese zweite Position würde wahrscheinlich sagen, Hey das was Gott uns sagt in den 10 geboten zum Beispiel oder den Geboten, die Jesus uns uns nennt, Nächstenliebe und so weiter da haben wir n Zaun, der schützt uns davor von der Klippe zu fallen. Der ermöglicht uns, dass wir frei und glücklich spielen können, leben können, aber innerhalb dieses Rahmens müssen wir jetzt einfach vollkommen
autonom entscheiden, mit unserem Willen, was will ich und dann gibt es auf der ganz anderen Seite glaub ich n extrem, dass man einfach sagt OK und Pass auf der liebe, Gott ist von Ewigkeit her und hat einen unendlichen Verstand und er hat schon bevor er diese Welt erschaffen hat, hat er sich alle.
Unendlich vielen möglichen Weltverläufe ohnehin schon, hat er erblickt, in einem in einem Augenblick quasi erkannt hat dann da eine davon ausgewählt, ja, die er für die Beste hielt oder die Angemessenste hat, die erschaffen und jetzt läuft das im Grunde wieso n Stummfilm ab und wir sind halt ne Figur in diesem Stummfilm und dann könnte man, das ist jetzt sehr holzschnittartig gesagt, aber dann könnte man im Grunde sagen, OK, berufung heißt jetzt, ich muss irgendwie herausfinden, was Gott quasi im Drehbuch geschrieben hat für diesen Film, wenn ich das erkenne. Dann ist natürlich die nächste große Frage, ja, wie erkenne ich denn das eigentlich?
Aber wenn ich das erkenne, dann muss ich nur copy, pasten und das im Grunde nachvollziehen, was er sich sowieso von Ewigkeit her gedacht hat und dann kommt der dann dann, dann läuft halt der Film ab und wird auch hat n Happy End am Ende und bevor ich jetzt die Vierte nenne, weil zu der tendiere ich im Moment ja, die ist aber finde ich im letzten, also die ist ich glaube ehrlicher angemessen, aber die ist leider auch n bisschen komplexer und. Ich glaube, extreme Positionen sind immer eigentlich die bequemeren und das zeigt sich auch in der Kirchengeschichte, bei den bei der Frage nach Häresien und so weiter häresien sind eigentlich immer Positionen, die die Kirche deswegen verworfen hat, weil sie
so bequem sind einzunehmen und sie deswegen an der Wahrheit vorbeiführen. Und die Kirche hat irgendwie immer versucht ne Mittelposition zu fahren. Anyway, also ich glaub, dass die Gefahr ist bei bei den bei den 2 Positionen die im Grunde sehr viel Wert auf mach im Grunde was du willst bei der einen Version wäre es ja innerhalb eines gewissen Rahmens, aber da drin bist du einfach komplett autonom, ist natürlich dann am Ende schon die Frage.
Welche Rolle hat dann? Was heißt denn eigentlich Gottes Berufung, wenn es eigentlich de facto ich selber bin, der das komplett alleine entscheidet, dann gibt es eigentlich keinen wirklichen Kontakt zwischen zwischen meiner Geschichte und der Geschichte, die die Gott irgendwie auch schon mit auf den Plan hat, da gibt es keine Berührung eigentlich zwischen, und das ist die andere Gefahr. Also bei dem Bild OK, es gibt einen göttlichen Willen und den muss ich erkennen, den muss ich dann tun und dann läuft der Film ab.
Ist natürlich ein bisschen die Gefahr, wo bleibt meine Freiheit, also auf der einen Seite wird die Freiheit natürlich sehr groß gemacht, der göttliche Wille fällt eigentlich vom Tisch und bei der Position ist es so, dass die Freiheit eigentlich ganz fehlt, also. Es gibt ja noch mal ne extremere Position glaub ich. Wenn ich die wenn ich dich jetzt richtig verstanden hab, nämlich die doppelte d.
Prädestination. Prädestination von Calvin. Der dann sagt, Na ja, es ist sogar schon, es ist eigentlich alles festgegangen, du kannst dich noch mal noch nicht mal mehr entscheiden für das, für diesen einen Willen von Gott, sondern es ist schon alles entschieden und der Sturm der der Film läuft ab, unabhängig davon was du denkst und da.
Hat man natürlich das Problem, dass dann sogar der Akt des Glaubens ne, also wenn zum Beispiel du hast erzählt jetzt biografisch bei dir, du warst zwar irgendwie katholisch, aber es gab dann schon n Moment, wo du, wo ich mich entschieden genau ernst zu machen zu machen, damit ne da wäre dann die Frage bei Calvin. Wer hat sich dafür irgendwas entschieden? Also de facto war das Halt der Film läuft halt so ab wie er abläuft, jemand der sich dafür nicht entscheidet ist dafür nicht verantwortlich, sondern es ist dann halt auch Teil des Films, der wird halt dann am Ende Calvin würde sagen, ist dann halt Teil der Massadam Nata ja also der der derer die dann verdammt werden, aber nicht aus
eigenem Willen oder Unvermögen. Sondern weil Gott halt von Ewigkeit die Welt so eingerichtet hätte. Ist ist Calvin, ich mein das ist super oft topic, aber ist Calvin nicht nur nicht sogar so weit gegangen, dass er gesagt hat, na ja, die Leute die sowieso für die ewige Verdammnis bestimmt sind, die können wir so gleich sofort dahin schicken, können wir gleich sofort töten, gab es da nicht solche Prozesse?
Also ob, ob er das so umsetzen wollen würde, das weiß ich nicht. Ich wüsste auch jetzt nicht, was der was der Ford oder was warum man das denken. Sollte ich also ich glaube, wichtig ist quasi die Unterscheidung, damit man die katholische Position versteht, also die doppelte Prädestination geht, heißt deswegen doppelte, weil sie davon ausgeht, dass Gott von Ewigkeit her sowohl die einen zum Heil als die anderen zur Verdammung bestimmt und die klassische eigentlich von Thomas Herkommende Position ist.
Gott, da ist auch ne Form Form von Determination ja oder Prädestination oder Präordination vorhanden, nämlich Gott. Hat sich natürlich dazu entschlossen, die Menschen zum Heil zu führen. Das heißt, ergibt ihnen immer die dafür notwendigen Mittel in ihrem Leben. Aber, und das ist halt der wichtige Punkt, wir müssen ein eine Rolle daran, wir müssen uns dazu verhalten, entweder kooperieren wir mit dem, was Gott jedem Menschen gibt, oder wir verweigern uns, und deswegen ist es ne ne nicht doppelte, sondern im Grunde ne einfache Prädestination also Gott prädestiniert alle zum Heil, stattet sie mit den notwendigen Heilsmitteln aus um das Heil zu erlangen. Und dann sind wir aber im Zug und das ist halt bei Calvin anders und deswegen Doppelte.
Also es geht n bisschen auf Augustinus zurück, aber das wär sicher noch mal die extremere Position. OK, jetzt, jetzt haben wir 4 Positionen, haben wir 22 ganz extreme auf der einen und 2 auf der anderen. Genau was ist deine Mittelposition? Also die ist im Grunde eine Position, auf die ich gestoßen bin und die dann aber im Grunde zu den Erfahrungen gemacht, die ich im Laufe meiner eigenen Berufungsgeschichte gemacht habe, sehr gut passte. Nämlich als wir uns im Noviziat mit Thomas von Aquin Beschäftigten, und zwar genauer, mit eigentlich mit dem Thema des Gehorsams, erstmal primär des Ordensgehorsams gegenüber den oberen, aber dann eben auch der Frage, inwiefern sind wir dem göttlichen Willen gehorsam.
Und dann tauchte eben diese Frage auf. Was heißt das denn, ne, und ich war wirklich völlig baff, als wir einen Text lasen, eben von Thomas aus der Somatologie, wo Thomas den Satz schreibt. Wir sollen nicht wollen, was Gott will, das wäre ne diese eine Extreme im Grunde. Wir müssen es erkennen, Copy Paste und einfach umsetzen, das sollen wir nicht tun nach Thomas, sondern wir wollen dasjenige wollen, von dem Gott will, dass wir es wollen.
Es klingt n bisschen kompliziert und irgendwie tausendmal das Wort wollen drin und so weiter ich glaube, wenn man es jetzt ganz holzschnittartig runterbrechen möchte, dann will die Position die Thomas da stark macht zum Ausdruck bringen. Es gibt eine Vorstellung Gottes. Was für uns gut ist und was, was unser Weg ist. A finden wir den heraus über die Frage, wie werde ich glücklich, aber da müssen wir vielleicht gleich noch drüber sprechen und das zweite wichtige ist, glaube ich, dass Thomas und diese Tradition eben unserem freien Willen durchaus eine konstituive konstitutive Bedeutung beimisst.
Anders als eben in in in der doppelten Prädestination da gibt es nämlich im Grunde keinen freien Willen ne, sondern dass Thomas sagt, Gott hat tatsächlich schon hat eine Vorstellung davon, wodurch wir glücklich werden und wozu er uns beruft. Aber wir verhalten uns mit unserem eigenen wollen noch mal zu diesem Willen Gottes und dürfen ihn sogar nicht einfach nur copy pasten, sondern wir, sonst hätte er uns nicht als freie Geschöpfe geschaffen.
Wir müssen uns dazu entschließen zu kooperieren mit den Gnaden, die Gott uns gibt oder eben nicht und damit fällt halt diese Mittelposition weder in das extrem der einen Seite einfach zu sagen, Dein Wille muss alles bestimmen, noch es gibt keinen freien Willen, sondern tu einfach nur was Gott möchte, die Gefahr. Jetzt, bei dieser ganz extremen Position mit tue einfach nur, was Gott will, ist nämlich, und ich glaube, das ist ne ziemlich aktuelle Frage, woher weiß ich denn dann, was der göttliche Wille ist und in den letzten Jahren, was immer wieder vorgekommen ist, dass gerade zum Beispiel neue geistige Gemeinschaften über den Stein gestolpert sind, geistlicher Missbrauch also, und ich hab das
von Freunden leider wirklich oft gehört, die in in in neuen geistigen Gemeinschaften unterwegs waren, dass da am Ende die Ansage gemacht wurde. Du weißt nicht, was Gott will, aber ich weiß, was Gott will. Ich bin dein oberer und deshalb musst du machen, was ich, was ich will und das ist natürlich extrem anfällig für für, ja tatsächlich für Missbrauch ne und und ich glaube für die für die allerschlechtesten Seiten der Menschen, die sie dann zum Vorschein kommen können und deswegen ist und auf der anderen Seite ist die Gefahr natürlich einfach, dass man sich völlig verzettelt und dass man überfordert ist mit der eigenen Automie und Freiheit, und ich glaube, deswegen ist halt diese Mittelposition, die Thomas
vorschlägt. Ist die schwierigste wahrscheinlich, weil man dann irgendwie zusammenbekommen muss. Hey, wir haben echte Freiheit, müssen uns zu etwas verhalten und mitgestalten, ja, das heißt, wir werden nicht einfach überformt von dem, was Gott will, und gleichzeitig spielt das, was die Vorstellung, die Gott von uns hat, eine gewisse Rolle, ja, und die Frage, die sich bei dieser Mittelposition halt dann stellt, ist, wie kriege ich denn dann raus, dasjenige von dem Gott will, dass ich es will und.
Es gibt den, den den berühmten Religionsphilosophen in München, Robert Spaemann, der leider vor ein paar Jahren verstorben ist. Ein treuer Katholik, und der hat, das habe ich dann im Kommentar gelesen, zu dieser Passage bei Thomas, weil die mich so irritiert hat. Ich dachte, Thomas sagt natürlich, tu was Gott will, Punkt, und dann habe ich geschaut, wer hat dazu was kommentiert und ich habe dann eine wunderbare Deutung dieser Stelle bei eben bei Spaemann gefunden, wo er sagt, ja, OK, für Thomas erfahren wir das, was Gott will. Eigentlich immer nur retrospektiv. Also das heißt, indem wir uns anschauen, wie ist die Weltgeschichte verlaufen, daran können wir sehen, das wollte Gott aber niemals im jetzt oder
in Zukunft können wir das erkennen, das bleibt uns gewissermaßen verborgen, und er sagt dann, wie können wir aber das erkennen, wovon Gott will, dass wir es wollen, und da sagt er, dadurch, dass wir unsere Natur anschauen, und die Frage ist natürlich dann, was heißt Natur, das ist nicht irgendwie Bäumchen und Blümchen, sondern eigentlich, vereinfacht gesagt, indem wir unseren Blick ehrlich unserem in.
Zu dem Hinwenden, was Gott in eigentlich in unserer Seele, in unserem Wesen Grund gelegt hat, an also im Grunde wieso eine Art Same, eine strebung Sehnsüchte, die da sind, die uns ja auch im Grunde oft in Bewegung halten, ja auch im Hinblick auf bestimmte Ziele und so weiter und da schauen, was was für, ja was für Strebungen sind da, die erkennen.
Und dazu verhelfen, dass die Wirklichkeit werden, also das zu realisieren, zu verwirklichen. Du kennst wahrscheinlich von Ireneas von Leon diesen berühmten Ausspruch, dass die Ehre Gottes darin besteht, dass der Mensch auflebt, und ich glaube, dass Ireneas das im Grunde ganz ähnlich sieht, ne, also wir müssen schauen, was hat Gott an Potenzialen, an Vermögen, an Streben in uns hineingesteckt, und wenn wir das entfalten mit ihm, aber mit unserer eigenen Freiheit, dann führt das zu Glück und letztlich zu ihm, weil das Glück und er sind natürlich niemals trennbar im letzten ne.
Also ich ich seh das genauso oder so hab ich das auch in meinem Leben erstens gelernt und zweitens erfahren, dass die Dinge, die ich irgendwie mache. Ich strebe natürlich nach der Freude, ich strebe nach dem, was mir, was mir auf dem Herzen brennt, ich strebe nach meiner Sehnsucht, sofern ich es denn überhaupt wahrnehmen kann, aber das hab ich halt irgendwie gelernt, je mehr ich irgendwie auf mein Herz höre, je mehr ich schau, OK, was, was sind eigentlich echt meine tiefsten Herzenswünsche, wo? Wo werde ich lebendig?
Ich habe mal, ich erinnere mich noch, ich hatte überhaupt keine Ahnung, was ich machen will nach der nach dem Abitur gar keine Ahnung, ich hatte niemanden, der mich da gecoacht hat, ich hatte niemanden, der mir da gute Fragen gestellt hat, ich hatte überhaupt keine Ahnung und da habe ich ja voll irgendwas gemacht und hatte dann über Jahre einen Prozess und in diesem Prozess habe ich immer wieder, ich habe mir so eine Notiz App irgendwie auf dem Handy, habe ich so voll geschrieben mit der Frage. Zukunftseindrücke hieß die Liste, wo werde ich so richtig lebendig oder wo habe ich ein vielleicht ein prophetisches Wort bekommen von irgendwem und habe gemerkt, OK, das das fühlt sich irgendwie so an als würde
es passen, aber es sagt mir vielleicht noch nichts und ich habe das alles aufgelistet, sicherlich 3 Jahre lang und am Ende dieser 3 Jahre es ist sehr ein sehr langer Prozess, also kein keine Kurzzeitlösung 3 Jahre habe ich mal so durchgeguckt. Was ich da aufgeschrieben hab und ich hab sicherlich zweimal im Monat irgendwie so ne kleine Notiz gemacht so und ich hab gemerkt es sind immer dieselben 3 Sachen. Es ist eigentlich eigentlich über 3 Jahre immer dieselben 3 Sachen die mich lebendig machen, wo ich echt eine Freude hab, wo ich den Herrn oder nicht gespürt hab oder wie auch immer oder wo irgendwelche Zufälle passiert sind wo ich gedacht hab OK dann kriege ich jetzt plötzlich diese
Möglichkeit und das hat mir unglaublich geholfen einfach zu diese Frage zu stellen was macht mich lebendig, was sind wirklich meine Herzenswünsche? Und das Interessante ist ja, ich hab dann später erst so richtig verstanden, ja, die kommen ja eh von von ihm, die hat er mir ja ins Herz gelegt und ich kann mich schon trotzdem dagegen entscheiden, aber das natürlichste wäre, mich dafür zu entscheiden und also da ist die echte Freiheit, aber die Freiheit für das Gute, für das Schöne, für das, was mir Spaß macht, für das, was mich lebendig macht. Ich kann mich entgegen dagegen entscheiden, aber es wäre ja viel schöner, mich für.
Gottes Plan sozusagen zu entscheiden, der mir aber in aller Freiheit vorgelegt wird und der aber auch nicht fertig ist also, sondern der, der in gewisser Weise offen bleibt. Und gleichzeitig gibt es, na bisschen bisschen, wieso bestimmte Leitplanken oder bestimmte Schutz schutzzollen, aber im positivsten Sinne, in denen ich irgendwie einfach Freude hab und lebendig werde. Und dann könnte man wahrscheinlicher sagen, dass die Berufung sich nicht dadurch zeigt, dass ich eine, wieso ne Art Masterplan einfach vorgesetzt bekomme. OK, Marsh wurde festgelegt, jetzt laufe ich diese Punkte ab, sondern dass sich die die Berufung zeigt, an diesen im Grunde wie Samenkörnern, die in unsere Seele eingesenkt sind von Gott letztendlich und die dazu
führen sollen, dass wir glücklich werden, und zwar jetzt nicht in so einem happiness Sinne, irgendwie schnell mal was. Befriedigt oder so etwas, sondern wirklich eine letztendlich ich mein, wir als Christen gehen wir davon aus, dass wir im Himmel die Glückseligkeit erreichen. Also es geht eigentlich um diese Form von Glück und dass wir, dass wir tatsächlich.
Oh, das Licht ist ausgegangen. Also wir sind wieder da. Das Licht ist gerade ausgefallen, wir haben gerade noch über Berufung gesprochen, du hast die Chance für ne Pinkelpause genutzt. Und dann ging das Licht aus. Hatten wir über Berufung. Gesprochen Dö Dö Dö genau, aber du hast gerade das noch mal versucht zusammenzufassen und das ganze Thema Berufung Gottes Plan.
Im Grunde das aufgreifen, was du schon genannt hattest. Ich fand, das war ganz zutreffend, nämlich von dir ja noch mal kondensiert, zusammengerafft irgendwie. Also das ist offensichtlich. Bei Berufung nicht darum geht, dass wir einfach den Marsch an den Gott uns irgendwie durch die Oberen, durch wen auch immer uns vorlegt abmarschieren, sondern dass dass Berufung eigentlich heißt, zu erkennen, dass Gott tatsächlich bestimmt, wie wie Samenkörner in uns hineingelegt hat. Bestimmte strebungen, Sehnsüchte und in dem, dass wir diesen Sehnsüchten vertrauen dürfen, weil Gott hat sie uns hineingelegt, und dass, wenn wir die zur Verwirklichung bringen, ja, wenn wir daran mitarbeiten, dass das Realität wird, was da quasi der dem Ziel nach angelegt
ist in uns, dass wir dann glücklich werden, und zwar nicht in einem oberflächlichen Sinne von Happiness, sondern im letzten sogar, und wir sprechen als Christen davon, dass wir, so glauben wir, nach dem Tod glückselig darin sein werden, Gott zu schauen, wie er ist, und ihn zu lieben, wie er ist. Also, dass es um diese Form von Glückseligkeit im letzten geht und dass wir die schon hier in unserem menschlichen Leben mit all den Wirrnissen und so weiter, dass wir im Grunde das Antizipierend jetzt schon verwirklichen und da ich glaub, da ist es halt wichtig zu schauen, was für Strebungen hat er eben in mich hineingesetzt und was nicht, was sind vielleicht strebungen, von denen ich meine, die wären da, weil
ich sie haben möchte oder so ne oder von der Gesellschaft mir aufoktriert werden. Also es kann natürlich das n defiziter Prozess, der glaub ich viel. Zeit. Ich glaub auch durchaus die Hilfe anderer braucht, weil manchmal kennen uns die Leute, also unsere Freunde besser als wir uns selber, ne, weil wir uns selber was vormachen können. Also es ist glaub ich ne, das ist die Anstrengung einer berufungsfindung halt ja, dass das nicht vom Himmel fällt, sondern dass wir das freilegen müssen und dann aber eben wie gesagt mit Ireneos von Lyon überzeugt sein können, dass mit der Gnade Gottes letztlich dadurch n leben in Fülle hier schon aufscheinen kann und dass das Berufung bedeutet. Und ich fand es so krass.
Jetzt neulich war tatsächlich NN junger Mann da, der wollte eigentlich ne, also hatte eigentlich ne theologische Frage zu Thomas von der Queen und wir. Letztendlich war es dann aber fast so ne Art Semi geistiger Begleitung. In der Rolle sah ich mich eigentlich gar nicht, weil ich genug eigene Probleme hab, wofür ich geistige Begleitung notwendig habe, aber es war interessant, wir sprachen dann eben auch über das Thema Berufung, also der hatte auch gerade die erste Verlobung platzen lassen und war da in so einer tiefen Krise und kam aus einer neuen geistigen Gemeinschaft und hatte im Kopf total zementiert.
Es gibt aber einen einen Marschplan, den hat Gott schon und ich muss ihn jetzt, ich muss ihn irgendwie erkennen und dafür muss ich ganz viel beten und tun und machen und so weiter n wahnsinniger Druck der aufgebaut war und als wir dann darüber sprachen und eben auch über diese letztlich über diese Position jetzt in anderen Worten Sprachen, merkt man richtig, wie das für oder zu so einer Gelassenheit führte, und das war wirklich beeindruckend zu zu zu merken, und ich glaube, das ist ne notwendige Voraussetzung, ne gewisse Gelassenheit.
Dass man sich halt der eigenen Berufung annähern kann. Ja, also das das Schlechteste wäre, wenn man sich wirklich hier so reinstresst. OK, es gibt irgendwie nur diese einen, diesen einen Weg und den muss ich jetzt finden und wenn nicht, ja was ist dann? Dann werde ich unglücklich oder so und. Wahrscheinlich ist es ja bei diesen Sehnsüchten so, dass damit die realisiert werden können. Gibt es halt nicht nur einen Weg, es gibt auch keine Millionen Wege, aber wahrscheinlich gibt es, und das ist dann vielleicht unsere Freiheit unserer Kooperation mit dem, was Gott in uns hineingelegt hat. Dem geschuldet, und da sind wir in Verantwortung, dass es mehrere mehrere Optionen, mehrere Wege gibt, wie wir das, was Gott von uns möchte,
realisieren können, und das ist dann unsere Verantwortung, aber eben auch unser, da haben wir vielleicht sogar Anteil an an an der Schöpferkraft Gottes, ja, natürlich in einem analogen Sinne, und dass wir da tatsächlich auch im besten Sinne des Wortes, also kreativ sein sollen, sogar ne. Ich finde es auch. Also wir reden ja jetzt relativ abstrakt auch, aber wenn man es so runterbricht auf, ich muss jetzt ne Entscheidung treffen, Mhm, dann gibt es ja nicht.
Also es gibt in meinem Leben glücklicherweise nicht mehr diese Vorstellung von entweder ich entscheide mich für Gottes Plan oder ich entscheide mich halt dagegen, sondern oft habe ich 2 Optionen, die beide gut sind. Also so ist es ja eigentlich in der Bestandesberufung genauso. Die Ehe ist gut und das Zölibat oder die Ordensberufung oder die friedliche Daseinsdings ist gut, beides ist gut und wahrscheinlich kann ich auch in beiden einigermaßen glücklich werden und vielleicht hat Gott noch n paar kleine Nuancen Herzenswünsche in mich hineingelegt, um mich eher in die eine Richtung oder in die andere Richtung zu bringen, aber auch dagegen könnte ich mich entscheiden.
Und ich werd jetzt ich werd jetzt nicht ein völlig miserables Leben haben und selbst wenn ich mich falsch entscheide, na ja, dann kann man entweder erstens damit noch gut leben oder wenn wirklich große Probleme dagegen sprechen, dann muss man dann ist nie ne Ehe entstanden, ja oder dann muss man halt wieder aus Sichalisieren lassen oder wie auch immer, aber was nicht die was am Ende nicht das das Ziel sein sollte natürlich aber am schlussendlich hab ich 2 gute Optionen und. Kann einfach nach dem also auf mein auf mein Herz hören. Sozusagen ja.
Also ich glaub wichtig ist dann natürlich schon, dass wenn dann einmal diese Berufungsfrage geklärt ist, dass ich sie dann also bei all dem Scheitern, was immer geschehen kann und was am Ende dann der Barmherzigkeit anvertraut sein möge, aber natürlich schon mit der Ernsthaftigkeit, dann die Entscheidung, die getroffen worden ist, dann auch durchzuhalten und durch die Krisenzeiten, also ist das und vielleicht nur ein ein letzter Punkt, den hast, hast du auch vorhin angesprochen und ich glaub, der ist dem, den würde ich gerne unterstreichen. Dass tatsächlich die Freude irgendwie einfach ein Indikator dafür ist, also in welchen?
Und da sind ja die Südmeister drin, also Imaginiert hier zum Beispiel, wenn du jetzt gerade in der Phase bist, wo du überlegst, was, was könnte das sein, ne, was, was Gott durch mich mit meinem Leben vor hat, dass ich mich durchaus hinein imaginiere in verschiedene Situationen und dann schaue, was passiert, wie reagiere ich darauf und dass die Freude.
Immer ein hilfreicher Kompass ist ne und ich würde sagen überhaupt was was Paulus im Galata Brief, also die Früchte des Geistes, wo die sich zeigen, da ist leben in Fülle und das ist der Kompass, der uns hilft, die Berufung zu finden und ich. Würde vielleicht noch mal in andere Worte fassen. Mir kommt vor, es ist so ein bisschen so eine Leichtigkeit, also nicht, dass alles leicht von der Hand geht, aber dass ich innerlich eine eine Leichtigkeit spüre, einen Frieden, würden die Jesuiten wahrscheinlich auch sagen, wo ist der, wo ich suche den Frieden, wo ist der Frieden, mit was habe ich einen Frieden, sagen wir oft gell und und das ist dann, das ist dann vielleicht der Weg, den Gott mir anbietet, ich muss ihn nicht
gehen, aber es ist sehr natürlich, dass ich hingehen möchte, weil Freude, Friede, Freiheit ist alles da, ja, und also mir kommt vor, dass die Leute heutzutage die Suchen nach Orientierung, die suchen nach nach Stabilität und vor allem die Suchen in sozialen Medien, ich habe auch ihn vor einem Jahr total nach Stabilität gesucht und sie in Podcasts gefunden im amerikanischen Podcast. Pines with a quines ich hab es schon öfter gesagt, jetzt hier, dass das so n bisschen auch mein Vorbild ist für diesen Podcast und und du machst ja auch viel Social Media Arbeit. Wie erlebst du das?
Die Leute die du erreichst und was gibt es vielleicht auch für Schwierigkeiten oder für Sorgen die du hast mit diesem ganzen Social Media Phänomen? Also ich fang vielleicht mit mit dem Positiven an und dann die Sorgen die, die es tatsächlich auch gibt, das sind verschiedenartige, die uns vielleicht auch thematisch noch mal n bisschen.
In in andere Fahrwasser drängen. Also was ich wahrnehme, das ist Teil, auch der der Inneren Motivation, Social Media zu machen, ist das, was ich eingangs schon mal gesagt hab, dass ich halt wahrnehme, jetzt bei mir Inhalte universitärum Kontext ne, dass es wirklich einen unglaublichen Durst gibt nach einer ernsthaften Beschäftigung wieder mit dem Glauben und eben nicht am Klischeebehafteten, sondern irgendwie von von 0 anzufangen, aber es gibt n Interesse, und das ist glaube ich einerseits. Eine Art von ästhetischer Sehnsucht, weswegen zumindest in München die Messen, die traditionelle Reformen, vielleicht sogar alter Ritus und so weiter ne, die sind wirklich brechendvoll.
Also wenn ich da hingehe in München, dann zieh ich den Altersschnitt, so kommt es mir vor, fast schon runter, das ist ist ja selten in katholischen Kirchen ne, also ich glaub da gibt es ne große Sehnsucht. Also du zieh sie hoch. Nee, ich zieh ihn. Entschuldigung, ja, ich zieh ihn hoch, also ja. Genau, du bist einer von den Älteren. Genau.
Und also ich glaub da, da sieht man einfach, dass es wirklich ne ne ne Sehnsucht gibt nach nach solchen tradierten auch äußeren Gestalten und Formen von glauben, die einfach unmittelbar ansprechen, ohne dass ich viel erstmal darüber wissen muss oder aus schon solchen Zusammenhängen komme, um da überhaupt reinzuwachsen. Das finde ich sehr interessant und auf der anderen Seite nehme ich wahr, dass es, und da gibt es Studien in den USA ja auch dazu, dass bei bei denen, die in der Gen z Interesse am Glauben haben zurückkehren, sich taufen lassen und so weiter. Dass das in einem hohen Prozentsatz Männer sind, also 70%, während in der Volkskirche, also ich hab vorhin erzählt, mit dem Rosenkranz Gebet, ne, da war
ich eigentlich der einzige Mann, der Rest waren alte Frauen, also da gab es n Ungleichgewicht, das ist jetzt bei der Genzy scheinbar auf der anderen Seite also deutlich mehr Männer und was ich wahrnehme, ich weiß nicht, da müsste man jetzt in irgend so n genderdiskurs einstellen, darauf hab ich jetzt aber überhaupt keinen Bock, wäre die Frage ob das damit zusammenhängt, dass eben auch n größeres Interesse.
An der intellektuellen kognitiven Durchdringung des Glaubens besteht und dass da auch dem, dem Thomas von Aquin als einer auch durch die Kirche einfach vorgegebenen Autorität für Theologie, Philosophie, auch für Katechetik und so weiter irgendwie ne neue Bedeutung zukommt und neues Interesse entsteht, also durch Touristikinstitut alles mögliche, ne also dass dass auch bei Studierenden, ich merke da, da wächst das Interesse an an an diesem Thema, ich glaub dahinter. Besteht im Grunde ne Art von von von Sehnsucht nach Stabilität, sei es in ästhetischen Formen, sei es in solchen liturgischen Traditionen, aber eben auch in denkerischen Traditionen, also sich in größere Zusammenhänge hineinzustellen. Und das Macht für mich auch
absolut Sinn, dass halt ne Generation, die im Grunde aufgewachsen ist, in einer Welt, in der eben überhaupt nicht mehr klar war oder klar ist, quasi wer ist, auch politisch Freund, Feind, ja alte Sicherheiten, die im Grunde sich aufgelöst haben, sich als Schein auch entpuppt haben. Und man sich vielleicht plötzlich in der Welt vorfindet, in der es eigentlich kein kein Maß mehr zu geben scheint.
Und das ist eben anstrengend, weil ich dann ständig selber das erfinden muss, und ich glaube, es ist einfach auch nicht wahr und von daher verstehe ich, dass da halt die jüngere Generation wirklich auf der Suche ist. Und ich denke, Social Media kann eine Möglichkeit sein, wie man halt auf diese Sehnsucht vor allem eben auf diese kognitive intellektuelle Durchdringung von Glauben Bezug nimmt. Ja, und da was was anbietet.
Und ich mein, vor 6070 Jahren gab es noch so Formate wie Katechese, das gibt es ja einfach ja auch nicht mehr. Ne, also das heißt wo soll jetzt n junger Mensch der eigentlich Bock hat mal zu verstehen, was glauben diese Katholiken und irgendwie auch begriffen hat, dass das nicht alles Humbug ist und dass das ja in sich selber kohärent ist und ich mein Generationen von brillantesten Köpfen das alles Durchhausen.
Haben ja. Und irgendwie. Ich hab das Gefühl, wirklich, das ist so, als ob jetzt gerade so die Schatzkiste dieser auch intellektuellen Tradition, die der Katholizismus hat, dass die so n bisschen so aufgemacht wurde, und jetzt sieht man scheinen, und jetzt gibt es n Interesse das wieder zu öffnen und das finde ich natürlich a als irgendwie Akademiker super schön, aber auch als Katholik, weil ich mir denke, wir haben das vielleicht auch unter den Scheffel gestellt, ja selber dafür gesorgt, dass man das so ja mei gar nicht so wichtig und dass man diesen Schatz jetzt hebt. Das ist wichtig und daran will ich mitarbeiten. Also, und ich denke, das hängt auch mit der Berufungsfrage zusammen, zu sagen, OK, das, was
ich wissenschaftlich mache, möchte ich irgendwie auch nicht nur, aber auch in den Dienst für die Hebung dieses Schatzes in. Wunderschön. Ja, und da kann Social Media eben ein Punkt sein. Das ist hoffentlich nicht der Endpunkt, weil ich glaube, auch diese intellektuelle Durchdringung von Glaubensthemen soll letztlich dazu führen, dass Menschen sich begegnen in der in der Kirche als Gemeinschaftswesen sich gegenseitig stärken, wirklich Personal nicht nur online irgendwie.
Das wäre so n bisschen Zukunftsmusik, ne, aber ich denke für die für die für jetzt ist es einfach wichtig diese Sehnsucht zu zu stillen und zu pushen. Und ich glaube, dass im amerikanischen Raum oder im englischsprachigen Raum gibt es schon einige solche Formate, die das machen, die es auch sehr erfolgreich machen im Sinne von, dass die wirklich ne ganze Menge Leute erreichen.
Und ich kenne viele, viele Deutsche, die sich englischsprachigen Content anschauen, und zwar auch ein Grund, warum ich den Podcast hier gemacht hab, weil ich mir da oder mache, weil ich mir denke. Na ja, also es gibt eigentlich so viel zu sagen als katholische Kirche. Es gibt eigentlich so viel zu sagen, selbstverständlich katholisch zu sein, es gibt so unfassbar viele Schätze für des katholischen Glaubens, die im deutschsprachigen Raum nicht wirklich gehoben sind, also dass Hello jetzt n bisschen was deutschsprachiges macht, ist schon mal super cool, aber ich weiß nicht, du kennst dich sicherlich n bisschen aus Essential presents mit Vater Mike Schmidt und diese ganzen Dinge.
Auf Deutsch gibt es nicht ignacious Press, die unglaublich viele spannende Bücher rausbringen. Gibt es nicht. Word on Fire, Ministrys Institute mit Bischaberren gibt es nicht, ja, große große, ich meine, groß ist jetzt eh noch nichts im deutschsprachigen Raum, aber große Podcasts, katholische Podcasts, also ich bin noch sehr winzig und da könnte man jetzt sagen, Na ja, die englischsprachigen, die haben ja die größere Reichweite, weil die weltweit irgendwie die Sprachbarriere nicht haben.
Na ja, aber wir haben 100000000 im deutschsprachigen Raum 100000000 Menschen mal potenziell fallen natürlich n paar Babys weg und n paar ganz ganz ganz alte, die vielleicht auch nicht so internetaffin sind, aber es gibt noch genug Leute, die sicherlich davon profitieren würden, wenn wir einfach nur mal versuchen möglichst viel von den katholischen schätzen. Online spannend verfügbar zu machen. Ja, und ich feier es richtig ab, was gerade in dieser Szene passiert.
Mir kommt vor, es entwickelt sich langsam das was KTV jetzt macht, das was Cross Connected macht, das was ich bescheiden mit meinem Scheinen Podcast versuche n bisschen mitzuhelfen so Steffi stammt von milio Magazin et cetera also und was du machst mit dem Instagram, das ist echt Sau lässig und ich hoffe ich bin sicher, dass da noch sehr viel kommen wird.
Also ich stimme dir zu, ich hab muss ehrlich sagen, ich hab auch wahnsinnig viel Gesuchtet von amerikanischen Podcasts zu ihrem theologischen Team. Also die A auf einem Wahnsinnsniveau waren und gleichzeitig aber auch sozialverträglich. Also es hat einfach Spaß gemacht da dem zuzuhören und man hat wirklich was gelernt und ich hab dann auch entsetzt festgestellt so vor n paar Jahren deutschsprachig gab gab es wirklich nichts und wenn es was gab, dann war das so n davonrennen und ich hab auch den Eindruck da verändert sich jetzt einfach was ne und das ist ist glaub ich auch wichtig ich mein die Schattenseiten sind ein bisschen. Also ich merke bei mir die Sorge, dass das hängt wahrscheinlich einfach mit dem
Ja, mit Social Media, mit mit digitalem zusammen. Die Gefahr, dass, dass es irgendwie so ne One Main Show wird, also es ist im Grunde auch ne Art von, es hat natürlich auch was von Inszenierung zu tun mit Eitelkeit, stolz und so weiter also auch lastet die daran beteiligt sein können, wo man glaube ich immer, also jeder für sich, also ich zumindest für mich immer klar machen möchte, was daran ist, jetzt wirklich gute Absicht für ein höheres gut und was daran ist vielleicht auch Interesse an mir selber und so weiter ne und das die Balance zu halten und so weiter das finde ich irgendwie sehr schwierig. Und für mich als Ordensmann wäre es halt eigentlich am am allerschönsten, wenn es n gemeinschaftliches Projekt wäre. Ne, aber das ist Zukunftsmusik,
das ist so das eine und die andere Gefahr, die ich schon auch sehe ist, dass man ne Verantwortung hat, also dadurch, dass man, sei es jetzt an der Uni unterrichtet oder halt durch solche Podcasts im Grunde auch Inhalte verbreitet, die auf ne Sehnsucht stoßen, hat man die Verantwortung, dass man diese Sehnsucht nicht ausnutzt für eigene Ziele.
Und auch nicht für Ziele und Zwecke von von dritten und erst recht auch nicht für politische Zwecke. Sich da vereinnahmen lässt. Und ich vermute, dass das halt ne Herausforderung ist, vor denen jetzt schon Podcaster in den USA stehen. Ich das bei manchen auch im jetzt über die letzten Jahre n bisschen interessierter beobachte, was passiert da auch politisch bei manchen denke oh oh interessant und ein bisschen gefährlich bei anderen Gott sei dank eine große Resistenz, sich da vereinnahmen zu lassen.
Und ich vermute, dass das Halt auch zugegebener Zeit bei uns sich die Frage stellen wird. Und ja, da muss man jeder für sich, aber ich glaube auch insgesamt ne gute Antwort drauf finden auf die Herausforderung. Und wir werden es sehen. Also du sprichst von Zukunftsmusik. Ich glaube auch, dass es was Zukünftiges ist, aber dass es nicht mehr so lange hin ist, glaube ich so in den nächsten ein 234 Jahren wird sich glaube ich in dem Punkt noch ziemlich viel tun und ich bin ja einfach schon voll gespannt, wie es wird. Bataxavas war wirklich cool, dass wir heute quatschen konnten.
Wir sind leider schon, ich glaub schon n bisschen über der Zeit sogar, aber das macht nichts, wir haben ja ne kurze Pause auch gehabt, danke für deinen ganzen Inside über die das Thema Berufung, ich find es wirklich super spannend und wirklich ne eine brennend aktuelle Frage immer noch bei den jungen Leuten, aber auch bei älteren Leuten, man steht ja immer wieder vor Lebensentscheidungen, selbst wenn man nur den Job wechselt, oder? Will man noch ein 2.3. 4.5.
Kind oder zieht man in eine neue Stadt oder also es ist ja immer, kommt diese große Frage nach, ja wie wie entscheide ich mich jetzt ja und gibt es einen Plan Gottes und wie ist es mit meinen Herzenswünschen und passt es zusammen und wie auch immer, also deswegen großartig, danke. Vielen dank dir auch für die Anladung. Ich habe es sehr genossen, die Zeit ist verflogen. Ja super, danke ich mir bleibt nur zu sagen, einfach herrlich, dass du heute im Podcast warst.
Super.