einfach HERRLICH

12. Was bleibt vom Glauben, wenn er dein Leben kosten könnte? (Tobias Pechmann)

Sonntag, 15. März 2026 · 1 h 30

MP3

Shownotes

Tobias Pechmann ist Nationaldirektor von Kirche in Not Österreich, in einer ökumenischen Kommunität aufgewachsen und später zum Katholizismus konvertiert. In dieser Folge geht es um seinen spannenden Weg zum katholischen Glauben, seine Arbeit mitten in der brutalen Realität der weltweiten Christenverfolgung – und warum genau diese Krise Christen wieder enger zusammenbringen könnte.

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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Du da bist, Tobias!
Von der Kommune zur messianischen Gemeinde
Sein Weg zur katholischen Kirche
Wer hat die letzte Auslegungsgewalt?
Fürsprecher für Millionen verfolgte Christen
Spannende Fälle im Nahen Osten
Wo ist die heftigste Verfolgung?
Die Ökumene des Blutes
Tobias Pechmann – einfach herrlich, dass Du da warst!

Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas
Social Media: Matthias Droste

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Es werden heute mehr Christen verfolgt als als jemals zuvor, die Verfolger nicht unterscheiden. Bist du katholisch, bist du orthodox, bist du kopt, bist du Anglikaner, bist du Freikirchler, sondern Christ ist Christ in der Verfolgung, also wenn jemand Christ ist, wenn jemand getauft ist, dann ist er Christ, dann wird verfolgt, dort wird die Kirche Amis unverfolgt wird, da wächst die Kirche, hier, wo die Kirche reich ist und in Frieden, Sicherheit ist ja rumpft die Kirche, ich weiß auch, gerade in Erbil, im im Nordirak, wow, ich hab es das erste Mal gesehen, auch ganz.

Wo unser Geld wird ankommen, was das dort bewirkt und muss sagen, ich bin extrem motiviert zurückgekommen. Genau, ich mein bis zur katholischen Kirche waren es noch ein paar Umwege, aber ja. Ja, die würde, die würde mich tatsächlich interessieren. Also weil du bist ja jetzt nicht irgendwie hier in der Freikirche geblieben, sondern du bist Nationaldirektor von dem katholischen Werk, wie bist zu dem Punkt gekommen, dass du gesagt hast, boah, ich bin echt durstig und wo stelle ich jetzt meinen Durst?

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte heute die große Ehre, mit Tobias Pechmann zu sprechen. Tobias ist in einer ökumenischen Kommunität aufgewachsen, in Deutschland, ist dann zum Katholizismus konvertiert und ist jetzt Nationaldirektor von Kirche in Not Österreich.

In dieser Folge sprechen wir über seinen spannenden Weg zum Katholizismus, über seine Arbeit, die er jetzt macht, mit Kirche in Not, wie drastisch die Christenverfolgung heutzutage ist und wie diese Verfolgung aber das Potenzial hat, uns als Christen zu einen. Wenn du diesen Podcast unterstützen möchtest, dann lass n Like da.

Schreib gerne was in die Kommentare, lass n Abo da, das ist für dich völlig kostenlos, aber mir hilft es immens und jetzt viel Freude mit der neuen Folge Tobias Pechmann, einfach herrlich, dass du bei mir heute im Podcast bist. Große Freude, richtig cool, dass du dir Zeit genommen hast. Das war ja super spontan, irgendwie jetzt noch schnell das ganze einzufädeln, aber du bist da und du warst schon mal vor kurzer Zeit hier, oder? Ich saß hier vor circa 4 Wochen, aber ein bisschen tiefer auf einem Sitzsack bei unverschämt katholisch bei der Steffi Stampfer im Gespräch.

Genau. So cool, ich find das so cool, dass jetzt immer mehr solche Formate existieren und irgendwie entstehen. Ihr macht ja mit Kirche in Not, du bist ja der Nationaldirektor, da werden wir noch ganz viel drauf eingehen können, ihr macht ja auch richtig viel Social Media Arbeit, findest du es auch cool, dass es jetzt überall solche Sachen aufstehen? Ja, ich hab gerade den auch den Freitag Xaver kennengelernt. Vor n paar Wochen, der auch bei der Steffi im Podcast war und und auch zu uns in den Podcast kommen wird, in unser Studio und ja hab da gemerkt es gibt immer mehr kleine größere mittlere Formate die den Glauben verkünden wollen, die Leute im Glauben ermutigen wollen und finde es cool, dass das gemacht wird, das ist mittlerweile auch

glaube ich bisschen einfacher als früher mit dem Equipment und es wird genutzt zur Verkündigung der frohen Botschaft und das ist ja, das freut mich sehr. Ich habe in der allerersten Podcast Folge, die ich rausgehauen habe, mit der Marisch Greta, da haben wir auch schon ein bisschen über die online Szene, die katholische online Szene geredet und da habe ich gesagt, und so geht es mir immer noch mit Komfort.

Seit Papst Leo ist wieder so ein neuer Aufbruch, also so war es auf jeden Fall bei mir so eine neue Unverschämtheit, so ein neues Ich muss mich nicht mehr verstecken für meinen katholischen glauben. Das find ich, das find ich irgendwie richtig cool und ich bin schon gespannt was was sich irgendwie alles irgendwie daraus entwickelt und mir Komfort jetzt ich weiß nicht kennst du cross Connected?

Ich hab mir gerade angeschaut, da gibt es so n weiß ich kurz ne Reportage oder Trailer von der von der Tiny Brüning Ah ja und der Pater Benedikt, der auch dort dabei ist, der ist arbeitet auch für Kirchen oder in München. Macht da großartigen Content auch auf youtube und daher genau. Also da ist ist mir so n Begriff. Ich weiß nicht genau was die machen, aber find es cool, dass sie sich verbinden und und ja also ist mir ein vager Begriff genau.

Interessant, weil Pater Benedikt, ich glaub, der heißt eigentlich Magnus oder früher hieß er Magnus, er hat die. Wie heißt das noch mal in Augsburg das Basical gemacht gehabt? Ich weiß nicht, wie du das genau kennst. Kennst du dich aus? Ja, er hat es mir erzählt. Genau, ich hab ihn gerade getroffen, genau. Ich war da damals mit denen in Israel, da war er dabei, und da hat er damals schon dann gesagt, er will auf jeden Fall Priester werden.

Und ich dachte mir, boah, cool, OKN junger Typ will Priester werden und hab dann so n bisschen seinen Weg so von ganz von der Ferne einfach mitbekommen, aber dass er, dass er jetzt mit dir auch verbunden ist, das ist ja cool. Ja, wir, wir sind. Wir sind gerade im. Also vor kurzem sind wir sind immer sind wir zum Auto gefahren von München nach Frankfurt, hatten da eben 4 Stunden zum Plaudern und das war irgendwie. Es war echt cool, hat Spaß gemacht und ich wie gesagt, ich schätze sein seine Videos auch sehr die er macht die ganzen Shorts und die kurzen Andachten die er da für kirchennot Deutschland raushaut, das ist echt also es ist ja ich mag, ich mag das voll gern und auch sein sein Mitbruder, der Pater Anton Lesser ist er der geistige

Assistent von Kirchennot international. Den haben wir auch schon verschiedentlich gebracht und der ist unser unser Shooting Star, weil seine Videos. Wir haben jetzt gerade ist einer von ihm hat gerade den 80000 die 80000 Review durch, also genau 80000 mal angeschaut und den Anton Lesser schätze ich auch sehr, also ich kannte die Passionisten bis vor kurzem eigentlich nicht so gut und jetzt kenne ich schon ihn und den Pater Anton, also Pater Benedikt, Pater Anton und auch hier die Mitbrüder oben in Maria Schutz hier am Semmering, das ist auch ein geistlich ein ein cooler Ort, ein guter Ort. Genau.

Also ja, so kenne ich Cross Connected ein bisschen. Ja, okay cool. Ja, ich bin jetzt auch Teil von Cross Connected seit ich weiß nicht seit November glaube ich, ich kenne die Teenie auch schon sehr lange, die das gegründet hat und also die sind ja irgendwie überall dabei, auf allen Konferenzen et cetera versuchen die irgendwie zu sein und mir kommt vor, also seitdem ich jetzt eingetreten bin in Anführungszeichen sind glaube ich noch mal 6 oder 7 Creator dazu gekommen. Alle katholisch, ja, und es sind eh schon, ich glaube 30 Leute in der whatsapp Gruppe drin und es gibt hier immer so einen Regieplan und man tut sich so quasi in seinen Slot buchen, indem man dann irgendwie auf Instagram Co posten kann und und es ist relativ schnell voll der

Regieplan und dann denk ich mir wow OK es gibt es, es kommt immer mehr Content kommt raus und ich find es unglaublich ermutigend ja richtig stark. Bevor wir über das ganze Thema Kirche in Not sprechen, was mich richtig interessiert, haben wir gesagt, du hast einiges in deinem Leben erlebt, irgendwie.

Du hast einen sehr interessanten Lebensweg, irgendwie von Freikirche zu katholische Kirche, aber vorher bist du evangelisch aufgewachsen und so und mich würd es total interessieren. Ich weiß noch ganz wenig und mich würd es total interessieren. Ja wie bist du aufgewachsen, was für ne Lebensrealität war das für dich als Kind, was wir als wichtig?

Erzähl einfach mal n bisschen. Ja, gern danke. Also meine Eltern haben was was gemacht, was irgendwie auch sehr mutig ist. Die sind vor über 40 Jahren Anfang der 80er in eine ökumenische Kommunität in der evangelischen Kirche eingetreten, das ist eine ja, eine hieß damals Lebensgemeinschaft, also eine eine Gemeinschaft von Leuten, zusammen leben, zusammen beten, zusammen arbeiten, das hat sich 1968 gegründet, diese, diese Kommunität. Und zwar als Antwort auf die Studenten. Und ruhen also die der Gründer wollte quasi seinen Slogan Wir immer alle von Reden von Revolution wir auch, aber eben von der Revolution von Jesus Christus, und dann kamen danach Leute, dem gesagt, Hey, was, wie

lebst du das in deinem Alltag, was du da, was du da predigst und er hat gesagt, kommt, lebt mit mir mit in meinem Alltag hat sie sich nach Hause eingeladen, dass sie quasi sehen, wie er wie er lebt und was er macht, und daraus hat sich eben jetzt eine. Eine Gemeinschaft, gegründet von circa 100 Leuten, die gemeinsam in einem kleinen Dorf in verschiedenen Häusern leben, beten, arbeiten. Alle, die dort mitleben, arbeiten auch in der Kommunität und verdienen also kein Geld außerhalb, sondern das ganze Ding ist auch spendenfinanziert, also man bekommt dort ein sogenanntes Taschengeld, also ein klein, ein kleines Fach, also man bekommt eine Wohnung und ist da versichert, aber hat eben eher einen einfachen

Lebensstil und und. Der Auftrag war glaub ich immer schon, dass sie oder ihr Anspruch, dass sie quasi einen einen stellvertretenden Dienst auch leisten für andere Christen an Kirche, an Gesellschaft, an den Menschen, denen viele Berufserlege eben nicht so machen können, weil sie einfach arbeiten und Geld verdienen und deswegen unterstützen das viele Leute, weil sie sagen, ihr macht den stellvertretend einen einen Dienst, wie eigentlich wie ein Kloster, ja, also ein Kloster wird auch quasi gebetet für andere zum Beispiel, und was dann wieder unterstützt wird von den Leuten, für die gebetet wird, und so ist das ungefähr dort auch, es ist eine ökumenische Qualität, das heißt, die meisten.

Dort sind evangelisch, viele haben einen pietistischen Hintergrund. Es ist also südlich von Frankfurt oder Süddeutschland und es gibt aber auch einige Katholiken dort, also es ist eine eine ökumenische Angelegenheit, und da bin ich eben aufgewachsen, es war als Kind immer sehr, sehr aufregend, weil es dort eben auch jedes Jahr neue FSJ ler gab und so, also da war immer viel los, es gab viele Baustellen, wird immer irgendwas umgebaut und so, also das Kind war das wie ein großer Spielplatz.

Ich bin dann eben als Kind ganz normal konfirmiert worden in der evangelischen Landeskirche und hab aber doch schon, die haben eine sozusagen schon ne recht liturgische Feier des also haben des Kirchen als Recht präsent die Verbindung auch zum Judentum ist sehr, sehr stark, also es gibt heute mal ne eine sogenannte Sonntagsbegrüßung, also das angelehnt an die Sabbatfeier, also dass man den Sonntag quasi begrüßt mit einem mit einer Liturgie und. Und so, und also es insgesamt eine recht liturgische Prägung. Das hat mich auch geprägt, es wurde sehr viel gesungen, das hab ich auch, merke ich immer, ich hab im großen Fundus auch an an Liedgut, weiß noch mal im in der Schule im Deutsch RK hat meine Lehrerin mal gefragt eben

was für Linda wir kennen und da kamen bei den anderen kamen irgendwie so ein 2 Lieder und ich hab dann irgendwie weiß ich 789 Lieder aufgezählt und dann ist sie auch die die Kinder runtergefallen weil sie überrascht war, dass ich dass ich also ich glaub sie wussten nicht dass ich aus dem Hintergrund komme. Und dann war sie doch überrascht, dass ich dann so ein Fundes mitnehmen.

Also genau das hat mich, das hat mich geprägt und bin dann auch genau konfirmiert worden und und war dann eigentlich als Jugendlicher nicht mehr so richtig interessiert, also ist auch am Land, also gibt es auch sonst nicht viel, also jetzt keine großen Jugendgruppen oder irgendwie, also und ich hatte eben auch keine, keine pfarrliche Bindung groß, weil dort eben, also weil halt viel auch dort in der Gemeinschaft.

Viel gefeiert wurde an an an Gottesdiensten und so und ja, bin dann wirklich vom vom Glauben abgekommen eigentlich. Also ich war nicht ich, hab den Glauben nicht verloren, aber ich hab auch kein großes Interesse mehr gehabt und bin dann aber durch eine ja auch eine Fügung eigentlich nach Israel gekommen für den Zivildienst oder den Ersatzdienst vom Ersatzdienst und war dann dort in einem in einem Kyboot 3 Monate und danach in Josalin in einem Behindertenheim.

Und hatte dort, eigentlich kann ich sagen, ein ja ein Bekehrungserlebnis. Also ich hab dort ein. Behindertenheim oder in. Der in der Altstadt, also in Jerusalem, hat dort eine Begegnung, die mich ziemlich irritiert hat. Verstört hat, die mich sehr verunsichert hat, und ich hab danach gemerkt, ich hab das sowas noch nie davor, noch nie oder danach auch nie wieder erlebt in dieser Intensität, dass sich insgesamt persönlich geistlich war total verunsichert und hab dann.

Am Tag drauf, ich hab weiß nicht ob du kennst die Büchlein von den Haaren unter Losungen, diese blauen Büchlein, das genau hab ich da damals jeden Tag also drin geblättert und und und Bibel und und die Stellen gelesen und da war der an dem Tag war der Psalm 42 wieder hier schlecht nach frischem Wasser drin und hab gemerkt diese aus dieser Verunsicherung kommen, dass dieser ja Irritation oder auch entmutigung hab ich dieses hab ich das gelesen hab sofort gewusst ich hab den gleichen Durst ich hab das das beschreibt meinen.

Meinen Durst nach nach Gott, nach Gottes Nähe, nach Zugehörigkeit, nach Sicherheit, nach Geborgenheit und hab dann mit ein paar Leuten gesprochen und also war dann wieder bisschen eingefangen, sag ich mal, und bin dann über Freunde in Jerusalem in eine Gemeinde gekommen von messianischen Juden, die war sehr charismatisch, und es hat großen Spaß gemacht. Also ich war dann da ein knappes Jahr in dieser in dieser Gemeinde und hab da viel.

Gelernt auch eben, wie sie die Bibel lesen an. Es war mir auch neu eigentlich, dass man so intensiv in der Bibel liest und auch das ganze charismatisch, was ich für mich auch neu war, es hat mich doch irgendwie fasziniert, ja, und und auch zu sehen, wie Sie die Freundschaft mit Gott leben, also sehr lebendig, sehr quirlig und auch zum Beispiel, was mich, was mir immer noch als Bild im im Hinterkopf, was ich immer noch im Hinterkopf hab. Bei der Kollekte sind sie nach vorne getanzt, weil sie eben gesagt haben, God Loves it, Chill Forgiver also Gott liebt einen Freund, einen fröhlichen Geber, ja, und dann sind sie halt, also Musik gemacht, und dann haben sie, sind sie nach vorne getanzt zum Kollektenkorb

also ja, es ist sehr cool, aber ich hab das so nie wieder gesehen, fand es irgendwie, ja, das war das, hat mich so, das hat mich geprägt eigentlich und auch das Jahr in Jerusalem, Jerusalem, finde ich, ist alles sehr intensiv, ja, also historisch, politisch, aber auch mit den Religionen, auch geistlich damals, das war auch. Für mich und auch in dem ganzen Umfeld, wo ich da war auch ne Serie alles.

Jeder Husten wurde da irgendwie auch bisschen interpretiert. Ja, also war n bisschen auf der auf der anderen Seite vom von der vom Extremen her und ja das das war mein quasi mein mein mein mein Staat eigentlich meinen eigenen persönlichen glauben, meine Freundschaft mit Jesus, das ist jetzt ein längerer Weg. Schon 22 Jahre und der hat noch viele Wendungen genommen. Der Weg aber, das war so der Beginn und bin da eigentlich sehr dankbar für das das mich da so berührt hat oder auch eigentlich gefunden hat oder mir was als ich es brauchte eigentlich dann NN.

Ja es war kein Strohhalm, aber es war ein Wegweiser, ja das war einfach NN Zeichen wo er gesagt hat komm zu mir ich bin da frische Wasser. Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute. Außerdem danke für das ganze positive Feedback bisher, wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität.

Dann unterstützt mich gerne über den paypal Link in der Beschreibung. Vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge. Ich habe von den messianischen Juden schon einiges gehört, auch ich kenne auch den ein oder anderen im deutschsprachigen Raum, kenne ich jetzt nicht so viele, aber ich war auch schon mal in Israel und also allein die Kultur kommt mir vor, der Juden ist schon so interessant und Sabbat und so weiter diese ganzen feiern finde ich so stark und. Wie war diese Zeit?

Also du hast jetzt erzählt, die Tanzen da hervor, das war cool, aber wie, wie war's noch für dich in dieser Gemeinde? Es war auch gut zum Hebräisch lernen, zum Beispiel, weil die Hebräisch war immer Hebräisch und Englisch synchron, also es waren ursprünglich von amerikanischen eingewanderten Juden gegründet, die die Gemeinde, ich finde schon auch durch die. Durch die durch ihre Art auch die Bibel zu lesen, auch zu betonen teilweise.

Also dann war eben Jesus war Jeschurch ja, also es war auch die ganze Sprache ist anders, auch wenn man eben die Bibel liest. Das hat ja und und so ne andere Nähe zum zum Bund eben, also es ist, die haben also quasi beides, ja, also wenn Jude bist und Christen hast du noch mal ne andere glaube ich, andere anderes Verständnis auch für den für den Bund, für die Zugehörigkeit und ja, also.

Deswegen sind mir, also mir sind die Juden sehr ans Herz gewachsen seitdem ich wollte. Auch mich hat auch damals motiviert, nach Israel zu gehen, n bisschen auch als deutscher bisschen zu verstehen, was hat das Dritte Reich mit mir zu tun, also diese ganze Schuldfrage als Nation so, das hat mich schon auch beschäftigt, es war auch Motivation, auch Motivation, hinzugehen und aber auch als Christ wollte ich bisschen verstehen, ich wollte sehen, wo das alles passiert ist.

Also, und ich find es auch wirklich. Wenn man jetzt in Josa dem rumläuft und sich vorstellt, ja, an diesem Ort ist wahrscheinlich irgendwo ein Meter links oder rechts, ja, davon ist irgendwie Jesus auch rumgelaufen oder die jünger oder keine Ahnung, wahrscheinlich dann 5 Meter tiefer, aber keine Ahnung, also jedenfalls ist dort, wo es alles passiert ist, und das ist schon, ich find, da liest man auch die Bibel ganz anders, also wenn du halt nicht hier liest, du es halt denkst du also war ne Geschichte dort irgendwo in Israel und dort liest du die Bibel weißt.

Das war hier. Ist es in Sedor zum Beispiel die Teiche und so? Da die also das ist hier passiert, wo ich stehe, oder die. Die verschiedenen Hügel und Berge, also die ganzen Stories, da Seligpreisungen ja GC Mane, das sind alles so ganz konkrete Orte und und also ich find da liest man auch die Bibel anders und konkreter und nah irgendwie. Es hat ja viel unmittelbarer, finde ich in Israel fort, ja. Ja, ich hab es auch so geliebt.

Ich war nur 10 Tage und ich nur einmal bisher. Ich glaub tatsächlich 18 oder 17. Aber es war so beeindruckend, mal an diesen ganzen Orten zu sein. Es ist, ich hatte jetzt nicht immer dieses Gefühl von Boah, das ist jetzt genau der Ort, manchmal war ich auch n bisschen skeptisch, dachte mir, ist es jetzt wirklich der Berg oder könnte es nicht noch n anderer Berg sein, aber unabhängig davon, also ich war wirklich, ich war wirklich angerührt und hatte richtig krasse Erfahrungen, auch Gott hat mir echt hat mir echt berührt da ja und du hast dann erzählt du hast es, du warst in Jerusalem.

Und hast dieses krasse Erlebnis gehabt und hast danach angefangen so zu suchen oder sowas. Wenn heutzutage Leute irgendwie auf die Suche gehen, dann gehen jetzt irgendwelchen Gurus oder gehen irgendwie, was sich Selbstoptimierung auf Social Media gibt's 100 Sachen die man hinterher laufen kann, dann folge ich noch dem und dem.

War war dieses dieses herrenhuter Büchlein, war das so, der die einzige Quelle die du irgendwie angezapft hast? Dann oder hattest du davor schon? Irgendwie warst du da irgendwie auch auf der Suche oder wie bist du zu dem Punkt? Gekommen, dass du gesagt hast, boah, ich bin echt durstig und wo stell ich jetzt meinen Durst?

Ich glaube, es war tatsächlich dieses das Wort Gottes, also das es ihm gesprochen hat, also Gott durch sein Wort, durch dieses lustige kleine Herrnhuter Losungsbüchchen, durch diesen Psalm. Durch diesen einen fährst sind nur 2 Zeilen gewesen, aber es hat mich so berührt in der Situation wo ich gemeint hab eigentlich dürst bin ich Durst, bin ich Durst, hab ich Durst. Ja ich bin ich mich dürstet und und diesen Durst kann ich stillen bei Gott, das war so die Ansage und das hat mir, das hat mich wirklich wirklich berührt in dem Moment, also mein, das Wort ist lebendig, ja Gott, das Wort ist lebendig und es spricht zu uns und das hat es getan, also das hat mich so berührt, natürlich, ich komme, bin schon

christlich sozialisiert, das heißt? Das war mir schon alles auch vertraut, das war mir nicht fremd. Und also der Glaube, die Kirche, die ja die die Bibel, das war mir alles schon vertraut, aber das ist, was für mich bedeutet so in der auch so existenziell, also es war schon auch ein existenzieller Moment, wo ich gemerkt habe, dass ich habe wirklich eine, ja ein Stück weit eine existenzielle Suche oder ein Bedürfnis nach eben nach, nach Zugehörigkeit zu Gott und. Ja, in dem Moment habe ich diesen Vers gelesen und habe gemerkt, Wow, das berührt mich.

Und dann war ich natürlich auch dort, mit einer, mit einem, mit einer Organisation, die Freikirchlich ist. Also das heißt, die anderen Volontäre, die waren alle Freikirchlich, auch ein sehr, sehr bunter Haufen bei Russlanddeutsche und ganz frisch bekehrte, und also war auch teilweise sehr steil, was da so geologisch geboten wurde, also im im Austausch, im Gespräch. Ein sehr, sehr, wirklich ein sehr bunter Haufen. Und ja, dann wurde ich eben eingeladen in dieser Gemeinde, und das war so der, also das war irgendwie auch geführt, muss ich sagen, wobei ich hab auch, muss ich sagen, einige dort kennengelernt, die sind dann ja so n bisschen find ich abgedriftet sektiererisch wirklich sehr sehr hart Urteil also es waren auch Freunde von

mir und die sind die haben wirklich, die haben auch teilweise von ihren Familien losgesagt, da gab es richtig Zerwürfnisse und so, also es war. So auch nicht, nur nicht nur Zuckerschlecken so, sondern auch wirklich ein. Also ich hab gemerkt, Israel ist einfach ein oder joseem kann auch wirklich ein Ort sein, wo wo Leute auch verbittern oder oder oder eben wo es verbindet ins Sektierische Sektierische geht ja hab ich auch erlebt irgendwie, rückblickend bin ich auch dankbar, dass Gott mich da erwartet, weil ich auch mich mal einigen von diesen Leuten sehr nah dran war. Ja es ist weiß nicht es ist gnadeführung. Ich weiß nicht genau, vielleicht auch Skepsis, vielleicht auch keine Ahnung, vielleicht auch n

bisschen Elternhaus, ja, wenn man ne gewisse Skepsis, Skepsis mitbekommt, oder oder Reflexion oder keine Ahnung, ich weiß nicht genau, ich kann es nicht in Worte fassen, aber ich bin nur dankbar, dass dass Gott mich so geführt hat wie ich, wie er mich geführt hat, sonst würde ich heute auch nicht.

Hier sitzen zum Beispiel hier. Sitzen genau, genau, genau, genau. Ich mein bis zur katholischen Kirche waren es noch n paar Umwege, aber ja. Ja, die würde, die würde mich tatsächlich interessieren. Also weil du bist ja jetzt nicht irgendwie in der Freikirche geblieben, sondern du bist Nationaldirektor von einem katholischen Werk, katholisch sagst du selber, wie war dann diese Reise von diesem, dieser Erfahrung, das herrenhüter Büchlein und jetzt bist du aber katholisch.

Also zu diesen Jahren Israel noch ein Nachsatz. Mich war dann. Eben mit Leuten zusammen, die sehr im Glauben sehr, sehr radikal gelebt haben. Ich hab dann auch noch mal, also klar, bei denen auch meine Taufe als Kind ist keine, keine valide Taufe, ja, weil einer der Römer und so, also ja, ich muss selber quasi sterben und auferstehen und so, und dann haben wir noch mal im Jordan so ne Taufe gemacht und ich hab dann damals mit meinem Patenonkel, der ist katholisch, Theologe, lustigerweise, ich hab 4 Paten, 3 sind evangelisch, einer ist katholisch und hab mit dem auch viel diskutiert über dieses Thema Taufe.

Und war witzigerweise 2 Monate nach meinem nach dem Ende dieses Zivildienstes war ich in Rom im Vasikan mit meinem Partner irgendeiner Tagung und für mich war das damals so irgendwie so n bisschen. Ich weiß, also es war schon n bisschen nicht die Hure Babylons, aber es war so n bisschen OK, das ist hier alles sehr skeptisches Terrain, Vatikan, frisch, frisch bekehrt ist Israel gerade frisch getauft, voll, ja voll Feuer, und dann war ich da mit so lauter, so Wütenträgern die alle wie komisch ausschauen und und und. Grimmige alte Herren und so.

Und das war schon ein starker Kontrast. Ja, starker Shift und ich jetzt erwähnt hab, weil mein mein Partner mich eng, eng begleitet in dem auf dem ganzen Weg auch und fand ich auch schön, auch bei der Taufe eben noch mal. Dieses Bild hat er mir mitgegeben, wir bleiben eigentlich im Blick auf Gott eigentlich wie ein empfangenes Kind, also wir können wirklich aus eigenen, aus eigenen Dingen können wir nichts zum Glauben hinzutun ja, also das ist das ist wir sind wir empfangen. Und das fand ich für die Taufe dann n schönes Bild und jetzt im Nachhinein seh ich es ganz fröhlich auch als taufer Neuerung damals, diese diese diese Taufe im Jordan überhaupt kein Problem und war dann bin dann zurückgekommen und war dann das war 2004 und war dann

eigentlich 345 Jahre. Im freikirchlichen zu Hause. Ich hab dann in Marburg an der Lahn studiert, Marburg interessant, weltweit die erste Universität, die ohne päpstliche Genehmigung gegründet wurde, 1527 Reformation, Philipp damals und hab da war dann in der freien Gemeinde, dort war auch mal beim war, da war sehr interessant bei der Stiftung Schleife in der Schweiz, das ist so n charismatisches Werk.

Da, wo auch die Propheten aus den USA ein und ausfliegen und so und bisher. War es ja die. Stiftungsschleife mit von den von den Kellers gegründet Gery und Gery und Lilo Keller und war da auf dem Levitencamp. Das war so eine Zellstadt mit 5000 Leuten und da ging es, da gab es also, das war sehr, sehr charismatisch, also da gab es eben Prophet, die Tänze und Schufahörner und und, also die Ganze, das Ganze, die ganze Bandbreite war auch Rick Joiner war da, das ist so ein sehr spannender Typ, also der selber als Prophet auftritt. Viele Bücher geschrieben, auch sehr umstritten. Ich hab das fand das damals alles irgendwie bereichernd, aber da hab es mir mal angeschaut und konnte aber auch viel mitnehmen hier und da.

Das Ganze war mir auch zu zu arg zu strange aber hier und da hab ich gemerkt da nehm ich was mit, ich bin dorthin gekommen weil einer der Hauptseelsorger der da arbeitet, der war früher evangelischer Pastor, der hat meine Eltern getraut, das war quasi meine Verbindung dorthin und mit dem hab ich mich dann hingesetzt mal am Rande dieses dieses Leviten Camps und.

Er hat mir dann, wir haben zusammen gebetet, er hat mir dann dieses Bild mitgegeben und gesagt, Tobias, Du gehst den guten Weg, aber geh nicht alleine, geh in eine Hand Jesu und das war für mich, dass dieses Bild begleitet mich seither einfach, dass ich als Erinnerung auch, dass ich die Nähe Jesu suchen will und suchen soll und dass, dass dass die Welt schon auch ein gefährlicher Ort sein kann, auch geistlich so, und dass ich einfach ja, dass ich gemeinsam mit Gott durch die durch die Welt gehe und finde es auch ganz schön, jetzt, wo ich katholisch bin, auch so mit dem Blick auf Maria, dass Maria uns ja auch also bisschen an der Hand nimmt, so Geistlicher und auch zu Jesus führt, also dass wieder dieses

Führen an der Hand nehmen muss ich auch zulassen, also dass ich, dass dass mich jemand an der Hand nimmt und ich mich irgendwo hinführen lasse oder durchs Leben führen lasse, aber das, genau das war damals, das hab ich, das war lustigerweise parallel zum Weltjugendheim in Köln, wo ich dann nicht war, weil ich eben kurz davor auf diesem Levitencam war, und dann hab ich während des Studiums. Gab es so n Paar gab es eigentlich 3 oder 4 verschiedene Fragen die aufgekommen sind bei mir eine Frage. Ich hab begonnen mich zu beschäftigen mit der evangelischen Kirche, ich hab gemerkt es gibt verschiedene oder die Katechismen die evangelischen unterscheiden sich hier und da leicht, da hab ich

begonnen eben mich zu mir zu überlegen was ist oder zu hinterfragen, was ist eigentlich die Lehre der Kirche, was was ist eigentlich evangelische Kirche, man spricht ja von denen evangelischen Kirchen, es gibt den Rat der EKD, aber es gibt nicht die eine Kirche, sondern eben viele Kirchen, die dann einen Zusammenschluss bilden. Also was, was ist Kirche und vor allem auch evangelischer, evangelischer Seite?

Was ist passiert zwischen die war 33 und 1517 Luther, also wie erklärt die Kirche diese Zeit, wie ordnen die die einen für sich selbst? Auch das war so ne Frage, also was, was ist evangelisch? Dann haben wir in der Freikirche, in der Gemeinde haben wir Abendmahl gefeiert mit so einem Fladenbrot und einmal im Monat, und das wurde dann in so einem Kelch getunkt, und dann waren eben viele Brösel am Boden und im Kelch drum was rum und. Ich hatte damals noch keine eucharistische Frömmigkeit zu, aber ich hab trotzdem gemerkt, auch wenn es jetzt nur symbolisch ist, haben es irgendwie zu profan und das hat so n so n so n Prozess auch begonnen, dass ich gefragt hab, was ist eigentlich, was heißt

eigentlich Abendmahl, wie ist das zu verstehen. In in Marburg gab es auch diesen abendmahlstreit Lutan Zwingli, das hat mich also da hab ich mich auch mit einem mit einem Pathologen doch zusammengesetzt, evangelisch noch mal n bisschen zu diskutieren, auch über diese diese Idee der oder dieses diese. Die die Konsubstanzation, also das evangelische oder lutherische Verständnis, dass das, dass der Leib und das Blut gewandelt werden, in dem Moment, für den, der glaubt und danach ist es wieder Saft und Brot, finde ich, aber ich finde es nicht sehr, sehr logisch, sag ich, jetzt Katholik, also mit der Transubstanzation, also genau das hab ich auch nicht, das fand ich nicht überzeugend also, aber da hab ich, da hab ich das, hat mich sehr

beschäftigt und das Dritte war. Das Dritte war ich war im im Gottesdienst. Wir hatten immer viel Lobpreis und tolle Predigten und haben uns danach mit den Freunden eben. Mein ganzer Freundeskreis war in dieser rund um diese Gemeinde uns ausgetauscht darüber, wie hast du Gott erlebt, gerade im Gottesdienst.

Und dann hab ich mich irgendwann gefragt, was ist denn, wenn ich Gott nicht erlebt habe. Im Gottesdienst war dann nicht, da war ich verschlossen, irgendwie sündhaft, keine Ahnung, also was was, was ist da los, und das hat bei mir diese Frage ausgelöst. Wann ist Gott objektiv? Da und diese ganzen Fragen hatte ich im Gepäck und bin dann 2006 war es glaube ich 07 das erste Mal nur zum Test, mal so zum Austesten im Mai in die Marienadacht gegangen.

Bei uns in der katholischen Kirche und da gingen alle Stacheln raus und gesagt Boah das Pack ich, pack es überhaupt nicht. Ja also auch diese Idee, dass man mit mit Leuten spricht außer Vater, so ein heiliger Geist, die schon tot sind oder halt nicht da sind. Ging überhaupt nicht, Maria sowieso, also auch himmelskönigin und so, und das war mir alles, das war mir alles zu steil, aber ich wollt es mal. Ich hab es, bin 34 mal hingegangen, ich würd es einfach mal mich dem aussetzen und mal mal anhören. Sehr mutig.

Und und hab dann n jungen Kaplan kennengelernt dort in der in der Gemeinde den Lieben Ulli, der ist jetzt im im Bistum Fulda Priester. Und wir haben uns angefreundet und er hat bald gemerkt, ich hab fragen, ich hab gemerkt, er hat antworten, wir verstanden uns gut und haben uns dann einmal die Woche irgendwie zur bin ich in die Messe gekommen und haben uns danach auf dem Kaffee getroffen zum zum Plaudern und hab dann irgendwann gemerkt ich will mehr verstehen und dann haben wir zusammen das den das Kompendium des Katechismus genommen und haben einige Fragen durchgearbeitet, Gnade Werke so oder ja die ganzen Heiligen Maria also Billy.

Die die theologischen Fragen, die mich beschäftigt haben, bis ich irgendwann gemerkt hat oder irgendwann hat er zu mir gesagt, Tobias, der Glaube folgt nicht dem Verstand und da hab ich gemerkt, OK, es braucht irgendwann von mir einen eine Entscheidung, ich muss irgendwann ja mich entscheiden, mein Partneronkel sagte zu mir, auch auf diesem Versand 2008 2009 hat er zu mir gesagt, katholisch sein heißt ich darf nichts von dem Leugnen, was die Kirche lehrt, aber ich muss jetzt auch nicht alle frömmigkeitsstile praktizieren, also. Wenn Maria noch nicht irgendwie, wenn ich mit Maria noch keine große Verbindung habe oder sie mir nicht viel sagt, kann ich trotzdem katholisch sein.

Schwierig, aber geht, und in dieser Freiheit habe ich gemerkt, okay ich da ist, Raum da katholisch zu werden, nur dann hat eben noch 1 gefehlt eigentlich diese diese Entscheidung, und dann wurde ich eingeladen zu einem Abend der Barmherzigkeit und bin dahin gegangen, habe mich hingekniet. Jesus vorausgesetzt, im Sakrament des Altares, also vorne auf dem Altar, in der Monstranz.

Und dann hab ich gesagt, so ich, ich vertrau jetzt einfach, dass das Jesus ist und hab ihn angeschaut, hab gemerkt wie er mich anschaut und hab gemerkt er schaut mich voller Liebe an und das also das war so ne, das war so n bisschen ne Vision oder auch n also wie ich ihn gesehen hab und hab gemerkt das ist einfach er schaut mich die Liebe an und hab gemerkt da ist Jesus oh und da hab ich gemerkt so jetzt jetzt kommt er.

Also kommt der Kopf nach oder das Herz kommt nach dem Ganzen, dem Ganzen diskutieren. Und dann habe ich meine die Entscheidung noch ein Jahr rausgezögert katholisch zu werden, unter anderem weil ich, weil ich Angst hatte, dass Freundschaften zerbrechen. Ich habe so ein paar Geschichten gelesen von Newman und so oder von Scott Hahn, und da gab es immer Zerwürfnisse und so, und und davor hatte ich richtig Angst und bin dann katholisch, also bin dann gefirmt worden von Kardinal Koch, witzigerweise dem Präsidenten für das Päpchen Rates für die Einheit der Christen.

Der also jetzt aber eben mit dem, den die Ökumene quasi als als als als Tagesgeschäft hat. Bin in Rom gefirmt worden, in der Kapelle der Scheiß Agade, was irgendwie am Tag vor der Seligsprechung Hans Paulus zweiten, Wow, was schön war, weil zu dem Zeitpunkt eben viele Leute in Rom waren, auch viele, die ich kannte, das heißt, dann kamen eben auch viele gut, das waren keine von meinen Freunden da, aber es waren viele neue Freunde da, die eben auch zur Seligsprechung der Seligsprechung da waren, das heißt, die kamen dann auch noch zur Firmung dazu. Das war dann eigentlich eine echt eine schöne, schöne Angelegenheit, dass da eben auch viele Freunde dabei waren auf diesem, auf dieser, bei dieser

Bizerfirmung, bei diesem katholisch werden Aufnahme in die volle Gemeinschaft mit der Kirche, das war 2011. Im April 2011 was für eine Geschichte genau. Also ich erinnere mich, dass ich, also ich habe eine ähnliche Geschichte jetzt, ich wurde jetzt nicht gefilmt im Vatikan in der Schweizerkadenkapelle das ich.

Aber also schon. Auch bei mir war es was am Anfang weniger die Lehre und mehr, was mich an der Freikirche total fasziniert hat, waren die Ausdrucksformen, dieses Lebendige, dieses das ganze Leben mit Jesusleben, dieses Selbstverständliche, dieses irgendwie radikale, ja, also schon radikal mal so sein ganzes Leben Jesus zu geben, aber ich hab auch gemerkt, also das das schmeckt nach.

Dem, was es irgendwie eigentlich sein soll, hab ich mir früher gedacht. Aber alles was ich vorher kannte, irgendwie katholisch, war eher leider meine Erfahrung. Es gibt sicherlich hoffentlich genug andere Erfahrungen, die nicht so sind, aber meine Erfahrung war staubtrocken und das hat mich überhaupt nicht angesprochen und ich war dann, ich war dann so fasziniert von von diesem lebendigen Hey, wir machen Lobpreis zusammen und wir freuen uns und Franziskus hat ja immer gesagt. Wir sollen in der Messe nicht diese Begräbnisstimmung haben, sondern das ist ja eigentlich eigentlich der Ort, wo wir nach vorne tanzen sollen zum Altar und eigentlich also danksagen Eucharistie ist ja heißt ja

danksagen übersetzt, und ich hatte selten ein katholisches Vorbild, wo ich das irgendwie erlebt hätte, also wo, wo ich sagen, OK, nicht nur die Lehre ist gut, sondern auch die Ausdrucksform ist irgendwie so, wie ich mich wohl fühle so. Aber schlussendlich war dann der ausschlaggebende Punkt für mich, da können die Leute noch so lebendig glauben.

Aber wenn die Lehre nicht systematisch, also mich überzeugt einfach, sondern, sondern wenn sie also manchmal kommt mir vor, also soll es echt kein, kein Hate auf die Freikirchler sein, gar nicht, überhaupt nicht. Ich liebe die freikirchler, ich hab so viele Freunde, die Freikirchler sind, aber manchmal hab ich den Eindruck, kommt mir vor. Dass aufgrund dessen, dass sie nicht so ne lange Glaubenstradition haben, in dass dass sie nicht so ne lange lehrtradition haben, dass es so worst case so sein kann, dass er n Pastor morgens aufwacht, hat er n irgendwie n Traum hat er n guten Gedanken und dann tut er da ne komplette Systematik ausarbeiten von diesem Gedanken, obwohl der vielleicht nicht ganz biblisch ist, oder ob vielleicht

mit dem anderen Gedanken, den er letzte Woche hatte, nicht ganz zusammenpasst oder so, und das passiert glücklicherweise sehr selten, aber dadurch, dass es. Mein Fundamentaltheologieprofessor hat die hat einem da ne super Frage gestellt. Der hat gesagt Wer hat die letzte Auslebungsgewalt, wer hat sie und dann hab ich echt erst mal zu denken angefangen ja OK wer hat wer hat sie ja der nicht der nicht der nicht der nicht und dann sagt er ja Jesus OK wer kommt nach Jesus ja die Apostel ja wer kommt nach den Aposteln ja die Apostel so und die wahrscheinlichste.

Richtigkeit ist wahrscheinlich bei den Nachfolgern der Apostel inklusive aller Gnaden, die die die Kirche braucht et cetera. Aber du hast mich irgendwie, ich mein zwar schon im Theologiestudium, da war ich schon wieder gerne katholisch, aber das hat mich natürlich noch mal überzeugt, hab ich mir gedacht, wenn ich anfange, dass die Auslegungsgewalt bei mir liegt, ich und meine Bibel, dann komm ich auch schnell auf die Idee ne neue meine zu gründen, weil mir das nicht passt, was der Pastor gesagt. Hat genau.

Aber wenn ich eine lehrtradition hab, die auf die ich hoffentlich bauen kann, die mir dann sagt, was richtig ist und was falsch ist, dann kann ich mich zwar einerseits zurücklehnen und sagen super, aber andererseits gilt es trotzdem, das zu durchsteigen. War das für dich auch so wichtig, diese Lehrtradition, weil du hast jetzt gesagt, OK, du hast dich mit den Katechismen beschäftigt, wieviel Anteil war für dich diese Ausdrucksform, war das für dich auch wichtig?

Also ich muss schon schon sagen, ich find's eigentlich beeindruckend, wenn ich an Freiheitliche denke, die im Gottesdienst, wo ja, du hast ja vor dir kein Sabernakel, kein allerheiliges, du hast ja eine Bühne, oder ja, einen Lopas Leiter oder so, trotzdem schaffen die es und knien sich hin oder werfen sich auf den Boden oder eben die Hände.

Also ich finde das schon irgendwie schon beeindruckend, wenn du überlegst, was wir für einen Schatz in der katholischen Kirche haben, wir haben Jesus da und. Und gut, dort ist er auch, ja wohl 2 oder 3 mal im Namen, aber es ist eben anders da und trotzdem finde ich es irgendwie von der Ausdrucksform her schön, dass es trotzdem dort trotzdem dort ist. Ich muss immer an dieses Lied denken, Christy Me the Home of Glory vom Freikirchler und da muss ich voll oft dran denken, wenn ich zur Kommunion gehe, weil es eben weil wie kriegst du es jetzt aufschreiben in me, also es ist. Der die Ausdrucksform war mir schon wichtig. Also es war, ich war so geprägt durch die 567 Jahre in dem in dem reichlichen Setting,

Lobpreis ja und und hab auch schon mitbekommen die also ich schätze das Lehramt jetzt sehr auch rückblickend muss ich sagen eben wie du sagst, dann macht halt jeder seine neue Gemeinde auf oder man weiß auch oft nicht genau welche Nuancen es sind zwischen EFG und FEG und wie die alle, also es sind sehr viele Nuancen zwischendrin. Und jetzt?

Was noch voll in die Parade fällt, glaube ich den Freikirchen, ist die liberale Theologie, also da geht es drunter und drüber, ja, also es ist schrecklich, weil es auch kein Lehramt gibt, also da kann jeder machen was er will und und und das gemischt mit Zeitgeist und Relativismus und und Hedonismus, also gut, also schwierig, ja müssen wir echt verbeten, dass das für unsere, für unsere Geschwister im Glauben. Der Stil war mir wichtig.

Ich bin auch als ich katholisch wurde, war ich ein bisschen perplex, weil ich ja ich hatte kannte Gemeinde nicht, Pfarrer kannte ich nicht plötzlich katholisch mit dieser Prägung freikirchlich, und ja, wo gehst du, wo gehst du denn hin, also ganz normale, ich finde auch ganz normale Messe, irgendwo gehst du in die Messe, Messe ist rum, alle rennen weg, also du hast doch gar keine Chance irgendwie mit ihm irgendwie ins Gespräch zu kommen, also du meinst also ein bisschen solitär irgendwie man. Katholisch wird als Erwachsener, deswegen habe ich dann recht schnell die Nähe gesucht zu der Gemeinschaft Emanuel, zu den Lorettos, also zu etwas, wo eine ähnliche Frömmigkeit auch vom Stil her gelebt wird, was mir

eben vertraut ist und wo ich auch irgendwie wusste, da ist, da ist gemeint, da wird Gemeinschaft gelebt, da gibt es Events und so, da gibt es ja regelmäßig Veranstaltungen, gibt es junge Leute, so das das, das habe ich am Anfang gesucht, wo ich mich auch heute noch frage, so mit Blick auf unsere Kirche, die ich sehr liebe. Stichwort Willkommenskultur.

Also ich glaube, es wäre ein eigentlich ein Leichtes, wenn man einfach mal einmal in der Woche oder einmal im Monat einfach ansagt, hey, wenn jemand neu da ist. Wir haben keine Ahnung, Angebote, irgendeine Angebote da, einfach ja kommt man zum Kaffee vorbei, also einfach die Leute zu adressieren, die die, die neu zum entweder Interesse am Glauben haben oder neu vielleicht in die Kirche wieder eingetreten sind, oder ja. Genau da habe ich eben am Anfang bisschen mehr in dieser, in diesem gemeinschafts Umfeld gesucht und war dann allerdings war ich dann, ich war dann auch lange in Köln gelebt, war dann auch dort, weil das der Kamel direkt vor meinem Büro war, war ich dann oft eben beim Kamel,

also habe da auch nicht so die die Pfarre des Pfarrerlebnises gehabt. Ja, das habe ich jetzt in Wien seit seit 89 Jahren habe ich das schon stärker, aber so ganz vertraut ist es mir eben auch auf aufgrund meines Werdegangs eben. Eben nicht diese ganz normale Pfarrei. Genau 1. Was mir schon wichtig war, ich war mit meinem Partneronkel im Jahr 2000, aber Jugendtag, es war das erste Mal auch, dass ich überhaupt sowas wie Weltkirche erlebt hab, das kannte ich vorher überhaupt nicht, gibt es auch kein zweites Mal.

Sowas stand dort ganz vorne tovagata keine Ahnung, anderthalb Millionen Leute hinter uns, unendlich ja, also Wahnsinn, das hat mich unglaublich berührt. Und bin damals, ganz weil ich es nicht anders wusste, bin ich immer, wenn wir irgendwo mit unserer Gruppe dort in der Messe waren, bin ich immer ganz fleißig zum, also hab kommuniziert, weil ich es einfach für mich war, das damals noch keine große Diskussion, bis man eben mein mein Partner sagte oder hab mich darum angesprochen und seitdem hab ich dann eben nicht mehr kommuniziert, ich war dann eben eben von 2000 bis bis ich katholisch wurde 11 Jahre später war ich noch sehr oft in der Messe, hab nicht kommuniziert, das war mir irgendwie auch wichtig zu wissen.

Es gibt diesen, also es gibt Unterschiede und die respektiere ich auch. Also ich bin ja auch zu Gast. Irgendwie ja, und und ich glaube, solange ich es nicht glaube, ist es für mich nicht Wahrheit, wenn es Wahrheit wäre, könnte ich katholisch werden. Es war für mich die Wahrheit deswegen, ich war auf der Suche, es war für mich fast Wahrheit, aber noch nicht, bis ich dann eben gemerkt habe, so, jetzt jetzt ist es, jetzt habe ich Christus erkannt in der Eucharistie, jetzt kann ich es, glaube ich, dass heute die Kirche lehrt und Weltkatholisch und also genau das war für mich schon irgendwie. Auf dem Weg auch wichtig zu wissen, um die Unterschiede, um die ja und fürs Kennenlernen, weil das für mich eigentlich auch Kostbares auszuhalten, was

eine Spannung war. Es wäre immer eine Spannung. Ich habe gemerkt, dass eine Gemeinschaft und und zu der gehört man eben auch dazu, es gibt eben, wie du sagst, Lehramt und so was gibt, es gibt eine Lehre, es gibt eine Gemeinschaft, und es gehört irgendwie also Liebe und Wahrheit, das gehört irgendwie zusammen, aber hat auch.

Ja, man muss das auch unterscheiden, finde ich. Und also wollte ich nur gerade noch sagen, es war mir wichtig auf dem Weg das auch zu respektieren, also respektvoll mit ihm umzugehen, wo ich da, wo ich da bin, auf diesem Weg in die Kirche. Von von deinem Weg, von der Kommune und über diese Freikirche.

Messianische Gemeinde Israel. Freikirche et cetera katholische Kirche ich find es so stark, wie du immer wieder sagst. Ja dein Patenonkel, der hat dann immer wieder hier was gesagt und da was gemacht und die hat dich damit hineingenommen und dir da Antworten gegeben. Ich find das ist so selten erstens, dass dass Paten ihren Job irgendwie machen, also mir kommt vor das ist irgendwie ein bisschen unterbelichtet in der heutigen Zeit was was der Job eines Taufpaten eigentlich ist, aber wie wunderschön, ich find es richtig finde ich es richtig ermutigend zu hören, dass es noch.

Partneronkels gibt die das richtig ernst, nehmen ihren Job. Er hat ihn ernst genommen und das hat er auch bei der Firmung gesagt. Das stimmt auch, er hat n er hat oft mal auch n Witz gemacht, so was evangelisch katholische, aber er hat nie irgendwie mich unter Druck, also es war nie irgendwie suggestiv, werd auch katholisch, also mal als als lustiger Spruch so ja schon, aber es war er hat das, er hat mich immer respektiert und ernst genommen dem wer ich bin und wo ich herkomme und so er hat mich schon auch eingeladen eben nach seinen Möglichkeiten mir zu zeigen was die katholische Welt so ja zu bieten hat quasi. Was der katholische Glaube ist aber es war immer respektvoll und das, das rechne ich ihm

wirklich hoch an. Und ja, man muss aufpassen, wenn man einen, also ich hab wie gesagt einen katholischen Patenonkel, 3 evangelische Paten und muss man schon auch aufpassen in der Wahl der Paten für deine Kinder, das glaube ich. Jetzt bist du nationaldirektor für Kirche in Nordösterreich und ich hab es dir vorhin schon gesagt, aber ich sag es gerne noch mal.

Ich hab mich mit Kirche in Not überhaupt nicht beschäftigt, im Vorfeld absichtlich, damit ich jetzt quasi alles fresh von dir gesagt bekomme. Du bist ja der Mann von, mit dem man reden müsste, wenn man was mit über Kirche in Not lernen möchte. Das einzige was ich kenne und das wahrscheinlich die meisten Leute, die zuhören oder zuschauen auch kennen ist es gibt diesen red Wednesday, wo die Kirchen rot angeleuchtet werden, das wäre ja überall in allen Zeitungen, das ist jedes Jahr, kommt mir vor, auch der Dom in Passau wurde rot angeleuchtet und.

Das kennt man. Und Kirche Not vom Namen her kennt man und vielleicht von den Spendenkampagnen kennt man aber ansonsten, ich weiß noch fast nichts, erzähl einfach mal was macht Kirche Not, was ist die Geschichte und was ist deine und was ist deine Aufgabe, du. Hast 1 vergessen. Du hast vorher noch erwähnt, dass du unser Real geschaut hast. Wir hatten nämlich einen unseren ersten viralen Hit. Viral heißt für uns also, für unsere Verhältnisse 400000, Aufrufe, 40000 Likes und 400000 Shares. Also das war auf Instagram Unser unser, unser erster viraler Hit, also genau das, das war ganz, ganz nice, dass er es so geglaubt hat, bin ich sehr, sehr froh. Unser Stolz Kirchenot kannte ich vor 3 Jahren auch nur nicht, muss ich sagen, also ich wusste,

dass es gibt, aber in meinem Alltag hat es überhaupt keine Rolle gespielt, ich wusste, dass es das Werk gibt und eigentlich das war es. Jetzt wurde ich vor vor über 2 Jahren angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, eben wirklich nur zu arbeiten, weil mein Vorgänger nach 39 Jahren in Pension gegangen ist. Genau.

Ist das der Nationaldirektor gewesen? Genau, ach, du wurdest quasi angesprochen, genau wie heißt du hier, ist n Job als Nationaldirektor, wie schaut es aus, genau, darf ich dann bevor wir da reingehen noch kurz fragen, wie kommt jemand darauf dich zu fragen ob du nationaldirektor werden willst? Da hast du ja schon irgendwas anderes vorher gemacht. Ich hab 10 Jahre in der PR gearbeitet, also. In in, in Agenturen, zuletzt hier in Wien. Hab mal in Berlin gearbeitet bei einem Verband, hab dort Medienarbeit gemacht, bisschen politische Arbeit gemacht und war auch immer bisschen nebenher, bisschen engagiert in der im im kirchlichen Netzwerk sag ich mal zu verschiedenen Themen, hab mich da engagiert,

hab mich auch versucht zu vernetzen, immer wieder und auch andere zu vernetzen, das ist ein bisschen mein mein macht mir Spaß das das kann ich gut und. Daraus, aus diesem Netzwerk kam dann auch diese Anfrage. Also jemand, ein Bekannter von mir, der wurde quasi bisschen beauftragt mitzuschauen ob ob jemand wüsste eben der als Nachfolger in Frage kommt und der hat mich dann mal angeschrieben, ob ich mal Zeit für ein ja, also ja genau quasi der hat mich dann mal gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte und dann gab es noch so n Paar ja Belegungen beidseitig eben so n paar Fragen.

Ich muss mir erstmal das Werk anschauen, was das eigentlich ist. Was der Job hieße und was der ich machen. Und also ich war wie gesagt, bisschen, ja, mir war das sehr unvertraut, ich hab mal für den Yukat gearbeitet, in Augsburg, noch damals der Yukat gehört heute oder die Stiftung Yukat gehört heute auch zur Kirche Not, so gibt es so n paar Verbindungen, auch so persönliche oder n paar Personen eben die dort arbeiten, die ich eben von damals noch kenne und so genauso gab es so n paar zarte Berührungspunkte, aber so richtig.

Wissen, ich wusste nicht wirklich, was Kirche, Not, was Kirche Not ist. Und genau heute bin ich. Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren Nationaldirektor von Kirche Not hier in Österreich Kirche Not ist eigentlich also ich bin wirklich froh, dass ich da gelandet bin, weil Kirchen Not eine unglaublich tolle Organisation ist.

Kirche Not ist das einzige Hilfswerk für die Kirche, das heißt, unser Auftrag ist also ein Pastorales Hilfswerk. Alle unsere Projekte, die wir unterstützen, sind reine pastorale Natur, das heißt, wir machen jetzt keine. Sozialen Sachen oder so, sondern wir machen nur, unterstützen nur die Kirche dort, wo sie nicht die Mittel über die nicht über die Mittel verfügt, ihrer Sendung nachzukommen.

Das heißt zum Beispiel, Wir unterstützen Priester, kaufen Ihr Motorrad, damit die, weil die so ein Großes in Afrika zum Beispiel vielen Ländern ein Pool, weil die Halt nicht zu den Leuten kommen oder weil die Halt irgendwie 5 Pfarren haben, und die sind halt irgendwie auf einem Gelände so groß wie keine Ahnung, Wien oder so, ja, das heißt, die Kommen nicht zu ihren Gläubigen dann. Stellen jemandem einen Antrag und wir kaufen denen ein Motorradbeispiel.

Nur wir unterstützen viele, sehr viele Orden, sehr viele Seminare, wir helfen bei Verteilung von religiöser Literatur. Messstipendien ist ein Riesending, kannte ich, muss ich auch gestehen, bis vor 2 Jahren überhaupt nicht mehr. Stipendien finde ich eine großartige Einrichtung der Kirche, dass du Priestern eben viele Priester verdienen kein Geld, die bekommen kein Gehalt, weil die Kirche kein Geld hat. Das heißt ja ne Kirchensteuer, außer ja du hast mal ihren Raum halt.

Ja, die gehen dann irgendwie Taxi fahren oder so, also müssen arbeiten gehen, damit sie einfach leben können. Oder ich hätte gerade Priester da aus, ich glaube aus dem Kongo, der mir erzählt, die Gläubigen bringen sonntags irgendwie Feuerholz, Kartoffeln und so, ja, also bringen sie ihm mit, damit er halt als Priester irgendwie auch wohnen kann und Mesh Stipendien heißt, dass du in Österreich sind es 9€ die zahlst du, also spendest du an Kirche Not zum Beispiel und das Geld geht 1 zu 1 an diesen Priester.

Also Anne Bischof, der verteilt es dann an seine Priester, und der Priester bekommt dann diese Stipendien mestipendien und feiert dann für jedes Mestipendium eine Heilige Messe in den Anliegen des Spenders find ich ne coole Einrichtung, du tust was Gutes, kannst steuerlich absetzen und bekommst noch Gebet. Also steuerlich absetzen.

Ja, ich find es super, ja sicher. Warum nicht? Warum nicht also genau, also wir sind wie gesagt ein rein pastorales Werk mit 1947 hat das Ganze begonnen mit einem find ich auch ziemlich Behandlung als Deutscher. Ein belgischer Mönch, der Pater Wernfried, hat 2, anderthalb Jahre nach dem Kriegsende, Moment 47, zweieinhalb Jahre am Kriegsende hat der in Belgien hat die Not der Ganzen aus dem Osten vertriebenen Deutschen gesehen, die da irgendwo ja gestrandet sind, die hatten keine, nichts zu essen, und die hatten auch vielmals keine, oftmals keine Kirchen, was der gemacht hat ist, der hat die die Belgier gebeten, dass sie Lebensmittel spenden, deswegen heißt der auch Speckpater, weil er eben um Speck gebeten hat für

die Vertriebenen. Das ist das eine, also körperliches wohl. Und dann hat er so Bus, alte Busse gekauft und hat die so Kapellen umgebaut, damit er halt quasi mit der Kirche zu den Leuten fahren kann, wo es Kirche gibt, wild und dass man das eben als 2 Jahre nach dem Krieg für die ehemaligen Besatzer organisiert, finde ich, also finde ich groß finde ich, finde ich gut, finde ich gut und sehr bewegend und daraus ist dann eigentlich gewachsen.

Die Ostpriesterhilfe, also der Fokus, die ersten 3040 Jahre, war eigentlich eiserner Vorhang, also die Kirche in der Sowjetunion zu unterstützen. Dort auch stark die Orthodoxie und daraus entwachsen ist jetzt heute ein großes Hilfswerk. Wir haben in 2424 Ländern Büros sowie hier in Österreich, meistens eben im Westen, mit einigen Ausnahmen Australien, Neuseeland, Philippinen, Korea, wo wir um Spenden bitten, wo wir um Gebet bitten und wo wir informieren über die Lage der Kirche weltweit, weil die Kirche in den meisten Ländern kann man sich hier nicht ganz vorstellen, aber die meisten nennen die Kirche arm und wird auch oftmals verfolgt.

Und so sammeln wir im Jahr ungefähr 140000000€ und dieses Geld geht dann eben in pastorale Projekte. Also wir sind quasi ein, wir machen quasi impact Spiritual Impact Investment, ja, also das Geld geht wirklich, das hilft der Seelsorge, das hilft der Glaubensverkündigung, die Kirche wächst weltweit, und das ist auch, also wir unterstützen dieses Wachstum, wir helfen der Kirche, dass sie, dass sie wachsen kann und dass die, dass die.

Dass Orden ihre Schulen unterhalten können, dass Orden vielleicht auch im Kloster umbauen, ausbauen, dass Kirchen wieder aufgebaut werden, da, wo sie Irak zum Beispiel oder auch Nigeria, wo Kirchen abgebrannt werden, zerstört werden, helfen wir. Wiederaufbau von Kirchen leider Gottes helfen wir auch immer mehr mit Schutzzäunen, um Kirchen, damit Kirchen sicher bleiben können, hat teilweise ganz drastische oder oder auch ganz konkrete Auswirkungen, es gab diesen einen ganz berühmten Fall vom Akash Bashir, es war ein junger Mann, der hat. Vor einer Kirche in in Pakistan stand vor der Kirche und hat Wachdienst gehalten.

Und da kam ein Attentäter, und der hat ihn festgehalten und wusste eben, er muss ihn festhalten, sonst geht er in die Kirche ran, und dann ist er und glaub ich noch 23 Leute sind gestorben, weil er seine Sprengstoff desto detonierter. Ist Weste. Weste und der ist aber nicht in die Kirche rein gekommen. Also das ist unglaublich, also wirklich, dass du dein Leben so Hingibst für andere und also genau Schutzzäune sind so ein leider Gottes ein Thema in immer mehr Orten. Dass Kirchen eben nicht zerstört werden oder oder beschädigt werden eben.

Also ja, das ist ein kleiner Teil, wie der Großteil, wie gesagt ist alles Pastoral, also alles fröhliche Verkündigung, Rundfunk und, und das Macht großen Spaß zu sehen, großartig Spaß, große Freude zu sehen, es ist wirklich sinnerfüllend zu sehen, was, was wir mit dem Geld tun können. Ich war jetzt auch gerade in Erbil im im Nordirak, warum, weil ja viele denken bei Irak immer noch irgendwie so n bisschen an. Amerikanische Soldaten und Panzer und Explosionen Gott sei Dank ist es dort seit 34 Jahren wirklich extrem ruhig, also auch im Süden, auch in Bagdad.

So ist es extrem ruhig, der Norden wo ich war, in Erbil, der ist noch viel stabiler, das ist eben auch die Autonome Region Kurdistan, und dort haben wir eigentlich seit seit vielen Jahren eben auch schon bevor der islamische Staat dort war, aber vor allem auch dann in der Zeit zweieinhalb, 3 Jahre, wo der islamische Staat dort. Sein Unwesen getrieben hat.

Und die haben eigentlich über Nacht mussten, da 100 Tausende fliehen, dann haben wir erst mitgeholfen, dass die Geflohenen mit temporären Konstruktionen, also mit Häusern und mit mit Schulen und so irgendwie dort, wo sie hingeflüchtet sind, leben können und dann, als der Islamstaat besiegt war und die ganzen Christen zurückkehren konnten und gesehen haben ihre ganzen Thema alles zerstört, also alle Häuser und kaputt und dann haben wir dort auch gemeinsam mit anderen Organisationen Malteser, und so haben wir dort auch Häuser gebaut für für die Christen. Und in Erbil, dort war ich 4 Tage, hab den war aber zu Gast beim Erzbischof mit einem kleinen Team und hab das erste Mal gesehen, auch ganz wo unser

Geld dort ankommt, was das dort bewirkt und muss sagen ich bin extrem motiviert zurückgekommen, einerseits weil dieser Bischof der Erzbischof war da dort, das ist ein, der ist ein unglaublich visionärer Mann, der ist ein Manager und er ist geistlich und. Wir sind durch ne Schule gegangen auf dem Basketballplatz in der in der Halle waren irgendwie also achtzehnjährige Kinder und der geht da durch und High Five High Five umarmt die fährt ihr durch die Haare, also er ist wieso n nimmt. Nen Basketball und macht kurz nen n three pointer. Quasi so genau der ist so.

Er ist unglaublich nahbar und so n Mann des Volkes, der ist so ganz, der ist die ganze Zeit irgendwie dort bei den Leuten. Wow das hab ich so noch nie erlebt, hat mich unglaublich berührt diesen Typ zu sehen. Und der hat ne ganz konkrete Vision für seine christliche Community dort. Der hat ne Uni gebaut vor 10 Jahren die katholische Universität, der hat vor 5 Jahren N Spital aufgebaut, No Way, der baut dort Schulen, der baut dort Kindergärten, also unterstützt die Schwestern dort, die baut Kindergärten, unterstützt das alles und das ist so sein sein, seine Community dort und sein Slogan hat er mir mehrfach gesagt.

We don't want is survive when it drive. Also wir wollen nicht, aber irgendwie überleben, sondern wir wollen ja blühend gedeihen, wachsen, das ist eine, dafür holt er sich aus der ganzen Welt Unterstützung, also nicht nur bei Pierre Not, bei vielen anderen Organisationen auch, und baut da seine seine, seine Gemeinde auf und wir haben sehr, sehr bewegend, wir haben Flüchtlinge getroffen, syrische Flüchtlinge, die also eine Frau, der Mann auf der Arbeit war, aber der, die kam aus Syrien, der Mann wurde entführt in Syrien, auch die haben dann ihr ganzes Erspartes eben für Lösegeld ausgegeben. Und sind da jetzt dort, haben 2 behinderte Kinder, also eigentlich ziemlich deprimierend, die so zu erleben in dieser, in dieser kleinen

ganz kleine Wohnung aber Gleichtag zu hören, die werden ganz stark unterstützt von dieser, von dieser Gemeinschaft dort, die Kriegen Medikamente günstiger, die werden im Spital kostenlos behandelt, die Gemeinde bringt jeden einmal im Monat essen vorbei, also die, das ist wirklich ein ein Netzwerk, dort ist auch ganz, finde ich auch, es ist auch ganz existenziell eben für die Leute dort, ja, es ist nicht so nice to have, sondern es ist. Da geht es halt um, ja irgendwie um Existenzen, die da irgendwie stranden.

Und dann werden die da aufgefangen und und versorgt und das eben zu erleben, zu schauen, was wo das Geld unserer Spender, was das eigentlich macht, war mein erstes Mal, das zu erleben, und das hat mich echt berührt zu sehen, was man tun kann, damit die unsere Geschwister im Glauben dort ihren Glauben nehmen können, verkünden können und und Leute zu Jesus führen.

Ich habe einen Mann getroffen, der. Dem ist Maria im Traum erschienen. Der war vorher, er hat es selber gesagt, er war voll Islamist, also eher von der wirklich radikaleren Sorte, und der war dann längere Zeit im Koma und ist Maria erschienen und so und ist dann Christ geworden, musste aus Bagdad fliehm, also seine Familie ihn umbringen will oder würde im Irak die Scharia, ja, also der ist dann nach Erbil geflohen und lebt jetzt mit seiner Familie, und der findet eben dann in dieser, in dieser Gemeinschaft dort auch ein Zuhause, ja, und und das war echt. Großartig also das ist genau Kirche, Not, ein echt finde ich extrem cooles Hilfswerk, du weißt nicht viel darüber, ich wusste nicht viel drüber, weil

ich auch finde wir sind, wir segeln extrem unterm Radar, also wir machen, wir sind, wir haben eine unglaubliche Power und wir sind auch wie gesagt das einzige Hilfswerk für die Kirche, aber uns kennt eigentlich kaum jemand, ich bin voneinander angetreten und ich hab viele Pläne wie ich das ändern will.

Social Media ist ein kleiner Baustein davon und bislang läuft es nicht schlecht, muss ich sagen. Das wäre der Staat, um unser Werk bekannter zu machen, hat verschiedene Facetten, eben einerseits, weil die Kirche Unterstützung braucht weltweit, andererseits auch, weil ich glaub, dass dieses Gebet auch für die.

Christen, die leiden, die Arm sind oder die Leiden aufgrund ihres Glaubens, die verfolgt werden, die diskriminiert werden, die um ihr Leben fürchten müssen, die teilweise auch ermordet werden. Dass dieses Gebet für unsere Geschwister im Glauben ist, das hat, das ist unglaublich wichtig für die es ist, es ist existenziell, und ich glaub, für uns ist es eine eigentlich eine große Verantwortung, die ich aber hier noch nirgends so richtig sehe.

Also es gibt in Deutschland, im im Kirchenjahr ist der Stephanitag der Tag für die verfolgten Christen. Gut, es gehen immer weniger Menschen in die Messe. Ich kenne auch einige, die dann am Stefanitag nicht in die Messe gehen, weil halt irgendwie die weil zu Hause so gemütlich ist. Das heißt, ich finde es da gut versteckt, also ich finde es schön, dass es den Tag gibt, aber es ist doch bisschen versteckt. In Österreich gibt es am fünften Fastensonntag eine Fürbitte für folgte Christen finde ich gut, aber aufgrund der Dramatik, also es wäre mit circa 220000000 Christen weltweit, die unmittelbar von verfolgen bedroht sind. 220000000 genau. Open Doors hat andere Zahlen Open Doors hat 380000000, aber die rechnen auch quasi auch

alle, die diskriminiert werden, mit ein, weil du halt auch manchmal schlecht sagen kannst, wann ist ne Diskriminierung ne Verfolgung. Also da gibt es bisschen in der in der bei den Zahlen n bisschen Unterschiede, aber genau unser Bericht der gerade auch rauskam, wir rechnen mit 220000000 die weltweit verfolgt werden und das sind so viele Menschen, also für mich ist es eine zu große Zahl, ist es mit zu abstrakt, dahinter stehen ja ja Schicksale von einzelnen Leute, also und aufgrund. Einfach aufgrund dieser Dramatik, finde ich, ist das bei uns kirchliche Seite dieses Thema wahnsinnig unterbelichtet und deswegen haben wir auch von Kirche Not. Wir haben 3 Säulen gebetinformationen und und Hilfe, das sind unsere 33 Säulen

und zwar unser Auftrag und ja, also da kann man viel tun, praktisch und konkret und im Gebet genau OK. Ganz viele Fragen, erste Frage. Du hast ja gesagt, du bist von du bist der Nationaldirektor von Österreich und hab ich das richtig verstanden? Es gibt 24 Büros weltweit oder das heißt, das heißt bist du bist du jetzt, weil ich mein Österreich ist. Jetzt ist jetzt nicht das größte Land der Welt, so bist du jetzt so n kleines Rädchen im großen System oder bist du einer der als Nationaldirektor in so einem Nationaldirektoren? Gremium oder entscheidest du über die 120000000 über entscheidest du über die paar Millionen, die Österreich reinkriegt oder was ist genau dein Aufgabenspektrum? Ich entscheide gar nichts.

Ah ja, nein, nein. Du fliegst, du fliegst herum und schaust an. Wo? Es nein, gar nicht, gar nicht. Ich hab also eine Reise gemacht in eineinhalb Jahren, und das war wirklich, wirklich, finde ich gut investiert, weil ich gesehen hab, was da passiert und ich kann jetzt auch ganz anders drüber reden, ich hab ne Verbindung zum zum Erzbischof dort und und das war wirklich, wirklich kostbar, wir haben 24. Wir in sammeln 24 Ländern Büros.

Mein deutscher Kollege sitzt in München und in Deutschland ist die Besonderheit in Deutschland sitzt auch unsere internationale Zentrale in Königstein bei Frankfurt. Ah ja, aus historischen Gründen dort und dort sitzt auch die Projektabteilung, das heißt, dort gehen im Jahr ungefähr 10000 Projekteinträge ein und ungefähr 5000 werden dann positiv beantwortet, das heißt, das Geld, das wir sammeln, schicken wir. Dorthin, das heißt, ich hab mit den Projekten jetzt, ich hab jetzt keine Entscheidung drüber, wer jetzt wo Geld bekommt, das passiert alles dort was vor und Nachteile hat. Ich find es hat viele Vorteile weil wir eben ne sehr schlanke Struktur haben für die Größe unseres Werks und vor allem die Leute die dort sitzen, die

kennen wirklich die kennen ihre Länder, die kennen ihre Regionen, die kennen die Ansprechpartner, die wissen genau wie sie anrufen müssen, welchen Bischof, welchen Priester, also die können über Anträge auch ganz anders. Entscheiden, weil die einfach sich die kennen sich aus vor Ort. Das könnte Nationalrektor so in der. Unmögliche.

Das könnte. Ich nicht leisten oder auch mit unserem kleinen Team hier, das könnten wir auf keinen Fall leisten. Es gibt doch immer mehr so gefälschte Anträge, also es gibt plötzlich gefälschte Webseiten von gefälschten Diözesen und so Bistümern irgendwo in auf der Welt, ja, also das um das zu prüfen, so dass das machen die Kollegen dort in Königstein, das heißt, Deutschland gibt es 2 Büros, einmal internationale Zentrale, und in München ist Beruf für Deutschland. Und sonst eben in 24 Ländern gibt es Büros wie hier, wir sind ein ja verhältnismäßig kleines Land, also Österreich, und und wir sammeln im Jahr ungefähr 4000000,00€, was ich großartig finde und Österreich und quasi in Österreich, also wegen Kirchen notfinanziert sich nur

durch private Spenden. Also wir haben jetzt keine Sammlungen, kirchensammlungen oder so, sondern alles sind alles private Einzelspenden, also ist du und ich ja 1015 20€ Unternehmen. Es gibt Unternehmer, die sagen irgendwas irgendwie, ja, also die Spenden dann mal was, aber es sind jetzt wirklich, ich glaub 99% sind sind einzelspender, sind sind Leute die die sich teilweise auch irgendwie absparen oder so oder die sagen Ey meiner Sparte ist es da besser investiert und so. Also das sind wirklich Einzelpersonen die aus Liebe geben, die sagen ich, ich tue da was Gutes für für die für die Kirche weltweit.

Genau. Und was ich auch schön finde in Österreich fast, ich glaube 40% unserer Spenden sind messstipendien, was ich großartig finde, weil es nämlich auch heißt, dass wahnsinnig viel für Österreicher gebetet wird, cool, und das freut also ja, es sind fast 2000000€, und das sind, ich weiß nicht wie viele Tausende messen, die dann gelesen werden für die Menschen in Österreich, das sind oft auch die Leute, schreiben unter ihre Anliegen, es sind oft für Angehörige gestorben sind oder für schwere Fälle oder Scheidungen oder persönliche Probleme.

Und das Land, alles irgendwo in der Welt auf einem Altar. Wow wird Gott hingehalten, also das ist schon, das freut mich ja großartig. Und gibt es irgendwie. Also stell dir vor, ein Superreicher was ist Elon Musk sagt, Ich hab 100000000 übrig, also davon hat er ganz viel von diesen 100000000 aber sagen wir mal er hat 100000000 übrig und da gibt es an an Kirche in Not was würde Kirche in Not machen damit. Ich glaub wir hätten erstmal n Problem, weil wir das Geld ja auch verteilen wollen, also müssten und dafür brauchen wir auch Projekte und wir haben eben eigentlich keine eigenen Projekte.

Also wir kriegen immer Anträge von Orden, von Priestern, von Bischöfen und N Antrag muss eben A immer pastoral sein und b muss auch der Antrag immer von einem von einem Bischof oder von einem Abt unterstützt werden. Dadurch stellen wir sicher, dass wir eben auch wirklich in der in der in der katholischen Hierarchie sind. Da helfen, das hilft uns auch, dass wir betrug eben vorbeugen können und dass das alles quasi ordentlich katholisch abläuft, wenn wir jetzt 100000000€ gespendet bekommen würden, müssten wir halt schauen, wie wir dieses Geld auch verteilen können, wir können ja nur Geld verteilen, wenn wir auch einen Antrag haben, wir können das nicht selber, wir haben jetzt keine eigenen

Kirchennotprojekte, was ich gut finde, ich wurde gerade von jemand gefragt, Sudan macht ihr da was oder seid ihr auch wie alle anderen schon abgehaut. Hab ich gesagt, wir können gar nicht abhauen, weil wir nicht selber nicht dort sind, sondern wir unterstützen die Kirche im Sudan, die unterstützen wir, und solange die Kirche dort ist vor Ort ist uns, wenn wir zu antragen sind, wir dort, also deswegen können wir gar nicht, wir können gar nicht ein Land verlassen wie andere Organisationen, vielleicht ja, weil die Halt hinkommen, helfen, und dann, wenn es gefährlich wird oder zu gefährlich wird, das Land verlassen müssen, sondern wir unterstützen die Kirche vor Ort, und das ist wirklich so.

N finde ich nicht großartig, das ist also genau, aber wenn es so viel Geld, da muss man irgendwie schauen, dass man vielleicht auch größere Projekte, vielleicht auch Projekt. Wir lehnen auch viele Projekte ab, wir machen nicht so viel Bauhilfe zum Beispiel oder finanzieren auch ungern Personalkosten, zum Beispiel so Sachen, deswegen könnte man vielleicht einfach auch vielleicht einfach mehr fördern.

Wie gesagt, Wir lehnen ungefähr 5000 Projekte im Jahr ab, wenn wir jetzt so viel extra Geld bekommen würden, könnten wir wahrscheinlich sagen, wir fördern jetzt einfach mehr Projekte, aber die müssen schon auch dann unseren unseren Kriterien entsprechen, weil wir eben einen ganz klaren Auftrag haben, wir sind. Bisschen eingeschränkt durch unseren Auftrag, aber der ist auch sehr klar, sehr speziell.

Ich finde sehr geistlich, also pastoral, 100%, Pastoral, das ist unser unser Auftrag. Das ist vorhin von den 220000000 gesprochen, die verfolgt werden. Ich habe ein bisschen, ich bin ein bisschen damit. Ja, im Bilde ist sozusagen, weil ich von Open Doors, wo du das ja auch schon angesprochen hast, ist so diese Weltverfolgungskarte und so diese 40 Länder, die irgendwie in Nordkorea auf der 1 oder ich, ich glaube und Saudi Arabien ist auch dann und dann auch relativ bald und die Malediven und so und dann ist auch so Urlaubsdestination wo du denkst, aha, da ist Christenverfolgung und dann dann sagt Dir Open Doors, ja, flieg vielleicht nicht mit deiner Bibel, so ganz offenkundig dahin oder so, weil

sonst könntest du echt n Problem kriegen. War das für dich auch komplettes Neuland, dieses Thema Christenverfolgung und ich mein 220000000 von einer 1,4 Milliarden katholischen Kirche? Ja, das ist ja nicht nur ein Prozent, es ist ja wirklich unglaublich, wie, ja, wie, wie trifft dich dieses Thema. Ja gut, dass du es sagst.

Es gibt die 220000000 sind. Christen jeder Couleur, also nicht Katholiken, wir unterscheiden es nicht verfolgte Katholiken, sondern wir zählen alle Christen, wir schauen uns zweijährig, wir haben einmal im Jahr, dieses Jahr kam raus unser Religionsfreiheitsbericht und im nächsten Jahr, also immer alternierend, kommt unser Bericht raus zu verfolgten Christen und haben uns jetzt gerade angeschaut, eben wie steht es um Religionsfreiheit weltweit als als Menschenrecht Artikel 18. Und Religionsfreiheit ist was für für alle Leute. Also ich glaube auch, Religionsfreiheit ist wirklich ein Barometer, auch so n bisschen in den in den Ländern, wenn du wenn es um die Religionsfreiheit schlecht bestellt ist steht es um andere

Rechte eben auch schlecht, deswegen 220000000 Christen weltweit wahnsinnig viel ich hab bevor ich bei Kirchen und begonnen hab war das für mich n ziemlich abstraktes Thema, jetzt bekomme ich halt eigentlich wöchentlich irgendwelche Berichte aus Burkina Faso, aus Nigeria, aus Pakistan. Wo du halt liest von Angriffen auf Christen, von Massakern teilweise. Und einerseits nehm ich das total mit, andererseits kann ich auch nicht alles an mich ranlassen, wenn ich ständig jedes Massaker, das wird.

Es gibt eigentlich traurigerweise wahnsinnig viele von diesen Vorfällen, eigentlich jede Woche weltweit irgendwo gegen Christen, ich kann das nicht, nicht alles an mich ranlassen, deswegen bisschen ne abstumpfung ist da und. Ich bin manchmal auch irgendwie so ein bisschen empört. Warum sieht dieses Leid keiner, also vor allem in der Kirche, warum, warum berührt das niemanden?

Natürlich ist es auch unser Auftrag zu informieren, also wenn es keiner weiß, kann man so, ja kann man sich auch nicht, drüber kann man auch nicht betroffen sein davon, deswegen da haben wir schon auch einen Informationsauftrag, versuchen das auch, also schicken das dann wieder rum und so, da ist aber auch noch glaube ich bei uns Verbesserungspotenzial, dass wir die Leute besser informieren und auch vielleicht in der in der breiteren breiteren Öffentlichkeit.

Aber es in dem Sinne, was ist es, ein neues Thema für mich? Es ist ein auch faszinierendes Thema für mich, weil man ganz klar sieht, dort wo die Kirche arm ist, Unverfolgt wird, da wächst die Kirche, hier, wo die Kirche reich ist und in Frieden, Sicherheit ist, ja schrumpft die Kirche, ich finde es total interessant, also was, was hier passiert, kann ich mir eher erklären. Alles das, was dort passiert, weil wenn Leute echt um ihren Glauben, also um ihr Leben fürchten müssen, weil sie, weil sie Christus nachfolgen und trotzdem fröhlich also oder ja, ja, fröhlich sind, in ihrem Glauben, in ihrem Alltag und trotzdem auch den Glauben verkünden und dem Glauben nicht wieder sagen, wenn sie da

irgendwie bedroht werden. Wow, das das kann man, kann ich mir nicht vorstellen, aber ich find es wahnsinnig beeindruckend, auch inspirierend, auch für meinen eigenen Glauben hier, was die dort bereit sind zu geben. Ich find es inspirierend, auch wenn ich über Heiligkeit nachdenke. Heiligkeit Gottes hier ist irgendwie so bisschen alles wurscht und dort ja sind die Leute, haben die Leute, die, die das Messer an der Kehle und trotzdem sagen sie, nein, ich, ich, ich, ich bin Freund von Jesus, was sagt es über den über deren Glauben aus, was sagt es auch über deren Blick auf Gott aus, ja, also wie, wie, wie musst du Gott sehen, dass du sagst, ich ich kann, ich werd mein Leben hingeben für für ihn, ich werd nicht, ich werd ihn

nicht nicht leugnen also das find ich ziemlich inspirierend. Und auch haarsträubend, irgendwie also oder kriegt er Gänsehaut? Ja, wenn man diese Stories hört, ich kann, ich sehe auch immer mehr, was uns die Verfolgte Kirche uns hier lehrt, zum Beispiel finde ich ganz fasziniert, es gibt viele Berichte, du hast gerade schon die Bibel angesprochen, dass man die nicht überall offen rumtragen muss, es gibt viele Berichte davon, dass Leute die Bibel teilweise auswendig lernen, also dass man ne ganz andere Liebe auch zur heiligen Schrift bekommt, wenn man, wenn sie quasi verboten wird, ja. Frage mich auch hier, wie steht es um meine Bibellektüre? Ja, also wie steht es um mich ist auf jeden Fall Raum nach oben beim beim beim Bibellesen

lustige Anekdote noch oder was mir gerade einfällt zum Thema Freikirchen ich hab oft Prediger gesehen die irgendwie lästige lästige Dudes die da irgendwie predigen und dann nach die Bibel auf der Bühne auf den Boden legen. Und ich finde es interessant, weil zum Beispiel ein Moslem würde. Das glaube ich, nie tun.

Ja, der Koran ist heilig, und wenn du dir also wenn ich mir überlege, wie heilig ist denn die Schrift, ist die Schrift heilig, natürlich ist es auch nur ein Buch, aber es ist trotzdem eine heilige Schrift, das ist das Wort Gottes, also wie gehe ich damit um, so kleine, das stimmt. Schon. Der Schritt am Rande und also die Liebe zur Heiligen Schrift ist das eine dann auch.

Es gibt viele Berichte von inhaftierten Christen. Der eine katholische an Orthodoxen. So natürlich beten die im im Gefängnis gemeinsam. Also die Unterschiede, die wir sonst sehen, ich glaub in der Verfolgung verschwimmt das und man wird eben mehr, ich sag mal Christ als eben, dass du dich unterscheidest in deiner, in deiner Konfession oder in deinem, in deiner Kirche, in der kirchlichen Gemeinschaft, das verschwimmt, da verschwimmt, da glaub ich schon. Und dann auch.

Es gibt viele Berichte über Wunder, über Wunder, die Gott tut, diesen einen berühmten Bischof aus dem Norden Nigerias, der hatte eine Vision, wie wie Gott ihm, wie Jesus ihm ein Schwert reicht, das sich zu einem Rosenkranz wandelt, und der betet Tag und Nacht. Ich hab Kollegen, die sind mit ihm schon Auto gefahren, er betet anscheinend dann einfach 34567 Rosenkränze hintereinander, das ist eine Waffe, also die Waffe des Gebets, Antwort auf dort im Norden Nigerias, viel Terror. Viel Gewalt und der berichtet aber dann davon, dass es dort seit mehreren Jahren eben keine Vorfälle in seiner Diözese gehabt, zum Beispiel ja, also Gebet wirkt, Gott tut Wunder, jetzt hab ich mich dann schon

dabei, weil ich dann denke, ja, das kann nur Zufall gewesen sein, ja, man weiß nicht, genauso ist gleich am, Ich bin gleich westlich im Relativieren, nein, Gott tut Wunder und das das, das hört man eben von dort in einer, ja in in, in einer Dramatik und auch in den verschiedenen Farben eben diese Geschichten viel stärker als. Als man es hier vielleicht hört und ich finde es, also ich finde es bereichernd und ermutigend und voll schön, dass man Wunder tut, dass man es hört, was das auch teilweise für die Menschen dort konkret bedeutet, ja, also heilige Schrift, Ökumene, gelebte und und auch Wunder und eben Wachstum, also Freude, Wachstum der Kirche, trotz dieser ganzen schrecklichen Bedingungen, teilweise auch

Armut eben, also trotzdem wächst der Glaube, und dass Gott das so macht. Ich finde es ein Mysterium. So ganz verstehe ich wie gesagt nicht, aber ich finde es mich, ich finde es begeisternd, ich glaube, da können wir auch viel. Ich glaube, man kann da viel lernen von der Armen, von der verfolgten Kirche, also kann ich, können wir hier lernen für unsere, für unsere Kirche, worauf es wirklich ankommt, ja.

Und worauf es auch ankommt, also es ist ja auch hier die Frage, hier ist die Verfolgung vielleicht mal schräg angeschaut wird die Verfolgung und dort werden, also lassen die Leute ihr Leben, aber du hast kurz vor dem Podcast Start. Von der Ökumene des Blutes gesprochen. Was hast du, was meinst du damit die?

Diesen Begriff Ökumene des Blutes kenn ich von von Kardinal Koch, kenn ich von Papst Franziskus und jetzt auch von Papst, von Papst Leo. Der beschreibt im Grunde, dass Verfolger nicht unterscheiden. Bist du katholisch, bist du orthodox, bist du kopt, bist du Anglikaner, bist du Freikirchler, sondern Christ ist Christ in der Verfolgung, also wenn jemand Christ ist, wenn jemand getauft ist, dann ist er Christ, dann wieder verfolgt. Und das heißt, die Verfolger unterscheiden nicht, wie wir hier.

Also das heißt, die sind, die verfolgen diskriminierungsfrei, wenn man so sagen kann, ein bisschen drastischer, salopp und schaffen dadurch in der Verfolgung faktisch schon eine Ökumene, also die Ökumene wird gelebt auf drastische Weise durch die Verfolger, und deswegen gibt es in dem in der Verfolgung, in dem Blut eben eine gelebte Ökumene, was ziemlich drastisch ist, aber es ist real, ganz, ganz real, ganz konkret. Und am Red Randstay, den du vorhin kurz angesprochen hast, dass ein Tag den Kerinot vor vor circa 10 Jahren ins Leben gerufen hat, um wo im öffentliche Gebäude, wovor allem Kirchen und Klöster rot blutrot beleuchtet werden, um auf das Leid der verfolgten Christen hinzuweisen und um für Religionsfreiheit einzustehen,

an diesem Red Randstay haben wir hier letztes Jahr noch dieses Jahr ein eine ökumenische Veranstaltung gemacht, warum? Für mich ist klar, die Ökumene des Blutes, die dort passiert, wo verfolgen. Geschieht, wo verfolgen Reales braucht meines Erachtens hier bei uns im Westen, hier in Österreich, hier in Wien eine Ökumene des Gebets, das heißt, und die Geschwister von jeder Glaubensqualität werden verfolgt, ja wieso unterscheiden wir dann?

Also ja, wir sind sehr stark, unterscheiden im Differenzieren und im im, in den unter, im Betonen der Unterschiede, aber ich glaub, wenn wir verfolgen schauen, dann sollten diese Unterschiede in Hintergrund treten. Wir sollten sagen Hey. Alle unsere Geschichte haben wir verfolgt. Wir kommen gemeinsam im Gebet zusammen, da brauchst du auch keine großen liturgischen Diskussionen, beten kann man immer überall und deswegen haben wir diese diesen ökumenischen Gebetsabend gemacht, letztes Jahr etwas kleiner, dieses Jahr hatten wir einen großen Gebetszug für den Frieden im Nahen Osten, aber auch ökumenisch, da war armenisch apostolisch Christen dabei, viele orthodoxe aus Syrien, Katholiken, freikirchler.

Und das war unser Angesprochener viraler Hit. Also das ging mit über 1000 Leuten hier durch die Innenstadt, schon vorbei am Christkindlmarkt, wo wir gemeinsam eben ökumenisch aufgetreten sind und und gebetet haben für die für den Frieden im Nach Osten. Also ich glaub, diese Verfolgung ist für uns hier als Kirche ein starker Ruf für diese Christen zu beten und eben auch ökumenisch, also ich glaub das ist ne Großes, hat n großes Potenzial für die Ökumene, mit der wir uns hier oft schwer tun.

Aber ich glaub das hat n großes Potenzial für für mehr Einheit und für mehr Gebet gemeinsam. Das ist heißt eben, dass man das einbringt, was man selber als Charisma oder als Begabung oder als als Reichtum hat in seiner Kirche, in seiner Gemeinschaft, mit seiner Spiritualität. Und ich glaub, das kann man auch bei der des, des, des Gebets, also dass man einfach sagt, wir beten gemeinsam, auch in unseren verschiedenen Traditionen, das kann auch, ich find es auch Bereiche, wenn ich sehe, wie die Orthodoxen beten oder so, ich find das, ich find es faszinierend, ich find es inspirierend, ich find es schön.

Ganz andere Tradition, ganz andere Liturgie aber bereichern wahnsinnig bereichernd auszusehen, auch wie diese verschiedenen Familien in der Kirche, die im Glauben leben. Und ja, ich find, da kann man viel lernen, auch zum Beispiel muss ich jetzt Gutes, nicht Christen, da war ich zum Thema Heiligkeit, gerade die heilige Schrift angesprochen, ich find es total bewegend, wenn du die Juden siehst, die orthodoxen Juden, wie sie von der Klage immer weggehen, viele drehen sich eben nicht um und gehen weg, sondern.

Wollen sich nicht mit dem Rücken zum Ja zur zur Heiligen, zur heiligen Stätte drehen, sondern gehen quasi rückwärts, rückwärts weg davon und sowas. Ich find da gibt es viele, da kann man viele Dinge beobachten in anderen Traditionen, auch bei den Orthodoxen oder anderen oder freichristen, also sowieso wo du lernen kannst, wo du dir Dinge anschauen kannst.

Sagen Sie eigentlich ist ist es für mich vielleicht bereichernd, für meine, für meinen Glauben, für meine Freundschaft mit Jesus. Du hast am Anfang auch gesagt, also vor der auf, bevor wir die Aufnahme gestartet haben. Das fand ich auch n sehr bezeichnendes Bild dieses Wir sind alle ein Leib Christi und wenn uns der kleine Finger abgeschnitten wird, weil der halt irgendwie verfolgt wird sozusagen, aber wir es nicht mitbekommen, dann ist es irgendwie seltsam. Weil also wenn mir jetzt jemand den kleinen Finger abschneidet, dann werde ich das aber gescheit mitbekommen. Das ist für mich ein Bild, also für unsere, für unsere irgendwie Taubheit.

Also wenn ich mir die, die diese. 22 Minuten Christen anschaue, die unmittelbar von verfolgen bedroht sind. Viele Christen werden getötet, davon ihres Glaubens, der Vatikan hat gerade jetzt im Ich glaub jetzt irgendwann im im Herbst veröffentlicht, eine Liste von Märtyrern, die seit dem Jahr 2000 quasi anerkannt sind, die gestorben sind für ihren Glauben, es waren glaub ich 1800 jetzt ungefähr 2000 Christen die die belegt eben nachweisbar für den Glauben gestorben sind. Es sind wahnsinnig viel Leute, finde ich, das sind unglaublich viele Märtyrer, blutzeugen.

Und wenn du die eben theologisch oder dieses, dieses geistige Bild des des einen Leibes ein Leib, viele Glieder anschaust und irgendwo auf der Welt leidet, ein Teil des Leibes beziehungsweise eben wird irgendwo was wird jemand ermordet, ja werden so viele Menschen verfolgt oder auch ermordet, das heißt, irgendwie wird irgendwas am am Leib abgeschnitten oder verletzt und der Rest merkt gar nichts, dann frag ich mich schon, da stimmt irgendwas nicht, also wir müssen es doch. Wenn wir ein Leib sind, dann müssen wir doch auch mitbekommen, wo das, wo der Leib leidet. Das kann natürlich auch geistig sein hier in Europa oder sonst wo, aber es kann auch ganz praktisch ganz existenziell sein, eben die Christen, die

entweder von Armut betroffen sind und nicht wissen, wie sie morgen wovon, was sie morgen essen sollen, oder eben weil sie verfolgt werden und und immer ihr Leben fürchten müssen, ich glaub, da ist es n ich glaub das ist n Auftrag an uns hier am besten, dass wir, dass wir wach werden für die Not. Der Kirche und gerade deswegen schätze ich auch die katholische Kirche so. Wir sind eben Weltkirche.

Ich finde es oft sehr, ja, es mag abstrakt sein, dieser Begriff Weltkirche, aber ich finde, gerade bei der Verfolgung kannst du dir anschauen oder kannst du auch lernen, was es heißt, solidarisch zu sein mit dem ganzen Leib, eben zumindest im Gebet, ja, da musst du jetzt von mir, also nicht, keiner muss spenden, jeder darf, keiner muss, aber ich finde das Gebet für die für die Christen, die Leiden, ihren Glauben hingeben, heute jetzt nicht irgendwie vor 2000 Jahren, sondern jetzt ist passiert, jetzt, gerade während wir sitzen.

Das ist ein, das ist schon ein Auftrag an uns und ich leb schon. Also ich werb immer drum, also im Gespräch mit Pfarrern und mit auch mit Bischöfen und auch mit Gemeinschaften, es sind alle wahnsinnig irgendwie überladen, alle haben ihre Themen und so irgendwie hat keiner, eigentlich hat keiner wirklich Interesse und Zeit für verfolgte Christen zu beten, OK, ja OK kann man sagen, kann man machen.

Nur unser Bericht über Christenverfolgung, der heißt verfolgt und vergessen, weil uns eben unsere Projektpartner sagen, wir werden verfolgt, wenn ihr nicht an uns denkt, dann sind wir verfolgt und vergessen. Ja, also, und das ist drastisch, also es sind Leute, die fürchten überleben, die werden vielleicht morgen ermordet, weil wir sie Christen sind, und die sagen uns halt, bitte denkt an uns, dann macht es doch zumindest im Gebet, und wir beten bei uns im Büro jeden Mittag Engels, Herrn Vater unser also vielen Dank für unsere Spender, aber auch für bitte für verfolgte Christen. Und ich mir ist es schon.

Also mein Gebet ist es schon auch versuch ich da auch immer mit einzubringen, dass die Christen, die verfolgt werden, dass die irgendwie spüren, dass Gott bei ist und sie trägt und sie schützt und auch, dass sie auch spüren, dass wir an sie denken, dass sie irgendwie getragen sind in dieser großen Familie, in diesem, in diesem Leib, das ist mir schon, das ist mir ein großes Anliegen, also da gibt es noch viel Raum nach oben und und ich find auch, wenn man sonntags in der Messe eine Fürbitte. Hat für verfolgte Christen, ja, es ist es tut keinem weh, aber es ist sensibilisiert, es ist.

Jeden Sonntag ja. Jeden Sonntag. Jeden Sonntag ja. Wieso nicht? Eine von weiß ich 67 ja, also und das sensibilisiert uns auch, macht uns empfindsam irgendwie für diese Not, die die ganz konkret ist, die ganz real ist. Also ich finde es so stark ich ich mir geht es ähnlich, also es ist jetzt nicht das normalste der Welt, dass ich gerade denke, OK, das wären da 220000000.

Katholiken, Christen für seinen Christen verfolgt in this Moment, sondern ich leb halt irgendwie. Ich leb halt irgendwie mein normales Leben sozusagen. Es gibt ja auch diese sehr sehr verbreitete Meinung, die ja gar nicht stimmt, wenn ich mich, wenn ich es richtig verstanden hab, dass die großen Christenverfolgungen, die waren ja im zweiten Jahrhundert, die waren ja im dritten Jahrhundert.

Und so richtig zu Ende gegangen ist es eigentlich dann mit der Christenverfolgung mit Konstantin. Als dann das Christ christum Staatsreligion wurde und seitdem also so was haben wir, haben wir noch nie erlebt, aber ich hab gehört, also heutzutage ist die Christenfolgung schlimmer als je zuvor. Es werden heute mehr Christen verfolgt als als jemals zuvor. Das ist so also die die Menge.

Es liegt auch natürlich dran, einerseits dran, dass es mehr viel mehr Menschen gibt, ja. Dann gibt es also die Ursachen. Verfolgen sind zum Beispiel autoritäre Regime, ja, wie Iran zum Beispiel ja, oder andere, Nordkorea, Nordkorea, dann hast du einen starken, eine starke Zunahme von islamistischem Dschihadismus, also Extremismus, vor allem Afrika.

Ganz stark Nigeria. Gerade schon schon erwähnt, also immer mehr Gruppen, auch die da wirklich mordend und und umherziehen, die nicht nur Christen ermorden, die ermorden auch viele Moslems, die nicht dem richtigen Islam erfolgen, gerade in Nigeria, heißt diskutiert, ist es da Verfolgung oder ist es hat es andere Gründe, es gibt eben doch schon relativ, also es gibt so viele Hinweise drauf, dass gerade eben an christlichen Feiertagen ganz gezielt Kirchen angegriffen werden, also das ist schon. Also viele.

Also ja, es ist finde ich oder sagen viele recht eindeutig, dass es dort wirklich eine eine ganz konkrete Verfolgung von Christen auch gibt. Dann hast du sogenannte failed dates ja, also wo du keine, keine staatlichen, keine staatliche Power mehr hast und viele Gruppen ihr Aufkommen, die dann eben selber macht übernehmen und und und Gruppen verfolgen, dann hast du auch immer mehr so Nationalismen wie zum Beispiel in Indien. Wo du halt ja den Hinduismus hast, der offiziell gibt es dort Religionsfreiheit, aber einerseits gibt es dort wirklich so mordende Mobs, ja die auch Kirchen zerstören, die dort unterwegs sind und dann eben auch vom Staat nicht wirklich verfolgt werden.

Also der Staat ist da schon auch ein ein Steigbügelhalter also und und diese verschiedenen also wie gesagt Autoritis autoritis, autokratische Regime, islamistische Extremisten. Und auch diese nationalistischen Regime und natürlich auch so staatlichen Säkularismus, also Kommunismus wie in China eben zum Beispiel oder so. Das ist natürlich auch drastisch, wo dann Gruppen überwacht werden und nicht wirklich ihren Glauben frei leben können plus noch an muss ich gerade dran denken, ein fünftes Gewalt, also zum Beispiel Mexiko, ist das gefährlichste Land für Priester weltweit, warum, weil sich Priester eben oft vor.

Gemeinten Stellen vor schwache vor die Armen stellen und die Kartelle dort zum Beispiel, ja, die bringen die Priester um, weil die halt ihnen im Weg stehen, weil die einfach darauf aufmerksam machen, auf die auf die Missstände da sind auf und und dem Aufstehen gegen gegen Gewalt und Hass. Also gibt es verschiedene Gründe, und das Macht eben Verfolgung heutzutage schlimmer als je zuvor.

Ich find es so stark, dass du gesagt hast, Ökumene des Blutes, wo die verfolgte Kirche ist, aber dann, wie können wir im Westen drauf Antworten mit der Ökumene des Gebetes? Ich war ja 7 Jahre im Gebetshaus Augsburg, so on and Off als ehrenamtlicher und hab da ganz viele fürbit Sessions miterlebt oder auch selber geleitet. Und wir haben also in der Nacht gibt es eine 2 Stunden Session, jedes jede Woche für Nordkorea und ich war mal in einer anderen, thematisch anderen Session, aber was was mir da geholfen hat war, wir hatten über Menschenhandel, Menschenhandel war das Thema, Wir haben gegen Menschenhandel gebetet, 2 Stunden.

Und ich hatte, ich saß da drin und dachte mir, ja, Menschenhandel, ich hab überhaupt gar keinen Zugang dazu, ich kenne niemanden, der da irgendwie drin war, es ist so fern von mir, ich hab, ich hab da keinen Einblick und selbst wenn du mir jetzt 10 Minuten einen Vortrag gibst, dann dann kann es immer noch sein, dass ich mein Herz verschließe und ich saß dann dort und hatte plötzlich dieses diese Einladung von Gott zu beten, Herr, wenn du möchtest, dann.

Brich mein Herz für dieses Thema. Es gibt dieses dieses Hilfs und Lied, Break my Heart for What Breaks, yours und und da hab ich gesagt, OK, Herr, bitte, wenn du möchtest, dann brich mein Herz für dieses Thema Menschenhandel und paar Sekunden später hab ich angefangen, ich musste weinen, weil ich plötzlich gespürt hab, so eine Last, so ein Schmerz, durch den diese Leute gehen, also ich, ich hatte immer noch wenig Informationen, aber ich hab irgendwie diese.

Diesen Schmerz gespürt und mir kommt vor, es ist so leicht für unsere westliche Gesellschaft, dass wir unser Herz hart halten und dass wir sagen, na ja, es gibt eh genug Probleme in der Welt jetzt, ich muss mich jetzt nicht auch noch um die verfolgten Christen kümmern, ja, ich, ich weiß vielleicht darum, OK, aber der erzählt ja, lass uns mal, lass uns, ich, ich halt es aus, dass die, dass die Kirche mal rot angeleuchtet wird. Ah, jetzt erinnere ich mich und jetzt geht es der Alltag weiter, sozusagen.

Aber wo ist die? Wo ist der Moment, wo ich mein Herz wirklich breche? Für für die, für die Verfolgte Kirche und meine Frage, da jetzt auch, arbeitet ihr viel mit Gebetshäusern zusammen, weil die Gebetshausbewegung ist ja riesig und wenn ihr ne Ökumene des Gebetes sucht, dann sind diese Gebetshäuser meistens ökumenisch und jetzt, ich weiß es von Augsburg eben, dass die viel für Nordkorea beten, ich weiß jetzt nicht, ob sie noch mehr für verfolgte Christen beten, aber auf jeden Fall wird jede Woche 2 Stunden für Nordkorea gebetet.

Habt ihr da Connections? Arbeitet ihr da bewusst mit zusammen? Wie macht ihr das? Ich hab keine Connections zu Gebetshäusern mit Blick auf dieses Thema. Viele Gebetshäuser sind ja eher, kommen eher aus dem freikirchlichen, da ist Open door sehr stark, die machen auch ne ganz tolle Arbeit, wertvolle Arbeit mein. Mein Terrain quasi ist die katholische Kirche, und der Laden ist so groß und so schön und so reich, also reich mein ich jetzt natürlich auch finanziell, aber ich mein, Nein, ich mein, es ist so ein ein Reichtum da einfach an an an Menschen, an Theologie, an an schätzen, an an Lehren, und wir sind katholisches Hilfswerk, explizit katholisch, und wir wollen der katholischen Kirche

helfen. Natürlich helfen wir auch durch in Projekten auch anderen nicht. Katholiken anderen Christen auch nicht Christen. Aber mein Fokus ist momentan, ich möchte gern die Kirche hier in Österreich, die Pfarren, ja alle die Gemeinschaften, die Klöster, das ist mein erster Ansprechpartner dafür, weil zum Beispiel bei Klöstern ja viele Benektiner zum Beispiel in anderen Ländern, denen geht es auch nicht super, ja, also das heißt, da gibt es eine konkrete Verbindung zu zu benektinern hier in Österreich, also das ist mein Erster, mein erster. Als dann eigentlich meine ersten Adressaten, dass ich gerne erstmal, ich sag mal in Anführungszeichen unsere Kirche, die katholische Kirche, gern inspirieren will, oder, oder, oder sensibilisieren will für

die Not unsere leidenden Geschwister. Gebetshaus also wenn jetzt jemand zuhört und sagt, Hey, ich arbeite im Gebetshaus oder Gott hat mir das aufs Herz gegeben oder so, dann bitte, also könnt mich gern kontaktieren und dann ich schick euch Material zu oder so, ja oder komm mal vorbei zu einem Vortrag, keine Ahnung. Alles möglich, aber ich sehe schon, ich sehe schon ein großes Potenzial für mehr Gebet für unsere leidenden Geschwister in der katholischen Kirche, und das möchte ich heben. Sehr gut, das finde ich großartig. Und ich ich freue mich, dass du deine Arbeit so, dass du deiner Arbeit so mit so einer Leidenschaft nachgehst. Und ich finde es cool, dass dieser Headhunter dich da erwischt hat.

Vor ein paar Jahren und dass du hier so sitzt, du so begeistert. Es ist wirklich ein Thema, das. Ja, eher unter den Teppich gekehrt wird, kommt mir vor auch oder einfach nicht wirklich, wie ich jetzt eben schon gesagt hab, nicht wirklich Thema sein soll, darf und bin froh, dass wir in diesem Podcast n bisschen drüber gesprochen haben. Ja schön, wir sind jetzt am Ende angelangt, ich dank Dir vielmals fürs Kommen lieber Tobias und danke auch, dass du so viel über deine eigene Geschichte erzählt hast. Ja, von ersten Jahren, Sebastian. Einfach herrlich, dass du bei mir im Podcast warst. Schön, danke dir alles Gute.

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