
9. Radikal ehrlich – über Sünde, Heiligkeit und den Sinn des Lebens (Bischof Stefan Oster)
Sonntag, 1. Februar 2026 · 1 h 27
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Shownotes
Bischof Stefan Oster SDB ist Ordensmann, war schon Radiomoderator, Professor für Dogmatik und ist jetzt seit 12 Jahren der Diözesanbischof von Passau. Wir sprechen darüber, wie er eigentlich Jesus kennengelernt hat, was es überhaupt bedeutet, heutzutage demütig zu sein und heilig zu werden und sehr offen über unsere Sündhaftigkeit und was er regelmäßig beichten muss. Dabei ist Bischof Oster wie üblich radikal ehrlich und nahbar, dafür schätze ich ihn sehr!
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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Sie da sind, Bischof Stefan Oster!
Don Bosco und Heiligkeit
Drogen, Buddhismus und der Sinn seines Lebens
Wie gewinnt man heute noch Menschen für Jesus?
Wie versuchen Sie heilig zu werden?
Heiligkeit, Askese und Fasten
Macht und Demut im Bischofsamt
Vorbildsein und eine erbärmliche Performance
Herr Bischof – einfach herrlich, dass Sie da waren!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas
Social Media: Matthias Droste
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Die Gestalt, die ich in meinem Kinderglauben hatte, die ich aus den Augen verloren hatte, dass der der freieste Mensch war, der je geliebt und der wahrhaftigste Mensch, der da ist, auf keinen Fall. Es kann nichts Größeres geben als Jesus, das kann ich bis heute sagen, und das, das rührt mich auch immer noch an. Wie ist das, Bischof zu sein, sozusagen mit diesem, mit diesem, mit diesem als Sünder Bischof zu sein, ist ja gar nicht so einfach, oder?
Genau, ja. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. So bin ich das, keine Ahnung. Ich hoffe, dass ich, wenn es drauf ankommt, nicht den Schwanz einziehe und und feige davon renke also. Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte heute die wirklich große Ehre mit Bischof Stefan Oster zu sprechen. Bischof Oster ist Salesiana Don Boscos. Er ist Radiomoderator gewesen, war Professor für Dogmatic und ist jetzt seit 12 Jahren schon Diözesanbischof von Passau. Wir haben in dieser Folge gesprochen, über wie er eigentlich Jesus kennengelernt hat, was es heutzutage bedeutet, demütig zu sein und wirklich heilig werden zu können, und wir haben viel über unsere
Sündhaftigkeit gesprochen und was der Bischof regelmäßig beichten muss. Bischof Oster ist einfach so ein unfassbar nahbarer Typ und so ehrlich und so sympathisch. Und ich bin total froh mit euch dieses Mal diese Folge teilen zu können. Für mehr solchen Content Abonnier gerne den Kanal. Lass n Like da, lass n Kommentar da und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge Bischof Stefan Oster, einfach herrlich, dass sie heute bei mir im Podcast.
Sind freu mich auch. Dankeschön für die Einladung. Ja, sehr gerne. Für mich gar nicht selbstverständlich, dass Sie sich die Zeit nehmen. Sie haben wahrscheinlich einen vollen Terminplan, kommen jetzt Grad vom Mittagessen, oder? Darf ich fragen, was es gab? Heute gab es Omelett und darin waren Pilze und und n bisschen tzatziki. Also wenn es n bisschen nach Knoblauch riecht, dann ja. Gut, noch hab ich es nicht gerochen. Ist es ist es leicht so n 2 Stunden Slot für so ne Aufnahme zu finden in ihrem Terminkalender oder ist es eher so, dass man sagt, also eigentlich ist es ganz dicht? Unterschiedlich unterschiedlich.
Es gibt Zeiten, da ist es ganz dicht, da ist es gar nicht möglich. Manchmal muss ich ein halbes Jahr vorher solche Sachen planen und dann gibt es Zeiten, wo es ein bisschen ruhiger ist. Jetzt, so nach der Weihnachtszeit, ist ein bisschen ruhiger, aber es wird jetzt wieder, es zieht jetzt wieder an, jetzt kommen die ganzen Konferenzen auch dazu und viele Gespräche, ja.
Und ist es ist es so, dass es so eine, also weil ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, weil es noch nie Sekretärin des Bischofs oder so ist es so, dass es so eine Grundlast gibt und wie, wie wie schaut die aus? Ja, es gibt verschiedene Termine, Gespräche, die sehr regelmäßig stattfinden, zum Teil wöchentlich. Dann haben Personen, die in meinem Bistum arbeiten, relativ schnell einen Zugang zu mir, wenn sie ein Gespräch wollen, dann gibt es natürlich viele Veranstaltungen innerhalb des Bistums auf der bistumskirchlichen Ebene, aber auch auf der kommunalpolitischen, regionalpolitischen Ebene, dann gibt es viele Einladungen, dass ich überregional eingeladen werde. Dann gibt es die
Bischofskonferenzen auf der Bayernebene, auf der Bundesebene. Dann gibt es die die Kommissionen dazu, die wir auch, an denen wir auch teilnehmen und so weiter also es sind viele Dinge, am liebsten bin ich in meinem Bistum und auch mit den Menschen hier beieinander und auch in der Verkündigung. Cool.
Weil also dann kommt mal irgendwie eine Einladung von Rom, dann müssen sie mal schnell in den Flieger steigen, oder? Das ist nicht so häufig. Ob es auch schon passiert. Und was sie auch gemacht haben in den letzten Jahren ist, immer wieder herumfliegen oder Rumschauen. Wo funktioniert Kirche oder wo, wo ist irgendwie Kirche, wo wird die lebendig, Kanada oder was auch immer, ist das dann häufig, oder war das mal ne Phase es? War vor allem die ersten wenigen Jahre meines Dienstes, wo ich versucht hab zu verstehen, unter welchen Bedingungen wächst Kirche in in dieser schwierigen Zeit, in der wir sind, ne, weil wir überall in Deutschland.
In den beiden großen Kirchen eher Abbruch erleben, eher Rückgang erleben viele Austritte und mich beschäftigt immer die Frage, wir sind vom Bild her ein lebendiger Organismus, ne und Organismen wollen wachsen oder oder sie sterben, wenn sie nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen und eingehen. Also das ist ne Frage die mich beschäftigt, unter welchen Bedingungen wächst heute Kirche? Darf ich da gerade nachfragen?
Was haben Sie rausgefunden? Ich glaube, es gibt so Bedingungen, wie wenn das Evangelium authentisch verkündet wird, wir wir alle, und da schließe ich mich ein und nicht aus. Wir neigen eher dazu, das Evangelium auch in seinen herausfordernden Sätzen oder Inhalten eher zu verharmlosen, aber das Evangelium ist eigentlich im buchstäblichen Sinn des Wortes radikal, weil Radix ist die Wurzel, und es geht an die Wurzel der Existenz, und Jesus will, dass wir. Neue Menschen werden und und tendenziell neigen wir gerade in in Volkskirche dazu ne der ich auch Angehörige und der ich ja auch entwachsen bin, neigen wir dazu, den Glauben des Christentums eher auf so ein bestimmtes Level zu reduzieren, das sich auch dann dieser
Gesellschaft angepasst hat und und ich merke, wenn Evangelium herausfordernd verkündigt und gelebt wird. Wenn gute Gemeinschaften da sind, die auch noch die auch noch geistlich sind, wo man zusammenkommt, nicht nur, weil man gute Gemeinschaft haben will und weil es Spaß macht, sondern auch noch, weil man irgendwie spürt, das sind Menschen, die haben ein Interesse an Christus, am Glauben und dann vielleicht auch noch, wo wirklich gebetet wird, also wo das Gebet auch den Namen verdient, das ist wirklich ein beziehungsgeschehen Beziehungserfahrung ist. Dann passiert was.
Und wenn dann noch dazu kommt, dass Menschen den Armen dienen, ja dann glaub ich kann man Wachstum schlecht verhindern. Ja das sind so n paar Faktoren die die es ausmachen, aber es ist auch gar nicht leicht dann sowas zu bilden, ne also Gemeinschaften zu bilden in die hinein das Evangelium gesprochen oder verkündet wird gelebt wird, in der auch geistliche Atmosphäre ist. Und dass das vor allem dann offen bleibt und nicht was abschließendes wird.
Ne, also sich abschließende wir sind jetzt die guten Christen, die anderen Bösen draußen, das ist auch wieder nicht der richtige Weg glaube ich oder ist auch vielleicht sogar gefährlich, sondern eine offene, lebendige, gläubige Kultur, die den anderen im Blick hat und wo Gott in der Mitte ist da da passiert. Was also ich habe mich auch mit meiner Magisterarbeit mit der Frage beschäftigt, was ist eigentlich. Also wie wird Evangelisierung oder wie wird Mission fruchtbar und hab auch den Punkt entdeckt, eigentlich in der Literatur auch diese Frage nach Inkulturation, also kann der, also wird der Glaube verständlich weitergegeben für die Kultur oder das Milieu, in dem die Leute wohnen, und wir haben dann eigentlich so n also diese Sinus
Milieu Studie und dann ging es so n bisschen um die Frage, OK wieviel Milieus erreicht die Kirche eigentlich noch und. Dann war das irgendwie n bisschen ernüchternd. Als ich dann gelesen hab, ja ungefähr 2 von 10 so und und dann dachte ich mir, oh, das ist echt verrückt, wenn man heutzutage in ne Pfarrgemeinde schaut, es gibt schon ein Milieu das da ist, aber viele die einfach davon gar nicht mehr sich angesprochen fühlen und aber das ist ja eigentlich so n so ne große Aufgabe für die Kirche zu sagen, OK, wir wollen irgendwie eigentlich alle erreichen, aber dann müssen wir erst mal es schaffen, in alle alle Milieus reinzukommen, also.
Ich glaube tatsächlich, wenn wenn ich auch in die Kirchengeschichte schaue und auch in die Geschichte meines eigenen Ordens, ich bin Salesiana Dom Boscos, dann ist vielleicht der alles entscheidende Faktor Heiligkeit. Heiligkeit zieht an, und ich, ich schaue in die Geschichte Dom Boscos, in seine Umgebung in Turin, das ist ja war eine schwierige Zeit im 19 Jahrhundert und in seiner Nähe so, wenn man spürt, Menschen gehen mit ihm mit und.
Und realisieren, in welcher Tiefe er den Glauben lebt und den Menschen dient. Das prägt, das formt und ich hab gemerkt, Heilige kreieren Heilige, also die Wachsen aus denen hervor, und es gibt in domboscos Umgebung wirklich eine Vielzahl von Menschen, die unglaublich fruchtbar geworden sind, so wie er natürlich auch, aber auch wenn wir dann in die Kirchen, in unsere Kirchengeschichte zumindest schauen als katholische Kirche. Die normativen Christen für eine Zeit, ja also, die gewissermaßen ein Bild vorgegeben haben oder einen Anstoß gegeben haben. Das waren nie zuerst die Amtsträger, es sei denn, es waren heilige Männer, es waren heilige Männer und Frauen, die gewissermaßen von unten kamen
und dann auf einmal denken sie an, haben jemanden wie den Heiligen Franziskus, ne, der, der im Grunde bewirkt hat im 13 Jahrhundert. Als einfacher Mann, der der Halt arm gelebt hat, aber das Evangelium aus der Tiefe gelebt hat, der im Grunde die ganze Kirche verändert hat, ja die, die die reichste und mächtigste Organisation, Organisation im 13. Jahrhundert war.
Und dann kommt dieser Bovarello, gell, dieser einfache Arme, und zieht auf einmal so viele mit und. Und die gehen raus und verändern die Kirche ja. Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist.
Und so erreicht er auch viel mehr Leute. Außerdem danke für das ganze positive Feedback bisher, wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität. Dann unterstützt mich gerne über den paypal Link in der Beschreibung. Vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge.
Also, und wenn sie sagen, Milieus erreichen mich beschäftigt sehr, sehr stark das Thema Liebe und, und zwar die Liebe, die vom Herrn kommt und nicht das, was wir durchschnittlich so für Liebe halten. Da gibt es oft einen Unterschied, auch wenn es Überschneidungen gibt, aber warum sage ich das, weil ich der Überzeugung bin, dass die Liebe. Die Sprache der Menschen aufnimmt, das Milieu der Menschen aufnimmt, also setzt den Liebenden die Liebende irgendwo hin, und der, der wird in bestimmter Weise der andere. Ja, Paulus, ich will allen alles werden, der kann sich tief einlassen, ohne die eigene Identität preiszugeben, und kann hoffentlich den anderen, die andere dann irgendwie auch bewegen, berühren, mitziehen.
In die Tiefe, aus der er selber lebt. Oder Sie? Und nicht nur, also nicht nur vielleicht können, sondern also. Der ist ja dann durchdrungen von dieser Liebe. Erinnert mich gerade an eigentlich einen Witz, vielleicht kennen sie den eh, wie schafft es 170 Jähriger in einem Jahr fließend Chinesisch zu lernen, kennen Sie das nicht? Eine 60 jährige chinesische Freundin also irgendwie, wenn die oder halt irgendwie verliebt sein ja wenn ich verliebt. Bin.
Dann dann möchte ich. Dann möchte ich diese Person lernen. Dann mache ich, dann mache ich alles, um diese Sprache zu lernen, um den in seinem Milieu vielleicht jetzt wieder in diesem Thema gesprochen, zu erreichen. Oder denken Sie, Sie sind junger Vater, Vater und Mutter, die ein kleines Kind haben, das noch nicht sprechen kann, und sie lassen sich in gewisser Weise, soweit es überhaupt geht, auf das Level des Kindes sie sprechen. Babysprache ja, und erwecken im Kind das sprechen können, weil sie sich gewissermaßen so tief einlassen und das Kind mitnehmen ins Sprechen können.
Und sie sprechen auch mit dem Kind, als könne es schon sprechen und erwecken damit das sprechen können des Kindes. Ja, ich. Habe schon einige lustige Laute in den letzten eineinhalb Jahren gemacht. Genau, ja. Und mein Sohn, der lernt jetzt ja nicht langsam sprechen, aber auch, also der findet die lustigsten Worte oder Pseudoworte.
Gut, aber fruchtbare Reeffentisierung das ist so ein wichtiges Thema. Das treibt mich auch so lange schon um, eigentlich jetzt, seit 10 Jahren bestimmt frage ich mich, wie kann die Kirche wieder lebendig werden oder lebendiger werden, manche sprechen vom schlafenden Riesen so, man kann schlussendlich ja nicht in die Herzen der Leute reinschauen, aber irgendwie sehn ich mich manchmal schon ein bisschen nach mehr Aufbruchsstimmung, sozusagen, ja.
Ich auch, ja. Aber sie? Ich, ich kenne Ihre Bekehrungsgeschichte, weil sie schon immer mal wieder beim Interviewabend bei uns hier im Home waren. Aber sie sind ja nicht aus einem christlichen Milieu rausgekommen. Wie ist es bei ihnen gewesen, was war bei ihnen fruchtbar, dass Sie zum Glauben gekommen sind?
Also christliches Milieu würde ich schon ein bisschen dazu sagen. Ich, ich wollte als junge Ministrant werden, meine Eltern waren mehr oder weniger gläubig, mein Vater. Kommt aus dem Rheinland und hat irgendwann als junger Mann, also er hat früh Kinder bekommen, meine Schwester und mich, und hat dann irgendwie gemerkt, er kann die Verantwortung nicht alleine tragen oder will nicht, es hat angefangen, wieder in Gottesdienst zu gehen sonntags und hat uns mitgenommen. Meine Mutter hat hat Schwierigkeiten damit gehabt, meine Mutter hat sich, kommt aus einem bäuerlichen Milieu in der Oberpfalz und hat das mit als viel Druck erlebt und ist dann. In fast Zeit ihres Lebens, bis zu einer Phase, wo sie dann später krank geworden ist, eher
weggeblieben. Und das heißt ja, mein Vater war heute, würde man, würde ich sagen, ein Sonntagskrist und aber so wirklich hat der Glaube dann nie eine Rolle gespielt, außer dass er befürwortet hat, dass ich Ministrant werde, das war ich dann und habe dann dort auch in der Kirche meine in einer volkskirchlich geprägten wunderbaren Zeit.
Meine guten Freunde gehabt, Gruppen gehabt, auch Gruppenleiter geworden, aber dann bin ich medienmensch geworden. Ich hab nach dem Abitur Zeitung gelernt und Hörfunk gelernt und es auch gemacht einige Zeit und war in der Zeit auch ganz weit weg, also da ist es, da hab ich das wilde Leben gelebt und. Das wilde Leben, ja.
Im buchstäblichen Sinn des Wortes. Und hab dann aber immer mehr die Sinnkrise bekommen. Ne. Ich war dann zum Beispiel der Morgenmoderator eines neuen Regionalsenders und und das war natürlich cool, ich war Anfang 20 und die Leute kannten mich und es war was neues und sowas und also für diese Gegend da in Regensburg und und trotzdem hab ich gefühlt, das ist doch irgendwie sehr oberflächlich, ja also die warum mach ich das da gibt es so viel irgendwie ego das gefeiert werden will und das. Und auch das war.
Dann habe ich gemerkt, die Hauptmotivation und irgendwie, je mehr ich das gemerkt habe, dass dieses gekannt werden, anerkannt, bekannt werden wollen, dass das die Hauptmotivation ist, desto mehr konnte ich mich in diesem Job nicht mehr so gut leiden und habe dann wirklich angefangen, von einem Tag auf den anderen, fast von einem Tag.
Ich hatte ein Angebot von einem bayernweiten Sender und dachte mir, wenn du da hingehst, kommst du aus diesem Strudel nie mehr raus, also. Und dann habe ich von einem Tag auf den anderen gekündigt und wie durch ein Ich weiß nicht wie durch eine Fügung bin ich an die Uni Regensburg gegangen und habe gedacht, ich studiere jetzt mal Philosophie, weil ich will den Sinn des Lebens rausfinden, weil das, was ich gerade mache, das kann es nicht sein und ja, und da also habe ich dann eben Philosophie studiert, und da war ein für mich sehr, sehr bedeutsamer Mann, Ferdinand Ulrich, Mein alter Lehrer.
Von dem ich im Grunde das meiste gelernt habe, was ich über den Glauben und auch über die Philosophie, meinen verstanden zu haben. Das war eine sehr, sehr große, tiefe Gestalt, die, die mich überaus stark geprägt hat, der ist nicht besonders bekannt. Also ich versuche, ihn bekannt zu machen, ich habe irgendwann mal sein Ganzes, seinen ganzen Nachlass bekommen, der ist schon vor gut 5 Jahren gestorben, und ja, der hat mich geprägt und da habe ich verstanden.
Ich habe immer wieder ja auch erzählt, schon als junger Kerl, Freiheit. Ich wollte frei sein und so und aber gleichzeitig, was ist eigentlich wahr, dieses Eitelkeitsding beim Radio, das ist nicht wahr, das ist nicht wahrhaftig, das war so ein Ding, und dann natürlich, mich haben auch mich hat auch Partnerschaft interessiert, mich haben natürlich auch Mädels interessiert als junger Kerl und hat auch da die eine oder andere Erfahrung machen dürfen und.
Und habe dann aber gesagt, was ist denn Liebe und habe gespürt, auch gerade auch im Thema Liebe ist so viel ich will nicht schon für mich oder ich will vielleicht vor allem meine Lust ausleben oder und und. Und dann habe ich, das ist auch nicht so, ganz ehrlich, also was ist denn ehrlich, was ist denn wahrhaftig liebe und darin auch noch eine Erfahrung von Freiheit, gibt es das, weil Bindung und Freiheit, wie geht denn das zusammen und so? Na ja, und ich hab echt gesucht und hab das auch in der Philosophie gesucht und Ulrich ist unglaublich schwer zu lesen, oft auch nicht leicht zu hören, weil ich war in seinen Vorlesungen, aber je tiefer ich hat, ja er hat ja immer, wenn dann immer nur indirekt über
seinen Glauben gesprochen, weil er war kein Theologe, berufsmäßig aber, sondern Philosoph, ne Philosoph fragt eher von unten, gell, was ist das die Welt, was ist der Mensch für n komisches Wesen, was kann man eigentlich erkennen und sowas. Aber ich habe gespürt, ihm geht es immer irgendwie geheimnisvoll, indirekt wenigstens auch um um die Tiefe der Glaubenserfahrung.
So, und dann habe ich irgendwann kapiert, dass die Gestalt, die ich in meinem Kinderglauben hatte und die ich aus den Augen verloren hatte, dass der der freieste Mensch war, der je und der wahrhaftigste Mensch da ist, überhaupt kein falsch. Und und natürlich der Liebesfähigste, der je gelebt hat. Also ja, und dann, das habe ich zunächst, muss das immer erst intellektuell verstehen und dann, dann habe ich es im Kopf verstanden und dann, je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr ist es irgendwie in die innere Mitte gerutschte, vielleicht in die Dimension, die wir Herz nennen, und ab da dachte ich, für wen sollte ich sonst leben? Heißt es, dass meine Sehnsucht nach keine Ahnung anerkannt werden oder irgendwie das Thema
Eitelkeit oder oder die die Neigung zur Sünde oder zu weiß ich? Was heißt es, dass das damit schon vorbei ist? Nee, aber es wird besser, hoffentlich, wir hoffe, ich hoffe, dass ich mit ihm wachse. Wunderschön. Bevor wir da weitergehen. Nur eine Zwischenfrage und zwar. Wenn man sich den Sinn des Lebens diese Frage stellt, dann könnte man ja auf die Idee kommen, irgendwie n Ratgeber auf Amazon zu kaufen oder so.
Aber sie sind ja gleich ins Philosophiestudium gegangen. Ja, also war das war das für sie völlig das der der der Logischste Next Step oder gab es da irgendwie noch so n Prozess ins Studium sind sie eh interessiert, sehr akademisch interessiert, sie waren ja auch Professor. Ja, ja, ich also in dieser Zwischenphase bin ich auch mal nach Indien gereist und hab mich eben für Buddhismus interessiert, oder? Ich schon irgendwie.
Und ich habe auch, gell. Ich habe damals die Pforten der Wahrnehmung gelesen, ein Buch von Aldus Haxli berühmter Schriftsteller, der hat mit Meskalin experimentiert, und Meskalin ist eine Droge, die ist praktisch natürliches LSD. Die Aldus Haxli hat das beschrieben, er glaubt, wenn er das nimmt, dann hat er Zustände, wie sie die religiösen Mystiker haben, gell und ich dachte mir, wenn ich das unter kontrollierten Bedingungen. Ausprobieren könnte.
Dann hätte ich das gemacht. Aber dann war ich wieder zu sehr schisser und hab es dann irgendwie doch nicht gemacht, weil ich mal gedacht habe, es gibt bei LSD auch die, die den Horror Trip erleben und dann irgendwie einen psychischen Dachschaden haben, den sie nie wieder loswerden. Aber das hat mich fasziniert. Also ich wusste, wenn glaube Religion, wenn das stimmt, dann umfasst es die ganze Existenz und nicht nur irgendwie. Ein paar nette Ideen über Gott, sondern wenn wenn es den gibt, dann dann muss der irgendwie auffindbar sein. Und ich habe auch, ich bin immer noch am entdecken, was für ein Schatz die heilige Schrift ist, wie man, wie man die Schrift anders neu lesen kann, wenn man
spürt, da geht es um die eigene Existenz. Gab es so einen Moment, wo sie gesagt hätten, boah, das ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder, oder, oder, also gab es so eine Zeit, also ich merke, dass ich. Auch heute noch in seltenen Fällen. Mir denke ja das mit Jesus, das ist ja großartig, ist es nicht eigentlich so schön um wahr zu sein?
Ja, ich kann sie verstehen. Ja, also diese ich mein, bei mir war es verbunden, gell ich hab ich hab auch in einer langen Beziehung gelebt, ich war fast 7 Jahre lang mit einer Frau zusammen, wo ich in der damaligen Zeit gesagt Hab, ist die Frau meines Lebens, ich wollte auch nie ne andere ne ich hab die wirklich. Geliebt und und in einer bestimmten Weise tue ich das immer noch, weil weil, weil man hat dann Menschen ins Herz geschlossen und Liebe verändert sich ja und Liebe reift und Liebe hat sowieso was, wenn sie ehrlich ist, mit loslassen zu tun, mit der Befähigung loszulassen und in diesem Sinn kann ich immer noch sagen, ich habe sie wirklich noch gern, und auch wenn da große innere
Freiheit und auch ehrliche Distanz da ist. Aber dieses Ankommen, gell, das war verbunden mit einem Ruf, dass ich das dass ich glaube, geglaubt habe, überzeugt war, aus der dieser Beziehung raus zu müssen, also dass gewissermaßen der Herr gesagt hat, ich will dich ganz also, und das war auf der einen Seite schon, also groß, gell, dieses es kann nichts Größeres geben als Jesus, das kann ich bis heute sagen, und das, das rührt mich auch immer noch an, ich weiß auch nicht. Und ich lieb das Wort von Sören Kirkegaard, der gesagt hat, ich kann den Herrschaftswechsel in meiner Seele nicht mehr rückgängig machen.
Da kann nichts anderes kommen, ne das das so, aber natürlich, das war dann immer auch mit Schmerzen verbunden und und diese, diese, dieses ganz für dich zu leben, das war ne große Herausforderung. Aber seit ich dann bis ich dann in den Orden eingetreten bin, hat es ja noch eine ganze Zeit gedauert, um in diese innere Freiheit auch zu kommen.
Und und seither sage ich, ich wüsste nicht, für wen ich sonst leben sollte. Also, und wenn ich sage für ihn, dann bedeutet es natürlich immer auch für die Menschen, für die Kirche im Dienst am anderen so, dass ich einfach hoffe, dass der eine oder die andere. Durch den Dienst, den ich tun darf, der hoffentlich von ihm begleitet und inspiriert ist, dass dadurch andere zu ihm finden, ne, aber und und ja, also ich, es gibt keinen anderen Sinn auf der Welt für mich ne, der heißt ja auch der Logos im Johannes Evangelium ist ja der Logos und Logos bedeutet das Wort, es ist keine schlechte Übersetzung, aber kann man auch übersetzen mit der Sinn von allem ne er ist der Sinn von allem so und das.
Dort angekommen zu sein, ohne dass die Sehnsucht weniger wird, empfinde ich als unglaubliches Geschenk. Also ich habe kürzlich ein Gespräch mit einem alten Freund gehabt, der ein bisschen älter ist als ich und er gesagt hat, weißt du eigentlich, wie viele Männer in unserem Alter angefangen haben zu saufen und Alkoholiker sind oder so?
Ja, er schaut rum und kennt ihn und ihn und und es ist als wie. Man hat jetzt vielleicht seine Familie gegründet, die Kinder sind erwachsen, man hat im Beruf vielleicht einiges erreicht. So, und jetzt war es das, jetzt ist es das der Sinn von allem und muss ich mich bedeuten, dass ich nicht mehr Sinn gefunden habe? Ich will nicht sagen, dass Familie kein großer Sinn ist, ne, aber das ist ja auch endlich und es kann auch scheitern und es kann auch die Beziehungen auseinander gehen und die Kinder können nichts mehr von dir wissen wollen, ich weiß nicht, all sowas gibt es ja ne endliche Beziehungen sind endlich so. Aber in die in die unendliche Liebe hineingestellt zu sein und und mitzuhelfen, dass andere
Menschen da mit hinein geliebt werden von ihm, das ist, das ist mein Sinn. Wunderschön. Ich merke, wie ich, wenn ich Ihnen zuhöre, selber die Sehnsucht danach, den Herrn wieder so richtig zu schmecken, wie die einfach wieder wächst oder also grundsätzlich irgendwie da ist. Manchmal bin ich n bisschen enttäuscht, weil man ihn so so selten so tief erlebt.
Und doch, also ich erinnere mich auch, dass ich ihn einmal erlebt hab und es mich eigentlich verdorben hat für den Rest meines Lebens und ich mir gedacht hab, also. Was war da? Also einige Momente, glücklicherweise einige Momente, aber einen Moment, da war ich auf einer großen Konferenz irgendwo hinten, in der in der letzten Bank irgendwo auf der Tribüne, ganz weit weg, und eine Musikerin hat vorne gespielt. Lass mein Herz schmelzen wie Wachs unter dem Blick deiner Liebe.
Und ich war da 22 noch nicht wirklich großartig bekehrt oder so, aber also nicht so, dass ich dachte, ich lebe mein ganzes Leben jeden Tag mit dem Herrn und der ist irgendwie voll von mir vor Augen und so, sondern ich wusste irgendwie von ihm und habe auch schon hier und da mal gebetet und in dem Moment habe ich gedacht, naja, hier hinten auf dem letzten Eck, da wirst du eh nicht sein, Gott. Da wirst du mir nicht begegnen.
Ich muss da vorne, wo alle sind hin und da wo die über Action geht und dann hab ich dieses Lied gehört und und wurde plötzlich so überwältigt von so einer Liebe und von so einem Gesehensein und ich mein in meiner Geschichte mit ganz viel Mobbing und Ablehnung und so weiter war das natürlich noch mal doppelt so krass, dass ich mir einfach dachte, wie, wie geht es, wie wunderschön, dass ich da hinten in der letzten Ecke. Gesehen bin und ja, also und und einige einige glücklicherweise danke Herr einige solche Momente in meinem Leben, die wieso ja die wieso wieso berggipfelmomente sind wo man sich denkt Boah jetzt kann ich jetzt sehe ich wieder klar jetzt jetzt sehe ich jetzt jetzt weiß
ich wieder um was es eigentlich geht jetzt habe ich wieder den Überblick und dann kommen wir wieder in den Nebel rein und in den Alltag und sie wissen es eh wahrscheinlich aber. Ja, aber wie? Die, wie die Jünger sagen, wo sollen wir hingehen? Nur du hast Worte des ewigen Lebens und gleichzeitig, wenn ich, wenn ich beginne, irgendwie darüber nachzudenken, dass ich das ja auch an alle anderen weitergeben soll, fühl ich mich manchmal wie das Höhengleichen ist Platon, der irgendwie das Licht draußen sieht, und dann geht er runter und sagt, Leute, da draußen gibt es das Licht.
Und die sagen so, ja, ja, wir sind zufrieden mit den Schatten zu machen. Für alle, die das Gehirngleichnis nicht kennen, einfach kurz mal googeln oder jet GPT fragen. Aber haben Sie die die Erfahrung wahrscheinlich auch schon ziemlich oft gemacht. Natürlich. Also es gibt ja beim Paulus im ersten Korintherbrief die die Unterscheidung zwischen dem Pneumatikos und dem Sarkikos, also der Pneumatikos ist der Mensch, der irgendwie. Vom Geist bestimmt ist und der Sarkikos ist der Mensch, der irgendwie vom Fleisch bestimmt ist. Und bei Fleisch ist bei Paulus nicht irgendwie jetzt nur einfach der Körper oder sowas, sondern die Dimension in mir, die eigentlich von Gott nicht so wirklich was wissen will. Ne so mal n bisschen grob gesagt
und da merk ich manchmal. So wie der Paulus das beschreibt. Das ist eine prinzipielle Grenze, dass der Sarchikos den Pneumatikos nicht verstehen kann, ne wie der beim Paulus, der raus ist aus dem aus der Höhle und dann eine Erfahrung macht, die die anderen nie gemacht haben. Ja, und die hocken da unten und gucken die Wand an und so und denken, das ist die Wirklichkeit und und der kommt da runter und und ist der Pneumatikos und der Sarchikos kann ihn nicht verstehen, deswegen mich fasziniert auch das Wort, dass dass Jesus im Johannes Evangelium sagt, Niemand kommt, kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn. Das heißt, dass ich nicht ich nicht bekehren muss im Sinn von ich muss die jetzt alle, sondern
überzeugen. Sondern da ist schon was. Und wenn, wenn die Mutter Theresa hat mal gesagt, das schöne Wort, ich habe immer gedacht, ich muss alle bekehren, aber jetzt weiß ich, ich muss sie lieben und dann die Liebe, die Liebe bekehrt, wen sie will, also. Und da ist, das ist so eine Ausdeutung dieses Wortes.
Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater zieht ihn. Jetzt, kann man sagen, ist das nicht für alle, weil sind die meisten nicht sarkikos na ja, die Schöpfung und die Erlösung ist aus derselben Liebe, ja, also der, der Vater hat die Welt aus Liebe geschaffen, und der Sohn hat die Welt aus derselben Liebe erlöst. Deswegen, es gibt einen Ansatzpunkt, mein ordensvater Dombrosko, den ich sehr liebe, der hat gesagt, ist das. Keinen jungen Menschen, das war seine Hingabe an die Jungen, keinen jungen Menschen, der, und wenn er noch so verdorben wäre, das nicht den Punkt gibt, wo wo er berührbar wäre, wo er, wo er irgendwie sein sein, gut sein, das er aus der Schöpfung in sich trägt, wo das nicht irgendwie in
ihm aufleuchten könnte, also natürlich in dieser Spannung zwischen dieser prinzipiellen Grenze einerseits und. Und 1. Timotheus 24 Gott will, dass alle Menschen, alle ja. Ich werd gerade erinnern an mein Philosophiestudium. Also ich hab ja auch Theologie, Philosophie studiert und unser Professor hat uns, ich weiß nicht mehr wie der Philosoph heißt, vielleicht wissen Sie es, aber es ging um diese Frage der Erkenntnistheorie und es ging um die Frage, wie kann ich, wenn ich ein ein, eine Erfahrung oder ein Erlebnis gemacht hab, das ich gedeutet hab zur Erfahrung.
Wie kann ich jemand anderem, der dieses Erlebnis nicht gemacht hat, diese Erfahrung zugänglich machen? Und dieser Philosoph hat eigentlich gesagt, ist es absolut unmöglich, weil er muss die Erfahrung selbst machen, erst dann kann er es erkennen und das hat mich ziemlich überzeugt, weil ich mir gedacht habe, na ja, stimmt also, wenn jetzt meine Frau von irgendwas spricht und ich war nicht dabei, dann kann ich das nur ahnen und wenn jetzt jemand, der von glauben wirklich durchdrungen ist, von Glauben spricht.
Dann können eigentlich alle die, die das nicht kennen, es nur erahnen. Und damals wusste ich, dass ich in der Vorlesung saß und mir dachte, ist ja voll frustrierend, ja, was soll ich denn dann noch überhaupt machen, sozusagen und gleichzeitig, das hat mich dann so gepackt, diese Vision zu sagen, wir, wir versuchen nicht, die Leute zu bekehren, aber wir versuchen Räume zu schaffen, in denen Gott erfahrbar. Wird.
Und auch das ist nicht einfach. Ist nicht einfach ist. Nicht einfach. Vor allem, weil auch da wieder die Gefahr ist, dass wir funktionalisieren. Ne, also dass wir um zu machen, und das ist das Lieblingswort meines alten Lehrers, die Liebe ist umsonst, ne, die verschenkt sich einfach und umsonst hat diese beiden Bedeutungen von vergeblich und und geschenkt gratis.
Also, und und wir neigen dazu, auch zu rechnen und das zu Funktionalisieren auch in der Kirche, das ist ja auch nicht ganz verkehrt, ich will Fruchtbarkeit erleben und Gott hat uns ja verheißen, dass wir fruchtbar sind und dass wir Frucht bringen sollen, ja, das ist ja auch ein Auftrag und so, aber. Aber wenn die, wenn das entscheidende, entscheidende Weg dahin die Liebe ist, oder wie ich vorhin versucht habe zu sagen, die Heiligkeit, weil das ist im Grunde die Befähigung umsonst, Liebe umsonst zu leben, ist im Grunde die Liebe, die aus ihm kommt.
Und das ist gewissermaßen die Dimension der Heiligkeit im eigenen Leben, gell und und ja, da da hinein zu finden und, und, und. Das eröffnet wie von selbst Räume, ne, wir sagen ja. Wir sprechen ja in der Metapher des Herzens, in in geometrischen Kategorien von eng und weit, ne, also wir können und wir sagen, ich habe Platz in deinem Herzen, so was, ne, das ist irgendwie eine räumliche Vorstellung, dass jemand in mir wohnen kann, so, und wenn jemand ein weites Herz hat, dann dann ist es atmosphärisch ein eröffnender Raum, in den jemand eintreten kann und sich da berühren lassen kann so. Und wenn das mehrere Miteinander in einem ähnlichen, in einer ähnlichen Offenheit tun, dann ist schon ein offener Raum da, in dem das passieren kann.
Deswegen habe ich vorhin gesagt, bei Evangelisierung, wenn das, wenn wir auf Jesus ausgerichtet ist, wenn eine Gemeinschaft wirklich innerlich auf den Herrn offen ist, dann öffnet sich wie von selbst ein Raum, ja, in dem dann andere eintreten können, ohne dass es gleich funktionalisiert ist. Aber wir sind da, wir sind halt auch in unserer Endlichkeit unterwegs und. Am Ende bleibt alles Stückwerk, ne alles bis wir ihnen ganz schauen, bleibt alles auch Stückwerk und dann liebt Gott die Treue und nicht so sehr den Erfolg glaube ich also. Ja, das stimmt.
Es bleibt alles Stückwerk und trotzdem versuchen wir es irgendwie, weil Jesus hat gesagt, geht raus in alle Welt, macht alles zu meinen Jüngern, das haben sie ja ganz am Anfang schon gesagt, das fand ich n super Wort von von ihrem Ordens, Vater, glaube ich. Diese Frage nach dem nach dem Heiligen Leben, und das passt ja jetzt alles zusammen.
Also wir wollen eigentlich einen weites Herz haben, wo ein einen Raum in den Leute eintreten können, wir wollen, das hängt ja mit Heiligkeit zusammen, dass ich irgendwie offen bin, dass ich ein reines Herz habe, nicht nur ein weites Herz, und ich weiß von ihnen, dass sie jetzt 12 Jahre sind Sie Bischof, ungefähr ich, also so was ich, bevor ich nach Passau gekommen bin. Immer schon gehört hab und dann, als ich in Passau angekommen bin und sie das erste Mal predigen hören und et cetera und erlebt habe, auch im Arbeitskontext und so ich hab ich hab gemerkt OK sie haben diese Erfahrung offensichtlich gemacht mit dem Herrn einige einige und sie wünschen sich nichts sehnlicher als dass andere Leute diese
Erfahrung auch machen, aber sie haben in haben mir schon öfter gesagt auch in den letzten 12 Jahren diese Erfahrung zu vermitteln. Ist unglaublich schwierig und wahrscheinlich laufen sie immer mal wieder gegen die Wand oder sie, aber sie sie so wie ich sie kennengelernt habe, sie bleiben hartnäckig, ja, also sie geben nicht auf, dass die, dass diese Liebe, von der wir eben gesprochen haben, ja die Liebe zum anderen, dass der das erkennen kann und jetzt alles zusammenfassen, diese die nächste Frage.
Wie versuchen sie, heilig zu werden? Wie versuchen, was machen Sie? Ja, sie machen offensichtlich alles in Ihrer Machtstände, aber was ist es? Ja, es ist ehrlich gesagt ich. Jetzt fühl ich mich wieder wie jemand, der gescheiter Herritt über etwas, was er viel zu wenig selber kennt oder weiß, weil weil das das ganze Thema natürlich. Heiligkeit kommt wenn dann überhaupt von ihm und in diesem Sinn dürfen wir uns ja alle als Heilige ansprechen lassen, als getaufte, aber auf der anderen Seite, wenn ich bei der Beichte, und das ist ein Thema, was ich relativ regelmäßig mach, da frag ich mich dann oft, liebst du umsonst oder dann ich am Ende doch irgendwie die.
Die Sehnsucht, gekannt zu werden, oder oder ich lebe zölibatär, und wenn ich da die Messlatte anlege, an mein eigenes Leben, die Jesus in der Bergpredigt anlegt. Wer eine Frau nur lüstern anschaut, hat schon die Ehe mit ihr gebrochen, da muss ich dann auch immer wieder ganz ehrlich sagen, Herzlich Willkommen im Club der Ehebrecher, also diese Frage liebst du, tust du die Dinge, die du tust, um Gott und der Menschen Willen, um Jesus und der Menschen willen, das ist die Frage, die ich mir immer wieder stelle, und ich glaube, da versuche ich so ehrlich wie möglich zu sein mit mir, Versuch etwa Vierzehntägig zu beichten, und es ist, ich habe ja gelernt, mich auszudrücken und jetzt bei der Beichte, gell, da merke ich
schon, ah, jetzt ist mir irgendwas saupeinlich und wie sag ich denn, kommt ja ein älterer Priester aus meinem Bistum zu mir, regelmäßig ja, und? Ihnen die bricht ab. Genau, ja. Und ich bin ja heilfroh darum, dass dass, dass ich das. So dass ich den so zu mir einladen kann. Ruhestandsgeistlichen und und ich.
Ich merk dann schon im Vorfeld, wie ich's mir zurechtleg, so dass es gar nicht so schlimm klingt, weil ich ja, weil ich mich ja gut ausdrücken kann und so weiter, so dass der dann am Ende sagt, ja, ja, Bischof, irgendwie, jetzt sind sie aber so schon gescheit ehrlich, oder ich weiß nicht und ist dann irgendwie vielleicht noch beeindruckt und meiner Beichte und sieht gar nicht meine Sünde, gell, also ist.
Gleich auch noch mit bei. Ja, genau, kann man gleich noch mit mit. Reinnehmen also das Thema Beichte ist schon und ehrlich gesagt ist für mich auch ein ein kolossaler Schatz in der Kirche, wenn ich das glauben kann, dass ich da, dass ich da rausgehen kann, wie neu getauft und wieder wieder irgendwie Best Buddy mit Gott und mit der Kirche, gell, für mich ist die Mutter Gottes auch irgendwie noch mal wichtig, weil sie die Kirche ist. Deswegen also die Beichte ist, ist ein wichtiger Weg natürlich. Natürlich das Gebet, gell ich.
Und wenn Sie jetzt meinen, das fällt mir besonders leicht, ich glaub, dass wir die Stille brauchen, ich glaub, dass wir den sowas wie den Abstieg in die Demut brauchen, gell wenn für mich kommt immer so n so n Bild von. Den Anonymen Alkoholikern, ja, die haben ja auch Erfahrungen, oder sagen wir mal Menschen, die sich in Gruppen zusammentun, Selbsthilfegruppen, die ganz schwierige Erfahrungen gemacht, dann nehmen wir, lassen wir mal die Alkoholiker auf die Seite, nehmen wir mal, irgendjemand hat ne ganz schwere seltene Krankheit und kann das mit niemandem teilen, weil keiner die Erfahrung macht, wie, wie geht es ihm denn mit seiner Krankheit, dann tun sich die in in Gruppen zusammen und und
plötzlich werden sie verstanden, weil der oder die. Dasselbe fühlt und und auf einmal helfen die sich gegenseitig in ihrem angehört werden. So manchmal. Das ist nicht die einzige Dimension von Gebet, aber manchmal denke ich, Gebet im Sinn von, auf welcher Ebene muss sich Jesus eigentlich begegnen und will er mir begegnen, und die Ebene ist der radikale Abstieg, der Abstieg in in unser Menschenherz, in in Dreck und Schlamm und Tod und und feudikale Ehrlichkeit, die radikale Ehrlichkeit, aber auch die Wissen sie.
Ich versuche jeden Tag, wenn ich zu Hause bin und ich unterwegs bin, da ist es schwieriger zu leben, versuche ich eine halbe Stunde morgens und eine halbe Stunde abends vor dem Allerheiligsten zu sein. Ich habe Gott sei dank Menschen, die mit mir wohnen und die das mit mir teilen, weil in Gemeinschaft geht es viel leichter, aber es ist die Stille vor dem Allerheiligsten, und da tust du mal nichts und natürlich, ich bin auch ein aktiver Mensch und will was tun und weiß jetzt, was er alles so so.
Aber nichts zu tun und und vor ihm zu sein und und zu sagen, Herr, mach du, ich bin jetzt außerdem bin ich müde und dann darauf meine Gedanken dauernd spazieren und und in dieser Weise einfach vor ihm lernen zu sein, das das ist dann gewissermaßen ein Abstieg von meinen Allmachtsfantasien, oder?
Oder weiß ich was ich bin der Checker oder keine Ahnung. Es gibt ja auch alles und sondern hier zu sein, nichts tun zu können. Abstieg in eine Gebundenheit, gell? Jetzt bin ich die nächsten 30 Minuten hier und bin uns müde und ich weiß nicht was. Nee ich sag mal auf die Uhr jetzt eher wieder erst 5 Minuten und so weiter alles ist auch da, alles ist auch da ist echt ne demutsübung gell aber das ist die Ebene dann gewissermaßen der der Abstieg. Auf der wir Selbsthilfegruppe ich mein Er ist freiwillig abgestiegen, ich tu es hoffentlich auch freiwillig, aber aber mein alter Lehrer hat immer gesagt, die Gnade kommt auf dem Weg des Seins und er denkt das sein als als ganz verschenkte Liebe, wenn wir
sagen die Creatio ex nihilo die Schöpfung ist aus nichts entstanden, da kann man auch sagen, die Schöpfung ist aus. Ganz verschenkt der Liebe entstanden, die sich nicht nicht selber meint, sondern aus der gewissermaßen alles hervorgeht, von dem unfassbar unendlichen Gott, der das sein selbst ist.
In in sich Stehende sein, der das etwas von seinem sein schenkt, damit anderes sei ja so, und das ist Schöpfung und und Erlösung ist Christus ist derselbe, ne der. Der, der in seiner absoluten Verendlichung niedrig Erniedrigung, Verdemütigung am Kreuz alles sagt, was uns Gott zu sagen hat und und da meine ich manchmal zu sehen, dass das Gebet irgendwie nicht das ist, nicht das Ganze vom Gebet, aber, aber wir werden dort am meisten berührt, wo wir uns uns vor ihm.
Auf die Knie werfen oder oder in die Stille gehen und von ihm beschenken lassen und und ins Schweigen gehen und und einfach nur da sind. Und so ist es schwer, oft genug gewöhnt man sich an das ja, irgendwie habe ich mich schon dran gewöhnt, weil ich es ja jeden Tag mache und ich merke sogar, wenn ich es mal ein paar Tage nicht mache, wenn ich so weiß, wenn ich im Hotel aus dem Koffer lebe und so was, dann ist es echt schwer, dann ist es wieder schwieriger reinzukommen.
Zu Hause. Aber ich merke umgekehrt auch, dass wenn ich einigermaßen so im Rhythmus bin und das und das jeden Tag leben kann, dann ich gehe, immer einen größeren Frieden weg. Ich habe eine Sache, die ich im Gebet über die Jahre, was mir wirklich kostbar geworden ist, ist ein Satz, und zwar, dass ich genug bin.
Also ich habe so oft irgendwie dieses Leistungsdenken gehabt bei Gott irgendwie. Wahrscheinlich, weil ich darin aufgewachsen bin, irgendwie die ganze restliche westliche Welt. Aber diese Vorstellung ihm jetzt auch noch was bringen zu müssen, jetzt auch noch irgendwas zu produzieren für ihn, damit er jetzt auch noch glücklich ist, mal seine Erwartungen auch noch gestillt, was natürlich nichts mit damit zu tun hat, wie er eigentlich ist, nämlich überaus glücklich und entspannt, aber aber doch Fall ich da so oft rein.
Na ja, jetzt mach ich mal irgendwie meine Gebetszeit, jetzt muss ich irgendwie, jetzt bete ich, bete ich da was runter, oder? Jetzt jetzt hab ich irgendwie meinen soll erfüllt oder was was er überhaupt nichts mit einer Liebesbeziehung zu tun hat und dann zu zu merken mein Nichts mehr als genug. Ja, es hat nichts mit einer Liebesbeziehung zu tun. Die Formulierung mag ich und trotzdem ne, also Liebesbeziehungen, sie sind ein verheirateter Mann und ich weiß nicht.
Was das bei Ihnen ist? Aber ist es nicht so, dass es in jeder Liebesbeziehung sich irgendwelche Formen von Ritualisierung herauswachsen? Ausverständlich. Aus denen man ne, die etwas mit Treue zu tun haben. Also ich weiß nicht einmal in der Woche. Frühstücken wir ausgiebig miteinander, nehmen uns Zeit füreinander oder wir gehen einmal in der Woche miteinander zum Einkaufen und oder wir geben uns mal einen Abend in der Woche, wo wir, wo wir über uns reden und und ehrlich miteinander sind, so und wenn so was eingeübt ist, wenn Beziehungen oder wir wir, wir gehen nie ins ins Bett, ohne dass wir unseren Streit vorher geklärt haben und solche Sachen, ja, und wenn dann einmal n Partner.
Dem das zu lästig ist oder er keinen Bock mehr drauf hat. Dann fragt der andere die Beziehung schon an, das heißt Rituale Regeln stabilisieren Beziehung, weil nicht immer alles eine richtige Liebesbeziehung ist. Deswegen ist das andere Thema Treue im Gebet schon eine wichtige Dimension. Also das das ist schon auch ein Zeichen dafür, dass ich es ernst meine, weil tut sich ja oft nichts in meinem Gebet, also jetzt, wenn ich sage, ist das jetzt Spektakel oder so, ich versuche dann einfach so.
Auch nur treu zu sein, also dieses Innere von von schöne Erfahrungen, von Liebe und Trost zu machen und andererseits gleich einfach nur die Regel zu halten. Im Ordensleben gibt es den schönen Satz, halte die Regel, dann hält dich die Regel, also deswegen, das ist schon auch. Also danke, danke für den Zusatz.
Also weil das hätte man jetzt echt falsch verstehen können. Natürlich versuche ich jeden Tag einen Raum zu schaffen, also eine Zeit mir zu nehmen für. Für Gott und ich. Ich frage mich, wenn ich das dann mache, also aktuell ist es so eine halbe Stunde pro Tag ungefähr, manchmal ist es nachts um 11:30 Uhr, wenn der Tag lang war, manchmal ist es morgens um 5, wenn mein Sohn schon früh wach war und oder was auch immer, manchmal ist es mittags, aber ich versuche diese halbe Stunde und seit über 2 Jahren schaffe ich es eigentlich auch bis ganz seltene Ausnahmen. Durch die Gnade Gottes.
Aber ich merke dann, wenn ich, wenn ich sage, OK, und jetzt setze ich mich hin oder jetzt was auch immer, geh ich in die Kapelle oder Sitze auf meinem Besitz zu Hause auf der Couch, und das ist still, wie starte ich meine Gebetszeit, und das ist so oft, mir hilft es manchmal, mein Tagebuch zu nehmen und einfach mal loszuschreiben über den Tag, was mich beschäftigt, der Herr Dirk. Den ich jetzt kürzlich im Podcast hatte. Der hat gesagt, er startet immer mit der mit Gottes Frage an ihn, wie geht es dir eigentlich gerade wirklich, wie als würde Gott sagen, Hey Herr Dirk, Hey Dirk, wie geht es dir eigentlich gerade wirklich so, so beginnt irgendwie die die Gebetszeit und ich beginne meine Gewissheit oft
mit dem wenn ich mich, wenn ich mich daran erinnere mit diesem Ding, ich muss gerade jetzt nichts, also ich bin ich bin da, aber ich muss gerade nichts bringen, es reicht, dass ich mit leeren Händen komm. Es reicht, dass ich einfach so komm, wie ich bin. Es reicht, dass ich, dass ich genug bin, das hat, das hilft mir so nicht in so ein leistungsding reinzufallen, so, ah, jetzt muss ich irgendwie noch einen Rosenkranz runterrattern, so großartig der Rosenkranz ist, aber einfach dieses das Lernensdürfnis hab ich echt Jahre gebraucht und ich brauch immer noch, also wer lernt schon aus beim Gebet aber einfach einfach tief durchatmen zu können. Zu dürfen, einfach anzukommen, zu dürfen, alles ablegen zu dürfen.
Mir ist auch ganz wichtig geworden, dieses Wort aus erster Petrus werft alle Sorgen auf ihn. Er kümmert. Denn er kümmert sich. Solche Dinge gibt es, so gibt es denn so wie bestellen die, die oder solche Rituale im im Ritual, also in der Gebetszeit, wo sie sagen, das sind so Go toos, also ich. Hab auch die Verpflichtung, aber ich mach es auch gern, dass ich stundengebete bete. Ne ich das heißt ich zusätzlich zu diesem ich Feier auch die Messe und jeden Tag und ich bete stundengebete damit fang ich im Grunde immer an und.
Und ja, und was Sie sagen, mit dem ich glaub in unserer DNA, gell, das ist auch das ist auch irgendwie der Rest von dem was an vielleicht ne das ist n schwieriges Wort die Erbsünde, aber an unserer Gebrochenheit bleibt gell wir haben alle den Eindruck wir müssen erst performen, bevor bevor der Liebe Gott sagt, Ah, ist ja toll gemacht, gell und und und dieses Wort vor aller Leistung und trotz aller Schuld hat Gott schon sein unbedingtes Ja. Zu dir gesagt und hört nie auf es zu sagen. Das ist schon, das ist schon groß und das ist, das ist echt auch ein Herzensziel gewissermaßen, dem indes wirklich einstimmen zu können, wirklich dieses Ja Gottes zu einem selbst zu wiederholen.
Mein alter Lehrer sagt auch immer, hat die Formulierung selbstwerdung. Durch Selbstempfängnis und mit Selbstempfängnis meint er die gesunde Bejahung seiner selbst. Ne das die und das ist dieses einstimmen in Gottes Jahr zu zu einem Jahr und aber ich, ich hab jetzt nicht, wie soll ich sagen. Wenn ich an meinen Morgen denk, dann ich bin auch gleichzeitig der Mesner in meiner Hauskapelle und wenn wir, wenn wir die Messe feiern, dann komm ich halt rein. Oft bin n bisschen verpennt und dann richte ich die Messe her und dann schau ich schon den ersten Blick aufs Messbuch. Was haben wir heute für Dinge, für Texte und natürlich die Lesung und Evangelium und bereite mich dann n bisschen vor, weil ich dann was sag dazu
als Einleitung und so und dann bete ich alleine, bevor die anderen kommen. Die Lesehore, das ist so, das war früher auch die Vigil, das ist das Gebet, wo die Texte drin sind, so ein bisschen auch Kirchenväter oder so was, und dann kommt die Laudes in der Gemeinschaft, aber das ist, und das ist echt schön, weil wir meistens danach dann die Messe feiern und danach dann die Anbetung halten und dann, dann geht man anders in die Messe, wenn man irgendwie mit mit einem Stundengebet oder dann noch mal die Texte angeguckt, dann geht man so in die Messe und. Also ich hab das echt gern das da Island dann ist der Tag eingenordet so ne.
Also sie hatten vorhin schon von der Schwester, von der Mutter Theresa gesprochen, die ja überlegt hatte, OK, es gibt so viel, was man tun müsste oder tun könnte, und dann hat sie gesagt, nein, wir rammen jetzt diesen Vlog ein, eine Stunde juristische Anbetung pro Tag, und am Anfang hab ich gesagt, was, nein, du musst doch den Armen helfen, es gibt so viele.
Jetzt machen Sie, wenn ich sie jetzt zusammenrechne, eine Stunde Anbetung, wahrscheinlich ne halbe Stunde Messe oder dann wie? Laut ist und Vespa. Wie, wie lange dauert es ungefähr? Also es gibt ja die Leute, die. Stunde ungefähr dauert laut ist und Vespa wir sprechenden Teile singen wir aber gute.
Aber recht recht knackig also. Ja, genau, die singen wir nicht so ausführlich und. Ja, weil früher. Ich hatte mal so ne Fastenzeit, wo ich gesagt hab, OK 40 Tage jeden Tag die laut ist. Ich hab immer so ne halbe Stunde gebraucht und dann hab ich aber Leute kennengelernt die so 10 Minuten so sagen wir. Machen auch so n bisschen ne Pause beim Asteriskus. Also in dem Psalmen, wenn dieses kleine Sternchen kommt und so, ja.
Aber das heißt, sie haben trotzdem. Halbe Stunde, halbe Stunde, halbe Stunde und zweimal ne Viertelstunde, also eigentlich 2 Stunden. Ja, abends bete ich dann noch die komplett, bevor ich ins Bett gehe, allein und so. Und ist es. Also ich will jetzt gar nicht so das Ding aufrechnen, weil weil der Paulus sagt, betet ohne Unterlass, was heißt denn das also, und da ist für mich immer so diese diese Geschichte mal deutlich geworden, auch als ich noch ne Freundin hatte zum Beispiel ne da kommt wenn man eng beieinander ist.
Dann kommt ja ganz schnell eine wir Erfahrung des Lebens. Dann denkt man ne, wenn man zum Beispiel erzählt, Wir waren im Urlaub und dann dein Kumpel fragt dich, wie war es denn im Urlaub und dann erzählst du automatisch von wir so und sie ist oder wenn dich einer fragt, gehen wir heute Abend mal ein Bier trinken oder so, dann ist vielleicht die erste Erfahrung, ja was machen wir eigentlich ne, das heißt man hat man hat im Leben jemanden mit dabei. Und meine meine Vorstellung von meiner Gottesbeziehung ist Herr, ich möchte gern mit dir in der Wirgestalt Leben, in der Wirform, dass du, und das verstehe ich so ein bisschen, unter beten ohne Unterlass, er ist in geheimnisvoller Weise immer dabei, jetzt wieder sehr
ideal gesagt, gell, und dann habe ich irgendwelchen Ärger oder irgendwelchen XY Gespräch oder mich nervt jemand oder so ne ist schon wieder weg jetzt oder so, aber das ist so mein Ding in der Wirform leben. Bedeutet aus seinem Leben ein Gebet machen, weil ein Gebet ist ja zuallererst Beziehung. Das ist ja nicht, Wörter sagen, in denen Gott vorkommt, also.
Wenn ich an Heiligkeit denke, dann denke ich an irgendwie, an Askese. Seitdem ich das Exodus 90 Programm gemacht hatte vor 5 Jahren oder so, habe ich jetzt, da habe ich so dreimal das gemacht, und da ging es wirklich darum, sich selber zu beschneiden und zu sagen, okay und ich werde jetzt meinen lustvollen Bedürfnissen, den werde ich jetzt sterben, und ich werde mich jetzt.
Ich werde stattdessen viel beten und dann in dieser Gemeinschaft. Und irgendwie hatte das ebenso was männliches auch, aber aber schlussendlich war ja die Idee mein Fokus auf den Herrn und aus der Sklaverei von von von Ägypten, vom metaphorischen Ägypten rauszukommen mit dem Herrn durch die Wüste zu gehen, auch wenn es mal, auch wenn es mal hart ist und oft ist irgendwie die Welt auch ein bisschen wie eine Wüste, kommt mir vor, aber ein Ding war ganz groß bei Exos 90 nämlich das Thema Fasten und. Und das hat mich zwar herausgefordert, auf Süßigkeiten zu fasten, OK, aber jetzt hab ich ich also in der Zeit, wo ich in Augsburg gelebt hab, hab ich in so ein 2 Jahre gehabt, wo ich so einen regelmäßigen Fasttag
pro Woche hatte, nicht weil ich da so besonders katholisch war und dachte freitags, ich glaub ich hatte es immer mittwochs oder so aber jetzt mittlerweile hab ich halt gemerkt eigentlich hat die das Essen. So die Oberhand gewonnen und wenn ich irgendwie einen anstrengenden Tag hatte, dann muss ich abends mir schon mal was gönnen, oder?
Ja, wenn ich irgendwo auf einem Geburtstag bin, ja dann muss ich schon das ganze Kuchenbuffet aufessen, weil es ist ja jetzt alles da und ich kann auf gar keinen Fall Nein sagen und die macht wieder zu bekommen, oder? Ja, wie soll man sagen über das Essen und über dieses ganze Thema Fasten, das hab ich erst wieder geschafft als ich angefangen hab seit August oder so jetzt. Letztes Jahr zu Fasten und das hat mir unglaublich geholfen, Abstand zu nehmen von diesem Essen als Götze. Ich weiß nicht wie wie Fasten Sie. Auch ja, ich bin kein großer Fastenheld, aber ich versuche zum Beispiel freitags nur zu frühstücken und, und das geht, da komme ich einigermaßen klar, hat sich mein Körper, glaube ich, auch daran gewöhnt und.
Und ansonsten verzichtsübungen. Tatsächlich ist mir auch es wichtig geworden, vor einigen Jahren dieses Thema so ins eigene Leben einzubauen. Ich glaube aber nicht, dass ich darin schon besonders erfahren bin, so, man sagt ja immer Fasten als Geistliche, gewissermaßen Unterstützung des geistlichen Ringens, des geistlichen Kämpfens und so was, und jetzt fasse ich mal für dieses Anliegen oder jenes Anliegen. Das da bin ich eher glaub ich ein Anfänger in der Hinsicht und entwicklungsfähig.
Ich hab n bisschen schon das ich ess schon gern und und ess auch gern mal ungesundes Zeug aber ich mach mir trotzdem nicht viel aus essen ne also das ist irgendwie das liegt in meiner Natur ich kann mich erinnern als als als Junge, als Kind. Da wenn ich von der Mama zum Essen gerufen worden bin, da, da wollte ich eigentlich oft nicht, weil ich ja so wahnsinnig viel zu tun hatte und so spannende Sachen draußen erlebt hab und so jetzt die all die wichtigen Sachen unterbrechen, durch Essen, durch Nahrungsaufnahme, gell, also das hab ich das, da erinnere ich mich gut dran natürlich, wenn es dann guten Kuchen oder irgendwas gegeben hat oder Spaghetti das.
Ich ess schon auch gern ne, aber ich ich mach mir nicht allzu viel draus. Ich hatte zweimal in meiner Ordenszeit die Erfahrung, dass ich mit guten Köchen zusammen gelebt hab, die gerne gekocht haben, auch für die Gemeinschaft und so weiter und ich hab immer den Eindruck im Nachhinein war n bisschen enttäuschend für die, weil ich ja was kann ich denn machen und oder für über was freust dich dann und ich sag dann ja Pizza ist super oder so und dann.
Also das das da hab ich so n bisschen von der Natur was mitbekommen, dass ich was manchmal dann vielleicht auch an Wertschätzung fehlen lässt, gell? Aber aber ich hab nicht den Eindruck, dass ich da besonders kompliziert wär, ne, deswegen freitags versuch ich dann ist man Freitag irgendwo am großen Termin und eingeladen als Bischof dann dann ess ich vielleicht trotzdem oder sowas ne aber so. Weiß ich nicht, ob das zu persönlich ist. Aber ich frag jetzt einfach mal ganz mutig. Gibt es so ne Art Guilty Pleasure? Also so irgendwie so eine, eine Luxus den sie sich den sie sich irgendwie gönnen oder wo sie vielleicht sogar in die Versuchung geraten in die Versuchung geraten, sozusagen das.
Ja, also sie, Sie wissen ja, dass ich viel auf in den Medien unterwegs bin und also. Dieses Thema, Ablenkung durch Medien und da ist ja auch Pleasure dabei und so was, da kannst du ja alles mögliche, also die Neugier befriedigen und so was neben all den Versuchungen, die auch da sind, aber manchmal sage ich zu einer meiner Mitbewohnerinnen, sage ich dann immer, ich glaube, die Anbietungszeit rettet uns, also dass wir nicht nicht absorbiert werden in diesem ganzen Wahnsinn, und da spüre ich immer wieder, dass ich dass ich da auf die Bremse treten muss. Ich bediene ein Paar, sagen wir mal, mittelgroße Kanäle und auch mit meinen Medienleuten zusammen und und da zu gucken, was sich tut und was und zu gucken, was
die anderen machen und so, das ist eine Versuchung, eine große große Versuchung, und dann auch die Erfahrung zu machen, ja, da bist du jetzt wieder zu lange drin gehängt und bist danach nicht erfüllter, sondern Lehrer. Ich finde es so inspirierend und wirklich vorbildhaft, wenn sie das so davon sprechen, dass bei Ihnen im Leben auch nicht alles perfekt ist.
Sozusagen. Ich meine, wäre ja, wer ist es auch schon, gell, könnte man ja meinen, aber trotzdem ist es in sind wir Christen ja nicht davor gefeit, auch das beste Bild von uns abzugeben. Keine Ahnung, wenn man jetzt auf die Social Media Sachen auch anschaut, schaut und so und die Plattformen, da will man sich immer von der besten Seite zeigen und wenn ich jetzt diesen Podcast hochlade da dann möchte ich natürlich, dass das am besten ausschaut und dass ich die besten Snippets irgendwie raus rausschneide und und wie auch immer, ja damit es irgendwie halt Interesse weckt und in dem riesigen mehr an Möglichkeiten was man sich dann alles reinziehen kann, halt irgendwie wenigstens n bisschen
gesehen wird und gleichzeitig. Habe ich selber auch gelernt, auch in meiner Funktion als als leitender, dass meine meine Leute, die mit mir im Team sind, furchtbar fänden, wenn ich die ganze Zeit nur perfekt wirken würde. Natürlich ja. Sondern sondern, sobald ich irgendwie mal zugebe, dass ich auch einen Fehler mache, dass ich auch nicht immer das die schönsten Gedanken habe, was auch immer, erst dann werde ich irgendwie nahbar und es kommt mir jetzt gerade während wir drüber sprechen.
Vielleicht können Sie das für mich auflösen, aber ich merk jetzt irgendwie eine Spannung zwischen dem der Sehnsucht nach Heiligkeit und der Heilige ist, ist ja der vollkommen liebende, aber ist der so Liebende auch sich selber gegenüber, dass er diese ganzen Sachen im Griff hat im Idealfall oder Fragezeichen und gleichzeitig der der, der der Heilige, der eigentlich so attraktiv ist, dass alle anderen auch heilig werden wollen, aber der perfekte. Ist nicht der attraktive, sondern das ist genau das Gegenteil.
Wie kriege ich das jetzt zusammen, ja. Weil der perfekte nur perfekt scheint, weil niemand perfekt ist. Ich glaube, was ist der Unterschied zwischen Leuten, die keine Christen sind und die, die Christen sind? Die Christen wissen, dass sie erlösungsbedürftige Sünder sind und und ich glaube tatsächlich auch, dass, wenn die Heiligen sagen und das auch so meinen, dass sie. Die größten Sünder sind dann, dann ist es eben nicht, wie ich immer sage, Fishing for Kompliments, sondern das ist, da ist ganz viel Licht im Herzen und in diesem Licht sieht man eben auch die anderen Dinge.
Und wenn jemand nicht so viel Licht Gottes im Herzen hat, weil er dem keinen Raum gibt, dann ist ganz vieles grau in grau und dann meint man eh, bei mir war es eh alles ne, das ist ja die, wie soll ich sagen, die Dynamik der Sünde ist Sünde, ist ja in ihrem Ursprung erstmal was. Leben, als ob es Gott nicht gäbe. Ich lebe aus mir allein und sagen wir mal, je weiter ich mich innerlich von Gott entferne, je mehr ich in diesem Sinn in der Sünde lebe, und das ist die buchstäblich teuflische Dynamik, desto mehr kapiere ich, dass ich in der Sünde lebe. Ja, also und umgekehrt.
Je näher man dem Herrn kommt in seiner Heiligkeit und Abgründigkeit. Desto mehr merke ich, wie sehr ich dahinter zurückbleibe. Also wissen Sie, wenn Sie den Mount Everest von von 100 Kilometer Entfernung angucken, dann dann denken sie, naja, ist ja gar nicht so und dann stehen sie mal drunter und denken um Gottes Willen, ne, also das ist glaube ich die die Dynamik der Nähe Gottes und des Bewusstseins. Wie sehr ich diesen Gott nötig habe und wie sehr er mein bedürftiges Herz erfüllen und immer wieder erneuern musste. Und ich, ich habe mich erinnert, dass der Charles de Foucault, den ich auch verehre, diese große Gestalt, der da in der Wüste gelebt hat, der hat noch am Tag seines Todes, glaube ich, hat er eine Postkarte
weggeschickt an die Bekannte oder eine Briefkarte, und da stand auf, beten sie für meine Begehrung. Also die, ich glaube gerade wissen Sie auch die Frage nach dem Gewissen. Je mehr ihr Gewissen vom vom Licht Gottes irgendwie berührt, durchleuchtet ist. Und das ist ja der Ort, wo Gott in ein Leben hineinspricht sprechen kann, desto feiner wird es und desto mehr merken sie Zeug, was ein anderer gar nicht merken würde und so, und denken dann um Gottes Willen, oder sie kennen wahrscheinlich das Bild von von dem großen Pianisten, der der sagt, also wenn ich ein 2 Tage nicht übe, dann merke ich es selber, wenn ich eine Woche lang nicht übe, dann merkt es mein guter Musikerkumpel und wenn ich ein halbes Jahr nicht übe, dann merkt es das Publikum,
aber vorher nicht. Also das heißt so im allgemeinen Horizont ist auch meine Frage, ich meine, würden wir einen Heiligen erkennen? Die kleine Therese von Lysieu, die da die größte Heilige des 19 Jahrhunderts, wahrscheinlich die mit mit 23 oder 24 gestorben ist, gell, da gibt es ja Ordensschwestern, die gesagt haben, ja, was wird man über die sagen, gell, die ist gekommen, hat bei uns gelebt und ist dann gestorben, und dann liest man plötzlich die Geschichte einer Seele und denkt sich unfassbarer Abgrund an Tiefe, an Schönheit, an Heiligkeit, ohne dass sie. Na ja, bei der Therese ist vielleicht der der Balthasar hat, der der Urs von Balthasar hat mal geschrieben, dass sie da schon irgendwie innerlich
gewusst hat, dass in ihr was Besonderes ist. Wahrscheinlich aber aber trotzdem ne das das das gilt trotzdem was ich versucht hab zu sagen über die gerade bei ihr ist ja das Thema Bedürftigkeit nach der Gegenwart Gottes so der kleine Weg, weil Gott mich eh nach oben trägt und so. Ja, die Heilige Therese ist ja auch die.
Ja, die Patronin dieses Podcastes eigentlich. Warum? Weil weil also die Idee für den Podcast hatte ich am 2.1. Einen wirklich einen Download vom Himmel. So und am 1.10. Habe ich den Podcast gestartet und ich wusste nichts von der Heiligen Therese im Sinne von Ihren Daten und jemand hat mir dann gesagt, ich hab dann gesagt, ja, ich hab extra den 1.10. Ausgesucht für die Heilige, weil wegen der heiligen Therese, das wär nicht so cool, irgendwie hatte ich den Eindruck, ich soll das machen.
Und im Nachhinein hat er mir dann gesagt, am 2.1. Hat sie Geburtstag und dann habe ich gedacht, Aha, heilige Therese okay verstehe, was ist dein Busch so und bin super dankbar, deswegen bete ich auch jedes Mal, dass sie, dass sie eine Hand so ein Auge drüber hat über jede Folge und über alles was passiert, aber ich finde es auch so schön, weil ich möchte klein sein, wie sie eigentlich egal wie groß der Podcast wird, ich möchte klein bleiben. Hoffentlich schaffe ich das, aber das ist ein, das ist ein super Step für die nächste Frage, die ich habe, und zwar sie sprechen immer vom alten Adam, immer wieder und der alte Adam, wenn ich es richtig verstanden habe, ist, ja ist ja der der sündige in mir oder der
sündige in ihnen, der Sünder das Thema. Egoismus und Demut. Wir hatten da schon jetzt schon n bisschen drüber gesprochen, sie sind Bischof, ja, das heißt, man könnte meinen, das ganze Bistum liegt ihnen zu Füßen, ja, und dann haben sie auch noch große Kanäle und dann so viele Fans und ich kann mich noch mal erinnern an einem Geburtstag von ihnen, da wurde dann in die Barbarakapelle Geschenke über Geschenke gebracht und und, und. Ich erinnere mich auch noch.
Das an so eine Diskussion mit dem ZZF Leiter hier wo es irgendwie um die Frage ging, wer hat mehr Angestellte und so und weil natürlich sie sind der Bischof, ja also sie haben ne ganze Menge tausende Angestellte theoretisch ja, sie sind ja. Sie sind aber die ganze Caritas mitrechnet. Genau, genau und und gleichzeitig erlebe ich sie aber so verletzlich, nahbar und ich würde übersetzen.
Demütig. Ist es so ein Machtspiel, so immer wieder der der alte Adam, der dann doch irgendwie der tolle Bischof ist und der andere, der eigentlich sagt, wo eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, schaut es bei mir auch nicht so gut aus. Wie ist es, Bischof zu sein, sozusagen mit diesem, mit diesem, mit diesem als Sünder Bischof zu sein, das ist ja gar nicht so einfach, oder?
Genau, ja, ja, die ich. Habe immer den Eindruck gehabt, in meinem ganzen Leben. Das Macht korrumpiert. Also wenn man zu lange zu viel macht hat, dann dann korrumpiert es die eigene Seele und ich hoffe, dass ich davor irgendwie beschützt werde. Und tatsächlich ist natürlich auch die Erfahrung, ich bin vor 12 Jahren knapp, im Mai werden es 12 Jahre, bin ich Bischof geworden und da war eine ungeheure Euphorie und und Freude und Dankbarkeit und ich habe mir dann immer gedacht, ohje, ich bin.
Schon ich fühle mich wirklich in meiner Kirche beheimatet und der Lehre des Glaubens verpflichtet. Ich glaube schon, dass es auch Entwicklung gibt und immer gegeben hat, aber grundsätzlich glaube ich, sehnen sich viele Menschen oder wünschen sich halt irgendwie auch innerhalb des Katholizismus irgendwie die viel größere Liberalität und ich habe mir dann immer gedacht, ist diese Euphorie da, kommt jetzt jemand, den sie als jung empfinden und als nett empfinden, verbunden mit diesen Erwartungen. Und ich habe gesagt, wie wird es denen gehen, wenn ich, wenn die merken, dass ich wirklich tiefe Herzen der Kirche glaube, lebe, und ich habe das vorhin schon angedeutet, für mich ist die Kirche ja fast identisch mit der
Mutter des Herrn, die ich auch sehr liebe, wie mein Ordensvater und was, wie wird es denen gehen, wenn die dann merken, dass der, den sie da jetzt als jung und freundlich empfunden, dass der doch eben katholisch ist. Das ist einfach auf diesen. Dieses Wort bringt nicht, dass die anderen das nicht wären, aber aber sie wissen, was ich meine. Wahrscheinlich ne, also das ist das eine, das habe ich dann relativ schnell gemerkt und dann kam in den letzten Jahren natürlich ganz viel dazu, an Missbrauchserfahrung, an Synodaler Weg in Deutschland, dem ich mit einiger kritischen Anmerkungen gegenüberstehe und und jetzt hatten wir zum Beispiel die Krise in Hauzenberg und so weiter, das sind jetzt so Punkte, wo wir.
Wo ich merke, es gibt im Grunde kaum ein Amt in der Gesellschaft und besonders in der Kirche, das so sehr an genereller Autorität eingebüßt hat wie das Bischofsamt, ja, muss man sich auch mal vorstellen, was das für ne Provokation ist. Da ist jemand irgendwie nicht demokratisch gewählt, sondern eher in der theologischen Sprache erwählt, gell, Handauflegung, von Gott geweiht und jetzt, da an die Spitze gesetzt, wer versteht denn das noch?
Ja, und? Und in einer Zeit, in der gewissermaßen jeder fast alles werden kann, ist es einfach eine Provokation. Und dann noch diese Kirche, die mich irgendwie so lang gegängelt hat, in meinem weiß ich, was Lebensstil in meiner sexuellen Identität und was auch immer ne, die jetzt jetzt und dann sind die auch noch so kompromittiert durch durch was rausgekommen ist mit mit.
Mit der Missbrauchskrise und so weiter und finanzskandale und so okay darin jetzt Bischof zu sein, ist dann noch mal die andere Geschichte. Das ist nicht einfach nur irgendwie der erhöhte Sonnyboy, sondern der, der auch quasi Projektionsfläche ist für alles Üble, was in der Kirche passiert. Also das merke ich auch, und das ist auch oft genug schmerzhaft, es hält aber hoffentlich auch in der Demut und es. Gibt mir auch Gelegenheit das Christus zu geben. Ich meine ich natürlich bei manchen Dingen, ich bin nicht fehlerfrei natürlich und manches Mal ist Kritik auch berechtigt, aber tatsächlich, wenn ich öffentliche Urteile über mich lese und dann noch mal vielleicht in Social Media verschärft, gell, weil der Ton
ja da viel rauer ist, dann denke ich immer, meinen die mich oder in was reden die jetzt da oder so was also. Und das ist dann nicht, das lässt mich nicht immer kalt, das ist schon. Und dann kommt es auch noch drauf an, wer das ist. Aber dann denke ich mir, der Glaubwürdigste von allen, mein Herr hat der ist, der hat hören müssen im Evangelium alles Prüfer haben aufgeschrieben, gell dass er irgendwie verrückt geworden ist, dass er das Volk aufwiegelt, dass er die mosaischen Gesetze bricht, dass er vom Teufel besessen ist, dass er weg muss und so.
Alter und Säufer. Und Säure hat's mit die Huren und mit die Zöllner und all das Zeug steht alles im Evangelium, gell, die glaubwürdigste Gestalt, die je gelebt hat, der wo innen und außen am tiefsten Zusammenstimmen, der kriegt all das um die Ohren und und wenn man dann auch weitergeht und zum Beispiel anschaut in dem Augenblick, in dem in der Apostelgeschichte oder in den Paulinischen Briefen, wenn deutlich wird, dass Paulus Christen gewinnt.
Geht dasselbe Zirkus mit ihm los? Also wenn Paulus verkündet, Kyrios ist Christus und und er ist der einzige Herr, dann dann haben alle anderen Kyrios ausgespielt, sozusagen alle anderen Herren die Herrschaft über meine Seele beanspruchen, und das Macht Anfeindbar oder das das fordert die Welt heraus und ja, und in dem Sinn habe ich genügend Gelegenheit, Demo zu üben, weil.
Weil es nicht nur Spaß macht, genau öffentlich die Dinge um die Ohren zu bekommen. Okay, also, das heißt Bischofsamt ist, ist nicht mehr so attraktiv wie früher, höre ich auch raus, ein bisschen. Ich erinnere mich an, als der Bischofssitz in Augsburg frei war und ich einen ehemaligen Professor von mir gefragt habe, ha, es wird so ein bisschen überlegt, ob ob sie es werden und so, und dann hat er gesagt, Na also, selbst selbst wenn jemand auf mich denunzius käme und sagen würde hier. Wir haben Sie erwählt.
Dann hab ich gesagt, um Gottes Willen, das ist ein, also es ist ich, er würde es mit Händen und Füßen, würde er sich wehren versuchen, weil es so ein unter dankbarer Job irgendwie ist. Gleichzeitig, das Schöne ist ja, sie erleben nicht nur lokal, aber vor allem auch über regional erleben sie sehr viel Zuspruch, oder und sehr viel Wertschätzung auch und.
Und auch vielleicht von kleineren Gruppen, aber auch sehr viel Verständnis vielleicht. Vorhin haben wir über diese diese Erfahrung gesprochen, Leute, die diese Erfahrung gemacht haben und die sie verstehen können und auch Ehren dafür, dass sie ihn nicht aufgeben sozusagen, oder dass sie weiter versuchen weiterzumachen, auch wie wenn es noch so schwierig ist.
Ja, ja, bekomme ich auch. Es vergeht im Grunde fast kein Tag, wo nicht Leute dankbar schreiben oder sich melden oder so, das ist ich erlebe auch über die Arbeit, die ich. Online macht, dass sich Menschen melden, dass sie zum Glauben gefunden haben oder zurückgefunden haben und so. Das ist ganz schön und ehrlich gesagt, wenn ich es dann auch noch im persönlichen Gespräch mal höre, dass jemand sagt, dass er zu Christus gefunden hat und jetzt irgendwie anders leben kann, dann denke ich mir genau dafür.
Genau dafür lebe ich ja und und wir hatten es ja vorhin vom Sinn, ja ich. Ich mein, Ich bin Salesiana, Dombroskus und Ordensmann und das hab ich auch gern gemacht und ich hab den Eindruck, ich bin es auch in gewisser Weise immer noch, aber ich hab ja jetzt n Dienst in der Kirche und und der Herr hat nicht gesagt, dass Apostel sein leicht ist, wenn man ins Evangelium schaut. Von den 12 sind 11 gewaltsamen eines gewaltsamen Todes gestorben, ne und wir sind die Nachfolger der Apostel so. Und tatsächlich ne, wenn Sie sagen, früher war in einer gesetzten Volkskirche, war das Bischofsamt ein anerkanntes Amt und viele haben dem hohen Respekt gebracht. Und da ist aber dann auch viel an Privilegien und Zeug gewachsen, was eigentlich nicht
ins Evangelium gehört, ja, wo ich immer noch, denke ich. Mein ich zum Beispiel. Ich hab NN Fahrer, den ich mit dem ich unheimlich gern zusammenarbeite, und wenn ich weite Strecken fahre, dann kann ich im Auto arbeiten und so und sowas. Manchmal frag ich gell wie wie lang wird es noch sein in unserem Land, dass es möglich ist n Fahrer zu haben und also wenn wir wenn wir kleiner werden wo in an den anderen Ländern gibt es das ne die natürlich wir haben auch ganz viele Mitarbeiter und ganz viele Angestellte ist ganz anders als in anderen Ortskirchen in der Welt ne deswegen. Deswegen, also es ist schon noch ein Leben in der Komfortzone, von denen manche Dinge, glaube ich, auch nicht einfach evangeliumsgemäß sind.
Deswegen, dann lese ich wieder Baulos und wie er seinen Dienst getan. Hat, muss man selber noch Zelte bauen. Genau. Und dann denke ich mir, OK, hast du es doch noch ganz schön gut, aber vielleicht ist es gar nicht das in der Sache, dass ich es so gut hab, gell, weil? Weil mein der Maßstab ist und da da ehrlich, das sag ich jetzt mit tiefstem Respekt und auch ehrlich gesagt Unkenntnis meiner eigenen Seele.
Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe, so bin ich das, keine Ahnung, ich hoff, dass ich, wenn es drauf ankommt, nicht den Schwanz einziehe und und feige davonrennen, gell also ich hab vor einiger Zeit hab ich mich mit Josef Pieper beschäftigt, weil es da, weil ich da ein Laudator vom Pieper Preis war und dann. Hab ich wieder gelesen, dass dass Josef Pieper großer Philosoph in der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und anerkannter Mann und einer, der auch zum Wiederaufbau der Kirche viel beigetragen hat, nach der nach der Katastrophe des Krieges, und der hat dann in einem ehrlichen Bekenntnis gesagt, er hat mitbekommen, dass die Geschwister Scholl. Seine Sachen gelesen haben und
von denen inspiriert waren, für die Wahrheit einzustehen. Und dann hat er sich geschämt dafür, dass er in der Nazizeit so in Deckung gegangen. Ist. Ja, ja, also wer ich da Held, keine Ahnung, aber aber ich weiß, dass die, dass es eigentlich dazu gehört, in den Aposteldienst hoffentlich, hoffentlich kommen wir nicht in die Situation, dass ich das da entscheiden muss, aber wenn es käme. Weiß man es in vielen Ländern der Welt, gibt es die Situation weiß.
Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich meinem Herrn treu sein kann. Ich glaube, was auch eine, also ich mein Ich bin werd nie Bischof sein und bin es jetzt auch gerade nicht. Aber wenn ich versuche mich da hineinzufühlen, dann ist so ne erhöhte Position ja auch immer. Wir haben es mit Projektionsfläche schon gesagt, aber in so ne Art Vorbildfunktion oder?
Und jetzt haben wir über Gebetszeit gesprochen, über Fasten, über versuchen, heilig zu werden. Es ist manchmal ein Druck, dass sie sagen, OK, eigentlich schauen alle auf mich und ich muss jetzt echt schauen, dass ich mein Leben zusammenkriege jetzt nicht perfekt zu sein, aber echt alles zu geben ist. Es ist es auch eine Motivation für Sie. Also ich kann mich nicht anders.
Ja, ich kann mich erinnern, dass ich am Anfang meiner Amtszeit, bis man. Die Rolle übernimmt und nicht mehr neben sich steht und sich dauernd fragt, was muss ich jetzt eigentlich machen, weil ich so sondern da rein wächst. Und dann ist man einfach irgendwann der Bischof und und da hab ich schon immer da, da hab ich mich auch immer begleitet und getragen gefühlt, dass ich da jetzt nicht, dass ich da, sagen wir mal, locker sein kann, ich zum Beispiel auch in großen Liturgien. Ich hab ja immer auch tolle Leute dabei. Dann hab ich meist im Dom ist der Doktor Bauernfeind meistens dabei, das ist der Chef zeremonia und dann hab ich meistens noch NN persönlichen Assistenten, den Herrn Kickinger und wenn die zweite Ich bin bei
großen Liturgien wirklich dankbar, freudig und entspannt. Ich feier dann gern im Dom, von mir aus auch mit Fernsehübertragung ist mir egal. Ah ja, ich kann mich echt im inneren Frieden Weihnachten feiern und mich dann auf die Verkündigung konzentrieren, weil ich weiß, es läuft irgendwie, gell also und in dem Sinn bin ich da echt reingewachsen und jetzt gibt es ne Schattenseite davon, jetzt mach ich es bald 12 Jahre. Und dann merke man, oh den Termin, gell, da hast du jetzt dich so schlampig vorbereitet, weil weil du so viel Routine jetzt meins zu haben, und dann hast du da eine Performance abgeliefert, die war erbärmlich, gell so, also zumindest gefühlt. Dass das auch nicht so toll ist,
wenn man irgendwie aber Routine entlastet, natürlich auch gell und entlastet auch was von der inneren Anspannung zwischen wie wirklich, was soll ich jetzt machen, was erwarten die Leute und so weiter ich darf einfach jetzt ich mein ist auch n Vorteil, wenn einen dann viele kennen ne jetzt jetzt war ich auf Visitation in Altötting und das ist ja einer der besondersten Orte die wir haben, ne von all dem was da ist.
Und ich weiß noch, wo ich da die ersten Male war. Das war schon alles immer aufregend und ich kannte ja nix, aber es ist irgendwie mein Wallfahrtsort, gell, bist du dazu irgendwie der wichtigste in Deutschland, wahrscheinlich so oder oder der bekannteste und und jetzt ich kenn halt jetzt auch die Leute und die kennen mich und natürlich gibt es immer wieder neue Situationen oder oder Dinge die man die man dann neu erfährt, aber aber ich, ich geh dann auch gern hin, gell so sehr das ich bin echt auch gern unter den Leuten so.
Manche finden mich dann schon irgendwie. Mein Gott, da kommt jetzt dieser konservative Bischof oder so, meistens ist es dann überraschend, weil die Leute, die mich nie oder nur aus der Zeitung kennen oder nur aus irgendwelchen Schlagworten, die sind dann, die kann ich dann oft irgendwie entwaffnen, weil die dann sagen, so verkehrt ist doch der. Ganz sympathische Typ.
Also kann man reden mit dem so. Was kann man Bier trinken? Mit dem. So was genau. Ja, also so hab ich sie auch erlebt. Sie sind ja manchmal beim Gebetsabend hier im Home und oder sie haben eine, sie haben ja BNP gegründet gehabt, ich glaub 7 oder 8 Jahre, 9 Jahre, 9 Jahre, also ein für junge Erwachsene so n so n Gebetsabend und damals als ich davon gehört hatte alle 2 Wochen nimmt sich ein Bischof, das hab ich vorher noch nie gehört, ein Bischof für junge Erwachsene einen ganzen Abend Zeit. Er macht eine Katechese und trinkt danach Bier mit denen und kommt mit einfach mit denen ins Gespräch. Die Katechese habe ich ja vorher noch vorbereitet, das ist eigentlich einfach nur.
Die, die fließt ja nicht einfach nur so raus. Ja und und und dann habe ich mir wow, was für ein Invest, unglaublicher Invest und und wie sympathisch habe ich mir gedacht und dann habe ich bin ich da mal hingegangen und dachte mir man kann einfach mit dem ins Reden kommen und. So kannte ich eigentlich vorher keinen, keinen anderen Bischof so also wie ich. Ich wusste nicht, ob das einfach keine Priorität ist für jemanden, für einen anderen Bischof oder ob das sich vielleicht n bisschen schwerer tut im Gespräch mit anderen Leuten, aber das ist schon irgendwie n Steckenpferd von ihnen, oder?
Das hängt sicherlich mit meinem, mit meiner Salesianer mein Salesianer sein zu sein, dass ich mit jungen Menschen. Gerne unterwegs bin und dass ich das als eines der drängendsten Probleme empfinde, unserer Zeit, unserer Kirche. Wie helfen wir jungen Menschen, in den Glauben zu finden und dann ist es etwas gewesen, ich hab dir das, was ich da angefangen hab Believe and Pray BNP, haben wir gesagt.
Das hab ich in Benediktbeuern angefangen und ausprobiert. Ja, das war da n Impuls, der mir am Dombosco fest kam und hab einfach angefangen junge Leute zu God for Uth einzuladen, so hieß es damals, weil wir so n Liederbuch hatten, das kam aus Benediktbeuern, dann hatten wir ähnliche Abende. Und als ich dann nach Passau als Bischof kam, hab ich gedacht, Evangelisierung, neue Evangelisierung, das ist Herzensanliegen vom Johannes Paul, von Benedikt, auch vom Franziskus gewesen mit den Evangeli Gaudiums war sein erstes großes Dokument. Was gibt es denn an Möglichkeiten, wie können wir denn Formate finden, wo Menschen neu mit dem mit der Frische und Schönheit des Evangeliums berührt werden, und dann hab ich gedacht, ja, ich hab da was aus.
Benediktbeuern mitgebracht. Jetzt fang ich einfach mal an, dann sagen die Leute sonst, der, der redet immer nur von neu Evangelisierung und so und und wie geht denn das, was ist denn das? Dann hab ich gedacht, eine Art da was zu versuchen, die kann ich selber anbieten und danach machen und natürlich das ist auch salesianisch glaub ich bin eben Salesianer dombroskos und und dann dann kam auch noch dazu, ich war ja auch in Benediktbeuern Hochschullehrer und hab ganz viele dieser, es war ja nicht nur Katechese.
Es war immer auch Gespräch und dann manchmal auch Diskussion und Angebot ne so dass wir, dass ich auch mit über die Dinge mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen wollte, die sich dann oft in der Kneipe fortgesetzt fortgesetzt haben, die Gespräche, ja, also das ist wirklich ne kommunikative, da kam mir zugute, dass ich viel, viel auch schon als Hochschullehrer halt gemacht habe und mit den jungen Leuten, ich habe immer versucht, auch dialogische Lehrveranstaltungen zu machen, so dass also deswegen, da gab es ein bisschen gewisses Training, und das. Da hab ich keinen Bammel davor und so weiter und das hat lange funktioniert, hat echt lange funktioniert, ist auch n Buch draus entstanden.
Das Credo Buch, Das was wir gemacht haben, ja. So stark und sie haben ja auch so viele Bekehrungen oder Leute, die wieder zurückgefunden haben in den Glauben durch diese Abende und. Ich lehn. Mich jetzt mal n bisschen aus dem Fenster, wahrscheinlich nicht nur weil sie gut Katechese gemacht haben, sondern weil sie berührbar, erlebbar da waren und und Leute nicht nur irgendwie intellektuell angesprochen wurden, sondern.
Na ja, weil sie in all ihrer Sündhaftigkeit vielleicht ja das Heilige, was Sie schon verstanden haben, erlebbar gemacht haben und was sie sich wahrscheinlich gedacht haben. Na okay, also wenn der das so lebt, dann will ich das auch. Ja, also ich mein, mein Wunsch wäre und vielleicht ist es auch zu viel gedacht, dass dass das, was ich mache und sag und und dann in der Verkündigung auch, dass das irgendwie nicht nur in Worten, sondern. Existenziell irgendwie nach Jesus schmeckt ne, das ist irgendwie so, das ist nicht nicht nur fromme Sachen, fromme Worte, sondern etwas mitteilt von dem, der sich uns mitgeteilt hat.
So ne, das ist so meine Sehnsucht. Und also ich meine, ich kenne sie jetzt 5 Jahre ungefähr und erlebt sie recht relativ häufig. Und wenn ich das Rückmelden darf, also ich finde es kommt schon rüber, also relativ deutlich sogar, weil. Weil es eben. Sie können schon philosophisch theologisch sprechen, aber ich spüre immer wieder, dass sie mit ganzem Herzen dabei sind.
Wenn es so ist, dann ist es ein Geschenk des Herrn. Sehr gut, Herr Bischof, Wir sind am Ende angelangt. Ich bin sehr dankbar, dass sie sich die Zeit genommen haben. Vielen Dank für das schöne Gespräch, danke. Sehr viel nachgedacht über das Thema Demut und die Sehnsucht ist noch größer geworden, den Herrn mal wieder so richtig zu erleben. Oft geb ich mich dann so zufrieden, na ja, jetzt schon länger irgendwie ne Durststrecke wüstenzeit aber. Aber die schenkt er uns, damit wir erwachsen werden. Dass es nicht immer nur die Gnadengummibärchen sind, sondern dass sie irgendwann auch mal in den sauren Apfel beißen, der aber auch gut ist und nährt, gell? Ja, das stimmt ja.
Also ich bin auf jeden Fall super dankbar. Danke auch. Und ich möchte am Ende einfach nur sagen, Herr Bischof, einfach herrlich, dass sie heute bei mir im Podcast waren. Danke für die guten Fragen und die gute Zeit.