
6. Wie lebt man mit unerfülltem Kinderwunsch? (Lisa Perwein)
Dienstag, 16. Dezember 2025 · 1 h 27
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Shownotes
Lisa ist Vollzeitmissionarin, Leiterin der HOME Church Salzburg und als junge Mutter gerade in Elternzeit. Jung geheiratet hat sie sich mit ihrem Mann durch 14 Jahre unerfüllten Kinderwunsch gekämpft, bis Gott ihnen ein unglaubliches Geschenk gemacht hat. Wir sprechen über jahrelange zermürbende Enttäuschungen, wie sie damit umgegangen sind und wie komplex der Adoptionsprozess im dtspr. Raum ist. Wirklich eine sehr berührende Folge!
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Timestamps:
Vorspann
Einfach herrlich, dass du da bist, Lisa!
Was ist die HOME Church?
Ihr Herzensthema: Identität
14 Jahre unerfüllter Kinderwunsch
Wie es für ihren Mann war
Der Prozess der Adoption
Die ersten Tage als Mutter
Lisa – einfach herrlich, dass du da warst!
Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas
Social Media: Matthias Droste
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Gott, was ist, was ist der richtige Weg und und was kann ich mir wirklich zutrauen, weil wenn du mich jetzt ganz ehrlich fragst, Lisa, willst du behindertes Kind, dann sag ich ganz ehrlich nein, nein, ich will kein behindertes Kind, ich will schon mal gesundes Kind, wer wünscht sie kein gesundes Kind Grad die ersten Jahre im Kinderwunsch waren wirklich ich glaub wirklich die herausforderndste Zeit meines Lebens das waren so circa 5 Jahre also insgesamt war der Kinderwunsch 14 Jahre. Hurra.
Und ich sehe Jesus da draußen sitzen auf der Stadtmauer und natürlich, ich kenne diese Geschichte von Jesus, wie er dort sitzt, am Ölberg auf Jerusalem blickt und weint, weil er weiß, Jerusalem wird untergehen und so weiter, und ich sehe Jesus auf dieser Mauer sitzen, und ich sehe ihn weinen, und weil er geweint hat, ob ich plötzlich zum Weinen begonnen, das hat mich so berührt und dann?
Und dann schaut er mich an und ich sage Jesus, warum weinst du und er sagt, weil du mir nicht vertraust Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit zu so einem Ding zu kommen, dass man so sein Designerbaby sich adoptieren möchte? Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich Ich bin Sebastian Raber und in der heutigen Folge habe ich gesprochen mit Lisa Perwein. Lisa ist Vollzeitmissionarin und sie ist junge Mutter und gerade in Elternzeit.
Und eigentlich ist sie die Leiterin der Homechurch. Das ist ne ganz aufstrebende junge, dynamische katholische Kirchengemeinde hier in Salzburg. In der Folge haben wir unter anderem gesprochen über 1 ihrer Herzensthemen, unsere Identität in Gott. Aber auch über ihren 14 Jahre langen unerfüllten Kinderwunsch und wie sie damit umgegangen ist und wieso es in Österreich so schwer ist, Kinder zu adoptieren.
Mich hat die Folge und das Gespräch total zu Tränen gerührt, immer wieder und ich find es so wunderschön, wie schlussendlich Gott alles in der Hand hat und wie er daraus ein Happy End gemacht hat, dieser Perwein einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast bist. Unglaublich. Ich freu mich total.
Danke für die Einladung. Hab mich heute durchs Winterchaos gekämpft. Draußen wilder Schneefall, aber ich freu mich total, dass ich, dass ich es geschafft hab. Ja, so cool. Ja ich, du hast mir gestern geschrieben, woah, weiß noch nicht genau ob es das wird so, aber da wo du herkommst da wahrscheinlich hast du richtig viel Schneefall gehabt, oder? Ja, es hat jetzt wieder einiges geschneit, aber Wunder wunderschön, ich lieb sie total.
Also bin nicht böse wenn es schneit, aber nur beim Autofahren ist ja ein bisschen. Herausfordernd, genau, aber alles gut geschafft. Ich bin da auf dieses Gespräch. Ja, ich bin schon vorher gespannt, was du alles erzählst. Du hast ja echt eine. Du hast echt durchlittene Lebensweisheiten in deinem Leben erfahren, so also, und da freue ich mich schon drauf, ein bisschen drüber zu reden über alles mögliche, wir werden über unerfüllten Kinderwunsch sprechen, wir werden reden über Adoption, über Mutter sein und so und so weiter ich bin schon ganz gespannt, aber.
Schauen wir mal, was der Podcast wieder mit den Leuten da draußen macht. Ja, ich bin gespannt. Ja, ich war jetzt am Wochenende auf einer Veranstaltung und da habe ich mit einigen Freikirchlern gesprochen und das war echt spannend. Die waren total interessiert daran, dass ich einen katholischen Podcast mache und ich hatte schon so ein bisschen als Zielgruppe, so die Leute, die die, die jetzt nicht katholisch sind, aber die überlegen mal, ich interessiere mich so ein bisschen für katholische Kirche vielleicht, ich würde mich mal einfach mal damit informieren wollen oder so was, das ist.
Und, und wenn du jetzt aber als Freiheitliche in eine normale Messe gehst, dann dann wirst du wahrscheinlich jetzt nicht wahnsinnig viel erklärt bekommen oder so. Und ich habe mir gedacht, wie schön wäre das, wenn es einen Ort gibt, einen digitalen Raum natürlich, in dem darüber gesprochen wird, irgendwie ganz selbstverständlich katholisch zu sein, und die waren total begeistert, die haben gesagt, wie heißt dein Podcast, ich würde den gerne abonnieren und so, und ich war so richtig geflasht, weil ich dachte, OK, also hätte ich jetzt nicht damit gerechnet.
Ich muss jetzt sagen, du triffst da so wirklich einen.in meinem Herzen. Erstens, weil mich dieses Thema wirklich schon ganz lange beschäftigt. Also ich bin katholisch, bin katholisch aufgewachsen, hab Jesus ganz persönlich in einer katholischen Gemeinschaft kennengelernt, und trotzdem muss ich sagen, dass ich schon viele Punkte habe, wo ich hadere mit der katholischen Kirche, wo ich zweifle und so meinen Weg gehe und gleichzeitig.
Projekt Sunny Morning Home Church und so weiter ist ja genau aus diesem Punkt auch entstanden. Also dass Sie sehen, OK wir, wir sehen da so einen Schatz in der katholischen Kirche, wir wo Menschen da wieder ja neu hineinführen, das neu zeigen, das erklären, was da auch für Schönheit dahinter steckt, und ich selber mache gerade einen Kurs, der heißt Betakurs ist so also Alphakurs kennen vielleicht viele Alphakurs ist ein Glaubensgrundkurs und genau da hat er also nicht von Alpha aus. Andere Gemeinschaft aus Wien hat diesen Betakurs aufgesetzt. Sind 8 Abende eigentlich hauptsächlich über katholische Themen und ich muss sagen, ich darf gerade wieder so viel neu lernen, über mich, über meine
katholische Identität, die katholische Kirche und meine Erkenntnis ist so vor Alisa, du glaubst immer, alles besser zu wissen, also ich bin schon manchmal sehr besserwisserisch, wenn ich ganz ehrlich bin, und ich merk dann, so haben sich schon so viele Menschen mit Themen beschäftigt. Die ich einfach mich in 5 Minuten vielleicht abgetan habe.
Und ich merke, das ist so eine Wahrheit und ein Schatz dahinter über die Jahrhunderte hinweg und das begeistert mich. Und wenn ich dann schaue über die über die Kirchengeschichte und auch mit der Bibel und was da übereinstimmt und ja, bin einfach selber noch einmal neu begeistert deswegen, so cool, dass du diesen Podcast machst. Bin gespannt.
Ja, ich bin echt auch gespannt auf das Feedback jetzt. Auch jetzt ist sie ja noch ganz klein, also ich, ich merke OK es gibt n paar 100 Klicks oder so oder jetzt auf Spotify sind doch die Zahlen noch kleiner als auf auf Youtube und trotzdem bin ich immer wieder überrascht ja wie viele neue Leute es erreicht und ich bin gespannt ja und schauen wir mal in einem Jahr in 2 Jahren in 3 Jahren ob die Community größer geworden ist.
Und ja das wäre schon mein Wunsch eigentlich. Ja du hast jetzt gerade eben schon homechurch erwähnt, das ist jetzt vielleicht für den. Also es ist schon der Begriff. Irgendwie kommt mir vor, mittlerweile so in den Aufbruchsbewegungen, viele haben schon von der Homechurch gehört, die eine Folge hat sich jetzt auch schon mit Mike gedreht, da ging es auch schon ganz viel über die Homechurch kannst du vielleicht für jemanden der den Mike die Mike Folge nicht gehört hat kurz erklären was die Homechurch ist?
Die Homechurch ist. Eine Kirche also. Also wir haben katholischen Gottesdienst in Sunday Morning beziehungsweise den Saturday Evening ist entstanden, 2017 eigentlich genau aus dem Grund, wie wir mal kurz besprochen haben. Wir haben gemerkt, OK, viele Menschen treten aus der Kirche aus, viele Menschen wollen nichts mehr mit Kirche am Hut haben und trotzdem glaube ich, ist es so wichtig, eine Kirche zu haben, also ich glaube, Kirche ohne Jesus geht gar nicht, viele Menschen glauben, OK, Jesus OK. Jesus genügt mir, ich kann am Berg gehen, ich kann dorthin gehen, ich kann Gott überall begegnen, und das stimmt natürlich, aber wenn man sich das anschaut, was Jesus gemacht hat, er hat eine Gemeinschaft
aufgebaut, er hat Jüngerschaft gemacht, er hat Kirche gestiftet und ich glaub einfach, oder wir wissen, biblisch gesehen, Kirche ist der Leib Jesu hier auf Erden, und Jesus ist das Haupt und er braucht uns als Kirche, er braucht jeden Einzelnen von uns. Damit das alles passieren kann, was, was er vorgesehen hat und deswegen glaub ich so wichtig, dass wir Kirche nicht unter den Teppich kehren und sagen wir Kirche braucht es nicht und ich glaub eben vor allem die katholische Kirche, wo ich merk, also ich mach sehr viele alphakurse und der letzte Abend vom Alphakurs ist immer, also stellt sich immer die Frage, welchen Stellenwert hat die Kirche, und ich merk die Antworten von Menschen kommen
genau. Aus Verletzungen heraus muss man sagen, Ach Kirche, hab schlechte Erfahrung mit Beichte mit Priester in meiner Kindheit. Ich bin gezwungen worden, dass ich am Sonntag in die Kirche gehe und so weiter und ich glaub eben, sie sehen gar nicht mehr die Schönheit, was dahinter steckt und ihr habt vor allem aber durch Freichristen lernen dürfen oder auch durch die anglikanische Kirche in London, HDB Church Nikki Gumble ist der Gründer von diesen Alphakursen.
Was da für Schönheit dahinter steckt und was für Potenzial in Kirche steckt, was für Stärke in Kirche steckt, wenn man das wirklich so lebt, wie Glaube das Jesus gegründet und gestiftet hat, und das war so unser Anliegen, dass wir das wieder zurückbringen, und wir haben gesagt, was braucht es, OK, es braucht vielleicht mal einen Gottesdienst außerhalb von einer Kirche, deswegen haben wir bei uns in der Homebase gestartet, im Gebetsraum, wo wir gesagt haben, OK, einfach niederschwellig, Menschen müssen nicht einen Fuß in eine in ein Gebäude setzen mit. Denen sie vielleicht schlechte Erfahrung gemacht haben, sondern einfach mal neutraler Boden.
Wir wollten einfach die Sprache anpassen, alles erklären, was dort passiert, damit Menschen wieder verstehen, was das überhaupt heißt, also wenn du kirchlich katholisch sozialisiert bist, weißt du vielleicht alle Gebete, was so während des Gottesdienstes ablaufen und die alle auswendig mitbeten, aber wenn du das nicht kennst, denkst du dir, was beten die überhaupt und und warum rattern die das runter oder keine Ahnung. Und ich glaub, das ist so wichtig, dass man das einfach wieder neu entdeckt.
Beschreibt. Auch Musik ist wichtig bei uns, die Message der Woche ist ein Teil am Anfang, die die Laien bringen, also die Laien halten einfach aus ihrem Alltag heraus, das ist uns ganz wichtig, dass es wirklich alltagsrelevanz hat aus dem Leben, damit man voneinander lernen kann. Die Predigt selber macht dann natürlich der Priester, der dann das, die Lesung und das Evangelium auslegt, und so haben wir geschaut, OK, was wünschen wir uns für einen.
Ja, perfekt ist jetzt vielleicht blöd gesagt, aber für den Gottesdienst? Attraktiv vielleicht. Ja genau, der, für mich selber attraktiv ist und für mich ist das genau das so ne Morning. Also er dauert zwar länger, aber dafür ist es an einen Ort der nicht kalt ist und wo man es auch länger aushält, aushält und was uns auch total wichtig ist, dass es einfach auch was für Kinder gibt.
Also ich glaub. Und es ist auch total verständlich, dass eine normale Heilige Messe schwierig ist, wenn sie wirklich von 0 bis 99 ist. Blöd gesagt, und es ist wirklich auch für Kinder eigenes Programm braucht und deswegen gibt es bei uns eine Babylounge für die 0 bis dreijährigen und dann Kinderkirche für die Jungen, dann eine Maxikirche für die bisschen älteren und so weiter und ich glaub, das ist auch ein Schlüssel.
Also Kinder sind wirklich auch ein Schlüssel in dem Bereich. Ja, und die ganzen Familien. Also ich kenne so viele Familien auch aus Passau, die sagen. Also ich geh schon in irgendeine Messe, aber so gern gesehen sind wir eigentlich nicht, weil die Kinder sind halt irgendwie laut, weil Kinder sind halt Kinder oder es gibt so viele, ja junge Familien, die sagen, ich geh gar nicht mehr in die Messe, ich geh noch, vielleicht zum Familiensonntag in die Messe, aber es, ich weiß jetzt nicht, wie diese Familien das sehen, aber ich find den Familiensonntag jetzt auch nicht besonders spannend oder sowas.
Also dann dürfen halt irgendwie. Der Kinderchor darf singen oder so in so einer normalen Pfarrei was was cool ist, was nett ist. Ja, aber. Gut, die Kinder zu integrieren, keine Frage. Aber ich glaube eben, wenn man ihnen von Anfang an das an mitgibt, die, die die Message vom Evangelium und was das für ihr Leben bedeutet und das kindgerecht, glaube ich, hat das schon einen Impact für ihr Leben. Glaube ich auch.
Ja, glaube ich auch. Du hast es vorhin gesagt, Betakurs und dass du in vielen Punkten irgendwie noch. Einfach immer wieder tiefer in die Schätze rein gehst. Mir geht es auch so, dass so oft so, dass ich vielleicht auch ne ne Lehre schon so oft gehört hab, aber immer noch viel mitnehme wieder oder mir denke boah dieser Aspekt ist mir jetzt noch mal neu bewusst geworden, oder da bin ich jetzt noch mal tiefer gegangen, wieso ne Erneuerung des Denkens, wie Paul es ja auch sagt in Römer 12 und du bist bei uns in uns, in unserer in unserem Home. Kosmos so für die Jüngerschaftsschule auch ja eigentlich eine der gefragten Sprecherinnen zum Thema Identität.
Also magst du vielleicht mal ein bisschen so grob abgrenzt, so was kann man über in dem Thema eigentlich alles sagen und und warum ist das dein Herzensthema? Ja, das ist so im Laufe der Zeit zu meinem Herzensthema geworden, weil ich gemerkt hab, ich hab da. Eine große Wunder, große Verletzung auch da drinnen, dass ich gar nicht genau weiß, wer ich eigentlich bin. Ich glaub, es ist für viele Menschen, und das ist das, was ich gelernt habe in den letzten Jahren, gerade auch in dem, dass ich ganz oft drüber mit Menschen gesprochen habe oder über das Thema gelehrt hab, dass wir uns schwer tun zu sagen, sind wir eigentlich wirklich, wenn ich so sag, hey sebi, wer bist du und dann sag ich ja, ich bin der
Sebi, bin so und so, AH, die kommen daher über Frau, über Kind und so weiter und sofort, und wir beschreiben uns halt mit äußeren Umständen, aber ganz oft merken wir so ah. Da ist eigentlich noch mehr und ich hab ganz lange in meinem Leben eine Identität auch von Äußerlichkeiten abhängig gemacht. Also bei mir ist dieses Thema, ich bin wer, wenn ich was leiste sehr sehr groß und wichtig gewesen und. Ich bin wer, wenn ich schön bin.
Ich bin wer, wenn ich das und das Besitz, wenn ich coole Kleidung hab und so weiter und ich hab gemerkt, das macht mich irgendwie kaputt, weil ich hab immer das Gefühl bin nur angenommen und geliebt, wenn ich eben was leiste oder wenn ich cool Ausschau oder wenn ich dem und dem entspreche oder wenn ich einfach den dem Gefallen deswegen einfach immer ja und n Amen zu allem gesagt habe. Und auf dieser Reise, und das war vor allem auch meine Reise, die ich selber im Home gemacht habe, ich war ja 8 Jahre Missionarin im Home und hab dann eben begonnen, die Sommerjägerschaftsschulen zu leiten, zu organisieren oder die Wochenendjägerschaftsschulen, und da hab ich mich einfach intensiv mit diesen Themen
auseinandergesetzt und hab selber so viel lernen und so viel Heilung erfahren dürfen und. Die Message oder die Quintessenz ist eben, wir sind geliebt vor jeder Leistung und trotz aller Schuld. Und diese Identität, was es heißt, ich bin Tochter Gottes und ich bin eben geliebt, so wie ich bin, ohne dass ich irgendwas dazu beitragen muss, das ist so befreiend gewesen für mich und hat so viel Heilung in mir bewirkt und hab mir echt ein neues Leben geschenkt, dass ich das einfach gerne weitergib.
Wow. Ich erinnere mich auch noch, also oft an. Ich saß sehr oft auch in der Lehre drin. Und hab dir zugehört und du hast ganz oft so n Blatt ausgeteilt, wo so 2 unterschiedliche Identitäten sind. Einmal das Waisenkind und einmal das Königskind oder das das Kind Gottes und das hat mich immer wieder gepackt, weil ich mir gedacht hab in welcher Perspektive meines Lebens lebe ich, lebe ich so als wär ich n Waisenkind, als hätte ich ja was heißt n Waisenkind.
Keine Eltern. Ich bin irgendwo alleine in einem Waisenhaus vielleicht, und ich muss irgendwie, es gibt keine Hilfe, es gibt keinen sicheren Rahmen, ich muss irgendwie überleben, ich muss irgendwie alles selber schaffen oder bin ich so das Kind des Vaters im Himmel und der Kühlschrank ist immer voll und ich darf nicht immer bedienen.
Ja, genau, ja. Es macht so einen Unterschied und was ich immer dazu sage, wir leben meistens irgendwo so dazwischen. Also ich merk selber, dass ich 100% des jeden Tag checke, was es heißt, wirklich diese dieses geliebte Kind Gottes zu sein. Nein, dazu merk ich einfach auch, wir leben in einer gebrochenen Welt, wir sind einfach von Herausforderungen, Schwierigkeit und man fällt immer wieder so zurück, aber ich find alleine wenn ich.
Wenn ich mal stille Zeit hab, wenn ich mich dessen bewusst mach, wenn ich wieder diese Identität neu annehme, das macht einfach so einen Riesen Unterschied, zum Beispiel auch in meiner Rolle aus Mama und so weiter wie ich mit meinem Sohn agiere, wie ich mit ihm umgehe, und das ist ja, das ist das Macht für mich einfach den größten Unterschied in meinem Leben, das zu checken und leben zu dürfen, weil.
Immer. Ich glaub wir kennen das alle, dieses dieses OK ich ich muss alles aus meiner eigenen Kraft machen, ich muss kämpfen, ich muss der erste sein, gibt es immer diese diese genau bei dieser Unterscheidung Waisenkind weil es ist königskind, das ist so, ich muss einfach echt alles dafür tun, dass ich vielleicht der erste am Buffet bin, weil es gibt vielleicht nicht genug für mich und und so diese Freiheit zu wissen, OK Gott sorgt für mich, es gibt genug für mich es.
Das heißt nicht, dass ich mich daheim auf die faule Couch leg und einfach das Leben an mir vorübergehen lasse. Nein, Gott will ja mit mir agieren, handeln und so weiter also das heißt jetzt nicht, ich glaub, das kann man total missverstehen, aber. Das in welcher Freiheit? Dass man tatsächlich lebt oder in welcher im Gegensatz Versklavung, dass man lebt, wenn man wirklich so unter dem Blick der Menschen lebt oder eben als Waisenkinder agiert, das Macht, glaube ich, schon einen riesen Unterschied.
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Ich hab jetzt kürzlich einen Vortrag von Johannes Hartl gehört über das Thema Love Works und er hat gesprochen darüber, dass. Genau über das, was du gerade gesagt hast. Also sind wir irgendwie gegründet in so einem. Ich bin bedingungslos geliebt und deswegen auf diesem Boden wächst, wachsen die Pflanzen ganz natürlich, weil es einfach super Boden ist.
Oder ist eigentlich kein Boden da und die ganze Zeit wird wird mir nur gesagt, ich muss aber jetzt noch das tun und das tun und das tun und das tun und dann werde ich geliebt und ich hab also ein Buch, das mein Leben wirklich völlig verändert hat, daran hat es mich erinnert, nämlich Brennan Manning.
Kind in seinen Armen kann ich total empfehlen. Das sagt er. Dünnes Buch, dünnes Buch und da sagt er auch das Kind, das total geliebt ist, das das tut etwas, weil es geliebt ist, also das das das merkt, OK, ich bin selber geliebt, also kann ich mich jetzt auch selber verschenken, da gibt es so viel, was ich jetzt habe, was ich geben kann, oder Johannes hat auch die das Beispiel gebracht, das kennst du sicher jetzt gut mit deinem Sohn.
Ja, ein ein kleines Kind wacht morgens auf und das und das liegt dann nicht auf der Couch den ganzen Tag, sondern es würde irgendwas machen, es würde irgendwas machen und es liegt vielleicht auf der Couch oder ist irgendwie, hat irgendwie Angst. Wenn diese bedingungslose Liebesbasis der Eltern nicht unbedingt da ist, er dann dann denkt sich so, OK, was mach ich jetzt so, aber ein ein völlig geliebtes Kind. Das das probiert einfach aus, das ist neugierig das das baut im Sandkasten irgendwelche Burgen und baut mit Duplostein irgendwelche Häuser und was auch immer ja tut die ganze Zeit Dinge nicht weil es gezwungen ist, nicht weil es dadurch irgendwie überleben muss, sondern einfach weil es sein darf, Mhm.
Da hab ich auch ein Buch gelesen, eigentlich über Erziehung. Mehr mehr Bücher braucht das Land, mehr gute Bücher. Heißt in Bindung leben. Da geht es um bindungsorientierte Erziehung. So super. Ich kenn den Podcast. Ja genau, Podcast hör ich auch in Bindung. Ja, super. Taugt mir dieses Bild von von den Pflanzensamen? Aber ich glaub OK, so wie in der Pflanze alles grundgelegt ist, ist ein uns Menschen alles grundgelegt von Anfang an und es braucht einfach die Umgebung damit man wachsen und gedeihen kann und das ist einfach diese im besten Fall bedingungslose Liebe gern wenn du den den Pflanzensamen in einen fruchtbaren Boden gibst, gießt und Sonne scheint und so weiter wird von automatisch wachsen, du
musst da nicht dran ziehen, du musst nichts tun. Und ich merk das so, aber meinem Sohn, ich muss ihm nicht alles reindrücken, ich muss nicht alles ihm auferlegen, damit er was lernt, er lernt es eigentlich total automatisch das wo ich für ich sorgen muss ist einfach der sichere Rahmen und diese Liebe und dann entwickelt sich der von ganz alleine in seinem Tempo und das ist so cool zum sehen finde ich.
Also ich muss nicht jeden Tag mit ihm lernen und alles machen, natürlich pferdet man ein bisschen und so, aber ich merk einfach in dem, dass man da ist in dem, dass man Sicherheit gibt in dem, dass man liebt. Entwickelt sich der kleine und so gut, und das ist einfach so schön zu sehen und ich glaub das ist dieses ja, was Gott in uns einfach schon Grund gelegt hat.
Ja, ich merk das auch bei meinem Sohn, also dass es genauso funktioniert, wenn ich irgendwie versuche ihn so zu pushen. Also es gibt auch dieses Bild, so der Baum, der die Früchte hervorbringen soll, ja der der streckt sich nicht aus und dann plopp ist n Apfel da, sondern es es passiert halt einfach weil der Boden passt. Und wenn ich den Boden irgendwie, wenn ich mich um den Boden kümmere, auf dem mein Sohn aufwächst, Genau. Dann also natürlich muss ich mit ihm irgendwann mal Mathe Hausaufgaben machen.
Oder so was. Das ist so n anderes Thema also. Wer weiß, vielleicht gibt es dann JGBT maximal und keine Ahnung, hoffentlich nicht, aber wahrscheinlich wird er irgendwann mal Hausaufgaben machen müssen und braucht Hilfe, natürlich ja, natürlich, aber ja, aber dieses und ich merk das auch jetzt mal unabhängig von. Vater, Kind oder Eltern?
Kind so in der Familie, sondern auch so in meiner Gottesbeziehung. Ich hab ganz lange immer noch, irgendwie ist es so ganz lange gedacht, vielleicht sag mir, ob du das auch kennst. Ich geh jetzt ich ich mach jetzt meine Gebetszeit um mich wieder auffüllen zu lassen mit so einer Art eigentlich eigentlich, wenn ich ehrlich bin mit so einer Art kosmischen Energie oder sowas und jetzt dann dann geht es mir wieder gut so oder Oh Gott füll mein Herz oder so ja das ist das, da könnte man ja schnell auch sowas reininterpretieren wie. Er soll jetzt mal ausgießen und dann geht es mir wieder gut. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr merke ich eigentlich müsste es doch sein wie in einer Beziehung, das nicht, wenn ich einen guten
Freund habe und ich sage, Hey komm, lass uns mal einen Männerabend haben, ja dann ist ja nicht so, ich gehe zum Männerabend und er gießt mich mit irgendwas voll, sondern diese einfach diese Beziehung, einfach dieses sein miteinander, einfach dieses Gespräch und so. Dadurch gehe ich erfüllt weg nicht durch, ergibt mir irgendwas, sondern es ist dieses ja bedingungslos, dieses lockere, dieses der Raum der Wertschätzung, und mir kommt vor, eigentlich durch dich noch viel mehr in meiner Gebetszeit, also weniger tun und mehr sein, mehr einfach sein, so und bisschen quatschen und so und nicht jetzt muss ich diese Gebets, diesen Gebetsdings durchführen, damit ich dann. Meine Heiligkeit ein Stück
weiter näher komme. Wie ist das bei dir? Genau, es geht nicht um Leistung und ich glaub, das ist so wichtig. Also ich glaub wir sind eine Leistungsgesellschaft und bei uns ist es so tief verankert, das hat natürlich äußeren Ursprungen ich merk das bei bei unseren Eltern und so weiter und sofort, also Leistung ist wichtig, Arbeit ist wichtig, die möchte also das möchte ich 0 absprechen, aber das. Geliebt durch Leistung, das ist das falsche, sondern einfach eben dieses sein, dass es nicht von deiner Leistung abhängt, ob du geliebt bist, dass es nicht von dem abhängt, was du tust. Und ich glaub, das ist so wichtig in der Beziehung zu Gott, weil du kannst da deine Beziehung zu Gott nicht verdienen.
Du kannst da den Himmel nicht verdienen, du kannst da gar nichts verdienen im Endeffekt, und ich glaub im Kopf wissen wir das ganz oft, aber wir müssen es halt mit dem Herzen kapieren und mit dem Herzen checken und ich glaub, das ist halt eine Reise, die man gehen muss und das muss man durchringen und.
Ich glaube, Jüngerschaft hilft dabei einfach unglaublich. Jesus nachfolgen, bei ihm sein, so wie John Macomer sagt, irgendwie den Staub des Meisters im Gesicht haben, weil man so nah an ihm ist. Ja, genau. So, ja, das ist echt, das ist wirklich ja, na voll super eine Sache, mit der ich total gern mit dir schon lange eigentlich reden wollte, weil ich einfach neugierig war, aber weiß ich auch, glaube was viele Leute sich einfach fragen oder es gibt da so viele Leute da draußen. Ich hoffe, dass der Podcast hier reicht, die echt hadern und Schmerzen ist das ganze Thema Kinderwunsch und auch unerfüllter Kinderwunsch.
Also ich hab jetzt in meinem Freundeskreis hab ich eine ein ein Ehepaar auch die jetzt schon länger probieren irgendwie Kinder zu kriegen und die so ja die es jetzt ich weiß nicht über ein Jahr schon probieren oder noch länger und die einfach so frustriert sind schon die alles schon versucht haben gefühlt die überall bei allen Spezialisten was auch immer in jedem.
Alles was und wo drauf steht. Hey, da gibt es noch Hoffnung das das wollen sie natürlich alles machen, also komm mir vor und und du hast da ne auch ne ganz lange Story damit gell also ich hab es nur so n bisschen am Rande mitbekommen und ich weiß noch, dass ich damals bei beim Sunday Morning war wo du das verkündet hast, dass du jetzt dann das adoptierte Kind.
Irgendwie empfangen wirst ein ein Tag später oder was auch immer und so und die dann die Freude auf Deinen, auf deinem Gesicht und der Jubel der ganzen Gemeinde, das war so stark, aber diesem wunderschönen Moment sind ja viele, viele, ich weiß nicht Monate, Jahre Vorweggegangen des Schmerzes und des Ringens und so. Ja, magst du?
Magst du mich einfach oder uns irgendwie mit Hineinnehmen? Das wie das war für dich. Ja, also wir haben relativ früh geheiratet. Mein Mann und ich, also wir haben uns kennengelernt, da war ich 16, mein Mann war 17, wir haben dann geheiratet, wie wir 2122 waren und. Ich hab immer schon eigentlich die Vision für mein Leben oder mein Wunsch war, Mutter zu sein. Also ich komme aus einer Familie, wir sind 4 Kinder und ich hab mir das einmal sehr gut vorstellen können, dass ich mindestens 4 Kinder bekomme, einfach Mama bin und zu Hause bin.
Ich war auch nie große Karrierewünsche oder so gehabt, also wenn man mich gefragt hat, ich bin in ne höherbildernde Schule gegangen in die Handelsakademie und dann willst du studieren, da hab ich immer gesagt, nein ich wollt wirklich Mutter werden. Und das hat aber eben leider nie geklappt. Das heißt, gerade die ersten Jahre im Kinderwunsch waren wirklich, ich glaube wirklich, die herausforderndste Zeit meines Lebens, das waren so circa 5 Jahre, also insgesamt war der Kinderwunsch 14 Jahre.
Oha. Genau die ersten 5 Jahre waren sicher die Allerschwierigsten, weil ich, weil ich es nicht akzeptieren konnte, weil ich es nicht annehmen konnte, weil ich einfach jedes Monat wieder neu gekämpft habe, weil es unsere Ehe sehr belastet hat, weil. Als sie alles auch nur auf das ausgerichtet hat und das herausfordernde im Kinderwunsch ist. Du hast jedes Monat wieder die Chance und du wirst jedes Monat wieder enttäuscht und das ist so ein ständiges auf und ab, das so zermürbend ist, das so herausfordernd ist, dass ich ja, ich hab jedes Monat geweint, ich hab Tage geweint, ich würd sagen, ich war fast ein bisschen depressiv, ich war auch. Kaum mehr empathisch für irgendwas anderes, weil es einfach mein Schmerz in meiner
Situation mich so eingenommen hat und weil ich das nicht verstehen konnte, warum Gott uns kein Kind schenkt, ich eigentlich zu dem Zeitpunkt schon lange an Gott geglaubt und ne gute Beziehung zu Gott gehabt und ich konnte es, ich konnte es mir nicht erklären, warum er uns kein Kind schenkt und. Zeitgleich waren ganz viele Freundinnen schwanger.
Meine Schwestern, schwanger ist. Ich war im geben immer mit Schwangerschaften und kleinen Kindern und ich wollte auch diese Beziehungen und diese Freundschaft nicht verlieren und hab ich bewusst dessen ausgesetzt, was einfach zusätzliche Herausforderung und zusätzlicher Schmerz war. Das heißt, genau das waren einfach ganz, ganz schwierige Jahre, ein Wendepunkt war dann eben so nach 56 Jahren, wo mein Mann dann mal gesagt hat. Richtig mal am Tisch gehaut hat.
Also war bei mir ein bisschen schwierig mit der Arbeitssituation, dass ich da nicht so glücklich war und immer gewartet hab, also auch dieses Kind hätte mich auch befreien sollen aus meiner Arbeitssituation und das heißt, dass das Kind hätte eigentlich sehr viel erfüllen sollen, damit ich glücklich werde und das. Ist eben nicht gekommen.
Mein Mann hat dann gesagt, du musst jetzt was anderes machen und das war dann so ein Zeitpunkt, die war Mitte 20, wo ich mich das erste Mal wirklich einmal beschäftigt habe mit meinen Talenten, mit meinen Fähigkeiten, was ich eigentlich gerne machen, was ich nicht gerne mache und genau hab dann ne Ausbildung begonnen zur Einrichtungsberaterin, weil ich gemerkt hab, ich bin eigentlich sehr gern kreativ, ich liebe alles was mit Schönheit und schönen Dingen zu tun hat.
Genau und hab eben dann diese Ausbildung als Einrichtungsberaterin begonnen, auch dann in diesem Job begonnen zu arbeiten. Hab meine alte Stelle gekündigt und es hat dann schon mal bisschen Veränderung gebracht, auch was mein Kinderwunsch betrifft, aber weggegangen ist er natürlich nie und dann in einer der herausforderndsten Momente meines Lebens, ich weiß nicht wieviel Zeit wir haben oder wie weit, wie weit ich da hineinschauen soll.
Aber es war dann eben 2015. War das also bei mir ist dann wir haben uns durchchecken lassen und bei mir ist eben in der Meteorose diagnostiziert worden, das haben sehr, sehr viele Frauen, muss nicht unbedingt Unfruchtbarkeit bedeuten, das muss ich dazu sagen, aber kann zu Unfruchtbarkeit führen, ich hab dann eben, ich war sehr schwer befallen in meinem Unterleib, auch mit so große Zysten und so weiter und ich hab dann eine sehr große und schwere Operation gehabt. Und es war wirklich so, dass der Arzt, der der Endometriose Spezialist europaweit war, nicht sagen konnte, ob er es retten kann oder?
Ob. Er mir was rausnehmen muss und dann wär das für mich sowieso das Ende meiner Fruchtbarkeit gewesen und es war schon krass, weil es war so eine Schlüsselstelle auch mit Gott wo? Ich kaum schlafen konnte und ich dann vor dieser Operation einfach lange gebetet hab und dann plötzlich Jesus ganz stark erlebt hab wie selten zuvor in meinem Leben und ich gewusst hab OK er ist bei mir und er wird sorgen und ich hab dann sehr gut schlafen können. Ich war dann überhaupt nicht mehr nervös als ich in den OP geschoben worden bin und die Operation ist dann hat 5 Stunden gedauert und als ich aufgewacht bin war mein Mann bei mir im Zimmer und ich hab gesagt und hab ich noch alles drinnen. Und mein Mann hat dann gesagt,
ich weiß es nicht, der Arzt hat gleich zur nächsten Operation wissen, aber ich glaube ja, weil er hat während meiner Operation mit einer Freundin gebetet und sie haben einfach gebetet und er wollte dann einfach am Psalm lesen und hat die Bibel aufgeschlagen, und es war Psalm 113 es ist ein Psalm vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, und ich kenne ihn immer nur so von den ersten Zeilen und von diesem Lied, und ich war mir nicht bewusst, was so.
Der letzte Vers ist und er eben auch nicht und bei ihm in der Bibel war dieser letzte Vers auf der nächsten Seite der Bibel und er hat noch mal umgeblättert und da steht dann und die Frau, die kinderlos war, sie wird Mutter werden, sie wird Kinder bekommen, sie Halleluja, so auf diese Art und Weise genau, und es war für ihn so ne Bestätigung, OK.
Gott wird uns Kinder schenken und das hat er mir gesagt. Und ich war dann auch plötzlich OK. Gott wird Sorgen und eine Stunde später ist der Arzt gekommen, hat gesagt, er hat alles retten können, es ist alles gut gegangen und ich war dann total hoffnungsvoll und dann war dieses Endgespräch mit dem Arzt und das war sehr herausfordernd, weil er gesagt hat, es wäre so wichtig, dass ich in den nächsten 6 Monaten schwanger werde, weil jetzt alles sauber ist und jetzt wärst du. Gut, und wenn nicht, dann bitte mach künstliche Befruchtung und so weiter und das war für uns immer schon ein schwieriges Thema.
Auch hab ich nie einen Frieden damit bekommen. Auf jeden Fall war mir das dann so wichtig, dass ich in diesen nächsten 6 Monaten schwanger werde, was natürlich nicht so optimal ist. Wenn du dir einen Druck machst. Ja, ja, voller Stress, ey. Ja, genau, und dann. Das war also die Operation war im Juni und im November war ich immer noch nicht schwanger nach 5 Monaten.
Und dann ist eben meine große Schwester, meine kleine Schwester und meine Schwägerin. Die waren gleichzeitig schwanger, alle innerhalb von 2 Wochen und es war für mich so ein wirklich wie wie ein Gott mir in die Magengrube schlägt. Also ich hab mich wirklich von ihm. Boah. Wild blöd gesagt, aber es war wirklich so, wenn man dachte, Nein, du kannst kein guter Gott sein, also wenn du so bist, will ich gar nicht mehr an dich glauben, ich will keine Beziehung zu dir haben und ich hab wirklich. Erste Mal und das einzige Mal wirklich meine Beziehung mit Gott aufgegeben.
Das hab ich eine ganze Woche gemacht. Also ich hab nicht mehr gebetet, ich hab einfach ich wollte nicht mehr wahrhaben, ich wollte ihn aus meinem Leben draußen haben es es war so wie wenn er schlecht zu mir wäre, es war wirklich eigentlich so die schlimmste Woche auch in meinem Leben und am Ende dieser Woche war ein Abend der Barmherzigkeit bei uns in der Kirche den wir immer veranstaltet haben und mein Mann wären und ich wären eingeteilt gewesen zum Gebetsdienst und ich gesagt, das mach ich nicht, ja sicher nicht in die Kirche und bete für andere, Bete für mich selber also ich mach das nicht und dann hat mein Mann gesagt, gut, dann geh alleine, du bleibst zu Hause und er ist alleine gegangen und
ich bin zu Hause geblieben, immer den Fernseher angemacht und wollte den Film schauen und plötzlich war es so krass, ich hab plötzlich nach einer Woche Abwesenheit von Gorzow gemerkt OK. Wenn ich mich gegen Gott entscheide, dann freut sich ein anderer und ich habe plötzlich gemerkt, OK, krass, da ist viel der geistige Kampf und das war eben so zerrissen, Gefühl, ich kann das Gefühl, ich merke es jetzt gerade noch, wie das war, so OK, da ist ein Kampf um meine Seele, und wenn ich mich gegen Gott entscheide, dann entscheide ich mich eigentlich für wen anderen, und zwar für den Teufel und obwohl mir das überhaupt nicht bewusst gewesen ist, habe ich diese Freude vom Teufel in dem Moment gespürt, und das hat
mir so. Solche Angst gemacht, dass ich aufgestanden bin, mir die Jacke geschnappt habe, in die Kirche gelaufen bin und den erstbesten Priester in die Arme quasi. Es war wirklich so und dann echt ein wahnsinnig gutes Gespräch gehabt habe mit diesem Priester, glaube ich, eine halbe Stunde geweint, mein Herz ausgeschüttet und habe dann auch noch gebeichtet, und das war dann wirklich, also es war eine wahnsinnige Befreiung, die ich erlebt habe.
Ich bin dann noch vorne in die Kirche, da war Jesus im Allerheiligsten ausgesetzt. Und wie das halt immer wieder mal mache, habe ich einfach eine Bibelstelle gezogen, und das war Jesus sierach 2 in dem Fall, und das ist auch so eine wichtige Bibelstelle. In meinem Leben waren, weil das also ist diese Stelle, die geht ein bisschen länger, wo Gott sagt, OK, wenn du dem Herrn dienen willst, Kind, dann mach dich auf Prüfung bereit und. Quasi sei standhaft, sei treu.
Der Herr wird das belohnen und ich hab dann plötzlich, also es war das auch dieses Bild so vom vom Schmelzofen das Herz im Schmelzofen, das zu Gold wird, und ich hab plötzlich so die Erkenntnis gehabt, dass Gott mich so prüft und mein Herz quasi wirklich im Feuer am Prüfstand ist. Und es tut so weh, und es ist so schmerzhaft.
Und gleichzeitig hab ich gewusst, Gott hat was vor mit mir. Also er liebt mich und hat was Gutes vor und das ist das, was ich wieder zurückgewonnen hab in dem Moment das Vertrauen zu Gott, dass er gut ist und dass er mich liebt und es war dann so, dass ich eine Woche später vom Patrick das Angebot bekommen hab.
Hey, möchtest du nicht Missionarin in der Homebase werden? Und es war für mich in dem Moment noch unmöglich, ja zu sagen, weil ich einfach eben durch wilde Zeiten gegangen bin. Ich hab dann aber gesagt, OK, ich werd mir so überlegen, ich brauch ein bisschen Zeit, ich hab im Februar Urlaub, ich fahr nach Israel, bis dahin will ich eine Antwort von Gott, ob ich wirklich das machen soll und genau bin dann nach Israel gefahren und hab irgendwie so jeden Tag so auf Verzeichnung von Gott gewartet und es ist keins gekommen. Und die letzten 3 Tage waren wir in Jerusalem und wir waren am Ölberg und wir haben da Messe gefeiert in einer Kirche am Ölberg und ich weiß das, das war einer der einschneidendsten Momente in meinem Leben, weil
ich sitze da in dieser Messe und ich schau raus, die hat nämlich vorne so ein Fenster zum Rausschauen. Und ich seh Jesus da draußen sitzen auf der Stadtmauer und natürlich, ich kenn diese Geschichte von Jesus, wie er dort sitzt, am Ölberg auf Jerusalem blickt und weint, weil er weiß, Jerusalem wird untergehen und so weiter und ich seh Jesus auf dieser Mauer sitzen, und ich seh ihn weinen, und weil er geweint hat, ob ich plötzlich zum Weinen begonnen, das hat mich so berührt. Und dann?
Dann schaut er mich an und ich sag Jesus, warum weinst du und er sagt, weil du mir nicht vertraust und es ist zu krass, dass ich glaub 2 Stunden durchgeweint habe und also wir waren mit einer Reisegruppe von 50 Leuten unterwegs und ich glaub jeder mal gekommen ist Lisa, wie können wir dir helfen ich sag kannst du mir nicht helfen und ich hab dann beschlossen Jesus zu vertrauen wir sind am Sonntag.
Heimgekommen und am Montag bin ich zu meinem Arbeitgeber und hab gekündigt. Den Job als Einrichtungsberaterin und einen Monat später habe ich dann begonnen, im Home zu arbeiten, als. Missionarin. Aus Missionarin. Ich hab immer gedacht, es wird nicht lange sein, ich werd dann sicher bald schwanger werden, das war so irgendwie immer noch.
Ich war dann schlussendlich 8 Jahre bis ich das Kind bekommen habe aber ja also. Wilde Wilde. Reise und deswegen weiß ich einfach das Gott mich immer durchgetragen hat jetzt im Nachhinein. Im Nachhinein sieht man ja immer viel mehr. Im Nachhinein. Aber es war so wichtig, jeder einzelne Schritt und hat mich auch schlussendlich dorthin geführt, wo ich jetzt bin und auch vor allem auch ja zu unserem Sohn, den wir jetzt bekommen haben, bevor bevor.
Wir da, bevor wir da reingehen, ich ich. Ich kann jetzt, du erzählst es so lebendig und ich kann so anteilig mich irgendwie hineinversetzen, wie es wohl für dich gewesen ist. Gleichzeitig bin ich keine Frau und und ich hab nicht diesen diesen inneren Kinderwunsch oder alles was damit zusammenhängt, den hab ich noch nie spüren können, logischerweise. Wenn meine Frau jetzt hier sitzen würde, die würde vielleicht oder jemand anderes, der damit irgendwie struggelt gerade.
Aber wie war das für deinen Mann, wie war die Zeit für deinen Mann, weil bisher hör ich nur raus, er hat mal auf den Tisch gehauen und er hat mal gesagt, jetzt, jetzt jetzt schau mal jetzt check mal dein Leben ab und er hat irgendwie gesagt ja ich geh jetzt aber trotzdem in die Messe und so wie war das für ihn war das für ihn leicht, war das für ihn schwer, was hast du da auch mitbekommen von ihm hat er viel mit dir mitgeweint ich kann mir das ja gar nicht vorstellen.
Also dadurch wir sehr früh Kinderwunsch hatten. Und der frühe Kinderwunsch, vor allem bei mir war, war es bei meinem Mann nicht so intensiv. Also wir waren Anfang, Mitte, 20 und er hat den Kinderwunsch damals nicht so intensiv verspürt, das heißt, es war für ihn nicht so das große Problem, dass wir noch kein Kind hatten, was für ihn aber herausfordernd war, war, mich leiden zu sehen, also er sagt immer, für ihn war das das größere Leid als wie der Kinderwunsch selber, lange Zeit eben bis so. Ja, bis wir dann 30 geworden sind. Und dann hat bei ihm auch der intensivere Kinderwunsch gestartet, aber nie so, also nie mit so einem großen Leid oder diesen großen Schmerz, also dass er jetzt weinen musste. Also das war bei ihm nie so.
Also ich muss schon sagen, er war immer so n bisschen wirklich, das klingt ein bisschen kitschig, aber mein mein Felsen in der Brandung, also der trotzdem, der für mich stabil da war, der für mich da war, wenn wenn ich meine Tage bekommen hab, wenn ich wieder ganz traurig war und so weiter. War er schon große Sicherheit und Stabilität in dem ganzen und ist nicht selber daran zerbrochen?
Also er, ich bin oftmals daran zerbrochen, eher nicht und trotzdem ist bei ihm der Kinderwunsch auch immer größer geworden und das war dann so schön, weil. Ja, er ist einfach. Ja, er ist ein konstruktiver Mensch und er hat dann vorgeschrieben, OK, jetzt, also wir haben ja viel gebetet und wir haben alles mögliche gemacht und ich hab dann auch wieder mal alles aufgegeben, das ganze beten und so, und dann aber wie wir auch den Prozess gestartet haben vom von der Adoption, haben wir begonnen, einfach jeden Tag gemeinsam als Ehepaar zu beten, nicht nur fürs Kind, für alles andere auch, aber wir haben natürlich den Kinderwunsch auch immer wieder mit hineingenommen, und das war so.
Das war so eine Game Change in unserem Leben. Erstens, dass wir als paar jeden Tag und es waren nur 10 minuten, diese 10 Minuten gemeinsame Gebetszeit hatten, aber auch, dass wir da all unsere Wünsche, all unsere Sehnsüchte, natürlich auch den Wunsch nach Kind mit hineingenommen haben und ja, das also ich find er hat, er hat uns da großartig hindurchgeführt.
Der Herr oder dein Mann? Mein Mann, also der Herr sowieso, aber mein Mann auch, in dem, wie er mit mir umgegangen ist, in meinem Schmerz eben, wie wir dann gemeinsam gebetet. Haben, dass er den sehr. Also ich glaub schon. Also er sagt schon, dass er, dass die Sehnsucht immer größer geworden ist, aber eben wie gesagt, er ist an dem Wunsch nie so zerbrochen wie wie ich es bin und trotzdem war er da.
Aber er war trotzdem, also er ist einfach da. Der Fels in der. Brandung ja genau, also ich bin einfach die die emotionale und die. Also ich bin halt die Frau in dem ganzen und und ich bin auch die, die eben mal mal durchdrehen kann und und und und und einfach die Kontrolle, weil meine Gefühle manchmal verloren hat und so, und das hat er nie, gell, obwohl er schon dann den Schmerz gehabt hat, aber er ist einfach.
Ja. Also das ist echt ich ich mich würd es doch nicht. Jetzt muss ich mit ihm auch mal reden, vielleicht nicht im Podcast vom Setting, aber aber mal so also weil mir kommt vor ich hab mir mein Leben immer relativ entspannt vorgestellt so oder ich hab halt irgendwie versucht alles zu kontrollieren, dass mein Leben einigermaßen schön ist so und und ich war jetzt nie groß mal krank oder irgendwie hab jetzt irgendwelche größeren Leiden gehabt oder emotional. Natürlich bin ich auch gebrandmarkt vom Leben ist logischerweise.
Aber aber dann habe ich geheiratet und dann waren wir plötzlich zu zweit in in der Gleichung so und dann war ne andere Person und meine Frau die, die hat jetzt schon mit Migräne zu kämpfen und und solche Dinge und und natürlich war wir sind, wir hatten jetzt nicht so Probleme schwanger zu werden, aber die Schwangerschaft war jetzt auch nicht ganz so easy und die Geburt vor allem war ganz schlimm und und auf was möchte ich hinaus jetzt nicht auf auf diese Sachen, sondern auf das das. Mir ging es eigentlich gut, aber meine Frau leiden zu sehen, war furchtbar.
Auch meine Frau leiden zu sehen im Kreißsaal, war furchtbar, das hat mich, also mich hat es kurzzeitig schon gebrochen, weil ich gedacht hab, ich kann nichts tun, ich war völlig, ich bin völlig hilflos und ich finde es so so ein ne Aufgabe für Männer. Die Herde des Lebens, vor allem, wenn sie unsere Frauen betrifft, auszuhalten. Und deswegen finde ich sehr respektabel, dass dein Mann da so der Fels, ne branden geblieben ist. Deswegen würde mich das jetzt total interessieren, ob es also sozusagen, ob es wirklich so immer für ihn war oder und und wie er irgendwie damit umgegangen ist. Weil kennen jetzt mittlerweile so viele Männer, die, denen es eigentlich so, also die es selber nichts irgendwie haben, aber deren Frauen es oft nicht
gut geht. Nicht, weil die Frauen so blöd sind, ganz im Gegenteil, ja, die können ja nichts dafür, kannst ja nichts dafür, dass du Migräne hast oder sonst irgendwas, aber aber wie man dann damit umgeht, weil das ist doch die Person, die man am gern am liebsten hat, und wenn die dann leiden muss und du kannst nichts tun. Herausfordernd.
Das, was ich weiß, was, was ihm sicher geholfen hat, was ich vorwegnehmen kann, ist einfach sein, also er hat. Kennst du das? Wahrscheinlich Markt man. Markt man for crice. Ja, genau, er hat. Das gemacht, oder was? Ja, er hat es gemacht und er ist nach wie vor seit über 10 Jahren alle 2 Wochen in seiner P Free, also in seiner Runde für alle die das nicht kennen und ich glaube das ist sicher ein Ort wo viel davon auch, ich sag mal einfach drüber sprechen, hat keinen drüber arbeiten, hat keinen. Wie auch immer, also das ist sicher was was was ihn auch gut durchgetragen hat auch in dieser Zeit, ja. War das so stark?
Ja, ich habe jetzt die letzten 5 Jahre in Passau kein Marktman gehabt, ich werde auch gleich erklären, was es ist. Für alle, die sich jetzt gerade wundern, was ist. Genau. Neuer Begriff. Genau, aber und ich habe gemerkt, mir ist das so abgegangen, also vielleicht, das ist jetzt nicht bezahlte Werbung, sondern einfach nur, weil es aus meinem Herzen strömt. Marktman ist eine.
Männerarbeit aus Amerika es gibt 3 Phasen, die erste ist eine Wochenende, die zweite ist eine eine Übernachtung und die Dritte ist eine 2. Wöchentliche Abend Session 2 Stunden, wo man sich mit lauter Männern trifft, die dieses erste und das zweite Wochenende gemacht haben und ich mein, du kennst das jetzt, ich sag es das eher für die Zuhörer und und und. Du beschäftigst dich in diesen Sessions oder in diesen Phasen, du gehst soweit du möchtest.
Natürlich, wenn du nach Phase 1 fertig bist, bist du fertig. Beschäftigst du dich mit den 5 Hunden? Das erste ist Masken und so tun als ob. Wie geht ein Mann damit um? Das zweite ist Angst. Wie geht man mit Angst um, wie geht man mit Wut um, ist das Dritte mit Trauer, kann man weinen oder nicht und wie geht ein Mann mit dem Thema Scham um, vor allem auch Sexualität und so weiter und es gibt glaube ich, also ich habe es 2014 gemacht und es gibt glaube ich kein besseres Tool im Leben.
Als wie man mit seinen Emotionen irgendwie im Alltag umgehen lernt und eine eine Gruppe von Männern zu haben, die einen mitträgt. Ich habe die P 3, diese Phase 3 in Salz, nee im Moment in Augsburg damals mitgegründet, mittlerweile gibt es 3 Gruppen schon, aber ich bin da seit 5 Jahren nicht mehr dabei, jetzt war ich kürzlich, kürzlich war ich einen Abend wieder dabei als Gast, und das war so gut wie ehrlich, die Männer miteinander sind.
Also wenn du ein Mann bist und zuhörst, dann dann Empfehlung Google mal Mark man for Christ. Wenn du eine Frau bist und einen Mann hast, dann kannst du sie mir mal empfehlen. Ja voll das gibt es ja auch für Frauen. Ja genau, ich war 11. Jahre war ich bei den Frauen, das heißt Women S Walk with Christ.
Na, kann man auch googeln. Cool, voll stark und du bist jetzt aber nicht mehr dort. Also ich bin erst mal aus meiner Gruppe ausgestiegen, seit ihr den Kleinen habt seit einem Jahr. Jetzt genau weil ihr es nicht geschafft habt zeitlich, aber ich möchte wieder einsteigen, Mhm cool, ja mal passiert. OK, du hast jetzt den Kleinen, also du hast jetzt was war 14 Jahre hast du gesagt weil der Kinderwunsch. Ja, Mhm.
Alter 14 Jahre. Mhm. Vielleicht kurze Frage dazwischen die 8 Jahre wo du Missionarin warst. Du hast ja gesagt, OK du hast, du hast auch irgendwie immer drauf gewartet schwanger zu werden in den ersten Jahren hast dich total zermürbt, also in den in den Jahren davor vor den vor der Missionarin, wie war das in diesen 8 Jahren war das auch wieder so jeder Monat voll die Enttäuschung weinen frustriert oder?
Oder warst du warst du da schon in nicht an einem anderen Punkt vielleicht mehr Akzeptanz oder wie war das für dich? Genau also gerade diese. Also ich hab erstens große Erfüllung erlebt in meiner Tätigkeit im Home, als Visionarin alles, was ich da tun durfte, hab ich gemerkt, OK, also das erste Mal in meinem Leben, das hab ich vorher so noch nie erlebt, ist mein Leben macht wirklich einen Sinn in dem was ich tue und somit ist auch der Kinderwunsch weniger geworden. Magst du vielleicht ganz kurz?
Das wird sein ganz kurz sagen, was was waren so die Dinge, die du getan hast und was hat dir besonders getaugt? Ja, also ich. Eben. Ich hab in den ersten Jahren die Wochenend und Sommerprogramme organisiert und hab bin da mit den Menschen durchgegangen. Also es waren immer also Sommerprogramme haben immer eine eine dreiwöchige Jüngerschaftsschulung gehabt und eine zweiwöchige Leiterschulung und die Wochenendprogramme waren eben so Kurzzeitprogramme zu verschiedenen Themen, auch zu jüngerschaftsthemen. Und durch dass ich das organisiert und geleitet hab, bin ich eigentlich immer 11 immer wieder durch die gleichen Themen, immer wieder dabei bei den Workshops und so weiter und das hat einfach ganz stark mein
Leben verändert in den letzten Jahren hab ich dann also, was auch ein wichtiger Schlüssel war für mich die Obdachlosenarbeit, ich war viele Jahre in der Obdachlosenarbeit, in der Suppenküche und auch das, das war die größte Herausforderung in meinem Leben, weil er das erste Mal konnte diesen Ort nicht einmal betreten, ohne dass mir übel geworden ist.
Und ich war dann wirklich oft dort und hab die Menschen lieben gelernt. Und auch das hat mein Herz so verändert und erfüllt und dann eben mit der Gründung von Sanyo Morning und der Homecharge hab ich dann die Leitung der Home, also die organisatorische Leitung der Homecharge übernommen. In den letzten Jahren, und das ist nach wie vor Merk ich, da brennt mein Herz eben für Kirche, für den Aufbau der Kirche, für sein Reich.
Menschen für Jesus zu gewinnen und so weiter also das Waren waren so, die die letzten Jahre dann genau und ich hab aber einen Schlüsselmoment wieder gehabt und zwar ein großes Thema in Jüngerschaft ist logib Logib Logib heißt OK, Jesus ist der Herrin meinem Leben, oft leben wir ja so cool, dass Jesus an meiner Seite ist. Ja, also ich glaub schon an Jesus und wenn ich ihn brauch, dann bete ich zu ihm und.
Aber ich hab eigentlich den Plan für mein Leben und am besten Jesus geht auf diesen Plan mit. Und so wie gelebt. Ich hab meinen Plan für mein Leben gehabt und das Schwierige war, dass dieser Plan nicht aufgegangen ist und ich wollt einfach, dass der aufgeht und für des hab ich Jesus gebraucht an. Und da hat es aber in dem Thema, dass ich sage, OK, Jesus ist nicht nur einer, der mit mir mitgeht, sondern ich bin eine, die Jesus hinten nachgeht, sprich ich bin, ich bin wirklich jüngerin von Jesus, er geht in meinem Leben voraus, er ist der Herrin meinem Leben, das war so ein ein Durchbruch in in mir, wo ich gemerkt habe, OK, eigentlich muss ich sagen, ich vertraue dir, Jesus, du gehst voran, ich
glaube, du hast was Gutes vor meinem Leben und. Ich geb meine Rechte auf und auch mein Recht auf Mama zu sein und das hab ich gemacht und das war einer der schwierigsten Momente in meinem Leben, dass ich sag, OK, ich hab eigentlich kein Recht, dass ich Mama sein darf, wenn, dann ist mir das geschenkt, aber ist es nicht mein Recht und es wird nie mein Recht werden und ich kann es gar nicht erzwingen und wie das gemacht hab das war das hab ich öffentlich vor den anderen Mitarbeitern gemacht, dieses Recht abzulegen, das war auch wieder ein sehr hoch emotionaler Tag für mich.
Aber ich kann wirklich sagen, dass ab diesem Tag, wo ich das gemacht hab, wahnsinnig viel Freude zurückgekommen ist. Das ist so Stück für Stück gegangen, aber ich gemerkt. Traurigkeit ist weg, also die Sehnsucht ist da, aber die Traurigkeit ist weg und ich hab nicht mehr weinen müssen. Zum Beispiel also schon, es hat schon ab und zu wieder Momente gegeben, aber nicht mehr so in der Intensität wie vorher, und es ist einfach wieder Leichtigkeit und eine Freude, in meinem Leben zurückgekommen und ich hab auch gemerkt, ich hab wieder viel mehr Möglichkeit andere Menschen zu lieben, für andere Menschen zu da zu sein. Also ich merk diese diese schweren alles was mich so. Eigentlich auch gefangen
genommen hat in diesem Kinderwunsch. Das ist weg gewesen und das hat so einen riesen Unterschied gemacht und deswegen waren das wirklich dann die besten Jahre meines Lebens. Wow. Ja, wenn man vor allem so viele Jahre davor so gekämpft hat mit dem Thema sicherlich nicht einfach dieses Recht abzugeben.
Stark, Respekt, Respekt. Also das hat echt einen großen Unterschied gemacht. Und eben Gott hat das so belohnt, dass er so viel. Freude, wieder in mein Leben gelegt hat. Und dann hat für euch irgendwann der Prozess der Adoption begonnen. Jetzt vielleicht also, was weiß ich über Adoption bisher, ich kenne es nur aus dem amerikanischen Raum, dass es gibt so ein paar bekanntere Leute, John Thurrow zum Beispiel, der mit seiner, der seine Frau, Ich glaube Kim, sie heißt sie, die haben ganz viel gemacht mit Waisenhäusern und ganz viel gemacht, mit Leute ermutigen, diese Kinder zu adoptieren, weil die sind so, die sind so alleine und die brauchen doch auch einen Vater und eine Mutter und so und so
viele Familien da draußen, denen es eigentlich viel zu gut geht in Anführungszeichen, die vielleicht ein Kind haben, 2 Kinder haben und so und sich ein drittes oder ein viertes gar nicht mehr trauen, weil was auch immer, und die haben sie voll ermutigt und gesagt, Hey Leute, kommt ein Kind, nimm ein Kind, nimm ein Kind und anscheinend haben sie mit dieser Aktion, die waren noch relativ gepusht auch. Waren sie recht erfolgreich?
Also viele Leute haben angefangen, den Adoptionsprozess an sich anzuschauen, wunderschön, also das ist ein Beispiel, und dann kenne ich ein Beispiel, ein ein sehr hoher Leiter von Jugend mit einer Mission Hawaii, Andy Bird, der hat auch irgendwie, ich glaub 4 Kinder und und noch mal 3 Adoptivkinder zusätzlich noch. Also wo ich irgendwie denke, OK, 4 Kinder in Anführungszeichen reicht eh schon, ist mir vielleicht sogar fast schon so viel.
Also jetzt, der Herr schenkt so viel Kinder wie er möchte, gell, aber aber dann noch mal 3 adoptieren ist so OK, das ist heftiger, aber es ist irgendwie so n anderer Standard kommt mir vor oder ne andere Selbstverständlichkeit da drüben unter den Christen in Amerika und ich hab immer wieder mitbekommen, dass ein Adoptionsprozess ewig lang dauert und sehr kompliziert ist. Und OK jetzt, du hast jetzt 8 Jahre Missionarin bis du deinen Sohn, deinen jetzigen Sohn in den Händen gehalten hast. Wann habt ihr angefangen mit dem Prozess und wie war dieser Prozess?
Wir haben begonnen, von mittlerweile jetzt 7 Jahren mit dem Prozess. Wow, also wir haben viereinhalb bis 5 Jahre gewartet, also auf das Kind, was eigentlich. Eigentlich kurz war also, wie wir uns angemeldet haben, hat das Jugendamt gesagt, also mindestens 5 bis 7 Jahre Wartezeit genau, und ich muss sagen, ich bin so froh, dankbar für unsere Freunde, weil Freunde von unserem Kinder adoptiert schon vor 9 Jahren und die haben gesagt, meldet euch einfach mal an, ihr könnt es immer wieder Nein sagen, meldet euch an, es wird lange genug dauern, wartet es nicht so lange und.
Und da weiß man, warum das so lange dauert. Ja, weil es zu wenig Kinder gibt in Österreich, die zur Adoption freigegeben werden. Ja, ja, es waren früher natürlich deutlich mehr, aber seit Abtreibung legal ist, gibt es kaum mehr Kinder zur, die zur Adoption Freigehen das ist ein Fakt, das ist jedem bewusst. Genau du hast, du hast immer 2 Möglichkeiten, aber du musst die für eine entscheiden, also du kannst ein Kind aus Österreich adoptieren, dann entscheidest du die für den Weg. Oder du kannst ein Kind aus dem Ausland adoptieren? Dann entscheidest du dir für den. Also du kannst nicht beide Wege gleichzeitig gehen und ich hab mir dann immer gedacht, natürlich nehmen wir 1 aus dem Ausland, das ist ja viel mehr
bedarf und so weiter und dann haben wir uns dir aber am Jugendamt gesagt, das ist nicht der schnellere und leichtere Weg, also auch Wartezeit 4 bis 5 Jahre und dann kannst du ein Kind nur von einem Land addieren, das das Haager Abkommen hat, das regelt das Menschen, also menschenhandelsgesetz. Und zudem musst du je nach Land mehrere Wochen dort sein, damit du das Kind dann mitnehmen kannst. Und du wirst nie ein kleines Baby bekommen, sondern meistens schon ein älteres, weil die kleinen gesunden Kinder unter Anführungszeichen bekommen auch eher die Adoptivbewerber aus diesem eigenen.
Land verstehe. Genau. Also das ist deutlich komplizierter, als ich mir das vorgestellt habe, weil ich immer dachte, gut, fährst du in ein Waisenhaus noch. Rumänien oder nach Afrika oder sonst irgendwo. Aber die haben uns das eigentlich ja fast ein bisschen ausgeredet. Beim Jugendamt würde ich sagen, wo wir dann gesagt haben, nach langem Ringen und Gebet, OK, dann entscheiden wir uns für den Weg in Österreich genau, weil irgendwie so meine Sehnsucht war nach einem kleinen Baby, auch das muss ich schon ganz egoistisch sagen, also meine Sehnsucht war so da, dass wir ein kleines Baby bekommen und nicht.
Ein älteres Kind erst genau und dann haben wir uns eben für diesen Weg entschieden. Und in Österreich gibt es tatsächlich einfach wahnsinnig wenige Adoptivkinder zwischen 0 und 5 pro Jahr in ganz Salzburg, die zur Adoption freigegeben werden, wobei wir sagen müssen, das ist so Crazy, also wir, also unser Sohn ist jetzt 21 Monate und in diesen 21 Monaten danach hat es keine Adoption mehr in Salzburg gegeben, in ganz Salzburg, das heißt, das Paar, das jetzt nach uns an erster Stelle ist, das wartet schon. Ewig Mhm.
Also ja, aber in dem Jahr, bevor wir unseren Sohn bekommen haben, waren 4 bis 5 Adoptionen, also da ist dann echt was weiter gegangen. Also er war ja. Also ich stell mir das ja irgendwie so vor. OK, ich hab einen Adoptivwunsch und. Und die Leute, die freuen sich. Boah, Wahnsinn, endlich kümmert sich jemand um diese vielen Kinder.
Also so war auch irgendwie die Perspektive aus Amerika, vielleicht gibt es da mehr. Das ist ganz anders, ist ganz anders wird das gehandhabt in Amerika, in Österreich ist es viel schwieriger, also wird einem viel schwieriger oder schwerer gemacht. Was aber, das muss ich auch fairerweise dazu sagen, in Österreich gibt es 2 Möglichkeiten. Das eine ist also die Adoption und das andere wäre die Pflege und bei Pflege wäre viel mehr bedarf da. Aber es heißt aber Pflege, Pflege heißt du nimmst das Kind für einen gewissen Zeitraum, es kann sein, dass es bei dir bleiben darf, kann aber sein, dass du es wieder zurückgibst. Das ist fast ein bisschen, muss man fast eher sehen, wie ein Job du.
Leihmutter? Kinder genau Tagesmutter, Leihmutter für gewisse Zeit. Weil es kann einfach sein, dass das Kind dann wieder zurück darf zu den zu den leiblichen Eltern, Großeltern, Tanten, wie auch immer. Genau das muss ich auch sagen, also da wär bedarf da, aber da hab ich mich nicht drüber getraut, muss ich ganz ganz ehrlich sagen, einfach auch weil ich gewusst hätte, ich hab diesen extremen Kinderwunsch, wenn ich das Kind dann wieder hergeben muss, ich mein mir ist jetzt auch bewusst geworden im Laufe der Zeit wo ich Mama bin. Du besitzt dein Kind sowieso nie. Es kann sowieso jeden Tag was sein, gell? Kind ist da immer für bestimmte Zeit anvertraut, aber das hab ich jetzt einfach auch noch mal
neu entdecken dürfen durch den Adoptionsprozess, weil also bei Adoption ist es ja dann auch so. Also wir haben dann wirklich, also das war schon eine riesen Gebetserhörung, also wir haben unser Kind direkt aus dem Krankenhaus bekommen als Neugeborener, es war immer mein großer Wunsch und es war so schön, dass das so geklappt hat. Aber die leibliche Mutter hat 6 Monate Zeit, das Kind auch wieder zurückzuholen.
Das heißt, du zitterst eh mal 6 Monate und du gibst aber von Tag 1 gehst du natürlich Ole hin und du behandelst das Kind wie wenn es dein eigenes oder das ist mein eigenes und gibst ihnen alle Liebe was du hast. Aber du zitterst 6 Monate genau und dann nach 6 Monaten darfst du erst die Adoption einreichen und dann hat es noch mal 2 Monate gedauert bis sie rechtlich durch war, das heißt erst.
Das heißt, du hast 78 Monate eigentlich. Hätte jederzeit irgendwie ein Anruf kommen können. Ja, genau. Boah, wie ist, wie ist die Zeit bitte gewesen für dich oder hast du das irgendwie ausgeblenden ausblenden können sagen OK, all in. Ich hab ich hab also die Art und Weise, wie unser Sohn zu uns gekommen ist und wie viele Gebete dadurch erhört worden.
Haben wir so einen Glaubensboost gegeben, würde ich sagen. Dass sie, dass sie einfach geglaubt hat, das ist jetzt das Kind, das Gott für uns vorgesehen hat, und das wird uns nicht mehr wegnehmen. Genau, und das das hat mir sehr viel Vertrauen und glauben gegeben, und innerlich hab ich immer gewusst, das wird passen, und dann hat es natürlich Momente gegeben, gerade wenn du mit anderen Menschen drüber redest. Wo du natürlich, wo Ängste hochgekommen sind. Und dann hab ich das versucht, im Gebet wieder abzulegen, das war meine Taktik.
Uns uns hat wieder gut hat es geklappt. Gott sei Dank schon. Ja, ja, es hat es hat immer wieder gut geklappt. Muss ich wirklich sagen, also bin nicht jetzt, also ich war jetzt nicht panisch oder so irgendwie, also das das. Würde total gern noch noch weiter in das Thema reingehen, aber nur eine Zwischenfrage.
Und zwar heißt es. Dass dein Sohn wahrscheinlich Einzelkind bleibt, weil die Wahrscheinlichkeit, dass man noch ein zweites Kind adoptieren kann, in Österreich nahezu. Nicht mal erlaubt. Nicht mal erlaubt. Nein, wir können kein zweites mehr adoptieren. Auch und ging ja ein zweites von von irgendwo anders.
Das das wäre schon. Genau, und das müssen wir uns anschauen. Genau. Also überleg dir das. Also wenn. Ich fragen darf ja ja, ja, aber genau, also ja. Und dann dauert es wieder 4 Jahre. Ja, genau, ich bin jetzt 37. Ich werde 38 nächstes Jahr. Ich merk schon, dass ich deutlich, also also meine Kraft und meine Nerven, aber ich sag ja, das Geld soll schon einfacher vorgestellt, das mag man sein, als es tatsächlich ist und ich merk einfach so genau. Also mein Kinderwunsch ist total erfüllt, ich bin wirklich mehr als dankbar für dieses Kind und es ist gar nicht so, dass da, dass ich sag ich brauch unbedingt unbedingt unbedingt ein zweites, vielleicht kommt das noch. Aber wenn es nicht so ist, ist
für mich momentan okay genau, und das sehe ich auch so was, was vielleicht Gott mir ins Herz gelegt hat und wenn es aber ist, dann klar, wir hätten eine Möglichkeit auf Pflege, wir hätten eine Möglichkeit von einer Auslandsadoption, das müssten wir uns aber eh vielleicht bald anschauen, aber jetzt? Bin ich.
Sehr. Ja, genau jetzt bin ich wirklich sehr gut beschäftigt mit dem kleinen Mann und hab eigentlich noch nicht so. Die Bereitschaft dafür gespürt oder die Sehnsucht? Genau. OK, also ihr habt euch quasi da angemeldet und dann, dann konntest du, dann konntest du dann im Krankenhaus das Kind mitnehmen. Wie war dieser Prozess dazwischen, also war das viel Papierkram, weil es viel aufs Amt laufen oder so oder wie wie schwer ist der Prozess, also wie er kompliziert ist. Das wenn jetzt vielleicht jemand zuhört und sagt. Boah wir, wir sind auch an dem Punkt und und wir wissen jetzt nicht, ob wir schwanger werden, wir probieren es schon 2 Jahre, 3 Jahre was auch immer und ich will ich will aber dann möglichst schnell den Prozess
anfangen, wenn er so lange dauert, vor allem wenn du sagst man kann sich ja immer noch dagegen entscheiden. Ja, wie? Kompliziert wie kompliziert ist das einerseits schon aufwendig, andererseits OK. Also es sind. Am Anfang sind 6 Termine mit dem Jugendamt. 4 am Jugendamt. 2 zu Hause. Also es ist wirklich 2 Hausbesuche, wo dein ganzes Haus jeder Raum durchgesichtet wird, was ich natürlich total verstehe, also soll ja kein Missbrauch oder irgendwas stattfinden. Also wird schon gut durchgecheckt, wirklich, auch die Ehe wird gut gut durchgecheckt, also man bekommt Fragen, die man sich gegenseitig stellt oder die man also vor, vor, vor der Sozialarbeiterin vom Jugendamt, also man wird gut geprüft, das würde ich sagen,
aber das war für uns das wenigste Problem, also ich glaube, wir haben wirklich uns gut durchgekämpft, ich würde wirklich sagen, dass wir gute Ehe führen. Es war für uns. Welchen Stellenwert hatte da das ganze Thema? Glaube also sind da ist das das Jugendamt so skeptisch, dass ich OK, die sind da irgendwie gläubig und dann arbeite ich doch als Missionarin und so.
Ja, ja, es war schon spannend. Also ich glaube, unsere Sozialarbeiterin hat sich dann ein paar Videos von mir angesehen, weil sie ist da immer wieder mit ihr gekommen und für sie war es so spannend oder sie wollte dann immer wissen, weil es eh verständlich ist. Würdet ihr euer Kind christlich erziehen und die oder wir natürlich gell und das war so ein Thema. Also es gibt eine Liste und das war für mich das Allerschwierigste.
Es gibt eine Liste, es sind glaub ich circa 30 Punkte oben und jeder Punkt hast Du bewerten können von einer Skala von 1 bis 51 ist kann ich mir nicht vorstellen zu adoptieren. 5. Kann ich mir sehr gut vorstellen zu adoptieren und dann sind das halt alles Punkte von verschiedensten Krankheiten, geistig behindert, körperlich behindert, OK migrationshintergründe und so weiter und und und.
Und eben da war schon der Punkt eben mit, also mit mit Religion zum Beispiel. Nämlich ist der Prozess so, dass die die leibliche Mutter das meiste Mitspracherecht eh logisch, die kann sagen, ich wünsch mir für mein Kind so des des des, und wenn das jetzt zum Beispiel eine Mutter wär. Eine muslimische Mutter wäre, und die sagt, Ich möchte, dass mein Kind bei einer muslimischen Familie aufwächst.
Dann wären wir halt ausgeschlossen, weil wir ganz klar gesagt haben, heute bei uns wird das Kind christlich erzählt. Das heißt, die Liste, wo du jetzt gesagt hast 1 bis 5, das füllt die Mutter aus. Nein, das füllen wir aus. Das, was ihr noch so von einfach also. Fürs Jugendamt. Die schauen, was was matcht. Ja.
Klar also je mehr Einschränkungen du machst als Adoptivbewerber, desto weniger leichter, wahrscheinlicher. Wahrscheinlich bekommst du ein Kind genau. Habt ihr, dann habt ihr dann diesen ja fast fast schon. Ich weiß nicht, da muss man sich ja damit arrangieren, ob du jetzt wenn wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, dann dann füllst du auch aus, wie hoch die Bereitschaft ist ein behindertes Kind zu nehmen oder wie hoch die Bereitschaft ist ein was auch immer. Vielleicht auch geistig, geistig behindertes Kind. Ist denn da, wie war das für dich? Ich meine, das ist natürlich jetzt ne auch ne sehr delikate Frage, vielleicht aber wie wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit zu so einem Ding zu kommen, dass
man so sein Designerbaby sich adoptieren möchte? Sehr gering. Sehr gering. Sehr gering. Du, also wir haben alle Ansprüche runtergestellt, also auch im Laufe unserer Kinderwunschzeit vielleicht am Anfang denkst du dir, am Anfang denkst du, dir hätt gern n Mädel oder hätt gern n bursch oder soll so aussehen wie der Papa oder wie dem?
Das war aber es ist das legst du sowieso alles ab und es ist ja ganz egal, welche Geschlecht es dann ist, weil du dir ja eben dann diese diese Fragen stellst. OK, was traust du dir zu welchen Grad von schwerer Behinderung oder oder wie auch immer, was traust du dir zu und ich bin Wochen über dieser Liste gesessen. Also ich hab das nicht, wir haben das dann bis zum nächsten Termin rausschieben müssen, weil ich immer wieder mit mir selber gehadert habe was was also?
Gott, was ist, was ist der richtige Weg und und was kann ich mir wirklich zutrauen, weil wenn du mir jetzt ganz ehrlich fragst, Lisa, willst du ein behindertes Kind, dann sag ich ganz ehrlich nein, nein, ich will kein behindertes Kind, ich will schon mal gesundes Kind, wer wünscht sich kein gesundes Kind, aber wer hat es in der Hand niemand, auch wenn du selber schwanger bist, hast du nicht in der Hand ob du ein gesundes Kind bekommst oder nicht und daran hab ich dann so lange gerungen, dass ich es. Bei der Adoption aber mehr in der Hand habe als wie bei mir. Also wenn ich selber schwanger bin, weil ich kann es angeben und ich werd gar nicht gefragt, wenn ich das nicht angebe und ein guter Freund den du auch
kennst ein sehr weiser Mann, den hab ich dann gefragt und der hat mir echt was Gutes gesagt und hat gesagt Lisa du hast die Verantwortung, also wenn du selber schwanger bist hast du nicht die Möglichkeit zu entscheiden oder halt. Wir haben nicht die Möglichkeit zu entscheiden, weil für uns einfach Abtreibung nicht in Frage in Frage kommen würde.
Aber in dem Fall hast du die Verantwortung, richtig zu entscheiden. Du musst, du musst wirklich schauen, was traust du dir zu oder nicht. Und dann habe ich ganz lange drüber gebetet und ich habe einfach gemerkt, OK, wenn es wirklich ganz schwer behindert ist, ich würde es mir nicht zutrauen und das haben wir angegeben und dann war es aber spannend, weil wir vor 3 Jahren einen Anruf bekommen haben, dass eben ein.
Ein Kind geboren worden ist in der 30. Schwangerschaftswoche mit mit Drogeneinfluss und der das Kind hat schon in ersten Lebenstagen einen einen kalten Entzug durchmachen müssen und es wird neurologisch eingeschränkt sein und behindert sein. Und ob wir bereit wären das zu adoptieren und an dem Tag, weil gerade am Weg.
In The Base zu den Jüngern Vortrag, Identität und Selbstername und das war, glaube ich, eine halbe Stunde vor meinem Vortrag habe ich diesen Anruf bekommen und ich war völlig, also ich war völlig neben der Spur, weil ich gewusst hab, boah, also wir können jetzt ja sagen, dann haben wir ein behindertes Kind oder wir können Nein sagen, und ich hab dann mit meinem Mann gesprochen und wir haben gesagt, wir wollen jetzt nicht von Haus aus Nein sagen, wir wollen prüfen, ob Gott, ob das wirklich das Kind ist. Gott für uns hat oder nicht und ich hab dann noch mal angerufen beim Jugendamt und hab gesagt, OK, wir könnten es uns eventuell vorstellen.
Gibt es noch Infos was heißt neurologische Einschränkungen, also was kann man sich vorstellen, was wird uns auf auf uns zukommen, kann das Kind in die Schule gehen, also einfach so, dass man sich bisschen diesen Lebensweg auch sie ausmalt und was kommt auf einen zu und dann hab ich eben angerufen beim Jugendamt, hab das gesagt und sie gesagt OK.
Sie wird bei den Kollegen anrufen, weil sie da nicht eigentlich unmittelbar verantwortlich dafür war. Und sie meldet sich und dann ist ein Tag nach dem anderen vergangen. Sie hat sich nicht gemeldet und sie hat sich erst nach einer Woche gemeldet und gesagt, Na, sie haben jetzt schon wen gefunden, es ist hinfällig und ich hab schon gemerkt, wie wie ein bisschen erleichtert war, weil ich gesagt hab, ich will mir, ich will jetzt nicht das komplett ausschließen, ich will es einfach dort hinlegen und wenn er uns das zutraut, dann trau ich es mir auch zu.
Und und ansonsten trau ich mir nicht zu. Das war so ein bisschen mehr Haltung, genau, also genau, es war wirklich ein ein ganz schwieriger Prozess, aber genau das war eben in diesen 6 Terminen, die sind über paar Monate gegangen, das war der erste Teil und der zweite Teil war dann ein Kurs, den du noch machst.
Der geht über 4 Wochenenden, da war immer Freitag, Samstag, 4 Wochenenden zu den unterschiedlichsten Themen hab ich mir am Anfang auch gedacht. Warum muss ich einen Kurs machen? Jede Sechzehnjährige kann schwanger werden und ich hab aber dann gemerkt, OK, der war wirklich guter Kurs, der hat uns gut vorbereitet, weil adoptieren doch was anderes ist als wenn du ein leibliches Kind bekommst.
Also da ist immer Geschichte mit dabei und die Geschichte wird sie durchziehen durch das Leben vom Kind und da haben wir einfach ganz viel Situationen, sind wir durchgegangen und. Es hat uns sehr geholfen, also würde ich wieder machen und kann ich jedem empfehlen, der sagt, OK, warum muss ich da einen Kurs machen, hat uns wirklich geholfen, war gut, genau das waren das Waren eigentlich die einzigen Dinge, die wir tun mussten, wir waren dann ab und zu noch am Jugendamt, immer wieder jedes Jahr so kurzes Update wo stehen wir gerade und so weiter und genau das war es dann im Endeffekt.
Wie waren dann für dich die ersten Tage? Also ich erinnere mich an die ersten Tage meines Sohnes erstmal. Also erstmal ne total wilde Geburt hinter hinter mir gehabt. Dann die erste Nacht denkt man sich jetzt kann ich mich endlich ausruhen, plötzlich sein Kind das schreit und alle alle nicht mehr kann sich irgendwann realisiert, man kann sich nicht mehr, es dauert ja mal 10 Jahre bis man sich wieder ausruhen kann und und.
Und natürlich ist das ja auch so. N riesenhormonding gell? Also für die, die bei der Mutter wird, unglaublich viele Hormone nach der Geburt ausgeschüttet, beim Vater, wenn das erste Mal das Kind irgendwie auf der auf der nackten Haut liegen hat, das das ist ja irgendwie von der Natur total krass gemacht, aber wie ist es, wenn man, wenn man adoptiert, dann ist? Ja, also kommen diese Hormone auch, hattest du also wie hast du das erlebt, ich mein du, du hast jetzt keinen Vergleich, aber wie es sich anfühlen könnte aber und du hast ja gesagt, du bist all in gegangen, aber.
War das irgendwie so klar, so OK, das ist jetzt mein Kind. Ja, es war verrückt. Es war, es waren die verrücktesten und schönsten Tage meines Lebens, so kann ich es beschreiben und eben ich hab mich so von Gott getragen wie Philipp von der ersten Sekunde gewusst. Er ist da und es war, es war nämlich so, dass ich an dem Tag frei gehabt hab, das war Freitag, damals im Februar und.
Ich hab mit einer Freundin, wir waren am Berg und es war herrlichstes Wetter. Wir waren Schneewandern blauer ist der Himmel und wir hatten so eine gute Zeit in unserer Freundschaft, Wir haben davor schon. Wirklich geweint und gelacht gemeinsam, weil wir gewisse, die also aus Traurigkeit, aber auch aus aus Freude.
Also es war beides vorher schon so intensiv da, dass wir, es war schon so ein besonderer Moment, diese Wanderung, und dann waren wir auf der Hütte und wir haben uns in so Liegestühle gelegt zum Sonnen und und das Thema war so echt, so Pläne für unsere Zukunft und mitten in diesem Gespräch kommt der Anruf vom Jugendamt. Und das war, es war verrückt, weil das war ganz ein kurzer Anruf.
Ja, Hallo Frau Perwein, gestern ist ein kleiner Junge geboren, er ist gesund, 3000 gramm, es könnte Ihrer sein, wollen Sie ihn haben, so auf die Art war das irgendwie. OK. Krass. Und ich hab eben nicht einmal ein Wort herausgebracht, aber. Zu weinen begonnen nehme meine Freundin hat gecheckt, was los ist. Die hat zum Weinen begonnen.
Ich hab dann nur gesagt, ich muss jetzt meinen Mann anrufen, aber ja wir nehmen das Kind, das hab ich irgendwie schon gesagt und dann hab ich aufgelegt und dann hab ich versucht meinen Mann zu erreichen, der hat aber an dem Tag einen Workshop gehabt in der Firma den ganzen Tag und hat gesagt er ist nicht erreichbar jetzt hab ich den in Dauerschleife angerufen und als er abgerufen hat hat er gesagt Schatz du weißt genau ich bin ja noch ein Workshop gibt es was dringendes und ich ja wir bekommen ein Baby das war nur verrückt und dann.
Hat er zum Weinen begonnen und und dann hat erfragen gestellt und ich habe keine Antworten auf diese Fragen. Ich muss noch mal das Jugendamt anrufen und dann war es so crazy, weil das Jugendamt hat mich angerufen, Freitag, viertel vor 12, also 11:45 Uhr und Beamten Freitag 12:00 Uhr. Und dann? Habe ich gedacht, ich erreiche da niemanden mehr? Ah nein, das gibt es nicht, weil sie zu mir gesagt, wir bekommen ihn am Montag, ich kann dann ins Krankenhaus fahren, also wir müssen vorher aufs Jugendamt und dann ins Krankenhaus. Und mir ist dann so bewusst geworden, nein, ist der ist also, der ist jetzt namenlos, er muss 3 Tage alleine im Krankenhaus sein, das geht ja nicht, ich muss zu dem Kind fahren und dann hab ich
irgendwie alles versucht, irgendwie in einem Jugendamt zu erreichen, hab die Gott sei Dank schon mal erreicht, ich hab wirklich darum gebettelt, dass ich den früher sehen darf, weil ich mir irgendwie plötzlich schon muttergefühle gehabt und irgendwie der, der kann jetzt nicht alleine sein, also der braucht ja Nähe, der braucht ja Liebe und so weiter.
Und sie hat dann gesagt, Nein, das geht nicht, wir müssen vorher die behördlichen Dinge machen, das geht jetzt nicht mehr, also sie hat jetzt nicht mehr Zeit und das geht jetzt alles nicht, wir können das erst am Montag in der Früh machen, dann könnt ihr das Kind sehen. Die Beamten. Ja, das war das war wirklich. Also es war ganz, ganz schwierig. Ich habe es dann versucht zu akzeptieren und das war dann wunderschön, weil ich bin mit meiner Freundin dann zum Gipfelkreuz gegangen und wir haben gebetet und wir haben gebetet, dass einfach wirklich.
Jetzt einfach keinen großen Schaden davon trägt quasi, dass er da jetzt alleine ist und dass er wirklich geliebt ist und dass er Geborgenheit und Nähe und alles bekommt, auch wenn ich ihm das jetzt nicht geben kann und genau das Wochenende, also eben warum es so verrückt und schön war, weil also es war, es war ja diese Kinderwunschzeit, war ja nicht nur Schmerz für uns, das war Schmerz für meine Schwestern, die schwanger geworden sind, für meine Eltern, wie oft haben Freunde, wie oft.
Alle. Wie oft haben Menschen mit uns mitgeweint aus Schmerz es es wollte ja jeder, dass wir schwanger werden und diese Tage, wo ich dann jeden Einzelnen angerufen habe und jeder vor Freude mit uns geweint hat, das war einfach, das war so eine Wiedergutmachung, wo all diese Jahre, wo alle mit uns aus Traurigkeit mitgeweint haben und alle aus Freude mit uns mitgeweint und das war so besonders. Also wirklich einer der schönsten Tage in meinem Leben. Dieser Freitag damals war einfach so viel Freude von allen Menschen und genau am Samstag sind wir dann einkaufen, weil wir hatten nichts zu Hause, nicht ein ein nicht eine einzige Sache, weil das sagen sie dir auch immer vom Jugendamt, du sollst nichts zu Hause haben,
weil du weißt nicht ob du ein Kind bekommst und dann ist halt die Brauchigkeit noch viel größer, wenn du das dann wieder hergeben musst. Jetzt haben wir nichts gehabt, aber wir waren. Am Samstag haben wir das Wichtigste dann gekauft, Maxi Cosi aber kleidungsgeschichten pampers Flaschen, also all diese Dinge und dann haben meine Schwestern noch Dinge vorbeigebracht.
Genau am Sonntag waren dann der besagte Sunny Morning, von dem du schon gesprochen hast, wo wir das im Sunny Morning verkündet haben, auch wieder so ein Tag der Freude, wo sich wirklich die ganze Gemeinde mit uns mitgefreut hat und am Montag war es dann endlich soweit, also ich. Keine einzige Stunde, das ganze Wochenende geschlafen vor Aufregung wirklich ganz immer durchwacht ich war gehypt, ich war unglaublich und wir sind dann am Montag ins Krankenhaus und durften unseren Sohn kennenlernen und das war, man macht sich ja alle Gedanken, gell wie wir da aussehen, welcher Hintergrund, Nationalität und so weiter und sofort und. Das war dann so schön zu sehen, weil wir waren vor dem Jugendamt und das der erste Satz was die
vom Jugendamt gesagt hat war Herrn Frau Bärwen wir können Ihnen nur sagen, das Kind ist ein absoluter Lotto Sechser was Adoption betrifft, das waren keine Drogen, kein Alkohol, keine Zigaretten in der Schwangerschaft im Spiel, er ist pumperlgesund es könnte nicht besser sein und das war für mich auch so ne gebetserung weil für die hab ich jahrelang jeden Tag gebetet und das ist total selten bei Adoption das wirklich so so gut. Und und nichts vorgefallen ist.
Und und dann war es halt noch die große Frage, wie wir da jetzt aussehen und ich so. Also ich war so gespannt, kann ich ihn gleich annehmen, weil ich weiß, das ist auch nicht selbstverständlich, also kann einfach sein, dass das nicht der Fall ist. Und ich hab so darum gebetet und wir haben ihn dann gesehen und ich wirklich von der ersten Sekunde hab ich mich verliebt, es war wirklich Liebe auf den ersten Blick, ich hab das so gefühlt, das ist mein Kind und.
Das war so ein schönes Gefühl, dieses Kind in den Armen zu halten. Natürlich wieder wahnsinnig emotional, Wunder wunderschön. Und dann war eben diese Draufgabe war dann noch, dass wir die Nachricht an alle unsere Freunde rausgeschickt haben, wir haben jetzt ein Kind, wie er heißt, wie schwer und so weiter, was man halt so macht, wenn man dann ein Kind hat und dann schreibt mir eine zurück, die bei uns die Kinderkirche damals geleitet hat, die Franzi, und sie sagt Alisa, sie glaubt es jetzt nicht, aber.
Am Freitag, Sie macht kein Praktikum in Salzburg, im LKH auf der Neonortologie und am Freitag hat sie 6 Stunden mit ihm verbracht, mit ihm gekuschelt, für ihn gebetet, für für seine, also für seine zukünftigen adoptiv Eltern gebetet. Und es war genau die Zeit, wofür ich gebetet hab am Berg bei meiner Freundin, dass er geliebt, behütet, geschützt ist und dass er Geborgenheit erfährt, und er sitzt 6 Stunden glaub ich am Stück mit ihm gekuschelt, für ihn gebetet. Und wir haben dann im Nachhinein nur erfahren, dass sogar seine Hebamme die Freundin ist von einem, der bei uns die J 9 gemacht hat.
No way, Du sagst die ersten Personen in seinem Leben waren irgendwie alle aus unserer Church Bubble und haben für ihn gesorgt und er könnte überall, also das ist ja also das ist so für mich so ein eine Führung Gottes und die Gott so gesorgt hat und zusätzlich war es dann auch noch so, dass das Krankenhauspersonal absoluter Hammer war.
Die haben also es hat eine Liste gegeben, wo sie jeder eingetragen hat, wann wer ihn tragen durfte, der ist nicht eine Sekunde alleine in seinem Bettchen gelegen, diese 3 Tage, er wurde durchgetragen durchgekuschelt bis bis wir ihn kennengelernt haben, die haben Tagebuch für ihn geschrieben, dass er wirklich für diese ersten 4 Tage in seinem Leben, dass er keine Lücke hat, also alles was in den ersten 4 Tagen geschehen ist, es war. Also es war so viel Segen, so viele Geschenke in dieser ersten Zeit und es war einfach so.
Hey Gott ist so bei uns, das war genau das Kind, das er für uns vorgesehen hat, und es war einfach ja einfach so wiedergutmachen von allem und ja, kann es gar nicht beschreiben, schönste und verrückteste Tage meines Lebens boah, ich bin. Die ganze Zeit zu Tränen gerüstet. Ja, es war echt echt emotional.
Oh, wie wunderschön also. 14 Jahre Extremes, extremes Leid warten, Sehnsucht, OK, der Prozess des Akzeptierens irgendwie, du hast das Lawship irgendwie das Rechte ablegen angesprochen, aber meine Erfahrung ist, dann kann man noch so gut das Recht ablegen, es ist irgendwie doch immer so ein bisschen im Hintergrund und haben wir ihn doch nicht, boah und dann ich also als ich das jetzt gerade gehört habe, wo du sagst, OK, da war dieses Wochenende.
Wo du keine Kontrolle hattest, weil weil einfach halt das Amt so ist wie das Amt, ist sozusagen. Und dieses Vertrauen müssen also ich merke, wenn ich, wenn sowas wäre, dann würde ich, ich würde, ich würde ausrasten wahrscheinlich, also ich würde mir denken, ich würde da persönlich hinfahren beim Amt, ich würde da keine Ahnung einbrechen, keine Ahnung, was ich machen würde, weil ich irgendwie die, die die Situation kontrollieren will, so, also da dann so zu vertrauen, das ist, war das echt größte und wie wunderschön ist Gott bitte boah boah, das berührt mich so.
Boah danke, dass du es geteilt hast. So gerne. Krass. Und wie wie ist jetzt, wie ist jetzt diese, wie ist jetzt, wie ist es jetzt junge junge Mutter zu sein, wie ist jetzt Eltern zu sein? Du hast schon deswegen gesagt, OK man kann sich nie wieder ausruhen, so OK diese diese ersten Tage das keine Ahnung große rote Brille vielleicht oder so n bisschen so alles ist wunderschön aber bei bei uns hat sie alle auch die Realität und so recht schnell eingeholt, dass es auch anstrengend ist. Wie ist es jetzt für dich?
21 Monate hat sie gesagt, dass er jetzt. Ja, er sagt das schönste und das Herausforderndste, was ich je gemacht habe im ganzen Leben, wirklich. Also er ist so ein süßer, Ich liebe ihn so sehr, bereitet mir jeden Tag so große Freude und gleichzeitig. Bringt er in mir die hässlichsten Seiten hervor?
Ich kenne, ich hab an mir Seiten kennengelernt, die vorher noch nicht kannte, die wirklich also also wenn also für mich die die krasseste Umstellung war, wirklich dieses du bist twenty for Seven für jemanden verantwortlich, du kannst dich nicht mehr aussehen, du kannst keinen Urlaub mehr machen, du kannst nicht, also kannst du sagen ich brauch mal Pause natürlich kannst du mal für paar Stunden oder so aber also.
Er war eigentlich ein total einfaches Baby. Also wir haben keine großen Probleme gehabt und trotzdem war für mich die Umstellung von der Freiheit, die ich vorher gehabt hab, all diese Jahre, die wir uns auch schön gemacht haben, weil wir haben immer gesagt, wir nutzen das auch aus und wir genießen trotz des Schmerzes trotzdem diese kinderfreie Zeit und wir können in Urlaub fahren, wann wann wir wollen und wir können schlafen gehen oder also die haben extreme Freiheit viele Jahre gehabt, und das war für mich dann schon die krasseste Umstellung, das nicht mehr zu haben.
Und auch eben diese große gehypte Zeit am Anfang. Und trotzdem diese fehlenden Hormone haben bei mir dann dazu geführt, dass sie, dass mein Körper das schon gezeigt hat, also auch diese schlaflose Zeit, gerade am Anfang. Ich hab dann immer wieder, also zeigt sie bei mir, hab dann immer wieder mit Herpes hätte und Gürtelrose bekommen, also der Körper hat es dann einfach aufgezeigt, ne, dass dass dass mir schon, also dass es einfach vieles kostet und ich muss sagen ja. Ich merk das ist das, was mir am meisten gekostet hat in meinem Leben, also das Mutterschaft, also es ist, es gibt nichts mehr, wo man mehr Hingabe lebt, wo man mehr zurücksteckt und das einfach wirklich twenty for Seven 7 Tage die Woche und ja, also.
Krasseste Umstellung und ich würde es aber nicht rückgängig machen. Das ist das, das ist Paradoxe. Irgendwie finde ich am elternsein oder du kriegst so viel geschenkt und du würdest nichts mehr rückgängig machen, obwohl du die manchmal so siehst. Nach Freiheit, nach Ausschlafen, nach wie auch immer, aber mittlerweile geht schon ein bisschen, er schläft jetzt mittlerweile bei den Großeltern, war er eine Nacht und so, also wir haben mittlerweile schon wieder mehr Freiheit zurück, was es natürlich einfacher macht, aber gerade so die ersten Monate war schon krass, ja. Ja, ich habe.
Ich habe sehr lange in meinem alten Leben nach getrauert, aber bin jetzt auch an dem Punkt oder also schon länger schon länger an dem Punkt, wo ich sage, also ich will jetzt nicht mehr zurück, also es ist so, es ist so schön, es ist so witzig, es ist schon auch eine Herausforderung, rein logistisch irgendwie Zeitmanagement mäßig, aber das soll jetzt nicht der Grund sein, also und ich, ich bin auch so unfassbar viel gewachsen, also ich. Irgendwie in eigener Charakterstärke, aber auch ja Familienvater oder überhaupt ja Familie zu sein, ist echt eine wunderschöne Sache.
Ich muss sagen, die beste lebensschule also. Namen. Wirklich die beste Lebensschule, was ich jetzt als lernen habe dürfen über Gott, über meine Beziehung zu Gott, über über über mich selber und und und, über meine Werte also. Das, was du immer dir erfahren, also du musst es also das wird einfach alles so konkret und und und du musst es eher am Boden bringen und ich merk einfach es gibt für mich keine bessere Lebensschule als Mutter zu sein.
Es gibt nichts was mehr kostet glaub ich, also mehrere Jobs durchgemacht, aber nix hat mich so viel gekostet wie Mama sein und gleichzeitig. Ich hab so viel über mich selber, über meine Beziehung zu Gott, über in unserer Ehe auch. Also so viel lernen dürfen jetzt in den diesen letzten 21 Monaten, dass ich mich gleichzeitig schon vorher fast noch alles kommen wird. Also ich merk immer so, wenn wenn es mir gut geht, dann seh ich auch Herausforderungen total positiv, weil wir ja an den Herausforderungen total wachsen, wenn es mir nicht gut geht, dann nicht, aber das ist ein anderes Thema, genau, aber grundsätzlich also ich find es einfach eine wahnsinnig gute. Lebensschule.
Boah, ich würde so gerne noch so viel mehr fragen. Wir sind jetzt schon am Ende angekommen, aber danke für deine Ehrlichkeit, für deine Offenheit, das ist. Boah, deine Geschichte ist so so wunderschön, also erstmal ziemlich anstrengend, aber jetzt so wunderschön wie das jetzt, wie der Herr einfach alles wirklich alles gut macht.
Ja wirklich danke. So gerne echt danke für die Möglichkeit. Ja, voll gerne. Ich, also ich sag das gerne immer am Ende und heute sag ich es wieder aus ganzem Herzen. Lisa, einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast warst. Danke.