einfach HERRLICH

8. Warum Mission heute unbequem ist – Berufung, Fitness & Weltkirche (P. Karl Wallner)

Donnerstag, 15. Januar 2026 · 1 h 28

MP3

Shownotes

P. Karl Wallner OCist ist Nationaldirektor von missio Österreich, Professor für Dogmatik und Gründungsrektor an der päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz, Spiegelbestsellerautor und Gründer (Fitnessstudios, Musiklabel, Verlag, Ton- und Filmstudios). Wir sprechen über seinen Berufungsweg, woher er sein Feuer hat, wie wichtig ihm Fitnessstudios für die Evangelisierung sind und wie er bei missio weltweit eine wachsende, lebendige Kirche sehen und unterstützen kann.

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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass du da bist, Pater Karl!
Normal katholisch sein – seine Berufung
Heiligenkreuz und sterile Theologie
Mission: Weltkirche vs. Europa
Fitnessstudios und ölverschmierte Mönche
Plagiat ist Pflicht in der Kirche
Der mission monk in Afrika
Pater Karl – einfach herrlich, dass du da warst!

Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas
Social Media: Matthias Droste

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Der sagt Wow ihr in Heiligenglas, ihr seid voll coole Mönche, ihr verwendet sogar bodennebel wie in der Disco, weil ja Papst Leo auch dreimal in die Woche ins Gym gegangen ist, bevor der Papst geworden ist. Weißt du? Weißt du, ob er es jetzt noch macht? Also ich, wenn man ihn anschaut, ich glaube eigentlich nicht mehr, das wird man sehen.

Hannes Hartl nicht, das ist meine Erfahrung, auch in diesen 9 Jahren jetzt bei der Weltmission. Dass dort in Afrika jedes Dorf einen Johannes Hartl hat. Wir brauchen in der Kirche vielleicht gar nicht so diese mega Reformen, wie es man es immer meint, also dass man meint, man muss alles jetzt eben umkrempeln, wir müssten einfach nur anfangen, im Kleinen wirklich christlich zu sein, wenn ich mehr Verantwortung irgendwo in der Kirche hätte, ich würde eine Börse für für Erfindungen oder so einrichten, aber ich bin ein bisschen beschädigt jetzt auch von diesen 9 oder 10 Jahren jetzt, weil mich hier die Kirche gar nicht interessiert und. Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich.

Ich bin Sebastian Raber und ich hatte die große Freude, heute mit Pater Karl Wallner zu sprechen. Pater Karl ist Zistes jensermönch er war der Rektor einer Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz und ist jetzt seit knapp 10 Jahren der Nationaldirektor von Missio Österreich. In der heutigen Folge sprechen wir über seinen sehr beeindruckenden Lebenslauf, was er alles schon gemacht hat und wo er sein Feuer herbekommt.

Wie wichtig eben Fitnessstudios für die Evangelisierung sind und wie er bei missio weltweit eine wachsende und wirklich lebendige Kirche sehen und unterstützen kann. Pater Karl ist echt n Power Typ, ich war, ich bin echt beeindruckt und ich freue mich, dass ihr ihn kennenlernen könnt und jetzt viel Freude mit der neuen Folge Pater Karl Wallner einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast bist.

Danke für die Einladung. Wie schön. Ja, wir kennen uns noch gar nicht so richtig, aber werden uns jetzt n bisschen kennenlernen können. Ich freue mich schon. Erstmal möchte ich riesen danke sagen. Ich bin eigentlich du bist jetzt Gast bei mir im Podcast, aber eigentlich bin ich Gast bei euch im Haus. Wir sind hier in den Whisky Studios, du leitest das Ding, du bist der Nationaldirektor und ich darf dir gleich am Anfang sagen, es ist unglaublich wie was wir eine wunderschöne Willkommenskultur ihr hier habt.

Also ich bin reingekommen, ich habe es dir vor einer Woche glaube ich schon gesagt, bei anderen Aufnahmen immer man kriegt erstmal 10 Kaffees angeboten und alle Leute sind irgendwie fröhlich und freundlich und irgendwie ist es so eine super Stimmung. Also echt danke wie wie wie macht ihr das? Also die päpstlichen Missionswerke müssen Päpstlich sein, das heißt christlich.

Und wenn wir Christliches tun wollen, dann müssen wir es auch auf christliche Weise tun, und für mich war eine sehr große Einsicht, die ich im Leben hatte, die Gastfreundschaft. Anhand von dieser Abrahamstelle im Alten Testament, wo dieser unfruchtbare Abraham mit seiner unfruchtbaren Sara Gastfreundschaft gewährt, gegenüber 3 Fremden im Hebräerbrief, heißt dann, er wusste nicht, dass das Engel sind und von daher wird Abraham zu Abraham, also zum Vater der Völker. Und deshalb hängen hier bei uns in Missio in der Nationaldirektion auch überall diese Chagallbilder vom Besuch der 3 Engel bei Abraham.

Die Sarah lachte. Aber dann kommt die große Fruchtbarkeit, weil eben Gastfreundschaft war, und ich finde, es ist überhaupt etwas, was wir in der Kirche wieder lernen müssen, wenn wir christliches tun, müssen wir es auch auf christliche Weise tun, und ich war 8 Jahre Pfarrer in einer Landpfade neben Heiligenkreuz, und da habe ich die Leute wirklich immer wieder trainiert, möchte ich fast sagen, das. Wenn Leute kommen in die Kirche, die sonst nicht da sind, dann müsste besonders freundlich gegenüber jenen sein. Man steht dutzende Male im Evangelium, aber man muss es explizit 70 bewusst machen, dass wir eine Willkommenskultur gegenüber jenen brauchen, die auf der Suche sind, und bei Misse ist das

selbstverständlich, also ein café, das ist ja das Allereinfachste und klarste, was wir allen geben. Aber auch also auch das Studienpersonal und irgendwie jeder irgendwie. Hat also strahlt irgendwie eine Freude aus, eine Freundlichkeit. Ich meine, irgendwie können wir ja sagen, OK, in einem Unternehmen, das sollte es irgendwie Selbstverständlichkeit sein, aber also es ist so eine so ne Fürsorge irgendwie, ich fand das einfach super angenehm.

Also du hast die Leute hier auch gut. Trainiert ja, aber ich bin auch beschenkt worden. Ja, also ich hab vor 9 Jahren übernommen und ich hab schon geschaut, dass die Leute, die kommen, das nicht bloß als Job machen. Wir sind die päpstlichen Missionswerke, also nicht bloß Hilfswerke. Also helfen kann man aus einem bloß humanitären Antrieb, aber wenn man wirklich jetzt Mission machen möchte, Papst Franziskus, hat uns das immer wieder gesagt, ihr seid keine NGO, sondern ihr seid meine Missionswerke. Papst Leo geht in dieselbe Richtung, also das heißt, da braucht man auch innerlich, glaube, man braucht deshalb auch diese christliche Offenheit.

Auch einfach sich freuen, dass dass Besuch kommt. Ja, es ist natürlich belastend, wir haben 120, Erzbischöfe, Bischöfe, dazu 100, Missionare, die jährlich vorbeikommen, persönlich neben den 2500 projektanträgen, die wir bekommen. Und das ist schon eine Herausforderung, weil dann heißt es eben den Computer runterfahren und sich eine Stunde Zeit nehmen und und, also das sind schon Dinge, aber ich glaube, das ist eigentlich das Selbstverständlichste, wir, wir brauchen in der Kirche vielleicht gar nicht so diese mega Reformen, wie es man es immer meint, ja, also dass man meint, man muss alles jetzt eben umkrempeln, wir müssten einfach nur anfangen, im Kleinen wirklich christlich zu sein, großartig.

Bevor wir mehr auf Missio eingehen, also da, ich habe mich da schon einiges beschäftigt, aber ich bin bin gespannt. Die Zuhörerinnen Zuhörer, die vielleicht hat der ein oder andere noch missio noch gar nicht gehört, aber kurz zu dir, ich habe deinen Lebenslauf ein bisschen studiert und das ist echt krass, also was du alles schon gemacht hast.

Ich wurde so ein bisschen erinnert an das Gleichnis mit den mit den Talenten, wo der eine ein paar Talente gekriegt hat und sofort losgegangen, dass uns die multipliziert hat. Und also ich hab es mir n bisschen aufgeschrieben was du gemacht hast Sisterzienser Mönch geworden, du hast Theologie studiert, promoviert, du hast eine Hochschule aufgezogen, du hast dann Verlag gegründet, du hast dann Musiklabel gegründet, du hast ein Medienhaus gegründet, du, du machst neben neben dem ganzen auch noch Instagram, irgendwie als Mission mongeü. Warte, was habe ich noch aufgeschrieben? Du hast dann Spiegel Bestseller geschrieben, du hast ganz viele Sachen schon an Auszeichnungen bekommen, ist echt unglaublich. Jetzt bist du auch noch ein

nationaldirektor ich meine es war nicht alles gleichzeitig aber irgendwie du bist kommt mir vor so ein Macher der einfach Sachen anpackt und dein Leben wird scheinbar nicht langweilig. Also ich selber komme eigentlich vor, bis so ein kleines Würstchen. Ja, also ich, ich glaube. Die Große, die große Sache war in meinem Leben, dass ich, also ich wollte immer was Großes tun für andere.

Zuerst war ich nicht sehr gläubig, da wollte ich Medizin studieren, und ich wollte irgendwas erfinden, also dass dann Krebs heilt oder so irgendwie, und bin dann mit 17 zum Glauben gekommen mit 1617 und habe gesehen, dass die Leute eigentlich am allermeisten Gott brauchen und keine Wundermedizin, sondern Gott, der wirklich also die letzte Fülle gibt. Und dann bin ich einfach ihm immer gefolgt und dann war das einfach ohne großes Streben und ohne irgendwie, also ohne große Pläne, wie wir damals die Hochschule wie die Päpstlich geworden ist.

Da hatte ich einen Manager da, der hat mir die Frage gestellt, da war ich da gerade ernannte Rektor der Hochschule. Gründungsrektor wo sehen Sie die Hochschule in 10 Jahren? Ich habe gesagt, wir hören sofort zum Reden, also ich habe, ich sehe gar nichts, ja, ich möchte einfach nur das Beste tun und das geht Steppal stepp und meinem Leben habe ich immer dieses gnadenhafte Zahnradprinzip erlebt, das eine ergibt das andere, also du musst schon ein großes Ziel haben, aber dann führt Gott einfach Stufe über Stufe und dann geht es einfach so weiter und wenn ich zurückschaue auf mein Leben, also es ist wirklich teilweise skurril, was mir alles passiert ist das. Den bei Wetten, das gesehen ich

bin der Thomas Gottschalk wegen einer CD, die ich beworben habe, wo ich gar nicht mitsinge, wo wir mit gregorianischen Choral in die Top Tender Pop Charts gegangen sind und lauter solche Sachen. Also es sind schon wirklich sehr originelle Dinge, oder dann sitze ich jetzt eben im Jeep und fahre durch die Masai Mara zwischen Zebras und Gnus und Elefanten und so weiter aber nicht der Safari Tourist, sondern weil wir dort für die Masai Kinder eine Schule gebaut haben. Also es ist schon ziemlich ziemlich lustig, nein eben. Wie das verlaufen ist?

Eigentlich wollte ich mit 18 nur Mönch verborgen im Zisterzienser Kloß den Heiligenkreuz werden. Das war meine große Liebe und dann hat der Liebe Gott eigentlich inszeniert durch diese Hingabe, ich wollte dort hineinsterben, in diese Lebensform des Zisterzienser, durch diese Hingabe hat der Liebe Gott mir eigentlich dann Aufgaben geschickt, ja, also die, die sehr spannend und sehr missionarisch auch sind.

Darf ich fragen, wie bist du dazu gekommen einzutreten ins Stift Heiligenkreuz? Also und vor allem auch ich finde es immer spannend, je länger ich irgendwie katholisch bin, desto mehr Ordensgemeinschaften lerne ich kennen. Bist du nicht immer katholisch? Gewesen? Ja, sagen wir mal, ich bin immer lebendiger, katholischer werde ich quasi und und bin da irgendwie auch in diesem, ja, in dieser kirchlichen Welt immer mehr unterwegs und lerne immer mehr kennen.

Und es gibt ja so viele Ordensgemeinschaften, und es gibt ja auch junge Leute, die dann sagen, okay, ich probiere ich, irgendwie spüre ich den Ruf. In den Orden. Aber jetzt probiere ich mal den Orden aus, dann probiere ich mal den Orden aus, dann schaue ich mal da. Ich prüfe irgendwie so wie war deine Berufungsgeschichte? Also das ist eine sehr große Sache und ich sage immer, das Beste, was mir passieren konnte.

Meine Berufung ist in 2 Etappen gelaufen, also eigentlich in 3 Etappen, weil mit 1617 habe ich plötzlich beten gelernt, das heißt, Gott ist für mich zum du geworden, ich komme aus einer Gläubigen Familie, ich war Ministrant und so weiter aber dann, dass Gott etwas Persönliches ist und. Und vor allem noch mehr. Also, dass er eine Wirklichkeit ist, also dass er in mein Leben wirkt, mich führt, eingreift und so weiter das war die große Sache mit 16 und meine Berufung dann zum Priestertum, das war in einem Augenblick während des Gebetes in der Kirche, bei der Anbetung, also ich plötzlich war mir völlig klar, Gott will, dass ich Priester werde, und das war so total überraschend, ohne irgendeine, ich hatte nichts

erwartet, und es war so, als würde sich der Boden unter mir. Eröffnen und ich im freien Flug mich befinden, das war so ein Gefühl bei um Gottes Willen, mir soll das gehen nicht heiraten und so weiter da war so gleichen Gedanken und dann aber auch eine große Ehre. Also Gott will mich, also es war wirklich so fliegen im freien Fall und dann wusste ich aber nicht, das war die zweite Berufung, also die Priesterberufung und dann wusste ich aber nicht wie ich Priester werden soll und hab herumgeschaut da war ich schon 18 also verschiedene Ordensgemeinschaften Salesianer haben mich sehr angezogen. Und Nein, nicht dann bin ich in dieses Kloster Heiligenkreuz gekommen.

Das hat mir gar nicht gefallen. Lateinischer, Gregorianischer Choral und so weiter und sofort also das war sogar nicht meins, aber die hatten eine Hochschule, dann habe ich dort zu studieren begonnen und dann kam wieder eine Berufung, also die Dritte, dann eigentlich, die ich wirklich erlitten habe, also weil ich wollte dort definitiv nicht eintreten, aber das war wirklich so, also ich, ich kann wirklich sagen, also dieser Psalm, der stimmt bei mir, den seinen gibt es daher im Schlag.

Hab weil ich war. Ich war wirklich ich war beichten, das war ein Freitag 4. Dezember. Ich war beichten und bei dieser Beichte hab ich dann meinem Beichtvater gesagt, ich hab plötzlich den Gedanken und ein Ringen, dass ich eintreten sollte und er hat gesagt, ja hat n paar Tipps gegeben, ich bin dann zurückgefahren in mein Studentenquartier. Ich habe den Rosenkranz gebetet und habe in meinen Kalender reingeschrieben, damit völliger Klarheit an diesem Abend. Ich werde nicht Zisterzienser, ich werde normaler Priester, bin am nächsten Tag aufgewacht, es war ein Samstag und ich wusste, ich, ich werde Zisterzienser, völlig klar, völlige absolute Klarheit, die nie gewichen ist.

Also in diesem Film fast 40 Jahren mittlerweile und bin dann sofort zum Abt gefahren an diesem Samstag und habe mich zum Noviziat angemeldet, also das war wirklich sehr wunderbar und ich bete deshalb auch. Weil ich ja viele junge Leute erlebe, also die erringen mit der Ordensberufung. Das ist bei jedem sehr verschieden, aber ich bete um dieses machtvolle Eingreifen Gottes, wie ich selbst erleben durfte. Du hast jetzt gesagt, du hast ein bisschen mit den Salesianern so geliebäugelt.

Was war das also mal unabhängig von dieser klaren Berufung finde ich super stark. Ich kenne ein bisschen auch so diese Art von Berufung in meinem Leben, bin super dankbar darüber, was war das bei den Cisiciensern auch, sozusagen handfestes. Unabhängig von dieser Berufung, wo du gesagt hast, OK, der Ordensgründer ist faszinierend oder die Spiritualität, finde ich spannend oder ist da irgendwas gar irgendwas? Gar nicht also.

Damit beschäftigt man sich dann im Nobiziat man lernt es kennen, was die Zisterzien sind, dass wir marianisch sind, alcharistisch es war das Übernatürliche der Liturgie, glaube ich, ja, also auch diese spröde, also wir haben ja ein Heiligenkreuz zweites Vatikanisches Konzil, also Liturgiereform voll mitgemacht, aber so wie es das Konzil wollte, das heißt es. Klösterlicher Orden als Manastischer Orden haben wir das Latein als Liturgiesprache beibehalten und das hat mich einfach fasziniert.

Diese Schönheit der Liturgie, die würde, die Anbetung, ja das Marianische und so weiter also einfach dieses in der Kirche sein, so wie sein Abdam Abd Gregor, der schon zum lieben Gott aufgebrochen ist, wie es der immer gesagt hat, den heiligen Reiz, Wir lieben Jesus, wir lieben den Mutter Gottes, Wir beten den Rosenkranz, Wir tragen das Ordensgewand, Wir sind immer mit dem Papst, egal wie er heißt, also diese.

Das Normalkatholische, wo man dann eben jetzt auch den Himmel offen hat für das Übernatürliche, wo man nicht über das natürliche wie man lebt, was man macht, wie man die Liturgie gestaltet, diskutiert, sondern das einfach lebt, und das ist dann die Basis dafür, dass der Himmel offen ist, dass das Herz erfüllt ist mit Gnade. Also wunderschön.

Also das ist irgendwie nicht mehr, leider nicht selbstverständlich oder nicht mehr selbstverständlich das Normalkatholisch sein, dass, egal welcher Papst wir sind, einfach treu, wir sind genau. Leider nicht mehr das normalste der Welt, aber eigentlich so attraktiv kommt mir vor. Also die Generation z. Ja, du gehörst ja auch dazu.

Ja, ihr seid jetzt Gläubiger als jede Generation zuvor seit den 70er Jahren, ist ganz erstaunlich und ich sehe, wie die jungen Leute einfach dieses Suchen, den offenen Himmel und wir in der Kirche müssen denen diesen offenen Himmel geben, ich durfte ihn eben in Heiligenkreuz erleben, darf ihn bis heute erleben, wir sind ja das größte Kloster im deutschen Sprachraum geworden, ich war dort Jahre der.

Lange danach jugendseelsorge und habe danach bemerkt, also wie die jungen Leute fasziniert sind. Einfach, dass hier Menschen Gott konzentriert leben. Und übrigens hat uns Papst Benedikt, der 16 2007 extra deshalb auch besucht, weil er gesagt hat, eine Gemeinschaft, die sich einfach um 05:00 Uhr in der Früh versammelt, in einer leeren, Kalten Kirche um Gott anzubeten, zeigt ja, dass das Leben einen letzten Sinn hat, also dass wir eine Orientierung auf das Übernatürliche, auf das ewige haben und ja, also heiligenfalls ist meine Große. Große Liebe und das Ordensgewand trage ich deshalb auch als mit Begeisterung.

Ja, weil ich bin wirklich von Herzen gerne Zisterzienser. Cool, du hast jetzt gesagt, du warst Jugendseelsorge. Ich habe es auch in deiner Vita gelesen, dass du glaube ich 17 Jahre oder sowas hast. Du hast du mit Jugendlichen gearbeitet, ich kenne Heiligenkreuz einerseits vom Theologiestudium, also weil einige meiner Mitstudenten, ich habe in Augsburg studiert, Theologie haben, ihr Freijahr in Heiligenkreuz gemacht, weil man gesagt hat, Oh Heiligenkreuz, da muss man unbedingt mal studieren.

Und ich kenn es von den ganzen Sachen, die ihr mit Jugendarbeit gemacht habt. Also ich glaub die Jugend Vigil oder so gibt es oder? Jugend Vigil war seit 1997 eine Erfindung vom damaligen Novizenmeister. Ich war damals Pfarrer und Jugendseelsorge im Dekanat und wir haben gesagt, Wir hatten damals keine Berufungen, also 97 waren ganz wenig, Heiligenkreuz war eher leer und ich war eben draußen in der Pfarre, da hab ich es gut gehabt, ja, aber ich hab gelitten, dass eben so wenig los ist in Heiligenkreuz und der damalige Novizenmeister der. Pater Maximilian, unser späterer Abdan also wir haben gesagt, wir machen was und wir machen etwas, was wir am besten können, also wir werden keine Diskothek

machen, das können wir nicht, das ist nicht unser Leben, was wir Mönche können, das ist beten, wir sind Spezialisten für den offenen Himmel, kann man sagen, aber natürlich müssen wir das so machen, dass die Jugendlichen anspricht, also das ist auch charismatisch gemischt mit gregorianischem Choral, Wir haben gesagt, wir wollen auch Leute haben, die nicht liturgiefähig sind, also nicht schon von.

Die Fromme, die eh schon wissen, wie die Heilige Messe geht. Deshalb ist die Jugendwigil keine Heilige Messe, sondern ein Mischmasch von allem katholischen, also ein Stück Rosenkranz und Alcharistische Anbetungen, abgedunkelt, mit viel Weihrauch und so weiter das ist so wirklich eine tolle Sache, und seit 97 ist diese Jugendwigil einmal im Monat bummvoll 250 Jugendliche, also es ist wirklich toll und viele sind dort berührt worden, es gibt mittlerweile Mitbrüder, die als evangelische Christen keine. Gekommen waren bei der Jugendlichen ist Jesus in ihr Herz gefahren, jetzt sind sie sogar schon obere von Neugründungen.

Also es ist wirklich toll, was der liebe Gott da gibt und auch viele, viele Ehepaare muss ich auch sagen, ja, weil sobald du dich Gott, sobald du dich Jesus öffnest, ordnet er dein Leben und er führt dich dorthin, wo du hingehörst. Ob das jetzt in Ehe und Familie ist oder in eine Ordensberufung und so weiter das ist seine Sache, das Wichtige ist, das müssen wir in der Seelsorge machen, dass die Leute offene Herzen bekommen gegenüber Jesus damit.

Damit er Ihnen dann sagen kann, was für Sie das Beste ist und wo sie immer am meisten dienen können. Und ich glaube das das passiert ja immer wieder. Also wo einen reinen Raum geschaffen wird, wo man irgendwie Gott erleben kann, wo wie du es sagst, die Herzen geöffnet werden oder irgendwie Leute einfach angesprochen werden, und das ist ja heutzutage, kommt mir vor, zunehmend auch das Sinnliche, also wenn du viel Weihrauch hast und wenn du schöne Gesänge hast und so und eine schöne Beleuchtung und so weiter. Da kommt irgendwas mystisches wieder rüber, was wir irgendwie wahrscheinlich verloren hatten in unserem funktionellen Alltag oder so.

Und dann wird man da rausgerissen, dann ist man da, man wird angesprochen und heutzutage, wie du es gesagt hast, die Offenheit ist unvergleichlich, also wirklich unvergleichlich. Ich, ich kenne so viele Geschichten, wo junge Leute erzählen, jetzt kürzlich erst von der Weihnachtsfeier, hat jemand gesagt.

Ja, er hat irgendwie einfach angefangen, Bibel zu lesen. Er war erst irgendwie esoterisch und so, und dann hat er irgendwie nach der Wahrheit gesucht und dann hat er, irgendwann war er in der katholischen Messe und war er so fasziniert und also vor, als ich klein war und aufgewachsen bin in der katholischen Messe, ich fand es nicht so faszinierend.

Ja, es ist eine Generation da, die das nicht mehr erlebt hat, also für die deshalb gibt es für die jungen Leute auch die Kategorien konservativ und progressiv überhaupt nicht, also für die ist alles neu, wenn man das Schubert Heilig singt, ja, also dann ist das für die schon cool, weil sie es nicht gehört haben, ja, also das löst sich alles auf, ich hatte, das hat mir auch sehr geholfen, gleich 98, also wie wir begonnen haben mit der Jugend, wie geht, da ist dann ein Bursch zu mir gekommen.

Gekommen, so 116 Jähriger und der ist dann nach der nach der Jugendvigil gekommen und wir nehmen viel Weihrauch abgedunkelt vor dem Allerheiligsten und so der hat gesagt ihr in Heiligenplatz ihr seid voll coole Mönche, ihr verwendet sogar bodennebel wie in der Disco. Großartig. Ja, sowas braucht es halt.

Und dann dabei riecht es dann auch noch gut. Gut Kriechender boten Nebel, genau, ich bin gerade ist heute reingekommen unten und auch der ganze Eingang riecht ja nach Weihrauch, weil die Kirche bei euch gleich oder diese Kapelle gleich um die Ecke ist. Ja, also ich hab das. Ich hab das sehr gerne Weihrauch in der Kapelle in unserer Missio Kapelle können wir nicht viel Weihrauch machen, weil wir die Kameras haben. Ja das sieht man alles vor allem bei der Übertragung nicht so. Na, es ist echt so cool, was ihr macht und was du alles schon gemacht hast.

Du bist auch Professor für Dogmatik. Immer noch richtig. Es war meine große Liebe, eigentlich ja, also ich wollte eben Biologie studieren und Verhaltensforschung. Konrad Lorenz war mein großes Ideal, und der hat so halbphilosophische Bücher auch geschrieben, die haben mich mit 1516 umgetrieben.

Und dann eben eine große Liebe Patheologie, und da bin ich Gott sei Dank sehr schnell dann im Noviziat schon, also mit 19 Jahren auf den Hansus von Balthasar gestoßen und Hansus von Balthasar ist einerseits apologet, also er steht in dieser ganzen Umbruchsituation der 70er 80er Jahre drinnen also, wo alles in Frage gestellt worden ist und sich alles fragmentarisiert und wo die Kirche sich, Entschuldigung, im Nachhinein muss man das wirklich sagen, nicht in einer nicht der Verkündigung dient, sondern sich zu einem Diskurs.

Diskussionsvereine verwandelt, wir haben ja das Verkündigen verlernt. Ja, das sieht man heute auch bei vielen Predigern, das sind fromme Erwägungen zu irgendetwas und balthers hatte immer eine Absicht, nämlich das Ganze der Offenbarung zum Leuchten zu bringen, und ich war von ihm fasziniert, er hat mich eigentlich gerettet, ja, und auch weil er eine Theologie hat, die von Gott aus denkt, von der Dreifaltigkeit aus denkt, also ich war da fasziniert und habe dann auch über ihn promoviert und entdeckt, dass er von Hegel sehr inspiriert war, aber man. Mit Hegel gegen Hegel gedacht hat. Und Hegel ist ja auch der Vater in gewisser Weise des Atheismus, weil es ist, also Feuerbach macht dann als Hegel nicht den Vater des Atheismus, also nicht

nicht alles, was alles, was ist, muss Idee sein, und deshalb ist Gott nicht der, der uns schafft, sondern unsere Idee, die wir entwickeln, das ist dann letztlich Gott die Projektion. Also es war für mich sehr faszinierend, und ich wäre eigentlich in diesen wissenschaftlichen Bereich weiter gegangen, wenn ich nicht immer von der der Seelsorge so fasziniert werden. Und ich danke Gott, also ich bin Professor an der Hochschule und so weiter aber ich die Fruchtbarkeit der Theologie fehlt heute ja weitgehend und vor allem wir haben das Problem, also es wird nach wie vor Literatur ohne Ende produziert, Fachartikel ohne Ende, aber jetzt eben also die Reichweite, die Fruchtbarkeit, das, was dann

jetzt eben sich fortsetzt in die Gläubigkeit der Menschen, das fehlt also, es ist negativ reziprok dazu, und deshalb ist es mir ein Anliegen. Eben Wissenschaftlichkeit zu verbinden, eben jetzt auch mit Vermittlung. Vermittlung ist die große Kunst, die wir brauchen in einer Welt, wo man Gott und Christentum und eigentlich gar nichts mehr kennt, jetzt eben. Also ich habe ja wie gesagt Theologie studiert und ich saß oft im im in der Vorlesung drin und dachte mir, allein, die Sprache ist zwar stimmig für den für den den Raum. Und es ist auch wichtig, sich sehr differenziert auszudrücken, um auch nicht zu viel ins Labern zu kommen. Aber es ist jetzt nicht die Alltagssprache, die irgendwie eine normale Christ irgendwie

verstehen würde, und wenn man dann das, was du auch schon gesagt hast, keine Katechese eigentlich, wer lehrt wirklich noch über den Glauben, dann ist es überhaupt nicht mehr anschlussfähig. Und du schaffst aber in deiner Person offensichtlich beides zu machen. Du bist einerseits Universitätsprofessor, mit Sicherheit ich, das unterstell ich dir jetzt einfach mal mit einem hohen wissenschaftlichen Anspruch, dass das eigentlich sauber ist, dass das differenziert ist, dass es anhand der Lehre der Kirche ist, was auch nicht mehr selbstverständlich ist. Und gleichzeitig bist du in der Seelsorge aktiv mit den jungen Leuten und musst irgendwie das, was du da hoch, theologisch, irgendwie durch Durchsteigst und

Hochphilosophisch. Übersetzen können in diese, in diese Jugendsprache oder so. Wie machst du das? Ja, ich bin dankbar, dass ich viel Kontakt mit jungen Leuten habe, auch jetzt. Ich bin über 60, aber irgendwie gehen mir die jungen Leute noch zu und das interessiert mich einfach auch Muslime, mich interessiert das einfach, ja, also was die glauben, wie die aufgewachsen sind in Afghanistan, und du musst ja die anderen kennen, damit du ihnen was vermitteln kannst. Ich sage meinen Studenten auch immer, das Wichtigste bei der Predigt ist, dass du dir vorher überlegst, was willst du den Leuten geben, nicht zu zeigen, ich habe. Das gut verstanden und ich kann es hier zusammen kombinieren und dann irgendwelche Überlegungen

machen, sondern was ist der Profit den Du weitergeben möchtest? Jesus sollte nicht gepredigt um zu zeigen, dass er ein Gelehrter ist, sondern als Gepredigung das Reich Gottes die Herrschaft Gottes in den Herzen der Menschen wachsen zu lassen. Nicht also das ist ja der eigentliche Sinn des ganzen, und wir sind da ein bisschen losgelöst, also das ist wirklich ein Problem, ich erlebe sie in Afrika sehr anders, also dort wird so gepredigt, dass wirklich gesagt wird, das musst du tun. Tun.

Und dann kommt Gott in dein Leben. Also das ist glaub ich etwas, was wir neu buchstabieren müssen, aber die Wissenschaftlichkeit ist so eine Kategorie geworden, wie soll ich sagen, die, die eben steril geworden ist? Nicht das ist ein Problem. Auch man muss sagen, dass nur dort die Theologie, wie soll ich sagen, heute lebt zum Beispiel Johannes Hartl, und so, wo sie wirklich übersetzt wird ins heutige Leben, und da brauchst du eben beides. Du brauchst eine hohe Form oder eine gewisse Form von intellektualität, du musst verstanden haben, du musst den Blick auf das Ganze haben, aber dann, wie brichst du es runter, damit die Leute schlucken können. Und.

Und das machst du ja auch eigentlich in der täglichen Messe, oder? Also du predigst jetzt nicht, du predigst ja jetzt jeden Tag oder bei KTV, wie viele Jahre schon, ja. Also seit dem 16 März 2020 jetzt übertragen wir täglich die Heilige Messe und ich bin fast immer da. Also es sind Gott sei Dank finden sich sofort Priester, die mich vertreten, weil sie dadurch Rückmeldung haben, weil wir eine große Reichweite auch lange jetzt eben nach Corona haben, unglaublich.

Aber also ich find es leider muss ich sagen, mittlerweile peinlich, wenn dann Leute kommen so ah diese Predigt vor 2 Tagen die so ich hab mir gedacht um Gottes Willen schlecht vorbereitet und so weiter nicht so, aber es ist bei der Predigt auch manchmal so, also auf das darf man sich nicht verlassen grundsätzlich, aber es ist manchmal so, dass der Liebe Gott einfach wirkt, ja und das einfach.

Dass etwas rüberkommt, was man nicht beabsichtigt hat. Mein Doktorvater, der Professor Matthias Eichinger, hat immer gesagt, der Priester lebt in der Verkündigung über seine Verhältnisse, das heißt, ergibt mehr, als er Aussicht geben kann, also auf das darf man sich als Priester immer verlassen, dass auch aus einer schlechten Predigt oder wo ich mir denke, jetzt habe ich das schon hunderte Male dasselbe gesagt und denselben Witz und dieselbe und so weiter, aber dann kommt doch irgendwie, dass die Leute dankbar sind.

Dafür und wir haben Konversionen. Also es ist unglaublich, die Wirkung von dieser, von dieser Mittagsmesse unglaublich. Und wie machst du das? Also wenn du, du bist jetzt noch Professor an der an der Hochschule, du bist der Nationaldirektor von missio, da kommen wir jetzt dann gleich sehr gerne jetzt und jetzt dann drauf, was das alles bedeutet, dann machst du die Messe.

Du hast n Gym wo du am Start bist, da kommen wir nachher hoffentlich auch noch drauf. Also im Fitnessstudio und dann du machst die die Instagram Sachen wie sieht so dein normaler Arbeitsalltag aus? Gerade jetzt hab ich dich vorhin noch gesehen im Büro alle möglichen Zettel und Formulare und sonst irgendwas da liegen da rum.

Also wie ich im Kloster war, man lernt einfach durchgehend zu arbeiten. Ora, Labora, Benediktsregel und wird sich der Zens erleben nach der Benediktsregel da bist du im Kloster natürlich in einem sehr stabilen Korsett, in einer Ordnung Ordnung kommt von Ordnung in einer Ordnung des Gebetes und der Arbeit, die fehlt mir hier.

Also ich bin dann wie ich 2016 für die Pepsig Missionswerke verantwortlich wurde, bin ich ein Jahr hin und her gefahren zwischen meinem Kloster und den Büros hier in Wien, das war eine Katastrophe, ich. Also da hätte ich fast meine Seele verloren, weil man ist dann nicht mehr im Kloster und man kann hier auch kein Beziehungsumfeld aufbauen und ich brauche immer einen Ort, wo ich einwurzeln kann, ich brauche das wirklich sehr stark, wo sich ein Beziehungsumfeld bildet und ich habe dann hier ein Büro, 22 Quadratmeter haben wir dann umgewandelt, da wohne ich jetzt und ich gehe einfach rüber, bin sofort im Büro, bin dankbar, eben seit Corona, Zeit habe ich hier täglich die Heilige Messe, jetzt zu Mittag, vorher bin ich

viel herumgefahren, Samstag ist Sonntag über. Und Vorträge auswärts. Also ich bin eigentlich hier ein bisschen zum Einsiedler geworden, natürlich mit 50 Mitarbeitern, die dann in den Arbeitszeiten hier herum sind, und es kommen viele Leute auch her, also es ist eine kleine Personalpfarre geworden hier bei missö Österreich, und da bin ich sehr dankbar, deshalb schaffe ich das auch, also ich brauche so ein ein Gerüst, das mir Stabilität gibt, aber hier stehe ich natürlich nicht um 04:30 Uhr auf, sondern um 05:30 Uhr und und ich schaue. Dann eine Stunde.

Ja, und ich achte das. Das Gebet ist nicht so, also wir Mönche machen ja in gewisser Weise Time wasting. Ja, also wir stehen beim Chorgebet in der Früh eineinhalb Stunden lang, wie jede, die Psalmen sind an einem vorbei, und dass an Quantität verloren geht, das muss dann eben an Qualität, an Intensität gewonnen werden.

Aber das heißt, Ora ist Labora. Gibt es irgendwie noch Momente, wo du Freizeit hast? Sozusagen? Also jetzt mal unabhängig von dem vom Gym oder so, also wo du einfach einen gemütlichen Spaziergang machst, oder? Also da da, da bin ich nicht so der Typ dazu. Ja, also ich bin auch hier, ich lebe hier eigentlich im Hochkulturellen Wien, gleich wie ist das Ronacher Theater mit tollen Aufführungen, Ich geh eigentlich kaum ins, ja ich bin eine Banause leider, ich bin ein kulturelle, ein eine kulturelle Niete muss ich sagen, ja. Ich würd so gern mal ins Museum gehen, wenn ich Gäste habe, mach ich das auch, ja, aber sonst so persönlich. Also ich bin, ich bin glücklich, wenn ich bisschen trainieren kann oder wenn ich in die Therme

fahren kann und warmes Wasser und meine Gedanken frei bekomme also das ist mir eigentlich das Liebste. Cool. Jetzt zu missio missio, die päpstlichen Missionswerke du Labistel Leiter von der Österreich Direktion seit 2016 richtig, also jetzt fast 10 Jahre jetzt in 10 Jahren kommt mir vor, da kann man schon mal so n laden so ziemlich gut durchsteigen für jemanden der noch nie davon gehört hat. Was würdest du als erstes sagen, was ist missio? Also wir sind eben die Missionswerke des Papstes. Das ist ganz was Besonderes.

Es gibt viele Hilfsorganisationen, aber wir sind von einer Laien gegründet, 1822 also keine vatikanische Strategie, sondern das hat so gut funktioniert, sie hat war eine Rosenkranzgebetsbewegung für die Weltmission, damals 1822, dann hat sie auch ein bisschen Geld zu sammeln bekommen, und plötzlich war Gnade und Geld da.

Genau, und so konnte sie die Missionen fördern und das hat so gut funktioniert, dass 1922 dann Papst Pierce, der 11. Dieses Werk der seligen Pauline Marie Scharico zum päpstlichen Werk gemacht hat. Das heißt, er hat es globalisiert, ja, also es sind meine missionswerke, Papst ist für die Weltkirche zuständig, deshalb werden wir nationaldirektoren auch sehr, sehr hochrangig ernannt, ja, also die Bischöfe schlagen 3 vor, die Ernennung geschieht dann von rot. Rom.

Und dann sind wir auch der Autorität der Bischöfe in gewisser Weise entzogen, warum? Weil wir der Service des Papstes sind für die lokalen Kirchen, also wir haben die Aufgabe, den Diözösen, den Bischöfen, den Pfarren zu helfen, nicht selbstreferentiell zu werden, und da braucht es eben eine gewisse Position dazwischen, also wir haben die Verbindung auch mit der Weltkirche, es gibt in jedem Land 132, Nationaldirektoren gibt es, also, wir haben die Verbindung auch, weil sonst schaut man nur auf die.

Fahre wir brauchen eine neue Kirchenheizung wir brauchen die Sakristei ausgemalt, dieses und jenes Geld wird immer weniger, dann vergisst man, dass wir Teil einer weltweiten Kirche sind, die stark wächst und wo im globalen Süden, also Nöte sind, die wir mit unseren finanziellen Mitteln sehr leicht jetzt eben beheben können. Also es ist eine tolle Sache, bep, sich missionswerke und wie ich hergekommen bin, habe ich eigentlich geglaubt, dass ich scheitere, weil das war ein bisschen chaotisch, niemand hat missio gekannt, also es war so irgendwie. Alle, die Pfarrer in den ersten 2 Jahren dann ein Pfarrer angerufen hat, hat sich nur beschwert. Was schickt sie uns da, warum sollen wir da spenden? Wir müssen die Kirche

restaurieren, also es ist aber wirklich diese Haltung da, das hat sich mittlerweile geändert, ja, auch weil wir Bilder zeigen, auch bei der Mittagsmesse zeigen, wie voll die Priesterseminare sind, ein Bewusstsein schaffen, dass wir eine wachsende Weltkirche sind, ja, also das ist gigantisch, also diese Weltkirche muss man wirklich erleben, ich tue mir eben schwer, unsere Gottesdienste hier, alte Leute, die. Schön fromm, aber ja, und dann kommst du nach Afrika. Er war gerade in Ruanda, ja, also Schule 1020 Kinder fern dort Gottesdienst.

Wow, wow ist ganz anders. Wow, so schön. Aber das heißt, die die päpstlichen Missionswerke für die Mission, also für die eigentlich für die Unterstützung der Mission, aber mit Schwerpunkt auf die Entwicklungsländer, oder? Ja, also wir sind definiert auf dem globalen Süden. Wir helfen auch ein bisschen in der Ukraine, das gehört nicht ganz dazu, das muss man auch sagen, aber wir haben dort gute Kontakte, haben sehr stark geholfen, helfen dort der Kirche ja nachhaltig aufzubauen in dieser furchtbaren Situation, verschiedenes Syrien zum Beispiel ist auch nicht jetzt eben missionsterritorium mehr im eigentlichen Sinn, aber das sind Strukturen, die sind ein bisschen zu kompliziert zu erklären, die aus der Geschichte

kommen und die ein bisschen reformiert gehören würden, weil weil, weil zum Beispiel Haiti ja ist, ist kein Missionsland dort können wir nicht helfen, wir helfen trotzdem, ja, aber es, das ist wirklich kompliziert, also ich wär, ich bin ja bisschen abgeschossen, ich würde alles so gerne reformieren, ja und? Ja, also das sehen die Leute nicht. Aber es gibt viele Dinge, die nicht nicht so toll sind, auch zum Beispiel, dass die Amtszeit eines Nationaldirektors auf 5 Jahre begrenzt ist und dann vielleicht noch einmal 5 Jahre und bis man sich da eingearbeitet hat in das Ganze. Ja, also da braucht man, ich habe 4 Jahre gebraucht, ja, und jetzt erst komme ich zum Gestalten, also das sind alles so Dinge, das.

Da würde ich der Kirche raten, bitte reformiere mal, schau mal, ob du nicht von den Kindern der Welt lernen könntest, was klüger ist. Ja, weil wir haben so bestimmte Prinzipien, die nicht wirklich gut funktionieren. Bevor wir da weitergehen. Du hast jetzt gerade gesagt, maximal 2 Amtszeiten ab 5 Jahre, die sind ja jetzt dann gleich rum. Ja, ist auch wieder gut, muss ich auch sagen, weil ich bin ein bisschen, ich bin ein bisschen so ein Innovationstyp. Bei mir war 2016 auch die Situation so. Wir hatten die Hochschule ausgebaut, ich durfte diese Hochschule übernehmen mit 62 Studenten, dann ist das gewachsen, dann haben wir Fundraising begonnen, das hab ich dort gelernt.

Also das war etwas völlig Neues, dass die Leute gerne helfen, dass die Kirche wächst, dass die Studenten dort studieren können, das war gigantisch. Wir konnten dort ausbauen und 2015, hat der Kardinal Schönborn dann den Hochschulausbau eingeweiht, ein riesiger Komplex plötzlich entstanden, plötzlich hatten wir 320 Studenten, und ich weiß noch am nächsten Tag nach der Einweihung bin ich in diesen schönen Hochschulhof gegangen, das war still, kein Baulärm mehr.

Ich dachte Padakal was ist jetzt ja einfach so normal, als Rektor weitermachen, ja, und dann hat der liebe Gott mein Gebet gehört und hat mich eben in die Weltmission geschickt. Sehr gut, OK, krass, dann bin ich ja gespannt. Also das heißt nächstes Jahr gibst du wahrscheinlich den Staffelstab an jemand anderen ab, ja?

Sozusagen. Also, das ist so vorgesehen, das ist in dem Fall auch gut, also man kann sich nach 10 Jahren doch gut drauf einstellen, dass das ganze ändert und. Und es soll eben kein Batterkalverein sein. Es sind die päpstlichen Missionswerke. Insofern ist es auch gut, also 10 Jahre ist gut, 12 Jahre werden vielleicht besser, aber 10 Jahre ist gut, es ist eine gute Zeit und ich werde sicher einen guten Nachfolger bekommen.

Die Bischöfe geben einen Dreier Vorschlag an das Dekisterium für Evangelisierung, dort wird dann mein Nachfolger gewählt, dort ernannt und der wird dann hier das weiterführen und die päpstlichen Missionswerke sind mittlerweile so gut etabliert und bekannt. Und dass ich ganz sicher bin, dass es gut weitergeht. Genauso war es in Heiligenkreuzen. Also ich glaube, die Leute sehen immer, sie wissen dass, also ich weiß es selber auch, ich muss mein Gesicht hinhalten, aber ich glaube, die Leute sehen es sehr gut, dass der Batikal nicht sich vermarktet, sondern das, wofür er steht, und das ist eben die Hilfe für die wachsende Weltkirche, für die Weltmission, und in Heiligenkreuz ist es anstandslos. Gut weitergegangen nach mir.

Ich bin sicher, dass es bei missio vielleicht sogar noch besser. Ist Halleluja, das ist cool. Du hast jetzt gerade das mit Haiti angesprochen und für die Weltmission und so, und dann hast du aber gesagt, aus geschichtlichen Gründen eher so der globale Süden, je mehr ich in den deutschsprachigen Raum schaue, desto und und die Entwicklungen, desto mehr merke ich, dass wir immer mehr Missionsland selber werden. Paul Johannes Paul, der zweite hat es ja eh schon mit dem Ganzen.

Stichwort Neuevangelisierung. Gesagt, OK, die alten europäischen Länder, die mal evangelisiert waren, da müssen wir jetzt wieder was machen. Heißt das, wenn du jetzt sagst, da brauchst du ein bisschen eine Reform, ist es, ist es so ein Ding, wo du sagst, OK, globaler Süden, ja, da braucht es viel Geld, da braucht es viel Investition, aber in den jetzigen globalen Westen, da müssen wir auch viel investieren. Also ich, da explodiere ich jetzt mit mit vielen Dingen, die mir am Herzen liegen, zum Beispiel im Praktischen. Es kommen viele junge Organisationen, die lebendig sind und die die Zukunft der Kirche ausmachen, zu uns und bitten um Förderung, wir können es nicht machen, wir können hier keine Projekte unterstützen.

Wir geben dann kleine Werbekosten und so weiter. Die müssen nicht unser Logo hin, damit das vom Finanzamt jetzt eben hilft. Aber definitionsgemäß können wir nur im globalen Süden, also in den Missionsländern, helfen. Das zweite ist, wir haben dort wirklich eine Aufbruchstimmung, ein starkes Wachstum, derzeit läuft es aber so, dass wir uns von dort einfach Priester holen, die als Lückenbüßer hier eingesetzt werden, das heißt, man müsste dasselbe machen wie im 19 Jahrhundert, wo wir hier eine unglaublich hohe.

Hohe Berufungsdichte hatten also wir sind in Europa uns dessen nicht bewusst. Wir hatten im 19 und 20 Jahrhundert durch diese intensive Herz Jesu Frömmigkeit, durch die marianische Dimension der Kirche unglaublich viele ordensgründungen Berufungen, eine unglaublich hohe Dichte an Schwestern und an Priestern, und damals haben dann Leute wie der selig Arnold Jansen, die haben so Missionsseminare gegründet, um dort Missionare auszubilden für die Länder des globalen Südens, jetzt müssen wir. Kann man dasselbe in Nigeria machen? In Uganda, wo es so viele Berufungen gibt, damit die dann zu uns kommen, um uns zu missionieren und nicht das Rückenbüßen irgendwelchen Pfarren, wo sie dann eben jetzt herumfahren und dort für 30

Omas, also so eine despektiere ich aber, wenn man in Nigeria war, ich verstehe ja gar nicht, wie die nigerianischen Priester das bei uns aushalten, wenn man in Nigeria eine Sonntagsmesse erlebt, das ist ein Event, also da muss man dabei. Frei sein also, da wird getanzt und gesungen und 2000 Leute und so und dann wieder 2000 Leute 2 Stunden später und und bei uns also also wir müssten, wir müssten das neu aufsetzen das ganze, wir werden auf jeden Fall diese starken Kirchen des Südens brauchen, damit wir hier das Christentum neu neu beleben.

Also mir wurden auch die Augen geöffnet für die Weltkirche, als ich 2015. Da habe ich eine Jüngerschaftsschule gemacht in Neuseeland, die war katholisch, ja. Von ICPE das ist eine ganz kleine. Kennst du das? OK, ganz kleine internationale Missionsgemeinschaft Laienbewegung, in Malta gegründet und die hatten so ein Kloster in Wellington auf der Nordinsel von Neuseeland, und da war ich mit 25 anderen jungen Leuten war ich dort für 5 Monate und es waren 10 Nationen vertreten, da waren Katholiken aus Indien da und aus Südkorea, aus Indonesien.

Australien et cetera, und das war das erste Mal, dass ich mit der Weltkirche in Berührung kam, sozusagen und wirklich mit Katholiken aus allen Ländern geredet hab. Und dann ist mir bewusst geworden, dass das das normal oder der Standard aus dem deutschsprachigen Raum nicht der Standard der Kirche der Welt, also es war unglaublich, wo ich plötzlich die ich hab so Augen gemacht und dachte mir, OK, das.

Überall da gibt es die Verfolgte Kirche, und die wächst. Die Untergrundkirche, und die wächst. Und da ist leben da, und die Tanzen im Gottesdienst und und ich dachte mir, alles, was ich kannte, war die die normale Pfarre, die normale Pfarrei im deutschsprachigen. Raum, ja, ich, ich war in Pakistan zweimal, wo wir eine bedrängte, verfolgte, unterdrückte Kirche.

Wir haben Untergrundprojekte in China. Die wir nicht veröffentlichen können. Wir haben also, es ist wirklich erschütternd, was da passiert und vor allem diese Lebendigkeit ist sehr stark, wir haben wirklich hier das Problem und deshalb muss ich sagen, also ich bin ein bisschen beschädigt jetzt auch von diesen 9 oder 10 Jahren jetzt, weil mich hier die Kirche gar nicht mehr interessiert. Also das ist so ein, also was da gesagt wird und was da für theologische Publikationen zur Reform gibt, das ist wirklich irrelevant.

Wir sind quantitativ auch irrelevant, wir haben ja keinen quantitativen Beitrag zur Weltkirche, Europa stirbt, und bei uns ist das so marginal was, was hier jetzt eben tut, aber was mich sehr freut, ist, dass es bei uns missionarische Aufbruchbewegungen gibt und jeder einzelne junge Mensch, der heute zum Glauben kommt, ist ein unglaubliches Geschenk und was mir. Die hier besonders am Herzen liegt, das sind die Muslime, von denen ja viele zu uns gekommen sind. Ja, mit einem Respekt vor dem Christentum, wo auch diese diese Grund, also dieses, dieses Grundgefühl hier sind Christen und die helfen uns, das ist da, aber wir machen dann keine Angebote, und wir sehen dann, dass viele, die dann kommen, auch unsere Dekadenz als sehr

abstoßend erleben und dann hier sich jetzt erst richtig zu Islamisten fasst, es eben zu entwickeln, also das sind große Sorgen, aber wir haben. Vermisse einen großen Bereich jetzt eben für die Perser und Afghanen, die zu Christus gefunden haben. Das ist mir ein großes Anliegen, weil ich sehe, wie gerade diese Menschen, die aus islamischen Ländern kommen, dann wirklich brennen im Glauben, und ich glaub, das wird unsere Zukunft mal sein.

Du hast, kurz bevor wir hier gestartet haben, mit der Aufnahme hast du gesagt, dass vor wieviel 10 Jahren oder sowas gab es noch 9000000. Die ihr im Jahr an Spenden genau verschiedenen Spenden reinbekommt. Und jetzt dieses Jahr Rekordjahr mit 21000000, das ist ja ne ganze Menge Geld. Ich hab jetzt auch n bisschen auf der Webseite geschaut, du hast so n Herzensprojekt das das das Krankenhaus in Mosambik ist es dann so, dass also dass die Leute die dort so Bausteine kaufen und dann spenden ist das sind das sind 21000000 drin oder und und und wie verwendet ihr das Geld und und erzähl n bisschen von dem Herzensprojekt weil n Herzensprojekt find ich immer spannend.

Also wir haben aus. Von der Tradition heraus sind wir, glaube ich, in 40 Ländern tätig. Also es gibt keine, wie soll ich sagen, keine Systematik in dem ganzen, ja, wir sind aber zum Beispiel immer sehr stark im Südsudan, deshalb haben wir da viele Projekte, und wir haben eben diese 40, ich habe das übernommen und wir helfen hier und da und dort, und der Bischof schreibt, und die Ordensoberen braucht eine Schule und so weiter und wir schauen, wie wir das machen können, 2500, projektanträge, 620 Projekte haben wir geschafft und durch diese mediale Bekanntheit, die wir bekommen. Bekommen haben auch durch die Mittagsmesse sind die Spenden dramatisch gestiegen, weil wir in der Coronazeit gesagt haben, also wir ziehen uns nicht

zurück, wir übertragen täglich die Messe und wir waren gut aufgestellt, weil wir die Kameras hatten, und wir sitzen hier ja auch in einem misse Fernsehstudio, also wo gibt es in der Kirche in Österreich ein Fernsehstudio? Ja, also wir, wir, wir, wir nützen ja die Medien nicht adäquat, ja, das kommt Gott sei Dank durch ein Junge jetzt Gott sei dank, aber in Heiligenland haben wir auch ein Studio, also auf jeden Fall. Das ist eben ganz wichtig.

Und dann sind die Spenden dadurch gestiegen, jetzt eben, aber eben, wir können mehr helfen sie zuvor, also das heißt, wenn wir jetzt statt 9000000. 20,5 21002025 geschafft haben, dann ist es nicht, dass man sagen kann, super, wir sind so toll, sondern wir können halt 5 mal mehr helfen als damals und das ist das großartige. Und ich hatte dann am 25 März 2020 ich weiß nicht, du bist noch sehr jung, aber du erinnerst dich vielleicht auch mal.

Da gab es den ersten Lockdown, alle in Angst. Wir hatten diese Bilder von Bergamo, von den Särgen, so irrational das ganze war, aber. Aber es war einfach Angst da und ich hatte auch Angst um meine Mitarbeiter und auch, dass unsere Hilfe weitergehen kann. Und ich hatte vorher schon erlebt, eben jetzt ausgemergelte, verhungernde Kinder im Senegal. Und ich habe mir gedacht, okay, also ich mache, ich war wirklich sehr intuitiv bei der Mittagsmesse habe ich dann ein Gelübde gemacht, wenn wir gut rauskommen aus Corona, dann möchte mich so ein großes Spital in einer sehr armen Gegend Afrikas jetzt eben bauen, das war mein Gelübde damals öffentlich.

Eigentlich. Wenn ich ein bisschen nachgedacht hätte, ja, dann hätte ich es vielleicht nicht gemacht, weil ich nicht wusste, was da für Arbeit damit verbunden ist. Aber tatsächlich, also wir haben, wir haben dann gestartet und auch eine Ordensgemeinschaft gefunden, die Missionsbenediktdiener. Dann, bei der ersten Gründung, kam der Islam, also der Teufel, da und da mitgespielt, auch und rein gepfuscht in das Ganze.

Aber jetzt wächst unser Spital in Mosambik in die Höhe und ich versuche, so viel Bausteine wie möglich jetzt eben zu sammeln, die sind gut veranlagt, weil je mehr wir haben, desto größer kann dieses Krankenhaus gebaut werden, das wir dort bauen, und der Heilige, der Patron wird, der Heilige Karl Boromäus sein, weil ich selber habe den Ordensnamen Karl seit meinem 18 Lebensjahr. Aber ich bin erst zu Corona drauf gekommen, dass der Heilige Karl Ja der Pestpatron ist, also der Seuchenpatron. Er hat ja damals 1586 wie die Pest in Mailand, war auch sich nicht zurückgezogen, alle sind geflohen, er hat sich um die Kranken gekümmert, und deshalb ist es ein St. Carl Boromeos Krankenhaus in Mosambik, das wir da bauen. So stark es ist ja richtig cool,

dass es auch noch mit dem Heiligen dann zusammenhängt. Du hast jetzt vorhin von den fasi Gruppen geredet, von den ganzen Muslimen die herkommen und du hast gesagt ihr habt auch ein Na das hast du nicht gesagt das das sag ich jetzt. Ja, du weißt es. Ich weiß es mittlerweile. Ihr habt ein Hana Nias Jim ein Fitnessstudio gegründet.

Hast du es eigentlich gegründet oder hat Missius gegründet oder hast du Missius unter deiner Leiterschaft gegründet? Also ich habe eigentlich hier vieles wiederholt, was ich schon in Heiligenkreuz gemacht habe, also das Studio. Wir haben in Heiligenkreuz an der Hochschule das Studio F 33, hier haben wir das alle Weltstudio dann eingebaut und in Heiligenkreuz haben wir seit 1999 im Kloster einen Trainingsraum, einen Sportraum. Der Gründer ist Florian Henkel.

Donnersmarck, Oscar Preisträger Weil der hat mich damals eingeschult, also ich habe irgendeinen Sport gesucht und so weiter und er hat dann also sein Onkel war da ab und er konnte dann die Geräte kaufen und dieses Jim, das jetzt übrigens seit kurzem Leoninum heißt im Kloster, weil ja Papst Leo auch dreimal in die Woche ins Jim gegangen ist, bevor der Papst geworden ist, weißt. Du weißt du, ob er es jetzt noch macht. Also ich, wenn man ihn anschaut, ich glaube eigentlich nicht mehr.

Man sieht, man sieht das ein bisschen, aber er fährt ja Tennis spielen höre ich nach Castel Gandolfo und ich finde es wirklich absolut wichtig, weil diese diese Integration von Leib und Seele, das haben wir in der katholischen Kirche verloren, also früher war es automatisch, weil die Leute sind zu Fuß in die Kirche gegangen und so weiter und sofort, aber heute sind wir sitzend geworden, wir sitzen, sitzen, sitzen und werden uns selber zuwider und eigentlich diese ganze Fitnesskultur, die. Die da seit 15 Jahren 20 Jahren boomt und so weiter sehe ich eigentlich positiv, weil dadurch hast du die Möglichkeit dich kurz auszupowern und so weiter und das ist wirklich gut. Im Kloster war das sehr

segensreich, weil wir dadurch sehr normale junge Leute, viele sind gekommen, die haben gar nicht daran gedacht, dass sie einmal ins Kloster eintreten, einfach dort Sportwoche, geistige Sport, Anbetung, Training, ob Beichte und so weiter und also viele Berufungen auch dadurch und wir haben sehr normale. Viele junge Leute deshalb auch.

Und hier in Wien habe ich mir dann gedacht, ich muss was für diese neu getauften Perser machen. Die meisten sind ja Männer und die tun sich oft schwer, wenn sie neu getauft sind, weil sie ja dann von den Muslimen, das ist gefährlich für die auch hier und deshalb, dass die einen geschützten Bereich einfach haben, wo sie trainieren können, und dieses Hana Nias Jim steht allen offen, also die meisten Jugendlichen, die dort trainieren an die 400, haben derzeit Zugang gratis, man kann gerade.

Hat das Trainieren nicht. Also wir kommen aus den katholischen Bewegungen, es ist wieder gut, weil dadurch lernen sich die Leute kennen, vernetzen sich uns weiter. Ja, da bin ich ganz zufrieden damit so. Cool und du machst es ja nicht nur weil es eine gute Idee ist, sondern weil du es wirklich selber machst.

Also wie lange trainierst du jetzt? Naja, seit 9999 ja, aber ich bin mittlerweile, also ich mache es sehr gerne, weil du hast dann endorphinausschüttung, also es ist auch wirklich wenn man so down ist und so und dann gehst du trainieren und du powerst dich aus, es ist einfach gut. Für mich war es. Ist immer jetzt eben eine Möglichkeit der Seelsorge, weil ich dadurch mit jungen Leuten reden kann. Ja, also zwischen den Sätzen, du kannst reden und so weiter du hast andere, wenn du, wenn du mit jemandem, also es ist ein Unterschied, wenn junge Leute, wie soll ich sagen, wenn du mit denen spazieren gehst und so ist ein bisschen verkrampft dann alles.

Aber wenn du da trainierst und so, und und dann ist automatisch, es funktioniert einfach, wenn man miteinander trainiert. Man ist innerhalb von 10 Minuten ist man Buddy, ja, also man ist schon zusammen, das funktioniert einfach gut, ja, und es gibt ja viele andere Priester, die haben unglaublich sportliche Priester, irgendwie.

Also die könnten wirklich bei jedem Bodybuilding Wettbewerb jetzt eben auftreten. Unglaublich ja, und ich bin ein alter Dackel natürlich, ich mach es mehr so jetzt als Pflicht, ja weil ich sage, ich muss mich fit halten, damit ich weiter noch mit den jungen Leuten was machen kann. Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonniere doch gerne den Kanal. Lass ein Like da und einen Kommentar. Je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich ein wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute außerdem. Danke für das ganze positive Feedback bisher. Wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität, dann

unterstütze mich gerne über den Paypal Link in der Beschreibung vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge und hast du dann auch. Also ich hab auch bin ich geh selber ins Fitnessstudio, ich versuch so zweimal die Woche zu gehen, ich merke auch, dass das so wenig. Das ist viermal. Weniger genau hast du, hast du dann so richtig angefangen mit mit so wie sagt man Split Days mit du? Du machst hier Beine, dann machst du hier push Pull irgendwie hast du und erzähl mal n bisschen, also weil das das erzählt hat mir noch nie ein ein Mönch erzählt, dass er sagt, OK, ich hab mich mit Ernährung beschäftigt, ich schau auf meine Proteinzufuhr täglich oder so, also wie war das, war das so richtig wie?

Wie Bodybuilding oder ein bisschen bisschen Bodybuilding. Den Ausdruck habe ich immer abgelehnt, ich habe immer von Kraftsport gesprochen, weil es im Kloster natürlich auch Vorbehalte gegeben hat. Ich habe danach in den Fitnessrahmen einen großen Spiegel anbringen lassen, und das hat bei einem sehr traditionalistischen Mitbluder muss ich auch dazu sagen, furchtbare Aufregung gegeben, weil der sich vorgestellt hat, da stehen jetzt eben Mönche, Öl verschmiert da vor dem Spiegel und so weiter also erstens, wir haben auch draußen in der. Leoninum klare Regeln ja, also du musst immer das. Die Bekleidung muss einfach stimmen, das ist ein Kloster, ja und das ist Sport und und dann für mich war der Spiegel immer eine Demütigung weil meine

Genetik nicht so toll ist. Ja also das ist immer eine Demütigung weil ich ich ich schau nicht so gut aus wie ich gerne ausschauen würde. Aber eingeschult hat mich eben der Florian Henkel. Donnersmarck, Oscar, Preisträger für das Leben der anderen und da haben wir so ein bestimmtes System entworfen, dass man an einem Tag Brust und Trizeps daneben Rücken und Bizeps und dann Beine und Schulter trainiert. Aber mittlerweile, ich bin, das war 99, wie ich da begonnen habe und dann, das war schon toll, ja, also die Perspektive ändert sich dann, weil man bekommt ein neues Selbstwertgefühl. Also das ist wirklich unglaublich. Also die ich hab die psychologische Wirkung, ich war damals schon schon schon 12

Jahre Priester, die psychologische Wirkung war einfach, du hast da besseren Standing, auch gegenüber Jugendlichen, so n Unterschied ob du dich vor Jugendliche hinstellst. Wie schön, dass ihr hier seid oder ob du dich hinstellst. Schön, dass ihr hier seid. Ja, also das macht einfach auch, wie soll ich sagen, gibt ein besseres Standing. Und ja, also hat mir sehr geholfen. Im Kloster war es toll, da habe ich meistens so um 04:30 Uhr trainiert und dann ist um 06:00 Uhr die Vespa eine Stunde Training, dann schnell duschen, dann gehst du zur Vespa da. Fühlt man sich gut, oder?

Wow, ja. Wow und ich hab Artikel darüber geschrieben wo ich wo ich schreibe, dass wahrscheinlich die Mystik der zisterzenser sich auch deshalb entwickelt hat, weil die Zisterzenser entstehen, weil sie nicht sich von den Fürsten versorgen lassen wollen, sondern weil sie selber arbeiten. Der Heilige Bernhard arbeitet im Wald, im Feld und so weiter und dann gehen die so Endorphin und Sauerstoff aufgeladen gehen die zum Gebet und dann geht es ab, also dann brennt einfach das Herz und der Geist und so weiter durch diese Gnade, die in unserer Natur die.

Unserer Leiblichkeit in den Endorphinen liegt. Also ich muss dir ehrlich sagen, das erste Mal wo ich von dir gehört hatte vor Jahren war tatsächlich da hat jemand erzählt es gibt da im Wiener Wald diesen Mönch, der so der so krass aufgepumpt ist, so also der ich es gibt, es gibt den freikirchlichen Bereich, in Deutschland, gibt es den sogenannten breitesten Pastor Deutschlands, kennst du den breitester Pastor Deutschlands, und da musste ich sofort dran denken, so breitester Mönch im deutschsprachigen Raum hat.

Würdest du sagen, bist du bist es eigentlich immer noch oder gibt es da schon Leute die. Überragend so. Es gibt den Richard Weiringer Militärpfarrer in Salzburg, ja, der ist eine Maschine, der hat extra den Heiligenreuz übrigens studiert, damit er trainieren kann während des Theologiestudium. Ja, über den war vor Kurzem ein Poller Podcast ja, also das sind es gibt hier den Pata Darco von den von den Franziskanern ein Kroate also der schaut aus, also. Also ist unglaublich.

Ja, also der könnte bei jedem Wettbewerb auftreten, also es gibt hier verschiedene Leute, die das besser können, also für mich ist es auch nicht der Hauptlebensinhalt, es ist wirklich eine Hilfe, die der liebe Gott mir geschenkt hat, weil ich dadurch, also ich wäre durch viele Belastungen auch im Kloster, Arbeitslast nicht durchgekommen.

Wenn ich nicht regelmäßig einfach auch, also nicht nur das Training gehabt hätte, sondern dadurch auch die jungen Leute, mit denen man reden kann und wertvoll wird das Leben ja nur immer durch andere und der Sportraum war für mich eigentlich immer der größte Seelsorgeort, den es, den es im Kloster gegeben. Ist echt genial.

Also erinnert mich n bisschen an das, was Jugend mit einer Mission weltweit macht, weil die ja die Jüngerschaftsschule immer thematisch aufladen. Dass sie sagen okay, du kommst irgendwie dort hin, 6 Monate die ersten 3 Monate ist Teaching und dann ist 3 Monate outreach und in dieser Teaching Phase gibt es entweder die Surfer in Schwangerschaft und dann gehen die jeden Tag surfen und wenn sie dann auf Outreach sind, dann gehen sie an die besten Surfplätze und weil weil du halt in derselben im selben Milieu unterwegs bist, kannst du viel besser irgendwie ins Gespräch kommen und es gibt auch das fand ich so witzig, die sogenannte Respect The Corners der TS, das Highbership Training School. Und das ist für so Crossfit und

Hirox und und und. Bodybuilding und die gehen dann zum Muscle Beach nach Miami oder nach LA oder so. Und wenn du so n riesiger Typ bist, ja und du gehst dann missionieren, weil unter den riesigen Typen, dann nehmen die dich ernst, ja. Also ich sag auch immer, also das ist, das betrifft jetzt Sport und und und, Training und so weiter aber jeder. Bekommt er bestimmte Leidenschaften etwas, wo es ihn hinzieht, und wenn er dann eine Berufung bekommt als Laie jetzt missionarisch zu sein oder als Priester gar, dann soll er bitte das annehmen, dass Gott ihn so geführt hat, und er soll aus diesen Talenten oder diesen, seinen Leidenschaften und diesen, er soll was Apostolisches, was missionarisches draus machen,

ja. Also für mich war völlig klar, nachdem wir 99 dann den Sportraum eingerichtet haben, dass ich als Jugendseelsorger das öffnen muss und ich habe dann junge Leute gesucht, die ich eingeladen habe, zu den geistlichen Sportwochen. Die gibt es übrigens nach wie vor, Macht der Batter Wilhelm jetzt, der viel sportlicher ist als ich, das ist eine Maschine. Der Batter Wilhelm, der ist jetzt Sportgeräte, war draußen also, und voriges Jahr waren 25 Burschen da, und das war wirklich toll, also Bodybuilder, Ministranten aus. Aus Berlin und dann aber auch zugleich wieder so Leute, die einfach kommen, weil sie sich sonst nie trauen würden, ins Kloster zu gehen und über den Sport kommen sind wir haben viele Berufungen dadurch

bekommen und es ist das Schöne, auch an diesem Sport, wenn du miteinander trainierst, also innerhalb kürzester Zeit, du bist eine eingeschworene Gemeinschaft und in Heiligenkreuz war das mit Beichte, Anbetung, Rosenkranz, Katechesen, und dann war auch das Schönste, was mir geschenkt worden ist, ganz am Anfang, da waren 2 Burschen dabei, ich habe die. Leichter Katechese gehalten 2 Bodybuilder Burschen ja und die sind dann drauf gekommen, die sind zur Beichte gegangen und dann sind sie drauf gekommen, dass sie gar nicht getauft sind. Dann haben wir beide getauft, nachher ja. So stark das ist, so ermutigend.

Also ich finde es toll, dass du, dass du in Heiligenkreuz damals diese ganzen Sachen aufgebaut hast. Und ich find es interessant, dass du nach Wien gekommen bist und dort auch genau die gleichen Sachen aufgebaut hast. Also wie du hast das. Du hast irgendwie gemerkt, OK, das funktioniert in Heiligenkreuz, jetzt nehm ich das jetzt jetzt, also es ist ja nicht copy paste, aber aber ich bau das jetzt auch auf in in Wien, viele sagen vielleicht lass uns doch was Neues machen oder das gibt es schon oder was auch immer. Warum hast du genau das gleiche quasi noch mal? Naja, also es gibt keine Verbote für Plagiate in der Kirche. Ja, mir ist was Lustiges passiert. Kardinal Koch, der mehrere der

Vorträge wo dabei war bei mehreren Vorträgen, der hat einem nachher einen Vortrag zu mir gesagt, aber das was sie da gesagt haben, da könnte man sagen, das wäre ein Selbstplagiat, natürlich, weil sich Sachen wiederholen ist ganz klar, ja, also niemand kann dauernd irgendwas Neues sagen, das ist bei jedem Prediger so und so weiter nicht, und ich glaube, in der Kirche ist das Plagiat etwas sehr wichtiges, weil es darauf eben keine Strafen gibt.

Im weltlichen wissenschaftlichen Bereich ist es ein ein Verbrechen, ein Vergehen, ja, aber was ist die Kirche, die Kirche ist Werk des Heiligen Geistes und der heilige Geist wirkt, indem er Ideen gibt. Und wenn diese Ideen funktionieren, wenn sie fruchtbar sind, dann hätten wir eigentlich die Aufgabe. Da gibt es mehrere Aussagen von Papst Franziskus dazu, dann hätten wir eigentlich die Aufgabe, diese Werke des Heiligen Kreises zu entdecken und nachzumachen, ja. Oder zu kopieren oder zu adaptieren. Ja, und das geschieht viel zu wenig. Also es gibt in der Kirche so viele, also wenn ich mehr Verantwortung irgendwo in der Kirche hätte, ich würde eine eine Börse für für Erfindungen oder so einrichten oder wie ein Patentamt oder so oder eben aber

mit nicht Patent, sondern einfach zum freien kopieren. Wir haben zum Beispiel bei Missio Österreich, in der Weltkirche gibt es überall, dass Kinder sich zu Halloween als Heilige verkleiden, ja, wir haben das als Santo Santi pro. Promoviert hier das Problem ist, es gibt kein Wort dafür, das ist auch immer ein Problem, warum Dinge dann regional bleiben und wenn es ein weltweites Wort dafür geben würde, Santosa also Dinge kopieren und nachmachen. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist für die Mission der Kirche, dass man schaut, wo funktioniert das, warum funktioniert das, können wir das adaptieren, wie machen die das und so weiter ist das etwas für uns, damit auf diese Weise fruchtbare Mission geschieht?

Also der Podcast hier ist, wenn ich ganz ehrlich bin. Auch in gewisser Weise eine Kopie aus, in gewisser Weise eine Kopie aus Amerika. Es gibt in Amerika so viele spannende Sachen, wo man sagen kann, eigentlich OK, da geht echt was weiter, das sind Konzepte, die sprechen definitiv Leute an im Zeitalter des des Internets sind sowieso die Milieus verschwimmen und und sicher hab ich gedacht, na ja, das ist eigentlich. Also es ist fast n no brainer, ne ganze Menge coole Dinge die in Amerika funktionieren, die im Westen funktionieren werden wahrscheinlich hier auch funktionieren, die gibt es halt noch nicht, also die online Szene im im katholischen Bereich, die ist noch nicht so etabliert hier, aber man könnte eigentlich ein Essential

presents ein ignatious Press ein. Word on Fire. Word on Fire, diese ganzen Dinge, die irgendwie viele, viele Leute ansprechen, die auch viele Leute im deutschsprachigen Raum ansprechen. Die eigentlich sagen, naja, wenn es doch sowas nur auf Deutsch gäbe und und wir machen sie aber irgendwie nicht, also oder noch nicht. Also ich meine jetzt kommen glaube ich gar viele junge Leute und ich, ich zähle mich schon auch darunter die jetzt einfach mal den Mut haben zu sagen, jetzt machen wir es halt einfach mal ja aber ich finde das so cool, dass du sagst, ja, also Plagiate sind keine Sünde.

Wir, wir sind in der katholischen Kirche immer ein bisschen in Gefahr, überhaupt. Ja, dass wir warten, bis der Papst was sagt, die Bischöfe, was sagt der Pfarrer, was sagt und so weiter. Aber Missionswerk des Heiligen Geistes, und sie geschieht eigentlich immer von unten. Also wenn man die Kirchengeschichte anschaut, also gerettet, wurde die Kirche immer durch Orden und Bewegungen, ja in der Völkerwanderung Benedikt, ja im Mittelalter, dann bei Durbanisierung durch die Franziskan und Dominik ist immer von unten gekommen, ja. Und heute kommt sehr stark, eben durch einzelne Persönlichkeiten, die zu brennen beginnen.

Die Influencer sind der Grund, warum wir so massenhaft jetzt eben Erwachsenen Taufen in Amerika, in Großbritannien und vor allem in Frankreich haben, natürlich dann abgefangen in Gemeinschaften, wo dann der Glaube im Konkreten gelebt wird, aber da gibt es eben keine Reglementierungen dafür und diesseitige Generation, die diese Aufgabe haben, wenn der Heilige geistreich leitet, gut. Jetzt einfach was.

Ihr wartet jetzt nicht drauf oder Leute kommen zu mir und sagen ja, wir haben so einen komischen Pfarrer, wir würden gerne Anbetung halten, aber es geht nicht, er will, er sagt dann geht es nicht so in die Kirche, wenn der Tabernakel geschlossen ist. Ja, aber Jesus weiß doch, dass ihr hier seid, ihr müsst doch nicht immer, also ich bin nicht antihierarchisch wir brauchen, wir brauchen das, aber das Missionarische hat keine, wie soll ich sagen, braucht keine.

Erlaubnis Wir brauchen keine Erlaubnis, dass Mission geschieht. Ja, sie muss dann reguliert werden, da muss man schon immer schauen, dass wirklich dazu passt. Also da kann es auch falsche Richtungen gehen, ist ganz klar. Also ich spreche wirklich nicht gegen das geweihte Becher Amt, aber wir brauchen wirklich mehr innovationsmut, weil ich höre so oft in der Kirche, man müsste, man könnte, man sollte ja und da meinen man immer die anderen, den Pfarrer oder irgendjemand und so weiter Nein, du fang doch einfach an, ja, und die Medien stehen heute zur Verfügung.

Verfügung. Du kannst Welt heute heute verkünden und kopiere ja also was das Zeug hält, wenn du das Gefühl hast, dass das was da läuft, wirklich vom Heiligen Geist ist. Wir haben jetzt schon ein paar Sachen angesprochen, wollte on fire und so weiter was sind so Sachen wenn du, du bist jetzt dann bald nicht mehr nationaldirektor wer weiß wo der Herr dich hinführt, aber wenn du wenn du sagen wir mal Kapazität hättest, was würdest du kopieren? Ich weiß es nicht.

Also das ist so ähnlich wie diese Managementfrage wo siehst du dich in 10 Jahren? Ja, ich weiß es nicht, ich muss immer mit der Nase drauf gestoßen werden. Derzeit bin ich damit beschäftigt, also ich bin jetzt noch einige Monate hier, also den Übergang zu machen, das Team so aufzustellen, dass dass ich mich entbehrlich mache, ich habe gesagt, ich muss ihnen so auf die Nerven gehen, dass sie sich dann freuen, dass mein Nachfolger kommt, also das ist auch eine wichtige Aufgabe, das sehen wir in der Kirche zu wenig, die haben ja oft so, dass Leute dann an ihren Dingen klammern und und kann Übergang machen, dann werden sie alt und mit ihnen stirbt oder wird das Ganze geschwächt, eben was sie

aufgebaut haben. Und ich habe, glaube ich, immer ganz gut in der Pfarre und dann in der Hochschule diesen Übergang machen können. Ich bete, dass es hier auch gelingt, aber was ich machen werde, weiß ich nicht, also das muss der Heilige Geist muss da ein bisschen stoßen, vielleicht auch nichts, ich habe immer, also wir hatten ja diese Geschichte mit der CD in Heiligenkreuz, die ein Welterfolg geworden ist und und das war nicht geplant, sondern ich wusste nur, ich war für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Ich wusste, Heiligenkreuz ist gesund, ja, wir sind eine übernatürliche Gemeinschaft, Gott schenkt uns viele Berufungen, ja, wir sollten mehr für ihn tun, wir sollten diese wunderbare Spiritualität in

dieser Zeit, wo damals die Esoterik gebund hat und so weiter wir sollten die bekannter machen, und dann kam plötzlich über Universal Studies eine eine CD, wir machen eine Aufgabe, Welt eine eine Aufnahme. Name Welterfolg Chant Music for Paradise Ich bin durch jede Talkshow in Europa Getingelt. Ich bin bei Wetten, dass. Gesessen und so weiter also das war alles nicht geplant. Ja und drum sag ich immer, also wenn es ihr Jungen das erreichen wollt, habt große Ziele, aber schaut wo Gott die Türen öffnet, also nicht gegen eine Wand laufen wollen. Manche Türen schließen sich dann auch. Ja, also manche, da ist nichts dahinter, aber wenn man so den Wunsch hat, ich möchte etwas Großes für Gott tun, ja, dass die Menschen wirklich von seiner

Liebe erfahren. Tut es das? Und dann schau, wo sich die Tür öffnet und ich bin derzeit also in dieser Situation, also ich stehe derzeit ein bisschen vor einer Wand, und ich weiß nicht, welche Tür sich öffnen wird, aber da habe ich es wieder gut als Ordensmann, ich habe meine Oberen, die werden mir sagen, wo sie mich einsetzen wollen.

Das heißt, du musst es nicht selber aussuchen. Also ich bin auch so ein bisschen jetzt in den nächsten Jahren bin ich wahrscheinlich auch so ein bisschen an diesem Punkt, wo ich mir denke, wie geht es weiter, ich bin jetzt auch schon längere, also schon viele Jahre jetzt dort, wo ich jetzt gerade bin. Und jetzt kommt dann bald mein zweites Kind auf die Welt. Ja, genau, aber ich find es faszinierend, weil ich ich bin so so ganz schwanke immer zwischen große Neugierde, wo geht es hin, sagte bestimmt toll und Gott hat mein Leben jetzt schon so toll geführt und.

Oh krass, es gibt so viel Möglichkeiten oder vielleicht auch gibt es, so gibt es gar keine Möglichkeit und irgendwie die Ängste, die damit einhergehen, vielleicht sogar ah, die Angst was zu verpassen, vielleicht das Falsche auszuwählen. Du hast jetzt mit vielen jungen Leuten schon zu tun gehabt, was wäre so ein Rat wo du sagst, hey, wenn jemand gerade der zuhört an so einem Punkt steht.

An was kann er sich halten? Also ich, ich, ich sag immer, sie kriegen das sehr From Bete, Bete, Bete und Gott wird dir zeigen wo es hingeht und Achtung, im Mittelalter gibt es den schönen Satz, also im im im in der Scholastik Deus Agitor agitber causa Secundus also Gott Hand durch 2 Ursachen. Also das heißt, wenn du wartest, bis plötzlich ein Brief vom Himmel kommt, wo genau drinnen steht, was du tun sollst, also da wirst du lange warten, sondern hör mal in dich hinein, also wo gibt es Begegnungen, wo zieht dein Herz dich hin, ja, wo schließt sich wieder eine Tür, weil das doch nicht funktioniert, wo ist es nur eine Anfangseuphorie, die dann eben nach 23 Wochen wieder abgeklungen ist?

Also sei einfach sensibel und bete, dass dein Wille dem Willen Gottes entspricht. Nimm diese Vaterunser bitte ernst. Ja, dein Wille geschehe, weil wenn dein Wille dem Willen Gottes entspricht, bist du absolut unschlagbar. Das stimmt, das stimmt also so, das kann ich echt bezeugen in meinem Leben.

Ich hab so Verrückte, also wenige, aber so verrückte Berufungsmomente gehabt und denen bin ich gefolgt. Und bin teilweise in sehr kaltes Wasser gesprungen. Ja, aber es hat sich gelohnt, ja. Aber du musst unbedingt mit den Medien weitermachen. Das ist eure Berufung jetzt. Ihr Lein habt diese Berufung für die Medien, da gibt es keine Messökanoniker, da gibt es keine Reglementierungen, ihr könnt einfach ihr seid ihr seid Gläubige, ihr seht in der Fülle des Katholischen, in der Fülle des Glaubens, ja ihr braucht nicht warten, bis euch jemand irgendwo irgendwas erlaubt oder irgendwo hinschickt, ja, sondern ihr seid sehr unmittelbar jetzt eben gegenüber Gott und und lass dich da einfach senden. Aber Max mit maximaler

Professionalität, such dir viele Mitgefährten und bitte sucht euch Leute, die für euch beten. Also im Heiligenkreuz haben wir einen Gebetskreis. Die Freunde des Heiligenkreuzes, ich glaube 2000 sind dabei, die täglich für uns ein kurzes Gebet beten, also sonst kann es als Gemeinschaft nicht bestehen.

Bei Missia haben wir die gebetsbewegung Gott kann, da geht es zwar nicht, dass die für uns beten, aber wir haben 10000 Menschen, die mit uns täglich angesetzt im Rosenkranz beten und dadurch ist auch dieser übernatürliche Schutz da, weil eines muss jeder Wissen, der eben jetzt sich auf Jesus einlässt. Also die Apostel sind im Martyrium und. Geändert ihre feste Veränderung blutroter Farbe, aber dass es dem Teufel nicht gefällt, wenn man etwas für die Ausbreitung des Reiches Gottes tun möchte.

Du bist ja auch in der Ausbreitung des Reiches Gottes online unterwegs. Als Mission Monk finde ich total cool, hast auch schon, ich glaube 12000 auf Abonnenten auf Instagram. Machst natürlich auch viel hier mit dem was hier passiert. In missio habe ich schon viele Call Apps gesehen, wie wie bringst du das unter, dass du auch noch einen Instagram Account hast?

Man muss ein bisschen aufpassen, also so viel mach ich nicht auf Instagram. Ich kenn mich auch gar nicht aus, ich tu nur irgendwann so ab und zu irgendwas posten, aber ich hab bei Missious ja klar gesehen, ich hab seit 3 Jahren 2 und jetzt 3 Leute angestellt für die Social Media, ja. Weil wir haben zum Beispiel so eine Kinderzeitschrift, die haben wir eingestellt, weil wir gesehen haben, das hat keine Wirkung, kostet viel Geld, hat keine Wirkung.

Da leiste ich mir besser eben jetzt Anstellungen, die in den Social Media professionell das jetzt eben machen, und da brauchst du natürlich auch Burning Persons. Ja, also da haben wir wirklich 3 tolle Leute, einer davon ist also seit zweieinhalb Jahren erst katholisch, das ist übrigens auch so ein Bodybuilder Typ, ein ganz eigener Typ, ja, und der ist von weit her gekommen, und der kommt dann zum Beispiel zu mir, sagt man. Pater Karl da gibt es gerade auf tik tok, das heißt Six Seven, sage ich, was ist Six Seven?

Ja, da tun Sie so einen Six, so einen Trend, ja kannst du nicht auch was dazu machen? Okay habe ich mir gedacht, völlig sinnlos und dann habe ich bei der Predigt eben Six Seven, schaut mal die verschiedenen Bücher der Bibel an, Kapitel 6, vers 7, zum Beispiel Matthäus 67 da steht, ihr sollt nicht plappern wie die Heiden, und dann sagt Jesus, wie wir beten sollen, das Vater uns bin so bei der Predigt gestanden, das haben sie rausgeschnitten, ich glaube 1000000€.

Aufrufe ja, also es ist wirklich sehr abenteuerlich. Du musst, ich bin, ja, ich bin ja ein Dinosaurier, ich komme aus dem vorigen Jahrtausend, aus einer Zeit, wo es noch keine Handys gegeben hat, und du musst ja von den jungen Leuten von euch was sagen lassen, damit du Reichweite. Bekommst. Na, das ist so faszinierend.

Also ich finde es so cool, wie offen du bist für diese ganzen neuen Technologien, die jetzt auch eh nicht mehr so neu sind. Also Instagram ist ja jetzt echt schon boah wie lange 20 Jahre sicherlich schon da oder sowas, aber ich finde es so cool, dass du dich da. Dich darauf einlässt, dass du das nutzt und wie du gesagt hast, vorhin nicht für die Verbreitung von dir selber, sondern für die Verbreitung von der Botschaft von Jesus. Ja, es ist, man muss schon eines dazu sagen. Man macht sich dadurch natürlich auch verwundbar und ein bisschen lächerlich.

Also weil das liegt auch nicht jedem in der Kirche, Selfis zu posten und so weiter und man bekommt dann sehr bald den Geruch, der ist eitel. Ja, das ist ein komischer Vogel, dieser Batakarl ja, also auch wenn es nur ein paar Prozent sind, aber es tut halt ein bisschen weh, aber. Auch, aber ich wusste von Anfang an, du musst dein Gesicht auch hinhalten und du musst diese Medien jetzt eben nützen.

Also im Chorgestühl im Stephansdom hat mir mal der Bischof ausrichten lassen, ich möge mein Handy also nicht zum Fotografieren verwenden, das muss ich dann auch akzeptieren, ist auch okay Papst Franziskus hat auch nicht gewollt, dass fotografiert wird bei der Messe auf der anderen Seite wieder. Also ich mache ein Posting, dann sind es 20000 Leute, wie schön die Liturgie mit dem Bischof ist dort also das.

Da muss man wirklich auch abwägen und die Kirche muss auch ein bisschen justieren. Also ich bin auch dagegen, dass alle dann im Altarraum mit Handys sitzen, ja, aber ich sehe da keine große Gefahr, jetzt eben drinnen, also dass das wirklich was zerstört, sondern im Gegenteil, dass ich die Schönheit, das Übernatürliche zugleich auch so etwas missionarischem verwende, also da muss man aufpassen, da justiert sich sehr viel, gerade, ihr seid die neue Generation, die neu denken, auch ihr seid doch im Vatikan angekommen, es gab ja im heiligen Jahr einen. Ein heiliges Jahr der Influencer, wo meine Leute hier übrigens dabei waren, und die Waren begeistert. Also ich hoffe, dass sich da eine neue Mission ergibt. Ich habe in meinem allerersten

Podcast in der allerersten Folge habe ich auch geredet über die Katholische Online Szene und so, und da habe ich schon mal gesagt gehabt, dass mir Komfort seit Papst Leo Papst ist, ist ein bisschen wieso eine Welle. In der katholischen Kirche losgetreten worden. Also was oder vielleicht vielleicht krieg ich es auch erst mit, aber es ist, wieso ne Welle losgetreten worden von Leuten, die die quasi völlig unbedarft und unverschämt und ganz entspannt und wirklich mutig jetzt auf Social Media sagen, OK, Let's go, also im deutschsprachigen Raum im amerikanischen Raum, schon gibt es schon lange, aber im deutschsprachigen Raum kommt mir vor, wieso ein wie als hätte er, ohne es zu sagen.

Ein eine große, eine große Einladung ausgesprochen oder eine große Erlaubnis gegeben. Hey Leute, jetzt geht es los. Ja, ich glaub, weil er einfach so ungeniert jetzt eben Papst ist. Ja, ich bin halt der 14. Leo und der 267. Papst. Ja, und ich tu halt das und jenes und so weiter er ist einfach auch cool und ungeniert, er macht Interviews.

Also ich glaube, dass einfach auch die Jugendlichkeit eines amerikanischen Papstes. Ist auch noch jung, also jung. Und er spricht ja auch Englisch. Das ist ja auch wichtig, weil die große Szene ist eben im englischen Sprachraum jung, aber ob es jetzt direkt mit dem Papst zusammenhängt, weiß ich nicht, sondern es ist einfach, also es ist immer mit einem neuen Papst kommt immer so ein Move in die Kirche, und Europa hat ja das schon lange gebraucht und und ich glaube, dass das gut weitergehen wird, mich hat es wirklich gefreut, dass die die Influencer gewürdigt haben und. Und ich bin gerade dabei, auch einen Artikel zu schreiben über katholisches Influenzaturn in den Medien, weil wir produzieren endlos viel Papier in

Kirchenzeitungen und so weiter wir haben. Überwiegend Berichtsmedien in der Kirche, die korrekt jetzt eben berichten, was wer wo wann gesagt hat. Dadurch ändert sich überhaupt nichts, gar nichts. Ja und Influencer heißt ich möchte beeinflussen und was möchte Jesus Christus möchte einfach berichten, eben jetzt also, dass Gott uns liebt oder möchte uns beeinflussen in unseren Haltungen, dass wir uns dieser Liebe jetzt eben öffnen, das möchte Jesus Christus ist der größte Influencer und mit ihm müssen wir arbeiten. Für ihn das stimmt.

Du hast ja vorhin gesagt, das ist irgendwie die Katechese ist irgendwie abhanden gekommen und das ist ein Ziel von dem Podcast sicherlich, aber auch ich glaube, von den Influencern oder von dem, was jetzt da kommt, auf ganz unkomplizierte Art und Weise, die Leute, die gar nicht mehr in die Kirche gehen, zu erreichen damit. Ja, was ist die frohe Botschaft?

Was ist die Kirche, was sind die Schätze der Kirche, warum ist es eigentlich schön, katholisch zu sein, also dieses selbstverständliche Katholische, das war für mich auch viele Jahre, hab ich mich ehrlicherweise, aber das ist auch meine Geschichte, einfach. Eher geschämt für die katholische Kirche, weil die Ausdrucksformen irgendwie altbacken und wie auch immer eigentlich nicht altbacken, eigentlich total tief und schön, aber irgendwie, wie es für mich rübergekommen ist, altbacken und so weiter und ich hatte, ich bin eher durch die Freikirche angesprochen gewesen, weil die ist natürlich total lebendig und hysterisch, und die deckt das ganze Leben für Jesus und so weiter bis ich so n paar so ne

Handvoll Katholiken kennengelernt hab, die auch so drauf sind und wo ich dann gemerkt hab, ah. Da ist ja so ein Riesenschatz in der katholischen Kirche, genau, den ich vorher nicht gesehen habe und der auch nicht gehoben wurde oder so. Und jetzt mir kommt vor, wir versuchen so langsam, es ist eh schon immer wieder in den letzten Jahren, gell, aber wir versuchen so langsam jetzt diesen Schatz zu heben und für eine breite Masse zur Verfügung zu stellen. Ich glaube auch Sebastian.

Wir haben in den letzten Jahrzehnten so einen Minderwertigkeitskomplex entwickelt, nicht also Entschuldigung, dass es uns noch gibt. Man sieht ja die Sache an diesem Kontrast nicht, also wie sehr wir versucht haben, in den 70er Jahren uns aus der Öffentlichkeit auch zu verabschieden, nicht sichtbar zu sein. Jetzt plötzlich haben wir andere Religionen da, für die die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum das Allerwichtigste zu sein scheint, ja in jeder Weise durch Kopftuch oder durch den Bart des Propheten, und wir stehen da irgendwie daneben und haben das Gefühl, also uns Christen gibt es ja schon gar nicht mehr und so weiter, also da tut sich einfach etwas, und auch das Influencer, da tun wir digital.

Allen Raum ist ja auch eine Reaktion auf diese islamische Propaganda, die dort gelaufen ist, weil die, die Muslimen haben Apologetik dort, Apologetik heißt, sie verteidigen ihren Glauben in Abgrenzung beziehungsweise in Korrektur eben der anderen, das haben wir nicht gemacht, wir haben schon über die theologische Sprache gesprochen, Durst, Theologie studiert, fundamentaltheologie, also ich bin dogmatikprofessor, also das ist eine klare Sprache, ja, aber in der Fundamentaltheologie. Die ja früher Apologetik war, hat sich auch so eine Sprache entwickelt und man das Gefühl hat, die Reden mit überhaupt niemandem mehr außerhalb der Kirche, sondern nur mit sich selbst.

Ich hoffe, dass jetzt keine Theologenkollegen aus der unwahrscheinlichen alten Theologie, aber wir brauchen einfach auch und auch diese Medien machen ja notwendig, dass man kurz und bündig etwas sagt, ne. Und manchmal habe ich das Gefühl, das sage ich meinen Studenten, wenn ihr das Gefühl habt, ihr versteht etwas nicht bei einer Vorlesung oder bei einem Vortrag oder einem Buch, dann ist es meistens so, der möchte es gar nicht sagen, sondern der verwendet Formulierungen, um etwas nicht zu sagen oder zu verwischen und so weiter also da haben wir schon eine Entwicklung, die nicht positiv ist.

Deshalb ist ja die Theologie im deutschen Sprachraum auch so stark, jetzt eben im Abrutschen in die Irrelevanz, während im angloamerikanischen Raum und. Und so weiter also die Theologie plötzlich boomt, weil sie wieder Vermittlung gelernt hat, weil sie wieder bei den Leuten ankommen und etwas bewegen möchte. Ich habe vor kurzem mit ich weiß nicht mehr, mit wem ich gesprochen habe, aber ein höherer Kirchenvertreter, der mir gesagt hat oder da ist mir erst bewusst geworden, dass die deutschsprachige katholische Kirche vor allem die deutsche Kirche, auch in Rom tatsächlich an Relevanz verliert, weil weil, weil also.

Ist das, was die Kirche in Deutschland immer gut gekonnt hat, war eigentlich gute Theologie eigentlich, was sie gut gekonnt hat, war viel Kirchensteuer, also irgendwie dem, dem Papst das abgeben und so, da hat er irgendwie gehoben, was davon gehabt, und es hat eigentlich die Kirche Geboomt, das waren ja unglaubliche Kirchenzahlen im deutschsprachigen Raum eigentlich.

So bei den letzten 50 Jahren 60 Jahren hat sich das. Also ja, remide geändert? Ja, wenn man sich noch die großen Theologen anschaut, der Romano Guardine, der so irgendein Zwischenbau durch Karl Rahner. Die haben Hörsäle gefüllt, auch Hansus von Balthasar nicht. Das war in den 70er Ratzingern nicht.

Also das war ein Wahnsinn, was für ein Interesse also die Deutschen sind schon das Volk der Dichter und Denker, das muss man schon auch sagen, aber das ist alles weg, erstens demografisch weg, also es gibt ja kaum noch eine Bildungsschicht im Katholizismus, wenn man das vergleicht mit Amerika, also wir haben in den Vereinigten Staaten sind 30% der Intellektuellen, sind jetzt eben gläubig.

In im deutschen Sprachamt, bei 12% oder so nicht. Also da gibt es große Diskrepanzen in diesem Bereich mittlerweile, dass das abgedriftet ist. Also ich glaube, dass die deutsche Theologie gut beraten wäre, sich nicht das Mittelpunkt, jetzt eben das Kosmos zu gerieren, weil wir haben da, da nehme ich muss Deutsch, meine ich Österreich auch immer dazu.

Also wir haben so das Gefühl, ein bisschen auch der Präpotenz, also weil wir so eine große Geschichte haben. Also deshalb müssen alle auf uns hören, wir sind auch wichtig für die Weltkirche, es ist auch wirklich gut, wir haben gute, systematische Theologie, wir haben gute Materialien, aber eben das, was wir brauchen, ist, wie vermittel ich es nach außen, die Kunst der Vermittlung, die haben wir weitgehend verloren.

Und ich hoffe, dass wir sie jetzt wieder finden. Ja, also ihr seid eben diese eine Chance. Podcast ja, neue Medien, Influencer, Kurze Tik tok Videos und so weiter die zumindest Interesse wecken sich selber mit der Personality einfach reinhängen. Ja also nicht sich hinter Formulierungen verstecken.

Also ich bemerke das bei meinen, bei meinen Kolleginnen und Kollegen, man möchte sich es nicht vergeben ja also man formuliert so, dass es, wie soll ich sagen, in jede Richtung offen ist, ja. Aber Jesus wäre im Bett gestorben, friedlich, an Altersschwäche, wenn er nicht profiliert jetzt eben verkündigt hätte, weil er den Menschen etwas geben wollte und die Botschaft eines liebenden Sündenvergebenden Gottes, der ein ewiges Leben eröffnet, ist in einer säkularen Welt provokanter wie je zuvor.

Und du hast ja gesagt, wenn man also, man kann sich hinter allen möglichen Formulierungen verstecken, das ist das Verrückte, was was. Wie Reels und wie Shorts. Die zwingen dich ja so ne so n. Also das Ding direkt auf den Punkt zu bringen, maximal 30 Sekunden und wenn du das nicht richtig auf die Reihe kriegst, Johannes Hattel sagt immer, was du in einer Minute nicht sagen kannst.

Kannst auch in einer Stunde nicht sagen, also da, da muss man ja diese diese Übersetzung schon lange geschafft haben, man muss das ja so durchstiegen haben, dass man mit ganz wenigen Worten sagen kann und mir kommt vor, dass es gebraucht hat in je in der heutigen Zeit. Übrigens, Johannes Hartl nicht das meine Erfahrung auch in diesen 9 Jahren jetzt bei der Weltmission, dass dort in Afrika jedes Dorf einen Johannes Hartl hat. Wir haben hier etwas nicht, was die Kirche im globalen Süden hat und wodurch sie auch lebt.

Das sind die Katechistinnen und Katechisten, das sind Laien, die verkündigen, vielfach jetzt eben also real bei der Kirche, in der Kirche, unter Bäumen, vor der Kirche und so weiter, die dort die ganze Glaubensunterweisung jetzt eben machen, in sehr praktischer und sehr prägnanter Weise, meistens ehrenamtlich und mittlerweile immer stärker auch durch die Medien, also wenn man in Nigeria ist, du hast dort 14 christliche Fernsehprogramme in den Sendern, ja, 3 davon sind Kategorien.

Dol ist ja auch noch freikirchlich, aber du hast einfach eine Präsenz, die dort gegeben wird, wo der Glaube erklärt wird, wo der Glaube, wofür den Glauben Werbung gemacht wird. Das ist eigentlich Mission, also Mission ist werben dafür, sich auf Gott einzulassen, der sich in Jesus Christus geoffenbart hat, also wir sind eigentlich die Kirche ist ein Werbeunternehmen, und wer nicht wirbt, der stirbt, heißt es in der Wirtschaft, und die Situation, die wir im deutschen Sprachraum haben, ist also diesem. Diesem Defizit des des Erreichen Wollens die Menschen gewinnen, Wollens zu zu verdanken.

Das ist ne großartige Übersetzung, dass die Kirche ein Werbeunternehmen ist. Also ich hab meine Abschlussarbeit geschrieben über das Thema Evangelisierung und hab natürlich die das Zweite Vatikanische Konzil auch rezipiert. Und da steht ja drin in Argentis ganz am Anfang der das Wesen der Kirche ist, missionarisch zu sein. Und dann einige Bischöfe, die dann also in Bischofskonsisterien et cetera geschrieben haben. Also wenn die Kirche nicht mehr missionarisch ist, dann hat sie eigentlich ihre Daseinsberechtigung verloren. Wir sind, aber wir sind aber nicht mehr so wahnsinnig missionarisch leider, oder oder oder für immer weniger, man versteckt sich immer mehr hinter oder oder das das Minderwertigkeitsgefühl, das was

du angesprochen hast, das fand ich sehr stimmig irgendwie also. Also ich hab eine traumatisierende Erfahrung, das war 2018. Ich bin damals 2 Jahre gerade bei missio gewesen und wollte im Mission Manifest Johannes Hartl wir wollten da das verstärken in 10 Thesen für die Zukunft der Kirche wollten. Ich wollte das Anliegen vom Papst Franziskus verstärken Bernhard Meuser war maßgeblich auch für diese 10 Thesen und noch 3 weitere Autoren, ich durfte eben auch mitschreiben, und wir haben dieses Mission Manifest rausgegeben und gedacht, Wow, jetzt endlich also ein Kick off, wir verstärken den Papst Franziskus, der ja immer davon gesprochen hat. Wir müssen missionarisch, also die akademische Reaktion war also für mich bedrückend.

Es sind 2 Bücher dagegen geschrieben worden, also wie kann man denn jetzt eben wollen, andere zu gewinnen und so weiter und sofort, das hat sich vielfach fortgesetzt, wo mir klar geworden ist, also hier ist nichts zu erwarten, also wir sind völlig auf einer anderen Schiene, also man möchte eigentlich nicht mehr Wachstum, über die Methoden kann man reden, es muss nicht jedem das Gebetshaus Augsburg gefallen, das muss nicht jedem diese Formen von charismatischen Gottesdiensten. Das muss auch nicht jedem Heiligenkreuz gefallen. Also das ist ganz klar, aber dass wir überhaupt wieder gewinnen wollen beim Training heißt es no Pain, no gain, also ohne Schmerz kriegst du keinen Muskelzuwachs, also wenn du, wenn du nicht gewinnen willst,

wirst du niemand dazu gewinnen und dieser Drive, also dieses wollen andere Menschen begeistern wollen für das, was einen selbst begeistert, das ist jetzt das Wesen der Mission, und das haben wir im deutschen Sprachraum weitgehend von. Verloren und ich Hoff, dass ihr Jungen jetzt den großen Change macht. Und ich find dich so unfassbar ermutigend und inspirierend, weil du hast nämlich auf jeden Fall diesen Drive und du hast den jetzt.

Also ich vermute mal, ich kenn dich jetzt erst seit kurzem, aber. Schon sehr viele, viele Jahre in sehr vielen jungen Leuten auch angesteckt. Und also ich möchte dir einfach danken. Danke für deinen Drive, dass du nicht, dass du das nicht ausbrennen. Kannst Sebastian Danke für deine Komplimente, aber ich erröte ein bisschen.

Du hast mir so viel bei, ich würde. Das gerne. Ich würde das gerne, du. Bist nur ein kleiner Schlumpf in der Kirche. Vielleicht vielleicht klein, aber du hast sehr viel bewirkt, glaube ich. Und. Sehr viele inspiriert und danke jetzt auch für dieses für dieses Gespräch. Wir sind schon am Ende angelangt, hat sich angefühlt wie plötzlich verflogen die Zeit, danke für alles was du tust.

Ich bin total neugierig wenn ich vielleicht was weiß ich in einem halben Jahr in der Zeitung lese oder weiß ich vielleicht schreibst du mir oder ich frag dich mal wo du gelandet bist Vielleicht werde ich für den Klostergarten in Heiligenkreuz zuständig. Ich soll mir alles rechnen. Sehr gut. Nein, ich, ich schätze das.

Danke, dass du dir Zeit genommen hast. Danke, dass ich hier in den Studios sein darf und. Und so am Abschluss bleibt mir wieder mal nur zu sagen, Vater Karl, einfach herrlich, dass du heute bei mir im Podcast warst. Danke Sebastian, vielen Dank.

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