Eltern-Gedöns· Folge 502

Dein Kind geht – und wer bist du jetzt? – Wenn Eltern flügge werden | Nils Pickert

Freitag, 2. Oktober 2026 · 48 min

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Shownotes

Wenn dich deine eigene Unruhe in schwierigen Momenten mit deinem Kind weiter beschäftigt: In „Wut, mach’s gut“ übst du, deine Reaktionen besser zu verstehen und auch bei starken Gefühlen in Verbindung zu bleiben. Buch dir ein kostenloses Orientierungsgespräch (calendly.com/kurse-christopher-end/30min?utm_s…).

Wie bleibst du deinem Kind nah, wenn es seinen eigenen Weg geht – und du nicht mehr über seine Entscheidungen bestimmst? Mit Nils Pickert spreche ich über Loslassen, elterliche Sorge und die Beziehung zu erwachsenen Kindern: Zu den ausführlichen Shownotes zur Folge mit Nils (christopher-end.de/dein-kind-geht-und-wer-bist…).

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Die Ferien liegen gefüllt lange zurück. Der Alltag aus Kita, Schule und Job haben euch wieder! Und vielleicht auch die Wut? Mit meinem Vorleseradgeber Ups ich bin wütend. könnt ihr gemeinsam entdecken was hinter der Wut steckt und was im wütenden Moment hilft – eine Geschichte für Kinder und ihre Eltern.

Ups Ich Bin Wütend gibt es überall wo es Bücher gibt. Dein Kind wird erwachsen trifft eigene Entscheidungen Und brauch dich anders als früher. Vielleicht freust du dich darüber und vielleicht tut es gleichzeitig wem.". Heute spreche mit Nils Pickert über sein Buch, Wenn Eltern Flücke Werden. Nils ist Autor, Journalist und Vater von vier Kindern.

Wir reden über die Angst, die hinter manchem gut gemeinen Rat steckt Über Streit mit erwachsenen Kindern und eine besonders schwere Frage Was geschieht wenn mein Kind seine Kindheit anders erinnert als ich? Mein Name ist Christopher End und ich unterstütze Eltern dabei, großen Gefühlen wie Wut halt zu geben.

Und gleichzeitig zu führen. Schön dass du da bist! Der Titel deines Buches lautet ja nicht wenn Kinderflüge werden sondern Wenn Eltern Flüge Werden. Wovon müssen sich Eltern eigentlich befreien? Boah, also von so ziemlich allem unter anderem ja Von der Idee dass ihre Kinder ihr Leben lang bei ihnen bleiben und ich weiß auch auch Sowohl du als auch ich als auch wahrscheinlich der Rest der Welt ist in die Eltern schafft gegangen mit dem Wissen naja Die werden irgendwann groß und dann wären sie erwachsen und ziehen aus und gehen Ihre eigenen wege.

aber letztendlich das zu wissen und das zu fühlen sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. und auch wenn nicht Die Entwicklung meiner Kinder und das Erwachsen werden, meine Kinder und ihre. Ermächtigungsprozesse wie sie sich Dinge aneignen und wie Sie selbst bestimmt und frei Entscheidungen treffen sehr freudig und mit großer Begeisterung begleitet habe und auch immer noch begleite tut das auch ganz schön weh.

es tut ganz schön wir ein herzensmenschen auf eine fernbeziehung zu setzen mit dem ich achtzehn Jahre lang so dicht wie möglich in größtmöglicher Intimität und Nähe zusammengelebt habe. Wo mir nicht nur die Person als mein Kind fehlt, dass ich bekümmere und das eine Präsenz in meinem Leben hat als Kind sondern auch die Gesprächspartnerin oder der junge Mann mit dem ich über Battlerap quatschen kann oder mit denen ich irgendwelche Projekte verwirklichen kann Ihre Geschwister reden kann oder über irgendwelche Reisen, Pläne schmieden kann.

Das sind alles Dinge die jetzt auf die Distanz geschehen müssen und davon Flüge zu werden und sein Leben neu zu justieren und zu überlegen wie sich Familie anfühlt wenn die Kinder eher so Satellitenkinder sind auf Halbdistanzen immer mal wieder zurückkehren. das ist so das Programm des Buches und deswegen auch der Titel.

Das Spannende ist ja, schreib's doch in deinem Buch. Wenn Kinder aussehen, hören wir das auffällig oft von Müttern, dass die wie an Schmerz sprechen und Vätern hören wir es seltener. Empfinden die Männer jetzt diesen Abschied einfach anders oder haben sie weniger Sprache? Oder lauben sich das nicht darüber zu sprechen oder das überhaupt zu wahrzunehmen?

Beides! Und ich würde sagen da hängt sogar noch ein bisschen mehr dran und ein ganzes großes Stück Sexismus, wie das bei den meisten von diesen Dingen. Also erst mal ist es tatsächlich so, dass Veta meiner Erfahrung nach dazu kaum sprachfähig sind. Und dazukommt das Veta so wie wir Männlichkeit erzählen, Führsorge erzählen Eltern schaft erzählen oftmals gar nicht auf die Idee kommen Dass sie da was verpassen.

Das heißt Es gibt so eine so ne ziemlich Ekelhafte abwertende Art und Weise wie in der Literaturkritik und im Allgemeinen über Bücher gesprochen wird, die von Frauen geschrieben worden sind. Von Müttern, die quasi ihren Schmerz darüber schildern dass ihr Kinder ausgezogen sind oder diesen Transformationsprozess beschreiben oder was das mit ihnen gemacht hat so lange in engster Fürsorge zu leben und zu arbeiten und dann auf sich selbst zurückgeworfen zu sein.

Mir sind da sehr verächtlich machende, lächerlich-machende Beschreibung von diesen Frauen und ihren Büchern und ihren Äußerungen begegnet. Ich fand die meisten davon sehr klug, berührend... Teilweise absurd. komisch, weil ich ja so eine Politik beim Schreiben, dass sich versuche. So ungefähr hundert Sachbücher zu lesen um eins zu schreiben.

das kommt hier auch hin. Das heißt Ich habe sehr viele Frauen gelesen die unfassbar Irrkomisch und klug und verletzt und smart über Eltern schafft Mutterschaft und was es bedeutet ein Kind loszulassen geschrieben haben. Und von Männern gibt es tatsächlich wenig bis gar nichts, das kommt jetzt so langsam... Das war einer der Gründe warum ich das auch schreiben wollte dass diese Sprachfähigkeit fehlt, dass man ihnen das nicht zuspricht und nicht zutraut, dass sie sich das aber auch gleichzeitig nicht nehmen.

also Väter sind ja oft noch die die dann wenn das Erwachsene Kind Geburtstag hat ihrer Frau sagen oder ihre Partnerin schreibt mal auf das Geschenk das auch von mir oder die so grundsätzlich nicht ans Telefon gehen, wenn die Kinder anrufen. Oder sie selber nicht anrufern, also ihr soziales Leben und ihre Sozialkontakte und ihr eigentliches Kernnetz von einer Frau managen lassen.

Und gar nicht verstehen dass Sie da ins Hintertreffen geraten das ihnen was fehlt? Das fühlt dann tatsächlich dazu, dass sie sich wenig bis gar nicht dazu verhalten aber dass sie eben auch in... Räume des Alleinseins rutschen, wo sie sich dann nach einigen Jahren schon fragen und auch fragen lassen müssen.

Alter was ist eigentlich passiert? Wo sind denn die Verbindungen von denen du mal behauptet hast dass du sie geschaffen hast? und warum gehst du so selbstverständlich davon aus das deine Frau oder deine Partnerin oder andere Frauen in deinem Leben deine sozial Kontakte zu managen haben. Du hörts ja auch ganz schön ein Stück Wut raus ne?

Ja ich bin schon. Ich glaube, ich bin rückblickend wütend auf die Einsamkeitsmomente, die ich auch erlebt habe als Vater unter Müttern als Mann und der Frauen. Ich hab das seit einigen Jahren dass sich in den Sommerferien immer Eine extra Runde mit meinen kleinen Kindern drehe, weil meine Lebenskomplizin ist fest angestellt.

Ich bin frei beruflich sechs Wochen Sommerferien. das heißt wenn meine Lebens Komplizin die Oster und die Herbstferien auch irgendwie mitmachen will dann hat sie im Sommer nur zwei Wochen Ferien und muss sich dann an Weihnachten schon irgendwie die Zeit mit Überstunden zurecht knapsen. Ich zieh dann also im Sommer meistens mit meinen Kindern nochmal los und das sind man kann es nicht anders sagen einfach immer besuche.

in Mutti land ich und die mutis oder die oma's oder andere frauen. wir betreuen an die kinder. Und dass das ist schon eine bizarre situation, die ich mir anders wünschen würde noch noch mal es verbessert sich auch gerade gerade vieles gibt. Zum Glück auch viele Männer, die gerade aufbrechen und versuchen sich neu zu justieren.

Die überkümmern über Liebe, über Intimität nähe. Für mich anders nachdenken als noch vor zehn Jahren aber es sind immer noch viel zu wenige. Wenn ich darüber nicht mehr wütend wäre dann würde ich nur noch einen halb so guten Job machen. Das ist auch mal ein Eindruck. Es gibt verdammt viele Männer die das anders machen.

Da hat sich auch viel in der Gesellschaft verändert. oder wenn man sieht wie viele ... Eltern oder Väter in Kinderwagen schieben. Das ist vielleicht vor vierzig-fünfzig Jahren noch anders gewesen, Zweifel hoch. Aber die sind auch immer noch ... Ist das große von dem was wir sprechen oder vielleicht auch vorleben?

Es eine Bubble und einen Weitenteil der Bevölkerung sind auch autoritärer Gedanken oder Vorstellungen einfach sehr weit verbreitet und selbstverständlich in älteren Kindbeziehungen. Ist mal ein Eindruck! Ich würde den Teilen und ich würde ergänzen wollen, dass selbst in der Bubble die du beschreibst dieses Modell.

Verbale Aufgeschlossenheit bei gleichzeitiger Verhaltensstache schon auch noch sehr verbreitet ist. das heißt wir haben so als Väter dann die Marke an denen man gesellschaftlich gerne lesen unterkennen möchte, dass wir gute zugewandte Väter sind indem wir den Kinderwagen schieben. aber Mein Freund und Kollege Sacha Valon nennt das das Toilettenparadoxon, dass er sagt ich würde gerne mal Instagram Reels von Vätern sehen die die Klos putzen.

Und diese ganzen buchspusschäblichen Drecks Jobs machen. Das findet ja meistens nicht statt, sondern das findet dann alles in dem Bereich statt. In dem ganz zufällig und man kann sich überhaupt nicht erklären warum dann wieder die Mütter zuständig sind. also wenn die Kinder dann zahlen oder irgendwie auf den Boden gekotzt hat oder es Streit gibt oder die ganze Zettelparade von der Schule ausgefüllt werden muss oder irgendwelche Schuhgröße im Kopf haben muss.

Das ist ja auch das was sich in dem Gefühl der Kinder dann trägt bis sie erwachsen sind weit darüber hinaus und dann bleibt die Mutter oftmals ansprechbarer als der Vater. Und ich will damit nicht suggerieren, dass es nicht auch Streit- und Zwiszt- und Zawürfnisse und Entfremdung zwischen Kindern und ihren Müttern geben kann aber die Statistiken zeigen da ganz eindeutig das die Fälle bei Vätern mehr als doppelt so häufig sind und dass auch die Beziehungen kaum noch zu kitten sind.

Bei Erwachsenen Kindern, die sich von ihren Müttern entfremdet haben gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass da nochmal ne Annäherung stattfindet, statistisch gesehen? Bei Erwachsene Kinder, die sie sich von ihrem Vätern entfremdet haben ist dem nicht so. Ja also zumindestens bei denen, wenn ich mal in der Therapeutsche Praxis gucke... habe ich auch die Fälle selten, wo tatsächlich die Eltern bereit sind oder doch der Vater sich das anzugucken.

Aber das hab' ich auch, wo dann der sechzigjährige Vater mit dem dreißigjährigen Sohn da sitzt. Aber selbst da die Bereitschaften wirklich reinzugehen in den Schmerz ist halt einfach nicht da! Ja und das... Ich setze mich dann hin und hab' die Erwartung dass es mit ein zwei Sitzungen irgendwas okay ist aber dass sich irgendwie vielleicht achtzehn Jahre lang mein Kind einfach auf eine Weise behandelt hat, die verletzend ist in einer Woche gegessen ist, das ist dann noch nicht da.

Ja ich habe ja in meinen Büchern immer ein Kapitel vor dem ich mich versuche so lange wie möglich zu drücken weil es am schmerzhaftesten ist. bei Prinzessin Jungs meinem ersten Buch war das zum Beispiel das Kapitel indem ich über meine Erfahrungen mit körperlicher Gewalt spreche und das war wirklich schwierig.

und in diesem buch ist es das kapitel wo ich darüber spreche dass Elternschaft auch Nicht nur eine Erfahrung ist die einem demut verleiht sondern das ist auch eine demütigende erfahrung und wo ich dann über den zusammenhang auf den sprachlichen zusammenhang zwischen Demütiggend und demut spreche. Und dass was du da schilderst, dass Eltern nicht in der lage sind zu sehen Das erziehung Auch immer gewaltvoll ist so sehr wir uns wünschen dass das nicht der fall ist müssen wir uns dem stellen.

und das Die Kinder gehen zu lassen auch bedeutet, dass ich mich davon verabschieden muss. Kontrolle über das Bild von mir selbst in den Köpfen meiner Kinder zu haben. Das ist ja genau das, was der Vater, den du da in diesem Setting beschreibst nicht loslassen will. Der kann nicht damit aufhören die Kontrolle darüber haben zu wollen, was sein erwachsener Sohn von ihm denkt wie seine Vaterschaft wohl gewesen sein wird.

und das Interessante daran ist selbst bei Dingen, bei denen ich quasi lückenlos belegen könnte dass die Realität sich so dargestellt hat und nicht wie beispielsweise meiner Erwachsener Sohn sie beschreibt, hat das überhaupt gar kein Wert. Weil es ist sein Erfahrungsraum und der davon muss dann auch stehen bleiben lassen.

Und wenn er ihn verletzt hat, wenn er das so wahrgenommen hat, dann muss ich das irgendwie halten können! Wenn ich eine liebevolle erwachsene, zupackende, zukunftsgewandte Beziehung zu diesem richtig coolen lieben jungen Mann haben will? Dann muss sich das halten können und nicht soweit was geht von mir wegschweißen mit manchmal vielleicht sogar der berechtigten Begründung Digger, das ist so überhaupt nicht passiert.

Aber ihm war es wichtig er hat das so wahrgenommen in seiner Welt hat das eine Rolle gespielt und dann ist es mein Job das auch zu akzeptieren und dass nicht permanent versuchen herunterzureden und zu sagen nee stimmt nicht weil manchmal stimmt es tatsächlich nicht aber meistens dann halt in irgendwelchen Versionen schon.

Wie hält man das aus? Dass man in der Geschichte des eigenen Kindes nicht nur der liebevolle Vater sondern vielleicht auch derjenige ist der verletzt hat? Also wenn du das weißt, dann sagt mir bitte Bescheid. Es gibt dazu keine Alternative. Wenn man in Beziehung zu seinen Kindern bleiben will Dann muss man sich der Realität stellen dass man seine Kinder verletzt hat Richtig böse verletzten wird und damit spreche ich nicht davon Dass man seinen Kindern physische Gewalt angetan hat.

Das sind ja nicht die Dinge die wir verhandeln Und ich will auch Nicht den gewaltbegriff soweit verwässern das wirklich alles was wir tun Untergewalt fällt. aber ich finde es schon wichtig und auch realitätsbezogen sich klar zu machen, dass. Achtzehn Jahre lang auf so engem Raum kümmern für einen kleinen Menschen verantwortlich.

Zu sein auch immer damit verbunden sein muss zwangsläufig dieses Kind in irgendeiner Weise zuzurichten. Ich möchte das nicht. Ich würde mir wünschen, dass das nicht passiert habe glaube ich viel dafür getan dass das so wenig raum wie möglich ein nimmt. aber ich muss mich dem dem stellen und helfen. dabei tut mir das.

wenn nicht das halten kann wenn ich das bei mir belassen kann dann kann ich auch all die dinge. Mir zuschreiben und mir ankreiden und beim überlassen wo ich Gut war, wo ich meinen Kindern geholfen habe. Wo ich sehr liebend war und in den Weg zeigen konnte, wo wir in Nähe und in großer Liebe und Zuneiligung zueinander gewesen sind und auch noch sind.

Und all diese Dinge waren die Situationen, in denen ich massiv versagt habe und die Situation, in der ich das richtig gerockt habe. Beides stimmt und beides hat eine große Gleichzeitigkeit und das zu halten ist sehr schwer. aber das bedeutet es letztendlich Vater zu sein, Mutter zu sein. Eltern schafft zu leben.

Gibt leider keine Alternative dazu außer Ignoranz noch mehr Verletzung, Kälte und letztendlich bis hin zu Kontaktabbruch? Ja ich erlebe das oft im Arbeitmann mit Eltern dass sie sofort erklären wollen doch ein paar warum etwas so war, warum ich das gemacht habe. aber verständlich das auch ist. aber beim anderen oder beim Kind kommt dann immer an.

deine Wahrnehmung stimmt nicht. Und ich kann mir daran erinnern, wie das war als ... Paar Jahre her hab ich meiner Mutter noch was gesagt. Damals dient diese Situation. Das war für mich total ungünstig. Das hat mir wirklich die Energie geraubt eigentlich, mich behinderte meine Entwicklung und dann hat meine Mutter damals achtzig gesagt ja, da war das nicht richtig.

Also das ist natürlich, was man sich als erwachsenes Kind ich habe gerade wünscht. Ich hab grad ein Reel von Sharon Stone gesehen die sehr offen und verletzlich über den Abschied von ihrer sterben Mutter gesprochen hat und sie sich all diese Dinge auch gewünscht hat und die bis zum Schluss nicht bekommen hat und einfach wirklich gehen lassen musste.

Und ich glaube ich kann da mit mir und auch mit meinen eigenen Eltern inzwischen eine größere Großzügigkeit an den Tag legen, weil ich ein ganz gutes Gedächtnis habe und mir rückblickend dann eben Situationen aufgefallen sind die mich in meiner Jugend- und meine Kindheit sehr... ... sehr bewegt haben, teilweise auch sehr verletzt haben.

Und wo ich dann im Rückblick, auch im Gespräch mit meinen Eltern festgestellt habe das war für mich ein massiver Einschnitt oder eine von mir sogar traumatische Erfahrung und für meine Eltern war es ein gewöhnlicher Dienstag bei dem sie versucht haben nicht ihren Job zu verlieren und nicht aus der Beziehung zu fallen und ihre drei anderen Kinder auch noch einen Scheiß wollten und Sie Ihren Kuhantrag nicht bewilligt bekommen haben.

Das heißt dass man auch auf engstem Raum Leben leben kann die sehr aneinander vorbeigehen und sehr von unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnissen geprägt sind. Das stimmt, stimmt halt auch. also es stimmt dass der moment mich sehr verletzt und sehr beeindruckt hat. Es stimmt aber eben auch dass meine Eltern zu dem Zeitpunkt echt andere Sachen zu tun hatten und dafür keinen Blick hatten.

Und die Frage ist, ob das wirklich Sinn macht, das so gegeneinander aufzurechnen? Und nicht einfach die Realität dessen zu akzeptieren auf beiden Seiten und dann irgendwie mit den Gefühlen zu arbeiten von allen, die daraus dann entstehen wie du das mit deiner Mutter ja auch gemacht hast? Ja, vorhin hatte ich es mir auch vorher schon angeguckt und unsere Beziehung ist auch sehr belastbar.

aber ich kenne auch tatsächlich ... um noch mal einen anderen Dreh reinzubringen. Situationen, die ich damals total scheiße fand, die aber für mich total wichtig waren. Wo quasi eine Zumutung kam, wo meine Mutter zum Beispiel gesagt hat ... Okay! Dann machst du das jetzt hab'n jetzt? Jetzt ging es um die Bundfalte, die sie in die Jeans reingebüggelt hat, die natürlich nicht zugefahren war.

Ja, das klingt so richtig. Zu recht. und dann hatte meine Mutter gesagt okay dann bist du jetzt alt genug und kannst das selbst machen. Also ein bisschen trotz auch drinnen, aber... Und ich war total konsterniert dass ich das jetzt machen musste, dass ich es bügeln musste. Aber was für einen Geschenk?

Nicht dass ich heute noch bügele, aber ich kann es! Ich habe einfach eine Aufgabe übernommen. Deswegen ist ja manchmal auch etwas, was unangenehm ist wichtig auf einer Weise. Ich kann mich erinnern, ich bin ja einer der wenigen, sagen wir mal eher linken Männer die tatsächlich noch bei der Bundeswehr waren was in meiner Blase regermäßig für schockierte Gesichter sorgt.

Und ich kann mich Erinnern dass ein Kamerad und ich war in dem ganzen Block die einzigen beiden die Krawatten binden konnten und dann gab es so Veranstaltungen zu denen wir dann mit sogenannten langen Bindern herumlaufen mussten und wir beide. Und dann noch ein dritter Kamerad, der das auch konnte, mussten immer die Krawatten von allen Leuten binden weil damals gab es kein YouTube und nichts.

Der Dritte war der einzige in der Lage war das Seitenverkehr zu machen. Er konnte also tatsächlich dir die Kravatte binden und wir beiden konnten das nur bei uns selber. Wir haben also die Dinger genommen, die gebunden und den anderen zurückgegeben. Das konnte ich halt tatsächlich auch nur weil mein Vater mir mal gezeigt hat.

Und das ist jetzt auch kein Skill, den ich in meinem ganzen Leben brauche oder den ich damals besonders cool fand aber er meinte halt schon ja... Ich bin mir relativ sicher dass du in eine Situation reinlaufen wirst wo du das brauchst und zack so geht das! Er hat mir auch Kochen und andere Dinge beigebracht die ich deutlich nützlicher fand und finde.

aber Krawattebinden war dann auch irgendwie handy. In dein Buch geht es ja auch viel um diese Frage Welche Entscheidungen treffen denn die Kinder oder wir? Also Beispiel dieses Tattoo. Einzelne Kinder wollten ein Tattoo haben, übrigens sehr witzig hatte ein ähnliches Gespräch mit Nora Imlau letztens im Podcast über Tattoos und was sie da für Widerstände auch gegen hat.

Und du hast ja der Entscheidungen auf eine Weise zugestimmt und einen bestimmten Rahmen gegeben. Aber wie war das in dem Moment, als der Tattoo tatsächlich auf dem Körper aller Tochter war? Zu dem Zeitpunkt konnte ich damit eigentlich schon ganz gut zurechtkommen. also ich bekomme halt aus einer Generation auch aus einer Zeit und einer Gesellschaft.

mit der DDR wurde es absolut unüblich wahr wo sich tätowieren zu lassen das totale signal von keine ahnung nach außentreten die gesellschaft verlassen dass es damit behaftet war. Und in schon in der generation von den millenials also den den leuten die jetzt so rund um die dreißig sind genauso wie bei denen jenn jensee kids sind tattoos, Nach wie vor hoch im Hoch im Kurs und beide meine erwachsenen Kinder haben inzwischen mehrere Tattoos.

Sie haben tatsächlich auch Geschwister-Tattoos, was mich super berührt. das heißt die beiden tragen Tattoes, die ihre jeweiligen Geschwisters auf eine ganz bestimmte Art und Weise repräsentieren. Und was soll ich da sagen? Nein! Das war das erste dass sich die Idee dahinter schon sehr gut fand immer wieder sich zu überlegen, was hier meine Aufgabe ist.

Dass der Körper meiner Kinder nicht die Verlängerung meines Körpers ist. Obwohl sich das ganz lange gerade als sie klein waren so angefühlt hat, dass der Schmerz meiner Kinder auch ganz unmittelbar meiner ist und ich mich sofort darum kümmern muss und mir jede Entscheidung meiner Kinder zu eigen machen muss.

Und dann ist es im Prinzip so, als würde ein ... ... forty-fünfjähriger, nicht tätowierter Mann plötzlich entschließen sich tätowieren zu lassen und ich bin ja noch überhaupt nicht so weit. Es ist aber meine Tochter, die ihre eigene Person ist und die dann mit siebzehn-einhalb ihrer eigenen Entscheidung treffen kann.

Die braucht mich dann weil sie zu dem Zeitpunkt eben noch nicht ganz diese Entscheidung treffen konnte. es war aber klar dass sie das mit mir an Bord macht und dass auch nicht das Letzte dazu gewesen sein wird. also haben wir einen gangbaren Weg für uns gefunden. Sie hat das machen lassen sie hat danach noch weiter machen lassen.

Eine dazu übernehme ich die Verantwortung, es ist okay. Aber für mehr möchte ich mich nicht zuverhalten, das schaffe ich nicht, das halte ich nicht aus und sie hat sich dann auch daran gehalten. mein großer Kerl hat das anders gelöst, das sollten Eltern auch wissen. Eure fast erwachsene Kinder haben alle Freundinnen und Freunde mit Tätowiermaschinen.

Die haben da Lust drauf, die können das machen auch? Das heißt ihr braucht euch überhaupt nicht einzureden dass das nicht passiert. wenn sie das wollen findet einfach nur einen Rahmen in dem alle Beteiligten einigermaßen gut damit zurechtkommen und so ungefähr das kriegen was sie möchten bzw gerade noch aushalten können.

Und dann lebt damit und das versuche ich eben auch grundsätzlich sind die körper meiner kinder nichts was ich zu kommentieren habe. die Entscheidungen, die Transformationsprozesse. Die Ziele die sie ansteuern das all das gehört mir nicht sondern wenn ich Glück habe wenn es gut läuft wenn ich in Bindung bleibe dann bietet mir das an und ich kann dann bietet man mir dass an und sich kann damit dann arbeiten und darüber können wir Intimität aufbauen und Bindung und das macht mich dann auch sehr glücklich.

Aber der Satz, der auch über diesem Buch steht mit dem ich immer anecke bei Eltern ist. Der Satz das geht mich nichts an! Immer wenn ich das sage sind ganz viele Eltern super schockiert weil sie das verwechseln mit. dass interessiert mich nicht und ich muss dann erklären des Gegenteils der Fall. alles was meine kinder angeht interessiert mich brennend.

ich will das schon wissen aber es geht mich nicht an die beziehung die meine kindert zum beispiel fühlen. die gehen mich nichts an es sei denn sie holen mich da rein und stellen mir die leute vor. oder wollen darüber reden oder wollen das teilen. aber es gibt hier keine informations verpflichtungen diese information ihre bezierung ihrer lebens entwürfe auch ihre mögliche queerness zb das gehört mir nicht.

ich bin bin nicht der Besitzer meiner Kinder und auch nicht der Verwalter von ihren Biografien oder ihren Ambitionen. Und sie sind nicht die Verlängerung von meinem Willen, dementsprechend geht mich das nichts an. aber ich verfolge das mit großem Interesse und bin glücklich wenn Sie das mit mir teilen.

Eigentlich weißt du genau wie du sein willst als Mutter oder Vater. Du willst ein Kind da sein zugewandt und ruhig bleiben und zugleich klare Grenzen setzen. Aber. Und dann gibt es diese Momente, wo die Wut deines Kindes etwas in dir auslöst. Vielleicht wirst du selbst wütend laut? Vielleicht gibst du nach... Auf jeden Fall denkst du am Ende so wollte ich doch nie sein!

Es fehlt ja nicht noch an mehr Wissen, noch ein Podcast, noch einen Ratgeber, noch nen Blog, noch n Insta-Tipp, nein. Was du brauchst ist eine neue Erfahrung. Kein Wissen. Eine Erfahrung, die dich trägt. Deswegen is mein dreimonatiges Programm Wut machts gut Erfahrungsbasier. Du lernst nicht nur die Wut eines Kindes besser zu verstehen, sondern es geht um diese Erfahrung, die dich verändern kann.

Du übst sich selbst zu regulieren in Verbindung zu bleiben und auch dann so klar zu führen wenn's schwierig wird, wenn's hart auf hart kommt und wenn deine eigenen Gefühle anspringen Dann dazu bleiben obwohl die gefühl da sind. das ist möglich Damit Veränderung halt nicht nur in deinem Kopf stattfindet als gute Absicht, sondern im entscheidenden Moment spürbar wird.

So dass du eine Wahrhass-Video dich verhalten willst – auch wenn es noch in dir eng ist! Wenn Du herausfinden möchtest ob Wut machts gut gerade zu Dir und Deine Familie passt dann findest Du den Link zum Orientierungsgespräch in den Schaunen. Das ist kostenlos das Orientierungs gespräch für Dich und da schaut Ihr drauf ja wie Eure Situation gerade ist.

was Du brauchst zu dir passt. Das ist ja gerade auch mit Beziehungen und ich finde, es ist gerade noch ein Unterschied ob die Beziehung meiner Tochter oder meines Sohnes geht macht das sehr oft etwas mit uns. Auch eine Sorge was passiert wenn das Kind an den falschen Gerät? Was machen wir mit unseren Gedanken, Sorgen und Einschätzungen müssen wir für uns behalten.

Ich bin großer Fan davon, dass alle immer das sagen können was sie bewegt. über Gefühle sprechen ist total wichtig. Ich finde es aber auch schon wichtig als das was ich gerne geläuterte Erziehungsquatscher bezeichne. und das bin ich reicht das glaube ich wenn ich meinen Kindern das einmal sage. ich habe als meine großen Kinder sind noch sehr jung waren dazu geneigt Sie damit sehr zu bescheiden, immer wieder das Gleiche zu sagen.

Und ich habe dann irgendwann festgestellt auch mit viel... therapeutischer Begleitung, dass ich das nicht für sie mache sondern für mich weil ich mich gerne tätig wahrnehmen würde irgendwie erzieherisch selbst wirksam. Dass sich das Gefühl habe bei Dingen die mir zu groß scheinen, die ich nicht kontrollieren kann vor denen ich Angst habe, dass sich die irgendwie in den Griff kriege indem ich meinen Kindern Vorträge darüber halten was es bedeutet und wohin es führen kann Und einen Schritt zurückzutreten und sich anzugucken und zu fragen, für wen machst du das eigentlich?

Für wen formulierst Du die Sorge. Ist es wirklich nötig Deine Kinder nochmal darüber zu informieren? Gibt es eine Informationsdiskrepanz? Sie wissen nicht, dass Du Dir Sorgen machst! Wenn meine Kinder wissen, dass ich Sorgen habe oder Angst habe, dann muss das doch reichen. Ich muss sie mit meinen Gefühlen nicht verfolgen und sie stellen und sie einengen.

aushalten können, dass sie trotz meiner Ängste so wie meine große Tochter für das nächste halbe Jahr mit einer Freundin nach Südamerika gehen und klar ist es sicher auch gefährlich aber dasses Leben und Welt immer. Ich war über den Winter mit meinen beiden kleinen Kindern in meiner Lebenskomplizien vier Monate auf den Kanaren habe dieses Buch unter anderem geschrieben war eine sauteuere Angelegenheit, die mich zwei Jahre Planung gekostet hat.

Und das viel Kraft und Zeit für uns alle da rein investiert hat um das möglich zu machen. ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem befreundeten Vater vor dieser Reise. Ich habe ihm davon erzählt und der meinte so zu mir Er würde sich das nicht zutrauen weil es könne ja schief gehen. Also ja, aber was sind das für ein Angang an die Sache?

Das geht ja für alles. Für buchstäblich alles im Leben! Alles kann schiefgehen und die Begründung, dass nicht mal zu versuchen finde ich schwierig. Und das Gleiche gilt für meine Kinder. Alles, was meine Kinder tun, kann schif-schief gehen. Sie können in jeder Richtung von allen Menschen verletzt werden.

Ich kann sie nicht in Watte packen. Es ist sogar kontraproduktiv falsch. Und ich wäre ein schlechter Vater wenn ich das tue... ...und ein ziemlich schlechter Vater, wenn ich es zu sehr versuche. Und ich muss sie einfach laufen lassen. Ich muss sie gehen lassen auf die Gefahren, dass sie sich wahnsinnig verletzen.

und ja so ist die Welt. das kann passieren! Ich muss niemanden erzählen der auch nur einen halben Blick nach draußen wirft wie die welt ist und wie gefährlich die gerade ist und dass das alles auch nicht geiler wird. aber meine erwachsene kinder haben ein recht darauf diese welt genau so zu erfahren wie sie das möchten und ich bin Nicht der Türsteher, der Realität von meinen Kindern.

Schon gar nicht von meinen erwachsenen Kindern. so funktioniert es nicht. Woran merkst du dass du wenn du was sagst weil das gerade deinem Kind wirklich dient wie du sagst eine Information ist? Oder weil du deine eigene Unruhe loswerden oder beruhigen möchtest Es immer gut wenn meine Kinder mir sagen dass sie etwas wissen wollen es auch immer gut zu fragen Möchtest du darf ich dazu was sagen?

Ich hab das Gefühl, ich möchte dazu etwas sagen. Das beunruhigt mich ... Darf ich mich dazu verhalten? und wenn meine Kinder dann sagen Boah Papa, das habe jetzt schon dreißig Mal gehört oder nee bitte nicht, da lass' ich das! Und wenn sie mich dazu einladen zu sprechen, dann mach' ich es also. das klingt wie der schlechteste rat der je gegeben wurde aber seine erwachsenen kinder einfach wie erwachsene menschen zu verhalten denen man gerne auf einer party begegnen würde und von dem man dann denkt so die sind ja total nett und liebenswürdig und cool mit fühlend und kreativ.

mit denen möchte ich gerne zeit verbringen ist eigentlich eine richtig gute idee. Und auch mit seinen kleinen Kindern darauf hinzuarbeiten, dass sie zumindest die Option haben solche Erwachsenen zu werden. Von denen wir denken wie toll sind die denn? Mit denen möchte ich Zeit verbringen. das ist eine richtig gute Idee.

Das nicht immer leicht und wir stehen uns dabei ganz oft selbst im Weg weil alle auf uns einschreien wie wir Kinder zu erziehen haben Weil wir so viele Anforderungen an uns gestellt sehen weil wir Alle in diesen kapitalistischen Erwerbszwangmühlen leben patriarchale, sexistische Gesellschaft haben in denen Väter entweder als Helden gefeiert oder als absolute Dullys entwertet werden während die Mütter die ganze Arbeit haben und grundsätzlich abgewertet werden.

All das ist immer noch real und man versucht so einigermaßen da durchzugeraten und sich uns seine Kinder dabei nicht zu verlieren. ich weiß dass es super schwer ist aber ich glaube nicht dass es viel andere Dinge auf der Welt gibt die sich so sehr lohnen wie das zu versuchen Du nennst das ja dieses dem Kind wie einem anderen Erwachsenen zu begegnen.

Ja, eine horizontale Beziehung. in deinem Buch. wird die Beziehungen zur wachsten Kinder wirklich horizontal oder bleibt durch die gemeinsame Geschichte nicht immer ne Asymetrie bestehen? Diese Asymmetrie ist immer auch Teil dessen was da ist. Was ich beschreibe es ein Prozess des Wertens und das woran ich arbeiten muss ist diese Horizontale Beziehung.

und ja, wenn ich mit meinen Kindern ein Gespräch habe dann können sie mir auch Rat geben. Dann lasse ich mich von ihnen belehren Ich lasse mich von meinen Kindern fahren. Ich lasso mir von ihnen die Welt erklären Dinge bauen Gerichte kochen. Ich lasse mich von ihnen kritisieren in Umgang mit ihren jüngeren Geschwistern zum Beispiel.

Das sind alles Indikatoren für eine horizontale Ebene. und selbstverständlich, Sind das meine Kinder? Und egal wie alt ich bin und egal wie als sie sind, ich werde immer bis zu einem gewissen Grad Für Sie Verantwortung haben und sie sehr lieben. so lange Atem in mir ist dass es überhaupt gar keine Frage Und wenn da irgendwas am Brennen ist, dann gehe ich dahin und rette die Nachkräften.

Das auch überhaupt gar keine Frage! Aber das würde ich auch mit meiner Lebenskomplizin machen und in meinen besten Freundinnen und Freunden. von daher auch da nivelliert sich dieses kümmernde Herabschauen auf ein Kind zu einer horizontalen Ebene. Und das Problem in der Beziehung, die ich zu meinen Kindern habe war glaube ich weniger dass ich es mir schwerfällt, diese horizontale Ebene herzustellen.

Diesen Impuls hatten meine Lebenskomplize und ich schon sehr häufig sondern das wir dann zu dem neigen was man gemeinhin Parentifizierung nennt. also wenn's nach mir ginge dann würde ich meiner zehnjährigen Kinder schon gerne auf dieser Ebene heben. Es gibt aber einfach Entscheidungen die man einem zehnjährige Kind nicht zumuten sollte Und man sollte ihm auch nicht das Gefühl vermitteln Das ist deine Entscheidung und du musst mit den Konsequenzen leben.

Sondern es gibt auch Entscheidungen. selbst wenn Ich mich an der Entscheidung des Kindes orientiere, sollte ich das halten? Damit wenn es schiefläuft, dass Kind sagen kann Papa das hast du falsch entschieden und ich dann sage ja das stimmt. Weil mein Kind das noch nicht halten muss mit fünf oder mit zehn aber mit einundzwanzig dann vielleicht schon.

Wann hast du das zum ersten mal so? oder zum letzten Mal nicht zum ersten Mal? Zum ersten Mal erlebtest dein Kind dir nicht nur widersprochen hat sondern in etwas voraus war Oh, das erlebe ich die ganze Zeit. Meine großen Kinder sind mir in vielen Dingen voraus. Sie haben viel mehr Lebenserfahrung und Wissen über Queerness zum Beispiel.

mein großer Sohn ist ein beinharter Kommunist. sich mit dem über kommunistische Texte zu unterhalten mündet regelmäßig darin, dass er mehr darüber weiß als ich. Das heißt, ich profitiere ganz viel von dem was meine Kinder wissen und was sie an Wissen auch interessant und erstrebenswert finden wie Sie sich zu Kunst verhalten, was sie über Freundschaft denken, über Liebe.

Ich lerne ganz viel von meiner großen Tochter darüber, wie freundschaftliche Beziehungen funktionieren. im Moment. Beschäftigt mich sehr eine Theorie von ihr das... Manche Freundschaften deswegen so gut sind, weil sie mal als ein Versuch eine romantische Beziehung zu etablieren gestartet sind. Und diese romantischen Etablierungsversuch quasi diese Phase definiert hat in denen man eigentlich wenn man sich befreundet eine Person immer zu wenig macht und man deswegen auseinander fällt.

Sie meint, wenn zwei Menschen aufeinander zugehen und mindestens einer hatte einen romantisches Interesse dann neigt man dazu mehr zu machen als gewöhnlich für eine Freundin für eine Freundschaft. Und das kann dann am Ende zu besseren Freundschaften führen, als wenn man den normalen Weg geht. und ich glaube sie hat recht.

Also wenn ich so Beziehungen in meinem Umfeld und meiner eigenen freundschaftlichen Beziehung bewährte unter dieser Linse die meine Tochter da beschrieben hat, dann stelle ich fest, ich glaube Sie hat Recht. Und dass ist ganz klar eine Idee von ihr und nicht mein. Das ist etwas was ich von ihr gelernt habe.

Das hat sie auch selbst entwickeln nicht irgendwo aus dem Buch gelesen. Keine Ahnung das weiß ich nicht, ich habe leider nicht so viel Zeit mit ihr wie ich das gerne hätte weil sie eine Erwachsene Frau mit einem eigenen Leben und vielen Menschen und Plänen darin ist. insofern das müsste ich Sie tatsächlich mal fragen.

Aber ich lasse mich von meinen großen Kindern auch in meinem Umgang mit ihren jüngeren Geschwistern kritisieren. Wenn die beiden Großen da was sehen, was sie nicht gefällt dann sagen die mir das ganz klar auf den Kopf zu und dann sage ich entweder ja oder nein und dann streiten wir uns oder wir umarmen uns oder Wir kochen etwas und reden darüber noch eine Stunde länger.

irgendwas machen wir damit. Und es bedeutet auch nicht dass meine großen Kinder immer recht haben. Oder es bedeutet doch nicht Die erwachsene vaterschaft zu einem erwachsenen kind darin besteht, dass ich immer nachgeben muss oder diesen erwachsen Menschen. Immer nur den raum gebe recht recht zu haben und das zu bejahren es mache mit anderen Erwachsenen ja auch nicht.

Aber es bedeutet auf jeden fall in erwergung zu ziehen Dass sie recht haben könnten um vor allen Dingen dem blick darauf zu behalten dass diese menschen mich Ja aller Wahrscheinlichkeiten nach lieben und nun mein bestes im sinn haben und dass Nicht sagen um mich wegzudrücken und mir zu schaden. also lohnt Es sich darüber nach nachzudenken und es zu bewegen Das heißt, die Meinung zu hören und zu schätzen.

Die Person, die da ist aber nicht unbedingt automatisch jede Meinung mitzunehmen und sich auch zuzumuten mit einem eigenen Nein ohne dabei den anderen zu verletzen. Ja. Also eine Auseinandersetzung, die durch Reibung haben darf, ohne zu verlessen. Die darf auch Streit haben? Streit entsteht grundsätzlich also... Kein, kein Gedanke von mir.

Aber die Kommunikationswissenschaften zeigt ja schon sehr lange auf das Streit und Missverständnis eher dass es was an der Tagesordnung ist und dass wir Verständnis und Konsens herstellen können. Das ist die eigentliche Leistung! Das heißt...das ist nicht ein Konsensstrom und der Streit sind die Slip-Ups, die wir reparieren müssen sondern eigentlich sind wir uns existenziell sehr, sehr fremd Und müssen sehen, wie wir das einigermaßen synchronisiert kriegen.

Die Bedürfnisse sind eine riesige Leistung und dementsprechend ist Streit auch nicht versagen sondern schlecht zu streiten oder überhaupt nichts zu streitten und sich in der Ablehnung des Streitmoments zu entfremden und zu verletzen Das wäre dann das eigentliche Scheitern. Probleme sind kein Scheit an.

Du sprichst in deinem Buch ja auch viel beheimaten Kann Elternhaus auch zu viel Heimat bleiben, sodass das losgehen schwerer wird? Ich glaube schon. Ich benutze diesen Begriff weil ich ihn ja in meinem letzten Buch über gleichberechtigte Beziehung und Liebe gesprochen habe. Da hab' ich sehr lange darüber nachgedacht wie ich Liebe definieren kann.

Ich kann ja so ein Buch nicht schreiben und dann mich davor drücken das zu definieren. Es gibt hunderttausende Definitionen von... Liebe und meine ist dann eben, dass das bedeutet, dass Menschen sich ineinander beheimaten. Dementsprechend benutze ich diesen Begriff auch hier. Ich glaube schon, dass es auf der Oberfläche initial für die Kinder schwerer sein kann, los zu laufen.

Aber gleichzeitig ist dieses beheimatet sein... auch ein Gefühl der Sicherheit und der Stärke, das Wissens. Dass man sich etwas zutrauen kann, dass man aufgefangen wird, dass da Menschen in meinem Rücken sind die buchstäblich meinen Rücken haben? Ich merke das was du an Schwierigkeit bezeichnest wenn meine große Tochter zurückkommt!

Ich weiß nicht wie es bei meinem großen Sohn sein würde. er ist noch nicht so lange weg aber wir haben irgendetwas am Haus verändert informiert, fernmündlich. Dann ist sie ein bisschen sauer! Dann ist so dieses Oh mein Gott. und dann habt ihr den Flur gestrichen oder ihr habt ja neues Zimmer gebaut oder auf dem Bad ist jetzt ein neues Wasch-Waschbecken.

was ist denn da los? Und man merkt schon dass sie All die Veränderung und Transformationsanforderungen, diese in ihrem Leben hat auch deswegen so gut aushalten kann. Weil hier alles mehr oder weniger so ist wie sie es zurückgelassen hat und weiß ich darauf verlassen kann dass das so ähnlich auch bleibt also dass ihre Eltern sich immer noch gut finden.

Dass ihre Geschwister immer noch die größten Fans von ihr sind und dass das Haus einigermaßen so aussieht wie es halt aus aussieht. das hätte ich. Im Vorfeld nicht so gedacht. Ich merke aber, dass ja das wichtig ist. ich glaube auch, dass sie das nicht so gedacht hätte. Aber wenn ich das hoch skaliere dann kann ich mir schon vorstellen, dass sich in der Situation lande die du beschreibst.

aber letztendlich bedeutet Sich beheimaten und Heimat sein eben nicht, dass man seine Kinder Lebens- oder realitätsunfähig erzieht, oder sie nicht wissen wie man eine Steuererklärung macht was übrigens viel zu wenig gewissen. Meistens sind es dann auch die jungen Männer, die's nicht wissen sondern es bedeutet dass sich die Kinder sich geliebt fühlen, sich gesehen fühlen.

Wissen das wenn irgendwas zusammenbricht sie kommen können und dann sind die Eltern da? Dann sind die Geschwister da? Da sind Herzensmenschen da? Die flicken! Und ob Sie mit denen jetzt Bluts oder Wahl verwandt sind spielt überhaupt gar keine Rolle. aber genau in diesem Setting der Herzensmenschen meiner Kinder möchte ich mich aufhalten Das als Primisse für die Erziehung von meinen Kindern zu nehmen.

Hey, ich wäre gerne der Herzensmensch von meinen Kindern weil sie sind ganz sicher meine Herzensmenschen. das finde ich doch eine ganz gute Prämisse. Danke dir! Danke dir für das Gespräch, danke auch für deine ganze Arbeit. wo kann man sich mit dir vernetzen? Wo bist du im Netz unterwegs? Ich bin ja Mitte forty-six und Soziale Netzwerke sind nicht so mein Lieblings-Medium, aber ich bin auf Instagram und ich bin auch vielen anderen sozialen Netzwerken immer unter Pekingese zu finden.

Ich arbeite bei dem Verein Pingstings in Hamburg der sich ganz viel... mit Antisexismus beschäftigt und versucht an einer geschlechtergerechteren feministischen Gesellschaft zu arbeiten. Und dafür ganz viele Sachen tut, da kann man mich auffinden, dann kann ich auch direkt anschreiben. Man kann meine Bücher kaufen, ein Kinderbuch von mir lesen, man kann mir folgen, mir schreiben... Genau!

All diese Dinge. Super. Sich meinen langweiligen Instagram-Account angucken bei dem ich nie irgendwelche Fotos von meinen Kindern zeige und wenn nur von hinten Absoderweise mehr als Block benutze, als alles andere. Aber wie gesagt das ist ich bin kein großer Fan davon mich Privat auszustellen. ich mag mein privat leben eigentlich total gerne und meinen alltag und kämpfe immer so ein bisschen mit diesem aspekt des autoren lebens diese selbst darstellung weil.

Eigentlich hätte ich gerne die waltermörs option dass man mein gesicht überhaupt nicht kennt und ich nur schreiben kann. aber wenn ich realistisch einigermaßen von meiner arbeit leben, will, dann muss ich das weiter machen. Und ich bin ja auch tatsächlich ganz gerne auf Bühnen und ich vernetze mich auch gerne auf Menschen und treffe auf Leute wie auf dich mit denen ich dann über solche Themen sprechen kann, Zukunftsvisionen entwickeln kann, Gesellschaftsmodelle entwickeln können oder einfach nur über Kinder quatschen was immer Spaß macht.

Das mache ich auch gerne aber ich habe oft auch gerne meine Ruhe und das geht nur wenn nicht Fotos von meinen Kindern ins Netz poste. Gibt andere, die aus anderen Gründen das gerne machen? Ich will das jetzt an der Stelle überhaupt nicht bewerten. Aber für mich ist es nichts. Wenn du Eltern drei Tipps mit auf den Weg geben könntest ... damit sie, damit das mit dem Loslassen, dem Flügel werden, für Kind und Eltern gut klappt am Ende deine drei Wahrheiten.

Welche wären das? Dass Elternschaft immer auch eine demütigende Erfahrung ist wichtig und unverzichtbar ist, diese Demütigung anzunehmen. Und den Demut verwandeln zu können? Dass man sich selbst erlauben sollte seine Kinder so zu lieben wie sie sind. Es sind oftmals die Eltern, die sich das verbieten, die bei Entscheidungen und Transformationen und Wünschen der Kinder dann einfach nicht mehr mitgehen können.

Bei Tattoos oder bei neuen Beziehungen oder bei Neu-Identitätsbestimmungen einfach nicht mitmachen wollen und sich selber dann verbieten dieses Kind zu leben, weil sie nicht verstehen dass es kein Kind gibt das übrig bleibt wenn man diese Dinge abzieht. Ich kann von den Kindern ihre Queerness nicht abziehen und erhalte dann ein Restkind das sich leichter lieben kann sondern was ich als Eltern damit tun würde ist ich verbiete mir mein queeres Kind zu lieben weil es gibt nur das eine das eine ganze queere kind da sich dann lieben können oder eben nicht.

Ich glaube diese Idee daran zu arbeiten, Kindern zugestatten sich zu den Herzensmenschen zu entwickeln die wir alle gerne mehr in unserem Leben haben wollen würden und sie nicht als Verlängerung des eigenen Willens das Lebens vielleicht auch der. gescheiterten Ansprüche und Wünsche und Bedürfnisse, die man selbst am Leben hatte.

Und die sich nicht erfüllt haben zu sehen das wäre sicher auch ganz hilfreich. und dann hat man in den meisten Fällen glaube ich große richtig coole Kinder mit denen man in Bindung und Liebe bleiben kann und die manchmal richtig scheiße bauen und fies sind und harte Sachen erzählen weil man selber eben doch richtig scheiße baut, fies ist und harte Sachen sagt so wie Menschen eben sind.

Und wenn es gut läuft dann bleibt man auch dann in Bindung, bittet um Verzeihung und liebt sich nach Kräften. Danke dir Nils! Sehr gerne! Nils Buch Wenn Eltern Flüge werden gibt's überall wo es Bücher gibt? Da findest du übrigens auch meine Bücher. also sei es mein praktisches Elternsein als Weg. das ist eine Mission aus Journal Praxisbuch- und Ratgeber oder eins meiner Kinderbücher.

Dir hat die Folge gefallen, dann hinterlasst mir eine Bewertung dort wo du den Podcast gerade hörst. Sei es auf Spotify oder Apple oder sonstwo! Das hilft diese Botschaft des bindungsorientierten Perspektive auf Augenhöhe weiter zu tragen. Danke dir dafür und wenn das heute noch keiner gesagt hat, dann sage ich dir jetzt auch danke für dein Dasein in deiner Familie.

Alles Liebe dir und bis bald.

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